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Fußnote 405: Die bösen Rumänen und die guten Franzosen

Eine Woche lang stand Rumänien in Sachen Pferdefleisch am Pranger. Offenbar zu Unrecht.

Die Affäre um Pferdefleisch in Fertigprodukten zählt ja objektiv betrachtet zu den harmlosesten unter den Lebensmittel-Skandalen, die in regelmäßigen Abständen Medien und Menschen erregen. Denn es gibt keinerlei Hinweise, dass daran irgendetwas gesundheitsgefährdend gewesen sein könnte. Aber dennoch ist es voll nachvollziehbar, dass viele es gar nicht so gerne haben, wenn ihnen heimlich Pferdefleisch unterschoben wird. Der Schuldige war auch schnell gefunden: Eine rumänische Firma exportiert tatsächlich in größeren Mengen Pferdefleisch. Was aber erst nach einer Woche klar geworden ist: Die Rumänen taten das ganz offen und deklariert. Jedoch ein französischer Weiterverarbeiter hat dieses Fleisch dann zwar verwendet, aber jeden Hinweis auf dessen equestrische Herkunft unterlassen. Das hat seinen Gewinn naturgemäß deutlich erhöht. Aber auch Briten sollen dabei kriminell profitiert haben. Woraus wir lernen: Unsere Vorurteile gegen Osteuropäer gehen bisweilen voll daneben, oft genug schieben ihnen westliche Gauner ihre eigene Schuld in die Schuhe.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 19:23

    Wir haben grosses Glück, dass das rumänische Pferdefleisch (zumindest bisher) nicht in Österreich aufgetaucht ist. Nein, nicht aus gesundheitlichen Gründen, denn, wie Dr. Unterberger richtig feststellt, ist der Genuss von Pferdefleisch ja keineswegs ungesund. Allerdings: wäre solches auch bei uns auf den Markt gelangt, hätte die antifaschistische Besessenheit bei einigen Österreichern, die sich für Politiker halten, umgehend Wirkung gezeigt: War das Essen von Pferdefleisch nicht eine Gewohnheit, ja geradezu ein Erkennungszeichen, der alten Germanen? Natürlich - das hat wahrscheinlich sogar ein bescheidener Schuldirektor aus Vorarlberg einmal gelernt. Und ergo dessen wäre seiner Überzeugung nach der Versuch, redlichen antifaschistischen Österreichern Pferdefleisch unterzujubeln, fast schon ein neonazistischer Putschversuch, zumindest aber "vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als neonazistisch einzustufen"...so irgenwas oder ähnlicher Unsinn würde von Herrn Walser kommen, und Peter Pilz würde mit besorgter Miene im ORF erläutern, warum er deswegen natürlich umgehend Strafanzeige gegen H.C. Strache, Ewald Stadler und die Wiener Philharmoniker erstattet habe. Nicht auszudenken - aber, gottlob, bei uns gibt's ja kein Pferdefleisch in der Lasagne.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 20:28

    Wenn sich unter den Sozis das politische Klima in Frankreich so weiter entwickelt, dann müssen wir uns auf Zustände wie in einem Entwicklungsland gefaßt machen. Wer einen 75%-Steuersatz einführt, den Eurokurs beliebig künstlich beeinflussen möchte, vehement Eurobonds fordert usw., der steht wirtschaftlich derart unter Druck, daß Lug und Trug Tür und Tor geöffnet sind.

    Wer weiß, welche (nicht nur Pferde-)Leichen in der einstmals "Grand Nation" noch im Keller schlummern?

  3. Ausgezeichneter KommentatorBlahowetz
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 20:10

    Das zeigt doch nur, dass unsere französischen Freunde auch nicht besser sind, als die rumänischen.
    Die romanischen Völker haben uns noch nie gut getan, aber was soll's, in der EU müssen wir solidarisch sein, meint Dr. Faymann.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 20:07

    Dass es im Westen zumindest ebenso viele Gauner gibt, wie im Ostern, kann als erwiesen gelten!

    Aus dem Osten Europas kommt seit dem Fall der Eisernen Vorhänge zwar unangenehme Kleinkriminalität auf uns zu, was jedoch ursächlich wohl auf die dort immer noch größere Armut zurückzuführen ist!
    Die uns alle bedrohende Groß-Kriminalität der Spekulanten und Finanzhaie, mancher Großkonzerne ohne Ethik- und Umwelt-Skrupel, die ist schon übermehrheitlich im Westen zu Hause!
    Also nochmals: Gauner gibt's überall!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  5. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2013 22:03

    Na und jetzt stelle sich einer vor, es wäre in einem Döner/Kebab/Falafel - oder wie das Zeugs alles heißt - Schweinefleisch entdeckt worden. Hätte dies zum Ausbruch des 3. Weltkrieges geführt?
    Bitte lassen wir doch die Kirche im Dorf. Das ganze ist ein ganz normales kriminelles Delikt. Betrug eben, wie er in einer globalisierten Welt gang und gäbe ist, wo Gewinnmaximierung als höchste Tugend gepriesen wird. Redlichkeit, Anständigkeit, Ehrlichkeit ... alles faschistoide Relikte.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGismor
    3x Ausgezeichneter Kommentar
  7. Ausgezeichneter KommentatorDas kleine Mäxchen
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2013 10:08

    Religionen enthalten aus gutem Grund "Lebensmittel-Vorschriften". Man wußte schon damals, dass es gesunde und schädliche Praktiken im Umgang mit Nahrungsmitteln gibt. Politische Motive ausgeklammert - hat man sich damals Gedanken (Seuchengefahr etc.) gemacht und das Volk "informiert".

    Die religiösen Vorschiften, die den lokalen Lebensumständen damals gerecht wurden, exportierte man durch die Jahrtausende in völlig andere Habitate.

    Schade, dass Kirchen ihre Empfehlungen nicht mit regionalem Augenmaß und biologischem Verständnis anpassen!


alle Kommentare

  1. Christoph Weber (kein Partner)
    16. Februar 2013 22:46

    Ganz so einfach ist es nicht, da dürften wohl eher alte Rennpferde verpackt worden sein, und es sind also auch Überreste von Medikamenten drin.

    Grundsätzlich wär Pferdefleisch ja teurer als Rind...

  2. phaidros
    16. Februar 2013 13:14

    Wieder einmal verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Warum wird da etwas aus irgendeinem Regal genommen? Ein Zusatzetikett »kann Pferdefleich enthalten« würde völlig genügen. Wird uns nicht dauernd erzählt, wie mündig der Konsument nicht ist?

    • Neppomuck (kein Partner)
      16. Februar 2013 14:01

      Wie "mündig er nicht ist", also wie unmündig, sieht man bei vielen ja fast jeden Tag.

      Auch Politik wird "konsumiert".
      Und politische "Konsumverweigerung" muss ja nicht unbedingt mit Abstinenz oder gar Totalverweigerung Hand in Hand gehen.

      Trau, schau wem.

    • Reinhard (kein Partner)
      16. Februar 2013 14:59

      @phaidros
      Volle Zustimmung.
      Es liegt ein einfacher Fall von Etikettenschwindel vor. Das ist mies und die Verantwortlichen gehören bestraft. Aber ein "Skandal" sieht anders aus.

      Das Pferd, das jetzt als Sau durchs mediale Dorf getrieben wird, riecht mir zu sehr nach Rache der gerade mit verschärfter Kennzeichnungspflicht und Gängelung bei der Industrie abgeblitzten Ärmelschoner aus Brüssel. Jetzt haben sie die jubelnden Massen hinter sich, wenn sie den Herstellern des grauenhaften Fraßes, der sich in dieser Billig-Fertignahrung befindet, der Profitgier überführen.
      Dass bei Billigstprodukten, die von den kochfaulen und verfressenen Wohlstandsverwahrlosten eingefordert und massenhaft konsumiert werden, der Beschiss oft schon die einzige Möglichkeit ist, überhaupt noch zu produzieren, wird gerne übersehen.

      Die Branche hat schwarze Schafe und miese Betrüger (wie jede Branche), aber die meisten versuchen nur eine dumme, schreiende Kundenmeute zu befriedigen. Und dieser Mob lässt sich gerade (wie immer wieder) von der Politik über den Umweg der empörten Medien instrumentalisieren.

      Meine Lösung, schon seit Jahren: Finger weg von Billigdreck! Denn das billigste Essen kann auch nur aus den billigsten Zutaten gekocht werden.
      Gemüse und Frischfleisch kaufen und selbst kochen, statt faul im Sessel Fertigfraß kauend die "Topfgeldjäger" konsumieren. Dann hat sich das Problem mit Humanfuttermittelfabriken erledigt. Die leben alle von der Bequemlichkeit der Massen.

    • Undine
      16. Februar 2013 16:40

      @Alle

      @phaidros, Sie haben immer noch eine zu gute Meinung vom "mündigen" Konsumenten! Aber Sie haben ganz recht: Es wird keiner gezwungen, dieses minderwertige Zeug zu konsumieren.

      @Neppomuck, auch Ihnen stimme ich zu: Der Fernsehkonsument schlingt das dargebotene TV-Programm ebenso gedankenlos hinunter wie einen "Hamburger" von Mc Donalds; das österr. FS-Programm und "Hamburger" sind auf gleichem (niedrigem)Niveau.

      @Reinhard, nie waren Privat-Küchen so sagenhaft perfekt mit allen nur möglichen Hilfsgeräten ausgestattet wie heute. Es müßte doch eine Lust sein, darin nach den zahllosen vorhandenen, erstklassigen Kochbüchern zu kochen! Aber nein! Das einzige Gerät, das ständig in Betrieb genommen wird, ist die Mikrowelle, um darin in Minutenschnelle x-beliebige Fertiggerichte aufzuwärmen! In den meisten Haushalten könnte ehrlicherweise auf eine Küche verzichtet werden.

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Februar 2013 10:54

      @phaidros hat schon Recht:
      Bei der Tabakindustrie hat man eine einfache Lösung gefunden: Wer es nicht wissen will, dem druckt man "Rauchen kann tödlich sein!" auf die Schachtel und fertig. Sinnfreie Alibiaktion, aber keiner kann mehr behaupten, er hätte es nicht gewusst.
      Also einfach eine Banderole "Fertignahrung kann Dreck enthalten" draufgepappt. Das weiß zwar jeder, aber es kann sich keiner mehr empören, er hätte es nicht gewusst. Die Nahrungsmittelindustrie (als ob der Name nicht alles sagen würde!) kann sich austoben und faktisch alles reinpürieren, was nicht explizit als Gift ausgewiesen ist.
      Auch Gras ist getrocknetes Kraut, auch Ratte ist faschiertes Fleisch.

      @Undine
      Es ist köstlich, wie viele Leute die teuersten Einbauküchen mit den besten Geräten besitzen und dann doch nur mikrowellierten Fertigfraß kauend Kochshows im TV konsumieren. Man schaut lieber faul im Sessel anderen beim Kochen zu, als es selbst zu tun. Wie beim Sport. Da steht der teure Hometrainer als batteriebetriebene Kleiderablage in der Ecke herum, während man anderen zuschaut, wie sie ihre Dopingmittel ausschwitzend über französische Straßen radeln.
      Und dann jammert man am hunderte Euro teuren iPhone stundenlang seinen Nächsten vor, dass man gaaar keine Zeit fürs Kochen hätte und alles so waaahnsinnig teuer wäre, weshalb man lieber Billigtortellini in Fertigsoße bei XY kaufe, da kosten sie nur 90 Cent, während UV sie für sagenhafte 1 Euro 10 verkaufe. Das Telefonat kostet mehr als ein vernünftiges Essen und dauert länger als dessen Zubereitung, aber seit ich in einem deutschen Supermarkt eingeschweißte Rührei-Brote zum Aufwärmen in der Welle gesehen habe, glaube ich auch, dass die Leute so dumm und faul sind, dass sie froh sein können, wenn man ihnen nur Pferd ins Faschierte mixt...

  3. cmh (kein Partner)
    16. Februar 2013 12:03

    Wieder einmal zeigt sich: Je lauter das Geschrei, desto weniger die Ahnung!

    Aber jetzt einmal theoretisch: Angenommen, ein Instrument zum Messen von irgendwelchen Zuständen hat einen Zeigerausschlag, der nicht in Zusammenhang mit der Íntensität des gemessenen Zustandes und auch nicht immer mit dem tatsächlichen Vorhandensein dieses Zustandes steht. Es würde als unbrauchbar unweigerlich auf dem Müll landen.

    Die Medien aller Art wollen aber immer noch, dass man ihnen Glauben schenkt!

  4. Philips (kein Partner)
    16. Februar 2013 11:08

    Attacke gegen Nahrungskonzerne Experten werfen ihnen vor, mitschuld an der Zunahme vieler Krankheiten zu sein.

    Die Zeitschrift ist eines der renommiertesten Wissenschaftsmagazine der Welt – und die Autoren kommen von führenden Unis der Welt: In einem Artikel für The Lancet üben Mediziner, Soziologen und Gesundheitsexperten harte Kritik an internationalen Lebensmittelkonzernen: „Multinationale Nahrungs-, Getränke- und Alkoholkonzerne nutzen ähnliche Strategien wie die Tabakindustrie, um die öffentliche Gesundheit zu unterminieren.“
    Die Expertenvorwürfe im Detail

    Anstieg An nicht übertragbaren bzw. nicht ansteckenden Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall, Krebs etc. sterben weltweit bereits 65 Prozent aller Menschen. Bis 2030 könnte dieser Prozentsatz noch weiter zunehmen. Internationale Lebensmittelkonzerne seien mit ihren Produkten als maßgebliche treibende Faktoren für diese Epidemien mitverantwortlich und profitierten vom steigenden Konsum dieser ungesunden Produkte wie stark verarbeitete Lebensmittel (Fertigmahlzeiten) und Getränke.

    Strategie Die Alkohol- und Lebensmittelindustrie nütze ähnliche Strategien wie die Tabakindustrie, um die Gesundheitspolitik zu untergraben – indem sie etwa in der Öffentlichkeit „quasi unabhängige“ Lobby-Organisationen vorschieben, die einseitige Daten veröffentlichen sowie Lobbyarbeit bei Politikern und Behörden betreiben. Auch einseitige Selbstverpflichtungen der Industrie, z. B. zur Begrenzung von Salz oder Zucker, seien zu wenig.

    Einseitige Studien Von der Nahrungsmittelindustrie gesponserte Studien liefern mit einer vier- bis achtfach höheren Wahrscheinlichkeit ein den finanziellen Interessen des Sponsors entsprechendes Ergebnis wie Studien ohne derartige Unterstützung.

    Aggressive Werbung Systematische und aggressive Marketingkampagnen u. a. für verarbeitete Lebensmittel und Getränke erhöhen die Nachfrage. Die Autoren empfehlen deshalb Maßnahmen zur Reduktion von Werbung und Sponsoring, um so die Zahl der Todesfälle und Behinderungen durch nicht übertragbare Krankheiten zu reduzieren. Die teilweise sehr niedrigen Preise für energiereiches Essen und zuckerhaltige Getränke würden das Problem zusätzlich noch verschärfen. „Es werden massive Anstrengungen notwendig sein, um das internationale Ziel – 25 % weniger frühzeitige Todesfälle durch nicht-infektiöse Krankheiten bis 2025 – zu erreichen.“
    „Für Werbeverbot“

    „Ich unterstütze jede Bestrebung für ein Werbeverbot für Nahrungsmittel“, sagt der Innsbrucker Internist und Ernährungsmediziner Univ.-Doz. Maximilian Ledochowski. „Denn mit Werbung verführe ich die Menschen, mehr zu essen, als eigentlich notwendig ist.“

    Maximilian Ledochowski, Ernährungsmediziner… Ich unterstütze jede Bestrebung für ein Werbeverbot. Wir brauchen mehr Kontrolle.“Maximilian Ledochowski Ernährungsmediziner
    Oft werde auf die Eigenverantwortung und die Wahlfreiheit der Konsumenten verwiesen, sagt der Mediziner: „Aber die ist eingeschränkt, wenn Kinder von klein an zum Beispiel an gewisse Aromastoffe oder Geschmacksverstärker gewöhnt werden.“ Es gebe immer mehr „biochemische Irrlichter“, die Nahrungsmitteln zugesetzt werden und gewisse Abhängigkeiten erzeugen. „Wir brauchen mehr Kontrollmöglichkeiten durch die Behörden.“

    Ledochowski fordert auch eine Beweislastumkehr: „Wenn jemand an einem bestimmten Leiden erkrankt und es einen Verdacht auf einen Zusammenhang mit Nahrungsmitteln gibt, müsste der Hersteller nachweisen, dass seine Produkte nicht verantwortlich sind – und nicht der Konsument den Beweis führen müssen, dass ein Produkt die Ursache war.“

    Ledochowski hat eine – noch nicht veröffentlichte – Studie mit Cornflakes durchgeführt: „Von 985 Patienten, die eine kleine Schüssel gegessen haben, berichteten 40,5 Prozent von Nebenwirkungen wie vor allem Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Aufstoßen und Müdigkeit innerhalb der nächsten zwei Stunden. Den Ursachen dafür müsste mehr nachgegangen werden.“

    Ein Problem sei auch, dass viele Nahrungsmittel immer konzentrierter seien: „Niemand kann fünf Stück Obst auf einmal essen. Mit einem Smoothie aber geht es. Damit nehme ich aber viele Inhaltsstoffe sehr konzentriert auf.“ Durch Überdecken von Bitterstoffen, z.B. durch hohe Zuckermengen in Kaffee-Fertigmischungen, sei es möglich, deutlich größere Koffeinmengen aufzunehmen: „Solche Summationseffekte berücksichtigt derzeit niemand. So werden aber immer mehr Menschen krank und entwickeln ,Nahrungsmittelunverträglichkeiten‘, die es früher nicht gab.“
    80.000 Betroffene
    Zwei Krankheitsbilder Genaue Zahlen gibt es nicht, aber nach Schätzungen sind zwischen 40.000 und 80.000 Österreicher von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen betroffen: Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (Cu). Beide treten in Schüben auf, wobei Häufigkeit und Intensität der Schübe sehr unterschiedlich sind. 20 Prozent sind mit Dauerbeschwerden konfrontiert.

    Gipfel in der Pubertät Bis zu 40 Prozent der Erkrankungen werden vor dem 20. Lebensjahr diagnostiziert, einen Gipfel gibt es zwischen dem 13. und 15. Lebensjahr. Die meisten jungen Erwachsenen erkranken zu Beginn des dritten Lebensjahrzehnts. Häufig ist ein dauerhafter Einsatz von Medikamenten notwendig.
    Ernst Mauritz
    Lebensart
    Zum Autoren-Profil
    http://kurier.at/lebensart/gesundheit/studie-attacke-gegen-nahrungskonzerne/3.496.546

    • Undine
      16. Februar 2013 11:41

      @Philips

      Wirklich sehr, sehr lesenswert; der Autor Ernst Mauritz rennt bei mir offene Türen ein! Legte er doch nur noch ein bißchen mehr Wert auf die richtige und sinnstiftende Interpunktion! ;-)

      Die Jugend von heute wird trotz der Fortschritte in der Medizin und des hohen Wissensstands über gesunde Ernährung auf gar keinen Fall das hohe Alter derer erreichen, die zwei Weltkriege mit beängstigender Hungersnot und damit einhergehendem gravierendem Vitaminmangel durchgemacht haben.

  5. Johann Glaser (kein Partner)
    15. Februar 2013 23:42

    Haha, mich nervt diese extreme mediale Kampagne auch ganz gewaltig.

    Meeensch, wenn man die Leute nach dem Verzehr ihrer selbst gekauften Lasagne gefragt hätte, welches Fleisch da drin ist, hätten alle auf Schweinefleisch getippt. Weil das mit Abstand das häufigste bei uns ist. Höchstens Köche und Hausfrauen hätten nachgedacht, "Hmm, Faschiertes, ist wahrscheinlich halb-halb"(Schwein/Rind).

    Aber wieso dramatisieren sie das Pferdefleisch jetzt so? Es gibt doch Pferdeleberkäse, usw. Würden sie bei Ziegenfleisch, Lammfleisch, Hirschfleisch, ... auch so übertreiben?

    Ich vermute da viel eher etwas anderes dahinter. Vielleicht wollen sie wieder mal "die bösen Konzerne" oder "die böse Globalisierung" oder "die bösen nicht-Vegetarier" verunglimpfen. Ganz kapiert hab ich es immer noch nicht...

    • Johann Glaser (kein Partner)
      15. Februar 2013 23:43

      Achja, jetzt hab ich es doch vergessen: Klar ist das ein Etikettenschwindel und als solches nicht in Ordnung. Aber wegen ein paar LKW-Fuhren Pferdefleisch so einen Aufstand machen?

  6. Neppomuck (kein Partner)
    15. Februar 2013 20:38

    Die Demokratisierung des Gauls.

    Als „Bikes“ einst von Rittern und Reichen,
    trennten sie die Gleichern von Gleichen.
    Heute ziehen sie wacker
    Hinz und Kunz im Fiaker,
    und schmecken gleich wie Rinderleichen.

    • heartofstone (kein Partner)
      15. Februar 2013 21:47

      Geht nichts über ein zartes Fohlenschnitzerl in Senf-Rahm-Sauce, dazu Bandnudeln oder eine Pferdeleberkäsesemmel wenn wieder einmal der Magen kracht wie ein Kaisersemmerl ...
      Zur Sache: Gegen Pferdefleisch ist eigentlich nichts zu sagen, nur sollte es deklariert sein und dem Konsumenten nicht als teures Rindfleisch untergeschoben werden. Die Betrüger die einfach vergessen haben "Pferdefleisch" auf ihre Fertigklumpatprodukte zu schreiben, gehören für Jahre weggesperrt ...

  7. Gismor (kein Partner)
  8. Kannibal (kein Partner)
    15. Februar 2013 19:06

    Dieser Skandal ist sowas von lächerlich.
    Was soll am Pferdefleisch schlechter sein, als an der Rinder- und Schweine-Massentierhaltung mit all ihren Begleiterscheinungen.
    Pferde werden wenigstens noch nicht massengezüchtet und gemästet.
    Es handelt sich natürlich um einen Etikettenschwindel und dafür sollten die Verantwortlichen bestraft werden, aber der Medienhype ist völlig unangebracht und es wird aus einer Fliege ein Elefant gemacht. Alles Geschäftemacherei!!!!!!

    • Hannibal (kein Partner)
      16. Februar 2013 20:43

      Der Verkauf von Pferdefleisch ist prinzipiell nicht verboten, aber das Schlimme ist eben, dass es unter falschem Namen verkauft wird. Sonst wäre am Pferdefleisch nichts auszusetzen, es wurde anstelle von Rindfleisch verkauft, weil Rindfleisch aus Masttierhaltung teurer ist als das Fleisch von verendeten Pferden. Diese Pferde sind ja wohl nicht zur Mast gezüchtet worden.

  9. Hannibal (kein Partner)
    15. Februar 2013 18:53

    Das Schlimme ist sowieso, dass das Rindfleisch unter falschem Namen verkauft wurde. Da kann der Konsument nicht wissen, ob in diesem Fleisch Krankheitskeime
    sind. Es könnte jemand allergisch gegen Pferdefleisch sein und das hat dann üble Folgen haben. Wie kann das in der EU passieren, wo die Lebensmittel genau überprüft und gekennzeichnet werden müssen?

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Februar 2013 19:23

      Pferdefleischallergie?
      Der ist gut...

    • Hannibal (kein Partner)
      16. Februar 2013 12:41

      @Reinhard
      Nun ja, eine Allergie gegen Pferdefleisch schließe ich nicht aus. Man kann gegen alles Mögliche allergisch sein.

  10. Josef Maierhofer
    15. Februar 2013 10:53

    Es gibt ja auch Pferdeleberkäse bei uns am Würstelstand zu kaufen.

    Den Rumänen gebührt hier in diesem Fall eine Entschuldigung der Medien, die so was unrecherchiert geschrieben haben, auch im politischen Auftrag ?

    Aber Betrug ist es allemal, nicht draufzuschreiben was drin ist.

    Und das tun wir, speziell auch in Österreich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, meist 'aus Gewinnstreben', aber auch oft einfach aus krimineller Energie und so haben wir sogar einen beispielgebenden Bundeskanzler, bei dem auch nicht draufsteht, was drin ist, Wesentliches wurde/wird verschwiegen, sonst wäre er nicht Bundeskanzler geworden.

    Betrug ist also 'ortsüblich' geworden, ebenso wie Korruption.

  11. Das kleine Mäxchen
    15. Februar 2013 10:08

    Religionen enthalten aus gutem Grund "Lebensmittel-Vorschriften". Man wußte schon damals, dass es gesunde und schädliche Praktiken im Umgang mit Nahrungsmitteln gibt. Politische Motive ausgeklammert - hat man sich damals Gedanken (Seuchengefahr etc.) gemacht und das Volk "informiert".

    Die religiösen Vorschiften, die den lokalen Lebensumständen damals gerecht wurden, exportierte man durch die Jahrtausende in völlig andere Habitate.

    Schade, dass Kirchen ihre Empfehlungen nicht mit regionalem Augenmaß und biologischem Verständnis anpassen!

  12. Observer
    15. Februar 2013 08:01

    Betrüger gab es immer und wird es auch immer wieder geben.
    In dieses Fall ist es eigentlich nur ein Deklarationsskandel, welcher keine gesundheitlichen Schädigungen nach sich zieht. Ausgenommen von den vielleicht geringen Restmengen an Phenylbutazon, welches bei Pferden gerne als Schmerzmittel verabreicht wird.
    Viel wichtiger wäre es, wenn man die heutige unnatürliche Massentierhaltung (Tierfabriken) hinterfrägt und auch die zur Aufzucht und Mast verwendeten Futtermittel. Nicht zu vergessen die zur Krankheitsvermeidung und schnellerem Wachstum dem Futter meist beigemengten Hormone, Antibiotika usw.
    Wie Marie Kiel (siehe unten) ausführt, ist die Wiederzulassung von Tiermehl als Futter die viel größere Schweinerei.

    • Undine
      15. Februar 2013 09:20

      @Observer

      *******!
      Wenn ich all das lese, was den Tieren, die später auf meinem Teller landen, alles angetan wird, graust es mir mehr und mehr.

    • Observer
      15. Februar 2013 09:55

      Undine:
      Ich musste geschäftlich viele Mastbetriebe (für Hühner, Schweine, Rinder), auch Fischzuchtanstalten und Schlachtbetriebe besuchen. Da habe ich dann zu Mittag immer nur Gemüse bestellt, denn wenn man sieht, wie heute - angeblich wegen des Kostendruckes - Fleisch, Milch und Eier produziert werden, da kommt einem das Grausen. Die kontrollierenden Tierärzte und BHs "schauen da immer weg".

      Übrigens: haben Sie gestern den TV-Film über die nunmehrigen Erkenntnisse im Zusammenhang mit der stark vermehrten Übergewichtigkeit gesehen? Interessant, wie der menschlcihe Körper auf die heutigen Umwelteinflüsse und verwendeten Materialien (negativ) reagiert.

    • brechstange
      15. Februar 2013 10:56

      Dazu möchte ich anmerken, dass bevor Österreich der EU beitrat, in Belgien die Hormonmafia einige Tierärzte, die Straffällen auf der Spur waren, zur Strecke brachte. Diese Morde wurden meines Wissens niemals aufgeklärt. Ein Interesse von seiten der von mir nicht hochgeschätzten EU-Bürokratie war auch nicht gegeben.

    • Undine
      15. Februar 2013 11:13

      @Observer

      Mir reichen immer schon die Bilder im FS von diesen tierischen Elendsquartieren! Fehlt gerade noch, daß man den Tieren PSYCHOPHARMAKA verabreicht; da könnte dann die Bevölkerung auf dem Umweg über Fleisch in Hochstimmung versetzt werden: Glückliche Tiere---glückliche Menschen, schöne neue Welt!

      Ja, diesen Film auf 3sat habe ich gesehen! Erschreckend!

      Ich habe das große Glück, das wenige Fleisch, das ich verspeise, aus einer Fleischhauerei beziehen zu können, die 3x die Woche schlachtet (MO Schweine, MI Kälber, FR Rinder), und zwar Tiere von Bauernhöfen aus der Umgebung; und vom wöchentlichen Bauernmarkt vor meiner Haustüre trage ich mir Lamm, Wild, Eier etc. heim. Die Milch bekomme ich "melkfrisch" von einem nahen Meierhof.

      Apropos Milch: Ich habe erfahren, daß bei Billigmilch in Supermärkten das Fett zur Gänze entnommen (für Butter, Rahm etc.) und durch billiges Schweinefett ersetzt wird! Scheint sich finanziell zu lohnen.

    • Cotopaxi
      15. Februar 2013 11:50

      @ Undine

      Das mit der billigen Kunstmilch in den Supermärkten ist erschreckend! Da können wir nur hoffen, das unsere Muselmanen dieses Thema aufgreifen werden, damit diese Milch wieder vom Markt verschwindet.

      Haben uns die Systemparteien vor der EU-Abstimmung nicht nicht gesagt, dass Österreich der Feinkostladen der EU sein wird und wir der restlichen EU unsere hohen Qualitätskriterien aufzwingen werden?

    • Observer
      15. Februar 2013 12:48

      Undine:
      Gratuliere, wenn Sie noch Bezugsquellen haben, wo natürliche Lebensmittel erhältlich sind.

      Was die sog. ESL-Milch betrifft, so war es ursprünglich eine gute Idee, da dies ein Pasteurisierungsverfahren darstellt, welches temperaturmäßig zwischen der H(UHT)-Milch und der "normalen" Milch liegt. Die kürzlich erfolgte Preisgleichheit mit Frischmilch in den österreichischen Läden war aber nur durch ein neues "Design" (= preiswerter Ersatz mancher "Bausteine") möglich. Die Schweinerei ist nur, dass dies nicht auf den Produkten deklariert wird.

      Vor einigen Monaten habe ich eine große Weinkellerei in Übersee besucht und kam aus dem Staunen nicht heraus. Da wurde der Wein mittels Filter, Zentrifugen usw. völlig in seine Bestandteile "zerlegt" und dann designermäßig "nach Rezept" neu zusammengebaut. Sogar die zwischenzeitliche Alternative zu einem Eichenfass (Lagerung mit Holzspänen) wurde nun durch Zugabe von chemischen Geschmackskomponenten neuerlich vereinfacht. Na Prost!

      Kürzlich besuchte ich in NÖ eine "Eierproduktion", wo die Legehennen in Bodenhaltung auf engstem Raum nur künstlichem Licht ausgesetzt sind. Der Tag-Nacht-Rhythmus bzw. die Tageslänge wird durch Lichtsteuerung laufend verkürzt, damit mehr Eier produziert werden. Wenn dann die Hennen physisch nicht mehr mitmachen, wird die Halle mit neuen Legehennen belegt. Die alten Hennen werden - mangels Bedarf an Suppenhühnern - in der nebenstehenden Biogasanlage großteils zur Stromerzeugung herangezogen. Na Mahlzeit!

    • Undine
      15. Februar 2013 14:18

      @Observer

      Diese Frischmilch vom Meierhof eines Klosters (Musterbetrieb!) trinke ich ganz naturbelassen ohne Angst vor Tbc; ein Genuß! Oft schöpfe ich das Obers ab und mache daraus Butter: 4l Milch=etwa 12 dag Butter; die fängt allerdings schnell an zu ranzeln, muß also schnell weg. Dafür enthält sie keinerlei "Chemie".

      Zwei sehr empfehlenswerte Bücher von Hans-Ulrich Grimm, den ich auch einmal in einer sehr informativen Diskussionsrunde auf 3sat (bei Scobel) erlebte:

      "Die Suppe lügt" und "Aus Teufels Kochtopf"
      Man hält es nicht für möglich, WAS man alles fälschen kann! Siehe auch Ihre Schilderung von der abenteuerlichen "Weinerzeugung" in Übersee!

    • Observer
      15. Februar 2013 14:58

      Undine:
      Zur geschilderten Weinherstellung muss ich aber klarstellen, dass bei Verwendung von Umkehrosmose, Vakuumverdampfer u.a. Verfahren kein Kunstwein entstehen muss, genauso wie es beim Einsatz von besonderen Hefen und Bakterien ein Naturprodukt bleibt.
      Vielmehr hatte der Kellermeister mir folgende Begründung geliefert:
      Da die Ernten aufgrund unterschiedlicher Wetterverhältnisse auch unterschiedlich ausfallen, aber viele Konsumenten einen gewissen Standard lieben, wird eben der Natur etwas "nachgeholfen". Vom Marketingstandpunkt ist den Detailhändlern eine gut eingeführte Sorte das Angenehmste, wenn diese jederzeit und in jeder gewünschten Menge sofort und auch auf Jahre hinaus wieder verfügbar ist. Alles Neue ist mit viel Werbung und Risiko verbunden.
      Eine ähnliche Philosophie verfolgen schon viele Jahre u.a. die französischen Rotweinkellereien, indem sie durch Verschnitt von 2 oder 3 Jahrgängen immer zu einem möglichst gleichen Qualitätsniveau gelangen.
      Demgegenüber lehnen österreichische Paradewinzer, wie z.B. F.X.Pichler aus der Wachau solche Machenschaften völlig ab. Sie sind stolz, auch aus schwierigen Wetterbedingungen immer einen besonderen Wein zu keltern. Dies erfordert aber neben sehr guten Kellereikenntnissen und entsprechender Technik immer wieder enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand, um die neuen Kreationen zu erklären und auch erfolgreich zu vermarkten. Vor allem will man jedes Jahr ein einmaliges Produkt herstellen und nicht wie ein Braumeister, für zig-Jahre den gleichen Biergeschmack treffen.

    • Undine
      15. Februar 2013 22:19

      Ich weiß nicht, wann man eigentlich in großem Stil begonnen hatte, alles, was wir an Nahrung zu uns nehmen, zu verfälschen. Wer kann sich erinnern? Meines Wissens war in meiner Kindheit und Jugend wenigstens in dieser Richtung alles noch in Ordnung.

      Während des Krieges und in der schlimmen Nachkriegszeit gab es natürlich viele "Ersatz"-Lebensmittel, beispielsweise eine Wurst aus Sägespänen u. Ä., Kaffee aus Eicheln usw.. Abscheulichst schmeckte dann der Sojareis, den wir von den Amerikanern gespendet bekamen. Die letzten Reste fanden dann in meinem Kaufladen Verwendung; auch da roch er noch übel.

      In den ersten Erdbeer-Joghurts, die ich zu Beginn der 60er-Jahre kennenlernte, waren noch richtige Erdbeeren drinnen. Mittlerweile besteht Erdbeerjoghurt nur aus Erdbeer-Aroma und rotem Farbstoff von der Cochenille-Laus; die "Körnchen", also die eigentlichen Samen der Erdbeere, werden künstlich hergestellt.

      Es würde mich wirklich sehr interessieren, wann dieser weltweite Betrug mit den Nahrungsmitteln begonnen hat.

    • Observer
      16. Februar 2013 09:10

      Undine:
      Meine Antwort bzw. Theorie zu der gestellten Frage:
      Nachdem der größte Nachholbedarf in den 50er und 60er Jahren gedeckt war, gab es auf vielen Gebieten eine Überproduktion, welche wiederum einen enormen Preisdruck auslöste. Dies veranlasste viele Erzeuger, nach Alternativen zu suchen, wie man die Produkte günstiger herstellen konnte. Und so kamen eben viele "Ersatzstoffe" zum Einsatz.
      Die Lebensmittelpreise haben in keinem Verhältnis zu den Einkommenssteigerungen zugenommen. Während nach dem 2. Weltkrieg die Familien für Essen mehr als 50 % der Einkommen aufwenden wmussten, sind es heutzutage meist nur 15 bis 20 %. Aber es gibt schon viele Leute - wie z.B. Frau Undine - welche bereit sind, gezielt nach natürlichen Lebensmitteln Ausschau zu halten und dafür auch mehr Geld hinlegen. Leider wird aber auch bei der sog. Bio-Welle von der Industrie teilweise wieder mit flaschen Karten gespielt und auch die Werbung und Etikettierung täuscht uns oft eine "heile Welt" vor.

    • Undine
      16. Februar 2013 11:55

      @Observer

      Danke für die sehr einleuchtende Antwort! Vielleicht kommt bei mir auch dazu, daß ich mein Leben lang, abgesehen von den Internatsjahren, mit drei Mahlzeiten am Tag ---und nichts zwischendurch!---auskomme. Ich habe dadurch auch keine Gewichtsprobleme. Mein Körper ist gut "erzogen"! :-)

      Ich esse nicht sonderlich viel, aber das, was ich zu mir nehme, muß sehr gut sein.

      Die frisch gemolkene Milch vom Meierhof kostet übrigens pro Liter nur 60 Cent! Für eine mehrköpfige Familie würde sich das rentieren. Und man hat dazu noch gratis die Butter (mit dem Mixer erzeugt!) aufs Brot! :-)

  13. socrates
    15. Februar 2013 08:01

    Zum Fondue kann ich Pferdelungenbraten nur empfehlen!

  14. Maria Kiel
    15. Februar 2013 02:45

    Wesentlich unappetitlicher ist für mich persönlich, dass es ab sofort wieder erlaubt ist, Fische in den europäischen Zuchtanlagen mit Tierfuttermehl zu päppeln. Zitat: "Damit darf auf Beschluss der EU-Mitgliedsstaaten an Fische und andere in Aquafarmen gezüchtete Tiere wieder Mehl aus nicht wiederkäuenden Tieren wie Schweinen und Hühnern verfüttert werden. In einem nächsten Schritt soll auch geprüft werden, die Verfütterung von Schweinemehl an Hühner und von Hühnermehl an Schweine zu erlauben."
    Verboten soll aber "Kannibalismus" sein, also dass ein Tier der gleichen Art verfüttert wird. Ahso, stimmt, es kommt zwar niemals vor, dass ein Fisch einen anderen Fisch frisst, hingegen ist es alltäglich, dass der Fisch am Sonntag Schweinsbraten verzehrt.....
    Abgesehen davon, dass es für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen kein Schweinefleisch essen sollen und daher oft auf Hühnerfleisch ausweichen (wie in meinem Fall) der Gedanke, dass mit dem Huhn zugleich ein Schwein konsumiert wird, nicht gerade tröstlich ist.
    Und wirklich gespannt bin ich auf die Reaktion unserer lieben Kulturbereicherer; vermutlich müssen jetzt auf Kosten der Allgemeinheit zig Hühnerfarmen eingerichtet werden, wo die Tiere garantiert halal gefüttert werden? (nicht wirklich besorgt bin ich über die Reaktion unserer Mitbürger mosaischen Glaubens, sie werden uns nicht mit Bomben-Corsagen drohen, sondern pragmatisch wie eh und je Hühner auf eigene Faust züchten; koscher eben).

    • Undine
      15. Februar 2013 20:56

      @Maria Kiel

      *****!
      Und letztere züchten nicht nur auf eigene Faust ihre Hühner, sondern schicken ihre Kinder auch nicht in "Claudias Gesamtschulen", sondern bilden sie in ihren "eigenen", aber von uns finanzierten Schulen, heran.

    • Maria Kiel
      15. Februar 2013 23:45

      @undine: tja, das ist halt so bei privaten Schulen mit Öffentlichkeitsrecht; ich weiss zwar nicht genau, wie hoch der aus öffentlichem Geld getragene Kostenanteil ist, dafür weiss ich aus eigener Erfahrung, dass die Eltern für einen Schulplatz in der Privatschule (welcher auch immer) mehr als gewaltig löhnen müssen. Wirklich leid tun mir jene Familien, die Claudias Schulmodell ablehnen und bei denen es sich finanziell einfach nicht für eine Privatschule ausgeht - aber das ist argumentativ wieder eine anderen Baustelle....

    • Undine
      16. Februar 2013 08:51

      @Maria Kiel

      "Wirklich leid tun mir jene Familien, die Claudias Schulmodell ablehnen und bei denen es sich finanziell einfach nicht für eine Privatschule ausgeht"

      Wir sind dann wieder bei dem Punkt gelandet, als es noch nicht die vielen Gymnasien gab. Da standen die weniger betuchten Eltern vor dem Problem, ihre Kinder in ein Internat geben zu müssen, wenn sie Wert darauf legten, daß diese Matura machen konnten.

  15. Haider
    14. Februar 2013 22:03

    Na und jetzt stelle sich einer vor, es wäre in einem Döner/Kebab/Falafel - oder wie das Zeugs alles heißt - Schweinefleisch entdeckt worden. Hätte dies zum Ausbruch des 3. Weltkrieges geführt?
    Bitte lassen wir doch die Kirche im Dorf. Das ganze ist ein ganz normales kriminelles Delikt. Betrug eben, wie er in einer globalisierten Welt gang und gäbe ist, wo Gewinnmaximierung als höchste Tugend gepriesen wird. Redlichkeit, Anständigkeit, Ehrlichkeit ... alles faschistoide Relikte.

  16. Anton Volpini
    14. Februar 2013 21:11

    Das ganze ist ein Etikettenschwindel und sonst nichts!

    Hier haben Betrüger im großen Stil billiges gutes Fleisch als teureres gutes Fleisch verkauft. Und die dummen Einkäufer von hauptsächlich Konzernbetrieben sind darauf reingefallen.
    Alle staatlichen Kontrolleinrichtungen haben versagt, wie auch die der Konzerneinrichtungen. Liegt beiden doch der versagende Zentralismusgedanke zugrunde.
    Daß das Zentrum des Schwindels in Frankreich liegen sollte, ist mir neu, würde mich aber, nach Studium der europäischen Geschichte, nicht verwundern.
    Bevor wir aber den ersten Stein werfen, sollten wir warten, was da noch alles kommt.

    • socrates
      15. Februar 2013 08:04

      Anton Volpini
      "die dummen Einkäufer von hauptsächlich Konzernbetrieben sind darauf reingefallen."
      Vielleicht, oder sie haben diese Einsparungsmöglichkeit, bei der kein Gesundheitsrisiko besteht, selbst entdeckt.

  17. S.B.
    14. Februar 2013 20:28

    Wenn sich unter den Sozis das politische Klima in Frankreich so weiter entwickelt, dann müssen wir uns auf Zustände wie in einem Entwicklungsland gefaßt machen. Wer einen 75%-Steuersatz einführt, den Eurokurs beliebig künstlich beeinflussen möchte, vehement Eurobonds fordert usw., der steht wirtschaftlich derart unter Druck, daß Lug und Trug Tür und Tor geöffnet sind.

    Wer weiß, welche (nicht nur Pferde-)Leichen in der einstmals "Grand Nation" noch im Keller schlummern?

    • byrig
      14. Februar 2013 23:15

      viel schlimmer ist,dass dieser hollande die beitrittsverhandlungen mit der türkei wieder aufnehmen will-einfach so,obwohl sich nichts geändert hat an den zuständen.
      der türkische erpresser davutoglu und sein chef erdogan haben erfolg beim sozialisten hollande-zum schaden europas!

  18. Blahowetz
    14. Februar 2013 20:10

    Das zeigt doch nur, dass unsere französischen Freunde auch nicht besser sind, als die rumänischen.
    Die romanischen Völker haben uns noch nie gut getan, aber was soll's, in der EU müssen wir solidarisch sein, meint Dr. Faymann.

    • Jewgeni Gorowikow
      14. Februar 2013 21:42

      @ Blahowetz - Apropos "Herr Doktor":

      Mich erinnert das an den Ostbahn-Kurti: "Dr. Kurt Ostbahn ordiniert wieder ..... "

      Ist schon eine Weile her, erinnern Sie sich noch?

  19. Wertkonservativer
    14. Februar 2013 20:07

    Dass es im Westen zumindest ebenso viele Gauner gibt, wie im Ostern, kann als erwiesen gelten!

    Aus dem Osten Europas kommt seit dem Fall der Eisernen Vorhänge zwar unangenehme Kleinkriminalität auf uns zu, was jedoch ursächlich wohl auf die dort immer noch größere Armut zurückzuführen ist!
    Die uns alle bedrohende Groß-Kriminalität der Spekulanten und Finanzhaie, mancher Großkonzerne ohne Ethik- und Umwelt-Skrupel, die ist schon übermehrheitlich im Westen zu Hause!
    Also nochmals: Gauner gibt's überall!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  20. Gandalf
    14. Februar 2013 19:23

    Wir haben grosses Glück, dass das rumänische Pferdefleisch (zumindest bisher) nicht in Österreich aufgetaucht ist. Nein, nicht aus gesundheitlichen Gründen, denn, wie Dr. Unterberger richtig feststellt, ist der Genuss von Pferdefleisch ja keineswegs ungesund. Allerdings: wäre solches auch bei uns auf den Markt gelangt, hätte die antifaschistische Besessenheit bei einigen Österreichern, die sich für Politiker halten, umgehend Wirkung gezeigt: War das Essen von Pferdefleisch nicht eine Gewohnheit, ja geradezu ein Erkennungszeichen, der alten Germanen? Natürlich - das hat wahrscheinlich sogar ein bescheidener Schuldirektor aus Vorarlberg einmal gelernt. Und ergo dessen wäre seiner Überzeugung nach der Versuch, redlichen antifaschistischen Österreichern Pferdefleisch unterzujubeln, fast schon ein neonazistischer Putschversuch, zumindest aber "vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als neonazistisch einzustufen"...so irgenwas oder ähnlicher Unsinn würde von Herrn Walser kommen, und Peter Pilz würde mit besorgter Miene im ORF erläutern, warum er deswegen natürlich umgehend Strafanzeige gegen H.C. Strache, Ewald Stadler und die Wiener Philharmoniker erstattet habe. Nicht auszudenken - aber, gottlob, bei uns gibt's ja kein Pferdefleisch in der Lasagne.

    • ambrosius
      14. Februar 2013 20:36

      Der Heilige Bonifaz hat sich fürchterlich aufgeregt, daß immer am Sonntag bei der Messe ein Fohlen geschlachtet wurde und mit viel Met hinuntergespült wurde, was die Leute als sehr viel erbaulicher gefunden haben als die Hostie. Deshalb hat er uns ja auch durch den Papst einen Ernährungskodex verpasst, durchaus vergleichbar mit jenem der Mosaiker, durch den wohl unsere Abneigung gegen Pferdefleisch begründet wurde.
      Vielleicht sollte man den guten Brauch der Schlachtung eines Fohlens samt Verzehr
      wieder einführen, diesmal allerdings zur Feier des 1. Mai und dgl. Parteifeiern . Den Wiener Genossen würde eine Pferdeleberkäs`semmel sicher schmecken .

    • Undine
      15. Februar 2013 22:34

      @Gandalf

      *********! :-)))

      Ja, das DÖW! Wer/was von dieser "epochalen" antifaschistischen Instanz einen Stempel aufgedrückt bekommt, der hat nichts mehr zu lachen!





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