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FN 565: Schafft die Patienten doch endlich ganz ab!

Absolut Unfassbares hat ein Spitzenexponent der Ärztekammer von sich gegeben.

Der Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte, Harald Mayer, erteilt im „Standard“ potentiellen Patienten folgenden Ratschlag: Sie sollten doch bei „ein bisschen Herzstechen um 23 Uhr" nicht gleich ins Spital gehen. „Natürlich kann dahinter auch ein Infarkt stecken, aber das sollte vielleicht jemand beurteilen, der das auch kann, etwa der Hausarzt." Der Herr Mayer hat nur eines vergessen: uns mitzuteilen, wo es einen Hausarzt gibt, der um 23 Uhr noch wegen eines eventuellen Herzinfarkts ansprechbar ist. Nicht einmal in der Großstadt Wien gibt es das. Jahrzehntelang haben uns die Ärzte eingetrichtert, dass bei einem Herzinfarkt möglichst schnell zu handeln ist. Jetzt aber rückt die Ärztekammer die wirkliche Wahrheit heraus: Für die Spitalsärzte sind Patienten nur noch eine lästige Störung. Wenn diese an einem Herzinfarkt sterben, ist das ja nicht das Problem des Arztes.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkonklius
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 10:27

    Wenn man die Bücher von Dr.med Günther Loewit gelesen hat, erkennt man hinter dem Ausspruch des Obmanns eine völlig andere Aussage.
    Dr. Loewit beschreibt sehr gut, wie die Apparatemedizin den Arzt abgelöst hat, die Diagnostik und Behandlung von einzelnen, oft völlig nebensächlichen Entgleisungen und das Erkennen der Problematik als Gesamtheit.Patienten haben mitunter gelernt, daß bei jeder noch so kleinen Kleinigkeit sofort ein CT,ein MR gemacht werden muß und daß es gegen jede Beschwerde ein Pulverl gibt, das die Pharmaindustrie in ihrer Gutwilligkeit den Menschen nach jahrelangem Forschen zur Verfügung stellt.
    Mediziner, die heute studieren, lernen nicht mehr den ganzen Menschen vor sich zu sehen, sie nehmen sich auch keine Zeit mehr dafür,den Hauptteil ihrer Zeit vergeuden sie an administrative Tätigkeiten während die Patienten der Reihe nach schnell abgefertigt werden, das Studium hat sich völlig verändert und es sind wie in allen Bereichen technische Errungenschaften völlig unhinterfragt als Fortschritt angenommen worden.Früher konnte ein Arzt anhand von Abklopfen die Größe des Herzens erkennen, er hatte gelernt, durch Hinhören, Tasten und Hinschauen Rückschlüsse auf hinter den Symptomen steckende Ursachen zu kommen, er musste sich mit dem Patienten hinsetzen und sich mit ihm auseinandersetzen.Heute ist an die Stelle des Arztes der Apparat getreten, der vom eigens geschulten Personal bedient wird, der Arzt selbst sieht sich nur noch Befunde durch.Vieles entgeht ihm, oft erschließt sich aus der Schilderung der Entstehung der Beschwerden bereits eine sinnvolle Behandlung-weil sich ein Gesamtbild ergibt.Die Symptome sind ja nur Ausdruck von etwas, in der heutigen Medizin wird nichts anderes mehr getan als Symptome weggemacht, das wird als Heilung begriffen.
    Die Patienten sind es gewöhnt, bei jedem Kinkerlitzchen sofort zum Arzt zu laufen und dort das "richtige Medikament" zu bekommen.Darum geht es überhaupt nicht.Es wurde nach und nach ein riesiger Markt geschaffen, der Markt "Patient" erschlossen.Es wurden unzählige Diagnosen ermöglicht, bspw durch die völlig fehlgeleitete Normierung von Blutwerten.Ob Cholesterin oder Vitamin D-die Pharmaindustrie hat gemeinsam mit der WHO Normwerte geschaffen, die der Realität nicht standhalten können, die Spannbreite der Norm ist in der Realität viel größer, aber ein möglichst enger Rahmen bewirkt den massenweisen Verkauf von Medikamenten gegen oder für jenes.Wobei jedes Medikament Gift ist und jeder Eingriff in das System Körper sofort bewirkt, daß etwas anderes aus dem Lot gerät.
    Der Bereich Psyche ist erobert worden, es gibt gegen jede Abweichung von der Norm ein Pulverl-als ob es normal wäre, genormt zu sein.Kinder, die aufgrund von mangelnder Zuwendung und zuviel Streß Konzentrationsprobleme haben, werden mit Amphetaminen behandelt, ADHS wurde geboren, die Kriterien unter denen Erkrankungen wie diese diagnostiziert werden können sind so breitgefächert, daß die Diagnose viel zu schnell gestellt wird.Den Eltern wird nicht geraten, mit ihrem Kind mehr Bewegung zu machen,es nicht mit Fertignahrungsmitteln zu ernähren-nein, das Kind bekommt Drogen, das Gehirn wird zerstört, der kleine Mensch lernt, daß es gegen jedes Problem eine Substanz gibt.

    Der Erwachsene, der mit erhöhtem Cholesterin zum Arzt kommt, wird nicht Joggen geschickt, es wird nicht seine Ernährung besprochen, es werden nicht die Lebensumstände angesehen, unter denen das Problem entstanden ist und beraten, wie man diese ändern kann-es wird chemisch in die Physis eingegriffen.und das nicht, nachdem man alles andere probierte, sondern sofort.

    Früher kannten Patienten ihren Hausarzt, der machte Hausbesuche.Er kannte seine Patienten und deren Lebensumstände und Vorerkrankungen und konnte sich aus dem, was der Patient schilderte etwas ableiten.Heute gibt es diese Form der Medizin nicht mehr.Die Hausärzte sind verschwunden, es gibt für alles einen Fachmann, der früher nur zu Rate gezogen wurde, wenn der Hausarzt nicht mehr weiter wusste.Nun schickt man die Leute wegen jeder Kleinigkeit zu diversen Fachärzten.Der Zusammenhang geht dadurch verloren.Im Spital sitzen Ärzte die meiste Zeit mit administrativen Tätigkeiten herum, jede noch so kleine Kleinigkeit muß ins System eingespeist werden.Das ist wertvolle Zeit.Und wenn man im Spital eine Blutkonserve braucht, so bekommt man diese nur mit dem richtigen Pickerl, das muß aber erst ausgedruckt werden.Leider gibt es so etwas wie Computerausfälle, die passieren auch während einer OP.Es ist unnötig unglaublich viel Chaos und Arbeit geschaffen worden, die den Menschen als einzelnen völlig übersieht und in ihrer Vorgangsweise an dem vorbeizielt wofür sie eigentlich gedacht war.Und die Patienten haben sich angepasst.
    Wegen ein bißchen Herzstechen muß man wirklich nicht ins Krankenhaus.Unter den vielen Möglichkeiten zu diagnostizieren kommt es außerdem zwangsläufig zu Zufallsdiagnosen-es werden auf den Bildern, die bspw im CT erstellt wurden, irgendwelche bis dahin nicht bekannten Krankheiten erkannt, diese haben oft gar kein Problem verursacht, waren auch nicht bedrohlich.Nun werden sie aber behandelt.Es ist eine allgemeine Hysterie entstanden, nur kein Symptom übersehen, nur gegen alles Vorkehrungen treffen, nur rechtzeitig zur Vorsorge gehen-die Vorsorgeuntersuchungen können mitunter das hervorrufen, was sie zu verhindern vorgeben.Eine regelmäßig mit Röntgenstrahlen durchleuchtetes Organ wird zur Tumorbildung neigen, die Untersuchungen rufen hier Krebs hervor, gemacht werden sie vorgeblich, um etwaige Tumore rechtzeitig zu erkennen.

    Die Menschen nehmen gegen jedes Wehwehchen eine Tablette, sie bekommen sie auch.Genauso wie sie sich mit Vitaminpräparaten vollstopfen anstelle sich vernünftig zu ernähren.Ich bin kein Freund der Ärzteschaft, aber ich kann durchaus nachvollziehen, daß man nicht mitten in der Nacht wegen jedem Blödsinn parat stehen möchte.Es haben die Patienten selbst auch jedes Gefühl dafür verloren, was tatsächlich bedrohlich sein kann und was nicht.Im Zuge der Gewinnmaximinierungspolitik haben die Pharmakonzerne eine Rolle bekommen, die sie in diesem Ausmaß früher nicht hatten.Es ist wie mit der Lebensmittelindustrie.Je größer der Konzern, desto einflußreicher, desto einschieniger, desto vereinfachter, desto mehr Geld, desto mehr Macht.Die Konzerne bestimmen, was die Menschen essen genauso wie sie bestimmen welche Krankheiten wie behandelt werden bzw was überhaupt als krank gilt.
    Das Problem ist das kranke System, Arzt und Patient haben sich angepasst.Der Patient liest im Internet irgendeinen Blödsinn weil er eine einfach Lösung für ein komplexes Problem sucht.Er findet die passende Beschreibung für seine Symptome,daneben lächelt ein glückliches Gesicht, froh darüber endlich das "richtige" Medikament zu bekommen, auf den Markt gebracht von der Firma Soundso, die auch die Internetseite sponsert, auf der die Symptome und die Lösung für selbie geschildert werden und dazu steht der Kommentar eines "Fachmanns" geschrieben, den die Firma gekauft hat und der die wundervolle Wirkung des Medikaments lobpreist.
    Mit dieser Information rennt der Patient zum Hausarzt, den zu wechseln er droht, wenn er "sein" Medikament nicht bekommt.

    Alles in allem eine nicht sehr gute Entwicklung.Die Menschen geben die Eigenverantwortung ab und die Ärzteschaft verschreibt unnötig Pillen gegen oft völlig unwesentliche Beschwerden.Die Industrie freut sich und der kleine Hansi Huber fühlt sich nur noch richtig behandelt, wenn der Arzt ihm eine Diagnose stellt.Und um eine solche zu bekommen, ruft er auch schon einmal mitten in der Nacht die Rettung....könnte ja sein, daß etwas ist.

    Natürlich kann etwas sein, natürlich gibt es Erkrankungen mit Symptomen gegen die man etwas tun muß.Aber in der Form, wie sich das System Gesundheit entwickelt hat, zielt es an seinem eigentlichen Sinn völlig vorbei.Es gibt immer mehr Erkrankungen, immer weniger Gesunde.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr.Markus Deim
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 14:19

    Heute war unser hochgeschätzter AU offensichtlich einmal schlecht drauf, denn eine derart simplifizierende Sicht der Dinge ist eigentlich seiner unwürdig. Ich als relativ einfach strukturierter Landarzt empfehle folgende Therapie: Ein Nacht auf der unfallchir.Ambulanz, anschließend am Vormittag in den OP, dann ein paar Stunden Zetterln ausfüllen,dann Visiten bis zum Erbrechen, nach ein paar Stunden Schlaf am Morgen wieder ins Spital, vielleicht die Akutaufnahmestation, dort ist es so richtig nett, anschließend wieder die ganze Nacht weitgehend personell unterbesetzt in der Erstaufnahme verweilen, und das zu einem Hungerlohn und von primitiven und machtgeilen Politikern und Patientenanwälten gegängelt, wer das gemacht hat, weiß ganz genau, was Dr.Mayer gemeint hat. Vielleicht hat er es ungeschickt ausgedrückt, aber jemand, der keinen Ambulanzbetrieb in der Nacht kennt, sollte seine Ausführungen doch etwas niveauvoller gestalten oder sich vorher besser informieren. Wir warten seit Jahrzehnten auf eine echte Aufwertung des extramuralen Bereichs, aber diese wird durch Rot und Schwarz verhindert, weil eine Stärkung des extramuralen Bereiches einen Machtverlust für die Politiker bedeuten würde. Daher gibt es überlaufene Ambulanzen und keine Ordinationen, die vernünftige Öffnungszeiten haben, denn es wird einfach nicht gezahlt, ganz im Gegenteil, man kommt, je mehr man arbeitet, immer weiter in die Degression, sodaß man umsonst arbeitet, bzw., wenn man Angestellte hat, sogar noch einen Verlust macht. Macht das Spital einen finanziellen Verlust, wird er mit unseren Steuergelden bezahlt, während wir umsonst arbeiten sollen oder zu Tarifen, die nur zum Lachen oder zum Weinen sind, je nach momentaner Stimmungslage. Von AU hätte ich mir eigentlich erwartet, daß er sich mit der Aussage von Dr.Mayer anders auseinandersetzt, wie eine echter Qulitätsjournalist, für den ich ihn eigentlich noch immer halte. Aber jeder kann einmal einen schlechten Tag haben, auch ein Arzt in seinen Aussagen, oder?

  3. Ausgezeichneter Kommentator Florin
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 09:32

    Man merkt die Absicht und ist verstimmt!

    Es ist wirklich nicht so schwer zu verstehen was dieser Herr Mayer sagen wollte. Es rennt wirklich jeder mit jedem lächerlichen Wehwechen ins Spital, ob das nun angebracht ist oder nicht. Die Nachtdienste sind für die niedergelassenen Ärzt dadurch vielleicht ein wenig einfacher geworden, im Sinne des Erfinders war diese Entwickung jedenfalls nicht.
    Nichtsdestotrotz ist sie von der Politik so gewollt. Es war in erster Linie die Politik, die einerseits das Mißtrauen gegen die Kompetenz der Praktiker, der ersten Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen, und andererseits die Begehrlichkeit des sog "mündigen Patienten", alles was medizinisch möglich ist zu konsumieren, geschürt haben.

    Die Spitäler sind nicht ausreichend mit ärztlichem Personal versorgt, also kann es zu u. U. zu vielleicht sogar "tödlichen Staus" und vor allem schrecklichen Fehlleistungen kommen.

    Inwieweit der Wiener Ärztefunkdienst effizient ist, weiß ich nicht, ich kann nur vor unserem ländlichen Bemühugen sprechen und die funktionieren generell klaglos

  4. Ausgezeichneter KommentatorTullius Augustus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 14:17

    OT: Die österr. Homo-Aktivistin & EU-Abg. Ulrike Lunacek hat im EU-Parlament eine Initiative zur Privilegierung von Homosexuellen und den sogenannten: "LGBT-Personen" gestartet - das läuft unter dem Überbegriff "Lunacek-Report":

    Als EU-Bürger kann man sich mit dieser Internet-Petition dagegen aussprechen:

    "Shortly after the Estrela Report was defeated, European Parliament leftists went straight to work with their next initiative, the “Lunacek Report.” With your help, as we did with the Estrela Report, we can defeat this too.

    On 3 February, the European Parliament will vote on the Lunacek Report, officially known as “EU Roadmap against homophobia and discrimination on grounds of sexual orientation and gender identity” (2013/2183). .... "

    Hier kann man unterschreiben (über sechstausend Teilnehmer gibt es schon):

    http://www.citizengo.org/en/2882-european-parliament-will-vote-roadmap-special-lgbt-rights-lunacekno?tc=fb&tcid=1164607

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 22:33

    OT

    Schafft die ORF-Privilegienritter ab, die dann auch noch von der SPÖ weiter aufgepäppelt werden:

    http://www.orf.at/#/stories/2215000/

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 14:03

    Diese FN des Dottore gefällt mir gar nicht und bestimmt sind die Patienten den Ärzten grundsätzlich nicht lästig.

    Die miesen Zustände im Gesundheitssystem sind von der Politik gemacht, nicht von den Ärzten.

    Seit 30 Jahren (od. schon länger) faselt die Politik von einer Aufwertung der Praktiker, aber in der Realität ist das Gegenteil passiert. Still und heimlich werden die Praktiker ausgehöhlt, bürokratische Hürden eingebaut die ein normales Arbeiten behindern und die Patienten dürfen unter dem Vorwand der freien Arztwahl alles anstellen was sie wollen. Dazu gehört auch der Gang in die Ambulanz zu jeder Tages u- Nachtzeit, auch wenn es sich um Banalitäten handelt. Oft mit dem Hintergedanken, daß man in einer Ambulanz ev. die Wartezeit spart. Und ich sage Ihnen, es ist eine Frechheit mit welchen Pseudobeschwerden Patienten Ambulanzen aufsuchen, weil diese ohnehin rund um die Uhr besetzt sind.
    Mit Ambulanzgebühren wäre dieser unhaltbare Zustand der überfüllten Amb. rasch geregelt, wird aber von den Linken abgelehnt.
    Das derzeitige System sieht eine weitere Zentralisierung vor bei der niedergelassene Ärzte, v.a. Praktiker, nicht unbedingt erwünscht sind, weil sie sich den Wünschen der Politik nicht bedingungslos fügen. Mit angestellten Ärzten tut sich die Politik leichter ihre Pläne umzusetzen, denn wer nicht spurt bekommt keine Vertragsverlängerung. Also, die aufmümpfigen müssen weg und alles wird gut.

  7. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2014 10:55

    Stadtmenschen haben es schwerer, denn ich glaube gerne, daß es in Wien ein Problem ist den Hausarzt zu nachtschlafender Zeit zu erreichen.
    Am Land ist das nicht so schlimm, im Notfall tut es der Tierarzt auch.

    Da ich aber genügend Ärzte kenne, weiß ich auch um welche Art von Mensch (oder soll ich sagen „aus welcher Region dieser Patient kommt“?) es sich um diese Uhrzeit typischer Weise handelt. Selbst Herr AU wird zugeben, dass dieses Thema vom Präsidenten der Ärztekammer wohl nicht angesprochen werden kann, sonst haben die Gutmenschen Hochsaison.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBoris
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2014 12:02

    Das Wort Neusprech stammt aus Orwells "1984" und bezeichnet die Absicht des totalitären Staates, die Sprache so zu verändern, daß systemfeindliche Gedanken ("Gedankenverbrechen") gar nicht mehr formuliert werden können. Scheinbar wird vereinfacht, statt "gut, besser, am besten" steht nun "gut, plusgut, doppelplusgut". Letztlich reduziert der totalitäre Staat dadurch die Sprachvielfalt. In letzter Konsequenz, denn gerade über die Sprache entsteht Phantasie und werden Ideen geboren, führt das zur Verdummung und geistigen Versklavung des betroffenen Volkes.
    Das Wort Toleranz war früher ein durch und durch positiv besetzter Begriff. Es steht für Duldung, Hinnehmen, Ertragen, dafür, daß die Mehrheit bereit ist, Minderheiten ihre Eigenheiten zu gestatten. Inzwischen ist Toleranz zur Forderung der Minderheiten geworden, daß die Mehrheit sich ihnen anzupassen hätte. Außerdem wird im Namen der Toleranz zur Verfolgung unerwünschter Minderheiten aufgerufen. Ob Merkel mit ihrer "Null Toleranz gegen Rechts" oder die EU, die bereits diskutiert, "Intoleranz" unter Strafe zu stellen - das Wort wurde zum seines Sinnes beraubten Kampfbegriff.
    Auch das Wort "rechts" ist inzwischen mutiert. Es gab einmal den rechten Weg, jemand war ein rechter Mann, alles im Sinne von aufrecht, richtig, gerecht. Mittlerweile gilt rechts als derart böse, daß man sich kaum noch traut, jemandem zu sagen, daß er an der Ampel rechts abbiegen soll. Rechte einzufordern, gilt ganz sicher inzwischen als rechts und damit unrecht. Und der Rechtsstaat ist im Kampf gegen Rechts natürlich längst auf der Strecke geblieben.
    Die Demokratie ist die Herrschaft des Volkes, sagt man uns. Diese Herrschaft übt das Volk mittels Wahlen aus, bei denen es seine Vertreter wählt. SEINE Vertreter? Was dürfen Sie denn wirklich ankreuzen? Parteien und die Vertreter dieser Parteien, die nur behaupten, Vertreter des Volkes zu sein.
    http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html


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  1. SHG Mobbing Graz (kein Partner)
    27. Januar 2014 00:52

    Es ist mir unverständlich, dass so viele Menschen freiwillig in Spitalsambulanzen gehen... Überhaupt - je größer und dezentraler alles, desto weniger Eigenverantwortung pro Kopf... Ich meide Spitäler so gut und effizient es geht... Insbesondere auch wegen solcher Meldungen:
    http://www.zeit.de/2013/37/krankenhaushygiene-infektionsschutz
    Selbst im Jahr 2013 ist Hygiene noch ein Thema...- und WAS für eines..
    Und: http://derstandard.at/1389857710069/Burnout-bei-vier-von-zehn-Arbeitnehmern-in-Gesundheitsberufen?ref=nl
    Und von der Ambulanz auf der Station ist man bei Bettenfehlauslastung schneller als man denkt...
    Das vermeintliche Gesundheitssystem ist ein Krankmachsystem - eben weil der Mensch nicht mehr gesehen wird - aber nicht nur im Gesundheitsbereich, ebenso in der Arbeitswelt - Bioroboter hätten sie gerne... Austauschbar, funktionierend, wenn Fehlfunktion wird er wiederhergestellt...
    Es ist unfassbar, dass die Ordinationen zahlenmäßig defizitär sind, nicht nur Hausarzt-, ebenso auch Psychiater... Die Suizidrate in Ö ist dermaßen hoch - aber die psychosoziale Versorgung auch massiv defizitär.. Vor 3 Mon. kriegt man keinen Psychiater-Ersttermin.. und wenn man sagt, es ist dringend.. dann wartet man (mit seinen Suizidgedanken) 3 h in der Praxis, um zwischen zwei Pat. kurz reingeschoben 5 min Gespräch mit Rezept zu bekommen. Wahrlich eine Hilfe... Vom Vorhandensein von leistbarer Psychotherapie ganz zu schweigen. Kassen zahlen kaum ein ausführliches ärztliches Gespräch. Dafür dauert es im Schnitt 3-5 Jahre, bis psychosomatisch Erkrankte in psychiatr. Behandlg. kommen - und in den Jahren haben sie von Kopf bis Zeh alle automatisierten Untersuchungsapparate in Anspruch genommen -wie günstig! Die befr. Pension wird abgeschafft... - die PVA-Gutachter sind befangen? siehe: http://www.selbsthilfegruppe-mobbing-graz.at/pva/ oh ja,die pensionen werden sinken.. aber die suizide steigen.. bravo BM hundstorfer

  2. mschoss (kein Partner)
    23. Januar 2014 09:01

    Seit es diesen Blog gibt bin ich bis jetzt immer mit dem Verfasser einer Meinung gewesen, diesmal ist es anders. Zugegebenermaßen hat sich der Herr Mayer, wie man auf gut wienerisch sagt „patschert“ ausgedrückt, aber jeder weiß was er sagen wollte – in eine Notfallambulanz gehören Notfälle – Herzstechen mag ein solcher sein, aber sicher nicht ein Insektenstich, der vor 3 Tagen erfolgte, kaum noch Rötungen aufweist und dann unbedingt am Sonntag behandelt werden muß, oder, erst unlängst erlebt, eine Familie kommt um 3 Uhr in der Nacht ins Krankenhaus mit der Feststellung ihr Kind hätte vermutlich Fieber. Bei Nachfrage wie hoch die Temperatur denn sei, kommt als Antwort, wir haben kein Fieberthermometer, der Kleine schläft gut, fühlt sich aber warm an. Wenn ich im Duden nachschlage wird ein Notfall so definiert: "eine Situation in der dringend Hilfe benötigt wird, eine lebensbedrohliche Störung der Vitalparameter, in der ohne sofortige Hilfeleistung erhebliche gesundheitliche Schäden oder der Tod des Patienten zu befürchten sind".
    In der täglichen Arbeit der Notfallsambulanz geht es nicht wie in Emergency Rooms amerikanischer Arztserien zu, sondern es erfolgt die Rettung der Menschheit vor Zeckenbissen und sonstigen Kleinigkeiten. Die echten Notfälle sind dann meist die armen, geduldige Patienten, die wirklich Hilfe benötigen und warten dürfen, bis die ganzen Simulanten abgearbeitet wurden.

  3. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    22. Januar 2014 20:02

    Ich schätze Dr. Unterberger sehr. Ich lese ihn seit wirklich Jahrzehnten, ich habe mein Tageszeitungsabo nach mehr als 40 Jahren gekündigt und ein anderes genommen, weil er dort Chefredakteur wurde, ich versuche, alle seine Gedanken nachzuvollziehen und gegen meine eigene Meinung abzuwägen - und meist bin ich mit ihm d'accord. Fast immer.

    Eine der wenigen Ausnahmen in unserem sonstigen Gleichklang sind seine Artikel über die Ärzte und die Gesundheitspolitik. Nicht, dass ein anderer Journalist etwas Besseres schriebe, nein, die anderen sind noch ahnungsloser, aber trotzdem sind Unterbergers Äußerungen meist nur anständige, bemühte Hilflosigkeit bei einem Thema, das man selbst erfahren muß - und das man nicht durch Bereden erfahren kann, sondern nur durch das Leben selbst.

    Die Ärzte stehen gleichzeitig auf zwei Seiten: auf der des Patienten, mit seinen Ängsten und Schmerzen, seinem Leid, man lebt und leidet mit, man will sein Bestes geben, kompromißlos - und gleichzeitig aber auch auf der eigenen und der der eigenen Familie, denn man muß auch selbst als Mensch leben, und da sieht man sich konfrontiert mit Leuten, deren Hauptinteresse darin zu bestehen scheint, einem das Leben und die Arbeit als Arzt zu vermiesen und schwer zu machen. Ich nenne keine Namen, es gibt sie zuhauf. Leider. Und alle sind sie ja solche Idealisten.

    Eine Therapie wie sie Dr. Markus Deim vorgeschlagen hat (s.o.) wäre sicher gut, um den Durchblick zu intensivieren, aber der wird sich Dr. Unterberger nicht unterziehen.

    Ich bin alt genug, um einigermaßen einzuschätzen, was da falsch läuft.

    Die Gesellschaft will es so. Sie will es so! Leider. Der sogenannte "mündige Patient" will es so (nein, ich bin keiner, kein "mündiger" im heutigen Sinn, ich als Arzt bin "normaler" Patient und nicht "mündig", denn ich vertraue (!) meinem Freund, der mich behandelt, Punkt!). Es möge sich keiner beschweren. Jeder ist seines Glückes Schmied, und gerade für die Patienten gilt das, heute mehr als irgendwann.

  4. peter789 (kein Partner)
    22. Januar 2014 19:21

    In eine Notfallambulanz gehören keine Leute mit Hautauschlägen und schmerzhaften Hühneraugen, wie es in der Realität leider vorkommt.

  5. Dr. Knölge (kein Partner)
    22. Januar 2014 18:47

    Für das, was Harald Mayer sagt, hat ein deutscher Ärztefunktionär längst einen treffenden Begriff genannt: sozialverträgliches Frühableben.

    Wie das in der Praxis gehandhabt wird, wurde kürzlich am Beispiel unseres Nachbarn Herrn M. demonstriert.
    Herr M. ging am Donnerstag mit Schmerzen in der Brust zu seinem Hausarzt. Der beruhigte ihn und sagte, es sei nichts Schlimmes.
    Am nächsten Tag ging er wieder zu seinem Hausarzt, die Schmerzen waren nicht besser geworden. Jetzt weist der Arzt ihn in das städtische Krankenhaus ein. Dort wird er untersucht, eine Diagnose wird nicht gestellt. Herr M. wird wieder nach Hause geschickt mit der Aufforderung, am Montag wiederzukommen zwecks Anfertigung eines Langzeit-EKGs.
    Herr M. starb in der Nacht zum Sonntag. Diagnose: Herzinfarkt.
    Herr M wurde 70 Jahre alt. Die Rentenkasse wurde entlastet.

  6. F.V. (kein Partner)
    22. Januar 2014 16:19

    Man kann auch absichtlich etwas mißverstehen.

    Heute sind die Warteräume voll mit Leuten, die wegen jedem Schmarrn zum Arzt rennen. - Und jenen, die eine "Krankmeldung" brauchen oder ähnlich weltbewegende Angelegenheiten.

    Man kann nicht die steigenden "Gesundheitskosten" beklagen und jede Maßnahme hier Maß und Ziel wieder einzufordern dämonisieren.

    Der Dr. Mayer hätte sich nicht entschuldigen, sondern jenen von Berufs wegen Politisch-Korrekten das Götz-Zitat sagen sollen.

  7. Verdi (kein Partner)
    22. Januar 2014 13:26

    Der Wissenschaftswahn - Rupert Sheldrake
    http://www.youtube.com/watch?v=H5WV7SflIas

    Lässt sich die Welt rein mechanistisch erklären? Sehen wir uns selbst wirklich als genetisch programmierte Maschinen? Kommt das Bewusstsein tatsächlich aus dem Gehirn?
    Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Thema Bewusstsein. Wieso? Wir leben in einer Zeit, in der die Menschheit zunehmend zu Getriebenen ihrer Umwelt werden. Getrieben von immer mehr Leistungsdruck, Existenzängsten, Zeitmangel und Vereinsamung. Sie sind sich dessen meist nicht bewusst, oder können einfach nicht umdenken. Aber wenn wir erkennen, dass unser Bewusstsein unsere Realität, also unser Leben, beeinflusst, dann können wir dies ändern. Viele Menschen haben sich bereits auf den Weg gemacht und wollen mehr über die Funktionsweise unseres Bewusstseins erfahren. Denn wenn wir diese verstehen, dann können wir unser Leben positiv beeinflussen und werden selbst Schöpfer unserer Realität.
    Die Wissenschaft forscht mit Hochdruck daran, das Bewusstsein zu ergründen. ABER! Ja, hier müssen wir kritisch hinterfragen. Wie arbeitet unsere Wissenschaft? Wo sind ihre Grenzen? Baut die Wissenschaft ihre Erkenntnisse nicht vorwiegend auf Dogmen, also Glaubenssätze auf? Wird sie dadurch zu einer Art neuen Religion? Der britische Wissenschaftler, Rupert Sheldrake, wird sich bei unserer Reise mit diesem Thema auseinander setzen. Als scheinbar naive Kinderfragen formuliert er die Dogmen, und gibt diese an die Wissenschaft zurück. Er entlarvt die “selbstverständlichen” Gewissheiten in all ihrer Unzulänglichkeit. Diese widersprechen zunehmend neuen und neuesten Erkenntnissen und Theorien der Wissenschaft selbst – die dennoch von ihrer materialistischen Basis noch immer nicht lassen will. Seit der Erschütterung durch die Quantentheorie mehren sich in Physik, Biologie, Medizin und Kosmologie eher die Rätsel als die Gewissheiten.

  8. Boris (kein Partner)
    22. Januar 2014 12:02

    Das Wort Neusprech stammt aus Orwells "1984" und bezeichnet die Absicht des totalitären Staates, die Sprache so zu verändern, daß systemfeindliche Gedanken ("Gedankenverbrechen") gar nicht mehr formuliert werden können. Scheinbar wird vereinfacht, statt "gut, besser, am besten" steht nun "gut, plusgut, doppelplusgut". Letztlich reduziert der totalitäre Staat dadurch die Sprachvielfalt. In letzter Konsequenz, denn gerade über die Sprache entsteht Phantasie und werden Ideen geboren, führt das zur Verdummung und geistigen Versklavung des betroffenen Volkes.
    Das Wort Toleranz war früher ein durch und durch positiv besetzter Begriff. Es steht für Duldung, Hinnehmen, Ertragen, dafür, daß die Mehrheit bereit ist, Minderheiten ihre Eigenheiten zu gestatten. Inzwischen ist Toleranz zur Forderung der Minderheiten geworden, daß die Mehrheit sich ihnen anzupassen hätte. Außerdem wird im Namen der Toleranz zur Verfolgung unerwünschter Minderheiten aufgerufen. Ob Merkel mit ihrer "Null Toleranz gegen Rechts" oder die EU, die bereits diskutiert, "Intoleranz" unter Strafe zu stellen - das Wort wurde zum seines Sinnes beraubten Kampfbegriff.
    Auch das Wort "rechts" ist inzwischen mutiert. Es gab einmal den rechten Weg, jemand war ein rechter Mann, alles im Sinne von aufrecht, richtig, gerecht. Mittlerweile gilt rechts als derart böse, daß man sich kaum noch traut, jemandem zu sagen, daß er an der Ampel rechts abbiegen soll. Rechte einzufordern, gilt ganz sicher inzwischen als rechts und damit unrecht. Und der Rechtsstaat ist im Kampf gegen Rechts natürlich längst auf der Strecke geblieben.
    Die Demokratie ist die Herrschaft des Volkes, sagt man uns. Diese Herrschaft übt das Volk mittels Wahlen aus, bei denen es seine Vertreter wählt. SEINE Vertreter? Was dürfen Sie denn wirklich ankreuzen? Parteien und die Vertreter dieser Parteien, die nur behaupten, Vertreter des Volkes zu sein.
    http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html

    • Einspruch! (kein Partner)
      22. Januar 2014 19:16

      O.k., aber völlig off topic. Zum aktuellen Thema fällt Ihnen nichts ein?

  9. Verdi (kein Partner)
    22. Januar 2014 10:50

    Ich habe mir die Mühe gemacht die Rede dieser Ärztin abzutippseln:
    Eine junge Ärztin bittet eine erfahrene Ärztin um Rat – hier ihre Antwort (ab Min. 15:45 da stellt die junge Ärztin die Frage an Frau Dr. Dagmar Uecker, Internistin)

    „Wir Mediziner sind auch in der Situation, dass wir ausgeliefert sind, gewissermaßen der materialistisch eingestellten reduktionistischen Naturwissenschaft, die heute und das sage ich jetzt ganz frech „Waffen entwickelt, anstatt Heilmittel“
    Und da ist letztendlich eine Intention dahinter, die die Frage der Ethik völlig ausklammert. Die Ethik, dass ist das was in unserem eigentlichem Wesenskern an Information noch lebendig ist. Und wenn unser Wissensdurst oder der Wissensdurst der Forscher sich darauf reduziert, womit sie das beste Geschäft machen können auf den neuen Technologien, dann ist das eine Verfehlung. Deshalb ist es sehr, sehr schwierig und sie können eigentlich nur in sich selbst immer wieder hinterfragen: „ich bin ein Therapeut, und therapieren heißt „dienen“. Das heißt ich bin als Therapeut angetreten um meinem Patienten der unheil ist auf seinem Weg zur Heilwerdung dienstbar zu sein. D.h. ich muss seine innere Instanz versuchen wahrzunehmen und mit ihm zusammen seinen Heilwerdungsprozess versuchen herauszufinden. Und der sieht nicht aus wie beim Herrn Müller oder wie beim Herr Mayer, der ist nicht standardisiert, sondern hier ist noch individuelles Leben gefragt. Und stützen sie ihre Patienten bei ihrem eigenen inneren Weg zur Heilung. Denn in jedem Kranksein ist prinzipiell die Chance einer Entwicklung zu neuem Bewusstsein. Zu der Erkenntnis warum ich diese Krankheit gebraucht habe, um als Lektion zu einer neuen Bewusstwerdung zu finden. Meine Sinngebung wieder zu hinterfragen. Und Leid ist wirklich oft das schnellste Pferd zum Vollkommenwerden.
    http://www.youtube.com/watch?v=ORxzEH_yr_M&list=PL087CA07B82F6AC6E

  10. mannimmond (kein Partner)
    22. Januar 2014 09:04

    Wenn es nach herrn Mayer geht:

    Herzinfarkte werden künftig nur mehr von Monatg bis Freitag zwischen 09:00 und 11.00 behandelt.

  11. cmh (kein Partner)
    22. Januar 2014 08:55

    Wichtig ist vor allem, dass bei der Eingangsprüfung (oder wie das Ding heisst) zum Medizinstudium die Quote stimmt.

    Dann ist auch nocht wichtig, dass eine ausreichende Anzahl von Schönheitschirurgen da ist, die die Seitenblickformate in den diversen Sendern füllen.

    Und zuletzt ist noch eine ausreichende Anzahl von Anwälten nötig, um die Patienteninteressen zu vertreten und dementsprechend auch Richter, um alle die Schadenersatzprozesse zum Wohle der Patienten zu Ende bringen.

  12. mischu
    21. Januar 2014 22:33

    OT

    Schafft die ORF-Privilegienritter ab, die dann auch noch von der SPÖ weiter aufgepäppelt werden:

    http://www.orf.at/#/stories/2215000/

  13. Brigitte Imb
    21. Januar 2014 22:28

    OT

    Hurra, Laura ist zurück. Als Bildungssprecherin, die sie ja immer schon sein wollte, weiß sie daß die Mehrheit der Bürger die Gesamtschule ablehnt und daß dazu noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist.

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/1551818/Rudas-zu-Gesamtschule_Platter-kann-da-mehr-beitragen-als-ich?_vl_backlink=/home/index.do

    • Alternativlos (kein Partner)
      22. Januar 2014 17:44

      Leserzuschrift in Deutschland zum Thema Bildung:

      Wie sprach noch der Experte Professor Gamm (SPD):

      “Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschliesslich der Kinderliebe zu den Eltern gründlich zu beseitigen.”

      Hans-Jochen Gamm (1970) Kritische Schule: Eine Streitschrift für die Emanzipation von Lehrern und Schülern

      http://dieweiterdenkerin.wordpress.com/2011/09/04/wir-brauchen-die-sexuelle-stimulierung-der-schuler-%E2%80%A6/

      Gut zu wissen. Prof. Gamm war der Experte in Hessen und den entsprechenden Handreichungen zum Schulunterricht unter Ludwig v. Friedeburg.

      Es ist alles “rote” Kultur- und Schulpolitik und Kretschmann und Co. haben genau das mit ihrer “Regenbogenschule” vor.

      Sucht bitte einmal das Internet nach Gamm und seiner 68 Clique ab. Das ist die Quelle der GRÜNEN, der Odenwaldschule und ihrer Pädophilie.

  14. Anton Volpini
    21. Januar 2014 20:37

    O.T.

    Deutschland holt sein Gold zurück.
    Zuerst aus Paris und dann aus den USA.

    Aus dem Pariser Depot holen sie 32 der 37 Tonnen zurück, aus den USA 700 Tonnen.
    Insgesamt werden bis 2020 die Hälfte der 3.400 Tonnen Gold, aus Deutschlands Eigentum, wieder in Deutschland gelagert werden. (Quelle APA)

    Das ist von historischer Bedeutung, den Zeitungen nicht einmal eine Fußnote wert.

    • mischu
      21. Januar 2014 22:36

      @Anton Volpini

      Stimmt, ein wirklich historischer Schritt für den die Amerikaner das Gold allerdings neu gießen müssen, weil das eingelagerte Originalgold unauffindbar ist.

      Hoffentlich hat es dann auch den Originalfeingehalt! ;-)

    • Zraxl (kein Partner)
      22. Januar 2014 10:35

      Herr Volpini, Sie beschreiben nur der Wahrheit ersten Teil. Bisher wurden aus den USA ganze 5 Tonnen zurückgeholt. 1. Begründung: Die Barren müssen erst umgeschmolzen werden und dafür fehlen die Kapazitäten. 2. Begründung: Es fehlen Transportkapazitäten.

    • Specht (kein Partner)
      22. Januar 2014 12:12

      Vorher soll es aber um geschmolzen werden, damit den Standards entsprochen wird, angeblich aber weil es gar nicht mehr vorhanden war und das nicht auffallen darf. Wenn es dann zurück ist wird es gleich wieder in den Kreislauf eingegliedert und veräußert.

    • Anton Volpini
      22. Januar 2014 12:54

      Den technischen und logistischen Teil dieses Ereignisses wollte ich nicht hevorheben, mischu, Zraxl und Specht. :-))

      Sondern seine Signalwirkung für die Welt. Deutschland ist wieder so stark, daß weder Frankreich noch die USA der deutschen Forderung etwas entgegenzusetzen haben. Das hat schon öfters den Neid speziell Frankreichs und Englands nach sich gezogen. Und Neid ist, wie wir wissen, sehr zerstörerisch!

    • DB (kein Partner)
      22. Januar 2014 14:24

      Man darf wirklich gespannt sein, ob die Amerikaner alles Gold bis auf das letzte Gramm herausrücken, oder aber die eine oder andere Tonne einfach schuldig bleiben.
      In Zeiten wie diesen ist es sehr ratsam, die eigenen Goldvorräte nicht "outgesourced" zu haben. Deutschland macht es richtig vor.
      Wie es um Österreichs Goldbestände bestellt ist, darüber hüllt sich die Nationalbank in Schweigen - allen voran der Herr Gouverneur. Hier wäre eine Inventur samt Offenlegung angebracht, aber da das Ergebnis vermutlich mehr als nüchtern ausfallen dürfte, bleibt der Mantel des Schweigens über diese Causa ausgebreitet.

    • F.V. (kein Partner)
      22. Januar 2014 16:37

      Lieber Herr Volpini,

      die Worte hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

      Der Zeithorizont - bis 2020 - ist ja auch recht weit in der Zukunft. Da hat glatt noch ein kleiner Krieg Platz, ehe die einzige Weltmacht ganz absäuft. - Ich meine, da fließt noch viel Wasser die Donau hinunter.

      Was die "Macht" der BRDDR betrifft, bin ich mir sicher, daß der Ausspruch Zb. Brzezinskis auf eine Wortspende Schüssels hin (der "uns" als "Partner" der USA reklamierte, als Br. die europ. Staaten als Vasallen abstempelte) nach wie vor gilt: "Wenn Sie wollen, dann sind die Vasallen halt "Partner."

      Deutschland ist nach wie vor besetztes Land, was auch Obama vor nicht langer Zeit bekräftigte, und somit der erste tributpflichtige Vasall der USA in Europa, der nicht eigene sondern die von ihm geforderten Interessen zu vertreten hat. - Leider.

  15. Politicus1
    21. Januar 2014 17:40

    wie so oft in Österreich, wird auch hier um den Brei herumgeredet.
    Zu gut klingen noch die Beschwerden der Spitalsärzte in unseren Ohren, dass sie zu viele Nachtdienste machen müssen und allein schon zeitlich stark überfordert sind.
    Jetzt hätte sie eigentlich ihr Ziel erreicht, dass es weniger Nachtdienste gibt ..
    Anscheinend kommen manche Gewerkschaftsärzte erst jetzt drauf, dass nicht geleistete Nachtdienste nicht bezahlt werden. Anders kann ich mir die heutige Proteste nicht erklären.
    Den Kardiologen, der bei seinem Nachtdienst im AKH anscheinend keine Patienten sehen möchte, die wegen plötzlichen Herzstechens untersucht werden wollen, den möchte ich auch bei Tag nicht als behandelnden Arzt - pardon, Herr Doktor, aber so ist es.

  16. Josef Maierhofer
    21. Januar 2014 14:54

    Ich träume von einem Arzt, der sich in der Krankheit meiner annimmt. Real aber nimmt er mich aus und wirft mich weg wie eine Nussschale.

    Ich träume von einem Arzt, der mir zuhört und auf mich eingehen kann. Real aber hat er schon den Rezeptzettel in der Hand, wenn ich sein Zimmer betrete und bin schon wieder draußen, bevor ich mein Anliegen vorbringen konnte.

    Also muss ich mit selbst helfen, die Ärzte tun es (in der Stadt zumeist) nicht, sie untersuchen, lassen untersuchen, Dinge, die gar nicht dazugehören zum Krankheitsbild, therapieren das Falsche, wissen über ihre Patienten nicht Bescheid, schicken einen Patienten weiter, übernehmen keine Verantwortung, verweigern auch Hilfe, bloß beim Geld, da stehen sie in der ersten Reihe und bei den Pharmaprovisionen.

    Dieses krasse, übersteigerte Bild habe ich im Zuge meiner Krankheiten erhalten, obwohl ich auch weiß, dass es ihn noch gibt, den Arzt, der sich um die Menschen kümmert. Bloß den muss man heutzutage wirklich mit der Lupe suchen. Auch deshalb, weil er nicht mit einer Homepage, protzigen Ordination und den anderen Statussymbolen aufwarten kann.

    Geld verdirbt die Welt, leider, Politik noch mehr.

  17. Dr.Markus Deim
    21. Januar 2014 14:19

    Heute war unser hochgeschätzter AU offensichtlich einmal schlecht drauf, denn eine derart simplifizierende Sicht der Dinge ist eigentlich seiner unwürdig. Ich als relativ einfach strukturierter Landarzt empfehle folgende Therapie: Ein Nacht auf der unfallchir.Ambulanz, anschließend am Vormittag in den OP, dann ein paar Stunden Zetterln ausfüllen,dann Visiten bis zum Erbrechen, nach ein paar Stunden Schlaf am Morgen wieder ins Spital, vielleicht die Akutaufnahmestation, dort ist es so richtig nett, anschließend wieder die ganze Nacht weitgehend personell unterbesetzt in der Erstaufnahme verweilen, und das zu einem Hungerlohn und von primitiven und machtgeilen Politikern und Patientenanwälten gegängelt, wer das gemacht hat, weiß ganz genau, was Dr.Mayer gemeint hat. Vielleicht hat er es ungeschickt ausgedrückt, aber jemand, der keinen Ambulanzbetrieb in der Nacht kennt, sollte seine Ausführungen doch etwas niveauvoller gestalten oder sich vorher besser informieren. Wir warten seit Jahrzehnten auf eine echte Aufwertung des extramuralen Bereichs, aber diese wird durch Rot und Schwarz verhindert, weil eine Stärkung des extramuralen Bereiches einen Machtverlust für die Politiker bedeuten würde. Daher gibt es überlaufene Ambulanzen und keine Ordinationen, die vernünftige Öffnungszeiten haben, denn es wird einfach nicht gezahlt, ganz im Gegenteil, man kommt, je mehr man arbeitet, immer weiter in die Degression, sodaß man umsonst arbeitet, bzw., wenn man Angestellte hat, sogar noch einen Verlust macht. Macht das Spital einen finanziellen Verlust, wird er mit unseren Steuergelden bezahlt, während wir umsonst arbeiten sollen oder zu Tarifen, die nur zum Lachen oder zum Weinen sind, je nach momentaner Stimmungslage. Von AU hätte ich mir eigentlich erwartet, daß er sich mit der Aussage von Dr.Mayer anders auseinandersetzt, wie eine echter Qulitätsjournalist, für den ich ihn eigentlich noch immer halte. Aber jeder kann einmal einen schlechten Tag haben, auch ein Arzt in seinen Aussagen, oder?

    • Freak77
      21. Januar 2014 14:52

      Dr. Deim: *******

      Die Ärzte machen mit der Gesundheitspolitik der österr. Regierung eine schwere Zeit durch.

      Heute habe ich im Ö1-Mittagsjounal Interviews und Stellungnahmen von den leidgeprüften Ärzten am AKH gehört die vom Wissenschaftsministerium und von der Med-Uni-Wien (dem Rektorat) abhängig sind.

      Der Arbeitsbelastung wurde mit einem Federstrich der Med-Uni verdoppelt bis verdreifacht.

      http://oe1.orf.at/konsole_small?audio_title=&url=http%3A%2F%2Fapasfftp1.apa.at%2Foe1%2Fnews%2F000216B5.MP3

      http://wien.orf.at/news/stories/2626522/

      Und: 'Schmerzpatienten leiden': http://oe1.orf.at/artikel/364123

      Die Ärzteschaft ist in dieser Republik politisch nicht gut vertreten und die Politiker bürden gerne alle Lasten den Ärzten auf, das ist schon lange in Ö. so.

      Die Politiker wissen dass die paar Stimmen von den Ärzten bei einer Wahl so gut wie nichts zählen .... - und dementsprechend sind dann die politischen Maßnahmen.

      Andererseits: Ist eine medizinische Versorgung in Ö. mit frustrierten, ausgelaugten und psychisch belasteten Ärzten auf lange Sicht möglich? Oder wissen das die Politiker besser?

      Der Bau dieser Prestige-Medizin-Universität in Linz war ein schwerer Fehler: Das Geld ist nicht da!! Und das umgeschichtete Geld fehlt jetzt an jeder Ecke: derzeit sieht man es beim Wiener AKH.

      Jeder junge Mensch der sich in Österreich noch für den Arztberuf entscheidet (und nicht auswandert) ist zu bewundern und ihm gebührt Dank.

    • brechstange
      21. Januar 2014 20:11

      Dr. Deim, freak77

      Lustig ist es nicht, wenn kein praktischer Arzt in der Nacht verfügbar ist, der einem die Rettung schickt und man dann im Krankenhaus vom Arzt angeschrien wird, was man hier tut.

      Ich denke, insgesamt bleiben hier Patienten und Ärzte auf der Strecke.

    • Dr.Markus Deim
      21. Januar 2014 21:34

      Sg.Brechstange!

      Bis in die 90er Jahre waren in NÖ die praktischen Ärzte in ihren Sanitätssprengeln (2 bis 5 oder 6 Ärzte pro Sprengel) auch nachts erreibar, das hat, wie man mir erzählt hat, einigermßen gut funktioniert, man hatte 1-2 mal/Woche gleichsam Nachtbereitschaft, die anderen Kollegen im Sprengel hatten ihre Ruhe. In den 90er Jahren weigerte sich die NÖ Landesregierung, das zu bezahlen, mit dem Argument (ich glaube, der zuständige Gesundheitslandesrat hieß Wagner, aber ich bin nicht sicher), es gäbe einen Notarzt im Bezirk, das wäre genug, einen Nachtbereitschaftsdienst der Praktiker bräuchte man nicht. Man "tauschte" als Arzt sozusagen unfreiwillig auf Druck der Politik Lebenseinkommen gegen Freizeit und Freiheit, denn man verdiente zwar weniger, hatte aber in der Nacht seine Ruhe. Die Idee dazu kam definitiv NICHT von den praktischen Ärzten, sie wollten einfach nur in der Nacht NICHT UMSONST (!!) arbeiten, was jedermann verstehen wird. Die Schuld daran, daß in NÖ in der Nacht keine praktischen Ärzte erreichbar sind, trägt einzig und alleine die Politik, sprich die NÖ Landesregierung, die sich weigerte, Nachtbereitschaftspauschalen zu bezahlen. Jetzt den Ärzten vorzuwerfen, sie wären in der Nacht nicht zu erreichen oder unfreundlich und würden keine Überweisungen schreiben oder keine ärztlichen Leistungen erbringen, ist etwas seltsam anmutend, aber ab jetzt wissen Sie es ja besser, dank meiner Information. Versuchen Sie einmal in der Nacht einen Installateur zu erklären, er müsse zu Ihnen nach Hause kommen und das Häusl reparieren, aber Geld gibt es keines, der würde ihnen auch was pfeifen, denke ich. Ich nehme mir allerdings die Freiheit, für MEINE Patienten in Notfällen und Todesfällen auch in der Nacht erreichbar zu sein, nicht aber für Patienten der Nachbarkollegen, denn man baut zu vielen Patienten im Laufe der Jahre ein engen Vertrauensverhältnis auf, manchmal auch ein freundschadftliches Verhältnis, da geht es nicht so sehr um Geld. Aber man kann eindeutig sagen, daß es wieder einaml die Politik vergeigt hat und jetzt so tut, als wären die Ärzte faule und geldgierige Monster, die ihre Patienten an ihren Krankheiten krepieren lassen, weil sie ihre Ruhe haben wollen, aber das ist definitiv Humbug. Wie die Situation in Wien ist, weiß ich nicht, es ist mir als begeistertes Landei auch ziemlich wurscht. MfG Dr.Markus Deim

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2014 22:00

      Dr. Deim,

      genauso stellt sich zumeist die Realität im ländl. Gebiet dar. Der HA ist für SEINE Leut´ auch nachts ereichbar (eigentlich tel. beinahe immer) und keiner der eigenen Pat. würde wegen Belanglosigkeiten die Nachtruhe stören.

    • Schani
      22. Januar 2014 01:19

      Raab in den 50er Jahren:"Was sind schon die Ärzte? Nicht einmal ein Mandat"

    • Brigitte Imb
      22. Januar 2014 01:34

      Genau das Gleiche hat Pröll dem Weintögl in den 90ern gesagt. Diese Geringschätzung scheint politische Tradition zu sein.

    • brechstange
      22. Januar 2014 07:28

      Herr Dr. Deim,
      es ist mir bewusst, dass die Problematik nicht durch die Ärzte besteht und auf falsche Politik beruht.

      Die Auswirkungen dieser Politik betreffen Ärzte und Patienten gleichermaßen. Daraus folgt, Patienten und Ärzte dürfen sich durch die Politik nicht gegenseitig ausspielen lassen.

    • brechstange
      22. Januar 2014 07:29

      Verzeihung

      und auf falscher Politik

    • Knut (kein Partner)
      23. Januar 2014 07:43

      Ein bisschen provokant ist der Artikel vom AU schon. Vielleicht war das auch beabsichtigt, um eine Diskussion in Gang zu bringen. Ich provoziere gerne auch auf solche Art und stelle einfach mal eine Aussage in den Raum und schaue, was passiert.

  18. Tullius Augustus
    21. Januar 2014 14:17

    OT: Die österr. Homo-Aktivistin & EU-Abg. Ulrike Lunacek hat im EU-Parlament eine Initiative zur Privilegierung von Homosexuellen und den sogenannten: "LGBT-Personen" gestartet - das läuft unter dem Überbegriff "Lunacek-Report":

    Als EU-Bürger kann man sich mit dieser Internet-Petition dagegen aussprechen:

    "Shortly after the Estrela Report was defeated, European Parliament leftists went straight to work with their next initiative, the “Lunacek Report.” With your help, as we did with the Estrela Report, we can defeat this too.

    On 3 February, the European Parliament will vote on the Lunacek Report, officially known as “EU Roadmap against homophobia and discrimination on grounds of sexual orientation and gender identity” (2013/2183). .... "

    Hier kann man unterschreiben (über sechstausend Teilnehmer gibt es schon):

    http://www.citizengo.org/en/2882-european-parliament-will-vote-roadmap-special-lgbt-rights-lunacekno?tc=fb&tcid=1164607

    • FranzAnton
      21. Januar 2014 17:50

      Bitte um Beteiligung möglichst Vieler an obiger Petition! Es geht m.E. um eine gute Sache!

    • Tullius Augustus
      21. Januar 2014 18:17

      Ergänzung für mehr Information:
      Wenn man auf diese Petitions-Adresse drauf klickt und scrollt ganz nach unten so findet man unten einen Link:

      For More Information:

      REPORT on the EU Roadmap against homophobia and discrimination on grounds of sexual orientation and gender identity


      Beim Daraufklicken kann man sich den 10-seitigen "Lunacek-Report" (PDF) herunterladen.

    • kaffka (Keine Partnerin) (kein Partner)
      23. Januar 2014 10:34

      FranzAnton
      21. Januar 2014 17:50

      Leider verlangt die Petition unter SIGN einen ZIP Code.

      Was soll das sein?

  19. Brigitte Imb
    21. Januar 2014 14:03

    Diese FN des Dottore gefällt mir gar nicht und bestimmt sind die Patienten den Ärzten grundsätzlich nicht lästig.

    Die miesen Zustände im Gesundheitssystem sind von der Politik gemacht, nicht von den Ärzten.

    Seit 30 Jahren (od. schon länger) faselt die Politik von einer Aufwertung der Praktiker, aber in der Realität ist das Gegenteil passiert. Still und heimlich werden die Praktiker ausgehöhlt, bürokratische Hürden eingebaut die ein normales Arbeiten behindern und die Patienten dürfen unter dem Vorwand der freien Arztwahl alles anstellen was sie wollen. Dazu gehört auch der Gang in die Ambulanz zu jeder Tages u- Nachtzeit, auch wenn es sich um Banalitäten handelt. Oft mit dem Hintergedanken, daß man in einer Ambulanz ev. die Wartezeit spart. Und ich sage Ihnen, es ist eine Frechheit mit welchen Pseudobeschwerden Patienten Ambulanzen aufsuchen, weil diese ohnehin rund um die Uhr besetzt sind.
    Mit Ambulanzgebühren wäre dieser unhaltbare Zustand der überfüllten Amb. rasch geregelt, wird aber von den Linken abgelehnt.
    Das derzeitige System sieht eine weitere Zentralisierung vor bei der niedergelassene Ärzte, v.a. Praktiker, nicht unbedingt erwünscht sind, weil sie sich den Wünschen der Politik nicht bedingungslos fügen. Mit angestellten Ärzten tut sich die Politik leichter ihre Pläne umzusetzen, denn wer nicht spurt bekommt keine Vertragsverlängerung. Also, die aufmümpfigen müssen weg und alles wird gut.

    • Dr.Markus Deim
      21. Januar 2014 14:31

      Jetzt haben wir uns beide unseren Ärger fast gleichzeitig von der Seele geschrieben, das tut gut. Aber jetzt ab durch die Mitte auf Visit(t)e, komischerweise merke ich hier auf dem "flachen Land" von der angeblichen Unzufriedenheit der Patienten mit uns "zurückgebliebenen" Praktikern überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil, die warten schon sehnsüchtig auf mich. Viele Grüße Markus Deim

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2014 15:55

      Diese FN wird von mir nicht ausgedruckt und aufgelegt im WZ. (Strafe muß sein ;-) )

      Das Wegrationalisieren der Praktiker wird noch viele "lustige" Begebenheiten hervorbringen, v.a. auf dem Land, wie z. B. Totenbeschauen.
      Gestern, nicht um 23h, sondern eine halbe Std. früher (was ein Glück) ein Toter auf dem Friedhof. Nicht, daß Tote auf Friedhöfen ungewöhnlich wären, aber besagter ist leider dort zusammengebrochen und verstorben und wurde erst nach Std. gefunden. Polizei, Feuerwehr(!)...alle rufen an und brauchen DRINGEND einen Arzt, am Besten einen Gemeindearzt um den Tod festzustellen und vorab für den Staatsanwalt einen Befund zu liefern. Mein Mann war sofort zur Stelle, denn auch die Polizei hat besseres zu tun als neben dem Verstorbenen zu warten (die Leiche darf ohne sanitätspolizeiliche Begutachtung nicht verbracht werden). Zukünftig, wenn der letzte Gemeindearzt abgeschafft worden sein wird fährt dann ev. der Notarzt (der sicher auch besseres zu tun hätte) zum Toten od. der (politisch bestellte) Amtsarzt, falls nächtens ein solcher überhaupt erreichbar ist. Und der Hr. Inspektor wartet und wartet.....
      Wie immer wird die Politik dafür eine schlechte Lösung parat haben, die guten Lösungen wurden bereits von ihr beseitigt.
      LG, Brigitte

    • Florin
      21. Januar 2014 16:35

      Sehr gut Brigitte!
      Genauso ist es! Leider zerbrechen sich Außenstehende nicht den Kopf darüber und unsren Patienten ist es auch wurscht, solange es sie nicht betrifft
      Die Stellung des Praktikers ist augenblicklich im Argen. In etwa zehn Jahren, wenn das System völlig zusammengebrochen ist, wird man sich dann wundern, was alles unbedankt erledigt wurde. Inzwischen lassen wir uns zu Tode "evaluieren" und uns eine "Kompetenz" nach der anderen absprechen...

    • MSc
      21. Januar 2014 18:02

      @Frau Imb:
      ja, die Todesfeststellung ... dazu eine Anekdote aus meiner Zeit als Sani (Zivildiener) beim RK in Purkersdorf, es muss so kurz vor 2000 gewesen sein. Wir wurden zu einem Toten gerufen, einem älteren Herrn, mit tiefblauer Hautfarbe und "erkennbar" schon ziemlich tot. (Noch dazu mein erster Toter als "Frischling", was ja eh eine gewisse emotionale Belastung darstellt.) Als Sanitäter darf man allerdings keinen Tod feststellen (was bis zu einem gewissen Grad verständlich ist), außer in "eindeutigen Fällen" - im Lehrbuch standen dazu als Beispiele "Kopf-Rumpf-Trennung" und "Wasserleichen mit eindeutigen Verwesungszeichen".
      Das bedeutet allerdings, dass man als Sani reanimieren muss, was das Zeug hält, egal wie lange das dauert, was wir natürlich auch taten, wohl wissend ob der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens. In der Zwischenzeit versuchte der Journaldienst des RK, einen Arzt zu uns zu schicken:
      - Purkersdorf war damals einer der letzten Bezirk in NÖ ohne eigenen Notarzt (klar, diese exponierte Lage ...), von daher war keine Hilfe zu erwarten;
      - der Gemeindeärzte war nur einer zu erreichen, und der hatte Ordinationszeit und konnte daher auch nicht kommen. Hm.
      Schluss der Geschichte: es wurde der Notarzthubschrauber verständigt - im Endeffekt also ein Hubschraubereinsatz für eine Todesfeststellung.
      Mittlerweile gibt es zum Glück auch in Purkersdorf einen Notarzt ...

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2014 18:24

      @ MSc,

      pervers bis in die letzte Spitze. Genauso werden Ressourcen unnötig verschwendet. Aber darum geht´s nicht, sondern um die Primaten,.....pardon, das Primat der Politik.

      Nix Hausverstand, nix Billa ;-), Politiker mit Unverstand reglementieren die Welt.

    • cmh (kein Partner)
      22. Januar 2014 10:35

      Den Hausverstand geben sie ja alle beim BILLA ab!

      Denn wenn man von klein auf darauf konditioniert wird, dass es beim Billa alles zu haben gibt - dann warum nicht auch ein Mittel für die X-undheit?

      Mit Weinbeissergütesiegel aus dem wienerlichen Rathaus ... natürlich mit Bestpreisgarantie.

    • brechstange
      22. Januar 2014 12:42

      Msc
      In der Nacht kommt niemand mehr um den Tod festzustellen, höchstens die Rettung, die uns sagte, sie müsse reanimieren. Meine Schwester sagte dann zu den Rettungsfahrern, das ist nicht mehr notwendig. In der Früh ist dann der Arzt gekommen, hat den Totenschein ausgestellt. Als ich mit meinem Mann am nächsten Tag wegen einer Augenentzündung zu dem Arzt kam, fragte der Arzt mich, woran meine Mutter gestorben ist. Das war schon etwas irritierend, die genaue Todesursache wussten wir nicht, ist ja kein Arzt gekommen und mit der Rettung einen toten Menschen ins Krankenhaus zu fahren, erschien uns nicht mehr notwendig.

    • Peter (kein Partner)
      23. Januar 2014 01:59

      Meinem Eindruck nach werden Ambulanzen besonders gerne von Migranten aufgesucht. Am Beispiel Donauspital kann man ganz gut beobachten, daß ganze Familien sich in den Wartezonen tummeln. Ein bekannter Arzt hat diesen Eindruck in diesem Spital auch bestätigt: die rapide Zunahme der Ambulanzbesucher geht fast ausschließlich auf nicht-deutschsprachige Patienten zurück. Offenbar ist es die Faszination der medizinischen Komplettversorgung, vom Baby bis zur Großmutter. zum Nulltarif, die im krassen Gegensatz zu der medizinischen Versorgung in den jeweiligen Herkunftsländern steht.

  20. Obrist
    21. Januar 2014 12:46

    Leider hat sich Herr Mayer ungeschickt ausgedrückt, wie es die meisten medial unerfahrenen Proponenten der Ärztekammer tun, repektive besteht aber auch durchaus die Möglichkeit einer gezielten sensationswirksamen medialen Verdrehung der Aussagen, was ja hierzulande gelegentlich vorkommen soll.
    Ich bin zutiefst überzeugt, dass bei jedem Mediziner, auch nur beim geringsten Verdacht auf ein Infarktgeschehen die Alarmglocken läuten.
    Tatsache ist aber auch, dass zum Beispiel die Notfallambulanzen besonders nächtens für allerlei Routineuntersuchungen und Beschwerden, die oft seit langer Zeit bestehen, unter dem Vorwand eines akuten Geschehens missbraucht werden, da man sich hier Wartezeiten und eine Terminvereinbarung weitgehend erspart.

  21. mischu
    21. Januar 2014 12:31

    Ist das der richtige Weg, oder doch eine Sackgasse?

    Zuerst in einem riesigen, teuren und fast unüberschaubaren Komplex zentralisieren und dann jammern, daß der Patientenandrang zu groß ist.
    So geschehen in Wien mit der Riesenkrake AKH. Ob da nicht mehrere kleinere, überschaubarere Einheiten mit entsprechenden Schwerpunkten sinnvoller gewesen wären? Aber jetzt ist die Suppe da und muß leider von Ärzten und Patienten ausgelöffelt werden!

  22. OMalley
    21. Januar 2014 11:21

    Ich war mehr als 50 Jahre Allgemeinpraktiker- wenn man will Hausarzt. NOch nie sind Platitüden ( Vitamin, Pharma ,Gift , Profit, Macht etc ) so umschweifig langatmig im Tagebuch zugemutet worden. Ich gehe jede Wette ein, dass der Autor der Erste ist, der sich mit Blaulicht mindest zu einem Professor wenn möglich 2 Professoren fahren lässt, wenn ein Furz verzwickt ist und es um den eigenen heiligen Leib geht . Es steht aber jedem frei statt Chemie Vitamin, Impfen, Pharma Hygiene in Anspruch zu nehmen, darauf zu verzichten und Jahre oder Jahrzehnte früher ins Gras zu beissen oder den Strick zu nehmen .
    Das wäre einwandfrei a) nachhaltig ( schont Resourcen) und b) entlastend für die Pensionsversicherung .

  23. dssm
    21. Januar 2014 10:55

    Stadtmenschen haben es schwerer, denn ich glaube gerne, daß es in Wien ein Problem ist den Hausarzt zu nachtschlafender Zeit zu erreichen.
    Am Land ist das nicht so schlimm, im Notfall tut es der Tierarzt auch.

    Da ich aber genügend Ärzte kenne, weiß ich auch um welche Art von Mensch (oder soll ich sagen „aus welcher Region dieser Patient kommt“?) es sich um diese Uhrzeit typischer Weise handelt. Selbst Herr AU wird zugeben, dass dieses Thema vom Präsidenten der Ärztekammer wohl nicht angesprochen werden kann, sonst haben die Gutmenschen Hochsaison.

  24. Gerhard Pascher
    21. Januar 2014 10:40

    Ich bin sicher, dass Oberarzt Harald Mayer diese Satzformulierung schon bereut. In diesem Zeitungsinterview geht es vorwiegend um überlastete Spitalsambulanzen mit zu wenig, dafür überforderten Ärzten einerseits und den niedergelassenen Ärzten andererseits, welche durch Knebelungsvorschriften (Deckelungshonorare, strenge Anweisungen für Ausstattung und Mitarbeiterqualifikation usw.) frustriert sind und nun noch ständig für ihre Patienten 24 Stunden zur Verfügung zu stehen sollten.

    Auch die betroffene Bevölkerung weiß nicht Bescheid, an wem sie sich im Notfall wenden muss. Außerdem haben wenige Mitmenschen gute Erste-Hilfe-Kurse besucht, meist nur Minimalkenntnisse im Zusammenhang mit der Erlangung eines Führerscheines. Im konkreten Fall von Herzbeschwerden um Mitternacht wäre es wohl sinnvoll, dazu die Rettung mit Notarzt zu informieren, welche dann nach medizinischen Erfordernissen handeln bzw. eine Einweisung in das nächste Krankenhaus veranlassen. In diesen Fahrzeugen befinden sich immer auch Defibrillatoren (Schockgeber), welcher in den dabei entscheidenden Minuten helfen können.

    Dieser Kommentar zeigt einmal mehr, dass unser Gesundheitssystem im Argen liegt und dringend einer Reform bedarf. Dazu gehört auch, dass die landesweit übliche "Vollkaskomentalität" nun baald der Vergangenheit angehören sollte.

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2014 17:26

      Defibrillator für ALLE, auf Kassenkosten........, dafür Abgabe des Hausverstandes. ;-)

      In unserer ortsansässigen Bank hängt ein Defi, der ALLEN zugänglich ist. Sehr stark bezweifeln möchte ich, daß ein ungeschulter Laie sich diesen so ohne weiteres einzusetzen getraut und wie er bei allfälligen Zuckungen reagieren würde. Eine Investition für die Würscht.

    • MSc
      21. Januar 2014 18:05

      Bei den üblichen Banköffnungszeiten dürfte eine Gefährdung durch diesen Defi gering sein ? :)

    • Gerhard Pascher
      21. Januar 2014 19:33

      Brigitte Imb:
      Erfreulicher Weise sind nun schon viele Defibrillatoren öffentlich zugänglich. Eigentlich ist die Handhabung - wenn man es einmal demonstriert bekommen hat - sehr einfach, denn es werden die einzelnen Schritte durch die wiedergebende Stimme genau vorgegeben. Ich sehe die Problematik eher darin, dass es bei Unfällen zwar viele neugierige Zuseher gibt, aber diese sich zum aktiven Hilfeleisten eher drücken. Da hört man oft als faule Ausreden: Da mache ich eventuell etwas falsch, dann bin ich dafür haftbar. Natürlich muss der Helfende Ruhe bewahren und darf trotz des Ereignisses nicht die Nerven verlieren. Es liegt also an der Gesellschaft, mehr einschlägige Kurse mit Vertrauensbildung zu organisieren.

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2014 20:25

      Gerhard Pascher,

      den Laien verläßt im Ernstfall der Mut, das weiß ich aus der Praxis. Als hilfreiche Ausnahme haben sich bei Erstehilfemaßnahmen in der "freien Wildbahn" Feuerwehrmänner bewiesen, die machen ganz genau das ihnen Angeordnete, weil sie durch die im Verein herrschende Befehlsstruktur, der sie beim Einsatz folgen müssen, trainiert sind und Anordnungen nicht als Affront begreifen. Angenehm und lobenswert.

  25. konklius
    21. Januar 2014 10:27

    Wenn man die Bücher von Dr.med Günther Loewit gelesen hat, erkennt man hinter dem Ausspruch des Obmanns eine völlig andere Aussage.
    Dr. Loewit beschreibt sehr gut, wie die Apparatemedizin den Arzt abgelöst hat, die Diagnostik und Behandlung von einzelnen, oft völlig nebensächlichen Entgleisungen und das Erkennen der Problematik als Gesamtheit.Patienten haben mitunter gelernt, daß bei jeder noch so kleinen Kleinigkeit sofort ein CT,ein MR gemacht werden muß und daß es gegen jede Beschwerde ein Pulverl gibt, das die Pharmaindustrie in ihrer Gutwilligkeit den Menschen nach jahrelangem Forschen zur Verfügung stellt.
    Mediziner, die heute studieren, lernen nicht mehr den ganzen Menschen vor sich zu sehen, sie nehmen sich auch keine Zeit mehr dafür,den Hauptteil ihrer Zeit vergeuden sie an administrative Tätigkeiten während die Patienten der Reihe nach schnell abgefertigt werden, das Studium hat sich völlig verändert und es sind wie in allen Bereichen technische Errungenschaften völlig unhinterfragt als Fortschritt angenommen worden.Früher konnte ein Arzt anhand von Abklopfen die Größe des Herzens erkennen, er hatte gelernt, durch Hinhören, Tasten und Hinschauen Rückschlüsse auf hinter den Symptomen steckende Ursachen zu kommen, er musste sich mit dem Patienten hinsetzen und sich mit ihm auseinandersetzen.Heute ist an die Stelle des Arztes der Apparat getreten, der vom eigens geschulten Personal bedient wird, der Arzt selbst sieht sich nur noch Befunde durch.Vieles entgeht ihm, oft erschließt sich aus der Schilderung der Entstehung der Beschwerden bereits eine sinnvolle Behandlung-weil sich ein Gesamtbild ergibt.Die Symptome sind ja nur Ausdruck von etwas, in der heutigen Medizin wird nichts anderes mehr getan als Symptome weggemacht, das wird als Heilung begriffen.
    Die Patienten sind es gewöhnt, bei jedem Kinkerlitzchen sofort zum Arzt zu laufen und dort das "richtige Medikament" zu bekommen.Darum geht es überhaupt nicht.Es wurde nach und nach ein riesiger Markt geschaffen, der Markt "Patient" erschlossen.Es wurden unzählige Diagnosen ermöglicht, bspw durch die völlig fehlgeleitete Normierung von Blutwerten.Ob Cholesterin oder Vitamin D-die Pharmaindustrie hat gemeinsam mit der WHO Normwerte geschaffen, die der Realität nicht standhalten können, die Spannbreite der Norm ist in der Realität viel größer, aber ein möglichst enger Rahmen bewirkt den massenweisen Verkauf von Medikamenten gegen oder für jenes.Wobei jedes Medikament Gift ist und jeder Eingriff in das System Körper sofort bewirkt, daß etwas anderes aus dem Lot gerät.
    Der Bereich Psyche ist erobert worden, es gibt gegen jede Abweichung von der Norm ein Pulverl-als ob es normal wäre, genormt zu sein.Kinder, die aufgrund von mangelnder Zuwendung und zuviel Streß Konzentrationsprobleme haben, werden mit Amphetaminen behandelt, ADHS wurde geboren, die Kriterien unter denen Erkrankungen wie diese diagnostiziert werden können sind so breitgefächert, daß die Diagnose viel zu schnell gestellt wird.Den Eltern wird nicht geraten, mit ihrem Kind mehr Bewegung zu machen,es nicht mit Fertignahrungsmitteln zu ernähren-nein, das Kind bekommt Drogen, das Gehirn wird zerstört, der kleine Mensch lernt, daß es gegen jedes Problem eine Substanz gibt.

    Der Erwachsene, der mit erhöhtem Cholesterin zum Arzt kommt, wird nicht Joggen geschickt, es wird nicht seine Ernährung besprochen, es werden nicht die Lebensumstände angesehen, unter denen das Problem entstanden ist und beraten, wie man diese ändern kann-es wird chemisch in die Physis eingegriffen.und das nicht, nachdem man alles andere probierte, sondern sofort.

    Früher kannten Patienten ihren Hausarzt, der machte Hausbesuche.Er kannte seine Patienten und deren Lebensumstände und Vorerkrankungen und konnte sich aus dem, was der Patient schilderte etwas ableiten.Heute gibt es diese Form der Medizin nicht mehr.Die Hausärzte sind verschwunden, es gibt für alles einen Fachmann, der früher nur zu Rate gezogen wurde, wenn der Hausarzt nicht mehr weiter wusste.Nun schickt man die Leute wegen jeder Kleinigkeit zu diversen Fachärzten.Der Zusammenhang geht dadurch verloren.Im Spital sitzen Ärzte die meiste Zeit mit administrativen Tätigkeiten herum, jede noch so kleine Kleinigkeit muß ins System eingespeist werden.Das ist wertvolle Zeit.Und wenn man im Spital eine Blutkonserve braucht, so bekommt man diese nur mit dem richtigen Pickerl, das muß aber erst ausgedruckt werden.Leider gibt es so etwas wie Computerausfälle, die passieren auch während einer OP.Es ist unnötig unglaublich viel Chaos und Arbeit geschaffen worden, die den Menschen als einzelnen völlig übersieht und in ihrer Vorgangsweise an dem vorbeizielt wofür sie eigentlich gedacht war.Und die Patienten haben sich angepasst.
    Wegen ein bißchen Herzstechen muß man wirklich nicht ins Krankenhaus.Unter den vielen Möglichkeiten zu diagnostizieren kommt es außerdem zwangsläufig zu Zufallsdiagnosen-es werden auf den Bildern, die bspw im CT erstellt wurden, irgendwelche bis dahin nicht bekannten Krankheiten erkannt, diese haben oft gar kein Problem verursacht, waren auch nicht bedrohlich.Nun werden sie aber behandelt.Es ist eine allgemeine Hysterie entstanden, nur kein Symptom übersehen, nur gegen alles Vorkehrungen treffen, nur rechtzeitig zur Vorsorge gehen-die Vorsorgeuntersuchungen können mitunter das hervorrufen, was sie zu verhindern vorgeben.Eine regelmäßig mit Röntgenstrahlen durchleuchtetes Organ wird zur Tumorbildung neigen, die Untersuchungen rufen hier Krebs hervor, gemacht werden sie vorgeblich, um etwaige Tumore rechtzeitig zu erkennen.

    Die Menschen nehmen gegen jedes Wehwehchen eine Tablette, sie bekommen sie auch.Genauso wie sie sich mit Vitaminpräparaten vollstopfen anstelle sich vernünftig zu ernähren.Ich bin kein Freund der Ärzteschaft, aber ich kann durchaus nachvollziehen, daß man nicht mitten in der Nacht wegen jedem Blödsinn parat stehen möchte.Es haben die Patienten selbst auch jedes Gefühl dafür verloren, was tatsächlich bedrohlich sein kann und was nicht.Im Zuge der Gewinnmaximinierungspolitik haben die Pharmakonzerne eine Rolle bekommen, die sie in diesem Ausmaß früher nicht hatten.Es ist wie mit der Lebensmittelindustrie.Je größer der Konzern, desto einflußreicher, desto einschieniger, desto vereinfachter, desto mehr Geld, desto mehr Macht.Die Konzerne bestimmen, was die Menschen essen genauso wie sie bestimmen welche Krankheiten wie behandelt werden bzw was überhaupt als krank gilt.
    Das Problem ist das kranke System, Arzt und Patient haben sich angepasst.Der Patient liest im Internet irgendeinen Blödsinn weil er eine einfach Lösung für ein komplexes Problem sucht.Er findet die passende Beschreibung für seine Symptome,daneben lächelt ein glückliches Gesicht, froh darüber endlich das "richtige" Medikament zu bekommen, auf den Markt gebracht von der Firma Soundso, die auch die Internetseite sponsert, auf der die Symptome und die Lösung für selbie geschildert werden und dazu steht der Kommentar eines "Fachmanns" geschrieben, den die Firma gekauft hat und der die wundervolle Wirkung des Medikaments lobpreist.
    Mit dieser Information rennt der Patient zum Hausarzt, den zu wechseln er droht, wenn er "sein" Medikament nicht bekommt.

    Alles in allem eine nicht sehr gute Entwicklung.Die Menschen geben die Eigenverantwortung ab und die Ärzteschaft verschreibt unnötig Pillen gegen oft völlig unwesentliche Beschwerden.Die Industrie freut sich und der kleine Hansi Huber fühlt sich nur noch richtig behandelt, wenn der Arzt ihm eine Diagnose stellt.Und um eine solche zu bekommen, ruft er auch schon einmal mitten in der Nacht die Rettung....könnte ja sein, daß etwas ist.

    Natürlich kann etwas sein, natürlich gibt es Erkrankungen mit Symptomen gegen die man etwas tun muß.Aber in der Form, wie sich das System Gesundheit entwickelt hat, zielt es an seinem eigentlichen Sinn völlig vorbei.Es gibt immer mehr Erkrankungen, immer weniger Gesunde.

    • Markus Theiner
      21. Januar 2014 11:44

      Weitgehend Zustimmung. Aber es ist immer billig alles auf das böse System zu schieben, dem der Rest hilflos ausgeliefert ist. Ärzte und Patienten sind Teil des Systems und dementsprechend gestalten sie es mit. Dass ein einzelner Arzt oder Patient nicht viel Einfluss nehmen kann heißt nicht, dass er keinen nehmen kann. Die meisten probieren es nicht, weil sie längst aufgegeben haben selbst zu denken. Was ein viel größeres, weitreichenderes Problem ist.

      Und bei aller Kritik an der Pharmaindustrie: Was die treibt ist wenigstens nachvollziehbar. Dass ein Unternehmen seine Produkte anpreist ist in jedem Wirtschaftszweig so. Wer Werbung einfach glaubt hat sowieso ein Problem.
      Was in ihrem Beitrag meines Erachtens zu wenig vorkommt ist die Rolle des Staates. Viele Ärzte werden nämlich deutlich weniger von den marktschreierischen Werbesprüchen der Pharmakonzerne beeinflusst als von den Preislisten nach denen die Krankenkassen die ärztlichen Tätigkeiten entlohnen und nehmen sich wenig Zeit für die Patienten, weil sie es sich einfach nicht leisten können. Und Ärzte wie Patienten haben im Pflichtversicherungssystem halt noch deutlich weniger Einfluss als es auf einem freien Markt der Fall wäre, wo man sich die Kassen ja auch nach ihrer Preislistenpolitik aussuchen könnte. Zumindest als mündiger Konsument.

  26. Florin
    21. Januar 2014 09:32

    Man merkt die Absicht und ist verstimmt!

    Es ist wirklich nicht so schwer zu verstehen was dieser Herr Mayer sagen wollte. Es rennt wirklich jeder mit jedem lächerlichen Wehwechen ins Spital, ob das nun angebracht ist oder nicht. Die Nachtdienste sind für die niedergelassenen Ärzt dadurch vielleicht ein wenig einfacher geworden, im Sinne des Erfinders war diese Entwickung jedenfalls nicht.
    Nichtsdestotrotz ist sie von der Politik so gewollt. Es war in erster Linie die Politik, die einerseits das Mißtrauen gegen die Kompetenz der Praktiker, der ersten Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen, und andererseits die Begehrlichkeit des sog "mündigen Patienten", alles was medizinisch möglich ist zu konsumieren, geschürt haben.

    Die Spitäler sind nicht ausreichend mit ärztlichem Personal versorgt, also kann es zu u. U. zu vielleicht sogar "tödlichen Staus" und vor allem schrecklichen Fehlleistungen kommen.

    Inwieweit der Wiener Ärztefunkdienst effizient ist, weiß ich nicht, ich kann nur vor unserem ländlichen Bemühugen sprechen und die funktionieren generell klaglos

  27. Wolfgang Bauer
    21. Januar 2014 09:23

    Gilt der Tipp von Dr. Mayer auch für "ein bisschen Herzstechen um 23 Uhr" in einem übel beleumdeten Gürtellokal?

  28. Wertkonservativer
    21. Januar 2014 09:20

    Als mehrfacher Bypass- und Herzinfarktler a.D. kann ich nur sagen:
    der Mann ist gemeingefährlich, ein Trottel obendrein!
    Hätte ich seinen Rat befolgt, wäre ich schon längst auf meinem Abo-Platz im Purgatorio!
    Da es aber bei uns ja doch auch eine Menge Ärzte mit Können, Herz und Verstand gibt, wird's bis dorthin hoffentlich noch ein Weilchen dauern!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Florin
      21. Januar 2014 09:34

      Patienten wie Sie, Herr Michler, waren sicherlich nicht gemeint!

    • Pumuckl
      21. Januar 2014 22:08

      @ Wertkonservativer 09:20

      In diesem Disput den Teminus Trottel zu gebrauchen, paßt überhaupt nicht zu Ihnen!

      Auch aus der Sicht der Ärzte läuft unser Gesundheitssysten gefährlich aus dem Ruder!
      Als ehemals Selbstständigem ist Ihnen doch die Sonderkrankenanstalt für Diagnostik und Theraphie in der Wiedener Hauptstraße sicher nicht unbekannt.

      Dort ist ein sonderbarer Kauz ärztlicher Leiter. Der gab den Druck* der Gesundheitsökonomen befehlsgemäß, aber kaum koordiniert an seine Ärzte weiter. Drei ECHTE Burnouts unter den ca. 1 Dzt. Ärzten in etwa 12 Monaten waren die Folge. Eine hochqualifizierte Ärztin kündigte unter Verzicht auf alle vertraglich erworbenen Rechte.

      Dieser hierarchische Vorgesetzte seiner Ärzte genießt selbst äußerst großzügige Urlaubsrechte und fällt zusätzlich durch häufige Kuraufenthalte auf.

      Zumindest bis vor wenigen Jahren fiel dieser äußerlich mit besonderer Freundlichkeit auftretende" Primarius " noch durch einen sehr merkwürdigen Handyrufton auf. Mit gedämpfter Stimme hörte man da:

      " EURE HEILIGKEIT ! EURE HEILIGKEIT ! . . . " Ist das noch normal?

      Sie sehen also, hinter den Kulissen des Traumberufes Arzt verbirgt sich oft beinharter Existenzkampf. Mit dem Wort Trottel sollte man vorsichtiger umgehen!

      Diese Krankenanstalt steht der Wirtschaftskammer, also der von unserem Wertkonservativem jederzeit mit Leidenschaft in Schutz genommenen ÖVP nahe!

      * Die für die Betreuung pro Patient zur Verfügung stehende Zeit wurde stufenweise um ca. 1/3 gekürzt. Die Behandlungsleistung konnte nicht mehr
      " Lege artis " erfolgen.

    • Wertkonservativer
      22. Januar 2014 07:50

      @ Pumuckl:

      für den hier unpassend gebrauchten abwertenden Ausdruck "Trottel" bitte ich Herrn Dr. Mayer, und darüberhinaus die Bloggemeinde, um Entschuldigung!
      Das war wahrlich nicht "die feine englische Art"! Mein persönliches "Herzschicksal" hätte mich nicht zu einem derart derben Ausdruck "verführen" sollen!
      Darf ich mich ein wenig genieren?

      (mail to: gerhard@michler.at)





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