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EU-Wahl: Viele Verlierer, wenige Gewinner

Das Ergebnis der österreichischen EU-Wahl kennt viele Verlierer, aber kaum Gewinner. Verlierer sind die Meinungsforscher, die ein Kopf-an-Kopf um Platz eins und vier prophezeit haben. Verlierer sind die Neos, die – trotz des Fehlens des Teams Stronach – nur auf acht Prozent kamen und weit weg vom vierten Platz liegen. Verlierer sind die Freiheitlichen, die wegen schwerer Eigenfehler weit weg vom behaupteten Mitspielen um Platz eins sind: Sie haben zwar dazugewonnen, liegen aber voraussichtlich bei oder unter 20 Prozent. Verloren haben erwartungsgemäß die vier Kleinparteien, die allesamt unbedeutend blieben (auch wenn die Austrittspartei dort einen Achtungserfolg erzielt hat). Der größte Verlierer aber ist das EU-Parlament: Auch wenn die genaue Beteiligung erst Montagabend feststehen wird, so ist doch jetzt schon klar, dass neuerlich weniger als beim letzten Mal zu den Wahlen gegangen sind, obwohl schon beim letzten Mal weitaus die Mehrheit daheim geblieben ist.

Der neuerliche Rückgang der Beteiligung in den meisten Ländern außer Deutschland (wo die Sozialdemokraten erstmals einen Deutschen als europaweiten Spitzenkandidaten hatten, weshalb sie ganz gut mobilisieren konnten, und wo die bürgerliche Rechte mit der "Alternative" eine neue, stark genutzte Möglichkeit auf ihrer Seite hatten) ändert aber nichts an den Kompetenzen des EU-Parlaments. Diese sind groß. Auch wenn die Europäer mit der Entwicklung dieser EU immer weniger anfangen.

Zu viele katastrophale Fehler sind da begangen worden. Zu oft hat Europa die eigenen Verpflichtungen und Festlegungen gebrochen. In Österreich, aber auch in vielen anderen Ländern ist ein Wahlkampf voller Phrasen und Nebensächlichkeiten gelaufen. Es gab kein einziges Thema, das wirklich emotionalisiert hätte. Ein Wahlkampf mit Spitzenkandidaten wie Karas, Freund, Vilimsky, Mlinar oder Stadler kann nicht die Menschen begeistern.

Zu den Gewinnern zählen sich aber dennoch fast alle. Die ÖVP, weil sie trotz schwerer Stimmverluste ganz eindeutig auf Platz eins geblieben ist. Die Freiheitlichen und die Grünen, weil sie deutlich dazugewonnen haben – und die Verluste beim letzten Mal elegant verschweigen. Vor allem die Freiheitlichen müssen verschweigen, dass sie schon (bei Nationalratswahlen wie auch bei Umfragen vor der EU-Wahl) den 30 Prozent näher waren als den 20 Prozent, die sie jetzt knapp verfehlen dürften. Sie haben im letzten Moment unter Druck von außen ihren eigenwilligen, aber in allen Diskussionen sehr versierten Kandidat Mölzer ausgewechselt. Sie haben sich ganz auf die Seite Russlands gestellt. Und sie hatten keinerlei internationales Konzept. Gerade das Nichtmehrantreten des – von der Krone unterstützten! – EU-Skeptikers Martin und das De-facto-Ende des BZÖ hätten sich bei den Freiheitlichen ganz anders zeigen müssen. Die Stimmen jener Gruppierungen, die einst Aufmerksamkeit errungen haben, jetzt aber nicht mehr relevant oder überhaupt angetreten sind, teilen sich aber auf Freiheitliche, Grüne und Neos auf.

Die Neos sind wohl nicht so schwach, wie jetzt ihre Spitzenkandidatin war. Aber man muss schon festhalten: Es ist nicht nur Frau Mlinar, sondern auch Parteichef Strolz: Der rhetorisch-inhaltsleere Schwung von Seminar-Rhetorikern hält halt nur eine Zeit, dann würde man sich doch Klarheit erwarten, wofür diese Partei eigentlich steht. Und diese Klarheit gibt es bei den Neos heute weniger denn je seit ihrer Gründung.

Amüsant sind die Sozialdemokraten: Denn beim letzten Mal haben sie das schwache Ergebnis mit dem Antreten des einst unter SPÖ-Flagge gesegelten Hans-Peter Martin begründet. Nun aber haben ihre Propagandisten die Stimmenprozente Martins (der ja nicht mehr kandidiert hatte) rhetorisch komplett den Freiheitlichen zugeschlagen, damit Ihre Stagnation auf niedrigem Niveau nicht so auffällt. Man wendet halt die Argumente, wie man sie braucht.

Fast alle Politiker wundern sich, dass immer mehr Wähler daheim bleiben. Denn unbestreitbare Tatsache ist: Vor allem die EU-Kritiker sind daheim geblieben. Sie fanden entweder keine Partei, kannten sich nicht aus oder wollten der EU als Ganzes ihre Ablehnung zeigen. Damit konnten jene zwei Kandidaten, die sich im EU-Parlament auf Grund ihrer bisherigen Tätigkeit eindeutig besser als die anderen auskennen, gute Ergebnisse erzielen: Das waren vor allem die Grünen mit Ulrike Lunacek, die zwar ein komplett linkes Programm vertritt, die sich aber zweifellos in den letzten Jahren in Europa exzellent eingearbeitet hat und die bei allem Diskussionen ihren Standpunkt sehr gut vertreten hat.

Und das war auf der anderen Seite Othmar Karas, der im EU-Parlament einen guten Namen hat. Diese beiden waren weit besser als die Skeptiker imstande zu vermitteln, dass sie wussten, welche Kompetenzen das EU-Parlament hat. Sie konnten also diejenigen, die überhaupt wählten, am besten mobilisieren.

Aber nochmals: Beide haben nur dadurch das vermeintliche Kopf-an-Kopf-Rennen (das Medien und Meinungsforscher prophezeit hatten) für sich entscheiden können, weil es vor allem auf bürgerlicher Seite keine brauchbare Alternative gab, weil Prozentsätze ja immer nur von den gültigen Stimmen berechnet worden sind. Während – auch – ihre Anteile bei der Gesamtzahl der Wahlberechtigten erschreckend niedrig sind.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 17:09

    Der Verdacht wird bald zur Gewißheit, daß durch demokratische Wahlen positive Veränderungen kaum mehr stattfinden können.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 18:31

    aus momentaner Sicht ist für mich das Bedauerlichste, der gewaltige Zugewinn der GrünInnen in Wien!
    Damit ist meine Befürchtung Realität: Wien ist nicht mehr meine Stadt.

    Und für die Wiener Wahl 2015 sehe ich jede Hoffnung schwinden - GrünRot werden das Wahlrecht so ändern, dass an ihrer Mandatsmehrheit nicht gerüttelt werden kann.

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 17:10

    Jedenfalls haben die Österreicher ohne Mut und daher ohne Überraschung gewählt!
    Das bedeutet weiter Stillstand im Land und wenn dieser Trend EU-weit anhält ebenso in der Europäischen Union. Schade!

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 22:25

    Es war eine reine Wonne, Raimund LÖW aus Brüssel zu erleben---man konnte meinen, er habe gerade ein GESPENST gesehen! Hat er auch, denke ich und ich weiß sogar, wie es heißt, nämlich MARINE LE PEN! ;-)
    Auch die Ergebnisse in Dänemark scheinen Herrn Löw zu irritieren. In anderen Ländern sind halt die Bürger mutiger als in Ö!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 20:38

    Was der ORF natürlich verschwiegen hat:

    Marine le Peine ist die Wahlsiegerin in Frankreich! Das macht Hoffnung!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 19:04

    Über welche Wahl diskutieren wir hier eigentlich?
    Der Autor schreibt: "Die FPÖ gehört zu den Verlierern, weil sie ihr Wahlziel nicht erreicht hat"?
    Sogar die "Presse" stellt in ihrem ersten Nachwahlbericht das vorläufige Ergebnis so dar:
    "Die ÖVP verteidigt ihren ersten Platz im EU-Parlament: Laut der aktuellen Hochrechnung zur Europa-Wahl verliert sie gegenüber dem Ergebnis 2009 nur leicht. Die SPÖ stagniert, der Abstand zur Volkspartei ist größer als von Meinungsforschern erwartet. Die FPÖ fährt den größten Zugewinn des Tages ein und dürfte ihre Mandatszahl verdoppeln".....
    http://diepresse.com/home/politik/euwahl/3811685/EUWahl_OVP-verteidigt-Platz-eins-FPO-und-Grune-legen-zu?_vl_backlink=/home/index.do

    Eine etwas mehr ausgewogene Berichterstattung hätte man sich schon erwartet, denn hohe Ergebnisse bei der Wahl erwartet sich wohl jede der angetretenen Parteien!

  7. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2014 20:50

    Unsere deutschen Nachbarn haben den Grünen vernünftigerweise keine Zuwächse beschert und die AfD ist im Parlament!

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europawahl-2014-wahlergebnis-grafik-eu-parlament-a-969224.html

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMarcus Aurelius
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Mai 2014 20:42

    Nur eine Notiz am Rande:

    Der neuerliche Rückgang der Beteiligung in den meisten Ländern außer Deutschland [...], wie Dr. Unterberger schreibt, wäre auch in Deutschland eingetreten. Doch in sieben oder gar acht von 15 Bundesländern wurden die fälligen Kommunal-, Landrats- und Bürgermeisterwahlen terminlich mit den Wahlen zum Europäischen Parlament verheiratet.
    Simples Rezept der EU-Wahlkosmetiker: Wer eh ins Wahllokal pilgert, um die ihn interessierende Lokalpolitik auf zwei Stimmzetteln zu beeinflussen, füllt auch noch den dritten aus — wegen dem allein er niemals vom Sofa aufgestanden wäre, weil er nur allzugut weiß, dass die zahnlosen EU-Parlamentarier nicht das Geringste an seinem Schicksal zu ändern vermögen.


alle Kommentare

  1. Stefan G (kein Partner)
    30. Mai 2014 00:19

    Sie bräuchten Sich nicht die Mühe geben und die "Hauptverlierer dieser EU - Wahl in Österreich" einzeln zu benennen - der Hauptverlierer sind Sie selbst. Kurz vor der Wahl veröffentlichten Sie den feigen Artikel "Der Wahltag ist mehr denn je ein Qualtag" und fielen einer Kleinpartei in den Rücken, die genau jene Werte vertreten hätte, die Sie und Ihre Mitstreiter in diesem Blog tagtäglich einfordern.
    Mit dem Argument der verlorenen Stimme nahmen Sie etlichen Unentschlossenen, die in Ihrem Tagebuch, dem "meistgelesensten Blog Österreichs", noch eine Entscheidungshilfe suchten, den Mut, ihre Stimme zu riskieren. Komisch - ich konnte z.B. kurz vor der Wahl noch sechs Personen ohne große Mühe mobilisieren.

    Mal schauen, ob das in Ihrem Sinne ist, was die von Ihnen so beschimpfte und zum Schluß doch gewählte ÖVP mit den Stimmen macht, die sie durch Sie dazugewonnen hat. Ironischerweise ist Ihr "neuer" Favorit Lukas Mandl ja nicht mit von der Partie. Stoff für Ihre Kommentare wird mehr als genug abfallen.

    Angeblich hoffen Sie auf das Engagement der Leser Ihres Blogs? Warum unterstützen Sie die daraus entstehenden Initiativen dann nicht? Wenn RR Prof. Reinhard Horner fragt, ob man sich durch "diese Argumentationen ohne Zukunft, ohne Zuversicht, mit Senf zu allem und jedem" wirklich durchquaelen müsse, so kann ich spätestens ab jetzt nur mein klares NEIN zur Antwort geben. Nein, es hat wirklich keinen Sinn! Ihre Haltung ist die eines Zynikers, es ist eine zukunftslose und defätistische Haltung. Und sie ist somit höchst entbehrlich, da kontraproduktiv. Wenn sie das nächste Mal einer Initiative in den Rücken fallen, nur weil sie klein und schwach anmutet, dann denken Sie doch an David und Goliath, an Finnland im Jahre 1944, u.vv.m. - ihre Rettung war und ist einzig in der Hoffnung begründet. Bedenken Sie auch den Wirkungskreis Ihrer eigenen Unternehmung im Verhältnis zum Gewicht der gleichgeschalteten Medien in Österreich.

    Auf Wiedersehen!

  2. T.F. (kein Partner)
    27. Mai 2014 16:31

    Deutschland hat eine Alternative. Österreich leider nicht.
    Der Grund scheint mir nicht so sehr daran zu liegen, dass an Leuten fehlt, die das Zeug hätten und sich zur Verfügung stellen würden, sondern dass es dafür an Wählern fehlt.
    Demokratie erfordert eben auch ein gewisses Niveau an Intelligenz und Informiertheit im Wahlvolk.
    Die fortschreitende Verblödung durch die Propagandamaschine hat hier schon flächendeckenden Schaden angerichtet.

  3. BHBlog (kein Partner)
    27. Mai 2014 14:22

    Leider Gottes hat die ukrainische Armee 50-100 seperatisten am Gewissen.
    http://de.ria.ru/politics/20140527/268600047.html
    jede wette im ORF bleibt das eine randnotitz.nur wenn putin was angelastet werden kann berichten "diese kokszieher"(sic! orf-beschwerde-video wegen gladiator auf youtube) Zivilisten starben auch. abgesehen von der fpö ist es eine Niederlage für den frieden in europa . sozis ,evp,grüne,alde manövrieren die EU
    als kriegsvehikel der USA

  4. Torres (kein Partner)
    27. Mai 2014 11:16

    Bemerkenswert Othmar Karas, der ja richtige Freudentänze aufgeführt und Freudentränen vergossen hat, obwohl er - eigentlich als einziger Spitzenkandidat - erhebliche Stimmenverluste erlitten und auch ein Mandat verloren hat; "Erster" ist er ja nur mehr aufgrund der Stimmenmehrheit - dafür kann er (bzw. die ÖVP) sich allerdings nichts kaufen; an Mandaten sind sie gleich mit der SPÖ. Da fühlte ich mich irgendwie im falschen Film, obwohl man es ja bei Wahlen aller Art gewöhnt ist, dass sich alle als Sieger fühlen (oder zumindest so tun, als ob). Karas (und mit ihm Spindelegger) hat aber da jedenfalls noch eines draufgelegt. Immerhin haben die Neos zugegeben, dass sie ihr Wahlziel nicht erreicht haben - aber die sind ja noch neu und kennen sich vielleicht mit der üblichen Terminologie der Parteien nach Wahlen noch nicht so gut aus.

  5. Marcus Aurelius (kein Partner)
    26. Mai 2014 20:42

    Nur eine Notiz am Rande:

    Der neuerliche Rückgang der Beteiligung in den meisten Ländern außer Deutschland [...], wie Dr. Unterberger schreibt, wäre auch in Deutschland eingetreten. Doch in sieben oder gar acht von 15 Bundesländern wurden die fälligen Kommunal-, Landrats- und Bürgermeisterwahlen terminlich mit den Wahlen zum Europäischen Parlament verheiratet.
    Simples Rezept der EU-Wahlkosmetiker: Wer eh ins Wahllokal pilgert, um die ihn interessierende Lokalpolitik auf zwei Stimmzetteln zu beeinflussen, füllt auch noch den dritten aus — wegen dem allein er niemals vom Sofa aufgestanden wäre, weil er nur allzugut weiß, dass die zahnlosen EU-Parlamentarier nicht das Geringste an seinem Schicksal zu ändern vermögen.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      26. Mai 2014 22:07

      Um meinen letzten Satz zu untermauern, füge ich einen knusprigen Broder hinzu:
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ueber_den_wolken_menschelt_es_maechtig

      P.S.: Ich hab' mich auch über Dr. Unterbergers Ansicht [...] ändert aber nichts an den Kompetenzen des EU-Parlaments. Diese sind groß reichlich gewundert. Wie kommt er darauf? Denn diese Kompetenzen beschränken sich auf hohles Blah-Blah in riesigen, maximal zu einem Viertel gefüllten Sälen, wo der Redner oder die Kampfemanze im Halbschlaf irgendwas abliest und der Rest längst entschlummert ist.

  6. haro
    26. Mai 2014 17:56

    Die Grünen und mit ihnen Frau Lunacek haben tunlichst vermieden ihre Ideologie bezüglich Familie, Zuwanderung ... zu propagieren statt dessen beschränkten sie sich auf Umweltthemen. Haben sie gelernt womit sie unbedarfte Wähler gewinnen können?

    Die Sozialisten glaubten tatsächlich, mit Wurst- und Life-Ball-Unterstützung noch zu punkten und einem ORF-Mann den sie als "unabhängig" präsentieren ließen (und das vom "unabhängigen" angeblich nicht unterstützenden ORF ...)

    Die Freiheitlichen haben trotz des Hinauswurfs des kompetenten EU-Politikers Mölzer und trotz der wie üblichen Mediengegnerschaft beachtlich dazu gewonnen (auch in Wien). Und sind damit die wahren Gewinner.

    Die NEOS werden so wie das LIF bald von der Bildfläche verschwinden.

    Die ÖVP hat sich wacker gehalten, wohl weniger wegen ihres Spitzenkandidaten sondern wegen ihres noch immer anhaltenden Image eine konservative EU-Partei zu sein und keinen unsäglichen Schulz zu unterstützen.

    Interessant wäre, wer die größten Gruppen der Nichtwähler waren (gehörten etwa Migranten dazu?) .

    Persönlich hoffe ich, dass die "Wertegemeinschaft" EU sich besinnt -und wenn sie schon über Werte entscheidet- sich der christlichen Werte des christlich geprägten Europa annimmt (da fehlt ein Stadler) , jedem Land seine Traditionen belässt und deren Staatsbürgern bessere demokratische Rechte (Beispiel Schweiz) zugesteht. Besser wäre es allerdings, die EU würde sich (wie einst) einzig und allein als wirtschaftliche Gemeinschaft positionieren.

  7. Le Monde
    26. Mai 2014 16:28

    Mei, was soll man noch sagen (außer darüber nachzudenken, das Land des Stillstands zu verlassen):

    Die Mehrheit der Wahlberechtigten bleibt daheim. Dieser Trend ist selbst bei Gemeinderatswahlen in den Städten nachzulesen: Innsbruck und Salzburg. Bei der Bürgermeisterstichwahl in Salzburg nahmen noch 30 Prozent (!!!) teil. Die Mandarinenkaste (Nomenklatura) profitiert in Wahrheit von der Absenz, weil es dadurch zu keinen größeren Umbrüchen mehr kommen kann.

    Jener Teil in Österreich hat halt wieder rot und schwarz (Sozialstaat) gewählt. Daher wird sich auch in diesem Land absehbar bis zum Staatsbankrott nichts ändern. Ich gebe nunmehr die Hoffnung auf und möchte anmerken:

    Höchste Arbeitslosigkeit seit 1945 (mit den 250.000, die nicht in der Statistik erfasst werden bereits 700.000); höchste Steuer- und Abgabenbelastung; höchste Staatsverschuldung; höchste Zuwanderung in den Sozialstaat. Bereits mehr als 2,2 Millionen Pensionisten, steigende Mindestsicherungsempfänger, ein ausuferndes Gesundheitssystem, das an seine Grenzen stößt. Immer weniger Nettozahler müssen immer mehr Nettoempfänger in der Hängematte finanzieren.

    Kein Wunder, dass Österreich die Besten schon längst ins Ausland verliert - aber wir machen ja eine sehr produktive Zuwanderung und die gleicht das dann alles wieder aus!

    Good luck dann noch in Österreich!

  8. Josef Maierhofer
    26. Mai 2014 15:39

    Aber den Volk sagen viele Verlierer, sie hätten gewonnen ...

  9. A.K.
    26. Mai 2014 11:15

    Für diese Wahlentscheidung war mir nur eines klar, nämlich, wen ich nicht wählen werde:
    Den SPÖ-Kandidaten Freund, die GrünIn Lunacek, die Neos sowie die übrigen Kleinparteien, weil es bei letzteren gleich einfacher wäre, gar nicht wählen zu gehen. SPÖ und die Grünen gehen mir am meisten gegen den Strich, die Neos halte ich für reine Opportunisten.
    Im Prinzip blieb mir also nur die Wahl zwischen ÖVP und der FPÖ. Die FPÖ will aber nur Wahlen gewinnen und Querulieren, aber nicht regieren, wie sie nach der vergangenen Nationalratswahl gezeigt hat. So blieb mir nur bei ÖVP oder Karas oder bei beiden mein Kreutz zu setzen. Ich entschied mich für das Kreutz bei ÖVP weil dies den Rot-Grünen mehr schadet. Keinen der ÖVP-Kandidaten habe ich mit Kreutz versehen, da ich sie bisher kaum oder nicht in meinem Sinn wirkend wahrgenommen habe. Jedenfalls habe ich nicht motiviert gewählt.

    • Kruzifixnoamol (kein Partner)
      26. Mai 2014 19:05

      Ein KreuZ hätte auch genügt.

    • A.K.
      28. Mai 2014 13:03

      @Kruzficnoamol (kein Partner)
      Sie haben völlig recht: KreuZ in meinem Text ist richtig und hätte auch bei der Wahl genügt. - "Ja das Schreiben und das Lesen ...".

  10. Freak77
    25. Mai 2014 23:17

    Aus der Sicht eines herzhaften Konservativen muss man anmerken, dass heute eine Kandidatin von einer Partei, die hier im Unterberger-Blog fast noch nie gelobt wurde einen bemerkenswerten Erfolg heimbrachte:

    Die persönlich sympathisch wirkende Frau Lunacek erreichte mit ihren Grünen 15,1% und wird mit zwei österr. Kollegen im EU-Parlament sitzen.

    Mit anderen Worten: Ein großer persönlicher Erfolg von Frau Lunacek, der es u.a. gelang die Neos in die Schranken zu weisen.

    Ich bin auch der Meinung dass die meisten Ideen von Frau Lunacek für die Vater-Mutter-Kinder-Familien und gesellschaftspolitisch eine Katastrophe sind. Und dass ihr Programm auch nicht als liberal oder freiheitsliebend bezeichnet werden kann.

    Dennoch: Frau Lunacek hat heute, Sonntag, 25.5.2014 vielleicht den größten Triumph in ihrer persönlichen politischen Karriere gehabt. Und das muss man auch als überzeugter christlich-wertkonservativer Liberaler anerkennen und gratulieren.

    Die österreichische Politikerin Lunacek wird uns noch lange in der Politik begleiten, ob man das als Wertkonservativer mag oder nicht.

    • Wyatt
      26. Mai 2014 06:36

      Ein persönlicher Erfolg?
      .....wohl eher das Ergebnis der jugendlichen Wähler, um die 16, aus der heilen grünen Pädagogen Beeinflussung.

      Einen persönlichen Erfolg sehe ich bei Mme. Le Pen, trotz permanenter medialer Gegenpropaganda.

    • Cotopaxi
      26. Mai 2014 07:50

      Und vermutlich spielt auch der Hype um Conchita Wurst eine Rolle, in dessen Windschatten die Grünen segeln.

    • Politicus1
      26. Mai 2014 09:07

      Die GrünInnen haben bekanntlich ein Wählerreservoir von um die 15% - und diese Stimmen hätte vermutlich jeder grüne Kandidat als Spitzenmann/frau erreicht.
      Ich gebe aber gerne zu, dass Frau L. in den TV-Diskussionen gut agiert hat (sachlich, angenehme Stimme - und vor allem OHNE das sonst verpflichtende grüne Leiberl).

      Unerklärlich ist mir der hohe Grünanteil, z.B. in Wien-Währing und Wien-Landstraße.
      Frage an alle und besonders an A.U.:
      Sind vielleicht die in Wahlsprengeln abgegeben Wahlkarten automatisch in diesen Sprengeln gezählt worden - weil es ja nur EINEN österr. Wahlkreis gab?
      Dann könnten z.B. auswärtige Studenten sich daheim eine Wahlkarte besorgt haben und damit in Wiener Bezirken gewählt haben - überwiegend grün ...
      ???

    • A.K.
      26. Mai 2014 11:29

      @Freak77
      Ihre Begeisterung bezüglich Frau Lunacek kann ich nicht teilen. Allerdings schreibt auch "Die Presse"-Online ähnlich. Da Sie sich als "überzeugter christlich-wertkonservativer Liberaler " bezeichnen, wundere ich mich darüber, daß Sie díe Lebensentwürfe, die die Grünen propagieren - z.B.Homosexuellen Ehe mit Adoption und Radikalfeminismus, einzig gemessen am Maßstab von "Political Correctness" Sie nicht stören.

    • Freak77
      26. Mai 2014 12:15

      @ A.K.

      Da muss ich Ihnen aber sagen, dass Sie meinen Beitrag nicht genau gelesen haben, nur so kann ich Ihr Mißverständnis erklären. Daher bitte nochmals lesen.

      Nur zur Hilfe:

      1) Ich bin nicht von Fr. Lunacek "begeistert", ganz & gar nicht. Aber ich schrieb das was war, nämlich dass sie e. großen persönlichen Erfolg hatte. Warum da die Augen verschließen?

      2) In meinem 4. Absatz schrieb ich klar dass ich d. meisten ihrer (Lunacek's) Ideen für e. Katastrophe halte.

    • Wyatt
      26. Mai 2014 12:36

      Als echter Grünfreak
      freut man sich natürlich über seine Kandidatin wie auch über Katastrophen, weil sie ja vorwiegend andere treffen, und es über den geistigen Horizont eines Grünen geht, das der "Ast" oder Strom, der da "abgesägt" wird, man auch selber sitzt.

    • A.K.
      26. Mai 2014 12:39

      @Freak77:
      Zu Ihrem (Zitat)
      ´"...2) In meinem 4. Absatz schrieb ich klar dass ich d. meisten ihrer (Lunacek's) Ideen für e. Katastrophe halte.":
      Das habe ich natürlich gelesen. Aber gerade mit dieser Trennung bei Ihnen zwischen der sehr ansprechenden "Verpackung einer Botschaft" und dem "Inhalt einer Botschaft" habe ich so meine Schwierigkeiten. Was doch zählt ist, daß auch Sie "... die meisten ihrer (Lunacek's) Ideen für e. Katastrophe halten." . Ein Präsentationsgenie liefert zwar eine gute "Verpackung", was bleibt ist, aber der Inhalt. Wenn ich z.B "Die Presse"-Online betreffend Lunacek heute anschaue, ist ist es auch dort der Fall. Ich glaube, wir sind vom Werbefernsehen bereits so auf den ersten Eindruck eines Produktes konditioniert und wenn dieser scheinbar sehr gut ist, glauben wir stillschweigend, das Produkt sei selbstverständlich auch gut.

  11. mischu
    25. Mai 2014 22:38

    Ein schwacher Trost, aber immerhin konnte Schulz verhindert werden!

    http://orf.at/#/stories/2231473/

  12. Undine
    25. Mai 2014 22:25

    Es war eine reine Wonne, Raimund LÖW aus Brüssel zu erleben---man konnte meinen, er habe gerade ein GESPENST gesehen! Hat er auch, denke ich und ich weiß sogar, wie es heißt, nämlich MARINE LE PEN! ;-)
    Auch die Ergebnisse in Dänemark scheinen Herrn Löw zu irritieren. In anderen Ländern sind halt die Bürger mutiger als in Ö!

    • Freak77
      25. Mai 2014 23:28

      Um es jetzt einmal ehrlich aus meiner Sicht zu sagen (ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube):

      Diese Frau Le Pen IST ein Gespenst!

      Diese Frau hält möglicherweise die EU für eine "Konstruktion des Bösen an sich". Oder vielleicht für einen "verlängerter Arm der USA" und der "amerikanischen Ostküste" und solchen Sachen.

      Auf alle Fälle ist es jetzt hoch an der Zeit dass diese Le Pen all ihre Ideen & klipp & klar in aller Öffentlichkeit auf den Tisch legt. Was will diese Frau wirklich? Die EU in die Luft sprengen oder was?


      Von dem was mir bisher bekannt ist, möchte ich mit dieser Le Pen nichts zu tun haben!

    • Wyatt
      26. Mai 2014 06:26

      was will diese Frau eigentlich?
      Eine Politik "von Franzosen, für Franzosen, mit Franzosen."!!!!!!!

  13. Politicus1
    25. Mai 2014 21:12

    für die Wiener Wahl 2015 ...
    Aus heutiger Sicht und nach Betrachtung der Wiener Bezirksergebnisse kann ich der FP und der ÖVP nur vorschlagen, ein gemeinsames Wahlbündnis zu vereinbaren, mit dem Ziel, eine GrünRote Mehrheit in Wien endlich zu verhindern.
    Das erlaubt den Wahlkampf gemeinsam zu straffen, Kosten sparen und vielleicht doch noch mit einer gemeinsamen Liste als relativ stärkste Bewegung den einen und anderen Bezirksvorsteher zu retten (BV wird in Wien automatisch ein Kandidat der im Bezirk stärksten Partei).

    • Riese35
      25. Mai 2014 21:29

      Wollen Sie die FPÖ in den Untergang schicken? Die ÖVP hat einen beträchtlichen Teil der uns abgeknöpften Steuergelder zur Förderung des Life Balls zusammen mit dem bekannten Plakat ausgegeben.

  14. mischu
    25. Mai 2014 20:50

    Unsere deutschen Nachbarn haben den Grünen vernünftigerweise keine Zuwächse beschert und die AfD ist im Parlament!

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europawahl-2014-wahlergebnis-grafik-eu-parlament-a-969224.html

  15. terbuan
    25. Mai 2014 20:38

    Was der ORF natürlich verschwiegen hat:

    Marine le Peine ist die Wahlsiegerin in Frankreich! Das macht Hoffnung!

  16. kakadu
    25. Mai 2014 20:35

    Resümee aus diesem österreichischen Wahlergebnis:

    Wien verlassen und nicht mehr wählen gehen!

  17. Gandalf
    25. Mai 2014 20:34

    In der Komödie "Dr. med. Hiob Prätorius" von Curt Goetz forscht der Protagonist nach der Mikrobe der menschlichen Dummheit. Er bleibt erfolglos - und meint selbst schliesslich humorvoll-resignativ, dass er halt vielleicht bloss zu dumm sei, sie zu entdecken. So ähnlich geht es mir angesichts des heutigen Wahlergebnisses der Grünen, insbesondere und vor allem in Wien; hier hat offenbar diese, leider immer noch nicht erforschte, Mikrobe kräftig zugeschlagen. Aber; vielleicht verstehe ich den unerklärlichen Erfolg der Grünen eben einfach nicht...weil ich zu dumm bin?!

  18. Politicus1
    25. Mai 2014 20:26

    Riese 35 hat die Zuwanderungspolitik in Wien in Bezug auf den besorgniserregenden GrünInnenwahlerfolg in Wien angesprochen.
    Neun von 23 Bezirken in der Hand der RadlfahrerInnen und Homos!
    Darunter so "bürgerliche" Bezirke wie die Landstraße und Währing(!) ...

    Also, da sehe ich nicht die extürkischen und exjugoslawischen Stimmen dafür verantwortlich.
    Wäre nicht eine Wähleranalyse interessant, wie gerade in Wien Leute mit Migrationshintergrund gewählt haben?
    Ich wage die Behauptung, dass diese einen Großteil der Nichtwähler ausmachen.
    Ebenso wage ich die Behauptung, dass wir eine derartige Wahlnachlese nie zu Gesicht bekommen werden ...

    • Riese35
      25. Mai 2014 21:18

      Was Sie ansprechen, war ja nur eine von mehreren Vermutungen. In diesen "bürgerlichen" Schichten darf man die Wirkung des Verhaltens kirchlicher Organisationen zusammen mit den neuen Themen im Schulunterricht und den Universitäten nicht unterschätzen.

  19. Gerhard Pascher
    25. Mai 2014 19:35

    Die Überschrift zu diesem Beitrag könnte auch lauten:
    Viele Gewinner, wenig Verlierer".
    Es verhält sich eben wie beim halbvollen bzw. halbleeren Wasserglas, was jeder Betrachter - wie AU - anders interpretieren kann.
    Eine Schande ist allemal die niedrige Wahlbeteiligung in allen Staaten Europas. Ob da nicht die EU-Kommission und das EU-Parlament daran Schuld sind, dass die Mehrheit der Stimmberechtigten am Ausgang der Wahl desinteressiert sind bzw. sich sagen: Die Gewinner werden ja doch nichts ändern.

    Spannend wird es auf jeden Fall, ob Junker nun - neben dem EU-Parlament - auch von allen Regierungschefs als Kommissionspräsident gewählt wird, oder nach längerer Verhandlung ein Kompromisskandidat aus dem Hut gezaubert werden muss.

  20. terbuan
    25. Mai 2014 19:04

    Über welche Wahl diskutieren wir hier eigentlich?
    Der Autor schreibt: "Die FPÖ gehört zu den Verlierern, weil sie ihr Wahlziel nicht erreicht hat"?
    Sogar die "Presse" stellt in ihrem ersten Nachwahlbericht das vorläufige Ergebnis so dar:
    "Die ÖVP verteidigt ihren ersten Platz im EU-Parlament: Laut der aktuellen Hochrechnung zur Europa-Wahl verliert sie gegenüber dem Ergebnis 2009 nur leicht. Die SPÖ stagniert, der Abstand zur Volkspartei ist größer als von Meinungsforschern erwartet. Die FPÖ fährt den größten Zugewinn des Tages ein und dürfte ihre Mandatszahl verdoppeln".....
    http://diepresse.com/home/politik/euwahl/3811685/EUWahl_OVP-verteidigt-Platz-eins-FPO-und-Grune-legen-zu?_vl_backlink=/home/index.do

    Eine etwas mehr ausgewogene Berichterstattung hätte man sich schon erwartet, denn hohe Ergebnisse bei der Wahl erwartet sich wohl jede der angetretenen Parteien!

  21. Anton Volpini
    25. Mai 2014 18:57

    Egal wie die Wahl heute ausgegangen ist, sie werden den korrupten Schulz zum nächsten Kommissionspräsidenten machen, uns eine lange Nase zeigen, und darauf bauen, daß wir bis zur nächsten Wahl all das wieder vergessen haben.

  22. Karl Knaller
    25. Mai 2014 18:39

    Vor zwei Tagen überlegte ich:

    "Jetzt bin ich nur neugierig, ob uns der Blogmaster dann auch mitteilt, wofür er sich in der Wahlzelle entschieden hat, oder ob das unter das Wahlgeheimnis fällt. Ich vermute halt stark, daß ihm die Andeutung einer möglichen Stimmabgabe für die FPÖ angesichts der unter den Bloggern & -innen grassierenden FPÖ-Neigung angezeigt erscheint - sozusagen als Placebo - und würde jede Wette eingehen, daß seine Wahl wieder auf die ÖVP fallen wird. Schon damit ihm der Herr Michler als treuester Adorant erhalten bleibt. -"

    ... mit dem Wahlgeheimnis behielt ich also Recht. Kann mir bitte jemand aus dem Kreis der Blogger oder -innen (nein Herr Michler, Sie nicht, Sie sind parteiisch!) mit fundierten Vermutungen über die Entscheidung unseres A.U. in der Wahlzelle weiterhelfen? Und ob ich meine Wette gewonnen hätte?

    • Riese35
      25. Mai 2014 19:01

      Was AU wirklich gewählt hat, ist seine Sache. Ich möchte darüber nicht spekulieren.

      In seinem Kommentar findet sich aber eine interessante Aussage:

      "Das waren vor allem die Grünen mit Ulrike Lunacek, die ...
      Und das war auf der anderen Seite Othmar Karas, der ...
      Sie konnten also diejenigen, die überhaupt wählten, am besten mobilisieren.

      Aber nochmals: Beide haben ... entscheiden können, WEIL ES VOR ALLEM AUF BÜRGERLICHER SEITE KEINE BRAUCHBARE ALTERNATIVE GAB, weil ..."

  23. Politicus1
    25. Mai 2014 18:31

    aus momentaner Sicht ist für mich das Bedauerlichste, der gewaltige Zugewinn der GrünInnen in Wien!
    Damit ist meine Befürchtung Realität: Wien ist nicht mehr meine Stadt.

    Und für die Wiener Wahl 2015 sehe ich jede Hoffnung schwinden - GrünRot werden das Wahlrecht so ändern, dass an ihrer Mandatsmehrheit nicht gerüttelt werden kann.

    • Cotopaxi
      25. Mai 2014 18:49

      Ich frage mich auch, woher die Gewinne für die Grünen kommen, sind das alles Stimmen der deutschen linksversifften Gratis-Studenten in Wien?

    • Riese35
      25. Mai 2014 19:46

      @Cotopaxi: Mich wundert es nicht sehr. Ich weiß es zwar nicht, habe aber sehr naheliegende Vermutungen:

      a) Wählen mit 16 und Einfluß der Schulen. Auch dank Gehrers Grundsteinlegung sowie der Homo-, Gender- und Quotenpolitik, die Richtschnur im Lehrplan quer über alle Fächer ist, ist die Kultur- und Schulpolitik fast komplett rot-grün-links. In Wien wird das mit offenen Armen ümgesetzt.

      b) Zuwanderungspolitik: Während andere Länder hauptsächlich wissenschaftliche und in der Wirtschaft benötigte Schlüsselkräfte aufnehmen, geht es Wien um Stimmbürger, die mittels geeigneter "Sozialpolitik" angekirrt werden.

      c) Verhalten kirchlicher Organisationen wie der Caritas und eines Toni Faber mit seiner Stelzen-Bier-Liturgie, die ein grünes "Kulturbiotop" schaffen.

    • Undine
      25. Mai 2014 20:11

      @Riese35

      Die giftgrüne Saat geht auf und das ist wirklich bestürzend!

    • Haider
      26. Mai 2014 23:25

      Die Wahlrechtsänderung in Wien haben Rotz/Grün ja bereits angedroht/paktiert. Einzige Bedingung für die SPÖ ist bisher, daß ihr unverdienter Bonus nicht zu sehr beschnitten werden darf. Dies ändert jedoch nichts an der Naturkatastrophe GRÜN. Wieviel Mist muß man eigentlich bauen, bis Wählern die Augen aufgehen? Der Glaube an demokratische Werte wird einem leider nicht immer wirklich leicht gemacht.

  24. Inger
    25. Mai 2014 18:19

    Kopf an Kopf sind bei mir ÖVP und SPÖ immer nur darin, sich als Sieger dazustellen obwohl sie bei sinkender Wahlbeteiligung auch immer weniger Stimmen haben. Erster und Zweiter zu bleiben ist ja ganz nett, aber Sieger ist man deswegen doch noch lange nicht. Sieger ist meiner Meinung nach der, der am meisten Stimmen zugelegt hat, egal, welche Partei, so objektiv könnte man schon sein, auch wenn es nicht den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht.
    Und zum Wahlkampf ist noch anzumerken, dass dass in meinen Augen eher ein Wahlkrampf war, wobei mir das Wort Kampf sowieso nicht gefällt, das ist von vorneherein negativ und eigentlich sollte man eine Wahl doch positiv sehen! Wir dürfen wählen, allein diese Tatsache sollte eine positive Grundstimmung erzeugen, auch wenn man mit den Parteien so sein "Gwirxt" hat, aber wählen zu dürfen ist
    allein schon wichtig. Dass diesem Wahlrecht immer weniger Bedeutung beigemessen wird - bei allen Wahlen - ist mehr als bedauerlich.

    • Haider
      26. Mai 2014 23:18

      Also ich habe nichts gegen das Wort "Kampf". Z.B.: "Er versuchte tapfer gegen seinen Krebs anzukämpfen."
      Ich habe auch prinzipiell nichts dagegen, wenn jemand gegen Übervorteilung kämpft, gegen Dummheit, für Meinungsfreiheit, für das Wohl seiner Familie usw. etc.

  25. Dr. Dieter Zakel MA
    25. Mai 2014 18:09

    Wer wählt stimmt zu.
    Das oberste Prinzip der demokratischen Wahl ist, dass die stimmenstärkste Partei gewinnt und daher ein politisches Amt ausüben bzw. regieren soll.
    Eine sogenannte ungültige Stimme drückt sinngemäß folgendes aus: "Ich bin im Grunde damit einverstanden, dass die stimmenstärkste Partei regieren soll. Unter den diesmal zur Wahl stehenden Möglichkeiten finde ich aber niemanden, der mich repräsentiert, und das drücke ich durch die Abgabe meines ungültigen Stimmzettels aus. Es möge und wird dennoch die stimmenstärkste Partei regieren.".
    Wer wählt stimmt auch dem Wahlergebnis zu - und zwar auch dann wenn es vielleicht nicht das Ergebnis ist, dass der Einzelne sich vielleicht erhofft hätte. Das ist die Essenz der demokratischen Wahl: es wäre ja völlig absurd, dem Wettbewerb vor der Wahl zuzustimmen, aber im Falle eines unerwünschten Ergebnisses im Nachhinein abzulehnen, ja sogar "ungültig" zu erklären. Nun ist so ein Verhalten keineswegs unbekannt, aber es wird ganz zu Recht als undemokratisch bezeichnet.
    Nein - mit der Teilnahme an der Wahl hat man den Regeln ausdrücklich zugestimmt, das durch die Wahl zustande gekommene Ergebnis anzuerkennen.
    Eine ungültige Stimme mag eine gewisse Unzufriedenheit symbolisieren; für manche mag dies bereits "Widerstand" oder gar ein "revolutionärer Akt" sein. Ich kann nur dazu einladen, die Argumentation zu durchdenken und sich die tatsächlichen Konsequenzen bewusst zu machen:
    Wer wählt stimmt zu.

  26. Wertkonservativer
    25. Mai 2014 17:38

    Nun, ich sage nur folgendes:
    "Totgesagte leben länger"!

    Die Schmählawinen, die auf die Volkspartei und Karas hier heruntergelassen wurden, haben nicht den erwünschten Erfolg gebracht.
    Ganz wichtig: die EU-Befürworterparteien haben sich durchgesetzt; die Freiheitlichen als einzige Anti-EU-Partei haben zwar zugelegt, doch wird ihr das weder im EU-Parlament, noch in der heimischen Politiklandschaft recht viel bringen!

    Als hier fast einziger deklarierter Pro-EU-Blogger freue ich mich über das Ergebnis!!
    Die Europäische Union ist für eine gute Zukunft Europas unverzichtbar, einfach unverzichtbar!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      25. Mai 2014 18:48

      Mir ist voll bewusst, dass nun ein veritabler Halbsternderl-Regen auf mich niederprasselt und prasseln wird.
      Aber ich bin ja Häme durchaus gewöhnt, daher regen mich ablehnende Repliken schon lange nicht mehr auf!
      Wie gesagt: ich freue mich über den Wahlausgang!
      (Das wird man ja noch dürfen, oder?)

  27. mischu
    25. Mai 2014 17:10

    Jedenfalls haben die Österreicher ohne Mut und daher ohne Überraschung gewählt!
    Das bedeutet weiter Stillstand im Land und wenn dieser Trend EU-weit anhält ebenso in der Europäischen Union. Schade!

  28. simplicissimus
    25. Mai 2014 17:09

    Der Verdacht wird bald zur Gewißheit, daß durch demokratische Wahlen positive Veränderungen kaum mehr stattfinden können.

    • Undine
      25. Mai 2014 18:06

      @simplicissimus

      Was soll's! Wenn's drauf ankommt, verlieren die Österreicher den Mut. Nun geht's halt weiter im alten Trott. Aber daß die Freiheitlichen ordentlich zugelegt haben, freut mich dennoch von Herzen!

    • Brigitte Imb
      25. Mai 2014 18:45

      Mein Mann meinte auch soeben nicht mehr wählen zu wollen. Ist doch echt für die Katz, od. den Hugo, od. sagen wir für den Othmar, den Eugen usw......
      Echt pfui. Und noch grauslicher ist der Zugewinn der GrünInnen.

      Was soll´s? Schließen wir uns dem "WK" an und genießen wir unser Leben.

      Ich grüße Euch aus den sonnigen Süden.

    • Lieber Augustin
      25. Mai 2014 19:08

      Die FPÖ hat doch keine Chance, etwas positiv zu verändern, solange sich ihr ein so formidabler Gegner wie der *.* entgegenstemmt!

      Und sie sollte nicht versuchen, ihn zu überzeugen. Er würde ihr nur, ungerührt, bestens ausgesuchte Lyrik an den Kopf schleudern.

    • Anton Volpini
      25. Mai 2014 19:15

      Ja richtig simplicissimus, Veränderung bedeutet für die Mehrheit der Wähler eben Veränderung ihrer Verhaltensweisen, und das wollen sich die Leute halt nicht vorstellen. Darauf bauen die Machthaber, deshalb fühlen sie sich auch so sicher.

      In der Geschichte der Menschheit hat immer nur ein äußerer Feind für Veränderung gesorgt. Dazwischen war Brot und Spiele.

    • Wertkonservativer
      25. Mai 2014 20:07

      Sie überschätzen mich, @ Lieber Augustin!

      Als alter Wertkonservativer erlaube ich mir halt, meine eigene Meinung zu haben, diese auch offen auszusprechen, und hin und wieder ein Gedichtl vorzulegen, um damit die oft grotten-pessimistischen Blogger-Kommentare ein wenig aufzuhellen!





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