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Fußnote 411: Der Papst und die Pille

Während derzeit jede in Rom kursierende Latrinenparole von allen Boulevardzeitungen dieser Welt in vollem Ernst als Indikator für Gründe des Papstrücktritts oder die Person des Nachfolgers rapportiert wird, hat sich in der Kirche an ganz anderer Stelle mehr verändert als in der Summe der letzten Jahrzehnte.

Die deutschen Bischöfe haben die Verabreichung der sogenannten "Pille danach" erlaubt, damit etwa nach Vergewaltigungen die Befruchtung des Eis verhindert werden kann. Damit aber ist in Wahrheit eine Kopernikanische Wende in der gesamten Empfängnisverhütungs-Politik der katholischen Kirche eingetreten. Denn damit ist zum erstenmal eine nicht natürliche Methode der Empfängnisverhütung akzeptiert worden. Wenn aber nun diese eine Methode kirchlich legalisiert worden ist, dann werden die harmloseren Methoden wie Pille oder Spirale von niemandem mehr auf den Index gesetzt werden können. Der Anlass war der aufsehenerregende Fall einer Frau, der von zwei katholischen Spitälern nach einer Vergewaltigung die Pille danach verweigert worden ist. Freilich fällt auch der Zeitpunkt auf: Die Entscheidung der deutschen Bischöfe fällt genau mit dem Zeitraum zusammen, da in Rom keine starke Führung am Werk ist. Ob da noch etwas zurückgedreht werden wird?
 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcicero
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 08:35

    Die Abtreibungsproblematik wird immer der kath. Kirche angehängt, alle anderen Religionen werden weggelassen.
    Im Judentum, aus den sich das Christentum ableitet, ist die Abtreibung, wenn nicht Lebensgefahr für die Mutter besteht, verboten. Keiner unserer Journaillie wagt darüber zu schreiben. Sie soll ja nur unsere Gesellschaft und Moral zerstören.
    "Die Engelmacherin vom Brilliantengrund" sang Qualtinger in der Zeit, als die Abtreibung noch verboten war. Das Lied schildert die Realität indieser Zeit. Jetzt, wo die Abtreibung erlaubt ist, machen sich Provokateure immer noch interessant, um mit Medienhilfe die Gesellschaft zu zersetzen. Wo war ein echtes Problem?
    Wer wurde wann wie und wo vergewaltigt? Warum ging sie nicht zu einer Abtreibungsklinik? Wem nutzen diese Meldungen?
    Ein guter Journalist könnte dies leicht aufklären und Ruhm und Ehre einheimsen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 01:31

    Ein nachvollziehbarer und vernünftiger Schritt, den jeder Katholik auch mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
    Ob das jetzt gleich in Richtung Modernisierung bei der Verhütungsfrage geht, wird man erst nach der Wahl des nächsten Papstes wissen.

    P.S.: Die Berichterstattung über Vatikanintrigen, Papstrücktritt, Ruhestand, Neuwahl u.ä. wird immer grotesker. Hoffentlich ist der ganze Zauber bald vorbei!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 08:56

    Die Pille.

    Ich würde es auf das reduzieren, was es ist, Chemie mit Nebenwirkung, maximal eine Notmaßnahme, wie halt im gegenständlichen Fall.

    Die Pille hat den Geburtenknick auf dem Gewissen und enorm viele Frauenkrankheiten bis hin zu Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Mißgeburten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Massenkonsum der Pille im Sinne der 'Spaßgesellschaft' die Lösung für unser Problem darstellt, das die Wohlstandsverkommenheit und Chemiegläubigkeit geschaffen haben, bis hin zu Mißgeburten. Wäre eine Nachforschung wert.

    Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sich das im religiösen Sinn mit dem Bibelwort, 'wachset und vermehret Euch' vertragen kann, nämlich nicht der Notfall, sondern der Massenkonsum samt den genannten Folgen.

    Dass die 'Interregnumzeit' günstig ist für solche 'moderne' Entscheidungen der Deutschen Bischöfe, liegt auf der Hand, aber es sollte schon bei diesen Ausnahmen bleiben und es sollte schon den Menschen die Konsequenz vor Augen gehalten werden, auch die Konsequenz der Flucht aus der Verantwortung.

    Eine Religionsgemeinschaft kann ohnehin die Pille nicht verbieten, sondern ohnehin nur das Bewußtsein, das Gewissen bilden und anregen im Sinne der heiligen Schrift.

    Das, was die Linke mit der katholischen Kirche aufführt, nämlich, wie ich annehme, die Veröffentlich der Sensation, 'es bewegt sich doch was in der katholischen Kirche', ist bloß Provokation und schlechtes Gewissen bezüglich des eigenen Irrweges. Warum denn sonst das Interesse der Linken an einer Religionsgemeinschaft mit einem Glauben, den sie, wenn man mit den Sozialisten redet, 'natürlich' nicht teilen, 'sie sind nicht gläubig', aber zerstörerisch aufsässig, nicht so aber beim Islam, der ist ihnen heilig. Vielleicht bringt der Islam sie wieder auf den Weg der Moral zurück, einer anderen, mit Frauenausbeutung und Frauenverachtung im Sinne der hiesigen bisherigen Traditionen und Empfindungen.

    Der Mensch irrt, so lang er lebt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 06:09

    Der Geist weht, wo er will!

    Ich wünsche dem nächsten Papst soviel Erneuerungsmut, wie ihn die heutige Zeit dringend fordert, gepaart mit starker, charismatischer Überzeugungskraft, um die ewige Grundsubstanz des Glaubens in die Herzen möglichst vieler Menschen einbringen zu können!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 07:31

    Dass vergewaltigte Frauen die Pille danach nehmen können oder abtreiben dürfen, ist selbstverständlich.
    In bevölkerungsexplodierenden Entwicklungsländern ist der Gebrauch der Pille und anderer Verhütungsmittel stärkstens zu fördern.
    Bei uns in Europa wäre das Bewusstsein, dass Kinder etwas Schönes und Bereicherndes sind und keineswegs nur eine zeitliche und finanzielle Belastung, zu fördern.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 08:15

    Die deutschen Bischöfe haben der Kirche mehr geschadet als genützt. Ein Vergewaltigungsopfer wird, wenn es will, sicher eine andere Möglichkeit zur Abtreibung finden als ein katholisches Spital. In jeder Ubahnstation werden Abtreibungskliniken angepriesen, die Mainstreamzeitungen annoncieren täglich solche "Hilfen", es gibt Telefonberatung, Ärzte und Freundinnen, die genau Bescheid wissen. Mir erscheint das als Komplott gegen den Papst.

  7. Ausgezeichneter KommentatorSolo dios basta
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Februar 2013 13:15

    Dr. Unterberger schreibt in „Fußnote 411: Der Papst und die Pille“: „...Die deutschen Bischöfe haben die Verabreichung der sogenannten "Pille danach" erlaubt, damit etwa nach Vergewaltigungen die Befruchtung des Eis verhindert werden kann.“
    Nach dieser Formulierung trifft es aber nicht zu, daß „...sich in der Kirche an ganz anderer Stelle mehr verändert als in der Summe der letzten Jahrzehnte.“
    Wenn das Ei nämlich tatsächlich noch nicht befruchtet ist, dann findet ja auch keine Abtreibung – zum allerfrühesten möglichen Zeitpunkt – statt. Die Pille danach wird bisher deshalb als versteckte Abtreibung verurteilt, weil sie in der Praxis für das befruchtete(!) Ei diese Wirkung hat. Die Spitzfindigkeit dieser zitierten Formulierung schweigt allerdings über die Schwierigkeit, den Zeitpunkt ab dem das Ei befruchtet ist, überhaupt so genau erkennen zu können.
    Ich denke deshalb auch, daß es sich eher um eine Medienkampage handelt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 08:56

    Ich kann es mir gar nicht vorstellen, daß der gewissenhafte Top-Journalist Dr. Unterberger es nicht auch gewußt haben sollte, daß Köln flächendeckend mit kirchen- und religionsfeindlichen Strukturen überzogen ist, und daß die Notdienst machende, kirchen- und religionsfeindliche Ärztin nicht gewußt haben sollte, daß geistliche und Ordensspitäler keine Abtreibungen durchführen, es aber in Köln eine ganze Anzahl darauf „spezialisierter“ Abtreibungskliniken gibt. Indem sie bei den „geistlichen“ Spitälern „zuerst“ anrief erfuhr sie lediglich, was ohnehin längst und allgemein bekannt war, womit dieser „Notruf“ kein Notruf, sondern eine Inszenierung für den dann zu fabrizierenden „Skandal“ sein sollte.

    Da die bedauernswerte, vergewaltigte Frau auch gar nicht bei den katholischen Spitälern aufgetaucht ist, konnte sie eigentlich auch dort nicht „abgewiesen“ worden sein. Womit die Pressekampagne eine halbe Wahrheit, als eine ganze Lüge, nur war.
    Soweit die Tatsachen.

    Was mich bei solchen Gewalttaten immer auch interessiert sind die Umstände. Ich gehe zB in kein Stadion oder Mega-Diskos, weshalb es mir nicht möglich ist Zwischen die Prügeleien von Hooligans und anderen Fans zu kommen oder in abgefackelten Diskos mit versperrten Notausgängen lebendig gebraten zu werden. Auch würde ich des Nachts (und wohl auch nicht am Tag) in jene „rechtsfreien“ Zonen von Türkisch-Berlin gehen, weil ich nicht Lust habe dort erschlagen oder auch „nur“ beschimpft und verprügelt zu werden.

    Vielleicht könnte manche Vergewaltigung auch mit solcher Vorsicht vermieden werden.

    Wenn sich der gewiß gewissenhafte Top-Journalist Dr. Unterberger hier zum Sprachrohr und Vervielfältiger obiger Lüge macht, besorgt er wohl durchaus absichtlich ein gewisses Geschäft, nämlich jenes, das die illuminierte liberale Internationale (LIBINTERN) seit 1789 besorgt: Gegen Thron und Altar! Das macht ihn uns so sympathisch.

    Die mehrheitlich christlich-bürgerlichen Jubelperser und Verehrer des Oberguru merken das leider nicht (immer), sonst würden sie wohl manche Kommentare Unterbergers nicht so euphorisch bejubeln.

    Seine folgende Exegese, daß damit – der „Erlaubnis“ für eine Pille danach - eine paradigmatische Zeitenwende eingetreten sei und es vielleicht auch „Klugheit“ der mehrheitlich aufmüpfigen deutschen Bischöfe gewesen sein könnte, damit just jetzt herauszukommen, übersieht, daß das Lehramt nach wie vor beim Papst liegt und es auf die Meinung einiger – vielleicht schon zu alter – Bischöfe (die sinnvollerweise mit 75 ihren Rücktritt einzureichen haben) nicht wirklich ankommt. Es sich scheint viel mehr der betrübliche Umstand zu bestätigen, daß die Feigheit vor der veröffentlichten Meinung den Bischöfen das klare Denken eingetrübt hat, bzw. daß – wie der Schnellschuß des Kardinals Meisner andeutet – überhaupt nicht gedacht wurde.

    Tel Aviv!


alle Kommentare

  1. Zaza (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:27

    Posts like this make the intneret such a treasure trove

  2. Scote (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:50

    You have shed a ray of susnnihe into the forum. Thanks!

  3. Srilakshmi (kein Partner)
    20. Januar 2015 16:10

    Thank God! Soonmee with brains speaks!

  4. Awami (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:20

    Hei Bjf8rn!Ne5 har vi styring pe5 deg.Legger inn ponijsonese etter hvert.He5per alt er vel med be5t og skipper.Varme hilsner fra kalde Kragerf8,Aina og Per

  5. Neppomuck (kein Partner)
    27. Februar 2013 13:08

    Der Gott der Pille.

    Was sollst du glauben, Christ?
    Der Papst sagt Nein zur Pille,
    und das ist Gottes Wille.
    Das sollst du glauben, Christ.

    Wem soll dieser Gott nützen,
    was ist das für ein Gott?
    Und wen soll er beschützen
    vor welcher argen Not?
    Das solltest du fragen,
    du glaubensfroher Christ.
    Die Antwort wird dir sagen,
    wes lieber Gott das ist.

    Wem nützt, wenn zuviel Söhne,
    die hungern und nichts wissen,
    für ganz geringe Löhne
    sich verdingen müssen?
    Wem nützt, wenn zuviel Töchter,
    die hungern und nichts wissen,
    an jeden fetten Schlächter
    sich verkaufen müssen?

    Wem nützt es, wenn die Knechte
    immer mehr Kinder hecken
    und ihre Herrenrechte
    ihr Lebtag nicht entdecken?
    Wem nützt es, wenn Proleten
    in Dublin, Peru, Kapstadt
    nicht kämpfen sondern beten,
    daß ihre Not ein End hat?

    Das ist der Gott der Reichen,
    die fressen, ficken, saufen
    und den Gewinn einstreichen
    und sich die Pille kaufen.
    Doch es werden die Proleten
    beenden ihre Not
    und kämpfen statt zu beten.
    Dann stirbt auch dieser Gott.

    Dann weiß der fromme Christ,
    dann weiß die ganze Christenschar,
    wes lieber Gott das war.

    In memoriam Franz Josef Degenhardt, gest. Nov. 2011.
    Sein "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" machte ihn wohl unsterblich.

  6. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    27. Februar 2013 09:33

    A.U. hat es völlig richtig erkannt:

    Der Papst tritt doch nicht wegen schwule und kriminelle Kurien-Kardinäle zurück. Auch nicht wegen die mehreren tausende Morde und Kinderschändungen durch katholische Geistliche in Irland und sonst, egal ob in den USA, Deutschland oder Österreich. Das sind doch alles Peanuts für den Papanaci.

    Der ehemalige Hitlerjunge ist schlicht und einfach psychisch und pysisch am Ende, mit dem Amt überfordert und geht ganz einfach in die Invalitiätspension.

    • F.V. (kein Partner)
      27. Februar 2013 10:07

      aeiou, welche Anmaßung in diesem Pseudonym doch liegt! Treffender und den Zustand dieses Hohlkopfs zu beschreiben wäre "Loch" - "Arschloch".

      Mit seinem bestechenden Deutsch hat er sich als echten Großdenker ausgewiesen. Und für seine biographischen und ärztlichen Kenntnisse gebührt ihm doppeltes Lob!

      Submissest, F.V.

  7. Eso-Policier (kein Partner)
    26. Februar 2013 21:34

    Die Kirche sollte weiterhin gegen Abtreibung, Homosexualität und Pornographie kämpfen. Aber es muss auch Reformen geben. Z. B. muss es Frauen erlaubt sein, das Priesteramt auszuüben. Zudem muss klar sein, dass es keinen jenseitigen Gott gibt. Sondern in der Natur gibt es Dinge, die dem Menschen ewig verborgen sind. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  8. socrates
    26. Februar 2013 19:19

    Den Trollen und Leseschwachen gewidmet:

    Der Hintergrund der Medienkampagne gegen katholische Krankenhäuser
    Die katholische Journalistin Felizitas Küble hat auf der Website „Christliches Forum“ einen Beitrag veröffentlicht, der deutlich macht, dass hinter der Kampagne gegen die katholischen Krankenhäuser in Köln, die angeblich einer vergewaltigten Frau die Behandlung verweigerten, ein ganz anderer Hintergrund steckt und dass es überhaupt keinen Grund zur Entschuldigung für die Entscheidung des Krankenhauses gibt. Ein wirklich interessanter Bericht, der deutlich macht, wie in Deutschland die Medien arbeiten.
    Die WDR-Sendung “Lokalzeit aus Köln” strahlte am 22. Januar 2013 ein hochgradig aufschlußreiches Gespräch aus, das leider in der öffentlichen Debatte viel zu wenig beachtet wird - und dies teilweise wohl auch deshalb, weil bei Bekanntwerden der dort geäußerten Fakten die gesamte Presseschlammschlacht in der “Causa Köln” in sich zusammenklappen würde:
    Der Fernsehsender befaßte sich in einem Interview mit Prof. Dr. Dietmar Pennig, dem Ärztlichen Direktor des St.-Vinzenz-Hospitals, mit den Vorwürfen gegen die katholische Klinik im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer.
    Die betreffende Frau wurde Mitte Dezember 2012 nicht etwa persönlich weggeschickt, wie mitunter der Eindruck erweckt wird; vielmehr befand sie sich bereits in ärztlicher Behandlung in den Räumen der dortigen Notfallpraxis, die sich auf dem Gelände des kath. Krankenhauses befindet, aber autonom arbeitet bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben wird.
    Die dortige diensthabende Ärztin rief also beim Vinzenz-Hospital an, wie nun in dieser Causa weiter verfahren werden solle, auch hinsichtlich einer “Anonymen Spurensicherung”.
    Katholische Klinik wurde amtlich vom “Netzwerk Anonyme Spurensicherung” abgemeldet
    Die Medizinerin der kath. Klinik hatte daraufhin vorgeschlagen, die Patientin an ein kommunales Krankenhaus weiterzuleiten, da das Vinenz-Hospital seit September 2012 vom stadtkölnischen Netzwerk der Anonymen Spurensicherung abgemeldet worden war, u.a. deshalb, weil die katholische Klinik keine “Pille danach” verschreibt, da diese im Falle einer erfolgten Befruchtung frühabtreibend wirkt.
    Durch jene Abmeldung von diesem Ärztlichen Netzwerk, die gleichsam “von oben” ohne jede Verantwortung des katholischen Krankenhauses erfolgte, standen der Klinik die technischen Möglichkeiten für eine gynäkologische Spurensicherung nicht mehr zur Verfügung.
    Folglich blieb der betreffenden Medizinerin schlicht nichts übrig als eben jener Vorschlag, die Patientin an eine kommunale Klinik zu verweisen, die eine solche Spurensicherung kompetent vornehmen kann.
    Eben dies berichtet Chefarzt Dr. Pennig hier im WDR-Interview sachlich und informativ - dort bitte die dritte Sendung der “Lokalzeit” anklicken:

    Dieser Link von Slavicus zeigt: Eine Vergewaltigung wurde weder angezeigt noch festgestellt. Keine "unabhängige" oder "Qualitäts"-medien berichteten darüber. Die Bischöfe waren dem Papst ungehorsam.

  9. kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
    26. Februar 2013 12:24

    Leider wird dieses Problem immer verkürzt dargestellt.

    Die bisher als Pille danach verwendete Mixtur hat zu einer ABTREIBUNG des bereits entstandenen Lebens geführt. (Mord am Ungeborenen.)

    Die jetzt von der Bischofskonferenz "erlaubte" Pille danach ist wie aus dem entsprechenden veröffentlichten Beschluss hervorgeht nur dann erlaubt, wenn es die BEFRUCHTUNG verhindert, das heisst kein neues Leben geschaffen wird.
    (Daher liegt keine Tötung vor.) Das ist in etwa das Gleiche wie die Verwendung eines Kondoms, die kirchlich auch verboten ist (jedoch wird dieses Verbot selten eingehalten).

    Man könnte diese Pille danach auch als Kondom danach bezeichnen, was besser zutrifft! Und im "Notfall" (Vergewaltigung) als zulässig erklärt wurde.

    • Günther (kein Partner)
      02. März 2013 10:47

      Nur zur Ergänzung. Die "Pille danach" verhindert nur den Eisprung. Falls der Notfall kurz nach diesem eintritt, ist das Medikament wirkungslos.

  10. Pius (kein Partner)
    26. Februar 2013 11:18

    Wollte der Papst die Archive über den Holo-Kost öffnen?
    http://vimeo.com/60485832

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 11:57

      Dem seien die Sätze des Bundeskanzlers ADENAUER aus einer Rede im April 1949 zur Seite gestellt:

      "Aus den östlichen Teilen Deutschlands, aus Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn usw. sind nach den von a m e r i k a n i s c h e r Seite getroffenen Feststellungen insgesamt 13,3 Millionen Deutsche vertrieben worden. 7,3 Millionen sind in der Sowjetzone und in der Hauptsache in den drei Westzonen angekommen. 6 Millionen Deutsche sind vom Erdboden verschwunden. Sie sind gestorben, verdorben. ... Es sind Untaten verübt worden, die sich den von den deutschen Nationalsozialisten verübten Untaten würdig an die Seite stellen. Die Austreibung beruht auf dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945. Ich bin überzeugt, daß die Weltgeschichte über dieses Dokument ein sehr hartes Urteil dereinst fällen wird".

      Nach anderen "Schätzungen" waren an die 18 Millionen von den Vertreibungen betroffen. - Wo sind sie geblieben?

    • Torres (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:12

      "Holo-Kost"? So etwa wie Schon-Kost oder Krankenhaus-Kost? Satire oder Legasthenie? Oder gar bildungsferne Schicht mit Leseschwäche?

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:34

      Torres,

      Sie sind ein Arschloch, wenn Sie über das Thema so blöde Witzchen zu machen belieben.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:47

      Torres (kein Partner)
      26. Februar 2013 12:12

      Wahrscheinlich wollte Pius das Unwort "holocaust" (das laut Wikipedia "Der Begriff Holocaust (vom griechischen Adjektiv ??????????, holókauston‚ „vollständig verbrannt“) bezeichnete im Altertum ein Brandopfer von Tieren." zu vermeiden.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 14:07

      kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      ************ Danke sie ersparen mir ....

    • Torres (kein Partner)
      27. Februar 2013 09:21

      @F.V.
      "Arschloch"? Ist das Ihr Vorname oder wollen Sie damit zeigen, dass Sie Ihre (Aus-)Bildung in der Gosse (oder noch besser: Kloake) genossen haben?
      Vielleicht liest das ja der Herr Unterberger und sperrt Sie aus dem Forum aus. Ich nehme nicht an, dass er ein derartiges Gesindel in seinem Blog haben will.

    • F.V. (kein Partner)
      27. Februar 2013 15:38

      Torres,

      richten Sie doch Ihr Petitum an Unterberger.

      Vielleicht ist Ihnen das Sprichwort bekannt: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

      Für Sie in Ihrer grenzenlosen Debilität war das eben das A... Viel freundlicher war das nicht zu machen. - Aber keine Sorge: Sie kommen nicht mehr in Gefahr von mir weiter beachtet zu werden. Nicht einmal ignorieren ist angemessen.

  11. cmh (kein Partner)
    26. Februar 2013 10:48

    Der Umgang mit dem Nachwuchs war immer schon ein harscher. Man sollte sich da keinen Illusionen hingeben. Im Bereich der tiroler Sagen gibt es sogenannten Norgen, das sind die Seelen von ungetauften Kindern, die in einem Bergsee gebannt sind. Diese Sage ist natürlich in jedem Sagenbuch zu finden.

    Etwas komplett anderes ist es jedoch, wenn die industriellen Möglichkeiten der Pharmaindustrie und der Gummiwarenerzeugung moralische Normen ersetzen. Denn hier wird nicht der einzelne Mensch besser, sondern nur die aus unrichtigem Handeln entstehenden Problme werden verschoben, nicht einmal gelöst.

    Die Verfechter der Empfängnisverhütung mögen sich doch einmal fragen, ob dadurch etwas besser geworden ist, oder ob nicht nur das Problem verdeckt wird, indem ein Wechsel über ein neues Problem akzeptiert wird. Denn so sehr einem armen schwangeren Mädel z.B. geholfen werden soll, so groß ist das Problem des Geburtenrückganges, dass man sich dadurch einhandelt. Und andere mehr.

  12. Francois Villon (kein Partner)
    26. Februar 2013 08:56

    Ich kann es mir gar nicht vorstellen, daß der gewissenhafte Top-Journalist Dr. Unterberger es nicht auch gewußt haben sollte, daß Köln flächendeckend mit kirchen- und religionsfeindlichen Strukturen überzogen ist, und daß die Notdienst machende, kirchen- und religionsfeindliche Ärztin nicht gewußt haben sollte, daß geistliche und Ordensspitäler keine Abtreibungen durchführen, es aber in Köln eine ganze Anzahl darauf „spezialisierter“ Abtreibungskliniken gibt. Indem sie bei den „geistlichen“ Spitälern „zuerst“ anrief erfuhr sie lediglich, was ohnehin längst und allgemein bekannt war, womit dieser „Notruf“ kein Notruf, sondern eine Inszenierung für den dann zu fabrizierenden „Skandal“ sein sollte.

    Da die bedauernswerte, vergewaltigte Frau auch gar nicht bei den katholischen Spitälern aufgetaucht ist, konnte sie eigentlich auch dort nicht „abgewiesen“ worden sein. Womit die Pressekampagne eine halbe Wahrheit, als eine ganze Lüge, nur war.
    Soweit die Tatsachen.

    Was mich bei solchen Gewalttaten immer auch interessiert sind die Umstände. Ich gehe zB in kein Stadion oder Mega-Diskos, weshalb es mir nicht möglich ist Zwischen die Prügeleien von Hooligans und anderen Fans zu kommen oder in abgefackelten Diskos mit versperrten Notausgängen lebendig gebraten zu werden. Auch würde ich des Nachts (und wohl auch nicht am Tag) in jene „rechtsfreien“ Zonen von Türkisch-Berlin gehen, weil ich nicht Lust habe dort erschlagen oder auch „nur“ beschimpft und verprügelt zu werden.

    Vielleicht könnte manche Vergewaltigung auch mit solcher Vorsicht vermieden werden.

    Wenn sich der gewiß gewissenhafte Top-Journalist Dr. Unterberger hier zum Sprachrohr und Vervielfältiger obiger Lüge macht, besorgt er wohl durchaus absichtlich ein gewisses Geschäft, nämlich jenes, das die illuminierte liberale Internationale (LIBINTERN) seit 1789 besorgt: Gegen Thron und Altar! Das macht ihn uns so sympathisch.

    Die mehrheitlich christlich-bürgerlichen Jubelperser und Verehrer des Oberguru merken das leider nicht (immer), sonst würden sie wohl manche Kommentare Unterbergers nicht so euphorisch bejubeln.

    Seine folgende Exegese, daß damit – der „Erlaubnis“ für eine Pille danach - eine paradigmatische Zeitenwende eingetreten sei und es vielleicht auch „Klugheit“ der mehrheitlich aufmüpfigen deutschen Bischöfe gewesen sein könnte, damit just jetzt herauszukommen, übersieht, daß das Lehramt nach wie vor beim Papst liegt und es auf die Meinung einiger – vielleicht schon zu alter – Bischöfe (die sinnvollerweise mit 75 ihren Rücktritt einzureichen haben) nicht wirklich ankommt. Es sich scheint viel mehr der betrübliche Umstand zu bestätigen, daß die Feigheit vor der veröffentlichten Meinung den Bischöfen das klare Denken eingetrübt hat, bzw. daß – wie der Schnellschuß des Kardinals Meisner andeutet – überhaupt nicht gedacht wurde.

    Tel Aviv!

  13. Carolus (kein Partner)
    26. Februar 2013 08:49

    Das christliche Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) veröffentlichte dazu eine Stellungnahme zur Wirkungsweise der „Pille danach“:
    http://www.imabe.org/index.php?id=1863

    … „Es ist richtig, dass die ‚Pille danach‘ verschiedene Wirkungsweisen hat. Dies hängt davon ab, an welchem Tag des Zyklus das Präparat eingenommen wurde“, erklärt der Internist und klinische Pharmakologe, Univ.-Prof. Dr. Johannes Bonelli, Direktor von IMABE. So ist die „Pille danach“ in mehr als 90 Prozent der Fälle wirkungslos, weil zum Zeitpunkt der Einnahme aufgrund des Zyklus der Frau ohnehin keine Schwangerschaft möglich ist. …

    Entsprechende Voruntersuchungen können laut IMABE einen nidationshemmenden (=abtreibenden) Einsatz der Pd ausschließen.

  14. Zundl (kein Partner)
    26. Februar 2013 02:41

    Leider ganz falsch, Herr Unterberger!

    Das kirchliche Verbot der Empfängnisverhütung betrifft nur den Geschlechtsverkehr innerhalb der Ehe. Sex ausserhalb der Ehe ist sowieso verboten. Der Sinn des Verbots liegt darin, die Würde des ehelichen Akts zu schützen, der für die Weitergabe des Lebens offen bleiben muss.

    Bei einer Vergewaltigung gibt es keine Würde zu schützen.

    Bei einem Bordellbesuch auch nicht. Daher wird letzterer auch nicht dadurch sündhafter, dass man ein Kondom verwendet. (D.h. das Kondom fügt dem Bordellbesuch nichts mehr hinzu.)

    Die Kirche hat auch nie etwas dagegen gehabt, dass Frauen, die sich z.B. in einem Kriegsgebiet aufhalten, wo mit Vergewaltigungen zu rechnen ist, die Pille nehmen.

  15. Gerhard Pascher
    25. Februar 2013 16:04

    Ich sehr die "Pillengeschichte der deutschen Bischöfe" im Zusammenhang mit der bevorstehenden Papstwahl. Ob da nicht bestimmte Kreise einen Richtungswechsel des Vatikans herbeiführen wollen?

    • socrates
    • Carolus (kein Partner)
      26. Februar 2013 08:20

      Ich nicht.
      Die Chronologie zeigt, dass die Pille danach als Empfängnisverhütung in Vergewaltigungsfällen Ende Jänner freigegeben wurde, und zwar von einem im Allgemeinen romtreuen Bischof, wogegen der Papstrücktritt erst Mitte Februar angekündigt wurde.
      Die Missbilligung künstlicher Verhütungsmittel in einer Ehe ist vom Kölner Fall nicht betroffen.

    • socrates
      27. Februar 2013 05:53

      Carolus
      Wenn der Papst vorher zurückgetreten wäre, hätten Sie Recht. Wenn er binnen 14 Tagen danach zurücktritt, habe ich Recht. Eine paar Tage zum Reagieren muß man ihm einräumen.

  16. Solo dios basta
    25. Februar 2013 13:15

    Dr. Unterberger schreibt in „Fußnote 411: Der Papst und die Pille“: „...Die deutschen Bischöfe haben die Verabreichung der sogenannten "Pille danach" erlaubt, damit etwa nach Vergewaltigungen die Befruchtung des Eis verhindert werden kann.“
    Nach dieser Formulierung trifft es aber nicht zu, daß „...sich in der Kirche an ganz anderer Stelle mehr verändert als in der Summe der letzten Jahrzehnte.“
    Wenn das Ei nämlich tatsächlich noch nicht befruchtet ist, dann findet ja auch keine Abtreibung – zum allerfrühesten möglichen Zeitpunkt – statt. Die Pille danach wird bisher deshalb als versteckte Abtreibung verurteilt, weil sie in der Praxis für das befruchtete(!) Ei diese Wirkung hat. Die Spitzfindigkeit dieser zitierten Formulierung schweigt allerdings über die Schwierigkeit, den Zeitpunkt ab dem das Ei befruchtet ist, überhaupt so genau erkennen zu können.
    Ich denke deshalb auch, daß es sich eher um eine Medienkampage handelt.

  17. Interessierter Leser
    25. Februar 2013 13:13

    Ganz so, wie A.U. das sieht, ist das nicht. Bei dieser Pille, die nach einer Vergewaltigung (psychische “Notwehrsituation“) erlaubt werden soll, wird verhindert, dass ein Ei befruchtet wird, was bei der Spirale und bei anderen Pillen danach nicht zutreffend ist, denn da wird ein befruchtetes Ei „abgetrieben“. Aber ein Fuß in der Türe – zur Erlaubnis von Empfängnisverhütung ohne Abtreibung - ist es bestimmt.

  18. Observer
    25. Februar 2013 13:02

    Der heutige Titel ist etwas ungenau.
    Die sog. "Pille danach" hat weder etwas mit der sog. "Anti-Baby-Pille", noch mir der sog. "Abtreibungspille RU-486" (mit Wirkstoff Mifepriston) zu tun.
    Ein Widerspruch ist auch die kürzliche Erlaubnis zur Anwendung der "Pille danach" der deutschen Bischöfe mit der Auflage, dass damit kein bereits befruchtetes Ei zerstört wird. Wie lässt sich dies z.B. in den ersten 72 Stunden nach Vergewaltigung feststellen, ob noch keine Befruchtung stattgefunden hat? Und wenn dies doch schon der Fall war, dann kann Levonorgestrel bzw. Ulipristal eine Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter auch nicht verhindern.
    Wie kann dann laut katholischer Kirche dem Vergewaltigungsopfer doch geholfen werden?

  19. Hugo v. Hofmannsthal
    25. Februar 2013 12:15

    Die Kirche hat den Kampf gegen die Medizin nicht erst seit Sigmund Freud verloren und es ist diese, die heute Moral- und Wertevorstellungen prägen. Waren die Scheiterhaufen des Mittelalters noch öffentliche Ereignisse, so geschehen die vielen Verbrechen und Unmenschlichkeiten der Medizin wie Organhandel und entwürdigende Maschinen-/Chemiemedizin vertuscht, tabuisiert und verborgen im Untergrund. Jeder spricht von der Macht der Kirche, niemand aber von der Macht der Pharmakonzerne, deren Antibiotika wir oft sogar in unserem Lebensmittel ungewollt mitessen. Schade nur, dass sich die Kirche selber vom Stammgeschäft etwa einer Enzyklika „Mater et Magistra“ eines Johannes XXIII abdrängen lässt auf eine unglückliche Enzyklika „Humane Vitae“ eines Paul VI.

  20. Slavicus
    25. Februar 2013 11:13

    Betreffend die Frau, die von zwei katholischen Spitälern abgewiesen wurde anbei ein interessanter Link, der die Sache in einem anderen Licht erscheinen lässt:
    http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1979:der-hintergrund-der-medienkampagne-gegen-katholische-krankenhaeuser&catid=1:neuestes&Itemid=33

    • socrates
      25. Februar 2013 14:49

      Es war also ein ´Legerl´ wie im Fall "Brüderle ~ Himmelreich".
      Wenn alle Medien gleichlautend Falsches berichten, ohne zu recherchieren, dann ist das der Gleichschaltung durch die Universitäten zu danken.

  21. Josef Maierhofer
    25. Februar 2013 08:56

    Die Pille.

    Ich würde es auf das reduzieren, was es ist, Chemie mit Nebenwirkung, maximal eine Notmaßnahme, wie halt im gegenständlichen Fall.

    Die Pille hat den Geburtenknick auf dem Gewissen und enorm viele Frauenkrankheiten bis hin zu Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Mißgeburten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Massenkonsum der Pille im Sinne der 'Spaßgesellschaft' die Lösung für unser Problem darstellt, das die Wohlstandsverkommenheit und Chemiegläubigkeit geschaffen haben, bis hin zu Mißgeburten. Wäre eine Nachforschung wert.

    Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sich das im religiösen Sinn mit dem Bibelwort, 'wachset und vermehret Euch' vertragen kann, nämlich nicht der Notfall, sondern der Massenkonsum samt den genannten Folgen.

    Dass die 'Interregnumzeit' günstig ist für solche 'moderne' Entscheidungen der Deutschen Bischöfe, liegt auf der Hand, aber es sollte schon bei diesen Ausnahmen bleiben und es sollte schon den Menschen die Konsequenz vor Augen gehalten werden, auch die Konsequenz der Flucht aus der Verantwortung.

    Eine Religionsgemeinschaft kann ohnehin die Pille nicht verbieten, sondern ohnehin nur das Bewußtsein, das Gewissen bilden und anregen im Sinne der heiligen Schrift.

    Das, was die Linke mit der katholischen Kirche aufführt, nämlich, wie ich annehme, die Veröffentlich der Sensation, 'es bewegt sich doch was in der katholischen Kirche', ist bloß Provokation und schlechtes Gewissen bezüglich des eigenen Irrweges. Warum denn sonst das Interesse der Linken an einer Religionsgemeinschaft mit einem Glauben, den sie, wenn man mit den Sozialisten redet, 'natürlich' nicht teilen, 'sie sind nicht gläubig', aber zerstörerisch aufsässig, nicht so aber beim Islam, der ist ihnen heilig. Vielleicht bringt der Islam sie wieder auf den Weg der Moral zurück, einer anderen, mit Frauenausbeutung und Frauenverachtung im Sinne der hiesigen bisherigen Traditionen und Empfindungen.

    Der Mensch irrt, so lang er lebt.

    • Undine
      25. Februar 2013 11:06

      @Josef Maierhofer

      *********!
      Wie Sie zur Pille (zur "normalen" Pille, nicht zur "Pille danach"!) richtig schreiben: Die Medaille hat auch eine Kehrseite; die Folgen davon sind in Europa bereits gravierend spürbar. Was für den einzelnen Menschen (häufig) gut und richtig ist, ist es nicht zwangsläufig auch für die gesamte Menschheit.

      Daß sich die Kirche gegen die "Pille" gewehrt hat, zeigt, daß sie nicht, wie politische Parteien, bis zur nächsten Wahl denkt und ständig krampfhaft dem Zeitgeist und jeder Modeströmung hinterherhechelt, sondern daß sie in wesentlich größeren Zeiträumen zu denken gewohnt ist.

      Diejenigen Weltteile, in denen die "Pille" die Bevölkerungsexplosion einbremsen könnte, "erreicht" die Pille nicht; mit anderen Worten: Diejenigen, die sie ---zumindest für ein, zwei Generationen---nehmen sollten, nehmen sie nicht; die Europäer, deren Bevölkerung dank der Pille bereits bedrohlich geschrumpft ist, nimmt sie weiterhin. Die negativen Folgen sind leicht absehbar, aber ungeheuer schwer umkehrbar.

    • GOP
      25. Februar 2013 16:00

      Undine + Josef Maierhofer:
      Ja, die sog. Antibabypille (Ovulationshemmer) - seit 1960 verfügbar - ist der Anfang vom Ende der abendländischen Kultur. Natürlich wurde dadurch die Anzahl der unerwünschten Schwangerschaften sowie die der gefährlichen Abtreibungen stark reduziert, gleichzeitig aber auch die "natürliche" Bevölkerungsvermehrung gestört. Die langfristige Einnahme hat - wie Sie richtig schreiben - gewaltige negative seelische Auswirkungen sowohl auf die einzunehmende Frau, den Partner und die gesamte Umgebung.
      Gewinner sind eigentlich nur die Pharmaindustrie, die verschreibenden Ärzte sowie die Apotheken. Die Präparate sind zwar nicht frei erhältlich, aber werden von den Ärzten (gegen Privathonorar) ohne viel Warnhinweisen großzügig verschriebenen und für die hausapothekenführenden Praktiker am Land sind sie eine gute zusätzliche Einnahmequelle.
      Kluge Frauen verhüten mittels Spirale (Kupfer- nicht Hormonsp.!) sowie als Sicherheitssteigerung zusätzlich mittels Kondomen, denn mit der "Pille" wird eigentlich dem Körper ständig eine Schwangerschaft "vorgegaukelt" und ergibt - bei längerer Einnahme - eine Reihe von sehr unangenehmen Dauersschäden, welche schon kurz erwähnt wurden.
      Interessant ist es auch, dass - besonders die noch umstrittenen Pillen der 3. und 4. Generation - sogar von jungen Mädchen ohne GV verwendet werden, da damit als "Nebeneffekt" die Haut (bes. die des Gesichtes) "besser aussieht".

    • Francois Villon (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:26

      Vor ein paar Monaten veranstaltete eine Vorfeld-Organisation der ÖVP-OÖ, Austria Superior (A.S.), eine „glänzende“ Tagung, die auch auf dieses hier diskutierten Thema ein bezeichnendes Licht wirft.

      Die A. S. nimmt sich vor die Zukunft zu erforschen und zu gestalten, was an sich löblich ist. Was von uns aber doch sehr negativ empfunden wurde, war das dem allen zugrundeliegende Weltbild. Es erinnerte uns an Hermann HESSES berühmtes Werk „Das Glasperlenspiel“, eine leider heute anscheinend vermehrt anzutreffende Sicht der Welt aus der Perspektive der magistri ludi, eines „Dr. KNECHT“.

      Wir sind allerdings der Ansicht, daß so die Welt sich eben nicht darstellt, und daß die von Mag. STRUGL und/oder Prof. HENGSTSCHLÄGER erwähnte Beschleunigung des Wissenszuwachses – ähnlich wie beim Geld – auch als Inflation und faktische Entwertung dessen interpretiert werden könnte, was man als „Wissen“ ausgibt. Es ist längst nicht alles, was als wissenschaftliche Publikation, als „Paper“, etc. daherkommt von Wert oder ein „Wissen“. Wenn man dann noch die (unserer Ansicht nach) etwas merkwürdige Auffassung eines Sir Karl POPPER dazu nimmt, der zwar von der Annäherung an die Wahrheit spricht, eine (absolute) Wahrheit aber leugnet und den Spagat zwischen diesen ambivalenten Feststellungen auf die Weise vollführt, daß er jeweils die alte relative Wahrheit durch eine neue für „Wahrheit“ gehaltene ablösen läßt, so interpretieren wir dies nicht so sehr als „Fortschritt“, sondern als Perpetuierung eines modernen Aberglaubens.

      Aber gut, das sind nur einige uns berührende philosophische Fragen. Wenden wir uns den praktischen zu.

      In den gut zwei Stunden wurde zwar von alt und neu und der Neudefinition dieser Begriffe gesprochen ohne jedoch über die Grundlagen zu reden, auf deren Basis nun diese Neuinterpretation erfolgen sollte. Erst im Schlußwort des Dr. PÜHRINGER kam ein e i n z i g e s Mal das Wort „christlich-sozial“ vor. Nach dem Inhalt und den Personen, den beiden Protagonisten des Abends, Prof. HENGSTSCHLÄGER und Prof. DJERASSI, war dies freilich nicht verwunderlich. Letzterer ist als Erfindern der „Pille“ schließlich ein Hauptverantwortlicher für eine alles andere als christliche Lebensauffassung.

      Was er dann auch noch zum Besten gab, die künstliche Insemination als die beste Option den Kinderwunsch zu erfüllen, die weiblichen Eizellen und männlichen Spermien in gefrorenem Zustand in „Banken“ aufzubewahren („möglichst mehreren, falls eine Bankrott macht“), bis man als Mutter „Zeit fände“ zum Kinderkriegen, etc. kann man nur als Perversion bezeichnen. Abgesehen davon, daß eine derartige „Methode“ ja kaum die Methode der Wahl für 6,5 Mrd. Menschen sein dürfte, sondern bestenfalls die einer sich heute schon die vermeintlich „ewige Jungend“ leistenden Klientel von Schönheits-„Chirurgen“.

      Die sich anschließenden Äußerungen über den Kindermangel – 1,4 bis 1,5 Kinder pro Paar – und die Behebung der Folgen mittels Immigration sind nicht minder ungeheuerlich. Die Darstellung der Immigration als eine „gute“ Sache übersieht die Tatsachen: explodierende Schwerkriminalität „mit Migrationshintergrund“, Flucht (und damit Zerstörung) in die Sozialsysteme – oft genug ohne eigene Leistung oder auf betrügerische Weise -, aber am gravierendsten die damit verbundene Zerstörung des eigenen Volkscharakters, oder drastischer ausgedrückt: der Selbstmord als Volk. Die großen Philosophen wie HERDER und FICHTE, aber auch die Enzykliken der Päpste in jüngerer Zeit, sprachen von den Völkern als Gedanken Gottes, und, würde eines untergehen, dieses als Juwel in der Krone des Schöpfers fehlte.

      Die Beispiele, die DJERASSI aus dem Universitätsbereich brachte, sind nicht zu verallgemeinern. Hier handelt es sich um die höchst gebildete Elite anderer Völker, bei der Masseneinwanderung aber um bildungsresistente Menschen aus fremden und nicht integrierbaren und integrationswilligen Kulturen.

      Die Frage, die – wir glauben - Prof. HENGSTSCHLÄGER ansprach, betraf den Zusammenhang von „Emanzipation der Frauen“ und Pille, „ob diese überhaupt ohne sie hätte stattfinden können“. Nun, damit hat er einen wunden Punkt angeschnitten, aber nicht richtig bzw. überhaupt nicht beantwortet. Oder doch? Nämlich implizit: in Großstädten würden über 50% der Ehen geschieden und 13% der Kinder wüßten nicht, wer ihr Vater sei. Wenn das u. a. die Folgen der Erfindung DJERASSIS sind, dann wundert es uns, was er bei der – schamhaft sich so noch bezeichnenden – christlich-sozialen Partei bzw. deren Untergliederungen zu suchen hat. Und uns wundert auch, daß die A. S. und dessen Vor- und Mitdenker hier nicht zu anderen Lösungen kommen, als den skizzierten.

      Die von DJERASSI zu oft and „subtil“ eingestreuten Hinweise auf NS, HITLER, Eugenik, etc. hatten zwar mit dem Thema nicht viel zu tun, höchstens das, eine allfällig Kritik an dem Vorgebrachten schnell als verfemtes Gedankengut diffamieren zu können bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dennoch sind wir der Ansicht, daß die Förderung der Mütter, auch in medialer positiver Darstellung – anstatt jener der Karriere-, „Power“- oder „Business“-Frauen oder der angeblichen „Selbstverwirklichung“ – der bessere Weg wäre.

      Freilich ist uns klar, daß – anders als noch vor 50 und mehr Jahren – ein Einkommen heute nicht mehr reicht die Familie durchzubringen. (Dies liegt wahrscheinlich an der viel zu hohen Staatsquote, die, wenn man sie richtig berechnet, nicht bei ca. 45% liegt, sondern unter Einbeziehung der „Arbeitgeberanteile“ für Soziales (Rente, Arbeitslosenversicherung und Gesundheit), Sondersteuern und Gebühren,… bei über 70%!)

      Was hier also inszeniert wurde, ist ein als „modern“ ausgegebnes Mitschwimmen im Zeitgeist unter völligem Absehen unserer kulturellen, ethischen und geistigen Grundlagen.

      ÖVP einfach.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:07

      Josef Maierhofer
      Undine
      GOP
      Francois Villon (kein Partner)
      *********

    • Josef Maierhofer
      26. Februar 2013 10:20

      @ Francois Villon (kein Partner)

      Danke für den Beitrag !

      Für mich ist das alles auch immer niederschmetternd und enttäuschend, was da so produziert wird in der ÖVP, aber auch anderswo. Etwa speziell auch in der WKO. Von den deklarierten Linksorganisationen möchte ich erst gar nicht reden.

      Können die Menschen nur mehr an sich denken und bis maximal heute abend, nämlich, was es zum Abendessen und zum Saufen gibt ?

      Gute Nacht Österreich ! Gute Nacht ÖVP !

      Sehr lange habe ich das alles nicht gesehen, weil ich eben auch mit meinem Leben beschäftigt war, bis halt dann in den 1990-er Jahren alles herausbrach und offensichtlich wurde.

      Der letzte, der die ÖVP noch herumreißen wollte, war in der Tat Dr. Schüssel, auch wenn ihm, wie allen Menschen, auch einige Fehler dabei passiert sind.

    • GOP
      26. Februar 2013 16:54

      Francois Villon:
      Sehr guter Beitrag, danke dafür. Dieses Thema bezüglich der A.S.-Abendveranstaltung sollte nochmals als Gastkommentar hier erscheinen. Können Sie dies veranlassen?

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 18:12

      @GOP,

      können schon, aber ich denke daß Unterberger es nicht bringt.
      Hatte ihm vor längerer Zeit einmal etwas angetragen, aber es traf nicht seinen Geschmack.

      Der Artikel ist übrigens länger; Sie können ihn gerne haben. (E-mail?)

      Und Bittsteller bin ich nicht.

  22. cicero
    25. Februar 2013 08:35

    Die Abtreibungsproblematik wird immer der kath. Kirche angehängt, alle anderen Religionen werden weggelassen.
    Im Judentum, aus den sich das Christentum ableitet, ist die Abtreibung, wenn nicht Lebensgefahr für die Mutter besteht, verboten. Keiner unserer Journaillie wagt darüber zu schreiben. Sie soll ja nur unsere Gesellschaft und Moral zerstören.
    "Die Engelmacherin vom Brilliantengrund" sang Qualtinger in der Zeit, als die Abtreibung noch verboten war. Das Lied schildert die Realität indieser Zeit. Jetzt, wo die Abtreibung erlaubt ist, machen sich Provokateure immer noch interessant, um mit Medienhilfe die Gesellschaft zu zersetzen. Wo war ein echtes Problem?
    Wer wurde wann wie und wo vergewaltigt? Warum ging sie nicht zu einer Abtreibungsklinik? Wem nutzen diese Meldungen?
    Ein guter Journalist könnte dies leicht aufklären und Ruhm und Ehre einheimsen.

  23. XICY
    25. Februar 2013 08:24

    Die "Pille danach" ist zulässig nach einer Vergewaltigung? Das ist doch wieder eine Finte des Teufels, und die deutschen Bischöfe und ihre Kumpanen im Vatikan sind dessen treue Stadthalter.

    Zur Klarstellung: Entweder ist die "Pille danach" (und die Spirale!) ein Mittel, das die Schwangerschaft durch eine befruchtete Eizelle verhindert, oder bei dem zumindest nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie solches verhindert, oder sie ist das nicht. Wenn die Kirche jetzt erlaubt, dass solcherart abgetrieben werden darf, dann stürzt ihre gesamte Ethik ein. Denn entweder erklärt man dann, dass es sich hierbei doch nicht um eine Abtreibung handelt -doch wo soll dann eine neue Grenzziehung erfolgen?- oder man erklärt Abtreibung schlechthin als erlaubtes Mittel der "Empfängnisregelung". Da sich die Sicht der Kirche immer auf das Lebensrecht des ungeborenen Kindes (befruchtete Eizelle, Embrio, Fötus,...) bezogen hat, kann es keinen Unterschied machen, auf welche Weise es gezeugt worden ist.

    Das Verbot von "Pille", Kondom, 1-Cent Stück, etc. steht in völlig anderem Zusammenhang und hat eine vollkommen andere Begründung. Das Problem in der Bevölkerungspyramide, das als Begründung für die Massenzuwanderung verwendet wird, heißt übrigens "Pillenknick".

  24. socrates
    25. Februar 2013 08:15

    Die deutschen Bischöfe haben der Kirche mehr geschadet als genützt. Ein Vergewaltigungsopfer wird, wenn es will, sicher eine andere Möglichkeit zur Abtreibung finden als ein katholisches Spital. In jeder Ubahnstation werden Abtreibungskliniken angepriesen, die Mainstreamzeitungen annoncieren täglich solche "Hilfen", es gibt Telefonberatung, Ärzte und Freundinnen, die genau Bescheid wissen. Mir erscheint das als Komplott gegen den Papst.

    • socrates
      25. Februar 2013 09:53

      "Enige katholische Krankenhäuser des Erzbistums Köln verweigern in bestimmten Fällen die Behandlung von vergewaltigten Frauen. Nach Recherchen des Kölner Stadt-Anzeigers war eine 25-jährige Frau im Dezember von zwei Kliniken abgewiesen worden. Sie wollte sich untersuchen lassen, weil sie nach einer Party auf einer Parkbank in der Stadt aufgewacht war und vermutete, sie sei mit K.-o.-Tropfen betäubt worden.
      Im Fall der 25-Jährigen konnte die Notärztin eine Vergewaltigung nicht ausschließen und bat die Kliniken um eine Spurensicherung." (Zeit online)

      Warum war es notwendig ein katholisches Spital aufzusuchen? Es gab keine Anzeichen von Gewalt und keine Gefahr für Leib und Leben. Was war das für eine eigenartige Ärztin, die das nicht wußte und warum mußte es eine Notärztin sein, die für Notfälle zuständig ist? Wenn ein lebensgefährlich erkrankter Mensch durch ihre Abwesenheit stirbt, wie verantwortet sie das? Warum ging das Opfer nicht zur Polizei?
      Für mich sieht es nach Medienkampagne aus.

    • A.K.
      25. Februar 2013 12:28

      @sokrates:
      Ich teile Ihre Meinung - "Zitat":"...Für mich sieht es nach Medienkampagne aus."

    • socrates
      25. Februar 2013 14:54

      A.K.
      Slavicus um 25. Februar 2013 11:13 beweist es!!!!

    • fokus
      25. Februar 2013 19:08

      @socrates

      ******!

  25. simplicissimus
    25. Februar 2013 07:31

    Dass vergewaltigte Frauen die Pille danach nehmen können oder abtreiben dürfen, ist selbstverständlich.
    In bevölkerungsexplodierenden Entwicklungsländern ist der Gebrauch der Pille und anderer Verhütungsmittel stärkstens zu fördern.
    Bei uns in Europa wäre das Bewusstsein, dass Kinder etwas Schönes und Bereicherndes sind und keineswegs nur eine zeitliche und finanzielle Belastung, zu fördern.

    • Johann Scheiber
      25. Februar 2013 08:00

      Da bräuchten wir nur noch eine globale Planungsbehörde die die unterschiedlichen Notwendigkeiten, plant fördert, forciert, bremst, etc.

    • simplicissimus
      25. Februar 2013 08:09

      Ja, werter Herr Scheiber, es ist natürlich nur Wunschdenken.
      Aber hinausposaunen können wir es, warum nicht.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:00

      Simplicissimus,

      Ihre Kommentare waren auch schon etwas intelligenter.

  26. Johann Scheiber
    25. Februar 2013 07:18

    "... dann werden die harmloseren Methoden wie Pille oder Spirale von niemandem mehr auf den Index gesetzt werden können."

    "Harmloser" ist leider keinesfalls harm-los. Und so sind eben auch weder Pille noch Spirale harmlos und dann eben schon gar nicht die Pille danach.

    Dabei geh es nicht primär um Moral. sondern um die conditio humana, der ein Schnippchen zu schlagen, wir uns immer wieder einbilden, stolz sein zu können.
    Und es geht auch um das Denken, das wir korrumpieren, indem wir meinen einen Zeitpunkt fixieren zu können, wann Leben Leben ist.

    Leben ist Leben, das ist das Eine, und ethische Probleme sind technisch nicht lösbar, das ist das Andere.

    Wir sind alle fehlbar, und es gibt extreme Belastungssituationen, dennoch gilt immer, was wiegt, das hat.

    Möglicherweise ist die durch die deutschen Bischöfe verursachte "Kopernikanische Wende" die definitive Wende in die Barbarei und ein Abfall des deutschen Episopates von Glauben und Lehre der Kirche und der uralten Weisheit der Völker.

    Die Entwicklungen in seiner Heimat Deutschland, vielleicht der tiefste Schmerz des re- und designierenden Benedikt XVI.!

    • F.V. (kein Partner)
      26. Februar 2013 09:06

      Verehrter Herr Scheiber,

      Sie haben es auf den Punkt gebracht.

      Wäre alles so einfach und mit einer "technischen" Lösung zu lösen, könnten wir uns ja auch die Gerichte sparen: eine Jukebox genügte, die Gerichts-Gebühr eingeworfen und das Erkenntnis wäre - ohne Ansehen der Person - ganz automatisch da.

  27. Wertkonservativer
    25. Februar 2013 06:09

    Der Geist weht, wo er will!

    Ich wünsche dem nächsten Papst soviel Erneuerungsmut, wie ihn die heutige Zeit dringend fordert, gepaart mit starker, charismatischer Überzeugungskraft, um die ewige Grundsubstanz des Glaubens in die Herzen möglichst vieler Menschen einbringen zu können!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  28. RR Prof. Reinhard Horner
    25. Februar 2013 01:41

    reinhard.horner@chello.at

    Die deutschen Bischlöfe haben sichtlich die Gelegenheit genützt. Und zwar in zweifacher Hinsicht: inhaltlich in der besonderen Angelegenheit und formal in der Wahrnehmung der Autorität (Aufgabe und Verantwortung) der Bischöfe.

    Dass es just die deutschen Bischöfe sind, macht die Sache reformatorische ebenso bedeutsam wie schwierig, gefährdet. Also nötigenfalls besonders verteidigungswürdig.

  29. S.B.
    25. Februar 2013 01:31

    Ein nachvollziehbarer und vernünftiger Schritt, den jeder Katholik auch mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
    Ob das jetzt gleich in Richtung Modernisierung bei der Verhütungsfrage geht, wird man erst nach der Wahl des nächsten Papstes wissen.

    P.S.: Die Berichterstattung über Vatikanintrigen, Papstrücktritt, Ruhestand, Neuwahl u.ä. wird immer grotesker. Hoffentlich ist der ganze Zauber bald vorbei!

    • diko
      25. Februar 2013 05:11

      ............quod deus bene vertat!

    • Josef Maierhofer
      25. Februar 2013 16:23

      @ S.B.

      Das wird über den entfernten Vatikan berichtet, aber über den nahen Sündenpfuhl in Wien und Österreich, vor allem im linken Einflußbereich, über den berichten die linken 'Hofschreiber' nicht, etwa über die 'tendenziöse Fragestellung bei einer Volksbefragung in Wien, die Skandale in den Wiener Kinderheimen und Atersheimen, etc. etc.

    • S.B.
      25. Februar 2013 17:20

      @diko

      Amen! ;-)

    • S.B.
      25. Februar 2013 17:21

      @Josef Maierhofer

      Absolute Zustimmung!
      Es beweist nur einmal mehr, die Verkommenheit unserer korrumpierten Medienlandschaft.

    • Pius (kein Partner)
      26. Februar 2013 10:13

      Josef Maierhofer
      *********





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