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Fußnote 412: Die Rückkehr des Latein

Die Sprache war schon totgesagt worden. Aber sie lebt und lebt auf.

Es ist nur eine kleine Meldung, die von den meisten Medien übersehen worden ist. Aber sie ist erstaunlich und erfreulich. In den deutschen Gymnasien wählen derzeit wieder 30 bis 33 Prozent der Schüler Latein. Vor 15 Jahren sind es nur noch unter 20 Prozent gewesen. Das kann man wohl nur in einer Richtung interpretieren: Gerade bei den Jungen wächst wieder die Sehnsucht nach den Wurzeln unserer Kultur. Und die liegen in hohem Ausmaß bei der Antike, ihren Sprachen, ihrer Zivilisation und ihrer Rechtskultur. Römer und Griechen haben zusammen mit dem Christentum Europa um Galaxien nach vorne geworfen, während viele andere Kulturen erst durch die Kontakte mit ihnen den Weg aus dem Dunkel der Geschichtslosigkeit fanden.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 06:21

    Theologen, Humanisten, Historiker, Juristen freut diese Meldung natuerlich. Latein soll uns als Wahlfach erhalten bleiben. Als Pflichtfach lehne ich es ab. Praktisch veranlagte Menschen stehen heute vor einer Unmenge wichtigen Wissens, das es zu lernen gaebe. Und natuerlich sollte man neben technischen und biologischen Faechern zumindest 2 Fremdsprachen waehlen. Jede Fremdsprache eroeffnet eine ganze neue, lebende Welt. Englisch ist ein Muss. Als zweite Sprache bietet sich neben dem an Bedeutung verlierenden Franzoesisch Spanisch an, aber auch Russisch, Chinesisch, Japanisch, Arabisch. Vorteilhaft waere auch eine seltener gesprochene Sprache eines Nachbarn wie Tschechisch, Italienisch oder Kroatisch. Wer's ganz schwierig liebt, darf Ungarisch waehlen. Auch eine Immigrantensprache wie Tuerkisch bietet sich an. Kann noch ganz wichtig werden! :-)
    Wo ist da noch Platz fuer Latein? Die bekannten Argumente der Lateinlobby, wie nur Latein eroeffnet Sprachverstaendnis und logisches Denken, sowie foerdere historisches Verstaendnis, sind zwar richtig, nur ist das "nur" falsch. Auch Beschaeftigung mit der deutschen Grammatik foerdert das Sprachverstaendnis enorm und erst recht schwierige Sprachen wie Russisch. Wenn man romanische Sprachen verstehen will lerne man besser zB Spanisch, das durch streng logische, aber einfache Grammatik und viel mehr Aktualitaet mit Sicherheit die weit bessere Basis als Latein ist. Nur die verwortakelte Mischsprache Englisch ist da keine besondere Hilfe, wenn man von den germanischen und romanischen Wortstaemmen absieht. :-(
    Lernt man Russisch oder eine beliebige andere slawische Sprache anstelle von Latein, steht die Welt der slawischen Sprachen offen. Mit Latein allein bleibt sie fest verschlossen.
    Fuer das Medizinstudium ist Latein sicher nicht notwendig. Einer Handvoll alter lateinischer Ausdruecke steht eine Unmenge neuer Wortschoepfungen gegenueber, die in keinem lateinischen Text vorkommt.
    Und man komme mir bitte nicht mit dem Argument der reichen lateinischen Literatur. Das stimmt zwar, andere Sprachen haben diese jedoch auch. Und wenn's um die kulturelle Grundlage ginge, muesste man dann eher schon mit Altgriechisch beginnen.
    Wie es frueher der Fall war. Bis das technisch-biologische Wissen explodiert ist. Unsere kulturellen Wurzeln koennen auch im Deutschunterricht bestens vermittelt werden. Also bitte niemanden mehr zwingen. Als Wahlfach soll Latein allerdings unbedingt erhalten bleiben. Wegen der Vielfalt und als kulturelle, humanistische, juridische und theologische Grundlage.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 04:24

    Eine erfreuliche Nachricht!

    Latein als wichtigste Grundlage für die deutsche und die romanischen Sprache(n), bildet die Basis für unser Kulturgut. Sie hat in vielen Bereichen wie Kunst, Literatur, Kirche, Politik, Philosophie, bis hin zur Medizin das Leben in Europa geprägt.Umso erfreulicher ist die Tatsache, daß sich junge Menschen wieder vermehrt für diese Wurzeln interessieren.
    Erst vor Kurzem berichtete ein Pfarrer aus Südtirol, daß sich seine in Latein gehaltenen Messen regen Zulaufs erfreuen, weil die Menschen bei den modernen, "pfadfinderähnlichen" Veranstaltungen nicht zur nötigen Spiritualiät finden.
    Es ist auch die katholische Kirche, welche eine Stiftung = LATINITAS zur Pflege und Weiterentwicklung der lateinischen Sprache ins Leben gerufen hat, die sich bemüht, ein dem neuzeitlichen Sprachgebrauch angepaßtes Latein zu erstellen und zum Beispiel für Computer das lateinische Wort instrumentum computatorium veröffentlichte.

    Und wer Lust auf mehr hat:
    http://ephemeris.alcuinus.net

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 07:06

    Ich hatte und habe auf meine alten Tage das späte Glück, etliche meiner zahlreichen Enkel auf ihrem schulischen Weg begleiten zu dürfen.
    Drei von ihnen sind junge "Lateiner", der Jüngste (15) hat sich darüberhinaus noch Altgriechisch "zum Drüberstrahn" erwählt.

    Nachkriegsbedingte Existenzzwänge ließen es nicht zu, alte Sprachen zu lernen.
    Jetzt, im Begleiten meiner jüngsten Enkel, lacht mein altes Humanistenherz!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter Kommentatorphaidros
    8x Ausgezeichneter Kommentar
  5. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 07:15

    interessant wäre zu wissen, in welchen deutschen bundesländern oder städten der wunsch nach mehr latein besteht. eher doch in bayern und anderen "schwarz" geführten ? oder vielleicht auch in berlin oder gar hamburg ?

    man weiß ja, dass überall dort, wo bildung noch gefragt ist, also die gesamtschule nicht eingeführt ist/wird, die schulergebnisse weitaus besser sind als in den linksrotrotgrünen dt. bundesländern.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGerhild Baron
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 17:02

    Das ist eine wirklich gute Nachricht ! Als Absolventin eines humanistischen Gymnasiums der alten Schule mit 8 Jahren Latein, 5 Jahren Altgriechisch und 4 Jahren Englisch kann ic h nur sagen, daß Latein eine Basis für ALLE Studien und Berufe ist, nicht nur für Ärzte, Juristen etc. Abgesehen von der Frage der Bildung, der Wurzeln unserer Kultur usw wie sie AU anspricht, lernt man logisches Denken, das einfach für alles im späteren Leben hilft. Aus meiner Klasse (27 Buben und 2 Mädchen !) haben fast alle bemerkenswerte Karrieren in den verschiedensten Studienarten und Berufen gemacht , sowohl in technischen wie auch in kaufmännischen und wissenschaftlichen - ohne Frage basierend auf der hervorragenden Grundausbildung.
    Und lebende Sprachen kann man auf dieser Basis ohnehin am besten lernen - so bin ich selbst viersprachig neben meiner Muttersprache deutsch und das Erlernen dieser Sprachen fiel sehr leicht.

    Mit einem Wort: es lebe der Lateinunterricht und ich hoffe, Österreich folgt dem deutschen Beispiel !

  7. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 10:27

    Wer glaubt, daß die höheren Schulen (Gymnasien) vor allem der praktischen Berufsausbildung dienen sollen, dürfte irren. Selbst die Universitäten können das nur bedingt leisten, denn alles, was man im Beruf für Spitzenleistung braucht lernt man schließlich doch erst im Beruf. Gute Allgemein-B i l d u n g ist wohl bedeutsamer.

    Ich bedauere in Latein nicht besser aufgepaßt zu haben, denn heute wäre ich froh es noch besser zu können. Und Altgriechisch vermisse ich immer wieder bei der Lektüre lesenswerter Bücher.

    Von Werner Heisenberg glaube ich gelesen zu haben, daß er seine Ideen zur Entwicklung der Quantenphysik auf seine humanistische Bildung im Gymnasium zurückführte. Also Physik und Altgriechisch scheinen sich nicht auszuschließen.

    Moderne Sprachen zu erlernen scheint mir durchaus wichtig zu sein, aber hier sind eigentlich vielfältige Möglichkeiten geboten, und da die Reisefreiheit und –lust auch den längeren Aufenthalt in anderen Ländern bereits zur Normalität werden ließ, ist dies in ganz anderer Weise möglich, als noch zur Zeit meiner Eltern.

    Vor ein paar Tagen brachte Ö1 eine Sendung über die „Kinder-Universität“, und zu meiner Überraschung kamen hier viele Kinder zu Wort, die vier, fünf und mehr Sprachen akzentfrei sprachen. Wer will, hat offenbar die Möglichkeit, und wer dafür Talent hat, übt es wohl auch.
    Ich meine daher, daß man die modernen Sprachen nicht unbedingt per „Zwang“ in ihrer Verbreitung fördern muß, daß dies eher für die „toten“ Sprachen nötiger ist, wenn wir uns die Wurzeln unserer Kultur nicht mutwillig abschneiden wollen.

    In manchen Beiträgen wurde die mangelnde „Nützlichkeit“ des Latein für zB Russisch behauptet. Nun, das scheint nicht der Fall zu sein: die Grammatik ist der lateinischen wie deutschen außerordentlich ähnlich, ja in der Struktur eigentlich ident, von ein paar Besonderheiten abgesehen (vier bzw. sechs Fälle, eine differenziertere Mehrzahl für geringfügig und sehr viele Items, was aber rudimentär auch noch im Deutschen existiert: ein Paar Schuhe und ein paar Kinder; einmal für nur zwei, das andere mal für mindestens drei aufwärts, aber weniger als „viele“; etc.)

    Betrachtet man die Wörter, so findet man, daß wohl ein Drittel der russischen Wörter einen Wortstamm haben, der uns auch im Deutschen vollkommen vertraut ist, was auch für zahlreiche (alt-)griechische Wörter gilt. Daß man trotzdem seine Schwierigkeiten beim Erlernen hat, ist wohl mit allen Neuen so, das man erst als Älterer zu lernen beginnt.

    Bezüglich der Nützlichkeit des Russischen: einem Bekannten, der schon als Gymnasiast und Student in der VOEST praktizierte und dann an der WU studierte, wurde von seinen Betreuern geraten doch als Fremdsprache Russisch und nicht eine westeuropäische zu wählen (was eh jeder macht), und dieser auch tat. Nach dem Studium wurde er von der VOEST nach Rußland delegiert und dort schließlich der Generalbevollmächtigte für die ganze UdSSR und Comecon-Bereich, dem wohl bedeutendsten Handelspartner. Eine Orientierung in diese Richtung dürfte auch heute eine sehr zukunftsträchtige – und für Europa wirtschaftlich sinnvolle - sein.

    Resümee: der Aufwind für Latein ist begrüßenswert, wegen der übermächtigen Konkurrenz mit modernen Fremdsprachen (ob des Nützlichkeitsdenkens), bin ich hier für die Beibehaltung als Pflichtfach in Gymnasien. Die Überladung des Stundenplans könnte leicht vermieden werden, wenn „Sozialkunde“, und ähnliche Wald- und Wiesen“fächer“ entfielen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 10:27

    Wer glaubt, daß die höheren Schulen (Gymnasien) vor allem der praktischen Berufsausbildung dienen sollen, dürfte irren. Selbst die Universitäten können das nur bedingt leisten, denn alles, was man im Beruf für Spitzenleistung braucht lernt man schließlich doch erst im Beruf. Gute Allgemein-B i l d u n g ist wohl bedeutsamer.

    Ich bedauere in Latein nicht besser aufgepaßt zu haben, denn heute wäre ich froh es noch besser zu können. Und Altgriechisch vermisse ich immer wieder bei der Lektüre lesenswerter Bücher.

    Von Werner Heisenberg glaube ich gelesen zu haben, daß er seine Ideen zur Entwicklung der Quantenphysik auf seine humanistische Bildung im Gymnasium zurückführte. Also Physik und Altgriechisch scheinen sich nicht auszuschließen.

    Moderne Sprachen zu erlernen scheint mir durchaus wichtig zu sein, aber hier sind eigentlich vielfältige Möglichkeiten geboten, und da die Reisefreiheit und –lust auch den längeren Aufenthalt in anderen Ländern bereits zur Normalität werden ließ, ist dies in ganz anderer Weise möglich, als noch zur Zeit meiner Eltern.

    Vor ein paar Tagen brachte Ö1 eine Sendung über die „Kinder-Universität“, und zu meiner Überraschung kamen hier viele Kinder zu Wort, die vier, fünf und mehr Sprachen akzentfrei sprachen. Wer will, hat offenbar die Möglichkeit, und wer dafür Talent hat, übt es wohl auch.
    Ich meine daher, daß man die modernen Sprachen nicht unbedingt per „Zwang“ in ihrer Verbreitung fördern muß, daß dies eher für die „toten“ Sprachen nötiger ist, wenn wir uns die Wurzeln unserer Kultur nicht mutwillig abschneiden wollen.

    In manchen Beiträgen wurde die mangelnde „Nützlichkeit“ des Latein für zB Russisch behauptet. Nun, das scheint nicht der Fall zu sein: die Grammatik ist der lateinischen wie deutschen außerordentlich ähnlich, ja in der Struktur eigentlich ident, von ein paar Besonderheiten abgesehen (vier bzw. sechs Fälle, eine differenziertere Mehrzahl für geringfügig und sehr viele Items, was aber rudimentär auch noch im Deutschen existiert: ein Paar Schuhe und ein paar Kinder; einmal für nur zwei, das andere mal für mindestens drei aufwärts, aber weniger als „viele“; etc.)

    Betrachtet man die Wörter, so findet man, daß wohl ein Drittel der russischen Wörter einen Wortstamm haben, der uns auch im Deutschen vollkommen vertraut ist, was auch für zahlreiche (alt-)griechische Wörter gilt. Daß man trotzdem seine Schwierigkeiten beim Erlernen hat, ist wohl mit allen Neuen so, das man erst als Älterer zu lernen beginnt.

    Bezüglich der Nützlichkeit des Russischen: einem Bekannten, der schon als Gymnasiast und Student in der VOEST praktizierte und dann an der WU studierte, wurde von seinen Betreuern geraten doch als Fremdsprache Russisch und nicht eine westeuropäische zu wählen (was eh jeder macht), und dieser auch tat. Nach dem Studium wurde er von der VOEST nach Rußland delegiert und dort schließlich der Generalbevollmächtigte für die ganze UdSSR und Comecon-Bereich, dem wohl bedeutendsten Handelspartner. Eine Orientierung in diese Richtung dürfte auch heute eine sehr zukunftsträchtige – und für Europa wirtschaftlich sinnvolle - sein.

    Resümee: der Aufwind für Latein ist begrüßenswert, wegen der übermächtigen Konkurrenz mit modernen Fremdsprachen (ob des Nützlichkeitsdenkens), bin ich hier für die Beibehaltung als Pflichtfach in Gymnasien. Die Überladung des Stundenplans könnte leicht vermieden werden, wenn „Sozialkunde“, und ähnliche Wald- und Wiesen“fächer“ entfielen.


alle Kommentare

  1. Loryn (kein Partner)
    17. März 2015 06:51

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  2. Albert (kein Partner)
    21. Januar 2015 13:31

    halli hallo uschi! es hat geklappt! aber nach whcelen prinzip das geht; keine ahnung. es ist nur sehr e4rgerlich wenn man nicht kommentieren kann wie man mf6chte. ich hoffe nur, dass einige me4dels nicht glauben ich he4tte keine lust zum kommentieren. http://ynyuxgw.com [url=http://ecbigxe.com]ecbigxe[/url ] [link=http://qxsqouxnx.com]qxsqouxnx[/link ]

  3. Anapaula (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:21

    Danke! Ich freue mich, dass Ihnen unsere Seite zuagst Unsere Philosophie bisher ist, neue (auch Lehr-)Inhalte immer vorne an zu stellen , damit sie nicht untergehen. Alle Lehrinhalte kf6nnen dann beispielsweise fcber den Menfcpunkt Inhalte einschre4nken Kategorie Lehre abgerufen werden (eine solche Kategorie gibt es auch ffcr die Termine). Wir greifen Ihre Anregung aber trotzdem auf und werden schauen, wie sich das in die Struktur einbinden le4sst, bitten jedoch um etwas Geduld

  4. Linda (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:26

    Liebe Ina,alle Kommentare mfcssen vor der Verf6ffentlichung von mir genehmigt wdeern. Somit ist Dein Kommentar nicht f6ffentlich einsehbar gewesen. Mit lieben Grfcdfen Rainer Bergmann

  5. Templarii (kein Partner)
    04. März 2013 09:52

    Es ist richtig dass Latein wichtig ist, aber die Argumente sind immer "Altbacken" quasi so ein "Nice to have". Dabei ist latein aus anderen Gründen für Europa sehr wichtig!

    Dazu habe ich einige meiner Gedanken aufgeschrieben:

    http://recognoscere.wordpress.com/2013/01/10/ist-latein-nutzlich/

    Zum Beispiel:

    "Beendigung der Sprachdominanz durch eine einzelne Volkskultur"

    "Eindämmung anderer dominanter Kulturkreise"

    "Es erleichtert die Interkontinentale Kommunikation"

    "Ein geopolitisches Werkzeug"

    "Ein Werkzeug für europaweite Wirtschaftsentwicklung"

    Ich kann nur empfehlen Latein zu lernen und es als dominante Wirtschafts- und Wissenschaftssprache durchzusetzen. Das hilft unseren Völkern gegen die Domanten Chinesen, Russen, Araber und Anglophone Kulturkreise. Und ein Hilfsmittel für eine Welt ohne einzelne zu stark dominante Kulturen.

    Man muss sich dessen bewusst werden, dass die ganz krassen starken Kulturleistungen Europas von Lateinisch sprechenden Personen durchgeführt worden sind. Die Schlacht von Lepanto war wohl ohne Latein nicht möglich, der Kampf gegen die Türken vor Wien, die erforschung der Seeweege von Heinrich dem Seefahrer und der Bau der Kathedralen.. Sie sprachen Latein!

    Templarii

  6. Hannibal (kein Partner)
    28. Februar 2013 20:38

    Latein ist immer wieder lustig und man kann damit viele Witze machen. Wer möchte raten, was bedeutet:
    1. Ovum, ovum, quid lacus ego!
    2. Unus ignis quis vir multum ab audere et dixit: studium fuga meum impedire!

  7. Michael Holzer (kein Partner)
    27. Februar 2013 19:02

    Nachtrag : lesen Sie auf den Autobahnen den englischenText über die "Rettungsgasse" und zählen Sie die Wörter mit lateinischem Wortstamm !

    • simplicissimus
      27. Februar 2013 20:28

      Englisch ist eine Mischsprache mit angeblich bis zu 72% romanischem Anteil. Wenn man Franzoesisch kann, versteht man die meisten dieser Woerter. Wenn man Latein kann, nur einen kleineren Teil.

  8. Michael Holzer (kein Partner)
    27. Februar 2013 18:52

    Man vergisst dass Englisch in der Hoch- und Wissenschaftssprache zum allergrößten Teil auf Latein fußt !

  9. Neppomuck (kein Partner)
    27. Februar 2013 11:40

    "Ovum ovum, quid lacus ego?"
    Das Lateinische im Aufwind - wie begrüßenswert.
    Es muss ja nicht unbedingt nur das "Küchenlatein" sein.

    Wenn die "Steißgeburt Europa" jemals eine Chance darauf haben will, ein 'demokratisches Konstrukt' zu werden, dann nur über eine gemeinsame Sprachebene.
    Das muss ja nicht bis zu Ovid hinauf reichen, ein "Li(e)ber latinus(, wie geht es dir?)." könnte da schon genügen.

    Denn die sprachliche Schnittmenge "Latein" ist in den Ländern des Abendlandes eben am größten.
    Das erhält einerseits die ethnisch bedingten Eigentümlichkeiten und schafft andererseits die Basis für eine die Regionen/Länder/Staaten übergreifende Austauschmöglichkeit. (siehe Schweiz)
    Ohne die europaweite Wahlen für einen ebensolchen demokratisch legitimierten Überbau niemals möglich sein werden.
    Was aber die Grundlage einer gedeihlichen Zusammenarbeit in einem Europa der Vaterländer ist. Auch wenn man versucht, uns vor die vollendete Tatsache eines Europäischen Bundesstaates zu stellen. Auf demokratischem Wege würde das niemals eine mehrheitliche Zustimmung finden.

    Wer das also hintertreibt, darf sich getrost "Feind jedweder Demokratie in Europa" nennen.
    Oder darf sich zumindest nicht wundern, als solcher bezeichnet zu werden.

  10. cmh (kein Partner)
    26. Februar 2013 22:15

    Bei sovielen Beiträgen kann es sich bei Latein nicht nur um ein Randthema handeln.

    • phaidros
      26. Februar 2013 23:13

      Kein Wunder. Zu dem Thema wird wie gewöhnlich so viel Unsinn geschrieben, dass eben auch viel entgegenzuhalten ist.

      (Zu Ihrer Freude können Sie das natürlich auch in Ihrem Sinne auslegen – um hier eines jener lateinlischen Lehnwörter zu vermeiden, mit denen man so gerne den Eindruck von Bildung vermittelt (ebenso))

    • baro palatinus (kein Partner)
      27. Februar 2013 01:00

      ich weiß es, ich weiß es:
      Sie sprechen von interpretieren und evozieren, nicht?

    • baro palatinus (kein Partner)
      27. Februar 2013 01:13

      oder meinten Sie informieren?

      trotzdem; spass gemacht hat mir das übersetzen nie. und am erlernen von konjugationen und deklinationen mochte ich mich genausowenig delektieren.
      es freut mich aber zu lesen, dass latein einigen zeitgenossen zum amusement gereicht (hat - oder lässt bloß die erinnernung ein wenig nach?).

    • cmh (kein Partner)
      27. Februar 2013 10:16

      @phaidros

      Verstehen Sie mich eigentlich absichtlich immer falsch?

      Denn dass zu einem Thema viel Unsinn gelabert wird, macht es noch nicht zu einem bewegenden Thema. Das aber war meine Frage: Warum bewegt das Unterrichtsfach Latein soviele in positivem und negativen Sinne?

      Und seien Sie doch auch einmal zu sich selber ehrlich: Auch wenn jemand auf Lateinisch Unsinn laberte, wäre das beim zweiten Satz klar. Dei Fabel vom Raben, der sich mit Pfauenfedern schmückt, kennen Sie sicher.

    • baro palatinus, custos linguae (kein Partner)
      27. Februar 2013 16:07

      da muss ich mich wiederum einschalten, ich kann nicht widerstehen.
      frage haben Sie keine gestellt
      und
      labern tut auf pulsvier niemand - das sollte prosiebensateinskabeleins vorbehalten sein

    • phaidros
      27. Februar 2013 21:21

      @baro palatinus: ;-)

    • phaidros
      28. Februar 2013 10:03

      @cmh: Und hier kann ich nicht widerstehen: Ja, ich kenne Äsop. Die Fabel hat nur nichts mit der Latein-Diskussion zu tun. (Oder inwiefern sind da irgendwelche Federn fremde welche?) Ein weiteres Beispiel für pseudogebildete Wichtigtuerei (so wie der phalsch angerufene Sokrates weiter unten (nicht von Ihnen)).

  11. Susanna (kein Partner)
    26. Februar 2013 16:23

    Latein macht Spaß!

  12. Thomas Führinger (kein Partner)
    26. Februar 2013 12:57

    Es ist ein Phänomen der letzten ungfähr zwanzig Jahren, das sich die Beschäftigung mit Latein und Altgriechisch wieder deutlich mehr Zulaufs erfreut, auch unter Erwachsenen.
    Eine klare Erklärung dazu wurde noch nicht gefunden. Es scheint allerdings nicht zufällig zu sein, dass die Entwicklung zeitlich mit der Verbeitung des Internets zusammen fällt.

    Die Diskussion über den praktischen Nutzen, Latein zu lernen dreht sich im Kreis. Immer wieder werden auch absurde Argumente vorgebracht wie etwa, dass es danach leichter ist Französisch und Spanisch zu lernen. Man lernt nicht eine schwierige Sprache um danach eine einfachere schneller zu lernen. Solche Argumente schrecken Skeptiker ab und vernebeln die Sicht.

    Es läßt sich jedenfalls nicht von der Hand weisen, dass die Lateinische Sprache ein ganz besonderes Konstrukt ist und eine Eleganz und Kompaktheit aufweist, in der ihr keine andere Sprache nahe kommt.

    Es fällt auch auf, dass die herausragenden Denker und kreativen Köpfe der Geschichte so gut wie alle über fundierte Lateinkenntnisse verfügten und typischerweise eine persönliche Leidenschaft damit verbanden. Von Thomas Jefferson sagt man, er hätte immer eine griechische Grammatik mit sich in der Tasche getragen (und natürlich beherrschte er Latein). Was Göthe aus der deutschen Sprache gezaubert hat, läßt deutlich erkennen, dass es von jemand kommt, der Latein im Blut hatte. Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen.

    Leider findet der Lateinunterricht in den Schulen immer noch so statt wie seit Generationen. Es wird keinerlei Versuch unternommen auch aktive und gesprochene Kenntnisse der Sprache zu vermittlen. Statt dessen ergeht man sich in einer Analyse von Texten, die eigentlich noch zu schwierig sind und die ohne Sprachgefühl angegangen wird.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:39

      "Es läßt sich jedenfalls nicht von der Hand weisen, dass die Lateinische Sprache ein ganz besonderes Konstrukt ist und eine Eleganz und Kompaktheit aufweist, in der ihr keine andere Sprache nahe kommt."

      Wobei das klassische Latein eine vergleichsweise bescheidene Schnittmenge mit der Alltagssprache (Vulgärlatein) der durchschnittlichen Römer/Latiner aufweist.
      In Wirklichkeit handelt es sich beim Latein eines Cicero oder Caesar um das Kunstprodukt einer elitären, intellektuellen Kaste, die sich der Sprache als Mittel zur sozialen Differenzierung bediente. Und recht wenig hat sich hier in den letzten 2000 Jahren geändert, wenn ich die Fremdwortvöllerei unserer heutigen "Eliten" betrachte.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:53

      Segestes (kein Partner)
      *************

    • Undine
      26. Februar 2013 18:56

      @Thomas Führinger

      "Was Göthe aus der deutschen Sprache gezaubert hat, läßt deutlich erkennen, dass es von jemand kommt, der Latein im Blut hatte. Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen."

      Ich habe einmal gelesen, daß Goethe sein Versepos "Hermann und Dorothea" selber am liebsten in der lateinischen Übersetzung las. Diese Dichtung ist wohl überhaupt das schönste Beispiel für die Verschmelzung des antiken und des nationalen Geistes.
      Die Hexameter klingen sowohl im Deutschen, als auch im Lateinischen in höchster Vollendung.

    • Templarii (kein Partner)
  13. Segestes (kein Partner)
    26. Februar 2013 11:56

    Lieber Unterberger,
    Ihnen ist offensichtlich nicht bewusst, dass jene Schüler die im Gymnasium Latein belegen, nur in Ausnahmefällen vorhaben werden, später eine naturwissenschaftliches oder technisches Studium zu absolvieren.
    Stattdessen dürften sie sich mehrheitlich der geisteswissenschaftlichen Orchideenzucht widmen wollen, im Zuge derer sie dann auch gleich von Rot-Grün indoktriniert werden.
    Na, immer noch happy über das Revival der lateinischen Sprache?

    • DailyMirror (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:02

      @Segestes:
      ********!

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:07

      Woher wissen sie die spätere Berufswahl der Gymnasiasten so genau?

      In meiner Maturaklasse (18) haben ich bzw. 3 weitere Physik/Ing.Wissenschaften, 3 Medizin, 2-3 Jus, einer Geschichte studiert. Ein Orchideen-Studium niemand. In den Parallelklassen war es ähnlich.

    • Manfred (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:14

      Klar, vor einem halben Jahrhundert war das so üblich, da gab es auch noch nicht so viele Wahlmöglichkeiten. Aber wir reden hier über die heutige Zeit.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:09

      Zeitungs-, Theater-, Politische Wissenschaften und Psychlogie, etc. gab es auch damals schon.

      Kurse fürs Onanieren an der Volx-"Hochschule" sind allerdings erst später in Wien als Alternative dazu gekommen.

      Und neben Englisch brachte es Beruf und Interesse doch dazu auch noch Afrikaans (=Flämisch/Holländisch) und Russisch zu lernen. Und ein bißchen Wienerisch, was trotz vereinfachten Grammatik (Entbehrlichkeit des Genetivs) und anderer Erleichterungen (Spü´n ma si - "spielen wir sich") gar nicht so einfach war.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:24

      @F.V.

      War mir klar, dass dieser Einwand kommt :)
      Dass es sich bei diesen Lateinern um lauter potentielle Medizin- und Jusstudenten handelt, darf allerdings stark bezweifelt werden.
      Ebenfalls darf bezweifelt werden, dass dieses Land noch mehr Juristen benötigt, die sich dann in irgend einem Parteiapparat nach oben warten.

      Geschichte zählt übrigens zu den Orchideenstudien und ist dementsprechend völlig überlaufen, wie ich auch aus eigener Erfahrung weiß.
      Und ich halte es für wenig glaubwürdig, wenn jemand behauptet, er kenne quasi die Lebensläufe all jener Leute, die mit ihm einst maturiert haben.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:27

      Segestes,

      die Lebensläufe zu kennen habe ich nicht behauptet, nur was mehr als die Hälfte meiner Schulkameraden studiert hat. Der Historiker wurde übringens ein sehr guter Museumsdirektor.

      Ich glaube auch, daß mehr Ingenieure besser wären als "noch mehr Juristen", allerdings fiel mir auf, daß die Chancen GF oder Vorstand zu werden für Juristen meist ungleich besser waren(sind?) als für Ingenieure.

      Den Grund kenne ich aus eigener Anschauung: als Ingenieur ist man auf total vermintem Gebiet, sowohl was die kaufmännisch/betriebswirtscahftlichen als auch die rechtlichen Fragen der Unternehmensführung betrifft. Wer hier keine ausreichende Geelgenheit hat diese weißen Flecken gründlich mit entsprechendem Inhalt zu füllen, (über-)lebt nicht lange.

    • baro palatinus (kein Partner)
      27. Februar 2013 16:20

      versuchen Sie allesamt hier den eindruck zu evozieren die spitzen der ingenieurswissenschaft(huch ein )er seien jenen der orchideenzüchter in aller regel intellektuell ebenbürtig?

      dass diesem nicht so ist, hat schon ein, ansonsten wenig scharfsinnger, braunauer in seinem politischen hauptwerk festgestellt.
      Sie wissen schon; das andere bücherl neben dem kapital, von dem alle reden aber das, bis auf einige schmetterlingsfänger und zitronenbaumkultivierer aus den geisteswissenschaftlichen fakultäten, niemand gelesen hat.

      und nein ich bin kein sozialist um diese unterstellung gleich zu antizipieren

  14. matze (kein Partner)
    26. Februar 2013 11:16

    Ja ich weis, dass das jetzt nicht zum Thema passt, aber
    Nicht nur die wahre christliche Religion wird zerstört ...
    Der vielleicht überwältigendste TV-Anruf aller Zeiten!

    eine Moslemin spricht Klartext, 4 min die sich lohnen...
    Wir dürfen es nicht Saudi nennen, es ist ARABIEN !
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=i3brbrTCu_Q

    • schreyvogel
      26. Februar 2013 11:51

      Es stimmt, die Saudis sind nur am Erhalt ihrer Herrschaft und ihres immensen Reichtums interessiert.
      Es ist ein Wahnsinn, was sie mit Syrien treiben. Eine bestehende Ordnung zu zerstören, nur weil die Regierung schiitisch dominiert ist, kann sehr leicht auf die Saudis selber zurückfallen!

    • matze (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:55

      schreyvogel
      ******** Danke!

  15. Francois Villon (kein Partner)
    26. Februar 2013 10:27

    Wer glaubt, daß die höheren Schulen (Gymnasien) vor allem der praktischen Berufsausbildung dienen sollen, dürfte irren. Selbst die Universitäten können das nur bedingt leisten, denn alles, was man im Beruf für Spitzenleistung braucht lernt man schließlich doch erst im Beruf. Gute Allgemein-B i l d u n g ist wohl bedeutsamer.

    Ich bedauere in Latein nicht besser aufgepaßt zu haben, denn heute wäre ich froh es noch besser zu können. Und Altgriechisch vermisse ich immer wieder bei der Lektüre lesenswerter Bücher.

    Von Werner Heisenberg glaube ich gelesen zu haben, daß er seine Ideen zur Entwicklung der Quantenphysik auf seine humanistische Bildung im Gymnasium zurückführte. Also Physik und Altgriechisch scheinen sich nicht auszuschließen.

    Moderne Sprachen zu erlernen scheint mir durchaus wichtig zu sein, aber hier sind eigentlich vielfältige Möglichkeiten geboten, und da die Reisefreiheit und –lust auch den längeren Aufenthalt in anderen Ländern bereits zur Normalität werden ließ, ist dies in ganz anderer Weise möglich, als noch zur Zeit meiner Eltern.

    Vor ein paar Tagen brachte Ö1 eine Sendung über die „Kinder-Universität“, und zu meiner Überraschung kamen hier viele Kinder zu Wort, die vier, fünf und mehr Sprachen akzentfrei sprachen. Wer will, hat offenbar die Möglichkeit, und wer dafür Talent hat, übt es wohl auch.
    Ich meine daher, daß man die modernen Sprachen nicht unbedingt per „Zwang“ in ihrer Verbreitung fördern muß, daß dies eher für die „toten“ Sprachen nötiger ist, wenn wir uns die Wurzeln unserer Kultur nicht mutwillig abschneiden wollen.

    In manchen Beiträgen wurde die mangelnde „Nützlichkeit“ des Latein für zB Russisch behauptet. Nun, das scheint nicht der Fall zu sein: die Grammatik ist der lateinischen wie deutschen außerordentlich ähnlich, ja in der Struktur eigentlich ident, von ein paar Besonderheiten abgesehen (vier bzw. sechs Fälle, eine differenziertere Mehrzahl für geringfügig und sehr viele Items, was aber rudimentär auch noch im Deutschen existiert: ein Paar Schuhe und ein paar Kinder; einmal für nur zwei, das andere mal für mindestens drei aufwärts, aber weniger als „viele“; etc.)

    Betrachtet man die Wörter, so findet man, daß wohl ein Drittel der russischen Wörter einen Wortstamm haben, der uns auch im Deutschen vollkommen vertraut ist, was auch für zahlreiche (alt-)griechische Wörter gilt. Daß man trotzdem seine Schwierigkeiten beim Erlernen hat, ist wohl mit allen Neuen so, das man erst als Älterer zu lernen beginnt.

    Bezüglich der Nützlichkeit des Russischen: einem Bekannten, der schon als Gymnasiast und Student in der VOEST praktizierte und dann an der WU studierte, wurde von seinen Betreuern geraten doch als Fremdsprache Russisch und nicht eine westeuropäische zu wählen (was eh jeder macht), und dieser auch tat. Nach dem Studium wurde er von der VOEST nach Rußland delegiert und dort schließlich der Generalbevollmächtigte für die ganze UdSSR und Comecon-Bereich, dem wohl bedeutendsten Handelspartner. Eine Orientierung in diese Richtung dürfte auch heute eine sehr zukunftsträchtige – und für Europa wirtschaftlich sinnvolle - sein.

    Resümee: der Aufwind für Latein ist begrüßenswert, wegen der übermächtigen Konkurrenz mit modernen Fremdsprachen (ob des Nützlichkeitsdenkens), bin ich hier für die Beibehaltung als Pflichtfach in Gymnasien. Die Überladung des Stundenplans könnte leicht vermieden werden, wenn „Sozialkunde“, und ähnliche Wald- und Wiesen“fächer“ entfielen.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:43

      Francois Villon (kein Partner)
      *******
      Prof. Hans-Peter Dürr war ein Schüler Heisenberg's!
      Bei Interesse:
      http://www.youtube.com/watch?v=1dC41NkQDew&list=PLE9425E0842FAEC75

    • Undine
      28. Februar 2013 19:08

      @Francois Villon

      ************!

      "Moderne Sprachen zu erlernen scheint mir durchaus wichtig zu sein, aber hier sind eigentlich vielfältige Möglichkeiten geboten, und da die Reisefreiheit und –lust auch den längeren Aufenthalt in anderen Ländern bereits zur Normalität werden ließ, ist dies in ganz anderer Weise möglich, als noch zur Zeit meiner Eltern."

      "Spätberufenen" in Sachen Latein könnte man bestenfalls raten, ein Jahr Aufenthalt im Vatikan einzuplanen! Wo sonst könnte man Versäumtes nachholen! Also doch eher mit "sanftem" Zwang die Kinder dazu bringen, daß sie es in der Schule lernen! Es lohnt sich auf jeden Fall. :-)

    • templarii (kein Partner)
      04. März 2013 09:54

      Vom Grammatischen Aufbau sind so manche Osteuropäische Sprachen dem Latein ähnlich..

      So ist ein "Credo" eins zu eins im Ukrainischen auszusprechen: "wiruju"

      beides heisst "ich glaube".

      Templarii

  16. cmh (kein Partner)
    26. Februar 2013 10:18

    Folgende Missverständnisse treten hier zutage:

    1. Sprachen werden gelernt, um gesprochen zu werden. Das Denken soll gelernt werden, nicht das Quatschen.

    2. Für bzw das Latein sprächen utilitaristische Gründe. Es wird gefragt, welchen Vorteil der Lernende aus dem Lernen des Latein ziehen könnte. Das ist platt. Der Schaden den ein Lernender aus dem Nichtlernen von Latein hat ist eine Petitesse im Vergleich zur Verarmung, Verhunzung und Verflachung des Deutschen, seitdem den Schülern der lange Athem der lateinischen Perioden nicht mehr beigebracht wird.

    3. Der Vergleich mit anderen europäischen Sprachen hinkt immer. Denn die Systematik der modernen europäischen Sprachen ist die des LAteins. Moderne Sprachen sind nicht aus dem Latein hervorgegangen, sondern nach dem Muster des Latein geschaffen und geformt worden.

    4. Die Nutzenabwägung mit solchen Fächerchen wie Biologie oder "EDV". Da wird doch tatsächlich das was ein Schüler nach vielen Jahren vom Latein vergessen hat mit dem verglichen, was in Biologie und vor allem in "EDV" in der Zwischenzeit veraltet ist.

    • Torres (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:23

      Der lange "Athem": ganz genau, die Verhunzung der deutschen Rechtschreibung! Ich nehme an, dass Sie dafür gut Lateinisch können - allerdings ist das, Ihren Worten nach, nur eine "Petitesse".

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 16:45

      Der Athem ist hier natürlich ein Rechtschreibfehler.

      Eine Verhunzung ist es hingegen, wenn ein Falsches frech für Richtiges ausgegeben wird.

      Wie Sie aber sicher wissen, handelt es sich bei "Athem" um die veraltete Schreibweise von vor 1901. So schrieb man auch Thür und Thor und so schreibt man auch noch heut Thron. Wenn Sie mir also etwas vorwerfen wollen, dann bitte, dass ich auch Bücher in alter Rechtschreibung, ja sogar noch in alter deutscher Schrift lese.

      Ich stehe aber nicht an, Ihnen zu Ihrem "finding" zu gratulieren. Ich habe schon geglaubt, ich wäre der einzige, der meine Tipp- und Rechtschreibfehler, nebst grammatialischer Unzukömmlichkeiten bemerkt.

  17. carlo soziale (kein Partner)
    26. Februar 2013 09:57

    Beim Assinger bzw. Jauch sieht die Jugend, welch schwierige Fragen man mit ein wenig Lateinkenntnissen beantworten kann.

    • Undine
      26. Februar 2013 19:12

      Also, den Assinger und den Günther Jauch in einem Atemzug zu nennen, ist ein etwas starkes Stück! Der unerträgliche Armin Assinger, dem man im ORF fast nicht entkommen kann, weil er ständig---als Liebkind des ORF--- in irgendeiner Pose vom Bildschirm grinst, ist ein präpotenter Hans-Dampf-in-allen-Gassen; das Pulver hat er jedenfalls nicht erfunden!

    • Gerhild Baron
      26. Februar 2013 19:18

      Carlo soziale: bei Jauch gebe ich Ihnen recht, aber die Lateinkenntnisse des Herrn Assinger wage ich zu bezweifeln .... sehe mir aber auch offen gestanden seine Sendung nur minutenweise an, denn länger halte ich es nicht aus ...

    • Specht (kein Partner)
      26. Februar 2013 23:02

      @cmh Respekt, eine feine Klinge! Ich bedauere, dass man hier nachträglich nichts mehr korrigieren kann, flott unterwegs erspähe ich meine Fehler prinzipiell erst nach "Enter".

    • carlo soziale (kein Partner)
      27. Februar 2013 10:06

      @Undine&Gerhild Baron:
      Assinger und Jauch habe ich nur genannt, weil mir der Sendungsname nicht geläufig ist. Diese Figuren sind austauschbar und deren Lateinkenntnisse unerheblich. Es geht vielmehr darum, dass viele der gestellten Fragen leicht zu beantworten sind, wenn man die Bedeutung von Begriffen aus dem Lateinischen oder Altgriechischen herleiten kann.

  18. baro palatinus (kein Partner)
    26. Februar 2013 09:30

    ob das christentum als solches europa nach vorne geworfen hat wage ich zu bezweifeln.
    eine kultur wissen zu schaffen anstatt erzähltes zu glauben dürfte wohl wesentlich aus den zahlreichen (zufälligerweise?) christlichen schismata erwachsen sein.
    seitens einer institutionalisierten kirche dürfte jedenfalls wenig interesse bestanden haben gängige weltanschauungen kritisieren zu lassen.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:21

      ob DER SOZIALISMUS als solcheR europa nach vorne geworfen hat wage ich zu bezweifeln.
      eine kultur wissen zu schaffen anstatt erzähltes zu glauben dürfte wohl wesentlich aus den zahlreichen (zufälligerweise?) SOZIALISTISCHEN schismata erwachsen sein.
      seitens einer institutionalisierten PARTEI dürfte jedenfalls wenig interesse bestanden haben gängige weltanschauungen kritisieren zu lassen.

      Was willst Du denn bezweifeln. Mehr als Worthülsen sind das ja nicht.

    • Günther (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:22

      Na viel Freude mit der Steinzeitideologie Islam, welche in ein paar Jahrzehnten Europa beherrschen wir. Dann werden Ihre Nachkommen dem Christentum nachheulen.

    • baro palatinus (kein Partner)
      27. Februar 2013 00:52

      die einfacheren gemüter erweisen sich, wie so oft, unfähig in kontinua anstelle von dichotomien zu denken.
      unser derzeitige gesellschaftsordnung verdanken wir einem säkularen staatsgefüge, der griechischen philosophie, dem positiven recht (welches schon in weit vorchristlicher zeit fundiert wurde) oder dem rechtsstaat im weiteren sinne und mit sicherheit auch einigen christlichen wertvorstellungen.

      diese zu absolutieren ist aber unklug. in einem christlichen (gottes)staate möchte ich nicht leben. in der const. criminalis theresiana war apostasie bspw. noch mit dem tode sanktioniert (wie vampirismus im übrigen auch).

      ich bin auch kein sozialist, noch nicht einmal links und zum islam habe ich eine, mit sicherheit, gereiftere meinung als Sie, lieber günther.
      sofortiger zuwanderungsstop für muslime, wenn es nach mir ginge - geht es aber nicht.
      was simple gemüter allerdings nicht begreifen wollen ist, dass es aus - noch so großer - angst vor dem feuer keinesfalls ratsam wäre freiwillig ins wasser zu gehen.
      ich hoffe Sie können nach einiger zeit (im falle des trollwatsch wohl tagen oder wochen) des nachdenkens dieser analogie folgen.

    • Templarii (kein Partner)
      05. März 2013 16:40

      Sie sollten erstmal ihre Bildung von der Gehirnwäsche der "Aufklärer" reinigen und sich mal informieren wie viele Klöster als ultimative Bildungsstätte für Menschen aller Stände existierten. Zeitweise gab es mehr Frauen als Nonnen die lesen und schreiben lernten als Mönche.

      Sie wissen nicht mal dass die Untergegangene griechische Philosophie von den Christen und hochgebildeten Römern wieder integriert worden ist und man mit Aristoteles das alte Testament überprüfte.

      Sie wissen nicht dass Stoizismus für sich genommen in Depressionen führt - lesen sie Marc Aurel.

      Sie wissen nicht mal wer das Naturrecht überhaupt vertiefte und Instutionalisierte - es war Thomas von Aquin und die Katholische Kirche.

      Informieren sie sich WIRKLICH und lassen Sie sich nicht mehr blenden. Es geht um mehr als einfach nur "auf dem Universitäts-sessel Recht haben".

      Mehr infos:

      http://recognoscere.wordpress.com/2012/02/17/buchempfehlung-aristoteles-auf-dem-mount-saint-michel/

      Templarii

  19. War schon mal hier (kein Partner)
    26. Februar 2013 06:33

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass kaum eeiner der Advokaten dieser wahrlich toten Sprache in der Lage wäre, zwei fehlerfreie Sätze in derselben zu formulieren, von einem echten Mittel zum sprachlichen Ausdruck seiner Gedanken ganz zu schweigen.

    Ich bin Absolvent eines humanistischen Gymnasiums (großes Latinum und Graecum) und bedauere aufrichtig, soviel Zeit auf diese Sprachen verwendet zu haben. Französisch habe ich später nebenher gelernt, und ich habe daraus tausendmal mehr Nutzen gezogen. Und bitte jetzt nicht das ebenso abgedrosche wie falsche Argument hervorkramen, dass mir meine Lateinkenntnisse beim Erlernen des Französischen bestimmt von großem Nutzen gewesen seien. Das ist wirklich Unsinn.

    Unterberger ist immer nur in unwichtigen Dingen "Wertkonservativer", bei den wirklich belangvollen Dingen schweigt er lieber. Hat er sich z.B. zur Anerkenntnis der Homoehe durch die Pseudokonservativen in England (sein momentaner Liebling ist ja Cameron) geäußert. Wahrscheinlich nicht. Aber sein "Partner" lassen sich ja gerne Sand in die Augen streuen.

    • Trollwürger (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:14

      Das mit den Trollen ist wirklich eine interessante Angelegenheit. Abgesehen davon, dass sie immer Schwachsinn labern, haben sie jetzt ihre Strategie geändert: es wird nicht mehr provoziert, sondern nur madig gemacht.

      Denn das Sähen von Zwietracht wirkt nicht wirklich, wenn sich die Spannungen in einem heftigen Klasch entladen. Die müssen vielmehr langsam schleichend vergiften, denn dieser PRozess ist nicht mehr umkehrbar.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:29

      Schön, dass Sie auf den Inhalt nicht eingehen. Jeder Kritiker von Unterbergers Geschreibsels ist natürlich ein "Troll" (wahrscheinlich bin ich für Sie ein "Linker", der hier nur auf "Rechter" macht!). Wo kommen wir dahin, wenn man in einem Kommentar die Eingebungen eines ehemaligen Chefredakteurs "madig" machen darf?

    • Trollwürger (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:22

      Welcher Inhalt? Tu doch nicht so scheinheilig.

      Es kommt dir doch nur auf den letzten Absatz an.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:33

      Ah, Sie sind ja echt ein Superschlauer. Erst haben Sie meine schleichende Vergiftungsstrategie, mit der ich diesen Blog lahmlegen will, instinktiv erahnt, nun auch noch, dass meine inhaltliche Auseinandersetzung mit der "Fußnote" Unterbergers nur eine Finte war. Sherlock Holmes war ja echt nur ein Amateur gegenüber einer solche intuitiven Spürnase, wie Sie es sind.

      Ich sehe nur ein klitzekleines Problem: Selbst mein letzter Absatz hatte ja noch einen Inhalt, der auch noch mit meinen Ausführungen zum Wert der lateinischen Sprache in Beziehung stand. Auf diesen Inhalt sind Sie aber auch nicht eingegangen.

      Aber ich bin zuversichtlich, dass Sie mit Ihren überlegenen Geistesgaben auch dieses Problem lösen werden! Verblüffen Sie mich erneut!

    • Trollwürg (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:46

      OK - ich gebe zu, du bist ein rechter Troll. Oder ein echter Beckmesser.

      Unter den offenen Threads hast du dir genau den ausgesucht, zu dem die Homoehe am wenigsten passt.

      Das hätte unter Papst und Pille hingehört. Aber dann wäre das Stänkern nicht gegangen.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:59

      Ich habe die Homoehe nicht willkürlich ins Spiel gebracht, wie Sie in Ihrer unendlichen Weisheit zu suggerieren belieben, sondern mit Bezug auf Unterbergers Ausführung zum Wert des Lateins. Ich habe moniert, dass Unterberger nur bei unwichtigem Quatsch den "Wertkonservativen" heraushängen lässt, während er bei wichtigen Ereignissen, die jeden echten Wertkonservativen auf die Palme bringen müssten, wie eben die Anerkenntnis der Homoehe durch Camerons Regierung auffällig schweigt (übrigens nur eine Vermutung, da ich diesen Blog nicht wirklich intensiv verfolge, aber Sie könnten mir ja beweisen, dass ich Unrecht habe).

    • Trollwürger (kein Partner)
      26. Februar 2013 16:48

      Vorgestern hat es geschneit und seit gestern taut es. Und Unterberger schreibt nichts über diesen Skandalon. Na sowas!

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 17:26

      Klar, Unterberger schreibt andauernd über europäischen Belanglosigkeiten, um seine Weltläufigkeit zu demonstrieren. Und wenn sein Liebling Cameron (übrigens ehemaliger Rothschild-Angestellter) als "Konservativer" (!) in GB die Homoehe anerkennt, dann ist das natürlich für einen selbsternannten Wertkonservativen völlig uninteressant. Wie viele deutsche Gymnasiasten Latein lernen, ist vergleichsweise weltbewegend.

    • Margarita Teresa (kein Partner)
      27. Februar 2013 00:13

      @ War schon mal hier

      Ich bin durchaus imstande, eine normale Unterhaltung auf Latein zu führen und habe Latein als lingua franca zwischen Menschen verschiedener Muttersprachen auch schon erlebt. Und das Argument, Lateinkenntnissse seien beim Erlernen des Französischen bzw. verwandter Sprachen nützlich, mag abgedroschen sein, falsch ist es meinen eigenen Erfahrungen nach nicht.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      27. Februar 2013 13:42

      @ Margarita Teresa

      Mein Respekt sei Ihnen versichert, wenn Sie sich auf Latein unterhalten können. Sie sind aber eher die Ausnahme als die Regel. In meiner Schule konnte das keiner. Auch am Ende der Schulzeit, nach vielen Jahren mühsamen Unterrichts, bestanden unsere Klausuren darin, dass wir zwei Stunden benötigten, um einen kleinen Text von wenigen Sätzen zu übersetzen, wobei die meisten auch noch viele Fehler machten. An eine freie Rede auf Latein war überhaupt nicht zu denken. Und ich denke, dass dies die typische "Leistungsfähigkeit" eines Lateinschülers heute ist. Deshalb ist das Latein als lingua franca heute auch völlig undenkbar, und diese Funktion hat bis auf absehbare Zeit wohl das Englsiche inne.

      Wenn man über die Früchte des heutigen Lateinunterreichts nachdenkt, ist die Leistungsfähigkeit eines Maturanten ein absolutes Armutszeugnis für die Lateinlehrer, da Aufwand und Ergebis in einem sehr ungesunden Verhältnis zueinander stehen. Irgendetwas muss an der Pädagogik der Altphilologen (im Altgriechischen ist es ja kaum besser) grundfalsch sein. Es wäre wahrscheinlich sinnvoller, man begänne mit Italienisch und lehrte dies genauso, wie man auch die anderen modernen Fremdsprachen lehrt. Dann könnte man zu einem späteren Zeitpunkt dann auch Latein lehren. Auf diese Weise würde man nicht nur Latein besser lehren, sondern die Schüler hätten auch noch eine relativ nützliche moderene Sprache obendrein gelernt, mit der man sich mindestens ebensoviele interessante kulturelle Errungenschaften (Oper z.B.) erschließen können wie mit dem Latein.

      Ich will nicht bestreiten, dass mir das Latein von einem geringen Nutzen beim Erlernen des Französischen war. Doch dieser geringe Nutzen stand in keinem Verhältnis zu dem zeitlichen Aufwand, mit dem ich mich vorher dem Latein gewidmet habe, weshalb mir das Altphilologen-Argument vom Nutzen des Lateins doch wie falsche Propaganda vorkommt.

    • Margarita Teresa (kein Partner)
      27. Februar 2013 19:20

      Nur wenige Maturanten können auf Latein gerade Sätze formulieren: da haben Sie recht. Latein wie eine lebende Fremdsprache zu unterrichten fände ich auch zielführender als das doch sehr abstrakte heutige Grammatik-und-Übersetzungs-Wesen.

      Allerdings stört mich das Nützlichkeitsargument: Gewiß 50% dessen, was ich in der Schule gelernt habe, waren aus heutiger Sicht und nüchtern betrachtet "nutzloses" Wissen, seien es die Flüsse und Gebirge Südamerikas, das Newtonsche Näherungsverfahren, die Zellteilung, Benennung organischer Säuren oder die Reformen Maria Theresias, ganz zu schweigen von den Regeln des Völkerballspiels. Nicht alles davon hat mich wirklich interessiert, vieles wird mir immer fremd bleiben. Gymnasialbildung hat nun einmal wenig mit Ausbildung und direkt verwertbaren Kenntnissen zu tun.
      Trotzdem käme ich nicht auf die Idee, zu sagen: "Keplersche Gesetze? Höhlengleichnis? Differenzieren? - Sinnlos und reine Zeitverschwendung!" Dazu habe ich zu viel Respekt vor den verschiedenen Disziplinen der Wissenschaft; und genau diesen Respekt vermisse ich bei den fanatischen Lateinhassern.

    • Undine
      28. Februar 2013 19:15

      @Margarita Teresa

      *****************!

  20. schreyvogel
    26. Februar 2013 01:30

    Die eigentliche Wiege der abendländischen Kultur stand in Griechenland. Philosophie, Kunst und Wissenschaften entstanden dort, die Idee der Demokratie, sogar Anfänge der Monotheismus wurden (unabhängig vom Pentateuch) von griechischen Philosophen ersonnen (Platon, "Idee des Guten", Aristoteles, actus purus).

    Es wäre schön, wenn zumindest einige interessierte Schüler wieder Zugang zum Altgriechischen und damit zu Homer, Platon, Bibel (Septuaginta, Neues Testament) und den anderen griechischen Quellen fänden!

  21. Haider
    25. Februar 2013 21:56

    Und wieder bestätigt sich: Der Mensch (die Jugend) hat Sehnsucht nach Kultur. Der nihilistische Materialismus der 68er ist passé. Es geht wieder aufwärts!

  22. Johann Scheiber
    25. Februar 2013 19:23

    OT: Die Medien gehen jetzt mit der Desorientierung und Zerstörung der Kinder auf das Ganze.

    In der letzten Ausgabe der " Kleinen Zeitung für Kinder" wird auf den ersten drei(!) Seiten das neu errungene Adoptionsrecht für Schwule gefeiert und den Kindern als Gerechtigkeit angepriesen und das mit suggestiven Texten:"Oli's Papa hat sich von Mammi getrennt und in einen Mann verliebt. Jetzt lebt Papa mit Horst zusammen, aber Oli findet das ganz normal...". So ähnlich und so weiter!
    Online findet man davon natürlich nichts, da würde es ja Proteste hageln. Warum lassen wir uns das alles gefallen?

    Der Journaille kann man nur durch Abokündigung den Hahn abdrehen, aber wahrscheinlich wird dann eine Kollektivsteuer eingeführt für die Verblödungszentralorgane der EUDSSR.

    • Gerhild Baron
      25. Februar 2013 20:08

      Lieber Johann Scheiber, die Dekadenz geht weiter und weiter und es ist nicht auszumalen, wo alles enden wird. Auch andere Kulturen gingen daran zugrunde.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:05

      Gehört die Kleine Zeitung - auch für Kinder - nicht der Styria, und diese der Diözese Graz-Seckau?

      War Weber schon unergträglich, so ist es unter Kapellari nicht besser geworden.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:00

      Der Vatikan ist beteiligt an der Pornoindustrie (Film- u. Printmedien).

    • templarii (kein Partner)
      05. März 2013 16:44

      @Pius

      Sie meinen wohl dass Firmen die indirekt dem Vatikan "gehören" halten sich nicht an die Vorgaben und Richtlinien des Vatikans und verkaufen Pornographie?

      Somit haben Sie recht. Das Problem ist 68er nachlässigkeit "leben und leben lassen". Genau dies muss sich ändern - und das geht nur wenn der Vatikan Autoritärer, Konsequenter und Durchsetzungsbewusster wird.

      Also das Gegenteil von dem was die gesamte Welt von der Katholischen Kirche erwartet.

      Templarii

  23. Undine
    25. Februar 2013 18:28

    Hätte man nicht in den letzten paar Jahrzehnten Latein nicht so stiefmütterlich behandelt---die Linken hassen es ja regelrecht!---hätte man es ja ev. zur offiziellen EU-Sprache machen können! Kein EU-Mitgliedsland könnte sich benachteiligt fühlen---und so manche Flasche* säße nicht im EU-Parlament. :-)
    Es gab Zeiten, da wurde an den Universitäten in lateinischer Sprache doziert!

    *Da fällt mir als erster Hannes Swoboda ein.....

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:31

      Der Mann ist ein Beispiel, dass es nicht genügt, eine Flasche zu sein, man muss auch noch dazu ordentlich präpotent sein.

    • perseus
      26. Februar 2013 10:24

      Kennen Sie das "Kellermeistersyndrom"? Bei der derzeitigen Nachwuchsarbeit in den österreichischen Parteien wird der Parteichef leicht zum Kellermeister; der Kellermeister ist nämlich Herr über viele Flaschen. Unser aller Faymännlein ist ein gutes Beispiel dafür.

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:47

      Womit wir beim eigentlichen Problem wären:

      Wohin mit dem ganzen Leergebinde?

  24. Gerhild Baron
    25. Februar 2013 17:02

    Das ist eine wirklich gute Nachricht ! Als Absolventin eines humanistischen Gymnasiums der alten Schule mit 8 Jahren Latein, 5 Jahren Altgriechisch und 4 Jahren Englisch kann ic h nur sagen, daß Latein eine Basis für ALLE Studien und Berufe ist, nicht nur für Ärzte, Juristen etc. Abgesehen von der Frage der Bildung, der Wurzeln unserer Kultur usw wie sie AU anspricht, lernt man logisches Denken, das einfach für alles im späteren Leben hilft. Aus meiner Klasse (27 Buben und 2 Mädchen !) haben fast alle bemerkenswerte Karrieren in den verschiedensten Studienarten und Berufen gemacht , sowohl in technischen wie auch in kaufmännischen und wissenschaftlichen - ohne Frage basierend auf der hervorragenden Grundausbildung.
    Und lebende Sprachen kann man auf dieser Basis ohnehin am besten lernen - so bin ich selbst viersprachig neben meiner Muttersprache deutsch und das Erlernen dieser Sprachen fiel sehr leicht.

    Mit einem Wort: es lebe der Lateinunterricht und ich hoffe, Österreich folgt dem deutschen Beispiel !

    • Observer
      25. Februar 2013 17:48

      Latein zählt zwar zu den sog. toten Sprachen, hilft aber gewaltig sowohl beim Erlernen mancher romanischer Sprachen sowie dem besseren Verständnis vieler anderer Zweige (z.B. Rechtssprechung, Medizin, Historik, Humanismus usw.). Und tut auch der Allgemeinbildung gut.

      Was sagt denn eigentlich die Bildungsministerin zu diesem Thema? Dies passt doch gar nicht in die sozialistische Beeinflussung der Jugend, denn damit könnte die Leute womöglich mehr selbstständiges Denken bekommen und gegen manche rote Ideen sein.

    • Undine
      25. Februar 2013 18:12

      @Gerhild Baron

      *********!

    • AGLT (kein Partner)
      26. Februar 2013 08:56

      @Observer:

      Genossin Schmiedin sagt nix zu dem Thema, die ist mit Wichtigerem beschäftigt: Mit Fratzenbadnehmen in Hollywood (Robert Dornhelms Pre-Oscar-Party)!!!

  25. Rau
    25. Februar 2013 16:50

    Wenn es um die Wurzeln unserer Kultur geht, wäre eher eine Erhöhung der Prozentzahl beim Fach Altrgriechisch erfreulich. Hier sind die eigentlichen Denker des Altertums beheimatet, die vor allem unsere wissenschaftlichen Standards begründet haben. Noch dazu sehr umfassende Denker, die nicht nur Philosophen waren, sondern auch Astronomen, Mathematiker und fallweise auch Dichter waren.

    Angesichts der heutzutage schwindelerregenden Zahl von Psychologen und Soziologen mit absolut keinem Tau von formalen Wissenschaften, aber dafür umso mehr Mitsprache bei der Gesetzgebung fragt man sich ja fast: Wo ist der Fortschritt, gegenüber jenen antiken Hochkulturen

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:21

      Rau
      *********
      Fortschritt ist immer das Zauberwort der Dekadenz!

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:28

      Einer der großen Pioniere der Informatik, Joseph Weizenbaum, sagte vor vielen Jahren anläßlich einer Tagung der Gesellschaft für Informatik in Linz etwas sehr Bemerkenswertes über den Fortschritt: dieser sei ein Weg-schreiten, ein Entfernen von dem, wo man schon ist.
      Man wisse zwar nicht genau wohin, aber auf jeden Fall: einmal fort von längst Gesichertem.

      Ist doch interessant, was kluge Leute vom „Fortschritt“ halten.

  26. Undine
    25. Februar 2013 14:36

    @A.U. schreibt:

    "In den deutschen Gymnasien wählen derzeit wieder 30 bis 33 Prozent der Schüler Latein. Vor 15 Jahren sind es nur noch unter 20 Prozent gewesen"

    Wer gelegentlich die Sendung "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch mitverfolgt, wird sicherlich oft eine Frage in den oberen Rängen ausschließlich deshalb beantworten können, weil er sich einmal mit Latein herumgeplagt hat und somit ein Wort richtig "ableiten" kann, was den meisten Teilnehmern nicht möglich ist, weil sie mangels einschlägiger Kenntnisse im dunkeln tappen.
    Es überrascht mich immer wieder, wie wenige der Kandidaten auch unter den Akademikern Latein gelernt haben. Günther Jauch selber ist ein sehr gutes Beispiel für eine solide humanistische Bildung. Vielleicht hat er ja Vorbildwirkung für die deutsche Jugend!

    Ich bin eine große Befürworterin der lateinischen Sprache aus vielerlei Gründen, die anzuführen hier nicht nötig ist. Was mich aber immer wieder fasziniert ist die unglaubliche Fülle der Lehnwörter in unserer deutschen Sprache aus dem Lateinischen und Griechischen, deren Herkunft den wenigsten Menschen bewußt wird.

    Freilich "bringt" es beruflich und einkommensmäßig nichts, wenn man auch die lateinischen (oder die griech.) Wurzeln unserer Sprache "erkennt", aber es macht einfach Freude, diese Wurzeln zu entdecken. Ein paar Beispiele von Wörtern, die sich durch Lautverschiebungen bis in unsere Zeit gerettet haben:

    fenestra---Fenster
    tegula---Ziegel
    arcus---Bogen, Arkade
    brevis---Brief
    febris---Fieber
    mollis---mollig
    malum persicum---Pfirsich (in der Mundart früher "Pferscha")usw. usw. usw.

    Oder die vielen Fremdwörter aus dem Lateinischen; wie kann man sie verwenden, ohne sie richtig abzuleiten und somit zu verstehen?!?

    Nein, lebensnotwendig ist Latein (oder Griechisch) sicher nicht, aber eine sehr große persönliche Bereicherung. Und wenn es nur so etwas an sich völlig Unwichtiges ist: Aber wenn ich in Salzburg durch das Neutor gehe und ich lese "SAXA TE LOQUUNTUR"---aus Steinen spricht eine vergangene Kultur zu dir ---fühle ich mich angesprochen und freue mich.

    • Gandalf
      25. Februar 2013 14:58

      @Undine:
      Der Mangel an Allgemeinbildung, zumindest stark begünstigt durch den Verzicht auf Latein in der schulischen Ausbildung, ist eine leider nicht nur bei vielen Kandidaten der Millionenshow von Günther Jauch (der, wie Sie ja richtig feststellten, als Lateiner über eine profunde Bildung verfügt), sondern auch und gerade im Alltag weit verbreitete, bedauerliche, ja erschreckende Tatsache. Sie haben das Phänomen und seine Auswirkungen so gut beschrieben, dass dem nichts hinzuzufügen ist: Danke für Ihren Beitrag!

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 15:31

      Liebe Undine, Latein ist eine Bereicherung, keine Frage. Auch mir gefällt es, wenn ich - mühsam - etwas entziffern kann. Oder wenn ich mich an Caesar's Gallischen Krieg erinnere. Trotzdem hätte ich lieber Russisch oder Arabisch gelernt. Aber das liegt wohl an meiner wenig humanistischen, sondern eher praxisbezogenen Natur.
      Schlechtmachen will ich Latein und seine positiven Auswirkungen sicher nicht.
      Allerdings werden wir technologisch rechts und links von anderen Völkern überholt. Das Bildungshauptproblem wird weniger am mangelnden Lateinunterricht liegen, meine ich.

    • Observer
      25. Februar 2013 16:12

      simplicissimus:
      Vor 60 Jahren sagten wir in der Schule:
      Der Optimist lernt Englisch, der Pessimist Russisch und Chinesisch.

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 16:25

      Ja, Observer, 1910 hatten Optimisten Deutsch gelernt.
      100 Jahre später lernen die Pessimisten Türkisch.
      So ändern sich die Zeiten!

    • AGLT (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:00

      @Undine:

      mollis---mollig ...da fällt mir doch glatt noch "moglie" dazu ein :-))

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:25

      Sogar der Greis ist eine Eindeutschung des lateinischen senex.

  27. Molon Labe
    25. Februar 2013 14:25

    Das freut auch mich, wenngleich mein Nickname aus dem Altgriechischen kommt

    • Undine
      25. Februar 2013 16:31

      @Molon Labe

      Danke! Da hab' ich wieder etwas dazugelernt---Wikipedia macht's (leicht) möglich!

  28. Observer
    25. Februar 2013 13:07

    Es ist schön, dass manche Zeitgenossen wieder die lateinische Sprache als Basis für weitere Ausbildungen schätzen. Allerdings ist auch zu beobachten, dass nicht immer das Angebot der Nachfrage entspricht, sondern vielmehr wird von den Schulbehörden bestimmt, ob dieser Unterricht auch angeboten wird.

  29. ambrosius
    25. Februar 2013 11:09

    1) wir sollten uns davor hüten, die römische Kultur und Zivilisation in den Himmel zu heben, wie das so macher liebenswerte Studienrat früher einmal gemacht hat.
    In Philosophie und Geisteswissenschaften haben sie dankenswerter Weise die Griechen vor dem Vergessen bewahrt, wie auch die Araber es getan haben. Sonst aber fallen mir mur die etwas dümmlich-bigotten Sprüche eines Marc Aurel ein.
    Auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften haben sie aber großartiges geleistet und was da in Wirtschaftsdingen gelaufen ist, davon haben die meisten überhaupt keine Ahnung.
    2) Die Sprache aber ist die Grundlage für die modernen indogermanischen Sprachen, vor allem für die romanischen Sprachen, aber auch für den germanischen Teil, also Deutsch, Englisch etc. und sogar für den slawischen Teil.Mit Latein als Grundlage sind alle diese Sprachen relativ leicht erlernbar.
    Wer einmal, mit Latein im Hintergrund, auch eine nichtindoeuropäische Sprache zu meistern versucht hat, der kennt den Unterschied.

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 11:44

      Sind Sie Linguist? Wie kommen Sie darauf, dass Latein die GRUNDLAGE für die deutsche Sprache gewesen wäre? Sie hat sie beinflusst, ohne Zweifel, aber Grundlage? Latein ist Grundlage für die romanischen Sprachen, die aber auch stark von germanischen Sprachen beeinflusst wurden (ausser Rumänisch). Deswegen und wegen ihrer bestechenden Logik erlernen wir romanische Sprachen leichter als andere.
      Englisch ist keine germanische Sprache, es ist eine Art Sekundärsprache, hauptsächlich entstanden aus der Mischung des Angelsächsischen Germanisch/Altdeutsch(?) und dem Französisch der Normannen.
      Es stimmt, dass Sie andere Sprachen leichter lernen, wenn Sie Latein gelernt haben.
      Aber wenn Sie gleich Spanisch lernen, dann können Sie erstens schon eine romanische Sprache, zweitens können Sie Portugiesisch und Italienisch so ca. zur Hälfte lesen. Und Französisch leichter erlernen. Wenn Sie Latein können, kommen Sie in Italien gerade mit "dexter" und "sinister" weiter. Und wenn Sie mit "Austria erit in orbe ultimo" glänzen wollen, dann erklärt Ihnen der Spanier grinsend, dass er versteht, dass Österreich in der Welt wirklich das Letzte sein wird.
      Und ins Russische haben sich vermutlich mehr deutsche Wörter verirrt, als Lateinische, wenn man von der Kirchensprache absieht. Ausser im Ukrainischen, da finden sich ein paar lateinische Reste, aber nicht viel.
      Ich versuche mit Latein im Hintergrund eine nichtindoeuropäische Sprache zu lernen. Na pfiat di Gott. Da ist alles anders, und je mehr man von indogermanschen Sprachen weiss, desto eher verwirrt es. Ist jedenfalls bei meiner bescheinen Wenigkeit der Fall.
      Ansonsten stimme ich mit Ihnen völlig überein, Latein nicht zu sehr in den Himmel zu heben.
      Dies geschieht aus Tradition heraus und wegen des Kirchenlateins. Das römische Recht ist jedoch Grundlage unseren Rechts, daher findet Latein da seine volle Berechtigung.

    • Schani
      25. Februar 2013 12:16

      Werter Simplicissimus!
      Wäre Österreich wirklich das Letzte auf der Welt, so hieße dies: Austria erit in orbe ultimum!
      Über Wahlfächer kann man reden, aber nicht nur bei Latein, sondern z. B. auch bei höherer Mathematik, etc.. Denn wie viele bei Latein die Frage stellen: " Zu wos brauchma des", kann man dies auch bei Intergral & Co machen.
      Alte Sprachen sind ein Luxus, den man sich leisten sollte, wenn man das Gymnasium besuchen möchte. Man sollte, wie bei anderen Fächern, bei der Pflicht bleiben.
      Die oben erwähnte Frage kann man auch auf außerschulischen Luxus anwenden.
      Warum sollen meine Steuergelder für Opernhäuser verwendet werden, wo ich doch kaum Gelegenheit habe, Aufführungen zu besuchen. Machen wir doch aus der Staatsoper eine Sporthalle oder Disko - das interessiert die meisten Jugentlichen sicher mehr!
      Und so kommen wir mit "Zuwos brauchma des" angefangen bei Latein vom 100ste ins 1000ste!

    • ambrosius
      25. Februar 2013 12:22

      Faktum ist, daß Latein die Grundlage für alle Dialekte ist, aus denen sich die romanischen Sprachen herausgebildet haben , folglich ist klar- wenn Sie sich ein wenig mit Neurologie beschäftigt haben, daß alles diese Sprachen im " Spazierengehen" gelernt werden können, wenn man Latein kann.
      Faktum ist auch, daß der germanische, ja selbst der slawische Teil der indoeuropäischen Sprachen stark vom Latein beeinflußt ist.

      Was das Erlernen von Nichtindoeuropäischen Sprachen betrifft, so haben Sie mich gründlich mißverstanden. Ich wollte ausdrücken, daß man in Anbetracht der Schwierigkeiten, die man mit Mandarin, Ungarisch oder Koreanisch hat die Erleichterung beim Erlenen der indoeuropäischen Sprachen durch Lateinkenntnisse erfahren kann.

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 12:40

      Werter Schani, nehmen Sie den grinsenden Spanier nicht so ernst, obwohl mir diese Szene wirklich passiert ist. Er konnte sicherlich auch nicht zwischen -o und -um unterscheiden!
      Sprachen zu lernen ist extrem wichtig, ich wende mich auch nicht gegen Latein, sondern gegen den Zwang, es lernen zu müssen. Damit man die knappe verfügbare Zeit neben Englisch auch noch zb für eine romanische und slawische Sprache verwenden kann, wenn man will.
      Das ist alles, also keine ignorante Ablehnung

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 12:48

      Werter ambrosius, tut mir leid so scharf reagiert zu haben. Wie in der Antwort zu Schani: Latein ja, aber als Wahlfach. Ich wiederhole das Argument: Wenn Sie gleich Spanisch statt Latein lernen, können Sie in viel kürzerer auch noch andere romanische Sprachen verstehen. Vielleicht brauchen Sie ohne Lateinkenntnisse ein kleines bisschen länger für das Erlernen von Spanisch, aber, wie gesagt, dann können Sie bereits eine lebende Fremdsprache, wohingegen Sie sonst vorerst einmal nur Latein können.
      Und tut mir leid, das Missverständnis. Plage mich gerade mit einer Sprache ab, wo wirklich vieles ganz anders als in Latein, Deutsch, Spanisch, Französisch oder Russisch. Deswegen.

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 15:18

      Noch was: Das Argument, auch Mathematik könne man hinterfragen, hat was für sich. Allerdings gibt es nur eine Mathematik, aber viele Sprachen, die miteinander opportunitätsmässig konkurrieren, so auch zB Latein mit Altgriechisch.
      Denn nicht alles kann man lernen, das ist nicht unbedingt "zawos brauch ma des".
      es ist eine Frage, was in der zur Verfügung stehenden Zeit am nutzbringendsten gelernt wird.
      Mathematik wird bzw. wurde ja auch in unterschiedlichen Intensitäten gelehrt, je nachdem welchen Schulzweig man wählt. Nur kann Mathematik wie auch Deutsch als Grundlage nicht ersetzt werden, ebenso nicht Englisch, wenn man Schüler verantwortungsvoll ausbilden möchte. Alle weiteren Fremdsprachen und eben auch Latein, sind eine wertvolle Ergänzung und Bereicherung, aber kein "Muss" sondern sollten gewählt werden können.
      Also, die Integralrechnung ist vielleicht nicht unbedingt nötig, Mathematik jedoch schon, Latein oder Altgriechisch sollen gewählt werden können, neben Russisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch, Arabisch, Italienisch, Tschechisch/Slowakisch und vielleicht auch Kroatisch oder Türkisch. Was natürlich in keiner Schule breitflächig möglich ist, jedoch sollte landesweit das Anbot in verschiedenen Schulen im Gesamten da sein.

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:04

      Die Griechen wurden vor dem Vergessen bewahrt, weil die Deutschen eine Nichtromanische Sprache als Schulsprache gesucht haben. Daher wurde das Altgriechische von ihnen gepuscht.

      In einer Schule wird es immer Lehrer geben, die Schüler kujonieren. Die Abgrenzung von sinnvoller Erziehung zu sinnloser Quälerei ist nämlich nicht so leicht möglich. Diesbezüglich leben wir heute in einem Zwischenschönwetterhoch, aber wenn man sich die Zwänge anschaut, die beim Tschändern produziert werden, dann muss man sagen: alles beim Alten geblieben.

      Dass die Araber die Griechen vor dem Vergessen bewahrt haben ist ein frommer Trug. Sie haben nur zu lange mit dem Vergessen gebraucht. Und immer schon vergessen und verdrängt haben die westlichen Nachfolgereiche des Imperiums das byzantinische Kaiserreich. Hier war die Tradition des Altgriechischen. Dass wir dieses nur/hauptsächlich in seiner attischen Ausformung kennen, verdanken wir den byzantinischen Grammatikern, die bornierterweise nur richtige weil attische Texte tradiert haben.

      Was Marc Aurel betrifft, so schrieb der in der damaligen lingua franca Griechisch griechische Gedanken auf. Überliefert hat er nichts. Die philosophischen Leistungen einers Cicero bestanden hauptsächlich in der Schaffung einer lateinischen Terminologie für griechische Gedanken. Das ist nicht zu unterschätzen, sind seine Begriffe doch zum Teil in unsere heutige Umgangssprache eingegangen.

      Das Fehlen einer antiken lateinischen Tradition der Philosophie kann aber nicht bedeuten, dass die Römer keine Philosophie entwickeln konnten. Der Hellenismus war halt griechisch und hat vieles überdeckt. Gleichzeitig mit der Reichsteilung trat daher auch der letzte antike Philosoph in lateinischer Sprache mit Boetius auf.

      Dann setzt das finstere Mittelalter ein. Dieses ist jedoch nur in den heutigen Hirnen dunkel, weil nichts darüber gewusst wird. Tatsächlich war dieses rein lateinisch und die Gedanken eines Augustinus oder eines Thomas sind noch heute allgegenwärtig, auch wenn diese heutigen Modephilosophen gar nicht mehr checken, dass in ihnen eigentlich ein Augustinus oder Thomas denkt.

      Im Religiösen hingegen sind wir eigentlich immer noch Etrusker. Aber das auf Latein.

      Was das "Indogermansiche" betrifft, so wurde dieses durch das "Indoeuropäische" ersetzt und dafür ist das leider auch bereits ausgestorbene und zudem mit einem seltsamen Alphabet geschriebene Sanskrit als Vollform paradigmatisch. Aber das Sanskrit wird hier nicht einmal genannt.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:24

      Schani,

      Sie haben ja recht, nur Austria fordert - glaube ich - ein ultima.

    • Francois Villon (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:11

      cmh

      Ihre Anmerkungen sind äußerst bemerkenswert, weil zu viele Leute etwas nachplappern, was eine unfromme Lüge ist. Was „wir“ den „Arabern“ verdanken, dürfte in einer kleinen Tüte Platz haben.

      Es ist allerdings darüber hinaus auch so, das die kulturellen Anfänge Europas nicht mit Griechenland beginnen, das sich ja – sozusagen aus dem Nichts – in unerhörter geistiger Höhe präsentiert.

      Das Problem, daß man immer noch „leert“, daß die „Germanen auf Bärenfellen lagen und Met gesoffen hätten“, ansonsten sich aber kaum vom Neandertaler unterschieden haben sollen, liegt m.A. daran, daß mit der Verbreitung des Christentums einerseits eine Re-Orientierung nach Osten („Ex oriente lux!“) stattfand, weil eben der „Erlöser“ in Bethlehem geboren wurde und damit sozusagen „das Licht“ im Osten aufging.

      Alles davor und andere wurde – vor allem auch wegen der heutigen „aufgeklärten“ Rationalität – als minder oder ungeistig abgetan, denn der „Fortschritt“ hat uns erst auf die heutige Höhe der Kultur und Geistigkeit gehoben. Ergo muß alles davor Liegende minderwertig sein, je weiter zurück umso minderwertiger bis hin zur Nicht-Kultur.

      Aber vor allem verlegte das Christentum den Anfang der Kultur in den Orient. Ein fatales „Dogma“.

      Diese Einstellung hat leider dazu geführt, daß die eigene Frühgeschichte kaum erforscht wurde, bzw. sich auf eine reine Sammlung von Artefakten reduzierte, ohne deren Bedeutung richtig zu de-chiffrieren. Allerdings findet man in verstreuten Publikationen doch jede Menge an Hinweisen (und Beweisen), die in einer Zusammenschau eine Kontinuität der europäischen Kultur aus e i g e n e n Wurzeln zeigt, die bis in Paläolithikum reichen.

      In einer (bedauerlicherweise) nicht veröffentlichten Arbeit („Kontinuum Europa“; mein Verleger meinte, daß solche Bücher „kein Geschäft“ seien), habe ich mit dem Titel etwas vorausgesetzt, das durchaus nicht erwiesen, vielleicht noch nicht einmal nachzuweisen versucht worden ist, nämlich der Fortbestand einer spezifisch europäischen Kultur aus eigener Wurzel seit der Urzeit.

      Da der Name "Europa" aus dem griechischen Mythos stammt, liegt es nahe anzunehmen, daß auch der Begriff Europa als Kulturlandschaft erst griechischen Ursprung sein müßte.

      Obwohl zweifellos wahr ist, daß "die Besinnung auf Europa zugleich auch Besinnung auf die griechische Grundlage" ist, und obwohl ebenso unbezweifelbar an diesem Namen ein griechisches Omen haftet, versuchte ich den Nachweis, daß die Gestalt des "griechischen" Europa aus der Urgeschichte des nordwestlichen Kontinentes herrührt.

      Damit ist die Absicht der Arbeit so kurz wie möglich angegeben: Seitdem eine europäische Urkultur - erst im 20. Jahrhundert - der Verborgenheit unterirdischer Kulträume erstiegen ist, schien es, als gäbe es zwei Pole, um die Europa sich drehen müßte. Dieses Bild müßte sich aber ändern, wenn nachgewiesen werden könnte, daß die griechische Kultur letztlich auch aus der Urkultur Europas fortfließt.

      Das Problem bildete bislang vor allem die Scheu der Fachgelehrten, „reserviertes Gebiet“ zu betreten. Es hatte ja auch Thor Heyerthal erst mit der Kon Tiki den Atlantik überqueren müssen, bis die Philologen und sonstigen „Nichtschwimmern“ die Möglichkeit früher Seefahrt (und damit Möglichkeit von Kulturverschiebungen) zugaben.

      Wen dies näher interessiert kann - per E-Mail - mehr erfahren.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:41

      @ Francois Villon

      Wer braucht denn heute noch einen Verleger? Veröffentlichen Sie das Manuskript doch als elektronisches Buch und vermarkten es eigenständig bei amazon. Das ist einfach und kostet nicht viel.

      Wenn Ihnen tatsächlich der Nachweis gelänge, dass die europäische Kultur schon vor den Griechen da war, dann wäre das ja sensationell.

      Ihr Misstrauen gegenüber der ganzen Orientverherrlichung und der damit einhergehenden Verächtlichmachung unserer Vorfahren, die nicht nur von den Christen, sondern auch von den Juden und den von diesen kontrollierten Freimaurern in die Welt gesetzt worden sind, teile ich voll und ganz. Doch man müsste echte Beweise vorbringen, wenn man gegen diese politisch korrekte europafeindliche Archäologie und Anthropologie etwas ausrichten wollte.

      Zugegebenermaßen bin ich da etwas skeptisch, ob man solche Beweise erbringen kann. Meines Wissens tappen die moderne Archäologie und Anthropologie selbst über den Ursprung des griechischen Volkes im Dunkeln, die früher angenommene Einwanderung vom Norden der Dorer wird oft mit durchaus bedenkenswerten Argumenten bezweifelt. Woher die Kurtur kam ist auch ziemlich unklar. Manche sehen die Kreter als Geburtshelfer, aber deren Identität ist ja auch ziemlich rätselhaft.

      Aber wie gesagt, wenn Sie wirklich Neues der Welt mitzuteilen haben, bedienen Sie sich der neuen Möglichkeiten. Ich wäre durchaus interessiert, ein solches Buch zu lesen.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:44

      Francois Villon (kein Partner)
      **************
      Vielleicht hiezu interessant! Willhelm Kammeier die Fälschung der deutschen (Germanen) Geschichte! (als Hörbuch)
      http://archive.org/details/WilhelmKammeier-DieFaelschungDerDeutschenGeschichteTeil1

    • Erich Bauer
      26. Februar 2013 14:47

      Ein Verleger ist notwendig, damit ein Buch nicht schon beim Start in den Tiefen des Marktes "untergeht"... Wer etwas anderes glaubt, ist eine Träumer.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 15:06

      @ Erich Bauer

      Wir reden hier nicht von Bestsellern. Dazu ist nicht nur ein Verleger, sondern ein finanzkräftiger dazu nötig, der sich ein ordentliches Marketing leisten kann. Aber wenn ich @Francois Villon richtig verstanden habe, hat er schon das fertige Manuskript, und er träumt auch nicht von Ruhm und Reichtum. Und hier habe ich ihm eine preiswerte Alternative zu seinem unwilligen Kleinverleger vorgeschlagen, die schon von vielen genutzt wird.

    • Erich Bauer
      26. Februar 2013 15:20

      Ich behaupte, auch in diesem Medium geht es nicht ohne Verleger. D.h. der Verlag muß für dieses Projekt zuerst einmal gewonnen werden und danach eine Interesse daran haben, daß dieses Produkt auch "gelesen" wird...

      Gegen kleineres oder größeres Entgelt kann man schon seit Jahr und Tag auch das "eigene Buch" drucken lassen. Dieses Produkt kann man dann an Freunde und Bekannte "verteilen"... Ist beim "elektronischen Buch" nicht anders.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 15:30

      Abgesehen vom Marketing, das sich ohnehin nur ein großer Verlag leisten kann (diese sind natürlich meist in Judenhand und sind damit für @Villons europafreundliche Thematik nicht zu gewinnen), sehe ich nicht, was ein Verlag für den Erfolg eines Buches beiträgt. Somit ist er nur ein Vermittler, der durch die technologische Entwicklung überflüssig gemacht wird. Und durch ein elektronisches Buch werden die Druckkosten auch noch vermieden. Und er kann sein Buch weltweit bei amazon verkaufen. Dass es kein Besteller wird, ist ja wohl eh klar. Aber das war ja auch vorher keine Option.

    • Erich Bauer
      26. Februar 2013 15:59

      Sie haben keine Ahnung von Verkauf ("Judenhände" *lach*). Ob Sie Sessel oder Manuskripte herstellen... ohne Werksvertretung (phöse Vermittler) geht's nicht. Bauen Sie den schönsten Sessel der Welt und stellen ihn vor die Tür... Schlimmstenfalls wird er "beseitigt". Kann aber auch sein, daß er verrottet.

      "Verkauf" ist etwas Kreatives! Viele Faktoren müssen das zusammenspielen. Die "Technologie" der "Zur-Schau-Stellung" hat nichts damit zu tun. Der Verkauf der "Illusion des Netzes" ist allerdings einträglich...

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 16:32

      Ein nicht ganz mittelloser Freund, der seine „bescheidene“ Pension im Marbella verbringt, drängte mich eine „aktualisierte“ Version über die Ereignisse des „11. 9.“ für den amerikanischen Leserkreis anzufertigen, wozu ich zunächst keine große Lust hatte. Schließlich ließ ich mich dazu überreden und machte das, u. a. unter Einschluß der Ergebnisse/Mitbeteiligung amerikanischer Forscher und des deutschen Ex-Ministers Andreas von Bülow.

      Und obwohl dieser Freund Gott und die Welt kannte, fand er k e i n e n Verleger in den USA. Die ca. 20 „handgefertigten“ Exemplare in (professioneller) US-englischer Übersetzung (Kosten ca. 10.000,- €) dienten dem „Marketing“ und um das Erscheinungs- und Ausstattungsbild zu demonstrieren.

      Als eine der Ausreden (dieses Projekt n i c h t zu machen) die Produktionskosten pro Exemplar in Höhe von 126,75 $ vorgebracht wurden, meinte mein Freund, er übernehme auch die Produktionskosten. (Tatsächlich kostet ein solches Buch als Paperback mit üppiger Farbbild-Ausstattung in Deutschland gedruckt und gebunden bei einer Miniauflage von 5.000 Stück weniger als 5 Euro, in den USA sicher noch weniger.)

      Die US-Verleger/Distributoren hatten offenbar Sorge, daß sie sich mit so einem Buch dem landesweiten Boykott der Ostküsten-Mafia aussetzen würden. Das glaube ich auch.

      So ist das also mit (US-)Verlegern in Gods own country.

      Mein deutscher, der mit solchen Büchern sehr gut verdient hatte, versprach zwar die kulturphilosophische Arbeit auch herauszubringen, aber das war vor mindestens 7-8 Jahren, d. h. also daß er es nicht tun wird. Etwas ärgerlich, denn ich hätte ohnedies nur vielleicht 100 für meine Freunde und Bekannten gebraucht, aber diese „handgefertigt“ zu fabrizieren ist mir zum Verschenken doch zu kostspielig.

      Die Plausibilität meiner These habe ich aber gewiß ziemlich „robust“ untermauert, d.h. ich bin mir sicher, daß ich recht habe.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 16:45

      Sind Sie zufällig Jude? Denn normalerweise schauspielern nur solche eine Erheiterung, wenn die offensichtliche jüdische Medienmacht angesprochen wird. Falls nicht, empfehle ich Ihnen, Ihre Hausaufgaben zu machen, und die Eigentümer der großen Verlage zu recherchieren.

      Und ansonsten bieten Sie wenig Substantielles. Einfach den Verkauf der Bücher zur "Kunst" zu erklären, die natürlich alle Verleger und nur diese beherrschen, ist ja auch ein etwas lächerliches "Argument".

      Klar, ein Bestseller ist für @villon nicht in den Karten, aber der war es bei seiner Thematik eh nicht drin. Und ich sehe nicht, was er sich durch die elektronische Veröffentlichung vergibt. Der Kleinverleger ohne finanziellen Rückhalt und Querverbindungen zu Massenmedien ist tatsächlich ein überflüssiger Vermittler, der durch die technologische Entwicklung ausgedient hat. Und amazon bietet sogar mehr als ein solcher Verleger. Weder werden elektronische Bücher nach ein paar Jahren ohne Verkaufserfolg eingestampft, noch verliert der Autor die Rechte, wie er sein Buch präsentieren will. Er kann problemlos Änderungen vornehmen, wenn er zu neuen Erkenntnissen gelangt, etc.

      Ich behaupte nicht, dass die neue Medienwelt nicht auch ihre Schattenseiten hat. Durch die Überflutung des Marktes, ist es sicherlich für den einzelnen schwer, genügend Aufmerksamkeit zu erregen, und die neuen Medien tragen auch dazu bei, dass das Medium Buch insgesamt an Relevanz verliert, doch für @villon scheint das elektronische Buch wie geschaffen, sein Problem zu lösen. Ich verstehe Ihre destruktive Haltung ehrlich gesagt nicht. Es sei denn, Sie sind Jude und wollen nicht, dass europafreundliche Gedanken auf den Markt gebracht werden.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 16:50

      War schon mal hier (kein Partner)
      ************ genial

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 17:05

      @ F.V.

      Interessante Geschichte. Mittlerweile gibt es aber ein hervorragendes Buch über die Septemberanschläge auf dem amerikanischen Markt (natürlich nicht in einem großen Verlag erschienen). Dieses Buch ist Christopher Bollyn und lautet "Solving 9/11":

      http://www.amazon.com/Solving-9-11-Deception-Changed-World/dp/0985322586/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1361894299&sr=8-1&keywords=christopher+bollyn

      Dieser geht aufgrund seiner ausführlichen Recherchen in seiner Beweisführung noch weiter als Andreas von Bülow (mit dem Bollyn übrigens auch schon gemeinsame Veranstaltungen gemacht hat) in seinem Buch "Die CIA und der 11. September". Bollyn weist schlüssig nach, dass die Anschläge vom Mossad und zionistischen Elementen in den USA durchgeführt worden sind, um einen Vorwand für den endlosen Krieg gegen den Terror mit der militärischen Intervention in fremden Ländern und der schleichenden Streichung der Bürgerrechte im Westen zu liefern.

      Trotzdem natürlich schade für Sie, dass Ihre Mühe nicht in einem Vertrag mit einem Verleger endete, aber dieser Erfahung mussten schon viele Autoren brisanter Bücher machen. Und auch hier scheint mir ein elektronisches Buch die Lösung Ihrer Probleme.

    • Erich Bauer
      26. Februar 2013 17:06

      Oh... du meine Güte. Ich bin Schwarzafrikaner, Jude und homosexuell... Ich erwäge einen Lebenspartnerschaft mit einem Weißen... ich glaub' er heißt Alfons...

      Und außerdem sind die Italiener blöd und verantwortungslos, wie die letzten Wahlen bewiesen... so richtige "Katzlmacher"...

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 17:11

      Und ich habe schon gedacht: Endlich einmal steppt der Bär!

      Dabei geht es nur darum, ein Buch auf den Markt zu bringen.

      Doch zurüch zu den alten Germanen und Dorern:

      Jacob Burckhardt schreibe am Anfang seiner Weltgeschichtlichen Betrachtungen in etwa: "Das was uns Anfang zu sein scheint ist zumeist schon das Ende einer langen Entwicklung."

      Das ist dreifach und rot einzurahmen und zu merken. Das schützt vor mystifizierenden Irrtümern.

      Tatsächlich gab es schon lange vor den Germanen hier in Europa eine ordentliche Zivilisation. Aber für einen Überblick über die Geschichte der ganzen Welt haben wir leider zuviele blinde Flecken. Als Beispiel habe ich schon das gänzliche Nichtvorhandensein der byzantinischen Gesdhicht im Geschichtsbild auch der Gebildeten genannt. Dann, schlägt man einen Geschichtsatlas auf, scheint östlich von Jerusalem die Erde aus zu sein. Sich über Vokommnisse der Geschichte schlicht zu wundern steht auch nicht auf dem LEhrplan. Was das Christentum und was die Kirche ist, ist den meisten auch schon unbegreiflich, sehen sie bei Christentum nie weiter als bis zum nächsten Pfarrer.

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 17:21

      @ Erich Bauer

      Sie verlieren aber schnell die Nerven. Dabei hatte ich Sie nur gefragt, ob Sie Jude sind.

    • Erich Bauer
      26. Februar 2013 17:36

      @ War schon mal hier,

      bei solchen, wie ein Blitz aus heiteren Himmel auftauchender "Frage" wär' ich's manchmal gern... Ganz entspannt. Mein Ariernachweis ist nicht ganz lückenlos... Bei einem "Ahnl" war da was...

    • War schon mal hier (kein Partner)
      26. Februar 2013 18:31

      @ Erich Bauer

      Danke für die Antwort.

  30. HDW
    25. Februar 2013 10:29

    Das Erfassen der Realität durch die Logik, ist die Basis erfolgreichen "in der Welt Seins" der Menschheit und dies wird durch die Satzanalyse im Lateinunterricht trainiert, wenn er denn darauf ausgerichtet ist und nicht auf Notenterror, wie ihn manchmal die Lehrergeneration ausgeübt hat die zusammen mit dem seichten Materialismus der Marxisten zum Totengräber des Lateiunterrichts wurde.

  31. mannbar
    25. Februar 2013 09:11

    Ich sehe das genauso. Die griechisch-römische Antike ist neben dem Judentum/Christentum der Urgrund unsere Kultur, viel wichtiger als alle kleinlichen nationalen Versatzstücke. Darum würde ich auch die Hauptschüler Latein lernen lassen. Schade ist, dass Altgriechisch nicht einen höheren Stellenwert hat. Denselben kann es nicht haben, weil es diesen historisch in Europa nicht hatte.

  32. Josef Maierhofer
    25. Februar 2013 09:05

    Auch meine Tochter hat Latein gewählt und es gut gefunden, ist Latein doch das Fundament für die meisten, in Europa gesprochenen Sprachen und Kulturen. Sie kann heute etwa 8 Sprachen und hat viele Freunde in diesen Kulturkreisen.

    Die Sehnsucht der Jungen nach Fundamenten kann ich verstehen bei der Verkommenheit der jetzigen 'Erfolgsgeneration', die genau diese Jugend wie Schlachtvieh auf dem Schuldenaltar geopfert hat, bloß für 40 Jahre Lotterleben, von dem die Jungen nichts haben, dieses Lotterleben tragen sie zu Grabe.

    Schön langsam brechen alle Sünden gegen die Zukunft durch, bloß unsere Schulpolitik im Speziellen und unsere 'Solidaritätspolitik' im Allgemeinen, die fahren noch am falschen Dampfer und rufen weiter zu Faulheit, Wohlfühlen und Selbstbedienung auf. Und so sieht unsere Gesellschaft auch aus.

  33. mike1
    25. Februar 2013 07:15

    interessant wäre zu wissen, in welchen deutschen bundesländern oder städten der wunsch nach mehr latein besteht. eher doch in bayern und anderen "schwarz" geführten ? oder vielleicht auch in berlin oder gar hamburg ?

    man weiß ja, dass überall dort, wo bildung noch gefragt ist, also die gesamtschule nicht eingeführt ist/wird, die schulergebnisse weitaus besser sind als in den linksrotrotgrünen dt. bundesländern.

  34. Wertkonservativer
    25. Februar 2013 07:06

    Ich hatte und habe auf meine alten Tage das späte Glück, etliche meiner zahlreichen Enkel auf ihrem schulischen Weg begleiten zu dürfen.
    Drei von ihnen sind junge "Lateiner", der Jüngste (15) hat sich darüberhinaus noch Altgriechisch "zum Drüberstrahn" erwählt.

    Nachkriegsbedingte Existenzzwänge ließen es nicht zu, alte Sprachen zu lernen.
    Jetzt, im Begleiten meiner jüngsten Enkel, lacht mein altes Humanistenherz!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  35. simplicissimus
    25. Februar 2013 06:21

    Theologen, Humanisten, Historiker, Juristen freut diese Meldung natuerlich. Latein soll uns als Wahlfach erhalten bleiben. Als Pflichtfach lehne ich es ab. Praktisch veranlagte Menschen stehen heute vor einer Unmenge wichtigen Wissens, das es zu lernen gaebe. Und natuerlich sollte man neben technischen und biologischen Faechern zumindest 2 Fremdsprachen waehlen. Jede Fremdsprache eroeffnet eine ganze neue, lebende Welt. Englisch ist ein Muss. Als zweite Sprache bietet sich neben dem an Bedeutung verlierenden Franzoesisch Spanisch an, aber auch Russisch, Chinesisch, Japanisch, Arabisch. Vorteilhaft waere auch eine seltener gesprochene Sprache eines Nachbarn wie Tschechisch, Italienisch oder Kroatisch. Wer's ganz schwierig liebt, darf Ungarisch waehlen. Auch eine Immigrantensprache wie Tuerkisch bietet sich an. Kann noch ganz wichtig werden! :-)
    Wo ist da noch Platz fuer Latein? Die bekannten Argumente der Lateinlobby, wie nur Latein eroeffnet Sprachverstaendnis und logisches Denken, sowie foerdere historisches Verstaendnis, sind zwar richtig, nur ist das "nur" falsch. Auch Beschaeftigung mit der deutschen Grammatik foerdert das Sprachverstaendnis enorm und erst recht schwierige Sprachen wie Russisch. Wenn man romanische Sprachen verstehen will lerne man besser zB Spanisch, das durch streng logische, aber einfache Grammatik und viel mehr Aktualitaet mit Sicherheit die weit bessere Basis als Latein ist. Nur die verwortakelte Mischsprache Englisch ist da keine besondere Hilfe, wenn man von den germanischen und romanischen Wortstaemmen absieht. :-(
    Lernt man Russisch oder eine beliebige andere slawische Sprache anstelle von Latein, steht die Welt der slawischen Sprachen offen. Mit Latein allein bleibt sie fest verschlossen.
    Fuer das Medizinstudium ist Latein sicher nicht notwendig. Einer Handvoll alter lateinischer Ausdruecke steht eine Unmenge neuer Wortschoepfungen gegenueber, die in keinem lateinischen Text vorkommt.
    Und man komme mir bitte nicht mit dem Argument der reichen lateinischen Literatur. Das stimmt zwar, andere Sprachen haben diese jedoch auch. Und wenn's um die kulturelle Grundlage ginge, muesste man dann eher schon mit Altgriechisch beginnen.
    Wie es frueher der Fall war. Bis das technisch-biologische Wissen explodiert ist. Unsere kulturellen Wurzeln koennen auch im Deutschunterricht bestens vermittelt werden. Also bitte niemanden mehr zwingen. Als Wahlfach soll Latein allerdings unbedingt erhalten bleiben. Wegen der Vielfalt und als kulturelle, humanistische, juridische und theologische Grundlage.

    • phaidros
      25. Februar 2013 06:51

      Ganz ausgezeichnet zusammengefasst! Kein Aspekt fehlt, jedes Wort ist zu unterschreiben.

    • Wertkonservativer
      25. Februar 2013 07:31

      Ich sag's ja auch, Freund phaidros!
      Erst gestern oder vorgestern habe ich @ simplicissimus "nicht ganz neidlos" zu seiner derzeitigen Hochform gratuliert; einen Bestechungsversuch mittels zusätzlicher Brunello-Gaben, hinter das Geheimnis seiner Superform zu kommen, hat er allerdings, seriös wie er ist, net amal ignoriert!
      Seine höherstehende Meinung zu Latein und der Sinnhaftigkeit, eher moderne Fremdsprachen (zusätzlich zum heute unverzichtbaren Englisch) zu erlernen, hat natürlich "Hand und Fuß", und zeigt klaren Blick für Notwendigkeiten und Chancen in unserer inzwischen so vernetzten Welt!

    • durga
      25. Februar 2013 07:33

      Obwohl ich Latein und insbesondere Griechisch heiß geliebt habe, längere Zeit sogar studieren wollte, meine ich auch: suum cuique - als Wahlfächer: ja, als Pfichtfächer: nein!

      Um verfolgen und vielleicht auch verstehen zu können, wie sich unsere Welt und damit auch unsere Kultur entwickelt, wäre eine qualitative und quantitative "Auffettung" der naturwissenschaftlich-technischen Fächer dringend erforderlich. Hier, wo das Wissen in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert ist, wurde aber mit einer drastischen Kürzung der Unterrichtsstunden reagiert.

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 07:57

      So viel Lob, vor allem von Leuten, mit denen ich häufig anderer Meinung bin, macht mich ganz verlegen. Fast. :-)
      Aber es gibt viele andere bessere Beiträge. Wichtig ist dabeisein.
      Danke.

    • Riese35
      25. Februar 2013 23:16

      @simplicissimus: Ihr Kommentar drängt mich zu einem kleinen Einspruch mit ein paar Ergänzungen. Ihren Aufforderungen zum Erlernen anderer Sprachen kann ich nur zustimmen. "Latein allein", wie Sie schreiben, ist sicher zu wenig, und erst recht Englisch. Allerdings sehe ich den Gegensatz zum Latein, den Sie zu konstruieren versuchen, nicht.

      >> "Wo ist da noch Platz fuer Latein?"

      Wenn man überhaupt am Erlernen von Sprachen interessiert ist, dann bleibt genügend Platz. Am besten gleich in der Schule. Wie ich an anderer Stelle geschrieben habe, ist gerade Latein eine gute Grundlage zum Erlernen slawischer Sprachen.

      >> ".. wie nur Latein eroeffnet Sprachverstaendnis und logisches Denken, sowie foerdere historisches Verstaendnis, sind zwar richtig, nur ist das "nur" falsch."

      Das ist richtig und falsch. - Es ist richtig, weil man auch beim Erlernen anderer Sprachen Sprachverstaendnis und logisches Denken schulen kann (könnte). Man muß (müßte) es nur machen. Es ist eine Frage der Herangehensweise. Der Schulunterricht in Österreich konzentriert sich bei lebenden Fremdsprachen leider mehr auf Slang und Nebengeräusche wie Tellerklirren im Restaurant sowie subtile Indoktrination von Antirassismus, Feminismus und revolutionärem Gedankengut als auf exakte Ausdrucksweise und logisches Denken. Die erste Fremdsprache heute bei uns ist nicht Englisch, sondern BSE (bad simple English). - Es ist falsch, weil bei uns gerade beim Erlernen der alten Sprachen auf ganz andere Aspekte von Sprache wert gelegt wird. Und dafür eignet sich bei uns aus historischen und kulturellen Gründen Latein (neben Griechisch) am besten.

      Ich habe selbst im Beruf die Erfahrung gemacht, daß jene Amerikaner ihre englische Sprache am effizientesten einsetzen und einen Sachverhalt in englischer Sprache am prägnantesten ausdrücken konnten, die auch die lateinische Sprache beherrscht haben. Diese Korrelation besteht jedenfalls in unserem Kulturkreis. Latein hat bei uns einfach diese historische und kulturelle Bedeutung. Einen Ersatz für diese Funktion sehe ich nirgends.

      >> "Latein soll uns als Wahlfach erhalten bleiben. Als Pflichtfach lehne ich es ab."

      Was ist schon der Unterschied zwischen einem Wahlfach und einem Pflichtfach? Das hängt schon sehr davon ab, welches Ziel man erreichen möchte. Nicht jeder wird dafür die Begabung mitbringen oder wird es benötigen. Für einen Beruf oder Abschluß, der einen gewissen Bildungsstand voraussetzt, sollte Latein aber verpflichtend sein bzw. bleiben (z.B. Juristen, Historiker).

      Es wäre sehr gut, wenn sich der Schulunterricht nicht immer nur im Übersetzen erschöpfte, sondern wenn auch der aktive Sprachgebrauch einen gewissen Stellenwert bekäme. Der oft gehörte Einwand, daß das bei einer Sprache wie Latein zu schwer wäre, ist falsch. Dann könnte man nämlich auch keine Sprachen wie Polnisch oder Russisch als Fremdsprache erlernen. Gerade Latein und slawische Sprachen können einander gegenseitig sehr befruchten.

      Warum machen wir Latein eigentlich nicht zur europäischen Verwaltungssprache? Das wäre vermutlich ähnlich identitätsstiftend wie das Hebräische für den Staat Israel. Alle Einwände, die mir bis jetzt gegen diese Hypothese zugetragen wurden, träfen ebenso die Einführung des Hebräischen in Israel, und dort ist es erfolgreiche Realität.

      Zum Abschluß noch eine Anmerkung zum Latein in der Kirche: gerade zur Zeit, als das Reisen zur Massenbewegung wurde und nationale Grenzen überschritten wurden, hat die kath. Kirche ihre gemeinsame, lateinische Sprache zugunsten der Lokalsprachen weitgehend aufgegeben. Ein gewaltiger Anachronismus!

    • byrig
      25. Februar 2013 23:38

      latein ist die grundlage aller romanischer sprachen.50% der englischen sprache sind lateinischen ursprungs(durch die erfolgreiche invasion der inzwischen französischsprechenden normannen unter william the conquerer 1066).
      latein ist aber auch als ein training für logisches denken anzusehen,und beinhaltet durch die übernahme der alten griechischen denker einen grossteil unserer kulturgrundlagen.vom römischen recht ganz abgesehen.

      das allerwichtigste heute ist die möglichst gute beherrschung der enlischen sprache,die die lingua franca ist.daneben ist es nur recht nett,etwa spanisch,französisch,italienisch einigermassen zu beherrschen.
      ziemlich unnötig aber,bzw. liebhaberei sind genauere kenntnisse in ungarisch,russisch oder gar arabisch.abgesehen von spezialsituationen.(wie z.b. agent in russland ohne perfekte russischkenntnisse).
      ich meine das nicht nur theoretisch.am besten bin ich in englisch,dass ich auch laufend verbessere,um nicht den überheblichen ausdruck "perfektionieren" zu verwenden.
      gelernt habe ich aber auch 5 jahre französisch,das ich kaum benötige,aufgrund meiner lateinausbildung-und französich verstehe ich einiges im spanischen und italienischen.
      das eine jahr russisch war eher zeitverschwendung.
      allerdings spreche ich aufgrund gewisser umstände einigermassen fliessend finnisch.kann ich das gebrauchen?kaum!
      latein als wichtige grundlage für so vieles möchte ich aber nicht missen,so sehr ich es als schüler gehasst haben mag.
      eigentlich halte ich es für eine verschwendung von energie,"orchideensprachen" und weniger wichtige zu lernen statt wirklich gut englisch zu können.
      und ja:latein sollte im gymnasium pflichtfach sein!(ich bin kein lateinlehrer,überhaupt kein lehrer)

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:34

      phaidros Applaus sagt eigentlich eh schon alles.

      Das einzige was hier bei simplizissimus nicht platt ist, ist der Hinweis darauf, dass Englisch eigentlich eine Kreolsprache ist. Französich und Italienisch aber auch, wenn nicht so deutlich.

      Simplizissimus, Sie haben ganz recht, wenn Sie sagen, es gäbe hier bessere Beiträge. Vor allem Ihre eigenen Subbeiträge zu anderen Postings sind viel besser als der hier zwölfbestrendelte.

      NB:

      Wahlfach klingt gut, aber was ist denn noch zu wählen, wenn man sich für eine Schulform entscheiden kann.

      Wenn Sie sich mit der deutschen Grammatik beschäftigen, dann müssen Sie heute bereits die Jahreszahl dazu sagen. Beim Englischen ist das noch deutlicher.8y9yyv

    • phaidros
      26. Februar 2013 12:42

      Da es auch hier irgendwie dazu gehört, die gleich Antwort wie unten:

      Hmm, neben Latein habe ich 5 Fremdsprachen gelernt bzw. tue es. Ich halte mich durchaus für qualifiziert, eine Aussage über Auswahlmöglichkeiten beim Sprachenerlernen zu machen. Und von daher kann ich sagen, dass die Aussage, dass Latein ach so notwendig wäre zumeist von denen kommt, die nichts anderes können, und die Aussage, dass das logische Denken ach so geschult würde zumeist von denen, die es am wenigsten beherrschen.

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:18

      Zweimal einunddasselbe zu verschiedenen Themen zu posten ist schon merkwürdig und regt zu fragen an:

      Haben Sie übersehen, dass es um verschiedene Dinge geht?

      Dass Sie fünf Sprachen gelernt haben, ist lustig, aber irrelevant. So wie Sie gebaut sind, kann es sich dabei nur um eine Lackierung handeln, die leicht wieder runter geht.

      Ich komme sogar auf sieben Sprachen, für die ich mich interessiert habe, aber können?
      Leider nur bei englisch und italienisch bin ich in der Lage, mich zufriedenstellend auszudrücken, Bücher zu lesen und meine Gesprächspartner an der lautlichen Färbung zu Landesteilen zuzuordnen. Denn wenn Sie sich für die hinter der Sprache stehende Kultur nicht interessieren, dann lassen Sie es lieber gleich bleiben.

      Das würde ich auch Ihnen raten: Wenn Sie sich für die antike Kultur nicht interessieren, dann lassen Sie es bleiben. Bitter ersparen Sie uns dann aber auch Ihre Ergüsse zur sinnvollen Sprachwahl. Sie haben sich da ja als Desinteressierter aus dem Spiel genommen. Und welche Wahl ein anderer trifft kann Ihnen nach der von IHnen selber propagierten unbeschränkten Wahlfreiheit eigentlich auch egal sein.

      Eine ordentliche Analyse hätte Ihnen auch gezeigt, dass Sie in Ihrer Argumentation ständig zwischen Ihrer persönlichen Ansicht und der Modellierung eines allgemeinen Sprachlernkurrikulum herumgeigeln. Dass Sie das als Wissenschafter nciht selber stört ist verstörend. Ihr Kreuzzug lässt vielmehr auf eine lange zurückliegende Verwundung in Zusammenhang mit Latein schließen (ok, das war jetzt ein argumentum ad hominem).

      Meine These in Zusammenhang mit den alten Sprachen ist hingegen, dass das Erlernen der alten Sprachen für die Qualität der eigenen Sprache auch dann förderlich ist, wenn die meisten Kinder diese Sprachen nie brauchen und zumeist auch wieder verlernt haben.

      Vielleicht ist es ein Scheinargument post hoc ergo propter hoc, aber es schaut verdammt so aus, dass das Deutsche selber simplifiziert wird, seitdem das Latein nciht so eine Pfuibittenetsprache geworden ist. Das Deutsche ist aber das Entscheidene und nicht die anderen Sprachen, bei denen nach der Einführung der Zentralmatura, jeder Depp seinen Abschluss machen muss.

    • phaidros
      26. Februar 2013 14:38

      Meine Ergüsse zu Sprachwahl sind ganz sicher wertvoller als Ihre Ergüsse zu meinen Ergüssen.

    • Erich Bauer
      26. Februar 2013 16:42

      Beneidenswert... wie sich so Mancher "ganz sicher wertvoller" erscheint... Diesen Erguß hätte ich jetzt ganz gern 5-sprachig. Wird zwar deswegen auch nicht entsprechender... aber, sei's drum.

    • phaidros
      26. Februar 2013 18:41

      Nicht "ich bin", sondern "meine Ergüsse sind". Für Sie eindeutig nicht zu erschwingen, dass jemand nicht von sich spricht, Herr Bauer.

    • Martin W. (kein Partner)
      26. Februar 2013 19:09

      1. Tatsächlich steht es heute jedem frei, Latein zu lernen oder etwas anderes zu wählen. Es ist daher nicht notwendig, Wahlfreiheit zu fordern. Sie ist bereits gegeben.
      2. Ich habe noch nie einen Menschen kennengelernt, der irgendeine Sprache nicht oder nur unzureichend beherrscht hat, nur weil er auf Lateinkenntnisse zurückblicken kann oder - im Denken eines Simplicissimus gesprochen - seine Zeit mit Latein verschwendet hat.
      3. Das Kennenlernen der wichtigsten Kultursprache Europas dient vor allem dem Kennenlernen der europäischen Geschichte und Identität, der persönlichen Bildung in vielen existentiellen Fragen des Menschen und ist nicht "nur" nach dem Maßstab "Für was brauch ich das?" zu messen. Denn dann müsste man vieles andere auch streichen: Musik, Theater, Literatur, zahlreiche Wissenschaften, Projekte für Umwelt und / oder Kultur, Reisen, Verschönerung der Orte, ... Tatsächlich ist Latein aber für vieles nebenbei auch nützlich, gerade auch für das Lernen und Verstehen des Spanischen (ich habe beide Sprachen gelernt, eine davon auch studiert) oder die Hälfte des englischen Wortschatzes.
      Bei Medizin geht es nicht so sehr um einzelne Wörter als auch um deren Zusammensetzung, Suffixe etc.
      4. Man setzt sich im Latein- und auch im Griechischunterricht unter anderem mit Sokrates auseinander und seiner Haltung gegenüber Menschen, die sich einbilden, etwas zu wissen, obwohl sie nichts wissen.

    • phaidros
      26. Februar 2013 23:07

      Wow! Das kann was! »1.,2.,3.,4.!« Hugh!

      Schade nur, dass keiner der 4 Punkte sonderlich relevant ist.

      @1: wer »fordert«?

      @2: Ihr Satz »Ich habe noch nie einen Menschen kennengelernt, der irgendeine Sprache nicht oder nur unzureichend beherrscht hat, nur weil er auf Lateinkenntnisse zurückblicken kann« ist schlichtweg falsch. Ich kenne haufenweise Leute, die in der Zeit durchaus eine Sprache mehr hätten lernen können und wollen (ich zum Beispiel. Jetzt kennen Sie schon – wenigstens in Form einer Blogbekanntschaft – einen).

      @3. Was sollte Ihrer Ansicht nach im Geschichte- und im Philosophieunterricht gemacht werden? Nichts von dem, was Sie da sonst an Streichkandidaten aufzählen, hat im Gegensatz zu den alten Sprachen an Relevanz für das heutige Alltagsleben verloren.

      @4. Ein veritables Eigentor. Keiner, der nicht Latein hatte, wird deswegen glauben, etwas zu wissen (oder mehr als ein anderer - wie es sinngemäß im Originalzitat des Sokrates heißt). Unter denen, die es schon hatten, kommt durchaus die Meinung vor, gebildeter zu sein als andere (Beweis: dieser Thread).

      Denken Sie insbesondere also über Sokrates nocheinmal nach, wenn Sie ihn schon als Zeugen anrufen.

      Abschließend nur zur Klarstellung: ich finde Lateinunterricht als Angebot gut, nur wählbar sollte er eben sein.

    • cmh (kein Partner)
      27. Februar 2013 10:40

      phaidros

      vielleicht lesen Sie meine Ergüsse zur Sinnhaftigkeit von "Wählen" ein zweites Mal.

      Wenn Sie die Wahl haben, Latein von einem alten Professor nach der alten Methode oder Spanisch von einer Spanierin nach der Kopfkissenmehtode zu lernen, welche Sprache würden Sie wählen?

      (So stur wie Sie sich allerdings hier aufführen wird Ihnen die Spanierin nach kürzester Zeit wieder den Laufpass geben.)

      Gestern oder heute war ein Artikel über die Berufswahl von Medizinern. Anonym geben viele von denen zu, dass die Wahl wegen Emergency Romm oder ähnlichen Arztserien getroffen wurde.

      Aber was rede ich? Kurz gesagt: Sie wissen nicht, wovon Sie reden, wenn Sie von "WAhl" faseln.

      Damit könnte man es eigentlich belassen, wenn Ihre Beiträge zum anthropogenen Klimawandel nicht in ähnlicher Weise vergetragen würden.

    • phaidros
      27. Februar 2013 21:25

      (So stur wie Sie sich allerdings hier aufführen wird Ihnen die Spanierin nach kürzester Zeit wieder den Laufpass geben.)

      Das sind ganz schöne Frechheiten, die Sie sich da heraus nehmen. Wofür halten Sie sich eigentlich?

      Im übrigen bin ich um nichts sturer als meine Gegenredner, argumentiere allerdings im Unterschied zu diesen niemals auf der Ebene persönlicher Seitenhiebe oder Untergriffe, sondern bleibe sachlich. Aber Sie merken beides nicht.

    • phaidros
      28. Februar 2013 06:46

      Korrektur: …im Unterschied zu einigen von diesen…

    • byrig
      28. Februar 2013 23:55

      phaidros,sie sind ein mühsamer klugscheisser.
      und ich möcht nicht wissen,wieviele von ihren angeblich erlerten sprache sie wirklich beherrschen.

    • phaidros
      01. März 2013 00:03

      Und Sie, byrig, sind jemand, der andere öffentlich als ›Klugscheisser‹ bezeichnet. Und einer, der offensichtlich jemanden liest, den er als mühsam empfindet.

      Da bin ich lieber Klugscheißer.

      P.S. Danke übrigens, dass Sie gleich so eindrücklich bestätigen, was ich weiter oben gesagt habe: »…argumentiere allerdings im Unterschied zu diesen [meinen Gegenrednern] niemals auf der Ebene persönlicher Seitenhiebe…«. Jeder eben, wie er kann.

  36. phaidros
    25. Februar 2013 05:39

    Es lebe die freie Auswahl!

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 06:53

      Sehen Sie, phaidros, diesmal auch 3 Sternderln von mir. Nicht immer sind wir anderer Meinung.

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:37

      Ja stimmen wir ab. Am besten lassen wir die entscheiden, die keine oder noch keine Ahnung haben.

      Die Reduktion des Wahlalters ist eigentlich ein Betrug an den Jugendlichen. Denn dadurch werden diese von einem STaat vereinnahmt, für den sie sich ja noch nie entschieden haben.

    • phaidros
      26. Februar 2013 12:40

      Hmm, neben Latein habe ich 5 Fremdsprachen gelernt bzw. tue es. Ich halte mich durchaus für qualifiziert, eine Aussage über Auswahlmöglichkeiten beim Sprachenerlernen zu machen. Und von daher kann ich sagen, dass die Aussage, dass Latein ach so notwendig wäre zumeist von denen kommt, die nichts anderes können, und die Aussage, dass das logische Denken ach so geschult würde zumeist von denen, die es am wenigsten beherrschen.

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 13:55

      Extra für Sie, phaidros, muss ich das sinnerfassende Lesen wieder herauskramen.

      Was macht Sie eigentlich immer so sicher, dass Ihre Ansichten gleich nach der Selbstevidenz kommen? Wenn Sie dann bereits hier im Blog so viele Probleme haben, diese durchzusetzen. umwieviel schwieriger wird eine Wahlentscheidung sein, die nicht unter Ihrer segensreichen Obhut und von desinteressierteren Schülern getroffen wird, als es hier der Durchschnitt ist?

      Wenn Sie mein Posting sinnerfassend gelesen hätten, dann hätten Sie auch bemerkt, dass ich darin nicht von Ihnen spreche, sondern ganz allgemein: Welche Sprache soll denn der arme Hund wählen, der nichteinmal in seiner eigenen firm ist und der nicht wie Sie, sich in mehreren Fremdsprachen herumgetan hat?

      Es redet sich immer so locker, aber leider gutmenschlich unverantwortlich, von freier Wahl. Es ist eine Sache, sich nach der vierten gelernten Sprache darüber klar zu werden, dass man zwei davon eigentlich nie gebraucht hat, und eine andere, welche Sprache man denn als erste oder zweiter Fremdsprache lernen will.

      Verantwortungslos ist es, Jugendlichen und vor allem Kindern diese Antworten gönnerhaft aufs Auge zu drücken und zu sagen: "Hmmm, dann entscheidet Euch einmal schön!" Wenn das so einfache wäre, dann säßen nicht so viele Kinder in der falschen Schulform und es würden nicht soviele Jugendliche diese Scherzstudien wählen.

      Das soll jetzt nicht bedeuten, dass Kinder und Jugendliche zu etwas gezwungen werden sollen, das sie nicht wollen. Aber als ERwachener darf man sich nicht so einfach aus der Verantwortung stehlen. Denn einerseits wissen die Kinder nicht richtig, was sie wollen und andererseits kommt der Appetit mit dem Essen.

    • phaidros
      26. Februar 2013 14:08

      Wenn Sie mein Posting sinnerfassend gelesen hätten, dann hätten Sie auch bemerkt, dass ich darin nicht von Ihnen spreche,

      Habe ich auch nicht behauptet. Persönlich werden (auch weiter unten) und »platt« austeilen - zu mehr reicht's nicht?! Der Rest ist mir echt zu fad und zu blöd mit Ihnen.

    • phaidros
      26. Februar 2013 14:09

      (Jetzt kommt vermutlich, dass ich mich davon stehle — völlig wurscht.)

    • cmh (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:23

      Dann haben Sie aber das Thema verfeht. Oder ist Ihnen nur die Einfügentaste ausgerutscht?

      Dass Sie sich nicht mehr hier zu Wort melden wollen, dafür bedanke ich mich schön und habe endlich auch einmal das letzte Wort behalten.

    • Martin W. (kein Partner)
      27. Februar 2013 19:05

      ad 1) Sie selbst - im letzten Satz
      ad 2) Wer oder was hat Sie daran gehindert, etwas zu lernen? Sprachen lernt man nicht, indem man ein paar Stunden pro Woche einer Gruppe sitzt und dann wieder alles vergisst, weil man sich nicht damit beschäftigt. Umgekehrt kann man sehr wohl, auch wenn man (in ihrem Weltbild) seine Zeit mit Latein vergeudet hat, sein ganzes Leben lang Sprachen und vieles andere lernen, wenn man das will, das Hirn und den nötigen Fleiß dazu aufbringt. Das, was Sie schreiben, ist die Generalausrede von Losern.
      ad 3) Kunst habe ich noch vergessen. Was im Alltagsleben eines einzelnen Relevanz hat und was nicht, ist subjektiv verschieden. Jedenfalls sollte man nicht die eigene Sichtweise auf andere übertragen.
      ad 4) Sie haben meine Anspielung auf Sokrates nicht verstanden. Kein Problem, ich kann damit leben.

    • phaidros
      27. Februar 2013 21:20

      Sie glauben also, mein Weltbild zu kennen. Gähn.

      Jedenfalls sollte man nicht die eigene Sichtweise auf andere übertragen.

      Ganz genau, das unterschreibe ich, Und deswegen sollte Latein wählbar sein, es gehört nicht zu den kulturellen Grundfertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen).

      Da Sie im übrigen nur auf persönlicher Ebene »diskutieren«, disqualifizieren Sie sich ohnehin selbst.

    • phaidros
      28. Februar 2013 06:19

      @Martin W: …und weil ich einfach nicht drauf komme: seien Sie doch bitte so freundlich und erklären mir Ihre Anspielung auf Sokrates.

    • phaidros
      05. März 2013 08:13

      @Martin W: nix? Muss ich dumm sterben?

  37. S.B.
    25. Februar 2013 04:24

    Eine erfreuliche Nachricht!

    Latein als wichtigste Grundlage für die deutsche und die romanischen Sprache(n), bildet die Basis für unser Kulturgut. Sie hat in vielen Bereichen wie Kunst, Literatur, Kirche, Politik, Philosophie, bis hin zur Medizin das Leben in Europa geprägt.Umso erfreulicher ist die Tatsache, daß sich junge Menschen wieder vermehrt für diese Wurzeln interessieren.
    Erst vor Kurzem berichtete ein Pfarrer aus Südtirol, daß sich seine in Latein gehaltenen Messen regen Zulaufs erfreuen, weil die Menschen bei den modernen, "pfadfinderähnlichen" Veranstaltungen nicht zur nötigen Spiritualiät finden.
    Es ist auch die katholische Kirche, welche eine Stiftung = LATINITAS zur Pflege und Weiterentwicklung der lateinischen Sprache ins Leben gerufen hat, die sich bemüht, ein dem neuzeitlichen Sprachgebrauch angepaßtes Latein zu erstellen und zum Beispiel für Computer das lateinische Wort instrumentum computatorium veröffentlichte.

    Und wer Lust auf mehr hat:
    http://ephemeris.alcuinus.net

    • Undine
      25. Februar 2013 14:51

      @S.B.

      *****! Und danke vielmals für den Link! Ich bin weit davon entfernt, alles aus dem Stegreif übersetzen zu können, aber es macht Spaß zu schmökern und zu sehen, daß doch einiges "hängengeblieben" ist. Wahrscheinlich kommt man doch auch wieder "hinein"!
      In Carnuntum hab' ich im Shop ein sehr gut gemachtes und wirklich sehr geschmackvolles "visuelles" Wörterbuch (latein-deutsch) entdeckt; darin findet man über 6000 Wörter auch aus dem heutigen Sprachgebrauch für alle Lebensbereiche. Überaus vergnüglich, darin zu blättern!

    • Josef Maierhofer
      25. Februar 2013 16:44

      @ Undine

      Gibt es eigentlich den 'Stowasser', unser ehemaliges Standardwerk für die Vokabel, noch ?

      Meine Tochter hatte ihn noch in den 1990-er Jahren, nebst einer ausgewählten Sammlung von deutschen Übersetzungen im Reklam-Format ...

      Bei amazon.de finde ich ihn nur noch antiquarisch.

    • S.B.
      25. Februar 2013 17:19

      @Undine

      Herzlichen Dank für den Tipp!
      Ist eine gute Anregung wieder einmal Carnuntum aufzusuchen.

    • Undine
      25. Februar 2013 17:57

      @Josef Maierhofer

      Ihre Frage nach dem "Stowasser" hat mir keine Ruhe gelassen, und so bin ich schnell über die Straße in meine Buchhandlung gelaufen, um mich zu erkundigen. Ja, es gibt ihn noch, den Stowasser, allerdings nur auf Bestellung, und obwohl es hier ein Gymnasium gibt, ist die Nachfrage sehr gering, sagte man mir---war wohl nicht anders zu erwarten. Mein Exemplar stammte seinerzeit, wie fast alle meine Schulbücher, aus zweiter Hand, tut aber noch immer seine guten Dienste. Manchmal genügt mir auch die Liliput-Ausgabe von Langenscheid, von dem es auch eine Deutsch-Lateinische Version gibt.

      Das oben beschriebene "Visuelle Wörterbuch" kann ich nur empfehlen!

    • Majordomus
      25. Februar 2013 18:30

      @Josef Maierhofer:

      Den Stowasser bekommen Sie in der Buchhandlung des ÖBV in der Schwarzenbergstraße oder beim Manz am Kohlmarkt. Beim Letzteren können Sie ihn auch online bestellen:
      http://www.manz.at/list.html?inline=1&back=a34e5591d9a633fa8e84dd9570c88fe4&isbn=978-3-230-03319-2&xid=292952&page=1

    • Undine
      25. Februar 2013 18:32

      Langenscheidt natürlich!

    • Riese35
      25. Februar 2013 18:51

      @S.B.: Warum nur Grundlage für die deutsche und romanische Sprachen? Slawische Sprachen haben in vielen Bereichen eine sehr ähnliche Grammatik. Die Fälle funktionieren fast ident zum Lateinischen. Der bloße Ablativ kann z.B. auch eine Zeitangabe ausdrücken: wieczór (poln.) = der Abend, wieczorem (Abl.) = am Abend. lato (poln.) = der Sommer, latem (Abl.) im Sommer. Häufige Partizipialkonstruktionen wie im Lateinischen, da durch die Fallendungen - anders als im Deutschen, wo diese oft verkümmert sind und als Folge umständliche Umschreibungen durch Nebensätze erfordern - die Beziehungen der einzelnen Satzteile untereinander klar ausgedrückt werden können.

      Wenn man z.B. aus dem Lateinischen gelernt hat, seine Gedanken auf diese Weise auszudrücken, d.h. Denken in einer reich flektierenden Sprache, dann wird man mit dem Erlernen slawischer Sprachen auch weit weniger Probleme haben und viel schneller vorankommen. Und überdies ist es ein Genuß und macht Spaß, sich mit den reichhaltigen Ausdrucksmöglichkeiten einer reich flektierenden Sprache spielen zu können.

      PS: Die Stellung des Hebräischen vor etwa 150 Jahren war in mancher Hinsicht nicht viel anders als die des Lateinischen heute.

    • S.B.
      25. Februar 2013 19:10

      @Riese35

      *********!

      Vielen Dank für die ergänzenden Ausführungen, die ich nur unterschreiben kann.

    • Undine
      25. Februar 2013 22:02

      @S.B.

      Ein Ausflug nach Carnuntum ist auf jeden Fall immer interessant, aber das Buch kann man in jeder Buchhandlung bestellen:

      ..............................Visuelles Wörterbuch......................
      ................................LATEIN-DEUTSCH........................
      ...................................coventgarden...........................

    • S.B.
      26. Februar 2013 23:50

      @Undine

      Nochmals vielen Dank, schon bestellt! ;-)





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