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FN 589: Herr Außenminister aufwachen!

Wie wäre es damit, einmal mutig zu sein und zur aktuellen Weltkrise etwas Konkretes zu tun?

Tschechiens Regierung – jetzt sozialistisch geführt! – hat mutig den russischen Botschafter ins Außenministerium vorgeladen. Sie hat ihm klargemacht, dass Prag nicht akzeptieren will, dass in Europa wieder mit militärischer Macht Staatsgrenzen verändert werden. Nicht, dass Herrn Putin die tschechische Einzelmeinung stark beeindrucken wird. Aber sie ist wenigstens ein deutliches und klares Zeichen eines mittelgroßen mitteleuropäischen Landes (das von der Ukraine weiter entfernt ist als Österreich!) gegen das Rollen russischer Panzer. Vielleicht kann auch bei uns endlich irgendjemand (die unsäglich besetzten Planungsstäbe des Außenamtes sind ja eher zu vergessen) dem jungen Minister klarmachen, dass auch Österreich solche Zeichen hervorragend anstünden. Und dass man nicht nur deshalb Minister geworden ist, um sich auf vermeintlich kommende höhere Weihen vorzubereiten. In Krisenstunden müsste gerade ein Außenminister Leadership zeigen. Der sie aber offensichtlich genausowenig hat wie der Regierungschef dieses Landes.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPeter Brauneis
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 13:30

    1) Ich würde nicht darauf wetten, ob der Herr Zeitgeist-Maturant und Studienabbrecher etwa über den deutschen Namen des westukrainischen Lwiw/Lwow aufgeklärt ist. Daher vielleicht doch heilsamer "si tacuisses...".

    2) Die antirussische Kriegshetze in den Einheitsmedien ist bestürzend. Und ausgerechnet Herr Dr. Unterberger wirbt für ähnlichen Unfug. Herrn Steinmeiers Vereinbarungen halten nicht einmal einen halben Tag, damit die Milliardenmacht von Soros, CIA und EU auf ukrainische Wahlergebnisse (höflich formuliert) pfeifen und den gewählten Präsidenten verjagen kann. Westliche Werte hab ich mir anders vorgestellt.
    .

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 16:07

    Ein Außenminister aus dem Land der Beneschdekrete ist kein Vertreter der Menschenrechte. Eine Fahrt nach Hotzenplotz, um die Reste der deutschen Siedlungen als Archeologe zu besuchen, mit zerstörten Häusern, Kirchenruinen, geschändeten Friedhöfen sagt diesem Fachmann, wie die Tschechen sich beim Besetzen und Töten der deutschen Bevölkerung aufgeführt haben. Er möge das mit Putin und der Ukraine vergleichen. Meine Familie stammt von dort.
    "Wenn ma da gebt, so nemm. Wenn ma da nemmt, so schrei".
    Die EUSA läßt und die Ukraine zahlen, ohne uns oder dieUkrainer zu fragen. Mit Putin hingegen können wir gute Geschäfte machen, sobald wir den Breitspuranschluß der Bahn nach Preßburg machen, der schon oft versprochen wurde.
    Was hat mehr Menschenleben gekostet: Die bunte Revolution oder die Nahme der Krim?

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 13:57

    Zur Ukraine sag ich erst gar nichts mehr, offensichtlich ist ja alles was die neue dortige Regierung veröffentlich automatisch wahr und richtig und alles was die Russen machen automatisch falsch und böse …

    Daher ein anderer Vorschlag:
    Wie wäre es, wenn sich Herr Kurz und seine ExpertInnen einmal zur HAA äußern würden. Die Verluste sind ja schließlich mit Krediten am fernen Balkan entstanden.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 18:09

    Der Herr Kurz ist noch so jung - vielleicht ist er ja wirklich bereit, sich gegen Putin wichtig zu machen und sich und Österreich einmal so richtig lächerlich zu machen?

  5. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 16:11

    Die Russen mit Moralpauken zu bedenken, steht Österreich nicht an. Denn Rußland hat es - allein - gerettet und restauriert. Der Staatsvertrag - in Moskau beschlossen - ist der einzige Friedensvertrag des 20. Jh., der diesen Namen verdient, denn er zeichnet Österreich von der Nazi-Mitschuld frei. Die Mitunterzeichner U.S.A. + Satelliten (NATO), brachen, angestiftet von österreichischen Landesverrätern, mit der "Watch-List-Entscheidung) gegen Waldheim/Österreich, der Erklärung eines Verichtungskrieges, diesen Friedensvertrag, und nur der russische Militärschild verhinderte ihren Einmarsch. Die fortgesetzte Demontage des ö. Bundesheeres bezeugt das Sicherheitsgefühl Österreichs und seiner Bevölkerung, das angesichts des vorerwähnten erklärten Vernichtungskrieges -das war immer die Beleidigung eines Staatsoberhauptes - von U.S.A & Co. nur mit dem Vertrauen auf den russischen Militärschirm erklärbar ist, auf ein "de facto Protektorat" Rußlands über seine Kreatur, die 2. Republik Österreich.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 12:57

    Nein, nur keine "schlafenden Hunde" wecken. Ein falsches Wort vom Außenminister und wir haben Krieg und eine junge Karriere zerstört.
    Herr Minister Kurz, bitte weiterschlafen. ;-)

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. März 2014 12:53

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen einen 27-jährigen Außenminister. Auch wir alle waren einmal in diesem Alter und haben uns über Vorschusslorbeeren gefreut. Außerdem gehört die Zukunft ohnehin den nächsten Generationen. Mut war es auch von Spindelegger, dieses bekannte Risiko mit der Unerfahrenheit des Herrn Kurz einzugehen. Denn eigentlich ist es ja - wie alle Ministerposten - nur ein politisches Amt und es sollten ihm ja genügend erfahrene Fachleute und Diplomaten hilfreich zur Seite stehen.

    Weiters meine ich, dass allen Menschen, welche die Pflicht zu Entscheidungen haben, auch das Recht zugestanden werden sollte, einmal eine Fehlentscheidung zu treffen. Nicht tolerierbar ist es aber, wenn in der gleichen Angelegenheit von derselben Person zweimal Mist gebaut wird. Und dies trifft bei Sebastian Kurz zum Thema Ukraine nun zu.

    Herr Buka und Herr ViKa, da haben Sie nun beide Handlungsbedarf, damit sich unser Land international nicht wieder blamiert!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRado
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. März 2014 07:18

    Die wichtigste Aufgabe von Kurz wäre es jetzt zu verhindern, dass die Lady Ashton in die Taschen der Österreicher greift, um Geld in die Ukraine zu schicken.
    Das Zahlen soll uns ja bereits mit großem Medieneinsatz schmackhaft gemacht werden.


alle Kommentare

  1. weidi
    05. März 2014 13:11

    Die Spieler in der Ukraine – Gedankenskizzen eines britischen Beobachters

    Bereits im Zarenreich gab es den Ausdruck “Neues Russland” für weite Teile der heutigen Ukraine. – Bildquelle: Dim Grits / Wikimedia (cc)
    Gedankenskizzen von David Malone (BBC London, Herausgeber des Finanzblogs “Golem XIV”), die aufzeigen sollen, welche Spieler in der Ukraine auftreten und worum es dabei geht.

    Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass die meisten Volksaufstände oder Massenproteste nur mittels erheblicher Hilfe von außen zum Ziel gelangen können. So hat zum Beispiel der Staat Katar sehr viel materielle Unterstützung für den „Arabischen Frühling“ geleistet. Im Falle der Ukraine war es schon seit geraumer Zeit klar, dass sich die USA für einen Regimewechsel........
    Reblogging nur mit Rückverweis auf Original und Übersetzung
    weiterlesen:

    http://freies-oesterreich.net/2014/03/05/die-spieler-in-der-ukraine-gedankenskizzen-eines-britischen-beobachters/

  2. Tullius Augustus
    05. März 2014 11:42

    Der Arthur Seyß-Inquart der Krim?
    Der Arthur Seyß-Inquart von 2014?

    Es werden jetzt mehr und mehr Informationen über den neuen "Regierungschef" der Krim, Sergej Aksjonow bekannt. Der Mann ist ganz plötzlich aus dem Nichts zu einem Player der Weltpolitik geworden:

    Neuer "Regierungschef" der Krim: Aus der Halbwelt an die Macht:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neuer-regierungschef-der-krim-aus-der-halbwelt-an-die-macht-12831721.html

    Ukraine-Russland-Konflikt: Der Kreml-Mann auf der Krim:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/sergej-aksjonow-er-soll-es-fuer-putin-auf-der-krim-richten-a-956669.html

  3. Rado (kein Partner)
    05. März 2014 07:18

    Die wichtigste Aufgabe von Kurz wäre es jetzt zu verhindern, dass die Lady Ashton in die Taschen der Österreicher greift, um Geld in die Ukraine zu schicken.
    Das Zahlen soll uns ja bereits mit großem Medieneinsatz schmackhaft gemacht werden.

  4. Orch (kein Partner)
    05. März 2014 07:08

    Was soll DER in der Ukraine? Kurz ist vermutlich schon froh, wenn man ihn nicht auslacht.

  5. Peter R Dietl
    05. März 2014 03:23

    sehr geehrter herr dr. unterberger! es soll doch gerügt sein, obschon kaum glaublich: selbstgerechte und intolerante CIA-kumpane dürfen sich hier unbehindert als kriegstreiber produzieren.

    in anbiederlicher schlichtheit scheuen sie sich nicht, der traditionellen destabilisierung mutmaßlich geeigneter länder durch die USA dumpf beizupflichten. deren ölbeutezügen, deren grausigen brandstiftungen in irak, libyen, syrien usw. und jüngst in der ukraine.

    nur: wenn andere gegängelte medien gleichgeschaltet hetzen, ist solches keine hinreichende rechtfertigung!!!
    .

  6. BHBlog (kein Partner)
    05. März 2014 01:56

    Lieber Dr. Unterberger!

    Wie mans dreht oder wendet dieses Aussage " Aber sie ist wenigstens ein deutliches und klares Zeichen eines mittelgroßen mitteleuropäischen Landes (das von der Ukraine weiter entfernt ist als Österreich!)
    bleibt leider geographisch gesehen unwahr.

    Östlichster Stadt in Tschechien: Ostrava.
    Westlichste: Plzen.

    Bei Österreich:
    Eisenstadt (Osten)
    Bregenz (Westen).

    Geopgrahie: Nicht Genügend
    Welch GLück, dass man neuerdings auch mit Nicht Genügend aufsteigen darf Herr Doktor^^.

    Nichts für ungut, aber Herr Kurz und die Rot-Schwarze Bundesregierung ist so und so zu vergessen, alle durch und durch pro-EU, pro-NATO.

    Wählen könnte ich sowieso nur den Reformkonservativen Mag. Ewald Stadler, der die russophobie in Europa bereits im EU-Parlament kritisierte, und auch die Wahrheit spricht (nicht irgendwelche Zeitungsberichte 1:1 abkupfert) was den ukrainischen Konflikt angeht (kenne da eigentlich keinen anderen Politiker aus Österreich).

    Die Russische Föderation wird niemals akzeptieren, dass man in der Ukraine einen amerikanischen Raktenschild installiert oder auf der Schwarzmeerflotte eine EU-Flotte stationiert. Ewald Stadler meint auch, dass es Sniper gab die in iev auf beide Seiten schoßen:
    http://www.youtube.com/watch?v=Y4tkHrGP0PY

    • BHBlog (kein Partner)
      05. März 2014 01:56

      Zu Putin noch eine Sache, er meinte, dass die Uniformierten an der Krim welche ukrainische Truppeneinheitn blockieren gar keine Russen wären:

      Er betonte, dass die bewaffneten Verbände, die die ukrainischen Truppeneinheiten auf der Krim blockieren, nicht zur russischen Armee gehören. „Das sind örtliche Selbstverteidigungskräfte.“ Auf die Frage, warum diese Verbände ähnlich wie russische Soldaten uniformiert seien, antwortete Putin, dass „in jedem militärischen Geschäft“ Uniformen angeboten würden, die der der russischen Armee ähnlich seien.

      http://de.ria.ru/politics/20140304/267975221.html

    • Buntspecht
      05. März 2014 08:56

      Gut, dass Stadler zumindest 2 Fans hat, Sie und er sich selbst.

  7. Alfons H. (kein Partner)
    04. März 2014 23:48

    Wenn es in Kiew crasht, dann dürfte es ein paar österreichische Banken erwischen. Geil!

  8. Freak77
    04. März 2014 22:50

    Das muss die Welt sehen:
    Ein Warnschuss eines russischen Soldaten (ohne Abzeichen) in Richtung einer unbewaffneten ukrainischen Einheit (heute, 4.3.2014 war das) :


    http://cdn3.spiegel.de/images/image-666566-galleryV9-ppyz.jpg

    Die gesamte Fotostrecke & Artikel:

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/krim-ohne-waffen-gegen-die-russen-fotostrecke-111825.html

    Übrigens: dies illegalen russischen Soldaten ohne Hoheits- & Rangabzeichen werden von Putin als "Selbstverteidigungskräfte der Krim" bezeichnet, obwohl jedes Kind sieht, dass es Elitesoldaten sind und dass sie mit russischen LKW mit russischen Kennzeichen transportiert werden.

    Beweis: http://images.derstandard.at/2014/03/01/1392738988103-800.jpg

    Da ist der Herr Putin aber ordentlich beim Lügen erwischt worden! Und wo lügt er sonst noch?

  9. Meine Meinung
    04. März 2014 22:23

    Erstaunlich wie viel Jauche hier im Forum über Kurz verschüttet wird. Vielleicht gelingt es dadurch, dass er endlich nicht mehr die besten Umfragewerte aller österr. Politiker aufzuweisen hat (die 2 Präsidenten in alter Tradition ausgenommen).
    ps: Die meisten Österreicher sind ja zu dumm, die Unfähigkeit dieses jungen Schnösels zu erkennen! So auch ich :-((

    • Orch (kein Partner)
      05. März 2014 13:54

      Was wird er schon machen? Das was jetzt alle "Europäer" tun.
      Einen Geldkoffer mit ein paar hundert Millionen vollpacken und zur allfälligen Verwendung an das korrupte Pack nach Kiev schicken.

  10. Jewgeni Gorowikow
    04. März 2014 20:44

    Ein sehr authentischer offener Brief eines russischsprachigen Ukrainers aus der Ost-Ukraine in der F.A.Z.:

    Ukrainische Autoren schreiben an Putin:

    Wir wollen nicht von Russland beschützt werden!

    04.03.2014 Ukrainische Schriftsteller aus dem Osten des Landes wehren sich in einem Offenen Brief an Putin gegen die Vereinnahmung durch Russlands Regierung. Die einzige Bedrohung ist für sie das russische Eindringen in die Ukraine.
    (Der Autor Mykola Riabchuk ist ein ukrainischer Schriftsteller und Journalist.)

    Eine Gruppe russisch-ukrainischer Schriftsteller hat in Charkiw einen Offenen Brief an die russische Regierung veröffentlicht mit der Bitte, sie mit russischem Schutz zu verschonen und das infame Gerede von einer „brüderlichen Hilfe für Landsleute“ zu beenden, mit man die militärische Invasion benachbarter Staaten zu rechtfertigen versuche:

    „Wir sind Bürger der Ukraine und brauchen keine ausländische Schutzmacht. Wir kommunizieren in unserer Arbeit wie auch darüber hinaus frei in russischer Sprache und glauben nicht, dass eine sprachliche oder ethnische Frage als Vorwand für eine militärische Intervention dienen darf. Alles, was wir brauchen, ist ein anständiges und friedliches Leben. Und die einzige Bedrohung dafür resultiert heute aus der Entscheidung der russischen Regierung, in unser Land einzudringen.“

    Der Brief war einer von tausenden, die in den letzten Tagen von ethnischen Russen oder russischsprachigen Einwohnern der Ukraine (einschließlich der Krim) geschrieben wurden, aber keinerlei Sympathie für das Kreml-Regime und erst recht nicht für dessen brutales militärisches Vorgehen zum Ausdruck bringen. All diese Briefe sind offen unterzeichnet und veröffentlicht – im Gegensatz zu den angeblich aus der Ukraine stammenden „Hilferufen“, die russische Behörden zitieren.

    Auch in vorgeblich „pro-russischen“ Städten wie Odessa, Charkiw und Dnipropetrowsk hat es Massenproteste gegen die russische Invasion gegeben. Bemerkenswerterweise brachten sie nicht nur Anhänger des Maidan auf die Straße, sondern auch deren Gegner, die dennoch den Gedanken einer ausländischen militärischen Einmischung in ukrainische Angelegenheiten als unerträglich empfinden.

    Sprache allein schafft keine Landesgrenzen

    Das dürfte eine Überraschung für die Machthaber im Kreml gewesen sein, die sich selbst und die meisten ihrer Mitbürger glauben machen wollen, Ukrainer und Russen seien „fast ein Volk“ und ihre „brüderliche Wiedervereinigung“ daher nur eine Frage der Zeit. Die Tatsache, dass nahezu die Hälfte der ukrainischen Bevölkerung Russisch als Muttersprache spricht und die andere Hälfte das Russische recht gut beherrscht, mag durchaus die Illusion einer gewissen „Gleichheit“ erzeugen, vor allem wenn man wie die meisten Russen glaubt, Kiew sei in der Geschichte immer schon russisch gewesen, während die Ukrainer erst später gleichsam als geschichtliche Abweichung entstanden wären – und nicht umgekehrt.

    Das Fehlen erkennbarer Feindseligkeit gegenüber Russen (selbst in der Westukraine unterscheidet man deutlich zwischen den Russen und dem russischen Imperialismus) mag auch zur Illusion einer „Bruderschaft“ beitragen.

    Doch die Sprache ist in historischen oder politischen Auseinandersetzungen ein sehr vages Argument. Wie wir wissen, treibt die gemeinsame deutsche Sprache die Österreicher nicht zu einer Wiedervereinigung mit Deutschland (sofern kein Reichskanzler von außen „brüderliche Hilfe“ dazu leistet), und auch die englische Sprache sorgt beim irischen Volk nicht für Loyalität gegenüber der britischen Krone.

    Die Ukraine hat bereits für ihre Unabhängigkeit gestimmt

    In der Ukraine zeigen landesweite Umfragen, dass mehr als neunzig Prozent der Befragten im Westen und mehr als siebzig Prozent im Osten sich als ukrainische Patrioten fühlen. In Donetzk lehnen nur zwei Prozent diesen Begriff entschieden ab, und sechzehn Prozent würden ihn nur wiederwillig verwenden.

    Nach einer Meinungsumfrage, die vom 8. bis 18. Februar, kurz vor der Absetzung Janukowitschs, durchgeführt wurde, wünscht sich in der Westukraine niemand einen gemeinsamen Staat mit Russland; in der Mittelukraine befürworteten nur ein paar Prozent diesen Gedanken; in der Region Charkiw waren es 15 Prozent, in Luhansk und Odessa 24 Prozent, in Donetsk 33 und auf der Krim 41 Prozent – kaum eine deutliche Mehrheit für eine radikale separatistische Forderung.

    Tatsächlich stimmen diese Zahlen weitgehend mit den Ergebnissen der Volksabstimmung zur Unabhängigkeit der Ukraine von 1991 überein, die von eindrucksvollen 98 Prozent im Westen bis zu bescheidenen 54 Prozent Jastimmen auf der Krim reichten, aber überall in der Ukraine eine Mehrheit für die Unabhängigkeit ergaben.

    Bitte weiterlesen den vollständigen Artikel:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/ukrainische-autoren-schreiben-an-putin-wir-wollen-nicht-von-russland-beschuetzt-werden-12831414.html

    • Jewgeni Gorowikow
      04. März 2014 20:45

      Sorry: Fettformatierung aus.

    • panzerechse (kein Partner)
      04. März 2014 21:48

      Fickt euch Ukrainer. Ihr habt kein Staatsgebiet, KEIN Staatsvolk, keine Sicherheit nach INNEN (sieht man von den zusammengewürfelten, marodierenden Söldnerhaufen ab), KEINE Sicherheit nach AUSSEN (die NATO und der "Westen" soll das übernehmen???), KEINE "Kohle"... NIX!!! Aber eine STAAT will man haben... FÜR WAS??? Zum Ausrauben???

      Fickt euch... Ihr Drecks-Kriegstreiber-Objekte!!!

  11. BHBlog (kein Partner)
    04. März 2014 20:10

    Ich bin sehr pro-russisch, mir ist aber klar dass dieses Problem sich nicht durch ständig "Putin macht das richtige" lösen lässt.
    Also muss eine langfristige Lösung her die für alle Beteiligten die richtige ist:

    http://benjaminheinrichblog.blogspot.ch/2014/03/nun-ukraine-konflikt-aber-was-ist.html

    Ob es für die EU am besten ist oder für Russland, wird sich zeigen.
    Aber für den Frieden und eine stabile Ukraine sollte es reichen.
    Allerdings denke ich die Ukraine ist nicht bereit, sowie die Schweiz dieses Opfer einzugehen(für ihre Autonomie).
    Nicht mal wir Österreicher haben die Neutalität zu 100% eingehalten (aber zu 99% wenn man vom EU-Beitritt absieht).

    • Jewgeni Gorowikow
      04. März 2014 20:32

      Die Ukraine als neutraler Staat - Sicher nicht die schlechteste Idee.

      Ich denke der Blogautor ist Schweizer, die kennen sich mit der Neutralität besonders gut aus, weil sie sie erfunden haben. Also die militärische Neutralität ist ein brauchbares Modell.

      Es gibt aber doch auch ein paar Haken bei der Sache und zwar bei der Wirtschaft. Die Frage ist:

      Möchte die Ukraine sich mehr in der EU integrieren oder mehr in der Eurasiatischen Union (die von Russland dominiert wird)? Oder gleichzeitig bei beiden Wirtschaftsgemeinschaften?

      Und wie sieht es mit einem allfälligen Vollbeitritt bei einer der beiden Wirtschaftsgemeinschaften aus?

      Eine solche Frage ist extrem wichtig für die weitere Entwicklung eines jeden Landes.

      Weltweit ist es nur die Schweiz und Liechtenstein die sich auf Grund ihres Wohlstands und der polit. Stabilität den Luxus des "Bilateralismus" mit der EU leisten kann.

      Ob daher ein ähnlicher Bilateralismus mit der EU für die Ukraine eine Option ist, ist zweifelhaft.

      Weiters halte ich es für ganz wichtig das Thema Souveränität an zu sprechen: Soll die Ukraine ein Staat sein der ganz souverän über seine Politik entscheiden soll und darf?

      Oder soll es so geplant sein, dass die Ukraine bevor sie etwas beschließt vorher bei Russland oder anderswo um Erlaubnis fragen muss?

  12. NC (kein Partner)
    04. März 2014 17:06

    Tschechien ist weiter von der Ukraine entfernt als Österreich. Aha. Weit dürfte es nicht her sein mit der Schulbildung des Herrn AU.
    Und die ganze Meute hetzt brav mit beim Minister-Bashing. Hirn aus und gscheit draufschlagen.
    Wehe, wenn sie losgelassen...

  13. RB (kein Partner)
    04. März 2014 15:40

    Nein, der Herr Außenminister soll nicht aufwachen, wenn er schläft erfährt man nichts von seinen Träumen, auf verbalisierte Tagträume können wir gut und gerne
    verzichten.

  14. Tullius Augustus
    04. März 2014 14:43

    Ein Kommentar zur Krise in der Ukraine der die Sache auf den Punkt bringt:

    4. März 2014: Putin in der Krim-Krise Ansichten eines Großmacht-Nostalgikers

    Putin ist ein Autokrat, der als KGB-Offizier im 20. Jahrhundert politisch sozialisiert wurde und der sich der Ukraine gegenüber der Mittel des imperialistischen späten 19. Jahrhunderts bedient. Wo genug Russen leben, nimmt er sich das Recht einzugreifen - also auch auf der Krim. Was "genug Russen" sind, bestimmt allein Putin.
    (von Kurt Kister)

    Wladimir Putin gelingt es erfolgreich, nahezu allen Vorurteilen zu entsprechen, die über ihn in Russland, aber auch im Rest der Welt existieren. Er schickt dilettantisch camouflierte Soldaten nach Simferopol und holt sich später für diesen Fait accompli die Zustimmung eines Abnick-Parlaments. So setzt er eigenes Recht, das Völkerrecht bricht.

    Er weiß, dass Russland der Ukraine militärisch riesenhaft überlegen ist, und er weiß auch, dass Moskau keine militärischen Gegenmaßnahmen von außerhalb befürchten muss. Er handelt so ungeniert, wie er es sich anhand seines ohnehin ruinierten Rufs leisten kann. Putin ist ein Autokrat des 21. Jahrhunderts, der als KGB-Offizier im 20. Jahrhundert politisch sozialisiert worden ist und der sich nun gegenüber der Ukraine der Mittel des imperialistischen 19. Jahrhunderts bedient.

    Es ist in diesen Tagen immer wieder mal die Rede davon, dass der Kalte Krieg zurückkehre: hier Russland, auf der anderen Seite "der" Westen. Diese Analogie mag verlockend klingen, ist aber dennoch falsch.

    Im Kalten Krieg standen sich zwei von jeweils einer Vormacht dominierte Blöcke gegenüber. Diese Blöcke waren nicht nur von den globalen Interessen der USA respektive der Sowjetunion definiert, sondern auch von politischen Ideologien, die zu bestimmten Gesellschaftssystemen führten.

    Auch angesichts der atomar begründeten Drohung mit gegenseitiger Vernichtung hatte man sich darauf verständigt, trotz aller Konkurrenz die Interessen und das Handeln des jeweils Anderen in dessen engerer Machtsphäre zu akzeptieren. Dies führte zu einer relativen Stabilität - manchmal zum üblen Nachteil einzelner Staaten wie etwa 1968 im Falle der Tschechoslowakei.

    Ausgetragen wurden die Interessengegensätze nicht direkt zwischen den Blöcken, sondern unter anderem an der Peripherie der Machtbereiche in Stellvertreterkriegen, die ihren Namen nicht immer zu Unrecht trugen. Vietnam oder Angola waren Beispiele dafür; Afghanistan wuchs sich zur schwersten Fehlkalkulation der Sowjetunion aus. Die sowjetische Intervention am Hindukusch trug erheblich zum Zusammenbruch des roten Imperiums bei.

    Es geht um Groß-Russland

    Russland ist als geografische Mitte des verblichenen Sowjetreichs übrig geblieben. Jene Regionen und Länder aber, die der Westen zu Zeiten des Kalten Krieges das sowjetische Sicherheitsglacis nannte, haben sich entweder aus dem Einflussbereich Moskaus verabschiedet oder sind gar Mitglied von EU und/oder Nato geworden. Wer Russland-Versteher sein möchte, der findet in der Abwendung der einstigen Klienten die Erklärung für Moskaus aggressive Politik im Kaukasus oder gegenüber der Ukraine.

    Nicht nur Polen oder Ungarn sind, wie man es dort selbst sieht, nach Europa zurückgekehrt. Nein, auch die einstigen Sowjetrepubliken und Provinzen rund um das russische Kernland wenden sich ab. Dies geschieht oft unter inneren Spannungen, weil einerseits die Stalinsche Russifizierungspolitik und andererseits die Folgen des deutschen Überfalls 1941 ff. die Zusammensetzung der Bevölkerungen in diesen Provinzen verändert haben.

    Simpel gesagt: Immer wieder kollidieren die Interessen ethnischer Russen mit denen von Nicht-Russen. Putin wiederum, der ein russischer Nationalist ist und gleichzeitig ein Großmacht-Nostalgiker, benutzt den Irredentismus der Auslands-Russen als Begründung für politische, ökonomische und manchmal militärische Intervention.

    Der nationale Irredentismus, also das Streben nach Befreiung von vermeintlich ethnisch bedingter Unterdrückung, ist ein klassisches Motiv der Kriege und Kriegsbegründungen im späten 19. und dann im 20. Jahrhundert.

    Insofern erklären weniger die Denkschemata des Kalten Kriegs die Politik der Regierung Putin als vielmehr jene Muster, die am Beginn des Ersten Weltkriegs, aber auch noch in den Balkankriegen der Neunzigerjahre eine große Rolle spielten.

    Es geht um die Angehörigen einer bestimmten Ethnie oder Volksgruppe auf einem bestimmten Territorium. Dahinter steht keine inklusive Idee wie etwa "Europa" oder, wie einst zu realsozialistischen Zeiten, die "internationale Solidarität". Nein, es geht um Russland, schlimmer noch: um Groß-Russland.

    Die Putin-Doktrin lautet: Wo genug Russen leben, habe ich, der Präsident aller Russen, das Recht zu handeln. Was "genug" Russen sind, wird durch Putins Definitionshoheit bestimmt. In diesem Sinne waren die Verhältnisse während der Zeit des Kalten Krieges zwar nicht gut, aber sie waren halbwegs rational. Allerdings war Vernunft nie eine Tugend der Nationalisten. [Ende]

    Link: http://www.sueddeutsche.de/politik/putin-in-der-krim-krise-ansichten-eines-grossmacht-nostalgikers-1.1903652

    • Erich Bauer
      04. März 2014 15:28

      Das liest sich geradezu wie eine ASTRO-TYPOLOGIE... In sehr jungen Jahren habe ich ähnliche Ergüsse in deutschen Magazinen verbreitet ("hingeschludert")... das waren "esoterische" Zeitschriften.

      Apropos... unter welchem Sternzeichen wurde Putin geboren? Vor allem aber der Aszendent wäre WICHTIG... um eine stimmige Beurteilung der Person abgeben zu können!

  15. Panentheist776 (kein Partner)
    04. März 2014 13:05

    In diesem Jahr zieht die Nato aus Afghanistan ab. Der Militarismus erlebt einen Niedergang. Auch in Russland. Es wird eine rechtskonservative, nicht-grüne Ökopolitik etabliert. Es ist gut, dass sich bald Schottland von Großbritannien abspaltet. Zudem wird die Kirche abgeschafft. Der Priester wird durch den christlichen Geistheiler ersetzt.

  16. Freak77
    04. März 2014 13:05

    Eine interessante Pressestimme aus Lettland - und die verstehen wirklich etwas von Russland, als unmittelbare Nachbarn:

    Latvijas Avize (Riga)

    "Die militärische Intervention Russlands wird als Erlösung des ukrainischen Brudervolkes von Nationalisten und Faschisten präsentiert. Russland ändert sein Denken nicht.

    Es war und ist der Aggressor, der seine Aggressivität hinter den schönen verlogenen Worten der Brüderlichkeit und freundschaftlicher Hilfe versteckt. Die Aggression gegen Finnland, die Besetzung der baltischen Staaten, die Ereignisse in der Tschechoslowakei, Ungarns Ertrinken im Blut, Afghanistan, Georgien, und jetzt - die Ukraine."

    • hamburger zimmermann
      04. März 2014 13:24

      ...und alle diese Platitüden lese ich intelligent von wohlfeilen US-Telepromptern ab.
      .

    • RB (kein Partner)
      04. März 2014 15:37

      Zwischen der Sowjetunion und dem heutigen Russland sollte man schon einen
      Unterschied machen.

    • Freak77
      04. März 2014 16:46

      @ RB

      Von Russland okkupiert zu werden ist sicher viel angenehmer als von der Sowjetunion besetzt zu werden.

      Beides probiert, kein Vergleich :-(

  17. Zraxl (kein Partner)
    04. März 2014 12:50

    Der österreichische Außenminister hat genau eine Aufgabe: nämlich die Interessen Österreichs zu vertreten!
    Der ganze Zeichensetz- und wir-sind-auch-wichtig-Aktionismus durch irgendwelche Politiker ist absolut verzichtbar.

  18. Der Realist (kein Partner)
    04. März 2014 12:33

    um mit Präsident Putin auf Augenhöhe zu kommunizieren bedarf es wohl mehr als ein liebes Burli. Was der Kurz Wastl bisher so von sich gegeben hat reicht nicht einmal um in einer Maturaklasse einen halbwegs passablen Klassensprecher abzugeben.

    • Torres (kein Partner)
      04. März 2014 14:19

      Das ist zwar richtig, doch hat sein Vorgänger ja wohl keinewegs mehr geleistet, im Gegenteil, er war 5 Jahre lang praktisch nicht vorhanden; wenn man ihn nicht manchmal auf den Gruppenfotos der EU-Außenminister gesehen hätte, wüsste man gar nicht, dass er - neben dem ebenfalls eher schwach ausgefüllten Job als Parteichef - diese Aufgabe überhaupt hatte.

    • mschoss (kein Partner)
      04. März 2014 15:35

      @Torres Was den Spindelegger betrifft, da haben sie Recht nur, zwischen Unsinn zu plaudern und nichts zu machen ist auch noch immer ein großer Unterschied. Als Kurz bestellt wurde, dachte ich in diesem Amt kann er ja nicht allzuviel Schaden anrichten, denn die Außenpolitik wird ja überwiegend in Brüssel festgelegt. Österreich aus der internationalen Bedeutungslosigkeit zu holen, das haben seine Vorgänger nicht geschafft und Kurz wird es ebenfalls nicht schaffen. Von professioneller Regierungsarbeit auf höchster Ebene ist der Basti Lichtjahre entfernt und ich fragte mich, ob es genügt mit einem Spruch "Schwarz macht geil" und einem aufgerüsteten Hummer als "Geil-O-Mobil" als Legitimation für die Arbeit im Außenministerium durch die Straßen zu kurven. Außer sich permanent die Krawatte zu richten um seine peinliche Beschämung zu überdecken hat er nichts gesagt oder getan, was unserem Land zur Ehre gereichen würde. Das ist leider seine Jugend die es ihm nicht ermöglicht sich Schwächen zuzugestehen, für Humor und Schlagfertigkeit fehlt ihm leider auch die Lebenserfahrung Nun gibt es eine handfeste Krise und es zeigt sich Die Bestellung der ÖVP war doch nicht so das Gelbe vom Ei, denn nun haben wir einen Sebastian Kurz, der neben dem Regierungschef der höchste Vertreter Österreichs ist , der mit Seine Exzellenz angesprochen werden muß und im Bereich der internationalen Beziehungen in der Regel als vollumfänglich bevollmächtigter Vertreter Österreichs gilt – na bumm!

  19. Jewgeni Gorowikow
    04. März 2014 12:21

    In der Krim-Krise:

    Putin geht jetzt als ein Täuschungsmanöver ein bißchen zurück um den "Westen" in falscher Sicherheit zu wiegen und die Entschlossenheit des "Westens" zu untergraben.

    Putin sagt auf einer Pressekonferenz in Moskau, dass derzeit "keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz" besteht.

    Putin und seine PR-Experten sind Profis: Sie wissen wie schwer es dem "Westen" fällt Krieg zu führen und entschlossen zu handeln.


    Putin und seine Spin-Doktoren produzieren also Strohhalme wo sich die kriegsscheuen Westeuropäer und Amerikaner anhalten können um eben doch keine entscheidenden Schritte zu setzen, bzw. setzen zu müssen.

    Putin weiß: Wenn er Zeit gewinnt, dann gewinnt er alles.

    Putins Kalkül: Je mehr Zeit vergeht, umso kaputter wird die Ukraine und die Ukrainer werden dann sogar bitten und betteln dass die Russen nach Kiew kommen um dort Brot und Nahrungsmittel an die Hungernden zu veteilen. Also die Rechnung ist: Wenn ihr eure staatliche Souveränität und Selbstbestimmung opfert, dann bekommt ihr Nahrungsmittel von uns und braucht nicht verhungern.

    Jetzt bekommt sogar der abgesetzte Präsident Janukowitsch wieder eine politische Rolle:

    Im UNO-Sicherheitsrat wachelt der dortige russ. Botschafter Vitali Tschurkin mit einem Brief der angeblich von Janukowitsch stammen soll und wo dieser um eine russische Militärintervention bittet.

    Die politische Leiche Janukowitsch soll also jetzt als Hampelmann und Vorwand für die russische Militäraggression benutzt werden - lächerlich.

    Anmerkung zur heutigen Position von Janukowitsch:

    Janukowitsch befindet sich in Russland in der Sicherheit der dortigen Behörden. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wird Janukowitsch steckbrieflich gesucht.

    Ein 3 Min-Video dass man wirklich sehen sollte: Die ukrainische Luftwaffenbasis Belbek (oder so ähnlich) auf der Krim wird von den russischen Truppen belagert. Heute früh marschierte ein Luftwaffenoffizier mit seiner 200-Mann-Einheit heraus, es gab Warnschüsse der Russen:

    http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/


    Da die Russen fortfahren alle ukrainischen Stützpunkte zu belagern wird es solche Konfrontationen noch öfters geben - und Gott behüte wie das dann ausgehen wird.

    Wie lange kann die Maske der angeblich so "friedfertigen Russen" die doch nur wegen der Menschenrechte auf die Krim kamen - wie lange kann diese Maske noch auf bleiben?

    • Erich Bauer
      04. März 2014 13:09

      @"...die KRIEGSSCHEUEN Westeuropäer und Amerikaner..."

      Ihre kriegsgeilen, feuchten Träume riechen ja schon richtig penetrant. Eine kalte Dusche wäre angebracht...

  20. Erich Bauer
    04. März 2014 10:53

    Wenn man als "äußere Sicherheit" nur Zivildiener in der Altenbetreuung und eine hochgerüstete Gardemusikbrigade zur Verfügung hat, sollte man besser die PAPPN halten!

    Anstatt, festgekrallt am Hosenbein einer vermeintlichen "Schutzmacht", hervor zu kläffen, wäre es heutzutage, in dieser Situation, durchaus angebracht, und auch respektierlicher, das historische "Fähnchen der Neutralität" hervor zu kramen...

    Nicht zuletzt hat dieses "Fähnchen" den Abzug fremder Truppen ermöglicht...

    • Zraxl (kein Partner)
      04. März 2014 12:53

      Exakt formuliert!
      Insbesondere, wenn man von russischen Energieressourcen existenziell abhängt.

  21. Buntspecht
    03. März 2014 23:52

    Ich find es gut, dass sich Kurz nicht lächerlich macht, und das würde er, sollte er dem RatSCHLAG von A.U. Folge leisten. Sein Auftreten auch heute bei Armin Wolf war völlig o.k. Er ist wirklich ein kluger junger Mann. Hätte doch Österreichs Politik mehr davon!!!

    • Meine Meinung
      04. März 2014 10:58

      Putin zieht sich zurück und die Haltung von Kurz war goldrichtig. Vielleicht sollte man hier im Forum nicht so rasch vorverurteilen. Könnte nicht schaden.

  22. Politicus1
    03. März 2014 19:45

    wer von der Krim genug verwirrt ist und zur "Heimatfront" wechseln möchte, dem sei ein Nachsehen des gestrigen Tatorts "Abgründe" empfohlen.

    Da ging es nicht um einen möglichen Krieg zwischen zwei Staaten, sondern um interne kriegsähnliche Zustände innerhalb der Polizei zur Verhinderung der Aufklärung eines Pädophilenrings.
    Da gab es Kindesentführung, ein Verlies mit einer Entlüftung, einen noch immer auf freiem Fuss befindlichen Baumeister und Hobbybaggerfahrer als besten Freund, einen unwahrscheinlichen Fall einer Selbsttötung auf den Gleisen der Bundesbahn, einen Polizisten als Freund der Schwester des entführten Mädchens, ein Sommerlager für Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen, verschwundende Aufzeichnungen der "unglücklich verunfallten" Chefermittlerin, Behinderungen "von oben" ...

    Richtig! Die Parallelen zum Fall Natascha K. waren und sind unübersehbar.
    Ebenso unübersehbar, dass das praktisch nur deutschen Zeitungen aufgefallen ist ...

    http://tvthek.orf.at/program/Tatort/2713749/Tatort-Abgruende/7565420

  23. Patriot
    03. März 2014 19:01

    Kurz ist ein 27-jähriges Bürscherl, das die notwendige Lebenserfahrung für diesen Job noch gar nicht haben kann! Schon als "Integrationsstaatssekretär" war er völlig fehl am Platz, und hat in Wahrheit NICHTS zur besseren Integration beigetragen. Oder ist irgendwem etwa eine größere Integrationsbereitschaft der Muselmanen aufgefallen? Zudem hat Kurz kürzlichz erklärt, er wolle sich bald in die Privatwirtschaft verabschieden. Na super! Zuerst wird in den Erfahrungs- und Ahnungslosen viel politisches Kapital investiert, und dann vertschüsst er sich nach kurzer Zeit, um seine dann gewonnenen Kontakte bei irgendwelchen Agenturen zu versilbern, ähnlich wie der unsägliche Gusenbauer und viele andere.

    Mein Senf zur Ukraine: Langfristig entwickeln sich die Machtverhältnisse sowieso analog zu den demographischen Mehrheitsverhältnissen. Momentan wohnen auf der Krim-Halbinsel halt zu 2 Drittel Russen ein paar Ukrainer und eine immer größer werdende "Minderheit" von muselmanischen Krim-Tataren, welche momentan 14% der Einwohnerzahl stellen, bei den Kindern aber angeblich schon 1 Drittel! Die Krim wird also langfristig entweder russisch oder wieder mal Teil der osmanischen Großreichs.

    Jetzt gibt es ein Referendum, und wenn sich die Mehrheit Rußland anschließen will, dann soll die Krim zu Rußland gehören. Und vollidiotische europäische Politiker sollen sich gefälligst heraushalten, und besser in ihren Ländern aufpassen, dass sie nicht selbst in wenigen Jahrzehnten Thema der Weltpolitik sind, weil massenhaft integrationsresistente Immigranten ihr "Sebstbestimmungrecht" einfordern.

  24. schreyvogel
    03. März 2014 18:09

    Der Herr Kurz ist noch so jung - vielleicht ist er ja wirklich bereit, sich gegen Putin wichtig zu machen und sich und Österreich einmal so richtig lächerlich zu machen?

  25. brieftaube
    03. März 2014 17:48

    Ich trau mich nicht mehr über die Ukraine zu fliegen! In Notzeiten werden Tauben gegessen!

  26. zweiblum
    03. März 2014 17:24

    Die Medien wollen uns das Zahlen für die Ukraine schmackhaft machen. Vorher sollten die Deutschen einmarschieren und die Ukraine teilen, jetzt ist sie unteilbar. Das ist auch bei A.U. nachlesbar. Johann Jakob Wendehals!

    • zweiblum
    • Freak77
      03. März 2014 18:51

      Ich denke eine friedliche Sezession, die demokratisch und zivilisiert unter Einbindung ziviler Verwaltungsbehörden bzw. über ein Referendum über die Bühne geht - das ist es was Dr. Unterberger meint.

      "friedliche Sezession" bzw. "friedliche Teilung des Landes" so wie es die Tschechoslowakei vorgezeigt hat - dieses Beispiel brachte Unterberger ja auch.

    • zweiblum
      03. März 2014 19:46

      Freak 77
      In der Krim ist kein Blut geflossen. In Hotzenplotz & Umgebung wohnte 1 Tscheche, tausende Deutsche und einige Juden. Von den Überlebenden wurden die Juden entschädigt, der Rest nicht.
      Wenn Putin auf Buchstaben und jota die Bedingungen von EUSA und A.U. erfüllt, Ist dann die Teilung O.K.?

    • Freak77
      04. März 2014 08:54

      @ zweiblum

      Sie vergleichen hier die Vorgänge die Hotzenplotz (ich musste erst im Internet suchen wo das ist) die sich während der Vertreibung der deutschsprachigen Bewohner dort ca. 1945-1948 abspielten mit den Vorgängen die sich

      HEUTE in der Ukraine abspielen.

      So ein Vergleich ist schwierig, weil man jeweils die Vorgeschichte und Kausalzusammenhänge berücksichtigen muss. Deshalb will ich auf diesen Vergleich nicht eingehen.

      Was aber die heutige Ukraine betrifft:

      1) Es ist nach der Militärintervention der "anonymen" Soldaten (ohne Hoheitszeichen) bisher kein Blut geflossen, warum eigentlich?

      Weil die dort stationierten Ukrainischen Einheiten, die auch scharfe Munition haben, ihren Befehlen gehorchten und sich nicht provozieren ließen.

      Denn: Wenn es dort, beispielsweise irgendwo in der Umgebung von Jalta ein Feuergefecht zwischen den beiden Armeen gegeben hätte, dann hätte Russland dies als Vorwand benutzt um ganz offen (und nicht versteckt & getarnt) einen Krieg anzufangen, inklusive massenweiser Truppen-, Waffen- und Materialtransporte auf die Krim.

      Also: Dass kein Blut geflossen ist, ist vor allem das Verdienst der ukrainischen Armee, ihrer Diszipliniertheit und Besonnenheit.

      Jeder der sich mit russischen bzw. sowjetischen Polizei- und Militärmethoden und -strategien befasst hat, weiß dass dort das Konzept des "Provokateurs" der sich womöglich unter die gegnersichen Kräfte mischt und dort im richtigen Moment für maßlosen Radau sorgt - ein wichter Bestandteil ist.

      Die Russen versuchen seit letzten Freitag bis jetzt die Ukrainer zu Hitzkopf-Aktionen zu verleiten, doch die Ukrainer haben sich klug und diszipliniert zurück gehalten.


      2) Könnten Sie bitte klar ausdrücken was es Ihrer Meinung nach mit "EUSA" auf sich haben soll?

      Was ist da Ihre Auffassung davon? Bitte klarlegen, bevor wir weiter debattieren können.

      So wie Sie es schreiben, ist Putin sozusagen das Opfer und Putin ist aber nicht auf die Buchstaben und Bedingungen von EUSA eingegangen oder?

      Nicht böse sein, aber Putin (bzw. Russland) gerade jetzt als "Opfer" zu bezeichnen ist einfach absurd.

      Also bitte nicht vergessen, bitte klarlegen: Was ist die "EUSA" und was tut die Ihrer Auffassung nach?

      Wenn Sie das nicht klarlegen hat eine weitere Debatte keinen Sinn.

  27. Dr. Otto Ludwig Ortner
    03. März 2014 16:11

    Die Russen mit Moralpauken zu bedenken, steht Österreich nicht an. Denn Rußland hat es - allein - gerettet und restauriert. Der Staatsvertrag - in Moskau beschlossen - ist der einzige Friedensvertrag des 20. Jh., der diesen Namen verdient, denn er zeichnet Österreich von der Nazi-Mitschuld frei. Die Mitunterzeichner U.S.A. + Satelliten (NATO), brachen, angestiftet von österreichischen Landesverrätern, mit der "Watch-List-Entscheidung) gegen Waldheim/Österreich, der Erklärung eines Verichtungskrieges, diesen Friedensvertrag, und nur der russische Militärschild verhinderte ihren Einmarsch. Die fortgesetzte Demontage des ö. Bundesheeres bezeugt das Sicherheitsgefühl Österreichs und seiner Bevölkerung, das angesichts des vorerwähnten erklärten Vernichtungskrieges -das war immer die Beleidigung eines Staatsoberhauptes - von U.S.A & Co. nur mit dem Vertrauen auf den russischen Militärschirm erklärbar ist, auf ein "de facto Protektorat" Rußlands über seine Kreatur, die 2. Republik Österreich.

  28. socrates
    03. März 2014 16:07

    Ein Außenminister aus dem Land der Beneschdekrete ist kein Vertreter der Menschenrechte. Eine Fahrt nach Hotzenplotz, um die Reste der deutschen Siedlungen als Archeologe zu besuchen, mit zerstörten Häusern, Kirchenruinen, geschändeten Friedhöfen sagt diesem Fachmann, wie die Tschechen sich beim Besetzen und Töten der deutschen Bevölkerung aufgeführt haben. Er möge das mit Putin und der Ukraine vergleichen. Meine Familie stammt von dort.
    "Wenn ma da gebt, so nemm. Wenn ma da nemmt, so schrei".
    Die EUSA läßt und die Ukraine zahlen, ohne uns oder dieUkrainer zu fragen. Mit Putin hingegen können wir gute Geschäfte machen, sobald wir den Breitspuranschluß der Bahn nach Preßburg machen, der schon oft versprochen wurde.
    Was hat mehr Menschenleben gekostet: Die bunte Revolution oder die Nahme der Krim?

  29. Politicus1
    03. März 2014 15:38

    Die Sache ist so einfach nicht ...
    Immerhin hat Russland mit der Ukraine ein gültiges Abkommen über die Stationierung von russischen Einrichtungen und Truppen auf der Krim.

    Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Aufständischen in Kiew zum Teil mit rechtsradikaler Unterstützung und finanzieller und organisatorischer Hilfe seitens der USA ihr Ziel erreicht haben.

    Die Entwicklungen in den nordafrikanischen Staaten sollten vor Schnellschüssen zum Nachdenken zwingen ...

  30. Doppeladler
    03. März 2014 15:33

    Vor wenigen Minuten meldet GS des BMEIA, Linhart, auf Twitter, daß russ. Botschafter ins Ministerium zitiert wurde.

  31. Jewgeni Gorowikow
    03. März 2014 14:22

    Der Herr Außenminister Lawrow kann einem leid tun!

    Er muss beispiellose Wortakrobatik in Genf betreiben:

    Sein Chef Putin hat es ihm so befohlen, daher ist Lawrow gezwungen Nonsens zu reden (entgegen besseren Wissens):

    "Beim russischen Vorgehen im Ukraine-Konflikt gehe es um eine Verteidigung der Menschenrechte, sagte Außenminister Lawrow vor dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf. Man denke in erster Linie an die ukrainischen Bürger."

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/lawrow-nennt-russische-aktionen-einsatz-fuer-menschenrechte-a-956601.html

    • dssm
      03. März 2014 15:28

      Ich kann Ihrer Einseitigkeit einfach nicht folgen.
      Putin wurde in einer nicht besonders demokratischen Wahl zum Präsidenten erkoren, die neu ukrainische Regierung hat erst einmal gar kein Wahlergebnis hinter sich.
      Die neue ukrainische Regierung spielt hemmungslos die nationale Karte, die russische Regierung auch.
      Beide Seiten rasseln ganz gehörig mit dem Säbel, dies ist sehr unschön.
      Die aktuellen Ereignisse sind wirklich stellenweise geradezu russenfeindlich, aber was die Russen mit den Tataren tun ist auch nicht gerade die feine Art.
      Da dreh ich doch die Hand nicht um.

      Entscheidender ist wohl die finanzielle Seite. Und die ist ganz, ganz einfach. Die Ukraine ist komplett pleite und hofft ein paar Deppen zu finden, die jetzt für die eigenen Fehler zahlen sollen. Je mehr da gestichelt wird, desto mehr gerät die Situation aus der Hand, desto eher findet sich ein 'Spender' (vielleicht doch wieder Russland?).

      Würde das Gas ausgehen, weil die Devisen fehlen, dann würde die Regierung davongejagt, geht aber das Gas aus, weil eine böse, feindliche Macht den Hahn abdreht, so schaut dies ganz anders aus.

    • Jewgeni Gorowikow
      03. März 2014 17:09

      Wenn jemand vor den Tatsachen die Augen verschließt und einseitig ist, wer ist es wohl?

      Es ist und bleibt wahr: Diese Militäraktion als Einsatz für die Menschenrechte zu bezeichnen, so wie Lawrow es tat kann wohl nur ein schlechter Witz sein.

      Die ukrainische Regierung spielt hemmungslos die nationale Karte???

      - dieses Sprachgesetz mit der Aberkennung des Russischen als Amtssprache wurde zurück gezogen. Das sollten auch Sie mittlerweile schon wissen.

      Wie soll eine Übergangsregierung, wie sie in Kiew amtiert eine Wahl hinter sich haben - sie ist eine Übergangsregierung, das wissen Sie so gut wie ich.

      Nur EINE SEITE rasselt mit dem Säbel (und diese Seite tut mehr als das) und das ist eindeutig Putin-Russland, damit das klargestellt ist!

      Wobei: Die illlegale Militäraktion auf der Krim durch eine russ. Luftlandedivision mit ca. 15.000 Soldaten ist schon abgeschlossen, also das Säbelrasseln ist schon vorbei.

      Illegalerweise wurden Truppen ohne Hoheitszeichen eingesetzt und jenseits der offiziellen Grenze der Ukraine - kristallklarer Völkerrechtsbruch!

      Die Ukraine wurde vom "rechtmäßig gewählten Präsidenten Janukowitsch" (= Russenfreund & Oligarchenfreund) in die totale Pleite manövriert! Janukowitsch hat aber nicht versäumt sich und seinen Clan zu bereichern und das Geld in Wien & anderswo zu bunkern. Also um den persönlichen Reichtum hat sich Janukowitsch schon gekümmert.

      NICHT SCHULD an der derzeitigen Pleite der Ukraine sind diejenigen Politiker die jetzt in der Übergangsregierung sind, denn sie waren vorher in der Opposition. Was meinen Sie mit eigene Fehler? - Sie, dssm werden doch hoffentlich nicht die Fehler die in Wahrheit Janukowitsch machte dem Übergangspremier Jazenjuk anhängen wollen, oder?

      Sie, dssm, machen es sich sehr leicht, indem sie die Bevölkerung in Ukraine, das ukrainische Volk kollektiv zu Deppen erklären, die zu blöd sind um Ursache und Wirkung zu unterscheiden.

      Das Gas wird den Ukrainern vielleicht ausgehen, aber die Ukrainer werden dieses Leiden mit Würde durchstehen und nicht ihre eigene Regierung davon jagen.

      Und noch etwas, was die Zeitabläufe betrifft: Als die halbe Welt vor den Fernsehern die lachenden Gesichter von Putin bei der Abschlussfeier der Olympiade in Sotschi sah, zur gleichen Zeit hat Putin schon die ersten Soldaten (ohne Hoheitszeichen) auf die Krim geschickt. Eine solche Aktion mit tausenden Soldaten bracht lange Zeit zur Vorbereitung.

      Putin, der falsche Kerl, spielte den lächelnden Olympioniken vor der am liebsten alle Wintersportler umarmen würde - aber heimlich hatte er zu dem Zeitpunkt schon seine Militäraktion begonnen.

      Noch nie war es so wichtig wie jetzt bei der Militärokkupation der Krim durch Russland: URSACHE und WIRKUNG ganz klar im Auge zu haben und beides voneinander zu unterscheiden.

    • bécsi megfigyelö
      03. März 2014 18:13

      @ Jewgeni Gorowikow

      Von wegen falsch: "Putin, der falsche Kerl, spielte den lächelnden Olympioniken…".

      Nicht einmal das stimmt: Wie kann er denn einen OlympioNIKEN mangels Olympia-SIEG spielen? Ob die weiteren Argumente auch so durchdacht sind?
      .

    • dssm
      03. März 2014 21:26

      @Jewgeni Gorowikow
      Traurig, wegen 'gerechten' Leuten wie Ihnen brechen Kriege aus, gibt es Massen an Toten.

      Was soll das ganze Emotionelle? Die Ukraine war unter Timoschenko auf dem Pleitekurs und ist es unter Janukovitsch weiterhin gewesen. Da drehe ich die Hand nicht um. Zahlen kann man vielleicht kurzfristig fälschen aber auf Dauer geht das halt nicht.

      Das Sprachgesetz wurde erst zurückgezogen als die westlichen Staatschefs dies als nicht 'hilfreich' abkanzelten. Was bleibt wohl im Gedächnis der Menschen?

      Säbelrasseln: Wer hat gesagt er wird, vertragswidrig, die russischen Schiffe entwaffnen?

      Wenn Truppen keine nationalen Kennzeichen tragen, dann sind es keine Vertreter dieser Nation, so ist nun einmal internationales Recht. Leider wohnen die russischen Soldaten dort! Und zwar samt Familie, da sind die Aktionen der Westukrainer nicht hilfreich. (Auch wenn mein Herz an denen hängt!)

      Zum Zeitablauf. Ich habe hier im Forum den Gang der Dinge vorhergesagt, als die Olympiade noch nicht einmal begonnen hatte und ich nehme an die Berater unserer Kriegstreiber in Ost und West wussten es besser als ich.

      Aber ohnehin alles Makulatur. Die Russen haben sich mit den Chinesen kurzgeschlossen und damit ist die Sache gegessen, denn die Hauptzündler sind pleite. Also entweder Atomkrieg oder schön brav den Mund halten, hoffentlich für uns alle, begreift dies der Herr Friedensnobelpreisträger.

      Ich wünsche allen Beteiligten, daß Sie in Frieden auseinandergehen. Die Westukraine zu Europa (die sind mir hochwillkommen, am besten: Gestern!) der Osten zu den Russen und der Rest, ja da gibt es einen Spruch über Österreich aus der Pariser Vorortzeit ...

  32. Le Monde
    03. März 2014 14:05

    Die Anneliese bringt es auf den Punkt, nachdem Novak Kurz als ÖVP-Hoffnung bezeichnet hat. Österreich wird doch international und in der EU nicht mehr ernst genommen. Merkl lacht in ganz Europa über den Bundeskanzlerdarsteller!

    http://diepresse.com/home/blogs/rohrer/1567745/Warum-der-Ruckzug-von-Rudas-nicht-uberraschen-und-Kurz-sich-ein

  33. dssm
    03. März 2014 13:57

    Zur Ukraine sag ich erst gar nichts mehr, offensichtlich ist ja alles was die neue dortige Regierung veröffentlich automatisch wahr und richtig und alles was die Russen machen automatisch falsch und böse …

    Daher ein anderer Vorschlag:
    Wie wäre es, wenn sich Herr Kurz und seine ExpertInnen einmal zur HAA äußern würden. Die Verluste sind ja schließlich mit Krediten am fernen Balkan entstanden.

  34. Wertkonservativer
    03. März 2014 13:55

    Nun, ganz kenne ich mich mit der Meinung unseres "Leitwolfes" Dr. Unterberger in der Causa Ukraine nicht mehr aus, und noch weniger mit der Meinung unserer verehrlichen Blog-Mitspieler!
    Das Match Russland-Kritiker gegen -Verteidiger ist brutal und geht mitten durch die Bloggergemeinde. An sich gut so: Meinungsaustausch zwischen Menschen mit verschiedenen Auffassungen ist ja der ursächliche Sinn eines Diskussionsforums!

    Im aktuellen Fall Ukraine wundere ich mich als alter Westler über die vielfache Verurteilung der USA, der Ostküste im speziellen, und die überwiegende positive Beurteilung Russlands und des vormaligen Geheimdienst-Agenten Putin!
    Jedem das Seine!

    Und was den jungen Herrn Kurz angeht: einerseits wird er gerügt, wenn er Aktionen setzt (siehe Kontensperre), andererseits wird er gemaßregelt, weil er den Herrn Putin nicht an seine Grenzen erinnert!
    Gerade vorhin in den ORF-Mittagsnachrichten hat der junge Außenminister recht klare Worte zum Thema Ukraine gefunden, das war wohl knapp vor Ablassen des höherstehenden Kommentars unseres A.U. !
    Nun, wie auch immer: aus diesem kann ich unschwer entnehmen, dass
    Dr. Unterberger ganz klar gegen die Ukraine-Aktivitäten Russlands und Putins eingestellt ist (dass er damit im Gegensatz zur Mehrheitsmeinung hier steht, rechne ich ihm hoch an!); sonst würde er ja den jungen Mann wohl nicht auffordern, gegenüber Putin im Namen Österreichs einen starken Auftritt hinzulegen!

    Ja, ja, wie so oft im Leben: wie man's macht, macht man's falsch!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  35. Inger
    03. März 2014 13:54

    Kurz und bündig: meine Oma würde gesagt haben:
    Der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an.

  36. Inger
  37. Doppeladler
    03. März 2014 13:43

    Außenminister Kurz derart an den Pranger zu stellen ist nicht gerechtfertigt. Österreich hat genug "Dreck am Stecken", was das Hofieren von Zar Vladimir I. betrifft. Das Einbestellen des Botschafters wäre höchst unglaubwürdig, denn zu sehr haben wir uns des lieben Geldes wegen, an seinen Hals geworfen.

    Wie sehr wir uns bei Sanktionen ins eigenen Fleisch schneiden, zeigt zB, daß Wien hofft am Ausbau der Moskauer U-Bahn ins eingemeindete Umland partizipieren (=verdienen) kann. Die Anstregnungen dazu sind jedenfalls kein Lercherl - Wien-Ball in Moskau inkl. Die Absage dieses Balls, wäre doch auch ein Zeichen ...

    • Inger
      03. März 2014 14:13

      Wien-Ball in Moskau absagen? Geht doch nicht, wo doch grade der Russenball in der Hofburg !!!! stattgefunden hat und das ohne Demonstrationen, da dürfen alle hinein, mit Ausnahme der Akademiker. Und wenn man schaut, wer da das Ehrenkomitee angeführt hat: Erhard Busek, Exvizekanzler, bekanntlich der "Alles besser Wisser" von der ÖVP, dann kommt auch noch Ali Rahimi, der Vorzeigeeinwanderer (superintegriert!), .....

  38. Peter Brauneis
    03. März 2014 13:30

    1) Ich würde nicht darauf wetten, ob der Herr Zeitgeist-Maturant und Studienabbrecher etwa über den deutschen Namen des westukrainischen Lwiw/Lwow aufgeklärt ist. Daher vielleicht doch heilsamer "si tacuisses...".

    2) Die antirussische Kriegshetze in den Einheitsmedien ist bestürzend. Und ausgerechnet Herr Dr. Unterberger wirbt für ähnlichen Unfug. Herrn Steinmeiers Vereinbarungen halten nicht einmal einen halben Tag, damit die Milliardenmacht von Soros, CIA und EU auf ukrainische Wahlergebnisse (höflich formuliert) pfeifen und den gewählten Präsidenten verjagen kann. Westliche Werte hab ich mir anders vorgestellt.
    .

    • Freak77
      03. März 2014 17:25

      Wieso "antirussische Kriegshetze"?

      Niemand, absolut niemand hetzt in Richtung Russland, oder hetzt in Richtung Krieg. Die Worte Steinmeiers heute im Ö1-Radio waren diplomatisch-mäßigend.

      Aber warum soll man die Augen vor der Realität verschließen?

      Was die Welt auf der Krim seit Freitag sieht ist eindeutig Raub eines Territoriums eines Nachbarstaats durch das Militär.

      Nicht mehr und nicht weniger: Ein ganz eindeutiger Bruch des Völkerrechts und er UNO-Charta herbeigeführt durch Putin.

      Der "gewählte Präsident" (was Sie mit "Soros, CIA und EU" sagen wollen ist mir unklar) Janukowitsch hat in einer allerletzten Aktion, als er sah dass seine Macht und die Unterstützung durch Achmetov und die anderen ukrainischen Oligarchen schwindet, in einer Gewalt-Brachial-Aktion mit seinen Berkut-Elitepolizisten mit Scharfschützengewehren (Snipers) ca. 80 - 100 ukrainische Bürger erschießen lassen:

      Ein feiner "gewählter Präsident"!

      Wenn Sie mit den "westlichen Werten" so unzufrieden sind, schauen Sie sich bitte diese Fotostrecke an, das sind die "russischen Werte" die Ihnen anscheinend so sympathisch sind:

      http://www.spiegel.de/fotostrecke/krise-in-der-ukraine-drohgebaerden-auf-der-krim-fotostrecke-111765.html

  39. fenstergucker
    03. März 2014 12:57

    Nein, nur keine "schlafenden Hunde" wecken. Ein falsches Wort vom Außenminister und wir haben Krieg und eine junge Karriere zerstört.
    Herr Minister Kurz, bitte weiterschlafen. ;-)

  40. Gerhard Pascher
    03. März 2014 12:53

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen einen 27-jährigen Außenminister. Auch wir alle waren einmal in diesem Alter und haben uns über Vorschusslorbeeren gefreut. Außerdem gehört die Zukunft ohnehin den nächsten Generationen. Mut war es auch von Spindelegger, dieses bekannte Risiko mit der Unerfahrenheit des Herrn Kurz einzugehen. Denn eigentlich ist es ja - wie alle Ministerposten - nur ein politisches Amt und es sollten ihm ja genügend erfahrene Fachleute und Diplomaten hilfreich zur Seite stehen.

    Weiters meine ich, dass allen Menschen, welche die Pflicht zu Entscheidungen haben, auch das Recht zugestanden werden sollte, einmal eine Fehlentscheidung zu treffen. Nicht tolerierbar ist es aber, wenn in der gleichen Angelegenheit von derselben Person zweimal Mist gebaut wird. Und dies trifft bei Sebastian Kurz zum Thema Ukraine nun zu.

    Herr Buka und Herr ViKa, da haben Sie nun beide Handlungsbedarf, damit sich unser Land international nicht wieder blamiert!

    • Freak77
      03. März 2014 12:58

      Bitte um Klarheit um hier weiter debattieren zu können:

      Welcher Mist? Was war?

    • Gerhard Pascher
      03. März 2014 16:15

      Freak77:
      Kurz hat sich zur Ukraine in den letzten Wochen mehrmals zu Wort gemeldet. Allerdings hat er immer nur ein gemeinsames Vorgehen der EU verlangt. Warum kann Österreich als eigenständiger Staat nicht auch einmal selbst protestieren? Die Konten diverser ukrainischer Machthaber wurden auch erst im Gleichschritt mit der Schweiz und Liechtenstein gesperrt. Heute wird er sicher in Brüssel zum Gemeinschaftsbeschluß seine Hand heben.

  41. Herby
    03. März 2014 12:51

    "Tschechiens Regierung – jetzt sozialistisch geführt! – hat mutig den russischen Botschafter ins Außenministerium vorgeladen. Sie hat ihm klargemacht, dass Prag nicht akzeptieren will, dass in Europa wieder mit militärischer Macht Staatsgrenzen verändert werden."

    Ja, ja die Tschechen!

    Sie haben ihr Trauma, den 21. August 1968, also die militärische Okkupation ihres Landes durch die Truppen der von Moskau gesteuerten Sowjetunion und der Waschauer Pakt Truppen (mit Ausnahme Rumänien) bis heute nicht vergessen!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Fr%C3%BChling#Einmarsch_der_Truppen_der_Warschauer-Pakt-Staaten

    Die Leute wachten damals in der Früh auf, sahen aus dem Fenster und sahen überall russische Panzer & Soldaten. Die Tschechen wissen wie die Russen sein können wenn sie sich in eine Ideologie verrannt haben.

    Und wir Österreicher? Auch wir hatten ein Trauma:

    Den Diebstahl unserer Nation mit dem Einmarsch der deutschen Okkupations-Truppen und dem "Führer" Hitler persönlich am 12. März 1938. Diesem Einmarsch war wochen- und monatelang eiskalte Erpressungspolitik seitens Berlin voraus gegangen.

    Haben wir Österreicher diese Auslöschung Österreichs am 12. März 1938 schon vergessen? War Außenminister Kurz aufmerksam im Geschichtsunterricht?

    • Nestor 1937
      03. März 2014 13:28

      Herby,

      "monatelang" eiskalte Erpressungspolitik seitens Berlin ?

      Mitnichten!!! das waren fast ganze v i e r Jahre !

    • Inger
      03. März 2014 15:03

      "Die Leute wachten damals in der Früh auf, sahen aus dem Fenster und sahen überall russische Panzer & Soldaten. Die Tschechen wissen wie die Russen sein können wenn sie sich in eine Ideologie verrannt haben." - Ganz so war es nicht. Ich
      war da am 21. 8. 1968 und zwar in St. Martin, damals nur Martin - in der Slowakei. Um 6 Uhr in der Früh kam die Meldung über das Radio, dass der Einmarsch stattfindet. Tja und dann kam das Chaos, kein Benzin an den Tankstellen - nur wir als Ausländer bekamen den Tank voll, so konnten wir Verwandtschaft verlassen (Warnanrufe von daheim funktionierten nicht) und Richtung Heimat fahren. Und auf den endlos erscheinenden Straßen kamen dann immer mehr Kolonnen von Militärfahrzeugen ins Land, unterwegs Richtung Prag, aus den "Bruderstaaten" angefahren und das würde es doch heute nicht mehr geben, denn die Staaten des Warschauer Pakts sind ja beinahe alle in der EU, bzw. die DDR gibt es nicht mehr. Die Brüder würden nicht mehr auf die Brüder schiessen, so wie damals in Preßburg, als wir Mühe hatten, zwischen den Panzern einen Weg zu finden heim nach Österreich. Eine Meute von Journalisten hat uns damals an der Grenze empfangen, die wollten wissen, wie es im Land ausschaut. Besonders erschütternd hab ich gefunden, dass die Menschen der damaligen CSSR so viel Hoffnung hatten und sie waren gerade in Erwartung des Generalsekretärs der UNO, U Thant....

  42. mischu
    03. März 2014 12:37

    Mut ist doch schon längst keine Kategorie mehr für die ÖVP und damit als der kleinere Regierungspartner und im Außenministerium auch für Österreich nicht.

  43. Tullius Augustus
    03. März 2014 12:36

    JA, Es gibt auch anständige Leute im heutigen Russland, die Führungsmannschaft, die hauptsächlich devoten, realitätsverweigernden Ja-Sagern besteht, wie zum Beispiel der schleimige Putin-Kofferträger Dmitri Medwedew oder der ganz ähnliche Lawrow gehören nicht dazu:

    Russischer Menschenrechtsrat gegen Einmarsch:

    Der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten hat sich gegen einen Einmarsch in die Ukraine ausgesprochen. Die russischen Bürger dort seien trotz der jüngsten Gewalt keiner Gefahr ausgesetzt, die ein militärisches Vorgehen rechtfertigen würde, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung der Beratergruppe. Präsident Putin hat in der Vergangenheit mehrfach die Empfehlungen des Rates ignoriert. Das russische Parlament hatte am Samstag einen Militäreinsatz mit dem Hinweis auf die Sicherheit der Russen in der Ukraine genehmigt.

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/krise-auf-der-krim-lawrow-verteidigt-russisches-vorgehen-in-der-ukraine-1.1902513

  44. Freak77
    03. März 2014 12:26

    Die Russische Propagandawalze läuft auf Hochtouren: Der EU, Frankreich, Deutschland, USA, UNO, dem „Westen“ soll die Schuld an der militärischen Eskalation zugeschoben werden.

    Im Russischen Fernsehen werden die russischen Zuseher mit Gräuel-Bildern und angeblichen Flüchtlingsströmen nach Russland konfrontiert.

    Fernsehwirksam werden den ukrainischen Berkut-Polizisten russische Reisepässe in die Hand gedrückt. Fernsehwirksam darf der korrupte Ex-Präsident der Ukraine Janukowitsch als beleidigter Bonze auftreten.

    Man muss Michael Laczynksi dankbar sein für seinen klaren Kommentar:

    Öl, Gas und Gewalt: Russland zeigt sein wahres Gesicht
    ( 02.03.2014, MICHAEL LACZYNSKI, Die Presse )

    Wladimir Putin machte den Ukrainern ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnten. Sie taten es trotzdem - und müssen nun dafür büßen.

    Es ist ein altbekanntes Schauspiel, das in diesen Stunden zwischen Simferopol, Charkow und Donezk aufgeführt wird. Angeblich friedliebende Bürger treten darin auf, die den großen Bruder im Osten zu Hilfe rufen, damit er sie vor „Faschisten“ schütze.

    Den Hauptpart hat der strenge, aber gerechte Zar Wladimir, der die Seinigen nicht im Stich lässt und von eifrig nickenden Hofschranzen flankiert wird. Als Statisten treten maskierte junge Männer mit Kalaschnikows auf, und die Rolle des Gefangenenchors fällt dem Westen zu, der die Hände ringt, aber schlussendlich nichts unternimmt.

    Was 1968 in der Tschechoslowakei, 1979 in Afghanistan und 2008 in Georgien funktioniert hat, wird 2014 wohl auch auf der Krim funktionieren – so lautet das Kalkül des Kreml.

    Noch besteht ein Funken Hoffnung, dass das Szenario nicht in einem blutigen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kulminiert, doch diese Hoffnung schwindet rasch. Denn die Machthaber in Moskau sind dabei, die Bevölkerung auf ein militärisches Eingreifen vorzubereiten:

    Das russische Fernsehen zeigt fingierte Bilder von Gewaltexzessen der Nazis aus Kiew und scharenweise nach Russland flüchtenden Ukrainern, Popen segnen Soldaten, während die Kanzlei des russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill I., dieser Lichtgestalt der Nächstenliebe mit Hang zu sündteuren Schweizer Armbanduhren, verlautbart, bei dem Einmarsch in der Ukraine handle es sich um eine „Friedensmission“.

    Nein, mit Frieden hat das alles nicht das Geringste zu tun. Jetzt, da der olympische Friede von Sotschi vorbei ist, zeigt Putins Russland sein wahres Gesicht: Es ist die Fratze eines Schlägers, der sich mit Gewalt das holt, was ihm sonst verwehrt wird.

    Der ehemalige KGB-Offizier handelt nach dem Muster des Mafiapaten Don Corleone: Man macht dem Gegenüber ein Angebot, das er nicht ablehnen kann – tut er das trotzdem, fließt Blut statt Erdgases. Der britische Historiker Max Hastings fasst diese Strategie folgendermaßen zusammen: Öl, Gas und Angst seien die einzigen Hebel, die Moskau in den Beziehungen zu seinen Nachbarn einsetzen kann.

    An dieser Stelle könnte ein Zyniker anmerken, all das sei altbekannt und ohnehin Usus am wilden Ostrand Europas – kein Grund also, um von der Tagesordnung abzuweichen. Doch diese Sicht ist falsch.

    Wir erleben gerade einen geopolitischen Tsunami, der die bisherigen bequemen Gewissheiten über Russland wegfegt: dass Wladimir Putin ein Mann mit Handschlagqualität sei, dass die lukrativen geschäftlichen Bande mit dem Westen für sanften Wandel im Osten sorgen würden, dass die Mahner in den neuen EU-Mitgliedsländern allesamt russophobe Hysteriker seien und dass es nie so schlimm komme, wie befürchtet. Dieses Mal kam es aber noch schlimmer.

    Europa ist nun in mehrfacher Hinsicht gefordert. Erstens, weil es für die Ukraine verantwortlich ist – es war die Perspektive einer Annäherung an die EU, die den Sturz des Kleptokraten Viktor Janukowitsch überhaupt erst herbeigeführt hat. Es muss also gegengehalten werden, und das nicht nur aus der moralischen Verpflichtung gegenüber den Ukrainern, sondern zweitens auch aus Selbstschutz.

    Denn wer einem Schläger keine Grenzen setzt, ermuntert ihn nur. Lettland und Estland wissen genau, dass sie als Nächste an der Reihe sind, wenn die Ukraine ihrem Schicksal überlassen wird. Denn auch auf dem Baltikum gibt es eine russische Minderheit, zu deren „Schutz“ sich Moskau ermächtigt fühlt.

    Wie die Gegenmaßnahmen aussehen werden, wird von den Ereignissen in der Ukraine abhängen. Die Bandbreite reicht von symbolischen Gesten – etwa der Absage des G8-Gipfels in Sotschi – bis hin zu Einreiseverboten für die Verantwortlichen der Gewalt. Die Entscheidung wird nicht leicht sein, denn Moskau könnte Europa als Reaktion den Gashahn zudrehen.

    Doch glücklicherweise sind die Temperaturen mild, die Gasspeicher voll und der Kreml auf Petrodollars angewiesen. Dieser Schritt käme auch Russland teuer zu stehen. Doch das Drama hat auch einen positiven Nebenaspekt: Die „Russlandversteher“ von Gerhard Schröder abwärts, die Putin stets vor aller Kritik verteidigt haben, sind endlich als Handlanger des Paten vom Kreml entlarvt. (Ende)

    Link: http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1569535/Ol-Gas-und-Gewalt_Russland-zeigt-sein-wahres-Gesicht

    • Karl Knaller
      03. März 2014 12:32

      Bravo, kriegst ein Zuckerl! Die CIA hätt's nicht besser sagen können.

    • Nestor 1937
      03. März 2014 12:40

      Und wie, Freak77,

      sehen Sie die Rolle der EU, der USA und der Hintermänner von Timoschenko ?

    • Freak77
      03. März 2014 12:56

      @ Karl Knaller
      @ Nestor 1937

      Ich ersuche höflichst um Ihre Beweise, zumindest einigermaßen nachvollziehbare Hinweise für die von Ihnen hier behauptete Einflussnahme der USA, der EU oder Frankreichs und Deutschland auf die Maidanbewegung.

      Keine kryptischen, halben Andeutungen, sondern irgendetwas substanziell Nachvollziehbares - bitte.

    • Wertkonservativer
      03. März 2014 13:58

      Da bin ich ehrlich bei Ihnen, werter @Freak77 !

  45. WFL
    03. März 2014 12:19

    Einspruch:
    Unser Jusstudent, der junge Herr "Außenminister", hält gnädigerweise den Mund (von einigen wenigen Sprechblasen abgesehen).
    Nicht auszudenken der mögliche Schaden, würde sich der unbedarfte junge Mann zu konkreten Aktionen und Schritten hinreißen lassen....
    Hr. Kurz, bitte weiterhin in Deckung bleiben!

  46. brechstange
    03. März 2014 12:18

    Er hat den Befehl noch nicht bekommen. Nachsicht, bitte. ;-)





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