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Gläubige Deutsche, ungläubige Österreicher

Die fast gleichzeitigen Angelobungen zweier neuer Regierungen in den beiden deutschsprachigen Nachbarländern bringen seltsame Unterschiede zu Tage. Von der Eidesformel bis zu weiblichen Verteidigungsministerinnen.

Wohl können die österreichischen Regierungsbildner mit Stolz sagen, dass sie in totaler Atemlosigkeit am Ende doch noch mit den deutschen zeitlich gleichzeitig ins Ziel gekommen sind. Obwohl die großen Nachbarn früher gewählt hatten. Obwohl sie deutlich schneller mit den Verhandlungen fertig waren.

Aber bei der eigentlichen Angelobung war ein ganz anderer Kulturschock zu beobachten: In Österreich mokierten sich die Medien (wie immer Armin Wolf an der Spitze) über einen neuen Landwirtschaftsminister, der mit einer religiös-tirolerischen Formel mit Bezug auf das Herz Jesu seinen Eid ablegte. Kicher, kicher. Während viele seiner Kollegen nur „Ich gelobe“ sagten. In Deutschland hingegen hatten sämtliche 15 Minister aus allen Regierungsparteien keinerlei Gewissensprobleme, ihr Gelöbnis mit „So wahr mir Gott helfe“ zu ergänzen (Sie hatten dort übrigens ein auch in der Sache viel inhaltsreicheres und präziseres Gelöbnis als das österreichische abzulegen).

Dieses „So wahr mir Gott helfe“ sowie seine häufige Weglassung hierzulande zeigt ein dramatisches Kulturgefälle, über das in einem Kulturland eigentlich intensive Diskussionen ausbrechen müssten. Gilt doch Deutschland nicht gerade als bigottes Land. Regieren doch auch in Deutschland Schwarz und Rot. Aber in Österreich gibt es diese Diskussion nicht, die den eigenen Wurzeln, der eigenen Identität gelten müsste. Ist der heimischen Linken wirklich schon der kulturelle Endsieg geglückt, dass niemand mehr diesen Unterschied kritisiert?

Deutschland ist sich da seiner Wurzeln und Identität offensichtlich viel sicherer. Zum Glück freilich ist Deutschland viel wichtiger als Österreich.

Die Deutschen diskutieren ein ganz anderes Thema: die erste weibliche Verteidigungsministerin. Es kursieren recht widersprüchliche Interpretationen für diese Ernennung: Ist es zu dieser gekommen, weil die Berliner Bundeskanzlerin jetzt Ursula von der Leyen für die eigene Nachfolge aufbauen will? Oder will Angela Merkel umgekehrt eine gefährlich populäre Nebenbuhlerin durch eine Mission impossible dem eigenen Absturz näherbringen, wie sie es ja schon bei etlichen Männern getan hat?

Warum aber nicht an die eigentlich logische Erklärung denken, dass Ursula von der Leyens bisheriger Job dem neuen Koalitionspartner übergeben werden musste? Dass daher ein neuer Job, das dritte Ministerium für die Frau zu finden war. Warum, so fragt man sich weiter, ist eine weibliche Verteidigungsministerin überhaupt noch etwas Besonderes? Gerade in Berufsarmeen wie der deutschen stehen ja alle Karrieren längst auch Frauen offen. Allein in den EU-Ländern gibt es oder gab es schon von Finnland bis Spanien bis Frankreich bis Slowenien bis Schweden bis zu den Niederlanden bis Luxemburg bis Dänemark bis Tschechien bis Litauen weibliche Armee-Minister.

Warum also nicht auch Ursula vdL einfach nach Ihrer Leistung beurteile? Freilich kann man das nur in der Hoffnung tun, dass ihre Ernennung – wie die der anderen weiblichen Verteidigungsminister – nur mit ihrem politischen Gewicht zu tun hat. Und nicht mit einer Quote. Es sind gerade die Feministinnen (insbesondere auch jene in Redaktionsstuben) mit ihrem Quotengewäsch, die all diese Ministerinnen ins Zwielicht rücken. Freilich hat auch Ursula von der Leyen eine Zeitlang mit Quotenzwangforderungen populistische Schlagzeilen erreichen wollen. Was ihr nun kräftig schadet.

Davon dass Deutschland wie Österreich eigentlich auch etwas mehr Debatte über den Zustand der Landesverteidigung bräuchten, über die Notwendigkeiten der eigenen Sicherheit im 21. Jahrhundert und über die globale Dimension einer Sicherheitspolitik: Davon wollen wir gar nicht reden, so peinlich fehlt das alles. Freilich fällt schon auf, dass in Österreich über kein Ressort so wenig geredet wurde wie über das Verteidigungsressort. Weder im Wahlkampf noch am Wahltag noch während der Regierungsbildung noch rund um die Angelobung der Regierung war es irgendwie ein Thema. So wahr ihnen Gott helfe.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    25x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 11:57

    Wie niederträchtig und verkommen die Mehrheit der Journaille (die "Tiroler Tageszeitung" ist nur mehr zum Schämen) ist, hat sich jetzt wieder bei dem Sager des Tiroler Landwirtschaftsministers gezeigt, wie armselig die meisten Journalisten dieses Landes schon sind. Noch nie war die Diskrepanz zwischen "veröffentlichter und öffentlicher Meinung" so verheerend, wie in unseren Tagen. Würden nicht Unsummen an Bestechungsgeldern gezahlt, würde wohl ein Zeitungssterben beginnen.

    Der ORF-Tirol (Radio) schaltet in der Morgensendung eine Anruferin direkt ins Frühstücksradio: Diese meinte, dass der Auftritt Rupprechters in Wien nur zum Fremdschämen sei. Der Moderator des ORF erklärte im Radio: "gell ein wenig müss ma schon aufpassen, dass wir (Tiroler) nicht als hinterwäldlerisch wahrgenommen werden", so die persönliche Meinung des Redakteurs!

    Die "Tiroler Tageszeitung" (TT) bietet heute und gestern in Leitartikeln breiten Raum hinsichtlich der Angelobungsformel von Landwirtschaftsminister Rupprechter. Gestern durfte sich in der "TT" ein Herr Peter Plaikner mit der Überschrift "Grüße aus dem Hergottswinkel" austoben: "Nun regiert in Wien wieder das Klischee vom Älpler aus dem Hergottswinkel", meinte er!

    Heute macht sich Michael Sprenger in einem großen Leitartikel in der TT auf Seite 2 darüber Sorgen, wie es wohl um die Trennung von Staat und Kirche hierzulande bestellt ist. Geht's noch tiefer, Herr Sprenger?

    Natürlich kann sich die mit Bestechungsgeldern eingekaufte Medienlandschaft um solche Themen kümmern, weil es dort politisch korrekt ist, hinzuhauen. Was würde wohl in Österreichs Medienlandschaft passieren, wenn ein islamisch ausgerichteter Minister die Gelöbnisformel mit "Allahu akbar" schmückte?

  2. Ausgezeichneter KommentatorKarl Knaller
    22x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 09:40

    Betr.: Eidesforrmel
    Vorschlag: "BEIM BARTE DES PROPHETEN". Wird eh' bald unumgänglich sein...

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 08:20

    Kurz zum Thema Angelobung:

    der Tiroler imponiert mir wirklich: der ist - auch wenn er "grün" begonnen hat - ein im besten Sinn glaubens- und traditionsbewusster Mensch; dass er obendrein tüchtig ist, hat er in seinen bisherigen Funktionen eindrucksvoll bewiesen!
    Solche Leute brauchen wir - in allen politischen und gesellschaftlichen Funktionen und Bereichen!

    Ein Schwenker zum heutigen Brandstätter-Leitartikel im Kurier:
    "Töchterle soll das Parlament reformieren"!
    Hauptargument: das oft unwürdige und lächerliche Diskussionsverhalten der Parlamentarier!
    Nun, so gut der mir äußerst sympathische Mann auch ist, das wird ihm - auch bei größter Bemühung - angesichts der bestehenden Durchschnittsqualität der Abgeordneten wohl kaum gelingen! Dazu ist er auch viel zu gescheit, zu vornehm, leider auch etwas zu introvertiert!

    Aber wie auch immer: ein Super-Anwärter auf das höchste Amt im Staate wäre er allemal! Diese Option sollten wir im Auge behalten!

    Noch ein kurzer Schwenker, gar nicht o.t., zum "Tagebuch":
    Unser Forum, als Diskussionsrunde konzipiert und geführt, leidet nmA. in letzter Zeit am Mangel an echter Duiskussionskultur, vor allem jedoch am nicht vorhandenen "Zusammenprall" verschiedener Meinungen und Auffassungen in einigermaßen sachlicher Diskussions-Atmosphäre!

    Das waren noch Zeiten, wo z.B. "phaidros" sich zu den Themen "Bundesheer" und "Klima" oft hitzige, jedoch qualitätsvolle Diskussionen mit - auch honorigen - Andersdenkenden lieferte! Von Diskussionen dieser Art lebt ein Diskussionsforum, nicht von oft gleichlautenden und sich dauernd wiederholenden Mainstream-Ergüssen frustrierter Blogger!
    Und wie schaut's heute aus?
    Es gibt z.B. praktisch keinerlei ausgewogene Diskussion über die politische Situation in Österreich, über die Europäische Union, über den Euro, über die Integrationsprobleme, usw. usf.
    Und was ist der Grund, dass es die nicht gibt?
    Weil - sagen wir - achtundneunzig Prozent der verehrlichen Bloggerschaft der Mainstream-Meinung sind, dass die EU ein "Völkerkerker", der Euro "eine Missgeburt", und unsere Politiker ja sowieso alle miteinander Korruptionisten, Minderleister und unqualifizierte Hunde sind! Dass die Volkspartei da auch weit überdurchschnittlich Watschen zugeteilt bekommt, fügt sich ins Bild!

    Wie, liebe Freunde, soll sich da eine Diskussion entwickeln, wenn - außer ein, zwei Widersprecher wie z.B. ich - eh' alle einer Meinung sind?

    Ich würde Dr. Töchterle viel Erfolg bei seinen Bemühungen im und für das Parlament wünschen!
    Mein persönlicher Wunsch als Mitglied der A.U.-Bloggergemeinschaft wäre etwas mehr Ausgewogenheit in der Diskussion, vor allem jedoch etliche weitere "Qualitäts-Widersprecher", um das "Tagebuch" wieder lebendiger, und als qualitätsvolles Diskussionsforum weiterhin im Sinne der von Dr. Unterberger erhofften Außenwirkung zu erhalten!
    Man wird sich doch noch etwas wünschen dürfen, oder?

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 09:15

    Der Unterschied besteht auch hier wieder speziell in Wien, das ja bekanntlich "anders" ist.
    Die glauben nämlich, daß sie die Hilfe Gottes nicht brauchen und genau deshalb bekommen
    sie die auch nicht ! !

    Welchen Erfolg sie damit haben, kann man an der zügigen Talfahrt sehen

    .

  5. Ausgezeichneter KommentatorAi Weiwei
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 05:54

    Was die Gläubigkeit von Deutschen und Österreichern betrifft gibt es statistische Untersuchungen.

    Die Österreicher als Volk sind mindestens genauso, aber wahrscheinlich mehr davon überzeugt dass es einen Gott gibt als die Deutschen. Also so gesehen sind die Österreicher insgesamt eigentlich gläubiger als dei Deutschen.

    Dass die Formel "So wahr mit Gott helfe" in Österreich als politisch unkorrekt gilt liegt meiner Meinung nach daran dass bei uns die Sozialisten seit 1945 den Bundespräsidenten stellten und später dann ab Kreisky den Bundeskanzler. Die habe allesamt ihre Nicht-Religiosigkeit deutlich sichtbar vor sich hergetragen.

    Und bei unseren Sozialisten gilt es als ungeschriebenes Gesetz dass sie Agnostiker sein müssen wenn sie in der SPÖ Karriere machen wollen.

    Ich denke dass der österr. Bürgerkrieg vom Februar 1934 wo die "Christlichen" gegen die "Sozialdemokratische Arbeiterpartei" mit Waffen kämpften immer noch unheilvolle Spuren hinterlässt: Im kollektiven Gedächtnis der Nation und in den Parteien.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 12:52

    Die linke Journaille zerreißt alles was mit dem christl. Glauben zu tun hat und bewirft es mit medialem Dreck.
    Nun, ich bin "kein praktizierender Christ", habe jedoch Respekt vor den Gläubigen und finde es gut, daß es doch noch immer - auch im öffentlichen Leben - bekennende Christen gibt.
    Und den Medien sei hinter die Ohren geschrieben, daß sie gefälligst an ihrer Objektivität arbeiten sollen und nicht nur den Gläubigen die sich fünf mal tgl. in den Staub hauen um zu beten huldigen (und deren Recht auf Religionsfreiheit zu propagieren), sondern auch den Christen allfällige Rechte zuzugestehen, ohne sie medial der Lächerlichkeit preiszugeben.

    Im Anschluß noch ein OT:

    Das Servitenkloster dürfte als Schlafstelle für "Geschleppte" fungiert haben, mit Hilfe der Caritas.

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1508612/Votivkirchenbesetzer_UHaft-bleibt-Anklage-dunn?_vl_backlink=/home/panorama/index.do

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 10:50

    Das Gelöbnis des deutschen Bundespräsidenten, des Bundeskanzlers sowie der Bundesminister lautet nach § 56 Grundgesetz:

    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“

    Der Zusatz "so wahr mir Gott helfe" ist nicht verpflichtend, da er gegen den Grundsatz der Religionsfreiheit verstoßen würde (§ 1, Abs.4 Grundgesetz)

    Umso mehr muss man daher den Eid der Bundesminister in voller Länge würdigen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPepsi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2013 06:40

    Herrlich dieses Statement des neuen und offenbar sehr kompetenten Landwirtschaftsministers im gestrigen ORF-Mittagsjournal auf die Fragen einer linken Tussi nach seiner Angelobung !

    Dieser Tiroler hat Format !

    Erinnerungen an die Zeiten eines Ministers Böhmdorfer werden wach ...


alle Kommentare

  1. Annaliza (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:48

    I much prefer initomarfve articles like this to that high brow literature.

  2. Adam (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:42

    I just hope wheoevr writes these keeps writing more!

  3. Herry (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:13

    Thanks for spending the time to dabtee this, I really feel strongly about it and love reading more on this topic. If doable, as you turn into an expert, would you mind updating your blog with more details?

  4. Erwin Tripes (kein Partner)
    19. Dezember 2013 22:23

    Bitte um Erklärung, was ein in der Sache viel präziseres und inhaltsreicheres (Minister)Gelöbnis ist? Kennen Sie übrigens den Unterschied zwischen Eid und Gelöbnis?
    Könnte gemeint sein, daß es (auch für ungläubige Minister) der Hilfe eines Schöpfergottes bedarf, wenn in Deutschland ein gegenüber Österreich präziserer Regierungsplan angedacht wird? (Da hätten´s die österr. Minister im Gegenstande aber wirklich notwendiger, überirdische Hilfe anzurufen, so wie´s einer besonders inständig getan hat; der weiß vielleicht jetzt schon mehr über das künftige Scheitern dieser Regierung).
    Die eigenen Identitätswurzeln eines Österreichers müssen gottgläubig schwören lassen?
    Ist das ernst gemeint?
    Für Österreich hat übrigens passend dazu immerhin ein Kaiser von Gottes Gnaden genau verordnet, wie geschworen werden muß. Die normierte Emporhebung des Daumens und der zwei ersten Finger der rechten Hand könnte derzeit allerdings zu gutmenschlichen Mißverständnissen führen.
    Erfreulicherweise kann heute das Gericht die Fassung des Eides bestimmen (§ 377 Abs.2 ZPO). Auch § 240 a Abs. 2 StPO sieht eine Abweichung vor.
    Der Eid auf die Verfassung ist wiederum ein bißl anders:
    Gemäß Artikel 62 Abs.1 der Bundesverfassung leistet der österreichische Bundespräsident vor der Bundesversammlung ein Gelöbnis, das er gemäß Abs. 2 durch die Beifügung einer religiösen Beteuerung bekräftigen kann, aber nicht muß, auch wenn er Österreicher ist. Der Text des Gelöbnisses lautet:
    Ich gelobe, dass ich die Verfassung und alle Gesetze der Republik getreulich beobachten und meine Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen werde.

    Also gewähren Sie große Gelassenheit. Wir leben immerhin in einem (allerdings nicht von den Kirchen) aufgeklärten säkularen Staat, an dessen Normen sich ganz dringend - nicht nur - Zuwanderer orientieren sollten.

  5. Verdi (kein Partner)
    19. Dezember 2013 19:42

    Ohne Kommentar .....
    Kritischer Bürger wird aus Kirche rausgeschmissen. Soviel zur Meinungsfreiheit in der BRD.

    Am 7. November fand in der Leipziger Michaeliskirche eine Informationsveranstaltung zum geplanten Bau einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Gohlis statt.
    http://www.youtube.com/watch?v=M819eVX60qM

    http://www.youtube.com/watch?v=jH8DSV3Zlrk

  6. Giftschlange (kein Partner)
    19. Dezember 2013 19:34

    Zur deutschen Verteidigungsministerin:

    Das ist doch jene Dame, die als Familienministerin für einen "Eltern-Ratgeber" verantwortlich war, in dem die Sexualisierung von Säuglingen gefordert wurde! Die Broschüre musste 2007 "zur Überarbeitung" zurückgezogen werden. (Siehe G. Kuby, Die globale sexuelle Revolution. Regensburg 2012. S. 316).
    Frage: Wird sie ihr Wissen um die Standards der Sexualerziehung im neuen Job auf anderer Ebene anwenden können, wollen, müssen?

  7. heartofstone (kein Partner)
    19. Dezember 2013 16:39

    Persönlich wäre ich ja dafür gewesen Frau Gebirgsjäger-Wachtmeister Sabrina Grillitsch das Verteidigungs- und Sportministerium zu überantworten ... ;)

    Ich würde mich vor Lachen am Boden kugeln, wenn die Nachfolger Segur-Cabanacs vor ihr stramm stehen müssten ... *g*

    Treu bis in den Tod ist bis heute der Wahlspruch ... mhmmm ... wirklich?

  8. AppolloniO (kein Partner)
    19. Dezember 2013 16:08

    Natürlich hat A.U. wieder Einmal recht diejenigen anzuprangern die sich an des Verteidigungsministers Schwurformel stoßen. Es ist verfassungsmäßig erlaubt und damit auch sympathisch sich zu seinen christlich, tirolerischen Wurzeln zu bekennen.

    Aber A.U. hat unrecht wenn er im vermehrten Weglassen der "so wahr mir Gott helfe" -Formel einen Kultureinbruch sieht. Schließlich können auch Atheisten Kultur haben. Schade dass es hier unserem Blog-Meister an Toleranz mangelt.

  9. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    19. Dezember 2013 14:06

    Wie im Artikel bereits angeführt hat schon viele Frauen in diesem Amt gegeben. Österreich hingegen hat es erst- und einmalig geschafft einen Wehrdienstverweigerer zum Verteidigungsminister zu machen.

  10. Undine
    19. Dezember 2013 13:59

    Für meinen Geschmack hätte die einfache Variante der Eidesformel vollauf genügt. Den Zusatz des Tirolers vom "Herzen Jesu" fand ich übertrieben und unnötig. Man sollte weder seinen Glauben noch seinen Unglauben so aufdringlich vor sich hertragen.

  11. A.K.
    19. Dezember 2013 12:27

    Dr. Unterberger sei für seine Bemerkungen (siehe zitierte Kopien) herzlich gedankt:
    (Zitat) "...In Deutschland hingegen hatten sämtliche 15 Minister aus allen Regierungsparteien keinerlei Gewissensprobleme, ihr Gelöbnis mit „So wahr mir Gott helfe“ zu ergänzen ". und für das Zitat:
    "...In Österreich mokierten sich die Medien (wie immer Armin Wolf an der Spitze) über einen neuen Landwirtschaftsminister, der mit einer religiös-tirolerischen Formel mit Bezug auf das Herz Jesu seinen Eid ablegte. Kicher, kicher."

  12. Torres (kein Partner)
    19. Dezember 2013 12:07

    Bei uns gibt es, soviel ich weiß, eine Trennung von Staat (Politik) und Religion (Kirche). Daher hat ein religiöses Bekenntnis bei der Angelobung einer Regierung wohl nichts zu suchen. Bitte, verboten sollte es auch nicht sein - jedem seine persönliche Freiheit; aber etwas skurril ist es doch.
    Zur Verteidigungsministerin: was hat man sich doch damals über Darabos ereifert, weil er gar keinen Präsenzdienst beim Heer geleistet hat; bei von der Leyen ist das offenbar kein Thema. Wobei ich die beiden keinesfalls vergleichen will - ich möchte Ursula von der Leyen ja nicht beleidigen. Allerdings finde ich schon, dass ein Minister zumindest irgend einen Bezug zum Fachgebiet seines Ministeriums haben sollte; 8 Kinder sind wohl in dieser Hinsicht zu wenig Kompetenz. Da bleibt trotzdem der Geruch der Quote - wie Unterberger richtig sagt: das fällt Ursula von der Leyen jetzt auf den Kopf.

    • de Voltaire (kein Partner)
      19. Dezember 2013 17:53

      Zwischen "keinen Präsenzdienst abgeleistet" und den Dienst "aus Gewissensgründen" verweigern besteht allerdings ein Unterschied. Insbesondere, wenn man auch als Verteidigungsminister (der ja nicht selber schießen sondern nur den Schuß befehlen muss) an dieser Entscheidung fest hält.
      Dieser Unterschied war bei Darabos zurecht ein Thema.

  13. Robert Bond (kein Partner)
    19. Dezember 2013 12:06

    Einspruch! Bin selber katholisch und finde es auch wichtig, dass es bei der Angelobung einer Regierung auch eine Formel für religiöse Minister gibt. Nur sollte diese Formel einheitlich sein (z.B.: so wahr mir Gott helfe) und nicht nach privaten Bedürfnissen adaptiert werden. Sonst könnte man sich auch auf den Bart des Propheten oder die Unfehlbarkeit des wissenschaftlichen Sozialismus berufen. Im Übrigen bin ich ein misstrauischer Mensch und das riecht mir sehr nach politischem Aktionismus. Zur Beruhigung der letzten Konservativen, die noch ÖVP wählen.

    • heartofstone (kein Partner)
      19. Dezember 2013 16:19

      Der Verein "Mohammedanische Bauern Österreichs" ist mangels ausreichender Mitglieder nicht Eintragungsfähig ... eigentlich komisch, kommen doch gar viele Zuwanderer aus der Türkei aus diesem Wirtschaftsbereich ... aber wahrscheinlich ist denen die Arbeit in der Landwirtschaft nur einfach zu hart ... [zwinker] ...

  14. Amalek (kein Partner)
    19. Dezember 2013 10:37

    Deutschland sei ein reiches Land und könne abgeben, argumentieren die Umverteiler gern. Aber 1945 war Deutschland eine Wüste. Dieses Land verfügt weder über Bodenschätze, noch besaß es nennenswerte Kolonien. Warum ist es trotzdem halbwegs reich? Durch den Fleiß seiner Bürger. Fleißige Bürger sind die erste Voraussetzung für jeden demokratischen Umverteilungs- und Betreuungsstaat, dass sie entmündigt werden, ist die zweite. Das betrifft keineswegs nur die Eintreibung von Steuern, sondern längst auch Belange der privaten Lebensführung, vom falschen Duschkopf bis zur falschen Meinung über irgendein staatlich zu betreuendes Bedürftigenkollektiv.

    Kein deutscher Staat war jemals so verschuldet wie der momentane, ja niemals in der gesamten Weltgeschichte gab es vergleichbar verschuldete Gebilde wie die modernen Umverteilungsstaaten der westlichen Welt. Für diese Schulden haftet nicht die deutsche Industrie oder der Bundestag, sie gehen pro Kopf auf jeden Bürger. Er muss Banken retten, für politische Flausen in Gestalt von Milliardenumschichtungsprogrammen zur Finanzierung fremder Volkswirtschaften haften, Armutsflüchtlinge alimentieren, Windräder bezahlen und natürlich den gewaltigen Apparat des Umverteilungsstaates finanzieren. Dafür wird seine Zukunft immer düsterer. Das deutsche Rentensystem etwa funktioniert wie ein Kettenbrief. Jeder, der heute 30, 40 Jahre zählt, weiß genau, dass seine staatliche Altersvorsorge so sinnvoll ist wie der Erwerb einer griechischen Staatsanleihe. Ein privater Anbieter, der so wirtschaftete wie dieser Staat, hätte längst den Staats(!)anwalt am Hals.

    Der demokratische Umverteilungsstaat ist ein tendenziell suizidäres Unternehmen. Absonderlich daran ist, dass die Umverteiler wegen eines kurzfristigen Imagegewinns langfristig am eigenen Ast sägen, doch wie unter anderem der Realsozialismus gezeigt hat, ist dergleichen eine Option der Weltgeschichte. Am Ende ist der Bürger geplündert, der Staat bankrott, die Industrie und die Reichen sind zu großen Teilen abgewandert, und das Heer der mutwillig produzierten oder importierten Bedürftigen ist nicht kleiner geworden. Dann werden die Umverteiler wie 1989 die Hände falten und seufzen: Unsere Idee war zu gut für diese Welt. Aber im Unterschied zu 1989 wird sie niemand auffangen.

    • Undine
      19. Dezember 2013 13:52

      @Amalek

      Da reichen 3 Sternderl bei weitem nicht aus, deshalb *******+!

      "Der demokratische Umverteilungsstaat ist ein tendenziell suizidäres Unternehmen."

      In erster Linie unter den Geberländern ist es Deutschland, das mit Absicht in den Suizid getrieben wird. Wenn's einmal so weit ist, hat man die große Befriedigung, endlich---nach zahllosen Versuchen!--- Deutschland endgültig bezwungen zu haben.

  15. cmh (kein Partner)
    19. Dezember 2013 10:06

    Eine kleine unschuldig Frage an die Atheisten Land auf Land ab:

    Inwieferne geht es uns ohne Glauben denn jetzt besser als mit?

    Und falls diese Formulierung zu kurz ist:

    Wann sagt man denn den Atheisten endlich, dass sie bereits seit geraumer Zeit intellektuell bankrott sind? Dass sie nichts anderes zuwege gebracht haben, als den Glauben durch das Strafgesetz zu ersetzen. Was ja grundsätzlich in Ordnung sein könnten, wären da nicht die die Flachhirnderln unter den Atheisten, die dabei laut "Nieder mit der Inquistion!" schrieen. Dabei können sie nur ihrer eigenen Unfähigkeit sicher sein, ein Gedankenverbrechen überhaupt zu begehen.

    Und weil gerade die ORF-ler ein Essen zu den sieben "Todsünden" veranstaltet haben: Nicht zum Essen, sondern zum Kotzen ist der Hochmut dieser Damen beiderlei (mancherlei) Geschlechtes.

    Todsünden sind das mit auch deshalb, weil man diese Sünden auch ohne die Nutzung der höheren Hirnfunktionen, gleichsam mit totem Hirn begehen kann.

    • Sparschwein (kein Partner)
      19. Dezember 2013 11:08

      Und Sie sind natürlich besser und ein geistige Höhenflieger, weil Sie an die Transsubstanziation und die jungfräuliche Empfängnis glauben? Alles klar.

      You made my day. LOL

    • Zraxl (kein Partner)
      19. Dezember 2013 12:33

      @cmh
      Zuerst müsste einmal eine historisch korrekte Aufarbeitung der Inquisition erfolgen. Das, was gemeinhin als Inquisition verkauft wird, ist Geschichtsfälschung zum Zwecke der Verhetzung. Solche Lügen findet man zu Hauf ("Die Erde ist eine Scheibe", die Kreuzzüge, das finstere Mittelalter, die Aufklärung ...).

      @Sparschwein
      Die Transsubstantiation ist zu kompliziert, da müsste man sich erst mit der Substanzlehre des Aristoteles auseinandersetzen. Ganz etwas anderes: Was halten Sie von der "68-er UNI-Ferkelei?

      An eine jungfräuliche Empfängnis zu glauben ist schlichtweg lächerlich. Als gebildeter Mensch weiß man heute, dass alles Leben durch Zufall aus anorganischer Materie entstanden ist: Die Wissenschaft hat bei außerirdischen Materialproben Moleküle aus zwei Kohlenstoffatomen gefunden, auf denen zusätzlich noch ein Stickstoff und zwei Sauerstoffatome und ein paar Wasserstoffatome picken. Das ist der Beweis! Das ist Wissenschaft! Das Leben hat sich durch reinen Zufall entwickelt! Die Entstehung der ersten Zelle, der ersten fortpflanzungsfähigen Organismen ist dann nur noch ein Klacks. Und dass sich aus niedrigen Organismen -schwupps- lebensfähige höhere Organismen, Pflanzen, Tiere und Menschen entwickelt haben, ist heutzutage Schulunterrichtsstoff für die Volksschulkinder! Wer glaubt da noch an so einen Unsinn wie eine Jungfrauengeburt. Das ist wissenschaftlich unmöglich!

    • Sparschwein (kein Partner)
      19. Dezember 2013 12:51

      Die 68-er Aktionen waren lange bevor ich zur Welt kam. Gehe ich nach dem, was ich im Nachhinein davon gehört habe, hat es sich tatsächlich um eine Ferkelei gehandelt. Aber wen interessiert das heute noch? Die Letzten dieser Generation werden auch bald von der öffentlichen Bildfläche verschwunden sein. Gibt es einen Grund für die Frage?

    • Undine
      19. Dezember 2013 14:11

      @Sparschwein

      "Die 68-er Aktionen waren lange bevor ich zur Welt kam"

      Wenn nur dieser Zu-Satz "...lange bevor ich auf die Welt kam" auch für ANDERE VORWÜRFE gälte!!!!! Aber er darf nur für die Folgenschäden der 68er-Bewegung angewandt werden. Für alles, was z.B. im 3. Reich verschuldet worden ist, müssen nicht nur die Kinder von heute, sondern auch noch deren Urenkel büßen= ZAHLEN und ewig gebeugt gehen!

      Das ist jetzt kein Vorwurf an Sie persönlich gerichtet sondern ganz allgemein; Sie haben mir nur das Hölzel geworfen! ;-)

    • Zraxl (kein Partner)
      19. Dezember 2013 14:51

      @Sparschwein
      "Gibt es einen Grund für die Frage?" Ich warne Sie vor dem bösen Zraxl!

      Der Unterschied zwischen einem Stück weißen, rechteckigen Stoff und einem Stück rechteckigen Stoff, das an den beiden längeren Seiten breite rote Streifen trägt und nur im mittleren Streifen weiß ist, - allenfalls, aber nicht notwendig, ist in die Mitte dieses Stoffstücks noch ein seltsamer schwarzer Vogel gemalt-, ist das, was Aristoteles unter Substanz versteht. Dieser Unterschied in der Substanz entscheidet dann, nach welchem Strafrechtsparagraphen man verurteilt wird, wenn man in der Öffentlichkeit seine Notdurft auf besagtes Stück Stoff verrichtet. Soweit, so LOL.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      19. Dezember 2013 15:17

      @Zraxl

      "An eine jungfräuliche Empfängnis zu glauben ist schlichtweg lächerlich. Als gebildeter Mensch weiß man heute, dass alles Leben durch Zufall aus anorganischer Materie entstanden ist: Die Wissenschaft hat bei außerirdischen Materialproben Moleküle aus zwei Kohlenstoffatomen gefunden, auf denen zusätzlich noch ein Stickstoff und zwei Sauerstoffatome und ein paar Wasserstoffatome picken. Das ist der Beweis! Das ist Wissenschaft! Das Leben hat sich durch reinen Zufall entwickelt! Die Entstehung der ersten Zelle, der ersten fortpflanzungsfähigen Organismen ist dann nur noch ein Klacks. Und dass sich aus niedrigen Organismen -schwupps- lebensfähige höhere Organismen, Pflanzen, Tiere und Menschen entwickelt haben, ist heutzutage Schulunterrichtsstoff für die Volksschulkinder! Wer glaubt da noch an so einen Unsinn wie eine Jungfrauengeburt. Das ist wissenschaftlich unmöglich!"

      ...ist dann nur noch ein Klacks. In der Tat!

      Großartig beschrieben, besten Dank!

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2013 16:25

      @Sparschwein

      Ob ich mich für besser halte - das ist alles was Ihnen als Antwort einfällt auf die Frage, was denn für Vorteile darin bestehen, keinen Glauben mehr zu haben?

      Dass darin ein Problem für die eigene Redlichkeit liegen könnte, anderen die Inquisition vorzuwerfen und dabei selber nach schlimmsten Strafen für Andersdenkende zu schreien, ist Ihnen möglicherweise entgangen.

      Und der Gedanke des Automatismus der Todsünden bleibt gänzlich unverstanden.

      Ich frage mich immer wieder, was ich denn verbrochen habe, dass ich einfach niemanden zum diskutieren finde.

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2013 18:00

      Und die jungfräuliche Geburt Jesu schenke ich Euch. Denn die ist schlicht unerheblich. An den Glaubenslehren würde sich bei ihrem Fortfall nichts ändern.

      Aber die ungläubigen Thomasse wollen immer ihre Finger in alles hineinstecken und glauben nichts, was sie nicht mit eigenen Augen vom VIP-Bereich aus am Großbildschirm sehen konnten. Verständniss für den Sinn braucht es dabei aber natürlich nicht. Am liebsten wäre es denen wohl gewesen, sie wären bei der Zeugung dabei gewesen.

    • Zraxl (kein Partner)
      19. Dezember 2013 18:22

      @cmh
      "Ich frage mich immer wieder, was ich denn verbrochen habe, dass ich einfach niemanden zum diskutieren finde."

      Mit mir können Sie nicht diskutieren, weil ich quasi immer Ihrer Meinung bin. Und die Atheisten sind halt ein bisserl empfindlich, wenn man ihre Glaubensgrundlage hinterfragt, die sie stolz als ihr Wissen präsentieren. Die laufen dann schnell weg.

  16. Pepsi (kein Partner)
    19. Dezember 2013 06:40

    Herrlich dieses Statement des neuen und offenbar sehr kompetenten Landwirtschaftsministers im gestrigen ORF-Mittagsjournal auf die Fragen einer linken Tussi nach seiner Angelobung !

    Dieser Tiroler hat Format !

    Erinnerungen an die Zeiten eines Ministers Böhmdorfer werden wach ...

  17. Haider
    18. Dezember 2013 22:59

    Vorausschicken möchte ich, daß ich durchaus kein katholischer Fundi, aber ein kulturbewußter Österreicher bin. Mich hat der "Sager" überrascht, aber keineswegs verstört.
    Altera pars: Wir hätten eine rot-grüne Regierung und es hätte ein Minister sein Gelöbnis auf Allah abgelegt. Welches Medium hätte sich alteriert? Die Kathpreß sicher nicht, der Standard sicher nicht, der ORF hätte es verschlafen und "heute" hätte in einem Zweizeiler gefragt, ob Allah ein neuer Minister ist?

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2013 10:10

      Ganz im Gegenteil!

      Die moslemische Comunity hätte sich alteriert bis zur Fatwa, dass einer der ihren sich bei einem Dhimmistaat verdinge und dabei noch durch eine religiöse Schwurformel seinen Muselglauben in den Dreck ziehe.

  18. Cotopaxi
    18. Dezember 2013 20:00

    o.T.

    Statt endlich Nägel mit Köpfen zu machen, wird der legistische Pfusch prolongiert - ein bitterer Vorgeschmack auf die nächsten 5 langen Jahre des Stillstandes:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1509184/Koalition-will-Tabakgesetz-entschaerfen?_vl_backlink=/home/index.do

  19. Brigitte Imb
    18. Dezember 2013 20:00

    OT

    Sehr interessant und man hört/liest erst ht. Abend davon.

    Vor der gestrigen Abstimmung über die Zusammenlegung v. Wirtschaft u. Wissenschaft sind die Abgeordneten der steirischen ÖVP aus dem Parlament ausgezogen, bzw. waren dabei nicht anwesend.

    Beginnt hier etwa gar eine Loslösung vom Klubzwang?

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/kulisse/1509116/SteirerRevolte-im-VPKlub_Abgeordnete-schwaenzen-Abstimmung?_vl_backlink=/home/index.do

  20. Gerhard Pascher
    18. Dezember 2013 16:08

    Die Gelöbnisformel bei den Angelobungen ist ja nur ein symbolischer Akt. Wichtig wäre vielmehr, ob sich diese Leute im Berufsleben und bei ihren Entscheidungen auch dem christlichen Glauben entsprechend verhalten. Daran erkennt man dann, ob es wirkliche und gläubige Christen sind oder eben nicht.
    In Österreich wird meistens als Gruß die Formel "Grüß Gott" verwendet, obwohl viele dieser Sprecher mit dem christlichen Gott "nichts am Hut" haben. Ähnlich verhält es sich mit den Banknoten und Geldmünzen der USA, wo zu lesen ist: "In God we trust". Sogar der nordkoreanische Machthaber schätzt diese Zahlungsmittel, akzeptiert aber sicher keinen Gott über ihm.

    • Wyatt
      18. Dezember 2013 20:08

      Herr Pascher Grüß Gott!
      Aus welcher Propagandaabteilung stammen eigentlich ihre Wissenskundtuungen, wie neulich - ALLE Menschen auf unserem Planeten wünschen........, die MEISTEN Afrikaner wollen.... ?
      Was führte zur Feststellung (Unterstellung), dass viele Menschen, trotz des Grußes, mit dem christlichen Gott "nichts am Hut haben"?
      Wer hat Ihnen erzählt, was der nordkoreanische Machthaber schätzt und nicht akzeptiert?

    • machmuss verschiebnix
      18. Dezember 2013 20:16

      @Wyatt,
      dessen sicher sein, kann man sich nichtmal bei denen, die auch mitten in der
      Nacht "guten Tag" sagen :)

      .

  21. machmuss verschiebnix
    18. Dezember 2013 15:47

    Wohl richtig, WK - Parlament reformieren wird ...
    » ... wohl kaum gelingen! Dazu ist er auch viel zu gescheit, zu vornehm,
    leider auch etwas zu introvertiert! «

    Aber warum ?
    Ganz im Sinne von WK's zutreffender Kritik - zuwenig Diskussion - möchte
    ich gleich mal folgende Gedanken zur Diskussion stellen:

    Warum kommt es im Parlament eigentlich zu dieser seltsamen Langzeit-Tendenz
    einer quasi Ausdünnung der intellektuellen Kapazität. Wie Kann man Gegensteuern ?
    Mag ja sein, daß die SPÖ mit ihrem derzeitigen Führungs-Personal glücklich
    und zufrieden ist (!@?) , aber in der ÖVP war man es gewohnt, umgeben zu
    sein von solchen Kalibern wie Maria Schaumayer oder Wolfgang Schüssel.

    Täuscht der Eindruck, daß sich nicht mehr der scharfe Intellekt, sondern
    hinterhältige Taktik und "Stammes-Denken" - Rot gegen NAZIS (=alle Anderen) - breit
    gemacht hat ?
    Hängen wir etwa schon mitten im Teufelskreis, weil durch Negativ-Auslese
    beim Nachwuchs gleich von vornherein intellektuelle Kapazitäten abgeschreckt
    werden (abgesehen von spärlicher werdenen Ausnahmen) ?

    Wie verheerend ist der Eindruck, den diverse Hetz-Campagnen der Linken
    beim potentiellen Nachwuchs hinterlassen haben - und kann das der Grund sein,
    warum eine Partei wie NEOS - vor allem durch Zulauf von Links - auf Anhieb
    ins Parlament kommt ?
    Die Linken haben es ja schon seit Kreiskys Abgang zum (einzigen) Programm
    gemacht, dieses andauernde, sektiererische Einprügeln auf irgendein
    konstruiertes Feindbild.

    Um es klar zu stellen - mich persönlich stört es nicht im Mindesten, wenn
    sich die SPÖ marginalisiert, weil sie nur mehr attraktiv ist, für jene
    verqueren Naturen, die hinterhältiges Taktieren "geil" finden, aber
    passiert Ähnliches seit Schüssel's Abgang nicht auch in der ÖVP ?

    Das Führungs- und Kompetenz-Vakuum an der Staats-Spitze, könnte gut und
    gern einen staatspolitischen Skandal abgeben, aber es kümmert genausowenig
    jemanden, wie moralischer Verfall und Proletarisierung im politischen Alltag.

    .

  22. M.S.
    18. Dezember 2013 14:20

    Das fängt schon gut an:
    Der heutige EU-Gipfel will die Frist für eine Einigung der Finanzminister auf die Ausweitung der Zinsbesteuerrungs-Richtlinie bis Ende März 2014 verlängern. Spindelegger nimmt am heutigen Finanzministerrat wegen der gerade erst erfolgten Regierungsbildung nicht teil.
    Schäuble zeigte sich über die Abwesenheit Spindeleggers verwundert und meinte: "Da habe ich gedacht, ich bin ja auch gerade erst eingeschworen worden- Aber gut. Das ist tu felix Austria".

    • Brigitte Imb
      18. Dezember 2013 20:05

      Er kennt sich halt noch nicht aus bei der "Finance". (Hat er sich, glaub´ich, bei der Diplomatie auch nicht.)

    • M.S.
      18. Dezember 2013 23:47

      Mhhh, wo kennt er sich eigentlich dann aus?

    • schreyvogel
      19. Dezember 2013 00:23

      Spindelegger ist auch Parteiobmann, also vergleichsweise Schäuble plus Merkel.
      Seltsam dass Schäuble das nicht versteht!

    • Gandalf
      19. Dezember 2013 00:37

      Schäuble versteht viel weniger, als die veröffentlichte Meinung ihm unterstellt; und schnoddrige "Ösi- Verhöhnung" steht ihm schon gar nicht zu.

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2013 10:14

      Ich wäre auch grantig, wenn einer meiner Vasallen nicht auftrickst, obwohl er sollte.

      Nur die innerösterreichische Häme ist mehr als verzichtbar. Denn das sind die gleichen Vögel, die süffisant des lieben Spindis Abwesenheit monierten.

  23. Obrist
    18. Dezember 2013 13:00

    Im Gegensatz zu Ö veranstaltet in Deutschland kein Mafiaclan Scheinwahlen, bei denen das Volk bestenfalls zwischen Pest und Cholera entscheiden darf.
    Wenn wir uns bald nicht endlich selbst helfen, indem wir das Pack davonjagen, wird uns dann nicht einmal der liebe Gott mehr helfen. Der wird sagen: Ihr habt diese Dilettantokratur ja selbst gewählt...

  24. Brigitte Imb
    18. Dezember 2013 12:52

    Die linke Journaille zerreißt alles was mit dem christl. Glauben zu tun hat und bewirft es mit medialem Dreck.
    Nun, ich bin "kein praktizierender Christ", habe jedoch Respekt vor den Gläubigen und finde es gut, daß es doch noch immer - auch im öffentlichen Leben - bekennende Christen gibt.
    Und den Medien sei hinter die Ohren geschrieben, daß sie gefälligst an ihrer Objektivität arbeiten sollen und nicht nur den Gläubigen die sich fünf mal tgl. in den Staub hauen um zu beten huldigen (und deren Recht auf Religionsfreiheit zu propagieren), sondern auch den Christen allfällige Rechte zuzugestehen, ohne sie medial der Lächerlichkeit preiszugeben.

    Im Anschluß noch ein OT:

    Das Servitenkloster dürfte als Schlafstelle für "Geschleppte" fungiert haben, mit Hilfe der Caritas.

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1508612/Votivkirchenbesetzer_UHaft-bleibt-Anklage-dunn?_vl_backlink=/home/panorama/index.do

  25. Le Monde
    18. Dezember 2013 11:57

    Wie niederträchtig und verkommen die Mehrheit der Journaille (die "Tiroler Tageszeitung" ist nur mehr zum Schämen) ist, hat sich jetzt wieder bei dem Sager des Tiroler Landwirtschaftsministers gezeigt, wie armselig die meisten Journalisten dieses Landes schon sind. Noch nie war die Diskrepanz zwischen "veröffentlichter und öffentlicher Meinung" so verheerend, wie in unseren Tagen. Würden nicht Unsummen an Bestechungsgeldern gezahlt, würde wohl ein Zeitungssterben beginnen.

    Der ORF-Tirol (Radio) schaltet in der Morgensendung eine Anruferin direkt ins Frühstücksradio: Diese meinte, dass der Auftritt Rupprechters in Wien nur zum Fremdschämen sei. Der Moderator des ORF erklärte im Radio: "gell ein wenig müss ma schon aufpassen, dass wir (Tiroler) nicht als hinterwäldlerisch wahrgenommen werden", so die persönliche Meinung des Redakteurs!

    Die "Tiroler Tageszeitung" (TT) bietet heute und gestern in Leitartikeln breiten Raum hinsichtlich der Angelobungsformel von Landwirtschaftsminister Rupprechter. Gestern durfte sich in der "TT" ein Herr Peter Plaikner mit der Überschrift "Grüße aus dem Hergottswinkel" austoben: "Nun regiert in Wien wieder das Klischee vom Älpler aus dem Hergottswinkel", meinte er!

    Heute macht sich Michael Sprenger in einem großen Leitartikel in der TT auf Seite 2 darüber Sorgen, wie es wohl um die Trennung von Staat und Kirche hierzulande bestellt ist. Geht's noch tiefer, Herr Sprenger?

    Natürlich kann sich die mit Bestechungsgeldern eingekaufte Medienlandschaft um solche Themen kümmern, weil es dort politisch korrekt ist, hinzuhauen. Was würde wohl in Österreichs Medienlandschaft passieren, wenn ein islamisch ausgerichteter Minister die Gelöbnisformel mit "Allahu akbar" schmückte?

    • brechstange
      19. Dezember 2013 07:30

      Mit dieser Herz-Jesu-Geschichte hat er perfekt abgelenkt:

      Rupprechter will die Landwirtschaft europäisieren. In welche Richtung das geht, kann man sich ausmalen.

  26. schreyvogel
    18. Dezember 2013 11:28

    "Was ist an dieser weiblichen Verteidigungsministerin so Besonderes?"
    Ihre Heterosexualität!

  27. terbuan
    18. Dezember 2013 10:50

    Das Gelöbnis des deutschen Bundespräsidenten, des Bundeskanzlers sowie der Bundesminister lautet nach § 56 Grundgesetz:

    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“

    Der Zusatz "so wahr mir Gott helfe" ist nicht verpflichtend, da er gegen den Grundsatz der Religionsfreiheit verstoßen würde (§ 1, Abs.4 Grundgesetz)

    Umso mehr muss man daher den Eid der Bundesminister in voller Länge würdigen!

    • Ai Weiwei
      18. Dezember 2013 10:59

      Danke terbulan für die wortwörtliche Eidesformel der Deutschen. Es wird wörtlich der Begriff "schwören" verwendet.

      Jesus Christus in Matthäus 5, 33-37:

      Ihr habt weiter gehört, dass zu den Alten gesagt ist (3.Mose 19,12; 4.Mose 30,3): »Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deinen Eid halten.«.

      Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.

      Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.


      In Österreich verwendet man lieber das Wort "geloben".

      Näheres über das Thema "Schwören" auf diesem christlichen Blog:

      http://glaubereal.wordpress.com/2012/03/21/jesus-und-das-schworen/

    • terbuan
      18. Dezember 2013 11:32

      Danke @Ai Weiwei
      für Ihre Ergänzung.
      Man muss die Entstehung des deutschen Grundgesetzes unter dem Gesichtspunkt der Re-Demokratisierung Deutschlands unter dem Einfluss bzw. Mitsprache der 3 westlichen Siegermächte betrachten. Daher wurde eine sehr strenge Formulierung gewählt ohne dabei die Aussagen von Matthäus bzw. Titus im Auge zu haben.

      Das Zitat
      "Das gewohnheitsmäßige falsche Schwören der Pharisäer und Schriftgelehrten zeigte, dass sie sittlich-moralisch am Nullpunkt angelangt waren. Sie taten soviel Strafwürdiges, Böses, Verwerfliches, dass sie ständig unter Eid ableugnen mussten dieses oder jenes verbrochen zu haben."

      gilt heute mehr denn je!

    • schreyvogel
      18. Dezember 2013 11:58

      Was an dieser Eidesformel wohl wirklich stört, ist der Teil "des deutschen Volkes".

      So pflegt A. Hitler zu formulieren. Für ein geeichtes sozialistisches Ohr klingt das heute alarmierend nach Wiederbetätigung. Daneben verblasst der Textteil "Gott" geradezu zur Bedeutungslosigkeit.

      Die einzige pol. korrekte Formulierung wäre "der Bevölkerung Deutschlands"!

    • terbuan
      18. Dezember 2013 12:37

      @schreyvogel
      Der türkische Abgeordnete Arif Ünal im Landtag von NRW hat dies auch prompt kritisiert:
      http://www.youtube.com/watch?v=Sh93l6sARWY

      Er wollte lieber sagen: "Ich schwöre vor der großen türkischen Nation...";-)

    • Undine
      18. Dezember 2013 21:50

      @terbuan

      Danke für den Link! Bei den Worten dieses Türken, der in NRW "mitregieren" und dann auch noch die Formel in seinem Sinne abändern will, haben sich mir die Haare aufgestellt, beim Applaus (!) für ihn ist es mir kalt den Rücken hinauf- und hinuntergerieselt.

      Wenn ich in meinem Haus Gäste aufnehme und die wollen plötzlich die Hausordnung zu ihren Gunsten abändern und dann auch noch anfangen, so nach und nach ---auf meine Kosten!---die Einrichtung auszutauschen und mir mehr und mehr auf die Nerven zu gehen, dann werde ich die Polizei holen, wenn sie nicht freiwillig auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

      Wenn dem Herrn Türken die Eidesformel nicht paßt, dann soll er's bleiben lassen, das "Mitregieren"---er lebt immerhin in Deutschland und nicht in seinem angestammten Heimatland Türkei. Man stelle sich einen Deutschen in der Türkei vor, der in die Politik strebt und dann Änderungswünsche kundtut!

  28. Josef Maierhofer
    18. Dezember 2013 10:42

    viel wichtiger ist mir der Inhalt.

    Sie geloben FÜR ÖSTERREICH zu handeln.

    Und was tun sie tatsächlich ?

  29. MSc
    18. Dezember 2013 10:27

    Kann man es nicht jedem Minister selbst überlassen, mit welcher Formel er sein Gelöbnis ablegt ? Muss man wirklich alles zu einem Problem hochstilisieren ? Davon haben wir wahrhaft auch so genug.

  30. Greunz
    18. Dezember 2013 10:00

    Tut mir leid, da habe ich eine völlig andere Meinung:
    Es ist einfach unfassbar, ein Gruselkabinett der Sonderklasse!

    Und auch das noch: der Herr DI EU-Abgeordnete und Neominister kennt offensichtlich nicht die österr. Bundesverfassung, wo EINDEUTIG die Trennung von Kirche und Staat*** festgeschrieben ist.

    Nur durch das Machwerk Konkordat vom 5. Juni 1933, jenen Vertrag mit dem "Heiligen Stuhl" aus einer der dunkelsten Epochen Österreichs scheint dieses abstruse Verhalten bei der Angelobung gedeckt (eine verfassungsrechtliche Entscheidung durch den Verfassungsgerichtshof wäre interessant).
    Im Ö!-Journal meinte der Herr Minister, falls jemanden sein Verhalten nicht passt, wird er mit den Schützen "aufmarschieren". Und im übrigen der unheilige Anderl (Oxner) von Rinn-Kult wurde durch ein Dekret von Bischof Reinhold Stecher am 15. Juli 1994 aufgehoben. Privat kann der Minister dem nachtrauern, aber bei einer Angelobung einer Bundesregierung finde ich dieses Bekenntnis völlig unpassend.

    Es ist auch Tatsache. dass die kath. Kirche massiv in die österr. Gesetzgebung Einfluss nimmt, böse Zungen behaupten, der Herr Kardinal hält sich öfter in den Ministerien auf als bei kirchlichen Institutionen.

    Ja, jetzt fällt es mir wieder ein… nicht umsonst hängt das Konterfei des damaligen Ständestaatskanzlers immer noch in den Clubräumen der ÖVP, dort wo er nach wie vor als Säulenheiliger der Geschichte Österreichs verehrt wird.

    zu***:
    Staatsgrundgesetz 1867 Art. 14-16
    Vertrag von St. Germain 1919 Art. 63
    Europ. Menschrechtskommission 1950 Art. 9
    Religiöse Bekenntnisgemeinschaften 1998

    Ein zutiefst frustrierter Wähler und Steuerzahler!

    • Hugo v. Hofmannsthal
      18. Dezember 2013 10:46

      Der Humor auf dem Land ist oft etwas herber, aber – wie ich glaube – deswegen trotzdem oft sehr herzlich. Es sollte in Österreich auch dazu gehören, dass man den Unterschied zwischen Stadt und Land wahrnimmt (in der Politik wird dieser zu oft ignoriert). Dies hätte wahrscheinlich auch schon 1934 geholfen.

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2013 10:33

      Wau!

      Eine Atheistenargumentation vom Feinsten. Ein Beispiel nicht nur einer gelungenen Trennung von Kirche und Staat, sondern auch einer solchen von Hirn und tippender Hand.

      Sonst wäre dem p.t.Poster sicher aufgefallen, dass das Gelöbnis auf den Staat und nicht auf die Kirche erfolgte. Da wird es dann sehr schwer zu erklären, was denn die Kirche mit der Religion zu tun hat. (Viel mehr stört mich da das permanente GErechtigkeitsgesöchs der Roten, das mit Humanität schlicht gar nichts zu tun hat.)

      Aber das ist ja gerade das Problem mit den Atheisten, dass die überhaupt nicht mehr begründen können, warum man denn ein Versprechen überhaupt einzuhalten hätte. Auch, ja gerade dann, wenn es einmal nicht so recht in den Kram passen sollte.

  31. Hugo v. Hofmannsthal
    18. Dezember 2013 09:40

    Ich sehe das nicht unbedingt als einen Nachteil, dass hierzulande mit Gelöbnisformeln bewusster umgegangen wird. Wahrscheinlich wird in Deutschland nur etwas heruntergeplappert, während man in Österreich angesichts der Geschichte (wie eben oben erwähnt, etwa durch den Bürgerkrieg vom Februar 1934) kritischer damit umgeht. Wie Deutschland heute durch die ehemalige Zweiteilung (BRD & DDR) profitiert, wird Österreich durch die Aufarbeitung dieser jüngsten Geschichte profitieren. Es wird Österreich sicher nicht zum Nachteil gereichen, wenn es sich bewusster den anderenorts mit Gott auseinander muss.

  32. Karl Knaller
    18. Dezember 2013 09:40

    Betr.: Eidesforrmel
    Vorschlag: "BEIM BARTE DES PROPHETEN". Wird eh' bald unumgänglich sein...

  33. Erich Bauer
    18. Dezember 2013 09:40

    Ein neues Wort ist "geboren": FRUSTFASCHISTEN.

    Zutreffend für alle Regulierungswütigen, Verbote-Neurotiker, Meinungs-Sanktionierer und "Verhetzungs"-Spione/Profiteure...

    Frustfaschisten sollte unbedingt das Wort des Jahres 2014 werden. Man muss dieses Wort immer wieder verwenden... und wenn Medien dazu die Leser auffordern ihre Wahl zu treffen, senden.

  34. Politicus1
    18. Dezember 2013 09:39

    OT:
    einmal eine gute Nachricht bei ORF-Online:
    "Die britische Regierung hat Einschnitte bei Unterstützungsleistungen für Einwanderer aus EU-Staaten ab Jänner angekündigt. Ab Jahresbeginn bestehe in den ersten drei Monaten nach der Einwanderung kein Anspruch auf Arbeitslosenhilfe mehr, sagte Premierminister David Cameron heute in London.

    Das vorgesehene Paket, das auch weitere Maßnahmen enthält, werde Großbritannien zu einem „weniger attraktiven Ort für EU-Einwanderer machen, die herkommen und versuchen, auf Staatskosten zu leben“.

    D.h., bisher hatte jeder EU-Bürger, der nach UK kam, sofort Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung? Und bei uns??

  35. Politicus1
    18. Dezember 2013 09:35

    1) zu Gottes Hilfe:
    Besonders in Wien ist das Zurücknehmen alles Göttlichen aus dem öffentlichen Leben unübersehbar.
    Ein Erzbischof, der seine Stimme nicht lautstark erhebt, wenn das Kreuz im öffentlichen Raum bedroht wird ....
    Pfarrer, die sich nicht mehr trauen, die Glocken ihrer Kirchen länger als 10 Sekunden läuten zu lassen, weil sich Anrainer beschweren ...
    Christen, die - um niemand zu kränken - kein "Grüß Gott" mehr sagen, sondern ein ORF-korrektes "Guten Tag!" oder das internationale "Hallo!" ...
    Vielleicht wollten Mann und Frau halt ganz einfach beim agnostischen Bundespräsidenten auch nur korrekt sein?

    2) zu Töchterle:
    Jämmerliches Parlament, in dem es schon eine Tagessensation ist, wenn ein Abgeordneter nach seinem Wissen und Gewissen, frei von Klubzwang öffentlich sichtbar seine Stimme abgibt.
    Hoffentlich hält er es auch bis zur Abstimmung über das neue Bundesministeriengesetz durch. Wenigstens EIN Zeichen ...

    3) zum gestrigen Parlamentstag:
    Erfreulich das Verhalten der Opposition! Endlich zeigte sich eine Opposition in Sachfragen vereint bei der Abstimmuung. War es doch vor Jahren unvorstellbar, dass sich Grüne und Blaue gemeinsam gegen die Regierung von den Sitzen erhoben...
    So sehr ich die Neos nicht mag, aber Strolz scheint - vermutlich durch seine Erfahrung im ÖVP-Klub - ein Gewinn für das Hohe Haus und die Opposition zu sein.
    Irritiert haben mich die Zahlenfeststellungen der Frau Präsident:
    Es war unübersehbar, dass bei den vielen Abstimmungen etliche Plätze in den Reihen der Regierungsparteien leer waren. Dennoch erfasste Frau Dr. Prammer mit einem Blick, was die Mehrheit und was die Minderheit war?
    Warum nicht echt zählen und ein Abstimmungsergebnis genau verkünden?
    Oder ist das schon Gewohnheitsrecht, dass die Regierungsmehrheit immer die Mehrheit hat, egal wie viele von ihren Abgeordneten bei der Abstimmung im Saal sind?

    • gh57.at
      18. Dezember 2013 13:49

      @Politicus1

      ad 3) "Zahlenfeststellungen"
      Nachdem der Wertkonservative zu mehr sachlicher Diskussion aufgerufen hat, möchte ich klein anfangen und formal etwas entgegnen.

      So weit ich mich erinnern kann, gab es zwei namentl. Abstimmungen (nämlich eine zu TOP 1 und eine zu den TOP 2 und 3, siehe http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/NRSITZ/NRSITZ_00007/index.shtml ).

      Zu den anderen Abstimmungen möchte ich auf auf folgende Bestimmung verweisen:

      "Jedem Abgeordneten steht es frei, vor jeder Abstimmung zu verlangen, daß der Präsident die Zahl der "für" und gegen" die Frage Stimmenden bekanntgibt. Der Präsident kann jedoch nach eigenem Ermessen von vornherein, oder wenn ihm das Ergebnis der Abstimmung zweifelhaft erscheint, eine namentliche Abstimmung anordnen."

      (§ 66 Abs. 3 GOG-NR, siehe http://www.parlament.gv.at/PERK/RGES/GOGNR/gog09_P53-68.shtml )

      Das bedeutet also, dass, wenn auch nur ein einziger (Oppositions-)abgeordneter auch nur den Hauch eines Zweifel am Abstimmungsergebnis gehabt hätte, eine Stimmenzählung durchgeführt worden wäre (hätte werden müssen).

      "Warum nicht echt zählen und ein Abstimmungsergebnis genau verkünden?"

      Wie lange mag es wohl dauern, 183 (oder auch nur 120, wenn der Saal wirklich so leer war) "pro"- und "contra"-Stimmen zu zählen)? Und das 10 oder 15 Mal?

    • Politicus1
      18. Dezember 2013 14:16

      gh57:
      Wie lange mag es wohl dauern ..

      Nun, funktionierende Demokratie braucht halt ihre Zeit ...

      Wenn sich das schätzometrische wieder einspielt, weil eben nie alle im Saal sind (sein wollen), halte ich es für bedenklich, auch wenn alle Parteien meinen, dass es eh egal ist

    • Erich Bauer
      18. Dezember 2013 16:20

      Ein nettes Folterinstrument der Opposition. Problem: Auch die Oppos wollen nach Hause. Die Luft im Plenum ist wirklich... Zumeist steht ja eine Gesetzesbeschluss-Orgie am Programm... :-)

      Namentliche Abstimmung im Nationalrat...

      durch Verwendung von Ja- bzw. Nein-Stimmzetteln bzw. durch mündliche Stimmabgabe mit "Ja" oder "Nein" bei Namensaufruf. Eine namentliche Abstimmung im Plenum des Nationalrates hat stattzufinden, wenn 20 Abgeordnete es schriftlich verlangen.

  36. machmuss verschiebnix
    18. Dezember 2013 09:15

    Der Unterschied besteht auch hier wieder speziell in Wien, das ja bekanntlich "anders" ist.
    Die glauben nämlich, daß sie die Hilfe Gottes nicht brauchen und genau deshalb bekommen
    sie die auch nicht ! !

    Welchen Erfolg sie damit haben, kann man an der zügigen Talfahrt sehen

    .

  37. Wertkonservativer
    18. Dezember 2013 08:20

    Kurz zum Thema Angelobung:

    der Tiroler imponiert mir wirklich: der ist - auch wenn er "grün" begonnen hat - ein im besten Sinn glaubens- und traditionsbewusster Mensch; dass er obendrein tüchtig ist, hat er in seinen bisherigen Funktionen eindrucksvoll bewiesen!
    Solche Leute brauchen wir - in allen politischen und gesellschaftlichen Funktionen und Bereichen!

    Ein Schwenker zum heutigen Brandstätter-Leitartikel im Kurier:
    "Töchterle soll das Parlament reformieren"!
    Hauptargument: das oft unwürdige und lächerliche Diskussionsverhalten der Parlamentarier!
    Nun, so gut der mir äußerst sympathische Mann auch ist, das wird ihm - auch bei größter Bemühung - angesichts der bestehenden Durchschnittsqualität der Abgeordneten wohl kaum gelingen! Dazu ist er auch viel zu gescheit, zu vornehm, leider auch etwas zu introvertiert!

    Aber wie auch immer: ein Super-Anwärter auf das höchste Amt im Staate wäre er allemal! Diese Option sollten wir im Auge behalten!

    Noch ein kurzer Schwenker, gar nicht o.t., zum "Tagebuch":
    Unser Forum, als Diskussionsrunde konzipiert und geführt, leidet nmA. in letzter Zeit am Mangel an echter Duiskussionskultur, vor allem jedoch am nicht vorhandenen "Zusammenprall" verschiedener Meinungen und Auffassungen in einigermaßen sachlicher Diskussions-Atmosphäre!

    Das waren noch Zeiten, wo z.B. "phaidros" sich zu den Themen "Bundesheer" und "Klima" oft hitzige, jedoch qualitätsvolle Diskussionen mit - auch honorigen - Andersdenkenden lieferte! Von Diskussionen dieser Art lebt ein Diskussionsforum, nicht von oft gleichlautenden und sich dauernd wiederholenden Mainstream-Ergüssen frustrierter Blogger!
    Und wie schaut's heute aus?
    Es gibt z.B. praktisch keinerlei ausgewogene Diskussion über die politische Situation in Österreich, über die Europäische Union, über den Euro, über die Integrationsprobleme, usw. usf.
    Und was ist der Grund, dass es die nicht gibt?
    Weil - sagen wir - achtundneunzig Prozent der verehrlichen Bloggerschaft der Mainstream-Meinung sind, dass die EU ein "Völkerkerker", der Euro "eine Missgeburt", und unsere Politiker ja sowieso alle miteinander Korruptionisten, Minderleister und unqualifizierte Hunde sind! Dass die Volkspartei da auch weit überdurchschnittlich Watschen zugeteilt bekommt, fügt sich ins Bild!

    Wie, liebe Freunde, soll sich da eine Diskussion entwickeln, wenn - außer ein, zwei Widersprecher wie z.B. ich - eh' alle einer Meinung sind?

    Ich würde Dr. Töchterle viel Erfolg bei seinen Bemühungen im und für das Parlament wünschen!
    Mein persönlicher Wunsch als Mitglied der A.U.-Bloggergemeinschaft wäre etwas mehr Ausgewogenheit in der Diskussion, vor allem jedoch etliche weitere "Qualitäts-Widersprecher", um das "Tagebuch" wieder lebendiger, und als qualitätsvolles Diskussionsforum weiterhin im Sinne der von Dr. Unterberger erhofften Außenwirkung zu erhalten!
    Man wird sich doch noch etwas wünschen dürfen, oder?

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      18. Dezember 2013 09:51

      Wieder einmal: goldene Worte, ***!
      Und was die Unausgewogenheit der Meinungsfronten hier betrifft: suchen Sie Trost bei unserem Schiller => "Der Starke ist am mächtigsten allein!"

    • Anton Volpini
      18. Dezember 2013 10:23

      Danke für diese Klarstellung, lieber Wertkonservativer!

    • gh57.at
      18. Dezember 2013 10:33

      @Wertkonservativer

      Selten kann ich einem Kommentar so von vollem Herzen zustimmen wie diesem hier!

    • Nestor 1937
      18. Dezember 2013 11:33

      Ja, Töchterle for president !!

    • A.K.
      18. Dezember 2013 12:45

      Sie schreiben (Zitat) „...Es gibt z.B. praktisch keinerlei ausgewogene Diskussion über die politische Situation in Österreich,... Weil - sagen wir - achtundneunzig Prozent der verehrlichen (?) Bloggerschaft der Mainstream-Meinung sind, dass die EU ein "Völkerkerker", der Euro "eine Missgeburt", und unsere Politiker ja sowieso alle miteinander Korruptionisten, Minderleister und unqualifizierte Hunde sind!... Wie, liebe Freunde, soll sich da eine Diskussion entwickeln, wenn - außer ein, zwei Widersprecher wie z.B. ich - eh' alle einer Meinung sind?“

      Ja, es sind eben 98% der Bloggerschaft, die darunter leiden wie es bei Europa-Politikern, und österreichischen Politikern zu einer Unterdrückung durch die Linken gekommen ist. Radikal Feministinnen sind für die Ausbildung zuständig und diese und Spinner haben z.B. in Form der Schreibweise in öffentlichen Papieren – z.B. Binnen-I – sich als Unterdrücker des gesunden Menschenverstandes profiliert. Daß 98% dagegen sind ist solchen Polit-Apparatschiks egal, die Medien fördern eifrig diese Knechtschaft.

    • Helmut Oswald
      18. Dezember 2013 12:46

      Selten haben Sie meine Zustimmung. Dafür schon.

    • M.S.
    • Erich Bauer
      18. Dezember 2013 14:40

      Sg. @Wertkonservativer: "...qualitätsvolle Diskussionen mit - auch honorigen - Andersdenkenden..."

      Auf die Gefahr hin, einen "shit storm" auszulösen...

      Ich kann mich noch gut erinnern als die Sub-Kommentare den weitaus größeren Anteil gegenüber den Haupt-Kommentaren, zu den Artikeln von A.U. einnahmen.

      Mit der "Sternderl"-Einführung (vor allem des "Monatsstockerl") veränderte sich nahezu schlagartig das Poster-Verhalten. Der "Wettbewerb" um "Sternderl" stand auf einmal im Vordergrund. Ein Sub-Kommentar "brachte" nix - außer Zeit- und Gedankenverschwendung. Da stellte man nur noch seine Haupt-Kommenrtar-"Aktie", wohlfeil, in den "Börsenbetrieb". Die "freie Marktwirtschaft" feierte augenblicklich fröhliche Urständ. Das ist verständlich. Markt und Wettbewerb entstehen sofort, wenn Anreiz und "Rahmenbedingungen" vorhanden sind. Selbst wenn's nur um einen Apfel und ein Ei geht...

      Nun kann man festhalten. Die Haupt-Kommentare hatten die besseren "Rahmenbedingungen" - für Viele. Die anderen "Vielen" hatten mehr Interesse für Diskussionen. Aus den schon festgestellten Gründen musste es nur folgerichtig, den „Marktgesetzen“ entsprechend, zu "Diskussionsverweigerung" kommen... Zugegeben, dieser Prozess dauerte etwas länger, um Auswirkungen zu zeigen. Dennoch, schnell genug... Die Sub-Kommentar-Austrocknung schritt zügig voran. Die an Diskussion (und nicht an "Sternderl") Interessierten zogen sich gelangweilt zurück.

      So! Und so ist das heute eben. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Es liegt mir fern, auch nur im Geringsten, irgendwelche "Empfehlungen" zu geben. Und bitte, bitte, inständig. Keinesfalls darf dieser Sub-Kommentar als "Anregung" für eine „Markterweiterung“, hin zu den Sub-Kommentaren, gesehen werden! Die Überforderung… (stöhn)… das gäbe ein Burn-Out… :-)

    • Erich Bauer
      18. Dezember 2013 15:10

      Klarstellung/Ergänzung:

      Überforderung und "Burn-Out" hat nicht im Geringsten mit Zweifel an der Fähigkeit der Blog-Teilnehmer, Haupt- und Sub-Kommentare im Wechsel zu verfassen!!!

      Ich meinte damit die "Sternderlschmeißer" :-) Nix für ungut.

    • Gerhard Pascher
      18. Dezember 2013 16:20

      ad causa Sternderl:
      Wer sich die Mühe macht, eine Statistik sowie das Verhalten bei der Sternderlvergabe in der Vergangenheit zu beurteilen, wird schnell feststellen, dass dabei fast immer die am Beginn des Tages platzierten Hauptkommentare mit den meisten Sternderln versehen werden. Weiters wird von der 6-stufigen Beurteilung sehr wenig Gebrauch gemacht, die meisten Leute verteilen entweder drei oder gar keine.

      Die Idee dahinter war zwar gut, im Schnellüberblick die wichtigsten Kommentare zu erkennen, leider finden sich solche aber oft unter den Subkommentaren, welche in diesem System unberücksichtigt bleiben. Schön wäre es überhaupt, wenn man rasch einen schnellen Überblick über die vielen oft wichtigen Meinungen bekommen könnte. Gibt es dazu eine bessere Methode? Ich kenne leider keine.

      Ich persönlich beteilige mich kaum bei dieser Klassifizierung und lege auch auf das Einsammeln von Sternen keinen sehr großen Wert.

    • Xymmachos
      18. Dezember 2013 17:15

      @Knaller 09:51 h
      Michler verschmäht Xymmachos' Warnen
      und lässt vom Knaller sich umgarnen?

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2013 07:54

      Von Herzen kommenden Dank allen zustimmenden Blogfreunden, speziell auch den Wertkonservativen-Skeptikern Knaller und Oswald für deren positive Repliken.
      Es tut gut, hin und wieder Applaus auch von unerwarteter Seite zu erhalten!

    • mschoss (kein Partner)
      19. Dezember 2013 08:10

      Sehr geehrter „Wertkonservativer“, ich schätze auch die Diskussion als wichtigen Teil zwischenmenschlicher Kommunikation, da, wie schon Johann Peter Eckermann in den Gesprächen mit Goethe sagte:“ Das Gleiche läßt uns in Ruhe; aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht“. Nur, wie sie selber anführen kann es zu keinem Widerspruch kommen wenn eben zu der Sache keine verschiedenen Meinungen herrschen, es gibt nur zwei Möglichkeiten das zu ändern, andere Themen oder neue Diskussionsteilnehmer!

    • Erich Bauer
      19. Dezember 2013 10:53

      Die GRÜNEN wollen Sotchi (Olympiade) "boykottieren" Das sind wirklich RICHTIGE euLER...

      Aus einem Putin-Interview:

      „Das Weißen Haus ordnete an, und alle führen aus! Wenn die europäischen Länder auch weiterhin eine solche Politik führen, dann werden wir über europäische Angelegenheiten in Zukunft mit Washington reden müssen ...“

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2013 11:48

      Herr Richter,

      wenn (angenommene) 98% (wie von mir hinsichtlich der EU-Blogskeptiker vermutet)der europäischen Bevölkerung ebenso 'EU- und Euro-Gegner wären, wäre ich sicher ein "Vogelstraußkopfindensandstecker", wie Sie sich auszudrücken belieben.

      Da jedoch erwiesenermaßen eine Mehrheit der Europäer (wird sich anlässlich der kommenden EU-Wahl ja wieder klar zeigen) durchaus Pro-Europa eingestellt ist, dürften eher Sie und die restlichen 98% hier ein wenig falsch liegen!
      Wie gesagt: alles ist zwar relativ, kann durch Volksvoten und die Kraft des Faktischen jedoch in Realität umgemünzt werden.

      (mail to: Gerhard@michler.at)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      19. Dezember 2013 15:34

      Lieber Herr Michler,
      ich beschränke mich darauf, Sie herzlich zu grüßen. Auch ich, nur ein Zaungast, hab' a wengerl Haamweh nach der Jugend dieses Blogs, also nach den "halbstarken" Zeiten des unterbergerschen Aufbruchs. (Auch als Sie noch Gedichte zitierten.)
      Wir waren oft, aber nicht immer einer Meinung, hatten aber stets einen fairen, wenn nicht sogar gesitteten Austausch. Es ist schön, Sie wieder lesen zu dürfen.

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2013 17:34

      Ihre mich so freundlich kommentierende Wortmeldung, edler Marcus Aurelius, gibt mir
      BERGE!

      Das ist der wahre Grund für mich, dem Unterberger-Forum die Treue zu halten:
      selten, aber doch immer wieder einmal, begegnet man Menschen auf gleicher bzw. ganz ähnlicher Wellenlänge, die einem das gute Gefühl vermitteln, sich in einem Kreis Geistesverwandter zu bewegen!

      Herzlichen Dank, und liebe Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

  38. Brockhaus
    18. Dezember 2013 08:07

    Zu diesem erschütternden Bericht von Dr.Unterberger kann man nur bitten:

    "Gott schütze Österreich, sowahr uns Gott helfe und vor dem heiligen Herzen Jesu Christi"

  39. Ai Weiwei
    18. Dezember 2013 05:54

    Was die Gläubigkeit von Deutschen und Österreichern betrifft gibt es statistische Untersuchungen.

    Die Österreicher als Volk sind mindestens genauso, aber wahrscheinlich mehr davon überzeugt dass es einen Gott gibt als die Deutschen. Also so gesehen sind die Österreicher insgesamt eigentlich gläubiger als dei Deutschen.

    Dass die Formel "So wahr mit Gott helfe" in Österreich als politisch unkorrekt gilt liegt meiner Meinung nach daran dass bei uns die Sozialisten seit 1945 den Bundespräsidenten stellten und später dann ab Kreisky den Bundeskanzler. Die habe allesamt ihre Nicht-Religiosigkeit deutlich sichtbar vor sich hergetragen.

    Und bei unseren Sozialisten gilt es als ungeschriebenes Gesetz dass sie Agnostiker sein müssen wenn sie in der SPÖ Karriere machen wollen.

    Ich denke dass der österr. Bürgerkrieg vom Februar 1934 wo die "Christlichen" gegen die "Sozialdemokratische Arbeiterpartei" mit Waffen kämpften immer noch unheilvolle Spuren hinterlässt: Im kollektiven Gedächtnis der Nation und in den Parteien.

    • machmuss verschiebnix
      18. Dezember 2013 09:21

      Sie haben recht, die Deutschen tendieren von jeher eher dazu, auf "die eigenen Kraft"
      zu vertrauen, als auf Gott .

      Nun wird aber in Österrreich die Regierung nicht nur in Wien gebildet, sondern auch
      von Wien dominiert. Das ist mit ein wesetlicher Grund dafür, warum sie gar so einen
      erbärmlichen Eindruch hinterläßt !

      .





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