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Ein gar nicht so blödes Steuerkonzept

Zwar hat sich die Industriellenvereinigung in den letzten Jahren in die PUV-Ecke manövriert, aber der Grundgedanke ihres neuen Steuerkonzepts ist absolut vernünftig. Daher ist es schade, dass solche Konzepte nur von einem inzwischen Politisch Unbedeutenden Verein kommen, während sonst Schweigen im österreichischen Walde herrscht.

Denn der Grundgedanke „Einkommensteuer hinunter, dafür Mehrwertsteuer hinauf“ ist richtig und notwendig. Die Einkommensteuer behindert Arbeit und Jobs, die Mehrwertsteuer behindert hingegen Konsum. Keine Frage, was in stürmischen Zeiten wie diesen mehr und was weniger behindert werden sollte. Dazu kommt das Faktum, dass bei den konsumierten Waren längst die Mehrheit der Wertschöpfung aus dem Ausland kommt, während die Einkommensteuer fast zur Gänze Arbeit im Inland belastet.

Daher ist es absolut schade, dass sich alle Parteien sofort gegen das IV-Konzept ausgesprochen haben. Die linken ganz besonders laut. Diese wollen ja in ihrer besonders begnadeten Dummheit Vermögen mehr besteuern – also bis auf Grund und Boden sowie Betriebsvermögen lauter Dinge, die binnen weniger Stunden ins Ausland transferiert werden können. Logischerweise hätten sowohl die drohende Vermögensflucht (die nach Angaben aus Bankenkreisen da und dort schon auf Grund der bloßen Vermögenssteuerdiskussion begonnen hat) wie auch die weitere Belastung von Betrieben einen negativen Effekt für die Republik.

Dass die von der Industrie vorgeschlagene Hinauf-Hinunter-Maßnahme durchaus sinnvoll wäre, zeigt sich auch beim Blick nach Europa. Solche Erhöhungen der Mehrwertsteuer und gleichzeitige Senkungen von Einkommen-, Lohn- und Körperschaftssteuer sind Eckstein praktisch aller Sanierungs-Strategien in den europäischen Krisenstaaten. Da die wirtschaftlichen Eckdaten Österreichs gar nicht so weit weg von vielen dieser Krisenstaaten sind, wäre es absolut weise, auch hierzulande einige Antikrisen-Maßnahmen zu beschließen. Statt Wahlzuckerln wie höhere Pendlerpauschale anzukündigen.

Überdies ist eine kleine Erhöhung der Mehrwertsteuer lange nicht so brutal und unsozial, wie es die direkte Kürzung von Pensionen und Beamtengehältern ist, welche die meisten Krisenstaaten gleichzeitig beschließen müssen. Die Vorarlberger Hausfrau würde sagen: Spare in der Zeit, so ersparst du dir die Not.

Auch die Abschaffung der ungleichen Besteuerungshöhe für den 13. und 14. Gehalt wäre an sich logisch, stellt dies doch eine kaum begründbare Bevorzugung von Dienstnehmern gegenüber Selbständigen dar. Allerdings ist dieser Vorteil inzwischen schon durch einige andere Maßnahmen gemildert.

Man darf aber fast annehmen, dass diese Forderung von den industriellen Konzepteschreibern als Sollbruchstelle gedacht ist. Denn keine politische Partei wird es jemals wagen, dieses Arbeitnehmer-Privileg anzutasten. Sie würde von Kronenzeitung und Wählern mit dem nassen Fetzen gejagt werden, selbst wenn die Republik schon bankrott sein sollte.

Kritisierenswert ist das an den Vorschlägen der Industriellenvereinigung aber nicht. Dafür jedoch drei andere Aspekte:

  • die Formulierungen zum künftigen Spitzensteuersatz sind seltsam unklar;
  • die vorgeschlagenen Einsparungen (Pensionen, Gesundheit, Verwaltung) sind total unkonkret und daher als populistische Rhetorik einzustufen; 
  • und vor allem verschweigt die Vereinigung, dass sie an anderer Stelle kräftige Ausgabenerhöhungen verlangt hat:
    von einer Erhöhung der oft in modischen oder absurden Projekten (vom Gendern bis zum Klima) versickernden Forschungsausgaben bis zur Unterstützung der IV für die unbezahlbaren und bildungsfeindlichen Phantasien des Hannes Androsch und seiner Genossen (von der teuren Gesamtschule bis zu den Kindergärnterinnen mit Universitätsabschluss).

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 08:34

    Österreich gehört bekanntlich zu den höchstbesteuerten Ländern der Welt.
    Solange hier nicht alle Möglichkeiten von Einsparungen im Staatshaushalt (und derer gibt des zuhauf!) mit Rücksicht auf die jeweilige Klientel in Angriff gegenommen werden, bin ich gegen jede Art von Steuererhöhungen!!!

  2. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 12:52

    Gottseidank ist diese Quatschbude mit ihrem Kryptosozialisten Kapsch (seine Faible für marxistsiche Schwurbeleien beweist die Einstufung als solchen mehr als hinreichend) unbedeutend, denn auch dieses "Konzept" ist nichts anderes als eine Fortschreibung der sozialistischen Raubpolitik und der Zerstörung von Volk und Land durch Ausbeutung und Verschleuderung des erarbeiteten Vermögens.

    Wie sich der Präsident einer Industriellenvereinigung für MEHR Steuern, damit MEHR Geldverschwendung und MEHR Staat aussprechen kann, bleibt wohl sein Geheimnis und das des Zirkels aus Afterküssern des Marxismus, der diese Ideen ausgebrütet hat. Man hängt auch hier der marxistischen Theorie an, daß der Staat, wenn er Geld und Macht hat, Wohlstand schaffen könne. Daß ein zurückgedrängter Staat und freie wirtschaftliche Entfaltung hier der einzig richtige Weg sind, hat man längst verdrängt.

    Es bleibt festzuhalten: Jeder Cent, den dieser Staat mehr einnimmt, wird postwendend zur Beförderung der Ideologie verschleudert! So war es in sozialistischen Systemen immer, und so wird es sein, bis diese verbrecherische Mordideologie endgültig auf dem Misthaufen der Geschichte gelandet ist. (Die Nazis sind nach ihrem Zusammenbruch schon dort, die Internazis müssen noch dorthin, und das wird nach dem nächsten Zusammenbruch endlich soweit sein.)
    Zuerst wird verschwendet an unsere Volkszertreter als Dank dafür, daß sie uns allesamt abschaffen und durch den "neuen Menschen" ersetzen wollen, dann an fremde Völkerscharen, die sich bei uns aussaugen, dann an eine abgehobene Bonzen- und Parasitenkaste die sich daran bereichert und nicht zuletzt an einen Beamtenapparat, der in Privilegien schwelgend sein Hauptaugenmerk darauf richtet, dem Normalverbraucher und dem Tüchtigen nach Kräften Prügel in den Weg zu werfen, anstatt wo immer möglich, Prosperität und Unternehmertum nach Kräften und unter weitestmöglicher Auslegung von Normen zu fördern.

    Nein, liebe IV, es gilt nicht, diesem geldsaugenden Ungeheuer, diesem Moloch von einem Drecksstaat MEHR Geld zuzumessen oder Kosmetik für das Dumme Volk zu betreiben! Es geht darum, dem Staat das Geld zu entziehen und ihm zu verbieten, mehr auszugeben, als das Volk ihm für die Abwicklung seiner Agenden zugestehen will!
    Wer den Tumor nicht von seiner Versorgung abschneidet, der wird am Krebs sterben! (Falls Sie es noch nicht kapieret haben: Nicht SIE und ihre sozialistischen Verbrecherfreunde bestimmen, wann wir Pleite sind, sondern unsere Gläubiger. Offenbar ist das Beispiel Griechenlands noch nicht plakativ genug, weil man es nicht sehen will, da es ja der Ideologie widerspricht.)
    Das Recht, Schulden as infinitum zu machen, gehört abgeschafft und den Verschwendungspolitikern endlich der Prozess gemacht!

    Dem Herrn Kapsch und all jenen, die am Afterduft des Marxismus zu schnuppern belieben ins Stammbuch:
    Ihr bekommt gar nichts mehr! Ihr spart und bescheidet euch mit dem, was da ist, OHNE neue Steuern, OHNE neue Schulden!
    Solange der Subventionsbericht des Bundes, solange die Subventionen der Länder von Geldgeschenken an die dubiosesten Vereine, an obskure internationale Organisationen, und an die Huren der Systempresse als Dank für ihre freiwillige Gleichschaltung (angesichts derer selbst ein Goebbels vor Neid erblassen würde) nur so strotzen, gibt es nichts!
    Solange ein Skandalprojekt das nächste jagt, solange eine verlotterte Dreckjustiz Verbrecher schont und nicht in der Lage ist, diesen wenigstens die Beute zu entziehen, gibt es nichts!
    Solange Beamte und Körperschaften öffentlichen Rechts nach Belieben und ohne Konsequenzen den Bürger schikanieren und ihm ungestraft Kosten aufbürden können, gibt es nichts!

    Angesichts dessen, daß man die Staatsausgaben um mindestens EIN VIERTEL herunterfahren könnte, wenn man einfach alles, was nicht staatsnotwendig ist, aus dem Katalog der Ausgaben streicht, überhaupt nach neuen Steuern zu verlangen, zeigt schon ein gerüttelt Maß an sozialistischer Verblendung an, ist aber an sich nur eine Zustandsbeschreibung der ÖVP, deren geistige Räude nun offenbar auch die IV verpestet hat!

    Es ist ja nicht so, daß diesen Herrschaften all die Rechnungshofberichte, all die Skandale, all die Bürokratie, all die Verschwendung unbekannt wäre!
    Nein, DIES ALLES wird nicht angeprangert! Hier kommt kein Lösungsansatz.
    Neue und umgeschichtete Steuern sind für diese unverschämten Gestalten das Problem und man beschäftigt sich damit, ob man nun Arbeit oder Konsum wohl besser etwas höher besteuere!
    (Besser den Konsum, weil der die Wertschöpfung im Ausland anteilig höher besteuert? Wie verblödet! Sowas pflegt man durch Zölle zu machen, aber man freut sich ja, daß ostasiatische Textilien mittels Kinderarbeit und nicht vorhandenen Umweltstandards "frei" mit unserer Textilindustrie konkurrieren konnten...).

    Wie verblödet muss man sein, zu glauben man könne dem Volk gegenübertreten und sagen: " Liebe Leute! Ab heute bleibt euch 5% mehr Netto vom Brutto, aber keine Sorge: Sobald ihr etwas kauft, nehmen wir es euch durch 5% mehr MwSt. sowieso wieder ab!" Für wie blöd halten diese Gestalten die Masse - die ohnedies schon kocht, was aber den im Paralleluniversum schwebenden Bonzen offenbar völlig entgangen ist - eigentlich noch?

    Der Hintergedanke ist aber klar: Das nunmehr im Sack verbliebene Geld soll nicht in Güter fließen, nein, es soll "angelegt" werden, man "spart" es besser und es soll damit in fremde Taschen fließen um Papier in Gold zu verwandeln. Berät Goldmann Sucks eigentlich nun endlich auch die IV?

    Aber gut, mögen die Marxisten aller Schattierungen so weiter machen, das Volk auspressen und dann erst den Karren an die Wand fahren.
    Noch bevor sie Volk und Land zugrunde richten können, werden sie den Staat zugrunde richten- was an sich ja nicht schlecht ist, denn dann wird man sich einen besseren machen.

    Vorher dürfen sich die Schädiger und Totengräber von Volk und Land aber noch freuen: Auf Nürnberg 2.0.

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 01:31

    Diesen Steuerideen werden Sozis niemals zustimmen. Lautet doch ihr Credo seit Jahrzehnten, daß nur steigender Konsum durch Höchsteinkommen der Arbeiterklasse wirtschaftlichen Wohlstand garantiert, selbst wenn der Arbeitgeber als Joberhalter, jedoch Klassenfeind Nummer eins, dabei zugrunde geht.

    Nicht einmal die Bankrotterklärung, daß in wirtschaftlich besten Zeiten und unter sozialistischer Regierungsmacht höchste Staatsschuldenberge angehäuft wurden (siehe legendäre Kreisky-Ära!), führt zu einem sozioökonomischen Umdenken.
    Eher geht das berühmt-berüchtigte Kamel durchs Nadelöhr, als das ein linker Betonkopf vernünftig wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 14:58

    Daß Einkommens- u. Lohnsteuern gesenkt gehören ist unter den Steuerzahlern ja unbestritten, aber deshalb ist keineswegs einzusehen, daß im gleichen Atemzug die Mehrwertsteuer erhöht werden soll. Der Staat soll so ganz automatisch auf alles und jedes das der Mensch kauft in so hohem Ausmaß mitschneiden?! Da bin ich entschieden dagegen, da es nur den Endkunden im Übermaß schröpft.
    Zu "Leistung soll sich lohnen" gehört mM auch, sich etwas leisten zu können.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 13:02

    Weder an der IV noch an der Sozialisten Wesen
    wird dieses unser Land genesen!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 09:08

    Die IV ist ein Verein von staatsnahen Vampiren, leben doch die dort vertretenen Betriebe zum Gutteil direkt von staatlichen Aufträgen. Entsprechend nehme ich den Vorschlag auch nicht ernst, Sozialist bleibt Sozialist, egal ob er im Mantel des staatlich erlaubten Monopols oder Kartells daherkommt.

    Die Vorschläge für sich sind natürlich sowieso obsolet. Der einzige Effekt könnte sein: Die MwSt. rauf und die Einkommenssteuern bleiben so hoch, ich bin gelernter Österreicher.

    Dieser Staat ist nicht mehr sanierbar! Es gibt zu viele Wahlzuckerln, die inzwischen zu wohlerworbenen Rechten geworden sind. Es gibt viel zu viele Bereiche, wo sich der Staat einmischt. Es gibt daher viel zu viele staatlich Beschäftigte, mit viel zu hohen Gehältern. Es gibt viel zu viele Berater, welche gesetzlich notwendig oder vorgeschrieben sind.
    Dabei verhalten sich die Beamten vielfach noch wie der Rotz am Ärmel. Das dies nicht so sein muss, beweist täglich die Wirtschaftskammer, hier wird man freundlich beraten, Termine werden pünktlich eingehalten; man mag zu mancher Leistung der WK eine ablehnende Haltung haben, aber man wird wenigstens als Mensch behandelt.

    Also scheidet die evolutionäre Lösung aus, bleibt nur der radikale Umbruch, oder halt Armut für alle. In beiden Fällen ist es für die Vertreter der IV weniger lustig.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2012 13:08

    OT, aber in letzter Zeit ein Dauerthema:

    Bevor ER morgen hier wieder zuschlägt und es allen schwermacht, sich zu den "normalen" Kommentaren durchzuKÄMPFEN, eine Frage an alle Tagebuchfreunde, denen der an massivster Logorrhoe leidende @Jerobeam genauso auf die Nerven geht wie mir: Gibt es denn gar keine Möglichkeit, diesen schwatzhaften Herren mit dem schier unglaublichen Mitteilungsbedürfnis loszuwerden?
    @Neppomuck meint zwar, dieses lästige Leiden sei therapierbar---hm, ich weiß nicht recht.....Was meinen Sie? Sollte ich gar zu taktlos reagiert zu haben---schließlich kann er nichts für ein Leiden dieser Art---möge man mir verzeihen; aber gelegentlich platzt einem halt der Kragen. :-)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordxb
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2012 11:41

    Sorry, aber das sehe ich ganz anders.

    Das Steuerkonzept der IV ist nicht nur nicht gar nicht so blöd, es ist völliger Schwachsinn - weil es nur Kosmetik ist.

    Das Problem der öffentlichen österreichischen Budgetgestaltung sind die hohen Schulden des Staates und die bestehenden hohen Fixposten im Budget.
    Nach Darstellung des Statistik Austria sind rund 2/3 des Budgets durch fixe Ausgaben vorgegeben.
    Der eigentliche Gestaltungsspielraum beträgt also bestenfalls 1/3 des gesamten Budgets.

    Dies engt naturgemäß den Spielraum des Staates ein.

    Da wird auch eine Verschiebung der Steuereinnahmen von Einkommenssteuer in Richtung Umsatzsteuer nichts bringen weil es bestenfalls Kosmetik nicht aber Ursachenbekämpfung ist.
    Das ist eben eine der Auswirkungen der Kameralistik mit ihren beständigen politisch/ideologischen Bewertungen der Ausgaben.
    Motto "Das tut da nicht so weh, also nehmen wir es hier und dafür streuen wir den Bürgern wo anders ein wenig Sand ins Auge".
    Auch die Begründung der Zustimmung Dr. Unterbergers zum IV Vorschlag läuft leider in diese Richtung.

    Daher sollten vor der Kosmetik ein paar grundsätzliche Änderungen angegangen werden.

    1.) Umstellung der Pensionskassen auf ein Ansparmodell wie dies in Hong Kong (MPF) oder Singapur (CPF) bereits funktioniert. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es ist über eine Generation machbar. Da gilt es also einen Zeitplan von rund 20 Jahren einzuplanen und durchzusetzen. Allein dieser Schritt würde den Staat von rund 10-15% seiner zukünftigen finanziellen Verpflichtungen entlasten.

    2.) Abbau der Schulden durch strikten Abbau der Subventionen des Staates an jene Institutionen, die nur wegen und aufgrund der Subventionen bestehen können. Das ist viel Kleinvieh, wie die gesamte Presseförderung, Parteiensubventionen andere, aber auch diese Kleinvieh macht sehr viel aus. Diese können und müssen endlich abgebaut werden.

    3.) Andere Staaten haben Profis in der Politik die vor ihrer Politikerkarriere schon eine eigene Karriere in der Privatwirtschaft oder wenigstens in der Armee hatten und die Politk als Abschluß ihres Lebenplanes sehen. Die sind finanziell abgesichert und haben auch einen Plan B, wenn es bei den nächsten Wahlen nicht klappt. Diese Leute brauchen dann auch keine Versorgungsposten im staatsnahen Bereich. Damit kann man auch diesen massiv einschränken und wenigstens teilweise privatisieren. Nicht jedoch sollte man Infrastrukturbereiche privatisieren. Allein das Beispiel der britischen Eisenbahnen sollte da eine Warnung sein. Man ja wenigstens ein paar Profis in die Managementposten dieser Infrastrukturbetriebe setzen.

    4.) Abbau von Staatschulden durch Einschränkungen im Ausgabenbereich. Wenn ein Haircut von 5-10% querbeet als Ziel definiert wird, kommen im Endeffekt vermutlich nur 3-4% heraus. Das ist aber genug um die aktuelle jährliche Ausweitung der Staatsschulden zu beenden. Dadurch kann dann endlich auch der Schuldenstand kurz- und mittelfristig reduziert werden.

    5.) Umstellung der staatlichen Finanzgestaltung auf ein betriebswirtschaftliches System. Das Modell der Kameralistik hat durch seine, zumeist ideologisch beeinträchtigte, Bewertung von Investitionen der sehr teuren Begünstigung diverser Begehrlichkeiten zum Wählerkauf Tür und Tor geöffnet. Eine Finanzgestaltung auf der Basis reiner Marktwerte, also im weitesten Sinn ein betriebswirtschaftliche Zugang, würde hier einigen Auswüchsen vorbeugen. Auch damit müßten einige Einsparungspotentiale genutzt werden können. Nicht nur im Bereich der Förderungen auch im Bereich der transparenten Darstellung von Kosten- Nutzenrechnungen für Investitionen. Das würde natürlich auch eine simple Möglichkeit der Kostenkontrolle durch die Bürger nach sich ziehen. Die Aussage "Mir bereiten ein paar Arbeitslose mehr Kopfzerbrechen als ein paar hundert Millionen neue Schulden" würde dann durch ein "Wie kann ich die paar Arbeitslosen rasch wieder ein selbsttragendes Beschäftigungsverhältnis brigen um nicht ein paar hundert Millionen zusätzliche Schulden aufnehmen zu müssen" ersetzt werden müssen.

    6.) Wettbewerb auch zwischen öffentlichen Anbietern wie etwa Schulen. Wenn öffentliche Anbieter vergleichbar werden, sollten fast wie von alleine die schwarzen Schafe erkennbar werden und durch eine "Abstimmung mit den Füßen" zum Umdenken ihres Zugangs zu den agebotenen Dienstleistungen bewogen/gezwungen werden. Dazu muß es natürlich auch einen möglichst hohen Leistungsanteil in der Bezahlung der Akteure geben. Das Modell der jährlichen/quartalsweisen qualitativen wie quantitativen Zielwertgestaltung als Grundlage der Gehaltshöhe funktioniert ja auch im privaten Sektor.

    Diese Maßnahmen haben nur ein einziges Ziel, die gestaltbaren Anteile des Budgets zu vergrößern.

    Als weitere Maßnahme ist eine radikale Änderung der Steuersätze anzudenken.

    Eine Flat Tax von 25% für alle Einkommensarten bei gleichzeitiger Beendigung fast aller Ausnahmen.
    Da kann es ruhig einen Sockelsatz geben, der steuerfrei ist, der kann bei Hausnummer EUR 1.000 pro Monat liegen.
    Was darüber hinaus geht ist ausnahmslos mit 25% zu besteuern, ungeachtet ob es sich dabei um personenbezogene Steuern oder Unternehmenssteuern handelt.

    Aktuelle Rechenmodelle geben Grund zur Annahme dass die Einführung einer Flat Tax bei gleichzeitiger Abschaffung der vielen bestehenden Ausnahmen zumindest einnahmensneutral verläuft wenn nicht mit einem Einnahmenplus für den Staat abläuft.
    Der Gewinn dieses Modell besteht nicht so sehr in höheren Einahmen als in der Erparnis bei der Verwaltung.

    Dieser Umbau geht, wegen der wegfallenden Ausnahmen und deren Verwaltung und Prüfung, mit einer ebenso radikalen Vereinfachung der Verwaltung einher.
    Das ist eine weitere, massive Entlastung des Budgets.

    Die Kosmetik einer Verschiebung der Einnahmen von einem Topf aus/in einen anderen Topf ist bestenfalls nur als Marketinggag zu bezeichnen.

    Ich habe nicht viel vom Georg erwartet, als Manager ist er ganz gut und als Mensch ist er sehr sympathisch, aber so wenig Verständnis für öffentliche Budgetproblematik zu zeigen ist eine schwere Enttäuschung.
    Vermutlich ist er seiner zusätzlichen Aufgabe in der IV nicht gewachsen.

    Witzigerweise ist der auch hier viel gescholtene Stronach der einzige, der einen halbwegs klaren Blick auf die tatsächlichen Probleme des Staates hat.
    Zumindest versteht er, daß man auf Dauer den laufenden Betrieb nicht aus weiteren Schuldenaufnahmen finanzieren kann.

    Er mag ja eine sehr eigene Art des Auftrittes haben, aber wer mit ihm einmal persönlich zu tun hat wird mir zustimmen, der Mann ist weniger verrückt als der Rest.
    Das gilt übrigens auch für den Lugner.

    Beide sind als Politker nicht wirklich zu gebrauchen oder in der Öffentlichkeit zu verkaufen.
    Geschäftlich haben sie beide aber durchaus erfolgreich gehandelt.
    Das wird in Österreich aber lieber ausgeblendet, wenn man sich über deren Sprache, unkomplizierten Zugang oder die publikumswirksame Selbstdarstellung als Realitysoap lustig machen kann.
    Vielleicht sollte man denen einmal einfach nur zuhören, nicht über "Werte" und ideologische Grundsätze diskutieren sondern über deren Vorstellung die Republik wie einen sanierungsbedürftigen Betrieb anzusehen und diese Sanierung auch in Angriff zu nehmen.

    Vielleicht bei Euch Fremder, aber bei uns in Bagdad wird das natürlich nicht geschehen.

    Da treten dann die absoluten Verwaltungsgrundsätze der Republik in Kraft die da lauten:

    "Da könnte ja ein jeder kommen"
    "Das wird sich nie durchsetzen"
    "Das haben wir immer schon so gemacht"

    Dabei reicht es schon, wenn man einmal ein Mittessen im Clubhaus vom Fortuna mit dem Stronach macht.
    Einfach nur zu sehen, daß es auch andere Sichtweisen der aktuellen Situation gibt.
    Man muß ihn nicht mögen und man muß ihn nicht wählen, um einfach nur mal eine andere Perspektive zu erkennen.
    Ich kann ihn mir auch nicht in einer Regierung vorstellen.

    Dazulernen kann man jederzeit und von fast jedem.

    Das ewige Herumgesudere wie schlimm denn die [insert name of political party here] seien und wie böse die Bilderberger, Juden, Illuminaten, Logenbrüder oder Reptiloiden seien wird nie zu einer Lösung führen.

    Kosmetikvorschläge der Sorte IV/Georg Kapsch auch nicht.


alle Kommentare

  1. Iker (kein Partner)
    22. Januar 2015 13:46

    Thanks alot - your answer solved all my problems after several days stnigglurg

  2. Meli (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:29

    Stay with this guys, you're helipng a lot of people.

  3. Ariezan (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:19

    Wow I must confess you make some very trcnahent points.

  4. sergej-sergejewich (kein Partner)
    27. November 2012 23:17

    Halte selbst das Konzept des BZÖ für gerechter:
    http://www.bzoe.at/unsere-politik/konzepte/steuerrechner.html

    Wenn man viel verdient bekommt man mehr netto raus am Jahresende, genauso wenn man wenig verdient.

    Umsetzung:

    "Leisten kann sich Österreich nach Rechnung des Bündnisses eine Steuerentlastung auch in schwierigen Zeiten.
    Die Frage der Finanzierbarkeit stelle sich in Anbetracht der längst überfälligen Staats- und Verwaltungsreform und der
    damit möglichen Einsparungen nicht, schreibt Bucher und verweist darauf, dass der Rechnungshof ein Potenzial von
    "unglaublichen 15 Milliarden Euro" an Einsparmöglichkeiten in der Verwaltung(u.a. Zusammenlegung der 22 Sozialversicherungsträger)
    errechnet habe.
    Gelesen auf:
    http://www.heute.at/news/politik/art23660,799664

  5. steuerzahler (kein Partner)
    26. November 2012 10:57

    "Bevorzugung von Dienstnehmern gegenüber Selbständigen" kann man nicht unkommentiert stehen lassen. Die Selbständigen haben weit mehr steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, man denke nur beispielsweise an die Kosten der Fahrt von der Privatwohnung zum Arbeitsplatz. Beim Selbständigen geht auch dieser Teil mit den Tankrechnungen zu 100% im Aufwand unter, Unselbständige bekommen den VAB und evtl. die Pendlerpauschale (was aber praktisch immer nur einen Teil des tatsächlichen Fahrtaufwandes abdeckt). Bei Unternehmern tankt dann zusätzlich noch die ganze Familie auf Firmenkosten...Auch andere Bereiche der privaten Lebensführung werden über das Unternehmen geführt (beginnend von den Telefon/Internetkosten, Büroaufwand, Computer bis hin zur Putzfrau, die in der Privatwohnung putzt). Möchte hier keineswegs den Unternehmern etwas missgönnen (immerhin tragen sie das unternehmerische Risiko und schaffen - hoffentlich - Arbeitsplätze), aber die Behauptung der Benachteiligung gegenüber den Dienstnehmern stimmt so einfach nicht. Sie stimmt nur dort, wo besonders hohe Gehälter bezahlt werden - dass Manager praktisch steuerfrei 100.000nde Euro im Jahr durch das 13./14. Gehalt lukrieren können ist tatsächlich eine Schweinerei. Hier wäre eine Deckelung längst wünschenswert.

  6. Eso-Policier (kein Partner)
    25. November 2012 23:43

    Andreas Unterbergers Internetseite ist die beste, die es zurzeit auf der Erde gibt. Dass eine solche Internetseite von jemandem wie Jerobeam versaut wird, ist schlimm.

  7. 3.Tenorhorn (kein Partner)
    25. November 2012 21:21

    Ich denke, alle Bürger eines Staates sollten ihren Beitrag an Steuern leisten. Ab der Höhe der Mindestsicherung sollte zunächst ein minimaler Steuersatz zu Anwendung kommen, welcher dann bis zum Höchststeuersatz stufenlos ansteigt. (rechnet heute ohnedies die EDV). Diese enorm große Gruppe an Personen ohne jegliche Steuerlast ist in meinem Augen nicht in Ordnung.
    z.B. Ein Lehrling in der Metallbranche (Gewerbe/Industrie) hat eine gar nicht so kleine Lehrlingsentschädigung. Dann kommen noch Überstunden und einige Zulagen dazu, sodass am Ende der Abrechnung oft ein schöner Nettobezug steht. Meist ist noch keine LST fällig. Natürlich gönne ich dem jungen Menschen das Geld. Aber er wohnt noch zu Hause, zahlt kein Kostgeld (wie früher üblich) und verfügt nun für seine Freizeitvergnügen wie Disco, Zigaretten, Moped/Auto über relativ hohe freie Geldmittel – im Vergleich zu einem Familienvater mit Kindern. Ein paar Prozent LST würde ihm nicht schaden!

  8. Segestes (kein Partner)
    25. November 2012 20:00

    Oha, in Graz haben Rot, Tiefrot und Melonenrot eine Mehrheit - obwohl die Steirerkrone gegen Sozis und Grüne schon seit über einem Jahr aus allen Rohren feuert... (wahrscheinlich zu wenige Inserate in Auftrag gegeben).

    PS: Und noch eine weitere Nur-hereinspaziert-Partei kommt in den Gemeinderat: Die Piraten.

  9. Anton Volpini
    25. November 2012 18:44

    Das freut mich aber ungemein, verehrter Dr. Unterberger, daß Sie zwar sehr indirekt, aber doch den neuen Präsidenten der IV, Georg Kapsch, loben. Denn dieser Steuervorschlag ist seine Handschrift.
    Es würde mich feuen, wenn Sie öfters solche Lobesworte für den Präsidenten finden würden, wobei ich mir aber sicher bin, daß Sie künftig gar nicht umhinkommen in Lobeshymnen auszubrechen.

  10. dxb (kein Partner)
    25. November 2012 11:41

    Sorry, aber das sehe ich ganz anders.

    Das Steuerkonzept der IV ist nicht nur nicht gar nicht so blöd, es ist völliger Schwachsinn - weil es nur Kosmetik ist.

    Das Problem der öffentlichen österreichischen Budgetgestaltung sind die hohen Schulden des Staates und die bestehenden hohen Fixposten im Budget.
    Nach Darstellung des Statistik Austria sind rund 2/3 des Budgets durch fixe Ausgaben vorgegeben.
    Der eigentliche Gestaltungsspielraum beträgt also bestenfalls 1/3 des gesamten Budgets.

    Dies engt naturgemäß den Spielraum des Staates ein.

    Da wird auch eine Verschiebung der Steuereinnahmen von Einkommenssteuer in Richtung Umsatzsteuer nichts bringen weil es bestenfalls Kosmetik nicht aber Ursachenbekämpfung ist.
    Das ist eben eine der Auswirkungen der Kameralistik mit ihren beständigen politisch/ideologischen Bewertungen der Ausgaben.
    Motto "Das tut da nicht so weh, also nehmen wir es hier und dafür streuen wir den Bürgern wo anders ein wenig Sand ins Auge".
    Auch die Begründung der Zustimmung Dr. Unterbergers zum IV Vorschlag läuft leider in diese Richtung.

    Daher sollten vor der Kosmetik ein paar grundsätzliche Änderungen angegangen werden.

    1.) Umstellung der Pensionskassen auf ein Ansparmodell wie dies in Hong Kong (MPF) oder Singapur (CPF) bereits funktioniert. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es ist über eine Generation machbar. Da gilt es also einen Zeitplan von rund 20 Jahren einzuplanen und durchzusetzen. Allein dieser Schritt würde den Staat von rund 10-15% seiner zukünftigen finanziellen Verpflichtungen entlasten.

    2.) Abbau der Schulden durch strikten Abbau der Subventionen des Staates an jene Institutionen, die nur wegen und aufgrund der Subventionen bestehen können. Das ist viel Kleinvieh, wie die gesamte Presseförderung, Parteiensubventionen andere, aber auch diese Kleinvieh macht sehr viel aus. Diese können und müssen endlich abgebaut werden.

    3.) Andere Staaten haben Profis in der Politik die vor ihrer Politikerkarriere schon eine eigene Karriere in der Privatwirtschaft oder wenigstens in der Armee hatten und die Politk als Abschluß ihres Lebenplanes sehen. Die sind finanziell abgesichert und haben auch einen Plan B, wenn es bei den nächsten Wahlen nicht klappt. Diese Leute brauchen dann auch keine Versorgungsposten im staatsnahen Bereich. Damit kann man auch diesen massiv einschränken und wenigstens teilweise privatisieren. Nicht jedoch sollte man Infrastrukturbereiche privatisieren. Allein das Beispiel der britischen Eisenbahnen sollte da eine Warnung sein. Man ja wenigstens ein paar Profis in die Managementposten dieser Infrastrukturbetriebe setzen.

    4.) Abbau von Staatschulden durch Einschränkungen im Ausgabenbereich. Wenn ein Haircut von 5-10% querbeet als Ziel definiert wird, kommen im Endeffekt vermutlich nur 3-4% heraus. Das ist aber genug um die aktuelle jährliche Ausweitung der Staatsschulden zu beenden. Dadurch kann dann endlich auch der Schuldenstand kurz- und mittelfristig reduziert werden.

    5.) Umstellung der staatlichen Finanzgestaltung auf ein betriebswirtschaftliches System. Das Modell der Kameralistik hat durch seine, zumeist ideologisch beeinträchtigte, Bewertung von Investitionen der sehr teuren Begünstigung diverser Begehrlichkeiten zum Wählerkauf Tür und Tor geöffnet. Eine Finanzgestaltung auf der Basis reiner Marktwerte, also im weitesten Sinn ein betriebswirtschaftliche Zugang, würde hier einigen Auswüchsen vorbeugen. Auch damit müßten einige Einsparungspotentiale genutzt werden können. Nicht nur im Bereich der Förderungen auch im Bereich der transparenten Darstellung von Kosten- Nutzenrechnungen für Investitionen. Das würde natürlich auch eine simple Möglichkeit der Kostenkontrolle durch die Bürger nach sich ziehen. Die Aussage "Mir bereiten ein paar Arbeitslose mehr Kopfzerbrechen als ein paar hundert Millionen neue Schulden" würde dann durch ein "Wie kann ich die paar Arbeitslosen rasch wieder ein selbsttragendes Beschäftigungsverhältnis brigen um nicht ein paar hundert Millionen zusätzliche Schulden aufnehmen zu müssen" ersetzt werden müssen.

    6.) Wettbewerb auch zwischen öffentlichen Anbietern wie etwa Schulen. Wenn öffentliche Anbieter vergleichbar werden, sollten fast wie von alleine die schwarzen Schafe erkennbar werden und durch eine "Abstimmung mit den Füßen" zum Umdenken ihres Zugangs zu den agebotenen Dienstleistungen bewogen/gezwungen werden. Dazu muß es natürlich auch einen möglichst hohen Leistungsanteil in der Bezahlung der Akteure geben. Das Modell der jährlichen/quartalsweisen qualitativen wie quantitativen Zielwertgestaltung als Grundlage der Gehaltshöhe funktioniert ja auch im privaten Sektor.

    Diese Maßnahmen haben nur ein einziges Ziel, die gestaltbaren Anteile des Budgets zu vergrößern.

    Als weitere Maßnahme ist eine radikale Änderung der Steuersätze anzudenken.

    Eine Flat Tax von 25% für alle Einkommensarten bei gleichzeitiger Beendigung fast aller Ausnahmen.
    Da kann es ruhig einen Sockelsatz geben, der steuerfrei ist, der kann bei Hausnummer EUR 1.000 pro Monat liegen.
    Was darüber hinaus geht ist ausnahmslos mit 25% zu besteuern, ungeachtet ob es sich dabei um personenbezogene Steuern oder Unternehmenssteuern handelt.

    Aktuelle Rechenmodelle geben Grund zur Annahme dass die Einführung einer Flat Tax bei gleichzeitiger Abschaffung der vielen bestehenden Ausnahmen zumindest einnahmensneutral verläuft wenn nicht mit einem Einnahmenplus für den Staat abläuft.
    Der Gewinn dieses Modell besteht nicht so sehr in höheren Einahmen als in der Erparnis bei der Verwaltung.

    Dieser Umbau geht, wegen der wegfallenden Ausnahmen und deren Verwaltung und Prüfung, mit einer ebenso radikalen Vereinfachung der Verwaltung einher.
    Das ist eine weitere, massive Entlastung des Budgets.

    Die Kosmetik einer Verschiebung der Einnahmen von einem Topf aus/in einen anderen Topf ist bestenfalls nur als Marketinggag zu bezeichnen.

    Ich habe nicht viel vom Georg erwartet, als Manager ist er ganz gut und als Mensch ist er sehr sympathisch, aber so wenig Verständnis für öffentliche Budgetproblematik zu zeigen ist eine schwere Enttäuschung.
    Vermutlich ist er seiner zusätzlichen Aufgabe in der IV nicht gewachsen.

    Witzigerweise ist der auch hier viel gescholtene Stronach der einzige, der einen halbwegs klaren Blick auf die tatsächlichen Probleme des Staates hat.
    Zumindest versteht er, daß man auf Dauer den laufenden Betrieb nicht aus weiteren Schuldenaufnahmen finanzieren kann.

    Er mag ja eine sehr eigene Art des Auftrittes haben, aber wer mit ihm einmal persönlich zu tun hat wird mir zustimmen, der Mann ist weniger verrückt als der Rest.
    Das gilt übrigens auch für den Lugner.

    Beide sind als Politker nicht wirklich zu gebrauchen oder in der Öffentlichkeit zu verkaufen.
    Geschäftlich haben sie beide aber durchaus erfolgreich gehandelt.
    Das wird in Österreich aber lieber ausgeblendet, wenn man sich über deren Sprache, unkomplizierten Zugang oder die publikumswirksame Selbstdarstellung als Realitysoap lustig machen kann.
    Vielleicht sollte man denen einmal einfach nur zuhören, nicht über "Werte" und ideologische Grundsätze diskutieren sondern über deren Vorstellung die Republik wie einen sanierungsbedürftigen Betrieb anzusehen und diese Sanierung auch in Angriff zu nehmen.

    Vielleicht bei Euch Fremder, aber bei uns in Bagdad wird das natürlich nicht geschehen.

    Da treten dann die absoluten Verwaltungsgrundsätze der Republik in Kraft die da lauten:

    "Da könnte ja ein jeder kommen"
    "Das wird sich nie durchsetzen"
    "Das haben wir immer schon so gemacht"

    Dabei reicht es schon, wenn man einmal ein Mittessen im Clubhaus vom Fortuna mit dem Stronach macht.
    Einfach nur zu sehen, daß es auch andere Sichtweisen der aktuellen Situation gibt.
    Man muß ihn nicht mögen und man muß ihn nicht wählen, um einfach nur mal eine andere Perspektive zu erkennen.
    Ich kann ihn mir auch nicht in einer Regierung vorstellen.

    Dazulernen kann man jederzeit und von fast jedem.

    Das ewige Herumgesudere wie schlimm denn die [insert name of political party here] seien und wie böse die Bilderberger, Juden, Illuminaten, Logenbrüder oder Reptiloiden seien wird nie zu einer Lösung führen.

    Kosmetikvorschläge der Sorte IV/Georg Kapsch auch nicht.

    • Maybach (kein Partner)
      25. November 2012 15:10

      Danke für diesen interessanten und tiefschürfenden Beitrag, leider dürfte den Unterberger-Adepten gerade der letzte Absatz, der vor politischen Kastl-Denken warnt, weniger schmecken. Zur Erklärung: Mich nervt es immer wieder, dass wenn man sich nicht als aufrechter Konservativer oder marktliberaler Hardliner zu erkennen gibt, man sofort in das linke Eck gestellt wird. Dabei stören mich diese Klassenkämpfer genauso wie lodentragende, versnobte "Leistungsträger", deren einziuge Leistung ihr Netzwerk ist.

    • estate (kein Partner)
      25. November 2012 15:54

      dbx,

      Sie schreiben u.a. "Was darüber hinaus geht ist ausnahmslos mit 25% zu besteuern, ungeachtet ob es sich dabei um personenbezogene Steuern oder Unternehmenssteuern handelt."

      Mit der Handhabe, entweder nur den Unternehmensgewinn oder nur die Ausschüttung zu besteuern, nicht aber beides, ergäbe sich sonst doch dank Doppelbesteuerung eine Belastung von 43,75%.

    • dxb (kein Partner)
      25. November 2012 16:04

      Maybach,

      ja danke, bisweilen platzt mir auch der Kragen bei all dem inhaltsleeren Gesudere.
      Wer keine Lösungen hat aber seine Zeit mit Gejeiere verbringt sollte seine warmen Abgase wenigstens zu Heizzwecken zur Verfügung stellen ;-)

      Wobei ich nichts gegen Lodenmäntel habe, ich trage selber gerne einen.

      estate,

      sorry, da ist mir wohl eine Unterlassung unterlaufen.
      Die Einkommensarten sollten natürlich nur einmal besteuert werden.
      Wenn also die Unternehmen schon die 25% KöSt. abgeführt haben, brauchen deren Eigentümer keine weiter Besteuerung für Ausschüttungen abzuführen.
      Doppelbesteuerung sollte natürlich vermieden werden.

      Wobei ich an dieser Stelle auch gleich hinzufügen muß, daß für mich Erbschaften und Schenkungen keine zu besteuernden Einkommensarten darstellen.
      Das sollte generell steuerfrei bleiben.
      Da reicht es, wenn im Rahmen des Eigentumsüberganges die Verwaltungsabgaben zu bezahlen sind.

  11. Haider
    24. November 2012 22:34

    Nicht nur Wien, ganz Österreich ist anders!
    Da gibt es im Parlament die sogenannte "Wiener Stunde" (Präsidentin Prammer versucht dies vor jeder Parlamentssitzung unfallfrei kundzutun - selten gelingt's). Diese "Wiener Stunde" hat nicht, wie sonst auf der ganzen Welt 60 Minuten; nein: sie hatte bisher 62 und seit's das Team Stronach gibt gar 69 Minuten.
    Derselbe Unfug herrscht mit dem 13. und 14. Monatsgehalt (manche: Journalisten, Bankster ... haben 15 Monatsgehälter). Ich dachte immer, ein Jahr hätte 12 Monate. Die Steuertrickserei könnte man bei gutem Willen ganz leicht anders lösen. Die Jahresverdienstsumme wäre eine klare Aussage (kein Hintenherum, keine Mauschlerei, kein Wischiwaschi - aber dann wär es natürlich nicht österreichisch). Soviel ich weiß, gibt es im Einkommensteuergesetz auch keine Zusatzmonate für selbständige Steuerpflichtige.
    Natürlich kann man aus politischen Gründen diese Klärung nicht durchführen, denn sofort käme der politische Gegner mit seiner Haßpredigt, daß das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gefährdet wäre - was natürlich blanker Unsinn ist. Wahrheit, Klarheit, Übersichtlichkeit und Redlichkeit sind keine politischen Kategorien!!!

    • Neppomuck (kein Partner)
      25. November 2012 14:15

      Da das Jahresgehalt in seiner Gesamtheit besteuert wird (siehe "Arbeitnehmerveranlagung" = Lohnsteuerausgleich), kann ich keine "Bevorzugung von Dienstnehmern" (O-Ton Unterberger) erkennen.

      Hingegen eine der Selbstständigen, die gegenüber den Arbeitnehmern die Möglichkeit der "kreativen Steuererklärung" (Absetzung von Betriebsausgaben etc.) haben.

  12. Gerhard Pascher
    24. November 2012 17:47

    Mein Wunsch an den Weihnachtsmann (pardon: auch an die Weihnachtsfee):

    So wie viele andere Österreicher warte auch ich schon sehnsüchtig auf die nächste (vielleicht sogar vorgezogene) NR-Wahl. Ich wünsche mir auch viele neue Gesichter im NR, nicht nur den Abgang der nachstehenden Personen, welche einen Rückzug schon angedeutet haben:
    die Herren Neugebauer (68), Haberzettel (58), Bartenstein (59), Stummvoll (69), Donabauer (67), Großruck (65), Prähauser (65), Westenthaler (55), Grünewald (64) eventuell auch Cap (60) sowie die Damen Silhavy (56), Csörgits (58), eventuell auch Steibl (61), welche hoffentlich jüngeren, unverbrauchten und idealistischen Leuten Platz machen.
    Schön wäre es auch, den NR wieder zu verkleinern (100 Leute sind genug, denn viele treten ohnehin kaum in die Öffentlichkeit und werden von der jeweiligen Partei nur als nützliche Id eeee Ja-Sager missbraucht!), das Wahlrecht verändern, den Klubzwang sowie die Eigenwerbung der Ministerien u.a. Institutionen zu verbieten.

    Viele meiner Freunde sagen mir zwar, dass sich nach der nächsten NR-Wahl nicht viel ändern wird. Ich bin aber ein unbelehrbarer Optimist, denn nach einer Talsohle kann es doch nur noch bergauf gehen.
    Oder irre ich mich und es gibt doch noch einen Abgrund vor uns?

    • machmuss verschiebnix
      24. November 2012 18:01

      Stichwort Negativ-Auslese,
      führt dazu, daß benannte Herrschaften auch nach der Wahl noch am Sessel kleben werden,
      denn welcher Art Nachwuchs wird sich wohl unter diese Mischpoche mischen ?

      Wir wissen, daß es mit denen KEINE REFORMEN geben wird, wir wissen aber auch,
      daß wir alle derzeit noch zu viel zu verlieren haben, wenn wir gemeinsam die einzig
      mögliche Gangart Richtung Wandel anstreben würden: die da heißt Umsturz und
      (interimistische) Diktatur.

    • Haider
      24. November 2012 22:55

      Danke Gerhard Pascher!
      Manchmal bewahrheitet sich unverbesserlicher Optimismus: Ich wurde jahrzehntelang als weltfremder Spinner ausgelacht, da ich felsenfest an die Wiedervereinigung Deutschlands glaubte. Ich hab sie erlebt. (Unser damaliger Bundeskanzler Vranitzky machte noch als letzter westlicher Staatsmann der sogenannte DDR kurz vorm Kollaps seine Aufwartung - eine einzige Schande!)
      Noch nicht erlebt habe ich die Wiedervereinigung Tirols - aber ich glaube nach wie vor felsenfest daran. Ob's mit der Südsteiermark klappt oder den urösterreichischen Gebieten um Feldsberg/Eisgrub bzw. Gmünd in der heutigen Tschechei weiß ich nicht?
      Da werden wir doch die längst überfällige Verkleinerung unseres mickrigen Nationalrates auch noch erwarten können und das Ende des stiefmütterlich dahinvegetierenden Bundesrates feiern dürfen. Optimismus ist gefragt!

    • Undine
      25. November 2012 08:46

      @Haider

      *********
      Ja, Vranitzkys verzweifelter Versuch, mitzuhelfen, die DDR in letzter Minute noch zu retten, ist mir in lebhafter Erinnerung! Er zeigte damals seine vom Elternhaus her geprägte Liebe zum Kommunismus; alte Liebe rostet nicht.

  13. Brigitte Imb
    24. November 2012 14:58

    Daß Einkommens- u. Lohnsteuern gesenkt gehören ist unter den Steuerzahlern ja unbestritten, aber deshalb ist keineswegs einzusehen, daß im gleichen Atemzug die Mehrwertsteuer erhöht werden soll. Der Staat soll so ganz automatisch auf alles und jedes das der Mensch kauft in so hohem Ausmaß mitschneiden?! Da bin ich entschieden dagegen, da es nur den Endkunden im Übermaß schröpft.
    Zu "Leistung soll sich lohnen" gehört mM auch, sich etwas leisten zu können.

    • A.K.
      24. November 2012 15:21

      @Brigitte Imb:
      ************************************

    • machmuss verschiebnix
      24. November 2012 17:36

      @Brigitte Imb,
      so wie es kommuniziert wurde, soll dem Arbeitnehmer (Konsumenten) die höhere
      Mehrwertsteuer über das Lohnsackerl ja wieder abgegolten werden. Wenn durch
      dir Reduktion der Lohnsteuer dem Unternehmer insgesamt ein Wettbewerbsvorteil
      entsteht, warum sollte es den Bürger dann '"kratzen" - ganz im Gegenteil, es sind
      die Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen, nicht die Hrn. Genossen ! ! !

    • Brigitte Imb
      24. November 2012 19:06

      Das Genossentum haut ohnehin schon genug Geld zum Fenster hinaus, die sollten sich gefälligst einmal einschränken und den Leistungsträgern mehr übrig lassen. Meines Wissens spülen die Leistungsträger ohnehin reichlich und beständig mehr ins Steuerbörserl, da sollte es doch einmal genug sein.
      Warum soll der Finanzminister zusätzlich und oftmals weit mehr mitverdienen als der Herrsteller. Wenn ich mir z.B. ein Paar neue Schuhe leiste um 100€ frißt der FM gleich einmal 20€, rechnet man das Material, die Arbeitszeit, etc., und zieht man dann noch die ESt. ab, bleiben dem Hersteller mit Sicherheit weniger als dem FM und das kann's wohl nimmer sein.
      Was müssen das für Zeiten gewesen sein, als der Zehent galt.....

    • machmuss verschiebnix
      24. November 2012 20:21

      @Brigitte Imb,
      da muß ich Ihnen grundsätzlich natürlich recht geben, aber wir können den Apparat
      leider nicht dazu zwingen, weniger Geld für die Netto-Empfänger, Parteigänger, ...
      hinauszuwerfen.

      Die Wende-Regierung hat ein für alle mal bewiesen, daß unser Staatswesen absolut
      unreformierbar ist, weil die Netto-Empfänger in der Mehrheit sind und nicht begreifen,
      daß kein Lichtermeer der Welt einen Staatsbankrott weg-demonstrieren kann ! ! !

      Defacto bliebe als die einzig mögliche Gangart Richtung Wandel / Reform nur ein Umsturz
      samt (interimistischer) Diktatur, was aber derzeit noch keiner von uns als akzeptabel
      ansehen dürfte (solange bis unsere Sparguthaben eingezogen werden - dann fliegen die
      Brandsätze !!! ).

      Ich weiß nicht wann es soweit sein wird - hängt weitgehend davon ab, wie effizient die SPÖ
      die "Reichen" (Investoren) aus Österreich raus ekelt - aber letztlich bin ich davon überzeugt,
      daß an einem generellen "Reset" kein Weg vorbei führt .

    • Haider
      24. November 2012 23:12

      Sg Brigitte Imb
      Warum wohl reibt sich jeder Finanzminister bei eine Benzinpreiserhöhung genüßlich beide Hände und redet sich auf die bösen Ölscheichs aus? Wie im Spielkasino sprudeln für den Staatssäckel die Euros, ohne auch nur das Geringste selbst leisten zu müssen. Und so ist es im gesamten Wirtschaftskreislauf. Sieger ist immer der staatlich sanktionierte Plünderer. Pensionsangleichungen (?), Gehaltserhöhúngen (?), Ausgleichsleistungen - alles erfolgt post festum. Nur beim Finanzamt oder den staatlichen Monopolbetrieben wie z.B. den Energieversorgern werden schamlos Vorauszahlungen kassiert. So ist das Leben!

    • Brigitte Imb
      25. November 2012 01:50

      @ Haider,

      das ist sowieso der allergrößte Witz, da zahlen wir auf die ohnehin recht satte Mineralölsteuer auch noch MwSt. Wundern würde es mich wenig, wenn einer unserer "G'scheiterln" das aufgreift und ebenso auf die Einkommenssteuer MwSt. fordert.

  14. machmuss verschiebnix
    24. November 2012 14:51

    Also wenn hier die ÖVP auch nur dran denkt, zu zaudern, dann gibt sie damit
    ihrer Stammklientel - dem Unternehmertum - dasselbe Signal, welches sie
    schon seit längerem dem Mittelstand zeigt: die kalte Schulter.

    Was natürlich bei der nächsten Wahl auf (noch mehr) "Gegenliebe" stoßen wird (!)


    Daß die SPÖ in ihrem gleichmachenden Umverteiler-Wahn verharrt, war ja zu
    erwarten, weil in dieser Partei offensichtlich kein Personal mit Realitäts-Sinn
    beheimatet ist.

    Die werden's nie kapieren, daß - angenommen, die würden einem Reichen
    die Hälfte seines Vermögens wegnehmen und es einem Armen geben, der Reiche
    dann immer noch ein (Halb-)Reicher wäre, weil seine Mentalität ihn umgehend
    wieder zum (Ganz-)Reichen machen würde, während aber der Arme nie weiter kommen
    würde als bis zum (Halb-)Armen, denn seine Mentalität würfe ihn umgehend wieder in
    die Armut zurück.

    Warum kapieren diese sozialistischen Hohlköpfe nach mehr als einem Jahrhundert
    voller ruinöser Erfahrungen in unzähligen Staaten rund um den Globus noch immer
    nicht, daß ihre Ideologie die Schwächen des menschlichen Naturells unterstützt
    und sogar fördert (!)


    Hingegen, der Slogan vieler "kapitalistischer" Manager:
    "Schwächen schwächen, Stärken stärken".


    Was soll daran ausbeuterisch sein ? Oder was ist ausbeuterisch daran,
    wenn die Engineers bei Firmen wie Google ungefragt alle nur erdenklichen
    Annehmlichkeiten bereitgestellt bekommen - da kann der Sozialismus unmöglich
    mithalten - dafür gibt's solche Goodies auch nur, solange die Leistung stimmt,
    ansonsten ist einer ganz schnell EX-Mitarbeiter. ABER er kann ja was anderes
    arbeiten. Das Einzige was hier schieflaufen kann (und nicht selten auch tut),
    daß sich die Leute selber ausbeuten.

    Sowas kann dem Sozialismus NIEMALS passieren, der hat nämlich eine dauerhafte
    Klientel - ja klar - aber nur solange irgendwer da ist, der diesen Schwachsinn
    finanziert, danach wird denen ihre Klientel an den Kragen gehen (oder
    durchbrennen - siehe DDR ).

    Dabei müssen wir froh sein, daß die Sozis wenigstens nicht die Kraft der
    Gesunden unter den Kranken verteilen können - wetten, daß diese Verrückten
    das tun würden, wenn es nur ginge (!), anstatt daß sie Ursachen bereinigen und
    am besten gleich anfangen bei der Ursache für's vorprogrammierte Scheitern
    des Sozialismus.

    .

  15. Undine
    24. November 2012 13:08

    OT, aber in letzter Zeit ein Dauerthema:

    Bevor ER morgen hier wieder zuschlägt und es allen schwermacht, sich zu den "normalen" Kommentaren durchzuKÄMPFEN, eine Frage an alle Tagebuchfreunde, denen der an massivster Logorrhoe leidende @Jerobeam genauso auf die Nerven geht wie mir: Gibt es denn gar keine Möglichkeit, diesen schwatzhaften Herren mit dem schier unglaublichen Mitteilungsbedürfnis loszuwerden?
    @Neppomuck meint zwar, dieses lästige Leiden sei therapierbar---hm, ich weiß nicht recht.....Was meinen Sie? Sollte ich gar zu taktlos reagiert zu haben---schließlich kann er nichts für ein Leiden dieser Art---möge man mir verzeihen; aber gelegentlich platzt einem halt der Kragen. :-)

    • Wertkonservativer
      24. November 2012 13:19

      Liebe Undine,

      ich bin ja ein "Lieblingsgegner" von "Jero0beam", weil ich schon wiederholt wagte, ihm entgegenzutreten!
      An sich meine ich ja, der Mann solle sich vielleicht doch einer Behandlung unterziehen, doch vielleicht ist er nur ein unheimlich Kluger, der uns alle zum Narren halten will?

      Nun, irgendwie wird sich das Problem wohl lösen lassen, sei es durch Einsicht des "jerbeam selbst", oder vielleicht doch durch ein Machtwort unseres Dr. Unterberger?
      Ich weiß schon: Rede- und Gedankenfreiheit! Doch Reden und Gedanken dieser Art sind wohl hinterfragenswert!

      Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Observer
      24. November 2012 13:36

      Sobald zu einem unsachlichen oder beleidigendem Kommentar eine Replik erfolgt, gibt es wieder ein Kontra usw. Damit müssen wir leben.
      Wie wäre es, solche unerwünschten Beiträge "nicht einmal ignorieren", dann laufen sich solche Sachen langsam tot.
      Nachteilig wirkt sich allerdings die hier im Blog erlaubte Änderung des Nicknamens aus, da kann man erst mit Verzögerung (vor allem durch den Schreibstil) den früheren Wicht erkennen. Der Blogbetreiber gewährt eben als überzeugter Demokrat allen Stimmen Raum, ausser sie verstossen grob gegen manche Sitten, dann greift er sicher ein und macht auch von seinem Löschungsrecht Gebrauch.

    • Brigitte Imb
      24. November 2012 14:25

      Wie ich bereits einmal erwähnte, einfach drüberscrollen, od. "net amoi ignoriern"....

    • Undine
      24. November 2012 16:14

      Also gut, ich werde in mich gehen und "tätige Reue" üben; einen extra langen Kommentar werde ich nicht nur überfliegen, sondern richtig lesen und mich fürderhin in Duldsamkeit üben. ;-(

  16. HJR
    24. November 2012 13:02

    Weder an der IV noch an der Sozialisten Wesen
    wird dieses unser Land genesen!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at

  17. Sensenmann
    24. November 2012 12:52

    Gottseidank ist diese Quatschbude mit ihrem Kryptosozialisten Kapsch (seine Faible für marxistsiche Schwurbeleien beweist die Einstufung als solchen mehr als hinreichend) unbedeutend, denn auch dieses "Konzept" ist nichts anderes als eine Fortschreibung der sozialistischen Raubpolitik und der Zerstörung von Volk und Land durch Ausbeutung und Verschleuderung des erarbeiteten Vermögens.

    Wie sich der Präsident einer Industriellenvereinigung für MEHR Steuern, damit MEHR Geldverschwendung und MEHR Staat aussprechen kann, bleibt wohl sein Geheimnis und das des Zirkels aus Afterküssern des Marxismus, der diese Ideen ausgebrütet hat. Man hängt auch hier der marxistischen Theorie an, daß der Staat, wenn er Geld und Macht hat, Wohlstand schaffen könne. Daß ein zurückgedrängter Staat und freie wirtschaftliche Entfaltung hier der einzig richtige Weg sind, hat man längst verdrängt.

    Es bleibt festzuhalten: Jeder Cent, den dieser Staat mehr einnimmt, wird postwendend zur Beförderung der Ideologie verschleudert! So war es in sozialistischen Systemen immer, und so wird es sein, bis diese verbrecherische Mordideologie endgültig auf dem Misthaufen der Geschichte gelandet ist. (Die Nazis sind nach ihrem Zusammenbruch schon dort, die Internazis müssen noch dorthin, und das wird nach dem nächsten Zusammenbruch endlich soweit sein.)
    Zuerst wird verschwendet an unsere Volkszertreter als Dank dafür, daß sie uns allesamt abschaffen und durch den "neuen Menschen" ersetzen wollen, dann an fremde Völkerscharen, die sich bei uns aussaugen, dann an eine abgehobene Bonzen- und Parasitenkaste die sich daran bereichert und nicht zuletzt an einen Beamtenapparat, der in Privilegien schwelgend sein Hauptaugenmerk darauf richtet, dem Normalverbraucher und dem Tüchtigen nach Kräften Prügel in den Weg zu werfen, anstatt wo immer möglich, Prosperität und Unternehmertum nach Kräften und unter weitestmöglicher Auslegung von Normen zu fördern.

    Nein, liebe IV, es gilt nicht, diesem geldsaugenden Ungeheuer, diesem Moloch von einem Drecksstaat MEHR Geld zuzumessen oder Kosmetik für das Dumme Volk zu betreiben! Es geht darum, dem Staat das Geld zu entziehen und ihm zu verbieten, mehr auszugeben, als das Volk ihm für die Abwicklung seiner Agenden zugestehen will!
    Wer den Tumor nicht von seiner Versorgung abschneidet, der wird am Krebs sterben! (Falls Sie es noch nicht kapieret haben: Nicht SIE und ihre sozialistischen Verbrecherfreunde bestimmen, wann wir Pleite sind, sondern unsere Gläubiger. Offenbar ist das Beispiel Griechenlands noch nicht plakativ genug, weil man es nicht sehen will, da es ja der Ideologie widerspricht.)
    Das Recht, Schulden as infinitum zu machen, gehört abgeschafft und den Verschwendungspolitikern endlich der Prozess gemacht!

    Dem Herrn Kapsch und all jenen, die am Afterduft des Marxismus zu schnuppern belieben ins Stammbuch:
    Ihr bekommt gar nichts mehr! Ihr spart und bescheidet euch mit dem, was da ist, OHNE neue Steuern, OHNE neue Schulden!
    Solange der Subventionsbericht des Bundes, solange die Subventionen der Länder von Geldgeschenken an die dubiosesten Vereine, an obskure internationale Organisationen, und an die Huren der Systempresse als Dank für ihre freiwillige Gleichschaltung (angesichts derer selbst ein Goebbels vor Neid erblassen würde) nur so strotzen, gibt es nichts!
    Solange ein Skandalprojekt das nächste jagt, solange eine verlotterte Dreckjustiz Verbrecher schont und nicht in der Lage ist, diesen wenigstens die Beute zu entziehen, gibt es nichts!
    Solange Beamte und Körperschaften öffentlichen Rechts nach Belieben und ohne Konsequenzen den Bürger schikanieren und ihm ungestraft Kosten aufbürden können, gibt es nichts!

    Angesichts dessen, daß man die Staatsausgaben um mindestens EIN VIERTEL herunterfahren könnte, wenn man einfach alles, was nicht staatsnotwendig ist, aus dem Katalog der Ausgaben streicht, überhaupt nach neuen Steuern zu verlangen, zeigt schon ein gerüttelt Maß an sozialistischer Verblendung an, ist aber an sich nur eine Zustandsbeschreibung der ÖVP, deren geistige Räude nun offenbar auch die IV verpestet hat!

    Es ist ja nicht so, daß diesen Herrschaften all die Rechnungshofberichte, all die Skandale, all die Bürokratie, all die Verschwendung unbekannt wäre!
    Nein, DIES ALLES wird nicht angeprangert! Hier kommt kein Lösungsansatz.
    Neue und umgeschichtete Steuern sind für diese unverschämten Gestalten das Problem und man beschäftigt sich damit, ob man nun Arbeit oder Konsum wohl besser etwas höher besteuere!
    (Besser den Konsum, weil der die Wertschöpfung im Ausland anteilig höher besteuert? Wie verblödet! Sowas pflegt man durch Zölle zu machen, aber man freut sich ja, daß ostasiatische Textilien mittels Kinderarbeit und nicht vorhandenen Umweltstandards "frei" mit unserer Textilindustrie konkurrieren konnten...).

    Wie verblödet muss man sein, zu glauben man könne dem Volk gegenübertreten und sagen: " Liebe Leute! Ab heute bleibt euch 5% mehr Netto vom Brutto, aber keine Sorge: Sobald ihr etwas kauft, nehmen wir es euch durch 5% mehr MwSt. sowieso wieder ab!" Für wie blöd halten diese Gestalten die Masse - die ohnedies schon kocht, was aber den im Paralleluniversum schwebenden Bonzen offenbar völlig entgangen ist - eigentlich noch?

    Der Hintergedanke ist aber klar: Das nunmehr im Sack verbliebene Geld soll nicht in Güter fließen, nein, es soll "angelegt" werden, man "spart" es besser und es soll damit in fremde Taschen fließen um Papier in Gold zu verwandeln. Berät Goldmann Sucks eigentlich nun endlich auch die IV?

    Aber gut, mögen die Marxisten aller Schattierungen so weiter machen, das Volk auspressen und dann erst den Karren an die Wand fahren.
    Noch bevor sie Volk und Land zugrunde richten können, werden sie den Staat zugrunde richten- was an sich ja nicht schlecht ist, denn dann wird man sich einen besseren machen.

    Vorher dürfen sich die Schädiger und Totengräber von Volk und Land aber noch freuen: Auf Nürnberg 2.0.

    • Helmut HGR.
      24. November 2012 13:30

      Na,na! Da hat sich Sensenmann aber gehörig die Wut aus dem Bauch geschrieben.

      In Einem möchte ich aber doch widersprechen: Österreich ist kein "Drecksstaat".
      Die Politiker sind ..... .

      Politiker "Verbrecher" zu nennen habe ich bisher nur im Freundeskreis verwendet; seit einigen Jahren schon.

      Aber bedauerlicherweise trägt auch das Wahlvolk, das von Wahlzuckerln beeinflusst wird, dazu bei, daß unsere Politikerkaste ist, wie sie ist.

      Manchen Wählern ist wurscht, was in Zukunft ist. Manche sind total egoistisch; sollen die Nachkommen sehen, wo sie bleiben.

      Manchmal wünscht man sich, es dürfen nur alle wählen, die nicht "Österreich" oder ähliche Schmierblätter lesen.
      Natürlich ist der Gedanke Unsinn. Träumen wird man ja noch dürfen.

    • Wertkonservativer
      24. November 2012 13:52

      Endlich einer, der meiner Meinung ist, es sei ungehörig und einfach dumm, Österreich als Drecksstaat zu beschimpfen!

      Danke!

      (gerhard@michler.at)

    • HJR
      24. November 2012 13:58

      Bis auf die da und dort angreifbare Wortwahl, steht da in der Substanz nicht Falsches drin!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Politicus1
      24. November 2012 14:45

      Verehrter Sensenmann,
      glauben Sie nicht auch, dass andere Internetplattformen besser für Ihre literarischen Ergüsse geeignet wären?

    • Helmut Oswald
      24. November 2012 18:34

      Glauben die Herren Poster Wertkonservativer (doch wieder da, zum dritten) HGR und Politicus1 eigentlich, das Sensenmann der einzige ist, dem der Kragen platzt ?
      Da muß ich die Herren (oder sind's auch Damen, beim Nick weiß man's ja nicht so genau) aber ziemlich enttäuschen. Abgesehen von den Haupt- und Staatsbeschwichtigern, die prinzipiell auf die Bremse steigen, wenn sich die Unzufriedenheit angesichts der Verhältnisse äussert, kann ich beim Sensenmann nur eine wirkliche Korrektur anbringen - Österreich hat einen Dreckstaat. Das Land möchte ich mit dem Staat nicht verwechselt sehen. Ansonsten ich nur feststellen kann - wer lange genug jene Nachrichten bekommt, die in der von unserem Steuergeld gekauften Presse eben nicht zu Wort kommen, der weiß längst Bescheid. Und wer genügend Bezirksorganisationen hat, und das, was diese aus der Bevölkerung an 'Schwingungen' aufnehmen, nicht einfach ignoriert, wie dies offenbar ab der Ebene Landesorganisation aufwärts in den etablierten Parteien üblich ist, muß festhalten, daß aus einem wachsenden Teil der Bevölkerung Äusserungen kommen, die zwar politisch unvertretbar, aber ohne jeden Zweifel emotional noch weit über das hinausgehen, was Sensenmann hier einmal in kräftigere Worte gepackt hat. Gemeinsam ist ihnen die Angst vor der Zukunft und das Misstrauen gegenüber der politischen Klasse. Und der Wunsch, Verantwortliche bestraft zu sehen. Oder glauben sie nicht, daß es Zeit is,t die Fahrt in den Abgrund zu stoppen, die - uns alle zusammen, seine wir nun moderat oder erzürnt - mittels ESM, Griechenland usw usf - in eine tiefe Dunkelheit stürzen wird? Aber ja. Ich vergass, wir beschäftigen uns ja angelegentlich mit Risotto Rezepten und gehobener Lebensart bei einem Glas Wein, nicht wahr ? Da können wir für die Sorgen des Pöbels nicht auch noch Zeit und Gehör finden. Sollen Sie doch Kuchen essen, wenn es kein Brot mehr gibt.
      Der Fall wird tief.

    • FranzAnton
      24. November 2012 18:39

      Lieber Herr Sensenmann, Sie haben ja inhaltlich sowas von Recht mit Ihrer Analyse, jedoch muss zweifellos folgender Grundsatz gelten: Der Umstand, daß andere Fehler machen, sollte nicht als Begründung dafür herhalten, selber welche zu machen; gemeint sind damit Ihre auch von anderen Postern kritsch kommentierten verbalen Kraftausdrücke.
      Sie besitzen offenbar beträchtliches und wertvolles analytisches Talent, welches diesem Blog zum Vorteil gereichte; lassen Sie daher die Gäule Ihres (durchaus nachvollziehbaren) Unmutes nicht mit Ihnen durchgehen!

    • Anton Volpini
      25. November 2012 20:04

      Sagen Sie einmal, @ sensenmann, welche Informationen besitzen Sie, daß Sie so einen Schmähruf schreiben können. Würd mich wirklich interessieren. Ich bitte um Ihre Antwort!

    • Zraxl (kein Partner)
      26. November 2012 09:22

      @ Sensenmann
      Es gibt doch große Teile der Industrie, die von Ausgaben des Staates leben. Wenn der Staat die ÖBB nicht finanziert, kann die ÖBB keine teuren Infrastrukturprojekte finanzieren. Die Bauwirtschaft wird also doch einiges Interesse haben, dass der Staat neue Bahnhöfe und Tunnels baut. Da ist es vollkommen egal, ob auch nur ein einziger Mensch mit der Bahn fährt. Quizfrage: Wer baut wohl die elektrischen Einrichtungen, steuerungs- und nachrichtentechnischen Anlagen für die großen Infrastrukturprojekte in Österreich? Mit Kommunismus oder Kryptokommunismus hat das nichts zu tun.

      An die Kritiker des Sensenmanns
      Ein kurzer Blick auf das Abgabenkonto beim Finanzamt bestätigt und erklärt Sensenmanns Analyse und Wortwahl vollkommen. Nur in einem Punkt teile ich Sensenmanns Darstellung nicht: Nürnberg 2.0 wird es nicht geben. Die produktiven Kräfte werden ihr Vermögen in Sicherheit bringen und sich nach und nach aus dem Land verabschieden. Der Rest wird irgendwann zusammenkrachen. Wenn dann die große Volkswut ausbricht, wird diese sicher in eine Richtung kanalisiert, die für die wirklich Verantwortlichen ungefährlich ist.

  18. A.K.
    24. November 2012 11:46

    Der österreichische Schriftsteller Matthias Mander hat die neuen „Sitten“ der Finanzmärkte und Staaten schon vor dem Jahre 2000 vorausgeahnt und in seinen Werken schon damals vor den Folgen gewarnt.
    Auch bezüglich Steuern ist in seinen Werken einiges zu finden. Ich möchte aus dem Gedächtnis eine seiner Aussagen zwar nicht wörtlich - aber hoffentlich sinngemäß - zitieren:
    „...Wie kommt man zur Annahme, daß Politiker oder der Beamtenapparat sorgfältiger mit dem Steuergeld als Teil des vom Einzelnen mühsam erworbenen Einkommens umgehen werden, als es der Betroffene selbst tun würde, könnte er selbst direkt auch über diesen seinen Steuerbetrag verfügen?

  19. Josef Maierhofer
    24. November 2012 11:24

    Mit dem Steuerkonzept wäre ich einverstanden.

    Womit ich nicht einverstanden bin, ist die Klientelpolitik und all die Ausnahmen vom Steuergesetz, die Befreiungen, die Reduktionen, etc.

    Zahlen wir Steuer ohne wenn und aber und aus basta.

    Anstehen würden:

    Gesetzesreform
    Verwaltungsreform
    Maßnahmen zur Budgetsanierung
    Förderungsreduktion
    Föderalismusreduktion
    Sozialreform
    Aufgabe der Unnötigkeitspolitik
    Aufgabe der EU-Hörigkeit
    ....

    Das redet keiner an von den Industriellen, obwohl es den Staat entlasten würde, bzw. auch reduzieren.

    • dssm
      24. November 2012 12:28

      Förderalismusreduktion?!?!?
      Auf Gemeindeebene gibt es zahlreiche Einheiten die schuldenfrei sind!
      Auf Landesebene gibt es immerhin einige welche überschaubare Schulden haben!
      Auf Bundesebene ist jeder Kommentar überflüssig!

      Sie wollen also mehr Kompetenzen zu den 'Experten' auf höherer Ebene delegieren?
      In Gemeinden oder Bezirken mag viel schiefgehen, aber es ist verglichen mit den grösseren Einheiten einfach lächerlich wenig. Small is beautiful!

    • Wertkonservativer
      24. November 2012 12:47

      @ Josef Maierhofer:

      Föderalismus-Reduktion?
      Wie passt das mit der Direktdemokratie-Forderung zusammen?
      Besser Länder- als Staats-Entscheidungen, oder?

      Was bedeutet: Aufgabe der Unnötigungspolitik: ein Schlagwort, sonst nichts!

      Aufgabe der EU-Hörigkeit: sehen Sie nicht auch die Vorteile eines zusammenarbeitenden und -wachsenden Europas?
      Ich wundere mich wirklich über die hier grassierende EU-Verteufelungs-Kampagne!
      Jede kleine Peanuts-Problematik wird groß ausgewalzt, die Vorteile jedoch großzügig übersehen!

      Sie werden sehen: die EU wird in einigen Jahren ganz Europa umfassen; es wird - weil naturgemäß viele Mitredner - auch unheimlich schwierig, doch die einzige Möglichkeit sein, Europa im Konzert der Weltentscheider auf gleicher Augenhöhe zu vertreten.

      Ich weiß, dass ich mit meiner optimistischen EU-Meinung hier auch etliche meiner Freunde vergraule! Aber seht doch die Problematik bitte auch einmal realistisch!

      Europa geht unter, wenn wir wieder in unsere früheren Nationalstaatlichkeiten zurückfallen! Die Spekulanten der Welt würden uns mit Haut und Haar auffressen!
      Wird das denn hier überhaupt nicht in größerem Zusammenhang gesehen?

      Ich bin echt verwundert, dass nicht zumindest einige unter Euch die Notwendigkeit des Jahrhundertprojekts Europas erfassen und begrüßen!
      Ganz wichtig:
      Die Jugend denkt anders (das weiß ich aus vielen Kontakten im Familien- und Freundeskreis)! Schon deswegen bin ich sicher, dass die EU und der Euro weiterbestehen, und dass die honorige Pessimisten- und EU-Abschussgemeinde hier im A.U.-Forum schlussendlich nicht recht haben wird.

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      24. November 2012 12:49

      ...Unnötigkeitspolitik ..

    • dssm
      24. November 2012 13:37

      @Wertkonservativer
      Sie sind gar nicht so alleine! Europa ist hier positiv besetzt. Diese (und das Wort 'diese' bitte betonen) EU ist vielen ein Dorn im Auge, als ich aber neulich, moniert habe, daß diese EU nur der verlängerte Arm der lokalen Potentaten ist (also unserer 'Eliten') habe ich grosse Zustimmung erfahren. Daher wurde auch die These: Zuerst daheim aufräumen, der europäische Rest erledigt sich von alleine, durchaus positiv aufgenommen.
      Es wäre wirklich ein Wahnsinn, wenn wir uns von ein paar Sozialisten, die wie die Maden im Speck leben, uns unser Europa kaputt machen lassen würden.

      Umgekehrt: Jetzt erst recht! Für Europa, für Rechtsstaat, für Subsidiarität, für Sparsamkeit, für Familie!

    • HJR
      24. November 2012 13:43

      @Wertkonservativer, 12:47
      [... Sie werden sehen: die EU wird in einigen Jahren ganz Europa umfassen; es wird - weil naturgemäß viele Mitredner - auch unheimlich schwierig, doch die einzige Möglichkeit sein, Europa im Konzert der Weltentscheider auf gleicher Augenhöhe zu vertreten ...]

      Un ich hatte doch gerade begonnen, mich mit Ihrer Prognose zu befassen, welche den Chinesen und den Indern binnen kurzer Zeit den Aufstieg an die Spitze zugetraut hat, sodass Europa da bestenfalls den 3. Platz einnehmen könnte.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • HJR
      24. November 2012 13:52

      @Josef Maierhofer

      D'accord! Aber Voraussetzung dafür, Ihre Liste notwendiger Therapien überhaupt in Angriff nehmen zu können wäre ...
      ... das Zurückstutzen der "österreichischen Parteienherrlichkeit" auf das minimalst notwendige Maß;
      ... der Austausch unserer gesamten nichtsnutzigen "Nomenklatura"
      ... das Aufbrechen unserer Föderalstruktur, die in den Tiefen der monarchistischen Geschichte, Heiratskultur und Schacherpolitik wurzelt, statt in rationalen Überlegungen;
      ... die Erkenntnis, dass ein "Staat" immer ein notwendiges Übel darstellt, dessen Macht ständig überprüft und immer wieder auf das geringstmögliche Maß eingeschränkt wird.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Josef Maierhofer
      24. November 2012 14:06

      @ Wertkonservativer

      Konkret verstehe ich darunter etwa 50 Abgeordnete im österreichischen Parlament, etwa 25 (23 derzeit) Abgeordnete in Brüssel, das Ausmerzen aller Doppelgeleisigkeiten, die Verkleinerung der Länderparlamente, das Auflassen des Bundesrates, dies als Signal für die wirklich wichtige Verwaltungsreform, die mehr als überfällig ist.

      Direkte Demokratie sollte sich selbst repräsentieren und abstimmen, vorschlagen, auch mitmachen, aber hochdotierte Repräsentanten brauchen wir auch dafür ganz sicher nicht so viele wie es derzeit gibt für das kleine Österreich. Das ist alles nur Selbstbedienung und Verleitung dazu.

      Unnötigkeitspolitik: Brauchen wir Gender ? Brauchen wir P.C. ? Brauchen wir die Verbeamtung alles und jeden ? Brauchen wir parallel dazu die 'ausgelagerten' 'Organisationen', die Politik hat es sich zur Gewohnheit gemacht, vor allem die Parteipolitik, bestimmte Firmen und Experten mit unnötigen Aufgaben oder zumindest sehr oft ineffizienten Aufgaben zu betrauen, als Beispiel seien die Aufträge an die Statistik Austria genannt, die politischen Taten mit Zahlen zu 'untermauern', in Wahrheit zu verschleiern. Brauchen wir den Proporz, also ein Schwarzer, ein Roter, in Summe 2 Unnötige ? Genügt das ?

      Die Europaidee geht nicht, so sehe ich das, sie wird schlicht am angehäuften Schuldenberg zerschellen, alles, was geht, das hat ja bisher klaglos funktioniert, ist der Freihandel, was noch gehen könnte, das sind die einheitlichen europäischen Normen, sofern man da nicht übertreibt, der Euro geht nicht, weil er von den PIIGs missbraucht wird, die Gesellschaften werden in ihrer angehäuften, selbstverschuldeten Not zu ihren Nationalitäten und Rivalitäten zurückkehren, eigentlich sind sie gar nie davon losgekommen. All die 'Gemeinsamkeiten' sind für mich nur leere Propagandahülsen und Selbstbedienungsmechanismen.

      Europa hätte funktionieren können mit Eigenverantwortung, mit vernünftigen Staaten, so aber haben alle den 'Schutzschirm' 'aufgespannt' und überspannt, der jetzt durchlöchert ist wie ein Nudelsieb und demnächst zusammenklappt.

      @ dssm

      Ich habe unter @ Wertkonservativer schon geschrieben, was ich damit meine.

      Föderalismusreduktion ist von der Effizienz her wenig, aber es hat große Signalwirkung für die Menschen, etwa die, halt, es wird ernst jetzt, wir müssen den Gürtel enger schnallen, wir müssen rationalisieren, Effizienz steigern, wir müssen auch auf dieser Ebene arbeiten statt die Arbeit zu verjagen.

      Oder glauben wir wirklich, dass alle die vielen Abgeordneten und all die vielen den Beamten zugemieteten Freunderlfirmen tatsächlich benötigt werden, oder dass wir alles in lästige, Zeit und Geld raubende Formularwütigkeit transferieren müssen ? Dass wir sämtliche Gesetzestexte in Gendern umformulieren müssen ? Das halte ich nicht für nötig, daher für unnötig. Und das ist sehr viel in Österreich, zu viel, eigentlich fast alles.

      Am meisten aber sehe ich, dass wir die Arbeit keinesfalls aus Österreich weiter verjagen dürfen.

    • Wertkonservativer
      24. November 2012 14:10

      Ja, werter @ HJR,

      aber besser der zweite oder dritte Platz unter - sagen wir - acht/neun Konkurrenten in dieser Welt, als eben weit dahinter!

      Grüße,

      Gerhard Michler

  20. Politicus1
    24. November 2012 10:16

    Drei Punkte des Kapsch-Vorschlags finde ich gut:
    1) ist es gesellschaftspolitisch gefährlich, wenn rund 60% der Erwerbstätigen nicht einen Euro Einkokmmen- oder Lohnsteuer zahlen. Damit entsteht eine Masse, der eh alles egal ist, weil "I zois eh net!"
    2) Gehören die Tarife der Lohn- und Einkommensteuer generell, vor allem aber im Bereich der mittleren Einkommen abgesenkt
    3) Eine geringfügige Erhöhung der Mehrwertsteuer für allgemeine Konsumartikel unter gleichzeitiger Absenkung jener für Lebensmittel (ausgenommen das berühmte Wachtelei ...) finde ich auch nicht schlecht.

    • Josef Maierhofer
      24. November 2012 11:16

      @ Politicus1

      Ich teile Ihre Meinung.

      Ihr Punkt 1 spricht genau dieser Problematik, dass 'eh nichts zu zahlen ist', nämlich der von Dr. Unterberger berichteten vorgeschlagenen Erhöhung der Umsatzsteuer durch die Industriellenvereinigung. Auch ich vertrete die Meinung, dass wir zusammenrücken müssen in Notzeiten und alle was beitragen müssen.

      Punkt 2 generelle Absenkung der Einkommensteuer, auch die bin ich dabei, denn in Notzeiten wird ohnehin kaum eine Einkommensteuer anfallen.

      Punkt 3 würde ich als einzige Sozialpolitik verstehen, nämlich Lebensmittel von der Umsatzsteuer zu befreien, dafür alles andere deutlich erhöhen. Für Luxusgüter könnte es einen dritten Mehrwertsteuersatz geben, von mir aus.

    • dssm
      24. November 2012 12:43

      Lieber Politicus1, es ist ja nett, wenn Sie sich mit sozialistischen Meinungen hier zu erkennen geben, aber es bringt nicht viel, denn es tauchen Fragen auf:
      Sie sind also der Experte, welcher genau weiß, welcher Steuertarif nun für welches Produkt. Sie schaffen dann die Behörde, welche streng kontrolliert, daß Paprika mit 10% aber Chili mit 15% besteuert wird. Diese Behörde ist natürlich mit Landwirtschaftsexperten und Rechnungsprüfexpterten besetzt, den Unterschied kann man manchmal gar nicht feststellen, Sie und Ihre Experten müssen dies dann können.
      Sie besteuern Bier und Wein (die trinken wir hier) mit 20%, aber Champagner mit 50% weil der kommt ja aus dem Ausland.

      Daneben wissen Sie noch was ein 'mittleres' Einkommen ist, natürlich von Experten stets neu berechnet und von einer weiteren Behörde kontrolliert und überprüft.

      Und wie Sie das Problem lösen wollen, daß jemand der nichts oder wenig arbeitet auch nichts oder wenig verdient und daher keine Steuern zahlt, verschließt sich mir noch.

      Wenn wir nur endlich Menschen Ihres unendlichen Wissens und mit Ihrer unendlichen Weisheit finden würden, dann würde der gerechte und sozialistische Staat endlich funktionieren!
      Also, machen Sie Ihrem nicknamen Ehre und ab in die Politik – Politicus for Kanzler!
      Ich werde Sie wählen – ehrlich!

    • Politicus1
      24. November 2012 14:53

      zu dssm:
      "daß jemand der nichts oder wenig arbeitet auch nichts oder wenig verdient und daher keine Steuern zahlt."
      1) Genau lesen! Es geht nur um Leute, die arbeiten und etwas verdienen (das steckt hinter dem Wort "Erwerbstätige").
      2) Reduzierte Mehrwertsteuersätze oder sogar eine totale Befreiung für Lebensmittel sind in vielen Staaten üblich und offensichtlich machbar - auch ohne die von Ihnen gefürchteten Agrarkommissionen
      3) was an den von mir für gut befundenen Ideen "sozialistisch" sein soll, müssen Sie hier noch deutlich erklären. Tatsache ist, dass gerade die SPÖ Kapsch' Vorschläge reflexartig zurückgewiesen hat ...

    • dssm
      24. November 2012 21:33

      @Politicus1
      Jetzt sind Sie mir ans Herz gewachsen. Die Wortfolge „totale Befreiung' im Zusammenhang mit Steuern ist herzerweichend.
      Ich habe das mit Erwerbstätig sehr wohl verstanden, aber eben 'Erwerbstätig' ist nicht gleich 'Arbeiten'. Viele Beamten sind Erwerbstätig, arbeiten tun die aber nicht.
      Viele sind in Teilzeit, arbeiten also wenig, die bekommen dann unter dem Mindesteinkommen für die Steuer. Diese Einkommensmindestgrenze ist der einzig einfache Teil des Gesetzes, ob diese gerecht ist, sei dahingestellt. Jedenfalls ist es ökonomisch richtig die Kleinbeträge, wo die Erhebung mehr kostet als die Steuer einbringt, einfach aussen vor zu lassen.

      Sozialismus ist für mich überall dort gegeben, wo jemand zentral für Andere etwas vorschreiben will das über das absolut notwendige Minimum hinausgeht.
      Wenn man also einen Rechtsstaat (Militär …) haben will, wird man Steuern zahlen müssen.
      Das sollte aber dann so klingen: Wer über xxx Gewinn hat der zahlt x%. Der Gewinn wird nach dem strengsten Niederstwertprinzip ermittelt. Wer keine Steuer zahlt, ist vom Wahlrecht ausgeschlossen (daher hat davor das Wendung 'vom übersteigenden Gewinn' gefehlt). Fertig.

  21. dssm
    24. November 2012 09:08

    Die IV ist ein Verein von staatsnahen Vampiren, leben doch die dort vertretenen Betriebe zum Gutteil direkt von staatlichen Aufträgen. Entsprechend nehme ich den Vorschlag auch nicht ernst, Sozialist bleibt Sozialist, egal ob er im Mantel des staatlich erlaubten Monopols oder Kartells daherkommt.

    Die Vorschläge für sich sind natürlich sowieso obsolet. Der einzige Effekt könnte sein: Die MwSt. rauf und die Einkommenssteuern bleiben so hoch, ich bin gelernter Österreicher.

    Dieser Staat ist nicht mehr sanierbar! Es gibt zu viele Wahlzuckerln, die inzwischen zu wohlerworbenen Rechten geworden sind. Es gibt viel zu viele Bereiche, wo sich der Staat einmischt. Es gibt daher viel zu viele staatlich Beschäftigte, mit viel zu hohen Gehältern. Es gibt viel zu viele Berater, welche gesetzlich notwendig oder vorgeschrieben sind.
    Dabei verhalten sich die Beamten vielfach noch wie der Rotz am Ärmel. Das dies nicht so sein muss, beweist täglich die Wirtschaftskammer, hier wird man freundlich beraten, Termine werden pünktlich eingehalten; man mag zu mancher Leistung der WK eine ablehnende Haltung haben, aber man wird wenigstens als Mensch behandelt.

    Also scheidet die evolutionäre Lösung aus, bleibt nur der radikale Umbruch, oder halt Armut für alle. In beiden Fällen ist es für die Vertreter der IV weniger lustig.

    • phaidros
      24. November 2012 09:45

      MWSt rauf und ESt/LSt bleibt unverändert?

      Optimist!

      BG ph. (v.htc)

    • dssm
      24. November 2012 12:11

      @phaidros
      Ok, ich geb es zu, Sie haben mich beim Schwindeln erwischt :=)

    • machmuss verschiebnix
      24. November 2012 18:17

      Ein "radikaler Umbruch" würde eine zumindest interimistische Diktatur voraussetzen,
      denn die Gegenwehr der Netto-Empfänger wäre exorbitant ! ! !

      Aber ich wette, daß keiner von uns so einen Schritt derzeit schon befürworten würde,
      wir haben schließlich alle noch zuviel zu verlieren.

      Naja, und für (echte) Reformen sind die betonköpfigen Apparatschiks nicht zu haben,
      d.h. wir können entweder Auswandern, oder auf den Staatsbankrott warten !

  22. Observer
    24. November 2012 08:49

    Bei der Erhöhung der MWSt sollten wir uns ein Beispiel an der Schweiz nehmen. Dort gibt es derzeit drei Steuersätze:
    8 % Normalsatz
    2,5 % reduzierter Satz für Waren des tägl. Eigenbedarfes (Lebensmittel, Medikamente, Futtermittel, Druckerzeugnisse usw.)
    3,8 % Sondersatz (für Beherbergungsbeetriebe)
    Es gibt aber auch eine Vielzahl von Aussnahmen, wie landwirtschaftliche Direktvermarktung, Viehhändler und kurioserweise auch die Aufsichtsratsentschädigungen.
    In den genannten Sätzen sind zweckgebundene Teile - befristet bis 2017 - für die AHV/IV (Versicherung) sowie die Eisenbahngroßprojekte (z.B. Alpentunnel) beinhaltet, welche nicht im allgemeinen Steuertopf landen.
    Nur mit einer Zweckgebundenheit wäre in Österreich eine Erhöhung gerechtfertigt.

    • dssm
      24. November 2012 09:12

      Sie meinen mit 'Zweckgebunden' so etwas wie die Mineralölsteuer früher?
      Hat ja super geklappt.
      Nun einmal ernsthaft: Theoretische Überlegungen als solche kennzeichnen, nur in einem Rechtsstaat(!!!) haben diese Überlegungen auch die Chance auf Verwirklichung.
      Zweckbindungen und Lenkungsabgaben sind in einem rechtsstaatlichen Umfeld durchaus sinnvoll, also theoretisch werthaltig; im österreichischen Hier und Jetzt aber völlig obsolet.

    • Observer
      24. November 2012 17:05

      dssm:
      Ihr Vergleich mit der österr. Mineralölsteuer stimmt. Allerdings wurde mit Regierungsbeschluss diese später zweckentfremdet, ebenso wie auch die Wohnbauförderung von den Ländern nun teilweise für andere Zwecke (auch zum Spielen an den Börsen) verwendet wird.
      In der Schweiz wird peinlichst darauf geachtet, dass die MWSt-Zuschläge (z.B. die 0,1 % für den SBB-Infrastrukturausbau) auch tatsächlich dort landen, wofür sie vorgesehen sind.

    • dssm
      24. November 2012 21:36

      Völlig richtig: In der Schweiz, die sind auch eine Demokratie und ein Rechtsstaat, beides Dinge welche ich hierzulande schmerzlich vermisse.

  23. terbuan
    24. November 2012 08:34

    Österreich gehört bekanntlich zu den höchstbesteuerten Ländern der Welt.
    Solange hier nicht alle Möglichkeiten von Einsparungen im Staatshaushalt (und derer gibt des zuhauf!) mit Rücksicht auf die jeweilige Klientel in Angriff gegenommen werden, bin ich gegen jede Art von Steuererhöhungen!!!

    • dssm
      24. November 2012 09:25

      Lieber terbuan.
      Wir gehören eben nur zu den höchstbesteuerten Ländern! Das muss geändert werden, wenigstens einmal wieder Weltspitze!
      Ich glaube das nur noch Dänemark uns den Weg an die Spitze verlegt, das schaffen wir locker.
      Nur mehr unwesentliche Erhöhungen der Einkommenssteuer und dazu noch eine kleine Vermögensabgabe und schon sind wir Weltmeister. Da in Dänemark eine ganze Reihe schwerer Regierungsfehler passiert sind (z.B. keine Bankenrettung, zunehmende Strenge gegen Immigranten), sollte es nun sehr leicht sein.

      Andere sind Weltmeister bei der Forschung, beim Export, bei Hochtechnologie oder auch im Sport, wir eben bei Steuern!

    • machmuss verschiebnix
      24. November 2012 17:44

      @terbuan,
      Einsparungen im Staatshaushalt wird es aber nicht spielen, solange es die SPÖVP gibt !
      Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als uns zu freuen, wenn wenigstens für die
      Wirtschaft ein Wettbewerbs-Vorteil erreicht wird, über diese Art "Nullsummenspiel" für
      den Konsumenten.

      Wenn wir Reformen wollen, dann müssen wir Umsturz (JA - geht nicht anders) herbeiführen ! !

    • FranzAnton
      24. November 2012 18:06

      Lieber Herr Terbuan, emotional wäre ich ja auch gegen jegliche Steuererhöhungen, aber wie sollen wir aus der Schuldenspirale jemals herauskommen, wenn nicht mit - und das wäre besonders wichtig - befristeten - Steuererhöhungen? Soll das vorher gesetzlich festzuschreibende Befristungsende schlussendlich tatsächlich eingehalten werden, muß man schlau vorgehen: Die Art der Steuer muss die ganze Bevölkerung treffen, sonst wird mit irgendeiner Ausrede bis zum St. Nimmerleinstag verlängert. De facto wäre vorrangig nur die Mehrwertsteuer hiefür geeignet. Weiters wäre neben der Mehrwertsteuererhöhung ein ganzes Maßnahmenpaket vorzusehen, welches die von Ihnen postulierten Reformen beinhaltete, diese wären nämlich unabdingbare Voraussetzung im Sinne Einhaltung des Befristungsendes.

    • terbuan
      24. November 2012 18:32

      Werter FranzAnton,
      das Problem ist leider, dass "befristete" Steuererhöhungen so gut wie immer zu "ubefristeten" , daher meine Meinung, ich bin gegen jede Art von Steuererhöhung, und wenn es schon sein muss, dann bitte aber auch ehrlich, es ist immer ein Offenbarungseid und ein Bekenntnis der Misswirtschaft von Politkern!

      Mit der Sorgfalt eines ordentlicher Kaufmannes hat das nichts mehr zu tun, unsere "Führungskräfte" üben sich permanent in betrügerischer Krida, mit vorläufig wenig Risiko, dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.
      Aber wer weiß, unser Poster Erich Bauer hat kürzlich einmal den Begriff des "Mutationssprunges" in die Diskussion gebracht, und so etwas geht dann ganz schnell! Vae victis!

    • terbuan
      24. November 2012 18:34

      Ach je,
      sollte heißen "sich zu unbefristeten (Steuererhöhungen) wandeln..."

    • Torres (kein Partner)
      25. November 2012 11:08

      Die Einsparungen sollten OHNE Rücksicht auf die jeweilige Klientel vorgenommen werden - gerade wegen der zahllosen "Rücksichten" der ebenso zahlreichen Klientel geschieht ja in dieser Hinsicht seit Jahren absolut nichts; neulich sagte unser "hochintelligente" Staatsekretär Schieder wieder einmal - auf die über 300 Einsparungsvorschläge des Rechnungshofs angesprochen -, das sei alles nicht machbar, weil "unsozial". Offenbar meint er (und viele andere seiner Sorte), man könne einsparen, ohne irgendwem etwas wegzunehmen - und wenn nicht, na dann sparen wir halt nicht.

    • terbuan
      25. November 2012 14:41

      @Torres
      Der Satz war etwas schwierig bis unglücklich formuliert, natürlich sollte er bedeuten, alle Einsparungen OHNE Rücksicht auf die Klientel vorzunehmen!

  24. Cotopaxi
    • HJR
      24. November 2012 13:14

      Ich hätte da noch eine Idee!
      Wenn der IGGIÖ (endlich) eine "Islamische Zeitung für Österreich" (IZÖ) gründen und herausgeben würde, dann könnten wir die mit dem Argument des Herrn Kopf ebenfalls profund subventionieren; und hätten vielleicht noch den Effekt, dass die (steuerpflichtigen) Anzeigenumsätze aus den neuerdings blühenden islamischen Süpermärkten ins Budget zurückfließt.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

  25. FranzAnton
    24. November 2012 05:29

    @ "Betonkopf": naja, dieser Terminus suggeriert Gehirnamputation, was bei den genannten Herrschaften ja nicht der Fall ist, entwickeln sie doch in atemberaubenden Tempo die verquertesten Beschädigungsideen für Menschen und Wirtschft; vielmehr ergäbe ärztliche Anamnese wohl marxlastiges Suchtverhalten kombiniert mit manifester Weigerung, Realitäten, einem nichindoktrinierten Durchschnittsmenschen gleich, zu akzeptieren.

    • S.B.
      24. November 2012 13:10

      Mit meinen Betonköpfen sind keinesfalls "Gehirnamputierte" gemeint, denn sonst hätte ich es so geschrieben.
      Ich wollte mit "linkem Betonkopf" auf ideologisch verbohrte Eiferer hinweisen und glaube, damit sind wir vielleicht gar nicht so weit voneinander entfernt.

  26. S.B.
    24. November 2012 01:31

    Diesen Steuerideen werden Sozis niemals zustimmen. Lautet doch ihr Credo seit Jahrzehnten, daß nur steigender Konsum durch Höchsteinkommen der Arbeiterklasse wirtschaftlichen Wohlstand garantiert, selbst wenn der Arbeitgeber als Joberhalter, jedoch Klassenfeind Nummer eins, dabei zugrunde geht.

    Nicht einmal die Bankrotterklärung, daß in wirtschaftlich besten Zeiten und unter sozialistischer Regierungsmacht höchste Staatsschuldenberge angehäuft wurden (siehe legendäre Kreisky-Ära!), führt zu einem sozioökonomischen Umdenken.
    Eher geht das berühmt-berüchtigte Kamel durchs Nadelöhr, als das ein linker Betonkopf vernünftig wird.

  27. RR Prof. Reinhard Horner
    24. November 2012 01:19

    reinhard.horner@chello.at

    Wem wird die IV eine Homepage bezahlen? Vielleicht dem Hannes Androsch?

    • RR Prof. Reinhard Horner
      25. November 2012 14:14

      reinhard.horner@chello.at

      Es ist eben nicht so leicht, die IV noch ernst zu nehmen.

      Kaufen wir besser in Luxemburg und in Zypern ein.





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