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Kein Gas – und was dann folgt

Jetzt hat Russland seine Drohungen wahr gemacht und die Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt. Die nach Westeuropa gehenden jedoch nicht, auch wenn sie via Ukraine gehen. Was vorerst problemlos geschieht. Im warmen Juni ist zwar die Relevanz dieses Stopps noch gering. Aber vom Zeitpunkt unabhängig ist es dringend notwendig, alle Fakten zu kennen. Was im Westen nur selten der Fall ist.

Diese Fakten sind auf den ersten Blick widersprüchlich. Und jede Seite nennt nur die ihre günstigen.

  1. Die Ukraine ist eindeutig die Bezahlung des russischen Gases schuldig.
  2. Russland hat ebenso eindeutig den Preis für Lieferungen an die Ukraine aus politischen Gründen signifikant erhöht, seit die Bevölkerung des Landes mit großer Mehrheit klargemacht hat, dass sie zu Europa, nicht Russland gehören will.
  3. Wenn es nicht zu einer Einigung kommt, werden sich mit Sicherheit spätestens an kalten Tagen wieder ukrainische Gemeinden an dem Richtung EU auf die Reise geschickten Gas bedienen. Denn selbst wenn dieses eindeutig wem anderen gehört, wird kein Bürgermeister, kein Provinz-Chef die Menschen erfrieren lassen, wenn gleichzeitig durch sein Gebiet das potentiell wärmende Gas fließt. Damit hat auch Europa ein Problem.
  4. Der Ersatz des russischen Gases durch andere Lieferanten ist möglich – aber nur langfristig. Denn vorher müssen die Terminals und Leitungen dafür gebaut werden. Kurzfristig ist also Moskaus Erpressungspotential groß.
  5. Je härter Russland den Gaskrieg weitführt, umso mehr und umso rascher werden an Russland vorbeigehende Importe an Bedeutung gewinnen. Denn als Folge steigen ja Gas-, Öl- und Strompreis, was jede Investition interessanter macht. Was langfristig die Bedeutung Russlands abnehmen lassen wird.
  6. Wenn die EU und die Ukraine geschlossen auftreten, hat Russlands mittelfristig angesichts seiner massiven Abhängigkeit vom Gasgeschäft keine echten Alternativen. Alle, die da anderes sagen, sind entweder kurzsichtig oder Agenten Russlands.
  7. Es ist ein Kompromiss im Interesse aller Beteiligten zwar absolut logisch, aber angesichts des zunehmenden Stellenwerts des russischen wie des ukrainischen Nationalismus eher fraglich.
  8. Die von beiden Ländern erfolgende Anrufung eines westlichen Schiedsgerichts macht zumindest Hoffnung. Man will also die Lösung zumindest in diesem Fall letztlich doch rechtlich erreichen.
  9. Die Ukraine hat durch die russische Besetzung der Krim und der teilweisen Besetzung zweier Ostprovinzen eindeutig schweren wirtschaftlichen Schaden erlitten. Dieser steht den russischen Forderungen nach Bezahlung seines Gases entgegen. Zwar macht Kiew den Schaden durch die widerrechtliche Besetzung nicht geltend, weil es ja auf Rückgabe statt Entschädigung beharrt. Aber gerade jene, welche die Okkupation der Krim für richtig halten, müssten dann auch unbedingt der Ukraine einen gewaltigen – wenn auch schwer objektiv zu beziffernden – Ersatzanspruch zubilligen. Für Immobilien, für Meereszugang, für Häfen, usw. Und ganz besonders für die vermuteten reichen Energievorkommen vor der Küste der Krim. Wer das ignoriert, aber die Okkuption der Krim für rechtens erklärt, ist total einseitig oder ein reiner Agent Moskaus. Er macht den Russen jedenfalls Hoffnungen, dass der Westen doch noch einknicken wird.
  10. Es kann daher keine Lösung des Gas-Problems geben, wenn nicht auch die militärischen Grenzveränderungen mit bei den Verhandlungen gelöst werden.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 01:05

    Tatsachen versus Meiningen:
    1. Der Gaspreis der Ukraine war bis zum Herbst 2011 bedeutend geringer als der Preis für die EU. Die Gasprinzessin und ihre Genossen verkauften das Gas teurer weiter an die EU. Welcher westliche Konzern läßt sich das gefallen?
    2.Am 1.1. 2014 betrug der Gaspreis für die Ukraine 268,5$ für die Ukraine und 413,5$ für die EU. Seit die früheren Schacherer wieder an der Macht sind, ist der Gaspreis 485$. So kann Timoschenko & Co nicht mehr mit Gewinn weiterverkaufen.
    3. Der EU Gaspreis der letzten Jahre war 383$. Di Ukraine hat bis zu 1/3 weniger gezahlt und von dem Weiterverkauf sind die jetzigen Machthaber reich geworden.
    4. Wenn die EU jammert und gleichzeitig South Stream, mit dem wir russisches Gas bekommen können, ohne daß die jüdischen Freimaurer mitschneiden, verbietet, dann will sie gar kein billiges Gas. Sie will uns zahlen lassen, damit die "Investoren" weiter stehlen können.
    5. Russland verkauft sein Gas an die EU frei Grenze, ein sehr üblicher und kluger Vorschlag. Damit gehören die Probleme mit den Dieben der EU.
    6. Die teilweise Besetzung der Ostprovinzen der Ukraine durch Russland ist unrichtig!
    7. Solange in der Ukraine eine Regierung mit ehemaligen Kommunisten und Doppelstaatsbürgern regiert und ihre Bevölkerung mit Militärgewalt unterdrückt, muß sich Rußland schützen, z.B. Timoschenko (Atombomben und Kalaschnikow) und Genossen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 02:06

    Ganz verstehe ich das Problem nicht.

    Russland ist ja weiterhin bereit, der Ukraine Gas zu liefern. Da die Ukraine aber seit längerem nicht mehr zahlt und bereits sehr viel Geld an Russland schuldet, liefert Russland nur mehr gegen Barzahlung.

    Das ist eine Vorgehensweise, die auch bei uns so üblich ist. Wenn A.U. seine Gasrechnung nicht zahlt, kommen die Wr. Stadtwerke sehr schnell und ihm zwicken die Leitung ab. Dann muss er bar zahlen oder frieren, was ihm halt lieber ist.

    Wenn die EU der Ukraine helfen will, dann sollte sie ihr Geld für die Gasrechnung geben, statt Russland anzufeinden!
    Wollte die EU wirklich, wie A.U. es fordert, vorher die Grenzveränderungen lösen, erfriert ihr zehnmal die Ukraine.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorhamburger zimmermann
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 18:20

    Bei aller Wertschätzung für Herrn Dr. Unterberger werden wir zum x-tenmal von schamloser Pro-Timoschenko Propaganda berieselt. Hat die Dame noch immer nicht ausreichend abkassiert?

    Nicht "die Bevölkerung des Landes hat mit großer Mehrheit klargemacht", sondern den Menschen in der Ukraine wurde eingeprügelt, daß sie zu EU-NATO-CIA gehören muß. Die "Anrufung eines westlichen Schiedsgerichts" bestochener Advokaten und Lobbyisten nach Muster TTIP zeigt den weiteren Weg. Und eh logo, wer den US-Einkreisungsfanatismus gegen die "russische Regionalmacht" nicht schätzt, ist "reiner Agent Moskaus".

    In einem hat die Ostküste aber recht: Fuck the EU.
    .

  4. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 00:50

    Vielleicht hätte Österreich jetzt eine Chance, seinen Anspruch auf Triest zu erneuern? Triest war ein wichtiger Hafen und wurde Österreich gewaltsam weggenommen. Noch dazu ist dort die Bevölkerung wesentlich freundlicher Österreich gegenüber gesinnt als auf der Krim gegenüber der Ukraine.

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 01:32

    Wie immer der (faule?) Kompromiß ausgeht, werden die Avancen der EU an die Ukraine uns allen noch viele Milliarden kosten, ohne daß diejenigen, die das bezahlen müssen, jemals gefragt wurden, ob sie das Assoziierungsabkommen oder gar eine Vollmitgliedschaft befürworten.

    Es ist nicht zuletzt die Selbstherrlichkeit der Politikerkaste in der EU Schuld an den hausgemachten Problemen mit Rußland und der Ukraine, wobei Putin genau weiß, daß er am "längeren Ast" sitzt und sich keine Sorgen um Absatzschwierigkeiten der russischen Gasvorräte machen muß - China scharrt schon in den Startlöchern.

    Nur die EU läuft Gefahr, daß eine neue Energiekrise die schon viel zu lange anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise verstärkt.
    Kurzsichtiger wie in in dieser Causa konnte und kann man gar nicht agieren. Vielen Dank, Brüssel!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 08:41

    Ohne ein Agent Putins zu sein stelle ich mir die Frage,
    warum sollen die Russen ihr Gas an zahlungsunwillige oder -unfähige Kunden liefern, die nebenbei nicht für sie bestimmtes Gas aus den Leitungen stehlen?
    Ganz abgesehen von der Clique mit zweifelhaftem Ruf, die derzeit in Kiew herrscht!

  7. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2014 09:26

    Wieder steht der Westen vor dem alten Problem. Wir wissen ganz genau wie man sozialistische Ziele erreicht, haben aber keine Ahnung wie man das Desaster nachher aufräumt.
    Die Sucht nach Megastaaten hat grosse, zentralistische Monster geschaffen; die Ukraine ist einer davon. Nun hat die Ukraine Schulden, und bei Gott, nicht nur bei den Gaslieferanten!
    Die Krim war eine Zuschussregion. Kostete der Ukraine also dauernd Geld. Nur die russische Pacht für den Hafen war ein Pluspunkt, das ging aber wieder in das Zentralbudget.

    Wenn man das Land also teilt, dann muss auch die Krim Schulden übernehmen! In diesem Fall wohl Russland. Andererseits wie viel, wie rechnet man dies, gibt es da schon Modelle?

    Die Ostukraine wäre ein noch schlimmerer Fall, selbst die Russen wollen das Gebiet gar nicht so gerne haben. Eine völlig veraltete, umweltzerstörende Schwerindustrie, dabei eine gut bezahlte (für lokale Verhältnisse) Arbeiterschaft, die auch noch gut organisiert ist. Leben tut die ganze Region von künstlich billigen Energiepreisen, zieht dort der Weltmarkt ein, also z.B. die EU, dann wird es dort ganz finster. Auch die bisher gut laufenden Rüstungsexporte würden dann wohl Einschränkungen erfahren.

    Nebenbei, die Ukraine kann die Rechnungen nicht selber zahlen, weder die bestehenden noch zukünftige. Jeder gewährte Kredit ist nicht im kaufmännischen Sinne zu verstehen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juni 2014 13:54

    AUs Durchblick bei innenpolitischen Fragen, steht seine Ahnungslosigkeit in der Außenpolitik entgegen. Was er da so schreibt ist nicht nur billiger Mainstream, es ist Selbstbeschädigung.


alle Kommentare

  1. Igor Potemkin (kein Partner)
    19. Juni 2014 18:12

    Die Europäische Union, Organ der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten
    Die Sabotage der South Stream-Pipeline
    von Manlio Dinucci

    Die Bauarbeiten der South Stream-Pipeline, die die Europäische Union mit russischem Gas in 2015 beliefern würde, wurden auf Druck der Vereinigten Staaten von Bulgarien unterbrochen. Diese Entscheidung, die zuallererst für die Union schädlich ist (Russland ist bereit, sein Gas nach China zu verkaufen), wurde durch den Präsidenten der Europäischen Kommission unterstützt, die damit gegen die Interessen handelte, die sie zu verteidigen vorgibt, und somit im bedingungslosen Dienst für Washington steht.

    http://www.voltairenet.org/article184273.html

  2. Matthias (kein Partner)
    19. Juni 2014 10:24

    Ich persönlich hoffe, dass nächsten Winter einmal das (russische) Gas ausgeht. Weil erst dann werden alle Beteiligten etwas tun, um die Abhängigkeit von diesem zu verringern.

    Erfrieren wird sicher keiner. Ein paar werden halt mit der Jacke bei 10 Grad in der Wohnung sitzen. Gibts ja jetzt auch schon, wenn man der Werbung der Caritas glaubt...

    • Paulus (kein Partner)
      19. Juni 2014 11:50

      Genau!
      Und die Krisen-EU sollte Russland den totalen Krieg erklären.
      Die EU wird dann innerhalb einer Woche weggefegt.
      Darauf freue ich mich schon sehr!

    • Matthias (kein Partner)
      19. Juni 2014 18:39

      @ Paulus: Was ist das für ein vertrottelter Kommentar??

      Ich werde in Zukunft nichts mehr kommentieren, da ohnehin nur verbale Rülpser als Antwort kommen!

  3. ewiger Russe (kein Partner)
    18. Juni 2014 19:03

    Wer sollte zuerst abdrehen?

    a) Putin den Deutschen das Gas - was nie schaden kann
    oder
    b) Unterberger seinen Blog?

    • no na (kein Partner)
      18. Juni 2014 19:20

      Klare Antwort: Unterberger die öden Kommentare des "ewigen Russen" (einer von xxx öden Nicks des ewig gleichen Geistes). Das wäre eine wirklich gute Tat.

    • ewiger Russe (kein Partner)
      18. Juni 2014 19:56

      Frage an no na: Sie kaufen (no na) eh nicht bei Russen. Oder?

  4. Isabella (kein Partner)
    18. Juni 2014 15:13

    Ja die Rüstungsindustrie muss mit allen Mitteln Profit machen!

    Ukrainische Armee kauft tausend Schützenpanzer für Einsatz im Osten!
    http://de.ria.ru/politics/20140618/268787709.html

    ..... aber kein Geld um Ihre Mrd. an Erdgasschulden zu bezahlen (und jetzt die EU 500 Mio. von unserem Steuergeld an die Ukraine verschenkt)

  5. Aron Sperber (kein Partner)
    18. Juni 2014 14:14

    Wenn die EU die Ukraine (und sich selbst) aus der Abhängigkeit von Putins Gas lösen will, muss sie endlich damit beginnen, auf dem Energiesektor dem Beispiel der USA zu folgen.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/05/12/sinnloses-blutvergiesen-vermeiden/

    Die Förderung von Schiefergas ist zumindest ein kleiner Schritt aus der Abhängigkeit von Rohstoff-Despoten.

    • Rosenfeld (kein Partner)
      18. Juni 2014 18:37

      Praktisch, wenn man ein derart übersichtlich strukturiertes Weltbild besitzt und pflegt!

  6. Gasthörer (kein Partner)
    18. Juni 2014 13:54

    AUs Durchblick bei innenpolitischen Fragen, steht seine Ahnungslosigkeit in der Außenpolitik entgegen. Was er da so schreibt ist nicht nur billiger Mainstream, es ist Selbstbeschädigung.

  7. Tik Tak (kein Partner)
    18. Juni 2014 13:38

    " ... Wenn die EU und die Ukraine geschlossen auftreten, hat Russlands mittelfristig angesichts seiner massiven Abhängigkeit vom Gasgeschäft keine echten Alternativen. Alle, die da anderes sagen, sind entweder kurzsichtig oder Agenten Russlands. ..."

    Dann bin ich wohl mit dem Hinweis darauf, daß Rußland seit Jahren seine Öl- und Gastransportinfrastruktur fast nur mehr in Richtung China ausbaut und mit China und Japan über ostsibirische Leitungen in den nächsten Jahren mehr Umsatz, bei geringeren Preisen, machen wird als mit ganz Europa ein "Agent Rußlands"?

    Oder hat der Unterberger nur wieder einmal bewiesen, daß er keine Ahnung aber eine sehr realitätsferne Meinung von der Welt hat?
    Oder wieder einmal einen Auftrag der US Botschaft bekommen hat?

    Aber vielleicht lernt er ja noch dazu.
    Auch wenn ich mir das nicht vorstellen kann, dazu fehlen ihm Bildung, neutrale Denkweise, Realitätszugang und Informationszugang.

    Mein Angebot für ein One Way Ticket in sein gelobtes Land steht noch.

    Dumm, dümmer, Unterbergers Blog über alles was US Interessen betrifft.
    Es war schon sein geliebter Chimp Bush, der alle, die nicht seiner Meinung waren, der Spionage für den "Feind" verdächtigte.
    Ganz wie in totalitären Staaten üblich.
    Also muß ich wohl ein "Agent Rußlands" sein, schließlich kann ich lesen und bin nicht von US Interessen indoktriniert.
    Oder liegt es daran, daß mir anhand von Fakten selbst eine Meinung bilde?
    Fragen über Fragen.
    Aber die nächste Leserbeschimpfung wird der Unterberger sicher bald wieder von sich geben.

    Stay tuned and keep wondering.

  8. Normalsterblicher
    17. Juni 2014 22:43

    Der Raub von Land zulasten einer Nation ist nicht mit Geld aufzuwiegen.

    Wenn aber eine Region tatsächlich aus _eigener_ Organisationskraft machtvoll eine Sezession anstrebt, dann handelt es sich um etwas anderes, und schuldet sie dem verbliebenen Rumpf allenfalls das, was als Zuschüsse des Zentralstaates für Infrastruktur auf dem Boden der Region bereitgestellt wurde und nicht eigenen Steuerabflüssen geschuldet ist.

    Statt also um Geld zu feilschen, wäre vielmehr eine Initiative der "Global Players" angezeigt, auf der Krim ein nochmaliges Referendum unter Kontrolle internationaler Wahlbeobachter einzufordern, wobei Demonstrationen innerhalb einer Woche vor der Abstimmung ausgeschlossen werden sollten. Auch sollte die territoriale Integrität der Krim wegen der Geschlossenheit des Gebietes nicht durch Abweichungen der Abstimmungsergebnisse auf Bezirksebene in Frage gestellt werden können.

    • schreyvogel
      18. Juni 2014 22:19

      *****!

      Dazu fällt mir ein: Die Palästinenser wurden noch niemals gefragt, ob sie wirklich den größten Teil ihres Landes an die Zionisten abtreten wollten.
      Ob die "Global Players" vielleicht auch dazu ein entsprechendes Referendum einfordern würden?

  9. mischu
    17. Juni 2014 19:47

    Der Ukraine-Konflikt legt noch an Brisanz zu. Das wird nicht spurlos an Europa vorübergehen und der EU vermutlich nicht nur Milliardenhilfe kosten, sondern womöglich auch noch eine veritable Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelöst durch eine Energiekrise eintragen. Das Potential für ein solches Szenario ist durchaus vorhanden.

    http://orf.at/stories/2234514/

  10. terbuan
    17. Juni 2014 18:41

    Worum geht es in diesem Konflikt in Wahrheit?
    Um Öl und Gas und die möglichen Transportwege zur Nutzung der Ressourcen, ein geopolitischer Konflikt der großen Player USA und Russland, die EU darf als nützlicher Idiot mitspielen:

    "Die Öllogik - Background zum Ukraine-Krim-Konflikt"

    http://www.youtube.com/watch?v=XVXYq6MSmwA

  11. hamburger zimmermann
    17. Juni 2014 18:20

    Bei aller Wertschätzung für Herrn Dr. Unterberger werden wir zum x-tenmal von schamloser Pro-Timoschenko Propaganda berieselt. Hat die Dame noch immer nicht ausreichend abkassiert?

    Nicht "die Bevölkerung des Landes hat mit großer Mehrheit klargemacht", sondern den Menschen in der Ukraine wurde eingeprügelt, daß sie zu EU-NATO-CIA gehören muß. Die "Anrufung eines westlichen Schiedsgerichts" bestochener Advokaten und Lobbyisten nach Muster TTIP zeigt den weiteren Weg. Und eh logo, wer den US-Einkreisungsfanatismus gegen die "russische Regionalmacht" nicht schätzt, ist "reiner Agent Moskaus".

    In einem hat die Ostküste aber recht: Fuck the EU.
    .

  12. Jewgeni Gorowikow
    17. Juni 2014 15:23

    Nochmals zu den "Deutschen Wirtschfts Nachrichten"

    Danke Terbuan für den Hinweis auf den Journalisten Dr. Michael Maier den man praktisch als das Mastermind bzw. das beinahe alleinige Gesicht der "Deutschen Wirtschafts Nachrichten" bezeichnen kann.

    Also so besonders "Deutsch" sind die gar nicht wenn sie von einem Österreicher gegründet wurden ;-)

    Ein beeindruckender Lebenslauf vom D.N.W.-Gründer Dr. Michael Maier auf Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Maier_(Journalist )

    Und auch hier: http://www.uni-graz.at/communication/unizeit/archiv/vor1999/595/5-95-11.html

    Es sind aber zwei etwas unglückliche Details auch herauszulesen, aber jeder Mensch ist natürlich auch zuweilen vom Unglück verfolgt:

    Georg Maier heiratete als 24-jähriger die Musikpädagogin Verena Tautschnig und hatte mir ihr gleich mehrere Kinder.

    Derzeit ist Maier mit der Zeit-Journalistin Ilka Piepgras verheiratet.

    Dr. Georg Maier war 1995 deutlich weniger als ein Jahr Chefredakteur von der "PRESSE". Sein Nachfolger als Presse-Chefredakteur wurde noch 1995 Dr. Andreas Unterberger, die beiden kennen sich also persönlich.

    Es sieht so aus als ob da in der so kurzen Zeit als Presse-Chefredakteur nicht alles so hundertprozentig erfolgreich gelang, sei's drum.

    Als ich mir die beschriebene Biografie von Dr. Maier durchlas kam mir stark das Gefühl dass der Mensch ungemein aktiv und vielseitig ist und schon irrsinnig viel im Leben gemacht und probiert hat. Das bezeichnen die meisten wahrscheinlich als etwas Positives. Man könnte es aber auch mit den Begriffen: Rastlosigkeit & Überaktivität bzw. Unstetigkeit verbinden, je nachdem halt ....

    Auf jeden Fall wird es für terbuan, mich selber und viele andere Blogteilnehmer spannend was von Dr. Michael Maier (derzeit in Berlin -)

    • Jewgeni Gorowikow
      17. Juni 2014 15:27

      Es wurde etwas von d. Software verschluckt daher Ergänzung:

      ... was von Dr. Michael Maier (derzeit in Berlin-)

    • Jewgeni Gorowikow
      17. Juni 2014 15:30

      .... was von Dr. Michael Maier (derzeit in Berlin-)

    • terbuan
      17. Juni 2014 16:40

      Danke @Jewgeni Gorowikow für Ihre Replik und Ihre erweiterte Betrachtung des Herrn Dr. Maier, was für uns noch spannend wird, hat der Computerteufel allerdings leider noch immer nicht freigegeben.
      Aber wie immer, ich respektiere Ihre Meinung und es macht immer mehr Spaß mit Ihnen die Klingen zu kreuzen.
      Sie sind in der Causa Ukraine eher auf Seiten der USA, ich eher auf der Seite Russlands, beide haben wir unsere Gründe, wie auch Dr. Mayer und Dr. Unterberger,
      was übrigens Ihre Meinung zu innenpolitischen Themen betrifft, bin ich zumeist auf Ihrer Seite.
      Ich würde es auch sehr interessant finden, mit Ihnen ein persönliches Gespräch zu führen (ohne Videoaufnahme für YouTube ;-)), es liegt an Ihnen, mit mir in Kontakt zu treten:
      bG/ terbuan@aon.at

    • Erich Bauer
      17. Juni 2014 18:45

      @Jewgeni Gorowikow,

      bescheidene Frage.... darf DWN jetzt bestätigte Nachrichten verbreiten oder nicht?

      Oder darf das nur in "autorisierten" Medien, wie z.B. "Die KRONE" geschehen? Ich meine, das ist ja recht nett, dass Sie uns Ihre "Recherchen" (die sehr simpel auch von "Joe Sixpack" gemacht werden können) über Dr. Michael Maier so überlassen.

      Es ist jedenfalls eine sattsam bekannte (linke) "Taktik", wenn die Argumente ausgehen den Überbringer der Botschaft zu "maßregeln"...

      Etwas anderes wäre es natürlich, wenn Sie ein Alpha-(bzw. "Fulbright")-Journalist" sind. Dann hätte ich für Ihre "Argumentationsketten" vollstes Verständnis. Jeder soll seine Seele verkaufen, wem immer will...

  13. Undine
    17. Juni 2014 14:14

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    RASSISMUS:

    "In Frankreich ist gestern ein neuer Fall von Gewalt gegen Roma an die Öffentlichkeit gekommen: Im Pariser Vorort Perfitte sur Seine ist ein 16-jähriger Roma von einem aufgebrachten Mob zusammengeschlagen worden. Der junge Mann liegt seitdem im Koma. Französische Menschenrechtsorganisationen warnen, dass der Rassismus gegen Roma in Frankreich stark zunimmt."

    Für wie blöd werden die Menschen gehalten, daß sie immer gleich ängstlich kuschen, wenn ihnen der "Rassismusvorwurf" gemacht wird?

    Schon PARACELSUS sagte: "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht's, dass ein Ding kein Gift sei."

    Die für den menschlichen Körper zuträgliche Dosis ist strikt einzuhalten, wenn man keinen Schaden anrichten will.

    Der "VOLKSKÖRPER" verträgt aber, genauso, wie der menschliche Körper, eine bestimmte Dosis etwa bei der ZUWANDERUNG. Wird die "Dosis" ÜBERSCHRITTEN, wird sie zum GIFT für den Volkskörper. Wir befinden uns bereits in einem sehr schlimmen Zustand, wir verkraften die WEIT ÜBERHÖHTE DOSIS nicht mehr.

    Gegen eine geringe, gemäßigte Einwanderung, seien es nun die Moslems oder die Zigeuner, hat niemand etwas. Da gibt es auch keinen RASSISMUS! Nun aber leiden wir schwer an der ÜBERDOSIS und versuchen uns zu WEHREN!
    Kann man dieses natürliche Wehren wirklich Rassismus nennen? Ich finde, das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern nur mit natürlichem Menschenverstand.

    .....................................................................
    Hmmm? Hab' ich da richtig gehört??? Mein anfängliches Lachen ist mir im Hals stecken geblieben:

    "KAUFZEITUNGEN und RADIO sind die GLAUBWÜRDIGSTEN INFORMATIONSQUELLEN - ganz besonders für politisch interessierte Leute. Das hat eine neue Studie ergeben, die vom Verband Österreichischer Zeitungen in Auftrag gegeben worden ist"

    Na, da ist ja die ROT-GRÜNE WELT wieder ganz in Ordnung; die ROT-GRÜNE Propaganda-Maschinerie läuft wie GESCHMIERT! Rot-Grünes Herz, was willst du mehr!?!

    Aber lesen Sie selbst:

    http://oe1.orf.at/artikel/378162

    • Torres (kein Partner)
      18. Juni 2014 09:05

      Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: die Gewalt gegen den jungen Roma (der, soviel ich gehört habe, inzwischen gestorben ist) ist jedenfalls absolut zu verurteilen. Allerdings sollte doch gesagt werden, dass er selbst (und noch einige aus seiner Gruppe) mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft war und offenbar dabei war, wieder einen solchen zu begehen. Da kann man schon irgendwie verstehen, dass es der einheimischen Bevölkerung irgend einmal zu bunt wird, wenn die Polizei und die zuständigen Behörden - offenbar aus Angst, als Rassisten dazustehen - nichts unternehmen. Schuld ist da auch die EU, die ja vor einiger Zeit Frankreich verurteilt hat, weil einige Roma aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn ausgewiesen wurden, die nur gekommen waren, um zu stehlen bzw. das Sozialnetz auszunützen.

    • Undine
      18. Juni 2014 14:13

      @Torres

      Daß ein junger Mensch sein Leben lassen mußte, finde ich selbstverständlich auch sehr schlimm; ich wollte nur ausdrücken, daß KEIN Volk mit einem so großen Ansturm von z.T. kriminellen Ausländern glücklich sein kann. Es fehlt alles Maß! Wenn es dann, wie in Frankreich, heftig rumort, ist der Rassismus-Vorwurf schon ein starkes Stück! Welches Land will schon, daß seine autochthone Bevölkerung von den überhand nehmenden Zuwanderern bis aufs Blut traktiert wird.

  14. Erich Bauer
    17. Juni 2014 13:40

    Nicht zu vergessen der Raub der - von der Sowjet-Union stationierten - Atomwaffen... Auch das wäre noch zu beziffern.

  15. Normalsterblicher
    17. Juni 2014 12:25

    Die nach Westeuropa gehenden jedoch nicht, auch wenn sie via Ukraine gehen. Was vorerst problemlos geschieht.

    Wenn die Ukraine aber im Winter dringend Gas braucht, wird sie die Pipeline hijacken, bzw das für Europa von Putin freigegebene Gas anzapfen, wie sie es schon einmal gemacht hat, und wird es die EU-Journaille dann wieder so arrangieren, dass der böse Putin die Krokodilsrolle zugeteilt bekommt, dem unsere Kasperln ordentlich eine über die Rübe hauen.

    • dssm
      17. Juni 2014 16:25

      Ja, manchmal ist unser Herr AU etwas gutgläubig, bis zum Winter hat es nicht gedauert. Eine wesentliche Gasleitung ist ja offensichtlich von den Ukrainern gerade gesprengt worden.
      Was bleibt den Oligarchen auch anderes übrig. Die sind pleite, pleite und nochmals pleite. Irgend wann kommen dann die Bürger auf Besuch vorbei oder sie können die wirtschaftlichen Probleme nach 'aussen' ablenken und das tun sie mit viel Erfolg.

  16. Jewgeni Gorowikow
    17. Juni 2014 12:08

    Apropos "Deutsche Wirtschafts Nachrichten"

    Die sind genau so "Deutsch" wie halt irgendein beliebiger privater Blog es sich anmaßen kann repräsentativ für ganz Deutschland zu sein.

    Da könnte genausogut Christian Ortner oder Dr. Unterberger, die beide private Blogs betreiben hergehen und sich anmaßen sich:

    "Österreichische Wirtschafts Nachrichten" oder so ähnlich großkotzig zu nennen.

    Poroschenko ist und bleibt ein demokratisch gewählter Präsident der Ukraine, der unter den Augen der Weltöffentlichkeit vereidigt wurde. Daran ist nichts zu rütteln.

    Und apropos Nachstöbern in der Vergangenheit von gewissen Persönlichkeite: Da warte ich gespannt darauf was die

    "Deutschen Wirtschafts Nachrichten"

    über den Lebenslauf und den Aufstieg von Herrn Präs. Wladimier Putin schreiben (= mit Leichen gepflastert)

    Oder begnügen sich die "Deutschen Wirtschafts Nachrichten" damit was die PR-Abteilung des Kreml über Putin verlautbart?


    Das Impressum der Deutschen Wirtschafts Nachrichten:

    Diese Firma "DWN" ist professionell aufgestellt: Eine GmbH, sie kümmert sich u.a. auch um Werbekunden. Die Webseite macht e. professionellen Eindruck:

    Einen einzigen Namen erfährt man im Impressum:

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  17. terbuan
    17. Juni 2014 11:28

    Na wer hätte denn das gedacht?

    Wikileaks: Poroschenko ist seit Jahren Informant für die USA

    "Nach Informationen von Wikileaks hat der neue ukrainische Präsident seit Jahren ein sehr enges Verhältnis zu den Amerikanern. Er hielt die US-Botschaft über aktuelle politische Entwicklungen auf dem Laufenden. Als besonders nützlich betrachteten die Amerikaner Poroschenkos Tätigkeit für die Zentralbank der Ukraine.".......

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/17/wikileaks-poroschenko-ist-seit-jahren-informant-fuer-die-usa/

    Und da sollte Putin einfach ruhig zusehen und weiterhin Gas zum Diskonttarif liefern oder sich bestehlen lassen?

    • dssm
      17. Juni 2014 16:27

      Was erwartet man von einem der grössten Rüstungsunternehmer dieses Planeten? Das war den Ukrainern aber vor der Wahl bekannt.

    • Undine
      18. Juni 2014 14:15

      @terbuan

      ***********!

  18. Jewgeni Gorowikow
    17. Juni 2014 11:01

    Diese sogenannten "Verhandlungen" über Gaslieferungen bzw. über den Gaspreis zwischen Russland und der Ukraine:

    Ist das nicht Krieg mit anderen Mitteln? (in Abwandlung des Clausewitz-Zitats: "Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln")

    Krieg bzw. Erpressung bzw. beinharter Nervenpoker diesmal aber am Verhandlungstisch!

    Öttinger gibt Russland die Schuld am Scheitern der Verhandlugen:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3822201/GasStreit_Oettinger-gibt-Russland-Schuld-an-Scheitern?direct=1563377&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103

    Ist so etwas nicht naiv wenn man sich das heutige Russland anschaut:

    "Der Gassektor sollte aber nicht als Instrument der Politik eingesetzt werden ", appellierte Oettinger an die russische Seite....

    Ich stimme Herrn Dr. Unterberger hundertprozent zu dass es nicht angeht, dass nur über Erdgas und den Erdgaspreis geht.

    Sondern es muss ein Gesamtpaket auf den Tisch:

    Für den Gebietsraub (Annexion) an der Krim, eine Halbinsel die ca. ein Drittel so groß ist wie Österreich und e. Bevölkerung von 2,3 Mio. Menschen hat:

    Da müssen Entschädigungs- bzw. Reparationszahlungen Russlands an die Ukraine erfolgen!

    Wieviel kostet die Halbinsel Krim die von Russland geraubt wurde? Mit allen Ressouren hinsichtlich Immobilien, Infrastruktur, Bodenschätze, Häfen, Flughäfen usw.?

    Das lässt sich sicherlich in Zahlen erfassen und da kommen sicherlich etliche Milliarden EUR zusammen!

    Das muss auf den Verhandlungstisch um nichts weniger als das Erdgas. Es muss über alles geredet werden!


    Besonders zynisch waren ja die Wortmeldungen bei den vorgestrigen Verhandlungen seitens Russlands:

    "Man brauche keine Pacht für den Hafen von Sewastopol an die Ukraine mehr bezahlen, weil das Gebiet ja jetzt zu Russland gehört."
    (es wurde im gestrigen Mittagsjournal 16.6.2014 von Carola Schneider berichtet)

  19. Erich Bauer
    17. Juni 2014 09:33

    Agenten Russlands.

    Daniel Ellsberg („Verräter“ über den Vietnamkrieg):

    „Das hat das Verhältnis Medien-Regierung total verändert (Anm. stellte man bereits damals - vor 9/11 - fest) Die Öffentlichkeit nimmt nicht richtig wahr. Die Leute hören zu, lernen daraus, sie verstehen und dann ignorieren sie es. Verbünde dich nie mit dem Bösen (Anm. Ghandi). Orwell hat vorausgesehen, welche Mächte uns in Zukunft bedrohen. Im kalten Krieg konnten wir die Demokratie noch aufrechterhalten. Aber vielleicht schaffen wir es diesesmal nicht mehr…“

  20. Freak77
    17. Juni 2014 09:29

    Ich habe den Energiekommissar Öttinger gestern im Fernsehen reden gehört:

    Der Mann macht insgesamt einen sehr kompetenten Eindruck, sowohl beim Fachwissen als auch was seine Verhandlungs- sowie diplomatischen Fähigkeiten betrifft.

    Nur:

    Wie kann es sein, dass jemand der eigentlich aus Süddeutschland kommt derart unverständlich auf Deutsch redet?

    Zu lange in Brüssel gewesen? Oder zu lange in Berlin gewesen? Oder zuviel Englisch geredet oder zu viel Französisch? Oder irgendein Sprachfehler?

    Ich musste mich doppelt konzentrieren um diesen Redefluss in irgendeinem unbestimmen Baden-Württembergischen Dialekt für mich verständlich aufzunehmen.

    Wenn Herr Kommissar Öttinger noch Karriereambitionen in der Politik hat wird er lernen müssen allgemein verständlich und einigermaßen angenehm zu reden. Nur so wird er bei den Wählern Erfolg haben.

  21. dssm
    17. Juni 2014 09:26

    Wieder steht der Westen vor dem alten Problem. Wir wissen ganz genau wie man sozialistische Ziele erreicht, haben aber keine Ahnung wie man das Desaster nachher aufräumt.
    Die Sucht nach Megastaaten hat grosse, zentralistische Monster geschaffen; die Ukraine ist einer davon. Nun hat die Ukraine Schulden, und bei Gott, nicht nur bei den Gaslieferanten!
    Die Krim war eine Zuschussregion. Kostete der Ukraine also dauernd Geld. Nur die russische Pacht für den Hafen war ein Pluspunkt, das ging aber wieder in das Zentralbudget.

    Wenn man das Land also teilt, dann muss auch die Krim Schulden übernehmen! In diesem Fall wohl Russland. Andererseits wie viel, wie rechnet man dies, gibt es da schon Modelle?

    Die Ostukraine wäre ein noch schlimmerer Fall, selbst die Russen wollen das Gebiet gar nicht so gerne haben. Eine völlig veraltete, umweltzerstörende Schwerindustrie, dabei eine gut bezahlte (für lokale Verhältnisse) Arbeiterschaft, die auch noch gut organisiert ist. Leben tut die ganze Region von künstlich billigen Energiepreisen, zieht dort der Weltmarkt ein, also z.B. die EU, dann wird es dort ganz finster. Auch die bisher gut laufenden Rüstungsexporte würden dann wohl Einschränkungen erfahren.

    Nebenbei, die Ukraine kann die Rechnungen nicht selber zahlen, weder die bestehenden noch zukünftige. Jeder gewährte Kredit ist nicht im kaufmännischen Sinne zu verstehen!

  22. terbuan
    17. Juni 2014 08:41

    Ohne ein Agent Putins zu sein stelle ich mir die Frage,
    warum sollen die Russen ihr Gas an zahlungsunwillige oder -unfähige Kunden liefern, die nebenbei nicht für sie bestimmtes Gas aus den Leitungen stehlen?
    Ganz abgesehen von der Clique mit zweifelhaftem Ruf, die derzeit in Kiew herrscht!

    • Erich Bauer
      17. Juni 2014 09:20

      Ich bin heute abends wieder mal in der Reisnerstrasse... Kommst Du auch hin?

    • terbuan
      17. Juni 2014 09:34

      Bin derzeit im "Wurst-Land"! ;-)

    • Wyatt
      17. Juni 2014 19:33

      terbuan,
      das Steirische Salzkammergut hat aber geographisch mit den Hinterberglern aus Bad Mitterndorf absolut nichts zu tun.

    • terbuan
      17. Juni 2014 19:56

      Das ist den Ausseern wurscht, die haben "der Conchita" einen Auftritt beim Narzissenfest verschafft, grauenhaft, die regionale "Alpenpost" har sicherlich eine Menge verärgerter Leserbriefe erhalten, keinen einzigen haben sie veröffentlicht!
      Lokalpatriotismus geht über Moral und Anstand auch schon hier, Fremdschämen ist angesagt...

  23. eiskasten
    17. Juni 2014 08:27

    Dieses hysterische Widersprechverbot "oder ein Agent Russlands" ist Ihnen nicht würdig!

  24. schreyvogel
    17. Juni 2014 02:06

    Ganz verstehe ich das Problem nicht.

    Russland ist ja weiterhin bereit, der Ukraine Gas zu liefern. Da die Ukraine aber seit längerem nicht mehr zahlt und bereits sehr viel Geld an Russland schuldet, liefert Russland nur mehr gegen Barzahlung.

    Das ist eine Vorgehensweise, die auch bei uns so üblich ist. Wenn A.U. seine Gasrechnung nicht zahlt, kommen die Wr. Stadtwerke sehr schnell und ihm zwicken die Leitung ab. Dann muss er bar zahlen oder frieren, was ihm halt lieber ist.

    Wenn die EU der Ukraine helfen will, dann sollte sie ihr Geld für die Gasrechnung geben, statt Russland anzufeinden!
    Wollte die EU wirklich, wie A.U. es fordert, vorher die Grenzveränderungen lösen, erfriert ihr zehnmal die Ukraine.

  25. mischu
    17. Juni 2014 01:32

    Wie immer der (faule?) Kompromiß ausgeht, werden die Avancen der EU an die Ukraine uns allen noch viele Milliarden kosten, ohne daß diejenigen, die das bezahlen müssen, jemals gefragt wurden, ob sie das Assoziierungsabkommen oder gar eine Vollmitgliedschaft befürworten.

    Es ist nicht zuletzt die Selbstherrlichkeit der Politikerkaste in der EU Schuld an den hausgemachten Problemen mit Rußland und der Ukraine, wobei Putin genau weiß, daß er am "längeren Ast" sitzt und sich keine Sorgen um Absatzschwierigkeiten der russischen Gasvorräte machen muß - China scharrt schon in den Startlöchern.

    Nur die EU läuft Gefahr, daß eine neue Energiekrise die schon viel zu lange anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise verstärkt.
    Kurzsichtiger wie in in dieser Causa konnte und kann man gar nicht agieren. Vielen Dank, Brüssel!

  26. oberösi
    17. Juni 2014 01:09

    Selbstverständlich setzt Putin die Waffe Gaslieferstop ein, als strategisch wirksames Mittel dem indifferenten Europa gegenüber, dem eventuell einmal mehr blüht, die geostrategische Suppe der USA auslöffeln zu müssen. Wenn es sonst schon zu nichts gut ist - siehe Victoria Nulands bezeichnendes "Fuck the EU".

    http://www.solidaritaet.com/neuesol/2014/21/spinelli-box.htm

    Reine Verschwörungstheorien, ganz sinistre noch dazu, natürlich.
    Denn Poroschenko, der "Schokoladekönig," wie er verniedlichend genannt wird, ist selbstverständlich nur beseelt vom Wesen der Demokratie, wie wir im Westen sie schätzen.
    Interessant allemal, daß, außer in oben genannter Zeitschrift, in unserer gesamten westlichen "unabhängigen" Presse nichts zu lesen ist davon, daß jener honorige Verfechter demokratischer Werte, der dem bösen Putin so mutig die Stirn bietet, genauso Mitglied des Beirates des European Political Councils ist wie z.B. Anders Fogh Rasmussen, amitierender NATO-Generalsekretär.

    Nicht, daß wir es nicht sowieso irgendwie vermuten würden, man sollte uns wenigstens nicht für ganz blöd verkaufen.

  27. socrates
    17. Juni 2014 01:05

    Tatsachen versus Meiningen:
    1. Der Gaspreis der Ukraine war bis zum Herbst 2011 bedeutend geringer als der Preis für die EU. Die Gasprinzessin und ihre Genossen verkauften das Gas teurer weiter an die EU. Welcher westliche Konzern läßt sich das gefallen?
    2.Am 1.1. 2014 betrug der Gaspreis für die Ukraine 268,5$ für die Ukraine und 413,5$ für die EU. Seit die früheren Schacherer wieder an der Macht sind, ist der Gaspreis 485$. So kann Timoschenko & Co nicht mehr mit Gewinn weiterverkaufen.
    3. Der EU Gaspreis der letzten Jahre war 383$. Di Ukraine hat bis zu 1/3 weniger gezahlt und von dem Weiterverkauf sind die jetzigen Machthaber reich geworden.
    4. Wenn die EU jammert und gleichzeitig South Stream, mit dem wir russisches Gas bekommen können, ohne daß die jüdischen Freimaurer mitschneiden, verbietet, dann will sie gar kein billiges Gas. Sie will uns zahlen lassen, damit die "Investoren" weiter stehlen können.
    5. Russland verkauft sein Gas an die EU frei Grenze, ein sehr üblicher und kluger Vorschlag. Damit gehören die Probleme mit den Dieben der EU.
    6. Die teilweise Besetzung der Ostprovinzen der Ukraine durch Russland ist unrichtig!
    7. Solange in der Ukraine eine Regierung mit ehemaligen Kommunisten und Doppelstaatsbürgern regiert und ihre Bevölkerung mit Militärgewalt unterdrückt, muß sich Rußland schützen, z.B. Timoschenko (Atombomben und Kalaschnikow) und Genossen.

    • socrates
      17. Juni 2014 01:28

      de.ria.ru/infographiken/20140604/268677635

    • Sensenmann
      17. Juni 2014 23:32

      Danke, dem ist nichts hinzuzufügen.
      ****************************

    • Langzeitbeamter (kein Partner)
      18. Juni 2014 08:51

      Na so was, 15 Sternderln für Ihre Meiningen
      "Die teilweise Besetzung der Ostprovinzen..unrichtig"
      Die grünen Mannderln und die schweren Panzer sind wohl vom Himmel geflogen, die SAM-Raketen auch.
      Wissen sollte man eigentlich auch, dass Timoschenko mit Putin gerade einen höheren Gaspreis vereinbart hat, der einen Anreiz für die Modernisierung der ukrainischen Industrie bieten sollte
      und dann der Janukowitsch wieder gesenkt hat, schließlich musste er ja die tschetschenischen Freiheitskämpfer finanzieren können.
      Im Übrigen kommen mir wirklich die Tränen, wie in Russland alles üblich, klug und schützenswert ist, während es sofort eingreifen muss, wenn irgendwo eine Regierung ihre Bevölkerung angeblich mit Militärgewalt unterdrückt (wie wärs eigentlich in Irak oder Thailand?), vielleicht mit den Atombomben, die man (da wars Putin nur im Hintergrund als geeichter KGB-Mann) der Ukraine abgetrickst hat.
      Ja, und die EU besteht ja nur aus Dieben - wollen Sie auch dazugehören? Sind Sie vielleicht ein früherer Schacherer?

    • Erich Bauer
      18. Juni 2014 10:19

      Das mit den abgeluchsten Atombomben in der Ukraine ist wirklich sehr bedauerlich. Dann wären alle 200 Staaten in der Welt längst schon voll bestückt. Der Schaden, für diesen Geschäftsentgang ist für die ukrainischen Oligarchen kaum zu beziffern...

    • socrates
      20. Juni 2014 10:21

      Langzeitbeamter
      Timoschenko hat mit Putin den Gaspreis ausgehandelt um die Ukraine zu unterstützten und dann aber das Gas statt dessen teurer weiterverkauft und wurde so Gasprinzessin. Das ist Diebstahl am Volk!
      Det T 75 ist ein Uraltmodell, von dem die Ukraine 1063 hat, davon sind 400 in der Ostukraine.
      Dar CIA Chef Obama schickt gerade 300 "Militärberater" in den Iraq, da haben Sie etwas verwechselt!
      Weniger trinken und fernsehen, mehr Vögeln hilft!

  28. Riese35
    17. Juni 2014 00:50

    Vielleicht hätte Österreich jetzt eine Chance, seinen Anspruch auf Triest zu erneuern? Triest war ein wichtiger Hafen und wurde Österreich gewaltsam weggenommen. Noch dazu ist dort die Bevölkerung wesentlich freundlicher Österreich gegenüber gesinnt als auf der Krim gegenüber der Ukraine.

    • mischu
      17. Juni 2014 01:37

      Genauso wie die Krim unweigerlich bei Rußland bleiben wird, weil weder die EU noch die Ukraine auch nur die geringsten Mittel in der Hand haben, das zu ändern, ist Triest für Österreich ein für allemal verloren. Leider, denn diese überaus stimmige Stadt wäre ein großer Gewinn für unser Land! ;-)

    • J.H.
      17. Juni 2014 02:17

      Aber nur wenn die Indianer Amerika zurückbekommen, das wurde ihnen auch gewaltsam weggenommen.

    • Das Pingerle
      17. Juni 2014 09:12

      Ich fürchte, in Triest bekommen wir keine - nichteinmal manipulierten - 90% Zustimmung zu einem Anschluss an Österreich.

    • schreyvogel
      17. Juni 2014 10:55

      Ja genau - wie in Südtirol.

    • terbuan
      17. Juni 2014 20:16

      Wenn die Kriegsgewinner und Landräuber mit ihrer Beute Schindluder betreiben!
      Triest (und das Sudetenland) als Beispiele, in Südtirol wurde die Bevölkerung nicht vertrieben und das Land hat sich prächtig entwickelt.
      Anders in Triest, die Jugoslawen und Italiener wollten es haben, jetzt gehört es zu Italien und ist ein bedeutungsloser Randhafen geworden, schade um diese schöne Stadt! Die Chancen auf Rückgewinnung sind so gering wie die bei Südtirol!





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