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SN-Kontroverse: Welcher Papst wird benötigt?

In jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten gibt es eine Doppelkolumne mit dem Titel „Kontroverse“, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

Braucht die Kirche jetzt einen Reformpapst?

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Der Reformstau ist groß

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Die katholische Kirche hat Reformen bitter nötig. Der Reformstau ist groß. Das bedeutet nicht, dass sie ihre christlichen Werte über Bord wirft, sondern diese mit realitäts- und lebensnahen Inhalten, denen sie sich seit ihrer Gründung zutiefst verpflichtet fühlt, mehr als dies derzeit der Fall ist, lebt. Um es mit profanen, politischen Worten auszudrücken: Die katholische Kirche sollte sich wieder mehr den grundsätzlichen Überlegungen des Zweiten Vaticanums (1962- 1965) zuwenden, das als erstes ökumenisches Konzil gilt. An diesem - das mag als Paradoxon des nun zu Ende gehenden Pontifikats von Benedikt XIV. gelten - hat Joseph Ratzinger als junger und "rebellischer" Theologe selbst teilgenommen.

Der Reformstau in der katholischen Kirche betrifft nicht nur ihr Verhältnis zu anderen Religionen, sondern auch gegenüber ihren eigenen Mitgliedern. Zu nennen ist hier u. a. das Verhältnis zur Sexualität, zur Empfängnisverhütung, zur Abtreibung. Es betrifft die Zulassung Geschiedener zur Kommunion, die Frauenordination, die Mitsprache der Laien bei Bischofsernennungen. Helmut Schüller, der Sprecher der österreichischen Pfarrerinitiative, bringt es auf den Punkt, wenn er jene warnt, die meinen, die Kirche könne sich eine Auseinandersetzung mit der modernen Zeit ersparen, oder die gar glauben, sie könnten diese blockieren. Der Sprecher der deutschen Reforminitiative "Wir sind Kirche", Christian Weisner, fordert im "Handelsblatt" ebenfalls massive Reformen ein. Seine Begründung könnte selbst so profan orientierten Menschen wie Frankfurter Bankern einleuchten: "Bei den Banken wird immer gesagt, sie seien ,too big to fail‘, zu groß, um zu scheitern. Bei der katholischen Kirche ist es genau so. Sie gibt sehr vielen Menschen Hoffnung. Es wäre katastrophal, wenn die katholische Kirche zusammenbrechen würde wie der Ostblock."


Was die Kirche wirklich braucht

Andreas Unterberger

Es ist amüsant, wie jetzt alle Welt der katholischen Kirche erklärt, was sie tun soll. Am lautesten sind jene, die am allerwenigsten mit der Kirche am Hut haben. Mit Sicherheit wird aber die Wahl der Kardinäle am Ende ganz anders ausfallen als jene der selbst ernannten Ratgeber.

Denn die Bedürfnisse der Weltkirche unterscheiden sich in jeder Region dramatisch. Der Krise in Österreich oder Deutschland steht etwa ein gewaltiger Boom des Katholizismus, aber auch mancher evangelikaler Gruppen in Afrika, Lateinamerika und Vietnam gegenüber. Gerade in diesen Boom-Ländern ist der Katholizismus viel konservativer, als es bei uns der Zeitgeist meint, der ja in Wahrheit ein letztes Auströpfeln der Altachtundsechziger ist. Auch das Konzil hat zwar viele positive und wichtige Anstöße gebracht, aber es hat auch eine schwere Desorientierung, innere Spaltung und Glaubensverlust in Europa ausgelöst. Deshalb führen die Versuche ins Leere, den Glauben ans Evangelium durch jenen ans Konzil zu ersetzen.

Besonders grotesk sind "Experten"-Ratschläge des Papstattentäters Ali Agca, des Ungehorsampriesters Schüller oder des seit Langem kirchenfernen Adolf Holl, die jetzt auch mit wüsten Verschwörungstheorien zum (zweifellos freiwilligen) Papstrücktritt mancherorts Gehör finden.

Die Kirche hatte zuletzt einen Charismatiker und dann einen Jahrhunderttheologen als Papst. Jetzt spräche viel für ein führungs- und organisationsstarkes Oberhaupt. Das Chaos im Vatikan ruft - übrigens so wie jenes in der heimischen Kirche - nach dem, was man Leadership nennt. Wenn er das schafft, wird sich der neue Papst auch mit den Geschiedenen und dem Zölibat befassen können, wo ja auch gemäßigte Katholiken mit Änderungen rechnen. Alle anderen Ideen, eine zweitausendjährige Institution auf den Kopf zu stellen, sind hingegen Geschwätz von Menschen, denen die Kirche völlig egal und fremd ist.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 02:09

    Was der neue Papst am wenigsten benötigt, sind die Zurufe von außen und genau von jenen Linken wie Frau KKP, die mit der katholischen Religion nichts am Hut haben - im Gegenteil, die sie lieber heute als morgen in der Bedeutungslosigkeit versinken sehen möchten.
    Deshalb auch die gebetsmühlenartigen Forderungen von dieser Seite nach "zeitgemäßen Erneuerungen, notwendigen Reformen, demokratischen Strukturen und Öffnung nach allen Seiten". Genau das soll Religion nicht sein, denn das ist eher die Aufgabe politischer Parteien zur Bedienung ihrer Wählerklientel.

    Religion basiert auf Grundsätzen, die man nicht x-beliebig modernisieren kann, soll Lebenshilfe und vor allem Spiritualität bieten, wobei eines der wichtigsten Argumente die freiwillige Zugehörigkeit bleibt.

    Wenn die Probleme der Amtskirche durch Abtrünnige wie Schüller, oder Kritiker wie Holl, Zulehner und Feichtelbauer zu lösen wären, dann müßte die evangelische Religionsgemeinde jede Menge Zulauf von ausgetretenen Katholiken verzeichnen, denn dort wird vieles umgesetzt, was diese Herrschaften immer wieder in den willigen Medien verbreiten.
    Aber genau das Gegenteil ist der Fall - der Mitgliederschwund ist bei den Protestanten noch größer und bei vielen Religionsgemeinschaften verzeichnen die Fundamentalisten den größten Zulauf.
    Das sollte zu denken geben, daher muß der nächste Papst mit Führungsqualität ausgestattet sein und Wert legen auf ein Zurück zu den Wurzeln, ein gefestigtes, christliches Fundament sowie auf einen besonderen Zusammenhalt innerhalb der Glaubensgemeinschaft, damit die allzu vielen RatSCHLÄGE der stets "wohlmeinenden" AUSSENseiter keine Chance mehr haben.

    So ein Pontifex Maximus könnte die katholische Kirche auch bei uns zu neuer Blüte führen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 11:57

    KKP schreibt:

    "Der Reformstau in der katholischen Kirche betrifft nicht nur ihr Verhältnis zu anderen Religionen, sondern auch gegenüber ihren eigenen Mitgliedern"

    Verstehe ich bei diesem Satz über den Reformstau etwas falsch? Welche Religionen meint sie, die KEINEN "Reformstau" haben? Meint sie etwa gar den "hochmodernen" Islamismus oder das ebenso "hochmoderne" Judentum??? Beide stehen noch im Mittelalter! Und das Verhältnis zueinander: Wer geht aufeinander zu? Mit Sicherheit nicht die Moslems oder die Anhänger des mosaischen Glaubens auf die Christen!

    Gespannt bin ich ja, wenn erstmals der Ruf aus dem Lager der Feministinnen nach einer FRAU auf dem HL. STUHL erschallt, nach einem Quotenpapst, einer Päpst_in also!

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 13:43

    "Der Reformstau......zu nennen wäre hier u. a. das Verhältnis zur Sexualität, zur Empfängnisverhütung, zur Abtreibung"

    So schaut das religiöse Weltbild Krawagner-Pfeifers aus, um nicht verallgemeinernd zu sagen, das ist die Lebenseinstellung der Linken. Oberflächlich diesseitsbezogen und lebensverneinend. Und Abtreibung, also Töten im politischen Programm.
    Wir sollten uns hüten vor deren Ratschläge!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 10:34

    Die katholische Kirche ist länger global als diese Wichtigtuer, die den Menschen einreden möchten, dass nur menschengemachte Größe uns ein Überleben sichert. Die Kirche ist dezentral organisiert, die vielen Einheiten weltweit sichern der Institution Kirche das Überleben. Manchmal ist der eine stärker, manchmal eben ein anderer. Nicht aneinandergekettet überlebt diese Institution, Frau KKP. Ein Vergleich mit dem Ostblock, der planwirtschaftlich und mit Repressalien gegen Andersdenkende regiert wurde, der alle gemeinsam untergehen ließ, ist mehr als unangebracht.
    Herr Dr. Unterberger bringt die Problematik sehr gut auf den Punkt und weist die Kritiker in die Bahnen, auf denen sie laufen.

    Der Glauben hat seinen Anker im Jenseits, das ist seine Stärke.

    Die Worte des Papstes zum Aschermittwoch-Gottesdienst haben den hiesigen Kircheninitiativen eindeutig den Platz zugewiesen, wo diese hingehören, in den Bereich der Versündigung gegen die Institution Kirche und der Einheit. Diese Initiativen haben noch nicht geschnallt, dass Österreich und Deutschland an einem Punkt angekommen ist, an dem eine Missionierung in Einheit notwendig ist.

    Aschermittwochspredigt des Papstes:
    "Ich denke besonders an die Sünden gegen die Einheit der Kirche, an die Spaltungen im Leib der Kirche. Die Fastenzeit in einer intensiveren und sichtbareren kirchlichen Gemeinschaft zu leben, und die Individualismen und Rivalitäten zu überwinden, ist ein demütiges und kostbares Zeugnis für jene, die dem Glauben fern stehen oder gleichgültig sind", erklärte der Heilige Vater. (aus der Presse)

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
  6. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 01:24

    KKP ist nicht mehr zu helfen! Das zweite Vatikanum soll das erste ökumenische Konzil sen? Die Gute sollte sich in der Kirchengeschichte informieren. Bei "Nebe nsächlichkeiten" wie der Abtreibung (= Mord an ungeborenen Kindern) soll die Kirche ihren Standpunkt überlegen? Der KKP ist die Kirche eh wurscht. Warum sondert sie darob ihre Meinung ab?

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 07:01

    Wenn es - nach christlichem Verständnis - Gott gibt (und ich leiste mir den Luxus, dies zu glauben), dann wird ER schon wissen, wen er als Nächsten auf den Stuhl Petri zu setzen gewillt ist!

    Da braucht er weder unsere, aber schon gar nicht die Ratschläge der Frau KK-P, wie er mit der hohen Postenbesetzung zu verfahren hat!

    Was die Kirche braucht?
    In erster Linie Menschen, die ihr Leben nach den ewig gültigen zehn Geboten ausrichten, und diese im Kleinen wie im Großen ehrlichen Herzens befolgen!

    Die Stellung der r.k. Kirche in der Welt, die Organisation, die Auswahl der Hirten und Würdenträger: alles wichtig und durchaus auch diskussionswürdig!

    Das Wichtigste dabei ist jedoch gelebter Glaube und das Anstreben des göttlichen Hoffnungsgebotes:
    "Friede den Menschen auf Erden"!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Februar 2013 14:49

    "Es wäre katastrophal, wenn die katholische Kirche zusammenbrechen würde..." sind seltsame Worte aus der Tastatur einer Frau, die die wichtigen Eckpunkte einer Religionsgemeinschaft in deren Einstellung zu freiem Sex und Tötung Ungeborener sieht. Die Einstellung der Kirche zu solchen Detailfragen ohne jeden Hinweis auf den Zusammenhang mit dem Bekenntnis (die Liebe und das Leben lassen sich eben nicht mit wildem Herumvögeln und anschließender Entsorgung lästiger Föten vereinbaren) wird ausschließlich von ihren eigenen Kreisen, also von außen, immer wieder Hineinreklamiert. Sie sehen dem Zusammenbruch der von ihnen selbst beständig torpedierten Kirche mit "Besorgnis" entgegen...
    Ich als Nichtkatholik kann es oft nicht nachvollziehen, dass die Kirche sich immer wieder dem Diktat der Schreihälse beugen soll, aber ich verstehe, dass sie es nicht tut. Werden sie geschlagen, halten sie auch die andere Wange hin - aber sie verlassen deswegen nicht ihren Standpunkt. Dazu möchte ich nur "Hut ab!" sagen und wünsche der Kirche eine weise Entscheidung bei der Wahl ihres neuen Vorstandes. Wenn sie klug sind, verstopfen sie ihre Ohren vor denen, die "Reformen" innerhalb einer Glaubensgemeinschaft fordern.
    Wohin uns die weltlichen "Reformen" dieser Krakeeler gebracht haben, sehen wir ja...


alle Kommentare

  1. Maria (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:57

    Pretty cool post, your job sounds ieeirnsttng! I had no idea that fans accounted for such a large amount of electricity consumption. I would tell you what I do, but I don't do anything, Just an A-level student, I hadn't realised any of the writers were UK based, which is nice.Will. http://rgnytodgj.com [url=http://clyaiikohc.com]clyaiikohc[/url ] [link=http://imeusge.com]imeusge[/link ]

  2. Genalyn (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:17

    ...mit Kerzen erwe4rme ich mir die Herbstabende auch, liebe Manu,und mit schf6nem Wetter, das wird wohl klappen an deseim Wochenende mit dem geniedfen...dein neuer Header ist gut...lieber Grudf von Birgitt

  3. Ygygyi (kein Partner)
    20. Januar 2015 22:36

    Deadlines hang over every engineer's head. As strnage as is sounds, you have to plan for the unexpected. What is a crucial piece of equipment at work breaks? What is an completed project needs to be done? There has to be room in your schedule to allot for things that could make you miss your deadline.

  4. Baldur (kein Partner)
    22. Februar 2013 09:07

    Es ist dies ein Zeichen der zeit (Zeitgeist?), dass man oft genug Kommentare von der linken Intellektua zu Themen hoert, die nur die eine Seite der "Muenze" aufzeigt. Die andere Seite wird oft unterdrueckt oder enstellt dargelegt. Eine zweitausendjährige Institution auf den Kopf zu stellen, ist Geschwätz von Menschen, denen die Kirche völlig egal und fremd ist.

  5. Leopold Koller (kein Partner)
    18. Februar 2013 05:49

    Na super, jetzt gibt die Karawanenpfeiffe der Kirche ein paar Ratschlaege zur Papstwahl. Warum hat sie denn nicht gleich einen bindenden Dreiervorschlag mitgeliefert?

  6. Einspruch! (kein Partner)
    17. Februar 2013 19:13

    "Es wäre katastrophal, wenn die katholische Kirche zusammenbrechen würde wie der Ostblock." So liest man. Sehr glaubwürdig.

    Denn Frau Katarina Krawagner-Pfeifer wäre die erste, die Freudentänze aufführen würde.

  7. cmh (kein Partner)
    16. Februar 2013 18:07

    Vor jeder Papstwahl ertönt das Geschrei, wie der nächste Papst zu sein habe.

    Nur hat man auf den zukünftigen Papst halt auch als politischer Kommentator in Österreich gottseidank nicht den geringsten Einfluss.

    Worauf man schon Einfluss hätte und etwas bewegen könnte, wenn es nicht soviel Arbeit wäre, das ist man selber. Die Frage ist daher nicht, wie man sich den Papst wünscht, sondern wie man selber sich ändern kann.

  8. Eso-Policier (kein Partner)
    16. Februar 2013 15:08

    Die Kirche soll weiterhin u. a. gegen Abtreibung, Homosexualität und Pornographie kämpfen. Aber es muss auch Reformen geben. Z. B. muss es Frauen erlaubt sein, das Priesteramt auszuüben. Im Übrigen gibt es keinen absolut allmächtigen Gott. Sondern in der Natur gibt es unendlich viele Dinge, die dem Menschen ewig verborgen sind. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

    • F.V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 15:25

      Sie sind in der falschen Religionsgemeinschaft.

      Aber vielleicht gründen Sie eine neue.

    • Eso-Policier (kein Partner)
      16. Februar 2013 15:30

      @ F.V.
      Ich bin bereits Mitglied einer freireligiösen Gemeinschaft. Wenn es allerdings Reformen in der katholischen Kirche gibt, werde ich auch die katholische Kirche unterstützen.

    • cmh (kein Partner)
      16. Februar 2013 17:49

      Ich verstehe eigentlich nicht, warum die Frauen so erpicht darauf sind, Priester zu werden.

      Das ist doch ein Scheißjob.

      Dauernd unter Rechtfertigungszwang zu stehen, warum man an die Fantasyfiguren aus diesem alten Buch glaubt und man diesen Glauben an pubertierende Jugendliche auch noch im Religionsunterricht weitergeben will.
      Dauernd von allen Seiten mit nahepornographischen Inhalten in WErbung, Film und Medien zugemüllt zu werden und doch sein Versprechen, ein keusches Leben zu führen zu halten.
      In einer Pfarre von lauter Leuten umgeben zu sein, die einen für ihr Weh halten.
      Auf einen Heiligensockel gestellt zu werden, um dann von allen wegen jedem Fehlerlein begierig wieder herunter gestoßen zu werden.
      So wie Schonborn als Kirchen"fürst" von links und rechts hergefotzt werden, weil immer irgendwem was nicht passt.
      Gehorsam seinen Oberen gegenüber zu sein.
      Vielleicht einmal in ein Konklave einzuziehen ...

      Ich verstehe diese seltsamen Wünsche nicht. Sollen sie doch zu den Protestanten gehen. Dorten ist alles möglich, je wischiwaschi desto besser.

      Im übrigen gibt es einen Allmächtigen, den sogar die Dummen anerkennen müssen: die eigene Dummheit. Daher bitte ich Sie, meine Kirche auf keinen Fall zu unterstützen!

      Und noch eine abschließende Bemerkung: Es erübrigt sich, immer Kirche mit dem Adjektiv "katholische" zu versehen. Denn es gibt keine andere Kirche als diese. Es steht jedem offen, einer ihrer Teile zu sein, aber wer das nicht will, sollte nicht ihre Bezeichnung plagiieren.

  9. Reinhard (kein Partner)
    16. Februar 2013 14:49

    "Es wäre katastrophal, wenn die katholische Kirche zusammenbrechen würde..." sind seltsame Worte aus der Tastatur einer Frau, die die wichtigen Eckpunkte einer Religionsgemeinschaft in deren Einstellung zu freiem Sex und Tötung Ungeborener sieht. Die Einstellung der Kirche zu solchen Detailfragen ohne jeden Hinweis auf den Zusammenhang mit dem Bekenntnis (die Liebe und das Leben lassen sich eben nicht mit wildem Herumvögeln und anschließender Entsorgung lästiger Föten vereinbaren) wird ausschließlich von ihren eigenen Kreisen, also von außen, immer wieder Hineinreklamiert. Sie sehen dem Zusammenbruch der von ihnen selbst beständig torpedierten Kirche mit "Besorgnis" entgegen...
    Ich als Nichtkatholik kann es oft nicht nachvollziehen, dass die Kirche sich immer wieder dem Diktat der Schreihälse beugen soll, aber ich verstehe, dass sie es nicht tut. Werden sie geschlagen, halten sie auch die andere Wange hin - aber sie verlassen deswegen nicht ihren Standpunkt. Dazu möchte ich nur "Hut ab!" sagen und wünsche der Kirche eine weise Entscheidung bei der Wahl ihres neuen Vorstandes. Wenn sie klug sind, verstopfen sie ihre Ohren vor denen, die "Reformen" innerhalb einer Glaubensgemeinschaft fordern.
    Wohin uns die weltlichen "Reformen" dieser Krakeeler gebracht haben, sehen wir ja...

  10. Collector
    15. Februar 2013 19:26

    Der Rücktritt des Heiligen Vaters hat nach einem Kommentar von Massimo Introvigne "apokalyptische Bedeutung":

    (Rom/Paris, 13.02.2013) Den Rücktritt Benedikts XVI., „dem in diesem Augenblick die ganze gerührte Zuneigung gehört“, bezeichnet der bekannte Jurist und Soziologe Massimo Introvigne „technisch gesehen“ als „apokalyptisch“. Introvigne bezieht den dramatischen Ausdruck ausdrücklich nicht auf die zahlreich im Internet kursierenden „falschen Prophezeiungen“, wie etwa jene, die seit der Renaissance dem heiligen irischen Bischof Malachias von Aarmagh (1094-1148) zugeschrieben werden, oder andere, die in regelmäßigen Abständen den Weltuntergang ankündigen. „Etwas, was dem wahren katholischen Verständnis völlig widerspricht“, so Introvigne. Die weitere erste Stellungnahme im Wortlaut:

    Das Adjektiv „apokalyptisch“ meint keine zeitliche Vorhersage, was das Weltenende betrifft, sondern einen Hinweis auf eine Zeit größter Schwierigkeiten für die Kirche und die Gesellschaft, in der ein schon mehrere Jahrhunderte währender Prozeß der Entchristlichung sich wie ein finaler Fäulnisprozeß mit einer beispiellosen antireligiösen, antichristlichen und antikatholischen Virulenz „offenbart“.

    In seiner berühmten Regensburger Rede vom 12. September 2006 und in seiner Enzyklika Spe Salvi von 2007 – einer großen, für die Deutung der Geschichte entscheidenden Enzyklika, deren geringes Echo unter den Katholiken der Papst mehrfach beklagte – zeigte Benedikt XVI. genau auf, wie wir tatsächlich am Ende eines Prozesses angelangt sind, der uns schrittweise von der Synthese von Glauben und Vernunft entfernt hat, die vom christlichen Europa in vielen Jahrhunderten des Gebets, der Arbeit und des Studiums so mühevoll erreicht worden war. Zuerst warf Martin Luther (1483-1546) gemeinsam mit dem Rationalismus der Renaissance die Vernunft weg, indem der Weg für einen gefährlichen Fideismus geöffnet und die Zerstörung des mittelalterlichen Christentums eingeleitet wurde. Dann trennte die Aufklärung die Vernunft, unter dem Vorwand sie aufwerten zu wollen, radikal vom Glauben, wurde zum Laizismus und endete damit, die Integrität der Vernunft selbst zu kompromittieren, die sie vorgab retten zu wollen. An dritter Stelle stehen die Ideologien des 20. Jahrhunderts, die mit ihrer Kritik am abstrakten Freiheitsbegriff der Aufklärung das Wesen der Freiheit selbst in Frage stellten, indem sie sich in blutige Maschinen der Tyrannei und der Unterdrückung verwandelten. Und schließlich als vierte Etappe der zeitgenössische, von einem aggressiven Relativismus geprägte Nihilismus, der zur „Diktatur“ wird und die Heiligkeit des Lebens und der Familie angreift.

    In der Enzyklika Caritas in veritate von 2009 zeigt Benedikt XVI. auf, wie die Diktatur des Relativismus in der Politik zum Angriff auf die nicht-verhandelbaren Werte, allen voran zum Angriff auf das Leben, und zur Technokratie wird. Heute muß man feststellen, so der Papst, „daß die soziale Frage in radikaler Weise zu einer anthropologischen Frage geworden ist“. Und wie er auf seiner Deutschland-Reise 2011 und in seiner historischen Rede vor dem Deutschen Bundestag wiederholte, wird heute nicht nur das göttliche Recht geleugnet, vielmehr behauptet man sogar, es existiere nicht einmal ein Naturrecht.

    In vielen Texten, vor allem in den jährlichen Botschaften zum Weltfriedenstag und den Ansprachen an das Diplomatische Corps fügt der Papst hinzu, daß die schwerwiegende Leugnung der Religionsfreiheit auch in Europa und im Westen den besorgniserregenden Hintergrund für diese Leugnungen bildet. In der Rede an die Römische Kurie vom 21. Dezember 2012 zeigt der Papst auf, wie sehr die Krankheit unserer Gesellschaft mit der Gender-Ideologie und der Theorie, daß wir keine menschliche Natur als Mann oder Frau hätten, sondern uns unsere Natur einfach erfinden könnten, in einem wirklichen Endstadium angelangt ist.

    „Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, daß er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, daß sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern daß er selber sie macht. […] Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt.“

    Die Tatsache, daß man nach vielen anderen Revolutionen durch die „anthropologische Revolution“ so weit kommen konnte, Gott zu leugnen und den Menschen zu leugnen, beweist das Endstadium.

    „Endstadium“ bezogen auf einen jahrhundertewährenden Prozeß der Angriffe gegen die Kirche und deshalb – noch ohne jeden Bezug auf das Weltenende, von dem es uns nicht gegeben ist, Tag und Stunde zu kennen – „apokalyptisch“. Benedikt XVI., der zu Unrecht für an prophetischen Botschaften wenig interessiert gehalten wird, hat hingegen mehrmals vor allem zwei kommentiert, die ihn bereits bevor er Papst wurde, immer interessiert und inspiriert haben: die Botschaft von Fatima und die Visionen der heiligen Hildegard von Bingen (1098-1179).

    Als Pilger in Fatima faßte der Papst 2010 die Botschaft der Gottesmutter von 1917 folgendermaßen zusammen:

    „Dem Menschen ist es gelungen, einen Kreislauf des Todes und des Schreckens zu entfesseln, den er nicht mehr zu durchbrechen vermag …“

    Im Mittelpunkt der Botschaft von Fatima steht ein Urteil über die Geschichte, und im besonderen der modernen Geschichte. Die in Fatima angekündigten Tragödien sind nicht mit den Ideologien des 20. Jahrhunderts und dem Kommunismus zu Ende, auf die sich die Botschaft von 1917 auch bezieht. Die Krise ist nicht überwunden. In gewisser Hinsicht ist sie heute ernster denn je, weil es vor allem eine Glaubenskrise und daher eine moralische und soziale Krise ist.

    Der Glaube drohe in unserer Zeit in weiten Bereichen der Erde wie eine Flamme zu erlöschen, die keine Nahrung mehr erhält, wie der Papst in Portugal sagte:

    „Viele unserer Brüder leben, als ob es kein Jenseits gebe, ohne sich um ihr ewiges Heil zu sorgen.“ Selbst im Inneren der Kirche mangelt es nicht an Untreue, Mißverständnissen, Fehlen eines gesunden Realismus. „Oft sorgen wir uns mühevoll um die sozialen, kulturellen und politischen Auswirkungen des Glaubens und nehmen dabei als selbstverständlich an, dass dieser Glaube auch vorhanden ist, was leider immer weniger der Wirklichkeit entspricht. Man hat ein vielleicht zu großes Vertrauen in die kirchlichen Strukturen und Programme gelegt, in die Verteilung der Macht und der Aufgaben; aber was wird geschehen, wenn das Salz schal wird ?“ (Lissabon, 11. Mai 2010).

    Und selbst der dritte Teil des Geheimnisses von Fatima – die Vision eines Papstes, der durch Kugeln und Pfeile stirbt – wurde von Benedikt XVI. bei seiner Reise 2010 nicht nur auf das Attentat auf den seligen Johannes Paul II. (1920-2005) bezogen, mit dem es Kardinal Ratzinger selbst 2000 in Verbindung brachte, als er es der Welt bekanntgab, sondern auch – Prophezeiungen haben immer mehr als nur eine Bedeutung – auf die Angriffe gegen die Person Benedikt XVI. von außerhalb (die Schüsse, die von weiterer Entfernung abgefeuert werden) der Kirche, wie von ihrem Inneren (die Pfeile).

    Auf dem Flug nach Fatima sagte Benedikt XVI. den Journalisten:

    „Unter dem Neuen, das wir heute in dieser Botschaft entdecken können, ist auch die Tatsache, daß die Angriffe gegen den Papst und die Kirche nicht nur von außen kommen, sondern die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert. Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche.“

    An dieser Stelle ist eine Andeutung auf die Frage der pädophilen Priester notwendig – auf ihre schreckliche Realität und die damit verbundenen instrumentalisierten Angriffe auf den Papst –, die Benedikt XVI. veranlaßte, auch die „apokalyptischen“ Visionen der mittelalterlichen deutschen Nonne Hildegard von Bingen nachzulesen und zu kommentieren, die er 2012 zur Kirchenlehrerin erhob. Auf die pädophilen Priestern und die Krise der Kirche im allgemeinen – die auch eine Krise der Treue gegenüber Papst und Lehramt ist – bezog der Papst eine Vision Hildegards, die er bei der Audienz für die Römische Kurie am 20. Dezember 2010 vollständig vorlas, eine der Audienzen für die Weihnachtsglückwünsche, denen Benedikt XVI. besondere Bedeutung beimaß, indem er jedes Jahr in seiner Rede die zentralen Themen seines Lehramtes der zurückliegenden zwölf Monate zusammenfaßte. Benedikt XVI. sagte den Kardinälen:

    „Mir ist dabei eine Vision der heiligen Hildegard von Bingen in den Sinn gekommen, die in erschütternder Weise das beschreibt, was wir in diesem Jahr erfahren haben.“

    Lesen auch wir diese Stelle, lesen wir sie gemeinsam mit dem Papst:

    „Im Jahre 1170 nach Christi Geburt lag ich lange krank danieder. Da schaute ich, wach an Körper und Geist, eine Frau von solcher Schönheit, daß Menschengeist es nicht zu fassen vermochte. Ihre Gestalt ragte von der Erde bis zum Himmel. Ihr Antlitz leuchtete von höchstem Glanz. Ihr Auge blickte zum Himmel. Bekleidet war sie mit einem strahlendhellen Gewand aus weißer Seide und einem Mantel, besetzt mit kostbaren Steinen. An den Füßen trug sie Schuhe aus Onyx. Aber ihr Antlitz war mit Staub bestreut, ihr Gewand war an der rechten Seite zerrissen. Auch hatte der Mantel seine erlesene Schönheit verloren, und ihre Schuhe waren von oben her beschmutzt. Mit lauter, klagender Stimme schrie sie zum hohen Himmel hinauf: Horch auf, Himmel; mein Antlitz ist besudelt ! Trauere, Erde: mein Kleid ist zerrissen ! Erzittere, Abgrund: meine Schuhe sind beschmutzt ! Und weiter sprach sie: Im Herzen des Vaters war ich verborgen, bis der Menschensohn, in Jungfräulichkeit empfangen und geboren, sein Blut vergoß. Mit diesem Blut, als seiner Mitgift, hat er mich sich vermählt. Die Wundmale meines Bräutigams bleiben frisch und offen, solange die Sündenwunden der Menschen offen sind. Eben dieses Offenbleiben der Wunden Christi ist die Schuld der Priester. Mein Gewand zerreißen sie dadurch, daß sie Übertreter des Gesetzes, des Evangeliums und ihrer Priesterpflicht sind. Meinem Mantel nehmen sie den Glanz, da sie die ihnen auferlegten Vorschriften in allem vernachlässigen. Sie beschmutzen meine Schuhe, da sie die geraden, das heißt die harten und rauhen Wege der Gerechtigkeit nicht einhalten und auch ihren Untergebenen kein gutes Beispiel geben. Dennoch finde ich bei einigen das Leuchten der Wahrheit. Und ich hörte eine Stimme vom Himmel, die sprach: Dieses Bild stellt die Kirche dar.‘“

    Die unerwartete und singuläre historische Entscheidung Benedikts XVI. wird in den kommenden Tagen unter den verschiedensten Gesichtspunkten kommentiert werden. Das Urteil, daß die Gegenwart einen wirklich „apokalyptischen“ Charakter hat – ein sehr artikuliertes Urteil über die Geschichte, die auch im Licht der Botschaft von Fatima und der Visionen der Heiligen wie Hildegard zu lesen ist – ist einer der Hintergründe dieser überraschenden Entscheidung.

    Übersetzung: Giuseppe Nardi

    http://www.katholisches.info/2013/02/14/rucktritt-des-papstes-ein-apokalyptisches-ereignis-massimo-introvigne-uber-fatima-und-visionen-hildegards-von-bingen/

    • A.K.
      15. Februar 2013 19:43

      @Collector:
      ************************************************************

    • F.V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 07:57

      Collektor,

      Sie ersparten mir´s diesen e x z e l l e n t e n Kommentar hier einzustellen.

      Das Geschwätz der k-p ist so nötig wie ein Kropf am Hals.

  11. Nada te turbe
    15. Februar 2013 14:07

    Zur „SN-Kontroverse: Welcher Papst wird benötigt?“ ein Versuch - statt einfach zu schweigen - doch einige Zeilen zu schreiben:
    Bevor man über die Kirche und deren Spitzenposition nachdenkt, ist es günstig über Gott selbst nachzudenken: Was fällt Katholiken beim Nachdenken über Gott ein?
    Meine Einfälle hängen natürlich zunächst mit meinem erworbenen Wissen zusammen - bezüglich der Evangelien und Schriften und vieles aus der Theologie.
    Wenn ich aber Aufnahmen einer Spiralgalaxie des Hubble Telescope sehe und aktuelle Schätzungen höre, daß es 10^11 Galaxien mit 10^22 Sternen gibt, dann sehe ich, daß ich den großen Rätseln der Menschheit mit einem Wissen nicht einmal wie ein Kleinkind gegenüber stehe. Allem Sein – den Milliarden von Sternen der Schöpfung, also aus etwas sie einst schaffenden, steht ein Sein aus sich, vor und außerhalb aller Zeit – genannt Gott, gegenüber. Gedanken darüber sind und waren für denkende Menschen wegen der Größe Gottes so erschreckend, daß sie sich oftmals auf faßbare Bilder beschränkten. Dieses unfaßbar große Wesen – nämlich Gott, muß logisch alle positiven Eigenschaften, die auch in der Welt zu finden sind in alles übersteigernden Maße haben. Gott als Person kann so noch logisch gefolgert werden.
    Das staunenswerte am Christentum ist, das es offenbart, daß der eine Gott in drei Personen ist, nämlich als Vater - der Schöpfer von allem, als Sohn, zu unserem Heils Mensch geworden und als Hl. Geist der lebendig macht. Benedikt XVI dazu die Kurzformel: „ „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4, 16). In diesen Worten aus dem Ersten Johannesbrief ist die Mitte des christlichen Glaubens, das christliche Gottesbild und auch das daraus folgende Bild des Menschen und seines Weges in einzigartiger Klarheit ausgesprochen.“ http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20051225_deus-caritas-est_ge.html
    Wer sich mit dem in dieser Enzyklika gebrauchten Wort „Jesus Christus — die fleischgewordene Liebe Gottes“ vertraut gemacht hat, beginnt nicht zu zweifeln, wie es weiter gehen kann. Das kommende Konklave wird sich sicher an den Ratschlag von Ignatius von Loyola halten: "Dies sei die erste Regel für das, was zu tun ist: Vertraue so auf Gott, als hinge der gesamte Erfolg der Dinge von dir, nichts von Gott ab; wende ihnen jedoch alle Mühe so zu, als werdest du nichts, Gott allein alles tun."

  12. Anton Volpini
    15. Februar 2013 13:43

    "Der Reformstau......zu nennen wäre hier u. a. das Verhältnis zur Sexualität, zur Empfängnisverhütung, zur Abtreibung"

    So schaut das religiöse Weltbild Krawagner-Pfeifers aus, um nicht verallgemeinernd zu sagen, das ist die Lebenseinstellung der Linken. Oberflächlich diesseitsbezogen und lebensverneinend. Und Abtreibung, also Töten im politischen Programm.
    Wir sollten uns hüten vor deren Ratschläge!

  13. RR Prof. Reinhard Horner
    15. Februar 2013 13:23

    reinhard.horner@chello.at

    Benedikt XVI. gab die Antwort:

    Es bedarf einer „wirklichen Erneuerung der katholischen Kirche im Geist des 2. Vatikanums“. Das erfordert ein Gemeinschaftswirken des Volkes Gottes mit einem mutigen Papst und einem zukunftstauglich mitwirkenden Klerus.

    Dazu ist die Überwindung nötig:

    1. der Zurufe aus religionsabsenten oder religionsfeindlichen Kreisen,
    2. der stupiden Verleumdung des 2. Vatikanums und katholisch reformengagierter Persönlichkeiten, wie sie u. a. Dr. AU hier äußert.

    Und es ist nötig:

    1. die Konzentration auf das Tragende, auf das religiös Wesentliche und
    2. das kritische Umgehen mit dem, was die Traditionen verschiedener Zeitläufte verändert, was sie hinzugefügt haben, was somit zukunftsweisend veränderbar ist.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 14:10

      "...Es bedarf einer „wirklichen Erneuerung der katholischen Kirche im Geist des 2. Vatikanums“. Das erfordert ein Gemeinschaftswirken des Volkes Gottes mit einem mutigen Papst und einem zukunftstauglich mitwirkenden Klerus..."

      Welch Balsam für die verlorenen Seelen. Das rinnt ja runter wie Öl... ein bißchen haben Sie sich da was "zusammengezimmert" wie mir scheint...

      Nach dem 2. Vatikanischen Konzil haben nicht mehr viel Papstgemälde Platz in San Paolo.

    • brechstange
      15. Februar 2013 16:21

      Die Papstgemälde sind in St. Paulus vor den Mauern. Platz gäbe es dort noch genug, haben wir erst kürzlich geprüft. :-)

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 16:25

      Ich weiß, wo die Papstgemälde sind.

    • brechstange
      15. Februar 2013 17:25

      Verzeihung, Herr Bauer

      Sie habe eh San Paolo geschrieben, habe San Pietro gelesen. Schusselig von mir halt.

  14. Undine
    15. Februar 2013 11:57

    KKP schreibt:

    "Der Reformstau in der katholischen Kirche betrifft nicht nur ihr Verhältnis zu anderen Religionen, sondern auch gegenüber ihren eigenen Mitgliedern"

    Verstehe ich bei diesem Satz über den Reformstau etwas falsch? Welche Religionen meint sie, die KEINEN "Reformstau" haben? Meint sie etwa gar den "hochmodernen" Islamismus oder das ebenso "hochmoderne" Judentum??? Beide stehen noch im Mittelalter! Und das Verhältnis zueinander: Wer geht aufeinander zu? Mit Sicherheit nicht die Moslems oder die Anhänger des mosaischen Glaubens auf die Christen!

    Gespannt bin ich ja, wenn erstmals der Ruf aus dem Lager der Feministinnen nach einer FRAU auf dem HL. STUHL erschallt, nach einem Quotenpapst, einer Päpst_in also!

    • byrig
      15. Februar 2013 22:45

      undine:klar auf den punkt gebracht!!und es sind die völlig reformresistenten moslems und juden,die sofort forderungen an die katholische kirche gestellt haben!
      jedenfalls:*********

  15. brechstange
    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 12:05

      Okayyy... Also dürfen wir doch mit Schüller rechnen... Dann hätte ich allerdings auch nix gegen die Borgias. Diese kunstsinnige Familie wäre mir bei weitem lieber.

    • Camerlengo
      15. Februar 2013 12:33

      Warum sollten die Freimaurer nichts zum Rücktritt des Papstes sagen dürfen?
      Oder wollen Sie das Forum mal wieder mit einer Ihrer Verschwörungstheorien langweilen?

    • brechstange
      15. Februar 2013 12:47

      camerlengo

      Es zwingt Sie keiner meine Kommentare zu lesen.
      Aber ich habe verstanden, "verschwören" darf in Ihren Augen eben nicht jeder.
      Zu erkennen, dass durch Ausschalten von Kritikern, Skeptikern, eine falsche Entwicklung eintritt, ist bei Ihnen schon Verschwörungstheorie.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 13:07

      @Camerlengo,

      Also gut... die Freimaurer sind Eiterbeulen!

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 16:22

      @brechstange,

      Camerlengo ist eine Sockenpuppe. Wahrscheinlich ein Evangele, ein Protestant gar, oder auch ein Zeuge Jehovas... möglicherweise auch ein USA-Baptist, dessen Heilswirkung auf ein bißchen zugedröhnte AnhängerINNEN von großer Bedeutung ist. Man sollte ihn nicht zu ernst nehmen...

      Ich bin mir ziemlich sicher, daß er seine Funktion im WIKI gegoogelt hat.

    • Camerlengo
      15. Februar 2013 16:34

      #Und sie kommen aus ihren Löchern gekrochen und zeigen ihre wahre Fratze.#

      Brechstange, halten sie Ihre Kritik, ohne auch nur das geringste persönliche Wissen über Freimaurerei zu haben, nicht für reichlich seltsam, beziehungsweise mehr als dumm?

      Wie können Sie ohne Wissen urteilen?

    • leshandl
      15. Februar 2013 16:42

      Dass die Vatikan_bank IOR eine "Eiterbeule" ist, dürfte aber kaum überraschen. Leider ist es bisher nicht wirklich gelungen, sie zu entgiften. Da hat auch der alte Papst zu wenig getan bzw. einen Rückzieher gemacht.
      Wie mir überhaupt scheint, dass die Vatikan-Bürokratie einer ganz dringenden reform bedarf. Insoferne muss man hoffen, dass nicht einer aus ihr neuer Papst wird!

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 16:44

      Fast bin ich mir schon sicher, wessen Socken das sind, die so unerträglichen Schweißgeruch verbreiten.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 16:46

      @leshandl,

      ich bin mir sicher, daß vor allem Sie einer dringenden Reform bedürfen...

    • brechstange
      15. Februar 2013 17:30

      Herr Bauer,
      ich hab keinen Tau. Vielleicht verraten Sie es mir einmal. Einen hohen Grad hat er sich ja ausgesucht, ein richtiger Insider. ;-)

    • brechstange
      15. Februar 2013 17:32

      @leshandl
      Mir scheint die Eiterbeulen woanders suchen zu müssen. Alleine dass die faulen Kredite von fast 1 Billion in Spanien, Italien und Co zu suchen sind, öffnet ein Fass ohne Boden, von dem man - wie mir scheint - unbedingt ablenken muss.

    • F.V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 08:08

      brechstange,

      dieser von Ihnen zitierte und jener von Introvigne (Collector) verfaßte Artikel sind die vollkommen ausreichende Beschreibung der Lage.

      Daß sich ein "Camerlengo" nennender Illuminierter über die Kritik am Logen-Zuruf echauffiert verrät seine Herkunft.

    • Komma
      16. Februar 2013 09:11

      ad Camerlengo/Brechstange

      Freimaurer sind exkommuniziert! "Die Gläubigen, die freimaurerischen Vereinigungen angehören, befinden sich also IM STANDE SCHWERER SÜNDE und können nicht die heilige Kommunion empfangen."

      Diese "Erklärung der Glaubenskongregation zur Freimaurerei" vom 26. November 1983 ist nach wie vor unverändert in Kraft. "Den Autoritäten der Ortskirche steht es nicht zu ... das oben bestimmte außer Kraft zu setzen".

      Zu den Machinationen der Freimaurerei gegen die Kirche ist eine gute Quelle das Buch des Chefs der Kulturredaktion der FAZ, Lorenz Jäger: Hinter dem Großen Orient. Freimaurerei und Revolutionsbewegungen, Karolinger Verlag 2009.

    • F. V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 10:06

      Das von Komma erwähnte Buch von L. Jäger hatte Dr. Romig nach dessen ERscheinen besprochen. Nachfolgend die Buchbessprechung - zur Orientierung der interessierten Diskutanten.

      Der Grand Orient, ein Netzwerk der Weltrevolution

      Lorenz Jäger (Jg. 1951) hat ein Buch über die Hintergründe von Revolutionen in der Zeit der Moderne geschrieben und entdeckte sie in den Netzwerken der Freimaurer und antichristlichen Juden. Das ist ein Wagnis, doch mit der Verschwörungskeule läßt sich der renommierte Feuilleton-Redakteur der weltbekannten Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht erschlagen. Er ist ein ausgewiesener Kenner der Ideengeschichte der Moderne, der unter anderem an so anerkannten Universitäten wie jener von Stanford lehrte.

      Sein neuestes Buch über die „Freimaurerei und die Revolutionsbewegungen“ mit dem Obertitel: „Hinter dem Großen Orient“ besticht durch die Zusammenschau und die klaren Schlußfolgerungen, die es enthält. Für ihn bilden von ihrem Glauben abgefallene Juden, antiklerikale Aufklärer und Freimaurer jenes explosive Gemisch, aus denen alle großen Revolution seit gut zweihundert Jahren hervorgegangen sind. Allein Freimaurer und Juden verfügen über jene ineinander verzahnten Netzwerke, in denen sich praktisch alle politischen Strömungen verfangen, gleichgültig ob konservativ, liberal, national, zionistisch, sozialistisch, kommunistisch, faschistisch-autoritär, demokratisch, zivilgesellschaftlich-grün oder anarchistisch.

      Der Grand Orient war die erste Großloge, die ihre Türen für den Eintritt der Juden öffnete und deshalb die Anerkennung durch die im angelsächsischen Bereich tätigen Logen verlor. Während dort die Mitglieder ihren Treueschwur auf das aufgeschlagene Johannes-Evangelium der Bibel leisteten, war und ist für den Grand Orient die religiöse Orientierung gleichgültig Der Grand Orient versteht sich als „Tempel der Vernunft“, als moralische Instanz einer Ethik, mit der alle übereinstimmen können. Dem Ideal der „Humanität“ werden alle Religionen untergeordnet, Menschenrechte erhalten den Vorrang vor Gottesrechten.

      Seine radikale Laizität macht den Grand Orient zu einer Art „Kirche der Republik“. In ihrer verwirrenden Vielfalt kommen alle von den Logen bestimmten geistigen Tendenzen im Begriff der „Emanzipation“ oder Befreiung überein, vor allem natürlich in der Befreiung von Kirche, Dogma und von den Zwängen einer religiös geprägten Sittenlehre. „Zieht man die Linie der freimaurerischen Gedanken aus, dann steht am Ende die völlig autonome Menschheit“. Diese aber ist, weil autonome, isolierte Menschenatome sich nicht selbst regieren können, „unausweichlich einer geheimen Leitung unterworfen, einem verschwiegenen Kreis“ (S. 136).

      Was jetzt, nach der Auflösung aller gesellschaftlichen Bindungen und Ligaturen in Familie, Kirche, Volk und Staat auf uns zukommt, ist ein „Völkerbund“, der die Souveränität der einzelnen Staaten aufhebt, den kirchlichen Einfluß auf die Gesellschaft, der noch über den sowjetischen Kommunismus siegte, ausschaltet und jeden Widerstand gegen die Diktatur einer Neuen Weltordnung erstickt. Gegen diese logenabhängige neue Weltdiktatur werden die uns bekannten historischen Totalitarismen verblassen. Mit ihr hätte „die Dialektik der Aufklärung ihr höchstes Stadium erreicht“ ( S. 136), der Schwur des Ritter Kadosch (der 30. Maurergrad), Thron und Altar zu vernichten sowie Priester und Könige symbolisch zu „erdolchen“ (vgl. S. 81), wäre endgültig erfüllt.

      Was Jägers Buch so lehrreich und lesenswert macht, ist, daß er die konkreten, zumeist jüdischen Namen jener nicht verschweigt, die als hochrangige Mitlieder des Grand Orient seit der Französischen Revolution noch jede «radikale, republikanische, demokratische und sozialistische Bewegung» führend beeinflußten, so die frühkommunistischen Agitationen, die „Freiheits“-Bewegungen von 1848, die Erste Internationale, die Pariser Commune, die jungtürkische Revolution, die russische Februar Revolution. Wir begegnen den Freimaurern als Zierden der Aufklärung und der Wissenschaft, Jakobinern, Terroristen, Königsmördern, Vaterlandsverrätern, Betrügern, Bankiers, Buchfälschern, Journalisten, Politberatern, Parteiführern, Staatsoberhäuptern, Ministern, EU- und Sowjetkommissaren, Parlamentsabgeordneten, stets aber als Zersetzern der traditionellen gesellschaftlichen Ordnung und Förderern des Chaos.

      Ordo ab chao war bereits das Motto eines der ersten Jakobiner auf deutschem Boden. Die Beschreibung des Lebens und Wirkens von Georg Forster durch Lorenz Jäger gleich auf den ersten Seiten seines Buches illustriert die so verhängnisvolle Verbindung von Aufklärung, Freimaurerei und Jakobinertum.

      Jäger zieht die Linien dieser Verbindung bis hin zu den Umwälzungen durch Feminismus, Legalisierung der Abtreibung und der aktiven Sterbehilfe sowie der Embryonenverwertung und Stammzellenforschung in unseren Tagen. „Es fehlt“, so sein Schluß, „dem freimaurerischen Ethos eine entscheidende moralische Dimension“. Herausgelöst aus der Gemeinschaft, „wird das Individuum zum Atom“ (135), ausgeliefert der „Kultur des Todes“, sein Leben verfügbar.

      Verdienstvoll und unmißverständlich streicht Jäger gleich auf den ersten Seiten seines Buches die Unvereinbarkeit von Freimaurerei und katholischer Kirche heraus: „Eine Organisation aber, die sich als `Tempel´ ausgab, einen überkonfessionellen Gott statuierte, einen anderen als den christlichen (Anm. nämlich „“hebräischen“ oder auch „kabbalistischen“) Kalender einführte und eine eigene Weihe erteilte, mußte an sich schon in einen Widerspruch zur Kirche geraten … `Eine Art Kirche der Republik´ kann per definitionem nicht die Kirche Christi sein“ (S 16).

      Er zitiert in diesem Zusammenhang unter genauer Quellenangabe jene noch heute gültige vatikanische Erklärung zur Freimaurerei („Declaration masonic“) vom 26. November 1983, derzufolge „die Gläubigen, die freimaurerischen Vereinigungen angehören, sich im Stande der schweren Sünde befinden und nicht die heilige Kommunion empfangen können“. Manchen Äbten und selbst Kardinälen scheint diese Deklaration nicht bekannt zu sein, jedenfalls halten sich viele nicht daran. Dabei entspricht diese Deklaration der fast zwei Jahrhunderte lang immer festgehaltenen Verurteilung der Freimaurerei durch die Kirche. In dieser Verurteilung drückt sich, wie Jäger betont, nicht Verschwörungswahn oder mangelnde Toleranz der Kirche aus, sondern sie ist der Reflex auf die Zielsetzung der Logen, durch Relativierung der christlichen Religion oder, wie im Falle des Grand Orient, durch die radikale Emanzipation oder Loslösung von Gott den Boden für die Herrschaft des Antichrist aufzubereiten (vgl. S. 16).

      Wer sich, durch die Lektüre des von Lorenz Jäger bescheiden als „Skizzen“ ausgegebenen Überblicks angeregt, tiefer mit den Hintergründen von Revolutionen befassen will, dem sei das Buch von Louis Israel Newman über den „Jewish Influence on Christian Reform Movements“ (Columbia University, New York 1925, Neudruck 1966) oder das jüngst erschienene, leider noch nicht ins Deutsche übersetzte Standardwerk von E. Michael Jones „The Jewish Revolutionary Spirit and Its Impact on World History“ (Fidelity Press, South Bend, Indiana, 2008) empfohlen. Er wird aus dem Staunen kaum herauskommen!

      Friedrich Romig

      Lorenz Jäger: Hinter dem Grossen Orient. Freimaurerei und Revolutionsbewegungen. Karolinger-Verlag, Wien 2009. 141 S., ISBN 978385418 1347, 20,46 EURO.

      Anfügen möchte ich noch eine Österreich betreffende Bemerkung über Loge und Kirche.

      Über den Einfluß der Freimaurer in der Kirche.

      Dazu ist vor Jahren schon ein interessantes Buch erschienen, das den Dialog "der Kirche" mit der Freimaurerei minutiös dokumentiert. Der Autor ist der frühere Großmeister der Großloge von Österreich, Dr. Kurt Baresch, der auch die Verhandlungen mit Kardinal Franz König damals – hinter dem Rücken des gesamten deutschen und österreichischen Episkopates – führte. Es ist dies sozusagen die Dokumentation eines langjährigen K o m p l o t t s gegen die Kirche.

      Dazu ist im Archiv der Stadt Linz ein Buch über die Linzer Loge zu den sieben Weisen, "Erbe der Aufklärung" erschienen, in dem Teile dieses Dialoges von Baresch enthalten sein sollen. Ich habe es bestellt, aber nicht bekommen. – Das obige Buch ist leider schon vergriffen.

      Zur „Erinnerung“ an 10 Jahre „Lichtenauer Erklärung“ erschien 1980 Jahr in der Neuen Ordnung ein längerer Artikel, den G. Reisegger in einem längeren Beitrag richtig stellte.

      Bei einem Gespräch mit Dr. H. R., Linz, über die Verhandlungen der Kirche mit den Logen, die von Kard. Franz König für die Kirche und vom Linzer Psychologen Dr. Kurt Baresch für die Logen geführt worden ist, sagt Dr. R. daß König ein Logenmitglied sei, und daß einer der damaligen Teilnehmer, ein junger Jesuitenpater ebenfalls mit Genehmigung des Ordens in die Loge gegangen sei und dieser deshalb – um Aufsehen zu vermeiden – heute in Südamerika in einem Jesuiten-Orden lebe.

      Von meiner Mitteilung über den tatsächlichen Standpunkt der Kirche gegenüber den Freimaurern war R. überrascht, weil er mir sagte, daß dies in ganz gegenteiliger Weise innerhalb der Logen dargestellt würde.

      Über die Krypta in der Innsbrucker Bischofskirche St. Jakob (nomen est omen: Paris Kloster St. Jacques, das den Jakobinern den Namen gab) erschien einen längeren Artikel auch in der katholisch-konservativen Zeitung „Der 13.“ Einigen Bischöfen sandte ich diesen Artikel ebenfalls – aber, wie erwartet, konnte ich mit keiner Antwort rechnen.

      Ähnliche - die freimaurerische Unterwanderung der Kirche betreffenden - Beobachtungen konnte man beim Papstbesuch in Österreich machen: bei der Messe am Heldenplatz in Wien, stand das Kreuz ganz exzentrisch am Rande - statt im Zentrum, dafür war die Tribüne von Pyramiden gesäumt, und eines der Geschenke für den Papst, eine Art Monstranz für eine Reliquie war der Form nach eher ein (dreieckiges) Freimaurer-Symbol, als die christliche Fassung der Hostie/Reliquie. Sie kam bezeichnenderweise aus dem Stift des aufmüpfigen Prälaten Angerer aus Geras, N.Ö. (vulgo: der weiße Hengst, den ein Angestellter des Klosters arg verprügelte, als er den hochwürdigsten Abt in flagranti ertappte, als er gerade dessen Frau "gehörig ins Gebet nahm"). Manche halten überhaupt die Klöster Niederösterreichs für die Zentren der FM in der österreichischen Kirche.

  16. Josef Maierhofer
    15. Februar 2013 11:15

    @ Frau Krawagna-Pfeifer

    Eigentlich steht meine Eingabe an Sie schon bei Dr. Unterberger geschrieben, nämlich meist machen die Verbesserungsvorschläge, und da meine ich nicht Sie persönlich, sondern die Partei, für die Sie sprechen und schreiben, die die Kirche bekämpfen, nicht an das Evengelium Christi glauben, aus der Kirche ausgetreten sind und dazu aufgerufen haben, der katholischen Kirche schaden, wo sie nur können, statt in sich zu gehen und einmal nachzudenken, was denn eigentlich Wahrheit wäre und was der Glaube da wirklich verkündet.

    Reformpapst schreiben Sie, es muss sich was veränderndes, was 'moderenes' tun, und was verändert werden soll und was 'modern' ist, bestimmen die Spindoktoren und Ideologen der Sozialisten, und in Ihren Augen niemand anderer.

    Ich hoffe sehr, dass das Sprichwort, 'Hochmut kommt vor dem Fall', für Ihre Klientel dann zutreffen wird, wenn die Österreicher das nächste Mal wählen gehen.

    Die Sozialisten und ihre Schreiberlinge schädigen die katholische Kirche, wo und wie sie nur können.

    @ Dr. Unterberger

    Ja, ein starker Papst wird gebraucht, einer, der sowohl Zugang zu den Menschen hat, wie auch Zugang zu machbaren Reformen, wie auch die Glaubenstreue. Ist wohl eine sehr hohe Anforderung und kein leichter Weg vor ihm.

    Vor allem der Wohlstand (auch, wenn er nur auf Kredit ist und kein wirklicher) schadet den Menschen hier bei uns sehr, sie verlieren den Blick aufs Wesentliche dabei und auch den Glauben.

    Und so ist es halt auch in Österreich und Deutschland, beide sozialistische Systeme mit Nuancen in den durchwegs sozialistischen politischen Parteien, da haben wir irreale Regierungen mit irrealen und masochistischen, volksverräterischen Ideen und leere Kirchen. Alle wollen nur den Wohlstand aber keiner will sein Kreuz tragen und Verantwortung über sich selbst wenigstens übernehmen.

    Ob das ein Papst für die katholische Kirche bei uns so bald beheben kann ?

    • Specht (kein Partner)
      16. Februar 2013 12:01

      @ F.V. Was sie,F.V.(kein Partner) geschrieben haben ist mutig. Das Buch von Baresch habe ich vor Jahren jemanden geschenkt, würde ihnen gerne sagen wem, habe aber keine Idee wie das möglich wäre. Für ihren Artikel danke ich ihnen sehr, er zeigt welcher welcher Anker die Kirche sein kann, wenn sie nicht korrumpiert wird.
      MfG***************************************************************

    • F.V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 12:08

      @Specht,

      rosengarten.lintz@live.at

  17. simplicissimus
    15. Februar 2013 11:04

    OFFTOPIC!
    Da Rotwein in der Kirche ja nicht verpönt ist, wiederhole ich an dieser Stelle:

    An Wertkonservativer und Erich Bauer:
    Zu unseren Wetten. Ich liebe Klarheit.
    Wenn FPÖ NICHT die (relative) Mehrheit schafft, erhält WK 6 Flaschen Cotes du Rhone von mir. Wenn die FPÖ die (relative) Mehrheit schafft, erhalte ich von WK 6 Flaschen Brunello.
    Wenn es eine Ampel gibt, erhalte ich die 6er vom Diwald von Erich Bauer.
    Wenn es Rot/Blau gibt, erhält EB 2 Flaschen Tullamore Dew von mir, die ich noch mit einer Flasche Drambuie verstärke. Ist das recht, Herr Bauer?
    Ich schlage vor, wir treffen uns dann mit den jeweiligen Siegerprämien, Käse, Brot usw. irgendwo privat, zusammen mit einigen anderen Blogteilnehmern und feiern gemeinsam. Gilt es?

    • Gerhard Pascher
      15. Februar 2013 11:08

      Ach, und ich dachte schon, hier geht es um Wetten "Wer wird der nächste Papst?".

    • Undine
      15. Februar 2013 11:25

      @simplicissimus

      *****! Melde mich hiemit gleich an, beim Schlemmen mitmachen zu dürfen! Ich hoffe ja, Sie gewinnen! :-)

    • simplicissimus
      15. Februar 2013 11:33

      Wenn ich gewinne, bist Du eingeladen, liebe Undine!
      Ich hoffe nur, es wird keine Trauerveranstaltung a la Erich Bauer: Rot/Blau?
      Dann brauchen wir wirklich den Whisky und ich verspreche, Drambuie ist auch perfekt fürs vergessen!

      Herr Pascher: Nein, auf den Papst wette ich nicht, bin Atheist. Und völlig unbekehrbar. Da halt ich mich raus.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 11:34

      Ich spendiere in jedem Fall, bei jedem Wahlausgang mein Six-Pack! Da die GROKO der Interessenverbände eh nicht auszuschalten ist... und alles beim Alten bleibt. :-)

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 11:44

      simplicissimus,
      "...Da halt ich mich raus..."

      Meine Güte. Wenn das nur alle Atheisten, Agnostiker, Kirchenferne, Kirchenfeindliche und Alt/Jung68er "Jesus-ChristLER"...

    • Wertkonservativer
      15. Februar 2013 12:35

      Blogfreund @ simplicissimus:

      Danke! Sie haben unsere etwas unübersichtliche Wettvereinbarung absolut professionell zusammengefasst!
      Stimme mit allen angeführten Details vollinhaltlich überein!
      Ort und Zeit knapp nach dem September-Wahlkrimi einvernehmlich abzustimmen!

      Grüße nach allen Richtungen!

      Gerhard Michler

    • simplicissimus
      15. Februar 2013 13:12

      Freunde, na das wird was zu feiern geben! Egal, wie die Wahl ausgeht.
      Bis dahin wird noch eifrig kommentiert und diskutiert.

    • F.V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 12:03

      Der Wette des Herrn Bauer trete ich auch bei. Begnüge mich aber mit einem Kübel Wasser, falls die Wette gewonnen wird, um dann das Erbrochene wegzuspülen. Ich stifte, wenn verloren, eine Flasche guten Schnapses. – Wo findet das Besäufnis statt?

      Am 3. Februar 2013 berichtete der ORF in Ö1, daß sich H Che Strache für eine Koalition mit der SPÖ in Salzburg ausgesprochen habe. Begründung: mit der ÖVP wäre die Aufklärung des Salzburger Finanzskandals nicht zu erwarten, die mauerten hier nur. ...

      Die tiefere Bedeutung dieser Ansage liegt aber darin, daß H Che signalisiert, dem linken, staats- und gesellschaftszerstörerischen Agieren von KOMINTERN und SI seine Unterstützung geben zu wollen.

      Mich wundert das nicht besonders; einerseits sind die von ihm angesprochenen Wähler mehrheitlich unzufriedene Sozialisten, die sich daher leichter zu einem Schwenk zur FPÖ bereitfinden werden, wenn die – nur scheinbaren - ideologischen Unterschiede eingeebnet sind. Viel bedeutsamer scheint mir aber die Einschätzung H Che Straches der wahren Machtverhältnisse in Europa zu sein: hier haben die „Linken“ das Sagen, egal in welcher Maskierung, ob als Alpbach, Davos, Bilderberg, CfR, Atlantikbrücke, .... die ja vorgeblich kapitalistische Veranstaltungen sind. Mit diesen darf man sich´s nicht verderben, denn damit gäbe es keine wie immer geartete Hoffnung doch einmal „mitregieren“ zu dürfen.

  18. brechstange
    15. Februar 2013 10:34

    Die katholische Kirche ist länger global als diese Wichtigtuer, die den Menschen einreden möchten, dass nur menschengemachte Größe uns ein Überleben sichert. Die Kirche ist dezentral organisiert, die vielen Einheiten weltweit sichern der Institution Kirche das Überleben. Manchmal ist der eine stärker, manchmal eben ein anderer. Nicht aneinandergekettet überlebt diese Institution, Frau KKP. Ein Vergleich mit dem Ostblock, der planwirtschaftlich und mit Repressalien gegen Andersdenkende regiert wurde, der alle gemeinsam untergehen ließ, ist mehr als unangebracht.
    Herr Dr. Unterberger bringt die Problematik sehr gut auf den Punkt und weist die Kritiker in die Bahnen, auf denen sie laufen.

    Der Glauben hat seinen Anker im Jenseits, das ist seine Stärke.

    Die Worte des Papstes zum Aschermittwoch-Gottesdienst haben den hiesigen Kircheninitiativen eindeutig den Platz zugewiesen, wo diese hingehören, in den Bereich der Versündigung gegen die Institution Kirche und der Einheit. Diese Initiativen haben noch nicht geschnallt, dass Österreich und Deutschland an einem Punkt angekommen ist, an dem eine Missionierung in Einheit notwendig ist.

    Aschermittwochspredigt des Papstes:
    "Ich denke besonders an die Sünden gegen die Einheit der Kirche, an die Spaltungen im Leib der Kirche. Die Fastenzeit in einer intensiveren und sichtbareren kirchlichen Gemeinschaft zu leben, und die Individualismen und Rivalitäten zu überwinden, ist ein demütiges und kostbares Zeugnis für jene, die dem Glauben fern stehen oder gleichgültig sind", erklärte der Heilige Vater. (aus der Presse)

    • brechstange
      15. Februar 2013 10:36

      P.S:

      Das erste ökumenische Konzil war das von Nicäa vor fast 1700 Jahren. Frau KKP lebt wahrlich in der Gegenwart.

    • Riese35
      15. Februar 2013 11:00

      @brechstange: Widerspruch! Nizäa war nur scheinbar ökumenisch. Denn damals haben am Konzil die Bewegung für eine demokratische Kirche, die kirchlichen Basisgruppen, allen voran die katholische Frauenbewegung, die Bewegung für eine weltoffene Kirche, sowie die kirchlichen Erneuerer im Geiste der Aufklärung gefehlt. Außerdem weisen die Konzilsbeschlüsse keine ökumenischen Inhalte im Sinne der heutigen Aufklärung auf. Nizäa wie die folgenden Konzilien bis Vatican I haben Unklarheiten geklärt und damit alle, denen diese Klärung nicht genehm war, vor den Kopf gestoßen und Trennungen herbeigeführt. Wahrlich keine ökumenische Leistung.

      Vatican II war also wirklich das erste "ökumenische" Konzil (im Sinne der Aufklärung). Denn es hat Klarheiten, die es vorher gab, unklar ausgedrückt und somit die Fenster geöffnet, ist in die Welt hinausgegangen, hat die Unterschiede zwischen den Religionen verschwimmen lassen und so den Wind der anderen Religionen in die katholische Kirche eingelassen. Erst seit dem Vaticanum II gibt es Ökumene mit dem mosaischen Bekenntnis, dem Islam und auch den nichtchristlichen Religionen. Die sichtbarste Frucht war, als in Assisi Buddhastatuen auf katholischen Altären angebetet wurden.

    • brechstange
      15. Februar 2013 11:42

      riese35

      Sie kennen sich besser aus als ich. Danke für die Erläuterung.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 14:12

      Riese35,

      Ihre Ahnungslosigkeit übertrifft die von KKP um ein Vielfaches...

    • Riese35
      15. Februar 2013 16:45

      @Erich Bauer: Warum? Bitte um Nachhilfe!

      Ich vermute, Sie haben wohl meinen Kommentar gründlich mißverstanden. Ich habe mir nur erlaubt, die Gedanken einer KKP fortzuspinnen und auch das auszusprechen, was sie uns unterschlagen hat: den Neuen Menschen, der erst durch die Aufklärung geschaffen wurde. Auch Österreichs Geschichte beginnt ja demnach erst 1918. Und der neue Kalender ist von der Französichen Revolution geschaffen worden. Ist das nicht die Grundlage, auf der KKP und mit ihr die Schüllers etc. argumentieren. War das nicht offensichtlich?

      Wer wirklich das Konzil von Nizäa als das erste ökumenische ansieht, muß dementsprechend auch die Konsequenzen ziehen und der heutigen "Ökumene" kritisch gegenüberstehen. Denn so, wie nach dem Vaticanum II Ökumene betrieben wird, hat wirklich nichts mit dem Verständnis zu tun, wie man Ökumene im 4. Jahrhundert gesehen hat. Oder glauben Sie das wirklich?

      Es muß uns einmal klar werden, daß mit dem Vaticanum II ein Bruch im Geiste der Französischen Revolution und des neuen, aufgeklärten Menschen stattgefunden hat. Die historische Aufarbeitung steht uns erst bevor. Ansätze dazu gibt es bereits, die das Vaticanum II in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen, als uns von den letzten "Zeitzeugen" und den Medien vorgegaukelt wird.

    • leshandl
      15. Februar 2013 16:47

      Versündigung gegen die Institution Kirche? Wohl eher ein Versuch, die Bürokratisierung des Glaubens durch die Kurie endlich aufzubrechen. Missionierung durch die Pius-Brüder vielleicht? Um wirklich den Glauben weiterzugeben, muss er wohl erst einmal entrümpelt werden, was das letzte Konzil zwar angegangen ist, wo aber noch immer wichtige Punkte unerledigt sind.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 16:58

      Riese35,

      Es tut mir wahnsinnig leid. Ich bin in Eile... aber das mit dem "Neuen Menschen"... ich glaub' ich spinn...

    • Riese35
      16. Februar 2013 00:04

      @Erich Bauer: Ganz verstehe ich Ihre Aufregung nicht. Wenn ich mir so Ihre anderen Kommentare durchlese, glaube ich, daß unsere Ansichten gar nicht so weit voneinander entfernt liegen. Wo sehen Sie das Problem mit dem "Neuen Menschen"? Was haben Sie daran auszusetzen? Wie würden Sie denn KKP einordnen?

      Die entscheidende Frage, wo sich unsere Ansichten unterscheiden könnten, sehe ich darin, ob das Vaticanum II als Bruch mit der Kirchengeschichte oder als kontinuierliche Fortentwicklung der Tradition zu sehen ist. Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Benedikts Interpretation, daß dieses Konzil im Lichte der Tradition zu interpretieren wäre, kann ich nur unter dem Blickwinkel eines Imperativs zustimmen. Per definitionem also, in Ordnung. So hat es interpretiert zu werden. Begebe ich mich aber auf den Standpunkt eines außenstehenden Beobachters, dann fällt es mir schwer, das Vaticanum II inhaltlich tatsächlich in der Kontinuität der Kirchengeschichte zu sehen. Die Aufarbeitung dieser Frage, diese historische Arbeit steht meines Erachtens noch bevor, und darin sind sicher noch einige Sprengsätze enthalten. Das Buch des Historikers Roberto de Mattei von der Universita Europea di Roma, "Das Zweite Vatikanische Konzil, Eine bislang ungeschriebene Geschichte" setzt damit einen Anfang.

      Von dieser Frage unabhängig ist die zweite Frage, wenn ich im Vaticanum II einen Bruch erkennen kann, ob ich diesen dann als gut oder schlecht beurteile. Diese Frage habe ich ja in meinem von Ihnen referenzierten Kommentar noch gar nicht angeschnitten. In ersterer Frage kann ich mich durchaus mit KKP identifizieren: So wie sie im Vaticanum II das erste "ökumenische" Konzil erblickt, damit also implizit einen Bruch mit der Kirchengeschichte zugibt, erkenne auch ich in diesem Konzil einen radikalen Bruch und viele Widersprüche (die Benedikt mit seiner Forderung der Interpretation im Lichte der Kontinuität aufzulösen versucht hat). In der zweiten Frage liegen aber KKP und ich völlig konträr: Während sie diesen Bruch herbeisehnt und für gut empfindet, sehe ich darin eine große Katastrophe. Blicken wir jetzt einmal nur auf Europa: wo ist hier noch eine blühende Kirche, wo sind die Berufungen, wer richtet sich noch nach der katholischen Moral- und Sittenlehre? Ginge man auf die Forderungen einer KKP, den Schüllers etc. wirklich in der Kirchenführung ein, wäre das das Ende der Kirche überhaupt. Übrig bliebe dann nur mehr ein Kirchensteuerverein mit netten Pfarrkränzchen, wo man hingeht, wenn man etwas (Weltliches wie z.B. Café und einen guten Kuchen) dafür bekommt, und eben nicht hingeht, wenn man keine Lust hat. Die transzendentale Dimension existierte dann nicht mehr.

      Und nochmals zurück zum "Neuen Menschen", der vom Opium der Religion befreit ist. Ist das nicht die Illusion aller Linken? Scheinbar hehre Absichten, die aber allesamt in Massenmorden geendet haben, angefangen von der französischen Revolution, über die russische Revolution, den Golodomor, die Schoa des Nationalsozialismus, Mao und heute noch die Kims.

    • Riese35
      16. Februar 2013 01:12

      @Erich Bauer 15. Februar 2013 14:12:

      >> "Ihre Ahnungslosigkeit übertrifft die von KKP um ein Vielfaches..."

      Ich fühle mich sehr geehrt. Genau das habe ich ja beabsichtigt! Könnte doch glatt von einer junggrünen Student_in stammen. ;-))

  19. GOP
    15. Februar 2013 10:27

    Die Wahl eines neuen Papstes können weder KKP noch AU beeinflussen. Dafür ist einzig und allein das Kardinalskollegium zuständig, welche nach dem CIC (Codex liuris Canonici) aus 1983 tätig wird. Dies ist das derzeit gültige Kirchenrecht - also das r.k.-Gesetzbuch - welches jenes von 1917 abgelöst hatte. Ein Gott, welcher alles beeinflussen kann, hat auch schon den richtigen Mann (zur richtigen Zeit!) gefunden. Mag sein, dass er für manche Gläubigen auch eine (weitere) Glaubensprobe darstellt.

    Lassen wir doch die vielen Kritiken und Spekulationen über den Papst, den Vatikan und das dortige Machtstreben. Wichtig ist für Christen nur, gute Nachfolger von Jesus Christus zu sein und nach seinen Empfehlungen (es war nie von Zwang die Rede!) zu leben. Wer davon gehört hat, aber nicht dran glaubt, wird es spätestens nach dem irdischen Tod erkennen und bereuen.

    Wahre Christen nicht nicht bessere Menschen, aber sie sind besser dran!

  20. phaidros
    15. Februar 2013 10:20

    OT: heute passiert ein Asteroid (›2012DA14‹) die Erde ungewöhnlich nah. Möglicherweise in diesem Zusammenhang gab es heute Morgen im Ural sogar Verletzte: http://www.andreas-unterberger.at/2013/02/gefaehrdetes-licht-ij-zur-wissensvermittlung-in-den-naturwissenschaften/#comment-229968

    • kakadu
      15. Februar 2013 13:21

      Meteoritengesteinseinschlag im Ural?
      Oder vielleicht doch Weltraumschrott!
      Den Russen ist bei ihren Informationen nicht zu trauen.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 14:44

      "...Den Russen ist bei ihren Informationen nicht zu trauen..."

      Den AMIS auch nicht Sie flatterhaftes Federvieh....

  21. Herby
    15. Februar 2013 09:09

    Ich wäre für einen neuen Papst aus Vietnam - wenn es nach mir ginge ;-) ;-)

    Gründe:

    1) Noch nie kam ein Papst aus Asien - und jeder der mit offenen Augen und Verstand die Welt ansieht, bemerkt dass sich die Dynamik - wirtschaftlich, wohlstandsmäßig, politisch und damit auch weltanschaulich-religiös-ideologisch immer mehr auf Asien, auf die Regionen des fernen Ostens hinbewegt. Es wäre also ein Papst aus einer sogenannten "Zukunftsregion" wenn man das so nennen möchte.

    2) Was es noch interessanter macht: Vietnam ist immer noch mehr oder weniger kommunistisch & arm. Das Land leidet noch immer an den Folgen des verheerenden Vietnamkriegs. - Also eine gänzlich andere Herkunftsumgebung als beispielsweise von einem Papst aus Italien oder Europa.

    3) Und weiters: Der übergroße Nachbar Vietnams, die VR China unterdrückt bis heute die Christen und andere Religionen ziemlich brutal - da sollen die Glitzerfassaden der Pekinger Hochhäuser nicht darüber hinwegtäuschen.

    Die Chinesen und Vietnamesen "verbindet" miteinander jahrzehntelanges Misstrauen, Rivaltät und gegenseitige Unsympathie.

    Also ein Papst aus Vietnam wäre so ziemlich das Allerletzte das sich die Nobel-Kommunisten in der Pekinger Führungsriege wünschen würden.

    4) Der Blickwinkel den dieser Papst auf die Welt und seine ihm anvertrauten 1 Milliarde Katholiken hätte wäre daher ein ganz anderer und neuer als bisher. - Das lässt Vieles erhoffen.

    5) Ein Papst aus Vietnam wäre auch eine Ermutigung und Ansporn für viele Entwicklungsländer und Schwellenländer, egal ob in Asien, Ozeanien, Südamerika oder Afrika - und die dort lebenden Katholiken.

    UND noch etwas:

    Der neue Papst sollte aufgrund der undurchsichtigen Seilschaften und Machtklüngel direkt im Vatikan diesen verlassen und in ein Dauerexil gehen. Dafür würde sich die Papstresidenz und Sommersitz Castel Gandolfo anbieten:

    http://de.academic.ru/pictures/dewiki/67/Castel_Gandolfo_-_Palazzo_Pontificio.JPG

    http://de.wikipedia.org/wiki/Castelgandolfo

    Der Papst wäre weg vom Intrigantenstadel Vatikan, hätte Ruhe und einen klaren Kopf und eine gesunde Distanz zum Mief im Vatikan.

    Andererseits könnte er für öffentliche Handlungen wie z.B. den Ostersegen "Urbi et Orbi" u.a. jederzeit rasch in das nur wenige Kilometer entfernte Rom (Vatikanstadt) anreisen.

    Also die katholische Kirche und die Welt braucht eine Papst der bereit ist Neues zu wagen .....

    • Riese35
      15. Februar 2013 10:27

      >> "Noch nie kam ein Papst aus Asien"

      Das ist Unsinn. Woher kam der erste Papst? Und woher kamen z.B. Theodor I, Johannes V., Konstantin I. und Gregor III.?

    • Herby
      15. Februar 2013 10:44

      @ Riese35

      Entschuldigung bitte, diese Aussage von mir war unkorrekt!

      Liste der Päpste und ihre Herkunft: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_P%C3%A4pste

      Worauf ich eigentlich hinaus wollte war:
      Die überwiegende Mehrheit der Päpste kam aus Europa und im Vergleich zu denen nehmen sich die Päpste die aus Syrien und anderen asiatischen Gegenden stammen doch eher wie eine Minderheit aus.

      In den letzen 12 Jahrhunderten kamen alle Päpste aus Europa.

      Aus dem fernen Osten Asiens gab es noch nie einen Papst.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 15:24

      Man sollte sich doch einmal die Kirchengeschichte"reinziehen"... Es ist die Geschichte Europas... :-)))

    • F.V. (kein Partner)
      16. Februar 2013 08:14

      Herby,

      es geht aber nicht nach Ihnen.

      Die katholische Kirche hat auch viel mit der griechischen Philosophie zu tun; ist trotz Weltkirche auch Grundlage Europas, darum wäre ein Papst aus Europa wünschenswert.

  22. Observer
    15. Februar 2013 08:50

    Jesus Christus wollte vor 2.100 Jahren das Judentum nur erneuern, er hatte nicht die Absicht, eine neue Kirche oder Religion zu schaffen. Auch das Papsttum ist eine Erfindung der Menschen, wie auch viele zusätzliche Regulierungen und Vorschriften, welche keine biblischen Begründungen haben.

    Es liegt in der Natur des Menschen, dass er an eine Gottheit glaubt und sich früher oder später auch nach dem Sinn des Lebens, dem woher und wohin fragt und auch Gründe und Schuld für mögliche Schwierigkeiten sucht.
    So gesehen hat sich das Papsttum entwickelt und heute zu einer mächtigen Organisation und "Regulierungsbehörde" geworden und nicht mehr wegzudenken. Leider sind viele Gläubige (in fast allen Religionen) nur halb bei der Sache, d.h. bei uns sind es dann die sog. Taufscheinchristen, welche aber nicht im Sinne der Bibel leben, sondern die Kirchenzugehörigkeit nur für bestimmte Feste nutzen und es mehr als eine Lebensversicherung bzw. als ein "Ticket for Heaven" betrachten.

    Es ist müßig, junge und aufbrechende christliche Gemeinden in Afrika, Südamerika und Vietnam mit den traditionellen Kirchen in Europa zu vergleichen. Trotz Verfügbarkeit von Handys, Kühlschränken und Autos machen diese genannten Länder geistig erst eine Entwicklung durch, wie wir sie schon vor hunderten von Jahren erlebt haben. Dort hat vielfach der tägliche Kampf ums Überleben und die Beseitigung von Krankheiten oberste Priorität, während hier in Europa ganz andere Sorgen herrschen.

    Natürlich wünschen wir uns hier einen Papst, welcher neben guten seelsorgerischen Eigenschaften die katholische auch als Krisenmanager führen kann. Aber es wird sicher ganz anders kommen, denn unter den über 100 Stimmberechtigten hat die Mehrheit eine völlig andere Denkungsweise. Andererseits ist es auch gut, dass die katholische Kirche nicht sofort allen Modetrends folgt, sonders behutsam sich verbessert. Trotzdem muss nun etwas gatan werden.

    Der derzeitige Papst hat es ehrlich gemeint, wenn er freiwillig und aus Gesundheitsgründen nun einem anderen Mann Platz macht. Dazu gehört aber auch, dass er die Herausforderungen von konservativen Kirchenmännern wie auch die der progressiven Christen nicht mehr meistern konnte. Der Gegenwind war ihm eben doch zu stark (siehe dazu auch die humorvoll gezeigte Fotocollage: http://www.imagenetz.de/fabeac4ba/Papst.jpg.html ).

    P.S.: Unverständlich ist mir, wie der erklärte Agnostiker Heinz Fischer bei offiziellen Anlässen im Stephansdom sitzt und sich zum Papstrücktritt äußert.

  23. dssm
    15. Februar 2013 08:44

    Die katholische Organisation gibt es nun seit zweitausend Jahren! Es ist schon mehr als dreist, wenn hier einige europäische 'Experten', welche gerade die eigene Gesellschaft in den Graben fahren, glauben dieser Kirche Ratschläge erteilen zu müssen.
    Frau KKW, wann waren Sie denn zuletzt in der Kirche? Wann haben Sie das letzte mal an einer Sitzung des Pfarrgemeinderates teilgenommen?
    Aber gleich wie in der Tages-Politik, von nichts eine Ahnung, alles besser wissen, aber sich immer und überall einmischen – typisch Sozialist.

  24. Erich Bauer
    15. Februar 2013 08:35

    (Zitat: A.U.) - "...mit wüsten Verschwörungstheorien..."

    Das Märchen von der phösen Kurie läßt die Dan Brow-Christen aufgeregt gackern... Ich glaube kein Wort davon. Es ist nicht zuletzt das "Schüller'sche-Haßkino"...

    • brechstange
      15. Februar 2013 09:01

      Ich denke, dass Intrigen und Streitigkeiten in jeder Institution was ganz Normales ist. Wäre es anders, hätten wir den Übergang ins Paradies versäumt. ;-)

    • brechstange
    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 09:20

      @brechstange,

      Ja eh. Auch unterschiedliche Ansichten sind erlaubt und auch gefragt. Außer in so manchen "weltlichen" Konzernen... :-)

      Wenn dann Herr Schüller von einer "Rechten" Verschwörung daherfaselt... gegenüber einen Papst, den er von Anfang weg sowieso, als "Rechts" einstufte... Wer ist dann der "Dan Brown"?

      Schlußfolgerung: Da ich an den intellektuellen Fähigkeiten des Herrn Schüller nicht zweifeln kann, muß ich annehmen, daß er dem Kirchenvolk Märchen erzählt... das Kirchenvolk also veraxxxxt... "Kino" halt. Die Frage ist: Warum?

    • brechstange
      15. Februar 2013 10:40

      Herr Bauer,
      das liegt möglicherweise an einer angedichteten Zugehörigkeit zu einer geheimen Loge.

    • Undine
      15. Februar 2013 14:53

      @Erich Bauer

      Was an Papst Benedikt XVI. für unsere Linken so aufreizend ist, ist mMn zweierlei:

      1.) Er ist Deutscher (dafür kann er nichts!)
      2.) Er ist aufgrund seines Geburtsjahres 1927 in der NS-Zeit großgeworden und war---horribile dictu! ---Hitlerjunge, ein Pimpf! (dafür kann er nichts!)

      Beides ist für gestandene Linke ein unsühnbarer Makel! Daß ein Deutscher des Jahrgangs 1927 ein wunderbarer Mensch sein kann, geht in solch beschränkte Hirne einfach nicht hinein.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 15:03

      @Undine,

      Vor allem ist er keine Frau... mit Burka.

    • Undine
      15. Februar 2013 16:36

      @Erich Bauer

      Ich denke da eher an den unter PolitikerINNEN so irrsinnig beliebten Hosenanzug, damit jeder erkennen kann, wer die Hosen anhat! :-)

  25. Buntspecht
    15. Februar 2013 08:24

    Frau Krawagna hätte völlig Recht, wenn es beispielsweise um einen Sportverein ginge. Die Mitglieder des Vereins genehmigen sich Statuten, nach denen sie sich halten, ansonsten jedoch ausgeschlossen werden können. Allerdings auch hier: Wem die Statuten nicht passen, sollte sich einen anderen Verein suchen.
    Bei Weltreligionen liegt die Sache völlig anders. Aber auch hier gilt: Wem nicht gefällt, was der Religionsstifter (Gott) seinen „Schäfchen“ zum Glücklichwerden empfiehlt, sollte die Religion wechseln oder dem Beispiel unseres HBP folgen und z.B. Agnostiker werden.

  26. socrates
    15. Februar 2013 08:15

    Geschiedene können sich an die kirchlichen Gerichte wenden, diese haben längst eine neue Einstellung und scheiden viele Fälle auch kirchlich! Was vor 40 Jahren als unmöglich oder nur für "Schön Reich Adel" galt ist heute auch für Kleinösi möglich. Das reduziert die Probleme sicher zu 50%, wird aber von den Medien konsequent verschwiegen um gegen den Papst zu hetzen. Daran läßt sich mehr verdienen als an der Wahrheit. Geschiedene, probiert es!
    Die Evangelen, bei denen Scheidung erlaubt ist und die weibliche Priester haben, stehen schlechter da als die Katholen. Auch das wird verschwiegen!

    • brechstange
      15. Februar 2013 10:43

      So ist es. Auch Kardinal Schönborn sagte dies in einem Pressegesprächs vor ein paar Jahren im ORF.

      Aber es ist doch so er(seiten)füllend, Verwirrung zu stiften und Unfrieden zu säen.

    • Gandalf
      15. Februar 2013 11:33

      Warum wir Evangelischen tatsächlich recht schlecht dastehen, kann ich gerne erklären: Mit einem zwar höchst gescheiten, aber ideologisch völlig linksverbohrten Spät- Achtundsechziger als Bischof und einem viel simpler gestrickten Diakoniedirektor, der sich noch dazu in den Vordergrund drängt, als wäre er alleine die Kirche, ist eben kein guter Eindruck zu machen. Und daher laufen auch bei uns Leute davon. Allerdings nicht die Linken, denn die fühlen sich ja repräsentiert, sondern die Gemässigten, denen es dann irgendeinmal halt reicht. Schade!

    • Undine
      15. Februar 2013 15:05

      @Gandalf

      Und dazu kommen dann leider noch solche Nieten wie die ehemalige sehr ehrgeizige Bischöfin Gertraud KNOLL, die, weil ihr die Politik mehr Rampenlicht bot, nicht nur ihrem hohen Amt sondern auch ihrer Familie (drei Kinder!) den Rücken kehrte. Leider wurde es dann doch nichts mit dem großen Erfolg als linke Politikerin.

  27. Politicus1
    15. Februar 2013 07:30

    AU trifft in seinem letzten Absatz den mMn. wichtigsten Punkt:
    Rom und die Welt braucht einen Papst, der mit den interna des Vatikans fertig wird. Einen, der mit der nomenclatura innerhalb der Vatikanmauern vertraut ist, der weiß, wem er vertauen kann und wem nicht.
    Ich fürchte, das wird keinem guten Hirten aus Afrika oder aus den Americas gelingen.
    Daher wünsche ich mir einen italienischen Papst, der zuerst Ordnung innerhalb des Vatikans und seiner Strukturen schafft. Wenn die moralische Autorität wieder hergestellt und weltweit anerkannt ist, dann kann er sich den brennenden Fragen innerhalb der r.k. Kirche widmen.
    Zu diesen Fragen zähle ich ganz vorne den Umgang mit den Geschiedenen. Wenn in einem Land wie Österreich jede zweite Ehe (auch die skramental am Altar geschlossenen!) geschieden wird, kann die Kirche diese Menschen nicht als Katholiken zweiter Klasse behandeln - sie aber den Kirchenbeitrag als Vollmitglied zahlen lassen!
    Der priesterliche Nachwuchs ist ein ebenso wichtiges Thema, das aber nicht durch eine vordergründige Aufhebung des Zölibats gelöst werden wird.
    Katholizismus heute muss auch mehr Inhalt haben, als jeden Monat eine sogenannte rhythmische Messe, die an Pfadfinderlagermusik der 50er und 60er Jahre erinnert. Da braucht es Kommunikationsstrategien für viele Pfarrherren, bei denen das 2. Vaticanum noch immer nicht angekommen ist.

  28. Wertkonservativer
    15. Februar 2013 07:01

    Wenn es - nach christlichem Verständnis - Gott gibt (und ich leiste mir den Luxus, dies zu glauben), dann wird ER schon wissen, wen er als Nächsten auf den Stuhl Petri zu setzen gewillt ist!

    Da braucht er weder unsere, aber schon gar nicht die Ratschläge der Frau KK-P, wie er mit der hohen Postenbesetzung zu verfahren hat!

    Was die Kirche braucht?
    In erster Linie Menschen, die ihr Leben nach den ewig gültigen zehn Geboten ausrichten, und diese im Kleinen wie im Großen ehrlichen Herzens befolgen!

    Die Stellung der r.k. Kirche in der Welt, die Organisation, die Auswahl der Hirten und Würdenträger: alles wichtig und durchaus auch diskussionswürdig!

    Das Wichtigste dabei ist jedoch gelebter Glaube und das Anstreben des göttlichen Hoffnungsgebotes:
    "Friede den Menschen auf Erden"!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 16:11

      Sg. Wertkonservativer,

      wenn Sie mir jetzt noch sagen, was "gelebter" Glaube ist... ohne salbungsvolles Beiwerk...

    • Wertkonservativer
      15. Februar 2013 18:21

      @ Erich Bauer:

      Sie wollen von mir wissen, was ich unter "Gelebter Glaube" verstehe?

      Hier meine Antwort:
      unter "Gelebtem Glauben" verstehe ich z.B. das Gegenteil von "Hände falten, Goschen halten", aktives, auch karikatives Wirken in Familie, Gesellschaft und Umwelt im Sinne der zehn Gebote, und vor allem das lebenslange Bemühen, sich selbst immer wieder am Riemen zu reißen, und - als "salbungsvolles Beiwerk" angeführt - einfach ein guter Mensch zu sein!

      Accettato, Signore?

      (mail to: gerhard@michler.at)

  29. S.B.
    15. Februar 2013 02:09

    Was der neue Papst am wenigsten benötigt, sind die Zurufe von außen und genau von jenen Linken wie Frau KKP, die mit der katholischen Religion nichts am Hut haben - im Gegenteil, die sie lieber heute als morgen in der Bedeutungslosigkeit versinken sehen möchten.
    Deshalb auch die gebetsmühlenartigen Forderungen von dieser Seite nach "zeitgemäßen Erneuerungen, notwendigen Reformen, demokratischen Strukturen und Öffnung nach allen Seiten". Genau das soll Religion nicht sein, denn das ist eher die Aufgabe politischer Parteien zur Bedienung ihrer Wählerklientel.

    Religion basiert auf Grundsätzen, die man nicht x-beliebig modernisieren kann, soll Lebenshilfe und vor allem Spiritualität bieten, wobei eines der wichtigsten Argumente die freiwillige Zugehörigkeit bleibt.

    Wenn die Probleme der Amtskirche durch Abtrünnige wie Schüller, oder Kritiker wie Holl, Zulehner und Feichtelbauer zu lösen wären, dann müßte die evangelische Religionsgemeinde jede Menge Zulauf von ausgetretenen Katholiken verzeichnen, denn dort wird vieles umgesetzt, was diese Herrschaften immer wieder in den willigen Medien verbreiten.
    Aber genau das Gegenteil ist der Fall - der Mitgliederschwund ist bei den Protestanten noch größer und bei vielen Religionsgemeinschaften verzeichnen die Fundamentalisten den größten Zulauf.
    Das sollte zu denken geben, daher muß der nächste Papst mit Führungsqualität ausgestattet sein und Wert legen auf ein Zurück zu den Wurzeln, ein gefestigtes, christliches Fundament sowie auf einen besonderen Zusammenhalt innerhalb der Glaubensgemeinschaft, damit die allzu vielen RatSCHLÄGE der stets "wohlmeinenden" AUSSENseiter keine Chance mehr haben.

    So ein Pontifex Maximus könnte die katholische Kirche auch bei uns zu neuer Blüte führen.

    • Riese35
      15. Februar 2013 09:08

      @S.B.: ********************!

      Bestens auf den Punkt gebracht. Darf ich noch schnell einen Gedanken ergänzen:

      Auch einen Kardinal Schönborn, wie jetzt so viele rufen, brauchen wir nicht als Papst. Denn wie AU richtig analysiert hat, brauchen wir einen führungsstarken Papst, und das ist Kardinal Schönborn überhaupt nicht. Ich hoffe nur, daß die Kardinäle ihm nicht auf den Leim gehen, denn er kann gut zuhören und jedem das sagen, was er von ihm hören will, aber Worte sind geduldig. Harte Worte und Taten kennt er nur gegen jene, die sich auf die überlieferte Lehrtradition berufen. Kardinal Schönborn hat leider zwei Gesichter, und ich hoffe nur, daß die Kardinäle auch jenes Gesicht sehe, das er in der Erzdiözese Wien abgibt.

      Ich schließe nicht aus, daß es hinter Kardinal Schönborn noch eine weitere Schattenführungsebene gibt, die ihm vorgibt, wann er was und wie sagen darf. Denn kaum ist die Öffntlichkeitswirksamkeit nicht mehr gegeben und befindet er sich in einem vertrauteren, überschaubareren Kreis, redet er ganz anders und oft diametral zu dem, was er in den Medien gesagt hat. Handeln tut er jedenfalls, wie gewisse Medien ihm vorgeben. Vielleicht findet er in diesen Kreisen inmitten des forstigen, menschlichen Klimas heutiger Kirchenkreise die nötige, menschliche Wärme, die er in dieser einsamen Position benötigt.

    • brechstange
      15. Februar 2013 10:45

      Riese35

      Diesen Verdacht werde ich auch nicht los, vor allem gibt es da ein verdächtiges Bild eines Handschlags, wo dann wenig später die Hände weggeschnitten waren.

    • S.B.
      15. Februar 2013 15:38

      @Riese35

      Zustimmung - Kardinal Schönborn sehe ich genausowenig geeignet als Papst, das wäre kein Fortschritt in der katholischen Kirche.

      Einziger Vorteil: er wäre weg aus Wien, aber meist kommt nichts Besseres nach!

    • Riese35
      15. Februar 2013 23:02

      @S.B.: Ich halte Schönborn auf dem Stuhle Petri sogar für eine große Gefahr für die Kirche, denn ich gehe davon aus, daß er noch weniger frei ist als Benedikt und ausschließlich nach der Pfeife anderer tanzen muß. Vielleicht sogar ein Wunschkandidat gewisser Kreise. Vielleicht sogar der Idealkandidat, um die Kirche von innen zu zerstören. In unbedeutenden, religiösen Fragen, um die sich keiner schert, darf er sehr neo-"konservativ" wirken (siehe Medjugorje), aber es gibt gewisse Tabus, in denen ihm enge Grenzen gesetzt sind, die aber für den Katholizismus zentrale Punkte wären, wie man in der Erzdiözese Wien gesehen hat (siehe Schützenhofen und Schüller).

  30. Schani
    15. Februar 2013 01:24

    KKP ist nicht mehr zu helfen! Das zweite Vatikanum soll das erste ökumenische Konzil sen? Die Gute sollte sich in der Kirchengeschichte informieren. Bei "Nebe nsächlichkeiten" wie der Abtreibung (= Mord an ungeborenen Kindern) soll die Kirche ihren Standpunkt überlegen? Der KKP ist die Kirche eh wurscht. Warum sondert sie darob ihre Meinung ab?

    • kritikos
      15. Februar 2013 01:29

      Die Frau versteht von Kirche offensichtlich wenig und das nur aus ihrer medienpolitisch eindeutig eingefärbten Sicht. Was waren die Salzburger Nachrichten früher für eine profunde Zeitung!

    • Gandalf
      15. Februar 2013 09:18

      @kritikos
      Frau KKP schreibt jetzt ja gottlob nur mehr an Freitagen als Gast, und da steht ihren meist wenig interessanten Absonderungen stets ein ernst zu nehmender Beitrag von Dr. Unterberger gegenüber. Und über die "SN", auch in ihrer heutigen Gestalt, lasse ich (noch) nichts kommen - verglichen mit manchem Schmarrn aus Wien, der vermeint, sich Qualitätszeitung nennen zu dürfen.





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