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FN 635: Die Nächsten müssen im bifie gehen

Statt die Schulen endlich in die Freiheit oder zumindest in Ruhe zu lassen, wird jetzt alljährlich das Führungsteam im Bifie ausgewechselt.

Nichts an den angeblichen oder wirklichen Pannen rund um die Zentralmatura geht über die bei der Reifeprüfung immer schon exzessive Nervosität hinaus. Aber seit es eine „Zentral“-Matura ist, wird all das zum nationalen Thema, was sich bisher ohne öffentliche Aufmerksamkeit in den Schulen abgespielt hat. Das Feuern angeblich Schuldiger ist medial und politisch opportun. Daher findet es regelmäßig statt. Wie geht’s jetzt weiter? Der Transfer aller Kompetenzen direkt in die Schulen wäre sicher am besten – wenn diese auch durch Aufnahmsprüfungen und durch Kündigung unfähiger Lehrer selbst für Qualität sorgen dürften. Aber es macht auch durchaus Sinn, Prüfungen wie die Matura zentral zu machen – freilich nur unter einer Voraussetzung: Dass voll transparent ist, wie eine Schule dabei abschneidet. Damit sich Eltern und Arbeitgeber orientieren können. Aber genau das wollen sie nicht: weder die Lehrer-Gewerkschaft noch das sozialistische Denken. Beide lieben das Mittelmaß. Da schießen sie lieber weiter ständig bifie-Leiter ab (statt dass die Gewerkschaft froh wäre, dass im bifie nicht mehr tägliches Gesamtschulgetrommel stattfindet).

 

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