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Die Exkommunikation

Dass sich die Plattform „Wir sind Kirche“ zunehmend außerhalb der katholischen Kirche gestellt hat, war seit langem klar. Dass jetzt ausgerechnet unter Papst Franziskus und unter dem als eher links geltenden Innsbrucker Bischof die Vorsitzende dieser Plattform nun sogar exkommuniziert worden ist, überrascht aber einigermaßen.

Ob man nun in- oder außerhalb der Kirche steht: Es ist jetzt klar gemacht, dass die römisch-katholische Kirche ihre Grundsätze auch unter diesem Papst ernst nimmt. Und sie hat wohl nur deshalb 2000 Jahre überlebt, weil sie das tut. Und immer ihren eigenen Weg geht.

Dass nun Messen ohne Priester den Grund der Exkommunikation bilden, ist freilich nicht ganz unoriginell, denn mit dem Problem der priesterlosen Gemeinschaften wird sich die Kirche zunehmend befassen müssen. Wie kann eine Gemeinde auch ohne Priester überleben? Frau Heizer hat freilich mit der Durchführung von Privatmessen ohne Priester eine – nun, sagen wir: sehr subjektive Antwort auf dieses Dilemma gegeben. Und jedenfalls hat die Pädagogin ständig die Provokation gesucht.

Was sie durch den Vergleich ihrer Exkommunikation mit dem Kindesmissbrauch sofort wieder getan hat. Es hat jedoch erstens das eine mit dem anderen nichts zu tun. Zweitens liegt der Unterschied halt darin, dass missbrauchende Menschen oft Änderung geloben, auch wenn ihnen das häufig nicht gelingt. (Oder dass sie wie grüne Kindesmissbraucher sogar die Gesetze ändern wollen. Aber das ist ein anderes Thema). Änderungsgelübde machen jedenfalls für die Kirche einen substantiellen Unterschied. Die es eben von Heizer nicht gibt; sie bejubelt ja sich und ihre Privatmessen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2014 14:14

    Die Kirche hat hier trotz aller Priester-Nachwuchsprobleme ein wichtiges und richtiges Zeichen gesetzt.
    Die "Vereinsstatuten" sind klar und daher auch die Folgen von Verstößen dagegen.

    Mit dem Kindesmißbrauchsvergleich kann sich das Ehepaar einer breiten Berichterstattung in unseren linksgestrickten Medien - allen voran in unserem rot-grünen Staatsfunk - sicher sein = sehr durchsichtig!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2014 22:15

    Gar nicht schwer O.T. sondern ganz aktuell. die Diskussion mit den Kandidaten für die EU-Wahl auf ORF2.
    Auf eine Frage zu einer für die SPÖ unangenehmen Entscheidung seiner Fraktion im EU-Parlament antwortete Herr Eugen Freund: "DA WAR ICH NICHT DABEI!"
    Das war der Sager des Abends, solche Politiker braucht das Land!

  3. Ausgezeichneter KommentatorEco
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2014 14:43

    Ich kenne Frau Heizer nicht, jedoch " Wir sind Kirche ".
    Die Exkommunikation ist schon deshalb zurecht erfolgt, da " Wir sind Kirche " ein
    Gesamtschaden für die röm. kath. Kirche ist. Man hätte - zumal man diese Abtrünnigen " nicht verbieten kann - gegen sämtliche Mitglieder dieser unseligen
    Bewegung die Exkommunikation aussprechen müssen.
    Was echt verwunderlich ist, dass sich der so tolerante Papst des Themas angenommen hat.
    Nicht vergessen werden darf, dass sich ein nicht unerheblicher Teil des Kirchenvolkes mit dem 2. Vat.Konzil nicht abgefundenhat, auch ich nicht.
    Die Kirchenobrigen sollten sich eher des Verstosses gegen die öffentliche Sittlichkeit ( Life Plakat ) annehmen. Dieses Thema sollten von den Kanzeln
    ( pardon, sind abgeschafft ) in den Kirchen bekämpft werden. Aber dazu fehlt der Mut. Die Krche in Österreich überlässt dies eher der FPÖ.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Kashofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2014 23:17

    Schon der Name "Wir sind Kirche"
    ist eine Anmaßung und zeugt von unglaublicher Präpotenz.

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2014 15:23

    Klare Sache:

    wer im Dienste einer Gemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit macht, hat dies in Einklang mit deren Grundsätzen und Vorschriften zu tun!
    Andernfalls muss man halt die möglichen Disziplinarfolgen nach wissentlich getanem "sidestep" in Kauf nehmen!
    So einfach ist das!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Mai 2014 03:18

    Ich wünsche mir seit langem, daß die Kirche bezüglich Abtreibung ebenso handeln sollte.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAmbra
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Mai 2014 12:29

    Ich bin begeistert und glücklich, daß die Kirche hier endlich einmal ein klares Zeichen setzt ! Vielleicht könnte man auch gegen das Life Ball Plakat klarer auftreten als bisher ? Wäre wünschenswert.
    Es geht hier nicht um das Lesen einer Messe, sondern vor allem um die Eucharistie, die inkludiert wurde.
    Frau Heizer und ihre Umgebung könnten sich nützlich machen, indem sie Wort-Gottesdienste feiern, wie es am Land immer häufiger geschieht. Dies wäre ein Dienst an der Kirche.
    Was Frau Heizer anrichtet, ist Schaden an der Kirche und MUSS raschest abgestellt werden. Vielleicht gründet sie nun eine Sekte ? Das würde in das Bild passen.

    Und der ORF springt wie immer begeistert auf und wundert sich, daß Papst Franziskus diese Exkommunikation zuläßt .... der ORF wird sich noch oft über diesen Papst wundern, der sicher nicht die Wünsche des ORF und von Leuten wie Heizer erfüllen wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Mai 2014 17:05

    Das interessiert in Wirklichkeit eh keine S..., mit Ausnahme von einer, dem ORF.
    Dort lässt man sich natürlich keine Gelegenheit entgehen, der katholischen Kirche ans Bein zu pinkeln - obwohl man ansonsten für Eucharistie, Hostien und Co. zweifellos nur Verachtung übrig hat.
    Kurz gesagt: Das exkommunizierte Ehepaar Heizer ist für den ORF das, was Lenin als "nützliche Idioten" bezeichnet hat.


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  1. Religiöser Geistheiler (kein Partner)
    26. Mai 2014 09:44

    Das Beten ist sinnlos. Es muss eine neue Religiosität gemäß Rudolf Steiner und C. G. Jung geben.

  2. Tik Tak (kein Partner)
    25. Mai 2014 14:08

    Irgendwo in der Bibel steht ein "Wort Gottes" mit dem Inhalt " Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen".

    Also hat die Frau nur den Worten ihres Gottes Folge geleistet und ihn herbeigerufen.

    Damit hat sie halt dann auch irgendeine Regel des amtierenden Bodenpersonals gebrochen und wurde aus dem Bodenverein ausgestoßen.

    So what?

    Gibt es jetzt jedesmal einen Artikel wenn ein Schrebergärtner aus seinem Schrebergartenverein ausgestoßen wird weil er die "falschen" Bäume gepflanzt hat?

  3. Ein wichtiger Pfarrgemeinderat (kein Partner)
    24. Mai 2014 20:15

    Wann wird endlich Helmut Schüller exkommuniziert?

  4. Dr. Endre Attila Bárdossy (kein Partner)
    24. Mai 2014 15:42

    Nur halbherzige Katholiken wurden durch diese Exkommunikation überrascht.
    Die anderen wussten, dass es endlich einmal so kommen muss.

    Eine straffere Führung aus Rom ist durchaus wünschenswert, sonst würden wir zerfallen, wie die zahlreichen protestantischen Sekten in der Bedeutungslosigkeit.

  5. Hegelianer (kein Partner)
    24. Mai 2014 10:23

    Ich bin gewiß kein Feind der römisch-katholischen Kirche. Zwei Bemerkungen allerdings:

    1) Ist es kirchenrechtlich korrekt, von einer "Selbst-Exkommunikation" zu sprechen? Oder folgt dies einer üblichen Logik der Rechtfertigung und Verschleierung von Gewalt, zu suggerieren, nicht "wir" haben die Heizers exkommuniziert, sondern diese sich selbst?

    2) Auch "privat" hat hier eine andere Bedeutung als üblich: Was wäre, wenn die Heizers (ohne Priester) eine öffentlich zugängliche Eucharistiefeier veranstalten? Das Delikt wäre wohl dennoch gesetzt. Umgekehrt, gibt es Messen mit Priester, die nur einem ganz engen Personenkreis offenstehen, z.B. in Privatkapellen Adeliger.

    • Specht (kein Partner)
      24. Mai 2014 12:31

      Im Katholischen Katehismus sind die genauen Definitionen nachzulesen. Jeder kann sich automatisch selber exkommunizieren wenn er in einer gravierenden Sache, die der Kirche Schaden zufügt Taten setzt. So sind Freimaurer auch noch immer exkommuniziert, auch wenn das explizit nicht mehr erwähnt wird, sondern allgemein zusammengefasst wurde.

  6. panzerechse (kein Partner)
    23. Mai 2014 22:15

    Diese bescheuerte "ReligionslehrerIN" sollte sich ein einziges Mal vor Augen halten, dass sie die WANDLUNG NIEMALS vollziehen DARF!!! Sie darf - wenn sie als Diakon - dazu ausersehen ist, die konsekrierte Hostie - die ein Priester irgendwo bereitgestellt hat - "verteilen""...!!!

    Wenn diese esoterische Tussi dieses Gebot missachtet... dann hält sie eine satanische Messe ab!!!

    Ich frage mich, warum der heilig gesprochene, polnische Papst diesen Frevel nicht schon länsgst erkannt und abgestellt hat!

    PriesterINNNEN, die so etwas tun, werden als VERFÜHRER schlimmer bestraft, als ihre "Anhänger",, Der Teufel wartet auf sie... TIROL, ich fürchte, du wirst in der Hölle braten!

    • panzerechse (kein Partner)
      24. Mai 2014 17:01

      Kapierts ihr nicht, das dieser VOLLTRAMPEL "Satansmessen" abgehalten hat??? Persönlich ist mir das WURSCHT!!! Wenn ihr Vollkoffer da TOLLERANT seid... dann landet Ihr im Höllenfeuer!!!

      Oder muss ich mich da an Satre halten, der vor der "Entsorgung" von Andre Gid sich einen Schabernack leistete... Indem er "Parterzetteln" in Umlauf brachte - mit der Unterschrift von Andre Gide - : ES GIBT KEINE HÖLLE.

  7. heartofstone (kein Partner)
    23. Mai 2014 19:22

    Warum wechselt die Gute nicht zu den Evangelischen? Dort dürfen auch Frauen die "Sakramente" spenden und "Priester" spielen ... sie darf sogar ohne Todesdrohung ihre Religion wechseln ... anders als bei den Mohammedanern ...

    • haro
      26. Mai 2014 13:45

      Frage ich mich auch. Sie könnte bei den Evangelischen feministisch kämpfen für eine Erlaubnis der Muttergottesverehrung.

  8. Waldkauz (kein Partner)
    23. Mai 2014 17:21

    Allmacht oder „Souveränität“ Gottes und „Volkssouveränität“, der Eckpfeiler jeder Demokratie, schließen einander aus, kein Kunstgriff kann darüber hinwegtäuschen. Die Kirche selbst, nach einer sententia certa der Theologie societas perfecta oder „ideale Gesellschaft“, hat dementsprechend auch keine demokratische, sondern eine strikt hierarchische Verfassung.

    Die Laien haben alles, „was die geistlichen Hirten als Lehrer des Glaubens erklären oder als Leiter der Kirche bestimmen, im Bewußtsein ihrer eigenen Verantwortung in christlichem Gehorsam zu befolgen“ (Codex Juris Canonici, § 212).

    An den Grundzügen dieser „idealen“ Verfassung kann keine Konzilsversammlung und erst recht kein „Kirchenvolks-begehren“ auch nur das geringste ändern, denn sie beruhen nicht auf menschlichem, sondern auf göttlichem Recht, dem „Recht des Herrn“.

    Er allein, und nicht das Volk, ist der „Souverän“, auf den alle Gewalt und Ordnung der Kirche und des Kirchenvolks zurückgehen.

    Mit dem unabänderlichen und unüberholbaren Pauluswort, demzufolge „alle Gewalt (= Autorität) von Gott ausgeht“ (Röm 13, 1), ist der demokratische Anspruch, daß „alles Recht und alle Gewalt vom Volk ausgehen“, von der Kirche naturgemäß zurückzuweisen.

    Wenn jemand natürlich nicht bemerkt, in welcher Gemeinschaft er sich befindet,
    sollte er schnell einen Arzt aufsuchen. Danach kann er dann seine eigene Kirche gründen.

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. Mai 2014 17:52

      Im übrigen entsprechen solche Forderungen (wie die von Heizer) den Forderungen einer ganz besonderen Religion.

      Die der Kirche zugewiesene Schuld am Holocaust wird kaum noch zurückgewiesen. und mit „Vergebungsbitten“ beantwortet. Kirche, Bibel, Evangelisten und Apostel gelten heute ganz allgemein als „antisemitisch“. Seit fast zweitausend Jahren hätten sie die geistigen und emotionalen Voraussetzungen für den Holocaust geschaffen (Daniel Jonah Goldhagen: Die Katholische Kirche und der Holocaust. Eine Untersuchung über Schuld und Sühne, Berlin 2002).

      Goldhagen fordert von der Katholischen Kirche

      die Auflösung des Vatikanstaates („der letzte Gottesstaat in Europa“),
      die Eliminierung oder Neutralisierung von 450 antisemitischen Stellen des Bibeltexts durch eine ökumenische Weltversammlung,
      die Demokratisierung der autoritären und hierarchischen Strukturen der Kirche,
      Verzicht auf das Unfehlbarkeitsdogma,
      die Aufgabe ihrer imperialistischen Ambitionen (Zusammenführung der Völker unter der Herrschaft des Christkönigs),
      Anerkennung des Glaubenspluralismus (Gleichwertigkeit aller religiösen Glaubensbekenntnisse),
      Verzicht auf Heilsexklusivität, Zölibat und Diskriminierung von Frauen bei der Priesterweihe,
      Denkmäler für die jüdischen Opfer des kirchlichen Antisemitismus,
      politische Unterstützung für den Staat Israel,
      eine päpstliche Enzyklika über die Sünden der Kirche bei der Behandlung der Juden und über das künftiges Verhältnis der Kirche zum Judentum,
      Umerziehung der Gläubigen weg vom Antisemitismus – eine Kampagne, welche die Kirche „ins Zentrum ihrer Mission rücken“ und der sie „höchste Priorität einräumen“ müsse (S. 326).

      Christliche Laienbewegungen haben sich diesen Forderungen zum guten Teil angeschlossen. Blödheit kennt wohl wirklich keine Grenzen!

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. Mai 2014 18:00

      Die protestantische Religionsgemeinschaft versucht ihnen weitestgehend und bis zur Selbstverleugnung zu entsprechen. In der Römisch-Katholischen Kirche erfolgte mit dem gerade von deutschen Kirchenfürsten stark vertretenen Verzicht auf Judenmission implizit die Anerkennung zweier Heilswege, so als sei „Gott ein Bigamist“, wie Robert Spaemann kritisch bemerkte („FAZ“, 26. August 2010). Der unaufhebbare, fundamentale Bruch zwischen Christentum und Judentum wird kaum noch thematisiert oder wenn, dann sogleich unter Antisemitismusverdacht gestellt.

      Die Auseinandersetzung über die Neuformulierung der Karfreitagsbitte „pro conversione Iudaeorum“ durch Benedikt XVI. spricht Bände. Robert Menasse regte bereits an, die kirchlichen Äußerungen einem Verfahren nach dem Wiederbetätigungsverbotsgesetz“ zu unterziehen („Die Presse“, Spectrum, 24. September 2007). Bald könnte es soweit sein. Schließlich steht die Kirche gegen vieles auf, was den politisch Korrekten gut und teuer ist: Brechung von Tabus, Auflösung der Moral, Nichtunterscheidung von Gut und Böse, von Sünde und Tugend, Menschenrecht der Frau auf Kindestötung, obrigkeitliche Bevölkerungskontrolle und Kontrazeptionspropaganda, embryonale Stammzellenforschung, künstliche Befruchtung, Gender Mainstreaming, Feminismus, Homosexualität, gleichgeschlechtliche „Ehe“, Pornographie, Sexualunterricht ab dem Kindergarten, freier Sexualverkehr und Partnerwechsel, Ehebruch, Scheidung, Euthanasie, religionsfreier Unterricht, Verbannung der Kirche aus dem öffentlichen Raum, Trennung von Staat und Kirche, von Religion und Politik und ähnliches mehr.

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. Mai 2014 18:10

      Der jüdische Geist der Revolution hat sich in Aufklärung und Moderne weitgehend durchgesetzt. Der Glaube, ein Mensch wie jener Jesus von Nazareth, Sohn eines Zimmermanns, könne, wie es im Glaubensbekenntnis heißt, „wahrer Gott vom wahren Gott“ sein, wird schon von Baruch Spinoza als „absurd“ bezeichnet. Was orthodoxe Juden davon halten, ist jetzt bei dem Judaisten aus Princeton, Peter Schäfer, nachzulesen (Jesus im Talmud, Mohr-Siebeck, Tübingen 2007). In Lessings „Nathan der Weise“, einer Hommage für seinen Freund Moses Mendelssohn, wird jeder Hochreligion gleich gültiger Wahrheitsgehalt zuerkannt und damit der Relativismus nobilitiert. Für Feuerbach ist „Gott ein Geschöpf des Menschen“, und nicht der Mensch ein Geschöpf Gottes. Bei Marx ist jede Religion „Opium des Volks“, mit dem es ruhiggesellt wird um die Ausbeutung durch die herrschenden Klassen zu ertragen. Sigmund Freud bezeichnet Religion als eine Krankheit, die er als Neurose diagnostiziert. Die Naturwissenschaft hat den Schöpfergott durch die Evolution ersetzt. Begriffe wie „Allmacht“, „Dreifaltigkeit“, „Transsubstantiation“, „unbefleckte Empfängnis“, „Auferstehung von den Toten“ oder „ewiges Leben“ sind aufgeklärten Geistern kaum noch zumut- und vermittelbar. Das Dreistadiengesetz von Auguste Comte mit der Zuweisung der Religion an ein primitives, frühkindliches, vorwissenschaftliches Stadium der Menschheit hat seine Wirkung auf die Halbbildung der Massen nicht verfehlt.

      Der Abschied vom Christentum hat für Europa fatale Konsequenzen. Es wird zur Beute des Antichrist und seine Zivilisation zum Opfer der „creative destruction“. Vielleicht nicht gerade durch Massenvernichtungswaffen, sondern, weit nachhaltiger, durch die Aggressivität eines atheistischen Humanismus, der heute hinter der Maske des Ökologen, Pazifisten und Ökumenikers sich verbirgt (Kardinal Giacomo Biffi, Vatikan-Fastenexerzitien 2007). Europa, das Christus verläßt, stirbt, notierte 1871 Dostojewskij in sein Tagebuch. Es stirbt nicht an Geburtenschwäche oder Ethnomorphose. Beides sind nur Symptome. Europa stirbt an der mit seinem Glaubensverlust verbundenen Fellachisierung.

    • eulerich (kein Partner)
      23. Mai 2014 22:15

      ontopic-offtopic-etcetcetcetcetc - sind sie das?

    • Waldkauz (kein Partner)
      24. Mai 2014 07:20

      @ melchiblabla

      Bevor ich so bekloppt werde wie Du, erschiesst mich hoffentlich jemand.

    • melchitsedischek sen. (kein Partner)
      25. Mai 2014 22:14

      @ melchiseditschek jun.

      Selten soooo viel Schwachsinn gelesen wie bei diesem junior, wirklich wahr. Und er hört nicht auf mit dem Fantasieren. Einfach krank.

  9. Segestes (kein Partner)
    23. Mai 2014 17:05

    Das interessiert in Wirklichkeit eh keine S..., mit Ausnahme von einer, dem ORF.
    Dort lässt man sich natürlich keine Gelegenheit entgehen, der katholischen Kirche ans Bein zu pinkeln - obwohl man ansonsten für Eucharistie, Hostien und Co. zweifellos nur Verachtung übrig hat.
    Kurz gesagt: Das exkommunizierte Ehepaar Heizer ist für den ORF das, was Lenin als "nützliche Idioten" bezeichnet hat.

  10. Gennadi (kein Partner)
    23. Mai 2014 16:17

    Kirchen sind wie ein Verein. Wenn man damit nicht einverstanden ist, kann man gehen. Sektierer sind eben nirgends gern gesehen. Warum nicht auch der nicht-katholische Freikirchler Schüller entfernt worden ist, bleibt offen.

    Aber eine kleine Korrektur ist angebracht. Die katholische Kirche gibt es bei weitem nicht schon seit 2000 Jahren. Dazu fehlen mindestens ein paar Jahrhunderte.

    • cmh (kein Partner)
      23. Mai 2014 17:38

      Ich liebe solche aufklärigen Sager über alles. Selbstverständlich gönne ich jedem, der einen solchen Sager tut das wohlige Gefühl, schlauer zu sein als alle seine Vorfahren. Nur das kann niemandem über eine einzige Schwierigkeit existenzieller Art hinweghelfen.

  11. Isabella (kein Partner)
    23. Mai 2014 16:12

    Autsch!!!
    Petersburger Wirtschaftsforum eröffnet
    Das 18. Internationale Wirtschaftsforum ist in der nördlichen Hauptstadt Russlands eröffnet worden. Diese Zusammenkunft der Business-Elite wird drei Tage dauern und am 24. Mai zu Ende gehen. Am ersten Arbeitstag des Forums wurden mehrere Verträge unterzeichnet.
    Die Aufrufe des US-Außenministeriums, die Petersburger Begegnungen zu boykottieren, zeigten keine besondere Wirkung. Auf der Teilnehmerliste fehlen allerdings die Namen der Chefs von Goldman Sachs und Morgan Stanley, auch die Namen von Dutzenden Topmanagern westlicher Unternehmen. Dennoch werde laut dem russischen Vizewirtschaftsminister Sergej Beljakow die Diskussion im Rahmen des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums sogar lebhafter und aktueller sein als in den Jahren zuvor. Auch habe die Qualität der Programme des Forums wegen der Absage so mancher Firmenchefs aus dem Ausland keineswegs gelitten. In St. Petersburg sind zur Teilnahme am Forum Chefs von fast 150 Großunternehmen der Welt, von 450 russischen Firmen sowie 109 offizielle Delegationen aus 62 Staaten eingetroffen.
    Das Kernthema ist die Vertrauensfestigung in der Epoche der Umwandlungen. Es klingt hochaktuell vor dem Hintergrund der von westlichen Ländern wegen der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen. Umso mehr, wo diese Sanktionen keine besondere Wirkung zeigen würden, sagte in seiner Rede beim Forum der russische Finanzminister Anton Siluanow:
    „Die Situation am Devisenmarkt hat sich bedeutend verbessert, der Rubel ist erstarkt. Der Kapitalabfluss, den wir vor gewisser Zeit beobachtet haben, verlangsamt sich. Unter den Bedingungen einer stabilen Währung, der Maßnahmen zur Reduzierung der Inflation, die die Zentralbank und die Regierung ergreifen, gibt es keinerlei Anlass, von einer Änderung der Kredit- und Geldpolitik zu sprechen. Übrigens ...
    weiter:
    http://german.ruvr.ru/2014_05_22/Das-Petersburger-Forum-Der-erste-Tag-7167/

  12. Aron Sperber (kein Partner)
    23. Mai 2014 15:00

    Linke Gewalt soll laut Häupl beschwichtigt werden, indem man rechte Demonstrationen verbietet:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/05/23/verbot-gegen-rechts-wegen-gewalt-von-links/

    Die Identitären stehen sicher nicht weiter rechts als die FPÖ, mit welcher Häupls SPÖ immer wieder Regierungskoalitionen geschlossen hatte.

    Dass sie gegen die Behauptung, gegen das Verbotsgesetz zu verstoßen, mit einer Verleumdungsklage reagieren wollen, ist nachvollziehbar.

    Die zuerst angemeldete rechte Demonstration wurde von der Polizei mehrfach umgeleitet, um nicht den linken Platzherren in die Quere zu kommen.

    Wie notwendig der Polizeischutz für die rechten Demonstranten war, stellten die Linken bei ihrer Gewaltorgie gegen die Polizei unter Beweis.

    Weil die Polizei die friedlichen Demonstranten vor den linken Gewalttätern geschützt hat, muss sie sich auch noch “Verbrüderung” vorhalten lassen.

    • Isabella (kein Partner)
      23. Mai 2014 16:20

      Aron Sperber

      Ja, es ist nicht zu fassen, die zeigen jetzt ihre wahre Fratze und es wird ihnen immer schwerer gemacht die Lügen zu verbergen - sie müssen sich jetzt mehr und mehr "offenbaren" .... und das ist gut so. Je mehr sie sich in die Ecke gedrängt fühlen, desto mehr machen sie Fehler! Es fühlt sich so an, als würde man sich einen Krimi ansehen, wo die Detectiv's immer darauf warten, dass der Verbrecher einen Fehler macht, je mehr man ihm auf die Pelle rückt.
      Die Mauern bröckeln gewaltig ......... das ist toll. Das gilt im Übrigen für alle die Verrat begehen. Mir tun zwar die vielen Beamten und Abhängigen leid, weil sie sicher leiden. Aber irgendwann wird auch für diese der Leidensdruck zu groß!! Und ich denke, dass das Maß bald erreicht ist. Der Krug ist gebrochen, mal sehen wie lange er noch dicht hält!

    • Isabella (kein Partner)
      23. Mai 2014 16:47

      Das ist so ein gutes Beispiel .... "großes Grins" Man kann ahnen welche Personen es bei uns wohl sind???
      Schreiben bis zum Untergang: Die düstere Zukunft der »Qualitätsmedien«
      Udo Ulfkotte
      In einer Marktwirtschaft kann auf Dauer nur Qualität überleben. Alles andere muss subventioniert werden – oder sterben. Und jene Medien, welche keine Qualität, sondern nur noch politischen Einheitsbrei liefern, werden die Kunden wohl aussterben lassen.
      Kennen Sie Klaus-Dieter Frankenberger? Der Mann ist bei der einstmals renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Politik verantwortlich. Ein Journalist sollte ausgewogen und neutral berichten können. Schaut man sich den offiziellen Lebenslauf des Mannes an, dann erfährt man einen Teil des Beziehungsgeflechts, welches hinter ihm steht. Er ist oder war nach Angaben von Wikipedia
      Mitglied der Trilateralen Kommission, Beirat der Atlantischen Initiative, der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, dem Institut für Europäische Politik, dem American Council on Germany, der Transatlantic Academy, einer Initiative des German Marshall Fund der USA, der ZEIT-Stiftung von Ebelin und Gerd Bucerius, der Robert Bosch Stiftung und der Lynde and Harry Bradley Foundation. Die Akademie wird unterstützt vom Transatlantischen Programm der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, [durch] das European Recovery Program (ERP) des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie, außerdem von der Compagnia di San Paolo und von der Joachim Herz Stiftung.
      weiterlesen ....
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/schreiben-bis-zum-untergang-die-duestere-zukunft-der-qualitaetsmedien-.html

  13. Zundl (kein Partner)
    23. Mai 2014 14:57

    Herr Unterberger,

    Frau Heizer hat nicht eine "Messe ohne Priester" zelebriert (das geht gar nicht), sondern sie hat Messfeiern simuliert und damit den Glauben der Kirche in einer anstosserregenden Weise angegriffen.

    Als katholischer Journalist sollten Sie den Unterschied kennen.

    Die Exkommunikation ist bedauerlich; kein Seelsorger tut so etwas gern. Aber in diesem Fall war es leider wirklich notwendig. Hoffen wir, dass diese arme Verwirrte sich noch bekehrt.

    • Gennadi (kein Partner)
      23. Mai 2014 16:19

      Zu was bekehrt? Sie hat ihren eigenen Glauben.
      Heutzutage kann ja jeder zum Kultusamt gehen und sagen, ich will Rechtsstatus als Bekenntnisgemeinschaft, weil ich an irgendwas oder nichts glaube.

    • Rau
      23. Mai 2014 17:26

      Zu etwas bekennt, wäre besser formuliert - immerhin heisst es römisch katholisches Bekenntnis! Da liegt auch der Hase im Pfeffer bei der ganzen Diskussion um den Verein. Ich lese da nur Forderungen, wofür tritt denn diese Splittergruppe ein.

      Was ist es wozu man in dem was die Kirche vertritt nicht ja sagen kann. Sinds die Gebote, der Wert der Toleranz, den auch die Kirche predigt, Ablehnung von Krieg usw. Wozu bekenne ich mich, sollte ich der Plattform beitreten.

      Es wird nur gefordert, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Die Kirche kann sich gegen Zeitgeistidiotien wenigstens noch wehren. Religion ist keine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Kirche hat feste unwandelbare Werte zu vertreten!

  14. Isabella (kein Partner)
    23. Mai 2014 14:34

    Kommunalwahl in Großbritannien Triumph für britische Anti-Europa-Partei

    Die Partei des populistischen EU-Kritikers Nigel Farage hat bei der Kommunalwahl in England fast 100 neue Sitze hinzugewonnen. Die regierenden Tories stürzten ab. Das lässt auch eine Schlappe bei der Europawahl vermuten.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/europawahl/indiz-fuer-europawahl-anti-eu-partei-ukip-legt-bei-englische-kommunalwahl-deutlich-zu-12954193.html

    • Rau
      23. Mai 2014 18:15

      Wenn so ein Bericht mal endlich ohne diese Worthülse "Populist" auskäme.

    • Isabella (kein Partner)
      23. Mai 2014 20:57

      Rau
      Populismus - lat. Populis = Mensch

      Ein Populist ist jemand der die Meinung des Volkes wiedergibt.

    • Rau
      24. Mai 2014 00:08

      Naja wir wissen beide wies gemeint ist - eher im Sinne von:

      Quot licet Iovi non licet bovi - wobei uns die Rolle des Rindes zugedacht ist, über das sie sich jovial erheben, also jene Politiker, die selber meinen die Weisheit gepachtet zu haben, und unsereins nur zu blöd ist ihnen zu folgen.

      Hatte lang genug Latein, aber trotzdem danke ;)

    • Isabella (kein Partner)
      24. Mai 2014 10:52

      @Rau

      Sg. Rau, ich wollte sie auf keinen Fall belehren, sondern nur den Begriff zurechtrücken und in Erinnerung rufen.
      Die meisten Menschen betrachten dieses Wort negativ, weil es uns so suggeriert wurde und das betrifft sehr viele Worte, deren Begrifflichkeiten ins Gegenteil verkehrt wurde.
      So sagte man früher: "der Mensch hat das Herz am rechten Fleck" und das war ein Kompliment, eine Tugend. Warum sagte man nicht "am linken Fleck"?
      Warum war die Bedeutung des Wortes "link" früher eher negativ besetzt (linker Agent, falsch, unehrlich usw.) und heute ist alles Linke das Gute!!!
      Ja so manipuliert man über die Sprache!

  15. Florin
    23. Mai 2014 13:14

    Und so liest sich das in der Zusammenfassung der Nachrichten - ZIB 2 tvthek :

    "Weil sie gegen Zwangs-Zölibat und für die Gleichberechtigung der Frauen ist, bestraft der Papst Martha Heizer utimativ. Wenn Pfarrer Kinder missbrauchen, ist die Kirche barmherziger- sie werden nicht exkommuniziert, sondern meist nur versetzt."

    Inklusive exklusiver Beistrichregeln;)

  16. Ambra
    23. Mai 2014 12:29

    Ich bin begeistert und glücklich, daß die Kirche hier endlich einmal ein klares Zeichen setzt ! Vielleicht könnte man auch gegen das Life Ball Plakat klarer auftreten als bisher ? Wäre wünschenswert.
    Es geht hier nicht um das Lesen einer Messe, sondern vor allem um die Eucharistie, die inkludiert wurde.
    Frau Heizer und ihre Umgebung könnten sich nützlich machen, indem sie Wort-Gottesdienste feiern, wie es am Land immer häufiger geschieht. Dies wäre ein Dienst an der Kirche.
    Was Frau Heizer anrichtet, ist Schaden an der Kirche und MUSS raschest abgestellt werden. Vielleicht gründet sie nun eine Sekte ? Das würde in das Bild passen.

    Und der ORF springt wie immer begeistert auf und wundert sich, daß Papst Franziskus diese Exkommunikation zuläßt .... der ORF wird sich noch oft über diesen Papst wundern, der sicher nicht die Wünsche des ORF und von Leuten wie Heizer erfüllen wird.

  17. Schani
    23. Mai 2014 03:18

    Ich wünsche mir seit langem, daß die Kirche bezüglich Abtreibung ebenso handeln sollte.

  18. Brigitte Kashofer
    22. Mai 2014 23:17

    Schon der Name "Wir sind Kirche"
    ist eine Anmaßung und zeugt von unglaublicher Präpotenz.

  19. terbuan
    22. Mai 2014 22:15

    Gar nicht schwer O.T. sondern ganz aktuell. die Diskussion mit den Kandidaten für die EU-Wahl auf ORF2.
    Auf eine Frage zu einer für die SPÖ unangenehmen Entscheidung seiner Fraktion im EU-Parlament antwortete Herr Eugen Freund: "DA WAR ICH NICHT DABEI!"
    Das war der Sager des Abends, solche Politiker braucht das Land!

    • no na (kein Partner)
      23. Mai 2014 19:41

      War er am Häusel, wie das sein oberster Chef immer wieder so macht? So wird man was, Herr Freund, so! Ned mit Anwesenheit, des kann a jeda, überhaupt de Rechtspopulistna, se Schlichti. Ned greifbar sein, des is des Rezept!

  20. machmuss verschiebnix
    • machmuss verschiebnix
      22. Mai 2014 21:48

      Möchte noch hinzufügen:
      Wenigstens die Presse fängt an, mit dieserart Öffentlichkeitsarbeit Druck zu machen,
      denn die Wähler werden es mehrheitlich solange nicht tun, solange keiner von denen hungert,
      aber wenn's mal soweit ist, dann ist es viel zu spät ! ! !

      Ein großes Dankeschön an die Presse

      .

  21. otti
    22. Mai 2014 20:10

    ich bin enttäuscht und sprachlos - e r s t m a l s - über die Kommentare.
    aber Erläuterungen zu meiner Sprachlosigkeit haben hier wohl auch keinen Sinn mehr.

  22. brechstange
    22. Mai 2014 18:16

    Das war ja klar, dass das Konsequenzen haben musste: Im ORF haben die eine Dokumentation gezeigt, wie sie in ihrem Haus mit Freunden Messe feierten einschließlich Kommunionverteilung.

    • Maria Theresia (kein Partner)
      24. Mai 2014 15:50

      Da natürlich weder der Herr und noch weniger die Frau Heitzer Priester sind, konnten sie eben keine Messe, sondern nur eine "Messe", eine simulierte Aktion machen... und für einen Katholiken ist das ein Delictum gravius, ein schwerer Verstoß, der die Exkommunikation schon als Folge der Tat nach sich zieht, ohne dass jemand eine Aktion setzt. In der Diözese war übrigens ein diesbezügliches Verfahren schon lange anhängig und ist vor kurzem abgeschlossen worden, übrigens durch den Bischof, nicht durch den Papst. Das war eine Falschmeldung. So etwas ist prinzipiell Sache der Ortskirche, nicht des Papstes.

  23. eudaimon
    22. Mai 2014 18:11

    Der Christ ist in Zeiten wie diesen mehr denn je gefordert und gefragt,wobei

    der Glaubensinhalt mit seiner Exegese an sich schon schwer genug

    für einen Katholiken ist, aber dann noch das Mischleppen von nicht lebensfähigen

    Riten und Gesetzen aus dem frühen Mittelalter als quasi Utramaratio der

    kanonischen "Administration" gleichauf mit dem Seelenfrieden zu exekutieren,

    halte ich für zumindest diskursfordernd!

    Die Ansagen aus Rom kommen immer zu den gleichen Themen mit der

    Aufforferung auf alle Forderungen von seiten der Verfolgten,Geschändeten,

    Verletzten,Verhassten und der zuvielen Toten im christlichen Glauben -

    mit Gebeten und Spenden zu reagieren!Fazit - auch die österr.Politik will

    das Christentum nicht wirklich ,sondern hat tausende Nadelstiche zu seiner

    Unterminierung auf allen Ebenen parat ,aber propagiert lautstark Toleranz

    gegenüber allen andern deistischen -wie atheistischen Auslebungen-aber

    0 Toleranz gegenüber Konservativ christlich erzogenen Steurezahlern!!!

    Weils halt dem Kardinal gar so gut gefällt mit Fischers,Faymanns und Konsorten

    auf "Du" zu sein?!

  24. Ingrid Bittner
    22. Mai 2014 15:55

    Eine Frau und Pädagogin der katholischen Kirche die provoziert - das geht doch gar
    nicht!!! Wenn schon Frau in der Kirche, dann brav, geduckt und angepasst, das könnte eventuell noch tolerierbar sein, aber aufmucken!!! oh nein, das ist absolut unerwünscht!

    • Schani
      23. Mai 2014 03:11

      Argumente haben Sie nicht?

    • Ambra
      23. Mai 2014 12:38

      Ingrid Bittner: ich bin auch eine Frau und praktizierende Katholikin. Mit Frauen wie Frau Heizer und der arroganten Formulierung "wir sind Kirche" wollte und will ich nichts zu tun haben. Und ich bin weder geduckt noch angepasst.
      Ich rate Ihnen dringend, einmal nach Südamerika zu fahren und dort mit Katholikinnen über die Wünsche von Ihresgleichen zu sprechen !!!

    • mitzi
      23. Mai 2014 19:04

      Ihr Beitrag offenbart leider nur, dass Sie vom alltäglichem und eingebrachtem Leben in einer katholischen Gemeinde und Pfarre keine Ahnung haben. Vor allem, was die Stellung der Frau betrifft. Si tacuisses.......

    • Maria Theresia (kein Partner)
      24. Mai 2014 16:01

      Typisch politisch korrekter Kommentar, ohne irgend eine Ahnung vom katholischen Glauben zu haben. Das Ehepaar hat die Messfeier simuliert und dann Brot verteilt, als ob sie die Kommunion spenden würden. Das ist ein Sakrileg. Wenn man nicht daran glaubt, dann hält man die Messe sowieso für Hokuspokus, und dann ist es ja egal, was man macht und ob man geweiht ist...
      Die katholische Kirche glaubt aber daran, dass bei der Messe so wie bei dem Letzten Abendmahl durch Christus Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi verwandelt werden, und dass dies nur durch einen gültig geweihten Priester geschehen kann. Diese heilige Handlung vorzutäuschen ist für einen Katholiken eigentlich unvorstellbar.
      Man kann natürlich daraus schließen, dass das Ehepaar Heizer niht den Glauben der ktholischen Kirche hat.

  25. Wertkonservativer
    22. Mai 2014 15:23

    Klare Sache:

    wer im Dienste einer Gemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit macht, hat dies in Einklang mit deren Grundsätzen und Vorschriften zu tun!
    Andernfalls muss man halt die möglichen Disziplinarfolgen nach wissentlich getanem "sidestep" in Kauf nehmen!
    So einfach ist das!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  26. Josef Maierhofer
    22. Mai 2014 15:10

    Soll sie ihre 'Privatmessen' weiter feiern und alle, die mit ihr feiern wollen, ich gebe Papst Franziskus recht.

    Der Priestermangel ist ein anderes brennendes Problem der katholischen Kirche, die im Gegensatz zur evangelischen keine Priesterinnen vorsieht.

    Hier allerdings wurde ein klares Zeichen gegen Provokation gesetzt.

  27. Dr. Otto Ludwig Ortner
    22. Mai 2014 15:00

    Zum Vorwurf, daß katholische Priester nahezu gewohneitsmäßig Kinder sexuell mißbrauchen, und sowohl der Papst als auch Kapazunder-Kleriker auf diese Propaganda der politisch gleichgeschalteten Medien hereinfallen, möchte ich anmerken, daß Katholiken mit dem Staatsrecht der Republik Verständnisschwierigkeiten haben. Denn - jedenfalls das österreichischen Recht - ist ein jüdisches Erbe (Sonnenfels, Unger, Schey, Ehrenzweig, Klang, Kelsen ect.). Das ungeachtet des römischen Erbes der Staatsform der Republik mit dem Staatsziel - etwas ganz Neues - der Integrität des Bürgers. Daher ist das fundamentale Grundrecht des Bürgers das Recht auf seinen gesetzlichen Richter (Art.85 BV.-G.) Die Erhebung von Vorwürfen außerhalb des zuständigen Gerichts, Mitbürger hätten Straftaten begangen, bestraften die Römer mit dem Tod und das österreichische Strafrecht mit bis zu 5 Jahren Gefängnis ($ 297 StGB.).
    Daher ist die - ja ganz offenkundig totalitär gleichgeschaltete -Presse + Orf, die die tödliche Hatz gegen den Erzbischof von Wien und den Bischof von St. Pölten trieben, des Verbrechens schuldig und ihre Opfer als Märtyrer geheiligt. In jüdischen Kreisen sagte man von den Katholiken : "Die Goj sind meschugge". Dass sagte man vor 1938 - jetzt müßte man härter urteilen, und zur Rettung schreiten. 1 X untergehen ist genug!

    • Schani
      23. Mai 2014 03:14

      Was Papst Johannes Paul II über die Juden sagte, ist Ihnen scheinbar entgangen! Die Juden sind unsere älteren Geschwister.

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      23. Mai 2014 13:38

      Zu Schani: Die Umkehr der r.k. Kirche in der Beurteilung des Judentums ist mir natürlich nicht entgangen. Aber in meinem Werk fordere ich nicht nur Worte, sondern eine staatsrechtliche Umkehr, insbesondere der Lehr und Lehrfreiheit auch an den katholischen Fakultäten, und - im Sinne meines Gastkommentars - eine republikanische Kirchenordnung. Denn nur deren Einführung rechtfertigte die Bezeichnung "römisch" (Siehe:Sonnenaufgang über Österreich", Frankfurt 1989, S.228f.). In Unfreiheit kann niemand fromm sein - und niemand lieben.

  28. Eco
    22. Mai 2014 14:43

    Ich kenne Frau Heizer nicht, jedoch " Wir sind Kirche ".
    Die Exkommunikation ist schon deshalb zurecht erfolgt, da " Wir sind Kirche " ein
    Gesamtschaden für die röm. kath. Kirche ist. Man hätte - zumal man diese Abtrünnigen " nicht verbieten kann - gegen sämtliche Mitglieder dieser unseligen
    Bewegung die Exkommunikation aussprechen müssen.
    Was echt verwunderlich ist, dass sich der so tolerante Papst des Themas angenommen hat.
    Nicht vergessen werden darf, dass sich ein nicht unerheblicher Teil des Kirchenvolkes mit dem 2. Vat.Konzil nicht abgefundenhat, auch ich nicht.
    Die Kirchenobrigen sollten sich eher des Verstosses gegen die öffentliche Sittlichkeit ( Life Plakat ) annehmen. Dieses Thema sollten von den Kanzeln
    ( pardon, sind abgeschafft ) in den Kirchen bekämpft werden. Aber dazu fehlt der Mut. Die Krche in Österreich überlässt dies eher der FPÖ.

    • Inger
      22. Mai 2014 15:58

      Für die katholische Kirche in Österreich zählt nur das Mitschwimmen. Rückgrat hat sie keines (mehr).

    • Riese35
      22. Mai 2014 23:55

      @Eco: *********************************!

  29. Doppeladler
    22. Mai 2014 14:40

    Irgendwie könnte es ein kleiner Treppenwitz der Geschichte werden, wenn sich aus dieser Sache eine Abspaltung ergeben würde. Es wäre eine nach links.

    Es erinnert daran, daß der als "rechts" (weil konservativ) geletende Papst Johannes Paul II eine Abspaltung nach rechts erleben ...

    Wie dem auch sei - Es zeigt sich, daß die Einordnung nach links und rechts hier absolut fehl am Platz ist. Franziskus ist in vielen Fragen progressiv und möglicher Weise dort, wo viele politisch links stehen. Aber auch sein Vorvorgänger hatte nicht nur konservative Seiten, sondern auch durchaus "progressive" (linke) Positionen.

    Der Hl. Vater in Rom konnte gar nicht anders handeln. Und die Abweichler können selbst den Ausschluß von den Sakramenten sofort beenden, wenn sie ihren Fehler eingestehen und echte Reue zeigen.

  30. terbuan
    22. Mai 2014 14:15

    Die Frau Heizer hat nichts böses getan, sie ist gläubige Christin aber sie hat das Monopol der Kirche gebrochen, da musste der Vatikan handeln.

    Viel mehr erregt der immer mehr um sich greifende Kindermissbrauch und die dazu gehörige Pornografie. Gerade gelesen in der "Presse":

    "New York: Kinderporno-Ring von "epidemischem Ausmaß" gesprengt"
    http://diepresse.com/home/panorama/welt/3810088/New-York_KinderpornoRing-von-epidemischem-Ausmass-gesprengt?_vl_backlink=/home/index.do

    Bei uns wird es nicht viel anders sein, die Dunkelziffer ist nur höher, weil vieles unter den Teppich gekehrt wird.

    • Rau
      22. Mai 2014 17:50

      Sie hat kein Monopol der Kirche gebrochen. Sie könnte aus der katholischen Kirche austreten und rein in die Evangelische, mit samt ihrem Verein. Dort kann sie Priesterin werden und Messen feiern. So einfach ist es. Man fliegt auch bei einem Verein raus, wenn man dessen Statuten missachtet.

    • terbuan
      22. Mai 2014 18:15

      @Rau

      Unsere Meinungen sind deckungsgleich, ich habe es nur anders formuliert, sie hätte vorher austreten können und hat gegen die Regeln der Kirche verstoßen, die ein Monopol auf die Priesterschaft verwaltet.

    • Rau
      22. Mai 2014 21:12

      Monopol ist eher der falsche Ausdruck. Priester werden nur innerhalb der Kirche gebraucht. Ein Sportverein oder die BSO verwaltet ja auch kein Monopol auf die Trainerschaft.

    • Ambra
      23. Mai 2014 12:32

      Rau: *******!! so ist es !!

  31. mischu
    22. Mai 2014 14:14

    Die Kirche hat hier trotz aller Priester-Nachwuchsprobleme ein wichtiges und richtiges Zeichen gesetzt.
    Die "Vereinsstatuten" sind klar und daher auch die Folgen von Verstößen dagegen.

    Mit dem Kindesmißbrauchsvergleich kann sich das Ehepaar einer breiten Berichterstattung in unseren linksgestrickten Medien - allen voran in unserem rot-grünen Staatsfunk - sicher sein = sehr durchsichtig!

  32. Politicus1
    22. Mai 2014 14:06

    1) "In einer Aussendung sagten Martha und Gert Heizer am Donnerstag, man habe diese Strafe erwartet: „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz müssen wir so zur Verantwortung gezogen werden.“
    Also was soll dann jetzt die öffentliche Erregung?

    2) Die behauptete Gleichstellung mit Missbrauchstätern ist so was von lächerlich!
    Kann ein inhaftierter Steuerbetrüger, ein Taschendieb, ... sagen, dass er wie ein Mörder behandelt wird - nur weil er auch von einem Gericht verurteilt wurde und ins Gefängnis muss ...?





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