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Erwin Pröll, das politische Genie

Zweitklassige Führungspersönlichkeiten scharen nach einer alten Erfahrungsweisheit drittklassige Menschen um sich. Wie ist dann ein Politiker zu beurteilen, der primär letztklassige Menschen anzieht? Wie etwa ein Erwin Pröll.

Er gilt als politisches Urvieh mit brutalen Durchsetzungsmethoden, wenn auch nicht als sonderlicher Intellektueller. Aber die wichtigsten Qualitäten einer Führungspersönlichkeit sieht man erst daran, mit welchen Menschen sie sich umgibt. Wenn man den niederösterreichischen Machthaber an Hand jener Menschen beurteilt, die er in der Politik gefördert hat, da kommt einem bald das Wort Desaster in den Mund.

Niemand anderer als Pröll hat etwa einen Ernst Strasser nach oben befördert. Von niederösterreichischen Parteifunktionen bis ins Innenministerium und dann an die Spitze der ÖVP-Liste für das EU-Parlament (bei letzterem Avancement hat Neffe Josef ebenfalls eine Hauptrolle gespielt).

Besonders beschämend ist dabei für beide Prölls: Sie haben die offen deponierten Bedingungen Strassers vor seiner EU-Kandidatur akzeptiert. Strasser hat darauf bestanden, dass er auch als EU-Abgeordneter weiter als Lobbyist Geld verdienen könne. Das aber sind zwei absolut unvereinbare Tätigkeiten. Um das zu erkennen, braucht es nicht erst der Recherchen britischer Journalisten mit versteckter Kamera und verstecktem Mikrophon. Alles Weitere zu Strasser findet sich in der Gerichtssaalberichterstattung.

Jene Bedingung Strassers hätte von den Prölls mit einem absoluten Veto verboten werden müssen – selbst wenn es nachvollziehbar ist, dass Josef Pröll in Othmar Karas als völlig unberechenbarem Geschoß keine brauchbare Alternative gesehen hat.

Jedenfalls ist die Affäre Strasser – selbst wenn der Mann letztlich doch noch freigesprochen werden sollte – und die Pröll-Rolle darin meilenweit von jedem Anstand, jedem Gehört-sich, jedem Charakter entfernt.

Mindestens ebenso bedenklich ist Erwin Prölls Rolle auch bei der Karriere der Monika Lindner. Denn auch diese ist einzig und allein ihm zu verdanken. Ohne Pröll wäre Lindner vor allem nie und nimmer ORF-Generaldirektorin geworden.

ÖVP und FPÖ wollten damals eigentlich andere Kandidaten für die ORF-Spitze. Aber Pröll hat auf Lindner bestanden, was die schwarz-blaue Koalition zum Nachgeben gezwungen hat, da Pröll ja über mindestens zwei Stimmen im Stiftungsrat bestimmt. Daher ist es eine wirkliche Chuzpe, wenn Lindner nun in einem Buch Wolfgang Schüssel die Schuld daran zuschiebt, dass sie nicht wiederbestellt worden ist. Das war vielmehr ganz eindeutig auf die Dummheit Lindners selbst zurückzuführen.

Sie selbst hat als ORF-Chefin keine Chance ausgelassen, das blau-orange Lager zu provozieren. Sie hat sich in ihrer Naivität ganz auf die SPÖ verlassen. Worauf dieses dritte Lager sich dann eben rächte und am ORF-Wahltag mit der Linken packelte. Zweites (oranges) Motiv für diese Packelei war, dass die ÖVP sich geweigert hat, Peter Westenthaler ein paar Monate vor der Wahl 2006 noch schnell zum Vizekanzler von Schwarz-Orange zu machen.

Das dritte Lager büßt heute selbst ähnlich wie Lindner mit dem Ende ihrer ORF-Karriere schwer dafür, dass es sich beim ORF mit der SPÖ eingelassen hat. Aber Lindner begreift zum Unterschied von der FPÖ offenbar bis heute nicht, wie dumm es von ihr war, sich auf die falschen Treueschwüre ihres Mitarbeiters Alexander Wrabetz einzulassen. Sie glaubt sogar bis heute, dass sie gewonnen hätte, wenn sie TV-Chefredakteur Werner Mück geopfert hätte. Der hatte wenigstens noch ein bisschen der massiv linkslastigen Redaktion entgegenzuhalten versucht. Worauf er logischerweise von den Linken (angeführt von den Herren Wolf, Huemer und Konsorten) mehr attackiert worden ist als das unpolitische Leichtgewicht Lindner.

Die Dame ist schlicht unbetamt und naiv. Wer das bezweifelt hat, ist spätestens bei ihrem späteren Scheitern in der Plakat-Branche oder jetzt bei der Groteske rund um ihre Nationalrats-Kandidatur erwacht.

In diese Reihe der besonders peinlichen Pröll-Kreationen gehört auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Seit ihrem Ruf „Zaster her!“ kann es daran wohl wenig Zweifel geben. Jedoch: Während die anderen beiden genannten Pröll-Fehlgriffe inzwischen abgestürzt sind, sitzt Mikl fest im Sattel. Sie darf offenbar zur Belohnung für treue Pröll-Dienste nun auch gleich das ganze Kapitel Justiz im Namen der ÖVP verhandeln.

Mit anderen Worten: Mikl ist die dritte schwere Culpa in eligendo auf dem Konto des niederösterreichischen Machthabers. Erwin Prölls Menschenkenntnis reicht nur zur Einteilung in Freunde und Feinde. Da drängen gerade die peinlichsten Figuren danach, zu seinen Freunden zu zählen, um das nutzen zu können.

Unglaubliche Brutalität prägt auch Prölls Verhalten in Sachfragen. Da sei an seinen – die Steuerzahler letztlich Unsummen kostenden – Kampf gegen einen Semmering-Tunnel erinnert. Dem hat er erst zugestimmt, als das Projekt sinnlos verteuert worden war.

Pröllsche Brutalität sah man auch, als ein Oberstgericht einen für die Hypo-NÖ negativen Bescheid der Finanzmarktaufsicht aufgehoben hat. Da hat Pröll sofort lauthals die Köpfung des FMA-Vorstandes verlangt. Als ob es nicht täglich hunderte Male passiert, dass eine höhere Instanz einen Verwaltungsbescheid aufhebt. Auch mit solchen der niederösterreichischen Landesregierung ist das schon oft genug passiert. Ohne dass es da einen Rücktritt an deren Spitze gegeben hätte.

Prölls Verhalten zeugt von einem sehr gebrochenen Verhältnis zum Rechtsstaat. Irgendwie hat er halt nicht mitbekommen, dass die Feudalzeit vorbei ist. Er nimmt vielmehr das Wort „Landesfürst“ ganz wörtlich.

Man muss daher mehr als froh sein, dass Pröll neuerdings nicht mehr der einzige Anwärter für die Kandidatur als Bundespräsident auf dem schwarzen Ticket ist. Mit Christoph Leitl scharrt da jetzt noch ein anderer ehrgeiziger Typ in den Kulissen der ÖVP. Und bei allen Fehlern, die man Leitl vorhalten muss (dazu gehört vor allem sein standortgefährdendes ständiges Nachgeben gegen die Gewerkschaft), ist er im Vergleich zu Pröll doch eindeutig vorzuziehen. Leitl ist erstens kein so cholerisch-brutaler Machtmensch wie Pröll. Und er hat zweitens keine so katastrophalen Personalia zu verantworten wie der Niederösterreicher.

Freilich gilt dieses positive Urteil über Leitl nur dann, wenn man sich bloß zwischen diesen beiden Männern entscheiden müsste.

PS: Die ganze Brutalität des Erwin Pröll zeigte sich auch bei der Entscheidung, wer aus Niederösterreich denn nach der Wahl für die ÖVP ins Parlament einzieht. Da wurde die Badener Unternehmerin und Mutter Carmen Jeitler eiskalt übergangen, obwohl sie ein sensationelles Vorzugsstimmen-Ergebnis erzielt hat. Aber offenbar waren Pröll völlig farblos Kandidaten ohne Vorzugsstimmen-Erfolge sympathischer als eine dynamische junge Frau, die nicht mit dem Quoten-Schmäh, sondern mit Leistung in die Politik wollte. „Die ist ihm zu intelligent“ kommentierte das ein frustrierter Badener.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 09:20

    Josef Pröll, ein Totengräber der sogenannten Volks Partei ? Warum sollte mich das bestürzen ? Keine Ratschläge - den Mann einfach weitermachen lassen. Die Bobos dort brauchen einen harten Zuchtmeister, der die Peitsche so richtig knallen lässt. Vorwärts - und schneller in den Abgrund. Spätestens mit der Förderung des Mysterienkünstlers Nitsch und seinen permanente Gro Ko Deals mit dem Primitivbolschewiken Häupl ist der Mann für seine Umfaller Partei zum Markenzeichen geworden.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 08:42

    Pröll schafft, was weder Kreisky noch irgend einem anderen Führer der SPÖ gelungen ist: er zerstört die ÖVP nachhaltiger.

  3. Ausgezeichneter KommentatorMajordomus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 12:32

    Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, trägt sich Landeshauptmann Erwin Pröll mit dem Gedanken, eine überlebensgroße goldene Statue seiner Person in der Innenstadt von St. Pölten errichten zu lassen. Die Pläne hat Erwin Pröll dem niederösterreichischen Landtag letzte Woche in einer geheimen Sitzung vorgelegt.

    Die geplante Höhe der mit kostbarem Blattgold besetzten Statue soll 190 Meter betragen. Das Fundament soll sich alle 24 Stunden um seine eigene Achse drehen, so dass die Statue immer der Sonne zugewandt ist. Innerhalb der Statue wird sich ein Museum über das Leben des Landeshauptmanns befinden, auch eine Verwendung als Mausoleum wird angedacht.

    Die Hälfte der knapp 60 Millionen Euro Baukosten wird der Bauernbund übernehmen, der Rest soll aus dem Steuertopf sowie aus Mitteln der Wohnbauförderung finanziert werden. Auch wird angedacht, eine einmalige „Statuenbeitragsgebühr“ von allen niederösterreichischen Haushalten einzuheben, falls die geplante Finanzierung nicht ausreichen sollte.

    Die Statue soll rechtzeitig zum 25-jährigem Jubiläum der Amtszeit Prölls im Jahr 2017 fertiggestellt werden und soll nachfolgende Generationen an die „visionäre Führung des Landesvaters“ erinnern. Den Vorwurf des Personenkultes lässt Pröll nicht gelten. Er betont, dass nur eine Statue solchen Ausmaßes seinem Andenken würdig sei. Pröll sieht das neue Wahrzeichen St. Pöltens als ein „Geschenk der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher an ihren Landesvater“ und würdigt es als Zeichen der Anerkennung und des Dankes.

    Kritik wurde einzig seitens der Grünen laut. Sie bemängeln, dass im Zuge des Baus der Statue zwei Eichen gefällt werden müssten. „Dies wäre zu verhindern gewesen“, gibt sich der Landesgeschäftsführer Thomas Huber unzufrieden. Die Grünen seien zwar prinzipiell nicht gegen den Plan, hoffen aber, vor Baubeginn noch einen Kompromiss zu finden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 02:28

    1/2 OT
    Unser - durch Prölls Gnaden (und personifizierte Weisheit in Persolalfragen) - Außenminister, der, der so gerne Finazminister od. Kanzler werden möchte und der, der gerade als "Chef" das Finanzloch von bis zu lächerlichen 40 Mrd.€ in die Hand nimmt -, beklagt bei der hochverschuldeten EU, daß zuwenig für deren Eigenwerbung investiert werde.

    Und vieles Ungustiöses mehr findet sich im folgenden Link. (Der Blog wird dann sicher - wenn´s nicht ohnehin bereits so ist -, angezapft werden. Aufpassen, EU is watching us...)

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/11/stalking-eu-will-kritiker-im-internet-gezielt-ueberwachen/

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/11/stalking-eu-will-kritiker-im-internet-gezielt-ueberwachen/

  5. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 12:40

    In New York darf der Bürgermeister nach 3 Amtsperioden nicht mehr kandidieren.
    Das wäre auch in Österreich eine vernünftige Vorgangsweise, denn dann hätte vermutlich der rote und schwarze Filz in Wien und Niederösterreich gar nicht erst entstehen können.
    Nachahmung empfohlen!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorleshandl
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 11:12

    Danke Erwin, dass die Nordautobahn 14 Jahre nach der Grenzöffnung noch immer nicht fertig ist, der Semmeringtunnel mit Riesenkosten verzögert wurde, dafür der Herr Nitsch ein Museum in Mistelbach erhalten hat. :-(

  7. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. November 2013 08:36

    PRÖLL in NÖ und HÄUPEL in WIEN - gemeinsam haben sie fast 7 JAHRZEHNTE
    MACHTMONOPOL IHRER PARTEIEN.

    ° In beiden Ländern hat die Demokratie versagt, denn in beiden Ländern hätte es mehrere gute Gründe für einen Machwechsel gegeben.

    ° In beiden Ländern wird die Macht der Partei auch durch ein ausgeklügeltes
    " PARTEISOLDATEN-SYSTEM " gestützt.

    ° Unbehinderte Machtentfaltung muß korrumpieren!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGeng
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    15. November 2013 10:54

    Zu E.Prölls "hervorragenden" Personalerfindungen dürfen u.a. nicht vergessen werden sein gewesener Stellvertreter und von E. Prölls Gnaden als "Sanierer" des Flughafens Wien - wo er fulminant gescheitert ist - eingesetzte Ernst Gabmann und dessen Nachfolger als LH-Stv und "sehr fähige" Finanzreferent - die Ausbildung als Musikschulleherer ist ja hiefür eine gute Grundlage - Sobotka.


alle Kommentare

  1. Frenchy (kein Partner)
  2. Piyarat (kein Partner)
  3. Keith (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:47

    Your posting is abluostely on the point!

  4. Devendra (kein Partner)
    20. Januar 2015 18:18

    Fell out of bed feeling down. This has brtngiehed my day!

  5. Danke Landeshauptmann (kein Partner)
    24. September 2014 14:46

    Versucht mal von Wien nach Dobersberg öffentlich zu kommen, oder einfach nur im Waidhofner Bezirk öffentlich rechtzeitig zur Arbeit und dann nach der Arbeit (ZB nach 18 h) wieder mach Hause zu kommen!? Das ist schier unmöglich... Das verdanken wir unserm Onkel... Das Auto ist ein Muß für Jeden der hier lebt und arbeitet...

  6. Geng (kein Partner)
    15. November 2013 10:54

    Zu E.Prölls "hervorragenden" Personalerfindungen dürfen u.a. nicht vergessen werden sein gewesener Stellvertreter und von E. Prölls Gnaden als "Sanierer" des Flughafens Wien - wo er fulminant gescheitert ist - eingesetzte Ernst Gabmann und dessen Nachfolger als LH-Stv und "sehr fähige" Finanzreferent - die Ausbildung als Musikschulleherer ist ja hiefür eine gute Grundlage - Sobotka.

  7. Solon der Zweite (kein Partner)
    12. November 2013 22:10

    Was Herr Unterberger beschreibt, ist nur die Spitze des Eisbergs .
    Das was sich auf Beamtenebene an Intrigen und Personalentscheidungen von Herrn Prölls Gnaden abspielt, wäre für einen Borgia ein Lehrbeispiel!
    Allein die Vorgänge um die Donauuniversität, der Zahnmedizin und ähnlicher Einrichtungen könnten von Leid und Freud inkompetenter Höflinge des Herrn E. Pröll zeugen.....

  8. Carolus (kein Partner)
    12. November 2013 22:07

    Schon älter (ca. 1996), aber unvergesslich: „Doppelter Akademiker“ LH Erwin Pröll kanzelt alten Landpfarrer herunter: http://www.youtube.com/watch?v=B1ojJyq0feo

  9. Erich_47 (kein Partner)
    12. November 2013 11:20

    Ich muss leider einigen Meinungen widersprechen!

    Pröll schaff(t)e es hervorragend, das meiste Geld für neue Verkehrsverbindungen zu erhalten! Als Wahlsalzburger mit Wiener Wurzel kann ich nur staunen, welches Schnellstraßen- und Autobahnnetz in NÖ entstanden ist! Nur das Burgenland überrascht mich da fast noch mehr. Zu Stoßzeiten kann es ja sein, dass etliche Autos diese Straßen benützen; wir nehmen aber am Weg nach Wien gerne ab St.Pölten den Umweg über das Tullnerfeld: praktisch sind wir bis Korneuburg allein auf breitesten Straßen. Es gibt S-Bahnverbindungen, von denen wir im Flachgau nur träumen.

    Nett, wenn die Bewohner aus den Staaten im Norden, Osten und Südosten über unsere Autobahnen rascher zu uns kommen - nett für sie...

    Zum Semmeringtunnel: lesen sie von Godeysen das hervorragend recherchierte Buch "Schwarze Löcher - rote Zahlen". Dort erfahren sie, warum der Semmeringtunnel nicht einfach gerade geführt wird und warum er in Mürzzuschlag endet, obwohl der ebenste Weg erst weiter südlich das Tunnelende begründen würde. Der enorme Wassereinbruch im Probetunnel: ist das schon gelöst?? Sind die Fragen bezüglich gravierender Änderungen der Quellen durch den Tunnel beantwortet??

    Warum können die Verantwortlichen nicht europäisch denken und den übrigens von anderen Staaten favorisierten Weg über das ungarische Flachland - ohne Tunnels und gröbere Steigungen! - nehmen?? Da entsteht genauso ein Geldvernichter wie der Koralmtunnel. Interessant, dass sich da Bures auch von Haselsteiner beeindrucken ließ.

    • Riese35
      12. November 2013 23:59

      >> "Es gibt S-Bahnverbindungen, von denen wir im Flachgau nur träumen."

      Dieser Aussage liegt wohl auch ein Traum zu Grunde. Denn bis auf einige wenige über Wien durchgebundene Schnellbahnachsen und einer Schnellfahrstrecke sieht das übrige Eisenbahnetz in NÖ besonders traurig aus. Die NÖVOG hat einen Großteil der bestehenden Eisenbahnlinien von den ÖBB übernommen, um dann bis auf eine Ausnahme den Verkehr einzustellen. Ybbstalbahn, Wachauerbahn etc. Damit ist eigentlich das gesamte Eisenbahnnetz zerrissen worden, und zu vielen Orten kommt man öffentlich gar nicht mehr zu vernünftigen Zeiten hin.

      In den 90er Jahren boten die ÖBB Fahrrad am Bahnhof an: ein sehr durchdachtes und sinnvolles Konzept. Im Ybbstal will Pröll die Eisenbahntrasse zu einem Radweg machen. Gerade in Gebirgsregionen aber, wo es kaum Rundwege gibt, kommt man meistens an einem anderen Ort an, als man abgefahren ist. Dafür ist der Privat-PKW unbrauchbar. Und auch ein Autobus, denn ein solcher transportiert keine Fahrräder. Der Ybbstalradweg hätte nur in Kombination mit einer Eisenbahnlinie Sinn.

      Die Fahrzeit in einem Autobus ist verloren. In einem Autobus kann man während der Fahrt so gut wie nichts erledigen. Anders in einer Eisenbahn. Eisenbahnen wurden aber größtenteils eingestellt: Wachau, Kerhof, St. Aegid, Freiland, Krumpen, Ybbstal, Gerichtsberg, Zwettl, Waidhofen an der Thaya, Drosendorf, Ernstbrunn, Wolfsthal-Berg-Köpcsény-Engerau (was eine ganz wichtige Verbindung wäre), Weinviertel etc. Tschechien hat seine Eisenbahnen bis zur Grenze ausgebaut, die Weiterführung in Österreich fehlt. Die Verbindung Wien - Preßburg ist eine Schande und Fehlplanung ersten Ranges. Die Anbindung des Schwechater Flughafens ebenfalls. Und wo noch ein Gleis liegt, endet ein Großteil der Züge in der letzten Haltestelle vor der Landesgrenze.

      Die Mariazellerbahn wird zwar renoviert, was aber macht ein Betriebszentrum im Niemandsland bei Laubenbachmühle? War dafür der St. Pöltner Alpenbahnhof nicht viel günstiger gelegen? Einst transportierte die Mariazellerbahn das gesamte Holz - auf nur 760mm Spurweite und mit erneuerbarer, elektrischer Energie. Heute verbietet man angeblich wegen der Treibhausgase starke Staubsauger und Glühlampen. Niemandem in der EU ist aber noch eingefallen, den vielen sinnlosen LKW-Verkehr zu verbieten oder einzuschränken. Der LKW-Ferntransport ist so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. Und gerade im Gebirge um Mariazell war die Mariazellerbahn viel effizienter.

      Gerade hinsichtlich Eisenbahn ist Pröll das Gegenteil eines Vorbilds.

    • Riese35
      13. November 2013 00:17

      Und noch eine Ergänzung zu Ihrer Lobhudelei hinsichtlich Schnellstraßen und Autobahnen: Haben Sie sich schon einmal Poysdorf angeschaut? Oder Drasenhofen? Das sind Orte an einer europäischen Hauptdurchzugsstraße, etwa der alten Bernsteinstraße. Nicht einmal eine Umfahrung haben all diese Orte. Die LKW-Kolonnen zwängen sich durch Engstellen und enge Kurven in den Ortsdurchfahrten.

      Einmal konnte man wegen eines Straßenfestes in einem Nachbarort von Poysdorf Brünn nur mit großen Umwegen von Wien aus auf der Straße erreichen. Auf der gesamten Strecke zwischen Rom und Warschau spottet einzig der Abschnitt in Niederösterreich jeder Beschreibung. Dort fühlt man sich heute noch an die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg oder die Zeit des kalten Krieges erinnert. Kaum hat man in Nikolsburg die Grenze passiert, geht es flott voran und ist nach wenigen Kilometern auf einer durchgehenden Autobahn nach Brünn, Prag, Olmütz, Mährisch Weißkirchen, Ostrau, Oderberg, Teschen, Bielitz, Kattowitz, Breslau etc.

      Das ist Pröll! Eine Schande für Österreich!

  10. Der Realist (kein Partner)
    12. November 2013 11:13

    man mag zu Erwin Pröll stehen wie man will, im Gegensatz zu seinen lauwarmen Kollegen weiß er allerdings wie man Wahlen gewinnt. Falsche Personalentscheidungen haben ach andere schon genug getroffen, auch solche mit vermeintlich hohem Intellekt.
    Herr Leitl ist garantiert Prölls parteiinterner Wunschgegner um das Präsidentschaftsamt, würde mich nicht wundern, hätte Erwin Pröll selbst Leitl ins Gespräch gebracht. Im Gegensatz zu Erwin Pröll ist Leitl bestenfalls ein politischer Luftballon und gilt nicht gerade als Sympathieträger.

    • Torres (kein Partner)
      12. November 2013 11:30

      Er weiß vor allem, wie man faktische (Wahl-)Niederlagen zu großen "Siegen" umfunktioniert. Wie vielleicht erinnerlich, hat er bei der letzten Landtagswahl massiv verloren, aber doch noch knapp die Absolute geschafft (vornehmlich aufgrund der Schwäche der NÖ-SPÖ), was er als Riesen-Triumph zelebriert hat.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. November 2013 11:44

      Der Landes-Erwin wollte ja schon mehrmals antreten, aber es dürfte ihm jedes Mal jede Ambition dazu vergangen sein, nachdem er die ungeschönten Befragungsergebnisse dazu erhalten hat.

      NÖ scheint allerdings eine "causa sui generis" zu sein.
      Auch wenn es schon zu bröseln beginnt, das Machtmonopol.

      Und wenn dann einer wie Pröll seinen "pränatalen Herodes-Komplex" bis zum Exzess auslebt, hat das bundesweite Folgen.
      Der Herr ist und bleibt zweite Wahl.
      Egal, gegen wen er antritt.

  11. brs (kein Partner)
    12. November 2013 07:15

    Ich bin seit vielen Jahren schon der Ansicht dass Pröll und Häupl die Totengräber der Demokratie und jeweils ihrer eigenen Parteien sind. Für sie sollte man den Titel "Staatsterrorist ehrenhalber" kreiren.
    An diesen zwei Undemokraten zeigt sich auch, dass die Begrenzung der Funktion auf 2 Perioden ein wichtiges Element zur Wiederherstellung der Demokratie ist. Natürlich gehört auch Elemente der direkten Demokratie entsprechend eingeführt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. November 2013 11:27

      Dazu eine etwas ältere Mitschrift aus einem Interview mit den beiden dicken Freunden:

      Aus dem „report“ vom 13.1.09 / Gabi Waldner moderierte:

      Aber auch zwischen die beiden selbst passt kein Löschblatt, denn Michael Häupl und Erwin Pröll sind trotz ideologischer Unterschiede echte Spezis. Als solche haben sie dem „report“ nun ihr allererstes gemeinsames Fernsehinterview gegeben, und zwar dort, wo ihre ungewöhnliche Freundschaft vor Jahren begonnen hat:
      Im Palais Niederösterreich in Wien, Innere Stadt, Herrengasse 13.
      Häupl: Seavas, griaß di.
      Pröll: Servas. Segn ma si wiederamol do. O.ä.
      Waldner: Das ehemalige NÖ-Landhaus ist ein Ort der Begegnung.
      Hier wurde 1918 der Grundstein für die österreichische Republik gelegt.
      Hier residierten jahrzehntelang der nö. LH und Landtag.
      Hier vereinbarten 1995 LH Pröll und BM Häupl eine Vereinbarung über einen Liegenschaftsabtausch, damit das historische Landhaus nach der Übersiedelung Prölls nach St. Pölten im Besitze NÖs bleibt. Hier besiegelten Pröll und Häupl ihre Männerfreundschaft, hier treffen sich die zwei Landesfürsten zum Gespräch mit dem „report“.
      Man räkelt sich.

      Waldner: Gute Freunde stimmen ja bekanntlich alles miteinander ab. Worauf haben sie sich denn geeinigt, wie legen sie es denn heute an? Staatsmännisch oder die polternden Landeshauptleute? Herr Häupl?
      H: (unverständlich) Gefrier auf ihn..?
      W: hängts an mir, oder …??
      P: Sehr gerne lass ich mir nicht alles von ihnen aufzwingen, aber ich würde sagen, wir geben uns so wie wir sind ..
      W: Also polternd ..
      P: Nein, so wie’s notwendig ist. Staatsmännisch und das eine oder ander Mal auch ein bissel schärfer, wenn es notwendig ist.
      W: Reden wir über die Gaskrise. Was wären aus ihrer Sicht denn Alternativen, um da aus dieser Abhängigkeit herauszukommen?
      P: Also zunächst da möchte ich gerade in dem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit zwischen Wien und NÖ schon hervorstreichen ..
      W: Das musste ja kommen …
      P: Na ja, das ist ein Faktum .. oder soll ich’s verneinen
      Pröll: … warum verschweigen?
      P: ja, das muss man auch sagen, das begründet übrigens auch diese gute Zusammenarbeit zwischen uns beiden, wir habns miteinander geschafft, von den Energiekriegen zw. Wien u. NÖ zu einer Energiekooperation zw. W u. NÖ zu kommen ..
      W: Die Frage, die trotzdem bleibt – wie kommt man aus dieser Abhängigkeit von Moskau heraus, geht man eher in die Richtung .. ist die Alternative anderer Lieferanten, oder ist eher die Alternative anderer Energien?
      H: Wieso in Ö. Wasserkraft nicht, generell gesehen, als erneuerbare Energiequelle gilt, weiß ich nicht, ich kann das nicht beurteilen. Ich halte das für skurril.
      W: Heißt weiterer Ausbau der Wasserkraft ..
      H: heißt zunächst amal Energieeffizienz, keine Energieverschwendung, wenn wir zusätzliche Energie benötigen Ausbau der Wasserkraft ..
      W: .. und wo an der Donau ?
      H: also wenn sie mich jetzt auf Hainburg hinzwingen sollen, ist das ja wohl absurd, wollen wir beide nicht, brauchen wir gar nicht reden drüber, aber sie wissen genau so, dass die Wasserkraftressourcen in Ö. natürlich noch breit gefächert sind, es gibt in Salzburg noch neun Projekte, die im Genehmigungsbereich auch stecken ..
      W: also Wasserkraft ausbauen, nicht an der Donau …
      H: ja
      W: Die NÖVP hat vor kurzem ja beschlossen für sich, sie ist dafür, das Energiesparen gesetzlich zu verordnen, wär das (zu H,) auch denkbar …
      H: halte ich für eine gute Idee, eine gute Idee, das sollte man vernünftigerweise generell auch für ganz Österreich jawoll
      W: (zu P.) Und welche Sanktionen stellen sie sich da zum Beispiel vor? Wie soll denn das ablaufen?
      P: Ich würde nicht in erster Linie von Sanktionen reden, sondern in erster Linie geht’s hier, Anreize zu schaffen, dass tatsächlich bei den diversen Investitionen sowohl bei den Renovierungsarbeiten als auch bei den Neubauten einfach auf energieeffizientes Bauen geschaut wird, und dass das auch forciert wird.
      W: Dass heißt nur Wohnbauförderung z.B. dort, wo man nicht mit Gas oder Öl heizt. Wär das denkbar?
      P: Sowohl als auch und vor allem auch wegzukommen von der Gasquelle hin zu einem effizienteren Versorgung mit alternativen Energie-Möglichkeiten
      W: dann kommen wir doch in die Niederungen der Innenpolitik. Martin Graf, der dritte Nationalratspräsident, hat sich schon wieder für sein rechtsextremes Umfeld rechtfertigen müssen, das ist peinlich für ihn, aber auch ein bisschen peinlich für SPÖ und ÖVP, die da eben sehr betreten schweigen mussten, und sagen ... Wie sehen sie denn das, wie SPÖ und ÖVP da im Parlament reagiert haben?
      P: Zu jemandem, der auch nur in irgend einer Art und Weise zum Gedankengut des 3. Reiches auch nur anstreift, oder eine Nahebeziehung hat, zu dem ist es notwendig, dass man entsprechende Distanz aufbaut.
      W: Und streift er ihrer Meinung auch an?
      P: Das müssen die beurteilen, die tatsächlich die Rechtfertigung des dritten Präsidenten überreicht bekommen haben, die letztendlich auch diese Rechtfertigung angefordert haben, und das ist meines Wissens das Nationalratspräsidium.
      W. Man hat das Gefühl, dass es ÖVP und SPÖ ein bisserl peinlich ist, ihn gewählt zu haben. Die schweigen jetzt vor sich hin.
      H: No, no, no. Es haben zwar einige SPÖ-Abgeordnete den Herrn Graf zum 3. Präsidenten gewählt und die große Mehrheit nicht.
      W: Na, die Empfehlung kam ja von der ÖVP; von ihren Neffen (zu P.)
      P: Ja das müssen sie bitte dort nachfragen, wo die Entscheidung getroffen wurde ...
      H: a und uns beiden, da bin ich völlig überzeugt, weil ich die Haltung von Erwin Pröll auch kenne dazu, ist es überhaupt keine Frage, wer ein ungeklärtes Verhältnis, eine ungeklärte Beziehung eine ungeklärte Fragestellung zum Nationalsozialismus hat, ist für uns als Partner nicht akzeptierbar. Und das ist ohne wenn und aber.
      W: Gab es ein ungeklärtes Verhältnis oder nicht?
      H:. Ich persönlich habe den Eindruck, dass Herr Graf, unabhängig von seiner (konfuse Gesten) grundsätzlichen Organisationseinheit, dass Herr Graf ein geklärtes Verhältnis dazu hat …
      W: Ich würd sie gern unseren Publikum, unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ein bisserl tiefere Einblick in die wunderbare Freundschaft, die ja seit 1995 besteht, bieten. Ich würde sie bitten Herr Häupl, dass sie uns doch helfen ihren Freund Erwin Pröll ein bisschen besser kennen zu lernen. Ich hab da ein paar Sätze vorbereitet, wenn sie die bitte vervollständigen, in aller Kürze:
      Eine Staatsreform würde E. Pröll niemals blockieren, es sei denn…
      H: das ist völlig falsch, er würde sie selbstverständlich niemals blockieren.
      W: Sag ich ja … es sei denn …?
      H. Es sei denn, sie dient uns.
      W: Der NÖ LH möchte unter keinen Umständen BP werden, weil …
      H: die Frage kann ich nicht beantworten das weiß ich nicht.
      W: … so gut kennen sie ihren Freund auch wieder nicht
      H. So gut kenn ich ihn wieder nicht.
      W: Drohgebärden sind E. Pröll völlig fremd, weil ..
      H: weil das seinem Grundwesen vollkommen widersprechen würde.
      W: E. Pröll schätzt eine starke Opposition besonders dann wenn …
      H: sie ihm nutzt.
      W: ..oder möglicherweise in einem anderen Bundesland ist … was meinen sie?
      H: des waß i net, na.
      W: Der NÖ LH tut stets, was sein Neffe will außer…
      H: Es würde den Interessen NÖ widersprechen, aber des kann ich mir nicht vorstellen.

      W: Herr Pröll, jetzt sie. Zugunsten des Bundes würde M. Häupl jederzeit auf Macht verzichten, außer ..
      P: Es würde Wien schaden.
      W: H.C. Strache ist nicht das geringste Problem für Häupl, weil …
      P: weil M. Häupl ein professioneller Bürgermeister und Politiker ist, der mit jeder und jedem auch auf dem politischen Parkett locker fertig wird.
      W: der Wr. Bürgermeister ist nie grantig, wes sei denn …
      P: Es macht ihn jemand grantig (Daumen hoch von Michi)
      W: Immer wenn Häupl seinen Bundesparteivorsitzenden ganz besonders lobt, dann…
      P: ..macht sein BP-V. exzellente Arbeit für die Republik.
      W: M. Häupl nennt ÖVP-Politiker nur dann „mieselsüchtige Koffer, wenn
      P: sie wirklich mieselsüchtig sind.
      W: Wären alle Roten wie Häupl, dann …
      P: ja, wäre wahrscheinlich die SPÖ ein viel schwieriger Gegner, als er derzeit ist.
      W: wären alle Schwarzen wie Pröll, dann …
      H: wären wahrscheinlich die Schwarzen ein schwierigerer Gegner als sie jetzt sind.
      W: Warum (beide) keine Bundesfunktion? ….

      Usw.

  12. bürgerIn (kein Partner)
    12. November 2013 06:07

    .....und atmosphärisches sei auch nicht zu vergessen: wer erinnert sich an den so genannten "reblaus"-pakt vom sommer d.j., jenem heurigenabend also, an dem sich onkel erwin mit dem gerade-doch-maturanten faymann beim heurigen in sievering traf und über den die krone (@pandi) so enthusiastisch berichtete? das war wohl das neue zwei-kaiser-treffen unter lauschigen kastanien? was da beim wein ausgeschnapst wurde, wird dem lande wohl zu vorteil gereichen?

  13. byrig
    12. November 2013 01:10

    ihr kommentar ist so gut,dass ich einfach nur zustimme.
    aber halt nicht nur stumm.

  14. Haider
    11. November 2013 22:54

    Eines darf man bei neueren politischen Analysen in Niederösterreich nie vergessen: Es war bis 1955 sowjetisch besetzte Zone. Also hatte hier wahre Demokratie im Nachkriegsösterreich a priori keine echte Chance. Zweitens ist NÖ flächenmäßig für österreichische Verhältnisse sehr groß und nur unzureichend erschlossen (siehe Waldviertel). Der Aufbau parteipolitischer Strukturen war höchstens den „staatsschmarozenden“ Institutionen möglich.
    Bauernaufstände gab es in der Geschichte Österreichs in Tirol, in Oberösterreich, in Salzburg (teils in Kärnten), aber nie in Niederösterreich. Auch dies beweist, daß Niederösterreich zwar oft geknechtet, oft devastiert und sogar völlig ausradiert wurde; aber NÖ-Heldensagen aus dieser Zeit kenne ich keine! Österreichs Herrscher waren stets viel zu feige (Ferdinand türmte vor den Schweden, Leopold flüchtete vor den Türken, Franz kapitulierte vor den Franzosen …); unendlich ließe sich diese Liste fortsetzen.
    Kennen Sie einen NÖ-Andreas Hofer? Höchstens einen Räuberhauptmann Grasl? Hat dieser ein aktuelles Äquivalent?

    • abaelaard (kein Partner)
      12. November 2013 08:11

      Sehr geehrter Herr Haider!
      Wenn alles stimmen mag was sie hier geschrieben haben dass es keine Bauernaufstände gegeben habe stimmt nicht. So waren die geistlichen Herren des Stiftes Zwettl zur Zeit der Bauernkriege gezwungen auf die Burg Lichtenfels auszuweichen um einer allfälligen Massakrierung zu entgehen. Die Anführer wurden nach Niederschlagung gerädert, gevierteilt und was auch immer . Was den Erwin betrifft mit dem ich übrigen das Du-Wort tausche kann man auch sagen dass er dem Land Niederösterreich ein neues Selbstbewusstsein verschafft hat und manches Projekt wäre ohne seine sprichwörtliche Brutalität nicht zustande gekommen . Die Figuren Strasser, Mi-Lei, Lindner sind einfach der mangelnden Menschenkenntnis zuzuordnen. Über Nitsch und Konsorten will ich mich gar nicht äußern. Die ganze linke Kunstblase die er da um sich schart kann mir gestohlen bleiben. Als langjähriger Funktionär kommt man sich da vor als wäre man im falschen Film. Sein letzter Erfolg war auch sein letzter.

  15. Gerhard Pascher
    11. November 2013 17:45

    Eine sehr ähnlich klingende Polit-Bilanz könnte man auch über den Wiener Michael Häupl schreiben.

    Es ist eine Schwäche beider Landesfürsten, dass sie keine intelligenten Leute um sich haben wollen, welche ggfs. aus berechtigten Gründen auch einmal NEIN sagen. Lieber haben sie Speichellecker und M...darm-Akrobaten in ihrer Nähe, welche keinen Widerspruch provozieren.
    So ist die gelebte Demokratie bei uns.

    • Der Rathausmann (kein Partner)
      12. November 2013 11:18

      und Häupl hat sogar eine Kuh in seinem Stall, ob diese auch Milch gibt, ist allerdings nicht bekannt.

  16. Undine
    11. November 2013 17:36

    Was Onkel Pröll wohl antworten würde auf die beliebte Frage: "Welche drei Bücher würden Sie auf eine Insel mitnehmen?"

    Als vor viele Jahren einmal Politikerwohnungen im ORF gezeigt wurden, fiel mir als erstes die völlige "Abwesenheit von Büchern" auf. Diese Tatsache hat bei mir keine Sympathien erweckt.
    Vielleicht findet er erst wirklich Zeit zum Lesen, wenn er in Pension geht---aber das kann, wenn's nach ihm geht, noch laaange dauern! ;-)

    • no na (kein Partner)
      12. November 2013 12:47

      Um Ihre Frage zu beantworten, seine Antwort wäre möglicherweise:

      "Drei? Heißt das, dass ich mir noch eins kaufen muß, nur wegen so aner Insel?"

  17. Nestor 1937
    11. November 2013 15:31

    Es ist interessant, daß niemand darauf hinweist:

    Niederösterreich ist vollkommen verschuldet und das ist das Ergebnis Pröll'scher Politik.

  18. perseus
    11. November 2013 13:10

    @”Personalia”

    Der wesentlichste Fehlgriff des Josef Pröll wurde nicht angeführt: er heißt Michael Spindelegger. Die beiden Herren zusammen sind die Totengräber der ÖVP.

  19. plusminus
    11. November 2013 12:40

    In New York darf der Bürgermeister nach 3 Amtsperioden nicht mehr kandidieren.
    Das wäre auch in Österreich eine vernünftige Vorgangsweise, denn dann hätte vermutlich der rote und schwarze Filz in Wien und Niederösterreich gar nicht erst entstehen können.
    Nachahmung empfohlen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      13. November 2013 13:18

      Wieso? Dann würde halt der Onkel an den Neffen oder dergl. übergeben.

  20. Majordomus
    11. November 2013 12:32

    Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, trägt sich Landeshauptmann Erwin Pröll mit dem Gedanken, eine überlebensgroße goldene Statue seiner Person in der Innenstadt von St. Pölten errichten zu lassen. Die Pläne hat Erwin Pröll dem niederösterreichischen Landtag letzte Woche in einer geheimen Sitzung vorgelegt.

    Die geplante Höhe der mit kostbarem Blattgold besetzten Statue soll 190 Meter betragen. Das Fundament soll sich alle 24 Stunden um seine eigene Achse drehen, so dass die Statue immer der Sonne zugewandt ist. Innerhalb der Statue wird sich ein Museum über das Leben des Landeshauptmanns befinden, auch eine Verwendung als Mausoleum wird angedacht.

    Die Hälfte der knapp 60 Millionen Euro Baukosten wird der Bauernbund übernehmen, der Rest soll aus dem Steuertopf sowie aus Mitteln der Wohnbauförderung finanziert werden. Auch wird angedacht, eine einmalige „Statuenbeitragsgebühr“ von allen niederösterreichischen Haushalten einzuheben, falls die geplante Finanzierung nicht ausreichen sollte.

    Die Statue soll rechtzeitig zum 25-jährigem Jubiläum der Amtszeit Prölls im Jahr 2017 fertiggestellt werden und soll nachfolgende Generationen an die „visionäre Führung des Landesvaters“ erinnern. Den Vorwurf des Personenkultes lässt Pröll nicht gelten. Er betont, dass nur eine Statue solchen Ausmaßes seinem Andenken würdig sei. Pröll sieht das neue Wahrzeichen St. Pöltens als ein „Geschenk der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher an ihren Landesvater“ und würdigt es als Zeichen der Anerkennung und des Dankes.

    Kritik wurde einzig seitens der Grünen laut. Sie bemängeln, dass im Zuge des Baus der Statue zwei Eichen gefällt werden müssten. „Dies wäre zu verhindern gewesen“, gibt sich der Landesgeschäftsführer Thomas Huber unzufrieden. Die Grünen seien zwar prinzipiell nicht gegen den Plan, hoffen aber, vor Baubeginn noch einen Kompromiss zu finden.

    • Brigitte Imb
      11. November 2013 12:45

      Ht. ist Faschingsbeginn..............

    • M.S.
      11. November 2013 13:29

      Wenn´s nicht ein bißchen zu dick aufgetragen worden wäre, könnte man es durchaus fürhr wahr halten.

    • Florin
      11. November 2013 13:56

      Blattgold ist so anfällig, sollte man die Statue nicht gleich aus purem Gold anfertigen ? ;)

    • Undine
      11. November 2013 17:45

      @Majordomus

      *****************!
      Bei der gewünschten Höhe von 190 Metern wird ihm aber der Wind ganz schön über die Glatze fegen; vielleicht sollte ein Hut eingeplant werden; Großkopferte sollen ja besonders empfindlich gegen Wind aus bestimmten Richtungen sein.

    • Riese35
      11. November 2013 18:09

      @Majordomus: ... Und zur Einweihung wird eine große Freundschaftsdelegation mit Kim Jong Un an der Spitze erwartet. Organisiert wird diese Feier vom ehemaligen Präsidiumsmitglied der österreichisch-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft, der für solche Festivitäten bereits Erfahrung von seinen Aufenthalten in Pjöngjang mitbringt und in seiner heutigen Funktion als Bundespräsident die richtigen Kontakte zur Durchführung einer solchen Veranstaltung besitzt. Die Kolonnen der Wiener SPÖ mit dem ex-Mitglied der national-freiheitlichen, schlagenden pennalen Burschenschaft „Jungmannschaft Rugia zu Krems“, Michael Häupl, an der Spitze werden - wie sonst nur alljährlich am 1. Mai in Wien - diesmal in St. Pölten aufmarschieren. Der Aufmarsch erfolgt unter Absingen einschlägiger Lieder (z.B. der Internationalen) von Wien aus über die Westautobahn nach St. Pölten, die während dieser Zeit für den Aufmarsch gesperrt wird.

    • Greunz
      11. November 2013 21:43

      Die Idee mit der Statue finde ich super! mit 190 m würde dies das Denkmal von Kim il Sung fast zehnmal übertreffen, ein doch angemessenes und würdiges Denkmal für den Länderdespoten, Entschuldigung: Landesfürsten!

    • Bauernbub (kein Partner)
      13. November 2013 18:20

      Wie die Untergrund APA soeben meldet, kann der Bauernbund seine Hälfte der Errichtungskosten nicht aufbringen, weil Raiffeisen das Kapital fehlt und die vom Landwirtschaftsminister zugesagten Subventionen im Falle eines anderen Ministers wohl kaum fließen werden.

      Der findige nö. Finanzlandesrat ist derzeit im Verein mit seinen Ratgebern aus der NÖ Hypo bestrebt, durch eine originelle Finanzoperation die Finanzierung der künftigen Kosten sicherzustellen ohne das Landesbudget oder die Steuerzahler zu belasten.

  21. plusminus
    11. November 2013 12:26

    OT

    Jetzt wird immer klarer, wohin die Bildungsreise gehen soll.
    Nur keine Eliten, denn die könnten den herrschenden Sozialismus gefährden.
    Die Volksverdummung muß zwecks Machterhalt unter allen Umständen vorangetrieben werden. Es wird interessant, wie weit sich die ÖVP auf den Verfall des Bildungssystems einläßt:

    http://oe1.orf.at/artikel/357193

    • Brigitte Imb
      11. November 2013 12:37

      Aha, der soziale Friede ist es also, warum Sonderschüler u. Hochbegabte zusammen gepfercht werden sollen. Interessant!

    • M.S.
      11. November 2013 13:34

      Man kann diesen ideologischen Blödsinn kaum mehr ertragen!

    • plusminus
      11. November 2013 14:16

      @Brigitte Imb

      Das schließt gleich daran an, daß die staatlichen Raubzüge der sozial gerechten Umverteilung und damit ebenfalls dem sozialen Frieden dienen.
      Im Namen des Sozialismus ist alles möglich!

    • plusminus
    • Undine
      11. November 2013 17:53

      Es ist nicht zu fassen, welch unglaublicher Aufwand von den Sozialisten getrieben wird, das Schulwesen ENDGÜLTIG zum Nachteil unseres Landes auf Butz und Stingel zu ruinieren. Motto: Wenn ich, der kleine Sozi, zu blöd bin fürs Gymnasium, dann dürfen auch andere nicht dort hin gehen.

    • Riese35
      11. November 2013 18:30

      Interessant, was das Volk dazu sagt, vom ORF erhoben:
      http://salzburg.orf.at/news/stories/2613721/

    • byrig
      13. November 2013 01:13

      zumal es in der övp bürgerliche idioten und anscheinend lh von salzburg gibt,die ideologiefrei oder der sozi-ideologie anhängend die gesamtschule akzeptieren würden.
      diesen steirischen kotzbrocken schilcher sollte man sowieso sofort aus der övp entfernen.

  22. Josef Maierhofer
    11. November 2013 11:57

    Das ist bei Pröll nicht nur in der Politik so.

    Auch bei der Klientel ist es so. Ich stamme aus Niederösterreich.

    Er kennt nur Freunde und Feinde und Demokratie ist ihm fern, ebenso wie auch die Sachkenntnis.

    Wie ein 'guter' Sozialist schaut er bloß auf sich, auf seinen Vorteil, was kann ihm schaden, was nützen und zwar ihm persönlich und seiner Macht.

    So gesehen hat er tatsächlich gegen Österreich gehandelt und Schaden angerichtet durch Personalwahl, durch Brutalität und mich würde es auch nicht wundern, wenn nicht eines schönen Tages auch Niederösterreich 'kippt'.

    Dazu gehört auch Verschwendungssucht, ebenso wie es bei den linken Genossen ist.

    All diese Leute fragen nicht, was sie für Österreich leisten können, sondern, was sie sich leisten können, kein anständiges Attribut.

    Interessant ist auch das Ergebnis der Analyse mit den von ihm ausgebooteten Leuten, die intelligent genug wären um für Österreich Beiträge zu leisten.

    Ganz schlicht aus der Vogelperspektive betrachtet, hat er nicht auch Dr. Schüssel auf dem Gewissen ?

  23. Alfred E. Neumann
  24. leshandl
    11. November 2013 11:12

    Danke Erwin, dass die Nordautobahn 14 Jahre nach der Grenzöffnung noch immer nicht fertig ist, der Semmeringtunnel mit Riesenkosten verzögert wurde, dafür der Herr Nitsch ein Museum in Mistelbach erhalten hat. :-(

    • aw70
      11. November 2013 18:37

      Aber, aber, wer wird denn so kleinlich sein. Ehre, wem Ehre gebührt: das muss richtig heissen "dass die Nordautobahn 24 Jahre nach der Grenzöffnung noch immer nicht fertig ist". Gut Ding will schliesslich Weile haben, nicht? Der "Schatz im Silbersee" ist ja auch nicht in einem Tag geschrieben worden.

      Dafür wird die Verkehrsachse Wien-Znaim ja schliesslich auch nur völlig vermurkst ausgebaut - die "S3" ist mit ihren "2+1" Spuren mehr ein Scherz (bzw. ein vom Landeskaiser in Beton gegossenes Götz-Zitat an all die widerlichen Proleten, die pendeln müssen), als eine Schnellstrasse. Manchmal fragen mich tschechische Bekannte, ob bei uns nur Gestörte die Verkehrsplanung machen. Darauf kann ich dann nicht wirklich abschlägig antworten.

    • Riese35
      13. November 2013 19:29

      Nicht nur daß die Nordautobahn 24 Jahre nach der Grenzöffnung noch immer nicht fertig ist. Nein. Es gibt nicht einmal Ortsumfahrungen, wie sie bei uns sonst in den 60er Jahren massenhaft errichtet wurden. 24 Jahre nach der Grenzöffnung zwängen sich die LKW-Kolonnen auf engen Ortsdurchfahrten in engen Kurven auf Straßen, die in der k.u.k. österreichsich-ungarischen Monarchie auch nicht viel anders waren. Man braucht nur einen Blick auf Poysdorf oder Drasenhofen zu werfen. Teilweise gibt es 30 km/h Beschränkungen und Stellen, an denen sich zwei große LKW nicht begegnen können (nördliche Ortseinfahrt von Poysdorf). Und das auf einer europäischen Hauptverkehrsroute: Rom - Wien - Warschau - Königsberg, etwa der alten Bernsteinstraße folgend. So etwas gibt es nur im verpröllten Niederösterreich.

  25. Eco
    11. November 2013 09:58

    Erwin Pröll hat sich einen Machtapparat aufgebaut, der langsam einer gewissen Gesellschaft gleicht, nur dass sie nicht ehrenwert ist.
    Dazu gehört, dass er nur Politiker aufkommen lässt, die ihm nicht gefährlich werden können. Spindelegger, sicherlich einer der schwächsten ÖVP Vorsitzenden, ist seine Kreation. Letzterer wird im nicht gefährlich, wenn er mit Häupl die politischen Fäden zieht, Spindelegger darf sie nur umsetzen.
    Vergessen hat A.U. Ernst Gabmann, einst NÖ Wirtschaftslandesrat, der von Pröll ( als der Boden unter Gabmann zu heiß werden schien ) zur Flugplatz Gesellschaft gehievt wurde, um dort nicht gerade ruhmreich zu wirken und eine Bruchlandung hinzulegen.
    Gabmanns Nachfolger, Sobotka, wird seine Legende noch schreiben.
    Bezeichnend für Pröll ist, dass er sich nur mit willfährigen Bücklingen umgibt, sodass ein fähiger Nachfolger nicht in Sicht ist.
    Letztlich ist Pröll ein Schaden für die Glaubwürdigkeit der ÖVP.

    • Nestor 1937
      11. November 2013 11:19

      Interessant ist, daß Pröll im oö. Landeshauptmann Pühringer einen willfährigen Helfer hat. Siehe gemeinsames Abservieren der Frau Fekter !!

      Aber der Unterschied zwischen beiden ist auch bemerkenswert: NÖ ist hoffnungslos überschuldet, OÖ hat eine ausgeglichene Gebarung.

    • Eco
      11. November 2013 11:43

      @ Nestor 1937

      Völlig richtig ! Ministerin Fekter hat keinen Kotau vor Pröll gemacht und ist deshalb bei ihm in Ungnade gefallen, der Höfling Spindelegger serviert sie jetzt ab.

  26. Helmut Oswald
    11. November 2013 09:20

    Josef Pröll, ein Totengräber der sogenannten Volks Partei ? Warum sollte mich das bestürzen ? Keine Ratschläge - den Mann einfach weitermachen lassen. Die Bobos dort brauchen einen harten Zuchtmeister, der die Peitsche so richtig knallen lässt. Vorwärts - und schneller in den Abgrund. Spätestens mit der Förderung des Mysterienkünstlers Nitsch und seinen permanente Gro Ko Deals mit dem Primitivbolschewiken Häupl ist der Mann für seine Umfaller Partei zum Markenzeichen geworden.

    • Riese35
      11. November 2013 09:24

      Du meintest wohl Erwin und nicht Josef, wenngleich Josef um kein Haar besser war.

    • Helmut Oswald
      11. November 2013 13:50

      Erwin, natürlich ..

      Danke für die Korrekturlesung.

    • Nestor 1937
      11. November 2013 15:35

      Die Beamten der Landesregierung fürchten schon das Ende seiner Herrschaft. Denn dann wird es in St. Pölten ein Köpferollen geben wie noch nie !

  27. Riese35
    11. November 2013 08:42

    Pröll schafft, was weder Kreisky noch irgend einem anderen Führer der SPÖ gelungen ist: er zerstört die ÖVP nachhaltiger.

  28. Pumuckl
    11. November 2013 08:36

    PRÖLL in NÖ und HÄUPEL in WIEN - gemeinsam haben sie fast 7 JAHRZEHNTE
    MACHTMONOPOL IHRER PARTEIEN.

    ° In beiden Ländern hat die Demokratie versagt, denn in beiden Ländern hätte es mehrere gute Gründe für einen Machwechsel gegeben.

    ° In beiden Ländern wird die Macht der Partei auch durch ein ausgeklügeltes
    " PARTEISOLDATEN-SYSTEM " gestützt.

    ° Unbehinderte Machtentfaltung muß korrumpieren!

  29. Riese35
    11. November 2013 08:30

    >> " Er nimmt vielmehr das Wort „Landesfürst“ ganz wörtlich."

    Dieser Vergleich ist eine Beleidigung für jeden echten Fürsten. Diese waren und sind in ihrer überwiegenden Mehrzahl anständige und vorbildliche Menschen. Ich denke z.B. an die fürstliche Familie von und zu Liechtenstein. Österreich hätte es verdient, von so einer Familie regiert zu werden. Es ist eine Schande, wie Österreich sich diesen echten Fürsten gegenüber benimmt.

  30. Cotopaxi
    11. November 2013 07:28

    Zu den Pröllingen gehört ich Richard Grasl, der sogenannte kaufmännische Direktor des ORF.
    Er träumt davon, die Österreicher noch mehr auszusackeln durch Einführung der Haushaltsabgabe. ;-)

  31. Markus Theiner
    11. November 2013 07:20

    "Die ganze Brutalität des Erwin Pröll zeigte sich auch bei der Entscheidung, wer aus Niederösterreich denn nach der Wahl für die ÖVP ins Parlament einzieht."

    Bitte um Erklärung. Was kann Pröll nach der Wahl da noch entscheiden? Hat uns Monika Lindner nicht eindrucksvoll in Erinnerung gerufen, dass nach der Abgabe der Liste die Partei nichts mehr mitzureden hat?

    • Riese35
      11. November 2013 08:35

      Ich habe mit dieser Formulierung keine Problem. AU sagt ja nichts über den Zeitpunkt der Entscheidung Prölls aus. Diese ist selbstverständlich bereits vor der Wahl bei der Listenerstellung gefallen. "nach der Wahl" bezieht sich ja nur auf den Einzug ins Parlament. AUs Aussage könnte man also wie folgt präzisieren:

      "Die ganze Brutalität des Erwin Pröll zeigte sich auch bei der Entscheidung während der Listenerstellung vor der Wahl, wer aus Niederösterreich denn nach der Wahl für die ÖVP ins Parlament einzieht."

    • Markus Theiner
      11. November 2013 12:26

      @ Riese35:
      AU schreibt von sensationellen Vorzugsstimmenergebnissen, die Pröll ignoriert hat.
      Dass man Vorzugsstimmen vor der Wahl bekommen kann - noch dazu ohne auf der Liste zu stehen - wäre mir neu.

    • Riese35
      11. November 2013 19:52

      @Markus Theiner: Danke. In diesem Kontext wird die Fragestellung klar und ist sie auch berechtigt. Ich habe leider nur das Zitat ohne diesen Kontext gelesen und die Fragestellung daher falsch verstanden.

      Vielleicht klärt sich die Situation auf, wenn man auf der Homepage von Carmen Jeitler nachliest:
      http://www.carmenjeitler.at/ergebnis/
      Sie erreichte 2814 Vorzugsstimmen. Damit ist sie zwar grandiose Siegerin bei den Vorzugsstimmen in ihrem Wahlkreis, hat aber dennoch lt. österreichischem Wahlrecht zu wenige Vorzugsstimmen für den Einzug ins Parlament erreicht.

      Was ich mir noch theoretisch hätte vorstellen können: daß Erwin Pröll sie bedrängt hätte, auf ihr Mandat zu verzichten. Das ist aber offenbar nicht geschehen und hätte bei einem solchen Vorzugsstimmensieg wohl ein sehr schiefes Licht auf Erwin Pröll geworfen. Nichtsdestotrotz: auf EU-Ebene ist so etwas Ähnliches ja mit Strasser versus Karas bei der Bestellung des Fraktionsführers geschehen, und das hat bereits, obwohl doch ein wenig anders gelagert, gehörig Staub aufgewirbelt.

    • heinzg
      13. November 2013 19:33

      Ad Carmen Jeitler (ich habe sie im Komitee unterstützt und daher alle Infos bekommen):

      Konkret gab es in NÖ zwei "Restmandate" über die Landesliste zu vergeben.

      Die Entscheidung, wie diese Restmandate besetzt werden, fällt (wie in einigen Bundesländern und Parteien) in NÖ eher nach Gutdünken und Sinnhaftigkeit - denn alle Kandidaten geben genau dafür eine Blanko-Verzichtserklärung ab, bevor sie auf die Liste genommen werden.

      Unter diesen Voraussetzungen ist es schon etwas merkwürdig, wer nun zum Zug kam - wobei laut Eigeninformation Jeitler die Fehlentscheidung eher im Bündesystem als bei Pröll allein liegt (der natürlich gescheiterweise ein Veto hätte aussprechen können und meiner Meinung nach sollen).

      Jedenfalls: Leistung durch Vorzugsstimmen zählt in NÖ normalerweise viel. Jeitler hatte mit rund 11% Vorzugsstimmen in ihrem Wahlkreis das beste Ergebnis ALLER Kandidaten, die für eines der beiden Restmandate in Frage kamen. Genommen hat man stattdessen aber zwei Leute, die wesentlich schlechter waren. Strategische Gründe dafür sind nicht sichtbar, beide sind zudem Newcomer.

      Dass das Grundmandat im mit Abstand kleinsten NÖ Wahlkreis für Carmen Jeitler bei dieser Wahl kaum erreichbar gewesen wäre, verwundert nicht. Deswegen war ja auch geplant, sie über die Landesliste einziehen zu lassen. Stattdessen hat man aber schlussendlich einen "Verlierer" aus dem Waldviertel genommen, der sein Mandat auf Regionalebene nur nicht erreicht hatte, weil er von zwei Personen überholt worden war. Ich finde das merkwürdig - denn bei einer Wahl schneidet man ja nicht ohne Grund schlecht ab.

      Dass das Argument der Reihung in NÖ nicht gilt, sieht man übrigens hieran: Einer der zwei nun über die Restmandate der Landesliste Eingezogenen stand auf Platz 39 (!) UND hatte (trotz eines wesentlich größeren Wahlkreises) weniger Vorzugsstimmen als Jeitler.

      Wenn die Reihung gelten würde, OK. Aber das war eben nicht so.

    • Riese35
      13. November 2013 20:52

      @heinzg: Danke für die Aufklärung. Irgendwie klingt das nach Erpressung: "... denn alle Kandidaten geben genau dafür eine Blanko-Verzichtserklärung ab, bevor sie auf die Liste genommen werden."

      Hätte das Team Stronach so etwas gemacht, wäre Monika Lindtner jetzt nicht im Parlament.

      Irgendwie klingt das auch nach Umgehung der durch das Wahlrecht garantierten Mitbestimmung der Wähler.

    • heinzg
      16. November 2013 02:20

      Natürlich. Geht man rein nach dem Wahlrecht, ist es natürlich nicht so. Aber dann wären die Listen auch anders erstellt und die interne Kommunikation würde in vielerlei Sicht anders verlaufen (nämlich wer wann wie wofür läuft).

      Ja, die Regelung ist demokratiefern, aber immerhin geht es nur um die Landeslistenmandate - und mit denen wird das vielfach so gemacht.

      NÖ verfolgt an sich in den Regionalwkr. ein kompromisslos demokratisches System. Da zählen nur die Vorzugsstimmen. Wer die meisten hat, bekommt das Mandat - und wenn er auf Platz 10 war und den Listenführer nur um 1 Stimme überholt hat. (Ist auch nicht ganz unproblematisch, weil es die Strukturen zerstört.)

      Wer die Praxis in NÖ und die konkrete Situation kennt greift sich bei der hier genannten Entscheidung jedenfalls auf den Kopf.

  32. Brigitte Imb
    11. November 2013 02:28

    1/2 OT
    Unser - durch Prölls Gnaden (und personifizierte Weisheit in Persolalfragen) - Außenminister, der, der so gerne Finazminister od. Kanzler werden möchte und der, der gerade als "Chef" das Finanzloch von bis zu lächerlichen 40 Mrd.€ in die Hand nimmt -, beklagt bei der hochverschuldeten EU, daß zuwenig für deren Eigenwerbung investiert werde.

    Und vieles Ungustiöses mehr findet sich im folgenden Link. (Der Blog wird dann sicher - wenn´s nicht ohnehin bereits so ist -, angezapft werden. Aufpassen, EU is watching us...)

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/11/stalking-eu-will-kritiker-im-internet-gezielt-ueberwachen/

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/11/stalking-eu-will-kritiker-im-internet-gezielt-ueberwachen/

    • Kaffeehäferl
      11. November 2013 08:59

      Keine bezahlte Werbekampange kann die Eigenwerbung wettmachen, die die EU mit ihrem Verhalten gegenüber ihren Bürgern macht.

  33. Brigitte Imb
    11. November 2013 01:48

    Wer sonst, wenn nicht Pröll , sollte Kaiser werden?
    Er, der als Landesfürst sein Politdasein herrschaftlich fristet, hat wenigstens eine Sissi, deren Südseeperlenkette beinahe so schön ist als die berühmten Sterne der einstigen Kaiserin. Und statt dem Strauß hält er sich einen Musiklehrer, der ihn auch noch brilliant autoritär vertritt.

  34. plusminus
    11. November 2013 01:38

    Falsche Überschrift - Pröll ist kein politisches Genie, sondern ein brutaler Machtmensch, der sich nur in Ermangelung besserer Politiker in NÖ so lange an der Spitze halten kann. Ihm FEHLEN die wichtigsten Voraussetzungen für ein politisches Genie, nämlich CHARAKTER sowie KOMPETENZ, genau solche Gefolgsleute schart er bedauerlicherweise um sich und genau so ist der Zustand seiner Partei ÖVP, in der er viel zu oft und viel zu laut das Sagen hat!

    Immer noch in Erinnerung sein legendärer Ausraster, wenn auch nur irgend jemand die leiseste Kritik an "Onkel Erwin" zu äußern wagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=X2MLSZeEoUM

    Die Vorgangsweise bei Frau Carmen Jeitler verwundert gar nicht, denn auf haargenau die gleiche Art und Weise wurde Strasser ins EU-Amt gehievt und vermutlich liegen da noch weitere Leichen am autoritären Karriereweg des niederösterreichischen Landesfürsten.

    Erwin Pröll ist jedenfalls ein ausgeprägter "Krebsschaden" für die Schwarzen und erst nach seiner Ära könnte eine Besserung für seine Partei eintreten!

    • Brigitte Imb
      11. November 2013 01:55

      Über 50% haben ihn gewählt, das ist nicht minder bedenklich!

    • plusminus
      11. November 2013 01:57

      @Brigitte Imb

      JA, volle Zustimmung!

    • Riese35
      11. November 2013 08:50

      Über 50% hätten ihn gewählt? Vielleicht in NÖ. Dort muß aber auch jeder, der ihn nicht wählt, damit rechnen, mit der St. Pöltner Version der Lubjanka Bekanntschaft zu machen.

    • M.S.
      11. November 2013 13:40

      ".....erst nach seiner Ära könnte eine Besserung für seine Partei eintreten!"

      Wenn es die dann noch gibt!

    • plusminus
      11. November 2013 14:27

      @M.S.

      Punktgenau! ***;-)





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