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Kurz, Gusenbauer&Co: Wessen Interessen werden da vertreten?

Lesezeit: 4:30

Sebastian Kurz hat sich Berater geholt. An sich ist es gut und spricht für einen Minister, wenn er offen zugibt, sich beraten zu lassen. Das ist besser, als ein beratungsresistenter Autist zu sein, oder sich nur von den dümmsten einer Branche beraten zu lassen. Freilich: Werden nicht genau für die Beratung des Ministers im Grunde sowieso Ministerien und deren Beamte bezahlt, die nur der Republik und ihren Gesetzen dienen dürfen? Und die zumindest in der Mehrzahl nicht ganz blöd sind.

Minister sind grenzenlos naiv, wenn sie nicht mehr wissen, welche Interessen Berater und Lobbyisten eigentlich im Auge haben. Das wissen sie aber hierzulande immer seltener. Daher sollten in Österreich eigentlich alle Alarmglocken läuten.

Aber sie läuten nicht. Medien reagieren nur noch dann, wenn eine Oppositionspartei oder eine der (fast immer parteinahen) NGOs Feuer schreit. Eigene Recherche ist unmodern geworden. Oder aus Personalnot nicht mehr möglich.

Ein kluger Minister würde aber gar nicht warten, bis eine Oppositionspartei Alarm schlägt. Er würde von sich aus aktiv werden. Diese Klugheit jedoch fehlt dem jungen Außenminister. Und den Menschen rund um ihn ebenfalls. Sonst würden niemals Lobbyisten als Minister-Berater agieren dürfen. Und schon gar nicht dann, wenn deren Namen offensiv und offiziell von der Kurz-Umgebung als solche verkauft werden.

Die Damen Spera und Gürtler auf dieser Liste sind noch eher harmlos. Man weiß zumindest, dass sie primär die Interessen eines Museums, einer Hotelkette oder eines Gestüts im Auge zu haben haben. Das kann man noch durchschauen. Freilich muss man auch in diesen Fällen Obacht geben, ob da nicht auch unterschwellig die Interessen eines anderen Landes in die österreichische Politik miteinfließen.

Jedenfalls unmöglich ist es aber, dass auch Lobbyisten und Berater den Außenminister beraten. Begreift das der Herr Kurz nicht?

Das ist bei Alfred Gusenbauer eindeutig der Fall. Nichts sei gegen den Beruf eines Lobbyisten gesagt. Ein solcher ist sicher in manchen Fällen notwendig und ersehnt. In vielen anderen völlig überflüssig. Die Unsicherheit der diversen Vorstandsvorsitzenden führt aber dennoch zu bisweilen gigantischen Honoraren solcher Lobbyisten. Wobei ich die im Fall Gusenbauer zwar nicht kenne. Aus reiner Liebe ist der ehemalige Bundeskanzler jedenfalls nicht aktiv geworden.

Gusenbauer ist als Person durchaus intelligent – mindestens doppelt so intelligent wie sein Nachfolger (Freilich auch nur halb so schön – aber das ist eine andere Geschichte). Aber Gusenbauer ist ein Lobbyist. Ein kurzer Streifzug durch jene Firmen, für die er bekanntermaßen arbeitet oder gearbeitet hat: ein chilenischer Investmentfonds, ein kanadischer Bergbaukonzern, die Machthaber von Kasachstan, die Haselsteiner-Stiftung, die WAZ, die Hypo, die Alpine, die Strabag. Dazu kommt wohl noch eine Liste weiterer Klienten, die ich nicht kenne.

Ab dem Zeitpunkt, da die Beratertätigkeit fürs Außenamt durch dieses selbst kommuniziert worden ist, steigen geradezu automatisch auch die Honorare eines Beraters. Ein Ministerium beweist ja jetzt selber, dass Gusenbauer nicht nur ein Hasbeener ist, sondern noch immer amtierende Minister berät. Noch dazu von einer anderen Partei. Und zugleich ist er als Lobbyist zu mieten. Würde Gusenbauer das nicht honorarmäßig nutzen, wäre er weniger intelligent, als ich ihn einschätze. (dass ich übrigens keinen amtierenden SPÖ-Minister kenne, der sich von Nichtroten beraten ließe, ist zweifellos signifikant. Aber hier nicht das Thema.)

Die vom Boulevard eine Zeitlang bejubelte Tätigkeit als Lobbyist und Ministerberater zugleich hat nur einen Nachteil: Beides ist in Wahrheit völlig unvereinbar. Das wäre in einem sauberen Land daher ein Riesenskandal. Mit Sicherheit wird bereits in vielen Wiener Botschaften lustvoll an Kurz-Dossiers gearbeitet, die man im Bedarfsfall verwertet. Kurz und seine Berater begreifen das aber nicht.

Noch einmal: Nichts gegen Gusenbauer, nichts gegen seine Arbeit als Berater seiner Klienten. Da hat eine ganze Reihe die Beratung sogar sehr notwendig. Nichts auch dagegen, dass ein Lobbyist einen Termin bei einem Beamten oder Politiker bekommt – sofern er sich klar als Lobbyist bekennt. Aber alles dagegen, dass ein solcher Lobbyist als Berater eines amtierenden Ministers amtiert!

Gegen Gusenbauer nehmen sich Benita Ferrero-Waldners Tätigkeiten geradezu harmlos aus. Für sie findet man bei der Recherche „nur“ ihre jetzige bzw. einstige Tätigkeit im Aufsichtsrat des Versicherungskonzerns Munich Re und ebenfalls der Alpine. Dass Herr Fischler, ein weiterer Kurz-Berater, die Interessen von Alpbach vertritt (das kräftig vom Außenamt finanziert wird) das weiß man wohl ohne Zusatzrecherche. Genauso wie man bei Herrn Kapsch weiß, dass dieser immer die Industriellenvereinigung sowie jene Firma im Auge haben muss, die seinen Namen trägt und die in hohem Ausmaß von öffentlichen Aufträgen lebt.

Hingegen weiß ich nicht, welche Interessen die Unternehmensberaterin Antonella Mei-Pochtler alle vertritt. Und wahrscheinlich weiß es auch der junge Minister nicht. In vielen Fällen darf ein Berater nämlich gar nicht die Firmen nennen, die er vertritt. Da darf sich ein Minister seinerseits keinesfalls von solchen Beratern beraten lassen.

Oder habe ich da ein ganz altmodische Verständnis von Sauberkeit?

Jammervoll ist jedenfalls eines: Unsere Intransparenzjäger regen sich zwar über Lächerlichkeiten auf, wie etwa über die Bezahlung eines Informationsessens. Das wird daher jetzt alles genau gesetzlich geregelt. Aber die weit wichtigere Beratung eines Ministers durch Menschen, die zugleich noch jemanden anderen vertreten, wird nicht releviert.

Bis halt wieder getarnte Journalisten mit Kameras in ihrer Aktentasche zum Einsatz kommen . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 08:52

    Der Reihe nach werden bei Kurz vertreten

    durch Spera jüdisch-nationale Interessen
    durch Gürtler bürgerliche Interessen
    durch Gusenbauer sozialistische und internationale Wirtschaftsinteressen
    durch Ferrero-Waldner Draht zur EU in Brüssel
    durch Fischler Agrarinteressen
    durch Kapsch Industrieinteressen
    durch Mai-Pochtler amerikanische Wirtschaftsinteressen (Ostküste)

    Lauter Lobbyisten!

    Hab ich wen oder was vergessen?

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 02:30

    Eine seltsame Entourage, die sich da der (zu?) junge Herr Außenminister als Berater zugelegt hat, von denen Nadelstreif-Sozi Gusenbauer, der ja auch dem Benko-Konzern sämtliche Wege zu den verantwortlichen Politikern für die Realisierung der nicht immer ganz korrekten Umbaupläne seiner Luxusimmobilien geebnet hat und der womöglich auch wertvoller Ätzesgeber für die vermögensschonende Abwicklung der Alpin-Pleite in Österreich war? ;-)

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1421717/AlpinePleite_Mutterkonzern-sichert-sich-Alpine-Energie

    Ist es der Unerfahrenheit des Herrn Kurz zuzuschreiben, daß er überhaupt diese erkleckliche Anzahl an Beratern benötigt, dann sollte er rasch dazulernen und angesichts der horrenden Staatsverschuldung dringend Steuermittel einsparen.

    Ist er zu dumm für das Ministeramt und braucht deshalb diese höchst verdächtige Ansammlung von Einflüsterern, dann wird es früher oder später ein böses Erwachen geben, welches dann aber keinen Unschuldigen trifft.

    Und abgesehen vom Schweigen der Jagdgesellschaft, wundert mich, daß die Partei bzw. der Parteiobmann das alles ohne Einspruch zur Kenntnis nimmt.
    Wofür steht die ÖVP eigentlich noch?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 07:09

    Na ja, mit wem soll er denn sonst vernünftig reden bei seinem Koalitionspartner, mit dem Kanzlerdarsteller, dem Hundstorfer oder gar mit der HH?
    Die Auswahl ist ziemlich dünn!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 07:22

    Ich habe Frau Antonella Mei-Pochtler einmal in einem Seminar erlebt.
    Ich würde mich nur höchst ungern von dieser Dame beraten lassen.
    Warum unbedingt der erfolglose Exkanzler Gusenbauer noch dazu von der SPÖ mit von der Partie ist, bleibt mir verborgen. Will Kurz damit sein Naheverhältnis zur SPÖ demonstrieren, Unvoreingenommenheit, oder ist Gusi wirklich so gut?
    Wenn man die beiden abzieht, was bleibt dann eigentlich noch über?

  5. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 07:58

    Dieser Aussenminister ist bemüht, aber sein politischer Werdegang (manche nennen es Sozialisation) wie auch seine bisherige - im übrigen in seiner Leistungsklasse gar nicht so schlechte Arbeit - schließen leider dennoch aus, daß das Land bekommt, was es braucht. Das Land braucht: ein aussen-, wirtschafts- und sicherheitspolitisches Bündnis - dessen Gegenstand die Wahrung der Interessen der Kern-Europäer/Nettozahler gegenüber raumfremden Mächten darstellt. Um dies denken und ins Werk setzen zu können, bedarf es Verstandestätigkeit gepaart mit Tatkraft. Was den Verstand betrifft, steht hier für den Aussenpolitiker im Vordergrund die Fähigkeit, Strategie zu machen. Neben der Liquidierung der Neutralitätslüge, neben der Entkoppelung von Denkmustern, die in den politischen Zentralen fremder Mächte geschaffen werden, die naturgemäß überwiegend bis ausschließlich daher auch den Interessen fremder Mächte dienlich sind, muß ein Aussenminister Mut und Stehvermögen besitzen um einer derartigen Konzeption Gestalt geben zu können. Sozialisiert in einer Pfründnerklasse von Politikern, deren stetes Gewinsel nichts anderes als Unterwerfungsgesten gegenüber äußeren Machtstrukturen signalisiert, gebremst von Sozialisten und Grünen die sich ihre Staatspresse zusammengekauft haben und die als Zwingvögte fremder Interessen, gefördert und gestützt aus dem Ausland dieses Land bis auf den letzten Tropfen Blut aussaugen um ihre wahnwitzigen und verderblichen gesellschaftlichen Experimente zu finanzieren kommt hier ein still-angepasster gut gekleideter politischer Frühkarrierist nicht an. Dazu fehlen ihm Begriffe von Macht und Selbstbehauptung - und das Studium der geopolitischen Literatur einer ganzen Generation, die zwei Weltkriege nicht bloß als Amboß durchlebt haben. Das von fremden Mächten geschaffene Reservat für unser Volk, das sich nach fremdem Willen Österreich zu nennen hat, wird er reibungslos verwalten. Durch Widersetzlichkeit genüber fremden Anmaßungen und Begehrlichkeiten gewiß nicht auffällig werden. Kurz wird funktionieren. Er gibt dieser öden Perpektive nur ein jugendliches Gesicht - eingreifen wird auch er nicht. Er kennt den Preis, spätestens seitdem Landeshauptleute betrunken verunfallt werden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 07:37

    Was der Kurz da macht, das kann seine früherer Chefin schon lange:

    Migrationsrat, ua. mit Lendvai, Kiesbauer und Küberl

    http://www.bmi.gv.at/cms/bmi/_news/bmi.aspx?id=5458593070466150436C303D&page=9&view=1

  7. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Mai 2014 13:42

    Wäre es nicht Aufgabe der gut bezahlten und pragmatisierten Ministerialräte einen Minister zu beraten?

    Erhalten die externen Berater fürstliche Honorare, etwa auch für ein Telefonat (wie einst Vranitzky), weil Steuergeld ja in Hülle und Fülle vorhanden ist (zur Umverteilung von unten nach oben) ?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIsabella
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2014 09:02

    Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki, Vorsitzende des Wiener Akademikerbundes
    Mai 2014, Wien
    „Die USA steuern EU-Medien bei der Kriegspropaganda gegen Russland
    http://www.youtube.com/watch?v=qQ6rcQU5iv4

  2. Ausgezeichneter Kommentatorpeter789
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2014 06:43

    Ich kann keine wirkliche Verfehlung des Hrn. Kurz erkennen.
    Auf der anderen Seite kann man alles schlechtreden- oder jammern.

alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    14. Mai 2014 10:31

    Interessant (oder vielleicht gar verständlich), dass sich Kurz von seinem Vorgänger Spindelegger (der ja eigentlich von dem Job am meisten versteht, oder zumindest verstehen sollte) offenbar gar nicht beraten lässt. Ursula Plassnik fällt mir da auch noch ein.

  2. cmh (kein Partner)
    14. Mai 2014 10:02

    Mit Promis kann man besser Show machen als mit den zuständigen Beamten.

    Der große Vorteil des Sebastian Kurz ist seine Jungfräulichkeit. Er ist noch "zjungzum" um den üblen Geruch des Politkers angenommen zu haben.

    Die damit verbundene leichte Fadesse wird nun durch ein paar gestandene Korruptionäre (der altersbedingten Art) gebessert.

    Unvergessen ist der Auftritt des Herrn Kapsch als Proponent des Androschbegehrens für die Schmiedschule, gefolgt von den Schüler- und Lehrerdatenlecks seiner rumänischen Programmiersubler. Rechtlich war das zwar OK aber moralisch devastierend. Wenn ich er wäre, hätte ich mein Amt bei der IV zurückgelegt und hätte die nächsten fünf Jahre meinen Mund gehalten.

    Aber ich bin kein Industrieller, sondern nur poltitisierender Poster.

  3. Isabella (kein Partner)
    14. Mai 2014 09:02

    Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki, Vorsitzende des Wiener Akademikerbundes
    Mai 2014, Wien
    „Die USA steuern EU-Medien bei der Kriegspropaganda gegen Russland
    http://www.youtube.com/watch?v=qQ6rcQU5iv4

  4. peter789 (kein Partner)
    14. Mai 2014 06:43

    Ich kann keine wirkliche Verfehlung des Hrn. Kurz erkennen.
    Auf der anderen Seite kann man alles schlechtreden- oder jammern.

  5. haro
    13. Mai 2014 13:42

    Wäre es nicht Aufgabe der gut bezahlten und pragmatisierten Ministerialräte einen Minister zu beraten?

    Erhalten die externen Berater fürstliche Honorare, etwa auch für ein Telefonat (wie einst Vranitzky), weil Steuergeld ja in Hülle und Fülle vorhanden ist (zur Umverteilung von unten nach oben) ?

    • mischu
      13. Mai 2014 15:03

      @haro

      Eben - zum ersten Satz!

      Es ist zu befürchten - beim zweiten Satz!

  6. Josef Maierhofer
    13. Mai 2014 12:17

    @ mischu

    Der Parteiobmann ist geistig schon in Brüssel, vorausgesetzt Karas landet einen 'hohen Sieg', was man auch immer darunter verstehen mag, jedenfalls ein lukratives Geschäft für den Parteiobmann und ohne Verantwortung, nicht so mühsam und volksnah und strapaziös wie es für ihn als österreichischer Finanzminister und Parteiobmann ist.

    • Josef Maierhofer
      13. Mai 2014 12:18

      Pardon: sollte unter Ihren Beitrag kommen.

    • mischu
      13. Mai 2014 12:37

      Zwar wird das derzeit noch heftig dementiert, aber wer einem Politiker glaubt, ist selber schuld! ;-)
      Denn wenn es soweit ist, hält er es sicher mit Konrad Adenauer:
      "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"!

  7. mischu
    13. Mai 2014 11:46

    Paßt genau dazu:

    Da müßte bei uns schon die halbe Wiener Stadtregierung sowie ein Großteil der Bundesregierung im Gefängnis sitzen, wenn bei uns die linksgestrickte Staatsanwaltschaft der Korruption gerecht und ohne Ansehen der Person nachginge:

    http://news.orf.at/#/stories/2229744/

  8. terbuan
    13. Mai 2014 11:37

    O.T Ministeranklage

    In Zusammenhang mit dem Kommentar von AU:
    "FN 627 Thailand wird zum Vorbild"
    http://www.andreas-unterberger.at/2014/05/fn-627-thailand-wird-zum-vorbild/#comments
    hatte ich auch das Thema "Ministeranklage" zur Sprache gebracht und gemeint, in Österreich wäre das aufgrund der Mehrheitsverhältnisse völlig unrealistisch.

    Kurz danach hat der Präsident des Verfassungsgerichts, Gerhart Holzinger, den Vorschlag gemacht, dass die Ministeranklage zu einem Minderheitenrecht gemacht werden sollte, die Frau Prammer und der Klubchef der SPÖ haben dies natürlich sofort brüsk abgelehnt.
    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3629318/ministeranklage-prammer-gegen-minderheitenrecht.story

    Zufälle gibt es, oder wird der Blog doch viel mehr von den Politikern und Beamten gelesen als wir ahnen?

    • terbuan
      13. Mai 2014 12:24

      ....und der Justizminister kann sich vorstellen, die Ministeranklage gleich völlig abzuschaffen, das nennt man dann Demokratieverständnis!

  9. A.K.
    13. Mai 2014 11:34

    Mir ist sehr unangenehm aufgefallen, daß sich Dr. Michael Spindelegger und Herr Werner Faymann duzen. Für mich - vielleicht etwas "zurückgebliebenen Zeitgenossen - ist das Du-Wort ein Freundschafts- und Zusammengehörigkeitsbeweis.
    Nun läßt sich auch Herr Sebastian Kurz noch von Dr. Alfred Gusenbauer beraten. Nach meiner - wieder vielleicht etwas "zurückgebliebenen Ansicht - setzt sich beraten lassen, ein besonderes Vertrauensverhältnis voraus.
    Ich frage mich, ob die ÖVP derzeit wirklich von allen guten Geistern verlassen ist.
    Übrigens: In früheren Jahrhunderten waren viele Berater der Mächtigen gefürchtet und meist auch angefeindet, weil man deren verdeckten Einfluß aus Erfahrung kannte. - Wohin ist die ÖVP bezüglich des geistigen Horizonts gekommen?

    • Pumuckl
      13. Mai 2014 17:21

      @ A.K.

      " . . . daß sich Faymann und Spindelegger duzen. "

      Um jene, welche sich in meinen langen Leben wirklich als FREUND bewährt haben, aufzuzählen, brauche ich NICHT die Finger beider Hände.

      Nicht mit GRIASS DI, nicht GUTEN TAG, und schon gar nicht mit GRÜSS GOTT begrüßen sich Sozialisten.

      In Herabwürdigung der, nach der wahren Liebe, vielleicht bedeutendsten und erhebendsten menschlichen Empfindung, BEGRÜSSEN SICH SOZIALISTEN MIT DEM WORT FREUNDSCHAFT.

      Freimaurer überschreiben Briefe an andere Mitglieder dieses " elitären " Männerbundes mit " GELIEBTER BRUDER ! "
      Wer je Liebe gefunden hat, hat auch erlebt welche Veränderungen seine Befindlichkeit dabei erfuhr. Und er kennt den Schmerz, wenn er sie verlor.

      Sozialisten und Freimaurer würdigen große menschliche Empfindungen zu oberflächlichen Grußformeln herab.
      Vermutlich sind Spindi und Faymann Freimaurer. DA KOMMT'S DOCH AUF DAS DUTZEN AUCH NICHT MEHR AN!


      Und Was sich der Bürger dabei denkt isi eh wurscht.

    • Specht (kein Partner)
      14. Mai 2014 08:07

      Die Vermutung von A.K. bezüglich Faymann und Spindelegger könnte stimmen und wird eigentlich fast nirgends als Problem gesehen. Warum eigentlich, warum wird das so vernachlässigt? Es ist ein Skandal und gegen die Demokratie wenn sich wie im Falle der geheimen Freimaurer ein hochpolitischer Club, der zwar von sich behauptet keine Politik( gemeint ist die Zugehörigkeit zu einer Partei ist wurscht,es zählt die freimaurische Sache) zu betreiben, aber Schattenregierungen bildet. Es ist Politik was unser Leben und unserere Werte betrifft, besonders wenn es hinter verschlossenen Türen einer durchorganisierten geheimen Gesellschaft konstruiert oder verhindert wird. In etlichen ihrer eigenen Statements und Schriften zeigen sie sich als Architekten, Brückenbauer und Träger der verschiedensten politischen Ziele und sind auch stolz was sie nicht schon alles erreicht haben. Nur die dummen Bürger geht es offensichtlich nichts an, die merken wie Juncker sagt die Auswirkungen erst, wenn alles schon auf Schiene ist. Das ist ein Skandal, der von Journalisten nicht wahr genommen wird, so zahlt jeder auf seine Weise Tribut. Der Kurz durch ausgewählte Berater und Journalisten durch Schweigen.

  10. Josef Maierhofer
    13. Mai 2014 10:55

    Ich weiß nicht, ob solche Berater wirklich so notwendig sind.

    Ich könnte ja die gleichen Berater genauso gut einfach als Bürger einladen und um ihre Meinung zu meinen Problemen und Fragen einholen.

    Ich muss das doch nicht gleich institutionalisieren und aus Steuergeld fette Honorare zahlen und noch dazu mit fetten, aufwendig administrierten Verträgen versehen.

    Oder gibt ein Herr Dr. Gusenbauer nur für Geld Antworten ?

    Ich sehe genau da eine enorme Verschwendung von Steuergeld.

    Ich sehe schon ein, wenn ich jemand um etwas frage, was demjenigen dann Arbeit verursacht, dann ist diese Arbeit, ich betone Arbeit und ihr Ergebnis, zu zahlen. Ich vermute aber hinter den Beraterverträgen Selbstbedienung, die ich immer anprangere.

    Österreich muss sich von dieser Selbstbedienungsmentalität lösen und nicht schauen 'was hineingeht' sondern schauen, ob man helfen kann und was herauskommt.

    Gehen wir doch endlich dazu über die Arbeit und ihr Ergebnis zu betonen und nicht das Geschäft (das Selbstbedienen).

    Klar wird das bei Herrn Kurz als ehrlichem Politiker sichtbar, ich möchte nicht wissen, wie es um die anderen Minister aussieht, da wird es nur so wimmeln von Beratern mit feudalen Verträgen und, wie der Bürger abschätzen kann, dürftigen Beratungsergebnissen, etwa Hypo Alpe Adria, ESM und anderes, etc., das waren doch alles 'Beratungsergebnisse, oder ?

    • brechstange
      13. Mai 2014 11:11

      Da geht es mE darum, Leute bei der Stange zu halten, die zu nörgeln beginnen.

    • Josef Maierhofer
      13. Mai 2014 12:12

      @ brechstange

      Das verstehe ich schon, sonst könnte ja unter Umständen ein unerwartetes und unter Umständen sogar wahres Ergebnis als Resultat herauskommen.

      Genau das halte ich für sehr selbstbedienungsanfällig und vor allem teuer, was man da derzeit üblicher weise tut.

      Strasser hat nur einen Fehler begangen, er hat sein Angebot den falschen Anbietern gemacht ...

  11. Wertkonservativer
    13. Mai 2014 09:07

    Geschmackssache!

    Nun, es ist inzwischen offensichtlich, dass der junge Herr Kurz nicht gerade zu den "Liebkindern" unseres Blogmasters zählt.
    Klar, der hat schon noch einige Eierschalen an seinem sonst einwandfreien Outfit kleben, doch hält sich der junge Mann - zumindest nach meiner Wahrnehmung (die hier nicht nur schwarz unterfüttert ist) - doch eigentlich recht gut in dem schwierigen Umfeld, in das er hineinkatapultiert wurde!

    Nochmals: da gibt's ärgere Nobodies in unserer derzeitigen Regierungsmannschaft!
    Aber da hat unser A.U. schon recht: schauen wir dem Herrn Kurz ruhig weiterhin auf die Finger!
    Seinen Zugriff auf Gusenbauer (der sicher einer der intelligentesten Roten der letzten Jahrzehnte ist) halte ich jedenfalls für keine schlechte Sache: Leute mit genügend "Hirnschmalz", ob nun rot, schwarz, blau oder andersfärbig, sind in unseren Führungsriegen eh' ziemlich selten!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      13. Mai 2014 09:24

      Verzeihung, Herr Michler, aber bei Gusenbauer und Hirnschmalz musste ich lächeln, weil Gusenbauer sein Hirnschmalz in einer Art und Weise einsetzt, dass eher Korruption befördert als Wohlfahrtsteigerung, außer seiner eigenen.

      Wollen Sie ein eindeutiges Beispiel haben?

    • Wertkonservativer
      13. Mai 2014 09:46

      Ich verstehe Sie schon auch, liebe @ brechstange,

      doch wenn man Ihren moralischen Standard auf die vielen "elder statesmen", die nach ihrer Politkarriere bis in die höchsten Amter sich dann als Lob

    • Wertkonservativer
      13. Mai 2014 09:54

      Meine Replik kam zu schnell und unkomplett "auf Sendung"!

      Ich wollte auf Ihre freundliche Replik, liebe @ brechstange, nur ergänzend ausführen, dass bei Beachtung Ihrer moralischen Anforderungen an ehemals verdiente Politiker, wohl mindestens 90% dieser "verdienstvollen" Leute als zumindest "Möchtegern-Korruptionisten" aus unserem freundlichen Gedenken auszuschließen wären!

    • brechstange
      13. Mai 2014 11:08

      So ist es, Herr Michler. Doch warum ist es so? Meine bescheidene Erklärung dazu ist, dass 90 % deshalb ausscheiden, weil sie skrupellos in Seilschaften andere auf ihrem Weg nach oben ausschalten. Das ist ähnlich der Tierwelt, nur dass Tiere nicht skrupellos sind, sonderen reine Überlebensinstinkte ausschlaggebend sind, während bei Menschen eben Eigenschaften wie Neid, Egoismus, Gier ua mitentscheidend sind.
      Daher bedarf es bei Menschen hoher Wertmaßstäbe, die eben auch bei Verstößen zu Konsequenzen führen müssen. Konsequenzen kann es aber nur geben, wenn einfache Reglements für alle nachvollziehbar und deren Verantwortungszuordnung klar sein muss. Bauernopfer in einem immer größer und unübersichtlichen Apparat sind nicht zielführend. Vielleich für die Mächtigen, aber sicher nicht für uns Bürger.

      Also arbeiten wir an diesen Wertmaßstäben, deren Verbesserung, deren Einfachheit und der Konsequenzen, die daraus entstehen.

    • Pumuckl
      13. Mai 2014 12:14

      @ Wertkonservativer @ brechstange

      Tue ich sehr selten, Sternderl auf diesem Weg!

      Für Herrn Michler: Der maßvolle Kommentar ohne ÖVP - Überschwang.
      Beide: Ein Disput nach meinem Geschmack !

      ******************

    • Wertkonservativer
      13. Mai 2014 15:37

      Danke für das Lob, werter @ Pumuckl!

      Fast ein kleiner "Adelsschlag" für mein hier vielgeprüftes Ego!
      Und die tapfere @ brechstange hat ja eigentlich auch nicht viel zu lachen!

      Nochmals Dank und liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • terbuan
      13. Mai 2014 19:45

      @Alle

      Jetzt bleiben wir doch einmal ganz sachlich:
      Ehemalige Politiker haben Netzwerke in alle Richtungen und sind daher sehr begehrt bei Unternehmen um diese Netzwerke zu ihrem Vorteil zu nutzen. Dass dabei immer wieder auch Korruption im Spiel ist, gehört zum dreckigem Geschäft.
      Darum wechseln auch immer wieder pensionierte Vorstandsvorsitzende in Aufsichtsräte, abgesehen davon, dass sie es mit ihrer Angetrauten vielfach zu Hause nicht aushalten! ;-)
      bG

  12. Nestor 1937
    13. Mai 2014 08:52

    Der Reihe nach werden bei Kurz vertreten

    durch Spera jüdisch-nationale Interessen
    durch Gürtler bürgerliche Interessen
    durch Gusenbauer sozialistische und internationale Wirtschaftsinteressen
    durch Ferrero-Waldner Draht zur EU in Brüssel
    durch Fischler Agrarinteressen
    durch Kapsch Industrieinteressen
    durch Mai-Pochtler amerikanische Wirtschaftsinteressen (Ostküste)

    Lauter Lobbyisten!

    Hab ich wen oder was vergessen?

  13. Interessierter Leser
    13. Mai 2014 08:25

    Unterberger und Sebastian Kurz sind ein eigenes Kapitel, wie wir schon zur Genüge erfahren haben.Dass Kurz sich auch die Meinung dieser Leute (bunt gemischt) anhört, bedeutet ja keinesfalls, dass er und das ganze Ministerium, brav das tun, was diese von sich geben. Zu bunt ist dieser Beraterstab, als dass je eine geschlossene Meinung artikuliert werden könnte. Kurz kann zuhören, wird ihm von Freund und Feind bestätigt. Und bis jetzt hat sich Kurz keine Blöße gegeben. Dinge die ihm Unterberger - gerade was die Ukraine betrifft - vorwirft, sehe ich und viele mit mir völlig anders. Das zeigt sich auch hier bei den Forumsbeiträgen. Und noch etwas: Jeder weiß, wer diese Personen sind und dass sie von Kurz angehört werden. Das alleine zeigt mir, dass A.U. mit seinen "Befürchtungen" falsch liegt. LOBBYISTEN arbeiten in der Regel ganz im Stillen, was hier nicht der Fall ist und sein kann.

    • Politicus1
      13. Mai 2014 08:52

      ich sehe das auch so.
      Besser die Etzesgeber öffentlich bekannt machen, als im dunklen Hinterzimmer auf nebulose Einflüsterer hören.
      Kurz hat sich ein ausgezeichnetes Team aus Beamten seines Ressorts zusammengestellt. Und er wird sich sehr wohl überlegen, wie sehr er die Ratschläge der externen Berater tatsächlich zu Herzen nimmt.

      Auch AU wird als hervorragender Tarockierer nicht jeden Tipp eines Kiebitz gleich zu seinem Spiel machen - oder?

  14. Markus Theiner
    13. Mai 2014 07:59

    Berater für Minister sollten eigentlich in den meisten Fällen überflüssig sein.

    Genau dafür gibt es ja eigentlich Lobbying. Jeder kann an den Minister Argumente herangtragen wieso seine Sicht der Dinge die einzig wahre ist. Dafür muss ich nicht bezahlen, die Leute wollen mir das ja unbedingt erzählen.

    Dass sie spezielle Interessen vertreten ist kein Problem, so lange ich die Argumente nicht ungeprüft übernehme. Viel lässt sich schon dadurch ausgleichen, dass man eben die Argumente der Gegen-Lobby auch anhört (und es gibt immer eine Gegen-Lobby, auch wenn die manchmal kleiner und leiser ist).

    Gut, aus der Fülle der Argumente muss man sich dann immer noch eine Meinung bilden. Also abwägen welche Argumente stimmen bzw. wie wichtig welche Faktoren tatsächlich sind. Auch schon nicht einfach, aber alles was man dafür braucht ist ein wenig Hausverstand, Logik und ein Ministerium voller Fachbeamten, denen man sagen kann was sie recherchieren und prüfen sollen.

    • brechstange
      13. Mai 2014 09:27

      **********!

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf, Herr Theiner.

  15. Helmut Oswald
    13. Mai 2014 07:58

    Dieser Aussenminister ist bemüht, aber sein politischer Werdegang (manche nennen es Sozialisation) wie auch seine bisherige - im übrigen in seiner Leistungsklasse gar nicht so schlechte Arbeit - schließen leider dennoch aus, daß das Land bekommt, was es braucht. Das Land braucht: ein aussen-, wirtschafts- und sicherheitspolitisches Bündnis - dessen Gegenstand die Wahrung der Interessen der Kern-Europäer/Nettozahler gegenüber raumfremden Mächten darstellt. Um dies denken und ins Werk setzen zu können, bedarf es Verstandestätigkeit gepaart mit Tatkraft. Was den Verstand betrifft, steht hier für den Aussenpolitiker im Vordergrund die Fähigkeit, Strategie zu machen. Neben der Liquidierung der Neutralitätslüge, neben der Entkoppelung von Denkmustern, die in den politischen Zentralen fremder Mächte geschaffen werden, die naturgemäß überwiegend bis ausschließlich daher auch den Interessen fremder Mächte dienlich sind, muß ein Aussenminister Mut und Stehvermögen besitzen um einer derartigen Konzeption Gestalt geben zu können. Sozialisiert in einer Pfründnerklasse von Politikern, deren stetes Gewinsel nichts anderes als Unterwerfungsgesten gegenüber äußeren Machtstrukturen signalisiert, gebremst von Sozialisten und Grünen die sich ihre Staatspresse zusammengekauft haben und die als Zwingvögte fremder Interessen, gefördert und gestützt aus dem Ausland dieses Land bis auf den letzten Tropfen Blut aussaugen um ihre wahnwitzigen und verderblichen gesellschaftlichen Experimente zu finanzieren kommt hier ein still-angepasster gut gekleideter politischer Frühkarrierist nicht an. Dazu fehlen ihm Begriffe von Macht und Selbstbehauptung - und das Studium der geopolitischen Literatur einer ganzen Generation, die zwei Weltkriege nicht bloß als Amboß durchlebt haben. Das von fremden Mächten geschaffene Reservat für unser Volk, das sich nach fremdem Willen Österreich zu nennen hat, wird er reibungslos verwalten. Durch Widersetzlichkeit genüber fremden Anmaßungen und Begehrlichkeiten gewiß nicht auffällig werden. Kurz wird funktionieren. Er gibt dieser öden Perpektive nur ein jugendliches Gesicht - eingreifen wird auch er nicht. Er kennt den Preis, spätestens seitdem Landeshauptleute betrunken verunfallt werden.

    • J.Scheiber (kein Partner)
      14. Mai 2014 07:33

      Helmut Oswald, ich habe leider noch nie verstanden, worin die immer wieder zitierte "Neutralitätslüge" besteht!

    • Helmut Oswald
      14. Mai 2014 21:07

      Die Neutralitätslüge besteht dain, daß mit dem Beitritt zur Union die sogenannten Petersberg Aufgaben in den Rechtsbestand Österreichs inkorporiert wurden - self executing. Sie machen die Neutralität obsolet. Und wenn sie in den letzten Tagen beobachtet haben, wurden mehrere große gepanzerte und mechanisierte Verbände mit abgedeckten Hoheitszeichen (völlig unnötig, weil leicht an sonstigen äußeren Merkmalen als amerikanische Truppen erkennbar) durch Österreich auf dem Schienenweg in den Osten verlegt.

      Wenn Ihnen diese beiden Hinweise nicht genügen, dann gerne an anderem Ort eine Debatte über die mittlerweile eingetretene Substanzlosigkeit des Begriffes, der durch die eingetretene 'normative Kraft des Faktischen' längst formell wie materiell überholt ist.

  16. Cotopaxi
    13. Mai 2014 07:37

    Was der Kurz da macht, das kann seine früherer Chefin schon lange:

    Migrationsrat, ua. mit Lendvai, Kiesbauer und Küberl

    http://www.bmi.gv.at/cms/bmi/_news/bmi.aspx?id=5458593070466150436C303D&page=9&view=1

  17. simplicissimus
    13. Mai 2014 07:22

    Ich habe Frau Antonella Mei-Pochtler einmal in einem Seminar erlebt.
    Ich würde mich nur höchst ungern von dieser Dame beraten lassen.
    Warum unbedingt der erfolglose Exkanzler Gusenbauer noch dazu von der SPÖ mit von der Partie ist, bleibt mir verborgen. Will Kurz damit sein Naheverhältnis zur SPÖ demonstrieren, Unvoreingenommenheit, oder ist Gusi wirklich so gut?
    Wenn man die beiden abzieht, was bleibt dann eigentlich noch über?

    • Pumuckl
      13. Mai 2014 11:18

      " . . . oder ist Gusi wirklich so gut? "

      Gusenbauer ist natürlich Sozialist und dadurch den Zielen des internationalen Sozialismus verpflichtet. Aber für einen Gusenbauer als Kanzler Gusenbauer wäre der eine oder andere aus dem SPÖ-Regierungsteam höchstens als Mitarbeiter wirklich brauchbar.

      Gusenbauer überragt die meisten von denen um 30 - 40 IQ-Punkte.

      Die SPÖ unter Faymann und die von Gusi nach der BAWAG- Katastrophe zu Recht aus dem aus dem Parlament verbannten Verantwortlichen aus dem ÖGB haben Gusi aus der Regierung gemobbt WEIL SIE DAMIT ÜBERFORDERT NACH IHREM BELIEBEN DAS HIRN AUSZUSCHALTEN !

      In einer beratenden Runde scheint mir Gusi von seinem Naturell her unfähig, Unsinn zu reden.

      Darum sehe ich Gusi, im Gegensatz etwa zum " Ferrero - Küsschen ", als Berater nützlich.


      P. S. Diese, manchem sicher kühn erscheinende Beurteilung, beruht auf zahlreichen, lange zurückliegenden privaten Begegnungen. Gusenbauer verhehlte nie Sozialist zu sein, aber in Gesprächen auf hohem Nivau ließ er auch niemals erkennen, daß dies dem Flug seiner Gedanken Grenzen setzte.

    • Pumuckl
      13. Mai 2014 11:55

      @ Pumuckl 11:18

      Etwas genauer: " . . Gusi aus der Regierung gemobbt, weil sie damit überfordert waren, nach BeliebenSEINHIRN AUSZUSCHALTEN! "

  18. terbuan
    13. Mai 2014 07:09

    Na ja, mit wem soll er denn sonst vernünftig reden bei seinem Koalitionspartner, mit dem Kanzlerdarsteller, dem Hundstorfer oder gar mit der HH?
    Die Auswahl ist ziemlich dünn!

  19. Gerhard Pascher
    13. Mai 2014 06:22

    Es stimmt, in jedem Ministerium gibt es eine Vielzahl an Fachleuten, welchen den politisch eingesetzten Minister - welcher ja meist ein Laie ist - beraten sollten. So auch im Außenministerium, wo Sebastian Kurz keinerlei Erfahrung mitbringt.
    Die Diplomaten im Ministerium sind aber bei dem Engagement von externen Beratern, Coaches usw. nicht böse, denn wenn die getroffenen Maßnahmen negativ enden (= "in die Hos'n gehen"), dann kann sich die Mannschaft plus Minister "abputzen" und alle Schuld diesen "Spezialisten" in die Schuhe schieben. Geld ist für solche Dienstleistungen scheinbar trotz eisernem Sparwillen immer wieder vorhanden.

  20. mischu
    13. Mai 2014 02:30

    Eine seltsame Entourage, die sich da der (zu?) junge Herr Außenminister als Berater zugelegt hat, von denen Nadelstreif-Sozi Gusenbauer, der ja auch dem Benko-Konzern sämtliche Wege zu den verantwortlichen Politikern für die Realisierung der nicht immer ganz korrekten Umbaupläne seiner Luxusimmobilien geebnet hat und der womöglich auch wertvoller Ätzesgeber für die vermögensschonende Abwicklung der Alpin-Pleite in Österreich war? ;-)

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1421717/AlpinePleite_Mutterkonzern-sichert-sich-Alpine-Energie

    Ist es der Unerfahrenheit des Herrn Kurz zuzuschreiben, daß er überhaupt diese erkleckliche Anzahl an Beratern benötigt, dann sollte er rasch dazulernen und angesichts der horrenden Staatsverschuldung dringend Steuermittel einsparen.

    Ist er zu dumm für das Ministeramt und braucht deshalb diese höchst verdächtige Ansammlung von Einflüsterern, dann wird es früher oder später ein böses Erwachen geben, welches dann aber keinen Unschuldigen trifft.

    Und abgesehen vom Schweigen der Jagdgesellschaft, wundert mich, daß die Partei bzw. der Parteiobmann das alles ohne Einspruch zur Kenntnis nimmt.
    Wofür steht die ÖVP eigentlich noch?





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