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Kriegsgefahr: Die Schuldigen

In der Ukraine kann es nun offenbar doch zu einem großen Brand kommen, nachdem es ein paar Tage lang nach einer relativen Beruhigung ausgesehen hatte. Ohne dass diesen großen Brand wohl jemand so beabsichtigt, ohne dass ihn jemand wirklich will. Aber die Akteure haben nicht wie ein Schachspieler gleich mehrere Züge weitergedacht, sie haben nicht die weiteren Konsequenzen überlegt. Wer ist schuld daran?

Vor der Prüfung der ukrainischen Schuldfrage machen wir einen ebenso aktuellen und zugleich lehrreichen Blick auf einen ganz anderen Kontinent. Ohne dass es in Europa sonderlich beachtet worden ist, tobt in Afrika von Monat zu Monat schlimmer ein immer heftiger werdender Krieg, der schon abertausende Todesopfer gefordert hat: Von Küste bis Küste ist südlich der Sahara ein erbitterter Kampf zwischen Moslems und Christen im Gang. Fast in jedem der Länder, die sowohl moslemisch wie auch christlich-animistisch sind, ist ein furchtbares gegenseitiges Abschlachten in Gang, das offenbar niemand mehr stoppen kann.

Wohl sind dort offensichtlich die Moslems die Brutalsten, sei es in Nigeria, sei es in Mali, sei es in Ägypten, sei es in Somalia. Aber auch die Christen schlagen mancherorts brutal zu, wie etwa in der Zentralafrikanischen Republik. Und niemand wird je genau sagen können, ob es ein Zuschlagen oder ein Zurückschlagen ist. Gleichzeitig wird vieles dieser religiösen Polarität auch von Stammes-Antagonismen und Kriminalität überlagert. Tatsache ist aber: Europa schaut weitgehend weg. Mit der kleinen Ausnahme Frankreichs, das in einigen seiner ehemaligen Kolonien zwar für Ordnung zu sorgen versucht, aber das ebenfalls zunehmend hilflos wirkt.

Diese sich immer mehr eskalierende afrikanische Dramatik wird in Europa freilich auch deshalb gerne übersehen, weil viele hier ja das Gefühl haben, von den Tugendwächtern würde jede Äußerung zu Afrika sowieso als rassistisch eingestuft. Umso gebannter blickt Europa auf die Vorgänge in der Ukraine. Aber hilflos ist es offensichtlich auch dort.

Wer aber ist schuld an den dortigen Eskalationen?

1: Gewaltverbot

Es besteht kein Zweifel: Selbst wenn jedes Detail wahr wäre, dass die russische Propaganda verbreitet (und das am linken wie auch am rechten äußersten Rand hierzulande auch erstaunlich kritiklos geglaubt wird), so liegt doch eindeutig die Hauptschuld bei Russland. Denn nichts von den Vorgängen in der Ukraine rechtfertigt eine Intervention von außen, selbst wenn die erfindungsreiche Propaganda Russlands die volle Wahrheit sagen sollte.

Russland ist weder bedroht worden noch hat es in der Ukraine der letzten Wochen Menschenrechtverletzungen in einer relevanten Diskussion gegeben. Auch hat der UNO-Sicherheitsrat in keiner Weise eine Intervention auf der Krim und jetzt in der Ostukraine genehmigt.

Dennoch kann kein Zweifel mehr bestehen, dass auch in der Ostukraine die Besetzungen von Moskau durchgeführt worden sind. Wie auf der Krim sind es militärisch organisierte Einheiten, die in organisierter Art ein Gebäude nach dem anderen besetzen. Und da Marsmännchen auch in der Ukraine relativ selten sind, sind es wohl unzweifelhaft neuerlich russische Spezialtruppen.

Mit seinen Interventionen verstößt Moskau nicht nur gegen die vielen Chartas, die seit 1945 ausdrücklich ein Gewaltverbot beschwören. Moskau verletzt zusätzlich auch jenen Vertrag, in dem der Ukraine einst gegen eine Rückgabe ihrer Atomwaffen eine Unverletzlichkeit der Grenzen garantiert worden ist.

Selbst wenn man dem FPÖ-Wien-Sprecher Gudenus zustimmen mag, dass viele Berichte im Westen über die Vorgänge in Kiew einseitig waren, so rechtfertigt das dennoch niemals die Aktionen russischer Soldaten in der Krim und der Ostukraine. Jeder seriöse Vergleich zeigt: Im Grund sind der erste wie der zweite Weltkrieg mit ihrem millionenfachen Leid dadurch ausgelöst worden, dass jemand mit Gewalt Grenzen verändern wollte.

Das sollte auch ein Herr Gudenus begreifen.

(Apropos Vergleiche: Dieser Blog wird weiterhin vergleichen, auch wenn Vergleiche neuerdings von den Tugendwächtern auf den Index gesetzt worden sind. Denn in Wahrheit kann es ohne Vergleiche niemals eine historische Einordnung und eine seriöse Beurteilung geben).

2: Selbstbestimmung

Der Ruf nach einem Verzicht auf militärische Gewalt (außer in den genannten Situationen) kann aber nicht den zweiten in der Ukraine verletzten Grundsatz vergessen lassen: das Selbstbestimmungsrecht. Die Entscheidung, welchem Staat die Menschen eines Gebietes mehrheitlich zugehören wollen, steht in Wahrheit sogar höher als das demokratische Grundrecht zu entscheiden, ob die Partei X, Y oder Z diesen Staat regiert. Es kann keine echte Demokratie ohne Selbstbestimmung geben.

Dieses Grundrecht wird aber bis heute nicht allgemein anerkannt. Weder in der Ukraine noch im Westen. Auch in Russland übrigens nicht. Hier gilt nur: Putin schützt russische Interessen, wo auch immer sie bedroht sind. Aber er gewährt dort keine Selbstbestimmung, wo sie weg von Russland führen würde.

Das Recht auf friedliche Selbstbestimmung hat die Tschechoslowakei eingesehen – und fährt gut damit. Das hat Kanada eingesehen – und fährt gut damit. Das hat Großbritannien eingesehen – und wird damit wohl auch gut damit fahren.

Das akzeptieren aber Italien und Spanien sowie viele andere Staaten nicht. Für sie sind die Zahl der beherrschten Quadratkilometer und damit der „Nation“ noch immer zentral. Solche Länder fahren jedoch in Wahrheit von Venetien bis Katalonien schlecht damit. Diese Länder begeben sich mit der Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts auf Dauer in Konflikte, die eigentlich ins 19. Jahrhundert gehören.

Es wäre ein gewaltiger Fortschritt, wenn es nicht nur in klugen Staaten wie Großbritannien oder der Tschechoslowakei ein klares völkerrechtliches Prozedere gäbe, wie solche Selbstbestimmung stattzufinden hat. Natürlich braucht es ein klares Quorum. Klar ist auch, dass ein Referendum jedenfalls mit ordentlicher Vorbereitungsfrist und in voller Artikulationsfreiheit für alle Beteiligten ablaufen muss. Die Völkerrechtler täten daher gut daran, sich viel stärker darauf vorzubereiten.

Wer hingegen wie Gudenus ernsthaft meint, die Voraussetzungen eines ordentlichen Referendums wären etwa in der Krim gegeben gewesen, dem ist nicht zu helfen. Noch weniger zu helfen ist ihm, wenn er das Gewaltverbot ignoriert. Wer ernsthaft Gewaltanwendung mit dem Wort „Selbstbestimmung“ rechtfertigt, der nimmt letztlich in Kauf, dass die halbe Welt in Brand gesteckt wird.

Seine Argumentationslinie gibt übrigens auch den antirussischen Kämpfern in Tschetschenien und anderen Regionen jede Legitimation in die Hand. Ob das den diversen Russenfreunden bewusst ist?

Eine qualitativ wichtige Vorstufe zur Selbstbestimmung wäre jedenfalls das Recht auf regionale Autonomie. Rechtzeitige und freiwillige Autonomie nimmt enorm viel Druck aus Konflikten. Aber dennoch wird noch immer selbst der bloße Ruf nach dieser mancherorts bestraft.

3. Die Nichteinmischung

Erst in dritter Linie sind jene Staaten zu tadeln, die ungefragt und von keiner Seite aufgefordert der Ukraine eine Brücken- oder Neutralitätsfunktion geben. Denn mit solchen ungewünschten Vorschlägen widersprechen sie sowohl der Souveränität der Ukraine wie auch dem Selbstbestimmungsrecht.

Das Recht auf Selbstbestimmung muss ja wohl auch für die Ukraine selbst gelten. Wenn die Krim-Bürger ihre Zugehörigkeit frei wählen können, muss dasselbe Recht auch für die Ukraine beziehungsweise ihre Bewohner gelten.

Oder sollen nur Russen dieses Recht haben? Ist man etwa gar dafür, dass ein paar Staatsoberhäupter die Welt wieder nach ihrem Gutdünken einteilen sollen, so wie sie es auf dem Wiener Kongress oder in Jalta getan haben?

Wer die betroffenen Menschen als einzige letztlich relevante Entscheidungsgrundlage nicht ernst nimmt, der kehrt wieder zum Faustrecht zurück.

Es bilden sich neue Allianzen

Hinter dieser grundlegenden Auseinandersetzung um Werte gibt es einige ganz erstaunliche Veränderungen in den staatlichen Beziehungen zu beobachten, deren Konsequenzen wir noch gar nicht abschätzen können:

  • Da verhält sich Israel erstaunlich russland-freundlich; das ist wohl vor allem auf die komplizierten Fronten des Nahostkonflikts und die Spannungen mit den USA zurückzuführen. Das kann aber auch die erstaunliche Folge der Zuwanderung von russischen Juden sein.
  • Da biedert sich Iran massiv dem Westen als Ersatz-Gaslieferant an. Es sieht die Chance, vom Bad zum Good guy Europas zu werden.
  • Da buhlen Russen wie Europäer derzeit auffällig um China, obwohl dort wirtschaftspolitisch eine sehr ruppige Zeit bevorstehen dürfte.
  • Da wird statt EU-Europa fast nur noch Deutschland auf der Weltbühne zur Kenntnis genommen. Was Angela Merkels Popularität noch weiter nach oben schraubt.
  • Da haben sich die USA vor allem im Osteuropa als absolut unverzichtbar erwiesen.
  • Und da ist in der Ukraine selbst plötzlich das Wort von Autonomie und Referendum staatsoffiziell geworden. Leider nicht durch Sieg der Vernunft, sondern als verzweifelte Reaktion auf die russische Attacke.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    27x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 09:54

    Weil zum Ukrainen Thema hier im Blog immer wieder kommentiert wird, daß die Mehrheit der Poster trotz anderslautender Berichterstattung von Dr. Unterberger, zu den "Putinverstehern" gehört, will ich aus meiner Sicht ein bißchen was zurechtrücken.

    Die Propaganda auf beiden Seiten der Machblöcke ist manipuliert und verlogen. Die wahren Absichten dahinter werden verschleiert. Kein Normalsterblicher kann sagen, was wirklich abläuft. Daher ist mir persönlich jede Meinung und "Realitätsdarstellung" und "Berichterstattung" aller Politvertreter und deren medialen Handlanger suspekt. Vor allem auch vor dem Hintergrund, daß deren "Wissensquelle" die zentrale Befehlsausgabe von Reuters ist.

    Damit müßte gelten, wer nicht vor Ort ist um sich eine persönliche Übersicht zu verschaffen, damit aber auch die jahrelangen Zusammenhänge in ihrer Veränderung versteht, kann nicht objektiv sein. Das ist aber fast keinem von uns möglich. Daher müssen wir uns auf oberflächlichere Zusammenhänge wie historische Entwicklungen und geschichtliches Wissen verlassen.

    Auf eines aber verlasse ich mich in meiner Meinungsbildung mit Sicherheit nicht, und da lasse ich meinem Bauchgefühl freien Lauf.
    Einem Machtblock zu vertrauen, der meine Privatsphäre ausspioniert, der meine Familie mit politischen Programmen zerstören will, der mir die finanzielle Grundlage zum Leben raubt, und der in den letzten Jahrzehnten die Welt mit Kriegen überzogen hat, um seine geopolitischen Interessen durch zu setzen.

    Ob der andere Machtblock mehr Vertrauen verdient, wird erst die Geschichte zeigen. Wahrscheinlich nicht!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    23x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 01:27

    Ich bekomme manchmal bei der Rechtfertigung der Agitation Russlands in der Ostukraine weiche Knie. Sehe ich mir die Bevölkerungsstruktur des 15. Wr. Gemeindebezirkes an, so könnte uns durchaus eine Dilemma a la Ukraine/Krim bevorstehen. Erdogans Eroberungstrategie Europas mittels der Bäuche seiner türkischen gebärfreudigen Importbräute trägt hier volle Früchte. Viele gesellschaftlich relevante Bereiche wurden längst von Osmanen okkupiert. Z.B. steht längst kein Spielplatz, kein Sandhaufen, kein Sportplatz unseren österreichischen Kindern mehr zur Verfügung, dafür instruieren sozialistische Pseudopsychologen Türkenclans, wie sie sich selbst verwirklichen können. Alles natürlich finanziert mit Steuergeldern der Österreicher, denn die Türken müssen sich leider um die Familienehre kümmern und haben daher keine Zeit, einem banalen Brotberuf nachzugehen. Aber Wiens Wähler wollen es so!

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 01:27

    Nicht ganz unschuldig an der Eskalation ist auch die EU mit ihren ständigen Avancen in Richtung Ukraine, denn daran hat sich das Pulverfaß so richtig entzündet. Einen solchen Fehler hätte sich die Union nicht erlauben dürfen.

    Ein Ultimatum an die ostukrainischen bzw. russischen Rebellen ist das völlig falsche Signal, wie man schon beim 1. Weltkrieg erkennen konnte, denn die Serben waren damals keine Minute gewillt, ein solches zu erfüllen.
    Genauso wenig werden die Ostukrainer darauf reagieren und dann müßte die Regierung in Kiew tatsächlich mit Gewalt antworten, um keinen Gesichstverlust zu riskieren, aber mit nicht mehr beherrschbaren Konsequenzen.

    Daher sehe ich als einzigen Ausweg ein landesweites Referendum, wie es mit diesem Staat weitergehen soll, bei dem im Vorfeld abgeklärt werden muß, daß sich alle Beteiligten an den Ausgang halten.
    Das ist zwar noch keine Garantie für eine Befriedung, aber zumindest ein Ausweg aus der derzeit gefährlich verfahrenen Situation.

    Und die EU täte gut daran, es endlich zu unterlassen, ihre finanziellen und wirtschaftlichen Interessen in der Ukraine mit immer mehr Vereinnahmungsversuchen abzusichern. Das käme uns auf Dauer teuer zu stehen, wenn dann der Steuerzahler ein weiteres Pleiteland mitsamt den involvierten Banken retten müßte. Ukraine in der EU - nein, danke!

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 10:15

    Wer aber ist schuld an den dortigen Eskalationen ?

    Nun, gegen eine (unfähige, unbeliebte) Regierung zu demonstrieren, ist eine Sache. Ihre Polizei zu bestechen damit diese von der Waffe Gebrauch macht, um Märtyrer auf der eigenen Seite zu erzeugen, das fällt in seiner Perfidie offenbar nur sogenannten 'westlichen Demokraten' ein. Auch hier hat rechtswidrige Gewalt eine Tradition, nicht nur im autoritären Russland: das gewaltsame Vordingen in die Bucht von Tokio (Commander Perry), die Mine in der Bucht von Havanna (1900 - der Zeitungskrieg), die Lusitania und ihre Konterbande (die Kriegseintrittslüge der Vereingten Staaten 19179, der 'Tonking Zwischenfall' (1967 - Intervention von regulären US Truppen in Vietnam), die insgeheime Garantieerklärung an Polen (löst die Pogrome an den Volksdeutschen in Polen aus 1939), die aus Eigenmacht und völkerrechtswidrig erfolgten Grenzziehungen in Europa mit folgender Entrechtung und Vertreibung (2x: 1919, 1945) die unterschiedslose Bombardierung des Zivils (Dresden, Hiroshima, Nagasaki), die Lügen und Täuschungen amerikanischer Präsidenten (Wilson 1914 et al), die Finanzierung und logistische Unterstützung von Al Kaida in Syrien (andernorts dem 'Westen' der Satan schlechthin und in Afghanistan Kriegsgrund), die Nicht-Aufklärung der offenen Fragen rund um den Anschlag auf das World Trade Center ... und und und ...

    Es gibt mehr als einen Grund, die Eskalation nicht alleine bei Russland zu suchen. Ein Saudi Prinz - stets ergebener Dienstbote amerikanischer Nahostpolitik - droht Russland offen mit Anschlägen während der olympischen Spiele ? Goldabtransporte der 'Soros-Stiftung' nach dem vorläufigen Sieg der Putschisten in Kiew ? Verdunkelung der Frage, wer den Schießbefehl am Maidan gab und warum ? Putin in den Kopf schießen und alle Russen umbringen als 'small talk' der Oligarchen, die sich ungewählt, aber herbeigeputscht, über die aktuelle Politik unterhalten, die durch die - demokratisch unlegitimierte - nächste ukrainische Regierung betrieben werden soll ? Russen in der Ukraine ihre Sprache verbieten ?

    Welche Brille muß man sich eigentlich aufsetzen, um die Schuld an der Eskalation ausschließlich bei Russland zu suchen. Und bitte ganz schnell damit aufhören, Rechtsfragen mit Tatsachenfragen zu vermengen.

    Alle haben das unveräußerliche Recht auf Selbstbestimmung. Die Ukrainer haben ihr Recht bereits ausgeübt. Die Russen in der Ostukraine noch nicht. Wer soll denn den vom beherrschenden Staat an der Teilhabe ausgeschlossenen, in der Regel an der Selbstorganisation ver- oder behinderten Volksgruppen oder Minderheiten beistehen, um ihr Recht auszuüben, wenn nicht die Regierung des benachbarten Mehrheitsvolkes - oder glaubt jemand ernsthaft, die 'Gasprinzessin' oder ihre Small Talk Partner die den Russen das Recht auf ihre Sprachausübung aberkennen wollen, sind Garanten einer fairen Volksabstimmung in der Ostukraine?
    Wenn der Standard zur Lösung der politischen Fragen gemessen wird an den Gewaltexzessen am Maidan, offen gefördet und unterstützt durch einzelne Westmächte, dann kann man nicht erwarten, daß Russland als immer noch große Macht jetzt die Lösung weiterer dadurch entstehender offene Fragen mit Glaceehandschuhen betreibt. Das Niveau, auf dem sich dieser Konflikt abklären wird, wurde durch jene, die ihn ausgelöst haben, selbst gewählt. Und genau dort ist er jetzt. Also bitte keine mimosenhaften 'double-standards'. Soros und die Dienste - pardon: Stiftungen - westlicher Geopolitiker haben auf den Maidan keine Blumenkinder entsandt, die 'Hare Krishna ' gesungen haben ...

  5. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 11:46

    Weder die französische Revolution, noch die "Friedens"initiativen nach dem ersten Weltkrieg haben einen dauerhaften Frieden gebracht. Und im Grunde genommen hat das Aufräumen nach dem 2. Weltkrieg auch nur einen Teilfrieden gebracht, denn der Osten mußte noch Jahrzehnte weiter leiden, es gab organisierte Vertreibungen etc. Es waren die USA, die halb Europa in Jalta verkauft haben. Und noch heute wird jede Aufarbeitung der Benesdekrete verhindert.

    Anders war dies mit dem Wiener Kongress und insbesondere mit der Wende 1989. All die mittel- bis osteuropäischen Länder (Polen, Tschechien, Ungarn, baltische Staaten etc.) verdanken ihre Freiheit der Friedensinitiative und Verständigung zwischen Deutschland und Rußland. Die Friedensarchitekten saßen in erster Linie in diesen beiden Ländern.

    Anstatt diese Kräfte zu stärken, haben heute leider wieder die Kriegstreiber das Sagen. Die Architekten von damals werden ruhiggestellt. Man sieht das Heil nicht mehr im Aufeinander-Zugehen sondern im Ausgrenzen.

    An dieser Stelle möchte ich aber AU ganz besonders danken, auch wenn ich diesmal ganz konträrer Ansicht bin, daß er hier in diesem Blog all diese Standpunkte zuläßt und einen wirklich freien Austausch von Argumenten ermöglicht und sicherstellt. Das ist heute, wo fast alle Medien gleichgeschaltet sind und eine bewußt gelenkte, politische Schlagseite aufweisen, als ein ganz hohes Gut anzurechnen und herauszustreichen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Kashofer
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 13:26

    Dann müsste das Staatsvolk aber auch zwingend über die Zuwanderung abstimmen können, denn diese kann die Mehrheitsverhältnisse dramatisch ändern.

  7. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    15. April 2014 17:18

    Die beiden westlichen "Friedensnobelpreisträger" wollen den KRIEG. Das steht nun eindeutig fest. Sie können nicht einmal bis Donnerstag (in Genf) warten. Der CIA -Direktor war am Wochenende in Kiew - das wurde von USA bestätigt. Und schon gbits die "Befehle"...

    Helm auf!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMax Dutroux
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2014 07:50

    "Das Gewerbe eines Publizisten ist es vielmehr, die Wahrheit zu zerstören, geradezu zu lügen, zu verdrehen, zu verleumden, zu Füssen des Mammon zu kuschen und sich selbst und seine Rasse um des täglichen Brotes willen wieder und wieder zu verkaufen.“ (John Swinton, Chefredakteur der "New York Times", 1880)


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  1. Ein interessierte Österreicher (kein Partner)
    18. April 2014 14:39

    Wer will denn hier den Krieg, Herr Unterberger?

    Dass der "Maidan-Putsch" vom Westen inszeniert, vorbereitet und finanziert wurde steht außer Zweifel und
    dass die darauffolgende "Putschistenregierung" ohne wenn und aber sofort als legitim angesehen wurde auch.

    Dass die UNO dem "Westen" die Stange hält bestärkt all jene, die immer schon gewußt haben wollen, dass diese Organisation nur ein Anhängsel der USA ist.

    Dass das 97% Referendum auf der Krim von der ach so demokratischen "Wertegemeinschaft" samt UNO und Weltsicherheitsrat "nicht einmal ignoriert" wird, verwundert keinen mehr.

    So.

    hat Putin den Putsch organisiert oder die EU?

    Wollen Russen gar Krieg wegen "Lebensraum im Westen"?

    Wollen die Ukrainer aus Odessa oder Kiev gegen Land ein Krieg führen, dem sie so viel zu verdanken haben?

    Wollen US Amerikaner aus Texas, Ohio oder Kalifornien etwa Krieg mit Rußland wegen einem Land, dessen Namen sie nicht einmal aussprechen können?

    Wollen Deutsche aus Köln, Österreicher aus Salzburg, Italiener aus Mailand Krieg mit Rußland?

    NEIN!

    KRIEG WILL EINZIG DIE MENSCHENVERACHTENDE CLIQUE DER HEBRÄISCHEN HOCHFINANZ!

  2. Erich Bauer
    17. April 2014 17:04

    Ich hätte das gern als Crash-Test für unsere Polit-Lumpis und auch andere eingeführt... :-)

    http://www.youtube.com/watch?v=wYr_5gRMFRU

    Wenn jetzt jemand meint, mir mit der "Anti-Amerikanismuskeule" kommen zu müssen... dem schick ich mein Haustier!

  3. Gasthörer (kein Partner)
  4. Brätschinskie (kein Partner)
    17. April 2014 14:58

    Das verhasste und bösartige Regime in Brüssel soll sich gefälligst bei Putin entschuldigen!

  5. dottore (kein Partner)
    17. April 2014 10:01

    ....zum glück haben wir einen rethorisch begabten aussenminister mit studienabbrecher erfahrung, der herrn lavrov schon die meinung sagen wird.

  6. Gennadi (kein Partner)
    16. April 2014 23:46

    Über den Massenmörder Putin darf man nichts schreiben. So scheint es. Seine bezahlten Hunde bellen sofort jeden an, der gegen Putin ist.

    Eine Kleinigkeit zur Krim: Dort durften nur jene abstimmen, die einen russischen Pass hatten. Einschließlich der russischen Soldaten natürlich.

    • Stalin-hoch-grad (kein Partner)
      17. April 2014 00:37

      Gennadi: "Eine Kleinigkeit zur Krim: Dort durften nur jene abstimmen, die einen russischen Pass hatten."

      In Kiew durften nur jene abstimmen, die ein Scharfschützengewehr hatten.

    • AGLT (kein Partner)
      17. April 2014 08:35

      Massenmörder Putin? Dann schlage ich den Massenmörder Putin als Friedensnobelpreisträger vor. Denn der andere Massenmörder hat ihn ja auch bekommen. Und sogar die Massenmörderunion. Also: Gleiches Recht für alle Massenmörder.

  7. Herzogberg (kein Partner)
    16. April 2014 23:07

    1. Die geopolitische Komponente wird fast immer ausgeblendet. Rußland muß einfach sein Vorfeld in Griff haben (man erinnere sich an die Kuba Krise), um verteidigungsfähig zu sein.

    2. In Zeiten, in denen Rußland und "Mitteleuropa", i. e., Deutsches Reich und Österreich-Ungarn, zusammengearbeitet haben, ist es beiden Gebieten gut gegangen. Man denke nur an die Friedenspolitik Bismarcks nach 1871.

    3. Die USA und ihr Vasall, die EU, pflegen in ein Wespennest zu stechen und wundern sich, wenn die Wespen chaotisch reagieren. Auch noch so viel Dollar oder Euro können dann die Wespen nicht mehr beruhigen und den Frieden herstellen. Neuestes Beispiel des Wespennestes ist die Ukraine.

    • Gennadi (kein Partner)
      16. April 2014 23:49

      Warum soll Rußland ein Vorfeld im Griff haben? Aus welchem Jahrhundert stammt diese Doktrin?

      Deutsches Reich und Österreich-Ungarn? Die Nazis sterben noch nicht aus, wie man sieht.

    • Herzogberg (kein Partner)
      17. April 2014 00:13

      Was hat eine kleine Bemerkung über das Deutsche Reich und Österreich- Ungarn zu tun mit dem Nichtaussterben der Nazis?

      Geopolitik stirbt auch im 21. Jahrhundert nicht aus.

    • Stalin-hoch-grad (kein Partner)
      17. April 2014 00:35

      Gennadi: "Die Nazis sterben noch nicht aus, wie man sieht."

      Richtig! Die NATO belebt die "Operation Barbarossa" wieder!

  8. Gastkommentar (kein Partner)
    16. April 2014 20:53

    ".....am rechten äußersten Rand hierzulande"

    Demnach hält A.U. 97 % seiner Tagebuchposter für "Rechte vom äußersten Rand" ?

  9. Brigitte Imb
    16. April 2014 18:48

    Einst hieß es "Kauft nicht bei J."...........

    http://www.orf.at/#/stories/2226430/

    • AGLT (kein Partner)
      17. April 2014 08:46

      dazu passt auch:

      Akif Pirincci - Facebook:

      "So, jetzt ist es passiert: Im "Café von & zu" hier in Bonn hat man sich geweigert, mich zu bedienen. Die Kellnerin "Judith" sagte zu mir "Wer mir und meinen Leuten das Leben schwer macht, um Geld zu verdienen, der kriegt keinen Kaffee von mir!" Ich weiß nicht, wen sie mit "meinen Leuten" meinte - Migranten? Lesben? -, aber hoffentlich wußte ihr Chef, der eigentlich ein guter Freund von mir ist, von der hypermutigen Aktion. Zeichen setzen! - mit Gratismut."

  10. Undine
    16. April 2014 17:42

    1.) Die Brutkastenlüge
    2.) Die Lüge von den Nuklearwaffen der Iraker
    3.) ???

    Naja, wir werden es ja möglicherweise bald erfahren, wie die 3. Kriegslüge lauten wird.

    • Undine
      16. April 2014 17:45

      Ich weiß, ich weiß, die Brutkastenlüge war bei weitem nicht die erste Kriegslüge, aber diejenige, an die sich alle von uns noch zu gut erinnern können!

  11. Aron Sperber (kein Partner)
    16. April 2014 15:58

    Putins Vorgehensweise in der Ukraine ist natürlich indiskutabel, jedoch keineswegs überraschend.

    Von einem Mann, der den Zusammenbruch der Sowjet-Diktatur für die “schlimmste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts” hält, darf man sich nichts anderes erwarten.

    Putin definiert sich selbst durch seine Opposition gegen den Westen, was in Syrien dazu geführt hat, dass die Assad-Diktatur jahrelang von Putin künstlich am Leben gehalten wurde (zum Preis eines jahrelangen Bürgerkrieges mit 150.000 Toten).

    Trotzdem halte ich gerade die territoriale Integrität der Ukraine für keine heilige Kuh (dasselbe gilt natürlich auch für Syrien).

    Staatsgrenzen beruhen nicht auf Naturgesetzen und können daher neu gestaltet werden, wenn sich die Umstände ändern.

    Wenn in einer Region eine Mehrheit zu Russland will, sollte sie das dürfen (selbst wenn Putin es umgekehrt nicht gestatten würde).

    Solange die Ukraine völlig vom russischen Gas abhängig und außerdem militärisch nicht auf Augenhöhe ist, bedeutet ein Krieg ohnehin nur sinnloses Blutvergießen.

    Wenn die EU die Ukraine (und sich selbst) aus der Abhängigkeit von Putins Gas lösen will, muss sie endlich damit beginnen, auf dem Energiesektor dem Beispiel der USA zu folgen.

    Die Förderung von Schiefergas ist ein realistischer Ausweg aus der Abhängigkeit von Rohstoff-Despoten.

    • Alfons H. (kein Partner)
      16. April 2014 16:05

      Werden Sie auch in Richtung Stalingrad ziehen, um endlich die mindere slawische Rasse auszulöschen?

    • Erich Bauer
      16. April 2014 16:11

      @Die Förderung von Schiefergas...

      ... scheint eher der Ausweg für potentielle Rohstoff-Diebe zu sein... :-)

    • ewiger Russe (kein Partner)
      16. April 2014 20:13

      Wer beim Posting von Aron Spermer nicht vor Freude hüpft, ist ein Russenschwein!

    • A.Bundy (kein Partner)
      16. April 2014 21:03

      @ Alfons H. + @ewig dummer Russe
      Ihr Spinner solltet dringend wieder regelmäßig eure Pillen nehmen.

    • Aron Sperber (kein Partner)
      16. April 2014 22:51

      Die Begeisterung von Rechtsaußen für Putin ist einerseits nachvollziehbar, da Putin alle Eigenschaften eines autoritären Führers aufweist.

      Andererseits ist es angesichts der deutschen Geschichte trotzdem bizarr, dass ausgerechnet deutsche Rechte sich einen Putin als neues Idol erwählt haben:

      Erst wollte man sich von Hitler vor dem Kommunismus beschützen lassen.

      Nun wirft man sich einem KGB-Agenten, der den Zerfall der UdSSR als größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet hatte, an den Hals.

      Die EU mag ihre Schwächen haben. Die ökonomischen Probleme Europas lassen sich jedoch nicht durch Putinismus lösen.

      Ebenso gut könnte man die Errichtung eines Emirates postulieren (das ökonomische Erfolgsgeheimnis ist nämlich das gleiche).

    • ewiger Russe (kein Partner)
      16. April 2014 22:56

      @ A.Bundy

      Wie schon der ukrainische Vizepremier sagte, nachdem er deine Pillen nahm:
      "Schnappt Euch die Gewehre! Bekämpft die Russenschweine, die Deutschen, die Judensäue und andere Unarten!"

    • Grünzeug (kein Partner)
      17. April 2014 07:25

      Sperber: "Putin definiert sich selbst durch seine Opposition gegen den Westen, was in Syrien dazu geführt hat, dass die Assad-Diktatur jahrelang von Putin künstlich am Leben gehalten wurde (zum Preis eines jahrelangen Bürgerkrieges mit 150.000 Toten)."

      Warum ist al-Qaida in Syrien aktiv und nicht in Israel?

    • AGLT (kein Partner)
      17. April 2014 08:49

      @Sperber:

      Die Ladeln sind schon genauso morsch wie die Nazikeule. *gähn*

  12. Freak77
    16. April 2014 15:34

    Die Neue Zürcher Zeitung kann man als eine der seriösesten Zeitungen Europas bezeichnen, ein aufschlussreicher Artikel über Putins Propagandakrieg:

    Putins Propaganda, Das Lügen-Karussell dreht immer schneller
    (Christian Weisflog, 16. April 2014)

    Die Gleichschaltung der russischen Medien ist kein neues Phänomen. Aber mit der Ukraine-Krise dreht sich Wladimir Putins Lügen-Karussell immer schneller. Die Nuklearmacht Russland wird dadurch immer unberechenbarer.

    Eigentlich sollte es Putin schon lange wissen. Der Menschenrechtler Sergei Kowaljew hatte es ihm nach den gefälschten Parlamentswahlen 2007 in einem offenen Brief geschrieben: «Aus Betrügerei entsteht nur neue Betrügerei.» Kowaljew warnte den russischen Präsidenten und seine Entourage eindringlich: «Ihr müsst lügen, sonst fällt euer System zusammen.»

    Putin hat den Brief wohl längst vergessen, falls er ihn überhaupt gelesen hat. Kritische Stimmen, die ihn daran erinnern könnten, wurden und werden mundtot gemacht. Und so lügen die russischen Medien ungehindert wie gedruckt und immer dreister. Oder wie die Russen sagen würden: Sie hängen den Bürgern immer dickere Nudeln an die Ohren.

    Inszeniertes Weltgeschehen

    Wenn es sein muss, wird das Weltgeschehen auch mit Laienschauspielern inszeniert. So geschehen vergangene Woche: Ein gewisser Andrei Petkow trat am selben Tag in den Nachrichtensendungen der beiden Fernsehsender NTW und Rossija 1 auf. Und zwar in zwei verschiedenen Rollen.

    NTW machte Petkow zum ausländischen Unruhestifter in der Ukraine. Er sei aus Deutschland in die Stadt Nikolajew gekommen mit 500 000 Euro in den Taschen, erzählt Petkow im Beitrag. Damit habe er eine Gruppe von 50 Kämpfern aus Westeuropa finanziert. Diese sollten möglichst viele friedliche Demonstranten angreifen, heisst es im Beitrag.

    Auf Rossija 1 wird Petkow selbst zum Einwohner von Nikolajew und zum Opfer ukrainischer Nationalisten. Er sei brutal zusammengeschlagen worden, weil er gegen die neue Regierung in Kiew demonstriert habe, berichtet Rossija 1.

    Auf frischer Tat ertappt, erfand NTW eine faule Ausrede für den erfundenen Beitrag: «Wir wurden Opfer einer grandiosen Mystifizierung», schreibt der Sender auf seiner Website. «Laut seinen Verwandten ist Andrei Petkow seit langem psychisch schwer krank.»

    ganzer NZZ-Artikel: http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/das-luegen-karussell-dreht-sich-immer-schneller-1.18285557

    • Erich Bauer
      16. April 2014 15:59

      Was ist denn das für eine "Mantel und Degen"-Geschichte? Naja. Selbstverständlich sind in Zeiten von offenkundigen Kriegsvorbereitungen (kalt/heiß) die jeweiligen "Lager-Medien" auf Linie!

      Frei denkende Menschen können aber Ursache und Wirkung trotzdem erkennen. "Insane" McCain, Kerry u.a. haben in Kiew völlig verrückt - für jeden erkenntlich - ohne Not (wenngleich in "Nöten") verantwortungslose Anfeuerungsrufe und "Versprechen" abgegeben... ja tollwütig und tolldreist ihre ureigenste Agenda entblößt, sodass die Glaubwürdigkeit des sog. "Westens" für zumindest eine Generation unwiderruflich verloren ist.

  13. Dr. Otto Ludwig Ortner
    16. April 2014 14:51

    "Die Juden sind pfui! Die Russen sind pfui!" Doch ohne das ebenso reiche wie unverdiente jüdische Erbe Österreichs, das österreichische Recht, und ohne das beispiellose Blutopfer der roten Armee 1941-45 gäbe es nicht die 2. Republik Österreich. Der "Staatsvertrag vom Belvedere" 1955 ist der einzige Friedensvertrag des 20. Jahrhunderts ohne Kriegsschuldklausel, den auch die U.S.A. unterschrieben. Diese, provoziert von den inneren Feinden Österreichs, griffen mit der "Watch-List" - Entscheidung diesen Friedensvertrag in der Absicht an, Österreich als an den Nazi-Gräueln mitschuldig zu sprechen. Dazu habe ich nicht nur bei der Leipziger Buchmesse am 16.3.2014 gesprochen ("www.deutsches-literaturfernsehen.de"), sondern unendliche "Blogs" gesandt - auch in diesem Tagebuch.
    Was die Schweiz betrifft - mein Abonnement der NZZ habe ich wegen der U.S.-anti-Österreich - Hetze des Herrn Ritterbrand beendet -so hat die Schweiz sehr wohl Mitschuld am Holokaust, weil sie jüdische Flüchtlinge bedenkenlos ihren Nazi-Henkern auslieferte, ja einen Beamten, der dabei nicht mitmachte, als Verbrecher eingesperrt und ruiniert hat. Österreich hat nach der Invasion vom 11.3.1938 seine Handlungsfähigkeit vollständig verloren. Nur die massive Intervention Papst Pius XII. - der sich schamhaft der österreichischen Unterläufel bediente ("Feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe vom 18.3.1938"), lieferte die Österreicher den Nazi an's Messer (Stalingrad) - nicht aber Österreich. Der Papst wechselte aber sympathischer Weise mit dem Waffenglück die Seite. Darum versucht man, meinen Vater und mein Vaterland zu kriminalisieren - ein langsamer Genocid.
    Dagegen habe ich mich - und schmeichle mir, mit Erfolg - gewehrt.
    Man kann meine Heimat zu Ostern als "das Lamm Gottes unschuldig" bezeichnen, doch ist nach der Aggression der U.S.A. + Büttel deren Bündnis moralisch disqualifiziert, Putin zu verurteilen. Denn ein niederträchtigeres Verbrechen als die öffentliche Verleumdung eines Mitmenschen, wie des in Ehren ergrauten österreichischen Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim gibt es nicht. Außerdem zielt es auf die Auslöschung Österreichs, dem Wunschtraum seiner inneren Feinde, propagiert für mein Geld im Burgtheater unter Peymann/Bernhard. Doch an Österreichs Fahnen haftet der Sieg! A.E.I.O.U.

    • Erich Bauer
      16. April 2014 14:58

      Hallo! Hallo! Sie sind ja, auf ihre alten Tagen, wegen dieses westlichen Kriegsgetrommels total aus dem Häuschen geraten! AEIOU das sind lediglich die 5 Vokale im deutschen Alphabet... :-)

    • socrates
      16. April 2014 15:43

      Wenn Sie "Exodus" von Leon Iris als Quelle nehmen, so bekommen eine Menge Staaten Mitschuld am Holocaust. Aber die Geschichte hte wird von den Siegern geschrieben.

    • Tik Tak (kein Partner)
      16. April 2014 15:48

      Aber nein Hr. Bauer.
      In vielen Blogs ist AEIOU die Abkürzung für Allen Ernstes ist Obiges Unsinn.
      Das ist nur die Langfassung für ein Smiley.

      "An Österreichs Fahnen haftet der Sieg" ist bestenfalls bei den Fahnen der diversen Weinverkostungen zu entdecken.
      Der Dr. Ortner ist halt ein alter verbitterter Mann der sich mehr vom Leben erwartet hat aber nicht bekommen hat.

      Seis drum.

    • Erich Bauer
      16. April 2014 16:15

      Die Langfassung für ein Ösi-Smiley... des find i Supa... :-)

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      16. April 2014 16:24

      Zu Tik Tak: Wenn Sie sich die Mühe machen, meine Lesung in Leipzig vom 16.3. anzusehen und anzuhören - unter "www.deutsches-literaturfernsehen.de" würden Sie sich ein besseres Urteil bilden können. Im übrigen habe ich nie Beifall gesucht, sondern "peace with justice" wie die vor-Watchlist- U.S.A. (Eisenhower, Dulles) - damit meine Kinder und Enkel leben können. Allzuvielen Kindern und Enkelkindern ist ja das auch heute nicht vergönnt.

    • Tik Tak (kein Partner)
      16. April 2014 16:30

      Werter Dr. Ortner,

      ich habe Sie ein paar Mal persönlich im "Einsatz" erlebt und habe daher meine Ausführungen zu meiner Einschätzung Ihrer Person sehr höflich gehalten.
      Mehr nicht.

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      17. April 2014 09:30

      An Tik Tak:
      "Ich habe Sie persönlich beim Einsatz gesehen" = offenbar verwechseln Sie mich mit jemand anderem, denn in den vergangenen Jahren - seit mich der ÖVP -Bonze Dr. P. 1998 aus der Anwaltschaft warf (ein "sauberer Heimatschuß") gab es, außer 3 Buchmesse - Lesungen von je 15 min und einer Buchpräsentation in der ö. Akademie der Wissenschaften, als meine Tochter die Bergpredigt in meiner Versfassung las, meinerseits keine öffentlichen Auftritte. Doch der Beifall der Menge ist, wie gesagt, nicht mein Anliegen, sondern der gerechte Friede ("peace with justice"), das Ziel der U.S.A., als diese noch zivilisiert waren, also vor er "Watch-List" (unter Eisenhower und Dulles).

    • Tik Tak (kein Partner)
      17. April 2014 10:42

      Werter Dr. Ortner,

      ich habe Sie bei Lesungen erlebt.
      Ersparen Sie es mir bitte, meiner Meinung über Sie unzensuriert Ausdruck zu verleihen.
      Ich bleibe da lieber bei meiner neutralen Aussage von weiter oben.

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      17. April 2014 11:51

      Zu tik tak 10:42
      Wer einen Autor beleidigt, ist schon unterlegen. Wie die Römer sagten "turpitudinem suam allegans nec auditur" (notfalls bei Google-Übersetzer nachsehen). Daß ich den Parteigängern des Dr. Helmut Zilk - den "inneren Feinden Österreichs" verhaßt bin, ist verständlich. Denn bei einem Kaffeehausbesuch in Prag fiel mir zufällig "TYDEN", 24.10.1999, in die Hände, mit Titelbild von Dr. Helmut Zilk und auf DIN A4 kleingedruckt S. 1 und 16 - 21 die ausführliche Schilderung der von den tschechischen Kommunisten bestellten und bezahlten Spionage-Tätigkeit dieses leitenden Bonzen der österrreichischen Linken (noch im Sommer 200ß8 leitete er den Sturz Bundeskanzler Gusenbauers ein). Trotz der Verständigung der ö Politik und Presse - unter Beischluß meiner Übersetzung - wurde der linke Landesverräter von der Regierung Schüssel mit dem Vorsitz in der Bundesheer-Reform-Kommission betraut - ein weltgeschichtliches Novum. Daß ein Dr. Ortner, er das publik macht, ein hassenswertes Individuum ist, ist verständlich. Doch hassenswert wohl nur für die "inneren Feinde Österreichs". Und die habe ich verläßlich aufs Kreuz gelegt. Ich danke Herrn Tik-Tak für seine - ungezogene - Herausforderung, jetzt liegt die Wahrheit am Tisch.

  14. Rosenfeld (kein Partner)
    16. April 2014 14:46

    Die russische Bevölkerung bedankt sich für die Waffenlieferungen des dümmsten Regimes aller Zeiten:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1594761/Live_Radpanzer-mit-russischen-Flaggen-in-Ostukraine?_vl_backlink=/home/index.do

    Lang lebe Russland!
    Tod der Ukraine!

  15. N. S. A. (kein Partner)
    16. April 2014 14:10

    Wann erwachen endlich die benutzten Völker?

  16. Brigitte Imb
    16. April 2014 13:57

    Der deutsche Staatsfunk mußte zugeben gefälschtes Material gesendet zu haben.

    http://www.pi-news.net/2014/04/lieber-putin-als-diese-friedensnobelpreistraeger/#more-398429

    Und "Eva Hermann" meint: Deutsche Politiker aufgepaßt, wir wollen keinen Krieg.

    http://de.ria.ru/opinion/20140415/268277050.html

  17. N. S. A. (kein Partner)
    16. April 2014 13:51

    Unterberger hätte besser folgende Fragen beantwortet:

    Wie viele Milliarden (+ Goldreserven) wurden im Zuge des Maidan-Putsches aus der Ukraine abgezweigt?

    Wie viele Milliarden wird jetzt der europäische Steuersklave in der Ukraine ungefragt nachschießen müssen?

  18. Mephisto555 (kein Partner)
    16. April 2014 13:45

    Einer Korrektur bedürfen die Aussagen zum Beginn des Zweiten Weltkrieges: Schuld daran waren immer noch diejenigen, die diese Unrechtsgrenzen mit Volkszerstückelungen geschaffen und deren friedliiche Revision mittels Volksabstimmungen verweigert haben. Und da das Selbstbestimmungsrecht der Völker von vielen immer noch hochgehalten wird, gibt es hier auch so viele "Putinversteher"! Denn die Propagandalügen der USA und ihrer Vasallen zum Thema "Maidan" kann man ja als selbständig denkender Mensch nicht wirklich glauben. Und diese abgrundtiefe Verlogenheit des "Westens" stößt eben viele mehr ab als die teilweise plumpe Propaganda Rußlands, die auf der Krrim zweifellos die breite Masse des Volkes für eine Wiedervereinigung hinter sich hatte, so wie in der Ostukraine die breite Masse ein "Los von Kiew!" unerstützt, waas aber in diessem fall nicht unbedingt "Heim nach Rußland!" heißt!

  19. Wolfram Schrems (kein Partner)
    16. April 2014 13:39

    Die USA planen offensichtlich die Einkreisung Rußlands und bedienen sich der Jihadisten in Syrien - wobei die Rechnung offensichtlich nicht aufgegangen ist.

    Jetzt wurde Maaloula zurückerobert, sehr erfeulich. Man sieht, wie die Verbündeten des "Westens", die glorreichen Freiheitshelden also, mit den Heiligtümern umgegangen sind:

    http://rt.com/in-motion/syria-army-retakes-maaloula-624/

    Die USA bedienen sich auch zweifelhafter ukrainischer Elemente. Einer von ihnen, ein Freischärler namens Muzychko, ist schon im Kugelhagel der neuen Polizei gestorben. Der Mohr hatte seine Schuldigkeit getan, der Mohr konnte gehen.

    Letztens wurde ich damit konfrontiert, daß aber Putin "auch nicht der Messias" ist.
    Weiß ich eh.
    Sagt aber auch niemand.
    Aber er ist weniger ein Kriegstreiber als der Herr Friedensnobelpreisträger Barack Hussein O. und dessen europäische Lakaien.

  20. kaffka (Keine Partnerin) (kein Partner)
    16. April 2014 13:37

    Wie sich doch der verehrte Herr A.U irrt.

    Er verunglimpft den vom Westen so bejubelte "arabischen Frühling" der sich so langsam auch dem europäischen annähert. Ist er doch jetzt sogar bis zur Ukraine vorgedrungen.

    Im heutigen Kurier wird umfassend dargelegt, wie sich dieser "arabische Frühling" in Libyen auswirkt, wo der auch für den Westen zuerst so brave Ghaddaffi unter Beifallsklatschen der Gutmenschen des Westens vom Pöbel (genannt Freiheitskämpfer) abgemurks wurde.

    " Nahezu alles, was einen funktionierenden Staat ausmacht fehlt: Eine handlungsfähige Regierung,ein Präsident, Stabilität, Sicherheit."

    Wie ich schon wiederholt gepostet habe, ist die Zeit bereits gekommen, bzw wird in Kürze kommen, wo die Frühlingsschätzer den pösen "Diktator Ghaddaffi zurückwünschen. (Die vielen Flüchtlinge, die jetzt Europa überschwemmen sind wahrscheinlich meiner Meinung!)

  21. Wyatt
    16. April 2014 12:26

    Spiegel Online, 16. April 12:07

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-panzer-der-ukrainischen-armee-wechseln-seiten-a-964690.html

    Die ukrainischen Soldaten sollen in der Ostukraine eigentlich für Ruhe sorgen - doch ihre Unterstützung für die neue Regierung in Kiew schwindet. In Kramatorsk haben am Mittwochmorgen sechs Panzer der ukrainischen Armee die Seiten gewechselt.......

    • Schwarzes Logenluder (kein Partner)
      16. April 2014 13:18

      Das Putschisten-Regime in der Westukraine ist beinahe so lächerlich, armselig und bösartig wie das Regime in Brüssel! Beide werden (hoffentlich bald) verschwinden!

  22. Freak77
    16. April 2014 12:11

    So wie sich die Lage in der Ostukraine derzeit darstellt streben Putin und die Rädelsführer des prorussischen Aufstands bei Donezk ein

    ukranisches Transnistrien, also ein Chaosgebiet das von Oligarchen beherrscht wird, an.

    In so einem herrschaftslosen Gebiet könnte Russland schalten und walten wie es will.

  23. Tik Tak (kein Partner)
    16. April 2014 11:17

    Sie lasen einen angeblichen Kommentar des ehemaligen Journalisten Unterberger, tatsächlich aber eine unglaublich peinliche Anbiederung an US Hegemonialbestrebungen durch einen rückgratlosen Lohnschreiberling.
    Wo ist denn der Unterschied zwischen diesem Artikel und den früheren Leitartikel der Pravda?
    Keine Fakten aber reine Propaganda.
    Ist der Angriff Steiner schon erfolgt?

    Peinlich Unterberger, Sie sind um nichts besser als der nebenberufliche Regierungssprecher Ben Segenreich.

    Seriöser Journalismus sieht anders aus.

    In Zukunft sollten Sie derartige Einschaltungen im Dienste der Regierung eines Terroristenstaates auch als solche kennzeichnen.
    Sonst glauben Ihre Fans noch, das wäre Journalismus.

    Na ja, in ein paar Tagen ist Ostern, das Fest der Reinigung.
    Vielleicht hilft es ja was.

    • Anton Volpini
      16. April 2014 21:05

      Ich glaube, Tik Tak, es bereitet Dr. Unterberger ein diebisches Vergnügen, uns mit diesem Thema herauszufordern.

    • panzerechse (kein Partner)
      16. April 2014 21:15

      Ich würde es fast schon Notwehr gegenüber der Boltzmanngasse nennen...

  24. socrates
    16. April 2014 11:06

    Auf Kriegsfuß mit den Lesern Paul Schreyer 15.04.2014
    Die Leitmedien verlieren in der Russland-Berichterstattung den Kontakt zur Bevölkerung - und wundern sich nun darüber. Was steckt hinter dem seltsamen Bruch mit dem eigenen Publikum?
    Zwei Machtblöcke prallen in der Ukraine derzeit aufeinander. Zugleich tobt in den deutschen Medien ein Kampf um die Deutung des Konflikts. Der Graben scheint dabei weniger zwischen einzelnen Zeitungen oder Sendern zu verlaufen, als vielmehr zwischen den Journalisten der Leitmedien insgesamt und ihren Lesern bzw. Zuschauern.
    Bernd Ulrich, Stellvertretender Chefredakteur der Zeit, diagnostizierte diese Situation in der vergangenen Woche in einem längeren Kommentar:
    Woran liegt es, dass so viele Bürger die Krimkrise ganz anders beurteilen als Politik und Medien? (…) Wenn die Umfragen nicht täuschen, dann stehen zurzeit zwei Drittel der Bürger, Wähler, Leser gegen vier Fünftel der politischen Klasse, also gegen die Regierung, gegen die überwältigende Mehrheit des Parlaments und gegen die meisten Zeitungen und Sender. Aber was heißt stehen? Viele laufen geradezu Sturm, bei den Leserbriefen scheint der Anteil der Kritiker noch deutlich höher zu sein als seinerzeit anlässlich von Sarrazins Buch.
    Der Vizechef der Zeit ist dabei nicht allein mit seiner Irritation angesichts des offenbar als überraschend wahrgenommenen Gegenwinds von Seiten der eigenen Leser. Auch die FAZ konstatierte kürzlich:
    In den Kommentarspalten der Nachrichtenportale schlagen die Leser eine Schlacht um die Deutung der Krim-Krise (…) Auf den großen deutschen Nachrichtenseiten schreiben Leser - größtenteils unter Pseudonym - täglich Tausende Kommentare. Zumeist sind sie sehr kritisch. Aber noch nie war es so wild wie derzeit, berichten Mitarbeiter, die das sichten, was über die Kommentarfunktionen und auch über Facebook hereinschwappt. Sichten müssen.
    "Woher kommt die Empörung?"
    Keine Frage, die gegensätzlichen Lesermeinungen werden im Mainstream als Bedrohung wahrgenommen. Es geht um Deutungshoheit, aber auch um Identität: Für wen arbeitet man als Journalist? Wessen Zeitungen sind das, die da offenbar so sehr an ihren Lesern vorbeischreiben? Die betroffenen Kollegen versuchen sich an Erklärungen, die ein erstaunliches Maß an Hilflosigkeit offenbaren. So schreibt die FAZ:
    Manch einer vermutet, dass zumindest ein Teil der Empörungswelle im deutschsprachigen Internet von Moskau organisiert sein könnte. Nachweisen lässt sich das nicht. Die IP-Adressen, von denen die Kommentare abgesandt wurden, stammen zum größten Teil aus Deutschland. (…) Woher kommt die Empörung? Vielleicht drückt sich in den Kommentaren tatsächlich ein Unmut gegenüber der Politik der Bundesregierung aus.
    Andere werden deutlicher. Christian Neef etwa, langjähriger Russland-Experte des Spiegel, forderte in der vergangenen Woche in der Printausgabe des Magazins unter der Überschrift "Schluss mit der Romantik", dass die vermeintlichen Russland-Versteher in Deutschland endlich ihren verklärten Blick auf das Land korrigieren müssten:
    Aber Russland ist nicht Europa. Es wird auch nie Europa sein. Es hat nach dem Krieg und den seelischen Zerstörungen der Stalin-Zeit keine Phase der Aufklärung durchgemacht. (…) Putin setzt auf Macht und begründet sie mit einer konservativen, antiwestlichen Ideologie. Er spricht davon, dass 'viele der euroatlantischen Länder moralische Prinzipien und alle traditionellen Identitäten verleugnen: nationale, kulturelle, religiöse und selbst sexuelle'. Man müsse 'eine Bewegung zurück und nach unten, in die chaotische Dunkelheit und zu primitiven Zuständen' verhindern. Russland müsse dabei vorangehen.
    Neef sieht in Russland starke reaktionäre Tendenzen, die von einigen im Westen (gemeint sind wohl auch die zahlreichen kritischen Leserkommentare) ausgeblendet würden.
    Doch was wäre, wenn sowohl Neef als auch Putin Recht hätten? Wenn also Russland tatsächlich eine Phase der Aufklärung fehlt, zugleich aber der Westen aktuell eine Art "Aufklärung rückwärts" vollzieht? Stichworte wie Guantánamo, Abu Ghraib oder auch den mutwilligen Bruch von Völkerrecht bei den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen, sowie schließlich die tausendfach tötenden Drohnen in Pakistan kann man ja tatsächlich kaum anders umschreiben, denn als "Rückfall in chaotische Dunkelheit und primitive Zustände".
    Die vor diesem Hintergrund behauptete moralische Überlegenheit des Westens stößt vielen Lesern mehr und mehr übel auf - was eigentlich niemanden verwundern dürfte. Weshalb also reagieren die etablierten Kommentatoren nun so überrascht? Und was ist eigentlich deren Weltsicht? Die Schärfe des derzeitigen Konfliktes führt jedenfalls dazu, dass eben dieses persönliche Koordinatensystem nun immer deutlicher artikuliert wird. So schreibt Bernd Ulrich in der Zeit:
    Seit 9/11 hat der Westen Kriege geführt, die unter höchstem moralischen Aufwand begründet wurden und die am Ende doch vergeblich waren (Afghanistan) oder sich als reiner Betrug herausstellten (Irak). (…) Mit seinem Drohnenkrieg bewegt sich auch Barack Obama wieder in einer völkerrechtlichen Grauzone. (…) Die militärischen Interventionen des Westens in dieser Zeit sind für mich keineswegs Ausdruck einer imperialen Grundstimmung, die sich von Afghanistan bis Libyen jeweils andere Schauplätze gesucht hat. Ich deute sie ganz verschieden, mal als ideologisch motivierten Irrtum (Irak), mal als Tragödie (Afghanistan), mal als legitim (Libyen).
    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41507/1.html

    • socrates
      16. April 2014 11:30

      Der Erfolg des Blogs von A.U. beruht darauf, daß man die Deutungshoheit der Leitmedien widerlegen kann. Wenn z.B. der ORF etwas behauptet, tut es gut die Wahrheit zu publizieren. Aber auch die anderen oben zitierten Leitmedien mußten sich schon wegen Lügen, die zu Kriegen geführt haben, entschuldigen. Wenn nun die Leser mittels Internet, aber auch durch die Globalisierung, die viele Ukrainer und Russen zu uns brachten, den Unterschied zur veröffentlichter Meinung feststellen müssen, dann bilden sie sich eine eigene Meinung. Wenn noch dazu der Leser als cash-cow behandelt wird, indem man mitteilt was gezahlt wird, und zwar nicht von den 4/5 politischen "Fachleuten" und er außerdem den Krieg umso mehr fürchtet, je näher er ist, dann ist der Proteststurm verständlich und notwendig.

    • Undine
      16. April 2014 13:59

      @socrates

      *******!
      "Die Leitmedien verlieren in der Russland-Berichterstattung den Kontakt zur Bevölkerung - und wundern sich nun darüber. Was steckt hinter dem seltsamen Bruch mit dem eigenen Publikum?"

      Mich erinnert diese unglaubliche Diskrepanz an einen ZUG, der munter in die falsche Richtung weiterfährt, weil jemand übersehen hat, eine WEICHE umzustellen. Der Lokführer merkt, daß etwas nicht stimmt ---und fährt trotzdem stur weiter. Die Passagiere ziehen die NOTBREMSE, als sie erkennen, daß sie in die falsche Richtung unterwegs sind.

    • Anton Volpini
      16. April 2014 20:57

      Danke, Socrates, für diesen Beitrag.

      Demnach wird deutlich, daß die "westliche" Meinungsmache ihre Glaubwürdigkeit restlos verloren hat. Und dabei haben wahrscheinlich nicht einmal ein kleiner Bruchteil dieser zwei Drittel die "Geplünderte Demokratie" von Thomas Rietzschel gelesen. Zur Zeit folgen sie nur ihren Gefühlen!
      Was passiert erst, wenn dieses Buch zum Bestseller wird?

      Aber es ist doch unglaublich, ja schon stark abgehoben, einen Teil dieser kritischen Stimmen, als von Rußland gekauft zu bezeichnen. Wie lange werden sich die Bürger diese Verblödung noch gefallen lassen?

      Und daß Eva Hermann (Brigitte Imb sei Dank) ihre Meinung dazu in russischen Medien äußern muß, um überhaupt Gehör zu finden, ist schon mehr als bezeichnend.
      Es ist nur zu hoffen, daß es ihr Gleichgesinnte nachmachen.

      Wie immer die Ukrainenkrise ausgeht, wir stehen am Scheidepunkt ganz großer Veränderungen! Danach wird Europa anders ausschauen!

    • Brigitte Imb
      16. April 2014 23:10

      Zum Glück differenzieren doch viele Menschen - und ich denke die werden tgl. mehr - den Mist den sie von den Systemmedien vorgesetzt bekommen, bzw. glauben selbst Krone u. Ö Leser den Lügen der Politiker immer weniger. Meine Beobachtung bezieht sich auf div. Leserbriefe die ich mir zwecks Feindbeobachtung ansehe. Durch die Bank negativ, od. es handelt sich um politisch eingesetzte Berufsschreiber, die natürlich extrem zu beschönigen versuchen.

      Nach dem Betrug, den sich die Bundesregierung (um und) nach der NR Wahl geleistet hat, muß selbst dem Ungebildetsten auffallen, daß hier im Staate und in seinen übergeordneten, aufgeblähten Gebilden, der Wurm drinnen ist.

      Der Germteig geht......

  25. Black Ice (kein Partner)
    16. April 2014 11:00

    Sehr guter Kommentar, danke.

    Nur ein paar Anmerkungen:

    Die Zunehmende Dominanz Merkels führt nicht unbedingt zu höherer Popularität, bei manchen hat das auch einen umgekehrten Effekt.

    Die Rolle der USA ist auch nicht uneigennützig. Was an dem abgehörten Telefonat der amerikanischen Diplomaten gestört hat war weniger die vulgäre Ausdrucksweise, sondern die herablassende Geisteshaltung dahinter. Man hat den Eindruck bekommen können, dass die Ukrainer nur als Bauern in einem größeren Spiel gesehen werden, was sich mit deren Selbstbestimmung nicht vertragen würde.

  26. Erich Bauer
    16. April 2014 10:29

    In Kramatorsk haben die ersten ukrainischen Soldaten genug: Sie sind mit sechs Panzern übergelaufen. Mit russischer Flagge und der Fahne der Region Donezk fahren sie durch die Stadt. Aus Slawjansk gibt es ähnliche Berichte.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-panzer-der-ukrainischen-armee-wechseln-seiten-a-964690.html

    Diese "Terrorbekämpfer" lassen sich von EUSA nicht und nicht "einspannen". Für die lediglich-Ideologie-"Westler" muss das sehr enttäuschend sein. Vielleicht sollten sie selber den A.... heben und mit HURRA-Geschrei...

  27. brechstange
    16. April 2014 08:45

    Die Kriegsgeschreipropaganda in den Zeitungen heute dienen einzig und allein der Angstmache, um abzulenken vom Weg der EU in eine demokratiefreie Zone a la Vereinigte Staaten von Europa. Die Politische Elite bahnt sich den Weg zu ihren Vorteilen auf Kosten von mehr als 300.000.000 Menschen der Eurozone.

    Die EU-Wahl lässt grüßen.

  28. Max Dutroux (kein Partner)
    16. April 2014 07:50

    "Das Gewerbe eines Publizisten ist es vielmehr, die Wahrheit zu zerstören, geradezu zu lügen, zu verdrehen, zu verleumden, zu Füssen des Mammon zu kuschen und sich selbst und seine Rasse um des täglichen Brotes willen wieder und wieder zu verkaufen.“ (John Swinton, Chefredakteur der "New York Times", 1880)

  29. kissing (kein Partner)
    16. April 2014 07:41

    Die Ukraine ist eine Ratten-Schwanzverlängerung der Nord Atlantischen Terror Organisation (NATO).

    • Brätschinskie (kein Partner)
      16. April 2014 08:13

      Die deutsche Wiedervereinigung basiert auf Zusagen der USA und Deutschlands an Russland, dass sich nämlich die Nato (= Angriffspakt) keinen Zentimeter nach Osten bewegen werde. Die Nato führt seither einen Angriffskrieg gegen Russland und akkupierte nahezu alle Länder um Russland herum:

      Polen, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Albanien, Kroatien usw usf.

  30. Gennadi (kein Partner)
    16. April 2014 01:12

    Natürlich überwiegen auch im A.U.-Blog die - ich sage es, weil teilweise schon belegt - bezahlten Putin-Unterstützer. Was Putin macht, ist gut. Was die bösen anderen machen, immer schlecht.
    Weil - im Recht ist immer die Sowjetunion.

    Schon beachtlich, diese kommunistische Hetze gegen alles und jeden, derdiedas gegen Putin ist. Gegen einen, immerhin, Ex-KGB-Chef und anerkannten Massenmörder.

    Unbeachtlich sind die ständigen Versuche psychisch Minderbemittelter, jeden Beitrag mit OT zuzumüllen. Nur weil selbst nicht verstanden wird, worum es geht. Aber Imb & Co. können eben nicht anders, also verdienen sie unser Mitleid.

    • Brigitte Imb
    • simplicissimus
      16. April 2014 01:58

      Blabla Rhabarber.

    • simplicissimus
      16. April 2014 02:18

      Ja, Brigitte Imb, was wir nicht alles sind:
      Also erst einmal Nazi, dann katholisch-erzkonservativ-reaktionär, dann kapitalistisch, altvattrisch, rückwärtsgewandt und jetzt eben Kummerln!
      Wie mans braucht, um unangenehme Meinungen zu diskreditieren.
      Wohl gemerkt: Mit inhaltlosem Blabla zu diskreditieren.

    • Wyatt
      16. April 2014 07:22

      Durch wen und wie ist eine Bezahlung teilweise schon belegt ?
      Und wen meinen Sie mit "uns" - Mitleidhabende Auftragsschreiberlinge ?

    • Undine
      16. April 2014 08:43

      @Gennadi

      "Natürlich überwiegen auch im A.U.-Blog die - ich sage es, weil teilweise schon belegt - bezahlten Putin-Unterstützer."

      Oh, wann werde ich bezahlt? Haben die anderen "Putin-Unterstützer" schon bare Münze gesehen? Ich gelobe: Sobald mein Honorar eingelangt ist, werde ich Herrn Gennadi die Hälfte davon auf sein Konto überweisen! Bei meiner Ehr'!

      Ach ja, und wer bezahlt die Putin-Gegner, zu denen Sie gehören? Wenn die besser honoriert werden, schlage ich mich umgehend auf die andere Seite.

    • Erich Bauer
      16. April 2014 09:16

      @Undine,

      die Obama-Cheer-Leader müssen derzeit Dankbarkeit zeigen. Sei es für die bewilligte Zulassung zum "Alpha-Journalisten" oder für das erteilte "Fulbright-Stipendium".

      Es ist schwierig von "Lagerromantikern", die einem "Lagerkoller" verfallen sind, zu verlangen, so etwas wie die eigene "Lagersituation" zu reflektieren. Dementsprechend fallen auch immer die "Argumente" aus. Allein der Versuch Dritter, denen der Kapo-Appell zu dünn erscheint, die Ursache und Wirkung hinterfragen wollen, löst bei besonders strammen"Lagerinsassen" extreme Schaumbildung vor dem Mund aus.

    • baro palatinus (kein Partner)
      16. April 2014 14:00

      naja friedennobelpreisträger ist er natürlich keiner, der putin.
      was Sie, verehrter gennadi nicht verstehen wollen ist, dass es eine divergenz zwischen völkerrecht und intuitiv erfassbarer moral gibt, die den lohnschreibern von denen Sie hier faseln, im gegensatz zu Ihnen gewahr ist.

      bei positiv rechtlicher beurteilung hat russland völkerrecht gebrochen.
      aber man muss sich doch fragen, ob dieses vorgehen nach maßstäben der moral und der gerechtigkeit - diese nebulösen konstrukte auf die sich gerade linke bei jeder sich bietenden gelgenheit berufen - falsch war oder ob es viel mehr diesen maßstäben geradezu entspräche, den wünschen der dort lebenden bevölkerung nachzugeben und sie nach rußland quasi heimzuholen.

      ich weiß, es ganz widerlich die wünsche niederen fußvolkes über die existenz völkerrechtlicher verträge und willkürlicher grenzen zu stellen.
      wo kämen wir da hin? am ende noch zur demokratie.

    • socrates
      16. April 2014 14:01

      Gennadi
      Wo gibt es Geld für uns? Oder sind Sie Politiker: zuerst versprechen, dann nix halten!

    • Herzogberg (kein Partner)
      16. April 2014 23:32

      Sie müssen zwischen der Sowjetunion und Putins Rußland unterscheiden: zwischen einer kommunistischen Diktatur und einer autoritären Führung. Putin will, was allen, außer uns Deutschen, selbstverständlich ist, Rußland wieder in einer Führungsrolle sehen. Daß er für diesen Zweck das Völkerrecht nicht immer einhält, hat er mit den USA gemeinsam. Der Unterschied ist lediglich, daß letztere dieses mit heuchlerischen Argumenten verschleiern - "Wir wollen die Welt für die Demokratie sicher machen", etc.

    • Gennadi (kein Partner)
      16. April 2014 23:53

      Der Unterschied zwischen Nazis und Putin?
      Ich sehe keinen.

  31. Brigitte Imb
    15. April 2014 21:41

    OT - Die Verschwendungssucht der EU

    Bis zum 25. Mai will der dänische EU Parlamentarier Morten Messerschmidt 70 mal aus seinem EU-Verschwendungs-Fundus berichten.

    Er dokumentiert, dass wir mit der heutigen europäischen Union einen Apparat haben, der zu groß, zu teuer, zu fremd, zu beängstigend und zu fern der Heimat, in diesem Fall für Dänemark, aber auch für alle europäischen Länder ist.

    http://www.pi-news.net/2014/04/die-verschwendungssucht-der-eu/#more-398370

    Bei diesen Summen wird einem schwindlig......und v.a., wer soll das jemals bezahlen? Das zeigt die Realitätsverweigerung dieses, von künstlichem Geld geschaffenen, Systems.

    • Undine
      15. April 2014 21:52

      @Brigitte Imb

      Danke für den Link! Da könnte man sich die Haare raufen angesichts der Verschwendung UNSERER Steuergelder, denn die Last tragen die wenigen Nettozahler!

    • Brigitte Imb
      15. April 2014 22:39

      Was nimmt sich diese Sekte eigentlich heraus? Verteilt Geld das ihnen nicht gehört - und das sie realwirtschaftlich betrachtet keinesfalls zur Verfügung haben - ungefragt an Dritte und für allerlei Fragwürdigkeiten, als ob man selbiges einfach von Geldbäumen pflücken müßte. Und zu alldem jede Menge sinnloser Verordnungen, bzw. Tracktierungen an die Völker.
      Die politische Elite möchte sich die totale Kontrolle über "ihre" Völker erkaufen. Perverserweise dürfen die Völker diese Kontrolle selbst bezahlen.

  32. Jewgeni Gorowikow
    15. April 2014 19:56

    Von diesem Friedensgipfel am Donnerstag in Genf sollte sich niemand zu viel erwarten!

    Putin und Lawrow haben bei der ganzen Krim-Besetzung gelogen und sie lügen jetzt wenn es um die Ostukraine geht und dreschen ihre Propagandasprüche.

    Und sie werden auch in Genf lügen.

    Also was soll's? Dieser sogenannte Friedensgipfel in Genf ist wohl hauptsächlich zum Zeitgewinn gut, damit die russischen Unruhestifter in Donezk ihre Barrikaden und Stacheldrahtverhaue noch höher bauen können.

    Die Ukraine und ihre Übergangsregierung wäre gut beraten die zwei Tage zu nützen um die Einheit der Ukraine herzustellen und selber im eigenen Land aktiver zu werden!

    Wenn Putin schlecht gelaunt ist lässt er diesen Friedensgipfel in Genf sowieso platzen. An Frieden in der Ukraine ist niemand weniger interessiert als Putin. Mit so jemanden kann man nicht verhandeln.

    • dssm
      15. April 2014 20:53

      Der Konflikt erinnert mich an Bosnien. Auch dort ging das 'Wilde Treiben', ohne klare Fronten, mit wechselnden Bündnissen, dubiosen Kommandanten, korrupten Politikern so lange dahin, bis die USA endlich einschritten. Bis heute wartet das Land auf eine Lösung. Die Korruption ist nach wie vor da, die Wirtschaft ist am Boden, man hängt am Tropf fremder Mächte.

      In der Ukraine wäre dieser 'Retter' wohl Russland. Wie gut dies in der Westukraine ankommt kennt man ja aus der Geschichte, ein endloser Orlog würde das Land überziehen. Und ehrlich gesagt, die Russen an der Ost-Grenze der Slovakei, Ungarns und Polens, das würde Urängste wecken.

      Hoffen wir, daß sich die Vernunft durchsetzt. Also Volksabstimmungen unter Aufsicht der UNO (am Besten auch nochmals für die Krim). Jede Region soll entweder unabhängig werden oder sich einem Nachbarn anschließen dürfen (für den Westen wohl ein EU-Beitritt – teuer!, aber der Oligarchenalbtraum würde ein Ende haben). Danach ein klares Mandat für eine internationale Überwachung um die Minderheiten zu schützen. Gerade die Westukrainer sollten wissen was sonst passiert.

      Mit Ihrer vorgeschlagenen Methode wird nur noch mehr Blut vergossen, ohne auch nur ein Problem zu lösen, ausser natürlich das Schuldenproblem ...

    • socrates
      15. April 2014 23:54

      Warum kann sich die USA nicht auf ihre Grenzen von 1945 zurückziehen, wenn es alle anderen können?
      Warum kann sich Israel nicht auf seine Grenzen vor dem 6 Tage Krieg zurückziehen?
      Russland konnte es. Das erscheint mir vertrauenswürdiger.

    • Jewgeni Gorowikow
      16. April 2014 06:12

      socrates:

      Warum kann sich die USA nicht auf ihre Grenzen von 1945 zurückziehen, wenn es alle anderen können ?????????????????????????????

      Russland machte bei der Krim gerade eine einseitige Gebietserweiterung (Annexion) - schon vergessen?

  33. Erich Bauer
    • Undine
      15. April 2014 21:55

      @Erich Bauer

      Danke für den Link! Der Mann ist Vertrauen erweckend und spricht eine deutliche Sprache!!

  34. Nemo
    15. April 2014 17:36

    Habe auf BBC gehört, dass eine russische MIg ein US Kriegsschiff im Schwarzen Meer sehr zum "Ärger der US überflogen hat

    Was macht ein US Kriegsschiff in diesen Zeiten im Schwarzen Meer?

    • Erich Bauer
      15. April 2014 18:21

      BBC? Das ist noch gar nicht strafbar?

    • Jewgeni Gorowikow
      15. April 2014 19:44

      Nemo: Was machen russische Soldaten in diesen Zeiten in der Ukraine?

    • baro palatinus (kein Partner)
      16. April 2014 14:03

      marinestützpunkte behalten und...

      russischsprachige gebiete schützen.
      wie sprache und nation korrelieren ist Ihnen klar?

    • Nemo
      17. April 2014 15:40

      @ Erich Bauer: Von strafbar hat niemand gesprochen. Es ist auch nicht strafbar, Truppen an seiner eigenen Grenze zu stationieren. Es ist auch nicht strafbar einen Flugzeugträger ins Schwarze Meer zu senden. Jedoch ein Kriegsschiff vor einem fremden Marinehafen fahren zu lassen und von De-escalation zu sprechen, ist sehr unglaubwürdig. Gilt auch in einem gewissen Mass für Truppen an der Grenze.

  35. Erich Bauer
    15. April 2014 17:18

    Die beiden westlichen "Friedensnobelpreisträger" wollen den KRIEG. Das steht nun eindeutig fest. Sie können nicht einmal bis Donnerstag (in Genf) warten. Der CIA -Direktor war am Wochenende in Kiew - das wurde von USA bestätigt. Und schon gbits die "Befehle"...

    Helm auf!

    • Brigitte Imb
      15. April 2014 17:33

      Natürlich zum Erhalt des Friedens usw..........und nachhaltig.......

      Ach sind "die" ekelhaft....*brrrrr*

  36. Undine
    15. April 2014 16:46

    Die Deutschen und die Österreicher---die Bürger wohlgemerkt, nicht die Politiker!---haben aus dem WKII gelernt: Sie sind HELLHÖRIG geworden für falsche Propheten und deren PROPAGANDA!

    Und plötzlich ist diese kritische Haltung gar nicht mehr gerne gesehen, wie das Beispiel Ukraine-Krise zeigt! Da werden wir wie zu Goebbels' besten Zeiten belogen und betrogen und sollen es auch noch für die Wahrheit halten!

    °°° "Eva Herman lobt die Deutschen für ihre Haltung zu Russland"

    http://www.unzensuriert.at/content/0015173-Eva-Herman-lobt-die-Deutschen-f-r-ihre-Haltung-zu-Russland

  37. Brigitte Imb
    15. April 2014 16:31

    So wie D GsD keinen Hitler mehr hat, so ist auch Stalin nicht mehr in Russland. Von den Medien wird es leider abgehandelt und leider zählt in dem Fall auch Dr. Unterberger dazu. Zwar pochend auf die offizielle internationale Rechtssituation, an die sich aber Amerika bei Gott nicht hält. Die marschieren nämlich überall ein, wo es für SIE von Vorteil ist und scheren sich mit ihrem Anspruch auf die Weltherrschaft kein bißchen um das Völkerrecht.

    In der Ukraine herrschen tatsächlich brandgefährliche Zustände, die m.M. von der anglo-amerikanischen Achse geschürt werden. Über das WARUM darf jeder selber spekulieren, denn die Wahrheit werden die "Lohnsklaven" ohnehin NIE erfahren.

    Die Politik entwickelt sich mehr und mehr zu einem Verbrechersyndikat, dem es egal ist für seine Belange Menschen zu opfern und Krieg zu führen. Im Gegenteil, sie hächeln geradezu danach.

    • Undine
      15. April 2014 16:53

      @Brigitte Imb

      *******!
      Wehret den Anfängen! Und am Anfang stehen immer die faustdicken Lügen derer, die ein brennendes Interesse haben, einen Krieg zu entfachen. Die USA führen PAUSENLOS Kriege rund um den Erdball und verlangen dennoch immer, von allen als die Guten angesehen zu werden! Verstehe das, wer kann---ich kann's nicht!

    • Brigitte Imb
      15. April 2014 17:29

      Undine,

      sehr lange Zeit bin ich allem was irgendwie zum Ostblock gehört hat mit sehr großer Skepsis gegenüber gestanden und ich hätte eher auf Reisen gänzlich verzichtet, als in den "Ostblock" zu fahren. Durch vorsichtiges Herantasten konnte ich eines Besseren belehrt werden und dadurch wirklich bereichernde private Kontakte knüpfen, die mir tiefe Einblicke ermöglichten.
      Die "normalen" Menschen eröffnen die Sicht auf die Vorgänge, nicht die Politiker. Und die normalen Menschen sind dort wie da im Grunde gleich und wollen zumeist nur in Ruhe gelassen werden, um es auf eine einfache Formel zu bringen.

      Aber, um in Ruhe gelassen werden zu können, müßten wir den politischen Verwaltungsapparat um mindestens 70% stutzen. Daß da keiner mehr auf so wahnwitzige Ideen, wie Kaffeemaschinen-, Staubsauger- u. ähnliche Quatschverordnungen, bzw. Kriegsgelüste, kommen könnte.

    • M.S.
      15. April 2014 23:22

      "Die Politik entwickelt sich mehr und mehr zu einem Verbrechersyndikat, dem es egal ist für seine Belange Menschen zu opfern und Krieg zu führen. Im Gegenteil, sie hächeln geradezu danach."
      Es scheint so. Gerade das macht mich sicher, dass uns bald, vermutlich nach den EU-Wahlen ein finanzieller Supergau ins Haus steht. Da kommt ein Krieg zur Ablenkung gerade recht.

  38. Wertkonservativer
    15. April 2014 13:29

    Passend zum ewigen Thema von Schuld, Leiden und Sühne im Gefolge politischer Machtausübung in aller Welt, vom Beginn menschlicher Zivilisation bis heute:

    Soeben las ich als Mittagslektüre in der Biographie des Ancius Manlius Torquatus Boethius (480 - 524 nChr.), eines edlen Römers, Patrícius und Konsul, bis ihn politische Widersacher bei König Theoderich verleumdeten, ihn 524 mit seiner Billigung ins Gefängnis brachten und nach sechs Monaten hinrichten ließen.
    Im Kerker schreibt Boethius seinen "Trost der Philosophie", ein Werk von antikischer Größe, das er gleichsam sich selbst zum Trost verfasst, das aber auch für jeden seiner Leser ergreifende und tröstliche Kräfte ausströmt.
    Der Todgeweihte erschreibt sich im Kerker Unsterblichkeit!

    "Nahe den Thronen spreizen verderbte
    Sitten sich, sie treten mit Füßen
    Heilige Nacken, unseligen Wechsels.
    Tugend birgt sich verstoßen im Finstern,
    Leuchtend im Dunkeln, Gerechte leiden
    Strafe des Bösen!
    Nicht Betrug schadet ihnen, nicht Meineid,
    Ausgeschmückt mit der Farbe der Lüge.
    Da nach Belieben sie nützen die Kräfte,
    Freut sie's, sich Könige zu bezwingen,
    Die unzählige Völker fürchten.
    O schau her auf die arme Erde,
    Der du knüpfst der Schöpfung Gesetze,
    Wir, nicht schlechtester Teil deines Werkes,
    Treiben um auf dem Meer des Geschickes.
    Zähme die reißenden Fluten, o Herrscher,
    Wie du lenkst den unendlichen Himmel,
    Füge die Erde in feste Gesetze!
    Boethius
    "
    Auch unserer Zeit "ins Stammbuch geschrieben"!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • FFC (kein Partner)
      16. April 2014 09:40

      SchreibenS bitte endlich vor Ihre Beiträge "off topic" oder O.T. - so wie es alle anderen auch machen.

  39. Brigitte Kashofer
    15. April 2014 13:26

    Dann müsste das Staatsvolk aber auch zwingend über die Zuwanderung abstimmen können, denn diese kann die Mehrheitsverhältnisse dramatisch ändern.

  40. Riese35
    15. April 2014 11:46

    Weder die französische Revolution, noch die "Friedens"initiativen nach dem ersten Weltkrieg haben einen dauerhaften Frieden gebracht. Und im Grunde genommen hat das Aufräumen nach dem 2. Weltkrieg auch nur einen Teilfrieden gebracht, denn der Osten mußte noch Jahrzehnte weiter leiden, es gab organisierte Vertreibungen etc. Es waren die USA, die halb Europa in Jalta verkauft haben. Und noch heute wird jede Aufarbeitung der Benesdekrete verhindert.

    Anders war dies mit dem Wiener Kongress und insbesondere mit der Wende 1989. All die mittel- bis osteuropäischen Länder (Polen, Tschechien, Ungarn, baltische Staaten etc.) verdanken ihre Freiheit der Friedensinitiative und Verständigung zwischen Deutschland und Rußland. Die Friedensarchitekten saßen in erster Linie in diesen beiden Ländern.

    Anstatt diese Kräfte zu stärken, haben heute leider wieder die Kriegstreiber das Sagen. Die Architekten von damals werden ruhiggestellt. Man sieht das Heil nicht mehr im Aufeinander-Zugehen sondern im Ausgrenzen.

    An dieser Stelle möchte ich aber AU ganz besonders danken, auch wenn ich diesmal ganz konträrer Ansicht bin, daß er hier in diesem Blog all diese Standpunkte zuläßt und einen wirklich freien Austausch von Argumenten ermöglicht und sicherstellt. Das ist heute, wo fast alle Medien gleichgeschaltet sind und eine bewußt gelenkte, politische Schlagseite aufweisen, als ein ganz hohes Gut anzurechnen und herauszustreichen.

    • Undine
      15. April 2014 13:21

      @Riese35

      Für jedes Wort einen Stern!

      ****************************************************************!
      "All die mittel- bis osteuropäischen Länder (Polen, Tschechien, Ungarn, baltische Staaten etc.) verdanken ihre Freiheit der Friedensinitiative und Verständigung zwischen Deutschland und Rußland. Die Friedensarchitekten saßen in erster Linie in diesen beiden Ländern."

    • Undine
      15. April 2014 13:31

      Oh, vorschnell abgeschickt!

      Das vergißt man leider immer wieder, daß zum ersten dank der redlichen Bemühungen von Gorbatschow und Kohl, den beiden Männern, die zur richtigen Zeit das Richtige getan haben, nicht nur BRD und DDR zusammenfanden (Wir sind EIN VOLK!), sondern zum zweiten alle anderen Ostblockstaaten in einem Aufwaschen vom grausamen Joch des Kommunismus befreit worden sind.

      Wäre es nach Frankreichs Mitterand und nach Englands Maggie Thatcher gegangen, wäre Deutschland nie vereinigt worden. Sowohl F als auch GB war es nur zu recht, dank des Eisernen Vorhangs Deutschland KLEINZUHALTEN! DAS war seit ewig das Bestreben Englands und auch Frankreichs.

      Ja, die damaligen Friedensarchitekten saßen in Deutschland und Rußland. Alle anderen Länder haben davon profitiert! Warum VERGISST das plötzlich das offizielle D?

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 14:14

      @ Undine und @ Riese35:

      werden da in Ihrer Lage-Beurteilung nicht die Freiheitsbewegungen der einzelnen Völker Osteuropas (von Walesa bis ...) ausgeblendet, die eigentlich erst die Initialzündungen zu den Loslösungen der einzelnen "Satelliten" vom russischen Joch brachten?

      Manchmal weiß ich wirklich nicht mehr, ob ich hier in der richtigen Vorstellung sitze!
      Jedoch - bitte - nichts für ungut, sehr geehrte Mitblogger!

      (mail to: gerhard@michler.at)

      (gerhard@michler.at)

    • Riese35
      15. April 2014 14:33

      @Undine: Sie schreiben "Alle anderen Länder haben davon profitiert!" Wenn man dazu die Aussagen von Willy Wimmer hinzufügt - ich denke an seine Schilderung vom Weißen Haus in Washington D.C. -, kann man nur zu dem Schluß kommen, daß der Zulassung dieser damaligen Friedensinitiative seitens der USA eine eiskalte, geostrategische Berechnung zu Grunde gelegen ist: so konnte durch den Rückzug der Sowjetunion auf billige Weise ein militärisches Vakuum in Osteuropa erreicht werden, in das nun die USA sehr leicht vorstoßen konnten, um ihre geostrategische Machtbasis in Osteuropa auszubauen.

      Die deutsche Friedensinitiative war also für die USA ein nützliches Mittel zum Zweck für ihre eigenen Interessen. Die Unterstützung der USA war weniger ein Freundschaftsdienst an den europäischen nicht-sozialistischen Staaten, wie es bei uns leider allzu oft empfunden wird. Die USA haben davon profitiert, während wir die negativen Folgen und Lasten ausbaden sollen. Heute sind die USA ein Meister der Propaganda. Gerade in der Wirtschaft muß man erkennen, wie brutal auch mittels lückenloser Überwachung und Spionage die USA heute ihre "Partner" erpressen und die Stärkung transatlantischer Bestrebungen (NATO, Freihandelsabkommen etc.) mit großer Skepsis zu betrachten sind.

    • Undine
      15. April 2014 14:43

      Krieg UND Frieden haben IMMER mehrere Väter; das einzusehen und einzugestehen fällt nicht immer leicht. Deshalb hat man auch nach den beiden grausamen Weltkriegen in den ebenso grausamen sogenannten "Friedensverträgen" eine noch nie dagewesene Klausel eingebaut, die der Einfachheit halber beide Male Deutschland die alleinige KRIEGSSCHULD auf die Schultern lädt. So hat man sich die Hände in Unschuld gewaschen.

    • Riese35
      15. April 2014 14:49

      @Wertkonservativer:

      a) Nein, diese Bestrebungen blenden wir überhaupt nicht aus. Ganz im Gegenteil. Sie schreiben ja richtig von "Zündung". Mir geht es hier aber um das Umfeld, die Rahmenbedingungen, die diesen Prozeß erst einmal ermöglicht haben. Einen Gasofen kann man so lange erfolglos zünden, bis das richtige Gasgemisch vorhanden ist, sodaß die Zündung dann auch funktioniert. Es ging hier um das richtige Gasgemisch und nicht um die Zündung. Beides ist aber notwendig, daß es letztlich funktioniert.

      b) Und Sie schreiben vom "russischen" Joch. Das war aber viel mehr ein "rätisches" (sowjetisches) Joch. Die Russen haben ebenso unter dem Sozialismus gelitten wie die Polen etc. Ebenso die russisch-orthodoxe Kirche. Die rätische Ideologie war keine russische, sondern eine westliche Ideologie (Marx, und auch Uljanow wurde vom Westen ideologisiert). Der Westen hat stets versucht, seine Ideologie zu exportieren. Das tut er heute noch: siehe z.B. die Erpressungsversuche mit der Homoideologie im Zusammenhang mit Sotschi. Dieselbe Ideologie versucht uns nun im Westen zu beherrschen. Die russische Seele ist eigentlich mit dieser Ideologie inkompatibel.

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 15:18

      Werter @ Riese 35:

      ganz komme ich mit Ihren Ausführungen nicht mit: den Sowjetkommunismus quasi als Nachfolge-Produkt westlicher "rätischer (?) Denk- und Handlungsmodelle herauszuarbeiten, das bedarf zumindest für mich schon einiger Gedankensaltos!

      Nun gut, ich akzeptiere gerne Gescheitere als ich einer bin, erlaube mir jedoch trotzdem, so meine Zweifel hinsichtlich der Schlüssigkeit Ihres Gedankengebäudes!
      Ich meine es halt so:
      genau so, wie die NS-Häuptlinge das deutsche Volk in den Fast-Untergang getrieben haben, haben die kommunistischen Oberkleifel von Lenin über Trotzki und Stalin das arme russische Volk kujoniert und Millionen eigener und anderer Leute in den Gulags umgebracht. Das waren schon Russen, oder nicht?
      Aber wie auch immer: wir streiten hier alle ein wenig "um des Kaisers Bart"!
      Ändern können wir die Welt nicht, schon der edle Römer Boethius (siehe meinen heutigen Beitrag!) musste dies erkennen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Peter Brauneis
      15. April 2014 15:27

      @ Riese35
      @ Undine
      @ Wertkonservativer

      Dem Dank an Herrn Dr. Unterberger, daß zumindest hier nicht gleichgeschaltete Meinungen zu Wort kommen, schließe ich mich lebhaft an.

      Zu Recht mahnt Herr Michler, Freiheitshelden wie Nagy, Dubcek oder Walesa nicht auszublenden. Doch ich ersehe nicht, daß irgendwer solches versucht. Doch auch die Vorstellung, daß das offizielle Deutschland samt den reichspresseamtlich dressierten Medien auf Gorbatschows Beitrag zur Einheit VERGESSEN, ist richtig.

      Grausig ist die Kriegspropaganda gegen Rußland mit fortgesetztem Friedensverrat.
      Ein Herr Röttgen, den seine Intelligenz bereits in der Energiewende still begleitet hatte, schleimt mit CIA-Phrasen herum. Obgleich "Die Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen" nicht bedeutet, ausschließlich bei NATO und Soros denken zu lassen. Und in Moskau wühlt eine ORF-Dame: "Rußland ist schuld an den Verbindlichkeiten der Ukraine für russische Gaslieferungen".
      .

    • Riese35
      16. April 2014 00:36

      Werter Wertkonservativer!

      Eines erlaube ich mir mit Sicherheit zu sagen: ich bin sicher nicht gescheiter als Sie. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen. Sie haben sicher mehr Erfahrung auf Grund Ihres Alters. Respekt gegenüber dem Älteren ist für mich eine Selbstverständlichkeit und sehr wichtig, auch wenn es in der sachlichen Beurteilung manchmal Unterschiede gibt.

      Nun aber ein paar Anmerkungen zu den von Ihnen genannten Unklarheiten:

      a) Ich verwende in der deutschen Sprache oft gerne die deutschen statt der fremdsprachlichen Ausdrücke. Also "Räteunion" statt "Sowjetunion", oder "rätisch" statt "sowjetisch", wenn ich von "rätischer Ideologie" schreibe. Letztlich heißt ja der "Europäische Rat" in russischer Sprache auch "Jewropejskij Sowjet", und die "Europäische Union" "Jewropejskij Sojuz".

      b) Zur Frage der Wurzeln des Rätesystems (Sowjetsystems): Es beruht auf dem Marxismus-Leninismus. Marx wurde in Trier geboren, wirkte vor allem in deutschen Landen und England und starb in London. Das sind Gegenden, die ich eindeutig als "westlich" bezeichnen würde. Auch seine Lehre beruht auf westlichen Gegebenheiten und westlicher Philosophie. Hegel und Feuerbach würde ich als "westlich" bezeichnen. Und auch Wladimir Iljitsch Uljanow bekannte sich zum Marxismus. Seine Großmutter Anna Grosschopf war deutscher Abstammung. Lange Zeit verbrachte er in der Schweiz im Exil, in dem er sich seiner marxistischen Studien und der Herausgabe politischer Publikationen widmete, insbesondere seines Hauptwerkes "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus". Er verbrachte aber auch viel Zeit in Frankreich, Schweden, im Deutschen Reich und in Galizien (Krakau, Bialy Dunajec und Poronin etwa 10km nördlich von Zakopane). Die eher russisch denkenden Narodniki betrachtete er kritisch. All die genannten Gegenden und insbesondere das dort von ihm rezipierte Denken würde ich eindeutig als "westlich" bezeichnen.

      c) >> "Ich meine es halt so: genau so, wie die NS-Häuptlinge das deutsche Volk in den Fast-Untergang getrieben haben, haben die kommunistischen Oberkleifel von Lenin über Trotzki und Stalin das arme russische Volk kujoniert und Millionen eigener und anderer Leute in den Gulags umgebracht."

      Volle Übereinstimmung.

      >> "Das waren schon Russen, oder nicht?"

      Ich würde sagen, weitgehend nein. Einzig Uljanow war väterlicherseits russischer und mongolisch-kalmückischer Herkunft, hatte aber mütterlicherseits bereits jüdische und deutsch-schwedische Vorfahren und war sehr stark von westlichem, reovolutionärem Denken (Marxismus) geprägt. Leo Dawidowitsch Bronstein war das Kind jüdischer Kolonisten aus der Ukraine. Und der größte Übeltäter, Josif Wissarionowitsch Dschughaschwili, war auch weit davon entfernt, Russe zu sein. Er war Georgier.

      Leider neigt man in Westeuropa und insbesondere in Amerika dazu, sich mit der Geschichte dieser Länder nicht oder nur kaum zu beschäftigen, schert alle über einen Kamm und negiert die Unterschiede. Wir legen auch Wert darauf, nicht mit den Deutschen und Schweizern in einen Topf geworfen zu werden. Und schon ein Vorarlberger im Wiener Parlament wirkt fremd. Nicht mindere Unterschiede gibt es zwischen der Sowjetunion und dem heutigen Rußland, sowie innerhalb des heutigen Rußlands.

      d) >> "Ändern können wir die Welt nicht, schon der edle Römer Boethius (siehe meinen heutigen Beitrag!) musste dies erkennen!"

      Nun ja, als einzelner vielleicht kaum. Und dennoch wird der Lauf der Geschichte entscheidend von den Menschen bestimmt. Es ist also nicht egal, mit welcher Einstellung und Gesinnung wir unser irdisches Dasein verbringen.

      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Karwoche (hebdomadam sanctam - der lateinische Ausdruck gefällt mir viel besser) sowie ein gesegnetes und gnadenreiches Osterfest.

      Ihr Riese35

    • Brigitte Imb
      16. April 2014 01:47

      Buchtipp dazu: "Geheimakte Parvus-Die gekaufte Revolution" v. Elisabeth Heresch.

    • Wertkonservativer
      16. April 2014 07:31

      Herzlichen Dank, werter @ Riese35,

      für Ihre so fairen und klugmachenden Ausführungen!

      Sie sind einer der Kundigsten und Besten hier! Ehrlich!!
      Volle Hochachtung und Dank für Ihre Osterwünsche, die ich aufrichtig erwidere!

      Ihr
      Wertkonservativer!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • baro palatinus (kein Partner)
      16. April 2014 14:05

      salti, du becher

  41. otti
    15. April 2014 11:40

    wie so oft:
    DANKE HERR DR. UNTERBERGER FÜR IHRE ANALYSE !
    an Sachlichkeit kaum mehr zu überbieten !

  42. Josef Maierhofer
    15. April 2014 11:15

    @
    'Wer die betroffenen Menschen als einzige letztlich relevante Entscheidungsgrundlage nicht ernst nimmt, der kehrt wieder zum Faustrecht zurück.'

    Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass sich die betroffenen Menschen zur Wehr setzen und auch da gilt wieder das Faustrecht. De facto sind dort, und nicht nur dort, tatsächlich nur noch Gewaltparteien, Kriegsparteien und wir stehen bereits mitten im Krieg. Das beschreibt Dr. Unterberger völlig richtig.

    Es gibt in den Medien eisernes Schweigen, Lügen, ideologische Hetzerei, etc., war das beim ersten und zweiten Weltkrieg anders ?

    Wer trägt den Medien diese Hetzerei auf ? Die Bevölkerung ganz sicher nicht, es ist auch dieses Übel im Auftrag der Politik, die wenig mit der Bevölkerung zu tun hat. Auch bei Hitler ist die ideologische 'Propagandamühle' gelaufen und bezahlte Demonstranten und bezahltes 'Feiervolk' bildeten die 'eindrucksvolle' Kulisse.

    Ich fürchte, dieses Feuer östlich von Ungarn beginnt zu lodern, in Afrika ist es in Vollbrand. Nichts ist vor den ideologisierten Menschen mehr sicher und der Weltkrieg beginnt eben stets so. Bloß diesmal sind die Kampfmethoden wesentlich schlimmer und umfangreicher als sie noch im 2. Weltkrieg waren, auch Zerstörungen werden, siehe Irak Krieg, Vietnam, etc. viel mehr. Man mordet nicht mehr in ´Tausenderschritten' sondern in 'Millionenschritten'.

    Der Krieg geht auch quer durch Österreich, da stellt sich die FPÖ pro russisch auf und die anderen Linken pro amerikanisch, wo sie doch noch vor Monaten die Dauerbeschimpfung der Amerikaner betrieben haben.

    Wir haben Fronten gebildet, Fronten, die Meinungen darstellen, Fronten, die sich auf wirtschaftliche Fakten stützen, etc.

    Im Krieg ändert sich das im Nu und auch im Nu in die andere Richtung, wie eben der Kampf hin und her wogt, wir brauchen ja nur die Kriegsarchive des 2. Weltkrieges ausgraben. Zuerst war der Iran pro Nabucco, dann eher contra, jetzt wieder pro, ...

    Wenn es aber ans Eingemachte geht, wird auch bei uns wieder nach einem Heer gerufen werden, das wir längst verhungern haben lassen, auch das kam von links.

    Und wenn dann alles kaputt ist und danach überhaupt noch Leben auf diesem Planeten möglich sein wird, dann beginnt endlich wieder die Eigenverantwortlichkeit, die Wahrheit und die Freiheit, ja so lange, bis es wieder so weit sein wird, dass sich Ideologen und Selbstbediener an die Zerstörungsarbeit machen.

    Einen Ausweg gäbe es nur, wenn sich die Politik ändern könnte, wenn sich die Menschen ändern könnten und tatsächlich den Frieden suchen und nicht den ideologischen Frieden, das ideologische 'Paradies', da sind wir ja jetzt angelangt.

  43. Eco
    15. April 2014 10:25

    Es verwundert mich ehrlich, dass die offensichtliche Mehrheit der Blogger Verständnis für Putin findet und mit verschiedensten Argumenten ein Verschulden des Westens sucht.
    Russland war, ist und wird ein totalitärer Staat sein. Putin trauert der Sowjetunion nach und würde sie am liebsten wieder installieren.
    Das betrifft nicht nur die Ukraine sondern auch die Mehrheit der baltischen Staaten.
    Die Handlungsweise des Westens erinnert an die Appeasement - Politik gegenüber Hitler. Offensichtlich zieht man keine Lehren aus der Geschichte.
    Auch Kurz - man möge ihm seine totale Unerfahrenheit zugute halten - stößt
    unüberlegt in dieses Horn.
    Putin kümmern die Sanktionen ( mögen sie Russland auch noch so schaden )nicht, er ist anders gepolt, versteht nur die Sprache der Gewalt.
    Man stelle sich nur vor, es gäbe die NATO nicht !

    • simplicissimus
      15. April 2014 11:17

      Lesen Sie "Der Krieg, der viele Vaeter hatte" von Gerd Schultze-Rhonhof.
      Wirklich empfehlenswert.
      Koennte Ihren Kommentar veraendern.

    • simplicissimus
      15. April 2014 11:17

      Der Halbstern ist nicht von mir.

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 11:26

      Ganz auf meiner Linie, werte(r) Eco,
      wie Sie aus meinen tieferstehenden Ausführungen ersehen können !
      Sie sind eine(r) von den 5 % Pro-Westlern!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Jewgeni Gorowikow
      15. April 2014 11:57

      Eco: *****************

    • lilibellt
      15. April 2014 12:46

      Sehr richtig. Auffällig ist, dass das Vertreten von Eigeninteressen den USA immer als negativ angerechnet wird, wohingegen diesselbe Motivation von den Befürwortern Putins als natürliche Rechtfertigung der russischen Aggression ins Feld geführt wird. Ich habe weder die Illusion noch den Anspruch, dass die USA (respektive EU) altruistisch handelt, aber vor die Wahl gestellt, im Einflussbereich welchen Machtblockes ich (und so geht es wohl auch vielen Ukrainern, Polen, Esten, etc.) leben möchte, so fällt meine Wahl sicher nicht auf Russland.

    • Eco
      15. April 2014 13:06

      @ Wertkonservativer

      Lieber Wertkonservativer !
      Danke für Ihre Unterstützung. Ich bin nun nicht mehr verwundert, sondern erschüttert, wie wir in diesem Blog die Minderheit sind.
      Ich hatte bisher den Eindruck auf der rechten Seite zu sein. Ich bin wahrlich kein Amerikafreund, was Lebensstil und Kultur betrifft. Ohne Scheuklappen zu haben, muss man jedoch erkennen, dass Europa bis zum Atlantik im kommunistischen Bereich wäre, hätte es nicht Amerika und die NATO gegeben. Auch Österreich, ein ewiger Trittbrettfahrer, wäre da nicht verschont geblieben.
      Offensichtlich gibt es in diesem Blog eine rechte Bolschewisten Affinität.

      Ihr ECO

    • Riese35
      15. April 2014 13:49

      @lilibellt: Wenn man natürlich stolz auf ein geistiges und politisches Vakuum daheim ist, dann bleibt einem wirklich nur die Wahl zwischen dem einen oder dem anderen Machtblock. Man sieht, daß der Österreich-Kannibalismus hier seine Spuren hinterlassen hat.

      Vor die Wahl zwischen USA und Rußland gestellt, gibt es auf beiden Seiten Pro und Contra. Ich kenne viele, die beides kennen, lange in Amerika gelebt haben und seit Putin wieder froh sind, in Rußland leben zu können. Dort ist manches vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht vielleicht schwerer, aber es gibt keine Homopropaganda, die Familien - im christlichen Sinne - werden geachtet und gefördert, und die auf dem Christentum beruhenden moralischen und sittlichen Grundlagen sind - anders als im Westen - politische Ziele. Jahrzehnte Kommunismus mit Verfolgung der Kirchen, sowie etliche Jahre ein kriminelles Regime - der vom Westen unterstützte Jelzin - haben natürlich ihre Spuren hinterlassen, die nicht von heute auf morgen umzudrehen sind.

      Während man in Rußland aus dem Verfall durch das Rätesystem gelernt hat, etabliert sich dieses System nun in totalitärer Weise mit den geistigen Grundlagen der Frankfurter Schule im Westen: mit der Zerstörung der Familien, der Homopolitik, der politischen Korrektheit, dem Ende der freien Meinungsäußerung mittels Verhetzungsparagraphen etc. Die Verfolgung ist bei uns zwar nicht so offensichtlich wie einst in den sozialistischen Staaten, dafür aber viel subtiler und effizienter. Das Spitzelwesen und die Überwachung der einstigen DDR werden in Anbetracht der heutigen technologischen Möglichkeiten und der omnipräsenten Nutzung dieser Möglichkeiten durch die USA zum Zwecke politischer und wirtschaftlicher Dominanz um ein Vielfaches in brutalster Weise übertroffen. Man hat die Methoden der einstigen Sowjetunion im Westen übernommen und in ungeahntem Ausmaß verfeinert. Um jemanden fertigzumachen, braucht man keine staatliche Lagerverwaltung und elektrischen Zäune mehr, es genügt, ihn gesellschaftlich zu isolieren und in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben. In Deutschland landen Familienväter bereits im Gefängnis, weil sie sich weigern, ihre Volksschulkinder am staatlich verordneten Pflichtsexualunterricht teilnehmen zu lassen. Das staatliche Umerziehungsprogramm wird bei uns halt mit dem Tarnbegriff "Schulpflicht" umschrieben. Vor eine solche Wahl gestellt, fiele mir eine Entscheidung vermutlich auch nicht schwer: sie würde wahrscheinlich trotz mancher Einschränkungen eindeutig für Rußland ausgehen. Die Russen haben nämlich, trotz mancher Unzulänglichkeiten, ein sehr großes und weiches Herz.

    • Undine
      15. April 2014 14:28

      @Eco

      Sie schreiben: "Ohne Scheuklappen zu haben, muss man jedoch erkennen, dass Europa bis zum Atlantik im kommunistischen Bereich wäre, hätte es nicht Amerika und die NATO gegeben."

      Ist Ihnen wirklich noch nie aufgefallen, daß VOR dem WKII die WÜHLARBEIT der KOMMUNISTEN in EUROPA bereits so weit fortgeschritten war, daß nicht mehr viel gefehlt hat, den Kommunismus flächendeckend von Gibraltar über die Atlantikküste anschließen zu lassen an das kommunistische Rußland.*
      Damals war es aber nicht AMERIKA, das zu Hilfe gekommen ist; es war, auch wenn man's nicht gerne hört, weil es nicht ins gewohnte Geschichtsbild paßt, Hitler.
      Den VORMARSCH hat der WKII AUFGEHALTEN und nicht die Amerikaner!

      * Es schadet auch nicht, sich einmal die Namen derer, die den Kommunismus begründet und va in Rußland aufs Grausamste in die Tat umgesetzt haben, anzusehen---ganz sine ira et studio.

    • Undine
      15. April 2014 14:32

      @Riese35

      ******************************!

      "Während man in Rußland aus dem Verfall durch das Rätesystem gelernt hat, etabliert sich dieses System nun in totalitärer Weise mit den geistigen Grundlagen der Frankfurter Schule im Westen: mit der Zerstörung der Familien, der Homopolitik, der politischen Korrektheit, dem Ende der freien Meinungsäußerung mittels Verhetzungsparagraphen etc."

      Auch hier sollte man sich einmal die Namen der "Väter" der Frankfurter Schule genau ansehen. Diese stammen, wie auch die Väter des Kommunismus, alle aus der gleichen Ecke.

    • Wyatt
      15. April 2014 14:47

      @ Riese35 , simplicissimus ,
      ***********************!
      DANKE für das unermüdliches Wirken hier im Blog. DANKE für die vielen Richtigstellungen, Tatsachenhinweise und Literaturempfehlung. Nur es nützt kaum, die einen sind von der, aus Zeitung und TV vorgegebenen Sicht, mangels eigener Überlegungen überzeugt, die anderen versuchen mit ihren Kommentaren ihre Ergebenheit und Treue dem System gegenüber unter Beweis zu stellen.

    • simplicissimus
      15. April 2014 14:58

      Eco, Bolschewistenaffinitaet is gut! Im Zweifelsfall lieber US-Vasall als Kommunist, aber die zweitschlechtere Unterdrueckung ist trotzdem eine, wenn sie auch hoechstens als Manipulation gesehen wird.
      Das grosse Unglueck, dass der Bolschewismus so weit nach Mitteleuropa hineinkam nimmt seinen Anfang in der Einmischung Amerikas in den ersten WK und die folgende wirtschaftliche Zerstoerung Deutschlands und Oesterreichs.
      Bei einem Unentschieden oder gerade noch gewonnen Sieg durch die Mittelmaechte haette der Bolschewismus dank fehlenden WK 2 sich nie so ausgebreitet.
      Es waere auch nicht zu dieser erdrueckenden Vormacht der Angelsachsen gekommen.
      Die Amis haben in EU nix verloren.

      Haetten D und Oe vor 150 Jahren die Suedstaaten militaerisch unterstuetzt, sich also in amerikanische Angelegenheiten eingemischt, wie England in EU staendig auf seiten des Schwaecheren, saehe die Welt heute anders aus. Mit Nordstaaten und Suedstaaten als Grossmaechte, gleichrangig zu D, Japan oder Russland. Aber das ist natuerlich jetzt sehr weit ausgeholt.

    • Elisabeth Mudra
      15. April 2014 16:10

      @ Eco

      Man stelle sich nur vor, es gäbe die NATO nicht!

      Dann gäbe es nicht - von CIA-gedungenen Scharfschützen - ermordete Menschen auf dem Maidan.

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 18:27

      q@Eco:

      Danke für Ihren Dank!
      Fast unglaublich, was sich hier inzwischen abspielt!

      Russland, das neue gelobte Land! Die Amerikaner: lauter Kriegstreiber und Datenklauer!
      Wir Österreicher: stolz auf unser geistiges und politisches Vakuum!

      Ich fass' es einfach nicht, wie weit Anti-Amerikanismus und EU-Gegnerschaft, kombiniert mit Putin-Bewunderung und russophilem Touch, inzwischen in unsere bürgerliche Gesellschaft eingedrungen ist.

      Da bleibt wahrlich kein Auge tränenleer!

      (mail to: gerhard@mmichler.at)

    • simplicissimus
      15. April 2014 18:43

      Wyatt, es wird marginal nutzen, aber in der grossen Gesamtheit nimmt der Unmut doch zu.
      Und das ist gut so.

    • Eco
      15. April 2014 20:28

      Lieber Wertkonservativer,

      offensichtlich stehen wir Rücken an Rücken einer russophilen Übermacht gegenüber.
      Beschämend für Österreich, dass es dank der NATO während des kalten Krieges gut schlafen konnte. Beschämend , dass wir uns als lausige Trittbrettfahrer auf die NATO verlassen haben und jetzt die Nase rümpfen.
      Auf wen könnten sich die baltischen Staaten verlassen, wenn nicht auf die NATO ?
      Ich frage mich, wann ist die Wende im Blog eingetreten ?

    • Brigitte Imb
      15. April 2014 22:55

      Ja genau, und die "russophile Übermacht" (muß sein! *I hau mi o*) übernimmt den Blog mit scharfem, verbalem Geschütz, oktroyiert ihren Willen und "steinigt" mit der Tastatur den Blogmaster, während sie von einer russischen Datsche und Putins Besuch zum Vodka träumt, Obama einen Neger nennt, kontrolliert ob Mutti Merkels Bügelfalte sitzt und sicher auch darauf achtet ob Hollande gewachsen ist. Also fast naziös, halt mit russ. Einschlag. :-)))))

    • Riese35
      16. April 2014 13:46

      @Undine 15. April 2014 14:28:

      ****************************!

      Sie erinnern ganz richtig, daß eine Ausbreitung des Kommunismus in den 30er Jahren als reale Gefahr gesehen wurde. Das wird heute gerne ausgeblendet. Einerseits gab es in der Ukraine den Golodomor, und andererseits in Spanien den Bürgerkrieg mit der Verfolgung Geistlicher und ähnlichen Entwicklungen wie in der Sowjetunion. Das wurde in weiten Teilen der europäischen Bevölkerung als Bedrohung empfunden.

    • Undine
      16. April 2014 22:17

      @Riese35

      Danke für die Zustimmung!

      "Sie erinnern ganz richtig, daß eine Ausbreitung des Kommunismus in den 30er Jahren als reale Gefahr gesehen wurde. Das wird heute gerne ausgeblendet."

      Gerade weil der Vormarsch der Kommunisten in den 30er-Jahren so beängstigende Ausmaße angenommen hatte, konnte Hitler so viele Anhänger gewinnen: Sein Ziel war ja, den Kommunismus zu bekämpfen.

    • Herzogberg (kein Partner)
      16. April 2014 23:56

      ad Riese 35.

      Ich war 9 Monate in den USA und insgesamt 6 Monate in Königsberg in Preußen Universitätsprofessor. In Bezug auf Politische Korrektheit muß ich eindeutig der russischen Seite den Vorzug geben. Dort kann man ohne weiteres Hitler mit Stalin vergleichen, ohne gleich aus der Diskussion ausgeschlossen zu werden. Dort kann man über die Ungleichheit der Menschen, über die Kriegsschuld im 1. und 2. Weltkrieg und ähnliche Themen ohne Rücksicht auf Politische Korrektheit diskutieren.

      Wer solche Erfahrungen erlebt hat, weiß, auf welcher Seite die Sympathie der Russen ist - der gräßlichen Erlebnisse nach 1945 sind sich auch die Russen bewußt und bedauern sie. .

  44. Helmut Oswald
    15. April 2014 10:15

    Wer aber ist schuld an den dortigen Eskalationen ?

    Nun, gegen eine (unfähige, unbeliebte) Regierung zu demonstrieren, ist eine Sache. Ihre Polizei zu bestechen damit diese von der Waffe Gebrauch macht, um Märtyrer auf der eigenen Seite zu erzeugen, das fällt in seiner Perfidie offenbar nur sogenannten 'westlichen Demokraten' ein. Auch hier hat rechtswidrige Gewalt eine Tradition, nicht nur im autoritären Russland: das gewaltsame Vordingen in die Bucht von Tokio (Commander Perry), die Mine in der Bucht von Havanna (1900 - der Zeitungskrieg), die Lusitania und ihre Konterbande (die Kriegseintrittslüge der Vereingten Staaten 19179, der 'Tonking Zwischenfall' (1967 - Intervention von regulären US Truppen in Vietnam), die insgeheime Garantieerklärung an Polen (löst die Pogrome an den Volksdeutschen in Polen aus 1939), die aus Eigenmacht und völkerrechtswidrig erfolgten Grenzziehungen in Europa mit folgender Entrechtung und Vertreibung (2x: 1919, 1945) die unterschiedslose Bombardierung des Zivils (Dresden, Hiroshima, Nagasaki), die Lügen und Täuschungen amerikanischer Präsidenten (Wilson 1914 et al), die Finanzierung und logistische Unterstützung von Al Kaida in Syrien (andernorts dem 'Westen' der Satan schlechthin und in Afghanistan Kriegsgrund), die Nicht-Aufklärung der offenen Fragen rund um den Anschlag auf das World Trade Center ... und und und ...

    Es gibt mehr als einen Grund, die Eskalation nicht alleine bei Russland zu suchen. Ein Saudi Prinz - stets ergebener Dienstbote amerikanischer Nahostpolitik - droht Russland offen mit Anschlägen während der olympischen Spiele ? Goldabtransporte der 'Soros-Stiftung' nach dem vorläufigen Sieg der Putschisten in Kiew ? Verdunkelung der Frage, wer den Schießbefehl am Maidan gab und warum ? Putin in den Kopf schießen und alle Russen umbringen als 'small talk' der Oligarchen, die sich ungewählt, aber herbeigeputscht, über die aktuelle Politik unterhalten, die durch die - demokratisch unlegitimierte - nächste ukrainische Regierung betrieben werden soll ? Russen in der Ukraine ihre Sprache verbieten ?

    Welche Brille muß man sich eigentlich aufsetzen, um die Schuld an der Eskalation ausschließlich bei Russland zu suchen. Und bitte ganz schnell damit aufhören, Rechtsfragen mit Tatsachenfragen zu vermengen.

    Alle haben das unveräußerliche Recht auf Selbstbestimmung. Die Ukrainer haben ihr Recht bereits ausgeübt. Die Russen in der Ostukraine noch nicht. Wer soll denn den vom beherrschenden Staat an der Teilhabe ausgeschlossenen, in der Regel an der Selbstorganisation ver- oder behinderten Volksgruppen oder Minderheiten beistehen, um ihr Recht auszuüben, wenn nicht die Regierung des benachbarten Mehrheitsvolkes - oder glaubt jemand ernsthaft, die 'Gasprinzessin' oder ihre Small Talk Partner die den Russen das Recht auf ihre Sprachausübung aberkennen wollen, sind Garanten einer fairen Volksabstimmung in der Ostukraine?
    Wenn der Standard zur Lösung der politischen Fragen gemessen wird an den Gewaltexzessen am Maidan, offen gefördet und unterstützt durch einzelne Westmächte, dann kann man nicht erwarten, daß Russland als immer noch große Macht jetzt die Lösung weiterer dadurch entstehender offene Fragen mit Glaceehandschuhen betreibt. Das Niveau, auf dem sich dieser Konflikt abklären wird, wurde durch jene, die ihn ausgelöst haben, selbst gewählt. Und genau dort ist er jetzt. Also bitte keine mimosenhaften 'double-standards'. Soros und die Dienste - pardon: Stiftungen - westlicher Geopolitiker haben auf den Maidan keine Blumenkinder entsandt, die 'Hare Krishna ' gesungen haben ...

    • Undine
      15. April 2014 10:23

      @Helmut Oswald

      ************!

    • Riese35
      15. April 2014 11:06

      @Helmut Oswald: ********************************!

      Hast Du gestern Nachrichten gehört? Wenn ja, dann wirst Du wahrscheinlich so wie ich davon ausgehen, daß auch Österreich bald wieder in die Schlagzeilen kommen wird, denn das neutrale Österreich unterstützt ja mit zahlreichen österreichischen Staatsbürgern, die aktiv im bewaffneten Krieg in Syrien mitwirken, die dortigen Aufständischen. Und sogar Kinder-Krieger werden von uns dorthin geschickt.

    • schreyvogel
      15. April 2014 11:59

      Helmut Oswald,

      ************!

      Aber warum lassen Sie bei Ihrem geschichtlichen Rückblick auf nachhaltige rechtswidrige Gewalt die völlig einseitige Unterstützung des zionistischen Landraubs durch die USA und alle westlichen Staaten aus? Auf die wichtigste Quelle allen Übels im Nahen Osten?
      Angst vor den üblichen Keulen?

    • Riese35
      15. April 2014 13:03

      @schreyvogel: ***********!

      Wahrlich eine sehr interessante und wichtige Frage, die Sie hier angeführt haben, die noch einmal mehr zeigt, daß es "dem Westen" nicht um Gerechtigkeit sondern um Interessen geht.

      Die freiheitsliebenden und gutgläubigen Mittel- und Osteuropäer der einst sozialistischen Staaten - Polen, Tschechen, Ruthenen etc.; wahrscheinlich die Masse der Majdan-Pilger - erkennen nicht, daß sie als Mittel zum Zweck für andere Interessen mißbraucht werden.

    • HDW
      15. April 2014 13:55

      @Helmut Oswald *********************

      Hinzufügen kann man noch Rossevelt´s Öl und Stahlembargo in den dreissiger Jahren gegen Japan, die Krokodilstränen über Pearl Harbor, die Unterstützung und in der Folge der schmähliche Verrat am Kuomintang (Madam Tschang Kai Schek) ganz nach eigenem Interesse weil Japan mit seinen Kriegsverbrechern aus der kaiserlichen Familie, vergeben wurde und als Kollaborateur willkommen war. Derzeit lebt der ungelöste Komplex des "manifest destiny" in Bezug auf Fernost im südchinesischen Meer wieder auf.
      Russland versuchte nach dem Fall der kommunistischen Partei Europa entgegenzugehen, die Antwort waren die NATO (vor dem Warschauer Pakt gegründet) Expansion, im Sinne der Amerikanisierung der EU und die Heuschreckenschwärme der Sorose die Russland im Namen von "Demokratie" in den 90er Jahren ausgeplündert haben. Putin hat diese in die Schranken gewiesen, jetzt versuchen sie halt wenigstens die schwächsten Glieder der GUS zu melken. So sieht es jedenfalls die Mehrheit der Russen, mit Bolschewismus hat das nichts zu tun, schon eher mit Nationalismus, und der stösst immer mit dem der anderen Seite zusammen. Also müssen die es sich untereinander ausmachen, ohne Soros und anderen Oligarchen, im Bewußtsein ihrer eigenen Vergangenheit, von Chmelnizkij bis Petljura, Hetman Skoropadskij, Nestor Machno und Stepan Bandera. Aber auch im Bewußtsein von Babi Yar und den Millionen Opfern von GPU und NKWD.
      Eine Teilung in Ukrainer und Kleinrussen wird das wahrscheinliche Ergebnis sein, diesen Vorgang zu unterstützen wäre meiner Meinung nach richtig, schwierig aber nicht unmöglich. Die Verschweizerung Europas der vielen Nationalismen in Kantone sozusagen, das war die letzte Botschaft Friedrich Dürrenmatts den ich kurz vor seinem Tod im Originalton gehört habe!

    • Wyatt
      15. April 2014 14:54

      @ Helmut Oswald ,

      *******************!

    • Helmut Oswald
      15. April 2014 17:23

      @ schreyvogel @ HDW et al.

      Wir fürchten doch nur Gott, und sonst nichts auf der Welt. Oder muß ich umlernen ?

    • schreyvogel
      15. April 2014 18:04

      ... and the Jewish wrath!

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 19:52

      Also wenn das keine Hymnen sind!
      Da kann ich nur sagen:

      "Helmut Oswald for president!"

      (mail to: gerhard@michler.at)

  45. Anton Volpini
    15. April 2014 09:54

    Weil zum Ukrainen Thema hier im Blog immer wieder kommentiert wird, daß die Mehrheit der Poster trotz anderslautender Berichterstattung von Dr. Unterberger, zu den "Putinverstehern" gehört, will ich aus meiner Sicht ein bißchen was zurechtrücken.

    Die Propaganda auf beiden Seiten der Machblöcke ist manipuliert und verlogen. Die wahren Absichten dahinter werden verschleiert. Kein Normalsterblicher kann sagen, was wirklich abläuft. Daher ist mir persönlich jede Meinung und "Realitätsdarstellung" und "Berichterstattung" aller Politvertreter und deren medialen Handlanger suspekt. Vor allem auch vor dem Hintergrund, daß deren "Wissensquelle" die zentrale Befehlsausgabe von Reuters ist.

    Damit müßte gelten, wer nicht vor Ort ist um sich eine persönliche Übersicht zu verschaffen, damit aber auch die jahrelangen Zusammenhänge in ihrer Veränderung versteht, kann nicht objektiv sein. Das ist aber fast keinem von uns möglich. Daher müssen wir uns auf oberflächlichere Zusammenhänge wie historische Entwicklungen und geschichtliches Wissen verlassen.

    Auf eines aber verlasse ich mich in meiner Meinungsbildung mit Sicherheit nicht, und da lasse ich meinem Bauchgefühl freien Lauf.
    Einem Machtblock zu vertrauen, der meine Privatsphäre ausspioniert, der meine Familie mit politischen Programmen zerstören will, der mir die finanzielle Grundlage zum Leben raubt, und der in den letzten Jahrzehnten die Welt mit Kriegen überzogen hat, um seine geopolitischen Interessen durch zu setzen.

    Ob der andere Machtblock mehr Vertrauen verdient, wird erst die Geschichte zeigen. Wahrscheinlich nicht!

    • Undine
      15. April 2014 10:32

      @Anton Volpini

      *************************************************!
      DASS sich europäische und amerikanische hochrangige Politiker zur Verwunderung Vieler auf dem Maidan-Platz in Kiew eingefunden haben, ist kein Geheimnis, kann also nicht geleugnet werden. Dass diese nicht zufällig dort als Touristen aufgetaucht waren, sondern eine Mission erfüllten, den Aufstand und die Demonstrationen also befürworteten und schürten, müßte zu denken geben. Man wollte sich vom Fell des Bären ein möglichst großes Stück sichern---und wie immer waren die USA an Ort und Stelle.

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 11:45

      Eine sehr harte Kritik, die Sie den vereinten Westlern da in Ihrem vorletzten
      Absatz vor den Latz knallen, werter Herr Volpini!

      In dieser gnadenlosen Härte möchte ich das für mich nicht verinnerlichen!
      Ich fühle weder meine Lieben, noch mich wirklich ausgeschnüffelt oder in der Freiheit gefährdet.!
      Vielleicht in ich halt inzwischen einfältig geworden; bei meinem Alter vielleicht kein Wunder, oder ?!?

      Grüße nach Kärnten!

    • Scipio
      15. April 2014 18:07

      @ Volpini

      Dem Urteil von Undine schließe ich mich gerne an**********

      Der Beitrag von AU ist Ausfluß seiner Amerika- und Israelabhängigkeit sowie seiner Vorurteile und Scheuklappen gegenüber Putin, der europäischen Rechten und gegenüber der FPÖ.

      !. Eine "Intervention von außen" erfolgte in der Ukraine bereits seit Jahren, und zwar ganz sytematisch durch die CIA und ihre dazu eingerichteten NGO´s wie Democracy Endowment Fund, Sorosstifung, Hayekinstitute, Adenauerstiftung etc. etc.

      2. Rußland ist seit Ende des 2. Weltkriegs einer Dauerbedrohung ausgesetzt durch die USA, die NATO und neuerdings auch durch ihre Helfershelfer aus der EU. Die nach dem Fall des Sowjetimperiums verfolgte Brzezinski-Doktrin verlangt von den USA, der "einzigen Weltmacht", Rußland die Kontrolle über die Ukraine zu entreißen, um Rußland als eurasische Macht zu "kastrieren" und sich dem "Westen" und seinen Heuschrecken zu "öffnen."

      3. Die Außenpolitik der USA wird von der Israel-Lobby bestimmt (Mearsheimer & Walt) und dient der Festigung der von Zion ausgeübten Weltmacht.Die fest mitzahlenden EU-Staaten sind nur die "Pudel" der von Israel regierten USA.

      4. Israelische, bestausgebildete "Veteranen" der IDF haben die Rebellen auf dem Maidan-Platz als "Snipers" unterstützt und jene Morde an Polizisten und Aufständischen begangen, welche dazu führten, dass die Situation außer Kontrolle geriet. Sie werden angeheuert und bezahlt von "Academi", früher "Blackwater", einer von der amerikanischen Regierung unterhaltenen Terrororganisation, die praktisch überall tätig wird, wo die USA Bürgerkriege entfesseln und Chaos erzeugen will, um ihre Marionetten in die Regierung zu bringen, die helfen, das Land auszurauben (zu "demokratisieren") und die Bevölkerung zu versklaven.

      5. Das Völkerrecht wurde durch amerikanische und iraelische Interventionen nach 1945 zu einem derartigen "Pudding", dass es praktisch jede Intervention der Mächtigen in schwächeren Staaten auch ohne "Genehmigung" des Sicherheitsrates erlaubt.Typisch die Gündung des Staates Israel, der israelische Landraub, der israelische Intervention in Argentinien, die Bombardierung Serbiens (Kosovo), die Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen, Libanon, Syrien, Iran, Venezuela, Chile, Kolumbien etc. etc.

      6. Was im Augenblick stattfindet, ist ein echter "Clash of Civilzations". "Hebrew values" (Vizepräsident Biden), die in den USA und der EU gelten, stehen den Werten der russischen nationalen Tradition gegenüber, die Putin im Interesse Russlands erneuern will.

      Sämtliche Aussagen hier beruhen auf Quellen jüdischer Autoren. Eine der jüngsten Überblicke aus jüdischer Sicht zur Ukrainefrage stammen von Timothy Snyder und wurden unter dem Titel "Putins Projekt" in der FAZ vom 13.04.14 veröffentlicht (bitte googeln!). Er bestätigt u. a. Punkt 4. Man sollte unbedingt auch die vielen aufschlußreichen kritischen Kommentare dazu lesen.

      Christian Zeitz (mit einer Ukrainerin verheiratet und oft in der Ukraine) hat übrigens vor ein paar Tagen einen hervorragenden, umittelbares Erleben widerspiegelnden Bericht verfaßt. Ich würde mich freuen, er würde ihn ins Netz stellen.

      AU dagegen disqualifiziert sich mit faßt jedem außen- oder wirtschaftspolitischen Artikel mehr und mehr.

    • Brigitte Imb
      15. April 2014 20:28

      Scipio, danke! *****

    • Wertkonservativer
      16. April 2014 09:12

      Na dann, liebe Leute,

      wenn Ihr @ Scipios letzten Satz ernst meint und Euch mit ihm identifiziert, wäre es wohl sinnvoll, entweder einen eigenen Blog zu installieren, oder aber - näherliegend - einen anderen Blog aufzusuchen, der Euren Intentionen eher zusagt!
      Das wär' doch was, oder?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • AGLT (kein Partner)
      16. April 2014 10:01

      @Wertkonservativer:

      Ihre "Empfehlung", aufgrund konträrer Meinung einen eigenen Block zu installieren oder sich von hier zu "schleichen" (auf gut deutsch übersetzt), könnte wortwörtlich von einem der linksversifften Poster in den einschlägig bekannten linksversifften Blogs sein. Dort spielen sich Poster- obwohl nicht Betreiber der Seiten - als Blogwarte auf und meinen bestimmen zu können, wer was posten darf und wer was nicht.

      AU.at ist ein Diskussionsblog, ein Diskussionsblog lebt bekanntlich von gegenteiligen Meinungen und sicherlich nicht nur von sich gegenseitig zuschleimenden und in den eigenen Meinungen bestätigenden Blogger (Partner oder nicht ist egal).

      Es muss wirklich schmerzen, wenn die Meinungsmanipulation (derzeit) einfach nicht wirkt, gell!

    • Undine
      16. April 2014 10:29

      @Wertkonservativer

      Ihre Empfehlung, einen eigenen Blog für die "erdrückende" Mehrheit der "Putin-Befürworter zu gründen und von hier "abzuwandern" läßt mich schmunzeln! Da blieben gerade einmal Sie, lieber @Wertkonservativer, @Jewgeni Gorowikow , @Eco und noch zwei oder drei Mitposter übrig---wäre das nicht fad? ;-)

    • Specht (kein Partner)
      16. April 2014 12:17

      @ Volpini Das ist auch meine Ansicht, denn es hat gar keinen Sinn sich Detaile dieses Konfliktes zu betrachten,wenn im Hintergrund ganz andere Kräfte und Pläne stehen. Und das ist keine Vermutung, sondern kann man aus klaren Aussagen von USA,EU und Russland schliessen. Es geht wieder einmal um die Aufteilung und Vorherrschaft von US und SU.Wobei Amerika schon fest überzeugt war den "dritten Weltkrieg" längst gewonnen zu haben. Jean Claude Junker sagte eben im TV :Europa ist ein Friedensprojekt, die Nato sei zur Absicherung des Friedens und gemeinsam mit den USA steht Europa auf Seiten der Ukraine. Da hört man nichts von einer angestrebten friedlichen Lösung, da geht es knallhart um Interessen. Der Krieg ist offenbar gewollt und wenn er nich durch die Ukraine stattfindet, so wird man andere Wege finden. Wie immer gilt , cui bono ?

    • Scipio
      16. April 2014 16:29

      @ Specht

      Den Nagel auf den Kopf getroffen!******************************

      Die EU ist keine Friedensprojekt, sondern sie war ein Kind des erst heißen und dann anschließend "kalten" Krieges. Da, wie van Rompuy in Heiligenkreutz richtig feststellte, "die Begeisterung für die Europäische Union auf dem Tiefpunkt" ist, versucht sie jetzt mit neuer "Kriegsbegeisterung" ihr Defizit zu mindern. Doch das wird inzwischen durchschaut.

      Deshalb ziehen auch Parolen wie jene von Othmar Karas: "Die Idee Europa muß zum Gefühl werden" oder von Eugen Freund: "Europa im Kopf, Österreich im Herzen" nicht mehr. Wo das Gefühl herrscht, hat der Verstand meist abgedankt;
      wenn der Moloch EU Österreich verzehrt hat, was sollte da noch im Herzen bleiben?

      SPÖ, ÖVP, Grüne, Neos und auch Rekos (Stadler rief im "sonntäglichen "Zentrum dazu auf, "Goßprojekte" durch die EU durchführen zu lassen, was natürlich Machtübertragung an die EU voraussetzt!) sind unwählbar. "Stop die EU" liegt richtig, doch ist sie unbekannt. und die Stimen für sie werden verloren gehen. Bleibt nur die FPÖ, die m. E. mit Inhalten zu ÜPunkten versucht: "Türkei nicht dabei", Banken in die Schranken", "Wir verstehen Euro Wut, zuviel EU tut niemandem gut", "Österreich denkt um - zuviel EU ist dumm". Nicht unbedingt Geistesblitze, aber immerhin.

    • Wertkonservativer
      16. April 2014 16:32

      Nein, liebe @Undine:

      das dürften Sie missverstanden haben:
      ich meinte, es wäre wohl sinnvoll,einen neuen Blog als Plattform für die Verherrlichung des Putin-Zaren zu installieren, gespeist von Jenen, denen unser Dr. Unterberger inzwischen suspekt geworden ist!
      Der vielgelobte Helmut Oswald z.B. wäre sicher ein guter und wortgewaltiger Blogmaster! Ein schlechter Vorschlag??

      Verstandevous, liebe Frau Undine?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      16. April 2014 17:05

      @Scipio

      **********+!

      Absolute Zustimmung!

    • Anton Volpini
      16. April 2014 19:59

      Danke an Alle!

      Lieber Wertkonservativer, ich habe nicht vor den Latz geknallt, sondern mein Mißtrauen gegen alle diese politischen Bestrebungen geäußert, die hier täglich kritisiert werden. Es ist doch wirklich nicht mehr zu übersehen, daß wir Zustände erreicht haben, vor denen George Orwell warnen wollte. Und sollten Sie erst dann daran glauben, wenns bei Ihnen persönlich spürbar geworden ist, dann ist es wirklich zu spät. Also lieber rechtzeitig davor diese Fehlentwicklungen beim Namen nennen!
      Wenn ich ein Buch über Geschichte lese, dann empfinde ich alle historischen Entwicklungen und Fakten als abgeschlossen und unumkehrbar. Ich kann daher alles mit Ruhe und Abstand zur Vergangenheit betrachten. Nach einem solchen Buch kann ich sogar sehr gut schlafen.
      Wir sind aber mitten drin in einer brandgefährlichen, historischen Entwicklung, die nicht unumkehrbar ist. Wer sich da nicht mit seinem ihm zur Verfügung stehenden Klartext zu Wort meldet, macht sich den nachfolgenden Generationen gegenüber mitschuldig an der möglichen Katastrophe, der wir jetzt sehendes Auge zusteuern,.... schlafen tue ich da nicht gut.

      Und was die Mehrheit der Meinungen betrifft, so hat Socrates heute (wie immer)dazu einen sehr guten Beitrag gebracht.

      Scipio, danke für Ihre Ergänzung.
      Jede Katastrophe wird immer von mehreren Strömungen genährt, diese ist eine der ganz starken. Aber solange der dritte Tempel nicht gebaut ist, haben wir den großen clash nicht zu befürchten. :-)

      Specht, wie recht Sie haben. Je stärker sich die Entwicklungen im Tagesgeschehen überschlagen, desto besonnener müssen wir ihnen begegnen.

    • panzerechse (kein Partner)
      16. April 2014 21:26

      @Anton Volpini: "...solange der dritte Tempel nicht gebaut ist,,,"

      Ja. Die Rettung kommt immer von einer Seite, von der man sie nicht im Traum erwartet hätte. In Dantes 9. Hölle muss man sich am Fell Satans emporziehen, um diesen Felsenspalt zu finden, der ins Freie führt... um dann den Himmel und die Sterne zu sehen...

    • Anton Volpini
      16. April 2014 21:42

      ...und wenn ich dann den Himmel und die Sterne sehe, werd ich zum Augenblicke sagen, verweile doch du bist so schön. :-))

    • Undine
      16. April 2014 22:23

      @Anton Volpini

      Die Panzerechse hat das Hölzel geworfen und Sie haben damit eine wunderbare Brücke von Dante zu Goethe gebaut! Und am SO ist es dann Zeit, in Ruhe den "Osterspaziergang" zu lesen! ;-)

  46. Tullius Augustus
    15. April 2014 09:43

    Putin erklärt in aller Öffentlichkeit, dass es in der Ukraine keine Einmischung Russlands gäbe. Seiner Erklärung nach sind all diese Besetzer in der Ostukraine ukrainische Selbstverteidigungskräfte. Sein Außenminister Lawrow sagt das gleiche.

    Putin und Lawrow behaupten dass sie "besorgt" seien über die Gewalteskalation in der Ukraine.

    Mit einem Wort: Zur Situation in der Ostukraine in der Region rund um Donezk lügt Russland genau so dreist und hartnäcking wie vor einem Monat als die Krim besetzt wurde!

    Der "Westen" versucht sich Mut zu machen und hofft auf die Genfer Gespräche am Donnerstag bzw. auf eine "Kontaktgruppe" (= Idee von Merkel). Natürlich: Hoffen soll man immer. Aber die Diplomatie hat auch irgendwo Grenzen: Wie verhandelt man mit jemanden der einem mit der Pistole bedroht? Funktioniert das überhaupt?

    Ich fresse einen Besen wenn diese maskierten Soldaten die immer mehr Behördengebäude und Polizeistationen in der Ukraine besetzen keine russischen Speznaz sind.
    Eine kleine Fotosammlung:

    http://cdn2.spiegel.de/images/image-683701-galleryV9-weph.jpg

    http://cdn1.spiegel.de/images/image-683440-galleryV9-pqqr.jpg

    http://cdn2.spiegel.de/images/image-683441-galleryV9-kfke.jpg

    http://cdn4.spiegel.de/images/image-683653-galleryV9-rklk.jpg

    http://cdn4.spiegel.de/images/image-683657-galleryV9-vccx.jpg

    http://d.ibtimes.co.uk/en/full/1373487/ukraine-barbed-wire.jpg?w=660&h=440&l=50&t=40

    https://pbs.twimg.com/media/BlFR6SgCcAAly6I.jpg

    http://newshour-tc.pbs.org/newshour/wp-content/uploads/2014/04/484550085-1024x677.jpg

    http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02882/UKRAINE_2882359b.jpg

    http://cdncms.todayszaman.com/todayszaman/2014/04/14/prorussian_ukraine.JPG

    http://www.kyivpost.com/media/images/2014/04/12/p18lb04ne013jhg0k859li1fo6f/big.jpg

    http://www.kyivpost.com/media/images/2014/04/12/p18lb04ne0fga6oo176f1qak13hke/big.jpg

    http://www.mb.com.ph/wp-content/uploads/2014/04/Ukraine-protest5.jpg

  47. zweiblum
    15. April 2014 09:26

    Für die Vermuter der amerikanischen Unschuld US-Eroberungen im 20. Jh, Stand 1947:
    http://www.geschichteinchronologie.ch/USA/trails/Coons_karte1947-USA-Pazifik.html
    Wer sagt, daß die Ukraine einmalig ist, muß das Datum genau wählen. Israel ist deshalb ruhig, weil es die Landnahme fortsetzt und sich nicht selbst anklagen will. Sonst kommt die Frage:"Gilt das für Israel auch?"

  48. Erich Bauer
    15. April 2014 09:26

    (Zitat: A.U.) = "...Da buhlen Russen wie Europäer derzeit auffällig um China, obwohl dort wirtschaftspolitisch eine sehr ruppige Zeit bevorstehen dürfte..."

    Der Dollar verliert seine dominante Rolle. Sowohl die Schwellenländer als auch die Industrie-Staaten haben ihre Yuan-Bestände massiv ausgeweitet. Die chinesische Währung ist de facto bereits eine globale Reserve-Währung.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/10/weg-vom-dollar-40-zentralbanken-sehen-yuan-als-neue-weltwaehrung/

    Mit massiven Investitionen in Minen stärken Russland und China ihre Unabhängigkeit von den USA. Die größte in Russland aktive Minen-Firma will wieder unter russischer Flagge Gold abbauen. China kauft eine riesige Kupfermine in Peru.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/03/tauschhandel-russland-und-iran-umgehen-den-dollar/

    Es erhebt sich die Frage WO "dort" eine "wirtschaftspolitisch eine sehr ruppige Zeit bevorstehen dürfte"? Das geht nämlich aus dem obigen Zitat nicht so richtig hervor...

  49. socrates
    15. April 2014 09:18

    Eine Auswahl der Nachrichten & Quellen aus RT.com über die Ukraine:

    Putin to Obama: Use your influence to prevent bloodshed in Ukraine
    Russia's President Vladimir Putin
    White House confirms CIA director visited Ukraine over weekend
    CIA Director John Brennan (Reuters / Gary Cameron)

    Kiev urges UN to hold joint 'anti-terrorist operation' in eastern Ukraine
    Pro-Russian protesters attend a rally in front of the seized office of the SBU state security service in Luhansk, eastern Ukraine April 14, 2014. (Reuters / Shamil Zhumatov)

    Guardian, Washington Post share Pulitzer Prize for coverage of NSA surveillance

  50. Wafthrudnir
    15. April 2014 09:17

    Eine wichtige Ergänzung zu Dr. AU's Ausführung wäre die Erinnerung an S. Huntingtons "Clash of Civilisations". Obwohl fast 20 Jahre alt, hat er beide Konflikte, die im Artikel diskutiert werden, mit bemerkenswerter Genauigkeit vorhergesehen.
    In Afrika stoßen zwei Weltkulturen zusammen, die muslimische und die (subsaharisch) afrikanische, wobei er letztere als extrem heterogen betrachtet, und sie erst allmählich anfängt, zusammenzuwachsen. Sollte es je so etwas wie eine schwarzafrikanische Identität geben (und anscheinend hatte das Christentum dort die Wirkung, eine solche gemeinsame Identität zu stiften), wäre mit einer Verschärfung der Konflikte zur muslimischen Nachbarkultur zu rechnen. Wohlgemerkt spricht Huntington nicht von einem großen Krieg zwischen Islam und Schwarzafrika (ebensowenig wie er je von einem großen Krieg zwischen Islam und Westen gesprochen hat, auch wenn es die Medien pausenlos so zitieren), sondern von einer erhöhten Konfliktneigung, überdurchschnittlich häufigen (Bürger)-Kriegen und einer sehr schwierigen Konfliktbeilegung entlang der Grenze.
    Das gleiche gilt für die Ukraine. Hier grenzen westliches und orthodoxes Christentum aneinander, mit ähnliche Folgen; man führt nicht unbedingt Krieg, aber man mag sich nicht und hätte lieber weniger als mehr Kontakt. Für die Ukraine hat Huntington damals prophezeit, daß die damaligen Konflikte zwischen der Ukraine (als Gesamtstaat) und Russland sich als lösbar erweisen würden, nicht jedoch jener zwischen katholischen, ukrainischsprachigen und orthodoxen, russischsprachigen Ukrainern. Die Ukraine würde vielmehr ein dauerhafter Konfliktherd bleiben und möglicherweise eines Tages zerfallen, wobei sich der Ostteil sehr schnell an Russland annähern oder sogar anschließen würde, der Westteil aber an die EU.
    All das ist mit gerade erschreckender Präzision eingetroffen (ebenso wie viele andere Vorhersagen, etwa, daß arabische Autokraten von Fundamentalisten gestürzt werden würden, wobei das Risiko um 2010 am höchsten sein werde, oder das die EU den Bosnien-Konflikt zwar unterdrücken, aber nicht bewältigen würde). Huntington hat anscheinend einen ganz grundlegenden Mechanismus erkannt, der das Verhalten von Menschen und Gesellschaften steuert. Die zunehmend verzweifelten Versuche des Westens, weltweit Konflikte zu lösen, werden nicht gerade aussichtsreicher, solange die maßgeblichen Politiker diese Mechanismen ignorieren. Andererseits: wann hätten westliche Politiker je grundlegende Mechanismen des menschlichen Verhaltens korrekt berücksichtigt - siehe Gender-Mainstreaming oder Neo-Keynesianismus.

    • Riese35
      16. April 2014 13:28

      Sie sprechen eine jahrhundertealte Tragödie an: Nach dem Tode Caesars wurden die Machtbereiche zwischen den neuen Machthabern Octavian und Marcus Antonius fast genau an jener Grenzlinie abgesteckt, die fast 450 Jahre später, im Jahre 395 die Grenze zwischen West- und Oströmischem Reich sein sollte. Im südlichen Europa war dies die Drina. Diese Grenze erwies sich über Jahrhunderte als ein "stabiler" Konfliktherd. Der Zerfall Jugoslawiens entzündete sich genau an jener Grenzlinie, an der vor mehr als 2000 Jahren Octavian und Marcus Antonius ihre Machtbereiche abgesteckt hatten.

      Mit der Teilung des Römischen Reiches an der Drina im Jahre 395 begann sich auch das Christentum in ein westliches (röm. Patriarchat) und ein östliches auseinanderzuleben. Der sprachliche Unterschied zwischen Serben und Kroaten ist gering, aber sie gehören unterschiedlichen Glaubensrichtungen an. Diese Trennung ist bis heute nicht überwunden. Sie ist eine Tragödie für die Christenheit. Sie hat nicht nur eine religiöse, sondern auch eine kulturelle und politische Dimension. Man erkennt daran, wie tief die Ursachen sitzen und wie dauerhaft historische Entwicklungen sind. Diese Konflikte von heute auf morgen mit dem von den USA oder den Briten vermittelten (=erzwungenen) "Segen" der "Demokratie" unter Ausklammerung der historischen Dimensionen lösen zu wollen, zeugt von grenzenloser Naivität.

      Setzt man die "Drina" nach Norden fort, dann verläuft diese heute mitten durch die Ukraine. Mit der Ausbreitung des Christentums von Konstantinopel nach Norden zu den Ostslawen und der Taufe der Kiewer Rus' 988 (altrussischer Staat mit Kiew als Zentrum und einer Ausbreitung entlang des Handelswegs zwischen Baltikum und Konstantinopel) gehörte dieser Machtbereich zum östlichen Christentum. Das Altkirchenslawische spielte damals eine ähnlich bedeutende Rolle wie im Westen das Lateinische und im Südosten das Griechische. Das Kirchenslawische ist heute noch die Liturgiesprache in der slawischen byzantinischen Liturgie, und nicht die slawischen Volkssprachen. Auch die heutige Westukraine und das östliche Polen (z.B. der Oberlauf des San um Sanok) gehörten zur Kiewer Rus'. Ruthenen leben heute noch in Polen und gehören zur byzantinischen, slawischen Liturgie mit einer eigenen, kirchlichen Hierarchie. Ihre Schrift ist die kyrillische.

      Später hat sich das Zentrum der Kiewer Rus' nach Moskau verlagert, und der westliche Teil wurde Teil des polnischen Königtums bzw. der Rzeczpospolita, die sich fast bis zum Schwarzen Meer und bis Kiew erstreckte. Verschiedene Versuche der Überwindung der Kirchenspaltung von 1054 wie z.B. am Konzil von Florenz 1439 führten schließlich 1596 zu einer Lösung im kleinen Rahmen, zur Union von Brest (griech.-kath. Kirche mit St. Barbara in Wien). Diese Union war maßgeblich auch von politischen Bestrebungen der damaligen polnisch-litauischen Rzeczpospolita getrieben. Der Westen der heutigen Ukraine gehörte damit über Jahrhunderte zur westlichen Hemisphäre. Noch 1918 reichten Galizien und die Bukowina bis weit in den Osten. Am 1. April 1918 wurde die erste, regulär verkehrende Fluglinie eröffnet: Wien-Aspern - Krakau - Lemberg - Kiew.

      Die Verlängerung der Drina nach Norden verläuft also heute mitten durch die Ukraine. Wie im Süden bildet sie eine jahrhundertealte Grenze in religiöser, kultureller und politischer Hinsicht. Die Überwindung dieser Unterschiede ist nicht durch die Wiederholung von Aktionen mit einem "Fingerspitzengefühl" ähnlich wie 1204 möglich, sondern nur mit gegenseitigem Respekt und vertrauensbildenden Maßnahmen.

  51. socrates
    15. April 2014 09:10

    Wir, die EU sind schuld. Unsere Politiker und die Medien unterstützten den Maidanaufstand in Gedanken, Worten und Werken. Als China aus Protestgegen die US-Politik den $ ins wanken brachte, indem es US-Papiere verkaufte, kauften wir diesen Mist. Dann schickte die EU eine erste Tranche und gestern erführen wir, daß 1Mrd € nachfolgt. Das Volk, das keinen Krieg will, wird nicht gefragt und hat nichts zu reden. Das war Gehirnwäsche pur, die Schreiberlinge kämpften bis zum letzten Buchstaben um uns das Zahlen schönzureden.
    Dann verweigerte China die Annahme von Genmais um 60Mrd $. Den werden wir zahlen und der Ukraine schenken damit sie etwas zu fressen hat.
    Wenn die USA 18 Kampfflugzeuge an die Westgrenze der Ukraine, in die EU, verlegt, ist das gut.
    Wenn RU 18 Kampfflugzeuge an die Ostgrenze der Ukraine verlegt, ist das schlecht.
    Wenn Blackwater in der Ukraine aushilft, ist das gut. Von russischen Truppen wissen wir nichts, aber das ist sicher unser Fehler.
    Schuld ist die EU, zahlen wird die EU, gewinnen die USA, egal wie es ausgeht.
    Aber für Pensionen, Universitäten, Heer, Bildung, Modernisierung der Industrie ist kein Geld vorhanden.
    P.S. Blödschreiben in der Presse = Dummhetzen:
    Warum sind Rechte Männer für Frauen attraktiv? Weil Le Pen eine Frau ist und für viele Frauen und Männer, die Recht und Ordnung brauchen, ein Hoffnungsträger ist.

    • Undine
      15. April 2014 09:40

      @socrates

      *****!
      "Wir, die EU sind schuld. Unsere Politiker und die Medien unterstützten den Maidanaufstand in Gedanken, Worten und Werken."

      Warum nur macht gerade diese Tatsache die Putin-Gegner nicht stutzig? Warum IGNORIEREN sie etwas, was 100%ig zu beweisen, aber keineswegs eine zu vernachlässigende Kleinigkeit ist? Die "westlichen" Politiker haben den Maidan-Aufstand mit ihrer Anwesenheit unterstützt! Wenn DAS kein gravierender Fehler war, was dann?

  52. dssm
    15. April 2014 09:07

    Ein kleines Detail zu den 'Spezialkräften'. Wer einmal auf youtube ein paar Filmchen von Panzerbergungen, also von Geräten aus dem grossen Vaterländischen Krieg, ansieht, der sieht dort jedes mal eine ganze Horde an Leuten in Räuberzivil. Genau jenes Räuberzivil, welches die Opponenten (es gibt ja auf allen Seiten 'Milizen') ständig tragen.
    Wer einen bekannten Jäger hat, welcher öfter seinem Hobby im Osten nachgeht, findet bei diesem auch solche Bekleidungsstücke, denn die Qualität und Funktionalität ist überraschend gut.

    Man sollte also nicht wegen eines uniform-ähnlichen Gewandes gleich die ganz grossen Rückschlüsse ziehen!

    Sieht man nämlich in den 'Uniformierten' nichts weiter als Zivilisten (aber die haben alle Militärdienst geleistet!), dann wird die Sache gleich viel ungemütlicher. Dann gibt es da mehrere, völlig unkoordiniert handelnde Gruppen. Manchmal ist offensichtlich die bewaffnete Staatsmacht auf deren Seite, manchmal nicht. Teilweise geschehen kriminelle Taten, dann wird wieder eine nationalistische Aktion gesetzt.
    Wer mit dieser Interpretation etwas anfangen kann, dem wird wohl etwas unwohl werden. Denn dann gibt es keinen 'grossen' Befehlshaber, dann kann man die ständigen Provokationen nicht abdrehen. Dann sind die 'grossen' Politiker in Wahrheit getriebene von lokalen 'Patrioten' und wohl auch Räuberbanden. Etwas ähnliches haben wir im Bosnienkonflikt gesehen!

    So wie unsere 'Eliten' ständig staatliche Eingriffe in Gesellschaft und Wirtschaft machen, welche dann regelmäßig miserabel laufen und daher einen weiteren Eingriff machen müssen und dann auf hauruck noch einen usw.
    So wird es auch in der Ukraine sein, auch dort werden die westlichen und östlichen 'Experten', wahrscheinlich aus Gutmenschentum, gar manche Aktion gesetzt haben, leider ist auch dort diese und jene Aktion an der komplexen Realität gescheitert, also macht man weiter und weiter und weiter – womit die Eskalation kein Ende nimmt.

  53. simplicissimus
    15. April 2014 08:45

    Wenn wir schon bei Vergleichen sind: Der zweite Weltkrieg wurde hauptsaechlich durch Ignorierung der Selbstbestimmungsrechte der Deutschen im Sudetenland, in Danzig, im Memelland, ja sogar in Westpreussen ausgeloest, wo die Deutschen in der Mehrheit waren, aber durch die Souveraenitaet ausuebende fremde tschechische oder polnische Staatsgewalt unterdrueckt und vergewaltigt wurden.
    Hier wurde das berechtigt Aufbegehren gegen ein Unrecht selbst als Unrecht definiert.
    In der Ostukraine ist all dies kaum der Fall. Hier geht es eindeutig um Machtpolitik und Interessenssphaeren.
    Russland will wieder zurueck zu alter Staerke und duldet kleine NATO neben sich.
    Die NATO bzw die Amis sehen Russland als im 3. (kalten) Weltkrieg besiegte Macht und behandeln sie dementsprechend mies.
    Putin will sich nun mit der Brechstange holen, was teilweise Russland ist (die Krim) und Russland war (die Ostukraine, obwohl sie nicht mehrheitlich von Russen bewohnt ist).
    Die Europaeer pudeln sich auf und die Amis schicken Kriegsschiffe.
    Die Chinesen sind aus Staatsraeson nicht auf Seiten der Russen, aus Machtkalkuel aber schon.
    Ein Pulverfass.
    Ein Pulverfass.

    • Undine
      15. April 2014 09:20

      @simplicissimus

      Meine 3 Sternderl reichen bei weitem nicht aus, deshalb noch *********!

  54. Wertkonservativer
    15. April 2014 08:40

    Nun, die Ukrainefrage "spaltet" unseren Blog erstmals effektiv in zwei völlig unterschiedlich gewichtete "Blöcke":

    auf der einen Seite die Pro-Putin- und Russland-Verteidiger und offen deklarierte Anti-Westler (in Schattierungen - bis zur Obama- und Merkel-Verachtung); auf der anderen die wenigen Westler (Atlantiker), hier - außer unseren Blogmaster selbst - kaum auszumachen!
    Geschätztes Verhältnis des Meinungsspektrums: 95:5 %
    (letzterer Wert incl. Dr. Unterberger!).

    Wie ich schon kürzlich bemerkte, verwundert mich dieses Missverhältnis zuungunsten der Westpolitik (die natürlich auch ihre Schattenseiten hat) über die Maßen!!!

    Ganz klar, dass jede Meinung zu respektieren ist, doch aus welchen Quellen sich die hier fast ausufernde Sympathie für Herrn Putin und sein nur durch Bodenschätze reiches Russland speist, bleibt mir tumbem Toren verborgen!

    Nun, jeder wie er will und kann: ich jedenfalls werde meine Meinung über Gott und die Welt nicht mehr ändern, freue mich nun auf unsere jährliche Juni-Reise in die Toskana (mit Nachschlag Südtirol), und hoffe, dass sich Herr Putin zumindest bis dahin einigermaßen zivilisiert benimmt! Zuzutrauen ist ihm ja einiges (die Erdgas-Erpressung ist ja - neben dem Atom-Arsenal - seine "Hauptwaffe")!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      15. April 2014 08:57

      Werter Wertkonservativer, Du uebersiehst, dass die Westmaechte die Mittelmaechte (also uns) in zwei Weltkriegen teilweise ungerechtfertigt, teilweise gerechtfertigt vollkommen vernichtet und in die Bedeutungslosigkeit gedraengt haben. Die Grundlage dafuer haben die brutalen Vertraege von Versailles und Saint Germain gelegt und die absolute Weiterfuehrung des feindseligen Verhaltens des Westens gegenueber D und Oe trotz unzaehliger konstruktiver und fairer Verbesserungsvorschlaege. Was dann indirekt den zweiten Weltkrieg mit ausgeloest hat.
      Keine besondere Motivation, besonders "westfreundlich" zu sein und auf ewig den Vasallen zu spielen.
      Ich verstehe die Leute, die angelsaechsisches Intrigenspiel nicht mehr mitmachen wollen.
      Dass wir uns nun gesellschaftspolitisch selbst entgueltig vernichten, ist unsere eiogene Schuld. Aber da geht es dem Westen auch nicht viel besser.

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 09:15

      Lieber Freund,

      soviel, dass die "Westmächte" auch einigen "Dreck am Stecken" haben, weiß ich aus meiner recht langen Lebenserfahrung auch ganz gut!
      Seit Menschen auf unserer schönen Erde leben, werden Kriege geführt, Hekatomben an Menschen "geopfert", und meist sind es die "Tüchtigsten" und Stärksten gewesen, die die Schwächeren gepiesakt und gedemütigt haben.
      Die Geschichte des 20.Jahrhunderts lehrt uns, dass das Maß an Schuld ziemlich gleichmäßig auf die "erfolgreichen" Länder zu verteilen ist!
      Es waren immer "Machtspiele", die zu Kriegen geführt haben!
      Wir Österreicher und Deutsche haben halt schon auch unseren Teil an diesen "Weltunglücken 1.und 2.WK" beigetragen! Dies zu akzeptieren gebietet die Ehrlichkeit und Fairness, ändert jedoch gar nichts an der Mitschuld der "Anderen"!

      Grüße,

      Gerhard

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      15. April 2014 09:26

      @simplicissimus

      Sehr gut erläutert!

    • Wertkonservativer
      15. April 2014 09:53

      Wie Sie wissen, liebe Undine, bin ich alter Wertkonservativer ja auch irgendwie ein "Kriegsopfer":
      1933 als "Altösterreicher" in Mähren geboren, 1941/1942 zwei Brüder in der Ukraine gefallen, Vater 1945 von den Tschechen "verunfallt", 1946 nach mehrmonatigem Aussiedlungslager aus der Heimat "entfernt"!

      Das alles ändert aber überhaupt nichts daran, dass Deutschland halt am Kriegsausbruch 1938 durch Hitlers Machtpolitik entscheidend Schuld auf sich geladen hat, die dann zum zweiten Weltenbrand und den Nachkriegsfolgen geführt hat, denen auch meine Familie - wie Millionen andere - gnadenlos ausgeliefert war.

      Es bringt heute wenig, die (durchaus vorhandenen) Schuldanteile der anderen herauszupicken und sich zwecks Gewissenerleichterung laufend vorzusagen!

      Ja, die Schuld liegt nicht nur auf einer (unserer) Seite!

      Wichtig ist jedoch, dass wir aus der Vergangenheit Lehren ziehen, verzeihen können (ich tue dies!), und es künftig in Wort und Tat besser zu machen versuchen!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • Undine
      15. April 2014 10:46

      @Wertkonservativer

      Darf ich Ihnen ein Video ans Herz legen; es ist ein bescheidener, aber sehr glaubhafter Versuch, der Wahrheit, die ja in diesem speziellen Fall mit Fleiß unterdrückt wird, ein bißchen auf die Sprünge zu verhelfen. Warum nur werden die Kriegsarchive noch immer nicht geöffnet?

      http://www.vorkriegsgeschichte.de/

      Vortrag von General Schulze-Rhonhof

      Dieser Mann ist absolut glaubhaft---er ist als General schließlich "vom Fach" und KEIN Politiker, kein getrimmter Historiker!

    • Undine
      15. April 2014 10:56

      Und noch etwas, lieber @Wertkonservativer, das mit dem Verzeihen ist schon recht und schön, aber was hat es uns gebracht: Milliarden € an Restitutionszahlungen und Kniefälle und Demutsgesten sonder Zahl---und die Gier ist noch lange nicht gestillt!---aber die "Schuld", die Erbsünde, bleibt trotzdem an uns haften und wir bleiben erpreßbar!
      Solange das Verzeihen SO brutal ausgenützt wird und noch dazu EINSEITIG erfolgt, ist es SINNLOS und kostspielig.

    • simplicissimus
      15. April 2014 11:52

      Liebe Undine, voellig richtig!

    • Josef Maierhofer
      15. April 2014 12:09

      @ Wertkonservativer @ Undine

      Natürlich würde ein Verzeihen beide Seiten benötigen.

      Noch viel wichtiger würde ich aber tatsächlich die Wahrheit einstufen und da haben Sie beide sehr viel erlebt und dieses Argumente stufe ich gleichwertig ein, was die Geschichte betrifft.

      Was die Gegenwart betrifft, muss ich sehr wohl den Postern auch recht geben, das ganze Problem mit der Ukraine gibt es erst seit relativ kurzer Zeit und es ist Vieles einsichtig, dass nämlich der Aggressor ursprünglich nicht russisch war, sondern es im Nachhinein tatsächlich so leicht nicht mehr gesagt werden kann, warum und wie es zu dem Konflikt kam. Zu Zeiten der Tschernobil Katastrophe, da war das noch kein Problem. Jedenfalls hat eine Polarisierung und Hetze stattgefunden und das Ergebnis ist jetzt Krieg.

      Und Opfer des Krieges sind Sie beide und Sie wissen beide, was das für die meisten bedeutet.

      Unbehagen, Unzufriedenheit, Abheben der Politik, das haben wir hier auch, hier führt das auch zu linken Gewaltdemonstrationen sogar in Wiens Innenstadt. Wenn es nun zu Gegendemonstrationen käme, wäre das Chaos perfekt. Darum schätze ich gerade die FPÖ, das nicht zu tun, Krawallbrüder gäbe es auch dort ganz sicher genug, darum wähle ich sie auch nunmehr so lange, solange sie mit Argumenten den Frieden suchen und sei es auch der Frieden mit dem hier ungleich stärkeren Putin.

      Wir müssen uns die Geschichte vor Augen halten in ungefähr diesen Längsgraden waren alle Aggressionskriege gegen Russland zu Ende. Von Napoleon bis Hitler.

      Wir müssen schon auch die Geschichte betrachten und auch den 'Bösewicht' aus Moskau verstehen, der zwar mindestens so abgehoben regiert, wie es unsere Minibonzen versuchen, der mindestens so brutal ist, wie es die Gegenseite ist, der mindestens so viel lügen kann, wie es die Gegenseite samt Vasallen kann, aber, was Österreich betrifft, waren die Russen, egal unter wem, bisher die besten Vertragspartner aus dem Staatsvertrag und haben unsere Neutralität geachtet, die wir im Begriffe sind wegzuwerfen.

    • kaffka (Keine Partnerin) (kein Partner)
      16. April 2014 18:36

      Josef Maierhofer
      15. April 2014 12:09
      @ Wertkonservativer @ Undine

      Es mag wohl für den einzelnen Blogger interessant sein seine Argumente für die eine Seite vorzutragen, für den Anderen ebenso die seinigen.

      Warum sollte das nicht so sein?

      Doch ändern wird sich das nicht, jene die an der Macht sind werden nur den einen Teil der Wahrheit in die Geschichte eingehen lassen, die diese macht nicht haben werden es zwar versuchen aber wenig Erfolg damit haben.
      Eines ist sicher: Beide Mächte sind, wenn es um ihre Interessen geht bereit über Leichen zu gehen und sie gehen auch (zumindest in Gedanken) über Leichen , wenn es ihnen notwendig erscheint.

      Warum sollten normale Menschen - und dafür halte ich die Blogger hier - sich deswegen zu zerstreiten?
      Weder des Einen Stimme noch die des Anderen hat im Grossen irgend eine Wirkung.
      Letztlich ist Beides etwas, dass sich auswirkt wie "Erbsen an die Wand hauen!"

    • kaffka (Keine Partnerin) (kein Partner)
      16. April 2014 18:44

      Wertkonservativer
      15. April 2014 08:40

      Viel Vergnügen für Ihre Urlaubsreise, aber es soll auch die andere Seite (Der N..Präsident der USA) sich zivilisiert verhalten. Er hat ja ausser der Embargo- auch nur die Atomwaffe im Arsenal!

  55. terbuan
    15. April 2014 07:03

    Auch wenn man es noch so oft wiederholt, so manches wird deswegen auch nicht wahrer!

    • diko
      15. April 2014 09:22

      eine durchaus glaubwürdige Darstellung - der immer wiederkehrenden selben Ursachen:

      https://www.youtube.com/watch?v=sdrBMRSFqOg

    • Undine
      15. April 2014 16:25

      @diko

      Dieses Video kann man gar nicht oft genug sehen; hoffentlich sehen es genügend Leute. Dieser junge Mann macht seine Sache hervorragend.

    • Specht (kein Partner)
      16. April 2014 12:40

      Irgendwann wird es auch Zeit für die Erkenntnis, dass es nicht die Völker sind, die Schuld an Weltkriegen tragen, sondern ihre jeweiligen Politiker. Sie haben nämlich die Macht das zu tun und gleichzeitig auch die Bevölkerung zu manipulieren, durch Lügen, Halbwahrheiten und dem Vorgaukeln einer Mission. Alles andere als Friedensbemühungen sind ein Weg zum Krieg.

  56. kritikos
    15. April 2014 01:31

    Bei der laufenden "Berichterstattung" der Medien kommt einem der Gedanke, dass sie die eigentlich Schuldigen an der Eskalation sind.
    Die Autonomie - auch ohne angebliche russische Attacke (worin besteht sie wirklich?) - oder auch eine Abspaltung ist weder neu noch verwerflich. Siehe auch von AU genannte Trenung der seinerzeitigen Tschechoslowakei. Zugegeben, da waren zwei schon klar beschriebene Territorien, aber die Trennung ging nicht einfach, jedoch zufriedenstellend ab. In der Ukraine, meiner Ansicht nach ein z.T. künstliches Gebilde aus der Zeit der Sowjetunion, leben eben in manchen Regionen russisch sprechende und sich als Russen betrachtene Menschen. Ist es so abwegig, denen zu gestatten, sich für eine Abspaltung von Kiew und einen Anschluß an Russland zu entscheiden? Ja natürlich gibt es auch in diesen Regionen (echte) Ukrainer, die auch ukrainisch sprechen und die dann Minderheiten wären. Und was ist mit den Ungarn in Rumänen, bespielsweise?
    Ceterum censeo - diesmal nicht in Anlehnung an Cato - : Man sollte den Amerikanern und ihren Bestrebungen gegenüber vorsichtig sein.

  57. mischu
    15. April 2014 01:27

    Nicht ganz unschuldig an der Eskalation ist auch die EU mit ihren ständigen Avancen in Richtung Ukraine, denn daran hat sich das Pulverfaß so richtig entzündet. Einen solchen Fehler hätte sich die Union nicht erlauben dürfen.

    Ein Ultimatum an die ostukrainischen bzw. russischen Rebellen ist das völlig falsche Signal, wie man schon beim 1. Weltkrieg erkennen konnte, denn die Serben waren damals keine Minute gewillt, ein solches zu erfüllen.
    Genauso wenig werden die Ostukrainer darauf reagieren und dann müßte die Regierung in Kiew tatsächlich mit Gewalt antworten, um keinen Gesichstverlust zu riskieren, aber mit nicht mehr beherrschbaren Konsequenzen.

    Daher sehe ich als einzigen Ausweg ein landesweites Referendum, wie es mit diesem Staat weitergehen soll, bei dem im Vorfeld abgeklärt werden muß, daß sich alle Beteiligten an den Ausgang halten.
    Das ist zwar noch keine Garantie für eine Befriedung, aber zumindest ein Ausweg aus der derzeit gefährlich verfahrenen Situation.

    Und die EU täte gut daran, es endlich zu unterlassen, ihre finanziellen und wirtschaftlichen Interessen in der Ukraine mit immer mehr Vereinnahmungsversuchen abzusichern. Das käme uns auf Dauer teuer zu stehen, wenn dann der Steuerzahler ein weiteres Pleiteland mitsamt den involvierten Banken retten müßte. Ukraine in der EU - nein, danke!

    • mischu
      15. April 2014 01:40

      @Steinibeini

      Genauso ist es gemeint, vollkommen richtig!

    • simplicissimus
      15. April 2014 08:29

      Landesweites Referendum macht keinen Sinn, denn die Ukraine ist heterogen. Im Westen die "reine"Ukraine, in Kiew eine Ukrainisch-russische Mischung und im Osten und Sueden eine russisch orientierte Bevoelkerung, wenn auch die Russen nicht in der Mehrheit sind (Ausnahme: Krim).

    • simplicissimus
      15. April 2014 09:00

      "Rein" ist die Ukraine auch im Westen nicht, da spuckt noch Polnisches Erbgut dazwischen.

    • Riese35
      15. April 2014 10:54

      @simplicissimus: "Polnisches Erbgut spuckt" auch in die ukrainische Sprache. Viele Begriffe verwenden im Polnischen und Ukrainischen dasselbe oder ein ähnliches Wort, während es im Russischen ganz anders heißt; z.B. die Wörter für "Danke" oder "Möglichkeit".

      Leider kann ich jetzt keine Beispiele bringen, da in diesem Blog keine Unicode-Codierung aktiviert ist und somit weder die polnisch-lateinischen noch kyrillischen Schriftzeichen dargestellt werden können.

      Das gegenseitige Verständnis ist die beste Voraussetzung für ein friedliches Miteinander. Und zu diesem Verständnis gehört auch die Sprache (inklusive Schrift). Vielleicht ist es im Westen gerade dieser sprachliche Mangel mit einer Schlagseite zur amerikanischen Kultur und französischen Revolution, der bei uns den Mangel an kulturellem Verständnis für den Rest der Welt nach sich zieht und damit einen Großteil der Probleme verursacht, die wir heute in diesem Raum sehen. Insbesondere die USA sind ja bekannt dafür, wie sie auf der ganzen Welt infolge ihrer "Sprachbegabung" den Elefanten im Porzellanladen spielen. Dabei ist doch allseits bekannt, wie berühmt gerade die amerikanische Kultur, die englische Küche und die italienischen Heldensagen sind.

    • mischu
      15. April 2014 12:40

      @simplicissimus

      Gerade weil die Ukraine so heterogen ist, soll sie selbst entscheiden, ob sie ein Nationalstaat bleiben möchte oder nicht.
      Ich kenne dafür keine bessere Möglichkeit als ein landesweites Referendum, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

    • simplicissimus
      15. April 2014 15:24

      mischu, das reflektiert nicht die minderheiten, die in einigen landesteilen die mehrheit besitzen, wie vor allem die russen auf der krim. das land ist zu gross, dass sich ganze regionen unter ein gesamtmehrheitsdiktat werfen sollten. meine meinung.

    • mischu
      15. April 2014 20:02

      @simplicissimus

      Die Krim ist sowieso weg, jetzt gilt es den Rest des Landes mittels Referendum entscheiden zu lassen, ob es ein Nationalstaat bleiben möchte oder nicht.
      Mit Zwang und/oder Gewalt wird der Konflikt nämlich nicht zu lösen sein!

    • simplicissimus
      16. April 2014 02:11

      Riese 35, Ihre Aussagen ueber USA,UK und Heldenlandia kann ich mich nur anschliessen!

  58. Haider
    15. April 2014 01:27

    Ich bekomme manchmal bei der Rechtfertigung der Agitation Russlands in der Ostukraine weiche Knie. Sehe ich mir die Bevölkerungsstruktur des 15. Wr. Gemeindebezirkes an, so könnte uns durchaus eine Dilemma a la Ukraine/Krim bevorstehen. Erdogans Eroberungstrategie Europas mittels der Bäuche seiner türkischen gebärfreudigen Importbräute trägt hier volle Früchte. Viele gesellschaftlich relevante Bereiche wurden längst von Osmanen okkupiert. Z.B. steht längst kein Spielplatz, kein Sandhaufen, kein Sportplatz unseren österreichischen Kindern mehr zur Verfügung, dafür instruieren sozialistische Pseudopsychologen Türkenclans, wie sie sich selbst verwirklichen können. Alles natürlich finanziert mit Steuergeldern der Österreicher, denn die Türken müssen sich leider um die Familienehre kümmern und haben daher keine Zeit, einem banalen Brotberuf nachzugehen. Aber Wiens Wähler wollen es so!

    • mischu
      15. April 2014 01:50

      Bald werden diese "Türkenclans" auf ein ganz anderes "Pulverfaß" treffen

      http://www.bild.de/politik/ausland/lampedusa/fluechtlinge-lampedusa-ansturm-ausland-35441042.bild.html

      und dann verschwindet die autochtone Bevölkerung sowieso endgültig.

    • dojon (kein Partner)
      16. April 2014 07:50

      Dann steht uns ein viel schlimmeres Dilemma bevor. Denn sind wir ehrlich, der Unterschied zwischen Ukrainern und Russen enstpricht etwa dem von Nord- und Süddeutschen. Ich habe eher den Eindruck, daß dieser Konflikt wie so oft von verantwortungslosen Eliten verbrochen wird. Lumpenproletariat, das sich dann auf der Straße prügelt, findet sich ohnehin immer. Der Unterschied zwischen nicht zu säkularisierenden Moslems und (ehemaligen) Christen ist dagegen weitaus fundamentaler. Auch wenn es bei uns die meisten in der historischen Phase der christlichen Übermacht, die jetzt zu Ende geht, vergessen haben, so war die Grenze zwischen dem Islam und der Christenheit jahrtausendelang eine blutige.





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