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Wie man das Wohnen noch teurer macht

Wenn man den Brotpreis unter dem Niveau des Marktpreises deckelt, löst das dreierlei aus: Brotmangel, Verschwendung bei den Konsumenten und die Entwicklung von Schwarzmärkten. Das haben in den letzten Jahrzehnten sämtliche Planwirtschaften in bitteren Lektionen lernen müssen. Die meisten lassen daher – nicht nur beim Brot – den Markt wieder funktionieren. Lediglich einige verbliebene Retro-Staaten wie Nordkorea oder Kuba produzieren weiter durch Preisregelungen gezielt bittere Not.

Daher ist es mehr als erstaunlich, wenn plötzlich das rotgrüne Wiener Rathaus in den verschiedensten Varianten über eine Mietpreisdeckelung diskutiert. Eigentlich hätte man geglaubt, dass hierzulande niemand mehr ernsthaft an solche Abenteuer glaubt.

Aber sind nicht tatsächlich die Preise für neue Mietwohnungen oft ärgerlich hoch? Das sind sie in der Tat. Nur ist das eine Folge, nicht die Ursache von Knappheit. Und eine neue Mietendeckelung würde die Knappheit noch dramatisch verstärken. Kein vernünftiger Mensch würde künftig seine Ersparnisse in ein Wohnhaus oder eine Vorsorgewohnung investieren.

Dass solche Vorschläge ausgerechnet im Wiener Rathaus entstehen, ist besonders skurril. Steht doch hier die ganz große Mehrheit der Wohnungen im Eigentum der Gemeinde oder politisch kontrollierter Genossenschaften. Daher prägt deren Angebot quantitativ wie qualitativ die Preisbildung im kleinen freien Sektor. Zugleich ist gerade in Wien die Belastung der Mieter durch von der Stadtverwaltung gewaltig in die Höhe gepeitschte Infrastrukturkosten (Wasser usw.) überproportional steil gestiegen.

Ein weitere Ursache hoher Mieten ist die ohnedies schon für viele Wohnbauten geltende Mietpreisbindung. Wenn ältere Einzelpersonen nur deshalb in großen Altwohnungen mit oft fünf und noch mehr Zimmern wohnen, weil ein Wechsel in eine kleinere (und für ihre Bedürfnisse besser passende!) Wohnung für sie viel teurer wäre, zeigt das die ganze Absurdität der Wohnungssituation. Die, die haben, profitieren. Die, die suchen oder wechseln, zahlen drauf. Um ein Vielfaches.

Angesichts der stark steigenden Zuwanderung nach Wien und der wachsenden Immobilienblase – eine Folge der Schuldenpolitik von EZB und Staaten – wäre es aber illusorisch, vorerst sinkende Mieten zu erwarten. Eine vernünftige Politik sollte jedoch zumindest alles tun, was deren Explosion bremst: durch einen modernen Mieterschutz, der die absurden Privilegien einiger Altmieter Schritt für Schritt auslaufen lässt und so mehr Familienwohnungen auf den Markt bringt; durch ein neues Genossenschaftsrecht, das Wettbewerb zulässt, Parteisubventionierungen verhindert und nur solange Annuitätenzahlungen erlaubt, bis die Wohnungen abbezahlt sind; durch korruptionsfreie Möglichkeiten für private Bauträger, ausreichend Grundstücke zu erwerben; und durch eine Verkehrspolitik, die auch die großen Siedlungsräume rund um die Stadtgrenze rasch einbezieht.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2012 08:30

    Das österreichische Mieterschutzgesetz stammt meines Wissens nach aus der Zeit nach dem erstem Weltkrieg. Es wurde aus der Not heraus geboren, führte aber bald zu einer Besitzstandswahrung von Priviligierten. Bis heute herauf hat dieses Gesetz den ganzen wiener Wohnungsmarkt verseucht.
    Da greift der Staat seit fast hundert Jahren in den Wohnungsmarkt massiv ein, verzehrt das ganze Preisgefüge, und glaubt dann mit weiteren Eingriffen so was wie Gerechtigkeit herstellen zu müssen. Ist halt nur ein weiteres Beispiel dafür, daß Etatismus falsch und menschenverachtend wirkt.
    Wann wird es uns gelingen, den Staat auf seine Kernaufgaben zurückzudrängen?

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2012 00:54

    ....sowie durch Vergabe von geförderten Wohnungen an wirklich Bedürftige und nicht an "Rote Baddeibonzen" bzw. "Rote Baddeisoldaten", die es sich dann dort gemütlich und relativ billig einrichten.
    Ist die Wiener Stadtverwaltung nur deshalb dabei führend, damit sich Rot-Grün als die vermeintlichen Retter des/der "armen, kleinen Mannes/Frau" aufspielen können? Vor allem mit Versprechungen, die sie im Endeffekt sowieso nicht einhalten!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2012 05:31

    Ueberlassen wir dieses Thema doch den Grazer Kommunisten. Immerhin haben 20% der Waehler ihnen gerade deshalb ihr Vertrauen geschenkt. Kommunisten haben sich ueberall in der Welt als Wohnbauexperten hervorgetan und himmelschreiende, pardon himmelstuermende Kulturleistungen vollbracht. Soviele graue Wohnbauruinen zeugen davon. Man gehe in bestehende und ehemalige sozialistische Paradiese und ueberzeuge sich.

    Und diesmal wird es ganz bestimmt wirklich klappen!

  4. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    8x Ausgezeichneter Kommentar
  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2012 20:55

    Wer über die Steigerung der Mieten ohne die Steigerung der Betriebskosten spricht, verfehlt das Thema.
    1. Die Kosten für Wasser, Abwasser, Müll, Heizung, Hausbesorger + seine Sozialkosten, Transportausgaben (Parkpickerl, Ubahn) etc. sind sprunghaft gestiegen.
    2. Die Ansprüche der Mieter sind ebenso gestiegen: Bad & WC in der Wohnung, Elektrostandard, Gasstandard, Zentralheizung, Lift ist gewünscht und kostet.
    3. Die Gemeinde und die politisch orientierten Genossenschaften bauen Luxusdomizile, die sich kein Normalverdiener leisten kann.
    4. Die Migranten zahlen nichts, bekommen Gemeindewohnungen, auch in Sievering, die sie illegal vermieten wenn sie längst schon nach Hause zurückgekehrt sind.

    Wer eine Substandardwohnung will, wird sie finden: Indisches Klo (jenseits des Ganges), Bassena, Einzelofen, kein Lift, Erdgeschoß, kein Gas, schwache Stromanschlüsse. Wenn aber der Vermieter investieren soll, dann will er dafür Geld sehen. Er ist nicht die Gemeinde, die das Deffizit auf die Steuer abwälzt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2012 11:17

    OT - Euro-Rettungsschirm verliert Spitzenrating bei Moody's

    Die finanzielle Talfahrt nimmt Beschleunigung auf, Frankreich "hilft" dabei.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1319094/EuroRettungsschirm-verliert-Spitzenrating-bei-Moodys?_vl_backlink=/home/index.do

  7. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2012 10:25

    Fakt ist offenbar, dass der "neue Sozialismus" - der längst auch die konservativen, bürgerlichen Parteien und Wähler aus ihren Positionen gekippt hat - sich als der Repräsentant und Motor der Philosophie "Anspruchsstaates" versteht, welcher die vielfältigen Forderungen insbesoners der "Benachteiligten" zu erfüllen vorgibt.
    Als Benachteiligt darf man hierbei all jene einstufen, die laut genug schreien um von genügend zahlreichen oder entscheidungsrelevanten Kräften - und das ist praktisch niergends mehr in Europa die Wahlbevölkerung (sondern die Nomenklatura) - wahrgenommen zu werden.

    Sind solche Forderungen nur einmal mit ausreichender Publizität unters Volk gebracht - manchmal genügt dazu auch schon mal ein ministerieller, sachlich irrelevanter Sager - lässt sich dann die "Mittelbeschaffung" mit einigen aus der Waschmittel- oder Zahnpasta-Reklame entlehnten, psychologischen Tricks leicht rechtfertigen und ein willfähriges bis entmachtetes Parlament unschwer zu einer Zustimmung bewegen (falls nicht eine ministerielle Verordnung genügt). Dass in diesen so beschafften Mitteln immer auch ein bestimmter 'gerechter' Anteil für die "Exekutive" und "Administration" enthalten ist, versteht sich von selbst.

    Dabei ist es völlig irrelevant, welche ökonomischen, ökologischen oder sonstigen Aus- und Nebenwirkungen die Maßnahme noch zeitigt oder zeitigen wird. Hier gilt das ganz grundlegende metaphysische Gesetz: "Zeit ist Geld"; und schließlich braucht jede Nomenklatura bis zu den nächsten Wahlen bzw. bis zur nächsten "Beschaffungsidee" Zeit (=Geld) um die Durststrecke zu überbrücken.

    Als äußerst hilfreich hat sich dabei das schon von Goethe in seinem Wesen richtig erkannte Prinzip des "Fiat Money" erwiesen, welches uns - zumindest derzeit - in die Lage versetzt, Fanstastilliarden an Euros oder Dollars zu mobilisieren, die praktischerweise nicht einmal mehr - wie weiland noch in der Krise der 1920er-Jahre - tatsächlich gedruckt werden, sondern nur noch als Zahl im virtuellen Konto eines Computers aufscheinen müssen. Dumm nur, dass immer irgendwann irgendjemand auf die Idee kommt, "sein Geld" auch haben zu wollen. Dann schlägt die Stunde jener Wahrheit, die zeigen wird, wie "belastbar" die phantastischen Ideen und Lehren des "politsch-monetären Komplexes" waren oder sind.

    Die Brück' am Tay (Theodor Fontane, 1879)

    "Wann treffen wir drei wieder zusamm'?"
    "Um die siebente Stund', am Brückendamm."
    "Am Mittelpfeiler."
    "Ich lösch die Flamm'."
    "Ich mit."
    "Ich komme vom Norden her."
    "Und ich vom Süden."
    "Und ich vom Meer."

    "Hei, das gibt ein Ringelreihn,
    und die Brücke muß in den Grund hinein."
    "Und der Zug, der in die Brücke tritt
    um die siebente Stund'?"
    "Ei, der muß mit."
    "Muß mit."

    "Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand."
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 14:06

    Wer hat denn diese Debatte losgetreten?
    Richtig.
    Die „Eule aus „Athen“.

    Nachdem sie sich durch ihre raubritterähnliche „Parkraumbewirtschaftung“ im Sinne Häupls noch unbeliebter gemacht hat, als sie eh schon ist, hat ihr der dicke Michel großherzig erlaubt, ihr Defizit an Bürgernähe ein bisserl über eine, noch dazu gesetzwidrige, „Anwaltschaft der Armen“ punkto Fixausgaben wie Mieten etc. aufzubrezeln und ihr den Vortritt in Sachen „sozialem Grundverständnis“ eingeräumt.
    Die depperten Wähler werden es ihr schon danken.

    Dazu die Initiative des Ex-Trafikanten Blimlinger, aus der Mariahilferstraße einen Kinderspielplatz zu machen und damit die dort ansässigen Kaufleute in die Konsumtempel zu verjagen und alles wird gut.

    Wer Feind seines Geldes mit einem nachgerade pathologischen Hang zur Selbstenteignung ist, soll nur Rot oder Grün wählen.
    „Expropriiert die Expropriateure!“
    Bevor das die Neo-Österreicher im Land und die Neo-Europäer in der Faulenzerzone der EU machen können.

    Doppelt gemoppelt ist nachhaltiger.
    Wer von seinen politischen „Beschützern“ ausgeraubt wird, hat wahrlich die Arschkarte gezogen.

    Merks, Wähler.
    Und zeig den grün-roten Schädlingen am Volksvermögen die „rote Karte“. Man muss ja kein Kreuz drauf gemalt haben.


alle Kommentare

  1. Kamberley (kein Partner)
    08. Februar 2015 13:16

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  2. Justice (kein Partner)
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    21. Januar 2015 07:35

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    21. Januar 2015 07:20

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  12. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    03. Dezember 2012 09:42

    Schön, dass Unterberger die Absurdität der Wohnungssituation erkennt.

    Noch besser wäre es, würde er erkennen, dass diese Arbsurdität sich durch unser ungerechtes Gesamtsystem durchzieht. Weil SPÖVP ausschließlich eine Klientel bedienen, die ihre Schäfchen schon im Trockenen hat.

    Die die schon eine Pension beziehen, profitieren. Die, die eine erwarten, zahlen drauf, um ein Vielfaches.
    Die die schon einen gesicherten Job haben, profitieren. Die, die eine erwarten, zahlen drauf, um ein Vielfaches.
    Die die schon über Kapital verfügen, profitieren. Die, die erst eines aufbauen müssen, zahlen drauf, um ein Vielfaches.
    Die Bauern, die große Flächen bewirtschaften, profitieren. Die, die klein anfangen müssen, zahlen drauf, um ein Vielfaches.

    Usw. usf.

    • Neppomuck (kein Partner)
      03. Dezember 2012 11:12

      Zeige mir deine Feinde und ich weiß, wer du bist.
      Im gegenständlichem Fall ein kleiner Kommunist.

      Und ein ziemlich dummer wohl auch.
      Doch das ist halt bei euch so der Brauch.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
    • socrates
      03. Dezember 2012 22:43

      Schnabeltierfresser
      Heute bekam ich eine Ankündigung vom Rauchfangkehrer für eine neue Zuluftmessung. Wird die umsonst sein? Erhöhen sich die Betriebskosten?
      Meine Pension wurde seit 2000 um 3% erhöht. Habe ich meine Schäfchen im
      Trockenen?
      Schön blöd ist auch schön!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. Dezember 2012 06:52

      Mir kommen die Tränen, Herr Socrates. Vielleicht plauschen sIe mal mit einem arbeitslosen 20jährigen, der nicht mal weiß, womit er den Rauchfang überhaupt befeuern soll?

    • socrates
      04. Dezember 2012 08:32

      Schnabeltierfresser
      Ein Tipp für den 20-jährigen und alle anderen, die nicht wissen, womit sie den Rauchfang überhaupt befeuern sollen: Gesicht schwarz anstreichen, Papiere wegwerfen und in Schwechat um Asyl ansuchen.
      Keinem Ösi darf es schlechter gehen als einem Asylanten.
      Mir kommen die Tränen, wenn ich den Bezug Ihrer Antworten zum Thema suche.

  13. cmh (kein Partner)
    02. Dezember 2012 19:37

    Wer hat uns verraten? Erraten! Sozialdemokraten!

    Die sollten sich doch einmal die Frage stellen, wie es trotz Kreisky, Sinowatz, Vranitzky, Klima, Gusenbauer und Faymann überhaupt möglich ist, dass es in diesem Land überhaupt "Arme" gibt.

    KKP in ihrer rotäugigen Unbedarftheit hätte sicher gesagt, die schwarzblaue Schüsselregierung ist schuld. Aber der Erfolg der 40 roten Jahre sollte doch etwas robuster gewesen sein.

    Also gibt es keine Armut in Österreich und die Sozen lügen jetzt, dass es eine gäbe, oder sie haben ein Gschichtl nach dem anderen den Wählern reingedrückt, dass sie die Armut bekämpfen täten.

    Irgendeines davon muss falsch sein. Wenn also einer Gegenteiliges behauptet, dann lügt er sicher. Und deshalb ... siehe oben.

  14. DerTurm
    02. Dezember 2012 19:04

    Bei all den Tänzen, die um Baddeiwohnung aufgeführt werden, wundert mich immer wieder, warum die Luxusgemeindewohnung (zusammengelegt, marmoriert) des Roten Heinzi (in dem derzeit seine Nachkommen residieren) nie zur Sprache kommt...

  15. Segestes (kein Partner)
    02. Dezember 2012 18:49

    Unterberger regt sich in letzter Zeit ganz schön oft über steigende Preise auf. Wenn das mal nicht ein Indiz für ein ungesundes Misstrauen in den freien Markt ist.
    Er wird doch nicht ein verkappter Sozis sein?

    • Neppomuck (kein Partner)
      02. Dezember 2012 19:20

      Was hat die Deckelung einer Komponente des Marktes (Preis) mit "freiem Markt" zu tun?
      Was dann steigen wird, ist der Preis der Wohnungen im Niedrigpreisbereich.
      Da wird zwangsläufig eine Art "Mischkalkulation" Platz greifen, die gerade die Klientel der Roten/Grünen (außerhalb der Gemeindebauten, die sind meist teuer genug) treffen wird.
      Verstehe also einer die Frau Vassilakou.
      Kämpft gegen die eigenen Leute.
      Was beweist, dass sie selber nicht begriffen hat, was sie da will, bzw. jetzt damit u.U.* auslöst.
      * Zum Glück ist das gegen das Gesetz. Aber die Grünen haben sich ja nie besonders um Gesetz und Recht geschert, das stellten und stellen sie laufend unter Beweis.

      Dummheit, dein Name ist grüne Politikerin. (frei nach Hamlet)

    • socrates
      03. Dezember 2012 22:46

      Segestes
      Heute bekam ich eine Ankündigung vom Rauchfangkehrer für eine neue Zuluftmessung. Wird die umsonst sein? Erhöhen sich die Betriebskosten?
      Hauptsache die Roten schaffen sich ein Monopol, an dem die Schwarzen mitschneiden.

  16. Zündler (kein Partner)
    02. Dezember 2012 16:45

    Wie man mit Styropor gedämmte Häuser innerhalb kurzer Zeit abfackeln kann!

    http://www.meinbezirk.at/grein/chronik/13-jaehrige-fackelten-beinahe-die-schwertberger-schule-ab-d171604.html

    Eine sehenswerte Sendung des NDR zur Brandgefahr von Wärmedämmungen:

    http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/haushalt_wohnen/minuten667.html

  17. mschoss (kein Partner)
    02. Dezember 2012 16:34

    Denen ist der kleine Mann oder die kleine Frau völlig egal: Meine Freundin wohnt in einer Gemeindewohnung, wo beschlossen wurde auf Kosten der Mieter eine Generalsanierung durchzuführen, die auch eine Wärmeisolierung beinhaltet hätte was zur Folge hätte, daß die erst vor 4 Jahren neu ausgewechselten Fenster erneut getauscht hätten werden müssen. Die bei der Mieterversammlung anwesenden Beamten und die Vertreter der Baufirma hatten davon keine Ahnung. Die vorgeschlagene Sanierung hätte eine Mietpreiserhöhung von 140% bedeutet. Auf die Frage, daß sich dann viele der Bewohner die Wohnung nicht mehr leisten könnten, antwortete der Beamte von Wiener Wohnen, daß das ganz in ihren Interesse sei, da man die alten Leute aus den größeren Wohnungen heraus haben will, ob und wie man denen bei einer Übersiedlung behilflich wäre, wie denn die Kosten ev. einer neuen Küche usw. von Mindestpensionisten zu schaffen sind quittierte er mit einem Lächeln. Meine Freundin war geschockt. Es wurde dann durch Hilfe eines aktiven Mieterbeirates, eine abgespeckte Sanierungsvariante durchgeführt – soviel zum „SOZIALEN WIEN“ und zur Arbeitsweise von Wiener Wohnen – war da nicht einmal unser Herr Faymann Wohnbaustadtrat?

  18. Neppomuck (kein Partner)
    02. Dezember 2012 14:06

    Wer hat denn diese Debatte losgetreten?
    Richtig.
    Die „Eule aus „Athen“.

    Nachdem sie sich durch ihre raubritterähnliche „Parkraumbewirtschaftung“ im Sinne Häupls noch unbeliebter gemacht hat, als sie eh schon ist, hat ihr der dicke Michel großherzig erlaubt, ihr Defizit an Bürgernähe ein bisserl über eine, noch dazu gesetzwidrige, „Anwaltschaft der Armen“ punkto Fixausgaben wie Mieten etc. aufzubrezeln und ihr den Vortritt in Sachen „sozialem Grundverständnis“ eingeräumt.
    Die depperten Wähler werden es ihr schon danken.

    Dazu die Initiative des Ex-Trafikanten Blimlinger, aus der Mariahilferstraße einen Kinderspielplatz zu machen und damit die dort ansässigen Kaufleute in die Konsumtempel zu verjagen und alles wird gut.

    Wer Feind seines Geldes mit einem nachgerade pathologischen Hang zur Selbstenteignung ist, soll nur Rot oder Grün wählen.
    „Expropriiert die Expropriateure!“
    Bevor das die Neo-Österreicher im Land und die Neo-Europäer in der Faulenzerzone der EU machen können.

    Doppelt gemoppelt ist nachhaltiger.
    Wer von seinen politischen „Beschützern“ ausgeraubt wird, hat wahrlich die Arschkarte gezogen.

    Merks, Wähler.
    Und zeig den grün-roten Schädlingen am Volksvermögen die „rote Karte“. Man muss ja kein Kreuz drauf gemalt haben.

    • HEFJ (kein Partner)
      02. Dezember 2012 14:18

      Hab was vergessen, ersuche um Nachsicht: Das von mir erörterte Szenario betrifft auch Eigentums- und Vorsorge-Wohnungen.

      Es handelt sich also generell um das Vorbereiten einer großflächigen Enteignung privaten Immobilien-Eigentums.

    • Neppomuck (kein Partner)
      02. Dezember 2012 14:30

      Was sagt denn der Herr Spindelspalter dazu?

      Traut er sich nicht an grobe Klötze?

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      02. Dezember 2012 15:06

      Die dreckigen Machenschaften in der BRD dem dämokratischten Staat der Erde!! Wie man Bauern zwingt (durch jahrelangen Terror) ihr Land zu Schleuderpreisen zu verkaufen, weil es für Großprojekte gebraucht wird (ich habe mich schon gewundert, wie oft es zu Bränden auf Höfen kommt???? Zufall oder Willkür????) oder alles Methode?
      BRD - betroffener Landwirt (ab Min. 45) wird nackt in eiskalte Zelle geworfen. Wegen 119,--Euro Schulden. Unfassbar - GUANTANAMO in Lörrach - Dallas in Grenzach-Wyhlen - Wake News Radio/TV - http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=QAY549Z78g8

    • nometa (kein Partner)
      02. Dezember 2012 15:18

      "Die „Eule aus „Athen“.", "grün-roten Schädlingen"

      Bitte schreiben Sie doch auf unzensuriert.at. Da passen Sie besser hin, finde ich.

    • Neppomuck (kein Partner)
      02. Dezember 2012 16:34

      "Finden Sie ..."

      Na wenn schon.

      Den Linken mit "appeasement" zu kommen ist der Irrtum schlechthin.
      Die haben Freundlichkeit noch immer mit Schwäche verwechselt.

      Auf grobe Klötze und Klötzinnen gehören grobe Keile.

      Kreide und Mehl ist meine Sache nicht.
      Und "schonen" heißt "entmündigen".
      Das wäre zwar in vielen Fällen bei den Linken angebracht, aber wollen werden sie das wohl nicht.
      Wenn doch, an einem Kurator wird es nicht fehlen.

    • byrig
      02. Dezember 2012 19:12

      warum sie bis jetzt keine 3 sterne bekommen haben für diesen geradlinigen,excellenten beitrag,verstehe ich nicht.
      also tu`s ich.

  19. HEFJ (kein Partner)
    02. Dezember 2012 13:04

    Der eventuell größte Schmäh bei der Deckelung der Mieten liegt im Finanzrecht:

    Der wirklich private Klein- Eigentümer (Einzelperson, Familie) eines voll dem MRG unterliegenden Miet-Althauses muss nachweisen, dass er - über 20 Jahre gesehen - einen Gewinn aus der Vermietung zieht.

    Tut er das nicht, wird das Eigentum am Miethaus steuerlich als "Liebhaberei" eingestuft, d.h. es werden vom Finanzamt Steuer-Nachzahlungen in unermesslicher Höhe eingehoben. Folge: Aus Privatvermögen sind diese Nachzahlungen nicht mehr leistbar, das Haus muss verkauft werden.

    Mit der Deckelung auf 7 Euro pro Quadratmeter ist der vom Finanzamt geforderte Gewinn keinesfalls mehr zu erwirtschaften. Die möglicher Weise folgende Zwangsversteigerung führt dazu, dass die Mieter einen neuen Eigentümer (oft in Gestalt größerer Versicherungen oder Banken) erhalten, der völlig andere Methoden (z.B. Abbruch und Neubau) anwenden kann, was letztlich dazu führt, dass die Mieten vervielfacht werden.

    Nota bene: Von einem befreundeten Anwalt habe ich erfahren, dass es angeblich bei Wiener Bezirksgerichten RichterInnen geben soll, die diese Versteigerungen als Geheim-Versteigerungen für einen von ihnen handverlesenen Kreis von Interessenten durchführen sollen. Wie weit dies stimmt, entzieht sich meiner Kenntnis.

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      02. Dezember 2012 15:20

      Meine Vermutung ist, dass es sicher sogar noch schlimmer zugeht, da die Medien von derselben Mischpoke geführt werden, wird das alles vertuscht. Der ganze Staat ist zu einer Mafia-Organisation verkommen. Willkommen in der Neuen Welt. George Orwell lässt grüßen. Aber ist ja alles nur Verschwörungstheorie, oder?

  20. appolloniO (kein Partner)
    02. Dezember 2012 11:43

    Was das Schlimmste an der Mietpreisdeckelung ist? Dass man damit bei uns tatsächlich jede Menge Stimmen abräumen kann! Umkehrschluss: die Mehrheit der Wähler ist eben zu einfach in ihrer Denkungsweise.....................

    und Rot/Grün tut alles dazu damit das auch so bleibt. Also Kinder noch früher in staatliche (Um)erziehungsanstalten, wenns dann zur Schule geht, dann alle ganztags damit die Eltern die Einheitserziehung nicht rückgängig machen können. Wie sonst ist dem Nachwuchs in Döbling, Hietzing und anderswo klar zu machen, dass Vater-Mutter-Kind Familien Auslaufmodelle sind, aber leider noch nicht ausrottbar. Deshalb unsere Sex-Fibel.

  21. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    02. Dezember 2012 11:00

    In Portugal stösst man auffällig oft auf verfallene unbewohnte Häuser. Dies ist ein Relikt aus der Zeit Salazars der die Mieten einfror und damit vielen Hausbesitzern die Instandhaltung verunmöglichte.

  22. socrates
    01. Dezember 2012 20:55

    Wer über die Steigerung der Mieten ohne die Steigerung der Betriebskosten spricht, verfehlt das Thema.
    1. Die Kosten für Wasser, Abwasser, Müll, Heizung, Hausbesorger + seine Sozialkosten, Transportausgaben (Parkpickerl, Ubahn) etc. sind sprunghaft gestiegen.
    2. Die Ansprüche der Mieter sind ebenso gestiegen: Bad & WC in der Wohnung, Elektrostandard, Gasstandard, Zentralheizung, Lift ist gewünscht und kostet.
    3. Die Gemeinde und die politisch orientierten Genossenschaften bauen Luxusdomizile, die sich kein Normalverdiener leisten kann.
    4. Die Migranten zahlen nichts, bekommen Gemeindewohnungen, auch in Sievering, die sie illegal vermieten wenn sie längst schon nach Hause zurückgekehrt sind.

    Wer eine Substandardwohnung will, wird sie finden: Indisches Klo (jenseits des Ganges), Bassena, Einzelofen, kein Lift, Erdgeschoß, kein Gas, schwache Stromanschlüsse. Wenn aber der Vermieter investieren soll, dann will er dafür Geld sehen. Er ist nicht die Gemeinde, die das Deffizit auf die Steuer abwälzt.

  23. Josef Maierhofer
    01. Dezember 2012 15:59

    Aber damit lassen sich die Menschen in die Falle locken.

    Es gibt kaum welche, die diesem Preistrick nicht aufsitzen würden, sondern im Gegnteil, je mehr mit Halbwahrheiten manipuliert wird, desto mehr Leute fallen auf den Preistrick hinein.

    Tatsächlich aber ist das eine der Bereicherungsmaschen der Sozialdemokraten (und natürlich auch der Kommunisten).

    Man braucht nur zu sagen, wir verschaffen Euch 'billige' Wohnungen und schon kann man mit Zulauf rechnen, denn wer denkt denn heute noch, lassen doch alle durch die Partei vordenken. Und die denkt 'vor' (vor allem an sich).

  24. Brigitte Imb
    01. Dezember 2012 11:17

    OT - Euro-Rettungsschirm verliert Spitzenrating bei Moody's

    Die finanzielle Talfahrt nimmt Beschleunigung auf, Frankreich "hilft" dabei.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1319094/EuroRettungsschirm-verliert-Spitzenrating-bei-Moodys?_vl_backlink=/home/index.do

    • HJR
      01. Dezember 2012 12:45

      Die Prediger der ("alternativlosen") Griechenland- bzw. Euro-Rettung haben längst Kult- wenn nicht gar pseudo-religiösen Status angenommen oder erreicht. Vorneweg ist natürlich wieder eine allmählich zur Mehrheit anwachsenden Menge, die bei einem Stopp der "Rettungsmaßnahmen" ihre eigenen Felle davonschwimmen sehen, wie z.B. Frankreich. So wird Europa also diesen Krug weiter zum Brunnen tragen, obwohl er schon leckt und immer schneller laufen muss um den unlöschbaren Durst der zu Rettenden stillen zu können.

      Als Helmut Kohl "den Mantel der Geschichte" ergriff und Milliarden in den deutschen Osten pumpen ließ, war's - in anderem Maßstab - ähnlich. Aber als absehbar wurde, dass das Fass keinen Boden haben wird, hat man die Reißleine gezogen (und die Treuhand geschaffen) und nach einigen Schmerzen war's ausgestanden. Allerdings haben die (West-)Deutschen damals für ihr Geld zumindest ein Land mit 16 Mio Einwohnern dazubekommen. Was bekommt eigentlich die EU (dazu), wenn Griechenland eines unabsehbaren Tages "gerettet" sein sollte?

      Die Stimmen, welche gleich anfangs gefordert hatten, Griechenland möge aus dem Euro austreten und zur Drachme zurückkehren hatten aus heutiger Sicht recht, wurden aber ebensowenig gehört wie jene, welche früher eine "Vertiefung" VOR "Erweiterung" der EU gefordert hatten. Auch sie hatten Recht!

      "Europa schafft sich ab" wird zur bitteren Wirklichkeit und weder das Ende der deutschen Atomwirtschaft noch die "Energiewende" noch andere sozialistisch-grüne werden daran wesentlichen Anteil haben - nein, es ist die hausgemachte Stupidität, Einsichts- und Visionslosigkeit der europäischen Führungsgilde gepaart mit der gleichwertigen Qualifikation der nationalen Partitokratie, welche die Nägel in den Sarg Europas hämmert; bald kann er in die Erde gesenkt werden.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Brigitte Imb
      01. Dezember 2012 13:13

      Die Eurokraten wollen uns ganz rasch den EU Superstaat auf's Auge drücken, oh Graus. Zudem möchte Portugal "griechische Zugeständnisse", Barroso die nationalen Haushalte aussaugen und Kompetenzen in Brüssel (bei den gänzlich Unkompetenten Politikern) bündeln.
      Ich sehe das "Inflationspferd" galoppieren, das zum Endspurt ansetzt.

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1319105/Eurozone_Portugal-will-griechische-Zugestaendnisse?_vl_backlink=/home/index.do

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      01. Dezember 2012 13:37

      Zu HJR:
      Wie ich in mehrfachen Veröffentlichungen in der FAZ, der WZ und der "Presse" bekannt machte, sind die "Neuen Bundesländer" verelendet, weil die Regierung Kohl die Restitution der von den Sowjets geraubten Adelsgüter verweigerte, "weil die Adeligen nichts kriegen dürfen"= christlich-soziales Revoluzzer - Ethos. Die Opfer blitzten beim Bundes-Verfassungsgerichtshof ab, dessen Präsident Herzog wurde zur Belohnung Bundespräsident (das erzählt man in deutschen Adelskreisen). Gott - sei Dank war die Republik Österreich beim Abzug der Sowjets noch nicht so verkommen. Gegen den Wortlaut des Staatsvertrages 1955 wurde "Deutsches Eigentum" vollständig restituiert, darunter Adelsgüter des im Deutschen Krieg 1866 nach Österreich emigkrierten, Östereich- treuen deutschen Adels. An Österreichs Fahnen haftet der Sieg!

    • Haider
      01. Dezember 2012 22:51

      @HJR
      Jetzt hat die Euro-Zone, was alle Nichtpolitiker vorhersagten: "Eine schlechte Bonität". Und diese wird zwangsläufig noch viel schlechter werden, je mehr Staaten infiziert werden (früher hätte man sie deshalb in Quarantäne gesteckt!). Bisher fixe Kandidaten von den 17 sind: Griechenland, Spanien, Italien, Zypern, Frankreich, Irland, Portugal. Und wie sieht es demgegenüber in den Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein aus? Schade, daß mich die Schweiz wegen mangelnden Vermögens nicht nimmt, Norwegen zu kalt und Liechtenstein zu teuer ist, um dort meinen Lebensabend zu verbringen!
      Selbst die Wirtschaft der asiatisch/europäischen Türkei nimmt an Fahrt beträchtlich zu. Die sollten uns aus Dankbarkeit die Hände dafür küssen, daß wir sie nicht in die EU aufgenommen haben. Manchmal wünsche ich mir sogar, daß die EU-Sanktionen im Jahr 2000 gegriffen hätten und wir daher jetzt die ganzen EU-Troubles als Zuseher an uns vorbeiziehen lassen könnten. Blöd wäre nur gewesen, wenn sie uns nicht hinausgeschmissen sondern zu einem Bußgeld verdonnert hätten. Denn - unvernünftig wie wir Österreicher sind - hätte wir sicher bezahlt, statt den Beutelschneidern die kalte Schulter zu zeigen und uns mit einem "Arrividerci Brüxelles" auf Nimmerwiedersehn zu vertschussen.
      Ceterum censeo: Europa ist für die EU viel zu schade!

  25. Alfred E. Neumann
    • phaidros
      01. Dezember 2012 12:34

      Lieber Alfred, danke für den Link - eine kleine Anmerkung zu einem Detail: Im Artikel heißt es »Milligramm pro Kilogramm Luft« - das ist so nicht ganz richtig, richtig müsste es heißen »Milliliter pro Kubikmeter Luft« (das macht allerdings keinen gewaltigen Unterschied, geht es ja in der Hauptsache um die Veränderung gegenüber früher)

      Was aber eine »Hetze« betrifft, kann ich Dich offen gesagt nicht nachvollziehen. Allenfalls die redaktionelle Einleitung lässt eine Tendenz erkennen, die unteren 3/4 des Artikels sind eine reine Sachverhaltsdarstellung. Eine »Hetze« kann ich nicht erkennen, wie m.A.n. insbesondere der letzte Absatz des Artikel klar macht:

      »Allerdings gibt es in der Klimaforschung noch eine Reihe von Wissenslücken. Und diese werden von den Wissenschaftlern nicht verschwiegen: Unklar ist etwa die Rolle von Wolken – je nach Höhe und Zusammensetzung können sie einen wärmenden oder kühlenden Effekt haben. Auch der Einfluss anderer Faktoren auf das Klima, etwa der Sonne oder von Meeresströmungen, ist umstritten. Und weiterhin ist nicht restlos geklärt, warum die Erwärmung in den letzten zehn Jahren Pause gemacht hat – freilich auf sehr hohem Niveau: 13der wärmsten Jahre seit Beginn exakter Messungen (Mitte des 19.Jahrhunderts) wurden in den vergangenen 15 Jahren verzeichnet.«

      Lieber Alfred, bei aller Freundschaft, wie kann man Deiner Ansicht nach Erkenntnisse veröffentlichen, die nun einmal aussehen, wie sie aussehen, ohne zum Hetzer gestempelt zu werden? Ergebnisse lassen sich nicht vorschreiben, das würde die gesamte Naturwissenschaft ad absurdum führen.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • werauchimmer
      01. Dezember 2012 15:42

      Herr Neumann hat Recht!

      In der Überschrift oder der Einleitung verabsolutierend eine Tendenz oder einen Sachverhalt nahezulegen, der sich so nicht in den weiteren Ausführungen findet, entspricht der gängigen massenpsychologischen Taktik des Boulevards, weniger Informierte bzw Interessierte in die gewünschte Richtung zu lenken.

      Eingangs liest man: ...krasser Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.

      Erst weiter unten liest man dann: globale Temperaturstagnation trotz weiteren CO2-Anstiegs, ungeklärter Anteil der Sonne, unsichere Prognostizierbarkeit von Sturmzunahmen und dgl mehr an offenen Fragen.

    • phaidros
      01. Dezember 2012 17:20

      Wer seinen Beitrag mit den Worten »Herr Neumann hat Recht« und einem Ausrufezeichen beginnt, sollte sich zu Themen wie »verabsolutieren« oder »Uninformierte in die gewünschte Richtung lenken« lieber nicht äußern, finde ich.

      Was ich nämlich sagen kann ist, dass sich die im Artikel dargelegten Sachverhalte (und zwar immer besser und umfassender abgesichert) sehr wohl in der enstprechenden Darstellung wiederfinden.

      Warum wir nach derzeitigem Stand des Wissens davon ausgehen können, dass die angeführten offenen Fragen eher nur Detailcharakter haben, und keineswegs die Vermutung irgendwie gefährden, finden Sie ausführlich dargelegt in »von Storch, Güss, Heimann: Das Klimasystem und seine Modellierung«; (ISBN 3-540-65830-0). Das Buch gilt als Standardwerk und gibt mehr als ausführlich auch dem Nichtfachkundigen Auskunft über unser Verständnis der Klimaantriebe und die Möglichkeiten und Grenzen der Simulierbarkeit. Es ist zwar schon 1999 erschienen, sodass eineige der angesprochenen Probleme mittlerweile als gelöst betrachtet werden können, aber laut Auskunft der ZAMG hat sich an der grundsätzlichen Umfassendheit oder Richtigkeit der Darstellungen darin nichts geändert.

      In Kombination mit Reinhard Böhms »Heiße Luft« (siehe Buchtipp http://www.andreas-unterberger.at/Tipps-und-Hinweise/Buecher/311 , gratis als ebook abrufbar auf http://www.austria-lexikon.at/af/Web_Books ) eine hervorragende Basis für jeden, der am tatsächlichen Sachverhalt und Stand des Wissens interessiert ist, und nicht lediglich sein Wunschergebnis bestätigt sehen möchte. Egal in welche Richtung.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      01. Dezember 2012 19:08

      Interessant übrigens auch, wie unterschiedlich ein und derselbe Text »ankommen« kann. Hier empfiehlt »november« just denselben Presse-Artikel: http://www.andreas-unterberger.at/2012/11/sn-kontroverse-kpo-wahl/#comment-215933

    • Observer
      01. Dezember 2012 19:09

      Wer hetzt wem?

      Tatsache ist, dass bei der nun schon fast endlosen Klimadebatte von beiden Seiten enorme Lobbyingorganisationen dahinter stehen, zum Teil mit falschen Informationen argumentieren, aber die Wahrheit in der Mitte liegt.

      Wer die negativen Auswirkungen unseres modernen Lebens (mit Industrie, Gewerbe, Haushalt und Transport) auf das Klima abstreitet und keinerlei Gegenmaßnahmen für notwendig erachtet, handelt absolut fahrlässig. Dabei geht es ausschließlich um jetzige Entscheidungen, welche sich nachhaltig erst in einigen Jahren positiv auswirken werden. Da kann man nicht eine Vogel-Strauß-Politik betreiben und alles ignorieren.

    • phaidros
      01. Dezember 2012 19:14

      Dazu möchte ich ergänzen, sg. Obsever, dass ja auch von China bis Kanada keines der nicht teilnehmenden Staaten die Erwärmung in Zweifel zieht. Ebensowenig, dass diese gar nicht ohne Auswirkungen bleiben kann, was potenziell problematisch ist.

      Nichthandeln kann also beim besten Willen nur als »Ignorieren« bezeichnet werden, der Titel des Artikels «Klimawandel: das ignorierte Problem« trifft also mit 4 Wörtern den Nagel exakt auf den Kopf, und hat mit »Verabsolutierung« nicht das Geringste zu tun.

    • werauchimmer
      01. Dezember 2012 20:33

      Dazu nur ganz kurz:

      ad "verabsolutieren": Ich habe mich nicht gegen Apodiktisches an sich ausgesprochen, sondern dagegen, dass die Überschrift im Vergleich zum Inhalt (unnötig) übertrieben eine Tendenz suggeriert.

      ad "weniger Informierte in die gewünschte Richtung lenken":
      Dass eine vom "Content" gesondert wahrnehmbare Überschrift etwas anderes ist als ein "eye-catcher" im Rahmen von vier in einem einsehbaren Kurzabsätzen, das möge zur Kenntnis genommen werden.

      Und dass ein ungeklärter Anteil der Sonne keine Frage mit bloßem Detailcharakter sein kann, das erklärt sich wohl von selber.

    • phaidros
      01. Dezember 2012 20:57

      Sg. werauchimmer, Sie stellen ganz allgemein und ohne Details »Und dass ein ungeklärter Anteil der Sonne keine Frage mit bloßem Detailcharakter sein kann, das erklärt sich wohl von selber.«, in den Raum.

      Das würde wohl stimmen, wenn es denn so wäre.

      Ist es aber nicht.

      Die Größenordnung der beobachteten Erwärmung lässt sich nämlich nicht auf die Sonne zurückführen, soviel ist bereits geklärt. Ungeklärte Anteile - ich lasse das jetzt einmal stehen - reichen keineswegs für eine »Entwarnung«.

      »Many of the changes in land-surface temperature can be explained by a combination of volcanoes and a proxy for human greenhouse gas emissions. Solar variation does not seem to impact the temperature trend. « (http://berkeleyearth.org/results-summary/ - Abschnitt »Human effect«)

      ( Viele Änderungen der Land-Oberflächentemperatur lassen sich mit einer Kombination aus Vulkanismus und einem Proxy für anthropogene Treibhausgasemmissionen erklären. Änderungen der Solaren Aktivität scheinen keinen Einfluss auf den Temperaturtrend an der Oberfläche über Land zu haben.«)

      Wir kennen keine Kombination natürlicher Antriebe, die die beobachtete Erwärmung erklären könnte. Nimmt man den CO2-Anteil in die Rechnung, geht sie auf einmal auf. Alle alternativen Erklärungsversuche sind bislang gescheitert. Der Leiter des BEST-Projekts Richard Muller meinte, jede alternative Erklärung müsste wenigstens eine ebensogute Korrelation zu den beobachteten Temperaturdaten aufweisen. Allerdings kennen wir keine.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      03. Dezember 2012 08:29

      Übrigens, Nachsatz an @werauchimmer: Sie haben mein Posting 1.12. 17:20 augenscheinlich nicht verstanden: Arbeiten Sie das empfohlene Buch durch, und Sie werden verstehen, wieso es sich nur um Detailfragen handelt. Ergebnisse zu proklamieren hat keinerlei Sinn.

  26. HJR
    01. Dezember 2012 10:25

    Fakt ist offenbar, dass der "neue Sozialismus" - der längst auch die konservativen, bürgerlichen Parteien und Wähler aus ihren Positionen gekippt hat - sich als der Repräsentant und Motor der Philosophie "Anspruchsstaates" versteht, welcher die vielfältigen Forderungen insbesoners der "Benachteiligten" zu erfüllen vorgibt.
    Als Benachteiligt darf man hierbei all jene einstufen, die laut genug schreien um von genügend zahlreichen oder entscheidungsrelevanten Kräften - und das ist praktisch niergends mehr in Europa die Wahlbevölkerung (sondern die Nomenklatura) - wahrgenommen zu werden.

    Sind solche Forderungen nur einmal mit ausreichender Publizität unters Volk gebracht - manchmal genügt dazu auch schon mal ein ministerieller, sachlich irrelevanter Sager - lässt sich dann die "Mittelbeschaffung" mit einigen aus der Waschmittel- oder Zahnpasta-Reklame entlehnten, psychologischen Tricks leicht rechtfertigen und ein willfähriges bis entmachtetes Parlament unschwer zu einer Zustimmung bewegen (falls nicht eine ministerielle Verordnung genügt). Dass in diesen so beschafften Mitteln immer auch ein bestimmter 'gerechter' Anteil für die "Exekutive" und "Administration" enthalten ist, versteht sich von selbst.

    Dabei ist es völlig irrelevant, welche ökonomischen, ökologischen oder sonstigen Aus- und Nebenwirkungen die Maßnahme noch zeitigt oder zeitigen wird. Hier gilt das ganz grundlegende metaphysische Gesetz: "Zeit ist Geld"; und schließlich braucht jede Nomenklatura bis zu den nächsten Wahlen bzw. bis zur nächsten "Beschaffungsidee" Zeit (=Geld) um die Durststrecke zu überbrücken.

    Als äußerst hilfreich hat sich dabei das schon von Goethe in seinem Wesen richtig erkannte Prinzip des "Fiat Money" erwiesen, welches uns - zumindest derzeit - in die Lage versetzt, Fanstastilliarden an Euros oder Dollars zu mobilisieren, die praktischerweise nicht einmal mehr - wie weiland noch in der Krise der 1920er-Jahre - tatsächlich gedruckt werden, sondern nur noch als Zahl im virtuellen Konto eines Computers aufscheinen müssen. Dumm nur, dass immer irgendwann irgendjemand auf die Idee kommt, "sein Geld" auch haben zu wollen. Dann schlägt die Stunde jener Wahrheit, die zeigen wird, wie "belastbar" die phantastischen Ideen und Lehren des "politsch-monetären Komplexes" waren oder sind.

    Die Brück' am Tay (Theodor Fontane, 1879)

    "Wann treffen wir drei wieder zusamm'?"
    "Um die siebente Stund', am Brückendamm."
    "Am Mittelpfeiler."
    "Ich lösch die Flamm'."
    "Ich mit."
    "Ich komme vom Norden her."
    "Und ich vom Süden."
    "Und ich vom Meer."

    "Hei, das gibt ein Ringelreihn,
    und die Brücke muß in den Grund hinein."
    "Und der Zug, der in die Brücke tritt
    um die siebente Stund'?"
    "Ei, der muß mit."
    "Muß mit."

    "Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand."
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  27. Politicus1
    01. Dezember 2012 09:49

    Das Absurdeste in unserem Mietrecht stellt wohl die "Mietvertragsgebühr" dar.
    Nach dem Motto "Was war mei Leistung?" sollte man annehmen, dass bei einem Mietvertrag eine Gebühr dem zusteht, der in irgendeiner Form etwas zum Zustandekommen des Mietvertrags beigetragen hat. Also z.B. der Makler bekommt für seine Tätigkeit eine Maklergebühr.
    Was aber hat der Staat, bzw. das Finanzamt geleistet? Wofür wird hier eine Gebühr anlässlich des Abschlusses eines Mietvertrags kassiert?
    Diese Gebühr trifft v.a. Studenten, die am Studienort eine Wohnung brauchen und durch verschiedene Umstände /WG, Partnerschaften) öfter übersiedeln.
    Wo bleibt da der Aufschrei der ÖH, der Mietervereinigungen...?

    • dssm
      01. Dezember 2012 11:42

      Fragen Sie einmal einen Räuber, welcher Sie mit einer Pistole bedroht, welches denn seine Gegenleistung, für das von Ihnen nun geraubte Geld, ist.

  28. ambrosius
    01. Dezember 2012 09:32

    Das Mietrechtsgesetz stammt zwar tatsächlich aus der Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg, wurde aber seither-und bis auf den heutigen Tag- fleißig im Sinne der Herren Marx und Engels weiterentwickelt und mit der den Bolschewiken eigenen Schärfe ausgestaltet.
    Pikanterie am Rande in Mietsachen: nach der ersten Instanz im Außerstreitverfahren, welches sich sowiso mehr nach Willkür als nach Recht orientiert, gibt es als zweite und Letztinstanz(!!) den Obersten Gerichtshof (so wichtig ist der Artenschutz für Linke und Altmieter !) wo ein ganzes Stockwerk mit 7 ( in Worten: sieben !) Senaten stramm das sogenannte Recht weiterentwickelt.
    Da fällt mir ein Spruch ein: das Gesetz bedeutet noch lange nicht das Recht !

    Es ist für mich ein Phänomnen, daß es in Wien überhaupt nich Besitzer von Mietshäusern gibt, die noch nicht in den Konkurs getrieben wurden und Selbstmord begangen haben, sondern daß die Fassaden teiweises sogar ganz ansehnlich aussehen. Fakt scheint aber zu sein, daß der Neubau von Mietshäusern ( von den Genossenschaften abgesehen, die haben nämlich ganz andere Möglichkeiten)) seit der Gründerzeit fast vollständig zum Stillstand gekommen ist. Dieser Altbestand an Häusern (so schön das Ensemble auch sein mag) geht aber unweigerlich und ungeachtet der mit Folter erzwungenen " Erhaltung" durch Vermieter dem Ende seines Lebenszylus entgegen ( wie viele Häuser, die mehr als 150 Jahre alt sind, gibt es noch in Wien?)
    Neu gebaut werden Genossenschafts- und Eigentumswohnungen. Wie viel von den exorbitanten Kosten der sogenannten " Ausmietung" von Altbauten steckt wohl in den exorbitanten Quadratmeterpreisen von Neubauwohnungen im Wohnungeigentum ? Aber das ist natürlich wieder Heuschreckenfraß von Spekulanten ( eh kloar !)
    So geht es, wenn man die Linken werken lässt.

    Das kriegt man, wenn man die Linken werken läßt.

  29. dssm
    01. Dezember 2012 09:10

    Eine staatliche Regulierung zieht immer die nächste nach, das die Korrektur durch die Konsumenten nicht möglich ist.
    Selbst eine gut getroffene staatliche Regelung wird irgendwann obsolet werden, denn das Konsumentenverhalten ist nicht statisch und dann sind wir wieder beim erst Gesagten.

    Man kann hier zwei grundverschiedene Schlüsse ziehen.
    Einmal, die politischen Eliten sind grenzenlos unfähig oder
    die politischen Eliten wissen was sie tun.

    Da ich ja auf diesem Blog das wöchentliche Streitgespräch mit Frau KKW verfolge neige ich dazu die Masse der Eliten als unfähig zu betrachten.
    Im zweiten Fall, wollen die Eliten Krisen erzeugen und nutzen diese dann für weitere Regulierungen und damit noch mehr Krisen, dies dürfte eine Minderheit sein – aber der intellektuell gefährliche Teil von dem Gesindel.

    Eine erste Aufgabe wäre, die 'Eliten' in Politik, Justiz und Verwaltung in diese zwei Kategorien einzuordnen.

  30. Anton Volpini
    01. Dezember 2012 08:30

    Das österreichische Mieterschutzgesetz stammt meines Wissens nach aus der Zeit nach dem erstem Weltkrieg. Es wurde aus der Not heraus geboren, führte aber bald zu einer Besitzstandswahrung von Priviligierten. Bis heute herauf hat dieses Gesetz den ganzen wiener Wohnungsmarkt verseucht.
    Da greift der Staat seit fast hundert Jahren in den Wohnungsmarkt massiv ein, verzehrt das ganze Preisgefüge, und glaubt dann mit weiteren Eingriffen so was wie Gerechtigkeit herstellen zu müssen. Ist halt nur ein weiteres Beispiel dafür, daß Etatismus falsch und menschenverachtend wirkt.
    Wann wird es uns gelingen, den Staat auf seine Kernaufgaben zurückzudrängen?

    • Wertkonservativer
      01. Dezember 2012 11:49

      NIE, lieber Anton Volpini!

      Und das aus dem einfachen Grund, weil die Mehrheit der Menschen immer mehr vom Staat will und erwartet! Sich In der sozialen Hängematte zu räkeln, ist halt so angenehm und bequem!
      Wir hier glauben immer, es müsse so kommen, wie wir es uns in unseren Hoffnungen und Träumen vorstellen; doch, seien wir doch ehrlich, ist dies eine Schimäre!

      Was die überwiegende Mehrheit will, geschieht! Sei es in den demokratischen Entscheidungsprozessen, sei es im Aufstand der Straße!
      In beiden Fällen kommen die Meinungen der Klugen kaum bis gar nicht zum Tragen; Durchschnitt bis Schwachsinn feiern "fröhliche" Urständ'!
      So schaut's aus, lieber Herr Volpini, das wissen Sie doch selbst auch, oder?

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • phaidros
      01. Dezember 2012 12:38

      Wann wird es uns gelingen, den Staat auf seine Kernaufgaben zurückzudrängen?

      Welche konkreten Anstrengungen gibt es denn jenseits von Stammtischweisheit?

      Da die Repräsentanten und Entscheidungsträger des Staates gewählt werden ist glasklar, dass der einzige prinzipiell erfolgversprechende Ansatz beim Souverän zu erfolgen hat. Alles andere sind entbehrliche und wirkungslose Stürme im Wasserglas.

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      01. Dezember 2012 13:17

      Der Mieterschutz wurde von Kaiser Karl I. im letzten Kriegsjahr eingeführt, weil die Soldaten im Feld über Mietensteigerungen in der Heimat beunruhigt waren. Doch erkannten natürlich die "demokratischen Parteien", daß der Mieterschutz ein Wahlschlager erster Klasse war - auf gleicher Linie mit der Hetze gegen Juden (derzeit ersetzt durch "Reiche"). Erst als die "Gemeindebauten" in Wien" ernste Schäden aufwiesen, wurde, paradoxerweise unter dem sozialsistischen Bundeskanzler Dr. Kreisky, der Mieterschutz durch eine moderate Anhebung der zulässigen Mietzinse gelockert. Davon profitierte auch der private Hausbesitz. Dennoch wurden die Mietzinsbeschränkungen unterliegenden Wohnungen gegen Ablösen (Schwarzgeld-Zahlungen) vermietet. Als ich beim BG. Hietzing 1959 in der Mietabteilung war, kam ich aus dem Staunen nicht heraus, daß dort ganz unverschämt illegale "Ablösen" vereinbart wurden -das geht bis heute so, wo zum Nulltarif arisierte Wohnungen gegen Millionenablösen verhökert werden. Das geht an den Jungen aus: Als ich in den frühen Siebzigerhjahren eine gute "Ehewohnung" suchte, knallten die Vermieter mir siebenstellige Ablöseforderungen um die Ohren. Ich entschied mich zum Ankauf einer "Winzerhaus"- Ruine, 2/3 auf Pump. Denn ich mache mit Gaunern keine Geschäfte. Diese Umstände sind natürlich Frau Vassilakou sehr genau bekannt, die Mieter und die Wohnungsuchenden sind ihr und ihrer Partei ganz egal. Sie setzt auf das Schüren des Neids, des Wegweisers in's Elend. Darum hat ihn Moses in seinen - leider sehr unpopulären - 10 Geboten gleich 2X angeführt (7. Gebot:"Du sollst nicht stehlen", 9. Gebot "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut".)

    • Xymmachos
      01. Dezember 2012 15:07

      Wie wahr, wie wahr: "der Staat verzehrt das ganze Preisgefüge". Bis nix mehr davon übrig ist, weil der Staat alles aufgefressen hat.

    • Anton Volpini
      01. Dezember 2012 17:16

      Um es mit Heimito von Doderer zu sagen, Xymmachos: "Sozialismus ist ein ungeheurer Aufwand zum Wohle der Menschheit, der sich selbst so restlos konsumiert, daß am Ende jeder alles, nämlich das übrig gebliebene Nichts hat"

      (ich versuchte dieses Zitat soeben zu ergoogeln, und kam nach einem unglaublichen Spießrutenlauf endlich zu einer Seite mit Zitaten von Doderer. Dieses war aber in kurzer Zeit mit Werbung derart überdeckt, daß ich nichts lesen konnte. Als ich die Werbungen wegklicken wollte, kam ich auf deren Homepages. Soviel zur Manipulation im Internet. Schließlich gab ichs entnervt auf, und hoffe es aus dem Gedächnis einigermaßen richtig geschrieben zu haben.

      Johann, was glaubst Du?

      Haben die Sozialisten die Manager von internationalen Konzernen schon bestochen, damit sie mit solchen Systemwerbungen die Zitate überdecken, oder machen die Konzernmanager das schon im vorauseilendem Gehorsam, um die Machthaber günstig zu stimmen? )

      Keine Frage lieber Wertkonservativer, aber Wünsche wird man wohl noch äußern dürfen. Ich fürchte, erst Sodom und Gomorah wird dem Treiben ein Ende setzen.

      Oh ja phaidros, es gibt schon auch jenseits der Stammtische große Anstrengungen, der wachsenden Staatsgewalt Einhalt zu gebieten, man darf halt die Hände nicht in den Schoß legen.

      Ich finde es sehr treffend, Dr. Otto Ludwig Ortner, daß Sie das damalige Wort "Jude" mit dem heutigen Wort "Reiche" gleichsetzen. Klingt doch nicht da und dort das "Jude", zwar noch etwas zaghaft und verschämt, aber doch deutlich hörbar wieder durch.

    • Anton Volpini
      01. Dezember 2012 17:31

      Xymmachos, Sie sind ein unglaublich scharfer Leser!
      Jonathan L. Seagull läßt grüßen. :-)))

    • phaidros
      01. Dezember 2012 19:28

      Lieber Hr. Volpini, das ist einerseits sehr beruhigend zu hören.

      Die Frage ist allerdings: welche Initiativen gehen das Übel an der Wurzel an, und nicht an den Symptomen, was systembedingt völlige Energieverschwendung bleiben muss? Welche Parteien haben mehr aufzuweisen, als Wieselwörter aus der Wohlfühlzone wie »Fairness«, »Transparenz«, »Offenheit«, »Leistung« und die vielen anderen, die man zwar nur unterschreiben kann, die sich aber bei näherer Betrachtung (wenn man sie in gestaltende Politik umsetzen sollte) einfach in Nichts auflösen?

      Ich kenne keine. Leider.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      01. Dezember 2012 19:56

      Jeder eben in seiner Umgebung und in der Macht seiner Möglichkeiten, phaidros.
      Es sind nicht die spektakulären Änderungen, die uns jeden Tag so reißerisch medial verkündet werden. Es sind die stillen, unbemerkten Handlungen von mutigen Bürgern, die oft sogar zu bescheiden sind, genannt zu werden. Meist finden sie nur in den Familien statt, indem den Kindern die Kraft für die Bewältigung ihres eigegenen Lebens mitgegeben wird.
      Sie brauchen nur reinhören in die Menschen!
      Mißachten Sie die mediale Orgel zur Orientierung.

      Haben Sie Konrad Lorenz schon gelesen?
      Ihr Positionspapier hab ich gelesen, und stimme in den meisten Punkten mit Ihnen überein.

    • phaidros
      01. Dezember 2012 20:38

      Lieber Hr. Volpini, meine Leseliste wird leider anscheinend länger statt kürzer; derzeit stecke ich noch auf den letzten Seiten des »Klimasystems« (von Storch, siehe weiter oben, Buchtipp folgt), Also: leider nein, wie ich gestehen muss. Allerdings habe ich »Das sogenannte Böse« nicht vergessen, es liegt bereits als PDF in meinem Reader. Das wird meine Lektüre auf den regelmäßigen Zugfahrten Wien - St.Pölten!

      LG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Danke für Ihre Gedanken zu unserem Positionspapier! Möglicherweise liegen wir auch in den Differenzen näher beieinander als es den ersten Anschein hat. Allerdings erkenne ich nach Ihrer Reaktion die Notwendigkeit zu ein paar erläuternden Absätzen, die ich gerne nachreiche. Dafür muss nun ich allerdings um ein paar Tage Geduld bitten! D.O.

    • Wertkonservativer
      02. Dezember 2012 14:09

      Sicher nicht, weil ich einer der weniger hier der BIÖ angehöre, freut es mich, dass einer der wirklich Klugen hier den wissenschaftsunterstützen Äußerungen meines Freundes phaidros im wesentlichen zustimmt.
      Ich - als absoluter Laie in diesen Dingen - habe mir schon lange abgewöhnt, zu diesem heiklen Thema auch nur eine klitzekleine Äußerung abzugeben, dies schon in der vorhersehbaren Gefahr, vom wissenden Freund phaidros (sicher persönlich und immer freundschaftlich), möglicherweise aber auch von eher unwissenden "Fachleuten" eines Besseren belehrt zu werden.

      Jetzt warte ich auf den ersten Schnee! Wird er kommen, oder eher nicht?
      Alles weitere überlasse ich gerne den Experten!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      02. Dezember 2012 14:52

      Lieber Wertkonsrevativer, bei uns in Oberkärnten liegen bereits 5 cm Schnee. Obs bei Ihnen schneien wird, hängt aber sicherlich davon ab, ob Sie sich in Ihrem Heim in Niederösterreich oder in Istrien aufhalten.
      Was die Experten betrifft, so ist es sicherlich abgebracht, auf der Weltklimakonferenz in Doha nachzufragen, ob ich das, was ich da draußen als Weißes sehe, auch wirklich als Schnee halten darf? :-)

    • Wertkonservativer
      02. Dezember 2012 15:17

      Herrlich, Anton Volpini!

      Sie sind einer der Besten hier!
      Noch einen schönen Sontntag wünscht Ihnen

      der Wertkonservative!

    • Anton Volpini
      02. Dezember 2012 19:01

      Jetzt übertreiben Sie einmal nicht, lieber Wertkonservativer.
      Hier im Blog gibt es noch viel Bessere, von denen ich täglich lerne.
      Und vergessen Sie bitte Dr. Unterberger nicht, der uns das alles hier an Wissensanreicherung ermöglicht.

      Schneits bei Ihnen schon?

  31. Observer
    01. Dezember 2012 06:33

    Bei den Aufwendungen zum Wohnen muss man unbedingt die Betriebskosten von den Mietkosten (welche ja die Verzinsung des investierten Kapitals bei der Errichtung und mögliche Reparaturrücklagen darstellen) trennen.
    Dabei stellt sich jeder längerfristige Mieter immer die Frage, ob sich ein Eigentum gegenüber einer reinen Miete innerhalb von x Jahren rechnet.
    Erschwerend bei der Eigentumsbildung, wie auch beim öfteren Wohnungswechsel von Mietern sind in Österreich - im internationalen Vergleich betrachtet - die hohen Kosten für Vermittlungsprovisionen und bei Eigentumsübertragung auch für Verträge, Grundbuchseintragung und Steuern.
    Sicher würde ein gesundes Angebot:Nachfrage-Verhältnis auch die Mietpreise in vernünftiger Form einpendeln. Wenn aber z.B. die Stadt Wien Ihre freigewordenen ehem. Gemeindewohnungen bevorzugt den Zuwanderern überlässt, dann ist das erwähnte marktregulierende System zwischen Angebot und Nachfrage gestört.

    • dssm
      01. Dezember 2012 09:15

      Der Markt 'funktioniert' auch im Sozialismus, wenn auch in perverser Form.
      Die sogenannten Ablösen für Mietwohnungen sind ein guter Indikator.
      Eigentlich verboten, gibt es kaum eine Mietübernahme (im angesprochenen Segment) ohne solche Zahlungen, nur in sehr wenigen Fällen wird dabei wertvolles Mobiliar übernommen.

      Kennen Sie die Ablöse, dann haben Sie ein Indiz um wie viel der Mietpreis künstlich (gesetzlich) verändert wurde.

  32. simplicissimus
    01. Dezember 2012 05:31

    Ueberlassen wir dieses Thema doch den Grazer Kommunisten. Immerhin haben 20% der Waehler ihnen gerade deshalb ihr Vertrauen geschenkt. Kommunisten haben sich ueberall in der Welt als Wohnbauexperten hervorgetan und himmelschreiende, pardon himmelstuermende Kulturleistungen vollbracht. Soviele graue Wohnbauruinen zeugen davon. Man gehe in bestehende und ehemalige sozialistische Paradiese und ueberzeuge sich.

    Und diesmal wird es ganz bestimmt wirklich klappen!

    • Observer
      01. Dezember 2012 06:10

      Graz:
      20 % der Wähler = 10 % der Wahlberechtugten!

    • simplicissimus
      01. Dezember 2012 07:27

      Ja, stimmt schon, aber das ist bundesweit nicht mehr so ganz anders. Und der Wähler entscheidet, nicht der Wahlverweigerer.

    • dssm
      01. Dezember 2012 09:16

      @Observer
      Auch das Nazigesindel hatte vor den grossen Wahlerfolgen nur sehr wenige Prozent bei Wahlen!

  33. RR Prof. Reinhard Horner
    01. Dezember 2012 02:44

    reinhard.horner@chello.at

    Toleranzregeln

    Es müsste sich die Einsicht durchsetzen, dass Märkte nur dann funktionieren, wenn sie geregelte Toleranzen haben, für deren Einhaltung gesorgt wird. Preissteuerungen - welcher Art auch immer - können nur (zer)störend wirken.

    Missbräuche auf dem Immobilienmarkt gibt es mehrere und verschiedene.

    • dssm
      01. Dezember 2012 09:32

      Diese 'Einhaltung' wird ja von der Gemeinde Wien gerade mit grossem Erfolg durchgezogen!
      Wenn es in Wien so weitergeht, wird das, für Sie so schlimme, Privateigentum ohnehin verschwinden und dann kann endlich die öffentliche Hand, je nach Bedarf, den Menschen zu fairen Preisen zuteilen, Korruption und Vetternwirtschaft sind damit für immer vertrieben. Der Bedarf des einzelnen Menschen wird dabei von den perfekt arbeitenden Behörden ermittelt, wobei die Experten des Rathauses die einfachen und sozial gerechten Regeln vorgeben.

      Die Wiener Politiker sind dabei sehr geschickt, durch die Regelungen bleibt man Eigentümer, verliert aber systematisch alle Rechte, während die Pflichten bleiben. Früher oder später ist auch der letzte Eigentümer pleite, ein Beweis für das völlige Fehlschlagen jeder Marktwirtschaft!

    • RR Prof. Reinhard Horner
      01. Dezember 2012 15:42

      reinhard.horner@chello.at

      SG. dssm!

      Bitte zu unterscheiden: die Regelungen von den Steuerungen.

      MfG

    • dssm
      01. Dezember 2012 17:25

      Sehr geehrter Herr Horner.

      In diesem Zusammenhang erschließt sich mir Ihre letzte Aussage nicht.

      Wer Regeln aufstellt muss diese auch einhalten oder die Einhaltung überwachen.
      Regeln werden aufgestellt um eine bestimme Sache in eine bestimmte Richtung zu steuern.
      Oder umgekehrt: Wer steuern will, muß Regeln aufstellen und diese auch durchsetzen.

      Hier im Konkreten: Die Wiener Politik stellt Regeln auf, durch die auf den Sozialismus zugesteuert wird - was war jetzt falsch an dieser Aussage.
      Oder habe ich das mit Regel und Steuerung irgendwie anders verstanden?

      mfg

    • RR Prof. Reinhard Horner
      01. Dezember 2012 18:55

      reinhard.horner@chello.at

      Sg. dssm!

      Bei der Regelung geht es darum, die Toleranzen festzulegen, innerhalb deren Bandbreite Märkte funktionieren können. Natürlich ist ihre Einhaltung zu überwachen und sind Verstöße zu sanktionieren. Denn einen quasi mathematisch-naturwissenschaftlich fassbaren Angebots-Nachfrage-Preis-Automatismus gibt es nicht. Es begegnen einander immer (unterschiedliche und in unterschiedlichen Umständen befindliche) Menschen als Anbieter und Nachfrager. Da werden nicht bloß rationale Entscheidungen getroffen, da spielen emotionale Faktoren und spielen Machtunterschiede eine erhebliche Rolle. Nicht minder oft längere Zeitläufe.

      Steuernde Eingriffe, wie sie auf dem Wohnungsmarkt (mehrfach!) bestehen und von Frau Vassilakou mit Häupls Hilfe noch verschärft werden sollen, verfolgen Lenkungen außerhalb der Markttoleranzen bzw. gegen sie. Wie weit dabei akute soziale Hilfen oder gesellschaftspolitische Veränderungsabsichten verfolgt werden, bedarf einer ständigen kritischen Analyse und Auseinandersetzung.

      MfG

  34. S.B.
    01. Dezember 2012 00:54

    ....sowie durch Vergabe von geförderten Wohnungen an wirklich Bedürftige und nicht an "Rote Baddeibonzen" bzw. "Rote Baddeisoldaten", die es sich dann dort gemütlich und relativ billig einrichten.
    Ist die Wiener Stadtverwaltung nur deshalb dabei führend, damit sich Rot-Grün als die vermeintlichen Retter des/der "armen, kleinen Mannes/Frau" aufspielen können? Vor allem mit Versprechungen, die sie im Endeffekt sowieso nicht einhalten!





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