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Fußnote 471: Keine Züge in Mainz

Angeblich sind Urlaube und plötzliche Krankenstände die Ursache der Bahnpanne.

Die wahre Ursache ist jedoch die Unflexibilität einer Staatsbahn unter starkem Gewerkschaftseinfluss. Denn jeder halbwegs gut geführte Privatbetrieb plant Personalentwicklungen voraus, und er „zwingt“ (Achtung: böse Ausbeuter!) seine Mitarbeiter zur Flexibilität. Das heißt: Man würde – im konkreten Fall – mehr Fahrdienstleiter und Zugsführer ausbilden, als man normalerweise braucht, und setzt diese anderwärtig - nicht nur zum Daumendrehen ein, hat sie aber dadurch in der Stunde des Bedarfs zur Verfügung. Und überhaupt kein Problem gäbe es, wenn – wie ebenfalls in fast jedem Privatbetrieb – die Deutsche Bahn (natürlich gegen satten Kostenersatz) Mitarbeiter in der Stunde der Not, die ja immer durch blöde Zufälle schlagen kann, zum Abbruch des Urlaubs und zu Überstunden veranlassen würde. Aber das ist laut den Bahngewerkschaftern völlig unzumutbar.

PS: Nie beweisbar wird das Gerücht sein, dass die plötzliche Krankheitswelle mit den Bundestagswahlen zusammenhängt, wo ja der SPD der Abhörskandal überhaupt nichts genützt hat. Zumindest nicht, seit klar ist, dass auch schon unter SPD-Regierungen heftig gelauscht worden war. Irgendwie möchte man ja noch einmal so einen schönen Wahlkampfgag wie den Stuttgarter Bahnhof herbeiinszenieren.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2013 07:08

    Für mich besteht der Verdacht, dass dies eine von Betriebsrat/Gewerkschaft bewusst geführte Kampfmaßnahme ist und als Warnung an die Geschäftsleitung verstanden werden soll. Leider ist es heutzutage leicht möglich, sich "krankschreiben" zu lassen und dies wird auch wenig auf Richtigkeit überprüft. Genau genommen, fallen solche Methoden (auch Streiks) unter dem Begriff Erpressung, werden aber als legal betrachtet.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2013 09:24

    Überstunden, Abbruch des Urlaubs, Mehrarbeit, aber Herr Dr. Unterberger !

    Wie kann man so was überhaupt in den Mund nehmen, das ist doch politisch völlig unkorrekt und verletzt die 'wohlerworbenen' Rechte.

    Wo kommen wir da hin, da könnte ja jeder kommen und mich zur Arbeit (die ich tunlichst vermeide) zwingen ? Da stehe die Gewerkschaft bevor.

    Ja, so weit sind wir in Europa schon. Nach der Vertreibung der Arbeit kommt die Ächtung und Verhinderung der Arbeit.

    Ich habe schon recht, wenn ich sage, die Gewerkschaften haben den größten Anteil an der Zerstörung Europas.

  3. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2013 07:07

    natürlich versuchen die sozn, dass der regierung merkel in die schuhe zu schieben.
    für mich ziemlich offensichtlich: die gewerkschaften nutzen den fall und arbeiten an wahlhilfe für die linken...

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2013 09:53

    Man beachte, dass sich am Bahnstreit die Auflösung des Parlaments entzündete. Damals vor 80 Jahren.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2013 08:48

    Die Deutsche Bahn muss sparen, in den letzten 10 Jahren hat sie das Personal im Fernverkehr halbiert, vorher gab es zu viele Bahnbedienstete, jetzt offensichtlich zu wenige. Echte oder künstliche Krankenstände verschärfen dann das Problem.
    Viel schlimmer sind die Auswirkungen der immer wieder durchgeführten
    Warnstreiks die Gewerkschaft EVG, die ihre zumeist überhöhten Lohnforderungen auf dem Rücken der Reisenden vom Unternehmen erpressen will und dann noch zynisch verkündet:
    „Wir wollen die Reisenden nicht treffen, wir wissen, dass wir die Reisenden treffen werden.”
    Ob sich die SPD damit Vorteile im Wahlkampf verschafft ist allerdings mehr als zweifelhaft!

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    14. August 2013 08:41

    Wer in Geschichte aufgepasst hat kennt dieses Schema! In den USA haben die Gewerkschaften die Bahnen auch im Griff gehabt. Als dann durch Streiks und folgend hohe Löhne für zweitklassig motivierte Mitarbeiter die volkswirtschaftlichen Probleme begannen, hat der 'Gute Vater Staat' die Bahnen mit immer neuen Regulierungen zugeschüttet, jede echte Privatinitiative verhindert – natürlich nur zum Wohle der Betroffenen. Die Interventionsspirale lief frisch fröhlich dahin, bis jeder Lohn, jede Arbeitszeit, alle Fracht- und Ticketkosten, die Fahrpläne vorgeschrieben waren.

    Am Ende musste der Staat die Masse der Bahnen komplett unter seine Fittiche nehmen oder mittels Subventionen am Leben halten.

    Wird wohl der DB jetzt auch so gehen, eine Frechheit, wie kann man nur eine Infrastrukturleistung privat betreiben und dann auch noch Gewinn machen! Ein Affront an die Sozialisten in allen Parteien.

  7. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. August 2013 15:46

    Ein besonderer Klugscheißer erteilte ja eben meiner jüngsten Anmerkung eine Zensur. Das läßt mich ein paar ergänzende Bemerkungen nachreichen, sozusagen als Beleg, wie berechtigt seine "Kritik" war.

    In Österreich wurde von Haselsteiner die private Westbahn ins Leben gerufen. Das ist möglicherweise gutes Business. – Warum? Weil auf dieser Strecke ein ständig hohes Passagieraufkommen zu erwarten ist.

    Die staatspolitischen Ziele einer Erschließung des g a n z e n Landes mit einer bis in die dünner besiedelten Gebiete reichenden Infrastruktur – mit gleichförmigen Preisen! – ist aber etwas, das unter dem Ökonomischen Kalkül ein absoluter Nonsense wäre. Darum gibt es auch keine Westbahn nach Fürstenfeld oder Rohrbach.

    Wer also die Privatisierung als Allheilmittel gegen diesen oder jenen Kritikpunkt fordert, nimmt offenbar viel gravierendere künftige Probleme in Kauf.

    Ähnlich ist es auch mit der Stromerzeugung und –versorgung. Der möglicherweise kurzfristige Vorteil einen billigeren Anbieter zu bekommen, wird mit nicht sofort (und dem Laien überhaupt nicht) erkennbaren Nachteilen erkauft. Es ist nicht immer klar, warum anderswo die Preise niedriger sind; es könnte sein, daß man damit Konkurrenten verdrängen will und so erst recht Monopole schafft. Aktuell bedeutet es, daß manche – angesichts der Energieknappheit wünschenswerte – Kraftwerke zu „stranded investments“ werden, eine Buchhalter-Sichtweise. Andrerseits wird die Netzsteuerung erheblich komplexer, was regionale bis flächendeckende Zusammenbrüche nach sich ziehen wird. Die Folgen (und Kosten) sind gar nicht abschätzbar. In Österreich galt früher als eines der obersten Ziele der E-Wirtschaft die langfristige Energieversorgung zu sichern. Solche Ziele sind im reinen Profit-Wettbewerb nicht mehr aufrecht zu halten.

    Im Zuge des US-Enron-Skandals zeigte sich, wie die wirklichen Auswirkungen dieser Politik waren: katastrophal für die Wirtschaft, mit einer Volatilität der Preise wie sonst nur im Casino der „financial markets“. Natürlich nach oben.

    Um nochmals auf die Bahn zurück zu kommen: viele wirtschaftlichen Probleme rühren aus obiger Aufgabenstellung, nämlich auch nicht profitable Verbindungen aufrecht zu halten.

    Ein vielleicht noch gravierenderes Problem ist der Wettbewerb mit dem Automobil. Die Schnelligkeit und Flexibilität ist hier unschlagbar. Es besteht auch der Verdacht, daß die Infrastruktur trotz Maut hier n i c h t wirklich kostendeckend mitgetragen wird. Es ist ja so, wie dies Romig in seinen „Ideologischen Elementen der neoklassischen Theorie“ beschrieben hat, daß kein Unternehmen in Wahrheit auch nur die wahren Kosten seiner Produkte und Dienstleistungen kennt, geschweige denn einen „richtigen“ Marktpreis kalkulieren könne. Damit liegt die Vermutung nahe, daß auch hierin ein wichtiger Grund liegt, daß der am Schluß sichtbare Abgang schließlich über Staatszuschüsse abgedeckt werden muß.

    Ich verteidige damit nicht die unberechtigten Privilegien bei der Bahn, wie frühes Pensionsantrittsalter, oder sonstige kritikwürdige Auswüchse. Es ist nur so, daß die sichtbaren Probleme weder eindimensionale Ursachen haben, und schon gar nicht einfältige Lösungen, wie hier manchmal der Anschein erweckt wird.

    Die Umsteuerung - weg von der Straße, hin zur bahn - ist aber deshalb so schwierig bis unmöglich, weil in Deutschland jeder 7. Arbeitsplatz von der Auto-Industrie abhängt, man würde schwere Erschütterungen auslösen, würde beim Individualverkehr und den Transportflotten eingegriffen. Also gibt es weder Rahmenbedingungen, die die Massengüter von der Straße verbannen, noch ist der öffentliche Nahverkehr leistungsfähig genug, die Arbeitermassen täglich zu bewegen.

    Daß in Mainz möglicherweise auch ein Spielchen getrieben wird, mag sein. Wer hier aber aller die Hände mit im Spiel hat, ist nicht so offensichtlich, wie getan wird. Und, was ich schon vorhin meinte: es ist ein größeres Wunder, daß diese komplexe Organisation funktioniert – wenn auch mit manchen Pannen, als daß eine Panne wie Mainz aufgetreten ist.

    Im Grunde genügen „Kleinigkeiten“, daß in den Megagroßstädten ein chaotischer Zusammenbruch erfolgt, aber in unserer Technik und Fortschrittsgläubigkeit haben wir dies verdrängt. Es wäre klüger Mainz zum Anlaß zu nehmen einmal darüber – und an die Reversion der gigantomanischen Konzentrationen nachzudenken.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. August 2013 15:46

    Ein besonderer Klugscheißer erteilte ja eben meiner jüngsten Anmerkung eine Zensur. Das läßt mich ein paar ergänzende Bemerkungen nachreichen, sozusagen als Beleg, wie berechtigt seine "Kritik" war.

    In Österreich wurde von Haselsteiner die private Westbahn ins Leben gerufen. Das ist möglicherweise gutes Business. – Warum? Weil auf dieser Strecke ein ständig hohes Passagieraufkommen zu erwarten ist.

    Die staatspolitischen Ziele einer Erschließung des g a n z e n Landes mit einer bis in die dünner besiedelten Gebiete reichenden Infrastruktur – mit gleichförmigen Preisen! – ist aber etwas, das unter dem Ökonomischen Kalkül ein absoluter Nonsense wäre. Darum gibt es auch keine Westbahn nach Fürstenfeld oder Rohrbach.

    Wer also die Privatisierung als Allheilmittel gegen diesen oder jenen Kritikpunkt fordert, nimmt offenbar viel gravierendere künftige Probleme in Kauf.

    Ähnlich ist es auch mit der Stromerzeugung und –versorgung. Der möglicherweise kurzfristige Vorteil einen billigeren Anbieter zu bekommen, wird mit nicht sofort (und dem Laien überhaupt nicht) erkennbaren Nachteilen erkauft. Es ist nicht immer klar, warum anderswo die Preise niedriger sind; es könnte sein, daß man damit Konkurrenten verdrängen will und so erst recht Monopole schafft. Aktuell bedeutet es, daß manche – angesichts der Energieknappheit wünschenswerte – Kraftwerke zu „stranded investments“ werden, eine Buchhalter-Sichtweise. Andrerseits wird die Netzsteuerung erheblich komplexer, was regionale bis flächendeckende Zusammenbrüche nach sich ziehen wird. Die Folgen (und Kosten) sind gar nicht abschätzbar. In Österreich galt früher als eines der obersten Ziele der E-Wirtschaft die langfristige Energieversorgung zu sichern. Solche Ziele sind im reinen Profit-Wettbewerb nicht mehr aufrecht zu halten.

    Im Zuge des US-Enron-Skandals zeigte sich, wie die wirklichen Auswirkungen dieser Politik waren: katastrophal für die Wirtschaft, mit einer Volatilität der Preise wie sonst nur im Casino der „financial markets“. Natürlich nach oben.

    Um nochmals auf die Bahn zurück zu kommen: viele wirtschaftlichen Probleme rühren aus obiger Aufgabenstellung, nämlich auch nicht profitable Verbindungen aufrecht zu halten.

    Ein vielleicht noch gravierenderes Problem ist der Wettbewerb mit dem Automobil. Die Schnelligkeit und Flexibilität ist hier unschlagbar. Es besteht auch der Verdacht, daß die Infrastruktur trotz Maut hier n i c h t wirklich kostendeckend mitgetragen wird. Es ist ja so, wie dies Romig in seinen „Ideologischen Elementen der neoklassischen Theorie“ beschrieben hat, daß kein Unternehmen in Wahrheit auch nur die wahren Kosten seiner Produkte und Dienstleistungen kennt, geschweige denn einen „richtigen“ Marktpreis kalkulieren könne. Damit liegt die Vermutung nahe, daß auch hierin ein wichtiger Grund liegt, daß der am Schluß sichtbare Abgang schließlich über Staatszuschüsse abgedeckt werden muß.

    Ich verteidige damit nicht die unberechtigten Privilegien bei der Bahn, wie frühes Pensionsantrittsalter, oder sonstige kritikwürdige Auswüchse. Es ist nur so, daß die sichtbaren Probleme weder eindimensionale Ursachen haben, und schon gar nicht einfältige Lösungen, wie hier manchmal der Anschein erweckt wird.

    Die Umsteuerung - weg von der Straße, hin zur bahn - ist aber deshalb so schwierig bis unmöglich, weil in Deutschland jeder 7. Arbeitsplatz von der Auto-Industrie abhängt, man würde schwere Erschütterungen auslösen, würde beim Individualverkehr und den Transportflotten eingegriffen. Also gibt es weder Rahmenbedingungen, die die Massengüter von der Straße verbannen, noch ist der öffentliche Nahverkehr leistungsfähig genug, die Arbeitermassen täglich zu bewegen.

    Daß in Mainz möglicherweise auch ein Spielchen getrieben wird, mag sein. Wer hier aber aller die Hände mit im Spiel hat, ist nicht so offensichtlich, wie getan wird. Und, was ich schon vorhin meinte: es ist ein größeres Wunder, daß diese komplexe Organisation funktioniert – wenn auch mit manchen Pannen, als daß eine Panne wie Mainz aufgetreten ist.

    Im Grunde genügen „Kleinigkeiten“, daß in den Megagroßstädten ein chaotischer Zusammenbruch erfolgt, aber in unserer Technik und Fortschrittsgläubigkeit haben wir dies verdrängt. Es wäre klüger Mainz zum Anlaß zu nehmen einmal darüber – und an die Reversion der gigantomanischen Konzentrationen nachzudenken.


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  1. Jaylon (kein Partner)
  2. Tatiana (kein Partner)
  3. Cami (kein Partner)
    20. Januar 2015 22:49

    If your aritlces are always this helpful, "I'll be back."

  4. Halil (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:29

    This in'gshtis just the way to kick life into this debate.

  5. wolf (kein Partner)
    17. August 2013 22:45

    "Das heißt: Man würde – im konkreten Fall – mehr Fahrdienstleiter und Zugsführer ausbilden, als man normalerweise braucht, und setzt diese anderwärtig - nicht nur zum Daumendrehen ein, hat sie aber dadurch in der Stunde des Bedarfs zur Verfügung."

    es stellt sich mir die Frage, ob A.U. jemals in einem Privatunternehmen gearbeitet hat. Gerade dort ist es nämlich (mittlerweile) faktisch unmöglich mit Überkapazitäten zu fahren (selbst wenn es gelegentlich Sinn machen würde). Die Nicht-Daumendreher würden dann eben beim Nicht-Daumendrehen fehlen, denn auch dort werden sie ja schließlich gebraucht. Wäre dem nicht so (würden sie also doch Daumen drehen) würde das wieder Überkapazität bedeuten: ein Todesstoß für jedes Unternehmen (kostentechnisch und - wie bei der DB - bezüglich zukünftigem shareholder value).

    Der Anti-Gewerkschafts-Beissreflex des A.U. schnappt hier gewaltig ins Leere.

  6. Francois Villon (kein Partner)
    15. August 2013 15:46

    Ein besonderer Klugscheißer erteilte ja eben meiner jüngsten Anmerkung eine Zensur. Das läßt mich ein paar ergänzende Bemerkungen nachreichen, sozusagen als Beleg, wie berechtigt seine "Kritik" war.

    In Österreich wurde von Haselsteiner die private Westbahn ins Leben gerufen. Das ist möglicherweise gutes Business. – Warum? Weil auf dieser Strecke ein ständig hohes Passagieraufkommen zu erwarten ist.

    Die staatspolitischen Ziele einer Erschließung des g a n z e n Landes mit einer bis in die dünner besiedelten Gebiete reichenden Infrastruktur – mit gleichförmigen Preisen! – ist aber etwas, das unter dem Ökonomischen Kalkül ein absoluter Nonsense wäre. Darum gibt es auch keine Westbahn nach Fürstenfeld oder Rohrbach.

    Wer also die Privatisierung als Allheilmittel gegen diesen oder jenen Kritikpunkt fordert, nimmt offenbar viel gravierendere künftige Probleme in Kauf.

    Ähnlich ist es auch mit der Stromerzeugung und –versorgung. Der möglicherweise kurzfristige Vorteil einen billigeren Anbieter zu bekommen, wird mit nicht sofort (und dem Laien überhaupt nicht) erkennbaren Nachteilen erkauft. Es ist nicht immer klar, warum anderswo die Preise niedriger sind; es könnte sein, daß man damit Konkurrenten verdrängen will und so erst recht Monopole schafft. Aktuell bedeutet es, daß manche – angesichts der Energieknappheit wünschenswerte – Kraftwerke zu „stranded investments“ werden, eine Buchhalter-Sichtweise. Andrerseits wird die Netzsteuerung erheblich komplexer, was regionale bis flächendeckende Zusammenbrüche nach sich ziehen wird. Die Folgen (und Kosten) sind gar nicht abschätzbar. In Österreich galt früher als eines der obersten Ziele der E-Wirtschaft die langfristige Energieversorgung zu sichern. Solche Ziele sind im reinen Profit-Wettbewerb nicht mehr aufrecht zu halten.

    Im Zuge des US-Enron-Skandals zeigte sich, wie die wirklichen Auswirkungen dieser Politik waren: katastrophal für die Wirtschaft, mit einer Volatilität der Preise wie sonst nur im Casino der „financial markets“. Natürlich nach oben.

    Um nochmals auf die Bahn zurück zu kommen: viele wirtschaftlichen Probleme rühren aus obiger Aufgabenstellung, nämlich auch nicht profitable Verbindungen aufrecht zu halten.

    Ein vielleicht noch gravierenderes Problem ist der Wettbewerb mit dem Automobil. Die Schnelligkeit und Flexibilität ist hier unschlagbar. Es besteht auch der Verdacht, daß die Infrastruktur trotz Maut hier n i c h t wirklich kostendeckend mitgetragen wird. Es ist ja so, wie dies Romig in seinen „Ideologischen Elementen der neoklassischen Theorie“ beschrieben hat, daß kein Unternehmen in Wahrheit auch nur die wahren Kosten seiner Produkte und Dienstleistungen kennt, geschweige denn einen „richtigen“ Marktpreis kalkulieren könne. Damit liegt die Vermutung nahe, daß auch hierin ein wichtiger Grund liegt, daß der am Schluß sichtbare Abgang schließlich über Staatszuschüsse abgedeckt werden muß.

    Ich verteidige damit nicht die unberechtigten Privilegien bei der Bahn, wie frühes Pensionsantrittsalter, oder sonstige kritikwürdige Auswüchse. Es ist nur so, daß die sichtbaren Probleme weder eindimensionale Ursachen haben, und schon gar nicht einfältige Lösungen, wie hier manchmal der Anschein erweckt wird.

    Die Umsteuerung - weg von der Straße, hin zur bahn - ist aber deshalb so schwierig bis unmöglich, weil in Deutschland jeder 7. Arbeitsplatz von der Auto-Industrie abhängt, man würde schwere Erschütterungen auslösen, würde beim Individualverkehr und den Transportflotten eingegriffen. Also gibt es weder Rahmenbedingungen, die die Massengüter von der Straße verbannen, noch ist der öffentliche Nahverkehr leistungsfähig genug, die Arbeitermassen täglich zu bewegen.

    Daß in Mainz möglicherweise auch ein Spielchen getrieben wird, mag sein. Wer hier aber aller die Hände mit im Spiel hat, ist nicht so offensichtlich, wie getan wird. Und, was ich schon vorhin meinte: es ist ein größeres Wunder, daß diese komplexe Organisation funktioniert – wenn auch mit manchen Pannen, als daß eine Panne wie Mainz aufgetreten ist.

    Im Grunde genügen „Kleinigkeiten“, daß in den Megagroßstädten ein chaotischer Zusammenbruch erfolgt, aber in unserer Technik und Fortschrittsgläubigkeit haben wir dies verdrängt. Es wäre klüger Mainz zum Anlaß zu nehmen einmal darüber – und an die Reversion der gigantomanischen Konzentrationen nachzudenken.

    • cmh (kein Partner)
      16. August 2013 10:43

      Eigentlich halte ich es ja für sinnlos, mich mit dem genialen F.V. anzulegen.

      1. Er beginnt mit einem argumentum ad hominem (wenn auch ignotum).
      2. Leider habe ich keine Möglichkeit, beim scrollen durch diese Beiträge in autoritärautokratischer Länge, die einem Fidel Castro alle Ehre gemacht hätte zwecks Überblicks auch noch Notizen zu machen.
      3. Auch ohne ins INhaltlich gehen zu wollen ist leicht festzustellen, dass er wieder einmal vom Hundertsten in Tausendste kommt, ja man beginnt sich zu fragen, ob F.V. seine eigenen Beiträge überhaupt liest. Wahrscheinlich nicht, denn dann hätte er keine Zeit dieses Geschwurbel auch zu schreiben.
      4. Es ist für niemanden angenehm, als "besonderer Klugscheißer" tituliert zu werden, auch wenn das von einem ebensolchen kommt.

    • F.V. (kein Partner)
      17. August 2013 19:06

      Es ist ganz erheiternd festzustellen, daß sich cmh auch dann – zurecht – angesprochen fühlt, wenn er gar nicht genannt wird.

      Weiters, daß er zwar die Beiträge in Grund und Boden verdammt, freilich ohne ein einziges konkretes Gegenargument vorbringen zu können, sich aber doch von meinen nicht fern halten kann. – Er muß, außer, daß er ein geistiger Taglöhner ist, auch noch Masochist sein, sich das angesichts seines längst feststehenden Urteils überhaupt „anzutun“.

      Daß cmh mit der Logik Schwierigkeiten hat und daher aus seinen krausen Prämissen noch dümmere Conclusiones zieht ist bedauerlich. Könnte er wenigstens 1 + 1 richtig zusammenzählen, hätte die Lektüre mancher Beiträge am Ende vielleicht sogar pädagogische Erfolge.

      Über die Titulierung „Klugscheißer“ muß sich cmh doch nicht aufregen. Es sollte sich lieber freuen, daß ich ihn überhaupt einer Erwähnung würdige. Normalerweise geschieht dies mit Brösel-Aufklaubern wie cmh nicht, tragen diese doch nichts zur Erhellung in einer Diskussion bei.

      Am Schluß noch Tröstlichers: Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.

  7. Dr. Knölge (kein Partner)
    15. August 2013 14:56

    Die DB hat bald 300.000 Mitarbeiter. Ich soll jetzt glauben, daß in Mainz 5 oder 10 Fahrdienstleiter fehlen?

    Es ist meine feste Überzeugung, daß hier eine Inszenierung stattfindet. Wer da alles die Finger im Spiel hat und ob die Wahl eine Rolle spielt, darüber will ich nicht spekulieren, wohl aber über mögliche Motive.

    Die Bahn erhält jährlich mehrere Milliarden aus Steuermitteln. Natürlich ist es nicht genug, das sieht man schon am viel zu geringen Personalbestand, ist doch ersichtlich. Und das kriegen wir jetzt schmerzlich zu spüren.

    Behörden und öffentliche Unternehmen verfahren nach dem gleichen Grundsatz. Im einfachsten Fall werden einfach Akten nicht bearbeitet, bis neue Leute eingestellt werden. Das funktioniert immer. Es geht auch komplizierter. In meiner Stadt (tiefrotgrün) wird die Müllabfuhr umgestellt. Das neue Gebührensystem soll jetzt die Grundstücksgröße mitberücksichtigen, das ist gerechter, Mieter zahlen weniger, besonders in 10-stöckigen Hochhäusern, 1-Fam.-Hausbesitzer mehr. Also muß ein Kataster über alle Grundstücke her. Dafür werden angeblich nur für drei Jahre 100 Mitarbeiter neu eingestellt. Die Preise steigen, die Abfuhr erfolgt nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch alle zwei Wochen. Rotgrün rechtfertigt sich damit, daß es woanders sogar noch teurer ist.

    Gleiches erleben wir jetzt mit der Bahn. Es geht um Steuergelder, Fahrpreiserhöhungen und Machtdemonstrationen. Was denn auch sonst?

  8. Tito (kein Partner)
    15. August 2013 11:50

    Unterberger!
    Ich hoffe Sie erleiden einen qualvollen Tod

    • Rechter Freichrist (kein Partner)
      15. August 2013 14:12

      Andreas Unterberger hat zumindest teilweise recht. Allerdings muss nicht nur eine rechtskonservative Politik etabliert werden. Sondern auch eine nicht-grüne Ökopolitik.

    • Josip der andere (kein Partner)
      15. August 2013 17:35

      Tito!
      Sie selbst sind ja schon gestorben, qualvoll, und nicht einmal die Jovanka hat Ihnen nachgetrauert. Was solls also?

    • peter789 (kein Partner)
      16. August 2013 10:21

      Und ich hoffe, dein Geisteszustand bessert sich bald wieder...

  9. peter789 (kein Partner)
    15. August 2013 10:26

    Zitat :"Von 15 Fahrdienstleitern haben sich 8 krankgemeldet, 4 sind auf Urlaub..."
    Das klingt eher nach gewerkschaftlicher Kampfmaßnahme bzw. krank feiern. Wir haben schließlich Hochsommer und keine Grippewelle!

    Warum passieren solche Dinge immer nur in staatlichen Betrieben? Unterstützt von verständnisvollen Medienberichten.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    15. August 2013 10:11

    Eine so simple „Analyse“ der merkwürdigen Zustände in Mainz kommt mir mehr als unglaubwürdig vor. Auch ist die ach so „plausible“ Ursachenzuschreibung als sozialistische/gewerkschaftliche Wahlkampf-Sabotage zu billig.

    Mich hat immer schon erstaunt, wie ein so unerhört komplexes Gebilde mit exakten Ankunfts- und Abfahrts-Zeiten unter der Bedingung nicht planbarer Ereignisse im ganzen Land (und, da die Bundesbahn ja auch in internationale Netze eingebunden ist, europaweit) überhaupt so gut funktioniert, wie es meist funktioniert.

    Die – glaubhaften – Erklärungen, daß der Abbau von Personal vor allem unter dem Aspekt des Ökonomischen Kalküls (also des kapitalistischen obersten und einzigen Gesetzes) erfolgte, beweist ja weniger das „Versagen“ der Bahn als „Staats“-Bahn, sondern vielmehr jenes, das für „privat“ geführte Unternehmen, als die man die Bahn ja zwecks „Going public“ herrichten/“aufmascherln“ wollte.

    Da dieses Ziel – die Privatisierung der Bahn - in der BRDDR ja nicht nur eines der CDU sondern eigentlich aller Parteien ist, könnte man durchaus auch den ganz anderen Verdacht äußern, wenn man schon eine Sabotage als Grund der Mainzer Pannen unterstellt, daß damit die allfälligen Widerstände gegen eine Privatisierung der „Staats“-Bahn gebrochen werden sollen, eben mit den Argumenten, wie sie Journaillisten, wie Unterberger, wohlfeil unters Volk bringen.

    • Villois Francon (kein Partner)
      15. August 2013 13:41

      Eine so tumbe „Analyse“ des Unterberger'schen Artikels kommt mir mehr als unglaubwürdig vor. Auch ist die ach so „plausible“ Ursachenzuschreibung als proantineoliberale Wahlkampf-Sabotage zu billig. Der übliche F.V.-Unsinn also.

    • F.V. (kein Partner)
      15. August 2013 13:52

      Muß wohl doch ins Schwarze getroffen haben, wenn ich solch aufgeregte Rückmeldungen - begründungslos - bekomme.

  11. P.F. (kein Partner)
    15. August 2013 07:57

    Meine Erfahrungen mit der Deutschen Bahn (vor der Vereinigung: Deutsche Bundesbahn) mache ich seit über 55 Jahren. Die längste Zeit davon hat sie ALS STAATSBETRIEB sehr gut funktioniert (meist weit besser als die ÖBB); die jetzigen Pannen, die man sich noch vor zehn Jahren nicht hätte vorstellen können, als "typisch Staatsbetrieb" zu beurteilen ist reiner Unsinn; eher haben wohl die Kommentatoren recht, die die Ursache in dem Bestreben sehen, alles den primitivsten Grundbegriffen der Marktwirtschaft unterzuordnen (was übrigens gerade in Deutschland und auch in Großbritannien parteiübergreifend geschehen ist, siehe die Achse Blair-Schröder). Ob auch gewerkschaftliche Wahltaktik dahinter steht, kann ich nicht beurteilen; jedenfalls hat es schon in den letzten zwei Jahren, lange vor dem heurigen Wahltermin, große technische (!) Schwierigkeiten mit den ICE-Zügen gegeben.

  12. Kapuzerer (kein Partner)
    15. August 2013 07:45

    "Denn jeder halbwegs gut geführte Privatbetrieb plant Personalentwicklungen voraus, "
    Nein, das stimmt nicht! Da kenn ich mehrere Betriebe in meiner Umgebung, z.B. Gastgewerbe, wenn da die Köchin (in diesem Falle ist das meine Frau) ausfällt dann steht die Mühle! Da werden sogar Kranke "besucht" (oh welch nette Geste), iin Wahrheit genötigt als Kranker zur Arbeit zu erscheinen!
    (Ich warte schon drauf dass da geschrieben wird: kann nicht sein, gibts nicht, ist alles gelogen - sowas tun Unternehmer doch nicht!)

    • Gerald M. (kein Partner)
      15. August 2013 14:21

      Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich ... wenn in kleinen Gasthäusern die einzige Köchin ausfällt, steht der Laden. Stimmt. Aber in einem Betrieb mit zigtausenden Mitarbeitern wie der DB hat dieser "Ausfall" IMHO einfach ein G'mäckle ... zum Glück werden durch die technische Entwicklung a la long immer weniger von diesen "Beamten" benötigt ...

  13. Brigitte Kashofer
    14. August 2013 22:27

    anderwärtig - oder anderweitig?

  14. RR Prof. Reinhard Horner
    14. August 2013 13:28

    reinhard.horner@chello.at

    Bitte die Mehrzahl an Ursachen zu sehen:

    - eine fortgesetzte schlechte Unternehmensführung!

    - systemische Faktoren im Staatsbetrieb!

    - Ausnützung gewerkschaftlicher Macht (unter parteipolitischem Einfluss) für ein eklatantes Fehlverhalten!

    - mangelhaftes Aufgaben- und Verantwortungsbewusstsein, mangelnde Verbundenheit mit der Arbeit und der Arbeitsgemeinschaft in der Belegschaft?

    Was wir nicht tun sollten: die Anteile an gewerkschaftlichem Fehlverhalten pauschal als systemtypisch aufrechnen. Im Extrem könnten wir damit Vorgängen Vorschub leisten, die die Arbeitnehmervertretungen von ihren Aufgaben und Verantwortungen, von ihren wesentlichen Leistungen entfernen.

  15. brechstange
    14. August 2013 09:53

    Man beachte, dass sich am Bahnstreit die Auflösung des Parlaments entzündete. Damals vor 80 Jahren.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      14. August 2013 14:01

      reinhard.horner@chello.at

      Die "Auflösung des Parlaments" 1933 hatte wohl diese drei Ursacehn:

      * die parteipolitische Dummheit der drei Nationalratspräsidenten, allen voran Dr. Karl Renner,

      * die Schockstarre oder jedenfalls nicht rechtzeitige Tätigkeit zur Wiederbelebung bei den Parlamentariern und beim Bundespräsidenten, was dem

      + Bundeskanzler Dr. Dollfuß die Gelegenheit zur Ausschaltung in die Hand gespielt hat

      * bis zur Einberufung des verbliebenen NR-Rests zur Entgegennahme der ständischen Verfassung "im Namen Gottes, von dem alles Recht ausgeht".

      Ein Beispiel, wie leicht und wie rasch es gehen kann, wenn die Aufgaben und Verantwortungen der staatlichen Instanzen nicht genügend ernst genommen werden. Es war das ja auch die Zeit, als Josef Goebbels vom Parlament als Quatschbude sprach. (Heute gibt es bei uns Leute, welche die Parlamentarier pauschal als Pöbel bezeichnen.)

    • brechstange
      14. August 2013 15:03

      Der Funken war der Tarifstreit, die Folge war eine Mischung aus Machtstreben, Überheblichkeit und Dummheit. Die Rolle des Miklas war ja eine sehr fadenscheinige, er war natürlich den Parteien verpflichtet, die ihn ins Amt hoben, damals wählte ihn noch die Bundesversammlung, obwohl bereits 1929 die Volkswahl verankert wurde, aber eine Wahl nach dieser Ordnung nicht mehr stattfand. Man fürchtete aus meiner Meinung nach fadenscheinigen Gründen das Volk. Heute fangen sie schon wieder an, aus eigenem Machtdenken heraus das Volk zu fürchten. Ein fataler Fehler. Ich kann nur sagen, sie haben nichts, schon gar nichts gelernt die ach so staatstragenden Parteien.

  16. Josef Maierhofer
    14. August 2013 09:24

    Überstunden, Abbruch des Urlaubs, Mehrarbeit, aber Herr Dr. Unterberger !

    Wie kann man so was überhaupt in den Mund nehmen, das ist doch politisch völlig unkorrekt und verletzt die 'wohlerworbenen' Rechte.

    Wo kommen wir da hin, da könnte ja jeder kommen und mich zur Arbeit (die ich tunlichst vermeide) zwingen ? Da stehe die Gewerkschaft bevor.

    Ja, so weit sind wir in Europa schon. Nach der Vertreibung der Arbeit kommt die Ächtung und Verhinderung der Arbeit.

    Ich habe schon recht, wenn ich sage, die Gewerkschaften haben den größten Anteil an der Zerstörung Europas.

  17. terbuan
    14. August 2013 08:48

    Die Deutsche Bahn muss sparen, in den letzten 10 Jahren hat sie das Personal im Fernverkehr halbiert, vorher gab es zu viele Bahnbedienstete, jetzt offensichtlich zu wenige. Echte oder künstliche Krankenstände verschärfen dann das Problem.
    Viel schlimmer sind die Auswirkungen der immer wieder durchgeführten
    Warnstreiks die Gewerkschaft EVG, die ihre zumeist überhöhten Lohnforderungen auf dem Rücken der Reisenden vom Unternehmen erpressen will und dann noch zynisch verkündet:
    „Wir wollen die Reisenden nicht treffen, wir wissen, dass wir die Reisenden treffen werden.”
    Ob sich die SPD damit Vorteile im Wahlkampf verschafft ist allerdings mehr als zweifelhaft!

  18. dssm
    14. August 2013 08:41

    Wer in Geschichte aufgepasst hat kennt dieses Schema! In den USA haben die Gewerkschaften die Bahnen auch im Griff gehabt. Als dann durch Streiks und folgend hohe Löhne für zweitklassig motivierte Mitarbeiter die volkswirtschaftlichen Probleme begannen, hat der 'Gute Vater Staat' die Bahnen mit immer neuen Regulierungen zugeschüttet, jede echte Privatinitiative verhindert – natürlich nur zum Wohle der Betroffenen. Die Interventionsspirale lief frisch fröhlich dahin, bis jeder Lohn, jede Arbeitszeit, alle Fracht- und Ticketkosten, die Fahrpläne vorgeschrieben waren.

    Am Ende musste der Staat die Masse der Bahnen komplett unter seine Fittiche nehmen oder mittels Subventionen am Leben halten.

    Wird wohl der DB jetzt auch so gehen, eine Frechheit, wie kann man nur eine Infrastrukturleistung privat betreiben und dann auch noch Gewinn machen! Ein Affront an die Sozialisten in allen Parteien.

  19. Observer
    14. August 2013 07:08

    Für mich besteht der Verdacht, dass dies eine von Betriebsrat/Gewerkschaft bewusst geführte Kampfmaßnahme ist und als Warnung an die Geschäftsleitung verstanden werden soll. Leider ist es heutzutage leicht möglich, sich "krankschreiben" zu lassen und dies wird auch wenig auf Richtigkeit überprüft. Genau genommen, fallen solche Methoden (auch Streiks) unter dem Begriff Erpressung, werden aber als legal betrachtet.

    • schreyvogel
      14. August 2013 08:31

      Man nennt sie "Dienst nach Vorschrift".

    • Josef Maierhofer
      14. August 2013 09:18

      @ Observer

      Kommt auf den Arbeitsvertrag an, im privaten Normalbereich wäre die Flexibilität ausgehandelt (etwa Siemens: jeder Mitarbeiter muss im Ernstfall an jedem Dienstort von Siemens tätig sein), aber beim 'Steinzeitbeton' Flexibilität verlangen ?

      Das mit dem Krankschreiben ist eine Untugend der Ärzteschaft (die um Klientelverlust fürchtet), nämlich alles zu verschreiben, was die Klientel wünscht.

      So ist es auch beim Pensionieren.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      15. August 2013 08:00

      Ja leider wird die an und für sich gute Einrichtung des Krankenstandes häufig mißbraucht! Und dann wundern sich die Gewerkschafter etc. dass es Bestrebungen gibt den Leuten auf die Zehen zu steigen! Liebe Gewerkschafter, wie wäre es mit einem Aufruf und mit Warnung vor dem Mißbrauch des Krankenstandes und anderer sozialer Errungenschaften?
      Den Gewerkschaftern ins Stammbuch: Wollt Ihr die sozialen Errungenschaften erhalten dürft Ihr sie nicht mißbrauchen! Andernfalls werden sie über kurz oder lang fallen!

  20. mike1
    14. August 2013 07:07

    natürlich versuchen die sozn, dass der regierung merkel in die schuhe zu schieben.
    für mich ziemlich offensichtlich: die gewerkschaften nutzen den fall und arbeiten an wahlhilfe für die linken...





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