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Der Abzug vom Golan und die Rückkehr zur Schweigsamkeit

Nur sehr oberflächlich hat es eine Logik, wenn die Bundesregierung jetzt die Schuld am peinlichen Golan-Abzug auf die UNO schiebt. Sie kann in keiner Weise bemänteln, dass der wahre Grund des Abzugs der Wahlkampf und die Orientierung der Politik nach den Winden des Boulevards ist. Womit sich im übrigen haargenau die Ereignisse des September 2008 wiederholen.

Einziger Unterschied: Der Schaden, der damals durch Werner Faymanns Opportunismus entstanden ist, belastet die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft des Landes aufs schwerste. Der Schaden hingegen, der heute durch den angsthasigen Schnellabzug vom Golan entsteht, ist einer für die internationale Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Republik und ihrer Sicherheit.

Die Glaubwürdigkeit des Neutralitätsgetues ist endgültig zertrümmert. Das gilt auch für die Tausenden Sonntagsreden vom Bundespräsidenten abwärts, in denen man sich mit der Wichtigkeit der Friedenssoldaten aufgeplustert hat. Dennoch hört man jetzt von einem Heinz Fischer, dem Oberbefehlshaber des Heeres, kein Wort der Kritik an der Performance der Laiendarsteller in der von ihm bestellten Regierung. Aber das hat man eigentlich von einem Fischer ohnedies nicht erwartet. Die große Enttäuschung ist der Verteidigungsminister. Sein erster Fehler kann kaum mehr übertroffen werden und hat ihn rasch und total zum Schwachmann gemacht. Der so forsch auftretende Herr Minister hat aber wohl noch gar nicht begriffen, wie lächerlich heute das Heer im In- wie Ausland dasteht.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich habe nie an das jahrzehntelang identitätsbildende Konzept dieses Landes geglaubt. Dessen Kern lautet: Wir sind zwar neutral, wissen aber nicht, was das eigentlich bedeutet, außer aller Welt ständig gute Ratschläge zu geben; wir tun nichts für unsere eigene Sicherheit, plappern aber ständig über den Friedensbeitrag durch unsere UNO-Blauhelme.

Die Rolle der UNO ist seit langem eine absolut lächerliche. Ein Verein, in dem Russen, Algerier und einige Schwarzafrikaner beispielsweise – wie gerade derzeit – Deutschland als angeblichen Menschenrechtsverletzer auf die Anklagebank setzen können, ist nur noch absurd. Und die UNO-Mitgliedschaft reinste Geldverschwendung.

Österreichs Regierung hat jedoch seit Kreiskys und Waldheims Zeiten immer das Loblied der UNO gesungen. Jetzt aber soll auf einmal nach den Worten derselben Regierung die UNO schuld sein, dass Österreich – leider, leider – abziehen muss. Das Mandat der Golan-Truppen sei viel zu wenig robust, und die Ausrüstung suboptimal.

Beides ist richtig. Nur: Das weiß man seit Jahrzehnten und ist trotzdem auf den Golan gegangen. Und man ist dort geblieben, solange das Wetter der ärgste Feind war. Es gab dort nicht einmal Windmühlen, gegen die man als ein Don Quixote den starken Mann hätte mimen können. Manche werden jetzt erwidern: Erst durch den syrischen Bürgerkrieg sei alles anders geworden. Aber selbst wenn das stimmt, dann hätte es logisch zwingend die einzige professionelle Antwort geben müssen: Österreich hätte mehrfach und massiv, auf allen Kanälen und öffentlich von der UNO ein besseres Mandat für seinen Golan-Einsatz fordern müssen. Erst wenn dieser Vorstoß auf kein Gehör gestoßen wäre, hätte Österreich noch immer den Abzug fordern können.

Aber niemand hat auch nur einen Ton von einschlägigem Protest oder konkreten Forderungen gehört. Österreich, sein Bundeskanzlerdarsteller, dessen schwarzer Assistent und die hochbezahlte Diplomatie haben vielmehr behäbig geschwiegen. Dann haben diese Herrn über Nacht den Abzug vom Golan beschlossen. Nach mehr als drei Jahrzehnten ohne irgendeine Rücksprache oder Verhandlungsrunde! Und man reagiert seither nur noch hochmütig und trotzig.

Rotschwarz fühlt sich aber offenbar in gemeinsamen Dilettantismus sicher. Denn es gibt ja keine einzige relevante Oppositionspartei, die irgendwelche außen- und sicherheitspolitisch ernstzunehmende Inhalte oder Persönlichkeiten hätte. Da kann man dann ruhig selbst populistischen Mist bauen.

Österreich ist halt das, was es ist: ein paar völlig unbedeutende Promille der Welt, die in den letzten 60 Jahren enorm Glück hatten. Und die aber mittlerweile in Regierung wie Opposition nur noch die Politiker haben, die die Bevölkerung verdient.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2013 08:07

    Ich halte den Abzug für völlig gerechtfertigt. Leider vermittelt unsere "Diplomatie" nicht den sachlichen Grund: Die EU hat das Waffenembargo für die "syrische Opposition", die da aus Afghanen, Pakistani, Saudis... etc. besteht, aufgehoben...! In diesem Stellvertreterkrieg die Auslieferung der dort lebenden Christen und auch Alawiten an die Mordbrenner zu "beobachten", gleichsam die Rolle der UN in Bosnien (Srebrenica) vorzunehmen, halte ich für ein ziemlich perfides Szenario.

    Die "internationalen Beziehungen", die derzeit so aufgeregt von der Journaille in Gefahr gesehen werden, zeigt einmal mehr deren zynische, möglicherweise auch verblödete Sichtweise. Zumal z.B. die Israelis sowieso bei jeder sich bietenden Gelegenheit Österreich als Keller-NAZI-Land desavouieren... Ich denke, auf solche "Beziehungen" kann man getrost verzichten, solange sie nicht auf Augenhöhe bestehen...

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2013 08:23

    Ich kann das Herumgeplapper um die Sicherheit der Soldaten nicht verstehen.
    1. Es sind nur Freiwillige dort.
    2. Diese werden gut bezahlt.
    3. Der Nahe Osten ist als Krisengebiet bekannt

    Soldaten sind nun einmal zum Krieg führen da und es hat sich an den drei Punkten nichts geändert. Das UNO Mandat ist ja genau für kritische Fälle da, es soll die Streitparteien klar auseinanderhalten – was war und ist an diesem Auftrag je unklar gewesen?

    Es kann nur eine logische Schlussfolgerung für die Regierung geben: Das Bundesheer auflösen, denn als Soldaten werden die Mitglieder des BH's ja von der Regierung nicht betrachtet.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2013 15:51

    Wen schützt eigentlich die UNO am Golan?

    Die syrische Regierung, oder doch die syrischen Rebellen?
    Nein, sie schützt Israel!

    Israel hat diesen Teil Syriens im Jahre 1967 militärisch erobert und im Dezember 1981 formell annektiert. Es betrachtet dieses Gebiet jetzt als Teil Israels.
    Heute leben dort 20.000 israelische Siedler.

    Warum sollte Österreich diesen israelischen Landraub schützen? Soll Israel ihn doch selber schützen!
    Der Abzug war überfällig! Viel Glück den Fischi-Truppen, hoffentlich ersetzt man Ihnen wenigstens die Kosten.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2013 00:04

    die regierung hat völlig richtig gehandelt-und mutig,auch entgegen des widerstandes eines teils der veröffentlichten meinung.
    trotz langer vorwarnungen österreichs waren weder die uno noch die eu bereit,auf die österreichischen argumente und befürchtungen einzugehen.
    somit war die konsequenz des abzuges unserer truppen richtig.ganz einfach nur richtig,weder mutig noch feig.
    im übrigen sollte ja schon auch aus historischen gründen erwähnt sein,dass es sich bei dieser von österreich bewachten zone um von israel-erobertes land handelt.
    der uno-auftrag der beobachtung wurde fast 40 jahre erfüllt.
    jetzt finden dort kampfhandlungen statt.unsere uno-soldaten dürfen dabei nicht eingreifen,sich lediglich selbst verteidigen.
    dazu sind sie zu schlecht ausgerüstet.
    die uno weiss das,tut aber nichts.
    ok,lasst halt österreichische soldaten dabei sterben.
    die,das wollen,sind schreibtischtäter.
    was anderes würde vorliegen,wenn man unseren soldaten einen aktiven eingriffsbefehl gäbe.dann wären die toten auf unserer seite opfer ihrer freiwilligen meldung zum kampfeinsatz.
    und kampfeinsatz wäre das schlüsselwort.
    opfer auf der schlachtbank ohne sich wehren zu können geht nicht.
    witzig,dass das die journalisten,eh fast alle links-grün,nicht einsehen wollen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2013 05:30

    kaum gibt es einen widerspruch gegen meinungsmacher, wird die demokratie in frage gestellt. Das reicht vom lob der desertion + denkmal bis zum abschaffen der sinekuren.
    un - auftraege, speziell fuer Israel, werden dort je nach nutzen beachtet. Das eroberte gebiet am golan zurueckzugeben wird nicht beachtet, aber trotteln sollen es bewachen und 39 jahre sind nicht genug. jetzt sind die fidschiinseln dran, ein sonderangebot. alle staaten mit guter demokratie haben sich laegst verabschiedet. bei uns ist es eine pfruende fuer oevp, der jammer der generalitaet spricht baende.
    unser heer hat vor lauter pfruenden kein geld fuer soldaten, das meiste verschwindet im ausland, sei es fuer Zivis oder fuer attache's. Ob das gut ist geht das volk nichts an.
    ..vor den wahlen ist da nichts zu machen.. heisst, dass die macht genau weiss, dass das volk nicht einverstanden ist, aber, wie die schwulenehe und der Rettungsschirm wird etwas gegen das volk durchgezogen und die demokratie in frage gestellt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2013 23:43

    Selten sind die Kommentare der Partner im Tagebuch so gegensätzlich, wie beim heutigen Thema.
    Trotz dieser Gegensätzlichkeit fällt es schwer, eindeutig Positionen von Befürwortern oder Kritikern des Abzugs anzunehmen.

    DAS LIEGT VERMUTLICH AM VÖLLIGEN MANGEL AM KOORDINIERTEN VORGEHEN ALLER VERANTWORTLICHEN STELLEN !

    MAN WIRD AN M. HÄUPLS DÜMMLICHEN WAHLKAMPF-RÜLPSER ERINNERT, WELCHER LETZTLICH IN DER WEHRPFLICHT-VOLKSABSTIMMUNG MÜNDETE.

    DAS GANZE THEATER RIECHT NACH BILLIGEM POPULISMUS, UM DEN ANGESCHLAGENEN WERNER FAYMANN, TROTZ VÖLLIGER ÜBERFORDERUNG BEI DER NÄCHSTEN WAHL ALS KANZLER DURCHZUBRINGEN !

    Hoffen wir, daß die Wähler " Lunte riechen " und an der Wahlurne auch diesmal richtig reagieren!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2013 22:45

    OT - ;-) od. Zwinkerer kann vor Verurteilung schützen. Na dann.

    Da allerorts spioniert und im Internet gezielt nach hetzerischen Kommentaren gesucht wird, stelle ich folgenden Link ein und möchte ALLE - zum Eigenschutz - bitten nach jedem Kommentar den "Zwinkerer" zu setzen.

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1416538/Facebook_Zwinkern-rettete-vor-Verurteilung?from=suche.intern.portal

    ;-)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAGLT
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2013 09:44

    Der Friedensnobelpreisträger hat entschieden:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1418606/Rote-Linie-ueberschritten_USA-greifen-in-SyrienKrieg-ein?_vl_backlink=/home/index.do

    Der Friedensnobelpreisträger wird also islamistische Terroristen unterstützen.


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  1. Lawyer (kein Partner)
  2. Ervin (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:02

    Thanks for that! It's just the answer I needde.

  3. fxs (kein Partner)
    16. Juni 2013 19:23

    Ich bin überzeugt, dass Österreich sich schon lnge hätte aus dem Golan hätte zurückziehen sollen.

    Zum ersten Mal als sich Israel nach der Bildung der ersten Regierung Schüssel durch den Abzug des Botschfters als Österreich gegenüber grob unfreundlich erwiesen hat.

    Zum zweiten Mal als UNO-Soldaten, darunter ein österreichischer Major, durch halbtägigen Beschuss der Beobachtungsstation durch isrelisch Artellerie, umgebracht wurden und Israel keine Anstalten machte die Schuldigen zu bestrafen.

    Zum dritten Mal, ls vor wenigen Wochen UNo-Soldaten dieser Mission von syrischen "Freiheitskämpfern" entführt wurden, ohne dass seitens der UNO diesen Terroristern gegenüber Klartext gesprochen wurde.

    Jetzt beim vierten Mal, da der Golan auf Seite Syriens zum Bürgerkriegsgebiet wurde, und Syrien die Einhltung seiener Verplichtungen dem UNO-Beobachterkontingent nicht mehr garantieren kann,

  4. Der Realist (kein Partner)
    15. Juni 2013 21:49

    ich befürworte diesen Abzug total, nur hätte er schon viel früher erfolgen müssen. Mir kann niemand erklären, dass es in 40 Jahren nicht möglich ist, auf diplomatischem Weg ein Lösung zu finden. Wenn die Konfliktparteien nicht bereit sind, an einer friedlichen Lösung mitzuarbeiten, dann sollen sie sich gegenseitig den Schädel einschlagen, mir wäre es egal. Soldaten sind übringens auch dazu da, Kampfhandlungen zu verhindern oder sogar aktiv einzugreifen, sonst können wir eh die Mitzitant auch hinschicken.

  5. schreyvogel
    15. Juni 2013 10:53

    Vor Wahlen tun Regierungen halt manchmal das, was das Volk wirklich will!
    Schlecht?

    Dass Israel den Abzug kritisiert, versteht man ja.
    Dass manche Österreicher glauben, als geistige Koryphäen aus dem thumben Volk herauszuraqen und daher den Abzug ebenfalls kritisieren zu müssen, damit muss man einfach leben.

    Freuen wir uns lieber über die Einsparungen. Da uns m.W. die Israelis nie auch nur einen Cent dafür bezahlt haben, kommen die Einsparungen zu 100% uns zugute.

    Und dass Israel für mehr als drei Jahrzehnte Friedenssicherung kein Worr des Dankes verliert: Wer hätte anderes erwartet?

  6. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    15. Juni 2013 07:32

    8 000 000 / 8 000 000 000 = 1/1000 = 1 Promille < "ein paar Promille". Also bitte machen Sie Österreich nicht wichtiger als es ist, Herr Unterberger.

  7. Trauriger Student (kein Partner)
    14. Juni 2013 22:11

    Hatte gerstern eine Kommissionelle auf der Uni Wien in PoWi.

    Na ja was soll ich sagen, gegen 3 linksradikale Professoren (die ganze Uni ist von den Linken verseucht!) hat man eben keine Chance. Wie wahr-die Linken STINKEN!!!
    Auch wenn diese mich gedemütigt haben, ich gebe nicht auf! Auf der Uni Wien im Nig muss man übrigens alle Arbeiten im Uni-Mainstream verfassen (was ich aber nie getan habe!!!) Uni-Mainstream=Linksradikal, Linksfaschistisch und Kommunistisch-also alles was die Kpö, die Grünen und weite Teile der Spö und der HBP. heute verkörpern.
    Rettet uns von diesen hogs, sie verbreiten ihr krankes (linkes) Gedankengut auf Steuerzahlerkosten an der Uni Wien. Die Studienprogrammleiterin in PoWi ist ein frustrierter ragmuffin, welcher so wenig an Weiblichkeit besitzt, dass man glauben könnte dieses Wesen hätte einen P....!!! So einen eckligen, inkompetenten Krampen habe ich schon Jahre nicht mehr erlebt.
    Wünscht mir Glück an einer anderen Uni-egal wo!!!!! Wir werden gewinnen!!!

    • Undine
      14. Juni 2013 22:34

      @Trauriger Student

      Ja, die Linksverseuchung! Dagegen ist schwer anzukämpfen, das kann ich mir gut vorstellen, nach allem, was man heute so über die Zustände an den Unis hört. Ich kann Ihnen nur anbieten, für Sie die Daumen ganz fest zu drücken. In dieser Art von "Hilfestellung" bin ich sehr erprobt; das wissen nun auch schon meine Enkelkinder zu schätzen. Meine 3 Kinder haben mit mir gute Erfahrungen gemacht--- bis zum jeweiligen Studienabschluß.

      PS.: Eine Möglichkeit wäre ein Auftritt in Frauenkleidern, falls Sie sich dazu überwinden könnten (als letzte Rettung)! ;-)

      PPS.: An so einem ekligen Krampen wäre ich auch fast einmal gescheitert; damals sprang mir zum Glück ein sehr netter mitprüfender Professor galant zur Seite.... ;-)

    • Tito (kein Partner)
      15. Juni 2013 00:21

      Liegt es vielleicht daran, dass du kleiner Nazi ein funktioneller Analphabeth bist?!
      Ich gebe dir einen Tipp: Komm nicht nach Slazburg! (Nazis sind hier nicht sehr willkommen)

    • Insider (kein Partner)
      15. Juni 2013 01:00

      @Student

      Ich kenne die Zustände in PoWi auf der Uni Wien, da muß man sich schon sehr weit nach links verbiegen, um dort zu bestehen.

      Dieses Insiderwissen hätte Dir sicher geholfen, aber jetzt..................?

    • Insider (kein Partner)
      15. Juni 2013 01:00

      @Tito

      Kommunistendodl!

    • Tito (kein Partner)
      15. Juni 2013 01:32

      @ Insider
      Drecksnazi

    • Amalek (kein Partner)
      15. Juni 2013 08:54

      @ Tito

      Ihre Kommentare sind ja immer ganz nett, tragen sie doch zur Belustigung der
      Leser bei. Sie sollten jedoch langsam mal zur Kenntnis nehmen, das eine konservative Gesinnung nichts, aber auch rein gar nichts mit der Gesinnung Nationaler Sozialisten gemein hat.

      Sie sollten dringend das Parteiprogramm der NSDAP lesen. Sie werden sich dort wie zu Hause fühlen!

      Aber Menschen wie Sie verbrennen Bücher lieber, als sie zu lesen.

    • Wassilakuh (kein Partner)
      15. Juni 2013 22:15

      @Tito

      vermutlich ein linkslinker Hirnpreller, bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit mit der Nazikeule unterwegs, schön langsam sollte es auch den Dümmsten der Dummen dämmern, dass dieser Nazischmäh nicht mehr zieht.

  8. Gasthörer (kein Partner)
    14. Juni 2013 21:00

    Kaum ist das Bilderberger-Treffen in GB vorbei, kommt diese Nachricht (s.Link) Und wie es der Zufall so will, war der liebe Mann dieses Jahr beim Treffen dabei. Zufälle gibts --- glauben aber nur noch die Hirnis von der ÖVP...

    http://kurier.at/politik/eu/schieder-soll-naechster-eu-kommissar-werden/15.821.421#diskussion

    PS: Was qualifiziert diesen Herren Scholten, dass er sogar im Steuerungs-Kommitee der Bilderberger ist? Auf Du und Du mit Roccyfeldner und Gissigner. Das kann was..

  9. Herr Karl (kein Partner)
    14. Juni 2013 19:11

    Tschechien zeigt mal wieder, dass dort, wo Konservative an der Macht sind, das System korrupt sein muss. Gute Nacht, wenn ich mir die Durchdringung von konservativen Gedankengut in Europa ansehe.

    • V. (kein Partner)
      14. Juni 2013 22:08

      Dann sind die Sozialdemokaten also konservativ?

    • F.V. (kein Partner)
      15. Juni 2013 09:42

      V.,

      sie sind weder sozial, noch demokratisch und natürlich auch nicht konservativ.

      Allerdings ist die tschechische Regierung Necas eine "bürgerliche" (ODS) und "nur" der Präsident ein linxlinker Apparatschik, der uns kürzlich belehrter, daß die Sudetendeutschen doch über die Vertreibung froh sein sollen, sie wäre weniger "streng" als ein Todesurteil.

      Daß sich die Linken den aufgelegten Elfmeter nicht entgehen ließen - ein verheirateter Premier der seine Sekretärin* als Betthasen hat - ist natürlich klar.
      (* bei einem Premier heißt sie halt "Kabinetts-Chefin", was ja in einem doppelten Sinn schon wieder ganz lustig klingt)

      Auf jeden Fall ist das eine echte Vorführung eines Landes, und nicht die völlig berechtigte Beendigung eines Auslandseinsatzes, zu dem inzwischen auch bekannt wurde, daß die USA nun ganz "offiziell" Waffen an die Terrorbanden liefern wollen.

  10. Anna Marie (kein Partner)
  11. leddskal (kein Partner)
    14. Juni 2013 14:37

    Eskalation ist Wunsch der westlichen Kabale (Instrumente: USA [Erpressung der Obamaadmistration durch Offenbarung etlicher Skandale wie Snowden/NSA], GB, Frankreich, die absoluten Golfmonarchien).

    Wurde Österreich für den Abzug seiner Golanfriedenstruppe (Eskalation ist im Interesse der Kabale) mit dem größten Auftrag in der Porr Unternehmensgeschichte belohnt (Ubahn für das Alkaida/Islamisten 'Rebellen' unterstützende Katar)?

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 16:32

      @ leddskal
      "...(Ubahn für das Alkaida/Islamisten 'Rebellen..."

      Die Arabis wissen ganz gut bescheid über die Vorfinanzierung und bereitwillige Haftung der Österreicher durch die Kontrollbank... Und sie wissen das auch sehr zu schätzen. Wenn die Ösis dann die PORR-Rechnungen begleichen, können sich die Scheichis in den wallenden Gewändern, samt deren vollverschleierten und hinterherwuselnden, im teuersten Lavendelduft, den gesamten Hydepark betörenden Weibchen, rumtreiben...

      "...Your old man took her diamond's and tiaras by the score
      Now she gets her kicks in Stepney
      Not in Knightsbridge anymore...
      SO DON'T PLAY WITH ME,
      'CAUSE YOU'RE PLAYING WITH FIRE (Rolling Stones Songtext)

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 18:17

      Für Alle,welche diesen "Stones" Song nicht kennen... Ich finde, es ist eines der schönsten Lieder von ihnen...

      http://www.youtube.com/watch?v=Jeg-jT7MnEs

  12. Dr. Knölge (kein Partner)
    14. Juni 2013 13:27

    Ich hoffe inständig, daß der Golan jetzt nicht unsicherer wird.
    Es ist wenig bekannt, daß dort ein ganz ausgezeichneter Rotwein wächst. Ich fordere, alles Notwendige zum Schutz der Weinberge zu tun.

    • Sparschwein (kein Partner)
      14. Juni 2013 13:37

      Und schifahren kann man dort auch! Ob die Fijiinsulaner das zu schätzen wissen?

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      14. Juni 2013 16:28

      Sind Sie Antisemit, Frau oder Herr Sparschwein?
      Sparen ist schön, sparen am Geiste aber nicht sonderlich empfehlenswert.
      Wenn Sie noch nie einen ordentlichen israelischen Wein von den Hängen des Golan getrunken haben, der allerdings das Budget eines Hartzlers überschreitet, sollten Sie einfach mal die Klappe halten.

    • Sparschwein (kein Partner)
      14. Juni 2013 16:41

      Wenn es dir an den finanziellen Mitteln fehlt, dem nicht gerade billigen Skisport zu frönen, dann verstehst du auch nicht den Reiz, seiner Leidenschaft auch in exotischen Gegenden nachzugehen, oder zumindest davon zu träumen.

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 16:53

      @Dr. Knölge

      Also, wie Sie bei diesem Einzeiler "Antisemt" schlußfolgern... Ist Schifahren antisemitisch? Ich glaube, A.H. war dafür zu patschert... Vielleicht sollte man "Antisemitismus" doch auch gleich ins Verbotsgesetz aufnehmen. Is eh schon wurscht. Wer dann "Antisemit" ist bestimmt dann Euresgleichen?

      Naja. Ich denke, Sie sind schon eher fortgeschrittenen Alters. Man wird das überleben. Trotzdem... ich empfehle Ihnen Ihre geist(losen)igen "Reflexe" untersuchen und begutachten zu lassen...

      Was den Wein betrifft: Weißwein bevorzuge ich aus Österreich. Französischer Rotwein behagt mir. Australischer, Südafrikanischer... und wie ich annehme, auch Israelischer Rotwein wird von französischen Winzern gekeltert...

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 17:34

      Ich weiß nicht warum... aber bei manchen (immer mehr) "Dotores" fällt mir augenblicklich Kafkas "Brief an eine Akademie" ein...

    • Sparschwein (kein Partner)
      14. Juni 2013 17:38

      Rassist hätte ich ja noch irgendwie verstanden, handelt es sich beim Schifahren doch um eine exklusive weiße Sportart. Aber Antisemit??

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 17:49

      Ergänzung:
      "...wird von französischen Winzern gekeltert..."

      Das schmeckt und riecht man auch heraus. Warum soll ich daher mein Budget einem "Hartzler" nachschmeißen, wenn's z.B. im L'Ecerlc Supermarché in Cognac dieses Gesöff im Plastikkanister für die Clochards zu erstehen gibt. Herr Dotore... ich glaube, Sie sind kein Weinkenner...

  13. Torres (kein Partner)
    14. Juni 2013 13:10

    Wer vor einigen Tagen den mehr als jaemmerlichen Auftritt (sachlich und sprachlich) des neuen Verteidigungsministers Klug in der ZiB2 gesehen hat, wird sogar hier an das Sprichwort erinnert: "Es kommt selten was Besseres nach", was nach Darabos ja eine reife Leistung ist.

  14. BHB (kein Partner)
    14. Juni 2013 12:36

    Dr. Andreas Unterberger kritisiert den Golan-Abzug der von der SPÖ-ÖVP Bundesregierung beschlossen wurde.
    Er steht aber GOTTSEIDANK nicht alleine da:

    Herber Scheibner (ex-Verteidigungsminister):

    "Natürlich hat die Sicherheit für unsere Soldaten absoluten Vorrang." Aber anscheinend sei die Gefährdung doch nicht so groß. Eine Abzugsentscheidung dürfe "nicht leichtfertig" und "aus parteipolitischen Gründen" getroffen werden, weil der Einsatz am Golan so bedeutend sei. Ein Abbruch der Mission könnte nach Ansicht Scheibners nämlich einen Flächenbrand auslösen. Und er verglich die Situation mit dem Kosovo-Krieg: "Im Kosovo waren unsere Soldaten sogar in Feuergefechte verwickelt - direkt nämlich - und da wäre keinem Menschen eingefallen, dass man die zurückziehen soll."

    BZÖ-Bucher: Illegaler Abzug der Truppen vom Golan
    Südseesoldaten eines Militärregimes ersetzen Österreichs gebirgserfahrene Truppen

    Wien (OTS) - Als "nur mehr blamabel für Österreichs Ansehen in der
    Welt", bezeichnet BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher die chaotischen
    Vorgänge rund um Österreichs überhasteten Abzug vom Golan. "Abgesehen
    davon, dass Österreichs gebirgserfahrene Truppen am Golan laut Medien
    von Soldaten des Südsee-Militärregimes Fidschi ersetzt werden, die
    ungefähr zehn Prozent ihrer gesamten Streitkräfte auf den Golan
    entsenden, brechen SPÖ und ÖVP offenbar auch bestehende Verträge mit
    der UNO. Das ist Management by Chaos und eine fahrlässige Gefährdung
    Österreichs außenpolitischen Rufs aus rein wahltaktischen Gründen"
    Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130612_OTS0308/bzoe-bucher-illegaler-abzug-der-truppen-vom-golan

    Was Bucher noch nicht dazu gesagt hat aber auch zutrifft:
    Wenn keiner die Truppen Österreichs ersetzt kommt es eventuell zu Krieg und das würde die Spritpreise auf über 2€ je Liter hochschrauben!

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 13:44

      @ BHB

      HaHaHa! Das OTS ist die Spielwiese für meist noch ziemlich naturbelassene, wenngleich parteipolitisch halbwegs verlässliche parlamentarische Mitarbeiter. Es dient in erster Linie als "Postermedium" unter Parteisekretären. War immer schon so. Seit es APA Leitungen gibt. Das Vertrauen so mancher Politiker (Hinterbänkler) in diese "Schreibtalente", ist stets erstaunlich, wenngleich unverständlich, groß... Naja, intellektuelle Unterschiede gibt’s halt.

      Der Inhalt des Schlußsatzes dieser OTS ist in der Tat einigermaßen verstörend:

      „…Der BZÖ-Chef bekräftigte erneut, dass "wenn es zu Kriegshandlungen
      mit Beteiligung der österreichischen Soldaten komme,
      selbstverständlich der Abzug der Truppen erfolgen müsse. Die
      Entscheidung über einen Abzug oder Verbleib muss auch daran geknüpft
      werden, ob die UNO ein "robustes Mandat" erteilt"…“

      Also gut: Wenn sich österreichische Soldaten (UNO?) an KRIEGSHANDLUNGEN BETEILIGEN, kann man sie natürlich SOFORT zurückziehen... bevor sie Blut lecken. Außer... die UNO erteilt ein "robustes Mandat"... dann schon!

      Menschenskind... Ich habe vor kurzem Korsika kennengelernt. Dort residiert ein wilder, harter Menschenschlag. Diese Insel hat 50 Zweitausender. Der höchste Gipfel ragt 2700 Meter hinan. Ich habe dort sogar das Haus gesehen, hinter dessen Mauern Napoleon gezeugt wurde... Ich denke, diese "Bestien" wären auch für den Golan geeignet. :-)))

    • BHB (kein Partner)
      14. Juni 2013 22:48

      Ich finde bei Bucher ist es nicht verwerflich sich auf das robuste UNO Mandat zu stützen.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Robustes_Mandat

      IN AFGHANISTAN (Beispiel für robustes Mandat) sind unsere Österreicher immer noch im Einsatz!
      Genauso sollte man dies berücksichtigen.
      Ohne robustes Mandat, ziehen wir natürlich ab.

    • F.V. (kein Partner)
      15. Juni 2013 09:45

      BHB,

      mit diesen "Zeugen" ist die Position des Dr. Unterberger natürlich eine ganz andere.

  15. Eso-Policier (kein Partner)
    14. Juni 2013 12:34

    Die USA haben jetzt entschieden, den Rebellen in Syrien Waffen zu liefern. Dann wird auch Israel noch mehr in den Krieg hineingezogen. Israel muss sich bald auf die Grenzen von 1960 zurückziehen. Doch auch der Islamismus wird kaputtgebrochen. Diabetes breitet sich auf der Erde explosionsartig aus. Davon sind hauptsächlich charakterlose Subjekte (z. B. Islamisten, Zionisten, Multikulturalisten) betroffen. Letztlich setzen sich nicht-grüne Ökos und (organisierte und nicht-organisierte) Freireligiöse durch. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 15:41

      @ Eso-Policier

      Also gut, Esolein, Es ist Ihnen gelungen. Mich sticht der Hafer... :-))) Es wird jetzt ein bißchen lang. Die "Sibyllen". Eh nur ganz wenig. Trotzdem...

      VON DER GROßEN HABSUCHT DES GEISTLICHEN
      STANDES, UND VON DER STRAFE,
      DIE ÜBER SIE KOMMEN SOLL.

      Der König sprach zu Sibylle:
      „Was geschieht denn weiter danach?"
      Sie sprach: „Ich habe auch gesehen,
      daß viel Wunderliches in der Pfaffenschaft geschehen soll.
      Sie werden sich sehr verfeinden
      beide, die geistlichen und weltlichen [Herren].
      Wenn ein Stern am Himmel den anderen jagt,
      gibt es viel Krieg unter den Pfaffen.
      Papst, Bischof und die Geistlichen insgemein
      sieht man dann nicht mehr einträchtig sein.
      Ein jeder wäre dann gern
      der höchste an Würde und Ehre.
      Sie raffen der Menschen Gut an sich
      und werden reicher als alle Menschen.
      Sie lassen es damit nicht genug sein,
      sie achten nicht darauf, wie sie es erlangen.
      Sie bringen Städte, Burgen, Dörfer und Land
      allesamt in ihren Besitz.
      Wenn das alles geschehen ist,
      dann befolgen sie nicht mehr, was sie lehren.

      Ihr Übermut und ihre Gewalt
      wird so groß und absonderlich,
      daß sie alle sündhaften Dinge
      nach ihres Leibes Wollust vollbringen.
      Sie schämen sich deswegen weder vor Gott noch vor den
      Menschen.
      Sie nehmen von niemanden Bestrafung an.
      Ihr lasterhaftes Leben wird
      allen Christen Menschen auf Erden bekannt.
      Das wird währen bis zu der Zeit,
      bis Gott mit Heimsuchungen
      das ganze menschliche Geschlecht verfolgt,
      um all ihrer Missetaten und schweren Sünden willen.
      Sie werden alle vertrieben und zerstreut,
      so daß unter der Pfaffenschar
      kaum der siebte Teil davonkommt,
      so sollen sie erschlagen und vertrieben werden.
      Darauf folgt sogleich der Jüngste Tag.
      So wird der christliche Glaube verderbt.
      Dann werden die Leute auf Erden
      zerstreut sein und wie die Tiere hausen."
      Sibylle sprach: „ich habe (noch) mehr gesehen,
      was danach geschehen soll.
      Wenn (dies) alles geschehen ist,
      dann wird der Antichrist geboren."

      66. DIE LETZTEN ZEITEN.

      Folgendes sind die Ereignisse, die von den Propheten wie von den Sehern vorausgesagt sind. Wenn der Welt allmählich das letzte Ende naht, dann nimmt die Bosheit Überhand und alle Arten von Lastern und Freveln vervielfältigen sich; die Gerechtigkeit geht unter, Treue, Friede, Barmherzigkeit, Scham und Wahrheit sind nicht mehr, Gewalt und Vermessenheit gewinnt die Oberhand; niemand besitzt mehr ein Eigentum, das er nicht mit der Faust erworben und mit der Faust verteidigt hat. Wenn es noch Gute gibt, so sind sie Gegenstand der Plünderung und des Gespöttes. Niemand erweist Liebe den Eltern, niemand erbarmt sich des Kindes und des Greises; Habsucht und Lüsternheit verdirbt alles. Mord und Blutvergießen ist allgemein; Kriege herrschen nicht bloß mit auswärtigen und angrenzenden Völkern, sondern auch unter den eigenen Volksgenossen. Eine Stadt liegt mit der anderen im Kampf, jedes Geschlecht und Alter handhabt die Waffen. Den [S. 214] Befehlshabern bleibt nicht die Würde und nicht dem Waffendienste die Zucht; wie bei Raubzügen herrscht Plünderung und Verwüstung. Es bilden sich viele Königreiche; zehn Männer reißen den Erdkreis an sich, um ihn zu teilen und zu verschlingen; da tritt ein anderer auf, der weit mächtiger und nichtswürdiger ist; dieser vernichtet drei von den Königen, bringt die übrigen in seine Gewalt, verbündet sich mit ihnen und bedrückt die gesamte Erde. Neue Gesetze stellt er auf, alte schafft er ab; den Staat betrachtet er als sein Eigentum und ändert Name und Sitz des Reiches. Es wird dann eine fluchwürdige Zeit sein, in der niemand mehr Freude am Leben hat. Schließlich geraten die Dinge in einen solchen Zustand, daß man die Lebenden beklagt und die Toten beglückwünscht. Städte und Flecken gehen zugrunde, bald durch Feuer und Schwert, bald durch häufige Erdbeben, bald durch überflutende Wasser, bald durch Seuchen und Hunger. Die Erde bringt keinen Ertrag mehr hervor; sie ist unfruchtbar durch das Übermaß von Kälte oder von Wärme. Alles Wasser verwandelt sich teils in Blut, teils schlägt es in Bitterkeit um, so daß nichts mehr für Speisen brauchbar oder zum Trinken heilsam ist. Zu diesen Übeln gesellen sich noch Schreckzeichen vom Himmel, damit den Menschen nichts fehle, was Furcht erregt. Häufig ist das Erscheinen von Haarsternen; die Sonne umdüstert sich zu immerwährender Blässe, der Mond färbt sich in Blut und ergänzt nicht mehr die Einbuße des verlorenen Lichtes; die Sterne fallen sämtlich vom Himmel; den Zeiten bleibt nicht mehr ihre Gesetzmäßigkeit, Winter und Sommer sind vermengt. Dann kürzt sich auch das Jahr und der Monat und der Tag; und dies ist "das Alter und die Ermattung der Welt", von der Trismegistus geweissagt hat. Wenn diese Dinge eintreten, dann mag man wissen, daß die Zeit da ist, in der Gott zur Umwandlung der Welt wiedererscheinen wird. Während des Andauerns dieser Übel erhebt sich ein gottloser König, der nicht nur dem menschlichen Geschlechte, sondern auch Gott abhold ist. Was jener frühere Tyrann noch übrig gelassen, das wird dieser zertreten, quälen, martern und töten. Nun gibt es kein Aufhören der Tränen mehr und [S. 215] keine Unterbrechung der Seufzer; vergeblich sind die Bitten zu Gott; da ist kein Ausruhen mehr von dem Grauen und kein Schlaf mehr zur Erquickung. Der Tag mehrt immer das Unheil, und die Nacht stets die Furcht. So sinkt der Erdkreis fast zur Verödung herab, WENIGSTENS WERDEN SPÄRLICH DIE MENSCHEN...

    • Anna Marie (kein Partner)
      14. Juni 2013 16:09

      Hermes Trismegistos

      Du weinst, o Asklepios! Doch es gibt noch traurigere Dinge. Die Apostasie (Abfall vom Glauben) ist das schlimmste aller Übel. Man wird die Finsternis dem Licht vorziehen, man wird befinden, daß der Tod besser als das Leben ist, und niemand wird mehr zum Himmel schauen. Der Mensch, der an Gott glaubt, wird für verrückt gehalten werden, der Gottlose für weise, die Rasenden für kühn, die Niederträchtigsten für die Besten. Die Seele, mit allem, was sie betrifft — ist sie sterblich? Kann sie darauf hoffen, sich die Unsterblichkeit zu erringen? Alles, was ich dir gesagt habe und sage, wird nur zum Lachen reizen, wird bloß für Unsinn gehalten werden. Es wird sogar, glaube mir, Todesgefahr bestehen für den, der an der Pflege der Intelligenz festhalten wird.

      Man wird neue Rechtsordnungen, neue Gesetze erlassen, nicht ein Wort, nicht eine heilige, religiöse Überzeugung, die des Himmels würdig wäre. Bedauernswerte Scheidung zwischen Gott und den Menschen! Es bleiben nur die verdorbenen Engel, die sich unter die erbärmliche Menschheit mischen; sie legen Hand an sie, sie drängen sie zu Verbrechen, Krieg, Raub, Lüge und Verrat, zu all dem, was der Natur der Seele zuwiderläuft.

      Die Erde wird kein Gleichgewicht noch Jahreszeitenrhytmus mehr haben, das Meer wird nicht mehr von Fischen bevölkert noch schiffbar sein, der regelmäßige Lauf der Gestirne wird gestört sein. Jede von Gott beseelte Stimme wird zum Schweigen verurteilt werden, die Früchte der Erde werden verderben, und die Erde wird aufhören, fruchtbar zu sein; auch die Luft wird in düsterer Erschlaffung schwer werden. So wird das Greisenalter der Welt sein: Atheismus und Fehlen jeglicher Ordnung, Verwirrung aller Regeln und Werte.

      Wenn all dies eingetroffen sein wird, o Asklepios, dann wird der Herr und Vater, der erhabene Gott, der die Gesamtheit der Welt regiert, diese Übel mit einem Akt seines Willens und seiner göttlichen Güte bereinigen: Um dem Vergehen und der allgemeinen Verderbtheit ein Ende zu setzen, wird er die Welt ertränken, oder mit Feuer verzehren, oder mit Kriegen und Seuchen zerstören; er wird ihr ihre urtümliche Schönheit zurückgeben...

      Prophezeiungen zum Dritten Weltkrieg
      http://www.schauungen.de/Sonstiges/Prophezeiungsindex/index8.html

  16. Erich Bauer
    14. Juni 2013 12:23

    Irgendjemand hat da vor längerer Zeit eine Rede Putins über die Identität Russlands reingestellt. Ich wäre sehr, sehr dankbar, könnte dieser Linkhinweis wieder erfolgen.

  17. Sparschwein (kein Partner)
    14. Juni 2013 09:53

    Also das verstehe ich nicht ganz: Wenn die Rolle der UNO einfach nur mehr lächerlich ist und die UNO-Mitgliedschaft eine reine Geldverschwendung, warum soll Österreich noch länger am Golan ein Waffenstillstandsabkommen im Rahmen der UNO überwachen?

    Außerdem: Der Golan ist nicht Srebrenica und schon gar nicht Ruanda, aber gewisse Parallelen sind nicht zu übersehen. Die Deppen sind immer die, die bis zum Schluss dort bleiben. Man erinnere sich nur, wie schäbig die niederländischen Blauhelme von der Presse und der Weltöffentlichkeit behandelt wurden.

  18. AGLT (kein Partner)
    14. Juni 2013 09:44

    Der Friedensnobelpreisträger hat entschieden:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1418606/Rote-Linie-ueberschritten_USA-greifen-in-SyrienKrieg-ein?_vl_backlink=/home/index.do

    Der Friedensnobelpreisträger wird also islamistische Terroristen unterstützen.

    • Undine
      14. Juni 2013 10:46

      @AGLT

      ***!
      "Russland wirft USA "Lüge" vor

      Ein führender russischer Außenpolitiker bezichtigte die US-Regierung der Lüge. Die Berichte seien "an derselben Stelle fabriziert" worden wie die "Lüge" über Massenvernichtungswaffen des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein, schrieb Alexej Puschkow, Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma in Moskau, am Freitag bei Twitter."

      Nicht zu vergessen: Die "Brutkastenlüge"!

      http://www.youtube.com/watch?v=7dc3yZ8SB2U

    • Aron Sperber (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:48

      Nach den bösen interventionistischen Bush-Jahren hatte man eine Rückkehr zur Realpolitik gefordert.

      wenn die Russen Assad und die Hisbollah unterstützen, unterstützt Obama die Opposition und ihre sunnitischen Dschihadisten.

      schlau wie die Österreicher verwendet Obama nicht die eigenen Soldaten.

      ist es nicht genau das, was wir uns gewünscht haben?

      http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/05/24/was-wir-uns-gewunscht-haben/

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 10:57

      @ AGLT

      Die Aufrüstung der Landsknechte und Söldner im heutigen Syrien gestattet einen Verweis auf die Geschehnisse im Jahr 1527… Die Plünderung Roms. In dem untenstehenden Bericht von jener Zeit muß man nur die Herkunft der „Landsknechte“ austauschen: Saudis, Pakistanis, Afghanis… „Talibanis“… etc. Auch haben die heutigen Ereignisse nichts mit Kaiser Karl V. zu tun, sonder mit Friedensnobelpreiträger Hussein Osama I.

      DIE GESCHEHNISSE DES SACCO DI ROMA

      Rom, eine der reichsten Städte der Renaissance, war auf den Angriff des 24.000 Mann starken Heeres mit deutschen Landsknechten, spanischen Söldnern und papstfeindlichen italienischen Condottieri schlecht vorbereitet…

      Ohne einen von allen Truppen anerkannten Anführer geriet die kriegsübliche dreitägige Plünderung außer Kontrolle, und die Truppen raubten, vergewaltigten, folterten und töteten nach Belieben…

      Es wurden Kirchen, Paläste und Krankenhäuser geplündert und in Brand gesetzt…

      Einfachere Bürger wurden durch Folter gezwungen, ihre Wertgegenstände herauszugeben. Landsknechte lutheranischer Gesinnung taten sich besonders durch die Demütigung kirchlicher Würdenträger und Symbole hervor…

      Die Gewinne der jeweils anderen stachelten spanische, deutsche und italienische Truppen zu weiteren Plünderungen und Erpressungen an, vereinzelt kam es um die Beute zu Kämpfen zwischen den eigentlich Verbündeten. Durch die unkontrollierte Situation angelockt strömten aus dem Umland zudem weitere "kaisertreue" italienische Verbände in die Stadt, um an der Beute teilzuhaben…Über neunzig Prozent der Kunstschätze in Rom, darunter die Goldschmiedearbeiten der Kirchen, wurden während der Plünderungen geraubt…

    • Segestes (kein Partner)
      14. Juni 2013 11:35

      Eine unglaubliche Sauerei.
      Hiermit wird in der Region der nächste Islamistenstaat installiert.

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 11:59

      @ "...Der Friedensnobelpreisträger wird also islamistische Terroristen unterstützen..."

      Klar doch. Die "Rote Linie" wurde überschritten. 150 Giftgasopfer... NACHWEISLICH! Dabei dachte ich immer Sarin wäre eine Massenvernichttungswaffe... Naja... "God owns Country" würde da nicht so kleckern.

    • Undine
      14. Juni 2013 13:31

      @Erich Bauer

      " 150 Giftgasopfer... NACHWEISLICH!"

      Dazu wüßte ich außerdem gerne, ob das "Giftgas" unterscheidet, wen es töten darf und wen nicht (Freund und Feind leben doch nicht so fein säuberlich getrennt voneinander!) und wie es möglich ist, mit absoluter Sicherheit zu beweisen, WER sich des angeblichen Giftgases bedient hat---es hat ja kein Mascherl.

  19. cmh (kein Partner)
    14. Juni 2013 09:36

    Der Abzug der österreichischen UN-Soldaten war kein Rückzug, sondern der Rücktritt von einem obsolet gewordenen Amt innerhalb der UN.

    Damit hat er allerdings mehr mit dem Rücktritt von Dietz aus der Funktion des Frühstücksaufsichtsrats der Hypo-AA zu tun als mit einer militärischen Entscheidung.

    • F.V. (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:46

      cmh,

      Sie sagen hier ja das Richtige, Auch was den "Rücktritt" des Frühstücks-AR Ditz betrifft. - Er hat halt mitgenommen, was leichte Beute war und schlich sich - mit "guten Gründen", die er natürlich schon von Anfang an kannte - als es nach Dreckschleudern aussah.

      Daß die Regierung aus durchsichtigen Motiven bezüglich Golan-Rückzug handelte ist mir auch klar, aber mir geht und ging es darum, mit diesem aufgelegten Schwindel Schluß zu machen. Und ich vertrage das mit falschen Argumenten verbrämte Getue des Großen Guru schlecht.

  20. F.V. (kein Partner)
    14. Juni 2013 09:06

    Das Geschmiere des Dr. Unterberger wird auch immer übler. Der Stil ist jener der Journaille: primitiv, die Vorurteile des Pöbel bedienend, wie kürzlich jemand bemerkte auch fakten-resistent und – was eigentlich schon egal ist – reichlich unlogisch.

    Früher hatte ein sich aggressiver Vertreter LIBINTERNS, ein Herr Starl, hier auch ausgetobt, dem doch von vielen rechte Sympathie entgegengebracht wurde. Das lag offenbar daran, daß sie einerseits auch der liberalen After-Philosophie anhingen, vielleicht auch weil mancher der Jugend die „Sturm- und Drangzeit“ nachsah. Bei aller Rüpelei des Herrn Starl war er aber immerhin im Rahmen seiner liberalen, freilich falschen Ideologie konsequent und deckte unnachsichtig unlogisches Gequatsche als solches auf.

    Für Unterberger trifft bloß zu, daß er auch der falschen Ideologie des Liberalismus anhängt, deren kürzeste Definition die ist: Es gibt keine Wahrheit außer der Wahrheit, daß es keine (ontologische) Wahrheit gibt. Nur mit der Logik steht er auf Kriegsfuß.

    Seiner Bewertung, der einzig richtigen in seinem „Kommentar“: „Die Rolle der UNO ist seit langem eine absolut lächerliche. Ein Verein, in dem Russen, Algerier und einige Schwarzafrikaner beispielsweise – wie gerade derzeit – Deutschland als angeblichen Menschenrechtsverletzer auf die Anklagebank setzen können, ist nur noch absurd. Und die UNO-Mitgliedschaft reinste Geldverschwendung“ folgt nicht etwa der folgerichtige Schluß, daß deren Mandate, Aufträge, Friedensmissionen, etc. pp. darum ebenso lächerlich seien.

    Nein, Österreich habe sich lächerlich gemacht, weil es einen viel zu lange von uns mitgemachten Unsinn endlich beendet hat. Daß er – selbstverständlich – dafür vor allem Scheingründe vorbringt und diese wie Don Quixote die Windmühlen bekämpft paßt dazu. Verschwiegen wird, daß die Werte- und Friedensgemeinschaft, vor allem die kriegshetzenden Engländer und Franzosen, neuerdings auch ganz offiziell die als „Aufständische“ oder „Opposition“ verniedlichten Terrorbanden mit Waffen beliefern wollen.

    Wenn nun die main-stream-Medien hier auch Österreich an den Pranger stellen, weil angeblich unsere Operetten-Armee zu „feig“, zu „unfähig“, zu „unzuverlässig“ sei, so wird klar woher der Wind weht. Germaniam essse delandam (was immer tu felix Austria einschließt), und es wird keine Gelegenheit ausgelassen im psychologischen Krieg hier Kleingeld zu wechseln. Nur: uns gehen weder die Ränke der Juden in Israel was an, noch die von den USA per Stellvertreter angezettelten Raubkriege. Und wenn Netanjahu oder irgendwelche Minister sich an uns abputzen, so ist das – wie ich schon kürzlich sagte – als ob die Huren über die Keuschheit predigten. Im übrigen sei daran erinnert, daß vor einiger Zeit israelisches Militär in voller Mordabsicht den österreichischen UN-Posten unter Artilleriefeuer nahm – mit Todesfolge!

    • cmh (kein Partner)
      14. Juni 2013 09:40

      Simma schlecht ausgeschlafen? Warum so untergriffige Worte?

      Ich bin ja auch nicht der Ansicht Unterbergers, aber man sollte schon auch geistig in der Lage sein, kurz und dafür ohne persönliche Untergriffe seine Meinung zu vertreten.

      Ansonsten bliebe nur noch zu sagen: "Let in the trolls!"

    • Florin
      14. Juni 2013 09:41

      "..Der Stil ist jener der Journaille: primitiv, die Vorurteile des Pöbel bedienend..."

      Und wie bewerten Sie diese Ihre Aussage?

      "Im übrigen sei daran erinnert, daß vor einiger Zeit israelisches Militär in voller Mordabsicht den österreichischen UN-Posten unter Artilleriefeuer nahm – mit Todesfolge!"

      Zweifelsohne sind die Israelis an diesen vier Todesfällen schuld. Jedoch bezweilfle ich israelische "Mordabsicht" ! Die Fehler, die begangen wurden sind auch ohne Absicht schlimm genug, das muß nicht unbedingt auch noch ein "Juden-sind-mordgierige-Ungeheuer-Szenario" implizieren !

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 09:55

      @ F.V.:
      "... aggressiver Vertreter LIBINTERNS, ein Herr Starl..."

      Als LIBINTERN habe ich seine Beiträge eigentlich nicht eingeschätzt. Es ist mir nicht erinnerlich, daß er den "Staat" abschaffen wollte. Und die Abtreibung wollte er wieder mit Haftstrafen versehen wissen... Ich sah in ihm eher den "radikalen" Objektivisten. Dem Vorbild Ayn Rand entsprechend...

      @ F,V.:
      "...neuerdings auch ganz offiziell die als „Aufständische“ oder „Opposition“ verniedlichten Terrorbanden mit Waffen beliefern wollen..."

      Ergänzung: möchte nur auf die "Schlauheit", besser Hinterhältigkeit, des "christlichen" Westens hinweisen: Uniformierte Soldaten unterstehen dem Kriegsrecht und der Beobachtung... "Räuberzivil-Soldateska" nicht.

    • Einspruch! (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:23

      @ F.V.: primitiv - wie immer halt.

    • F.V. (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:38

      cmh, Florin,

      was ist untergriffig? - Geschmiere ist Geschmiere; den Pöbel bedienend? Ich dachte intelligenten Leuten fiele es auf, daß die p.c. Bezeichnung Unterbergers mit "Schwarzafrikanern" im Kontext mit Rußland und Algerien ach so elegant und nur zwischen den Zeilen durchschimmernd die übliche Verachtung für die sich Deutschland anzuklagen anmaßenden "Neger" ausdrückte. Da habe ich Sie wohl überschätzt.

      Der Rest zerpflückt die erbärmlichen Propaganda-"Gründe". Auch gilt: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. - Ich war bereits um 5.30 h gut ausgeschlafen.

      Ich finde es nicht lustig, wenn ein absichtlicher Artillerie-Angriff auf einen offiziell als UN-Friedenstruppe und -Beobachterposten gekennzeichneten Stützpunkt erfolgt und dieser Mordanschlag als Irrtum entschuldigt wird.

      Herr Bauer,

      Libintern ist meine plakative Etikettierung für im Wesentlichen liberale Ideologie. Wegen der feinen Differenzierungen mache ich mir keine Mühe, halte ich doch alle aus der Französischen Revolution hervorgegangenen Ideologien für gleichartig.

  21. Segestes (kein Partner)
    14. Juni 2013 09:02

    Unterberger schwurbelt:
    "Und man ist dort geblieben, solange das Wetter der ärgste Feind war."

    Ah, ja.
    Dann sind die 47 Soldaten, die seit 1974 am Golan getötet wurden, wohl allesamt vom Blitz erschlagen worden, gell?

  22. Rado (kein Partner)
    14. Juni 2013 08:36

    Österreich ist nicht der Weltpolizist, es reicht schon, dass wir das Welt-Sozialamt sind. Wie sagte einst ein gewisser italienischer Staatenlenker? “Ich brauche nur ein paar tausend Tote!” Wir brauchen keine toten Soldaten in Kriegen, die nicht die unseren sind, um uns aussenpolitisch in Szene zu setzen!!!
    Abgesehen davon sollte man Organisationen wie der UNO keinen einzigen Soldaten anvertrauen. Die Leute von der UNO lieben tote Blauhelmsoldaten. Mit diesen Toten fühlen sie sich moralisch erhöht, wie sie sich auch im Glanz deren Friedensnobelpreises sonnen. Es ist oft nicht nur Ignoranz der UNO-Funktionäre, welche tödlich ist für die Blauhelmsoldaten, wie in diesem beispielhaften Fall hier:
    http://www.unwatch.com/rc062503.shtml
    Es ist mitunter auch Berechnung! Im Bosnienkrieg war es die Strategie des “UN-Koordinators” Yasushi Akashi, nichts zu tun und zu den toten Zivilisten in Sarajevo und überall anders in Bosnien tote Blauhelme zu drappieren. Damit hatte sein Mandat einen Touch von Ernsthaftigkeit. Auf diese Weise brachte er es auf 150 tote Blauhelmesoldaten.
    Einen Hilferuf der Niederländischen Blauhelme in Srebrenica wies er etwa deshalb zurück, weil ein falsches Formular verwendet wurde.
    http://www.guardian.co.uk/theguardian/1999/nov/17/features11

  23. Tito (kein Partner)
    14. Juni 2013 03:48

    Also, Unterberger bekennen Sie Farbe: Wollen Sie den neuerlichen Anschluss, oder wollen Sie, dass Österreich der Nato beitritt? (Beide Szenarien widersprechen wohl der Meinung der Bevölkerung...)

    • Trollwatsch (kein Partner)
      14. Juni 2013 09:44

      Die Bevölkerung hat doch in den letzten Wahlen immer wieder nur gezeigt, dass ihr "Freibier für alle" zur einzigen und unverzichtbaren politischen Kategorie geworden ist.

      Neutralität oder Natobeitritt gehten der genauso "am Arsch vorbei" wie seinerzeit die goldene Adele.

      Das geht natürlich nur mit einer geistigen Ausstattung wie der deinen.

  24. byrig
    14. Juni 2013 00:04

    die regierung hat völlig richtig gehandelt-und mutig,auch entgegen des widerstandes eines teils der veröffentlichten meinung.
    trotz langer vorwarnungen österreichs waren weder die uno noch die eu bereit,auf die österreichischen argumente und befürchtungen einzugehen.
    somit war die konsequenz des abzuges unserer truppen richtig.ganz einfach nur richtig,weder mutig noch feig.
    im übrigen sollte ja schon auch aus historischen gründen erwähnt sein,dass es sich bei dieser von österreich bewachten zone um von israel-erobertes land handelt.
    der uno-auftrag der beobachtung wurde fast 40 jahre erfüllt.
    jetzt finden dort kampfhandlungen statt.unsere uno-soldaten dürfen dabei nicht eingreifen,sich lediglich selbst verteidigen.
    dazu sind sie zu schlecht ausgerüstet.
    die uno weiss das,tut aber nichts.
    ok,lasst halt österreichische soldaten dabei sterben.
    die,das wollen,sind schreibtischtäter.
    was anderes würde vorliegen,wenn man unseren soldaten einen aktiven eingriffsbefehl gäbe.dann wären die toten auf unserer seite opfer ihrer freiwilligen meldung zum kampfeinsatz.
    und kampfeinsatz wäre das schlüsselwort.
    opfer auf der schlachtbank ohne sich wehren zu können geht nicht.
    witzig,dass das die journalisten,eh fast alle links-grün,nicht einsehen wollen.

    • terbuan
      14. Juni 2013 07:36

      Danke @byrig,
      vollkommen einverstanden, Sie habe mir einen eigenen Kommentar erspart!

    • Erich Bauer
      14. Juni 2013 08:04

      @ "...kampfeinsatz wäre das schlüsselwort..."

      UNO Truppen als "Battle Group"... unter dem Oberbefehl von Hussein Osama. Selbstverständlich nur für total Freiwillige, die gern auf der "Guten Seite" kämpfen wollen... Die Idee hat was. Sehr praktisch...

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:57

      Ich wiederhole mich:
      Die österreichischen Blauhelme am Golan hatten lediglich das Mandat, oder, wie Soldaten formulieren, den Auftrag, die Waffenstillstandslinien zu überwachen und Vorfälle zu melden, also eine rein defensive Maßnahme.
      Zur allfälligen Selbstverteidigung mit leichten Infanteriewaffen ausgerüstet, waren sie nie dazu da, eine friedensschaffende Mission mit einem Kampfauftrag (!) zu erfüllen.
      Den Unterschied zwischen friedensschaffenden und friedenserhaltenden Missionen sollte der ROA-Wachtmeister der Reserve a. D. Dr. Unterberger kennen.
      Und: Warum sollte sich Österreichs Diplomatie um ein "stärkeres", also friedensschaffendes, Mandat bemühen? Für die Sicherheit Israels oder Syriens, oder wen auch immer?
      Die Vereinten Nationen lassen auch in diesem Fall ihr gallertartiges Agieren fühlen.
      Die österreichischen Soldaten sind weder feige, noch schlecht ausgebildet und - wenn nötig - sehr wohl auch für Kampfeinsätze geeignet. Für fragwürdig handelnde Nationen den Schädel hinzuhalten, sind sie jedenfalls zu schade!

  25. Pumuckl
    13. Juni 2013 23:43

    Selten sind die Kommentare der Partner im Tagebuch so gegensätzlich, wie beim heutigen Thema.
    Trotz dieser Gegensätzlichkeit fällt es schwer, eindeutig Positionen von Befürwortern oder Kritikern des Abzugs anzunehmen.

    DAS LIEGT VERMUTLICH AM VÖLLIGEN MANGEL AM KOORDINIERTEN VORGEHEN ALLER VERANTWORTLICHEN STELLEN !

    MAN WIRD AN M. HÄUPLS DÜMMLICHEN WAHLKAMPF-RÜLPSER ERINNERT, WELCHER LETZTLICH IN DER WEHRPFLICHT-VOLKSABSTIMMUNG MÜNDETE.

    DAS GANZE THEATER RIECHT NACH BILLIGEM POPULISMUS, UM DEN ANGESCHLAGENEN WERNER FAYMANN, TROTZ VÖLLIGER ÜBERFORDERUNG BEI DER NÄCHSTEN WAHL ALS KANZLER DURCHZUBRINGEN !

    Hoffen wir, daß die Wähler " Lunte riechen " und an der Wahlurne auch diesmal richtig reagieren!

    • Pumuckl
      14. Juni 2013 10:58

      Danke für zustimmende Sternderln.

      Seit heute scheinen allerdings die USA den Rubikon endgültig überschritten zu haben.

      Bezüglich der Giftgasbeweise der US-Geheimdienste teile ich das Mißtrauen der russischen Diplomatie.

      Wenn die USA , England und Frankreich die gegen ihre legitime syrische Regierung kämpfenden islamistischen Banditen, militärisch durch Luftkrieg und Lieferung schwerer Waffen* unterstützen, ist der Verbleib österreichischer Blauhelme am Golan tatsächlich nicht mehr zu vertreten.

      ICH WÜRDE MEINEN OBIGEN BEITRAG HEUTE SO NICHT MEHR FORMULIEREN !
      Daß man bei ROT-SCHWARZ auch auf die Wahlen geschielt hat, und daß Koordination und zeitlicher Ablauf mangelhaft sind, ist noch immer meine Meinung.

      * Schwere Waffen stehen ja den österreichischen Blauhelmen nicht zur Verfügung.

  26. Brigitte Imb
    13. Juni 2013 22:45

    OT - ;-) od. Zwinkerer kann vor Verurteilung schützen. Na dann.

    Da allerorts spioniert und im Internet gezielt nach hetzerischen Kommentaren gesucht wird, stelle ich folgenden Link ein und möchte ALLE - zum Eigenschutz - bitten nach jedem Kommentar den "Zwinkerer" zu setzen.

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/1416538/Facebook_Zwinkern-rettete-vor-Verurteilung?from=suche.intern.portal

    ;-)

  27. logiker2
  28. Dr. Dieter Zakel MA
    13. Juni 2013 20:07

    Zum Nachdenken:
    1. Österreich zieht sich zurück und die Fidschis können das Mandat erfüllen.
    2. Die österreichischen Milizsoldaten am Golan sind einer Eskalation nicht gewachsen.
    3. Österreich schickt trotzdem keine KPE-Einheiten zur Verstärkung.
    4. GB und FR schicken den Rebellen schwere Waffen und verhindern ein robustes Mandat im Sicherheitsrat.
    5. Bei einem Toten wäre die schwache Politik sowieso unter dem Druck des Boulevards gezwungen gewesen die Soldaten zurückzuziehen.
    6. Die allermeisten Soldaten am Golan waren freiwillig dort und können jederzeit - also auch bei einer Eskalation - ihren Einsatz abbrechen.
    7. Der faktische Auftrag - nämlich die Verhinderung einer Konfrontation zwischen Israel und Syrien ist sowieso nur mit deren Einverständnis möglich.

  29. Yoshinori Sakai
    13. Juni 2013 18:42

    Diese Meinung vertritt KURIER-Karikaturist Pammesberger wenn es um die Frage geht:

    "Welche zukünftigen UNO-Peace-keeping-Aufgaben kommen für unser Bundesheer nach dem Golan-Abzug 2013 noch infrage?" ;-)

    https://fbcdn-sphotos-d-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/p480x480/945124_10150300907679990_360857966_n.jpg

  30. Peter R Dietl
    13. Juni 2013 17:50

    Auffassungen von Herrn Dr Unterberger stimme ich ja meist zu. Schlechterdings auch seiner Beurteilung des Herrn Fischer oder wie der heißt. Doch sollte in Sachen "Abzug UNDOF" eines nicht ständig verheimlicht bleiben: EU, USA und Israel wollen die sogenannten syrischen Freiheitskämpfer (defacto aber islamistische Söldner, die ihren Gefangenen die Herzen herausschneiden) auf Händen tragen, damit sie syrische Christen, Alawiten und sonstige unartige Zeitgenossen möglichst problemlos ausrotten können. Warum Israel sich so verhält, das seit 30 Jahren dank Assad (Vater und Sohn) die Waffenruhe am Golan genießen durfte, wird mir stets unfaßlich bleiben. Offenbar lehnt der Jude Frieden ab: Islamistische Horden sollen nicht bloß vom Gazastreifen, sondern von allerorten auf Israel Raketen abfeuern. Über solches bin ich bekümmert, doch schuld daran ist sicherlich nicht Österreich. Egal was Bundes- und Vizekanzler-Komödianten von sich geben.

    • AGLT (kein Partner)
      14. Juni 2013 08:16

      Das sind alles Kollateralschäden auf dem Weg zum Endziel, und das heißt Iran.

  31. schreyvogel
    13. Juni 2013 15:51

    Wen schützt eigentlich die UNO am Golan?

    Die syrische Regierung, oder doch die syrischen Rebellen?
    Nein, sie schützt Israel!

    Israel hat diesen Teil Syriens im Jahre 1967 militärisch erobert und im Dezember 1981 formell annektiert. Es betrachtet dieses Gebiet jetzt als Teil Israels.
    Heute leben dort 20.000 israelische Siedler.

    Warum sollte Österreich diesen israelischen Landraub schützen? Soll Israel ihn doch selber schützen!
    Der Abzug war überfällig! Viel Glück den Fischi-Truppen, hoffentlich ersetzt man Ihnen wenigstens die Kosten.

    • dssm
      13. Juni 2013 17:56

      Israel wird diese Gegend schützen, das ist aber nicht der Zweck der Übung.
      Denn wenn ein paar Rebellen, um ein bisschen Publicity zu bekommen, auf israelische Soldaten (von Zivilisten rede ich erst gar nicht) schießen, dann kann ein Pulverfass explodieren. Sehr schnell gibt es dann ganz groben Ärger!

      Andererseits sind wir als Kriegspartei dort sicherlich nicht mehr in der Lage die Feinde auseinander zu halten; und nachdem die EU Kriegspartei ist, denn wer einseitig(!) Waffen und wie es aussieht auch ‚Ausbilder’ und ‚Berater’ beisteuert fällt eindeutig in diese Definition, sind wir Österreicher auch Kriegspartei – so viel zur Neutralität.

    • schreyvogel
      13. Juni 2013 22:07

      Natürlich wird Israel diese Gegend "schützen", denn jeder ordentliche Räuber verteidigt seinen Raub und läßt ihn sich nicht wieder wegnehmen, am allerwenigsten vom Opfer.

      Sie haben völlig Recht mit Ihren Ausführungen zur Neutralität: Die EU ist jetzt eindeutig Kriegspartei auf Seiten der Rebellen geworden. Hier tut sich eindeutig ein Konflikt zwischen dem Kriegseintritt der EU und unserer verfassungsmäßigen Neutralität auf. Man darf gespannt sein, wie dieser Konflikt gelöst wird. Wahrscheinlich werden wir bald gezwungen werden, unsere Neutralität genauso aus der Verfassung zu tilgen wie unser Bankgeheimnis.

      Unsere Neutralität hat uns bisher davor bewahrt, uns an den Afghanistan-, Irak-, Libyen- und anderen Kriegen zu beteiligen. Solange sie hält, brauchen wir uns auch nicht am kommenden Irankrieg zu beteiligen. Gott schütze unsere Neutralität!

    • byrig
      13. Juni 2013 23:44

      ich habe ihnen im übrigen 3 volle sterne gegeben,nicht 2,5!bin völlig ihrer meinung!

    • schreyvogel
    • terbuan
      14. Juni 2013 07:39

      @schreyvogel
      Auch von mir 3*!

    • on topic zum vorigen off topic (kein Partner)
      15. Juni 2013 12:40

      Unter "Lösungen für Israel" habe ich den meinigen Kommentar auf meinem Webmailorder gespeichert....... vielleicht kommt mittlerweile immerhin soviel Druck durch Gewissensnöte zustande, daß Österreichische Diplomaten zumindest dies an ihre Israelischen Kollegen weiterleiten......

      Meine bisherigen Versuche diesbezüglicher Kontaktaufnahmen sind vielleicht bereits an dem Umstand gescheitert, daß bei den "Fluten" an Hass-Mails, die in Israelischen Botschaften zu sichten sind, irgendwie leicht verloren gehen konnte, daß zwischen den Hassmails eben doch etwas dabei ist, was wirklich sehr sehr hilfreich sein könne.

      Vielleicht klappt dies ja nun mit Unterstützung von diesem Blog aus ------ Herr Unterberger hätte sich diese Meriten dank seiner Unterstützung für Israel aufrichtig verdient !

      PS.:
      Und den Dümmsten unter den Bösen vielleicht noch dies: Das heutige Israel in seinen derzeitig Grenzen entspricht in etwa der Grösse Niederösterreichs - jedoch nicht der taktisch- strategischen Verteidigbarkeit Niederösterreichs, welche die Möglichkeiten Israels um ein Vielfaches übertrifft....

      Nicht nur wegen der länglichen Erstreckung, sondern insbesondere auch eingedenk des Fakts, daß Israels Küsten allen muslimischen Nationen leicht erreichbare Fronten sind und mit moderner Waffenbestückung derzeitiger Marine die Lage eines der winzigsten Staaten auf diesem Planeten extrem bedrohlich ist......

      Frieden wird einzig dann wirklich machbar - und Frieden wollen offensichtlich viele nicht - wenn die Irrsinne in Herzen und Hirnen zu Gunsten beginnender Menschlichkeit abgebaut werden .......

      Wieviel Hass und auch Ignoranz hier in diesem Themenstrang Israelbefürwortern entgegenschlägt zeigt eindringlich welche Herzensneigungen Seelen wirklich verfolgen .........

  32. M.S.
    13. Juni 2013 15:41

    Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel aus der heutigen "Die Presse" von Rainer Nowak, Christian Ultsch und Iris Bonavida:

    "........Unterdessen regt sich immer größerer Unmut unter der Beamtenschaft. Ein hochrangiger Offizier, der aus Angst vor Konsequenzen anonym bleiben will, sprach gegenüber der „Presse" von einer glatten Fehlentscheidung. Der Beschluss sei „rein innenpolitisch getrieben". Sicherheitsexperten seien nicht in ausreichendem Maße eingebunden gewesen. Eine kleine Gruppe rund um Verteidigungsminister Klug, dessen Kabinettschef Stefan Kammerhofer und dem neuen Generalstabschef Othmar Commenda habe die Entscheidung durchgepeitscht. Außenminister Spindelegger sei quasi vor ein vollendetes Lagebild gestellt worden.

    „Nicht so gefährlich wie dargestellt"

    Die Situation sei am vergangenen Donnerstag nicht so gefährlich gewesen wie dargestellt. Syrische Rebellen hätten lediglich für ein paar Stunden die strategisch unbedeutenden Geisterstadt Kuneitra inmitten der entmilitarisierten Zone festgesetzt. Tatsächlich wurden die Freischärler, die auch den Posten an der Grenze zu Israel besetzt hielt, schon wenigen Stunden wieder von der syrischen Armee vertrieben. Es hätte Alternativen zu einem Abzug gegeben, sagte der Offizier zu „Presse". Das österreichische Kontingent hätte sich vorübergehend auf die israelische Seite der Golanhöhen zurückziehen und abwarten können. Und auch ein weiterer hochrangiger Militär meldet sich - anonym - zu Wort: Es hätte keine führende Persönlichkeit beim Heer gegeben, die sich für einen Abzug eingesetzt hätte. Die Truppen wieder nach Österreich zu holen sei ganz klar eine „politisch motivierte Entscheidung" gewesen.

    Auch die am Golan stationierten Soldaten würden bleiben wollen. Das zeige auch die Tatsache, dass die Anzahl jener, die freiwillig nach Hause kehren würden, in letzter Zeit nur leicht angestiegen sei. Jeder Soldat kann seinen eigenen Einsatz nämlich vorzeitig beenden. Nur wenige hätten dies „schweren Herzens" getan - etwa weil der Druck von Zuhause zu groß gewesen sei.

    Kollateralschäden für Österreich möglich

    Ein erfahrener österreichischer Beamter befürchtet nun jedenfalls langfristige Kollateralschäden für Österreich. Das gute Image in den Vereinten Nationen sei schwer angekratzt.UN-Generalsekretär Ban Ki-moon werde künftig vielleicht nicht mehr den Österreich-Freund hervorkehren. Schlimmstenfalls seien sogar Konsequenzen in der Wiener UNO-City zu befürchten. Österreich müsse nun wieder hart daran arbeiten, um als verlässlicher Partner in sensiblen Militäroperationen zu gelten. Auch Partnerstaaten künftiger Battle Groups würden das Verhalten Österreichs mit Argusaugen studieren."

    Erhebt sich die Frage, welche Meinungsumfrage die verantwortlichen Politiker zu dieser Maßnahme veranlaßt hat. Was ist aus diesem Land geworden?

    • Erich Bauer
      13. Juni 2013 16:00

      @"...immer größerer Unmut unter der Beamtenschaft..."

      Das schreit nach einem Remake eines Hollywood-Schinkens: Ein Offizier und... Beamter :-)

    • Erich Bauer
      13. Juni 2013 16:41

      Was wird das nur für Kollateralschäden der anderen "Abzugsländer" hervorbringe?

      KLEINE ZEITUNG:
      "...Die UNO-Beobachtertruppe für Truppenentflechtung (UNDOF) überwacht seit 1974 die Waffenstillstandslinie zwischen dem von Israel besetzten Golanhöhen und Syrien. Österreich war von Anfang an dabei und stellte zuletzt so viele UNDOF-Soldaten wie kein anderes Land. Vor Österreich hatten bereits KANADA, JAPAN und im März auch KROATIEN ihre Soldaten abgezogen, wodurch die Truppenstärke auf etwas mehr als 900 Soldaten sank..."

    • M.S.
      13. Juni 2013 18:07

      @Erich Bauer

      Die Dienstrechtsangelegenheiten der Berufssoldaten werden durch das Beamten-Dienstrechtsgesetz in Verbindung mit dem Gehaltsgesetz geregelt. Das gilt sowohl für Offiziere und Unteroffiziere bei der Truppe als auch für solche, die in der Verwaltung verwendet werden. Die Berufssoldaten zählen daher ebenso zu den Beamten, wie z.B. Lehrer oder Bedienstete in Spitälern des Bundes oder der Länder.
      Dass bei unserem Bundesheer im Verhältnis zur Truppe eindeutig zu viele Offizieren und Unteroffiziere in der Verwaltung verwendet werden, steht auf einem anderen Blatt Papier.
      Die in der Verwaltung verwendeten Offiziere dürften in dem Presseartikel wohl gemeint gewesen sein.

    • M.S.
      13. Juni 2013 18:12

      Übrigens gibt es natürlich im Verteidigungsministerium und den nachgordneten Dienststellen des Heeres (z.B. Kasernen) auch jede Menge von zivilen Verwaltungsbeamten.

  33. fokus
    13. Juni 2013 15:39

    Hoffentlich kommt es zum Rücktritt, um einer Regierung Platz zu machen, die anders mit den Benes-Dekreten umgeht, als dieser dauerilluminierte Zeman.

    http://orf.at/stories/2187079/2187083/

    Schlägt doch noch die Stunde der Gerechtigkeit mit Karel Schwarzenberg als Staatspräsidenten?

  34. Undine
    13. Juni 2013 14:39

    Wenn ein Hausbesitzer sich bereit erklärt, ja, regelrecht aufdrängt, einem entfernten Nachbarn dessen Haus und Garten (noch dazu auf seine eigenen Kosten!) ständig zu überwachen, weil dieser Angst davor hat, daß sich der Anrainer, auf dessen Grund und Boden er unerlaubterweise seinen Geräteschuppen u.a.m. aufgestellt hat, einmal rächen könnte, bei seinem eigenen Haus aber Gartentor und Haustür ständig sperrangelweit offenläßt, sodaß sich scharenweise "ungebetene Gäste" ungehindert reichlich bedienen können, ist ihm nicht zu helfen.

    Aber besagter "hilfreicher" Hausbesitzer, hofft immer noch, daß ihm sein selbstloser Einsatz gedankt wird; weit gefehlt---er bekommt stattdessen Vorwürfe zu hören.

    Muß nicht jeder Hausbesitzer selber dafür Sorge tragen, daß sein eigener Grund und Boden vor ungebetenen Gästen geschützt wird?

    Wer sein eigenes Reich nicht vor Eindringlingen schützen kann, soll es sein lassen, sich anderswo wichtig zu machen.

  35. RR Prof. Reinhard Horner
    13. Juni 2013 12:34

    reinhard.horner@chello.at

    Die Beendigung des Waffenembargos bezüglich Syrien und die österreichische Flucht vom Golan liegen auf etwa gleichem politischem Niveau.

    EU und Österreich - die Verzwergung schreitet mit dieser Unpolitik fort.

  36. fokus
    13. Juni 2013 12:20

    Nachdem wir beim Abzug unserer FRIEDENSSSICHERUNGStruppe am Golan vor vollendeten Tatsachen stehen, wäre mein Vorschlag zur Güte, um aus der Situation das Beste zu machen:

    Herr Minister Klug, bitte investieren Sie die Kosten, welche sich Österreich durch das Beenden dieses UN-Einsatzes erspart, zweckgebunden in dringend notwendige Verbesserungen bei der Ausstattung unseres Bundesheeres.

  37. Wolfgang Bauer
    13. Juni 2013 12:13

    Zitiere unseren BK laut Presse:"Es ist das Recht Österreichs, den Rückzug selbstbewusst zu vertreten."

    Ja,ja, da ist schon was staatstragendes dran...

  38. Obrist
    13. Juni 2013 11:10

    Nun endlich findet das rote Zerstörungswerk, das mit den im Ausland bestellten Sanktionen unter Schwarz-blau begonnen hat, seine Vollendung. Jetzt ist es endgültig völlig unmöglich geworden, in absehbarer Zeit von der Staatengemeinschaft jemals wieder als seriöser und verlässlicher Partner wahrgenommen zu werden.
    Unsere internationalen Aktivitäten beschränken sich ja ohnehin nurmehr auf Staatsbesuche und Empfänge von Diktatoren östlicher Scheinrepubliken (wenigstens tun die so, als ob sie uns ernst nähmen), untermalt von festlichem Gardebrimborium in der Hofburg. Wahrscheinlich brauchen wir daher in Zukunft eh nurmehr die Garde und ihre Musik, denn mehr als operettenhaften Schein gibt unsere traurige Truppe nicht her.

    Jetzt endlich können sich unsere Politiker und ihre medialen Büttel, frei von internationalen Verpflichtungen, ihrem Golem, dem Subproletariat, widmen. Damit ist jener, in den letzten Jahrzehnten fast unbemerkt erschaffene Bevölkerungsanteil der bildungsfernen, moralisch anspruchslosen, arbeitsscheuen und in jede Richtung manipulierbaren Marionetten gemeint, die durch ihr berechenbares Wahlverhalten das Überleben dieses Systems garantieren sollen.

    Als mündiger Bürger schäme ich mich für dieses Land und seine politischen Repräsentanten, als Soldat und Offizier für eine postengeile Heeresführung, die ihre Kameraden als Feiglinge dastehen lässt und internationaler Lächerlichkeit preisgibt. Der Schaden für unsere Friedensschützer in der internationalen Solidargemeinschaft UNO ist unermesslich.

    • Peter R Dietl
      13. Juni 2013 18:22

      danke, wäre nicht realistischer zu formulieren gewesen.

    • F.V. (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:05

      Obrist,

      Sie sind ein Schwätzer. Wenn sich auch der linxlinken Mode des Fremdschämens anhängen, beweisen Sie wess´ Geistes Kind Sie sind.

      Damit Sie sich aber nicht zu Tode schämen müssen, empfehle ich Ihnen doch die Konsequenzen zu ziehen - und in ein Land Ihrer Wahl auszuwandern. Der durchschnittliche IQ müßte dann in Österreich merkbar steigen.

    • de Voltaire (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:22

      Danke, dem ist (leider) nichts hinzuzufügen ...

  39. zweiblum
    13. Juni 2013 11:03

    Unsere neuen Helden heissen HOSI und feiern am Heldenplatz in Wien. Wir senden sie am Golan, dort koennen sie die Feinde von hinten packen!

  40. Brigitte Imb
    13. Juni 2013 10:41

    OT

    Sehr schweigsam verhält sich die Stadt Wien zu den Mißbrauchsvorwürfen in Heimen, sie wollen auch nicht weiter untersuchen, bzw. Heim-Untersuchungen will die Stadt Wien aber nicht mehr finanzieren.
    Die Linken, die von allen anderen Aufklärung und Aufarbeitung bis zum Exzess verlangen, drücken sich natürlich bei ihren eigenen Sauereien.
    Schaun wir mal, ob die Heimakten des Bubenheims Hohe Warte ebenso verschwinden wie die vom Wilhelminenberg.

    http://wien.orf.at/news/stories/2588454/

    • fenstergucker
      13. Juni 2013 12:53

      Ich verstehe das ganze Gefasel von der Verjährung nicht.
      Heißt es doch, Verjährung AB KENNTNISNAHME, oder?
      Will man die Täter lediglich davonkommen lassen?
      Eine ausgesprochene SPÖ-Sauerei!

  41. Josef Maierhofer
    13. Juni 2013 10:30

    Hilfloser 'Dodelhaufen', der nicht weiß, was er will, zumindest in der 'Bolidig', die keinerlei Aufgaben, außer die der Selbst- und Klientelbedienung und neuerdings auch des Volksverrates, erfüllen kann. Weder innere wirkliche und notwendige Reformen, noch nach außen ein Profil.

    Mangels Kandidaten, haben auch die vernünftig gebliebenen Österreicher keine Chance, eine ordentliche Politik mit Profil zu wählen, wie ich immer wieder in Gesprächen auf meine Fragen zu hören bekommen.

    Ja, Herr Dr. Unterberger, 'Glück' hatten wir bis jetzt, jetzt aber beginnt der Zersetzungs- und Unterdrückungsprozess durch die, von unserer 'Bolidig' herbeigerufenen untauglichen 'Sozialproleten', die aber zum Unterschied der handzahmen 'Ösis' sehr wohl wissen, was sie wollen, Übernahme des österreichischen Staates.

    Und unsere 'Politdoderln' bereiten diese vor und unsere 'Ösis' protestieren gar nicht dagegen. Ist ja alles so 'friedlich'.

    Also auch Ihr letzter Satz stimmt uneingeschränkt, die 'Ösis' haben die 'Bolidig', die sie verdienen und die sie minderheitlich (die Mehrheit wählt nicht mehr) auch wählen werden.

    Und die schweigende Mehrheit ? Die Nichtwähler ? Wollen Sie sich nicht an der Rettung Österreichs beteiligen ? Wählen Sie Strache und Stronach, denn erstens kann es nicht mehr schlimmer werden und zweitens wandern die leistungswilligen und kundigen Politiker ohnehin zu den mehrheitlich gewählten Parteien. Helfen Sie mit, den Sack zuzumachen und die 'Volksverräterbagage' samt Klientel wegzuschieben und auf innere und äußere Reformen zu pochen und diese durchzusetzen. Das geht mit ST&ST unter Umständen, mit Rot-Grün-Schwarz aber nie.

  42. Helmut Oswald
    13. Juni 2013 09:58

    Jeder, der es auch einmal von innen gesehen hat, weiß, daß die Teilnahme an den Blauhelm Missionen in Zypern und am Golan primär als eine privilegierende Zusatzverdienstmöglichkeit für die Kader des Heeres gesehen wurde. Sogenannte Kommandanten, nicht gewohnt gegen die Beamten Gewerkschafter im Berufskader entscheiden zu wollen, hatten so ein indirektes Mittel der Disziplinierung in der Hand: bist Du folgsam, befürworte ich Deinen Antrag für den Auslandseinsatz. Am Rande vermerkt sei, daß auch diese sogenannten Friedensmissionen ohne das Wehrpflichtigenheer nicht durchführbar gewesen wären - die plötzlich von der Berufsheer Sekte jüngst verbreiteten Herabsetzungs- und Entwertungsparolen von den Reservisten als 'Amateur Soldaten' war an Doppelzüngigkeit kaum zu überbieten, waren diese doch jahrzehntelang für jene, ach so speziell schwierigen Friedensmissionen offenbar gut genug. Ein sehr großer Teil des Heeres selbst hat sich (innerlich, wie im Aussenauftritt) auf die Sinnstiftung durch diese Auslandseinsätze festgelegt - da konnte man, ohne sich mit dem gesellschaftspolitisch friedensbewegten Hauptstrom aus grünbewegten Döblinger Hausfrauen und kommunistischen Agitatoren anlegen zu müssen, taxfrei gleich mit zur sogenannten, wie wir heute wissen selbstverständlich auch von fremden Zentralen gesteuerten, sogenannten Friedensbewegung zählen.

    Zunehmend rückte so die Kernkompetenz des Heeres - auch in seinem Selbstverständnis - an den Rand. Jene in der höheren Führung, die um diese fatalen Effekte sehr gut Bescheid wissen, ja sie zum Teil auch förderten, muß es wie ein Blitzschlag getroffen haben, als der Abzugsbefehl - einer Entmannung gleichend - plötzlich kam. Wer sich in seinem Selbstverständnis als Soldat trügerischen Gutmenschenparolen anvertraute, weil er zu feig war, zu seinem Beruf und seiner Berufung zu stehen, hat es aber auch nicht besser verdient.
    Es kann, seit dieses zweitälteste Gewerbe der Menschheit erfunden wurde, für den Soldaten immer nur eine Kernaufgabe geben, zu der er zu stehen hat und mit der er erforderlichenfalls auch fallen muß. Nämlich die , den verfluchten Feind, der sein Land, sein Volk, seine Sippe mit Krieg, Unterdrückung, Entrechtung oder Auslöschung überzieht, zu schlagen. Und zwar mit Mann und Ross und Wagen.

    Angesichts der Entwicklung im Inneren der sogenannten europäischen Union und der zwingend erforderlichen fundamentalen Neuausrichtung unserer Sicherheitspolitik sind die vom Golan heimkehrenden Soldaten ein höchst willkommener Beitrag zur Sicherheit des Landes.

    • F.V. (kein Partner)
      14. Juni 2013 10:18

      Herr Oswald,

      wie recht Sie haben. Etwas weiter oben hat ein sich offenbar als Oberst outender Schwätzer sich fremdschämend geäußert. Der Kontrast könnte nicht größer - und Ihre treffende Sicht bestätigender sein.

      Vor ein paar Tagen hatte ich zum gleichen Thema ein Erlebnis mit einem Soldat-spielenden geistigen Taglöhner berichtet. Die Einschätzung dieser "Friedenseinsätze" war immer die des leichten Überverdienstes bei faktisch als gefahrlos eingeschätztem (freilich gelegentlich sich als falsch erweisendem) Auslandseinsatz. Da hierbei aber auch die "Moral" stimmen mußte, wenn man sich schon von seiner normalen Arbeitsverpflichtung drückte, wurde so getan, als ginge es tatsächlich um den "Weltfrieden".

      Nichts ist lächerlicher als das.

      Seit wann hätten sich die anonymen Drahtzieher der Weltpolitik um die Bauern auf dem Brett gekümmert?

  43. Freak77
    13. Juni 2013 09:46

    Eines gleich vorweg: Unter einem Bundeskanzler Schüssel hätte es so einen Abzug unserer UN-Soldaten vom Golan nicht gegeben!

    Wir haben derzeit in Österreich das Pech, dass wir - soweit das Auge reicht - keine Persönlichkeit haben, die international geachtet, anerkannt und respektiert ist - okay da ist ja schon viel verlangt, da liegt die Latte ja schon hoch.

    Wir haben derzeit aber auch keine Persönlichkeit, die den Willen und/oder Mut hat auch einmal bei UNO oder EU unbequeme Forderungen zu stellen und dort auch unangenehme Verhandlungen führt. Eine Persönlichkeit die auch einmal gegen den Wind standhält, den Mut hat, Standpunkte zu vertreten und sich aus dem Fenster zu lehnen.

    Oder doch? Eine Persönlichkeit würde mir einfallen: Maria Theresia FEKTER

    http://www.kreativfabrik.at/Personen/Maria%20Fekter.jpg.jpg

    • Einspruch! (kein Partner)
      14. Juni 2013 19:57

      Wir werden von Zwergen verwaltet, etwa dem Herrn Werner, oder der Frau Doris, der Frau Sandra, der Frau Claudia, der Frau Gabriele oder den anderen unbedeutenden Statisten einschließlich der Frau Fitzebürgermeista. Schüssel war ein Titan gegen diese unsägliche Partie. Den Unterschied möchte ich Klavier spielen können.

      Nur noch eine technische Frage bezüglich Ihres links: mit welchem Kreativprogramm hat man meine geschätzte Schottermitzi in ihre eigene Enkelin verwandelt? Wieviel Terabyte Speicher braucht man dazu? Und: weiß die Mitzi von dieser Verhunzung?

  44. dssm
    13. Juni 2013 08:23

    Ich kann das Herumgeplapper um die Sicherheit der Soldaten nicht verstehen.
    1. Es sind nur Freiwillige dort.
    2. Diese werden gut bezahlt.
    3. Der Nahe Osten ist als Krisengebiet bekannt

    Soldaten sind nun einmal zum Krieg führen da und es hat sich an den drei Punkten nichts geändert. Das UNO Mandat ist ja genau für kritische Fälle da, es soll die Streitparteien klar auseinanderhalten – was war und ist an diesem Auftrag je unklar gewesen?

    Es kann nur eine logische Schlussfolgerung für die Regierung geben: Das Bundesheer auflösen, denn als Soldaten werden die Mitglieder des BH's ja von der Regierung nicht betrachtet.

    • Wafthrudnir
      13. Juni 2013 09:30

      Der Hauptzweck (für Liberale sogar der einzig zulässige Zweck) von Regierung und Staatsapparat ist, für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Soldaten sind Bürger, also muß die Regierung auch für ihre Sicherheit sorgen, soweit das möglich ist. Hier kann natürlich ein Widerspruch entstehen, wenn die Sicherheit der restlichen Bevölkerung es erfordert, das Leben der Soldaten auf's Spiel zu setzen, und dann ist ein Kompromiß zulässig, vor allem wenn es sich um Freiwillige handelt. Aber auch dann erfordert es die Verantwortung der Regierung gegenüber ALLEN Bürgern, die Soldaten mit der besten Ausrüstung und dem besten Schutz auszurüsten. So ist es z.B. meines Erachtens nicht zulässig, Piloten ins Gefecht zu schicken, wenn man statt dessen Drohnen nehmen kann.
      Die einzigen österreichischen Bürger, die auf dem Golan bedroht sind, sind unsere Soldaten, und insofern entspricht es vollkommen der Verantwortung der Regierung, sie abzuziehen, auch wenn es zulässig war, sie dort zu stationieren, "solange das Wetter der stärkste Feind war". Durch die Unmöglichlichkeit, ihnen den bestmöglichen Schutz zu bieten, wird diese Entscheidung weiter gerechtfertigt. Natürlich war die Vorgehensweise unserer Regierung an Ungeschick und Peinlichkeit nicht zu überbieten, aber ein Rückzug vom Rückzug würde unser Ansehen nicht wiederherstellen und ist sicher keine Menschenleben wert.

    • Erich Bauer
      13. Juni 2013 11:10

      @ dssm: "...Soldaten sind nun einmal zum Krieg führen da...

      ... UNO Soldaten nicht. Kriegseinsätze für oder gegen irgendeine Partei sind nicht vorgesehen. Österreichische Stellen haben klar deponiert, daß bei Auslaufen des Waffenembargos, zugunsten der "Räuberzivil-Soldateska", der Abzug angedacht wird... Noch besser wäre es gewesen, wenn die UNO selbst diesen Schritt unternommen hätte.

      Am allerwenigsten Sorge bereitet mir, in diesem Zusammenhang, das "kollektive Ansehen" in dieser Welt...

    • fokus
      13. Juni 2013 12:32

      @dssm

      Der UN-Einsatz österreichischer Soldaten am Golan lautete FRIEDENSSICHERUNGStruppe und nicht KAMPFtruppe (dafür waren sie militärisch auch gar nicht ausgestattet!), daher trifft hier das Argument, daß Soldaten zum Kriegführen da sind, NICHT ZU!

    • Markus Theiner
      13. Juni 2013 13:28

      @ Wafthrudnir:
      Sehe ich anders.

      Erstens ist Österreich keine Insel der Seeligen, die abgekoppelt vom Rest der Welt in einer eigenen Dimension schwebt. Krisen woanders können auch Einfluss auf Österreich haben, daher muss eine Regierung auch aus liberaler Sicht derartige Ereignisse im Auge behalten und darauf reagieren. In welcher Form auch immer das sinnvoll erscheint.

      Zweitens kann man als Liberaler durchaus auch humanitäre Ziele einer Regierung rechtfertigen. Nimmt man nämlich eine ethische Verpflichtung jedes Menschen für den Rest der Menschheit an (wie stark auch immer die aussieht), dann kommt man recht schnell auch zu einer ethischen Verpflichtung des Staates, weil nur auf der Ebene diese Pflicht sinnvoll erfüllt werden kann. Man kann natürlich darüber streiten, aber so unliberal ist das nicht.

      Drittens ist es vor allem die Inkonsequenz der Entscheidung, die sauer aufstößt. Hätte man die Soldaten garnicht erst hingeschickt oder abgezogen, sobald man an die Macht gekommen ist, dann sähe die Sache anders aus. Aber die Wichtigkeit jahrelang betonen und dann abziehen ist schwer nachvollziehbar. Die Regierung macht auch bei jeder Gelegenheit deutlich, dass sie eben nicht Ihrer strengliberalen Argumentation folgt. Mit der müsste man nämlich sofort auch Entwicklungshilfe, Asylrecht usw. abschaffen, weil das ja auch nicht (unmittelbar) die eigenen Bürger schützt.
      Dass es auch nach Ihrer Argumentation zulässig gewesen wäre sie als Wetterwarte hin zu schicken kann ich nicht nachvollziehen. Gegenstand der Mission war es ja immer dort Risiken einzugehen, auch als es faktisch noch nicht der Fall war. Und ich nehme an auch in Ihrem liberalen Weltbild sind Verträge einzuhalten. Dann müsste aber schon das Versprechen unzulässiger Risiken unzulässig sein.

      @ Erich Bauer:
      Die Golanhöhen sind keine Grenze zwischen dem syrischen Regime und den syrischen Rebellen. Inwiefern hätte die Forstsetzung des Einsatzes daher den Kriegseinsatz für eine Partei bedeutet?

    • Erich Bauer
      13. Juni 2013 15:37

      @ Markus Theiner

      Ich glaube, klar festgehalten zu haben, daß Kriegseinsätze für UNO Truppen nicht vorgesehen sind...

    • dssm
      13. Juni 2013 17:41

      @focus
      Danke für das Schönsprech!
      FRIEDENSSICHERUNGStruppe klingt so schön; leider führt auch die sich verteidigende Nation einen Krieg.

      Frieden sichern heiß da unten zu aller erst: Die Streitparteien auseinander halten!
      Dazu gehört halt nun einmal der bewaffnete Einsatz!
      Sicher kein Kampfauftrag gegen eine Seite die mit schwerem Gerät vorgeht (also wenn ein heißer Krieg ausbricht), so etwas vergibt die UNO nicht, aber eben ein Auftrag gegen Provokateure und Hasardeure vorzugehen (damit genau jener schlafende Konflikt nicht wieder heiß wird).

      Jeder andere Denkansatz ist Nonsens.

      Ob dieser Einsatz nun sinnvoll ist, sei es für Reputation, sei es aus echter Sorge um den Frieden, sei es damit unser Bundesheer ein paar spannende Jobs bieten kann oder sonst etwas, das steht auf einem anderen Blatt.

    • dssm
      13. Juni 2013 17:47

      @Erich Bauer.
      Wenn der Einsatz von der österreichischen Seite ernst genommen worden wäre, könnte man über die Sinnhaftigkeit diskutieren; da dies aber momentan nicht der Fall ist, haben Sie vollkommen Recht.
      Abziehen, bevor sich ein Herr Minister noch in die Hose macht (unsere Soldaten wären da aus einem anderen Holz geschnitzt).
      Es fehlt jede politische Perspektive, sowohl in Österreich als auch bei unseren ‚Freunden’ in der EU, ganz im Gegenteil wer solche ‚Freunde’ hat der braucht keine Feinde.
      Der gute Dienst an Israel ist sinnlos mit dem französischen und britischen Dolch im Rücken.

  45. Erich Bauer
    13. Juni 2013 08:07

    Ich halte den Abzug für völlig gerechtfertigt. Leider vermittelt unsere "Diplomatie" nicht den sachlichen Grund: Die EU hat das Waffenembargo für die "syrische Opposition", die da aus Afghanen, Pakistani, Saudis... etc. besteht, aufgehoben...! In diesem Stellvertreterkrieg die Auslieferung der dort lebenden Christen und auch Alawiten an die Mordbrenner zu "beobachten", gleichsam die Rolle der UN in Bosnien (Srebrenica) vorzunehmen, halte ich für ein ziemlich perfides Szenario.

    Die "internationalen Beziehungen", die derzeit so aufgeregt von der Journaille in Gefahr gesehen werden, zeigt einmal mehr deren zynische, möglicherweise auch verblödete Sichtweise. Zumal z.B. die Israelis sowieso bei jeder sich bietenden Gelegenheit Österreich als Keller-NAZI-Land desavouieren... Ich denke, auf solche "Beziehungen" kann man getrost verzichten, solange sie nicht auf Augenhöhe bestehen...

    • Undine
      13. Juni 2013 15:20

      @Erich Bauer

      *******!

    • MSc
      13. Juni 2013 15:35

      Ich halte in diesem Falle den Abzug ebenfalls für gerechtfertig, allerdings nur aus genau einem Grund: Österreich hat in den Verhandlungen wegen des Waffenembargos mehrfach angekündigt, die Truppen zurückzuziehen, wenn das Embargo aufgehoben wird. Das Embargo wurde nicht verlängert, die Truppen wurden zurückgezogen. Punkt.

      Endlich einmal eine konsequente Vorgangsweise Österreichs.

      So what ? Was hätten wir jetzt sonst tun sollen ? Sagen: "War alles nur Spaß, natürlich bleiben wir dort, unsere Drohungen sind doch nie ernst gemeint ?" Hätte natürlich unseren üblichen Charme des Nichternstzunehmenden. Möglicherweise ist es für uns nur mittlerweile so ungewohnt, dass unsere Regierung einmal eine konsequente Vorgehensweise an den Tag legt, und dass dieser Akt, der Truppenabzug, sich nicht aus sonstigen Tagesüberlegungen ergibt, sondern aus einem kausalen Ereigniszusammenhang - hier: dem nicht verlängerten Ultimatums trotz Ankündigung des Abzugs - heraus ...

    • Erich Bauer
      13. Juni 2013 17:06

      @ MSc: "...so ungewohnt, dass unsere Regierung..."

      Die Journaille ist ja regelrecht erschüttert. Beim nächsten Bilderberger-Treffen wird die Hautevolée möglicherweise an den Katzentisch verwiesen sein... Deren gefühlter Imageschaden könnte größer nicht sein.

    • machmuss verschiebnix
      13. Juni 2013 19:08

      @Erich Bauer, ***********
      Noch kennen wir die wahren Hintergründe nicht - wir wissen nicht wofür die Israelische Poliltik
      unser UN-Battallion einspannen wollte (natürlich von oben herab - nicht auf Augenhöhe ).

  46. didi
    13. Juni 2013 08:01

    In diesem Falle schäme ich mich, Österreicher zu sein.

  47. Blahowetz
  48. Nemo
    13. Juni 2013 07:15

    Stimme AU zu, allerdings finde ich, dass seine Behauptung, die UNO sei reine Geldverschwendung, kleingeistig.
    Übrigens bin ich schon neugierig, wie sich unsere Representanten bei ihren nächsten Besuchen in Israel verhalten werden.

    • AGLT (kein Partner)
      14. Juni 2013 08:38

      Der nächste Besuch in Israel wird ablaufen wie immer: Wir bringen wieder ein Füllhorn mit und kriechen auf dem Boden und betonen unsere "Erbschuld".
      Das wäre auch ohne Abzug vom Golan so gewesen und wird immer so sein.

  49. Observer
    13. Juni 2013 06:11

    Beim plötzlichen und überstürzten Abzug unserer kleinen Truppe vom Golan wird nur als Vorwand die plötzliche Eskalation innerhalb von Syrien genannt. Militärische Einheiten sind einfach dazu da, auch in Krisensituation zu bestehen. Anderenfalls wären es alle (inkl. Faymann und Spindelegger) nur "Weicheier".
    Es hätte viel besser vorher mit der UN und Israel verhandelt werden müssen, dass dieser Einsatz nach vielen Jahren für uns auch einmal ein Ende haben muss. Rückzüge hat es auch schon aus anderen Ländern gegeben, nur hat sich diesmal Österreich mit seiner Eile und Begründung gegenüber der Weltöffentlichkeit blamiert.

  50. socrates
    13. Juni 2013 05:30

    kaum gibt es einen widerspruch gegen meinungsmacher, wird die demokratie in frage gestellt. Das reicht vom lob der desertion + denkmal bis zum abschaffen der sinekuren.
    un - auftraege, speziell fuer Israel, werden dort je nach nutzen beachtet. Das eroberte gebiet am golan zurueckzugeben wird nicht beachtet, aber trotteln sollen es bewachen und 39 jahre sind nicht genug. jetzt sind die fidschiinseln dran, ein sonderangebot. alle staaten mit guter demokratie haben sich laegst verabschiedet. bei uns ist es eine pfruende fuer oevp, der jammer der generalitaet spricht baende.
    unser heer hat vor lauter pfruenden kein geld fuer soldaten, das meiste verschwindet im ausland, sei es fuer Zivis oder fuer attache's. Ob das gut ist geht das volk nichts an.
    ..vor den wahlen ist da nichts zu machen.. heisst, dass die macht genau weiss, dass das volk nicht einverstanden ist, aber, wie die schwulenehe und der Rettungsschirm wird etwas gegen das volk durchgezogen und die demokratie in frage gestellt.





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