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Die Geldverschwendung Pisa bringt nur wenige – aber umso erstaunlichere Erkenntnisse

Das Urteil nach Veröffentlichung des Pisa-Tests bleibt dasselbe wie vorher: Auch wenn die europäischen Länder mit einem halbwegs leistungsbezogenen Schulsystem – Deutschland, Österreich, Schweiz – beim sogenannten Pisa-Test diesmal besser abgeschnitten haben als beim letzten Mal, so bleibt dieser weitgehend unbrauchbar für die Bewertung eines Bildungssystems. Dafür gäbe es mindestens zwei Dutzend bessere Bewertungsmaßstäbe, die aber allesamt leider weitgehend ignoriert werden.

Wie absurd viele Interpretationen von Pisa sind, lässt sich schon an den Schlagzeilen sogenannter Qualitätsblätter ablesen. Das eine titelt: „Unsere Schüler hinken noch immer hinterher“, das andere: „PISA: Spitzenplatz für Österreich“. Alles klar?

Viel relevanter für den Zustand des Landes ist beispielsweise der – am gleichen Tag bekannt gewordene – neuerliche Absturz im internationalen Korruptionsindex. Österreich sank dort vom schlechten Rang 16 auf den katastrophalen 26. Platz. Aber logischerweise schreiben das die Zeitungen viel dezenter. Sonst müsste man ja auch die eigene Abhängigkeit von parteipolitisch vergebenen Inseraten als besonders üble Korruption diskutieren.

Wer aber doch Pisa trotz all seiner methodischen Mängel, trotz der vernichtenden Kritik führender Pädagogen, trotz der absolut nicht erklärbaren Schwankungen bei vielen Ländern von einem Test zum nächsten ernst nimmt, der kommt auf folgende durchaus erstaunliche Erkenntnisse:

Nach dem teilweisen Abschwimmen der Finnen liegen nun ganz allein die Bildungssysteme der Ostasiaten auf den Spitzenplätzen. Diese aber sind genau das, was die linken Bildungsagitatoren noch weniger wollen als unser Schulsystem. Die ostasiatischen Systeme sind von klein auf extrem selektiv und leistungsorientiert. Ihren Schuldrill kann man zwar emotional kritisieren und ablehnen. Diese Länder sind aber jedenfalls auch bei allen anderen Vergleichs-Methoden durchwegs mit hohem Tempo auf der Überholspur. Daher sollte man sie und ihr Bildungssystem sehr ernst nehmen. Dort werden fast alle wichtigen Weichen für den Bildungsweg schon im Kindergartenalter gestellt. Bei uns hingegen sagen linke „Experten“, dass künftig vor dem 12. oder gar 15. Lebensjahr gar nichts entschieden werden soll. Und jetzt träumt die zuständige Koalitionsarbeitsgruppen sogar von noch mehr „Orientierungsphasen“, also von noch mehr Kuscheln und noch mehr Illusionen.

Wenn man Pisa ernst nimmt, muss man jedenfalls auch das signifikante Zurückfallen der österreichischen Mädchen gegenüber den Burschen in Mathematik ernst nehmen. Dabei kommen einem gleich drei Aspekte in den Sinn. Diese sind jedenfalls in letzter Zeit ständig getrommelt worden. Und sie sind daher sicher auch bei den Jugendlichen angekommen:
- Der erste Aspekt ist die Dauer-Forderung der Feministinnen nach einer Frauenquote. Das legt – auch wenn die üblichen Dummköpfinnen natürlich sofort empört aufheulen werden – eine Vermutung nahe: Bei einigen Schülerin dürfte dadurch die Versuchung gewachsen sein, dass man Karriere ohnedies mit Quote statt Leistung machen könne. Wozu dann noch anstrengen?
- Zweitens: Besonders in letzter Zeit dröhnten fast alle Medien von dem pseudopädagogischen Gerede, dass es überflüssig und falsch wäre, sich um einen Ausgleich der individuellen Schwächen zu bemühen. Wichtig wären nur die Stärken. Da aber viele Mädchen meinen, für Mathematik nicht begabt zu sein, interessieren sie sich auch viel weniger für diese und orientieren sie sich mit ihrer sozialen Klugheit gern nach diesem Gerede und lassen daher Mathematik Mathematik sein.
- Drittens stehen diese Pisa-Ergebnisse in Widerspruch zu den guten Schulnoten der Mädchen. Wird dabei etwa mehr das Brav- und Angepasstsein belohnt als die Problemlösungsfähigkeit?

Skurril ist, dass die Grandezza-Ministerin Schmied jetzt noch einmal aus der wohlverdienten Versenkung aufgetaucht ist und sich des guten Pisa-Ergebnisses berühmt. Dabei ist dieses noch immer nicht so gut wie einst das der Schule unter Elisabeth Gehrer. Dabei ist Gehrer immer medial heruntergemacht worden (wohl weil sie nicht so viel inseriert hat wie Schmied). Dabei ist die nunmehrige Verbesserung gegenüber dem letzten Mal, als viele Schüler gegen Schmied einen Boykott gesetzt haben, besonders nichtssagend.

Mit der Einführung der Neuen Mittelschule unter Schmied hat dieses Ergebnis nichts zu tun. Erstens sind die NMS-Schüler noch gar nicht im Alter, wo sie Pisa-getestet werden. Zweitens weist Pisa überhaupt nicht die Ergebnisse irgendwelcher Gesamtschul-Formen auf, obwohl es diese schon viel länger gibt, als „Neue Wiener Mittelschule“, als „Integrierte Gesamtschule“ usw. Indirekte Indizien zeigen freilich, dass diese Schultypen immer besonders schlecht abschneiden. Das ist wohl der Grund , dass der gesamtschulgeile Pisa-Koordinator der OECD sie regelmäßig unter den Tisch fallen lässt.

Was Pisa aber sehr wohl zeigt, ist das im internationalen Vergleich besonders schlechte Ergebnis der hierzulande in der Schule sitzenden Migranten. Dieses Ergebnis bekommt zusammen mit vielen anderen, gewichtigeren Indikatoren über die nach Österreich kommenden Zuwanderer Gewicht. Dazu gehört insbesondere ihre geringe Beteiligung am Arbeitsmarkt und hohe Arbeitslosigkeit. Das sollte mit oder ohne Pisa konkrete Aktionen auslösen:
- Die Sprachstandsfeststellung mit vier Jahren wäre die einzige wirklich sinnvolle Reformmaßnahme, welche die Koalition derzeit diskutiert. Ihr Ergebnis müsste aber unbedingt mit wirklichen Konsequenzen verbunden sein.
- Es braucht endlich eine konzentrierte Schwerpunktbetreuung für sprach- und bildungsferne Zuwanderer-Kinder und deren ganz spezifischen Bedürfnisse. Dies darf aber keinesfalls auf Kosten der bildungsorientierten Kinder gehen, wie es die Linken gerne hätten.
- Und auch bei der Zuwanderung selber muss Österreich viel ernsthafter schauen, dass endlich nicht mehr primär bewusste Nutznießer des üppigen Wohlfahrtssystems nach Österreich kommen. Diese Forderung mag zwar politisch unkorrekt sein, ihre Umsetzung ist aber dringend notwendig.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrockhaus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 19:06

    Was hat sich denn im Bildungs-und Schulsystem getan, seit dem letzten Pisatest in Österreich, in Deutschland oder der Schweiz? Gar nichts. Und schon gar nicht in Finnland. Oder vielleicht hat sich dort etwas zum Negativen geändert, "nach dem teilweisen Abschwimmen" ? Natürlich auch nicht.

    Daher ist der ganze Pisatest eine Farce und das jeweilige Abschneiden dem Zufall überlassen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 19:30

    Man sollte sich einmal grundsätzliche Gedanken zum modern gewordenen "Ranking" machen.
    Pisa und auch Bologna ist nicht anderes wie auch das Ranking der Banken, der Versicherungen, der Konzerne und der Staaten.
    Es ist eine Normierung der Bewertungskriterien mit der Schlußfolgerung des Vergleichs, und hat überall dort Sinn, wo es um vergleichbare Kriterien geht.
    Das ist bei Produktspezifika der Fall (ISO) wie auch bei Kennzahlen von Bilanzen und volkswirtschaftlichen Zahlen.

    Während aber bei ersteren physikalische Messeinheiten zum Tragen kommen, wird es bei den beiden anderen Zahlenvergleichen schon schwieriger.
    Dies hat vor allem deshalb besondere Bedeutung, als die amerikanische Bilanzierungsmethode folgendes zur Norm erhoben hat:

    "On the left side of the balance sheet, nothing is right, and on the right side of the balance sheet, nothing is left."

    Seit dem wird weltweit mit all den Vergleichen geschummelt, daß man besser nichts mehr glaubt, was einem da so auf diesem Gebiet erzählt wird.
    Dies gilt auch für Pisa.
    Bei unseren Kindern achten wir sehr darauf, welche Bildung sie genießen, egal wie Pisa gerade sagt!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 19:51

    Also auch bei 'PISA'-Test wird 'besonders dieser Schultyp gerne unter den Tisch fallen gelassen'.

    Klar doch, muss doch der Mainstream erfüllt werden und kaschiert werden.

    Formal frage ich mich immer wieder, warum denn diese Ergebnisse bis zu ihrer Veröffentlichung ein halbes Jahr irgendwo herumkollern müssen. Wenn ich Prüfung mache, gibt es die Ergebnisse einige Tage, die Korrekturzeit, später.

    Mir kann man noch so viele Tests und Zeugnisse vorlegen, für mich zählt, was der Schüler kann und nicht was er will. Denn allein das kann beurteilt werden. Nicht, ob der PISA-Test positiv war, etc. zählt, nein, ob der Schüler jederzeit und hier und dort lesen, schreiben, rechnen kann und verstehen, außer die Menüpunkte seines i-PADS. Und da fragen Sie einmal die Firmen, die Lehrlinge aufnehmen wollen, was da daherkommt an Ignoranz und Arbeitsresistenz.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 19:18

    Der PISA Test kostet eine Menge Geld und bringt immer nur bereits bekannte Ergebnisse:
    Es gibt Länder mit einem guten Schulsystem und fleißigen Schülern und solche mit einem miserablen Schul- und Gesellschaftssystem mit entsprechend faulem und lernunwilligen Nachwuchs. Hinzu kommen noch die falschen Einwanderer.

    Das Geld für diese Tests könnte man sich sparen:
    Dinner for nothing: "Every year the same procedure!"

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 18:09

    Der "Bologna""Bätschla" gilt übrigens in den USA gar NIX!!! Der "Bätschla" braucht in USA 4 Jahre, in "Bologna" 3! D.h., wenn ein "Bologna"-Bätschla" in USA nach der europäischen Kroan-Schule dort was weitermache will, dann muss er dort wieder bei NULL anfangen! ALSO, 4 Jahre. Ein Vollstipendium ist dann naturgemäß nicht möglich. ALSO 4 x 50.000 §... Das IHS verliert ständig an internationaler Anerkennung. Die Kriterien für die Anwärter-Prüflinge werden aufgeweicht...
    .
    Europa schafft sich ab....

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 23:04

    Fazit: Außer Spesen, nix gewesen!

    Aber die Medien haben ihre Schlagzeilen und die Politik ihre Interpretationsmöglichkeiten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2013 18:53

    Wunderbares, schönes Pisa
    !
    Wie hast Du Dir das verdient, seit Jahren Deinen edlen Namen durch ein von Federfuchsern erstelltes Machwerk verunstaltet zu wissen!
    Ein Machwerk, das allein schon auf Grund seiner, die individuellen Schultypen der "geprüften" Völker, sowie vor allem die großen Mengenunterschiede von Kindern und Jugendlichen aus fremdsprachlichen Migrantenkreisen, nicht wirklich berücksichtigenden, Schwachpunkte kein wirklicher Maßstab für das Lern- und Wissensverhalten der jeweiligen Schuljugend sein kann.
    Wenn jetzt Frau Dr. Schmied die recht überschaubaren Leistungsverbesserungen unserer Kids auf ihre rote Fahne heftet, ist das eigentlich nur zum LACHEN:
    was ist die doch ein richtig unsympathisches Auslaufmodell!

    Und wenn die ganze Diskussion dann wieder darauf hinausläuft, die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen als "Heilmittel" zu forcieren, dann ist das effektiv zum WEINEN !
    Als ob Nivellierung nach UNTEN eine wirksame Medizin sein könnte, die Leistungen unserer Schuljugend nach OBEN zu transportieren!

    Bereits in den Volksschulen müssen die Kinder (vorzugsweise natürlich auch die der fremdsprachlichen Zuzügler) sinnerfassend lesen lernen; dies als unverzichtbare Voraussetzung für den weiteren Kenntniserwerb.
    Die Politiker sind angehalten, vorurteils- und möglichst ideologiefrei für gute Schulgesetze zu sorgen, die unserer Jugend je nach Talent, Lernwilligkeit und positiven Antrieb durch die Elternschaft bestmögliche Zukunftschancen eröffnen!

    Und nun nochmals zu Dir, schönes Pisa in der wunderschönen Toskana:
    Dein "schiefer" Turm und Deine sonstigen Wunderwerke werden noch bestehen und Dir weitere ungezählte Tourismus-Millionen bringen, wenn der auf ziemlich windigen Grundlagen aufgebaute Pisa-Wettbewerb längst vergessen bzw. durch bessere Prüfmethoden und Vergleichsmaßstäbe ersetzt sein wird!

    (mail to: gerhard@michler.at)


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    Ashley, I am totally with you. Discipline is such a cnisrovertoal subject and I had to be very careful in the way I wrote this post. But it seems that the little tap or flick as you call it on his hand still doesn't seem to stop him. I think Louise is right in that the 2nd child is so much more confident than the 1st child and also like some have mentioned above he seems to be way too curious to accept no so maybe that's a good thing. Brismod - loved your answer! I wish I could like minimalism but THINGS just keep on creeping onto tables! I can't help myself!! http://tmrhqbxukw.com [url=http://sqzzrotifvb.com]sqzzrotifvb[/url ] [link=http://eyeqjjzm.com]eyeqjjzm[/link ]

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    You must, must keep your lovely thnigs around you Anna. Regardless of the small, busy and often grimy hands I have constantly wanting to snatch and grab, it's important to still have a visually pleasing environment. It's good for them and as someone who spends so much time at home, it's really important for me. They soon learn anyway.I ordered that "Summers in France" book just last week - I can't wait to get it! Like you, when I receive it, it will take pride of place on my coffee table where it will bring joy each time I look at it...there's sure to be a bowl of lemons lurking somewhere nearby also:)Meredy xo

  8. Nics (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:01

    Another very intersting side Ashleighelizabeth...In some ways I agree with what you are saiyng but I personally will continue to keep my pretty things around me because that is the way I live and I want to teach my children, who I love more than anything in this world, to appreciate lovely things and all the hard work which goes into having lovely things and also I think it's important to teach them to respect the things of others... It is definitely a controversial subject...

  9. Imre (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:35

    I'm no expert on this stuff and hnistaet to offer my opinion as I'm not yet a parent but I've observed my cousin use the phrase "please don't do that" with her children (4yrs & 18 months). Some children from an early age seem to dislike being instructed what to do (I was definitely one and I'm often reminded of when I was 2yrs old and got cross with a shop keeper for telling me what to do. I told him only my mother could talk to me like that!). "Please don't do that" seems more suggestive and leaves it open to the child to decide rather than being instructed what to do. Who knows? it might work?I agree about leaving things as they are and letting the children adapt to that environment. It might be just about trying many different tactics until you find the one that works for both you and Max.Good luck, Anna! I bet you're a wonderful mother and I'm sure you will find it! In the meantime, I bet it will challenge your creativity and design skills! xx

  10. Ashleyy (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:23

    Muito bom Beto. Sem vocea jamais teioamrs estes momentos registrados. Espero que a ABES tenha como armazenar este acervo para no futuro relembramos o nosso passado. As coisas boas que estamos fazendo Uma abrae7o, Vitorio.

  11. Dr. Knölge (kein Partner)
    05. Dezember 2013 17:33

    Ich halte von Pisa so gut wie nichts. Aus den Ergebnissen etwas abzuleiten ist äußerst gewagt, ein paar Plätze besser oder schlechter sind bedeutungslos. Ich denke, man sollte die Ergebnisse mit großer Gelassenheit sehen.

    Vor 2,3 Jahren habe ich mal Pisa-Aufgaben samt den erwünschten Antworten heruntergeladen. Und was mußte ich sehen? Fragen wurden gestellt

    - zum richtigen Zähneputzen
    - zu Windkraftwerken
    - zu Solaranlagen
    - zum Autokatalysator
    usw.

    Das riecht doch sehr nach politischer Erziehung und weniger nach Ausbildung für das spätere Berufsleben. Vielleicht steht Deutschland ja nur deshalb einigermaßen gut da wegen der Indoktrinierung der Schüler durch pflichtbewußte Lehrer.

    Besonders ärgerlich fand ich die erwünschten Antworten zum Katalysator. Hier wurde eine Kleinkindersprache für chemische Abläufe verlangt, für die jeder Abiturient geteert und gefedert würde.

  12. cmh (kein Partner)
    05. Dezember 2013 09:17

    Die SPÖ ist die Partei der Proletarier.

    Proletarier (gleicher Stamm wie Prolet) sind diejenigen, deren gesellschaftliche Bedeutung nicht im Vermögen oder in den persönlichen Fähigkeiten, sondern ausschließlich in den zahlreichen Nachkommen liegt.

    Auf diese Bevölkerungsgruppe setzen die Sozen nachwievor, egal dass diese Bevölkerungsgruppe heute nicht mehr mit den Proletariern des Kommunistischen Manifestes verwandt ist.

    Die Bildung hat da nach wie vor keinen Stellenwert.

  13. Tik Tak (kein Partner)
    05. Dezember 2013 09:11

    Wieder ein typischer Unterberger Artikel:

    Viel Meinung aber keine Ahnung.

    " ... Dort werden fast alle wichtigen Weichen für den Bildungsweg schon im Kindergartenalter gestellt. ... "

    In fast allen ostasiatischen Ländern gibt es eine sehr wichtige Bildungsentscheidung nach der primary school und nicht im Kindergarten.
    Die primary school dauert dort im Schnitt 6 Jahre und nicht, wie die Volksschule in Österreich, 4 Jahre.
    Die Kinder sind also bereits 10-12 Jahre alt wenn sie sich für den weiteren Bildungsweg qualifizieren müssen.
    Vielleicht war der Unterberger ja ein wenig länger im Kindergarten?

    Diese Qualifizierung ist übrigens in den meisten Fällen eine Lernstatusfeststellung in Form eines Abschlußtests wie z.B. das PSLE in Singapur http://en.wikipedia.org/wiki/Primary_School_Leaving_Examination welches dann für die Eignung und Aufnahme der weiterführenden Schule verwendet wird.

    Von wegen "im Kindergarten".

    Die nächste Entscheidung gibt es dort übrigens im Schnitt dann mit 16 mit einem ähnlichen Test.
    Dann geht es um die Frage, ob und welches Studium gewählt wird und wie man darauf hin arbeitet.

    Von wegen "im Kindergarten".

    Und dann noch das Märchen mit dem Drill.

    Das ist schon länger vorbei, zumindest in den erfolgreichen Ländern hat sich in den vergangenen Jahren die Singapore Math Methode ( http://en.wikipedia.org/wiki/Singapore_math ) durchgesetzt die genau den gegenteiligen Weg geht.
    Nach der Methode wird in Südkorea, Teilen Japans, Thailand, Hong Kong, Teilen Chinas, GB und Teilen der USA unterrichtet.

    Drill gibt es dort natürlich immer noch - aber primär in den schlechten Schulen Japans und Teilen Chinas.

    Der Unterschied ist, daß dort Bildung für sich ein Wert ist und in Europa die Befindlichkeit der Lehrer dessen Platz eingenommen hat.

    Ich habe das gestern schon mit dem Taschner diskutiert, der ist in der Sache genauso stur auf dem Holzweg wie der Unterberger.
    Mit dem Taschner war ich sogar einmal in einer solchen Schule in Singapur - der hat nur gesehen was er sehen wollte.
    Beide, Taschner wie Unterberger, könnte man vor Ort in erfolgreiche Schulen setzen und beide würden nicht sehen, wie dort unterrichtet wird, beide würden nur ihre Ansichten bestätigen wollen.

    Die Asiaten sind deshalb auf der Überholspur weil sie nachgedacht und sich weiterentwickelt haben.
    Dort geht es um die Qualität der Absolventen und deren Vorbereitung für den nächsten Schulabschnitt oder das Studium.
    Darum setzt China ja auf solche Modelle und hat sich in den letzten Jahren sogar zum Weltführer in Sachen Patente entwickelt.
    Das geht nicht mit Drill und Auswendiglernen.

    Die Europäer sind in ideologische Grabenkämpfe verstrickt und werden auch weiterhin auf der Verliererspur sein.

    Egal ob linke oder "konservative" Europäer diskutieren, sie werden nicht weiterkommen wenn sie ihre Augen nicht öffnen und den Rest der Welt beobachten.

    PISA zeigt nur, daß der Stillstand verwaltet wird und Ideologie die Diskussion bestimmt.

    Das wird keine Verbesserung bringen, die paar Punkte Unterschied zwischen 2000 und 2012 sind nicht das Problem.
    Auch der Unterschied zwischen Mächen und Buben ist nicht das eigentliche Problem.
    Wenngleich dieser auszugleichen ist.

    Der Lernabstand zwischen den 16 jährigen Asiaten und den Europäern (knapp 3 Jahre) ist das Problem.

    Diese 3 Jahre sind später ein gewaltiger Produktivitätsunterschied zwischen Europa und Asien.

    Aber mit Kleinigkeiten wie Inhalten gibt sich in Österreich ja keiner mehr ab, schließlich reicht es die ideologischen Gräben zu pflegen.
    Da wie dort.
    Da ist der Unterberger keine Ausnahme.

    • no na (kein Partner)
      05. Dezember 2013 20:09

      @ tiktak

      Zitat: "Ich habe das gestern schon mit dem Taschner diskutiert, der ist in der Sache genauso stur auf dem Holzweg wie der Unterberger.
      Mit dem Taschner war ich sogar einmal in einer solchen Schule in Singapur - der hat nur gesehen was er sehen wollte.
      Beide, Taschner wie Unterberger, könnte man vor Ort in erfolgreiche Schulen setzen und beide würden nicht sehen, wie dort unterrichtet wird, beide würden nur ihre Ansichten bestätigen wollen."

      Wieso nur werde ich das Gefühl nicht los, dass diesem Tiktak nur die antibürgerliche Polemik wichtig ist? Nur das Schimpfen auf Bürgerliche? Bei gleichzeitigem Behaupten der eigenen Allwissenheit und Unfehlbarkeit sowie der eigenen Vertrautheit mit anderen Leuten, die allerdings tatsächlich was zu sagen haben, wie etwa prof. taschner (Sie sind vergleichsweise völlig uninteressant, Herr!), was besonders lächerlich ist?

    • Tik Tak (kein Partner)
      06. Dezember 2013 12:36

      Besonders lächerlich ist Ihre Antwort.

      Mehr nicht.

  14. fenstergucker
    03. Dezember 2013 23:04

    Fazit: Außer Spesen, nix gewesen!

    Aber die Medien haben ihre Schlagzeilen und die Politik ihre Interpretationsmöglichkeiten.

  15. Herby
    03. Dezember 2013 22:23

    Habe eben auf diepresse.com die irreführende Schlagzeile gelesen:

    "PISA: Spitzenplatz für Österreich" (das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen!)

    Der Link ist: http://diepresse.com/home/bildung/schule/1493462/PISA_Spitzenplatz-fur-Osterreich

    Den Artikel hat Bernadette Bayrhammer verfasst.

    Sind die gute Frau Bayrhammer und die Presse-Redaktionskollegen noch bei Trost? Was verstehen die unter 'Spitzenplatz'?

  16. Freak77
    03. Dezember 2013 22:13

    Apropos:

    ".... Das ist wohl der Grund , dass der gesamtschulgeile Pisa-Koordinator der OECD sie regelmäßig unter den Tisch fallen lässt."

    Der OECD-Pisa-Koordinator ist der Deutsche Andreas Schleicher:

    Hier ein Interview aus 2010 wo sich Herr Schleicher klar für die Gesamtschule ausspricht:

    Pisa-Koordinator Schleicher: "Gemeinsame Schule selbstverständlich"

    http://derstandard.at/1291454649485/STANDARD-Interview-Pisa-Koordinator-Schleicher-Gemeinsame-Schule-selbstverstaendlich

  17. Politicus1
    03. Dezember 2013 22:11

    vielleicht liegt's ganz wo anders ...
    vielleicht lässt sich Mathe in chinesisch oder koreanisch viel leichter verstehen, als mit der schweren deutschen Sprache ...(;-)

  18. Brigitte Imb
    03. Dezember 2013 20:30

    1/2 OT

    Die Aussagekraft diverser Messungen und Berechnungen sind wirklich mehr als fraglich.

    Die EU beweist das einmal mehr, indem nun neue Berechnungen für die Staatsschulden gelten sollen. Besonders originell daran ist v.a. eine rückwirkende Berechnung ab dem Jahr 1995.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1493831/Freundlichere-Staatsschulden-durch-neue-Berechnung-des-BIPs?direct=1493832&_vl_backlink=/home/meinung/kommentare/1493832/index.do&selChannel=107

    Zu Pisa: Bildungsorientierte Eltern werden für ihre Kinder den geeigneten Weg finden und diese für Leistungsbereitschaft fit machen. Da können die Linken tricksen was sie wollen, eine Bildungselite wird immer existieren, die ihnen (leider zu langsam) den Garaus machen wird.

  19. Josef Maierhofer
    03. Dezember 2013 19:51

    Also auch bei 'PISA'-Test wird 'besonders dieser Schultyp gerne unter den Tisch fallen gelassen'.

    Klar doch, muss doch der Mainstream erfüllt werden und kaschiert werden.

    Formal frage ich mich immer wieder, warum denn diese Ergebnisse bis zu ihrer Veröffentlichung ein halbes Jahr irgendwo herumkollern müssen. Wenn ich Prüfung mache, gibt es die Ergebnisse einige Tage, die Korrekturzeit, später.

    Mir kann man noch so viele Tests und Zeugnisse vorlegen, für mich zählt, was der Schüler kann und nicht was er will. Denn allein das kann beurteilt werden. Nicht, ob der PISA-Test positiv war, etc. zählt, nein, ob der Schüler jederzeit und hier und dort lesen, schreiben, rechnen kann und verstehen, außer die Menüpunkte seines i-PADS. Und da fragen Sie einmal die Firmen, die Lehrlinge aufnehmen wollen, was da daherkommt an Ignoranz und Arbeitsresistenz.

  20. Anton Volpini
    03. Dezember 2013 19:30

    Man sollte sich einmal grundsätzliche Gedanken zum modern gewordenen "Ranking" machen.
    Pisa und auch Bologna ist nicht anderes wie auch das Ranking der Banken, der Versicherungen, der Konzerne und der Staaten.
    Es ist eine Normierung der Bewertungskriterien mit der Schlußfolgerung des Vergleichs, und hat überall dort Sinn, wo es um vergleichbare Kriterien geht.
    Das ist bei Produktspezifika der Fall (ISO) wie auch bei Kennzahlen von Bilanzen und volkswirtschaftlichen Zahlen.

    Während aber bei ersteren physikalische Messeinheiten zum Tragen kommen, wird es bei den beiden anderen Zahlenvergleichen schon schwieriger.
    Dies hat vor allem deshalb besondere Bedeutung, als die amerikanische Bilanzierungsmethode folgendes zur Norm erhoben hat:

    "On the left side of the balance sheet, nothing is right, and on the right side of the balance sheet, nothing is left."

    Seit dem wird weltweit mit all den Vergleichen geschummelt, daß man besser nichts mehr glaubt, was einem da so auf diesem Gebiet erzählt wird.
    Dies gilt auch für Pisa.
    Bei unseren Kindern achten wir sehr darauf, welche Bildung sie genießen, egal wie Pisa gerade sagt!

  21. terbuan
    03. Dezember 2013 19:18

    Der PISA Test kostet eine Menge Geld und bringt immer nur bereits bekannte Ergebnisse:
    Es gibt Länder mit einem guten Schulsystem und fleißigen Schülern und solche mit einem miserablen Schul- und Gesellschaftssystem mit entsprechend faulem und lernunwilligen Nachwuchs. Hinzu kommen noch die falschen Einwanderer.

    Das Geld für diese Tests könnte man sich sparen:
    Dinner for nothing: "Every year the same procedure!"

    • Haider
      03. Dezember 2013 23:17

      Junge, bildungsresistente, männliche Matschotypen mit ostanatolischen Wurzeln beherrschen tagsüber die (bereits jetzt weitgehend ruinierte) Mariahilferstraße. Während die dummen Sozialproduktvermehrer schuften, machen sie sich einen schönen Tag. Wer finanziert dies? Warum hält sie niemand zur Arbeit an? Aus Dankbarkeit machen sie sich über uns Idioten noch lustig. Und wenn Sie mich fragen: ZU RECHT!

  22. Brockhaus
    03. Dezember 2013 19:06

    Was hat sich denn im Bildungs-und Schulsystem getan, seit dem letzten Pisatest in Österreich, in Deutschland oder der Schweiz? Gar nichts. Und schon gar nicht in Finnland. Oder vielleicht hat sich dort etwas zum Negativen geändert, "nach dem teilweisen Abschwimmen" ? Natürlich auch nicht.

    Daher ist der ganze Pisatest eine Farce und das jeweilige Abschneiden dem Zufall überlassen.

  23. Wertkonservativer
    03. Dezember 2013 18:53

    Wunderbares, schönes Pisa
    !
    Wie hast Du Dir das verdient, seit Jahren Deinen edlen Namen durch ein von Federfuchsern erstelltes Machwerk verunstaltet zu wissen!
    Ein Machwerk, das allein schon auf Grund seiner, die individuellen Schultypen der "geprüften" Völker, sowie vor allem die großen Mengenunterschiede von Kindern und Jugendlichen aus fremdsprachlichen Migrantenkreisen, nicht wirklich berücksichtigenden, Schwachpunkte kein wirklicher Maßstab für das Lern- und Wissensverhalten der jeweiligen Schuljugend sein kann.
    Wenn jetzt Frau Dr. Schmied die recht überschaubaren Leistungsverbesserungen unserer Kids auf ihre rote Fahne heftet, ist das eigentlich nur zum LACHEN:
    was ist die doch ein richtig unsympathisches Auslaufmodell!

    Und wenn die ganze Diskussion dann wieder darauf hinausläuft, die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen als "Heilmittel" zu forcieren, dann ist das effektiv zum WEINEN !
    Als ob Nivellierung nach UNTEN eine wirksame Medizin sein könnte, die Leistungen unserer Schuljugend nach OBEN zu transportieren!

    Bereits in den Volksschulen müssen die Kinder (vorzugsweise natürlich auch die der fremdsprachlichen Zuzügler) sinnerfassend lesen lernen; dies als unverzichtbare Voraussetzung für den weiteren Kenntniserwerb.
    Die Politiker sind angehalten, vorurteils- und möglichst ideologiefrei für gute Schulgesetze zu sorgen, die unserer Jugend je nach Talent, Lernwilligkeit und positiven Antrieb durch die Elternschaft bestmögliche Zukunftschancen eröffnen!

    Und nun nochmals zu Dir, schönes Pisa in der wunderschönen Toskana:
    Dein "schiefer" Turm und Deine sonstigen Wunderwerke werden noch bestehen und Dir weitere ungezählte Tourismus-Millionen bringen, wenn der auf ziemlich windigen Grundlagen aufgebaute Pisa-Wettbewerb längst vergessen bzw. durch bessere Prüfmethoden und Vergleichsmaßstäbe ersetzt sein wird!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Scheherazade
      03. Dezember 2013 21:00

      Die Abkürzung PISA steht für "Programme for International Student Assessment (Programm zur internationalen Schülerbewertung)" und hat so rein gar nichts mit der schönen Stadt in der Toskana (und den wunderbaren Weinanbaugebieten drumherum) zu tun.

    • terbuan
      03. Dezember 2013 21:15

      ...und ich dachte ich immer PISA wäre eine Abkürzung für
      "Pleiten im schulischen Alltag" ;-)

    • Scheherazade
      03. Dezember 2013 21:27

      ...ein Schelm, der Übles dabei denkt ;-)

    • Wertkonservativer
      04. Dezember 2013 07:51

      Weiss ich, wunderliebe @ Scheherazade!
      Das können Sie mir schon zutrauen!

      Und, @ terbuan: nicht schlecht, Dein "Wortspiel"!

      (mail to: gerhard@michler.at

  24. Erich Bauer
    03. Dezember 2013 18:09

    Der "Bologna""Bätschla" gilt übrigens in den USA gar NIX!!! Der "Bätschla" braucht in USA 4 Jahre, in "Bologna" 3! D.h., wenn ein "Bologna"-Bätschla" in USA nach der europäischen Kroan-Schule dort was weitermache will, dann muss er dort wieder bei NULL anfangen! ALSO, 4 Jahre. Ein Vollstipendium ist dann naturgemäß nicht möglich. ALSO 4 x 50.000 §... Das IHS verliert ständig an internationaler Anerkennung. Die Kriterien für die Anwärter-Prüflinge werden aufgeweicht...
    .
    Europa schafft sich ab....

    • Riese35
      03. Dezember 2013 22:35

      Vor 25 Jahren, als es bei uns noch kein Bologna-System und keinen "Bätschla" gab, war das nicht so. Damals war ein Wechsel von uns in ein US-Studium viel weniger bürokratisch und effizienter. Man wurde nicht nach (nichtssagenden) formalen Sammelpunkten bewertet und eingestuft, sondern nach dem, was man wirklich in seinem Studium im Fach gemacht hat und wo man stand. Auch ohne österreichischen "Bätschla" war ein Wechsel z.B. in ein US-amerikanisches Graduate Studium (Master) problemlos möglich, wenn man was von seinem Fach verstand und dort einen entsprechenden Level hatte.

      Vieles, womit sich US-amerikanische Undergratuates im Studium beschäftigen und wirklich plagen, stand bei uns damals bereits auf dem Gymnasiallehrplan und war Maturavoraussetzung: z.B. Differential- und Integralrechnung. Heute, da bei uns Mathematiklehrer von Studienbeginn an bereits von den Diplomstudenten getrennte Vorlesungen besuchen und das Schwergewicht mehr auf Pädagogik denn auf Mathematik liegt, läßt auch bei so manchem jungen Mathematiklehrer das mathematische Verständnis sehr zu wünschen übrig, und es kommt immer wieder vor, daß diese zwar im Gymnasium unterrichten, den zu vermittelnden Stoff aber selbst nicht verstehen (z.B. das Wesen von Kardinalzahlen, das den ureigensten menschlichen Prozeß des Zählens mit Hilfe des Begriffs der Mächtigkeit formalisiert, d.h. das ursprünglichste aller mathematischen Modelle, oder die notwendigen Voraussetzungen, daß man die Regel von de l'Hospital anwenden kann). Das führt dann dazu, daß diese Mathematiklehrer zwar mit ihren Schülern unendlich lange Formalismen pauken, deren Sinn sie aber selbst nicht verstehen und daher auch nicht unterrichten können. Formell ist dann zwar gemäß unserem System alle in Ordnung, nur Begeisterung für ihr Fach und dessen Bedeutung können sie nicht vermitteln.





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