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Warten auf den Zwölfer –oder den Wahltag

Niemand kann mehr überrascht sein, denn längst haben alle mit dem Mitzählen aufgehört, wie oft solches oder ähnliches schon passiert ist: Wieder mehr Geld für Griechenland; wieder mehr Zeit für Griechenland; wieder bessere Konditionen für Griechenland (diesmal etwa einen Zinsenverzicht) wieder wird plötzlich den Griechen ein positives Zeugnis ausgestellt, obwohl sie rund die Hälfte der Hausaufgaben nicht erfüllt haben; wieder gibt es eine Prognose für Griechenland, die so wenig halten wird wie all die Prognosen bei früheren Rettungspaketen, nach denen das Land heute schon total super dastehen müsste; und auch der Europäische Gerichtshof wagt es nicht, Einwände gegen den Europäischen Schuldenmechanismus – pardon: Stabilitätsmechanismus zu erheben. Déjà-vu? Nur scheinbar. Denn in Wahrheit geht es bei der gegenwärtigen Einigung – die in Dutzenden kleinen Etappen zustandekommt und jedes Mal triumphal verkündet wird – um etwas ganz anderes.

Es geht nur noch und einzig und allein darum, das Thema Griechenland bis zu den deutschen Bundestagswahlen vom Tisch zu bekommen (was zufälligerweise auch die österreichische Wahl gleich mit absichert). Ein Jahr lang soll es keine Griechenland-Hektik geben, um den Wahlkampf nicht zu stören.

Mag sein, dass wenigstens diese Prognose hält. Aber was dann?

Dann wird die große Entscheidung fallen: Entweder wird den Griechen doch – einige Hundert Milliarden zu spät – klar gemacht: Es gibt kein neues Geld. Oder es wird nun auch den Schuldenschnitt für Forderungen von Staaten und EZB gegen Griechenland geben. Den haben ja bisher nur die privaten Geldverleiher erlitten.

Beides aber läuft darauf hinaus, dass all das Geld, das seit Mai 2010 schon in das südosteuropäische Fass ohne Boden geflossen ist, verloren ist. Bisher ist der Großteil dieses Geldes ja als Forderung oder Haftung buchhalterisch noch nicht in einen Verlust umgewandelt worden. Womit Merkel und Schäuble noch mit einer relativ guten, wenn auch falschen Optik zur Wahl antreten können. Und alle Parteien können in Deutschland und Österreich noch einmal Wählerbestechungsaktionen starten. Niemand muss eingestehen, dass in diesen letzten Jahren eine völlig falsche Politik betrieben worden ist.

Alle hoffen vielleicht, dass bis dahin in Griechenland doch noch das Wunder passiert. Dass sich nicht wieder alles schlechter entwickelt als prognostiziert, sondern vielleicht sogar besser. Gewiss: Es hat schon Menschen und Firmen gegeben, die durch den Gang ins Casino noch gerettet worden sind. Auch Totozwölfer sind möglich. Nur ist es halt nicht sehr seriös und wahrscheinlich, darauf zu setzen.

Denn das Signifikanteste ist, was nicht passiert, wovon auch überhaupt nicht geredet wird: Weder treten Hunderttausende angeblich so verzweifelte und gut qualifizierte Griechen zum Kampf um die vielen noch immer freien Jobs in Deutschland und Österreich an. Noch hört man irgendetwas von großen Werbeaktionen, mit denen ausländischen Investoren der rote Teppich Richtung Griechenland ausgerollt wird. Vielmehr werden solche – sich hie und da zu den Hellenenen verirrende – Investoren nach wie vor durch die Bürokratie und sozialstaatliche Regulierungen schikaniert. Sie werden als böse Invasoren angesehen und stoßen auf unlustige Mitarbeiter.

So lange es nicht an diesen entscheidenden Fronten ein echtes Umdenken gibt, sollte niemand auf den Zwölfer hoffen.

Realisten sollten sich eher damit abfinden, dass sich von Zypern bis Spanien (und Italien? Und Frankreich? Und Slowenien?) schon die nächsten Länder um fremdes Geld anstellen. Und dass man ihnen schlecht Nein sagen kann, wenn man zu Griechenland Ja gesagt hat.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 13:44

    An dieser Stelle eine kleine aber sehr bedeutende Randinformation.
    Die grösste Abfüllerei Europas (42000 Mitarbeiter weltweit) hat das HQ in Griechenland. Sie heißt Coca Cola Hellenic (der namens-gebende US Konzern ist wesentlich beteiligt).

    Diese Firma verlegt gerade den Firmensitz und zwar in die Schweiz. Wer die Finanznachrichten verfolgt hat, sieht welche finanziellen Belastungen so ein Umzug mit sich bringt. Es wird daher sehr schwerwiegende Gründe für den Umzug geben.
    Der Vorstandsvorsitzende erwähnte in einem Interview, dass aufgrund der vielen linken und ganz linken Parteien, mit einer Verstaatlichung gerechnet werden muss.

    Wer soll da unten noch investieren?

  2. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 13:58

    Ich fühle mich wie jemand der einen Kriegsausbruch unmittelbar absehen kann. Die Anzeichen verstärken sich immer mehr, werden immer deutlicher sichtbar.

    Gleichzeitig tun die Machthaber und ihre Medien alles um dem gemeinen Volk Sand in die Augen zu streuen und sie mit Brot (= Pendlerpauschale, usw.) und Spielen (Donauinselfest, Life Ball usw.) abzulenken und bei guter Laune zu halten.

    Jeder der die Anzeichen sieht - und die hat Dr. Unterberger beschrieben - wird alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: Sich beruflich & wirtschaftlich fit machen, auf die Gesundheit noch mehr achten. Gesunde Sparsamkeit im Haushalt walten lassen.

    Dabei hat Dr. Unterberger nur das halbe Bedrohungsszenario an die Wand gemalt:

    Was ist denn wenn in Deutschland die SPD gewinnt und eine Rot-Grüne, oder Rot-Rot-Grüne dt. Bundesregierung zustandekommt?

    Was ist wenn in Österreich wieder unser Herr Faymann der neue (alte) Bundeskanzler ab 2013 ist?

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 14:04

    Europa verweigert die Wahrheit.

    Die lautet, Europa ist pleite.

    Statt dessen werden solche 'Wahlstrategien' gefahren, die großen Schaden anrichten.

    Ich wünschte, dass der 'Rettungsschirm' nicht bis zu den Wahlen halten wird, damit die Wahrheit schon vorher zutage tritt.

    Für Österreich bedeuten die 32 Milliarden etwa 3,2 Milliarden (etwa 10%) Belastung plus Zinsen, das sind pro Familie mit 2 Kindern in etwa 12 800,- Euro (mit 10 000 000 Österreichern gerechnet) staatliche 'Haftungsbelastung', die schon schlagend wird, bevor sie eingegangen wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 14:11

    Hat hier irgend jemand vermutet, daß GRL NICHT weiter alimentiert wird? Wohl kaum.

    Zudem wurde auch vom Europäischen Gerichtshof beurteilt, daß der ESM rechtlich korrekt eingeführt worden ist. Nabitte, da kann uns ja wirklich nichts mehr passieren, od. doch?

    Und die frechen griechischen Oppositionspolitiker kriegen den Hals noch immer nicht voll und beschweren sich; sie werfen Merkel vor, einen dringend benötigten Schuldenerlass verhindert zu haben.
    Anscheinend sind wir bereits so weit gekommen, daß die Schuldner den Zahlern vorschreiben was sie zu tun haben.
    Es wird ein grausiges Erwachen geben und ich hoffe inständig, daß die korrupte Politikermischpoche, die uns den ganzen Schmarren eingebrockt hat, letztendlich zur Rechenschaft gezogen wird.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 19:48

    Das Problem der westlichen Welt ist nicht Griechenland, sondern das billige Geld und die damit verbundenen Versuchungen.
    Außerdem hat die falsche Geldpolitik der EU mit dem Euro in all den Südländern zu Fehlallokationen geführt, die uns jetzt auf den Kopf fallen.
    Es muß für unterschiedliche volkswirtschaftliche Dynamiken eben so viele unterschiedliche Währungen geben.
    Und ebenso muß das Gelddrucken eingestellt werden.
    Der Rest regelt sich von selbst!

  6. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 16:29

    1. Wunder gibt es nur im Märchen
    2. Leider gehören viele Griechen, so liebenswürdig diese Menschen persönlich auch sein mögen, zu einer schlitzohrigen balkanesischen Spezies mit genetisch determinierter Abgabenverweigerung, verwaltet von einer Administration, die ebenso seit Urzeiten den baren Obulus der aufwendigen Kontroll, - und Fahndungsarbeit vorzieht.
    3. Aus obigen Gründen werden sie daher niemals etwas zurückzahlen, denn wenn der Druck zu hoch steigt, wird halt wieder einmal Revolution gemacht oder geputscht. Die neuen Machthaber fühlen sich dann nicht mehr für die Schweinereien der Vorgänger verantwortlich - und alles geht von vorne los.

    Letztendlich wird der europäische Steuerzahler der Depp sein.
    Apropos Depp: Bin gespannt, ob die nächstes Jahr zu erwartende rotgrünschwarze Regierung den wenigen verbliebenen Steuerzahlern (=Deppen) in einem Anfall von heldenhaftem Antifaschismus die weiteren Griechenlandhilfen als Wiedergutmachung verkaufen wird.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 23:17

    Jetzt werden also den Griechen 43,7 Milliarden Euro (43 700 000 000) hineingeschoben, um deren Staatsschulen von 170 auf 120 Prozent zu reduzieren. 240 000 000 000 € hat man schon bisher (nur in Griechenland!) versenkt. D.h. ein kleines Land mit etwa so vielen Einwohnern wie Österreich verschlang bereits 300 Milliarden Euro um noch immer das Doppelte des erlaubten Defizits von 60 % zu haben. Für wie blöd halten die EU-Nomenklatura (und mit ihnen die österreichischen Volksbelügner) die ehrlichen Steuerzahler?
    Kürzlich las ich: Wenn es den Griechen wider Erwarten gelingen sollte, ihre Staatsbahnen um 200 Millionen zu privatisieren, so würde der Erlös den Zinsenaufwand von 14 Tagen einbringen. 50 Milliarden Erlöse aus Privatisierungen wurden bis 2014 der Troika versprochen. Heuer sind wir bei 1,4; nächstes Jahr sollen es unwesentlich mehr sein. Griechenland selbst hofft, bis 2016 11,4 Milliarden zu erwirtschaften; d.h. mit zweijähriger Verspätung werden sie etwas über 20% der Zusagen erfüllt haben. Nicht allein die Zahlen verwirren, das ganze EU-Geschafel ist auf Lug und Trug aufgebaut!


alle Kommentare

  1. Racher (kein Partner)
  2. Shaizaan (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:35

    Hats off to whveoer wrote this up and posted it.

  3. Emanoel (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:00

    Tochndowu! That's a really cool way of putting it!

  4. Tullius Augustus
    28. November 2012 18:06

    Schuldenschnitt auf Raten (Kurier, 28.11.2012, Michael Bachner)

    Mit den jetzigen Beschlüssen wird Griechenland wieder Luft zum Atmen gegeben, sagt Kanzler Werner Faymann.

    Was der Regierungschef nicht dazu sagt: Mit den jetzigen Beschlüssen für Griechenland wurde allen möglichen „Playern“ Frischluft zum Atmen gegeben. Am wenigsten helfen die Zusagen der Euro-Finanzminister aber der griechischen Bevölkerung. Wobei schon dazugesagt sei, dass das griechische Schlamassel ein hausgemachtes ist.

    Dennoch: Mehr Zeit haben wieder einmal die sogenannten griechischen Eliten bekommen. Anstatt daheim Steuern zu zahlen und ihr Land neu aufzubauen, stecken sie ihr Fluchtgeld lieber in Londoner, Berliner oder Züricher Nobel-Immobilien. Der Rest liegt schon auf dem Schweizer Nummernkonto.

    Außerdem profitieren die Großzocker in den Hedgefonds, die jetzt die Gewissheit eines bombensicheren Geschäftes haben. Ihre griechischen Schrottpapiere kauft ihnen der griechische Staat jetzt mit dem „Hilfs“-Geld aus Rest-Europa ab. Eine feinere Form von Umverteilung von unten nach oben ist kaum vorstellbar. Wozu so ein Finanzministertreffen nicht alles gut sein kann.

    Das alles, weil es politisch klug ist? In Deutschland hofft Kanzlerin Angela Merkel auf ihre Wiederwahl 2013. Daher kann es aus ihrer Sicht jetzt noch keine nachhaltige, also teure Lösung für Athen geben.

    Denn das hieße Schuldenerlass und das ist den deutschen (und österreichischen) Wählern angeblich nicht mehr zuzumuten. Merkel will um buchstäblich jeden Preis verhindern, dass den Wählern reiner Wein eingeschenkt wird.

    Daher wird jetzt dieser Schuldenschnitt auf Raten inszeniert. An der griechischen Misere ändert sich nichts. Der Tag der Wahrheit kommt. Aber später. [Ende]

    Link: http://kurier.at/meinung/kommentare/wirtschaft/schuldenschnitt-auf-raten/1.476.820

  5. Der Realist (kein Partner)
    28. November 2012 17:49

    und bei uns geht man schnorren, über Licht ins Dunkel und andere Spendenaktionen, wenn man einen Spezialrollstuhl oder Blindenhund etc. für bedürftige Behinderte braucht.

  6. cmh (kein Partner)
    28. November 2012 17:29

    Eigentlich haben wir es mit diser Entwicklung der Dinge ja recht gut getroffen.

    Man stelle sich nur vor, es gäbe keine Krise, dafür stünden Beitrittsverhandlungen mit der Türkei auf der Tagesordnung.

    Das wäre ein wahres Feuerwerk an Jubelmeldungen, was denn die Türkei für Fortschritte auf dem Weg der Europäisierung gemacht hätte. Die tollen Fortschritte wären so toll, dass es gar nichts ausmachen würde, wenn Özalan im Gefängnis aktiv krepiert worden wäre oder die eine oder andere christliche Kirche samt Insassen abgefackelt worden wäre. Der eine oder andere Ausrutscher in einem Gefängnis könnte da gar nicht ins Gewicht fallen.

    Der türkische Aussenminister würde täglich im Fernsehen auftreten und fordern, dass, da die Türkei ja geliefert hätte, jetzt endlich die Mitgliedschaft drinnen sein müsste.

    Also: so gesehen ist die Krise ein Glücksfall.

  7. cmh (kein Partner)
    28. November 2012 17:21

    Mit etwas Blick in die nähere Zukunft wird man sich die Frage stellen müssen, ob Europa ein Glacis benötigt.

    Meiner Meinung nach unbedingt.

    Man sollte dann aber nicht alle Einfallstore so weit aufreißen, wie das unsere Bessermenschen tun.

    (NB: Es sind "Bessermenschen", denn gut bin ich auch, und überlegen fühlen sich die sowieso.)

  8. consuela rodrigez (kein Partner)
    28. November 2012 17:17

    Wenn man dies hört, mit dem Herz hört, kommt man nicht drum herum ein paar Tränen laufen zu lassen und kurz wütend zu werden. Rede von Häuptling Seattle 1855

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LtmhSPoBF1o

  9. consuela rodrigez (kein Partner)
    28. November 2012 17:02

    Eigentlich gibt es nur mehr Hofberichterstattung (ist bei uns auch nicht anders) Regierung tilgte kritische Passagen aus Armutsbericht - 4 Mio. Arbeitnehmer arbeiten für einen Hungerlohn (unter 7,00 Euro brutto) und das sollte nicht bekannt werden. - http://www.spiegel.de/politik/deutschland/armutsbericht-regierung-soll-kritische-passagen-gestrichen-haben-a-869685.html

  10. consuela rodrigez (kein Partner)
    28. November 2012 15:02

    Weit haben wir es gebracht - Ein Goldman-Sachs-Bänkster erklärt : "Wir können uns heute ein Gesundheitssystem für alle nicht mehr erlauben"
    http://www.format.at/articles/1248/931/347430/wir-gesundheitssystem

  11. byrig
    27. November 2012 23:35

    wenn man heute das "mittagsjournal" im orf gehört hat,hätte man der meinung sein können,die griechenlandkrise und das megaproblem dieses landes wäre jetzt abgewendet.
    unterschwellig wurde eigentlich der eindruck vermittelt,dass all die derzeit agierenden politiker europa gerettet haben,im gegensatz dazu die kritiker und deren vorschläge zur behandlung der krise europa in den abgrund geführt hätten.
    in wirklichkeit wurde den für die eurozone völlig inkompatiblen griechen lediglich ein weiteres milliardenpaket zugeschoben und ein weiterer aufschub für die konsolidierung ihrer katastrophaler,irreparabler staatsfinanzen zugestanden.besser gesagt:geschenkt.
    geschenkt auf kosten der nettozahler im euroraum.nur darf das aus politischen,wahltechnischen gründen so natürlich nicht gesagt werden.
    auch unsere tüchtige finanzministerin äusserte sich euphorisch,sie meinte,lediglich die zinserträge unserer leihgaben an griechenland würden sinken.insgesamt ist das ja ein geschäft für uns.!!
    alles lächerlich.
    es gibt nur 2 alternativen:
    1.entweder wir finanzieren griechenlands balkanesische megachuzpe mit unserem steuergeld, oder
    2.griechenland fliegt raus.

    ich bin für zweiteres.

    • HJR
      28. November 2012 06:54

      Selber schuld, wenn sich wer noch das Mittagsjournal im ORF ansieht!

    • Undine
      28. November 2012 09:12

      @byrig

      *******!

      "ich bin für zweiteres."

      Ich auch! Wie war das doch früher? Wenn Geldverleiher das verliehene Geld nach einer bestimmten Zeit nicht eintreiben konnten, hielten sie sich am Besitz des Schuldners schadlos; daß dieser meist wesentlich größer war als das geschuldete Geld, wurde nicht so "kleinlich" gesehen. Auf diese Weise kamen viele Geldverleiher in den Besitz zahlreicher Immobilien, aber auch anderer Wertgegenstände.

      Zumindest die vielen schönen griech. Inseln sollten sich also die geldverleihenden Staaten als Pfand einbehalten! :-)

  12. Haider
    27. November 2012 23:17

    Jetzt werden also den Griechen 43,7 Milliarden Euro (43 700 000 000) hineingeschoben, um deren Staatsschulen von 170 auf 120 Prozent zu reduzieren. 240 000 000 000 € hat man schon bisher (nur in Griechenland!) versenkt. D.h. ein kleines Land mit etwa so vielen Einwohnern wie Österreich verschlang bereits 300 Milliarden Euro um noch immer das Doppelte des erlaubten Defizits von 60 % zu haben. Für wie blöd halten die EU-Nomenklatura (und mit ihnen die österreichischen Volksbelügner) die ehrlichen Steuerzahler?
    Kürzlich las ich: Wenn es den Griechen wider Erwarten gelingen sollte, ihre Staatsbahnen um 200 Millionen zu privatisieren, so würde der Erlös den Zinsenaufwand von 14 Tagen einbringen. 50 Milliarden Erlöse aus Privatisierungen wurden bis 2014 der Troika versprochen. Heuer sind wir bei 1,4; nächstes Jahr sollen es unwesentlich mehr sein. Griechenland selbst hofft, bis 2016 11,4 Milliarden zu erwirtschaften; d.h. mit zweijähriger Verspätung werden sie etwas über 20% der Zusagen erfüllt haben. Nicht allein die Zahlen verwirren, das ganze EU-Geschafel ist auf Lug und Trug aufgebaut!

  13. Haider
    27. November 2012 21:56

    Rechnung für Europa
    10 Männer – ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher – treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche.
    Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,- €, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau. Die Gäste bezahlten ihre Rechnung, so wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:
    * Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.
    * Der Zypriot zahlte 1 €.
    * Der Franzose 5 €.
    * Der Österreicher 50 €.
    * Der Finne 80 €.-
    * Der Holländer 100 €.
    * Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264 €.
    Das ging schon eine ganze Weile so. Immer wieder trafen sie sich zum Essen. Alle waren zufrieden, bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, als er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 € zu reduzieren. “Weil Sie alle so gute Gäste sind!” Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450 €.
    Die Gruppe wollte unbedingt weiter so bezahlen, wie das bisher üblich war. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 50 € Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?
    Die sechs stellten schnell fest, dass 50 € geteilt durch sechs Zahler 8,33 € ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen.
    Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam folgendes:
    * der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlten ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
    * Der Franzose zahlte 3 € statt 5 € (40% Ersparnis).
    * Der Österreicher zahlte 45 € statt 50 € (10% Ersarnis).
    * Der Finne zahlte 72 € statt 80 € (10% Ersparnis).
    * Der Holländer zahlte 90 € statt 100 € (10% Ersparnis).
    * Der Deutsche zahlte 239 € statt 264 € (11% Ersparnis).
    Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.
    Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.
    “Ich hab’ nur 2 € von den 50 € bekommen!” sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, “Aber er kriegt 25 €!”.
    “Stimmt!”, rief der Zypriot, “Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich”.
    “Wie wahr!”, rief der Österreicher, “Warum kriegt er 25 € zurück und ich nur 5 €? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!”.
    “Moment mal” riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener aus einem Munde, “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!”
    Wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn.
    Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht mehr zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn.
    Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:
    Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!
    Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

    • Undine
      27. November 2012 22:49

      @Haider

      ************************************************************!
      Meine Vermutung: Sie zahlten alle miteinander nichts, sondern rieten dem Wirt, die Rechnung dem Deutschen zu schicken. Den Österreicher plagte hinterher ein ganz klein wenig das schlechte Gewissen. Er und der Finne und der Holländer überlegten, ob sie dem Deutschen ihren Anteil überweisen sollten. Ob sie's getan haben, weiß ich auch nicht :-)

  14. terbuan
    27. November 2012 20:34

    Es gibt ja doch nicht nur Tintenstrolche in den Zeitungen!
    Holger Stetzner analysiert die neue Griechenland-Hilfe in der FAZ:

    Mehr Kredit für null Zins

    27.11.2012 · Die nächsten 44 Milliarden Euro fließen nach Athen. Doch geschenktes Geld und Buchungstricks retten Griechenland nicht aus dem Schuldensumpf. Eine Analyse

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-griechenland-hilfe-mehr-kredit-fuer-null-zins-11973713.html

    • Pumuckl
      28. November 2012 04:19

      ***

      Warum findet man in keinem österreichischen Printmedium eine so deutliche Sprache?

  15. Anton Volpini
    27. November 2012 19:48

    Das Problem der westlichen Welt ist nicht Griechenland, sondern das billige Geld und die damit verbundenen Versuchungen.
    Außerdem hat die falsche Geldpolitik der EU mit dem Euro in all den Südländern zu Fehlallokationen geführt, die uns jetzt auf den Kopf fallen.
    Es muß für unterschiedliche volkswirtschaftliche Dynamiken eben so viele unterschiedliche Währungen geben.
    Und ebenso muß das Gelddrucken eingestellt werden.
    Der Rest regelt sich von selbst!

    • dssm
      27. November 2012 20:33

      Sie werfen zwei grundverschiedene Dinge in einen Topf!
      Währung und Kosten für Währungstransaktionen!

      Das erfolgreichste Jahrhundert Europas, das 19., war eine Zeit mit einer Währung: Gold.
      Zahlreiche Länder sind vom Agrarniveau zum Industriestaat aufgestiegen, also an einer einheitlichen Währung kann es nicht liegen.

      Es ist das billige Geld und zwar gleich zwei mal. Einmal wegen der künstlich tiefen Zinsen und, wichtiger(!), weil nach den Bilanzregeln eine Staatsanleihe nicht mit Eigenkapital hinterlegt werden muss!

      Was würde dagegen sprechen, wenn die Griechen, Spanier, Portugiesen …, einfach einen extrem hohen Zinssatz für Anleihen zahlen müssten? Was würde dagegen sprechen, wenn für eine Anleihe aus diesen Ländern eine hohe Eigenkapitalvorhaltung gemacht werden muss?

      Das Gelddrucken hat ja auch nichts mit dem Euro zu tun. Man denke zurück an die Iren, welche völlig vertragswidrig einfach den Banken, per Knopfdruck, ein paar Phantastillionen überwiesen haben. Oder in Spanien, wo selbst die EZB sich selbst überprüfte und überrascht feststellte: Das war jetzt aber illegal. Die lokalen EZB-Filialen handeln vielfach wie nationale Notenbanken – es fehlt das klare Durchgriffs- und Sanktionsrecht.

    • Anton Volpini
      27. November 2012 21:54

      Nein, dssm da hab ich mich für Sie wohl nicht deutlich genug ausgedrückt.
      Aber ich muß gestehen, daß ich bei der Formulierung meiner Worte, gerade Sie besonders im Augenmerk hatte. Ist die überbordende Geldpolitik seit dem Ende von Bretton Woods gerade Ihr Thema, das ich zu 100 % mit Ihnen teile.
      Ich finde es witzig, verzeihen Sie, aber auch sehr interessant, daß gerade Sie sich auf meine Worte melden.
      Nun zur Sache!
      Transaktionkosten hab ich mit keinem Wort erwähnt. Wenn ich von Fehlallokationen geschrieben habe, dann hab ich die Folge von der verfehlten Subventionspolitik der EU gegenüber den Südländern auf Kosten der Nordländern gemeint.
      Das Gelddrucken wird seit dem Ende von Bretton Woods von den Amerikanern exzessiv betrieben, zum Schaden der restlichen Volkswirtschaften, seit dem in der Welt.
      Aber die EU betreibt das selbe zerstörerische Geldgeschäft seit 2009.

      Sollte es mir gelungen sein, all Ihre Kommentare dazu richtig gedeutet zu haben, dann finden wir zwei uns auf völliger Übereinstimmung. Sollte ich das nicht geschafft haben, dann bitte ich um Entschuldigung.
      Freundschaft!

    • brechstange
      28. November 2012 08:29

      @dssm

      "Es fehlt das Durchgriffs- und Sanktionsrecht."

      Ja, das fehlt und die Notenbanken sind eben keine Filialen der EZB.

      Aber nur in der Theorie funktionieren Durchgriffe und Sanktionen, in der praktischen Umsetzung führt das zu massiven Konflikten. Daher funktioniert eine gemeinsame Währung nicht, weil strenges No-Bailout durch die herrschenden Mehrheiten nicht durchzuhalten ist. Die Schuldner verfügen über die Gläubiger und wenn die Gläubiger nicht parieren, gibt es eben "Krieg", getarnt als Crash. Das ist die Botschaft.

      Durch das Werkzeug Euro konnte ein Müllberg an Problemen entstehen, der ohne Euro laufend aufgeräumt geworden wäre. Die Bäume wären nicht in den Himmel gewachsen, das Risiko entsprechend aufgeteilt, so ladet man den ganzen Müll auf die Bürger, Steuerzahler unf Realwirtschaft ab. Das Gelddrucken verhindert noch die Wahrnehmung, es verschleiert die Misere. Das ergibt enorme Sprengkraft.

      Abgesehen von der Misere durch den Euro und Ihrem Hinweis auf das erfolgreichste Jahrhundert mit Goldwährung wäre anzumerken, auch die Folgen zu betrachten. Genau die Betrachtung der Folgen lässt an einer einheitlichen Währung zweifeln, die von Staaten, Institutionen und Eliten getragen werden soll, die ein gespanntes Verhältnis zu Recht, zu freier Marktwirtschaft, zu fairem Wettbewerb haben. Daher sehe ich als freiheits- und ordnungsliebender Mensch subsidiär handelnde, im Wettbewerb stehende Staaten als Lösung an, dazu gehört eine im Wettbewerb mit anderen stehende Währung.

    • Undine
      28. November 2012 09:17

      @brechstange

      ************!

  16. socrates
    27. November 2012 18:03

    Von gestern: Die griechischen Schuldscheine werden verlängert, die Zinsen, die die GR nicht bezahlen können, laufen weiter, die Saugerln kassieren, wir sollen mit unseren Pensionen noch mehr retten.
    Es fehlt ein Solon und ein Agrippa! Faschismus und Kommunismus sind so entstanden!
    Wenn eine Gruppierung die Kleinbürger verteidigt, kommt zunächst die Nazikeule, dann die Kommunistenkeule. Ein bewährtes Rezept, wie in Graz, nachmachen, ist nicht gefragt. Die Anleger wollen noch schnell den großen Schnitt machen.
    Die Privatvermieter werden angegriffen, aber die Gemeinewohnungen an Asylanten und Migranten vergeben, so daß für die Eingeborenen nichts über bleibt. Wenn jemand aus Idealismus hilft, schnell eine Keule suchen, sonst kommt das Volk auf dumme Gedanken!

    • socrates
      27. November 2012 18:07

      Dazu aus heise.de/tp: Die Totengräber Griechenlands machen weiter!
      Goldman übernimmt Bank of England
      Mit dem früheren Goldman-Sachs-Direktor Mark Carney stehen bald die drei für die Finanzmärkte wichtigsten Notenbanken unter der Führung von ehemaligen Goldman-Direktoren
      Ab 1. July 2013 übernimmt der Kanadier und frühere Goldman-Sachs-Direktor Mark Carney den Vorsitz der britischen Notenbank. Der aktuelle Chef der Bank of Canada folgt auf Mervin King, während Schatzkanzler George Osborne den von der City favorisierten Vize-Gouverneur Paul Tucker links liegen ließ, weil Carney weltweit "der führende Notenbanker" wäre, an dem kein Weg vorbei gegangen sei.
      King und Queen begrüßte die Ernennung, ebenso wohl auch die Banker der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, wo Carney das Bankgeschäft 13 Jahre lang gelernt hatte. Der 1965 Geborene hatte zuvor in Harvard und in Oxford studiert, wo er 1993 mit einem Doktorat in Ökonomie abschloss. Bei Goldman stieg er zu Senior-Executive-Positionen auf und war etwa mit der Rückkehr Südafrikas an die Bondmarkte nach dem Ende der Apartheid und mit der Russlandskrise von 1998 befasst. 2003 wechselt er in den Vorstand der Kanadischen Nationalbank, wurde ein Jahr später aber an das Finanzministerium ausgeliehen, für das er etwa die Verhandlungen mit der G7 führte. 2007 kam er zurück zur Notenbank und übernahm dort 2008 den Vorsitz.
      Carney wird heute zugebilligt, stark dazu beigetragen zu haben, dass Kanada weitgehend unbeschädigt durch die letzte Weltfinanzkrise gekommen ist. Allerdings dürfte hier das letzte Urteil noch nicht gesprochen sein, da Kanada sich das trotz Weltfinanzkrise ununterbrochene Wachstum mit dem stetigen Ansteigen bestimmter Vermögenspreise (vor allem Immobilien) und der privaten Verschuldung erkauft war. Den Ausgleich dieser Ungleichgewichte wird King vermutlich schon vom Chefsessel der BoE beobachten können, womit nun mit FED of New York, EZB und BoE die drei für die Finanzmärkte wichtigsten Zentralbanken unter der Führung von früheren Goldman-Bankern stehen.
      Rainer Sommer

    • Erich Bauer
      27. November 2012 18:10

      socrates,
      "...Die griechischen Schuldscheine werden verlängert..."

      Was haben Sie denn gedacht, um Himmels willen... Wie naiv muß man sein...?

    • socrates
      27. November 2012 23:00

      Erich Bauer
      Ich verstehe davon nicht viel und habe mich längst von Wertpapieren verabschiedet.
      Kennen Sie sich damit aus?
      Euro-Finanzminister einigen sich Griechenland bekommt mehr Geld
      27.11.2012 · Die Finanzminister der Euro-Staaten einigen sich, wie sie die Finanzierungslücke im Griechenlandprogramm schließen wollen. Der Weg für die Auszahlung weiterer Kredite an das Krisenland ist frei. Einen Schuldenschnitt soll es nicht geben.

      Griechenland ist wieder einmal vorerst gerettet
      Der Weg für die Auszahlung einer weiteren Kredittranche an Griechenland ist frei. Nach zwölfstündigen Verhandlungen einigten die Finanzminister der Euro-Staaten sich am frühen Dienstag in Brüssel auf ein Paket von Maßnahmen, mit dem die Schuldenquote Griechenlands schnell deutlich verringert werden soll. Dazu gehören ein von den Euro-Partnern kreditfinanzierter Schuldenrückkauf Griechenlands, Zinssenkungen und eine deutliche Streckung der Kredite an das Krisenland um 15 auf 30 Jahre. Griechenland muss damit die letzten Kredite aus dem laufenden europäischen Hilfsprogramm erst 2044 tilgen. In einer neuen Wendung sicherten die Euro-Finanzminister zu, die Schuldenquote Griechenlands von derzeit fast 190 Prozent bis 2022 auf „substantiell weniger als 110 Prozent“ der Wirtschaftsleistung zu drücken.

  17. Obrist
    27. November 2012 16:29

    1. Wunder gibt es nur im Märchen
    2. Leider gehören viele Griechen, so liebenswürdig diese Menschen persönlich auch sein mögen, zu einer schlitzohrigen balkanesischen Spezies mit genetisch determinierter Abgabenverweigerung, verwaltet von einer Administration, die ebenso seit Urzeiten den baren Obulus der aufwendigen Kontroll, - und Fahndungsarbeit vorzieht.
    3. Aus obigen Gründen werden sie daher niemals etwas zurückzahlen, denn wenn der Druck zu hoch steigt, wird halt wieder einmal Revolution gemacht oder geputscht. Die neuen Machthaber fühlen sich dann nicht mehr für die Schweinereien der Vorgänger verantwortlich - und alles geht von vorne los.

    Letztendlich wird der europäische Steuerzahler der Depp sein.
    Apropos Depp: Bin gespannt, ob die nächstes Jahr zu erwartende rotgrünschwarze Regierung den wenigen verbliebenen Steuerzahlern (=Deppen) in einem Anfall von heldenhaftem Antifaschismus die weiteren Griechenlandhilfen als Wiedergutmachung verkaufen wird.

    • byrig
      27. November 2012 23:18

      gut dargestellt,obrist!denn wieder einmal ist es diesem schlitzohrigen volk gelungen,ganz europa an der nase herumzuführen.sie bekommen ihre überlebensnotwendigen kredite plus eine weitere verlängerung der rückzahlung.
      ich kann richtig sehen,wie sich die griechen schadenfroh die hände reiben ob unser aller blödheit,die wir uns auch noch als nazis beschimpfen lassen dürfen.

  18. fokus
    27. November 2012 15:18

    Jetzt hilft nicht einmal mehr ein Wunder. Das Recht wird gebogen und der Zug ist abgefahren:

    http://orf.at/#/stories/2153250/

  19. terbuan
    27. November 2012 15:14

    Griechenland verfügt über umfangreiche Öl- und Gasvorkommen.
    Ich vermute, dass hier ungenannte Schnäppchenjäger auf eine fette Beute lauern und nur den richtigen Zeitpunkt abwarten.
    Als Berater könnte man sich Goldman Sachs vorstellen, diese Firma hat ja einen hervorragenden Ruf in diesem Land und unterhält sehr enge Beziehungen mit nicht unbedeuteten griechischen Unternehmern und Politikern :-)

  20. Observer
    27. November 2012 15:11

    Jewgeni Gorowikow s.v.pl.:

    Attention Bruxelles:
    Mieux vaut une fin effroyable qu'une frayeur sans fin

  21. plusminus
    27. November 2012 14:31

    OT

    Ein Schritt in die richtige Richtung als Friedenschance:

    http://www.orf.at/#/stories/2153303/

    • Erich Bauer
      27. November 2012 14:46

      Was ist das nur für ein gequirlter Unsinn! Mahmud Abbas ist in den palästinensischen Gebieten sowas von "out of dole"... Diese Figur fährt dort nur mit EU finanzierten Luxuskarossen herum! Der braucht gar keinen "Staat"... und die meisten Palästinenser wollen diesen gar nicht. .. Wenn sie da alte, senile Trotteln finden, die sie unbedingt "bauchpinseln" wollen... dann lassen sie das halt grinsend über sich ergehen!

    • fokus
      27. November 2012 19:38

      @Erich Bauer

      Trotz allem ist es eine der wenigen klugen Entscheidungen unserer ansonsten recht unfähigen Regierung!

  22. Brigitte Imb
    27. November 2012 14:11

    Hat hier irgend jemand vermutet, daß GRL NICHT weiter alimentiert wird? Wohl kaum.

    Zudem wurde auch vom Europäischen Gerichtshof beurteilt, daß der ESM rechtlich korrekt eingeführt worden ist. Nabitte, da kann uns ja wirklich nichts mehr passieren, od. doch?

    Und die frechen griechischen Oppositionspolitiker kriegen den Hals noch immer nicht voll und beschweren sich; sie werfen Merkel vor, einen dringend benötigten Schuldenerlass verhindert zu haben.
    Anscheinend sind wir bereits so weit gekommen, daß die Schuldner den Zahlern vorschreiben was sie zu tun haben.
    Es wird ein grausiges Erwachen geben und ich hoffe inständig, daß die korrupte Politikermischpoche, die uns den ganzen Schmarren eingebrockt hat, letztendlich zur Rechenschaft gezogen wird.

  23. Josef Maierhofer
    27. November 2012 14:04

    Europa verweigert die Wahrheit.

    Die lautet, Europa ist pleite.

    Statt dessen werden solche 'Wahlstrategien' gefahren, die großen Schaden anrichten.

    Ich wünschte, dass der 'Rettungsschirm' nicht bis zu den Wahlen halten wird, damit die Wahrheit schon vorher zutage tritt.

    Für Österreich bedeuten die 32 Milliarden etwa 3,2 Milliarden (etwa 10%) Belastung plus Zinsen, das sind pro Familie mit 2 Kindern in etwa 12 800,- Euro (mit 10 000 000 Österreichern gerechnet) staatliche 'Haftungsbelastung', die schon schlagend wird, bevor sie eingegangen wird.

    • simplicissimus
      27. November 2012 15:00

      ... und bezogen auf die wenigen Nettosteuerzahler vielleicht 50 - 60.000.
      Na grossartig. Leute plündert gleich einmal Eure Sparbücher!

    • terbuan
      27. November 2012 15:06

      simplicissimus
      Wir werden die Sparbücher gar nicht plündern müsssen, das besorgen schon vorher andere für uns!

    • mannbar
      27. November 2012 20:14

      Europa verweigert die Wahrheit.
      Die lautet, Europa ist pleite.

      So sehe ich es auch. Es bringt nichts, die Griechen als Faulenzer hinzustellen. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass der EURO gescheitert ist, denn durch den EURO ist Südeuropa erst in die Bredouille geraten.

      Dass der Norden, der kein Geld hat, dem Süden, der noch weniger hat, fiktives Geld spendiert, wird nicht die Lösung sein. Wir müssen alle sparen, nicht nur die Griechen. Und wir müssen unsere Wirtschaften wieder so entkoppeln, dass sie wieder stärker werden können.

      Dass man nach Griechenland zahlt, ist fatal, denn der damit einhergehende berühmt-berüchtigte Moral Hazard bedeutet, dass Italien oder Frankreich sich auch auf Hilfen verlassen werden. Das ist alles absurd!

      Jeder Politiker lügt, wenn er sagt, ein Ausstieg aus dem Euro wäre eine Katastrophe. Vor kurzem hatten wir den Euro nicht - und alles war nicht soo schlecht. Wenn er verschwindet, wird es kurzfristig arge Turbulenzen und Einbußen geben, aber auf lange Sicht wird es besser werden als jetzt. Auch für den Süden, auch für den Norden.

    • Josef Maierhofer
      28. November 2012 08:44

      @ simplicissimus

      Hab ich vergessen, aufmultipliziert mit dem Faktor 3, weil ja bloß ein Drittel etwa Steuern zahlt und viele weniger als relevant.

      Sie haben recht.

  24. Herby
    27. November 2012 14:02

    Ich bringe diese Bibelzitate, weil die Zeit die uns 2012/2013 bevorstehen wird tatsächlich viel Ähnlichkeit mit der Endzeit hat über die Jesus in den folgenden Zitaten spricht.

    Und es ist auch bezeichnend dass Jesus bei seinen Gleichnissen immer wieder auf die ‚wirtschaftliche Vernunft‘ zu sprechen kommt – was sich die christlich-demokratischen Parteien überall in Europa hinter die Ohren schreiben sollten!


    Matt. 24:42 – 25:30:
    Darum wachet, denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird. Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausvater wüsste, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen. Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr's nicht meinet.

    Vom treuen und vom bösen Knecht:

    Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den der Herr gesetzt hat über sein Gesinde, dass er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findet ihn also tun. Wahrlich ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.

    So aber jener, der böse Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an zu schlagen seine Mitknechte, isst und trinkt mit den Trunkenen: so wird der Herr des Knechtes kommen an dem Tage, des er sich nicht versieht, und zu einer Stunde, die er nicht meint, und wird ihn in Stücke hauen und wird ihm den Lohn geben mit den Heuchlern: da wird sein Heulen und Zähneknirschen.

    Von den klugen und törichten Jungfrauen:

    Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug.

    Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen.

    Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf dass nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst.

    Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

    Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.

    Von den anvertrauten Zentnern

    Gleichwie ein Mensch, der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus; und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jedem nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann andere fünf Zentner. Desgleichen, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld.

    Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere fünf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner ausgetan; siehe da, ich habe damit andere fünf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!

    Da trat auch herzu, der zwei Zentner erhalten hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner gegeben; siehe da, ich habe mit ihnen zwei andere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; gehe ein zu deines Herrn Freude!

    Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht gestreut hast; und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine.

    Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! wusstest du, dass ich schneide, da ich nicht gesät habe, und sammle, da ich nicht gestreut habe? So solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Zinsen.

    Darum nehmt von ihm den Zentner und gebt es dem, der zehn Zentner hat. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneknirschen.

  25. Freak77
    27. November 2012 13:58

    Ich fühle mich wie jemand der einen Kriegsausbruch unmittelbar absehen kann. Die Anzeichen verstärken sich immer mehr, werden immer deutlicher sichtbar.

    Gleichzeitig tun die Machthaber und ihre Medien alles um dem gemeinen Volk Sand in die Augen zu streuen und sie mit Brot (= Pendlerpauschale, usw.) und Spielen (Donauinselfest, Life Ball usw.) abzulenken und bei guter Laune zu halten.

    Jeder der die Anzeichen sieht - und die hat Dr. Unterberger beschrieben - wird alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: Sich beruflich & wirtschaftlich fit machen, auf die Gesundheit noch mehr achten. Gesunde Sparsamkeit im Haushalt walten lassen.

    Dabei hat Dr. Unterberger nur das halbe Bedrohungsszenario an die Wand gemalt:

    Was ist denn wenn in Deutschland die SPD gewinnt und eine Rot-Grüne, oder Rot-Rot-Grüne dt. Bundesregierung zustandekommt?

    Was ist wenn in Österreich wieder unser Herr Faymann der neue (alte) Bundeskanzler ab 2013 ist?

    • Wertkonservativer
      27. November 2012 14:31

      Also seien Sie doch bitte nicht gar so pessimistisch, werte(r @freak77 !

      Am "Brot und Spiele"-Szenario sind unsere braven Mitbürger schon auch selbst schuld, da sie diese "Events" ja in der Regel begeistert akklamieren und besuchen!
      Es gibt halt doch viel mehr Doofe und Indifferente, als Kluge in unserem Lande!

      Und zu Ihren letzten beiden Absätzen:
      sowohl in Deutschland, als auch in Österreich sind die bürgerlichen Parteien weiterhin von "ihren" Wählerschichten kraftvoll zu unterstützen, nicht mieselsüchtig herunterzumachen! Mit Piraten und Stronachs werden wir die Chose nicht aus der Bredouille bringen!
      Und wenn der Herr Faymann wirklich auch nach 2013 BK wäre: bedauerlich, jedoch auch kein Beinbruch! Wir wissen ja, dass er ein rechter Schwachmatiker ist!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      27. November 2012 14:41

      Ich habe keinen Zweifel, dass nach der Wahl im Jahr 2013 der BK wieder Dr. Faymann heißen wird, und die Schwarzen werden der Koalitionspartner sein, der ihn wieder auf den Schild gehoben haben wird.

    • fokus
      27. November 2012 14:46

      @Wertkonservativer

      Kleine Anmerkung: wenn schon, dann bitte LINKER Schwachmatiker! ;-)

    • fokus
      27. November 2012 14:48

      @Cotopaxi

      "Dr. Faymann" - ts,ts, ts. Keine Zeit für schwarzen Humor. ;-)

    • La Rochefoucauld
      27. November 2012 15:49

      Dr. Faymann ist der richtige Führer zur richtigen Zeit für unser Land. Wir haben ihn gewählt. Er führt uns durch die abscheuliche neoliberale Kälte und die durch gewissenlose Finanzspekulanten verursachte Krise mit bedachter und sorgsamer Hand. Er hat immer ein offenes Herz für die sozial Schwachen und ist um Ausgleich bemüht. Das bisschen Steuergeld, dass es die Reichen und Schmarotzer kostet, um den sozialen Frieden zu bewahren, dass muss es uns doch schon wert sein. Die paar Inserate, um dieses wichtige Anliegen samt seiner Person entsprechend zu bewerben fallen da in diesem gigantischem Milliarden und Trilliarden-Herumgezocke doch gar nicht mehr auf. Kennt sich eh keiner mehr aus. Freundschaft Genossen. Hört die Signale!

    • Erich Bauer
      27. November 2012 16:06

      La Rochefoucauld,

      Auch die ÖVP in ihrer gottgewollten Rolle als ewiger Zweiter (Grissmann-Kitzbühel-Syndrom) hat ihren Platz als Weihrauchkesselschwinger gefunden... Die Gläubigen brauchen halt auch ihren Glauben an Werte aller Art... und wenn's nur die pfeilgrade Himmelfahrt ist.

    • Wertkonservativer
      27. November 2012 18:22

      Also bitte, @ fokus:
      den Dr. Faymann hat mein ewiger Kontrahent @ cotopaxi "verbrochen"!
      Da bin ich wirklich unschuldig!
      Klar, dass Herr Faymann ein LINKER Schwachmatiker ist, das bedarf ja keiner weiteren Bestätigung. Aber Sie werden schon zugeben, dass ich das Wort "rechter" hier ein wenig anders, wenn auch missverständlich gemeint habe.

      Nun, das war's dann!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • fokus
      27. November 2012 19:36

      @Wertkonservativer

      Der "Dr. Faymann" ist an @Cotopaxi gerichtet, steht auch in der Überschrift.

      Und der "LINKE Faymann" war natürlich als "Bonmotscherl" gedacht, scheint aber nicht so rübergekommen zu sein, tut leid! ;-)

    • Wertkonservativer
      27. November 2012 19:56

      Alles klar, @fokus,

      beim @ @cotopaxi-copyright habe ich mich verschaut!
      Bonmot Faymann rechts/links z.K.g.

      (mail to: gerhard@michler.at)

  26. dssm
    27. November 2012 13:44

    An dieser Stelle eine kleine aber sehr bedeutende Randinformation.
    Die grösste Abfüllerei Europas (42000 Mitarbeiter weltweit) hat das HQ in Griechenland. Sie heißt Coca Cola Hellenic (der namens-gebende US Konzern ist wesentlich beteiligt).

    Diese Firma verlegt gerade den Firmensitz und zwar in die Schweiz. Wer die Finanznachrichten verfolgt hat, sieht welche finanziellen Belastungen so ein Umzug mit sich bringt. Es wird daher sehr schwerwiegende Gründe für den Umzug geben.
    Der Vorstandsvorsitzende erwähnte in einem Interview, dass aufgrund der vielen linken und ganz linken Parteien, mit einer Verstaatlichung gerechnet werden muss.

    Wer soll da unten noch investieren?

    • Josef Maierhofer
      27. November 2012 13:57

      Die Privaten wurden ja schon 'verstaatlicht'. Mein Freund musste sein Eigentumshaus per Vertrag dem Staat zur Verfügung stellen 'für den Fall des Falles', und der wird bald eintreten und irgendein Bonze wirft ihn aus seinem eigenen Haus auf die Straße.

      Also wird Coca Cola wohlweislich die Stätte räumen, in Griechenland selbst werden sie sicher genug an die Touristen verkaufen.

      Hätte man die Griechen aus dem Euro entlassen, sie nicht mit unnötigem Geld 'versorgt' und 'bedient', so wäre dieser Staat ein lebenswerter blühender Staat, wie eh und je, ärmer zwar als die 'reichen' 'Solidaritätsbonzen' aus Brüssel und sonstigen 'Solidaritätshochburgen', auf der Strecke wären eben jene geblieben, die zu dieser perversen Solidarität aufgerufen haben.

    • simplicissimus
      27. November 2012 15:02

      Ja, überall in EU wird die Polarisierung Links und Rechts zunehmen.

    • mannbar
      27. November 2012 20:18

      @Josef Maierhofer
      "Hätte man die Griechen aus dem Euro entlassen, sie nicht mit unnötigem Geld 'versorgt' und 'bedient', so wäre dieser Staat ein lebenswerter blühender Staat, wie eh und je, ärmer zwar als die 'reichen' 'Solidaritätsbonzen' aus Brüssel und sonstigen 'Solidaritätshochburgen', auf der Strecke wären eben jene geblieben, die zu dieser perversen Solidarität aufgerufen haben."

      Genau! Und die Griechen müssten sich nicht als die Blödmänner und Versager Europas fühlen und die Deutschen nicht als die unmenschlichen und verhassten Preußen. Man hätte sich einiges erspart, buchstäblich und übertragen.

    • Torres (kein Partner)
      28. November 2012 12:43

      Deswegen funktioniert auch die groß angekündigte und geforderte "Privatisierung" nicht; welcher Investor, der noch alle 5 Sinne zusammen hat, kauft denn griechische staatliche Unternehmen?

  27. Observer
    27. November 2012 13:30

    Liebe Politiker in Brüssel:
    bitte macht doch Schluß mit diesen vielen erfolglosen bzw. nur kurzfristig lebensverlängernden Rettungspaketen, Rettungsschirmen usw. Es ist schon 5 nach Zwölf, daher
    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende .
    Übersetzung des Spruches vom deutschen Offizier Ferdinand von Schill für die Brüsseler Bürokraten:
    Better an end with terror than terror without an end.

    • dssm
      27. November 2012 13:54

      Die sitzen weniger in Brüssel, vielmehr in Frankfurt.
      Einmal überlegt wie die Bilanz einer EZB nach einem GR-Default aussieht?
      Die haben unendlich viele GR-Bonds in den Büchern.
      Dann noch die ELA Gelder.

      Die EZB mag eine besondere Gesellschaft sein, aber die Regel mit dem negativen Eigenkapital gilt für die EZB genau so.
      Es gibt nur zwei Arten das Eigenkaptial aufzustocken: Gewinne thesaurieren oder Kapital einzahlen.
      Ersteres ist wohl kaum möglich, zweiteres ist für die beteiligten Staaten tödlich, die haben keine doppelte Buchführung sondern eine Form der Kammeralistik.
      Und einzahlen heisst einzahlen! Nix mit Garantien und sonstigen Verschleierungen.

    • Erich Bauer
      27. November 2012 13:57

      Observer,
      "... Es ist schon 5 nach Zwölf..."

      Das wissen die EU-ler-Banditen schon lang... DIE wollen nach dem Crash ein "1000jähriges Reich 2.0" etablieren. DIE wollen keinen "2.Hitler" aufkommen lassen. DIE wollen das gleich selber sein...

      Und die Massen werden IHM nachlaufen! Ich frage mich nur, wen DIE ausrauben wolen... Afrika? Russland? (das wird ein Gemetzel) Denn dieses "Reich 1.0" war auch nur mit Raub zu finanzieren...

    • Erich Bauer
      27. November 2012 14:07

      dssm,
      "...oder Kapital einzahlen..."

      Wenn's richtig crasht hat der "Kaiser's" Recht verloren... Außer... für die (Wirtschafts)Kriegsverlierer... Da dieses "Experiment" erstmals in der Geschichte in diesem monströsen Ausmaß geschieht, weiß man nichts Genaues...

    • Jewgeni Gorowikow
      27. November 2012 14:08

      @ Observer

      Ich schließe mich Ihrem Appell an die EU-Granden an - vollinhaltlich!!

      Bitte auch in alle anderen (wieviele sind's? 24 oder so) Amtssprachen übersetzen. ;-)

    • zauberlehrling
      27. November 2012 14:20

      Jetzt ist es zu spät. Zuviel Geld ist nach Griechenland geflossen und die EU befindet sich leider an dem gefüchrteten
      "point of no return".
      Eine kluge Vernunftentscheidung wurde aus politischen Gründen zu lange hinausgezögert.

  28. S.B.
    27. November 2012 13:16

    Langsam stumpft der Normalbürger gegenüber immer neuen Hiobsbotschaften aus den südlichen Pleitestaaten ab und fragt sich nurmehr: "Griechenland - Alpha und Omega Europas?"





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