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Bildung und Schule: Scheingefechte und Notwendigkeiten

Der Wahlkampf hat ein neues Thema: Schulpflicht vs. Bildungspflicht. Der Reformvorschlag der ÖVP, eine Bildungspflicht einzuführen, klingt interessant. Er ignoriert aber die wirklichen Probleme in den Schulen. Das tun freilich die sozialistischen Konzepte (Schulpflicht mit Zwangsgesamtschule) noch viel mehr.

Der Auslöser der gegenwärtigen Bildungsdebatte: Immer mehr Arbeitgeber sind entsetzt, dass Möchtegern-Lehrlinge weder ordentlich lesen noch schreiben noch rechnen noch grüßen können. Diese Defizite machen einen jungen Mann, eine junge Frau ziemlich unbrauchbar für fast jede Berufstätigkeit. Einige große Handelsketten haben deswegen im Frühjahr sogar angefangen, mit Fernsehspots um die rar gewordenen brauchbaren Schulabsolventen zu werben. Das heißt: Alle jene, die auch jetzt noch keine Lehrstelle haben, sind hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit unbrauchbar.

Aber auch das Niveau von Uni-Absolventen bestimmter Studienrichtungen liegt unter dem, was sich Arbeitgeber eigentlich schon von einem Maturanten erwarten würden. Die Arbeitgeber rufen daher nach dringendem Handeln. Das ist mehr als verständlich. Da sie aber keine Ahnung von den Problemen in den Schulen haben, erkennen sie die wirklichen Ursachen der Bildungsmisere nicht.

Einige von ihnen (etwa die derzeitige Führung der Industriellenvereinigung) fallen sogar auf Rattenfänger herein, wie etwa auf die Gesamtschulpropagandisten rund um Hannes Androsch. Sie begreifen in ihrer Ahnungslosigkeit nicht, dass deren Projekt das Niveau der Schulabgänger noch dramatisch weiter verschlechtern würde.

Das sieht man im Grund schon jetzt bei der Neuen Mittelschule, obwohl brutale und eigentlich menschenrechtswidrige Maulkorberlässe die dortigen Lehrer zum Schweigen zu zwingen versuchen: Unter dem Schutz der Anonymität berichten aber dennoch erzürnte Lehrer, dass von ihnen verlangt wird, auch bei nur 30 Prozent erbrachter Leistung noch ein Genügend zu geben (während früher bei 50 Prozent die Grenze war)!

Bildungspflicht macht Schulen zu Dauer-Wärmestuben

Einige etwas klügere Bildungskritiker setzen nun auf einen Wechsel von der Schulpflicht auf die Bildungspflicht. Das heißt im Klartext: Jugendliche sollen so lange die Schulbank drücken, bis sie das Lesen, Schreiben, Rechnen und ein paar simple Sozialtugenden halbwegs beherrschen. Das klingt vernünftig. Ist es aber nicht. Denn vernünftiger zu sein als die rotgrünen Gesamtschulphantasien ist noch lange nicht ausreichend für eine funktionierende Antwort auf die Bildungsmisere.

Die Bildungspflicht-Idee bietet bisher keinerlei Antwort auf zentrale Fragen: Was macht man mit jenen pubertären und postpubertären Typen, die gar keine Intention (mehr) haben, auch nur irgendetwas zu lernen? Was tut man, wenn für manche Jugendliche und deren Familie die Schule ein weit angenehmerer Aufenthaltsort ist als ein Arbeitsplatz, also gewissermaßen eine staatlich bezahlte Wärmestube? Wissen die Bildungspflicht-Proponenten nicht, dass mit 15 Jahren bei 98 Prozent aller Jugendlichen keine Weichenstellung hin zum bisher ignorierten Lernen mehr erfolgreich ist?

Natürlich haben auf all diese kritischen Fragen auch die Verfechter der Schulpflicht und erst recht die der Gesamtschule keine Antwort. Das – zweifellos richtig diagnostizierte – Problem mit der mangelnden Qualität der Schulabgänger hat nämlich ganz andere Ursachen. Nicht gegen jede gibt es eine Therapie. Dennoch sollte man zumindest die wichtigsten ehrlich auflisten und nicht aus politischer Korrektheit verschweigen.

Die wirklichen Wurzeln der Bildungsmisere

  • Bildung hat für viele Österreicher heute nur noch einen formalen, und weit weniger als einst einen inhaltlichen Stellenwert. Viele Eltern verlangen zwar von der Schule positive Zeugnisse. Ob ihre Kinder dort auch etwas lernen, ist ihnen hingegen in erstaunlich hohem Ausmaß wurscht geworden. Nicht die Bildung, sondern der formale Abschluss scheint die Leiter zum Aufstieg zu bilden. Gegen diese kollektive Werteverschiebung – übrigens typisch für ein Land im Abstieg – kann man durch neue Gesetze oder Schulorganisationen nichts ausrichten. Hilfreich wäre nur eine gesamtgesellschaftliche Einstellungsänderung. (Aber glaubt in einem von ORF, Dichand- und Fellner-Medien dominierten Land irgendjemand ernstlich an eine solche?)
     
  • Fast die Hälfte der Akademikerinnen bekommt überhaupt kein Kind; bei den insgesamt in Österreich geborenen Müttern ist es im Schnitt kaum mehr als ein Kind pro Mutter. Die Kinderzahl wird immer stärker durch Zuwanderer gestellt (in Wien schon zur Mehrheit). Da aber nichteuropäische Zuwanderer – und auch ein Teil jener vom Balkan – in ihrem Bildungsniveau leider nur Drittweltstandard verkörpern, führt das unweigerlich zu einer Niveausenkung. Auch dagegen lässt sich nur wenig tun. (Die Wirtschaft sollte sich freilich ein wenig an der eigenen Nase nehmen: drängt sie doch seit Jahrzehnten darauf, dass Frauen voll als Arbeitskraft zur Verfügung stehen, während ihr deren familiäre Rolle und die damit verbundene Bedürfnisse ziemlich egal waren und sind).
     
  • Dennoch kann man auch bei Zuwanderern etliches sinnvolles tun. Dazu zählt:
    - Kindergartenpflicht bei unzureichenden Deutschkenntnissen und bei erkennbarem Entwicklungsrückstand schon ab dem vierten Lebensjahr (in diesem Punkt ist der ÖVP-Integrationsstaatssekretär durchaus richtig unterwegs);
    - keine Familienzusammenführungen mehr zwischen dem 4. und dem 18. Lebensjahr (womit man nicht nur das folgenschwere Späteinsteigen in die Schule, sondern auch gleich die Zwangsheiraten junger Mädchen unterbindet);
    - gesonderte Fördermaßnahmen für Schüler mit einschlägigen Defiziten;
    - und keinerlei Zuwanderung von unqualifizierten Ausländern mehr (was auch eine viel konsequentere Abschiebung abgewiesener Asylwerber bedeuten muss).
     
  • Mutige Politik muss sich auch an spürbarere Konsequenzen für Familien heranwagen, welche die Schulerziehung für ihre Kinder grob vernachlässigen (Schulschwänzen, gezieltes Sabotieren des Unterrichts, ständiges Ignorieren von Hausübungen usw). Das muss bis hin zu finanziellen Folgen gehen.
     
  • In der Unterrichtszeit ist mehr Gewicht auf die grundlegenden Kulturtechniken zu legen als auf das, womit die Schulen in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr überladen worden sind (wie Verkehrs-, Sexual-, Computererziehung).
     
  • Notwendig ist auch eine Verlängerung der Jahres-Schulzeit (womit die de facto eingetretenen Verkürzungen durch Energieferien, Herbstferien, vorverlegte Notenkonferenzen und schulfreien Samstag zumindest ausgeglichen würden).
     
  • Noch wichtiger: Der Druck auf Lehrer, allen gute Noten zu geben, muss ins Gegenteil verkehrt werden. Natürlich kann man den Eltern das Äußern solcher Wünsche nicht verbieten. Aber im Grund müsste jeder Schuldirektor oder -inspektor, jeder Verantwortliche in Stadt- oder Landesschulrat disziplinär zur Verantwortung gezogen werden, wenn er Druck auf die Lehrer ausübt, die Anforderungen zu senken oder Noten zu verschenken. Was ja allzu viele von ihnen aus falschem Ehrgeiz, dummem Mitleid oder ideologischer Verblendung tun. Ungestraft.
     
  • Am wirksamsten würde aber noch etwas anderes sein: Nicht mehr das Zeugnis der ausbildenden Schule sollte entscheidend sein, ob jemand ausreichend genug Vorbildung hat. Vielmehr sollte das die aufnehmende Schule/Universität selbst testen. Bei den Zehnjährigen sollte auch nicht nur die AHS die Kinder und deren Bildungsstand überprüfen. Das gleiche sollte am Beginn von alternativen Schulwegen stehen (welches Schild immer an den Schultoren hängt): Denn das Verbrechen, die drei Leistungsgruppen der Hauptschule in die Einheitsklassen der Neuen Mittelschule zu verschmelzen, muss dringend wieder rückgängig gemacht werden, damit so wie früher zumindest der erste Leistungszug der Hauptschulen wieder Topqualität hat.

Ich wette jede Summe, dass durch die Summe solcher Maßnahmen das Bildungsniveau viel eher verbessert würde, als durch eine noch so lange Bildungspflicht, solange diese mit der bisherigen Leistungsfeindlichkeit verbunden bleibt.

Die absurde Dienstrechtsdebatte

Abgesehen von der neuen Bildungspflicht-Idee hat sich die Bildungsdebatte aber seit Monaten absurderweise an der Frage der Lehrergehälter und der Arbeitszeit-Kontroverse festgebissen. Dabei kann keiner der dabei umstrittenen Punkte die Schulqualität verbessern. Höchstens eine Verschlechterung ist möglich.

Überdies sollte eines klar sein: Mehr Arbeit fürs gleiche (oder nach recht glaubwürdig klingenden Berechnungen: für weniger!) Geld – das wird sich mit Sicherheit keine Gewerkschaft ohne Kampfmaßnahmen gefallen lassen. Selbst wenn die zuständigen Ministerinnen in ihren Interviews noch so schrill werden. Darüber einen Konsens zu erringen, kann der Regierung schon gar nicht gelingen, seit soeben die Wochenarbeitszeit der ÖBB deutlich reduziert worden ist.

In Wahrheit hofft diese Regierung natürlich insgeheim, durch längere Lehrerarbeitszeiten den trotz geringerer Kinderzahlen bevorstehenden krassen Lehrermangel beheben zu können. Diesen Mangel hat sie aber selbst verschuldet: durch das Fehlen rechtzeitiger Planung und durch sinnlose und teure Vergeudungen von Lehrerkapazitäten. Insbesondere schädlich in Hinblick auf Personalressourcen und Budget war:
- die Einführung der Wahlpflichtfächer in den AHS-Oberstufen (wo oft nur ein halbes Dutzend Kinder von jeweils einem Lehrer betreut wird);
- die Entsendung eines Zweitlehrers in jede Klasse der „Neuen Mittelschule“;
- die Verwendung von staatlich bezahlten Lehrern in einer aufgeblähten Bürokratie und bei parteinahen Vereinen;
- und künftig auch die maßlose Verlängerung der Studienzeiten für alle Lehrer.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2013 12:05

    Weit haben wir es gebracht, daß nunmehr eine Schulpflicht bis 18 eingeführt werden soll, um etwaigen AA (Analphabeten) Lesen, Rechnen u. Schreiben beizubringen.

    Eine leistungsferne Schicht, die weder lernen noch arbeiten will, konnte sich in unserem Land breitmachen, da ja der Staat für alle möglichen Eventualitäten aufkommt und wie man beobachten kann soll diese Versorgung noch weiter ausgebaut werden.

    Es gibt doch in unserem Schulsystem bereits seit langem die Möglichkeit freiwillig versäumtes Wissen nachholen zu können und ich glaube, daß jemand der mit 15 AA ist, dieses Manko - bis auf wenige Ausnahmen - nicht aufzuholen gewillt ist. Schon alleine deshalb, weil ja ohnehin für alle gesorgt wird.

    Eine Bildungspflicht bis 18 hat für Politiker den Vorteil die Jugendarbeitslosigkeit geschönt darstellen zu können. Würde tatsächlich der Wunsch nach Bildung im Vordergrund stehen, müßte auf jeden Fall die Leistungsbewertung der Schüler entsprechend gestaltet werden, so daß wirklich nur vorwärtskommt, der den Lernstoff beherrscht. Hat doch jahrzehntelang bestens funktioniert.

    Die Linken, allen voran Kreisky, haben damit angefangen die Schule zu entwerten, die SchmiedIn macht den Deckel drauf, wobei ihr die Schwarzen noch behilflich sind.

  2. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2013 09:54

    Das meiste, was AU in diesem Beitrag anführt, kann ich nur voll unterschreiben. Ein Punkt geht mir in dieser Diskussion allerdings zunehmend auf die Nerven: das ewige Geblöke von der auch so privilegierten Lehrerschaft, weil sie so viele Ferien haben. Beziehungsweise weil die Ferien so lange sind, und die Jahres- bzw. Wochen-Unterrichtszeit zu kurz.

    Wer diese Linie nachblökt, übersieht einen ganz wichtigen Punkt: weder unterrichten, noch unterrichtet werden (!) sind mit normaler, 8-Stunden-am-Tag Erwerbstätigkeit direkt vergleichbar. Unterrichtsstunden zu halten ist irgendwo zwischen am Schreibtisch sitzen, und als Künstler einen Auftritt zu haben anzusetzen: immerhin kommuniziert man intensiv mit ~30 Leuten, die vor einem sitzen, und die etwas von einem lernen wollen/sollen. Das geht nicht 8 Stunden am Tag lang. Schon gar nicht, wenn es um komplexere Inhalte geht. Weder als der, der vorne steht, noch als der, der drin sitzt. Vor allem aus der Perspektive des Lehrers muss man das wohl selbst erlebt haben, um es richtig einschätzen zu können - für Menschen wie AU, und sehr viele andere, werden wir wohl leider immer nur ein Haufen Faultiere sein, die es sich gerichtet haben. Aber das stimmt einfach nicht.

    Nun ist es so, dass in vielen anderen Ländern Europas die Ferien im Schuldienst kürzer sind, und es auch geht. Nur: ganz wesentlich kürzer sind sie in den wenigsten Ländern - nur anders verteilt. Schaut einmal genauer hin. Und bekanntlich ist es auch nicht so, dass die Schulsysteme anderswo alle perfekt wären, und bestens laufen würden. Den Stein der Weisen hat noch keiner gefunden, aber unsere derzeitigen Probleme kommen praktisch sicher nicht von den langen Ferien.

    Macht doch einmal ein Gedankenexperiment: gut, wir kürzen die Ferien. Vor allem die Sommerferien. Sagen wir einmal um die Hälfte.

    Gut, und was hat das jetzt gebracht? Hunderttausende Schulkinder sitzen in der heissesten Zeit des Jahres einen Monat zusätzlich in den Klassen, und werden dadurch das magische bisschen gescheiter? Statt sich in der schönsten Zeit des Jahres wirklich zu erholen, und dann im Herbst mit neuen Kräften weiterzumachen?

    Darüber hinaus geht mir die Diskussion über die langen Ferien auch noch aus einem anderen Grund auf die Nerven. Da gibt es wenigstens einen Beruf, der trotz voller Anstellung wenigstens einigermassen familienfreundlich ist. Sprich: Lehrer. Und was ist? Ausser einer Mischung aus Neid und Geringschätzung von allen anderen bekommt diese Berufsgruppe kaum etwas zu spüren. Und das nur, weil die nominellen Arbeitsstunden (die wie gesagt nicht so leicht 1:1 mit anderen Arbeitsstunden vergleichbar sind) bei ihnen geringer sind.

    Was ist mit diesem Land los, dass das einzige, auf dass sich alle einigen können, der Neid ist? Anstatt dass sich die Leute freuen, dass wenigstens eine Berufsgruppe ein bisschen längere Ferien hat? Und jeder, der jemals in einer Klasse vorne gestanden ist weiss, dass die langen Ferien kein Geschenk sind. Der Beruf ist auf seine Art leider hart genug. Gerade heutzutage, wo es cool ist, ein Idiot zu sein. Lehrer sind an vorderster Front im Kampf gegen die kollektive Verblödung, und werden von praktisch allen alleine gelassen. Das geht auf die Dauer auch schwer auf die Substanz.

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2013 06:32

    "Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat so viel Pinke-pinke, wer hat so viel Geld? (Karnevalslied von Jupp Schmitz und Kurt Feltz 1949)

    Nach Kindergarten-, Schul- und Bildungspflicht, Pflicht auf Grundsicherung (= arbeitsloses Einkommen) usw. kommt sicher auch noch die Sterbepflicht, wo man nach Erreichung eines gesetzlich vorgeschriebenen Alters der Welt ade sagen muß.

    In den westlichen Ländern wundert man sich, dass der Islam den ganzen Menschen beherrscht, machen es die rot-grünen Regierungen nicht ebenso?

  4. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2013 09:47

    So gut wie alles, was in dem Aufsatz steht, ist richtig.

    Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass durch die vielen Ferien, schulautonomen Tage und freien Samstage die Schulen zu zeitlichen Restschulen verkommen sind. Die lieben Kleinen sitzen nicht einmal mehr an der Hälfte aller Tage im Jahr in der Schule.
    Noch etwas ist zu bemerken. Gab es früher glockenförmige Verteilungen in der Klasse (wenige Genies, breites Mittelfeld, wenige Versager), beobachten wir immer stärker eine Dichotomie. (große leistungswillige Gruppe, kleiner Mittelbau, große Rumhängergruppe mit wenig Perspektiven).
    Diese Dichotomie gibt es auch bei den Volksschulen insgesamt:
    Die Streuung bei den Ergebnissen der Volksschulen ist (laut PIRLS/TIMSS-Testungen) nirgendwo so ausgeprägt wie in Österreich, womit wir von der regelmäßig beschworenen "Bildungsgerechtigkeit" Lichtjahre entfernt sind.
    Eines ist zudem klar: Das letzte Jahrzehnt war das Jahrzehnt, in dem die DOFF-Medien (Dichand, ORF, Fellner, Falter) in Zusammenarbeit mit Ministerin Schmied unserem Schulsystem schwerste Schläge beigebracht haben.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2013 19:16

    O.T. Morgen wird im Internet eine Unterstützungserklärung für die EZB veröffentlicht, unterschrieben von 200 Wirtschaftsfachleuten.
    Darin wird das vorbildliche Verhalten Mario Draghis hervorgehoben, der mit dem Ankauf notleidender Staatspapiere durch die EZB nachweislich den EURO und damit die Europäische Wirtschaft nachhaltig vor Schaden bewahrt hat.
    Damit haben sich auch solche Unkenrufe ad absurbum geführt, die durch solche Maßnahmen vor einer Hyperinflation warnen, wie etwa die Aussagen von Hans Werner Sinn.

    Unterschrieben wurde dieses Schreiben von solchen Kapazundern wie den Präsidenten der Nationalbanken von Brasilien, Columbien, Bolivien und einigen anderen Nichteuropäischen Staaten, sowie Nationalökonomen der USA. Paul Krugmann wurde nicht genannt.
    Ein mir unbekannter deutscher Universitätsprofessor kommentierte dieses Schreiben, und betonte dabei die Notwendigkeit der Europäischen Bankenunion.

    Wie ich diese Meldung heute im Deutschlandfunk hörte, fragte ich mich, was doch die Machthaber vor Hans Werner Sinn für eine Angst haben müssen, daß sie so einen globalen Aufwand betreiben?

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2013 16:48

    Stronach hat das Problem erkannt.

    Team Stronach wird umsetzen, worauf es im Leben ankommt, auf Leistung, auf Disziplin zum Erwerb von Wissen und Fähigkeiten und auf Respekt.

    Jetzt brauchen wir noch die Wähler, die uns wählen. Wir übernehmen die Verantwortung mit dem Bewusstsein auf viel Widerstand zu stoßen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2013 08:10

    Ich empfehle das ca. 22-minütige Video eines exzellenten Vortrags von Prof. Hüther anzusehen. Er erklärt, wie bereits 6 Monate alte, unverbildete Babies bestimmte Dinge wahrnehmen und sich entsprechend verhalten, und wie dasselbe Experiment nach einem Jahr – wo sie bereits verschiedene andere „Erfahrungen“ gemacht haben (sie können noch gar nicht reden) – sich z. T. anders entscheiden.

    Man kann das nicht mit wenigen Worten nacherzählen und sollte sich das wirklich ansehen. Die Quintessenz ist, daß man sehr früh und jederzeit von den Umgebungseinflüssen geprägt wird, die dann das Handeln de facto fast notwendig bedingen. Die in die Länge gezogene Bildungspflicht wird daher nichts am Analphabetismus jener ändern, die heute schon nichts lernen (wollen), wenn sich deren einwirkende Umwelt (= Vorbilder) nicht ändern.

    Ein wirklich ausgezeichneter Vortrag des Neurobiologen Prof. Hüther …..sehr hörenswert:

    Konfuzius: Wer glücklich ist, der kauft nicht !
    http://denkbonus.wordpress.com/2013/04/06/wer-glucklich-ist-kauft-nicht/

    Was die Klagen der Unternehmen betrifft, daß Lehrlinge die einfachen Kulturtechniken nicht beherrschen und Uni-Absolventen kaum das Niveau von Maturanten haben, beweist, daß wir uns dem amerikanischen Bildungsniveau angeglichen haben. Dort war das ja vor 50 und mehr Jahren schon so, weswegen die von mir damals so bewunderten internen Ausbildungsmaßnahmen, die ich bei IBM kennenlernte, nicht altruistisch das lebenslange Lernen fördern wollten, sondern reine Notwehr war, weil eben die amerikanischen Beschäftigten weder die Bedienungsanleitungen von Maschinen, noch Sicherheitsvorschriften lesen und verstehen konnten, also unbrauchbar waren.

    Die Hauptursache dürfte m.A. die besondere Lage des amerikanischen „Volkes“ sein, das eben kein Volk, sondern ein im „melting pot“ zusammengewürfeltes Massen-Proletariat war und ist. Und da „man“ – die politischen „Eliten“ der USA – erkannt hat, wie man debilisierte Bevölkerungen in Europa niederhalten kann, wurde uns von ihnen die Immigrationspolitik mit bildungsresistenten und Menschen fremder Kulturkreise aufgezwungen. Pisa und Bologna und sonstiger Schmarrn in dieser Richtung dient nicht der Verbesserung, sondern der Angleichung auf dem niedrigsten Niveau.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    07. August 2013 08:10

    Ich empfehle das ca. 22-minütige Video eines exzellenten Vortrags von Prof. Hüther anzusehen. Er erklärt, wie bereits 6 Monate alte, unverbildete Babies bestimmte Dinge wahrnehmen und sich entsprechend verhalten, und wie dasselbe Experiment nach einem Jahr – wo sie bereits verschiedene andere „Erfahrungen“ gemacht haben (sie können noch gar nicht reden) – sich z. T. anders entscheiden.

    Man kann das nicht mit wenigen Worten nacherzählen und sollte sich das wirklich ansehen. Die Quintessenz ist, daß man sehr früh und jederzeit von den Umgebungseinflüssen geprägt wird, die dann das Handeln de facto fast notwendig bedingen. Die in die Länge gezogene Bildungspflicht wird daher nichts am Analphabetismus jener ändern, die heute schon nichts lernen (wollen), wenn sich deren einwirkende Umwelt (= Vorbilder) nicht ändern.

    Ein wirklich ausgezeichneter Vortrag des Neurobiologen Prof. Hüther …..sehr hörenswert:

    Konfuzius: Wer glücklich ist, der kauft nicht !
    http://denkbonus.wordpress.com/2013/04/06/wer-glucklich-ist-kauft-nicht/

    Was die Klagen der Unternehmen betrifft, daß Lehrlinge die einfachen Kulturtechniken nicht beherrschen und Uni-Absolventen kaum das Niveau von Maturanten haben, beweist, daß wir uns dem amerikanischen Bildungsniveau angeglichen haben. Dort war das ja vor 50 und mehr Jahren schon so, weswegen die von mir damals so bewunderten internen Ausbildungsmaßnahmen, die ich bei IBM kennenlernte, nicht altruistisch das lebenslange Lernen fördern wollten, sondern reine Notwehr war, weil eben die amerikanischen Beschäftigten weder die Bedienungsanleitungen von Maschinen, noch Sicherheitsvorschriften lesen und verstehen konnten, also unbrauchbar waren.

    Die Hauptursache dürfte m.A. die besondere Lage des amerikanischen „Volkes“ sein, das eben kein Volk, sondern ein im „melting pot“ zusammengewürfeltes Massen-Proletariat war und ist. Und da „man“ – die politischen „Eliten“ der USA – erkannt hat, wie man debilisierte Bevölkerungen in Europa niederhalten kann, wurde uns von ihnen die Immigrationspolitik mit bildungsresistenten und Menschen fremder Kulturkreise aufgezwungen. Pisa und Bologna und sonstiger Schmarrn in dieser Richtung dient nicht der Verbesserung, sondern der Angleichung auf dem niedrigsten Niveau.


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  1. Yoshinori Sakai
    08. August 2013 13:38

    Zutreffender Kommentar Prof. Stefan Thomas Hopmann zum Thema:

    Verlängerung des Elends heißt längeres Elend
    (Kommentar von Stefan Thomas Hopmann, 7. August 2013 )

    Der Vorschlag der "Bildungspflicht" ist die falsche Reaktion auf eine richtige Diagnose: Anstatt bei den betroffenen Schülern die Schuld zu suchen, gälte es, sich für eine Schulreform einzusetzen, die diesen Namen auch verdient

    Es ist wohl kennzeichnend für die geistige Situation einer Zeit, wenn das Erreichen minimaler Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen zur "Bildungspflicht" ernannt wird. Solches schon Bildung zu nennen und zu glauben, man könne diese durch Androhung weiterer Schuljahre erzwingen, lässt erahnen, wie wenig Bildung in unseren Breitengraden noch gilt und wie wenig den politisch Verantwortlichen dieser Mangel bedeutet.

    Hinter diesem Unwort steckt freilich ein ernst zu nehmendes Problem: Immer noch verlassen viel zu viele Jugendliche unsere öffentlichen Schulen, ohne dort auch nur in Ansätzen gelernt zu haben, was es in Wirtschaft und Gesellschaft und für eine sinnvolle eigene Lebensgestaltung braucht. Das ist kein neues Problem, aber eines das mit den wachsenden Anforderungen einer "Wissensgesellschaft" sowohl die Betroffenen, wie auch die Gesellschaft als Ganzes stärker belastet.

    Strafe und Showeffekte

    Nur ist die Reaktion auf diese richtige Diagnose wie so oft in Österreich die Vortäuschung, man könne sich des Problems dadurch entledigen, dass man den Betroffenen selbst Schuld und Strafe im Schulbetrieb zuschreibt. Die Logik ist dieselbe wie bei der Erfindung von Ghettoklassen für Migrantenkinder oder von Strafandrohungen für Schulschwänzen, in diesem Fall nämlich die Androhung zusätzlicher Schuljahre für all jene, die bis zum Abschluss der Pflichtschulzeit bestimmte Minimalziele noch nicht erreicht haben. Die Betroffenen sind schuld, weswegen wir sie jetzt noch ein paar Jahre zwangsbeglücken müssen, auch wenn es weder empirisch noch vergleichend ausreichend Belege dafür gibt, dass solche Strategien jenseits politischer Showeffekte irgendwelchen Nutzen haben.

    Man fragt sich, woher der vorgespielte Optimismus stammt, in diesen zusätzlichen Jahren würde erreicht, was in den vorhergehenden zehn Jahren einschließlich Pflichtkindergarten misslungen ist. Sollen die betroffenen Jugendlichen so lange sitzenbleiben, bis es mal mehr oder weniger zufällig klappt? Oder sollen sie in speziellen Nachschulungen auf das große Ziel vorbereitet werden? Wer treibt die vorgeblich "Lernunwilligen" zurück in die Schulbänke, wer kümmert sich um die Folgewirkungen für die anderen in diesen Klassen? Eine Verlängerung des Elends bedeutet zunächst nur längeres Elend, noch keine Lösung.

    Die einfache Wahrheit ist dagegen: Wenn jemand trotz hinreichender individueller Voraussetzungen nach neun bis zehn Jahren institutioneller Bearbeitung noch nicht einmal Minimalziele erreicht, dann liegt die Ursache wohl nicht in erster Linie bei den Betroffenen selbst, sondern das Schulsystem hat versagt. Pädagogisch und ökonomisch wäre es allemal sinnvoller, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, sondern entsprechend gefährdete Schülerinnen und Schüler sehr viel früher zu identifizieren und mit gezielter Förderung zu unterstützen.

    Das erreicht man weder durch nationale Standards noch durch landesweite Tests, sondern nur durch konkrete Hilfe im Einzelfall. Jeder Schüler, jede Schülerin im gefährdeten Bereich müsste - so wie in vielen anderen Ländern - einen Rechtsanspruch auf frühzeitige Diagnose und konkrete Hilfe haben und die Schulen die Möglichkeit, entsprechende Angebote auch zu installieren. Das alles aber würde mehr als die Erfindung neuer Schlagworte verlangen, nämlich eine Schulreform, die diesen Namen ausnahmsweise einmal verdient, und die damit beginnt, den Schulen überhaupt die Möglichkeit einzuräumen, ihren Schulalltag entsprechend den jeweils gegebenen Herausforderungen zu gestalten.

    Das würde eine nachhaltige Aufwertung der Kindergärten (und nicht bloß eine nutzlose Verlängerung der Pflichtjahre) und eine grundlegende Umgestaltung der Volksschulen verlangen, auch eine "neue" Mittelschule, die tatsächlich "neu" sein darf und nicht durch den Gesetzgeber im Zwangskorsett einer Volksschuloberstufe festgehalten wird.

    Alternative Angebote

    Die Kollegen im Integrationsrat und alle anderen, die jetzt der "Bildungspflicht" das Wort reden, wissen das alles auch. Aber vermutlich haben sie in Rechnung gestellt, dass die heimische Politik zu einer ernsthaften Antwort auf die Bildungsarmut zurzeit nicht willens oder in der Lage ist und deshalb nach Maßnahmen gesucht, die man bestenfalls von den Verantwortlichen erhoffen darf. Da sind mit schönen Schlagworten zugedeckte hohle Versprechungen immer willkommen!

    Eine ganz andere Frage ist, ob es nicht generell sinnvoll wäre, über einen Rechtsanspruch auf Bildung von mindestens zwölf Jahren nachzudenken. Für die übergroße Mehrheit der Schülerinnen und Schüler würde das keine unmittelbaren Folgen haben. Sie gehen eh schon so lang oder noch länger in die Schule. Es würde aber den Gesetzgeber dazu nötigen, für all jene, die vorzeitig auf der Strecke bleiben, weder Oberstufe noch Berufsbildung absolvieren, alternative Bildungsangebote zu entwickeln, die ihnen neue Chancen eröffnen. Andere Länder zeigen uns, dass so etwas machbar ist. Aber auch das würde mehr als die Erfindung neuer Unworte, nämlich ernsthafte pädagogische und politische Anstrengungen verlangen. Darauf darf man wohl in Wahlkampfzeiten nicht hoffen. (Ende)

    Stefan Thomas Hopmann ist seit 2005 Universitätsprofessor für Bildungswissenschaften in Wien. Er forscht insbesondere über Schul- und Qualitätsentwicklung in Bildungs- und anderen sozialen Systemen.

    Link: http://derstandard.at/1375625973972/Verlaengerung-des-Elends-heisst-laengeres-Elend

  2. sin
    07. August 2013 16:10

    Hat es seit der Einführung der Schulpflicht derart viele Abgänger von der Pflichtschule gegeben, die praktisch als Analphabeten "ins Leben" entlassen werden?
    Gibt es Mutige aus dem Unterrichtsministerium oder den Landesschulräten, die dazu Stellung nehmen?

  3. RR Prof. Reinhard Horner
    07. August 2013 15:16

    reinhard.horner@chello.at

    Es gibt keine „Bildungsmisere“. Einer derartigen Agitation ist entschieden entgegenzutreten.

    1. Eine beachtliche Mehrheit erzielt durchaus respektable Lernergebnisse und Lebenserfolge.
    Auch in internationalen Wettbewerben – mit Ausnahme der trügerischen (betrügerischen) PISA-Aktion – schneiden die Österreicher nicht schlecht ab.
    „Der bedeutendere Teil der Bürgerschaft“ (Marsilius von Padua), also jene Menschen die die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen tragen und aus denen die zulänglichen Repräsentanten hervorgehen, ist deutlich wirksam. Einschließlich gelungener Integration.

    2. Wir haben eine große (zu große) Minderheit, die in unserem Bildungswesen scheitert. Dies aus mancherlei, aus vielerlei Gründen.

    Was liegt also an? Was ist zu tun?

    1. Bewährtes ist zu bestärken. Wir haben alles zu unternehmen, um die positiven Leistungen der Mehrheit zu erhalten und zukunftstauglich weiterzuentwickeln. Wir haben Sorge zu tragen, dass wir diesbezüglich keinerlei Einbußen erleiden. So verdienen und brauchen die bildungsaffinen Familien gehörige Anerkennung und bestmögliche Unterstützung. Dem Bildungserbe gebührt hohe Wertschätzung.
    Maßnahmen zur Behebung der Misserfolge der Minderheit dürfen keine Beeinträchtigung, keine Zerstörung der Mehrheitswirksamkeit mit sich bringen.

    Freilich steht auch das Mehrheitsgeschehen stets unter Reformbedarf. Dieser ist heutzutage vor allem inhaltlicher Natur.

    2. Für die gescheiterte bzw. scheiternde Minderheit bestehen gleichzeitig folgende Erfordernisse:
    a) solche für Gescheiterte nach Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht und
    b) solche zur Verhinderung des Scheiterns von frühester Kindheit an durch die gesamte Pflichtschulzeit.

    Es führt kein Weg daran vorbei zu ermitteln, was von den „Bildungsnotwendigkeiten“ vom Schulwesen geschultert werden kann und soll und was von anderen Faktoren zu bewältigen ist.

    Übel ist´s, wenn politische Aktionen die Bildungsreform zu einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen (zu einer durchgreifenden Kollektivierung) benützen.

    Übel ist´s, wenn eine Uniformierung betrieben wird und dabei die Vernachlässigung persönlicher Talente und Interessen Platz greift.

    Übel ist´s, wenn in den Bemühungen um die (ausgleichende) Behebung von Defiziten die Entfaltung der je eigenen Stärken und eine Methodik, die von diesen ausgeht, vernachlässigt werden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. August 2013 13:29

      Kriegt man echt einen Prof., wenn man den Deppenakzent verwendet?

  4. 3.Tenorhorn (kein Partner)
    07. August 2013 14:30

    Im Bildungswesen hat alles seine Zeit.

    In der Volksschule sollete man LESEN-SCHREIBEN-RECHNEN lernen. (bei mir war das vor 60 Jahren noch problemlos möglich). Später ist dann Hopfen und Malz verloren.

    Sollte das in der Volksschule nicht erfolgen, teilt man die Gesellschaft in a) Personen mit Aufstiegschancen b) ohne Chancen. Mit dem Gleichheits-, Gerechtigkeitsstreben einer SPÖ sicher nicht vereinbar.

    Sprüche: "Was Hänschen nicht lernt, .....". Aus Erfahrung kann ich berichten, dass man das Manko der Voksschule in späteren Jahren kaum beheben kann.

    Bei Bildungspflicht könnte die Volksschule für einzelne Schüler ruhig etwas länger als 4 Jahre dauern - bis eben die Grundfertigkeiten vorhanden sind. Ein Abgang von der Volksschule sollte durch eine externe Überprüfungsstelle erfolgen. Vermutlich wird dann in der Unterrichtszeit wieder mehr gelernt und weniger gespielt!

  5. Masta (kein Partner)
    07. August 2013 13:36

    Die Einfuehrung der Bildungspflicht wird von der Regierung vmtl. aus statistischen Gruenden in Erwaegung gezogen, damit auch weiterhin behauptet werden kann, in Oesterreich gaebe es die "niedrigste Jugendarbeitslosigkeit Europas".

  6. AppolloniO (kein Partner)
    07. August 2013 12:06

    Die wirklichen Wurzeln der Bildungsmisere Punkt 2: also die Hälfte unserer Akademikerinnen bekommen kein Kind, die Einwohnerzahl wird mit dem Nachwuchs schlechter ausgebildeter Migranten (immerhin schon jeder 5.) aufgefüllt.

    Danke für diese Feststellung. Es bestätigt sich also genau das wofür vor Jahren Herr Sarrazin auf unflätigste Weise durch alle Medien gejagt wurde. Vermutlich wird jedoch keiner dieser Jagdgesellschaft dadurch zum Nachdenken angeregt.

  7. Neppomuck (kein Partner)
    07. August 2013 10:20

    Zitat A. U.:
    "Wissen die Bildungspflicht-Proponenten nicht, dass mit 15 Jahren bei 98 Prozent aller Jugendlichen keine Weichenstellung hin zum bisher ignorierten Lernen mehr erfolgreich ist?"

    "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr."

    Bist zum Denken du zu faul,
    dann schau halt dem Volk aufs Maul.

    Weil es passt, noch ein Zitat:
    „Fast jedes Genie verursacht augenblicklich eine Allianz der Mittelmäßigkeit.“
    Jonathan Swift, (1667 – 1745, "Gullivers Reisen")

    Was in einer 'Demokratie ohne Hirn' desaströse Folgen zeitigt.

  8. cmh (kein Partner)
    07. August 2013 09:44

    Bildungspflicht ist eine gute Idee!

    Der der sozialistische Denkdeffekt, dem leider auch der Blogbetreiber hier unterliegt, ist aber, dass er wie fast alle meint, Bildung habe "gratis" zu erfolgen.

    Das ist doch die Misere.

    Man stelle sich vor, dass der in Österreich geborene und dennoch türkisch gebliebene Familienvater, der nicht die für die österreichische Staatsbürgerschaft erforderlichen Deutschkenntnisse zuwege bringt, für zur für ihn kostenpflichtigen Nachschulung gehen muss. Da sollte es dann leichter gehen. Mit Pubertierenden ist es aber sinnlos und umsonst.

  9. Francois Villon (kein Partner)
    07. August 2013 08:10

    Ich empfehle das ca. 22-minütige Video eines exzellenten Vortrags von Prof. Hüther anzusehen. Er erklärt, wie bereits 6 Monate alte, unverbildete Babies bestimmte Dinge wahrnehmen und sich entsprechend verhalten, und wie dasselbe Experiment nach einem Jahr – wo sie bereits verschiedene andere „Erfahrungen“ gemacht haben (sie können noch gar nicht reden) – sich z. T. anders entscheiden.

    Man kann das nicht mit wenigen Worten nacherzählen und sollte sich das wirklich ansehen. Die Quintessenz ist, daß man sehr früh und jederzeit von den Umgebungseinflüssen geprägt wird, die dann das Handeln de facto fast notwendig bedingen. Die in die Länge gezogene Bildungspflicht wird daher nichts am Analphabetismus jener ändern, die heute schon nichts lernen (wollen), wenn sich deren einwirkende Umwelt (= Vorbilder) nicht ändern.

    Ein wirklich ausgezeichneter Vortrag des Neurobiologen Prof. Hüther …..sehr hörenswert:

    Konfuzius: Wer glücklich ist, der kauft nicht !
    http://denkbonus.wordpress.com/2013/04/06/wer-glucklich-ist-kauft-nicht/

    Was die Klagen der Unternehmen betrifft, daß Lehrlinge die einfachen Kulturtechniken nicht beherrschen und Uni-Absolventen kaum das Niveau von Maturanten haben, beweist, daß wir uns dem amerikanischen Bildungsniveau angeglichen haben. Dort war das ja vor 50 und mehr Jahren schon so, weswegen die von mir damals so bewunderten internen Ausbildungsmaßnahmen, die ich bei IBM kennenlernte, nicht altruistisch das lebenslange Lernen fördern wollten, sondern reine Notwehr war, weil eben die amerikanischen Beschäftigten weder die Bedienungsanleitungen von Maschinen, noch Sicherheitsvorschriften lesen und verstehen konnten, also unbrauchbar waren.

    Die Hauptursache dürfte m.A. die besondere Lage des amerikanischen „Volkes“ sein, das eben kein Volk, sondern ein im „melting pot“ zusammengewürfeltes Massen-Proletariat war und ist. Und da „man“ – die politischen „Eliten“ der USA – erkannt hat, wie man debilisierte Bevölkerungen in Europa niederhalten kann, wurde uns von ihnen die Immigrationspolitik mit bildungsresistenten und Menschen fremder Kulturkreise aufgezwungen. Pisa und Bologna und sonstiger Schmarrn in dieser Richtung dient nicht der Verbesserung, sondern der Angleichung auf dem niedrigsten Niveau.

  10. Haider
    07. August 2013 00:27

    Heute ist es oberste Aufgabe jedes Lehrers, seine Schüler zu lieben, zu hätscheln, zu bemuttern (bevattern?). Versagen (Faulheit, Unwille, Ablehung) hat nicht der Schüler sondern der Lehrer vor der sozialistischen Schuldiktatur zu rechtfertigen. Nicht Bildungsvermittlung steht im Mittelpunkt der Aufgaben einer Schule, sondern nur ja nicht aus dem statistischen Querschnitt herauszufallen.
    Was soll es nützen, wenn Schüler 5 x die 9. Schulstufe besuchen, wenn sie den Stoff der 2. Schulstufe (rechnen, lesen, schreiben, verstehen) nicht beherrschen? Die 2. Volksschulklasse dürfen sie jedoch nicht wiederholen, denn dies würde zu frühkindlichen Traumata führen, wäre rassistisch gegenüber Integrationsverweigerern, stünde diametral dem marxistischen Gleichheitswahn entgegen und prinzipiell anarchistisch. Daher -> lieber Journalisten ohne Rechtschreibkenntnisse oder Kellner, die am Zusammenzählen von drei Posten scheitern. Ich frage mich nur, wer die Pensionen erwirtschaften soll. Die in unser Sozialsystem zuwanderenden Ausländermassen sicher nicht. Die aus Österreich flüchtenden Leistungsträger sicher auch nicht. Die Betriebe, die wegen überbordenden Bürokratismus ihre Österreich-Niederlassungen schließen?
    Sicher kann man einige Zeit Österreichs Wirtschaftsdaten schönlügen. Aber was kommt nach dem 29. September?
    Putzt sich dann jeder von seiner eigenen Vergangenheit ab und betreibt Kindesweglegung in altbewährter Manier? Der Wähler vergißt ohnehin alles oder wird vom ORF gehirngewaschen. Bin ich froh, daß mir all diese Lügner persönlich egal sein können. Traurig stimmt mich nur die Tatsache, daß mein Enkel in dieser verkorksten Welt wird leben müssen. Aber auch ich mußte 1945 von Neuem beginnen!

  11. socrates
    06. August 2013 19:27

    Das "museo galileo" in Florenz zeigt Meisterstücke naturwissenschaftlicher Geräte, die zum Unterricht im Mittelalter verwendet wurden. Ein Großteil stammt aus der Sammlung der Medici. Das zeigt den Wert der Bildung bevor die Sozialisten an die Macht kamen. Unsere Nichtmaturanten und die unfähige Ministerin könnte davon lernen. Auch die Museumstussi, Chefin des Technischen Museums, kann sehen, wie so ein Museum sein sollte.

  12. Anton Volpini
    06. August 2013 19:16

    O.T. Morgen wird im Internet eine Unterstützungserklärung für die EZB veröffentlicht, unterschrieben von 200 Wirtschaftsfachleuten.
    Darin wird das vorbildliche Verhalten Mario Draghis hervorgehoben, der mit dem Ankauf notleidender Staatspapiere durch die EZB nachweislich den EURO und damit die Europäische Wirtschaft nachhaltig vor Schaden bewahrt hat.
    Damit haben sich auch solche Unkenrufe ad absurbum geführt, die durch solche Maßnahmen vor einer Hyperinflation warnen, wie etwa die Aussagen von Hans Werner Sinn.

    Unterschrieben wurde dieses Schreiben von solchen Kapazundern wie den Präsidenten der Nationalbanken von Brasilien, Columbien, Bolivien und einigen anderen Nichteuropäischen Staaten, sowie Nationalökonomen der USA. Paul Krugmann wurde nicht genannt.
    Ein mir unbekannter deutscher Universitätsprofessor kommentierte dieses Schreiben, und betonte dabei die Notwendigkeit der Europäischen Bankenunion.

    Wie ich diese Meldung heute im Deutschlandfunk hörte, fragte ich mich, was doch die Machthaber vor Hans Werner Sinn für eine Angst haben müssen, daß sie so einen globalen Aufwand betreiben?

    • socrates
      06. August 2013 19:31

      Wie Draghi deutsche Sparer Milliarden kostet

      Rund 14 Milliarden Euro soll die Niedrigzinspolitik der EZB die deutschen Sparer kosten, werden Berechnungen der Postbank zitiert. Allein in diesem Jahr. Die Schlussfolgerungen daraus sind einfach, und doch schwer umzusetzen - mehr Risiko in deutschen Depots.

      Frankfurt am Main - Die extrem niedrigen Zinsen in Europa kosten deutsche Sparer nach einer Studie Milliarden. Nach Berechnungen der Postbank verlieren die Sparvermögen bei Banken in Deutschland allein in diesem Jahr real rund 14 Milliarden Euro an Wert, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete.

    • Anton Volpini
      06. August 2013 19:52

      Genau socrates, und das regt die deutschen Medien nicht einmal wirklich auf!
      So als ob das die Deutschen als gottergeben hinzunehmen haben.

    • terbuan
      06. August 2013 19:59

      Das war aber nur ein verspäteter April-Scherz, oder? :-)

    • Anton Volpini
      06. August 2013 20:14

      Nein terbuan, diese Meldung lief den ganzen Nachmittag auf DLF.
      Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, aber sicher keine Verschwörung...ganz sicher. :-)

    • brechstange
      06. August 2013 21:50

      Der Wahnsinn hat System, Herr Volpini. Da sieht man wieder mal, warum Davos usw. gut ist und das ist keine Verschwörung, sondern jeglicher fairer Marktwirtschaft und fairem Wettbewerb zuwiderstrebend.

    • Haider
      07. August 2013 00:52

      Da überschlagen sich sogenannte US-Währungskapazunder ganz bewußt und gezielt mit Vorschlägen, um Europa zu EURO-schädigenden Transaktionen (wie Ankauf von staatlichen Schrottpapieren) zu zwingen. Schon das einfache "cui bono" zeigt die Primitivität dieser Maßnahmen auf. Es nützt jedoch nichts. So wie die NSA das politische Credo, so beherrscht die Wall Street das finanzielle. Europas Politiker haben längst abgedankt. Sie tun nur so, als hätten sie noch irgendeine Bedeutung. Schließlich müssen die horrenden Personalkosten irgendwie kaschiert werden. Unser Gold ist weg. Unsere Werte sind weg. Unser tradierter Lebensstil ist weg. Unsere wirtschaftliche Wertschöpfung ist weg.

    • F.V. (kein Partner)
      07. August 2013 08:29

      Was Herr Volpini berichtete liegt ganz auf der Linie jeglicher Politik, die uns die One World und global governance überstülpen möchte. Es finden sich immer und zu allen Zeiten die "Experten", die hier auch gegen allen Anschein ihre "Expertise" abgeben.

      Ich erwähnt ja schon öfters die Kronjuwelen der Macht: Folter, Todesstrafe, Leibrente und Professoren-Prostitution!

      Brechstange erwähnt wohl nicht ohne Grund "Davos", eine von vielen "Expertenrunden" einerseits und Befehlsausgabe andrerseits. Wie sie funktioniert steht ja ein paar Themenkreise tiefer.

      Und ein mir vor ein paar Tagen übermittelter Artikel "Mittelmäßigkeit ist karrierefördernd", den ich auszugsweise kopiere ist auch bezeichnend.

      .... Vielleicht nicht unbedingt in der Privatwirtschaft. Dort schlägt sich Inkompetenz irgendwann in harten Zahlen nieder wie jetzt bei Siemens. Hingegen beim Staat müsste für den ausgewiesenen Fachmann Löscher noch ein gut bezahlter Posten zu finden sein. Dort ist ein gewisser Grad an Unfähigkeit sogar durchaus karrierefördernd, wie der sagen-hafte Aufstieg von Jörg Asmussen belegt.

      SPD-Mann Asmussen begann seine Laufbahn als persönlicher Referent eines Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium nach dem Regierungswechsel 1998. Jener Staatssekretär, Heiner Flassbeck, bezeichnete Asmussens Kompetenz als „mittelmäßig“. Als Hans Eichel das Ministerium übernahm, muss er das gehört haben und dachte sich wahrscheinlich: „Mittelmäßig? Der passt zu mir!“

      Sie wissen doch: Eichel war jener Finanzminister, der jede Kritik am Euro-Beitritt Griechenlands mit eiserner Faust niederschlug. Als der Präsident der hessischen Landeszentralbank schwere Bedenken gegen die Stabilität der Hellenen äußerte, rückte ihm Eichel derart auf die Pelle, dass er nie wieder was zu der Sache sagte. Eichel machte Jörg Asmussen zum Leiter seines Ministerbüros. Beim Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot 2005 setzte sich Asmussen dafür ein, den Markt für den Handel mit Kreditderivaten kräftig zu „entwickeln“. Diese Papiere waren ein Hauptauslöser der Finanzkrise. Auch war Asmussen als Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der IKB-Bank, die mit den Derivaten unterging und von der staatlichen KfW-Bank gerettet werden musste.

      Auf so einen Experten wollte selbst Wolfgang Schäuble nach dem Übergang zu Schwarz-Gelb 2009 nicht verzichten. Er behielt Asmussen und übertrug ihm 2010 die Verantwortung für die Politik gegenüber Griechenland. Auch das ging bekanntlich geradezu sagenhaft in die Hose. Grund genug, ihn weiter zu befördern: Nunmehr sitzt Jörg Asmussen als zweiter Deutscher neben Bundesbankchef Jens Weidmann im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB). Dort hilft er Frankreich und den Südländern dabei, Weidmann in die Ecke zu drängen. Ziel von Asmussen ist es, dass die (vor allem deutschen) Steuerzahler so weit wie möglich alle Schuldenrisiken bankrotter Banken und Staaten in die Schuhe geschoben bekommen. Er ist damit bislang sehr erfolgreich.

      Jörg Asmussen ist so etwas wie das Auge eines Katastrophensturms: Während er selbst die Ruhe weg hat, geht um ihn herum alles komplett in die Brüche, egal, wo er sich gerade befindet. Zäh arbeitet er derzeit daran, den Deutschen jedes Einspruchsrecht bei der Verwendung und Verpfändung ihres Eigentums zu entwinden. Das nächste Ziel ist eine europäische „Bankenunion“ mit gemeinsamer Bankenaufsicht. Die Bankenaufsicht wiederum soll nicht vom Bundestag, sondern vom EU-Parlament kontrolliert werden. Dort fallen die deutschen Stimmen kaum ins Gewicht, also werden die Pleitestaaten, von ihren Freunden in der Bankenwelt ermutigt, den Deutschen jede beliebige Last aufbürden können. Ein Konstrukt ganz nach dem Geschmack eines Jörg Asmussen.

      http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/mittelmaessig.html

    • Haider
      07. August 2013 23:12

      @socrates
      So ist es! Die dritte Enteignung Deutschlands seit 1945 (die zweite waren Kohls blühende Wiesen 1989) setzen die Strategie der finanziellen Vernichtung Deutschlands um jeden Preis konsequent fort. Mit beiden Weltkriegen wurde ganz Europa systematisch ruiniert. Nur - den Siegern, Profiteuren, Ausbeutern, Dieben, Plünderern ... geht es heute um keinen Deut wirtschaftlich besser. Europas Wirtschaftssuizid war und ist total! Cui bono?

  13. Yoshinori Sakai
    06. August 2013 19:11

    Natürlich sagt die soetwas wenig über das allg. Niveau des Schulsystems d. jeweiligen Länder aus, interessant ist es trotzdem:

    Ich stolperte heute zufällig über das Thema "Mathematikolympiade" (IMO):

    Vom 18.- 28. 7. 2013 war die Internationale Mathematikolympiade (IMO) in Santa Maria in Kolumbien:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Mathematik-Olympiade

    Hier die Positionen (Resultate) der jeweiligen Länder über die Jahre der IMO:

    Österreich: AUT, China: CHN, Republik Korea (= Südkorea): KOR

    Bitte beachten Sie die Resultate über die Jahre - besonders von China und Südkorea:

    http://www.imo-official.org/results.aspx

    • Brigitte Imb
      06. August 2013 19:27

      Danke, sehr interessant.

    • LF
      07. August 2013 09:08

      Dazu muss man aber auch festhalten: Die ach so erfolgreichen Länder China uns Südkorea stecken jene Kinder, die ein mathematisches Talent zeigen, schon in frühester Jugend in Schulen, in denen außer Mathematik nur wenig gelehrt wird. Auch die Vorbereitungskurse sind um ein Vielfaches intensiver als jene bei uns. Unsere Teilnehmer haben einmal die Woche eine Doppelstunde - das war's. Intensiveres "Training gibt es erst ab dem Gebietswettbewer (dauert drei Tage) bzw. dem Bundeswettbewerb (gute zwei Wochen). Ich kenne diese Daten, weil mein Sohn mehrere Jahre hindurch an der IMO teilgenommen hat.

  14. brechstange
    06. August 2013 16:48

    Stronach hat das Problem erkannt.

    Team Stronach wird umsetzen, worauf es im Leben ankommt, auf Leistung, auf Disziplin zum Erwerb von Wissen und Fähigkeiten und auf Respekt.

    Jetzt brauchen wir noch die Wähler, die uns wählen. Wir übernehmen die Verantwortung mit dem Bewusstsein auf viel Widerstand zu stoßen.

    • Brigitte Imb
      06. August 2013 16:54

      Verzeihung, aber wie will ST etwas umsetzen, wenn er nicht in die Regierung will, wie er erst kürzlich von sich gab.

    • Herby
      06. August 2013 19:01

      @ brechstange

      Ich finde es toll, dass Sie sich so aus dem Fenster lehnen und mit viel Courage und Schwung in der Politik tätig sind! Möge es Österreich weiter bringen! - Ich wünsche Ihnen viele schöne Erlebnisse und vor allem dass Sie und Ihre Freunde wirklich - substanziell - in unserem Land etwas ändern können.

    • brechstange
      06. August 2013 19:03

      Das hat er auf sich persönlich bezogen, nicht auf sein Team. Nur dazu braucht es eben genug Wähler, die das wollen und mit ihrer Stimme unterstützen. Wir sind bereit, uns für Österreich voll und ganz einzusetzen.

    • Anton Volpini
      06. August 2013 21:24

      Also, bei der derzeitigen politischen Lage hat die Stronach- Partei meine Stimme sicher. Alleine schon wegen Ihrem Engagement, brechstange.
      Ich mag zwar die ganzen Eitelkeiten seiner Spitzenpolitiker nicht, genausowenig seine Plakate, aber es gilt, ein vollgefressenes poltisches System abzuwählen, und dazu zählen alle Parteien, die derzeit am staatlichen Tropf hängen.

    • brechstange
      06. August 2013 21:58

      Danke, Herr Volpini. Ich denke, es werden sich die Besseren durchsetzen, zumindest schaut es ganz so aus. Was haben die anderen Parteien groß an Persönlichkeiten zu bieten? Beim Stronach stimmt das Programm und das muss umgesetzt werden, darauf wird es letztendlich ankommen.
      Ein Stachel im Fleisch der anderen sind wir allemal und Alternativen zum Euro werden auch noch diskutiert werden. Da bin ich mir sicher. Was sich unsere Politiker bis jetzt zu unseren Lasten geleistet haben, geht auf keine Kuhhaut.

    • Anton Volpini
      06. August 2013 22:05

      So ist es brechstange, und ich geh jetzt schlafen in der Oberpfalz, bei einem angenehm kühlenden Regen.

  15. Brigitte Imb
    06. August 2013 16:09

    OT - Integrationsbericht

    http://www.integration.at/media/files/integrationsbericht_2013/Statistische_Jahrbuch_2013.pdf

    Nur jeder zweite Migrant fühlt sich in Österreich "völlig heimisch"

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1438586/Nur-jeder-zweite-Migrant-fuehlt-sich-voellig-heimisch?offset=25&page=2#kommentar0

    Ich seh´, bzw. höre bereits die Politiker, die uns sagen daß wir uns zu ändern hätten und dafür sorgen sollen, daß sich die Migranten bei uns wohlfühlen. Wie kuschelig.

    Und als Draufgabe einen Leserbrief aus der "Presse". Es lebe das (grüne) Denunziantentum!

    Politicus1
    06.08.2013 15:21
    7 1

    viele postings hier ...
    ... könnten für die Poster gefährlich werden:
    http://wien.orf.at/news/stories/2596772/

    z.B. "one way ticket" ...

    es ist halt so, dass man vieles nicht mehr schreiben darf in Österreich

    • Politicus1
      06. August 2013 18:12

      B. Imb:

      Ich hoffe stark, dass Sie nicht mich als "grünen Denunzianten" bezeichnen ...
      Da hätten Sie mein posting völlig falsch verstanden.
      Tatsache ist, dass nach dem heutigen rechtskräftigen Gerichtsurteil Menschen. die aus der Osttürkei stammen und es Lesens und Schreibens unkundig sind, nicht mehr als das bezeichnet werden dürfen, was sie tatsächlich sind.
      So hat jetzt auch die Political Correctness die Rechtsprechung erobert.

    • Politicus1
      06. August 2013 18:22

      Nachschlag:
      dafür ist es justiziell anscheinend völlig korrekt, wenn der FALTER - wieder einmal - Akten der Staatsanwaltschaft abdruckt (für alle potenziell Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung).
      http://orf.at/stories/2193777/

    • Brigitte Imb
      06. August 2013 19:31

      @ Politicus1,

      wo denken Sie hin, daß ich Sie als Denunziant bezeichnen könnte? Gemeint habe ich selbstverständlich den grünen Ö., der hat doch die Frau angezeigt.

    • terbuan
      06. August 2013 20:18

      Na ja, Brigitte,
      da können sich einige hier im Forum warm anziehen, der "ohne worte" ist schon weg, man muß eben lernen, harte Tatsachen kunstvoll p.c. mäßig zu umschreiben!

  16. Greunz
    06. August 2013 14:50

    Wenn es nicht so traurig wäre...
    …oder der „Papa wird’s schon richten“ © Gerhard Bronner

    Die Universität Graz verschickte Anleitungen an die Studierenden, wie Studienbeiträge einzuzahlen sind (Thema: einfach einen Zahlschein ausfüllen)!!!

    Sehr geehrte Studierende, sehr geehrter Studierender!
    Am 3. Juli wurden Sie erstmals darüber informiert, dass die Universität keine Zahlscheine in Papierform mehr aussendet. [...]Im Anhang finden Sie eine Anleitung, wie Sie über Ihren eigenen UniGrazOnline-Account die Zahlungsdaten und die erforderliche Kundennummer (Zahlungsreferenz) entnehmen.
    Achtung!
    Bitte verwenden Sie keinesfalls) die in der Information abgedruckte "Muster-Kundennummer" des „Herrn Mustermann“ sondern gehen Sie, wie in der Anleitung beschrieben, vor, um Ihre eigene Kundennummer dem System zu entnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Team der Studien- und Prüfungsabteilung

    Na, bumm!
    Da dürfte in der Schulausbildung etwas schief gegangen sein.
    Frage: kann man solche, zugegebenermaßen kleine Unsicherheiten mit der angedrohten Bildungspflicht ausbessern? Kein Mensch, weder Politiker noch Bildungsexperten und leider auch Teile der Lehrerschaft kümmern sich um jene jungen Menschen, welche durch eine gediegene schulische Bildung auf ein sinnvolles Berufsleben vorbereitet werden sollen.
    Lediglich die dafür in Österreich aufgewendeten Kosten, sind wahrlich „weltmeisterlich“.
    Aber wie schon eingangs erwähnt, es gilt offensichtlich bei vielen Schulabgängern das Motto: „Der Papa wird’s schon richten…

  17. Herby
    06. August 2013 13:27

    OT: Auch am Unterberger-Blog war und ist Gustl Mollath aus Bayern immer wieder ein Thema:

    Gustl Mollath kommt jetzt frei:

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/oberlandesgericht-nuernberg-gustl-mollath-kommt-noch-heute-frei-1.1739939

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fall-mollath-gericht-ordnet-wiederaufnahme-des-verfahrens-an-a-915058.html


    Ich bin froh dass sich die Gerechtigkeit, sowie die Vernunft nach so vielen Jahren doch noch bemerkbar machte.

    Ich denke: Sicherlich kein Zufall, dass dies so knapp vor der Bayernwahl und vor der Bundestagswahl passiert. Ich meine, dass da Herr Seehofer (CSU) hinter den Kulissen Druck machte um das Thema vom Tisch wegzukriegen.

    • dssm
      06. August 2013 13:40

      @Herby
      Einer von tausenden Betroffenen hat die Chance freizukommen – EINER!

      Einer von tausenden hatte gute Freunde, welche auch die nötige Intelligenz und die Mittel hatten viel Wind zu machen. Einer von tausenden war selber so intelligent, dass er keine ‚Fehler’ machte und gut argumentieren konnte. Einer von tausenden hatte das Glück, dass eine Nichtbehörde(!!!) die über die Bücher ging, seine, vom Gericht als haltlos festgestellten, Darstellungen bestätigt hat.

      Zurück bleibt ein ruinierter Unternehmer – toll!
      Die Psychologen haben gutes Geld kassiert, jedes Gutachten wurde brav vom Steuerzahler aufgebracht!
      Die Richter, Staatsanwälte und sonstigen Juristen haben gut verdient, brav vom Steuerzahler erwirtschaftet!

      Die Psychologie ist und bleibt eine Pseudowissenschaft, daher hat das Verfahren mehr mit einem Hexenprozess zu tun, als mit Rechtsstaatlichkeit.

    • brechstange
      06. August 2013 19:05

      Und hier sind auch ganz klar Konsequenzen zu ziehen. Wenn die Rotarier was auf sich halten, dann würden sie einige Herrschaften aus ihren Club werfen. Wir werden sehen.

    • F.V. (kein Partner)
      07. August 2013 10:00

      Am Fall Mollath konnte man sehen, wie die Seilschaften funktionieren.

      Obwohl es längst die Spatzen von allen Dächern pfeifen, daß die Banken - vornehmlich die großen - die Organisierte Kriminalität schlechthin sind, hält der Filz aus Geld, Politik, Justiz und "Sachverständigen" bestens zusammen. Und hier hatte Mollath mit den Schwerstkriminellen angebunden.

      Die Freiheit Mollaths ist erst eine bedingte, weil das OLG nur der Wiederaufnahme des Verfahrens zugestimmt hatte, weil ein "Gutachten" de facto eine Fälschung war.
      Was wäre ohne diesen Strohhalm der Justiz aus Mollath geworden?

      Der frühere CSU-Minister Beckstein war ja auch so eine Qualle, die es wohl zu bunt trieb und in die Wüste geschickt wurde.

      Wer glaubt denn noch, daß Deutschland ein Rechtsstaat ist?

  18. Brigitte Imb
    06. August 2013 12:05

    Weit haben wir es gebracht, daß nunmehr eine Schulpflicht bis 18 eingeführt werden soll, um etwaigen AA (Analphabeten) Lesen, Rechnen u. Schreiben beizubringen.

    Eine leistungsferne Schicht, die weder lernen noch arbeiten will, konnte sich in unserem Land breitmachen, da ja der Staat für alle möglichen Eventualitäten aufkommt und wie man beobachten kann soll diese Versorgung noch weiter ausgebaut werden.

    Es gibt doch in unserem Schulsystem bereits seit langem die Möglichkeit freiwillig versäumtes Wissen nachholen zu können und ich glaube, daß jemand der mit 15 AA ist, dieses Manko - bis auf wenige Ausnahmen - nicht aufzuholen gewillt ist. Schon alleine deshalb, weil ja ohnehin für alle gesorgt wird.

    Eine Bildungspflicht bis 18 hat für Politiker den Vorteil die Jugendarbeitslosigkeit geschönt darstellen zu können. Würde tatsächlich der Wunsch nach Bildung im Vordergrund stehen, müßte auf jeden Fall die Leistungsbewertung der Schüler entsprechend gestaltet werden, so daß wirklich nur vorwärtskommt, der den Lernstoff beherrscht. Hat doch jahrzehntelang bestens funktioniert.

    Die Linken, allen voran Kreisky, haben damit angefangen die Schule zu entwerten, die SchmiedIn macht den Deckel drauf, wobei ihr die Schwarzen noch behilflich sind.

    • byrig
      06. August 2013 22:49

      völlig ihrer meinung,brigitte imb.und bestehen tut diese leistngs-und lernunwillige schicht zumeist aus zuwanderern,die uns diese probleme einbrocken.
      schreiben,rechnen und lesen können sie nicht,aber sie fordern immer als erstes "respekt" ein!

    • Brigitte Imb
      07. August 2013 00:27

      @ byrig,

      in unserem Ort gibt es mittlerweile keinen einzigen Kulturbereicherer mit Wohnsitz, wohl aber eine Fa. in der vorwiegend Menschen aus dem anatol. Kulturkreis arbeiten(!), die um 17 Uhr "ausreisen".
      Unsere VS ist absolut in Ordnung, die HS der Nachbarorte gelten ebenfalls als recht gut, und zur Abrundung eine HBLA und ein Benediktiner Gymnasium im Umkreis von 8 km.
      Sie sehen (lesen), es gibt noch ein Paradies im politisch korrektem Österreich.

    • AGLT (kein Partner)
      07. August 2013 08:42

      @Brigitte Imb: Gated community? :-)

    • Brigitte Imb
      07. August 2013 10:51

      AGLT,

      nein, nein, ist alles offen, aber wir haben einige Bauern die Schweinezucht betreiben, vielleicht liegt´s daran.
      Uns hier stört es gar nicht ohne Kulturbereicherer leben zu müssen.

  19. LF
    06. August 2013 10:25

    Mit einer Einschränkung kann ich diesen Artikel unterschreiben: der Grundgedanke, der hinter den Wahlpflichtfächern steckt, ist richtig! Schüler (und natürlich auch die
    -innen) jenseits der Schulpflicht sollen die Möglichkeit haben, in jenen Fächern, die sie besonders interessieren, mehr Wissen zu erwerben als im Lehrplan vorgesehen ist. Dass die reale Umsetzung diesem Grundgedanken nur teilweise folgt, ist eine andere Geschichte.
    In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wurde am österreichischen Schulwesen sehr viel herumgedoktort - leider immer unter dem Blickwinkel, Bildung "günstiger" werden zu lassen. Heute sind wir an dem Punkt angelangt, wo nur noch ein genereller Neubeginn einen Ausweg aufzeigen könnte. Der müsste (grob skizziert) folgende Punkte umfassen:
    eine generelle Kindergartenpflicht von einem Jahr, um etwaige soziale und sprachliche Defizite ausgleichen zu können.
    eine fundierte Grundausbildung, in der die sog. Kulturtugenden Lesen Schreiben Rechnen im Mittelpunkt stehen und dafür gesorgt wird, dass wirklich kein Kind "verloren" wird - man glaubt gar nicht, wie geschickt manche Kinder sich um das Erlernen dieser Kenntnisse herumdrücken können! (Dauer: vier oder fünf Jahre)
    eine weiter führende Allgmeinbildung mit Differenzierung! (Ich vermeide absichtlich eine der heute gebräuchlichen Bezeichnungen für Schulen). Dauer: fünf bis sechs Jahre
    Daran anschließend kann und soll es dann für intellektuell Begabte die Möglichkeit für eine weitere Vertiefung ihrer Kenntnisse geben - hier ist die Idee des modularen Unterrichts ein guter Ansatz.
    Aber: das kostet natürlich! Und ich fürchte, es wird sich niemand finden, der zu einer derart grundlegenden Reform bereit ist. Da bleibt bildungsinteressierten Menschen leider nur der Weg in private Bildungsinstitutionen, die sicher einen Boom erleben werden. Ansätze dazu kann ich seit einigen Jahren in meinem engeren und weiteren Umfeld beobachten. So lange aber weiter um Arbeitszeitmodelle gestritten wird, werden wir zu keinen zufriedenstellenden Lösungen kommen.

  20. Das Pingerle
    06. August 2013 09:57

    A.U. hat natürlich grundsätzlich Recht.

    Aber er sitzt dennoch einem Denkfehler auf. Die ungebildete Jugend von heute, fällt nur noch ein paar Jahre lang als solche auf. In absehbarer Zeit sind sie dann einfach die ungebildeten Erwachsenen, die in Firmen arbeiten und selbst nicht mehr erkennen können, ob sich dann bei ihnen selbst auch wieder ungebildete Jugendliche als Lehrlinge vorstellen. Dementsprechend einfache Firmen werden das sein und dementsprechend nicht mitspielen wird Österreich im int. Wettbewerb. Der Level ist gesenkt, linke Propaganda fällt auf noch fruchtbareren Boden, der Machterhalt der Linken ist gesichert.

    Das Ganze wird ja nur deshalb thematisiert, weil jetzt die letzte Generation in Firmen beschäftigt ist, die noch eine gewisse Grundbildung und Basis-Umgangsformen mitbekommen hat und den Unterschied zu früher bemerkt.

  21. aw70
    06. August 2013 09:54

    Das meiste, was AU in diesem Beitrag anführt, kann ich nur voll unterschreiben. Ein Punkt geht mir in dieser Diskussion allerdings zunehmend auf die Nerven: das ewige Geblöke von der auch so privilegierten Lehrerschaft, weil sie so viele Ferien haben. Beziehungsweise weil die Ferien so lange sind, und die Jahres- bzw. Wochen-Unterrichtszeit zu kurz.

    Wer diese Linie nachblökt, übersieht einen ganz wichtigen Punkt: weder unterrichten, noch unterrichtet werden (!) sind mit normaler, 8-Stunden-am-Tag Erwerbstätigkeit direkt vergleichbar. Unterrichtsstunden zu halten ist irgendwo zwischen am Schreibtisch sitzen, und als Künstler einen Auftritt zu haben anzusetzen: immerhin kommuniziert man intensiv mit ~30 Leuten, die vor einem sitzen, und die etwas von einem lernen wollen/sollen. Das geht nicht 8 Stunden am Tag lang. Schon gar nicht, wenn es um komplexere Inhalte geht. Weder als der, der vorne steht, noch als der, der drin sitzt. Vor allem aus der Perspektive des Lehrers muss man das wohl selbst erlebt haben, um es richtig einschätzen zu können - für Menschen wie AU, und sehr viele andere, werden wir wohl leider immer nur ein Haufen Faultiere sein, die es sich gerichtet haben. Aber das stimmt einfach nicht.

    Nun ist es so, dass in vielen anderen Ländern Europas die Ferien im Schuldienst kürzer sind, und es auch geht. Nur: ganz wesentlich kürzer sind sie in den wenigsten Ländern - nur anders verteilt. Schaut einmal genauer hin. Und bekanntlich ist es auch nicht so, dass die Schulsysteme anderswo alle perfekt wären, und bestens laufen würden. Den Stein der Weisen hat noch keiner gefunden, aber unsere derzeitigen Probleme kommen praktisch sicher nicht von den langen Ferien.

    Macht doch einmal ein Gedankenexperiment: gut, wir kürzen die Ferien. Vor allem die Sommerferien. Sagen wir einmal um die Hälfte.

    Gut, und was hat das jetzt gebracht? Hunderttausende Schulkinder sitzen in der heissesten Zeit des Jahres einen Monat zusätzlich in den Klassen, und werden dadurch das magische bisschen gescheiter? Statt sich in der schönsten Zeit des Jahres wirklich zu erholen, und dann im Herbst mit neuen Kräften weiterzumachen?

    Darüber hinaus geht mir die Diskussion über die langen Ferien auch noch aus einem anderen Grund auf die Nerven. Da gibt es wenigstens einen Beruf, der trotz voller Anstellung wenigstens einigermassen familienfreundlich ist. Sprich: Lehrer. Und was ist? Ausser einer Mischung aus Neid und Geringschätzung von allen anderen bekommt diese Berufsgruppe kaum etwas zu spüren. Und das nur, weil die nominellen Arbeitsstunden (die wie gesagt nicht so leicht 1:1 mit anderen Arbeitsstunden vergleichbar sind) bei ihnen geringer sind.

    Was ist mit diesem Land los, dass das einzige, auf dass sich alle einigen können, der Neid ist? Anstatt dass sich die Leute freuen, dass wenigstens eine Berufsgruppe ein bisschen längere Ferien hat? Und jeder, der jemals in einer Klasse vorne gestanden ist weiss, dass die langen Ferien kein Geschenk sind. Der Beruf ist auf seine Art leider hart genug. Gerade heutzutage, wo es cool ist, ein Idiot zu sein. Lehrer sind an vorderster Front im Kampf gegen die kollektive Verblödung, und werden von praktisch allen alleine gelassen. Das geht auf die Dauer auch schwer auf die Substanz.

    • Politicus1
      06. August 2013 10:29

      Berufsgruppenneid ...
      Wer kommt auf die Idee, die sicherlich auch nicht gerade geringen Gehälter der ORF-Nachrichtensprecher zu hinterfragen (für täglich 20 Minuten ..!);
      oder eines Moderators der Millionenshow (für gerade mal eine Stunde...);
      oder eines Profifussballers (für schweißtreibende 90 Minuten ...)
      ....
      Da weiß natürlich jeder, wie viel Vorbereitung hinter der tatsächlich sichtbaren Leistung steckt - nur bei den Lehrern übersieht man sie mit Absicht.

    • cmh (kein Partner)
      07. August 2013 09:54

      Das wäre aber eine Hetz: Den Wolf vom Frühstückskipferl bis zum Schlummertrunk von einer Kamera verfolgt und nicht einmal am Klo in Ruhe gelassen. Technisch möglich wäre es. Aber auch dann wäre er sein Geld nicht wert.

      Und dann täglich ein Publikumsvoting, wieviel seines Gehaltes für die Minuten des Nasenbohrens abgezogen werden.

  22. Sandwalk
    06. August 2013 09:47

    So gut wie alles, was in dem Aufsatz steht, ist richtig.

    Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass durch die vielen Ferien, schulautonomen Tage und freien Samstage die Schulen zu zeitlichen Restschulen verkommen sind. Die lieben Kleinen sitzen nicht einmal mehr an der Hälfte aller Tage im Jahr in der Schule.
    Noch etwas ist zu bemerken. Gab es früher glockenförmige Verteilungen in der Klasse (wenige Genies, breites Mittelfeld, wenige Versager), beobachten wir immer stärker eine Dichotomie. (große leistungswillige Gruppe, kleiner Mittelbau, große Rumhängergruppe mit wenig Perspektiven).
    Diese Dichotomie gibt es auch bei den Volksschulen insgesamt:
    Die Streuung bei den Ergebnissen der Volksschulen ist (laut PIRLS/TIMSS-Testungen) nirgendwo so ausgeprägt wie in Österreich, womit wir von der regelmäßig beschworenen "Bildungsgerechtigkeit" Lichtjahre entfernt sind.
    Eines ist zudem klar: Das letzte Jahrzehnt war das Jahrzehnt, in dem die DOFF-Medien (Dichand, ORF, Fellner, Falter) in Zusammenarbeit mit Ministerin Schmied unserem Schulsystem schwerste Schläge beigebracht haben.

  23. Josef Maierhofer
    06. August 2013 09:44

    Für mich sitzt das Übel viel, viel tiefer.

    Erstens vernichtet die Wohlstandsphilosophie des überbordenden Sozialstaates jedweden Anreiz, doch seine Zukunft selber zu planen und daher auch was zu lernen und zu arbeiten. Genauso, wie den Eltern die Fähigkeiten ihrer Kinder egal sind, gibt es doch das unfinanzierbare Sozialnetz.

    Zweitens hat man den Lehrern alle Kompetenzen genommen, die einen geordneten Unterricht sicherstellen können, nämlich disziplinäre Maßnahmen zu setzen. Man bindet ihnen quasi die Hände am Rücken fest und überlässt sie der Kinder- Eltern- und Schulbürokratiemeute. Die einzig Leidtragenden sind dabei die Kinder, eventuell noch die Lehrer, wenn sie ein Burn Out Syndrom bekommen, ob dieser prekären Situation.

    Nur eigenverantwortlich erzogene und eigenverantwortlich lebende Menschen sind überhaupt fähig in Leistungskonkurrenz zu treten, das wissen die linken Parteistrategen ganz genau, drum wird ja auch alles Eigenverantwortliche verschwiegen und unterdrückt, bis diskriminiert.

    Die SPÖ-Schulpolitik und die ihrer Handlanger (Grün-Schwarz) ruiniert natürlich die Gesellschaft nachhaltig.

    Ist es nicht beschämend, öffentlich zugeben zu müssen, dass 15-Jährige in der Mehrzahl weder Schreiben, noch Rechnen, noch Lesen können ? 1960 gab es so was fast überhaupt nicht.

    Liebe Leute haut's diese ganze linke Sippe samt ihren Handlangern aus der Politik, die haben Österreich ruiniert und werden das weiter tun, wenn man sie lässt !

  24. Politicus1
    06. August 2013 09:38

    "Schönbilden" ...
    In Ergänzung zum schönreden und schönschreiben der political correctness üben sich die Frau Unterrichtsminister und ihre - zum Großteil selbst ernannten - Bildungsexperten im "schönbilden".
    Da werden Leistungen von Schülern in den NMS als Nobelpreis verdächtig gepriesen. Der gesamte Bildungsbereich wird - wie beim ORF - nur noch von Quoten bestimmt: die Quantität macht's, nicht die Qualität. Da zählt ein Bachelor (gibt's da eigentlich noch keine korrekte weibliche Bezeichnung?) in der Akademikerstatistik genau so viel wie ein sub auspiciis promovierter Doktor. Hauptsache, wir haben steigende Akademikerquoten ...
    Aber es gibt noch ein Feindbild auf dem Weg zur "schöngebildeten" Gesellschaft:
    Das Vererben von Bildung muss beseitigt werden. Ein unhaltbarer Zustand, dass Kinder in Akademikerfamilien (die aber eh immer weniger werden, wie AU hier ausführt) ebenso zum Studium drängen wie ihre Eltern. Vielleicht droht uns eines Tages ein häusliches Bildungsverbot um die Chancengleichheit aller NMS-Schüler zu wahren ...

    • Florin
      09. August 2013 09:51

      ...gibt's da eigentlich noch keine korrekte weibliche Bezeichnung?

      Spinster ?

      Irrelevanz off;)

  25. terbuan
    06. August 2013 09:21

    Man sollte nicht nur immer nur den Lehrern und dem Schuldwesen die Schuld am niedrigen Bildungsstandard unseres Nachwuchses geben.
    Vielfach wird die Wohlstandsverwahrlosung und der Hedonismus der heutigen Elterngeneration 1:1 an ihre Kinder weitergegeben.
    Wenn die Eltern ihrem Nachwuchs nicht die Lust aufs lernen nahebringen, Begabungen nicht fördern, einfach kein Interesse für Bildung zeigen, dann wird nix daraus.
    Da können auch die besten Pädagogen nichts mehr ausrichten!

  26. dssm
    06. August 2013 08:27

    Wir haben keinen Lehrermangel, wir haben zu kleine Schulklassen.
    Die Generation um den WKII herum ging in Schulklassen mit 35+ Kindern. Zum Heumachen und Ernten bekamen die Kinder noch zusätzlich frei!
    Diese Generation besteht aber nicht nur aus Deppen und Trotteln, so wie uns die Schulreformer dies offensichtlich einreden wollen, ganz im Gegenteil!

    Schule ist heute einfacher!!!
    Durch die elektronischen Helferlein, lassen sich zahlreiche fehlende Begabungen ausgleichen.
    Wer früher nicht rechnen konnte, der hatte kaum eine Chance auf einen Abschluss, obwohl vielleicht mathematisch begabt.
    Wer früher Sprachprobleme hatte, der konnte wohl kaum auf Sprachferien gehen! Die helfen aber sehr oft.

  27. zweiblum
    06. August 2013 07:51

    Eine gute Analyse der Bildungsmisere!
    Ergänzung: Wiedereinführung der Zeugnisspalte :
    Anzahl der Fehlstunden gesamt, davon unentschuldigt.
    Dann wissen Eltern und zukünftige Arbeitgeber was auf sie zukommt.

    • terbuan
      06. August 2013 09:42

      Meine Enkelin besucht das sehr gute, öffentliche Humboldt-Gymnasium in Potsdam.
      Sie präsentierte mir stolz ihr Zeugnis und ich fand darauf auch unentschuldige Fehlzeiten.
      Auf meine erstaunte Nachfrage meinte sie, die Entschuldigung wurde der Schule nur telefonisch mitgeteilt und die erforderliche schriftliche erst später nachgereicht!
      Andere Länder andere Sitten!

  28. Observer
    06. August 2013 06:32

    "Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat so viel Pinke-pinke, wer hat so viel Geld? (Karnevalslied von Jupp Schmitz und Kurt Feltz 1949)

    Nach Kindergarten-, Schul- und Bildungspflicht, Pflicht auf Grundsicherung (= arbeitsloses Einkommen) usw. kommt sicher auch noch die Sterbepflicht, wo man nach Erreichung eines gesetzlich vorgeschriebenen Alters der Welt ade sagen muß.

    In den westlichen Ländern wundert man sich, dass der Islam den ganzen Menschen beherrscht, machen es die rot-grünen Regierungen nicht ebenso?





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