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Zwischen Sparer und Steuerzahler

„Was für eine Frivolität!“ Solche empörte Formulierungen hört man derzeit von Europas Sparern. Selbst Deutsche und Österreicher realisieren langsam, dass auch ihren Sparguthaben bei einem Zusammenbruch der Hausbank Böses geschehen könnte. „Wie soll denn der normale Anleger oder ein kleines Unternehmen herausfinden, wie stabil die Hausbank ist?“, fragte einer von ihnen im Internet voller Zorn.

Ja, wie denn? Und warum soll ein Zugriff auf Bankeinlagen überhaupt denkbar, oder gar zumutbar und gerecht sein?

Tatsache ist jedenfalls, dass im Gefolge des von Europa verlangten Zugriffs auf die zypriotischen Sparer ein totaler Wandel der europäischen Spielregeln diskutiert wird, zumindest in finanzieller und ökonomischer Hinsicht. Dass Sparer nichts anderes als Gläubiger einer Bank sind, und als solche auch ein Risiko tragen, war bisher nicht Teil unserer Denkwelt.

Zurück zur Eigenverantwortung

Im Grunde aber ist es ein Zurück zur Normalität. Jahrtausende war jeder selbst verantwortlich, wo und wie er beispielsweise sein Geld aufbewahrt. Wenn Mäuse oder Motten seine Banknoten zerfressen haben, gab es genausowenig jemanden, der ihn gegen den dabei erlittenen Schaden sicherte, wie im fast noch blöderen Fall, dass alte Menschen vergessen, wo sie das Geld versteckt haben. Auch wenn ein Haus durch Blitz, Hochwasser oder sonstige Naturkatastrophen zerstört worden war, traf es den Eigentümer und seine Familie, sonst aber niemanden. Es gab sicherlich Nächstenhilfe durch Verwandte und Nachbarn, aber keine Sicherungs-Ansprüche, wenn man nicht versichert gewesen ist.

Staatliche De-facto-Garantien für die Opfer von Naturkatastrophen haben sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Sie haben aber gefährliche Folgen. Seit nach fast jedem Hochwasser Landeshauptleute und Bundeskanzler durch die Lande fuhren und versprachen, dass sie allen helfen (natürlich sind es in Wahrheit immer die Steuerzahler beziehungsweise die Schuldenzahler der nächsten Generation, die zur Hilfe gezwungen wurden), seither ist logischerweise bei vielen die Lust geschrumpft, sich selbst ausreichend und teuer zu versichern. Zugleich ist die Lust gestiegen, billige, aber riskante Bauplätze zu nutzen, die lawinenbedroht oder überschwemmungsgefährdet sind.

Ungerechtigkeit siegt

Ganz ähnliche Folgen haben die staatlichen Garantien für Sparer und Banken. Unter dem staatlichen Sicherungs-Schirm drängen Sparer logischerweise zu solchen Instituten, bei denen sie deutlich höhere Zinsen kassieren. Dass die Sparer dort genauso gegen einen Crash gesichert sein sollen, wie bei anderen Geldinstituten, die sicherheitsbewusst nur mickrige Zinsen zahlen, ist absolut nicht einzusehen. Dennoch wird diese allgemeine Einlagensicherung von erstaunlich vielen Menschen für „gerecht“ gehalten.

„Gerechtigkeit!“ ist ja in letzter Zeit wohl der am meisten missbrauchte Slogan. Er wird besonders gerne dann gerufen, wenn es in Wahrheit skandalöse Ungerechtigkeit zu überdecken gilt. Also beispielsweise dann, wenn ein Dritter zur Erhaltung des eigenen Einkommens Schulden machen soll, wie es die Mittelmeerstaaten Griechenland bis Frankreich von den (relativ) sparsameren Nordeuropäern verlangen.

Im Falle der Banken ist eine Einlagensicherung selbst für hochverzinste Einlagen doppelt ungerecht: Wenn es gut geht, tragen die Hochzins-Sparer fette Zinsen nach Hause, wenn es schlecht geht, werden sie „gerettet“. Und zwar in erster Linie ausgerechnet von jenen Geldinstituten (und damit deren Kunden), die immer nur bescheidene Zinsen gezahlt (beziehungsweise kassiert) haben. Und in zweiter Linie werden dann die Steuerzahler beziehungsweise deren Kinder und Kindeskinder zwangsverpflichtet – ebenfalls ohne jemals die Vorteile wie fette Zinsen gehabt zu haben. Sie sind ja der sich durch den Mund der Politik so generös ausgebende „Staat“ und niemand sonst.

Damit ist aber auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage gegeben: Auch der „normale Anleger“ sieht auf den ersten Blick, ohne Ökonom oder Bankexperte zu sein, ob seine Bank normale oder überhöhte Zinsen zahlt. Hohe Zinsen sind immer ein Beweis für hohes Risiko. Das kann gut gehen, aber eben viel leichter als bei anderen auch schlecht.

Der Steuerzahler sichert Spekulanten

Es wäre logisch, ja geradezu zwingend, die staatliche Einlagensicherung deklariertermaßen maximal auf jene Kreditinstitute zu beschränken, die nur mäßige Zinsen zahlen. Alles andere ist genauso Spekulation, wie das, was die österreichische Politik nun sogar allenthalben verbieten will. Es ist eigentlich völlig absurd: Der Staat verbietet sich selbst (zumindest angeblich) jede Spekulation, rettet aber jene, die bewusst spekulieren.

Das ist aber wohlgemerkt kein Plädoyer für die Verbotsmanie, die – von den Grünen ausgehend – derzeit in Politik und Medien wütet. Aber es ist sehr wohl ein Ruf nach Logik und ökonomischer Ordnungspolitik. Wirtschaftliche Konsequenzen sind immer logischer und pädagogisch heilsamer als abstrakte staatliche Gebote und Verbote. Die führen nur zur Entwöhnung von jeder Eigenverantwortung.

Wir alle sollten uns viel stärker bewusst sein: Staatliche Garantien sind nur so lange wirksam, wie der Staat stark und zahlungskräftig genug ist, sie auch einzuhalten. Bei einem staatlichen Crash hingegen ist – ebenso wie etwa nach einem verlorenen Krieg – eine staatliche Garantie nicht einmal das Papier wert, auf dem sie steht.

Irgendwie muss man ja schmunzeln: Zu jenen, die sich nun besonders ob der für sie neuen Erkenntnis empören, dass letztlich auch ein Sparbuch Risiken hat, zählen viele, die davor die Rettung von Banken durch den Steuerzahler kritisiert haben. Sie haben jedoch nicht begriffen, dass das eine mit dem anderen eng zusammenhängt. Denn neben dem (eben meist viel zu kleinen) Eigenkapital und einigen anderen Finanzierungsquellen, auf die sowieso im Falle von Problemen als erste zugegriffen wird, sind die Konto- und Spareinlagen das einzig relevante Vermögen einer Bank.

Das Eigeninteresse der Staaten

An dieser Tatsache ändert auch die Verantwortlichkeit der Staaten am Zustand der Banken nichts. Die Regierungen haben trotz tausender Seiten von Bankenregulierungen und zahlloser staatlicher Bankaufsichts-Gremien zugelassen, ja meist sogar gewünscht, dass die Banken nur ein sehr knappes Eigenkapital haben. Viele Banken wären im internationalen Wettbewerb untergegangen, hätten sie (oder ihr Land) einseitig die Haftungsreserve durch das Eigenkapital hinaufgesetzt.

Vor allem aber hätten die Banken mit höherer Eigenkapitalpflicht nicht die Staaten finanzieren können. Die Staaten haben sich dabei insbesondere dadurch schuldig gemacht, dass eine Bank Staatsanleihen überhaupt nicht mit Eigenkapital absichern („unterlegen“) muss; wachstumsrelevante Kredite an Unternehmen lösen hingegen sehr wohl eine solche Eigenkapital-Pflicht aus.

Diese ökonomisch nicht begründbare Differenzierung hilft den Staaten bei ihrer Verschuldung enorm. Sie argumentieren mit der Fiktion, dass Staaten ja absolut sichere Schuldner seien. Was man freilich spätestens seit Griechenland oder Zypern und auch Kärnten(!) nur noch für einen schlechteren Scherz halten kann.

Abschreckendes Beispiel Hypo

Die katastrophalen Folgen des staatlichen „Wir retten alles und jeden“ – auf des Steuerzahlers Kosten – sieht man besonders deutlich im Fall der Kärntner Hypo Alpe-Adria. Hätte man 2008/09 (was nicht nur der Autor schon damals dringend empfohlen hatte) die Bank sofort abgewickelt, dann hätte man sich viele seither angelaufene Kosten erspart. Man hätte auch die spendierfreudigen Länder Kärnten und Bayern stärker heranziehen sollen, statt deren Haftung und Verantwortung durch die der Republik Österreich zu ersetzen. In Kärnten und Bayern hat man durch diese Hilfe der Republik elegant die Folgen der eigenen Unfähigkeit entsorgen und weiterhin munter populistische Politik machen können. So kann in Kärnten die neue Regierung – im Gegensatz zu den sparsam gewordenen Steirern – nun sogar „großzügig“ auf den Pflegeregress verzichten.

Natürlich hätte es unangenehme Folgen gehabt, hätte man damals den Crash der Hypo zugelassen: Die Sparer hätten – abgesehen von der Grundsicherung – zumindest kurzfristig keinen Zugriff auf ihre Guthaben mehr gehabt. Und sie hätten mit ihren Ansprüchen warten müssen, bis und ob die von der Hypo (oft auf Wunsch der damaligen Kärntner Landesregierung) vergebenen Kredite zurückfließen. Bei den amerikanischen Krisenbanken, wo zum Teil so vorgegangen wurde, fließt jetzt erstaunlich viel Geld zurück. Aber eben erst jetzt, fünf Jahre nach dem Krisenschock.

Statt diesen konsequenten und mutigen Schritt zu gehen, hat die Republik Österreich in großzügigem Gestus jedoch alles gerettet. Sie hat damit aber einen Schrecken ohne Ende ausgelöst. Die hauptverantwortlichen Herren Josef Pröll und Werner Faymann standen damals freilich auch unter dem massiven Druck der EU-Kommission. Diese hatte mögliche Schockwellen eines Bankencrashs vor allem Richtung Balkan gefürchtet. Daher hat sie verlangt, dass alle gerettet werden. Damit haften jetzt die Steuerzahler für viele, die es in keiner Weise verdient haben.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 01:30

    Heißt das jetzt im Umkehrschluß, daß ich als Sparer bei dem Institut mit den niedrigsten Zinsen auf der sicheren Seite bin? Man denke da an die Bank Austria, die im Moment auf Sparbücher weniger Zinsen zahlt, als zum Beispiel die Hypo Niederösterreich, aber der Unterschied beträgt erstens höchstens ein 1/4 bis ein 1/2 Prozent bei einer 1-Jahres-Bindung = ein wirklich enormer Zinsenspekulationsgewinn und zweitens kann man bei der Bank Austria als Tochter der UniCredit bei dieser Logik trotzdem nicht sicher sein, ob man für diesen grandiosen Zinsgewinn nicht am Ende auch noch sein Kapital verliert? Ich sehe darin keinerlei Option, sondern plädiere ebenfalls für die gerechtere Lösung, daß man mit den Zinsen haftet, aber doch nicht mit dem geliehenen Kapital!

    Apropos HAA-Rettung, man sollte dabei nicht auf die gleiche Vorgangsweise bei Kommunalkredit und Volksbank vergessen. Ein Milliardengrab nach dem anderen, für das die POLITISCHEN Entscheidungsträger verantwortlich sind und die wahren Hintergründe dem gemeinen Volk vermutlich für immer verborgen bleiben!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 08:02

    Da macht man schon von Kindesbeinen an in den Schulen auf Weltspartag, wo die Banken mit Hilfe unserer Bildungsinstitutionen sich Vertrauen erschleichen und dann sollen die Kinderlein wissen, dass sie den Banken Kredit geben, Gläubiger sind und je größer die Geschenke waren, haften werden. Da läuft doch einiges schief in unserem Staat. Wenn nicht die Eltern diesem Getue misstrauisch gegenüberstehen und die Kinder bilden, dann ist das erschlichene Vertrauen da. Schön langsam wachen sie auf, ja das ist gut so.

    Doch wie werden Betrogene reagieren?
    Mit Hochdruck arbeitet man von seiten der Nomenklatura daran, Zentralisierung voranzutreiben, wenn die Verträge es nicht zulassen, dann bricht man sie, gleichzeitig fährt man die Gehirnwäsche über die Medien hoch und veranstaltet Seminare, die den Jugendlichen diese EUdSRR (Europäische Union der sozialistischen Ratsrepubliken) schmackhaft machen. Das darf der Steuerzahler dann auch noch finanzieren, wie der vertrauende Sparer seine Geschenke.

    Durch mangelhafte Bildung, durch massenverblödende vom Steuerzahler gesponserte Events, durch gesteuerte mediale Berichterstattung lässt sich der Bürger und Steuerzahler auch noch vom Brandstifter das Haus löschen. Das funktioniert am besten je mehr Eigenverantwortung abgenommen und subsidiäre Entscheidungen ausgehöhlt und immer weiter nach oben, sprich zentralsiert, werden.

    Hoffen wir, dass der Österreicher bemerkt, dass diese Vorgangsweisen nur der Nomenklatura helfen, ihre Pfründe zu sichern.

    Hoffen wir, dass auch die Steuerzahler, Unternehmer und Banken mutiger werden und den Politikern die Stirn bieten, sich darauf besinnen, dass das Fass der öffentlichen Aufträge immer kleiner werden wird und wer dann da noch politisch dabei sein darf und wer nicht. Man denke da an die Bankenunion mit den Vorboten bei der Hypo Alpe Adria. Erst über EZB (Trichet) und EU Druck auf Verstaatlichung aus und nun übt die EU Druck aus, einen schnellen Verkauf zu tätigen, am besten man schickt einen Kommissar rein, der dann weiß, wo die Schnäppchen liegen und wie man die billig bekommt und den Rest überlässt man dann dem österreichischen Steuerzahler. Sagen wir eigentlich, wie blöd sind wir, dass wir selbst nichts auf die Reihe bekommen?

    Hoffen wir, dass der Österreicher bis zu den Wahlen aufwacht und sich das nícht mehr gefallen lässt.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorwerauchimmer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 02:49

    Herr Unterberger,

    die Einlagensicherung wird in erster Linie über gemeinschaftl. Rückstellungsfonds der Sparkassen- und Bankverbände bewerkstelligt, und erst in zweiter Linie über den Staat garantiert.

    Soweit die Sparer mit ihren Bankgebühren die Speisung dieser Rückstellungen privatwirtschaftlich finanziert haben, handelt es sich also bei diesen Fonds de facto um eine Versicherung, von deren (tatsächlichen) Leistungen im Eintrittsfall man schwerlich behaupten kann, dass sie unfair und daher zu konfiszieren wären!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 11:01

    So und jetzt erkläre mir mal einer, wie der Sparer bei soviel Transparenz die richtige Bank aussuchen kann.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/14/bankenrettung-regierung-verweigert-offenlegung-der-zahlen/

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 11:40

    'Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen' auf redliche Weise.

    Die unredliche wird uns von den Banken vorgezeigt und vorgespielt.

    Noch unredlicher sind die Staaten und ihre Politik zu ihren Bürgern (und auch die Nehmerbürger zu ihren Staaten und zu ihrer Politik, die sie ständig zu Schulden 'animieren' und wählen).

    So viel Unredlichkeit mündet nun immer deutlicher in den 'Schrecken ohne Ende', er wird sicher einige Generationen lang dauern.

    Würden alle den Einleitungssatz verstehen und danach handeln, dann könnte man sagen 'redlich', 'anständig', etc.

    Das sind wir nicht und darum enden wir dort, wo wir uns selbst dorthin gebracht haben.

    Leider, wie Dr. Unterberger auch ausführt treffen die Konsequenzen immer die Anständigen und nie die unredlichen Gauner in Politik, Banken und im Volk.

    Je lauter die Schweine grunzen, desto mehr Futter wird ihnen gegeben, das das Futter schon vor 40 Jahren, als man begonnen hat mit der Unredlichkeit, ausgegenagen ist und nur auf Kredit 'zugekauft' wurde, das sehen wir jetzt, wenn nämlich zum Geld auch der Kredit ausgehen wird.

    'Rettung' gibt es nicht, Sicherheit auch nicht, Verlässlichkeit auch nicht und Staaten sind das die schleißigsten geworden, weil eben alle zum Verderben drängen.

    Nein, heute zahl ich nicht, morgen, nein morgen auch nicht, das ist mir dazwischen gekommen, .... grob fahrlässige betrügerische und selbstbetrügerische Krida ist das, was wir da tun, bloß um ein paar Polititiker (das richtige Wort gilt leider nur für Verurteilte) auszuhalten und ihre Klientel. Denken Sie nur daran, was das Finanzamt mit Ihnen aufführt, würden Sie nicht pünktlich zahlen. Was es sonst noch aufführt, das kann man als ein Beispiel am Sonntag, 12.5.2013 in der Kronenzeitung lesen, das Interview mit Felix Baumgartner.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 01:08

    Die Verantwortlichen des österreichischen Einlagensicherungssystems hatten schon seit vielen Jahren, lange vor Ausbruch der Krise(n) und unabhängig davon, eine vernünftige Begrenzung der Sicherung gefordert, etwa einen Selbstbehalt in Höhe der Zinsen aus den letzten (drei) Jahren; und natürlich die Möglichkeit, eine Bank, bei der Zweifel an der Sicherheit bestehen, aus der Einlagensicherung auszuschliessen oder sie gar nicht erst aufzunehmen. Ja, schön wär's gewesen, aber leider hat (natürlich) auch hier die Brüsseler Regelungswut zugeschlagen und würden daher solche vernünftige Regelungen gegen Unionsrecht verstoßen. Es ist halt schon schwer, die EU wirklich zu mögen....

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 13:16

    Jeder der seine Ersparnisse auf einen Sparbuch hat (auch mit zeitlicher Bildung), verliert Geld, denn die mikrigen Zinsen minus Kest sind wesentliche tiefer als die aktuelle Inflationsrate. Dies ist auch eine Art, wie man "Abschöpfung" betreibt.

    Heute versucht uns Maria Fekter ihren EU-Rückzieher beim aktuellen Thema "Bankgeheimnis bzw. Informationsaustausch" als Erfolg zu verkaufen. Ihre Begründung: "Die österreichischen Interessen bleiben gewahrt". Um eine Niederlage als Sieg zu feiern braucht es aber auch Leute, welche dies glauben. Ich gehöre nicht dazu.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2013 09:11

    Peter Denk betreibt einen „blogspot“, in dem er bemerkenswerte Analysen bringt. Wie mir scheint lesenswerter als die Kaffeesatz-Leserei im UTB.

    Nachfolgend ein Auszug, volle Länge 4 Seiten; die Graphik ist sehr anschaulich.

    http://pit-hinterdenkulissen.blogspot.co.at/2013/04/agenda-x.html

    Hinter den Kulissen, 24.04.2013 – Wenn wir die bisherige Krise analysieren, fällt auf, dass diese einem bestimmten Muster folgt. Es gibt ein "völlig unerwartetes" Ereignis, dem dann eine bestimmte Maßnahme folgt. Typische Vorgehensweise nach dem Modell:

    Problem ? Reaktion ? Lösung

    Die "Lösungen" laufen aber immer nur darauf hinaus, das Geld der normalen Menschen einzusammeln. Begonnen hat man mit staatlichen Geldern, was den meisten Menschen zumindest in Deutschland und Umgebung noch nicht wirklich aufgefallen ist, da es unmittelbar keine direkten Folgen für sie hatte. Das Geld ist aber weg und wird irgendwann durch den Staat eingetrieben werden. Massive Steuererhöhungen, Kürzungen von Leistungen und auch Zwangsabgaben werden die Folge daraus sein. Dieses war die Bail-Out Phase, die sich nun seit März 2013 ihrem Ende genähert hat. Seit Zypern sind wir nun in der Phase "Bail-In", in der jetzt direkt auf die Vermögenswerte zugegriffen wird. Das erfolgt noch staatlich geregelt, führt aber natürlich zu massiven Verlusten bei den Guthaben. Wie mittlerweile sehr öffentlich auch in den Massenmedien gesagt wird, war Zypern eine "Blaupause".

    Auf NTV lesen wir:
    "Staat nimmt Sparer in die Pflicht Schäuble macht den Dijsselbloem"

    Die Boston Consulting Group hat ein Papier herausgebracht, in dem sie die Enteignung der Sparer fordert. Die BCG berät die Bundesregierung und andere Institutionen und hat schon öfter Blaupausen für entsprechende Aktionen geliefert. Während vor ein paar Wochen noch heftig dementiert wurde, dass Zypern eine Blaupause für weitere Aktionen sein könnte, wird es aktuell überall verbreitet. Dieser Vorankündigung werden weitere Rasuren von Bankguthaben folgen und das in ganz Euroland, wahrscheinlich sogar der gesamten westlichen Welt. Überall werden entsprechende Gesetze auf den Weg gebracht.

    Eine weitläufige Zwangsabgabe auf Bankguthaben wird natürlich erneut einem Ereignis folgen, damit es als "Lösung" bzw. "Rettung" verkauft werden kann. Da diesmal die Menschen direkt betroffen sein werden, dürfte das Ereignis entsprechend groß ausfallen, genauso wie die Drohungen, was alles passiert, wenn man nicht "rettet".

    In einem nächsten Schritt werden dann weitere Vermögenswerte wie Immobilien, Versicherungen aller Art etc. herangezogen werden. Im August 2012 wurde in Deutschland ja das Thema "Zwangsanleihe auf Immobilien" schon einmal aufgebracht. Die Daten dafür wurden im Zensus 2011 der Volkszählung gesammelt und komplettiert. Jeder Immobilienbesitzer musste damals die Fragen beantworten. Bei Gewerbeimmobilien allerdings keine weiteren Details mehr. Das könnte darauf hindeuten, dass diese außen vor bleiben könnten.

    Nach diesem geregelten Abgriff von Vermögen wird dann sehr schnell die Phase Bail-Down beginnen, um durch einen Crash der Währungen die letzten Vermögen zu vernichten.

    Beachten Sie bitte dabei, dass es hier primär um Vermögen normaler Menschen geht, d. h. der Mittelstand, normale Reiche, aber nicht Menschen aus bestimmten Elitenkreisen. Da wir nun schon einiges gesehen haben, kann man das Vorgehen gut beobachten. Gewisse Kreise werden immer vorher gewarnt. Ganz extrem war das in Zypern zu beobachten.

    Das Ganze läuft nach einem wohl ausgeklügelten Plan, der meiner Meinung nach mit Sicherheit existiert und sogar bestimmte mit Datum versehene Meilensteine beinhaltet. Dieses wird immer deutlicher, begonnen mit der Pleite der Lehman-Bank, jetzt ganz stark mit Zypern und dem Edelmetallpreis-Crash. Letztere zwei Ereignisse sind ganz offensichtlich gezielt ausgelöst worden.

    Der nächste entscheidende Meilenstein in der Planung war nun der Angriff auf den Goldpreis vor etwas über einer Woche. Es hat sich mittlerweile gezeigt, dass dieser fast ausschließlich mit Papiergold von Zentralbanken in unvorstellbaren Größenordnungen bewerkstelligt wurde. Die FED war hierbei entscheidend beteiligt, was aber auch ganz klar darauf hinweist, dass dieser Schritt nicht aus heiterem Himmel erfolgt ist.

    Wenn allerdings beabsichtigt war, mit dieser Aktion Investoren aus dem Gold zu treiben, dann ist dieser Schuss nach hinten losgegangen. Es gibt augenblicklich einen weltweiten Run auf Gold und Silber, wie er bisher noch nicht da gewesen ist, auch nicht zur Lehmann-Krise. Damals gab es in Deutschland Engpässe, weltweit aber nicht. Bei den Edelmetallhändlern ist nach Berichten weltweit die Hölle los. Von einem der größten Edelmetallhändler Europas habe ich heute die Aussage, dass selbst er die Nachfrage nicht mehr annähernd zeitnah befriedigen kann. 2008 während der Lehmann-Krise hatte er nicht derartige Probleme. Viele der großen Produzenten wie die südafrikanische Rand oder die australische Mint sind komplett ausverkauft. Letztere hat eigentlich in Frankfurt ein Freilager, das ist nun besenrein leer. Diese Entwicklung bedeutet aber auch nichts anderes, als dass das sogenannte Big-Money nun massiv einkauft. Das passt gut zu der uns gegebenen Insider-Info. Dadurch bekommen natürlich auch Gerüchte eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die großen Edelmetallbörsen COMEX und LBMA demnächst in default gehen könnten, d. h. dass sie kein physikalisches Edelmetall mehr liefern können. Dieses dürfte das System umhauen und den Goldpreis explodieren lassen.[1]

    [1] Der Preis für physisches Gold wird sich – auf dem Schwarzmarkt – vom Papiergoldpreis abkoppeln, wenn physisches Gold offiziell vom Markt genommen wird. Der private Besitz von Hortungsgold in Form von Münzen – historische Sammlermünzen ausgenommen – oder Barren könnte verboten werden nach dem Vorbild einer entsprechenden Roosevelt-Maßnahme in den USA im Jahre (nach meiner Erinnerung) 1932.


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  1. Julissa (kein Partner)
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  5. Patar (kein Partner)
    21. Januar 2015 13:39

    Jeg synes, at modellen fra Marant er smuk og jeg ville f8nske, at jeg selv havde mulhgied for at investere i den. Den anden model er meget speciel, men bestemt ikke smuk eller lign. Men du kan sikkert godt fe5 den til at fungere. http://bqbesgyb.com [url=http://ohywlinsclk.com]ohywlinsclk[/url ] [link=http://ztmxtzd.com]ztmxtzd[/link ]

  6. Antonio (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:25

    Adelina, you are so right! I saw the Isabel Marant shoes worn by a lot of feet from blogger/streetstyles. And I am rellay for the ones by Givenchy: they have something more sophisticated.xo

  7. Fenando (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:34

    Tycker definitivt du ska ta Givenchy de e4r re5coola och ke4nns som om Isabel Marant e4r mer en tilfe4llig grej medan som Givenchy e4r dtoignhisesria ockse5 sle5 pe5 stort!

  8. Loui (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:08

    I just can't see the appeal of the Givenchy boots, not these or the tall ones that were the it' item!! As much as I like the Lazios, they're just too done by your feollw colleagues! You need a third option. Sorry!!

  9. Rustam (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:52

    A wonderful job. Super helpful inmrofation.

  10. yota-berlin (kein Partner)
    21. Mai 2013 11:31

    Ich sag nur eines: es wird ein Trennbankensystem benötigt. Dann erübrigt sich die ganze Diskussion.

  11. estate (kein Partner)
    15. Mai 2013 12:25

    Die Thematisierung des Zusammenhangs zwischen Ertrag und Risiko und die daraus abgeleitete Forderung, Gläubiger in die Pflicht zu nehmen und den Steuerzahler nicht zu behelligen, ist notwendig und richtig.

    Vergessen wird dabei aber, wie auch aktuell, die Unterscheidung zwischen einem Sparer und dem bloßen Konsumenten einer Dienstleistung. Das typische Taggeld-Konto zur Abwicklung von Zahlungsvorgängen dient weder der Ertragsmaximierung über Zinsen, noch kann dabei selbst im juristischen Sinn von einem Darlehen gesprochen werden, weswegen solche Gelder jetzt schon finanz- und banktechnisch anders zu behandeln sind.

    Das Negieren des Unterschiedes zwischen Spar- und Taggeldkonto führt im Falle eines Haircuts insbesondere bei Letztgenannten zu willkürlichen Effekten, kommt doch ausgerechnet jener zum Handkuß, auf dessen Konto sich ein Durchreichposten zum Zeitpunkt des Einfrierens befand.
    Eine Hausverwaltung oder ein Treuhänder, der als Dienstleister von Dritten Gelder bezieht, um diese danach weiterzuleiten, ist zwar ein Bankkunde, aber definiv kein Sparer. Gleiches gilt für Firmen, die Lohngelder, Kassenbeiträge für Mitarbeiter oder Steuerabgaben just zu dem Zeitpunkt noch am Konto liegen haben, zu dem die Obrigkeit das Fallbeil zwecks Rasur runterläßt.

    Staatlich mit dem Gewaltmonopol bei einer Insolvenz ins Eigentum der Bürger einzugreifen, mag im Anlaßfall berechtig sein zur korrekten Zuordnung von Schäden und Verantwortlichkeiten. Werden im Anlaßfall jedoch einleuchtende Unterscheidungen negiert, und wird Eigentum willkürlich demjenigen zugerechnet wird, auf dessen Konto es sich mehr oder minder zufällig gerade befand, kann eher von einem Willkürmonopol gesprochen werden, welches Bürger um ihre Existenz bringt, ohne daß diesen ein relevantes Versagen, Verschulden oder gar die vielstrapazierte Gier angelastet werden kann.

    Zugegeben -- auch diese Bankkunden haben im Rückblick mit der Auswahl ihrer Bank eine falsche Wahl getroffen, doch ist dieses Versagen definitiv anders zu werten, als jenes von tatsächlich gewinnorientierten Sparern. Rechtstaatlichkeit kann und muß sich auch daran messen, Ungleiches tatsächlich ungleich behandelt zu wissen.

  12. senfdazugeber72 (kein Partner)
    15. Mai 2013 11:14

    Die Problematik, die Herr Unterberger aufzeigt ist reell. Allerdings leider angereichert um etliche (unzutreffende) Generalisierungen und Milchmädchenkalkulationen.

    ...seither ist logischerweise bei vielen die Lust geschrumpft, sich selbst ausreichend und teuer zu versichern. Zugleich ist die Lust gestiegen, billige, aber riskante Bauplätze zu nutzen, die lawinenbedroht oder überschwemmungsgefährdet sind.

    Ich kann mir diese Aussage nur so erklären, dass Herr Unterberger noch nie von einer Naturkatastrophe betroffen war. KEIN MENSCH geht freiwillig solche Risiken (oft auch für Leib und Leben, wenn Herr Unterberger schon von Lawinen schreiben muss) ein. Allerdings haben Beispielsweise in den letzten 10 Jahren die Starkregenereignisse massiv zugenommen. Mein Haus steht nicht einmal in einer HQ100 Zone (hundertjähriges Hochwasser). Dennoch stand letzte Woche mein Erdgeschoß unter Wasser. Ich bin gut versichert, aber nachdem Herr Unterberger ökonomisch gebildet ist, sollte er wissen was der Unterschied zwischen Zeitwert und Wiederbeschaffungswert ist.

  13. Torres (kein Partner)
    15. Mai 2013 10:43

    Zuerst einmal wäre zu klären, was Unterberger unter "hohen" bzw. "niedrigen Zinsen auf Spareinlagen versteht. Die derzeit höchsten zu erzielenden Zinsen für (etwa einjährig gebundene) Spareinlagen belaufen sich auf rund 1,5%, die niedrigsten liegen bei 0,5%. Laut Unterberger sind also Sparer, die die unglaublich hohen 1,5% erzielen, unverantwortliche Spekulanten, die zu Recht alles verlieren sollten, wenn die betreffende Bank pleite geht (offenbar, weil sie so enorme Zinsen zahlt). Und ganz abgesehen davon: man sollte dabei nicht vergessen, dass der Staat von diesen (noch dazu merklich unter der Inflationsrate liegenden) Zinsen auch noch 25% KESt kassiert, also sich auf Kosten der Sparer noch ein schönes Körberlgeld holt. Daher sehe ich überhaupt keinen Grund, dass der Staat sich vor der Einlagensicherung im Falle einer Bankenpleite drücken sollte; das Geld dafür hat er sich ohnehin jahrelang über die KESt geholt.

  14. F.V. (kein Partner)
    15. Mai 2013 09:11

    Peter Denk betreibt einen „blogspot“, in dem er bemerkenswerte Analysen bringt. Wie mir scheint lesenswerter als die Kaffeesatz-Leserei im UTB.

    Nachfolgend ein Auszug, volle Länge 4 Seiten; die Graphik ist sehr anschaulich.

    http://pit-hinterdenkulissen.blogspot.co.at/2013/04/agenda-x.html

    Hinter den Kulissen, 24.04.2013 – Wenn wir die bisherige Krise analysieren, fällt auf, dass diese einem bestimmten Muster folgt. Es gibt ein "völlig unerwartetes" Ereignis, dem dann eine bestimmte Maßnahme folgt. Typische Vorgehensweise nach dem Modell:

    Problem ? Reaktion ? Lösung

    Die "Lösungen" laufen aber immer nur darauf hinaus, das Geld der normalen Menschen einzusammeln. Begonnen hat man mit staatlichen Geldern, was den meisten Menschen zumindest in Deutschland und Umgebung noch nicht wirklich aufgefallen ist, da es unmittelbar keine direkten Folgen für sie hatte. Das Geld ist aber weg und wird irgendwann durch den Staat eingetrieben werden. Massive Steuererhöhungen, Kürzungen von Leistungen und auch Zwangsabgaben werden die Folge daraus sein. Dieses war die Bail-Out Phase, die sich nun seit März 2013 ihrem Ende genähert hat. Seit Zypern sind wir nun in der Phase "Bail-In", in der jetzt direkt auf die Vermögenswerte zugegriffen wird. Das erfolgt noch staatlich geregelt, führt aber natürlich zu massiven Verlusten bei den Guthaben. Wie mittlerweile sehr öffentlich auch in den Massenmedien gesagt wird, war Zypern eine "Blaupause".

    Auf NTV lesen wir:
    "Staat nimmt Sparer in die Pflicht Schäuble macht den Dijsselbloem"

    Die Boston Consulting Group hat ein Papier herausgebracht, in dem sie die Enteignung der Sparer fordert. Die BCG berät die Bundesregierung und andere Institutionen und hat schon öfter Blaupausen für entsprechende Aktionen geliefert. Während vor ein paar Wochen noch heftig dementiert wurde, dass Zypern eine Blaupause für weitere Aktionen sein könnte, wird es aktuell überall verbreitet. Dieser Vorankündigung werden weitere Rasuren von Bankguthaben folgen und das in ganz Euroland, wahrscheinlich sogar der gesamten westlichen Welt. Überall werden entsprechende Gesetze auf den Weg gebracht.

    Eine weitläufige Zwangsabgabe auf Bankguthaben wird natürlich erneut einem Ereignis folgen, damit es als "Lösung" bzw. "Rettung" verkauft werden kann. Da diesmal die Menschen direkt betroffen sein werden, dürfte das Ereignis entsprechend groß ausfallen, genauso wie die Drohungen, was alles passiert, wenn man nicht "rettet".

    In einem nächsten Schritt werden dann weitere Vermögenswerte wie Immobilien, Versicherungen aller Art etc. herangezogen werden. Im August 2012 wurde in Deutschland ja das Thema "Zwangsanleihe auf Immobilien" schon einmal aufgebracht. Die Daten dafür wurden im Zensus 2011 der Volkszählung gesammelt und komplettiert. Jeder Immobilienbesitzer musste damals die Fragen beantworten. Bei Gewerbeimmobilien allerdings keine weiteren Details mehr. Das könnte darauf hindeuten, dass diese außen vor bleiben könnten.

    Nach diesem geregelten Abgriff von Vermögen wird dann sehr schnell die Phase Bail-Down beginnen, um durch einen Crash der Währungen die letzten Vermögen zu vernichten.

    Beachten Sie bitte dabei, dass es hier primär um Vermögen normaler Menschen geht, d. h. der Mittelstand, normale Reiche, aber nicht Menschen aus bestimmten Elitenkreisen. Da wir nun schon einiges gesehen haben, kann man das Vorgehen gut beobachten. Gewisse Kreise werden immer vorher gewarnt. Ganz extrem war das in Zypern zu beobachten.

    Das Ganze läuft nach einem wohl ausgeklügelten Plan, der meiner Meinung nach mit Sicherheit existiert und sogar bestimmte mit Datum versehene Meilensteine beinhaltet. Dieses wird immer deutlicher, begonnen mit der Pleite der Lehman-Bank, jetzt ganz stark mit Zypern und dem Edelmetallpreis-Crash. Letztere zwei Ereignisse sind ganz offensichtlich gezielt ausgelöst worden.

    Der nächste entscheidende Meilenstein in der Planung war nun der Angriff auf den Goldpreis vor etwas über einer Woche. Es hat sich mittlerweile gezeigt, dass dieser fast ausschließlich mit Papiergold von Zentralbanken in unvorstellbaren Größenordnungen bewerkstelligt wurde. Die FED war hierbei entscheidend beteiligt, was aber auch ganz klar darauf hinweist, dass dieser Schritt nicht aus heiterem Himmel erfolgt ist.

    Wenn allerdings beabsichtigt war, mit dieser Aktion Investoren aus dem Gold zu treiben, dann ist dieser Schuss nach hinten losgegangen. Es gibt augenblicklich einen weltweiten Run auf Gold und Silber, wie er bisher noch nicht da gewesen ist, auch nicht zur Lehmann-Krise. Damals gab es in Deutschland Engpässe, weltweit aber nicht. Bei den Edelmetallhändlern ist nach Berichten weltweit die Hölle los. Von einem der größten Edelmetallhändler Europas habe ich heute die Aussage, dass selbst er die Nachfrage nicht mehr annähernd zeitnah befriedigen kann. 2008 während der Lehmann-Krise hatte er nicht derartige Probleme. Viele der großen Produzenten wie die südafrikanische Rand oder die australische Mint sind komplett ausverkauft. Letztere hat eigentlich in Frankfurt ein Freilager, das ist nun besenrein leer. Diese Entwicklung bedeutet aber auch nichts anderes, als dass das sogenannte Big-Money nun massiv einkauft. Das passt gut zu der uns gegebenen Insider-Info. Dadurch bekommen natürlich auch Gerüchte eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die großen Edelmetallbörsen COMEX und LBMA demnächst in default gehen könnten, d. h. dass sie kein physikalisches Edelmetall mehr liefern können. Dieses dürfte das System umhauen und den Goldpreis explodieren lassen.[1]

    [1] Der Preis für physisches Gold wird sich – auf dem Schwarzmarkt – vom Papiergoldpreis abkoppeln, wenn physisches Gold offiziell vom Markt genommen wird. Der private Besitz von Hortungsgold in Form von Münzen – historische Sammlermünzen ausgenommen – oder Barren könnte verboten werden nach dem Vorbild einer entsprechenden Roosevelt-Maßnahme in den USA im Jahre (nach meiner Erinnerung) 1932.

    • Erich Bauer
      15. Mai 2013 10:59

      Schon seit geraumer Zeit kann ich mich den hierorts so täglich vorgebrachten "Untergangsorakelsprüchen" keineswegs anschließen... Ich halte diese Prognosen fast schon für blinden "Optimismus". Besonders die "volkswirtschaftlichen" Hochrechnungen, die Bankenkrise, die Schuldenkrise, die in BÄLDE das Kartenhaus zusammenbrechen lassen sollten... Ich fürchte, das wird nicht stattfinden. Es soll nämlich etwas ganz anderes stattfinden...

      Ich kann nicht so recht glauben, daß die Machthaber über die hier, manchmal sehr beredt vorgebrachten Zusammenbruch-Szenarien, sich keinerlei Gedanken gemacht hätten. Warum? Für mich ist es in erster Linie die Gelassenheit, mit der sämtliche Landvögte, samt deren Hofstaat, den vielerseits erwarteten Problemen gegenüberstehen. Man hat nicht das Gefühl, daß die "Herrschaft" das sonderlich kratzt... Dafür gibt es mAn nur zwei Gründe:

      1. Sie wissen tatsächlich nicht was sie tun (sehr, sehr unwahrscheinlich)
      2. Sie verfolgen ein Konzept... (gesteuerter Zerfall... danach "Schöne, neue Welt")

      Wie sieht das dann aus? Nachdem die letzten renitenten Bürger sich notgedrungen dem allgemeinen Sklavenschicksal ergeben haben, die KMUs ausgelöscht und durch großkapitalistische Blöcke ersetzt sind, kann das "neue" Zeitalter beginnen...

      Naturgemäß wird, wahrscheinlich, die Produktivität sinken. Demgemäß auch der Lebensstandard der Sklaven. Das macht denen aber nichts aus, da Gleichheit und Gerechtigkeit für jeden ersichtlich ist. Auch dem Monsterkapital macht das Sinken der Produtktivität nicht allzuviel aus, da man ja mit nur ganz Wenigen teilen muß. Die dienstleistenden Landvögte sind dann auch nicht mehr so arg viele. Nur die Treuesten der Treuen muß man dann halt noch durchfüttern...

    • F.V. (kein Partner)
      19. Mai 2013 11:25

      Sg. Herr Bauer,

      was Sie folgern ist aber doch das Ergebnis jene von Ihnen nicht für wahrscheinlich gehaltenen „Verschwörungs-Theorien“.

      Ich habe es immer als eine Lüge gehalten, wenn Leute in Führungspositionen sich angeblich von den Ereignissen „völlig überrascht“ gaben. Als GF wußte ich wo die Schwachstellen waren und vor allem: welche Folgen sich nach sich ziehen würden, gelänge es nicht zu beseitigen. Und dort wo es keine Chance gab sie in überblickbarer Zeit zu eliminieren, war der Lauf der Dinge vorherbestimmt – und vorhersehbar.

      Wie sollte das in größeren Zusammenhängen anders sein? Wenn heute die BIZ in Basel täglich an die 10 Billionen Dollar an Transaktionen abwickelt, aufs Jahr hochgerechnet ein dreistellig Vielfaches der Welt-Wirtschaftsleistung, dann ist doch klar, daß dies mit der Realwirtschaft nicht mehr das Geringste zu tun hat. Auch wenn hieraus „nur“ Inkremental-Geschäfte abgeleitet werden, sind diese doch in einer Dimension, daß es der Plünderung der Realwirtschaft gleich kommt. Wenn die FED und EZB (oder auch die BoJ) in Billionenhöhe Kredit schöpft, dann muß dieses fiat-money aus dem Nichts früher oder später den Zusammenbruch nach sich ziehen.

      Auch hier wissen wir, was dies bedeutet, wenn der Geldumlauf nicht mehr funktioniert: alles steht in der realen Wirtschaft: keine Abhebungen mehr, keine Löhne, keine bezahlten Rechnungen, ... alles kommt zum Erliegen. Und da Menschen in Millionenstädten dann innerhalb weniger Tage nichts mehr aus den Supermärkten kaufen können, werden sie – vom Hunger getrieben – wie die Heuschrecken über alle und alles herfallen, die vielleicht noch etwas haben. – Bürgerkrieg, Aufstände, Rassenkriege in der „Multi-kulti-Gesellschaft“ ...

      Ein Zusammenbruch ist u. U. in Stunden möglich, je nachdem was der Auslöser ist; die Wiederherstellung der Ordnung und das Wiederanlaufen der produzierenden Wirtschaft aber ein möglicherweise Monate dauernder Prozeß. Wie überlebt man da, wenn wir absolut in keiner Weise darauf vorbereitet sind: weder physisch noch geistig?

  15. socrates
    14. Mai 2013 22:05

    Britische Unternehmen betreiben Hunderte von Tochterfirmen in Steueroasen
    Florian Rötzer 13.05.2013 heise.de/tp

    Nach ActionAid sind Steueroasen eines der größten Hindernisse zur Bekämpfung der globalen Armut

    Die G7-Länder wollen gemeinsam die Steuerflucht durch Informationsaustausch bekämpfen. Sogar die britische Regierung scheint mitzuziehen, obgleich einige der beliebtesten Steueroasen wie die Cayman- und Jungferninseln, Jersey oder Bermuda zu Großbritannien gehören. Man wolle diese Steueroasen zwar nicht "unnötig schädigen", sagte Finanzminister George Osborne, aber die Steuern müssten bezahlt werden und die Überseeterritorien und der britische Kronbesitz müssten mitspielen. Beschlossen hatten die Finanzminister, Steuerdaten automatisch auszutauschen.

    Aber in den Steueroasen, zu denen ActionAid auch Irland oder Delaware rechnet, haben nicht nur reiche Briten viele Milliarden untergebracht, auch britische Unternehmen nutzen sie intensiv. Man darf gespannt sein, ob es bei der Ankündigung der G7-Staaten, besonders was Großbritannien betrifft, nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleibt. Die britische NGO ActionAid hat in einem Bericht auf das Ausmaß der möglichen Steuerhinterziehung oder zumindest der Ausbeutung von Tricks zur Steuersenkung und der Vermögensverschleierung durch britische Unternehmen und die Tatsache hingewiesen, dass eine von fünf Steueroasen zu Großbritannien gehört.

    Unternehmen in Steueroasen müssen keineswegs zur Steuerhinterziehung dienen, betont ActionAid. So erklärte ein Sprecher von Barclay, dass die Bank zu den größten Steuerzahlern in Großbritannien gehöre und ethisch handele, der Bericht von ActionAid sei irreführend. "Praktisch alle" der Tochterunternehmen auf den Cayman-Inseln würden Unternehmenssteuern an Großbritannien zahlen. Zudem habe man die Tochterunternehmen in Steueroasen bereits in den letzten Jahren vermindert.
    Von den 100 größten britischen Unternehmen werden mehr als 8.000 Tochterunternehmen oder Joint Ventures in Steueroasen betrieben. 40 Prozent der Tochterunternehmen wurden in Steueroasen angesiedelt, 10 der Firmenzentralen befinden sich hier. Gerade einmal zwei der 100 größten Unternehmen machen dies nicht, dafür haben andere gleich Hunderte davon. Verändert hat sich gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2011 kaum etwas. Das Medienunternehmen WPP, zu dem auch TNS Emnid und TNS Infratest gehören, liegt mit mehr als 600 Tochterunternehmen in Steueroasen an der Spitze. HSBC, Shell, Barclays, BP und die Royal Bank of Scotland haben sich mit mehr als 400 zerfleddert. Teilweise über 100 der Tochterunternehmen in Steueroasen etwa von HSBC, Barclays oder Lloyds wurden in britischen Steueroasen gegründet, so dass sich hier der britische Staat massiv selbst schädigt. Da die meisten der Unternehmen auch in Entwicklungsländern tätig sind, werden auch hier Steuern vermieden, so ActionAid, was zur globalen Armut beiträgt. In den Entwicklungsländern selbst sind kaum Unternehmen angesiedelt, dafür aber ein hoher Anteil in Steueroasen. Mike Lewis von ActionAid sagt, Entwicklungsländer würden dreimal mehr Geld an Steueroasen verlieren, als sie an Entwicklungshilfe erhalten.

    Die Bankenbranche liegt nach der Immobilien- und Finanzbranche wenig überraschend an der Spitze der Steueroasennutzer. 58 Prozent der Überseeunternehmen der größten britischen Banken, allen voran Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland und Lloyds, befinden sich in Steueroasen, bei der Immobilienbranche sind es sogar 79,5 Prozent, in der Finanzbranche 61 Prozent. Aber es spielen auch andere Branche wie Energie-, Telekommunikations-, Industrie- oder Supermarktketten kräftig mit.

    • socrates
      14. Mai 2013 22:10

      Wenn ich im TV heute h?rte, dass die EU ihre Steueroasen beseitigen will, fehlen Jersey, Guernesey, Sherq, Ile of man, Alderney, .....................................
      Wenn wir nur belogen werden, wozu sollen wir unsere Medien konsumieren.

  16. terbuan
    14. Mai 2013 15:03

    Was jedem Sparer ohnedies bereits längst klar ist:
    Der Chef der Bank Austria, Willibald Cernko, meint "Das Bankgeheimnis wird abgeschafft!", na geh Herr Generaldirektor, wer hätte das gedacht?

    "Als erster Banker rückt der Chef der Bank Austria vom Bankgeheimnis ab. Klare Spielregeln sollen Datenschutz sicherstellen. Cernko ist für die Bankenunion: Nicht nur Aktionäre, sondern auch Sparer sollen in Zukunft für das Scheitern der Banken aufkommen."
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/13/bank-austria-knickt-ein-bankgeheimnis-wird-abgeschafft/

    Ein Poster schreibt:
    "Hallo liebe Österreicher, hier ein ganz heißer Tipp: Holt Euer Geld von den Banken!"

    Er sollte allerdings das Wort Österreicher durch Sparer ersetzen, es ist nirdendwo anders!

    • brechstange
      14. Mai 2013 19:33

      Klar, dass Cernko für den künftigen Bankensozialismus ist, möchte er doch weiter an führender Stelle bei Unicredito sein und die Unicredito hat den Bankensozialismus mehr als nötig. Die Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken werden es spüren, denen wird die Substanz genommen.

  17. Observer
    14. Mai 2013 13:16

    Jeder der seine Ersparnisse auf einen Sparbuch hat (auch mit zeitlicher Bildung), verliert Geld, denn die mikrigen Zinsen minus Kest sind wesentliche tiefer als die aktuelle Inflationsrate. Dies ist auch eine Art, wie man "Abschöpfung" betreibt.

    Heute versucht uns Maria Fekter ihren EU-Rückzieher beim aktuellen Thema "Bankgeheimnis bzw. Informationsaustausch" als Erfolg zu verkaufen. Ihre Begründung: "Die österreichischen Interessen bleiben gewahrt". Um eine Niederlage als Sieg zu feiern braucht es aber auch Leute, welche dies glauben. Ich gehöre nicht dazu.

    • Erich Bauer
      14. Mai 2013 13:56

      Regierungschef Faymann gab bekannt: "Was Frau Fekter möchte oder tut, ist ganz wurscht. Sie hat eh nix zu sagen. Was ICH sage gilt! Und ICH bin gegen Steuerhinterziehung!"

      Was "pecken's da jetzt auf die Fekter hin? Natürlich... der FM könnte zurücktreten, wenn seinen Vorstellungen nicht entsprochen wird. Dann wäre "Spindis" Welt in Ordnung. Die Welt der "Beobachter" wahrscheinlich auch...

  18. Josef Maierhofer
    14. Mai 2013 11:40

    'Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen' auf redliche Weise.

    Die unredliche wird uns von den Banken vorgezeigt und vorgespielt.

    Noch unredlicher sind die Staaten und ihre Politik zu ihren Bürgern (und auch die Nehmerbürger zu ihren Staaten und zu ihrer Politik, die sie ständig zu Schulden 'animieren' und wählen).

    So viel Unredlichkeit mündet nun immer deutlicher in den 'Schrecken ohne Ende', er wird sicher einige Generationen lang dauern.

    Würden alle den Einleitungssatz verstehen und danach handeln, dann könnte man sagen 'redlich', 'anständig', etc.

    Das sind wir nicht und darum enden wir dort, wo wir uns selbst dorthin gebracht haben.

    Leider, wie Dr. Unterberger auch ausführt treffen die Konsequenzen immer die Anständigen und nie die unredlichen Gauner in Politik, Banken und im Volk.

    Je lauter die Schweine grunzen, desto mehr Futter wird ihnen gegeben, das das Futter schon vor 40 Jahren, als man begonnen hat mit der Unredlichkeit, ausgegenagen ist und nur auf Kredit 'zugekauft' wurde, das sehen wir jetzt, wenn nämlich zum Geld auch der Kredit ausgehen wird.

    'Rettung' gibt es nicht, Sicherheit auch nicht, Verlässlichkeit auch nicht und Staaten sind das die schleißigsten geworden, weil eben alle zum Verderben drängen.

    Nein, heute zahl ich nicht, morgen, nein morgen auch nicht, das ist mir dazwischen gekommen, .... grob fahrlässige betrügerische und selbstbetrügerische Krida ist das, was wir da tun, bloß um ein paar Polititiker (das richtige Wort gilt leider nur für Verurteilte) auszuhalten und ihre Klientel. Denken Sie nur daran, was das Finanzamt mit Ihnen aufführt, würden Sie nicht pünktlich zahlen. Was es sonst noch aufführt, das kann man als ein Beispiel am Sonntag, 12.5.2013 in der Kronenzeitung lesen, das Interview mit Felix Baumgartner.

  19. brechstange
    14. Mai 2013 11:01

    So und jetzt erkläre mir mal einer, wie der Sparer bei soviel Transparenz die richtige Bank aussuchen kann.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/14/bankenrettung-regierung-verweigert-offenlegung-der-zahlen/

  20. A.K.
    14. Mai 2013 10:52

    Als Sparer und Steuerzahler kann ich bei den Sparbuchzinsen - ob auf Bücher in konventioneller Form oder auf Sparkonten ähnlich Girokonten – , die derzeit gezahlt werden, nur mit den Zähnen knirschen. Es handelt sich dabei um eine dauernde Schädigung des Mittelstandes durch „FINANZIELLE REPRESSION“. Damit geschieht überall eine SCHLEICHENDE ENTEIGNUNG VON DER MITTELSCHICHT ABWÄRTS.
    Weil die Sparzinsen weit unter der Teuerung liegen, verlieren alle Sparer Geld – es herrscht eben „FINANZIELLE REPRESSION".
    Keiner der Regierungsvertreter macht sich Sorgen über die Realzinsverluste der Sparer. Sie schweigen weil es ihnen nützt. Wer ordentlich gewirtschaftet und dadurch Ersparnisse hat, wird abkassiert von jenen, die nur das Ausgeben des Geldes der Anderen können – Abkassieren ist primär linke Vorgangsweise. Die Linken reden immer von den „Reichen“, in Wirklichkeit zahlen ordentliche Aktive, die so arbeiten und wirtschaften, daß Ersparnisse anlegen können, für die Sauereien der Linken. Ebensolches gilt für die Pensionisten, die sich nicht mehr wehren können. Man schätzt in Österreich allein zwischen 2010 und 2012 eine Schadenshöhe von 10 Milliarden Euro!

    • brechstange
      14. Mai 2013 10:59

      Kein Politiker weiß offenbar, dass Sparen mit Investieren korreliert. Wenn die Sparvermögen abnehmen, nehmen auch die Investitionen ab. Aber diesse glauben diese Deppen ja durch öffentlichen Ausgaben in Gang zu bringen. In Wahrheit befördern sie Fehlinvestitionen. Es ist einfach nicht mehr zu fassen, was diese Herrschaften zuwegebringen.

    • M.S.
      14. Mai 2013 12:22

      Einer der ärgsten Geistesriesen von Politikern ist in dieser Hinsicht Hollande und unser "Kanzler" ist nicht zufällig sein guter Freund.

  21. dssm
    14. Mai 2013 10:12

    Das Problem beginnt in der Kette bereits vor den Banken.
    Der Haupttäter sitzt im Notenbankgebäude! Legitimiert durch die demokratischen Institutionen.
    Die nächsten Täter sitzen als Professoren, auf Steurzahlers Kosten, in den Universitäten. Den wirtschaftspolitischen Schwachsinn dieser Damen und Herren reproduzieren ihre Schüler dann im ganzen Finanzsektor und den Beamtenstuben.

    So gesehen ist es nur gerecht, wenn der Steuerzahler für die Banken haftet, denn mit seinem Geld wurde der Wahnsinn zur Methode.
    So gesehen ist es nur gut, wenn der Bürger mit seinem Bankkonto haftet. Er, der Bürger hat diese Saat des Wahnssinns und der Gier bezahlt, also hat er auch ein Recht auf die reiche Ernte.

  22. brechstange
    14. Mai 2013 08:02

    Da macht man schon von Kindesbeinen an in den Schulen auf Weltspartag, wo die Banken mit Hilfe unserer Bildungsinstitutionen sich Vertrauen erschleichen und dann sollen die Kinderlein wissen, dass sie den Banken Kredit geben, Gläubiger sind und je größer die Geschenke waren, haften werden. Da läuft doch einiges schief in unserem Staat. Wenn nicht die Eltern diesem Getue misstrauisch gegenüberstehen und die Kinder bilden, dann ist das erschlichene Vertrauen da. Schön langsam wachen sie auf, ja das ist gut so.

    Doch wie werden Betrogene reagieren?
    Mit Hochdruck arbeitet man von seiten der Nomenklatura daran, Zentralisierung voranzutreiben, wenn die Verträge es nicht zulassen, dann bricht man sie, gleichzeitig fährt man die Gehirnwäsche über die Medien hoch und veranstaltet Seminare, die den Jugendlichen diese EUdSRR (Europäische Union der sozialistischen Ratsrepubliken) schmackhaft machen. Das darf der Steuerzahler dann auch noch finanzieren, wie der vertrauende Sparer seine Geschenke.

    Durch mangelhafte Bildung, durch massenverblödende vom Steuerzahler gesponserte Events, durch gesteuerte mediale Berichterstattung lässt sich der Bürger und Steuerzahler auch noch vom Brandstifter das Haus löschen. Das funktioniert am besten je mehr Eigenverantwortung abgenommen und subsidiäre Entscheidungen ausgehöhlt und immer weiter nach oben, sprich zentralsiert, werden.

    Hoffen wir, dass der Österreicher bemerkt, dass diese Vorgangsweisen nur der Nomenklatura helfen, ihre Pfründe zu sichern.

    Hoffen wir, dass auch die Steuerzahler, Unternehmer und Banken mutiger werden und den Politikern die Stirn bieten, sich darauf besinnen, dass das Fass der öffentlichen Aufträge immer kleiner werden wird und wer dann da noch politisch dabei sein darf und wer nicht. Man denke da an die Bankenunion mit den Vorboten bei der Hypo Alpe Adria. Erst über EZB (Trichet) und EU Druck auf Verstaatlichung aus und nun übt die EU Druck aus, einen schnellen Verkauf zu tätigen, am besten man schickt einen Kommissar rein, der dann weiß, wo die Schnäppchen liegen und wie man die billig bekommt und den Rest überlässt man dann dem österreichischen Steuerzahler. Sagen wir eigentlich, wie blöd sind wir, dass wir selbst nichts auf die Reihe bekommen?

    Hoffen wir, dass der Österreicher bis zu den Wahlen aufwacht und sich das nícht mehr gefallen lässt.

    • M.S.
      14. Mai 2013 10:26

      @brechstange
      *****************.
      Dass der Österreicher bis zu den Wahlen aufwacht darf bezweifelt werden!

  23. ambrosius
    14. Mai 2013 05:12

    Banken sind naturgemäß mit der Macht des Geldes, das sie verwalten sollten/sollten den jeweils Mächtigen ganz nahe.

    Daraus resultiert der ganze und vielfältigste Schlamassel, in dem wir stecken.
    Der österr. Steuerzahler hat sowohl die Länderbank als auch die Kreditanstalt unter Kreisky`s Zeiten mehrfach " rekapitalisieren" müssen und damals war für Österreich weder von der EU noch vom Euro die Rede.

    Auch hat das Denken der Veranwortlichen mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten. Ein Beispiel: die fehlende Unterlegungspflicht für Staatsrisiko ( für schlampige Politiker ja sehr angenehm): Das war immer ein Skandal aber berechtigt, solange eine Bank in einem autonomen Staat mit autonomer Währung arbeitete. Ging der Staat pleite, dann natürlich auch die Banken (nach dem Grundsatz: is die Kuah hin i`s Käibel a hin). Heute haben völlig defaillierte Staaten die gleiche Währung wie wohlorganisierte und leistungsfähige Staaten und Banken arbeiten nicht mehr in einem, autonomen Gebiet sondern haben oft genug den größten Teil ihrer Aktiva und Passiva ausserhalb ihres Heimatmarktes. Eingriffe in ein solches System, egal von Eurokraten, die ja auch nur Lokalkaiser sind oder auch von -beispielsweise- unseren Ignoranten auf der Regierungsbank müssen da zwangsläufig ins Desaster führen.

    Sowohl der Beitrag von Dr. Unterberger als auch die bisher zu lesenden Postings zeigen die völlige Ratlosigkeit, die angesichts der jetzt angerichteten Lange vorherrscht.

    • dssm
      14. Mai 2013 10:23

      Ich bin nicht ratlos ob der Lage am Finanzsektor, dies ist ja nur ein Spiegelbild einer Gesellschaft auf dem Weg in den Sozialismus. Das Problem Finanzsektor wäre ja ganz einfach durch Anwendung der Marktwirtschaft zu heilen.
      Ratlos bin ich ehr wie wir den Sozialismus wieder wegbekommen, und zwar einfach deshalb, weil ich persönlich nicht im Sozialismus leben will.

    • M.S.
      14. Mai 2013 10:33

      @dssm
      "Ratlos bin ich eher wie wir den Sozialismus wieder wegbekommen, und zwar einfach deshalb, weil ich persönlich nicht im Sozialismus leben will."

      Ich fürchte den Sozialismus werden wir nicht so schnell wegbekommen, eher das Gegenteil.
      Interessant dazu der Gastbeitrag von Michael Hörl, v. 12.5.2013: Rotes Österreich: Fortsetzung des Linksrutsches bei Salzburg-Wahl

    • ambrosius
      14. Mai 2013 12:25

      @dssm in Sachen neomarxismus bin ich mit Ihnen d`accord.

      In Sachen Finanzwirtschaft haben die Ignoranten viel mehr verbrochen als bloß Konkurse als reinigendes Gewitter zu verhindern. Da ist wirklich guter Rat teuer !

    • dssm
      14. Mai 2013 17:58

      @ambrosius.
      Ich halte Ihren Ausdruck 'Ignoranten' als etwas zu harmlos!

      Wer etwas ignorierte, weiß um die Tatsache, hat aber keine Lust zur Handlung. Dies trifft aber auf die handelnden Personen nicht zu.
      Da gibt es einmal die Gutmenschen, akademisch verbildet, unfähig zu wirtschaftlichem Denken, an Arbeit nicht gewöhnt. Die begreifen gar nicht was da passiert ist und nun unwiderruflich in einer Katastrophe münden wird.
      Gleiches gilt für die meisten Bankster und sonstigen 'Fachleute'. Keine Ahnung was passiert, Hauptsache gut verdient.

      Ganz anders jene Profiteure, welche ganz oben sitzen. Erst neulich haben die großen US-Banken ein Positionspapier herausgebracht; und siehe da, die österreichische Schule leuchtet durch.

      Eine explosive Mischung, Volltrotteln (Verzeihung, aber alles andere ist Untertreibung!) die nur gut sein oder verdienen wollen und echte Meister, von welchen man die Ziele nur schwer erkennen kann.

    • ambrosius
      14. Mai 2013 21:26

      @DSSM;
      Ich habe mich zuletzt ein bisschen viel aufgeregt und geschimpft. Daher nehme ich mich zurück und wähle " mildere" Ausdrücke.
      Die ganze Entwicklung ( Aufbau von Staatsdefiziten, Fortschreitende Verblödung von sog. Fachleuten, egal ob Ökonomen, Notenbanker, gemeine Banker, Chefs von Schattenbanken) ist seit Jahrzehnten vorausschaubar gewesen, wenn man nur ein kleines Denkvermögen hatte und auch nur bloß die Zeitungen mit Hirn gelesen hat

      Was mich aber schon in den 90erJahren verblüfft hat war die Tatsache, dass die Damen und Herren Absolventen von Wirtschaftsuniversitäten nur noch in mathematischen Modellen gedacht haben und- ob man es nun glaubt oder nicht- tatsächlich nicht erkannt haben, daß es zwischen Modellen und der Realität einen Unterschied gibt.

      Diese Leute sitzen heute überall, in den Beamtenstuben, in den Banketagen in den Nationalbanken und den "Aufsichts"behörden an den Schalthebeln. Was will man von solchen Leuten erwarten ? Kein Wunder, daß die Liste der " Sünden" heute so lang ist, daß ein Buch zur Aufzählung und Erklärung nicht reicht und keine Macht der Welt das Geld verdienen kann- zumindest auf ehrliche Weise verdienen kann- was da verbraten wurde.

      Natürlich darf man auch auf die Einäugigen unter den Blinden nicht vergessen, die sich dabei auch eine goldene Nase verdienen konnten.

      Daher meine resignative Milde

  24. werauchimmer
    14. Mai 2013 03:09

    [Nachtrag zu 02:49 unten:]

    Und für jene Einlagensicherung, die im Ernstfall tatsächlich vom österr. Staat zu berappen ist, wurde die Sondersteuer "Bankenabgabe" eingeführt, die wirtschaftlich gesehen gleichfalls eine Versicherung darstellt, deren Prämien gleichfalls die Sparer über die Bankgebühren tragen müssen!

    Falls die staatliche Einlagengarantie fällt, traue ich mich schon jetzt zu wetten, dass der Staat diese Sondersteuer namens "Bankenabgabe" NICHT rückgängig machen wird!

  25. werauchimmer
    14. Mai 2013 02:49

    Herr Unterberger,

    die Einlagensicherung wird in erster Linie über gemeinschaftl. Rückstellungsfonds der Sparkassen- und Bankverbände bewerkstelligt, und erst in zweiter Linie über den Staat garantiert.

    Soweit die Sparer mit ihren Bankgebühren die Speisung dieser Rückstellungen privatwirtschaftlich finanziert haben, handelt es sich also bei diesen Fonds de facto um eine Versicherung, von deren (tatsächlichen) Leistungen im Eintrittsfall man schwerlich behaupten kann, dass sie unfair und daher zu konfiszieren wären!

    • dssm
      14. Mai 2013 10:37

      Um diese Art der Sicherung geht es hier nicht.
      Als nämlich die HAA Probleme bekam, hätten diese Sicherung eigentlich greiflen müssen, der Staat hat dies aber, nach Interventionen der betroffenen Banken, abgeblasen, ein Seriencrash wäre die Folge gewesen.

      Anders bei der ÖVAG, da hätten die meisten lokalen Volksbanken das leicht bezahlen können, womit aber am Ende die ÖVAG wohl in der heutigen Form abgewickelt worden wäre. Daher hat die FMA die Gelegenheit beim Schopf gepackt und die kerngesunde Volksbankengruppe zugunsten der kranken ÖVAG abzuwickeln.

      Man sieht, diese Art 'Versicherung' ist dem politischen Wechselspiel ausgeliefert, hat mit der Marktwirtschaft (also Verträgen zwischen freien Wirtschaftstreibenden) nichts zu tun.

    • werauchimmer
      14. Mai 2013 15:49

      @ dssm:

      so besehen geht es aber auch nicht um das "bail-out" der HAA durch den österr. Staat, sondern darum, ob das zypriotische Modell der Bankenrettung, die Sparer in ihrer Vermögenssubstanz pauschal zu beschneiden, indem Sparguthaben zu rd 40 % kassiert werden, in Österreich oder sonstwo in der EU Schule machen darf!

      Ich kenne die zypriotische Gesetzeslage betr Einlagensicherung natürlich nicht, und muss einräumen, dass nach meinen letzten Informationen diese "Rasur" erst oberhalb von 100.000 EUR einsetzt. Ich gebe aber zu bedenken, dass zuerst versucht worden war, auch Guthaben unterhalb 100.000 heranzuziehen. Erst dank des "Geschreis" hat man es sich anders überlegt. Letzteres wäre nach österr Gegebenheiten jedenfalls keinesfalls zu befürworten (s.o.).

      Außerdem ist eine ordentliche Abwicklung wie in den USA noch immer besser als eine krampfhafte Bankenrettung a la EU mit "haircut", wobei meines Wissens in den USA für Einleger die Möglichkeit besteht, vorzeitig Teilsummen ausbezahlt zu bekommen, weil deren Einlage nicht zivilrechtlich besichert ist. Wenn der österr. Staat in einem solchen Szenario dank Bankenabgabe noch weitere Stützungsgelder für Sparer einfließen lassen könnte, dann umso besser!

    • Stimulus
      14. Mai 2013 16:08

      Es gibt keinen gemeinsamen Rückstellungsfonds für die Einlagensicherung. Im Bankwesengesetz ist lediglich "theoretisch" vorgesehen" dass die anderen Banksektoren auch für die Einlagen bei meiner Bank haften. Dies ist die beste Garantie dafür, dass letztendlich bei einem großen Bankencrash alle Banken pleite wären. Im Grund genommen ist das Ganze keine Sicherheit. Wenn die Wirtschaft und die Banken florieren, braucht man diese Haftung nicht und wenn es große Probleme gibt, dann kann diese Haftung nicht ausreichend sein.

    • dssm
      14. Mai 2013 18:05

      @Stimulus
      diese Bankenhaftung soll ja in 'normalen' Zeiten, eine in Schieflage geratene, Bank retten.
      Damit sollen verhindert werden, daß eine grundlose Panik ausbricht – mit desaströsen Folgen.
      In der heutigen, mit Geld überschwemmten, Welt ist diese Haftung völlig wertlos.

      Es handelt sich auch nicht um einen rückgestellten Fond (die beiden Wörter passen nicht zusammen), die Gelder sollen von den verbundenen Banken gemeinsam, bei Bedarf(!), aufgebracht werden. Sollten eine Bank Rücklagen unter diesem Titel bilden wollen, so geht dies nur vom versteuerten Gewinn, daher gibt es hier auch keine Rücklagen.

    • sauna-echo
      14. Mai 2013 18:56

      Banken sollten ihr "Rating" (Bonität) bei jeder Einlage nennen MÜSSEN.
      Damit auch der kleine Anleger sieht wie sicher er sein Geld vermutlich zurückerhält. Bei Bankanleihen ist es ja auch selbstverständlich dem Anleger das Rating zu nennen. Warum ? Bei niedriger Bonität muss höhere Verzinsung geboten werden - aber es gibt (logisch ?) keine Staatsgarantie.
      Ausweg ? Banken mit schlechtem Rating müssen eine höhere Versicherungsprämie an den Bankenfonds zahlen. Und der Bankenfonds zahlt eine Garantieprämie an den Staat. Sicherheit (Garantie) kostet !

    • dssm
      14. Mai 2013 21:05

      @sauna-echo
      In Bilanzen lässt sich so viel verstecken, da ist jedes Rating immer ein Ratespiel.
      Daneben sind die Regeln für die Bewertung vom Staat vorgegeben. Also griechische Staatsanleihe – super, Kredit für Häuselbauer mit guter Arbeit – na ja, an Unternehmen – um Gottes willen.

      Wie soll das also gehen? Glauben Sie mir, wenn Sie da eine Lösung haben, sind Sie morgen schon reich!

      Erinnert sei an die Bankanleihen der Riegerbank, bzw. deren Bewertung ...

    • werauchimmer
      15. Mai 2013 00:52

      an dssm, stimulus, und alle weiteren Beitragenden:

      Ich gebe zu, nicht exakt formuliert zu haben und auch, dass ich angesichts der Tatsache, dass ich mit diesem Gebiet nicht wie Bankenprofi vertraut bin, sorgfältiger recherchieren hätte können.

      Dennoch glaube ich, dass sich darüber streiten lässt, ob meine Aussagen grob unrichtig sind. Denn immerhin müssen alle Institute eines Sparkassen-/Bankenverbundes ja ganz generell Vorsorgen treffen, dh sowohl Liquiditäts- als auch sonstige Wertreserven bilden. Natürlich muss dabei auch für die Eventualität von Beitragszahlungen an den Haftungsverbund für die Einlagensicherung Vorsorge getroffen werden!

  26. fokus
    14. Mai 2013 01:30

    Heißt das jetzt im Umkehrschluß, daß ich als Sparer bei dem Institut mit den niedrigsten Zinsen auf der sicheren Seite bin? Man denke da an die Bank Austria, die im Moment auf Sparbücher weniger Zinsen zahlt, als zum Beispiel die Hypo Niederösterreich, aber der Unterschied beträgt erstens höchstens ein 1/4 bis ein 1/2 Prozent bei einer 1-Jahres-Bindung = ein wirklich enormer Zinsenspekulationsgewinn und zweitens kann man bei der Bank Austria als Tochter der UniCredit bei dieser Logik trotzdem nicht sicher sein, ob man für diesen grandiosen Zinsgewinn nicht am Ende auch noch sein Kapital verliert? Ich sehe darin keinerlei Option, sondern plädiere ebenfalls für die gerechtere Lösung, daß man mit den Zinsen haftet, aber doch nicht mit dem geliehenen Kapital!

    Apropos HAA-Rettung, man sollte dabei nicht auf die gleiche Vorgangsweise bei Kommunalkredit und Volksbank vergessen. Ein Milliardengrab nach dem anderen, für das die POLITISCHEN Entscheidungsträger verantwortlich sind und die wahren Hintergründe dem gemeinen Volk vermutlich für immer verborgen bleiben!

    • werauchimmer
      14. Mai 2013 02:51

      Vergessen sollte man insbesondere nicht, dass die Republik Österreich für Griechenland & Co noch gewichtigere Haftungen als Kärnten für die HAA übernommen hat.

    • Undine
      14. Mai 2013 21:44

      @fokus

      *******!

      "Apropos HAA-Rettung, man sollte dabei nicht auf die gleiche Vorgangsweise bei Kommunalkredit und Volksbank vergessen."

      Das ist es ja, was man uns weismachen will: Nur die HAA muß immer und immer wieder als einzige Bank herhalten, damit man an diesem Fall ein Exempel statuieren kann, um nachträglich und nachhaltig die Haider-FPÖ mit möglichst viel Negativem in Verbindung bringen kann. Die Bawag??? Die Kommunalkreditbank??? Die Medici-Bank??? Und die sind nicht die einzigen österr. Pleitebanken---aber genannt wird immer nur die HAA---weil's halt so schön ist, wenn man dem Jörg Haider Dreck nachwerfen kann und er sich nicht mehr verteidigen kann; da kann man den eigenen Dreck so schön verstecken.

  27. Gandalf
    14. Mai 2013 01:08

    Die Verantwortlichen des österreichischen Einlagensicherungssystems hatten schon seit vielen Jahren, lange vor Ausbruch der Krise(n) und unabhängig davon, eine vernünftige Begrenzung der Sicherung gefordert, etwa einen Selbstbehalt in Höhe der Zinsen aus den letzten (drei) Jahren; und natürlich die Möglichkeit, eine Bank, bei der Zweifel an der Sicherheit bestehen, aus der Einlagensicherung auszuschliessen oder sie gar nicht erst aufzunehmen. Ja, schön wär's gewesen, aber leider hat (natürlich) auch hier die Brüsseler Regelungswut zugeschlagen und würden daher solche vernünftige Regelungen gegen Unionsrecht verstoßen. Es ist halt schon schwer, die EU wirklich zu mögen....

    • ambrosius
      14. Mai 2013 04:53

      Gebetsmühlenartig: es geht nicht um die EU, es geht um die Eurokraten.
      Zur Sache:_ warum sollen die Eurokraten intelligenter, sachorientierter sein als unsere Tröpfe in unseren Regierungen samt Beamtenrstuben ?

    • Gandalf
      14. Mai 2013 09:33

      @ ambrosius:
      Was die Eurokraten betrifft, bin ich ganz Ihrer Meinung; aber dass es sie in dieser Form (und Durchsetzungskraft) überhaupt geben kann und darf, zeigt doch, dass die gesamte EU - zumindest in ihrer derzeitigen Konstruktion - nicht auf dem richtigen Weg ist.

    • ambrosius
      14. Mai 2013 16:56

      @ Gandalf
      "in ihrer derzeitgen Konstruktion" sicher nicht. Ich fürchte auch, daß die ganze europäische Einigungsidee und vor allem das Friedesnprojekt zwischen Frankreich und Deutschland in höchster Gefahr ist. Es ist zum heulen und flennen!





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