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Es geht nicht nur um das Funkhaus – es geht um Wien

Wunderbar. Die ORF-Journalisten und diverse Kulturinstitutionen demonstrieren und mobilisieren für das Funkhaus in der Argentinierstraße. Völlig zu Recht. Sie bangen um die „Überlebenschancen“ des Gebäudes und um ein „Stück österreichischen Kulturerbes“. Freilich erhebt sich auch leichter Zweifel: Sind sie auch glaubwürdig? Glaubwürdig wären diese Initiativen nämlich erst dann, würden sie auch anderswo für das Wiener Kulturerbe kämpfen. Und nicht nur, wenn es um den eigenen Arbeitsplatz der Radiomenschen ginge.

In anderen Baufragen machen nämlich dieselben ORF-Leute der üblen Mischung aus Profitinteressen und dem Kampf von Rotgrün gegen alles, was die historische Schönheit dieser Stadt betrifft, massiv die Mauer. Dabei geht es jedoch zum Teil um noch weit schlimmere Dinge als um die mögliche Zerstörung des Funkhauses. So sehr man auch dessen architektonische Qualität, aber auch dessen Bedeutung in der österreichischen Zeitgeschichte – man denke nur an das Jahr 1934 – anerkennt. Und es unbedingt schützen will.

Aber sehen wir es einmal positiv: Vielleicht haben die Radiomacher jetzt doch die gewaltige Herausforderung des Kampfes für Wien und gegen diese Interessen begriffen. Vielleich werden sie ab jetzt ihre (hoffentliche) Unabhängigkeit endlich entsprechend nutzen.

In Wien findet derzeit der massivste Angriff auf das Stadtbild statt, den es bisher überhaupt gegeben hat. Es ist eine mehrfache Attacke. Die heutigen Linken haben aus ideologischen Gründen eine Aversion gegen alles Alte; und den Profitinteressen der Grundstückseigentümer sind sowieso alle Gebäude im Wege. Dazu kommt ein Verhalten der Wiener Opposition, das eigentlich nur noch mit Bestechung erklärbar ist. Dazu kommt die geschickte Lobby-Arbeit der (naturgemäß an Geld und Aufträgen interessierten) Architekten.

Die Wiener Bevölkerung fühlt sich zwischen all diesen Interessen total allein gelassen. Sind doch auch die Boulevard-Medien alle rathausfromm geworden. Dass sie bei allem, was sie am Rathaus verdienen, einen massiven Rückgang ihrer Leserschaft vor allem in Wien zu verzeichnen haben, ist zwar die Rache des kleinen Mannes, diesen Medien aber offenbar wurscht.

Der Skandal der Dachausbauten

Es gibt jedenfalls genug Ensembles und Objekte, die dringend eines Engagements bedürften. Dazu gehören die in manchen Bezirken unerträglichen Dachausbauten. Bei allem Bekenntnis dazu, Dachboden zu nutzen, aber die immer öfter entstehenden zwei- bis dreistöckigen Glas-Beton-Konstruktionen auf dem Dach verunstalten Gründerzeit- und andere historische Gebäude bis zur Unkenntlichkeit. Lediglich die EU mit ihren Erdbebenrichtlinien bremst hier noch ein wenig (was zweifellos der Union bei aller Kritik in etlichen anderen Fragen hoch anzurechnen ist).

In letzter Zeit werden nun von diesen Interessen sogar Ringstraßenpalais zerstört, wie dieses unglaubliche Bild aus der Hegelgasse neben dem Hotel Marriott zeigt.

 

Genauso wichtig sind aber auch die Heurigenorte, deren touristische Bedeutung genausowenig wie jene Wiens innerhalb des Gürtels zu leugnen ist. Immer mehr Häuser werden etwa in Neustift ruiniert. Und fast jedes Mal stößt man auf russische Staatsbürger, die da dahinterstecken, die ihr Geld im Westen in Betongeld stecken wollen. Aber es sind vor allem die Abgesandten des Rathauses, die hauptschuld an der Zerstörung sind. Sie lassen die Bauwerber nicht nur gewähren, sondern ermuntern sie auch noch, diese Heurigenorte durch möglichst brutalen Einsatz von Glas und Beton zu devastieren. Es ist aber auch der (noch) schwarz regierte Bezirk Döbling nicht unschuldig an dieser Entwicklung.

Die Verdiener am Provokations-Hochhaus

Das Allerschlimmste aber bleibt das mit massivem Geldeinsatz geplante und beworbene Hochhaus neben dem Konzerthaus. Es soll fast doppelt so hoch werden wie das Hotel Intercontinental. Als ob nicht auch schon dieses allein in einem ansonsten wunderbaren Jugendstil- bis Biedermeier-Ensemble extrem hässlich ist.

Offenbar sind alle Rathaus-Parteien bestochen, sonst wäre das wohlwollende Schweigen auch der Opposition nicht zu erklären. Mit professioneller PR wird zur Ablenkung eine Debatte um den Eislaufverein in den Vordergrund gerückt, dessen künftige Lage aber bestenfalls das fünftwichtigste Problem des gigantischen Projekts ist.

Da passt eine Meldung der dem Rathaus ja politisch nicht gerade fernstehenden Nationalbank wunderbar dazu: Die Preise für Immobilien sind in Wien schon um mehr als zwanzig Prozent überhöht. Da will man offensichtlich rasch noch Geld mit russischen Schiebern machen, die sich wohl derzeit als einzige Wohnungen in diesem Hochhausprojekt leisten können und wollen.

Die Radiomacher und die des Wiener ORF-Fernsehsenders fänden also in dieser Stadt exzellente Objekte für scharfe journalistische Berichte vor. Sie brauchen also nicht nur in eigener Sache Stimmung zu machen und nicht nur über die Indianer an irgendeinem Amazonas-Seitenarm berichten.

Die Wiener warten begierig darauf, endlich diese Sendungen zu hören. Sie hören diese nur bisher nie.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 07:49

    eine kleine Anmerkiung sei gestattet:
    es war der ÖVP Politiker Dr. Bernhard GÖRG, der als damals für die MA 19 Verantwortlicher Dachausbauten genehmigen ließ, die wie die sprichwörtliche Faust aufs schöne Auge der Häuser des Wiener Bürgertums passten.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 03:20

    Die Funkhausmobilisierung bezweckt in erster Linie den Erhalt der eigenen, privilegierten Jobs, denn für das Gebäude selbst besteht keine Gefahr - es möchte sich ja nur der ORF aus Einsparungsgründen daraus zurückziehen, daher eine sehr durchsichtige Aktion, die sich meinem Verständnis entzieht.

    Unseren Staasfunk kümmern nämlich darüber hinaus die gräßlichen Bausünden wenig, die sich gerade im ROT-GRÜNEN Wien immer weiter ausbreiten und der Verschandelung dieser einstmals vielbesungenen Stadt Tür und Tor geöffnet haben.

    Ein weiteres grausames Beispiel auf einem historischen Spät-Biedermeierhaus (mit Gedenktafel http://tinyurl.com/l7cnvum ) sei hier angeführt, aber die Liste ließe sich, nicht zuletzt mit unzähligen Abbildungen im Internet, unbegrenzt fortsetzen.

    http://www.bauinfo24.at/projekt/186-margaretenstra%C3%9Fe9-wien/uebersicht/index.html

    Jetzt warte ich nur, bis die Genossen grünes Licht geben und die letzten Wiener Wahrzeichen mit Hilfe von Großinvestoren "verwerten" lassen und dabei vielleicht wieder kräftig "mitschneiden"? ;-)

    *Der Stephansdom mit Restaurant und Aussichtsplattform,
    *das Riesenrad als rotierendes First-Class-Hotel,
    *Schloß Schönbrunn mit Glas-Stahl-Beton-Penthäusern,
    *die Hofburg mit den Lipizzanern als Turbo-Disneyland

    und für die Staatsoper bzw. das Burgtheater werden sich doch noch ähnliche Immobilienentwicklungsprojekte finden.

    Damit kann man in Zukunft den Touristen vermutlich nurmehr raten, die Wiener Unterwelt bei einer Dritten-Mann-Tour zu besuchen, denn die ist wenigstens noch unangetastet. Fragt sich nur, wie lange?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 08:07

    Ein Spaziergang durch meinen Heimatbezirk Döbling liefert den Beweis:
    Potthässliche Betonklötze neben liebevoll renovierten alten Villen konkurrieren mit sagenhaft überdimensionierten Glaskuppeln auf ehemals harmonisch errichteten Gründerzeithäusern.
    Die hypertrophe Flucht in das Betongold hat das Stadtbild Wiens mittlerweile nachhaltig beschädigt, Die Grünen sind noch nicht lange in der Stadtregierung, die Hauptschuld an dieser Entwicklung tragen die beiden ehemaligen Koalitionäre SPÖ UND ÖVP!

  4. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 23:01

    Diesen ORF braucht kein Mensch mehr! Das kommunistische Rundumschlagradio Ö1 kann gleich nach Nordkorea geschickt werden, daher ist es schon egal, was mit diesem Funk(Rotgrün)haus wird.

    Der ORF ist eine einzige Propagandaanstalt, mehr nicht!

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 12:10

    Ich glaube nicht an Bestechung im grossen Stil, also vom Bürgermeister über den Stadtrat bis zu allen leitenden Beamten, was natürlich nicht heißt, daß nicht die in Wien üblichen Zahlungen an Parteien und Verwaltung stattfinden, aber dies war schon in der Monarchie so – eben Balkan.

    Viel eher sehe ich die handelnden politisch Verantwortlichen in der Zwickmühle. Die Wirtschaft der Stadt wird täglich mehr drangsaliert und ist im Sturzflug. Nur die Immobilienblase kann da noch für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sorgen. Ob morgen die Touristen ausbleiben, weil auch der letzte Flair der Kaiserstadt Wien verflogen ist wird die heute an der Macht seienden kaum kratzen, dann kassieren sie längst eine utopisch hohe Pension.
    Daher die Union aus WK, Freiberuflern, SPÖVP, Grünen, Finanzunternehmen und sonstigen 'Nutznießern'.
    Fakt ist aber auch, irgend wer hat zumindest die politischen Leute gewählt. Irgend wer findet diese Politik also zumindest akzeptabel. Und dieses 'irgend wer' steht für eine deutliche Mehrheit der Wahlberechtigten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 12:47

    Im dritten Wiener Gemeindebezirk, 1030 Wien, Marxergasse 13, findet seit Juli 2008, bis heute und zukünftig ein „wiederholter Dachbodenausbau“ statt.
    In einer ersten Phase zwischen Juli 2008 und Jänner 2010 wurde - mit 5 x (ca. halbjährlich) von der MA46 verlängerter Baustellengenehmigung - ein erster Dachbodenausbau vorgenommen.
    Dieser Dachbodenausbau erwies sich als Fehlkonstruktion, denn im Juli 2013 wurde wieder ein umfangreiches Gerüst aufgestellt und mit einer Bewilligung (bis Jänner 2014) der MA 46 der, 2008 bis 2010 errichtete, Dachbodenausbau zunächst beseitigt und ein neuer, bisher noch nicht fertiggestellter, größerer Dachbodenausbau errichtet.
    Die Bewilligung der MA46 ist im Jänner 2014 zwar abgelaufen, eine Verlängerung nicht an den Gerüsten zu finden, aber man baut bisher weiter fleißig zum zweiten Mal den Dachboden aus. Die Umgebung und die Bewohner des Hauses verlieren wegen der Baustelle viele kostenpflichtige Parkplätze und leiden unter Schmutz und Lärm. Die „Bürgerdienst“ kümmert sich praktisch nicht und verweist eventuell auf die MA46, diese ignoriert nicht einmal die gesamte Problematik. Dem Vernehmen nach soll der Dachbodenausbau für russische Bewohner geplant sein.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAi Weiwei
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2014 07:41

    Zum Artikel von Dr. Unterberger passen ergänzend auch die Gastbeiträge von Waltraut Kupf zum geplanten Hochhaus beim Konhzerthaus bzw. beim Hotel Intercontinental:

    Ein Projekt Cui Bono?

    http://www.andreas-unterberger.at/2014/05/ein-projekt-ij-cui-bonoij/?s=Konzerthaus#sthash.Wqg3uHDx.dpbs

    Ein Hochhaus soll Urbanität vorspiegeln drucken

    http://www.andreas-unterberger.at/2014/04/ein-hochhaus-soll-urbanitaet-vorspiegeln/?s=Konzerthaus#sthash.z6FrOuTj.dpbs

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMarcus Aurelius
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2014 11:55

    Ich staune Bauklötze und Zementsäcke! Nichts Neues unter der Sonne, wie wir alten Römer zu sagen pflegen ...
    Schon anno 1935 wurde über die Verschandelung Wiens geklagt. Zur amüsanten Lektüre, allerdings mit einer Träne im Knopflosch, empfehle ich Josef Weinhebers Couplet "Mark Anton":
    http://www.viennatouristguide.at/Ring/Denkmal_Bild/z_marc_anton.htm

    (Nicht nur weil ich selber en passant drin vorkomm', sondern weil es Wasser auf die Mühlen Dr. Unterbergers ist. — Übrigens ist diese gesamte Site sehr interessant für alle, die sich für Wiens historische Bauwerke interessieren.)


alle Kommentare

  1. Derya (kein Partner)
  2. Ubed (kein Partner)
  3. Iara (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:27

    Thinnikg like that shows an expert at work

  4. Andres (kein Partner)
    20. Januar 2015 00:12

    You are so awesome for helping me solve this mysrtey.

  5. Freya (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:28

    God, I feel like I shluod be takin notes! Great work

  6. socrates
    15. Juni 2014 22:55

    "In Wien findet derzeit der massivste Angriff auf das Stadtbild statt, den es bisher überhaupt gegeben hat."
    Wenn die Anleger die Machthaberer bestechen, sieht das so aus.
    Das gilt auch für das Wasser, ebenso wie das Bergwerk in der Türkei & Erdogan.

  7. Isabella (kein Partner)
    15. Juni 2014 20:15

    Das sollte jeder erfahren .....
    Die Verwaltung Österreich
    Österreich ist in einer ähnlichen Situation wie Deutschland. Die Bundesrepublik (in) Österreich ist lediglich eine VERWALTUNG , dies bestätigt der Staatsvertrag von Wien, Annex II. Rechtlich überträgt immer das Volk (Souverän) einen Teil seiner Rechte an den Staat, denn das Volk ist nach dem Recht die verfassunggebende Gewalt. In Österreich wurden die Rechte nicht vom Volk an die Bundesrepublik übertragen, sondern durch die Sowjetunion (Staatsvertrag). Demgemäß ist das österreichische Volk nicht der Souverän, da es keine Rechte hatte, die es übertragen konnte und kann. Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch weist die Österreicher nicht als natürliche Personen (Menschen) aus. >> Demgemäß hat k e i n Österreicher die Rechte eines Menschen (Menschenrechte) !!! Vorgeschichte Die
    Ausrufung der Republik Österreich erfolgte am 12. November 1918.
    Am Ende des Krieges nannten die deutschsprachigen Abgeordneten des letzten Reichsrates das von ihnen offiziell vertretene Gebiet Deutschösterreich. Am 12. November 1918 erklärten sie den neuen Staat zur Republik und als Teil der deutschen Republik. In der Weimarer Republik wurde in der Verfassung in Art. 61 (2) der Anschluss auf Seiten des deutschen Volkes gewünscht und angenommen. Deutschösterreich musste am 10. September 1919 dem Vertrag von St. Germain zustimmen und den von den Siegern gewünschten Staatsnamen Republik Österreich führen. Auf Seiten der Sieger war der Anschluss unerwünscht. Am Tag der Ratifizierung des Vertrages wurde dieses „Diktat“ unter der Wachsamkeit der Sieger umgesetzt.
    mehr:
    http://biscuits.drupalgardens.com/content/die-verwaltung-oesterreich

  8. AnaLyse (kein Partner)
    15. Juni 2014 15:45

    Ein weiteres Beispiel für den Hass der Stadtverwaltung auf historisches Erbe:

    Im 12. Bezirk ist die Schönbrunner Allee ein Teil der Verbindung des Schlosses Hetzendorf mit dem Schloss Schönbrunn, in der Barockzeit genial gestaltet mit Reitweg, Fußweg und Alleebäumen. Nach dem Willen der Bezirksvorstehung wird diese Allee nun beim Schloss Hetzendorf zerstört, weil man Platz für den Autoverkehr braucht. Dass sich da nicht das Denkmalamt zu Wort meldet? Findet sich vielleicht ein Experte im Kreis der Blogger, der helfen könnte?

  9. Marcus Aurelius (kein Partner)
    15. Juni 2014 11:55

    Ich staune Bauklötze und Zementsäcke! Nichts Neues unter der Sonne, wie wir alten Römer zu sagen pflegen ...
    Schon anno 1935 wurde über die Verschandelung Wiens geklagt. Zur amüsanten Lektüre, allerdings mit einer Träne im Knopflosch, empfehle ich Josef Weinhebers Couplet "Mark Anton":
    http://www.viennatouristguide.at/Ring/Denkmal_Bild/z_marc_anton.htm

    (Nicht nur weil ich selber en passant drin vorkomm', sondern weil es Wasser auf die Mühlen Dr. Unterbergers ist. — Übrigens ist diese gesamte Site sehr interessant für alle, die sich für Wiens historische Bauwerke interessieren.)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      15. Juni 2014 12:00

      Pardon! In das Wort "Knopfloch" hat sich ein störendes "s" eingeschlichen.

    • wolf (kein Partner)
      15. Juni 2014 14:39

      Und was genau erfährt man hier über die historischen Bauten Wiens? Man erfährt nur:
      (1) A.U. würd gern bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die Entwicklung Wiens und seiner Vorstädte zu enden hat (1650? 1815? 1950? warum?),
      (2) dass A.U. meint, Wien sei nur Wien, wenn nichts Modernes innerhalb des Gürtels entstünde.

      Und: A.U. will Hausbesitzern vorschreiben, ob sie irgendetwas an ihren Häusern ändern dürfen oder nicht, damit er von irgendwo nach irgendwo schaun kann.

      Wir erfahren etwas über A.U. - über historische Bauwerke erfahren wir genau nix

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      15. Juni 2014 15:51

      @wolf:
      Ich verstehe Ihre Entrüstung, aber sie entspringt einem Missverständnis: Ich meinte mit "diese gesamte Site" nicht Unterbergers Tagebuch, sondern den Link zum Weinheber-Gedicht, das sich auf der Homepage "Kunst und Kultur in Wien" der Fremdenführerin Hedwig Abraham befindet; sie ist noch nicht fertig, aber liebevoll und kundig gemacht:
      http://www.viennatouristguide.at/index.htm
      Herzliche Grüße!

    • Undine
      15. Juni 2014 23:33

      @Marcus Aurelius

      ...und da steht die GESTAPO, will sagen das DÖW noch nicht auf der Fußmatte der Fremdenführerin??? ;-)
      Es ist sehr erfreulich, daß sich Frau Hedwig Abraham traut, den wirklich sehr großen, aber leider aus typisch linker Borniertheit geächteten Josef WEINHEBER nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen! Ein Hoch auf diese Dame!!!

    • wolf (kein Partner)
      16. Juni 2014 00:22

      @Undine,

      so ein Schmarren, wozu verbreiten Sie denn solche Märchen. Weinheber war ein Nazi, aber seine Literatur (über deren ästhetischen Wert man ja wohl noch streiten wird dürfen) wird von unzähligen Künstlern (weil diese eben seine Werke schätzen - andere halt nicht) rauf und runter rezitiert. Bei keinem steht das DÖW auf der Matte.

      Und: es gibt keinen Fremdenführer der an Weinheber wirklich vorbeikommt. Das kann man aber völlig neutral und objektiv abhandeln.

      @M.A.
      ich bin nicht erschüttert (hier erschüttert mich schon lange nix mehr), ich finds nur lustig, dass unser Herr 'Spezialist für eh alles' gerade wenn's um Architektur geht mit seiner Ablehnung des Neuen und der Veränderung eigentlich die Geschichte Wiens verleugnet. Und das als Konservativer. Aber das kommt davon, wenn das Feuer vor lauter Asche erstickt.

  10. Torres (kein Partner)
    15. Juni 2014 11:19

    Ich frage mich in diesem Zusammenhang, was in diesen Fällen eigentlich das Bundesdenkmalamt tut. Dieses hat ja überall quasi ein Vetorecht, ohne seine Zustimmung (bzw. bei einem Einspruch) geht bei historischen Bauten gar nichts.

  11. Le Monde
    14. Juni 2014 23:01

    Diesen ORF braucht kein Mensch mehr! Das kommunistische Rundumschlagradio Ö1 kann gleich nach Nordkorea geschickt werden, daher ist es schon egal, was mit diesem Funk(Rotgrün)haus wird.

    Der ORF ist eine einzige Propagandaanstalt, mehr nicht!

    • Undine
      15. Juni 2014 09:18

      @Le Monde

      Es ist allerhöchste Zeit, daß die Rot-Grün-Diktatur, der sich der österr. Rundfunk zu 100 % unterworfen hat, BEENDET wird. Er muß ja nicht gleich ins Gegenteil umschlagen; es genügt schon, wenn endlich einmal NEUTRAL Bericht erstattet wird. DAMIT wäre man schon zufrieden.

  12. A.K.
    14. Juni 2014 12:47

    Im dritten Wiener Gemeindebezirk, 1030 Wien, Marxergasse 13, findet seit Juli 2008, bis heute und zukünftig ein „wiederholter Dachbodenausbau“ statt.
    In einer ersten Phase zwischen Juli 2008 und Jänner 2010 wurde - mit 5 x (ca. halbjährlich) von der MA46 verlängerter Baustellengenehmigung - ein erster Dachbodenausbau vorgenommen.
    Dieser Dachbodenausbau erwies sich als Fehlkonstruktion, denn im Juli 2013 wurde wieder ein umfangreiches Gerüst aufgestellt und mit einer Bewilligung (bis Jänner 2014) der MA 46 der, 2008 bis 2010 errichtete, Dachbodenausbau zunächst beseitigt und ein neuer, bisher noch nicht fertiggestellter, größerer Dachbodenausbau errichtet.
    Die Bewilligung der MA46 ist im Jänner 2014 zwar abgelaufen, eine Verlängerung nicht an den Gerüsten zu finden, aber man baut bisher weiter fleißig zum zweiten Mal den Dachboden aus. Die Umgebung und die Bewohner des Hauses verlieren wegen der Baustelle viele kostenpflichtige Parkplätze und leiden unter Schmutz und Lärm. Die „Bürgerdienst“ kümmert sich praktisch nicht und verweist eventuell auf die MA46, diese ignoriert nicht einmal die gesamte Problematik. Dem Vernehmen nach soll der Dachbodenausbau für russische Bewohner geplant sein.

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      15. Juni 2014 11:57

      Interessant wäre zu erfahren, wem dieses Haus gehört und wer in dem ausgebauten Dachboden wohnen wird.

  13. dssm
    14. Juni 2014 12:10

    Ich glaube nicht an Bestechung im grossen Stil, also vom Bürgermeister über den Stadtrat bis zu allen leitenden Beamten, was natürlich nicht heißt, daß nicht die in Wien üblichen Zahlungen an Parteien und Verwaltung stattfinden, aber dies war schon in der Monarchie so – eben Balkan.

    Viel eher sehe ich die handelnden politisch Verantwortlichen in der Zwickmühle. Die Wirtschaft der Stadt wird täglich mehr drangsaliert und ist im Sturzflug. Nur die Immobilienblase kann da noch für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sorgen. Ob morgen die Touristen ausbleiben, weil auch der letzte Flair der Kaiserstadt Wien verflogen ist wird die heute an der Macht seienden kaum kratzen, dann kassieren sie längst eine utopisch hohe Pension.
    Daher die Union aus WK, Freiberuflern, SPÖVP, Grünen, Finanzunternehmen und sonstigen 'Nutznießern'.
    Fakt ist aber auch, irgend wer hat zumindest die politischen Leute gewählt. Irgend wer findet diese Politik also zumindest akzeptabel. Und dieses 'irgend wer' steht für eine deutliche Mehrheit der Wahlberechtigten.

  14. terbuan
    14. Juni 2014 08:07

    Ein Spaziergang durch meinen Heimatbezirk Döbling liefert den Beweis:
    Potthässliche Betonklötze neben liebevoll renovierten alten Villen konkurrieren mit sagenhaft überdimensionierten Glaskuppeln auf ehemals harmonisch errichteten Gründerzeithäusern.
    Die hypertrophe Flucht in das Betongold hat das Stadtbild Wiens mittlerweile nachhaltig beschädigt, Die Grünen sind noch nicht lange in der Stadtregierung, die Hauptschuld an dieser Entwicklung tragen die beiden ehemaligen Koalitionäre SPÖ UND ÖVP!

  15. Politicus1
    14. Juni 2014 07:49

    eine kleine Anmerkiung sei gestattet:
    es war der ÖVP Politiker Dr. Bernhard GÖRG, der als damals für die MA 19 Verantwortlicher Dachausbauten genehmigen ließ, die wie die sprichwörtliche Faust aufs schöne Auge der Häuser des Wiener Bürgertums passten.

    • Haider
      14. Juni 2014 21:39

      DDr. Bernhard Görg haben wir auch die Verschandelung des Schwarzenbergplatzes zu verdanken. Die im Straßenpflaster eingelassenen Leuchtkörper verbreiten den Charme eines Provinzflughafens und die Abspannmasten wirken wie Palisadenwände und leiten alle Aufmerksamkeit eines Betrachters auf das Denkmal für den unbekannten Plünderer.

    • Gandalf
      14. Juni 2014 23:27

      Der arme Görg war ein - im Grunde genommen - harmloser Dumpfkopf. Ihm darf man, schon deswegen, keinen Vorwurf machen. Viel schlimmer zählt da das - im besten Fall extrem dumme, leider aber viel wahrscheinlicher ziemlich böswillige - Engagement eines Mannes, dessen Namen mir selbst in den Computer fast nur mit Hygienehandschuhen über die Finger kommt: Wie heisst der Kerl nur? - Peter Marbo.. oder so ähnlich. Der hat, als er unverdienterweise und von roten Gnaden Kulturstadtrat von Wien war, die unnötigste und geschmackloseste Verunstaltung des Wiener Stadtbildes nicht nur gestattet, sondern auch noch gefördert und deren - gar nicht so billige - Realisierung auf Steuerzahlers Kosten bewilligt, nämlich die Errichtung des inj wirklich edem Sinne des Wortes deplacierten (und künstlerisch natürlich völlig wertlosen) "Mahnmales" auf einem der ehedem schönsten Plätze Wiens, dem Judenplatz. Die Opfer der Shoah hätten sich ein würdigeres Gedenken verdient als diesen lächerlichen Betonquader. Wenn man solche Vertreter der ÖVP im Stadtsenat hatte, darf man sich wohl nicht wundern, dass diese Partei für die kommenden 50 Jahre auch keine Chance haben wird, jemals dort wieder ein Mandat zu ergattern. Nicht einmal für einen vom intellektuellen Kleinstformat des Peter Marboe.

    • Undine
      15. Juni 2014 23:35

      @Gandalf

      Absolute Zustimmung! *********!

  16. Ai Weiwei
    14. Juni 2014 07:41

    Zum Artikel von Dr. Unterberger passen ergänzend auch die Gastbeiträge von Waltraut Kupf zum geplanten Hochhaus beim Konhzerthaus bzw. beim Hotel Intercontinental:

    Ein Projekt Cui Bono?

    http://www.andreas-unterberger.at/2014/05/ein-projekt-ij-cui-bonoij/?s=Konzerthaus#sthash.Wqg3uHDx.dpbs

    Ein Hochhaus soll Urbanität vorspiegeln drucken

    http://www.andreas-unterberger.at/2014/04/ein-hochhaus-soll-urbanitaet-vorspiegeln/?s=Konzerthaus#sthash.z6FrOuTj.dpbs

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      15. Juni 2014 12:04

      Kein Einspruch, was die Herren Görg und Marboe betrifft. - Das Konzept, die Ringstraßenharmonie zu zerstören (Schwarzenbergplatz ist nur ein Beispiel), ist wesentlich älter und wird heute konsequent weiter umgesetzt.

  17. mischu
    14. Juni 2014 03:20

    Die Funkhausmobilisierung bezweckt in erster Linie den Erhalt der eigenen, privilegierten Jobs, denn für das Gebäude selbst besteht keine Gefahr - es möchte sich ja nur der ORF aus Einsparungsgründen daraus zurückziehen, daher eine sehr durchsichtige Aktion, die sich meinem Verständnis entzieht.

    Unseren Staasfunk kümmern nämlich darüber hinaus die gräßlichen Bausünden wenig, die sich gerade im ROT-GRÜNEN Wien immer weiter ausbreiten und der Verschandelung dieser einstmals vielbesungenen Stadt Tür und Tor geöffnet haben.

    Ein weiteres grausames Beispiel auf einem historischen Spät-Biedermeierhaus (mit Gedenktafel http://tinyurl.com/l7cnvum ) sei hier angeführt, aber die Liste ließe sich, nicht zuletzt mit unzähligen Abbildungen im Internet, unbegrenzt fortsetzen.

    http://www.bauinfo24.at/projekt/186-margaretenstra%C3%9Fe9-wien/uebersicht/index.html

    Jetzt warte ich nur, bis die Genossen grünes Licht geben und die letzten Wiener Wahrzeichen mit Hilfe von Großinvestoren "verwerten" lassen und dabei vielleicht wieder kräftig "mitschneiden"? ;-)

    *Der Stephansdom mit Restaurant und Aussichtsplattform,
    *das Riesenrad als rotierendes First-Class-Hotel,
    *Schloß Schönbrunn mit Glas-Stahl-Beton-Penthäusern,
    *die Hofburg mit den Lipizzanern als Turbo-Disneyland

    und für die Staatsoper bzw. das Burgtheater werden sich doch noch ähnliche Immobilienentwicklungsprojekte finden.

    Damit kann man in Zukunft den Touristen vermutlich nurmehr raten, die Wiener Unterwelt bei einer Dritten-Mann-Tour zu besuchen, denn die ist wenigstens noch unangetastet. Fragt sich nur, wie lange?





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