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Ohne Energie keine Zukunft für Europa

Neben der falschen Reaktion auf die Schuldenkrise ist die ebenfalls falsche Energiepolitik die größte Bedrohung der wirtschaftlichen Zukunft Europas. Sie ist zweifellos eine ganz entscheidende Standort-Dimension – auch wenn sie in der politischen und medialen Debatte weitgehend ignoriert wird.

Wenn es einmal zu teuer ist, in Europa zu produzieren, wenn wie jetzt nachweislich hier immer mehr Unternehmen auf Investitionen verzichten, dann droht eine ganze Domino-Kette an katastrophalen Entwicklungen, deren Dynamik kaum mehr umgedreht werden kann. Längst ist klar: Die von der Politik und einschlägigen Profiteuren verkündete Forderung, lediglich in die Forschung Geld zu stecken, geht ins Leere, wenn es rundherum keine „schmutzige“ Industrie mehr gibt. Ganz abgesehen davon, dass China jetzt auch schon bei der Anmeldung von Patenten auf der Überholspur ist.

Europa aber fördert um das Geld der Wirtschaft und Konsumenten nicht nur die in unserem Klima sinnlose Stromerzeugung aus Sonnenschein (beispielsweise in den letzten zwei Monaten eine absolute Rarität!) und Wind (bei Nebellagen wochenlang absent!). Es fördert auch sinnlose Investitionen, die höchstens dem dabei aktiven Gewerbe Freude machen: Dabei geht es etwa um die teuren Gebäudesanierungen, für die es viel Subventionen aus Steuergeld gibt. Viele Isolierungen, sowie Fenster- und Türentausch amortisieren sich aber nur unendlich langsam. Einzig die Isolierung von Kellerdecken und Dachböden ist meistens sinnvoll, weil billig. Bisweilen wird durch geförderte Maßnahmen die Wärmebilanz sogar negativ beeinflusst: Wenn Sonnseiten isoliert werden, kann die Sonne nicht mehr das Gebäudeinnere wärmen.

Jetzt hat nun sogar der EU-Rechnungshof erkannt: Viele von der EU unter dem Druck der Grün-Lobby geförderte Energie-Effizienz-Investitionen sind ein reines Verlustgeschäft. Denn sie würden sich oft erst nach 50 bis 150 Jahren amortisieren. Das heißt aber, viele Gebäude sind bis dahin längst wieder abgerissen.

Nun meinen manche: Hauptsache, es werde die Wirtschaft angekurbelt. Das ist aber Unsinn. Investitionen durch Staat wie Unternehmen haben immer nur dann einen Sinn, wenn sie sich auch rentieren. Dies gilt dann noch viel mehr, wenn sie wie bei der öffentlichen Hand primär durch Schulden finanziert werden.

Der größte Schaden aber sind überhöhte Energiepreise für die Industrie. Wenn diese in Nordamerika und Asien nur noch einen Bruchteil der europäischen Energiepreise zahlt, dann wird eben nur noch dort investiert werden – vor allem angesichts der in Europa ohnedies besonders hohen Lohn- und Sozialkosten. Dabei säßen wir auf vielen neuentdeckten Gasvorräten, die auch Europa und Österreich wieder ins Zukunftsspiel bringen würden. Aber die erforschen wir nicht einmal ordentlich, weil ein paar Angstmacher die über den Erdgasfeldern wohnenden Menschen verschreckt haben. Und weil die Politik daraufhin sofort eingeknickt ist.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2013 02:05

    Nachdem bei der Energiegewinnung der Stein der Weisen noch nicht gefunden wurde, muß jedes Land die für sich effizienteste Methode wählen.

    Österreich kann nicht großflächig auf Sonnen- oder Windenergie setzen, sondern als eines der wasserreichsten Länder Europas in erster Linie auf eine umweltverträgliche Erschließung der Wasserkraft. Wenn jedoch bei neuen Bauvorhaben sofort unsere grünen Pseudoumweltschützer auf den Plan treten und die betroffene Bevölkerung solange verunsichern, bis diese zu dem Schluß kommt - Energiegewinnung ja, jedoch nicht bei uns, dann wird Österreich die Herausforderungen der Zukunft am Energiesektor nicht bewältigen. Daher Umweltverträglichkeit sehr wohl seriös prüfen, aber nicht auf jede Kröte, Schmetterling und/oder Grashalm Rücksicht nehmen.

    Dafür sind nämlich weder Wirtschaft, noch wir als Konsumenten bereit, Strom einzusparen bzw. auf irgendeinen Komfort zu verzichten.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2013 11:22

    Erst gestern erzählte mir eine Dame, dass ihr wärmegedämmtes Haus durch das Werk der Spechte durchlöchert ist, dh Wohlfühlparadies für Insekten und Spechte. Außerdem lieben Vögel Kunststofffenster, die man inzwischen außen mit Alluminum ummantelt zum Schutz vor UV-Licht und Vögel.

    Seriöse Baumeister raten einem ab, alte Häuse zu dämmen und den Förderwahn mitzumachen, die Fördersumme übersteigt gerade mal die Kosten für die notwendige Expertise mit Wärmebildkamera, etc. Da wurde ein neues Geschäftsfeld erschlossen, dass von diesen Subventionen gut lebt und insgesamt zu einer Verteuerung führt.
    Seriöse Baumeister raten beim Neubau zu 40-50er Ziegel.

    Die Klimakonferenz mir Arnold Schwarzenegger war ja bezeichnend. Wenn man genug Subvention für die Konferenz lockerlässt, dann wird man zum "hero in action", wie Arni Faymann hochhob. "Klimaschutz ist sexy" war dort das Schlagwort, sogar Barroso war auf Werbetour mit dabei. Das einzige was Schwarzenegger richtig sagte, war lasst die Menschen eigenverantwortlich handeln, haben Faymann und Barroso sicherlich überhört, weil das passt ja nicht in den Bürokratiewahnsinn der beiden.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2013 09:41

    Unsere 'Eliten' sind also grenzenlos dumm, eine unschöne aber leider wahre Erkenntnis, im heutigen Beitrag dürfen wir erstaunt(?) zur Kenntnis nehmen, daß unsere Häuptlinge in der lebenswichtige Energiefrage völlig überfordert sind; da wird ein paar Lobbyisten nachgegeben und wir dämmen völlig umsonst die Häuser, haben giftige Energiesparlampen oder Solarzellen, welche die zur Herstellung notwendig Energie nie wieder zurückgewinnen können.

    Warum haben diese 'Eliten' so wenig Ahnung von Wirtschaft, Technik und wohl auch Aussenpolitik?
    Es ist ein Wesensmerkmal der repräsentativen Demokratie, insbesondere wenn die 'Volksvertreter' gut bezahlt werden!
    Hier wird man ansetzen müssen, eine Diskussion mit einem Vertreter der Elite ist sinnlos, technische Details, mathematische Grundlagen oder physikalische Naturgesetze kennen die Herrschaften nicht, oder wie bei den vielen politisch tätigen Lehrern, man kann das Gelernte nicht kombinieren, es fehlt der zur Lösung hin trainierte Verstand, es fehlt die Bewährung im echten Leben.

    Es gibt keine Lösung aus dem vernünftigen Denken, denn jenes verschließt sich der herrschenden Klasse, sie müssen Ideologien, und den daraus hervorgehenden einfachen Modellen, anhängen, mangels eigener Kapazität. Leider ist die Welt nicht so einfach gestrickt – für uns eine auf Dauer tödliche Situation.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorefrinn
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2013 01:03

    Stimmt. Leider.
    Als Fachmann wird man nur belächelt,
    wenn man das in Gespräche einbringt:
    "Du bist ja gekauft und lebst davon"

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2013 10:43

    Der Industriestandort in Österreich und in Europa ist tatsächlich in den meisten Branchen sehr in Gefahr!

    Die hohen Stromkosten, verursacht durch falsche Energiepolitik, ist eine der großen Ursachen. Die ungeheuren Personalkosten im Vergleich zu Ostländern sind der zweite große Kostenfaktor. Und hier sind es nicht diese Kosten, die als Einkommen unseren Mitarbeitern als Kauf- und Sparkraft zugute kommen, sondern die Lohnnebenkosten, die vom kalten Staatsmoloch verschluckt werden.

    Studien besagen, daß Österreich bis 2007 in all seinen Kennzahlen im Vormarsch war. Solange wirkten die politischen Maßnahmen Schüssels.
    Seit dem wird von der öffentlichen Hand um 2% vom BIP weniger in Infrastruktur investiert, dafür aber um 8% mehr für Transferleistungen ausgegeben.
    Auch diese Entwicklung schwächt den Wirtschaftsstandort Österreich enorm.

    Wenn man den Politikern sagt, sie müßten eine wirtschaftsfreundlichere Politik machen, verstehen sie das nicht. Sie antworten, sie müßten Politik für die vielen Arbeitnehmer machen. Dabei ignorieren sie, daß diese Politik immer die Arbeitnehmer selbst bezahlen.
    Denn jetzt zahlen die Arbeitnehmer mit ihren hohen Abgaben und Steuern und Lohnnebenkosten diese Politik, und wenn die Arbeitgeber nicht mehr konkurrenzfähig sind oder auswandern, mit ihren Arbeitsplätzen.

    Diese Entwicklung führt zwangsläufig zu mehr Arbeitslosigkeit, und damit ebenso zwangsläufig zu steigenden sozialen Spannungen. Am Ende einer solchen Entwicklung sind die Menschen auf der Straße und die Politiker mit ihrem Leben in Gefahr. Also wärs doch vernünftig, gleich eine ordentliche Politik für einen prosperierenden Wirtschaftsstandort zu machen!

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2013 01:43

    Sg Herr Dr. AU
    Habe Sie sich schon einmal im Zusammenhang mit Sanierung/Umweltschutz um sogenannte Förderungen bemüht?
    Ich erkundigte mich. Ich ging zur Bank. Ich ging zum Professionisten. Ich ging zur parteipolitischen Beratung.
    Und sagte schlußendlich NEIN. Für vielleicht € 200,- bei einer Investition von € 30.000,00 werde ich sicher nicht zum Bittsteller. Dann verlangt der Bürgermeister ein Dankeschön, die Stadtsparkasse veröffentlicht im ganzen Ort eine manipulierte finanzielle Situation und am Schluß - wenn ich meinen Aufwand in Rechnung stelle - ist alles ein Verlustgeschäft.
    Es geht immer nur darum, den mündigen Bürger zu drangsalieren. In altbewährter Raubrittermanier wird jeder Staatsbürger geschröpft, bis seine letzte Absicherung im staatlichen Orkus veschwunden ist. Das nennt man dann Solidarität.

  7. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2013 10:09

    Einer der Trittbrettfahrer auf dem Öko-, Energiespar- und Gutmenschlichkeitstripp, der grüne OÖ-Hilfslehrer Anschieber, der ob seiner Überarbeitung nach 3 Monaten „burn-out“ seinen Wiedereintritt ins regierende „Arbeitsleben“ zelebrierte, ließ – gewiß aus dem Landesbudget finanziert – vor Jahren plakatieren: www.ich-rette-das-Klima.

    Das Einzige was er kapiert hatte war, daß man auf einer weltweiten Klimahysterie billig aufspringen und sein Süppchen (= Platz an der Futterkrippe) kochen kann. Nur für uns ist das halt zu teuer.

    Ungetrübt von jeglichem Sachverstand wird „Öko“-Strom und Energiesparen um jeden Preis gefördert.

    Bis zu diesen Volksverdummern hat sich nicht herumgesprochen, daß Strom in entwickelten Industrieländern auch dann benötigt wird, wenn kein Wind weht oder keine Sonne scheint. Was nichts anderes bedeutet, als daß man exakt die Produktionskapazität der völlig unsicheren, unzuverlässigen „Öko“-Stromerzeuger in Form von schnell zuschaltbaren, also sehr teuren, Kraftwerken (Gas oder Öl, oder noch kostspieliger Speicher-KWs) zusätzlich vorhalten muß.

    Da in Deutschland die Off-shore „Windparks“ Hunderte Kilometer von den Abnehmern entfernt stehen und keine dafür nötigen – eigenen – Strom-Transportnetze haben, weitet sich diese „Politik“, nebst anderen Fehlentscheidungen, inzwischen zur wirtschaftlichen und Versorgungskrise aus.

    Die Blödheit bei den (Styropor-)Dämmungen ist überhaupt nur dementen Geistern zu danken.

    Das „Modell“ das dem zugrundeliegenden Gedanken Vorbild gewesen sein muß, stammt wohl von den Schildbürgern, die auch das in Säcken eingefangene Licht ins Haus trugen.

    Die Dämmung verhindert, daß die auch im Winter und der Übergangszeit vorhandene Strahlungswärme die Wände aufwärmt. Die so abgeblockte Wärmeenergie fehlt daher und muß per Heizung aufgebracht werden, womit die Bilanz über die Heizperiode bestenfalls ident mit jener ungedämmter Häuser ausfällt, wahrscheinlich aber schlechter. (Jedenfalls haben das Verbrauchsvergleiche völlig gleichartiger Wohnblöcke ergeben, von denen manche gedämmt und andere noch nicht waren!)

    Die viel gravierendere Negativfolge ist aber, daß gedämmte Außenwände unmittelbar nach Sonnenuntergang sofort auf die tiefen Außentemperaturen fallen und es somit hier zur Kondenstion von Luftfeuchtigkeit kommt. Dies wiederum führt zu (meist schon nach kurzer Zeit sichtbarer) Veralgung und Schimmelpilzbefall solcher Wände, die damit in kurzer Zeit z e r s t ö r t werden. Verschärft wird das Problem bei nicht oder mangelhaft beheizten Räumen auch durch Taupunktverschiebungen in den Außenwänden an die Innenseite, womit auch diese wegen der Kondensfeuchte an den Wänden zu Schimmelbildung neigen.

    Diese Wohnungen sind also sowohl bezüglich der Heizkosten unvorteilhaft, als auch schwer gesundheitsschädigend.

    Die idiotische Styropordämmung reduziert überdies die Lebensdauer solcher Häuser dramatisch, weil feuchte Wände sie zu Ruinen machen, noch ehe man es sehen kann.

    Die heute vorgeschriebenen „Energieausweise“ fordern einen „Wärmeabstrahlungsbefund“: viel Abstrahlung ist "schlecht", also negativer Bescheid. Das mag für das Dach richtig sein, für die Außenwände ist das eine schwere Mißinterpretation.

    Es ist nämlich gerade das Abgeben der zuvor per Sonneneinstrahlung aufgenommenen Wärme, die verhindert, daß die Außenwände die Luftfeuchtigkeit an ihnen kondensieren lassen, bzw. in umgekehrter Weise die Einstrahlung, daß der Taupunkt an die Oberfläche der Innenwände wandert und sich hier Feuchtigkeit niederschlägt.

    Wer ein altes Haus besitzt oder eines neu baut ist gut beraten nicht mit Styropor zu dämmen sondern. etwas dickere Ziegelmauern zu bauen. Damit wird sowohl der Wärmehaushalt optimal geregelt und die Physik – das Problem der Luftfeuchte – in der einzig richtigen Weise berücksichtigt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2013 10:09

    Einer der Trittbrettfahrer auf dem Öko-, Energiespar- und Gutmenschlichkeitstripp, der grüne OÖ-Hilfslehrer Anschieber, der ob seiner Überarbeitung nach 3 Monaten „burn-out“ seinen Wiedereintritt ins regierende „Arbeitsleben“ zelebrierte, ließ – gewiß aus dem Landesbudget finanziert – vor Jahren plakatieren: www.ich-rette-das-Klima.

    Das Einzige was er kapiert hatte war, daß man auf einer weltweiten Klimahysterie billig aufspringen und sein Süppchen (= Platz an der Futterkrippe) kochen kann. Nur für uns ist das halt zu teuer.

    Ungetrübt von jeglichem Sachverstand wird „Öko“-Strom und Energiesparen um jeden Preis gefördert.

    Bis zu diesen Volksverdummern hat sich nicht herumgesprochen, daß Strom in entwickelten Industrieländern auch dann benötigt wird, wenn kein Wind weht oder keine Sonne scheint. Was nichts anderes bedeutet, als daß man exakt die Produktionskapazität der völlig unsicheren, unzuverlässigen „Öko“-Stromerzeuger in Form von schnell zuschaltbaren, also sehr teuren, Kraftwerken (Gas oder Öl, oder noch kostspieliger Speicher-KWs) zusätzlich vorhalten muß.

    Da in Deutschland die Off-shore „Windparks“ Hunderte Kilometer von den Abnehmern entfernt stehen und keine dafür nötigen – eigenen – Strom-Transportnetze haben, weitet sich diese „Politik“, nebst anderen Fehlentscheidungen, inzwischen zur wirtschaftlichen und Versorgungskrise aus.

    Die Blödheit bei den (Styropor-)Dämmungen ist überhaupt nur dementen Geistern zu danken.

    Das „Modell“ das dem zugrundeliegenden Gedanken Vorbild gewesen sein muß, stammt wohl von den Schildbürgern, die auch das in Säcken eingefangene Licht ins Haus trugen.

    Die Dämmung verhindert, daß die auch im Winter und der Übergangszeit vorhandene Strahlungswärme die Wände aufwärmt. Die so abgeblockte Wärmeenergie fehlt daher und muß per Heizung aufgebracht werden, womit die Bilanz über die Heizperiode bestenfalls ident mit jener ungedämmter Häuser ausfällt, wahrscheinlich aber schlechter. (Jedenfalls haben das Verbrauchsvergleiche völlig gleichartiger Wohnblöcke ergeben, von denen manche gedämmt und andere noch nicht waren!)

    Die viel gravierendere Negativfolge ist aber, daß gedämmte Außenwände unmittelbar nach Sonnenuntergang sofort auf die tiefen Außentemperaturen fallen und es somit hier zur Kondenstion von Luftfeuchtigkeit kommt. Dies wiederum führt zu (meist schon nach kurzer Zeit sichtbarer) Veralgung und Schimmelpilzbefall solcher Wände, die damit in kurzer Zeit z e r s t ö r t werden. Verschärft wird das Problem bei nicht oder mangelhaft beheizten Räumen auch durch Taupunktverschiebungen in den Außenwänden an die Innenseite, womit auch diese wegen der Kondensfeuchte an den Wänden zu Schimmelbildung neigen.

    Diese Wohnungen sind also sowohl bezüglich der Heizkosten unvorteilhaft, als auch schwer gesundheitsschädigend.

    Die idiotische Styropordämmung reduziert überdies die Lebensdauer solcher Häuser dramatisch, weil feuchte Wände sie zu Ruinen machen, noch ehe man es sehen kann.

    Die heute vorgeschriebenen „Energieausweise“ fordern einen „Wärmeabstrahlungsbefund“: viel Abstrahlung ist "schlecht", also negativer Bescheid. Das mag für das Dach richtig sein, für die Außenwände ist das eine schwere Mißinterpretation.

    Es ist nämlich gerade das Abgeben der zuvor per Sonneneinstrahlung aufgenommenen Wärme, die verhindert, daß die Außenwände die Luftfeuchtigkeit an ihnen kondensieren lassen, bzw. in umgekehrter Weise die Einstrahlung, daß der Taupunkt an die Oberfläche der Innenwände wandert und sich hier Feuchtigkeit niederschlägt.

    Wer ein altes Haus besitzt oder eines neu baut ist gut beraten nicht mit Styropor zu dämmen sondern. etwas dickere Ziegelmauern zu bauen. Damit wird sowohl der Wärmehaushalt optimal geregelt und die Physik – das Problem der Luftfeuchte – in der einzig richtigen Weise berücksichtigt.


alle Kommentare

  1. Manon (kein Partner)
    23. Januar 2015 20:23

    Good point. I hadn't thughot about it quite that way. :)

  2. Denisse (kein Partner)
    20. Januar 2015 14:50

    All things coisrdened, this is a first class post

  3. Otto (kein Partner)
    04. Februar 2013 10:30

    "Nun meinen manche: Hauptsache, es werde die Wirtschaft angekurbelt." Tja so fühlt sich das eben an, wenn man auf die eigene Borniertheit stößt...

    Ohnehin ist die gesamte Debatte sinnlos, sobald Europa sich nicht endlich eine gewisse Unabhängigkeit von Produzenten außerhalb Europas geschaffen hat. Momentan sind wir ja mit Ausnahme von Norwegen, ein Zusammenschluß von Ländern ohne Ressourcen!
    Ein paar neue Gasblasen? Schnell an die Industrie verschenken, damit ein paar Konzerne für ein weiteres Quartal hier bleiben! Das ist wirklich nachhaltiges Denken... vorallem von jemanden, der sich angeblich um die Zukunft Europas so große Sorgen macht.

    Was sind überhaupt die Möglichkeiten, die wir haben? Von den fossilen Vorkommen in Europa gibts hauptsächlich nur Kohle in entsprechend großen Ausmaß. Aber die ist ja pfui und rückständig und überhaupt nicht schick... Uran?, Erdöl?(Ausnahme Norwegen) weit gefehlt. Ja klar Wasserkraft, aber viel Platz ist hier auch nicht mehr..
    Dann gibt es immer noch die Hoffnung von Fusionsenergie, aber mit der ist innerhalb von 50 Jahren nicht zu rechnen.
    Alternative Öko-Energien? Sehr nette Spielerei aber bisher keine ernsthafte Alternative...

    Was aber keiner wagt anzusprechen, ist das Zügeln des unersättlichen Energiehungers sowohl der Industrie als auch im privaten Bereich! Eine gesparte kWh ist eine, die woanders vielleicht dringender benötigt wird. Diese Art von Denken macht aber europäischen Öko-gnomen Angst, weil sie unweigerlich zu Rezession führt. Das ist aber ein Irrtum und außerdem ein Armutszeugnis für die Intelligenz unserer Führungs-Eliten.

    Soll man also die spärlich vorhandenen Reserven einfach brach liegen lassen? Natürlich nicht! Aber bitte nicht einfach verbrennen, sondern da nutzen wo wir Europäer gegenüber aufstrebenden Wirschaftswunderländern noch Vorteile haben! Unsere Petrochemie, Pharmazie und Elektronikindustrie entwickelt ständig bessere Produkte, die uns helfen effizienter zu werden und uns gleichzeitig auch für andere unentbehrlicher zu machen! Aber dafür muss man sich halt ein wenig anstrengen und nicht einfach alle Bodenschätze für ein Butterbrot verscherbeln. Sie können für ein Barrel Öl vielleicht mehr als 100 € kriegen, oder über die vorhin erwähnten Industriezweige Produkte erzeugen, die um mehrere Größenordnungen darüber liegen! Voraussetzung: Niemals den Anschluß an die Weltspitze verlieren und das bedeutet Forschung auch und im besonderen an den Grundlagen, denn sie liefern den Nährboden für Innovation.

    • F. V. (kein Partner)
      04. Februar 2013 12:45

      Wie macht man sich von Produzenten außerhalb Europas "unabhängig", wenn man selbst kein oder nicht ausreichend Öl hat?

      Vor allem, wenn die ganze heutige Industrie auf der Verfügbarkeit des Öls aufbaut.

      Das sind dumme Sprüche von Ahnungslosen. - Übrigens: auch bei mir kommt der Strom aus der Steckdose.

  4. Gismor (kein Partner)
    03. Februar 2013 18:56

    Laurent Louis wird bestraft für die Offenlegung der Verbrechen der pädophilen Eliten

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=07tnFzEDZZ8

  5. Die Sonne (kein Partner)
    03. Februar 2013 17:55

    Na da kaut der Herr Unterberger wieder seine Plattitüden durch. Weil jetzt die Sonne nicht scheint, ist Photovoltaik sinnlos und Wind geht ja auch grad keiner - sowas aber auch, ollas a Bledsinn, der Energieexperte Unterberger hat es immer schon gewußt.

    Ein kleiner Denkanstoß: Strom muss nicht bei der Quelle aufgebraucht werden, da gibts diese hübschen Leitungen die dabei helfen, den Strom von Ort A (an dem möglicherweise gerade die Sonne scheint) zu Ort B zu transportieren (wo vielleicht gerade nicht die Sonne scheint).
    Das funktioniert natürlich nur mit Verlusten und an der sinnvollen Verteilung ist sicher noch einiges zu machen, von sinnloser Stromerzeugung kann jedoch nicht die Rede sein. Bei dem Förderungswildwuchs ist allerdings tatsächlich einiges daneben, keine Frage.

  6. perseus
  7. Gismor (kein Partner)
    03. Februar 2013 15:35

    Gruß aus der Hölle!

    Ich Satan sitz auf meinem Thron, ich reib’ mir meine Hände,
    laut lachend sag ich euch voll Hohn, bald ist’s mit euch zu Ende.

    Ihr webt grad euer Leichentuch, genannt Globalisierung,
    dabei ist’s nur ein Weltbetrug, unter meiner Führung.

    Er dient mir nur zu einem Zweck, die Macht mir zu entfalten,
    eure Leben gelten mir nichts,
    nicht die der Jungen, nicht die der Alten

    Ihr selbst habt doch die Menschlichkeit schon lange überwunden,
    seht nur euch selbst in eurem Wahn,
    bereitet anderen Wunden.

    Ihr treibt selbst Eure Kinder ab,
    vernichtet zarte Seelen,
    besessen von dem Ego-Wahn die „Freiheit“ auszuleben.
    Dass damit eure Zukunft stirbt, davor verschließt die Augen,
    nur „ICH“ und „MEINS“ als Kern der Welt,
    das wollt ihr gerne glauben.

    Ihr sammelt euch in Horden um der Meinung Freiheit zu zerstören,
    schützt alle meine Lügen, die Wahrheit soll niemand hören.

    Mit „Nazis raus“ Geschrei und Steinewurf macht ihr Riesengetöse,
    Zerschlagt eurer Freiheit Porzellan!
    Ha und mich, mich nennt man böse ...?

    Ihr Anti-Was und Multi_mus, ihr nehmt euch selbst so wichtig.
    Ihr passte euch stets der Mehrheit an und meint das wäre richtig.
    Charakterlos und elendig, so nenn ich euer Leben,
    unter meiner ganzen Höllenbrut
    wird es nicht solch Abschaum geben.

    Wer würde denn je ohne Not jeden Meineid schwören,
    nur um Anderen deren Meinung wegen, das Leben zu zerstören?
    Wer würde vor der Wahrheit denn sich öffentlich verschließen,
    und nur um der Parolen willen Fremder Blut vergießen?

    Wer nicht eurer Meinung ist, den hetzt ihr ohne Gnade,
    ihr denunziert und inquiriert,
    seid euch für Lügen nicht zu schade.
    Ich lass euch, denn ihr nutzt mir sehr,
    helft mir das Feind um Feind vergeht,
    sind die erst weg bekommt auch ihr,
    den Lohn der euch zusteht ..!

    Ihr tretet meist in Massen auf, hundert gegen zehn,
    trotzdem kann eure Massen-Kraft gegen die Wahrheit nicht besteh’n!
    Vor Jenen, die ihr „Rechte“ nennt, die in Minderheit voll Mut,
    ziehe ich, wenn es auch meine Feinde sind,
    respektvoll meinen Hut.

    Jahrtausende da wehrten sich erfolgreich die Nationen,
    sie mochten meine Pläne nicht und ließen sich nicht drohen.
    Und ab und zu gelang es auch, zu schlagen meine Heere,
    ja diese Zeit war fürchterlich, man kam mir in die Quere.

    Doch mit Lug und Trug gelang es mir euch listig zu umgeigen,
    ihr glaubtet jede Lüge mir und macht’ sie euch zu eigen.
    Ihr macht „Recht“ und „Gesetzt“ daraus,
    bestraft sogar Gedanken,
    das seh’ ich gern, das ist mir recht,
    es öffnet mir die Schranken.

    Bald ist’s soweit bald komme ich,
    als Herr und auch Despot
    und wen ich nicht mehr brauchen kann, den schick ich in den Tod.
    Mein Volk und ich wir machen uns die Menschheit untertan,
    das wusstet ihr und wehrt’ euch nicht,
    es war stets mein großer Plan.

    Der Völker Führung habe ich beinahe schon übernommen,
    die meisten der Regierenden die sind mir wohlgesonnen.
    Es ist die Gier, die sie zu mir führt,
    die Macht und auch das Geld.
    Freiwillig übergeben sie mir die Macht über eure Welt.

    Nur wenige die wehren sich, wollen mir die Welt nicht geben.
    Sie wollen Freiheit, Volk und Staat, ein autarkes Leben.

    Doch ich trennte euch in rechts und links,
    in Gruppen die sich hassen,
    ihr schlachtet euch dann hin für mich,
    und werdet’s selbst nicht fassen.

    Eure letzte Chance: vereint im Kampf,
    kommt nicht in euren Sinn,
    ich trennte euch in links und rechts,
    dafür gebt ihr alles hin.
    Einigkeit, Zusammenhalt, Stolz, ehre sind mir ein Schrecken.
    Ich müsste dann zur Hölle fahr’n,
    müsst elendig verrecken.

    Aus diesem Grund zerstöre ich Traditionen, Sitten, Bräuche,
    ich raubt euch eure Vergangenheit,
    über eure Geschichte ich euch täusche.
    Aus tausend Völkern mach ich Eins, gehorsam, tumb und brav.
    Bald seid ihr mir der Einheitsmensch,
    geduldsam wie ein Schaf.

    Ja die Gefahr ist ausgeräumt, war nur so gedacht,
    habe ja alle Seelen aufgekauft, mit Geld und Gut und Macht.
    Ich lass euch tun, lehn’ mich zurück und brauche nur nur zu ruh’n,
    ich Teufel siege doch zuletzt,
    weil die Guten zu wenig tun.
    Ihr braucht nicht zu mir in die Hölle kommen,
    die Hölle kommt zu Euch ...
    ..... sie ist bereits da!

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=09QdOEa-Jl8

    • Gismor (kein Partner)
      03. Februar 2013 18:32

      Mit diesen Subventionen macht sich die EU lächerlich

      Ein Hafen ohne Schiffe, eine Skipiste im flachen Dänemark, ein Reitweg durch Ostdeutschland: Die EU verteilt ihre Gelder nach dem Prinzip Gießkanne. Doch das klappt nicht, wie diese Beispiele zeigen.

      http://www.welt.de/wirtschaft/article113327516/Mit-diesen-Subventionen-macht-sich-die-EU-laecherlich.html

      Eines Tages wird man diese korrupten Banditen in Brüssel hoffentlich für ihre frevelhaften Taten zur Verantwortung ziehen. Die EU-Beamten wissen gar nicht was sie tun. Oder wissen sie es doch? Dann haben sie eine hohe Strafe erst recht verdient. Sie verkaufen die Seele Europas, die christlich-abendländische Kultur und Tradition für eine Hand voll Petrodollar an den Islam und an die herrschende Elite, damit sie Europa noch besser ausbeuten können. Sie verwandeln die europäische Wirtschaft nicht nur in ein kapitalistisches Ausbeutersystem, sondern stürzen Europa mit ihrer Einwanderungspolitik in ethnische und religiöse Konflikte, die sich letzten Endes in einem Bürgerkrieg entladen. Die EU ist der Untergang Europas. Und der kommt hoffentlich schnell, damit es endlich ein Ende hat und wir uns neu orientieren können und wie Phoenix aus der Asche wieder Auferstehen können.

  8. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    03. Februar 2013 14:17

    Der Politik, dem Staat Österreich und den übrigen Staaten in der EU geht es nur darum, die Wirtschaft halbwegs am Laufen zu halten. Damit die Steuereinnahmen für die Staaten und für die EU weiter fließen. Und nebenbei gibt es auch ein paar Arbeitslose weniger.

    Der Rest ist nichts anders als ein Vorwand, eine Energie-Lüge.

    Und auf Dauer kann man die Wirtschaft sowieso nicht künstlich stützen. Und derzeit ist diese Förderung der Sonnen- und Windstromherstellung vor allem deswegen kaum argumentierbar, weil es schon einen Stromüberschuß gibt. (Anders wird es erst, wenn die Autos mit Strom angetrieben werden. Aber das wird wohl noch 20 bis 30 Jahre dauern.) Das liegt auch an der darniederliegenden Industrie in Europa. Sie braucht immer weniger Strom. Die Produktion erfolgt in Asien.

    Die Folge sind billiger Strom. Verbund, RWE und Eon verdienen von Jahr zu Jahr immer weniger. Die Aktienkurse sacken immer weiter in den Keller. Verbund erzeugt den eigenen Strom selbst wesentlich teurer als den zugekauften.

    Der Verbraucher merkt freilich nichts vom billigen Strom. Er bezahlt ja nicht nur den Strom, sondern vor allem die Stromförderungen, Gebühren und Steuern. Und die relativ hohen Fixkosten für die Stromzähler. Die sind so hoch, daß man damit nach 2 Jahren einen neuen Zähler kaufen kann. Der bleibt aber solange bis er defekt ist. Und das sind meist mehr als 30 Jahre.

  9. Torres (kein Partner)
    03. Februar 2013 12:35

    Betreffend Energieerzeugung: Ich habe vor einigen Monaten einen ausführlichen Artikel in der Zürcher Weltwoche (ich weiß schon: das ist das Feindbild aller linksgrünen pc-Gutmenschen, nichtsdesoweniger aber sicher eine der seriösesten und besten deutschsprachigen Zeitschriften) über die auch in der Schweiz diskutierte "Energiewende" (= Abschaltung der AKWs) gelesen. Darin stand u.a.: "Sonnen- und Windkraftwerke in der Schweiz sind genauso sinnvoll wie Wasserkraftwerke in der Sahara", und als Schlussfolgerung am Ende: "Es gibt nur zwei Alternativen: fossil oder Atomkraft".

    • phaidros
      03. Februar 2013 12:57

      Das würde ich nicht überbewerten. Schon immer wurden gerade die, die erklären, warum etwas nicht geht von denen überholt, die es einfach machen.

      Zum Beispiel wurde in Japan, ich glaube, 6 Jahre, nachdem in den USA erklärt wurde, warum Bildschirme niemals flach würden, das erste LCD-Display vorgestellt. Das erste Farbdisplay kam, wenn ich mich recht erinnere, sogar innerhalb eines Jahres nach der wortreichen Erläuterung, warum sie prinzipiell nicht bunt werden könnten.

    • maxim7 (kein Partner)
      03. Februar 2013 15:28

      Lieber phaidros, nun ist die Frage der Energiegewinnung für eine Volkswirtschaft etwas bedeutender als die Frage Flachbildschirm ja oder nein. Ich weiss nicht, wie gut Sie die Diskussion über die "Energiewende" in der Schweiz kennen. Diese war bei uns vor allem ein Wahlkampfgag zweier Bundesrätinnen, die in den Wahlen massive Sitzverluste für Ihre Parteien befürchtet haben(und damit den Verlust ihres Aemtchens). Umschmückt wurde das durch "Studien" deren Annahmen derart abstrus waren, dass die linken Medien so gar nicht über die darin behandelten Themen schreiben wollten.
      Kurz gesagt, die Befürworter der "Energiewende" in der Schweiz (die sich grösstenteils aus Viertelgebildeten und Subventionsabzockern zusammensetzen) handeln so ungefähr wie der Mann, der aus dem Flugzeug springt und hofft, dass unterwegs jemand den Fallschirm erfindet.

    • phaidros
      03. Februar 2013 15:40

      Da habe Sie natürlich recht, und ich habe auch den konkreten Schweiz-Bezug überlesen, wie ich gerne gestehe. Daher kenne ich auch die Debatte natürlich gar nicht, möchte aber ganz allgemein festhalten in Bezug auf anderswo geführte, dass »nach heutigem Stand der Dinge« nicht verwechselt werden darf mit »so ist es und kann nie anders werden«. Was aber leider recht oft der Fall ist, wie mir scheint.

      Um volkswirtschaftlich etwas relevantere Beispiele zu nennen, wenn Sie den Flachbildschirm nicht mögen: in der Transportwirtschaft wurden Dampfschiffe anfangs ebenso abgetan wie »pferdelose Droschken« und in der Fliegerei das propellerlose Flugzeug. Alles kapitale Fehleinschätzungen, und nach nur ein, zwei Jahrzehnten konnte man sich gar nicht mehr vorstellen, wie es jemals ohne gehen konnte. Aber endgültige Antwort auf die Energiefrage ist das genausowenig, wie »fossil« oder »Atom«, das ist durchaus klar.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      03. Februar 2013 17:56

      @phaidros:

      Sie schreiben: "... wurden Dampfschiffe anfangs ebenso abgetan wie »pferdelose Droschken« und in der Fliegerei das propellerlose Flugzeug."

      Leider unterschlagen Sie, dass diese Innovationen sich auf dem freien Markt durchsetzten, weil sie der Wirtschaft oder der Konsumenten einen realen Mehrwert für ihr Geld bescherten. Bei den "alternativen" oder "erneuerbaren" Energien (die es physikalisch gar nicht geben kann) ist das eben partout anders; ansonsten müssten sie nicht irrwitzig subventioniert werden, pikanterweise per Umverteilung von unten nach oben, ungenierter Vertreibung heimischer Industrie, schamloser Landschaftsverschandelung — und dies seit Jahrzehnten.

      Die gnadenlose Gehirnwäsche der Öko-Profiteure, schon in der Volksschule einsetzend, von Lobbyisten in der EU und so gut wie allen Medien perpetuiert, wird eines baldigen Tages als kaltblütige Enteignung von Schildbürgern erkannt werden. Aber dann ist's vermutlich zu spät. Die dadurch gemeuchelten Arbeitsplätze sind unwiederbringlich verloren. Is' uns dann leichter, wenn wir unter gewaltigen Opfern der Allgemeinheit 0,2 % des klimatisch ohnehin irrelevanten CO2-Anteils der Erdatmosphäre eingespart haben?

      Aber ich darf Ihnen vertrauen, dass Sie Ihr Anwesen von Dach bis Keller mit giftigen Quecksilberfunzeln ausgestattet, mit fossil erzeugtem Styropor schimmelfördernd isoliert, Ihre Klospülung und Dusche auf Tröpferln umgestellt und ein perfekt wintertaugliches Elektromobil in Betrieb genommen haben.

      Ein Bundesverdienstkreuz ist Ihnen gewiss!

    • phaidros
      03. Februar 2013 19:03

      Lieber Marcus,

      recht hast Du zum Teil mit dem Einwand des freien Marktes, aber zum einen tendiert in den letzten Jahren ohnehin auch die Energieversorgung Richtung Privatisierung (durchaus zum Vorteil des Kunden), zum anderen blendest Du umgekehrt weg, dass das Flugwesen maßgeblich durch staatliche Aufträge weitergebracht wurde und wird.

      Physikalisch richtig ist zwar, dass Energie nicht ersetzt werden kann und es somit keine »erneuerbare Energie« im Wortsinn gibt, aber trotzdem geht Dein klugscheinender Einwand voll daneben: gemeint ist natürlich, dass es Varianten gibt, die laufend von der Sonne nachgeliefert werden - im Gegensatz zu fossilen Formen der Energiegewinnung und Kernspaltung.

      Falsch ist, dass der CO2-Anteil in der Atmosphäre irrelevant wäre. Erklärt und auch vorgerechnet habe ich das schon mehrmals, Du willst es nicht begreifen. Vielleicht ist es Dir auch tatsächlich zu hoch.

      Warum es Dir so ein Anliegen ist, so gut wie jedesmal persönlich und dabei auch recht dümmlich zu werden, werde ich nie verstehen. Aber gut, muss ich auch nicht, es ist Deine Sache.

    • Gismor (kein Partner)
      03. Februar 2013 19:38

      Das Buch beginnt mit Schicksalen antiker Naturphilosophen

      Wir beginnen (auf S. 21 des genannten Buches) mit Leukippos und seinem Schüler Demokrit, die lehrten, dass Materie keine homogene Substanz ist, sondern aus diskreten kleinsten Einheiten besteht, den so genannten Atomen. »Atome« – welch ein Unsinn. Das konnten die berühmten Größen wie Platon und Aristoteles natürlich nur ablehnen. So kommt Kollege Krafft in seinem Buch zu der Aussage, dass von der Epikureischen Form der Atomistik nicht viel überliefert ist, letztlich deshalb, weil diese »Atomtheorie« keine wesentliche Zustimmung fand.

      Aber auch der große Aristoteles, der eine gewaltige Bedeutung gewonnen hatte, sodass er bekanntlich über weit mehr als ein ganzes Jahrtausend hinweg, also über ganze Kulturepochen, den wissenschaftlichen Grundtenor des Mainstreams geprägt hatte, wurde nicht rundheraus akzeptiert, wie wir auf Seite 25ff. lesen:

      »Aristoteles hatte sich . . . so weit von den Lehren Platons entfernt, dass dieser, um den Bestand seiner Schule und Lehrer bedacht, nicht ihm, dem begabtesten seiner Schüler, die erhoffte Nachfolge in der Leitung der Akademie übertrug. Nun gut, Aristoteles wurde schließlich der persönliche Erzieher des Prinzen Alexander von Makedonien, der dann später als Alexander der Große eines der großflächigsten Weltreiche beherrschte, das die Menschheitsgeschichte je gesehen hatte. Das Ende vom Lied gipfelt dann in der Tatsache, dass Aristoteles nach dem Tod von Alexander (323 v. Chr.) keinen Beschützer mehr hatte und angefeindet werden konnte. Man strengte einen Prozess gegen ihn an wegen angeblicher Gotteslästerung, dem er sich nur durch Flucht auf das Landgut seiner Mutter entziehen konnte. Seine Flucht begründete er damit, dass er nicht das gleiche Schicksal erleiden wolle wie sein berühmter älterer Kollege Sokrates, der auch heute noch wegen seiner herausragenden Bedeutung in der Philosophiegeschichte bekannt ist. Sokrates war nämlich wegen ›verderblichen Einflusses auf die Jugend und Missachtung der Götter‹ zum Tode verurteilt worden, und hatte aus Respekt auf eine Flucht verzichtet und den Tod durch Vergiften akzeptiert.« [1]
      -> Atome als Unsinn verworfen, Sokrates rechtskräftig zum Tode verurteilt und hingerichtet, Aristoteles geflüchtet – war das eine komische Zeit in der Antike . . .Im Laufe der Jahrhunderte wird natürlich alles besser – oder wie geht’s weiter? Wird wirklich etwas besser? Wir beantworten diese Frage nachfolgend.

      Auf Seite 46 erzählt Krafft von einem arabischen Medizin-Wissenschaftler namens Abu l-Walid Muhammad Ibn Ahmad Ibn Muhammad Ibn Ruschd, der später unter dem deutlich kürzeren Namen »Averroës« bekannt wurde. Er lebte und wirkte im 12. Jahrhundert im arabischen Teil der iberischen Halbinsel und in Nordafrika. Er stieg auf bis zum Leibarzt des Kalifen in Marrakesch. Als Philosoph fiel er in Ungnade, wurde an einen kleinen Ort in der Region von Córdoba verbannt und mehrfach angeklagt. Schließlich wurde vorübergehend das (später wieder aufgehobene) Urteil gefällt, dass ein Teil seiner Bücher zu verbrennen sei. Aber auch später trugen christliche Philosophen, die seiner Theorie ablehnend gegenüber standen, heiße Kämpfe aus, darunter Albertus Magnus und Thomas von Aquin. Zu den Spätfolgen dieser Streitereien zählt auch die wesentlich später vollzogene Trennung von Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft. Für mich deutet eine derartige Trennung immer auf eine massive Distanzierung hin – man minimiert den Dialog.

      Zur Gestalt der Erde

      Nicole d’Oresme denkt im 14. Jahrhundert über die Bewegung der Erde nach (die er allerdings ver­neint) und über die Gestalt der Erde, die er als einer Kugelgestalt sehr nahe ansieht, jedoch Ab­weichungen von der Kugelgestalt vermisst, die wir noch heute in dieser Form akzeptieren [2]. Wir sagen heute, dass die Erde von Pol zu Pol einen etwas kleineren Durchmesser hat als über den Äquator gemessen. Es ist auch bekannt, dass die katholische Kirche zu diesem Thema Stellung nahm, und hiermit landen wir auf Seite 52 bei Krafft, wo er schreibt: »Weil ihre Inhalte christlichen Glaubenssätzen widersprachen, war erstmals 1210 auf der Pariser Synode das öffentliche und private Lesen aller naturphilosophischen Schriften des Aristoteles und der Kommentare unter Androhung der Exkommunikation verboten worden. 1215 hatte die Pariser Universität dieses Verbot in ihre Statuten aufgenommen; 1245 war es von Papst Innozenz IV. namentlich auf die 1229 gegründete Universität Toulouse ausgedehnt worden, die gerade mit Aristoteles-Unterricht um die Studierenden geworben hatte; 1231 hat aber bereits Papst Gregor IX. eine Kommission einberufen, um die dem Universitätsunterricht zugrunde gelegten aristotelischen Schriften im christlichen Sinne zu revidieren.« Irgendwann kam dann sogar eine These von der »doppelten Wahrheit« auf. Auch lesen wir auf Seite 53 unter anderem die Worte: »Diese Form, Widersprüche zwischen Vernunft (Wissen) und Glauben durch Verbot zu lösen, war natürlich unbefriedigend . . . .«

      Ist das Mittelalter wirklich humaner als die Antike? Ich weiß es nicht, wenn ich an die vielen Menschen denke, die im Mittelalter bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Viel mehr möchte ich die Frage stellen, ob es überhaupt je tolerante und humane Zeitalter gab oder geben wird?

      Nikolaus Kopernikus und andere

      Kopernikus, der unser Weltbild völlig revolutionierte, und zu dem Gedanken führte, die Erde bewege sich um die Sonne, hat diesen Gedanken offiziell nie in der genannten Form ausge­sprochen. Er wollte nicht unser Weltbild revolutionieren, sondern nur restaurieren, indem er sich auf die uralte Astronomie aus der Zeit vor Ptolemaios besann. Um sich mit seinen Erkenntnissen nicht selbst persönlich in Gefahr zu bringen, ließ er sein Hauptwerk, das ein heliozentrisches Weltbild einführt (also mit der Sonne im Zentrum der Bewegung der Planeten und der Erde) erst nach seinem Tode publizieren. Er hat die Publikation einfach (siehe Krafft, Seite 63) so lange zurückgehalten, dass er »dessen endgültiges Erscheinen nicht mehr erlebte«. Auf jeden Fall war er so sicher, dass ihm ein natürlicher Tod vergönnt blieb.

      Schon oft betrachteten die etablierten Wissenschaftler des Mainstreams ihr eigenes persönliches individuelles Weltbild als abgeschlossen und postulierten daraus, das gesamte Wissen der Menschheit sei abgeschlossen und könne nicht mehr erweitert werden, da es vollständig sei. Max Planck hatte man mit dieser Begründung vom Physikstudium abgeraten – zum Glück ignorierte er diesen Rat. Auch heute hört man oft von mächtigen etablierten Kollegen dieses Argument der Abgeschlossenheit der Wissenschaften.

      Aber bereits im Mittelalter gab es ähnliche menschliche Einstellungen. Als Beispiel hierfür berichtet Krafft von Leonhard Fuchs, der aus religiösen Gründen ein Vorlesungsverbot erdulden musste, dann aber an die Universität in Tübingen wechseln konnte und dann diese Uni zu großem Ruhm führte. Krafft bezeichnet Fuchs (auf S. 65) als einen der drei »Väter der Botanik«. Er hat sich als Medizinprofessor und Arzt intensiv mit Heilpflanzen befasst. Manchmal tun sich eben ganze neue Fachbereiche auf, nachdem zuvor eine neue Wissen­schaft als »vollständig« angesehen worden war.

      Galileo Galilei und Johannes Kepler

      Vielfach genannt und weithin bekannt ist das Beispiel des Galileo Galilei, der natürlich auch in der Aufzählung von Krafft nicht fehlen darf (S. 77, 78). Er setzte sich für das heliozentrische Weltbild des Nikolaus Kopernikus ein und behauptete somit, die Erde stehe nicht im Mittelpunkt der Welt, sondern sie kreise um unsere Sonne. Anfangs war er dafür hoch geehrt worden, wurde zum Hofmathematiker und auf eigenen Wunsch hin auch zum Hofphilosophen in Florenz ernannt, erfuhr auch in Rom hohe Ehrungen, die ihn motivierten, sich noch deutlicher für die Verbreitung der Erkenntnisse des Kopernikus einzusetzen – und… Es kam, wie es kommen musste. Er störte mit seinem neuen Weltbild die Mächtigen und wurde vor die Inquisition nach Rom vorgeladen. Es folgt ein langes Hin und Her, mit Inhaftierung und Folter. Obwohl er (Seite 79) in der Haft seinem »Irrtum von der Drehung der Erde um die Sonne abgeschworen hat«, blieb er lebenslang weggesperrt – und damit länger als heutzutage ein Mörder.

      Fast für selbstverständlich müssen wir es inzwischen halten, dass seine Fachkollegen sich weigerten, seine experimentellen Beweise auch wenigstens nur zur Kenntnis zu nehmen. Galilei hatte mit dem kurz zuvor von Jan Lipperhey erfundenen Fernrohr ein neues Messgerät in die Hände bekommen, und somit die Möglichkeit zu neuartigen Messungen, deren Ergebnisse die bisherigen Erkenntnisse überstiegen. Damit sah er Landschaften auf dem Mond und außerdem einige Monde des Jupiters, wie sie um ihren Planeten kreisten. All das war eine Bestätigung des kopernikanischen Weltbildes und er lud seine Kollegen ein, durch sein Fernrohr hindurch zu schauen. Man weigerte sich. Klarer Fall: Bevor wir unser Weltbild umkrempeln müssen, verschließen wir lieber die Augen – was zählt schon die Suche nach der Wahrheit. Isaac Newton würde übrigens später hoch geehrt für seine Lehre, die auf dem heliozentrischen Weltbild beruht.

      Auch Johannes Kepler bekam von seinem Universitätslehrer Michael Mästlin das heliozentrische Weltbild gezeigt, allerdings vertrat Mästlin diese Sichtweise nie in der Öffentlichkeit. Kepler kam zu Ansehen, erhielt einen Ruf nach Graz, hatte aber im weiteren Verlauf seines Lebens immer wieder wechselnde Arbeitsplätze als Gelehrter, musste auch manchmal seine Arbeitsplätze fluchtartig verlassen, sich neue Stellen suchen und konnte nicht an einem Ort auf Dauer bleiben. Wir lesen auf den Seiten 81-88 verschiedene Fakten über Kepler, unter anderem auch die Tatsache, dass seine Dienstherren ihm nicht regelmäßig den versprochenen Lohn bezahlten. Auch ein aus finanzieller Not begründeter Wechsel des Dienstherrn, in der Hoffnung auf eine regelmäßige Lohnzahlung, führte nicht zu dem gewünschten Erfolg. Auch Wallenstein und sogar ein Kaiser hatten wegen der hohen Kriegs­kosten Kepler seinen Lohn nicht gegeben. Das Ende seines Lebens erfuhr Kepler auf einer Reise nach Regensburg, die er unternahm, um beim Kaiser persönlich das rückständige Gehalt einzufordern, aber Kepler starb an den Strapazen der Reise.

      Was lernen wir daraus? Dass es jedem Erfinder und jedem Wissenschaftler unbedingt anzuraten ist, sich vor Beginn eines Arbeitsverhältnisses rechtsverbindlich abzusichern, dass ihm sein Lohn nicht später verwehrt werden kann. Kepler ist bei weitem nicht der einzige Wissenschaftler und/oder Erfinder, der um den Lohn seiner Arbeit geprellt wurde. Was in dieser nicht unbekannten Not abhilft, ist eine klare Absicherung vor Arbeitsantritt. Jede Bank sichert sich ab, wenn sie einem Häuslebauer einen Kredit gibt, und diese Absicherungsmechanismen und -möglichkeiten sind allgemeingültiges Recht und nicht nur auf Banken beschränkt.

      Große Namen, harte Schicksale

      Wandel der Situation im Laufe der Zeiten:

      Die Zahl der Wissenschaftler, die sich gegenseitig das Leben schwer machen, steigt mehr und mehr. So sprach anno 1789 (laut Seite 121) Immanuel Kant in einer Publikation (!) wegen der fehlenden Mathematisierung der Chemie den Rang einer Wissenschaft ab. Trotzdem wurde 1792 sein Schüler Jeremias Richter mit einer Arbeit der Chemie (im Gebiet der Stöchiometrie) promoviert.

      Ein kleiner aber hochinteressanter Nebensatz auf Seite 146 zeigt uns, dass die Energieer­haltung erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Mode kam. Es ist dies ein kurzer Nebensatz in den Zeilen 9 und 10, aber wir werden im weiteren Verlauf des Artikels erstaunt erleben, dass die Energieerhaltung bei ihrer Einführung zunächst gar nicht so leicht akzeptiert wurde. Wenn man bedenkt, wie mühsam die unvollständige Anwendung der Energieer­haltung heute die Raumenergie-Forschung macht . . . Da ist es sehr sehr schwierig, eine neue Energie­form in den Energiesatz aufzunehmen, obwohl der Energiesatz doch für Energie­formen gilt!

      Von John Dalton wird (auf S. 151) berichtet, dass er nur sehr einfache und kostengünstige Aufbauten benutzte und dafür kritisiert wurde – eine Erfahrung, die ich aus Kostengründen auch heute noch nachvollziehen musste. Wenn man bedenkt, dass die erste Computer-Maus nur ein ganz primitives Holzgebilde war . . . . Schließlich wurde Daltons Atomtheorie aber doch akzeptiert, weil einer der ganz Großen seiner Zunft, Professor Berzelius persönlich, ihn unterstützte, da die Atomtheorie zu dessen Bindungstheorie passte. Wenn man bedenkt, wie mühsam es war, bis die Menschen die Sichtweise akzeptieren konnten, dass bei chemischen Reaktionen Atome im Spiel sind – Atome.

      Auf interessante Art und Weise hat der Baron de Cuvier seine wissenschaftlichen Ansichten durchsetzen können, nämlich auf politischem Wege (Seite 157). Die als »Akademie-Streit« bekannte Kontroverse verließ er anno 1830 als Sieger, was dazu führte, dass alle Betrachtungen einer Evolutionstheorie der Lebewesen in Frankreich verhindert wurden, bis schließlich Charles Darwin die Situation grundlegend veränderte. Also: Auf politischem Wege wurde entschieden, dass eine Evolutionstheorie falsch zu sein habe.

      Ein häufig zitiertes Beispiel ist Thomas Young, der Entdecker der Lichtwellen, der nicht nur die Wellennatur des Lichts nachgewiesen hat, sondern auch dessen Wellenlänge (als Funktion der Farbe) messen konnte (Seite 158 ff.). Er war schon in jungen Jahren ein Wunderkind und lernte extrem vielseitig. Unter anderem studierte er Medizin und arbeitete zeitweise als Arzt, wurde aber im Alter von 28 Jahren bereits Professor für Naturphilosophie (die heutzutage »Physik« genannt wird). In England wurden seine wegweisenden Arbeiten zur Wellennatur des Lichts nicht anerkannt, und auch auf dem Kontinent war man sehr zurück­haltend, bis ihm schließlich aus Frankreich Unterstützung zukam. So hat er sich dann auch mit Archäologie befasst und wurde schließlich durch seinen Beitrag zur Entzifferung von Hieroglyphen weltweit berühmt.

      Was lernen wir daraus? Man muss sich vor der irrigen Annahme hüten, dass die Fachwelt neue Erkenntnisse offen aufnimmt, nur weil sie experimentell bewiesen und sinnvoll sind.

      Wilhelm Ritter (Seite 161 ff.) schuf die zentrale wissenschaftliche Basis für die Begründung der Elektrochemie und war einer der ersten Erbauer von Batterien nach dem Vorbild des Herrn Volta. Seine Entdeckungen wurden allerdings von Physikern wenig beachtet (Seite 162), weil sie neben der empirischen Basis auch Spekulationen enthielten. Alleine Hans Christian Ørsted erkannte die Bedeutung von Ritters Arbeiten und trug wesentlich dazu bei, dass diese nicht in Vergessenheit gerieten.
      http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/claus-w-turtur/die-angst-vieler-physiker-vor-der-raumenergie-ein-nachtrag.html

    • maxim7 (kein Partner)
      04. Februar 2013 08:29

      Lieber phaidros, Sie machen meiner Meinung nach einen Denkfehler. Wir haben bei uns eine funktionierende, relativ günstige Stromversorgung. Wenn jemand das Bedürfnis nach einer Wende haben sollte, wäre es lediglich ein Ding der Redlichkeit, dass er KONKRET aufzeigt, wie er den Sektor, den bisher die Kernkraft abgedeckt hat zu ersetzen gedenkt. Das ist absolut keine Frage Kernkraft oder irgend etwas anderes, denn die Kernkraft haben wir ja schon, und sie hat sich bestens bewährt. Wenn dann allerdings in Machbarkeitsstudien von Energieeinsparungsmöglichkeiten von 50% zum Stand heute phantasiert wird, dies wohlgemerkt bei einer jährlichen Nettozuwanderung in der Grösse der Stadt St.Gallen, nur damit man ein Szenario zurechtbiegen kann, das nicht jeden auf den ersten Blick in schallendes Gelächter ausbrechen lässt, mangelt es halt schon etwas an Seriosität.

    • phaidros
      04. Februar 2013 11:59

      Sg. Maxim, das bedarf einer etwas ausführlicheren Antwort - leider fehlt mir heute die Zeit. Aber ich komme gerne darauf zurück. Vorab nur so viel: ich glaube, der von Ihnen reklamierte Denkfehler erscheint nur als solcher, solange man nicht in größeren Zusammenhängen denkt (klingt jetzt weit »schärfer« als es gemeint ist).

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      08. Februar 2013 13:56

      Lieber Maxim, ich hoffe, Sie lesen noch – die angekündigte Antwrot:

      »Funktionierend« ja, in dem Sinn, dass eine ausreichende Menge Strom aus den Steckdosen kommt. Leider scheint sich aber zu zeigen, dass die Art, wie wir diesen Strom erzeugen, sich nicht aufrecht erhalten lässt und kommende Generationen durch unseren Stromkonsum mit wesentlichen Folgen belastet ewrden, die sie zusätzlich zu den Problemen schultern müssen, die sie haben werden.

      Umdenken ist daher angezeigt.

      Wo ich einerseits einen Fehler sehe ist, dass technisch einwandfreie Anlagen vorzeitig außer Betrieb genommen werden, aber nicht darin, den Ausstieg als solches anzudenken. Der Fehler ist der zu ambitionierte Zeitplan dafür.

      Andererseits erkenne ich an, dass ich in 47 Jahren noch nicht erlebt habe, dass ein großes Projekt jemals schneller abgewickelt worden wäre als es geplant war. Von daher habe ich auch wieder ein gewisses Verständnis gegenüber einem selbstauferlegten Zeitdruck (was aber das Außerbetriebnehmen funktionstüchtiger Anlagen nicht rechtfertigen kann, wie ich finde).

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Kernkraft bewährt sich übrigens keineswegs so »bestens«, wie sie dauernd hingestellt wird: rechnet man den gesamten Energieaufwand von der Erzeugung der Stahlhüllen über den Betrieb bis zur Nachbetreuung der Brennelemente und Abriss und Entsorgung des ausrangierten Kraftwerks zusammen, kommt unterm Strich viel weniger Enerie aus einem Kernkraftwerk als man glauben würde.

    • F. V. (kein Partner)
      09. Februar 2013 14:10

      Gismor,

      Sie resümieren ein interessantes Buch über die Entwicklung unseres Weltbildes. Um immer die Bedeutung des Mitgeteilten zu verstehen müßte man sehr gut belesen sein, und dies über eine Zeitspanne von zweieinhalb Jahrtausenden. Wer aber ist das schon?

      Manche heute gepflogenen (Vor-)Urteile, besonders den Index der Kirche und die Inquisition betreffend, sind Instrumentierungen im Kampf gegen Kirche und Religion. (Und meist in der Sache nicht ganz richtig und völlig überzogen.)

      Daß das Annehmen umstürzender neuer Einsichten auch heute – im Zeitalter der Aufklärung und unter der Herrschaft der rationalen Vernunft – nicht anders ist als zu früheren Zeiten steinig ist, ist zumindest eine begrüßenswerte, aber bis dato geleugnete Tatsachen-Feststellung.

      Dazu kann ich zwei weitere Bücher empfehlen: Dieter Straub, „Eine Geschichte des Glasperlenspiels, Irreversibilität in der Physik, Irritationen und Folgen “ und Peter Plichta, „Gottes geheime Formel“.

      Zu Straubs Buch gibt es eine aktuelle, exzellente Besprechung von Universitätsprofessor Dr. Ing. Rudi Waibel, Neubiberg, in Zeitschrift:“raum&zeit“, Nr. 55 (1992), Seiten 62 – 67.

      Ein kurzer Auszug dazu:

      Dieses für einen breiten interessierten Leserkreis geschriebene Buch über die Ent¬wicklung der Natur-wissenschaften deren Weichenstellung und auch Irrwege, erschien zu einem Zeitpunkt, als die deut-sche physikalische Gesellschaft (DPhG) zum Sturm gegen die öffentliche Förderung der bemannten Raumfahrt blies. Gleichzeitig genieren diese Vertreter sich nicht - sie betrachten es als pure gottgege-bene Selbstverständlichkeit -, die Präsidentenposten der wichtigsten nationalen und internationalen Luft- und Raumfahrtinstitutionen, wie der DARA, DLR und der ESA, mit prominenten theoretischen Physikern zu besetzen. Unabhängig davon, ob es Gründe für dieses Verdikt gibt, stellt sich die Frage, was die Repräsentanten der DPhG über einen ebenso massiven Protest der verschiedenen deutschen Ingenieurgesellschaften, wie des VDI oder VDE, beispielsweise gegen die immer gigantischeren Ansprüche an Teilchenbeschleuniger einwenden würden. Immerhin drückte sich bereits vor vielen Jahren kein geringerer als W. Heisenberg eindeutig gegen die mit dieser Elephantitis verbundene utopische Erwartungshaltung der Elementarteilchenphysiker zu solcherart Grundlagenforschung aus.

      Physikalisches Kirchenlatein

      Dieser heute nahezu selbstverständliche Anspruch prominenter Theoretischer Physiker auf öffentliche Anerkennung und gesellschaftlichen Einfluß ist inso¬fern schwer zu begreifen, da deren wissenschaftliche Qualifikation auf Veröffentlichungen beruht, die der breiten Öffentlichkeit weder bekannt noch verständlich sind. Eine solche Situation ist historisch nur mit jenem Zeitraum vergleichbar, als das Kirchenlatein dem Klerus als Herrschaftsinstrument gegenüber einer fast nur aus Analphabeten bestehenden Gläubigenschar diente. ...

      Zu Plichta: In seinen Untersuchungen der Primzahlen (genauer: Entdeckungen ihres Ord-nungsprinzips) fand PLICHTA was er als „die unendliche und ewige Schönheit der Zahlen“ bezeichnet, „die allein der Bauplan der Welt sein können“. Die hier sichtbar werdende uni-verselle (= göttliche) Ordnung kann unmöglich das Resultat eines Zufalls sein. PLICHTA berichtet hier auch von seinem Besuch beim Rektor der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt – und der Diskussion mit ihm. Man ist sich einig, daß mit diesen neuen Einsichten „Gott wieder in die Welt gekommen ist.“ Und es liegt auf der Hand, daß manche Überliefe-rungen, „Heilige Schriften“, mit anderen Augen zu sehen sind. Z.B. der „trinitarische“ Gott, die „vier Evangelien“, die „zwölf Apostel“, die „sieben Tage“ der Woche, usw.

      PLICHTAS Darstellungen sind auch für einen nicht vorgebildeten Laien vielleicht zu abs-trakt oder zu phantastisch, um ihren „praktischen“ Wert überhaupt ermessen zu können.

      Es ist hier nicht möglich das näher auszuführen. Aber solche erstaunlichen „Materialisierungen“ der absoluten Ordnung begegnen wir öfter.

      Es gibt u. A. nur eine Erklärung dafür: der Mensch muß für solche – nicht unmittelbar be-obachtbare – Einsicht sozusagen „prädestiniert“ sein, d.h. als Teil des göttlichen Weltplanes eine innere Gewißheit über das zu Entdeckende schon gehabt haben. Den Himmel allein zu beobachten wäre wohl zu wenig , aber auch das gehört natürlich dazu.

      PLICHTA sagt dazu: „Bei der Untersuchung der Frage nach dem "Warum" wird der Zu-sammenhang zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Teilgebieten erleuchtet und dadurch das Zeitalter der Theorien bzw. Spekulation beendet. Mathematik und die Wissenschaften sind eben doch keine menschliche Erfindung, sondern nur Entdeckung der präexistierenden Ideen. Das ist kein Paradigmenwechsel, sondern der Beginn einer neuen Achsenzeit (Karl JASPERS).

      Als die Wissenschaftler unseres Jahrhunderts Gott als nicht wissenschaftlich beweisbar erklärten, mußten sie, um ihn abzuschaffen, auch seine Attribute - den unendlichen Raum und die ewige Zeit - durch Begrenztheiten ersetzen, indem sie Raum und Zeit einen Anfang zuwiesen. Als sie dann auch noch die unendlichen Zahlen und die imaginären bzw. transzendenten Konstanten zu menschlichen Erfindungen erklärten, war PLATOS Ideenlehre, nach der das Universum auf Zahl und Geometrie aufgebaut ist, endgültig durch menschliche Dogmatik ersetzt.

      Die in der Welt existierende Ordnung wurde als von der Natur ohne jeden höheren Zweck hervorgebracht verstanden. Die Ordnung war unbewußt, das Universum selbst besaß keine bewußte Intelligenz, nur der Mensch war mit dieser ausgestattet. Die Naturgesetze wurden nicht mehr als übernatürlich (göttlich) verstanden, sondern als natürlich. Die ma-thematischen Muster, in der die materielle Welt angelegt ist, wurden nicht etwa weggeleug-net, sondern eifrig bejaht, aber einfach der unerforschlichen Natur der Dinge oder auch der Natur des menschlichen Geistes zugeschrieben. So entstand über LEIBNIZ, KANT und Phy-siker dieses Jahrhunderts unser modernes Weltbild.“

      Als Plichta übrigens den deutschen Nobelpreisträger der Chemie, Ernst Otto Fischer, in München davon überzeugen konnte, daß er etwas Revolutionäres entdeckt habe und dieser ihm ein Gespräch mit dem Nobelpreisträger für Physik, Rudolf Mösbauer, vermitteln wollte, hatte dieser gefragt, ob diese Entdeckungen die Quantenphysik „aus den Angeln heben würde“ und Prof. Fischer dies bejahte, verweigerte Prof. Mösbauer ein Treffen und Gespräch mit Plichta mit den Worten `nach all den Mühen um die Aufstellung dieser Theorie wollen wir diese nicht der Gefahr gestürzt zu werden aussetzen´, und er fügte noch eine Warnung hinzu, um Gottes Willen keine weiteren Aktivitäten in dieser Sache zu entfalten.

      Also Neues zu erkennen ist schwierig, es anzuerkennen offenbar nicht minder.

  10. Gismor (kein Partner)
    03. Februar 2013 11:24

    In einigen US-Bundesstaaten liegt die Arbeitslosenquote bei über 13 %, während sie in North Dakota gerade mal 3,3 % beträgt. Auch die Löhne stiegen in North Dakota überdurchschnittlich, die Steuern wurden stetig gesenkt und seit zehn Jahren ging keine einzige Bank mehr pleite. Was ist das besondere Geheimnis von North Dakota? Es ist der einzige US-Bundesstaat, der über eine staatliche Bank verfügt, die „Bank of North Dakota". Bei dieser staatseigenen Bank deponiert North Dakota seine Steuereinnahmen und investiert sie im eigenen Bundesstaat. In anderen Bundesstaaten hingegen werden die Milliardenbeträge an Steuereinnahmen bei Privatbanken deponiert. Diese „investieren" in riskante Transaktionen (für Gewinne außerhalb des Bundesstaates), für deren Verluste jedoch der Steuerzahler aufkommen muss. Warum folgen die anderen Staaten nicht dem erfolgreicheren Beispiel von North Dakota? Liegt dies etwa an den meist skrupellosen Besitzern der Privatbanken, allem voran der Federal Reserve Bank (FED)?
    http://mongos-weisheiten.blogspot.co.at/2013/02/north-dakota-zeigt-es-geht-auch-anders.html

  11. Francois Villon (kein Partner)
    03. Februar 2013 10:09

    Einer der Trittbrettfahrer auf dem Öko-, Energiespar- und Gutmenschlichkeitstripp, der grüne OÖ-Hilfslehrer Anschieber, der ob seiner Überarbeitung nach 3 Monaten „burn-out“ seinen Wiedereintritt ins regierende „Arbeitsleben“ zelebrierte, ließ – gewiß aus dem Landesbudget finanziert – vor Jahren plakatieren: www.ich-rette-das-Klima.

    Das Einzige was er kapiert hatte war, daß man auf einer weltweiten Klimahysterie billig aufspringen und sein Süppchen (= Platz an der Futterkrippe) kochen kann. Nur für uns ist das halt zu teuer.

    Ungetrübt von jeglichem Sachverstand wird „Öko“-Strom und Energiesparen um jeden Preis gefördert.

    Bis zu diesen Volksverdummern hat sich nicht herumgesprochen, daß Strom in entwickelten Industrieländern auch dann benötigt wird, wenn kein Wind weht oder keine Sonne scheint. Was nichts anderes bedeutet, als daß man exakt die Produktionskapazität der völlig unsicheren, unzuverlässigen „Öko“-Stromerzeuger in Form von schnell zuschaltbaren, also sehr teuren, Kraftwerken (Gas oder Öl, oder noch kostspieliger Speicher-KWs) zusätzlich vorhalten muß.

    Da in Deutschland die Off-shore „Windparks“ Hunderte Kilometer von den Abnehmern entfernt stehen und keine dafür nötigen – eigenen – Strom-Transportnetze haben, weitet sich diese „Politik“, nebst anderen Fehlentscheidungen, inzwischen zur wirtschaftlichen und Versorgungskrise aus.

    Die Blödheit bei den (Styropor-)Dämmungen ist überhaupt nur dementen Geistern zu danken.

    Das „Modell“ das dem zugrundeliegenden Gedanken Vorbild gewesen sein muß, stammt wohl von den Schildbürgern, die auch das in Säcken eingefangene Licht ins Haus trugen.

    Die Dämmung verhindert, daß die auch im Winter und der Übergangszeit vorhandene Strahlungswärme die Wände aufwärmt. Die so abgeblockte Wärmeenergie fehlt daher und muß per Heizung aufgebracht werden, womit die Bilanz über die Heizperiode bestenfalls ident mit jener ungedämmter Häuser ausfällt, wahrscheinlich aber schlechter. (Jedenfalls haben das Verbrauchsvergleiche völlig gleichartiger Wohnblöcke ergeben, von denen manche gedämmt und andere noch nicht waren!)

    Die viel gravierendere Negativfolge ist aber, daß gedämmte Außenwände unmittelbar nach Sonnenuntergang sofort auf die tiefen Außentemperaturen fallen und es somit hier zur Kondenstion von Luftfeuchtigkeit kommt. Dies wiederum führt zu (meist schon nach kurzer Zeit sichtbarer) Veralgung und Schimmelpilzbefall solcher Wände, die damit in kurzer Zeit z e r s t ö r t werden. Verschärft wird das Problem bei nicht oder mangelhaft beheizten Räumen auch durch Taupunktverschiebungen in den Außenwänden an die Innenseite, womit auch diese wegen der Kondensfeuchte an den Wänden zu Schimmelbildung neigen.

    Diese Wohnungen sind also sowohl bezüglich der Heizkosten unvorteilhaft, als auch schwer gesundheitsschädigend.

    Die idiotische Styropordämmung reduziert überdies die Lebensdauer solcher Häuser dramatisch, weil feuchte Wände sie zu Ruinen machen, noch ehe man es sehen kann.

    Die heute vorgeschriebenen „Energieausweise“ fordern einen „Wärmeabstrahlungsbefund“: viel Abstrahlung ist "schlecht", also negativer Bescheid. Das mag für das Dach richtig sein, für die Außenwände ist das eine schwere Mißinterpretation.

    Es ist nämlich gerade das Abgeben der zuvor per Sonneneinstrahlung aufgenommenen Wärme, die verhindert, daß die Außenwände die Luftfeuchtigkeit an ihnen kondensieren lassen, bzw. in umgekehrter Weise die Einstrahlung, daß der Taupunkt an die Oberfläche der Innenwände wandert und sich hier Feuchtigkeit niederschlägt.

    Wer ein altes Haus besitzt oder eines neu baut ist gut beraten nicht mit Styropor zu dämmen sondern. etwas dickere Ziegelmauern zu bauen. Damit wird sowohl der Wärmehaushalt optimal geregelt und die Physik – das Problem der Luftfeuchte – in der einzig richtigen Weise berücksichtigt.

  12. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    03. Februar 2013 07:13

    "keine Zukunft für Europa"

    Die staatszersetzenden Politiker verschulden die Staaten, um den privaten Banken unser Steuergeld über angebliche Rettungspakete zuzuschanzen!

    Die Völker Europas werden enteignet und entrechtet!

    Die Politiker sind der Staatsfeind Nr.1.

  13. perseus
    02. Februar 2013 22:53

    Es gibt ein paar Gründe warum Industriebetriebe in Österreich nicht investieren sollten:

    •Viel zu hohe Einkommensteuern halten Spitzenkräfte davon ab ins Land zu kommen bzw. Leute mit guten Ideen gehen mit diesen ins Ausland (Schweiz, Kanada, Australien) und verwirklichen sie dort
    •Die Ausbildung wird immer schlechter, weil es keine Eliten geben darf
    •Der Unsinn mit den CO2 Zertifikaten
    •Zu hohe Energiekosten durch Ausstieg aus der Atomenergie und teuren Einstieg in „grüne“ Energie.

    Die 80% Transferleistungsempfänger werden bald im eigenen Saft schmoren. Die Tüchtigen und Fleißigen sind weg. In Österreich und in Europa wird Leistung diskriminiert.

  14. Ai Weiwei
    02. Februar 2013 12:58

    @ Dr. Anton Volpini und andere:

    So schaut es wirklich aus mit der Arbeitslosigkeit - da wird aber in den Hauptstrommedien sofort eilfertig hinzugefügt: "Naja, es ist ja immer noch die beste Arbeitslosenstatistik aller EU-Länder":

    Ohne Job: So viele Arbeitslose gab es noch nie (01.02.2013, Jeannine Hierländer, Die Presse)

    Die Zahl der Menschen ohne Job kletterte im Jänner auf den höchsten Wert seit 1945. Erst einmal zuvor überschritt sie im Jänner die Marke von 400.000.


    Link: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1340109/Ohne-Job_So-viele-Arbeitslose-gab-es-noch-nie

    • phaidros
      02. Februar 2013 13:14

      Vorsicht, die Absolutzahl der Arbeitslosen alleine sagt nicht alles aus. Es muss auch die Anzahl der in Beschäftigung Stehenden berücksichtigt werden, und dann sieht es zwar nicht gerade rosig aus, war aber in der jüngeren Vergangenheit auch schon (bedeutend) schlimmer:

      http://www.google.com/publicdata/explore?ds=z8o7pt6rd5uqa6_&met_y=unemployment_rate&idim=country:at&fdim_y=seasonality:sa&dl=de&hl=de&q=arbeitslosenstatistik%20%C3%B6sterreich

    • Anton Volpini
      02. Februar 2013 13:33

      Wirklich nett von Ihnen Ai Weiwei, daß Sie mich so hervorheben, aber tun Sie mir bitte den Gefallen, und lassens den Dr. weg.
      So, wie Ihr Presseartikel beschreibt, haben wir bei der Arbeitslosikgeit einen neuen Rekord. Einen sehr traurigen Rekord.
      Und mit all den Belastungen für die leistungsproduzierenden Unternehmen, wird diese Entwicklung noch schlechter werden.
      Dabei haben wir aber heute nur die Wettbewerbsfähigkeit über die Kosten beleuchtet.
      Ein auf Umweltschutzangelegenheiten spezialisierter Rechtsanwalt, der durch seine großartige fachliche Qualifikation auf diesem Gebiet, so ziemlich alle in Österreich laufenden Verfahren überblickt, erzählte mir unlängst, daß mit den vielen, einander übergreifenden Schutzprogrammen, mittlerweile viel Produktives verhindert wird.
      Und das ist den Richtern, Naturschützern und auch Politikern völlig wurscht, so frei nach dem faustischen Motto,-drum besser wärs, wenn nichts enstünde-.

    • GOP
      02. Februar 2013 14:31

      Es wird zwar immer von unserer niedrigsten Arbeitslosenrate innerhalb der EU gesprochen, tatsächlich hat aber Luxemburg regelmäßig einen noch niedrigeren Prrozentsatz.

      Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass mit den monatlich veröffentlichten Zahlen immer getrickst wird. Denn alle in Schulung befindlichen Leute werden dabei ausgeklammert. Von einem Bekannten - der schon über 13 Jahre arbeitslos gemeldet ist (gar nicht mehr arbeiten will und auch keine der ihm selten angebotenen Stellen annehmen muss!), wird mir immer wieder berichtet, dass er kurz vor dem Stichtag der Statistikveröffentlichung auf einen der vielen sinnlosen Kurse geschickt wird. So auch kürzlich mit 62 Jahren (also kurz vor der Pensionierung) zum Kurs: Wie bewerbe ich mich richtig. Diese Kurse für zigtausende Leute werden von wenigen Organisationen veranstaltet, welche Millionen an Geld vom Staat bekommen. Angeblich gibt es da gute Verbindungen, damit bei öffentlichen Ausschreibungen immer die selben Firmen zum Zug kommen.

    • DerTurm
      02. Februar 2013 19:10

      In der EU ist kaum jemand unfreiwillig arbeitslos.

      Die Zahlen sind also das Ergebnis des sozialistischen Vollversorgungsstaates, und die Proponenten des Vollversorgungsstaates instrumentalisieren sie, um noch mehr Vollversorgung zu fordern.

    • DerTurm
      02. Februar 2013 19:18

      Spannend ist auch, dass die Arbeitslosenquote in Wien doppelt so hoch ist, wie im Bundesdurchschnitt, und mehr als das Dreifache von Salzburg, Tirol oder Oberösterreich.

      Abgesehen davon, leistet sich der Staat 400.000 Verwalter von Arbeitslosen.
      Vierhundert tausend Menschen sind mit der Verwaltung von 192.000 Arbeitslosen (Q3 2012) beschäftigt - das muss man sich erst einmal vorstellen.

      Genaue Zahlen hat die Statistik Austria parat: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/arbeitsmarkt/arbeitslose_arbeitssuchende/index.html

    • Observer
      02. Februar 2013 20:36

      DerTurm:
      Ist in Wien ein Zusammenhang zwischen der überdurchschnittlichen Anzahl an Arbeitslosen und der ebenfalls überdurchschnittlichen Zahl an Grundsicherungssempfängern zu sehen?

    • phaidros
      02. Februar 2013 23:34

      Abgesehen davon, leistet sich der Staat 400.000 Verwalter von Arbeitslosen.

      Lieber DerTurm, wie meinst Du das? Das AMS Wien hat rd. 1200 Mitarbeiter, österreichweit etwa 8000. Kein Irrtum möglich? 400.000 wären ja 10% der werktätigen Bevölkerung.

    • phaidros
      03. Februar 2013 09:22

      @GOP: ich kann berichten, dass der Aussage Ihres Bekannten jedenfalls keine Systematik zu Grunde liegt, auch wenn im Einzelfall der Eindruck entstehen mag: es gibt tatsächlich Vorgaben seitens des AMS, wie viele Leute in Schulungen geschickt werden solten, aber die sind gleichmäßig und beispielsweise in den vergangenen 12 Monaten zurück gefahren worden. Es handelt sich eher um eine »urban legend« (die noch dazu gar nicht viel bringt, da Schulungsteilnehmer ja ausgewiesen werden).

    • GOP
      04. Februar 2013 11:04

      phaidros:
      Mein (ehemaliger) Nachbar hat mir meine hier vorgestern (14:31 h) gemachten Aussagen eben bestätigt.
      Sind Sie eventuell in den Schulungen aktiv (durch Lehrtätigkeit) eingebunden?
      Es stimmt schon, dass die jeweilige Anzahl der Schulungssteilnehmer immer ausgewiesen wird, aber im veröffentlichen Prozentsatz der Arbeitslosen sind sie NICHT enthalten.

    • phaidros
      04. Februar 2013 11:26

      Nur zur Info: ich habe »meine« Aussagen von meiner Frau, selbst AMS-Referentin.

      (Dass Schulungsteilnehmer nicht als arbeitslos ausgewiesen werden, stimmt natürlich, habe ich auch nicht abgestritten. Aber sie fallen nicht unter den Tisch, weil sie eben immer dazu genannt werden, das wollte ich damit sagen.)

  15. brechstange
    02. Februar 2013 11:22

    Erst gestern erzählte mir eine Dame, dass ihr wärmegedämmtes Haus durch das Werk der Spechte durchlöchert ist, dh Wohlfühlparadies für Insekten und Spechte. Außerdem lieben Vögel Kunststofffenster, die man inzwischen außen mit Alluminum ummantelt zum Schutz vor UV-Licht und Vögel.

    Seriöse Baumeister raten einem ab, alte Häuse zu dämmen und den Förderwahn mitzumachen, die Fördersumme übersteigt gerade mal die Kosten für die notwendige Expertise mit Wärmebildkamera, etc. Da wurde ein neues Geschäftsfeld erschlossen, dass von diesen Subventionen gut lebt und insgesamt zu einer Verteuerung führt.
    Seriöse Baumeister raten beim Neubau zu 40-50er Ziegel.

    Die Klimakonferenz mir Arnold Schwarzenegger war ja bezeichnend. Wenn man genug Subvention für die Konferenz lockerlässt, dann wird man zum "hero in action", wie Arni Faymann hochhob. "Klimaschutz ist sexy" war dort das Schlagwort, sogar Barroso war auf Werbetour mit dabei. Das einzige was Schwarzenegger richtig sagte, war lasst die Menschen eigenverantwortlich handeln, haben Faymann und Barroso sicherlich überhört, weil das passt ja nicht in den Bürokratiewahnsinn der beiden.

  16. Josef Maierhofer
    02. Februar 2013 10:59

    Jeder muss das verwenden, was er hat, um zu überleben.

    Von Ideologie (=Idiotie) kann man nicht leben, weder von einer sozialistischen, die führt in den sicheren Ruin und Tod der Gesellschaft, noch von einer grünen, die führt in den sicheren Ruin der Gesellschaft, gepaart mit Gender und P.C. auch in den gesellschaftlichen.

    Von Freiheit kann man erwarten, dass sich die Menschen selbst helfen, von einem freien Staat kann man punkto Energiepolitik erwarten, dass man die eigenen Resourcen nutzt und nicht herumblödelt mit dem Schicksal unserer Kinder.

    Nicht so von Europas Politik, nicht so von Österreichs Politik, die überschlägt sich in Gender und P.C., buckelt vor der Bürokratie der EU, ich habe heute im Kurier gelesen, dass die neuen Beiträge, die einst einmal um die 500 Millionen Euro gelegen sind nun auf über eine Milliarde erhöht werden für die nächsten 6 Jahre (2014-2020) und niemand schreit hier auf, ob dieses in den allergrößten Teils unnötigen und sinnlosen Wahnsinns, was nämlich damit betrieben wird, ausser noch mehr Behinderung für die europäische Industrie und somit Wirtschaft.

    Zu Österreich muss ich sagen, dass es schon an die Kriminalität grenzt, was man dem österreichischen Volk antut an Dummheiten und Masochismus, ich denke das ist schon Anleitung zum Selbstmord.

    Statt, dass sich die österreicheischen Politiker für Österreich einsetzen, setzen sie sich solidarisch für fremde Schuldenländer ein, die PIIGS. Statt, dass man sich auf die eigenen Möglichkeiten besinnt, behindert, bzw. verteuert, bzw. verbietet man die Nutzung dieser Möglichkeiten.

    Liebe Wähler !

    Weg mit Grün, weg mit Rot, weg mit Schwarz, die machen alle bei diesem unnötigen, perversen und masochistischen Wahnsinn mit, der uns allen schwere Schäden und Nachteile zufügt und das für weitere 3 Generationen bereits.

  17. Anton Volpini
    02. Februar 2013 10:43

    Der Industriestandort in Österreich und in Europa ist tatsächlich in den meisten Branchen sehr in Gefahr!

    Die hohen Stromkosten, verursacht durch falsche Energiepolitik, ist eine der großen Ursachen. Die ungeheuren Personalkosten im Vergleich zu Ostländern sind der zweite große Kostenfaktor. Und hier sind es nicht diese Kosten, die als Einkommen unseren Mitarbeitern als Kauf- und Sparkraft zugute kommen, sondern die Lohnnebenkosten, die vom kalten Staatsmoloch verschluckt werden.

    Studien besagen, daß Österreich bis 2007 in all seinen Kennzahlen im Vormarsch war. Solange wirkten die politischen Maßnahmen Schüssels.
    Seit dem wird von der öffentlichen Hand um 2% vom BIP weniger in Infrastruktur investiert, dafür aber um 8% mehr für Transferleistungen ausgegeben.
    Auch diese Entwicklung schwächt den Wirtschaftsstandort Österreich enorm.

    Wenn man den Politikern sagt, sie müßten eine wirtschaftsfreundlichere Politik machen, verstehen sie das nicht. Sie antworten, sie müßten Politik für die vielen Arbeitnehmer machen. Dabei ignorieren sie, daß diese Politik immer die Arbeitnehmer selbst bezahlen.
    Denn jetzt zahlen die Arbeitnehmer mit ihren hohen Abgaben und Steuern und Lohnnebenkosten diese Politik, und wenn die Arbeitgeber nicht mehr konkurrenzfähig sind oder auswandern, mit ihren Arbeitsplätzen.

    Diese Entwicklung führt zwangsläufig zu mehr Arbeitslosigkeit, und damit ebenso zwangsläufig zu steigenden sozialen Spannungen. Am Ende einer solchen Entwicklung sind die Menschen auf der Straße und die Politiker mit ihrem Leben in Gefahr. Also wärs doch vernünftig, gleich eine ordentliche Politik für einen prosperierenden Wirtschaftsstandort zu machen!

    • dssm
      02. Februar 2013 11:15

      Ein kleiner Denkansatz.
      Mir fiel vor einiger Zeit auf, wie schlecht die kleinen Straßen im steierischen Ennstal sind (nicht nur dort).
      Also habe ich dem Bezirkshauptmann eine Lösung vorgeschlagen. All die Nutznießer von staatlicher Bezahlung sollten doch einfach eine Schaufel bekommen und binnen weniger Monate wären die Straßen in super Zustand. Gleichzeitig könnten die Beamten die Bürger nicht mit bürokratischen Schikanen drangsalieren.
      Zuerst hielten es die Anwesenden für einen bösartigen Witz, bis ich ihnen erklärte, Wohlstand wächst, wenn möglichst viele Menschen etwas ökonomisch sinnvolles herstellen. Wohlerworbene Rechte, welche weite Kreise der Bevölkerung vom Arbeiten abhalten, verringern den Wohlstand.

      Betretenes Schweigen!

    • brechstange
      02. Februar 2013 11:26

      Herr Volpini

      ******!

      dssm

      Da bekommen die Bürokraten doch Blasen und Schwielen an den Händen, das lässt man doch besser durch den Staat erledigen. :-) Trotzdem ****!

    • Anton Volpini
      02. Februar 2013 13:13

      dssm, es ist das Anspruchsdenken, das die Köpfe der Österreicher beherrscht. Und dieses Anspruchsdenken empört sich über den Leistungswillen. Deswegen blähen die ja auch die Staatsapparate so auf, daß alle ohne Leistungswille Unterschlupf finden.
      Und deswegen wird, wie brechstange sagt, immer mehr Aufgaben an die Staatsapparate delegiert.

  18. dssm
    02. Februar 2013 09:41

    Unsere 'Eliten' sind also grenzenlos dumm, eine unschöne aber leider wahre Erkenntnis, im heutigen Beitrag dürfen wir erstaunt(?) zur Kenntnis nehmen, daß unsere Häuptlinge in der lebenswichtige Energiefrage völlig überfordert sind; da wird ein paar Lobbyisten nachgegeben und wir dämmen völlig umsonst die Häuser, haben giftige Energiesparlampen oder Solarzellen, welche die zur Herstellung notwendig Energie nie wieder zurückgewinnen können.

    Warum haben diese 'Eliten' so wenig Ahnung von Wirtschaft, Technik und wohl auch Aussenpolitik?
    Es ist ein Wesensmerkmal der repräsentativen Demokratie, insbesondere wenn die 'Volksvertreter' gut bezahlt werden!
    Hier wird man ansetzen müssen, eine Diskussion mit einem Vertreter der Elite ist sinnlos, technische Details, mathematische Grundlagen oder physikalische Naturgesetze kennen die Herrschaften nicht, oder wie bei den vielen politisch tätigen Lehrern, man kann das Gelernte nicht kombinieren, es fehlt der zur Lösung hin trainierte Verstand, es fehlt die Bewährung im echten Leben.

    Es gibt keine Lösung aus dem vernünftigen Denken, denn jenes verschließt sich der herrschenden Klasse, sie müssen Ideologien, und den daraus hervorgehenden einfachen Modellen, anhängen, mangels eigener Kapazität. Leider ist die Welt nicht so einfach gestrickt – für uns eine auf Dauer tödliche Situation.

    • DerTurm
      02. Februar 2013 10:38

      Der Dämmwahn wird leider auch noch genug Menschenleben kosten, denn wenn in einem Wohnhaus eine Wohnung brennt, steht bald die gesamte Fassade in Flammen.

      Styropor brennt nämlich (auch wenn die Dämmstoffindustrie behauptet, es wäre brandhemmend - wenn es brennt, brennt es lichterloh).

      In etlichen Ländern sind solche Dämmstoffe seit Jahren verboten, nur hierzulande bildet man sich immer öfter ein, die Physik und Chemie überlisten zu können...

    • dssm
      02. Februar 2013 11:04

      @DerTurm
      Wenn es nicht so traurig und leider gefährlich wäre, man käme aus dem Lachen nicht mehr heraus.

      Zuerst braucht man viel Energie um das Zeugs herzustellen.
      Dann brennt das Zeug wie Zunder, schmilzt bei 100°C, was wunderschöne brennende Tropfen ergibt. Zu allem Überfluß entstehen dabei noch ein paar nette Gase und Ruß, besonders gut zum Inhalieren!
      Der Isolierwert ist zwar gut, aber leider in beide Richtungen. Daher kann Sonnenlicht nicht mehr absorbiert werden und Wasser kondensiert aus, was wiederum indirekt gesundheitsschädlich ist.
      Am Ende landet das Zeug auf der Müllhalde, aber leider ist es nicht durch Licht abbaubar.

      Alle diese Fakten waren immer bekannt!
      Aber unsere 'Eliten' sind zu dumm um ein technisches Fachbuch auch verstehend lesen zu können, im gegenständlichen Fall hätte Wikipedia gereicht.
      Der Einwand, das Gesindel könnte bestochen sein, ist hier aufgrund der Schwere der Folgeschäden wohl auszuscheiden.

    • FranzAnton
      02. Februar 2013 14:46

      Naja, und die Förderung dieser unausgereiften Dinge verhindert/verzögert dazu noch dazu die Entwicklung besserer Alternativen. Als Tüpfelchen auf dem i mag der jedenfalls teure Energieausweis dienen, mit welchem ein Durchschnittsmensch sich garantiert nicht auskennt, und ihn mutmaßlich auch nicht benötigt. Jemandem mit durchschnittlichem Mutterwitz genügt es, herauszufinden ob die Fenster neu sind, die Fassade auf welche Weise isoliert ist, und welche Erfahrungen Nachbarn (einer Wohnung im Altbau) gemacht haben (hinsichtlich Schimmelbildung und Gasverbrauch etwa). Der Isolationsstandard von Neubauten ist ohnehin gesetzlich festgelegt. Wozu also der Energieausweis? zum Leutesekkieren?

      Wie immer, so breche ich daher auch heute eine Lanze für die Direktdemokratie, mittels welcher jeglicher Unsinn auszuhebeln wäre; im A.U. - Blog etwa gäbe es genug Intelligenzija, vermutlich auch Fachleute, welche im Stande wären, qualifizierte Informationen in jeglicher Richtung zu verbreiten, bzw. auch zu verstehen; egal, ob technisch, finanziell, kulturell, etc.

      Solch glaubwürdiger, nachvollziehbarer Information bedürften - unverzichtbar - jene, die sich an direktdemokratischen Abstimmungen beteiligen wollten, und wäre dergleichen Qualitätsinformation - auf allen medialen Ebenen - anzustreben.
      Unsere sichtlich überforderten Parteigünstlinge haben den Staat an den Rand der Pleite geführt (und zum Drüberstreuen auch sonst noch allzu Vieles ruiniert und korrumpiert); die aktuelle Gilde gehört abgewählt, und deren Nachfolger unter direktdemokratische Kuratel interessierter bzw. engagierungsbereiter Bürger gestellt.

    • Das kleine Mäxchen
      02. Februar 2013 19:55

      Aber die kümmern sich doch eh ...

      Wie Franz Schellhorn zum geplanten Privatisierungsschutz unseres Wassers in der Verfassung schreibt:
      http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/supermarkt/1340302/SuperMarkt_Verstaatlichen-wir-bald-alle-Baeckereien?_vl_backlink=/home/index.do

      "So etwas nennt man dann wohl eine zutiefst österreichische Abhandlung eines Nicht-Themas: Die Regierung findet die Lösung zu einem Problem, das gar nicht existiert, und schreibt die Lösung des nicht existierenden Problems auch noch schnell in die Bundesverfassung. Hut ab!"

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      03. Februar 2013 16:01

      Lieber dssm, Sie ahnen gar nicht, wie sehr Sie mir aus der Seele sprechen!

      Zum Energieausweis kann ich noch eine Kleinigkeit beitragen. Ich ließ ihn anfertigen, um mich nicht dem emotionslosen Würgegriff der Bürokratie auszusetzen. Jetzt habe ich ein Blatt Papier, daß meinem Haus einen ausgezeichneten Energiestandard bescheinigt. Es ist nur so, daß ich im Winter täglich den Kamin befeuere. Das wurde bei der Ermittlung des Energieverbrauchs nicht berücksichtigt, da nicht vorgesehen.
      Das Geld hätte ich für einen schönen Abend im Restaurant sinnvoller ausgeben können.

  19. Observer
    02. Februar 2013 07:14

    Grundsätzlich sind viele Maßnahmen zur Optimierung des Energieverbrauches sinnvoll. Viele bedeutet aber nicht ALLE. Sinnvoll ist es auch, manche Förderungen zu hinterfragen, aber nicht ALLE. Leider stecken bei vielen Entscheidungen (auch bei Pro-Windkraft) starke Lobbyingorganisationen dahinter, welche an einer Objektivoität kein Interesse haben.

    Das vor einigen Tagen in Deutschland aufgetretene Versorgungsproblem mit elektrischem Strom ist da ein Beispiel. Die im Norden schon installierte große Anzahl an Windrädern - welche übrigens fast ganzjährig laufen - erzeugten derart viel Strom, welcher gar nicht dort verbraucht werden konnte. Daher ist der Spotpreis an der Strombörse stark gefallen, was wiederum andere Kraftwerke - besonders in Süddeutschland - veranlasste, die Produktion mangels ausreichender Kostendeckung einzustellen. Da es aber noch nicht ausreichende Übertragungsleitungen von Nord nach Süd gibt, waren die Netzbetreiber im Süden gezwungen, vertragliche Lieferungsoptionen (aus österreichischen sog. "Kaltkraftwerken") zu höheren Kosten in Anspruch zu nehmen. Klingt doch alles sehr paradox. Der Grund liegt aber darin, dass es durch das existierende Förders-, Zuschlags-, Stilllegungssystem (von Atomkraftwerken) sowie dem Börsehandel zu solchen unverständlichen Situationen mit unlogischen Reaktionen kommt.

    • DerTurm
      02. Februar 2013 10:40

      Bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass der Spotpreis für Heiße Luft (CO2) ein absolutes Minimum erreicht hat (in Amerika wurde die staatlich finanzierte CO2 Börse ja schon länger geschlossen, nachdem sie Al Gore & Co mit Gewinn verkauft hatten)

    • phaidros
      02. Februar 2013 11:45

      @DerTurm: Stimmt. Schon aus diesem Grund gehen die Unkenrufe, dass uns CO2-»Strafzahlungen« Milliarden kosten würden, völlig ins Leere.

      Siehe dazu den Gastbeitrag von Dieter Friedl: http://www.andreas-unterberger.at/2012/08/kyotoziele-als-billigangebot/

  20. Wertkonservativer
    02. Februar 2013 07:12

    Was haben wir Austriaken doch für ein Glück, dass der liebe Gott uns hohe Berge, tiefe Täler und saubere Flüsse in die Landschaft gesetzt hat. Das so gratis "produzierte" Wasser enthebt uns mancher Probleme, die viele andere haben.

    Dass wir trotz unseres Wasserreichtums durch vom Staat hochgeförderte grüne Technologien diese gezwungenermaßen mitzufinanzieren haben, ist eine für jeden Bürger unangenehm spürbare Tatsache!

    Viele, auch gescheite, Leute sagen: alles für den Hugo!
    Rein gefühlsmäßig bin ich eigentlich der gleichen Meinung!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • phaidros
      02. Februar 2013 08:38

      Lieber Gerhard, Du hast natürlich völlig recht, dass wir mit Natur reich gesegnet sind: kein anderes Land unserer Größe ist mir bekannt, das von Steppe und Urwald bishin zu ewigem Eis praktisch alle Landschaftsformen aufweist! (Mit Ausnahme von Wüste und Küste - wobei für letztere die Einschränkung gilt, dass die kroatische Adria ohnehin fest in österreichischer Touristenhand ist ;-) )

      Was aber die Energiegewinnung betrifft, sitzt man eben durch das viele Wasser allzu leicht einem Trugschluss auf: das steht uns hauptsächlich zur Schneeschmelze zur Verfügung, wo aber nicht mehr geheizt und noch nicht gekühlt werden muss. Daher sind auf dem Strommarkt im Frühjahr, wenn wir exportieren, die Preise niedrig. Wir importieren im Winter und im Sommer, zuhohen Preisen, und das fürht zur paradox scheinenden Situation, dass wir in kWh gemessen Exporteure, in € gemessen aber Stromimporteure sind.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      02. Februar 2013 08:52

      Von Dir, lieber Freund und Klima-Fachspezi, lasse ich mich gerne belehren, zumal ich ja jederzeit zugebe, in Klimasachen blutiger Amateur zu sein.
      Mein heutiger Beitrag war ja auch eher als vielleicht willkommene Auflockerung der sonst eher hitzigen Klimadebatte gedacht!
      Aber eines noch , caro amico:
      Im schönen Istrien gelte ich bereits seit langem nicht mehr als Tourist, sondern als Wahl-Krowote mit Haus- und Wohnrecht! Damit das klar ist (haha!)

      Ciao

      Gerhard

    • phaidros
      02. Februar 2013 08:55

      Na, da siachst es, da hast' es: Hrvatska heim ins Königreich! Und Du gehörst zur Speerspitze! ;-) (Bitte nicht falsch verstanden zu haben - die »Touristen« bezog ich mehr auf uns »Badewannen-Segler«)

    • DerTurm
      02. Februar 2013 10:42

      Lieber phaidros,

      die Zukunft sind Atomstromwaschmaschinen!

      Man pumpt einfach mit Atomstrom rauf, und verkauft das Wasser dann als Bio-Energie. Und es gibt genug Idioten in Europa, die das liebend gerne kaufen...

    • brechstange
      02. Februar 2013 11:30

      Herr Michler,

      Man ist dabei, dass Wasser durch Abgaben zu belegen wie kürzlich der Umweltdachverband verlangte. Es kann doch nicht sein, dass Industrie, Landwirtschaft, etc. das Wasser gratis bekommen. Ein weiterer Schaden für Österreichs Wirtschaftsstandort, die geben ganz leichthändig einen Standortvorteil preis, wir brauchen das Geld, mal zynisch ausgedrückt, für die von der Sonne bevorzugten Südländer, weil die sind ja so arm.

      Ich greif mir nur mehr auf den Kopf vor soviel Masochismus.

    • phaidros
      02. Februar 2013 11:36

      Lieber DerTurm, ich bin da alles andere als sattelfest, aber so weit ich weiß, ist das strikt verboten (i.e.: Strom aus Pumpspeicherkraftwerken darf nicht als »Ökostrom« verkauft werden).

      Was ich nicht verstehe: wenn schon die Vogelhexler in der Landschaft stehen, warum spaltet man mit dem Überschussstrom, der ja nicht nach Bedarf anfällt, sondern stochastisch, nicht Wasser und nützt den so gewonnenen Wasserstoff als Energieträger. Selbst bei nicht so tollem Wirkungsgrad kriegt man immer noch mehr raus, als wenn man verzichtet. Wasserstoff ist transportabel und gut im Griff, und so würden auch Leitungsprobleme gemildert.

    • brechstange
      02. Februar 2013 14:31

      Phaidros

      Also so blöd sind die Vögel auch nicht, dass sie sich zerhechseln lassen. Das ist ein mehr als übertriebenes Argument.

    • Gerhard Pascher
      02. Februar 2013 14:52

      brechstange:
      Der Nestlemanager Brabeck (ein ehem. Kärntner, nun im Konzernaufsichtsrat in der Schweiz) verlangt schon seit Jahren gebetsmühlenartig, dass Wasser nicht kostenlos sein darf. Wenn man auf die Nestle-Webseite geht, dann erfährt man, dass Nestle in sehr vielen Ländern der Welt Trinkwasser - meist von lokalen Ressourcen - in Pet-Flaschen verkauft. Auf Urlaubsreisen in fernen Ländern kaufe ich oft dieses völlig geschmacklose Nestle-Gesöff, da ich den dortigen Trinkwasserstellen nicht traue. Leider gibt es dieses Wasser nur ohne CO2 und die Flaschen sind nach dem Öffnen sehr weich und unhandlich - da anderes Kunststoffmaterial. Ein großes Problem sind auch die fehlenden Recyclingmöglichkeiten. Da sieht man auf manchen Meeresstränden - so wie kürzlich am Roten Meer - auf kurzer Strecke tausende leere Flaschen, welche angeschwemmt wurden und auch durch den Wind herumgeblasen werden. Leider mischen sich darunter auch schon viele der leeren Red Bull-Aludosen, welche vielfach trotz Wasserinhalt auch an Strand gelangen. Angeblich verkauft diese österr.-thailändische Firma schon jährlich über 3 Milliarden Dosen weltweit.

    • FranzAnton
      02. Februar 2013 15:00

      @ Phaidros: "Wasserstoff als Energieträger": wäre wohl wirklich, in seinem Naturzustand, faktisch unbrauchbar; Energiedichte gering, diffundiert durch alle Materialien hindurch, dazu noch brandgefährlich. In chemischen Verbindungen, wie die Natur ihn etwa im Erdöl/Erdgas gebunden hat, macht es hingegen Sinn, wobei die Chemiker wohl ein Kunstprodukt ("Carbazol", schon einmal erwähnt) bevorzugen würden.

    • Gerhard Pascher
      02. Februar 2013 15:34

      phaidros:
      Einem gestern veröffentlichen Bericht zufolge werden in den USA jährlich über 3 Milliarden Vögel durch ausgewilderte und auch domestizierte Katzen getötet.

      Weitere Gründe für Vogelsterben:
      Traditionelle Jagd in Italien,
      Epidemien (eben jetzt wieder in USA und Schweden, auch in Österreich ist die Anzahl der Amseln stark zurückgegangen),
      Pflanzenschutzmittel,
      Feuerwerke (besonders zu Sylvester, wo dann viele tote Vögel auf den städtischen Straßen liegen)

    • phaidros
      02. Februar 2013 17:38

      :-D Ui! Schuster bleib' bei Deinem Leisten! Da will ich einmal einen markigen Spruch bringen, den ich hier im Blog aufgeschnappt habe, aber damit liegt man wohl daneben. Danke für den Hinweis, die Dame und Herr; »Vogelhäcksler« kommt nicht wieder vor, versprochen (was mir die Windkraftwerke auch wieder etwas sympatischer macht).

      @FranzAnton: wie meinen Sie das? Die H-O-Reaktion ist die energiereichste unter allen chemischen Reaktionen, H diffundiert bspw. nicht durch Glas, und wir brauchen ja keine haushaltstauglichen Applikationen; Industriestandards (wo man Risken ganz anders beherrschen kann) würden völlig genügen.

    • DerTurm
      02. Februar 2013 19:27

      @phaidros:

      Atomstromwaschen ist nicht "verboten" (wenn man geschickt agiert). Die Ökofaschisten wettern schon lang dagegen, aber letztenendes können sie sich nur aufregen...

      Es ist ein gutes Geschäft, und so lange es genug Idioten gibt, die Apothekenpreise für "grünen Strom" bezahlen, sollen diese auch bedient werden.

      Schlimm ist allerdings, dass durch die staatlichen Eingriffe die Produktion völlig aus dem Gleichgewicht gekommen ist, und der Endverbraucher und die Industrie in Europa die Zeche zahlen müssen.

    • diko
      02. Februar 2013 20:17

      @ Brechstange,
      Bei diesen landschaftsverschandelnden Windrädern kommen "Vogelscharen" durch den verursachten Sog und Unterdruck zu Tode.
      Ausnahme ist der im Ennstal beheimatete Wachtelkönig (lat.: krex krex Population stark rücklaufig), der vor Golfbällen erfolgreich geschützt wurde, dem aber ein seit über fünfzig Jahren bestehendes militärisches Tieffluggebiet - genau über seinen Nistplätzen - in keiner Weise beeinträchtigte.

    • brechstange
      03. Februar 2013 00:56

      diko

      Ist der Wachtelkönig nicht ins Murtal übersiedelt? :-))

    • diko
      03. Februar 2013 15:06

      Brechstange,
      soll im Murtal auch ein Golfplatz ausgebaut werden?

    • Maybach (kein Partner)
      03. Februar 2013 16:31

      @Turm
      Phaidros hat auch nicht gesagt, dass die Erzeugung aus Pumpenkraftwerken verboten ist, sondern die Deklarierung von Pumpenstrom als Ökoenergie ist nicht erlaubt!!

  21. S.B.
    02. Februar 2013 02:05

    Nachdem bei der Energiegewinnung der Stein der Weisen noch nicht gefunden wurde, muß jedes Land die für sich effizienteste Methode wählen.

    Österreich kann nicht großflächig auf Sonnen- oder Windenergie setzen, sondern als eines der wasserreichsten Länder Europas in erster Linie auf eine umweltverträgliche Erschließung der Wasserkraft. Wenn jedoch bei neuen Bauvorhaben sofort unsere grünen Pseudoumweltschützer auf den Plan treten und die betroffene Bevölkerung solange verunsichern, bis diese zu dem Schluß kommt - Energiegewinnung ja, jedoch nicht bei uns, dann wird Österreich die Herausforderungen der Zukunft am Energiesektor nicht bewältigen. Daher Umweltverträglichkeit sehr wohl seriös prüfen, aber nicht auf jede Kröte, Schmetterling und/oder Grashalm Rücksicht nehmen.

    Dafür sind nämlich weder Wirtschaft, noch wir als Konsumenten bereit, Strom einzusparen bzw. auf irgendeinen Komfort zu verzichten.

    • FranzAnton
      02. Februar 2013 07:43

      Prinzipiell bin ich der Meinung, daß Energieeinsparung sinnvoll ist, wenn sie vernünftig in Angriff genommen wird. Simple Schnellschüsse, wie etwa die Styropor - Wärmedämmung, welche nicht einmal den Spechtschnäbeln standhält, erscheinen fragwürdig. Schließen wiederum die Fenster luftdicht, dann braucht es Luftleitungsanlagen samt Wärmetauschern, um die Raumluft optimal zu konditionieren; alte Gebäude damit auszurüsten, ist zwar vielleicht möglich, aber zu welchem Preis? Und in besagten Luftleitungsanlagen halten sich gerne unbeliebte Tierchen, welche durch kein aktuell funktionstüchtiges "Immunsystem" (analog jenem in unserem Körper) bekämpfbar sind.

      Allerdings: Unser Energiebedarf muß, zweifellos, mit Blick auf die Zukunft, auf andere, nachhaltigere Weise als bisher gedeckt werden. Forschung in diese Richtung ist daher prinzipiell sinnvoll. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt das Optimum darin, die Energiegewinnung von Mutter Natur abzukupfern; sie hat äußerst effiziente und umweltfreundliche, solare Energiegewinnungsanlagen zu Stande gebracht, nämlich die grünen Blätter; die meisten von der Menschheit angezapften, fossilen Energievorräte stammen (mit Ausnahme von Geothermie und der Windenergie) von dort. Ebenso hat die Natur effizienteste Energiespeicher kreiert, nämlich Holz bzw. Kohle sowie unsere Fettzellen und das Erdöl. Nur per praktisch brauchbaren Energiespeichern ist es möglich, unabhängig vom aktuellen solaren Energieangebot zu werden. Die Tatsache, daß die Menschheit - irgendwann einmal in nicht allzu ferner Zukunft - mit der auf die Erde auftreffenden Solarenergie auskommen wird müssen, ist wohl unbestreitbar, es sei denn, Fusionsreaktoren verlassen das Reißbrettstadium und werden verwirklicht. Allerdings bin ich vorsichtig bis skeptisch Wegen gegenüber, welche die Natur nicht beschritten hat; gründete die Menschheit Siedlungen am Mars, müsste vielleicht solchen Ideen nachgegangen werden; aber wer will dort schon wohnen? Immer schon bin ich für solare Energiegewinnung eingetreten, zwar überall dort, wo es möglich ist, durchaus auch in unseren Breitengraden. In der Sahara funktioniert's allerdings wesentlich besser; vor allem böte dies die Möglichkeit, die afrikanische Bevölkerung auch an einen lebenswerten Zivilisationsstandard heranzuführen; eine andere Option drängt sich mir diesbezüglich nicht auf. Die dort brodelnden Unruheherde fußen auf Energiearmut und mangelnder Bildung; beseitigt man diese, wird die Bahn für ein menschenwürdiges Leben auch in solchen aktuell bettelarmen Regionen frei.

    • GOP
      02. Februar 2013 08:03

      FranzAnton:
      Leider kann ich an Subkommentare keine Sterne vergeben, daher nur so: *********

    • phaidros
      02. Februar 2013 08:17

      Sg. FranzAnton, darf ich ergänzend zu Ihren sehr zutreffenden Ausführungen, insbesondere zu den »grünen Blättern«, auf folgenden Artikel im Science-Blog aufmerksam machen: http://www.science-blog.at/2012/10/der-natur-abgeschaut-die-farbstoffsolarzelle/

    • Brockhaus
      02. Februar 2013 08:45

      In eigener Sache:

      Gratuliere allen Unkenrufen zum trotz zum Poster des Monats Jänner mit Rekordsabstand. Bitte weiter so !

    • Brockhaus
      02. Februar 2013 08:47

      Das geht natürlich an die Adresse von S.B. Und außerdem ist bei "zum Trotz" das "t" ein wenig zu klein geraten ;-) sorry

    • dssm
      02. Februar 2013 10:51

      @phaidros
      Der von Ihnen verlinke Beitrag weckt falsche Hoffnungen, weil hier ausschließlich aus Sicht des Erfinders argumentiert worden ist.
      Die liebe Mutter Natur gibt hier wenig 'brauchbares' vor! Ein einfaches Gedankenexperiment um hier überschießende Träume zurechtzustutzen.

      Nehmen wir an, wir würden alle Flächen Österreichs, höchst effizient landwirtschaftlich nutzen (ich höre die Touristiker und Tierschützer schon aufschreien). Dann fällt ein Teil auf die Lebensmittelproduktion, ein Teil auf industrielle Rohstoffe (Holz, Fasern …), der verbleibende Teil ist trotzdem sehr groß.
      Wenn wir nun auf diesem Teil Biomasse anbauen würden, und zwar mit Dünger, Unkraut- und Schädlingsbekämpfung (die viele Chemie ist nicht jedermanns Sache), dann könnten wir nur einen Bruchteil des heutigen österreichischen Energiebedarfes decken! Dabei muss noch berücksichtigt werden, daß zahlreiche energieintensive Produktionsprozesse aus dem 'Ausland' zugekauft werden.

      Also: Diese Technologie ist sicherlich interessant, es wird eine ganze Reihe von (ökonomisch) sinnvollen Anwendungen geben – aber die großen Energieprobleme der Menschheit werden andernorts gelöst werden müssen.

    • phaidros
      02. Februar 2013 11:39

      Ganz klar, lieber dssm. Ich will das auch nicht so verstanden wissen, wie wenn das »die Lösung« wäre, denn die wird es in Form einer »Killer«technologie nicht geben. Die Lösung wird vermutlich ein Mosaik aus 1000en kleiner (und größerer), aber intelligenter Ideen und Anwendungen sein, in dem die Grätzelzelle das Potenzial hat, ein Steinchen zu werden, wie ich finde. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    • fokus
      02. Februar 2013 11:49

      @dssm

      Volle Zustimmung.
      Wichtig ist auf dem Gebiet der Energiegewinnung die Forschung und Entwicklung voranzutreiben, um für die Zukunft eine nachhaltige, erneuerbare und sowohl ökonomisch als auch ökologisch vertretbare Energiequelle zu finden.
      Bis dahin müssen wir uns mit Kompromissen begnügen und da ist Wasserkraft sicher eine vorübergehende Alternative.

    • fenstergucker
      02. Februar 2013 12:07

      Staustufe Wien ist ein gutes Beispiel für Wasserkraftgewinnung unter möglichst umweltschonenden Bedingungen.
      Nicht das schützenswerte Augebiet um Hainburg wurde verbaut, sondern stadtnaher Raum, wo man den Eingriff in die Natur auf ein Mindestmaß reduzieren konnte. Geht doch, wenn man nur will.

    • phaidros
      02. Februar 2013 17:39

      @dssm: ich habe jetzt extra den Artikel nochmal gelesen, aber ich sehe es nicht - was hat die Grätzelzelle mit Anbauflächen (und Umweltschützern) zu tun?

    • dssm
      02. Februar 2013 19:39

      @phaidros
      Jetzt wird es lang, Verzeihung.
      Die beschriebenen 'organischen' Solarzellen nutzen das Sonnenlicht. Ebenso tun es die Pflanzen.
      Wenn nun der nachhaltig entnehmbare Teil an Biomasse nur einen geringen Beitrag zur Lösung der Energieprobleme liefern kann, so auch die biologischen Solarzellen. Denn zur Herstellung selbiger Zellen wird Energie extern zugeführt, die Natur holt sich auch diesen Energiebedarf direkt von der Sonne. Schafft man für die Natur (zugegeben in diesem Zusammenhang tut das Wort weh) optimale Bedingungen, also Düngung, Pestizide, Herbizide, dann sind die Bedingungen ähnlich denen im Labor für die Herstellung der biologischen Zellen – die Spieße wären also gleich lang. Damit ist aber auch der mögliche Energiegewinn ähnlich dem der Biomasse.

      Genau betrachtet ist die Biomasse noch massiv unserer Solar-Technik überleben, denn das Speicherproblem ist dort gelöst.

      Dabei sollte man noch berücksichtigen, die beschriebenen Zellen sind noch weit von einer 'optimalen' Ausbeute entfernt.

    • phaidros
      02. Februar 2013 23:48

      Ah verstehe! Danke. Ich denke aber weniger an »Grätzelkraftwerke«, in dem man mit Zellen den Boden zupflastern würde wie die Spiegel eines Solarkraftwerks in der Sahara, sondern an die Nutzung bracher Flächen wie Dächer, Wände (aber auch Fenster) zur Bereitstellung ambienter, lokaler Energie (die man mit fremdgesteuerten Invertern ganz leicht ins Hausnetz kriegt). Ein bisschen nach dem Motto: »'Jedes Bisschen hilft', sprach die Ameise und piselte in die Donau.«

      ( Nebenbei bin ich gar nicht sicher, ob die Grätzelzelle (mit ihrem Wirkungsgrad von größenordnungsmäßig 10%+) nicht bereits Blätter (~3%) übertrifft. Aber ich weiß nicht, inwieweit diese Zahlen vergleichbar sind. Der zweite verlinkte Artikel spricht sogar von 10x höherer Effizienz »künstlicher Blätter« ggü. natürlichen - die aber wieder ein etwas anderes Prinzip realisieren )

      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13416-2011-05-13.html
      http://www.dailygreen.de/2011/03/29/kunstliches-blatt-soll-grune-energie-aus-wasser-und-sonne-liefern-17433.html

  22. Haider
    02. Februar 2013 01:43

    Sg Herr Dr. AU
    Habe Sie sich schon einmal im Zusammenhang mit Sanierung/Umweltschutz um sogenannte Förderungen bemüht?
    Ich erkundigte mich. Ich ging zur Bank. Ich ging zum Professionisten. Ich ging zur parteipolitischen Beratung.
    Und sagte schlußendlich NEIN. Für vielleicht € 200,- bei einer Investition von € 30.000,00 werde ich sicher nicht zum Bittsteller. Dann verlangt der Bürgermeister ein Dankeschön, die Stadtsparkasse veröffentlicht im ganzen Ort eine manipulierte finanzielle Situation und am Schluß - wenn ich meinen Aufwand in Rechnung stelle - ist alles ein Verlustgeschäft.
    Es geht immer nur darum, den mündigen Bürger zu drangsalieren. In altbewährter Raubrittermanier wird jeder Staatsbürger geschröpft, bis seine letzte Absicherung im staatlichen Orkus veschwunden ist. Das nennt man dann Solidarität.

  23. RR Prof. Reinhard Horner
    02. Februar 2013 01:20

    reinhard.horner@chello.at

    Bessere Wissen fundamental gegen besseres Wissen - was soll´s zukunftstauglich bewirken?

  24. efrinn
    02. Februar 2013 01:03

    Stimmt. Leider.
    Als Fachmann wird man nur belächelt,
    wenn man das in Gespräche einbringt:
    "Du bist ja gekauft und lebst davon"

    • phaidros
      02. Februar 2013 08:45

      Völlig richtig. Selbt wenn gewisses Fachwissen nachweislich nichts mit dem Lebensunterhalt zu tun hat, und »belächelt« oftmals Reaktionen gar nicht adäquat beschreibt. Aber sehr, sehr richtig, Ihre Feststellung.





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