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Ein Rücktritt und seine Gründe

Das ist nun wirklich eine weltgeschichtliche Sensation: Der Papst tritt zurück. Was sind die wahren Motive von Benedikt XVI.? Eines ist sicher sein Gesundheitszustand. Ein anderes ist aber der Zustand seiner Kirche.

Der deutsche Papst tut etwas, was vor ihm überhaupt erst ein einziges Kirchenoberhaupt getan hat. Er übt praktizierte Demut. Ihm war keine Sekunde lang der Glanz und Pomp rund um das älteste Amt der Menschheit wichtig, sondern nur die Zukunft seiner Kirche.

Benedikt setzt damit einen zweifellos für die nächsten Jahrhunderte wichtigen Präzedenzfall: Während sein Vorgänger die öffentliche Darstellung seiner Leiden geradezu als mystischen Akt einer Wiederholung der Leiden Christi gesehen hat, will Ratzinger nicht seine zunehmende Schwäche in den Mittelpunkt des weltweiten Interesses einer immer schamloser werdenden Medienwelt gerückt sehen.

Das ist zweifellos Ausfluss seiner persönlichen Bescheidenheit und Nüchternheit. Damit stehen aber auch alle Nachfolger eines Tages vor der bisher nicht vorhandenen Frage: Rücktritt oder Ausharren? Folgen sie dem Exempel von Johannes Paul II. oder eben dem von Benedikt?

Dieser spürt mehr denn sein Vorgänger, dass die Kirche nicht nur Charisma braucht – von dem er zweifellos weniger hatte –, sondern auch eine kraftvolle Führung. Die hatte es in den letzten Krankheitsjahren des polnischen Papstes nicht mehr gegeben.

Aber auch der feinsinnige Theologe Ratzinger fühlte sich dazu immer weniger imstande. Kriminalfälle in seiner unmittelbaren Umgebung, vatikanische Intrigen und die wachsende Disziplinlosigkeit auch vieler Priester und Bischöfe haben ihn ebenso an den Rand der Verzweiflung getrieben wie der gewaltige Schock der vielen in seiner Amtszeit an die Oberfläche gekommenen Fälle von Kindesmissbrauch. Dabei ist es ihm verständlicherweise kein Trost gewesen, dass sich inzwischen gezeigt hat, welche grässlichen Dinge sich auch in vielen anderen staatlichen wie privaten Heimen und Schulen abgespielt haben.

Dass kraftvolle Führung in der Kirche zunehmend vermisst wird, werden wohl auch besonders viele Gläubige in der Erzdiözese Wien unterschreiben. Dass der Wiener Kardinal trotz mehrerer Mahnungen aus Rom auf die von Wien ausgehende Ungehorsams-Aktion etlicher Priester bis auf einige zaghafte Versuche letztlich völlig tatenlos reagiert hat, gehört da ebenso dazu wie seine Führungsschwäche in Sachen Votivkirche oder seine Unfähigkeit, sich mit guten Beratern zu umgeben.

In der Kirche zerren zwei Flügel in sehr unterschiedliche Richtungen. Das wurde in den letzten Monaten auch dadurch anschaulich, dass es für mehrere zu besetzende Bischofsämter keine überzeugenden Nachfolger gibt. Weder der progressive noch der konservative Flügel können überzeugende Kirchenmänner nennen. Und noch weniger Persönlichkeiten gibt es, die kraftvoll über diesen beiden oft sehr kurzsichtigen Gruppen stehen.

Nur in wenigen Ländern der Weltkirche wie in Österreich und im Heimatland des Papstes könnte man unter dem Eindruck der Medien glauben, dass der sogenannte progressive Flügel der stärkere wäre oder gar, dass er die Zukunft vertreten würde. Im weltweiten Katholizismus ist das hingegen keineswegs der Fall. Da ist im Gegenteil gerade aus der immer wichtiger werdenden Dritten Welt eine ganz starke Rückbesinnung auf die Tradition der Kirche zu beobachten. Aber auch im deutschsprachigen Klerus zeigt sich, dass jüngere Priester mit dem Ungehorsam der kirchlichen Altachtundsechziger immer weniger zu tun haben wollen.

Auch die von Benedikt XVI. zuletzt in auffallend großer Zahl vorgenommenen Kardinals-Ernennungen bestätigen das. Der nächste Papst wird daher nicht zu jenen gehören, die unter diffuser Berufung auf das ein halbes Jahrhundert zurückliegende Konzil (freilich ohne konkrete Belege durch Dokumente) eine ständige weitere Demontage der katholischen Tradition vorantreiben wollen.

Freilich: Schon oft haben sich Menschen nach ihrer Wahl ganz anders entwickelt als erwartet. Denn in den westlichen Industrieländern wird man durch bloße Tradition wohl nicht mehr die nötige Wiederbelebung des Glaubens schaffen. Ein kraftvoller Papst könnte daher sowohl in Richtung Zölibat wie auch in Hinblick auf die Geschiedenen dann Zeichen setzen, wenn er zugleich die Kirche mit Stärke wieder auf den missionarischen Weg des Glaubens statt des Zeitgeistes setzt.

Die große Zahl der neuen Kardinäle mit einem klar außereuropäischen Schwerpunkt zeigt aber noch zweierlei: Benedikt hat sich erstens in aller Zielstrebigkeit schon einige Zeit auf seinen Abgang vorbereitet. Und zweitens ist die Wahrscheinlichkeit so groß wie noch nie, dass der nächste Papst nicht mehr aus Europa kommt. Wer etwa das Blühen der Kirche in Vietnam gesehen hat, der spürt, wo es neue Wurzeln geben könnte.

PS.: Aus einem langen – privaten – Gespräch, das ich vor rund einem Jahrzehnt mit Josef Ratzinger führen durfte, weiß ich aber auch, was Österreich mit ihm verliert: einen Mann, der sich nicht nur auf Grund seines grenznahen Geburtsortes extrem gut in Österreich auskannte. Ratzinger zeigte sich damals voll innerer Empörung über die Heuchelei etlicher europäischer Staaten, mit denen gegen Österreich vorgegangen worden war.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    21x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 15:00

    Dieser Papst hatte und hat unsere Wertschätzung verdient. Einen seiner bedeutendsten Sätze sprach er am 8. September 2007 in Mariazell aus.

    'Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden'

    Die tagtäglich gegen die Wahrheit mit ungeheurem materiellen und personellem Aufwand anrollende Lügenmaschinerie ist deshalb in ihrer Gefährlichkeit gar nicht hoch genug einzuschätzen. Denn diese soll uns und unsere Mitmenschen blind machen für das was richtig und das was falsch ist.

    Das sei die Referenz und Danksagung an Benedikt von einem sonst in politischer Hinsicht gänzlich Unkatholischen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSolo dios basta
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 13:07

    O.T.:
    Bericht von Radio Vatican bezüglich Rücktritt von Benedikt XVI.
    auf Internetseite

    http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=663810

    bringt das Schreiben vom Rücktritt von Benedikt XVI.
    Wenn man dort auf „mp3“ klickt, kann man die Originalrede in Latein hören.

    Jeder anständige Mensch, der Qualität dieser Rede liest/hört, wird wohl den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. bedauern!

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 13:16

    Schade, daß Papst Benedikt als einer der intellektuellsten Persönlichkeiten der katholischen Amtskirche zurücktritt.

    Wenn er jetzt auch noch unseren Kardinal Schönborn zum gleichen Schritt bewegen könnte, hätte er Österreich bei seinem Abgang noch einen großen Dienst erwiesen!

  4. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 14:53

    Die gestrige Diskussion über den Rücktritt des Papstes im ORF nötigt zu einigen Feststellungen.

    Die unsägliche Moderatorin, ihr Name ist mir schon wieder entfallen, brachte all jene Punkte auf den Tisch, mit denen seit Jahr und Tag gegen die Kirche mobil gemacht und gehetzt wurde. Das war freilich zu erwarten.

    Die beiden übelsten Figuren waren – wie üblich und unvermeidlicherweise – „Pfarrer“ Schüller und Dr. Feichtlbauer.

    Schüller zeigte sich wie und was er ist: ein kleinkarierter, diesseitiger, zeitgeistiger Wadlbeißer. Gemessen an den noblen, tiefgründigen und sachlich-faktischen Äußerungen des Abtes Maximilian Heim vom Zisterzienserstift Heiligenkreuz wurde der geistige und charakterliche Unterschied so recht deutlich: wie Nacht und Tag. Daß Schüller ein „rechtes Komplott“ auch gleich ursächlich für den Rücktritt macht, bestätigt nur wes Geistes Kind er ist.

    Wenn man bedenkt, daß Schüller einmal Generalvikar der Erz-Diözese Wien, und somit rechte Hand des Wiener Erzbischofs war, der sich wohl selbst für den „besseren“ Kandidaten für diesen „Job“ hielt, überkommt einen noch jetzt das Grausen. Seine überhebliche Selbstüberschätzung – den Papst zum Dialog über seine Stänkereien aufzufordern – ist bezeichnend: so stark könnte ein Mikroskop gar nicht vergrößern, daß ein Papst diese Null überhaupt sehen würde.

    Feichtlbauer ist ein „Gerechter“, ein Besserwisser und Stänkerer, und muß wahrscheinlich „Doktor“ mit Vornamen heißen, denn aufgeführt hat er sich wie ein Prolet aus der Gosse. Seine "katholisch-rechtschaffene" Attitüde ist überdies zum Kotzen. Als Chefredakteur (wohl der Furche) hatte der Frömmler vor Jahren eine Redaktions-Assistentin vom Land – sozusagen eine Land-Pomeranze in Wiener Diktion – wie ein geiler Bock angemacht und dieser fromm-christlich seine „Seelenqualen“ vorgesäuselt, ob seiner Ehe und den vier Kindern und seiner „Liebe“ ( = geilen Begierde) zu eben der Kleinen vom Land. Ins Bett hat er sie nicht bekommen, sie hatte gekündigt.

    Kontrastprogramm zu diesen Eiferern mit Schaum vor dem Mund waren auch der jüdische Oberrabbiner und der Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft: sie waren äußerst höflich und respektvoll und sagten das, was man in dieser Situation wohl als kultivierter Mensch und Vertreter einer fremden Religion auch sagen würde.

    Damit zeigt sich einmal mehr, daß die wirklichen Feinde der Kirche die Trojanischen Pferde intra muros sind.

    Daß die ORF-Behandlung dieses außergewöhnlichen Ereignisses nicht die wirklichen Fragen der Weltkirche und das Wirken des Papstes Benedikt XVI. auch nur streifte, war zu erwarten. Zur ideologischen Verkommenheit kommt noch die intellektuelle Beschränktheit der Moderatorin und jener, die die Gesprächsteilnehmer auswählten.

    Die wirklich bewegenden Fragen haben Scheiber, Komma, und einige andere auf den Punkt gebracht; darüber gilt es nachzudenken.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 22:07

    Ich habe mich damals sehr gefreut, als Josef Ratzinger, fast unser "Nachbar" aus einem kleinen Nest jenseits des Inns, zum Papst erwählt wurde, und er hat sein hohes Amt mit großer Demut und Bescheidenheit, viel Weisheit und menschlicher Größe ausgeübt. Goethe hätte ihn vielleicht "eine schöne Seele" genannt. Möge er sich noch ein paar guter Jahre ohne die erdrückende Last als "Stellvertreter Gottes auf Erden" erfreuen!

  6. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 13:23

    Benedikt XVI. hat während seiner Amtszeit drei Jesus-Bücher geschrieben. Im ersten, das u.a. um die Frage kreist, ob ein moderner Mensch daran glauben kann, daß wirklich Jesus Gottes Sohn ist, gibt es ein umfangreiches Vorwort vom Autor.
    Wer dieses Vorwort liest lernt einen Menschen, der zwar Papst geworden ist aber ehrlich und tiefsinnig den Fragen von Glauben und Leben gegenüber steht, kennen. U.a. ersucht er die Leser, ihm wenigstens den Kredit einzuräumen, daß er ehrlich seine Meinung schreibt. Von der Aufgeblasenheit vieler im öffentlichen Leben stehender Personen ist bei ihm nichts zu finden. Und er beantwortet die Frage ob er persönlich glaube, daß Jesus Gottes Sohn ist, eindeutig mit Ja. Sehr interessant ist, daß er in diesem Buch auch einen Freund aus dem Judentum zum Wort kommen läßt, der ihm leider nicht zustimmt. Über Gott in drei Personen, Vater, Sohn und Hl. Geist findet man jedenfalls dort viele Gedanken, Lehrreiches und im Autor einen wirklich christlichen Menschen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2013 13:48

    Wer gestern Abend Günther Jauchs Diskussionssendung verfolgen konnte, wie selbst im Heimatland des Papstes linke Kreise gegen die katholische Kirche Stimmung machen, darf sich über seinen Rücktritt nicht wundern.

    Das nächste Oberhaupt muß energisch durchgreifen, sonst sehe ich schwarz für die Katholiken in Europa.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2013 14:53

    Die gestrige Diskussion über den Rücktritt des Papstes im ORF nötigt zu einigen Feststellungen.

    Die unsägliche Moderatorin, ihr Name ist mir schon wieder entfallen, brachte all jene Punkte auf den Tisch, mit denen seit Jahr und Tag gegen die Kirche mobil gemacht und gehetzt wurde. Das war freilich zu erwarten.

    Die beiden übelsten Figuren waren – wie üblich und unvermeidlicherweise – „Pfarrer“ Schüller und Dr. Feichtlbauer.

    Schüller zeigte sich wie und was er ist: ein kleinkarierter, diesseitiger, zeitgeistiger Wadlbeißer. Gemessen an den noblen, tiefgründigen und sachlich-faktischen Äußerungen des Abtes Maximilian Heim vom Zisterzienserstift Heiligenkreuz wurde der geistige und charakterliche Unterschied so recht deutlich: wie Nacht und Tag. Daß Schüller ein „rechtes Komplott“ auch gleich ursächlich für den Rücktritt macht, bestätigt nur wes Geistes Kind er ist.

    Wenn man bedenkt, daß Schüller einmal Generalvikar der Erz-Diözese Wien, und somit rechte Hand des Wiener Erzbischofs war, der sich wohl selbst für den „besseren“ Kandidaten für diesen „Job“ hielt, überkommt einen noch jetzt das Grausen. Seine überhebliche Selbstüberschätzung – den Papst zum Dialog über seine Stänkereien aufzufordern – ist bezeichnend: so stark könnte ein Mikroskop gar nicht vergrößern, daß ein Papst diese Null überhaupt sehen würde.

    Feichtlbauer ist ein „Gerechter“, ein Besserwisser und Stänkerer, und muß wahrscheinlich „Doktor“ mit Vornamen heißen, denn aufgeführt hat er sich wie ein Prolet aus der Gosse. Seine "katholisch-rechtschaffene" Attitüde ist überdies zum Kotzen. Als Chefredakteur (wohl der Furche) hatte der Frömmler vor Jahren eine Redaktions-Assistentin vom Land – sozusagen eine Land-Pomeranze in Wiener Diktion – wie ein geiler Bock angemacht und dieser fromm-christlich seine „Seelenqualen“ vorgesäuselt, ob seiner Ehe und den vier Kindern und seiner „Liebe“ ( = geilen Begierde) zu eben der Kleinen vom Land. Ins Bett hat er sie nicht bekommen, sie hatte gekündigt.

    Kontrastprogramm zu diesen Eiferern mit Schaum vor dem Mund waren auch der jüdische Oberrabbiner und der Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft: sie waren äußerst höflich und respektvoll und sagten das, was man in dieser Situation wohl als kultivierter Mensch und Vertreter einer fremden Religion auch sagen würde.

    Damit zeigt sich einmal mehr, daß die wirklichen Feinde der Kirche die Trojanischen Pferde intra muros sind.

    Daß die ORF-Behandlung dieses außergewöhnlichen Ereignisses nicht die wirklichen Fragen der Weltkirche und das Wirken des Papstes Benedikt XVI. auch nur streifte, war zu erwarten. Zur ideologischen Verkommenheit kommt noch die intellektuelle Beschränktheit der Moderatorin und jener, die die Gesprächsteilnehmer auswählten.

    Die wirklich bewegenden Fragen haben Scheiber, Komma, und einige andere auf den Punkt gebracht; darüber gilt es nachzudenken.


alle Kommentare

  1. Francois Villon (kein Partner)
    15. Februar 2013 06:16

    Nachfolgender Link führt zu einem hervorragenden Kommentar zum Rücktritt des Papstes, der – meiner Ansicht nach – der bisher aufschlussreichste ist. Ca. 6 Seiten und ein MUSS ihn zu lesen-

    Der Autor Roberto de Mattei war Professor für Zeitgeschichte an der Universität Cassino, heute Professor für Kirchengeschichte an der Europäischen Universität in Rom, er war Berater der italienischen Regierung in außenpolitischen Fragen, stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Forschungsrats (CNR) der Republik Italien, Direktor und Herausgeber der Zeitschrift Radici Cristiane und des katholischen Nachrichtendienstes Corrispondenza Romana, Autor der Konzilsgeschichte: Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Edition Kirchliche Umschau, für das er 2011 mit dem italienischen Historikerpreis Acqui Storia ausgezeichnet wurde.

    http://www.katholisches.info/2013/02/14/absoluter-bruch-mit-tradition-und-praxis-der-kirche-pontifikat-benedikts-xvi-nicht-abgeschlossen-bemerkungen-zum-rucktritt-von-roberto-de-mattei

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 08:24

      Was geht hier vor...? Was ist so unerträglich, daß es den Gläubigen jetzt noch nicht zumutbar ist...? Diese Märchen von der phösen Kurie... das ist doch nur "Schüller'sches Haßkino"...

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 08:59

      Korrektur: Den Gläubigen wäre es vielleicht schon zumutbar... aber der "Welt"?

    • F.V. (kein Partner)
      15. Februar 2013 10:29

      Herr Bauer,

      ich glaube Sie mißinterpretieren den Artikel von Mattei. Er scheint mir eine sehr ernsthafte Analyse zu sein, mit dem Gekeife einer so erbrämlichen Figur wie Schüller hat er nichts zu tun.

      Es dürfte eher die Sorge sein, daß angesichts der Lage in der Welt und dem Fortschreiten der One-World-Ideologie größte Sorge angebracht ist, wenn man plötzlich jene Persönlichkeit als Papst vermissen muß, die in einmaliger Weise das Wesen der Kirche, des katholischen Glaubens mit äußerster Klarheit seiner Vernunft verbunden hat.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 11:22

      F.V.,

      der von Ihnen, dankenswerterweise, reingestellte Artikel hat mich zu der besorgten Frage veranlaßt: "Was geht hier vor...?

      In diesem Artikel wird die berechtigte Verunsicherung über den Status der "Weihegewalt" und "Leitungsgewalt" herausgearbeitet:

      "...Das Erscheinungsbild der päpstlichen Institution wird in den Augen der Weltöffentlichkeit nämlich ihrer Sakralität entkleidet, um den Beurteilungskriterien der Modernität überantwortet zu werden..."

      Der profunde Artikel dieses Autors läßt keinen Zweifel offen, daß der angekündigte Schritt von Papst Benedikt XVI. einer fundierteren, nicht nur "kirchenrechtlichen" Begründung bedarf, als es kirchenferne und kirchenfeindliche Kreise es sich so zusammenreimen:

      "...Es wäre unter diesem Aspekt wenig angebracht, das Pontifikat Benedikts XVI. bereits als „abgeschlossen“ zu betrachten und vorschnell Bilanz zu ziehen, ohne den von ihm angekündigten, schicksalsschweren Stichtag abzuwarten: den Abend des 28. Februar 2013..."

      Ich gebe zu, die Erwähnung von Schüller, in diesem Zusammenhang, könnte als etwas weit hergeholt erscheinen... Jedoch, auch dessen "Rolle" veranlaßt mich zu der Frage: "Was geht hier vor...?" Besonders lächerlich ist doch sein bedeutungsschwangerer Befund, daß die "Rechten" innerhalb der Kurie den"Sturz" des Papstes herbeigeführt haben... eines Papste, den er sowieso von Anfang weg als "Rechts" einstufte...

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 12:12

      Hier ein Link zu den Freimaurern. Vielleicht kennen Sie ihn schon. "brechstange" vom AU-Blog hat ihn reingestellt.

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/14/freimaurer-attackieren-papst-vatikanbank-ist-eine-eiterbeule/

    • F.V. (kein Partner)
      15. Februar 2013 13:22

      Im Gastbeitrag wird auch der Rücktritt behandelt.

      Man sollte auch dort hineinsehen.

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 14:36

      Das habe ich... und ich vertraue auch darauf.

  2. LePenseur (kein Partner)
    14. Februar 2013 14:42

    Also bei mir bleibt ein ausgesprochen unangenehmes Gefühl in der Magengrube zurück:

    http://lepenseur-lepenseur.blogspot.se/2013/02/amter-wurden-und-funktionen.html

    • Erich Bauer
      14. Februar 2013 16:07

      Ihr dankenswerter Beitrag hat mich sehr beeindruckt. War es doch das 2. Vatikanische Konzil? Damals noch ein Kind. Ministrant. Verspürte ich gleich nach der Umstellung der Liturgie eine seltsame Leere. Bald danach wuchs die Interesselosigkeit und der Zweifel an den Sinn dieses Tuns... Ich zog mich zurück. Ging nicht mehr in die Ministrantenstunde. Ich machte nicht mehr mit...

      Wenn ich darüber so nachdenke, habe ich den Eindruck, daß der Glaube seit diesem Konzil allgemein verschwunden ist. Und zwar der Glaube daran, daß es im täglichen, praktischen Leben nicht nur wirkt, sondern sich auch "auswirkt"...

      Beim Betrachten von Herrn Schüller läuft es mir kalt über den Rücken. Vielleicht tue ich ihm unrecht... aber in seinem Gesicht spiegelt sich für mich etwas triumphales... haßerfülltes...

    • Undine
      14. Februar 2013 22:38

      @LePenseur

      Ein sehr nachdenklich machender Beitrag!*****+!

      @Erich Bauer

      Ihre Meinung zu Helmut Schüller teile ich zu 100 %!

  3. Der Realist (kein Partner)
    13. Februar 2013 18:29

    über die Gründe des Rücktrittes will ich gar nicht diskutieren, mit 85 ist der jugendliche Elan meist schon längst verflogen und gar so einfach wird der Job des Papstes wohl auch nicht sein.
    Interesant ist allemal, wer Ratzinger folgt, theoretisch könnte es auch ein gewisser Schüller sein, dass es einer aus dem Kreis der Kardinäle wird die ins Konklave einziehen gilt als sicher. Als sicher gilt aber auch, dass bahnbrechende Reformen auch vom nächsten Papst nicht zu erwarten sind, das wäre eine zu große Gefahr für die Stabilität der Kirche. Ein Verharren im Jetztzustand kann sich die Kirche allerdings auch nicht mehr lange leisten, schrittweise und besonnene Reformen sind dringend notwendig.

  4. bart (kein Partner)
    13. Februar 2013 13:27

    Sollte Kardinal Schönborn zum Papst gewählt werden, dann dürften den Deporationen des Pfarrers von Stützenhofen und des Pfarrers von Kopfing nach Polen noch viele katholische Pfarrer folgen.

    • F.V. (kein Partner)
      15. Februar 2013 10:39

      Dieses Gerücht wurde auch schon vor der letzten Papstwahl von interessierter Seite (ORF, Linx-"Katholiken", ...) gestreut.

      Man beachte diesmal den Zeitpunkt: es ist Fasching - nomen est omen - womit dieser Einschätzung die ihr zukommende Bedeutung auf das Exakteste zugemessen ist.

    • Päpstin (kein Partner)
      15. Februar 2013 13:24

      @F.V.

      Klugscheisser

    • Erich Bauer
      15. Februar 2013 15:05

      @Päpstin,

      Trampel...

    • F.V. (kein Partner)
      15. Februar 2013 17:12

      "Päpstin",

      bei uns hat halt ein "Schiß" noch mehr Vernunft und Verstand als Sie im Kopf.

  5. Claudia (kein Partner)
    13. Februar 2013 13:15

    "Einige Vertreter des Vatikans leben eine gewisse Realitätsverweigerung"

    Das sagte der die Realität des katholischen Glaubens verweigende Hausmeister vom Stephansplatz, Toni "Homo" Faber:

    http://www.kath.net/detail.php?id=28727&print=yes

  6. Ochsner Hilde (kein Partner)
    13. Februar 2013 11:22

    Danke Herr Dr. Unterberger!

  7. dickbrettbohrer (kein Partner)
    13. Februar 2013 10:16

    Die beklagten Übergriffe sind unvermeidliches Resultat der Einrichtung von Zwangskollektiven, die sich Schule bzw. Internat nennen. Wo auch immer eine Masse von Minderjährigen von professionellen Betreuern mit "Bildung" zwangsversorgt wird, haben es Sexualneurotiker leicht. Ob es sich dabei um kirchliche Einrichtungen handelt oder um staatliche, das sollte bei der Ursachenforschung die geringste Rolle spielen. Dem Dieb ist es gleichgültig, wem die Tasche gehört, in die er seine Finger streckt, Hauptsache er wird fündig.

    Wo der Mensch eine Gelegenheit findet, etwas zu tun, da tut er es. Wo die Gelegenheit nicht besteht oder das Risiko zu hoch ist, läßt er es bleiben. In welchem weltanschaulichen Umfeld sich Handeln oder Nichthandeln entfalten, ist dabei ohne Belang.

  8. Clemens Taferner (kein Partner)
    13. Februar 2013 01:43

    Danke, Herr Dr. Unterberger, für diese zutreffende Beschreibung der Situation. Ich selbst gehörte Zeit meines Lebens immer wieder zu den "Zweiflern", und dennoch hat mich jede Phase des Zweifelns dem Glauben um so näher gebracht. In meinen Überlegungen siegte stets die Gewissheit, dass die katholische Kirche mit ihrer Basis der zehn Gebote mehr bewirken kann, als alle Gesetze, Verordnungen und Zwänge der Welt. Denn dieser katholische Glaube mit seinem Prinzip, sündhaft sein zu können, und von Neuem versuchen zu dürfen, es besser zu machen, ist einzigartig. Er symbolisiert all die guten Elemente des Konservativen, die es zu bewahren gilt, wenn wir diese Welt lebenswert erhalten wollen. In dieser Kirche arbeiten Menschen, und Menschen machen Fehler. Eine der größten Errungenschaften dieser Kirche ist die Ohrenbeichte. Du bekennst deine Schuld und erfährst Vergebung. Damit bedient sie ein menschliches Grundbedürfnis, das von enormer Bedeutung ist, damit wir Menschen unser Leben bestehen können, und davon sind all die Priester, Kardinäle, Ordensbrüder und Ordensschwestern nicht ausgenommen. Sie sind Menschen, die versuchen, es richtig zu machen; auf einer starken und erprobten Glaubensbasis, die wir uns erhalten müssen. Dass die beste Absicht manchmal schief geht, ist eben eine der Schattenseiten des Daseins. Alle weltlichen Ideologien außerhalb der Religionen haben bewiesen, dass sie es nicht besser können. Deshalb wünsche ich mir einen Papst, der die Kraft hat, zu dieser Glaubensbasis mit all ihren Gewissheiten zu stehen. Letzten Endes fehlt nämlich allen Suchern nach der so genannten absoluten Wahrheit - was auch immer sie zu entdecken vermeinen - eines: Gewissheit. Nur mit Gewissheiten können wir unser Leben meistern, niemals mit Wahrheiten. Ich wünsche der katholischen Kirche, dass die Herren im Konklave das erkennen und entsprechend entscheiden. Die Kirche darf sich nicht an jenen orientieren, die sie - bewußt oder unbewußt - demontieren wollen.

    • Undine
      13. Februar 2013 08:20

      @Clemens Taferner

      "Eine der größten Errungenschaften dieser Kirche ist die Ohrenbeichte. Du bekennst deine Schuld und erfährst Vergebung"

      Diese Rolle (Ohrenbeichte) übernehmen längst die zu vermutlich 95% linksgestrickten Psychologen, Psychiater u.dgl.--- allerdings gegen Bezahlung, und die trägt z.T. die Allgemeinheit.

    • F.V. (kein Partner)
      13. Februar 2013 09:11

      Undine,

      Sie haben es auf den Punkt gebracht.

      Aber vielleicht gilt hier: was nichts kostet, ist nichts wert. Wohl nur damit wird dem Gesummse der Psychologen überhaupt ein - eingebildeter - Wert zugemessen.

    • Erich Bauer
      13. Februar 2013 09:39

      Die psychologische Betreuung ist der "moderne" Ablaßhandel... Immerhin gibt's da eine SICHTBARE Gegenleistung: Medikamente... Der moderne "Luther" ist schon so zugedröhnt, daß er ganz bestimmt nicht in der Lage ist irgendetwas... schriftlich...

    • Wurstbürger (kein Partner)
      13. Februar 2013 12:20

      @Undine

      Pfarrer werden auch von der Allgemeinheit bezahlt, zumindest von den eingetragenen Mitgliedern. Die allermeisten von denen nehmen die Gelegenheit zur Beichte nicht wahr, tragen aber die Kosten für die anderen. Und was ist mit denen, die psychologische Hilfe brauchen, weil sie von Pfarrern missbraucht wurden?

      Die Beichte als eine der größten Errungenschaften darzustellen, ist auch eine steile These. Aber egal.

    • Erich Bauer
      13. Februar 2013 12:32

      Und was macht man mit denen, die von Psychologen/Pädagogen mißbraucht werden? Medikamente! Vielleicht sollten Sie sich nicht so viel "Kulturstreifen" über den Klosterbetrieb reinziehen...

    • Wurstbürger (kein Partner)
      13. Februar 2013 12:39

      Sie haben meine Frage nicht beantwortet, aber das war wahrscheinlich zu erwarten. Es vielleicht gar nicht so schlecht, dass der Einfluss der Kirche immer weiter zurückgeht. Allerdings, wenn man sieht, was nachkommt...

    • F.V. (kein Partner)
      13. Februar 2013 14:29

      Zu den immer wiederkehrenden Mißbrauchsanwürfen gegen die Kirche

      Ich las, leider ohne mir gleich eine Notiz über die Quelle zu machen, daß von all den Mißbrauchsfällen nur ein Bruchteil eines Prozents die Kirche betreffen. Die Fokussierung der Debatte auf Fälle innerhalb der Kirche, wie sie in den Medien, aber auch innerhalb der Kirche stattfindet, verstellt den Blick auf den eigentlichen Skandal: nämlich, daß Mißbrauch von Kindern zu einem großen Teil innerhalb des „Bekanntenkreises“ – Familie, Freunde, ... – stattfindet, aber auch in all jenen Strukturen, wo Abhängige oder Gruppen regelmäßig beisammen sind: Sportvereine, Jugend-„bewegungen“, Waisen- und Behindertenheime (wie zuletzt in Wien aufgeflogen), öffentliche Schulen und humanistisch-reformpädagogischen Internaten (hier besonders bekannt geworden die Odenwald-Schule), Ausbildungsbetrieben und Kinderchören, usw. In Deutschland sollen täglich über 800 Kinder sexuell mißbraucht werden - von Männern, die n i c h t zölibatär leben.

      Der mediale, weltweite Krieg gegen die Kirche hat zur Folge, daß jeder zehnte Deutschen nach eine jüngsten Umfrage meint, es gäbe keinen Missbrauch in Familien, Sportvereinen, staatlichen Schulen, etc., also dort, wo 99,9 Prozent aller Fälle sexuellen Mißbrauchs tatsächlich stattfinden.

      Die Absicht ist also offenkundig. Natürlich ist die Kirche besonders verletzbar, weil christliche Ethik und Dekalog hier klare Normen setzen und es umso größeres Ärgernis bereitet, wenn die Verkünder dieser Ethik hier fehlen.

      Es ist aber nicht nur aus dem oben gesagte klar, daß die alleinige Fokussierung des Problems auf die Kirche eine große Lüge darstellt, denn die Gauß´sche Normalverteilung gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche und Schichten; es sind daher alle in derselben Weise betroffen.

      Was aber das Ärgernis im profanen, außerkirchlichen Bereich noch zum Skandal, ja bewußten Verbrechen steigert, sind die unter dem Vorwand der Humanität und Liberalität betriebenen „Lockerungen“ des Kinder- und Jugendschutzes, der „Normalisierung“ der Homosexualität, der Förderung der Sexualisierung bereits im Kindesalter und die dreisten Behauptungen vom Recht auf jegliche Perversion unbeschadet des Alters und Geschlechts der Minderjährigen.

      Daß diese bekannten Lumpen, Perverse und Verbrecher, wie Cohn Bendit, die solches fordern und auch tun dann auch noch im EU-„Parlament“ und öffentlich große Töne spucken, gehört zum Gipfel der Verkommenheit des Zeitgeistes. Und gerade dieser ist es der – mit medialer schwerer Artillerie – die Kirche bombardiert.

      Ich rechtfertige oder beschönige nicht den Mißbrauch und ich würde wohl nicht zögern zur Selbstjusitiz zu schreiten, wären meine Enkel betroffen.

    • Wurstbürger (kein Partner)
      13. Februar 2013 14:46

      Abgesehen von ihrem vorletzten Absatz gebe ich ihnen recht. Was in beidseitigem Einverständnis läuft, geht niemanden etwas an, solange kein Abhängigkeitsverhältnis ausgenutzt wird (Kind gegenüber Erwachsenem).

      Ich wollte nur die Absurdität des Arguments aufzeigen, dass die Beichte (früher verpflichtend!) eine psychologische Betreuung oder psychiatrische Behandlung ersetzen könnte. Und wenn man wirklich etwas bereut, kann man es auch seiner/m Partner/in sagen. Dazu braucht man keinen Beichtvater.

    • Erich Bauer
      13. Februar 2013 15:33

      Die Beichte ist ein SAKRAMENT... für katholische Christen. Sie geht über psychologisch betreute Verdrängung hinaus... Wäre schön, wenn Sie das zur Kenntnis nehmen könnten. NIEMAND verlangt das von Ihnen, wenn Sie's eh nicht brauchen. Sie selbst können sich selbstverständlich bei gruppendynamischen Zirkeln outen wie es Ihnen beliebt. Sich sozusagen "stählen"... im Wettbewerb... "Wer ist der schlimmste Finger" (grins)

    • Undine
      13. Februar 2013 15:59

      @Wurstbürger

      "Und was ist mit denen, die psychologische Hilfe brauchen, weil sie von Pfarrern missbraucht wurden? "

      Was ist mit denen, die als wehrlose Kinder in Otto MUEHLS "Friedrichshof" über Jahre hindurch übelst mißbraucht worden sind? War das nicht gelebte Pornographie, daß es einer Sau graust!? Noch dazu wurde der "Wiener Aktionist" Otto Mühl als grandioser Künstler verwöhnt, von den Linxlinken hochgejubelt, aber finanziert mit Steuergeldern?

    • Wurstbürger (kein Partner)
      13. Februar 2013 16:39

      @Undine

      Wenn sie meinen letzten Kommentar gelesen hätten, wüssten sie, dass ich @F.V. weitgehend recht gegeben habe. Vielleicht hätten sie auch meine anderen Kommentare lesen sollen. Das was in der Mühlkommune passiert ist, war natürlich eine Sauerei. Ich habe nie etwas anderes gesagt, sie brauchen nicht versuchen, mir irgendetwas zu unterstellen.

      Was bis jetzt nicht beantwortet wurde ist, wieweit eine Beichte (!) eine psycholgische Betreuung ersetzen könnte.

    • Wurstbürger (kein Partner)
      13. Februar 2013 16:44

      Abgesehen von ihrem vorletzten Absatz

      Je nach Lesart meinte ich den (vor)vorletzten. Homosexualität unter Erwachsenen ist etwas ganz anderes als Kindesmissbrauch.

    • Erich Bauer
      13. Februar 2013 17:38

      @Wurstbürger,

      Die Frage ist nicht, was eine "psychologische Betreuung" ersetzen kann, sondern, was eine psychologische Betreuung überhaupt bringen kann... und vor allem, ob sie überhaupt etwas bewirkt. Und wenn ja, was? Ihr Fixiertheit darauf gibt mir Rätsel auf. Mir ist bekannt, daß diese "Betreuung" z.B. bei Suchtverhalten die Erfolgsquote nicht einmal im Zehntelprozentbereich gegenüber den 80er Jahren sich verbessert hat. Ebenso ist mir bekannt, daß die "psychologische Betreuung" die Trauer bei Verlust sogar verlängert...

      Sehr viele, damit befaßte Personen wirken auf mich beim persönlichen Gespräch, na sagen wir mal, desillusioniert. Die "Heilserwartung" können sie einfach nicht bieten. Wurscht. Ist so. Wer etwas anderes erwartet...naja... was soll man sagen.

      In den USA hatte in den 80ern jeder der etwas auf sich hielt, seinen "Psychoanalytiker". Woddy Allen hat das eh ganz gut auf die Schaufel genommen. Der Bierernst, mit dem heute den "Psychologischen Phänomenen" begegnet wird, ist gar nicht mehr so "lächerlich". Die "Hilfe" fragwürdig bis z.T. gefährlich.

      Fast wage ich es nicht ein paar Zeilen eines Liedtextes von SPLIFF hier reinzustellen:

      Ich bin jetzt raus
      jetzt steh ich hier

      das Wasser riecht nach Gift
      und'n toter Vogel kommt vorbei und stirbt -
      der Kellner spielt Klavier.

      Man stelle sich vor, eine Taube stürzt tot vor die Füße eines psychisch labilen, elektronisch sehr kommunikativen Menschen...

      Nun denn... es muß sein. Ich liefere Ihnen nun die SPLIFF live. Aber, halten Sie sich an. Sie müssen keine Ohrenbeichte ablegen. Außer, die "psychologische Betreuung" kann Ihnen danach nicht helfen... und bevor man Sie zum Psychiater schickt, der bekanntlich für die pathologischen Fälle zuständig ist...

      http://www.youtube.com/watch?v=zBmFyYxGKRI

      Ich setze ein bißchen auf Ihren Humor...

    • panzerechse (kein Partner)
      13. Februar 2013 22:21

      Hey... Herrl! Ich glaub' dieser Bürger hat sich entleibt. Oder sein psychologischer Betreuer hat ihm Rohypnol verpaßt. Ich weiß schon, dir ist das völlig wurscht. Du bist ohne soziale Kompetenz schon auf die Welt gekommen. Ich habe ja sogar ein gewisses Verständnis dafür. Auch ich kann keine Beziehung zu den roten Gnus aufbauen, die meinen Fluß überqueren wollen.

  9. Gismor (kein Partner)
    12. Februar 2013 23:11

    Auf ARTE:

    20:15 Uhr Brussels Business (Lobbyismis in Brüssel vom feinsten)

    22.00 Ihr Water Makes Money. ( Privatisierung von Wasser durch Veolia)

    Diese Filme muss man gesehen haben!!!

    http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=evening.html

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      13. Februar 2013 11:55

      @Undine: Da stimme ich Ihnen zu. Diese Situation hat man mit dem Trick erreicht, die Kirche stereotyp als böse und unnachbgiebig zu stigmatisieren.

  10. F.V. (kein Partner)
    12. Februar 2013 22:31

    Auch wenn's schwer verständlich ist - die Aufnahmen sind hörenswert !

    Thema: Die NWO-Verschwörung gegen die Kirche und in der Kirche!

    Malachi Martin: Ship at Storm

    http://www.youtube.com/watch?v=S-oJcp6S9L0

    http://www.youtube.com/watch?v=_sTjebq2RBU

    http://www.youtube.com/watch?v=sxz07a8JFKs

    http://www.youtube.com/watch?v=_o1AfoP8ess

    http://www.youtube.com/watch?v=kfVXnSHr3C0

  11. Augustinus (kein Partner)
    12. Februar 2013 22:31

    Es war nicht zu früh, dass Ratzinger endlich zurückgetreten ist. Unter seinem Pontifikat ist die katholische Kirche deutlich nach links gerückt. Man denke nur an seine Äußerungen, dass die Marktiwirtschaft sich am Allgemeinwohl orientieren und soziale Gerechtigkeit anstreben sollte, oder dass der angeblich anthropogene Klimawandel eine der größten Herausforderungen für die Menschheit seien. So ein geistloses Geschwafel hätte man von den Grünen und anderen Linksfaschisten erwartet, aber nicht vom Oberhaupt aller Christen. Leider bestätigt sich immer wieder, dass die heilige Kirche von Gutmenschen aus dem Inneren zersetzt wird.

    Jetzt besteht die Chance, dass mit einem neuen Papst sich die Kirche über eine längst notwendige Rückbesinnung auf bewährte Traditionen und den wahren Glauben wieder erneuern kann.

    • DailyMirror (kein Partner)
      13. Februar 2013 08:00

      Ja, also, dass der Papst Nächstenliebe fordert, ist ja wirklich unerhört... Kommunismus pur. Als Papst hätte er natürlich die Linie vertreten müssen, dass jeder sich selbst der Nächste ist... gell?

    • Augustinus (kein Partner)
      13. Februar 2013 10:08

      Es ist eine Sache, ob man aus eigenem Antrieb und persönlicher Entscheidung einem Mitmenschen hilft, eine ganz andere, wenn man ein "gerechtes" System fordert, in dem Sozialschmarotzer auf Kosten der Leistungsträger leben. Oder man die Bloßfüßigen darin unterstützt, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen unter dem Vorwand einer nebulösen globalen Gerechtigkeit. "Klimawandel" ist nur das neueste Schlagwort der Sozialistischen Internationale. Dass Ratzinger dem modernen Zeitgeist so weit nachgegeben hat, ist die größte Tragödie der zweitausend Jahre alten wahren Kirche.

      Ein Christenmensch zu sein bedeutet vor allem Eigeninitiative und harte Arbeit, leider darf man das in unserer linkserseuchten Gesellschaft nicht mehr sagen. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!

    • Tollwatch (kein Partner)
      15. Februar 2013 16:39

      Trolle beim Familienkuscheln ...

  12. Pius (kein Partner)
    12. Februar 2013 21:23

    Wir sind nicht mehr Papst
    Montag, 11. Februar 2013 , von Freeman um 22:00

    Um 12:00 Uhr sass ich gerade im Auto als ich die Meldung aus dem Radio hörte, um 11:57 Uhr hätte der Vatikan den Rücktritt des deutschen Papst Benedikt XVI für den 28. Februar verkündet. Ich war von dieser Nachricht überrascht, denn nach meinem Verständnis handelt es sich um ein Amt auf Lebenszeit. Tatsächlich liegt es schon über 700 Jahre zurück, dass ein Papst "freiwillig" zurückgetreten ist. Zuletzt war es Coelestin V. im Jahr 1294 der sechs Monate nach seiner Wahl bereits sein Amt niederlegte (musste). Interessant ist, sein Nachfolger Bonifaz VIII. verhinderte den Rückzug ins Mönchsleben und sperrte ihn bis zu seinem Tod anderthalb Jahre später in einer Burg ausserhalb von Rom ein. Wünschen wir Herrn Ratzinger oder wie sich der Papst AD nennen wird nicht das selbe Schicksal durch seinen Nachfolger. Schon damals waren Päpste nicht besonders christlich, sondern es ging um Macht und Entfernung von Rivalen.

    Obwohl ich kein Katholik bin, erlaube ich mir als Christ meinen Kommentar zum Rücktritt abzugeben:

    Was mir sofort als Gedanke einfiel als ich die Nachricht hörte war, er sieht eine Gefahr auf sich selber, dem Vatikan, der katholischen Kirche oder sogar auf die Welt zukommen, die ihn überwältigt und die er nicht bewältigen kann. Das kommt für mich auch in der Begründung zum Ausdruck: „Ich habe nicht mehr genug Kraft für mein Amt“. Diese Kraft habe in den vergangenen Monaten „in mir derart abgenommen, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen“, heisst es in der Erklärung. Nur, vor dieser Situation, im hohen Alter und schlechter Gesundheit das Amt des Kirchenoberhauptes führen zu müssen, standen schon viele andere vor ihm und sie sind deshalb nicht zurückgetreten. Warum er jetzt? Da muss es mehr an "grossen Problemen" geben für die er keine Kraft mehr hat.

    Wir können nur spekulieren über was die wirklichen Gründe sein könnten. Wurde er bedroht, weil er den Befehlen gewissen Mächten nicht folgt? Will diese Macht ihn durch einen gehorsamen Amtsträger ersetzen? Oder sieht er Sturmwolken aufziehen und meint, er wird das Schiff der Kirche nicht heil durchbringen können? Will er Platz machen für eine jüngere und kraftvollere Person, die dem eher gewachsen ist? Wir werden es sehen an dem wer sein Nachfolger wird, wie dieser das Amt prägt und was noch dieses Jahr alles passiert.

    Für mich ist er sowieso "nur" der Bischofs von Rom, (er nennt sich auch selber so) und nicht unbedingt der "unfehlbare" Nachfolger von Petri. Wenn ich nämlich die Aussagen, Predigten und Botschaften von Jesus genau interpretiere, finde ich darin keinen Hinweis, er wollte eine Kirche haben. Ganz sicher keine die zu dem geworden ist so wie sie ist, mit solchen Leuten als seine Vertreter. Jesus war ein Rebell der sich zu Lebzeiten gegen eine institutionalisierten Glauben wehrte und die alleinige Autorität Gottes Wort durch die Priesterschaft zu verkünden oder zu interpretieren scharf kritisierte. Das war ja genau sein Verhängnis und er wurde deshalb als "Gotteslästerer" getötet.

    Er hat auch sehr wenig von diesem ganzen Hokuspokus um und in den Tempeln gehalten. Das einzige Mal wo Jesus richtig zornig und gewalttätig wurde war, als er bei der Tempelreinigung sich eine Geissel aus Stricken geflochten hat, damit alle Geldwechsler und Händler samt ihren Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus trieb, die Tische umschmiss, das Geld der Wechslern dabei verschüttete und laut rief: "Schafft das weg von hier! Macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhause!‘ Und er fügte hinzu: "Steht nicht geschrieben: ‚Mein Haus soll ein Bethaus heissen für alle Völker‘? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“

    Die meisten Predigten hat Jesus sowieso unter freien Himmel abgehalten und nicht in Tempeln. Ich glaube nicht, dass er sich in einem heutigen "Gotteshaus" wohlfühlen würde, speziell in keinem das voller Prunk und Gold ist und nur die weltliche Macht und den Reichtum der Kirchenfürsten und königlichen Stifter zeigen soll. Die Kathedralen sind doch nicht gebaut worden, um die Grösse Gottes zu zeigen, sondern die der damaligen Machthaber. Um die Grösse Gottes zu sehen und zu erkennen muss man nur die Grösse des Universums betrachten, das unbegreiflich und unendlich ist.

    Wenn man sich das Thomasevangelium durchliest, was ja angeblich noch zu Zeiten wo Jesus gelebt hat niedergeschrieben wurde oder kurz danach, dann sagt Jesus, keine formelle Kirche ist notwendig um ein Christ zu sein. Deshalb wurde auch dieses Evangelium von praktisch allen christlichen Kirchen zur Häresie erklärt und verbannt. Würde es doch ihre ganze Existenz in Frage stellen und überflüssig machen. Auch das Beten, die Kommunizierung mit Gott und die Interpretierung von Gottes Wort, hat er ganz klar "liberalisiert" und für alle zugänglich gemacht. Das widerspricht aber dem Monopol und Alleinvertretungsrecht der Kirchen.

    Es war nämlich so, bis zu der Zeit von Jesus war die Kommunikation mit Gott oder den Göttern exklusiv den Priestern vorbehalten. Die Normalbürger durften gar nicht mit ihm oder ihnen reden. Nur die Priester hatten die selbst gegebene "Fähigkeit" zu kommunizieren und verkündeten dann was sie als Botschaften von Gott oder den Göttern "mitgeteilt" bekommen haben. Dieses Recht nutzen sie aus und kassierten dafür saftige Gebühren. Ist nicht viel anders heute.

    Jesus führte eine revolutionäre neue Idee ein, nämlich, jeder kann mit Gott direkt reden, dazu braucht es keinen Übersetzer. Im Evangelium von Lukas kommt das klar zum Ausdruck, wo das "Vater unser" eingeführt wurde, nach dem die Anhänger Jesus fragten, wie sie beten sollten. Für mich sieht das danach aus, wie wenn die Leute damals gar nicht wussten wie man betet. Es war etwas das für sie verboten war. Ausserdem, im Thomasevangelium spricht Jesus darüber, Gott wäre nicht im Himmel, nicht in einem Haus aus Holz und Stein, sondern er wäre überall, zugänglich für alle Menschen zu jeder Zeit. Das geht aus Sicht der Kirchenvertreter natürlich nicht. Es braucht einen Übersetzer, nämlich sie, er thront im Himmel und die Gläubigen müssen in ihr Haus kommen um zu beten.

    Diese Idee, das gemeine Volk kann direkt mit Gott sprechen, ohne Priester und Tempel, war damals absolut radikal und extrem. Es wurde als Häresie und als gefährliche Bedrohung der Macht und des Reichtums der Sanhedrin angesehen und der römischen Machthaber ebenso. Jesus brach dieses Monopol und die Mautpflicht auf dem Weg zu Gott. Er gab den Menschen den Zugang kostenfrei. Deshalb haben die Priester ihn gehasst und vernichtet.

    Jesus lebte in Armut. Es gibt keine Anzeichen er hat jemals um Geld gebettelt oder Geld für seine Lehrarbeit verlangt. Wie oben bereits gezeigt, er hatte eine totale Abneigung gegen den institutionalisierten Glauben als Finanzoperation. Kaum war er weg wurde aber die christliche Kirche eine Geldmaschine und die Priester wollten bezahlt werden. Sie verlangten wohl Bescheidenheit und Armut von ihren Schäfchen, aber selber führten sie ein gutes Leben. Gerade die katholische Kirche hat sich dann später zu einer der grössten Land- und Gutsbesitzer entwickelt, ganze Länder wurden im Namen des Vatikan erobert und alles beschlagnahmt, was wiederum zu Kriegen mit den weltlichen Fürsten führte.

    Wie gesagt, nach dem Jesus die Welt verlies, hat jeder im Religions- geschäft wieder Gott in Häuser und hinter verschlossenen Türen verbannt, wo nur die Priester den Schlüssel dazu hatten. Was Jesus gepredigt hat, Gott ist überall und wäre für jeden immer zugänglich, durfte nicht sein. Das ist so ähnlich wie heute, Information ist mit dem Internet jedem, überall und immer gratis zugänglich. Auch das wollen die Machthaber uns wieder wegnehmen, monopolisieren, kontrollieren und zahlbar machen.

    Dieses Monopol der Kirche wurde dann später gebrochen durch die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg. Hatten doch nur Mönche Zugang zur Bibel, die sie selber mit Hand kopierten und dann noch in einer Sprache, die das Volk nicht verstand, nämlich in Latein. So konnte man ihnen alles erzählen und sie waren abhängig von den Kirchen- vertretern. Durch das kostengünstige Herstellen und Vervielfältigen der Bibel und dann noch durch die Übersetzung in viele Sprachen, wie durch Martin Luther ins Deutsche, wurde das Exklusivrecht umgangen und jeder konnte sie lesen.

    Dieser Vorgang, die Bibel in vielen Sprachen zu verbreiten, war aber in den Augen der katholischen Kirche ein absolutes Verbrechen. So wurde das Sprachgenie William Tyndale von der Kirche vehement verfolgt, weil er eine englische Version der Bibel übersetzte, druckte und verbreitete. Jede Kopie wurde in England aufgestöbert und verbrannt. Wer so eine Bibel besass, oder die Schriften von Martin Luther hatte, landete im Gefängnis oder wurde hingerichtet. Der Bischof von London, Cuthbert Tunstall, verfolgte mit fanatischer Gründlichkeit jeden mit einer englischen Bibel.

    Das heisst, die katholische Kirche hatte überhaupt kein Interesse, dass der Mann auf der Strasse in England das Neue Testament lesen konnte. Sie wollte nur ihre Macht die sie dadurch gefährdet sah erhalten und vernichtete alles und jeden der dem im Weg stand. Was hat das mit Christentum zu tun? Diese Perversion gipfelt in der Heiligsprechung von Thomas Morus. Ja, es wird nur sein Widerstand gegen die Scheidungs- wünsche von König Heinrich VIII und sein Märtyrertod erwähnt. Was wenige wissen, er war aber auch einer der grössten Verfolger von Besitzern englischer Bibeln.

    Sir Thomas Morus, Kanzler von England, verfolgte Tyndale und überhaupt alle Reformer mit brutaler Härte, nur weil sie es gewagt hatten die Bibel zu übersetzen und unter die Leute zu bringen. Der Katholik Morus liess Menschen die deswegen als Ketzer bezeichnet wurden auspeitschen. Zusammen mit dem Bischof von London lies er Leute wie John Tewkesbury, Richard Bayfield und James Bainham am Pfahl verbrennen. Ihr einziges Verbrechen, sie glaubten an das Wort Gottes, aber in Englisch.

    Diesen Mörder und Bibelverbrenner hat aber die katholische Kirche 1886 selig gesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte 1935. Am 31. Oktober 2000 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Patron der Regierenden und der Politiker, wie passend. Ausserdem ist er der Patron der KjG (Katholische junge Gemeinde) und zahlreicher Katholischer Studenten- gemeinden, vor allem auf dem Gebiet der neuen Bundesländer. Sein Gedenktag in der katholischen Kirche ist der 22. Juni. In vielen Orten sind ihm Kirchen geweiht, siehe dazu Thomas-Morus-Kirche.

    Eine andere und damit auch richtigere Übersetzung und Interpretation der Bibel als wie die der Kirche war verboten. So lautet die allgemeine akzeptierte Übersetzung der ersten Zeile des Glaubensbekenntnis: "Vater unser der Du bist im Himmel ..." Nur, das Original auf Aramäisch zeigt eine bewusste Falschübersetzung von "Vater unser der Du bist überall ...", was dem was die Kirche sagt widerspricht. Jesus sprach ja Aramäisch und nicht Hebräisch. Interessant ist auch, das Wort für Gott auf Aramäisch lautet Alaha oder Elah bzw. Elaha, ähnlich wie auf Arabisch Allah. Archäologisch gesichert ist die vorislamische Verwendung von Allah durch Christen.

    Was will ich mit dem Ganzen sagen? Diese Institution Kirche ist eigentlich nur ein weltliches von Menschen gemachtes Konstrukt und dessen Vertreter vertreten hauptsächlich sich selber und die Doktrin die sie passend ausgearbeitet haben. Viele die sich Christen nennen sind so weit von der Botschaft Jesus entfernt wie die Erde zum nächsten Stern, nämlich Lichtjahre. Mit Spiritualität, also der Glaube an Gott und damit verbundene Streben nach Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit, Friede und der Erkennung wie schön die Schöpfung ist, haben sie nichts zu tun.

    Was jetzt in den kommenden Wochen abläuft ist ein weltliches Schauspiel, wo es um die Machtübernahme im Kirchenstaat geht. Ein Nachfolger für Benedikt XVI. soll bis Ostern feststehen. „Wir sollten Ostern einen neuen Papst haben“, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montag. Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 31. März. Das Konklave zur Wahl des neuen Kirchenoberhauptes könne 15 bis 20 Tage nach dem Rücktritt beginnen, sagte der Sprecher.

    Wie brüderlich christlich tolerant Benedikt war hat man an seiner Auffassung gesehen, dass den Protestanten nach katholischer Lehre kein Kirchenstatus zukommt. Andere Christen sind gar keine und die einzige Kirche Christi ist die der katholischen Kirche. Was wohl Jesus heute dazu sagen würde? Auch wieder, Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht?

    Alles Schall und Rauch: Wir sind nicht mehr Papst
    http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2013/02/wir-sind-nicht-mehr-papst.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+SchallUndRauch+%28Schall+und+Rauch%29

    • cmh (kein Partner)
      15. Februar 2013 16:57

      Der Alpenverein ist auch keine Kirche, obwohl man in den Bergen dem lieben Gott näher ist. Es liegt wohl an den Protestanten, dass sie die wesentlichen Dinge des katholischen Sakramentes der Hl Messe nicht mitvollziehen. Das ist ihr gutes Recht, das nicht zu tun, aber von den Katholiken zu verlangen, dass sie ihr Verständnis der Hl Messe aufgeben, damit "gemeinsam Eucharistie gefeiert" werden kann, ist etwas anderes.

      Und das gemeinsame Messfeiern ist halt konstituierend für "Kirche".

      Tröstlich ist nur Augustinus, der meint: "Nicht alle, die in der Kirche sind, sind auch wirklich drinnen, und nicht alle, die draußen sind, sind auch draußen." Aber eben nur teilweise.

      Es sollte aber schon allen ein Bedürfnis sein, drinnen zu sein, denn es gibt keine frei vaszierenden "Christen", die glauben, sie können sich Teile aus dem Gebäude der Kirche mitnehmen und sich ein privates Kirchlein daraus zimmern. Das Zimmern sein ihnen unbenommen, aber Kirche ist es keine.

  13. Eso-Policier (kein Partner)
    12. Februar 2013 21:08

    Es ist gut, dass der Papst sich gegen verächtliche Homosexualität, Abtreibungen und Pornographie ausgesprochen hat. Aber es muss auch Reformen geben. Z. B. muss es Frauen erlaubt sein, das Priesteramt auszuüben. Im Übrigen gibt es keinen absolut allmächtigen Gott. Sondern in der Natur gibt es unendlich viele Dinge, die dem Menschen ewig verborgen sind. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  14. Gasthörer (kein Partner)
    12. Februar 2013 21:08

    Die ZIB von gestern:
    Nach sieben Beiträgen zum Papstrücktritt kommt der Beitrag "Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Stift Kremsmünster". Der kann das der ORF, gelle...

    "Historischer Rücktritt von Papst Benedikt XVI. (01:39)
    Mathilde Schwabeneder aus Rom (02:00)
    Reaktionen zum überraschenden Papst-Rücktritt (01:56)
    Papst-Geburtsort Marktl am Inn (01:27)
    Tobias Pötzelsberger aus Marktl am Inn (01:02)
    Fahrplan der Papstwahl (02:40)
    Gespräch mit Andreas Pfeifer (02:35)
    Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Stift Kremsmünster (01:21) "

    • Undine
      12. Februar 2013 21:58

      @Gasthörer

      Ja, natürlich, der ORF läßt keine Gelegenheit aus, der Kirche eins auszuwischen; sogar der Rücktritt des Papstes wird zum Anlaß für Negativ-Berichterstattung über die Kirche---schäbiger geht's wirklich nicht mehr. Und die Herrn Feichtlbauer und Schüller brauch' ich gar nicht erst zu sehen und zu hören, um zu wissen, was die von sich geben; also konnte ich mir die Sendung schenken!

    • fenstergucker
      12. Februar 2013 22:33

      Und wer anschließend noch den Mut hatte, sich den "Runden Tisch" anzusehen, den überfiel endgültig Brechreiz, wenn man Ingrid Thurnhers Moderation folgte.
      Es wurden alle Fragen ins Negative gezogen, aber zum Glück schwenkten nicht alle Gäste auf ihre Linie ein. Nur die übrigen Verdächtigten folgten ihr bei ihren Anschwärzungen = Schüller, Feichtlbauer, Zulehner, Holl und Konsorten.
      Der ORF hat schon seiner linken Wasserträger zu jedem Thema!

    • F.V. (kein Partner)
      12. Februar 2013 22:38

      OÖN-Artikel über Forderungen angeblicher Mißbrauchsopfer 7. Jan. 2013

      Hochwürdigster Abt Ambros,

      die heutige Ausgabe der OÖN bringt – wieder einmal – die aufgewärmte Geschichte von angeblichen Mißbrauchsopfern und deren, von Ihnen angeblich „nicht eingehaltene Forderungen“.

      Ich hatte Ihnen schon vor einiger Zeit geschrieben, daß mich (und viele meiner Freunde) diese ganze Kampagne zu ganz anderen Schlüssen bewogen hat.

      Erstens ist es völlig unglaubwürdig, wenn man – längst außerhalb der „Reichweite“ der angeblich gefürchteten Erzieher und Lehrer – zwanzig und mehr Jahre später erst über den „Mißbrauch“ klagt und sich als „Opfer“ inszeniert. Das ist in Zeiten, in denen eine Instrumentalisierung der Öffentlichkeit und eine offene Hetze gegen die (katholische) Kirche und Religion stattfindet, nichts weiter als „Trittbrettfahren“.

      Zweitens habe ich von Freunden meiner Eltern, die selbst Kremsmünsterer waren und auch die auch ihre eigenen Kinder ins Stiftsgymnasium schickten, aber auch eigenen Freunden nie jemals von derartigen behaupteten „Übergriffen“ gehört. Beim leisesten Verdacht – vor allem bei sexuellen Delikten – würden ja kaum irgendwelche Eltern ihre Kinder noch ins Internat nach Kremsmünster stecken.

      Drittens hatte ich selbst im Welser Gymnasium einen (ausgezeichneten und von allen sehr geschätzten) Lateinlehrer, der uns bei schlechten Leistungen oder nicht gemachten Hausaufgaben vor die Alternative stellte: „Willst Du einen Innviertler Gruß (ein Faustschlag ins Kreuz) oder eine Unterschrift der Eltern bringen?“ In all den Jahren entschieden wir alle uns immer für den „Innviertler Gruß“, weil eine Unterschrift viel lästiger gewesen wäre, – und niemand hat darunter gelitten, oder hätte „psychologischer“ Betreuung bedurft. Das heutige Getue ist zwar gesetzeskonform, aber nichts desto weniger nur lächerlich.

      Viertens ist offensichtlich (und bekannt), daß im kirchlichen Bereich die – vereinzelt vorkommenden – tatsächlichen Übergriffe im gesamten Umfang solcher Geschehnisse, kaum ein(!) Prozent dessen ausmachen. Daß dies unter aktivem Wegschauen der Politik, Medien, Justiz, etc. passiert ist zu offensichtlich, als daß die Kampagne gegen Kirche und Religion nicht auch für den Blinden mit seinem Stock zu ertasten wäre.

      Was nun den heutigen Artikel betrifft, so ist dieser ja von besonderer „Güte“. Sie hätten die „Zusagen“ an die „Opfer“ nicht eingehalten, nämlich

      - ein Schuldeingeständnis der Mitwisserschaft,
      - ein „Denkmal“ oder eine Gedenktafel für die Mißbrauchs-„Opfer“
      - die Einrichtung eines „Opfer-Fonds“ und
      - eine „wissenschaftliche“ Aufarbeitung der „Mißbrauchsfälle“.

      Es fehlt nur noch zur Vollständigkeit dieser zeitgeistigen, vertrottelten „Bewältigung“ die übliche „psychologische Betreuung“ der „Opfer“.

      Das Ganze stinkt zum Himmel und ist als eine ferngesteuerte Kampagne zehn Kilometer gegen den Wind zu erkennen. Es ist höchste Zeit diesen Dauerangriffen nicht länger per Nachgeben und Rückzug zu begegnen, sondern diesen subversiven Angriffen, der Unterminierung, diesem Komplott gegen die Kirche etwas energischer entgegen zu treten. – Nicht nur im konkreten Fall, sondern auch an den anderen „Fronten“.

      Ich schrieb Ihnen ja schon vor längerer Zeit von meiner Verwunderung darüber, daß das Stift mit seiner „Sommerakademie“ oft – zu oft – den Atheisten und expliziten Glaubens- und Kirchenfeinden (nur die hl. röm.-katholische und apostolische Kirche natürlich ist jeweils gemeint) hier eine Bühne bietet, anstatt den wahren Glauben zu stärken und zu verkünden, oder – zuletzt – über mein Unverständnis, daß eine dörfliche „Liturgie-Kommission“ sich hier „demokratische“ Abstimmungen vorzuschlagen erlaubt, um mit der zeitlichen Verschiebung der Mette – also dem Gedenken der Geburtsstunde Jesu – eine der Bequemlichkeit dienende Änderung einzuführen. Hier regiert vielleicht mehr die Dummheit indem man es zuläßt, daß auf subtile Weise die Fundamente unterspült werden, in anderen Fällen aber das Kalkül und die Absicht der Kirche zu schaden, aber in beiden Fällen kommt es auf dasselbe hinaus.

      Hw. Abt Ambros, ich maße mir nicht an Ihnen Ratschläge zu geben. Mein Schreiben hat die Absicht Ihnen im Widerstand gegen diese jakobinischen Zerstörer Unterstützung zu geben.

      Mit herzlichem Gott zum Gruß und die besten Wünsche für das Neue Jahr

      Ihr

  15. Rübezahl (kein Partner)
    12. Februar 2013 19:33

    Wir benötigen ein komplett neues Fundament unserer Kultur. Das alte ist völlig verrostet und wird einem Angriff z.B. des Islams, nicht standhalten – nicht, weil es so schwach wäre, sondern weil es seit Jahren und Jahrzehnten schon angegriffen wird! Über die Islamisierung darf man sich schon beinahe salonfähig aufregen (aber nur beinahe!), die Judaisierung unserer Gesellschaft aber auch nur anzusprechen ist ein gesellschaftliches Todesurteil.

    Ein Pfeiler der Kultur ist die Spiritualität. Ich rede bewusst von Spiritualität, nicht Religion, auch wenn sich einige unter Spiritualität nichts weiter als Räucherstäbchen und NewAge Musik vorstellen können. Religion, Theologie, organisierter Glaube, ist Blendwerk, das den Zugang zum Göttlichen verstopft. Spiritualität sollte intuitiv sein, innerlich und mit wenig Pomp und Ritual auskommen.

    Kern der Spiritualität sollte unsere Heimat sein.

    Zu dem Begriff „Heimat“ gehören das Land, die Region, in der wir leben – unser Boden – die Leute, die dort mit uns leben – unser Blut – die Leute, die mit uns in einer Nation leben – unser Volk – die Leute, die sich mit uns einen Kontintent und eine gemeinsame ethnische Herkunft teilen – unsere Rasse – und schließlich unsere „Art zu leben“, auch wenn wir vergessen haben, was die europäische Art zu leben ist, weil wir von mehreren orientalischen Krankheiten infiziert worden sind.

    Ich weiß, dass die Menschen, die eigentlich uns und die oben genannten Dinge schützen sollten, diese – und uns, wenn wir uns auf sie beziehen – immer kriminalisieren werden.

    Das ist für mich aber kein Grund sie nicht zu benennen. Im Gegenteil. Die Herrschaft der Lügen und das Imperium des Bösen sind dabei zu fallen, wir alle können es spüren. Für uns ist das Chaos vorgesehen.

    Ragnarök ist eine Chance für uns. Lassen wir die Relikte aus der Wüste hinter uns und bewaffnen unsere Seelen mit Werzeugen, die Europäern würdig sind!

  16. Blitzgneißer (kein Partner)
  17. G.H. (kein Partner)
    12. Februar 2013 19:29

    Irgendwie hat der Forumsmeister schon einen Huscher...!!
    >> wenn er wie hier zum Schluß schreibt:

    "PS.: Aus einem langen – privaten – Gespräch, das ich vor rund einem Jahrzehnt mit Josef Ratzinger führen durfte, weiß ich aber auch, was Österreich mit ihm verliert: einen Mann, der sich nicht nur auf Grund seines grenznahen Geburtsortes extrem gut in Österreich auskannte. Ratzinger zeigte sich damals voll innerer Empörung über die Heuchelei etlicher europäischer Staaten, mit denen gegen Österreich vorgegangen worden war."

    Er vereinnahmt den nunmehrigen , zurücktretenden Papst tatsächlich auch noch zur Bewältigung seiner höchstpersönlichen, schon lange altbekannten, dumm-verqueren (beinahe? extrem - ) rechtsverbohrten geistigen Verengungen.

    Das ist nichts anderes als eine hochgradige intellektuelle Beleidigung des abtretenden Papstes durch einen schon immer ziemlich lachhaften, stümperhaften Schreiberling eigener Gnaden! *g*
    :-)

    • Rübezahl (kein Partner)
      12. Februar 2013 21:30

      @ G.H.

      Beinahe jeder, der einer Erwerbsarbeit nachgeht, lebt und arbeitet heute tagtäglich in rechten Strukturen.
      Diese Strukturen sind klar hierarchisch gegliedert und dienen der Wirtschaftlichkeit, werden nicht einmal von den Gewerkschaften grundsätzlich infrage gestellt.
      Entscheidungsgewalt richtet sich nach der Position in der Hierarchie und korreliert idealerweise mit der Qualifikation und Bildung, d.h. der Kompetenz komplexe Sachverhalte richtig analysieren zu können um sachgerechte Entscheidungen zu fällen. Rechte Strukturen sind undemokratisch, können sich aber zu Demokratien mit gebremstem (Ab)Schaum entwickeln. Rechte Strukturen setzen die Sachgerechtigkeit vor die Moral. Deshalb sind sie überlebensfähig.

      Linke Strukturen ("Alle Schweine sind gleich, nur manche sind gleicher" - ORWELL) sind am Ende auch hierarchisch, nur steht hier die Bildungspyramide auf dem Kopf, das Unterste ist nach oben gekehrt (Tyrannei der Sowjets, nationalsozialistische Volksgemeinschaft, Arbeiter- und Bauernstaat, Diktatur des Proletariats).
      Die Kultur ist umgestürzt, der Geist ist am Boden, die Ausscheidungsorgane haben sich zu Entscheidungsorganen emporgeputscht und geben den Ton an.
      Opfer sozialistischer Strukturen werden zuerst diejenigen, die diese Strukturen durchschauen - die bürgerlichen Intellektuellen.
      Rote oder braune Strukturen enden zuverlässig in Diktaturen und sind daher undemokratisch.

    • Blitzgneißer (kein Partner)
      13. Februar 2013 00:32

      @Rübezahl

      *wortfürwortunterschreib*

    • Wyatt
      13. Februar 2013 08:32

      sehr gut! - Rübezahl
      ****************!

  18. Gerhard Pascher
    12. Februar 2013 19:12

    Neben den Verschwörungsgerüchten im Zusammenhang mit dem angekündigten Papstrücktritt gibt es auch schon ein Foto sowie ein 24 Sekunden-Video über den gestrigen Blitzeinschlag in die Kuppel des Petersdomes: http://iptv.orf.at/stories/2166314/
    Auch das Kalenderblatt am 10.2. vom Karikaturenkalender des Espressso-Verlages in Berlin gibt zu denken. Der DRuck erfolgte schon vor 5 1/2 Monaten:
    http://www.imagenetz.de/f9d5e9512/10.02.13.jpg.html

  19. Hannibal (kein Partner)
    12. Februar 2013 19:07

    Wenn der Papst zurücktreten will, dann ist diese Entscheidung zu respektieren. Mann braucht nihn nicht zu zwingen, bis an sein Lebensende als Papst tätig zu sein. Er wird ja heuer schon 86. Warum soll er also seinen Lebensabend nicht in Ruhe und Frieden verbringen dürfen?

  20. F. V. (kein Partner)
    12. Februar 2013 18:06

    Wer einige - höchst bemerkenswerte und Innensicht vermittelnde - Kommentate lesen möchte, der möge sich diese unter de untenstehenden Adresse herunter laden.

    Es sind ca. 35 Seiten von wirklicher Brisanz.

    http://home.arcor.de/fx.schmid/agentur.htm
    Download: http://home.arcor.de/fx.schmid/malachi.pdf

  21. Pius (kein Partner)
    12. Februar 2013 16:55

    Eine Morddrohung direkt gegen den Papst erreichte den hohen Würdenträger im November 2011 mit einer Ablauffrist von 12 Monaten. Jetzt verkündet Papst Benedikt XVI seinen Rücktritt für Ende Februar.

    Vor ihm taten dies nur 2 Päpste. Zuletzt Papst Coelestin V. im Jahre 1284. Ein neuer Papst soll noch vor Ostern gefunden werden. Die Medien freuen sich bestimmt schon sehr darauf, die nächsten Wochen über nichts anderes mehr berichten zu müssen als über das anstehende Konklave.

    Ob dabei wohl auch über die wahren Hintergründe des Rücktrittes spekuliert werden wird? COMPACT berichtete bereits im Juli 2012 von dem ablaufenden Ultimatum an den Papst.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_DmMSt3uSg4
    Jürgen Elsässer - COMPACT Magazin:
    http://www.compact-magazin.com
    Für viele weitere Filme, Dokus und Reportagen besuche unseren Kanal: https://www.youtube.com/user/NuoVisoTv

    • Erich Bauer
      12. Februar 2013 17:14

      Tatsächlich kann ich mir schon so ziemlich ALLES vorstellen... Europäische (christliche?) Armeen kämpfen Seite an Seite mit islamischen Mordbuben und liefern diesen die dort lebenden Christen gnadenlos aus... Ob für diese Frevelhaftigkeit Europa irgendwann zu einer einzigen Salzsäule erstarrt? Daß es noch nicht soweit gekommen ist... irrt doch noch irgendein Gerechter herum?

  22. Pius (kein Partner)
    12. Februar 2013 15:37

    Lebe dein Leben - Robert Betz
    Das war mal eine? Ansage wohw
    Er hält uns einen Spiegel vor ... also mich haben diese Worte verdammt nachdenklich gestimmt!
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=GAdqcJqhhgE #!

  23. F.V. (kein Partner)
    12. Februar 2013 14:53

    Die gestrige Diskussion über den Rücktritt des Papstes im ORF nötigt zu einigen Feststellungen.

    Die unsägliche Moderatorin, ihr Name ist mir schon wieder entfallen, brachte all jene Punkte auf den Tisch, mit denen seit Jahr und Tag gegen die Kirche mobil gemacht und gehetzt wurde. Das war freilich zu erwarten.

    Die beiden übelsten Figuren waren – wie üblich und unvermeidlicherweise – „Pfarrer“ Schüller und Dr. Feichtlbauer.

    Schüller zeigte sich wie und was er ist: ein kleinkarierter, diesseitiger, zeitgeistiger Wadlbeißer. Gemessen an den noblen, tiefgründigen und sachlich-faktischen Äußerungen des Abtes Maximilian Heim vom Zisterzienserstift Heiligenkreuz wurde der geistige und charakterliche Unterschied so recht deutlich: wie Nacht und Tag. Daß Schüller ein „rechtes Komplott“ auch gleich ursächlich für den Rücktritt macht, bestätigt nur wes Geistes Kind er ist.

    Wenn man bedenkt, daß Schüller einmal Generalvikar der Erz-Diözese Wien, und somit rechte Hand des Wiener Erzbischofs war, der sich wohl selbst für den „besseren“ Kandidaten für diesen „Job“ hielt, überkommt einen noch jetzt das Grausen. Seine überhebliche Selbstüberschätzung – den Papst zum Dialog über seine Stänkereien aufzufordern – ist bezeichnend: so stark könnte ein Mikroskop gar nicht vergrößern, daß ein Papst diese Null überhaupt sehen würde.

    Feichtlbauer ist ein „Gerechter“, ein Besserwisser und Stänkerer, und muß wahrscheinlich „Doktor“ mit Vornamen heißen, denn aufgeführt hat er sich wie ein Prolet aus der Gosse. Seine "katholisch-rechtschaffene" Attitüde ist überdies zum Kotzen. Als Chefredakteur (wohl der Furche) hatte der Frömmler vor Jahren eine Redaktions-Assistentin vom Land – sozusagen eine Land-Pomeranze in Wiener Diktion – wie ein geiler Bock angemacht und dieser fromm-christlich seine „Seelenqualen“ vorgesäuselt, ob seiner Ehe und den vier Kindern und seiner „Liebe“ ( = geilen Begierde) zu eben der Kleinen vom Land. Ins Bett hat er sie nicht bekommen, sie hatte gekündigt.

    Kontrastprogramm zu diesen Eiferern mit Schaum vor dem Mund waren auch der jüdische Oberrabbiner und der Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft: sie waren äußerst höflich und respektvoll und sagten das, was man in dieser Situation wohl als kultivierter Mensch und Vertreter einer fremden Religion auch sagen würde.

    Damit zeigt sich einmal mehr, daß die wirklichen Feinde der Kirche die Trojanischen Pferde intra muros sind.

    Daß die ORF-Behandlung dieses außergewöhnlichen Ereignisses nicht die wirklichen Fragen der Weltkirche und das Wirken des Papstes Benedikt XVI. auch nur streifte, war zu erwarten. Zur ideologischen Verkommenheit kommt noch die intellektuelle Beschränktheit der Moderatorin und jener, die die Gesprächsteilnehmer auswählten.

    Die wirklich bewegenden Fragen haben Scheiber, Komma, und einige andere auf den Punkt gebracht; darüber gilt es nachzudenken.

    • Riese35
      12. Februar 2013 22:34

      ****************************************************!

    • Einspruch! (kein Partner)
      12. Februar 2013 23:43

      @ F.V.

      Feichtlbauer und Schüller sind also nicht Ihr Geschmack. Aber denken Sie einmal: es gibt Leute wie mich, die finden sie gut und anständig. Und finden sogar die Art, wie manche katholische Kreise mit ihnen verfahren nicht nur unchristlich, sondern auch kurzsichtig und dumm.

      Schüller wurde zur Unperson, weil er sich - völlig zu Recht, wie ich finde - negativ über Bischof Krenn geäußert hat. Über die Gründe für Feichtlbauers Ungnade weiß ich nichts und möchte es auch nicht wissen.

      Krenn, dieser barocke Kirchenfürst im schlechtesten Sinn, dieser Inbegriff all dessen, was mir an der katholischen Kirche seit jeher nicht gefällt, wäre wohl eher Ihr Geschmack.

      So verschieden können Geschmäcker sein. Glücklicherweise.

    • F.V. (kein Partner)
      13. Februar 2013 00:22

      @einspruch,

      hier geht es wohl weniger um den Geschmack, sondern das Wesen der kath. Kirche.

      Bischof Krenn hat das getan, was man legitimerweise von einem katholischen Bischof erwarten darf - und fordern muß.

      Nietzsche sagte etwa: Wenn ein neuer Religionsstifter Erfolg hat, ist bzw. wird er zu Heiligen, wenn sein Umsturz mißling zum "Verbrecher". Ich habe den Eindruck, daß Schüller den von ihm versuchten Umsturz nicht gewonnen hat, auch wenn ihn das linke, kirchenfeindliche Medienkartell die Plattform abgibt. Aber das ist doch nur etwas Lärm ohne wirkiche Substanz. - Sollte, was ich erwarte, Schüller auch förmlich exkommuniziert werden (was er durch seinen Ungehorsam und die Infragestellung der gültigen Lehre (Dogmen) eo ipso schon ist), dann gilt er aus Sicht der Kirche als "Verbrecher".

      Ich vermute ja, daß es eine persönliche Rache Schüllers an der Kirche in Wahrheit ist, weil ihm Schönborn nicht einmal eines persönlichen Gesprächs würdigte, als er ihn als Vikar hinauswarf, sondern ihm den Brief unter der Türe zuschieben ließ. Wenn es der Kardinal gar selbst gewesen sein sollte, wäre das die einzig richtige Handlungsweise in seinen vielen Jahren als Bischof von Wien gewesen.

      Daß die Kirche sich von dem, was Krenn als Bischof zu Recht und rechtmäßig vertreten hat abwenden könnte, scheint mir nicht wahrscheinlich, damit ist Bischof Krenn "rehabilitiert" und sein "Wegsperren" durch die heutigen Amtswalter macht ihn zum Märtyrer.

      Ich habe aber vorhin nur die unerhörte Primitivität und den erbärmlichen Charakter allein aus dem Gespräch heraus und im Vergleich zu Abt Heim festgestellt.
      Etwas, was zum Glück allgemeiner Eindruck gewesen sein dürfte.

    • raeter
      13. Februar 2013 13:56

      **********************************

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      15. Februar 2013 15:17

      @ F.V.

      Ich begreife nicht ganz, wie man Bischof Krenn zu einem Vorbild hochstilisieren kann. Ich erinnere mich ganz gut an etliche (vor laufender Fernsehkamera produzierte) Äußerungen, die seinen Charakter bildhaft wiedergegeben haben. Mag sein, dass er immer schon ein alter Mann war und von der mit seinem Übergewicht (ja, ja, ich weiß schon, keine unchristliche Völlerei, nur die "Drüsen") einhergehenden Verkalkung gezeichnet, aber wie er damals gegenüber einigen frechen, sonst aber harmlosen Jugendlichen in einem einzigen provokanten, ganz genau gewollten Satz (dieser lautete: "Da hab ich dann aber auch noch ein Wörterl mitzureden") das Gleichnis vom verlorenen Sohn in das komplette Gegenteil pervertiert hat, diese dummen Buben also dereinst NICHT als reuige Sünder in die Kirche zurückkehren lassen wollte - das macht diesem Herrn nicht sobald wer nach. Wer jetzt nicht empört ist, soll das Gleichnis vom verlorenen Sohn nachlesen, ganz genau, und zwar schleunigst. Spätestens für diese Ungehörigkeit wird Seine Exzellenz einmal noch ein paar Jahre im Fegefeuer zubringen dürfen, vermute ich.

      Bischof Krenn hat der Kirche viel mehr geschadet als mehrere Schüllers ihr je schaden könnten, denn aus seiner Überheblichkeit spricht ein Geist, der dem Neuen Testament diametral entgegensteht.

      Sollte Ihnen das zu starker Tobak sein, möchte ich erinnern, dass

      "ein Besserwisser und Stänkerer", „Doktor“ mit Vornamen, "Prolet aus der Gosse", "katholisch-rechtschaffene" Attitüde, "zum Kotzen", "Frömmler", "vor Jahren eine Redaktions-Assistentin vom Land – sozusagen eine Land-Pomeranze in Wiener Diktion – wie ein geiler Bock angemacht", "seine „Seelenqualen“ vorgesäuselt"

      gemünzt auf einen katholischen Laien, der in Österreich weites Ansehen genießt, auch starker Tobak sind. Alle Injurien in nur einem Absatz, wohlgemerkt. Man denkt bei sowas halt an die Erfahrung "dem Guten ist alles gut" und denkt sich seinen Teil.

  24. cmh (kein Partner)
    12. Februar 2013 14:26

    Wer folgt dem Papst nach?

    Dies zu entscheiden ist alleine Sache des vom Heiligen geleiteten Konzils.

    Die ewig krakelenden und aus dem Krakelen ihr bischen Daseinsberechtigung ableitenden Publizisten werden das nicht verstehen, aber man sollte ihnen doch auch einmal sagen, dass sie das einen feuchten Kehrricht angeht.

    Und dennoch: Quamvis sint sub aqua, sub aqua maldicere temptant.

    • Gismor (kein Partner)
      12. Februar 2013 18:59

      cmh
      Wer folgt dem Papst nach?

      Kommt der nächste Papst von Goldman Sachs?
      Achtung Satire: Aus gut unterrichteter Quelle wird kolportiert, woher der neue Papst kommen könnte. Im Rom, heißt es, sollen zur Zeit zwei Besuchergruppen aus den USA beim Istituto per le Opere di Religione (IOR), besser beakannt als Vatikanbank, eingetroffen sein: Eine international tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Vertreter einer bekannten Investmentbank! Auf die Frage von GEOLITICO, ob der nächste Papst auch ein ehemaliger CEO von Goldman Sachs sein könnte, reagierte Lloyd C. Blankfein entrüstet: “Wir arbeiten bereits im Auftrag Gottes!“

      http://www.geolitico.de/im-auftrag-gottes/

    • Ambra
      02. März 2013 11:42

      F.V. : *********** aus der Seele gesprochen !! Danke !!!!

  25. Marcus Aurelius (kein Partner)
    12. Februar 2013 14:24

    Ergänzend zu Dr. Unterbergers klugen, unaufgeregten Gedanken empfehle ich Martin Mosebachs Artikel in der "FAZ":
    http://www.faz.net/aktuell/politik/papst-ruecktritt/papst-ruecktritt-er-will-kein-chaos-hinterlassen-12059439.html

    Ein Ausschnitt:
    Vor allem in Deutschland ist er auf zum Teil maßlose Kritik gestoßen. Hier fehlte jedes Verständnis für die Aufgabe, die er sich gestellt hatte: die Kirche an ihre Überlieferung zu erinnern, eine theologische Fehlentwicklung seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu korrigieren, die so tat, als sei erst auf diesem Konzil die katholische Kirche gegründet worden.
    An vielen Orten war der Eindruck entstanden, die Kirche sei vor allem eine politische Körperschaft, die den Gesetzen des Politischen zu folgen habe, die den Zeitgeist zu hofieren und sich der Agenda des Tages zu beugen habe. Dieser Vorstellung setzte er die Überzeugung entgegen, die Kirche sei durch die Jahrtausende hindurch immer dieselbe; sie kenne keine Brüche und Revolutionen, sondern lebe in einer Kontinuität der Entfaltung ihrer Traditionen.


    Martin Mosebach ist übrigens nicht etwa Journalist, sondern einer der wenigen wirklich lesenswerten deutschsprachigen Schriftsteller, die heute noch im Angebot sind. Auch seine Romane sind atemberaubend gut.

    • F.V. (kein Partner)
      12. Februar 2013 15:45

      Als Kontrast paßt das Folgende:

      Montag, 11. Februar 2013 http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/
      Was zeigt der Spiegel?

      Und der Spiegel zeigt, welche „Ärsche“ in seiner Redaktion sitzen

      Veröffentlicht von Le Penseur
      »Ein Heiliger wird er nun vermutlich nicht werden«
      Meint der Blogger-Kollege »Zettel« in einem für einen selbst-deklarierten Nicht-Christen eigentlich insgesamt sehr fairen Resumé. Nun, faire Einschätzungen sind bei ihm gottlob nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Nur will es Le Penseur bedünken, daß Zettel mit seiner Einschätzung dennoch daneben liegen könnte.

      Der letzte freiwillig zurückgetretene Papst — lassen wir ein paar Gegenpäpste einmal außen vor — war Cölestin V. Und der wurde bekanntlich heiliggesprochen. Denn die Heiligkeit eines Papstes bezieht sich nicht auf das möglichst lange Aushalten im Papstamt auch bei Gebrechlichkeit und körperlicher Hinfälligkeit (wie es Johannes Paul II geradzu zelebrierte), sondern wohl (auch) auf andere Kriterien: keine Frage, daß Beharrlichkeit im Leiden den für jede Kanonisation erforderlichen »heroischen Grad der Tugenden« konstituieren kann — aber es gibt jede Menge Heiliger, die ohne körperliche Qualen (oder wenigstens mit keinen anderen, als sie im Lauf des Alters mehr oder weniger alle Menschen heimsuchen), zur Ehre der Altäre erhoben wurden. Auch Päpste. Man denke etwa an Pius X — dessen Tod im Donnergrollen der nahenden Stahlgewitter des Ersten Weltkriegs zwar von Tragik umschattet war, dessen Heiligsprechung aber sicher nicht deshalb erfolgte.

      Nun, kein Rücktritt ohne behenden Nachtritt ... und auf gewohnt unappetitiliche Weise tritt Dietmar Neuwirth, der allzeit kritikbereite Kirchenreporter der »Presse«, nach:

      Benedikt XVI. macht den Weg frei. Zuletzt hatte es den Anschein, dass er sich fast selbst ein wenig im Weg gestanden ist. Da gelang es dem Papst zwar in beeindru-ckender Weise, manche Erstarrungen und Engführungen der Vergangenheit mit dem Hinweis auf den liebenden Gott zu konterkarieren. In vielem blieb er aber doch ein Gefangener seiner selbst, ein Gefangener seines Amtes, ein Gefangener der diesfalls schwer lastenden Tradition der katholischen Kirche.

      Benedikt XVI. macht den Weg also frei zumindest für die Chance eines von vielen so sehnsüchtig erhofften neuen Anfangs in der katholischen Kirche. Er macht den Weg nicht zuletzt auch frei für eine dringend erforderliche Neuorganisation der Vatikani-schen Kurie, die von immer unverhüllter geführten Diadochenkämpfen, zuweilen ho-moerotisch motivierten Intrigen und von Korruption schwer gebeutelt war.

      Er macht den Weg frei für eine neue Form der Kommunikation mit der „Welt". Denn wirklich verstanden hat der 86-Jährige diese Welt offenbar nicht mehr. Er sieht sich angesichts schwindender körperlicher Kräfte gezwungen zu resignieren. (Hier weiter-lesen)

      »Wirklich verstanden« dürfte offenbar auch Herr Neuwirth nicht haben, was die Funktion eines Papstes ist. Ihn als Grüßaugust von »Wir sind Kirche« zu erhoffen, mag der Erwartungshaltung besagten Herrn Neuwirths (und wohl der gesamten zeit-geistigen Journaille, insbesondere des deutschen Sprachraumes, und vieler, allzu vie-ler Funktionäre des Gremialkatholizismus) entsprechen, aber wohl nicht der Realität.

      Wer — wie Le Penseur — der katholischen Kirche zwar weltanschaulich durchaus mit deut-licher Distanz — aber eben auch ohne naß-forsche Distanzlosigkeit ! — gegenübersteht, wird derlei Häme nicht goutieren. Die Qualität eines Charakters offenbart sich am erhel-lendsten im Umgang mit dem (wirklich oder vermeintlich) überwundenen Gegner ...

      Was immer Papst Benedikt XVI letztlich zur Resignation veranlaßt haben mag: es stünde Leuten wie Dietmar Neuwirth nicht schlecht zu Gesicht, einmal darüber nachzudenken, daß es vielleicht (oder gar wahrscheinlich ?) Leute ihres Schlages sind, die ihn resignieren lie-ßen.

  26. Don Quijote (kein Partner)
    12. Februar 2013 14:23

    Ich stimme Herrn Dr. Unterbergers feinsinniger Analyse des Papstrücktrittes, die sich in erfreulicher Art und Weise von den Kommentaren des ORF und anderer "Qualitätsmedien" abhebt zu 98% zu. Die Aussage über den Zölibat kann ich nicht teilen, weil es sich gerade dabei um ein zeitgeistiges Thema der kirchlichen Altachtundsechziger handelt. Ansonsten gilt nur eines: Hoffen wir, daß der neue Papst die Erneuerung der Kirche im Sinne der Tradition kraftvoll weiterführt.

  27. Erich Bauer
    12. Februar 2013 13:57

    Die 68er Jesus-Christ-Superstars werden natürlich auch vom neuen Papst nicht befriedigt werden können...

    Denn erstens ist er Christ und kein zarathustrischer Schamane oder Bhagwan-Priester...

    Zweitens ist er Katholik und kein Protestant, denn dann würden mehr Leute aus seiner Kirche austreten...

    Drittens ist er ein Mann... er sollte besser eine Frau sein... "NegerIN" wäre ideal.

    Die r.k. Kirche sollte sich daher dringend "modernisieren"... Die "Ungehorsamen" sind da mal ein guter Anfang.

  28. Wolfram Schrems (kein Partner)
    12. Februar 2013 13:56

    Eine bezeichnende Begebenheit:

    Am 19.04.2005 war ich in der Abendmesse im Stephansdom.
    Während der Messe ertönte die Pummerin. Nachdem gerade das Konklave tagte, konnte man damit rechnen, daß offenbar ein Papst gewählt worden ist. Das deutete auch der zelebrierende Priester an.

    Am Ende der Messe bekam ich mit, daß einer der Domwächter - offensichtlich auf die Frage, wer denn zum Papst gewählt worden ist - mit mürrischem Gesichtsausdruck und vulgärer Stimmlage sagte: "Da Ratzinger."

    Das ist bezeichnend. Im Hohen Dom zu St. Stephan wird auch seitens der Domwächter einfach von/vom "Ratzinger" gesprochen - ohne irgendeine Sympathie.

    Und da der Fisch am Kopf zu stinken beginnt, wird man sich die Frage stellen müssen, ob die - eher simplen - Domwächter in der Behandlung des damaligen Kurienkardinals Ratzinger ggf. dem Beispiel ihrer Vorgesetzten und deren Vorgesetzten folgten.

    Die Respektlosigkeit des Domwächters vom 19. April 2005 korrespondiert mit der Respektlosigkeit, genauer mit dem offenen Widerstand und Ungehorsam, der seitens des österreichischen Episkopates unter seinem Vorsitzenden Kardinal Schönborn geleistet wird.
    Der Domwächter wird eben nicht katholischer sein als sein Chef, der (2009) dem Papst mit einem Hirtenbrief offen in den Rücken gefallen ist, der den päpstlichen Befehl bezüglich der Richtigstellung der Wandlungsworte einfach nicht ausführt und der die Ungehorsamsinitiative eines Helmut Schüller ungehindert wuchern läßt, sich somit zum Komplizen macht. U. s. w., u. s. f.

    Menschlich gesehen ist es also nur zu verständlich, daß die vielen offenen und subtileren Rebellionen von Kardinälen und Bischöfen das Kreuz von Papst Benedikt schwer gemacht haben. (Die üblichen und unvermeidlichen Lemuren haben sich natürlich auch schon zu Wort gemeldet.)

    "Da Ratzinger" war also in Wien nicht wohlgelitten.

    Was man als Schlußfolgerung ziehen muß:

    Die massive Treulosigkeit, ja, Apostasie in der Kirche, zeigt wieder einmal mehr, daß die Kirche als übernatürliche Wirklichkeit nicht auf organisationstechnischen Finessen oder geschicktem Marketing beruht. Jede andere Organisation hätte es angesichts der vielen Ungehorsamsbekundungen und Illoyalitäten längst zerrissen. Wölfe im Schafspelz gibt es viele, trotzdem besteht die Kirche weiter.

    Die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt ist eine Erschütterung, keine Frage. Denjenigen, die aber - freudig erwartend oder verzagt - mutmaßen, die Kirche würde vor die Hunde gehen, muß man mit Chesterton antworten: "Stets war es der Hund, der starb."

    Non praevalebunt.

  29. Johann Scheiber
    12. Februar 2013 13:45

    Glaube und Vernunft ist das große Lebensthema des Joseph Ratzinger. Mit dieser Thematisierung hat er als Theologe, als Präfekt der Glaubenskongregation und als Benedikt XVI. der Kirche vielleicht das größte und entscheidende Vermächtnis hinterlassen. Vor diesem Hintergrund ist es auch zum Dialog mit dem "Papst der Moderne", mit Jürgen Habermas gekommen. Die Moderne und ihre unbestreitbaren Errungenschaften kann heute nur noch überleben, wenn es zu einem Dialog der Moderne mit der sie begründenden Substanz, eben mit dem christlichen Glauben kommt. Genau das haben mittlerweile auch kluge Modernisten wie Habermas begriffen.
    Dass der Christ vernünftige Rechenschaft von seinem Glauben abzugeben hat steht nämlich nicht nur so larifari im Evangelium, sondern ist gerade heute ein Überlebensimperativ aller unserer Freiheitserrungenschaften, denn der antichristliche Furor wütet auf breitest denkbarer Front und was dieser mit der Zerstörung der christlichen Hervorbringungen, mit der Zerstörung der Personalität, der Ehe, der Familie, des Staates eliminiert ist nicht nur das Christentum sondern die Basis eines menschenwürdigen Lebens in Freiheit und Gerechtigkeit.

    Daher ist die totale Trennung von Staat und Religion ein fürchterlicher Unfug, denn Freiheit und alles andere was wir lieben und schätzen gibt es nur auf der Basis der Religion der Freiheit. Aber Freiheit im Christentum impliziert, im Gegensatz zum Islam, oder zum Judentum, auch die Freiheit von der Religion, vom Gesetz. Daher kann im Christentum Religion und Politik auch nicht identisch sein, sondern sie müssen aufeinander bezogen sein und zwar über das Band der Vernunft.

    In diese Richtung weist Benedikts Dialog mit Habermas, seine Regenburger Rede und viele andere seiner Akivitäten.

    Den Glauben aus der Ecke der Werte, der Sinnstiftung, der Gefühle und der Kompensation herauszuholen und ihn wieder in das Zentrum des Lebens zu stellen, dieser Aufgabe hat sich Papst Benedikt gestellt. Diese seine Wegweisung wird die entscheidende Frage Europas bleiben, denn ohne vernünftige Neuaneignung des Christentums sind alle Bemühungen eitel, hat Europa keine Zukunft.

    • Erich Bauer
      12. Februar 2013 14:52

      (Zitat: Johann Scheiber) - "...Den Glauben aus der Ecke der Werte, der Sinnstiftung, der Gefühle und der Kompensation herauszuholen und ihn wieder in das Zentrum des Lebens zu stellen..."

      Etwas, was - unterhaltsamerweise - den Buddhisten oder "Yogi-Meistern" von den "Jesus-Christ-Superstar"-68ern niemals zum Vorwurf gemacht wird... Gilt doch gerade unter deren Anhängern "Glaube und Praxis" als lebensmeisternde Übung...

  30. Wunschträumer (kein Partner)
    12. Februar 2013 13:26

    Der Artikel der "Presse" zum Rücktritt des Papstes, zeigt einmal mehr aus welcher Ecke, bzw. welchem "Hintergrund" dieses angebliche "Qualitätsblatt" kommt. Feixend, unter griffig, wie auch sonst charakterlich tief fliegend kommentiert man diesen Schritt.
    Man kann den Knoblauchatem der Motivation förmlich riechen...

  31. Piusluder (kein Partner)
    12. Februar 2013 13:23

    Es gibt keine "Progressiven" in der Kirche, das ist ein Widerspruch in sich. Wer wirklich progressiv ist kann in der katholischen Kirche mit ihren Dogmen nicht existieren. Letztendlich hinterfragen nämlich die angeblich Progressiven den Glauben an sich nicht.

    Es ist lediglich ein Kampf zwischen der "Hippiejesus Fraktion" und der "Auge um Auge Fraktion". Auch wenn mir die Erste wenigstens etwas sympathischer ist sage ich - mögen sie sich zerreiben jedes Schisma bringt diese Unsinnsinstitution mehr ins wanken. Lange genug hat man den Menschen mithilfe der ältesten Fantasyliteratur der Welt geknechtet. Religiotismus hat nur Unheil gestiftet und wer heute zurecht über den Islam sudert, der möge mal in die Vergangenheit sehen und seinen Hochmut abstreifen.

    • Wunschträumer (kein Partner)
      12. Februar 2013 13:33

      Man sollte Ihnen auf Allgemeinkosten den Suizid ermöglichen! Es wäre wahrlich ein Segen für die Menschheit! Ich spende gerne einige Euros.
      Sie passen sich ganz dem Umfeld des von mir erwähnten Presseartikels an...

    • Zraxl (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:02

      @Piusluder

      Mit Ihrem ersten Absatz haben Sie durchaus recht. Der Begriff "progressiv" ist ja inhaltsleer. So nach dem Motto: "Ich weiß zwar nicht wo ich hinwill, aber dafür bin ich schneller dort" (Qualtinger). Für die "Wüden" mit ihrem Super-App-Touchscreenhandy-mit-Walkmanfunktion ist eine feinere Abwägung von Inhalten nicht möglich. Das ist schon klar.

      Ihr zweiter Absatz geht völlig daneben. Der "Hippijesus" ist ein Konstrukt der Achtundsechtziger, mit "Aug um Aug" sind Sie bei einer anderen Religion gelandet. Beide haben mit der Katholischen Kirche keine Berührungspunkte. Aber machen Sie sich nichts draus: Derartige Verwechslungen sind schon so manchem Intellektuellen passiert.

    • cmh (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:18

      Die Bibel als Fantasygeschreibsel zu denunzieren ist zwar derzeit hip, sagt aber nichts über die Bibel aus, sondern ist lediglich Beweis dafür. dass der Betreffende keine Ahnung hat, was denn in der Bibel drinnsteht.

      Solche Armutschgerln verdienen aber keine Belehrung, sondern nur Zurechtweisung. (nach Aristoteles)

    • Piusluder (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:48

      Der Hippiejesus ist kein Achtundsechziger Konstrukt - sie sollten ihr heiliges Buch wohl besser nochmal lesen.

      Uh und eine Zurechtweisung vom cmh hab ich mir eingefangen, sogar mit einer Aristoteles Referenz, ich bin nachhaltig beeindruckt.

      Was steht denn in der Bibel tolles drin, das nicht als Fantasyroman zu qualifizieren ist? Ich gebe zu, das war wohl etwas undifferenziert von mir, ich korrigiere also: Ein Fantasyroman mit Anleihen aus der historischen Realität.

      Der liebe Herr Wunschträumer ist offenbar auch so ein richtig guter Christ, anstatt seinen Feinden die Hand zu reichen legt er den Suizid nahe, wohl auch weil er zu feig für eine Todesdrohung ist. Man spürt förmlich die christliche Wärme und Nächstenliebe hier.

    • cmh (kein Partner)
      12. Februar 2013 15:02

      Ich setze Aufwand und Ertrag in Verhältnis und komme zum Schluss, dass es sich nicht rentiert, Sie zu belehren. Ihre verdiente Zurechtweisung können Sie sich woanders holen.

      Aber zur Sache:

      3»Selig sind die geistlich Armen, denn ihnen wird das Himmelreich zuteil!
      4Selig sind die Bekümmerten, denn sie werden getröstet werden! –
      5Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land ererben (oder: die Erde besitzen)!
      6Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden! –
      7Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!
      8Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!
      9Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes (vgl. 5,45) heißen! –
      10Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung erleiden, denn ihnen wird das Himmelreich zuteil!
      11Selig seid ihr, wenn man euch um meinetwillen schmäht und verfolgt und euch lügnerisch alles Böse nachredet!
      12Freuet euch darüber und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel! Ebenso hat man ja auch die Propheten vor euch verfolgt.«

      Was an dieser Textstelle aus dem Evangelium ist Fantasy?

      Im Leben des Brian kommen Aliens vor, aber nicht im Evangelium. Oder haben Sie Ihre Weisheit von Dan Brown. Vielleicht suchen Sie einmal einen Nachmittag lang nach den Quellen Ihrer Meinung.

    • Erich Bauer
      12. Februar 2013 15:10

      Piusluder sucht nach christlicher Wärme und Nächstenliebe. Das Übliche halt. Wenn man's bei sich selbst nicht findet wirft man deren Mangel Dritten vor... Möglicherweise ist er Angestellter bei der Caritas. Außerhalb dieser ist alles phöse.

    • Piusluder (kein Partner)
      12. Februar 2013 15:30

      Wo da die Fantasyelemente sind? Naja schon beim Himmelreich beginnt es, auch der Bezug zur mächtigsten fantastischen Figur aller Zeiten entsprechen eindeutig dem Genre.

      Aber mir ist bewußt worauf sie hinaus wollen, ich habe allerdings niemals behauptet, dass Fantasyliteratur nicht mehr oder weniger sinnvolle moralische Elemente enthalten kann.

      @ Erich Bauer: Nein kein Angestellter der Caritas, die Unterstellung ich würde hier nach Nächstenliebe suchen finde ich allerdings wirklich lustig. Gerade hier...haha.

    • Piusluder (kein Partner)
      12. Februar 2013 15:31

      pardon es sollte natürlich "entspricht" heißen.

    • Erich Bauer
      12. Februar 2013 15:40

      @Piusluder,

      wenn Sie hier eine kuschelige Streichlersekte suchen, sind Sie wahrhaft falsch... Hahah... Ich bin mir aber sicher, daß es sowas gibt. Und Sie haben's wahrscheinlich auch schon gefunden... Hahaha...

    • Wunschträumer (kein Partner)
      12. Februar 2013 16:34

      @piusluder

      Fehlgeraten liebes Piusluder! Warum sollte ich mir die Hände schmutzig machen? Zu Ihren Vorwürfen des mangenden Christentums: Wen sollte ich mir als Beispiel nehmen ? Sie? Ich will für Sie hoffen, dass Sie keine Frau sind! Wenn, wären schwerste Depressionen in einem wider Erwarten vorhandenen männlichen Freundeskreis absolut verständlich ! Bei soo viel Charakter!?

  32. Stadtindianer
    12. Februar 2013 10:09

    Die Frage wie es weitergehen soll, ist seit Jahrtausenden die gleiche:
    Geht es um den wahren Glauben, die Lehre und den Zusammenschluss (Gemeinde)?
    Oder soll die Macht, das Imperium, die Organisation und die Arbeitsplätez und angesehenen Positionen für viele erhalten werden?

    Während in einigen Bereichen der Lehre Dogmen mit Klauen und Zähnen verteidigt werden, herrscht anderenorts purer Sozialismus, Kommunisimus und Sozialromantik. Den christlichen Glauben falsch zu interpretieren, das macht schon ein jeder Dorfpfarrer.

  33. Erich Bauer
    12. Februar 2013 09:45

    Vielleicht folgt Papst Benedikt XVI. ein Kardinal aus Afrika nach. Das wäre sehr wünschenswert. Denn dieser könnte mit mächtiger Stimme auf die weltweite Christenverfolgung hinweisen. Europäische Kardinäle geben auf die Morde an Christen nur hin und wieder einen "Pieps" ab. Ein "Schwarzer" Papst müßte da wahrscheinlich nicht angstschlotternd vor einer Punzierung als "Rechter" fürchten... Da täten sich sogar die Linken Religionslehrerinnen ziemlich schwer.

    Schon die Wahl Papst Benedikt XVI. ließ mich so etwas wie einen "Heiligen Geist" erahnen...

    • Undine
      12. Februar 2013 10:09

      @Erich Bauer

      *******!

    • brechstange
      12. Februar 2013 10:22

      Das habe ich schon das letzte Mal erwartet. Doch das Alter Benedikts sprach dann doch wieder dafür, er selbst sagte, er sei ein Übergangspapst.

    • Riese35
      12. Februar 2013 17:25

      Warum gerade aus Afrika und einen Neger? Wenn wir schon über die Herkunft reden: Ich würde einen Papst aus Asien vorziehen. Asiatische Päpste hat es früher sehr häufig gegeben. Z.B. aus Syrien, dem Libanon. Oder wenn Afrika, warum nicht aus Ägypten? Die hätten unmittelbare Erfahrung mit dem Islam und sind oft große Gelehrte.

      Der ehm. Nuntius in Österreich, Erzbischof Farhat, war z.B. eine sehr imposante Persönlichkeit, die ich mir sehr gut am Stuhle Petri vorstellen könnte. Leider ist er schon zu alt. Vielleicht findet sich jemand mit ähnlichen Voraussetzungen nur etwas jünger.

    • Erich Bauer
      12. Februar 2013 17:35

      Riese35,

      Meinetwegen kann es auch ein "Yellow Man" sein... oder ein Indianer, Eskimo oder sogar ein "Langnase"... Meine bescheidene, mir plausibel erscheinende Begründung für einen "Schwarzen" habe ich vorgestellt... Ebenso auch, daß ich es vertrauensvoll dem "Heiligen Geist" überlasse...

  34. Hummel
    12. Februar 2013 07:38

    Der ORF und der "Experte" Schüller sehen im Rücktritt des Papstes bereits einen Putsch von Rechts. Hätte mich auch nicht gewundert, wenn die vom ORF so gehasste Kirche auch noch von den Rechten bedroht wird. Die rechte Paranoia der Linksmedien hat ja schon besorgniserregende Züge angenommen !
    Nicht einmal über den Papstrücktritt kann unvoreingenommen und objektiv berichtet werden – sehr bedenklich !

  35. Undine
    11. Februar 2013 22:07

    Ich habe mich damals sehr gefreut, als Josef Ratzinger, fast unser "Nachbar" aus einem kleinen Nest jenseits des Inns, zum Papst erwählt wurde, und er hat sein hohes Amt mit großer Demut und Bescheidenheit, viel Weisheit und menschlicher Größe ausgeübt. Goethe hätte ihn vielleicht "eine schöne Seele" genannt. Möge er sich noch ein paar guter Jahre ohne die erdrückende Last als "Stellvertreter Gottes auf Erden" erfreuen!

  36. Dr. Otto Ludwig Ortner
    11. Februar 2013 21:30

    Auf dieösterreichische Bundesverfassung vereidigt, halte ich das Recht auf den gesetzlichen Richter für das fundamentale Grundrecht jeder Republik. Daher habe ich mich immer dagegen ausgesprochen, auf mediale Mißbrauchsvorwürfe anders zu reagieren als durch die Aufforderung an die Mißbrauchsvorwürfe Erhebenden, sich an den dafür zuständigen Staatsanwalt zu wenden. Meine These war und ist: Mediale Mißbrauchsvorwürfe sind (kirchenfeindliche ) Propaganda, wären sie wahr, würde man wohl den zuständigen Staatsanwalt damit befassen. Es handelt sich bei medialen Verbrechens(Mißbrauchs)- Vorwürfen um ein sehr ernstes staatspolitisches Problem, denn die Anmaßung der Medien, Strafverfolgung zu betreiben, ist Hochverrat. "Denn die Souveränität der Republik beruht auf der Integrität ihrer Bürger". (Aurelius Augustinus, "de civittate Dei", 2. Buch, 9. Kap.) Rom bestrafte dieses Delikt - Verleumdung - mit dem Tod. In der Republik Österreich wäre der Staatsanwalt verpflichtet, die Verleumdung gemäß § 267 StGB. anzuklagen (bis zu 5 Jahren Gefängnis). Offenbar ist der Eifer der Staatsanwaltschaft, wenn es um den Schutz der r.k. Kirche geht , endenwollend.

  37. machmuss verschiebnix
    11. Februar 2013 21:21

    "....keine überzeugenden Nachfolger gibt. ...."

    Ich meine, wir sollten davon ausgehen, daß der feinsinnige Theologe Ratzinger zusammen
    mit seinem Alterego, dem noch immer sehr klardenkenden Strategen Ratzinger, gerade
    noch rechtzeitig vor dem tatsächlichen Ende seiner Kräfte diese historische Entscheidung
    aus einem sehr pragmatischen Grund getroffen hat
    um nämlich bei der Entscheidung für seinen Nachfolger der Kirche noch einen letzten - allzu wichtigen - Dienst erweisen zu können.

    • schreyvogel
      11. Februar 2013 22:06

      Welchen Dienst?
      Den Nachfolger wählt das Kardinalskollegium. Benedikt nimmt am Konklave und damit an dieser Wahl gar nicht mehr teil.
      Oder meinen sie, er versucht das Kollegium auf irgend eine Weise zu beeinflussen?

    • Karl Knaller
      12. Februar 2013 09:29

      @schreyvogel
      Weshalb kann/darf/soll der zurückgetreten Papst eigentlich nicht am Konklave teilnehmen? Bleibt ihm nicht die Kardinalswürde? Und auch Kardinäle, die älter als 80 Jahre sind, dürfen, soviel ich weiss, am Konklave teilnehmen (für die unter 80 ist die Teilnahme Pflicht). Bitte an die hier im Blog sicher vertretenen Kirchenrechtsexperten: klärt's mich auf! Ein allfälliger Präzedenzfall wären ja schon ein Weilchen her.

    • Erich Bauer
      12. Februar 2013 10:21

      Diese Rücktrittsregelung hat Papst Johannes Paul VI. beschlossen. Der Hintergrund: Nur ein Kardinal kann zum Papst ernannt werden. Und wenn ein Kardinal als Papst zurücktritt...

    • brechstange
      12. Februar 2013 10:24

      Herr Knaller,
      soweit ich weiß, dürfen Kardinäle über 80 an Papstwahlen nicht mehr teilnehmen.

    • Karl Knaller
      12. Februar 2013 11:10

      @brechstange
      Sie haben Recht; ich hab' das Konklave mit der Generalkongregation verwechselt. Danke!

    • machmuss verschiebnix
      12. Februar 2013 18:34

      @schreyvogel,
      Benedikt hatte immer schon sehr viel Einfluß ausgeübt - das richtige Wort zur
      richtigen Zeit, und die Wahl ist "gelaufen" .

    • Leopold Koller (kein Partner)
      15. Februar 2013 02:29

      Johannes Paul VI? Back to the future?

  38. Politicus1
    11. Februar 2013 18:15

    Man glaubt es kaum, aber die "interesting times", die Chinesen ihren Feinden wünschen, werden fast tagtäglich überboten.
    Ein Papst i.R. - oder Papst a.D.? - wird meiner Generation beschert!

    Ein Jahrtausendereignis! ein überaus mutiger Schritt, der sicherlich erst in kommenden Jahren in seiner ganzen Bedeutung geürdigt und gewertet werden kann.

    Als Katholik der Erzdiözese Wien tue ich mir jetzt sehr schwer!
    Soll ich unserem Herrn Kardinal alles sensationell Gute für das Konklave wünschen, in der stillen Hoffnung, dass dann auch die Besetzung der Votivkirche zu einem Ende kommen kann?
    Oder gewinnt meine Sorge um die Weltkirche und die Diözese Rom die Oberhand??

  39. Komma
    11. Februar 2013 17:19

    "Die Wahrscheinlichkeit so groß wie noch nie, dass der nächste Papst nicht mehr aus Europa kommt. Wer etwa das Blühen der Kirche in Vietnam gesehen hat, der spürt, wo es neue Wurzeln geben könnte."

    Ecclestone zieht es mit der Formel 1 inzwischen auch nach Entwicklungsländern.

    • La Rochefoucauld
    • Observer
      11. Februar 2013 20:08

      La Rochefoucauld:
      Angeblich werden bei englischen Buchmachern schon Wetten auf neue Papstnamen angenommen. Sicher hat auch der derzeitige Papst schon einen Wunschkanditat, welchen er den über 100 wahlberechtigten Kardinälen schmackhaft machen wird, auch wenn er offiziell keine Beeinflussung ausüben will. Aber schon allein die Tatsache, dass er während der letzten 7 Jahre viele Kardinäle ernannte, welche ähnliche konservative Eigenschaften wie er aufweisen, wird das Wahlergebnis beeeinflussen. Dazu gehört auch die besondere Bedeutung der Marienverehrung, welche - wie auch Maria's Himmelfahrt - biblisch nicht begründet ist. Schliesslich wird es auch schon vor dem Konklave kirchenintern heftige Grabenkämpfe geben, um manche Persönlichkeiten in den Vordergrund zu bringen.
      Egal aus welchem Erdteil der neue Papst kommen wird, wichtig ist, dass er auch ein guter Krisenmanager ist, denn daran hat es bei allem Respekt Bededikt XVI gegenüber, ihm doch gemangelt.

    • Komma
      12. Februar 2013 11:42

      Dazu passend, heute gefunden:

      "Sollte die Kirche allerdings als Nachfolger tatsächlich einen Nichteuropäer berufen, wie es immer häufiger gefordert wird, so wäre dies ein fatales Signal. Es wäre das Signal, dass die Kirche den Kampf um Europa aufgibt, um sich der scheinbar unverdorbenen Dritten Welt zuzuwenden. Eine Kirche allerdings, die ihr ältestes und stärkstes Bollwerk preisgibt, weil dessen Fundamente zerbröseln, wird gar nichts mehr erobern, auch nicht die Dritte Welt; sie wird nur das nächste Kapitel der Geschichte ihres Niederganges schreiben." (http://korrektheiten.com/2013/02/11/ein-schwarzer-tag/ )

  40. Nestor 1937
    11. Februar 2013 16:44

    Ich hoffe auf einen Johannes Paul III.

  41. Cincinnatus
    11. Februar 2013 16:38

    Den charismatischen Papst Johannes Paul II. habe ich als mächtiges Oberhaupt der katholischen Kirche respektiert; Papst Bendikt XVI. hingegen verehre ich zutiefst als demütigen und bescheidenen aber überragenden Theologen, der während seines nunmehr ablaufenden Pontifikates nachhaltige Impulse setzte.

    Interessant wird die Frage seiner Nachfolge. Für mich nicht verwunderlich wäre die Wahl auf einen Nichteuropäer, weil dies mit dem durch die europäischen politischen und medialen Eliten verursachten seelischen und geistigen Niedergang unseres Kontinentes korrespondieren würde.

  42. brechstange
    11. Februar 2013 16:10

    Schade um Papst Benedikt.

    Erst Anfang Jänner in Rom waren von der italienischen Notenbank initiert nur Barzahlungen im Vatikan möglich, Bankomatzahlungen wurden willkürlich gesperrt wegen angeblicher Nichtumsetzung der EU-Geldwäscheregeln. Bei der Banca Monte de Paschi di Siena und anderen Banken werden sichtlich andere Maßstäbe angelegt trotz Machenschaften und Absprachen (so ist man ja auch den Berlusconi losgeworden).

    Die italienische Polizei schikanierten uns an den Eingangskontrollen zum Vatikan, weil wir eine Messe im Campo Santo Teutonica besuchen wollten. Übrigens der Friedhof ist sehr sehenswert und stammt auch der Zeit Karl des Großen.

    Liebe Leute, die mutigen Menschen sterben aus oder werden zu schwach, wir sollten uns endlich selbst aufmachen und etwas bewegen. Nicht immer nach irgendjemanden rufen, SELBST TUN.
    Der Rücktritt Benedikts möge uns dafür Ansporn sein.

  43. Helmut Oswald
    11. Februar 2013 15:00

    Dieser Papst hatte und hat unsere Wertschätzung verdient. Einen seiner bedeutendsten Sätze sprach er am 8. September 2007 in Mariazell aus.

    'Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden'

    Die tagtäglich gegen die Wahrheit mit ungeheurem materiellen und personellem Aufwand anrollende Lügenmaschinerie ist deshalb in ihrer Gefährlichkeit gar nicht hoch genug einzuschätzen. Denn diese soll uns und unsere Mitmenschen blind machen für das was richtig und das was falsch ist.

    Das sei die Referenz und Danksagung an Benedikt von einem sonst in politischer Hinsicht gänzlich Unkatholischen.

    • M.S.
      11. Februar 2013 16:19

      @Helmut Oswald

      ***************

    • phaidros
      11. Februar 2013 16:24

      Bisschen zum Problem wird das Ganze, wenn man nicht überprüft, was wahr ist und was nicht, sondern einfach nach Gusto entscheidet.

    • diko
      11. Februar 2013 16:31

      @ Helmut Oswald
      ****************

    • diko
      11. Februar 2013 16:37

      phai Verdruss,
      .......?????.....

    • kakadu
      11. Februar 2013 17:40

      @phaidros

      *********!

    • Camerlengo
      11. Februar 2013 17:42

      Warum wählen wir nicht den allwissenden Herrn Phaidros als neuen Pontifex?

      Nachdem er prinzipiell "ex cathedra" spricht, was keinen Widerspruch zulässt, hat er schon mal die besten Voraussetzungen.

    • phaidros
      11. Februar 2013 17:48

      Bedaure, bin weder katholisch noch allwissend. Aber danke.

    • f.m.
      11. Februar 2013 22:13

      ... hat aber 8 Semester Theologie studiert(?).

    • simplicissimus
      12. Februar 2013 08:04

      Ein schönes Wort, Herr Oswald!

    • Zraxl (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:17

      @phaidros

      Was ist falsch an dem zitierten Satz?
      Eine Mathematik ohne Axiome ist auch nicht denkbar. Man könnte zwar mehrere unterschiedliche Mathematiken mit unterschiedlichen Axiomensätzen und Schlussvorschriften formulieren, aber wenn man Axiome grundsätzlich ablehnt, wird es problematisch, Sätze zu bilden.

    • cmh (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:47

      Si tacuisses, philosophus mansisses.

      Vielleicht ein kleines Quiz, nach dem Autor der folgenden Zeile:

      "What is truth? said jesting Pilate; and would not stay for an answer."

      A) Baco von Verulam
      B) Roger Bacon
      C) phaidros
      D) Augustinus

      Vor allem die Naturwissenschafter sollten sich mit dem Wort "Wahrheit" nicht die Zunge verbrennen´, sondern besser bei ihren Axiomen bleiben.

    • phaidros
      12. Februar 2013 16:23

      Lieber Zraxl, ich habe nicht gesagt »falsch« sondern »problematisch«. Und ich bezog das weniger auf Axiome (wie wohl unstrittige ausschließlich in der Mathematik existieren dürften), sondern auf die ›Lügenmaschinerien‹, die blind machen für das was richtig und das was falsch ist.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Riese35
      12. Februar 2013 17:01

      @Helmut: ********************!

      Das ist wirklich ein ganz zentraler, "UR"-katholischer Punkt, der wesentlich vom heutigen Zeitgeist unterscheidet.

      >> "... von einem sonst in politischer Hinsicht gänzlich Unkatholischen."

      Wirklich? Vielleicht oberflächlich betrachtet. Ich glaube, daß in uns allen mehr Katholisches - vielleicht verborgen - drinnensteckt als uns bewußt ist. Dein Zitat zeigt mir, daß Du in vielfacher Hinsicht katholischer denkst als Du vielleicht zugibst.

    • Zraxl (kein Partner)
      12. Februar 2013 18:14

      Phaidros, Sie haben recht. Es muss in diesem Kontext natürlich "problematisch" und nicht "falsch" heißen, da Sie sich ja vermutlich ganz bewusst eben nicht auf irgend ein Basissystem (Axiome, Grundwahrheiten, o.ä.) beziehen wollten.

      Obwohl sich meine Frage eigentlich auf das Zitat im 2. Absatz von Helmut Oswald, 11.Februar 20113, 15:00 bezogen hat, kann man glaube ich auch den Begriff der Lügenmaschinerie und den 3. Absatz durchaus rechtfertigen. Unter Lüge verstehe ich in diesem Zusammenhang die bewusste Verbreitung von Falschheiten in Bezug auf das von den Lügenverbreitern gemeinhin verwendete Bezugssystem. Eine Nachricht, die zwar nach meinem Verständnis falsch ist, die der Urheber aber besten Wissens aus seinem Wertesystem ableitet, bezeichne ich nicht als Lüge, sondern als Irrtum. Wenn mir ein Muslim erzählt, dass man Dieben die Hände abhacken soll, dann irrt er zwar meiner Ansicht nach, aber ich bezeichne ihn deswegen keinesfalls als Lügner. Wenn mir eine Zeitung in zartem Rosarot weis machen will, dass die katholischen Priester Kinderschänder seien, um damit die Skandale im Umfeld jener Partei zu vertuschen, die eben diese Zeitung mit Steuergeld korrumpiert, dann ist das kein Irrtum, sondern Lüge. Hier ist es m.E. auch keinesfalls übertrieben, von Lügenmaschinerie zu sprechen.

      Die Art und Weise, mit der man Menschen mit riesigem Werbeaufwand in die Orientierungslosigkeit treibt um sie besser indoktrinieren und ausbeuten zu können, verdient eigentlich sogar die Bezeichnung Lügenindustrie. Es sind ja nicht nur eine Partei und eine Zeitung, die so agieren, sondern Desinformation scheint ja fast der Normalzustand zu sein.

    • phaidros
      12. Februar 2013 19:59

      Völlig einverstanden, sg. Zraxl! Sehr gut zusamengefasst, danke. (»Problematisch«, aber das nur als Ergänzung, wird es eben dann, wenn man etwas als Lüge klassifiziert und zwar nur, weil es in der rosa Zeitung stand. Auch gefällt mir sehr gut, wie Sie Andersmeinenden Irrtum zugestehen.)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Helmut Oswald
      13. Februar 2013 00:54

      Riese 35 - kann sein, daß Du Recht hast. Ich will darüber nachdenken.

    • Maybach (kein Partner)
      15. Februar 2013 10:02

      @phaidros
      Glaubenssätze können niemals Wahrheiten sein, denn sie sind nicht überprüfbar. Was nicht überprüfbar ist, hat keinen Anspruch darauf, sich wahr zu nennen. Das ist meine Meinung, und dass im Standard hin und wieder falsche fakten stehen, macht nicht das ganze Produkt unglaubwürdig, nur weil es manchen zu "links" ist.

    • phaidros
      15. Februar 2013 10:36

      Durchaus völlig einverstanden, werter Maybach! Kann es sein, dass ich Sie missverstehe? (Oder auch Sie mich?)

      Nur zur Klarstellung: 'Mein' ›wahr‹ oben (11.2. 16:24) habe ich viel banaler gemein, als es vielleicht bei Ihnen angekommen ist. Was ich ausdrücken wollte ist, Hörengesagtes nicht unüberprüft zu übernehmen – wie man es leider allzu oft beobachtet. Die ›Wahrheit‹, die Hr. Oswalds zitierte »'Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden'« kommt Ihrem Einwand viel näher und kann – nicht zuletzt aus eben dem von Ihnen angeführten Grund – nur bedingt hilfreich sein.

    • Maybach (kein Partner)
      15. Februar 2013 14:47

      @phaidros
      War nicht gegen Sie gerichtet und ja ich habe es etwas missverstanden.
      Ich sehe mich auch als Wissenschafter und bin deshalb besonders allergisch gegen Glauben und Aberglauben als Handlungsanleitungen. Besonders ärgewrt es mich immer, wenn Klimawandel und seine Erforschung als Church of Cliamtology bezeichnet werden. Was uns auf deren Niveau runterzieht.
      Es gibt Fakten, aber keine absolute Wahrheit, denn es liegt am Menschen zu entscheiden, was er für richtig hält, anhand seines Kenntnisstandes.
      Was mich noch ärgert, wenn Kapitalismus religiös und gottgefällig begründet werden. Ich finde es in Ordnung erfolgreich und fleißig zu sein, aber ich verachte religiöse Begründungen dafür. Entschuldigen den Ausbruch.

  44. raeter
    11. Februar 2013 14:36

    Ein Vergelts Gott an Benedikt!

    Die Konflikte in der deutschsprachigen Kirche sind auch Folge der unseligen Verquickung der deutschen Kirchen mit der staatsmonopolistischen Sozialindustrie.

    Für praktiiziende Katholiken wird es in Europa zusehens unfreundlicher. Erzbischof Müller hat von Kathtolophobie gesprochen. Ein wahres Wort.

    • M.S.
      11. Februar 2013 17:47

      @Raeter
      Die Kirche begibt sich im sozialen Bereich mit dieser riskanten Symbiose mit dem Staat auf dünnes Eis. Entspringt doch die Motivation zur sozialen Hilfeleistung völlig konträren philosophischen Positionen. Einerseits dem Sozialismus (Marxismus) in Verbindung mit dem Atheismus, anderseits einem Monismus, in dem Caritas als Dienst christlicher Nächstenliebe geübt wird.
      Bei dem in unserer Gesellschaft allgegenwärtigen realen Materialismus besteht die Gefahr, dass diese idealistische Sicht der Nächstenliebe zunehmend durch eine vom einzelnen Menschen losgelöste - von Ihnen oben treffend bezeichnete- staatsmonopolistische Sozialindustrie verwässert wird.

    • cmh (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:49

      Sozialismus ist von seinen Inhalten her gesehen eine Afterreligigon des Christentums.

  45. Josef Maierhofer
    11. Februar 2013 14:30

    Wir müssen natürlich seinen Rücktritt zur Kenntnis nehmen.

    Für mich persönlich war er wohl sehr konservativ und unbeweglich, mag vielleicht auch mit seiner Krankheit und Schwäche zusammenhängen. Zur römischen Nomenklatura hat er nicht gepasst, wird auch der nächste nicht passen, so nehme ich an.

    Aber als Gläubiger ist das natürlich für mich nur Amtskirche und eigentlich nicht allzu wesentlich für meinen Glauben an das Wort Christi, von dem ich überzeugt bin, dass es die Wahrheit ist, wie die Information aber lehrt, offenbar nicht die einzige, die imstande ist den Frieden zu betonen und zu suchen.

    Für das Abendland, das dabei ist, gute Nacht zu sagen, war es wohl die tragende Säule aller Kultur, dass es in Rom die Amtskirche gab, gab der Kunst Impulse, dass Europa zivilisiert und kultiviert wurde, dafür zeichnen die Orden, bevor es nun eher eine Talsohle zu geben scheint, die zu überwinden natürlich für einen Papst enorme Belastungen bedeutet.

    Für mich war er ein Übergangspapst, der die Stellung konservativ gehalten hat. Dafür ist ihm zu danken.

    • cmh (kein Partner)
      12. Februar 2013 14:52

      Unbeweglich?

      Währe Ihnen vielleicht ein wendigerer Charakter lieber gewesen? So etwa nach Art des Darabosch? Eine Mischung aus Schönborn und Schuller vielleicht?

      So sehr ich Sie schätze, aber das ist ziemlich mainstream.

  46. RR Prof. Reinhard Horner
    11. Februar 2013 14:08

    reinhard.horner@chello.at

    Bedeutsam ist nicht so sehr das WARUM. sondern das WOZU.

    In der Tat sind nicht die gesundheitlichen Behinderungen und die innerkirchlichen Unzulänglichkeiten als Beweggründe interessant, sondern die Absichten, die konkreten Ziele, die Benedikt XVI. mit diesem Schritt in die Wege leiten möchte. Denn dass er solche ins Auge gefasst hat, davon darf man bei dieser Persönlichkeit ausgehen.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      11. Februar 2013 14:32

      reinhard.horner@chello.at

      In der Nachfolge geht es jedenfalls darum, ein nachhaltiges, achtungsvolles Gemeinschafts-Wirken des Volkes Gottes mit einem starken Papst und dem Klerus herzustellen.

      Ein Wirken, das nicht zuletzt mancherlei intrigante Erscheinungen in dem nach einer etruskischen (heidnischen) Gottheit benannten Vatikan zu bändigen vermag.

  47. Observer
    11. Februar 2013 14:04

    Obwohl ich keine Katholik bin, verfolge ich in dieser Kirche vorkommenden Ereignisse mit großer Aufmerksamkeit.

    Hat man nicht schon nach der Wahl von Josef Ratzinger aufgrund seines Alters und der konservativen Einstellung von einem "Übergangspapst" gesprochen? Und damit wichtige Weichenstellungen erst vom nun im März 2013 zu wählenden Papst erwartet.

    Aus meiner Sicht hat die katholische Kirche mit dem Vatikan einen viel zu aufgeblähten Wasserkopf und die Entscheidungen des Papstes werden vielfach hinter verschlossenen Türen von ganz anderen Personen und Gruppierungen getroffen.

    Die katholische Kirche hatte in den vergangenen Jahrhunderten viel Gutes getan, es wurde in ihrem Namen (und stillschweigender Duldung) aber auch viel Unheil gestiftet. Trotzdem überwiegen die positiven Auswirkungen, wovon viele westliche Staaten des sog. Abendlandes noch heute profitieren.

    Ich wünsche mir von neuen Papst - welcher sich auch als Nach-Nachfolger vom verheirateten (!!) Apostel Petrus betrachtet, dass er mit vielen alten und nicht mehr zeitgemäßen Traditionen bricht und sich künftig auf die wichtigen Grundsätze der Botschaft von Jesus Christus reduziert. So kann es auch nicht mehr sein, dass alle "abgefallenen" christlichen Glaubensgemeinschaften (Orthodoxe, Protestanten usw.) wieder zurück in die Arme des Vatikan kommen müssen. Wenn man schon eine Wiedervereinigung anstrebt, dann muss man sich eben in der Mitte treffen oder es bleibt eben alles wie bisher.

    Die Hauptaufgaben der Kirchen sind die Beantwortung der Frage nach dem Sinn des Lebens und was nach dem irdischen Tod geschieht. Sehr viele Erdenbürger sind suchend, wenn die christlichen Glaubensgemeinschaften dafür keine Antworten anbieten können, dann werden diese Leute eben andere Angebote annehmen.

    • Riese35
      12. Februar 2013 13:00

      >> "Ich wünsche mir von neuen Papst - welcher sich auch als Nach-Nachfolger vom verheirateten (!!) Apostel Petrus betrachtet, dass er mit vielen alten und nicht mehr zeitgemäßen Traditionen bricht ..."

      Da haben Sie uns aber gerade zu Petrus eine wesentliche Aussage der Hl. Schrift unterschlagen: "Da sagte Petrus: Sieh, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, niemand ist, der Haus, oder Eltern, oder Bruder, oder Weib, oder Kinder um des Reiches Gottes willen verlassen hat, und nicht viel mehr dafür erhielte in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben!" (Lk 18, 28-30)

      Und von einer Aufforderung, mit nicht mehr zeitgemäßen Traditionen zu brechen, steht in der Hl. Schrift überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil heißt es "Itaque fratres state: et tenete traditiones, quas didicistis, sive per sermonem, sive per epistolam nostram." / "So steht denn fest, Brüder, und haltet euch an die Überlieferungen, die ihr mündlich oder schriftlich von uns empfangen habt." (2 Thess 2,15) Und häufig wird sogar vor den Gefahren des Zeitgeistes gewarnt. Auch Jesus hat nicht mit den jüdischen Traditionen gebrochen.

      Der kluge und weise Mensch weiß - auch unabhängig von der katholischen Religion - um seine eigene Beschränktheit. Er weiß, daß das, was er heute vielleicht als der Weisheit letzten Schluß betrachtet, morgen vielleicht schon überholt sein wird, und verhält sich danach. Er wird Vorsicht walten lassen und nicht aus Kurzsichtigkeit auf die Verlockungen des Zeitgeistes hereinfallen.

      Ich hoffe, daß diese Klugheit bewahrt bleibt.

    • Observer
      12. Februar 2013 16:23

      Riese35:

      @ Apostel Petrus: ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass Petrus - der spätere 1. Bischof von Rom und somit Vorvorgänger des Papstes war - verheiratet war, dies aber in der katholischen Kirche nicht erwähnt wird (siehe Matth. 8/14). Für die Annahme, dass er 23 Jahre alas Bischof in Rom wirkte und auch seinen Märtyrertod sind leider keine Beweise vorhanden, letzterer wurde lediglich in JOh.221/19 vorhergesagt.

      @ Alte Zöpfe abschneiden:
      Im Laufe der 2100 Jahre an Kirchengeschichte wurde immer wieder mit nicht mehr zeitgemäßen Traditionen gebrochen. Es ist aber gut, dass dies immer sorgfältig überlegt und behutsam vorgenommen wird. Richtig ist aber, dass die Bibel dazu keine Empfehlungen erteilt. Beispiele: die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft, die Ablehnung des Sklaventums, Verwendung der Landessprache bei Bibelübersetzungen und Messen/Predigten, Ablasshandel, Rehabilitation von Martin Luther, Aufhebung der Unfehlbarkeit des Papstes usw.
      Es warten aber noch: Freiwilligkeit des Zölibats, Rolle der Geschiedenen in der Kirche, Toleranz gegenüber den Homosexuellen, Anerkennung anderer christlicher Glaubensgemeinschafetn als "Kirchen", Möglichkeit von weiblichen Priestern, Bischöfen u.a.m.

  48. Wertkonservativer
    11. Februar 2013 13:53

    Als bekennender katholischer Christ bedauere ich den Schritt unseres Papstes in ehrlicher Wehmut, verstehe ihn jedoch als fast Gleichalter sehr, sehr gut!

    "Er übt praktizierende Demut"!
    Ein schöner und zutreffender Satz unseres Dr. Schulmeister!

    Benedikt XVI trug und trägt inzwischen in großer Würde die Bürde seines Alters, seine Worte und die von ihm ausstrahlende Aura scheinen fast schon ins Überirdische gerichtet!
    Seine beispielgebende Resignation zeigt, dass er die Realitäten der Zeit, die Probleme seiner Kirche, und vor allem die Einsicht hinsichtlich seiner schwindenden Kräfte zum Anlass seiner menschlich berührenden Entscheidung getroffen hat.

    Ein - in meinen Augen - großer, stiller Papst, der sich hier von seinen Gläubigen, sicher schweren Herzens, verabschiedet!

    Meine Hoffnung: möge sein Nachfolger, aus welcher Weltgegend er auch immer kommt, Mittel und Wege finden, unserer Kirche neue, zukunftssichere Ideen und Wege aus der Erstarrung zu weisen: das konnte man von Benedikt XVI aufgrund seiner ihm angeborenen Bescheidenheit, seiner im edelsten Sinne konservativen Glaubens- und Weltsicht, weder erwarten noch verlangen!
    Er hat seine schwere Arbeit in großer Demut getan; wünschen wir ihm, nun losgelöst von der Bürde seines hohen und heiligen Amtes, in seinem restlichen Erdenleben noch einige ruhige, zu kontemplativer Rückschau genützte Jahre!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  49. fenstergucker
    11. Februar 2013 13:48

    Wer gestern Abend Günther Jauchs Diskussionssendung verfolgen konnte, wie selbst im Heimatland des Papstes linke Kreise gegen die katholische Kirche Stimmung machen, darf sich über seinen Rücktritt nicht wundern.

    Das nächste Oberhaupt muß energisch durchgreifen, sonst sehe ich schwarz für die Katholiken in Europa.

  50. schreyvogel
    11. Februar 2013 13:35

    Mein erstes Gefühl: Trauer und Pessimismus.

  51. fokus
    11. Februar 2013 13:29

    Richtig spannend wird es jetzt, welcher der beiden Flügel (progressiv oder konservativ) sich in Zukunft in der katholischen Kirche durchsetzt.

  52. A.K.
    11. Februar 2013 13:23

    Benedikt XVI. hat während seiner Amtszeit drei Jesus-Bücher geschrieben. Im ersten, das u.a. um die Frage kreist, ob ein moderner Mensch daran glauben kann, daß wirklich Jesus Gottes Sohn ist, gibt es ein umfangreiches Vorwort vom Autor.
    Wer dieses Vorwort liest lernt einen Menschen, der zwar Papst geworden ist aber ehrlich und tiefsinnig den Fragen von Glauben und Leben gegenüber steht, kennen. U.a. ersucht er die Leser, ihm wenigstens den Kredit einzuräumen, daß er ehrlich seine Meinung schreibt. Von der Aufgeblasenheit vieler im öffentlichen Leben stehender Personen ist bei ihm nichts zu finden. Und er beantwortet die Frage ob er persönlich glaube, daß Jesus Gottes Sohn ist, eindeutig mit Ja. Sehr interessant ist, daß er in diesem Buch auch einen Freund aus dem Judentum zum Wort kommen läßt, der ihm leider nicht zustimmt. Über Gott in drei Personen, Vater, Sohn und Hl. Geist findet man jedenfalls dort viele Gedanken, Lehrreiches und im Autor einen wirklich christlichen Menschen.

    • Gerhard Pascher
      11. Februar 2013 14:19

      Ich kenne nur ein Buch von ihm. Nach dem Lesen kam ich zur Überzeugung: ein sehr weiser und weitblickender Mann. So wird er auch in die Geschichte eingehen.

  53. S.B.
    11. Februar 2013 13:16

    Schade, daß Papst Benedikt als einer der intellektuellsten Persönlichkeiten der katholischen Amtskirche zurücktritt.

    Wenn er jetzt auch noch unseren Kardinal Schönborn zum gleichen Schritt bewegen könnte, hätte er Österreich bei seinem Abgang noch einen großen Dienst erwiesen!

    • GOP
      11. Februar 2013 14:15

      S.B.:
      Schönborn kann gar keine großen Entscheidungen treffen, welche nicht vorher mit dem Vatikan abgesprochen sind. So geht es allen Kardinälen und Bischöfen. Lediglich auf den unteren Hierarchieebenen gibt es Priester und Diakone, welche sich gegen manches nicht mehr Zeitgemäße wehren. Demokratische Strukturen kann es aus bestimmten Gründen in einer christlichen Kirche nicht geben - leider. Daher gibt es nur Hoffnung bei einem neuen Papst. Allerdings denkt die katholische Kirche nun langfristig, daher kann man auch vom neuen Papst keine Revolutionen erwarten.

    • Wertkonservativer
      11. Februar 2013 14:53

      Also, bitte, werte @ S.B.:

      man mag ja an Kardinal Schönborn durchaus einiges auszusetzen haben (auch ich habe ihn da und dort schon - allerdings respektvoll - kritisiert), doch können seine aktuelle Kontakt- und Entscheidungsschwäche, auch einige Fehlbesetzungenim im Kirchen-Sozialbereich, nicht vergessen lassen, dass er als Hirte seiner Gemeinde, und auch als geachteter Kardinal nach außen, ein respektables Bild abgibt.
      Er galt seit den Neunzigerjahren immerhin als "papabile", also als möglicher Anwärter auf den "Heiligen Stuhl", von dem Papst Benedikt XVI jetzt Abschied nimmt.
      Im übrigen schätzt Benedikt Kardinal Schönborn seit Jahrzehnten als ihm recht ähnlichen Kirchen-Intellektuellen, und das soll schon was heißen!
      Aber dieses Heruntermachen eines zumindest integren und wohlmeinenden Kirchenführers halte ich doch für verzichtbar!
      Nichts für ungut, bitte!
      (mail to: gerhard@michler.at)

    • S.B.
      11. Februar 2013 15:20

      Sg. @Wertkonservativer

      Wo habe ich Kardinal Schönborn "heruntergemacht"? In meinem Kommentar findet sich kein einziges diskreditierendes Wort.

      Spätestens seit Kardinal Schönborns Entscheidungsschwäche bezüglich Asylantenmißbrauch bei der Votivkirchenbesetzung finde ich ihn persönlich rücktrittsreif. Und das darf doch noch erlaubt sein.
      Ansonsten habe ich keine Abfälligkeiten über ihn verloren, oder finden Sie welche?

    • Wertkonservativer
      12. Februar 2013 08:12

      Also, liebe @ S.B.:

      wegen eines uns unangenehm aufstoßenden Asylmissbrauchs-Gschichtls und Schönborns diesbezüglich allzu gutmütiger und zögerlicher Reaktion bzw. Nicht-Reaktion, gleich einen Kardinal zum Amtsrückzug aufzufordern, halte ich für einigermaßen überzogen!

      Das wäre ungefähr so, als wenn man unseren BP zum Amtsrückzug animieren würde, weil er wegen seiner täglich überzogenen Aufenthaltsdauer am WC seine Arbeitszeit ungebührlich schmälert (hahaha!).
      Aber nun: wieder Friede zwischen uns beiden?

      Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Riese35
      12. Februar 2013 12:34

      **************!

      Beten wir dafür.

    • Riese35
      12. Februar 2013 13:55

      @Wertkonservativer:

      Sehr geehrter Herr Michler!

      So sehr ich Ihre Beiträge sehr schätze, weil sie doch immer wieder ein wichtiges Korrektiv in diesem Forum sind- auch mir passiert es immer wieder, zu vorschnell mit meinem Schnabel zu sein - und zum Denken anregen, drängt es mich hier, ein paar sachliche Ergänzungen zu Ihrem Beitrag hinzuzufügen:

      Ja, ich stimme S.B. voll zu. Auch ich wünsche mir unter den derzeitigen Umständen einen Rücktritt von Kardinal Schönborn, d.h. sofern nicht noch Hoffnung auf Änderung besteht. Das ändert aber nichts an dem ihm gebührenden Respekt, den man ihm auf Grund seiner Funktion schuldet unabhängig davon, wie gut oder schlecht man meint, daß er seine Funktion ausübt.

      Meine Gründe erschöpfen sich nicht an der Nicht-Reaktion in der Sache Votivkirche. Das ist nur einer von vielen Punkten. Viel schwerwiegender ist schon sein ORF-Auftritt, wo er coram publico in einer zentralen Moral- und Sittenfrage diametral im Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche und zur Heiligen Schrift steht. Was er damals in Sachen Homosexualität gesagt hat und vor allem auch wie verlogen er gehandelt hat, macht ihn nicht nur als Bischof, sondern auch als einfachen Gläubigen untragbar. Siehe die beständige Lehre in dieser Sache: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20030731_homosexual-unions_ge.html
      Die Originalaussagen Kardinal Schönborns könnte ich bei Bedarf beschaffen, sollten aber öffentlich verfügbar sein.

      Als Hirte und Bischof wäre es seine Pflicht, diese beständige Lehre der Kirche zu verkünden. Das hat er nicht nur unterlassen, sondern sich sogar so verhalten, daß der Zuschauer vom Gegenteil ausgehen muß.

      Auf diese Weise wird ständig in der Erzdiözese Wien unter dem Schutzschirm des Kardinals die beständige katholische Lehre untergraben und uminterpretiert. Ich bin RÖM.-kath. und nicht wienerisch-kath.!

      Weitere Punkte, die ihn als röm.-kath. Bischof untragbar machen:

      a) Hintertreiben der päpstlichen Bischofsernennungen (z.B. Linz) - das Verhalten Kardinal Schönborns war damals sehr schäbig, er hat sich an die Spitze einer Intrige mit ungerechtfertigten Anschuldigungen gegen Hw. Wagner gestellt, so lange, bis dann Hw. Wagner in Anbetracht der haltlosen Anschuldigungen selbst zurückgezogen hat.

      b) Agitation gegen den Hl. Vater

      c) Verschleppung erforderlicher Maßnahmen gegen den Ungehorsam (wobei er ja selbst gegen den Hl. Vater ungehorsam ist)

      d) Auftritte von Hw. Faber (ich frage mich, wie lange es noch dauern wird, bis man die Kirche wegen der Auftritte Hw. Fabers mit Schmutz beschütten wird so wie man jetzt gezielt lange zurückliegende Mißbrauchsfälle als Vorwand nimmt - jetzt läßt man gewähren und sammelt Stories, irgendwann dreht man den Spieß um und verwendet dann das Material gegen die Kirche)

      Diese Liste ließe sich lange fortsetzen.

      LG,
      Riese35

    • Wertkonservativer
      12. Februar 2013 14:29

      Sehr geehrter @ Riese35!

      Ganz offen gesagt, habe ich nach Kenntnisnahme Ihrer ergänzenden Schuld- bzw. Versäumnisliste, Kardinal Schönborn betreffend, eine nicht mehr so positive Meinung von ihm!
      Ich stehe daher nicht an, mich bei @ S.B. hinsichtlich meiner flapsigen Zurechtweisung zu entschuldigen, und bitte, diese anzunehmen!
      Ihnen danke ich für Ihre kenntnisreiche Zurechtweisung meiner vorschnellen, und - wie man sieht - von Äußerlichkeiten bestimmten Einschätzung des Kardinals und Menschen Schönborn!

      Herzlich Grüß Gott!

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • S.B.
      13. Februar 2013 00:46

      Sg. @Wertkonservativer

      Danke für Ihre Geste, für mich sind die Differenzen somit ausgeräumt.
      Herzliche Grüße
      S.B.

  54. Thaler
    11. Februar 2013 13:08

    Ziemlich erstaunlich der Zeitpunkt dieses Kommentarr und seine Analyse. Hat Unterberger schon vorweg etwa gewusst, was passiert?

    • A.K.
      11. Februar 2013 13:47

      Die Mitteilung stand um ca. 12 Uhr als Eilt-Meldung zur Verfügung.
      Dr. Unterberger hatte wenig Zeit - aber für sein Niveau doch genug - um einen fundierten Beitrag um 13:06 als tagebuchnotiz zu bringen. Bravo!

  55. Solo dios basta
    11. Februar 2013 13:07

    O.T.:
    Bericht von Radio Vatican bezüglich Rücktritt von Benedikt XVI.
    auf Internetseite

    http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=663810

    bringt das Schreiben vom Rücktritt von Benedikt XVI.
    Wenn man dort auf „mp3“ klickt, kann man die Originalrede in Latein hören.

    Jeder anständige Mensch, der Qualität dieser Rede liest/hört, wird wohl den Rücktritt des Papstes Benedikt XVI. bedauern!

    • Riese35
      12. Februar 2013 12:31

      Danke für den Hinweis. Der ORF hat in seinem Bericht wieder pausenlos dreingequatscht, um so zu verhindern, daß man die Originalrede hört.

      An dasselbe Dreinquatschen kann ich mich beim Requiem S.K.K.H. Erzherzog Ottos erinnern. Damals war Hw. Zulehner der Dreinquatscher. ... damit ein Fernsehzuschauer ja nicht in die Verlegenheit kommt, die Schönheit eines gregorianischen Chorals und eines feierlichen Amtes mitzubekommen. Und alles mußte er pausenlos kommentieren.

      Von Untertiteln für jene, die die lateinische Sprache nicht verstehen, hat der ORF offenbar noch nichts gehört.





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