Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Fußnote 379: Der abgewertete ESM

Gäbe es noch so etwas Altertümliches wie wissenschaftliche Ehre, dann müsste jetzt eine Reihe von Ökonomen zurücktreten.

Das gilt für alle jene – etwa aus dem Kreis des famosen Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo – die vor wenigen Monaten noch laut nach Schaffung des ESM als tolle Superwaffe gegen die Schuldenkrise gerufen haben. Jetzt aber ist das passiert, was passieren musste: Dieser europäische Schuldenmechanismus wurde durch Ratingagenturen abgewertet, was ihm die Schuldenaufnahme deutlich verteuern wird. Trotz aller Skandal- und Verwunderungsrufe der europäischen Machtträger war diese Herunterstufung logisch und richtig: Alleine die Tatsache, dass ein Land wie Frankreich für mehr als ein Fünftel der ESM-Kredite haftet, muss jeden Geldverleiher stutzig machen – zumindest seit in Paris sozialistische Schuldenpolitik in Reinkultur praktiziert wird (Heruntersetzung des Rentenantrittsalters, Verstaatlichung von Stahlwerken, Erhöhung der  Beamtenzahlen). Wer glaubt ernsthaft, von einem solchen Land sein Geld zurückbekommen zu können?

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 08:43

    Die akademische Elite lebt vom Staat. Der Staat lebt vom Einkommen der braven (dummen) arbeitenden Bürger. Die Schulden zahlen auch die arbeitenden Bürger, nicht der staatlich alimentierte Ökonom. Wer beißt schon die Hand die einen füttert.

    Schauen wir uns die Aussagen der Ökonomen über viele Jahre hinweg an, wird diese schizophrene Einstellung offensichtlich.
    Jedem Kritiker der Zunft empfehle ich ein paar Semester an einer x-beliebigen geisteswissenschaftlichen Fakultät, selbst wenn man den Grünsprech, den Genderwahnsinn, das Linkslinke ablehnt, man wird doch dem Bombardement des Meinungsterrors Tribut zollen müssen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 07:56

    @ A U : " WISSENSCHAFTLICHE EHRE " Hat es diese jemals gegeben?

    ° Als ich in der Schule schaudernd von Inquisition und Hexenprozessen lernte,
    glaubte ich, daß da religiös fanatisierte Geißler Mönche die Richter waren.

    Erst viel später kam ich dahinter, daß Doktoren der Theologie und der Jurisprudenz darüber urteilten wer vom Teufel besessen oder Hexe ist.

    Exorzisten soll es in der katholischen Kirche ja heute noch geben!

    ° Es ist nicht bekannt wieviele Menschen von Ärzten durch übermäßigen Aderlaß zu Tode gebracht wurden. Sie hielten es für Wissenschaft.

    ° Die Rechtssprechung war nicht nur während der Diktaturen des 20. Jahrhunderts sehr stark vom politischen Willen der Machthaber beeinflußt.
    Nicht zuletzt der europäische Gerichtshof zeigt, daß durch die
    " Rechtswissenschaft " der ganze Kontinent in eine Katastrophe geführt wird.

    ° Der einzige österreichische Astronaut und damalige T.U. Assistent DI Viehböck
    erklärte vor laufender Fernsehkamera bereitwillig, daß er sein strahlendes Gebiß
    nur einer von Unilever angepriesenen Zahnpaste zu verdanken hat.
    Unilever war Sponsor dieser österreichischen " Raumfahrt Expedition " Dem käuflichen Viehböck war seine wissenschaftliche Reputation wurscht.

    ° 1996 wurde mir ein vom deutschen Finanzminister Dr. Theo Waigl herausgegebenes Buch mit dem Titel " UNSERE ZUKUNFT HEISST EUROPA " geschenkt, in dem 15 Ökonomen Europa eine glänzende Zukunft versprachen.

    Erst vorige Woche habe ich es während einer langen Bahnfahrt gelesen
    um festzustellen daß schon damals all diese 15 Ökonomem gedungene Lügner waren.

    ° Es ist allgemein bekannt, daß bei weit über 50% aller wissenschaftlichen Studien das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis herauskommt.

    Die Liste von Beispielen könnte beliebig fortgesetzt werden!

    Wenn man bedenkt welch großen finanziellen Aufwand die Volkswirtschaften treiben um Wissenschaftler auszubilden, gibt es vermutlich keine wohlfeileren "Instrumente" zum verzerren der Wahrheit, als die Wissenschaftler!
    Ehre würde deren Karriere schädigen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 01:03

    Wie ich an anderer Stelle schon bemerkte = der Wirtschaftskrieg ist voll im Gange.
    Wenn man bedenkt, daß Barroso und Helfershelfer eine Vertiefung der Europäischen Union entwicklen wollen, in der es Euro-Bonds, Euro-Bills und ähnliche "Finanzpapierln" gäbe, welche die Schuldenmacherei um niedrigere Zinsen für alle möglich machen sollen,

    http://orf.at/stories/2153567/

    dann kann man sich vorstellen, was nach der nächsten Ratingbewertung auf uns zukommt:
    Schulden ohne Grenzen zu Zinsen, die niemand mehr aufbringen kann.

    Wer da noch an die Wirtschaftsgemeinschaft samt Einheitswährung in Europa glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 10:22

    Die bösen Ratingsagenturen!
    Ist denn das europäische Gesetz noch nicht in Kraft, von dem letzte Woche die Rede war? Demnach wäre genau das den Ratingsagenturen in Krisenzeiten, verboten! Diesem Geistesblitz von Wirtschaftskommissar ist doch dazu glatt die logische Erkenntnis eingefallen, daß in Krisenzeiten ein Downraten die Sache nur noch schlimmer macht, denn dann würden für die Betroffenen die Zinsen steigen. Der Mann muß Wirtschaft studiert haben!
    Daß aber er und seinesgleichen für eine Dauerkrise sorgen, das ist ihm nicht in den Sinn gekommen. Apropos Sinn, Hans Werner Sinn hat dazu passend ein neues Buch herausgegeben: "Die Target Falle"

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 11:04

    Ich weiß keine Banker der Entscheidungsebene mit Ehre. Sie werden nur nicht zur Verantwortung gezogen, sie fallen höchstens hinauf.
    http://www.news.at/a/kommunalkredit-steuergeld-zockerbank-322507
    Die Nachricht kam am vorvergangenen Freitag: In Athen war der Schuldenschnitt soeben über die Bühne gegangen. Griechenlands Gläubiger müssen auf bis zu 70 Prozent ihres Geldes verzichten. Die Bankenwelt war vorbereitet, größere Turbulenzen wurden nicht erwartet. Nur aus der Türkenstraße Nr. 9 in Wien kam eine Hiobsbotschaft: Die 2008 notverstaatlichte Kommunalkredit gab bekannt, dass die partielle Griechen-Pleite sie bis zu einer Milliarde Euro kostet. Zu zahlen vom österreichischen Steuerzahler.

    Grund für das Fiasko: Die Kommunalkredit hatte nicht nur griechische Anleihen im Wert von 480 Millionen im Portfolio. Sondern auch noch Kreditausfallsversicherungen (CDS) um 500 Millionen, von denen sie nun 400 an Investoren auszahlen muss. Denn die Bank hatte doppelt auf Griechenland gesetzt: "Als würde man im Casino die eine Hälfte des Geldes auf Rot setzen und die andere ebenfalls auf Rot?, sagt ein früherer Mitarbeiter. (Anmerkung: Nach der endgültigen Ermittlung des Restwertes griechischer Anleihen wird der Aufwand für die KA Finanz AG, der Bad Bank der staatlichen Kommunalkredit, um etwa 13 Mio. Euro geringer als bisher angenommen ausfallen. Rein rechnerisch ergeben sich somit ein Verlust von rund 410 Mio. Euro. Ursprünglich war man von 423 Mio. ausgegangen.)

    "Die dümmste Bank der Welt?
    Seither werden in der Finanzwelt die Köpfe geschüttelt: Keine einzige andere Bank weltweit hat so hohe offene Positionen auf Griechenland. "Die dümmste Bank der Welt?, war in Finanz-Foren zu lesen. Wie konnte die biedere kleine Bank, ursprünglich zuständig für die Finanzierung von Gemeinden, so viel Risiko anhäufen?

    "Wir sind hier als Problemlöser. Zurückzublicken ist nicht unsere Aufgabe?, sagt Alois Steinbichler, seit der Notverstaatlichung 2008 Chef der Kommunalkredit und ihrer 2010 gegründeten Bad Bank, der KA Finanz. Er sitzt dabei vor einem Schüttbild von Hermann Nitsch, im Treppenhaus stehen noch teure Skulpturen: eine Erinnerung an bessere Zeiten. Dreißig Milliarden Euro - so viel Risiko fand Steinbichler in den Bilanzen vor, als er 2008 das Ruder übernahm. Es ist das Erbe von Provinzbankern, die in der großen Finanzwelt mitspielen wollten - und scheiterten.

    Casino statt Bankgeschäft
    Die Geschichte des Fiaskos beginnt fern der Türkenstraße auf der Insel Zypern, vor genau zehn Jahren. Der Gemeindefinanzierer hatte eine Niederlassung in Limassol gegründet. "Alle österreichischen Banken gründeten damals in Zypern oder auf Malta Niederlassungen, damit sie in Österreich möglichst wenig Steuern zahlen müssen?, erklärt ein ehemaliges Vorstandsmitglied.

    Doch die Kommunalkredit International Limited hatte in Zypern mehr vor. Innerhalb kürzester Zeit stieg sie zur größten ausländischen Bank auf. Die 33 findigen Mitarbeiter galten im späteren Mutterkonzern Volksbank AG als Wunderknaben. Jahr für Jahr überwiesen sie Rekordgewinne - zum Halbjahr 2008 16,3 Millionen Euro. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Kommunalkredit ein Drittel des Jahresgewinns über windige Spekulationsgeschäfte in Zypern generiert hatte.

    Die Zypern-Boys zockten mit allem, was ihnen in die Finger kam: Anleihen, hochriskanten Asset Backed Securities; und jenen giftigen Papieren, die uns nun teuer zu stehen kommen - Credit Default Swaps (CDS) oder Kreditausfallsversicherungen. Man versicherte gegen die Pleite von Malaysia, Peru, Portugal oder Griechenland. Die Gebühren flossen wie aus einer Geldmaschine. Die Gefahren waren bekannt: CDS galten schon vor der Finanzkrise als Zeitbombe - ihr Volumen erreichte 2008 das Zehnfache der Wirtschaftsleistung der Welt, eine unbezahlbare Summe. "Massenvernichtungswaffen des Finanzmarktes? nennt sie Milliardär Warren Buffett deshalb.

    "Aus heutiger Sicht Wahnsinn?
    "Alle haben das gemacht, also haben wir mitgemacht?, sagt heute ein damaliges Aufsichtsratsmitglied. Ein anderes: "Aus heutiger Sicht war es Wahnsinn, das Volumen war viel zu hoch und alles mit Kredit finanziert.? Wie seine Kollegen will er nicht genannt werden. Auch die heutige Unterrichtsministerin Claudia Schmied, 2004 bis 2006 im Vorstand und als "Non-executive Director? auch für die Zypern-Tochter zuständig, beschränkt sich auf ein knappes "Kein Kommentar?.

    2007 nahm das Risikovolumen Schwindel erregende Ausmaße an. Die Schieflage wurde elegant aus der Bilanz herausgerechnet, stellte später ein Gutachter von Deloitte fest. Doch noch im Herbst 2008 feierte man sich zum 50. Geburtstag mit einem rauschenden Fest, Do die Zypern-Tochter abgestoßen.

    2012: Alte Lasten, neue Probleme
    Griechenland. Die riskanten Geschäfte der Zypern-Tochter rächen sich: Die Bank braucht bis zu einer Milliarde Euro zusätzlich vom Staat.

    CDS: Die "finanziellen Massenvernichtungswaffen"

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 15:02

    Ein interessantes Phänomen

    Wettbewerbsverzerrung, die nach dem Wettbewerbskommissar ruft. Doch der ist Franzose, so ein Pech.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/02/streit-um-arcelormittal-beigelegt-eu-rettet-franzoesisches-stahlwerk/

    Ein Kommentar dazu:

    Camille Schiltz sagt:

    Bis 2006 hat Mittal nur über ein paar marode Unternehmen im Osten verfügt, welche er sich nach seinem Beitritt zu den Bilderbergern mit Hilfe von Goldman-Sachs unter den Negel gerissen hatte. Bereits zu dem Zeitpunkt stand er schon bei Goldman Sachs mit 7 Milliarden USDollar in der Kreide. In 2006 stellte Goldman Sachs weitere Millarden zur Verfügung mit der Auflage, den damals wertvollsten Stahlkonzern der Welt, nämlich Arcelor, zu schlucken.
    In dem kritischen französischen Internet-Magazin “Mediapart” wird diesen Vorfällen ein Dossier gewidmet und lässt erstmals Licht auf die Rolle der US-Investmentbank Goldman Sachs fallen.
    Laut Mediapart hat ArcelorMittal mittlerweile “eine Pyramide von Schulden” in Höhe von 22 Milliarden Euro aufgebaut. Eine Strategie, wie der Konzern auf dem weltweiten Markt bestehen will, sei nicht zu erkennen.
    Nur weil Hollande selbst auch ein Mitglied der Bilderberger ist, konnte dieser Deal, der voll und ganz im Interesse von Goldman Sachs getroffen wurde, zustande kommen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatormannbar
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 07:44

    Was die Regierungen nicht wahrhaben wollen: Es geht nur über die Reduktion von Staatsausgaben. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Die aber alle Zuckerl verteilen wollen, sind sie vor dieser an sich sehr, sehr einfachen Einsicht blind.

    Man hört fast immer nur jenes Rezept, das das Problem erst geschaffen hat: Mehr Geld drucken, Geld in die Wirtschaft pumpen, Wachstum anregen. Das ist wie mit einem Unternehmer, der mit seinem Produkt X permanent Verluste einfährt und damit ständig seine Schulden erhöht. Was würde ihm helfen: Kosten von X reduzieren und marktgerechter produzieren - oder Kredite aufnehmen und ein neues Produkt Y entwickeln, das er dann genauso unwirtschaftlich in den Markt bringen will wie Produkt X?

    Die Ratingagenturen sind natürlich Gauner. Sie haben die Hypotheken-Derivat-Schrottpapiere exzellent bewertet und dadurch die Blase angeheizt. Das ändert aber nichts daran, dass sie mit der Bewertung der europäischen Schuldenländer richtig liegen. Schuld an dem Ganzen sind weder die Investoren noch die Ratingagenturen - schuld sind einzig die Staaten selbst mit ihren Gelddruckmaschinen und ihrer beständigen Ausweitung des Wohlfahrtsstaates, der nicht finanzierbar ist und somit die Staaten in Schuldenberge treibt, die nun über gerechtfertigte Zinsen nicht mehr finanzierbar sind.

    Alles, was der EU und den Mitgliedsländern einfällt, ist immer größere Haftungsfonds zu installieren. Statt den Grund für diese Haftungen (die monströsen Schuldenberge) abzutragen.


alle Kommentare

  1. Gloriana (kein Partner)
  2. Minnie (kein Partner)
  3. Unity (kein Partner)
  4. Shaun (kein Partner)
  5. Alejandra (kein Partner)
  6. Sylwia (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:17

    If you're reading this, you're all set, parednr!

  7. Marlyn (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:38

    If you're looking to buy these arlteics make it way easier.

  8. Net (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:16

    That's the thiiknng of a creative mind

  9. SparkBoy (kein Partner)
    19. Januar 2015 21:42

    That's really thikinng of the highest order

  10. Chyna (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:48

    Stay inameoftivr, San Diego, yeah boy!

  11. november (kein Partner)
    03. Dezember 2012 18:54

    Im Fall von Ökonomen würde ich am ehesten noch von akademischer denn wissenschaftlicher Ehre reden. Ansonsten sind die Irrwege des französichen Präsidenten höflich ausgedrückt alles andere als hilfreich. Was nicht bedeutet, dass die allgemeine Auffassung der Situation richtig sein muss. Es könnte sich viel mehr um eine Zahlungsbilanzkrise handeln, ausgelöst durch den Wegfall der Währungskursschwankungen und der Einführung eines einheitlichen Leitzinsatzes. Die Lösung, die sich möglicherweise abzeichnet, wäre dann auch eine Kombination aus Transferzahlungen und höherer Inflation in der Eurokernzone. Ob's einem gefällt, ist wieder was anderes.

  12. Otto (kein Partner)
    03. Dezember 2012 10:55

    Entschuldigung, aber was ist die Meinung einer Ratingagentur noch Wert ?!
    Und bezüglich "wissenschaftliche Ehre", was genau hat Wirtschaft mit Wissenschaft zu tun? Nehmen Sie alle Wirtschaftswissenschafter her und befragen Sie sie zu einem einzigen Thema 10 Mal im Laufe eines Jahres. Sie werden von jeder Person 10 sich widersprechende Antworten erhalten, und keine davon wird einen sinnvollen Nutzen haben...

  13. Josef Maierhofer
    02. Dezember 2012 17:32

    Für mich auch logisch und das Zeichen, dass es nun dem Ende zu geht mit ESM und EU.

  14. Brigitte Imb
    02. Dezember 2012 15:38

    "Luftgeld" ist eben auf Dauer ungeeignet für Bonität - "aufwerten" lassen sich in der EU nur die signifikanten Schulden.

  15. brechstange
    02. Dezember 2012 15:02

    Ein interessantes Phänomen

    Wettbewerbsverzerrung, die nach dem Wettbewerbskommissar ruft. Doch der ist Franzose, so ein Pech.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/02/streit-um-arcelormittal-beigelegt-eu-rettet-franzoesisches-stahlwerk/

    Ein Kommentar dazu:

    Camille Schiltz sagt:

    Bis 2006 hat Mittal nur über ein paar marode Unternehmen im Osten verfügt, welche er sich nach seinem Beitritt zu den Bilderbergern mit Hilfe von Goldman-Sachs unter den Negel gerissen hatte. Bereits zu dem Zeitpunkt stand er schon bei Goldman Sachs mit 7 Milliarden USDollar in der Kreide. In 2006 stellte Goldman Sachs weitere Millarden zur Verfügung mit der Auflage, den damals wertvollsten Stahlkonzern der Welt, nämlich Arcelor, zu schlucken.
    In dem kritischen französischen Internet-Magazin “Mediapart” wird diesen Vorfällen ein Dossier gewidmet und lässt erstmals Licht auf die Rolle der US-Investmentbank Goldman Sachs fallen.
    Laut Mediapart hat ArcelorMittal mittlerweile “eine Pyramide von Schulden” in Höhe von 22 Milliarden Euro aufgebaut. Eine Strategie, wie der Konzern auf dem weltweiten Markt bestehen will, sei nicht zu erkennen.
    Nur weil Hollande selbst auch ein Mitglied der Bilderberger ist, konnte dieser Deal, der voll und ganz im Interesse von Goldman Sachs getroffen wurde, zustande kommen.

    • socrates
      02. Dezember 2012 19:54

      Ich bin noch immer der Ansicht: Wenn es Recht und Gesetz im Bankensektor gäbe, bekämen wir sofort eine Pensionserhöhung!

  16. socrates
    02. Dezember 2012 11:04

    Ich weiß keine Banker der Entscheidungsebene mit Ehre. Sie werden nur nicht zur Verantwortung gezogen, sie fallen höchstens hinauf.
    http://www.news.at/a/kommunalkredit-steuergeld-zockerbank-322507
    Die Nachricht kam am vorvergangenen Freitag: In Athen war der Schuldenschnitt soeben über die Bühne gegangen. Griechenlands Gläubiger müssen auf bis zu 70 Prozent ihres Geldes verzichten. Die Bankenwelt war vorbereitet, größere Turbulenzen wurden nicht erwartet. Nur aus der Türkenstraße Nr. 9 in Wien kam eine Hiobsbotschaft: Die 2008 notverstaatlichte Kommunalkredit gab bekannt, dass die partielle Griechen-Pleite sie bis zu einer Milliarde Euro kostet. Zu zahlen vom österreichischen Steuerzahler.

    Grund für das Fiasko: Die Kommunalkredit hatte nicht nur griechische Anleihen im Wert von 480 Millionen im Portfolio. Sondern auch noch Kreditausfallsversicherungen (CDS) um 500 Millionen, von denen sie nun 400 an Investoren auszahlen muss. Denn die Bank hatte doppelt auf Griechenland gesetzt: "Als würde man im Casino die eine Hälfte des Geldes auf Rot setzen und die andere ebenfalls auf Rot?, sagt ein früherer Mitarbeiter. (Anmerkung: Nach der endgültigen Ermittlung des Restwertes griechischer Anleihen wird der Aufwand für die KA Finanz AG, der Bad Bank der staatlichen Kommunalkredit, um etwa 13 Mio. Euro geringer als bisher angenommen ausfallen. Rein rechnerisch ergeben sich somit ein Verlust von rund 410 Mio. Euro. Ursprünglich war man von 423 Mio. ausgegangen.)

    "Die dümmste Bank der Welt?
    Seither werden in der Finanzwelt die Köpfe geschüttelt: Keine einzige andere Bank weltweit hat so hohe offene Positionen auf Griechenland. "Die dümmste Bank der Welt?, war in Finanz-Foren zu lesen. Wie konnte die biedere kleine Bank, ursprünglich zuständig für die Finanzierung von Gemeinden, so viel Risiko anhäufen?

    "Wir sind hier als Problemlöser. Zurückzublicken ist nicht unsere Aufgabe?, sagt Alois Steinbichler, seit der Notverstaatlichung 2008 Chef der Kommunalkredit und ihrer 2010 gegründeten Bad Bank, der KA Finanz. Er sitzt dabei vor einem Schüttbild von Hermann Nitsch, im Treppenhaus stehen noch teure Skulpturen: eine Erinnerung an bessere Zeiten. Dreißig Milliarden Euro - so viel Risiko fand Steinbichler in den Bilanzen vor, als er 2008 das Ruder übernahm. Es ist das Erbe von Provinzbankern, die in der großen Finanzwelt mitspielen wollten - und scheiterten.

    Casino statt Bankgeschäft
    Die Geschichte des Fiaskos beginnt fern der Türkenstraße auf der Insel Zypern, vor genau zehn Jahren. Der Gemeindefinanzierer hatte eine Niederlassung in Limassol gegründet. "Alle österreichischen Banken gründeten damals in Zypern oder auf Malta Niederlassungen, damit sie in Österreich möglichst wenig Steuern zahlen müssen?, erklärt ein ehemaliges Vorstandsmitglied.

    Doch die Kommunalkredit International Limited hatte in Zypern mehr vor. Innerhalb kürzester Zeit stieg sie zur größten ausländischen Bank auf. Die 33 findigen Mitarbeiter galten im späteren Mutterkonzern Volksbank AG als Wunderknaben. Jahr für Jahr überwiesen sie Rekordgewinne - zum Halbjahr 2008 16,3 Millionen Euro. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Kommunalkredit ein Drittel des Jahresgewinns über windige Spekulationsgeschäfte in Zypern generiert hatte.

    Die Zypern-Boys zockten mit allem, was ihnen in die Finger kam: Anleihen, hochriskanten Asset Backed Securities; und jenen giftigen Papieren, die uns nun teuer zu stehen kommen - Credit Default Swaps (CDS) oder Kreditausfallsversicherungen. Man versicherte gegen die Pleite von Malaysia, Peru, Portugal oder Griechenland. Die Gebühren flossen wie aus einer Geldmaschine. Die Gefahren waren bekannt: CDS galten schon vor der Finanzkrise als Zeitbombe - ihr Volumen erreichte 2008 das Zehnfache der Wirtschaftsleistung der Welt, eine unbezahlbare Summe. "Massenvernichtungswaffen des Finanzmarktes? nennt sie Milliardär Warren Buffett deshalb.

    "Aus heutiger Sicht Wahnsinn?
    "Alle haben das gemacht, also haben wir mitgemacht?, sagt heute ein damaliges Aufsichtsratsmitglied. Ein anderes: "Aus heutiger Sicht war es Wahnsinn, das Volumen war viel zu hoch und alles mit Kredit finanziert.? Wie seine Kollegen will er nicht genannt werden. Auch die heutige Unterrichtsministerin Claudia Schmied, 2004 bis 2006 im Vorstand und als "Non-executive Director? auch für die Zypern-Tochter zuständig, beschränkt sich auf ein knappes "Kein Kommentar?.

    2007 nahm das Risikovolumen Schwindel erregende Ausmaße an. Die Schieflage wurde elegant aus der Bilanz herausgerechnet, stellte später ein Gutachter von Deloitte fest. Doch noch im Herbst 2008 feierte man sich zum 50. Geburtstag mit einem rauschenden Fest, Do die Zypern-Tochter abgestoßen.

    2012: Alte Lasten, neue Probleme
    Griechenland. Die riskanten Geschäfte der Zypern-Tochter rächen sich: Die Bank braucht bis zu einer Milliarde Euro zusätzlich vom Staat.

    CDS: Die "finanziellen Massenvernichtungswaffen"

  17. Anton Volpini
    02. Dezember 2012 10:22

    Die bösen Ratingsagenturen!
    Ist denn das europäische Gesetz noch nicht in Kraft, von dem letzte Woche die Rede war? Demnach wäre genau das den Ratingsagenturen in Krisenzeiten, verboten! Diesem Geistesblitz von Wirtschaftskommissar ist doch dazu glatt die logische Erkenntnis eingefallen, daß in Krisenzeiten ein Downraten die Sache nur noch schlimmer macht, denn dann würden für die Betroffenen die Zinsen steigen. Der Mann muß Wirtschaft studiert haben!
    Daß aber er und seinesgleichen für eine Dauerkrise sorgen, das ist ihm nicht in den Sinn gekommen. Apropos Sinn, Hans Werner Sinn hat dazu passend ein neues Buch herausgegeben: "Die Target Falle"

    • brechstange
      02. Dezember 2012 14:56

      "Rehn studierte ab 1982 Volkswirtschaftslehre, Internationale Beziehungen und Journalismus, zunächst am Macalester College in St. Paul, Minnesota, USA, dann an der Universität Helsinki, wo er 1989 mit einem Master in Politikwissenschaften abschloss. 1996 legte er eine Promotion zum Dr. phil. an der Universität Oxford, Fachbereich Internationale politische Ökonomie vor, seine Doktorarbeit trug den Titel: Corporatism and Industrial Competitiveness in Small European States.
      Von 2002 bis 2003 war er Professor am Fachbereich Politikwissenschaft und Forschungsdirektor des Zentrums für Europastudien, Universität Helsinki." aus Wikipedia

      Herr Volpini, der Rehn schloss offenbar nur Politikwissenschaften ab. Der Hahn, Regionalkommisar, Philosophie, die Reding, Justizkommissar, Anthropologie, etc. Das sagt alles über die wirtschaftliche Kompetenz der Kommissare. Wäre eigentlich ein Aufgabenfeld für die Diskrimnierungsdamen Reding und Malmström, Diskriminierung der Fachausgebildeten.

    • Anton Volpini
      02. Dezember 2012 18:11

      Aber immerhin weiß er über mangelndes Vertrauen im Zusammenhang mit steigenden Zinsen Bescheid, brechstange.
      Da wird er wohl noch irgendeinen "sozialpädagogischen" Kurs belegt haben, von dem Wikipedia nichts schreibt, denn sonst würd er und seinesgleichen nicht die Ratingagenturen knebeln wollen. :-)

    • brechstange
      02. Dezember 2012 18:22

      Schaut fast so aus, na ja, als 62er Jahrgang hat er wahrscheinlich von der Kuschelpädagogik der 68er profitiert. Selbst noch gekuschelt, setzt er bei den Agenturen die Daumenschrauben an. Was man so alles macht, um am Sessel picken zu bleiben. :-))

    • byrig
      02. Dezember 2012 18:55

      schon erstaunlich,dass man-wie herr rehn-mit so mangelhaften englischkenntnissen einen akademischen abschluss in oxford erwerben kann.

    • Anton Volpini
      02. Dezember 2012 19:57

      Also, zusammendfassend brechstange und byrig, wieder so eine Flasche, die uns auf der Nase herumtanzt, und unser Geld kostet. Oder?

    • brechstange
      02. Dezember 2012 22:18

      Kann man durchaus so sehen, Herr Volpini.

    • byrig
      04. Dezember 2012 00:15

      wobei mir dieser unnötige herr rehn viel mehr als eu-erweiterungskommissar auf die nerven ging-als unermüdlicher befürworter eines eu-beitrittes der türkei.

  18. HJR
    02. Dezember 2012 10:08

    Ein reicher muslimischer Kaufmann erfährt von einer Seherin, dass er bald sterben müsse. Um dem Tod zu entgehen, beschließt er, die Stadt zu verlassen; seinem Freund sagt er, er würde für eine Weile nach Damaskus reisen. Jedoch hegt er die Absicht nach Aleppo zu reiten.

    Einige Tage später spricht ein dunkel gekleideter Fremder den Freund an und fragt ihn, ob er wüsste, wo er den Kaufmann finden könne. Der Freund teilt ihm mit, der wäre nach Damaskus gereist. "Seltsam", sagt da der Fremde, "wo ich ihn doch morgen in Aleppo zu treffen hoffe."
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  19. dssm
    02. Dezember 2012 08:43

    Die akademische Elite lebt vom Staat. Der Staat lebt vom Einkommen der braven (dummen) arbeitenden Bürger. Die Schulden zahlen auch die arbeitenden Bürger, nicht der staatlich alimentierte Ökonom. Wer beißt schon die Hand die einen füttert.

    Schauen wir uns die Aussagen der Ökonomen über viele Jahre hinweg an, wird diese schizophrene Einstellung offensichtlich.
    Jedem Kritiker der Zunft empfehle ich ein paar Semester an einer x-beliebigen geisteswissenschaftlichen Fakultät, selbst wenn man den Grünsprech, den Genderwahnsinn, das Linkslinke ablehnt, man wird doch dem Bombardement des Meinungsterrors Tribut zollen müssen.

    • Schani
      02. Dezember 2012 18:20

      Es gibt außer staatsnahen Ökonomen viele andere Akademiker, welche gehörige Leistungen erbringen und so den Rabenvater Staat mit am Überleben halten!

    • socrates
      02. Dezember 2012 20:10

      Naturwissenschaftler, Grundlagenforscher, Techniker sicher nicht!

    • boethius (kein Partner)
      03. Dezember 2012 01:36

      "Die akademische Elite lebt vom Staat". Solche - vorsichtig ausgedrückt - ungeschickten Verallgemeinerungen sind es, die einem so manchen Beitrag hier verleiden.
      Vor allem aber: was versteht dssm unter akademischer Elite? Solange dssm dies nicht erklärt, ist dieser Beitrag meines Erachtens völlig nichtssagend und überflüssig. Mich wundert, das er zu den besten Beiträgen gewählt wurde. Ich finde, es gehört zur intelektuellen Redlichkeit in einer Diskussion, die Sache zu definieren, über die man sich äussert.

    • AppolloniO (kein Partner)
      03. Dezember 2012 11:08

      boethius probieren Sie`s doch mit Hirn einschalten. Also, viele Mitarbeiter beim WIFO sind Akademiker. Da Sie uns von den Medien immerwieder serviert werden haben diese eine elitäre Stellung = akad. Elite. Dieser Befund gilt auch für Ökonomen der Arbeiterkammer (Muhm!) und ähnliche, von Sozialdemokraten(SD) gesteuerten Institute.
      Leider sind jedoch "unsere" SD gut getarnte Austromarxisten.

    • boethius (kein Partner)
      03. Dezember 2012 13:55

      #AppolloniO

      Danke für den Ratschlag. Also Gehirn ist eingeschaltet.
      Aber ich verstehe immer noch nicht, warum ein Akademiker, nur weil er z.B. beim WIFI arbeitet, deswegen zur akademischen Elite gehören soll. Oder sind Sie der Ansicht, dass JEDER Akademiker Teil der "akademischen Elite" ist? Für mich bildet die "akademische Elite" nur jener Teil der Akademiker, der herausragende wissenschaftliche Arbeit geleistet hat.
      Ich gebe aber sofort zu, dass mir eine exakte Abgrenzung mit Hilfe dieses Merkmales aus dem Stehgreif schwer fallen würde; jedefalls reicht eine Anstellung in irgendeiner Behörde meines Erachtens nicht aus um sich als Mitglied einer "akademischen Elite" zu qualifizieren.
      Mir erscheint es nach wie vor zweckmässig zu sein die Begriffe zu klären, die man in der Diskussion verwenden will. So ließen sich Missverständnisse vermeiden.

  20. Pumuckl
    02. Dezember 2012 07:56

    @ A U : " WISSENSCHAFTLICHE EHRE " Hat es diese jemals gegeben?

    ° Als ich in der Schule schaudernd von Inquisition und Hexenprozessen lernte,
    glaubte ich, daß da religiös fanatisierte Geißler Mönche die Richter waren.

    Erst viel später kam ich dahinter, daß Doktoren der Theologie und der Jurisprudenz darüber urteilten wer vom Teufel besessen oder Hexe ist.

    Exorzisten soll es in der katholischen Kirche ja heute noch geben!

    ° Es ist nicht bekannt wieviele Menschen von Ärzten durch übermäßigen Aderlaß zu Tode gebracht wurden. Sie hielten es für Wissenschaft.

    ° Die Rechtssprechung war nicht nur während der Diktaturen des 20. Jahrhunderts sehr stark vom politischen Willen der Machthaber beeinflußt.
    Nicht zuletzt der europäische Gerichtshof zeigt, daß durch die
    " Rechtswissenschaft " der ganze Kontinent in eine Katastrophe geführt wird.

    ° Der einzige österreichische Astronaut und damalige T.U. Assistent DI Viehböck
    erklärte vor laufender Fernsehkamera bereitwillig, daß er sein strahlendes Gebiß
    nur einer von Unilever angepriesenen Zahnpaste zu verdanken hat.
    Unilever war Sponsor dieser österreichischen " Raumfahrt Expedition " Dem käuflichen Viehböck war seine wissenschaftliche Reputation wurscht.

    ° 1996 wurde mir ein vom deutschen Finanzminister Dr. Theo Waigl herausgegebenes Buch mit dem Titel " UNSERE ZUKUNFT HEISST EUROPA " geschenkt, in dem 15 Ökonomen Europa eine glänzende Zukunft versprachen.

    Erst vorige Woche habe ich es während einer langen Bahnfahrt gelesen
    um festzustellen daß schon damals all diese 15 Ökonomem gedungene Lügner waren.

    ° Es ist allgemein bekannt, daß bei weit über 50% aller wissenschaftlichen Studien das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis herauskommt.

    Die Liste von Beispielen könnte beliebig fortgesetzt werden!

    Wenn man bedenkt welch großen finanziellen Aufwand die Volkswirtschaften treiben um Wissenschaftler auszubilden, gibt es vermutlich keine wohlfeileren "Instrumente" zum verzerren der Wahrheit, als die Wissenschaftler!
    Ehre würde deren Karriere schädigen!

    • logiker2
      02. Dezember 2012 08:57

      nur zur Ergänzung weil es derzeit aktuell ist, die sogenannten "ehrenwerten" Klimawissenschafter im Auftrag von....

    • phaidros
      02. Dezember 2012 09:00

      Pumuckl, logiker, wenn das ihre ehrliche Überzeugung sein sollte, so kann man das nur als bedauerlich bezeichnen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • HJR
      02. Dezember 2012 10:12

      Mein Gott, 'phaidros'!

    • Pumuckl
      02. Dezember 2012 10:53

      @ phaidros 09:00

      Soweit ich Sie aus unserm kurzen Gespräch und aus Ihrem Wirken im Tagebuch von A U kenne, trifft meine obige gezielte Provokation auf Sie und unzählige geniale, redliche, vom Streben nach Erkenntnis und Wahrheit motivierte Wissenschaftler selbstverständlich nicht zu!

      Diesen großartige Persönlichkeiten hat die Menschheit unendlich viel zu danken!

      Doch können sie mir nicht zustimmen, daß seit Jahrzehnten an einigen Fakultäten
      massenhaft akademisches Proletariat ausgebildet wird, welches sich selbst wissenschaftlich ausgebildet sieht, aber um zu überleben zu jedem Hurenverhalten bereit sind, welches die Mächtigen erwarten? "ALLES IST KÄUFLICH" ist ja die Maxime der letzteren!

      Dr. Unterberger schreibt ja, meiner Ansicht begründet, von der gefährdeten wissenschaftlichen Ehre der Ökonomen.

      Mein vor wenigen Jahren verstorbener Physiklehrer DI Dr. Anton Neht zählte seine geliebte Physik zu den EXAKTEN NATURWISSENSCHAFTEN.
      Ich denke, Physiker können deshalb mit ihrer Reputation garnicht in solche Schwierigkeiten kommen wie jetzt die Ökonomen

    • phaidros
      02. Dezember 2012 11:17

      VIELEN Dank für diese klarstellung, sg. Pumuckl! So passt der Schuh natürlich! Und nicht wegen einer Unterteilung in »Physik« und »andere« (oder »exakte Naturwissenschaften« und »andere«), sondern weil Wissenschaft von Menschen betrieben wird, und wo Menschen sind, da menschelt's nun einmal.

      Die von Ihnen beschriebenen Huren gibt es ganz zweifellos, auch in den »exakten« Sparten (siehe bspw. Singer oder Thüne in Klimafragen). Aber es ist die Differenzierung, die so ungeheuer wichtig ist, will man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.

      Lieber HJR, danke, ich fühle mich sehr geschmeichelt, aber viel zu viel der Ehre! Als irgendjemandes Gott fühle ich mich nicht berufen. ;-) Ganz im Gegenteil platze ich aber offen gestanden vor Stolz, beim großen Reinhard Böhm denselben Satz gefunden zu haben, den auch ich gerne benütze: glauben Sie mir nicht, prüfen Sie meine Aussagen nach. (Aber tun Sie's auch, und erklären Sie sie nicht für falsch anhand plakativer Punzen, wie man sie an allen Ecken aufschnappt.)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • schreyvogel
      02. Dezember 2012 12:53

      Was lernt der staunende Zuhörer aus diesem Dialog:

      1. Die Klimawissenschaften gehören zur Physik
      2. Physik ist eine exakte Wissenschaft
      Conclusio : Die Klimawissenschaft ist eine exakte Wissenschaft . Wer hätte das gedacht!

    • phaidros
      02. Dezember 2012 13:00

      Si tacuisses, schreyvogel: Singer ist Physiker, Thüne Meteorologe.

    • Schani
      02. Dezember 2012 18:23

      Pumuckl, welchen Beruf üben Sie aus? Würde mich sehr interessiern.

    • Pumuckl
      02. Dezember 2012 19:36

      @ phaidros 11:17

      Aus 2 Gründen komme ich nochmals auf die Worte " Exakte Wissenschaften ", welche mein Physiklehrer manchmal gebrauchte, zurück.

      1.) Für die heute vor dem kritischen Forum des Tagebuchs stehenden, auch von mir oft gescholtenen Ökonomen, möchte ich eine Lanze brechen.
      Ich versuche das mit einem Vergleich der Ökonomie mit der Meteorologie.

      a) Obwohl die Wettervorhersagen der Meteorologie von einer unglaublich großen Anzahl von Parametern und Meßdaten bestimmt sind, weicht dann die eingetretene Realität immer seltener von diesen Vorhersagen ab.

      Die Metereologen haben abgesehen vom umstrittenen Einfluß der Lebewesen, besonders des Menschen auf das Klima und damit langfristig auf das Wetter, die unbelebte Natur als Arbeitsfeld. Die Einflüsse der Lebewesen können, zumindest in den zu beurteilenden Zeiträumen, bei der Arbeit der Meteorologen vernachläßigt werden. Da der Mensch auf die Vorgänge nur vernachläßigbaren Einfluß hat, können die Methoden dieser "exakten Wissenschaft" verläßlich angewendet werden und ihre Vorhersagen werden immer treffsicherer.

      b) Die Ökonomen verarbeiten ebenfalls eine riesige Anzahl von Meßgrößen und beachten zahlreiche Parameter. Gerade in unserer Zeit müssen wir aber beobachten, daß die Prognosen der Ökonomen in immer kürzeren Zeiträumen korrigiert werden müssen.

      Doch den Ökonomen müßen wir zugute halten, daß ihr Arbeitsgebiet die vorgebliche " Krone der Schöpfung ", der in seiner Gesamtheit als irrational handelnde Bestie auftretende, Mensch ist.

      Neid, Gier, Raffsucht, Haß, Rache, Maßlosigkeit, Gewalt, Eitelkeit, Größenwahn, Triebhaftigkeit wie sie vergleichbar bei keinem anderen Lebewesen zu beobachten ist und vieles mehr sind Einflußgrößen im Arbeitsfeld der Ökonomen.
      Dazu kommen völlig gegensätzliche, Interpretationen der vor ca. 2500 Jahren erstmals niedergeschriebenen Bibel, durch die drei, ihrerseits in zahlreiche Gruppen aufgespaltenen monotheistischen Religionen. Diese leiten daraus archaische Ansprüche ab und treffen Vorkehrungen, sie zu erfüllen.

      Manche werden mir entgegenhalten daß meine Argumentation viel zu weit hergeholt ist. Ich bin jedoch überzeugt, daß aus solchen Quellen viele unwägbare Einflußgrößen auf globale Wirtschaftsvorgänge kommen.

      Die Ökonomen sind chancenlos dieses Geschehen mit Methoden wie jenen der "exakten Wissenschaft" Meteorologie zu erfaßen. Ihren sozialen Status pflegend tölpeln sie nach dem Prinzip "trial and error" von einer falschen Prognose zur nächsten. Wer als Nationalökonom Karriere machen will, muß sich selbst als Instrument der Mächtigen verstehen!

      Meine obige Behauptung bedeutet nicht daß ich dem anspruchsvollen und schwierigen Studium der Ökonomen meinen Respekt verweigere und Idealismus und guten Willen mit dem junge Ökonomen ins Berufsleben treten verkenne.
      Wo sie Unternehmungen mit tausenden Arbeitsplätzen über Jahrzehnte erfolgreich durch die Höhen und Tiefen Konjunktur steuern gebührt Ökonomen
      unser allerhöchster Respekt!


      2.) Gegen mein sonstiges Bemühen, Persönliches aus dem Tagebuch fernzuhalten, versuche ich heute, weil das Thema gerade paßt vermittelnden Inhalt zu unterzubringen.

      Da gab es doch in einer Gruppe von mir sehr geschätzten Partnern des Blogs einen von mir ebenso geschätzten sehr engagierten Vertreter der "exakten Wissenschaften".
      Letzterer hat einmal, wie ich vermute, durch leidenschaftliches allzu streng den Regeln seiner Profession verpflichtetes Argumentieren Teile dieser Gruppe verletzt und sich dann nach Auffassungsdiferenzen zurückgezogen.

      In dieser Gruppe gab es in meiner Gegenwart über dieses Zerwürfnis ein Gespräch, in dem @ Durga die Vorzüge von @ phaidros hervorhob. Auch ich brachte in diesem Sinne vor, was ich dazu sagen konnte.

      Inzwischen habe ich im Blog schon Einladungen an @ phaidros gelesen,
      wieder an Zusammenkünften der Gruppe teilzunehmen, was dieser aber diskret zurückgewiesen hat.

      Kann es nicht sein, daß da Leute welche mehr der Ökonomie nahe sind, in der die Sprache eben auch vom dort viel gegenwärtigeren "Menscheln" beeinflußt ist, die leidenschaftlich vorgetragenen, streng den Denkmustern der Physik verpflichteten Argumentationen von @ phaidros, als Kränkung empfanden?

      Weihnachten steht vor der Tür. In dieser Zeit vor fast einem Jahr hatte ich nach gegensätzlichen Positionen im Blog eine sehr angenehme Begegnung, welche seither bei unterschiedlichen Auffassungen im Blog nachwirkt.

      Vielleicht nimmt @ phaidros Weihnachten zum Anlaß, die versöhnlichen Signale der Blogpartner, mit denen er einst freundschaftlichen Umgang pflegte, nochmal zu überdenken.

      Bei gegenseitigem Respekt sind doch gegensätzliche Positionen ein Gewinn für alle. Gemeinsame Standpunkte überwiegen doch bei Weitem die Trennenden!

    • phaidros
      03. Dezember 2012 07:18

      Lieber Pumuckl, vielen Dank für Ihr freundliches Plädoyer, in dem Sie freilich viel Wahres ansprechen. Ausführliche Antwort per Mail.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • durga
      03. Dezember 2012 15:05

      "In dieser Gruppe gab es in meiner Gegenwart über dieses Zerwürfnis ein Gespräch, in dem @ Durga die Vorzüge von @ phaidros hervorhob. "

      Lieber Pumuckl,

      nachdem ich nun seit mehr als 1 1/2 Jahren mit phaidros intensiv und sehr effizient zusanmmenarbeite, kann ich nur bestätigen: Phaidros ist den Denkmustern der Physik - besser gesagt der Naturwissenschaften - verhaftet. Dies führt naturgemäß zu einer äusserst kritischen Einstellung darüber wie Naturwissenschaften bei uns kommuniziert werden, welch absolut niedigen Stellenwert sie in unserer Gesellschaft haben. Ich betrachte es als Kulturschande, daß der Großteil unserer Bevölkerung absolutes Desinteresse - ja geradezu an all dem zeigt, was in uns und um uns herum vorgeht.

      Da wir uns nicht mit einem bloßen´Herummatschkern an dem bedauerlichem Zustand zufrieden geben wollen, versuchen wir Fehleinschätzungen und Vorurteilen, wo immer wir sie antreffen - so objektiv und auf seriöse Daten gestützt, wie nur immer möglich - entgegen zu treten.

      Bitte, helfen Sie mit - hier im Unterberger Forum und insbesondere im science-blog!

    • phaidros
      04. Dezember 2012 08:02

      Vielen Dank! Gerne würde ich das Kompliment erwidern, wenn das nicht als anmassend ausgelegt wird.

      LG ph. (v.htc)

  21. mannbar
    02. Dezember 2012 07:44

    Was die Regierungen nicht wahrhaben wollen: Es geht nur über die Reduktion von Staatsausgaben. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Die aber alle Zuckerl verteilen wollen, sind sie vor dieser an sich sehr, sehr einfachen Einsicht blind.

    Man hört fast immer nur jenes Rezept, das das Problem erst geschaffen hat: Mehr Geld drucken, Geld in die Wirtschaft pumpen, Wachstum anregen. Das ist wie mit einem Unternehmer, der mit seinem Produkt X permanent Verluste einfährt und damit ständig seine Schulden erhöht. Was würde ihm helfen: Kosten von X reduzieren und marktgerechter produzieren - oder Kredite aufnehmen und ein neues Produkt Y entwickeln, das er dann genauso unwirtschaftlich in den Markt bringen will wie Produkt X?

    Die Ratingagenturen sind natürlich Gauner. Sie haben die Hypotheken-Derivat-Schrottpapiere exzellent bewertet und dadurch die Blase angeheizt. Das ändert aber nichts daran, dass sie mit der Bewertung der europäischen Schuldenländer richtig liegen. Schuld an dem Ganzen sind weder die Investoren noch die Ratingagenturen - schuld sind einzig die Staaten selbst mit ihren Gelddruckmaschinen und ihrer beständigen Ausweitung des Wohlfahrtsstaates, der nicht finanzierbar ist und somit die Staaten in Schuldenberge treibt, die nun über gerechtfertigte Zinsen nicht mehr finanzierbar sind.

    Alles, was der EU und den Mitgliedsländern einfällt, ist immer größere Haftungsfonds zu installieren. Statt den Grund für diese Haftungen (die monströsen Schuldenberge) abzutragen.

  22. Observer
    02. Dezember 2012 07:02

    Es wurde hier schon sehr oft diskutiert, dass alle bisher von den Entscheidungsträgern getroffenen Maßnahmen ungenügend waren, was auch von den Beteiligten im nachhinein eingestanden wird. Man handelt aber immer noch nach dem alten, gleichen und schlechten Grundsatz: Es muss Geld in den Umlauf gepumpt werden, damit Wirtschaft und Konsum angekurbelt wird, dann können auch die alten Schulden bezahlt werden.
    So funktioniert es aber nicht. Daher sind neue Wege zu beschreiten!
    Zum Beispiel: radikale Reduzierung der Ausgaben, einige Monate gehen fast alle erwirtschafteten Einnahmen an den Staat, damit die alten Schulden zurückgezahlt werden können und dann gibt es wieder einen Neuanfang unter klügeren Bedingungen.

  23. S.B.
    02. Dezember 2012 01:03

    Wie ich an anderer Stelle schon bemerkte = der Wirtschaftskrieg ist voll im Gange.
    Wenn man bedenkt, daß Barroso und Helfershelfer eine Vertiefung der Europäischen Union entwicklen wollen, in der es Euro-Bonds, Euro-Bills und ähnliche "Finanzpapierln" gäbe, welche die Schuldenmacherei um niedrigere Zinsen für alle möglich machen sollen,

    http://orf.at/stories/2153567/

    dann kann man sich vorstellen, was nach der nächsten Ratingbewertung auf uns zukommt:
    Schulden ohne Grenzen zu Zinsen, die niemand mehr aufbringen kann.

    Wer da noch an die Wirtschaftsgemeinschaft samt Einheitswährung in Europa glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

    • Pumuckl
      02. Dezember 2012 08:20

      Gessleroso hat schon als Ministerpräsident von Portugal den Pensionsfond von Staatsbediensteten und künftige Steuereinnahmen verpfändet um Maastricht Kriterien vorzutäuschen

      Gessleroso und seine Spießgesellen in der EU-Kommission stelllen eine Negativauslese jener Staaten aus denen sie kommen dar. Von ihnen kann man noch vieles erwarten, was Europa zum Verderben gereicht!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung