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Krumme Gurken, schrumpelige Äpfel und selektive Aufregungen

Sie war jahrelang einer der häufigsten Kritikpunkte, der gegen die Europäische Union vorgebracht worden ist: die Gurkenkrümmung. Jeder Provinzpolitiker erregte sich darüber, dass die EU auch solche, ja wirklich überflüssige Dinge regle. Diese Gurken-Aufregung hat sich jahrelang wohl am festesten von allen EU-Themen in den Köpfen an den Stammtischen eingegraben. Dennoch war sie unberechtigt. Hingegen haben die EU-Bürger über viele andere echte Fehler der europäischen Bürokratie desinteressiert hinweggesehen.

Die Regelung der Gurkenkrümmung war keine unziemliche Einmischung der EU in unser Essen, sondern eine Hilfe für den Lebensmittelhandel. Die dieser auch unbedingt wollte.

Die Regelung hat in Wahrheit niemanden gestört. Denn: Es hat praktisch kein EU-Durchschnittsbürger mitbekommen, dass die Regelung – wie viele andere europäische Vermarktungsnormen im Agrarsektor – schon seit 2009 außer Kraft ist. An der Praxis im Handel hat sich aber seither absolut nichts geändert.

Die Gurkenkrümmungsnormen und viele ähnliche Regeln waren nämlich in Wahrheit äußerst sinnvoll: Sie haben den europaweiten Lebensmittelhandel vereinfacht. Die Käufer wussten, was jede einzelne Handelsklasse bedeutet, die sie irgendwo in Europas kaufen.

Der Griff des Konsumenten entscheidet

Solche Normen gehen letztlich auf Wünsche der Konsumenten zurück, oder genauer auf ihr Handeln. Diese mokieren sich zwar bei Umfragen gerne über die Gurkenkrümmung, greifen aber im Gemüsegeschäft und Supermarkt immer nur nach den schön geraden Gurken. Daher haben Bauern, die krumme Gurken liefern wollen, auch nach Abschaffung der EU-Normen genauso geringe Chancen auf Abnehmer wie vorher.

Der Handel hat das Aus für die EU-Regelung jedenfalls blitzschnell durch andere Markt-Usancen ersetzt. Insbesondere war dabei die ECE, die UNO-Wirtschaftskommission für Europa, hilfreich. Deren Richtlinien sind zwar unverbindlich, aber in der Kette Bauern-Großhändler-Gemüseregale-Konsumenten eben überaus hilfreich.

Daher gibt es weiterhin Zucchini der Klasse 1; diese dürfen nur einen Stiel von maximal drei Zentimetern Länge haben. Daher wird Spargel auch künftig nur rechtwinkelig abgeschnitten. Daher haben unförmige Karotten keine Chance gegen das orange Gardemaß.

Daraus kann man zweierlei lernen: Erstens hat die EU erfahren, dass sich schlechte Nachrichten (eben die von den angeblich schikanösen Gurken-Richtlinien) immer viel stärker verbreiten als gute Nachrichten. Der Union hat daher die erhoffte Imageverbesserung durch die Abschaffung der meisten Lebensmittel-Regelungen überhaupt nicht geholfen. Sie hat das freilich auch nicht mit einer Kommunikations-Strategie zu nutzen versucht.

Wann wird „biologisch“ gekauft?

Die zweite Lehre handelt vom Stichwort „Bio“: Gemüsehändler können auf die Kiste mit den schrumpeligen Äpfeln noch so groß „Bio“ draufschreiben. Genommen werden jedoch nur die schönen, fehlerfreien Exemplare. Daran ändert auch der Umstand nicht, dass an sich die Konsumenten bei Umfragen immer große Begeisterung über angeblich oder wirklich biologisch erzeugte Lebensmittel äußern (was „biologisch“ auch immer konkret bedeuten mag).

Als Käufer greifen sie jedoch höchstens dann zu Bio-Lebensmitteln, wenn diese optisch genauso schön wirken wie normale Produkte. Das geht natürlich am leichtesten, wenn sich das Produkt dem Konsumenten schön verpackt präsentiert, wie beispielsweise Yoghurt oder Milch. Dieses Verhalten wird wiederum vom psychologisch einfallsreichen Handel ganz gezielt genützt, um dem Konsumenten solche verpackten Bio-Produkte nun viel teurer zu verkaufen. Hingegen sind bei unmittelbar sichtbaren Angeboten wie Obst und Gemüse die meisten Bio-Bemühungen wieder weitgehend eingestellt worden. Hier verkauft sich nur strahlende Schönheit.

Das führt nun zu problematischen Folgen am Beginn der Lebensmittelproduktion, aber auch im Handel: Alles, was nicht so schön aussieht, wird erbarmungslos weggeschmissen, auch wenn es problemlos genießbar wäre. Dadurch wandert weit mehr als ein Drittel der einschlägigen Gewächse direkt auf den Komposthaufen.

Das kann man nun in Sonntagspredigten kritisieren und tadeln. Aber man sollte weder den Bauern noch dem Handel die Schuld daran geben, und auch nicht der EU. Entscheidend sind wie immer in einer freien Wirtschaft die Konsumenten. Also wir.

EHEC als Bio-Killer

Mitschuld an der geringen Popularität von biologischem Obst und Gemüse trägt aber auch die einstige EHEC-Infektion. Diese war direkte Folge einer biologischen Erzeugungsweise. An EHEC sind vor allem in Deutschland immerhin Hunderte Menschen schwer erkrankt. Was nur deshalb wenig ins Bewusstsein eingedrungen ist, weil die Medien die Berichterstattung drastisch hinuntergefahren haben, als der „Bio“-Zusammenhang klar wurde.

Unbestreitbar hat EHEC jedenfalls viel mehr Menschen unmittelbar geschädigt als die Zerstörung eines japanischen Atomkraftwerks durch einen Tsunami. Über diesen AKW-Unfall ist aber Tausendmal mehr berichtet worden als über EHEC. Und die Folgen sowie Kosten der dadurch ausgelösten deutschen Energiewende sind in ihren Dimensionen für ganz Europa noch gar nicht absehbar.

Noch einmal zurück zur Gurkenkrümmung: Die etwa rund um den österreichischen EU-Beitritt, aber auch in den Jahren nachher überdimensionale Beachtung des Themas zeigt, wie wenig die Intensität der öffentlichen Debatte mit der wirklichen Bedeutung korreliert.

Die einstige Gurken-Aufregung steht etwa in totalem Missverhältnis zum heutigen europäischen Desinteresse an den EU-Finanzen. Dabei müsste beispielsweise in diesen Tagen ein lauter Aufschrei über eine kräftige Erhöhung der europäischen Beamtenbezüge durch den Kontinent gehen. Diese Bezüge springen nämlich kräftig nach oben, weil sich die Mitgliedsländer nicht über die Verlängerung einer Solidaritätsabgabe für die Beamten einigen konnten. Das ist in Zeiten einer europaweiten Schuldenkrise und angesichts der auch nach Abzug der Solidaritätsabgabe enorm privilegierten Beamtengehälter eine unglaubliche Provokation.

Diese ist zumindest bisher völlig untergegangen.

Zigaretten-Schockbilder und Flughafen-Tarife

Viel interessanter wäre derzeit auch die Frage, ob es nicht viel schlauer wäre, den – unbestreitbar – schwer ungesunden Zigarettenkonsum durch Preiserhöhungen an Stelle der geplanten medizinischen Schockbilder zu bekämpfen. Das würde vor allem Jugendliche viel mehr abschrecken, die ja die entscheidende Zielgruppe bei Gesundheits-Initiativen sein müssten. Noch dazu, wenn man weiß, dass vor allem geldknappe Unterschichts-Jugendliche überdurchschnittlich anfällig fürs Rauchen sind. Postpubertäre Jugendliche kommen sich hingegen toll vor, wenn sie ihren „Mut“ zeigen können, indem sie trotz der von Brüssel künftig verordneten grauslichen Bilder rauchen.

Ebensowenig für Debatten sorgt der Widerstand von – auch österreichischen – Abgeordneten gegen mehr Wettbewerb bei der Bodenabfertigung von Flugzeugen. Die Kommission wollte durchsetzen, dass mindestens drei Bewerber im Rennen sein müssen, und hätte dafür unsere laute Unterstützung verdient. Den Abgeordneten genügen jedoch zwei. Das ist keineswegs eine bloß akademisch-bürokratische Frage. Denn den Unterschied zahlen die Konsumenten, also die Flugpassagiere. Und dass zwischen nur zwei Marktteilnehmern der Wettbewerb nicht gerade stark ist, sollte man auch im EU-Parlament bedenken.

Wir aber können über die merkwürdigen Mechanismen nachdenken, wann in Europa ein Thema zum Thema wird, und wann nicht. Die Gurkenkrümmung war jedenfalls das falsche Thema.

 

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 08:56

    Man darf nicht übersehen, dass hinter vielen (unsinnigen) EU-Verordnungen und Richtlinien Interessensgruppen und eine Menge an erfolgreicher Lobbyingarbeit steht. So auch an der beispielsweise angeführeten Gurkenkrümmungsverordnung aus 1988 (welche übrigens nicht völlig abgeschafft wurde). Da war die Industrie und der Handel sehr interessiert, damit weniger Platz in den Kartons, den Fahrzeugen und den Regalen beansprucht werden. Der "Warenabfall" wurde und wird weiterhin im Verkaufspreis einkalkuliert und brav vom Käufer bezahlt.
    Beim Glühlampenverbot wiederum hat die europäische Vereinigung der Leuchtmittelindustrie neue Geschäftsmöglichkeiten für die neue Leuchtkörpergeneration erkannt und wird uns demnächst einen neuerlichen Umstieg auf LED u.a. "schmackhaft" machen.
    Dies sind zwei Beispiele, wie erfolgreich mit scheinbar harmlosen Methoden (und viel Geld, was auch in den Verkaufspreisen "eingepreist" ist) unser Leben beeinflusst wird.
    Ich gebe aber Herrn Unterberger völlig recht, dass mündige Verbraucher sich dies alles nicht gefallen lassen müssen bzw. durch entsprechendes Einkaufsverhalten und Boykott durchaus auch Macht zeigen könnten. Leider ist aber die Mehrheit der Bevölkerung leicht manipulierbar, was wiederum mit der schlechten Ausbildung und Erziehung durch Familie und Schulen begründet ist.

    Was waren das noch für goldene Zeiten, als es kleine, mit Pünktchen versehe Äpfel zu kaufen gab, welche - im Gegensatz zu heute - auch einen guten Geschmack hatten. Fast alle dieser Bäume wurden vernichtet, da die Marktordnungen nur mehr makellose Ware zum Verkauf erlauben. Oder lokales Gemüse, welches erst nach Erlangung der Reife geernet wurde - und nicht schon viel früher gepflückt, besprüht und durch ganz Europa gekarrt wird. Tomaten und Erdbeeren kann man zwar nun ganzjährig kaufen, aber ausser einem schönen Aussehen haben diese keinen sortentypischen Geschmack mehr.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 11:05

    @ Bio

    Am besten ist es, sein Obst und Gemüse, seine Viecher, die man verspeisen will, selbst zu züchten, selbst zu pflegen und selbst vor Vergiftung und 'Ertragswirtschaft' zu schützen.

    Alles andere ist Vertrauenssache.

    Dass die Konsumenten gnadenlos das 'Schöne' kaufen, auch wenn es vergiftet ist, ist natürlich jedermanns eigene Sache und eben so ähnlich wie P.C.

    Jedenfalls habe ich an einer hochkarätigen Diskussion zum Thema Ertragsbauern versus Biobauern in Deutschland teilgenommen und Chemische Industrie, Universität, Landwirtschaftskammern und Politikern des Landes Baden Württemberg und ich konnte die Argumente alle wahrnehmen, die da von verschiedenen Seiten gebracht wurden. Mein Einwurf war Massenvergiftung versus Volksgesundheit.

    Ernährung der Weltbevölkerung wurde da vorgebracht und von der gegenseitigen Meinung samt Beweisen vernichtet, es hätte nämlich die Erde ohne Bodenvergiftung und Ertragssteigerung bei natürlichem Anbau auch genug Resourcen, alle zu ernähren, allerdings ist unsere Lebensweise dafür nicht mehr geeignet, wir essen zu viel, werfen zu viel weg (30-40%), müssen daher Lebensmittel importieren (!!), achten nicht auf die beigefügten Gifte und leben mit der Globalvergiftung, die rasch fortschreitet, und auch die Urbanisierung und Industrialisierung und Verkehr wirken so ähnlich wie die chemischen Vergiftungen, von Boden, Pflanzen, Tieren, der Frischhalte- und Verpackungsindustrie. Auch EHEC wurde vorgebracht und konnte nicht wirklich entkräftet werden, entstanden ist es aber auch durch einen fatalen Fehler.

    Dass man den Titel 'Bio' kaufen kann, wie fast alles für Geld erhältlich ist, ist ja auch nicht wirklich was neues.

    Auch genetisch veränderte Produkte wurden seziert und ich selbst neige auch dazu, diese skeptisch zu betrachten ob der massiven Genveränderungen, deren Auswirkungen Glutene, etc. sind, was wiederum gesundheitsschädlich sein können und massenhaft auch sind.

    Also viel, groß und schön ist leider auch nicht die richtige Wahl, 'Bio' muss man selbst prüfen, vieles ist wirklich so, wie beschrieben, aber vieles auch nicht, und, wie gesagt, am besten, man baut es selbst an und pflegt es selbst.

  3. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 18:13

    reinhard.horner@chello.at

    Prosit und einige Bemerkungen zu „unserem“ Blog 2013 ff

    Es ist schön, wenn dieser zweifelsohne wichtige Blog 2013 ff sehr kritisch und zugleich zukunftsgewandt aktiv bleibt.

    Das Wiederholen in Abhängigkeiten mit allen Fehlern, ebenso die Fortführung von Feindschaften in Gegenabhängigkeiten und Abbrüche, um Einseitiges durchboxen zu können, das sollten wir hinter uns lassen.

    Bewährtes selektiv zu bestärken und zukunftstaugliches Neues zu schaffen, kann und soll stetig zur Aufgabe und Verantwortung stehen.

    Fundamentalismen – überkommene und neu entfachte – verfehlen stets die Anforderungen und die Zukunftschancen der Realitäten, das umso mehr, wenn sie kritiklos auf Überkommenes zurückgreifen oder bloß veränderungswütig umgesetzt werden sollen.

    Ängste und pauschale Verdächtigungen und Schuldzuweisungen bringen nichts Positives. Auch keine nützlichen Verhinderungen.

    Die Schimpfereien sind nicht nur entbehrlich, sondern mehr noch hinderlich.

    Es kann und soll darum gehen, den qualitativ bedeutenderen Teil der Bürgerschaft, der mit seinen Leistungen den gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt trägt und zulängliche Repräsentanten hervorbringen soll, zu stärken und zu mehren. Die Beitragsverweigerungen sind abzubauen.

    Die Demokratie ist nicht zu bekämpfen, sondern zu reinigen und zu stärken, um ihren unverkürzten Anspruch mittels Mehrheitsentscheidungen ohne Unterdrückung von Minderheiten erfüllen zu können – in Freiheit, Gleichheit (Gleichwertigkeit) und Brüderlichkeit.

    Im 21. Jahrhundert darf nimmermehr daran vorbei empfunden, gedacht und gehandelt werden, dass wir in einer Welt der Menschheit von 7 Milliarden plus leben und demgemäß zu wirken haben.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 06:35

    Guten Morgen allerseits! Ausgeschlafen?

    Man glaube mir bitte: ich liebe Gurken, besonders die kleinen, süß-sauren (wie das Leben eben auch spielt) , doch am ersten Tag über die Gurkenkrümmuing zu diskutieren, widerstrebt mir einigermaßen!

    Daher o.t. (man verzeihe mir):

    Die lächerliche und kindische Mitternachts-Böllerei (mit Hilfe von Ohropax) gut überstanden, den Jahreswechsel mit seinem Gedudel und Gesäusle glücklich verschlafen, und daher gut ausgeruht, möchte ich das Neue Jahr als Christ ernst beginnen:

    Dietrich Bonhoeffer (1906 bis 1945) deutscher evangelischer Theologe. schrieb am
    1. Jänner 1945 in der Todeszelle des Gestapo-Zellengefängnisses Berlin folgenden berührenden Text:

    "Von guten Mächten
    treu und still umgeben

    Von guten Mächten treu und still ergeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit Euch leben
    und mit Euch gehen in ein neues Jahr.

    Noch will das alte unsre Herzen quälen,
    noch drückt uns schwerer Tage böse Last.
    Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
    das Heil, für das Du uns bereitet hast.

    Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
    des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus Deiner guten und geliebten Hand.

    Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
    und dann gehört Dir unser Leben ganz.

    Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
    die Du in unsre Dunkelheit gebracht.
    Führ', wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
    Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

    Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so laß uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
    "
    Eiun Hohelied des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe!

    Gerhard Michler

  5. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 13:52

    Orte ich da einen kleinen Widerspruch, denn wenn ein FREIER Markt Angebot und Nachfrage regeln soll, dann muß sich die EU erst recht nicht mit der Einführung und dann erst wieder mit der Abschaffung von Verordnungen für Gurkenkrümmungen, schrumpelige (Bio-)Äpfel bzw. längeren oder kürzeren Zucchinistielen beschäftigen, weil sie der Konsument sowieso nicht kauft und die Produktion daher entsprechend ausfällt. Wer jedoch lieber zu unansehnlichen, heimischen Obst- und Gemüsesorten greift, weil sie vielleicht billiger angeboten werden, sollte in seiner Entscheidungsfreiheit nicht eingeschränkt werden.
    Das würde die Bürokratie in Brüssel entlasten und sie könnte sich in der Tat den viel dringenderen (Finanz-)Problemen widmen.

    Ob Fukushima (und seinerzeit auch Tschernobyl) weniger Menschen geschädigt hat als EHEC wage ich zu bezweifeln. Ich sehe es eher umgekehrt. Die Berichterstattung über die Atomunfallfolgen sind wesentlich zurückhaltender als seinerzeit bei der EHEC-Hysterie. Vermutlich hat die Pharmaindustrie an Radioaktivität weniger Interesse.

    Was mich mehr verwundert ist, warum man die sinnlosen Silvesterknallereien nicht rigoroser verbietet, nachdem sie jedes Jahr tatsächlich großen Schaden anrichten und in keinem Verhältnis zu deren Nutzen (?) stehen.
    Ist diese Lobby derart emsig am Werk, daß man die "Kollateralschäden" ganz einfach in Kauf nehmen muß?

    http://orf.at/#/stories/2159002/

    P.S.: Ich bedanke mich bei allen Mitdiskutanten, die mir mit ihrer Bewertung meine Platzierung im Dezember ermöglichten.
    Herzlichen Dank und ich hoffe auch im Jahr 2013 zu einem weiteren, erfolgreichen Gelingen dieses so wichtigen Tagebuches beitragen zu können.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 20:48

    Als "Landei" genießt man gewisse Vorteile beim Einkauf und darf dabei getrost häufig die unsinnigen EU Verordnungen vergessen. Hier gibt es ausreichend Obst- u. Gemüsebauern, eigentlich generell viele bäuerliche Selbstvermarkter, die man natürlich pers. kennt, damit "Bio" relativiert - die Ware muß in Ordnung sein und das Preis- Leistungsverhältnis muß stimmen.
    Wir "Landeier" sind auch noch nicht derartig verwöhnt und degeneriert, daß wir nicht "einen schrumpeligen Apfel" ausschneiden und verwenden. (Die besten Äpfel für Apfelstrudel sind "Klaräpfel", die gibt es nur hier und sind nicht lagerfähig, lassen sich aber gut einfrieren und kosten v.a. meist nichts, außer einige Arbeitsstunden.) Aber was soll's, der mündige Kunde entscheidet selbst über seinen Einkauf.
    Der mündige Kunde entscheidet auch darüber Zigaretten zu kaufen, bzw. zu rauchen, dazu braucht er keine von der EU verordneten Schockbilder, die jedem Raucher schnurz egal sind. Aber was soll's, das schafft (unnötige) Verwaltungsposten.
    Sehr interessant ist jedenfalls, daß die mündigen Japaner die Atomkraft - trotz Fukushima - befürworten. Strom ist in Japan sehr billig, dort wird rund um die Uhr alles beleuchtet und in Betrieb gehalten und diesen Zustand wollen die Japaner belassen, ohne sich zu Tode zu fürchten. (Denkt man an die ö. Strompreise, könnte man glatt zum Atomstrombefürworter werden.)
    Der mündige EU-Kunde - in diesem Fall der Wähler - hat jedoch nur sehr begrenzt Entscheidungsfreiheit was die Verwaltung und Finanzierung seines "Reiches" betrifft, das Dritte ihm aufschwatzen. Die tägl. Gurke wird hier dch. einen 5 Jahresrhythmus ersetzt, der einer Zentralisierung Legitimation verleihen soll.
    Damit das so bleibt und damit das verwaltungsintensive EU Konstrukt aller Parteien samt Mitarbeitern so frisch-fröhliche Urständ weiterfeiern kann, hilft die gekaufte Journalistenschaft entsprechend aus.
    Hoffentlich sind noch genug nicht gesamtschulverdummte Bürger übrig, um diesen vielen Unsinnigkeiten, Fehl- u. Faschinformationen entgegenzutreten und die Diskussion in die richtige Richtung zu leiten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2013 23:02

    Die einen fürchten sich zu Tode und die anderen regulieren sich ins Out. Beides ließe sich mit ein klein wenig Hausverstand vermeiden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpennpatrik
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2013 08:02

    Der neue Streich: Einheizbadezimmerarmaturen..
    Wie die Einheizgendervorschriften.
    Was ist, wenn wir die Segnungen auch dann nicht haben wollen, wenn sie begründbar sind?
    Lernen wir nicht in allen Verhaltensseminaren, dass unser Glück darn besteht, auch unvernünftige Entscheidungen zu treffen?
    Wie wertlos ist Freiheit geworden, worin darf sich der Staat nicht einmischen?
    Offen gesagt deutet alles auf eine DDR 2.0 hin.


alle Kommentare

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  10. de Voltaire (kein Partner)
    04. Januar 2013 11:07

    "Viel interessanter wäre derzeit auch die Frage, ob es nicht viel schlauer wäre, den – unbestreitbar – schwer ungesunden Zigarettenkonsum durch Preiserhöhungen an Stelle der geplanten medizinischen Schockbilder zu bekämpfen." (A.U.)

    "Mir geht es vielmehr darum, daß ich keine Geruchsbelästigung erdulden muß. Rauch stinkt einfach." (Kaffeehäferl)

    "Was mich mehr verwundert ist, warum man die sinnlosen Silvesterknallereien nicht rigoroser verbietet, nachdem sie jedes Jahr tatsächlich großen Schaden anrichten und in keinem Verhältnis zu deren Nutzen (?) stehen." (S.B.)

    Was ist nur aus diesem einst liberalem(!) Blog geworden? Haben die Befürworter von Verahustierung und Gitterstäben auch beim Blogbetreiber und sein Partnern Einzug gehalten? Und außer mir wird diese Entwicklung nur von einem anderen Nichtpartner ("Offen gesagt deutet alles auf eine DDR 2.0 hin." (pennpatrik)) bemerkt? Ein schlimmer Start ins neue Jahr ...

  11. Kaffeehäferl
    03. Januar 2013 00:26

    Wenn es wahr ist, daß gekrümmte Gurken vom Konsumenten nicht angenommen werden, dann drängt sich doch unmittelbar die Frage auf: Wozu dann die Regelung?

    Mich wundert es sehr, daß jemand, der sonst so für Liberalismus eintritt und für Deregulierung, diese (offenbar) unnötige Regelung verteidigt.

    Wie auch immer, es ist ja nicht wirklich die Regelung, die stört. Es ist vielmehr diese Regelung ein Stellvertreter dafür, was die EU zuwege bringt.
    * In den wirklich wichtigen Fragen nämlich nichts.
    * In nebensächlichen Fragen auch nichts.
    Und damit man wenigstens eine Existenzberechtigung vortäuschen kann, regelt man halt völlig unnötige Dinge.

    Und das ist es, was stört. Diese Regelung war/ist geradezu ein Zeichen von Zynismus.

  12. Holmes (kein Partner)
    02. Januar 2013 20:57

    Zum Thema Zigaretten: wer die Bilder von Deix - und damit meine ich die Fotos von Deix - mit dem Inhalator gesehen hat, der sieht am lebenden Beispiel eines Zigarettenrauchers wohin diese Sucht führt. Schamhaft werden diese Bilder kaum veröffentlicht und lassen den Deix in Erinnerung bleiben als Überdrüber-Macho. In Wirklichkeit hat ihn seine Sucht zu einem frühzeitig gealteten und bemitleidenswerten normalen Raucher verkommen lassen.

    • Genussraucher (kein Partner)
      03. Januar 2013 01:02

      Ohne die neuronal anregende Wirkung des blauen Dunstes wäre Deix aber vielleicht nicht auf seine künstlerische Muse und seine verschrobenen Einfälle verfallen, die Sie jahrzehntelang ergötzt haben, hmmm .... ?

      Dann wäre Deix ein Unbekannter für Sie geblieben, der vielleicht als Jogger sein Leben mit 40 ausgehaucht oder als Sexbessesener Aids bekommen hätte ...

    • Genussraucher (kein Partner)
      03. Januar 2013 01:31

      [recte:] ... Sexbesessener ...

  13. Genussraucher (kein Partner)
    02. Januar 2013 16:49

    Zum Unsinn der Gesundheitsdiktatur am Beispiel der Tabakphobie:

    In uninformierten Kreisen wird durch die Wasserträger der Herrschaftseliten der Eindruck propagiert, grausliche Todesursachen wie vor allem Karzinome wären hauptsächlich auf die unverantwortliche Lebensgewohnheit des Tabakrauchens zurückzuführen, weshalb es hoch an der Zeit wäre, dem Bürger die Eigenverantwortung dafür zu entziehen, so dass ihm nichts anderes überbleibt, als gesund zum Wohle und Ruhme aller Dressurmeister samt ihrer Statistiken zu leben.

    Die Wirklichkeit sieht anders aus: Krebs ist - weitaus überwiegend - ein degeneratives Leiden, und nur in Einzelfällen ein hauptsächlich genetisch bedingtes. Dies lässt sich aus einer Statistik der STATISTIK AUSTRIA ableiten, die die Todesursachen von 1970 bis 2011 erfasst:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/todesursachen/todesursachen_im_ueberblick/021985.html

    Dieser Statistik ist zu entnehmen, dass die Todesursache "Krebs" in Ö 1970 knapp 20 % aller Sterbefälle ausmachte, in 2011 jedoch schon gut 26 % ! Dies obwohl auf Geheiß der UNO/WHO seit den 80er-Jahren eine konzertierte Hetze gegen Raucher betrieben worden ist, und unsere Volkszertreter sich ggü der WHO verpflichtet hatten, diese Variante der GEsundheitsdiktatur an allen Rauchern in Ö zu exekutieren. Dementsprechend ist auch die Zahl der Raucher in den letzen 30 Jahren deutlich zurückgegangen, was eine suggerierte Korrelation eindeutig falsifiziert.

    Mit anderen Worten: Obwohl der Tabakkonsum zurückgeht, sterben mehr Leute an Krebs, weil die Lebenserwartung steigt!

    Mitnichten vermag daher die Nikotin-Prohibition einen sanftes Verscheiden im heimischen Bett infolge Altersschwäche zu garantieren !!

    Wenn also eine nicht genau eruierbare, weil gekauften funktionärsgleichen Gutachtern (statt Privatversicherern) zur Feststellung überlassene Kausalitätsrate für Krebs durch Nikotin dazu berechtigt, Bürger teilzuentmündigen, dann wird bei den übrigen beargwöhnten Karzinomkausalitäten bald zur Glorie der Gesundheitsstatistiken nicht anders verfahren werden - you better watch out! Schließlich spucken die Universitäten Jahr für Jahr zu viele Mediziner aus, als tatsächlich gebraucht werden, was immer mehr Arbeitsstellenbeschaffungen für "Gesundheitskommissare" notwendig macht.

    Und zur Tabaksteuer:
    Bei einem typischen brutto-Stangenpreis von 40 Euro (10 Packungen, 200 Zig.) zahlt der Raucher 42 % vom Bruttopreis (=16,80 EUR) PLUS 7,00 EUR, somit insgesamt EUR 23,80 oder knapp 60 % allein an Tabaksteuer. Siehe dazu § 4 Tabaksteuergesetz:
    http://preview.tinyurl.com/b8skxma

    Man stelle sich die Verbitterung vor, wenn jemand, der pro Tag eine Packung raucht und damit schon jetzt dem nimmersatten Fiskus rd 870,- EUR im Jahr in den Rachen werfen muss nur um genießen zu dürfen, und 40 Jahre dem Krankenversicherungssystem keine besondern Kosten verursacht hat, zusehen muss, wie sich verschuldet Fettleibige (jeder Fettleibige könnte durch Zwangsentzug auf Normalgewicht gebracht werden), Abenteuerurlauber, Workaholics, Sportverletzte, und Nichtraucher, die trotzdem an Krebs erkranken etc, auf seine Kosten bereichern. Denn schließlich vertragen nicht nur ein Helmut Schmidt oder ein Heesters Nikotingenuss ohne erhebliche Gesundheitseinbußen.

    Nachsatz:

    Die Lebenserwartung allein kann nur für Amöben ausschlaggebend für die Lebensqualität sein. Andernfalls wäre ja ein ausschließlich in Unfreiheit & Knechtschaft verbrachtes Leben voll toller Lebensqualität, wenn es nur über 100 Jahre andauert.

    • Kaffeehäferl
      03. Januar 2013 00:38

      Zwei Punkte dazu:

      1. Krebs ist nur eine Erkrankung, die durch Rauchen hervorgerufen werden kann. Es gibt derer noch mehr, die meisten Raucher erleben ihren Krebs nicht mehr, da sie vorher an anderen durch Rauchen verursachten Krankheiten sterben.

      2. Für Sie mag es ein Genuß sein, zu rauchen. Das entnehme ich Ihrem Namen. Für mich ist der Gestank, der dadurch verursacht wird, eine Belästigung. Meiner Ansicht nach geht der "Nichtraucherschutz" daher aus einem falschen Ansatz hervor. Der wichtigste Grund für diesen Schutz stellt für mich nicht das Gesundheitsrisiko dar, das durchs Passivrauchen entsteht. Mir geht es vielmehr darum, daß ich keine Geruchsbelästigung erdulden muß. Rauch stinkt einfach.

    • Genussraucher (kein Partner)
      03. Januar 2013 11:39

      ... die meisten Raucher erleben ihren Krebs nicht mehr, da sie vorher an anderen durch Rauchen verursachten Krankheiten sterben.

      Sehr interessant. Hoffentlich wird diese neue Erkenntnis auch weltweit bei den beabsichtigten Schockbildern auf Zigarettenpackungen berücksichtigt?

      Wenn die meisten Raucher ihren Krebs nicht mehr erleben sollen, so bestätigt das übrigens auf verquere Art meine o.a. Angaben, dass Krebs-Todesfälle zunehmen, obwohl der Tabakkonsum zurückgeht.

      Haben Sie auch Quellen für Ihre kühne Behauptung, dass - sagen wir einmal - 5 Jahre weniger an durchschnittlicher Lebenserwartung dazu führen, dass Raucher ihren Krebs nicht mehr erleben?

    • phaidros
      05. Januar 2013 16:59

      Haben Sie auch eine Erklärung dafür, dass 90% der Lungenkrebspatienten Raucher sind?

  14. AppolloniO (kein Partner)
    02. Januar 2013 11:16

    Einspruch, Euer Ehren!
    Es ist zu bezweifeln ob die angeführten Agrarnormen sinnvoll sind, wenn ja, dann bloß für den Handel -aber nicht für den Verbraucher. Diese Verordnungen haben doch nur das Ziel -gleiche Form, gleiche Größe- und der Geschmack interessiert dabei niemand. Auch nicht bei Bio. Wann haben Sie den letzten Paradeiser aufgeschnittten der auch so g e r o c h e n hat?

    Produziert endlich wieder Tomaten die nach Paradeiser schmecken, auch wenn dann kleine neben großen Exemplaren liegen.

    • Da Koal (kein Partner)
      02. Januar 2013 11:43

      Bei Merkur gibt es in der Saison oft alte österreichische Paradeisersorten (bio) die durchaus den speziellen Geschmack haben. Sie können sich auf bei diversen Erzeugern im ganzen Land umsehen, auch rund um Wien gibt es Biohöfe die teilw. auch Biokisten liefern. Sollten sie über einen Garten verfügen, so können sie sich die wunderbarsten Sorten selber anbauen. Arche Noah ist eine gute Anlaufstelle für Informationen, Samenbezugsquellen usw.

  15. Gasthörer (kein Partner)
    02. Januar 2013 11:08

    AU schreibt, die Kunden "greifen aber im Gemüsegeschäft und Supermarkt immer nur nach den schön geraden Gurken." Wer hat sie nicht vor Augen, die Tumulte vor dem Gurkenkisterl, wenn die Hausfrauen sich um die geradeste Gurke streiten, heimlich werden bereits im fremden Einkaufswagerl befindliche gerade Gurken durch krumme ersetzt.

    Wie bei den Gurken greift der von mir geschätzte AU in Sachen EU leider meist ins falsche Kisterl. Dabei ist es doch so offensichtlich. Und es hat auch mit "BIO" zu tun.

    Das zentrale Bio-Thema der EU hat erstmals ein französischer Landwirt angebaut. Es nennt sich Biopolitik oder Biomacht und Wikipedia weiß folgendes darüber:

    "Der Begriff Bio-Macht (französisch: le biopouvoir) geht auf Michel Foucault zurück und bezeichnet Machttechniken, die "nicht auf den Einzelnen, sondern auf die gesamte Bevölkerung zielen", insbesondere auf die Regulierung ihrer Fortpflanzung, die Geburten- und Sterblichkeitsrate, das Gesundheitsniveau, die Wohnverhältnisse, u.a.. Das Ziel der Bio-Macht bei Foucault ist die Regulierung der Bevölkerung. "Bevölkerung ist eine Gruppe, die nicht einfach nur aus vielen Menschen besteht, sondern aus Menschen, die von biologischen Prozessen und Gesetzen durchdrungen, beherrscht und gelenkt sind."

    Foucaults Bio-Macht ist nichts anderes als Rassismus. Wer würde daran zweifeln, dass die Nazis idealtypisch genau das machten, was Foucoult hier beschreibt. Auch Hitler wollte den europ. Einheitsmenschen und einen eurp. Binnenmarkt. Daher wundert es mich immer, wenn gerade die Älteren unter uns die stärksten Anhänger der rassistischen EU-Despotie sind.

    Fälschlicherweise wird heute ausschließlich Ethnozentrismus als Rassismus bezeichnet. Aber nochmal zur EU und zum Thema Bio-Politik, Bevölkerungsregulierun, und Rassismus.

    Halten wir uns an die Fakten:

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/699569/TuerkeiRechte-als-Jugendsuende-der-EU

    "... kein anderes bisher geschlossenes Abkommen der EU einem Drittstaat genüber räumte so weitgehende Rechte ein und zog solch einschneidende Rechtsfolgen nach sich ... Ziel und Zweck des Abkommens von 1963 war die mehr oder weniger uneingeschränkte Gewährung der klassischen europäischen Grundfreiheiten....durch das Abkommen geschaffene gemischte Gremium auf Ministerebene sah sich dazu berufen, türkische Arbeitnehmer und deren Familienangehörige vor Diskriminierung zu schützen....wer also nicht illegal eingereist.. fiel unter diese Schutzbestimmungen. Der Arbeitnehmerbegriff wurde dabei extrem weit interpretiert ... die Integration in den Arbeitsmarkt war keine Vorbedingung, ja nicht einmal eine regelmäßige Beschäftigung wurde verlangt, um als „schutzwürdig“ zu gelten....Und was umfasst nun dieser Schutz? Nicht weniger als ein implizites Aufenthaltsrecht für türkische Staatsbürger in den Mitgliedstaaten der EU. Darüber hinaus Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit, Arbeitserlaubnis und in bestimmten Fällen auch Familiennachzug...Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch noch die sogenannten „Stillhalteklauseln“, welche ebenfalls beschlossen wurden. Bereits 1970 vereinbarte man so, „keine neuen Beschränkungen der Niederlassungsfreiheit und des Dienstleistungsverkehrs“ vorzunehmen. 1980 fügte man die Bestimmung hinzu, dass „für Arbeitnehmer und deren Familienangehörige keine neuen Beschränkungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt“ beschlossen werden dürften."

    Und seit 2006 bekommen auch alle Menschen aus Drittstaaten (für EU-Europäer gilt das seit 2002) die Sozialhilfe bzw, Mindestsicherung:

    "SPÖ beschloss Sozialhilfe für Ausländer
    Der Wiener Landtag hat am Freitag mit den Stimmen der SPÖ die Öffnung der Sozialhilfe für Nicht-EU-Ausländer beschlossen. FPÖ, Grüne und ÖVP lehnten die Novelle ab. Mit der beschlossenen Novelle wurde einer EU-Richtlinie gefolgt, die in sozialen Belangen die Gleichbehandlung von Drittstaatenangehörigen(Menschen aus Nicht-EU-Staaten ) ...vorschreibt."

    Es ist nicht primär die Gutmenschlichkeit der Linken (dieser könnten wir etwas entgegensetzen) -es ist die Legistik der EU (hier sind wir machtlos), die klammheimlich alle Stellschrauben so setzt, dass die einheimische Bevölkerungsmehrheit mit einem Ablaufdatum versehen ist.

    PS.: Gemäß Foucaults Definition sind die beiden rassistischsten Parteien hierzulande " die Grünen" und die SPÖ. Zielt doch beinahe alles, was sie tun, direkt oder indirekt auf Bevölkerungsregulierung ab. Aber hat jemals ein Konservativer drauf hingewiesen?

  16. Da Koal (kein Partner)
    02. Januar 2013 09:46

    Zitat:[...](was „biologisch“ auch immer konkret bedeuten mag).

    Was Bio auch immer konkret bedeuten mag ist in der EG-Öko-Verordnung definiert.
    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2007:189:0001:0023:DE:PDF
    Recherchezeit dafür ~50 Sekunden.
    Alles was darüber hinaus geht steht vermutlich in den Richtlinien der Hersteller, da muss man sich eben auf die Dokumentation der Herstellerseite verlassen - oder eben nicht.

    Zitat:Dieses Verhalten wird wiederum vom psychologisch einfallsreichen Handel ganz gezielt genützt, um dem Konsumenten solche verpackten Bio-Produkte nun viel teurer zu verkaufen. Hingegen sind bei unmittelbar sichtbaren Angeboten wie Obst und Gemüse die meisten Bio-Bemühungen wieder weitgehend eingestellt worden.

    Der psychologisch einfallsreiche Handel nutzt allerdings nicht nur Bio um Produkte möglichst teuer zu verkaufen, sondern versucht dies logischerweise bei allen möglichen Produkten. Das nennt sich Marktwirtschaft, da muss Unterberger jetzt nicht unterstellen, dass Bio an grundlegenden Mechanismen dieser Schuld tragen würde. Tatsächlich liegen übrigens die Produktionskosten von Bio Lebensmitteln natürlich über den Produktionskosten von konventionell hergestellten Lebensmitteln.

    Wo wurden denn die meisten Bio-Bemühungen bei Obst und Gemüse eingestellt? Vom Premium Markt bis zum Discounter führt praktisch jeder Laden Bio Obst und Gemüse. Generell hat Bio hohe Wachstumsraten.
    http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Oekolandbau/BioFach2012.html
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/0,2828,813805,00.html

    In seinem blinden Hass auf alles was irgendwie grün ist erfindet Unterberger hier wieder das Blaue vom Himmel herunter.

  17. Erich Bauer
    02. Januar 2013 08:06

    Könnte mir jemand das Poster-des-Monats-Ergebnis bekanntgeben? Bei mir erscheint nur das November Ergebnis... Es ist nur reine Neugier meinerseits. Dankbar wäre ich auch für die Silber und Bronze Ergebnisse... Ebenso über die jeweilige Stimmenanzahl...

    Danke im voraus.

    • Neppomuck (kein Partner)
      02. Januar 2013 08:54

      So ist es recht.
      Da beginnt endlich einer das Neue Jahr mit einem Witz.

    • Erich Bauer
      02. Januar 2013 09:20

      Das ist nicht witzig. Das ist ernst... Ich brauch' das unbedingt für meine Sozialstudien! :-)

  18. pennpatrik (kein Partner)
    02. Januar 2013 08:02

    Der neue Streich: Einheizbadezimmerarmaturen..
    Wie die Einheizgendervorschriften.
    Was ist, wenn wir die Segnungen auch dann nicht haben wollen, wenn sie begründbar sind?
    Lernen wir nicht in allen Verhaltensseminaren, dass unser Glück darn besteht, auch unvernünftige Entscheidungen zu treffen?
    Wie wertlos ist Freiheit geworden, worin darf sich der Staat nicht einmischen?
    Offen gesagt deutet alles auf eine DDR 2.0 hin.

  19. Haider
    01. Januar 2013 23:02

    Die einen fürchten sich zu Tode und die anderen regulieren sich ins Out. Beides ließe sich mit ein klein wenig Hausverstand vermeiden.

  20. charlemagne
    01. Januar 2013 22:56

    Neue Forumsregeln?

    S.B., der Langzeit-Monatssieger schreibt kürzlich:

    "Habe ich etwas versäumt? Haben hier drei Halbsternderlterroristen die neue Forumsregel eingeführt, daß man - oder noch besser nur ich natürlich - nicht mehr dort einen Kommentar abgeben darf, wo man/ich will? Unterliegt das bereits der Zensur dieser drei Teilnehmer?
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser eng(stirnig)e Rahmen im Sinne des Blogbetreibers wäre. Wenn, dann möchte ich nurmehr von ihm persönlich darüber informiert werden. Und aus! Prosit 2013!"....

    Habe ich da etwas versäumt? Mir ist von dieser Regel nichts bekannt, weiß jemend mehr???

    S.B.

    • S.B.
      01. Januar 2013 23:14

      @charlemagne schrieb um 21:34 Uhr

      "Ich meinte natürlich nur Ihren extremen Fleiß, zu jedem Gast- und Hauptkommentar etwas zu sagen zu müssen) :-)

      Schade um die Zeit für solche Kindereien, aber wenn der Klügere immer nachgibt, behalten die "Eseln" die Oberhand. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein!

    • charlemagne
      01. Januar 2013 23:29

      Ja und?
      das war die Antwort der bestbewerteten Posterin dieses Blogs?

      So einen Schmarren hat ich der Blogbetreiber wahrlich nicht verdient,
      ich plädiere neuerlich für eine Abschaffung des "POSTERS DES MONATS"!

      Hier wird nur die Quantität beurteilt und nicht die Qualität!!!

    • S.B.
      01. Januar 2013 23:39

      @charlemagne

      Sehr belustigend, wenn Sie von "Qualität" schwadronieren!

      Übrigens kann ich Ihnen als letzten Rettungsanker für Ihr scheinbar unüberwindliches Problem die e-mail-Adresse des Blogbetreibers empfehlen, vielleicht erhört er endlich Ihr inniges Flehen? ;-)

  21. Brigitte Imb
    01. Januar 2013 20:48

    Als "Landei" genießt man gewisse Vorteile beim Einkauf und darf dabei getrost häufig die unsinnigen EU Verordnungen vergessen. Hier gibt es ausreichend Obst- u. Gemüsebauern, eigentlich generell viele bäuerliche Selbstvermarkter, die man natürlich pers. kennt, damit "Bio" relativiert - die Ware muß in Ordnung sein und das Preis- Leistungsverhältnis muß stimmen.
    Wir "Landeier" sind auch noch nicht derartig verwöhnt und degeneriert, daß wir nicht "einen schrumpeligen Apfel" ausschneiden und verwenden. (Die besten Äpfel für Apfelstrudel sind "Klaräpfel", die gibt es nur hier und sind nicht lagerfähig, lassen sich aber gut einfrieren und kosten v.a. meist nichts, außer einige Arbeitsstunden.) Aber was soll's, der mündige Kunde entscheidet selbst über seinen Einkauf.
    Der mündige Kunde entscheidet auch darüber Zigaretten zu kaufen, bzw. zu rauchen, dazu braucht er keine von der EU verordneten Schockbilder, die jedem Raucher schnurz egal sind. Aber was soll's, das schafft (unnötige) Verwaltungsposten.
    Sehr interessant ist jedenfalls, daß die mündigen Japaner die Atomkraft - trotz Fukushima - befürworten. Strom ist in Japan sehr billig, dort wird rund um die Uhr alles beleuchtet und in Betrieb gehalten und diesen Zustand wollen die Japaner belassen, ohne sich zu Tode zu fürchten. (Denkt man an die ö. Strompreise, könnte man glatt zum Atomstrombefürworter werden.)
    Der mündige EU-Kunde - in diesem Fall der Wähler - hat jedoch nur sehr begrenzt Entscheidungsfreiheit was die Verwaltung und Finanzierung seines "Reiches" betrifft, das Dritte ihm aufschwatzen. Die tägl. Gurke wird hier dch. einen 5 Jahresrhythmus ersetzt, der einer Zentralisierung Legitimation verleihen soll.
    Damit das so bleibt und damit das verwaltungsintensive EU Konstrukt aller Parteien samt Mitarbeitern so frisch-fröhliche Urständ weiterfeiern kann, hilft die gekaufte Journalistenschaft entsprechend aus.
    Hoffentlich sind noch genug nicht gesamtschulverdummte Bürger übrig, um diesen vielen Unsinnigkeiten, Fehl- u. Faschinformationen entgegenzutreten und die Diskussion in die richtige Richtung zu leiten.

    • Haider
      01. Januar 2013 22:59

      Meine Frau kauft oft Gemüse bei einer Direktvermarkterin, die einfach ein Tischerl mit den ausgepreisten Waren neben dem Gartentürl aufstellt und eine Schachtel dazu, in der Hoffnung, daß der ehrliche Konsument seinen Obulus einwirft. Und es funktioniert seit Jahren bestens. Sogar in Wien haben wir inzwischen einen Anbieter gefunden, der nur direkt beim Erzeuger erworbene Saisonwaren anbietet. Wer unbedingt Spargel im Jänner essen will, muß halt auf Dosenfutter zurückgreifen. Wir essen Spargel dann, wenn er im Marchfeld reift. Auch Erdbeeren essen wir lieber im Sommer direkt vom Garten - oder als Marmelade im Winter.
      Meist ist es ja pure Gedankenlosigkeit und/oder die Verführungskunst eines Filialleiters, die einem zu Sterilgemüse/Sterilobst greifen läßt.
      Laßt uns lieber weniger, aber dafür Gutes, als viel Wertloses essen.

    • Brigitte Imb
      01. Januar 2013 23:44

      @ Haider,

      meine Familie und ich legen immer mehr Wert darauf, genau zu wissen was wir essen, darum wird was geht selbst zubereitet und hergestellt. Zumal wir eine "kochende" Familie sind, bereitet uns das noch mords viel Spaß und von unserem Profi (der Sohn ist Koch) erhalten wir dazu oftmals wirklich ausgefeilte Tipps.
      Eine Bäuerin liefert zweimal in der Woche ihre Produkte, das ist echt super!, und mein neues "Hobby" ist eine "Milchwirtschaft". Der Liter Vollmilch ist (geliefert!) billiger als im Handel; ich bekomme 2x die Woche 2 L, davon schöpfe ich 1/4 L Rahm ab, den ich entweder verkoche, als Schlagobers verwende, od. einfriere um später daraus Butter zu rühren. Aus 20l Milch bekomme ich 2,5 L Schlagobers, bzw. 1Kg Butter, wovon ich bestimmt nicht reich werde, aber immerhin ....und es taugt mir und meine Butter hält kein anderer vorher in seinen Händen. :-)
      Schön finde ich, daß meine Kinder diesen altmodischen Kurs ebenfalls fahren und die Qualität unserer Produkte kann sich sehen lassen. Wurschten, das mach' ma (noch) nicht selber, denn dazu haben wir zu gute Kontakte zu unserem erstklassigen Fleischer.
      Selbst im Winter kann man schmackhafte Gerichte mit den bei uns natürlich eingelagerten Produkten herstellen, es darf einem halt der Aufwand nicht zu viel sein.

    • Specht (kein Partner)
      02. Januar 2013 11:39

      Woher sollen die nicht gesammtschulverdummten Bürger kommen, was haben wir denn für Lehrpersonal? Seit etlichen Jahrzehnten ist die Bildung mit Duldung der ÖVP in den Händen der Sozialisten. Ein Stück des Weges miteinander wollte man gehen und hat ihnen den Zugriff auf sämtliche relevante Bereiche überlassen.Zur Erinnerung erst fing es so an: Es droht die Überbevölkerung, Kinderkriegen ist verpönt. Dann alles anders, wir haben zuwenig Kinder, wir brauchen Zuwanderung! Ähnlich war es mit dem Schuldenmachen, Kreisky schau oba und nun zurückgerudert, keiner weiss mehr wie es weitergehen soll mit dem gigantischen Schuldenberg. Und da hat diese Versagergruppe jetzt noch die Stirn die Menschen mit ihrem Genderwahn zu beglücken und die total verfahrene EU durch weitere Aufnahmen noch ein paar Runden weiterzuschleppen, bis zum Ende. Ja, unsere kommunistisch -sozialistischen Freunde, die mittlerweile in ganz Europa die Medienhochheit errungen haben, werden es uns schon schmackhaft machen.

  22. RR Prof. Reinhard Horner
    01. Januar 2013 18:13

    reinhard.horner@chello.at

    Prosit und einige Bemerkungen zu „unserem“ Blog 2013 ff

    Es ist schön, wenn dieser zweifelsohne wichtige Blog 2013 ff sehr kritisch und zugleich zukunftsgewandt aktiv bleibt.

    Das Wiederholen in Abhängigkeiten mit allen Fehlern, ebenso die Fortführung von Feindschaften in Gegenabhängigkeiten und Abbrüche, um Einseitiges durchboxen zu können, das sollten wir hinter uns lassen.

    Bewährtes selektiv zu bestärken und zukunftstaugliches Neues zu schaffen, kann und soll stetig zur Aufgabe und Verantwortung stehen.

    Fundamentalismen – überkommene und neu entfachte – verfehlen stets die Anforderungen und die Zukunftschancen der Realitäten, das umso mehr, wenn sie kritiklos auf Überkommenes zurückgreifen oder bloß veränderungswütig umgesetzt werden sollen.

    Ängste und pauschale Verdächtigungen und Schuldzuweisungen bringen nichts Positives. Auch keine nützlichen Verhinderungen.

    Die Schimpfereien sind nicht nur entbehrlich, sondern mehr noch hinderlich.

    Es kann und soll darum gehen, den qualitativ bedeutenderen Teil der Bürgerschaft, der mit seinen Leistungen den gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt trägt und zulängliche Repräsentanten hervorbringen soll, zu stärken und zu mehren. Die Beitragsverweigerungen sind abzubauen.

    Die Demokratie ist nicht zu bekämpfen, sondern zu reinigen und zu stärken, um ihren unverkürzten Anspruch mittels Mehrheitsentscheidungen ohne Unterdrückung von Minderheiten erfüllen zu können – in Freiheit, Gleichheit (Gleichwertigkeit) und Brüderlichkeit.

    Im 21. Jahrhundert darf nimmermehr daran vorbei empfunden, gedacht und gehandelt werden, dass wir in einer Welt der Menschheit von 7 Milliarden plus leben und demgemäß zu wirken haben.

    • Observer
    • Wertkonservativer
      01. Januar 2013 18:36

      Sehr eindrucksvoll; bin ganz d'accord mit Ihren Ausführungen

      Grüße,

      Gerhard Michler!

    • S.B.
      01. Januar 2013 18:41

      @RR Prof. Reinhard Horner

      ******

      Dieser Kommentar sollte als Leitfaden vorerst einmal das gesamte Jahr 2013 begleiten und darüber hinaus alle weiteren.

      Gratuliere!

  23. S.B.
    01. Januar 2013 13:52

    Orte ich da einen kleinen Widerspruch, denn wenn ein FREIER Markt Angebot und Nachfrage regeln soll, dann muß sich die EU erst recht nicht mit der Einführung und dann erst wieder mit der Abschaffung von Verordnungen für Gurkenkrümmungen, schrumpelige (Bio-)Äpfel bzw. längeren oder kürzeren Zucchinistielen beschäftigen, weil sie der Konsument sowieso nicht kauft und die Produktion daher entsprechend ausfällt. Wer jedoch lieber zu unansehnlichen, heimischen Obst- und Gemüsesorten greift, weil sie vielleicht billiger angeboten werden, sollte in seiner Entscheidungsfreiheit nicht eingeschränkt werden.
    Das würde die Bürokratie in Brüssel entlasten und sie könnte sich in der Tat den viel dringenderen (Finanz-)Problemen widmen.

    Ob Fukushima (und seinerzeit auch Tschernobyl) weniger Menschen geschädigt hat als EHEC wage ich zu bezweifeln. Ich sehe es eher umgekehrt. Die Berichterstattung über die Atomunfallfolgen sind wesentlich zurückhaltender als seinerzeit bei der EHEC-Hysterie. Vermutlich hat die Pharmaindustrie an Radioaktivität weniger Interesse.

    Was mich mehr verwundert ist, warum man die sinnlosen Silvesterknallereien nicht rigoroser verbietet, nachdem sie jedes Jahr tatsächlich großen Schaden anrichten und in keinem Verhältnis zu deren Nutzen (?) stehen.
    Ist diese Lobby derart emsig am Werk, daß man die "Kollateralschäden" ganz einfach in Kauf nehmen muß?

    http://orf.at/#/stories/2159002/

    P.S.: Ich bedanke mich bei allen Mitdiskutanten, die mir mit ihrer Bewertung meine Platzierung im Dezember ermöglichten.
    Herzlichen Dank und ich hoffe auch im Jahr 2013 zu einem weiteren, erfolgreichen Gelingen dieses so wichtigen Tagebuches beitragen zu können.

    • La Rochefoucauld
      01. Januar 2013 14:18

      ad erster Absatz: Derzeit darf man froh sein, dass sich die EU-Bürokratie nicht zu 100% mit der Finanzkrise beschäftigt. Denen fiele nur "mehr Regulierung" ein und das wäre schlecht für uns alle.

      ad zweiter Absatz: Von plumpen Verschwörungstheorien wie dieser gegen die Pharmaindustrie (aka "immer die Bösen", genau wie Spekulanten, Kapitalisten, Neoliberale, etc.) halte ich nichts. Bitte um seriöse Nachweise und Quellenangaben zu dieser Behauptung. Danke.

      ad dritter Absatz: Sie werden schon weitgehend verboten. In Paris und jetzt auch in Wien sind die Knallereien zumindest auf den diversen Sylvesterpfaden verboten. Ein gänzliches Verbot würde aus meiner Sicht liberalen Grundsätzen zuwider laufen. Wir sind doch hier alle liberal (oder die meisten), oder doch nicht?

      ad P.S.: Gratuliere. Wir freuen uns auf weitere 12 Monate mit Siegen von S.B. zum Wohle des Tagebuchs.

    • S.B.
      01. Januar 2013 14:56

      @La Rochefoucauld

      ad erster Absatz: von "100%" habe ich nirgends geschrieben und schon gar nicht von "mehr Regulierung", sondern wie wäre es mit Einsparungen z. B. bei den eigenen Gehältern der EU-Bürokraten als einen von vielen Vorschlägen.
      Daher ist Ihre Interpretation in meine Zeilen schlichtweg falsch!

      ad zweiter Absatz: bitte, selbst nachzulesen, daß die Berichterstattung über EHEC fast hysterische Ausmaße annahm, genauso wie seinerzeit bei Schweine- oder Vogelgrippe. Ich habe mir erlaubt, die VERMUTUNG (keine Verschwörung) von der Pharmaindustrie hinzuzufügen, da mit dieser Panikmache meist gute Geschäfte (Impfstoffe, Schutzmasken etc.) verbunden waren.
      Die Unterstellung von "Spekulanten, Kapitalisten, Neoliberalen" in meinem Kommentar weise ich zurück!

      ad dritter Absatz: in Österreich leider bis 2017 erlaubt und wir müssen bis dahin die viel zu hohen Folgeschäden (siehe Link!) in Kauf nehmen, das hat wohl nichts mit offensichtlich Ihren "liberalen Grundsätzen" zu tun, wenn Unschuldige geschädigt werden!
      Da sehe ich sehr wohl Handlungsbedarf, ich gestatte mir diese Ansicht!

      Widerspruch um des Widerspruchs Willen ist mir zuwenig!

      P.S.: Vielen Dank für Ihre "freundlichen" Worte!

    • La Rochefoucauld
      01. Januar 2013 15:03

      Ist schon gut. Prosit Neujahr.

    • phaidros
      01. Januar 2013 15:08

      Ob Fukushima (und seinerzeit auch Tschernobyl) weniger Menschen geschädigt hat als EHEC wage ich zu bezweifeln

      Würde ich auch so sehen:

      EHEC/UHS (D 2011): 4000 Erkrankte (53 Tote)
      Fukushima (J 2011): 200000 Evakuierte, eine unbekannte Anzahl von Krebserkrankungen (mit vermutlich mehr als 53 Toten, die man allerdings nicht direkt auf das Strahlungsereignis zurückführen können wird. Das liegt in der Natur der Sache). Missbildungen wird es (aufgrund richtiger Vorgangsweisen) hoffentlich keine geben.

      Das muss jeder für sich einschätzen, was davon das Schlimmere ist, und was ein Rationalisieren eines sachlich unhaltbaren Standpunkts ist. Der bei Stellen selbst einfacher Fragen nur als zynisch und menschenverachtend bezeichnet werden kann.

      Strahlungsopfer nach Tschernobyl wurden übrigens schlichtweg nicht statistisch erfasst, gingen aber in die 1000e.

    • diko
      01. Januar 2013 17:20

      @) La Rochefoucauld
      ad erster bis dritter Absatz: *******
      ad P.S. .....es wird wohl so sein, aber freuen.......?

    • J.H.
      01. Januar 2013 18:24

      @S.B.

      Lassen Sie sich nicht durch ein paar feige Neider davon abhalten, Ihre immer gern gelesenen Kommentare weiterhin beizutragen.
      Die Bereicherung des Tagebuches ist wichtiger, als der ständige Frust einiger kleingeistiger Störefriede.
      Bitte, diese Querulanten nicht ernstzunehmen.

    • La Rochefoucauld
      01. Januar 2013 18:41

      @J.H.

      Leider eine Themenverfehlung, die Sie hier abliefern. Ich neide das S.B. überhaupt nicht. Auch bin ich nicht feige oder kleingeistig. Von mir aus soll S.B. wirklich die nächsten 12 Monate lang Poster des Monats werden. Ganz ehrlich, kein Problem damit.

      Meine Kritik daran möchte ich auch nicht an S.B. gerichtet wissen, sondern vielmehr an das System des "Poster des Monats", das aus meiner Sicht nicht sinnvoll ist und ad absurdum geführt wird. Das System hat aus meiner Sicht keinen nennenswerten Mehrwert, außer dass es hier regelmäßig zu unnötigen Diskussionen führt. Ich weiß, dass ich mich selbst daran beteilige, aber Hände falten und Goschen halten liegt mir leider manchmal nicht ;-)

      Genau so gut könnte man einen Poster der Woche, des Quartals, des Halbjahres, des Jahres küren. Wo ist der Mehrwert für die Partner und den Blog? Sehen Sie einen?

      Viel interessanter sind die täglichen Postings, von denen viele gut sind. Diese Wertung und Reihung ist in Ordnung.

      Ich sehe den Mehrwert eines Posters des xxx einfach nicht.

    • Brockhaus
      01. Januar 2013 18:55

      Wieder messerscharf beobachtet, werter S.B.

      Daß die Unfälle in den Atomkraftwerken mehr Menschen geschädigt haben als EHEC, liegt doch klar auf der Hand. Ich versteh nicht, daß jemand dies bezweifelt.

      Ich bin auch dafür, die Silvesterknallerei zu verbieten und vorallem das Verbot zu kontrollieren. Denkt denn niemand an die armen Tiere. Außerdem wäre das Geld viel besser zu verwenden.

      Ich glaube auch nicht, daß sich die Raucher durch Schockbilder vom Rauchen abhalten lassen. Genauso wenig wie bisher durch deftige Sprüche, denn bald nach deren Erscheinen tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein.

      Letzlich gratuliere ich zum hervorragenden Poster des Monats Dezember, noch dazu mit diesem Vorsprung. Bravo.

    • J.H.
      01. Januar 2013 19:16

      @La Rochefoucauld

      "kumm ma mit kane ausreden mehr" - lautet ein bekanntes, österreichisches Lied.

      Wenn Sie bei Ihren Ausführungen Theorie und Praxis in Einklang bringen möchten, dann richten Sie diese an den Tagebuchbetreiber, dort wären Sie an der einzig richtigen Adresse.

      Soviel zu der interessanten Tatsache, daß Sie sich betroffen fühlten.

    • La Rochefoucauld
      01. Januar 2013 19:31

      @J.H.

      Beenden wir an dieser Stelle diese sinnlose Diskussion. Prosit Neujahr!

    • socrates
      01. Januar 2013 20:09

      S.B.
      Immer wenn über Kernschmelzen gesprochen oder geschrieben wird und nur Tschernobyl und Fukushima genannt werden, frage ich mich warum. Die westlichen Katastrophen Three Miles Island (US) und Seallafield (GB) werden verschwiegen. Unsere Medien lügen und bekommen dafür Geld, hier sollten alle Kernschmelzen gleich behandelt werden.
      http://en.wikipedia.org/wiki/Sellafield
      http://en.wikipedia.org/wiki/Three_Mile_Island_accident

    • charlemagne
      01. Januar 2013 21:34

      @S.B.
      ad P.S.:
      Bedanken Sie sich bei sich selbst! (Ich meinte natürlich nur Ihren extremen Fleiß, zu jedem Gast- und Hauptkommentar etwas zu sagen zu müssen) :-)

    • S.B.
      01. Januar 2013 22:33

      @charlemagne

      *gähn* - immer wieder die gleichen Unsinnigkeiten!

      Habe ich etwas versäumt? Haben hier drei Halbsternderlterroristen die neue Forumsregel eingeführt, daß man - oder noch besser nur ich natürlich - nicht mehr dort einen Kommentar abgeben darf, wo man/ich will? Unterliegt das bereits der Zensur dieser drei Teilnehmer?
      Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser eng(stirnig)e Rahmen im Sinne des Blogbetreibers wäre. Wenn, dann möchte ich nurmehr von ihm persönlich darüber informiert werden. Und aus! Prosit 2013!

    • S.B.
      01. Januar 2013 22:35

      @socrates

      Keine Frage, Sie haben vollkommen recht.
      Ich vermute die Betreiber arbeiten halt daran, daß wenn der Reaktorunfall aus den Schlagzeilen verschwindet, die Bevölkerung glaubt, sie haben alles im Griff!
      Deshalb der Mantel des Schweigens?

    • charlemagne
      01. Januar 2013 22:50

      S.B. alias......
      Bricht da etwa eine kleine Panik aus? Merkwürdig, ich dachte immer nur es geht ausschließlich nur um unser geschundenes Land und die linxlinken Verbrecher denen wir energisch begegnen müssen? Oder orte ich da etwa ganz andere Interessen?? Die Löwelstraße hat noch Sekt von der verdorbenen Silvesterparty im Keller! :-))))

    • S.B.
      01. Januar 2013 23:07

      @charlemagne

      Bitte, nicht plump ablenken. Es geht um Zensur, die einige in diesem Blog einführen möchten, indem sie Teilnehmern vorschreiben wollen, wann wo und wie sie sich zu den Themen äußern dürfen.
      Ja, da setzt Erstaunen bis hin zum Entsetzen ein, weil das sowohl für unser Land, als auch den erfolgreichen Blog hier ein schwerer Schlag wäre! So einfach ist das!

      Zu meinem Bedauern sowie zu dieser sinnbefreiten Diskussion (die "nachleslich" nicht von mir vom Zaun gebrochen wurde) behält Truman Capote wieder einmal recht: http://zitate.net/zitat_3018.html

      P.S.: Sie verwechseln mich offensichtlich, denn "Verbrecher" hat sich noch nie in meinem Wortschatz befunden. Bitte, diesen sensiblen Maßstab an andere Mitposter anzulegen, wo öfters noch deftigere Ausdrucksweisen ANSTANDSLOS durchgehen!

    • Justus
      02. Januar 2013 20:15

      @charlemagne

      Wie wäre es, wenn S.B. ebenfalls Ihre Nicks verraten würde? S.B. hat sie längst erraten, hat aber eine bessere Kinderstube als Sie. Von Ihnen kommt seit Monaten nichts als das, was man als Mobbing bezeichnet. Von Ihrem Hauptnick kommt gar nichts Erhellendes mehr. Silvester hat bei Ihnen einen Kater hinterlassen.

  24. phaidros
    01. Januar 2013 12:11

    Wenn ein Gebiet von mehreren 10000km² dauerhaft evakuiert werden muss, so kann man das natürlich als »nur« mittelbare Schädigung der Betroffenen klassifizieren (die Betroffenen werden das anders sehen).

    Aber auch so eine mittelbare Schädigung erscheint mir vorsichtig ausgedrückt schlimmer einzuschätzen als eine Durchfallerkrankung. Welche zwar einerseits zweifellos im Gegensatz zum Atomunfall in Fukushima Todesopfer gefordert hat, andererseits man aber dazu sagen sollte, dass das in der Hauptsache Personen betroffen haben dürfte, für die auch jede andere Infektion potenziell problematisch verlaufen wäre.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      01. Januar 2013 13:45

      Korrektur: der Radius der Evakuierungszone ist 30 (oder 40) km, nicht 300, wie irrtümlich oben von mir angenommen. ~1000km² also. Dennoch: rd. 200 000 Menschen mußten evakuiert werden, von denen die meisten zeitlebens nicht zurückkehren können werden (zur Erinnerung: in D gab es 4000 EHEC-/UHS-Patienten).

    • socrates
      05. Januar 2013 11:54

      phaidros
      In Vietnam ist es, durch "agent orange", weit mehr und schlimmer.

    • phaidros
      05. Januar 2013 13:22

      Mag ja sein, aber wieso soll das ein Argument für Atomkraft sein?

    • socrates
      05. Januar 2013 13:40

      phaidros
      Es soll zeigen, daß über die um Zehnerpotenzen schlimmeren Dinge nicht berichtet wird und daß die Atomkraft in angelsächischen und israelischen Gebieten keine erwähnenswert Gefahr darstellt.

    • phaidros
      05. Januar 2013 17:02

      Mit dem Nichtberichten haben Sie natürlich durchaus recht, sg. socrates, aber wir gingen vom Vergleich zwischen EHEC und Fukushima aus.

      Aber nebenbei: wollen Sie sagen, etwas wäre nicht potenziell gefährlich, solange noch nichts passiert ist? Ein Flugzeug gezielt in einen Reaktor in der Region...

  25. GOP
    01. Januar 2013 11:41

    S.g. Hr. Dr. Unterberger,
    bezüglich EHCE wurde nicht ausreichend recheriert. Ein direkter Zusammenhang zwischen Bio-Gemüse und diesen schädlichen Darmbakterien wurde nirgends bestätigt. Ebenso konnte der Ursprung aus schlecht funktionierenden Biogasanlagen nicht verifiziert werden, man nimmt eher an, dass diese Bakterien ihren Ursprung beim ägyptischen Bockshornkleesamen haben. Die "Norddeutsche Epidemie aus 2011" gehört zwar der Geschichte an, aber es ist nicht auszuschliessen, dass sie uns wieder einholen wird.

  26. Josef Maierhofer
    01. Januar 2013 11:05

    @ Bio

    Am besten ist es, sein Obst und Gemüse, seine Viecher, die man verspeisen will, selbst zu züchten, selbst zu pflegen und selbst vor Vergiftung und 'Ertragswirtschaft' zu schützen.

    Alles andere ist Vertrauenssache.

    Dass die Konsumenten gnadenlos das 'Schöne' kaufen, auch wenn es vergiftet ist, ist natürlich jedermanns eigene Sache und eben so ähnlich wie P.C.

    Jedenfalls habe ich an einer hochkarätigen Diskussion zum Thema Ertragsbauern versus Biobauern in Deutschland teilgenommen und Chemische Industrie, Universität, Landwirtschaftskammern und Politikern des Landes Baden Württemberg und ich konnte die Argumente alle wahrnehmen, die da von verschiedenen Seiten gebracht wurden. Mein Einwurf war Massenvergiftung versus Volksgesundheit.

    Ernährung der Weltbevölkerung wurde da vorgebracht und von der gegenseitigen Meinung samt Beweisen vernichtet, es hätte nämlich die Erde ohne Bodenvergiftung und Ertragssteigerung bei natürlichem Anbau auch genug Resourcen, alle zu ernähren, allerdings ist unsere Lebensweise dafür nicht mehr geeignet, wir essen zu viel, werfen zu viel weg (30-40%), müssen daher Lebensmittel importieren (!!), achten nicht auf die beigefügten Gifte und leben mit der Globalvergiftung, die rasch fortschreitet, und auch die Urbanisierung und Industrialisierung und Verkehr wirken so ähnlich wie die chemischen Vergiftungen, von Boden, Pflanzen, Tieren, der Frischhalte- und Verpackungsindustrie. Auch EHEC wurde vorgebracht und konnte nicht wirklich entkräftet werden, entstanden ist es aber auch durch einen fatalen Fehler.

    Dass man den Titel 'Bio' kaufen kann, wie fast alles für Geld erhältlich ist, ist ja auch nicht wirklich was neues.

    Auch genetisch veränderte Produkte wurden seziert und ich selbst neige auch dazu, diese skeptisch zu betrachten ob der massiven Genveränderungen, deren Auswirkungen Glutene, etc. sind, was wiederum gesundheitsschädlich sein können und massenhaft auch sind.

    Also viel, groß und schön ist leider auch nicht die richtige Wahl, 'Bio' muss man selbst prüfen, vieles ist wirklich so, wie beschrieben, aber vieles auch nicht, und, wie gesagt, am besten, man baut es selbst an und pflegt es selbst.

  27. Observer
    01. Januar 2013 08:56

    Man darf nicht übersehen, dass hinter vielen (unsinnigen) EU-Verordnungen und Richtlinien Interessensgruppen und eine Menge an erfolgreicher Lobbyingarbeit steht. So auch an der beispielsweise angeführeten Gurkenkrümmungsverordnung aus 1988 (welche übrigens nicht völlig abgeschafft wurde). Da war die Industrie und der Handel sehr interessiert, damit weniger Platz in den Kartons, den Fahrzeugen und den Regalen beansprucht werden. Der "Warenabfall" wurde und wird weiterhin im Verkaufspreis einkalkuliert und brav vom Käufer bezahlt.
    Beim Glühlampenverbot wiederum hat die europäische Vereinigung der Leuchtmittelindustrie neue Geschäftsmöglichkeiten für die neue Leuchtkörpergeneration erkannt und wird uns demnächst einen neuerlichen Umstieg auf LED u.a. "schmackhaft" machen.
    Dies sind zwei Beispiele, wie erfolgreich mit scheinbar harmlosen Methoden (und viel Geld, was auch in den Verkaufspreisen "eingepreist" ist) unser Leben beeinflusst wird.
    Ich gebe aber Herrn Unterberger völlig recht, dass mündige Verbraucher sich dies alles nicht gefallen lassen müssen bzw. durch entsprechendes Einkaufsverhalten und Boykott durchaus auch Macht zeigen könnten. Leider ist aber die Mehrheit der Bevölkerung leicht manipulierbar, was wiederum mit der schlechten Ausbildung und Erziehung durch Familie und Schulen begründet ist.

    Was waren das noch für goldene Zeiten, als es kleine, mit Pünktchen versehe Äpfel zu kaufen gab, welche - im Gegensatz zu heute - auch einen guten Geschmack hatten. Fast alle dieser Bäume wurden vernichtet, da die Marktordnungen nur mehr makellose Ware zum Verkauf erlauben. Oder lokales Gemüse, welches erst nach Erlangung der Reife geernet wurde - und nicht schon viel früher gepflückt, besprüht und durch ganz Europa gekarrt wird. Tomaten und Erdbeeren kann man zwar nun ganzjährig kaufen, aber ausser einem schönen Aussehen haben diese keinen sortentypischen Geschmack mehr.

  28. Wertkonservativer
    01. Januar 2013 06:35

    Guten Morgen allerseits! Ausgeschlafen?

    Man glaube mir bitte: ich liebe Gurken, besonders die kleinen, süß-sauren (wie das Leben eben auch spielt) , doch am ersten Tag über die Gurkenkrümmuing zu diskutieren, widerstrebt mir einigermaßen!

    Daher o.t. (man verzeihe mir):

    Die lächerliche und kindische Mitternachts-Böllerei (mit Hilfe von Ohropax) gut überstanden, den Jahreswechsel mit seinem Gedudel und Gesäusle glücklich verschlafen, und daher gut ausgeruht, möchte ich das Neue Jahr als Christ ernst beginnen:

    Dietrich Bonhoeffer (1906 bis 1945) deutscher evangelischer Theologe. schrieb am
    1. Jänner 1945 in der Todeszelle des Gestapo-Zellengefängnisses Berlin folgenden berührenden Text:

    "Von guten Mächten
    treu und still umgeben

    Von guten Mächten treu und still ergeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit Euch leben
    und mit Euch gehen in ein neues Jahr.

    Noch will das alte unsre Herzen quälen,
    noch drückt uns schwerer Tage böse Last.
    Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
    das Heil, für das Du uns bereitet hast.

    Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
    des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus Deiner guten und geliebten Hand.

    Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
    und dann gehört Dir unser Leben ganz.

    Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
    die Du in unsre Dunkelheit gebracht.
    Führ', wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
    Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

    Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so laß uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
    "
    Eiun Hohelied des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe!

    Gerhard Michler

    • Wertkonservativer
      01. Januar 2013 08:06

      EIN Hohelied!

    • Josef Maierhofer
      01. Januar 2013 10:37

      @ Wertkonservativer

      Danke !

    • Gerhard Pascher
      01. Januar 2013 11:29

      Dieses Gedicht wurde auch vertont und ist in viele Varianten im Internet abrufbar:
      Dazu bei irgend einer Suchmaschine"Von guten Mächten" eingeben, dann auf Auswahl "Videos" klicken.





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