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Planwirte aller Parteien

­­­­Wer geglaubt hat, nur Rot und Grün stünden für die Planwirtschaft, der täuscht sich gründlich. Auch schwarz-blau-orange Politiker werden immer wildere Kämpfer für den realen Sozialismus, der mit seiner Plan- und Regulierungswut, mit seinen totalitären Verboten so viel Not und Elend geschaffen hat, während die Länder der Marktwirtschaft immer wohlhabender wurden.

Die jüngsten Exempel für die Regulierungswut der angeblich rechten Parteien:

Ein Satz aus der jüngsten Rede des schwarzen EU-Abgeordneten Othmar Karas: "Dann benötigen wir die Fiskalunion, nach der Fiskalunion benötigen wir die politische Union mit wirtschafts-, steuer-, sozial- und budgetpolitischer Koordinierung". Kommentar überflüssig.

Die jüngste Forderung des freiheitlichen Niederösterreichers Gottfried Waldhäusl: Er verlangt ein generelles Spekulationsverbot für Land, Gemeinden und Verbände, das in der Landesverfassung verankert werden soll. Das sei "eh sehr harmlos", wenn man bedenke, dass Leuten, die das Geld anderer verspielen, früher "die Hände abgehackt" worden wären. Kommentar überflüssig.

Der BZÖ-Parteichef Josef Bucher bekommt neuerdings überhaupt Schaum vor dem Mund, wenn er an die Möglichkeit denkt, dass sich in seinem Glas Wasser befindet, das ihm dort ein Privater und nicht der Staat eingeschenkt haben könnte. Kommentar überflüssig.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 12:55

    Wen kann man dann als eigenverantwortlich, leistungsorientiert, wertekonservativ und liberal denkender Bürger überhaupt noch wählen, wenn die jahrzehntelange sozialistische Gehirnwäsche jetzt schon überall ihre "faulen" Früchte trägt?

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 12:46

    Und die Moral von der Geschicht'?

    Ja, lieber Dr. Unterberger, Linke gibt's in allen Parteien, nur im Mitte-Rechts-Bereich halt - Gott sei Dank - nicht so viele wie bei den Rot/Grünen!
    Die meisten unter uns wissen wohl, dass die schrankenlose freie Marktwirtschaft heutzutage doch auch gewisse problematische Auswirkungen auf das soziale Gefüge unserer Wohlstandgesellschaft hat.

    Ganz ohne möglichst intelligent und bestenfalls homöopathisch verordnete Regulierungsmaßnahmen wird man daher heute und auch in Zukunft wohl nicht auskommen!
    Dass die Rot/Grünen oft bei weitem übertreiben, ist systemevident;
    die vom Regulierungswahn und mäßigem Rotlauf infizierten Mitte/Rechts-Politheinis wollen halt besonders "fortschrittlich" scheinen bzw. sein!
    Bei allen diesen Diskussionen hinsichtlich Links und Rechts denke ich immer wieder an den Deutsch-Lehrer meiner Söhne, Ernst Jandl, der die Zuordnungs-Frage elegant mit "Lechts und Rinks" gelöst hat!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  3. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 13:06

    In der Debatte um gesetzliche Beschränkungen für die Veranlagung öffentlicher Gelder vermisse ich seit deren Beginn aus Anlaß des Salzburger Skandals im vergangenen Dezember, daß solche Beschränkungen von alters her im Vormundschaftsrecht galten. Kapitalien im Eigentum nicht eigenberechtigter Personen (Minderjährige oder Entmündigte) dürfen gemäß § 230 ff. ABGB. (aus dem Gedächtnis zitiert) nur mündelsicher veranlagt werden. Mündelsicher sind nur die im ABGB. erschöpfend bezeichneten Geldanlagen. Darüber hinaus weiß jeder anständige Mensch, daß er Geldmittel, die er für eigenberechtigte Personen besitzt, nicht am Spieltisch einsetzen darf - dafür würde er gewiß wegen Untreue bestraft. Bei der gegenwärtigen politischen Debatte hinsichtlich der Veranlagung der von den Bürgern bezahlten - horrenden - Steuern muß gewiß nicht das Rad neu erfunden werden, auch wenn sich die Politiker den Anschein dazu geben. Vielmehr ist ihre Schande offenbar!

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 22:59

    Wenn bei uns ein rechtskonservativer Politiker sich seine Arbeit durch (Über-)Regulierungen erleichtern will (diktieren ist eben allemal leichter als überzeugen), dann bin ich zwar traurig, aber nicht zutiefst erschüttert. Was kann er schon wirklich anstellen? Wenn jedoch durchgedrehte EU-Kommissare, denen dank Mandat der Kamm plötzlich ins Unendliche anschwoll, dem kommunistischen Regulierungs- und Zensurwahn nacheifern, dann werde ich tatsächlich nervös.
    Die europaweite Praxis, daheim unliebsame Politiker im Ausland (in der EU) zu entsorgen, rächt sich notgedrungen. Statt der besten, werden leider fast durchwegs die daheim nicht mehr verwendbaren Günstlinge in viel zu große Schuhe gesteckt. Und so schaut diese EU dann auch aus!
    Ceterum censeo: Europa ist für diese EU viel zu schade!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 14:08

    Und in Wien schützt die SPÖ die Verkehrsbetriebe, die sie längst an Private verscherbelt hat, vor Privatisierung und die Gemeindebauten, für die sich kaum jemand interessiert ebenfalls davor, privatisiert zu werden, etc., etc. ...

    DDR schau oba, dort hat man auch bis zuletzt vor Privatisierungen geschützt ...

  6. Ausgezeichneter KommentatorSolo dios basta
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 13:06

    O.T.:
    Bericht von Radio Vatican bezüglich Rücktritt von Benedikt XVI.
    auf Internetseite

    http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=663810

    bringt das Schreiben vom Rücktritt von Benedikt XVI.
    Wenn man dort auf „mp3“ klickt, kann man die Originalrede in Latein hören.

    Jeder anständige Mensch, der Qualität dieser Rede liest/hört, wird wohl den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. bedauern!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 17:14

    Das wird Spanien sicherlich helfen, ein Euro-Vegas südlich von Madrid. Angeblich sollen ja spanische Banken dieses Euro-Vegas finanzieren mit Staatsgarantie. Grund und Boden sollen gratis zur Verfügung gestellt werden. Steuerfreiheit für Euro-Vegas zugesichert werden, keine Mehrwertsteuer, das Arbeitsrecht soll für Euro-Vegas nicht gelten. Dafür schafft man mit 12 Hotels und 6 Casinos 230 000 Arbeitsplätze und das in einer sehr wasserarmen Gegend.
    Dekadenz pur.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/11/euro-vegas-spanien-will-kuenstliche-kasino-metropole-bauen/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRübezahl
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 17:18

    Demokratie als Regierungsform verkörpert eine politische Zwangseinrichtung mit Tendenz zur Ausweitung der Unterdrückungsmechanismen im Ringen aller mit allen. Demokratie ist der Boden, auf dem die Kultur des Sterbens praktiziert wird, denn sie richtet sich gerade gegen jene, von denen die Mehrheit lebt: die Minderheit der Leistungsfähigsten, der Besten einer Gesellschaft. Angesichts der bedrohlichen Situation kann es heute nicht mehr darum gehen, das auf dem letzten Loch pfeifende System zu retten. Vielmehr wäre es vordringliche Aufgabe, die drohende zivilisationsvernichtende Gewalt zu verhindern, die jeden Niedergang unweigerlich begleitet.

    Die Befürchtung, das parteidemokratische Imperium werde nicht gewaltlos implodieren wie vormals das Sowjetimperium, wird von den meisten nachdenklichen Beobachtern geteilt. Wir haben es heute mit einer fanatisierten, militanten Anhängerschaft der totalen Demokratie zu tun. Dagegen waren die überzeugten Systemlinge des Realsozialismus ein harmloser Haufen, wenngleich nicht weniger hinterhältig und listig ihre Ziele weiterverfolgend, wie sich nach 1989 eindrucksvoll gezeigt hat.

    Eine ungeheure Gefahr ergibt sich aus der Tatsache, dass die westlichen Demokratien heute über ein in der Geschichte noch nie dagewesenes Arsenal von Waffen mit monströsem Vernichtungspotential verfügen. Mit diesen Waffen und Tausenden jungen, ahnungslosen Uniformierten stehen sie weltweit im Felde der demokratischen Selbstgerechtigkeit. Ein aus überheblichem Kalkül vom Zaun gebrochener Krieg gegen das Kulturvolk der Perser dürfte das Stalingrad des Westens werden.

    Wer nun meint, vor einer derart bitteren Zukunft könne uns nur eine Revolution bewahren, würde gleichwohl den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen, denn Gesellschaftsentwürfe hatten wir genug.

    Der Begriff Revolution erzeugt Vorstellungen, die von der Sache selbst nicht gerechtfertigt sind. Dies ist unter anderem ein Ergebnis wirkungsmächtiger Propagandaarbeit einer Clique, deren Hauptziel der Umsturz bestehender Ordnung ist, vorgeblich zum Nutzen der Allgemeinheit, in Wahrheit aber aus billigem Selbstzweck. Das Mittel zu diesem Zweck ist die Revolution, deren Ausführende nicht identisch sind mit den Nutznießern, sollte der Aufruhr gelingen. Wie ein Lokführer die Kohlen nur zum Zwecke des rascheren Vorankommens in den Kessel schaufelt, so verheizen Revolutionsführer naivgläubige Massen. Nichts bleibt. Nur Asche und Elend. Den Glorienschein der Revolution montieren erst nachträglich die dafür bestimmten und genau instruierten „Geschichtsschreiber“. Der Rest ist banal, denn nun entstehen aus sich selbst heraus Mythen, sie festigen sich durch Weitergabe von Person zu Person. Vergangenheit ist nicht überprüfbar und daher in beliebige Formen zu bringen. Die Wahrheit führt dabei ein kümmerliches Dasein.

    Alle auf „wissenschaftlichen“ Fundamenten ruhenden, künstlichen Gesellschaftsentwürfe sind ohne jede Ausnahme gescheitert – die einen bereits nach kurzer Zeit, andere mochten hingegen generationenübergreifend überdauern, sofern die Voraussetzungen für die gewaltsame Aufrechterhaltung von Unrechtsregimen günstig waren. Ein jedes aber scheiterte an der Realität, die sich wenig um Ideologien kümmert. Es wird keine neue tragfähige Gesellschaftsordnung geben, die auf einem künstlichen Unterbau errichtet ist. Allein die natürliche Ordnung hat eine Zukunft – die ist aber nicht menschengemacht, sondern gottgegeben. Das Fehlen der gewohnten Perspektive auf einen „Gesellschaftsentwurf“ oder ein „rot-grünes Projekt“ verunsichert jedoch und lässt sich die Menschen an das Bestehende klammern.

    Wir benötigen deshalb keinen Gesellschaftsentwurf, weil Menschen unfähig sind, Gesellschaftsentwürfe zu erstellen, die funktionieren. Sämtliche Sozialingenieure der „Neuen Welt“ rühren im Soziotop herum und zerstören damit ersatzlos natürliche Ordnungen. Das muss aufhören. Mehr als Rechtswahrung im Innern und die Sicherstellung der äußeren Sicherheit hat eine Regierung nicht zu leisten. Dann kommt sie auch mit dem Zehnten aus.

    Doch wie kann erreicht werden, dass die bequem vom Raubrittertum Lebenden sich aus ihren Burgen zurückziehen? Die Menschen brauchen eine zentrale Botschaft, ein Ideal, einen Fixstern außerhalb menschengemachter Zwangssysteme, nach dem sie ihr Leben einrichten können. Auch in ihrer persönlichen Lebensplanung folgen Menschen selten einem Konzept, sondern eher ihren unbewussten Instinkten, die durch die jeweiligen Anforderungen ihrer Umgebung geprägt sind. Sie geraten in Verzweiflung über die vielen widersprechenden Botschaften, enttäuschte Ideale und den gefallenen Leitstern des Christentums, der nunmehr ersetzt ist durch die vielen, selbsternannten Leuchten am Firmament, die aufsteigen und wieder fallen, Bischöfin Käßmann ist eine davon.

    Eine künstliche Ordnung kann nur verschwinden, wenn sie von selbst zerfällt. Da nicht alle Organe der künstlichen Ordnung zum gleichen Zeitpunkt absterben, überleben virulente Teile und infizieren sogleich das neu entstehende Gewebe, welches zunächst immer der Beginn einer Neuordnung auf organischer Grundlage ist. Die Zukunftsfrage lautet daher nicht: Bekommen wir eine Diktatur oder werden wir den Herkulesakt zu einer freiheitlichen Ordnung stemmen?

    Sondern so: In welcher Weise wird der Zusammenbruch der morschen Konstruktion erfolgen? Wird das Konstrukt allmählich in Fäulnis übergehen? Werden unbekannte Hände Sprengstoff und Lunte legen, auf dass das Imperium mit einem kraftlosen Seufzer in sich zusammensinkt, Millionen Ahnungsloser unter sich begrabend?

    Die Hoffnung auf gezielte Verbesserung der bestehenden Gesellschafts- und Staatskonstruktion steht im Gegensatz zu den Interessen der politischen Klasse und der hinter ihnen wirkenden Mächte. Es ist unwahrscheinlich, dass sie sich zu unserem Vorteil und zu deren Nachteil bereit erklären, ab sofort das Brot, das sie essen, aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Noch haben wir trotz dieses Ungleichgewichts gewisse Freiräume, was das Leben auch hier unten erträglich macht. Auch die Mächtigen unterliegen gewissen Zwängen, müssen sich gegen die ambitionierte Räuberkonkurrenz zur Wehr setzen, fühlen sich ausgesetzt und bedroht. Möglicherweise ist deren Leben in gewisser Weise sogar unbequemer als das unsrige. Da aber Wachstum das Kennzeichen aller natürlichen wie künstlichen Einrichtungen ist, werden unsere Freiheiten allmählich dahinschwinden, und wir steuern tatsächlich auf eine totalitäre Gesellschaftsordnung zu.

    Einen sicheren Ausweg kann niemand weisen. Nichtsdestoweniger lohnt es, sich mit den Konzepten des Kreisauer Kreises, aus dem heraus 1944 das Attentat auf Hitler geführt wurde, auseinanderzusetzen. Der Kreis um Graf James von Moltke, entwickelte während der Zeit des Niedergangs der antiliberalsozialistischen Herrschaft ein Konzept eines auf kleinteiligen, subsidiären Einheiten gründenden deutschen Staatsverbandes. Grundlage der Kreisauer Pläne war es, ein naturrechtlich fundiertes, ethisch-religiöses Gesellschaftsfundament zu bilden. Politische Parteien waren dafür nicht vorgesehen.

    Moltke schrieb im Oktober 1940: „Es ist der Sinn des Staates, Menschen die Freiheit zu verschaffen, die es ihnen ermöglicht, die natürliche Ordnung zu erkennen und zu ihrer Verwirklichung beizutragen.“

    Der freien Entfaltungsmöglichkeit des Einzelnen sollte dabei eine „schwere Hypothek“ aufgeladen werden – die „Kumulation von Recht und Pflicht“. Prinzip des Staatsaufbaus sollten die weitgehend selbstverwalteten „kleinen Gemeinschaften“ wie Landsmannschaften, Familien, Betriebsgemeinschaften oder Kirchengemeinden sein. Mit ihnen sollten zukünftig die Manipulierbarkeit größerer Menschengruppen erschwert und die Grundlage für ein verantwortungsbewusstes Handeln des Einzelnen geschaffen werden.

    Da wir heute einer manipulierten Gesellschaft in einer noch nie dagewesenen Größenordnung gegenüberstehen, stellt sich die Frage, wie die Unfreien aufgeklärt, ermutigt und wieder auf die eigenen Füße gestellt werden können. Die Mentalitätsunterschiede der Deutschen und ihre gewachsenen kulturellen Unterschiede sind noch soweit intakt, dass es möglich sein sollte, den niederen Einzeller Deutschland wieder zu einem höheren, intelligenten Mehrzeller zu entwickeln. Ein eigenverantwortliches Handeln ist dabei nur möglich, wenn das Eigentumsrecht wieder zur obersten Prämisse der Rechtsordnung wird – doch gerade das kann nicht erfolgen, solange die Herrschenden aus der Verletzung der Eigentumsrechte ihre starke Position beziehen.

    Um illiberalen, eigentumsfeindlichen Ordnungen ein für allemal den Boden zu entziehen, schleift das Konzept des Kreisauer Kreises den totalitären Großstaat, wie wir ihn mit der EUdSSR und der „Globalisierung“ wieder vor uns haben. Im Beschlusspapier der zweiten Kreisauer Tagung vom Oktober 1942 – die Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad erfolgte erst am am 31. Januar 1943 – heißt es: „Staatsaufbau: Das Reich ist die oberste Führungsmacht des deutschen Volkes. In seiner politischen Gestalt müssen sich echte Autorität und echte Mitarbeit und Mitverantwortung des Volkes verwirklichen. Sie steht auf der natürlichen Gliederung des Volkes: Familie, Gemeinde, Landschaft. Der Reichsaufbau folgt den Grundsätzen der Selbstverwaltung. In ihr vereinigen sich die sittlichen Werte der Freiheit und persönlichen Verantwortung mit den Erfordernissen von Ordnung und Führung. Dieser Aufbau will die Einheit und die zusammengefasste Führung des Reiches sichern und seine Eingliederung in die Lebensgemeinschaft der europäischen Völker ermöglichen. Die politische Willensbildung des Volkes vollzieht sich in Räumen, die für den Einzelnen überschaubar bleiben. Auf den natürlichen Gliederungen der Gemeinden und Kreise bauen sich landschaftlich, wirtschaftlich und kulturell zusammengehörige Länder auf. Um eine wirksame Selbstverwaltung zu ermöglichen, sollen die Länder die Zahl von drei bis fünf Millionen Einwohnern umfassen. Die Aufgabenverteilung erfolgt nach dem Grundsatz, dass jede Körperschaft für die selbständige Erledigung aller Aufgaben zuständig ist, die sie sinnvollerweise selbst durchführen kann.“

    Dieses Konzept ist nach wie vor unvereinbar mit den US-amerikanischen Machtinteressen in Europa. Am Zustand des Dollars und der Höhe Goldpreises wird sich aber ablesen lassen, ab wann Anlass zur Hoffnung besteht.

    In dem Maße, in welchem uns die Parteien-Demokratie wie vor 80 Jahren in den Totalitarismus führt, wäre es angemessen, die Erkenntnisse des Kreisauer Kreises ernst zu nehmen und zur Grundlage einer natürlichen, menschengerechten Ordnung zu machen.


alle Kommentare

  1. sergej-orange (kein Partner)
    12. Februar 2013 22:20

    "Schaum vor dem Mund" hat höchstens der Dr. Unterberger in seiner tollwütigen Kami-Kaze Aktion gegen die politischen Parteien welche gegen den Ausverkauf unseres Wasser stimmen.

    Kann schon verstehen, dass man es besser fände, wenn das Wasser nicht in Hand von Rot-Schwarz ist, jedoch wäre es noch schlimmer wenn die EU dieses hätte.

    Demzufolge scheint der Herr Unterberger Teil es Stronach-Empfangs-Komitee zu sein,denn bis auf das TeamS hat jede Partei sich schon klar GEGEN das Herschenken unseres Wassers an Brüssel deklariert.

    Übrigens Doktor Unterberger mag zwar Feind der Planwirtschaft sein, wie man vielen seiner Artikel entnimmt, jedoch scheinen ihn "Vereinigte Schulden von Europa" als quasi einer EU-DSSR und Kommunismus 2.0 ihm kein Problem zu machen.

    WIE NAIV!

  2. Rübezahl (kein Partner)
    12. Februar 2013 17:18

    Demokratie als Regierungsform verkörpert eine politische Zwangseinrichtung mit Tendenz zur Ausweitung der Unterdrückungsmechanismen im Ringen aller mit allen. Demokratie ist der Boden, auf dem die Kultur des Sterbens praktiziert wird, denn sie richtet sich gerade gegen jene, von denen die Mehrheit lebt: die Minderheit der Leistungsfähigsten, der Besten einer Gesellschaft. Angesichts der bedrohlichen Situation kann es heute nicht mehr darum gehen, das auf dem letzten Loch pfeifende System zu retten. Vielmehr wäre es vordringliche Aufgabe, die drohende zivilisationsvernichtende Gewalt zu verhindern, die jeden Niedergang unweigerlich begleitet.

    Die Befürchtung, das parteidemokratische Imperium werde nicht gewaltlos implodieren wie vormals das Sowjetimperium, wird von den meisten nachdenklichen Beobachtern geteilt. Wir haben es heute mit einer fanatisierten, militanten Anhängerschaft der totalen Demokratie zu tun. Dagegen waren die überzeugten Systemlinge des Realsozialismus ein harmloser Haufen, wenngleich nicht weniger hinterhältig und listig ihre Ziele weiterverfolgend, wie sich nach 1989 eindrucksvoll gezeigt hat.

    Eine ungeheure Gefahr ergibt sich aus der Tatsache, dass die westlichen Demokratien heute über ein in der Geschichte noch nie dagewesenes Arsenal von Waffen mit monströsem Vernichtungspotential verfügen. Mit diesen Waffen und Tausenden jungen, ahnungslosen Uniformierten stehen sie weltweit im Felde der demokratischen Selbstgerechtigkeit. Ein aus überheblichem Kalkül vom Zaun gebrochener Krieg gegen das Kulturvolk der Perser dürfte das Stalingrad des Westens werden.

    Wer nun meint, vor einer derart bitteren Zukunft könne uns nur eine Revolution bewahren, würde gleichwohl den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen, denn Gesellschaftsentwürfe hatten wir genug.

    Der Begriff Revolution erzeugt Vorstellungen, die von der Sache selbst nicht gerechtfertigt sind. Dies ist unter anderem ein Ergebnis wirkungsmächtiger Propagandaarbeit einer Clique, deren Hauptziel der Umsturz bestehender Ordnung ist, vorgeblich zum Nutzen der Allgemeinheit, in Wahrheit aber aus billigem Selbstzweck. Das Mittel zu diesem Zweck ist die Revolution, deren Ausführende nicht identisch sind mit den Nutznießern, sollte der Aufruhr gelingen. Wie ein Lokführer die Kohlen nur zum Zwecke des rascheren Vorankommens in den Kessel schaufelt, so verheizen Revolutionsführer naivgläubige Massen. Nichts bleibt. Nur Asche und Elend. Den Glorienschein der Revolution montieren erst nachträglich die dafür bestimmten und genau instruierten „Geschichtsschreiber“. Der Rest ist banal, denn nun entstehen aus sich selbst heraus Mythen, sie festigen sich durch Weitergabe von Person zu Person. Vergangenheit ist nicht überprüfbar und daher in beliebige Formen zu bringen. Die Wahrheit führt dabei ein kümmerliches Dasein.

    Alle auf „wissenschaftlichen“ Fundamenten ruhenden, künstlichen Gesellschaftsentwürfe sind ohne jede Ausnahme gescheitert – die einen bereits nach kurzer Zeit, andere mochten hingegen generationenübergreifend überdauern, sofern die Voraussetzungen für die gewaltsame Aufrechterhaltung von Unrechtsregimen günstig waren. Ein jedes aber scheiterte an der Realität, die sich wenig um Ideologien kümmert. Es wird keine neue tragfähige Gesellschaftsordnung geben, die auf einem künstlichen Unterbau errichtet ist. Allein die natürliche Ordnung hat eine Zukunft – die ist aber nicht menschengemacht, sondern gottgegeben. Das Fehlen der gewohnten Perspektive auf einen „Gesellschaftsentwurf“ oder ein „rot-grünes Projekt“ verunsichert jedoch und lässt sich die Menschen an das Bestehende klammern.

    Wir benötigen deshalb keinen Gesellschaftsentwurf, weil Menschen unfähig sind, Gesellschaftsentwürfe zu erstellen, die funktionieren. Sämtliche Sozialingenieure der „Neuen Welt“ rühren im Soziotop herum und zerstören damit ersatzlos natürliche Ordnungen. Das muss aufhören. Mehr als Rechtswahrung im Innern und die Sicherstellung der äußeren Sicherheit hat eine Regierung nicht zu leisten. Dann kommt sie auch mit dem Zehnten aus.

    Doch wie kann erreicht werden, dass die bequem vom Raubrittertum Lebenden sich aus ihren Burgen zurückziehen? Die Menschen brauchen eine zentrale Botschaft, ein Ideal, einen Fixstern außerhalb menschengemachter Zwangssysteme, nach dem sie ihr Leben einrichten können. Auch in ihrer persönlichen Lebensplanung folgen Menschen selten einem Konzept, sondern eher ihren unbewussten Instinkten, die durch die jeweiligen Anforderungen ihrer Umgebung geprägt sind. Sie geraten in Verzweiflung über die vielen widersprechenden Botschaften, enttäuschte Ideale und den gefallenen Leitstern des Christentums, der nunmehr ersetzt ist durch die vielen, selbsternannten Leuchten am Firmament, die aufsteigen und wieder fallen, Bischöfin Käßmann ist eine davon.

    Eine künstliche Ordnung kann nur verschwinden, wenn sie von selbst zerfällt. Da nicht alle Organe der künstlichen Ordnung zum gleichen Zeitpunkt absterben, überleben virulente Teile und infizieren sogleich das neu entstehende Gewebe, welches zunächst immer der Beginn einer Neuordnung auf organischer Grundlage ist. Die Zukunftsfrage lautet daher nicht: Bekommen wir eine Diktatur oder werden wir den Herkulesakt zu einer freiheitlichen Ordnung stemmen?

    Sondern so: In welcher Weise wird der Zusammenbruch der morschen Konstruktion erfolgen? Wird das Konstrukt allmählich in Fäulnis übergehen? Werden unbekannte Hände Sprengstoff und Lunte legen, auf dass das Imperium mit einem kraftlosen Seufzer in sich zusammensinkt, Millionen Ahnungsloser unter sich begrabend?

    Die Hoffnung auf gezielte Verbesserung der bestehenden Gesellschafts- und Staatskonstruktion steht im Gegensatz zu den Interessen der politischen Klasse und der hinter ihnen wirkenden Mächte. Es ist unwahrscheinlich, dass sie sich zu unserem Vorteil und zu deren Nachteil bereit erklären, ab sofort das Brot, das sie essen, aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Noch haben wir trotz dieses Ungleichgewichts gewisse Freiräume, was das Leben auch hier unten erträglich macht. Auch die Mächtigen unterliegen gewissen Zwängen, müssen sich gegen die ambitionierte Räuberkonkurrenz zur Wehr setzen, fühlen sich ausgesetzt und bedroht. Möglicherweise ist deren Leben in gewisser Weise sogar unbequemer als das unsrige. Da aber Wachstum das Kennzeichen aller natürlichen wie künstlichen Einrichtungen ist, werden unsere Freiheiten allmählich dahinschwinden, und wir steuern tatsächlich auf eine totalitäre Gesellschaftsordnung zu.

    Einen sicheren Ausweg kann niemand weisen. Nichtsdestoweniger lohnt es, sich mit den Konzepten des Kreisauer Kreises, aus dem heraus 1944 das Attentat auf Hitler geführt wurde, auseinanderzusetzen. Der Kreis um Graf James von Moltke, entwickelte während der Zeit des Niedergangs der antiliberalsozialistischen Herrschaft ein Konzept eines auf kleinteiligen, subsidiären Einheiten gründenden deutschen Staatsverbandes. Grundlage der Kreisauer Pläne war es, ein naturrechtlich fundiertes, ethisch-religiöses Gesellschaftsfundament zu bilden. Politische Parteien waren dafür nicht vorgesehen.

    Moltke schrieb im Oktober 1940: „Es ist der Sinn des Staates, Menschen die Freiheit zu verschaffen, die es ihnen ermöglicht, die natürliche Ordnung zu erkennen und zu ihrer Verwirklichung beizutragen.“

    Der freien Entfaltungsmöglichkeit des Einzelnen sollte dabei eine „schwere Hypothek“ aufgeladen werden – die „Kumulation von Recht und Pflicht“. Prinzip des Staatsaufbaus sollten die weitgehend selbstverwalteten „kleinen Gemeinschaften“ wie Landsmannschaften, Familien, Betriebsgemeinschaften oder Kirchengemeinden sein. Mit ihnen sollten zukünftig die Manipulierbarkeit größerer Menschengruppen erschwert und die Grundlage für ein verantwortungsbewusstes Handeln des Einzelnen geschaffen werden.

    Da wir heute einer manipulierten Gesellschaft in einer noch nie dagewesenen Größenordnung gegenüberstehen, stellt sich die Frage, wie die Unfreien aufgeklärt, ermutigt und wieder auf die eigenen Füße gestellt werden können. Die Mentalitätsunterschiede der Deutschen und ihre gewachsenen kulturellen Unterschiede sind noch soweit intakt, dass es möglich sein sollte, den niederen Einzeller Deutschland wieder zu einem höheren, intelligenten Mehrzeller zu entwickeln. Ein eigenverantwortliches Handeln ist dabei nur möglich, wenn das Eigentumsrecht wieder zur obersten Prämisse der Rechtsordnung wird – doch gerade das kann nicht erfolgen, solange die Herrschenden aus der Verletzung der Eigentumsrechte ihre starke Position beziehen.

    Um illiberalen, eigentumsfeindlichen Ordnungen ein für allemal den Boden zu entziehen, schleift das Konzept des Kreisauer Kreises den totalitären Großstaat, wie wir ihn mit der EUdSSR und der „Globalisierung“ wieder vor uns haben. Im Beschlusspapier der zweiten Kreisauer Tagung vom Oktober 1942 – die Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad erfolgte erst am am 31. Januar 1943 – heißt es: „Staatsaufbau: Das Reich ist die oberste Führungsmacht des deutschen Volkes. In seiner politischen Gestalt müssen sich echte Autorität und echte Mitarbeit und Mitverantwortung des Volkes verwirklichen. Sie steht auf der natürlichen Gliederung des Volkes: Familie, Gemeinde, Landschaft. Der Reichsaufbau folgt den Grundsätzen der Selbstverwaltung. In ihr vereinigen sich die sittlichen Werte der Freiheit und persönlichen Verantwortung mit den Erfordernissen von Ordnung und Führung. Dieser Aufbau will die Einheit und die zusammengefasste Führung des Reiches sichern und seine Eingliederung in die Lebensgemeinschaft der europäischen Völker ermöglichen. Die politische Willensbildung des Volkes vollzieht sich in Räumen, die für den Einzelnen überschaubar bleiben. Auf den natürlichen Gliederungen der Gemeinden und Kreise bauen sich landschaftlich, wirtschaftlich und kulturell zusammengehörige Länder auf. Um eine wirksame Selbstverwaltung zu ermöglichen, sollen die Länder die Zahl von drei bis fünf Millionen Einwohnern umfassen. Die Aufgabenverteilung erfolgt nach dem Grundsatz, dass jede Körperschaft für die selbständige Erledigung aller Aufgaben zuständig ist, die sie sinnvollerweise selbst durchführen kann.“

    Dieses Konzept ist nach wie vor unvereinbar mit den US-amerikanischen Machtinteressen in Europa. Am Zustand des Dollars und der Höhe Goldpreises wird sich aber ablesen lassen, ab wann Anlass zur Hoffnung besteht.

    In dem Maße, in welchem uns die Parteien-Demokratie wie vor 80 Jahren in den Totalitarismus führt, wäre es angemessen, die Erkenntnisse des Kreisauer Kreises ernst zu nehmen und zur Grundlage einer natürlichen, menschengerechten Ordnung zu machen.

    • Senfspender
      12. Februar 2013 17:39

      Ihr Beitrag enthält viel Wahres und ernsthaft Überlegenswertes! Aber für so eine Fastenpredigt ist es am Rosenmontag einfach zu früh! Nichts für ungut!

    • ?????? (kein Partner)
      13. Februar 2013 07:31

      Wieso sind Sie mit meinem Nick unterwegs?

  3. Brigitte Kashofer
    12. Februar 2013 00:22

    Was rechts und was links ist, hängt eben nur vom Standpunkt des Betrachters ab.

  4. Haider
    11. Februar 2013 22:59

    Wenn bei uns ein rechtskonservativer Politiker sich seine Arbeit durch (Über-)Regulierungen erleichtern will (diktieren ist eben allemal leichter als überzeugen), dann bin ich zwar traurig, aber nicht zutiefst erschüttert. Was kann er schon wirklich anstellen? Wenn jedoch durchgedrehte EU-Kommissare, denen dank Mandat der Kamm plötzlich ins Unendliche anschwoll, dem kommunistischen Regulierungs- und Zensurwahn nacheifern, dann werde ich tatsächlich nervös.
    Die europaweite Praxis, daheim unliebsame Politiker im Ausland (in der EU) zu entsorgen, rächt sich notgedrungen. Statt der besten, werden leider fast durchwegs die daheim nicht mehr verwendbaren Günstlinge in viel zu große Schuhe gesteckt. Und so schaut diese EU dann auch aus!
    Ceterum censeo: Europa ist für diese EU viel zu schade!

  5. machmuss verschiebnix
    11. Februar 2013 21:37

    Wahlwirksame Slogans, plakative Regulierungs-Vorschläge, aber
    nur bloß keine echte Transparenz bei den Parteifinanzen, bei den Geldflüssen
    der Umverteilungs-Mafia und noch viel wichtiger, KEIN Infragestellen der
    althergebrachten Strukturen.

  6. Observer
    11. Februar 2013 18:21

    So wie in den vergangenen Jahren die "alten" Parteien sich viel GRÜNES auf ihre Fahnen geschrieben haben, so lässt sich - wie AU richtig ausführt - nun auch viel ROTES in fast allen Parteien erkennen. Die ÖVP ist da besonders "sozialistisch", wenn ich nur an die Figuren Neugebauer und Leitl denke.
    Ist dies wirklich ein Richtungswechsel bisheriger Grundsätze oder nur als Anwerbung von frustrierten Rot/Grün-Wählern zu verstehen?

  7. Politicus1
    11. Februar 2013 18:04

    Diesmal kann ich nicht mitziehen - auch auf die Gefahr hin, ab sofort als Linker erkannt worden zu sein ...
    Spekulationsverbot für Land, Gemeinden und Verbände ...da bin ich schon auch dafür.
    Wer eigenverantwortlich auf den Finanzmärkten agieren möchte, der soll das ruhig tun - aber bitte mit seinem (genderneutral verwendet!) eigenen Geld!
    Wollen wir wirklich die Finanzabteilungen der Länder und Gemeinden in die Hände von Finanzgenies à la George Soros legen? Oder von Steuerzahlern erbrachten Gelder gleich Bankmanagern als quasi Sachwalter der Länder und Gemeinden auf den Tisch legen?
    Ich gebe schon zu, es mag auch gut oder sogar sehr gut gehen. Dann sind die Supergenies die Damen und Herren Politiker. Wenn's aber schief geht, dann kriegen die Finanzbeamten eine um die Ohren geknallt.
    Ein Unterschied zu den wirklich "eigenverantwortlich" zockenden Börsianern liegt ja schon in den zeitlichen Limits öffentlicher Budgets. Da muss eben zu bestimmten Stichtagen abgerechnet werden. Als Privater kann ich mein Geld halt auch Jahre und Jahre an der Börse, in Fonds etc. liegen haben, und mit einem Schlafpulver trotzdem gut und fest schlafen.
    Ein buchmäíger Verlust zum Stichtag X tut mir nicht sonderlich weh, weil ich das Börsengeld ja nicht als "echtes" Geld brauche.
    Gebietskörperschaften sollen dort investieren, wo das Steuergeld für die Bürger einen Gewinn abwirft: in Schulen, Eisenbahn und Straßen, Gesundheitsvorsorge, Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit .... die Liste wäre nicht enden wollend!

    • Pete Sahat (kein Partner)
      12. Februar 2013 12:37

      Für mich liegt das Problem bei solchen Regulierungen wie dem "Spekulationsverbot" bei folgendem: Was ist alles "Spekulation"? Auch das halten einer Währung ist mit Risiko eines realen Wertverlustst behaftet. Wo zieht man nun die Grenze?
      Mir ist schon klar, man wird sie irgendwo willkürlich setzen, nur ist es nicht viel einfacher wenn man durch Transparenz den Bürgern die Möglichkeit gibt selbst dafür zu sorgen jene auszusuchen, von denen sie meinen dass diese gut für ihr Geld sorgen. Vlt ist das ja ein Bankmanager, der möglichst wenig Risiko eingeht?

      Ja, das mit der Verantwortung ist ein Problem. Aber nicht nur bei der Geldanlage, sondern überall in der öffentlichen Wirtschaft. Als Lösung (bzw Problemveringerung) bin ich aber dafür, die Verantwortung möglichst klein zu halten. D.h. einen schlankeren Staat zu kreieren. Zur Zeit haben wir ja eine Staatsquote von 48%.

      Aus wirtschaftsliberaler Sicht könnte diskuttiert man ja gerne, wo der Staat überall sein Geld ausgeben sollte und wo er sein Geld nehmen sollte. Die Liste ist für mich aber schon enden wollend. ;-)

    • logiker2
      12. Februar 2013 13:05

      Sie sind kein Linker, sonst hätten Sie nicht vernünftige Vorschläge. Steuergeld ist definitiv nicht für Spekulationen zu verwenden, sondern eben für Staatsausgaben welche dem Volk dienen.

  8. brechstange
    11. Februar 2013 17:14

    Das wird Spanien sicherlich helfen, ein Euro-Vegas südlich von Madrid. Angeblich sollen ja spanische Banken dieses Euro-Vegas finanzieren mit Staatsgarantie. Grund und Boden sollen gratis zur Verfügung gestellt werden. Steuerfreiheit für Euro-Vegas zugesichert werden, keine Mehrwertsteuer, das Arbeitsrecht soll für Euro-Vegas nicht gelten. Dafür schafft man mit 12 Hotels und 6 Casinos 230 000 Arbeitsplätze und das in einer sehr wasserarmen Gegend.
    Dekadenz pur.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/11/euro-vegas-spanien-will-kuenstliche-kasino-metropole-bauen/

  9. brechstange
    11. Februar 2013 16:51

    Es ist einfach nicht zu fassen, welches Lemmingverhalten Futtertrogmentalität zu tage fördert.

  10. dssm
    11. Februar 2013 16:21

    Zu allen Zeiten gab es nur wenige Querdenker und nur diese waren in der Lage ausserhalb des gerade geltenden zeitgeistigen Denkens Position zu beziehen.
    Man schaue nur hier im Blog, da wird zwar allenthalben von liberal oder subsidiär geredet, aber im nächsten Eintrag wird erst recht eine zentrale Regelung verlangt.
    Dies ist der Grund warum große Veränderungen von so wenigen richtig vorhergesagt werden.

    • brechstange
      11. Februar 2013 16:51

      Gut beobachtet.

    • dssm
      11. Februar 2013 17:04

      @brechstange
      Das Beobachten ist schon schwer, aber erst dieses Beobachtete ausleben, da wird es wirklich zäh.
      Beim Nachbarn ist eine Party und es ist laut, ruft man nach der Ordnungsmacht oder geht man selber nachschauen, prüft was da los ist, denn es gibt durchaus gute Gründe ausgelassen zu feiern.
      Jemand fährt zu schnell, ruft man die Ordnungsmacht oder denkt nach, ob der Betreffende vielleicht so gut fährt, ob er nur sich selbst gefährdet oder ob er eine Gefahr für alle darstellt. Wie beurteilt man welcher Punkt hier zutrifft? Wer selbst nicht Rennen gefahren ist, tut sich oft schwer einen ‚drastischen’ Fahrer zu beurteilen.
      Der Nachbar baut gerade eine Firma auf, arbeitet ununterbrochen. Nun mäht er den Rasen am Sonntag; wer um die Umstände weiß hat Verständnis, hilft sogar, damit der Krach schneller vergeht. Wer nie im Leben etwas selbständig aufgebaut hat, kann dies nicht verstehen und ruft nach der Ordnungsmacht.

      Wie im Kleinen so im Grossen! Der Versuch die Menschen und ihre Handlungen individuell zu beurteilen erfordert intensives Denken, ein ‚Recht’ brachial durchzusetzen ist einfach.

    • brechstange
      11. Februar 2013 17:16

      dssm

      Das Mass scheint verloren gegangen zu sein und das leider vor allem in der Politik, die auf jeden Zuruf ein Gesetz machen müssen.

    • brechstange
      12. Februar 2013 10:25

      Verzeihung

      Maß natürlich

  11. Josef Maierhofer
    11. Februar 2013 14:08

    Und in Wien schützt die SPÖ die Verkehrsbetriebe, die sie längst an Private verscherbelt hat, vor Privatisierung und die Gemeindebauten, für die sich kaum jemand interessiert ebenfalls davor, privatisiert zu werden, etc., etc. ...

    DDR schau oba, dort hat man auch bis zuletzt vor Privatisierungen geschützt ...

  12. RR Prof. Reinhard Horner
    11. Februar 2013 13:07

    reinhard.horner@chello.at

    Kommentar nicht überflüssig, sondern notwendig!

    Zur Unterscheidung von Regelungen (von Toleranzen, ohne die eine "freie Marktwirtschaft" nicht fünktionieren kann) und von Steuerungen. Und zu den Erkenntnissen der Erfordernisse einer Welt der Menschheit von 7 Milliarden plus.

  13. Solo dios basta
    11. Februar 2013 13:06

    O.T.:
    Bericht von Radio Vatican bezüglich Rücktritt von Benedikt XVI.
    auf Internetseite

    http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=663810

    bringt das Schreiben vom Rücktritt von Benedikt XVI.
    Wenn man dort auf „mp3“ klickt, kann man die Originalrede in Latein hören.

    Jeder anständige Mensch, der Qualität dieser Rede liest/hört, wird wohl den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. bedauern!

  14. Dr. Otto Ludwig Ortner
    11. Februar 2013 13:06

    In der Debatte um gesetzliche Beschränkungen für die Veranlagung öffentlicher Gelder vermisse ich seit deren Beginn aus Anlaß des Salzburger Skandals im vergangenen Dezember, daß solche Beschränkungen von alters her im Vormundschaftsrecht galten. Kapitalien im Eigentum nicht eigenberechtigter Personen (Minderjährige oder Entmündigte) dürfen gemäß § 230 ff. ABGB. (aus dem Gedächtnis zitiert) nur mündelsicher veranlagt werden. Mündelsicher sind nur die im ABGB. erschöpfend bezeichneten Geldanlagen. Darüber hinaus weiß jeder anständige Mensch, daß er Geldmittel, die er für eigenberechtigte Personen besitzt, nicht am Spieltisch einsetzen darf - dafür würde er gewiß wegen Untreue bestraft. Bei der gegenwärtigen politischen Debatte hinsichtlich der Veranlagung der von den Bürgern bezahlten - horrenden - Steuern muß gewiß nicht das Rad neu erfunden werden, auch wenn sich die Politiker den Anschein dazu geben. Vielmehr ist ihre Schande offenbar!

    • Haider
      11. Februar 2013 22:40

      Bis heute hat keiner der Blogger meine Frage beantwortet, ob wir nicht zu viel an den Fiskus abliefern müssen, wenn dieser für Zockereien und sonstige Casinospielchen Geld übrig hat.
      Wenn schon mit meinem Geld auf Teufel komm raus spekuliert wird, dann möchte ich es wenigstens selbst tun.

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. Februar 2013 09:31

      >> Haider:

      Jeder der Steuer hinterzogene €uro ist besser angelegt.

  15. Freak77
    11. Februar 2013 13:02

    Eine EU der Bürokraten, von den Bürokraten für die Bürokraten.

    Und zahlen dürfen das womöglich die einfachen Bürger(?) - eine Horrorvorstellung.

    Das kann's doch nicht sein!

    Der Otmar Karas war doch früher immer ein vernünftiger Politiker, der bescheid wußte. Ist der jetzt total abgehoben? Kann den irgendwer einmal beiseite nehmen und Klartext reden?

    • brechstange
      11. Februar 2013 16:49

      Ich hatte den Eindruck, der ist unbelehrbar.

    • FranzAnton
      11. Februar 2013 18:26

      Leider gab ich dem seinerzeit meine Vorzugsstimme.

    • byrig
      11. Februar 2013 23:39

      karas gehörte sofort aus der övp ausgeschlossen.dieser typ ist reinrassiger sozialist geworden,spätestens seit seinem offenen eintreten für heinz fischer bei der bp-wahl.
      aber auch seine sonstigen absonderungen haben mit bürgerlichen ansichten nichts mehr zu tun.

  16. S.B.
    11. Februar 2013 12:55

    Wen kann man dann als eigenverantwortlich, leistungsorientiert, wertekonservativ und liberal denkender Bürger überhaupt noch wählen, wenn die jahrzehntelange sozialistische Gehirnwäsche jetzt schon überall ihre "faulen" Früchte trägt?

  17. ambrosius
    11. Februar 2013 12:51

    Wir sehen es ja trefflich an unserer Runde: jeder weiß exakt, was wie sein sollte
    und brüllt danach, daß die Obrigkeit/ die Politk es genauso machen sollte, wie er sich das vorstellt. Und wenn jemand eine andere Meinung hat, dann kriegen sie Schaum vor dem Mund. Man delegiert an die Politik, Selber machen? Welche krause Idee!!
    Und dann wundern wir uns, wenn jeder Politiker kein anders Bestreben hat, als vor den Wahlen die gute Fee zu versprechen ???

  18. Wertkonservativer
    11. Februar 2013 12:46

    Und die Moral von der Geschicht'?

    Ja, lieber Dr. Unterberger, Linke gibt's in allen Parteien, nur im Mitte-Rechts-Bereich halt - Gott sei Dank - nicht so viele wie bei den Rot/Grünen!
    Die meisten unter uns wissen wohl, dass die schrankenlose freie Marktwirtschaft heutzutage doch auch gewisse problematische Auswirkungen auf das soziale Gefüge unserer Wohlstandgesellschaft hat.

    Ganz ohne möglichst intelligent und bestenfalls homöopathisch verordnete Regulierungsmaßnahmen wird man daher heute und auch in Zukunft wohl nicht auskommen!
    Dass die Rot/Grünen oft bei weitem übertreiben, ist systemevident;
    die vom Regulierungswahn und mäßigem Rotlauf infizierten Mitte/Rechts-Politheinis wollen halt besonders "fortschrittlich" scheinen bzw. sein!
    Bei allen diesen Diskussionen hinsichtlich Links und Rechts denke ich immer wieder an den Deutsch-Lehrer meiner Söhne, Ernst Jandl, der die Zuordnungs-Frage elegant mit "Lechts und Rinks" gelöst hat!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • ambrosius
      11. Februar 2013 12:54

      Wenn man links mit Etatismus gleichsetzt (und das muß man wohl), dann, mein verehrter Herr Wertkonservativer, dann haben wir tatsächlich nur lilnke Parteien im Parlament

    • Josef Maierhofer
      11. Februar 2013 16:07

      @ ambrosius

      Bloß die Prozentsätze unterscheiden sich noch, aber im Prinzip können wir schon von einer Einheitspartei reden, die nichts anderes im Schilde führt als zuerst einmal sich selbst zu bedienen und dann die Klientel, um die Legitimierung zu erhalten.

    • brechstange
      11. Februar 2013 16:53

      Herr Michler,
      eine freie schrankenlose Marktwirtschaft hatten wir noch nie, eher ein beliebiges Wirtschaftsmodell, wo sich Seilschaften gut eingerichtet haben, wo andere mit unfairen Methoden ausgeschlossen werden.

    • fenstergucker
      11. Februar 2013 20:56

      @brechstange

      ******!





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