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Wo Mlinar recht hat, hat sie recht

So viel Unsinn die Neos auch in anderen Zusammenhängen reden und tun (Anti-Christen, Pro-Schwule, Pro Türkei- und Russland-EU-Beitritt, Pro-Finanztransaktionssteuer, Pro-80-Prozent-Einkommensteuer, skurrile Esoterik des Parteiobmannes, längst jeder Rationalität entrückte Europa-Liebe, Pro-Gesamtschule), so recht hat EU-Spitzenkandidatin Angelika Mlinar. Sie wagt es, sich dafür einzusetzen, dass Kommunalbetriebe privatisiert werden können, also natürlich auch jene für Wasser. Sie hat damit nicht nur recht, sondern sich auch als sehr mutig erwiesen. Was mir schon allein deshalb immer Anerkennung abringt.

Es gibt kein einziges haltbares Argument gegen eine eventuelle Privatisierung solcher Betriebe (auch wenn sie jetzt in Wien nicht aktuell ist). Das einzige Argument für den Status quo ist die Geldgier. Insbesondere die Gemeinde Wien verdient sich am Hochquellenwasser ja krumm und bucklig (und macht daher heftige Kampagnen gegen eine Zurückdrängung des Rathaus-Einflusses).Vor allem seit den Erhöhungen.

Sie hat es gar nicht nötig, dieses Geld in Wasserleitungen zu investieren, sondern nimmt es fürs allgemeine Budget her. Wo es dann wieder für Medienbestechungen dient. Womit man dann insbesondere den Boulevard finanzieren kann. Womit der dann wieder so tun kann, als ob nach einer Privatisierung das Wasser nicht mehr flösse. Oder teurer wird. Oder schlechter wird. Manche Wiener glauben den Unsinn auch wirklich. Vor 60 Jahren haben ja auch manche strammen SPÖ-Wiener beim Brot geglaubt, dass es nach einer Privatisierung dieses Grundnahrungsmittels (=es gab nur eine Brotsorte) keines mehr geben werde.

Weltweit haben viele Kommunen ihre Wasserversorgung privatisiert, damit endlich Wasser bei den Menschen ankommt. Denn das haben dort Politiker und Beamte jahrzehntelang nicht geschafft. Die schaffen es ja auch bei uns nicht – um für einen Satz das Thema zu wechseln –, die Maturaaufgaben an die Schulen zu senden . . .

Zurück zum Wasser. Jüngere Menschen werden es wohl noch erleben, dass Wien plötzlich die Wasserwerke abgibt. Nämlich dann, wenn dem Rathaus finanziell das Wasser, pardon: die Geldnot bis zur Nase steht. Dann wird der ganze ideologische Oberbau plötzlich gekippt sein. Dann wird das Rathaus zugeben, dass natürlich auch eine private Wasserversorgung genauso gut funktionieren wird, wie sie seit Karl Lueger funktioniert hat (Pfui, das sagt man nicht! Ich fühle mich eh zerknirscht und schlecht, weil ich so einen Namen zu schreiben wage).

Zwar kommt es einem irgendwie blöd vor, Selbstverständlichkeiten auch nur extra auszusprechen, dass eine Privatisierung in den allermeisten Fällen den Konsumenten etwas bringt. Aber in den Realverhältnissen dieses Landes ist es sogar extrem mutig, wenn eine Politikerin das ausspricht. Denn hierzulande werden ja immer Blödsinnigkeiten von der Mehrheit für Fakten gehalten. Je blöder, desto intensiver glaubt man daran.

Wenn Mlinar jetzt auch noch die zu Beginn in Klammer stehenden Dinge entsorgen sollte, würde sie sogar wählbar. Freilich bleibt dann von den Strolz-Neos nicht mehr viel über.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 08:43

    Seitdem der bürgerliche Strolz mit den LIF-Leuten im Bett liegt ist er mit seiner Partei von der Hoffnung einer besseren ÖVP zu einem fürchterlichen Horror geworden. Da helfen auch ein paar gescheite Bemerkungen einer Frau Mlinar nichts.
    Schade, daß er das selbst gar nicht bemerkt !

    Vermutlich wird sich der Wandel auch im Wahlresultat zeígen. Nicht so sehr bei der EU-Wahl, aber sicher bei den nächsten Nationalratswahlen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 10:44

    Was diese Mlinar in ihrem marxistischen Hirn daherschwurbelt, ist uninteressant. Leute, die einer Gruppe angehören, die dafür eintritt, Kinder bis zur Geburt straffrei töten lassen zu dürfen, stehen moralisch tiefer als jedes Vieh und damit außerhalb der menschlichen Gesellschaft. Diese Mlinar hat sich allerdings anlässlich der von Abgeordneten ihrer Partei unterstützten Petition noch nicht geäußert, wie SIE denn ein lebensfähiges Kind im 8 Schwangerschaftsmonat gerne töten will: Durch Schnittentbindung und dann mit dem Kopf auf den Boden schlagen, oder doch lieber per Injektion einschläfern? Oder doch eher im Mutterleib zerstückeln, um die Mutter möglichst unversehrt zu lassen?
    Egal, Linke können ohnedies nicht früh genug mit dem Morden anfangen.

    Mit Irren und Mördern gibt es keine Diskussionsbasis.
    Nur die geschlossene Anstalt oder den Strick.

    Aber dennoch:
    Die Privatisierung der kommunalen Wasserversorgungen kommt natürlich nicht in Frage!
    Aber vielleicht hat dem Herrn A.U. ein Ami-Fonds einen Floh in's Ohr gesetzt. Kanal und Verkehrsmittel gehören ohnedies schon unseren Feinden, also warum nicht auch das Wasser...
    Nur ein Narr gibt unseren Feinden die Macht in die Hand, uns schrankenlos zu erpressen. (Nur ein paar Stunden in Wien kein Wasser...).

    Es gibt genügend andere Möglichkeiten, die bekannte Qualität des Wiener Wassers zu Geld zu machen, ohne die Substanz an sich aus der Hand zu geben! Man kann ja mit Getränkeherstellern ohne Weiteres Verträge abschließen, und diese können dann die Einzigartigkeit des Wiener Wassers ganz normal vermarkten. Das wäre ein Ansatz, der allen zu Gute kommt.

    "Wiener Tafelwasser feinperlig" wäre eine Marke, die man schon aufbauen könnte...

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 13:59

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Je näher die EU-Wahl rückt, umso eifriger werden Jubelmeldungen, die EU betreffend, gesendet:

    Die EURO-Rettungsschirme, unter denen Irland und Unterschlupf gesucht hatten, können bereits abgespannt werden, ebenso jener über Portugal; diese Länder haben sich angeblich "derrappelt". Draghi ist ganz euphorisch wegen dieser "Erfolgsstory"!

    Die paar EU-Nettozahler sollen das Gefühl bekommen, sie seien nicht nur mit einem blauen Auge davongekommen, nein, nein, ihnen soll suggeriert werden, daß sie ihre an unsichere Kantonisten verständlicherweise nur sehr ungern verliehenen Milliarden schon so gut wie sicher bald wieder in ihren Staatssäckeln klimpern hören können!

    Nix da, meine Damen und Herren, das wird es nicht spielen---diese vielen Milliarden sind für uns auf jeden Fall verloren, denn sollte da etwas zurückfließen, warten schon 1000 andere Löcher, in die das viele Geld fließen wird.

    Gleichzeitig wird die Angst vor einem RECHTSRUCK in der EU auf übertriebene Weise geschürt! Warum wir alle den steten Ruck nach LINKS hingegen als Selbstverständlichkeit erdulden sollen, weiß ich nicht; vor einem LINKSRUCK wurde bisher noch nie gewarnt, obwohl er zusehends mehr und mehr Schaden anrichtet.

    ..............................................................

    Ein anderes, durchaus löbliches Thema hieß:

    "BARRIERE-FREIHEIT: Plötzlich im Rollstuhl

    "Zehn Journalistinnen und Journalisten, sowie fünf Rollstühle. Wie das zusammenpasst? „Licht für die Welt“ hat zu einem Workshop geladen, Interessierte konnten die Perspektive wechseln und die Welt zumindest für eine Stunde als Rollstuhlfahrer erleben. Die Erfahrungen waren großteils positiv."

    Alles gut und schön, was Rollstuhlfahrern das Leben erleichtern kann, aber Hand aufs Herz---warum war wenigstens eine teilweise Barrierefreiheit für KINDERWÄGEN noch nie ein öffentliches Thema? Vielleicht könnten die Damen und Herren Journalisten einmal einen Tag lang mit Kinderwägen unterwegs sein! Sie würden staunen, welche Hürden es da zu bewältigen gibt (Unterführungen, etc.!), va, wenn man eventuell noch ein etwas größeres Kind an der Hand führt!

    Die "Rollstuhl-Lobby" ist wesentlich einflußreicher als die "Kinderwagen-Lobby"!

    Die Entfernung des KOPFSTEINPFLASTERS, wie es von Rollstuhlfahrern gewünscht wird, fände ich aber wirklich absurd und höchst bedenklich!

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 01:28

    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und daher eine einzige Aussage auch die NEOS NICHT WÄHLBAR.

    Und obwohl Frau Mlinar noch eine zweite absolut zutreffende Aussage vor laufender Kamera der grünen "Lunazecke" gegenüber anbrachte, nämlich wie menschenverachtend die neuen EU-Wahlplakate der Grünen sind, kann ich einer Stimmabgabe für die Rosaroten nichts abgewinnen.

    Erst wenn sie die beiden Parteigranden im Hintergrund entsorgen (Haselsteiner, Heide Schmidt) und ihr Programm - wie oben aufgezeigt - ändern, dann............!
    Eben, dann wären es nicht mehr die NEOS und es gibt darüber hinaus sowieso einige passendere Parteien zur Auswahl.
    Daher, NEOS - nein, danke. Egal ob mit allen Wassern gewaschen oder nicht. ;-)

  5. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 08:33

    Hat die Wiener Stadtregierung nicht bereits die Abwasserentsorgung (Kanalisation) an Heuschrecken der Ostküste verkauft und dann rückgeleast, um sich danach Steuervorteile in den USA zu teilen? Und dann hat die US-Regierung dieses Steuerschlupfloch geschlossen? Über den aktuellen Stand dieses Geschäftes hört man nichts, daher ist zu vermuten, dass diese "Privatisierung" den Steuerzahler auch eine Menge Geld kosten wird. ;-)

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 08:02

    NEIN. NEIN; und noch einmal NEIN!

    Wohin Privatisierungen öffentlicher Grundversorger führen zeigt unsmehr als deutlich die POST:
    Nicht der Brief, das Paket oder gar der Postkunde sind wichtig - nur Gewinnmaximierung zählt! Daher wird Personal abgebaut, Postämter werden geschlossen, die Briefträger müssen größere Rayons bedienen ... maacht alles nichts. Der Kunde solll ruhig in einem noch offenen Postamt lange Schlange stehen, sein Paket zu einem weiter entfernten Aufgabeamt bringen und die Briefe werden halt erst am Nachmittag zugestellt.

    Anderes Beispiel: die Schneeräumung der Gehsteige.
    In Innsbruck - so habe ich gehört - besorgt das die Gemeinde, zumindest im innerstädtischen Bereich.
    In Wien hat die Überprivatisierung dazu geführt, dass in einem Häuserblock fünf verschiedene Räumdienste tätig sind. Jeder gerade mal eine Hausfront. Der eine weckt die Anrainer um 2 Uhr, der nächste um 3 Uhr auf, fährt sein kurzes Stück auf dem Gehsteig und zischt dann auf der Straße weiter zu seinem nächsten Haus im nächsten Block ... das ist umweltfreundich und wirtschaftlich?

    Wie eine Wasserversorung durch Privatunternehmer z.B. in Wien funktionieren soll, hätte ich gerne von Frau Mlinar und Herrn Dr. AU detailliert geschildert. Von der Quelle im Raxgebiet bis zum Endverbraucher im 6. Stock.

    Für das Nichtfunktionieren eines politisch kontrollierten Versorgers kann ich mich wenigstens bedanken - mit dem Stimmzettel bei der Gemeindewahl.

  7. Ausgezeichneter KommentatorMajordomus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2014 13:49

    Bevor man einen – vermeintlich – richtigen Satz dieser bolschewistischen Neo(s)-Politikerin lobt, nur weil er zufällig in ein pro-amerikanisches Weltbild passt, sollte man sich vielleicht mal die Erfahrungen ansehen, die andere große Städte mit der Wasserprivatisierung gemacht haben.

    Berlin zum Beispiel.

    Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) versorgen 3,3 Millionen Einwohner und sind damit der größte kommunale Wasserversorger Europas.

    Im Jahre 1999 waren die Berliner Wasserbetriebe vom damals CDU-geführten schwarz-roten Senat teilprivatisiert worden. Der französische Konzern Veolia und der deutsche Energieriese RWE erwarben zu gleichen Teilen insgesamt 49,9 Prozent der Anteile für rund 1,7 Milliarden Euro. Damals wurde der Deal, eingefädelt von der SPD-Finanzsenatorin, zunächst wegen des hohen Kaufpreises gelobt. Er sollte Lücken im Etat schließen. Denn das hoch verschuldete Berlin stand vor der Pleite, die Stadt hatte vorher schon Gasag und Bewag verkauft, um finanziell über die Runden zu kommen.

    Schnell stellte sich aber heraus, dass die Investoren sich in zunächst geheimen Zusatzverträgen lukrative Rendite-Hebel (8%!) gesichert hatten. Dies führte zu einem Wasserpreisanstieg für die Verbraucher um bis zu 35%, einige Jahre gab das Land sogar Millionenbeträge aus den eigenen Gewinnen (!) an Private ab, um die Preise nicht noch weiter erhöhen zu müssen.

    Die Folgen dieser Teilprivatisierung waren unter anderem auch, dass 2000 Mitarbeiter der Berliner Wasserbetriebe entlassen und die Wartung der Infrastruktur vernachlässigt wurde, sowie die Einbuße von Steuergeldern wegen der Absicherung der vom Senat vertraglich garantierten Rendite.

    Opposition und Bürgerinitiativen liefen Sturm gegen die Wasserprivatisierung. Erst Im Jahr 2011 sorgte ein erfolgreicher Volksentscheid mit dem Slogan „Wir wollen unser Wasser zurück“ für genügend Druck auf die Politik, den Teilverkauf wieder rückgängig zu machen. Zusätzlich stellte das Bundeskartellamt „missbräuchlich überhöhte“ Trinkwasserpreise fest und erließ eine Verfügung zur Preissenkung.

    Inzwischen hat Berlin alle Anteile der BWB von Veolia für 590 Millionen Euro und von RWE für 618 Millionen Euro zurückgekauft.

    RWE und Veolia erhielten in 13 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 14% aus dem Berliner Wasser. Inklusive Rückkaufpreis haben RWE in Berlin 1.347 Millionen € und Veolia 1.393 Millionen € Gewinn gemacht. Insgesamt also 2.739 Millionen € in knapp 13 Jahren.

    Im selben Zeitraum erhöhten sich die Schulden der Stadt Berlin von 34,8 Mrd € im Jahre 1999 auf mehr als 62 Mrd € (mit Bürgschaften sogar über 80 Mrd €!) im Jahre 2012 (dem Zeitpunkt des ersten Rückkaufes). Und das, obwohl die CDU/SPD-Regierung 1999 allen Ernstes behauptete, durch die Privatisierung würde man den Haushalt "aus eigener Kraft" konsolidieren!

    Der geneigte Leser möge sich an dieser Stelle einmal überlegen, wie die Privatisierung des Wiener Wassers unter der Führung des roten Rathauses ausgehen würde…

    "Effektivität" bedeutet bei privaten Energie- und Wasserkonzernen und in der Logik von "shareholder value" eben Kosteneinsparung jeglicher Art zur Gewinnoptimierung und zur Renditensteigerung für die Aktionäre. Gut für das Konzern-Image an der Börse. Schlecht für die Kommune, denn sobald diese Effizienz nicht mehr gegeben ist, z.B. wenn die laufenden Instandsetzungskosten zu hoch werden und enttäuschte Gewinnerwartungen den Börsenkurs drücken, steht der Rückverkauf auf dem Plan. Mit den entsprechenden Folgekosten für die Bürger.

    Auch andere Städte haben und hatten ähnliche Erfahrungen mit der Wasserprivatisierung:

    In London sind Verunreinigungen im Trinkwasser durch Leckagen, die Dauer-Zugabe von Chlor und immer mehr Rohrbrüche die Folge. Über 20 Prozent des Wassers versickern im Boden, in den oberen Stockwerken von Mietshäusern bleibt die Versorgung teilweise aus, da kaputte Leitungen und Lufteinschübe die Zufuhr stoppen. Die Modernisierung der Leitungsinfrastruktur rentiert sich für private Investoren halt nur selten…

    Paris hat nach 25 Jahren Privatisierung die Wasserversorgung zurückgekauft. Im Privatisierungszeitraum belief sich die Wasserverteuerung auf stattliche 260 %. Inzwischen erwirtschaftet die Wasserversorgung in Paris 35 Millionen Euro pro Jahr reinen Gewinn - und die Wasserpreise konnten gesenkt werden.

    Zumindest in Berlin setzte sich im Lauf der Jahre in allen Parteien die Einsicht durch, dass Wasser ein kostbares Allgemeingut ist, das dem Profitstreben privater Investoren entzogen werden sollte. Zumal sich Wasserwerke nicht dem wirtschaftlichen Wettbewerb stellen müssen, anders als Strom- oder Gasversorger.

    Ist Wasser - nach dem Öl -das Geschäft der Zukunft? Der Unwille bei der Bevölkerung wächst jedenfalls. Weltweit werden Forderungen wie: "Wasser gehört allen – Wasser in Bürgerhand!" laut. Die natürliche, unverzichtbare Ressource Wasser ist Menschenrecht, gehört uns allen und darf nicht als Geschäftsobjekt missbraucht werden.

    Womöglich wird zukünftig auch unsere Atemluft als Eigentum von Konzernen zur Quelle hoher Renditen? Von der Ironie zur Geschäftsidee ist es oft nicht weit...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorOrwell
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Mai 2014 13:15

    Ehtnische Spannungen in Österreich 2014:

    http://wien.orf.at/news/stories/2646593/

    „Zum einen war es ein Freundeskreis von österreichischen Staatsbürgern im Heurigenlokal, mehr als ein Dutzend türkischstämmiger Männer kam dann aus dem Park“, meinte Thomas Keiblinger von der Wiener Polizei gegenüber „Radio Wien“.


alle Kommentare

  1. Isabella (kein Partner)
    11. Mai 2014 19:25

    Welche Werte die EU vertritt ...
    Medienkommentar: Interview mit Ewald Stadler: "Werte in der EU" | 10.05.2014 | kla.tv
    http://www.youtube.com/watch?v=mSsGUHSJ_e4

  2. BHBlog (kein Partner)
    11. Mai 2014 17:56

    OFF-Topic aber nicht uninteressant:

    War vor paar Wochen bei meinen Großeltern auf Besuch als der ORF eine Diskussionsrunde zum Thema Russland und Ukraine zeigte.
    Bemerkenswert: Zwar wird ein ORF-Außenkorrespondent in ODESSA gezeigt, aber von den 38 toten durch die Regierungstruppen wurde kein Wort verloren (http://www.oe24.at/welt/Ukraine-38-Tote-nach-Strassenschlacht-in-Odessa/141716937 ). Stattdessen wurde Spekulationen wieso Putin dort möglicherweise geopolitische oder Machtinteressen sieht aus dem Ärmel gezaubert.
    Anschließend gings in der Diskussionsrunde zurück zum gewohnten Putin und Russland-Bashing. Eine Frau empörte sich gar, dass Putin die "Faschismus-Keule" nutzt. Dabei weiß eigentlich jeder, dass sowohl die USA mit Hillary Clinton wie auch Vladimir Putin sich öfters schon gegenseitig als Nazis betitelten in dieser Angelegenheit.
    Empört dürften nur wir Österreicher sein, dass Österreich als Geburtsstätte eines Kriegsverbrechers und Diktators dessen Partei heute als Schimpfwort dient von alle Seiten unachtsam benutzt wird um andere zu denunzieren!
    Wäre Interessant wenn man das NS-Verbotsgesetz weltweit einführen würde aber dann auch mit dem Verbot andere Nazi zu nennen!

  3. Waldkauz (kein Partner)
    11. Mai 2014 16:52

    Die EU-Kommission will unsere Trinkwasserversorgung in die Hände von Konzernen legen. Über die sozialen Netzwerke machen sich Wut und Empörung breit. Es gelte zu verhindern, dass Trinkwasser zum Spekulationsobjekt werde. Höchste Zeit, denn die Privatisierung des unverzichtbaren Guts ist bereits voll im Gange.

    Grundlage ist eine neue Richtlinie über die Konzessionsvergabe der Europäischen Union. Darin heißt es, dass der Markt für die Wasserversorgung geöffnet werden müsse. Wörtlich heißt es in dem Papier:

    „Um bei der Anwendung der Konzessionsvergabevorschriften in den Bereichen der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste eine wirkliche Marktöffnung und ein angemessenes Gleichgewicht zu erreichen, dürfen die von der Richtlinie erfassten Einrichtungen nicht aufgrund ihrer Rechtsstellung definiert werden.”

    Die Trinkwasserversorgung ist ein sehr ertragreiches Geschäft, da der Mensch schlichtweg von der Wasserversorgung abhängig ist, notfalls zahlt er jeden Preis. Die Portugiesen spüren das jetzt schon. Nachdem der Pleitestaat auf Druck der Troika (EU/EZB/IWF) jüngst mit der Privatisierung begonnen hatte, stieg der Preis für das Trinkwasser um ca. 400 %. Auch die Griechen müssen sich dem Druck der EU-Macht beugen und beginnen mit dem Verkauf ihrer Wasserwerke.

    Von den Vampiren der EU kommt immer nur Ungemach für die Bürger! Und wer glaubt das durch Wahlen ändern zu können, glaubt auch an den Osterhasen!

  4. Tik Tak (kein Partner)
    11. Mai 2014 13:56

    Jawoll Unterberger, recht so, weiter so.

    Die Zukunft gehört den Konsumenten die, so wie er und ich, auf biologisch abbaubares, linksdrehendes, gentechnikfreies und garantiert atomfreies Wasser aus der Leitung bestehen.

    Dumm nur, daß es eine Reihe von grundlegenden Versorgungsgütern gibt, für die es keine entsprechende Infrastruktur gibt und für die auch keine solche zu einem halbwegs vertretbaren Preis errichtet werden kann.

    Sogar in den USA mehren sich Stimmen, daß der Staat oder die Kommune, eine Reihe von Grundversorgungsfunktionen besser selbst anbieten sollte eben weil das andernfalls ein Problem mit der Infrastruktur mit sich bringt.
    Oder wollen wir, z.B. in Wien, die nächsten 20 Jahre jede Straße und Gasse aufreissen um dann eben 20 Wasserleitungen für die ersten 20 Anbieter von Wasser zu installieren?

    Wohl kaum.

    Bei aller Liebe zu Märkten und darin konkurrenzierenden Anbietern, es gibt eine Reihe von Bereichen in denen der freie Markt nicht funktionieren kann.

    Die sind dem Staat zu überlassen, natürlich unter Kontrolle und dem Gebot maximaler Transparenz und Effizienz.

    Dass das in Wien auch beim Wasser nicht funktioniert ist ein Problem welches in der Struktur der Gde. Wien zu Hause ist und nicht in der Natur der Sache.
    Dass es an der Zeit ist auch in Wien endlich zwischen Brauch- und Trinkwasserversorgung zu trennen ist Teil der Problematik.

    Aber eine Privatisierung der Wasserversorgung kann und wird das Problem nicht lösen.

    Die Mlinar verwendet ihre Aussage ja sowieso nur weil diese den anderen Parteien widerspricht.
    Die glaubt sowieso nicht an Konkurrenz.

    Da geht es um eine rein rhetorische Abgrenzung der NEOS (korrupte Sozis im Tarnanstrich und keine Bürgerlichen oder Liberalen im eigentlichen Sinne) gegenüber der politischen Konkurrenz.

    Und der Unterberger fällt darauf herein.

    Die NEOS kommen für einen Kaffee gerne ins Haus, auch zum Unterberger.
    Vielleicht sollte er sich die einladen um zu sehen was die wirklich denken.

    • heartofstone (kein Partner)
      11. Mai 2014 15:20

      Klar, die Sozialisten der Hauptstadt sollen und dürfen sich für dich und deinesgleichen die Taschen vollstopfen.

      Persönlich bin ich der Meinung, dass sämtliche "Kommunalbetriebe" ihre Gebahrung vollständig offen zu legen haben. Im Internet. Damit sich zB der Arbeiter in der Privatwirtschaft anschauen kann um wie viel mehr der "Kollege" bei den Stadtwerken mehr verdient oder früher mit höheren Bezügen in Pension gehen "darf". Damit offensichtlich wird wieviel der Gewinne dieser Betriebe für das allgemeine Budget (Grundsicherung, Asylanten, ...) verwendet wird.

  5. Orwell (kein Partner)
    11. Mai 2014 13:15

    Ehtnische Spannungen in Österreich 2014:

    http://wien.orf.at/news/stories/2646593/

    „Zum einen war es ein Freundeskreis von österreichischen Staatsbürgern im Heurigenlokal, mehr als ein Dutzend türkischstämmiger Männer kam dann aus dem Park“, meinte Thomas Keiblinger von der Wiener Polizei gegenüber „Radio Wien“.

  6. Ökonomie-Vergelter
    11. Mai 2014 12:33

    Es gäbe auch eine Kompromiss-Lösung, die mir erstrebenswerter erscheint:

    Die Vergabe von 20-jährigen Lizenzen für die Bewirtschaftung und Vermarktung des Wassers, aber mit der Auflage, das Wiener Wasser nicht in Flaschen abfüllen und verkaufen zu dürfen (auf unzensuriert.at sollte übrigens ein Artikel darüber zu finden sein, dass die Gemeinde Wien genau dies einem Wasserabfüller im kleineren Rahmen bereits erlaubt - kann aber leider diesen Artikel jetzt nicht verorten).

    Nach genau festgelegten Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitskriterien sollte auch eine vorzeitige Aufkündigung der Lizenzvergabe möglich sein, gefolgt von einer Neuausschreibung. Ganz allgemein sollten bei einer Neuvergabe der Lizenz dem bisherigen Lizenzinhaber die Investitionen der letzten Jahre vergütet werden (Ablöse), und zwar aus den Einnahmen der Lizenzneuvergabe.

    Durch Preiserhöhungen über der Inflationsrate generierte Gewinne könnten dann ebenfalls untersagt werden, so sie nicht reinvestiert werden.

  7. Christlicher Geistheiler (kein Partner)
    11. Mai 2014 11:24

    Die Situation verbessert sich explosionsartig zunehmend. Unter anderem durch das Protron-Auto.
    http://www.protron.hochschule-trier.de/
    Durch das Faktor-10-Haus.
    http://www.faktor-x.info/cms.php?id=129
    Und durch religiöses Geistiges Heilen.
    http://www.ivh.stiftung-auswege.de/

  8. Neppomuck (kein Partner)
    11. Mai 2014 11:08

    "Es gibt kein einziges haltbares Argument gegen eine eventuelle Privatisierung solcher Betriebe ..."

    Sie sollten jetzt die Gelegenheit am Schopf packen, diese ihre apodiktisch formulierte These einer von der Vernunft gebotenen Revidierung zu unterziehen.

    Kleiner Hinweis: Es würde genügen, den allgemeinen Tenor der Beiträge zusammenzufassen.

    Etwa so: "Einmal begründetes Eigentum kann man nicht mehr abwählen."
    Oder:" Besitz unterliegt keinen demokratischen Einflüssen."

    Das Angebot essentieller Güter muss der demokratischen Kontrolle unterliegen, sofern kein gesicherter Wettbewerb herrscht und damit jede Monopolbildung unmöglich macht.

  9. heartofstone (kein Partner)
    11. Mai 2014 11:07

    Die Stadt Wien führte die in den Jahren 2005 bis 2007 erzielten Überschüsse aus den Gebührenhaushalten Kanal, Wasser und Abfall in Höhe von rd. 390 Mill. EUR nicht zweckgebundenen Rücklagen für zukünftige Investitionen zu, sondern verwendete sie für den allgemeinen Haushalt. Trotz der Erzielung von Überschüssen wurde der Gebührenzahler mit zusätzlichen Fremdkapitalkosten belastet. Für die festgelegten Abwasser-, Wasser- und Müllgebühren lagen keine schlüssigen Kostenkalkulationen vor.

    Und daran (Gewinne wandern in den allgemeinen Haushalt, trotzdem werden Fremdmittel aufgenommen) hat sich bis heute nichts geändert und die Verantwortlichen sind immer noch nicht dort wo sie eigentlich hingehören, im Gefängnis, sondern sitzen ihre sozialistischen Ärsxxe im Rathaus breit. Auch die Lohn- und Pensionsregelungen der "Stadtwerker" lassen jeden in der Privatwirtschaft tätigen das Messer im Taschl aufgehen ...

  10. Markus Theiner
    11. Mai 2014 09:43

    Beim Wasser liegt es in der Natur der Sache, dass es fast zwingend ein Monopol ist (konkurrierende Leitungssysteme sind wenig sinnvoll - zumindest flächendeckend). Da ist die Privatisierung natürlich ein ganz anderes Thema als bei staatlichen Betrieben, die ohnehin im Wettbewerb stehen (VÖST, AUA, Telekom usw.).
    Wenn man nicht dem Risiko ausgesetzt ist die Kunden zu verlieren gibt es aber keinen Marktdruck und dementsprechend fällt der große Vorteil der Privatisierung weg.

    Natürlich gibt es trotzdem Mittel und Wege. Man kann ja statt das komplette Leitungsnetz zu verkaufen eine befristete Betriebskonzession ausstellen und vertraglich regeln was der Wasserkonzessionär alles zu tun hat - auch im Hinblick auf die Wartung.
    Das erfordert aber eine entsprechend gut durchdachte Gestaltung der Konzessionsverträge. Wenn Privatisierungen immer nur am Rande des Kollaps als Akt der Verzweiflung stattfinden ist für solche Dinge wenig Raum.

    Wasserleitungen wären also schon so ziemlich das Letzte, was ich privatisieren würde. Aber die Panik und Entrüstung mit der diverse Politiker auf die bloße Idee reagieren ist natürlich nicht ernst zu nehmen.

  11. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    11. Mai 2014 09:17

    Den Namen Lueger sollte man in einem Pro-Privatisierungsartikel wirklich nicht in den Mund nehmen, hat dieser überzeugte Verstaatlicher doch den Grundstein für das heutige kommunale Imperium in Wien gelegt.

  12. Ai Weiwei
    11. Mai 2014 00:33

    O.T.: Seit 1966, also seit 48 Jahren gewinnt Österreich zum ersten Mal wieder den Eurovisions-Songcontest. Damals zur Zeit von Udo Jürgens waren wesentlich weniger Länder beteiligt und dadurch die Bedingungen wohl leichter.

    Chonchita hat die Sensation geschafft! Ich muss das erstmal überschlafen, nächstes Jahr sind wir Gastgeber des Songcontests in Österreich.

  13. Eurakylon
    10. Mai 2014 21:50

    Ich bin nicht der Meinung, dass Frau Mlinar in Sachen Wasser-Privatisierung mit ihrer Aussage ernst zu nehmen ist.

    Wie ihr als EP-Spitzenkandidatin eigentlich bekannt sein sollte, gibt es die europäische Bürgerinitiative "Right2Water", mit der sich 1,68 Mio EU Bürger (rd. 54.000 in Ö) GEGEN eine Privatisierung ausgesprochen haben.
    Die dazugehörige Stellungnahme der Kommission, die seit Anfang 2014 vorliegt, bestätigt diesen Bürgerwunsch.

    Die offensichtliche Ahnungslosigkeit über dieses Faktum zeigt sich für mich dadurch, dass weder Frau Mlinar, noch die berichtenden Medien, soweit sie mir bekannt sind, dieses Ergebnis des oftmals von Politikern gepriesenen "Instruments der direkten Demokratie" in ihrem Diskurs aufgreifen.

    Wenn Frau Mlinar jetzt schon die Bürgermeinung ignoriert, bzw. Sie nicht einmal in ihre Argumentation mit einbezieht, wie soll sie dann ihrer Aufgabe als Volksvertreterin im EP nachkommen?

    Diese Linie ist unwählbar für mich - abgesehen davon ich bin gegen eine Privatisierung des Wassers.

  14. Politicus1
    10. Mai 2014 20:19

    zur Auflockerung eine Frage:
    besteht nicht auch die Gefahr, dass private Wasserversorger - so wie manchmal Wirte beim Wein - das Produkt strecken, also "wassern" ...? (;-)

    • Tik Tak (kein Partner)
      11. Mai 2014 16:18

      In Wien wohl kaum, da würden die das eher "Weinen".

  15. FranzAnton
    10. Mai 2014 17:59

    Soviel mir bekannt ist, macht die Stadt Wien mit den Wasser - und Abwassergebühren saftige Gewinne. Das bedeutet: Der Preis für die Wasserversorgung zuzügl. Abwasserentsorgung ist zu hoch, und hat daher, teilweise zumindest, die Funktion einer Steuer, welche aber nicht abhängig ist vom Einkommen, wie etwa Einkommensteuer oder Lohnsteuer, sondern für jeden Wasserbezieher je m³ gleich hoch ist. Dergleichen Macheloikes gehörten per Verfassung verboten; kommunales Wasser dürfte korrekter Weise nicht mehr kosten, als zur Erhaltung von dessen Infrastruktur - zuzüglich Kanalisation erforderlich ist (dergleichen ist in einem Kommunalbetrieb ohnehin immer viel - schätzungsweise doppelt - so teurer als bei effizienter Gestion notwendig wäre). Diese Gestion sollte einer dauernden, und dauernd wechselnden, unabhängigen Überprüfung unterzogen werden, damit effizient gearbeitet würde. Damit würde der Wasserpreis wohl stark fallen.

    Noch etwas, zwar off topic: Immer schon fragte ich mich, auf welche Weise es der Linken seit Kreisky gelang, die Schalthebel der Macht zum gewaltigen Schaden des Volkes so lange in Besitz zu halten.
    Zufällig stiß ich gestern auf eine interessante, diesbezügliche Homepage:

    "10 Strategien die Gesellschaft völlig zu manipulieren - Gedankenkontrolle":
    http://www.youtube.com/watch?v=_aw9aRyjLcI

    Resume': Wenn es uns nicht gelingt, dem marxistischen Ungeist direkdemokratisch die Stirn zu bieten, fahren uns dessen politische Proponenten in den wirtschaftlichen, und somit in den allgemeinen Abgrund.

  16. Helmut HGR.
    10. Mai 2014 17:51

    Zur Privatisierung von Wasser habe ich bereits im Juni 2011 gepostet.

    Bringe meinen Kommentar noch einmal, aber bevor ich das tue sage ich heute:
    Sauberes Wasser wird immer knapper und damit teurer, wertvoller!

    Wer heute seine Quellen verkaufen will, muß verrückt sein. Ich bitte um Verzeihung, daß ich unhöflich schreibe was ich denke.

    "Die Privatisierung öffentlicher Unternehmen ist meist sehr hilfreich für deren Erfolg.
    Z.B. Elektrizitätsversorger; na das ist noch offen, in Österreich.

    Aber, die Privatisierung der Wasserversorgung, da bin ich dagegen.
    Warum: Es würde nicht lange dauern, bis die Versorgung auf wenige große Unternehmen konzentriert wäre.

    Diese Großunternehmen würden bald das Wasser
    aus den verschiedensten Quellen vermischen, zB. weil in einem Gebiet die Grenzwerte überschritten werden, oder, weil sie das beste Wasser möglichst teuer verkaufen wollen.

    Das Wiener Hochquellenwasser hat Spitzenqualität; der Private muß es aber nicht an die Wiener verkaufen. Die fehlende Menge kann aus Grundwasserwerken ergänzt werden, oder aus dem Wienerwaldsee.

    Wer aber weiß, was Wasser anderer Spezifikationen in den Hausleitungen anrichten kann, den schauderts.

    Die Frage des Preises: Wenn ich freie Wahl des Anbieters habe,
    das mittlerweile schlechtere Durchschnittsprodukt, das ich geliefert bekomme, bleibt gleich.
    Welche Anbieter werden günstigere Preise haben? Einer aus Tirol, oder Deutschland,
    wie das beim Strom ohne Mascherl geht.
    Sollen die Preise durch eine amtliche Kommission festgelegt werden?
    Daß sich die Kommunen bei ihren Wasserpreisen ein Körberlgeld behalten, ist klar;
    es fettet aber das Gemeindebudget auf."

  17. Undine
    10. Mai 2014 13:59

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Je näher die EU-Wahl rückt, umso eifriger werden Jubelmeldungen, die EU betreffend, gesendet:

    Die EURO-Rettungsschirme, unter denen Irland und Unterschlupf gesucht hatten, können bereits abgespannt werden, ebenso jener über Portugal; diese Länder haben sich angeblich "derrappelt". Draghi ist ganz euphorisch wegen dieser "Erfolgsstory"!

    Die paar EU-Nettozahler sollen das Gefühl bekommen, sie seien nicht nur mit einem blauen Auge davongekommen, nein, nein, ihnen soll suggeriert werden, daß sie ihre an unsichere Kantonisten verständlicherweise nur sehr ungern verliehenen Milliarden schon so gut wie sicher bald wieder in ihren Staatssäckeln klimpern hören können!

    Nix da, meine Damen und Herren, das wird es nicht spielen---diese vielen Milliarden sind für uns auf jeden Fall verloren, denn sollte da etwas zurückfließen, warten schon 1000 andere Löcher, in die das viele Geld fließen wird.

    Gleichzeitig wird die Angst vor einem RECHTSRUCK in der EU auf übertriebene Weise geschürt! Warum wir alle den steten Ruck nach LINKS hingegen als Selbstverständlichkeit erdulden sollen, weiß ich nicht; vor einem LINKSRUCK wurde bisher noch nie gewarnt, obwohl er zusehends mehr und mehr Schaden anrichtet.

    ..............................................................

    Ein anderes, durchaus löbliches Thema hieß:

    "BARRIERE-FREIHEIT: Plötzlich im Rollstuhl

    "Zehn Journalistinnen und Journalisten, sowie fünf Rollstühle. Wie das zusammenpasst? „Licht für die Welt“ hat zu einem Workshop geladen, Interessierte konnten die Perspektive wechseln und die Welt zumindest für eine Stunde als Rollstuhlfahrer erleben. Die Erfahrungen waren großteils positiv."

    Alles gut und schön, was Rollstuhlfahrern das Leben erleichtern kann, aber Hand aufs Herz---warum war wenigstens eine teilweise Barrierefreiheit für KINDERWÄGEN noch nie ein öffentliches Thema? Vielleicht könnten die Damen und Herren Journalisten einmal einen Tag lang mit Kinderwägen unterwegs sein! Sie würden staunen, welche Hürden es da zu bewältigen gibt (Unterführungen, etc.!), va, wenn man eventuell noch ein etwas größeres Kind an der Hand führt!

    Die "Rollstuhl-Lobby" ist wesentlich einflußreicher als die "Kinderwagen-Lobby"!

    Die Entfernung des KOPFSTEINPFLASTERS, wie es von Rollstuhlfahrern gewünscht wird, fände ich aber wirklich absurd und höchst bedenklich!

    • Politicus1
      10. Mai 2014 16:58

      Eine Politikerin hat den Rollstuhlfahrern mehr geschadet als genützt.
      Die Frau H. von den GRÜNINNEN hat ja darauf bestanden, dass der Plenarsaal und das Rednerpult so umgebaut werden mussten, dass sie ohne jegliche ihr angebotene Hilfe alleine im Rollstuhl agieren konnte.
      Ich danke Gotte, dass mir - zumindest bis jetzt - ein solches Schicksal erspart blieb. Bevor ich aber alles in Bewegung setzte, damit beim Postamt der Eingang barrierefrei gemacht wird und die drei Stufen entfernt und der Schalterraum adapiert werden, brächte ich es wohl übers Herz, einen Nachbarn zu bitten, den Brief für mich aufzugeben.
      Hilfsbereitschaft muss man halt auch annehmen können!
      Und, ist es nicht bezeichnend, dass einige wenige es schaffen, dass sich schon bald niemand mehr einen Blinden oder anders hilfsbedürftigen Behinderten zu fragen traut: "Kann ich Ihnen helfen?" ...

      PS: Bezüglich fehlender Kinderwagenlobby gebe ich Ihnen natürlich recht. Das geht aber mangels einer Familien- und Kinderlobby unter. Dafür ist Österreich stolz, mit dem WURSTL endlich ein schwules Aushänge- und Werbesubjekt zu haben ...

    • simplicissimus
      10. Mai 2014 21:37

      Undine: ******!

    • Undine
      11. Mai 2014 09:56

      Zum Thema "Rollstuhlfahrer" ein Artikel in der "Presse" vom DO:

      http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/3802379/Wiener-Barrieren-fur-Rollstuhlfahrer

      Wie man's macht---es ist auf jeden Fall falsch; die Political Correctness ist sich selber im Weg, der PC-Dschungel wird immer dichter und macht jedes Problem nur noch größer:

      "Unerwartet“, wie viele helfen, wie unkompliziert und „überraschend normal“ das passiere, heißt es in der Feedback-Runde nach dem Test oft. Aber auch, wie wenig Distanz herrscht, wie ungefragt zugepackt wird, wie sich Passanten hilfsbereit, aber ohne zu fragen über einen beugen, viel näher kommen als gewohnt. „Immer fragen“, rät Dorothea Bro?ek. Hilfe anbieten, aber warten, ob derjenige sie möchte, sagt sie und warnt vor „gut gemeinter Distanzlosigkeit“."

      Oder:

      "Ein Wandel, der sich in der Sprache spiegelt: Statt behindertengerecht heißt es etwa barrierefrei. Bro?ek rät zur Sensibilität – und möchte Floskeln wie „an den Rollstuhl gefesselt“, „leidet an“, „mit besonderen Bedürfnissen“ nicht mehr hören – genauso wenig wie „Handicap“, kommt der Begriff doch vom Bettler mit der Kappe in der Hand. Doch trotz des Paradigmenwechsels – Diskriminierung gibt es nach wie vor."

      @Politicus1

      "Ich danke Gotte, dass mir - zumindest bis jetzt - ein solches Schicksal erspart blieb. Bevor ich aber alles in Bewegung setzte, damit beim Postamt der Eingang barrierefrei gemacht wird und die drei Stufen entfernt und der Schalterraum adaptiert werden, brächte ich es wohl übers Herz, einen Nachbarn zu bitten, den Brief für mich aufzugeben. Hilfsbereitschaft muss man halt auch annehmen können!"

      Das meine ich halt auch.....

      ...........................................

      "Die EURO-Rettungsschirme, unter denen Irland und SPANIEN Unterschlupf gesucht hatten, können bereits abgespannt werden, ebenso jener über Portugal"

      Die "geglückte Rettung" SPANIENS habe ich gestern in der Hitze des Gefechts unterschlagen! ;-)

    • Alfred Marenberg (kein Partner)
      11. Mai 2014 10:39

      Werte Undine!

      Auch wenn ich die Kinderwagen-Barrierefreiheit voll unterstütze, finde ich Ihren - Vergleich - na, sagen wir: unpassend. Wir sind eine Familie, die mit beiden Problemen konfrontiert ist. Mein erstes Enkelkind ist leider schwer behindert. Dass man aber für die Benützung eines Rollstuhles nicht zwangsläufig behindert geboren sein muss, sollte für Sie - die in der Regel Kommentare verfasst, die zum Unterscheid von Anderen - von der Intelligenz her gesehen eher positiv auffallen, eigentlich ohne langes Nachdenken, erkennbar sein. Ich wünsche Ihnen daher von ganzem Herzen, dass Sie niemals mit solchen, ihrer Meinung nach zweitrangigen Problemen real konfrontiert werden.
      Über eine eventuelle Nachdenklichkeit Ihrerseits würde ich mich freuen!

      Mit freundlichen Grüßen,
      Alfred Marenberg

    • Undine
      11. Mai 2014 15:11

      @Alfred Marenberg

      Es ist jetzt ein bißchen schwer, auf Ihren berechtigten Tadel zu antworten, aber es ist nicht so, daß ich ein Problem gegen das andere ausspielen will. Ich bin nur der Ansicht, daß Beschwerden von Müttern mit Kinderwägen wesentlich weniger Wirkung zeitigen, obwohl sie auch sehr berechtigt sind.
      Ich erinnere mich noch mit Schaudern, wenn ich, das jüngste Kind im Kinderwagen, die beiden anderen an meiner Seite, eine Unterführung passieren mußte. Ich bekam mit letzter Kraft den Wagen nach oben! Im Rathaus jener Stadt zuckte man gerade einmal mit den Schultern.
      Noch schlimmer traf es meine Tochter vor etwa 16-17 Jahren in Wien mit dem Kinderwagen, va bei kleineren U-Bahn-Stationen, wenn die Rolltreppe ausgefallen oder gar keine vorhanden war. Lifte gab es (damals) nicht überall.
      Diese Erlebnisse waren es, die zu meinem etwas unsensiblen Kommentar führten. Und was ich noch damit sagen wollte: Eltern mit Kindern liegen den Politikern in Wahrheit überhaupt nicht am Herzen, es sei denn, man kann ihre "Stimme" bei einer Wahl gewinnen.
      Sollte ich Sie, werter Herr Alfred Marenberg, gekränkt haben, tut es mir von Herzen leid, denn das wollte ich ganz bestimmt nicht!

  18. Majordomus
    10. Mai 2014 13:49

    Bevor man einen – vermeintlich – richtigen Satz dieser bolschewistischen Neo(s)-Politikerin lobt, nur weil er zufällig in ein pro-amerikanisches Weltbild passt, sollte man sich vielleicht mal die Erfahrungen ansehen, die andere große Städte mit der Wasserprivatisierung gemacht haben.

    Berlin zum Beispiel.

    Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) versorgen 3,3 Millionen Einwohner und sind damit der größte kommunale Wasserversorger Europas.

    Im Jahre 1999 waren die Berliner Wasserbetriebe vom damals CDU-geführten schwarz-roten Senat teilprivatisiert worden. Der französische Konzern Veolia und der deutsche Energieriese RWE erwarben zu gleichen Teilen insgesamt 49,9 Prozent der Anteile für rund 1,7 Milliarden Euro. Damals wurde der Deal, eingefädelt von der SPD-Finanzsenatorin, zunächst wegen des hohen Kaufpreises gelobt. Er sollte Lücken im Etat schließen. Denn das hoch verschuldete Berlin stand vor der Pleite, die Stadt hatte vorher schon Gasag und Bewag verkauft, um finanziell über die Runden zu kommen.

    Schnell stellte sich aber heraus, dass die Investoren sich in zunächst geheimen Zusatzverträgen lukrative Rendite-Hebel (8%!) gesichert hatten. Dies führte zu einem Wasserpreisanstieg für die Verbraucher um bis zu 35%, einige Jahre gab das Land sogar Millionenbeträge aus den eigenen Gewinnen (!) an Private ab, um die Preise nicht noch weiter erhöhen zu müssen.

    Die Folgen dieser Teilprivatisierung waren unter anderem auch, dass 2000 Mitarbeiter der Berliner Wasserbetriebe entlassen und die Wartung der Infrastruktur vernachlässigt wurde, sowie die Einbuße von Steuergeldern wegen der Absicherung der vom Senat vertraglich garantierten Rendite.

    Opposition und Bürgerinitiativen liefen Sturm gegen die Wasserprivatisierung. Erst Im Jahr 2011 sorgte ein erfolgreicher Volksentscheid mit dem Slogan „Wir wollen unser Wasser zurück“ für genügend Druck auf die Politik, den Teilverkauf wieder rückgängig zu machen. Zusätzlich stellte das Bundeskartellamt „missbräuchlich überhöhte“ Trinkwasserpreise fest und erließ eine Verfügung zur Preissenkung.

    Inzwischen hat Berlin alle Anteile der BWB von Veolia für 590 Millionen Euro und von RWE für 618 Millionen Euro zurückgekauft.

    RWE und Veolia erhielten in 13 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 14% aus dem Berliner Wasser. Inklusive Rückkaufpreis haben RWE in Berlin 1.347 Millionen € und Veolia 1.393 Millionen € Gewinn gemacht. Insgesamt also 2.739 Millionen € in knapp 13 Jahren.

    Im selben Zeitraum erhöhten sich die Schulden der Stadt Berlin von 34,8 Mrd € im Jahre 1999 auf mehr als 62 Mrd € (mit Bürgschaften sogar über 80 Mrd €!) im Jahre 2012 (dem Zeitpunkt des ersten Rückkaufes). Und das, obwohl die CDU/SPD-Regierung 1999 allen Ernstes behauptete, durch die Privatisierung würde man den Haushalt "aus eigener Kraft" konsolidieren!

    Der geneigte Leser möge sich an dieser Stelle einmal überlegen, wie die Privatisierung des Wiener Wassers unter der Führung des roten Rathauses ausgehen würde…

    "Effektivität" bedeutet bei privaten Energie- und Wasserkonzernen und in der Logik von "shareholder value" eben Kosteneinsparung jeglicher Art zur Gewinnoptimierung und zur Renditensteigerung für die Aktionäre. Gut für das Konzern-Image an der Börse. Schlecht für die Kommune, denn sobald diese Effizienz nicht mehr gegeben ist, z.B. wenn die laufenden Instandsetzungskosten zu hoch werden und enttäuschte Gewinnerwartungen den Börsenkurs drücken, steht der Rückverkauf auf dem Plan. Mit den entsprechenden Folgekosten für die Bürger.

    Auch andere Städte haben und hatten ähnliche Erfahrungen mit der Wasserprivatisierung:

    In London sind Verunreinigungen im Trinkwasser durch Leckagen, die Dauer-Zugabe von Chlor und immer mehr Rohrbrüche die Folge. Über 20 Prozent des Wassers versickern im Boden, in den oberen Stockwerken von Mietshäusern bleibt die Versorgung teilweise aus, da kaputte Leitungen und Lufteinschübe die Zufuhr stoppen. Die Modernisierung der Leitungsinfrastruktur rentiert sich für private Investoren halt nur selten…

    Paris hat nach 25 Jahren Privatisierung die Wasserversorgung zurückgekauft. Im Privatisierungszeitraum belief sich die Wasserverteuerung auf stattliche 260 %. Inzwischen erwirtschaftet die Wasserversorgung in Paris 35 Millionen Euro pro Jahr reinen Gewinn - und die Wasserpreise konnten gesenkt werden.

    Zumindest in Berlin setzte sich im Lauf der Jahre in allen Parteien die Einsicht durch, dass Wasser ein kostbares Allgemeingut ist, das dem Profitstreben privater Investoren entzogen werden sollte. Zumal sich Wasserwerke nicht dem wirtschaftlichen Wettbewerb stellen müssen, anders als Strom- oder Gasversorger.

    Ist Wasser - nach dem Öl -das Geschäft der Zukunft? Der Unwille bei der Bevölkerung wächst jedenfalls. Weltweit werden Forderungen wie: "Wasser gehört allen – Wasser in Bürgerhand!" laut. Die natürliche, unverzichtbare Ressource Wasser ist Menschenrecht, gehört uns allen und darf nicht als Geschäftsobjekt missbraucht werden.

    Womöglich wird zukünftig auch unsere Atemluft als Eigentum von Konzernen zur Quelle hoher Renditen? Von der Ironie zur Geschäftsidee ist es oft nicht weit...

    • Wyatt
      10. Mai 2014 18:03

      Majordomus
      ***********!
      Ja, unbedingt sollte man die Erfahrungen berücksichtigen, die andere große Städte mit der Wasserprivatisierung gemacht haben.
      -

    • terbuan
      10. Mai 2014 21:07

      @Majordomus
      Guter Beitrag, danke!
      Wasser wird wichtiger als Öl und was passiert, wenn sich die Haie diese Ressourcen aneignen, habe Sie treffend geschildert.
      Die andere Seite ist, wie ich heute schon am frühen Morgen gepostet hatte, dass man jetzt den Bauern auch noch die Hausbrunnen wegnehmen möchte, unter dem Vorwand der Wasserverschwendung!

    • Majordomus
      11. Mai 2014 14:09

      @Wyatt: Dankeschön!

      @terbuan: Ebenfalls dankeschön!
      Natürlich wollen die Kommunen die Wasserentnahme aus privaten Brunnen kontrollieren, und weil das logischerweise recht schwierig ist, wird es halt unter fadenscheinigen Argumenten untersagt. Der Grund ist der, dass viele Gemeinden die Abwassergebühren anhand der abgenommenen Wassermengen berechnen. Bei zusätzlicher Entnahme aus dem eigenen Brunnen fallen sie natürlich darum um, das geht schließlich gar nicht.

  19. Anonymus
    10. Mai 2014 13:39

    Der heutigen PRESSE entnehme ich, dass Neos-Chef Mathias Strolz die Aussagen von Angelika Mlinar bezüglich Wasserprivatisierung - wie es im Politsprech so schön lautet - bereits relativiert hat. Strolz musste im EU-Wahlkampf eine Klarstellung abgeben, denn dieses Eisen ist ihm doch zu heiß.

  20. Ambra
    10. Mai 2014 12:28

    Herr Strolz und seine Neos sind für mich unwählbar und das aus vielerlei Gründen.
    Da nützt eine akzeptable Aussage von Frau Milnar auch nichts - eine Fliege macht noch keinen Sommer.....

  21. Josef Maierhofer
    10. Mai 2014 11:02

    Mit der Wassermasche haben die Sozialdemokraten Wiens zuletzt gerade noch mit Hilfe der Grünen eine Mehrheit geschafft.

    Die Backleasing Geschäfte hat @ Cotopaxi bereits erwähnt.

    Privatisierung auf Wienerisch ist de facto das Auslagern eine Magistrates an einen gemeindeeigenen Betrieb, sprich von einem Schuldenhaufen zum nächsten umlagern.

    Aber Frau Mlinars Aussage zur Privatisierung des Wasserversorgungsbetriebe hat für mich einen doppelten Boden, nämlich das Ziel der Neos ist doch die Abschaffung Österreichs und ein 'neues' Europa. Da ist natürlich auch der Ausverkauf unseres Wassers das Ziel. Das geht dann umso leichter, wenn die Versorgungsbetriebe bereits 'herausgelöst' sind aus der staatlichen Maxime, das eben nicht zu wollen.

    Die Bürger haben das zuletzt der SPÖ auch bestätigt, dass sie nämlich nicht mit dem Ausverkauf unseres Wassers einverstanden sind, oder haben die nur 'aus Tradition' rot gewählt ?

    Hätten wir vernünftige Parteien, so wäre das längst ein Verfassungsgesetz, dass nämlich österreichische Quellen, die zur Massenversorgung dienen auch in österreichischem Besitz sein müssen.

    Daran ist auch Dr. Schüssel schon gescheitert, auch er wollte den 'Ausverkauf' unseres Wassers. Das hat ihm Stimmen gekostet.

  22. Sensenmann
    10. Mai 2014 10:44

    Was diese Mlinar in ihrem marxistischen Hirn daherschwurbelt, ist uninteressant. Leute, die einer Gruppe angehören, die dafür eintritt, Kinder bis zur Geburt straffrei töten lassen zu dürfen, stehen moralisch tiefer als jedes Vieh und damit außerhalb der menschlichen Gesellschaft. Diese Mlinar hat sich allerdings anlässlich der von Abgeordneten ihrer Partei unterstützten Petition noch nicht geäußert, wie SIE denn ein lebensfähiges Kind im 8 Schwangerschaftsmonat gerne töten will: Durch Schnittentbindung und dann mit dem Kopf auf den Boden schlagen, oder doch lieber per Injektion einschläfern? Oder doch eher im Mutterleib zerstückeln, um die Mutter möglichst unversehrt zu lassen?
    Egal, Linke können ohnedies nicht früh genug mit dem Morden anfangen.

    Mit Irren und Mördern gibt es keine Diskussionsbasis.
    Nur die geschlossene Anstalt oder den Strick.

    Aber dennoch:
    Die Privatisierung der kommunalen Wasserversorgungen kommt natürlich nicht in Frage!
    Aber vielleicht hat dem Herrn A.U. ein Ami-Fonds einen Floh in's Ohr gesetzt. Kanal und Verkehrsmittel gehören ohnedies schon unseren Feinden, also warum nicht auch das Wasser...
    Nur ein Narr gibt unseren Feinden die Macht in die Hand, uns schrankenlos zu erpressen. (Nur ein paar Stunden in Wien kein Wasser...).

    Es gibt genügend andere Möglichkeiten, die bekannte Qualität des Wiener Wassers zu Geld zu machen, ohne die Substanz an sich aus der Hand zu geben! Man kann ja mit Getränkeherstellern ohne Weiteres Verträge abschließen, und diese können dann die Einzigartigkeit des Wiener Wassers ganz normal vermarkten. Das wäre ein Ansatz, der allen zu Gute kommt.

    "Wiener Tafelwasser feinperlig" wäre eine Marke, die man schon aufbauen könnte...

  23. Infophil
    10. Mai 2014 09:36

    Angenommen ein amerikanisches Investmenthaus oder Nestlé etc. übernehmen das Wiener Wasser. Sie wollen Gewinn machen, die Stadt Wien möchte weiterhin, wie bisher auch, ihren Obolus kassieren und dann sollte das Wasser billiger werden - NIE.
    Was beim Wasser aber noch sehr viel wichtiger ist, ist die Qualität des Leitungsnetzes. Heute schon in Wien sehr mangelhaft, da vielfach noch sehr alte Bleirohre in Verwendung sind - zu erwartende Verbesserungen - KEINE. Warum auch, bei Null Konkurrenz!
    Ich erinnere mich an eine Aussage von Brabeck-Letmathe, Präsident des Verwaltungsrates von Nestlé, der Wasser als das Geschäftsfeld der Zukunft mit den größten Steigerungsraten im Konzern bezeichnete (2012:+11.2%).
    Dazu ein Beispiel: In Ägypten zahlt man für die 11/2 l Flasche mit natürlichem Wasser 1€ (Einheimische ca. die Hälfte). Hersteller PEBSICO sowie NESTLE.
    Unter Lybiens Sahara lagern 3 Billionen HL Wasser, weit mehr wert als das lybische Öl. Gaddafi vergab keine Lizenzen an ausländische Konzerne, sondern füllte selber ab, der Rest ist bekannt...
    Auch dazu ist das TISA (Trade in Services Agreement) Abkommen unter Federführung der USA mit 50 Ländern bereits in Verhandlung. Weit schlimmer noch als das TTIP, steht es für Deregulierung und Liberalisierung von öffentlichen Dienstleistungen, das heißt für die Gesundheits-, Wasser-, und Energieversorgung.
    Mittelfristig wird es wohl dazu kommen.

    • sauna-echo
      10. Mai 2014 11:05

      WIE soll Privatisierung ohne Wettbewerb funktionieren ?
      Es gibt Leistungen die technisch nur einheitlich als Monopol sinnvoll und produktiv angeboten werden können. Wie Trink- und Abwasserleitungen.
      Nun ist aber ein Monopol immer "schädlich" egal ob es privat ist oder nicht. Deshalb braucht man eine möglichst unabhängige "Regulierungsbehörde" um Missbrauch einzuschränken. Internationale Leistungsvergleiche (Bench-Marking) zeigen wie relativ gut oder schlecht das Anbebot ist und müssen zu einer "Verpflichtung" führen das Angebot zu vebessern. Oder gibt es einen anderen Weg ?

    • Infophil
      10. Mai 2014 18:44

      Ergänzung zu meinem Kommentar:
      Es sei denn, wir wählen sie ab, die Sozialdemokraten und die Konservativen, die momentanen Entscheider im EU Parlament und hier bleibt uns als erster Schritt nur die FPÖ, um dann mit Gleichgesinnten im Parlament eine starke Kraft zum Widerstand gegen all diese Zentralisierungen und Regulierungen aufzubauen.

  24. Alfred E. Neumann
  25. Gerhard Pascher
    10. Mai 2014 09:11

    Angelika Mlinar ist bei der falschen Partei. Sie ist - ebenso wie Kathrin Nachbaur - eine vernünftige Frau mit guten Ideen. Beide werden leider "verheizt", sollten daher - wenn das notwendige Startkapital vorhanden ist - gemeinsam eine neue politische Kraft gründen.
    Für die Neos habe ich keine Sympathien, beim Team Stronnach heißt es für mich noch: abwarten.
    Großer Verlierer bei beiden politischen Bewegungen scheint - wenn sie nicht rechtzeitig Konsequenzen zieht - die ÖVP zu werden..

  26. Rau
    10. Mai 2014 09:09

    Da geht's nicht darum ob die Politiker etwas aus der Hand geben, es geht schon auch darum ob wir als Steuerzahler dieses kostbare Gut aus der Hand geben wollen. Privat bedeutet nicht automatisch billiger und wirtschaftlicher, staatlich nicht automatisch verschwenderisch und unwirtschaftlich.

    Der öffentliche Sektor hat schon auch seinen Sinn, und man sollte nicht alles privaten Profitinteressen überlassen.
    Alles privat und alles ist gut, stimmt einfach nicht. Frau Mlinar bedient mit solchen Aussagen eindeutig Lobby Interessen und man braucht für solche Reden wahrlich keinen Mut. Unser Wasser steht schon lang auf der Liste, die Frage ist nur, wie den Widerstand gegen eine Privatisierung aufweichen.

    Leute lasst da euch da nicht von Lohnschreibern beeinflussen!

  27. Nestor 1937
    10. Mai 2014 08:43

    Seitdem der bürgerliche Strolz mit den LIF-Leuten im Bett liegt ist er mit seiner Partei von der Hoffnung einer besseren ÖVP zu einem fürchterlichen Horror geworden. Da helfen auch ein paar gescheite Bemerkungen einer Frau Mlinar nichts.
    Schade, daß er das selbst gar nicht bemerkt !

    Vermutlich wird sich der Wandel auch im Wahlresultat zeígen. Nicht so sehr bei der EU-Wahl, aber sicher bei den nächsten Nationalratswahlen!

  28. Cotopaxi
    10. Mai 2014 08:33

    Hat die Wiener Stadtregierung nicht bereits die Abwasserentsorgung (Kanalisation) an Heuschrecken der Ostküste verkauft und dann rückgeleast, um sich danach Steuervorteile in den USA zu teilen? Und dann hat die US-Regierung dieses Steuerschlupfloch geschlossen? Über den aktuellen Stand dieses Geschäftes hört man nichts, daher ist zu vermuten, dass diese "Privatisierung" den Steuerzahler auch eine Menge Geld kosten wird. ;-)

  29. dssm
    10. Mai 2014 08:14

    Frau Mlinar sollte vielleicht zum Doktor gehen.

    Denn 80% Steuer auf Einkommen und Privatisierung passen einfach nicht zusammen.
    Wer immer diese Wasserwerke kauft, braucht zuerst wahrscheinlich viel Geld für Ablöse, nötige Reparaturen und Personalsuche.
    Wo soll das Geld aber herkommen, wenn zuerst mittels 80% Steuer das ganze Geld an den Staat geflossen ist.
    Weder wird es einen Bankkredit geben, da ja niemand etwa sparen kann, noch wird es Eigenkapital geben.
    Und wer nun 'Staat' sagt, sei an einen großen Österreicher erinnert: Eher wird sich ein Hund einen Wurstvorrat anlegen, als der Staat eine Budgetreserve!

  30. Politicus1
    10. Mai 2014 08:02

    NEIN. NEIN; und noch einmal NEIN!

    Wohin Privatisierungen öffentlicher Grundversorger führen zeigt unsmehr als deutlich die POST:
    Nicht der Brief, das Paket oder gar der Postkunde sind wichtig - nur Gewinnmaximierung zählt! Daher wird Personal abgebaut, Postämter werden geschlossen, die Briefträger müssen größere Rayons bedienen ... maacht alles nichts. Der Kunde solll ruhig in einem noch offenen Postamt lange Schlange stehen, sein Paket zu einem weiter entfernten Aufgabeamt bringen und die Briefe werden halt erst am Nachmittag zugestellt.

    Anderes Beispiel: die Schneeräumung der Gehsteige.
    In Innsbruck - so habe ich gehört - besorgt das die Gemeinde, zumindest im innerstädtischen Bereich.
    In Wien hat die Überprivatisierung dazu geführt, dass in einem Häuserblock fünf verschiedene Räumdienste tätig sind. Jeder gerade mal eine Hausfront. Der eine weckt die Anrainer um 2 Uhr, der nächste um 3 Uhr auf, fährt sein kurzes Stück auf dem Gehsteig und zischt dann auf der Straße weiter zu seinem nächsten Haus im nächsten Block ... das ist umweltfreundich und wirtschaftlich?

    Wie eine Wasserversorung durch Privatunternehmer z.B. in Wien funktionieren soll, hätte ich gerne von Frau Mlinar und Herrn Dr. AU detailliert geschildert. Von der Quelle im Raxgebiet bis zum Endverbraucher im 6. Stock.

    Für das Nichtfunktionieren eines politisch kontrollierten Versorgers kann ich mich wenigstens bedanken - mit dem Stimmzettel bei der Gemeindewahl.

    • Cotopaxi
      10. Mai 2014 08:10

      Verdiente erfahrene Mitarbeiter ohne Migrationshintergrund werden von der Post, so meine vielleicht trügerische Beobachtung, weggemobbt und durch billigere mit Migrationshintergrund ersetzt.
      Dass die Beschwerden wegen Fehlzustellungen und Nichtzustellungen danach stiegen, sei nur am Rande erwähnt.

    • dssm
      10. Mai 2014 08:22

      @Politicus1
      Denken Sie beim Thema Post und Privatisierung einmal anders.

      Da wohnt jemand in der Stadt, es ist laut, zum Bergsteigen/Schifahren muss mit dem Auto angereist werden, der Ausblick aus dem Fenster zeigt Häuserfronten, im Sommer erhitzen sich die Betonfasaden und der Asphalt drastisch, sprich es ist unerträglich heiß, im Winter wird aus der weißen Pracht sofort ein Matsch, die Kinder können kaum unbeaufsichtigt im Freien spielen – aber, da viele Menschen zusammenleben, ist das Kulturangebot gut, die Öffentlichen fahren im wenige Minuten Takt, es gibt mehrere Schulen und die Post bringt jeden Tag pünktlich und kostengünstig die Briefe.
      Am Land ist es genau umgekehrt.

      Sie wollen also die vielen Vorteile die beide Varianten als Wohnort bieten gleichzeitig und selbstverständlich soll ein anderer dafür zahlen! Finden Sie dies fair?

    • Politicus1
      10. Mai 2014 08:45

      dssm:
      genau so ist!
      bei öffentlichen Grundversorgungen (öffentlicher Verkehr, Strom, Gas, Wasser, Post ..) muss es einen Interessen- und Kostenausgleich geben.
      Sie haben anscheinend nur die Speckgürtelbewohner im Blickfeld (in der Stadt arbeiten und dann weit weg vom Zentrum in der Einschicht ruhig leben).
      Auch das ferne kleine Dorf im Waldviertel hat ein Recht auf eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr und auf eine tägliche Postzustellung.
      Ein NUR auf Gewinn orientiertes Unternehmen wird sich um so etwas wenig kümmern.
      Beispiel: vor hundert Jahren gab es in New York private U-Bahnbetreiber. Alle fuhren die einträglichen Linien zum Broadway - die Randgebiete waren ihnen egal. Konsequenz: Zusmamenfassung aller U-Bahnen unter städtische Obhut.

    • Rau
      10. Mai 2014 09:17

      Genau darum geht's bei öffentlichen Diensten die natürlich einen Generalversorgungsauftrag haben. Dass sich Private gerade um jene profitträchtigen Ballungsräume reissen und ländliche Regionen nicht mal versorgen sondern einsparen ist ein alter Hut. Billiger wird's dadurch nicht und fairer schon gar nicht!

    • dssm
      10. Mai 2014 09:46

      @Politicus1
      Verstehe ich die Quinessenz Ihrer Ausführung richtig?
      Der Dorfbewohner soll mit seinen Steuern, dem Städter das Kulturleben zahlen und der Städter mit seinen Steuern dem Dorfbewohner eine tägliche Postzustellung.
      Bisher klappt dies ja für die Städter gut, die Landbevölkerung wird immer weiter in die Rolle des dummen Zahlers gedrängt, einfach weil der demokratische Staat der falsche Partner ist!
      Ihre Überlegungen sind gut und schön, aber dazu bräuchte es eine Beamtenschaft wie zu Kaisers Zeiten, die haben wir aber, Demokratie und Parteien sei Dank, nicht mehr.

    • Ambra
      10. Mai 2014 19:18

      Politicus 1: Ihrer Meinung ! Und gar nicht zu reden von den teils verheerenden Erfahrungen mit Postpartnern. Ich fand heraus, daß diese in ihren Verträgen nicht einmal vorgeschrieben haben, wann sie geöffnet sein müssen. 'Dann passiert es wie in Neuwaldegg, daß man willkürlich von einem Tag auf den anderen vormittag geschlossen hatte - weil Sommer war und ein Schwimmbad vermutlich angenehmer ist. Soll der Kunde nachmittags wiederkommen ...

  31. Wertkonservativer
    10. Mai 2014 07:40

    Als ich nach der sonntäglichen "Pressestunde" Frau Mlinar moderat positiv und leicht pointiert beurteilte, wurde ich von einem einschlägig bekannten Blogfreund "als bigotter Kerzerlschlicker und sich brüstender Womanizer" in der ihm üblichen Diktion angesprochen!

    Nun, so ganz unrecht dürfte ich nicht gehabt haben, wie die heutige A.U.-Kolumne eindrücklich beweist!
    Diese Frau hat schon was!
    In unserem politischen "Tal der Tränen" ist jedes politische Talent, egal in welcher unserer Parteien, gleichsam ein kleiner Edelstein unter lauter Kieseln!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      10. Mai 2014 07:55

      @ WK

      Die Verwendung des Begriffes "Womanizer" beruht auf Ihrer freimütigen Selbstdefinition. Schon wieder vergessen?

      "Zugegeben: ich bin ein alter, inzwischen leicht verwitterter Womanizer, doch diese Frau hat neben ihrem angenehmen Äußeren schon auch ihre politischen Qualitäten!"

      http://www.andreas-unterberger.at/2014/05/die-schoene-gruene-welt-des-verbietens-und-vermiesens#comment-295879

    • Inger
      10. Mai 2014 08:34

      Zum angenehmen Äusseren der Frau Mlinar:
      zu Zeiten der Hochblüte der Blondinenwitze hab ich einen guten Sager gehört:
      Steigerung von Blondine? Blondine mit dunklem Haaransatz!
      Ich weiss, das ist bös und primitiv, aber die Neos fordern mich dazu geradezu heraus, tut mir leid.
      Wenn ich mir so die Partei der Frau Mlinar anschau, dann wird mir heute noch übel.
      Die Jungen wissen ja das alles nicht, daher können sie leicht mit fliegenden Fahnen zu den Neos laufen. Aber wenn man sich die Geschichte des LIF und die Propnenten anschaut, dann wird man schon nachdenklicher. Frau Mlinar wird ja ihre Vergangenheit nicht einfach abgelegt haben, sie ist ja immerhin als Chefin des LIF gemeinsam mit den Neos angetreten. Und der Herr Haselsteiner im Hintergrund, der spielt ja auch alle Farben, ich weiss nicht, ob man von so einer Partei erwarten kann, dass sie in Zukunft ein einheitliches Parteiprogramm nicht nur am Papier zusammenbringt. Immer wenn einer eine Äusserung macht, die nicht ganz passt, dann ist es Privatmeinung. So kann meiner Meinung nach eine Partei nicht arbeiten. Ich will wissen, was Parteilinie ist und das nicht erst irgendwann sondern von Anfang an. Immer zu rätseln, ist das jetzt Privat- oder Parteimeinung, das ist doch nicht zielführend. Und die Träume von der EU - Erweiterung dürften Parteilinie und nicht Privatmeinung sein und das kann ich mir nun überhaupt nicht vorstellen.
      Das mit den Privatisierungen ist eine völlig andere Sache - und wiederum, Wien ist nicht das Mass aller Dinge. Eine kleine Gemeinde kann ganz einfach nicht das Geld für einen neuen Müllwagen aufbringen, daher wird der Auftrag an ein Unternehmen vergeben, das ist schon länger Praxis. Mit dem Wasser ist es ähnlich, da gibt es ja die verschiedensten Wassergenossenschaften - die sind sozusagen auch privat.
      Wien ist anders, das wissen wir schon lange - nicht umsonst wird über den "Wasserkopf" Wien gematschkert.

    • Wertkonservativer
      10. Mai 2014 08:48

      Nun, @ Cotopaxi,

      was ist so falsch an meiner sonntäglichen Einschätzung?

      Teil 1 des von Ihnen hier zitierten Satzes ist eine stimmige Selbstpersiflage (in seriöser, relativ harmloser Begrifflichkeit des Wortes "Womanizer"),
      den Teil 2 kann man so oder so einschätzen: so unrecht dürfte ich hier nicht haben!

      Aber ganz nett, dass Sie sich ein wenig betroffen fühlen!

    • Nestor 1937
      10. Mai 2014 08:52

      Inger, große Zustimmung,
      besonders zu Ihren Worten über die Neos und die darin enthaltenen LIF-Leute!

    • Rau
      10. Mai 2014 09:34

      Kleine Einschränkung. Die AU - Kolumne hat auch nicht überall recht ;)

  32. Lot
    10. Mai 2014 07:20

    Bonum ex integra causa, malum est quocumque defectu - gut ist eine Sache, wenn sie dies im ganzen ist, schlecht bereits durch durch einen einzigen Mangel (Thomas v. Aquin).

    Man kann nicht die Neos loben, wenn sie praktisch alles falsch machen und nur in einer einzigen Sache etwas(vermeintlichlich) Richtiges vertreten.

    Was AU hier verzapft, ist typischer, perverser und unverantrwortlicher Journalismus und Relativismus, der nur zur Verwirrung in polices beiträgt. Einfach widerlich.

    Public utilities gehören in öffentliche Hand. Sie beinhalten (in der Regel) Monopole. Wo nicht entstehen meist Oligopole und mit ihnen chaotische und teure Lösungen. Eisenbahn- und Busverkehr, Post, Gasversorgung, Telephon, Stromversorgung sind typische Beispiele, in den wir die Chaotisierung heute erleben.

    Die Privatisierung der Public utilities ist Hauptanliegen der "Heuschrecken", die uns kahlfressen wollen. Die Wettbewerbskommission der EU macht ihnen die Mauer, weil sie die Staaten kastrieren möchte um sich selbst an ihre Stelle zu setzen. Der heutige Zentralismus und seine Regelungswut sind Ausdruck dieser Schmarotzerbürokratie.

    Wie schlecht diese Betriebe in den USA funktionieren, davon kann jeder, der je in den USA war, ein Lied singen. Schon in der U-Bahn in New York kommt man sich vor, wie in der Vorhölle.

    • dssm
      10. Mai 2014 08:31

      Genau, gerade beim Telephon haben wir es wunderbar erlebt. Früher, in glorreichen sozialistischen Zeiten, da gab es sofort einen Anschluß. Heute, erst nach kleinem Bakschisch und endloser Wartezeit einen Achtelanschluss.

      Auch die Eisenbahnen wurden ja vom sozialistischen Staat geplant und errichtet! Wer die grenzenlose Unfreundlichkeit der privaten Bahnen kennt, der weiß was wir an der unglaublich kosteneffizienten ÖBB haben!

      Nebenbei, die Heuschrecken haben etwas mit dem Gelddrucken zu tun, sonst gäbe es dieses Gesindel nicht; auch eine Form von Sozialismus.

    • Lot
      10. Mai 2014 08:40

      @dssm

      Sie haben ganz recht. Was AU vertritt, rubriziert unter "Verbrechen". Geistiges, wohlgemerkt! Dazu gehört der ganze Liberalismus, eine "verquere Ideologie, die auf einer pervertierten Aufklärung beruht" (Henckel-Donnersmarck). Wie übrigens der Sozialismus auch.

  33. terbuan
    10. Mai 2014 06:57

    Wasser privatisieren? Kommt doch überhaupt nicht in Frage werden die Politiker unisono sagen, das geben wird doch nicht aus der Hand!
    Im Gegenteil, in der Steiermark werden die Bauern jetzt sogar von Schwarz-Rot gezwungen, ihre Hausbrunnen zu versiegeln und werden damit praktisch enteignet,
    Ein Sturm der Entrüstung weht bereits durchs Land!

  34. Schani
    10. Mai 2014 02:18

    Sie haben vollkommen recht! ABER: Ich werde meinen Sohn nie in eine Mlinarsche EUdssR-Armee einrücken lassen! Und nur wegen der von den Neos geforderten H2O-Privatisierung sind diese Herrchaften nicht weniger links. Wasser alleine ist zu wenig!

  35. mischu
    10. Mai 2014 01:28

    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und daher eine einzige Aussage auch die NEOS NICHT WÄHLBAR.

    Und obwohl Frau Mlinar noch eine zweite absolut zutreffende Aussage vor laufender Kamera der grünen "Lunazecke" gegenüber anbrachte, nämlich wie menschenverachtend die neuen EU-Wahlplakate der Grünen sind, kann ich einer Stimmabgabe für die Rosaroten nichts abgewinnen.

    Erst wenn sie die beiden Parteigranden im Hintergrund entsorgen (Haselsteiner, Heide Schmidt) und ihr Programm - wie oben aufgezeigt - ändern, dann............!
    Eben, dann wären es nicht mehr die NEOS und es gibt darüber hinaus sowieso einige passendere Parteien zur Auswahl.
    Daher, NEOS - nein, danke. Egal ob mit allen Wassern gewaschen oder nicht. ;-)

  36. kritikos
    10. Mai 2014 01:09

    Dass Blödsinnigkeiten von der Mehrheit (in Österreich und wohl auch anderswo) für Fakten gehalten werden, liegt meiner Ansicht nach weitestgehend an den blödsinnigen (oder bestochenen, manipulierten, ideologisierten, verkaufsgierigen etc.) Medien incl. ORF.
    Da ich nicht zu den jüngeren Menschen zähle, werde ich die Privatisiereung des Wiener Wassers nicht erleben. (Beim Verkauf von Ankerbrot bedauere ich nur, dass es jetzt das hervorragende Toskanabrot in damaliger Form nicht mehr gibt.)Aber ich habe auch bzgl. der jungen Generation so meine Zweifel: Wenn das Wasser der Stadt so gute Gewinne bringt, dann wird Wien im Notfall anderes verkaufen, es gibt ja weitere Monopolbereiche - z.B. die Wiener Beerdigung. Und die Stadt scheut sich ja bekanntlich gar nicht, die Wiener durch saftige Gebührenerhöhungen zu schröpfen. Die SPÖ ist einfach zu stark. (Und die ÖVP armselig und der Herr Strache auch nicht eine gute Alternative.)





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