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Plastiksackerln und Recht auf Diebstahl: Schade um die Zeit in der Kabine

Von Wahlkabine bis Politikkabine: Hilfe für seine Wahlentscheidung bekommt der suchende Wähler weder da noch dort. In beiden angeblichen Entscheidungshilfs-Plattformen im Internet finden sich zwar viele seltsame Fragen zu abseitigen Themen, während jedoch fast alles, was wichtig ist, weggelassen worden ist.

Das einzige, was die von den Parteien selbst bezogenen Ja-Nein-Positionen zeigen: Das ist die innere Nähe unter den Linksparteien wie auch unter den Rechtsparteien. Für diese Erkenntnis braucht es aber keinen aufwendigen Internet-Test. Interessant sind da höchstens zwei kleine Details (die aber natürlich auch längst bekannt sind):

  • Erstens, dass sich die Piraten mit ihren Positionen ganz eng in den sozialdemokratischen-kommunistisch-grünen Pulk gedrängt haben. Dass sie also zu einer klassischen Linkspartei geworden sind. Die Grünen für die nächste Generation gewissermaßen.
  • Zweitens, dass sich die Neos irgendwo zwischen dem liberal-konservativen Bereich (wo ÖVP, FPÖ, Stronach und BZÖ relativ eng beieinander sind) und dem linken einordnen. Dass sie sich also weder als Fisch noch Fleisch fühlen.

Der Rest sind fast nur Ärgernisse. Während die „Wahlkabine“ wenigstens noch deutsch kommuniziert, spricht die Politikkabine politisch korrektes Genderistisch. Dort gibt’s nur noch „KANDIDATINNEN“.

Völlig fassungslos wird man, wenn man etwa in beiden Plattformen zwar eine Frage nach dem Jugendgerichtshof findet. Hingegen wird weder da noch dort nach Gesamtschule oder Ganztagsschule gefragt. Dabei gehe ich jede Wette ein, dass für mindestens 95 Prozent der Österreicher diese beiden Schulthemen relevanter, wichtiger und interessanter sind als die Frage nach der Gerichtsorganisation.

Die Schaffung eines neuen Gerichtshofs interessiert in Wahrheit höchstens drei Mini-Gruppen: Fünfeinhalb linke Strafjuristen, die prinzipiell alles, was schwarz-blau abgeschafft haben, wieder einführen wollen; jene, die hoffen, dass es dann einen weiteren, gut bezahlten Posten als Gerichtspräsident gibt; und schließlich die ideologischen Gesellschaftsveränderer, die hoffen, dass dann noch weniger Jugendliche verurteilt werden.

Eine Fülle solcher Beispiele zeigt wieder einmal: Gerade jene beiden Gruppen, die sich wahnsinnig gerne als Repräsentanten der öffentlichen Meinung ausgeben, haben von dieser keine Ahnung. Die Fragen der einen Plattform waren von Politologen gestaltet worden, die der anderen von Journalisten einiger Tageszeitungen.

Dabei zeigen sich ohnedies kaum Grenzen zwischen diesen beiden Gruppen. So fragt ausgerechnet die journalistische Plattform nach einem Thema, das ausschließlich die absolvierten Politologen interessiert: Soll Politische Bildung als Schulfach eingeführt werden? Das ist seit langem ein Wunsch der Politologen-Lobby, die sich dadurch viele Jobs für die Absolventen ihres weitgehend perspektiven- und qualitätslosen Studiums erhoffen. Sonst braucht und wünscht sich das aber niemand.

Ansonsten nehmen sich solche Fragebögen wie Briefe ans Christkind aus. Bei keiner einzigen Frage wird etwa das in Wahrheit entscheidende Kostenthema angesprochen.

Staatsverschuldung? Privatisierung? Gesetzesflut? Verwaltungsreform? Einsparungen? Griechenlandhilfe? Euro-Zukunft? Stabilitätsmechanismus? Rettung von Banken statt Abwicklung? Alles unwichtig.

Dafür finden sich etwa bei der Zeitungs-Kabine die mir auch beim dritten Durchlesen nicht wirklich verständliche Frage: „Sollen die nichtkommerzielle Verbreitung und Nutzung von digitalen Daten als Grundrecht verankert werden?“ Offenbar dürfte es da um das von den Piraten verlangte Recht auf elektronischen Diebstahl gehen, das die Fragebogenschreiber nun sogar in der Verfassung ansiedeln wollen.

Auch sonst findet sich eine Reihe von Orchideenthemen. Etwa das grüne: „Sollen Einkaufstaschen aus Plastik besteuert werden?“

Interessant ist höchstens, wie sich die Parteien in diesem Ja-Nein-Schema selbst positionieren. Da finden sich etwa bei der SPÖ seltsame Widersprüche zwischen ihrer konkreten Politik und jenen Positionen, auf die sich die Partei bei den Angaben zur Politikkabine selbst festgelegt hat: „Sollen die Staatsanwälte in Österreich weisungsfrei gestellt werden?!“ Die SPÖ sagt „Nein“, ihr Justizsprecher hat jedoch immer wieder „Ja“ gesagt. Erstaunlich ist auch das Fragebogen-„Nein“ der SPÖ zu der längst (auch via EU) von ihr mitbeschlossenen Vorratsdatenspeicherung. Oder ihr Nein zu: „Sollen zehn Prozent der Wahlberechtigten (rund 650.000 Personen) mittels Unterschrift eine Volksabstimmung über ein Gesetz verlangen können?“ Hat doch die SPÖ erst vor kurzem in der Regierung einem solchen Gesetzesentwurf zugestimmt. Was gilt da nun?

Wer also glaubt, durch solche Internet-Spielereien bei der – diesmal zweifellos besonders schwierigen – Wahl-Entscheidung irgendeine Hilfe zu erhalten, der ist leider völlig auf dem Holzweg.

PS: Wenn Journalisten und Politologen einmal wirklich sinnvolle Fragebögen erstellen wollen, dann müssten sie dreierlei tun: Sie müssten sich erstens zumindest zehn Mal so viele Mühe und Zeit wie bisher für die Ausarbeitung nehmen; sie müssten zweitens endlich versuchen, sich in die Wähler und deren Prioritäten hineinzudenken; und sie müssten drittens von den Meinungsforschern lernen, die vor ein paar Jahrzehnten ähnlich amateurhaft angefangen haben, die aber seither durch bitteres Lehrgeld doch etliches dazugelernt haben. Wahlentscheidungen sollten halt nun einmal wichtiger sein als bloße elektronische Spielereien.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2013 08:29

    Ein Politologe kann nur einen Posten von den Regierenden bekommen und wäre ein Selbstmörder, würde er nicht nach deren Pfeife tanzen.
    Ein Journalist kann nur einen Posten von den Regierenden oder deren Herren bekommen und wäre ein Selbstmörder, würde er nicht nach deren Pfeife tanzen.
    A.U. hat das zu spüren bekommen, er ist zu gut und wurde eine Institution.
    Journalisten, die über die Todesstrafe geifern, aber nichts gegen Krieg und gezielte Tötungen haben, sind gekaufte Lemuren und keine Meinungsbildner.
    Obama has a dream and many drones. Das ist für die Medien O.K.
    Der Papst ruft zum Frieden auf. "Net amoal ignorieren" machen die Medien.
    Ich wähle den Papst und politisch gegen die Herrschenden, die mich ausrauben.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2013 01:42

    Soviel wie bei dieser Wahl ist noch selten zuvor am Spiel gestanden.
    Es geht um Verantwortung für Österreich sowie um einen wichtigen Paradigmenwechsel, wie es mit unserem Land weitergehen soll.

    Diese wichtige Entscheidung kann dem mündigen Bürger weder eine Internet-Spielerei noch eine Politikkabine abnehmen. In der Wahlkabine ist jeder für sich mit seiner Stimmabgabe alleine, die wohlüberlegt und richtungsweisend für unsere Zukunft sein muß.

    Ich wünsche mir jedenfalls den Aufbruch einer bürgerlichen Mehrheit in nichtsozialistische Zeiten und träumen wird man ja doch noch dürfen, oder?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2013 09:08

    "Staatsverschuldung? Privatisierung? Gesetzesflut? Verwaltungsreform? Einsparungen? Griechenlandhilfe? Euro-Zukunft? Stabilitätsmechanismus? Rettung von Banken statt Abwicklung? Alles unwichtig."

    Meint der Autor, stimmt, die primitive Wahlwerbung und Verdrängung unserer wirklichen Probleme findet in diesen Plattformen ihre konsequente Fortsetzung.
    Hat der Wähler einmal die Orgien an Banalität und Seichtheit auf Plakaten, in Postwurfsendungen und nicht zulezt vom Zwangsgebühren-Zwangsbeglücker ORF überstanden, findet er dort die Bestätigung seiner (Vor-)urteile oder er wendet sich mit Grausen ab.!
    Wer es nicht für möglich hält, hier der Link, es ist einen Versuch wert:

    http://www.wahlkabine.at/

    (Schlimmer als bei uns sind nur Wahlen in den USA, die sind an Flachheit und gleichzeitig Hysterie der Akteure nicht zu toppen!)

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2013 11:36

    Woher sollen diese Politologen und sonstige Absolventen von Sinnlosstudien denn wissen wo der Schuh drückt?
    Eher erklärt man einem Bewohner der Tropen was Schnee ist, als dieser Gruppe von Menschen die Wörter Arbeit, Verantwortung, Haftung und Selbständigkeit.

    Für die kommt das Geld vom Staat, so wie der Strom aus der Steckdose kommt.
    Egal was sie in ihrer 'Arbeit' machen, niemals müssen sie für die Konsequenzen haften.
    Selbständiges Denken kann sich nicht entwickeln, denn dazu müsste man die Resultate seines eigenen Denkens am eignen Leib spüren, also scheitern können.

  5. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2013 12:30

    Mir graust's !
    Nach der Wahl wird dieses Pack uns wieder ein Sparpacket aufbrummen, mit dem Hinweis, daß die "geplanten Reformen" ja Geld kosten würden !


    Laßt Euch bloß nicht mehr verarschen !

    Es wird KEINE REFORMEN geben !

    Die werden uns immer noch mehr Geld abknüpfen und die Blüten von
    W i ld w u c h s u n d V e r s c h w e n d u n g
    im Staats-Apparat (und Umgebung) werden von mal zu mal üppiger ! ! !


    V E R W A L T U N G S R E F O R M J E T Z T bis dahin KEIN GELD mehr ! ! !

    .

  6. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2013 18:17

    Österreich verwandelt sich in diesen Tagen zu einer großen Bühne, auf der zur Ablenkung der Bevölkerung von den wirklich existenziellen Problemen des Landes, ein Zwischending von Ritterspielen, Kabarett und Affentheater aufgeführt wird. Die Mitwirkenden sind Politiker, Medien, Politologen, Psychologen, Meinungsforscher und allerlei Experten als deren Hilfskräfte. Ein großer Teil des Stückes spielt auf der Küniglburg, wo eine Ritterschar mit allerlei Ränkespielen, Tarnkappen und Elexieren versucht, die Menschen zu verzaubern, dass sie ihr zu Willen ist. Der Ausgang des Stückes ist offen, da es sich um Stegreiftheater handelt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2013 11:09

    OT - aber aus Aktualitätsgründen durchaus bemerkenswert. Wer vielleicht die gestrige Diskussion auf ARD mit Günter Jauch über das Thema "Jugendkriminalität" (im Anschluss an einen einschlägigen "Tatort") gesehen hat, wird wohl mit großem Erstaunen eine in völligem Gegensatz zu allen Regeln der P.C. stehende Statistik bewundert haben: da wurde nämlich der "typische jugendliche Gewalttäter und Kriminelle" vorgestellt. Und was sagen da die Statistiken, schwarz auf weiß, noch dazu laut und deutlich von Günter Jauch betont? "Migrant"! Wer hätte das gedacht? Gut, dass die gleichzeitig auf ORF2 plappernde Intelligenzbestie Heinisch-Hosek das nicht gehört hat, sie hätte wohl Jauch und seine hochkarätigen Gäste (darunter der deutsche Innenminister) sofort wegen Rassismus angezeigt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2013 11:09

    OT - aber aus Aktualitätsgründen durchaus bemerkenswert. Wer vielleicht die gestrige Diskussion auf ARD mit Günter Jauch über das Thema "Jugendkriminalität" (im Anschluss an einen einschlägigen "Tatort") gesehen hat, wird wohl mit großem Erstaunen eine in völligem Gegensatz zu allen Regeln der P.C. stehende Statistik bewundert haben: da wurde nämlich der "typische jugendliche Gewalttäter und Kriminelle" vorgestellt. Und was sagen da die Statistiken, schwarz auf weiß, noch dazu laut und deutlich von Günter Jauch betont? "Migrant"! Wer hätte das gedacht? Gut, dass die gleichzeitig auf ORF2 plappernde Intelligenzbestie Heinisch-Hosek das nicht gehört hat, sie hätte wohl Jauch und seine hochkarätigen Gäste (darunter der deutsche Innenminister) sofort wegen Rassismus angezeigt.


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  13. BHB (kein Partner)
    10. September 2013 00:24

    Leider ist fix, dass 77 Milliarden Euro für Griechenland bald fließen sollen:
    http://benjaminheinrichblog.blogspot.co.at/2013/09/esm-griechenland-braucht-weiter-70.html

    Die Information stammt zwar aus Deutschland, es wurde aber von Josef Bucher in einer TV-Konfrontation mit Werner Faymann erstmals bekanntgegeben.

  14. F.V. (kein Partner)
    09. September 2013 23:59

    Der Westen ist entthront

    Prof. Paul Craig Roberts

    antikrieg.com, 07.09.2013 – „Die letzten dreihundert Jahre der evolutionären Ent-wicklung der europäischen Rasse haben insgesamt nichts erbracht außer vier Wörtern: Eigennutz, Metzelei, Schamlosigkeit und Korruption.“ – Yan Fu

    Der Rest der Welt brauchte nur 300 Jahre, um das Böse zu begreifen, das sich als „westliche Zivilisation“ maskiert, oder vielleicht bedurfte es nur des Aufstiegs neuer Mächte mit dem Selbstvertrauen, das Offenkundige festzustellen. Wer die Verantwortlichkeit Amerikas für das Böse bezweifelt, muss die Untold History of the United States (Nicht erzählte Geschichte der Vereinigten Staaten) von Oliver Stone und Peter Kuznick lesen. (Leider nicht in deutscher Sprache erhältlich.)

    Das von den Neokonservativen proklamierte „Neue amerikanische Jahrhundert” kam auf der G20-Konferenz in Russland zu einem abrupten Ende. Die politischen Anführer der meisten Völker der Welt sagten Obama, dass sie ihm nicht glauben und dass es ein Verstoß gegen das Internationale Recht ist, wenn die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika Syrien ohne Genehmigung durch die UNO angreift.

    Putin sagte vor den versammelten Führern der Welt, dass die Attacke mit chemischen Waffen eine „Provokation seitens der bewaffneten Aufrührer war in der Hoffnung auf Hilfe aus dem Ausland, aus den Ländern, die sie vom ersten Tag an unterstützt haben.“ In anderen Worten: Israel, Saudiarabien und Washington – die Achse des Bösen.

    China, Indien, Südafrika, Brasilien, Indonesien und Argentinien schlossen sich Putin an und bekräftigten, dass ein Führer, der militärische Aggression ohne die Zustim-mung des UN-Sicherheitsrates begeht, sich selbst „außerhalb des Rechts“ stellt.

    In anderen Worten, wenn du dich über die Welt hinwegsetzt, Obama, dann bist du ein Kriegsverbrecher.

    Die ganze Welt wartet darauf zu sehen, ob die Israel-Lobby Obama in die Rolle des Kriegsverbrechers stoßen kann. Viele wetten, dass Israel sich gegen den schwachen amerikanischen Präsidenten durchsetzen wird, diese Null ohne jegli-che Prinzipien. Ein paar Jahrzehnte vor dem Aufkommen der amerikanischen Schafsmenschen erklärte einer der letzten harten Amerikaner, Admiral Tom Moorer, Chef der Marineoperationen und Vorsitzender des Generalstabs öffent-lich, dass „kein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sich gegen Israel stellen kann.“ Amerikas höchstrangiger Militäroffizier war nicht imstande, eine ehrliche Untersuchung des israelischen Angriffs auf die USS Liberty in die We-ge leiten.
    Wir warten noch immer auf einen amerikanischen Präsidenten, der sich gegen Israel stellen kann. Oder, weil wir schon dabei sind, auf einen Kongress. Oder auf Medien.

    Das Obama-Regime versuchte, seine vernichtende Niederlage beim G20-Gipfel abzuwehren, indem es seine HiWi-Staaten zwang, eine gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen, in der Syrien verurteilt wurde. Die Marionettenstaaten aller-dings bekräftigten ihre Position dadurch, dass sie erklärten, dass sie militärische Maßnahmen ablehnen und auf den Bericht der UNO warten.

    Die meisten von Obamas gekauften und bezahlten „Unterstützern“ sind impotent und machtlos. Zum Beispiel zählt Obama das Vereinigte Königreich zu den Unterstützerländern aufgrund der persönlichen Unterstützung des diskreditierten Premierministers des Vereinigten Königreichs David Cameron, ungeachtet der Tatsache, dass Cameron vom britischen Parlament in einer Abstimmung zurückgewiesen wurde, die die briti-sche Teilnahme an einem weiteren Kriegsverbrechen Washingtons verbietet. Obwohl Cameron das britische Volk und die britische Regierung nicht auf seine Seite bringen kann, zählt Obama das Vereinigte Königreich zu den Unterstützern von Obamas Angriff auf Syrien. Das ist eindeutig eine verzweifelte Aufzählung von „Unterstützerländern.“

    Die türkische Marionettenregierung, die ihre eigenen friedlich demonstrierenden Bürger ohne Proteste von Seiten Obamas oder der Israel-Lobby auf den Straßen niedergeschossen hat, unterstützt, dass „Syrien zur Verantwortung gezogen werden muss,“ sie selbst jedoch nicht und natürlich auch nicht Washington.

    Die Hampelstaaten Kanada und Australien, machtlose Länder, von denen keines eine Spur von Einfluss auf die Welt hat, haben sich angestellt, um auf Befehl ihres Herrn in Washington zu hampeln. Die Bezahlung aus Washington macht das Um und Auf des höchsten Regierungsjobs in Kanada und Australien aus.

    Die Null Obama behauptet, auch die Unterstützung von Japan und der Republik Süd-korea zu haben, weiteren zwei Ländern ohne jede diplomatischen Einflüsse und Macht. Das hilflose Japan steht am Rande der Zerstörung durch die nukleare Katastrophe von Fukushina, für die es keine Lösung hat. Nachdem die Radioaktivität durch Lecks in die Grundwasserschicht gelangt, von der Tokyo und sein Umland abhängig sind, steht Japan vor dem Problem, möglicherweise 40 Millionen Menschen umsiedeln zu müssen.

    Saudiarabien, das verwickelt ist in die Lieferung der chemischen Waffen an die al-Nusra-„Rebellen,“ die bei der Attacke benutzt worden sind, unterstützt Washington im Wissen, dass andernfalls Schluss ist mit seiner Tyrannei. Sogar die Neokonservativen unter der Führung von Obamas schriller nationaler Sicherheitsberaterin Susan Rice wollen die Saudis los werden.

    Obama behauptet auch, Unterstützung von Deutschland und Frankreich zu bekommen. Jedenfalls haben sowohl Hollande als auch Merkel eindeutig erklärt, dass ihre erste Wahl in einer diplomatischen Lösung und nicht im Krieg besteht, und dass das Ergebnis von der UNO abhängt.

    Was die Unterstützung Italiens und Spaniens betrifft, so hoffen beide Regierungen darauf, mit genügend von der Notenbank gedruckten Dollars belohnt zu werden, um ihre verschuldeten Wirtschaften freikaufen zu können, damit die beiden Regierungen nicht auf den Strassen gestürzt werden, weil sie nichts gegen die Plünderung ihrer Länder durch die internationalen Banksters unternehmen. Wie so viele westliche Regierungen unterstützen die von Italien und Spanien und natürlich die von Griechenland die internationalen Banksters, und nicht ihre eigene Bevölkerung.

    Der Präsident der Europäischen Kommission hat erklärt, dass die Europäische Union, der zentrale Oberherr über Britannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien, eine militärische Lösung der Krise in Syrien nicht unterstützt. „Die Europäische Union ist sich sicher, dass die Anstrengungen auf eine politische Lösung gerichtet werden sollten,“ sagte Jose Manuel Barroso den Reportern auf dem G20-Gipfel. Die EU hat die (Anm. K. W. „theoretische“) Macht, Haftbefehle für die Chefs von EU-Regierungen auszustellen, die sich an Kriegsverbrechen beteiligen.

    Das zeigt, dass die Unterstützung hinter dem Lügner Obama kläglich und begrenzt ist. Die Fähigkeit der westlichen Länder, die internationale Politik zu beherrschen, stieß auf dem G20-Gipfel an ihr Ende. Die moralische Autorität des Westens ist völlig dahin, erschüttert und abgenutzt von den zahllosen Lügen und schamlosen Akten der Aggression auf der Grundlage von nichts als Lügen und Eigennutz. Nichts bleibt von der „moralischen Autorität“ des Westens, die nie etwas anderes war als ein Deckmantel für Eigennutz, Mord und Völkermord.

    Der Westen wurde zerstört von seinen eigenen Regierungen, die zu viele eigennützige Lügen verbreitet haben, und von seinen kapitalistischen Unternehmen, die die Arbeitsplätze und Technologie des Westens nach China, Indien, Indonesien und Brasilien ausgelagert und dadurch den westlichen Regierungen eine Steuergrundlage und die Unterstützung ihrer Bürger entzogen haben.

    Es ist schwer zu erfahren, ob die Bürger im Westen ihre korrupten Regierungen weniger hassen als die Moslems, deren Leben und Länder durch westliche Aggression verwüstet worden sind, oder die Bürger von Ländern der Dritten Welt, die in die Armut gestoßen worden sind infolge der Ausbeutung durch raubgierige Finanzorganisationen der Ersten Welt.

    Die idiotischen westlichen Regierungen haben ihre Macht selbst verscherzt. Es besteht keinerlei Aussicht, dass die neokonservative Phantasie der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika über Russland, China, Indien, Brasilien, Südafrika, Südamerika und Iran durchgesetzt werden kann. Diese Länder können ihr eigenes System für internationale Zahlungen und Finanzen einrichten und aus dem Dollarstandard aussteigen, wann immer sie wollen. Man fragt sich, warum sie warten. Der US-Dollar wird in unglaublichen Mengen gedruckt und ist nicht länger geeignet, die Reservewährung der Welt zu sein. Der US-Dollar steht vor der totalen Wertlosigkeit.

    Der G20-Gipfel machte klar, dass die Welt nicht länger bereit ist, bei den Lügen und mörderischen Abenteuern des Westens mitzumachen. Die Welt hat den Westen kapiert. Jedes Land versteht jetzt, dass die vom Westen angebotenen Rettungsaktionen nur Mechanismen sind, die geretteten Länder auszubeuten und die Menschen in die Armut zu treiben.

    Im 21. Jahrhundert hat Washington seine eigenen Bürger so behandelt, wie es die Bürger von Ländern der Dritten Welt behandelt. Unermessliche Billionen von Dollars wurden einer Handvoll Banken zugeschoben, während die Banken Millionen von Amerikanern aus ihren Häusern vertrieben und alles an sich rissen, was den zerbrochenen Familien noch gehörte.

    Die Großunternehmen der Vereinigten Staaten von Amerika bekamen ihre Steuern auf so gut wie nichts gesenkt, und wenige bezahlten überhaupt Steuern, während diese Unternehmen die Arbeitsplätze und Karrieren von Millionen von Amerikanern den Chinesen und Indern übergaben. Mit diesen Arbeitsplätzen gingen Bruttoinlandsprodukt, Steuerbasis und Wirtschaftskraft und hinterliessen den Amerikanern massive Budgetdefizite, eine Währung ohne Grundlage und bankrotte Städte wie Detroit, das einst das produktive Zentrum der Welt war.

    Wie lange wird es dauern, bis Washington seine eigenen obdachlosen, hungrigen und demonstrierenden Bürger auf den Straßen niederschießt?

    Washington vertritt Israel und eine Handvoll organisierter privater Interessen. Washington vertritt niemanden sonst. Washington ist eine Plage, die auf der amerikanischen Bevölkerung lastet, und eine Plage für die Welt.

    • Erich Bauer
      10. September 2013 08:18

      Schließt sich das Zeitfenster für die "teuflischen Pläne"? Hat es sich schon geschlossen? Welch schöner Gedanke. Was werden die tollwütigen Herrscher eines "Imperiums", das gar nicht mehr existiert, noch alles anstellen wollen?

    • F.V. (kein Partner)
      10. September 2013 10:28

      Herr Bauer,

      seit Unterberger hauptsächlich den "innenpolitischen" Bassena-Tratsch thematisiert, also Vermeidungs-Diskurse ankickt, bleibt einem nichts anderes übrig, als immer wieder am vorgegebenen Thema vorbei die wirklichen Existenzfragen anzuschneiden.

      Das ist bedauerlich, weil damit eine fokussierte Diskussion behindert bzw. verunmöglicht wird.

      Was das "Zeitfenster" betrifft, so bin ich mir da nicht so sicher, denn anders als die Normalsterblichen haben "jene" einen strategischen (= langfristigen und Generationen überschreitenden) Plan, der konsequent umgesetzt wird. Ich möchte nur an die Georgie Guidestones erinnern, den "Neuen Zehn Geboten", deren erstes lautet: die Anzahl der Menschen dieser Erde ist mit 500 Millionen festgesetzt.

      D.h. es sind 6,5 Milliarden zu viel da, die es loszuwerden (= zu ermorden) gilt.

      Dies passiert mittels Antibaby-Pille, der WHO (= Seuchenverbreitungs-Organisation), Kriegen mittels "depleted Uranium", Giftstoffen aller Art, "chirurgischen Eingriffen", bei denen die "collateral damages" der wahre Hauptzweck sind, Kriegen jeder Art, wie im Irak, wo die Wasseraufbereitung, die Spitäler und die Infrastruktur vernichtet wurden, mit der Folge von Millionen Toten, Flächenbombardements, wie sie Deutschland in Schutt und Asche legten, "Agent Orange", mit dem Korea insgesamt vergiftet wurde, und natürlich die Nuklearwaffen (Hiroshima, Nagasaki) nicht zu vergessen und die Änderung der US-"Sicherheits"-Doktrin, mit der sich die USA das atomare "Erstschlagsrecht" ausdrücklich zugesprochen haben.

      Für Europa hat man sich vom "tiefen Amerika" eine besondere Vorgehensweise ausgedacht, um es für immer als geschichtlichen Faktor zu eliminieren:

      - die Umerziehung (= der Seelenmord des Volkes) - Siehe Joachim Fernau: Halleluja. Siegt Amerika wird die Erde in 150 Jahren als toter Planet die Sonne umkreisen ...)

      - die Umvolkung mit Kultur. und Rasse-fremden, bildungsresistenten Horden aus Asien und Afrika

      - die wirtschaftliche Strangulierung mit betrügerischen Finanzprodukten

      - die aggressive Zerstörung des Christentums, als den Wurzelboden der abendländischen Kultur.

      Da die Religion die eigentliche integrierende Kraft der Gemeinschaft (des Staates) ist, liegen wir nicht falsch mit der Annahme, von wem diese existenzbedrohenden Angriffe kommen. Ariel Sharon hat es uns - jenen, die es immer noch nicht sehen wollen - explizit mitgeteilt: "Wir kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das."

      Die USA sind die Großkolonie Israels, sein Schlagarm, mit dem es meint sich die Welt unterwerfen zu können. Die Bücher zahlreicher - jüdischer - Autoren beschreiben dies zutreffend und detailliert. Ich exzerpiere aus Romigs grundlegenden Artikel "Die jüdischen Wurzeln der Moderne":

      John J. Mearsheimer and Stephen M. Walt über die „ Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“( Harvard 2007) über den politischen Einfluß des Judentums, der „bis in den letzten Winkel der Erde reicht“.

      Professors für russische Geschichte, Yuri Slezkine, Universität in Berkeley (Kalifornien): „The Jewish Century“ (Princeton 2004), ein Ausdruck des „jüdischen Geistes der Moderne“ und des herrschend gewordenen „merkurischen“ Denkens. Modernisierung sei nichts anderes als „everyone becoming Jewish“

      Shlomo Sand: The Invention of the Jewish People, London 2009).

      Oscar Levy: „Nietzsche verstehen“ (Parerga-Verlag, Berlin 2005). Für Levy wurzeln Massendemokratie, Liberalismus, Kommunismus, Nationalsozialismus, Rassismus und die von der Französischen Revolution auf ihre Fahnen gehefteten „Werte“ wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auf der „semitischen Idee“, sie sind für ihn „Versatzstück aus dem Alten und Neuen Testament und Beweis dafür, daß „die Juden sich über die Jahrhunderte hinweg stets und in allem durchgesetzt haben.

      David Gelernter, Americanism and its Enemies, in: Commentary, Jan. 2005, S. 43ff): die Grundwerte der amerikanischen Verfassung – Freiheit, Gleichheit, Demokratie – gehen alle auf die Hebrew Bible zurück

      E. Michael Jones, „The Jewish Revolutionary Spirit and Its Impact on World History“.

      Elie Wiesel, „Wir Juden müssen Revolution machen, weil Gott uns das aufgetragen hat“. Sie waren die revolutionären Kräften der „Aufklärung“, der Russischen Revolution und der Bürgerrechtsbewegungen, selbst die „Glorious Revolution“ in England (1688) „verdankt sich dem in Aufklärung und Protestantismus wirksamen jüdischen Einfluß“.

      Rabbi Louis Israel Newman „Jewish Influence on Christian Reform Movements“ (Columbia University Press New York 1925, Neudruck 1966). Wie Newman in seiner fundamentalen Arbeit nachweist, ist der jüdische Einfluß auf die Ikonoklasten, die Waldenser, die Hussiten, die Anhänger Wycliffs, die Lutheraner, die Puritaner und die ganzen späteren protestantischen und evangelikalen Bewegungen kaum zu überschätzen. Dank dieses Einflusses wurden die USA mit ihren rund 80 Millionen Evangelikalen zu militanten Unterstützer der Zionisten und Israels. Zionistische Evangelikale bestimmen die politische Agenda sowohl der Demokraten wie der Republikaner bis hin zur neokonservativen Tea-Party.

      Die Hauptstoßrichtung revolutionärer Juden zielt auf die katholische Religion. Jones definiert den revolutionären Juden als den Sohn Israels, der Jesus Christus als den Messias nicht anerkennt: Weist der Jude (im Gegensatz zu Paulus) den menschgewordenen Logos und damit auch die von diesem Logos gestaltete, christlich- gesellschaftliche Ordnung zurück, wird er unweigerlich zum Revolutionär.

      Die Strategie des revolutionären Juden kommt in den Worten eines führenden amerikanischen Neokonservativen zum Ausdruck: „Kreative Zerstörung (Anm. „creative destruction“) ist unser Sinn und Zweck, sowohl innerhalb unserer eigenen Gesellschaft als auch nach außen. Wir reißen die alte Ordnung jeden Tag nieder, vom Handel bis zur Wissenschaft, Literatur, Kunst, Architektur, und vom Film bis zur Politik und Justiz. Unsere Feinde haben diesen Wirbelwind von Energie und Kreativität immer gehaßt, der ihre Tradition bedroht und sie wegen Unfähigkeit beschämt mit uns Schritt zu halten. Da sie sehen, wie Amerika traditionelle Gesellschaften auflöst, fürchten sie uns, denn sie möchten nicht aufgelöst werden. Sie können sich niemals sicher fühlen, solange wir hier sind, denn unsere bloße Existenz – unsere Existenz, nicht unsere Politik – bedroht ihre Legitimität. Sie müssen uns angreifen, um zu überleben, genauso wie wir sie zerstören müssen, um unsere historische Mission zu vollbringen“ (Michael Ledeen: The War Against The Terror Masters. Wy It Happened. Were We Are. How We´ll Win. 2002, S. 212f).

      Angesichts dieser Sachlage ist es absolut lächerlich sich mit den dümmlichen Wahlprogrammen, dem Geschwätz der Marionetten, und ähnlichem Mist zu befassen. Es hat mit den wahren Ereignissen nicht das Geringste zu tun.

    • omi (kein Partner)
      10. September 2013 10:54

      F.V.
      Ich vermute mal, dass es leider nichts bewirken wird, denn schon beim nächsten Artikel haben die meisten hier alles wieder ausgeblendet und beschäftigen sich wieder mit den wichtigen Themen. Die Wahrheit interessiert fast niemanden mehr. Wäre sie doch zu schmerzlich und man müsste sein ganzes Weltbild auf den Kopf stellen.

      Der amerikanische Schriftsteller Gore Vidal hat das Treiben der Weltmacht USA sehr treffend formuliert:
      Seit es die USA gibt, ging es darum, andere Staaten zu dominieren. Wir haben sie wirtschaftlich abhängig gemacht. Wir geben militärisch den Ton an. Und wir setzten dank CIA und FBI auf ihrem Gebiet unsere Politik durch. (Gore Vidal)
      Obwohl wir regelmäßig andere Staaten als Schurkenstaaten stigmatisieren, sind wir der größte Schurkenstaat überhaupt. Wir halten keine Verträge ein. Wir verachten internationale Gerichte. Wir schlagen los, wo immer wir wollen. Wir geben den Vereinten Nationen Anweisungen, ohne unsere Beiträge zu bezahlen. Wir beklagen den Terrorismus, doch unser Land ist der allergrößte Terrorist.
      (Gore Vidal in seinem Buch „Das ist nicht Amerika!“ über sein Heimatland USA) Aber auch andere Persönlichkeiten äußerten sich in der Vergangenheit schon öffentlich sehr direkt und ehrlich:
      Amerika provozierte Japan in einem derartigen Ausmaß, dass die Japaner gezwungen waren, Pearl Harbor anzugreifen. Es ist eine Travestie der Geschichte zu sagen, dass dieser Krieg Amerika aufgezwungen wurde. (Oliver Lyttelton, britischer Minister, am 20. Juni 1944)

      Derjenige muss in der Tat blind sein, der nicht sehen kann, dass hier auf Erden ein großes Vorhaben, ein großer Plan ausgeführt wird, an dessen Verwirklichung wir als treue Knechte mitwirken dürfen. (Sir Winston Churchill, freimaurerischer Staatsmann)

      Hoffnung ist im Grunde nichts anderes als Mangel an Information.

    • Erich Bauer
      10. September 2013 13:25

      @ F.V. „…Die Hauptstoßrichtung revolutionärer Juden zielt auf die katholische Religion…“

      Ich hatte schon des Öfteren auf seltsame Merkwürdigkeiten zu den islamischen Terroranschlägen in Europa hingewiesen. Zuletzt beim Terroranschlag in Toulouse. Aber auch schon vorher. Insbesondere im Ortner-Blog.

      Ob Madrid, London oder eben Toulouse… Für mich war es einfach augenfällig, dass sich unmittelbar nach dieser Mordbrennerei Juden und Moslems einhellig und einträchtigst zum „Friedensgebet“ und natürlich zum „Friedensdialog“ zusammentaten. Die „Angst“ war ihnen ins Gesicht geschrieben, dass aufgrund dieses grausamen Geschehens christliche Horden, wie eh und je, närrisch vor Rachedurst die Gelegenheit wahrnehmen und wieder über die wahren Hüter des Glauben herfallen… Ich wunderte mich, warum das in Israel nicht klappt.

      Diese Gedanken stellte ich in mehrmals in den Ortner-Blog. Mit dem Hinweis, dass Juden und Moslems offensichtlich einen gemeinsamen Feind haben: Das Christentum. Vor allem das katholische. Beim Ersten Mal wurde es nach 5 Minuten entfernt. Das könnte auch ein technischer Umstand gewesen sein. Denn alle weiteren Postings wurden akzeptiert. Allerdings… es kam darüber niemals eine Diskussion zustande. Mit keinem einzigen Mitposter… Übrigens, auch nicht im UTB.

      Nun, ich habe halt zur Kenntnis genommen, dass ich bestenfalls für diese Welt zu „sensibel“, schlimmstenfalls ein bisschen durcheinander „das Gras wachsen höre…

      Wie dem auch sei. Jedenfalls musste ich die Erfahrung machen, dass „solcherne“ Gedanken nicht dem intellektuellen Niveau neoliberaler Foren entsprechen. Ich gebe zu, das hatte mich damals, vor mehreren Jahren, verstört…

    • F.V. (kein Partner)
      10. September 2013 17:59

      Herr Bauer,

      Hab nur den Mut,
      die Meinung
      frei zu sagen
      und ungestört.
      Es wird den Zweifel
      in die Seele tragen,
      dem, der es hört.

      Und vor der Lust
      des Zweifelns
      flieht der Wahn,
      Du glaubst nicht,
      was ein Wort
      oft wirken kann.

      Leider haben sie recht, daß die wichtigen Dinge bei einem Ohr hineingehen und beim andern wieder hinaus (sofern es überhaupt "hineinging").

      Allerdings glaube ich doch, daß manches hängen bleibt, man das aber nicht durch eine Beteiligung an einer "öffentlichen" Diskussion kundtun möchte. Die Sittenwächter und Wohlfahrtsausschüsse heutiger Zeit sind ja gefährlicher als 1789 ff.

      Bei solchen Themen wird "Ende der Debatte" sofort hergestellt, indem man "Nazi", Antisemit, etc. sagt. Hier bedarf es keines Beweises, allein der Widerspruch gälte als Geständnis, intellektuelle Redlichkeit ist hier nicht vorgesehen.

      Weil das inzwischen jeder Esel kapiert hat, kann auch jeder noch so dumme Esel hier "kommandieren".

      Aber es scheinen die Götter doch noch Erbarmen mit uns zu haben, denn sie sandten uns redliche Juden, die das sagen, was uns zum Verhängnis würde. So genügt es auf sie hinzuweisen bzw. sie zu zitieren.

    • panzerechse (kein Partner)
      10. September 2013 22:40

      F.V.

      Ja. Natürlich. Alle Juden, die ich kenne halte ich persönlich für redlich. So redlich, wie ich versuche es zu sein. Und ich kenne meine Artgenossen. Und nichts und niemand kann sich dazwischen stellen... Ich würde solche Narren bekämpfen. Mit allen Mitteln...

  15. Syrien (kein Partner)
    09. September 2013 22:19

    Skull & Bones Kerry: Kerry Tells Lavrov Chemical Disarmament Demand Was "Rhetorical", Not Meant To Be Proposal

    Paraphrase:

    Kerry to Syria: Turn over your chemical weapons!
    Syria to Kerry: Ok
    Kerry to Syria: I was being rhetorical. We will just bomb you anyway, as soon as we are done gassing you.

    http://www.zerohedge.com/news/2013-09-09/kerry-tells-lavrov-chemical-disarmament-demand-was-rhetorical-not-meant-be-proposal

  16. omi (kein Partner)
    09. September 2013 20:43

    Wir können uns nicht vorstellen wie es den Syrern jetzt gehen muss. Täglich in Angst leben, dass die Terroristen jeden Moment einen Anschlag verüben und ihre Kinder dabei abgeschlachtet werden.
    Es sind Menschen wie du und ich. Sie haben auch Kinder. Unsere höchsten Politiker (Geheimdienste) wissen Bescheid, dass sie Terroristen unterstützen. Und sie siedeln bei uns solche Terroristen sogar an. Nichts passiert zufällig in der Politik. Fangt endlich an, euer Hirn einzuschalten. Unsere Regierung (Führungsspitze) unterstützt Fundamentalisten!!! Nur nebenbei: Österreich liefert ebenfalls Waffen an SaudiArabien!

    Assad Interview in der Iswestija 27. August 2013

    Der Präsident der Syrischen Arabischen Republik spricht im Exklusivinterview mit “Izvestia” über die Gefahr einer Intervention durch die USA und den Westen, über seine Beziehungen zu Wladimir Putin und die Gemeinsamkeit der Schicksale von Russen und Syrern.
    Quelle: Izvestia.ru
    Auf dem Höhepunkt der Krise trafen sich Aleksandr Potapow und Jurij Mazarskij in Damaskus mit dem Präsidenten des Landes, Baschar al-Assad. In einem Exklusivinterview für “Izvestia” erzählt er davon, wer es ist, der chemische Waffen einsetzt, er kommentiert die Statements der westlichen Politiker über deren Vorhaben, militärischen Druck auf Syrien auszuüben und bewertet die Hilfe, die das syrische Volk von Russland und dessen Präsidenten erfährt.

    Herr Präsident, die brennendste Frage dieser Tage ist – wie ist die Lage in Syrien? Welche Territorien verbleiben unter der Kontrolle der Aufständischen?

    Es geht nicht so sehr um Territorien, die unter der Kontrolle der Terroristen sind und jene, welche von der Armee kontrolliert werden. Es gibt keinen solchen Feind, der unser Land besetzt hätte. Wir haben es mit Terroristen zu tun, die in die Dörfer und Vororte von Städten eindringen. Es handelt sich um Verbrecher, welche unschuldige Zivilisten ermorden und Objekte der Infrastruktur zerstören.

    Die Armee, die staatlichen Gewaltorgane und die Polizei sind bestrebt, sie aus den bewohnten Ortschaften zu vertreiben und zu vernichten. Die, welche überleben können, begeben sich in andere Territorien und schließen sich anderen Banden an. So kann man sagen, dass der Kern unseres Handelns die Vernichtung von Terroristen ist.

    Der Hauptgrund für die anhaltenden militärischen Aktionen ist die enorme Menge von ständig auf syrisches Gebiet eindringenden Terroristen von außerhalb. Jeden Monat kommen Zehntausende von ihnen in unserem Land an. Außerdem werden die Terroristen nach wie vor vom Ausland finanziert, es werden ihnen Waffen geliefert.

    Doch ich kann Ihnen versichern, es gibt keinen solchen Ort, an den sich die Regierungstruppen nicht begeben könnten – sie tun das ja auch und vernichten die Terroristen an allen Orten, an denen sie mit ihnen zusammenstoßen.

    Die westliche Presse behauptet heutzutage nicht selten, dass die Terroristen zwischen 40 und 70 Prozent des syrischen Territoriums kontrollieren. Wie viel Territorium befindet sich denn tatsächlich noch unter der Kontrolle des syrischen Staates?

    Keine einzige Armee in keinem Land der Welt kann sich auf dem gesamten Territorium ihres Landes gleichzeitig in völliger Einsatzbereitschaft befinden. Das nutzen die Terroristen aus und versuchen überall dort einzudringen, wo die Armee nicht präsent ist. In jeder Provinz, in die Terroristen eingedrungen sind, haben wir Säuberungsaktionen durchgeführt. Deshalb möchte ich noch einmal wiederholen: das Problem besteht nicht im Territorium, auf dem sich Terroristen befinden, das ändert sich täglich, ja stündlich. Das Problem besteht in der großen Zahl der Kämpfer, die von außerhalb eindringen.

    Ob die Syrische Arabische Armee in ein jedes beliebige, von Terroristen besetzte Gebiet gelangen und diese vernichten kann? Ich kann Ihnen mit voller Gewissheit sagen: Ja! Das tut die Armee ja auch. Es benötigt mehr Zeit, denn der Krieg, der uns aufgezwungen wurde, geht nicht einfach so schnell zu Ende, sondern benötigt eine verhältnismäßig lange Zeit. Wir zahlen einen hohen Preis für diesen Krieg, dafür, all die Terroristen in Syrien zu vernichten.

    Sind denn die Terroristen, von denen Sie sprechen, einzelne, selbständige radikale Gruppierungen oder handelt es sich um Teile einer größeren Macht, deren Ziel es ist, die Situation im gesamten Nahen Osten, darunter auch in Syrien, zu destabilisieren?

    Wir haben es sowohl mit einzelnen Gruppierungen als auch mit ganzen Terrorarmeen zu tun. Doch sie ähneln sich in vielerlei, vor allem in ideologischer Hinsicht. Außerdem bekommen sie Gelder aus den gleichen Quellen.

    Ihre Ideologie ist der Radikalismus, der keinerlei religiöse Ansichten akzeptiert als die, zu der sich die Terroristen selbst bekennen. Sie haben ein und dieselben ideologischen Führer, solche wie az-Zawahiri, doch dabei hat jede dieser Gruppen auch ihre eigenen Anführer.

    Ihre Sponsoren sind, wie ich bereits sagte, ein und dieselben, mitunter sind das ganze Staaten, wie beispielsweise Saudi-Arabien.

    Ungeachtet dessen, dass sie versprengt sind, haben ihre Sponsoren und ideologischen Führer die Möglichkeit, jede von ihnen zum Beispiel durch radikale Botschaften zu manipulieren. Beispielsweise können sie äußern: “Moslems sind verpflichtet, in Syrien in den Dschihad zu ziehen”. Tausende von Kämpfern werden auf diese Weise hierher geschickt, um Krieg zu führen.

    Die Sponsoren steuern die Banden auch, indem sie ihnen Waffen und Mittel für konkrete Terroranschläge liefern.

    Außerdem vereint beispielsweise das erwähnte Saudi-Arabien die Funktionen eines Sponsors und ideologischen Leitbilds in sich: es verbreitet unter den Kämpfern die wahhabitische Weltanschauung und unterstützt sie mit Geldern.

    Der syrische Staat spricht von engen Beziehungen zwischen Israel und den Terroristen. Aber ist es nicht so, dass allein die Erwähnung Israels unter den radikalen Islamisten zu Hysterie führt? Wie sollte in diesem Fall eine Zusammenarbeit zwischen ihnen bestehen?

    Weshalb eröffnet Israel das Feuer auf unsere Streitkräfte, wenn wir die Terroristen in den Grenzgebieten stellen? Doch wohl dazu, uns zu behindern? Weshalb gibt Israel den an der Grenze festgesetzten Terroristen Gelegenheit, in seinem Gebiet vor unseren Streitkräften Zuflucht zu finden, und greift gleichzeitig unsere Truppen aus einer anderen Richtung an? Aus welchem Grunde hat Israel im Verlauf der letzten Monate mehrmals Teile der Syrischen Arabischen Armee angegriffen?

    Doch den Hauptbeweis für die Zusammenarbeit führt ja Israel selbst an.

    Israel hat mehrfach verlauten lassen, dass in den Krankenhäusern des Landes dutzende Terroristen behandelt werden. Wenn diese Gruppierungen Israel so sehr hassen, und allein die Erwähnung dieses Namens bei ihnen zu Hysterie und Hass führt, weshalb haben denn diese radikalen Gruppierungen, die jetzt gegen Ägypten und Syrien Krieg führen, noch nie auch nur eine einzige Operation gegen Israel unternommen? Wir wollen uns doch einmal daran erinnern, wer diese Gruppierungen ursprünglich geschaffen hat. Diese Terroristen wurden ursprünglich von den USA und dem Westen angeworben und unterstützt, und finanziert wurden sie von Saudi-Arabien seit Beginn der 1980er Jahre, damit sie in Afghanistan gegen die UdSSR Krieg führen. Wie sollten diese Gruppierungen, die vom Westen und von Amerika geschaffen worden sind, gegen Israel losschlagen?

    Unser Interview wird in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt werden, viele Führungspersönlichkeiten der ganzen Welt, darunter auch jene, die gegen Sie Position beziehen, werden es lesen. Was möchten Sie diesen mitteilen?

    Unter den Oberhäuptern der Staaten der heutigen Zeit gibt es eine Menge an Stammtischpolitikern und ziemlich wenige Führungspersönlichkeiten. Sie kennen die Geschichte nicht und lernen nicht daraus. Mancher unter ihnen vergisst selbst die jüngere Vergangenheit.

    Haben sie denn die Lektionen der vergangenen 50 Jahre gelernt? Haben sie wenigstens die Dokumente ihrer Vorgänger durchgeblättert, die all ihre Kriege seit Vietnam bis heute verpfuscht haben? Haben sie sich klargemacht, dass diese Kriege nichts gebracht haben als Zerstörung und Instabilität, sowohl im Nahen Osten, als auch in anderen Regionen der Welt?

    Genau diesen Politikern würde ich gern erklären, dass der Terrorismus kein Trumpf in der Jackentasche ist, den man herausnehmen und einsetzen kann, wenn man das gern möchte, wonach man ihn wieder verschwinden lässt. Der Terrorismus sticht, wie ein Skorpion, in jedem beliebigen Moment. Entsprechend kann man nicht in Syrien den Terrorismus unterstützen und in Mali gegen ihn vorgehen. Man kann nicht den Terrorismus in Tschetschenien unterstützen und ihn gleichzeitig in Afghanistan bekämpfen.

    Natürlich rede ich nicht von allen Staatsoberhäuptern, sondern von denen mancher westlicher Staaten. Sie sollten damit aufhören, sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen und Marionettenregierungen zu installieren, sondern eher auf die Meinung ihrer Völker hören; vielleicht käme die westliche Politik auf diese Weise etwas näher an die Realität heran.

    Wenn Sie darauf bestehen, dass ich eine Botschaft an die Welt richte, dann sage ich folgendes: wenn jemand davon träumt, Syrien zu einer Marionette des Westens zu machen, so wird das nicht geschehen. Wir sind ein unabhängiger Staat und werden gegen den Terrorismus Krieg führen, wir werden Beziehungen mit den Ländern, mit denen wir selbst das wollen, frei aufbauen, all das zum Wohl des syrischen Volkes.

    Am Mittwoch wurde die syrische Regierung von den Aufständischen mit der Anschuldigung konfrontiert, chemische Waffen eingesetzt zu haben. Diese Anschuldigung wurde sofort von einer Reihe westlicher Führungen aufgegriffen. Was können Sie darauf antworten? Werden Sie es einer UN-Sonderkommission gestatten, eine Untersuchung dieses Vorfalls durchzuführen?

    Die Verlautbarungen der Politiker der USA, des Westens und anderer Staaten sind eine Verhöhnung des gesunden Menschenverstandes und Verachtung gegenüber der öffentlichen Meinung ihrer Völker. Es ist Nonsens: erst gibt es Anschuldigungen, und erst dann sammelt man Beweise. Genau das macht das mächtigste Land – die USA. Anders gesagt, am Mittwoch wurden wir angeschuldigt, und erst zwei Tage später ließ die US-amerikanische Regierung verlauten, jetzt mit der Beweisaufnahme zu beginnen. Wie sollten sie denn diese Beweismittel sammeln, wo sie sich doch fernab befinden? Wir werden beschuldigt, die Armee habe chemische Waffen in einem Gebiet eingesetzt, welches angeblich unter der Kontrolle von Rebellenkämpfern stehe. Es gibt aber in diesem Gebiet keine definierbare Frontlinie zwischen der Armee und den bewaffneten Gruppierungen. Kann denn ein Staat chemische oder andere Massenvernichtungswaffen an einem Ort einsetzen, wo seine eigenen Truppen konzentriert sind? Das widerspricht der elementaren Logik. Aus diesem Grunde sind solche Anschuldigungen ausschließlich politischer Art, und Grund dafür ist eine Reihe von Erfolgen der Regierungskräfte gegen die Terroristen.

    Was die Untersuchung von Kriegsverbrechen in Syrien angeht, so sind wir die ersten, die eine Untersuchung durch eine internationale Kommission gefordert haben. Als die Terroristen eine Rakete mit Giftgas auf Aleppo abgefeuert haben, und zwar kurz nach vielfachen Verlautbarungen des Westens, die Regierungstruppen seien bereit, chemische Waffen einzusetzen, haben wir eine Untersuchung durch ausländische Fachleute gefordert. Diese Position war mit Russland abgestimmt, wir wollten, dass die USA, Frankreich und Großbritannien sich selbst davon überzeugen, dass das nicht unser Werk ist, sondern dass unsere Feinde chemische Kampfstoffe einsetzen. Sie hätten sich anhand von konkreten Fakten davon überzeugen können, nicht nur anhand von haltlosen Anschuldigungen.

    Im Verlauf der letzten Wochen haben wir mit der UNO über die Arbeit einer Kommission verhandelt, und schließlich sind die Fachleute zu uns gekommen (einige Stunden nach dem Interview wurde bekannt, dass die syrische Regierung und die UN-Kommission das gemeinsame Vorgehen bei der Untersuchung des angeblichen Einsatzes von Chemiewaffen abgestimmt haben – „Izvestia“). Das Ergebnis ihrer Arbeit wird der UNO vorgestellt werden.

    Aber dabei wissen Sie natürlich, dass jedes beliebige Resultat nach dem Belieben einzelner Länder interpretiert werden kann. Wir erwarten deshalb ja auch, dass Russland es nicht gestatten wird, die Dokumente im Interesse der amerikanischen oder überhaupt der westlichen Politik zu interpretieren.

    Nach Verlautbarungen der US-Führung und denen anderer westlicher Staaten der vergangenen Tage schließen es die USA nicht aus, eine Militärintervention gegen Syrien zu unternehmen. Nehmen Sie an, dass die USA genauso handeln werden wie im Irak, also dass sie nach einem Vorwand für eine Intervention suchen?

    Es ist nicht das erste Mal, dass die Frage nach einer militärischen Intervention in Syrien aufgeworfen wird. Von Anbeginn der Krise haben die USA, Frankreich und Großbritannien versucht, eine Militärinvasion zu unternehmen, doch zu ihrem Unglück hat sich die Sache anders entwickelt. Sie haben versucht, Russland und China davon zu überzeugen, ihre Position im UN-Sicherheitsrat zu ändern, doch das ist nicht gelungen.

    Sie konnten auch ihre eigenen Völker und die gesamte Welt nicht davon überzeugen, dass die von ihnen im Nahen Osten verfolgte Politik durchdacht und nutzbringend sei. Es ergab sich ebenso, dass die Lage sich hier von der in Ägypten und Tunesien unterscheidet.

    Ein und dasselbe Szenario der „arabischen Revolutionen“ ist nicht mehr überzeugend. Sie können alle möglichen Kriege vom Zaun brechen, können aber nicht wissen, wie lange ein solcher Krieg andauern und auf welches Territorium er sich erstrecken wird. Sie haben begriffen, dass die Lage außer Kontrolle geraten ist.

    Ein weiteres Hindernis für eine Militärinvasion ist, dass alle verstehen: was in Syrien vor sich geht, ist keine Revolution des Volkes, es ist nicht die Forderung nach Reformen. Es ist Terrorismus. Im Anbetracht dieser Tatsachen können die westlichen Führer ihren Bürgern nicht einfach sagen: „Wir gehen nach Syrien, um dort den Terrorismus zu unterstützen.“

    Herr Präsident, womit werden es die USA zu tun haben, sollten sie sich dazu entschließen, Syrien anzugreifen oder gar in das Land einzudringen?

    Die USA erwartet ein Fiasko, wie auch in all den Kriegen, die sie in der Vergangenheit vom Zaun gebrochen haben, angefangen von Vietnam bis hin zu unseren Tagen. Amerika hat sich an einer Vielzahl von Kriegen beteiligt, konnte seine politischen Ziele, um derentwillen diese Kriege begonnen wurden, aber kein einziges Mal erreichen. Die USA konnten ihren eigenes, aus vielen Nationalitäten bestehendes Volk nicht von der Rechtmäßigkeit dieser Kriege überzeugen, ebenso scheiterten sie immer daran, anderen Ländern ihre eigene Ideologie aufzuzwingen. In der Tat, mächtige Staaten können Kriege entfesseln, aber können sie auch siegen?

    Pflegen Sie weiterhin Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin? Sprechen Sie telefonisch mit ihm? Falls ja, welche Fragen besprechen Sie mit ihm?

    Mit Präsident Wladimir Putin verbinden uns langjährige Beziehungen, die lange vor der syrischen Krise entstanden sind. Von Zeit zu Zeit verständigen wir uns mit ihm. Es ist klar, dass man komplexe Fragen wie die syrische Krise nicht am Telefon besprechen kann. Die Beziehungen zwischen unseren Ländern werden derzeit von russischen Amtsträgern gepflegt, die uns hier besuchen, sowie auch von ihren syrischen Kollegen, die nach Moskau reisen.

    Haben Sie vor, Russland in nächster Zukunft zu besuchen oder den russischen Präsidenten nach Syrien einzuladen?

    Das ist natürlich möglich, aber mir scheint, dass es jetzt notwendig ist, alle Anstrengungen im Landesinnern zu konzentrieren, um die syrische Krise zu lösen. Wir verlieren jetzt täglich Menschen, doch wenn die Umstände sich bessern, dann werde ich selbstverständlich Präsident Putin besuchen oder ihn nach Damaskus einladen.

    Um das Thema Russland fortzuführen: Sie wissen, dass Russland der Politik der USA und der EU in der syrischen Frage widersteht. Was wird passieren, sollte Russland diesem Druck stattgeben? Halten Sie eine solche Entwicklung für möglich?

    Heute ist es notwendig, die russisch-amerikanischen Beziehungen nicht nur in den Positionen zur Krise in Syrien zu betrachten; es braucht einen weiteren Blickwinkel. Die gegensätzlichen Positionen zu Syrien sind nur einer der Widersprüche zwischen Ihren beiden Ländern. Mit dem Zerfall der UdSSR schien es den USA, dass Russland für immer vernichtet worden ist. Doch seit dem Ende der 1990er Jahre, seit Beginn der Präsidentschaft Wladimir Putins begann Russland allmählich zu erstarken und seine Positionen immer entschiedener zu verteidigen. Schließlich kam es zu einem neuen Kalten Krieg um politischen Einfluss. Die USA traten dabei an mehreren Fronten auf und versuchen vehement, die russischen Interessen in der Welt zu blockieren.

    Das Ziel der USA ist es, die Rolle Russlands auf der internationalen Arena herabzusetzen, darunter auch durch Ausübung von Druck in der syrischen Frage.

    Sie können fragen, aus welchem Grunde Russland Syrien unterstützt. Es ist sehr wichtig, diese Frage zu klären. Russland verteidigt nicht etwa den Präsidenten Baschar al-Assad oder die Regierung, denn das syrische Volk kann jeden beliebigen Präsidenten und jede beliebige Regierung wählen.

    Russland verteidigt die Prinzipien, an die es sich seit mindestens hundert Jahren hält: die Prinzipien von Unabhängigkeit und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. Russland hat selbst aus diesem Grunde vielfach gelitten.

    Außerdem verteidigt Russland seine eigenen Interessen in der Region, und das ist sein gutes Recht. Diese Interessen beschränken sich nicht auf den Hafen von Tartous. Sie gehen viel tiefer: die Schläge der Terroristen gegen Syrien gefährden die Stabilität im gesamten Nahen Osten. Eine Destabilisierung wird auch für Russland Folgen haben. Die Führung Ihres Landes versteht das, ganz im Unterschied zu vielen Führungen westlicher Staaten. Was die kulturellen und gesellschaftlichen Fragen angeht, so dürfen wir nicht vergessen, dass es tausende russisch-syrische Familien gibt, die eine kulturelle und gesellschaftliche Brücke zwischen unseren beiden Staaten bilden. Würde Russland also schachern, so wäre das vor ein-zwei Jahren passiert, als das politische Bild noch unklar war. Zum heutigen Tage ist dieses politische Bild allen vollkommen klar. Wer damals nicht geschachert hat, wird das auch heute nicht mehr tun.

    Gibt es Verhandlungen mit Russland bezüglich der Lieferung von Brennstoff, Waren und Waffen? Besonders möchte ich zum Vertrag über die Lieferung der S-300-Waffensysteme nachfragen – sind diese Ihnen bereits geliefert worden?

    Natürlich kann kein Land zum Vorhandensein dieser oder jener Art Waffen oder zu den entsprechenden Lieferverträgen Verlautbarungen anstellen – das ist Teil des Staats- und Militärgeheimnisses.

    Doch ich will sagen, dass alle mit Russland geschlossenen Verträge erfüllt werden. Weder die Krise, noch der Druck der USA, Europas oder der Golfstaaten haben ihre Erfüllung behindert. Russland liefert Syrien das, was für dessen Schutz und den Schutz seiner Bevölkerung notwendig ist.

    Welche Hilfe erwartet Syrien von Russland: wirtschaftliche Hilfe oder Waffen? Plant Syrien, bei Russland um einen Kredit zu bitten?

    Wenn die Sicherheit des Landes geschwächt ist, führt das ebenso auch zu einer Schwächung der wirtschaftlichen Lage. Dass Russland seine militärischen Verträge Syrien gegenüber erfüllt, wird zweifelsohne auch zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Syrien beitragen. Die russische Unterstützung unseres Rechts auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung hat von Anfang an unserer Wirtschaft geholfen. Eine Reihe von Staaten, die dem syrischen Volk entgegenstehen, hat der syrischen Wirtschaft ernsthaften Schaden zugefügt, in erster Linie aufgrund der Wirtschaftsblockade, unter der wir jetzt zu leiden haben. Russland hat vollkommen anders gehandelt.

    Die politische Unterstützung durch Russland, ebenso auch die exakte Erfüllung der Rüstungsverträge ungeachtet des US-amerikanischen Drucks, hat unsere wirtschaftliche Lage merklich gebessert.

    Was nun direkt die Wirtschaft anbelangt: jeder Kredit eines befreundeten Landes wie Russland ist für beide Seiten von Vorteil. Für die russische Seite kann das eine Erweiterung der Absatzmärkte und neue Perspektiven für russische Unternehmen bedeuten, für Syrien ist das die Möglichkeit, Mittel für die Entwicklung der eigenen Wirtschaft zu gewinnen. Und das alles noch ungeachtet der bestehenden, mit verschiedenen russischen Firmen geschlossenen Verträge über die Lieferung verschiedenster Waren.

    Ich möchte nochmals bekräftigen, die politische Position Russlands und seine Unterstützung für Syrien schlagen sich positiv auf der Stabilität und dem Wohlergehen der syrischen Bürger nieder.

    Könnten Sie auf die bestehenden, gültigen Verträge eingehen: betreffen sie Brennstoff oder Lebensmittel?

    Die heutigen Wirtschaftssanktionen hindern die syrischen Bürger daran, Lebensmittel, Arzneimittel und Brennstoff zu erhalten. Das sind Waren des täglichen Bedarfs, die für das Leben notwendig sind. Und entsprechend soll das, was der syrische Staat derzeit unternimmt, indem er Verträge mit Russland und anderen befreundeten Staaten unterzeichnet, es gestatten, die Versorgungslage in diesem Bereich zu stabilisieren.

    Um zur syrischen Frage zurückzukehren – wir wissen, dass Sie mehrmals hintereinander Amnestien verkündet haben. Was sind deren Resultate? Gibt es solche unter den durch Amnestie freigekommenen Aufständischen, die jetzt in den Reihen der Regierungskräfte kämpfen?

    Ja, das ist richtig, und die Amnestie bringt positive Ergebnisse. Besonders, nachdem das reale Bild dessen, was in Syrien vor sich geht, allen klar geworden ist.

    Viele unter den Rebellenkämpfern haben ihre Waffen niedergelegt und sind zu einem normalen Leben zurückgekehrt. Viele von ihnen sind auch auf die Seite der Regierung übergegangen. Die Rebellengruppierungen kann man in zwei Teile teilen: einerseits sind es solche, die sich von den Medien haben betrügen lassen, andererseits solche, die man durch Terrorandrohung dazu gezwungen hat, in die Reihen der Rebellenkämpfer einzutreten. Wir glauben deshalb immer daran, dass wir die Tür für solche geöffnet halten müssen, die von dem Weg abkehren wollen, den sie gegen ihre Heimat beschritten haben. Ungeachtet dessen, dass in Syrien viele gegen diese von der Regierung erklärten Amnestien waren, haben sie sich bewährt und die Spannung in der Gesellschaft abzubauen geholfen.

    Herr Präsident, wen würden Sie als Ihren Hauptverbündeten bezeichnen, und wen dahingegen als Gegner? Die Beziehungen Syriens mit einigen Ländern gehen in der letzten Zeit in die Brüche – mit Katar, der Türkei und Saudi-Arabien. Wer trägt die Schuld daran?

    Die Länder, die mit uns gemeinsam auf der internationalen Arena auftreten, sind Russland und China, auf regionaler Ebene ist das der Iran. Doch ich kann dazu sagen, dass es auf der Welt eine positive Entwicklung gibt: einige Länder, die einst radikal gegen uns eingestellt waren, haben ihre Position geändert, einige davon gehen daran, ihre guten Beziehungen zu Syrien wiederherzustellen. Es gibt auch solche Länder, die uns indirekt unterstützen.

    Dann gibt es eine Reihe von Staaten, die die Terroristen in Syrien offen unterstützen – das sind Katar und die Türkei.

    Katar ist der Sponsor der Terroristen, in der Türkei werden sie trainiert und von dort bekommen sie Korridore in unser Land hinein. Jetzt hat Saudi-Arabien Katar als Sponsor abgelöst. Saudi-Arabien ist ein Staat, der nichts als Geld besitzt, und jemand, der nur Geld besitzt, kann keine zivilisierte Gesellschaft aufbauen und den Frieden aufrechterhalten. Während also Saudi-Arabien als Hauptsponsor fungiert, so ist die Lage in der Türkei eine andere. Es ist sehr schade, dass man ein Land wie die Türkei mit einer Handvoll Dollar steuern kann. Leider ist es so, dass dieses große, eine strategisch wichtige Position einnehmende Land durch einen der Golfstaaten gesteuert wird. Dafür trägt der türkische Premierminister die Verantwortung. Natürlich trägt das türkische Volk, mit dem uns viele Gemeinsamkeiten und ein historisches Erbe verbinden, keine Schuld daran.

    Was steckt hinter der Gemeinsamkeit der Positionen Russlands und Syriens – einzig geopolitische Interessen oder die Ähnlichkeit der beiden Völker, die ständig gegen Terrorgefahr anzukämpfen haben?

    Es gibt in den russisch-syrischen Beziehungen sehr viele Berührungspunkte. Der erste davon wäre, dass Russland im Zweiten Weltkrieg unter einer Okkupation zu leiden hatte, und Syrien ist auch mehrmals okkupiert gewesen. Zweitens hat Russland, wie auch Syrien, unter einer Vielzahl von Versuchen einer äußeren Einmischung in seine inneren Angelegenheiten gelitten. Das dritte wäre der Terrorismus. Wir in Syrien verstehen sehr gut, wie das ist, wenn friedliche Zivilisten im Nordkaukasus von den Händen der Terroristen umgebracht werden, wir wissen, was die Geiselnahme in Beslan und im Musical-Theater „Nord-Ost“ in Moskau bedeutet haben. Auf diese Weise verstehen auch die Russen, womit wir es in Syrien zu tun haben, denn sie haben den Terrorismus am eigenen Leib spüren müssen. Deshalb glauben die Russen es auch nicht, wenn ein westlicher Amtsträger daherkommt und erzählt, es gäbe einerseits böse, und andererseits gemäßigte Terroristen. Es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Russland und Syrien – das sind die gemischten Familien, die ich bereits erwähnt habe. Gäbe es keine kulturellen, gesellschaftlichen und mentalen Gemeinsamkeiten, so würde es solche Familien gar nicht geben, die unsere beiden Länder verbinden. Zu allem Gesagten möchte ich hinzufügen: es gibt geopolitische Interessen, von denen ich auch bereits gesprochen habe. Die Instabilität in Syrien und in der Region im Ganzen wird auch auf Russland Auswirkungen zeigen. Russland versteht sehr gut das, was Europa und der ganze Westen nicht begreift: die Gefahr durch den Terrorismus, der keine Grenzen kennt. Es wäre falsch anzunehmen, dass die Position eines solch großen Landes wie Russland einzig auf einem oder zwei Prinzipien beruht.

    Was erwarten Sie von der Genf-II-Konferenz?

    Die Mission der Genfer Konferenz ist es, eine Grundlage für eine politische Beilegung in Syrien vorzubereiten. Allerdings können wir keinen Dialog in politischer Richtung beginnen, sofern die ausländische Unterstützung des Terrors anhält. Das, was wir von Genf erwarten, ist Druck auf diejenigen Länder, die den Terrorismus in Syrien unterstützen. Sie müssen den Waffenschmuggel und das Entsenden von Söldnern und Terroristen zu uns einstellen. Sobald das passiert, wird es viel einfacher sein, einen politischen Dialog unter allen syrischen Parteien über die Zukunft des Landes, der Gesetzgebung und die Verfassung in Gang zu bringen.

    Quelle:

    http://apxwn.blogspot.de/2013/08/baschar-al-assad-im-interview-fur.html#.Uhx77j_cD9V

    • Undine
      09. September 2013 22:06

      @omi

      Danke! Höchst interessant, auch endlich einmal die "andere Seite" zu hören!

    • ohneland1 (kein Partner)
      10. September 2013 08:51

      Die Situation in Syrien zeigt, dass der Westen nicht war against terror führt, sondern war with terror, quasi eine Umkehrung des asymetrischen Krieges. Reguläre nationale Armeen werden mit dem Mittel des Auftragsterrorismus bekämpft und wenn das nicht zum Erfolg führt, werden die Terroristen aus sicherem Abstand, etwa durch die Einrichtung von Flugverbotszonen, oder durch "begrenzte" Lenkwaffenschläge unterstützt. Lybien hat dieses Bild gezeigt und jetzt Syrien.

      Ein wichtiger Punkt, omi, dass auch bei uns Terroristen angesiedelt werden. Es gibt immer wieder Hinweise, dass die hier aufgenommenen Tschetschenen gegen Russland instrumentalisierte "Freiheitskämpfer sind, die nun von Putin sukzessive rausgeräumt und bei uns zwischengeparkt werden. Es ist ja auch bei uns in den Zeitungen zu lesen gewesen, dass hunderte dieser Kämpfer nach Syrien in den "Heiligen Krieg" gezogen sind.
      Ich habe immer wieder die Gelegenheit diese Leute bei einem Asylantenheim zu beobachten und habe keinen Zweifel, dass es sich da zu einem Gutteil umausgebildete und trainierte Kämpfer handelt.

      Küberl und Co. installieren bei uns, bewußt oder unbewußt, mit dem Asylschwindel Terrorzellen!

  17. very off topic (kein Partner)
  18. Torres (kein Partner)
    09. September 2013 11:09

    OT - aber aus Aktualitätsgründen durchaus bemerkenswert. Wer vielleicht die gestrige Diskussion auf ARD mit Günter Jauch über das Thema "Jugendkriminalität" (im Anschluss an einen einschlägigen "Tatort") gesehen hat, wird wohl mit großem Erstaunen eine in völligem Gegensatz zu allen Regeln der P.C. stehende Statistik bewundert haben: da wurde nämlich der "typische jugendliche Gewalttäter und Kriminelle" vorgestellt. Und was sagen da die Statistiken, schwarz auf weiß, noch dazu laut und deutlich von Günter Jauch betont? "Migrant"! Wer hätte das gedacht? Gut, dass die gleichzeitig auf ORF2 plappernde Intelligenzbestie Heinisch-Hosek das nicht gehört hat, sie hätte wohl Jauch und seine hochkarätigen Gäste (darunter der deutsche Innenminister) sofort wegen Rassismus angezeigt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. September 2013 11:22

      Wer das gedacht hätte?

      Nun, jeder, der Polizeiberichte, besondere Zeitungen bzw. Wochenzeitschriften liest.
      Und den Systemberichterstattern in ihrer einschlägigen Berichterstattung nicht Glauben schenkt.
      Obwohl "auf freiem Fuß angezeigt" zwischen den Zeilen genau das Nämliche bedeutet.

      Wobei die Frage im Raum steht, was wirklich mit den "gezielt angebrachten Weglassungen" bezweckt wird.
      Die Freude des Journalisten am Aufdecken kann es nicht sein.

    • Pete Sahat
      12. September 2013 00:49

      Danke für den Hinweis Torres!
      Ich habe nur kurz Günther Jauch gesehen, vor lauter political correctness habe ich aber nach wenigen Minuten abschalten müssen.
      Im Tatort ("Gegen den Kopf"), der diskutiert wurde waren die Täter - wie sollte es auch anders sein - zwei Biodeutsche, natürlich aus gutem Hause. (Einer von ihnen zumindest.) In der Anschließenden Diskussion sind ebenfalls zwei Deutsche, die wegen Raubüberfall (ohne Körperverletzung) bzw. wegen Körperverletzung in einer JVA einsaßen, zu Wort gekommen. Zu Gast im Studio war ein ca. 30-jähriger Deutscher, der in einem U-Bahnhof einem Mädchen, das offensichtlich von einer Gruppe belästigt wurde, zu Hilfe kommen wollte, von eben dieser Gruppe zusammengetreten wurde und sich u.a. darauf in Lebensgefahr befand.
      Von der Herkunft der Schläger war kein Wort zu hören! P.C. par excellance!

  19. Anonymer Feigling (kein Partner)
    09. September 2013 11:05

    Ich habe zum Spaß bei beiden "Kabinen" die Fragen beantwortet und habe ein widersprüchliches Ergebnis erhalten:

    Wahlkabine:
    Piraten, Grüne und KPÖ weit abgeschlagen an den letzten Plätzen!

    Politkabine:
    Die Piraten an erster Stelle!

    Soviel zur Seriosität dieser Wahlhelfer!
    Da sind ja die Aussagen einer Zigeunerin nach einem Blick in die Kristallkugel professioneller!

  20. Alternativlos (kein Partner)
    09. September 2013 09:57

    Zum Thema Schule - heute im Kurier!

    Zum Lachen. aber eigentlich noch mehr zum Weinen ......

    Tuta leid!.

    Manchmal entpuppt sich so ein neuer Tag ja schon auf den ersten Metern als ausnahmsweise nicht der schönste in deinem Leben. Zuerst steht die U4 (zum Glück hast du 30 Minuten zeitliche Knautschzone eingerechnet, denn die U4 steht inzwischen bekanntlich prinzipiell mehr als sie fährt), dann fallen im Lehrerinnenzimmer hintereinander Kaffeeautomat, Scanner und Kopierer aus.

    Also änderst du zähneknirschend das Programm und nutzt das spontan entstandene frühmorgendliche Zeitfenster für das Abarbeiten deiner Mails. Und öffnest dabei Post deiner Lieblingsministerin, gefertigt und unterzeichnet von ihrem Pressesprecher Josef Galley: Sehr geehrter Herr Glattauer! Sie wissen als Pädagoge ganz genau, dass Wertschätzung und Respekt tragende Säulen einer gelingenden Schule sind. Wichtiger als Wertschätzung für die Leistung von 1,1 Millionen Schülerinnen und Schülern und 115.000 Lehrerinnen und Lehrern ist Ihnen aber offensichtlich das schnelle Cash für Verbalinjurien in Buchform. (…) Sein Kolumnistenhonorar verdient man (…) offensichtlich leichter, indem man wider besseres Wissen auch noch die Neue Mittelschule angreift und die wichtige Entwicklungsarbeit der Pädagoginnen und Pädagogen an dieser Schule quasi als Herumgemurkse herabwürdigt. Und das, obwohl Sie wissen, dass zuletzt sogar die EU-Kommission festhielt, dass die Neue Mittelschule erstmals im österreichischen Bildungswesen die Nachteile der frühen Bildungswegentscheidung mit 10 Jahren adressiert, wenn es auch noch keine gemeinsame Schule ist. Angesichts Ihrer „Strategie“ als selbstgerechter Selbstdarsteller kann ich nur festhalten: Wenn die gemeinsame Schule solche Freunde wie Sie hat, braucht sie eigentlich keine Feinde mehr.

    Und dieses auf nichts anderes als die sinngemäße Feststellung im KURIER-Interview, dass Claudia Schmied die angekündigte „große Bildungsreform“ nicht nur nicht gestemmt hat – sondern so was von nicht gestemmt hat (oder ist irgendwer anderer Meinung? Eben!). Solcherart psychisch ramponiert schaust du dir später die Mitteilungshefte deiner Lieben durch und liest:

    – Leida kan mein sohn nicht fühlfeder. Bis Winter ausferkauft. Tuta leid.

    Wie soll so ein Tag noch etwas werden. Ehrlich

    http://kurier.at/meinung/kolumnen/schule/tuta-leid/25.904.982

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. September 2013 10:44

      Wenn man nicht "fühlfeder kann", "Kanzler kann" man immer noch.

      So "ausferkauft" können die sozialistischen "Persohn*alreserven" (*siehe Nepotismus) gar nicht sein.
      Noch dazu, wenn sogar die "EU-Kommission" meint, dass die "NM"-Nachteile adressiert (?), die eine zu frühe Bildungswegentscheidung (?) mit sich bringt.

      n.b.: Zuerst kommt die Bildung, danach erst die Ausbildung.
      Aber was soll das einem linken 'Bildungs-Expertenstab', der zwischen diesen Begriffen nicht zu unterscheiden versteht?

    • terbuan
      09. September 2013 13:27

      @Alternativlos

      Tuta leid, Schula nix fia Tirkischman, brauch ma net, hama guta Kanzler, richten allas fia uns, iyi günler!

  21. cmh (kein Partner)
    09. September 2013 09:47

    Bereits die Existenz dieser Kabinen ist ein Ärgernis. Zeigen diese Scherze doch nur, dass die Konditionierung auf die Lösungshefte nicht einen besseren Umgang mit den Problemen der Mathematiklehrbücher, sondern nur die völlige Unwilligkeit gebracht haben, sich mit Problemen länger als eine Viertelstunde zu beschäftigen.

    Auf die Politik angewendet wird die Sache aber nur noch widerlich.

    Denn es wird vom eigentlichen Problem jeder Wahlentscheidung nur abgelenkt. Dieses besteht ja gerade nicht darin, die Partei zu wählen, die die eignene Duodezinteressen in ihrem Parteiprogramm am besten abbildet. Das sollte nach den Wahlenttäuschungen der letzten Jahre, in denen die Parteien gerade das nicht gemacht haben, für das sie die Regierungsverantwortung bekommen und übernommen haben, sondern bestenfalls nichts.

    Der eigentliche Zweck jeder Wahlentscheidung ist doch, die Personengruppe zu bestimmen, die ich als Wähler vertrauenswürdig genug halte, um dieser Gruppe das Erkennen der noch unbekannten Probleme und deren Lösung ohne weitere Rückfrage mit mir überantworten zu können.

  22. brechstange
    09. September 2013 08:04

    Der Haselsteiner hat die Lösung der Schuldenkrise gefunden, 10 bis 12 % Inflation pro Jahr. Da kann man dann schon noch eine Weile betonieren und unnötige Flughäfen bauen.
    Der soll ministrabel sein?

    • cmh (kein Partner)
      09. September 2013 10:23

      Ja - in jeder beliebigen roten Regierung.

    • Anonymer Feigling (kein Partner)
      09. September 2013 11:00

      Editieren
      Ich habe zum Spaß bei beiden "Kabinen" die Fragen beantwortet und habe ein widersprüchliches Ergebnis erhalten:

      Wahlkabine:
      Piraten, Grüne und KPÖ weit abgeschlagen an den letzten Plätzen!

      Politkabine:
      Die Piraten an erster Stelle!

      Soviel zur Seriosität dieser Wahlhelfer!
      Da sind ja die Aussagen einer Zigeunerin nach einem Blick in die Kristallkugel professioneller!

    • Anonymer Feigling (kein Partner)
      09. September 2013 11:04

      Wo ist da bloß mein Beitrag gelandet?
      Den wollte ich eigentlich an erster Stelle posten?
      Tut mir leid.

  23. Kaffeehäferl
    08. September 2013 23:44

    OT: Wie vor der NR-Wahl im ORF subtil Pro-SPÖ Stimmung gemacht wird

    Heute in den Ö3-Nachrichten war zu hören: "Die wegen der Sparpakete steigende Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland..."

    Wenn man der Argumentation von Bernd Lucke (oder HW Sinn oder Dirk Müller, evtl. sogar Oscar Lafontaine) folgt, dann ist die steigende Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland keineswegs eine Folge der Sparpakete. Diesen angeblichen Zusammenhang will uns der ORF subtil unterschieben und damit ausdrücken: Sparpakete sind böse. Sparpakete würden auch in Österreich der Jugend Arbeitsplätze kosten. Sparpakete führen in weiterer Folge zu Massenprotesten und Unruhen.

    Was die genannten Herren aber klarstellen ist, daß die Jugendarbeitslosigkeit eine Folge der zu hohen Produktionskosten in Griechenland sind. In diesem Land kann einfach nicht mehr wirtschaftlich produziert werden weil das Lohnniveau (30%) zu hoch ist, oder besser gesagt, die Löhne in keiner Relation zur Leistung (Qualität oder aber Stückzahl pro Zeit) stehen.
    Diese zu hohen Löhne sind durch eine falsche Lohnpolitik zustandgekommen. Eine solche ist in den Zeiten vor der Euro-Einführung durch Abwertung der Drachme gegenüber dem Ausland korrigiert worden. Damit blieben Produkte aus Griechenland wettbewerbsfähig.
    Jetzt kann aber nicht mehr abgewertet werden. Die Löhne bleiben zu hoch, denn eine "innere Abwertung" ist denkbar schwierig. Dazu müßten die Löhne gesenkt werden obwohl die Lebenshaltungskosten hoch sind. Oder aber zuerst die Lebenshaltungskosten gesenkt werden bei gleichbleibend hohen Löhnen. Weder das eine noch das andere klingt durchführbar.

    Es ist also in Wirklichkeit die Lohnpolitik, die zur Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland geführt hat. Die rote Lohnpolitik ist aber eine der griechischen ganz ähnliche, man denke nur an die Gewerkschaften, die Jahr für Jahr Reallohnsteigerungen durchsetzen möchte.

    Ich kenne x Leute, die das so über den ORF verbreitete Halbwissen glauben und unreflektiert nachplappern. Darunter durchaus intelligente Menschen mit durchaus hohen Bildungsniveau. Wenn sich aber selbst die dermaßen beeinflussen lassen, dann mag ich mir gar nicht ausmalen, welche Entscheidungsparameter andere für die anstehende NR-Wahl heranziehen...

    Oder bin ich durch das Lesen dieses Blogs nur zu sensibel auf solche Subtilitäten geworden?

  24. Undine
    08. September 2013 23:36

    Plastiksackerln gibt es nur in Wien! In der "Provinz" hält man sich an die Grammatikregeln! Wir verwenden Plastiksackerl! ;-)

    • Undine
      08. September 2013 23:57

      Ach ja, wegen dieser kuriosen "Wiener Spezialitaet" habe ich mich schon mit dem legendaeren Herrn Hirschbold gestritten! Auf seinem Pirschgang fand er nämlich Schwammerln und ass Zuckerln---das schmerzte; und er glaubte sich im Recht---das schmerzte noch mehr!

    • Undine
      08. September 2013 23:57

      Ach ja, wegen dieser kuriosen "Wiener Spezialitaet" habe ich mich schon mit dem legendaeren Herrn Hirschbold gestritten! Auf seinem Pirschgang fand er nämlich Schwammerln und ass Zuckerln---das schmerzte; und er glaubte sich im Recht---das schmerzte noch mehr!

    • Florin
      09. September 2013 07:58

      Er war im Recht! :-)

    • AGLT (kein Partner)
      09. September 2013 08:16

      Liebe Undine,

      "ass" schmerzt aber auch :-)))

    • Undine
      09. September 2013 08:26

      @Florin

      Nein, er war nicht im Recht! Ich kann Semmeln essen, aber keine Zuckerln lutschen, denn das N im Nominativ Plural gilt nur beim Femininum, da man sonst Singular und Plural nicht unterscheiden könnte (diese Regel gilt bei Wörtern mit der Endung -l):

      der Sessel---die Sessel
      die Semmel---die Semmeln
      das Schwammerl---die Schwammerl

      Im Akkusativ Plural jedoch heißt es "den Schwammerln"

      Oder gab's seit meiner Schulzeit eine Reform? ;-)

    • Undine
      09. September 2013 09:20

      @AGLT

      Ich weiß, ich weiß, ich wagte es auch kaum zu tippen, aber mein iPhon hat kein "ß", und der Laptop war schon ausgeschaltet!

    • Margarita Teresa (kein Partner)
      09. September 2013 10:00

      Undine, "den Schwammerln" ist Dativ, nicht Akkusativ ;-). Und sogar der Duden erkennt die Pluralbildung der Neutra auf -l mit -n an.
      (Was die Maskulina betrifft: Pantoffel, Muskel, Stachel...)

    • Undine
      09. September 2013 11:15

      @Margarita Teresa

      "..."den Schwammerln" ist Dativ, nicht Akkusativ ;-). "

      Natürlich! Ach, wie peinlich!!! Das kommt vom Hudeln! Aber im Akkusativ Plural gehört auch kein "n" bei den männlichen und sächlichen Hauptwörtern.
      Pantoffel, Muskel, Stachel galten zu meiner Schulzeit als "Ausnahmen von der Regel".

      Zu meiner Ehrenrettung zitiere ich aus dem Grammatik-Duden (allerdings stammt dieser aus dem Jahr 1937):

      "Es ist zu beachten, daß die Wörter männlichen und sächlichen Geschlechts auf -el in der Mehrzahl kein "n" erhalten: die Engel, die Enkel, Flügel, Sessel, Ziegel, Rätsel; die Wörter weiblichen Geschlechts haben "n": die Inseln, die Schüsseln, Wurzeln usw."

      Liebe @Margarita Teresa, wenn heute der Duden die Pluralbildung der Neutra auf -l mit -n anerkennt, gebe ich mich natürlich geschlagen---aber meine "Prägung" in der Kindheit läßt sich einfach nicht abstreifen; das einmal gut Gelernte sitzt---und die in meinen (alten) Augen falsche Verwendung läßt mich immer zusammenzucken. ;-)

    • Zraxl (kein Partner)
      09. September 2013 14:14

      @ Undine

      Zu Ihrer Thematik gibt es eine ganz hervorragende Lektion von einem Herrn Karl Valentin über das Thema "Semmelnknödeln".

    • Undine
      09. September 2013 16:12

      @Zraxl

      Herzlichen Dank für den Tipp! :-)))
      Das ist auch köstlich:

      "Dialog mit dem Angler, in dem Bayerischer Plural und Flußname nicht mehr auseinanderdividiert werden können:

      "V.: [...] Ham Sie die Würm noch nicht gesehen?
      K.: Was für Würm?
      V.: Na, die Würm!
      K.: Ja, wieviel Würm' meinen Sie denn?
      V.: Ja, nur eine!
      K.: Was? Eine Würm? Das ist doch kein Deutsch! Es heißt doch: die Würmer!
      V.: Ja, Sie können doch nicht sagen: durch Gräfelfing fließt die Würmer! [...]"

    • diko
  25. machmuss verschiebnix
    08. September 2013 20:51

    Off Topic

    Jetzt offiziell (was sowieso schon in den 90ern durchgesickert war), NSA + BND
    haben nicht nur Zugriff auf E-mails, sondern auch ALLE Datenverbindungen,
    Telephongespräche ... usw. werden mitgeschnitten, gespeichert und aufbereitet
    für Analyse-Programme wie "Prism".

    Soweit so "gut", nun ergibt sich daraus zwangsläufig, daß auch Informationen
    über alle Macheloipes unserer Politiker und sonstige Fianzbetrüger bekannt
    sind (auch wenn einer flötl gegangen ist).

    Heißt das nun, daß die Polit-Mafia von den Geheimdiensten nicht behelligt
    wird, weil - na ? warum wohl ?

    Da soll einem nicht die Galle hoch kommen !
    Mit jedem Puzzle-Stück das öffentlich wird, potenziert sich die Frechheit,
    mit der uns diese Brut hinterrucks nimmt !


    .

  26. Josef Maierhofer
    08. September 2013 20:36

    Mit solchen 'Umfragen' veräppeln sie das Volk und verhöhnen es.

    Ich frage die Politiker aller Farben:
    Wie wollen Sie Österreichs Staatschulden, Schulden, die der Staat den Bürgern aufhalst, abbauen ?
    Wie wollen Sie die notwendige Verwaltungsreform durchsetzen ?
    Wie wollen Sie die Gesetzesflut eindämmen ?
    ... Dr. Unterberger hat die Fragen alle angeführt

    Jetzt frage ich aber anderes:
    Warum haben Sie den ESM Entscheid, den Lissabon Entscheid, nicht dem Volk überlassen ?
    Warum haben Sie 40 Jahre lang am Volk vorbei regiert ?
    Warum haben Sie 40 Jahre lang Staatsschulden gemacht und falsche Versprechungen ?
    Warum haben Sie sich und Ihre Klientel bedient und das Volk links liegen lassen ?
    Warum sind Sie nicht auf die wirklichen Bedürfnisse des Volkes eingegangen, sondern lediglich auf die Geld- und Privilegiengier Ihrer jeweiligen herangezüchteten und gekauften Klientel ?
    Warum reden Sie von Gerechtigkeit und schaffen Ungerechtigkeit ?
    Warum handeln Sie gegen die Österreicher und bevorzugen Sie Frauen und Ausländer ?
    Warum 'verdodeln' (gendern) Sie unsere Sprache bis zur Unkenntlichkeit ?
    .... warum, warum, ... die ganze Sündenliste kann man anführen.

    Wissen Sie, ich sag Ihnen jetzt, warum ich eine der beiden Österreichparteien wählen werde, nämlich Strache oder Stronach, weil ich nämlich Österreichfeinde und Volksverkäufer und Volksverräter und Volkszerstörer und Volksverblöder nicht mehr wählen werde, seitdem mir das Ausmaß Ihrer Manipulationen und Lügen klar geworden ist.

    Ich kann die Verantwortung nur für meine Stimme übernehmen, die aber gebe ich mit Widerstreben, denn viele Punkte gefallen mir auch dort nicht, den einzig verbliebenen Österreichparteien, einer davon, und das glaube ich, ist das einzig ehrliche bei diesen beiden politischen Parteien.

    • cmh (kein Partner)
      09. September 2013 10:33

      Eigentlich ist es langweilig, mit Ihnen immer einer Meinung zu sein.

      Aber manchmal ist Langeweile auch etwas schönes. ;-)

    • Günther (kein Partner)
      09. September 2013 16:37

      WerterHerr Maierhofer
      Wie können Sie Stronach, der sich gerade den Türken in Wien auf peinlichste Weise abgebiedert hat, einen Vertreter einer Österreicher -Partei bezeichnen.

    • Josef Maierhofer
      09. September 2013 17:17

      @ Günther (kein Partner)

      Das weiß ich nicht, aber wird offenbar so sein, wenn Sie das schreiben.

      Es ist aber nicht verboten, mit den Türken freundlich zu sein, insbesondere mit denen, die wir hier brauchen und die hier Arbeit haben. Da habe ich sogar mit Herrn Stronach Verständnis, wenn er für einen guten Teil seiner Mitarbeiter spricht.

      Es ist aber meines Erachtens eine Änderung oder ein Überdenken oder überhaupt nur die Exekution von vorhandenen Gesetzen der Immigrationspolitik und der Sozialpolitik nötig.

      Was wir nicht können, ist die Integration von Integrationsunwilligen, was wir nicht können ist die Aufnahme von nicht Deutsch sprechenden Ausländern, was wir nicht können ist Österreich so zu verschulden, dass 3 oder mehr Generationen daran zahlen müssen, dass Österreich in die Armut rutscht, dass wir die Arbeit wegschmeißen, etc.

      Wir brauchen also Parteien, die auf Seiten der Österreicher und Österreichs stehen und nicht auf Seite von beliebigen europäischen und nicht europäischen Ausländern, die gerne zu uns kommen können, gerne hier arbeiten und leben können, aber bitteschön, wie die Österreicher auch, von ihrem eigenem, selbst erworbenen und verdienten Geld leben.

  27. M.S.
    08. September 2013 18:17

    Österreich verwandelt sich in diesen Tagen zu einer großen Bühne, auf der zur Ablenkung der Bevölkerung von den wirklich existenziellen Problemen des Landes, ein Zwischending von Ritterspielen, Kabarett und Affentheater aufgeführt wird. Die Mitwirkenden sind Politiker, Medien, Politologen, Psychologen, Meinungsforscher und allerlei Experten als deren Hilfskräfte. Ein großer Teil des Stückes spielt auf der Küniglburg, wo eine Ritterschar mit allerlei Ränkespielen, Tarnkappen und Elexieren versucht, die Menschen zu verzaubern, dass sie ihr zu Willen ist. Der Ausgang des Stückes ist offen, da es sich um Stegreiftheater handelt.

    • fenstergucker
      08. September 2013 20:30

      @M.S.

      Treffend formuliert, allerdings handelt es sich auf der Küniglburg ausschließlich um Privilegienritter!

    • Josef Maierhofer
      08. September 2013 20:54

      @ M.S.
      @ fenstergucker

      Total treffend, alle Achtung !

      Es geht nämlich auch um Schminke und Frisuren bei den 'helden' der 'Wahlk(r)ampfschlacht' ...

      Tatsächlich aber sollte der Ausgang des 'Wahlk(r)ampfes' aber Überraschungen beinhalten, sollte mich nicht alles täuschen.

    • M.S.
      08. September 2013 21:53

      @fenstergucker @Josef Maierhofer

      Ja um Privilegienritter und Laiendarsteller!

  28. caruso
    08. September 2013 17:50

    Offtopic aber brandaktuell und niemand der großen Nachrichtenagenturen kümmerts.

    06.09.2013: 11 UNO-Mitarbeiter ermordet. UNO-Mitarbeiter in Syrien von Terroristen entführt und als Geiseln gehalten. Wird die UNO erpresst?
    http://julius-hensel.com/2013/09/valerie-amos-11-uno-mitarbeiter-ermordet-uno-mitarbeiter-in-syrien-von-terroristen-entfuehrt-und-als-geiseln-gehalten-wird-die-uno-erpresst/

    Hier die Pressekonferenz (zu 05:20 vorspulen):
    http://webtv.un.org/watch/daily-press-briefing-guest-valerie-amos-ocha-sg-travel-saint-petersburg-palestine-south-sudan-sudan-central-african-republic-culture-of-peace/2654038837001

    Gleichzeitig planen die USA einen deutlich massiveren Militärschlag:
    Der Militärschlag gegen Syrien dürfte deutlich massiver ausfallen als von US-Präsident Obama bisher öffentlich geplant. Er soll dem Assad-Regime in 48 Stunden mehr Schaden zufügen als die Rebellen in zwei Jahren Bürgerkrieg. Es soll auch zu einem Flächen-Bombardement kommen:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/08/syrien-obama-plant-weitaus-groesseren-militaerschlag-als-bisher-bekannt/

    • M.S.
      08. September 2013 18:35

      @caruso

      Wenn das wirklich stimmt, sollten die USA auch gleich aufgefordert werden, die weiteren tausenden Flüchtlinge aufzunehmen.

    • Cotopaxi
      08. September 2013 18:42

      Der schwarze Krypto-Moslem versucht also seinen fanatischen Glaubensbrüdern den Weg zum Sieg freizubomben.
      Die alewitischen und christlichen zivilen Bombenopfer scheren ihn nicht. ;-)

  29. werauchimmer
    08. September 2013 13:00

    Hier muss ich dem Blogger leider widersprechen!

    Oder ihr Nein zu: „Sollen zehn Prozent der Wahlberechtigten (rund 650.000 Personen) mittels Unterschrift eine Volksabstimmung über ein Gesetz verlangen können?“ Hat doch die SPÖ erst vor kurzem in der Regierung einem solchen Gesetzesentwurf zugestimmt. Was gilt da nun?

    Wenn es nur so wäre! Tatsächlich wurde lediglich ein Gesetz über eine verpflichtende Volksbefragung ab zehn Prozent Zustimmung der Wahlberechtigten verabschiedet.

  30. Sam Lowry
    08. September 2013 12:54

    Wahlkabine: interessant ist die inhaltliche Nähe der Parteien aufgrund der Fragen: http://c3o.org/wahlkabine/

    Grüne und KPÖ haben in der Wahlkabine.at überhaupt nur 1 Frage unterschiedlich.

  31. machmuss verschiebnix
    08. September 2013 12:30

    Mir graust's !
    Nach der Wahl wird dieses Pack uns wieder ein Sparpacket aufbrummen, mit dem Hinweis, daß die "geplanten Reformen" ja Geld kosten würden !


    Laßt Euch bloß nicht mehr verarschen !

    Es wird KEINE REFORMEN geben !

    Die werden uns immer noch mehr Geld abknüpfen und die Blüten von
    W i ld w u c h s u n d V e r s c h w e n d u n g
    im Staats-Apparat (und Umgebung) werden von mal zu mal üppiger ! ! !


    V E R W A L T U N G S R E F O R M J E T Z T bis dahin KEIN GELD mehr ! ! !

    .

    • scholik (kein Partner)
      09. September 2013 09:56

      Eine substantielle Verwaltungsreform ist erst nach einer Verfassungsreform sinnvoll. Diese wird seit Jahrzehnten von den im Parlament vertretenen Parteien aus gutem Grund - Machtverlust - vermieden.

  32. dssm
    08. September 2013 11:36

    Woher sollen diese Politologen und sonstige Absolventen von Sinnlosstudien denn wissen wo der Schuh drückt?
    Eher erklärt man einem Bewohner der Tropen was Schnee ist, als dieser Gruppe von Menschen die Wörter Arbeit, Verantwortung, Haftung und Selbständigkeit.

    Für die kommt das Geld vom Staat, so wie der Strom aus der Steckdose kommt.
    Egal was sie in ihrer 'Arbeit' machen, niemals müssen sie für die Konsequenzen haften.
    Selbständiges Denken kann sich nicht entwickeln, denn dazu müsste man die Resultate seines eigenen Denkens am eignen Leib spüren, also scheitern können.

  33. Arundo.donax
    08. September 2013 11:26

    Ja, der Bogen der in den Internet-Entscheidungshilfen behandelten Themen spannt sich weit. Vom besagten Plastiksackerl über das Recht auf künstliche Befruchtung für alleinstehende homosexuelle Frauen bis hin zur Abschaffung des Bundesrates (dessen genaue Funktion Otto Normalverbraucher unbekannt sein dürfte). Alles Themen mit mehr - wahrscheinlich aber doch eher - weniger Relevanz für den einzelnen Wähler. Warum mutet man dem mündigen Bürger nicht eine Auseinandersetzung mit wirklich drängenden Themen, beispielsweise der exorbitanten Staatsverschuldung oder der Unattraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich zu? Themen, die Einfluss auf unser aller Leben haben? Ich glaube, bei der Verweildauer von wenigen Sekunden pro Frage ist eine tiefergehende Beschäftigung mit der Materie weder möglich, noch erwünscht. Und so klickt man sich mehr oder weniger spontan durch diese Fragespielchen und glaubt, wenn Themen wie "Maklerprovision - ja/nein" offenbar zu den dringenden in unserem Land zählen, nichts sei abgesandelt, sondern eh alles eitel Wonne.

  34. terbuan
    08. September 2013 09:08

    "Staatsverschuldung? Privatisierung? Gesetzesflut? Verwaltungsreform? Einsparungen? Griechenlandhilfe? Euro-Zukunft? Stabilitätsmechanismus? Rettung von Banken statt Abwicklung? Alles unwichtig."

    Meint der Autor, stimmt, die primitive Wahlwerbung und Verdrängung unserer wirklichen Probleme findet in diesen Plattformen ihre konsequente Fortsetzung.
    Hat der Wähler einmal die Orgien an Banalität und Seichtheit auf Plakaten, in Postwurfsendungen und nicht zulezt vom Zwangsgebühren-Zwangsbeglücker ORF überstanden, findet er dort die Bestätigung seiner (Vor-)urteile oder er wendet sich mit Grausen ab.!
    Wer es nicht für möglich hält, hier der Link, es ist einen Versuch wert:

    http://www.wahlkabine.at/

    (Schlimmer als bei uns sind nur Wahlen in den USA, die sind an Flachheit und gleichzeitig Hysterie der Akteure nicht zu toppen!)

    • dssm
      08. September 2013 11:41

      Dem Nebensatz zu den USA kann ich nicht zustimmen.
      In den Vorwahlen waren diesmal gleich mehrere Kandidaten welche durchaus komplexe Zusammenhänge in den Wahlmittelpunkt stellten.
      Nur weil ein Bewerber und ehemaliger Chef von Texas gleich von Aufhängen sprach, so sollte man nicht übersehen, daß auch dieser Mann gute Gründe aufführte und diese durchaus mit Zahlen hinterlegte – es kann halt nicht jeder die übermenschliche Ruhe eines Ron Paul (auch Texas) ausstrahlen.

    • Peter R Dietl
      08. September 2013 13:56

      Die Negativ-Bemerkung zu den USA vermag auch ich nicht zu billigen. Fragen Sie einen Wähler in Österreich, wer SEIN NR-Abgeordneter sei! 99,99% wissen nichts. Woher auch. Und es ist auch unwesentlich. Jeder Kandidat ist bloß besorgt, in den zuständigen Gremien für sich einen ersprießlichen Listenplatz zu beschaffen.

      In den USA hingegen hat der muslimische (Vorsicht, Staatsgeheimnis) Friedensnobelpreisträger mehr und mehr Zores, eine Zustimmung der Volksvertretung zu seinem Feldzug herauszuweinen. Und mehr und mehr Abgeordnete werden von IHREN kriegsmüden Wählern bestärkt, der unverschämten Kriegshetze keineswegs beizupflichten.

    • terbuan
      08. September 2013 17:50

      @dssm & Peter R Dietl
      Am Ende zählt nur das Ergebnis und da haben sich die Mitglieder von Senat und Kongress wahrlich nicht mir Ruhm bekleckert. Alle Angriffskriege haben sie mit viel Patriotismus, holen Phrasen und fähnchenschwingend mitgetragen, tut mir leid!

    • Peter R Dietl
      08. September 2013 20:43

      @ terbuan

      Ich stimme Ihnen ja in vielen Dingen zu, eines jedoch bleibt auch weiter unbestreitbar: In den USA interessieren sich die Abgeordneten um ihre Wiederwahl und vertreten die Wünsche ihrer Wähler. Bei uns interessieren sie sich ebenso um ihre Wiederwahl und kriechen dem Parteiobmann in den A.... zwecks erfolgversprechender Listenreihung. Die Wähler sind ihnen wurscht.

      Ober haben Sie schon einmal erlebt, daß NR-Abgeordnete eine Entscheidung ablehnten, wenn Bundes- und Vizekanzler-Darsteller ein "JA" diktierten?

    • terbuan
      09. September 2013 08:23

      Einverstanden Herr Dietl, ein Punkt für Sie, da gibt es erhebliche Unterschiede.
      Aber jetzt warten wir einmal die Abstimmung im Kongress ab und sehen uns dann die "Umfaller" an, sollte mittlerweile etwa eine "schlechte Nachricht" hinzukommen!

    • Francois Villon (kein Partner)
      09. September 2013 09:47

      Herr Dietl und dssm haben bedauerlicherweise unrecht - und eine höchstens romantische Vorstellung von der amerikanischen Demokratie.

      Vor Jahren, als mich das noch interessierte, habe ich mir einmal die amerikanischen Wahl-Methoden gegeben. Diese sind quasi mehrstufige Filter, die sicherstellen sollen, daß – ähnlich wie in allen Dämokraturen – nur jene Kandidaten am Schluß zur Wahl stehen, die von einem „inneren Zirkel“ dafür vorgesehen wurden.

      Der ORF brachte am 12. Nov. 2000 in einer Polit-Unterhaltungssendung „Betrifft“ eine Diskussion über die US-Wahlen. Hochrangige Diskutanten; u.a. Außenministerin Ferrero-Waldner, Ex-Finanzminister Androsch, ein pensionierter (österreichischer) Botschafter in den USA, Höss, Ex-Premier Polens, Masowiecki, FAZ-Rüb und ein Meinungsforscher, Bachmann, moderiert von Prof. Lendvai. Das erste – und fast einzige zutreffende – Statement war jenes des Meinungsforschers, der zur Wahl in den USA weilte: die USA hätten sich selbst vorgeführt, als Bananenrepublik erwiesen und die „Unregelmäßigkeiten“ wären ja keinesfalls auf Florida beschränkt gewesen, sondern seien seit eh und je Teil des Systems. Dazu komme, daß die großen Medien die Ergebnisse bekannt gäben, bevor die Stimmen nur gezählt sein können und Abweichungen um Millionen(!) seien die Regel. Gegen diese Plakatierung durch die Fernsehstationen sei dann – egal wie der wirkliche Ausgang war - kein Kraut mehr gewachsen. – Das war keine politisch korrekte Behauptung, und sie wurde zwar von den anderen etwas relativiert, wenngleich sie nicht mehr weggewischt werden konnte. Das Gespräch bewegte sich dann auch weg von dieser Frage – hin zur EU, dem transatlantischen Verhältnis, wie viele Polen in den USA lebten und was deren Präferenzen wohl seien, die Notwendigkeit der EU-Erweiterung, etc. Alles habe ich nicht mitbekommen, weil ich darüber eingeschlafen bin.

      Wichtig aber auch die Botschaft Hannes Androsch´: es käme ohnedies nicht darauf an, wer Präsident würde. Das Stimmenpatt zwischen Bush und Gore hätte als den eigentlichen Sieger dieser Wahl den FED-Chef Greenspan - `zum Wohl der USA und der ganzen Welt´, wie er sagte - gekürt.

      Das ist eine sicher unbeabsichtigte Wahrheit, die uns Androsch hier offenbarte: egal wer Präsident ist, die Welt wird von der Hochfinanz – Wall Street, FED, Rockefeller, Rothschild und Co. regiert.

      Im April/Mai dieses Jahres (2000) fand in Wien ein Vortrag über die US-Vorwahlen und „Caucuses“ statt. In der Diskussion meldete sich der frühere Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien, Ex-Botschafter und langjähriger hoher UN-Beamter, Winter, zu Wort. Er berichtete von seinen Erlebnissen als Wahlbeobachter der US-Vorwahlen (für die Demokratische Partei).

      Man muß als „Wahlberechtigter“ für die partei-internen Vorwahlen bei einer für den Wohnsitz zuständigen Meldebehörde sich anmelden.
      Offizielle Wählerevidenzlisten gibt es n i c h t. Es ist dies ein merkwürdige Mischung einer von der Verfassung vorgeschriebenen Wahl, privaten – nämlich parteiinternen – Vorwahlen und einem Registrierverfahren, bei dem man v o r der Wahl bereits sein Präferenz für eine bestimmte Partei offen legen muß, weil man ja nur als Wahlberechtigter entweder für die Demokraten oder Republikaner seine „Wahlkarte“ und damit Zutritt zu den Wahlkonventen bekommt. Die Zahl der an solchen Konventen abstimmenden Wählern ist im Bereich von einigen Zwanzig(!) bis vielleicht Hundertfünfzig, die aber Wahlsprengel mit wahlberechtigten Bürgern von 600.000 bis 900.000 „repräsentieren“.

      Eine vollkommen fragwürdige Repräsentanz! Aus d i e s e n mehrfachen Filtern wird schließlich die Kandidatur der zur Wahl stehenden Kandidaten ermittelt; andere sind hoffnungslos ausgeschlossen. Die Parteien selbst, sind keine in unserm Sinn, sondern nur temporäre Wahlbündnisse für die Dauer der Wahlkampagne. Die andere Zeit sind sie gewissermaßen ruhende, virtuelle Organisationen.

      Bei diesen politischen Vorwahlveranstaltungen wird strikte Regie geführt: wer „nicht zulässige Fragen“ stellt oder andere Kandidaten vorzuschlagen wagte, wird von den „Security“-Schlägern aus dem Saal geworfen.

      Herr Winter wandte allerdings ein, wir mögen unserer „Entrüstung“ über diese mangelnde Legitimität und Repräsentanz zügeln, denn bei uns bestimmten ausschließlich die Parteisekretariate über die Kandidierung, was bedeutet, daß noch viel weniger Personen als in den USA entscheiden wer de facto gewählt wird. – Wenn wir heute oft die Frage der Legitimität des demokratischen Systems stellen, wenn wir von Wahlbeteiligungen von oft weniger als 50% hören, so ist das natürlich berechtigt und die Schlüsselfrage überhaupt. Aber wir übersehen, daß sie viel schärfer gestellt ist, wenn jene zur Wahl gestellten Kandidaten – und nur diese können ja ein Amt erringen – aus einem dunklen, undurchsichtigen und von, an ein paar Fingern abzählbaren, Drahtziehern bestimmten Verfahren hervorgehen.
      Ebenso ist es merkwürdig, wenn man hört, daß die Wahl in den USA drei Mrd. Dollar gekostet haben soll. Und ein Kandidat sich einen Senatssitz vierzig – nach anderen Meldungen sogar sechzig Millionen Dollar habe kosten lassen. Das ist nur noch Stimmenkauf und die Abschaffung der „Demokratie“, von der wir gerade aus solchen Gründen keine hohe Meinung haben.

      Also: eine weiterer Beweis, was wir von Wahlen in Dämokraturen zu halten haben.

  35. socrates
    08. September 2013 08:29

    Ein Politologe kann nur einen Posten von den Regierenden bekommen und wäre ein Selbstmörder, würde er nicht nach deren Pfeife tanzen.
    Ein Journalist kann nur einen Posten von den Regierenden oder deren Herren bekommen und wäre ein Selbstmörder, würde er nicht nach deren Pfeife tanzen.
    A.U. hat das zu spüren bekommen, er ist zu gut und wurde eine Institution.
    Journalisten, die über die Todesstrafe geifern, aber nichts gegen Krieg und gezielte Tötungen haben, sind gekaufte Lemuren und keine Meinungsbildner.
    Obama has a dream and many drones. Das ist für die Medien O.K.
    Der Papst ruft zum Frieden auf. "Net amoal ignorieren" machen die Medien.
    Ich wähle den Papst und politisch gegen die Herrschenden, die mich ausrauben.

    • Pete Sahat
      08. September 2013 11:00

      "Journalisten, die über die Todesstrafe geifern, aber nichts gegen Krieg und gezielte Tötungen haben, sind gekaufte Lemuren und keine Meinungsbildner."
      ********! Dieser Satz spricht mir aus der Seele!

    • dssm
    • Undine
      08. September 2013 12:24

      @socrates

      *******!
      "Journalisten, die über die Todesstrafe geifern, aber nichts gegen Krieg und gezielte Tötungen haben, sind gekaufte Lemuren und keine Meinungsbildner."

      Darf ich diesen Satz noch erweitern: ..... nichts gegen Krieg und gezielte Tötungen unschuldiger Ungeborener haben, .....

    • Anton Volpini
      08. September 2013 18:37

      So ist es socrates!

    • brechstange
    • cmh (kein Partner)
      09. September 2013 09:53

      Vielleicht ist die Katholische Kirche mit ihrem Papst deshalb so unbeliebt, weil sie ihre Mitglieder zu klaren Positionen zwingt.

      Und vielleicht ist deshalb auch unser Kardinal bei seiner Herde so unbeliebt, weil er es an diesen klaren Positionen vermissen lässt.

  36. plusminus
    08. September 2013 01:42

    Soviel wie bei dieser Wahl ist noch selten zuvor am Spiel gestanden.
    Es geht um Verantwortung für Österreich sowie um einen wichtigen Paradigmenwechsel, wie es mit unserem Land weitergehen soll.

    Diese wichtige Entscheidung kann dem mündigen Bürger weder eine Internet-Spielerei noch eine Politikkabine abnehmen. In der Wahlkabine ist jeder für sich mit seiner Stimmabgabe alleine, die wohlüberlegt und richtungsweisend für unsere Zukunft sein muß.

    Ich wünsche mir jedenfalls den Aufbruch einer bürgerlichen Mehrheit in nichtsozialistische Zeiten und träumen wird man ja doch noch dürfen, oder?

    • F.V. (kein Partner)
      09. September 2013 11:07

      +-,

      bei dieser Wahl steht in Wahrheit gar nichts am Spiel, was nicht längst schon so seinen Weg nähme, den es nehmen wird.

      Die Hoffnung ist wohl eine christliche Tugend, aber halt keine politische Kategorie. Hier sind nur Politschauspieler am Werk, die ihre Marschzahlen beim Bilderberger-Treffen oder in Davos bekommen. Die österreichische Wahl hat damit nichts zu tun.

      Der 8-klassige Volxschüler bekommt von seinem Herrl einen Klaps auf den Kopf und die Schottermitzi eine Zurechtweisung, wenn sie nicht pariert.

      Auf dem Spiel steht die Zukunft Europas (und vielleicht der Welt) wenn die amerikanische Kriegsmaschinerie in Syrien losschlägt.

      Auf dem Spiel steht die Zukunft des Abendlandes, wenn wir uns weiter die Ermordung der Ungeborenen als "Freiheit" feiern und den schleichenden Völkermord durch Ersatz unserer Völker durch asiatische oder afrikanische Horden ohne Kultur und Potential für die höhere Zivilisation aufzwingen lassen.

      Auf dem Spiel steht die Zukunft unserer Kinder und damit Völker, wenn wir weiter den falschen Verheißungen der rationalistischen Vernunft - dh an den nackten Materialismus - glauben, und nicht kapieren, daß alles, was das Abendland in 1500 Jahren hervorgebracht hatte, letztlich auf dem logos-Evangelium beruht.

      Auf dem Spiel steht das nackte Überleben, wenn es den europäischen Völkern nicht gelingt sich dem Würgegriff der Hochfinanz und ihren betrügerischen Machinationen zu entziehen.

      Ihre simplifizierende Sicht ist eine falsche Perspektive, insofern, weil sie die "Hierarchie" der Herausforderungen ignoriert und die Möglichkeiten darauf Einfluß zu nehmen. Wenn überhaupt, dann gelingt das in einer geistigen Re-Orientierung, einer renovatio spiritualis, aber nicht in läppischen Wahlen. Welchen wahren Wert sie haben, erkennen Sie - und wir alle - an den Plakaten, Aussagen und Kanditaten-"Duellen". - Tiefer geht´s ja nicht mehr.





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