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Fellner ist wichtiger als die Kinder: Inserieren statt unterrichten

Jetzt hat die Unterrichtsministerin die Katze aus dem Sack gelassen. 57 Millionen Euro muss auch sie heuer einsparen. Die Zeiten sind in allen Ministerien härter geworden.

Dass Österreichs Nichtteilnahme an den diversen Tests primär zur Einsparung dient, war im Tagebuch lange vor allen anderen Medien als evident geschlossen worden. Das verwischt als Nebeneffekt auch, dass die von der SPÖ einst so propagierte Gesamtschule trotz gewaltiger Kosten ein totaler Fehlschlag ist.

Noch viel schlimmer ist, dass Schulklassen künftig weit größer sein werden als heute: In vielen Klassen wird nicht mehr geteilt. Derzeit werden, so teilt Frau Heinisch dem staunenden Volk mit, Klassen mit mehr als 31 Schülern in Deutsch, Mathematik und Englisch in zwei Gruppen geteilt. Mehr als 31! Dabei hat die ministerielle Propaganda jahrelang von 25 Kindern als angebliche Höchstgrenze pro Klasse schwadroniert. Und künftig wird nicht einmal ab 31 geteilt!

Dabei ist gar keine Frage: Die Sparnotwendigkeiten nach sechs Jahren Nichtstun dieses Regierungschefs, seiner Regierung und der völlig falschen Reaktion auf den Hypo-Skandal werden noch viel größer werden. Denn irgendwann bricht jedes Kartenhaus zusammen.

Was aber wirklich bis zur Weißglut ärgert: Während solche schwere Einschränkungen in den Klassen stattfinden, gibt das Ministerium weiterhin Geld für Inserate aus. Da sagt Frau Heinisch-Hosek nämlich nur ganz vage, auch dort werde gespart. Aber was heißt „sparen“? Es darf kein einziges Inserat – mit ohnedies meist skandalösen Inhalten – mehr geben, wenn an unseren Kindern schon jetzt so dramatisch gespart wird. Dichand hin, Fellner her. Über 31 Kinder pro Klasse heißt, dass manche von Ihnen wohl nie zum Englisch-Reden kommen. Eh wurscht, Hauptsache, man kann die Fakten in Inseraten wieder beschönigen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 12:13

    Zwei Fliegen mit einem Schlag, die dem sozialistischen Machterhalt dienen:

    Mit Inseraten erkaufte, gefällige Berichterstattung in den"Gratismassenblatteln"

    sowie

    sichere Wählerstimmen durch die Mehrzahl der Sozialfälle in den bildungsfernen Schichten.

    Bisher hat es ja funktioniert, warum soll man dann etwas daran ändern?

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 13:18

    Dass die Gesamtschule ein veritabler Flop ist, wird langsam allen klar!

    Dass die Inseraten-Kampagnen der Roten eine veritable Gemeinheit darstellen, ist auch nichts Neues!

    Ob - wie meine "Vorredner" hier anführen - die Kürzungen des Unterrichtsministeriums unseren Kindern und Jugendlichen besonders schaden werden, bezweifle ich ungläubiger Wertkonservativer ein wenig: da wird sich kaum viel ändern.

    Viel wichtiger wäre, wenn die werte Elternschaft (trotz Berufs- und Gesellschafts-Frust) sich etwas mehr um die Erziehung ihrer Kinder kümmern würden:
    da fehlt's nämlich mehr, als manche Versäumnisse in der Schule!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  3. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 13:54

    Mehrere persönliche Überlegungen zum Thema:

    Ich war im Gymnasium in einer Klasse mit 37 Schülern. Disziplinär war das damals kein Problem, weil wir von zu Hause mitbekommen haben, wie man sich im Unterricht zu benehmen hat. Aber der persönliche Einsatz in der Stunde wurde bei so vielen Mitschülern vom Lehrer nicht wahrgenommen und hielt sich demzufolge auch in Grenzen.

    Krankheitsbedingt musste ich unlängst das Bett hüten und wunderte mich über den diffusen Lärm, der durchs gekippte Fenster wahrzunehmen war. Es dauerte eine Zeit lang, bis ich erkannte, dass das der offensichtlich normale Lärmpegel in der Schule (keine Pflichtschule, nur Oberstufe!) nebenan war, der durch die geschlossenen!! Fenster herüberdrang. Wie soll man bei so einem Krach nur das Geringste lernen können? Und es blieb konstant laut während des gesamten Vormittags.

    Aber wahrscheinlich ist es den Regierungsparteien eh recht, wenn die Bildung des Stimmviehs sich in Grenzen hält. Ungebildeten Dodeln kann man einfach mehr erzählen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 12:24

    Unsere Kinder sind den Regierenden schon lange wurscht, denn wenn diese einmal unter deren Missetaten leiden, ist der Sargdeckel ueber denen laengst geschlossen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 14:52

    Ich habe zwar als Ruheständler mit den Schulen und Unis nichts mehr zu tun, aber mache mir Sorgen über die nächsten Generationen. Wenn man die letzten Jahrzehnte Revue passieren lässt, dann gibt es ständig Experimente (genannt: Schulversuche) und Änderungen.
    Liebes Ministerium, BiFi und Gewerkschaftler: LASST DOCH DIE SCHULEN ENDLICH IN RUHE.
    Wenn nun Heinisch-Hosek gezwungen wird, den Sparstift anzusetzen, dann wird sie dies am Wenigsten bei den Inseraten tun. Denn Sie muss ja dem "blöden" Volk via HEUTE & ÖSTERREICH *) erklären, warum sie auf anderen Gebieten sparen muss.

    *) Info für Nicht-Wiener: dies sind die beiden Gratiszeitungen (Schmierblatteln), welche täglich die öffentlichen Verkehrsmittel versauen und auch mittels Wind durch die Straßen gefegt werden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 14:50

    Die 57 Millionen lassen sich leicht einsparen, aber nicht auf Kosten der Kinder, eben auf Kosten der unnötigen Inserate, wozu braucht man die überhaupt ?

    Würde man den Lehrstoff auf das Wesentliche reduzieren, die Lehrmittel auf das Notwendigste beschränken und den Unterricht straffen, könnte man sogar Verbesserungen erreichen. Natürlich sind hohe Schülerzahlen pro Klasse eine Erschwernis für Lehrer und Schüler, das war aber früher auch nicht anders.

    Und noch was möchte ich dazu sagen. Fehlen denn nicht haufenweise Lehrer derzeit, wegen der 'akademischen' Ehren, die sie vorher erwerben müssen, statt sie einfach an der Praxis auszutesten ?

    Das lässt sich mit dieser 'Lösung' natürlich auch gleich kaschieren und der entsprechende Beamte, der diesen 'Geniestreich' erfunden hat, bekommt sicher den 'Dohnal-Orden' für Verdienste um die Schule, nebst einer satten Gehaltserhöhung, ist er ja, wie man annehmen kann, von der gleichen Gilde.

  7. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2014 11:57

    Es ist alles andere als eine Überraschung, dass die Sparmaßnahmen dieser Regierung den Unterrichtsbetrieb, nicht aber die Bestechungsinserate betreffen. Warum sollte diese inferiore Regierung damit aufhören, die an der Nadel hängenden Printmedien mit Heroin und Crystal Meth in Form von Bestechungsinseraten zu versorgen?
    Die Einsparmaßnahmen haben zudem einen Effekt, der genau das gegenteil dessen bewirkt, was die Neojakobiner im Bildungsbereich wollen: Schlechter ausgestattete Schulen und mehr Schüler pro Klasse verschaffen dem Bildungsbürgertum wieder mehr Bedeutung. Was in der Schule in Dreißigerklassen mit 80 dB Dauerlärmpegel nicht rüberkommt, holen die Bildungsbürgerfamilien per Motivation in der reichlichen Freizeit in Form von Literatur, Museumsbesuchen, Konzerten und Reisen nach. Die bildungsfernen Schichten schauen durch die Finger.

    Bravo, liebe Bundesregierung! Das hast du ganz, ganz toll hingekriegt!

    Die Lehrer, die in Zukunft diese mit Presslufthammerlärm gefüllten Klassen unterrichten dürfen, freuen sich jetzt schon auf die Vorwürfe, wonach zu wenig individuelle Förderung vermittelt wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDreistein
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2014 02:22

    Natürlich waren wir damals in großen Klassen, aber die Zeit war eine Andere.
    Damals, waren Kinder gut erzogen, Eltern hatten die Verantwortung für ihre Kinder.
    Wurden Eltern wegen schlechter Leistung oder Betragen ihres Kindes in die Schule beordert, so kamen sie
    1. dem nach
    2. sprachen anschließend mit ihrem Kind
    3. Kontrollierten ob ihre Hilfe auch greift
    4. Beschimpften nicht den Lehrer
    5 Lehrer waren Respektspersonen
    und 6 es waren keine Kinder mit Migrationshintergrund in meiner Klasse
    demnach:
    7. sprachen alle deutsch
    8. Wurden die guten Schüler gemeinsam unterrichtet und die weniger Guten gemeinsam gefördert, in gemeinsamen Klassen, wo sie sich nicht als Versager fühlen mussten
    Die Zeiten haben sich geändert, heute ist das nicht mehr möglich!!


alle Kommentare

  1. Dreistein (kein Partner)
    19. April 2014 02:22

    Natürlich waren wir damals in großen Klassen, aber die Zeit war eine Andere.
    Damals, waren Kinder gut erzogen, Eltern hatten die Verantwortung für ihre Kinder.
    Wurden Eltern wegen schlechter Leistung oder Betragen ihres Kindes in die Schule beordert, so kamen sie
    1. dem nach
    2. sprachen anschließend mit ihrem Kind
    3. Kontrollierten ob ihre Hilfe auch greift
    4. Beschimpften nicht den Lehrer
    5 Lehrer waren Respektspersonen
    und 6 es waren keine Kinder mit Migrationshintergrund in meiner Klasse
    demnach:
    7. sprachen alle deutsch
    8. Wurden die guten Schüler gemeinsam unterrichtet und die weniger Guten gemeinsam gefördert, in gemeinsamen Klassen, wo sie sich nicht als Versager fühlen mussten
    Die Zeiten haben sich geändert, heute ist das nicht mehr möglich!!

  2. fewe (kein Partner)
    12. April 2014 12:13

    Ich war immer in Klassen mit zumeist 36 Schülern. Dass man dabei nicht lernen konnte, ist mir nicht aufgefallen. Wir konnten aber alle Deutsch - auch die Ausländer - und Sonderschüler waren in der Sonderschule.

  3. dssm
    11. April 2014 22:37

    Es freut mich als offensichtlicher Dummkopf bezeichnet zu werden, danke Herr AU.
    Denn ich bin sowohl in Hauptschule wie in der HAK dauernd in Klassen über 30 Schülern eingeteilt gewesen; da dies ja offensichtlich eine Katastrophe für das Bildungsniveau darstellt, muss ich wohl ein ungebildeter und dummer Mensch sein (und alle Mitschüler auch). Wahrscheinlich aber hat auch Herr AU solche Klassen beehrte, war ja früher üblich, ist also nach eigener Definition dumm?!?!

    Da würde mich etwas anderes mehr interessieren. Was passiert eigentlich mit dem vielen Geld. Die Steuern steigen und die Leistungen gehen zurück, da es sich nicht um eine Schuldenrückführung handelt, bleibt die Frage: Wofür wird das Geld anstatt ausgegeben?

    • kritikos
      11. April 2014 22:57

      Die Beanwortung Ihrer letzten Frage wäre interessant, aber wem glauben? - Ihre Behauptung vom "offensichtlichen Dummkopf" ist mir unverständlich. Haben Sie diese in AUs Blog gefunden?

    • dssm
      11. April 2014 23:57

      @kritikos
      Herr AU schreibt: "Noch viel schlimmer ist, dass Schulklassen künftig weit größer sein werden als heute".
      Also denkt wohl Herr AU eine bestimmte Klassengrösse würde zu besseren oder schlechteren Ergebnissen führen.
      Wenn dies wahr wäre(!), so hätte wahrscheinlich Herr AU in einer Klasse mit 'zu grosser' Schülerzahl gelernt und wäre damit suboptimal ausgebildet.

    • Brigitte Kashofer
      12. April 2014 00:19

      Damals haben wohl alle 30 Schüler deutsch gesprochen.

    • aristophanes (kein Partner)
      13. April 2014 12:04

      Das Geld wird ausgegeben für Inserate in
      Krone
      heute
      Österreich

  4. Brigitte Imb
    11. April 2014 18:16

    Entschuldigung OT

    Kann mir bitte jemand erklären warum auf dem Wahlzettel zur EU Wahl eine "Leerzeile" aufscheinen soll?

    http://orf.at/#/stories/2225872/

    • Arundo.donax
      11. April 2014 18:57

      Ist doch klar. Man kann doch nicht die FPÖ einfach einen Platz nach vorne rücken! ;-)

    • Brigitte Imb
      11. April 2014 19:21

      Dachte ich mir auch, und daß Verwirrung erzeugt wird. Manche werden denken "leer" kann auch gewählt werden.......

    • Politicus1
      12. April 2014 08:45

      kann auch dazu führen, dass Wähler glauben, in diese Spalte kann man einen Wunschkandidaten, bzw. Vorzugsstimmenkandidaten eintragen ...

      Ich frage mich, ob für Gestaltung der Stimmzettel auch die Wiener Griechin zuständig ist - schaut so ganz nach Begegnungszone aus ...

    • fewe (kein Partner)
      12. April 2014 12:20

      Ich denke auch, dass man damit ungültige Wahlzettel fördern will, von denen die eben nicht SPÖ oder ÖVP wählen.

      Ich verstehe auch nicht, welchen Grund es dafür geben kann und ob der Wahlzettel so nicht überhaupt ungültig ist.

      Es wird schon genügend geben, die FPÖ und Mölzer wählen, was auch ungültig wäre, weil Mölzer nicht antritt.

    • Pedare (kein Partner)
      13. April 2014 21:46

      Dafür können aber nun alle EU-kritischen Geister dieses Landes mit "EU-Stop" eine Bewegung wählen, die ohne "Wenn und Aber" für den Austritt aus der EU einsteht!
      Alle acht anderen Parteien sind ja entweder sowieso Brüssel-treu oder lamentieren um diese Frage herum. Wenn man sich in den diversen Foren oder bei den Leserbriefschreibern des Landes so umschaut, müsste dieses Wählerpotenzial eigentlich enorm sein. Man darf schon gespannt sein, wie sich das heimische "Stimmvieh" da wohl verhalten wird? Ob es endlich einmal Mut beweist oder im alten Strickmuster "es nutzt ja eh´ nichts" verharrt.

  5. Politicus1
    11. April 2014 14:56

    Das Unzterrichtsressort braucht kein einziges Inserat!
    Mit Runderlässen und Informationsbriefen an die einzelnen Schulen (e-mail!) können jederzeit und raschest Lehrer, Schüler und Eltern darüber informiert werden, welche Grauslichkeiten die Ministerin noch plant.

    PS: die e-mail Adressen der Lehrer (genderneutral verwendet) sind auf einem rumänischen Server komplett gespeichert.

  6. Gerhard Pascher
    11. April 2014 14:52

    Ich habe zwar als Ruheständler mit den Schulen und Unis nichts mehr zu tun, aber mache mir Sorgen über die nächsten Generationen. Wenn man die letzten Jahrzehnte Revue passieren lässt, dann gibt es ständig Experimente (genannt: Schulversuche) und Änderungen.
    Liebes Ministerium, BiFi und Gewerkschaftler: LASST DOCH DIE SCHULEN ENDLICH IN RUHE.
    Wenn nun Heinisch-Hosek gezwungen wird, den Sparstift anzusetzen, dann wird sie dies am Wenigsten bei den Inseraten tun. Denn Sie muss ja dem "blöden" Volk via HEUTE & ÖSTERREICH *) erklären, warum sie auf anderen Gebieten sparen muss.

    *) Info für Nicht-Wiener: dies sind die beiden Gratiszeitungen (Schmierblatteln), welche täglich die öffentlichen Verkehrsmittel versauen und auch mittels Wind durch die Straßen gefegt werden.

  7. Josef Maierhofer
    11. April 2014 14:50

    Die 57 Millionen lassen sich leicht einsparen, aber nicht auf Kosten der Kinder, eben auf Kosten der unnötigen Inserate, wozu braucht man die überhaupt ?

    Würde man den Lehrstoff auf das Wesentliche reduzieren, die Lehrmittel auf das Notwendigste beschränken und den Unterricht straffen, könnte man sogar Verbesserungen erreichen. Natürlich sind hohe Schülerzahlen pro Klasse eine Erschwernis für Lehrer und Schüler, das war aber früher auch nicht anders.

    Und noch was möchte ich dazu sagen. Fehlen denn nicht haufenweise Lehrer derzeit, wegen der 'akademischen' Ehren, die sie vorher erwerben müssen, statt sie einfach an der Praxis auszutesten ?

    Das lässt sich mit dieser 'Lösung' natürlich auch gleich kaschieren und der entsprechende Beamte, der diesen 'Geniestreich' erfunden hat, bekommt sicher den 'Dohnal-Orden' für Verdienste um die Schule, nebst einer satten Gehaltserhöhung, ist er ja, wie man annehmen kann, von der gleichen Gilde.

    • Politicus1
      11. April 2014 15:01

      zu den früheren Schülerzahlen:
      stimmt natürlich - ein Klassenfoto belegt, dass ich in meiner VS-Klasse noch 55(!) Mitschüler hatte - mit einem einzigen Lehrer!
      Das konnte aber nur funktionieren, weil Eltern und Lehrer an einem Strang zogen und in der Schule Disziplin herrschte. Natürlich gab es auch Disziplinierungen, die nach heutigen Werten über das Ziel hinaus schossen (Scheitel knien, mit der Holzklappe eine über die Finger ..).
      Dennoch: alles in allem waren die meisten Pflichtschulabsolventen für ein Gymnasium oder eine Lehre brauchbar - während es in Wien heute die wenigsten sind.

    • Josef Maierhofer
      11. April 2014 15:12

      @ Politicus1

      In der Volksschule waren wir nur 7, aber ein Lehrer war für alle 8 Schulstufen simultan da und in Summe waren das in meiner Volksschule auch über 50 für einen Lehrer, auch in der Hauptschule waren wir 45. Mit dem Lineal auf die Finger gab es schon oder auch 'im Winkerl' stehen oder die Vorladung der Eltern.

      Scheitelknien gab es bei den Nachbarskindern aber in der Schule mussten wir nur Strafhausübungen machen oder hierbleiben und dort diese 'Strafaufgaben' ausführen.

      Die Brauchbarkeit und Disziplin der Kinder kommt aus dem Elternhaus und diesem Erziehungsteil.

      Bestätigen kann ich das hohe Absolventenniveau, wie ich immer wieder bei den Klassentreffen feststelle. Die Kinder haben noch wirklich gearbeitet und gelernt, heute steht das Lernen, wie im Arbeitsleben auch die Arbeit, relativ weit nach hinten gereiht.

      Für mich ist dieser Niedergang von Disziplin und Niveau ganz deutlich sichtbar.

  8. Arundo.donax
    11. April 2014 13:54

    Mehrere persönliche Überlegungen zum Thema:

    Ich war im Gymnasium in einer Klasse mit 37 Schülern. Disziplinär war das damals kein Problem, weil wir von zu Hause mitbekommen haben, wie man sich im Unterricht zu benehmen hat. Aber der persönliche Einsatz in der Stunde wurde bei so vielen Mitschülern vom Lehrer nicht wahrgenommen und hielt sich demzufolge auch in Grenzen.

    Krankheitsbedingt musste ich unlängst das Bett hüten und wunderte mich über den diffusen Lärm, der durchs gekippte Fenster wahrzunehmen war. Es dauerte eine Zeit lang, bis ich erkannte, dass das der offensichtlich normale Lärmpegel in der Schule (keine Pflichtschule, nur Oberstufe!) nebenan war, der durch die geschlossenen!! Fenster herüberdrang. Wie soll man bei so einem Krach nur das Geringste lernen können? Und es blieb konstant laut während des gesamten Vormittags.

    Aber wahrscheinlich ist es den Regierungsparteien eh recht, wenn die Bildung des Stimmviehs sich in Grenzen hält. Ungebildeten Dodeln kann man einfach mehr erzählen.

  9. Wertkonservativer
    11. April 2014 13:18

    Dass die Gesamtschule ein veritabler Flop ist, wird langsam allen klar!

    Dass die Inseraten-Kampagnen der Roten eine veritable Gemeinheit darstellen, ist auch nichts Neues!

    Ob - wie meine "Vorredner" hier anführen - die Kürzungen des Unterrichtsministeriums unseren Kindern und Jugendlichen besonders schaden werden, bezweifle ich ungläubiger Wertkonservativer ein wenig: da wird sich kaum viel ändern.

    Viel wichtiger wäre, wenn die werte Elternschaft (trotz Berufs- und Gesellschafts-Frust) sich etwas mehr um die Erziehung ihrer Kinder kümmern würden:
    da fehlt's nämlich mehr, als manche Versäumnisse in der Schule!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • M.S.
      11. April 2014 14:27

      @Wertkonservativer

      Sie haben völlig recht. Eine der größten Probleme unserer sogenannten Bildungsreform sind die Versäumnisse der Eltern in der Zeit von der Geburt bis zum Kindergartenalter. In diesem Alter ist die individuelle Betreuung der Kinder von besonder Wichtigkeit. Die kann nicht in den Kinderkrippen oder sonstigen Aufbewahrungsstellen, aber auch nicht in den Kindergärten geleistet werden. Was in dieser Zeit versäumt wird, kann nie mehr nachgeholt werden. Außerdem haben frühzeitiges und übermäßiges Beschäftigen mit Computer, Handi und Fernsehen in diesem Alter verheerende Auswirkungen und Folgewirkungen. Die Warnungen der Wissenschafter werden beharrlich ignoriert. Nachzulesen in dem ausgezeichneten Buch des Neurowissenschafters Manfred Spitzer "Digitale Demenz", Droemerverlag.
      Hier wäre der Staat aufgerufen, bessere Voraussetzungen durch höhere Familienbeihilfen und sonstige Verbesserungen zu schaffen, um zumindest einem Elternteil die Betreuung der Kinder wenigstens bis zum Schuleintritt ohne allzu große finanzielle Verluste, zu ermöglichen.
      Statt hunderte Millionen Euro in Schulversuche und Reformen und Inserate zu investieren, die dann letzten Endes keine spürbaren Erfolge bringen, wären diese Mittel sicher auf diese Weise besser eingesetzt.

  10. M.S.
    11. April 2014 13:08

    Das Medienkonglomerat muss doch gestützt werden, koste es was es wolle und sei es die Zukunft der Kinder. Bei objektiver Berichterstattung könnten doch sonst die größten Dummerln merken, was in diesem Staat derzeit abläuft. Wäre auch interessant zu wissen, was hinter der merkwürdigen, peinlichen Verbrüderung der Pressebelegschaft mit der des ORF, gefeiert in der Sonntagspresse vom 30.3.2014, steckt.

    • Gandalf
      11. April 2014 22:50

      Vorsicht! Das Wort "Konglomerat" ist belastet - Sie werden nun möglicherweise vom Dokumentationsarchiv des osterreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuft! :-))

  11. simplicissimus
    11. April 2014 12:24

    Unsere Kinder sind den Regierenden schon lange wurscht, denn wenn diese einmal unter deren Missetaten leiden, ist der Sargdeckel ueber denen laengst geschlossen.

    • Brigitte Imb
      11. April 2014 13:29

      Nicht nur die Kinder, simplicissimus, denen ist das ganze Volk egal. Das benötigt die Politik nur als Arbeitstiere um ihren Schlendrian weiterführen zu können.

      Das Volk ist nicht in der Lage das grausliche Machwerk der Politiker zu durchschauen, weil niemand, aber wirklich niemand Anständiger so fies sein Kann wie die Politiker. Viele glauben nur die Politiker seien dumm und unfähig, was durchaus stimmem mag, aber in Wahrheit machen die nur ihr eigenes, garstiges Spiel und der Rest ist ihnen tatsächlich WURSCHT, solange es für die abgehobene Kaste paßt.

      Warum lassen wir uns das gefallen, und gehen nicht zu 100 Tausenden auf die Straße und verjagen diese Pack?

    • Charlesmagne
      11. April 2014 14:51

      Wie recht Sie wohl haben. Vergleiche: Nationalbankprivilegien, e.t.c......

    • Charlesmagne
      11. April 2014 14:53

      Oder, wie gerade gelesen: Gabie Burgstaller wird den höchsten Salzburger Orden verliehen bekommen. Antrag dafür eingebracht von ÖVP Haslauer. So schauts aus.

    • Wertkonservativer
      11. April 2014 15:15

      Liebe Frau Brigitte,

      Sie und einige andere mutigen Damen unseres Blogs spielen ja seit einiger Zeit ganz ordentlich auf dem revolutionären Klavier! Alle Hochachtung!

      Das einzige Problem bei versuchter Realisierung Ihrer umstürzlerischen Vorhaben ist jedoch die Wurschtigkeit und (immer noch große) Sattheit des breiten Volkes, dem so gar nicht der Sinn nach Barrikaden und Wutgeschrei steht!
      Schauen Sie sich doch Freitag/Samstag in den Konsumtempeln unseres Landes um:
      die Leute konsumieren bis Teufel komm raus, denken an den nächsten Sizilien-Urlaub, das neue Auto, und pfeifen sich was auf revolutionäre Vorhaben!

      Das allgemeine Gejammere hier, es gehe uns allen inzwischen schlecht bis noch schlechter, ist doch wirklich ziemlich weit entfernt von der Realität.
      Daher: es werden nicht einmal tausend, schon gar nicht hunderttausende Menschen allfälligen Aufrufen folgen!

      Ich weiß, dass es nicht sehr gentlemanlike ist, Damen zu widersprechen!
      Daher bitte ich Sie abschließend in aller Form um Entschuldigung!

      Liebe Grüße,
      Und - bitte - nicht allzu böse sein!

      Gerhard Michler

    • Brigitte Imb
      11. April 2014 15:44

      Diese Bagage, jawohl, BAGAGE von Politikern hat sich unter der Hand doch längst alles unter den Nagel gerissen, teilt sich die Staatsfinanzen auf wie es ihnen beliebt und findet es nicht einmal im Ansatz peinlich, für ihre korrupten Verfehlungen geehrt zu werden, bzw. Ehrungen beanzutragen.
      Die Beweihräucherungsfete dafür zahlt natürlich, wer sonst, der Steuerzahler.

      WIDERLICH!!!

    • Brigitte Imb
      11. April 2014 15:58

      WK,

      natürlich haben Sie recht, es geht uns ganz gut, denn anders würde die Ruhe wohl sehr bald vorbei sein.

      Ich hab´nur so arg die Nase voll, daß der arbeitenden Bevölkerung das Geld abgenommen wird, die eigene Infrastruktur dennoch enorm leidet und die Hampelmanntruppe sich ungeniert die Taschen füllt und aufbläht.

      Und lieber WK, bei mir brauchen Sie sich für Ihre Meinung nicht entschuldigen, aber Daß einiges im Argen ist, wird auch Ihnen nicht verborgen sein.

      LG, aus den z. Z. sonnigen Mostviertel, daß in voller Baumblüte steht.

  12. mischu
    11. April 2014 12:13

    Zwei Fliegen mit einem Schlag, die dem sozialistischen Machterhalt dienen:

    Mit Inseraten erkaufte, gefällige Berichterstattung in den"Gratismassenblatteln"

    sowie

    sichere Wählerstimmen durch die Mehrzahl der Sozialfälle in den bildungsfernen Schichten.

    Bisher hat es ja funktioniert, warum soll man dann etwas daran ändern?

  13. Sandwalk
    11. April 2014 11:57

    Es ist alles andere als eine Überraschung, dass die Sparmaßnahmen dieser Regierung den Unterrichtsbetrieb, nicht aber die Bestechungsinserate betreffen. Warum sollte diese inferiore Regierung damit aufhören, die an der Nadel hängenden Printmedien mit Heroin und Crystal Meth in Form von Bestechungsinseraten zu versorgen?
    Die Einsparmaßnahmen haben zudem einen Effekt, der genau das gegenteil dessen bewirkt, was die Neojakobiner im Bildungsbereich wollen: Schlechter ausgestattete Schulen und mehr Schüler pro Klasse verschaffen dem Bildungsbürgertum wieder mehr Bedeutung. Was in der Schule in Dreißigerklassen mit 80 dB Dauerlärmpegel nicht rüberkommt, holen die Bildungsbürgerfamilien per Motivation in der reichlichen Freizeit in Form von Literatur, Museumsbesuchen, Konzerten und Reisen nach. Die bildungsfernen Schichten schauen durch die Finger.

    Bravo, liebe Bundesregierung! Das hast du ganz, ganz toll hingekriegt!

    Die Lehrer, die in Zukunft diese mit Presslufthammerlärm gefüllten Klassen unterrichten dürfen, freuen sich jetzt schon auf die Vorwürfe, wonach zu wenig individuelle Förderung vermittelt wird.





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