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Zwischen Deutschland und Österreich liegt eine große Kluft

Österreichs Politiker und Medien tun gerne so, als wäre das Land genauso wie Deutschland ein europäischer Vorzugsschüler in Sachen Stabilität. Die Fakten sprechen aber eine andere Sprache, die Österreich viel schlechter bewertet.

Zwar liegt Österreich bei der offiziellen Staatsverschuldung gemäß den Maastricht-Kriterien besser als Deutschland. Zwar glänzt Österreich regelmäßig bei der Arbeitslosenstatistik. Mit diesen zwei Aspekten wird die Koalition wohl auch den Wahlkampf bestreiten.

Wer aber einen schärferen Blick wagt, bekommt ein ganz anderes Bild, das auch diese beiden Aspekte stark relativiert.

Denn erstens ist die statistische Arbeitslosigkeit in Österreich vor allem deshalb so niedrig, weil das Land Arbeitslosigkeit in (teuren) Langzeitstudien und (noch teureren) Frühpensionen versteckt. Beim Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung liegt es daher keineswegs so toll.

Zweitens sind gerade einige Gesetzesbeschlüsse in der Pipeline, die künftig noch mehr Österreicher von einer Erwerbstätigkeit abhalten werden. So sollen insbesondere die Ausbildungszeiten für Pflichtschullehrer deutlich verlängert werden. Das reduziert naturgemäß die Erwerbstätigenquote weiter. Dabei wäre es viel sinnvoller, nur solche Kandidaten an Pädagogische Hochschulen zu lassen, die einen strengen Rechtschreibtest bestehen. Das würde die Qualität der auf die Kinder losgelassenen Lehrer viel mehr verbessern als eine Verlängerung des Studiums, in der die künftigen Lehrer mit noch mehr realitätsfremden pädagogischen Theorien vollgestopft werden.

Drittens ruht sich die Republik auf vergangenen Lorbeeren aus, was in einer dynamischen Welt sehr gefährlich ist. Denn Österreich liegt bei aktuellen internationalen Vergleichen der Reformfreudigkeit seit Ausbruch der Krise ganz schlecht. Das heißt: Sobald sich in absehbarer Zeit in anderen Ländern die – kurzfristig natürlich meist unangenehmen – Reformen der Krisenjahre positiv auswirken, werden etliche von diesen Ländern auf der Überholspur an Österreich vorbeiziehen. So wie das in der Mitte des vorigen Jahrzehnt weit hinter Österreich zurückliegende Deutschland inzwischen durch die einschneidenden Reformen der Agenda 2010 getan hat. Ein signifikantes aktuelles Beispiel: Die deutsche Bundeskanzlerin lehnt gerade trotz vehementer Kritik der linkskorrekten Medien eine steuerliche Gleichstellung für homosexuelle Partnerschaften ab – in Österreich gibt es für diese hingegen sogar eine Gratis-Witwer-Pension ohne einen Cent Einzahlung. Für Angela Merkels Position spricht neben der notwendigen Sparsamkeit auch die Tatsache, dass steuerliche und pensionsrechtliche Privilegien ja nur in Hinblick auf die Aufzucht von Kindern legitim sein können. In allen anderen Fällen sind sie eine üble Diskriminierung von Singles und zusammenlebenden Geschwistern oder anderen Verwandten, die keine Familie bilden.

Viertens ist Österreich absolute Spitze beim Verstecken von Schulden. Ausgegliederte Gesellschaften und verheimlichte Haftungen durch Bundesländer und Gemeinden werden in breiter Front zum Manipulieren von Schulden-Statistiken verwendet. Besonders viele versteckte Belastungen der Zukunft finden sich im extrem großzügigen Pensionssystem Österreichs. Schätzungen, die all diese Lasten zu erfassen versuchen, stellen sogar Italien eine weit bessere Prognose als Österreich.

Fünftens erzielt Deutschland, wie nun bekannt geworden ist, im Jahr 2012 voraussichtlich sogar einen Überschuss der Staatsfinanzen. Österreich, das sich so gern mit Deutschland vergleicht, ist von diesem Idealzustand weit entfernt.

Und sechstens wird Österreich auch von den internationalen Geldgebern (ebenso wie von den Ratingagenturen) deutlich schlechter eingestuft als Deutschland. Zwar stimmt die ständig verbreitete Jubelbotschaft der Regierung, dass am sogenannten Sekundärmarkt die Zinsen der Alpenrepublik niedriger sind als vor einigen Monaten. Das ist aber derzeit ein allgemeiner Trend, der durch die Überflutung der Märkte mit Billigstgeld der Zentralbank ausgelöst worden ist. Der also nichts über Österreich sagt. Viel aussagekräftiger ist jedoch, dass die Höhe der Zinsen für österreichische Papiere deutlich näher bei Frankreich liegt als bei Deutschland. Auch Länder wie Finnland oder die Niederlande sind deutlich besser bewertet, haben also ebenfalls niedrigere Zinsen als Österreich.

Das ist keineswegs ungerecht. Denn diese bösen Märkte versuchen eben immer die zukünftige Entwicklung einzuschätzen und weniger die Verdienste der Vergangenheit.

Gewiss ist Österreich nicht Griechenland oder Portugal. Aber entscheidend ist immer die Richtung einer Entwicklung und ihre Dynamik. Daher sollte man jedenfalls sehr misstrauisch werden, sobald ein politischer oder medialer Regierungspropagandist Österreich und Deutschland in einem Atemzug als gleichwertig nennt.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    23x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 09:50

    Wenn eine Pleitebankerin, statt angeklagt zu werden, ohne Qualifikation ein Ministerium erhält, wo sie ebenfalls nichts zuwege bringt, haben wir den Status einer Bananenrepublik. In so einen Staat investiert man nicht, den plündert man aus.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 01:07

    Zusätzlich werden Arbeitslosenzahlen durch Unterbringung von derzeit unvermittelbaren Arbeitskräften in sinnlosen Kursen geschönt.
    Mit dem kostenlosen Universitätszugang kann man nochmals Jugendarbeitslosenstatistiken positiv aufbereiten.

    Und weil das bei den Arbeitslosenziffern so gut funktioniert, wendet man die Methode selbstverständlich auch bei den Schulden an.
    So gesehen sind wir viel weiter von Deutschland entfernt, als verlautbart und damit viel näher an Griechenland dran, als eingestanden wird.
    Die Ratingagenturen lassen sich allerdings auf Dauer nicht belügen und dann beginnt wieder das Gezeter über die unfaire Beurteilung.

    Nur zu längst fälligen Reformen können sich die Regierenden nicht aufraffen und schon gar nicht, wenn in naher Zukunft Nationalratswahlen stattfinden.
    Der mündige Bürger sollte sich nicht weiter betrügen lassen und mit seinem Wahlverhalten 2013 den dringend notwendigen, wirtschaftlichen Aufbruch für Österreich ermöglichen.

    Nun erlaube ich mir noch ein OT in eigener Sache:

    Ich habe mich auf Grund der vorangegangenen, völlig ungerechtfertigten und daher entbehrlichen Anschuldigungen zweier Mitposter über meine Platzierung im Monat November besonders gefreut.
    Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, die meine Meinungsäußerungen trotz des darauffolgenden, unerfreulichen Disputs mit der Höchstnote bewertet haben und mir damit diesen Erfolg ermöglichten - vielen Dank!
    Weiters gratuliere ich Frau @Brigitte Imb sowie @Undine für Ihre ebenfalls bestwerteten Kommentare - meine aufrichtige Anerkennung.

    Beste Grüße S.B.

    P.S.: Ich schließe mich dem Brauch hier an und widme diesen Gewinn.............
    meiner unermüdlichen Halbsternderlfraktion! ;-)

  3. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 01:25

    Also ich habe schon einige Jahrzehnte am Buckel, kann mich aber nicht erinnern, daß Österreich jemals besonders ehrlich mit sich selber umging. Wir haben uns immer (zumindest seit Ende der Monarchie) irgendwie herumgetrickst. Wir glauben alle Welt liebt uns, dabei kennt uns nur keiner. Der Musikverein ist schon super - aber außer China beeindruckt das keinen. Auch unsere Schifahrer sind Spitzensportler - aber wer fährt heute noch Schi (bzw. interessiert sich weltweit für diese Sportart wirklich).
    Mit der Politikdoktrin: "Ein Zehntel von Deutschland - und aus!" verschlafen wir die Weltentwicklung total. Politzwerge sind ja so lieb, sie erwecken überall Mitleid! Wir glauben, jeder trauert mit uns mit. Nur im Weltgeschehen regieren andere Kategorien. Mitleid setzt Schwäche voraus. Und Schwäche wird gnadenlos ausgenützt. Die Welt ist kein weltfremder Streichelzoo für gutmenschliche Träumer.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 15:39

    Die Deutschen und die Österreicher haben eine ordentliche Meise im Oberstübchen, denn während die Fam. Papandreou 550 Mio.€ in der Schweiz liegen hat (Volksvermögen der Griechen), werden bei uns Pensionen u. Sozialleistungen gekürzt um den Griechen unter die Arme (od. in der Korruption) zu greifen.

    http://www.orf.at/stories/2154337/2154318/

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 21:43

    OT, aber eine riesige wohlverdiente herrliche Blamage für alle "Freunde und Förderer des Binnen-I"!

    In der Sendung "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch (mindestens 10x besser als unser A.A.!) hieß heute die 16.000 €-Frage:

    Wo findet man das Binnen-I?

    A: Notenblatt
    B: Backrezept
    C: Stellenausschreibung
    D: Formelsammlung

    Die Kandidatin war völlig ratlos und hatte noch nie vom (zumindest für die Linken doch so "weltbewegenden!) Binnen-I gehört! Auch das gesamte Publikum hatte keinen blassen Schimmer; etwa 60% entschieden sich für D! Dann wurde noch der 4. Joker in Anspruch genommen, woraufhin sich ganze ZWEI Personen meldeten, die es sicher wußten. Der dann zu Wort kam und die Nummer rettete, hatte in den Ohrläppchen---eigentlich waren es schon veritable OhrLAPPEN!---riesige Ringe wie irgendso ein Negerstamm in Afrika, damit die Löcher nur ja recht groß werden!

    Und da bemühen sich die Regierungen Deutschlands und Österreichs, den Leuten mit aller Gewalt und um VIEL Geld das Binnen-I ins verstockte Hirn zu brennen ---und dann DAS!
    Ich muß gestehen, meine Schadenfreude war riesig, als ich mir vorstellte, wie Claudia Schmied und Heinisch-Hosek und alle anderen Binnen-I-Bewegten vor Wut und Enttäuschung blaß geworden sind! :-)))))))

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 08:55

    Unser "beschauliches" Österreich mit Deutschland zu vergleichen und gegenüber unseren deutschen Freunden in Teilbereichen sogar zu toppen, halte ich für typisch österreichischen "Größenwahn", der von einigen hirnarmen "Oberkleifeln" in eigenem Interesse immer wieder vordergründig unters Volk gebracht wird!

    Gewiss, wir haben schon auch unsere Meriten (die Lippizaner, die Mozartkugeln und die Schifahrer sind doch was!), doch sind Vergleiche schon aus dem gewaltigen Unterschied in der Bevölkerungszahl, der wirtschaftlichen Stärke, und vor allem im Mentalitätsunterschied zwischen Deutschen und Österreichern absolut irreführend und daher eigentlich auch unzulässig!

    Also bitte: gönnen wir unseren deutschen Freunden ihre Spitzenstellung in Europa, die durch den Fleiß ihrer Bevölkerung, der Kraft ihrer Industrie, trotz ihrer Handicaps als Zahlmeister Europas hart erarbeitet ist!

    Und wir Austriaken? Wir sollten eher auf unsere eigenen "krummen Füß'" schauen, uns nicht großmannssüchtig (mittels Untertischkehrens unserer diversen "lacks") mit Stärkeren zu vergleichen!
    Nachholbedarf gibt es wahrlich genug!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 08:23

    Schon seit Jahren werden die manipulierten Zahlen des AMS über die Arbeitslosen kritisiert, aber nichts hat sich geändert. Ein Bekannter, welcher seit über 15 Jahren arbeitslos ist (vermutlich will er gar nicht mehr beschäftigt sein?) wurde bereits zu unzähligen Schulungen geschickt. Nun ist er - ein paar Monate vor der Erreichung des Pensionsalters - wieder zu so einen, für ihn völlig sinnlosen Kurs, eingeteilt worden. Thema: Wie bewerbe ich mich richtig?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2012 06:38

    Das einzige Mal wo Österreich in den letzten 40 Jahren vor Deutschland war, war in der Schüssel-Ära. Damals blickten die Deutschen, unter der Misswirtschaft von Schröder und Fischer, neidig auf die Wirtschaftsdaten von Österreich. Dort wurden die Wahlen mit den verschiedensten Zuckerl teuer erkauft, aber die Wirtschaft ging den Bach runter.
    Ebenso erging es Österreich wieder, sobald die Roten den Kanzler stellten. Einerseits mit den unhaltbaren Versprechungen eines Gusenbauers und über die jetzige Witzfigur als Kanzler braucht man wohl nicht reden.
    Deutschland hat sich in dieser Zeit jedoch wieder erfangen, obwohl die ganze Eurozone gestützt werden muß, wird, wie im Tagebucheintrag erwähnt, vermutlich nächstes Jahr ein Budgetüberschuss erwartet.
    Wie sieht´s jedoch in Österreich aus? Mir graust es schon vor den nächsten Wahlzuckerln der Roten, die nächstes Jahr verteilt werden und das dumme Wählervolk wieder darauf reinfallen wird. Wer das bezahlt, ist egal, das läuft schon seit Kreisky so....


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  1. Kristabelle (kein Partner)
    12. März 2015 03:59

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  5. Tish (kein Partner)
    12. Dezember 2012 07:29

    Das war ja mal 'n tolles Event! Entweder bin ich inzwischen blind - oder ihr habt euch im Datum geirrt : wir sind heute extra zum Rossmarkt getigert, aber von 40 Bierständen keine Spur! Nicht mal ein einziger war zu sehen!shit happens

  6. Ronney (kein Partner)
    11. Dezember 2012 12:47

    Das war ja mal n tolles Event! Entweder bin ich inhziscwen blind oder ihr habt euch im Datum geirrt : wir sind heute extra zum Rossmarkt getigert, aber von 40 Bierste4nden keine Spur! Nicht mal ein einziger war zu sehen!shit happens

  7. Stefan Wehmeier (kein Partner)
    09. Dezember 2012 15:46

    Staatsverschuldung – kurz gefasst

    "Zur Funktion einer Volkswirtschaft ist es erforderlich, dass der Geldkreislauf immer geschlossen bleibt. Um dies zu gewährleisten, müssen im gleichen Umfang, in dem die Geldvermögen zunehmen, auch die Schuldenaufnahmen ausgeweitet werden. Die Geldvermögen haben sich jedoch in Deutschland seit 1950 etwa alle zehn Jahre verdoppelt und damit – in reale Größen umgerechnet – bis 2009 auf das 46-fache vermehrt, während die Wirtschaftsleistung "nur" auf das 8-fache zugenommen hat.
    Während diese ständig wachsenden Geldvermögen in den ersten Nachkriegsjahrzehnten noch von der Wirtschaft über Kreditaufnahmen absorbiert werden konnten, waren seit den 1970er Jahren die Staaten zunehmend gezwungen, die entstehenden Lücken durch Schuldenaufnahmen zu schließen. Da jedoch die eskalierenden Geldvermögen auch damit nicht mehr ausreichend eingebunden werden konnten, kam es zu jenen Spekulationsexzessen bei Börsen und Banken, deren Zusammenbrüche jetzt mit Steuermitteln aufgefangen werden müssen.
    Das größte Ärgernis dieser Staatsverschuldungen von inzwischen 1,8 Billionen Euro in Deutschland ist jedoch der Tatbestand, dass sie uns gar keinen Nutzen gebracht haben. Denn den Kreditausweitungen zwischen 1970 und 2009, in Höhe von 1.596 Mrd. Euro, standen in der gleichen Zeit Zinszahlungen des Staates in Höhe von 1.562 Mrd. Euro gegenüber! D. h., nutzbar für Staat und Bürger waren in diesen 39 Jahren nur jene 34 Mrd. Euro, die sich aus der Differenz zwischen Kreditaufnahmen und Zinszahlungen ergeben. – Profitiert hat also alleine jene Bürger-Minderheit, die dem Staat ihr Geld geliehen hat: Sie ist um 1.562 Mrd. Euro reicher geworden."

    Helmut Creutz (aus HUMANE WIRTSCHAFT 02/2011 S.12)

    Eigentlich bedarf es keines weiteren Beweises, dass Politiker keine Volksvertreter sind, wobei sie nicht aus "bösem Willen" handeln, sondern sie wissen wirklich nicht, was sie tun.

    Der "Jahrhundertökonom" John Maynard Keynes wusste, dass eine "antizyklische staatliche Investitionspolitik" die Katastrophe (globale Liquiditätsfalle) nur hinausschieben aber nicht verhindern kann, denn solange keine staatliche Liquiditätsgebühr auf alles Zentralbankgeld ("carrying costs") erhoben wird und es ein privates Bodeneigentumsrecht gibt, ist der Staat niemals in der Lage, die Verschuldung wieder abzubauen. Keynes wusste aber auch, dass die "hohe Politik" dumm genug sein würde, alle denkbaren und undenkbaren Möglichkeiten einer staatlichen Investitionspolitik auszuprobieren, bevor sie ihr Versagen eingestehen würde, denn etwas anderes kann die politische Seifenoper in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) sowieso nicht machen.

    Das einzig Sinnvolle, was Politiker tun können, ist, sich selbst überflüssig zu machen!

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

  8. Marcus Aurelius (kein Partner)
    04. Dezember 2012 20:16

    Es mögen Kluften und Abgründe zwischen Deutschland und Österreich liegen:
    Aber die Brücke der Öko-Hysterie verbindet beide Länder inniglich. Die nötigen ihre Bewohner ja ungeniert, weniger ein- und auszuatmen, um den CO2-"Footprint" der Menschheit kleinzuhalten, während in China jede Woche ein neues, riesiges Kohlekraftwerk in Betrieb genommen wird.
    Derweil emigrieren Industrie und Arbeitsplätze, derweil müssen wir 28 ct/kWh berappen, mehr als das Doppelte z.B. der Franzosen — für nixxx und wieder nixxx, von Zufallsstrom abhängig gemacht, der mal stattfindet, viel öfter aber nicht.

    Doch der Widerstand gegen diesen Irrwitz wächst:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111770467/Es-wird-angstgetriebene-Energiepolitik-betrieben.html

    (Von einem, der beide Seiten aktiv kennt: Fritz Vahrenholt.)

    • Gerald M. (kein Partner)
      04. Dezember 2012 20:44

      Völlig logisch, dass DE seine relativ sicheren Atomkraftwerke abschaltet, stehen die doch bekanntlich direkt über Verwerfungszonen und sind sowohl durch Nord- wie Ostseezugänge durch Tsunamis akut gefährdet.

      /zyn

      Dabei haben die Deutschen sogar eine Akademikerin (angeblich Physikerin, deren Diplomarbeit ab Top Secret zu sein scheint) und nicht einen Taxifahrer als Kanzler. Naja, solange die Bessermenschen glücklich sind, wenn sie sich gegenseitig die Schuhbandl zubinden dürfen -> Dinestleistungsgesellschaft, und DE eine Industrie nach der anderen verliert ...

    • november (kein Partner)
      04. Dezember 2012 21:42

      Au contraire. Den Alarmismus von der zusammenbrechenden Wirtschaft betreiben die Herren von den Fossilen Energielkonzernen.
      Siehe Vahrenholt.

    • Gerald M. (kein Partner)
      04. Dezember 2012 22:19

      Genau, denn der Windkraftwerke- und Solarzellenindustrie in Deutschland geht es ja gar prächtig. Genau so wie den Alu- und Stahlhütten, Chemie und Maschinenbaubetriebe sowie deren vorgelagerte Produktionsbetriebe. Niedrige Lohn- und Energiekosten und die weltweit geringsten Abgaben für die ach so produktiven Zuwanderer aus Islamistan...

      /zyn

    • november (kein Partner)
      04. Dezember 2012 22:56

      Und nicht vergessen, dass Deutschland seit Jahren Letzter in der renommierten Exportweltmeisterschaft ist.

      Frankreich mit seinen billigen Atomkraftwerken und seinem konkurrenzlos günstigen Atomstrom geht es da weit besser.

      /sarc

    • Gerald M. (kein Partner)
      04. Dezember 2012 23:13

      Deutschland Industrie zehrt von seinen alten Tugenden. Pünktlichkeit, Präzision. Was davon wohl überbleibt wenn ein paar mal im Jahr das Stromnetz wegen der unregelmäßigen Einspeisungen durch dezentrale Windkraftwerke und Solarzellen, für die das Netz nicht entworfen worden sind, zusammenbricht. München vor ein paar Tagen schon vergessen? Und jetzt das Ganze gedanklich im Ruhrpott durchspielen ...

    • november (kein Partner)
      04. Dezember 2012 23:21

      Deutschland Industrie zehrt von seinen alten Tugenden. Pünktlichkeit, Präzision.

      Und was soll das jetzt heißen? Kann man irgendwie volkswirtschaftlich erklören, warum Deutschland immer noch massive Zahlungsbilanzüberschüsse erwirtschaftet, wenn alles längst den Bach runter gegangen ist? Und wenn die Stromkonzerne es nicht schaffen, die Leitungen auszubauen, kann man ihnen auch nicht helfen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. Dezember 2012 17:57

      Die Industrie muss 28 ct/kWh berappen? Ich glaube, Sie leben im Traumland, die kriegt den Strom quasi geschenkt. Die wandert wegen was anderem ab.

  9. rundertischdgf (kein Partner)
    04. Dezember 2012 19:11

    Wir haben aber das Gefühl, daß uns nur der Inn trennt. Mit allerlei Tricks, wie auch in Österreich, werden unsere Arbeitslosenzahlen niedrig gerechnet. Wir haben mehr als 2 Billionen Euro Schulden, die Schuldenuhr tickt unaufhörlich. Unsere Großstädte verslumen, die Kriminalität nimmt überhand, im Ruhrgebiet stehen nahezu alle Großstädte unter Notverwaltung. Allein die Großstädte Essen und Duisburg haben jeweils mehr als 3 Milliarden Schulden. Nachdem sie uns eine Woche lang hohe Rentenerhöhungen versprochen habe, singen sie nun das Lied vom ausgeglichenen Haushalt und machen dennoch neue Schulden, die sie geschickt verstecken. Die Union, einschließlich ihrer Führerin, ist kaum noch vom linksgrünen Milieu zu unterscheiden. Wichtigste Themen auf dem Parteitag scheint für viele Delegierten die Homoehe und die Frauenquote zu sein. Wer meint die CSU sein noch einen Tick konservativer als die CDU, irrt auch, wenn man solche Bundestagskandidaten hat.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/03/die-csu-kandidatin-der-gegenwart-und-zukunft/

  10. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    04. Dezember 2012 18:18

    Die Richtung der Argumentatin stimmt schon, aber Unterberger sollte es tunlichst vermeiden, sich in seinen Artikeln auf allzu viele Daten und Fakten zu berufen. Deren Interpretation macht die Artikel nämlich nicht gerade glaubwürdiger...

    Ich sag' nur, Langzeitstudien oder gar die Verlängerung der Lehrerausbildung hätten nenneswerten Einfluss auf die Arbeitslosenzahlen oder der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung liegt in Österreich nicht so toll. So ein Humbug.

    • Herby
      05. Dezember 2012 08:45

      @ Schnabeltierfresser

      Bitte um Verlinkung der diesbezügl. Zahlen, Statisken & Berichte.

      Danke im Voraus.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. Dezember 2012 18:12

      Erwerbstätigenquote ist leicht:
      75% gegen 69% EU. Nur 3 EU-Staaten haben eine höhere.
      http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-29062011-AP/DE/3-29062011-AP-DE.PDF

      Um die Auswirkungen von Langzeitstudenten auf den Arbeitmarkt
      zu beurteilen, müssten SIe mir wohl eine Studie beauftragen.

      Ein Schnellschuss: 13.696 Studierende an Pädagogischen Hochschulen, wenn die ein Jahr kürzer studierten und daher in den Arbeitsmarkt drängten, und alle (!) keinen Job finden, gäbe es statt 170k Arbeitlose 180k und daher eine Steigerung der Arbeitslosenquote um 0,002%. Dramatisch, nicht?

      http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bildung_und_kultur/formales_bildungswesen/universitaeten_studium/index.html
      http://www.statistik.at/web_de/statistiken/arbeitsmarkt/index.html

      Aber ich dachte, dass sich das mit ein bisschen Verstand auch nachvollziehen ließe.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. Dezember 2012 18:16

      Hoppala, FEHLER, das träfe zu, wen ALLE Studenten in einem Jahr auf den Arbeitmarkt drängen. Bei 4jährigen Pädagogiktudien wäre das dann natürlich nur 1/4, also deutlich unter 0,001% höhere Arbeitslosenrate.

      Was ich schon ein bisschen pervers hier finde, da werden hier die Kinder immer als das höchste Gut dargestellt, und dann kritisiert man eine intensivere Pädagogenausbildung. Ich versteh's halt nicht.

    • socrates
      05. Dezember 2012 22:41

      Schnabeltierfresser
      Hoppala, FEHLER: Einst., als wir noch gute Schulen hatten und Nobelpreisträger wie Cohn uns lobten, brauchte man für ein Lehramtsstudium 2 Hauptfächer, die, bis auf die Dissertation, einem kompletten Studium entsprachen. Das war in 4 Jahren nur mit Mühe und in naturwissenschaftlichen Fächern gar nicht zu schaffen. Die Lehrerbildungsanstalt brachte Spitzenlehrer hervor, die man heute noch an ihrem Tafelbild und ihrer Organisation erkennt. Die Junglehrer haben nur mehr soziale Kompetenz, was auch immer das ist, fachlich sind sie zu vergessen.

    • (ein Partner)x(kein Partner)= (kein Partner)
      06. Dezember 2012 23:28

      Es geht in obigem Artikel um Pflichtschullehrer.

  11. kaffka (kein Partner)
    04. Dezember 2012 11:05

    O.T!
    Gerade lese ich im Kurier:"Die Israelitischen KultusgemeindeN Österreichs antworteT(!) auf eine Sachverhaltsdarstellung gegen den Wiener Gemeindeoberrabiner Hofmeister mit einer Gegenanzeige. Die "Initiative gegen Kirchenprivilegien" hatte ihn wegen (hoffentlich schwerer) Körperverletzung angezeigt, weil er Beschneidungen bei Unmündigen durchführt. (darin sehen die Kultusgemeinden.. die Tatbestände der Herabwürdigung religiöser Lehren und der Verleumdung erfüllt."

    Eine religiöse Lehre, die ihren Inhalt im Abschneiden von Teilen der Geschlechtsorgane von Kindern sieht, hat sich schon selbst soweit herabgewürdigt, dass es nichtmehr weiter geht!

    Es ist zu hoffen, dass die "Initiative" mit einer Gegenanzeige wegen " Bildung und Aufrechterhaltung einer kriminellen Bande zum Aufruf für und zur Durchführung von schweren Körperverletzungen an Kindern (Missbrauch von Kindern) " antwortet.

    Man stelle sich vor was passieren würde, wenn ich eine "Religion" gründen würde deren wesentlicher Inhalt wäre, dass ich meinen gläubigen Frauen selbst oder durch irgedwelche Fleischhacker - nach alter Sitte der Amazonen - die rechte Brust abschneiden würde (liesse).
    Nur weil die VERBRECHER Israeliten sind??????

    • Torres (kein Partner)
      04. Dezember 2012 12:04

      Zum letzten Absatz: diese "Religion" muss man nicht erst gründen, es gibt sie ja schon. Bekanntlich wird in vielen afrikanischen Staaten aus "religiösen Gründen" den Mädchen die Clitoris abgeschnitten. Für meine Begriffe besteht zwischen dieser (Un-)Sitte und der Beschneidung von Knaben praktisch keinerlei Unterschied. Eigenartig ist nur, dass ersteres allgemein verurteilt und auch gerichtlich bestraft wird, letzteres als Jahrhunderte alter "normaler" religiöser Brauch akzeptiert wird. Unter dem Vorwand der Religion ist ja auch Tierquälerei gestattet (die rituellen Schlachtungen bzw. Schächtungen).

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 12:12

      Torres
      04. Dezember 2012 12:04

      Weil die Totenkopfjäger alle Fremden umbringen, darf man nicht verlangen, dass in Österreich alle Juden geköpft werden. Auch wenn das als Religion anerkannt würde.

    • A.K.
      04. Dezember 2012 12:16

      Liebe(r) Frau/Herr "kaffka":
      Mir fällt auf, daß Sie sich bestimmten Themen - in dieser Tagebuchnotiz weiter unten - z.B. "Das ist UN-iSEX-WC vom feinsten!" und hier "Beschneidungen bei Unmündigen" besonders widmen.
      Eine Themenwahl bei Kommentaren sollte längerfristig möglichst ohne Schlagseite in Richtung "unter der Gürtellinie" angestrebt werden.

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:01

      A.K.
      04. Dezember 2012 12:16

      Liebe(r) Herr/HerrIn A.K.!

      Es fällt mir auf, dass Sie sich als Beckmesser betätigen. In diesem Block, der durch viele O.T.s zum eigenen Ziel missbraucht wird, sollte es sich immer um die Themen handeln, oder wenigstens ein eigenes Thema anschneiden oder diskutieren.
      Oberlehrer die vorschreiben was gepostet werden soll sind unnötig! So auch Ihr Kommentar.

      Was zwischen Beschneidung und Unisex gleich einschlägig ist, ist und bleibt mir ein Rätsel (Ausserdem habe nicht ich das Häuselthema aufgebracht sondern eine GRÜNIN!

      Sollte es Ihnen noch nicht aufgefallen sein ist das Verbrechen der Kinderverstümmelung aus "religiösen" Gründen verwerflich, das Häuselthema aber nur unschicklich!
      MfG
      Kaffka!

    • november (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:01

      Manche berufen sich immer auf jahrtausendalte Traditionen, die man eben würdigen oder zumindest respektieren muss. Aber nach so langer Zeit sollte es schon möglich sein, seine Rituale einmal zu überdenken ohne gleich Diskriminierung zu schreien. Verstümmelungen der Geschlechtsorgane sind einfach nicht mehr zu rechtfertigen, zudem gibt es immer wieder Komplikationen. Und vor allem die Ungleichbehandlung zwischen Buben und Mädchen ist juristisch gesehen äußerst problematisch, ganz zu schweigen davon, dass körperliche Unversehrtheit des Kindes ohnehin schwerer wiegen sollte als die religiösen Überzeugungen der Eltern.

      Es gibt übrigens in vielen anderen Ländern Antibeschneidungsgruppen, so auch in Israel.

    • Segestes (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:08

      Notiz am Rande: Die in der Antike von den Juden unterworfenen Idumäer, hat man zwangsbeschnitten.

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:30

      kaffka
      04. Dezember 2012 13:01

      Nachtrag: s.(Undine
      03. Dezember 2012 23:02 )

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:39

      november
      04. Dezember 2012 13:01

      Ob es in Israel Anti-Beschneidungsgruppen gibt ist für zivilisierte menschen irrelevant.
      Zur Bestrafung von Verbrechen ist dort das Gericht über Antrag der Staatsanwaltschaft zuständig.
      Der Oberrabbiner gehört eingesperrt samt dem restlichen Gesindel, das die Verbrechen an den Kindern verübt, billigt, verteidigt.
      Wann greift endlich die Justiz ein?
      Diese Untätigkeit ist ja schon fast eine Mitbeteiligung!

    • Torres (kein Partner)
      04. Dezember 2012 14:52

      Abgesehen von all dem religiösen Gefasel, ist es mir (als Vater einer Tochter) absolut unverständlich, dass Eltern (und hier vor allem Mütter) nichts dabei finden, dass ihrem (hoffentlich!) über alles geliebten Kind völlig sinnlose schwere Schmerzen zugefügt werden (die Beschneidung passiert ja bekanntlich ohne jegliche Narkose). Das sind in meinen Augen Rabeneltern, und vor allem Rabenmütter. "Normale" Eltern (und da fühle ich genauso) werden eigentlich zu "reißenden Bestien", wenn ihrem Kind etwas zuleide getan wird, das ist ja auch eine ganz natürliche Reaktion. Wieso bei der Beschneidung nicht, ist mir ein absolutes Rätsel.

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 15:37

      Torres
      04. Dezember 2012 14:52

      Die jüdischen Genitalverstümmler, die Rabbis und die sonstigen Fünktionäre haben dem dummen jüdischen Volk eingeredet, der Jachwe hätte eine besondere Freude an den ihm als Opfer dargebrachten Vorhäuten.
      Vielleicht ist er auch ein Sadist, dem es Freude bereitet andere leiden zu sehen.

      Interessant ist es aber, dass die direkten Feinde der semitischen Juden - die semitischen Araber - als Moslem die selben Verbrechen begehen, nur machen Sie das nicht nur an den männlichen sondern auch an den weiblichen Kindern.

      Woran das wohl liegen mag??

    • Undine
      04. Dezember 2012 16:44

      Damit man weiß, worum es geht, ein Video, für das man allerdings sehr starke Nerven braucht. Wie Eltern gestrickt sein müssen, daß sie diese Barbarei an ihren Kindern zulassen ist einfach nicht nachzuvollziehen; da weigert sich Herz und Verstand.

      http://www.pi-news.net/2012/07/jude-und-moslem-contra-kinderbeschneidung/#more-267172

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      04. Dezember 2012 18:22

      Liebe Udine!
      Mein Gott ich konnte mir das Video gar nicht bis zum Ende ansehen ohne dass mir Tränen über's Gesicht liefen. Das ist Barbarei ...

    • november (kein Partner)
      04. Dezember 2012 18:41

      @kaffka

      Ob es in Israel Anti-Beschneidungsgruppen gibt ist für zivilisierte menschen irrelevant.

      Stimmt natürlich, aber man muss bei diesem Thema aufpassen, dass man nicht von der Antisemitenkeule getroffen wird. Deswegen habe ich auch auf Israel verwiesen.

      Mir geht es nicht darum, den Juden in Österreich das Leben schwer zu machen, oder Religion prinzipiell aus der Öffentlichkeit zu verdrängen, wie es offenbar diese Antikirchenprivilegientruppe möchte. Mir ist bewusst, wieviel die Juden in der Vergangenheit zu unserer Kultur und Wissenschaft beigetragen haben, und würde mich freuen, wenn es wieder mehr Juden bei uns gäbe. Nur es braucht mir keiner einreden, dass die gesamte jüdische Kultur davon abhängt, ob man Kleinkinder verstümmeln darf oder nicht.

    • Erich Bauer
      04. Dezember 2012 18:43

      Der Hintergrund der Beschneidung liegt in der Opferung des "Erstgeborenen". Eine sehr frühe "Leistung" an den monotheistischen Gott. Abraham hätte es ja auch fast getan...

      Die Beschneidung ist ein Relikt dieses frühen, archaischen Opferritus. Damit man nicht die Erstgeborenen Burlis auch heute nicht gleich "abmaxelt", müssen halt, als "Kompromiß", auch alle nachgeborenen Burlis beschnitten werden...

      So ist das halt mit den mosaischen Religionen. Ganz verstehe ich nicht, wieso die kath. Kirche da nicht argumentativ "reinfährt"... und anstatt dessen die "Religionsfreiheit" bemüht...

    • november (kein Partner)
      04. Dezember 2012 18:48

      Wahrscheinlich weil sich die diversen Antireligionsinitiativen zum Ziel gesetzt haben, die Religionen prinzipiell aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Hier gilt es gemeinsame Interessen zu verteidigen, und es kommt immer öfter zu einem Schulterschluss der kath. Kirche mit den anderen monotheistischen Religione.

    • Undine
      04. Dezember 2012 22:41

      @Erich Bauer

      *******!

      Wegen dieser Beinahe-Opferung seines Sohnes Isaak auf den Wunsch / Befehl seines Gottes hin wurde mir bereits in der Volksschule der "obrigkeitshörige" Vater Abraham äußerst unsympathisch. Da ist unser Christengott erheblich "humaner"! :-)

      PS: Daß die barbarische Beschneidung hilfloser kleiner Buben als Ersatz für die Tötung Isaaks durch die quasi in letzter Minute erfolgte Gegenorder des strengen, eitlen Gottes anzusehen ist, wußte ich nicht. Daß Eltern nach wie vor zulassen, daß ihrem Kind so etwas Schreckliches angetan wird, ist mir unbegreiflich. Im Fall der heute sinnlosen Beschneidung (= eindeutig Körperverletzung!) läßt man "Traditionen" ungestraft zu, während man jede andere harmlose Tradition lächerlich macht. Aber mit den Völkern der Beschnittenen legt man sich besser nicht an.

    • wunschträumer (kein Partner)
      05. Dezember 2012 18:14

      @liebe undine!

      Das Beschneiden des "besten" Stückes der Männlichkeit hat höchst natürliche Ursachen (auch wenn es noch so "religiös" motiviert wird: Was glauben Sie, was (wäre) passiert, wenn einer seinen Sepperl nach monatelangen Wüstentrips bei dem Wasserüberfluss in diesen Breiten und der Hitze nicht gewaschen hätte?
      Ja, genau! Und nur deswegen...

      LG wunschträumer

  12. Otto (kein Partner)
    04. Dezember 2012 09:54

    Dafür müssen wir bei uns in Österreich keinen Bahnhof bauen, der ungefähr so teuer ist wie das gesamte Wiener U-Bahnnetz!

    Bei uns werden Skandale diskutiert die neben S21 wie Bagatellen aussehen!

    • numerus clausel (kein Partner)
      04. Dezember 2012 15:19

      Krankenhäuser und Flughafenumbauten reichen hier völlig, außerdem noch ein paar Tunnel, und der neue Bahnhof in Wien kostet auch einiges mehr als angenommen.

  13. numerus clausel (kein Partner)
    04. Dezember 2012 06:38

    Das einzige Mal wo Österreich in den letzten 40 Jahren vor Deutschland war, war in der Schüssel-Ära. Damals blickten die Deutschen, unter der Misswirtschaft von Schröder und Fischer, neidig auf die Wirtschaftsdaten von Österreich. Dort wurden die Wahlen mit den verschiedensten Zuckerl teuer erkauft, aber die Wirtschaft ging den Bach runter.
    Ebenso erging es Österreich wieder, sobald die Roten den Kanzler stellten. Einerseits mit den unhaltbaren Versprechungen eines Gusenbauers und über die jetzige Witzfigur als Kanzler braucht man wohl nicht reden.
    Deutschland hat sich in dieser Zeit jedoch wieder erfangen, obwohl die ganze Eurozone gestützt werden muß, wird, wie im Tagebucheintrag erwähnt, vermutlich nächstes Jahr ein Budgetüberschuss erwartet.
    Wie sieht´s jedoch in Österreich aus? Mir graust es schon vor den nächsten Wahlzuckerln der Roten, die nächstes Jahr verteilt werden und das dumme Wählervolk wieder darauf reinfallen wird. Wer das bezahlt, ist egal, das läuft schon seit Kreisky so....

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. Dezember 2012 07:18

      Misswirtschaft von Schröder und Fischer? Sogar Unterberger erkennt oben im Artikel die Leistung der Agenda 2010 an. Ohne Schröder wäre Deutschland heute sicher nicht da, wo es ist, sondern würde immer noch unter der Wiedervereinigung leiden.

    • brechstange
      04. Dezember 2012 09:28

      @stf
      Sie leiden eh noch immer an der Wiedervereinigung. Man braucht nur den Schuldenstand anzuschauen, der Soli-zuschlag wird nach mehr als 20 Jahren noch immer einkassiert, obwohl nach 7 Jahren Schluss hätte Schluss sein sollen.

    • numerus clausel (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:45

      Schnaberl, zu viel beim Ortner geprügelt worden, daß Sie sich wieder hier herumtreiben?
      Wann wurde denn diese Agenda umgesetzt? Warum geschah das nicht schon von Anbeginn beim Schröder und beim Pflastersteinwerfer Fischer?
      Ihre Einwände werden leider immer schwächer, offensichtlich schon zu viel Wahrheit in anderen Blogs lesen müssen, das bringt so einen Linken schon sehr ins Wanken....

    • Nüchtern gesehen.. (kein Partner)
      05. Dezember 2012 18:01

      @ nummernclauserl

      Also ich schwör's: Ich bin kein Roter! Aber die Meldung, beim Schüsserl incl. seinem
      Jörgerl, lässt doch darauf schließen, dass bei Ihnen eine Schraube locker ist! Oder warn's auf einen(?) Punsch?

  14. Eso-Policier (kein Partner)
    04. Dezember 2012 00:46

    Das ist das Größte, das es je gegeben hat. Seit dem Jahr 1996 (ungefähre Zeitangabe) erscheinst Christus bestimmten Menschen. Siehe dazu
    http://wiki.anthroposophie.net/%C3%84therisation_des_Blutes
    In Deutschland und Österreich sind im Jahr 2013 wichtige Wahlen. Bei der Bundestagswahl 2013 treten erstmals die Parteien DF, Pro und FW an. Letztlich setzen sich Freireligiöse und Patrioten durch. Mehr dazu auf meinem Blog.

    • Neppomuck (kein Partner)
      04. Dezember 2012 11:52

      Ihnen hätt' ER erscheinen müssen.
      Und "hör endlich auf mit dem Quatsch" sagen sollen.

  15. byrig
    03. Dezember 2012 23:55

    zwischen deutschland und österreich liegt keine grosse kluft,sondern lediglich eine staatsgrenze.
    österreich wäre im deutschen verbund ein durchaus erfolgreiches bundesland.
    es würde sogar zu den besten gehören.
    aber da wir eben kein deutsches bundesland sind,sondern ein eigener kleiner staat,dem am beginn seiner armseligen existenz sogar die lebensfähigkeit abgesprochen wurde,bestehen die minderwertigkeitskomplexe fort,die seit dem zerfall des ersten deutschen reiches existieren.
    und es ist auch wie eine hochschaubahn.
    unter schüssel war das wirtschaftswunder österreich dem "stern" noch eine titelgeschichte wert.damals waren die wirtschaftsdaten in österreich wesentlich besser als in deutschland.
    heute hat sich das blatt gewendet-unter faymann.
    österreich wird sicher immer der kleine bruder sein,eng verflochten mit deutschland,und das ist gut so.
    weder überheblichkeitsgefühle noch minderwertigkeitskomplexe sind in dieser komplexen beziehung angebracht.
    wie gesagt:im deutschen verbund wäre österreich eines der erfolgreichsten länder.

    • Undine
      04. Dezember 2012 00:01

      @byrig

      *******+!

      Absolute Zustimmung!

    • Franz Josef (kein Partner)
      04. Dezember 2012 02:54

      Warum wollen Sie Ihre nationalsozialistischte Meinung allen anderen Menschen dieses Staates aufzwingen? Österreich ist nicht Deutschland, schon gar nicht ein Teil davon! Die Deutschen waren und sind ein Unglück für alle liberalen Österreicher. Ihr aus dem archachischen Germanentum vererbtes Barbartentum ist typisch deutsch und in höchstem Maße abzulehnen. Alles Deutsche und wofür es steht ist eine verachtenswerte "Kultur", die letztendlich so bald wie möglich vernichtet gehört.

    • Markus Unterholzner (kein Partner)
      04. Dezember 2012 07:35

      Aber bitte nicht vergessen, daß die "deutsche" Geschichte seit Rudolf II. von Habsburg gestaltet wurde.
      Somit ist dies "österreichische" Geschichte.
      Die 100 Jahre unter "Preussen" hat Europa in Flammen aufgehen lassen.

    • Trollfresser (kein Partner)
      04. Dezember 2012 08:52

      Die Deutschen sind eine eigene Rasse?

    • Undine
      04. Dezember 2012 10:31

      @Franz Josef

      Und flugs---so schnell kann man gar nicht schauen---hat der germanophobe Rassist @Franz Josef die Nazikeule ausgepackt; meine Bewunderung für seinen "Mut" hält sich in Grenzen, da er keinerlei Sanktionen* zu befürchten hat, sondern sogar mit Applaus von gewisser Seite rechnen kann. In linken Kreisen erhält man für diese Haltung einen Heiligenschein! Seine Phobie bringt niemanden hinter Gitter, weil sie in Ö sogar "klammheimlich" gefördert wird.

      *Die "Germanophobie" ist die einzige, die man voll und ganz ungestraft ausleben kann, ohne als Rassist beschimpft zu werden. Bravo, @Franz Josef, Sie stehen auf der richtigen, der linken Seite!

    • Undine
      04. Dezember 2012 10:35

      @Franz Josef

      Und noch etwas zum Trost: Die Deutschen pfeifen uns was, die brauchen uns nicht!

    • fred van eps (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:08

      Ich stimme Undine voll und ganz zu.

      "Die Deutschen waren und sind ein Unglück für alle liberalen Österreicher."
      Das können Sie garantiert nicht einmal ansatzweise beurteilen:
      "Alles Deutsche und wofür es steht ist eine verachtenswerte "Kultur", die letztendlich so bald wie möglich vernichtet gehört."

      Sehr liberal!

    • fred van eps (kein Partner)
      04. Dezember 2012 13:15

      Die Zustimmung war an Undine gerichtet, der Rest @Franz Josef.

    • byrig
      04. Dezember 2012 21:03

      ganz dicht ist der franz josef nicht!

  16. Undine
    03. Dezember 2012 21:43

    OT, aber eine riesige wohlverdiente herrliche Blamage für alle "Freunde und Förderer des Binnen-I"!

    In der Sendung "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch (mindestens 10x besser als unser A.A.!) hieß heute die 16.000 €-Frage:

    Wo findet man das Binnen-I?

    A: Notenblatt
    B: Backrezept
    C: Stellenausschreibung
    D: Formelsammlung

    Die Kandidatin war völlig ratlos und hatte noch nie vom (zumindest für die Linken doch so "weltbewegenden!) Binnen-I gehört! Auch das gesamte Publikum hatte keinen blassen Schimmer; etwa 60% entschieden sich für D! Dann wurde noch der 4. Joker in Anspruch genommen, woraufhin sich ganze ZWEI Personen meldeten, die es sicher wußten. Der dann zu Wort kam und die Nummer rettete, hatte in den Ohrläppchen---eigentlich waren es schon veritable OhrLAPPEN!---riesige Ringe wie irgendso ein Negerstamm in Afrika, damit die Löcher nur ja recht groß werden!

    Und da bemühen sich die Regierungen Deutschlands und Österreichs, den Leuten mit aller Gewalt und um VIEL Geld das Binnen-I ins verstockte Hirn zu brennen ---und dann DAS!
    Ich muß gestehen, meine Schadenfreude war riesig, als ich mir vorstellte, wie Claudia Schmied und Heinisch-Hosek und alle anderen Binnen-I-Bewegten vor Wut und Enttäuschung blaß geworden sind! :-)))))))

    • fokus
      03. Dezember 2012 22:10

      @Undine

      Zum Glück regelt sich alles was mehr oder weniger gegen die menschliche Natur ist irgendwann von selbst. Nur schade um das viele Geld!

    • byrig
      03. Dezember 2012 22:30

      ich habe mich eher geärgert darüber,dass soviele leute die klammheimliche einführung dieses feministisch-gutmenschlichen markers "binnen-I" nicht erkennen.
      das ist ignoranz und politisches desinteresse,mit denen die harten linksideologen erfolgreich arbeiten.

    • Gandalf
      03. Dezember 2012 22:41

      @Undine: Bravo! :-))

    • Undine
      03. Dezember 2012 23:02

      @byrig

      Oja, das ist dann die Kehrseite der Medaille! Auf der einen Seite die in diesem Falle wunderbare Unverbogenheit der Leute, auf der anderen Seite natürlich das, was Sie meinen: Daß es den Menschen gar nicht mehr auffällt, wenn ihnen dieser tagtägliche Schwachsinn begegnet. Für mich ist das Binnen-I der Gipfel der Blödheit, der aber schon wieder "links überholt" wird von dem da: Kolleg_innen!
      Es ist beim Sprechen an der Stelle des _ dringend eine kleine Atempause zur Erhöhung der Wirkung zu empfehlen! :-)

      Die Erklärung für letzteres ist sehr vergnüglich vorgeführt auf einem Video mit Jan Fleischhauer; da erklärt ihm so eine giftgrüne Paradelinke mit Händen und Füßen und todernster Miene, warum diese Form NOCH besser ist als das Binnen-I, und anschließend erläutert sie wort- und gestenreich die VORZÜGE des UNISEX-WCs; sehr sehenswert und lehrreich! :-)

    • byrig
      03. Dezember 2012 23:58

      werde ich mir anschauen,undine,danke für den tip.

    • S.B.
      04. Dezember 2012 00:21

      @byrig/ 22.30Uhr

      Es ist aber auch die Chance, daß nicht jedem Unsinn sofort hinterhergelaufen wird.
      Im Falle vom Binnen-I und so manch anderem "feministisch-gutmenschlichen" Irrsinn ist das politische Desinteresse endlich einmal ein Segen, finde ich.

    • Wertkonservativer
      04. Dezember 2012 07:50

      Da möchte ich mich vorbehaltslos anschließen!

      Vor allem die täglich zehntausendfach (zwangsverordnete) p.c.-konforme Anführung beider Geschlechter "Lehrerinnen und Lehrer, Sportlerinnen und Sportler, usw., usf, kostet Unmengen von Papier, Zeit, Atemluft der Moderatoren, und wirkt in der oftmals kurzen Aneinanderreihung ungewollt komisch bis peinlich.
      Als ob es inzwischen nicht allgemein publik wäre, dass es (gottseidank)zweierlei Geschlechter gibt!

      Menschen und Menschinnen, Kinder und Kinderinnen: alles ist (bei dem verdammten p.c.-Wahn) noch möglich!!?? (Haha!) !?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 11:37

      Undine
      03. Dezember 2012 23:02

      Und wieder ist Österreich schon einen Schritt voraus: Zum Angewöhnen gibt es in Wien ein Kaffeehaus in dem die Männer am Pissoir durch einen durchsichtigen Spiegel den Frauen beimm.... zuschauen können.

      Das ist UN-iSEX-WC vom feinsten!

    • A.K.
      04. Dezember 2012 12:01

      Zitat zum Thema "Binnen - I" im Duden Band 9 (ISBN 3-411-04095-5) aus "Gleichstellung von Frauen und Männern in der Sprache", Seite 394:
      "2.3 Großes I: Die Schreibung mit dem großen I im Wortinneren (auch: Binnenmajuskel) wie z.B. KollegInnen, MitarbeiterInnen ist seit Anfang der 80-er Jahre belegt. Sie tritt häufig auf, wird aber ebenso häufig auch abgelehnt und ist in bestimmten Behörden und Institutionen ausdrücklich verboten. Diese Kurzformen entsprechen weder den alten noch den neuen Rechtschreibregeln. Großschreibung im Wortinneren ist auch nach dem neuen Regelwerk nicht vorgesehen."

    • Undine
      04. Dezember 2012 13:46

      @A.K.

      "....Großschreibung im Wortinneren ist auch nach dem neuen Regelwerk nicht vorgesehen."

      Da kommt doch noch leise Hoffnung auf, daß nicht alle vor dem kollektiven Wahnsinn im Staube kriechen, wenn das im Duden zu lesen ist! Für eine vorübergehende Idiotie wäre nun genug Zeit verschwendet worden; man sollte schön langsam wieder zur Normalität zurückkehren, so lange wir selber noch wissen, ob wir Mandel oder Weibel sind.

  17. brechstange
    03. Dezember 2012 21:41

    "So wie das in der Mitte des vorigen Jahrzehnt weit hinter Österreich zurückliegende Deutschland inzwischen durch die einschneidenden Reformen der Agenda 2010 getan hat."

    Also das halte ich für eine Mär, Deutschland lag niemals weit hinter Österreich. Die einzige große Belastung, die Wiedervereinigung knabberte und knabbert an Deutschlands Budget und Schuldenstand. Österreich hatte diese Belastung nie, nein, wir haben sogar "Diebe" ostdeutschen Vermögens im Land wie Rudolfine Steindling plus Anhang.

  18. logiker2
    03. Dezember 2012 20:31

    "Fünftens erzielt Deutschland, wie nun bekannt geworden ist, im Jahr 2012 voraussichtlich sogar einen Überschuss der Staatsfinanzen. Österreich, das sich so gern mit Deutschland vergleicht, ist von diesem Idealzustand weit entfernt."

    Einen Zustand des Überschusses vor einer Wahl (hoffentlich mit Abwahl der Stillstandskoalitionen) lässt in Österreich nicht nur wieder hurdig die sozialen klirrenden Kälten ausbrechen und die fürchterlichste Armut, sondern dazu noch Hungerkatastrophen und Elend ungeahnten Aussmasses.

  19. Gandalf
    03. Dezember 2012 20:22

    Eine der grössten Klüfte zwischen Deutschland und Österreich ist wohl die, dass an der Spitze des ersteren eine kluge, akademisch gebildete Christdemokratin steht, während wir einen jämmerlichen Politruk ohne jeden Hintergrund (ausser der Sozialistischen Partei) zum Bundeskanzler haben, bei dem nicht einmal sicher ist, ob es ihm gelungen ist, die Mittelschule mit Erfolg abzuschliessen.

  20. Anton Volpini
    03. Dezember 2012 20:15

    O.T.
    Griechenland kauft Staatsanleihen zurück!
    Die gute Nachricht dazu ist, laut heutigen ORF Meldungen, daß nicht, wie befürchtet, 20% des Ausgabewertes bezahlt wird, sondern ganze 40%. Toll!
    Wenn man da nicht zynisch wird, dann weiß ich nicht mehr, wann!

    Das heißt, die Geldvernichtung findet also nicht zu 80% statt, sondern nur zu 60 %.
    Gleichzeitig erklärt Fr. BK Merkel, daß Sie einen Schuldenschnitt für Griechenland heuer ausschließt, aber für die nächsten 2 Jahre nicht ausschließt.

    Da füttert die EU Griechenland mit neuem Geld, das es zum Teil zur Überbrückung der
    kurzfristigen Liquidität verwendet, zum anderen Teil aber, um einen "außergerichtlichen Vergleich " durch zu führen.
    Sehe ich das falsch? Wenn ja, dann möge mir jemand helfen, diese Form von Mathematik zu verstehen!

  21. fokus
    03. Dezember 2012 15:56

    OT

    Die Schweiz macht es vor und da sage noch einer, es ginge nicht in einem kleinen Land und ohne EU:

    http://www.orf.at/stories/2153865/2153866/

  22. Brigitte Imb
    03. Dezember 2012 15:39

    Die Deutschen und die Österreicher haben eine ordentliche Meise im Oberstübchen, denn während die Fam. Papandreou 550 Mio.€ in der Schweiz liegen hat (Volksvermögen der Griechen), werden bei uns Pensionen u. Sozialleistungen gekürzt um den Griechen unter die Arme (od. in der Korruption) zu greifen.

    http://www.orf.at/stories/2154337/2154318/

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      04. Dezember 2012 18:23

      Liebe Brigitte Imb!
      Es ist unglaublich, da kann man nur mehr mit dem Kopf schütteln.

  23. A.K.
    03. Dezember 2012 14:04

    Der deutsche Physiker Max Plank (Quantentheorie, Relativitätstheorie, etc.) sagte in einem Vortrag („Physik im Kampf der Weltanschauung“, 6. 3. 1935):
    „Von der Wahrhaftigkeit unzertrennlich ist die Gerechtigkeit...Wie die Naturgesetze ehern und folgerichtig wirken, im Großen nicht anders als im Kleinen, so verlangt auch das Zusammenwirken der Menschen gleiches Recht für alle, für Hoch und Niedrig, Vornehm und Gering. Wehe einem Gemeinwesen, wenn in ihm das Gefühl der Rechtsicherheit ins Wanken kommt, wenn bei Rechtsstreitigkeiten die Rücksicht auf Stellung und Herkunft eine Rolle spielt, wenn der Wehrlose sich nicht von oben geschützt weiß vor dem Zugriff des mächtigeren Nachbars, wenn offenbare Rechtsbeugungen mit fadenscheinigen Nützlichkeitserwägungen bemäntelt werden...In solcher Gesinnung ist Preußen und Deutschland groß geworden, Möge sie nie unserem Vaterland verlorengehen!“
    – Leider ging dieser Wunsch von damals bis 1945 bzw. 1989 nicht in Erfüllung.
    Die Tagebuchnotiz von Dr. Unterberger „Zwischen Deutschland und Österreich liegt eine große Kluft“ hat einen sehr treffenden Titel.

  24. Claudius
    03. Dezember 2012 10:03

    Die Iren wollen Griechen sein. (und die Portugiesen auch)
    (2.12.2012, von Philipp Hacker-Walton, KURIER )

    Angela Merkel schloss am Wochenende einen späteren Schuldenschnitt für Griechenland nicht mehr aus. Auch andere Länder wollen jetzt Erleichterungen.

    Die vierte Woche in Folge treffen einander heute die Finanzminister der Eurozone in Brüssel. Das Dauerthema: Griechenland. Nachdem bei einer Sondersitzung der Sitzung der Eurogruppe vergangene Woche ein neues Rettungspaket geschnürt wurde, sollen diesmal Details zu dessen Herzstück bekannt werden: dem Rückkauf griechischer Staatsanleihen durch das Land selbst.

    Die Griechen sollen rund ein Drittel des ursprünglichen Werts für ihre Schuldtitel bezahlen; finanziert wird das Programm aus dem Rettungsschirm EFSF bzw. durch neue Anleihen.

    Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel schloss am Wochenende einen späteren Schuldenschnitt für Griechenland nicht mehr aus. Zunächst müsste das derzeitige Programm aber umgesetzt werden, sagte sie der Bild am Sonntag. Dies sei aber, „wenn alles nach Plan läuft“, nicht vor 2014 oder 2015 der Fall.

    Kein Plan B

    Die Erwartungen sind hoch: „Es gibt keinen Plan B, wenn der Rückkauf nicht funktioniert“, sagt ein hochrangiger Vertreter der Eurozone. „Werden die Ziele verfehlt, müssen die Finanzminister sich etwas Neues einfallen lassen.“ Das Rückkauf-Programm läuft diese Woche an; Mitte Dezember soll klar sein, ob es wie gewünscht funktioniert hat.

    Neben Griechenland werden sich die Währungshüter heute auch mit Portugal und Irland befassen. Im Raum steht, beiden Ländern ähnliche Zugeständnisse zu machen wie den Griechen, denen vergangene Woche längere Kreditfristen und niedrigere bzw. später zu zahlende Zinsen gewährt wurden.

    Irlands Finanzminister Michael Noonan hat bereits angekündigt, das Griechenland-Programm genau prüfen lassen zu wollen, um etwaige Verbesserungen für sein Land zu erreichen.

    Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche pocht sein portugiesischer Amtskollege Vitor Gaspar bereits auf eine Vereinbarung der Euro-Länder, wonach allen Ländern in ihren Hilfsprogrammen die selben Konditionen angeboten werden müssen. Demnach müsste man auch Portugal und Irland bei Zinsen und Rückzahlungsfristen entgegenkommen.

    Diese Forderungen könnten für dicke Luft sorgen: In Ratskreisen wird zumindest eine Zinssenkung für Irland und Portugal kategorisch ausgeschlossen.

    Vergleichsweise unkompliziert gestaltet sich da bisher die Unterstützung für Spanien und Zypern: Die Hilfsgelder für die spanischen Banken sollen noch im Dezember fließen; es gebe „gute Fortschritte“ bei der Rekapitalisierung der Institute, heißt es.

    Zypern, das vor allem unter der Misere der Griechen leidet, könnte sein Rettungspaket erst 2013 bekommen. Die Höhe des Hilfsprogrammes soll diese Woche stehen und unter dem BIP von 18 Milliarden liegen.(Ende)

    Link: http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/iren-wollen-griechen-sein/1.587.839

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      04. Dezember 2012 10:26

      Lieber Claudius!
      Dass es auch anders geht, wird leider verschwiegen. War nicht Island das erste Land mit finanziellen Schwierigkeiten? Da hat das Volk entschieden (was beweist, dass eine Demokratie nur im Kleinen funktioniert)
      http://www.youtube.com/watch?v=994xbDsSvYc

      Es gäbe auch einen Plan "B" - nur wird das ignoriert, da ja die Banken die Geschicke der Welt lenken.
      Plan B - Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung

      Liebe Grüße aus OÖ.

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      04. Dezember 2012 12:55

      Hier das Video über den Plan B von der Wissensmanufaktur!
      http://www.youtube.com/watch?v=wDYbZHJyEzc

  25. socrates
    03. Dezember 2012 09:50

    Wenn eine Pleitebankerin, statt angeklagt zu werden, ohne Qualifikation ein Ministerium erhält, wo sie ebenfalls nichts zuwege bringt, haben wir den Status einer Bananenrepublik. In so einen Staat investiert man nicht, den plündert man aus.

    • logiker2
      03. Dezember 2012 20:43

      erlaube mir zu ergänzen: und einen Wehrdienstverweigerer als Verteidigungsminister. Ob es so etwas überhaupt bei einem anderen Staat gibt ?

    • Undine
      03. Dezember 2012 21:47

      @logiker2

      Das gibt's nur bei uns in Bagdad.

    • Haider
      03. Dezember 2012 22:40

      Das Problem ist nur, daß alle glauben, der ausgeplünderte Staat gehe an ihnen vorbei. Für sie wird das Erwachen fürchterlich sein und deren Geschrei riesig. Nur - sie haben trotz zahlreicher Warnungen diese Nieten durch die Bank gewählt. Wie heißt es so schön: MITGEHANGEN - MITGEFANGEN. Mein persönliches Mitleid hält sich sehr in Grenzen. Diese Typen dachten auch immer, mich belächeln und belehren zu können!

    • Nero
      04. Dezember 2012 19:27

      Diese Pleitebankerin vollzieht doch brav die kommunistische Unterwanderung Ösrerreichs, und das mit Erfolg! Damit hat sie sich ihre Anklagefreiheit verdient.

  26. Wertkonservativer
    03. Dezember 2012 08:55

    Unser "beschauliches" Österreich mit Deutschland zu vergleichen und gegenüber unseren deutschen Freunden in Teilbereichen sogar zu toppen, halte ich für typisch österreichischen "Größenwahn", der von einigen hirnarmen "Oberkleifeln" in eigenem Interesse immer wieder vordergründig unters Volk gebracht wird!

    Gewiss, wir haben schon auch unsere Meriten (die Lippizaner, die Mozartkugeln und die Schifahrer sind doch was!), doch sind Vergleiche schon aus dem gewaltigen Unterschied in der Bevölkerungszahl, der wirtschaftlichen Stärke, und vor allem im Mentalitätsunterschied zwischen Deutschen und Österreichern absolut irreführend und daher eigentlich auch unzulässig!

    Also bitte: gönnen wir unseren deutschen Freunden ihre Spitzenstellung in Europa, die durch den Fleiß ihrer Bevölkerung, der Kraft ihrer Industrie, trotz ihrer Handicaps als Zahlmeister Europas hart erarbeitet ist!

    Und wir Austriaken? Wir sollten eher auf unsere eigenen "krummen Füß'" schauen, uns nicht großmannssüchtig (mittels Untertischkehrens unserer diversen "lacks") mit Stärkeren zu vergleichen!
    Nachholbedarf gibt es wahrlich genug!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • M.S.
      03. Dezember 2012 18:15

      Der Unterschied zwischen Deutschland und Österreich läßt sich am besten beim Vergleich der beiden Fußballbundesligen darstellen:
      Deutschland: Professionell, zielstrebig, einsatzfreudig, ehrgeizig, ernsthaft.
      Österreich: Amateurhaft, schlampig, faul, wehleidig, halbherzig.

    • Cotopaxi
      03. Dezember 2012 19:41

      @ M.S.

      Und die Deutschen sehen keine Notwendigkeit, Rüpel wie Arnautovic in den Nationaldress zu stecken.

    • Undine
      03. Dezember 2012 21:50

      @M.S.

      Aber EINmal haben wir doch die Deutschen beim Fußball besiegt, wenn ich recht informiert bin; davon zehren noch Generationen unserer Fußballer! :-))

    • M.S.
      04. Dezember 2012 11:45

      @Undine

      Ja, und dieses Ereignis genießt inzwischen bei uns den gleichen Stellenwert wie einer der seltenen Siege Österreichs in der Seeschlacht bei Lissa.

    • Undine
      04. Dezember 2012 15:24

      @M.S.

      Neugierig geworden durch Ihre Erwähnung der gewonnenen Seeschlacht von Lissa "googelte" ich, um doch etwaige Siege zu entdecken und fand bei Wikipedia folgendes:

      "Nachdem 1779 im Frieden von Teschen das bisher zu Bayern gehörende Innviertel für Österreich gewonnen wurde....."
      Na, wenigstens etwas!

      Naja, dann waren da noch die höchst erfolgreichen Schlachten gegen die Türken, die sich seit Jahrhunderten immer schon bei uns breitmachen wollten! Höchst bedauerlich, daß sich heute keine Verteidiger unserer Heimat finden; die 3. türkische Belagerung Wiens scheint diesmal für die Türken gut auszugehen. Sie richten sich längst häuslich ein.

      Wenn ich überlege, daß in Paris mit viel Stolz ein bedeutender Bahnhof nach der gewonnenen Schlacht bei Austerlitz benannt wurde und es in London einen Bahnhof gibt, der immer an den Sieg bei Waterloo erinnern soll, stellt sich bei uns in Ö dieses Problem nicht. Gerade einmal Admiral TEGETHOFF darf vom Praterstern aus noch in Richtung Lissa schauen!

      Mit Siegen verwöhnt waren wir nie, die Deutschen aber ebenso wenig!

    • Undine
      04. Dezember 2012 17:51

      Oh, da hab' ich doch glatt dem Admiral ein T vorenthalten; es sei hiemit nachgereicht: TEGETTHOFF

    • M.S.
      04. Dezember 2012 21:16

      @Undine

      Respekt für Ihre gründlichen Recherchen. Da lassen sich dann doch noch ein paar bedeutende Erfolge Österreichs finden. Die Schlachten Prinz Eugens zählen natürlich vorrangig dazu. Die Befreiung Wiens von der Türkenbelagerung 1683 würde ich doch eher dem König Sobieski zugute halten.

    • Undine
      04. Dezember 2012 22:52

      @M.S.

      Natürlich! Ehre, wem Ehre gebührt, in diesem Fall dem König Sobieski! Aber wenn man sich selber nichtgegen eine 3. Belagerung wehren will, kann einem niemand helfen! Und damit das auch so bleibt, dafür sorgen schon die gute Ute Bock und Konsorten..... ;-(

    • Günther (kein Partner)
      05. Dezember 2012 14:34

      Leider sitzen heute die Verräter in unseren eigene Reihen und wählen stupide Rot/Grün. Daher ist ein Sieg gegen eine Belagerung nicht mehr möglich.

  27. Observer
    03. Dezember 2012 08:23

    Schon seit Jahren werden die manipulierten Zahlen des AMS über die Arbeitslosen kritisiert, aber nichts hat sich geändert. Ein Bekannter, welcher seit über 15 Jahren arbeitslos ist (vermutlich will er gar nicht mehr beschäftigt sein?) wurde bereits zu unzähligen Schulungen geschickt. Nun ist er - ein paar Monate vor der Erreichung des Pensionsalters - wieder zu so einen, für ihn völlig sinnlosen Kurs, eingeteilt worden. Thema: Wie bewerbe ich mich richtig?

  28. Josef Maierhofer
    03. Dezember 2012 07:45

    Immer mehr kommt die Wahrheit an die Oberfläche.

    Die Realität lässt sich sehr lange verleugnen (fast 40 Jahre lang) aber jetzt muss ihr succesive ins Angesicht gesehen werden, da werden die ganzen Ablenkmechanismen auch nichts helfen.

  29. RR Prof. Reinhard Horner
    03. Dezember 2012 01:55

    reinhard.horner@chello.at

    Österreich heruntermachen ist ein beliebter Volkssport.

    Wie zutreffend oder unzutreffend die (von wem auch immer gut bezahlten) Ratingagenturen etc. die zukünftigen Entwicklungen eingeschätzt haben und das noch immer tun, haben wir doch bereits mehrmals gesehen. Allerdings taten und tun sie das nach wie vor ohne jegliche Verantwortung.

    Im Übrigen: Genügt es für die persönlichen Qualitäten und die funktionalen Qualifikationen der Lehrkräfte, wenn sie der Rechtschreibung mächtig sind?

    Und wann wird endlich redlich davon gesprochen, dass es sich in der weitaus überwiegenden Mehrzahl bei "den Lehrern" um Lehrerinnen handelt?

    • FranzAnton
      03. Dezember 2012 06:00

      Rechtschreibung alleine genügt wohl nicht, handelt es sich doch um eine spezielle Begabung, analog etwa gutem Musikgehör; allerdings würden Schüler durch falsche Rechtschreibung von Volksschullehrerinnen in dieser Fähigkeit besonders geschädigt, da ja kein Ausgleich durch andere Fachlehrer möglich wäre. Das A.U. - Argument hat wohl seine Berechtigung; der aktuelle linke, tendenziell alles ruinierende Mainstream würde, der massenhaften Zuwanderer und bildungsfernen Schichten wegen, die Notwendigkeit korrekter Rechtschreibung wohl heftigst relativieren.

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 11:57

      RR Prof. Reinhard Horner
      03. Dezember 2012 01:55

      Im Übrigen: Genügt es für die persönlichen Qualitäten und die funktionalen Qualifikationen der Lehrkräfte, wenn sie der Rechtschreibung mächtig sind?

      Natürlich genügt es nicht - sinnerfassend lesen und richtig rechnen wäre eine weitere offensichtlich unerreichbare Kenntnis - aber so wie es jetzt ist, müsste man bescheiden, ja glücklich sein wenn sie wenigstend RECHTSCHREIBEN könnten.

  30. Haider
    03. Dezember 2012 01:25

    Also ich habe schon einige Jahrzehnte am Buckel, kann mich aber nicht erinnern, daß Österreich jemals besonders ehrlich mit sich selber umging. Wir haben uns immer (zumindest seit Ende der Monarchie) irgendwie herumgetrickst. Wir glauben alle Welt liebt uns, dabei kennt uns nur keiner. Der Musikverein ist schon super - aber außer China beeindruckt das keinen. Auch unsere Schifahrer sind Spitzensportler - aber wer fährt heute noch Schi (bzw. interessiert sich weltweit für diese Sportart wirklich).
    Mit der Politikdoktrin: "Ein Zehntel von Deutschland - und aus!" verschlafen wir die Weltentwicklung total. Politzwerge sind ja so lieb, sie erwecken überall Mitleid! Wir glauben, jeder trauert mit uns mit. Nur im Weltgeschehen regieren andere Kategorien. Mitleid setzt Schwäche voraus. Und Schwäche wird gnadenlos ausgenützt. Die Welt ist kein weltfremder Streichelzoo für gutmenschliche Träumer.

    • Undine
      03. Dezember 2012 22:07

      @Haider

      ******!

      "Wir haben uns immer (zumindest seit Ende der Monarchie) irgendwie herumgetrickst."

      Da war zunächst der Phantomschmerz! Neun Zehntel amputiert! Der "Rest" hieß Deutsch-Österreich.

      Am augenfälligsten tricksen wir bei Mozart, Beethoven und Hitler.

      Mit dem Hitler wollen wir nichts zu tun haben und schenken ihn gerne den Nachbarn. Mit Beethoven hingegen renommieren wir gerne und machen ihn zum Österreicher; und der Mozart gehört ohnedies nur uns alleine. Daß sein Vater in Augsburg geboren ist und Mozart sich als Deutscher fühlte, ignorieren wir.

      Peinlich war's vor einigen Jahren, als D den größten Deutschen suchte und Mozart "nominierte". Na, da sind wir Österreicher den frechen Nachbarn aber ordentlich in die Parade gefahren---mit Erfolg, denn Mozart wurde aus der "Liste" entfernt. War ganz schön beschämend damals für uns kleinkarierte Ösis! Aber so sind wir halt nun einmal.....

  31. S.B.
    03. Dezember 2012 01:07

    Zusätzlich werden Arbeitslosenzahlen durch Unterbringung von derzeit unvermittelbaren Arbeitskräften in sinnlosen Kursen geschönt.
    Mit dem kostenlosen Universitätszugang kann man nochmals Jugendarbeitslosenstatistiken positiv aufbereiten.

    Und weil das bei den Arbeitslosenziffern so gut funktioniert, wendet man die Methode selbstverständlich auch bei den Schulden an.
    So gesehen sind wir viel weiter von Deutschland entfernt, als verlautbart und damit viel näher an Griechenland dran, als eingestanden wird.
    Die Ratingagenturen lassen sich allerdings auf Dauer nicht belügen und dann beginnt wieder das Gezeter über die unfaire Beurteilung.

    Nur zu längst fälligen Reformen können sich die Regierenden nicht aufraffen und schon gar nicht, wenn in naher Zukunft Nationalratswahlen stattfinden.
    Der mündige Bürger sollte sich nicht weiter betrügen lassen und mit seinem Wahlverhalten 2013 den dringend notwendigen, wirtschaftlichen Aufbruch für Österreich ermöglichen.

    Nun erlaube ich mir noch ein OT in eigener Sache:

    Ich habe mich auf Grund der vorangegangenen, völlig ungerechtfertigten und daher entbehrlichen Anschuldigungen zweier Mitposter über meine Platzierung im Monat November besonders gefreut.
    Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, die meine Meinungsäußerungen trotz des darauffolgenden, unerfreulichen Disputs mit der Höchstnote bewertet haben und mir damit diesen Erfolg ermöglichten - vielen Dank!
    Weiters gratuliere ich Frau @Brigitte Imb sowie @Undine für Ihre ebenfalls bestwerteten Kommentare - meine aufrichtige Anerkennung.

    Beste Grüße S.B.

    P.S.: Ich schließe mich dem Brauch hier an und widme diesen Gewinn.............
    meiner unermüdlichen Halbsternderlfraktion! ;-)

    • Haider
      03. Dezember 2012 01:37

      Neid ist ein Luder! Ich freue mich ehrlich mit jedem, der eine positive Motivation durch seine Mitposter erfährt - und mehr ist das Sternderltheater für mich auch nicht. Ehrlich sei auch unserer Sternderl-Damenregie gratuliert. Wie oft bereichern sie mit ihrem Fleiß und ihrer Kenntnis diesen Blogg!!!

    • Wertkonservativer
      03. Dezember 2012 10:20

      @ S.B.

      Gratulation zum obersten Stockerlplatz, den ich - trotz wiederholter und hartnäckig versuchter Anläufe - nie erreichen konnte! Schluchz'!

      Gratulation auch an Frau Imb und Dame Undine!

      Dass unsere Damen ungemein tüchtig sind, haben sie laufend bewiesen!
      Im Endeffekt sind sie uns Männern hier im Forum durch ihr Ethos, ihre humanistische Herangehensweise an die aufgeworfenen Probleme, ihre kämpferische und doch elegante Diskussionskultur, ziemlich überlegen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Obmar
      03. Dezember 2012 10:37

      Ich hoffe, daß sich niemand von den unqualifizierten und unrichtigen Äußerungen der Halbsternderlfraktion beeinflussen läßt und weiterhin unermüdlich seine äußerst interessanten und sachlichen Kommentare abgibt.

      Es ist mir vollkommen unverständlich, wie man so neidisch und paranoid sein kann. Aber das ist eine andere Geschichte und wünsche S.B. weiterhin viel Erfolg, denn er schreibt ja sicher nicht deshalb sondern aus Überzeugung und Leidenschaft.

    • Undine
      03. Dezember 2012 14:06

      @Alle

      Werte(r) S.B., meine Gratulation zum 1. Platz; Sie haben ihn wirklich verdient, und ich freu' mich mit Ihnen!!! Daß ich da, wie ich gerade sehe, auch ein bißchen "mitnaschen" darf, rührt mich fast ein wenig [:-)]! Danke, @S.B., @Wertkonservativer und @Haider! :-)

      @Haider: Sie schreiben: "...eine positive Motivation durch seine Mitposter"; damit treffen Sie den Nagel auf den Kopf!

    • S.B.
      04. Dezember 2012 00:13

      @Haider

      "Ich freue mich ehrlich mit jedem, der eine positive Motivation durch seine Mitposter erfährt - und mehr ist das Sternderltheater für mich auch nicht."

      Absolute Zustimmung!

    • S.B.
      04. Dezember 2012 00:14

      @Wertkonservativer

      Vielen Dank und bitte, nicht aufgeben - es lohnt sich!
      Wie sagt schon eine alte Volksweisheit: "Aufgeben tut man nur einen Brief"! ;-)

    • S.B.
      04. Dezember 2012 00:15

      @Obmar

      Vielen, vielen Dank!

    • S.B.
      04. Dezember 2012 00:16

      @Undine

      Vielen Dank und auch ich erfreue mich immer wieder an Ihren wertvollen Ausführungen!

    • kaffka (kein Partner)
      04. Dezember 2012 12:04

      Wertkonservativer
      03. Dezember 2012 10:20

      Warum ist bei Ihnen UNDINE eine Dame und Imb nur eine Frau?

    • Wertkonservativer
      05. Dezember 2012 06:06

      kaffka 4.12. 12:04 :

      Undine habe ich - in eigener Machtvollkommenheit - zur Dame "geadelt", weil sie in meinen Augen, nach persönlichem Kennenlernen, eben eine Dame ist (wenn Sie verstehen, was ich meine!)
      Frau Imb als Jüngere und noch mitten im tätigen Leben Stehende, ist eine sehr, sehr tüchtige und kämpferische Frau, die, wenn mir der gute Gott noch einige Jahre gibt, von mir sicher eines Tages - auch wieder in eigener Machtvollkommenheit - den Ehrentitel "Dame" zugesprochen erhalten wird.
      Konnte ich Ihre Frage einigermaßen schlüssig beantworten?
      Die beiden noch Unvergleichbaren, jedoch Unvergleichlichen, mögen mir bitte meine subjektiven Klassifizierungen verzeihen! Danke!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Brigitte Imb
      05. Dezember 2012 14:37

      *lol*

      ....solange ich nicht als dämlich bezeichnet werde, stört mich die "Frau" gar nicht. Damisch werden könnt' ma allerdings gelegentlich.....





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