Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Schulden machen erpressbar

Es war nur eine von vielen Drohungen aus China gegen Japan im Streit um einige menschenleere, aber potenziell ölreiche Felseninseln. Aber sie sollte auch den europäischen Politikern wie Bankern eine ernste Lehre sein.

Sie stammt von Jin Baisong von der chinesischen Akademie für internationalen Handel, einer Institution des mächtigen Handelsministeriums. Er drohte, „gegen Japan Sanktionen in der allerwirksamsten Art zu verhängen“. Diese „allerwirksamste Art“ sieht er nicht mehr im Einsatz der stark aufgerüsteten Streitkräfte, sondern von Finanzen und Handel. Das ist nur scheinbar Anlass zur Erleichterung.

Denn der finanzielle Aspekt ist ein Qualitätssprung in der globalen Schuldenkrise. Jin sprach ganz konkret von den japanischen Anleihen in den chinesischen Tresoren. Er will sie einsetzen, um das schwer überschuldete Japan in die Knie zu zwingen. China sei mit 230 Milliarden Dollar an japanischen Staatspapieren der größte Gläubiger des Inselstaates. Dieser hatte sich bisher sicher gewähnt, weil vor allem Japaner selbst die Anleihen gekauft hatten. China tut gegenüber Japan das, wovor Finanzexperten seit Jahren eigentlich in Hinblick auf die USA gewarnt haben: nämlich seine Bond-Schätze als politisches Erpressungsmittel einzusetzen.

Dieser neue Aspekt ist bisher seltsamerweise international viel weniger beachtet worden als die Auswirkungen des Konflikts auf den Handel. Freilich sind auch die beträchtlich. Denn wenn Nissan, Honda, Sharp oder Panasonic dauerhaft so wie in den letzten Wochen einen Gutteil ihrer Exporte nach China abschreiben müssten, wäre das eine absolute Katastrophe. Ist doch China zum größten Automobilmarkt der Erde geworden. Auch auf der Exportseite haben die Chinesen eine starke Waffe, die sie zuletzt durch Ausfuhrrestriktionen noch geschärft haben: ihre Dominanz bei „seltenen Erden“, die beispielsweise für Smartphones derzeit unverzichtbar sind.

Europa und die USA sollten sich keine Illusionen mehr machen: China ist vom Handel bis zu den Finanzen bereit, seine rasch wachsende globale Hebelkraft auch politisch im nationalen Interesse einzusetzen. Zwar sind gegenüber Japan die Ressentiments besonders stark, aber auch gegenüber dem Westen haben die Chinesen keinen Grund zu sonderlicher Solidarität. Da sind in ihrem kollektiven Gedächtnis Stichworte wie Kanonenbootpolitik, ungleiche Verträge und Opiumkrieg zu tief verankert.

Ihre eiskalte Orientierung an nationalen Interessen zeigte sich zuletzt auch deutlich, als alle EU-Bittprozessionen erfolglos blieben, China möge doch europäische Anleihen kaufen, um so die Schuldenkrise zu beruhigen. China tat das nur sehr beschränkt. Es begann statt dessen, sich wie in einem Luxus-Supermarkt bei den Gustostückerln der europäischen Industrie und Technologie zu bedienen.

Auch wenn da so mancher gut verdient hat, sollte Europa die Gefahren der chinesischen Strategien auch außerhalb Asien viel genauer analysieren. Übrigens auch beim beginnenden Wettlauf in Afrika.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 01:22

    Europa gleicht - um mit den Worten eines bekannten TV-Moderators zu sprechen - einem "abgenagten Knochen":

    * zu unbeweglich, um einer Volkswirtschaft wie China die Stirne bieten zu können
    * zu uneinig im Inneren, um nach Außen Stärke zu signalisieren
    * zu reformunfähig, um bei Innovation und Forschung ernstgenommen zu werden
    * zu verschuldet, um in aufstrebende Länder sinnvoll zu investieren

    und zu guter Letzt zu linksideologisch dominiert, um das in absehbarer Zeit zu ändern.

    Europa hat seine Chancen schon seit vielen Jahren nicht mehr wahrgenommen und damit werden wir hilflos zusehen müssen, wie die sogenannten BRIC-Staaten unaufhaltsam an uns vorbeiziehen. Schade um unser ursprüngliches Potential!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 05:44

    Den europaeischen Politikern eine Lehre sein? Lehre? Lernen? Unsere Politiker sollten lernfaehig sein? Aber ganz sicher nicht, sind unsere schuldenmachenden Gesellschaftsverbesserer europaweit doch die unfehlbaren Opinionleaders, die ganz genau wissen, was gut und richtig ist und wie Europa sich zu entwickeln hat. Wieso sollte so jemand, in den die Erleuchtung wie ein Blitz gefahren ist noch etwas zu lernen haben?

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 06:32

    Politik und Wirtschaft sind Geschwister. Nur naive Leute glaubten, dass im modernen China eine diktatorische Einparteienpolitik keinen Einfluss auf seine scheinbar liberale und international ausgerichte Wirtschaft hat.

    Es kommt alles auf einen Nenner: das extreme Schuldenmachen der westlichen Länder (Japan, aber auch USA und Europa) ist Schuld an den meisten Problemen der heutigen Zeit. Es gibt auch einen direkten Zusammenhang mit den bei uns stattfindenden Wahlen und der Schuldenmacherei. Immer vor den Wahlen werden "Zuckerl" verteilt, damit die Parteien ihre Wähler bei guter Laune halten. Da steht uns im kommenden Jahr wieder einiges bevor. In allen Ministerien wird eifrig getüftelt, wo man noch Geld - welches gar nicht vorhanden ist und daher geliehen werden muss - ausgeben kann. Fast jeder Gesetzesbeschluss im Parlament ist mit neuen, zusätzlichen Ausgaben verbunden.
    Ich schlage daher vor:
    1. keine neuen zusätzlichen Ausgaben
    2. Reduktion/Rückbau von Aufwendungen (auch Sozialausgaben)
    3. Plan zur mittelsfristigem Rückzahlung aller alten Schulden
    Sicher müssen dabei für eine befristete Zeit fast alle Österreicher den Gürtel enger schnallen, aber nur so gibt es einen Weg aus der Krise und wieder eine bessere Zukunft.
    Welche Politiker in welchen Ländern haben den Mut, aus dem derzeitigen Teiufelskreis auszusteigen?

  4. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 09:51

    Vorläufig wäre das militärische Zerstörungspotential des so genannten Westens
    jenem der Chinesen noch haushoch überlegen.
    Um so verständlicher ist es, daß das "kommunistische*" China alle politischen und wirtschaftlichen Chancen, seiner starken Gläubigerposition einsetzt.

    Dr. Unterberger erinnert mit Stichworten wie Kanonenbootpolitik und Opiumkrieg
    an dieses große völkerrechtliche Verbrechen, des damaligen Westens an den Chinesen.
    Der damals den Chinesen vom Britischen Kolonialimperium MIT WAFFENGEWALT AUFGZWUNGENE OPIUMIMPORT ist doch ist doch zumindest ebenso zu verwerflich, wie heute das kriminelle Treiben der Hintermänner nigerianischer Heroin-Dealer.

    Weil der Reibach aus diesem völkerrechtlichen Großverbrechen des Opiumkrieges ausschließlich in den Tresoren britischer Handelshäuser und den Banken der City of London landete, haben zwar den Briten die moralische Hauptlast dafür zu tragen. Dort ist aber für die Chinesen heute nicht mehr viel zu holen.

    Technologie aus Deutschland und anderen Ländern des europäischen Nordens
    ist der "Sühnetribut" an dem sich die Chinesen bedienen. Und Deutschland lieferte ihnen vor einem guten Jahrhundert zusätzliche Motivation.

    Auch der wirkungsvolle Befehl von Admiral Seymour "The Germans to the Front" und die dümmliche Hunnenrede von Kaiser Wilhelm II während des Boxeraufstandes, ist im chinesischen Bewußtsein gegenwärtig. Da muß man verstehen, warum China eiskalt seinen Vorteil wahrt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 07:10

    Mit Geld regelt man Eigentumsübergänge!
    Das war immer schon so und ist an und für sich nichts Schreckliches.

    Wenn die Chinesen diese Drohung ausstoßen, dann geben sie zumindest indirekt zu, daß sie jetzt das japanische Eigentum an diesen Inseln anerkennen, und eventuell Forderungen, also Geld dagegen tauschen wollen.
    Schrecklich wird es erst, wenn die Waffen zur Geltung kommen, denn dann wird es nicht nur unkontrollierbar, sondern es wird auch wahllos getötet. Und der Tod von Angehörigen ist der größte Schmerz, den wir im Leben zu ertragen haben.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 23:50

    Erpressung gehört heutzutage zwischen Staaten "zum guten Ton".

    Österreich wurde erpresst
    - Waldheim kein weiteres mal als BP kandideren zu lassen,
    - die anonymen Wertpapierkonten und
    - die anonymen Sparbücher abzuschaffen
    - unterliegt noch immer starken Pressionen, das Bankgeheimnis abzuschaffen
    - wurde (Stuart Eizenstat) nochmals zu hohen NS-Entschädigungszahlungen gezwungen
    - darf selber keine Restitutionsforderungen z.B. an die Tschechoslowakei stellen
    - wurde wegen der ÖVP/FPÖ-Koalition von der gesamten EU-boykottiert
    u.v.a.m.

    Viele andere Staaten (z.B. Iran, Syrien) unterliegen heftigsten Erpressungsversuchen. Selbst die überaus mächtige USA muss stärkste Druckversuche hinnehmen, z.B. seitens Israel.

    Staaten sind also auch ohne übermäßige Schulden erpressbar und werden auch erpresst, als ganz normale gängige Praxis. Wenn China einen Hebel hat, warum sollte es diesen nicht benutzen? Das wär' ja sonst potschert!

  7. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2012 07:54

    Offenbar ist es das Wesen der Welt, seine Lebewesen vor eine infinite Zahl an Bedrohungen - bis hin zum "Gefressenwerden" - zu stellen. Grund genug, sein Leben in ständiger Angst zu verbringen. Seltsam daher dass nur wenige dieser Lebewesen angesichts der Aussichts- und Sinnlosigkeit dieses Lebens suizidale Tendenzen aufweisen. In der Tierwelt kenne ich eigentlich nur das Beispiel der Lemminge, wenn man von den Motten absieht, die sich mit Hilfe unserer Glühlampen umbringen.

    Beinahe will mir angesichts der Angsterfülltheit und der Zahl der Suizide unter den Menschen scheinen, dass Angst und Suizid etwas mit der angeblichen "Höherentwicklung" unserer Art (z.B. durch unser formidables Großhirn) zu tun hat.

    Könnte es vielleicht sein, dass die Angst und suizidale Wünsche bestimmende Parameter für die immer wieder - ausschließlich in der menschlichen Welt (und möglicherweise auch unter den Ameisen) - ausbrechenden Kriege sind?

    Oder waltet hier eine "höhere Macht", die dafür sorgt, dass nach diesen Massensuiziden sich immer wieder irgendwo ein "Phönix aus der Asche! erhebt, die Karten neu gemischt werden und die ganze Sch.... von vorne beginnt?
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorrundertischdgf Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 09:48

    Die Gefahr, daß der technologische Standort Deutschland verschwindet, das scheinen unsere Politiker nicht erkannt zu haben. Wenn sie es dennoch überreißen, dann leben sie nur für die Gegenwart. Unsere Kinder und Enkelkinder müssen das austragen, was heute leichtsinnig aufgegeben wird.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/01/papiergeld-sucht-gegenwert/


alle Kommentare

  1. Raj (kein Partner)
  2. Bala (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:49

    I'm so glad that the inrentet allows free info like this!

  3. Natrioum (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:11

    A little rationality lifts the quality of the debate here. Thanks for conibiruttng!

  4. Constanza (kein Partner)
    20. Januar 2015 09:58

    I see, I supopse that would have to be the case.

  5. rundertischdgf (kein Partner)
    02. Dezember 2012 09:48

    Die Gefahr, daß der technologische Standort Deutschland verschwindet, das scheinen unsere Politiker nicht erkannt zu haben. Wenn sie es dennoch überreißen, dann leben sie nur für die Gegenwart. Unsere Kinder und Enkelkinder müssen das austragen, was heute leichtsinnig aufgegeben wird.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/01/papiergeld-sucht-gegenwert/

  6. HDW
    01. Dezember 2012 09:30

    In einem Atemzug von der Rolle des Westens in China (vornehmlich England, die Amerikaner haben dann nur die übliche heuchlerische Chuzpe ihrer Missionare dazugetan) un das was die rassistische japanische Führung mit den Chinesen vorhatte, zeigten sie nicht nur beim Massaker in Nanjing sondern auch die Biokampfstoff - Einheit 101, alles wiederum gedeckt durch im Namen der "Menschenrechte" im Kampfe gegen die Kommunisten, die auch wieder, weil es ja gegen die "Nationalisten", keinen Finger rührten (jedenfalls bis zum Streit mit den Sowjets. kann man schon geschichtstheoretisch fast zynisch nennen. Dass Chinas Militär (immer schon politisch sehr wichtig) mit dem einzigen von den Russen gekauften Altwaren Flugzeugträger herumfuchtelt, heißt nicht, dass es nicht um die ständig weiter entwickelten amerikanischen Atomwaffen auf vollautomatischen unbemannten Trägerdrohnen aus dem Weltall wissen. Na da bleibt eben nur das Aufkaufen der durch die faul gewordenen Westler und Latinos billig zu habenden Produktionsstätten! Den Containerhafen von Piräus oder die italienische Schuh und Textilindustrie sollte man sich eben ansehen. Und wenn als nächstes die einst nationalsozialistische deutsche Autoindustrie dran kommt, dann sind unsere Zulieferer auch dahin samt den gewerkschaftlichen Gromäulern. Auch hier: Chinas neuer Hochgeschwindigkeitszug bezieht die Zugmaschinen per Schiff immer noch aus Genua. In Savignano wird nänlich das geniale Kurvenneigesystem Pendolino erzeugt. Ein Patent des ehemaligen Staatsbetriebes AlfaRomeoFiatLancia (wie auch übrigens die common rail iesel-Einspritzpumpe mit der sämtliche unter VW erzeugten Autos fahren) , der als Staatsbetrieb von der kommunistischen Gewerkschaft, trotz benialer Ingenieursleistungen in langen Jahren zugrunde gerichtet wurde. Die Sperre des größten Stahlwerks Europas in Taranto (auch ehemals staatlich jetzt privatisiert) durch eine rotgrüne Staatsanwältin, bewirkt , dass der Walzstahl für den für die Pendolino Maschinen ausbleibt. Na was sollen die Chinesen jetzt machen? Den HGZug Peking - Kanton wieder einstellen? Wie Dominosteine werden die europäischen Produktionsstätten fallen und das dämliche Volk wird bis zur totalen Übernahme immer weiter den roten Politikern und Gewerkschaftern ihre 10 bis 25.000 Euro zahlen, dann allerdings den chinesischen Parteikadern des Stamokap!

  7. consuela rodrigez (kein Partner)
    30. November 2012 14:01

    Andreas Popp hatte schon vor einem Jahrzehnt mit seinem Buch der "Währungscountdown" die jetzige Krise beschrieben und wurde natürlich belächelt. Leider hat er recht behalten.
    IKS-Kongress in Velden - Andreas Popp (2009)
    http://www.youtube.com/watch?v=stV9JGwAb2Q

  8. consuela rodrigez (kein Partner)
    30. November 2012 13:34

    Staatliche Schutzgelderpressung durch den Fiskus: Kein Pardon für kleine Sünder
    Michael Brückner

    Immer wieder sorgen Steuersünder wie Klaus Zumwinkel für Schlagzeilen. Doch richtig Geld macht der Staat mit den vielen kleinen Sündern. Schon minimale Verfehlungen können dabei existenzbedrohende Konsequenzen haben.
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-brueckner/staatliche-schutzgelderpressung-durch-den-fiskus-kein-pardon-fuer-kleine-suender.html

  9. dxb (kein Partner)
    30. November 2012 09:20

    Und womit, mit Recht.

    Chinesische Politik verfolgt ein Ziel welches man in Europe längst vergessen hat, die Interessen des Staates und seiner Bürger.

    Kein Grund zur Aufregung.

  10. eso-pompier (kein Partner)
    30. November 2012 09:18

    Interessanter Artikel, danke.

    China tat das nur sehr beschränkt. Es begann statt dessen, sich wie in einem Luxus-Supermarkt bei den Gustostückerln der europäischen Industrie und Technologie zu bedienen.

    Genau so soll es ja sein. Nur durch staatliche Intervention könnte man so etwas verhindern, und das wollen wir ja nicht.

    • Eso-Policier (kein Partner)
      30. November 2012 10:47

      Falls Ihr Name an meinen Namen angelehnt ist, empfehle ich Ihnen, Ihren Namen groß zu schreiben. Denn ich schreibe meinen Namen mittlerweile auch groß.

  11. cmh (kein Partner)
    30. November 2012 09:17

    Don't panic! (Impact minus 30 seconds) Good luck guys!

    Wirtschaftssanktionen sind eine schwer anzuwendende Waffe. Denn warum sollte das verschuldete Japan oder das verschuldete Amerika da schneller in die Knie gehen, als das hoffnungslos verschuldete Griechenland.

    Japan z.B. könnte, sollte es seine friedlichen Pkws nicht mehr in China absetzten können, leicht wieder auf die Produktion von Fahrzeugen mit einer etwas robusteren Aussenhülle umsteigen. Ein Produkt das auf Inseln eher weniger sinnhaft eingesetzt werden kann. Nur beispielsweise aber.

    Auch dass die seltenen ERden notwendig sind für die sinnlosen Smartphones (whow man kann die Laura und den Darabosch auf You-tube in der U-bahn sehen!) der wievielten Generation schreckt mich nicht wirklich.

    Ganz abgesehen von echten Retaliationsmaßnahmen wie der Einführung von Kyoto-protokoll-einhaltungsschutz und -strafzöllen oder auch saftige Urheberabgaben. NIcht zu vergessen die gesteuert gallopierenden Inflation.

    Hat man allerdings den Chinesen gegenüber einmal das Gesicht verloren, nutzen gewonnene Kriege auch nichts mehr.

  12. Eso-Policier (kein Partner)
    30. November 2012 01:04

    Diabetes breitet sich in China explosionsartig aus. Zudem führt der Kommunismus zunehmend zu Problemen. Wenn die Europäer sich ökologisch verhalten, wird Europa nicht von China überholt. Mehr dazu auf meinem Blog.

  13. schreyvogel
    29. November 2012 23:50

    Erpressung gehört heutzutage zwischen Staaten "zum guten Ton".

    Österreich wurde erpresst
    - Waldheim kein weiteres mal als BP kandideren zu lassen,
    - die anonymen Wertpapierkonten und
    - die anonymen Sparbücher abzuschaffen
    - unterliegt noch immer starken Pressionen, das Bankgeheimnis abzuschaffen
    - wurde (Stuart Eizenstat) nochmals zu hohen NS-Entschädigungszahlungen gezwungen
    - darf selber keine Restitutionsforderungen z.B. an die Tschechoslowakei stellen
    - wurde wegen der ÖVP/FPÖ-Koalition von der gesamten EU-boykottiert
    u.v.a.m.

    Viele andere Staaten (z.B. Iran, Syrien) unterliegen heftigsten Erpressungsversuchen. Selbst die überaus mächtige USA muss stärkste Druckversuche hinnehmen, z.B. seitens Israel.

    Staaten sind also auch ohne übermäßige Schulden erpressbar und werden auch erpresst, als ganz normale gängige Praxis. Wenn China einen Hebel hat, warum sollte es diesen nicht benutzen? Das wär' ja sonst potschert!

  14. Jewgeni Gorowikow
    29. November 2012 20:29

    Helmut Schmidt: "China ist das friedlichste Land der Weltgeschichte"

    Seit Jahren rüstet China seine Armee kräftig auf. Doch Altkanzler Helmut Schmidt macht sich keine Sorgen über den Konflikt mit Japan. Beunruhigt sei er wegen anderer Tendenzen.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111689109/China-ist-das-friedlichste-Land-der-Weltgeschichte.html

  15. socrates
    29. November 2012 10:23

    Wikipedia: Die oft verwendete abgekürzte Bezeichnung "Seltene Erden" statt Metalle der Seltenen Erden ist missverständlich. Der Name der Gruppe stammt aus der Zeit der Entdeckung dieser Elemente und beruht auf der Tatsache, dass sie zuerst in seltenen Mineralien gefunden und aus diesen in Form ihrer Oxide (früher „Erden“ genannt) isoliert wurden.
    Es gibt genug "Seltene Erden", nur die Verarbeitung ist kostspielig und belastet die Umwelt.

  16. Pumuckl
    29. November 2012 09:51

    Vorläufig wäre das militärische Zerstörungspotential des so genannten Westens
    jenem der Chinesen noch haushoch überlegen.
    Um so verständlicher ist es, daß das "kommunistische*" China alle politischen und wirtschaftlichen Chancen, seiner starken Gläubigerposition einsetzt.

    Dr. Unterberger erinnert mit Stichworten wie Kanonenbootpolitik und Opiumkrieg
    an dieses große völkerrechtliche Verbrechen, des damaligen Westens an den Chinesen.
    Der damals den Chinesen vom Britischen Kolonialimperium MIT WAFFENGEWALT AUFGZWUNGENE OPIUMIMPORT ist doch ist doch zumindest ebenso zu verwerflich, wie heute das kriminelle Treiben der Hintermänner nigerianischer Heroin-Dealer.

    Weil der Reibach aus diesem völkerrechtlichen Großverbrechen des Opiumkrieges ausschließlich in den Tresoren britischer Handelshäuser und den Banken der City of London landete, haben zwar den Briten die moralische Hauptlast dafür zu tragen. Dort ist aber für die Chinesen heute nicht mehr viel zu holen.

    Technologie aus Deutschland und anderen Ländern des europäischen Nordens
    ist der "Sühnetribut" an dem sich die Chinesen bedienen. Und Deutschland lieferte ihnen vor einem guten Jahrhundert zusätzliche Motivation.

    Auch der wirkungsvolle Befehl von Admiral Seymour "The Germans to the Front" und die dümmliche Hunnenrede von Kaiser Wilhelm II während des Boxeraufstandes, ist im chinesischen Bewußtsein gegenwärtig. Da muß man verstehen, warum China eiskalt seinen Vorteil wahrt.

    • Pumuckl
      29. November 2012 10:10

      @ Pumuckl 09:51

      Die vergessene Fußnote zu das "kommunistische*" China:

      Nach meiner Kenntnis ist doch die Vergesellschaftung der Produktionsmittel das wesentliche Merkmal eines kommunistischen Staates.
      Es erscheint mir unverständlich, daß sich auch die neue chinesische Führung ausdrücklich als Spitze einer kommunistischen Gesellschaft versteht.

    • FranzAnton
      29. November 2012 11:19

      @Pumuckl: "Es erscheint mir unverständlich, daß sich auch die neue chinesische Führung ausdrücklich als Spitze einer kommunistischen Gesellschaft versteht".

      m.E. ganz leicht verständlich; für die allermeisten chinesischen Menschen erscheint die KP per langer Machtausübung einfach wie selbstverständlich einzig dazu legitimiert, an den Schalthebeln der Macht zu sitzen; beim Kaiser Franz Josef war es, beispielsweise, genau so. Solange sich die Bevölkerung unter dieses Joch duckt, wird sich daran nichts ändern, egal, welcher Politphilosophie die KP anhängt; die bezügliche Deutungshoheit besitzt ja die Partei (gemäß dem Diktaturprinzip "was kommunistisch ist, bestimmen wir, und sonst niemand).

    • dssm
      29. November 2012 11:30

      Das ist doch ganz normal.
      Ungarn war in der Zwischenkriegszeit eine Monarchie - ohne Monarchen.

      Fragen Sie einmal einen Befreiungsthologen wo denn seine Positionen in den Aussagen Jesu zu finden wären. Da wird dann herumgestottert.

      Die Ostblockstaaten hatten alle im Namen das Wort: Demokratie.

      Ach ja, bei uns faselt man auch etwas von Marktwirtschaft ...

    • Pumuckl
      29. November 2012 21:23

      Ergänzung zu @ Pumuckl 09:51

      Die britische Politik und Presse wühlt zur Zeit mit besonderem Eifer in der, inzwischen fast 6 Jahrzehnte zurückliegenden, deutschen Geschichte und beschimpft Merkl und andere deutsche Politiker als Faschisten und Nazi, wenn Deutschland nicht bereitwillig genug die Schulden der Südeuropäer bezahlt.

      Der Opiumkrieg ist nicht das einzige schwere Verbrechen, für welches die Engländer in den letzten 500 Jahren ihrer Geschichte Verantwortung tragen!

      Wenn man folgende historische Fakten beachtet, stellt man sich die Frage, ob die Briten wirklich moralisch berechtigt sind, Deutschland mit erhobenem Zeigefinger seine 2 Generationen zurückliegenden, üblen Teile seiner Geschichte vorzuhalten:

      ° Im 16. und 17 Jahrhundert führte England einen Kaperkrieg gegen Spanien und Portugal. Diese beiden Länder hatten quasi ein Monopol auf den verbrecherischen Sklavenhandel.
      Meist mohammedanische Negerkönige und Negerhäuptlinge überfielen Eingeborenendörfer, töteten die unverkäuflichen Alten und trieben die verkäufliche menschliche Ware wie Vieh, nur gefesselt, zu "Kaufleuten" an der westafrikanischen Küste, welche spanische oder portugiesische Untertanen
      waren.
      Ein Netzwerk von Sklavenhändlern, Bankiers und Reedern brachte die "ertragreiche Ware Mensch" als Arbeitskräfte in die neue Welt.

      Historiker nehmen an, daß ca. 18 Millionen schwarze Afrikaner lebend als Arbeitssklaven in Amerika ankamen. Da das aber nur maximal 1/3 der in ihren Heimtdörfern gefangenen Menschen sein soll, bedeutet das, DASS ZUMINDEST 36 MILLIONEN SCHWARZAFRIKANER IN DIESEN JAHRHUNDERTEN DURCH DEN SKLAVENHANDEL ZU TODE KAMEN ! ! !

      ° Im Westfählischen Frieden 1648 und endgültig im Frieden von Utrecht 1713 wurde der britische Sieg, in diesem verbrecherischen Piratenkrieg um ein Monopol zu diesem verbrecherischen Sklavenhandel, besiegelt.
      Die mit dem Sklavengeschäft befaßten Kaufleute, Reeder und Bankiers begaben sich, wenn dies nicht schon vorher geschah, unter den Schutz der britischen oder niederländischen Krone und deren überlegenen Kriegsflotten.

      ° England trägt also zusammen mit Spanien, Portugal, und Holland die Verantwortung für ca. 36 Millionen, bei Gefangennahme und Entführung zu Tode gekommenen, Schwarzafrikaner. Ebenso trägt England, zusammen mit diesen drei Staaten, die Verantwortung für die Versklavunng und den Verlust der Freiheit und der Menschenwürde von 18 Millionen Schwarzafrikanern.

      ° Mit dem üppigen Reibach aus diesem schmutzigen Geschäft wurde ein großer Teil des in Afrika und Amerika gefundenen oder geraubten Goldes gekauft und damit die Macht der Banken in der City of London begründet.

      ° Nachweisbar hat nun die Finanzmacht Großbritannien im 7 jährigen Krieg (1756-1763) an seinen Verbündeten, den "Festlanddegen" Friedrich den Großen jährich 4 Millionen Taler überwiesen. Der Betrag floß über das mit dem britischen Königshaus verwandte, und ebenfalls verbündete Kurhannover.
      Die Briten sorgten so, mit dem im Sklavenhandel erworbenen Schandlohn dafür, daß das Blutbad im Bruderkrieg zwischen Friedrich dem Großen und seiner Cousine Maria Theresia lange andauerte.

      Historiker könnten vermutlich herausfinden, daß die Briten bereits den
      30 jährigen Krieg mit Geld am köcheln hielten, um ungestört ihre Vorherrschaft auf den Weltmeeren (= Weltherrschaft) auszubauen. Für den historisch interessierten Laien ist ja in dieser Zeit so vieles, völlig unbegreiflich.

      ° Am Wiener Kongresse 1815 waren die Intrigen des britischen Außenministers Lord Castlereagh sprichwörtlich. Um sich seine Vorherrschaft zur See zu sichern, verstand es England, seine Zugeständnisse an die kontinentalen Mächte so einzusetzen, daß diese in Streit geraten mußten und sich auf diese Weise in Balance hielten.
      BALANCE OF POWER WURDE FORTAN ZUR LEITIDEE DER BRITISCHEN AUSSENPOLITIK UND FORDERTE DURCH IHRE WIRKUNG STRÖME AUS BLUT.

      ° Die oben schon besprochene Kanonenbootpolitik und der Opiumkrieg mit seinem Höhepunkt, dem Boxeraufstand war im Grunde eine britische Angelegenheit. Andere Europäische Mächte wurden mit vergleichsweise geringen Exportaussichten in dieses Abenteuer gelockt.

      Wollte sich Kaisere Wilhelm II ähnlich wie Hitler 40 Jahre später in Dünkirchen, bei den Briten als Partner "andienen"?

      ° Seit ihren EWG- Beitritt stehen die Briten, immer wenn es ihre Interessen verlangen, einer gedeihlichen Entwicklung dieser Gemeinschaft durch Blokaden im Wege und sind vor allem eine 5. Kolonne der USA.

      Diese wenigen Eckpunkte der britischen Geschichte lassen für mich eine gewisse Kontinuität ihres Verhaltens erkennen.
      Ob ich nun versuche, zwischen diesen Eckpunkten unbekannte Rollen dieses Staates zu interpolieren, oder in die Zukunft zu extrapolieren, mich überkommt dabei immer Unbehagen.

      Die Deutschen sind ein Kulturvolk, dem die Menschheit Entwicklungsschritte und Leistungen zu danken hat, welche weit bedeutender sind, als man dies von seiner zahlenmäßigen Größe erwarten könnte!

      Die britische Politik ist über Jahrhunderte durch Taten mit großen Opferzahlen gekennzeichnet, welche von niedrigen Motiven geleitet war.
      Politikern und der Presse von Großbritannien, steht es deshalb nicht zu, den Deutschen jene schweren Verbrechen vorzuhalten, welche vor 2 Generationen von verhältnismäßig wenigen Deutschen begangen wurden!
      Umso weniger, wenn diese Verbrechen in keinerlei Zusammenhang mit dem gegenständlichen Thema stehen, wie jetzt bei der Entschuldung der Südeuropäer.

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      30. November 2012 11:55

      Pumuckl
      Danke für ihre Aufklärung!
      Man darf auch die Indianer nicht vergessen. Columbus sagte über die Indianer: sie seien das friedlichste und herzlichste Volk, welches er je gesehen habe. Und was ist aus ihnen geworden? Man hat sie ermordet und ihnen ihre Kinder weggenommen und sie in Heime gesteckt. Wo sie dann misshandelt, missbraucht und gehirngewaschen (man hat ihnen ihre Kultur genommen) wurden. Das wurde ja erst vor geraumer Zeit öffentlich! Man hat ihnen das Land gestohlen und sie in Reservate (KZ's) gesteckt. Also wer hat die KZ's erfunden?
      Und genau die Nachkommen dieser Verbrecher schwimmen im Reichtum und reGIERen die ganze Welt. Sie stürzen Regierungen (wenn sie nicht käuflich sind) und bereichern sich an den Bodenschätzen. Kriege sind für diese Psychopathen ein gutes Geschäft, sonst würde man nicht so viel Geld in die Rüstung stecken. Es ist schon merkwürdig, dass gerade in der Rüstungsindustrie die größten Fortschritte erzielt wurden, aber bezügl. freier Energie herrscht Stillstand.
      Anstatt ständig mit dem Finger auf Deutschland zu zeigen müssten diese Herrschenden ihr zu Unrecht erworbenes Vermögen den Völkern zurückgeben und sich ebenfalls verantworten müssen. Aber das wird nie geschehen, da ja genau diese Schattenmächte unsere Geschichte schrieben um uns dann zu erpressen. Hier werden Generationen als Verbrecher hingestellt, die nur zu kuschen haben. Was würden die wohl ohne Antisemitismus machen? Ohne die ständige Nazi-Keule wären wir wohl nicht so leicht mundtod zu machen. Leider sind die Menschen schon so manipuliert worden und ihre natürliche Neugier ist erloschen. Sie glauben alles, was in den Geschichtsbüchern steht und hinterfragen nichts mehr. Die Medien (ebenfalls von diesen Mächtigen gesteuert) spielen dabei eine große Rolle. Früher übernahm der Pfaffe die Gehirnwäsche. Der König zum Pfaffe: "du hältst sie dumm ich mach' sie arm". Der Schuldkult war schon immer eine mächtige Waffe um die Menschen auszubeuten.
      Deshalb immer fragen, Cui bono (wem nützt es)

      Zum Nachdenken! Wer waren die wirklichen Wilden?
      Rede von Häuptling Seattle 1855
      http://www.youtube.com/watch?v=e79bftzTJSk

    • Neppomuck (kein Partner)
      01. Dezember 2012 08:07

      Diese "Roten" hatten wenigstens noch "Häupltlinge", die was zu sagen hatten.

  17. Josef Maierhofer
    29. November 2012 09:23

    Für mich ist es gut, dass China keine europäischen Anleihen gekauft hat, damit wird es Europa, was auch immer das heute noch ist, auf diesem Sektor nicht so stark erpressbar.

    Was ich aber weiß auf technischen Gebiet, kann man dorthin nur liefern, wenn man die Technologien preisgibt, sprich, ihnen das Know How in die Hand gibt, das sie dann umgehend gen einem selbst einsetzen.

    Die Staaten in Europa können sich zufolge ihrer Schuldenpolitik nun nicht mehr helfen, Europa ist pleite.

    Aber dieser dortige 'Aufwärtszyklus' wird sich genauso wie bei uns in einigen Jahrzehnten totgelaufen haben zufolge dortigem Wohlstánd, der alles zerstören wird, was die Chinesen heute aufgebaut haben, genau, wie es bei uns jetzt schlagend wird. Es laufen dort auch schon massenweise fette Chinesen herum, bei denen von wirklicher Arbeit, bzw. gesundem Leben nicht viel sichtbar ist.

    Nun, Verantwortung, sprich Machtausübung, wird auf chinesisch ausgeführt und vordergründig auf Jahrzehnte hinaus in die dortigen Taschen fließen, während wir hier händeringend die 'Wirtschaftskrise' (sprich Schuldenkrise) bejammern, die wir selbst verursacht haben durch sozialistische Ideologie und Faulheit über Jahrzehnte hinaus. Wir wählen noch immer die Schuldenmacher.

    Schade um die fleißigen Leute in Europa, die die Schuldenmacher nicht wählen, hoffentlich nicht. Leider haben wir aber schon einen Minderheit an fleißigen Leuten, damit geht es nun wesentlich schneller in den Schuldenabgrund.

    Wir schreien ja geradezu nach solchen Machthabern in unserer Konsumblödheit und die Chinesen liefern eifrig Konsumramsch für die blöden Leute hier, die diese unnötigen Dinge alle kaufen.

    Die Acquisitionsstrategien der chinesischen Firmen sind sehr agressiv und werden immer systematischer. Man kauft alles verwertbare und lässt das Wertlose liegen.

    Klar, der 'Erzfeind' Japan kommt als erstes dran, das ist ein politisches Anliegen, denn auch in China gibt es genug, was man zur Ablenkung von der dortigen Unzufriedenheit tun (oder galubt zu müssen), nämlich die fehlende Freiheit der Menschen. Ich zitiere meine Tochter (2000 hat sie in China bei einer chinesischen Firma gearbeitet, sie hat viele Freunde dort): 'Der Enthusiasmus ist groß und die Motivation und der Einsatz enorm, sie selbst hat mindestens 60 Stunden pro Woche an 7 Tagen gearbeitet, so kommen sie auf die Überholspur'. Dann die andere Bemerkung: 'Als Fremder lebt man (noch 2000) in China gut, aber als Einheimischer ist alles unfrei und überwacht, das würde ich auf Dauer nicht schaffen'.

    Das Rennen um Afrika hat in diesem Sinn Europa schon längst verloren.

    Bloß eines frage ich mich schon auch, wie gehen die Chinesen mit dem agressiven Islamismus um ? In Singapur haben sie ein bißchen was gezeigt, die Gefängnisse sind voll und die Morde passieren dort. Denn 'von selbst' stellt sich die Ruhe und Ordnung dort nicht ein.

    Ich prognostitziere, werde es nicht mehr erleben, einen Niedergang Chinas zufolge Wohlstand und Verblendung (Ideologie), genau wie in Europa derzeit, dort eben in einigen Jahrzehnten.

    Ideologie hat für mich sehr viel mit Idiotie zu tun, nämlich die Idiotie, 'gewisse' Annahmen zu treffen, daran zu glauben, und dann alles andere auszublenden und zu ignorieren. Ideologie ist der Feind von Liberalismus und Freiheit, für mich zumindest, und damit der Feind der Menschen und alles Zischenmenschlichen. Ideologie mischt sich immer in persönliche Angelegenheiten ein und, wie bereits gesagt, für mich der Feind der Freiheit.

    Darum werden auch Gefängnisse, 'ideologisch' verursacht, gefüllt, Schicksale geschaffen und Menschen ausgelöscht, die frei sein wollen.

    Der Preis, den Europa jetzt zahlen muss, für Ideologie, Faulheit und Lüge und Ignoranz und Verantwortungslosigkeit und Schulden über Jahrzehnte hinweg.

  18. schreyvogel
    • Undine
      29. November 2012 10:52

      @Schreyvogel

      Danke für diesen Link! Dafür gibt's von mir ************+!

      Latein ist also demnach doch keine so tote Sprache; und "nützlich" ist sie allemal!
      Darf ich im Gegenzug auf ein hervorragend gemachtes "Visuelles Wörterbuch" hinweisen:

      "LATEIN-DEUTSCH" Untertitel: Über 6000 Wörter und Redewendungen.

      Ich habe es im Museumsshop in Carnuntum erworben. In einer weiteren Auflage wird man dann die neue päpstliche Übersetzung für "TWITTERN" sicherlich auch aufnehmen! :-)

  19. dssm
    29. November 2012 08:40

    Es ist erfreulich wenn so ein fleißiges Volk, wie die Chinesen, wieder zurück auf der Weltbühne ist. Sie haben den Sozialismus vertrieben und einige Zeit später wird die Ernte eingefahren. Hierzu ist den Chinesen zu gratulieren und ich wünsche ihnen viel weiteren Erfolg mit der Marktwirtschaft – so wie halt auch den zahlreichen weiteren asiatischen Tigerstaaten.

    Unerfreulich ist die grenzenlose Dummheit unserer Sozialisten. Schon in antiker Zeit war den Eliten bewusst: Nur ein Land mit Reserven kann Krisen positiv bewältigen.
    Wenn, wie im europäischen Fall, die Steuern schon hoch sind, kann auf diesem Weg keine Finanzierung ausserordentlicher Aufwände kommen. Wenn dazu noch Schulden gemacht wurden, dann bleibt auch dieser Fluchtweg versperrt.

    Eine Krise muss gar nichts mit Krieg und Feindschaft zu tun haben, Mutter Erde gibt uns genügend 'Aufgaben', auch wenn heute seltsamerweise von der 'guten' Mutter Erde gesprochen wird; ein Magdalenenhochwasser oder eine Marcellusflut kann jeden Tag wieder passieren!

  20. Nemo
    29. November 2012 07:58

    Sollte man nicht auch den Wählern, und nicht nur immer der Politikern, eine gewisse Schuld an der gegenwärtigen Misere zuschieben?

    • phaidros
    • Erich Bauer
      29. November 2012 14:50

      Die Politiker sind die einzig Verantwortlichen. Denn sie haben die meisten verhängnisvollen "Versprechen" eingehalten... In ihrer Verantwortlichkeit wäre es gelegen ihre unzulässigen Versprechen kaltschnäuzig zu BRECHEN!

    • Wertkonservativer
      29. November 2012 16:06

      Wir sollten uns wahrlich nicht immer auf die Politiker ausreden!
      Die sind aus unseren Reihen, wurden und werden von uns gewählt, und sind in Summe nicht anders geartet als Du und ich!
      Ein realistisches Abbild des Gesamtvolkes, also!

      (mail to: gerhard@michler.at

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      30. November 2012 13:19

      Nemo
      Ja das stimmt, wir sind selbst schuld!
      Wir lassen es zu, dass eine selbsternannte Elite (EU-Bürokraten), welche von keinem Volk dazu legitimiert wurde, sich das Recht herausnimmt alle Völker auszurauben. Die dazu geschaffenen Gesetze (legal bedeutet nicht immer rechtens) wurden ohne die Zustimmung der Völker dahingehend geändert, dies möglich zu machen. Da muss ich immer an den Film Robin Hood denken, wo der Sheriff von Nottingham ständig die Steuern erhöhte um sich ein Söldnerheer aufzubauen um dann mit Terror und Mord diesen Diebstahl vollziehen zu können. Heute übernehmen dies die Staatsdiener. Wobei sich mir die Frage stellt, wem dienen diese Beamten, von wem werden sie bezahlt und müssten sie nicht eigentlich für das Volk arbeiten. In den Südländern prügeln jedenfalls die Polizisten (ich nenne sie bezahlte Söldner) auf das aufmüpfige Volk ein.
      Jeder sieht es als normal an, dabei ist dies nichts anderes als Schutzgelderpressung! Schon in den Schulen wir uns gelehrt, der Staat handelt in unserem Interesse und die Steuern seien nötig um die Infrastruktur, Bildungswesen und Gesundheitswesen zu finanzieren. Jedoch wird nur ein geringer Teil dafür verwendet. Der große Brocken wird den Banken, Konzernen und dessen geschaffenen Organisationen zugespielt. Durch das korrupte Geldsystem (Geld erschaffen aus dem Nichts = Luft- bzw. Fiatmoney) werden Länder in die Schuldenfalle getrieben um sie dann durch Privatisierungen des Volksvermögens in die Hände der sog. Elite zu geben. Alles was einmal zum Nutzen der Völker gedacht, wird nun billig an die Verbrecher verscherbelt. Griechenland z.B. hatte vor dem Euro einen ausgeglichenen Haushalt, sowie alle anderen südl. Länder auch. Das Altbewährte wird vernichtet. Werte wie Ehre, Stolz, Anstand und Moral gelten nicht mehr, da die Kulturen der Urvölker (durch das Bildungswesen und die Medien) ebenfalls zerstört wurden. Die Wörter Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität sind zu Floskeln verkommen. Sie werden nur benutzt um den Völkern Sand in die Augen zu streuen. Unsere Politiker tun genau das Gegenteil von dem was sie sprechen. Man nennt es Neusprech (nach George Orwell's Buch "1984"). Die Indianer sagten es so: "der weiße Mann spricht mit gespaltener Zunge" (was dasselbe bedeutet).
      Solange die Menschen das Denken anderen überlassen, wird dieser Wahnsinn fortgeführt und die Neue Weltordnung (New World Order) kann installiert werden. Schon der alte Bush redete davon und hat sich diesen Begriff patentieren lassen. Aber auch der junge Bush sowie Clinton, Obama, Merkl, Blair und viele namhafte Persönlichkeiten, ja sogar der Papst verwendeten dieses Wort.
      Die FED (gehört ein paar uralten Adeligen und nicht dem amerik. Staat), der IWF und jetzt durch die EU ist auch unsere EZB in privaten Händen. Sie drucken jetzt nichteinmal noch Geld, sondern erschaffen es durch Tastendruck. 2% des Geldes welches im Umlauf ist (incl. Giralgeld) sind durch Werte und Spareinlagen gedeckt. Alles andere existiert nur am Computer und Scheingeld. Kann man alles googlen. Jedoch machen sich die Wenigsten darüber Gedanken, sondern übernehmen ungeprüft sämtliche Nachrichten. Wenn sie aber im Internet andere Informationen erhalten, ja dann fangen sie plötzlich an und wollen Quellenangaben (ist auch gut so, nur sollten sie es auch bei den etablierten Medien so handhaben). Denn was nicht sein darf ....
      Im Grunde genommen haben wir ein modernes Mittelalter, wo nur mehr politisch korrekte Informationen erlaubt sind. Der Verhetzungsparagraph wurde ja deshalb geschaffen um Kritiker, welche es gewagt haben Dinge zu hinterfragen, mundtod oder sogar einsperren zu lassen. In der BRD-GmbH sitzen tausende in Gefängnissen oder Irrenanstalten deswegen. Es sind politische Gefangene. Aber mit dem Finger auf Länder wie Russland, China etc. zu zeigen, wird man nicht müde. Die schlimmsten Verbrechen werden im Scheine des Rechts begangen. Oder: nur die Lüge benötigt die Gewalt des Staates, die Wahrheit steht von alleine aufrecht (weis nicht mehr wer dieses Zitat machte) Und: Im Krieg stirbt als erstes die Wahrheit.

  21. HJR
    29. November 2012 07:54

    Offenbar ist es das Wesen der Welt, seine Lebewesen vor eine infinite Zahl an Bedrohungen - bis hin zum "Gefressenwerden" - zu stellen. Grund genug, sein Leben in ständiger Angst zu verbringen. Seltsam daher dass nur wenige dieser Lebewesen angesichts der Aussichts- und Sinnlosigkeit dieses Lebens suizidale Tendenzen aufweisen. In der Tierwelt kenne ich eigentlich nur das Beispiel der Lemminge, wenn man von den Motten absieht, die sich mit Hilfe unserer Glühlampen umbringen.

    Beinahe will mir angesichts der Angsterfülltheit und der Zahl der Suizide unter den Menschen scheinen, dass Angst und Suizid etwas mit der angeblichen "Höherentwicklung" unserer Art (z.B. durch unser formidables Großhirn) zu tun hat.

    Könnte es vielleicht sein, dass die Angst und suizidale Wünsche bestimmende Parameter für die immer wieder - ausschließlich in der menschlichen Welt (und möglicherweise auch unter den Ameisen) - ausbrechenden Kriege sind?

    Oder waltet hier eine "höhere Macht", die dafür sorgt, dass nach diesen Massensuiziden sich immer wieder irgendwo ein "Phönix aus der Asche! erhebt, die Karten neu gemischt werden und die ganze Sch.... von vorne beginnt?
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  22. Anton Volpini
    29. November 2012 07:10

    Mit Geld regelt man Eigentumsübergänge!
    Das war immer schon so und ist an und für sich nichts Schreckliches.

    Wenn die Chinesen diese Drohung ausstoßen, dann geben sie zumindest indirekt zu, daß sie jetzt das japanische Eigentum an diesen Inseln anerkennen, und eventuell Forderungen, also Geld dagegen tauschen wollen.
    Schrecklich wird es erst, wenn die Waffen zur Geltung kommen, denn dann wird es nicht nur unkontrollierbar, sondern es wird auch wahllos getötet. Und der Tod von Angehörigen ist der größte Schmerz, den wir im Leben zu ertragen haben.

  23. Johann Scheiber
    29. November 2012 06:43

    Oh Gott Markt!
    Der weltweite Freihandel entpuppt sich als das, als was er angelegt war, als gnadenloser Krieg um Interessen und Vorteile, als Zerstörer des Friedens und als Spalter der Nationen, Völker und Erdteile.

    • phaidros
      29. November 2012 06:54

      Was meinen Sie mit »entpuppt«? Das ist doch eigentlich immer klar gewesen.

    • Markus Theiner
      29. November 2012 08:16

      Ja, richtig. Bis der böse Markt daherkam hatten wir Frieden, Freude und globalen Eierkuchen. Die Nationen waren in sich einig, alle Völker hatten sich lieb. Und jetzt plötzlich kommt der Markt und macht das kaputt.

      Außerdem hat die Großmachtpolitik Chinas nur sehr am Rande mit einer freien Marktwirtschaft zu tun. Alle Trümpfe die China in der Hand hat - vom Wettbewerbsvorteil bis zu den Devisenreserven - haben viel mehr mit unserem überbordenden Ökosozialstaat zu tun, der Lasten für Unternehmer und Schulden anhäuft, als mit der Marktwirtschaft.

      Der "Gott" Markt ist dafür ungefähr so kausal wie Jesus für die Kreuzzüge. Nur weil irgendwelche Politiker den Blödsinn den sie treiben unter dem Decknamen "Markt" verkaufen, heißt das noch lange nicht, dass sie damit recht haben.

      Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten:
      Entweder wir bekennen uns wirklich zur freien Marktwirtschaft und lassen dem Markt freie Bahn - wenn das nicht besser funktioniert als alles bisher, dann weiß man wenigstens wirklich wer schuld ist.
      Oder wir bleiben bei einer eingeschränkten Form der Marktwirtschaft. Dann müssen wir aber wenigstens die Einschränkung konsequent durchsetzen. Ökosoziale Beschränkungen nach Innen aber fast unbeschränkte Freiheit nach Außen kann natürlich nicht funktionieren. Aber auch das hätte kurz- bis mittelfristig Einschränkungen zur Folge, die wieder keiner verantworten will.

    • Johann Scheiber
      29. November 2012 09:32

      Sehr geehrter Herr Theiner, ich bin nicht gegen den Markt, sondern gegen den Markt als Gott, gegen die Glaubensannahme einer prästabilisierten Harmonie durch Marktfreiheit.
      Übrigens läßt sich der Markt auch in einer Diktatur realisieren und die Ursache der Stärke Chinas ist nicht nur der Ökosozialstaat, sondern auch der Gebrauch Chinas als billige, verlängerte Wekbank. Herr-Knecht Dialektik heißt der Zusammenhang und ist die Ursache für den plötzlichen Umschlag der Verhältnisse.

    • brechstange
      29. November 2012 09:39

      Herr Theiner

      ********!

    • brechstange
      29. November 2012 09:41

      Herr Scheiber,

      ich denke, die Problematik liegt darin, dass sich manche diesen unregulierten Freihandel zunutze machten, auch in krimineller Art und Weise und die Politik aus Unwissenheit und eigennützigen Profit mitmachte.

    • Markus Theiner
      29. November 2012 10:03

      @ Scheiber
      Der Erfolg der verlängerten Werkbank hängt aber eng mit dem Ökosozialstaat zusammen. Der verhindert ja einerseits mit Steuern, Bürokratie und Verboten, dass die heimische Werkbank konkurrenzfähig bleibt bzw. wieder wird und andererseits hält er die Kaufkraft und damit die Nachfrage nach den Billigprodukten hoch - auf Schuldenbasis.
      Ohne diese Faktoren hätte die verlängerte Werkbank nicht die Bedeutung die sie heute hat.

    • phaidros
      29. November 2012 10:07

      Ich muss mich selbst revidieren: klar gewesen ist immer, dass Markt und der damit verbundene Wettbewerb aggressive Tendenzen hat, aber nicht der angeführte Rest!

      »Zerstörer des Friedens«, »Spalter der Nationen, Völker und Erdteile« ist einfach nur verkehrt herum betrachtet: die natürlich vorhandenen Interessenskonflikte der einzelnen Gruppen spiegeln sich natürlich auch im Markt wider, aber er ist kein Zerstörer.

      Aber zu sagen, dass er so »angelegt« war (von wem eigentlich?), ist rundheraus unhaltbar.

      In dem Zusammenhang möchte ich unsere Schrift zum Thema »Wirtschaft« empfehlen, die die Amoralität des Marktes (er ist »amoralisch«, wohl gemerkt, nicht »unmoralisch«) ausführlich hergeleitet und erläutert wird: http://www.biö.at/?q=Wirtschaft

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S: Ihr »vornehmes« Ignorieren kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass SIe die gestellten Fragen und Einwände unbeantwoprtet lassen.

    • Johann Scheiber
      29. November 2012 11:26

      Herr Theiner, die Proponenten des Freihandels, USA und GB, kann man ja nun nicht gerade als Ökosozialstaaten bezeichnen, aber gerade diese Länder sind heute die unter den westlichen Industrieländern die am meisten deindustrialisierten. Und nun hat der "ugliest German alive", Martin Schutlz, ein Freihandelsabkommen der EU mit den USA gefordert.
      Der Freihandel ist ein Hegemonialkonzept des jeweils Stärksten. Heute ist das keine Nation mehr, sondern die Konzernmacht. Ganz bestimmt ist der Herr Strasser in Brüssel nicht der einzige Lobbyist-Politiker in Personalunion.

      Die ausschließlich positive Besetzung des Wortes "Freihandel" ist die Konsequenz der intellektuellen Hegemonie des Neoliberalismus. Die Preußen wußten noch, dass "Freihandel" der Kampfruf der einst alles beherrschenden englischen Industrie war.

      Grundlegend dafür immer noch: Friedrich List, Das nationale System der politischen Ökonomie

    • phaidros
      29. November 2012 12:54

      ... genau das meine ich (mit dem »vornehmen« Ignorieren)

  24. Observer
    29. November 2012 06:32

    Politik und Wirtschaft sind Geschwister. Nur naive Leute glaubten, dass im modernen China eine diktatorische Einparteienpolitik keinen Einfluss auf seine scheinbar liberale und international ausgerichte Wirtschaft hat.

    Es kommt alles auf einen Nenner: das extreme Schuldenmachen der westlichen Länder (Japan, aber auch USA und Europa) ist Schuld an den meisten Problemen der heutigen Zeit. Es gibt auch einen direkten Zusammenhang mit den bei uns stattfindenden Wahlen und der Schuldenmacherei. Immer vor den Wahlen werden "Zuckerl" verteilt, damit die Parteien ihre Wähler bei guter Laune halten. Da steht uns im kommenden Jahr wieder einiges bevor. In allen Ministerien wird eifrig getüftelt, wo man noch Geld - welches gar nicht vorhanden ist und daher geliehen werden muss - ausgeben kann. Fast jeder Gesetzesbeschluss im Parlament ist mit neuen, zusätzlichen Ausgaben verbunden.
    Ich schlage daher vor:
    1. keine neuen zusätzlichen Ausgaben
    2. Reduktion/Rückbau von Aufwendungen (auch Sozialausgaben)
    3. Plan zur mittelsfristigem Rückzahlung aller alten Schulden
    Sicher müssen dabei für eine befristete Zeit fast alle Österreicher den Gürtel enger schnallen, aber nur so gibt es einen Weg aus der Krise und wieder eine bessere Zukunft.
    Welche Politiker in welchen Ländern haben den Mut, aus dem derzeitigen Teiufelskreis auszusteigen?

    • FranzAnton
      29. November 2012 06:43

      Persönlich wollte ich mich gern dem Zwang widersetzen, das Mehrzahl - "n" in bestimmten Fällen wegzulassen; normaler Weise würde jemand "Zuckerln" sagen.
      Der Umstand, daß Ausländer dies nicht aussprechen können, kann für mich kein Kriterium sein.

    • Observer
      29. November 2012 14:11

      FranzAnton:
      Danke für den Einwand. Ich habe aber absichtlich den Singular gewählt, denn die Wahlgeschenke sind ja - auf den einzelnen Staatsbürger bezogen - nicht sehr üppig. Wie bekommen doch immer - diesmal verwende ich die Bezeichnung für die Nichtbayern bzw. Nichtösterreicher - nur ein BONBON.

  25. simplicissimus
    29. November 2012 05:44

    Den europaeischen Politikern eine Lehre sein? Lehre? Lernen? Unsere Politiker sollten lernfaehig sein? Aber ganz sicher nicht, sind unsere schuldenmachenden Gesellschaftsverbesserer europaweit doch die unfehlbaren Opinionleaders, die ganz genau wissen, was gut und richtig ist und wie Europa sich zu entwickeln hat. Wieso sollte so jemand, in den die Erleuchtung wie ein Blitz gefahren ist noch etwas zu lernen haben?

  26. S.B.
    29. November 2012 01:22

    Europa gleicht - um mit den Worten eines bekannten TV-Moderators zu sprechen - einem "abgenagten Knochen":

    * zu unbeweglich, um einer Volkswirtschaft wie China die Stirne bieten zu können
    * zu uneinig im Inneren, um nach Außen Stärke zu signalisieren
    * zu reformunfähig, um bei Innovation und Forschung ernstgenommen zu werden
    * zu verschuldet, um in aufstrebende Länder sinnvoll zu investieren

    und zu guter Letzt zu linksideologisch dominiert, um das in absehbarer Zeit zu ändern.

    Europa hat seine Chancen schon seit vielen Jahren nicht mehr wahrgenommen und damit werden wir hilflos zusehen müssen, wie die sogenannten BRIC-Staaten unaufhaltsam an uns vorbeiziehen. Schade um unser ursprüngliches Potential!

    • FranzAnton
      29. November 2012 06:39

      Ein - junger - Unternehmer hat mir gegenüber, vor langer Zeit schon, folgenden Ausspruch getätigt: "Es gibt so gut wie immer noch, entgegen alle Widrigkeiten, eine alternative Möglichkeit, ein als sinnvoll erkanntes Ziel anzustreben; es gilt nur, diese aufzufinden, und danach zu handeln".

      Im Unterberger Blog werden, häufig bestfundierte und -kommentierte, Analysen von offensichtlich unfassbaren Fehlleistungen, vorrangig politischer Art, beleuchtet. Praktisch gangbare Problemlösungen gibt es aber nur wenige, an tatsächlich durchgeführten ist mir nur Herrn Bauer's Verwaltungsreform - Initiative bekannt. Leider ist sie mit weniger als 20.000 Unterstützern derzeit zu wenig öffentlichkeitswirksam. Zu bedenken ist natürlich, daß vielen hier Postenden nur ein enges Zeitkorsett zur Verfügung steht, sodaß, wollte sich jemand engagieren, eine gute zentralisierte Organisation zum Zwecke einer Aufgabenverteilung erforderlich wäre. Frage an Alle: Wer wäre bereit, Zeit zur Verfügung zu stellen, um etwa Herrn Bauers hochwichtige Initiative mit Ideen und Arbeitsleistung zu unterstützen? Die Zentralstelle würde natürlich ihm zufallen.

    • Erich Bauer
      29. November 2012 14:17

      FranzAnton,
      "...es gilt nur, diese aufzufinden, und danach zu handeln"..."

      NUR ist gut! Wenn dieser dann das NUR gefunden hat, wird das von den "Wohlfahrtsmaden" biologisiert...

    • plusminus
      29. November 2012 14:22

      @Franz Anton

      Es ist natürlich nicht ganz leicht herrschende Machtstrukturen zu ändern. Das gelingt nicht einmal engagierten Berufspolitikern. Auch sie müssen sich oftmals mit dem "System" arrangieren. Umso schwieriger ist diese Aufgabe für Einzelinitiatoren und man kann Herrn Bauer nicht genug Hochachtung zollen für seine Inititative.
      Ich habe sie bereits passiv (durch meine Unterschrift), als auch aktiv (bei Veranstaltungen) unterstützt, aber die Mächtigen finden halt Wege und Mittel Auflehnung im Ansatz zu unterdrücken.
      Man sollte die Aktivitäten in diesem Blog nicht unterschätzen, denn täglich die "Hand in die Wunde" zu legen, gestützt auf direktdemokratische, FREIE Meinungsäußerungen von interessierten Teilnehmern (trotz oft knapp bemessener Zeit!), hat er schon so manchen Erfolg errungen und deshalb plädiere ich dafür, ihn mit zahlreichen Beiträgen weiterhin kräftig am Leben zu erhalten.

    • Alexander Renneberg
      29. November 2012 18:12

      bravo!

      s.b. und plusminus, ein und die gleiche posterin unterhält sich mit sich selbst.

      das klingt nicht sehr gesund!

    • FranzAnton
      29. November 2012 18:51

      @ Erich Bauer:

      Wer aufgibt, hat verloren; wer nicht aufgibt, gibt auch die Gewinnchance nicht auf. Stronach und die Piraten zeigen: Die Menschen würden selbst D. Duck wählen, so satt haben sie die herrschenden Polit - Eskapaden; selbst die Kummerln feiern fröhliche Urständ.

      Es käme nur darauf an, es gewitzt genug anzustellen; dieses Forum ist nicht klein, die Leute haben gute Ideen, und auch Zeit, hier zu diskutieren. Dieser von den Mitdiskutanten getätigte Aufwand mit ihnen in die richtigen Bahnen gelenkt könnte erfolgversprechend sein.

    • S.B.
      30. November 2012 00:52

      @Alexander Renneberg

      Ist Ihnen nicht aufgefallen, daß der Kommentar von @plusminus an @Franz Anton gerichtet ist und sich daher niemand hier mit sich selbst unterhält? Oder bin ich in Ihren Augen bereits ALLE Nicks einschließlich @Franz Anton? *g*

      Rauben Ihnen die aufgestauten Emotionen den klaren Blick auf Tatsachen?
      Dann wundert mich nichts mehr!

    • Alexander Renneberg
      01. Dezember 2012 17:05

      s.b. contra, plusminus, libertus, fosca, etc. alles die gleiche person. wo sie an fakten emotionen erkennen können bleibt allen rätselhaft.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung