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Die Tschechen habens einfach besser

Irgendwie muss ich die Tschechen beneiden. Sie haben einfach die viel schöneren Skandale. Sie haben keinen Präsidenten, der die nichtssagende Langeweile in Person ist. Sie haben keinen Regierungschef, der zwar seine Karriere jahrelang aus der Kassa der Staatsbahn und Autobahn-Gesellschaft finanziert hat, der aber dennoch sorglos bleiben kann, weil die Staatsanwälte es nicht wagen, ihm deswegen einen Prozess zu machen. Die Tschechen haben von allem das Gegenteil.

Neuerdings können sie sich sogar berühmen, dass ihr Regierungschef wegen einer richtig gschmackigen Sex-and-Crime-Geschichte mit einer ordentlichen Würze aus Geheimdiensten und Eifersucht zurücktreten musste. Der Mann ist zwischen seine Ehefrau und seine Kabinettschefin geraten, die ihm in letzter Zeit viel näher zugetan war als die eigentlich Angetraute.

Diese Dame hat die Ehefrau geheimdienstlich überwachen lassen. Sie hat selbst ein heftiges Plagiatsproblem am Hals. Und sie hat auch gleich - möglicherweise im Auftrag - drei Abgeordnete geschmiert, um ihrem Herzbuben den Job zu retten.

Sehr humorlos und für einen Österreicher undenkbar, wie die tschechischen Strafverfolger darauf reagiert haben. Sie haben ungeniert und überfallsartig Razzien im Büro von Herrn Necas durchgeführt und die Kabinettschefin einfach festgenommen.

Bei uns in Bagdad hingegen ist das alles undenkbar. Hier füllen die Zeitungen ihre Spalten und noch mehr das Fernsehen seine Sendeminuten mit dem  peinlichen europa- und sicherheitspolitischen Herumstottern der Regierungsspitze. Sie nehmen das auch noch ernst. Und lassen die Skandale unter dem Teppich.

Dabei hat sich Necas politisch durchaus große historische Verdienste erworben, die nun alle im Hormonkrieg untergehen: Er hat so viel für die Versöhnung mit den Sudetendeutschen getan wie kein anderer tschechischer Regierungschef. Er hat auch eine grundvernünftige Wirtschaftspolitik betrieben. Und jetzt muss er wegen ein bisschen Korruption zurücktreten. Das kann der Österreicher nicht wirklich verstehen.

Freilich kann sich der Österreicher die meisten Necas-Episoden bei einem Werner Faymann nicht wirklich vorstellen. Etwa dass sich mehrere Frauen um diesen raufen würden. Oder dass sich der Mann jemals in irgendeiner historischen Hinsicht Verdienste erwerben würde. Oder dass er seine Abgeordneten schmieren müsste, weil die sonst eigenständig abgestimmt hätten. Oder dass ihm jemand angesichts seiner totalen Reformverweigerung eine grundvernünftige Wirtschaftspolitik nachsagen würde. Oder gar, dass die Staatsanwälte wagen würden, Faymanns Unsauberkeiten mit Razzien und Verhaftungen aufzurollen.

Denn die Zeitungen ignorieren manche Taten dieses Mannes wie einst die Liebesaffären im Hause Habsburg. Fast nirgendwo liest man über Faymanns Korruptionsaffären. Auch die Tatsache, dass sein Maturazeugnis oder ein sonstiger Beweis eines Schulabschlusses leider, leider unauffindbar ist, wird nirgendwo sonderlich thematisiert; ebensowenig der seltsame Umstand, dass im Lebenslauf des Mannes ein sich über fünf Jahre erstreckendes schwarzes Loch klafft. In anderen Ländern würden solche Dinge hingegen politische Erdbeben auslösen.

Eigentlich wäre der Mann also doch zumindest in dieser Hinsicht durchaus interessant. Dennoch machen ihn die Zeitungen und die televisionären Hofberichterstatter so uninteressant, indem sie auf politisch relevante Aussagen des Mannes warten. Vielleicht sollten sie einmal bei den heutigen Tschechen Journalismus lernen.

Auch mit ihren Staatspräsidenten sind uns die Tschechen voraus. Da hatten sie zuerst Vaclav Klaus, den blitzgescheiten und ständig mieselsüchtigen Ökonomen, der es geradezu liebt, Gesprächspartner, die er gering schätzte, öffentlich fertig zu machen. Da er – ein wirklich liberaler Ökonom – die EU besonders gering schätzte, machte er sie besonders oft fertig. Freilich, ohne dass dort jemand auf ihn hört. Leider.

Und jetzt nahtlos Milos Zeman. Wie sehr muss sich jeder Journalist nach einem solchen blutvollen Menschen sehnen! Da gibt es immer genug Saftvolles zu schreiben. Etwa darüber, dass Tschechien keine Auslandsbotschafter mehr ernennen kann, da sich Präsident und Außenminister einen öffentlichen Watschentanz um die Besetzungen liefern. Noch pikanter: Dabei geht es vor allem um die Frau des Vorgängers, die Zeman zur Botschafterin machen will, während sich der Minister weigert.

Dunkel werden sich übrigens manche erinnern, dass auch in Österreich die Frau eines früheren Präsidenten als Botschafterin entsorgt wurde. Nur gab es da Null öffentliche Debatten. Alle Involvierten knirschten zwar insgeheim mit den Zähnen, aber niemand widersprach offen den Avancement-Wünschen der Dame. Außenminister Schwarzenberg tut das hingegen mit erstaunlicher Härte gegen Frau Klaus.

Zeman gibt aber auch sonst viel her: Er fällt immer wieder durch seinen exzessiven Alkoholkonsum auf. Dadurch werden viele seiner Auftritte zu wackeligen Sachen. Aber als echter Tscheche bekennt er sich offen dazu und rechtfertigt sich mit dem Bonmot, dass Hitler ein Abstinenzler und Churchill ein fester Trinker gewesen seien. Ein Vergleich, der zumindest schmunzeln lässt.

Bei uns hat freilich schon jeder Jüngstpolitiker vor dem ersten Auftritt im Gemeinderat längst gelernt: Vergleiche, in denen Hitler vorkommt, sind absolutes No-Go. (Denn irgendein Grüner würde darin sicher irgendetwas Entsetzliches, Auschwitz weit Übertreffendes erkennen).

Zeman – eigentlich ein Sozialist! – hat auch politisch total unkorrekt einen homosexuellen Universitätsprofessor brüskiert. Er hat ihm brüsk die sonst üblich persönliche Ernennung verweigert. Bei uns hingegen bekommt ja schon jedes Kindergartenkind behördlich vermittelt, dass eigentlich nur Homosexuelle wirklich gute Menschen sind.

Zeman steckte es schließlich auch mit einem lockeren Schmäh weg, als Faymann beim jüngsten Wien-Besuch Zemans einfach keine Zeit für ihn hatte. Das ist zwar gegenüber dem Staatspräsidenten eines Nachbarstaats eine grobe Ungehörigkeit, aber Zeman lachte nur. Die tschechischen Zeitungen haben den Eklat groß thematisiert. In Österreich freilich werden solche Sachen von den medialen Hofberichterstattern brav unter den Teppich gekehrt (es könnte ja ein Inserat ausbleiben).

Irgendwie bekommt man da als Österreicher ob der grauen Mäuse in der Politik und der dank vieler Inserate zahnlosen Medien Minderwertigkeitskomplexe. Zum Glück fällt einem da aus der Vergangenheit doch noch ein Name ein: Thomas Klestil. Auch bei ihm gab es immerhin schlimme Alkoholexzesse. Der Unterschied: Nur ein Privatsender wagte, diese zu zeigen. Und auch Klestil wurde zwischen zwei Frauen geradezu zerrieben.

Freilich: Die – für andere – lustigen Seiten an Klestil wurden lang geheimgehalten (nämlich die Affäre um die Zweitfrau, die dann die Erstfrau verdrängte). Oder sie wurden bis zum Tod nie zugegeben (nämlich sein Alkoholproblem, das eng mit seinen Frauenproblemen zusammenhing). In Österreich passten höchstens die Nachrichtendienste auf, dass Klestil beim Stelldichein im Rennverein abgeschirmt blieb.
Nur in einem Punkt glich er Vaclav Klaus. So wie der Tscheche erfolglos die EU mahnte, so blieb Klestil innerösterreichisch erfolglos. Nämlich mit seinen Koalitionswünschen. Er hatte ja geglaubt, im Trio Infernal mit Krone-Boss Hans Dichand und ORF-Boss Gerhard Weis seine Wunschkoalition gegen den Willen der Wähler- und Parlamentsmehrheit durchsetzen zu können.

Nur tat es Österreich damals sehr gut, dass Klestil erfolglos blieb, während es der EU gar nicht guttut, dass sie nicht auf Klaus gehört hat. Dann wäre es jedenfalls nie zur Schuldenexplosion gekommen.

Ganz ehrlich: Ich beneide die Tschechen. Da ist noch blutvoll was los. Und das Land ist nicht von lauter anämischen Gestalten und Nichtberichterstattern wie bei uns geprägt.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 07:31

    (Zitat: A.U.): "...dass eigentlich nur Homosexuelle wirklich gute Menschen sind...

    ... der wahre Grund für die "globale Erwärmung".

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 10:51

    Nun, ich würde nicht sagen, daß die Tschechen die "schöneren" Skandale vorzuweisen haben, wir stehen nicht viel hinten nach, nur, daß sie bei uns, v.a. wenn es um Linke geht, von den Medien weitgehend ignoriert, bzw. schön geschrieben werden und von der Justiz mit Glaceehandschuhen angefaßt werden.

    Die österr. Justiz war nicht interessiert am Verbleib der BAWAG Mrd., die Justiz kümmert sich NICHT um die beweihräuchernden Inserate (72 Mio.€ im ersten Quartal), die Justiz spielt eine fragliche Rolle im Kampusch Fall, die Justiz interessiert nicht daß Fr. Brauner 2 Mrd. versenkt hat, die Justiz interessiert sich auch nicht für Claudia Schmieds Kommunalkreditdebakel, etc.....

    Finden Politiker und Justiz ein für sie falsches Wort der Blauen, dann gewinnt man den Eindruck, als würden die Tag u. Nacht arbeiten um den Menschen die richtige politisch korrekte Ausdrucksweise einzuhämmern - natürlich meist gegen die Volksmeinung.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 01:15

    Eine treffliche Satire über das Regierungsmelodram in Tschechien.

    Wenn unsere korrumpierten Medien mehr Aufdeckungs- anstatt Kampagnenjournalismus betrieben, könnte Österreich mit den filmreifen Politikerskandalen bei unserem Nachbarn eventuell mithalten.

    In Sachen Alkoholismus hätten wir ein paar Anwärter, die durchaus konkurrenzfähig sind, jedoch aus genannten Gründen lieber auf Kommunalebene bleiben und keine führenden Regierungsposten mehr anstreben.

    Was "Rosenkriege" betrifft, behandelt man das hier entweder diskreter, gemütlicher oder in ausweglosen Situationen auch radikaler, wenn verlassene Politikergattinen wie in der Vergangenheit das eine oder andere Mal ganz einfach ihr Leben beendeten.
    Darüber hinaus fehlt es derzeit in der heimischen Politik an geeigneten Objekten der Begierde. Wer kommt denn bei diesem "winning team" schon in Versuchung:

    http://img713.imageshack.us/img713/9531/9ivf.jpg

    Tschechien ist nicht wirklich zu beneiden, aber wir mit unserer Regierungsmannschaft ebenfalls nicht unbedingt, oder?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 06:08

    wird scho kummen, nur nicht brummen!
    Die demokratie, wie die meisten ideologien, wird am anfang von idealisten getragen. bald aber kommen die karrieristen und systemausnutzer, radikalisieren die bewegung und erobern ihre spitze. das kann man von der franzoesischen revolution bis zu den gruenen verfolgen.
    Die tschechen brauchen noch ein paar jahre, dann sind sie unte r kontrolle der Macht.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 09:57

    Für Faymann muss man sich schämen, für die österreichische Regierung muss man sich schämen, für die österreichischen Medien muss man sich schämen.

    Das desinformierte österreichische Volk 'kann nichts dafür', außer dass es halt bei der 'Futterkrippe' steht wie eine Herde Kühe und diese alle wählt, die eigentlich keinen österreichischen Pass mehr verdienen würden, weil sie halt was 'versprechen'. Sie halten ihre Versprechen auch 'ein' und erklären sich auf unsere Kosten für solidarisch mit Griechenland&Co.

    Seit die österreichische Politik begonnen hat, sich selbst zu bedienen und nur noch Parteipolitik betrieben hat, hat sie sich vom wirklichen österreichischen Volk, das sehr fleißig ist und diszipliniert ist und vieles zustande bringt, so weit entfernt wie die Arbeitsverweigerer von der Arbeit.

    Hausverstand wäre die Mindestanforderung an die österreichische Politik.

    Köstlich fand ich in dem Beitrag die Gegenüberstellung unserer fetten 'lahmen Enten' mit den tschechischen Politikern.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 10:25

    Das paßt zwar nicht unbedingt zum Thema hier, aber das Messen mit zweierlei Maß nimmt immer groteskere Formen an: Es gibt also Maturafragen, die man einer moslemischen Schülerin nicht stellen darf, einer einheimischen hingegen schon. Wo bleibt da die von den Linken stets erzwungene Gleichheit?

    http://www.unzensuriert.at/content/004908-Intrige-gegen-Lehrer-Muslima-l-sst-sich-nicht-instrumentalisieren

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2013 09:06

    @A.U. schreibt:

    "Zum Glück fällt einem da aus der Vergangenheit doch noch ein Name ein: Thomas Klestil. Auch bei ihm gab es immerhin schlimme Alkoholexzesse. Der Unterschied: Nur ein Privatsender wagte, diese zu zeigen. Und auch Klestil wurde zwischen zwei Frauen geradezu zerrieben."

    Daß Klestil dem Alkohol mehr zusprach, als ihm guttat, höre ich hier zum ersten Mal---so diskret waren unsere Medien also!

    Margot Löffler, die maßlos ehrgeizige Nebenfrau Klestils, die er nach der Scheidung von seiner Frau Edith auch ehelichte, hat garantiert in ihrem Leben keinen Meinl-Kaffee mehr getrunken! Wer erinnert sich noch an die feine Rache, die Meinl der 1. Frau Klestil bot, als sie für die Kaffeemarke PRÄSIDENT im FS verschmitzt schwärmte, sie wüßte, wie der "Präsident" schmecke?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2013 14:38

    Ich weiß nicht welchen Namen die in letzter Zeit endemisch gewordene Narretei hat:

    Jemand, der zwischen „on“ und „off“ pendelnd endlose Kaskaden von Buchstaben-Müll ablädt, die auch bei Nachsicht aller Taxen niemand interessieren (weswegen diese/r „on/off“ vornehmlich mit sich selbst diskutiert), nimmt offenbar an, daß diese gelesen werden.

    Bei bestem Willen kann ich mir das aber nicht vorstellen. Der Versuch einzelne Buchstabenfolgen zu lesen scheiterte, weil der krause „Sinn“ sich wohl nur einem ebenso krausen „Verstand“ erschließen könnte. Dada ist vergleichsweise reine Logik.

    Zur Erholung las ich dann das Telefonbuch (Ausgabe Oberösterreich 2009/10, Hausruck- und Innviertel) Seite 302 bis S. 305: „Griesebner Hubert, Fronwaldst. 20 – 502 83 ..... bis Kinder- und Jugendheilkunde; Dr. Robert Piberhofer .... Es war der reinste Krimi, gemessen an dem Sch...dreck „on/off´s“.

    Wahrscheinlich wegen Fehlpositionierung finden sich dann doch immer wieder andere Beiträge als Subkommentare. Das erstaunt mich immer wieder.

    Ich weiß nun nicht, ob sie ev. selbst sinnvoll sind, weil ich sie auch nicht lese, da ich mich an Diskussionen des „Weißen Rauschens“ nicht beteiligen will, - und wenn jemand so schlampig ist, sie in der Nähe des Mülls abzulegen, dann auch nicht, da mir der Aufenthalt auf oder in der Nähe von Mülldeponien unangenehm ist.

    Oder liegt es daran, wie das Sprichwort sagt, daß „gleich und gleich sich gern gesellt“?

    Ging es im UTB um die Versammlung von Kuriositäten, müßte man diese „Beiträge“ als besonders originell ja schätzen. Geht es aber um gesellschaftliche Fragen und deren Beurteilung, nun ... siehe oben bzw. Behandlung im Wagner Jauregg.


alle Kommentare

  1. Deena (kein Partner)
  2. Takeshi (kein Partner)
  3. Edson (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:09

    In the cotapiclmed world we live in, it's good to find simple solutions.

  4. Sissy (kein Partner)
    20. Januar 2015 13:31

    We've arerivd at the end of the line and I have what I need!

  5. Torres (kein Partner)
    21. Juni 2013 17:05

    Man sollte Unterberger in seiner Bewunderung für Zeman doch gelegentlich daran erinnern, dass dieser ein großer Anhänger und Befürworter der Benes-Dekrete ist. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass er in erster Linie dadurch die Präsidentschaftswahlen gegen Schwarzenberg gewonnen hat, der es gewagt hatte, diese Dekrete in Frage zu stellen.

  6. F.V. (kein Partner)
    20. Juni 2013 14:38

    Ich weiß nicht welchen Namen die in letzter Zeit endemisch gewordene Narretei hat:

    Jemand, der zwischen „on“ und „off“ pendelnd endlose Kaskaden von Buchstaben-Müll ablädt, die auch bei Nachsicht aller Taxen niemand interessieren (weswegen diese/r „on/off“ vornehmlich mit sich selbst diskutiert), nimmt offenbar an, daß diese gelesen werden.

    Bei bestem Willen kann ich mir das aber nicht vorstellen. Der Versuch einzelne Buchstabenfolgen zu lesen scheiterte, weil der krause „Sinn“ sich wohl nur einem ebenso krausen „Verstand“ erschließen könnte. Dada ist vergleichsweise reine Logik.

    Zur Erholung las ich dann das Telefonbuch (Ausgabe Oberösterreich 2009/10, Hausruck- und Innviertel) Seite 302 bis S. 305: „Griesebner Hubert, Fronwaldst. 20 – 502 83 ..... bis Kinder- und Jugendheilkunde; Dr. Robert Piberhofer .... Es war der reinste Krimi, gemessen an dem Sch...dreck „on/off´s“.

    Wahrscheinlich wegen Fehlpositionierung finden sich dann doch immer wieder andere Beiträge als Subkommentare. Das erstaunt mich immer wieder.

    Ich weiß nun nicht, ob sie ev. selbst sinnvoll sind, weil ich sie auch nicht lese, da ich mich an Diskussionen des „Weißen Rauschens“ nicht beteiligen will, - und wenn jemand so schlampig ist, sie in der Nähe des Mülls abzulegen, dann auch nicht, da mir der Aufenthalt auf oder in der Nähe von Mülldeponien unangenehm ist.

    Oder liegt es daran, wie das Sprichwort sagt, daß „gleich und gleich sich gern gesellt“?

    Ging es im UTB um die Versammlung von Kuriositäten, müßte man diese „Beiträge“ als besonders originell ja schätzen. Geht es aber um gesellschaftliche Fragen und deren Beurteilung, nun ... siehe oben bzw. Behandlung im Wagner Jauregg.

    • Anna Marie (kein Partner)
      20. Juni 2013 15:22

      Sg. Herr F.V.
      Eigentlich lese ich die Beiträge des on oder off nicht durch (ab und an die ersten parr Zeilen). Habe es versucht, aber ich scheiterte jedesmal und dachte "bin ich blöd??"
      Habe heute nur die ersten paar Zeilen des on oder off gelesen. Ich wollte eigentlich nur höflich sein und ihm meine Sicht über Religionen dargelegt, dass nämlich alle Religionen von Menschen erschaffen wurden und sich das alte Testament nicht vom Koran oder der Thora unterscheidet, da diese nämlich aus einer Feder stammen.
      Tja, mein Kommentar wurde von on oder off genausowenig verstanden, wie ich seine nicht verstehe. Wir sprechen scheinbar eine total andere Sprache. Nun, dank ihnen weiß ich jetzt, dass es nicht an mir liegt, diese Texte des on oder off zu verstehen.
      Danke!

  7. Anna Marie (kein Partner)
    20. Juni 2013 13:35

    Mit der »größte Betrug seit Menschengedenken«
    Geld entsteht aus dem Nichts – wer das noch nicht gehört hat, sollte unbedingt am Thema bleiben – und wird dann verliehen an Staaten und Unternehmen und Privatpersonen. Dürfen Sie das? Darf das Ihre Firma? Darf das ein Politiker oder ein anderer Betrüger außer den Bankern? Nein, das dürfen nur die Banker, die Herren der Welt.

    Bereits in der Vergangenheit entstand Geld – eine Schuld – aus dem Nichts, und das geht bis heute so. Braucht beispielsweise ein Staat Geld, druckt er es – womöglich auch noch zinslos – nicht etwa selbst, obwohl er es dürfte und könnte, wenn er nur wollte, sondern der Herr mit der dicken 500 Dollar-Zigarre, dem 10.000 Dollar-An­zug und den weißen 5.000 Dollar-Schühchen (white shoe boy) wird beauftragt, es zu tun – gegen fette Gebühren und Zinsen versteht sich. Immerhin, wer sich das Selbstgedruckte, -geklickte, -gezauberte gegen Gebühren, Zins und Zinseszins leihen will, musste bisher eine Sicherheit hinterlegen, damit der Bankster sicher sein konnte, sein Selbstgeschöpftes auch zurückzubekommen oder sich eben die Sicherheiten zu greifen und diese zu verwerten.

    Das könnte sich bald ändern, denn die Welt gehört inzwischen mehr oder weniger komplett der Bankstern. Es könnte also in Zukunft überhaupt niemand mehr einen Kredit aufnehmen, denn welche Sicherheit könnte er bieten? Das System wäre am Ende. Da trifft es sich gut, dass es das Spurengas Co2 (Kohlendioxid) gibt. Gehen Sie davon aus, dass Co2 – genauer: die Vermeidung von Co2 – die nächste große “Sicherheit” und der ultimative Schwindel werden wird für die Geldentstehung. Dann heißt es nicht nur wie bisher Fiat, also Geld aus dem Nichts, sondern Co2Fiat, Geld aus dem Nichts und basierend auf Nichts – das Perpetuum Mobile der Versklavung der gesamten Menschheit. Du atmest, also zahlst du! Und das Ganze natürlich bargeldlos und RFID-gechippt wie ein Rindvieh. Na, kommt da Freude auf, oder kommt da Freude auf?

    “Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, die Experten sind sich einig: Das Bankster-Betrugssystem des Schuldgeldes ohne Wert, geschaffen aus dem Nichts, hat fertig!

    Nur künstlich gestützt schaffen es die Börsen, die Banken noch gerade über Wasser zu bleiben – eigentlich sind sie alle erledigt, ist alles kaputt und aufgeflogen…”

    Staaten tilgen übrigens nie, sondern nehmen immer nur neue Kredite auf und erhöhen die Steuern, Gebühren und Abgaben. Daneben verscherbeln sie immer mehr Tafelsilber wie Versorgungsnetze, die Bahn, Flughäfen, Wasserwege, Straßen und andere Infrastruktur. Und sie beklauen und verschulden die Menschen, sie nehmen ihnen ihr Eigentum weg, nur um die Zinsen und Zinseszinsen für die aus dem Nichts entstandenen Kreditgelder der Privatbanker, der Banker Gottes, zu bedienen. Wir befinden uns übrigens seit geraumer Zeit in der Phase dieses allerletzten, großen Raubzugs, des ultimativen Banküberfalls der Bürger durch die Banken. Durch und durch verkommen und korrupt, wie Politik nun einmal ist, verabschieden diese Brüder sogar extra eine Schuldenbremse, damit auf jeden Fall die Zinszahlungen an die Gottesbanker gesichert sind, auch wenn hier alles andere den Bach runtergeht!
    Na, klingelt es langsam? Klar, wo uns das hinführen wird? Klar, warum die Polit- und Medienhuren lügen, sobald sie das Maul aufmachen?
    http://krisenfrei.wordpress.com/2013/06/19/mit-der-groste-betrug-seit-menschengedenken/

  8. Zraxl (kein Partner)
    20. Juni 2013 12:56

    OT. oder vielleicht doch nicht so ganz:

    Der Herr Minister Spindelegger lädt Herrn Erdogan zu einer EVP-Veranstaltung nach Wien ein. Quasi als Wahlkampfhilfe für die ÖVP. Wenn das nicht geballte diplomatische Kompetenz ist, was dann?
    http://kurier.at/politik/eu/erdogan-ist-als-schattengast-in-wien/16.324.928

    • Erich Bauer
      20. Juni 2013 13:27

      @ Zraxl

      Als Vülksvürtrüter steht ihm das auch zu! Vielleicht übergibt er ihm feierlich das Dokument für die österreichische Staatsbürgerschaft...

    • Zraxl (kein Partner)
      20. Juni 2013 17:22

      Natürlich ist der Herr Vizekanzler frei, alle möglichen Leute für seinen Wahlkampf einzuspannen. Wenn er das aus seinem Parteibudget macht, ist mir das herzlich egal - aber vermutlich zahlt dafür wieder der Steuerzahler, so wie für sein Islamisierungszentrum mit den Saudis.

      Aber während ich hier von einer vermeintlichen Kuriosität schreibe, stellt die nächste Merkwürdigkeit diese schon wieder in den Schatten. Diesmal: Herr Dr. Pilz fordert eine Gesinnungsprüfung für Zuwanderer und der Herr Bundespräsident ist darüber nicht "besorgt". Ich glaube der Herr Strache hat sich jetzt irgendwo versteckt und heult, weil er nicht auf diese Idee gekommen ist, oder weil er sich das nicht zu sagen getraut hat. Difficile est, satiram non scribere.

  9. Segestes (kein Partner)
    20. Juni 2013 11:32

    OT:

    Heute ist "Weltflüchtlingstag" ^^

  10. F.V. (kein Partner)
    20. Juni 2013 09:51

    Zu diesem grandiosen Artikel des Großen Guru kann ich nur sagen
    .
    .
    .
    .
    .
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    .
    .
    .

    • Zraxl (kein Partner)
      20. Juni 2013 18:16

      Ihrem dritten "." widerspreche ich massiv.

      Im Ernst: Haben Sie schon versucht, hier einen Gastkommentar zu schreiben, oder lässt man Sie nicht? Meine Befürwortung als zahlender Kunde dieses Blogs hätten Sie jedenfalls, denn dann müsste ich nicht mühselig nach Ihren Kommentaren suchen.

      Wissen Sie übrigens, was genau in China da soeben kracht oder zu krachen droht? Möglicher Weise trifft uns das ja sogar stärker als das Pantscherl eines tschechischen Politikers.

    • F.V. (kein Partner)
      20. Juni 2013 20:04

      Herr Zraxl,

      vor längerer Zeit hatte ich einmal einen „Gastkommentar“ an Dr. Unterberger gesandt. Ich weiß nicht mehr zu welchem Thema, aber er wurde wohl wegen seiner „Illiberalität“ nicht für gut befunden.

      Da kann man nichts machen, und antichambrieren möchte ich nicht.

      Vor Jahren traf ich einmal Dr. Unterberger, und als ich mich vorstellte, kam es erstaunt aus ihm heraus: „Ach, Sie sind das?!“ – Er hatte kurz zuvor meinen Bruder, ein Arzt, kennengelernt, der ihn wohl zu einem Vortrag im Rotary-Club, den er offenbar für „vornehm“ hielt, eingeladen hatte.
      Ich verstand natürlich seine erstaunte Anspielung und machte mich darüber lustig: „Da schauen Sie aber, daß ich auch mit Messer und Gabel essen kann!“

      Es ist wohl die diametral entgegen gesetzte politische Philosophie die uns trennt. – So müssen Sie – leider – weiterhin scrollen, um mich zu finden, solange mich das noch freut hier zu kommentieren.

    • Zraxl (kein Partner)
      20. Juni 2013 20:12

      Ich verstehe. Schade.

  11. fokus
    19. Juni 2013 15:26

    OT

    Rot-Grün wird ganz sicher den nächsten Schritt zur Familienzerstörung durchsetzen:

    http://orf.at/#/stories/2187806/

    Man beachte, daß auch TS im Plenum zustimmt!

  12. Brigitte Imb
    19. Juni 2013 15:02

    OT

    Die Pleite der Alpine bereitet der Politberatern und Meinungsforschern Kopfzerbrechen. Nicht aber, daß Sie meinen Besagte würden sich etwa um die tausenden Arbeitslosen sorgen, NEIN, ihre Sorge gilt der Regierung u. den Gewerkschaften, die "Schaden nehmen" könnten. Speziell wird die SPÖ bemitleidet und wirklich zum Heulen gerät die politische Tragödie der gut bezahlten Selbstdarsteller, daß die FPÖ daraus potentieller Vorteilnehmer werden könnte.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1420442/AlpinePleite-koennte-gesamter-Regierung-wehtun?direct=1420340&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=107

  13. Erich Bauer
    19. Juni 2013 13:59

    (Zitat: A.U.): "...Gesprächspartner, die er gering schätzte, öffentlich fertig zu machen..."

    Unsere Volksempfänger "Medien-Gestalter" werden sich ganz bestimmt noch warm anziehen müssen... Denn immer öfter müssen sie jetzt schon den Kakao, durch den sie uns ziehen, selber saufen...

  14. Brigitte Imb
    19. Juni 2013 10:51

    Nun, ich würde nicht sagen, daß die Tschechen die "schöneren" Skandale vorzuweisen haben, wir stehen nicht viel hinten nach, nur, daß sie bei uns, v.a. wenn es um Linke geht, von den Medien weitgehend ignoriert, bzw. schön geschrieben werden und von der Justiz mit Glaceehandschuhen angefaßt werden.

    Die österr. Justiz war nicht interessiert am Verbleib der BAWAG Mrd., die Justiz kümmert sich NICHT um die beweihräuchernden Inserate (72 Mio.€ im ersten Quartal), die Justiz spielt eine fragliche Rolle im Kampusch Fall, die Justiz interessiert nicht daß Fr. Brauner 2 Mrd. versenkt hat, die Justiz interessiert sich auch nicht für Claudia Schmieds Kommunalkreditdebakel, etc.....

    Finden Politiker und Justiz ein für sie falsches Wort der Blauen, dann gewinnt man den Eindruck, als würden die Tag u. Nacht arbeiten um den Menschen die richtige politisch korrekte Ausdrucksweise einzuhämmern - natürlich meist gegen die Volksmeinung.

    • werauchimmer
      19. Juni 2013 23:03

      2 Mrd an Frau Brauner - teilen Sie da nicht gar zu üppig aus?

      Bitte um Aufklärung - eine Summe dieser Größenordnung ist mir entgangen!

    • Haider
      19. Juni 2013 23:18

      Heute habe ich im ORF gehört, daß die Mißbrauchsfälle in den roten Wr. Kinderheimen alle aufgeklärt seien. "Alle Täter sind jedoch inzwischen tod", berichtete unsere Zwangsgebührenorgel. Ich dachte, die hochdekorierte Erzieherin Ute Bock hätte öffentlich bekannt, daß sie am Wilhelminenberg ein brutales Regime führte. "Es ließ sich halt nicht immer vermeiden, daß Blut auf eine Gangmauer spritze." Hätte ein derartiges Statement ein blauer Erzieher (was allerdings vom System her unmöglich ist) von sich gegeben, wäre rückwirkend die Todesstrafe eingeführt worden.

  15. Undine
    19. Juni 2013 10:25

    Das paßt zwar nicht unbedingt zum Thema hier, aber das Messen mit zweierlei Maß nimmt immer groteskere Formen an: Es gibt also Maturafragen, die man einer moslemischen Schülerin nicht stellen darf, einer einheimischen hingegen schon. Wo bleibt da die von den Linken stets erzwungene Gleichheit?

    http://www.unzensuriert.at/content/004908-Intrige-gegen-Lehrer-Muslima-l-sst-sich-nicht-instrumentalisieren

    • Brigitte Imb
      19. Juni 2013 12:10

      @ Undine,

      man greift sich nur noch "ans Hirn", und wie man sieht sind doch nicht alle so gleich wie propagiert.

      Und ich möchte schon hervorheben, daß WIR, die all diese "Sachen" in der Schule nicht gelernt haben, offensichtlich wirklich Glück hatten..........

    • Undine
      20. Juni 2013 08:32

      @Brigitte Imb

      Ja, wir hatten noch Glück!

  16. Josef Maierhofer
    19. Juni 2013 09:57

    Für Faymann muss man sich schämen, für die österreichische Regierung muss man sich schämen, für die österreichischen Medien muss man sich schämen.

    Das desinformierte österreichische Volk 'kann nichts dafür', außer dass es halt bei der 'Futterkrippe' steht wie eine Herde Kühe und diese alle wählt, die eigentlich keinen österreichischen Pass mehr verdienen würden, weil sie halt was 'versprechen'. Sie halten ihre Versprechen auch 'ein' und erklären sich auf unsere Kosten für solidarisch mit Griechenland&Co.

    Seit die österreichische Politik begonnen hat, sich selbst zu bedienen und nur noch Parteipolitik betrieben hat, hat sie sich vom wirklichen österreichischen Volk, das sehr fleißig ist und diszipliniert ist und vieles zustande bringt, so weit entfernt wie die Arbeitsverweigerer von der Arbeit.

    Hausverstand wäre die Mindestanforderung an die österreichische Politik.

    Köstlich fand ich in dem Beitrag die Gegenüberstellung unserer fetten 'lahmen Enten' mit den tschechischen Politikern.

  17. terbuan
    19. Juni 2013 09:14

    A.U. schreibt
    ...."Er hat so viel für die Versöhnung mit den Sudetendeutschen getan wie kein anderer tschechischer Regierungschef......"

    Habe ich da etwas verschlafen, wurden die Benes-Dekrete vielleicht gar mittlerweile außer Kraft gesetzt? ;-)

    Mein Verhältnis zur Tschechischen Republik bleibt nach wie vor zwiespältig, Neid kann ich dabei jedenfalls nicht erkennen.

    • Anna Marie (kein Partner)
      20. Juni 2013 08:46

      terbuan
      ..."Er hat so viel für die Versöhnung mit den Sudetendeutschen getan wie kein anderer tschechischer Regierungschef......"
      Herr AU weigert sich scheinbar die Fakten anzuerkennen. Ist auch verständlich, denn wir alle wissen, was sonst mit den Leuten passiert, die die Wahrheit schreiben oder aussprechen.
      Für Herrn Unterberger
      Töten auf tschechisch:
      http://www.youtube.com/results?search_query=t%C3%B6ten+auf+tschechisch

  18. Undine
    19. Juni 2013 09:06

    @A.U. schreibt:

    "Zum Glück fällt einem da aus der Vergangenheit doch noch ein Name ein: Thomas Klestil. Auch bei ihm gab es immerhin schlimme Alkoholexzesse. Der Unterschied: Nur ein Privatsender wagte, diese zu zeigen. Und auch Klestil wurde zwischen zwei Frauen geradezu zerrieben."

    Daß Klestil dem Alkohol mehr zusprach, als ihm guttat, höre ich hier zum ersten Mal---so diskret waren unsere Medien also!

    Margot Löffler, die maßlos ehrgeizige Nebenfrau Klestils, die er nach der Scheidung von seiner Frau Edith auch ehelichte, hat garantiert in ihrem Leben keinen Meinl-Kaffee mehr getrunken! Wer erinnert sich noch an die feine Rache, die Meinl der 1. Frau Klestil bot, als sie für die Kaffeemarke PRÄSIDENT im FS verschmitzt schwärmte, sie wüßte, wie der "Präsident" schmecke?

    • Cotopaxi
      19. Juni 2013 09:37

      Ich höre auch zum ersten Mal von der Alkoholsucht Klestils. Mir ist aber bereits vor 15 Jahren ein Gerücht zu Ohren gekommen, wonach er mit seiner zweiten Ehefrau ein Kind habe, das im Ausland groß gezogen werde. Vielleicht ist auch an diesem unbestätigten Gerücht etwas dran? ;-)

    • Gandalf
      19. Juni 2013 15:36

      @ Cotopaxi:
      Vielleicht geht das Kind ja auch in eine Eliteschule in oder bei Paris -- das würde doch schön zusammenpassen?!

    • Gandalf
      19. Juni 2013 15:48

      P.S.: Pardon, die Hitze...
      Das sollte natürlich heißen: "in eine Eliteschule in oder bei Moskau" (was ja auch in jeder Beziehung besser passen würde).

    • Undine
      19. Juni 2013 16:53

      Ergaenzung zu meinem obigen Kommentar:
      Klestil wurde im ORF geschont und gehaetschelt, weil er einer der ihrigen, nämlich ein Linker war, obwohl er unter OeVP- Flagge segelte.

    • Gandalf
      19. Juni 2013 19:34

      @ Undine:
      Und er war - trotz: de mortuis nihil nisi bene - einer der eingebildetsten arrogantesten Parvenüs, die mir je untergekommen sind.

    • Undine
      19. Juni 2013 20:49

      @Gandalf

      Absolute Zustimmung!!

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      20. Juni 2013 06:24

      Ich hatte als Berufssoldat 1993 und 1994 die Gelegenheit, BP Dr. Klestil in der Präsidentschaftskanzlei persönlich zu erleben. Beide Besuche dauerten sicherlich um die 30 Minuten. Dr. Klestil wirkte auf mich wie ein ganz normaler Mensch, war unkompliziert, locker, launig und völlig frei von jeglicher Arroganz.
      Ich maße mir nicht an zu behaupten, diesen Mann während dieser kurzen Zeitspannen wirklich kennengelernt zu haben.
      Sicher ist aber, dass die privaten, politischen und gesundheitlichen Begebnisse diesen Präsidenten im Verlaufe seiner Amtszeit nachhaltig verändert und sich dadurch seine anfängliche Beliebtheit in der Bevölkerung ins Gegenteil verkehrt hatte.
      Man möge ihn trotz allem in Frieden ruhen lassen...

    • Anna Marie (kein Partner)
      20. Juni 2013 08:58

      Wenn ein Präsident nicht so spurt wie es verlangt wird, also etwas aus der Reihe tanzt, dann wird er öffentlich fertig gemacht (letztes Beispiel Christian Wulff - der sich weigerte den ESM zu unterschreiben, was der Bevölkerung natürlich verschwiegen wurde und man andere Gründe dafür erfand - man ist da sehr kreativ). Dafür hat man ja die Medien.
      Viele der Personen, die in der Öffentlichkeit ihre Rolle spielen müssen, flüchten sich in eine Sucht (kommt von suchen), weil sie es sonst nicht aushalten würden. Das betrifft Personen, die noch einigermaßen ein Herz haben. Nicht zu verwechseln mit den Personen, die total rücksichtslos für Geld und Macht ihre Völker verkaufen und sich den perversen Genüssen hingeben (als Belohnung). Dafür sind sie dann erpressbar (Drogen, Sexskandale, Pädophilie etc.) Die Medien haben die Aufgabe, all die Personen, die für die Sache (Ideologie) arbeiten, im Lichte erscheinen zu lassen. Andersdenkende werden gnadenlos verfolgt. Das kann man getrost mit der Inqusition vergleichen (bildlich).

    • F.V. (kein Partner)
      20. Juni 2013 17:21

      Aus einem Brief - meines Freundes - zur damaligen "aktuellen" Lage.

      Graz in Aquilanien, 12. II. 2000

      Lieber ... - samt Familienvolk!

      Betr: Letzte Neuigkeiten aus Klein-Korruptistan (Gliedstaat von EU-Groß-Korruptistan)

      Na, Ihr geht’s uns ab! Denn wir kommen derzeit aus homerischen Gelächter nicht heraus, - notwithstanding besorgter, stirne-runzelnder, weltschmerzgeplagter Intellektuellen-Gesichter und zeigefingerdrohender Künstler rundherum. "Zufall oder Notwendigkeit" (Monod, nicht EW)!

      Dazu habe ich das Glück die drei Parteischinakel-Argonauten über erkleckliche Zeit beruflich/politisch persönlich zu ken-nen: Das Propellerbüberl von der "Volks"-(Pardon, Nazidiktion!), also "Gesellschaftspartei", die zahnpastawerbende (Marke Strahler 2000) - H. Fischer - Marionette und den Gummiseil-Jörgel. Was für aves rarae doch unsere derzeitigen alpino-danubischen Staatenlenker sind! Alle reif für Moritaten-G´stanzerln oder die Salzburger Puppenspiele: Kasperl, Krokodil und Zauberer. - "Wie es Euch gefällt" oder "Was ihr wollt" meinte doch schon ein populistischer Poet vor langer Zeit.

      Na, Euer Peter wird froh sein, daß schon vor der Jahrtausend-wende DER -----?-----, `tschuldigen, DAS Heck seines Düserls auf das Domizil seiner Ex-Untergebenen(?), der Ballhaus-Pompadour samt ihrem vom frischlackierten Hutschpferd zum alterskrächzenden Gockel mutierten (p. m. A.Schouppé, Paleo I, "Kleiner Artensprung"), gezeigt hat. Nach ihren schiefgegangenen Träumen mit dem jugendstilischen Neo-Präsidentenpalais als standesgemäßen Venusberg der Zwien, sinnt nun die Barbi- (oder Kruse-)puppe als Heilsalbe gegen diese unverschämte Psycho-Blessur auf eine Novelle des BVG. Die abendliche Sitte des "Leveé du Roy" plus vergnüglichen Folgen und das Delikt der "lèse majesté" (mit fünfjähriger Besserungshaft als Sanktion) sollen wieder eingeführt werden.

      Jedenfalls - im Ernst - wir beneiden P. um die historische Herausforderung - oder sollen wir es nur ein "Erlebnis" nennen ---. Wer darf schon als Satellitenemissär für unseren landesverräterischen Pater Patriae (plus ebensogleichen BK-Caesarl) - und als solche wären wohl beide bis 1918 samt bekannten Folgesanktionen eingestuft worden - zum Rapport bei der vollschlanken Körbel-Damsel (Albright) oder gar vorm alternden sex-gesalbten Tennistrainer in der Villa Bianca (auch Innsbrucker Hotelfachschule) antreten und in Gestalt eines echten Aborigines seines native countries dieses als G´schamster Diener, unbeirrten Atlantisten, Fels der westlichen Wertegemeinschaft, EU-Turbo mit professionell g´schmierten Triebwerk für Wo-immer-hin-Er-weiterung und - ja nicht vergessen! - Pfeiler des Antifaschismus (obwohl gleichzeitig Pfuhl des Neonazismus) plus all the other p.c.-hogwash anpreisen. Eigentlich eine tolle Aufgabe - das wär´s - für weibliche Würmer-aus-der-Nase-ziehnde Geheimdiplomaten, --- z.B. die Meinichte, aber sicher auch Lissi und Dorle!

      Hoffentlich kann sich P. für den zu erwartenden diplomatischen Karnevalshöhepunkt in einem Washingtoner oder New Yorker Pfandhaus rechtzeitig den obligaten Schurz und das dazugehörige, koscher gekürzte Plastik-Zwieserl besorgen, um bei der mitternächtlichen Demaskierung am Faschingsdienstag nicht als fremdländischer Party-crasher dazustehen; ---- er also auch als Austro-Goi sorglos seine Hos´n runterlassen kann, --- wie ihm sicher aus der Geschichte bekannt, handelt es sich bei diesem Ritual ja um die obligate Unterwerfungsgeste der Besiegten vor unseren Liberatores assolutae.

      Also wirklich schade, daß wir an diesem Faschingsdienstag nicht gemeinsam (vielleicht gar in Villach) unserer Polit-Farce, die eigentlich eine vielsagende Nestroy-Posse ist, beiwohnen können. Am katerbelasteten Aschermittwoch darf dann jeder, entsprechend seiner Ideo-Vorlieben in die Kirche, den Tempel oder auf eine Bergspitze gehen. Von dort sollten sie den Großen Meister anflehen, daß es P. erspart bleibt vom Augustus translanticus als erster Proconsul nach Wien entsandt zu werden. Er müßte nämlich eventuell auf dem für die Installationszeremonien von Ronny wieder ausgeborgten Sallinger-Lippizaner zu seinem Palazzo Pretorio neben dem Lessing-Denkmal auf dem Du-weißt-schon-welchem-Platzl flitzen, um sich dort nach der Jörgl-Passion, gewissermaßen als Pontius Petrus, die Hände in Unschuld waschen und erneut die kryptische Frage stellen: "Was ist Wahrheit?" All das bleibe P. erspart, dafür haben wir ihn und Euch alle zu gerne!

      Mittlerweile, leider, hören wir die neu, im Text allerdings aus den heroischen Dreißigerjahren den Genossen (ohne "Volks") wohlbekannte Hymne der Versöhnung, Toleranz und des Friedens: "Willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag´ ich Dir den Schädel ein!" Übrigens, wißt Ihr jemanden der mir sagen könnte nach welcher Melodie dieses Lied der Barmherzigkeit und Nächstenliebe gesungen wird? Nach jener der Internationale (100 Millionen Tote nach Courtois´ "Schwarzbuch...") oder nach jener der Marseillaise (lediglich einige Hunderttausend nach Michelets "Histoire ...) Es sind das jene Hekatomben, welche die Reise auf dem durch das unwandelbare Licht der Aufklärung beleuchteten Weg zur Wahrheit, Erlösung und ewigen Leben - alles natürlich hinc et nunc - im Wege standen.

      Ja, totalitärer Liberalismus als allein rechtfertigende Ideologie (des Westens) am Ende der Geschichte und absolute Demokratie als die ihm gemäße politische Herrschaftsform haben zweifellos ihren besonderen Liebreiz - insbesondere dann, wenn beide nur mehr Legalität (wie immer konstruiert) erheischen können, und man ihre Legitimität dem Großen Meister überlassen muß.

      Trotzdem, liebe Alle, - Wiggerl sollte eigentlich diesen Brief nach seiner gekonnten karikierenden Art illustrieren. Wir können ihn dann als eine Art von Opera buffa-Libretto über eine tschetschenische oder Hizbollah-Untergrund-Druckerei (mit ge-heimer ISBN) vertreiben lassen.

      Prosit Fasching-Dienstag und "Glück auf"

      Euer

      (alias Wüstenspringmaus)

      (An den Schwiegervater von Botschafter P. M.)

  19. Erich Bauer
    19. Juni 2013 07:31

    (Zitat: A.U.): "...dass eigentlich nur Homosexuelle wirklich gute Menschen sind...

    ... der wahre Grund für die "globale Erwärmung".

    • simplicissimus
    • Anna Marie (kein Partner)
      20. Juni 2013 09:07

      Dieses Gespräch ist zwar schon aus dem Jahr 2006, aber gerade deshalb kann man diese Entwicklung gut nachverfolgen!! Unglaublich wie weit wir schon in dieser Ideologie fortgeschritten sind.
      Die Soziologin Gabriele Kuby über die Gefahren des Gender-Mainstreaming für Europas Zukunft (2006).
      http://www.youtube.com/watch?v=uWucFrNszs0

  20. socrates
    19. Juni 2013 06:08

    wird scho kummen, nur nicht brummen!
    Die demokratie, wie die meisten ideologien, wird am anfang von idealisten getragen. bald aber kommen die karrieristen und systemausnutzer, radikalisieren die bewegung und erobern ihre spitze. das kann man von der franzoesischen revolution bis zu den gruenen verfolgen.
    Die tschechen brauchen noch ein paar jahre, dann sind sie unte r kontrolle der Macht.

  21. kakadu
    19. Juni 2013 01:26

    Vielleicht kommt Tschechien doch von Tschecheranten?
    ;-) ;-) ;-) (in Worten: 3x smiley), damit womöglich nicht noch der neue Verhetzungsparagraph zur Anwendung kommt!

  22. fokus
    19. Juni 2013 01:15

    Eine treffliche Satire über das Regierungsmelodram in Tschechien.

    Wenn unsere korrumpierten Medien mehr Aufdeckungs- anstatt Kampagnenjournalismus betrieben, könnte Österreich mit den filmreifen Politikerskandalen bei unserem Nachbarn eventuell mithalten.

    In Sachen Alkoholismus hätten wir ein paar Anwärter, die durchaus konkurrenzfähig sind, jedoch aus genannten Gründen lieber auf Kommunalebene bleiben und keine führenden Regierungsposten mehr anstreben.

    Was "Rosenkriege" betrifft, behandelt man das hier entweder diskreter, gemütlicher oder in ausweglosen Situationen auch radikaler, wenn verlassene Politikergattinen wie in der Vergangenheit das eine oder andere Mal ganz einfach ihr Leben beendeten.
    Darüber hinaus fehlt es derzeit in der heimischen Politik an geeigneten Objekten der Begierde. Wer kommt denn bei diesem "winning team" schon in Versuchung:

    http://img713.imageshack.us/img713/9531/9ivf.jpg

    Tschechien ist nicht wirklich zu beneiden, aber wir mit unserer Regierungsmannschaft ebenfalls nicht unbedingt, oder?

  23. Jewgeni Gorowikow
    19. Juni 2013 01:12

    Bei der Aufzählung der Besonderheiten und unterhaltsamen Skurillitäten unseres nördlichen Nachbarlandes fehlt mir dieser Mann: Vladimír Franz

    Foto-Link: http://bilder.t-online.de/b/61/65/19/78/id_61651978/tid_da/praesidentenwahl-in-tschechien.jpg

    Er war einer der Präsidentschaftskandidaten bei der ersten Volkswahl in Tschechien für's höchste Staatsamt.

    Und gewählt haben die Tschechen einen Staatspräsidenten (Miloš Zeman), der die allerbeste Werbung - im In- wie auch im Ausland für ein original tschechisches Produkt macht: Becherovka:

    http://img.ahaonline.cz/img/18/new_article/1744307-img-milos-zeman.jpg

    http://de.wikipedia.org/wiki/Becherovka

    Jetzt mal ehrlich: 'Wer würde ohne Miloš Zeman Becherovka kennen?' ;-)

    Der gute Mann tut halt tatkräftig etwas für die tschechische Exportwirtschaft. Vielleicht erweist sich diese Firma einmal dankbar und zahlt bei der Behandlung von Leberzirrhose dazu, ich hoffe es.

    • terbuan
      19. Juni 2013 10:46

      Aber ja, J.G.,
      wer kennt die nicht, die 13. Heilquelle von Karlsbad!
      Aber eine zusätzliche Werbung kann nie schaden, meine Begeisterung für diesen Kräuterlikör hält sich jedenfalls in Grenzen! ;-)

  24. brechstange
    19. Juni 2013 00:35

    Um die ausufernde Korruption beneide ich die Tschechen nicht.

  25. byrig
    19. Juni 2013 00:29

    es gibt überhaupt keinen grund,als österreicher die tschechei zu beneiden.
    weder vom ökonomischen gesichtspunkt,noch vom politischen und schon gar nicht vom allgemeinen zustand.
    im übrigen habe ich gegenüber dieses landes ziemliche vorbehalte,solange die verbrecherischen benes-dekrete common-sense sind.
    ausserdem nimmt der kriminaltourismus aus diesem land stetig zu.auch nicht gerade ein indikator dafür,dass die tschechen alles so toll machen.
    nein,diese tschechen beneide ich gar nicht,ich würde auch nicht dort wohnen wollen.
    als gegenbeispiel kommt mir dänemark in den sinn.

    • byrig
      20. Juni 2013 23:51

      im vergleich zu uns ist dänemark konsequent.
      abseites davon:wieso werden türkische staatsbürger,die hier verbrechen,nicht konsequent abgeschoben?
      weil diese typen eine linksgrüne lobby haben.
      leute,die den echten österreichern schaden.:grüne und sozialisten.





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