Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

"Waffenlager“

Autor: Rachel Gold

Ein gelungener Rutsch ins Neue Jahr ...

Autor: Werner Milota

„Crisis? What Crisis?“

Autor: Elmar Forster

Krisen-Gewinnler

Autor: Markus Szyszkowitz

Chinas Aufstieg und Europas Bankrott

Autor: Andreas Tögel

Verunsicherte Kinder

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Die Bauern und die Öffentlichkeit, die Bienen und die Gene

Bisher haben die Bauern immer geschickt ihre Interessen zu wahren gewusst. Dies geschah meist in Hinterzimmern und auf dem Weg komplizierter Förderungs-Mechanismen, die außer Bauernfunktionären kein Mensch verstanden hat. Der Bienenkrieg hat nun freilich gezeigt, dass das so nicht mehr weitergeht. Auch die Bauern müssen sich der Öffentlichkeit stellen. Denn – zumindest in manchen Bereichen – sind ihre Argumente keineswegs so absurd, wie es öffentlich kolportiert wird.

Gewiss: Bewusste Falschberechnungen beispielsweise in Hinblick auf die Größe von Almen kann und darf es nicht mehr geben. Offensichtlich haben die heimischen Bauern da versucht, mit den südeuropäischen mitzuziehen. Diese lügen und betrügen ja bei den EU-Förderungen so heftig, dass sich Hunderttausende Ölbäume vor Scham verbiegen müssten, würden diese nicht nur auf dem Papier der Förderanträge aus den Mittelmeerländern existieren.

Der Bienenkrieg um die öffentliche Meinung ist längst entschieden: vor allem durch die dümmlichen Strategien des Landwirtschaftsministers. Nach seinem erklärungsbedürftigen Abstimmungsverhalten in der EU hat er sich einfach hinter dem Amtsgeheimnis verschanzt. Forscht man aber weiter, stößt man auf durchaus ernsthafte Argumente zugunsten des Einsatzes der Pflanzenschutzmittel. Diese wurden aber von der Landwirtschaftskammer viel zu spät vorgebracht. Jetzt ist die Kuh schon aus dem Stall, beziehungsweise die Biene aus dem Stock.

Zumindest eine präzise Darstellung der burgenländischen Landwirtschaftskammer lässt  nachträglich durchaus Verständnis für die Bauern aufkommen. Nach deren Zahlen sind von den 360.000 österreichischen Bienenvölkern im Jahr 2011 deutlich weniger als ein halbes Prozent durch den Einfluss von Neonicotinoiden geschädigt gewesen, genau: 1400. Hingegen kämen alljährlich rund 100.000 Bienenvölker durch ganz andere Ursachen um: vor allem durch den Winter und durch eine gefährliche Milbe.

Das muss nun nicht unbedingt stimmen. Die Bauern-Argumente sollten jedoch die lauten politischen und medialen Bienenretter unter Zugzwang setzen, sich einmal sachlich mit den Bauern zusammenzusetzen. Damit endlich objektiv den Ursachen nachgegangen wird.

Die Berechnungen der Landwirtschaftskammer relativieren das Bild von 2011 jedenfalls noch deutlich weiter: die Kammer berichtet, die Bauern haben die Maissaatgeräte inzwischen so umgestellt, dass 2012 nur noch 400 Bienenvölker durch die Pflanzenschutzmittel geschädigt worden seien, und heuer noch gar keines.

Noch viel spannender ist die zweite Argumentation der Bauern. Wenn keine Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt werden dürfen, gäbe es nur noch eine zweite praktikable Möglichkeit der Schädlingsbekämpfung: den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut.

Die Bauernkammer meint zwar, dass im Vergleich zu diesem Gottseibeiuns doch die chemischen Mittel zweifellos besser seien. Ich aber meine: Seit Jahrzehnten ist trotz der riesigen, vor allem durch den deutschsprachigen Raum schwappenden Hysterie keine einzige Schädigung durch Genveränderungen gefunden worden, oder sonst eine negative Folge. Daher wäre es längst an der Zeit, den diesbezüglichen Bannstrahl aufzuheben. Denn durch genveränderte Pflanzen wird nicht ein einziges Bienenvolk oder sonst jemand geschädigt. Dadurch wird nur das diesbezügliche Diktat von Kronenzeitung, Greenpeace und ähnlichen Manipulatoren geschmälert. Das müsste eigentlich ein selbstbewusster Staat aushalten.

PS.: Natürlich gibt’s noch eine dritte Möglichkeit: Österreich verzichtet der Bienen willen gänzlich auf die Landwirtschaft. Angesichts des durch die Republik tobenden Schwachsinns ist das ja offenbar auch nicht mehr auszuschließen.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 17:05

    "Bewusste Falschberechnungen beispielsweise in Hinblick auf die Größe von Almen kann und darf es nicht mehr geben. Offensichtlich haben die heimischen Bauern da versucht, mit den südeuropäischen mitzuziehen."

    Verehrter Dr. Unterberger, Sie tun da unseren Bauern heute aber gehörig unrecht!

    Bei den Almfutterflächen kam es deswegen zu Meinungsverschiedenheit, weil die AMA (Agrar Markt Austria, der umfunktionierte Milchwirtschaftsfond) nicht nur mehrmals innerhalb einer Förderperiode die Regeln änderte, sondern auch durch Orthophotos versucht hat, die Angaben der Bauern zu korrigieren
    Man muß wissen, daß diese Luftaufnahmen, je nach Tageszeit und Jahreszeit unterschiedliche Schatten der Bäume und unterschiedliche nutzbare Flächen aufweisen, was natürlich zu völlig anderen Ergebnissen führt, als wenn ein Bauer mit Kenntnis der Geographie und Kenntnis der realen Futterflächenbedingungen die Lage einschätzt.
    Wir haben es hier mit einem klassischen Problem der Subsidiarität versus oberflächlicher Berurteilung durch österreichische, und brüsseler Bürokratie zu tun.
    Unsere österreichischen Almbauern sind keine Schwindler, auch wenn ihnen eine gewissen Bauernschläue nachgesagt wird. Aber verwundert Sie das?

    Sie brauchen sich nur die lange Geschichte der Unterdrückung der ländlichen Bevölkerung anschauen, dann können Sie sich ausmalen, wie sehr das die vorsichtige Mentalitität der Bauern geprägt hat.

    Womit ich schon beim zweiten Thema bin.
    Wenn die Gesellschaft bereit ist den Bauern überlebensfähige Preise für ihre Produkte zu zahlen, dann braucht es keine Förderungen. Das ist aber nicht der Fall, denn die Politik in aller Herren Länder ist bestrebt die Lebensmittelpreise so tief wie möglich zu halten. Den Ausgleich schafft die Politik über Förderungen. Eines unseres tägliches Lamento hier im Blog, mit all seinen korrumptiven Nebenwirkungen.

    Zu glauben, man könnte die derzeitige Diskussion mit den Bienen versus Bauern anheizen, heißt nur Wasser auf die Mühlen der Sozialisten zu schaufeln.

  2. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 11:44

    Der Milliardenmarkt der Gentechnik wird von wenigen Konzernen beherrscht, welche auch Pestizide und Düngemittel "unter Kontrolle" haben. Diese sechs Firmen (USA: Monsanto, DuPont/Pioneer, Dow AgroSience, D: Bayer CropSience, BASF PlantSience sowie CH: Syngenta) besitzen fast alle diesbezüglichen Patente und haben viele kleinere Widersacher aufgekauft. Langfristig wollen sie den kompletten Weltmarkt an der Pflanzen- und Tierzucht beherrschen und Lizenzen vergeben. Viele dieser Firmen verdienen manchmal sogar "doppelt", denn das von ihnen vertriebene "veränderte" Saatgut sollte sich eigentlich gegen bestimmte Schädlinge selbst schützen, ist aber oft gegen das im gleichen Haus produzierte Herbizid resistent.

    Monsanto hat mit fast 90 % Marktanteil ein "Quasimonopol" bei diesen Sämereien, daher vereinbarten manche der anderen genannten Firmen sogar Kooperationen bezüglich Lizenztausch und anderen Dingen. BASF hat wiederum einen anderen Weg beschritten und verfügt über fast alle Patente auf Pflanzengenome bzw. deren Teile. Dies kommt einer Gelddruckmaschine gleich, denn alle in diesem Gebiet tätigen Firmen müssen Lizenzen zahlen. NIcht vergessen sollte man bei dieser Diskussion die Tatsache, dass diese Konzerne enorme Geldmengen für Lobbying, Rechtsstreitigkeiten und Pressearbeit aufbringen, um die Gesellschaft in ihrem Sinn zu beeinflussen.

    Bei der Gentechnik für Rinder, Schweine und anderer Nutztiere ist man trotz vieler Bemühungen noch nicht weitergekommen, aber auch da wittert man in Zukunft ein großes Geschäft.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 08:26

    Die Spritzmittellandwirtschaft durch die genmanipuiierte Aussaat zu ersetzen heißt, eine Variante der Naturzerstörung durch eine noch gefährlichere und vermutlich absolut katastrophale zu ersetzen.

    Raul France hat vor hundert Jahren schon geschrieben, dass die Böden in Europa schon so zerstört sind, dass es kaum noch Chancen für ein Leben ohne Not geben wird. Durch Kunstdünger und Spritz-Chemikalien wurde der Schein der Bodenfruchtbarkeit hundert Jahre prolongiert und das Zerstörungswerk fortgesetzt und das bei fast vollständiger Entwertung der erzeugten Produkte.

    Der wirkliche und fruchtbare Boden, das Edaphon ist ein Lebewesen mit unzähligen, in ihrer Art und in ihrem Zusammenwirken noch weitgehend unerforschten Mikroorganismen.
    Wo ein Schleier davor ist, das sollte uns heillig sein. So muss eben der Boden behütet und ernährt werden, nicht die Nutzpflanze.

    Ein zukunftweisender Neuansatz passiert in der Ökoregion Kaindorf in der Steiermark, wo man daran geht großflächig die Böden zu rehumusieren.

    Im Allgemeinen sind aber die Bauern und ihre sogenannten Vertreter nichts anderes mehr als geistlose Vertreter der Konzerne, die den Bezug zu Grund und Boden ihrer Väter und Mütter verloren haben.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 21:34

    Die Sache verlangt nach einem glatten Schnitt und einer etwas umfangreicheren Sachverhaltsdarstellung. In der ganzen „Bienendebatte“ geht es längst nicht mehr um Fakten. Wir erleben hier den beinharten Kampf der US-Gentechnikkonzerne gegen die deutsche Chemie. Es fällt mir schwer, das zu sagen, aber Teile der Schwarzen haben hier tatsächlich als einzige in diesem Irrenhaus noch den Verstand walten lassen.

    Die Entscheidung dieses Berlakovich, gegen ein Verbot zu stimmen, war vollständig in Ordnung - sein Umfaller nachher ein typisches Syndrom schwarzer Feigheit. Dieses kann den Wissenden aber nicht mehr enttäuschen, da es sich die ÖVP im Mastdarm der Ökobolschewiken ohnedies wohnlich einzurichten trachtet, wie permanent zu beobachten.

    Mittlerweile nimmt die Debatte bereits skurrile Züge an. In der Tiroler Tageszeitung entblödet sich ein ganz echter Univ. Doz., ein gewisser Dr. Maximilian Ledochowski nicht, folgende Meinung abzugeben, an der sich die Fakten sehr schnell festmachen lassen und die den Irrsinn diese Debatte zeigt:

    „Neonicotinoide sind eines der gefährlichsten Umweltgifte. Sie zeigen sogar in chemisch nicht mehr nachweisbaren Konzentrationen biologische Giftwirkung! Die giftige Wirkung für die Bienen ist wissenschaftlich ausreichend bewiesen. Der epidemieartige Befall der Bienen mit Varoamilben ist kein alternatives Szenario, sondern wird durch den breiten Einsatz von Neonicotinoiden verursacht. Wenn Minister Berlakovich den Einsatz von Bt- Mais (Gen-Mais) als einzige Alternative im Kampf gegen den Maiswurzelbohrer darstellt, obwohl man weiß, dass man den Maiswurzelbohrer durch einfache Änderung der Fruchtfolge besiegen kann, drängt sich die Frage auf, ob er so schlecht beraten ist oder ob er hier nicht die Interessen der großen Agrarindustrie vertritt! Neonicotinoide werden über die Wurzeln von den Pflanzen aufgenommen. Das heißt, wenn man den Mais isst, kann man diese Gifte nicht einmal abwaschen, sondern muss (!) sie mitessen.“
    (Zitat Ende)

    Wenn man die Fakten kennt, fragt man sich, wie solche Menschen, die sich über Fachgebiete auslassen - von denen sie ungefähr soviel Ahnung haben, wie eine Nonne vom Bajonettfechten - in Österreich höhere akademische Weihen erhalten können!

    Die Neonicotinoide sind keineswegs gefährliche Gifte. Die Toxizität liegt etwa doppelt so hoch wie die von Speisesalz. Wenn ein echter Univ. Doz. von „Giftwirkung in chemisch nicht nachweisbaren Konzentrationen“ schwafelt, muss er wohl zu oft auf einen Homöopathie Semi-Narr gewesen sein, oder in Pharmakologie und Toxikologie durch Abwesenheit geglänzt haben. Diese Substanzen haben – wie jede für den Lebensmittelbereich zugelassenen Chemikalien – einen definierten NOAEL (No Observable Adverse Effect Level). Der liegt z.B. für Imidacloprid bei 14mg/kg Körpergwicht täglich (!) für Ratte und Hund und wurde beim Menschen mit 5,7 mg/kg festgelegt. Wohlgemerkt täglich. Bitte merken, ich komme darauf zurück.

    Diesem Univ.Doz. sind die Fakten sicher bekannt, aber da er sie kennt, und sie seine Behauptung von der „extremen Giftigkeit“ widerlegen, muss er ins esotherische verfallen. An sich ist ja wohl anzunehmen, daß einem Humanmediziner höheren Grades (dieser Mann ist sogar Facharzt für Innere Medizin und Ernährungsmedizin!) zuzumuten ist, sich nach wissenschaftlichen Kriterien zu verhalten. Zumindest erwartet man das von einem publizierenden Akademiker. Aber die Zeiten scheinen sich zu ändern. Da können selbst Univ. Doz. den größten Schwachsinn absondern, ohne daß es jemanden stört! Genau DAS sind die selbsternannten Experten, die dann an den Stammtischen der Ökobolschewiken ihren Senf zum Besten geben, der dann für die Wahrheit schlechthin erklärt wird und des Ökobolschis liebste Beschäftigung, das Verbieten, in Gang setzt.

    Die Giftigkeit für Bienen ist natürlich erwiesen. Auch Bienen sind Insekten. Ei der Daus! In einer chronischen Fütterungsstudie an Bienen über 10 Tage betrug sie zwischen 1 und 10 µg/kg (also bis zu 10ppb im Futter).Auch wenn man Sie – wie andere Insekten auch – direkt mit der Substanz in Kontakt bringt (besprüht, Kontaktflächen). Es ist ja auch ein Insektizid. Der Wert, der schadlos vertragen wurde liegt bei chronischer Exposition von 4ppb. Die Lüge in des famosen Univ.Doz. Satz ist, daß es keine einzige fundierte Studie gibt, die die Giftigkeit systemisch behandelter Pflanzen für die Biene zeigt. Ganz m Gegenteil zeigen die unzähligen weltweit gemachten Studien zur Zulassung der Substanz die Bienensicherheit. Die vielbeschworenen Studien, die die Gefahr beweisen sollen werden wie folgt klassifiziert: “Many tunnel and field studies have been conducted to show the potential effects of imidacloprid in the natural environment however most of these field studies have design and implementation deficiencies, which make them difficult to interpret and use.” Das sagen US und europäische wissenschaftler nach Review der jeweiligen Länderzulassungen von Imidacloprid. Aber wahrscheinlich sind diese Stümper gegen einen österr. Internisten…

    Die volle Härte ist dann die Aussage, die Varroa-Milbe sei eine FOLGE des Einsatzes der Neonicotinoide! Ich dachte bisher, die Spontanzeugung von Schadorganismen aus diversen Substanzen sei seit dem Ende des Hexenwahns („Die Hex` verseuchte den Klostergarten durch massenhaft herumhoppelnde Kaninchen, die ohne Zweifel aus geknoteten Tüchern gezeugt worden waren...“ – Hexenprotokoll zu Köln) in unseren Breiten für unmöglich erklärt worden. Der Herr Univ.Doz. belehrt uns eines Besseren! Vielleicht wird aber für die Ketzer an der ökobolschewistischen Religion und der „Holy Church of Global Warming“ auch die peinliche Frage wieder für zulässig erklärt?(„Die Hex‘ citra tamen suggestis umständlich befraget, ob sie Räuplein gezeugt. Wills nicht gewesen sein!“ Göttinger Turmprotokoll). Wer weiß, was Narren so alles einfällt?

    Warum wir in Österreich die ersten katastrophalen Bienensterben an der Varroa schon Ende der 80er Jahre hatten (die Neonics waren damals als Substanz gerade erst erfunden, zugelassen wurden sie erst in den frühen 90er Jahren), so daß entsprechende Bienenarzneimittel im Eilverfahren zugelassen wurden, verrät uns der Herr Dr. natürlich nicht. Ebensowenig, warum in Ländern, in denen keine Neonics eingesetzt werden, dennoch die Hälfte der Völker eingeht. Sonderbarerweise wird in Australien großflächig gebeizt, aber die Bienenverluste betragen die natürlichen 5%. Ein kleiner Hinweis: Australien ist Varroa-frei!
    Seine Unwissenheit sei ihm verziehen, er ist ja weder Landwirt, noch Imker, noch Veterinär. Aber den Satz „Si tacuisses…“ sollte er sich doch in’s Notizbuch schreiben…

    Ganz erstaunlich erweist sich der Herr Univ.Doz. der Inneren Medizin dann als Experte für Schädlingsbekämpfung im Ackerbau! Daß der Maiswurzelbohrer ein flugfähiger Käfer ist, denn auch größere Distanzen nicht schrecken, der auf einer Vielzahl von Kulturpflanzen und Unkräutern sein Auskommen findet und sich an diesen ebenso gut vermehrt wie am Mais, scheint dem guten Mann entgangen zu sein. Millionen an Forschungsgeldern wurden vergeudet, Generationen von Wissenschaftlern, die sich um die Lösung mittels Insektiziden, Sortenentwicklung und Gentechnik bemüht haben, wurden sinnloserweise von völlig wahnsinnigen Konzernen bezahlt, wo doch die Lösung des Problems, die einfache Dreifelderwirtschaft (erfolgreich im Mittelalter, wo man dann nachhaltig und mit voller Bio-Landwirtschaft mit einem Lächeln auf den Lippen verhungern konnte, wenn die Raupen über das Korn kamen, so glücklich war diese Zeit, ja,ja!) und der Fruchtwechsel das Problem sofort gelöst hätten! Ach hätten wir doch den weisen Dr. Maximilian Ledochowski aus Innsbruck befragt! Alles wäre eitel Wonne!

    Ein Land, das solche Experten und Universalgenies sein Eigen nennt, muss wahrlich blühen und gedeihen! Wie Faktura zeigt…

    Der zweitdümmste Satz entwischt dem Herrn dann am Schluss: Die Pflanze sei giftig, man müsse das Gift mitessen! Abgesehen davon, daß es maximal zulässige Rückstandswerte gibt, die BRUCHTEILE des NOAEL und des ADI (Acceptable Aaily Intake) sind, daß stets die DOSIS das Gift macht („Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wenn Ihr ihn kennt)…

    Der Wirkstoff fällt dem schnellen Abbau anheim, wenn die Früchte reif sind, ist der Wirkstoff längst abgebaut. Wartezeiten zwischen Anwendung und Ernte sichern, daß die MRL-Werte jedenfalls eingehalten werden. Diese liegen übrigens bei 0,05mg/kg Frucht (z.B. für Reis), also gut 100 kg mit dem Höchstmöglichen Rückstand belasteter Reis täglich bringen den Konsumenten an den NOAEL!

    Der Herr Dr. hat es also lieber, daß man wieder wie in alten Zeiten den „Rübenbomber“ auspackt, hektarweise die Felder besprüht (wo der Sprühnebel dann unterschiedslos alle Insekten dahinrafft) und man dann dafür das „Gift“ wenigstens „abwaschen“ kann?
    Oh heilige Einfalt! Genau DAS war ja das Problem, warum die deutsche Chemie so intensiv geforscht hat, statt der Hektar nur mehr die Saatgutkörner zu behandeln und dem damals – richtigerweise – beanstandeten Flächenspritzen ein Ende zu bereiten. Bei der Maisbeize beträgt die Aufwandmenge de facto durch die verteilten Körner 92g / ha, bei Spritzinsektziden waren die zehnfachen bis zwanzigfachen Mengen früher usus…

    Aber so sind unsere Experten in ihren Elfenbeintürmen: Zurück ins Mittelalter und glauben, Zucker sei „gesünder“ wenn er dreckig ist und Bio sei überhaupt das Beste. Auch wenn es bis heute keinen Beweis gibt, diese Produkte seien den konventionell erzeugten irgendwo überlegen. Wer’s mag, soll es halt kaufen. So ist der freie Markt. Und der Herr Univ. Doz. wird es sich schon leisten können. Ob woanders die Menschen ohne Schutz ihrer Ernten in Dreck und Hunger verrecken ist ja egal, Hauptsache man hat sein Öko-Gewissen gestreichelt und weg mit der bösen Chemie!

    Natürlich gibt es gentechnisch die Möglichkeit, die Pflanze durch eingeschleuste Gene dazu zu bringen, selbst ihr Insektengift zu erzeugen. (Wie Monsantos BT-Mais) DAS bleibt aber dann natürlich bis zum Lebensende derselben in ihr drin. Monsanto hat ein Patent darauf und will natürlich die Vermarktung sichern. Am Besten mittels Saatgutverordnung, damit die Bauern Europas bei Strafe nur mehr Monsanto-Saatgut ausbringen dürfen. (Ob die gentechnische Modifizierung sicherer oder nicht ist, soll hier nicht diskutiert werden, das ist ein eigenes Thema). Dort sind die vielgeschmähten Lobbyisten unterwegs um das in der EU umzusetzen. Die Ausflüsse konnte man an der Saatgutrichtlinie schon erkennen.
    Genau DEREN Job erledigen 1.)die bezahlten und 2.)die dummen Gegner des chemischen Pflanzenschutzes. (Wobei ich im Gegensatz zu den Grünen und dem Herrn Dr. Maximilian Ledochowski nicht behaupte, diese stünden auf der Payroll von Monsanto. Einen Politiker hingegen kann man schon fragen, ob der Sinneswandel durch Eintreffen eines entsprechenden Schecks eingetreten ist. Dort ist das ja üblich.)

    Die Kampagne ist jedenfalls gut eingefädelt und selbst Univ.Doz. gehen dem verbreiteten Propaganda-Schwachsinn auf den Leim, wie man sieht.
    Wenn dann noch die Chance besteht, einen schwarzen Minister anzupinkeln, mutieren dann noch die mäßig gebildeten Blauen und die an der Irrlehre des Sozialismus hängenden Kriminellen zu Bienenexperten. Die Ökobolschewiken waren selbiges ja ohnedies schon immer.

    Mittlerweile bemängelt die Journaille, daß die chemische Industrie die österr. „Melissa“-Studie gesponsert hätte, weshalb diese nicht korrekt wäre.
    Auch das ist eine der unverschämten Tatsachenverdrehungen, die im linken Afterjournalismus so üblich geworden sind!

    In Wahrheit wurde die Industrie von AGES und der Imkerlobby genötigt, hier mitzuzahlen, weil das Projekt sonst nicht finanzierbar gewesen wäre! (Klar, unser Dreckstaat braucht das Geld ja, um Pleitebanken zu stützen und mit unserem Geld dafür zu sorgen, daß griechische Reeder keine Steuern bezahlen müssen. Für Forschung ist dann kein Geld da, das wurde schon für wichtige „wissenschaftliche“ Projekte am Institut für Marxismus-Leninismus verbraucht…)
    Insbesondere die Imker wollten damals, daß die chemische Industrie mitfinanziere. Denn: „Wenn ihr schon die Bienen vergiftet, dann zahlt wenigstens für das Zustandekommen des Projektes!“

    Die AGES hat wissenschaftlich korrekt untersucht und korrekte Schlüsse gezogen. Die Industrie hat die Ergebnisse der Studie keine Sekunde früher als die Öffentlichkeit bekommen und Dr. Moosbeckhofer von der AGES hat absolut korrekt wissenschaftlich gearbeitet! Wissenschaft heißt: Messen, Zählen, Wägen, Abwägen und fundierte Schlüsse ziehen. Genau DAS wurde getan.

    Die Studie weist nach, daß zeitweise 0,38% der Bienenvölker Österreichs möglicherweise durch Saatgutbeize getötet wurden. Regional durch Direktexposition, verursacht durch Ausbringungsfehler. Diese wurden mittlerweile durch Verbesserung der Sämaschinen gegen Null gedrückt. Heuer sind keine relevanten Bienenschäden in der Aussaatperiode bekannt geworden. Weiterhin sterben aber 50% der Bienenvölker an der Varroa und deren Folgeerkrankungen.

    Aber das schert natürlich niemanden, denn es geht ja nicht um die Bienen, es geht um Glauben an die Ökoreligion und politisches Kleingeld.

    Das Problem des Bienensterbens wäre übrigens weit besser im Griff, würde die Varroatose zur Seuche erklärt und mit den in der EU zugelassenen Tierarzneimitteln staatlich bekämpft. Aber das ist natürlich auch Chemie, und die ist gaaaanz böööse! Und Geld ist dafür auch keines da.(Grund: Siehe oben.)
    Also wird wegen des Verbotes der Neonicotinoide kein Bienenvolk weniger eingehen, sofern es nicht nach veterinärmedizinischen Standards behandelt wurde. Der Maiswurzelbohrer wird sich weiter verbreiten und Landwirte werden den Schaden haben. Dann die Biogasanlagen, die Futtermittelerzeuger und am Schluss – wie üblich – der Normalverbraucher.

    Was Leute vom Schlage der diversen famosen Professoren dann sagen werden, wenn weiterhin die Bienen eingehen, wird spannend. Es werden die üblichen Ausreden sein…

  5. Ausgezeichneter KommentatorYoshinori Sakai
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 08:31

    Es ist die Zeit des Dirty Campaigning:

    Guter Artikel in Die Presse, wo in einem Absatz auch auf den Salzburger Landtagswahlkampf 2004 eingegangen wird - eine Sache die heute schon fast wieder vergessen ist:

    Franz Schausberger wurde damals aus dem Nichts heraus beschuldigt, seine Ehefrau zu misshandeln. (Die Presse bezeichnet dieses D.C. als "relativ gesittet")

    Sämtliche Dementis von Schausberger und Erklärungen seiner Ehefrau nützten nichts. Das Dirty Campaingning zeigte Wirkung und Schausberger verlor die Wahl und Gabi Burgstaller wurde neue Landeshauptfrau:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1400882/Die-hohe-Kunst-der-Gemeinheit?_vl_backlink=/home/index.do

    Die ÖVP sollte sich diesen Presse-Artikel hinter die Ohren schreiben - Darabos und die SP-Giftküchen sind Meister im D.C.

  6. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 06:41

    Die Sache mit der gentechnischen Saatgutveränderung wäre einer genauen Prüfung ihrer Auswirkungen zu unterziehen. Offenbar soll damit die Ungenießbarkeit der Pflanzen für Parasiten erreicht werden. Ob sie für Menschen dann noch risikolos (!) genießbar wären, erscheint mir als die große Frage. Aber das ist bei den Spritzmitteln ja genau so; dort hat sich - oft erst nach Jahrzehnten(!) deren Krebsträchtigkeit herausgestellt.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Mai 2013 07:12

    Jeder Eingriff des Menschen birgt Risken, wie das Leben ja grundsätzlich lebensgefährlich ist ( E.Kästner) aber eben auch Vorteile. Oft kommt beides erst nach langer Zeit an den Tag.
    Im Hinblick darauf, daß Veränderungen des Erbgutes auch durch Zuchtwahl, ja sogar durch von Pflanze zu Pflanze wie ein Virus übertragene Gene auftreten scheint die Gentechnikhysterie einigermaßen "suboptimal".

    Allerdings sollte man nicht vergessen, daß Gentechnik ein weiterer Schritt für Firmen wie Bayer oder Monsanto ist, unser Futter zu monopolisieren, eine für die Freiheit des Menschen höchst bedenkliche Entwicklung, die vom Gesetzgeber (Saatgutverordnung, Patentrecht ) sowie durch den Ankauf riesiger Agrarflächen von Staaten und Konzernen in Schwellenländern ohnehin schon bedrohlich gefördert wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2013 09:33

    Niemand weiss heute mehr, wieviel Arbeit in der Landwirtschaft zu leisten ist. Dafür kennen alle die Biene Maja.

    Daher setzen die Spindoctoren bei den Bienen an.

    Die Sache ist wurscht, hauptsache ein gegnerischer Minister ist angepatzt. (Denn wenn es um die Sache gegangen wäre, hätten wir nie etwas davon erfahren.)

    Und das Verblüffende daran ist, dass dieser Schmäh immer funktioniert.


alle Kommentare

  1. Bubba (kein Partner)
    05. Februar 2015 02:53

    truck causing http://carinsurance5quotes.com report erectile dysfunction http://cialiswx.net thereby find manufacturers http://buyviagra.click who come enlarge http://cialisonline.club bladder antique car http://autoinsurance4.me fine does http://viagraqw.com prosthesis requires attack http://levitraon.net common cause

  2. Pinttu (kein Partner)
  3. Darek (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:30

    Free knowledge like this doesn't just help, it promote decyoramc. Thank you.

  4. Ivanildo (kein Partner)
    20. Januar 2015 15:43

    That's a clever answer to a tricky qutsoien

  5. senfdazugeber72 (kein Partner)
    14. Mai 2013 09:40

    In diesem Spiel wird von allen Seiten die geradezu naiv anmutende Ahnungslosigkeit der Bevölkerung und der Journalisten gnadenlos ausgenutzt.

    Ein Faktum ist: Moderne, produktive Landwirtschaft vollständig ohne den Einsatz von Pestiziden ist schwer denkbar. Ein weiteres Faktum ist: seit Jahrzehnten gibt es das Konzept des integrierten Pflanzenschutzes, in dem durch die Kombination unterschiedlicher Faktoren wie Fruchtfolge, Rain-Bepflanzung als Nützlingsquartiere, .... der Einsatz von chemischen Substanzen deutlich reduziert werden kann. Allerdings erfordert dies einen erhöhten Arbeitsaufwand und muss sich auch in der landwirtschaftlichen Ausbildung aber auch im Preisniveau landwirtschaftlicher Produkte niederschlagen.

    Ohne Förderungen beträgt der mittlere Deckungsbeitrag (das ist das, was von den Einnahmen nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt) für Stiermast im Getreideackerbau pro ha Ackerland rund 1.490 €, bei Silomais immerhin 1.740 € (was auch die Südsteirische Fruchtfolge erklärt: Mais-Kukuruz-Sterz-Mais-Kukuruz-Sterz-Bauland). Bei Mahlweizen (Lohndrusch) liegt der DB übrigens bei 140,-- / ha, bei eigenem Mähdrusch bei 208 €. (Die Daten sind übrigens öffentlich zugänglich - Lebensministerium - und ich frage mich warum Journalisten nicht auf die Idee kommen mal zu recherchieren).

    Das gleiche Dilemma gilt für das ewige Thema Genmanipulation. Es ist ein Faktum, dass praktische jedes moderne Saatgut gentechnisch manipuliert ist. Schon in den 80er Jahren wurde Saatgut durch radioaktive Bestrahlung mutiert und jene Sorten mit günstigen Eigenschaften für die Zucht selektiert. Heute weiß man nur viel besser was man tut. Übrigens basiert die gesamte Evolution auf diesem Prinzip der gentechnischen Veränderung (zumindest nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Forschung).

    Gene (auch veränderte) sind nicht schädlich. Sie können dazu führen, dass Pflanzen schädliche oder günstige Eigenschaften entwickeln (Schädlingsresistenz, Gifte, Ertrag, ...) Das bedeutet im Übrigen nicht, dass ich bedingungslos die Aussaat von (modernen) gentechnisch manipuliertem Saatgut gutheiße - aber eine etwas weniger hysterische Öffentliche Diskussion täte dem Thema gut.

    • cmh (kein Partner)
      14. Mai 2013 17:10

      "...und ich frage mich warum Journalisten nicht auf die Idee kommen mal zu recherchieren ...."

      Wie sagte der Redakteur: "Ich werd' mir doch nicht meine Geschicht mit ana Recherche ruinieren!"

  6. cmh (kein Partner)
    14. Mai 2013 09:33

    Niemand weiss heute mehr, wieviel Arbeit in der Landwirtschaft zu leisten ist. Dafür kennen alle die Biene Maja.

    Daher setzen die Spindoctoren bei den Bienen an.

    Die Sache ist wurscht, hauptsache ein gegnerischer Minister ist angepatzt. (Denn wenn es um die Sache gegangen wäre, hätten wir nie etwas davon erfahren.)

    Und das Verblüffende daran ist, dass dieser Schmäh immer funktioniert.

  7. peter789 (kein Partner)
    13. Mai 2013 22:50

    Die von Hrn. Unterberger gezeichnete Front "Bauern gegen Bienenzüchter" stimmt nicht ganz.
    Viele Bauern sind Bienenzüchter!

  8. Der Realist (kein Partner)
    13. Mai 2013 19:15

    Wer sagt eigentlich, dass in Österreich kein gentechnisch verändertes Saatgut eingesetzt wird? Vielleicht stimmt es doch, dass in Teilen des Südosten Österreichs schon seit Jahren solches verwendet wird, auf diesbezügliche Kontrollen wurde wahrscheinlich im guten Glauben verzichtet.

  9. Hans-Peter (kein Partner)
    13. Mai 2013 18:50

    Heute auf ORFIII um 20,15h
    Kaufen für die Müllhalde

    Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert. Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys, der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Die Dokumentation geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft. Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man "geplante Obsoleszenz". Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unumwunden: "Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft".

  10. Marcus Aurelius (kein Partner)
    13. Mai 2013 18:01

    Uff! Heute trifft man sich wieder im Schrebergarten der Verschwörungstheoretiker und an der Bassena der Gentechnologie-Experten. Und wie man sich einig ist — ohne zu wissen, dass ohne Firmen wie Monsanto der Hunger in Drittweltländern längst letal geworden wäre. Bedenkt, ihr lieben Entrüsteten: Durch Gentechnologie leben wir alle noch; denn vor ~20.000 Jahren begannen unsere Altvörderen ungenießbare Grashalme so lange zu kreuzen, bis daraus Brotgetreide wurde.

    Dr. Unterberger hat flächendeckend recht: Es handelt sich um Fortschritt, nicht um Vergiftung. Und so emsig von Bio-Fetischisten auch danach gesucht wird: Niemand auf der goßen weiten Welt konnte eine Schädigung von Mensch und Tier durch gentechnisch veränderte Nutzpflanzen nachweisen. (In den USA und in Kanada sind sie seit langem gang und gäbe, sowohl für Menschen als auch für Tiere, und nixxx Negatives verlautet dort.)

    Aber allein in Deutschland starben vor gut einem Jahr ~65 Menschen an Ehec-Bakterien aus einem garantiert gentechnikfreien Bio-Bauernhof, und weitere ~300 sind durch irreversible Schädigung innerer Organe lebenslang schwer behindert.

    All dies, finde ich, sollte uns zu einer entspannteren, nüchterneren Beurteilung unserer Ernährung bewegen. Denn ohne Weiterentwicklung auf diesem Gebiet könnten wir uns nicht darüber aufplustern; wir wären allesamt nie geboren worden.

    • F.V. (kein Partner)
      13. Mai 2013 18:53

      Verehrter Imperator Markus Aurelius,

      wie recht Ihr doch habt, es sind zu viele Menschen auf dieser Erde.

      Obwohl die nur der Humanität dienenden US-Konzerne, wie Monsanto, sich mit ihren Produkten um die Welternährung verdient gemacht haben, gibt es auch im Gelobten Land, äh ... Gods own country besorgte Leute, die mit den Georgia Guidestones ihre Besorgnis artikulierten und auch gleich jene neuen Ziele/Regeln aufgestellt haben, wie dem drohenden Problem des Hungers beizukommen ist, weil sie die Bemühungen von Monsanto das Problem zu lösen als nicht anspruchsvoll genug erachteten:

      MAINTAIN HUMANITY UNDER 500,000,000 IN PERPETUAL BALANCE WITH NATURE.

      Das sind ja nach letzten Schätzungen ca. 6 – 7 Milliarden zu viel.

      Ein großer Staatsmann, manche nannten ihn in Würdigung seiner unbestreitbaren Verdienste um den Weltfrieden „Todesengel“, Henry Kissinger, meinte ob der Größe des Problems der Überbevölkerung: „Es ist genug Essen für die Welt da, doch das muß unterbunden werden“ Umgesetzt wird dies mit seiner Unterstützung durch Kriege, Hungernöte, Sterilisation, Impfungen, Zusatzstoffen wie z.B. Fluoride, etc.

      Er begann daher schon im Jahr 1974, Lebensmittel als Waffe gegen hungernde Länder zu verwenden, die nicht bereit waren, den Forderungen der NWO nach Bevölkerungsreduktion zu entsprechen.

      Wie waren doch zu unserer Zeit, Erhabener Markus Antonius, die Mittel archaisch: außer eine Stadt zu schleifen und die Bevölkerung zu massakrieren sind uns diese modernen Mittel leider vorenthalten geblieben.

      Glücklich jeder, der in dem der neuen Zeit zu leben vergönnt und der vom Fortschritt so ungeheuer profitieren zu dürfen geschenkt ist.

      Salve mein Imperator, glückliche Zeiten liegen vor uns.

      Euer untertänigster Hofpoet Francois Villon, eh.

    • F.V. (kein Partner)
      13. Mai 2013 18:57

      PS:

      Die grammatikalischen Ungereimtheiten am Schluß sind Absicht, damit die Oberleerer auch ein paar Anlässe für "Beiträge" haben.

    • ambrosius
      13. Mai 2013 20:17

      Lieber Marcus Aurelius
      Zumindest mir geht es nicht um Gentechnik etc.
      Was mich umtreibt ist die Monopolisierung der Erzeugung von Essen. Sind Staatsmonopole schon schlimm genug, so sind private Monopole überhaupt das größte Übel für Leben und Freiheit der Menschen ( ohne Übertreibung!)

  11. Anna Marie (kein Partner)
    13. Mai 2013 15:15

    "Die Niedertracht ist der Antrieb der heutigen Moral. Es ist der schon lange anschwellende Walgesang der dicken Fische, die sich als unsere Gönner darstellen und letztendlich uns nur als Fresstiere ansehen, wenn wir uns nicht mehr als Putzerfische eignen.

    Der ewige Kreislauf des Kapitalismus tritt in seine Endphase. Das große Fressen der Menschheit beginnt. Sie wird sich an sich selber laben, bis sie platzt ... um danach - nach diesem Schlachtfest - als neue geschundene und angeverdaute Menschheit, den Wettkampf um den Profit von Neuem starten.

    Die Menschheit kennt nichts anders. Sie hat nie etwas anderes gelernt; sie hat nie etwas anderes an die nächste Generation weitergegeben. Unsere Bibliotheken sind voll von diesen Lügen, die wir als bewiesene Wahrheit und Erfahrung unserer Ahnen ansehen. Wir erfüllen Lügen als Gebote und massakriere uns korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen und den Regeln der Marktwirtschaft (Ökonomie). Das einzige was uns dazu einfällt ist: Abwandlungen der Ökonomie zu erdenken. So armselig ist die Menschheit im Denken; einfallslos und beschränkt.
    Wir sprechen Recht und machen daraus Unrecht, auf dass wir immer und immer wieder etwas zu richten haben. Diese Selbstgerechtigkeit beflügelt und zu immer mehr Gerechtigkeit, die immer mehr Unrecht hervorbringt - wie ein nie enden wollender Vulkanausbruch, an dessen Fuß wir verdammt zu sein glauben, zu siedeln.

    Jeder der zum Aufbruch ruft - dieses Höllental zu verlassen und sich nicht ständig an den Launen von Märkten und Profitprognosen auszurichten, wird als Frevler verlacht und verhöhnt. Der Mensch glaubt eben lieber an Religionen und Verheißungen, als an das was er sieht. Er sieht die Hölle und hält sie für den Himmel, weil er es glauben will..."
    http://stopesm.blogspot.co.at/2013/05/der-ewige-kreislauf-des-kapitalismus.html#.UZDlmoJrQxM

    • Johann Scheiber
      14. Mai 2013 06:58

      Nein, die ewige Wiederkehr des Gleichen kommt gerade zu ihrem definitiven Ende. "Der Satan stürzt gerade vom Himmel wie ein Blitz!" Nicht nur ein biblisches Zitat sondern auch der Titel eines grandiosen Buches des Ethnologen Renee Girard.

  12. AppolloniO (kein Partner)
    13. Mai 2013 11:57

    Es gibt noch einen ganz wichtigen Grund dass hierzulande die grüne Gentechnologie nicht mehr verteufelt werden sollte:

    wie sollen wir uns künftig gegen Monopolisten der Saatgutindustrie wie Monsanto schützen die jetzt schon den Markt beherrschen und wir weder Saatgut noch Argumente dagegensetzen können, da bei uns audgrund der Verteufelung keinerlei Knowhow vorhanden ist.

    Österreich ist durch seine Vogel -Strauß -Politik den Monopolisten schutzlos ausgeliefert.

  13. F.V. (kein Partner)
    13. Mai 2013 11:45

    „Daher wäre es längst an der Zeit, den diesbezüglichen Bannstrahl aufzuheben. Denn durch genveränderte Pflanzen wird nicht ein einziges Bienenvolk oder sonst jemand geschädigt. Dadurch wird nur das diesbezügliche Diktat von Kronenzeitung, Greenpeace und ähnlichen Manipulatoren geschmälert. ...“

    „Angesichts des durch die Republik tobenden Schwachsinns ...“

    Es ist wie beim Bank-Konto: eine große Zahl kann durch ein einfache Symbol – das Minus – alles ins Negative verwandeln.

    Das ist – wie so oft – Dr. Unterberger mit den obigen Sätzen geglückt. Dem längeren ersten Teil konnte man durchaus zustimmen, mit dem Schluß hat sich Unterberger als Apologet LIBINTERN´scher Ideologie gezeigt. Das Ökonomische Kalkül ist oberste Maxime, alles andere wird ausgeblendet. Wo es nicht gelingt, werden schlicht die dümmsten Lügen aufgetischt.

    Der große Guru gibt zwar inzwischen auch „Verhaltensregeln“ bekannt, aber sie gelten nur für die anderen. Für Unterberger ist die Etikettierung kritischer Vorbehalte ein „durch die Republik tobender Schwachsinn“. – Wenn das kein wissenschaftliches Argument ist, was dann?

    Manchmal frage ich mich, wieso noch etliche ernsthafte und verantwortungsbewußte Leute versuchen die Müllhalde Unterberger´scher Artikel und dümmlicher Beiträge vor dem völligen Abgleiten ins Basenna-Palaver zu bewahren.

    Herr Scheiber hat die richtige Antwort gegeben. Ich habe zwar selber teilweise bäuerliche vorfahren, aber inzwischen habe ich heftigste Zweifel, ob die „Bauernbefreiung“ eine politisch vernünftige Entscheidung war.

    • Johann Scheiber
      13. Mai 2013 12:36

      Mach ma trotz Verbot ein bißchen auf Verschwörungstheorie!
      Bei den Bienen kommt da der Honigmann wie gerufen.
      http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/05/13/codex-alimentarius-teil-i/

    • F.V. (kein Partner)
      13. Mai 2013 14:47

      Oh je!

      Herr Scheiber, nicht das dämliche Verbot ist das Problem, sondern die Qualität und Ausführlichkeit des Inhalts.

      Damit werden die Mitglieder der Unterberger-Kommune arg überfordert.

      Wer weiß, was Ihnen die Tugendwächter, Oberlehrer und Gouvernanten per Ferndiagnose alles an Bresthaftigkeiten diagnostizieren werden. Da fängt die Woche ja gleich gut an.

    • Einspruch! (kein Partner)
      13. Mai 2013 18:33

      Ich frage mich bereits seit einiger Zeit, wieso die bedeutungslosen, da inhaltsleeren, im besten Fall krampfhaft ergoogelten Absonderungen des Herrn F.V. (kein Partner) regelmäßig von einem (nicht zwei, nicht drei, nicht zehn - von einem) Abonnenten mit einem Stern bedacht werden. Es deutet eigentlich alles darauf hin, dass Herr F.V. (kein Partner) sich auf irgendeinem Weg die Sterne selbst verleiht (um das besser passende Wort "arrogiert" zu vermeiden), weil er sich dadurch irgendwas erhofft. Seine Argumente sind jedoch regelmäßig banal, besserwisserisch, primitiv und sinnleer, keinesfalls von wirklichem Durchblick getragen. Alles dient einem Zweck: den "großen Guru" anzuschütten. Dazu kramt er regelmäßig in seinem reichen Fundus von Beschimpfungen, wie figura zeigt. Allerdings hat A.U. im kleinen Finger mehr Bildung, Urteilsvermögen und Anständigkeit, als F.V. sich bei äußerster Anstrengung vorstellen kann.

    • ambrosius
      13. Mai 2013 20:19

      @ Einspruch Es geht ihm nicht darum einen Guru anzuschütten, es geht ihm darum, selbst den Guru zu geben.
      Sonst :große Zustimmung

    • F.V. (kein Partner)
      13. Mai 2013 20:22

      @Einspruch!,

      habt bitte die Freundlichkeit mir zu sagen was an meinem Kommentar hier (oder sonst wo) beleidigend war.

      Die „Sache“, die als unrichtig angesehen wird „fortiter in re“ zu kritisieren kann ja wohl nicht für den Vorwurf der Beleidigung Dr. Unterbergers herhalten.

      Was die Sternderln betrifft, habe ich darüber immer bestenfalls gespottet, weil mir dieser kindische Wettbewerb nur lächerlich vorkommt. Aber ich verstehe seine Wirkung und damit die Motivtion diesen Unfug zu pflegen: Es bringt jene im Wettstreit um den „Poster des Monats“ dazu oft und viel zu schreiben – und das UTB damit als einen besonders aktiven „Blog“ erscheinen zu lassen. Daß dies hauptsächlich das Dreschen leeren Strohs ist, versteht sich von selbst.

      Mir sind die Sternderl peinlich, die manche sich bemüßigt sehen meinen Beiträgen anzuheften. Ich weiß nicht wer das macht und habe natürlich niemand darum gebeten.

      Ich ergoogle machmal solche Artikel, auf die von anderen Diskutanten hingewiesen wird.

      Den Kern meiner Beiträge schreibe ich selbst, bediene mich ab und zu und höchst selten ergoogelter Referenzen, der überwiegende Teil – wenn sie vorkommen – sind Literaturzitate.

      Jene Beiträge, die ich gelegentlich hineinstelle oder mit Teilkopie als im Internet aufrufbar bekannt mache, sind als solche deutlich gekennzeichnet, stammen jedoch aus einem Info-Netzwerk, von dem ich annehme, daß es den wenigsten im UTB zugänglich ist. Die Absicht ist hier dem „audiatur et altera pars“ Vorschub zu leisten, denn die üblichen „Quellen“ sind neoliberales Einerlei, eine Variation des Gleichen.

      Was Kinderstube, Durchblick oder Besserwisserei betrifft, so bewundere ich Ihr Urteilsvermögen. Die letzten ca. 15 – für „keine Partner“ – einsehbaren Themenstränge zeigen d r e i Beiträge von Ihnen, denen ich durchaus zustimme, die aber auch nicht frei von "blöd"-Kennzeichnungen sind.

      Aber sie betreffen eher banale Details, also Dinge, zu denen auch die Mitzi-Tant´ aus Mistelbach eine Meinung hat. Daß Ihnen aus dieser Perspektive meine Kommentare nicht zugänglich sind, liegt natürlich auch an mir, denn ich hätte sie ja so aufbereiten können, daß auch Sie sie vielleicht verstehen.

      An Dr. Unterbergers Stelle wäre mir der sich selbst ernennende untertänigst-pflichtmäßige ex Officio Cammer-Gerichts-Advocat Einspruch! (kein Partner) freilich peinlich.

    • Einspruch! (kein Partner)
      13. Mai 2013 22:38

      Es ist mir irgendwie zu wenig wichtig, auf diesen F.V. näher und länger einzugehen, denn er scheint sich über die bewußt provozierte Ablehnung durch die anderen definieren zu wollen - vermutlich aus mangelndem Selbstwertgefühl. Letzteres dürfte auch der Grund sein, dass F.V. dauernd seine angebliche oder tatsächliche "Bildung" heraushängen läßt wie ein Exhibitionist sein Gehänge. Sichtlich hat er's nötig, der Arme.

    • ambrosius
      14. Mai 2013 05:38

      Die Sache ist leider etwas ernster, lieber Einspruch: es handelt sich hiebei um eine Gruppe, die iranische Verhältnisse auf katholisch herbeiwünscht ( unter Einbeziehung von Gewalt).
      Es dürfte sich hierbei um Restexemplare aus dem Garten des Bischof Krenn handeln.
      Sie haben einen eigenen Guru, den sie ehrfurchtsvoll den Herrn Dozenten nennen (Dozent ist kein geschützter Titel), der vor Jahr und Tag auch schon hier publiziert hat. So hat er- bitte: nicht lachen- folgendes unter Berufung auf Aurelius Augustinus verzapft: "Nachdem Gott sein Reich zu Lebzeiten Jesu nicht verwirklicht hat, müssen wir Menschen das Reich Gottes auf Erden errichten". Vom Straftatbestand der " Anmaßung der Amtsgewalt" haben die Typen jedenfalls noch nichts gehört.
      Ebenso hat er uns erklärt, daß Verfassungen, wie die unsere für Religiöse inakzeptabel seien. (Der Meinung bins ich übrigens auch, aber deswegen, weil die Gesetzgeber einen Sauhaufen aus unserer einst wohlüberlegten Verfassung gemacht haben)

    • Einspruch! (kein Partner)
      14. Mai 2013 15:23

      @ambrosius: Danke für die Information! Dass mit dem Menschen etwas nicht stimmt, das ist klar. Ich war mir nur nicht sicher, ob er einfach ein harmloser Psychotiker ist oder zusätzlich vielleicht auch eine gewisse Substanz zu sich nimmt, wofür das Schriftbild, die endlose Länge seiner gekünstelten Elaborate sowie auch deren manisch-expansiver Grundton sprechen würden. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Ignorieren wir ihn.

    • ambrosius
      14. Mai 2013 16:52

      @ Einspruch
      Ich habe ihn und seinesgleichen nicht ignoriert,sondern heftig contra gegeben, weil ich zwar Meinungsvielfalt schätze und respektiere, theokratisches Eiferertum aber echt fürchte. Das ist mindestens ebenso gefährlich wie die Machtübernahme durch linkes Gesindel
      Dazu kommt, dass Religion als Ideologie- und darum handelt es sich- für idealistische und schlichte Gemüter anziehend ist, die Gefahr der Ansteckung folglich gegeben ist.
      Nun aber genug des degoutanten Themas und auf fröhliches und lebhaftes Weiterdiskutieren in unserem Kreise.

    • Hans-Peter (kein Partner)
      14. Mai 2013 18:21

      Johann Scheiber
      Da hat der Honigmann wohl von einem Blog der katholischen Kirche abgeschrieben!
      Siehe:
      http://kath-zdw.ch/maria/schattenmacht/nahrung.als.waffe.html#2_Codex_Alimentarius

  14. Hans-Peter (kein Partner)
    13. Mai 2013 11:21

    Blockwarte und inoffizielle Mitarbeiter der EU
    ARD - die EU fördert Denunziantentum ....
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=VxXclQI0gW4 #!

  15. AGLT (kein Partner)
    13. Mai 2013 09:55

    Wenns um Tiere und Umwelt geht, ist dem AU wirklich nichts - milde ausgedrückt - zu blöd.
    Für das PS gebührt ihm auf jeden Fall der höchste Trottel-Polemik-Award. :(

  16. Haider
    13. Mai 2013 00:05

    Im 19. Jahrhundert verursachte z.B. die aus den USA eingeschleppte Reblaus horrende Schäden im europäischen Weinbau. Biotechnische Bekämpfung brachte die Rettung.
    1 Million Iren verhungerten um 1850 infolge einer Kartoffelfäule, 2 Millionen mußten Auswandern. Eine 1842 in Nordamerika auftretende unbekannte Krankheit war nach Europa übergeschwappt und ließ die Knollen verfaulen. Im 20. Jahrhundert war es der Kartoffelkäfer, der den Sprung über den Ozean schaffte.
    Die um 1990 aus dem Osten kommende Roßkastanienminiermotte entlaubte Biergärten und Alleen.
    Was haben allein dieser 3 Beispiele gemeinsame? Immer geht es um exzessive Monokulturen. Und die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen. Und genau so verhält es sich mit dem aktuellen Maiswurzelbohrer, dessen Bekämpfung auch unsere Bienen zum Opfer fallen.
    Eine bunte Wiese mit zahllosen Blumen, Unkräutern, Käfern und Würmern ist herzerfrischende Natur. Ein steriler Rasen muß pausenlos zu Tode gespritzt werden.

    • Undine
      13. Mai 2013 09:05

      @Haider

      *******!
      "Im 20. Jahrhundert war es der Kartoffelkäfer, der den Sprung über den Ozean schaffte."

      Da der Kartoffelkäfer vermutlich nicht von selber über den Ozean geschwommen kam, nehme ich an, daß es stimmt, daß die Amerikaner da gehörig nachgeholfen und ihn im WKII in Massen über das Deutsche Reich, zu dem damals auch Ö zählte, aus Flugzeugen als lebendige, gefräßige "Bomben" abgeworfen haben, damit dieser hübsche Käfer der Bevölkerung eine damals lebenswichtige Nahrungsgrundlage zerstören sollte.
      Ich erinnere mich noch gut daran, daß wir Schulkinder nach dem Krieg angeleitet worden waren, so viele Kartoffelkäfer wie möglich zu sammeln, damit man dieser furchtbaren Plage Einhalt gebieten konnte.

      Zu den von Ihnen erwähnten eingeschleppten Schädlingen gehört auch die große rote eklige Nacktschnecke, die mit Salat etc. aus Spanien importiert worden ist und ihren Siegeszug über weite Teile Europas angetreten hat, weil sie keinerlei natürliche Feinde vorfand.

    • Der Pfleger (kein Partner)
      13. Mai 2013 20:28

      Jojo Undinerl, is scho guat.

      Die DDR-Führung war nicht in der Lage, der Katastrophe Herr zu werden, nutzte die Plage aber zu propagandistischen Zwecken im Kalten Krieg, indem sie behauptete, dass eigens in den USA gezüchtete Käfer durch amerikanische Flugzeuge gezielt als biologische Waffe zur Sabotage der sozialistischen Landwirtschaft abgeworfen wurden. Ab 1950 wurde auf Plakaten und in zahlreichen Medienberichten eine Kampagne gegen die Amikäfer oder Colorado-Käfer gestartet, die Saboteure in amerikanischen Diensten genannt wurden.

      Das gleiche Argument hatte zuvor im Zweiten Weltkrieg schon das NS-Regime gebraucht und behauptet, die Kartoffelkäfer seien von amerikanischen Flugzeugen abgeworfen worden


      http://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffelk%C3%A4fer

    • Bodo
      14. Mai 2013 08:35

      @Der Pfleger (kein Partner)

      Jojo Pflegerl, is scho guat

      Jeder gebildete Mensch wie Sie weiß natürlich, dass die Amerikaner nie im Leben so etwas Schlimmes getan hätten! Rosinenbomber waren unterwegs, aber nie im Leben Kartoffelkäferladungen! Auf so etwas Niederträchtiges wären die Amerikaner nie im Leben gekommen. Außerdem waren die Guten im Krieg nicht bewaffnet, sondern schwenkten Palmwedel und statt der Helme trugen sie einen Heiligenschein.

  17. pc-think
    12. Mai 2013 23:05

    Schont Österreichs Bienen! Esst Kunsthonig!

  18. Sensenmann
    12. Mai 2013 21:34

    Die Sache verlangt nach einem glatten Schnitt und einer etwas umfangreicheren Sachverhaltsdarstellung. In der ganzen „Bienendebatte“ geht es längst nicht mehr um Fakten. Wir erleben hier den beinharten Kampf der US-Gentechnikkonzerne gegen die deutsche Chemie. Es fällt mir schwer, das zu sagen, aber Teile der Schwarzen haben hier tatsächlich als einzige in diesem Irrenhaus noch den Verstand walten lassen.

    Die Entscheidung dieses Berlakovich, gegen ein Verbot zu stimmen, war vollständig in Ordnung - sein Umfaller nachher ein typisches Syndrom schwarzer Feigheit. Dieses kann den Wissenden aber nicht mehr enttäuschen, da es sich die ÖVP im Mastdarm der Ökobolschewiken ohnedies wohnlich einzurichten trachtet, wie permanent zu beobachten.

    Mittlerweile nimmt die Debatte bereits skurrile Züge an. In der Tiroler Tageszeitung entblödet sich ein ganz echter Univ. Doz., ein gewisser Dr. Maximilian Ledochowski nicht, folgende Meinung abzugeben, an der sich die Fakten sehr schnell festmachen lassen und die den Irrsinn diese Debatte zeigt:

    „Neonicotinoide sind eines der gefährlichsten Umweltgifte. Sie zeigen sogar in chemisch nicht mehr nachweisbaren Konzentrationen biologische Giftwirkung! Die giftige Wirkung für die Bienen ist wissenschaftlich ausreichend bewiesen. Der epidemieartige Befall der Bienen mit Varoamilben ist kein alternatives Szenario, sondern wird durch den breiten Einsatz von Neonicotinoiden verursacht. Wenn Minister Berlakovich den Einsatz von Bt- Mais (Gen-Mais) als einzige Alternative im Kampf gegen den Maiswurzelbohrer darstellt, obwohl man weiß, dass man den Maiswurzelbohrer durch einfache Änderung der Fruchtfolge besiegen kann, drängt sich die Frage auf, ob er so schlecht beraten ist oder ob er hier nicht die Interessen der großen Agrarindustrie vertritt! Neonicotinoide werden über die Wurzeln von den Pflanzen aufgenommen. Das heißt, wenn man den Mais isst, kann man diese Gifte nicht einmal abwaschen, sondern muss (!) sie mitessen.“
    (Zitat Ende)

    Wenn man die Fakten kennt, fragt man sich, wie solche Menschen, die sich über Fachgebiete auslassen - von denen sie ungefähr soviel Ahnung haben, wie eine Nonne vom Bajonettfechten - in Österreich höhere akademische Weihen erhalten können!

    Die Neonicotinoide sind keineswegs gefährliche Gifte. Die Toxizität liegt etwa doppelt so hoch wie die von Speisesalz. Wenn ein echter Univ. Doz. von „Giftwirkung in chemisch nicht nachweisbaren Konzentrationen“ schwafelt, muss er wohl zu oft auf einen Homöopathie Semi-Narr gewesen sein, oder in Pharmakologie und Toxikologie durch Abwesenheit geglänzt haben. Diese Substanzen haben – wie jede für den Lebensmittelbereich zugelassenen Chemikalien – einen definierten NOAEL (No Observable Adverse Effect Level). Der liegt z.B. für Imidacloprid bei 14mg/kg Körpergwicht täglich (!) für Ratte und Hund und wurde beim Menschen mit 5,7 mg/kg festgelegt. Wohlgemerkt täglich. Bitte merken, ich komme darauf zurück.

    Diesem Univ.Doz. sind die Fakten sicher bekannt, aber da er sie kennt, und sie seine Behauptung von der „extremen Giftigkeit“ widerlegen, muss er ins esotherische verfallen. An sich ist ja wohl anzunehmen, daß einem Humanmediziner höheren Grades (dieser Mann ist sogar Facharzt für Innere Medizin und Ernährungsmedizin!) zuzumuten ist, sich nach wissenschaftlichen Kriterien zu verhalten. Zumindest erwartet man das von einem publizierenden Akademiker. Aber die Zeiten scheinen sich zu ändern. Da können selbst Univ. Doz. den größten Schwachsinn absondern, ohne daß es jemanden stört! Genau DAS sind die selbsternannten Experten, die dann an den Stammtischen der Ökobolschewiken ihren Senf zum Besten geben, der dann für die Wahrheit schlechthin erklärt wird und des Ökobolschis liebste Beschäftigung, das Verbieten, in Gang setzt.

    Die Giftigkeit für Bienen ist natürlich erwiesen. Auch Bienen sind Insekten. Ei der Daus! In einer chronischen Fütterungsstudie an Bienen über 10 Tage betrug sie zwischen 1 und 10 µg/kg (also bis zu 10ppb im Futter).Auch wenn man Sie – wie andere Insekten auch – direkt mit der Substanz in Kontakt bringt (besprüht, Kontaktflächen). Es ist ja auch ein Insektizid. Der Wert, der schadlos vertragen wurde liegt bei chronischer Exposition von 4ppb. Die Lüge in des famosen Univ.Doz. Satz ist, daß es keine einzige fundierte Studie gibt, die die Giftigkeit systemisch behandelter Pflanzen für die Biene zeigt. Ganz m Gegenteil zeigen die unzähligen weltweit gemachten Studien zur Zulassung der Substanz die Bienensicherheit. Die vielbeschworenen Studien, die die Gefahr beweisen sollen werden wie folgt klassifiziert: “Many tunnel and field studies have been conducted to show the potential effects of imidacloprid in the natural environment however most of these field studies have design and implementation deficiencies, which make them difficult to interpret and use.” Das sagen US und europäische wissenschaftler nach Review der jeweiligen Länderzulassungen von Imidacloprid. Aber wahrscheinlich sind diese Stümper gegen einen österr. Internisten…

    Die volle Härte ist dann die Aussage, die Varroa-Milbe sei eine FOLGE des Einsatzes der Neonicotinoide! Ich dachte bisher, die Spontanzeugung von Schadorganismen aus diversen Substanzen sei seit dem Ende des Hexenwahns („Die Hex` verseuchte den Klostergarten durch massenhaft herumhoppelnde Kaninchen, die ohne Zweifel aus geknoteten Tüchern gezeugt worden waren...“ – Hexenprotokoll zu Köln) in unseren Breiten für unmöglich erklärt worden. Der Herr Univ.Doz. belehrt uns eines Besseren! Vielleicht wird aber für die Ketzer an der ökobolschewistischen Religion und der „Holy Church of Global Warming“ auch die peinliche Frage wieder für zulässig erklärt?(„Die Hex‘ citra tamen suggestis umständlich befraget, ob sie Räuplein gezeugt. Wills nicht gewesen sein!“ Göttinger Turmprotokoll). Wer weiß, was Narren so alles einfällt?

    Warum wir in Österreich die ersten katastrophalen Bienensterben an der Varroa schon Ende der 80er Jahre hatten (die Neonics waren damals als Substanz gerade erst erfunden, zugelassen wurden sie erst in den frühen 90er Jahren), so daß entsprechende Bienenarzneimittel im Eilverfahren zugelassen wurden, verrät uns der Herr Dr. natürlich nicht. Ebensowenig, warum in Ländern, in denen keine Neonics eingesetzt werden, dennoch die Hälfte der Völker eingeht. Sonderbarerweise wird in Australien großflächig gebeizt, aber die Bienenverluste betragen die natürlichen 5%. Ein kleiner Hinweis: Australien ist Varroa-frei!
    Seine Unwissenheit sei ihm verziehen, er ist ja weder Landwirt, noch Imker, noch Veterinär. Aber den Satz „Si tacuisses…“ sollte er sich doch in’s Notizbuch schreiben…

    Ganz erstaunlich erweist sich der Herr Univ.Doz. der Inneren Medizin dann als Experte für Schädlingsbekämpfung im Ackerbau! Daß der Maiswurzelbohrer ein flugfähiger Käfer ist, denn auch größere Distanzen nicht schrecken, der auf einer Vielzahl von Kulturpflanzen und Unkräutern sein Auskommen findet und sich an diesen ebenso gut vermehrt wie am Mais, scheint dem guten Mann entgangen zu sein. Millionen an Forschungsgeldern wurden vergeudet, Generationen von Wissenschaftlern, die sich um die Lösung mittels Insektiziden, Sortenentwicklung und Gentechnik bemüht haben, wurden sinnloserweise von völlig wahnsinnigen Konzernen bezahlt, wo doch die Lösung des Problems, die einfache Dreifelderwirtschaft (erfolgreich im Mittelalter, wo man dann nachhaltig und mit voller Bio-Landwirtschaft mit einem Lächeln auf den Lippen verhungern konnte, wenn die Raupen über das Korn kamen, so glücklich war diese Zeit, ja,ja!) und der Fruchtwechsel das Problem sofort gelöst hätten! Ach hätten wir doch den weisen Dr. Maximilian Ledochowski aus Innsbruck befragt! Alles wäre eitel Wonne!

    Ein Land, das solche Experten und Universalgenies sein Eigen nennt, muss wahrlich blühen und gedeihen! Wie Faktura zeigt…

    Der zweitdümmste Satz entwischt dem Herrn dann am Schluss: Die Pflanze sei giftig, man müsse das Gift mitessen! Abgesehen davon, daß es maximal zulässige Rückstandswerte gibt, die BRUCHTEILE des NOAEL und des ADI (Acceptable Aaily Intake) sind, daß stets die DOSIS das Gift macht („Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wenn Ihr ihn kennt)…

    Der Wirkstoff fällt dem schnellen Abbau anheim, wenn die Früchte reif sind, ist der Wirkstoff längst abgebaut. Wartezeiten zwischen Anwendung und Ernte sichern, daß die MRL-Werte jedenfalls eingehalten werden. Diese liegen übrigens bei 0,05mg/kg Frucht (z.B. für Reis), also gut 100 kg mit dem Höchstmöglichen Rückstand belasteter Reis täglich bringen den Konsumenten an den NOAEL!

    Der Herr Dr. hat es also lieber, daß man wieder wie in alten Zeiten den „Rübenbomber“ auspackt, hektarweise die Felder besprüht (wo der Sprühnebel dann unterschiedslos alle Insekten dahinrafft) und man dann dafür das „Gift“ wenigstens „abwaschen“ kann?
    Oh heilige Einfalt! Genau DAS war ja das Problem, warum die deutsche Chemie so intensiv geforscht hat, statt der Hektar nur mehr die Saatgutkörner zu behandeln und dem damals – richtigerweise – beanstandeten Flächenspritzen ein Ende zu bereiten. Bei der Maisbeize beträgt die Aufwandmenge de facto durch die verteilten Körner 92g / ha, bei Spritzinsektziden waren die zehnfachen bis zwanzigfachen Mengen früher usus…

    Aber so sind unsere Experten in ihren Elfenbeintürmen: Zurück ins Mittelalter und glauben, Zucker sei „gesünder“ wenn er dreckig ist und Bio sei überhaupt das Beste. Auch wenn es bis heute keinen Beweis gibt, diese Produkte seien den konventionell erzeugten irgendwo überlegen. Wer’s mag, soll es halt kaufen. So ist der freie Markt. Und der Herr Univ. Doz. wird es sich schon leisten können. Ob woanders die Menschen ohne Schutz ihrer Ernten in Dreck und Hunger verrecken ist ja egal, Hauptsache man hat sein Öko-Gewissen gestreichelt und weg mit der bösen Chemie!

    Natürlich gibt es gentechnisch die Möglichkeit, die Pflanze durch eingeschleuste Gene dazu zu bringen, selbst ihr Insektengift zu erzeugen. (Wie Monsantos BT-Mais) DAS bleibt aber dann natürlich bis zum Lebensende derselben in ihr drin. Monsanto hat ein Patent darauf und will natürlich die Vermarktung sichern. Am Besten mittels Saatgutverordnung, damit die Bauern Europas bei Strafe nur mehr Monsanto-Saatgut ausbringen dürfen. (Ob die gentechnische Modifizierung sicherer oder nicht ist, soll hier nicht diskutiert werden, das ist ein eigenes Thema). Dort sind die vielgeschmähten Lobbyisten unterwegs um das in der EU umzusetzen. Die Ausflüsse konnte man an der Saatgutrichtlinie schon erkennen.
    Genau DEREN Job erledigen 1.)die bezahlten und 2.)die dummen Gegner des chemischen Pflanzenschutzes. (Wobei ich im Gegensatz zu den Grünen und dem Herrn Dr. Maximilian Ledochowski nicht behaupte, diese stünden auf der Payroll von Monsanto. Einen Politiker hingegen kann man schon fragen, ob der Sinneswandel durch Eintreffen eines entsprechenden Schecks eingetreten ist. Dort ist das ja üblich.)

    Die Kampagne ist jedenfalls gut eingefädelt und selbst Univ.Doz. gehen dem verbreiteten Propaganda-Schwachsinn auf den Leim, wie man sieht.
    Wenn dann noch die Chance besteht, einen schwarzen Minister anzupinkeln, mutieren dann noch die mäßig gebildeten Blauen und die an der Irrlehre des Sozialismus hängenden Kriminellen zu Bienenexperten. Die Ökobolschewiken waren selbiges ja ohnedies schon immer.

    Mittlerweile bemängelt die Journaille, daß die chemische Industrie die österr. „Melissa“-Studie gesponsert hätte, weshalb diese nicht korrekt wäre.
    Auch das ist eine der unverschämten Tatsachenverdrehungen, die im linken Afterjournalismus so üblich geworden sind!

    In Wahrheit wurde die Industrie von AGES und der Imkerlobby genötigt, hier mitzuzahlen, weil das Projekt sonst nicht finanzierbar gewesen wäre! (Klar, unser Dreckstaat braucht das Geld ja, um Pleitebanken zu stützen und mit unserem Geld dafür zu sorgen, daß griechische Reeder keine Steuern bezahlen müssen. Für Forschung ist dann kein Geld da, das wurde schon für wichtige „wissenschaftliche“ Projekte am Institut für Marxismus-Leninismus verbraucht…)
    Insbesondere die Imker wollten damals, daß die chemische Industrie mitfinanziere. Denn: „Wenn ihr schon die Bienen vergiftet, dann zahlt wenigstens für das Zustandekommen des Projektes!“

    Die AGES hat wissenschaftlich korrekt untersucht und korrekte Schlüsse gezogen. Die Industrie hat die Ergebnisse der Studie keine Sekunde früher als die Öffentlichkeit bekommen und Dr. Moosbeckhofer von der AGES hat absolut korrekt wissenschaftlich gearbeitet! Wissenschaft heißt: Messen, Zählen, Wägen, Abwägen und fundierte Schlüsse ziehen. Genau DAS wurde getan.

    Die Studie weist nach, daß zeitweise 0,38% der Bienenvölker Österreichs möglicherweise durch Saatgutbeize getötet wurden. Regional durch Direktexposition, verursacht durch Ausbringungsfehler. Diese wurden mittlerweile durch Verbesserung der Sämaschinen gegen Null gedrückt. Heuer sind keine relevanten Bienenschäden in der Aussaatperiode bekannt geworden. Weiterhin sterben aber 50% der Bienenvölker an der Varroa und deren Folgeerkrankungen.

    Aber das schert natürlich niemanden, denn es geht ja nicht um die Bienen, es geht um Glauben an die Ökoreligion und politisches Kleingeld.

    Das Problem des Bienensterbens wäre übrigens weit besser im Griff, würde die Varroatose zur Seuche erklärt und mit den in der EU zugelassenen Tierarzneimitteln staatlich bekämpft. Aber das ist natürlich auch Chemie, und die ist gaaaanz böööse! Und Geld ist dafür auch keines da.(Grund: Siehe oben.)
    Also wird wegen des Verbotes der Neonicotinoide kein Bienenvolk weniger eingehen, sofern es nicht nach veterinärmedizinischen Standards behandelt wurde. Der Maiswurzelbohrer wird sich weiter verbreiten und Landwirte werden den Schaden haben. Dann die Biogasanlagen, die Futtermittelerzeuger und am Schluss – wie üblich – der Normalverbraucher.

    Was Leute vom Schlage der diversen famosen Professoren dann sagen werden, wenn weiterhin die Bienen eingehen, wird spannend. Es werden die üblichen Ausreden sein…

    • Johann Scheiber
    • terbuan
      12. Mai 2013 22:10

      Danke Sensenmann,
      ein weiterer Blick in den Abgrund undurchschaubarer menschlicher Verlogen- und Durchtriebenheit!

    • lenz
      12. Mai 2013 23:45

      Sensenmann - ich bin begeistert. Großartiger Artikel!

    • Helmut Oswald
      13. Mai 2013 09:35

      Sensenmann - so muß Politik ...

      Sensationeller Beitrag - und hinsichtlich der Einschätzung dieser sogenannten Volkspartei - deckend im Ziel.

      Die Herren und Damen Minister sollten besser, bevor sie in die Regierungssitzung gehen, kurz nochmal im Blog nachlesen, damit sie wissen wo es lang geht.

    • Erwin Tripes (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      13. Mai 2013 12:07

      Sehr erhellend.

      Will man einer Sache auf den Grund gehen, muß man weiter ausholen, was bei vielen aber verpönt ist. - Wie aber sollten sie dann klüger werden?

      Dazu fällt mir ein wunderbares Zitat ein (aus ETAPPE):

      Kronjuwelen der Macht: Folter, Todesstrafe, Leibrente und Professoren-Prostitution!

    • Sensenmann
      13. Mai 2013 15:47

      @Erwin Tripes (kein Partner) Wie der Schelm denkt, so ist er. Wenn Sie glauben, ich hätte es nötig Geld zu kassieren, nur weil ich als naturwissenschaftlich gebildeter Mensch, der ein bißchen die Spielarten der Politik kennt und in der Lage ist, wissenschaftliche Fakten von Lohnschreiberei und Fiktion zu trennen, dann sind Sie offenbar der Meinung, ich wäre Ihresgleichen. Sie irren!

      Besonders putzig, daß Sie hier den Artikel des linken Schmierenblattes "Profil" verlinken, der von A bis Z eine einzige Ansammlung von Lüge, Mutmaßung und Unterstellung ist. (kommt offenbar direkt aus der Sudelküche der SPÖ)
      Besonders dreist die Aussage:
      "Im Kapitel „Maßnahmen für die Zukunft“ empfiehlt die AGES weiterhin die „Zulassung neonicotinoider Wirkstoffe“."
      SO lügt die Journaile alle Tage!

      Wissen Sie überhaupt, wovon ich hier spreche? Nein?
      Ich kann Ihnen hier zuerst den Schlußsatz der Studie und danach die "Maßnahmen fürdie Zukunft" reinkopieren:
      1.)(Schlußsatz der Studie)
      "Die wissenschaftlichen Ergebnisse von Melissa sind auch ein Beitrag zur Identifizierung und Evaluierung möglicher Risikofaktoren – insbesondere für Bienen –, die künftig für die Risikobewertung und bei der Zulassung von insektiziden Wirkstoffen als Pflanzenschutzmittel (Saatgutbehandlungsmittel) Beachtung finden sollten." (Zitat Ende.)

      2.) (Aus dem Vortrag von Dr. Moosbeckhofer, letztes Bld)
      Zusammenfassung
      • Ergebnisse von MELISSA zeigen, dass 2009 – 2011 in Österreich regional gehäuft Bienenschäden aufgetreten sind, die rückstandsanalytisch häufig mit Verwendung von insektizidgebeiztem Mais- und Ölkürbissaatgut in Zusammenhang zu bringen waren.
      • Getroffene Maßnahmen zur Vermeidung von Bienenschäden durch insektizide
      Saatgutbehandlungsmittel brachten zwar signifikante Verbesserungen, allerdings
      weist das wiederholte, regional eingrenzbare Auftreten von Bienenschäden auf einen systematischen Zusammenhang mit lokalen expositionsfördernden Faktoren hin.
      • Beizqualität und Sätechnik sind weiter zu verbessern und der Anbau von insektizid gebeiztem Saatgut mit pneumatischen Sämaschinen ist bei Wind zu vermeiden.
      • Einsatz insektizider Saatgutbehandlungsmittel ausschließlich aufgrund eines
      gegebenen Pflanzenbaurisikos und daraus begründeter Indikation.
      • Adaptierung der Risikobewertung von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln im
      Zulassungsverfahren an spezielle Eigenschaften und möglichen Expositionswege, v.a. von insektiziden und bienengefährlichen Saatgutbehandlungsmitteln, ist nötig.
      (Zitat Ende)

      Also KEIN WORT von dem, was die linke Journaille lügt! Keine Empfehlung, weitere Neonics zuzulassen! Nur eine fachlich korrekte Zusammenfassung.

      Aber wie gesagt: Wo selbst waschechte Universitätsdozenten dem Geschwätz auf den Leim gehen, darf man anderen Zeitgenossen nicht verübeln, jeden Mist zu glauben.
      Vor allem, wenn sie ihr Wissen aus der linken Lügenpresse beziehen. Informieren sie sich des nächste Mal besser, sie werden sehen, lesen bildet ungemein.

      Lustig auch, daß gerade ein FPÖler - nämlich dieser Jannach - die Frechheit hat, die Unabhängigkeit der AGES zu bezweifeln! Er sollte es doch wissen, wie diese aufgebaut ist, wurde diese GmbH doch unter der schwarz-blauen Koalition 2002 gegründet, um Budgetkosmetik durch Ausgliederung von Bereichen zu betreiben und die Bundesämter und Bundesanstalten zusammenzuführen. Es handelt sich um eine Dienststelle des Bundes, die von diesem und aus Gebühren finanziert wird! Mit derlei "Experten" wird die FPÖ sicher an Stimmen gewinnen. naja, wer sich mit der Scheuch-Partie in's Bett legt, hat auch sonst zu wenig Bildung und Instinkt, um etwas zu bewegen. Eigentlich schade für unser Land, daß DAS die Gegengewichte zum rot-schwarz-grünen einheitsbrei sein sollen...

      Zur Teilnahme an der Studie wurde - wie schon gesagt - die chemische Industrie förmlich genötigt, denn unser jämmerlicher Staat war eben nichteinmal in der Lage, 115tsd Euro aufzustellen. An das Gejaule der Rotzgrünen möchte ich gar nicht denken, gäbe es gar keine Daten von staatlicher Stelle!

      Ach ja, werter Herr Tripes: Die AGES bezahlt mich auch nicht und ich bin mit den dortigen Forschern weder verwandt noch verschwägert. das zu Ihrer Beruhigung.

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      14. Mai 2013 10:28

      @ sensenmann
      Da bin ich aber froh, daß Sie nicht nur absolut politisch und wissenschaftlich korrekt, unbestechlich und obendrein im Besitz der absoluten Wahrheit sind.
      Alles was nicht in Ihr Konzept paßt ist halt dumm und Schmiere.
      Na ja, dann das Allerbeste für Sie.

    • Majordomus
      14. Mai 2013 22:44

      @Erwin Tripes:

      Auf der Website der AGES können Sie eine Stellungnahme zu dem von Ihnen verlinkten Profil-Artikel nachlesen:
      http://www.ages.at/ages/presse/pressemeldungen/ages-stellungnahme-zu-profil-agrochemiekonzerne-finanzierten-bienenstudie-des-umweltministeriums-mit-vom-11052013/

      Was Sensenmann geschrieben hat, ist korrekt.

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      14. Mai 2013 22:58

      @ majordomus und sensenmann
      Freu mich, daß Sie, wie ich schon erwähnte, genau wissen, was wissenschaftlich und im Spezialfall politisch korrekt sei.
      Komisch nur, daß im Gegenstande offensichtlich doch im Hintergrund eigenartige Angebote erfolgten, was aber wahrscheinlich nur Verschwörungscharakter haben dürfte.
      http://orf.at/stories/2182011/2181992/

    • Majordomus
      14. Mai 2013 23:13

      Warum ziehen Sie eigentlich nicht selbst los und finden heraus, woran die Bienen sterben, Herr Tripes?

    • Sensenmann
      15. Mai 2013 15:10

      @ Erwin Tripes
      Ja, Herr Tripes wie wäre es denn mit Fakten, Zahlen, Daten? Liegen Ihnen neue Daten zur Tox vor, neue MRL-Werte, neueste Doppelblindstudien zur Bienengiftigkeit? Neuere Großflächenversuche? Nur herbei, ich bin jedem wissenschaftlichen Argument und jeder fachlichen Diskussion zugänglich! Aber bitte nicht die feile inseraten- und förderungsfinanzierte Systempresse und den Rotfunk als Quelle zitieren. Daß dort die Wahrheit steht, glauben wirklich nur mehr die Dümmsten. (Schlagzeile Kronenzeitung: "2000: Österreich ohne Wald!")

      Und jetzt kommen Sie mit der Meldung in der unser Herr Imkerpräsident behauptet, es wäre ihm Schweigegeld geboten worden! Absolut zum Lachen! Die Imker haben sich jahrelang von ihren diversen Präsidenten eine heile Welt vorspielen lassen. Alles "Einzelfälle"...
      Nachdem die Völker an der Varroatose zusammenbrachen und man die bösen Arzneimittel (die es nun einmal nur auf Verschreibung eines Tierarztes gibt) nicht wollte, weil es ja „Alternativen“ gab, wurden die organischen Säuren, v.a. Ameisensäure als Allheilmittel empfohlen. Eine Zeit lang klappte das vereinzelt ganz gut, dann mußte die Dosis erhöht werden, dann blieb teilweise die Wirkung aus. Obskurste Mittel aus dem Internet fanden und finden Einsatz, bis hin zu Pflanzenschutzmitteln oder Mitteln gegen Tierparasiten, die ihre Wege aus Südamerika bis in die heimischen Bienenstände fanden, um die Varroa vielleicht doch zu besiegen.

      Berlakovich hat ehrlich und nicht verstellt reagiert, als er erstaunt war über das Ausmaß des Problems, denn jahrelang haben alle – inklusive des Herrn Stich – erklärt, man käme bestens mit den organischen Säuren aus, kein Mensch brauche eine Involvierung der Veterinäre oder gar zugelassene Tierarzneimittel! Alles sei bestens! Sonderbarerweise stieg das Varroa-Problem von Jahr zu Jahr. Aber nur ja keine Chemie! (Es darf gelacht werden! Von Fipronil bis Coumaphos geht die Liste der unter der Hand eingesetzten Chemikalien - nebst obskuren Mischungen, die den Putztrieb der Bienen anregen sollen und die Varroa "biologisch" besiegen sollen - und die verwendeten Ameisensäure-Konzentrationen sind weit jenseits aller Zulassungen. Aber bitte: Keine Chemie).

      Die vereinzelten Bienenausfälle durch falsche Ausbringung gebeizten Saatgutes im Frühjahr kamen da gerade recht als Ablenkungsmanöver für die Unfähigkeit und Realitätsscheu der Funktionäre. Mittlerweile gab es ja schon Kritik an dem Gemauschel und erste Rücktritte, die vielleicht die verkrusteten Strukturen aufbrechen werden.

      Aber vielleicht hat ja die chemische Industrie die AGES gekauft, damit die den Gmeiner aus Vorarlberg dazu bringen, die Allmacht des Präsidenten zu kritisieren und damit den Lidlbauer und den Prantner (der m.W. für das dümmste Bienenwirtschaftsgesetz, das jemals geplant war in Tirol verantwortlich zeichnet) zum furiosen Rücktritt bewogen hat…

      Wer's glaubt, wird selig!

      Wer hingegen ein Bisserl die Fakten und die Interna kennt, kann sich über den Affentanz, der da aufgeführt wird, nur mehr wundern. Ab 2014 soll ja die Aussaat von Neonicotinoid gebeiztem Getreide verboten werden (die Ökobolschis fordern jetzt schon das Verbot für’s Wintergetreide, obwohl da die Fungizide im Vordergrund stehen!) Die Gesamtverluste an Bienenvölkern werden dadurch nicht geringer werden. Und die Imkerfunktionäre werden weiterhin nicht zugeben, daß die Varroa DAS Problem ist. Nur die linksextremen Grünen werden dann die nächste Sau durchs Dorf treiben, um davon abzulenken, was alles von ihren Voraussagen schon wieder nicht eingetreten ist.

      Aber Politik soll ja für das viele Geld, das sie kostet wenigstens unterhaltsam sein...

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      16. Mai 2013 14:57

      @majordomus und sensenmann
      Na ja, jetzt seh´ ich erst, wie dumm ich - gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftern- gegenüber Ihnen beiden da steh´, weil ich ua. nicht sofort erkannt habe, daß der Bienenvertreter die Unwahrheit sagte.
      Und auf den von majordomus empfohlenen Erforschungsgang gehe ich deshalb nicht, weil er mir dazu nicht seine allwissende wissenschaftliche Unterstützung angeboten hat.

  19. Josef Maierhofer
    12. Mai 2013 21:13

    Natürlich lässt sich alles begründen.

    In Wahrheit geht es bloß ums 'große Geschäft' mit Samen, mit Gentechniklizenzen, mit Chemie und um die Monopolkonzerne, wie von @ Gerhard Pascher beschrieben.

    Klar, dass im speziellen Fall Berlakovich auch die Politik und die Linksmedien ordentlich Musik machen und herumlügen, was halt geht.

    Aber woher kommt denn die Grundwasserverseuchung in weiten Teilen Österreichs ? Woher kommt denn die große Überfettung der Menschen in Österreich ? Woher kommt denn die ständige Steigerung der Krebsfälle ? Doch ganz sicher nicht von unserer durch und durch 'gesunden' Ernährung, Lebensmittelfrischhaltung, Lebensmittelverpackung, etc. und schon gar nicht von Ertragschemie, Pflanzenschutzchemie, chemischer Bodendüngung, etc. ???

    Ein Amerikaner war zu Besuch bei mir und hat auf einem Lebensmittelpaket 'gentechnikfrei' gelesen und hat gemeint, Ihr seid glücklich, bei Euch gibt es das noch. Ich frage halt, wie lange noch ?

    Ich denke, am Ende werden wir draufkommen, dass wohl die Natur die besten Rezepte selbst bietet, bloß sehen müssen wir sie, die Biobauern versuchen es wenigstens.

    • AGLT (kein Partner)
      13. Mai 2013 09:57

      @Josef Maierhofer: ***

    • Hans-Peter (kein Partner)
      13. Mai 2013 13:47

      Josef Maierhofer
      Ich denke, am Ende werden wir draufkommen, dass wohl die Natur die besten Rezepte selbst bietet, bloß sehen müssen wir sie, die Biobauern versuchen es wenigstens. *************
      Genau das ist es, was in den Köpfen der Menschen verloren gegangen ist. Sie können sich nicht mehr vorstellen, dass man früher auch ohne Chemie ernten konnte. Wer nur mehr den Profit (Dollarzeichen in den Augen) hat, der hat gar keinen gesunden Hausverstand mehr. Diese bezahlten Experten erklären uns, dass Chemie für den Körper besser sei, als natürliche Pflanzen und ohne diese chemischen und giftigen Stoffe müssten wir verhungern. Dass aber gerade die Vergiftung der gesamten Welt uns den Hunger beschert, dass kapieren die verblendeten Menschen nicht mehr. Was ist für den Körper gesünder? Heilkräuter oder Chemie? Das ist hier die Frage ... und warum, wollen die Pharmakonzerne unbedingt die natürlichen Pflanzen ausrotten? Was sind das für Menschen, die genau wissen, was sie der Natur, dem Mensch und Tier antut. Diese Elite hat in der Arktis rießige Saatgutkammern in denen sie natürliche bzw. ursprüngliche Sorten aufbewahren. Warum? Was wissen diese Leute? Sie selbst fressen diesen Dreck nicht, aber für den Pöbel ist er gut genug, denn sie verdienen ja auch noch an den Krankheiten die durch diese Gifte bei Mensch und Tier entstehen. Die Menschen werden an ihrer Gier und an ihrer Dummheit zugrunde gehen.

  20. ambrosius
    12. Mai 2013 18:48

    Nur halb zum Thema :

    Einige Diskutanten haben so nebenbei auf die Monopolstellung von Firmen wie Monsante etc. auf dem Saatgutsektor hingewiesen.

    Im aktuellen Heft des Auto Touring findet sich eine kleine und unauffällige Geschichte von einem sizilianischen Schuster, der sich einen Namen als Verfertiger von Schuhen für Rennfahrer gemacht hat und über Jahre hinweg alles, was in der Vollgasbranche Rang und Namen hatte mit seinen handgefertigten Schuhen beliefert hat bis- ja bis jemand auf die gloriose Idee gekommen ist, daß man nicht nur Rennautos sondern auch Schuhe von Rennfahrern homologisieren kann, natürlich für einen horrenden Betrag. So war unser Schuster aus dem Geschäft und irgendwelche großkapitalistisch unterlegten Firmen haben das Geschäft gemacht bzw. machen das Geschäft.

    So ist das schon heute beim Saatgut und wird mit der neuen Verordnung unter Garantie noch schlimmer.

    So ist es, wenn ein Milchbauer seinen eigenen Käse machen will und erfährt, was er da investieren muß.

    So ist es mit den kleinen Küstenfischern, die man mit sog. Nachhaltigkeitszertifikaten an der Nase herumführt .

    So ist es bei Fischzuchtbetrieben, die selbst schlachten wollen

    So geht es jedem Kräuterweiblein, daß seinen Brennesseltee wie ein Medikament zertifizieren sollte, womit auch dies Geschäft bei den Pharmakonzernen gelandet ist.

    Vom Urheberrecht und Patentrecht garnicht zu reden, wo auch staatssalimentierte Unternehmen Patente auf Vorrat anmelden, damit kein pfiffiger Kleinnternehmer Konkurrenz machen kann.

    Ich bin überzeugt, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

    So entsteht- unbemerk-t genau das System von großkapitalistischen Monopolunternehmen, wie sich der Herr Marx das vorgestellt hat.

    Würde mich interessieren, was unsere Jungbloggerin Margarita Teresa dazu zu sagen hat oder andere Junge Diskutanten, die sich noch nicht geouted haben.

    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 19:06

      Ich glaube auch, wenn ich Sie richtig verstanden habe, ambrosius, daß wir bei diesem Thema nur schattenboxen tun. Auf dem Rücken der Bauern.
      Diese sind doch nur das letzte Glied in der Kette der Fehlentwicklungen. Auf ihnen herumzuhauen, ist in der Wirkung ungefähr genauso wirksam, wie die Tiere zu prügeln, die unsere Sprache nicht verstehen.

    • ambrosius
      12. Mai 2013 19:50

      @Anton Volpini
      Ich bin mit Ihnen einer Meinung und der absolut Letzte, der auf die Bauern einprügelt.
      Ich will das jetzt nicht in der Tiefe erörtern aber ich sehe den Bauern, egal ob der Familienbetrieb mit 60 / 1oo ha oder der 200 oder 300 ha Betrieb als Opfer.
      Subventionsbetrüger und Sozialschmarotzer sind Andere.

    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 20:10

      So sehe ich das auch, ambrosius.
      Der allgemeinen - Stadt gegen Land - Meinung hab ich mich noch nie angeschlossen.

    • Margarita Teresa (kein Partner)
      13. Mai 2013 10:26

      Nanu, Ambrosius, was wollen Sie denn von mir hören bzw. inwiefern wäre meine Ansicht besonders bedeutsam?

    • ambrosius
      13. Mai 2013 15:46

      Hallo ! Sie haben`s gelesen und reagiert!

      Ich sehe, daß die Monopolisierung der Märkte, unter Unterstützung der Politruks, durch das Großkapital riesige Fortschritte macht und eigentlich jedem auffallen müsste.
      Folglich wird die kommende Generation schon ausgeliefert sein, was die Monsantos und Co. uns liefern und zu welchem Preis. (Das erste Wildschwein, das sich des Fressens wegen vor 10.000 Jahren plus minus dem Bauern ausgeliefert hat, hat wohl auch nicht an die Generationen von Hausschweinen gedacht, die sich nicht mehr befreien konnten)
      Wir Pensionisten werden der Welt keinen Haxen ausreißen. Aber Ihr, die Jungen? Daher mein Ruf, und danke, daß Sie ihn gehört haben.

    • Margarita Teresa (kein Partner)
      14. Mai 2013 11:08

      Wie ich vor kurzem hier schon einmal geschrieben habe: Unterschätzen Sie nicht die Macht der Pensionisten! Sie werden viel eher die Welt umkrempeln als wir; es geht ja heutzutage nicht mehr darum, wie weiland Old Shatterhand den Grizzlybären mit dem Messer zu erlegen.

      (Übrigens: Geht es Ihnen um die Monopolisierung der Landwirtschaft durch Konzerne oder um die Zu-Tode-Reglementierung u.a. durch die EU?)

  21. Anton Volpini
    12. Mai 2013 17:05

    "Bewusste Falschberechnungen beispielsweise in Hinblick auf die Größe von Almen kann und darf es nicht mehr geben. Offensichtlich haben die heimischen Bauern da versucht, mit den südeuropäischen mitzuziehen."

    Verehrter Dr. Unterberger, Sie tun da unseren Bauern heute aber gehörig unrecht!

    Bei den Almfutterflächen kam es deswegen zu Meinungsverschiedenheit, weil die AMA (Agrar Markt Austria, der umfunktionierte Milchwirtschaftsfond) nicht nur mehrmals innerhalb einer Förderperiode die Regeln änderte, sondern auch durch Orthophotos versucht hat, die Angaben der Bauern zu korrigieren
    Man muß wissen, daß diese Luftaufnahmen, je nach Tageszeit und Jahreszeit unterschiedliche Schatten der Bäume und unterschiedliche nutzbare Flächen aufweisen, was natürlich zu völlig anderen Ergebnissen führt, als wenn ein Bauer mit Kenntnis der Geographie und Kenntnis der realen Futterflächenbedingungen die Lage einschätzt.
    Wir haben es hier mit einem klassischen Problem der Subsidiarität versus oberflächlicher Berurteilung durch österreichische, und brüsseler Bürokratie zu tun.
    Unsere österreichischen Almbauern sind keine Schwindler, auch wenn ihnen eine gewissen Bauernschläue nachgesagt wird. Aber verwundert Sie das?

    Sie brauchen sich nur die lange Geschichte der Unterdrückung der ländlichen Bevölkerung anschauen, dann können Sie sich ausmalen, wie sehr das die vorsichtige Mentalitität der Bauern geprägt hat.

    Womit ich schon beim zweiten Thema bin.
    Wenn die Gesellschaft bereit ist den Bauern überlebensfähige Preise für ihre Produkte zu zahlen, dann braucht es keine Förderungen. Das ist aber nicht der Fall, denn die Politik in aller Herren Länder ist bestrebt die Lebensmittelpreise so tief wie möglich zu halten. Den Ausgleich schafft die Politik über Förderungen. Eines unseres tägliches Lamento hier im Blog, mit all seinen korrumptiven Nebenwirkungen.

    Zu glauben, man könnte die derzeitige Diskussion mit den Bienen versus Bauern anheizen, heißt nur Wasser auf die Mühlen der Sozialisten zu schaufeln.

    • brechstange
    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 20:36

      Sie kommen spät brechstande, doch Sie kommen.
      Wenn auch die allgemeine Meinung hier im Blog über die Bauern nichts Gutes zu schreiben wissen, dann müssen wir zumindest zusammenhalten.
      Das ist so wie gegen die Sozialisten, Bürokraten, Technokraten, Finanzakrobaten und sonstige Abzocker.
      Aber die Bauern, die über Jahrhunderte geschunden wurden, über die laß ich nichts kommen!

    • brechstange
      12. Mai 2013 21:38

      Herr Volpini,
      ich war schon um 07:52 da und habe einen Presseartikel zum bäuerlichen Vermessungswesen aus der Presse gelinkt. Ich hab mich nämlich schon beim Urschitz wegen seiner schlampigen Recherche und seiner Vernaderung der Bauern beschwert. Danach gab es gleich ein paar gar nicht schlecht recherchierte Artikel dazu.

      Die Bauern in meiner Gegend werden zwar leider immer weniger, aber die sind wahrlich in Ordnung, sehr fleißig, motiviert und oft verspottet von den unwissenden Städtern.

    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 21:52

      Verzeihen Sie brechstange, wenn ich da etwas unwirsch war, aber dieses Thema ging mir doch etwas unter die Haut.

  22. Undine
    12. Mai 2013 14:03

    A.U. schreibt:

    "Noch viel spannender ist die zweite Argumentation der Bauern. Wenn keine Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt werden dürfen, gäbe es nur noch eine zweite praktikable Möglichkeit der Schädlingsbekämpfung: den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut."

    Ob der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut FLUCH oder SEGEN bedeutet, kann ich nicht beurteilen; ich vermute aber eher ersteres, denn es ist ein unglaublicher, folgenschwerer, nicht rückgängig zu machender Eingriff in die Natur.

    Auf jeden Fall ist keineswegs jede Art von Reglementierung durch einen Staat immer ein Vorteil, noch weniger, wenn diese Reglementierung--- wie in letzter Zeit verstärkt--- von der EU ausgeht und noch weitaus weniger, wenn diese WELTWEIT betrieben wird. Da müssen einfach alle Alarmglocken schrillen, denn da steckt garantiert nichts Gutes dahinter.

    Alleine, wenn ich an unsere "EU-Schweine" denke, die EU-konform computergesteuert gefüttert werden müssen! Vom relativ freien Leben ihrer Vorfahren, die sich in früheren Zeiten in den damals noch weitverbreiteten Eichenwäldern Europas fröhlich mästen konnten (von Schleswig-Holstein bis zum Bakonywald---die Bakonier-Schweine waren legendär), können besagte EU-Schweine nur träumen! Oder die EU-Hühner, die zu Tausenden zusammengepfercht in mehrstöckigen Hochhaus-Stallgebäuden, vollgepumpt mit Medikamenten---wie heute alle Nutztiere!--- ihre Eier legen müssen!

    Ich weiß nicht, wann man begonnen hatte, die Felder mit massenhaft Kunstdünger zur äußersten Ernteausbeute zu bearbeiten. Aber daß sowohl der Mensch, als auch Flora und Fauna in Mitleidenschaft gezogen werden, ist selbstverständlich.

    Nun geht es offenbar den Bienen an den Kragen, einerseits mit der "importierten" VARROA-MILBE, derer man nicht Herr werden kann, andrerseits durch die Chemie auf den Feldern und Obstbäumen. Mit ihrem "Bienenfleiß" handeln sie sich den Tod ein!

    Soviel zu den "Segnungen der Globalisierung":

    "Woher kommt die Varroa-Milbe? „Ein Bieneninstitut hatte 1976 Bienen aus Asien importiert und übersehen, dass diese jenen Parasiten mitbrachten“, sagt Schneider. Die Wissenschaftler konnten die Milben nicht vernichten. Also haben sie sich vermehrt. „Wir müssen mit diesen Parasiten leben. Doch wir versuchen, die Milbenpopulation während der Bienensaison kleinzuhalten“, so der Imker."

    http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/weyhe/parasiten-plage-milben-attackieren-bienenvoelker-2255754.html

  23. machmuss verschiebnix
    12. Mai 2013 13:45

    In Noramerika sind infolge des massiven Einsatzes von Neonikotinoiden bereits
    große Regionen Bienenfrei - die Imker fahren dort mit Mobilen Bienenstöcken durch
    die Lande, um den Obstfarmen ihre Bestände zu bestäuben.

    Das Verbot in Europa war längst überfällig !

    Was in Europa auch noch ein Problem werden könnte, ist das gravierende Misverhältnis
    bei Preisen für Agrar-Produkte, also Erzeugnisse des Bauern und den dafür anfallenden
    Kosten.
    Allzuviele Leute leben mit der fixen Idee, daß die "Saubauern" sowieso alle in Geld
    schwimmen - aber wer von denen hat jemals versucht nachzurechnen ?

    Ein Bauer bekommt im Schnit für:
    0,29 Cent/Kg Milch
    1,44 Euro/Kg Schwein

    Während die Kosten bei :
    30.000,- € Steyr-Traktor gebraucht 60 PS
    90.000,- € Mähdrescher der billigeren Kategorie
    ...

    D.h. wenn der Bauer es schaffen würde 350 Schweine im Jahr zu verkaufen,
    dann könnte er mit dem Erlös grade mal einen gebrauchten Traktor bezahlen, und
    womit bezahlt er den riesigen Stall samt Ausstattung für die Viecher , womit bezahlt
    er alle sonstigen Erntemaschinen, außerdem braucht er bei der Größenordnung
    von 350 Tieren pro Jahr auch noch andere Mitarbeiter (abgesehen von Frau und
    Kindern ) und muß natürlich alle üblichen Steuern bezahlen , Versicherung , ...

    Das ist mitsamt der Förderung kaum zu schaffen - drum verpachten auch die kleineren
    Betriebe reihum ihre Gründe, und gehen arbeiten als Hilfsarbeiter, denn die Bewirtschaftung
    rechnet sich erst bei einer Größe, wo man von industriealisierter Landwirtschaft reden
    muß, (aber auch dort eben NUR MIT FÖRDERUNG - ansonsten müßten entweder die
    Preise um ein vielfaches erhöt werden, oder der Betrieb zusperren ! ! !

    .

    • fokus
      12. Mai 2013 13:49

      Die Amerikaner sind schon dabei, das Problem mit dem Bienensterben zu lösen:

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/06/forscher-entwickeln-bienen-drohne-die-gegen-pestizide-immun-ist/comment-page-1/

      Vielleicht wird demnächst auch der Mensch von solchen Drohnen ersetzt! ;-(

    • GOP
      12. Mai 2013 17:27

      » machmuss verschiebnix®:
      Die Landwirte sind preislich großteils den Molkereien, Genossenschaften, Viehhändlern, Sägewerken usw. völlig ausgeliefert, denn Versteigerungen gibt es nur in sehr bescheidener Weise. Schlechte Stückpreise versuchen die Erzeuger durch mehr Quantität wettzumachen, was aber langfristig völlig gegen die Marktmechanismen ist.

      Was die Milch betrifft, so ist der genannte Erzeugerpreis mit 0,29 Cent pro Kilo (es wird ja nicht in Liter abgerechnet!) nicht mehr aktuell, es waren zuletzt meist zirka 35 Cent, was natürlich auch nicht befriedigend war. Wir jeder Konsument erkennen kann, bekommen die Molkereien, der Handel und das Finanzamt zusammen einen größeren Anteil am Verkaufspreis. Für die nächsten Wochen ist aber mit einer wesentlichen Verbesserung zu rechnen, in Vorarlberg werden schon über 40 Cent den Bauern vergütet. Dies bedeutet, dass die Milch demnächst im Handel nur um über einen Euro erhältlich sein wird. Siehe dazu: http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2583815/ .

    • plusminus
      12. Mai 2013 18:00

      @machmuss verschiebnix

      Die Agrarföderung gehört auf ganz neue Beine gestellt. Erstens sollte der Bauer für seine Qualitätsprodukte auch den entsprechenden Preis erhalten. Nahrungsmittelpreise werden jedoch aus politischen Gründen niedrig gehalten, um den Wähler bei Laune zu halten. Umgekehrt wird auch der Landwirt mit Subventionen abhängig gemacht = zwei Fliegen mit einem Schlag und die staatliche Umverteilung ist damit gerechtfertigt.

      Ergo sollten - wenn überhaupt notwendig - kleinere bäuerliche Strukturen gefördert werden und nicht Agrarindustrie und Großkonzerne in einem Teufelskreis der Abhängigkeiten.

    • machmuss verschiebnix
      12. Mai 2013 19:12

      @GOP, @plusminus,

      genau - Viehhändler und Sägewerke haben aber von jeher die Bauern "über's Haxl gehauen".
      Heute kommt noch der Preisdruck von den Supermärkten über die Molkereien auf die
      Bauern dazu.
      Ich sehen auch ein großes Problem in der Vergeudung von Lebensmitteln, die in den
      Märkten nicht rechtzeitig Absatz finden. Früher - bis Anfang der 70er Jahre gab es noch
      relativ viele kleinbäuerliche Anwesen, die weitgehend als Selbstversorger geführt wurden
      und daher keinerlei Vergeudung kannten, denn was nicht von den Leuten selber gegessen
      wurde, das landete im Schweine-Trog .

      Allerdings kam es damals an manchen Höfen zu gesundheitlichen (hygienischen) MIsständen
      bei eigener MIlchverarbeitung oder Selbstschlachtung - das hat sich durch Molkerei- und
      Metzgerei-Betriebe sehr zum Besseren gewendet.

      Hat eben wie vieles andere auch zwei Seiten - wie auch die Agrarförderung, sobald nämlich
      die europäische Landwirtschaft auf Marktpreise angewiesen wären, würden vermutlich viele
      Produkte unschlagbar billig aus Übersee herein drücken.

      Aber ja - smal is beautifull gilt auch hier - denn viele Probleme entstehen erst durch
      industrielle Produktion ( Überschuß-Produktion = Verschwendung, Ausdünnung des
      Gen-Pools, Anfälligkeit von Monokulturen und in der Folge massiver Einsatz von
      Herbiziden, Pestiziden, Antibiotika,.... )

      .

    • GOP
      13. Mai 2013 06:46

      plusminus et machmuss verschiebnix:
      Ich kann nur jedem Fleisch-, Milch- und Eierkonsumenten empfehlen, einmal entsprechende Großbetriebe von innen zu besuchen. Da vergeht meistens der Appetit auf solche Produkte, wenn man sieht, unterwelchen unnatürlichen Bedingungen „produziert” wird. Dies hat mit Natur absolut nichts mehr zu tun.
      Natürlich sagen die Landwirte, dass nur unter diesen Bedingungen die vom Handel erwartenden Preise einzuhalten sind. Andererseits würden sonst auch vermehrt Produkte aus den Ausland importiert werden, welche unter ähnlichen Bedingungen erzeugt und vielfach staatlich gefördert werden.
      Wo kann man da ansetzen, um diesem Teufelskreis zu entkommen?

    • Hans-Peter (kein Partner)
      13. Mai 2013 16:24

      fokus
      Dies ist eine einzige Verhöhnung der Schöpfung. Wir leben in einer gottlosen Zeit und werden die Konsequenzen noch miterleben. Die Jugend kennt gar keine Natur mehr, deshalb ist sie auch nicht gewillt diese zu verteiden. Das soll kein Vorwurf sein, denn dank unserer Bildungspolitik konnte nichts anderes herauskommen. Nur mehr Egoisten werden produziert, weil schon im Kindergarten den Kindern der Konkurenzkampf beigebracht wird. Es ist so traurig, dass wir es nicht früher erkannt haben, als noch Zeit war, dagegen anzugehen. Doch wir sind ebenfalls dieser Propaganda erlegen.

    • machmuss verschiebnix
      13. Mai 2013 19:33

      @fokus,

      Kreuze werden abgehängt - Pornos werden aufgehängt .

      Wenigstens im Westen Ösistans sind die Leute noch halbwegs dicht.

  24. fokus
    12. Mai 2013 13:04

    Mit der Gentechnik landet die Landwirtschaft endgültig in Händen von Großkonzernen, die damit Milliarden an Gewinnen scheffeln.
    Noch dazu, wo sie Gentechnik zum Teil nicht einsetzen, um Kulturpflanzen gegen Schädlinge resistent zu machen, sondern damit Pflanzen ihre Schädlingsbekämpfungsmittel besser vertragen.
    Mit diesem Vorgehen multiplizieren sie ihre Gewinne insoferne, als sie nun beides verkaufen können = das gentechnisch manipulierte Saatgut und die dazu passende "chemische Keule"!

    Beim Produzieren unserer Nahrungsmittel müßte generell ein Umdenken stattfinden.
    Es werden immer mehr und billigere Lebensmittel hergestellt, die eine immer schlechtere Qualität aufweisen, mit denen immer weniger sorgfältig umgegangen wird und die deshalb tonnenweise auf dem Müll landen.
    Daher wäre grundsätzlich zu beachten: weniger Großkonzerne, mehr individuelle Landwirtschaft, mehr QUALITÄT statt QUANTITÄT.
    Dann haben sowohl Bienen als auch Umwelt sowie am Ende der Nahrungskette der Mensch, eine größere Chance auf ein gesundes Überleben!

    • machmuss verschiebnix
      12. Mai 2013 17:04

      "...eine größere Chance auf ein gesundes Überleben! "
      Von daher kommten noch ein Menge an Problemen auf uns zu.

      Man denke nur an das hybride Saatgut, abgesehen davon, daß der hybride Mais
      von Monsantos nachweisbar (weil wiederholbar) die Fruchtbarkeit bei der ihn verzehrenden
      Spezies dramatisch absenkt, ist es über kurz oder lang zu erwarten, daß sich der
      Genmais auf natürlichem Wege in eine herkömliche Sorte einkreuzt.

      Niemand weiß, welche Folgen daraus erwachsen, aber nicht deshalb achtet Monsantos
      streng darauf, daß in der Nachbarschaft keine anderen Sorten angebaut werden, sondern
      aus rein Lizenzrechtlichen Gründen ( genau: aus purer Gier ) , denn wenn in der Einkreuzung
      die Gene von Monsantos erhalten blieben und die neue Sorte trotzdem unbeschränkt
      keimfähig bliebe, dann wäre für Monsantos der Markt verloren.

      Bei Monsantos kratzt es jedoch niemanden, ob dadurch die Gesundheit (Fruchtbarkeit)
      beeinträchtigt wird, oder ob durch hybrides Saatgut ein enormes Risiko für Krisenzeiten
      entsteht, weil die Bauern alle kein eigenes, keimfähiges Saatgut mehr vorrätig haben
      und daher auf Gedeih und Verderb an Monsantos ausgeliefert sind.

      In der dritten Welt ist Monsantos weiträumig vertreten, weil dort die Machthaber dafür
      geschmiert werden, daß sie ihren Bauern das Saatgut von Monsantos aufzwingen.

      Was die chemische Keule anlangt, kann man 100% sicher sein, daß dies auch auf
      den menschlichen Organismus auswirkungen hat - aber keine positiven, schließlich
      ist unser Körper auch nur von organischer Natur und keine Drohne.

      .

    • fokus
      12. Mai 2013 17:48

      @machmuss verschiebnix

      *******!
      Und bei dieser verheerenden Entwicklung, bei der auch die EU den Konzernen in die Hände spielt, wenn nicht endlich eine Mehrheit dagegen rebelliert, bleiben Mensch, Tier und Umwelt auf der Strecke.

  25. Charlesmagne
    12. Mai 2013 12:27

    Ein Biologe hat mir die Geschichte vereinfacht so geschildert: Bienen lagerten in ihren Stöcken unter natürlichen Bedingungen Harze und Honig ein. Vereinfacht gesprochen seien die Harze so etwas wie die Apotheken der Bienen. Imker haben in ihrer Gewinnsucht nun versucht die Bienen so zu züchten, dass sie weniger Harze aber mehr Honig einlagerten. Damit haben sie allerdings die Apotheken der Bienen reduziert und diese hätten nunmehr keine "Medikamente" gegen ihre "Krankheiten" mehr.
    Irgendwie interessant: Es läuft dort also schon ganz gleich wie im "echten" Leben. Wir "produzieren" in den Schulen auch schon längst nicht mehr denkende Menschen sondern nur mehr wirtschaftlich gewinnbringend funktionierende, die über kurz oder lang im "burn out" enden - sowie vielleicht auch unsere Bienen.
    Nicht umsonst werden fleißige Menschen ja als "Arbeitsbienen" bezeichnet.

    • Undine
      12. Mai 2013 14:07

      @Charlesmagne

      *******!

    • diko
      12. Mai 2013 17:53

      @Charlesmagne

      *******!

    • Johann Scheiber
      12. Mai 2013 20:51

      Die Bienen werden heute ebenso unter den Bedingungen der Massentierhaltung gehalten, wie Rinder, Hühner, Schweine und noch andere Tiere auch. Ich denke auch, dass ein ein gerüttelt Maß an Verantwortung für das Bienensterben bei der "modernen" Imkerei selbst zu suchen ist. Die Völker werden einfach ausgebeutet. Das kommt einem bekannt vor.

    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 21:23

      Deine Wortmeldung hier zeigt mir, daß Du noch nicht schläfst, Johann.
      Ich hab Dir weiter unten eine Frage gestellt, Du wirst doch nicht kneifen? :-))

  26. dssm
    12. Mai 2013 12:09

    Seltsam, nun ist der Herr Landwirtschaftsminister vielleicht doch im Recht?
    Auch in diesem Blog wurde er gekreuzigt, obwohl er sich genau so verhalten hat, wie es hier im Blog immer gefordert wird; er hat eine eigene Meinung, als fundierter Fachmann, vertreten.
    Aber wen wundert es noch, selbst Herr AU hat sich der Ministerschelte angeschlossen gehabt.

    Damit wird aber der zweite Teil meiner Ansichten sehr realistisch. Der Herr Minister hat seine Leute zu decken versucht und das Amtsgeheimnis vorgeschoben. Wer den gnadenlosen grün/linken Gutmenschenterror kennt, würde so eine Handlungsweise als vielleicht ungeschickt, aber in jedem Fall als ehrenhaft empfinden.

    • Rau
      12. Mai 2013 13:19

      Hr Unterberger hat den Minister hier niemals diskreditiert, sondern nur auf ein ungeschicktes Verhalten in seiner Öffentlichkeitsarbeit hingewiesen. Wahrscheinlich musste er selber noch erkundungen einziehen, welche dann eben in diesen Artikel hier eingeflossen sind. AU hat sich hier völlig korrekt verhalten im Unterschied zu allen anderen Medien. In dem Zusammenhang gibt es also nichts zu kritisieren.

      Das ständige Eintreten für die Genindustrie stimmt mich aber bedenklich. hr unterberger sollte diesbezüglich weitere Recherchen betreiben.
      Tipp meinerseits: William Engdahl "Saat der Zerstörung" behandelt den Mythos um die gesteigerten Erträge durch Genverändertes Saatgut, sowie die unheilvolle Zusammenarbeit von Gen und Chemieindustrie.

  27. leshandl
    12. Mai 2013 12:06

    Mir fehlt eine weitere Alternative, die hier nicht erwähnt wird: Der Wechsel in der Fruchtfolge. Auch damit könnte dem Maiszünsler "der Boden entzogen" werden. Da bräuchte man keine Neonik... und auch kein gentechnisch verändertes Saatgut.

    • dssm
      12. Mai 2013 12:17

      Dem steht der Staat gegenüber.
      Man müsste sehr viel anders machen, vor allem müssten drastisch mehr Menschen in der Landwirtschaft arbeiten. Da aber bei uns die Lohnkosten utopisch sind, würden die Lebensmittel (und auch Holz!) utopisch teuer.

      Da aber leider die Mehrheit der Bevölkerung keiner sinnvollen Arbeit nachgeht, also einer Arbeit für die jemand anders freiwillig, einen gemeinsam vereinbarten Betrag, bezahlt, kostet die Arbeit sehr viel, da jeder Arbeitende ein Heer von Sozialschmarotzern, Beamten und ihren zuarbeitenden Bürokraten der Wirtschaft, Angestellten der gigantischen Sozialindustrie und viel zu früh pensionierten Menschen erhalten muss.

    • Undine
      12. Mai 2013 14:10

      @eshandl und @dssm

      ******************!

  28. Gerhard Pascher
    12. Mai 2013 11:44

    Der Milliardenmarkt der Gentechnik wird von wenigen Konzernen beherrscht, welche auch Pestizide und Düngemittel "unter Kontrolle" haben. Diese sechs Firmen (USA: Monsanto, DuPont/Pioneer, Dow AgroSience, D: Bayer CropSience, BASF PlantSience sowie CH: Syngenta) besitzen fast alle diesbezüglichen Patente und haben viele kleinere Widersacher aufgekauft. Langfristig wollen sie den kompletten Weltmarkt an der Pflanzen- und Tierzucht beherrschen und Lizenzen vergeben. Viele dieser Firmen verdienen manchmal sogar "doppelt", denn das von ihnen vertriebene "veränderte" Saatgut sollte sich eigentlich gegen bestimmte Schädlinge selbst schützen, ist aber oft gegen das im gleichen Haus produzierte Herbizid resistent.

    Monsanto hat mit fast 90 % Marktanteil ein "Quasimonopol" bei diesen Sämereien, daher vereinbarten manche der anderen genannten Firmen sogar Kooperationen bezüglich Lizenztausch und anderen Dingen. BASF hat wiederum einen anderen Weg beschritten und verfügt über fast alle Patente auf Pflanzengenome bzw. deren Teile. Dies kommt einer Gelddruckmaschine gleich, denn alle in diesem Gebiet tätigen Firmen müssen Lizenzen zahlen. NIcht vergessen sollte man bei dieser Diskussion die Tatsache, dass diese Konzerne enorme Geldmengen für Lobbying, Rechtsstreitigkeiten und Pressearbeit aufbringen, um die Gesellschaft in ihrem Sinn zu beeinflussen.

    Bei der Gentechnik für Rinder, Schweine und anderer Nutztiere ist man trotz vieler Bemühungen noch nicht weitergekommen, aber auch da wittert man in Zukunft ein großes Geschäft.

    • Undine
      12. Mai 2013 14:13

      @Gerhard Pascher

      ***********************!

      Hinter diesen Firmennamen stecken doch auch Menschen---weiß man, wer diese sind?

    • Gerhard Pascher
      12. Mai 2013 18:11

      Geehrte Undine:
      Segen oder Fluch?
      Die genannten Konzerne sind alles Aktiengesellschaften und großteils auch an manchen Börsen gelistet. Alle verantwortlichen Manager fühlen sich daher gezwungen, eine bestmöglichen ROI (Return of investment) zu erzielen, sonst werden sie vom Aufsichts-/Verwaltungsrat (governing board), den Aktionären (shareholder) und Interessensvertreter (stakeholder) gefeuert. Offiziell verpflichten sich zwar alle Konzerne in den Firmenberichten zu der jeweils selbst erstellten sog. Corporate Governance - welche auch einen angemessenen Umgang mit Risken beinhaltet -, aber in der Praxis "gehen sie auch über Leichen". Die jeweiligen "Kriegskassen" sind mit enormen Beträgen gefüllt, da haben die Gegner (Staaten, Organisationen - auch NGOs und z.B. EU) kaum Chancen, deren Aktivitäten zu langfristig einzubremsen. Tausende PR-Agenturen und Anwaltskanzleien leben von diesen Unternehmen.

      Im Lebensmittelbereich zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. So beherrscht z.B. der Riesenkonzern Nestle bereits weltweit viele (Mineral-)Wasser-Abfüllanlagen und versucht nun den Konsumenten einzureden, dass halbfertige Speisen (sog. Convenience food = bequemes Essen), angereicherte Lebensmittel (sog. Functional Food = funktionelle Lebensmittel) usw. für unser Leben wesentlich besser sind. LC1-probiotische Yoghurt ist so ein Beispiel. Aber auch andere Hersteller sind auf diesen Zug aufgesprungen, so versucht der französische Molkereiriese Danone mit zweifelhaften wissenschaftlichen Gutachten zu beweisen, dass Actimel auch ein wesentlich besser verträglicher Joghurt ist. Oder es wird in den Entwicklungsländern den stillenden Müttern empfohlen, auf Muttermilchersatz umzustellen, denn dies sei "moderner westlicher Standard". Tatsache ist aber, dass während der dort bisher üblichen langen Stillzeit (bis zu 2 Jahre!) die Mutter für diese Zeit vor einer neuerlichen Empfängnis geschützt war, was nun oft zu kurzfristig neuer Schwangerschaft führt.

    • Undine
      12. Mai 2013 19:17

      @Gerhard Pascher

      Herzlichen Dank für die Antwort, die leider keine sehr erfreuliche ist! Uns EU-Menschen wird es bald gehen wie den EU-Schweinen etc.; wir werden alle "einheitlich ernährt", genormte Ernährung also. Ich mag schon aus dem einen Grund ---unter vielen!---keine Fertig- oder Halbfertignahrung, weil ich viel zu sehr Individualistin bin und den Gedanken nicht leiden kann, daß heute und morgen und übermorgen haargenau die gleiche Speise auf dem Tisch steht wie bei x anderen Leuten auch.

      "Oder es wird in den Entwicklungsländern den stillenden Müttern empfohlen, auf Muttermilchersatz umzustellen, denn dies sei "moderner westlicher Standard""

      Das ist eines der schlimmsten Kapitel überhaupt! Bei uns war lange Zeit das Stillen höchst "unmodern", besonders als das Programm der Säuglingsnahrungshersteller immer reichhaltiger geworden war. Für die Krankenhäuser war dies eine große Arbeitserleichterung, und ich erinnere mich noch gut, wie sehr mein Mann als Gynäkologe "kämpfen" mußte, daß ich unsere Kinder stillen konnte---und nicht nur ich!

      Aber für die Neugeborenen und Säuglinge in den "Entwicklungsländern" brachte dieser vermeintliche Fortschritt vielfach den TOD! Die Muttermilch war immer parat, hatte immer die richtige Temperatur und beinhaltete einen gewissen Immunschutz. Da man aber für die Fabriks- Babynahrung Wasser braucht zur Zubereitung, das aber SAUBER sein muß, was es in diesen Ländern so gut wie nie ist, starben die Säuglinge wie die Fliegen! Die ach so moderne Nahrung brachte den Tod---aber das wurde natürlich wohlweislich nie bekanntgegeben.

    • Dreistein (kein Partner)
      13. Mai 2013 04:10

      Herr Unterberger, sie haben Unrecht. Außerdem schützt die Gentechnik nicht vor Schädlingen und schon gar nicht vor Pestiziden!
      Schauen sie hier..
      http://vimeo.com/20204727

      Die Dokumentation erklärt es gut!

  29. Yoshinori Sakai
    12. Mai 2013 08:31

    Es ist die Zeit des Dirty Campaigning:

    Guter Artikel in Die Presse, wo in einem Absatz auch auf den Salzburger Landtagswahlkampf 2004 eingegangen wird - eine Sache die heute schon fast wieder vergessen ist:

    Franz Schausberger wurde damals aus dem Nichts heraus beschuldigt, seine Ehefrau zu misshandeln. (Die Presse bezeichnet dieses D.C. als "relativ gesittet")

    Sämtliche Dementis von Schausberger und Erklärungen seiner Ehefrau nützten nichts. Das Dirty Campaingning zeigte Wirkung und Schausberger verlor die Wahl und Gabi Burgstaller wurde neue Landeshauptfrau:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1400882/Die-hohe-Kunst-der-Gemeinheit?_vl_backlink=/home/index.do

    Die ÖVP sollte sich diesen Presse-Artikel hinter die Ohren schreiben - Darabos und die SP-Giftküchen sind Meister im D.C.

    • Undine
      12. Mai 2013 11:47

      @Yoshinori Sakai

      Vielen Dank für den Link! Dieser "Presse"-Artikel ist ganz hervorragend und zeigt ganz deutlich auf, wo die absoluten Meister der Drecks-Kampagnen und Diffamierungen zu finden sind, die man sich aus Übersee um teures Steuergeld holt; für diese "Sonderbegabung" ist schon eine ganz besonders große Portion Skrupellosigkeit nötig. Herr Stan Greenberg versteht sein Handwerk.

  30. Johann Scheiber
    12. Mai 2013 08:26

    Die Spritzmittellandwirtschaft durch die genmanipuiierte Aussaat zu ersetzen heißt, eine Variante der Naturzerstörung durch eine noch gefährlichere und vermutlich absolut katastrophale zu ersetzen.

    Raul France hat vor hundert Jahren schon geschrieben, dass die Böden in Europa schon so zerstört sind, dass es kaum noch Chancen für ein Leben ohne Not geben wird. Durch Kunstdünger und Spritz-Chemikalien wurde der Schein der Bodenfruchtbarkeit hundert Jahre prolongiert und das Zerstörungswerk fortgesetzt und das bei fast vollständiger Entwertung der erzeugten Produkte.

    Der wirkliche und fruchtbare Boden, das Edaphon ist ein Lebewesen mit unzähligen, in ihrer Art und in ihrem Zusammenwirken noch weitgehend unerforschten Mikroorganismen.
    Wo ein Schleier davor ist, das sollte uns heillig sein. So muss eben der Boden behütet und ernährt werden, nicht die Nutzpflanze.

    Ein zukunftweisender Neuansatz passiert in der Ökoregion Kaindorf in der Steiermark, wo man daran geht großflächig die Böden zu rehumusieren.

    Im Allgemeinen sind aber die Bauern und ihre sogenannten Vertreter nichts anderes mehr als geistlose Vertreter der Konzerne, die den Bezug zu Grund und Boden ihrer Väter und Mütter verloren haben.

    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 17:44

      Einverstanden Johann, aber wärest Du bereit, die höheren Kosten der Landwirtschaft, durch eine alternative Bodenbewirtschaftung, durch höhere Lebensmittelpreise zu bezahlen?

    • Johann Scheiber
      12. Mai 2013 21:43

      Anton, das ist leider in doppelter Hinsicht nicht der entscheidende Punkt.

      Erstens werden durch die derzeitige Produktionsweise Nahrungsmittel erzeugt die keine Inhaltsstoffe mehr haben, womit viele Mangelerscheinungen einhergehen, was sich enorm negativ auf die Kosten des Gesundheitssystems auswirkt. Niemand kommt heute mehr ohne Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln aus. All die Spurenelemente, die der Körper so dringend braucht, ist in unserer Industrienahrung nicht mehr vorhanden.
      In der Gesamtrechnung zahlen wir für unsere schlechten Nahrungsmittel mehr, als wir für gesunde Lebensmittel aus naturnaher Produktion zu zahlen hätten.

      Wenn das Erdöl ausfällt, haben wir, unter den derzeitigen Produktionsbedingungen, in Europa innerhalb eines Monats eine schreckliche Hungersnot.

      Rehumusierung und Wiederbelebung unserer Ackerwüsten würde unsere Rohstoffabhängigkeit reduzieren und zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen und unseren 3. Welt-Status in Bezug auf die Monsterkonzerne reduzieren.

      Die gute Nachricht, das Bodenleben lläßt sich relariv rasch reaktivieren.
      Wichtig ist, dass der zentale Irrtum Liebigs überwunden wird, dass Lebensmittel durch den Einsatz von drei chemischen Elementen produziert werden können. Leben, auch Pflanzenleben entsteht nur aus Leben, aus der lebendigen Mutter Erde, die wir lieben müssen.

      So denkt zumindest ein weltfremder kleiner Schafbauer aus der Kärntner Hinterwelt.

    • Anton Volpini
      12. Mai 2013 22:07

      Wieder einverstanden Johann, doch bevor uns das allgemein glücksehlige, billige Energiemittel ausgeht, geht uns das allgemein glücksehligichmachende Zahlungsmittel EURO abhanden. Siehst Du den das nicht?
      Mit all den Folgen der Verwirrungen!

    • Johann Scheiber
      13. Mai 2013 07:57

      Du hast recht, Anton, nur, ohne EURO können wir überleben, ohne Erdöl derzeit nicht.

    • Hans-Peter (kein Partner)
      13. Mai 2013 12:33

      Die ehrlichen Bio-Bauern (die den Namen auch verdienen) werden von der Obrigkeit drangsaliert wo es nur geht. Ein Bio-Bauer im Mühlviertel verwendet für seinen Acker keine giftigen Substanzen, sondern EM (effektive Mikroorganismen). Er ist vielen ein Dorn im Auge (wie Sepp Holzer).Während er gerade bei der Arbeit auf dem Feld war, bekam er Besuch eines EU-Gurus zusammen mit einem Großbauer (der gut von den Subventionen lebt und auch viel Gift auf seine Felder sprüht). Er wäre angezeigt worden, da er unbekannte Substanzen auf seinem Boden versprühe. Darauf hin unterbrach der BioBauer seine Arbeit und nahm einen Becher und trank diese Substanz. Er fragte, ob der Großbauer ebenfalls seine Düngemittel trinken könne. Der Großbauer (typischer Denunziant und Nutznießer der Subventionen) und sein EU-Scherge verließen wutentbrannt den Hof.
      Die kleinen Bauern werden mit Auflagen und Zettelbürokratie derart zugemüllt und gezwungen immer mehr und mehr Chemie zu verwenden auch wenn sie es nicht wollen. Es wird ihnen so schwer gemacht, dass viele Kleinbauern bereits das Handtuch geworfen haben, weil sie davon nicht mehr ihren Unterhalt bestreiten können (zur Freude der vielen Großkonzerne). Sie werden zu Bittstellern gemacht um ja die Produkte der Pharmafirmen zu konsumieren. Es wäre längst an der Zeit wieder den Verkauf ab Hof zu forcieren. Da weiß man wo die Lebensmittel herkommen und kann bei Verstößen auch diesen zur Verantwortung ziehen. Zudem würde der LKW-Verkehr enorm abnehmen, da die armen Tiere nicht mehr quer durch ganz Europa gekarrt werden müssten. Im Kleinen ist alles überschaubar und wäre für die Umwelt ein großer Segen, denn lange wird das nicht mehr gutgehen und die Natur wird sich rächen. Da hilft auch der Euro oder das Öl dann nichts mehr!!!

      Jeder denkende Mensch muss doch erkennen, dass diese chemischen und giftigen Substanzen nicht nur die Natur zerstören, sondern auch unsere Gesundheit und unseren Lebensraum und auch das Wasser. Dasselbe git für die Tiere. Wenn ein Bauer seine "gesunden Tiere" nicht impfen lassen will bekommt Probleme und darf sie nicht mehr verkaufen. Viele Tiere sind an den Impfungen gestorben, aber das wird tunlichst vertuscht. Alles wird nur mehr dem Profit untergeordnet. Leben hat keinen Wert mehr. Wir sind eine seelenlose und herzlose Gesellschaft geworden, die nur mehr ihren Gott "Geld" anbeten und zu willigen Konsumenten verkommen sind. Wir sind schon lange dabei den Handel mit Menschen zu betreiben. Das zeigt die vielen "Leiharbeitsfirmen" oder "Leasingfirmen" genannt, wo im Grunde genommen mit Menschen gehandelt wird. Früher nannte man so etwas Sklavenhandel. Schon langsam nähern wir uns dem dunklen Mittelalter an. Nein eigentlich sind wir schon dort angekommen, nur sehen das die Menschen nicht mehr, da sie verblendet sind durch den ganzen Schwachsinn, der uns von den Politikern und Medien dargebracht wird. Ich kann das Wort Wachstum und Gewinnmaximierung nicht mehr hören. Oft frage ich mich, ob denn die Menschen gar nichts mehr mitkriegen, oder ist es ihnen egal, was mit den Kindern und Enkel geschieht. Die Welt steht auf dem Kopf. Man sollte die Aussagen der vielen Politiker, Medien und bezahlten Experten (gekaufte Wissenschaft) umdrehen.
      Es waren immer die freidenkenden Menschen, die die Menschheit weitergebracht haben. Auftragswissenschaft tut dies sicher nicht. Sie dient nur dem Verdummungsapparat der Regierungen und der Finanz.

    • Torres (kein Partner)
      13. Mai 2013 14:10

      In den USA werden genveränderte Pflanzen, Futtermittel usw. seit Jahrzehnten verwendet, und niemand ist noch davon krank geworden oder gar gestorben - ganz im Gegensatz zu den giftigen bei uns verwendeten Pfanzenschutzmitteln. Ich esse/verwende 100mal lieber ein Genprodukt als ein mit Chemie vergiftetes Lebensmittel. Wenn die Menschheit vor allem und jedem, was nicht 100%-ig überprüft ist, Angst gehabt hätte, würden wir heute noch in Höhlen wohnen. Die Lebensmittel sollen natürlich entsprechend gekennzeichnet werden - o.k., aber keineswegs verboten. Dar Konsument muss die Freiheit haben, auch genveränderte Nahrung zu sich zu nehmen, wenn er will.

    • Hans-Peter (kein Partner)
      13. Mai 2013 14:52

      Torres
      "In den USA werden genveränderte Pflanzen, Futtermittel usw. seit Jahrzehnten verwendet, und niemand ist noch davon krank geworden oder gar gestorben"

      Und woher wissen sie, dass dort niemand krank oder gestorben ist?

      ARTE Doku
      Unser tägliches Gift
      Laut WHO sterben weltweit "jedes Jahr" 200.000 Menschen an Vergiftung durch Pestizide. Die Krebsrate hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt. In Frankreich erkrankt jeder 3. Mann und jede 4. Frau an Krebs. Die Alzheimer und Parkinsonerkrankungen nehmen dramatisch zu.
      http://www.youtube.com/watch?v=ghGm51AobGw

    • Torres (kein Partner)
      13. Mai 2013 15:07

      @Hans-Peter
      Sie schreiben ja genau das, was ich sagte: an Vergiftung durch Pestizide sterben jährlich viele Menschen - durch Studien belegt. Es gibt allerdings keine einzige Studie (zumindest ist mir keine bekannt), wonach jemand an genveränderten Pflanzen oder Futtermitteln gestorben wäre. Daher habe ich keinerlei Angst vor letzteren - habe sichelich auch schon sehr viel davon verzehrt, als ich in den USA war; unbewusst natürlich, weil das dort überhaupt kein Thema ist. Kein Mensch würde dort etwa ein Lebensmittel nicht kaufen oder konsumieren, weil es genverändert ist. Und daher verwahre ich mich auch dagegen, dass man mir vorschreiben will, was ich essen darf und was nicht. Das soll man schon mir (und allen anderen Konsumenten) selbst überlassen.

    • Hans-Peter (kein Partner)
      13. Mai 2013 15:28

      Torres
      "Es gibt allerdings keine einzige Studie (zumindest ist mir keine bekannt), wonach jemand an genveränderten Pflanzen oder Futtermitteln gestorben wäre."

      Ja glauben sie wirklich, dass es keine Studien darüber gibt, dass Genfraß gefährlich ist? Sie finden unendlich viel Material, wo bewiesen wird, dass Mäuse an Krebs erkranken und deren Nachkommen missgebildet sind. Dies wird wohlweislich totgeschwiegen. Nur damit die Menschen weiterschlafen und jeden Dreck kaufen, was uns die Mächtigen vor die Füße werfen.
      Sie erwähnen richtigerweise, dass jeder selbst entscheiden soll, was er isst und was nicht. Aber darum geht es ja. Ich als Konsument habe gar keine Möglichkeit mehr etwas wirklich Nahrhaftes (denn die heutigen Lebensmittel kann man ja nur mehr als Füllstoff bezeichnen) zu finden. Die Konzerne wollen alles monopolisieren und die Kunden dazu zwingen, nur mehr Genverseuchtes zu konsumieren. Sie werden doch nicht wirklich der Meinung sein, dass Unnatürliches gesünder ist als das was uns die Natur schenkt. Wie haben die Menschen wohl früher ohne Chemie überlebt? Tzzz ...

  31. brechstange
    12. Mai 2013 07:52

    Bevor man auf die Bauern schimpft und ihnen Förderbetrug unterstellt, sollte man sich informieren.

    http://diepresse.com/home/politik/eu/1395063/Die-Agrarfoerderung-und-ihr-Bauernopfer-Hans-Georg-Egger?from=suche.intern.portal

    Vielleicht sollte man die Mitfresser bei den Agrargeldern unter die Lupe nehmen, das sind Banken, Investmentgesellschaften, Flugbilderproduzenten, etc. etc.

    Gentechnik führt zu großen Abhängigkeiten, was man in den Schwellenländern gut beobachten kann, wenn man will.

    • dssm
      12. Mai 2013 11:59

      Förderungen dienen ja nur offiziell für einen bestimmten Zweck, es muß schließlich gut klingen. Also gibt es Förderungen für Innovation, gesunde Landwirtschaft und ökologisch gute Energieerzeugung.

      Natürlich dienen die Subventionen nur dem Zweck der herrschenden Klasse neues Geld zuzuführen. Also verdienen typischerweise Gutachter und Angestellten von staatsnahen Instituten oder gar Beamte öffentlich rechtlichen Körperschaften, also Akademiker, welche zur herrschenden Klasse gehören, aber es gibt halt leider viel zu viele dieser Spezies.

  32. Observer
    12. Mai 2013 07:13

    Alle hier zitierten Aussagen der Bauernvertreter sind einseitig, ebenso wie die Wortspenden des Landwirtschaftministers. Im letzten Profil (http://www.profil.at/articles/1319/560/358154/bienen-berlakovich-honig-maul ) wird aufgezeigt, wie solche Gutachten finanziert werden.
    Die hier genannten Alternativen zur Rettung der Bienenvölker, entweder gentechnisch verändertes Saatgut zuzulassen oder in Österreich auf die Landwirtschaft gänzlich zu verzichten, sind der wirkliche Schwachsinn (= © Andreas Unterberger).

    Ich schätze die Arbeit der Bauern sehr, aber sie sind in der ÖVP viel zu überrepräsentiert. Dies hängt damit zusammen, dass die Landwirte (auch im Nebenerwerb) viel besser "organisiert" sind, als z.B. die Leute bei den anderen Teilorganisationen Wirtschaftsbund und ÖAAB. Die nationalen und internationalen Förderungen der Landwirtschaft sind langfristig betrachtet ebenfalls ein Unsinn. Vielmehr sollten die Ab-Hof-Preise alle entstandenen Kosten decken und die Lebensmittel in den Geschäften einen echten Wert repräsentieren. Es kann doch nicht sein, dass für den notwendigen Lebenserhalt nur mehr ein Bruchteil der verfügbaren Einkommen aufgewendet wird.

    • ambrosius
      12. Mai 2013 08:23

      Vielleicht sollte man die Bienen gentechnisch "verbessern"?
      Sie haben natürlich Recht, vor allem was die Subventionen betrifft. Allein: wie will man das ändern in einer Welt, so alle Industriestaaten subventionieren und das auch noch durch Tarnen und Täuschen verbergen ?

  33. ambrosius
    12. Mai 2013 07:12

    Jeder Eingriff des Menschen birgt Risken, wie das Leben ja grundsätzlich lebensgefährlich ist ( E.Kästner) aber eben auch Vorteile. Oft kommt beides erst nach langer Zeit an den Tag.
    Im Hinblick darauf, daß Veränderungen des Erbgutes auch durch Zuchtwahl, ja sogar durch von Pflanze zu Pflanze wie ein Virus übertragene Gene auftreten scheint die Gentechnikhysterie einigermaßen "suboptimal".

    Allerdings sollte man nicht vergessen, daß Gentechnik ein weiterer Schritt für Firmen wie Bayer oder Monsanto ist, unser Futter zu monopolisieren, eine für die Freiheit des Menschen höchst bedenkliche Entwicklung, die vom Gesetzgeber (Saatgutverordnung, Patentrecht ) sowie durch den Ankauf riesiger Agrarflächen von Staaten und Konzernen in Schwellenländern ohnehin schon bedrohlich gefördert wird.

  34. FranzAnton
    12. Mai 2013 06:41

    Die Sache mit der gentechnischen Saatgutveränderung wäre einer genauen Prüfung ihrer Auswirkungen zu unterziehen. Offenbar soll damit die Ungenießbarkeit der Pflanzen für Parasiten erreicht werden. Ob sie für Menschen dann noch risikolos (!) genießbar wären, erscheint mir als die große Frage. Aber das ist bei den Spritzmitteln ja genau so; dort hat sich - oft erst nach Jahrzehnten(!) deren Krebsträchtigkeit herausgestellt.

    • Josef Maierhofer
      12. Mai 2013 20:55

      Zu dem Thema Ernährung habe ich in Deutschland schon 2x öffentlich mitdiskutiert.

      Niemand konnte die Ungefährlichkeit sowohl der Pestizide, wie auch der gentechnisch veränderten Pflanzen beweisen, ein Vertreter der Biobauern hat aber die Ungefährlichkeit der Schädlingsbekämpfung mit biologischen Mitteln nachgwiesen.

      Oder warum glauben Sie, werden die Menschen, die viel mit Handgiftspritzen unterwegs sind, krank und sterben frühzeitig ?

      Ebenso wie bei den Pflanzen ist es bei den Tieren, sprich der Fleischproduktion.

      Gehen wir bei den Biobauern in die Schule und kehren wir zurück zu den natürlichen Methoden ohne Chemie und sonstigem profitträchtigen Unsinn.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung