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Wenn man statt Inflation Liquidität sagt

Es ist erstaunlich, wie oft versucht wird, mit neuen Wortprägungen Probleme aus der Welt zu schaffen. Das geschah etwa bei der Ersetzung von  Blinder/Krüppel/Tauber (usw.) durch "Behinderter"; da aber auch dieses Wort schon tabuisiert wird, haben wir nun von "Menschen mit besonderen Bedürfnissen" zu sprechen. Dahinter steht der Glaube, dass durch ein Umtaufen irgendwelche Probleme gelöst wären. Ganz Ähnliches ist in den USA mit der Umformulierungsreihe Neger-Schwarze-Afroamerikaner zu beobachten. Aber auch in der Finanzwelt passiert das Gleiche.

Das ist insbesondere an der neuerdings üblichen Verwendung von "Schaffung von Liquidität" anstelle von "inflationsförderndes Gelddrucken durch Notenbanken" zu sehen. Beides bedeutet aber dasselbe. Wer die Immobilienpreise in deutschen oder österreichischen Städten beobachtet, weiß, wohin viel des frischgedruckten Geldes fließt: in eine gefährliche Blase. Aber da aus Asien importierte Konsumartikel preisstabil sind - oder gar billiger werden - wird das in der offiziellen Inflationsrate kaum reflektiert.

Diese "Liquiditätsschaffung" scheint ja kurzfristig tatsächlich Probleme zu lösen. Daher wird sie von der Politik auch so geliebt. Die unweigerlich dadurch ausgelösten späteren und größeren Probleme ignoriert man hingegen - oft in der insgeheimen Überzeugung, dass sie erst unter den Nachfolgern sichtbar werden.

Wen aber wird die Inflation dann eigentlich treffen? Primär scheinen es die Sparer zu sein. Diese haben jedoch die Chance, durch kluges Disponieren den Schaden zu mildern. Milton Friedman wieder hat gemeint, dass letztlich alle gleichmäßig getroffen würden. Das stimmt jedoch auch nicht. Denn das würde voraussetzen, dass alle ihr Eigentum gleichmäßig verteilt haben, dass alle Preise gleichmäßig steigen, und dass alle die gleichen Informationen haben.

In Wahrheit ist es jedoch immer so, dass zuerst nur ein kleiner Personenkreis Zugang zum künstlich geschaffenen Geld hat. Wohlhabende Menschen oder Banken sind auch meist besser informiert als die kleinen Sparer und schichten ihr Geld früher um.

Das haben nun Berechnungen des Ökonomen Zoran Balac genau analysiert. Sie zeigen klar: Je größer die Inflation - pardon: Liquidität - umso größer die Umverteilung von unten nach oben.

Der Zusammenhang ist auch ohne lange Ökonometrie logisch. Unlogisch ist nur, dass sich gerade jene, die sich stets als Vorkämpfer der weniger Verdienenden ausgeben, immer besonders heftig für das Gelddrucken unter der Tarnung als Liquiditätsschaffung einsetzen. Dass sie also gerade der eigenen Klientel am meisten schaden.

Ein gutes Beispiel eines Missbrauchs des Wortes „Liquidität“ ist die bankrotte Baufirma Alpine. Diese wäre schon 2010 konkursreif gewesen, hätte der Steuerzahler nicht 200 Millionen hineingebuttert, die er nun nie wiedersehen wird. Vorwand der amtlichen Geldverbrennung: ein "Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz" . . .

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 07:44

    Das Gelddrucken läuft nun schon zu lange und zwar weltweit. Wer dies erst jetzt bemerkt ist ohnehin zu spät dran, er kann maximal noch kleine Teile seines erarbeiteten Wohlstandes retten, zu tief sitzt der Stachel im Fleisch.
    Denn Inflation ist ja nur eine Krankheit, das Investmentbanking ist die schwerere und vor allem nicht so leicht heilbare!

    Das billige und massenweise vorhandene Geld wurde in M/A sowie LBO, zu gut deutsch Firmenfusionen und gehebelte Firmenkäufe, hineingesteckt. So gut wie jede grosse Firma und weite Teile des Mittelstandes haben daher gigantische Schulden ohne auch nur einen Cent in Maschinen, Ausbildung oder Forschung gesteckt zu haben. Ganz im Gegenteil, für diese den Wohlstand fördernden Teile des Wirtschaftens fehlt jetzt schlichtweg das Geld. Jede Zinsänderung nach oben radiert ganze Branchen aus.

    Wir haben eine ganze Generation von MBA's welche diesen offensichtlichen Schwachsinn eingebläut bekommen haben, die sitzen jetzt in der Geschäftsführung und, gleich den Politikern, machen immer weiter und weiter da ja das persönliche Einkommen an diesen aufgeblähten Schulden hängt. Schuldsklaven ist wohl der passende Ausdruck oder soll man sagen von 'falsch geflossener Liquidität stark eingeschränkte Menschen'?

  2. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 07:39

    Das Lustige an der derzeitigen Situation ist, dass wir - zumindest was die Medien angeht - in einer Art "DDR 2.0 auf semi-freiwilliger Basis" leben. Die Qualität der Berichterstattung in unseren Leitmedien ist in einigen wesentlichen Fragen kaum mehr von dem Abfall, den die damaligen Systemmedien produziert haben, zu unterscheiden. Das Skurrile daran ist, dass bei uns keine Stasi und keine SED dahinterstehen. Die lieben Journalisten machen das alle mehr oder weniger freiwillig.

    Ich glaube auch nicht, dass es irgendwo eine geheime Gruppe gibt, die da im österreichischen bzw. europäischen Medienwesen die Fäden zieht und die Berichterstattung auf "Systemlinie" bringt - z.B. "die Freimaurer", "die Rotarier", als zeitloser Klassiker "die (Finanz-)Juden" oder wer sonst unter Freunden von Verschwörungstheorien u.ä. derzeit als ultimativ böse Ethnie bzw. Geheimgesellschaft angesagt ist. Nein, das passiert durch freiwillige Selbstzensur, einem fast völligen Mangel an Rückgrat und professioneller Ethik seitens der breiten Masse der Journalisten, und einer kollektiven Verblödung in der Gesellschaft, die in der Geschichte ihresgleichen sucht.

    Irgendwie ist das alles wesentlich beängstigender, als wenn eine Stasi und/oder eine Geheimgesellschaft dahinterstünde.

    Es kann mir übrigens keiner einreden, dass den Journalisten, die täglich die Mär von der niedrigen amtlichen Inflationsrate nachbeten, nicht klar ist, dass sie da eine Jubelmeldung frisch aus dem ZK verbreiten. Oder dass Journalisten, denen - wenn überhaupt - zu den mittlerweile völlig irren Immobilienpreisen nur verhaltene Kommentare wie "leicht überhitztes Marktumfeld" o.ä. einfallen, nicht wissen, dass das, was sie da absondern, journalistische Gülle vom Feinsten ist. Mit der sie sich ironischerweise teilweise sogar in der DDR lächerlich gemacht hätten. Sudel-Ede lässt grüßen. Aber was tut man in Zeiten wie heute nicht, um nicht seinen Job zu verlieren? Angepasste Feiglinge, die ganze Bande.

    Und zur wirtschaftlichen Situation an sich: wie AU ja schreibt, ist das, was wir im Moment erleben, als logische und zwangsläufige Folge des Gelddruckens eine sehr starke Inflation, die aber interessanterweise derzeit noch hoch selektiv ist. Manche Güter werden davon extrem stark betroffen, manche (noch) (fast) gar nicht. Derlei gab es, wenn ich mich nicht täusche, in der vorliegenden Intensität in der Geschichte noch kaum. Stabil ist so ein Zustand nicht, und was dann kommt, ist sehr schwer vorherzusagen. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind sehr anders als in allen anderen bisherigen Fällen von (Hyper-)Inflation, was Vorhersagen anhand historischer Analogien (die ohnehin immer problematisch sind) praktisch unmöglich macht.

    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sich diese selektive Situation auf Dauer aufrecht erhalten lässt. Am ehesten dürfte uns das blühen, was die Japaner seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten erleben - ein langsam weiter schmorender Meltdown von Wirtschaft und Gesellschaft. Was auch keine schönen Aussichten sind, aber wenigstens nicht in einer direkten Katastrophe, Umsturz und Anarchie mündet. Aber wir werden es ohnehin recht bald merken, wohin die Reise geht. Spätestens nach den Wahlen im Herbst ist Schluss mit so weiter tun wie bisher. Dann müssen auch die Taxler und Spindis dieser Welt wieder der Realität ins Auge sehen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 12:10

    OT - Zur gestrigen Hausdurchsuchung bei Gloria.TV

    Kommandoaktion gegen Geistliche
    Laut Presseberichten hätten bei zwei geistlichen Würdenträgern, in Wien und Oberösterreich, Hausdurchsuchungen der Staatssicherheitsbehörden stattgefunden.
    Angeordnet hätten dies die Staatsanwaltschaft in Feldkirch in Vorarlberg in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz. Es seien „Berge an sichergestelltem Beweismaterial“ sichergestellt worden. Nur: Beweismaterial wofür? Dafür, daß die Geistlichen in einem Kaffeehaus einen Café getrunken haben? Oder gar eine Tageszeitung gekauft haben?

    Katholisch – und nicht homosexuell

    Den beiden Würdenträgern wird vorgeworfen, die Verehrung der homosexuellen Unzucht („Sünden wider die Natur“, siehe Moraltheologie) nicht nur nicht betrieben, sondern aus theologischen Gründen – den Ausführungen des Heiligen Vaters Benedikt XVI. folgend – strikt abgelehnt zu haben. Verschärft wird dieses „Delikt“ noch dadurch, daß sie diese Position der Kirche auch noch via Internet verbreitet haben sollen. Seit die – angeblich christliche – Volkspartei in Tätergemeinschaft mit dem politischen Linksblock die Homosexualität zu den schützenswerten Götzen der republik via Verhetzungsparagraph ernannt hat, versuchen Schwulenaktivisten und Kirchenhasser, Katholiken ob ihrer Glaubenshaltung zu kriminalisieren.

    Katholisch – und gegen die Tötung Ungeborener

    Bei den beiden Geistlichen kommt ein Umstand erschwerend hinzu: Sie wenden sich – noch dazu in aller Öffentlichkeit und mit Nachdruck, sogar via Internet – gegen die Liquidierung ungeborener Kinder. Wenn man dabei noch bedenkt, welches Geschäft dem Abtreibungsgewerbe dadurch entginge, würde menschliches Leben unantastbar und durch die (tatsächlichen) Menschenrechte geschützt sein, versteht man die Interessen hinter der Empörung: In einer einzigen Abtreibungsanstalt in Wien rühmte sich die Abtreiberin Dr. Radauer, daß in ihrer Anstalt seit Eröffnung dieses Geschäftszweiges fast täglich ein Kind zu Tode gebracht wurde: hochgerechnet 13.000 Ungeborene. 13.000 Kindstötungen à 300 Euro ergeben 3.900.000 Euro: ein „starkes“ republikanisches Argument.

    Katholisch – und gegen die Euthanasie

    Nebstbei bemerkt endet für die beiden katholischen Geistlichen auch nicht die Würde des Menschen an einem zu errechnenden „Break-Even-Point“. Daher lehnen sie jegliche Form der Euthanasie ab. Das macht sie offenbar zusätzlich verdächtig.

    Offenbar „unbelehrbar“

    Die „aufgeklärte Gesellschaft“ hatte bereits vor Monaten ihre schärfste Meute – die Journaille – auf die beiden Geistlichen angesetzt: Statt diese an den Pranger zu stellen, wurden die sonderbaren Methoden der außerparlamentarischen Kraft im Lande publik gemacht. Sogar mit einem Hinweis auf die national-sozialistische Vergangenheit von Teilen des medialen Führungskaders. Aber der Druck der Medien wirkte nicht, die beiden Würdenträger blieben – offenbar „unbelehrbar“ – katholisch.

    Stärkerer „Tobak“

    Wenn „gutes“ Zureden nichts nützt, muß „Überzeugenderes“ her. Vielleicht haben die einmal „Neger“ oder „Schwuchtel“ gesagt – oder wenigstens gedacht? Oder läßt es sich wenigstens unterstellen? Da ist es doch ein Glück, daß die katholische Original-Internetseite „kreuz.net“ für den medial interessierten Republikaner als Angelpunkt herhalten kann. Könnten die beiden nicht vielleicht einmal diese Internetseite aufgerufen haben? Oder einen Hinweis auf einen Übergriff gegen einen Geistlichen an die EMail-Adresse redaktion@kreuz.net gesendet haben? Oder gar ein unkatholisches Ränkelspiel des Wiener Kardinals erwähnt haben? Das muß man doch untersuchen – am besten vor Ort! Und so kam es, daß sie kamen: die Damen (?) und Herren der Sicherheit – der Staatssicherheit und der Terrorismusbekämpfung.

    „Terror“ der Glaubenstreue braucht Terrorismusbekämpfung

    Eigenständige, „unbelehrbare“ Katholiken sind doch eine stete Gefahr für die Grundwerte einer „aufgeklärten“ Gesellschaft: für die Abtreibung und die Homo-Unzucht! Ungeschickterweise neigen redliche Katholiken nicht zu kriminellen Taten, nicht einmal für die „üblichen“ Kleinkriminalität sind sie zu gebrauchen. – Fehlanzeige, kein Ansatzpunkt!

    Doch da hilft – der Verhetzungsparagraph

    Der sollte eigentlich die Kirche und ihre Gläubigen schützen. Leistet es aber nicht. Stichworte: Meinungsfreiheit, Freiheit der Kunst etc.

    Vielleicht hilft er dann – gegen die Kirche und ihre Gläubigen?

    Und hier „greift“ er tatsächlich: Den beiden Geistlichen würde vorgeworfen, „Falsches“ geäußert zu haben: sie hätten „möglicherweise“ „rechtsradikale“, „schwulenfeindliche“ und angeblich „judenfeindliche“ Beiträge verfaßt. Auch wenn es nicht stimmt. Bei den Totschlagsvorwürfen „Rechtsradikalität“, „Schwulenfeindlichkeit“ oder gar „Judenfeindlichkeit“ muß der unbetroffene, „selbstbestimmte“ Welt-Bürger doch akzeptieren, daß die Staatssicherheit ein wenig „schnüffeln“ kommt. Ein wenig nur.
    Damit dann die zu schützende Meinungsfreiheit wieder hergestellt ist: die Freiheit von katholischen Meinungen.

    Des Pudels Kern

    Daß der Journalismus ein Abschreibe- und Hinzuerfindungsapparat ist, ist hinlänglich bekannt. Das treibt auch Blüten wie beim „Kölner Stadtanzeiger“, der am 11. August 2013 titelt: „Rechner von kreuz.net beschlagnahmt“. Üblicherweise „sieht man“ sich bei einem derartigen Ideenreichtum vor Gericht wieder. Die Vorgehensweise (nicht nur der Medien) ist offensichtlich: durch eine Verknüpfung von in der Gesellschaft abgelehnten Begriffen mit dem guten Namen von Personen oder Internetplattformen soll letzteren beiden der Ruf zerstört werden.
    Das funktioniert in der Regel auch ganz gut. Als „Nebeneffekt“ konnte man das private und wirtschaftliche Umfeld der Betroffenen durchschnüffeln. Und derartige Aktionen haben auch einen Belehrungseffekt – für die anderen Katholiken: Vertretet keine katholischen Positionen (zumindest nicht auf Dauer), sonst kommen wir „zu Besuch“. Im Dienste der Staatssicherheit, natürlich

    http://www.kreuz-net.at/index.php?id=256

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 07:25

    Schönreden war schon immer beliebt, so werden z.B. straßenseitige (= laute) Wohnungen in der Immobilienbranche gerne als "mit guter Verkehrsanbindung" angepriesen. In Wahlkampfzeiten werden viele negative Erscheinungen mit positiven Attributen ausgezeichnet bzw. in Relation zu noch Schlechterem gesetzt. Machthaber (nationale und EG-Regierung) sind da wahre Meister im Schönfärben, aber dazu gehören immer auch Dummköpfe, die dies alles nicht durchschauen und darauf reinfallen.

    So ist es auch mit der (nun auch von den USA an Europa empfohlenen) "kontrollierten Inflation", wo man durch Vermehrung des Geldes höhere Preise und damit niedrigwertigere reale Tilgungen und Zinsen erreichen will. Das mit dem vermehrten Gelddrucken muss dabei gar nicht stattfinden, denn es genügt, wenn mehr "Buchgeld" von den Notenbanken vergeben wird. Vor allem will man damit nur die angehäuften enormen Staatschulden leichter zurückzahlen, denn der Staat bekommt damit durch vermehrten Konsum sowie Progression der Einkommenssteuer wesentlich mehr Steuern, auch wenn diese etwas "weniger Wert" sind. Genau genommen werden nur kurzfristig posivie Effekte erzielt, etwas später ist alles noch viel schlimmer - aber da sind die Entscheidungsträger ohnehin nicht mehr am Ruder.

    Leidtragend sind die braven Sparer (es liegen Milliarden an Ersparten auf sehr niedrig verzinssten Büchern, deren Wert wie das Eis laufend "zerinnt"), die Wertpapierbesitzer, aber auch Eigentümer von Immobilien, Schmuck, Edelmetallen usw., da durch das plötzliche Überangebot deren Wiederverkaufswert ebenfalls sinkt. Und nun umschreiben diese Vollidioten diese Maßnahmen nun mit "Schaffung von Liquidität".

    Ich frage mich schon immer: Warum werden Kredite nicht "wertgesichert" vergeben? Damit würde die Überlegung der Politiker wegfallen, dass das geborgte Geld später einmal leichter zurückgezahlt werden kann.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 11:01

    A.U. schreibt:

    "Wenn man statt Inflation Liquidität sagt...."

    Die überhandnehmende "inflationäre" Anwendung von "verharmlosenden" Fremdwörtern, bzw. Neologismen für "unangenehme" Dinge in Täuschungsabsicht erinnern mich immer wieder an manch seltsame Wortgebilde in der ehem. DDR (und nicht nur diese Täuschungsmanöver zeigen uns, daß das Modell DDR Schritt für Schritt kopiert wird!)!
    Der Unterschied zur DDR und ihren Wortschöpfungen ist der (Galgen)-Humor; die heute rigoros verordnete Political Correctness unserer Zeit hingegen ist geprägt von lächerlichem, tierischem Ernst und von Dummheit. Die unten angeführten DDR-Wortkreationen wurden meines Wissens nach nicht von oben verordnet, sondern gingen vom Volk aus:

    Blaue Fliesen – Geld aus Westdeutschland

    Erdmöbel – Sarg

    geflügelte Jahresendfigur – Weihnachtsengel*
    Jahresendflügelfigur – Weihnachtsengel

    Bückware – sehr seltene oder illegale Ware, die man nur erhielt, wenn sich jemand unter den Ladentisch bückte

    Schokoladenhohlkörper – Schokoladenweihnachtsmann*/Osterhase

    Tal der Ahnungslosen – Raum Dresden (dort konnte man westdeutsche Fernsehsender nicht empfangen)

    *Die Jahresendflügelfigur hieß so, weil …
    1. religiöse Begriffe in der früheren DDR tabu waren.
    2. es den Begriff Engel im Ostdeutschen nicht gab.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorkakadu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 12:01

    Wobei die "hineingebutterten" Millionen von den Eigentümern der ALPINE schlau gerettet wurden:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1421717/AlpinePleite_Mutterkonzern-sichert-sich-Alpine-Energie

    Was wiederum bestätigt, daß die wirklich Reichen eben rechtzeitig disponieren und bei dieser künstlich erzeugten (IL-)Liquidität einmal mehr nur die Mittelschicht sowie der kleine Sparer auf der Strecke bleiben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2013 16:58

    Ein Brösel zum Gewürzkuchen, nur am Rande: gemessen in absoluten Zahlen hat Russland ein Zehntel (!) - ( in Worten: zehn Prozent) der Staatsschulden Österreichs.

    Na ja, wir wollen doch keien erbsenzähler sein, oder ? die österreichische Regierung hat da sicherlich noch ein paar Erdöl- und Erdgasvorkommen gewaltigen Ausmasses in petto (ein gut gehütetes Geheimnis) - bestimmt das Zehnfache der russischen ....

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  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    13. August 2013 09:54

    Wer hätte das gedacht: mit dem was Dr. Unterberger hier schrieb bin ich ganz und gar einverstanden.

    Es ist dies auch schon früher manchen – verantwortlichen – Leuten, die es sogar im Bankbereich geben soll – aufgefallen, indem sie die (damals) provokante Frage stellten, ob nicht die Kursanstiege bei Aktien ein Anzeichen für Inflation und nicht für Wertsteigerung seien. (Ich glaube mich zu erinnern, daß dies der Präsident des dt. Sparkassenverbandes Helmut Geiger war, der unter dem Titel „Wertzuwachs oder inflationäre Vermögensvernichtung“ dies schon vor wohl 30 Jahren thematisierte.)

    Die Beispiele lassen sich aber beliebig erweitern. Seit eh und je werden von Politikern „Reformen“ angekündigt, wenn sie in Wahrheit die Steuern erhöhen oder die Leistungen kürzen.

    Aber diese Strategie entweder neue Begriffe zu erfinden oder den alten eine neue Bedeutung zu unterschieben ist ja erklärtes Kriegsmittel aller Feinde einer „alten“ Ordnung. In der Französischen Revolution waren es die „Wohlfahrts-Ausschüsse“, die mit Guillotine die egalité herstellten, bei Yehezkel Dror („Ist die Erde noch regierbar“) spricht dieser zwar immer noch von „Demokratie“, betont aber, daß die wirklichen Weltentscheidungen von ein paar Hundert Mächtigen getroffen würden, und fügt hinzu, daß selbst diese Zahl noch zu hoch gegriffen sei. Da Dror weiß wovon er spricht, ist auch klar, daß es Demokratie in Wahrheit nicht gibt.

    In den Kommentaren hat ein 15-fach besterndelter Beitrag (aw70) festgestellt, daß es keine „Geheimorganisationen“, wie Rotary, Freimaurer, etc. gäbe, die für die Weltaganda verantwortlich seien. Abgesehen davon, daß die Beispiele sehr lückenhaft sind, ist dieser Glaube wirklich naiv. Es findet überhaupt nichts von Bedeutung a u f der Bühne, sondern ausschließlich h i n t e r ihr statt. Was wir allenfalls sehen ist das dann „irreversible“ Ergebnis (man erinnere sich an Jean Claude Juncker: Wir beschließen etwas, sehen uns an, ob es dagegen ein Geschrei gibt und fahren fort, wenn dies nicht der Fall ist, ...), nie aber die Weichenstellungen, und oftmals sind auch die dem Publikum präsentierten „Feuerwerke“ (wie 911) nur die mediale Aufmaschelung um in Wahrheit etwas ganz anderes abzuziehen. In diesem Fall: die Suspendierung der Verfassung, der Bürgerrechte, Foltercamps und der keiner weiteren Kongressbeschlüsse bedürfende „Krieg gegen den Terror“, de facto eine Kriegserklärung an die halbe Welt, wobei die USA nach Belieben definieren wer ein „rogue state“ (Schurkenstaat) sei. Praktischerweise sind es meist solche, die Öl, Gas, Rohstoffe haben oder jene Territorien bewohnen, durch die die Transportrouten gehen.


alle Kommentare

  1. Zalia (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:32

    Da wf6sse uns abba wat vertellen. Ich freu mich auf neue Hinweise. Die Geschichte le4uft in mir als Comic ab, zum Weinen schf6n. Danke, Ingeborg Karsties http://bejtctpj.com [url=http://kyozcp.com]kyozcp[/url ] [link=http://zujfohdqpe.com]zujfohdqpe[/link ]

  2. Flakita (kein Partner)
    20. Januar 2015 18:41

    Es entwickelt auf jeden Fall senien ganz eigenen Sog und hat eine tolle Atmosphe4re! Aber die zweite Mrs. de Winter mf6chte man einen Grodfteil des Buches schon gern schfctteln, damit sie etwas weniger me4uschenhaft rumle4uft. ;D

  3. George (kein Partner)
    20. Januar 2015 12:04

    Die Verfilmung habe ich leider noch nie geeehsn (dabei fand ich es lustig, dass Hitchcock meinte, er he4tte sich nie mit dem Roman besche4ftigt, sondern einfach das Drehbuch umgesetzt). Ich hatte den Film mal aus der Bibliothek ausgeliehen, aber die DVD liedf sich nicht abspielen ... :( Das muss ich auf jeden Fall noch einmal nachholen!

  4. on oder doch mehr off topic (kein Partner)
    13. August 2013 18:18

    Zunächst: Standardverkürzungen rauben Empahtie. Wer so wie ich in zwei Behinderteneinrichtungen tätig gewesen ist und eine - nicht wirklich notwendigerweise - von "Innen" als Patient einer "Psycho-Station" erlebt hat, würde klarerweise ungern in Pauschalbegriffe kippen wollen wie "Behinderte" oder "Seelen mit besonderen Bedürfnissen", sondern, wenns um die Seele geht den Aspekt des Mangels oder der Beeinträchtigung benannt haben wollen in einer angemessenen und nicht verachtenden Weise.

    Tabuisieren und auf innere Distanz gehen bringt eben nur das: Empathieverlust. Näheverlust. Kälte .......

    Und bei vielen "Komischen" ist zu bemerken, daß sie fast "begeistert" sind, wenn sie mit einer Person zu tun haben, die nicht im vollen Umfang "normgesellschaftsfähig" ist. Das ist bei den meisten jedoch nur solang "interessant", wie sie sich nach Aussen als "hilfsbereit" präsentieren können ....... dann kommen schnell die "Ermüdungserscheinungen".

    Sonderfall "Neger":

    Ohne den genaueren Hintergrund zu wissen kann ich hiezu wenig beitragen: Das deutsche "Neger" - so wie dies in alten Büchern zu finden ist - divergiert freilich deutlich vom amerikanischen Nigger, welches als Schimpfwort benutzt wurde und zur gedanklichen Sklaventumeinstufung. Das Wort "Neger" ist demgemäss - soviel ich alten Büchern entnehmen konnte - in Bezug auf die Bandbreiten des Worts "Neger" nie als "Klassifizierung" für Sklave, sondern als Gruppenbezeichnung für afrikanische Bevölkerungen gemeint worden.
    Mein Erklärungsmodell wieso es zu dieser "Zusatzbedeutung" und "Verrührung" gekommen ist: Bei einem alpahbetisch gelesenen "Nigeger" ist plötzlich eine unterbewußte phonemische Nähe zu "Neger" da, die bei der bloßen Gegenüberstellung von "Nigger" und Neger" nach Dudendeutsch keineswegs vorhanden ist.
    Und ohne hier weiter in die Details unterbewußter Weglassungen und irrationaler Ersatzhandlungen zu gehen ..... viele, die so brustklopfend dümmlich die unterschiedlichen Zentralbedeutungsgebräuche von "Neger" und "Nigger" zusammenrühren wollen, dabei sich gar nicht ihrer unterbewußten "Triebmodelle" bewußt sind, sind auch so dümmlich arrogant, daß sie Islampropagandisten nachplappern so als ob Muslime EINE RASSE !!!! wären , die es zu schützen gälte.

    (Die innerislame Sicht ist wirklich so, daß sie sich insbesondere nach einer Aya als eine besondere Gemeinschaft sehen mit durchaus immanent theokratisch argumentierten rassistischen Zügen in der Ideologie, die insbesondere durch den immensen Judenhass offenbar wird (eine Art von Rassimsus, die sich über ein pauschales Feindbild generiert.)

    Und wie das nun mal so ist bei Seelen die sich den großen Lügnern unterwerfen und somit vieles nicht mit Aufrichtigkeit sondern in Unterwürfigkeiten mit deren Hintergedanken "abmischen" und sich - selbsbetrügerisch - dabei auch noch vermeintlich "gerecht" wähnen, sie setzen sich für die Ideologie ein,

    welche das größte Sklavenhaltersystem der Weltgeschichte aufbaute.

    .... die Ideologie in der Sklavenhaltung kultimmanenter Bestandteil ist

    und ..... vermutlich weit über 90 Prozent der in Afrika Gefangenen und Versklavten und in die Amerikas verschifften Seelen durch Anhänger der muslimischen Ideologie geraubt worden sind. .....

    Jetzt würde freilich sprachhistorisch interessant sein ob etwa das Wort "negro" (nigro) und "nigger" auch eine "muslimisch - vielleicht sogar - muslimisch arabische" Herleitungsgeschichte hat ......?

    Zusammenfassend:

    Eine Verwendung des Worts "Neger" in seiner "geographischen Bedeutung", so wie etwa "Eskimo" oder "Indianer" zum "Unwort" stempeln zu wollen und dazu auch noch für solche die Stimme zu erheben , deren Ideologie millionenfache Morde, "Beitot" und millionenfaches Sklaventum schufen ist freilich nicht nur geringbedenklich was den Zustand dieser Seelen betrifft ......

    Die grundsätzliche Lösung des Dilemmas würde klarerweise eine SELBSTBENENNUNG ALLER AFRIKANISCHER STÄMME SCHWARZER/DUNKLER HAUTFARBEN SEIN ....... vielleicht ein Thema beim nächsten Afrika-Kongress ?

    Ich selbst etwa nenne nur den Teil der "Schwarz"(denn wenige sind wirklich "Schwarz")afrikaner "Neger", die in diese negroide Gruppen "passen", Tuareg und Berber nannte ich immer schon so und auch die Buschleute.

    Aus "us-amerikanischen Katalogisierungen" würde ich etwa "Kaukasier" genannt ;) ...
    Weißhäutig bin ich nun wirklich auch nicht ......
    ... was machen bei dem "Riesen"Dilemma ?

    Nun - beigehäutig - trifft wohl am besten ....... doch würde ich mich auf meine Hautfarbe - die zur Zeit etwas dunkelhäutiger ist - wirklich reduzieren lassen ?

    Das würden wohl auch alle in Afrika wirklich Lebenden und nicht nur diese so sehen - das Hautfarbe allein viel zu wenig ist ...... dann wohl schon eine Wortschöpfung, die das äussere Merkmaltum zu Gunsten des inneren auflöst.

    Etwa: Kein wirklicher Österreicher ;) und dadurch viel Würde zurückgewonnen.

    Den weiteren Text nach dem ersten Absatz von Herrn Unterberger lese ich später ....

  5. Rechtsreligiöser (kein Partner)
    13. August 2013 13:36

    Die ungerechte Vermögensverteilung kann durch Schwundgelder (Beispiel "Chiemgauer") beseitigt werden. Im Übrigen kann das gesamte Wirtschaften in nur 30 Jahren 10-mal einfacher werden (u. a. durch 1-l-Autos). Und danach wird es explosionsartig zunehmend weitere Vereinfachungen geben.

  6. Toni54 (kein Partner)
    13. August 2013 12:16

    Der Ihrer Ansicht nach angeblich gewünschte Ausdruck "Menschen mit besonderen Bedürfnissen" wird von uns Behinderten strikt abgelehnt! Wir haben wie jeder Mensch ganz normale Bedürfnisse. Etwas Recherche vor dem Bloggen würde auch Ihnen guttun.

  7. cmh (kein Partner)
    13. August 2013 10:46

    Gerechtigkeit? Die SPÖ meint die eigene Macht!
    Arbeit? Die SPÖ meint damit die Abhängigkeit aller auf ein Einkommen Angewiesenen!
    Pensionen? Die SPÖ meint dabei bestenfalls die Politikerpensionen!
    Bildung? Die SPÖ meint damit die Formung des Bürgers zum Fellachen!
    Asyl? Die SPÖ meint dadurch das Staatsvolk in eine amorphe Masse transformieren zu können!

    Daher: Wenn man mit dem Sozialismus in Berührung kommt, sollte man sein Hab und Gut bis zu den einzelnen Fingern auf Vorhandensein überprüfen. Aber irgendwas wird immer fehlen.

  8. Francois Villon (kein Partner)
    13. August 2013 09:54

    Wer hätte das gedacht: mit dem was Dr. Unterberger hier schrieb bin ich ganz und gar einverstanden.

    Es ist dies auch schon früher manchen – verantwortlichen – Leuten, die es sogar im Bankbereich geben soll – aufgefallen, indem sie die (damals) provokante Frage stellten, ob nicht die Kursanstiege bei Aktien ein Anzeichen für Inflation und nicht für Wertsteigerung seien. (Ich glaube mich zu erinnern, daß dies der Präsident des dt. Sparkassenverbandes Helmut Geiger war, der unter dem Titel „Wertzuwachs oder inflationäre Vermögensvernichtung“ dies schon vor wohl 30 Jahren thematisierte.)

    Die Beispiele lassen sich aber beliebig erweitern. Seit eh und je werden von Politikern „Reformen“ angekündigt, wenn sie in Wahrheit die Steuern erhöhen oder die Leistungen kürzen.

    Aber diese Strategie entweder neue Begriffe zu erfinden oder den alten eine neue Bedeutung zu unterschieben ist ja erklärtes Kriegsmittel aller Feinde einer „alten“ Ordnung. In der Französischen Revolution waren es die „Wohlfahrts-Ausschüsse“, die mit Guillotine die egalité herstellten, bei Yehezkel Dror („Ist die Erde noch regierbar“) spricht dieser zwar immer noch von „Demokratie“, betont aber, daß die wirklichen Weltentscheidungen von ein paar Hundert Mächtigen getroffen würden, und fügt hinzu, daß selbst diese Zahl noch zu hoch gegriffen sei. Da Dror weiß wovon er spricht, ist auch klar, daß es Demokratie in Wahrheit nicht gibt.

    In den Kommentaren hat ein 15-fach besterndelter Beitrag (aw70) festgestellt, daß es keine „Geheimorganisationen“, wie Rotary, Freimaurer, etc. gäbe, die für die Weltaganda verantwortlich seien. Abgesehen davon, daß die Beispiele sehr lückenhaft sind, ist dieser Glaube wirklich naiv. Es findet überhaupt nichts von Bedeutung a u f der Bühne, sondern ausschließlich h i n t e r ihr statt. Was wir allenfalls sehen ist das dann „irreversible“ Ergebnis (man erinnere sich an Jean Claude Juncker: Wir beschließen etwas, sehen uns an, ob es dagegen ein Geschrei gibt und fahren fort, wenn dies nicht der Fall ist, ...), nie aber die Weichenstellungen, und oftmals sind auch die dem Publikum präsentierten „Feuerwerke“ (wie 911) nur die mediale Aufmaschelung um in Wahrheit etwas ganz anderes abzuziehen. In diesem Fall: die Suspendierung der Verfassung, der Bürgerrechte, Foltercamps und der keiner weiteren Kongressbeschlüsse bedürfende „Krieg gegen den Terror“, de facto eine Kriegserklärung an die halbe Welt, wobei die USA nach Belieben definieren wer ein „rogue state“ (Schurkenstaat) sei. Praktischerweise sind es meist solche, die Öl, Gas, Rohstoffe haben oder jene Territorien bewohnen, durch die die Transportrouten gehen.

    • Undine
      13. August 2013 14:56

      @F.V.

      Und für den letzten Satz noch eine Extraration Sternderl*******!

    • F.V. (kein Partner)
      13. August 2013 17:54

      Sg. Undine,

      bitte verschonen Sie mich mit "Sternderln"; ich mache mich darüber nur lustig.

      Außerdem nehmen es die geistigen Taglöhner übel, und mich verdrießt es auch in deren Wettbewerb hineingezogen zu werden.

    • Amalek (kein Partner)
      13. August 2013 18:47

      @ F.V.

      „Ein Gutes hat die Krise ja: sie führt zu einem rapiden Vertrauensverlust in die Standardtheorien der Volkswirtschaft, wir wie sie seit 200 Jahren gekannt haben. Ich habe noch nie so viele offene Bankrotterklärungen für kursierende Theorien gelesen wie während des letzten Jahres. Ich muß zugeben: ich habe die immer mit Genugtuung gelesen, weil ich zweifelslos nicht der einzige Konsument dieser Theorien bin, der seit langem von dem Gefühl begleitet worden ist, daß ... - in diesen 200 Jahren, die wir Volkswirtschaftstheorien betreiben - ... wir überhaupt noch nicht zur Sache gekommen sind. Weswegen ich ja auch immer wieder auf dieses Buch (Eigentum, Zins und Geld, 1996 Heinsohn/Steiger) von Otto Steiger und Gunnar Heinsohn hinweise, wo ich das Gefühl habe: da kippt die Theorieszene in eine schlüssige Figur um, die offenbar das Zeug dazu hat, ein stabiles Modell zu liefern, an dem man sich in Zukunft orientieren kann.“

      Peter Sloterdijk

      Und wenn einem dann noch bekannt ist, wer diese Theorien in die Welt gesetzt hat...... Mist! Schon wieder eine Verschwörungstheorie. Ich vergesse immer, dass alles nur zufällig passiert.

    • F.V. (kein Partner)
      13. August 2013 19:23

      Amalek,

      sehe ich auch so. Alles Zufälle.

      Zu den "Theorien" hätte ich ja einige Samisdat-Schnitzel, aber das ist für´s UTB zu "steil".

      Wenn Sie Interesse haben, erreichen Sie mich unter: rosengarten.lintz@live.at

      Einen schönen Abend!

    • Undine
      13. August 2013 22:29

      @F.V.

      Stellen Sie sich vor, ich hingegen freu' mich über Sternderl ---und damit bin ich nicht alleine!--- weil ich sie als Ausdruck von spontaner Zustimmung werte. Sie können sie gerne weiterschenken; ab nun werde ich Sie damit sicher nicht mehr belästigen.

    • Bodo
      14. August 2013 18:54

      Werte Undine, Monsieur Villon gibt dem Blog die Ehre, seine Ansichten hier kund zu tun. Er ist nicht angewiesen auf positive Zuschriften, er weiß, dass er alle überragt und sich angenehme Umgangsformen sparen kann.

    • F.V. (kein Partner)
      14. August 2013 20:01

      Euer Hochwohlgeboren Bodo,

      Ihr seid ein wahrhaft kluger Mann.

      Natürlich lag es uns fern die werte Undine zu kränken, aber es wäre ja sehr inkonsequent über den Sternderl-Wettbewerb zu spotten und sich insgeheim darüber zu freuen. Aber noch unpassender fanden wir solche Auszeichnung, als wir dieselbe auch geistigen Taglöhnern zugeteilt sahen. Das ging uns doch zu weit.

      Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung,

      Euer F.V.

  9. Knut Schmidt (kein Partner)
    13. August 2013 08:11

    Irgendwas kann in dieser Gesellschaft nicht mehr stimmen:

    Während die Notenbanken straffrei vorne zu neue Milliarden an Geld drucken oder aus Luft erschaffen, wird der kleine Bürger, der sich am Farbkopierer kreativ mit einem "Fufzger" beschäftigt, wie ein Schwerverbrecher behandelt.

    Die Raubritter im Mittelalter waren sowieso Waisenknaben gegen die heutige Staatsfinanz mit ihren Schergen - den Finanzämtern. Und die KEST wurde (auch wenn sie niedrig ist) auch nur erschaffen, um begründet in allen Konten der Bürger herumschnüffeln zu können.

    • Undine
      13. August 2013 09:40

      @Knut Schmidt

      "Und die KEST wurde (auch wenn sie niedrig ist) auch nur erschaffen, um begründet in allen Konten der Bürger herumschnüffeln zu können"

      Auf diese simple Weise (KEST) kennen die (un-)verantwortlichen Politiker auf den Cent genau, wie hoch die Summe ist, die sie getrost verschleudern können, denn das Geldvermögen, das Herr und Frau Österreicher auf die hohe Kante gelegt haben, betrachten sie als willkommene Manövriermasse, derer sie sich bedienen können.

      "Vater" Staat hatte noch nie auch nur den kleinsten Genierer, auf das Vermögen der KLEINEN, braven, anständigen SPARER zurückzugreifen.

      Die GROSSEN, nicht ganz so anständigen "Sparer" hingegen haben es immer verstanden, ihre großen Vermögen im Ausland in Sicherheit zu bringen und zu vermehren.

      Die Blöden waren immer die kleinen Sparer, die darauf vertrauten, daß ihr mühsam Erspartes auf dem Sparbuch in Sicherheit sei.

    • F.V. (kein Partner)
      13. August 2013 12:02

      Undine,

      auf der Hohen Kante liegt nichts, absolut nichts.

      Wer meint hierauf einmal zurückgreifen zu können, wird ins Leere greifen.

      Die Idee von der "Hohen Kante" beruht auf einer funktionierenden Wirtschaft, in die das Geldvermögen auf der Hohen Kante als Kredit investiert wurde. Wenn die Wirtschaft crasht, dann sind die Kredite notleidend, also futsch.

      Überdies ist nicht einmal sicher, ob damit nicht ins Casino spaziert wurde und alles auf der Hohen Kante längst verzockt ist.

      Die Politiker könnten sich also täuschen, wenn sie glauben hier bei Bedarf zugreifen zu können.

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. August 2013 13:18

      >> F. V.:
      Die Frage ist doch nur, wer schneller ist.
      Das "internationale Kapital (auch euphemisierend "Märkte" genannt) oder die heimischen (Ö und EU) Zocker.

      Übrig bleibt (uns) kaum was.
      Auch eine Form des "expropriiert die Expropriateure".
      Übrig bleibt die Spitze der (Geld-Nahrungs-)Kette, die die Fäden zieht.
      Der Rest ist Schweigen, bzw. dem Rest bleibt nur "zu schweigen".
      Dann beginnt die "Kippschwingung der Geldschöpfung" wieder von vorne.

  10. Haider
    12. August 2013 22:49

    Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, wenn man die Sozialisten des "Umtaufens" zeiht. Aber es trifft diese Formulierung wohl den Nagel auf den Kopf: "antifaschistischer Schutzwall" statt "Mauer" usw. usf. Die Wortlügen sind Legion.
    Wirklich überrascht war ich jedoch, als ich bei google „DDR Lügen“ eingab. Es wurden fast nur Rechtfertigungen des marxistischen Verbrecherstaates angezeigt: a la „Das kleine Buch der DDR Lügen“. Wohlgemerkt: Hier werden die Mauermörder als Heroen bejubelt. Unvorstellbar, ein rechtsstaatliches System würde derartig infam manipulieren. Sofort fielen Schwadronen von linken Staatsanwälten über dieses her. Sofortige Zensur wäre die harmloseste Forderung.
    Besser, man tritt diesem Thema nicht näher. Man wäre als normal empfindender/denkender/wertender Mensch extrem herzinfarktgefährdet. Grüne mag es beflügeln, vielleicht auch den ein oder anderen 68er-Sozi, aber geschichtsbewußten Demokraten dreht sich der Magen um.

    • zauberlehrling
      13. August 2013 01:04

      @Haider

      Mir dreht sich auch der Magen um, aber Österreich ist bereits am besten Weg zu ähnlichen Zuständen. Die nächsten 5 Jahre werden uns noch genug linkslinken Mores lehren.

    • Undine
      13. August 2013 10:26

      @Haider

      ************+!
      Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!

  11. Helmut Oswald
    12. August 2013 16:58

    Ein Brösel zum Gewürzkuchen, nur am Rande: gemessen in absoluten Zahlen hat Russland ein Zehntel (!) - ( in Worten: zehn Prozent) der Staatsschulden Österreichs.

    Na ja, wir wollen doch keien erbsenzähler sein, oder ? die österreichische Regierung hat da sicherlich noch ein paar Erdöl- und Erdgasvorkommen gewaltigen Ausmasses in petto (ein gut gehütetes Geheimnis) - bestimmt das Zehnfache der russischen ....

  12. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    12. August 2013 16:23

    Zur angeschnittenen Frage "Wen aber wird die Inflation dann eigentlich treffen? Primär scheinen es die Sparer zu sein. ":
    Darauf eine für Österreich bereits seit mindestens 2004 gültige Teil-Antwort:
    Die Inflation trifft jene Menschen, die in den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg ein Leben lang gearbeitet haben und nun seit einigen Jahren in Pension sind, - falls sie nicht im Staatsdienst oder ähnlicchen Umfeld tätig waren. Sie erhalten eine geringe ASVG-Pension, die seit Jahren nicht oder stark unter der Inflationsrate angepaßt wurde und eventuell eine Firmenpension; diese Firmenpensionen wurden in ca.90000Fällen(!) bis zu 50 % bereits gekürzt. Das Pensionskassengesetz bewirkt nämlich, daß alle Risiken des Anlagemarktes nur bei den Penisonsempfängern schlagend werden, die Firmen, für die sie hart arbeiteten, sie waren ja keine Beamten, haben in die Pensionskasse einmalig zu wenig eingezahlt, auch die Kassen selbst haben kein Risiko. In Deutschlandf und der Schweiz ist dies hingegen nicht so! Die regierenden Partei Österreichs wissen davon, verbessert wird nichts, die Pensionskassenlobby macht ja die Gesetze!

    • terbuan
      12. August 2013 17:37

      Das Pensionskassen-Gesetz (PKG, BGBl.281/1990) wurde unter der Regierung Vranitzky III beschlossen, bei diesem Herrn dürfen sich die Betroffenen bedanken.
      Er selbst hat es gut getroffen, er bekommt nach wie vor eine ungekürzte und nicht unbeträchtliche Pension seitens der Bank Austria!

    • Markus Theiner
      12. August 2013 17:47

      Pensionisten sind ja Sparer. Sie leben von dem, was in der Vergangenheit erwirtschaftet, aber nicht verbraucht wurde. Nur weil die Verwaltung der Ersparnisse beim Staat bzw. der Pensionskasse liegt ändert sich ja das Prinzip nicht.
      Natürlich liegt das Risiko des Anlagemarktes beim Pensionisten. Die Anlagen gehören ja ihm, wen sollte das Risiko also sonst treffen? Klar, sinnvoller Weise würde man ihn als Anleger auch selbst entscheiden lassen, wie er sein Geld anlegt. Also keine staatliche und keine Firmenpension, sondern den ganzen Lohn auszahlen. Das will aber die Pensionistenlobby und die SPÖ nicht. Weil sie die Leute für zu dumm und unverantwortlich halten um selber zu planen. Un vielleicht haben sie sogar recht damit...
      Dass es die gleichen Akteure sind, die durch eine "Liquiditätspolitik" das eigenverantwortliche Planen so schwierig machen ist nur die Kehrseite der Medaille.
      Inflation ist ja nichts anderes als verdeckte Enteignung.

    • dssm
      12. August 2013 22:27

      @Markus Theiner
      Zitat: „Nur weil die Verwaltung der Ersparnisse beim Staat bzw. der Pensionskasse liegt ändert sich ja das Prinzip nicht.“
      Das ändert alles! Dies ist des Pudels Kern!
      Vergleichen Sie die Kosten zwischen einem selbst verwaltetem Haus und der Verwaltung durch eine einschlägige Firma (vom Staat rede ich erst gar nicht).
      Im ersten Fall kann sich ein Investor ein schönes Vermögen zusammenbringen, durch sparsame und überlegte Verwaltung.
      Sie werden kaum jemanden kennen, der mittels der zweiten Methode ernsthaft verdient hat.

      Die Zahl der überschuldeten Betriebe korreliert mit den Luxuskarossen, Bonuszahlungen und Designer-Büromöbeln der Geschäftsführung – ebenso korrelieren diese Faktoren mit dem zunehmenden Fehlen von natürlichen Personen als Eigentümer.

    • Markus Theiner
      13. August 2013 09:46

      @dssm:
      Am Prinzip der Inflation ändert sich trotzdem nichts. Die frisst nunmal den Wert der Ersparnisse auf, völlig egal ob fremd- oder eigenverwaltet.

      Dass Fremdverwaltung andere Probleme mit sich bringt ist schon richtig, aber mit der Inflation hat das nichts zu tun.

      Der Ansatz ist auch gefährlich. Wenn man nämlich der Fremdverwaltung das Risiko der Inflation umhängt, so wie "Gegen Täuschung usw." das im Eingangspost machen wollte, dann führt das wieder einen Schritt weg von der Eigenverantwortung. Die Fremdverwalter rechnen das Risiko ein und werden noch teurer. Oder im Fall des Staates: machen Schulden, werfen die Notenpresse an und steigern damit nochmal die Inflation.

  13. terbuan
    12. August 2013 14:53

    O.T. Nachlese aus den DWN
    Das Wetter ist angenehm es wird schon etwas frühherbstlich. ein Blick in die DWN verspricht allerdings einen heißen Herbst:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/12/diw-raet-merkel-vor-bundestagswahl-nicht-ueber-naechste-griechenland-rettung-sprechen/

    Das zu einem signifikanten Teil aus Steuergeldern finanzierte Institut für Wirtschaftsforschung rät der Bundesregierung, den unausweichlichen Schuldenschnitt für Griechenland nicht mehr vor der Bundestagswahl zu thematisieren. Die Botschaft ist jedoch klar: Die Griechen haben die Auflagen der Troika nicht erfüllt, also ist jetzt der deutsche Steuerzahler in der Pflicht.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/12/europaeer-glauben-propaganda-nicht-das-schlimmste-kommt-erst/

    Die EU-Bürger glauben nicht an die Lösungs-Kompetenz der Politik: Eine Mehrheit glaubt, dass die Krise noch gar nicht richtig begonnen hat. Nur noch knapp der Hälfte der EU-Bürger ist für den Euro als gemeinsame Währung

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/11/heisser-herbst-befuerchtet-investoren-fliehen-aus-staatsanleihen/

    Immer mehr Investoren ziehen sich aus dem Anleihen-Markt zurück. Höhere Erträge am Aktienmarkt und die Manipulation des Anleihenmarktes durch die Zentralbanken sind die Gründe. Auch der weltweit größte Staatsfonds, der norwegische Öl-Fonds, reduziert seine Bestände. Ein massiver Ausverkauf könnte bevorstehen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/10/ende-der-demokratie-millionen-empoerter-menschen-muessten-auf-der-strasse-sein/

    Die Ökonomen und Bestseller-Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik erklären, dass die Krise in keiner Weise vorüber sei: Die wirtschaftliche Lage in den meisten europäischen Ländern hat sich durch die Krise verschärft. Anstatt wirkungsvolle Gegenmaßnahmen einzuleiten, praktizieren die alten Eliten einen Rechtsbruch nach dem anderen, um ihre Macht zu erhalten. Die Folgen werden die Bürger tragen

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/10/gruesse-aus-dem-elfenbeinturm-wirtschafts-wissenschaftler-unterstuetzen-draghi/

    Mehrere Wirtschaftswissenschaftler starten eine Petition zur Unterstützung der lockeren Geldpolitik der EZB. Sie befürworten den Kauf von Staatsanleihen der Schuldenstaaten. Ein Blick in die Biographien der Initiatoren zeigt: Am Werk sind enge Vertraute von Mario Draghi und der EU-Kommission.

    usw.usf.....grausam!

    • dssm
      12. August 2013 15:41

      Nicht grausam, sondern heilsam - irgendwann muss dieser Wahnsinn sein Ende haben!
      Die Durschnittsbürger sehen nicht den täglichen Krampf der verbliebenen Leistungsträger, also wird es für sie bitter werden, für die leistenden Menschen kann nur Erlösung folgen.

    • brechstange
      12. August 2013 20:34

      terbuan

      Die wollen halt was werden bei den tollen lukrativen Stellen, die da von der Nomenklatura geschaffen werden.

  14. Undine
    12. August 2013 14:17

    OT---aber wie ich schon vor einigen Tagen postete: Dem türkischen Staatschef ERDOGAN scheint der Fortbestand seines Volkes mehr am Herzen zu liegen als unseren Politikern (die feiern schon lieber den 25. oder 30.(?) "Geburtstag" einer Wiener ABTREIBUNGSKLINIK!):

    http://www.unzensuriert.at/content/0013666-Erdogan-setzt-auf-rasantes-Bev-lkerungswachstum

    Diese Art von Geldbeschaffung kann wohl nicht gemeint sein mit dem "Grenzenlosen Arbeitsmarkt EU":

    http://www.unzensuriert.at/content/0013667-Portugiesische-Zuwanderer-zogen-Tirol-Drogenring-auf

  15. Gandalf
    12. August 2013 14:05

    O.T.:
    Nun ist es amtlich: Dayli, ehemals Schlecker, wird in Konkurs geschickt, 2.200 Arbeitsplätze gehen verloren. Dies zu einem guten Teil deswegen, weil die durchaus effiziente Gewerkschaft mit Erfolg verhindert hat, dass Dayli den wichtigsten Teil seines Nahversorger- Konzeptes, nämlich das Offenhalten ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten, realisieren konnte. Also ist der Gewerkschaft zur Vernichtung von 2.200 Arbeitsplätzen zu gratulieren. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem sich der lächerliche SPÖ - Chef mit dem Slogan "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz" plakatieren lässt. Das jämmerlichste an dem ganzen Trauerspiel ist allerdings die völlige Lähmung der ÖVP: Wo ist, werter Herr Rauch, Ihre Presseaussendung mit etwa dem Inhalt dieser Wortmeldung eines alten Mannes, der sein Leben lang ÖVP gewählt hat und dies (nicht, weil er vorhat, bald zu sterben) sicher nie wieder tun wird, zumindest so lange Sie und der derzeitige Klüngel so unfähig sind wie derzeit; wo sind die christlichen Gerwerkschafter, die in die Wiener Innenstadt ziehen und schreien: So haben wir es nicht gewollt?! Wo, lieber Herr Spindelegger, ist die Alternative zum gutmenschlichen Blödsinn der Roten und Grünen?!

    • terbuan
      12. August 2013 14:26

      Ich muß Ihnen da leider widersprechen, werter Gandalf,
      das Nahversorgerkonzept des Herrn Haberleitner (ja der. der sich bei der Geldübergabe eine Million abknöpfen ließ und der unglaubliches Geld für seine erfolglosen Tätigkeiten kassiert), es war von vorneherein zum Scheitern verurteilt, nicht nur wegen der Gewerkschaft.
      Gegen den REWE-Konzern, der mittlerweile eine große Anzahl von Tankstelleshops betreibt, hätte er keine Chance gehabt. Neben den Billa-Shops gibt es jetzt z.B. in Bad Aussee bereits einen ziemlich großen Merkurmarkt direkt neben der BP-Tankstelle. Dabei ist REWE mit 2 Billamärkten und einem BIPA Geschäft in Bad Aussee ohndies überrepräsentiert!
      Liebe Grüße über den Pötschen,
      terbuan

    • Gandalf
      12. August 2013 15:29

      @ terbuan:
      Danke für den sicherlich zutreffenden Hinweis auf die tatsächlichen Marktchancen der Dayli - Märkte; aber wie heißt es im Fußball (und im Wahlkampf) so schön: Elfer ist Elfer, ob er zu Recht gegeben war oder nicht. Und einen aufgelegten Elfer zu vergeben (oder am Ball vorbeizurennen, wie in diesem Fall), ist einfach patschert, egal, was ihn wirklich herbeigeführt hat. Herr Darabos ist da sicherlich nicht so ritterlich...

    • La Rochefoucauld
      12. August 2013 21:15

      Ja sicher, aber Schlecker wurde von Fam. Schlecker vernichtet (oder verschlafen oder geschröpft). Mir hat sich nie wirklich erschlossen, was der Herr Haberleitner da mit welchem Plan sanieren wollte. Not bold enough.

    • plusminus
      12. August 2013 21:42

      Diese seltsame Abwicklung Schlecker - dayli hätte nur dann einen Sinn, wenn Haberleitner als besitzloser Strohmann aufgetreten ist, um den Konkurs von der Fam. Schlecker und deren Privatvermögen abzuwenden und jetzt diskret reichlich dafür entschädigt wird.

      Anders ist diese ansonsten sinnlose Vorgehensweise nicht erklärbar!

    • F.V. (kein Partner)
      14. August 2013 08:16

      Die Story von der in Italien gestohlenen Million hat Ähnlichkeit mit den "leider" verzockten Milliarden Flöttls.

      Wenn die Million der Fa. Dayli entnommen wurde, könnte sie dann nicht ...

      Aber es gilt die Unschuldsvermutung.

  16. Undine
    12. August 2013 13:52

    Preisfrage: Wer hat im heutigen Mittagsjournal beim Thema "Swap: BAWAG KLAGT DOBUSCH UND MAYR"

    ...das Wort "SPÖ" gehört? Ich hörte es ein einziges Mal---ein Fortschritt an "Objektivität" gegenüber der Berichterstattung gestern in der ZIB1, in der man mit keinem Wort einen Zusammenhang herstellte zwischen der Sozialistischen Partei Österreichs, also der SPÖ, und der erzsozialistischen Linzer Stadtregierung, der erzroten BAWAG und deren verlustreichen "Bankgeschäften"!

    Wer will, kann sich den Text in Ruhe im Computer anhören.

    Wie anders verhält man sich im ORF, wenn Machenschaften im Zusammenhang mit der FPÖ das Thema sind; da kann man gar nicht oft genug von der FPÖ sprechen, am liebsten in jedem Satz gleich 3x!

    ................................................................................................

    Johannes Reitter
    "Als Versuch der Bawag-PSK, gegen ihn Druck auszuüben vor seiner bevorstehenden Zeugenaussage vor Gericht, so sieht der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch die am Wochenende bekannt gewordenen Klagen gegen ihn und Finanzstadtrat Johann Mayr, beide SPÖ. Die ehemalige Gewerkschaftsbank Bawag fordert von den Politikern je 2 Millionen Euro. Die Bawag sieht die Klagen als "Verpflichtung im Rahmen der kaufmännischen Sorgfalt". Hintergrund ist die für die Stadt Linz verlustreiche Zinswette, die sie mit der Bank abgeschlossen hatte."

    oberösterreich.ORF.at mehr

  17. HDW
    12. August 2013 12:46

    Für die Schulmeisters ist das Aufrechterhalten des keynesianischen Mythos nur möglich weil:
    1) Das Leseverstehen der Disko und IT-Generation nicht mehr ausreicht historisch in ihrer Methodik wissenschaftlich begründete Bücher zu lesen.
    2) Der WK II einzig und allein den rechten Diktaturen als Schuld zugewiesen wird, F.D. Roosevelt aber als pazifistisches Engerl dargestellt wird. Auch wenn die Gelddruck-Schuldenmacher Ideologie des Welthegemon heute schon wieder die Kriegsmaschine im südpazifischen Raum aufbaut.
    3) Der Weg Chinas vom reichsten Land der Erde (1820) zum symbolhaften Opfer des Imperialismus, über die Katastrophe des Sinomarxismus zum heutigen gigantischen Antipoden der US Expansion von den europäischen Gscheiterln (deutsche Sinologen) durch ihre maoistische Vergangenheit nicht vermittelt werden kann!

  18. ProConsul
    12. August 2013 12:10

    OT - Zur gestrigen Hausdurchsuchung bei Gloria.TV

    Kommandoaktion gegen Geistliche
    Laut Presseberichten hätten bei zwei geistlichen Würdenträgern, in Wien und Oberösterreich, Hausdurchsuchungen der Staatssicherheitsbehörden stattgefunden.
    Angeordnet hätten dies die Staatsanwaltschaft in Feldkirch in Vorarlberg in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz. Es seien „Berge an sichergestelltem Beweismaterial“ sichergestellt worden. Nur: Beweismaterial wofür? Dafür, daß die Geistlichen in einem Kaffeehaus einen Café getrunken haben? Oder gar eine Tageszeitung gekauft haben?

    Katholisch – und nicht homosexuell

    Den beiden Würdenträgern wird vorgeworfen, die Verehrung der homosexuellen Unzucht („Sünden wider die Natur“, siehe Moraltheologie) nicht nur nicht betrieben, sondern aus theologischen Gründen – den Ausführungen des Heiligen Vaters Benedikt XVI. folgend – strikt abgelehnt zu haben. Verschärft wird dieses „Delikt“ noch dadurch, daß sie diese Position der Kirche auch noch via Internet verbreitet haben sollen. Seit die – angeblich christliche – Volkspartei in Tätergemeinschaft mit dem politischen Linksblock die Homosexualität zu den schützenswerten Götzen der republik via Verhetzungsparagraph ernannt hat, versuchen Schwulenaktivisten und Kirchenhasser, Katholiken ob ihrer Glaubenshaltung zu kriminalisieren.

    Katholisch – und gegen die Tötung Ungeborener

    Bei den beiden Geistlichen kommt ein Umstand erschwerend hinzu: Sie wenden sich – noch dazu in aller Öffentlichkeit und mit Nachdruck, sogar via Internet – gegen die Liquidierung ungeborener Kinder. Wenn man dabei noch bedenkt, welches Geschäft dem Abtreibungsgewerbe dadurch entginge, würde menschliches Leben unantastbar und durch die (tatsächlichen) Menschenrechte geschützt sein, versteht man die Interessen hinter der Empörung: In einer einzigen Abtreibungsanstalt in Wien rühmte sich die Abtreiberin Dr. Radauer, daß in ihrer Anstalt seit Eröffnung dieses Geschäftszweiges fast täglich ein Kind zu Tode gebracht wurde: hochgerechnet 13.000 Ungeborene. 13.000 Kindstötungen à 300 Euro ergeben 3.900.000 Euro: ein „starkes“ republikanisches Argument.

    Katholisch – und gegen die Euthanasie

    Nebstbei bemerkt endet für die beiden katholischen Geistlichen auch nicht die Würde des Menschen an einem zu errechnenden „Break-Even-Point“. Daher lehnen sie jegliche Form der Euthanasie ab. Das macht sie offenbar zusätzlich verdächtig.

    Offenbar „unbelehrbar“

    Die „aufgeklärte Gesellschaft“ hatte bereits vor Monaten ihre schärfste Meute – die Journaille – auf die beiden Geistlichen angesetzt: Statt diese an den Pranger zu stellen, wurden die sonderbaren Methoden der außerparlamentarischen Kraft im Lande publik gemacht. Sogar mit einem Hinweis auf die national-sozialistische Vergangenheit von Teilen des medialen Führungskaders. Aber der Druck der Medien wirkte nicht, die beiden Würdenträger blieben – offenbar „unbelehrbar“ – katholisch.

    Stärkerer „Tobak“

    Wenn „gutes“ Zureden nichts nützt, muß „Überzeugenderes“ her. Vielleicht haben die einmal „Neger“ oder „Schwuchtel“ gesagt – oder wenigstens gedacht? Oder läßt es sich wenigstens unterstellen? Da ist es doch ein Glück, daß die katholische Original-Internetseite „kreuz.net“ für den medial interessierten Republikaner als Angelpunkt herhalten kann. Könnten die beiden nicht vielleicht einmal diese Internetseite aufgerufen haben? Oder einen Hinweis auf einen Übergriff gegen einen Geistlichen an die EMail-Adresse redaktion@kreuz.net gesendet haben? Oder gar ein unkatholisches Ränkelspiel des Wiener Kardinals erwähnt haben? Das muß man doch untersuchen – am besten vor Ort! Und so kam es, daß sie kamen: die Damen (?) und Herren der Sicherheit – der Staatssicherheit und der Terrorismusbekämpfung.

    „Terror“ der Glaubenstreue braucht Terrorismusbekämpfung

    Eigenständige, „unbelehrbare“ Katholiken sind doch eine stete Gefahr für die Grundwerte einer „aufgeklärten“ Gesellschaft: für die Abtreibung und die Homo-Unzucht! Ungeschickterweise neigen redliche Katholiken nicht zu kriminellen Taten, nicht einmal für die „üblichen“ Kleinkriminalität sind sie zu gebrauchen. – Fehlanzeige, kein Ansatzpunkt!

    Doch da hilft – der Verhetzungsparagraph

    Der sollte eigentlich die Kirche und ihre Gläubigen schützen. Leistet es aber nicht. Stichworte: Meinungsfreiheit, Freiheit der Kunst etc.

    Vielleicht hilft er dann – gegen die Kirche und ihre Gläubigen?

    Und hier „greift“ er tatsächlich: Den beiden Geistlichen würde vorgeworfen, „Falsches“ geäußert zu haben: sie hätten „möglicherweise“ „rechtsradikale“, „schwulenfeindliche“ und angeblich „judenfeindliche“ Beiträge verfaßt. Auch wenn es nicht stimmt. Bei den Totschlagsvorwürfen „Rechtsradikalität“, „Schwulenfeindlichkeit“ oder gar „Judenfeindlichkeit“ muß der unbetroffene, „selbstbestimmte“ Welt-Bürger doch akzeptieren, daß die Staatssicherheit ein wenig „schnüffeln“ kommt. Ein wenig nur.
    Damit dann die zu schützende Meinungsfreiheit wieder hergestellt ist: die Freiheit von katholischen Meinungen.

    Des Pudels Kern

    Daß der Journalismus ein Abschreibe- und Hinzuerfindungsapparat ist, ist hinlänglich bekannt. Das treibt auch Blüten wie beim „Kölner Stadtanzeiger“, der am 11. August 2013 titelt: „Rechner von kreuz.net beschlagnahmt“. Üblicherweise „sieht man“ sich bei einem derartigen Ideenreichtum vor Gericht wieder. Die Vorgehensweise (nicht nur der Medien) ist offensichtlich: durch eine Verknüpfung von in der Gesellschaft abgelehnten Begriffen mit dem guten Namen von Personen oder Internetplattformen soll letzteren beiden der Ruf zerstört werden.
    Das funktioniert in der Regel auch ganz gut. Als „Nebeneffekt“ konnte man das private und wirtschaftliche Umfeld der Betroffenen durchschnüffeln. Und derartige Aktionen haben auch einen Belehrungseffekt – für die anderen Katholiken: Vertretet keine katholischen Positionen (zumindest nicht auf Dauer), sonst kommen wir „zu Besuch“. Im Dienste der Staatssicherheit, natürlich

    http://www.kreuz-net.at/index.php?id=256

    • Kapuzerer (kein Partner)
      13. August 2013 11:03

      Kennt hier jemand www.diestandard.at ?
      Was die verzapfen ist Verhetzung. Da wird gegen alles was anständig ist geschrieben und gewettert und Stimmen der Vernunft die da was richtigstellen wollen werden eliminiert! Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird von den dortigen ZeitungsfritzInnen nach deren Belieben beschnitten!
      Darum sollte sich der Verfassungsschutz einmal kümmern!

    • F.V. (kein Partner)
      13. August 2013 12:18

      Sg. ProConsul,

      es ist gut, daß Sie diesen Vorfall aufgegriffen haben und in so brillanter Weise die heutige Perversion in unserem längst zum Unrechtsstaat mutierten Gemeinwesen an den Pranger stellten.

      Es ist einfach unentschuldbar, wenn eine sich bürgerlich und sich christlich etikettierende Partei hier nicht einschreitet. Besonders toll finde ich dabei, daß Vorarlberg in geradezu bigotter Art "katholisch" ist, einen schwarzen Landeshauptmann hat, wie auch das Innenministerium von einer Dame geleitet wird, die von Prölls Gnaden diesen Posten bekleidet.

      Und diese Bagage unternimmt keine Notbremsung, wenn hier der offensichtlich linxlinke - als "Verfassungsschutz" getarnte - Staatsterror auftritt?

      Das ganze Getöse hat ja. wie Sie auch richtig erkannt haben, vor allem den Zweck all jenen Bürgern, Nachbarn, etc. die Rute ins Fenster zu stellen, sollten sie ähnliche Meinungen wie diese Priester vertreten. Und bei der allgemeinen Feigheit - nur nicht anstreifen - wirkt dies bestens.

    • Torres (kein Partner)
      13. August 2013 13:20

      Solange sich die (katholische) Kirche nicht verbindlich verpflichtet, ungewollte Kinder bis zur Volljährigkeit voll zu übernehmen oder zumindest alle daraus erwachsenen finanziellen Lasten zu tragen, hat sie keinerlei Recht, die sogenannte "Tötung ungeborenen Lebens" zu verurteilen. Das ist nämlich sehr leicht, wenn es einen selbst nicht betrifft.

    • F.V. (kein Partner)
      13. August 2013 14:16

      Torres,

      manchmal hat man den Eindruck, als beteiligten Sie sich auch am Wettbewerb wer die dümmsten Aussagen macht.

    • Undine
      13. August 2013 15:08

      @ProConsul

      Dieser Kommentar verdient einen Sternenregen!*****************+!

    • ProConsul
      13. August 2013 20:58

      Kapuzerer
      ich kenne diestandard.at, es ist eine widerliche Seite, aber schauen sie sich mal an wem die Seite gehört!

      Hier ein Posting von dieser Seite, - bei einem Abtreibungsartikel. Der User 'Allmächtiger Satan' schreibt:

      "Gebetswellen schickt man am besten thermonukleare Kompensationswellen entgegen. Danach stellt man die Schatten der Religiösen als Mahnmal auf, damit nie wieder so ein Unfug durch die Welt geistert."

      Das erinnert an den jakobinische Mob, diese Leute würden sehr weit gehen, wenn sie nur könnten!

      F.V.

      dem Torres haben Sie schon richtig geantwortet.

    • Torres (kein Partner)
      14. August 2013 10:38

      @F.V.
      Den ersten Preis kann und will ich Ihnen ja da wirklich nicht streitig machen, vor allem ihre sachlichen Argumente sind wirklich unwiderlegbar.

    • F.V. (kein Partner)
      14. August 2013 20:13

      Torres,

      ich weiß, das ist auch der Grund, warum manche so ausrasten. Den richtigen Schwätzern sind Argumente und Quellen immer schon ein Ärgernis gewesen, aber heute hilft hier zuverlässig die Faschismus-Keule.

      Da Sie aber doch oft Vernünftiges schreiben, war die Kritik an Ihrem polemischen Unsinn halt unvermeidlich. Aber das haben Sie doch schon vorher gewußt.

  19. kakadu
    12. August 2013 12:01

    Wobei die "hineingebutterten" Millionen von den Eigentümern der ALPINE schlau gerettet wurden:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1421717/AlpinePleite_Mutterkonzern-sichert-sich-Alpine-Energie

    Was wiederum bestätigt, daß die wirklich Reichen eben rechtzeitig disponieren und bei dieser künstlich erzeugten (IL-)Liquidität einmal mehr nur die Mittelschicht sowie der kleine Sparer auf der Strecke bleiben.

    • dssm
      12. August 2013 15:25

      Die Haupttäter sitzen an folgender Adresse:
      Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien.
      Dort hat die FMA ihren Sitz, jene Behörde, welche einem absolut bankrotten Unternehmen die Ausgabe einer Anleihe gestattet hat!
      Ein Signal an alle anderen Marktteilnehmer, dass wohl alles in Ordnung sei.

      Ob die FMA nun zu faul zum Prüfen war oder ob die Damen und Herrn Akademiker zu dumm waren einen Geschäftsbericht zu lesen oder ob hier (parteipolitische) Absicht dahinter steckt bleibt vorläufig ein Rätsel.
      Seltsam, aber ich bin bisher der Einzige welcher auf diesen Missstand hinweist!
      Womit es eine zweite Frage gibt, sind alle Journalisten völlig blind, völlig verblödet oder bösartig? (Mehrfachnennung möglich)

    • F.V. (kein Partner)
      13. August 2013 12:56

      dssm,

      Sie kennen das vielleicht schon; insofern ist Ihre Frage wohl eine rhetorisches?

      Wer besitzt und kontrolliert die großen Medien?

      Rockefeller/Zionisten-Günstlinge könnten es heute nicht besser sagen. Vor Jahren, 1953, sagte der frühere Chef vom Dienst der New York Times, John Swinton, als er gebeten wurde einen Toast auf die unabhängige Presse vor dem New Yorker Presse Club auszubringen (Das Folgende ist Teil seines Toasts):

      „Es gibt nichts dergleichen, wie eine freie Presse in Amerika in diesem Augenblick der Weltgeschichte. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt keinen unter ihnen, der es wagen würde seine ehrliche Meinung zu schreiben, und falls sie es täten, wissen sie im voraus, daß sie niemals gedruckt erscheinen würde.

      Ich werde wöchentlich dafür bezahlt meine ehrliche Meinung aus dem Blatt herauszuhalten. Andere unter ihnen bekommen ein ähnliches Gehalt für ähnliche Dinge, und falls einer unter ihnen so verrückt wäre seine ehrliche Überzeugung zu schrieben, würde er auf der Straße stehen und sich einen neuen Job suchen müssen. Falls ich es zulassen würde, daß meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe dieser Zeitung erschiene, würde ich meine Beschäftigung innerhalb von 24 Stunden verloren haben. Und es ist durchaus möglich, daß ich es nicht überleben würde.
      Es ist das Geschäft der Journalisten die Wahrheit zu zerstören; dreist zu lügen, die Dinge zu verdrehen, zu verleumden, zu Füßen des Mammons zu kriechen und das Land zu und seine Rasse verkaufen - um sein tägliches Brot. Sie wissen es und ich weiß es. Wäre es nicht eine Narretei, auf eine unabhängige Presse zu trinken? Wir sind Werkzeuge und Vasallen der Reichen hinter der Bühne. Wir sind hüpfende Stiefelknechte, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Chancen und unser Leben sind alles das Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte, Huren. Nicht mehr.“

      (Zit nach: Labor's Untold Story, von Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, veröffentlicht von United Electrical, Radio & Machine Workers of America, NY, 1955/1979.)

  20. Undine
    12. August 2013 11:01

    A.U. schreibt:

    "Wenn man statt Inflation Liquidität sagt...."

    Die überhandnehmende "inflationäre" Anwendung von "verharmlosenden" Fremdwörtern, bzw. Neologismen für "unangenehme" Dinge in Täuschungsabsicht erinnern mich immer wieder an manch seltsame Wortgebilde in der ehem. DDR (und nicht nur diese Täuschungsmanöver zeigen uns, daß das Modell DDR Schritt für Schritt kopiert wird!)!
    Der Unterschied zur DDR und ihren Wortschöpfungen ist der (Galgen)-Humor; die heute rigoros verordnete Political Correctness unserer Zeit hingegen ist geprägt von lächerlichem, tierischem Ernst und von Dummheit. Die unten angeführten DDR-Wortkreationen wurden meines Wissens nach nicht von oben verordnet, sondern gingen vom Volk aus:

    Blaue Fliesen – Geld aus Westdeutschland

    Erdmöbel – Sarg

    geflügelte Jahresendfigur – Weihnachtsengel*
    Jahresendflügelfigur – Weihnachtsengel

    Bückware – sehr seltene oder illegale Ware, die man nur erhielt, wenn sich jemand unter den Ladentisch bückte

    Schokoladenhohlkörper – Schokoladenweihnachtsmann*/Osterhase

    Tal der Ahnungslosen – Raum Dresden (dort konnte man westdeutsche Fernsehsender nicht empfangen)

    *Die Jahresendflügelfigur hieß so, weil …
    1. religiöse Begriffe in der früheren DDR tabu waren.
    2. es den Begriff Engel im Ostdeutschen nicht gab.

    • terbuan
      12. August 2013 11:51

      @Undine

      Als Ergänzung noch ein paar köstliche DDR Wortschöpfungen:

      Broiler - Brathuhn
      Edescho - (Erichs-Devisen-Schoner) Ersatzkaffee
      Grilletta - Hamburger
      Krusta - Pizza
      Dispatcher - Organisator, Koordinator etc.
      Erich's Lampenladen - Palast der Republik
      Ochsenkopfantenne - zum Empfang von Westfernsehen (ein Berg im Fichtelgebirge)
      Tal der Ahnungslosen - Raum Dresden, wo man kein West-TV sehen konnte.

      Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen :-)

    • terbuan
      12. August 2013 12:07

      Verzeihung Undine, das Tal der Ahnungslosen war schon erwähnt!

    • Undine
      12. August 2013 19:17

      @terbuan

      Macht nix; wir schöpften aus derselben Quelle! ;-)

  21. brechstange
    12. August 2013 10:45

    Die größten Inflationsbefürworter sind die Sozialdemokraten, schaffen sie damit jene Strukturen, die sie leicht beherrschen können. Große Strukturen und Kombinate.
    Die konservativen Büttel ebnen den Weg, manche aus eigenem Vorteil, andere aus Dummheit.

  22. Josef Maierhofer
    12. August 2013 10:20

    Eine Gesellschaft ist faul und 'behindert', wenn sie die Wahrheit nicht direkt ansprechen kann.

    Die Politik ist inzwischen ausgeartet zu einer Tarnung der 'Liquiditätsverbrechen' die sie an dem Volk begeht und damit, in Einheit mit den gleichgeschalteten Medien, zu einer Lügner- und Betrugspartie degeneriert.

    Die 'Liquiditätsspirale' dreht sich immer schneller, die Beträge werden immer höher und bald kommt der Kollaps, den erwarte ich nun wirklich bald, es kann nicht mehr 5 Jahre dauern, bis wir am Ende sind, ausgebeutet und arm gemacht von unserer Politik, die wir gewählt haben und von der wir uns blöd machen haben lassen, und die uns vom geraden Weg abgebracht hat.

    Verstehen wird das vor der Wahl niemand, es geht uns ja 'soooo gut' wie noch nie davor, so die Propagandalüge. In Wahrheit ging es uns noch nie so schlecht, wie es jetzt der Realität entspricht, nicht einmal nach den 2. Weltkrieg hatten wir so viele Schulden pro Einwohner, wie es heute ist.

    Im September hat die Koalition 'gute Chancen auf eine Mehrheit' laut Kronenzeitung. Na, dann muss es ja stimmen ... Ich hoffe sehr, es stimmt nicht und die Vernünftigen sind mehr geworden.

  23. mike1
    12. August 2013 09:52

    http://www.orf.at/#/stories/2194387/

    das wär doch was für den faymann,da hätte er sicher schon übung und könnte den leuten den unterschied zwischen inflation und liquidität erklären !

  24. terbuan
    12. August 2013 09:29

    Wenn der Säufer trocken ist dann braucht er Liquidität, mit der Zeit giert er nach immer mehr, das Ende ist abzusehen...
    Von der "Liquidität" zur "Illiquidität, von der Inflation zum Kollaps, der Weg ist vorgezeichnet, da hilft kein Schönreden mehr!

  25. dssm
    12. August 2013 07:44

    Das Gelddrucken läuft nun schon zu lange und zwar weltweit. Wer dies erst jetzt bemerkt ist ohnehin zu spät dran, er kann maximal noch kleine Teile seines erarbeiteten Wohlstandes retten, zu tief sitzt der Stachel im Fleisch.
    Denn Inflation ist ja nur eine Krankheit, das Investmentbanking ist die schwerere und vor allem nicht so leicht heilbare!

    Das billige und massenweise vorhandene Geld wurde in M/A sowie LBO, zu gut deutsch Firmenfusionen und gehebelte Firmenkäufe, hineingesteckt. So gut wie jede grosse Firma und weite Teile des Mittelstandes haben daher gigantische Schulden ohne auch nur einen Cent in Maschinen, Ausbildung oder Forschung gesteckt zu haben. Ganz im Gegenteil, für diese den Wohlstand fördernden Teile des Wirtschaftens fehlt jetzt schlichtweg das Geld. Jede Zinsänderung nach oben radiert ganze Branchen aus.

    Wir haben eine ganze Generation von MBA's welche diesen offensichtlichen Schwachsinn eingebläut bekommen haben, die sitzen jetzt in der Geschäftsführung und, gleich den Politikern, machen immer weiter und weiter da ja das persönliche Einkommen an diesen aufgeblähten Schulden hängt. Schuldsklaven ist wohl der passende Ausdruck oder soll man sagen von 'falsch geflossener Liquidität stark eingeschränkte Menschen'?

    • Pumuckl
      12. August 2013 09:17

      @ dssm 07:44

      " Wir haben eine ganze Generation von MBA's welche diesen Schwachsinn eingebläut bekommen haben, die sitzen jetzt in der Geschäftsführung und . . ."

      Mit diesem Satz haben Sie einmal mehr den Nagel auf dem Kopf getroffen!

      Und mit dem roten Herrn Professor Nowotny sitzt ein Hohepriester dieses Schwachsinns an den Schalthebeln der Nationalbank und liefert bei Bedarf beschwichtigende hohle Sprechblasen an die Bildschirme.

      Zoombiartig unterwerfen sich diese Eliten den latenten Gestzen dieses Systems.

    • brechstange
      12. August 2013 10:04

      Für den letzten Satz **************!

    • simplicissimus
      12. August 2013 11:00

      Ein interessantes thema, dssm.
      Ich war und bin selber in bescheidenen bis gemaessigten Rahmen in Mergers and Acquisitions involviert, lehne dabei ueberzogene Bewertungen grundsaetzlich und ziemlich entschieden ab. Ueberbewertungen von Firmenanteilen sind eines der Uebel, die zu Blasenbildungen fuehren.
      Leider fuehren die gebraeuchlichen Bewertungsmethoden automatisch zu fuer meinen Geschmack viel zu hohen Bewertungen.
      Total ueberschuldete Firmen werden mehr und mehr zu 1.- Euro auf den Markt kommen, wenn sie nicht zuvor pleite gehen.

      Das eroeffnet Gedanken ueber Entschuldungstechniken bis hin zu unseren ueberschuldeten Staaten. Ohne, dass ich diese moralisch befuerworten wuerde.
      Aber es liegt auf der Hand, dass als Alternative zur Notenbankpresse eine radikale Entschuldung diskutiert wird. Bzw koennten neue Regierungen/Regime in Pleitestaaten Schulden einfach aberkennen.
      Wie sieht das Netz der Glaeubiger aus? Inwieweit sind gegenseitige Schuldennachlaesse von Staaten mit/ohne Beruceksichtigung privater Schulden denkbar? Wer hat da den Ueberblick?

    • dssm
      12. August 2013 15:18

      @simplicissimus
      Das Thema ist wirklich heiß! Einerseits ist jede Schuld an anderer Stelle ein Guthaben, also ein Nullsummenspiel.
      Andererseits, ein Schuldennachlass wäre wie die Eroberung durch das Schwert. Die Eroberer bekommen einfach wesentliche Teile des Volksvermögens ‚geschenkt’, diejenigen welche das erarbeitet haben und bisher daher auch besessen haben, werden enteignet.
      Im heutigen Fall würden dubiose Investmentbanken und Hedgefonds utopische Profite einfahren, die kleinen Sparer, insbesondere jene (Deppen!) welche Lebensversicherungen haben, würden alles verlieren. Anstatt einer eigentümergeführten Wirtschaft hätten wir erst recht MBA’s in Managementposten und damit all die überzogenen Gehälter und Bonuse.

      Alternativ könnte man die Schulden direkt in Anteilsscheine umwandeln. Womit aber das Problem der fehlenden natürlichen Personen als Eigentümer wieder auftritt.
      Gleichzeitig ist der Quotient von Verschuldung zu Gewinn je Schuldner sehr verschieden, es gibt sogar Betriebe welche selbst ohne Schulden nie mehr auf die Beine kommen werden, man müsste die Anteilsscheine also breiter streuen; und damit das Problem der mangelnden Privateigentümer verschärfen (die MBA’s würd’s freuen).

      Richtig kompliziert und daher für den völlig ungebildet gehaltenen Bürger undurchschaubar wäre die meiner Meinung nach beste Lösung: Zuerst die Spareinlagen und Versicherungsansprüche auflösen, eine Gesamtsumme je Sparer bilden und ‚Anspruchsscheine’ ausgeben. Diese können dann in Auktionen gegen beliebiges verschuldetes Firmenvermögen eingelöst werden, womit die Firmen neue Eigentümer haben und die Schulden verlieren.
      Das Ergebnis wird wohl eher an die russischen Oligarchen erinnern, oder?

      Wie schon mehrfach festgestellt, es fehlt leider jegliche Literatur zur Auflösung eines (Geld-)Sozialismus.

    • simplicissimus
      12. August 2013 16:19

      dssm, es fehlt Erfahrung zur Aufloesung des Schuldensozialismus, daher ist es die Diskussion wert.
      Auf privatwirtschaftlicher Ebene hoert sich (Zwangs)Umwandlung von Schulden in Eigentum prinzipiell interessant an, wie auch immer man das im Detail gestalten mag. Fuer den Fall des Zusammenbruchs und zur Vermeidung groesserer Folgeschaeden natuerlich.
      Wie koennte das auf staatlicher Ebene aussehen? Die Staaten rechnen die Schulden gegenseitig auf? Was passiert dann mit den privaten Krediten an Staaten bzw Forderungsueberhaenge zB zugunsten Deutschlands? Auch Umwandlung von Staatseigentum in privates auslaendisches Eigentum, soweit vorhanden? Waere vielleicht eine Loesung, besser als Staatsbankrotte oder Megainflation, wuerde aber auch heftige Konflikte ausloesen.
      Betriebe, oder auch Staaten, die nach Abzug des Zinsendienstes und Tilgung noch immer nicht ueberlebensfaehig waeren bzw die ueber nicht ausreichend Anlagevermoegen zur Abdeckung der Aussenstaende verfuegen, sollten jedenfalls automatisch in Konkurs gehen.
      Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende (Megainflation)?

    • dssm
      12. August 2013 19:37

      @simplicissimus
      Inflation kann das Problem nicht lösen!
      Unser Problem ist ja gerade das viele Geld, nicht sein Mangel. Anders als in den zwanziger Jahren kommen die Schulden nicht durch kriegsbedingte Anstrengungen. Sobald das sinnlose Kriegführen vorbei war, konnte man ja langsam in eine normale Friedenswirtschaft überleiten; womit nach Demobilisierung und dem stellenweisen Wiederaufbau keine strukturellen Defizite da waren (Ausnahme sind natürlich die Verlierer wegen der 'Reparationen').

      Würde also die Notenbank noch mehr Geld drucken und es vielleicht per Hubschrauber abwerfen, dann wäre nichts gewonnen, denn die Anzahl der kaufbaren Waren und Leistungen wäre ja immer noch gleich. Sofort würden irgend welche Preise steigen, womit zwar mehr Geld pro Bürger da ist, aber die Kaufkraft dazu gesunken ist. 'Gewinner' wären diejenigen, welche zufällig an jener Stelle wohnen, wo der Hubschrauber seine Tätigkeit beginnt – im realen Leben also die Beamten, womit sich diese Gruppe Stück für Stück zum Hassobjekt verwandelt hat.

      Geben die Notenbanken das Geld weiter dem Staat und den Grossbanken dann werden sinnlose Investments gemacht, z.B. Tunnels gebaut, welche nie ausgelastet sein werden oder neue sündteure Apparate für die Krankenhäuser angeschafft, aber Jahr für Jahr unglaubliche Erhaltungsaufwände nach sich ziehen. Womit die strukturellen Defizite weiter wachsen und wachsen und wachsen. Der 'Vorteil' dieser Methode ist eher das 'wo' die Preise steigen, nämlich an den Börsen und bei sonstigen Investments der obersten Einkommensklasse, womit aber die kleinen Sparer defacto enteignet werden.

    • simplicissimus
      13. August 2013 06:08

      dssm, das habe ich gemeint: Besser ein Schrecken mit Ende (= Konkurs bzw. parallel Umwandlung von Schulden in Eigenkapital überlebenswerter Organisationen) als Megainflation (=Schrecken ohne End).
      Danke für die Diskussion.

    • dssm
      13. August 2013 08:11

      @simplicissimus
      Danke ebenfalls!

    • terbuan
      13. August 2013 21:47

      dssm & simplicissimus
      Danke für Eure niveauvolle Diskussion!

  26. aw70
    12. August 2013 07:39

    Das Lustige an der derzeitigen Situation ist, dass wir - zumindest was die Medien angeht - in einer Art "DDR 2.0 auf semi-freiwilliger Basis" leben. Die Qualität der Berichterstattung in unseren Leitmedien ist in einigen wesentlichen Fragen kaum mehr von dem Abfall, den die damaligen Systemmedien produziert haben, zu unterscheiden. Das Skurrile daran ist, dass bei uns keine Stasi und keine SED dahinterstehen. Die lieben Journalisten machen das alle mehr oder weniger freiwillig.

    Ich glaube auch nicht, dass es irgendwo eine geheime Gruppe gibt, die da im österreichischen bzw. europäischen Medienwesen die Fäden zieht und die Berichterstattung auf "Systemlinie" bringt - z.B. "die Freimaurer", "die Rotarier", als zeitloser Klassiker "die (Finanz-)Juden" oder wer sonst unter Freunden von Verschwörungstheorien u.ä. derzeit als ultimativ böse Ethnie bzw. Geheimgesellschaft angesagt ist. Nein, das passiert durch freiwillige Selbstzensur, einem fast völligen Mangel an Rückgrat und professioneller Ethik seitens der breiten Masse der Journalisten, und einer kollektiven Verblödung in der Gesellschaft, die in der Geschichte ihresgleichen sucht.

    Irgendwie ist das alles wesentlich beängstigender, als wenn eine Stasi und/oder eine Geheimgesellschaft dahinterstünde.

    Es kann mir übrigens keiner einreden, dass den Journalisten, die täglich die Mär von der niedrigen amtlichen Inflationsrate nachbeten, nicht klar ist, dass sie da eine Jubelmeldung frisch aus dem ZK verbreiten. Oder dass Journalisten, denen - wenn überhaupt - zu den mittlerweile völlig irren Immobilienpreisen nur verhaltene Kommentare wie "leicht überhitztes Marktumfeld" o.ä. einfallen, nicht wissen, dass das, was sie da absondern, journalistische Gülle vom Feinsten ist. Mit der sie sich ironischerweise teilweise sogar in der DDR lächerlich gemacht hätten. Sudel-Ede lässt grüßen. Aber was tut man in Zeiten wie heute nicht, um nicht seinen Job zu verlieren? Angepasste Feiglinge, die ganze Bande.

    Und zur wirtschaftlichen Situation an sich: wie AU ja schreibt, ist das, was wir im Moment erleben, als logische und zwangsläufige Folge des Gelddruckens eine sehr starke Inflation, die aber interessanterweise derzeit noch hoch selektiv ist. Manche Güter werden davon extrem stark betroffen, manche (noch) (fast) gar nicht. Derlei gab es, wenn ich mich nicht täusche, in der vorliegenden Intensität in der Geschichte noch kaum. Stabil ist so ein Zustand nicht, und was dann kommt, ist sehr schwer vorherzusagen. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind sehr anders als in allen anderen bisherigen Fällen von (Hyper-)Inflation, was Vorhersagen anhand historischer Analogien (die ohnehin immer problematisch sind) praktisch unmöglich macht.

    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sich diese selektive Situation auf Dauer aufrecht erhalten lässt. Am ehesten dürfte uns das blühen, was die Japaner seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten erleben - ein langsam weiter schmorender Meltdown von Wirtschaft und Gesellschaft. Was auch keine schönen Aussichten sind, aber wenigstens nicht in einer direkten Katastrophe, Umsturz und Anarchie mündet. Aber wir werden es ohnehin recht bald merken, wohin die Reise geht. Spätestens nach den Wahlen im Herbst ist Schluss mit so weiter tun wie bisher. Dann müssen auch die Taxler und Spindis dieser Welt wieder der Realität ins Auge sehen.

    • brechstange
      12. August 2013 10:08

      Wenn die Rotarier auf sich was halten, dann müssten sie jetzt in Bayern in ihren Reihen ausmisten, nämlich die Rolle von Rotariern im Fall Gustl Mollath zu betrachten und Konsequenzen zu ziehen. Zuviele nutzen in Serviceclubs inzwischen nur eigene Vorteile, nutzen Clubs um Außenstehend auszubooten. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern die Entwicklung von ursprünglich altruistisch geplanten Organisationen, die in ihrer Sattheit degenerieren.

    • schreyvogel
      12. August 2013 10:31

      Danke, aw70, das ist der beste Kommentar zur wirtschaftlichen Lage seit langem!

      Eine "japanische" Konsequenz, also eine starke Deflation, ist das, was die illustren Politikmacher (Zentralbanken, IWF, Regierungen, "Weise" usw.) am meisten fürchten. Daher fordern sie ein Mindestinflation von 2,5%, alles darunter gilt bereits als "deflationär".

      Die Zentralbanken definierten demgemäß ihre Aufgaben und Ziele um, von bisher "Erhaltung der Geldwertstabilität" auf neu "Förderung des Wirtschaftswachstums" durch unbegrenzte Kreditausweitung zu fast null Prozent Zinsen.

      Dem Konsumenten allerdings bringen diese Kreditausweitungen wenig, für ihn sind und bleiben sie doch nur Schulden, die er zurückzahlen muss. D.h. die Nachfrage nach Konsumgütern steigt dadurch nicht. Es werden lediglich die Spekulationen angeheizt, mit Immobilien, Gold, gewissen Fonds etc. etc. Es bilden sich nur Blasen, die später platzen.

      Was wirklich kommen wird, ein Meltdown wie Sie schreiben, oder eine große Arbeitslosigkeit mit Verteilungskämpfen, Umsturz und Anarchie, wer weiß das wirklich?

    • Patriot
      12. August 2013 10:35

      @aw70
      ****************

      Güter die angeblich nicht von der Inflation betroffen sind, wären unter normalen Umständen Dank Globalisierung und technischer Fortschritte günstiger geworden. Die Inflation verschont kein einziges Produkt.

    • A.K.
      12. August 2013 16:32

      Für (Zitat) : "...das passiert durch freiwillige Selbstzensur, einem fast völligen Mangel an Rückgrat und professioneller Ethik seitens der breiten Masse der Journalisten, und einer kollektiven Verblödung in der Gesellschaft, die in der Geschichte ihresgleichen sucht.":
      ***********************************************************

    • Undine
      12. August 2013 21:54

      @Brechstange

      Für einen Gynäkologen vor etwa 35 Jahren, der sich nur widerstrebend dem Rotary-Club anschloß (die hartnäckigen "Werber" wußten schon, daß ein Arzt im Club von Nutzen ist!) und sich nach geraumer Zeit "abmeldete"---zur großen Verwunderung aller Mitglieder, denn so einen Fall gab es noch nie (es ist ja eine Ehre, eingeladen und aufgenommen zu werden!)---sah die Mitgliedschaft in diesem illustren Kreise so aus:

      Die Ehefrauen der Herren Rotarier gaben ihm die Ehre, seine Patientinnen zu sein, d.h., sie setzten natürlich voraus---in einer Kassenpraxis!---einen Sondertermin, natürlich ohne Wartezeit, dafür aber alle Zeit der Welt in der Sprechstunde zu bekommen. Natürlich kamen sie nicht als zahlende Privatpatientinnen, sondern drückten ihm huldvoll den Krankenschein in die Hand.
      Natürlich erwarteten diese Damen, daß sie der Herr Doktor im Sanatorium, in dem es nur Privatpatienten gibt, selbstverständlich ihr Kind gratis zur Welt brachte oder, falls nötig, sie gratis operierte.
      Der Gynäkologe war heilfroh, als er die ehrenvolle Mitgliedschaft beendet hatte. Er hatte nicht, wie die meisten anderen, eine Ware zu verkaufen, sondern nur sein Wissen und Können und ein Höchstmaß an Berufsethos---und davon wurde ausgiebigst Gebrauch gemacht---zulasten des Arztes.
      Soviel zu den Rotariern aus der Erfahrung eines Gynäkologen.

  27. Observer
    12. August 2013 07:25

    Schönreden war schon immer beliebt, so werden z.B. straßenseitige (= laute) Wohnungen in der Immobilienbranche gerne als "mit guter Verkehrsanbindung" angepriesen. In Wahlkampfzeiten werden viele negative Erscheinungen mit positiven Attributen ausgezeichnet bzw. in Relation zu noch Schlechterem gesetzt. Machthaber (nationale und EG-Regierung) sind da wahre Meister im Schönfärben, aber dazu gehören immer auch Dummköpfe, die dies alles nicht durchschauen und darauf reinfallen.

    So ist es auch mit der (nun auch von den USA an Europa empfohlenen) "kontrollierten Inflation", wo man durch Vermehrung des Geldes höhere Preise und damit niedrigwertigere reale Tilgungen und Zinsen erreichen will. Das mit dem vermehrten Gelddrucken muss dabei gar nicht stattfinden, denn es genügt, wenn mehr "Buchgeld" von den Notenbanken vergeben wird. Vor allem will man damit nur die angehäuften enormen Staatschulden leichter zurückzahlen, denn der Staat bekommt damit durch vermehrten Konsum sowie Progression der Einkommenssteuer wesentlich mehr Steuern, auch wenn diese etwas "weniger Wert" sind. Genau genommen werden nur kurzfristig posivie Effekte erzielt, etwas später ist alles noch viel schlimmer - aber da sind die Entscheidungsträger ohnehin nicht mehr am Ruder.

    Leidtragend sind die braven Sparer (es liegen Milliarden an Ersparten auf sehr niedrig verzinssten Büchern, deren Wert wie das Eis laufend "zerinnt"), die Wertpapierbesitzer, aber auch Eigentümer von Immobilien, Schmuck, Edelmetallen usw., da durch das plötzliche Überangebot deren Wiederverkaufswert ebenfalls sinkt. Und nun umschreiben diese Vollidioten diese Maßnahmen nun mit "Schaffung von Liquidität".

    Ich frage mich schon immer: Warum werden Kredite nicht "wertgesichert" vergeben? Damit würde die Überlegung der Politiker wegfallen, dass das geborgte Geld später einmal leichter zurückgezahlt werden kann.

  28. Cotopaxi
    12. August 2013 07:03

    Es hat sich in den Medien auch immer mehr eingebürgert zu sagen, dass ein "Tier isst". Vermutlich ist "fressen" für Tiere zu abwertend bzw. diskriminierend.

    • Florin
      12. August 2013 08:58

      Euphemistische Wortbldungen gibt es ärgerlicherweise jüngst en masse: bildungsfern und abwickeln.. „MEM“ für „Mobile Ethnische Minderheit“ ist auch entzückend. :(

    • Undine
      12. August 2013 09:35

      @Cotopaxi

      Im Vergleich mit manchen Menschen haben sämtliche Tierarten ein "gesitteteres Eßverhalten"! ;-)

      @Florin

      Meinen Sie etwa gar mit der "Mobilen Ethnischen Minderheit" die ROTATIONS-EUROPÄER---oder sind die auch schon wieder überholt? ;-)

    • schreyvogel
      12. August 2013 10:40

      "Ehe-Aus" für Scheidung.
      Bald kommt "Fötus-Aus" für Abtreibung.

  29. RR Prof. Reinhard Horner
    12. August 2013 03:12

    reinhard.horner@chello.at

    "Krüppel" müssten wir vermutlich nicht unbedingt beibehalten!





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