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Parteifreunde unter sich: Die Sendung zum Abschalten

Die Deutschen haben es gut: Sie haben eine Wahl. Da treten zwei unterschiedliche Kanzlerkandidaten mit zwei jeweils ganz unterschiedlichen Koalitionspartnern vor die Wähler, die sich absolut nichts schenken und von denen zumindest einer jeden Unterschied zur anderen herausarbeitet. In Österreich hingegen stellt eine Einheitspartei beide Kanzlerkandidaten, die schon lange vor dem Wahltag mit jeder Körperfaser klarmachen: Wir werden im gemeinsamen Ehebett bleiben. Sie zeigen nicht einmal den Hauch eines Interesses an einem Seitensprung. Sie planen gewissermaßen schon die gemeinsamen Urlaube für die nächsten Jahre voraus. Gute Reise!

Das ist zwar zweifellos für eine Ehe gut. Aber für dieses Land ist eine Katastrophe. Dieses ernüchternde Bild wurde zwar schon in den letzten Monaten und Wochen zunehmend klarer – aber dass es so handgreiflich deutlich werden würde wie beim ersten Fernsehduell der beiden, habe zumindest ich nicht einmal in meinen ärgsten Albträumen befürchtet.

Da standen zwei Freunde vor den Kameras, die sich nicht nur höflich, sondern geradezu lieb und rücksichtsvoll behandelten: Sie taten sich schwer, zumindest hie und da irgendwelche Nuancen an Differenzen herauszuarbeiten. Sie reden sich auch öffentlich mit dem kumpanenhaften "du" an (was zwar in der Politik fast alle tun, was aber zumindest bei Fernsehdiskussionen zwischen Profis gerne durch die Distanz des „Sie“ ersetzt wird). Sie erzählten ständig stolz, was sie denn nicht alles „gemeinsam beschlossen“ haben und noch gemeinsam alles tun werden.

Kurz: Man wähnte sich bei einem der besonders langweiligen Ministerräte der letzten Jahre und nicht bei einem „Duell“.

Jeder Wähler muss sich gefrotzelt vorkommen, der bisher vielleicht geglaubt hat, es hänge noch von seiner Entscheidung ab, wie die nächste Regierung aussieht. Dabei ist alles schon längst ausgemacht: Es wird alles so weitergehen. Dass der nachher amtierende Meinungsforscher von einem „Werner Spindelegger“ sprach, war eine mehr signifikante Fehlleistung. In der Tat: Wer hätte da einen Unterschied merken sollen?

Die Liebe ging sogar soweit, dass Spindelegger bei Faymann eine Zusage zu der von ihm vorgeschlagenen Gebührenbremse gehört haben wollte. Faymann hatte in seinem Wortgeschwurbel jedoch nie eine solche Zusage gegeben (das hätte ja den Bestechungsfonds der Gemeinde Wien auf Kosten der Wasser-, Strom-, Gas-, Abwasser-Konsumenten reduziert). Aber Spindelegger lobte ihn dennoch sogar für eine nie gegebene Zusage! Wo die Liebe hinfällt . . .

Lediglich in der Körpersprache war ein Unterschied zu merken: Spindelegger verließ immer wieder dynamisch sein Rednerpult und ging auf Fragesteller aus dem Publikum zu, während sich Faymann fast krampfhaft an seinem Pult festhielt, was wohl seine Kleinheit ein wenig verdecken sollte. Offenbar mit Erfolg. Denn Faymann lag bei der simultanen Telefon-Befragung doch meist vor seinem Konkurrenten.

Bitte melden, wer noch sonstige Unterschiede entdeckt hat. Bitte melden, wer da zwei unterschiedliche Konzepte für die Zukunft dieses Landes gehört haben will. Bitte melden, falls alles meine Schuld ist, weil ich an Stelle eines Kanzlerduells vielleicht einen falschen Kanal mit der Dauerwerbesendung „Parteifreunde unter sich“ gewählt habe.

PS: Der Sender bemühte sich zwar. Aber Kamerafahrten ins Nirwana, die Übernervosität der (wohl auch zu zahlreichen) Moderatoren, ein gelangweiltes Publikum und vertauschte Ergebnis-Inserts machten das Ganze auch von den Veranstaltern her nicht gerade zu einer echten Herausforderung an den ORF.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 06:37

    Mich erinnert dies alles an die früheren kommunistischen Ostblockstaaten. Dort waren politische Wahlen immer eine Farce. Man hatte zwar auch ein paar Alternativkandidaten aufgestellt, aber der Ausgang der Wahl stand schon vorher fest. Mich würde nicht wundern, wenn diesmal die Wahlbeteiligung so niedrig wie noch nie sein wird. Eine kleine Hoffnung habe ich noch, dass SPÖ und ÖVP zusammen doch keine 50% der Abgeordneten stellen werden und damit gezwungen sind, eine andere Koalition zu formen.
    Diese beiden hochnasigen Spitzenpolitiker müssen am 29.09. abgestraft werden. Das ist die Pflicht jedes demokratisch gesinnten Österreichers!

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 01:14

    Zum Glück habe ich für diesen Quatsch keine Zeit verschwendet. Hier wird dem Publikum lediglich eine miese Show geboten, eine politische.
    Warum auch sollte man sich derartiges "Kasperltheater" ansehen, wo doch die Ämter kurz vor der Wahl bereits unter den Grokonellen aufgeteilt werden.

    Ich bin mir so klar darüber wen ich wähle, daß ich weder die ORF Wahlkabine, noch substanzlose, gestellte Politikerdiskussionen über mich ergehen lassen muß. Parteien die einem ESM zugestimmt haben, also der bedingungslosen, finanziellen Unterwerfung, kommen nicht infrage.

  3. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 10:03

    Da haben also die Österreicher ein historisches Ereignis auf ihren Bildschirmen miterlebt:
    den ersten Wahlkampfauftritt der "Sozialistischen Einheitspartei Österreichs (SEÖ)"

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 18:51

    O.T. Drohender Angriff auf Syrien.

    Noch ist nichts wirklich bewiesen, aber die Systemmedien betreiben schon Vorverurteilung und schreiben den USA nach dem Mund. Die französische "Le Monde" ist natürlich voll dabei und lügt den Lesern vor:

    "Eine militärische Reaktion auf den verbrecherischen Einsatz chemischer Waffen in Syrien wäre eine deutliche Botschaft an alle diejenigen, die in Zukunft ähnliche Gräueltaten begehen möchten. Untätigkeit wäre gleichbedeutend mit einer Blankovollmacht für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine präzise und gezielte Militäraktion wäre kein westliches Militärabenteuer, wenn die Folgen vorher gründlich bedacht werden. Das wäre die Stunde der Wahrheit für die russische Diplomatie, die sich eine Reaktion gegen amerikanische Kriegsschiffe kaum leisten könnte. Ein Militärschlag gegen Syrien würde eine Grenze ziehen, über die hinaus grundlegende Prinzipien der internationalen Gemeinschaft nicht verletzt werden dürfen. Dieses Verbrechen fordert eine klare und entschlossene Reaktion."

    Geht es noch deutlicher wie hier manipuliert wird, ein Krieg muß her, koste es was es wolle. Amerika befiehlt und wir sollen folgen. Besonders beschämend die Reaktion der Franzosen und der Deutschen.
    Beim ewigen Verbündeten GB war es ja von vorneherein zu erwarten, Cameron der Kriegstreiber im Gleichschritt mit dem "scheinbar" zögerlichen Obama.
    Die Wall Street und die FED werden bald euphorisch werden, endlich rücken die drückenden Finanzprobleme in den Hintergrund.
    Und was werden unsere Politikamateure dazu sagen? Sie werden auf die EU warten und dann zustimmend abnicken! Grausam, erschreckung und hoffnungslos das Ganze!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 07:05

    Ich freu mich schon so auf nach der Wahl:
    Werner Spindelegger werden nach Erfuellung ihrer genderhomosexuellenumvolkungsüberschuldungsgesellschaftsverbesserungsaufgabe weiter nichts tun müssen, Hatschi Bratschi wird weiter in der Badehose herumlaufen und Evi sowie Strohfeuer, wenn nicht irrtümlich in eine Chaotenampelkoalition gewählt, weiter ihre salbungsvollen Sauberkeits- und Werteerklärungen abgeben.
    Herr Normalösi wird noch heftigere Magengeschwüre bekommen während Schuldenberge und Gängelungsvorschriften wachsen und die Umverteilung zur Verschwendung gedeiht.
    Uneinigkeit macht schwach. Unwillen zur schmerzhaften Entschlußfassung zementiert den Status quo.
    Wir haben es nicht besser verdient.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPete Sahat
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 01:03

    Statt "Kanzlerduell" hätte man die Sendung auch "Stellungnahme der SPÖVP" nennen können.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2013 01:06

    Die streichelweiche Habererpartie zwischen Spindelegger und Faymann war entlarvend. Gerade, daß sie sich am Schluß nicht küßten. Faymann versuchte alles niederzulächeln und Spindelegger tänzelte um jeden heißen Brei herum. Weiterwursteln/Machterhalt scheinen oberstes/einziges Politikziel zu sein. Solche Entscheidungsträger sind eine einzige Katastrophe für Österreich!
    Diesmal waren sogar die Analysen des bundesdeutschen "Körpersprache-Profis" wie jene des OGM-Chefs punktgenau: -> einfach fad; -> einfach wählerverhöhnend; -> einfach chuzpe (wie unsere Freunde der IKG sagen würden)!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2013 09:21

    Bei aller Wertschätzung für unseren Georg Vetter, dessen persönliche Entscheidung ich auch nicht kritisieren möchte.

    Seine Kandidatur für das TS war für mich ein Anlass zu überlegen, ebenfalls für diese Gruppe zu votieren.

    Ich bin aber zum Schluss gekommen, an der Entscheidung, mit Überwindung meiner Übelkeit für die FPÖ zu stimmen festzuhalten.

    Denn meine Sorge, dass das TS vor allem durch die Person von Herrn Stronach zusammengehalten wird, sehe ich als nicht ausgeräumt an. Und was werden dei TSler dann machen, wenn sich Stronach zurückzieht, weil das Wahlergebnis nicht zufriedenstellend war oder er aus irgendwelchen anderen Gründen nicht mehr dazu in der Lage ist? Sind die TSler sersönlich so gefestigt, dass sie ihre Fahnenflucht vom BZÖ dann nicht nocheinmal wiederholen werde? (Das ansonsten sympatische BZÖ wurde dabei als reiner Wahlverein offensichtlich und es wurde ihm dadurch der Todesstoß versetzt.)

    Welche Garantien können die TS-kandidaten geben, nicht zu einer anderen Partei überzulaufen? Horribile dictu vielleicht gar zu den Sozen? Nicht Herr Vetter oder Herr Lugar sondern die Hinterbänkler, deren Gesichter ich schon wieder vergessene habe, die aber doch wieder im Parlament sein wollen.

    Keine natürlich!

    Eine Stimme für die ÖVP ist nach meinem Kalkül jedenfalls eine Stimme für die Roten, eine STimme für das TS immerhin warscheinlich.

    Lediglich bei der FPÖ bin ich mir sicher, dass sie eine unangenehme Oppositionspolitik betreiben wird. Um in eine Regierung zu kommen, also an Heinz Fischer, an der SPÖ, an den Gewerkschaften, am Beamtenwiderstand, am Widerstand der Expründner und an der STraße (!!! Donnerstagsdemonstrationen) vorbei müsste sie auch im Parlament eine Mehrheit haben, die nicht übersehen werden kann.


alle Kommentare

  1. BHB (kein Partner)
    28. August 2013 19:51

    " Jeder Wähler muss sich gefrotzelt vorkommen, der bisher vielleicht geglaubt hat, es hänge noch von seiner Entscheidung ab, wie die nächste Regierung aussieht. Dabei ist alles schon längst ausgemacht: Es wird alles so weitergehen. Dass der nachher amtierende Meinungsforscher von einem „Werner Spindelegger“ sprach, war eine mehr signifikante Fehlleistung. In der Tat: Wer hätte da einen Unterschied merken sollen?"
    Alles einleuchtend. Ich vermute rot-schwarz-grün oder schwarz-rot-grün kommt. denn beim es waren sich die gleichen 3 auch immer einig!
    was spindelegger angeht(inseratekanzler faymann ist ohnehin indiskutabel)ich
    finde ihn schwach,er muss immer fragen sofort beantworten (statt mehrere abzuwarteund fragt dann befragen "weißmüller ist das eh ihr Name?")hat scheinbar große Erinnerungsprobleme. Apropos erinnern ,auch wenn Dr.spindelegger ganz nett jeden mit Namen anspricht vergisst er bei seinem "Elefantengedächtnis" nach jeder Sendung
    sicher keinen einzigen Namen.

    • BHB (kein Partner)
      28. August 2013 20:02

      . Ich vermute rot-schwarz-grün oder schwarz-rot-grün kommt. denn beim ESM waren sich die glorreichen 3 auch immer im Parlament einig!
      außerdem schließen spö und grüne Koalitionen mit jedem außer der övp aus!

  2. Papalima
    28. August 2013 15:33

    Wen wundert's?
    Die wahren Gegner Spindeleggers, die Parteifreunde, waren ja gar nicht dabei. So wenig ich Faymann mag, so wenig sieht er wahrscheinlich in Spindelegger einen Gegner.

  3. brs (kein Partner)
    28. August 2013 12:03

    Das sogenannte "Duell"
    zwischen den beiden "Spitzenpolitikern" bestärkt mich nur in meiner Absicht diesmal Frank Stronach meine Stimme zu geben.
    Ich mache das ausÜberzeugung, sondern weil es mir als die einzige Chance erscheint, um die Kuschelei zwischen Rot-Schwarz zu stören. Grün und Blau will ich nicht stärken und Stimmen für das BZÖ ( da ziemlich sicher ohne Mandatserfolg) würden nur die Chancen der beiden Politikerdarsteller erhöhen.

  4. Hegelianer (kein Partner)
    28. August 2013 11:48

    Die Deutschen haben nicht nur die Wahl zwischen ZWEI Kanzlerkandidaten, sondern außerdem eine "Alternative für Deutschland". Wir hingegen nur eine völkisch-dumpfe, jedoch bei allen Sachthemen schwachbrüstige FPÖ.

  5. Torres (kein Partner)
    28. August 2013 10:39

    Da hat sich Puls 4 ja tatsächlich ein Eigentor geschossen: man hätte ja die Diskussion durch gezielte und "aggressive" Fragen der Moderatorin (und auch aus dem Publikum) doch irgend wie interessanter gestalten können; im Vergleich zur Milborn ist ja die Thurnherr ja direkt kantig. Eigentlich müsste dieser jämmerliche Auftritt der beiden Kandidaten jeden denkenden Zuschauer davon überzeugt haben, gerade diese beiden nicht zu wählen - egal wie gut oder schlecht die anderen sind. Von letzteren kann man zumindest eine Änderung in der Politik erwarten (oder zumindest erhoffen). Vergleichsweise ist ja sogar Stronach ein Geistesriese.

  6. cmh (kein Partner)
    28. August 2013 09:21

    Bei aller Wertschätzung für unseren Georg Vetter, dessen persönliche Entscheidung ich auch nicht kritisieren möchte.

    Seine Kandidatur für das TS war für mich ein Anlass zu überlegen, ebenfalls für diese Gruppe zu votieren.

    Ich bin aber zum Schluss gekommen, an der Entscheidung, mit Überwindung meiner Übelkeit für die FPÖ zu stimmen festzuhalten.

    Denn meine Sorge, dass das TS vor allem durch die Person von Herrn Stronach zusammengehalten wird, sehe ich als nicht ausgeräumt an. Und was werden dei TSler dann machen, wenn sich Stronach zurückzieht, weil das Wahlergebnis nicht zufriedenstellend war oder er aus irgendwelchen anderen Gründen nicht mehr dazu in der Lage ist? Sind die TSler sersönlich so gefestigt, dass sie ihre Fahnenflucht vom BZÖ dann nicht nocheinmal wiederholen werde? (Das ansonsten sympatische BZÖ wurde dabei als reiner Wahlverein offensichtlich und es wurde ihm dadurch der Todesstoß versetzt.)

    Welche Garantien können die TS-kandidaten geben, nicht zu einer anderen Partei überzulaufen? Horribile dictu vielleicht gar zu den Sozen? Nicht Herr Vetter oder Herr Lugar sondern die Hinterbänkler, deren Gesichter ich schon wieder vergessene habe, die aber doch wieder im Parlament sein wollen.

    Keine natürlich!

    Eine Stimme für die ÖVP ist nach meinem Kalkül jedenfalls eine Stimme für die Roten, eine STimme für das TS immerhin warscheinlich.

    Lediglich bei der FPÖ bin ich mir sicher, dass sie eine unangenehme Oppositionspolitik betreiben wird. Um in eine Regierung zu kommen, also an Heinz Fischer, an der SPÖ, an den Gewerkschaften, am Beamtenwiderstand, am Widerstand der Expründner und an der STraße (!!! Donnerstagsdemonstrationen) vorbei müsste sie auch im Parlament eine Mehrheit haben, die nicht übersehen werden kann.

  7. terbuan
    27. August 2013 18:51

    O.T. Drohender Angriff auf Syrien.

    Noch ist nichts wirklich bewiesen, aber die Systemmedien betreiben schon Vorverurteilung und schreiben den USA nach dem Mund. Die französische "Le Monde" ist natürlich voll dabei und lügt den Lesern vor:

    "Eine militärische Reaktion auf den verbrecherischen Einsatz chemischer Waffen in Syrien wäre eine deutliche Botschaft an alle diejenigen, die in Zukunft ähnliche Gräueltaten begehen möchten. Untätigkeit wäre gleichbedeutend mit einer Blankovollmacht für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine präzise und gezielte Militäraktion wäre kein westliches Militärabenteuer, wenn die Folgen vorher gründlich bedacht werden. Das wäre die Stunde der Wahrheit für die russische Diplomatie, die sich eine Reaktion gegen amerikanische Kriegsschiffe kaum leisten könnte. Ein Militärschlag gegen Syrien würde eine Grenze ziehen, über die hinaus grundlegende Prinzipien der internationalen Gemeinschaft nicht verletzt werden dürfen. Dieses Verbrechen fordert eine klare und entschlossene Reaktion."

    Geht es noch deutlicher wie hier manipuliert wird, ein Krieg muß her, koste es was es wolle. Amerika befiehlt und wir sollen folgen. Besonders beschämend die Reaktion der Franzosen und der Deutschen.
    Beim ewigen Verbündeten GB war es ja von vorneherein zu erwarten, Cameron der Kriegstreiber im Gleichschritt mit dem "scheinbar" zögerlichen Obama.
    Die Wall Street und die FED werden bald euphorisch werden, endlich rücken die drückenden Finanzprobleme in den Hintergrund.
    Und was werden unsere Politikamateure dazu sagen? Sie werden auf die EU warten und dann zustimmend abnicken! Grausam, erschreckung und hoffnungslos das Ganze!

    • Brigitte Imb
    • Riese35
      27. August 2013 19:51

      Erinnerungen an 1. und 2. Weltkrieg werden wach:

      Beim Attentat in Sarajevo war wenigstens die Urheberschaft klar. Aber der Automatismus hat aus einem lokal begrenzten Konflikt einen Weltkrieg gemacht. Wenn man jetzt schon wieder eine Linie definiert hat, die nicht überschritten werden dürfe, dann ist es jetzt auch selbstverständlich klar, daß etwas unternommen werden müsse, auch wenn noch gar nicht klar ist, wer der Urheber ist und was man dagegen überhaupt machen könne. Aber für den Angreifer ist zumindest sein Feind klar, unabhängig vom Urheber. Hauptsache, man zeigt Stärke und hat einen konstruierten Anlaß, eine Machtdemonstration zu veranstalten. Ein Automatismus und Argumentations- und Erklärungsmuster wie vor dem 1. Weltkrieg?

      Vor dem 2. Weltkrieg ist Österreich auch im Regen stehen gelassen worden, obwohl es das einzige Land war, dessen Regierungschef im Kampf gegen den Nationalsozialismus gefallen ist. Der Westen hat trotzdem mit Hitler weiter Abkommen geschlossen.

      Und jetzt verbündet sich dieser "Westen", der angeblich so sehr für Toleranz und Freiheit steht, mit dem Islamismus, Saudi Arabien, dem "demokratischesten" Land der Region, in dem "vorbildliche" Religionsfreiheit herrscht, und Al Qaida, um gegen jene Macht vorzugehen, die es in dieser Region geschafft hat, noch ein Maximum an Religionsfreiheit und religiöser Toleranz zu garantieren.

      Wie lange wird es noch dauern, bis wir in Rußland um politisches Asyl werden ansuchen müssen? Schade, daß Rußland nicht mehr Stärke zeigen kann oder will.

    • Riese35
      27. August 2013 20:05

      @Brigitte Imb: Hochinteressant. Ich habe es nicht anders vermutet. Danke für den Hinweis.

    • Brigitte Imb
      27. August 2013 22:18

      Detail am Rande, den Amis geht Mitte Oktober wieder einmal das Geld aus, aber ist ja ohnehin "wuascht", wird eben neues gedruckt. "Hurra" es ist Krieg, damit lenken wir vom Wesentlichen ab...... (auch Frankreich weiß dies zu nutzen).

      http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1445806/USA-geht-Mitte-Oktober-das-Geld-aus?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

    • F.V. (kein Partner)
      28. August 2013 07:09

      Wenn der Gasmann dreimal klingelt, steht die Weltpolizei mit neuer Syrien-Strategie in der Tür

      XPress, 25.08.2013 – Damn Asskiss: Die Ziellinie, in diesem Fall Obamas „Rote Li-nie”, muss um jeden Preis irgendwie gerissen werden, sonst kriegt man die große Schlägerei in Syrien und Nahost nicht in Gang. Man würde ja gerne darauf verzichten, aber der dusselige Assad will einfach nicht weichen. Inzwischen gab es wohl die dritte Giftgas-Attacke (oder waren es schon mehr), diesmal hat es gesessen und die Toten summieren sich in einem wahrnehmbaren vierstelligen Bereich. Dennoch ist die US-Not dabei nicht zu übersehen, alles in ein richtiges Licht zu rücken, denn zu vielfältig sind die Widersprüche und Ungereimtheiten, die auch das letzte tragische Ereignis kennzeichnen.

      Fassen wir einmal kurz zusammen. Am 21. August, gegen 3:30 Uhr, soll eine Rakete mit ihrer giftigen Fracht in einem Vorort von Damaskus eingeschlagen sein. Die Zählung der Toten endete dann noch nicht oberhalb der 1.000er Marke. Das alles natürlich sehr passend zum Erscheinen einer UN-Kommission, die sich just mit der Untersuchung der bisherigen Giftgas-Attacken beschäftigen sollte. Lassen wir die verursachten Gräuel einmal außer Acht, genau auf denen wird ja ohnehin herumgeritten, und versuchen nur mal nüchtern durch die spärlichen Fakten und Folgen zu kommen.

      Will Assad Selbstmord mit Hilfe des Westens machen

      Folgt man der gewollten und gewünschten Interpretation, dann muss es sich um einen gezielten Suizid-Hilferuf von Baschar al Assad handeln. Wenn dem nicht so wäre, müsste man ja auch nicht offiziell an seinem Verstand zweifeln. Der besondere Grund wird wohl darin zu suchen sein, dass er die sogenannte Opposition der Freiheitskämpfer, die vorzugsweise aus ausländischen Söldnern und Terroristen besteht, in den letzten Monaten ziemlich in die Ecke gedrängt hat. Ihm scheinen die Feinde auszugehen, da muss er sich dringend neue schaffen. Und dass es ihm mit seinem Selbstmord ernst ist, unterstreicht die Tatsache, dass er ausgerechnet in Reichweite der Untersuchungs-kommission, also zum Greifen nah, diese dazu passende Tat vollbringt. Hat jeder die Logik verstanden ? Bestimmt !

      Wer nun nicht an die verzweifelte Blödheit von Assad glauben mag, der ist ge-zwungen erheblich weiter zu denken, als es einige interessierte Kreise gerne hät-ten. Offenbar hält man die internationalen Zuschauer dieses Spektakels auch schon für blöd genug, dass sie nahezu alles fressen was man ihnen an offiziellem Themensalat vorsetzt. Zwar wird in den Medien Assad dafür (noch) nicht direkt ver-antwortlich gemacht, aber alle Aufmacher zeigen deutlich, mit allen 11 Fingern der Schreiber, in diesem Kontext und mit den Worten „soll gemacht haben” und „hat noch nicht zugegeben”, auf ihn. Das ist Stimmungsmache vom Feinsten und führt bei Leuten, die nur Überschriften lesen können, zu einer entsprechend korrekten gedanklichen Zuordnung, Giftgas = Assad. Dies ist besonders wichtig für die öffentliche Akzeptanz eines jeden Krieges, hier ist es nicht anders.

      Vorherige Verfilmung der Ereignisse

      Nun, wir sollen ja auch in dieser Angelegenheit nicht in die Tiefe gehen. Und wovon der Mainstream nun so gar nicht berichtet, ist dann ein Detail, worüber sich die sogenannten Verschwörungstheoretiker dann wieder den Kopf zerbrechen dürfen. Einer dieser kleinen pikanten Umstände, ist der Zeitpunkt, zu dem entsprechendes Filmmaterial, welches für die öffentliche Stimmungsmache unerlässlich ist, auf Youtube hochgeladen wurde. Folgt man einigen nicht so hochoffiziellen Quellen, dann passierte dies schon am 20. August, also gut einen Tag vor dem Giftgasangriff, was äußerst beachtlich wäre. Auch wenn man dabei die Zeitdifferenz von Syrien zu den YouTube Servern (vermutlich 5-7 Stunden) noch wohlwollend ein-fließen lassen wollte, scheint da dennoch etwas schräg zu sein.

      War das jetzt eine Panne des Assad’schen Presseteams oder nur das Werk stümperhafter und verzweifelter Terroristen, die ihre eigene PR-Abteilung nicht richtig im Griff haben ? Natürlich meint es jeder nur gut und über die Zeit sollten sich solche Kleinigkeiten schon im Stimmengewirr verlieren. Wenn also die Verfilmung des Ereignisses schon vorher stattfand, dann sollte man sich doch ernstlich Sorgen machen, oder ? Nein nicht wirklich, denn man muss den Strohhalm nur richtig greifen und für sich zu nutzen wissen. Von den vielen anderen Ungereimtheiten, bis hin zu den Fundstellen von giftigen Substanzen in Syrien, die auf ausländische Quellen schließen lassen, wol-len wir gar nicht erst anfangen zu reden, dazu hier nur ein interessanter, in englisch gehaltener Beitrag von Russia Today auf Youtube, der hier im Mainstream wenig Be-achtung findet. Letzteres aus gutem Grund, wenn man bemüht ist die Meinung in eine passende Richtung zu drücken.

      Jetzt aber zum absehbaren fulminanten Strategiewechsel

      Wer nun in der Folge ein wenig zwischen den Zeilen gelesen hat, der könnte es schon bemerkt haben. Nicht nur die USA, auch andere Schreihälse stimmen langsam einen anderen Kanon an, dessen Refrain und Echo sich wie folgt anhört:
      „Egal wer das gemacht hat, wir müssen jetzt etwas dagegen unternehmen !“
      Das war jetzt das dritte Klingeling vom Gasmann und endlich bekommt man dem Teufel die Fliegen korrekt zum Schlucken in den Hals geschoben. Egal wer es war, wir müssen da mal langsam einmarschieren und im Namen der Weltöf-fentlichkeit für Ordnung sorgen und diese Gräuel beenden. Bravo ! Deutlicher und unmissverständlicher konnte die Botschaft nicht ausfallen und wie sollte es anders sein, es bleibt jetzt nur noch die Wahl zwischen Einmarsch und Einmarsch, wo-mit dann alle Optionen eindeutig auf dem Tisch lägen.

      Sicher hätte es auch gereicht, wenn Saudi-Arabien, die USA und die ganzen „Freunde Syriens” einfach nur den Söldnern, Terroristen, Kriminellen und Dschihadisten den Hahn zugedreht hätten. Aber das wäre ja viel zu einfach und den Interessen der eben besagten „Freunde“ gar nicht gerecht geworden. So kann man jetzt aus der Not eine Tugend machen. Denn nicht wer das Giftgas fabriziert, liefert und zum Einsatz bringt ist von Interesse, sondern nur noch die Tatsache selbst, ist das überaus schlagende Argument, welches noch fehlte.

      Eine interessante Volte, die in jedem Falle nun zum Erfolg führen muss. Ob man es noch ein paar mal wiederholen muss ? Gerne auch diesmal im Namen der „Freiheitskämpfer“ … ist doch egal, Hauptsache Spektakel, Horror und aus-kömmliche Opferzahlen. Dem „Weltpolizisten“ ist es ja noch nie wirklich um Men-schenleben gegangen, die sind immer nur Spielball und können millionenfach geopfert werden, anders als verbrannte Interessen und verbranntes Geld, wachsen die Menschenleben ganz ökologisch wieder nach. Und wer sich der Illusion hingibt, dass so etwas doch heute nicht wirklich mehr sein kann, der kennt die „großen Strategen“ nicht und sollte sogleich wieder seinen frühkindlichen, geistigen Sandkasten aufsuchen, um seinen Seelenfrieden in dieser kaputten Welt wiederzufinden.

      Die Vorzüge der neuen Strategie im Überblick

      Nicht Syrien, sondern Assad ist den politischen und wirtschaftlichen Interessen einiger großer „Player“ sehr im Wege. Deshalb muss er weg und man hat es sich schon eine Menge kosten lassen, diesen sogenannten „Aufstand“ in Syrien zu finanzieren. Doch langsam geht die Geduld der Investoren zu Ende, sie wollen endlich Re-sultate sehen. Nun, jetzt kommen die Ergebnisse und man kann sich im Namen der Menschlichkeit endlich konsortial auf den Einmarsch vorbereiten, um Assad wegzupusten.

      Dass das Land danach in Schutt und Asche liegt, die Religionsgruppen sich ge-genseitig massakrieren, nun, das ist der Preis für „Frieden, Freiheit und Demo-kratie“ nach westlicher Lesart. Die positiven Segnungen solcher Gutmensch-lichkeit können heute übrigens in Afghanistan, dem Irak und Libyen anschaulich nachvollzogen werden. Die Gesamtsumme der Toten für den „guten Zweck“ macht inzwischen eine 7-stellige Zahl aus. Der entscheidende Vorteil wird aber nicht offiziell herausgestellt. Die so „kaputtbefriedeten“ Länder können dem Willen der Gutmenschen nichts mehr entgegensetzen. Letzteres ist das eigentli-che strategische Ziel und wie könnte man es schöner rechtfertigen als mit der Not der Menschen vor Ort … die danach zwar noch größer sein wird … aber sie sind dann aus westlicher Sich eben viel, viel freier … vielleicht sogar vogelfrei.

      Mit Blick auf Syrien bedeutet das letzte Drama, dass die Welt jetzt bereit sein muss, dort für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sonst hätte ja niemand Giftgas einsetzen brauchen. Die USA wird alsbald Obamas „rote Linie“ für gerissen erklären und eine Intervention vorbereiten. Wegen der Abscheulichkeit, unabhängig von den Verursachern, werden Großbritannien, Frankreich und die großen „Gutmenschnationen“ der Weltpolizei sogleich bedingungslos beispringen. Bestimmt wird auch Deutschland, als US Kolonie, diesmal gleich von Anbeginn an die richtigen Töne pfeifen, anders als bei dem Libyen-Debakel. Westerwelle wird gelernt haben, wie man vorne mitschwimmt.

      Jetzt kann man also gar nichts mehr falsch machen und es kommt noch besser. Sollten sich beispielsweise Russland und China sperren, könnte man sich ja auch darauf verständigen, dass die Freiheitskämpfer, also die Jungs von al-Nusra (einem Ableger von al-Qaida), das Gift unter die Leute brachten. Dann kann die USA einmal mehr offiziell gegen eine ihrer „Terrorausgründungen“ der CIA vorgehen. Denn der Krieg gegen den Terror, also al-Qaida, ist ja schon seit Jahren offiziell akkreditiert. Die tauchen eh nur dort auf, wo die USA auch gerne wären. Eine nicht ganz unbekannte Symbiose, die allerdings vielen Menschen noch nicht bewusst ist.
      Anders herum, mit dem letzten Schachzug versucht man auch Russland und China in die Ecke zu spielen, indem man die Schuld dafür in Syrien wahlweise und pragmatisch irgendwem in die Schuhe schieben kann. Eben so wie man es braucht, um am Ende gegen Assad vorgehen zu können. Sicherlich würde sich Assad weigern ausländische Truppen auf seinem Territorium zu dulden. Ergo stünde er jetzt einer echten „humanitären Mission“ im Wege – „Schach Matt”. So etwas kann natürlich die Weltgemeinschaft nicht dulden und muss ihn dann eben zuvor wegblasen.

      Danach könnte dann die USA wieder ihrem Hobby nachgehen, der hemmungslosen Jagd auf al-Nusra in Syrien, zur Vergeltung der Gräuel … und eben auch weil es eine Tochter von al-Qaida ist. Ok, solange die Strategie noch nicht ganz zementiert ist, wird man vorsorglich die besagten „Freiheitskämpfer“ von al-Nusra weiter unterstützen, mit Geld, Ausbildung und Material, gerne auch über Saudi-Arabien, schließlich sind sie ja noch die Guten vor Ort, wegen derer man eben auch aus humanitären Erwägungen einschreiten könnte.

      Natürlich leidet der Autor hier unter Paranoia, denn soviel Schlechtigkeit den Gutmenschen zu unterstellen ist doch sehr gewagt. Schließlich würde es in Syrien heute nicht einmal mehr auffallen, wenn eine unbekannte „Dritte Partei“ das Gift unters Volk brächte. Die beiden designierten Tätergruppen sind seit Jahren dafür akkreditiert, medial aufgebaut und allein deshalb verböten sich Verdächtigungen in andere Richtungen. Dass damit dann rein zufällig auch strategische Interessen bestimmter Parteien umgesetzt werden können, ist natürlich, wie immer in diesem Geschäft, reiner Zufall und eher ein Abfallprodukt der scheinbar zufälligen Ereignisse … wenigstens für den völlig desinteressierten und Mainstream gesteuerten Zu-schauer.

      Diese Zwickmühle ist perfekt, jetzt besteht Handlungsbedarf

      Fassen wir die „Paranioa“ grob zusammen. Wollen doch mal sehen, ob wir auch so perfide denken können wie eben besagte „Freunde Syriens”. Es wird also ein Umfeld geschaffen, welches nichts anderes mehr erlaubt als einzumarschieren. Dabei kann es dann am Ende auch egal sein wer dies bewirkt hat, denn jetzt geht es einmal mehr dar-um „Gutes” für die Menschheit zu vollbringen. Das wird der Kernsatz werden. (Es folgt jetzt eine Werbung der NWO: „Denn soviel Gutes ward der Menschheit schon beschert, dass ist mal wieder einen Kübel Giftgas wert”.) Genau wie wir es schon mit Afghanistan, dem Irak und auch mit Libyen erleben durften. Es ist schlicht eine Wiederholung. Einzig unfahrplanmäßig ist die enorme Gegenwehr des As-sad, die war bislang so nicht eingeplant, aber mit diesem Strategiewechsel muss er jetzt endlich fallen.

      Und um die Wahnvorstellungen auf die Spitze zu treiben, muss noch gesagt werden, dass die Anwendung von Giftgas, so oder so, unbedingt notwendig war, denn es legi-timiert im Nachgang sogar noch „ein klein wenig” den Irak-Feldzug. Aber auch die von Obama aufgestellte Hürde musste genommen werden. Aus Sicht der wirklich Interessierten läuft erst jetzt alles richtig nach Plan. Die Zwickmühle wurde richtig aufgestellt und egal welcher der Player sich auf dem Spielfeld in Syrien noch einmal rührt, beim nächsten Zug sind alle Parteien dort vom Brett gefegt, Syrien abgeschaltet, ausgeschaltet, Menschen abgeschlachtet. Willkommen im Spiel Irak-Libyen 2.0, the Winner is „Humanity“ und einige nicht genannte Schattengestalten die ihr eigenes Spielfeld wieder vergrößert haben und auch in der Folge unerkannt bleiben. Denn hinter die Kulissen lässt man die stöhnende Weltöffentlichkeit auch bei dieser Aufführung nicht schauen.

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2013 08:52

      Hat eigentlich irgendeiner auch nur behauptet, dass die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse der Amiländer jetzt eigentlich besser geworden sind, seit dem letzten Mal, als sie WMD (weapons of mass destruction) herbeiphantasiert haben.

      Collin Powell sagte da mit dem Brustton der Überzeugung öffentlich (ich glaube sogar vor der UNO) aus, dass die Iraker pöse,pöse,pöse wären. Der Depp (sic! und selber schuld) wurde da offensichtlich von seinem eigenen Amt falsch informiert.

      Das ganze Gesöcks und die Art und Weise, wie das ölig daherkommt, sind ein Zeichen für grassierende Zerebraldegeneration.

    • LeoXI (kein Partner)
      28. August 2013 09:30

      "Wer chem. Waffen einsetzt, muss zur Verantwortung gezogen werden" (Vice-President Jo Biden, Ö1 Morgenjournal 28.8.2013).

      „Hiroshima gedenkt Jahrestages des Atombombenabwurfs: Von den 350.000 Bewohnern starben auf einen Schlag schätzungsweise mehr als 70.000. Bis Ende Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl der Toten auf 140.000. Drei Tage später warfen die Amerikaner eine zweite Atombombe über der südlichen Stadt Nagasaki ab. Bis Dezember starben dort weitere 70.000 Menschen“ (orf.at 6.8.2013)

      Fazit: Quod licet Jovi… oder Wer die Welt beherrscht, braucht sich um Moral nicht mehr scheren.

    • Syrien (kein Partner)
      28. August 2013 14:07

      Schlag gegen Syrien - Ziel: Russland

      Gespräch mit Professor Andrej Fursow, dem Leiter des Zentrums für Russland-Forschung an der Moskauer Geisteswissenschaftlichen Universität und dem Mitglied der Internationalen Akademie der Wissenschaften (München)

      http://apxwn.blogspot.co.at/2012/08/schlag-gegen-syrien-ziel-russland.html#.Uh3L9eAtJWQ

    • Undine
      28. August 2013 14:43

      @LeoXI

      *****************!
      Gut, daß Sie daran erinnern! Aber weil die Urheber, die Verbrecher, die die beiden verheerenden Bombenabwürfe auf die japanische Zivilbevölkerung zu verantworten hatten, nicht die "genuin bösen Deutschen", sondern die "genuin guten Amerikaner" (Roosevelt, Albert Einstein, etc.) waren, hüllt man diese gewaltigen Verbrechen in den Mantel des Schweigens und Vergessens.

  8. terbuan
    27. August 2013 15:41

    Ein Kommentar im "Standard"-Forum:

    "Aus 2 Dackeln kann man keine Windhunde machen!"

    Andererseits, Dackel können wenigstens bissig sein und sind sehr kluge Tiere,
    die 2 sind höchstens Meerschweinchen auf Futtersuche! :-)

  9. Undine
    27. August 2013 15:38

    Unterschätzt man die österr. ORF-Konsumenten doch gelegentlich?

    http://www.unzensuriert.at/content/0013807-Nur-16-Prozent-der-sterreicher-halten-den-ORF-f-r-unabh-ngig

    http://www.unzensuriert.at/content/0013813-Wahlkampf-abgesagt-Kanzlerduell-wird-zum-Kuschelabend

    OT---aber was es nicht alles gibt---man soll's nicht glauben:

    http://www.unzensuriert.at/content/0013794-Ausl-ndische-Diebe-stehlen-im-Burgenland-Edel-Holunder

    Das sieht nicht danach aus, daß sich jemand eine Schüssel köstlichen HOLLERRÖSTERS gönnen will, oder? ;-)

    Und ein Stück aus dem Alltag der lieben Kültürbereicherer, unserer lieben türkischen Moslems:

    http://www.unzensuriert.at/content/0013810-Muslimin-von-eigener-Familie-krankenhausreif-gepr-gelt

    • Libertär (kein Partner)
      28. August 2013 07:22

      Können Sie eigentlich irgendwas außer Unzensuriert Links posten?
      Selbst wenn die interessant wären - inzwischen Posten Sie so ziemlich jeden einzelnen Artikel. Benennen Sie sich doch einfach in Unzensuriert um würde ich vorschlagen.

  10. Brigitte Imb
    27. August 2013 14:20

    Das potentielle Wahlpublikum dürfte sich für die beiden "Kanzleranwärter" nicht sonderlich interessiert haben, die Zuseherzahlen liegen etwa - hochgegriffen - bei 350 000.
    Mager, aber so ist ja auch deren Politik. Lediglich die Gehälter der Politiker sind fett.

    http://diepresse.com/home/kultur/medien/1445665/Puls-4_Bis-zu-351300-sahen-das-Kanzlerduell?from=gl.home_kultur

  11. Brigitte Imb
    27. August 2013 14:07

    Spindelegger ist ein Feigling und ein Drückeberger, sonst würde er dem Kanzlerdarsteller nicht so in den Allerwertesten kriechen.
    Für ihn gibt es ohnehin NUR eine Option Kanzler zu werden und zwar mit Hilfe der FPÖ und Stronach - aber das getraut er sich niemals zuzugeben.
    Schaun Sie doch einmal die unnötigen Wahlplakate an und welch panische Angst die Roten vor der Oppositionsbank quält. Es ist ihnen nicht zu blöd ein Plakat gegen Schwarz Blau herauszugeben (um unser Geld). Das Hosenflattern scheint wirklich groß zu sein.

    Ach, wenn es nur gelingen würde ..............

    http://diepresse.com/home/politik/nrwahl2013/1445663/Plakate_OeVP-openminded-SPOe-gegen-SchwarzBlau?_vl_backlink=/home/politik/nrwahl2013/index.do

  12. Undine
    27. August 2013 14:02

    OT---aber wie das Leben halt so spielt, wird heute im Mittagsjournal unter "Kunst und Kultur"---rein zufällig natürlich!---knapp vor der Wahl für das BUCH eines österreichischen Schriftstellers gratis geworben und ganz, ganz zufällig geht es um die Gräueltaten der Schwarz-Blauen Regierung---was denn sonst! Man merkt jedoch die unübersehbare Absicht und ist verstimmt---ich zumindest!

    ....................................................................................................

    Thomas STANGL "Regeln des Tanzes"

    Von den vier österreichischen Autoren, die es heuer auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft haben, ist er der Unbekannteste. Und das, obwohl der 47-jährige Wiener Thomas Stangl mit seinem jüngsten Buch "Regeln des Tanzes", das jetzt bei Droschl erscheint, schon seinen vierten Roman vorlegt und mehrfach ausgezeichnet wurde.

    Thomas Stangl hat es schwer. Seine Bücher werden von den Kritikern in den Himmel gelobt, bei jeder Gelegenheit mit Preisen überhäuft, und von der breiten Leserschaft ignoriert. Der Autor mit dem Allerweltsnamen, der rein optisch mit seinem wilden Lockenkopf und dem alternden Bubengesicht zur Kultfigur taugen könnte, ist sich dessen durchaus bewusst. Er meint, dass "es komplexere Literatur nicht leicht, hat zu einem großen Publikum zu finden".

    Komplex sind Thomas Stangls Textgebilde, kompliziert und heraufordernd. Immerhin hat er sein Philosophiestudium mit einer Arbeit über dekonstruktive Literaturtheorie abgeschlossen. 2004 legte er mit "Der einzige Ort" seinen ersten Roman vor, dem zwei weitere folgten. Der neue Roman "Regeln des Tanzes" spielt vor dem Hintergrund der Schwarz-Blauen Wende im Jahr 2000.

    "Widerstand" wird auf den Straßen gerufen- die Donnerstagsdemonstrationen ziehen durch Wien, am Heldenplatz werden Protestreden abgehalten und Plakate fordern "Freiheit für Schubhäftlinge - Schubhaft für Freiheitliche". Ein Ausnahmezustand in der österreichischen Geschichte, meint Thomas Stangl. Vor diesem Szenario agieren die drei Hauptfiguren, deren Geschichten ineinander fließen. Da sind die zwei Schwestern Mona und Andrea, die mit ihrem familiären Trauma kämpfen und ganz unterschiedlich, aber sehr extrem auf die politische Wende reagieren, und Dr. Walter Steiner, der 15 Jahre später im Spalt einer Hausmauer zwei Filmrollen entdeckt, die ihn auf die geheimnisvolle Spur der beiden Schwestern bringt.

    Risse in der Zeit, Grenzen der Persönlichkeit, Zwischenräume, Schnittstellen und Übergänge - dort ist Thomas Stangl zuhause. Der Tanz im Titel des neuen Romans steht als Metapher für Kunst im Allgemeinen, denn Kunst sei eine Ersatzwirklichkeit. Für ihn sei es schwierig, so Stangl, über das Schreiben zu sprechen: "Ich hab bei Interviews das Problem, dass ich das, was ich sagen will, schon geschrieben hab."

    Eines ist sicher - es lohnt sich auf alle Fälle, Thomas Stangls Bildern zu folgen und sich ein wenig emporheben zu lassen in seine abgehobene Gedankenwelt. Vielleicht dienen ja Einrichtungen wie Long- und Shortlists von Buchpreisen gerade dazu, ein größeres Publikum auf Bücher aufmerksam zu machen, die es nach den Regeln des Marktes etwas schwerer haben.

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2013 08:56

      "Filmrollen" waren auch schon unter Schwarz-Blau sowas von vorgestern.

  13. M.S.
    27. August 2013 13:53

    Ich schaltete mich verspätet in die Sendung ein, dachte erschrocken ich hätte die Wahlen versäumt und sei Zeuge der beginnenden Koaltionsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP geworden;-:)
    Diese Missachtung der Wähler, indem die Fortsetzung dieser Koalition bereits als feststehend angenommen wird, ist ungeheuerlich und unerträglich.
    So ein Schmierentheater der Bevölkerung vorzusetzen, zeugt auch davon für wie dumm die Wähler von den Politikern eingeschätzt werden.

    • Undine
      27. August 2013 14:03

      @M.S.

      *********!

    • Florin
      27. August 2013 17:23

      "..zeugt auch davon für wie dumm die Wähler von den Politikern eingeschätzt werden."

      Es ist leider hinlänglich erwiesen, daß die Wähler genau so dumm sind wie angenommen !

  14. perseus
    27. August 2013 12:30

    Nach dieser „Diskussionsrunde“ muss jedem, der sie gesehen hat klar sein, was ihn erwartet, wenn er Rot oder Schwarz wählt – nämlich weitere 5 Jahre in dieser katastrophalen Besetzung.

    Das einzig vernünftige Wahlergebnis heißt daher Rot + Schwarz < 50%!!!

    Tu et cochon, hab ich im Elternhaus gelernt. Das Du-Wort ist unappetitlich!! Aber für die zwei Proleten absolut geeignet.

    Für mich wär‘ die Frage: wie schaff ich es, den Faymann mit „Du Werner“ anzusprechen, ohne Brechreiz zu bekommen.

    Und noch etwas: zu glauben, dass Volksvertreter das Volk vertreten ist so ähnlich, wie zu glauben dass Zitronenfalter Zitronen falten.

    • Riese35
      27. August 2013 14:58

      >> "Das einzig vernünftige Wahlergebnis heißt daher Rot + Schwarz < 50%!!!"

      Das ist zu wenig. Es muß lauten:

      "Das einzig vernünftige Wahlergebnis heißt daher Rot + Schwarz + Grün < 50%!!!"

      Man kann nur hoffen, daß keins von beiden kommt.

  15. socrates
    27. August 2013 11:58

    Warum ich mir den Wahlkampf nicht ansehe und FPÖ wähle:

    Das Klagen der Steinmetzinnung nach der Erfindung des Papiers
    Mathias Bröckers 26.08.2013 http://www.heise.de/tp/artikel/39/39767/1.html
    Wenn Whistleblower die Rolle des Journalismus einnehmen und dafür verfolgt und eingesperrt werden, kann man das "Zeitungssterben" nur begrüßen
    Der "Spiegel" hat unlängst eine Debatte über die Zukunft der Tageszeitungen angestoßen. Auslöser dafür war der unlängst bekannt gewordene Verkauf eines Pakets von Zeitungs- und Zeitschriften-Titeln der Axel Springer AG an die Funke (vormals: WAZ)-Gruppe, der allgemein als eine weitere Totenglocke der grassierenden Seuche des "Zeitungssterbens" interpretiert wurde. Und mehr noch: Dass der größte deutsche Zeitungskonzern keine Renditeerwartungen für seine Kernprodukte mehr hat, könnte auch als Symptom für eine noch tiefer gehende Krise gesehen werden, die nicht nur die gedruckte Zeitung, sondern den Journalismus insgesamt betrifft. Gilt es doch als ausgemacht, dass Springer die durch den Ausverkauf hereinkommenden 900 Millionen Euro nicht in journalistische Produkte investieren wird - das einstige Medienunternehmen also den Weg zu einem Gemischtwarenkonzern geht, der sich neben dem zwar sinkenden, aber noch profitablen Unterhaltungsdampfer "Bild" nur noch die seit jeher defizitäre "Welt" als Propaganda-Organ leistet. Mit echtem Journalismus hat das aber ebenso wenig zu tun wie das Gerede des Vorstandschefs Döpfner, dass Springer nahezu die Hälfte seiner Umsätze im digitalen Bereich erzielt, es sei denn man nennt auch Jobbörsen "Journalismus" - oder Webseiten mit Immobilienangeboten, Preisvergleichen und Werbeprospekten.
    Ist es nun ein schlechtes Zeichen, wenn dem Marktführer der Zeitungsbranche die publizistischen Visionen ausgehen? Oder wenn, wie gerade geschehen, ein Versandhändler wie Amazon die defizitäre "Washington Post" aufkauft? Nicht unbedingt, denn es zeigt nur, dass das klassische Geschäftsmodell von Zeitungen, den Raum zwischen den Anzeigen mit Nachrichten zu füllen, ausgedient hat. Der Versuch, dieses Geschäftsmodell 1 zu 1 ins Internet zu übertragen, ist ebenfalls gescheitert, und es ist äußerst fraglich, ob die von vielen Verlegern geforderten und teilweise schon etablierten "Bezahlschranken" es retten können.
    Die "New York Times", deren "Metered Paywall" die Nutzer eine begrenzte Anzahl Artikel lesen lässt und erst dann zur Kasse bittet, was allenthalben als Vorbild gilt, hat 40 Millionen Dollar in die Programmierung und Erstellung dieser Paywall gesteckt. Doch ob und wann die je wieder reinkommen, steht in den Sternen. Wenn nun aber selbst eine global aufgestellte Tageszeitung wie die NYT sich nicht mehr finanzieren kann, weil die Erlöse durch Werbung sich in den Weiten des World Wide Web verteilen statt bei den Verlegern der großen Zeitungen zu landen, wenn auch das Paywall-Modell nicht wirklich funktioniert, und wenn gleichzeitig klar ist, dass Journalismus Geld kostet und guter, unabhängiger, investigativer Journalismus mehr Geld - ist das nicht das Ende, der Tod der freien Presse, den Einsturz der "vierten Säule" der Demokratie ?
    Nein. Denn Tageszeitungen werden auch in Zukunft gebraucht, auch wenn sie nicht mehr auf Papier gedruckt werden. Ebenso und dringender denn je gebraucht wird eine tatsächlich unabhängige Presse, die nicht mehr - wie in dem alten Geschäftsmodell - von Anzeigenkunden abhängig ist und Shareholder-Value für Medienkonzerne generieren muss. Gebraucht wird eine Pressefreiheit, die nicht mehr der entspricht, die der FAZ-Mitgründer Paul Sethe schon 1965 kritisierte: "Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten." Es wird vielmehr gebraucht, was ein Journalist namens Karl Marx schon 100 Jahre zuvor feststellte: "Die erste Freiheit der Presse ist es, kein Gewerbe zu sein."
    Hier liegt der Hase im Pfeffer - und hier zeigt sich, warum die große Katastrophe der "Zeitungskrise" durchaus eine Chance darstellt. Denn nicht das Zeitalter digitaler Kopier- und Reproduzierbarkeit, nicht der Wechsel des Anzeigemediums von Holz auf Silizium, von Papier auf LED, sind für die Krise verantwortlich, sondern vielmehr der Niedergang des echten Journalismus, die zunehmend kommerzielle, gewerbliche, gleichtönende Verbreitung derselben Nachrichten auf allen Kanälen, die Tatsache, dass Journalisten nicht mehr aufklärende, suchende Agenten der Wahrheit und Klarheit , sondern zunehmend zu Lautsprechern und Stenographen der Mächtigen und Reichen verkommen sind. Für diese Art von Un-Journalismus sind immer weniger Menschen bereit zu bezahlen, weder auf Papier noch im Netz - und das ist gut so!
    Wirklicher Journalismus findet nur noch in Ausnahmefällen statt
    Denn wie kommt es, dass in einem angeblichen "heißen" Wahlkampfsommer keine wirklichen Alternativen sichtbar werden und in dieser bleiernen Dumpfheit die Nichtwähler fast zur größten Partei werden? Warum können nach den gigantischen Finanzskandalen in den letzten Jahren Schattenbanken, Steueroasen und Hedgefonds fröhlich und ungehindert weiter zocken? Warum musste erst ein Julian Assange kommen, bis mit "Collateral Damage" Kriegsverbrechen im Irak zum Thema wurden? Warum musste ein Edward Snowden dafür sorgen, dass die flächendeckende Ausspähung durch Geheimdienste in den Zeitungen vorkommt?
    Die Fragen ließen sich fortsetzen und laufen alle auf dieselbe Antwort heraus: weil wirklicher Journalismus nicht mehr oder nur noch in Ausnahmefällen stattfindet. Weil eine Handvoll Medienkonzerne und Nachrichtenagenturen die Agenda und die Schlagzeilen sämtlicher Zeitungen vorgeben und noch das kleinste Regionalblatt sich nur durch ein bisschen Lokalkolorit von allen anderen Blättern und den Newsseiten im Netz unterscheidet. Das - und nicht der Wechsel vom Druck auf Papier zur Darstellung auf dem iPad-Schirm - ist der eigentliche Kern der "Zeitungskrise" und die Ursache dafür, dass Bezahlschranken nicht oder nur da funktionieren, wo dem Leser jenseits dieses medialen Einheitsbreis noch Journalismus geboten wird.
    Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum eine Tageszeitung wie die "taz" in Zeiten des grassierenden Zeitungssterbens eine Auflagensteigerung melden kann, warum die dort vor zwei Jahren gestartete Kampagne zum freiwilligen Bezahlen von taz.de das Onlineangebot zwar nicht finanzieren kann, aber zu einer festen Säule der Erlöse geworden ist und warum die taz-Genossenschaft als Besitzerin der Zeitung zunehmend neue Mitbesitzer und Genossenschaftskapital anzieht. Nicht Shareholder-Value, möglichst zweistellige Renditen und finanzieller Gewinn sind der Grund für diesen Trend, sondern der unabhängige Journalismus, den die taz in bescheidenem Rahmen zu pflegen und zu erhalten versucht. Dafür sind Leser auch in Zukunft bereit zu bezahlen - und dies auch nicht nur auf Papier, sondern auch für digitale Produkte. Fast ein Viertel der gedruckten taz-Auflage von 50.000 erreicht die Leser mittlerweile als e-Paper in digitaler Form - deutlich mehr als bei anderen Tageszeitungen Auch dieser Trend zeigt, dass Zeitungen durchaus eine Perspektive haben und dies nicht nur gedruckt, sondern auch digital - sofern sie sich daran erinnern, zu was sie eigentlich da sind...
    Eine solche Rückbesinnung scheint überfällig. Das allfällige Gejammer über das "Zeitungssterben" ist kaum mehr als die Klagen der Steinmetzinnung nach der Erfindung des Papiers. Womit wir es zu tun haben, ist eine Krise des Journalismus. Nach einer Erhebung von Transparency International halten mittlerweile 54 % der Deutschen die Medien für "korrupt oder sehr korrupt", in den USA ermittelte das Project for Excellence in Journalism (PEJ), dass 75% der Amerikaner meinen, Journalisten seien "nicht in der Lage, faktentreu zu berichten".
    Angesichts dieses Tiefststandes der Glaubwürdigkeit wundert es dann nicht, dass zum einen immer weniger Leser bereit sind, für derart korrupten und faktenfreien Pseudo-Journalismus zu bezahlen - und dass zum anderen führende Vertreter der Zunft Whistleblower wie Edward Snowden als "Verräter" bezeichnen, oder, wie der "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe, die "Collateral Damage"-Enthüllungen von WikiLeaks als "Hochverrat" denunzieren. Dies zeigt, wie wenig von dem realen Glaubwürdigkeitsverlust ihrer Branche im Selbstverständnis von Journalisten angerkommen ist - und zu welchen Verdrängungsleistungen die kognitive Dissonanz führt, dass nicht die Journalisten, die eigentlich dafür bezahlt werden, glaubwürdige und relevante Informationen und Aufklärung liefern, sondern Leute wie Julian Assange, Edward Snowden und Bradley Manning, die dafür denunziert, verfolgt und eingesperrt werden. Und das nicht, weil ihre Informationen irrelevant und unglaubwürdig wären, sondern im Gegenteil, weil sie den wichtig und zu aufklärend sind und den in belanglose PR und gesteuerte Propaganda eingebetteten Un-Journalismus entlarven und untergraben. In einer derart verkehrten Medienwelt kann man das Zeitungssterben nur begrüßen - und hoffen, dass aus seiner Asche wieder etwas wächst, das den Namen Journalismus verdient....

  16. 1
    27. August 2013 11:47

    Jetzt weiß ich, was "mit sicherer Hand" heißt: Mit sicherer Hand am Rednerpult festhalten.

  17. Undine
    27. August 2013 11:31

    Oh, da ist mir in meiner Ahnungslosigkeit viel Ärger erspart geblieben! Aber, selbst wenn ich diesen Termin gekannt hätte, hätte ich mir dieses "Kanzlerduell" nicht angetan; was wollten mir denn die zwei Männer vormachen? Daß sie vorgeben, in einer weiteren Legislaturperiode alles besser zu machen als bisher? Warum haben sie diese Chance, ihre Arbeit so gut wie nur irgend möglich für das ihnen anvertraute Land zu machen, bisher nicht entsprechend genützt?

    A.U. schreibt:

    " Sie [Faymann und Spindelegger] reden sich auch öffentlich mit dem kumpanenhaften "du" an (was zwar in der Politik fast alle tun, was aber zumindest bei Fernsehdiskussionen zwischen Profis gerne durch die Distanz des „Sie“ ersetzt wird)."

    Ich bin prinzipiell gegen das schrankenlose DU-Sagen aller mit allen, aber am wenigsten hat diese offenkundige Distanzlosigkeit ---noch dazu zwischen Kontrahenten!) in der Politik verloren, schon gar nicht bei Fernsehauftritten. Das ist KAMERADERIE*, öffentlich (auf plumpe, unsympathische Weise) zur Schau gestellte "Freundschaft", die nie echt und ehrlich sein kann.

    Das Duzen, wie man es unter GUTEN Freunden pflegt---manchmal wird es einem auch aufgedrängt--- ist im vertrauten Kreis angebracht, aber nicht bei öffentlichen politischen Veranstaltungen. Auch hier im Blog finde ich es entbehrlich.

    * Kameraderie: In entsprechenden Verhaltensweisen bewusst vor Augen geführte Kameradschaft, Cliquenbildung (Duden)

    Ach ja, früher sah ich mir gerne politische Sendungen an---mit Jörg Haider. Da war für Spannung gesorgt, da geriet so mancher Gegner ganz schön in die Bredouille! Aber diese Wischiwaschi-Duelle heute sind eine Farce: Schön politisch korrekt, keiner bringt den anderen in Verlegenheit, einer wünscht öffentlich dem anderen alles Gute, obwohl er ihm ---no-na---ein schlechtes Abschneiden wünscht (der Dolch bleibt im Gewande gut versteckt)

    • AGLT (kein Partner)
      28. August 2013 08:02

      Keine Angst, @Undine, wenn es gegen den Strache geht, wirds brutal :-). Aber deswegen nicht interessanter. Weil nix Neues kommen wird.

  18. Greunz
    27. August 2013 10:48

    Danke für diesen Kommentar!
    Quasi vorausschauend habe ich auf die erste Diskussion verzichtet. Mir graut vor der Vorstellung, dass man ab jetzt fast täglich von drei Fernsehsendern mit so einem Schwachsinn, zu 100 % bestehend aus Worthülsen und bestenfalls Stehsätzen "beglückt" wird.
    Da lobe ich mir Servus TV, welche mit ihrer gestrigen Opernübertragung meiner Ansicht nach Fernsehgeschichte geschrieben haben. So etwas ist vom Staatsfunk in hundert Jahren nicht zu erwarten.
    Ich bin schon fast der Meinung, Österreich würde auch OHNE Politiker (und natürlich -innen) funktionieren.

    • Erich Bauer
      27. August 2013 11:03

      Man müßte fast sagen, Österreich funktioniert TROTZ seiner Politiker! Ein weiterer Grund für mich, weswegen ich nicht einsehe irgendeinen dieser Schmierenkomödianten, hochgespielt von den Schmierfinken, zu wählen...

    • Charlesmagne
      27. August 2013 11:21

      Absolute Zustimmung was die Opernübertagung anlangte. Ich habe sie mir auch als Ersatzprogramm ausgewählt und wundere mich warum ich noch immer für den Rotfunk Gebühren zahlen muss. Ich bin nämlich Mitglied keiner Partei und möchte auch diesen verdeckten Beitrag an die Löwelstraßenpropagandaanstalt nicht bezahlen. Muss ich aber von Gesetz wegen - und die ÖVP, was fällt ihr dazu ein?
      Nichts, nichts, nichts, wie auch zu allem anderen - nichts.

      P.S.: Heute im Morgenjournal in Ö1 ein Bericht über die Prozesseröffnung im BEWAG Skandal - dreimal dürfen sie raten ob das Kürzel SPÖ ein einziges Mal vorkam!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  19. Nestor 1937
    27. August 2013 10:42

    Die Millionen des Herrn Stronach bringen uns nur dieses eine Mal (!) die realistische Chance die Koalition der Roten und Schwarzen mit Erfolg abzuwählen.

    Wenn sie keine Mehrheit mehr haben ist ihre Macht gebrochen und sie müssen sich mit anderen an der Futterkrippe die Pfründen teilen, was für das Volk mehr individuelle Freiheit und mehr Mitsprache bedeutet.

    Freilich wird sich der zusammengewürfelte Haufen des Team Stronach noch mehrmals personell verändern, weil das "System" mit allen Mitteln zurückschlagen wird. Es genügt aber, wenn Stronach das Heft in der Hand behält, was heutzutage für einen 80-Jährigen noch jahrelang möglich ist.

    • brechstange
      27. August 2013 10:50

      So ist es, nestor 1937. Geben Sie TS eine Chance, es wäre sehr gut, wenn sich der eine oder andere aufrafft, mitzuarbeiten.

  20. Leo
    27. August 2013 10:27

    Schade um die Zeit! Am 29.9. würde es zählen. Da gäbe es wieder eine Chance zu reagieren. Dazu ein Auszug aus einem aktuellen Presse Interview mit Unterrichtsministerin Schmied:

    Glauben Sie, dass die Mehrheit der Bevölkerung für oder gegen die Gesamtschule ist?
    Ich möchte das Thema nicht zu einer Abstimmungsfrage machen. Ich glaube, dass Überzeugungsarbeit geleistet werden muss und dass gute Beispiele publik gemacht werden müssen.

    Wenn Sie sagen, dass Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, dann impliziert das ja, dass Sie glauben, dass die Mehrheit dagegen ist.
    Ich sage noch einmal: Das ist kein Abstimmungsthema.

    Ihr Parteikollege Michael Häupl kann sich dazu aber sogar eine Volksbefragung vorstellen.
    Der Meinung schließe ich mich nicht an. Ich will keine verkürzte Ja/Nein-Debatte haben.

    Wollen Sie die Bevölkerung durch Überzeugungsarbeit zu ihrem Glück zwingen?
    Nein. Aber ich habe ein Politikverständnis, das einen Gestaltungswillen dokumentiert. Für mich beginnt politisches Handeln nicht mit der Meinungsumfrage, sondern mit Zielvorstellungen. Dann habe ich den Ehrgeiz, die Leute davon zu überzeugen.

    Das heißt, Sie sind kein Fan des Ausbaus der direkten Demokratie.
    Für mich ist Politik eine Form des aktiven Gestaltens. Die größte Form der Volksbefragung und -abstimmung steht am 29. September an.

    Also: Die „größte Form der Volksbefragung und –abstimmung“ steht für Frau Schmied am 29.9. an. Eigentlich richtig und entlarvend zugleich. Denn: Was für diese Truppe (SPÖVP) ausschließlich zählt ist, gewählt zu werden. Dafür ist das Volk gut genug. Nach der Wahl interessiert diese Herrschaften nicht im Geringsten, was die Bevölkerung, was das Stimmvieh will.
    Daher WÜRDE es am 29.9. mehr denn je zählen. Aber so dachte so mancher bereits vor 30 Jahren und zuletzt wieder vor den jüngsten Landtagswahlen (Tirol, Salzburg). Und was war das Ergebnis? … Ein Trauerspiel erster Güte. … Dennoch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • logiker2
      27. August 2013 11:44

      Linke halten von Mitbestimmung des Volkes nichts, der reale Sozialismus im Osten ist doch Beweis genug. Der Kommunismus ist eben nie tot, er kommt einfach in einem anderen Gewand. Wie stark der Westen bereits wieder infiltriert ist, zeigt nicht nur die österr. Realverfassung mit unterwanderter Justiz, bestochene Medien und immer mehr Linkspolitiker in fast allen Parteien, sondern sehr deutlich die EU.

    • Undine
      27. August 2013 13:26

      @logiker2

      "Der Kommunismus ist eben nie tot, er kommt einfach in einem anderen Gewand."

      Auf den Punkt gebracht! Leider ist das den meisten Menschen gar nicht bewußt---z.T. aus geistigem Unvermögen, z.T. aus Bequemlichkeit!

  21. Yoshinori Sakai
    27. August 2013 10:24

    Mir tat es vor allem auch wegen Peter Rabl leid, der sich für seinen Einstand bei Puls 4 in seinem neuen Beruf als Fernsehmoderator sicher etwas Besseres verdient hätte als dieses langweilige Palaver.

    Es hat jemand dieses sogenannte "Kanzlerduell" - aufgeteilt auf mehrere Themen-Kurzvideos (wegen der Einschlafgefahr) - auch auf Youtube gestellt:

    http://www.youtube.com/channel/UCAoWEBQzTOvcqZkHUPv6nCA?feature=watch

  22. Erich Bauer
    27. August 2013 10:23

    Rot/Schwarz haben ihre Beute, noch im KZ ausharrend, brüderlich geteilt. Beide werden von ihren Sozialpartner-Blöcken mit Informationen, Statistiken und Klientelbefindlichkeiten lückenlos und aus erster Hand versorgt. Und beide versorgen ihre jeweilige Klientel zusätzlich in allen Behörden und Ministerien. Damit das Ganze halbwegs rund läuft, füttern Rot/Schwarze-Hände zusätzlich wohlfeile und betuliche Experten. Österreich ist so. Das ist die unabänderliche Verfasstheit dieser Republik. Mit „Reformen“ ist da überhaupt nix zu machen! Oppositionsparteien sind in einem solchen Umfeld eher Groko-Vorfeldorganisationen, die, wenn ihnen ein paar Sessel zugewiesen werden, sich sehr schnell in diesen „Verfassungsbogen“ integrieren…

    Niemand... absolut NIEMAND hat gegen diesen Rot/Schwarzen Hintegrund ("Hinterhalt") auch nur die geringste Chance Österreich zu regieren... oder auch nur irgendeinen nachhaltigen Einfluss darauf zu nehmen. Jede NICHT-Rot/Schwarze Regierung wird gnadenlos auflaufen… an die Wand brettern und unter triumphierenden Groko-Grinsen als Schleim von dort abfließen.

    Wir sollten uns von gewissen Illusionen befreien...

    • Yoshinori Sakai
      27. August 2013 10:26

      @ Erich Bauer

      Und was ist mit dem Team Stronach? - Dem Hecht im Karpfenteich.

    • Erich Bauer
      27. August 2013 10:28

      Was soll mit ihm sein?

    • Erich Bauer
      27. August 2013 10:53

      Team-Stronach.

      Ohne den eigentlichen realpolitischen Hintergrund ("Hinterhalt"), wie Kammern, Gewerkschaft, Behörden, Ministerien, würde dieses Team, selbst bei relevanten Stimmenanteil, bestenfalls "auflaufen"... Für einzelne Groko-Klientelmitglieder möglicherweise ein mäßig ärgerliches Zwischenspiel.

      Die BZÖ-Pool Gefährten werden sehr schnell die Werte des "Verfassungsbogens" schätzen lernen... wenn sie nicht ohnehin schon längst unter diesen Schutzmantel drunter wollen.

    • brechstange
      27. August 2013 10:56

      Für uns, TS, beginnt die Arbeit am 29. September und wenn wir das Vertrauen der Wähler bekommen, werden wir, das was wir sagen auch machen. Gnadenlos werden die anderen sich an uns die Zähne ausbeißen. Mit Transparenz werden wir die Seilschaften ausdünnen und abarbeiten. Glauben Sie mir, Herr Bauer, die Not wird es bringen, dass alle müssen. Daher müssen wir gut aufgestellt sein, gerüstet für das Danach.

    • Erich Bauer
      27. August 2013 11:41

      @brechstange

      Die Worte hör' ich wohl...

      Wie ich oben schon festgehalten habe, ist die Verfasstheit der 2. Republik so wie sie ist. Und diese Verfasstheit hat sich über die Jahrzehnte lückenlos verdichtet. Solange es diese 2. Republik gibt, bleibt sie bis zum Ende so wie sie ist!

      "Aufstellung" und "Rüstung" für DANACH? Hm... Für Was? Gegen Wen? Für Wen? Man muß sich vor Augen halten, daß, sollte diese 2. Republik noch zu unseren Lebzeiten verschwinden, sich auflösen, eben "sterben", sind sämtliche Denkmuster, Vorstellungen und Absichten heutiger Sicht und Verständnis völlig irrelevant... Ich habe keine Ahnung, was eine 3. Republik bringt und wie sie sich gestalten wird. Fest steht für mich nur, daß innerhalb eines solchen Szenarios nicht einmal das derzeitige "Staatsgebiet" sakrosankt bleiben muß...

      Fest steht für mich auch, daß bei einem DANACH sehr, sehr viele Groko-Gegner, hier und andernorts, sich die "Verfasstheit" der 2. Republik wiederum sehnlichst herbeiwünschen...

    • brechstange
      27. August 2013 13:32

      Herr Bauer, die Groko-Befürworter werden erkennen, dass sie wieder Volksvertreter sein müssen. Das werden sie und TS sorgt dafür.
      Ja, ich weiß, man denkt, ich sei blauäugig. Doch der erste Schritt muss eben mitsamt Risiko auch getan werden.

    • logiker2
      27. August 2013 13:37

      Brechstange hat recht, man muß jede Chance, und ist sie noch so klein, unterstützen, um Veränderungen herbeizuführen.

    • Erich Bauer
      27. August 2013 14:07

      @ logiker2

      brechstange hat nicht recht. TS eignet sich als kongenialer "arithmetischer" Wahlhelfer. An den wahren Machtverhältnissen kann und wird er nichts ändern. Auf der Parlamentsbühne kann diese Gruppierung natürlich, weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit, von irgendwelchen "Werten" daherschwafeln... Der beeindruckende Oberkörper des 80jährigen TS-Führers ist natürlich auch prädestiniert für... Supradyn Werbeschaltungen. Das soll jetzt überhaupt nicht abfällig sein... aber... er ist einfach zu spät auf der Bühne. Wenngleich zur richtigen Zeit für die GROKO :-)

      "Weißwähler" machen bei diesem "Regietheater", in dem ein launiges bis kindisches Publikum so gerne "eingebunden" wird... einfach nicht mehr mit! Die "Weißwähler" machen halt bereits jetzt schon "Aufstellung" für DANACH... Mit diesen Schmierenkomödianten jedenfalls nicht. So nicht...

    • Brigitte Imb
      27. August 2013 22:45

      Den Weißwählern empfehle ich dringend nicht "weiß" (kein x auf dem Wahlzettel) zu wählen, also quasi einen "Blankoscheck" auszustellen. Es sollte klar draufgeschrieben werden, daß keine der Alternativen interessant ist, bzw. mindestens das Pamphlet einmal durchstreichen, ungültig machen (obwohl darin liegt wiederum in der späteren Bewertung ein Problem), denn ein X ließe sich beim Auszählen rasch einfügen......Es gilt die Unschuldsvermutung.

  23. Cotopaxi
    27. August 2013 10:03

    Da haben also die Österreicher ein historisches Ereignis auf ihren Bildschirmen miterlebt:
    den ersten Wahlkampfauftritt der "Sozialistischen Einheitspartei Österreichs (SEÖ)"

  24. Gandalf
    27. August 2013 10:03

    Ein etwas längeres Pressefoyer von Kanzler und Vizekanzler - das war der Eindruck, den man bei kurzen, aber ausreichenden Blicken in das sogenannte Kanzlerduell gewinnen konnte. Und die Konkurrenz war stark: Auf Servus eine eigenwillig-experimentelle moderne Inszenierung von Mozarts Entführung, auf RTL immerhin Publikumsliebling Günther Jauch mit der ersten Millionenshow nach der Sommerpause; abgedankt hat offenbar der ORF: Auf dem "einser" die 100. Folge einer amerikanischen Krimiserie, und auf ORF 2 die 101. Folge von Frau Spiras "Liebesg'schichten..."; was man anfänglich vielleicht sogar noch unterhaltsam finden konnte, ist jetzt nur mehr geschmacklos und peinlich. Da waren mir Mozart und Mateschitz schon um Hangars lieber.

  25. Josef Maierhofer
    27. August 2013 09:33

    Den meisten denkenden Österreichern ist hoffentlich inzwischen klar, dass diese Koalition samt den Grünen von der Mehrheit weg muss.

    Enorm viele werden Strache wählen und enorm viele hoffentlich auch Stronach. Möge es für eine Mehrheit der beiden reichen. Mit wem die dann Koalitionen eingehen, sollte dann offen sein.

    Aber so kann es nicht weiter gehen.

    Immerhin haben diese drei genannten Repräsentanten dieser Parteien Österreich an den ESM verraten und dabei das Volk durch Gesetzesumgehung ausgeschaltet.

    Diese Plauderstunden einer arroganten, volksverachtenden Koalition werden hoffentlich vom Wahlvolk richtig gedeutet, nämlich als 'Verarschung'.

    Wollen wir aus dem Schuldensumpf geführt werden und Verwaltung abbauen und in die Nähe einer Schuldenreduktion kommen, muss man 'ST&ST' wählen. Wollen wir noch ein bisschen 'Österreich zuerst' erleben und einen gewissen Schutz unserer Heimat erreichen, dann dürfen wir auch die 'Volksverräter' (aus Dummheit, Ideologie, Arroganz, etc.) nicht wählen.

    Personalmangel werden dann weder Strache noch Stronach nach so einem Wahlausgang haben, die Vernünftigen unter den Politikern werden sich auch an einer solchen Mehrheitsregierung beteiligen, so viel wage ich zu prognostizieren.

    Und um den unvernünftigen Rest ist meines Erachtens ohnehin nicht schade.

  26. oberösi
    27. August 2013 09:28

    Kanzlerduell? wann? wo? das war schon? na macht nichts, in 5 jahren gibts ja wieder eines.....

  27. dssm
    27. August 2013 09:23

    Wenigstens sind die beiden ehrlich! Man sollte auch das Positive erwähnen.
    Das die SPÖVP zumindest in den Bundesgremien nur aus gestandenen Sozialisten besteht ist allgemein bekannt, warum also künstlich auf 'Wahlkrampf' machen?
    Da sind uns die Deutschen eindeutig unterlegen. Bei denen haben zwar die 'staatstragenden' Parteien das absolut gleiche Programm, tun aber so, als ob es Unterschiede gäbe. Wobei gerade die Merkel CDU es glänzend versteht, die Wahlkampfschlager der Gegner als eigene Agenda auszugeben.

    Im Resultat bleibt es aber völlig egal ob nun Kuschelwahlkampf oder großes Getöse, die Steuern werden hinaufgehen, die staatlichen Kernleistungen noch mieser werden, die Pensionen werden wohl sinken müssen, das Schuldenmachen geht weiter, Geld wird weiter gedruckt werden, die 'Helferei' Richtung Süden geht weiter, die Bürokratie wird mehr werden, wir bleiben ein Zuwandererland, die Medienbestechung wird eher mehr werden, die einäugig blinde Justiz wird weitermachen, der Rotfunk wird weitermachen wie gehabt, ach ja und schuld ist natürlich die böse EU!

    • werauchimmer
      27. August 2013 14:20

      ... schuld ist natürlich die böse EU!

      Ja - eh! Weil nur die EU es ermöglicht, dass demokratische Entscheidungsfindungsprozesse umgangen werden. Nur im EU-Apparat hat das österreichische Elektorat nichts zu sagen, gestalten tut die Kommission, häufig auf Zuruf des Rates, und das EP darf ein bisserl Manderln machen und verzögern bwz auch entschärfen, aber nicht gemäß den Vorstellungen des österreichischen Elektorates, wie sie im innerösterreichischen Kräfteverhältnis ihren Niederschlag finden sollten - ich sage "sollten", denn tatsächlich werden die EU-Machinationen der Systemparteien ja in keinem Wahlprogramm offengelegt.

    • dssm
      27. August 2013 15:01

      @werauchimmer
      Ist es nicht umgekehrt? Entscheiden tun die Regierungschefs und Minister, wenn da einer ein Veto einlegt, geht rein gar nichts - das tun die aber selten. Alles was die Sozialingenieure uns antun wollen wird in den EU-Ministerräten, also auch von unseren Damen und Herrn Ministern, gemeinsam beschlossen, dann von den EU-Beamten umgesetzt, dann den lokalen, also auch den österreichischen, Behörden zur Begutachtung vorgelegt, eventuell modifiziert wegen diverser Einwände der Nationalstaaten, dann nochmals den Landesverwaltungen vorgelegt und abgesegnet und dann erst unter großem Geschrei bei uns eingeführt, wobei genau dann die verantwortlichen Politiker schon immer dagegen waren?!?!

      Wobei die Beschlüsse unserer Minister daheim im Ministerrat bereits vorgegeben werden.
      Die Antworten der Beamten auf die vorgeschlagenen Texte ebenfalls dem Minister zur Kenntnis gebracht werden. Eventuelle Änderungen der vorgeschlagenen Texte werden auch bei uns besprochen und nach Brüssel zurückgesandt, die Verhandlungen über Änderungen (eigene und die der anderen) finden auch unter beiziehen aller(!) Vertreter statt.

      Also nix mit Diktatur der Brüsseler Eurokraten, die werden nur gut bezahlt um den ganzen Dreck der lokalen Potentaten umzusetzen und die ‚Verantwortung’ (und wohl auch Schläge) für fremde Fehlleistungen zu übernehmen.

    • werauchimmer
      27. August 2013 21:08

      @ dssm:

      Ja, Sie haben den Sager "...schuld ist natürlich die böse EU" offenbar ironisch gemeint und wollten darauf anspielen, dass das Übel bei den Zuständen in den Nationalstaaten seinen Ausgang nimmt.

      Manche wollen mit ähnlichen Worten aber auch die EU entlasten.

      Das Versteckspiel (- hinterher waren immer alle Politiker dagegen -) wird aber nur durch die EU-Mechanismen möglich gemacht. Keiner, der auf EU-Ebene für etwas einzustehen verspricht, und keiner, der dafür Rechenschaft ablegen müsste. - Das ist eine derart verdünnte Demokratie, dass sie mit dem Sowjetsystem vergleichbar ist, wo es ja auch (bloße) Abstimmungsspielchen gegeben hat!

  28. LF
    27. August 2013 09:19

    Ein Aspekt wurde bisher überhaupt nicht erwähnt: die teilweise grauenhafte Rhetorik und Grammatik Faymanns! Der Unterschied zwischen "da" und "weil" scheint sich z.B. noch nicht bis zu ihm herumgesprochen zu haben, auch die Abhängigkeiten zwischen Haupt- und Gliedsätzen dürft ihm weitgehend unbekannt sein. Dass er "je - umso" statt "je - desto" verwendet - meine Güte, wer wird denn so pingelig sein? Ich fürchte nur, dass er mit seinem Gestammel bei vielen Wählern sehr gut ankommt, denn sie können es ja auch nicht besser. Und ich höre schon die Argumente vieler Schüler, denen vielleicht ein doch noch guter Deutschlehrer derartige Fehler anstreicht: "Aber das hat doch sogar der Bundeskanzler im Fernsehen so gesagt!"

    • Undine
      27. August 2013 10:29

      @LF

      Ich hab' zwar die bewußte Sendung nicht gesehen, kann mir aber gut vorstellen, wie sehr jemand leidet, wenn er Faymann quaken hört, geradeso, als hätte er nie (guten!) Deutsch-Unterricht genossen. Ich fürchte nur, daß Deutsch-Professoren selber im Unterricht solche Fehler en masse machen --- und es nicht einmal merken! Dafür sind sie sicher perfekt, was das "Gendern" anbelangt! Mir geht's wie Ihnen.....

  29. Herby
    27. August 2013 08:46

    Die wirklichen Aufregerthemen der österreichischen Bundes-Innenpolitik kommen ja in letzter Zeit nicht durch Regierungsvorlagen und entsprechende Bundesgesetze, sondern:

    Irgendjemand fechtet ein bestehendes Bundesgesetz vor dem Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof an, diese kommen zu einem Erkenntnis.

    Und dann gibt es Handlungsbedarf für die Bundesregierung weil sie dieses und jenes Gesetz eben reparieren müssen - nach den Vorgaben der Höchstgerichte.

    Das war bei den Studiengebühren so und vorher schon bei der Erbschaftssteuer.

    Meine Frage also: Regiert in Österreich in Wahrheit der Verfassungsgerichtshof? - Während das was man unter 'Regierung' versteht die Hände abwartend in den Schoß legt? Und darauf wartet dass sie reagieren kann?

    Und sollte man dieses Gremium das man bisher als 'Regierung' bezeichnet wurde nicht umbenennen in:

    "Reagierung" ?

  30. mike1
    • Riese35
      27. August 2013 09:23

      Ja, Schmied verspürt sogar den Drang, Unterricht und Wissenschaft in ihrer Person zu vereinen. So legen die Roten die ideologische Latte bereits jetzt.

      Wie könnte oder müßte eine adäquate Antwort der ÖVP darauf aussehen: z.B. Gudrun Kugler als Bildungsministerin, oder als Frauen- und Familienministerin! Nicht Schilcher oder Haider, oder gar komplettes Desinteresse am Bildungsbereich mit der Formung der nächsten Generation. Dann würde sogar ich wieder zu überlegen beginnen, wen ich wählen sollte.

    • Undine
      27. August 2013 09:38

      @mike1

      Herzlichen Dank für den Link!
      Wie lange müssen wir dieses Frauenzimmer noch ertragen? Müssen wir wirklich zusehen, wie sie mit aller Gewalt unserer Jugend jede Chance nimmt?

      Ein Leserbrief von einer Frau, die sich so ihre Gedanken macht---als Lehrerin UND als Mutter unter dem Pseudonym "Grummel" und die offensichtlich weiß, wovon sie spricht---vernichtend für Claudia Schmied:

      "Gesamtschule
      Als Lehrerin und Mutter sehe ich die Gesamtschulidee aus zwei verschiedenen Blickwinkeln.
      Als Lehrerin wehre ich mich jetzt mit Händen und Füßen gegen diese unsinnige Idee, das bin ich meinen zukünftigen Schülern schuldig. Ist diese Entwicklung allerdings nicht mehr zu stoppen und muss ich wirklich in einer Gesamtschule unterrichten, werde ich weiterhin mein Bestes geben! Auch das bin ich meinen zukünftigen Schülern schuldig!
      Als Mutter bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mit dem Sparen anzufangen - für eine Privatschule!

  31. numerus clausel
    27. August 2013 08:12

    Zur selben Zeit liefen "Die Simpsons" mit neuen Folgen auf Pro7. Waren spannender und mit mehr Niveau als das, was ich beim kurzen Umschalten in den Werbepausen vom Pseudomaturanten bei diesem "Duell" gesehen habe.

  32. Politicus1
    27. August 2013 08:07

    Meine Entscheidung habe ichbereits getroffen:
    erstmals schaue ich mir diesmal kein einziges "Kandidatenduell" oder "Politikerverhör" österreichischer Kandidaten an.
    Wahrscheinlich werde ich mir ein solches der deutschen Politprofis ansehen - rein interessehalber ...

    Schlusssatz:
    was ich Spindi und Wernerle am meisten übel nehme:
    dass sie sich die Politpfründenzeit von vier auf fünf Jahre verlängert haben, ohne auch nur eine Tag davon zu nutzen. Und dass sie nicht einmal daran dachten, mit einer Wahlreform die politische Entscheidungskraft in Ö. endlich zu stärken und das ewige Patt des gemeinsamen Nichtstuns zu verlassen.

    • Brigitte Imb
      27. August 2013 22:51

      Die Politpfründezeit hat doch Gusi "geschaffen" , "Werner (+) Spindelegger" durften das zum ersten Mal voll auskosten.

  33. terbuan
    27. August 2013 07:35

    Gar nicht einschalten, das war meine Devise!
    Was soll man denn von den beiden "Freunden" noch erwarten?
    Einer blasser und nichtssagender als der andere, zwei überbezahlte und unterqualifzierte Parteisoldaten klammern sich an die Macht, ein elendes Schauspiel!

    Die Merkel macht es ganz anders, sie tourt durch die Lande, spielt die souveräne Bundes-Mama mit der "Staatsfrau"-Aura und ignoriert ihre schwachen Gegner weitestgehend.

    Dieses politische Personal, hüben wie drüben, wird den kommenden Herausforderungen in keiner Weise gewachsen sein, auch die Merkel nicht.
    Schönreden und Verdrängen war dann gestern, Heulen und Zähneknirschen wird das Thema sein!

    • terbuan
      27. August 2013 07:45

      Wer dennoch masochistische Lust verspürt, sich dieses "Scheinduell" anzusehen, hier der Link zu Puls 4:
      http://www.puls4.com/video/guten-abend-oesterreich/play/2185716

    • Brigitte Imb
      27. August 2013 22:58

      terbuan,

      wir brauchen/bräuchten diesen ganzen Wahlwerbungsquatsch nicht, ist doch nur Show - frei nach dem Motto "Der beste Mieme ist gesucht". Diese Herrschaften und Innen sollten gute Arbeit für ihre Bevölkerung machen, dann käme der Erfolg von alleine und für die Richtigen.
      Leider gestaltet sich Politik seit Langem komplett anders - Selbstzweck für sämtliche Akteure. WELTWEIT.

  34. simplicissimus
    27. August 2013 07:05

    Ich freu mich schon so auf nach der Wahl:
    Werner Spindelegger werden nach Erfuellung ihrer genderhomosexuellenumvolkungsüberschuldungsgesellschaftsverbesserungsaufgabe weiter nichts tun müssen, Hatschi Bratschi wird weiter in der Badehose herumlaufen und Evi sowie Strohfeuer, wenn nicht irrtümlich in eine Chaotenampelkoalition gewählt, weiter ihre salbungsvollen Sauberkeits- und Werteerklärungen abgeben.
    Herr Normalösi wird noch heftigere Magengeschwüre bekommen während Schuldenberge und Gängelungsvorschriften wachsen und die Umverteilung zur Verschwendung gedeiht.
    Uneinigkeit macht schwach. Unwillen zur schmerzhaften Entschlußfassung zementiert den Status quo.
    Wir haben es nicht besser verdient.

    • brechstange
      27. August 2013 11:00

      Es wird sich hoffentlich was verändern, zum Positiven. Auch wenn es heute noch nicht so ausschaut, ich bin zuversichtlich.

  35. Observer
    27. August 2013 06:37

    Mich erinnert dies alles an die früheren kommunistischen Ostblockstaaten. Dort waren politische Wahlen immer eine Farce. Man hatte zwar auch ein paar Alternativkandidaten aufgestellt, aber der Ausgang der Wahl stand schon vorher fest. Mich würde nicht wundern, wenn diesmal die Wahlbeteiligung so niedrig wie noch nie sein wird. Eine kleine Hoffnung habe ich noch, dass SPÖ und ÖVP zusammen doch keine 50% der Abgeordneten stellen werden und damit gezwungen sind, eine andere Koalition zu formen.
    Diese beiden hochnasigen Spitzenpolitiker müssen am 29.09. abgestraft werden. Das ist die Pflicht jedes demokratisch gesinnten Österreichers!

    • Riese35
      27. August 2013 09:25

      Ja, aber bitte gleich so, daß sich Rot-Schwarz-Grün auch nicht ausgeht.

    • dssm
      27. August 2013 09:32

      Sie sehen also die Zukunft Österreichs in den Händen einer SPÖVP/Grünen-Koalition?
      Man könnte sicherheitshalber noch die FPÖ dazupacken, dann wären die ganzen Sozialisten in einer Regierung vereint.
      Das Gezänk zwischen Grünen und FPÖ wäre sicherlich sehenswert, beide wollen das Gleiche, aber müssen immer wenn der eine etwas vorschlägt das Gegenteil behaupten. :=)

    • Riese35
      27. August 2013 15:41

      @dssm: Sie nehmen also die FPÖ auch gleich dazu. Ich glaube Sie sogar zu verstehen und wahrscheinlich teile ich sogar Ihre Motivation. Ich könnte Ihnen jetzt auch eine lange Liste aufzählen, was mir an der FPÖ nicht gefällt und wo ich echte Probleme sähe.

      Nur: Wir haben halt nur ein beschränktes Angebot, aus dem ausgewählt werden kann. Und in ganz wesentlichen Punkten vertritt die FPÖ vollkommen konträre Positionen zum heutigen Homo-/Gender-Einheitsbrei. Viele dieser Positionen sind Positionen, die einstmals die ÖVP oder ihre Vorgänger vertreten haben. Ein differenziertes Schulsystem mit echter Wahlfreiheit und ohne Zwang zu Kinderkrippen und staatlichen Erzeihungsanstalten ist ganz und gar nicht sozialistisch. Daß nur die Ehe zwischen Mann und Frau Vorrechte genießt, weil sie - und auf natürliche Weise nur sie - das "Nest" für die nächste Generation bereitstellen und dafür Verantwortung übernehmen kann, war bis jetzt auch immer ein vollkommen unbestrittener Grundsatz unserer Kultur. SPÖVP/Grüne haben sich davon bereits verabschiedet.

      Hier geht es um den Kern unserer Gesellschaft, den bis jetzt immer nur totalitäre Systeme mit der Schaffung eines "neuen Menschen" und der Zerstörung der Familie anzugreifen gewagt haben. Hier geht es um das "Nest", aus dem die nächste Generation hervorgeht. Hier geht es um die Bewahrung unseres kulturellen Erbes, um den Respekt vor dem, was wir von unseren Vorfahren übernommen haben.

      Die einzig halbwegs ernst zu nehmende, wahlwerbende Partei, die diese Positionen noch am ehesten - als Gesamtpartei - vertritt, ist - leider - die FPÖ. Man kann nur hoffen, daß sich nach der Wahl dann die vernünftigen Kräfte zusammentun und so manches dumme Ansinnen in totalitär-sozialistischem Sinne nicht verwirklicht wird.

  36. Pumuckl
    27. August 2013 02:19

    SCHWARZ - ROT wäre nur geringfügig weniger schlecht als ROT - SCHWRZ.

    Wenn das Feundespaar aber auch noch GRÜN in die Regierung nehmen müßte, wäre das für Österreich der WORST CASE!

    Bei der geringen Professionalität der ganzen Sendung, erschien mir Peter Raabl
    als blasser Lichtblick

    • Riese35
      27. August 2013 09:11

      Dann käme noch das Mariahilferstraßenchaos auf Bundesebene hinzu. O Maria hilf! Maria hilf uns allen, aus dieser großen Not.

      Aber bitte nicht daraus den Schluß ziehen, daß man Rot und Schwarz wählen müßte, um den WOST CASE mit Grün zu verhindern.

  37. Peter Brauneis
    27. August 2013 02:02

    Ich melde mich eigentlich nur, weil mich der dümmliche Friedens-Schmäh der Euro-Fanatiker aufregt. Kein Wunder, daß solche peinlichen SPÖVP-Kollektiv-Beschwörungen von der Hälfte der Zuschauer negativ bewertet wurden. Immer mehr (auch im teilsouveränen Deutschland) halten sich Sprecher/Innen/Erer des EU-Protektorats für intelligent, wenn sie auftragsgemäß herumlügen, der Euro sei alternativlos. Weil ohne Euro kein Frieden! Bravo, diesen schätzt jeder. Wenn Nehmerländer so listig argumentieren, absolut plausibel. Wer will denn nicht auf Kosten anderer sich einen schönen Tag machen. Aber die Geberländer?

    Mit solchen Begründungen aber werden - argumentum e contrario - etwa Schweden und Schweizer als kriegslüstern denunziert. Weil deren selbstbewußte Regierungen der Ausbeutung durch die Euro-Profiteure einen Riegel vorschieben?

    Nebenbei: Gar so friedlich war der Besuch von FDJ-Merkel in Griechenland ja auch wieder nicht. Doch sichtlich ist dieses Argument in Brüssel erfunden worden und muß nun allerorten nachgebetet werden. Aber nur dann, wenn Politiker ihre Wähler für dumm halten. Ich halte es für unflätig, wenn die Friedenssehnsucht von Menschen als Vorwand für ihre finanzielle Ausbeutung mißbraucht wird.

  38. kakadu
    27. August 2013 01:43

    Unser Land hätte sich wahrlich etwas Besseres verdient, als dieses völlig hilf- und orientierungslose Politikerduo, das mehr an "Pat und Patachon" erinnert, als an führungsstarke Volksvertreter.

    Es scheint nicht mehr verhinderbar, daß nach dem 29. September die Textstelle in unserer Bundeshymne "vielgeprüftes Österreich" das traurige Motto für die nächsten 5 Jahre wird.

  39. Brigitte Imb
    27. August 2013 01:14

    Zum Glück habe ich für diesen Quatsch keine Zeit verschwendet. Hier wird dem Publikum lediglich eine miese Show geboten, eine politische.
    Warum auch sollte man sich derartiges "Kasperltheater" ansehen, wo doch die Ämter kurz vor der Wahl bereits unter den Grokonellen aufgeteilt werden.

    Ich bin mir so klar darüber wen ich wähle, daß ich weder die ORF Wahlkabine, noch substanzlose, gestellte Politikerdiskussionen über mich ergehen lassen muß. Parteien die einem ESM zugestimmt haben, also der bedingungslosen, finanziellen Unterwerfung, kommen nicht infrage.

  40. Haider
    27. August 2013 01:06

    Die streichelweiche Habererpartie zwischen Spindelegger und Faymann war entlarvend. Gerade, daß sie sich am Schluß nicht küßten. Faymann versuchte alles niederzulächeln und Spindelegger tänzelte um jeden heißen Brei herum. Weiterwursteln/Machterhalt scheinen oberstes/einziges Politikziel zu sein. Solche Entscheidungsträger sind eine einzige Katastrophe für Österreich!
    Diesmal waren sogar die Analysen des bundesdeutschen "Körpersprache-Profis" wie jene des OGM-Chefs punktgenau: -> einfach fad; -> einfach wählerverhöhnend; -> einfach chuzpe (wie unsere Freunde der IKG sagen würden)!

  41. Pete Sahat
    27. August 2013 01:03

    Statt "Kanzlerduell" hätte man die Sendung auch "Stellungnahme der SPÖVP" nennen können.





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