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Das Zeitungssterben: Ursachen und Folgen

Jetzt ist es in vielen Ländern Europas und in den USA Schlag auf Schlag gegangen. Das, was sich schon seit fast 20 Jahren wie ein Gewitter am Medienhimmel drohend angesammelt hat, ist mit lautem Getöse losgegangen: Der Niedergang, das Sterben von Zeitungen und Zeitschriften ist gleich an mehreren Orten schlagend geworden. Was aber ist schuld? Und vor allem: Was wird bleiben, was wird kommen?

Die Details sind vielfach durch die Medien gegangen. Sie reichen vom Tod des „Newsweek“-Magazins bis zum Verschleudern der „Washington Post“ an einen Internet-Tycoon, vom Tod der „Financial Times Deutschland“ bis zur Weggabe der meisten Zeitungen des renommierten Springer-Verlags. Und das sind nur die bekanntesten Namen.

Weltweit sind seit Ausbruch der Krise Hunderte Tages- und Wochenmedien eingegangen. Damit ist die Zeitungsbranche die weitaus am härtesten von der Krise getroffene Industrie. Das zeigt, dass es hier um weit mehr geht als um bloße Kollateralschäden einer Konjunkturkrise. In Frankreich etwa kann keine einzige Zeitung ohne Regierungsgelder mehr positiv bilanzieren. Daher ist man eigentlich fast schon erstaunt, dass es noch kein EU-Programm zur Förderung der Zeitungen gibt (etwa nach Art der Solarpaneele) . . .

Nur in Österreich ist in der großen Strukturkrise der Zeitungen bisher kein Blatt eingegangen. Das mag verblüffen. Das ist aber leicht erklärbar: Denn parallel mit der Zunahme der Krise ist ab 2007 die Finanzierung durch politische Inserate hinaufgefahren worden. Das Geld kam vor allem aus dem Dunstkreis der Gemeinde Wien, aber seit Werner Faymann in der Regierung ist, auch aus Ministerien beider Couleurs und aus staatlichen Betrieben (natürlich kam es in Wahrheit immer vom Steuer- und Gebührenzahler, aber der wird ja nie gefragt). Zumindest bis zum Wahltag wird sich daran auch gewiss nichts ändern. Mit anderen Worten: Viele Verlage haben sich auf die Prostitution verlegt. Von der kann man ja ganz gut leben. Eine Zeitlang.

Interessant ist nur, dass kaum jemand kritisch darüber schreibt. Aber im Grund haben ja alle mehr oder weniger Bestechungsdreck am Stecken. Da berichtet man nicht über den Dreck am Stecken des Konkurrenten.

Die Papierzeitung wird überleben – aber ganz anders

Um mit der Zukunft zu beginnen, eine scheinbar beruhigende Annahme: Es wird auch in etlichen Jahrzehnten trotz des Internets noch Papier-Zeitungen geben.

So wie das Fernsehen das Kino nicht umgebracht hat. So wie Schallplatte/CD/VHS/DVD nicht den Andrang zu Livekonzerten reduziert haben (ganz im Gegenteil). So wie der starke Aufstieg von Plastikgeschirr und -möbeln in den 50er Jahren keinen langfristigen Tod für Metall, Glas und Holz bedeutet hat (obwohl der damals in Hinblick auf die Verwendung in Küche und Haus prophezeit worden war). Im Gegenteil: Metall, Glas und Holz symbolisieren heute edle Qualität und sind auch viel teurer als die billige Plastik-Massenware.

Freilich wird sich, wie es bei all diesen Beispielen aus anderen Bereichen in irgendeiner Form der Fall war, auch das Zeitungswesen fundamental verändern. Verändern müssen.

Auf der einen Seite wird es das billige Gratisprodukt ohne jeden Tiefgang, jeden Objektivitätsanspruch geben. Dort zahlt der Käufer nichts. Klare Folge: Die Verlage sehen sich nicht dem Leser verpflichtet, sondern Inserenten und/oder Parteien.

Das wird sich in der (nicht sehr großen und heute schon bekannten) Bandbreite zwischen einem Spar-Prospekt und jenem bedruckten Papier abspielen, auf dessen erster Seite „Heute“ oder „Österreich“ steht. Die Masse wird glauben, informiert worden zu sein, hat aber doch nur Opium fürs Volk, hat doch nur Manipulation und politische wie kommerzielle Verführung konsumiert. Denn: Was nichts kostet, ist auch nichts wertet. There is no free lunch.

Traurige Aussichten für Lokalzeitungen

Kaum überleben werden hingegen die meisten Lokalzeitungen. Die lokalen Anzeigen (Gebrauchtautos, Wohnungen, Arbeitsplätze usw.) werden fast zur Gänze ins Internet wandeln.

Die schnellen Agenturinformationen werden dasselbe tun. An diese Entwicklung haben ja die Zeitungen selbst das Publikum gewöhnt: Haben sie doch alle fast die gleichen Agenturnachrichten gratis ins Internet gestellt. Die Konsumenten werden kaum mehr überzeugt werden können, dass es eines Tages doch wieder sonderliche Unterschiede zwischen den Zeitungen geben könnte. Sie werden daher immer weniger bereit sein, für Sushi-Informationen wieder zu zahlen. Denn selbst wenn die Zeitungen wieder eigenständiger werden sollten, wird die schnelle Nachricht irgendwo immer gratis erhaltbar sein, und sei es nur als Marketing-Gag.

Der einzige zukunftsfähige Asset der Lokalzeitungen wären breite, kritische, unabhängige Berichte über Vorgänge in Stadt und Region. Aber gerade das haben zumindest in Ostösterreich praktisch alle Zeitungen aufgegeben: Wenn man so viel Geld (vor allem von der Gemeinde Wien, aber auch von anderen Landesregierungen) bekommt, ist es denkunmöglich, eine glaubwürdige Lokalberichterstattung zu haben.

Die ganz neu entdeckte Qualität

Überleben werden Qualitätsmedien. Das werden freilich nicht die heutigen Qualitätsmedien sein. Sie werden sich zumindest grundlegend ändern müssen. Sie werden zielgruppengenauer sein müssen. Sie werden sich ganz bewusst mit einer Leser-Minderheit am Markt begnügen. Sie werden sich für diese anspruchsvolle Minderheit auf weit höhere Qualität konzentrieren müssen, schreiberisch wie recherchemäßig.

Das heißt keineswegs: höhere Quantität, dickere Umfänge. Im Gegenteil. Die Qualitätszeitungen der Zukunft werden sich im Dienst einer intellektuellen, aber zeitknappen Elite ganz auf die Aufgabe konzentrieren müssen, das herauszufiltern, was wirklich wichtig ist. Journalismus muss daher auch vom Wissen und der Allgemeinbildung der Akteure her wieder zu einem elitäreren Beruf werden.

Vor allem aber werden die Qualitätsmedien der Zukunft selbst die leichteste Abhängigkeit von Inserenten oder gar von politischem Geld vermeiden müssen. Vielleicht werden sie gut daran tun, sogar total inseratenfrei zu werden. Das heißt in jedem Fall, dass sie auch deutlich teurer sein müssen.

Jene Minderheit, die wirklich gut, seriös und qualitativ informiert sein will, der wird das jedoch auch zweistellige Euro-Beträge pro Exemplar einer Zeitung/Zeitschrift wert sein (in heutigem Geldwert). Aber eben nur dann, wenn er, der Leser, absolut sicher sein kann, dass er der einzige Auftraggeber der Redaktion ist. Und nicht in Wahrheit bestenfalls Nummer zwei hinter irgendwelchen Inserenten, Druckkostenbeiträgern und Kooperationspartnern.

Einige Erfolge der Zukunft hat schon begonnen

Ohne jetzt noch allzu lange, ideale – und wirtschaftlich funktionsfähige! – Zeitungskonzepte der Zukunft ausbreiten zu wollen, einige Hinweise, dass es solche schon da und dort gibt. (Übrigens, weil sonst gleich wieder gestänkert würde: Ich habe mit keiner der hier genannten Zeitschriften irgendetwas zu tun)

So war der deutsche „Cicero“ einige Jahre lang sehr erfolgreich mit höchster Qualität unterwegs (bevor man dort SPD-Politiker mit Jobs zu versorgen begann, was dem Heft natürlich jede Glaubwürdigkeit nahm). So werden mit Sicherheit der englische „Economist“ und der deutsche „Spiegel“ überleben. Eben weil sie Topqualität bieten, die man in Österreich weder in der Wirtschaftsberichterstattung noch in den politischen Seiten auch nur annähernd findet.

So ist in Österreich „Servus in Stadt und Land“ extrem erfolgreich. Seine (nie ausgesprochene) Zielgruppenorientierung: Frauen über 40 mit Liebe zum Land, zur Schönheit, zur Qualität, die an den üblichen Zeitungsinhalten weniger interessiert sind. Das ist eine große, dennoch sonst total vernachlässigte Gruppe. „Servus“ ignoriert trotz seines primär weiblichen Publikums total den sonst üblichen Promi-, Skandal-, Kosmetik- und Modeschwachsinn. Es orientiert sich am Ruhigen, am Heimatverbundenen, am Schönen. Während das für die anderen Medien lauter Igitt-Worte sind, tut „Servus“ dies sogar ziemlich perfekt. Das Heft aus dem Haus Red bull hat dadurch mitten in der Krise den steilsten Auflagenerfolg der letzten Jahrzehnte erzielt. Und zwar ohne Gewinnspiele und sonstige Mätzchen, sondern nur mit Qualität und Hirn.

Die wichtigsten Ursachen

Fragt man nach den Ursachen des Zeitungssterbens, dann liegen die wichtigsten auf der Hand. Das ist vor allem das Internet – in dem Sie ja auch diese Analyse lesen: Das Internet hat noch viel mehr Zukunft vor sich, als wir heute ahnen. Von den kommerziellen bis zu den redaktionellen Angeboten.

Das Internet tut sich aber – zumindest vorerst – freilich schwer mit der Finanzierung rein redaktioneller, nicht fremdgesteuerter Angebote, die über solche kleine, aber erfolgreiche Nischen hinausgehen.

Das Internet wird in den nächsten Jahrzehnten noch ein weiteres Problem bekommen. Es wird in seiner Qualitätsanmutung hinter echtes Papier zurückfallen. Nachdem heute fast schon jeder Arbeiter mit zwei Bildschirmen werkt, dürfte die Anmutung von Modernität, die heute Smartphones oder IPads noch haben, total an Strahlkraft verlieren.

Überdies wird das Internet weiter ein Tummelplatz für Desinformationen, Geheimdienste, Schleichwerbung, Pornographen, Spammer, Virenproduzenten und ähnliche Schädlinge bleiben. Aber dennoch ist Faktum: Das Internet wird den Zeitungen schwer schaden. Und das Internet wird vom Mist bis zur höchsten Qualität Vieles zu bieten haben.

Inserenten und Bestecher

Eine weitere Ursache des Zeitungssterbens ist die schon angesprochene Beeinflussung des Inhalts durch den Kommerz. Natürlich sind klar gekennzeichnete Inserate nichts Böses. Aber die kommerziellen und politischen Inserenten und erst recht die scheinbar im Hintergrund bleibenden „Kooperationspartner“ haben in den letzten Jahren immer öfter mit Erfolg versucht, auch auf redaktionelle Inhalte Einfluss zu nehmen. Sobald aber die Leser einmal gemerkt haben, „Die schreiben ja nur deshalb so, weil da im Hintergrund Geld fließt“, schwindet das Vertrauen rapide. Egal ob das kommerzielles oder politisches (=Steuer)Geld ist. Der Leser fühlt sich hineingelegt und getäuscht, auch wenn er es vielleicht erst mit Zeitverzögerung merkt.

Von den ganz üblen Misswüchsen einer neuen Verlegergeneration, wo nicht nur die Inserenten Einfluss zu nehmen begonnen haben, sondern wo umgekehrt auch Verleger erpresst haben (du zahlen, sonst wir schreiben), wollen wir am liebsten gar nicht reden. So übel wird einem dabei.

Zeitungen haben sich überdies in eine Sparspirale nach unten verfangen. Inhalte werden immer weniger überprüft. Es gibt kaum noch ein Gegenlesen. Immer mehr Agenturinhalt fließt Copy-Paste ins Blatt. Die Redaktionen sind im Verhältnis zur Seitenzahl so dünn wie nie zuvor. Zugleich ist die sprachliche und Wissens-Qualität einer neuen Journalistengeneration meist recht erbärmlich. Daran sind zwar primär Unis und Schulen schuld, aber auch der Umstand, dass es sich keine Zeitung mehr leistet, die Besten und Interessantesten unter den Jungen anzusprechen.

Solche schwachen Journalisten schwimmen dann alle sicherheitshalber im (linksliberalen bis grünen) Mainstream. Wenn man immer ungefähr dasselbe schreibt wie alle anderen, dann kann man ja nicht so falsch liegen, denken sie sich. Eine eigene Meinung hat man ja meist ohnedies nicht, oder man wagt diese ohne das nötige Wissen und ohne intellektuellen Mut nicht zu artikulieren.

Keine Frage, dass die Leser dies alles zumindest im Unterbewusstsein spüren. Diese und noch ein Dutzend anderer Ärgernisse der heutigen Medienwelt würden ganze Dissertationen füllen, gäbe es seröse Medienwissenschaft in Österreich.

Es darf daher niemanden wundern, dass das Vertrauen in den Journalismus so tief unten ist wie nie zuvor. Es ist fast so schlecht wie das der Politiker, auch wenn Journalisten täglich alle Politiker heruntermachen (bis auf jene, die ausreichend bestechen).

Die Migranten-Illusion

Gleichsam als PS eine besondere Groteske aus diesem Sommer: Neuerdings glaubt man vom ORF bis zur „Presse“, dass es sie rettet, wenn sie auf Migranten in der Redaktion setzen. Oder tun sie das auch nur deshalb, weil im Hintergrund Geld dafür fließt? Sie begreifen jedenfalls nicht, dass sie damit ihre bisherigen Leser/Seher noch schneller entfremden und vertreiben. Und dass sie bei den außereuropäischen Zuwanderern nicht einmal einen Bruchteil der vertriebenen an neuen Lesern finden werden.

Aber vielleicht tröstet sich die österreichische Medienszene: Solange der Strom politischer Gelder fließt, werden wir schon irgendwie im alten Trott weiterleben können. Erst wenn auch hierzulande griechische Verhältnisse ausgebrochen sind, wird dieses Business-Modell zwangsläufig zusammenbrechen. Dann aber haben wir die Chance, dass spannendes Neues entsteht. Also Medien, die sich ausschließlich am Leser orientieren.

Auch in Deutschlands und Amerikas Medienwelt muss ja zuerst Morsches kollabieren, bis aus den Ruinen wieder neues Leben entstehen kann.

 

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2013 09:45

    Ich habe unlängst (wie viele andere aus meinem Bekannten- und Freundeskreis) mein „Presse“-Abo gekündigt:

    „Ich kündige hiermit das Abonnement Ihrer Zeitung.
    Der Grund nach rund 40 Jahren ist das Abrutschen einer einst seriösen konservativ-liberalen Zeitung Richtung Boulevard und linkem Mainstream, sowie die offensichtliche Bestechung durch die politischen Parteien mittels Steuergeld. Die dadurch stattfindende Gefälligkeitsberichterstattung führt bei mir dauernd zu Brechreiz.“

    Leider ist die Presse jetzt auch Mitglied im Club der Gummistiefler-Zeitungen (Kurier, Profil…) geworden. Das ist ihr Ende.

    Der Zweck (das wirtschaftliche Überleben) heiligt nicht die Mittel (Aufgabe der kritischen journalistischen Objektivität, hin zu erkaufter Gefälligkeitsberichterstattung).

    Schade.

    http://diepresse.com/home/kultur/medien/1440761/Markus-Mair-wird-Vorstandsvorsitzender-der-Styria?from=suche.intern.portal

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2013 06:13

    Der Untergang der PRAWDA hat niemand gewundert, warum sollen wir uns ueber den Untergang der WASHINGTON POST wundern? Vor 39 Jahren hat der Datenklau von Nixon den Praesidenten unter Federfuehrung der WP den Job gekostet, der Watergate Skandal. Heute lesen wir in den umerziehenden Medien, wie wichtig und gut der Datenklau ist. Regelmaessig versuchen die Medien die Amendments der U S Verfassung zu beseitigen und uebersehen den Willen des Volkes.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2013 09:37

    Ich gestehe, dass ich Zeitungen gerne online lese, weil ich mir damit - so wie auch hier im AU-Tagebuch - die Gelegenheit gebe, auf Beiträge zu replizieren und meine Ansicht zu einer Redakteursmeinung auch gleichzeitig anderen kundtue. Auch ich empfinde ich weitere Diskussionen mit anderen Online-Lesern nicht uninteresssant.
    Zugegeben, da mag auch ein Schuss übersteigerte Wichtigtuerei mit ihm Spiel sein.
    Aber es hilft spontan, vor allem den Ärger über einen Artikel spontan abzubauen und sichtbar zu machen - meilenwert vor einem "Leserbrief", der dann zu oft eh nicht abgedruckt oder verstümmelt wird.
    Aber positives feedback ist ebenso raschest sichtbar gemacht - etwas, das jeden Journalisten freut und ihn manchmal auch den Rücken in der Redaktion stärken kann.

    Abschließend noch ein Wort zu AUs Schlussgedanken der migrantischen Bereicherung in den Redaktionen:
    Wieso lese ich da immer nur Namen aus Mohameds Namensbüchlein? Weil diese Namen den nichtautochtonen Österreicher eindeutig erkennen lassen - als besonderes Gütesiegel der Weltoffenheit der Redaktion?
    Warum nicht auch einmal eine Journalistin mit chinesischem Familienhintergrund schreiben lassen? Einen Amerikaner oder Kroaten?

    Und gleich noch die Zusatzfrage an die Parteien:
    wo sind die nicht-muslimischen Kandidaten mit Migrationshintergrund auf den Kandidatenlisten? Warum nicht einen Inhaber eines Chinarestaurants als Vertreter der Wirtschaft sichtbar machen? Einen Baumeister, der nicht aus der Türkei abstammt?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2013 01:31

    "Erst wenn auch hierzulande griechische Verhältnisse ausgebrochen sind, wird dieses Business-Modell zwangsläufig zusammenbrechen.

    Genau dann schlägt die Stunde der unbestechlichen Qualitätsmedien wie Servus-TV und das bereits erwähnte "Servus in Stadt und Land", die auch wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und sich nicht von irgendwelchen Parteien und Politikern vereinnahmen lassen.

    Vielleicht stehen uns damit doch noch gute Zeiten am Mediensektor bevor!

  5. Ausgezeichneter KommentatorGerd Macher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2013 08:56

    Oscar Bronner, Herausgeber der Tageszeitung „Der Standard“, ist regelmäßiger Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz.

    Die für dieses Manipulationsmedium schuftenden Zeilenknechte müssen die Meinung der Mächtigen widergeben. Der Substandard ist der Innbegriff der gelenkten Presse in totalitären Systemen. Daher denunzieren die Meinungssöldner des Substandard diejenigen Personen, die abseits des Bilderberger-Mainstreams stehen.

    Der Substandard ist genauso der Macht verpflichtet, wie einst der Völkische Beobachter.

  6. Ausgezeichneter Kommentatormannbar
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2013 16:05

    Das Sterben von Zeitungen ist eine traurige Sache. Das Sterben DIESER Zeitungen nicht.

    Gründe sind sicherlich der Verlust an Qualität und vor allem an Profil und Glaubwürdigkeit. Ich würde mir wünschen, dass es Zeitungen gibt, die einmal gegen den Trend schwimmen und regelmäßig auch die Wahrheit sagen.

    Man hat aber das (gegründete) Gefühl, dass alle dasselbe schreiben, fast so als wären alle Redaktionen vom Zeitgeist oder der Politik vergattert worden.

    Welche große Zeitung hat auf den Unfug hingewiesen, der im Feminismus produziert wird oder in der CO2-Hysterie. Wenn alle immer schreiben: Uhu, das böse CO2 und mei, die armen unterdrückten Frauen - ohne jedes kleinste Quantum an Reflexion und eigener Meinung, mithin ohne einen Funken an Hirn und Mut, dann dürfen sich diese Einheitsbreirührer nicht wundern, wenn einem irgendwann das Kotzen kommt.

    Ich lese doch keine Zeitung, damit ich sukzessive verdumme oder ideologisiert werde. Das muss ich mir nicht antun.

    Was kann man tun?

    Unabhängigkeit wahren/gewinnen: Raus mit dem staatlichen Zugriff. Formell heißt das einmal komplett weg mit der Presseförderung. Und natürlich keine Gelder einstecken, die aus Parteikassen kommen.

    Qualität: Wieder ein bisschen mehr Denken und Wagen wagen. Auch gegen den Mainstream schreiben. Gegen das Marktgeschrei. Grammatik, Rechtschreibung und Stilistik wieder ernstnehmen. Versuchen, über den Gegenstand, den man schreibend beackert, auch das eine oder andere zu wissen.

    Gegen Inserate habe ich nicht das Geringste. Wenn sie nicht überhand nehmen, und wenn klar getrennt wird zwischen Artikel, Kolumne etc einerseits und Werbung andererseits, ist das völlig in Ordnung.

    Zuletzt: Inklusion von Migranten hat dann Sinn und Berechtigung, wenn diese aufgrund deren Qualität inkludiert werden. Ist aber der bloße Migranten-Status (nach Art der Frauen-Quote oder des Frauen-Bonus) der Grund für die Hereinnahme, so ist das ein simples Unding. Es besteht der Verdacht, dass Letzteres wenigstens zum Teil der Fall sein dürfte.

    Ja, warum machen die das? Sicherlich weil es dafür seitens der Politik Geld gibt, des Weiteren wohl auch, weil man dem Zeitgeist folgt ("Diversity" usf).

    Übrigens hätte man als Leser auch bessere Möglichkeiten Zeitungen/Magazine zu angemessenen und das heißt viel höheren Preisen zu kaufen, wenn einem der Staat nicht die nötige finanzielle Basis rauben würde - eben über Steuern und Inflation.

    Die Presseförderung, die ja nichts anderes bedeutet als eine nicht deklarierte Zeitungssteuer, gehört weg, genauso wie das ORF-Monopol weggehört samt GIS-Gebühren. Würde man diese mannigfaltigen staatlichen Eingriffe streichen, würde die Steuer runtergehen, und man hätte wieder mehr Geld, um Qualität auch ordentlich zu bezahlen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHussein
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2013 20:16

    Brandursache: Vielfalt?

    Aktive der Identitären Bewegung haben sich an die Ruine der durch Brandstiftung zerstörten Kirche in Garbsen (D) begeben, und stellen Fragen, die den Mainstream-Medien nicht in den Sinn kommen:

    http://www.youtube.com/watch?v=bpJyufnQkgA#at=30

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGerd Macher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2013 08:56

    Oscar Bronner, Herausgeber der Tageszeitung „Der Standard“, ist regelmäßiger Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz.

    Die für dieses Manipulationsmedium schuftenden Zeilenknechte müssen die Meinung der Mächtigen widergeben. Der Substandard ist der Innbegriff der gelenkten Presse in totalitären Systemen. Daher denunzieren die Meinungssöldner des Substandard diejenigen Personen, die abseits des Bilderberger-Mainstreams stehen.

    Der Substandard ist genauso der Macht verpflichtet, wie einst der Völkische Beobachter.


alle Kommentare

  1. Deanna (kein Partner)
    22. März 2015 13:09

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  2. Gorakhna (kein Partner)
  3. Natael (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:22

    So that's the case? Quite a reoelativn that is.

  4. Thenasier (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:22

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  5. F.V. (kein Partner)
  6. terbuan
    19. August 2013 21:21

    Die Tintenstrolche haben sich selbst ad absurdum geführt!
    Wer will denn noch ständig lesen was er ohnehin nicht mehr hören kann, immer wieder dieses gutmenschliche Gedendere, diese permanente Gehirnwäsche, Meinungsmanipulation es ist einfach nur mehr zum Kotzen, dafür soll man noch bezahlen, nein danke!

  7. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    19. August 2013 16:58

    muss ja zuerst Morsches kollabieren, bis aus den Ruinen wieder neues Leben entstehen kann...

    Das ist ja das Problem mit dem Wachstum, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Vorher müssen ein paar umfallen oder umgeschnitten werden. Wachstumsfetischisten werden das aber nicht verstehen.

    Ein Problem der Journalismus ist zweifellos das elende Gouvernantentum. Ständig muss einer/eine erklären, was man eben wieder falsch macht und wie es richtig geht. Mündige Menschen vertreibt man damit.

  8. Erwin Tripes (kein Partner)
    18. August 2013 20:34

    Ja lieber Herr Dr. Unterberger, das waren halt noch Zeiten, als die Journalisten wegen ihrer hervorragenden Fähigkeiten lt. Kollektivvertrag 17 !!! Monatsgehälter erhielten, die jetzt leider auf 15 reduziert wurden, bzw. auf 14, natürlich unter Einrechnung eines szt. 15. Monatsbezuges.
    Könnte das ein Grund für den Niedergang des „Qualitätsjournalismus“ sein?
    Von den Gehältern der Chefredakteure will ich gar nicht reden.
    Die Presseförderung, pardon die Anzapfung der Steuerzahler, macht eben vieles möglich. (Weshalb man dann allerdings so oft gegen Subventionen war ???).
    Und Hand aufs Herz;
    wie oft sind Sie selbst mit Kollegen im Inland und im Ausland auf Kosten Dritter – Schlagwort: “Pressefahrten“ unterwegs gewesen ???
    Eingeladen von Firmen und Sponsoren, die teure PR- Artikel lieferten und daneben die Gewissheit hatten, daß auch die unabhängigen Journalisten danach brav das schreiben, was gerade gewünscht war???
    Ich sehe keinen Unterschied zu heute, außer daß man damals zumindest im Stil etwas mehr Niveau zeigte; aber Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit ???
    Erst wenn einem nichts mehr passieren kann, etwa als Altpolitiker s. zB Leser ua., oder als Blogbetreiber, getraut man sich auch gegen die szt. Schützer aufzutreten.

    • Neppomuck (kein Partner)
      19. August 2013 09:04

      Zur Ehrenrettung Norbert Lesers sei gesagt, dass er von jeher schon eine Art "Pfahl im Fleische" des sozialistischen Weltverständnisses war.
      Was ich seiner "philosophischen Redlichkeit" zuschreibe, die jeder Dogmatik abhold ist.

      Ehre, wem Ehre gebührt.

  9. Hussein (kein Partner)
    18. August 2013 20:16

    Brandursache: Vielfalt?

    Aktive der Identitären Bewegung haben sich an die Ruine der durch Brandstiftung zerstörten Kirche in Garbsen (D) begeben, und stellen Fragen, die den Mainstream-Medien nicht in den Sinn kommen:

    http://www.youtube.com/watch?v=bpJyufnQkgA#at=30

    • Hussein (kein Partner)
      18. August 2013 20:20

      Die Kirche schweigt zum bewußten Abfackeln von Gotteshäusern.

      Die Kirche ist schon längst der Feind einer christlich geprägten Gesellschaft.
      Die Kirche ist der Feind der Gläubigen.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    18. August 2013 18:29

    Ich bitte um Nachsicht, daß ich nochmals - etwas ausführlicher - das Wort ergreife, weil doch recht naive Vorstellungen über die Medien hier aufgetaucht sind.

    Tatsächlich ist es ja so, daß all die Wünsche nach Qualität (gemessen woran?), Objektivität, echter Meinungsfreiheit, usw. genau jene sind, die absolut gegen die Interessen der Mächtigen gerichtet sind. Daher werden sie nach Kräften unterdrückt, auch wenn man ständig was anderes verkündet.

    Tatsächlich ist es auch so, daß die „Weltnachrichten“ im Wesentlichen aus drei Quellen kommen: Reuters, AP, UPI. Natürlich gibt es viel mehr, aber die Dominanz der New Yorker Agenturen ist mit ein Grund der Uniformität unseres „Weltbildes“, soweit es von „westlichen Medien“ geformt wird.

    Die Analyse des Zeitungs-Sterbens durch Unterberger ist wahrscheinlich unvollständig, und ich bin mir auch nicht sicher, ob er überhaupt die wahren Motive angesprochen hat. Natürlich ist vordergründig ein wirtschaftlicher Niedergang – weniger Inserate bei sinkender zahlender Leserschaft – ein sichtbarer Grund. Aber Medien werden ja nicht nur aus Profitmotiven betrieben, sondern als jene unverzichtbaren Manipulatoren zur „Steuerung der Massen“.

    Medien sind eine andere Modalität des Geldes.

    Es ist (t r o t z ORF und der anscheinend besonderen Lage in Österreich) eine irrige Vorstellung, daß eine Regierung den “Zugriff” auf die Medien hätte oder per Gesetz sich schaffen könne. Oft wird das so hingestellt, und - ebenso fälschlich - als Versuch der Legitimierung einer Regierungszensur, oder als Maulkorb für die Pressefreiheit, etc. interpretiert.

    Tatsächlich ist die Lage anders. In den sogenannten “westlichen Demokratien” sind die Medien meist fest in der Hand einer kleinen, finanzkräftigen Anonyma, die sich
    j e g l i c h e r öffentlichen Kontrolle oder gar Verantwortung entzieht bzw.
    l ä n g s t entzogen hat. Daß bei den nicht hinter die Kulissen sehenden Bürgern dies meist nicht bemerkt wird, hängt u.a. damit zusammen, daß die Medien immer viel Lärm machen, wenn legitime Interessen des Staates (= der Res Publica) hier eingreifen wollen oder auch nur “Gegendarstellungen” verlangen. Man übersieht auch, daß eine Regierung an einen definierten gesetzlichen Rahmen gebunden ist und einer Kontrolle unterliegt (wenngleich dies oft genug umgangen wird). Dies ist bei der sogenannten “Vierten Gewalt” – der Presse (und noch mehr der elektronischen Medien) – aber überhaupt nicht, weder theoretisch und noch weniger praktisch der Fall.

    Tatsächlich fand vor ein paar Jahren vor unsren Augen die Besetzung des tschechischen Fernsehens durch linke Journalisten statt, die den Dienstantritt des angeblich “den Konservativen nahestehenden” Intendanten mit passiver Gewalt verhinderten. D.h. die hier an den Mikrophonen und FS-Kameras sitzenden Linken verhindern jegliche – gesellschaftlich gewiß mindestens gleichgewichtige – Repräsentanz nicht-linker Interessen/Anliegen. Vier Wochen nach Beginn dieses “Streiks” (d.h. der gänzlich illegalen und erpresserischen Besetzung der öffentlichen(!) Medien) war die Staatsregierung und das Parlament immer noch nicht Herr der Lage!

    Zweites Beispiel Österreich. Ein Jahr nach Regierungsantritt (der ÖVP-FPÖ-Koalitionsregierung) war im ORF eine geradezu subversive, linke Clique nach wie vor im Besitz sämtlicher Positionen. Der Regierung ist es nicht gelungen eine faire und ausgewogene Berichterstattung zu erreichen, wie sie es auch nicht gewagt hatte, jene zu ersetzten, deren “Tätigkeit” nur mehr als staatsgefährdend und –zerstörend und aufhetzend zu klassifizieren war. Das, obwohl das Treiben längst jegliche legitime Kritik an Maßnahmen einer Regierung überschritten hatte.

    Drittes Beispiel Serbien während des Kosovo-Krieges. Der bei uns erweckte Eindruck, unter MILOSEVIC hätte eine Knebelung der Medien geherrscht (was die westlichen “liberalen” Medien immer lautstark behauptet hatten), ist völlig falsch und eine glatte Lüge. Die SOROS-Foundation hat in ihren “Open Society News” im April 1999, also während des Krieges triumphierend folgendes berichtet:

    Die Vereinigung der unabhängigen elektronischen Medien (ANEM) wurde 1993 von sechs „unabhängigen“ Radiostationen gegründet. Der Protest 1996 habe die Annullierung der Wahl-Ergebnisse verhindert – und eine weitreichende Liberalisierung der elektronischen Medien und ihre geographische Verbreitung (ermöglicht). (Der Erfolg dieser 90 Tage dauernden Straßenproteste wird auf die grenzenlose Kommunikation über das Internet zurückgeführt.) Zum Zeitpunkt des Jugoslawienkriegs gehören der ANEM 33 Radio- und 18 Fernsehstationen an. Damit wurden 70% des Landes erreicht. –

    Ermöglicht wurde das alles durch Förderungen des Fund for an Open Society des George SOROS´, dem sich später auch Spender aus internationalen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO´s) (1) und „anderer Institutionen“ dazugesellten. (In dieser beeindruckenden Zahl sind die eine TV- und die vier Radio-Stationen, die verboten wurden (weil sie im Krieg offenbar “Feindpropaganda” betrieben), nicht enthalten.)

    Der SOROS-Fund finanzierte zwischen 1992 und 1998 das Entstehen eines halben Duzend Tageszeitungen in Serbien und Kosovo, verschiedener Wochenzeitungen und von drei „unabhängigen“ Nachrichtenagenturen. Daneben von zwei Vereinigungen „unabhängiger“ Journalisten und ein „unabhängiges“ internationales Pressezentrum. Alles wurde zwecks gegenseitiger Verstärkung vernetzt. .... Für eine “Diktatur”, noch dazu mitten im Krieg, sind das merk-würdige Fakten.

    Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, daß üblicherweise nicht die Regierungen über den Medien sitzen, sondern es scheint umgekehrt zu sein: die mediale (aber unverantwortete und unkontrollierte, und daher nicht legitimierte!) Macht bestimmt, was in einem Land geht, eine Regierung „sich erlauben darf”. Nicht die Politik gibt den Medien den Rahmen vor, sondern die Medien züchten sich willfährige Politiker – oder sie schlachten sie.

    Betrachten wir nun die Art und Weise der Finanzierung von Medien

    Ein sehr wissender Freund wies mich darauf hin: In der International Herald Tribune vom 6. 11. 2000 erschien eine doppelseitige, farbige Anzeige der FAZ mit großen Initialen von “Billy Wilder, Direktor”, darauf ein in dem meisten europäischen Ländern verbotenes Schafott, unten gezeichnet mit “Frankfurter Allgemeine Zeitung” und versichernd – so wahrhaftig wie zynisch -, daß “hier immer ein kluger Kopf dahinter steckt”.

    Was sollte damit erreicht werden, außer, daß die “großen” – offensichtlich
    a b h ä n g i g e n – Medien ihren Anteil an Finanzierungsmitteln für allerlei globale, aber dubiose Zwecke beizusteuern haben? Denn:

    1. Sprechen wahrscheinlich 90% der IHT Leser kein Deutsch.

    2. Wer immer IHT (inkl. der deutschsprechenden Leser) liest, ist höchst unwahrscheinlich an einer Überdeckung am provinziellen Teil der Welt interessiert, zuletzt in Deutschland, bar jeder Attraktionen, wie in London oder Paris, wie sie typisch für das Interesse des kaufkräftigen IHT-Geschäftsmanns sind. Die “Botschaft” richtet sich also an die falschen Leute, d. h. die horrenden Inseratkosten sind nichts weiter als eine Schutzgeld-Zahlung.

    3. Die Anzeige selbst versucht nicht einmal eine Botschaft zu übermitteln und zeigt damit, daß es die Sache der FAZ ist
    ihren A n t e i l unter den Schlüssel-Blättern der Welt beizusteuern. Sie sind wie eben die FAZ Ableger der Washington Post und New York Times mit ihren Tentakeln überall auf der Welt. Gerade so wie Hunderte von anderen (sinnlose!) Anzeigen der großen Werbeagenturen über das Jahr erscheinen, die einen Beitrag gemäß ihrer Quote zu bringen haben.

    Das wird besonders offensichtlich, wenn mittels neuer Zeitungsprojekte eine Revolution in jeglichem Bereich gestartet werden soll, einschließlich des pornographischen. Mittels solcher regulären Mega-Anzeigen durch die bekannten Konzern-Giganten, werden diese „Projekte“ finanziert und angestoßen.

    Conclusio

    I. Die Medien haben per se monopolistischen Charakters, - und zwar sowohl für die Produzenten als auch Konsumenten von Information

    - wegen deren Begrenzungen in Zeit, Platz und Kanälen/Frequenzen einerseits und einer der Aufnahmefähigkeit der Menschen anderseits.

    II. Die Medien sind in völliger Abhängigkeit von e x t e r n e r Finanzierung:

    - durch PR und Werbung von Konzernen,

    - wegen ihrer Konzentration und der damit verbundenen quasi-monopolistischen Stellung, führt dies logischerweise zur Verfolgung eigennütziger Interessen.

    Das Bonum Commune erfordert hingegen eine multi-polare Sicht und Debatte, sowie breite Abschätzung der Folgen von Entscheidungen, welche die Res Publica betreffen, und keine lobbyistische Einseitigkeit. Dies ist zu sichern, indem der Reichtum an Informationen und die Vielfalt der Meinungen allgemein verfügbar gemacht wird. Ein derartiges Bürgerrecht auf vielfältige Information an einem Ort und zu einer Zeit wäre in einer funktionierenden Demokratie unverzichtbar.

    In einen anderen Beitrag habe ich – ohne diese ausführlichere Begründung – angedeutet, wie eine neue Medienpolitik beschaffen sein müßte, um der Gesellschaft zu dienen.

    (1) Welche das sind, hat kürzlich das New York Times Magazine (vom 26. Nov. 2000, Who really brought down MILOSEVIC? “Student activists, backed by American money and training undermined the dictator …”) aufgedeckt: Die eigentlichen US-Drahtzieher haben dies auch ganz ungeniert gesagt: „Man habe sich hier nicht (wie üblich) für CIA-typische – gewaltsame – Umsturzmethoden, sondern für den „demokratischen“ Weg entschieden“. Die Ausführenden waren u. a. die „National Endowment for Democacy“, die US-Agency for International Development (A.I.D.) – eine offizielle US-Regierungs-Agentur, das International Republican Institute, rückversichert – d.h. finanziert - vom A.I.D. u.a. – Sie werden und wurden von einer Regierungsstelle finanziert, gelten aber als “NGO´s”! Also Dependencen der Democratic Party und der Republican Party.

    • heartofstone (kein Partner)
      18. August 2013 18:44

      In den sogenannten “westlichen Demokratien” sind die Medien meist fest in der Hand einer kleinen, finanzkräftigen Anonyma,


      Bezogen auf Österreich meine Frage: In welcher Hand sind die großen Medien dieses Landes? ORF und Ö3, Krone+Kurier, Standard, Presse, OÖN, Österreich, NEWS, heute?

      Den Rest ihrer Verschwörungstheorien tu ich mir sicher nicht an ...

    • Sabine (kein Partner)
      18. August 2013 19:39

      @ heartofstone

      Fragen sie doch Mike Nichols, der sagte:

      "Eine Handvoll Menschen kontrolliert die Medien der Welt. Derzeit sind es etwa noch sechs solcher Menschen, bald werden es nur noch vier sein - und sie werden dann alles erfassen: alle Zeitungen, alle Magazine, alle Filme, alles Fernsehen. Es gab einmal eine Zeit, da gab es verschiedene Meinungen, Haltungen in den Medien. Heute gibt es nur eine Meinung, die zu formen vier, fünf Tage dauert - dann ist sie Jedermanns Meinung."

    • F.V. (kein Partner)
      18. August 2013 19:51

      Steinernes Herz,

      ich habe mir einen etwas grundsätzlicheren Standpunkt erlaubt und die Welt nicht aus der Perspektive des Küniglbergs zu betrachten erlaubt.

      Was die "Verschwörungs-Theorie" betrifft: ich habe ausschließlich bereits "historische" Beispiele gebracht, also "empirisch" meine Darlegungen illustriert.

      Und Sie haben natürlich recht, sich den Rest ... nicht anzutun. Wie ich ja schon gelegentlich feststellte, schreibe ich in erster Linie für intelligente Leute, zu denen Sie offenbar nicht gehören.

    • heartofstone (kein Partner)
      18. August 2013 20:38

      Die Frage war, wer achso anonym die wichtigsten österreichischen Medien kontrolliert.

      Oder reichts Hirnkastl nicht einmal so weit? ...

  11. Reinhard Bimashofer (kein Partner)
    18. August 2013 18:04

    Brillant analysiert. Eigenständig und wertvoll. Ganz im Gegensatz zu dem Sammelsurium, das Michael Fleischhacker in der PRESSE im Spectrum zum selben Thema von sich gegeben bzw. irgendwo abgeschrieben hat.

    • F.V. (kein Partner)
      18. August 2013 20:15

      Herr Lehrer,

      römische Eins, Große Eins unterstrichen oder sogar mit Smilies?

    • Bookworm (kein Partner)
      19. August 2013 18:39

      Seit der Machtübergabe in der "Presse" an den Herrn Rainer Novak wird dort der Weg zur raschen "Standard-isierung" fortgesetzt. Was einmal eine rechtsliberale Zeitung in der Grundannahme und der großén Mehrheit seiner Redakteure war ist heute ein Plagiat der Rosaroten geworden. Das merken auch die Käufer dieser Zeitung und wenden sich ab.

      Mit einer einzigen Ausnahme im Wirtschaftsressort alles links eingespritzte Apologetinnen des Gutmenschentums und brave außenpolitische Schleppenträger der US-Macht- und Einflusspolitik. Besonders penetrant was Nahost betrifft.

      Ich habe schon seit zwei Jahren mein über 20 Jahre bestandenes "Presse"-Abonnement aufgegeben. Was ich lese? Regelmäßig die Frankfurter Allgemeine mit einem Abo im Internet. Und lokal? Da reichen mir eh die Ansagen des ORF und der privaten Schundsender, die ich ja ohnedies zu werten vermag.

    • Bookworm (kein Partner)
      19. August 2013 18:48

      Ist das der Bimashofer, der Lokalreporter vom Raiffeisen-Kurier? :-) Na dann.

      Ich finden aber auch den Fleischhacker-Kommentar im Gegensatz zu sonstigen Einträgen im Standard-Plagiat "Presse" ganz hervorragend durchdacht.

    • F.V. (kein Partner)
      19. August 2013 20:07

      Bookworm,

      um welchen Speichllecker sollte es sich denn sonst handeln?

  12. A.K.
    18. August 2013 17:01

    Zu Dr. Interbergers Abschnitt "...Die Migranten-Illusion
    Gleichsam als PS eine besondere Groteske aus diesem Sommer: Neuerdings glaubt man vom ORF bis zur „Presse“, dass es sie rettet, wenn sie auf Migranten in der Redaktion setzen."
    Noch ärger ist es diesbezüglich bei der "Wiener Zeitung". Sie bringt regel,äßig eine eigene Seite mit Migrantenthemen. Auch einige Beitragsschreiber zu anderen Themen lassen durch ihre türkischen oer aus dem Nahen Osten stammenden Namen die Verfolgung dieser Migranten-Illusion erkennen. "Reizvoll" ist z.B. ein Bericht eines islamischen Redakteurs über orthodoxe Juden zu lesen oder über das Fastenbrechen als Abendveranstaltung.

    • A.K.
      18. August 2013 17:06

      Es sollte natürlich "Dr. Unterbergers Abschnitt" heißen. Und auch "regelmäßig". Bitte um Verzeihung!

    • heartofstone (kein Partner)
      18. August 2013 18:55

      Fasten hat bei uns die Bedeutung, die Nahrungsaufnahme stark zu reduzieren. Bei den Mohammedanern reicht die Selbstbeherrschung nur von Sonnenaufgang bis Untergang um sich danach um so mehr den Bauch vollzuschlagen. Obendrein ist unter mohammedanischen Zuwanderern der Anteil der Fettleibigen und Zuckerkranken (mit den entsprechenden Kosten für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft um einiges höher) Sinnigerweise trinken diese Dexxen des "Rumadumm" den ganzen Tag auch nichts, was sich IMHO zB auf die Verkehrstüchtigkeit von Kraftfahrern und Taxlern negativ auswirkt und deren gibt es ja genug (sind aber sicher alles fertige Atomphysiker, Neurologen und "Fachkräfte" die nur nicht ihrer "Ausbildung" entsprechend angestellt sind == diskriminiert werden).

      Schlußfrage: Warum brauchen wir überhaupt Mohammedaner im Land? Wenn sie sich von heute auf morgen einfach in Luft auflösen, würde es uns nicht wirklich unangenehm auffallen und auch die Wirtschaft würde das ganz locker wegstecken.

    • Politicus1
      18. August 2013 21:12

      die Migrantenseite ist anscheinend klar zwischen Bundeskanzler und Chefredakteur abgesprochen (bis zum endgültigen Beweis gilt die Unschuldsvermutung).
      Ebenso wie die verstärkte Hinwendung zu einer anderen nichtchristlichen Religionsgemeinschaft.
      Siehe auch die Selbstbeweihräucherung in der kürzlichen Festbeilage der WZ.

  13. ashanyan (kein Partner)
    18. August 2013 10:37

    Lokalzeitungen können sehr gut überleben wenn sie sich neu definieren und die neue Technologie als Chance betrachten.

    Die Frage wird sein, ob sie innovativ genug sind. So ist eine Möglichkeit, eine Informationsplattform aufzubauen in der regional Leser für Leser schreiben und das Redaktionsteam begleitet diesen Prozess.
    Es gibt gerade in einer Region den regionalen Informationsbedarf (Vereine, Feuerwehr, Ärztedienste, Öffnungszeiten, regionale Feste, Geburtstage und persönliche Ereignisse usw.) Hier hilft die neue Technologie mit, das die Informationen noch regionaler werden als bisher, dass sie aber auch nach unterschiedlichen Interessenspunkten gefiltert werden können. Auch ein neuer Inseratenmarkt tut sich damit auf (zB Das tägliche Menueangebot des örtlichen Gasthauses, regionale Sonderangebote der Geschäfte die nicht großflächig beworben werden usw)
    Die Printausgabe ist dann eine "best of" Ausgabe des Internetportals, ergänzt durch redaktionelle Berichte und überregonale Werbung.

    Wie auch immer, ich denke dass Zeitungen - auch Regionalzeitungen - durchaus Chancen haben wenn sie sich wieder auf Unternehmertum und Innovation besinnen und sich nicht vom Staat abhängig machen.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      18. August 2013 10:43

      Lokal-, Regionalzeitungen? Es gibt nix Uninteressanteres. Was schreiben´s denn? Allerwichtigste Themen wie: Alle paar Jahre werden die neugewählten Feuerwehrhauptleute vorgestellt, ebenso die jeweils neugewählten Ortsparteiobleute der ÖVP und sonstiger Krimskrams wie z.B wenn die junge ÖVP eine Papierlzusammenklaubaktion veranstaltet etc.
      Vereinsmeierei halt, weiter nichts - da können´s von mir aus zusperren!

    • Politicus1
      18. August 2013 13:33

      Kapuzerer:
      da bin ich nicht Ihrer Meinung.
      Lokalzeitungen mit Meldungen aus dem Ort, aus der Nachbarschaft, aus dem Grätzel haben ihre Berechtigung und auch ihre Leser.
      Die Leute wollen nicht nur - wenn noch überhaupt - über Demonstrationen in Zentralafrika oder einen Putsch in Südamerika lesen.
      Es interessiert sie mehr, was sich in ihrer Umgebung tut - das Gute und das Böse ...

    • F.V. (kein Partner)
      18. August 2013 17:25

      Medienpolitik für Kleinhäusler.

  14. Francois Villon (kein Partner)
    18. August 2013 09:43

    .

    Dr. Unterberger spricht natürlich vor allem pro domo. ZB wenn er sagt: „Journalismus muss daher auch vom Wissen und der Allgemeinbildung der Akteure her wieder zu einem elitäreren Beruf werden.“ (Was er selbstverständlich für sich beansprucht.) Immerhin ist aber mit dieser Feststellung implizit auch gesagt, daß Journalismus heute eben Journaillismus ist.

    Es widerstrebt mir zwar Schreib- oder grammatikalische Fehler (wie so mancher Erbsenzähler als einzige) Kritik vorzubringen, weil es einem selbst auch laufend passiert, daß man sich vertippt oder im Schreiben den Satz anders beendet, als man ihn ursprünglich geplant hatte. Die „strengeren“ Anforderungen sind aber durchaus zu stellen, wenn man den Leit- oder Gastartikel schreibt, und – wie hier – beklagt, daß „zugleich die sprachliche und Wissens-Qualität einer neuen Journalistengeneration meist recht erbärmlich ist“. Dann sollte wenigstens die Überschrift „Einige Erfolge der Zukunft hat schon begonnen“ nicht weh tun, von einigen Tippfehlern einmal abgesehen.

    Unterberger hat mit seiner Feststellung „gäbe es seriöse Medienwissenschaft in Österreich“ nicht nur das österreichische Problem angesprochen. Heute bekam ich zB einen Hintergrundbericht zugesandt, der von der (deutschen) Kanzlerakte und ihrer Bestätigung durch den ehemaligen Chef des Abwehrdienstes, Gen.Major Komossa bzw. Egon Bahr, berichtete.
    Ihr wesentlicher Inhalt sind die Vorbehalte der (vor allem) westlichen Alliierten, und die Kontrolle der Medien bis 2099 (nach anderen Darstellungen bis 2033)

    Er bestätigt in seinem Buch «Die deutsche Karte – Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste» [...] die seit 1999 kolportierten Meldungen zur "Kanzlerakte". Dazu Generalmajor Komossa [Auszug, auf Seite 21 des Buches]:

    ... Bundesnachrichtendienst unter ‹Strengste Vertraulichkeit› eingestuft. In ihm wurden die grundlegenden Vorbehalte der Sieger für die Souveränität der Bundesrepublik bis zum Jahre 2099 festgeschrieben, was heute wohl kaum jemandem bewusst sein dürfte. Danach wurde einmal der «Medienvorbehalt der alliierten Mächte über deutsche Zeitungs- und Rundfunkmedien bis zum Jahr 2099 fixiert. Zum anderen wurde geregelt, dass jeder Bundeskanzler Deutschlands auf Anordnung der Alliierten vor Ablegung des Amtseides die sogenannte ‹Kanzlerakte› zu unterschreiben hatte. Darüber hinaus bleiben die Goldreserve n der Bundesrepublik durch die Alliierten gepfändet.»

    Quelle: Gerd-Helmut Komossa, "Die deutsche Karte: Das versteckte Spiel der geheimen Dienste", Ein Amtschef des MAD berichtet, Ares Verlag.

    Angesichts solcher politischer Rahmenbedingungen sind die idealen Vorstellungen Unterbergers wie ein Wunsch ans Christkind: „Vor allem aber werden die Qualitätsmedien der Zukunft selbst die leichteste Abhängigkeit von Inserenten oder gar von politischem Geld vermeiden müssen.“ Hier sind es politische Interessen, die wissen, daß die Herrschaft über die Medien, neben der nackten Gewalt (Atomraketen und mordende Geheimdienste), die Kronjuwelen der Macht sind.

    Aber auch die andere „Hoffnung“ ist doch eine Illusion: „ ...Und nicht in Wahrheit bestenfalls Nummer zwei hinter irgendwelchen Inserenten, Druckkostenbeiträgern und Kooperationspartnern“ zu sein. Wer die wirtschaftlichen Zwänge kennt, weiß daß Geld immer seinen Weg findet sich geltend zu machen. Unterberger hat aber damit vollkommen recht, daß
    „eine weitere Ursache des Zeitungssterbens die schon angesprochene Beeinflussung des Inhalts durch den Kommerz ist“.

    Die Frage wäre also, wie könnte man dem begegnen? Mit dem Internet haben wir ein vorläufig noch funktionierendes Modell seines Erfolgs: es ist ein weltweites Medium, das zZt noch nicht zensuriert wird und erlaubt, daß eine unerhörte Vielfalt an Meinungen es dem Bürger ermöglicht aus dem Für und Wider sich eine einigermaßen zuverlässige eigene Meinung zu bilden. Die Frage ist demnach: Wie könnte das auf die Print- und elektronischen Medien (Rundfunk und Fernsehen) übertragen werden?

    Nun, heute sind nahezu alle Medien „privat“, von den staatlichen Rundfunkanstalten einmal abgesehen, aber auch diese verhalten sich hier nicht anders als die Printmedien, die eben alle partikulare Interessen vertreten. Die einen parteipolitische der jeweiligen Machthaber, die andern wirtschaftliche, jener die die Zeitungen – wie auch immer – finanzieren.

    Nun ist aber Information für eine freie Gesellschaft (erst recht für eine Demokratie, die es aber aus den hier beschriebenen und vielerlei anderen Gründen eben nicht gibt) so essentiell, wie die Luft zum Atmen und Wasser zum Leben. Sie ist also ein unverzichtbares Allgemeingut, das nicht von den partikularen Eigentümer-Interessen manipuliert, unterdrückt oder als politische/wirtschaftliche „Waffe“ eingesetzt werden darf! Man könnte das nur dadurch erreichen, daß jedes Medium, welches vom Inseratengeschäft abhängt oder staatlich ist, per Gesetz gefordert sein müßte – unbeschadet der Eigentumsverhältnisse oder „politischen Richtung“ – jeder Interessensgruppe bzw. deren legitimen Repräsentanten einen definierten Anteil an Platz oder Sendezeit zur eigenen Darstellung gratis einzuräumen, wenn dieses Medium einen diese repräsentativen Gruppen betreffendes Thema anschneidet.

    Damit würde allein eine ausgewogene Meinungsbildung erfolgen, die für was Wohl und Wehe der Gesellschaft die richtigen Entscheidungen befördern könnte.

    Das Beispiel ist das UTB selbst: Hier sind alle Ansichten unzensiert zugelassen und die Leser/Diskutanten können sich selbst ein Bild machen. Auch wenn eine gewisse Anzahl von dummen oder falschen Ansichten hier erscheinen, sie werden sozusagen ausgemendelt durch die vernünftigen und begründeten und es sind immer eine Vielzahl von Betrachtungen, die weit über die Mnipulationen des ORF, der Presse, etc. hinausgehen.

    Weil das so ist, haben die heute Mächtigen – aber hochverräterischen „Eliten“ – längst Pläne gemacht, wie sie diesem „Treiben“ ein Ende bereiten können. Aber es ist dies nichts desto weniger der Beweis dafür, daß nur ein Mediengesetz wie beschrieben die Zukunft der Medien und damit die Zukunft der Gesellschaft würden retten können.

    Dann nämlich werden die poltischen entscheidungen transparent und Hochverrat (zB ESM, Bankenunion, ..) würde zu allgemein sichtbar – und damit fast unmöglich.

    • Torres (kein Partner)
      18. August 2013 10:26

      Sie scheinen ja nicht so richtig im Computer-Zeitalter angekommen zu sein. Daher hier eine Gratis-Info: heutzutage hat jedes Computer-Schreibprogramm ein integriertes Rechtschreibeprogramm, das jeden Tipp- und Orthografie-Fehler sofort mit roter Wellenlinie unterstreicht: Übersehen kann man solche Fehler daher nicht. Wenn sie trotzdem im Artikel eines Journalisten vorkommen, zeugt das von Ignoranz und Mangel an Sorgfalt, ja möglicherweise sogar von Überheblichkeit ("ich bin fehlerlos" bzw. "ich bin gescheiter als das Orthografie-Programm"). Das gilt, wie gesagt, ausschließlich für den Hauptartikel des Autors und nicht für die Kommentare und Antworten im Forum - da funktioniert das Programm natürlich nicht, daher sind hier deratige Fehler selbstverständlich zu tolerieren.

    • F.V. (kein Partner)
      18. August 2013 17:24

      Torres,

      Sie haben schon recht, aber das war eigentlich - müßte ich es als Dezimalzahl ausdrücken - die 99. Stelle hinter dem Komma.

      Aber hier wird meist, wie üblich, vor allem Vordergründiges "diskutiert".

    • wolf (kein Partner)
      18. August 2013 19:26

      A.U. schreibt gewiss nicht pro domo, denn natürlich ist er nicht unbestechlich/unbestochen, schließlich hat er sich einen zahlende Partner-Gemeinde zusammengebastelt, der er jetzt nach dem Mund schreibt. Außerdem sind seine Beiträge so miserabel recherchiert, dass ein "Absolvent" der NMS genügend Wissen haben dürfte, das zu erkennnen. Und so phantasiert er weiter von Schwulenlobby, von Kindeswohl (das er genau diametral zum Wortsinn, aber dafür ideologisch blog-gerecht verwendet), von Islamisten, wo bestenfalls ein paar Moslems zu finden sind, schwadroniert generalisierend von Kulturfremden, die unsere Heimat vernichten wollen/werden (natürlich ganz gegen jede Statistik, die im übrigen sowieso alle von ganz bösen Geheimbünden ge*türkt* sind), schreibt Unfug, wenn es um Wirtschaft geht, bezeichnet sich mit einem wunderbaren Oxymoron als Liberalkonservativen, ist aber weder das eine, weil er nicht liberal, sondern in erster Linie unternehmerfreundlich ist, noch das andere, weil ja doch nur Asche staubt - ganz ohne Feuer.
      Wozu das ganze? Für ein bisserl Partner-Mammon wird's ja wohl erlaubt sein.

      Wenn das pro domo sein soll ....

  15. Jojo is scho guat (kein Partner)
    18. August 2013 08:58

    Nachdem heute fast schon jeder Arbeiter mit zwei Bildschirmen werkt, dürfte die Anmutung von Modernität, die heute Smartphones oder IPads noch haben, total an Strahlkraft verlieren.

    ???

    Zugleich ist die sprachliche und Wissens-Qualität einer neuen Journalistengeneration meist recht erbärmlich.

    Und das von Unterberger bei dem Recherche oder die Nennung von Quellen ein Fremdwort ist. Dazu höchste ideologische Selektivität, permanente Triggerworte für die sabbernde Kundschaft (links, rotgrün, Gutmenschen...) und ein sprachlicher Ausdruck, der einem oft die Gänsehaut hochtreibt.

  16. Gerd Macher (kein Partner)
    18. August 2013 08:56

    Oscar Bronner, Herausgeber der Tageszeitung „Der Standard“, ist regelmäßiger Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz.

    Die für dieses Manipulationsmedium schuftenden Zeilenknechte müssen die Meinung der Mächtigen widergeben. Der Substandard ist der Innbegriff der gelenkten Presse in totalitären Systemen. Daher denunzieren die Meinungssöldner des Substandard diejenigen Personen, die abseits des Bilderberger-Mainstreams stehen.

    Der Substandard ist genauso der Macht verpflichtet, wie einst der Völkische Beobachter.

    • BB (kein Partner)
      18. August 2013 13:24

      Interessant ist auch, dass die österreichischen Delegationen durch die Jahre hauptsächlich aus Sozialisten bestehen.

      Wer in einer österreichischen Institution tätig ist, an einem Bilderberg Treffen teilnimmt und nicht jede Information dieses Treffens ungefiltert an den österreischischen Souverän weitergibt, der muss mA mangels Loyalität zu Österreich sofort aus seinem jeweiligen Amt entfernt werden.

  17. RR Prof. Reinhard Horner
    18. August 2013 02:37

    reinhard.horner@chello.at

    Die Problematik mit der "vierten Gewalt" in ihren Möglichkeiten und in ihrem Aufgaben- und Verantwortungsbereich bleibt bestehen.

    Bei den Zeitungen gibt es halt große Unterschiede.Es gibt auch solche, um die weniger schade ist, die aber offenbar bestehenden Bedürfnissen entsprechen.

    Mit großer Freude haben sich etwa die vielen Abonnement-Jahre der PRESSE und der WIENER ZEITUNG eingeprägt, u. a. als dort ein Chefredakteur Dr. Unterberger wirkte. (Wohlgemerkt ein Faktum, keine Lobhudelei.)

  18. terbuan
    17. August 2013 21:05

    "Servus in Stadt und Land",
    eine monatliche Pflichtlektüre und nicht zu vegesssen das neue Magazin "Terra Mater".

  19. Jewgeni Gorowikow
    17. August 2013 20:32

    Apropos Washington Post und der "Watergate-Super-Aufdecker" Bob Woodward:

    Bob Woodward ist in Wahrheit genauso ein Pentagon- und Geheimdienstmann wie ein Zeitungsredakteur:

    Bob Woodward's Dark Side -- Famed Reporter Carries Water for the Pentagon

    A crucial aspect of Bob Woodward's career that has been ignored by most of the media: Woodward is the military's man, and always has been:


    http://www.alternet.org/story/148375/bob_woodward%27s_dark_side_--_famed_reporter_carries_water_for_the_pentagon

    Der "Aufdecker" Bob Woodward hatte in Wahrheit die meisten Informationen nicht "aufgedeckt" sondern durch seine CIA- und sonstigen Geheimdienst-Connections (v.a. beim FBI) erhalten:

    http://www.metroactive.com/papers/sonoma/07.03.97/scoop-9727.html

    Woodward war vor seiner Zeitungskarriere höchstwahrscheinlich auf der U.S.S. Wright in Vietnam beim CIA tätig:

    http://www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=view_all&address=104x1426645

    Im Übrigen hatte die CIA schon seit Langem probiert die Medien zu beeinflussen - durch die sogenannte 'Operation Mockingbird':
    http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Mockingbird

    • Watergate (kein Partner)
      18. August 2013 13:11

      Der Journalist Jon Rappoport sieht die Ursache der Watergate Affäre in Nixons protektiven Maßnahmen der US Wirtschaft, die den Freihandelsplänen (=Herrschaft einer neofeudalen Oligarchie durch die Eigentümerschaft an multinationalen Konzerne) seiner Rockefeller Förderer widerstrebte.

      http://jonrappoport.wordpress.com/2013/05/15/flashback-watergate-nazis-nixon-rockefeller/

    • Jewgeni Gorowikow
      18. August 2013 16:51

      @ Watergate: Danke für den Link, sehr informativ!

      Bei der Watergate-Sache ist wahrscheinlich fast alles ganz anders als es der Öffentlichkeit durch viele Jahre aufgetischt wurde.
      Man hatte Richard Nixon politisch und menschlich total fertig gemacht und ihn bis ins Grab hinein vernichtet, nämlich auch seinen guten Ruf, also man beging Rufmord und das ist ganz besonders niederträchtig und schäbig.

      Aber es ist bis jetzt schon viel von der Wahrheit ans Licht gekommen, wobei dies nur die wirklich Interessierten wissen, leider nicht die breite Öffentlichkeit.

      Das Traurige ist, dass so ein zwielichtiger Typen wie Bob Woodward noch immer in führender Position in der Washington Post tätig sein darf und weiterhin seine Gschichtln, Interpretationen und Deutungen auf die W.P.-Leser und das amerikanische Volk loslassen darf.

      Eigentlich gehört ein Typ wie Bob Woodward, der so viel Schlimmes angerichtet hatte und so viel am Gewissen hat, schon längst aus einer angesehenen Zeitung wie der W.P. entfernt.

      Ich hoffe daher dass der neue Eigentümer Jeff Bezos den Mumm hat, diesen sicherlich bestens vernetzten Woodward endlich bei der W.P. zu FEUERN!!

  20. Gerhard Pascher
    17. August 2013 19:40

    Im Zusammenhang mit diesem Kommentar sind auch die heutigen Ausführungen von Michael Fleischacker (ehem. Presse-Chefredakteur und Nachfolger von AU) interessant:
    http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1442266/Muessen-wir-loslassen?_vl_backlink=/home/spectrum/index.do

  21. mannbar
    17. August 2013 16:05

    Das Sterben von Zeitungen ist eine traurige Sache. Das Sterben DIESER Zeitungen nicht.

    Gründe sind sicherlich der Verlust an Qualität und vor allem an Profil und Glaubwürdigkeit. Ich würde mir wünschen, dass es Zeitungen gibt, die einmal gegen den Trend schwimmen und regelmäßig auch die Wahrheit sagen.

    Man hat aber das (gegründete) Gefühl, dass alle dasselbe schreiben, fast so als wären alle Redaktionen vom Zeitgeist oder der Politik vergattert worden.

    Welche große Zeitung hat auf den Unfug hingewiesen, der im Feminismus produziert wird oder in der CO2-Hysterie. Wenn alle immer schreiben: Uhu, das böse CO2 und mei, die armen unterdrückten Frauen - ohne jedes kleinste Quantum an Reflexion und eigener Meinung, mithin ohne einen Funken an Hirn und Mut, dann dürfen sich diese Einheitsbreirührer nicht wundern, wenn einem irgendwann das Kotzen kommt.

    Ich lese doch keine Zeitung, damit ich sukzessive verdumme oder ideologisiert werde. Das muss ich mir nicht antun.

    Was kann man tun?

    Unabhängigkeit wahren/gewinnen: Raus mit dem staatlichen Zugriff. Formell heißt das einmal komplett weg mit der Presseförderung. Und natürlich keine Gelder einstecken, die aus Parteikassen kommen.

    Qualität: Wieder ein bisschen mehr Denken und Wagen wagen. Auch gegen den Mainstream schreiben. Gegen das Marktgeschrei. Grammatik, Rechtschreibung und Stilistik wieder ernstnehmen. Versuchen, über den Gegenstand, den man schreibend beackert, auch das eine oder andere zu wissen.

    Gegen Inserate habe ich nicht das Geringste. Wenn sie nicht überhand nehmen, und wenn klar getrennt wird zwischen Artikel, Kolumne etc einerseits und Werbung andererseits, ist das völlig in Ordnung.

    Zuletzt: Inklusion von Migranten hat dann Sinn und Berechtigung, wenn diese aufgrund deren Qualität inkludiert werden. Ist aber der bloße Migranten-Status (nach Art der Frauen-Quote oder des Frauen-Bonus) der Grund für die Hereinnahme, so ist das ein simples Unding. Es besteht der Verdacht, dass Letzteres wenigstens zum Teil der Fall sein dürfte.

    Ja, warum machen die das? Sicherlich weil es dafür seitens der Politik Geld gibt, des Weiteren wohl auch, weil man dem Zeitgeist folgt ("Diversity" usf).

    Übrigens hätte man als Leser auch bessere Möglichkeiten Zeitungen/Magazine zu angemessenen und das heißt viel höheren Preisen zu kaufen, wenn einem der Staat nicht die nötige finanzielle Basis rauben würde - eben über Steuern und Inflation.

    Die Presseförderung, die ja nichts anderes bedeutet als eine nicht deklarierte Zeitungssteuer, gehört weg, genauso wie das ORF-Monopol weggehört samt GIS-Gebühren. Würde man diese mannigfaltigen staatlichen Eingriffe streichen, würde die Steuer runtergehen, und man hätte wieder mehr Geld, um Qualität auch ordentlich zu bezahlen.

  22. Josef Maierhofer
    17. August 2013 15:12

    @
    'Zumindest bis zum Wahltag wird sich daran auch gewiss nichts ändern. Mit anderen Worten: Viele Verlage haben sich auf die Prostitution verlegt. Von der kann man ja ganz gut leben. Eine Zeitlang.'

    Möge das 'bis zum Wahltag' stimmen !

    Ministerien müssten Werbeverbot bekommen, ebenso alle Ämter, außer neutrale, amtliche Verlautbarungen dürften den Weg in die Medien finden. Parteienförderung müsste gestrichen werden.

    Die meisten Österreicher lesen diesen Ideologiebrei und die 'Annoncen' ja gar nicht mehr. Allzu viele aber können ja gar nicht lesen.

    Die Migranten bilden in der Mehrzahl Parallelgesellschaften, sehen ihre Heimatprogramme und lesen ihre Heimatzeitungen, sind also meist nicht hier zu Hause und der Ideologie- und Werbeschwulst hier ist ihnen egal, ebenso in der Mehrheit unsere Kulturprogramme. Sogar die Schule scheint vielen egal zu sein, solange die Sozialkarte gespielt wird für sie.

    Die Bestecher, Korrumpeure und die zugehörige 'Korruptionsjustiz' wurden hier schon oft abgehandelt und reichen bis zum Bundeskanzler.

    @ ' „Servus in Stadt und Land“' Bravo ! ! Dieses Wort würde ich sehr viel lieber gebrauchen, als all die Kritiken an miesen Leuten und Taten und Fehlleistungen und himmelschreienden Dummheiten.

    Zeitungen können, wie richtig geschrieben, nicht mehr an Auflagenzahlen, Käuferzahlen festgemacht werden, sondern eben an der Qualität und der Tiefe ihrer Recherchen.

    Ich glaube auch, dass die besten nichts zu befürchten haben, wie in allen Branchen, außer in der Politik, da werden die Besten eliminiert.

  23. Tullius Augustus
    17. August 2013 13:54

    Washington Post - Die Rache der Geschichte?

    Die ausgleichende Gerechtigkeit der Geschichte?


    Eines der traditionsreichsten und ältesten Medien-Flaggschiffe der USA, die Washington Post wird um einen lächerlichen Dollarbetrag an einen neureichen, cleveren Internet-Emporkömmling verscherbelt.

    (Anmerkung: diese Formulierung soll gegenüber Jeff Bezos keineswegs abwertend sein, der Mann ist sehr tüchtig und hat einen guten Riecher)

    Die Washington Post ist nämlich die Zeitung des Königsmords von 1974:

    In einer Zeit, wo der Kalte Krieg zwischen freier Welt und Kommunismus noch gefährlich heiß am Brodeln war und Stellvertreterkriege geführt wurden und Amerika dringend Einigkeit und eine klare Führung gebraucht hätte:

    Hatten sich die Herausgeberin der W.P., Katharine Graham, und eine kleine Gruppe von Insidern, darunter auch der CIA-Mann E. Howard Hunt zusammengetan um durch eine geschickt eingefädelte Intrige, die sich über Jahre hinzog, Präsident Nixon zu stürzen.

    Bob Woodward, der gefeierte „Aufdecker“ ist in Wahrheit ein Mitglied der University Yale-Secret-Society „Book and Snake“ :

    http://www.wordiq.com/definition/Book_and_Snake

    Carl Bernstein, der andere „Watergate-Aufdecker“, war der Sprössling eines jüdisch-kommunistischen Paares und auch nicht gerade das was man sich als lupenreinen und zweifelsfreien US-Patrioten vorstellt:

    http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFKbernsteinC.htm

    Der Coup der verschworenen Gruppe gelang und im August 1974 erklärte ein entnervter Richard Nixon seinen Rücktritt. Der Königsmord war gelungen.

    Die USA hatten plötzlich einen schwachen Präsidenten Gerald Ford und taumelten in eine innenpolitische Krise. Die Kommunisten in Moskau rieben sich vor Freude die Hände, die Aktionen von Woodward und Bernstein hatten ihnen genützt.

    Wenn heute über Präsident Nixon geschrieben wird, so wird fast nur mehr Watergate erwähnt, wo er gegen die Spinnennetze von CIA, FBI und Washington Post letztlich keine Chance hatte.

    Was aber fast schon ganz in Vergessenheit geriet:

    Es war Richard Nixon der – als strategische Meisterleistung – die Beziehungen zur Volksrepublik China 1972 um einen riesigen Schritt verbesserte!
    Wikipedia-Artikel darüber: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Nixons_Besuch_in_China_1972


    Richard Nixon traf den greisen Mao persönlich und zeigte ihm Aufklärungs-Satellitenfotos wo ganz genau zu sehen war, dass die Sowjetunion sämtliche Atomraketen-Abschussrampen in Sibirien direkt auf Peking gerichtet hatte.

    Nixon bewies Mao dass die angebliche Freundschaft zwischen Moskau und Peking das Papier nicht wert ist auf dem der Vertrag geschrieben war!

    Schon bald tat sich ein riesiger Riss und Misstrauen zwischen Moskau und Peking auf. Und bald hatten die Moskauer Kommunisten zwei Fronten gegenüber auf die sie aufpassen mussten: Die NATO im Westen und die VR China im Südosten – ein historisches Verdienst von Präs. Richard Nixon!

    Abschließend bleibt noch zu erwähnen wie erfolgreich diese linken Mainstream-Medien Washington Post und New-York-Times über die Jahrzehnte waren: Sämtliche Mainstream-Medien der westlichen Welt hatten ihre Version von Watergate nachgebetet und Nixon wurde von ihnen als Watergate-Lügner historisch gebrandmarkt:

    Diesen Schmierblättern ist es tatsächlich gelungen die Meinung einer breitesten Weltöffentlichkeit über Nixon zu beeinflussen – bis heute.

    • Tullius Augustus
      17. August 2013 15:20

      Ergänzung zu Bob Woodward:

      Ich vermute, dass Woodward ganz speziell in die Washington Post geschleust wurde – extra für den Zweck, um an der Konspiration gegen Präsident Nixon führend mit zu arbeiten:

      Auf seiner Facebook-Seite schreibt Bob Woodward:

      https://www.facebook.com/pages/Bob-Woodward/90571646108?v=info

      I went to Yale and I studied English Literature and history. I graduated in 1965, and shortly after enrolled in the Navy. I spent five years in the Navy, and was discharged in 1970 as a lieutenant. I applied to work at the Washington Post, and was given a two week trial, but was not hired. After a year of work at the Montgomery Sentinel I was hired as a writer at the Washington Post.

      D.h.: Anfangs nahmen sie Woodward nicht bei der W.P. und er arbeitete ein Jahr bei einer anderen Zeitung. Und im Laufe des Jahres 1971 wurde er dann von der W.P. angestellt.

      Zeitlich passt das perfekt: Er konnte sich in dem einen Jahr in seine neue Stelle bei der W.P. einarbeiten und im Juni 1972 war dieser Einbruch bei den Demokraten im Watergate-Komplex. Also zu der Zeit war Woodward schon richtig bei der W.P. in Schwung gekommen.

      Carl Bernstein, sein „Aufdecker-Kollege“ war seit 1966 bei der W.P.

  24. Sandwalk
    17. August 2013 12:39

    Der Artikel passt zu meinem persönlichen Informationstrend. Auch ich habe immer quer durch den österreichischen Zeitungsgarten gelesen.
    Heute lese ich nur noch die Presse, auch wenn ich da nicht mit allem einverstanden bin, aber das ist in Ordnung, solange das Niveau passt.

    Krone, Österreich, News und vergleichbare Medien lese ich nur, wenn sie im 1. Klasse-Abteil der ÖBB zufällig vor meiner Nase liegen, und dann reicht's mir schon wieder für Wochen. Zum Glück gibt es die ZEIT, die WELT, die ZÜRCHER und andere.

    Was das Fernsehen betrifft, so decken sich offenbar die Erfahrungen hier mit meinen. Servus-TV ist wirklich gelungen, aber bitte ZDF-Info, ZDF-neo und Phoenix nicht vergessen. Das sind zwar keine Privatsender, aber mit der tendenziösen Berichterstattung des ORF nicht zu vergleichen.

    • F.V. (kein Partner)
      18. August 2013 08:57

      Die wichtigste Mitteilung von Sandwalk war, daß er 1. Klasse fährt und er von s e i n e m Niveau gesprochen hat.

  25. Das kleine Mäxchen
    17. August 2013 10:23

    Ich habe schon seit geraumer Zeit keine österreichischen Medien mehr im Abo. Da steht nichts mehr drin - und über den österreichischen Tellerrand wird auch nicht geschaut!
    Heute bin ich mit "Die Zeit" und dem Economist bestens versorgt.

    Für das tägliche, histerische Informations-Blitzlicht-Gewitter reichen die Online-Medien allemal.

  26. Yoshinori Sakai
    17. August 2013 09:59

    Die "Washington Post" war bisher in den USA das was in Österreich "Der Standard" ist.

    - ziemlich exakt die gleiche weltanschauliche Richtung ....

  27. perseus
    17. August 2013 09:45

    Ich habe unlängst (wie viele andere aus meinem Bekannten- und Freundeskreis) mein „Presse“-Abo gekündigt:

    „Ich kündige hiermit das Abonnement Ihrer Zeitung.
    Der Grund nach rund 40 Jahren ist das Abrutschen einer einst seriösen konservativ-liberalen Zeitung Richtung Boulevard und linkem Mainstream, sowie die offensichtliche Bestechung durch die politischen Parteien mittels Steuergeld. Die dadurch stattfindende Gefälligkeitsberichterstattung führt bei mir dauernd zu Brechreiz.“

    Leider ist die Presse jetzt auch Mitglied im Club der Gummistiefler-Zeitungen (Kurier, Profil…) geworden. Das ist ihr Ende.

    Der Zweck (das wirtschaftliche Überleben) heiligt nicht die Mittel (Aufgabe der kritischen journalistischen Objektivität, hin zu erkaufter Gefälligkeitsberichterstattung).

    Schade.

    http://diepresse.com/home/kultur/medien/1440761/Markus-Mair-wird-Vorstandsvorsitzender-der-Styria?from=suche.intern.portal

  28. Politicus1
    17. August 2013 09:37

    Ich gestehe, dass ich Zeitungen gerne online lese, weil ich mir damit - so wie auch hier im AU-Tagebuch - die Gelegenheit gebe, auf Beiträge zu replizieren und meine Ansicht zu einer Redakteursmeinung auch gleichzeitig anderen kundtue. Auch ich empfinde ich weitere Diskussionen mit anderen Online-Lesern nicht uninteresssant.
    Zugegeben, da mag auch ein Schuss übersteigerte Wichtigtuerei mit ihm Spiel sein.
    Aber es hilft spontan, vor allem den Ärger über einen Artikel spontan abzubauen und sichtbar zu machen - meilenwert vor einem "Leserbrief", der dann zu oft eh nicht abgedruckt oder verstümmelt wird.
    Aber positives feedback ist ebenso raschest sichtbar gemacht - etwas, das jeden Journalisten freut und ihn manchmal auch den Rücken in der Redaktion stärken kann.

    Abschließend noch ein Wort zu AUs Schlussgedanken der migrantischen Bereicherung in den Redaktionen:
    Wieso lese ich da immer nur Namen aus Mohameds Namensbüchlein? Weil diese Namen den nichtautochtonen Österreicher eindeutig erkennen lassen - als besonderes Gütesiegel der Weltoffenheit der Redaktion?
    Warum nicht auch einmal eine Journalistin mit chinesischem Familienhintergrund schreiben lassen? Einen Amerikaner oder Kroaten?

    Und gleich noch die Zusatzfrage an die Parteien:
    wo sind die nicht-muslimischen Kandidaten mit Migrationshintergrund auf den Kandidatenlisten? Warum nicht einen Inhaber eines Chinarestaurants als Vertreter der Wirtschaft sichtbar machen? Einen Baumeister, der nicht aus der Türkei abstammt?

    • werauchimmer
      18. August 2013 00:25

      ... weil ich mir damit ... die Gelegenheit gebe, auf Beiträge zu replizieren und meine Ansicht zu einer Redakteursmeinung auch gleichzeitig anderen kundtue. Auch ich empfinde ich weitere Diskussionen mit anderen Online-Lesern nicht uninteresssant.

      Sie Glücklicher! Da haben Sie wohl kaum Erfahrung mit der Zensur bei der "Die Presse", den SN, dem Standard ... etc gemacht.

      Ich schon. Daher schreibe ich dort auch nicht (mehr). Ich lass' mich nicht von einem - wahrscheinlich - hinter den Ohren noch grünen Praktikanten, dem irgendetwas an ohnedies in gewählter Ausdrucksweise vorgetragenen Inhalten nicht genehm ist, knebeln. Schade um die Zeit.

    • Politicus1
      18. August 2013 08:42

      werauchimmer:
      beim Standard haben Sie recht - dort schreibe ich auch keine Zeilen dazu.
      Bei der PRRESSE kann ich Ihnen nur teilweise zustimmen. Da scheint es mir sehr vom Thema und dem diensthabenden Zensor abhängig zu sein.

  29. Greunz
    17. August 2013 09:33

    Servus TV vor den Vorhang!
    Schon in der Kultur schlägt Servus TV das Staatsfernsehen um Längen. Liveübertragungen von den Salzburger Festspielen, echte Volksmusik beim "Hoagascht" (im Gegensatz zu volksDümmlichen Formaten á la Hinterseer, Gabalier und Co) usw.

  30. Observer
    17. August 2013 07:51

    Sehr schöne Analyse eines Medienprofis. Mir fehlen aber konkrete Aussagen zu DIE PRESSE, DER STANDARD, WIENER ZEITUNG, KURIER, SALZBURGER NACHRICHTEN usw. Dies wäre doch eine Orientierungshilfe für die interessierten Leute. Oder gilt auch hier: "Eine Krähe hackt ....". Aber auch in allen diesen Publikationen finde ich Regierungs- und ÖBB-Inserate oder hatte schon jemand den Mut, sich nicht "bestechen" zu lassen?

    Ich lese hauptsächlich die PRESSE (nicht am Sonntag, denn da will ich "zeitungsfrei" bleiben) und das Wirtschaftmagazin FORMAT. Nicht unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang das werbefreie Verbrauchermagazin KONSUMENT bleiben, auch wenn dabei vielleicht Ministeriums- und AK-Gelder dahinter stecken. Auf alle Fälle weigert sich die dortige Redaktion, sich von (ggfs. kritisierten) Unternehmen vereinnahmen zu lassen. Seit kurzem wird abaer in der PRESSE bei den wöchtenlichen Autotests ganz klein vermerkt, dass die Fahrzueghersteller die Testautos kostenlos zur Verfügung gestellt und auch Teil der Fahrtkosten zu den Präsentationen übetnommen haben. Gleichen gilt auch für die Reise- und Urlaubsempfehlungen. Mir ist natürlich ganz klar, dass eine Zeitung wie die PRESSE mit eigenen Auslandskorrespondenten und qualifizierten Redakteuren ohne Inserate und Werbebeilagen nicht überleben kann, denn den dann erforderlichen und von Herrn Unterberger genannten zweistelligen Eurobetrag für ein Exemplar würde kauam jemand aufbringen. Daher muss es beim dualen Finanzierungssystem bleiben. Anders ist es beim ORF: Zwangsgebühren und Werbung gehören nicht zusammen!

    Unverständlich ist mir aber, wieso die meisten Printzeitungen weiterhin fast alle Beiträge parallel und kostenlos ins Internet stellen und damit Kannibalismus betreiben. Warum machen da die Redakteure mit, wo es sich doch um ihr geistiges Eigentum handelt? Es heißt doch immer: "Was nichts kostet ist auch nichts wert".

  31. socrates
    17. August 2013 06:13

    Der Untergang der PRAWDA hat niemand gewundert, warum sollen wir uns ueber den Untergang der WASHINGTON POST wundern? Vor 39 Jahren hat der Datenklau von Nixon den Praesidenten unter Federfuehrung der WP den Job gekostet, der Watergate Skandal. Heute lesen wir in den umerziehenden Medien, wie wichtig und gut der Datenklau ist. Regelmaessig versuchen die Medien die Amendments der U S Verfassung zu beseitigen und uebersehen den Willen des Volkes.

  32. fosca
    17. August 2013 01:31

    "Erst wenn auch hierzulande griechische Verhältnisse ausgebrochen sind, wird dieses Business-Modell zwangsläufig zusammenbrechen.

    Genau dann schlägt die Stunde der unbestechlichen Qualitätsmedien wie Servus-TV und das bereits erwähnte "Servus in Stadt und Land", die auch wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und sich nicht von irgendwelchen Parteien und Politikern vereinnahmen lassen.

    Vielleicht stehen uns damit doch noch gute Zeiten am Mediensektor bevor!





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