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UVP: Der Megaschaden durch grüne und provinzielle Dummheit

In aller Stille wurde im Trubel des politischen Saisonschlusses ein neuer schwerer Anschlag auf die wirtschaftliche Zukunft Österreichs Realität. Aber niemand hat sich aufgeregt. Denn wieder einmal haben grüne und provinzielle Borniertheit einen Schulterschluss geübt. Und in diesem Fall ist in Österreich jede Dummheit mehrheitsfähig. Besonders dann, wenn einer der Haupttäter hinter den Kulissen Erwin Pröll heißt.

Es geht um die Neuregelung der Umweltverträglichkeitsprüfung UVP. Diese verzögert jede relevante Investitionen um Jahre, meist sogar Jahrzehnte. Dabei gäbe es für diese Projekte oft durchaus das notwendige und sonst oft fehlende Geld, weil sie wirtschaftlich häufig sinnvoll sind. Dabei sind solche Investitionen der beste Anschub für neues Wirtschaftswachstum, das ja derzeit von allen Seiten als dringend notwendig in Zeiten der Krise erkannt wird. Denn nur mit einem nicht durch neue Schulden erkauften Wachstum könnte es vielleicht doch noch möglich sein, den größten Schuldenberg der Menschheitsgeschichte abzubauen.

Dennoch hat man die UVP dramatisch verschärft. Der Gesetzgeber – Hauptverantwortlicher wieder einmal Nikolaus Berlakovich – sorgte dafür, dass künftig in noch viel mehr Fällen eine solche UVP stattfinden wird. Womit noch viel mehr Investitionen als bisher auf unendlich lange Bänke verschoben werden. Womit diese Investitionen noch viel teurer werden. Womit viele von ihnen künftig nicht mehr in Österreich, sondern im Ausland getätigt werden.

Denn künftig werden 25 grüne Privatvereine, die sich großspurig NGO – Nichtregierungsorganisationen – nennen, ein Antragsrecht haben, um eine solche UVP durchzusetzen (Genauer gesagt: sie können jeden Bescheid beeinspruchen, der ein Projekt als nicht UVP-pflichtig eingestuft hat). Damit droht jedes über die Dimension einer Schrebergartenhütte hinausgehendes Projekt via UVP erstickt zu werden. Denn zumindest einer dieser Vereine wird mit Sicherheit einen solchen Antrag stellen. Schon um die eigene Existenzberechtigung unter Beweis zu stellen.

Gleichzeitig hat der niederösterreichische Populist Erwin Pröll Hand in Hand mit den grünen Wirtschaftsgegnern noch etwas ähnlich Wahnwitziges durchgesetzt: Aus lauter Angst, dass sich die Erdgasschätze unter dem Weinviertel als so groß wie vermutet erweisen könnten, ist nun nicht nur deren eventuelle Nutzung (wie bisher) UVP-pflichtig, sondern auch schon jede Probebohrung. Was natürlich jede Probebohrung verhindert. Angesichts der Tatsache, dass die Energieknappheit neben der Schuldenkrise und dem demographischen Kollaps das größte Zukunftsproblem Europas ist, ist das vorsichtig ausgedrückt extrem kurzsichtig.

Diese prohibitiv wirkende UVP-Pflicht trifft freilich nicht nur Probebohrungen nach Gas oder Öl, sondern auch jene nach warmen Quellen oder anderen Nutzungsformen der Geothermie. Man weiß ja bei einer solchen Bohrung vorher nie, auf was man stößt. Diese Erdwärme ist eine derzeit sehr viel versprechende Quelle der alternativen Energiegewinnung und noch nicht als so unsinnig entlarvt wie Solarenergie-Investitionen nördlich der Alpen. Aber Pröll fürchtet, dass einige Niederösterreicher ihn beim nächsten Mal nicht wählen werden, wenn irgendwo am Horizont ein Bohrturm auftaucht. Also dürfen die nicht auftauchen.

Pröll hat sich übrigens im Zusammenhang mit der UVP-Novelle noch in einem weiteren Punkt durchgesetzt, der aber wenigstens keinen wirtschaftlichen Schaden anrichtet. Der gleichsam ein Gegengeschäft mit den Grünfreaks darstellt: Die dritte Piste für den Flughafen Schwechat darf gebaut werden. Diese wäre wichtig für Tourismus und den Konferenzstandort Wien, sie würde zur Entlastung der bisherigen zwei Pisten beitragen, und dürfte auch die Lärmbelastung mancher Regionen im Großraum Wien reduzieren. Das wäre also positiv.

Freilich: Ob diese Piste überhaupt jemals benötigt wird, ist nach dem von Politik und Gewerkschaft verschuldeten und von den neuen Eigentümern bisher keineswegs aufgefangenen Sinkflug der AUA noch keineswegs sicher. Einzige Hoffnung ist der Umstand, dass in Frankfurt wie München die Flughafengegner die Oberhand haben, sodass Wien doch noch ein wenig Bedeutung zurückerobern könnte.

Noch einmal zurück zur UVP. Manche werden einwenden, im Gesetz stehe doch eine knappe zeitliche Begrenzung der UVP-Verfahren. Daher sei das alles doch nicht so schlimm. Liebe Träumer, bitte aufwachen: Das ist doch eine rein theoretische und völlig konsequenzenlose Bestimmung. Eine Lex imperfecta, wie das die Juristen nennen. Oft dauert ja schon die Suche nach einem Sachverständigen länger, als die im Gesetz stehenden Fristen betragen . . .

PS.: Dass in früheren Zeiten die Industriellenvereinigung bei solchen Dummheiten laut aufgeschrien hätte, ist ferne Vergangenheit. Denn diese Vereinigung ist nun „sozialliberal“ und nur noch an der Zerstörung des Gymnasiums und der Familie interessiert, und nicht mehr am Industriestandort Österreich.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    22x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 10:24

    Für die Imageförderung von privaten, produktiven Unternehmen hätte ich einen Vorschlag:

    Jede Baustelle, jede private Produktionsfirma ist mit einem riesigen, regenfesten Plakat zu ummanteln. Darauf soll geschrieben stehen:

    WIR ERWIRTSCHAFTEN DIE PENSIONEN, DIE BEAMTENGEHÄLTER, DIE ARBEITSLOSENUNTERSTÜTZUNG, UNZÄHLIGE SUBVENTIONEN AN NICHTLEISTER UND SONSTIGE SCHWADRONIERER!

    WENN EUCH DAS NICHT PASST, ZIEHEN WIR UNS GERNE ZURÜCK UND ÜBERGEBEN EUCH MIT HANDKUSS AN EURE GELIEBTE BADDEI!

  2. Ausgezeichneter KommentatorPaneuropa
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 10:59

    Wer weiß denn heute überhaupt noch, daß das Weinviertel einst das größte Erdölfeld Festlandeuropas war? Ohne die Förderungen der ÖMV (wie sie damals noch hieß), wäre das Weinviertel zur Zeit des Eisernen Vorhanges eine Region gewesen, in der es überhaupt keine Industriearbeitsplätze gegeben hätte. Aber natürlich muß jede Schiefergasförderung im Weinviertel im Keim erstickt werden. Nicht nur, weil es in der Gegend viele Leute gibt, die – aus welchem Grund auch immer – keinen Bohrturm sehen wollen (das ist ja überhaupt ein komisches Argument, die Vogelsscheuchen, genannt Windparks, werden ja zu Hauf aufgestellt, viel höher und häßlicher als Bohrtürme). Der wahre Grund sind ganz brutale wirtschaftliche Interessen des Ökoindustriellen Komplexes. Wenn die OMV (wie sie jetzt heißt) zu Marktpreisen Schiefergas fördern kann, das für 30 Jahre den Erdgasbedarf von Österreich decken kann (und damit ist nur jenes Feld gemeint, das derzeit abbaubar ist, wer weiß wieviel tiefer man in 30 Jahren bohren kann), dann würde dem dümmsten Menschen in der Region bald klar, was ihm die Subventionen für den ökoindustriellen Komplex kosten. Erwin Pröll hat als Bauernbündler und Landeshauptmann natürlich auch noch ein ganz handfestes Klientelinteresse. Die OMV zahlt als Entschädigung für landwirtschaftliche Flächen die für Bohrungen genutzt werden, zirka 40 Cent pro Quadratmeter, also 4.000 Euro für den Hektar. Eine Vogelscheuche (Windrad) bringt dem Grundeigentümer aber zwischen 5.000 und 8.000 Euro, Flächenverbrauch zirka 20 ar, also 0,2 Hektar. Und die Gemeinde bekommt in etwas den gleichen Betrag pro Vogelscheuche noch dazu. Pro Jahr wohlgemerkt. Hier geht es um eine gigantische Wohlfahtsstaatliche Umverteilung!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorknieriem
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 09:13

    Die Grünen, die noch in den 60er- und 70er-Jahren viel Sympathie genossen und z.T. Hoffnungen weckten, haben mit ihrem Pfund gewuchert und es mittlerweile fast schon verspielt. Schuld daran trägt ihre vorpubertäre Blauäugigkeit, ihre mangelnde Kompetenz in der "Realpolitik" und ihr z.T. unerträgliches "Gutmenschentum". Das alles zusammen und noch ein paar Dinge (wie z.B. ihre unverdrossen steinzeitliche kommunistische Grundhaltung und frauenlastige Personalpolitik) muss man wohl mit den Augen der Zeit als Dummheit wahrnehmen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 09:37

    Ein weiteres Detail, das hier noch nicht genannt wurde, hat katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft.
    Im neuen UVP Gesetz soll den NGOs Parteienstellung eingeräumt werden!

    Damit ist jedem Verhindungsinteresse, auch solchem aus dem Ausland, Tür und Tor geöffnet.
    Unsere österreichische Politik scheint nur mehr die Interessen der Anderen gegen uns österreichische Bürger zu vertreten.
    Da lob ich mir den russischen Präsidenten, Wladimir Putin, der den NGOs klar gemacht hat, daß sie sich registrieren lassen, und Geldflüsse aus dem Ausland offen legen müssen!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 09:47

    Österreichische Dodelhaftigkeit.

    Wir tun genau das, was uns den größten Schaden zufügt. Also den Blödsinn mit den Antrags- und Einspruchsrechten der NGOs hätte man sich sparen können, gab es doch dieses doch immer schon das Einspruchsrecht für Anrainer.

    Bohrtürme wollen wir nicht, Windräder schon, Grün-Österreich ist 'Plem-Plem' für mich, also nicht mehr als zurechnungsfähig einzustufen und mit Ihnen alle, die da mitmachen, also auch der 'mächtige Landesherr' Pröll, mit einer Entscheidung, die teurer und dümmer nicht mehr sein kann.

    Haben die alle das Denken verlernt ?

    Energie wollen wir sparen, aber in die Waldhütte wollen wir nicht zurückkehren, also brauchen wir Energie, eigene dürfen wir nicht verwenden, nein, teure ausländische müssen wir zukaufen, ja sagt einmal, seid Ihr Vollkoffer noch bei Sinnen ?

    Richtig, Herr Dr. Unterberger, jeder rational denkende Manager wird in diesen Dodelhaufen nicht investieren.

    Aber Gesetze werden noch viele geändert werden (müssen), denn die Not kommt ohnehin schon herauf, nicht zuletzt wegen solcher Dodelhaftigkeiten.

    Man merke sich die Grünen und die ÖVP Niederösterreich zu diesem Thema jetzt einmal. Danke für diesen Artikel !

  6. Ausgezeichneter KommentatorClaudius
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 08:52

    Österreich war früher einmal ein Land mit weltweit anerkannter, ansehnlicher, leistungsfähiger und vor allem traditionsreicher Industrie. Man denke nur z.B. an die "Eisenwurzen" mit den traditionsreichen Hammerwerken im Voralpenland, woraus sich dann Industriebetriebe rund um Steyr entwickelten.

    Unsere produzierende (Export-) Indurstrie war und ist vor allem auch dadurch bedingt, dass es bei uns die Bodenschätze, vom Eisen bis zum Magnesit gab und gibt.

    Die politisch Mächtigen, die Grünen und alle Populismuspolitiker (von denen haben wir viele) möchte jedoch Österreich in ein lupenreines Tourismusgebiet umwandeln und sämtliche produzierende Industrie aus Österreich entfernen.

    Die Industriellen in Österreich, die an ihre Zukunft denken, sollten eventuell eine zweite, neue Interessensvertretung gründen. Lange könnnen sie nicht mehr zuwarten, sonst überrollt sie die politische Entwicklung.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcontra
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2012 13:20

    Das Frustrierendste daran ist, daß auch diese UVP von den Mächtigen nach Belieben ausgehebelt werden kann, wie einige Beispiele auf so manch anderen Gebieten in der Vergangenheit beweisen. Es muß nur der richtige "Lobbyist" auf den Plan treten und schon geht alles wie geschmiert! Noch dazu kommen bei dieser Vorgangsweise nicht immer die sinnvollsten Projekte zum Zug!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDiogenes von Sinope
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2012 08:20

    Terror der politisch Korrekten

    In großer Aufmachung haben die Preßköter von Bild und von der linksradikalen „Kultursendung“ ASPEKTE des ZDF von der „Hakenkreuztätowierung“ des russischen Sängers Nikitin berichtet, der daraufhin genötigt wurde die Partie des fliegenden Holländers in Bayreuth abzugeben.
    Auf diesen Zug mussten natürlich sofort auch die verlogenen österreichischen Schmierblätter und vor allem natürlich der ORF aufspringen, wo irgendein Eiferer sofort die vermeintliche Hakenkreuzaffaire gewaltig aufblies, auf Nikitin eindrosch und auch zu einem politisch korrekten Rundumschlag gegen Richard Wagner ausholte.

    Ich habe ein paar mal das Foto aus grauer Vorzeit mit Tätowierungen des 16 jährigen Nikitin gesehen und kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen.
    Nikitin hat sich natürlich schon längst von seiner Punker/Rockervergangenheit distanziert.

    Und jetzt kommt der Clou: Der ORF hat am vergangenen Sonntag „Lohengrin“
    aus München in ORF 3 gesendet, einer der Hauptdarsteller (Heerrufer) der „Hakenkreuz-Nikitin“.
    Am Samstag wird das wiederholt (eine tolle Aufführung mit tollen Sängern, vor allem auch Nikitin und einer –pardon- Scheißregie)
    Den Schwachköpfen in der politischen Redaktion des ORF ist das anscheinend überhaupt nicht aufgefallen. Gott sei Dank möchte man sagen.

    An diesem Beispiel wird das Eiferertum und die grenzenlose Dummheit unserer politisch Korrekten und vor allem auch die grenzenlose FEIGHEIT der beiden Wagner-Intendantinnen in Bayreuth drastisch gezeigt….. Man kann daher dem Herrn Pereira, aber auch dem Herrn Staatsoperndirektor nur empfehlen, sich gefälligst seine Sänger/Innen nackt anzuschauen und diese auf NS-Tätowierungen zu untersuchen… Wir gehen dank der linken Pest immer mehr in Richtung Mittelalter……….


alle Kommentare

  1. Chukwu (kein Partner)
    23. Januar 2015 20:50

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  4. Stefan Wehmeier (kein Partner)
    01. August 2012 14:04

    "Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. (1943)
    Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden - in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch -, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht.
    Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.
    Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anläßlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, daß abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen.
    …Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.
    …Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, daß nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, daß eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen."

    Dem Theologen Dietrich Bonhoeffer blieb die Ursache der von ihm beschriebenen Dummheit verborgen. Die Befreiung von der Religion nennt sich "Auferstehung".

    http://www.juengstes-gericht.net

  5. Dissident Aggressor (kein Partner)
    30. Juli 2012 13:42

    UVP gibt's in der Schweiz schon länger, die macht einfach Projekte teurer und zieht sie in die Länge.

    Was mich aber viel mehr entsetzt als diese nutzlose UVP ist die Tatsache, dass plötzlich "NGOs" resp. Umweltverbände plötzlich ein Sonderrecht bekommen. Irgendwelche private und politische Verbände bekommen Rechte, die der Normalbürger nicht hat. Greenpiss hat plötzlich Extra-Rechte, ein klar politischer Lobby-Verein, ein extremistischer hinzu.

    DAS ist der WIRKLICHE SKANDAL - Organisationen bekommen völlig undemokratisch einen Sonder-Status. Erinnert mich an Iran, wo der religiöse oberste Rat grosse Macht hat, ohne Wahlen.
    Diese Öko-Spinner sind jetzt unsere grünen Hohepriester - gute Nacht Europa

  6. Ferdinand Lischka (kein Partner)
    28. Juli 2012 00:35

    @Haider + @paneuropa

    Zur Berichtigung: Auf http://www.ngojobs.at/ngos finden Sie NICHT nur spendenbegünstigte NGOs, sondern alle möglichen NGOs in Österreich. Die offizielle Liste wird vom Finanzministerium geführt: http://www.bmf.gv.at/service/allg/spenden/show_mast.asp

  7. byrig
    27. Juli 2012 23:40

    es wird einem einfach nür übel,wenn man so selbstgefällige,krtikunanfällige machtpolitiker wie häupl und pröll beim eröffenen des skylinks gesehen hat.
    nicht nur,dass es zu einer kostenexplosion von 100% mehrkosten kam,ist der wiener flughafen wohl zu einem der hässlichsten und unsympathischensten überhaupt geworden.
    und die verursacher und schützlinge dieser beiden-parteiapparatschiks allesamt ohne wirkliche sachkenntnis-werden nicht nur nicht zur verantwortung gezogen sondern grossartig abgefertigt.
    welche qualifikationen kann z.b. ein ehemaliger ak-apparatschik wie kaufmann vorweisen?welche ein herr gabmann?
    die wirklich verantwortlichen-pröll und häupl-sind anscheinend untouchable.
    aber insofern möchte ich österreich verteidigen:es gibt kaum länder,wo es besser ist,meistens eher schlechter.
    umso mehr neigt man dazu,die politikerkaste als solche zu betrachten und zu verachten.

  8. Peter (kein Partner)
    27. Juli 2012 17:31

    Vielleicht kommen die Grenzdebilen, die in den vergangenen Jahren so Typen wie Pröll (Badehaube) und Häupl trotz ihres offensichtlichen volksschädigenden Verhaltens ihre Stimme gegeben haben, doch noch drauf, daß das nicht so toll war.

    Hoffnung habe ich keine, der Anteil der Krone und Heute Leser ist unter dieser Gruppe leider überwältigend.

    Wenig Hoffnung habe ich leider auch, daß die große Gruppe der Nichtwähler irgendwann draufkommt, daß Nichtwählen, offiziell aus Frust vor der Dummheit der SPÖVP Granden, in Wahrheit aus Bequemlichkeit, mindestens genau so schlimm ist.

  9. Segestes (kein Partner)
    26. Juli 2012 18:35

    Wenn die UVP hingegen den Semmeringtunnel verhindert, oder zumindest bis zum St. Nimmerleinstag verzögert, dann wird man vom Blogger sicher auch zukünftig kein Aufmucken vernehmen. Wo wir doch wissen, was er von großen Investitionen in "Restösterreich" hält, die nicht irgendwie auch Klein-Istanbul an der schönen, grauen Donau zugute kommen.
    "Wien, Wien, nur du allein....!"

  10. Hegelianer (kein Partner)
    26. Juli 2012 17:40

    Kein Aufschrei der IV: Sind die großen Unternehmer heute wirklich so weit links, oder könnte es sein, daß große Betriebe, die in der IV vertreten sind, sich mit dem politisch-medialen Komplex gutstellen müssen, weil sie Staatsaufträge, Genehmigungen und günstige Gesetze brauchen - und für all dies ganz essentiell eine "gute Presse", damit Politiker nicht auf mediales campaigning hin in den genannten Punkten zurückrudern?

  11. Rechter Jungianer (kein Partner)
    26. Juli 2012 17:07

    Die Einwände Unterbergers gegen die grüne Politik kann man irgendwie nachvollziehen. Grundsätzlich ist es aber richtig, wenn die Menschen sich immer ökologischer verhalten. Die ÖsterreicherInnen sollten eine nicht-grüne Öko-Kleinpartei wählen. Es muss eine patriotische, nicht-grüne Ökopolitik etabliert werden. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  12. Paneuropa
    26. Juli 2012 11:51

    Es sind nicht nur 25 Privatvereine die Einspruch erheben dürfen, es sind 36. Hier der Link zur Liste:
    http://www.lebensministerium.at/umwelt/betriebl_umweltschutz_uvp/uvp/anerkennung_uo.html

    • Martin Bauer
      26. Juli 2012 12:34

      Man lasse sich einige auf der Zunge zergehen:
      - ARGE Müllvermeidung: Ich warte immer noch auf die GUTE Müllvermeidung..
      - Bird Life: Sind die gegen die pc-korrekten Windräder, die uns täglich die Vogerln bratfertig liefern?
      - Deutscher Alpenverein: ????Angst vor einem Tunnel zur Hesshütte im Gesäuse?
      - AFLG Anfluglärmgemeinschaft: Sind die jetzt für mehr Lärm oder dagegen???
      - Initiative Fahrrad Österreich: Beim Semmeringtunnel wahrscheinlich die lautesten....

      Leo Koller: "Man kann gar nicht soviel fressen, wie man...."

    • Erich Bauer
      26. Juli 2012 13:35

      Paneuropa,
      Danke für den Link. Es ist Ihnen gelungen meine Laune in den Keller...
      Hier ein kurzer Einblick ins ÖVP-Ministerium:

      Kopf benützen - Klima schützen!
      Mach mit beim großen Malwettbewerb
      (wird bei der großen Zentralmatura angerechnet...Anm.)

      "Mit einfachen Tipps & Tricks kannst du Mama und Papa helfen, Energie und Geld zu sparen – und gleichzeitig das Klima der Erde beschützen."

      (Mama und Papa sind nämlich BÖSE!!! Vor allem sind sie DUMM!!! Was sind das nur für elende "ÖVP"-Figuren... )

    • Martin Bauer
      26. Juli 2012 14:35

      Erich
      Empfehle diesen Kids das Zeichnen von Anleihen schon einmal zu üben.... :-(

  13. knieriem
    26. Juli 2012 11:37

    @moderatus, 12:01
    Mitnichten! Aber ich denke, in puncto Intellekt stehen alle Parteien auf derselben Stufe.

  14. knieriem
    26. Juli 2012 10:35

    Wenn alle Menschen ihre ehrlichen Bedürfnisse in ein globales Informationsnetz einspeisen, die Menschheit offen und ehrlich global kooperiert und jeder Mensch seine besten Fähigkeiten selbst wieder der gesamten Gemeinschaft zur Verfügung stellt… dann wäre irgendwann tatsächlich auch auf diesem Planeten eine Zivilisation vorstellbar, in der Tauschgeschäfte auf der Grundlage von Leistung und vergleichbarer Gegenleistung gar nicht mehr notwendig wären.

    So oder so ähnlich kann man die Utopie vom "Ende des Geldes" resumieren. Leider - so fürchte ich - werden wir bis dahin noch eine Weile brauchen und die menschlichen Unzulänglichkeiten (in Abweichung vom - wenn man so will - göttlich empfohlenen Verhalten) werden die alten Unzulänglichkeiten zu den bekannten und zuweilen auch zu neuen "Abberationen" vom erwarteten oder erwünschten "Pfad" führen.

    Dieses Unvermögen der Realisierung einer (denkbaren) ideal konstruierten Gesellschaft markiert über alle historisch bekannten diesbezüglichen Versuche hinweg ein in unregelmäßigen Intervallen sich wiederholendes Versagen solcher Versuche und dabei wird es auch weiterhin bleiben. Was jedoch niemanden daran hindern sollte, eine "bessere Welt" zu denken und vorzuschlagen.

    Denn immerhin verzeichnen wir in der Menschheitsgeschichte ja auch schon das Wunder, dass weite Teile der menschlichen Gesellschaft die "Menschenrechte" (zumindest formal) akzeptiert haben. Das weist vielleicht darauf hin, dass wir uns einem Ideal - allerdings nur asymptotisch - in kleinen Schritten nähern können. Das schließt die Möglichkeit ein, dass wir eines Tages lernen, die verderbenbringende Seite des Geldes zu überwinden.

  15. Herby
    26. Juli 2012 10:28

    @ Knieriem 26.7.2012 um 9:04 Uhr

    (da hat sich ein techn. Fehler eingschlichen, Ihr ganzer Text wurde als ein einziger Internet-Link von der Webseite fälschlich erkannt)

    Natürlich haben Sie das Schreiben an Frau Knecht ausgezeichnet formuliert.

    Ich kenne den Kurier seit Jahrzehnten gut und denke dass der Kurier die Frau Doris Knecht vor allem deshalb eingestellt hat, damit sie "Aufreger-Kolumnen" schreibt. Mit anderen Worten, die Kurier-Redaktion wollte dass sie die Leserschaft polarisiert und teilweise auf "180" bringt.

    Das der Kurier bisher grosso modo eine "bürgerliche, wirtschaftsfreundliche" Zeitung war ist bekannt. Dass man eine Doris Knecht reingenommen hat, hatte den Zweck täglich einen provozierenden Kontrapunkt zu setzen.

    Also, es ist bewußt gewollt - seitens der Kurier-Redaktion - dass durch die Knecht-Kolumnen die Emotionen richtig hochgehen!

    • Wertkonservativer
      26. Juli 2012 11:07

      Gehört zu @ knieriem 9:04 (Dank auch an herby!):

      Bravo! Das sitzt!
      Mir geht diese eigenartige Dame schon seit langem auf die Nerven!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • knieriem
      26. Juli 2012 11:20

      @Herby
      Danke für den Hinweis zur Fehlerquelle.
      Bei der Knecht sind es weniger meine Emotionen, die da hochkochen - ich bin in einem Alter, da hat die (meist) schon einigermaßen im Griff - sondern eher das für Grüne und Kommunisten typische intellektuelle Armutszeugnis, sich selbst im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sehen. Was im Übrigen eine der Definitonen für "Faschismus" darstellt.

  16. Diogenes von Sinope (kein Partner)
    26. Juli 2012 08:20

    Terror der politisch Korrekten

    In großer Aufmachung haben die Preßköter von Bild und von der linksradikalen „Kultursendung“ ASPEKTE des ZDF von der „Hakenkreuztätowierung“ des russischen Sängers Nikitin berichtet, der daraufhin genötigt wurde die Partie des fliegenden Holländers in Bayreuth abzugeben.
    Auf diesen Zug mussten natürlich sofort auch die verlogenen österreichischen Schmierblätter und vor allem natürlich der ORF aufspringen, wo irgendein Eiferer sofort die vermeintliche Hakenkreuzaffaire gewaltig aufblies, auf Nikitin eindrosch und auch zu einem politisch korrekten Rundumschlag gegen Richard Wagner ausholte.

    Ich habe ein paar mal das Foto aus grauer Vorzeit mit Tätowierungen des 16 jährigen Nikitin gesehen und kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen.
    Nikitin hat sich natürlich schon längst von seiner Punker/Rockervergangenheit distanziert.

    Und jetzt kommt der Clou: Der ORF hat am vergangenen Sonntag „Lohengrin“
    aus München in ORF 3 gesendet, einer der Hauptdarsteller (Heerrufer) der „Hakenkreuz-Nikitin“.
    Am Samstag wird das wiederholt (eine tolle Aufführung mit tollen Sängern, vor allem auch Nikitin und einer –pardon- Scheißregie)
    Den Schwachköpfen in der politischen Redaktion des ORF ist das anscheinend überhaupt nicht aufgefallen. Gott sei Dank möchte man sagen.

    An diesem Beispiel wird das Eiferertum und die grenzenlose Dummheit unserer politisch Korrekten und vor allem auch die grenzenlose FEIGHEIT der beiden Wagner-Intendantinnen in Bayreuth drastisch gezeigt….. Man kann daher dem Herrn Pereira, aber auch dem Herrn Staatsoperndirektor nur empfehlen, sich gefälligst seine Sänger/Innen nackt anzuschauen und diese auf NS-Tätowierungen zu untersuchen… Wir gehen dank der linken Pest immer mehr in Richtung Mittelalter……….

    • Undine
      26. Juli 2012 08:42

      @Diogenes von Sinope

      Abgesehen davon, daß für mich Tätowierungen eine fürchterliche Pest sind, abstoßend und sinnlos, dürften sie für die Karriere eines Opernsängers keine Rolle spielen.
      Ob man ihn allerdings auch voller politisch korrekter Empörung ausgeladen hätte, wenn statt des Hakenkreuzes Sichel und Hammer oder ein Portrait Marx' oder Lenins seine Brust "schmückte", wage ich zu bezweifeln, denn der Kommunismus hatte es ja sooo gut gemeint mit den Menschen.

    • knieriem
      26. Juli 2012 09:09

      @Undine
      Leider ist es mit den Tätowierungen wie auch mit der Meinungsfreiheit. In linken Kreisen reicht die Freiheit nur so weit, wie die Partei bzw. die von ihr "veröffentlichte" Meinung dies gestattet.

    • Torres (kein Partner)
      26. Juli 2012 17:24

      So ziemlich das gleiche habe ich mir auch gedacht, wollte gerade schreiben, aber Sie haben mir die Worte aus dem Mund (bzw. der "Feder") genommen. Danke für den Hinweis auf "Lohengrin" - das habe ich nicht gewusst, zeigt aber, wie Sie richtig sagen, die grenzenlose Dummheit derer, die ganz besonders politisch und Gender-korrekt sein wollen.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juli 2012 09:42

      In Graz wurde eine kleine Tankstellenpächterin mit Geldstrafe belegt, weil sie in einem Job-Inserat "Deutschkenntnisse" verlangte, was nach Meinung der PC-GenossInnen diskriminierend sei, da dies keine erforderliche Qualifikation zum Autos betanken darstelle.
      In Bayreuth wird ein Sänger wegen evtl. in der Vergangenheit getragener Tätowierungen geschasst. Meine Frage an die PC-GenossInnen: Welche Bedeutung für die Qualifikation zum Singen haben Körperbemalungen? Wie wird der die Qualität des Gesanges durch (unterstellte) politische Gesinnung beeinflusst? Wieso ist der Wortlaut eines Inserates, der jemanden von der Bewerbung abhalten könnte, diskriminierend, die konkrete Bestrafung eines Menschen für behauptete und unbewiesene politische Minderwertigkeit aber nicht?
      Bitte um Antwort, liebe PC-Genossinnen, und bedenkt: Es geht um Opern und nicht um bolivianische revolutionäre Arbeiterlieder.

  17. Normalsterblicher
    25. Juli 2012 23:54

    NGOs sind eine weitere Variante postdemokratischer Gebilde. Sie verdanken ihre Existenz zu einem wesentlichen Teil dem Fehlen direktdemokratischer Elemente.

  18. socrates
    25. Juli 2012 22:20

    Fracking: Der Film "Gasland" im Universum
    www.braunschweig-spiegel.de/index.php?...fracking...universum...
    6. März 2012 – März zeigen wir den Film "Gasland" um 19:00 Uhr im Universum, Neue Str. 8, 38100 Braunschweig. Es ist ein Film über Fracking in den USA.
    Der Film zeigt, wie man das Trinkwasser, das aus dem Wasserhahn kommt, anzünden kann.
    Ein Kollege, der in einer Schieferölzone wohnt und seine Firma mit Erdwärme heizen will, darf wegen der 3 geologischen Schichten, die dabei durchbohrt würden, keine 300m tief bohren. Aber für Schiefergasgewinnung und die daraus resultierenden Minicracks (Sprengungen) und den kleinen Erdbeben danach spielen ein paar tausend Meter Tiefe keine Rolle.
    Hätten wir in Herrenbaumgarten das Schaltzentrum für Erdölverteilung mit Rußland gebaut, so könnten wir ohne Umweltschäden Mrdn verdienen. So macht das die Schweiz und die Anleger wollen uns den Dreck ohne Haftung bescheren.

    • Gerald (kein Partner)
      26. Juli 2012 10:40

      "Gasland" ist nur leider ein weiterer Öko-Propagandafilm gespickt mit Lügen und Halbwahrheiten. Die einprägsamste Szene des Films mit dem brennenden Wasser aus der Leitung z.B. ist reine Manipulation. Denn der Film verschweigt, dass dieses Anzünden schon Jahrzehnte vor dem Fracking möglich war, denn diese Gegend hatte schon immer hohe Methanvorkommen im Grundwasser und dieses Methan steigt natürlich in den Leitungen nach oben, mit Fracking hat das nichts zu tun.
      Gerade die OMV würde außerdem sicher nicht wie wild herumbohren. Schließlich ist sie schon seit Jahrzehnten dort aktiv, ohne jemals irgendwelche Umweltschäden verursacht zu haben.

  19. schreyvogel
    25. Juli 2012 19:10

    Ein "fracking" im Weinviertel würde das Erdgas zu billig machen und den Erdgasimport aus Russland zu stark beeinträchtigen.

    Das würde nicht nur GAZPROM sondern auch so manche Oligarchen ganz fürchterlich verärgern.

    Das darf nicht sein, im Interesse Österreichs, daher werden Erwin Pröll und Niki Berlakowitsch das unterbinden!

    • terbuan
      25. Juli 2012 20:32

      schreyvogel
      Abgesehen von den hohen Investitionen, vom billigen Erdgas aus dem Marchfeld hätten die Verbraucher rein gar nichts, davon würde nur die OMV profitieren, die verkauft auch heute keinen billigen Treibstoff aus Förderungen in Österreich!
      Mit der sicheren Selbstversorgung und der Reduktion der Abhängigkeit vom russischen Gas ist es etwas anderes, da gebe ich Ihnen Recht.

    • schreyvogel
      25. Juli 2012 22:56

      terbuan,
      die beträchtlichen Förderkosten würden ebenso wie Entgelte für die Förderlizenzen (Bodenschätze gehören dem Staat) das BIP erhöhen. Die bisherigen Pipelinekosten aus Russland durch die Ukraine und Ungarn etc. würden wegfallen. Eine schöne Zahl von hochwertigem Arbeitsplätzen würde entstehen.
      Die Konsumentenpreise sollten sich zumindest durch die sehr viel geringeren Transportkosten verbilligen.

    • dxb (kein Partner)
      26. Juli 2012 17:00

      "... Ein "fracking" im Weinviertel würde das Erdgas zu billig machen und den Erdgasimport aus Russland zu stark beeinträchtigen. ..."

      Die OMV, wie die meisten anderen Gasproduzenten, verkauft Gas nicht abhängig vom Produktionspreis sondern vom Marktpreis.
      Der ist, mit einigem Nachlauf, an den Rohölpreis gekoppelt.
      Egal wie billig die Gasproduktion also für die OMV in diesem Gasfeld wäre, es würde nichts am Preis für den Endverbraucher ändern.
      Der einzige Effekt wäre ein möglicher höherer Einnahmensatz bei der KöSt. wenn die OMV wegen dieser Preisspanne einen höheren Gewinn macht.
      Die Gazprom würde das kleine Gasfeld in Österreich nicht einmal ignorieren.

  20. diko
    25. Juli 2012 16:54

    …….heutzutage, muß man als Investor, zusätzlich der ohnedies umfangreichen Behördenauflagen - vor allem mit der „richtigen“ NGO - vorab jeden Projektes, halt’ die SCHUTZGELDZAHLUNGEN (auf’s Schweizer „Nummernkönterli“ z.B.) aushandeln.

    Und dass Österreich mit eigenen Energievorkommen, bei rasant steigenden Energiepreisen, am „freien“ Markt mitredet, oder gar diesen „freien“ Markt stört, liegt sicher nicht im Interesse der uns Beherrschenden! (Und die seit Jahren bei uns, in diesem Sinne agierende Verhinderungslobby wird die Unterstützung eines Lokalpolitikers sicher zu schätzen wissen.)

  21. Paneuropa
    25. Juli 2012 16:34

    Niki Berlakovich ist da ganz ehrlich und sagt, daß die "Alternativenergie" durch die UVP-Novelle bevorzugt werden soll.
    http://www.lebensministerium.at/presse/umwelt/120705_UVP.html

    • Claudius
      25. Juli 2012 16:45

      Berlakovich kommt ebenfalls aus dem Bauernbund und ist kein Feind seines Berufsstandes.

      Übrigens wird es ab Herbst in Österreich den Treibstoff E10 (Benzin mit beigemischtem Bioethanol: http://de.wikipedia.org/wiki/E10_(Kraftstoff ) ) geben. Da kümmert sich Berlakovich ebenfalls darum und auch da verdienen einige im Argarasektor ganz gut.

  22. Paneuropa
    25. Juli 2012 16:03

    Hat jemand die Liste der NGOs die da Parteienstellung haben? Darf man davon ausgehen, daß es hier eine große Schnittmenge zu jenen Umweltorganisationen gibt, an die man steuermindernd spenden kann (ein Gesetz das Josef Pröll noch gemacht hat)? Kann man irgendeiner dieser NGOs eine Nähe zur ÖVP oder zum Bauernbund nachsagen?

    • knieriem
      26. Juli 2012 11:25

      Ich empfehle dringend, den NGO- bzw. Agentenerlass des Herrn Putin für Österreich und besser noch für den EU-Raum zu adaptieren.

  23. Freak77
    25. Juli 2012 15:15

    OT: Unser lieber Herr Nationalbankchef Ewald Novotny ventiliert eine Idee: 'Banklizenz für ESM': http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1270560/Nowotny-bringt-Banklizenz-fuer-ESM-ins-Spiel?from=gl.home_wirtschaft

  24. perseus
    25. Juli 2012 13:43

    Argumente, die gegen eine Investition in Österreich sprechen:

    • Hohe Personalkosten, verursacht durch wahnwitzig hohe Lohnnebenkosten
    • Zu hohe Lohnsteuerprogression führt zu überhöhten Gehältern, denn Österreich konkurriert auch hier mit Ländern, die ein besseres Steuersystem haben
    • Österreichs hohe Staatsverschuldung lässt keine Hoffnung zu, dass der Steuerdruck geringer wird – im Gegenteil: es ist damit zu rechnen, dass er steigt
    • KESt auf Aktien führt zu einem Austrocknen der Umsätze an der Wiener Börse, damit ist sie für die Eigenkapitalbeschaffung österreichischer Unternehmen uninteressant geworden – die gehen ins Ausland
    • Thema Stiftungsbesteuerung: der sozialistische Staat hat bewiesen dass er keine „Handschlagsqualität“ hat; er hat zuerst mit günstiger Besteuerung von Stiftungen Investoren ins Land gelockt und nimmt sie jetzt aus, wie eine Weihnachtsgans (mit dem Argument: „wir zeigens den Reichen“). Das wird auf lange Zeit dazu führen, dass viele Leute, die über Geld verfügen, nicht daran danken werden, es in Österreich zu investieren, denn gerade die, die Geld haben vergessen das nicht so schnell.
    • Es dauert aufgrund rechtlicher Vorschriften (Gewerbeordnung!!!) ewig, alle Formalitäten zu erfüllen, die eine Unternehmensgründung mit sich bringt – fast wie in Griechenland
    • Auch in Österreich fallen Kosten für CO2-Zertifikate an – wir sind ja in diesem exklusiven Club

    Also jetzt auch noch eine Verschärfung der UVP-Gesetzgebung.

    Das kann nur heißen: Österreich ist auf dem besten Weg, eine industriefreie Zone zu werden. Die Linken und die Grünen werden dann gewonnen haben, aber es wird niemand mehr da sein, dem sie Geld abknöpfen können, außer die eigene Klientel und einige von uns, die nicht flüchten können.

    • terbuan
      25. Juli 2012 13:52

      perseus
      Einverstanden, was uns bisher noch von einer "Disney-World-Austria" verschont sind unsere spezialisierten, mit guten Ingenieuren und Facharbeitern bestückten Exportbetriebe, wie VÖEST, Böhler, Magna-Steyr, Rosenbauer etc.
      Nur ein kleiner Hinweis zu den Aktien: Die Dividenden wurden schon bisher mit 25% KESt besteuert, neu ist die Besteuerung der Kursgewinne, ein völlig schwachsinniger Entwurf zur Austrocknung des österreichischen Kapitalmarkts.

  25. contra
    25. Juli 2012 13:20

    Das Frustrierendste daran ist, daß auch diese UVP von den Mächtigen nach Belieben ausgehebelt werden kann, wie einige Beispiele auf so manch anderen Gebieten in der Vergangenheit beweisen. Es muß nur der richtige "Lobbyist" auf den Plan treten und schon geht alles wie geschmiert! Noch dazu kommen bei dieser Vorgangsweise nicht immer die sinnvollsten Projekte zum Zug!

    • terbuan
      25. Juli 2012 13:29

      Vollkommen richtig contra, mit dem Totschlag-Argument der Schaffung bzw. Erhaltung von Arbeitsplätzen wurde schon so manches weder sinnhaftes noch rentables Projekt in die Landschaft betoniert!

  26. terbuan
    25. Juli 2012 12:06

    UVP = Unheilvolle Verschleierungs Politik!

    "Die Krisenspirale in Europa dreht sich immer schneller: Griechenland steht vor dem Fall, Spanien taumelt, an Italien werden Zweifel laut. In einem Gutachten warnen 17 europäische Ökonomen nun vor einer „Katastrophe von unabsehbaren Ausmaßen!" mehr....

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/warnung-von-oekonomen-katastrophe-von-unabsehbaren-ausmassen-11831257.html

    Ich fürchte, Umweltverträglichkeitsprüfungen werden in naher Zukunft eher ein zweitrangiges Thema sein!

  27. Anton Volpini
    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 11:39

      Rückblickend wird da einiges klar... Die politischen "Visionen" dieser Partei reduzieren sich auf GROKO, EU (ESM Total-Immunität?) und "dabei sein ist Alles"! Dabei sein beim "mitmachen"! Die ÖVP ist nun, als "Volksrepräsentantin", AKTENKUNDIG, wahrscheinlich bald gerichtsanhängig, als absolut gewissenlos einzuschätzen... Und Spindi hat uns auch noch den Wahabiten-Brückenkopf aufs Aug' gedrückt! "SchmierÖlGeld" an beide GROKO-Parteien? Oder doch nur an "ausgewählte" Individuen?

      Vielleicht erwischt's jetzt auch noch die andere GROKO Partei... Die beiden GROKOS wissen ganz sicher sehr viel voneinander... Mir graut!

    • Anton Volpini
      25. Juli 2012 11:48

      Ja, Erich Bauer, jetzt wird so einiges viel klarer.
      Und ich hab grad den letzten rosa-Schleier auf meiner Brille verloren.
      Dietrich Birnbacher ist einer meiner besten Freunde, und wird es auch bleiben, trotz dieses Geständnisses!

    • terbuan
      25. Juli 2012 11:51

      Erich Bauer heute in Hochform!
      Jetzt wollte ich Dich glatt noch einmal in Ränge sternderln, vergebens, der Josef Maierhofer hält seine Stellung - vorläufig :-)
      Heute kannst Du es glatt mit der Satire des Axel Kraus in "ef" aufnhmen:
      http://ef-magazin.de/2012/07/25/3618-nachrichten-aus-europa-und-der-welt-explosiv-dampfender-stuhl
      lG/terbuan

    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 11:56

      Sg. Herr Volpini,

      Dietrich Birnbacher zeigt, daß er ein Gewissen hat! Das erwartet man heutzutage gar nicht mehr... Nach meiner Einschätzung hat ihm eine, von Hybris befallene Horde den Kopf verdreht.

    • brechstange
      25. Juli 2012 12:19

      Höhere Weihen in der ÖVP nur über Korruption? Schaut fast so aus, fatale Optik für eine Volkspartei.

    • terbuan
      25. Juli 2012 12:26

      Und der ORF geifert schon kräftig, was für ein herrliches Thema!

    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 12:32

      Danke terbuan. Es geht doch nichts über ein funktionierendes Netzwerk... :-)

    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 12:49

      terbuan,

      Im online verhällt sich der ÜRF erstaunlicherweise relativ zurückhaltend... Die Büchse der Pandora? Faymann allein zuhaus? Ohne Mauschelbrüder? Die nicht mehr viel zu verlieren haben? Das könnte ziemlich unkontrollierbar werden... Des "Osterhasen" Masterplan könnte sich als obsolet erweisen!

    • Martin Bauer
      25. Juli 2012 13:00

      terbuan
      Habe das Sternderl - das noch fehlende - hinzugefügt. :-)

      PS: Die Welt steht nimma lang. Jetzt ist der Ortner bis Ende Juli "offline" :-)

    • terbuan
      25. Juli 2012 13:06

      Erich,
      soeben in den 13Uhr Nachrichten auf Pröll-Radio NÖ: Titelthema über Birnbacher genüßlich in aller Ausführlichkeit, inklusive Forderung nach Neuwahlen! Die Online-Redakteure, ins Sommerloch gefallen?

    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 13:11

      Lieber Herr Martin Bauer,

      Sie haben mir ein HALBES verpaßt!!! Das werd' ich mir merken! :-)

    • terbuan
      25. Juli 2012 13:17

      Ui je, Bauer gegen Bauer, das wird wie Simmering gegen Kapfenberg :-))))

    • Martin Bauer
      25. Juli 2012 16:20

      Erich
      die Technik is' a Hund.... :-)

  28. Paneuropa
    25. Juli 2012 10:59

    Wer weiß denn heute überhaupt noch, daß das Weinviertel einst das größte Erdölfeld Festlandeuropas war? Ohne die Förderungen der ÖMV (wie sie damals noch hieß), wäre das Weinviertel zur Zeit des Eisernen Vorhanges eine Region gewesen, in der es überhaupt keine Industriearbeitsplätze gegeben hätte. Aber natürlich muß jede Schiefergasförderung im Weinviertel im Keim erstickt werden. Nicht nur, weil es in der Gegend viele Leute gibt, die – aus welchem Grund auch immer – keinen Bohrturm sehen wollen (das ist ja überhaupt ein komisches Argument, die Vogelsscheuchen, genannt Windparks, werden ja zu Hauf aufgestellt, viel höher und häßlicher als Bohrtürme). Der wahre Grund sind ganz brutale wirtschaftliche Interessen des Ökoindustriellen Komplexes. Wenn die OMV (wie sie jetzt heißt) zu Marktpreisen Schiefergas fördern kann, das für 30 Jahre den Erdgasbedarf von Österreich decken kann (und damit ist nur jenes Feld gemeint, das derzeit abbaubar ist, wer weiß wieviel tiefer man in 30 Jahren bohren kann), dann würde dem dümmsten Menschen in der Region bald klar, was ihm die Subventionen für den ökoindustriellen Komplex kosten. Erwin Pröll hat als Bauernbündler und Landeshauptmann natürlich auch noch ein ganz handfestes Klientelinteresse. Die OMV zahlt als Entschädigung für landwirtschaftliche Flächen die für Bohrungen genutzt werden, zirka 40 Cent pro Quadratmeter, also 4.000 Euro für den Hektar. Eine Vogelscheuche (Windrad) bringt dem Grundeigentümer aber zwischen 5.000 und 8.000 Euro, Flächenverbrauch zirka 20 ar, also 0,2 Hektar. Und die Gemeinde bekommt in etwas den gleichen Betrag pro Vogelscheuche noch dazu. Pro Jahr wohlgemerkt. Hier geht es um eine gigantische Wohlfahtsstaatliche Umverteilung!

    • Claudius
      25. Juli 2012 11:43

      @ Paneuropa

      Danke dass Sie das hier so aufdecken.

      Die Sache mit den übergroßen Windparks (in NÖ u. Bgld.) überall in Ostösterreich ist in diesem Blog schon oft thematisiert worden:

      In den letzten Jahren war es nicht die Grüne Partei sondern die Bauern, die im Bauernbund organisiert sind, die diese übergroßen Windparks pushen. Und LH Erwin Pröll kommt aus dem NÖ-Bauernbund!

      Kein Wunder: Die Bauern sind mit ihren Feldern die Grundbesitzer und cashen groß ab. Immer öfter sieht man auf den Windrädern oben auch das schwarz-gelbe-Raiffeisen-Giebelkreuz drauf.

      In NÖ wird 2012 in den Bezirken Bruck a. d. Leitha und Gänserndorf groß in den Windparks ausgebaut. So cirka nach dem Motto: "Jetzt gibt's die Förderungen noch, daher schnell-schnell noch heuer, 2012 die Windparks ausbauen, es weiß ja keiner wie lange es diese Gießkanne von Windpark-Förderungen noch gibt."

      Persönlich würde ich den Bauern & Grundbesitzern und dem ganzen ländlichen Raum diesen Geldsegen gönnen.
      Jedoch: so wie es aussieht wird hier volkswirtschaftlicher Schaden angerichtet! Da läuft etwas aus dem Ruder, das muss in Ordnung gebracht werden.

    • Paneuropa
      25. Juli 2012 15:58

      Ich war erst am Samstag bei einem "Volksfest" zur Bewerbung des Windparks in Dürnkrut, errichtet von der Betreibergesellschaft Simonsfeld. Ich habe da auch mit einem Vertreter der Firma gesprochen und gefragt, wieviele konventionelle Kraftwerke schon geschlossen werden konnten, weil wir ja jetzt so viel Windstrom haben. Klare Antwort: keines.

    • Undine
      25. Juli 2012 22:41

      @Paneuropa

      "Wer weiß denn heute überhaupt noch, daß das Weinviertel einst das größte Erdölfeld Festlandeuropas war?"

      Ergoogeltes:

      "In den 1930er-Jahren gelang es, im heutigen österreichischen Staatsgebiet umfangreiche Ölvorkommen zu entdecken. Damit war Österreich bis in die 1960er-Jahre bei Erdöl Selbstversorger. Besonders in der Nachkriegszeit wurden jährlich viele Millionen Tonnen des "Schwarzen Goldes" aus dem Boden geholt, wobei allerdings die Sowjetunion bis 1955 einen Gutteil als Wiedergutmachung für erlittene Kriegsschäden beanspruchte."

      Ausgerechnet die Sowjetunion, die selber so reich an Erdölvorkommen ist, hat das einzige Erdölfeld Ös bis zum letzten Tropfen ausgebeutet!

    • Haider
      25. Juli 2012 22:58

      @paneuropa
      Liste der begünstigten Spendenempfänger (unendlich lang) siehe: http://www.bmf.gv.at/service/allg/spenden/show_mast.asp
      Die derzeit 322 NGOs finden Sie z.B. unter:
      www.ngojobs.at/ngos/

    • Haider
      25. Juli 2012 23:03

      @paneuropa
      Mein Beitrag hätte zu ihrem von 16:02 gehört. Irgendwie habe ich mich vertan.

    • Haider
      25. Juli 2012 23:42

      Das einzige Glück für diese wildwuchernden Windparks im Osten Niederösterreichs ist, daß seinerzeit für das (glücklicherweise) nicht in Betrieb genommene AKW Zwentendorf entsprechende Stromleitungen vorgesehen wurden und diese heute zur Verfügung stehen. Ganz im Gegensatz zu den riesigen Windparks in der Nordsee, die jetzt ohne effektiven Stromanschluß dastehen, Strom produzieren, dafür auch eine Abnahmegarantie haben (der Steuerzahler zahlt also!), aber den erzeugten Strom nirgendwohin transportieren können. Auf den Kanaren und in Griechenland finanziert die EU Autobahnen ohne Verkehr. Warum soll sie dann nicht auch Windkraftwerke ohne Stromanschluß finanzieren?

    • Paneuropa
      26. Juli 2012 11:50

      Noch fördert ja die OMV zirka 10 Prozent des Öl- und 19 Prozent des Gasbedarfs von Österreich im Weinviertel.

      @ Haider
      Vielen Dank für die Liste der spendenbegünstigten Vereine.

  29. Erich Bauer
    25. Juli 2012 10:24

    Für die Imageförderung von privaten, produktiven Unternehmen hätte ich einen Vorschlag:

    Jede Baustelle, jede private Produktionsfirma ist mit einem riesigen, regenfesten Plakat zu ummanteln. Darauf soll geschrieben stehen:

    WIR ERWIRTSCHAFTEN DIE PENSIONEN, DIE BEAMTENGEHÄLTER, DIE ARBEITSLOSENUNTERSTÜTZUNG, UNZÄHLIGE SUBVENTIONEN AN NICHTLEISTER UND SONSTIGE SCHWADRONIERER!

    WENN EUCH DAS NICHT PASST, ZIEHEN WIR UNS GERNE ZURÜCK UND ÜBERGEBEN EUCH MIT HANDKUSS AN EURE GELIEBTE BADDEI!

  30. Wolfgang Bauer
    25. Juli 2012 10:18

    OT: Auf Oe1.ORF.at ist noch bis 27.7. über "7 Tage Oe1" die Sendung "Hörbilder" vom Samstag, 21.7. um 9 Uhr 05 nachzuhören.

    Empfehlenswert als Musterbeispiel für raffinierte dialektische Volksverwirrung durch Linke zum Thema "Neoliberalismus", "Soziale Marktwirtschaft" etc. mit wissenschaftlich - objektiver Tünche.

    Von Roman Herzog, Südwestrundfunk. Da kann man was lernen an Chuzpe! Abenteuerlich und verabscheuenswürdig, aber ein großartiger Mix, der einen das Fürchten lehrt.

  31. Markus Theiner
    25. Juli 2012 10:07

    Es ist das alte Dilemma.
    Die Idee einer Umweltverträglichkeitsprüfung ist ja auch aus liberaler Sicht durchaus unterstützenswert, weil ja auch Umweltverschmutzung und Emissionen nichts anderes sind als die Sozialisierung von Nachteilen einer Unternehmung.
    So wie man ja auch kaum etwas gegen die Grundidee eines Instanzenzuges bis vor den Verfassungsgerichtshof sagen kann oder die Möglichkeiten von Beschwerden gegen Verwaltungsakte usw.

    Aber leider vergessen gewisse Leute immer wieder, dass eine gute Absicht noch nicht jede Form der Umsetzung rechtfertigen kann. Man muss immer die Vorteile gegen die Nachteile abwägen. Und die lange Verfahrensdauer, die Kosten der Bürokratie und die Korruptionsanfälligkeit sind halt leider immer - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - ein Manko wenn es um staatliche Eingriffe geht.

    Wenn man das dann aber anspricht wird man sofort als böser Kapitalist abgestempelt, dem die Umwelt egal ist.
    Und die Industrie wandert in der Folge ins Ausland ab und ruiniert dort teilweise die Umwelt in einem Ausmaß, wie es bei uns selbst ohne UVP unvorstellbar wäre.

    • Haider
      25. Juli 2012 23:27

      Ihre Argumentation leuchtet mir völlig ein. Was hat allein der ungezügelte Rohstoffabbau für horrende Schäden an Mensch und Natur verursacht (leider kann man dies auch in der Gegenwartsform ausdrücken). D.h. für mich, Umweltverträglichkeitsnormen sind selbstverständlich und unerlässlich. Aber kann man das Einhalten all dieser Faktoren nicht bereits bei der Antragstellung verlangen und nachher nur mehr in einem vertretbaren Zeitraum überprüfen, bzw. bei Nichteinhaltung mit gravierenden Strafen belegen. Wenn etwa jemand in einem Naturschutzgebiet eine Schottergrube anlegt und dafür eine lebenslänge Strafe erhält, wird er wohl kaum viele Nachahmer finden. Natürlich müßten diese Sanktionen auch exekutiert werden und nicht nach dem Motto "Der Papa wird's schon richten" im österreichischen Politsumpf versickern.

  32. Richard Mer
    25. Juli 2012 09:59

    Wie wirkungsvoll solche Umweltbedenken sein können, hat sich jahrelang beim Semmeringtunnel gezeigt.

  33. Wertkonservativer
    25. Juli 2012 09:56

    Da bewahrheitet sich wieder einmal der alte Spruch, der da lautet:

    "Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergeblich"!

    Dummheit gibt es allüberall, ist nicht partei- oder gesellschaftsschichten-gebunden!

    Wenn schon Götter dagegegen nichts zu tun imstande sind, wie sollte es (den viel weniger) Klugen gelingen, die überall sprießende Dummheit einzudämmen?

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2012 10:41

      Noch kurz was zu meinem Landesherrn, LH Erwin Pröll:
      der Mann ist derart auf das Wohl Niederösterreichs fixiert, dass ihm eigentlich alles andere, dem gemeinsamen Staatswohl Dienende, ziemlich schnuppe ist!
      Zum Bundespräsidenten hätte das wohl gerade noch gereicht, zum echten Staats- und Regierungsführer wohl kaum!
      Ja, ja, so ist er halt, unser Landeshäuptling aus Radlbrunn!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      25. Juli 2012 11:40

      Jetzt legen Sie aber bitte Ihre rosarote Brille ab, verehrter Wertkonservativer.

    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 12:19

      Anton Volpini,
      "...Ihre rosarote Brille..."

      Diese "VolksRepräsentanten" wird man hinküftig an ihren ganz, ganz SCHWARZEN Sonnenbrillen erkennen...

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2012 12:43

      Lieber Anton Volpini:

      hier gängeln Sie mich wohl ein wenig zu Unrecht: habe ich in meinen harmlosen Zeilen auch nur EIN Wort pro ÖVP gesagt?
      Dass LH Pröll gut für unser Bundesland N.Ö. arbeitet, ist wohl unbestritten; aber sonst, was habe ich "pro ÖVP" verbrochen?
      Seien Sie doch bitte nicht so hart gegen einen treuen Schwarzen.
      Man wird doch wohl noch seine aufrechte Meinung sagen dürfen!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • terbuan
      25. Juli 2012 13:41

      Gerhard & Anton
      In der schönen Kaiserstadt ist die rosarote Brille ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Kuraufenthalts!
      Übrigens Gerhard, ich bin demnächst wieder im schönen Salzkammergut, wie wäre es mit einem Treffen im Café Ramsauer oder beim Zauner am übernächsten Freitag (3.8.), wir werden da voraussichtlich den Wochenmarkt besuchen?
      lG/terbuan

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2012 14:16

      Termin Freitag, 3.8., schon notiert, lieber terbuan!

      Bitte nur um Kurzanruf (0664-3403422) vormittags zwecks Terminabstimmung auf vorteilhafterweise frühen Nachmittag (vormittags ziemlich zu!).
      Über ein persönliches Treffen würde ich mich freuen!

      Grüße

      Gerhard

    • Anton Volpini
      25. Juli 2012 14:28

      Den Erwin Pröll zu loben, ist ungefähr so richtig, wie sich mit einer schwarzen Mamba ins Bett zu legen, Wertkonservativer.

      Nach der Lektüre des Spiegelartikels aus 1991 wird klar, warum er sich den Spindelegger nach Niederösterreich geholt hat.
      Wenn Sie das Hotel Leonardo im Waldviertel gesehen haben, dann wird Ihnen klar, warum der den Grabmann als Flughafenchef in Schwechat eingesetzt hat. Das Leonardo wurde schon vor 20 Jahren gebaut, seit dem konnte der Grabmann ungestört fuhrwerken.
      Wenn Sie die Büste vom Ché in Wien gesehen haben, dann verstehen Sie, warum der Landeshauptmann von Wien sein bester Freund ist.

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2012 16:00

      Achtung terbuan:

      Meine Mobil-Nr. ist richtig: 0664-3403722 !

      lG/Gerhard

    • terbuan
      25. Juli 2012 16:42

      Danke Gerhard, schon gespeichert, melde mich!

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2012 17:07

      Es tut mir leid, Herr Volpini, dass ich Ihren Ausführungen hinsichtlich des LH Pröll, der Herrn Gabmann, Spindelegger, Häupl und Che´ nicht ganz folgen kann.

      LH Pröll tut viel für sein Bundesland, weitere Qualifikationen habe ich ihm ja eigenhändig abgesprochen!
      Die derzeitige Korruptionskritik geht derzeit vorzugsweise zu Lasten der ÖVP aus.
      Die Korruptions-Aktivitäten der Roten, Blauen (samt ihren orangen Nachfolgern) sind aufgrund der diesbezüglich schon länger medial abgehandelten Diskussionen nicht mehr so im Fokus des allgemeinen Interesses.
      Politik ist - das wissen wir alle - seit der Frühzeit der Zivilisation ein korruptionsanfälliges und dreckiges Geschäft: da sollte man nicht so tun, als ob uns das erst jetzt auffiele!
      Also, werter Herr Volpini, soll ich mich jetzt für meine moderat positive Bewertung der Leistungen LH Prölls für sein Land N.Ö. auch noch öffentlich entschuldigen?
      Ihre harsche Kritik an meinen - sowieso nicht ganz hymnischen - Ausführungen lässt darauf schließen, dass Sie solches zwecks Wiederherstellung meiner Reputation eventuell für richtig fänden.
      Gerne erwarte ich Ihre Stellungnahme!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Kapuzerer (kein Partner)
      26. Juli 2012 08:24

      @Anton Volpini

      "Grabmann"! Sie verstehen wirklich die Nägel (in diesem Falle Sargnagel) auf den Kopf zu treffen!
      Alle Achtung!

  34. Josef Maierhofer
    25. Juli 2012 09:47

    Österreichische Dodelhaftigkeit.

    Wir tun genau das, was uns den größten Schaden zufügt. Also den Blödsinn mit den Antrags- und Einspruchsrechten der NGOs hätte man sich sparen können, gab es doch dieses doch immer schon das Einspruchsrecht für Anrainer.

    Bohrtürme wollen wir nicht, Windräder schon, Grün-Österreich ist 'Plem-Plem' für mich, also nicht mehr als zurechnungsfähig einzustufen und mit Ihnen alle, die da mitmachen, also auch der 'mächtige Landesherr' Pröll, mit einer Entscheidung, die teurer und dümmer nicht mehr sein kann.

    Haben die alle das Denken verlernt ?

    Energie wollen wir sparen, aber in die Waldhütte wollen wir nicht zurückkehren, also brauchen wir Energie, eigene dürfen wir nicht verwenden, nein, teure ausländische müssen wir zukaufen, ja sagt einmal, seid Ihr Vollkoffer noch bei Sinnen ?

    Richtig, Herr Dr. Unterberger, jeder rational denkende Manager wird in diesen Dodelhaufen nicht investieren.

    Aber Gesetze werden noch viele geändert werden (müssen), denn die Not kommt ohnehin schon herauf, nicht zuletzt wegen solcher Dodelhaftigkeiten.

    Man merke sich die Grünen und die ÖVP Niederösterreich zu diesem Thema jetzt einmal. Danke für diesen Artikel !

    • knieriem
      26. Juli 2012 11:32

      @Josef Maierhofer
      'Haben die alle das Denken verlernt ?'
      Nein! "Verlernen" kann man nur, was schon einmal konnte.
      :-)

  35. Anton Volpini
    25. Juli 2012 09:37

    Ein weiteres Detail, das hier noch nicht genannt wurde, hat katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft.
    Im neuen UVP Gesetz soll den NGOs Parteienstellung eingeräumt werden!

    Damit ist jedem Verhindungsinteresse, auch solchem aus dem Ausland, Tür und Tor geöffnet.
    Unsere österreichische Politik scheint nur mehr die Interessen der Anderen gegen uns österreichische Bürger zu vertreten.
    Da lob ich mir den russischen Präsidenten, Wladimir Putin, der den NGOs klar gemacht hat, daß sie sich registrieren lassen, und Geldflüsse aus dem Ausland offen legen müssen!

    • Anton Volpini
      25. Juli 2012 10:01

      Der Birnbacher blattlt gerade das System Haider auf. Gut so!

    • contra
      25. Juli 2012 13:24

      Nichts leider, als einem Toten alles in die Schuhe zu schieben.
      Der kann sich nicht mehr rechtfertigen und auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. Der bekommt sicher noch mehr draufgepackt, wetten?

    • Paneuropa
      25. Juli 2012 16:02

      Hat jemand die Liste der NGOs die da Parteienstellung haben? Darf man davon ausgehen, daß es hier eine große Schnittmenge zu jenen Umweltorganisationen gibt, an die man steuermindernd spenden kann (ein Gesetz das Josef Pröll noch gemacht hat)? Kann man irgendeiner dieser NGOs eine Nähe zur ÖVP oder zum Bauernbund nachsagen?

    • Anton Volpini
      25. Juli 2012 16:58

      Es tut mir leid, Paneuropa, diese Liste hab ich nicht. Werd aber schauen, ob ich sie organisieren kann. Da die meisten dieser NGOs eigentumsfeindlich eingestellt sind, gibt es zum Bauernbund eher Konfrontation.

    • Paneuropa
      25. Juli 2012 17:23

      Geschätzer Anton Volpini!
      Ich habe dazu schon eine Anfrage an das Lebensministerium geschickt. Die zuständige Dame für die Öffentlichkeitsarbeit Mag. Doris Ostermann schickt eine automatisierte Antwort, daß sie erst wieder am 2.5.2012 im Büro ist (echt: 2. Mai 2012). Mal sehen ob der neue Pressesprecher des nicht fliegenden Niki, Wolfgang Wisek die Information liefern kann.

    • Haider
      25. Juli 2012 22:47

      @Contra
      Genau!!!
      Und wie läuft's bei Rot und Schwarz. Die haben Österreich seit 1945 mit einem Spinnennetz parteieigener Firmen und Vereinen überzogen (Reisebüros, Plakatwerbung, Krankenbeförderung, Bankinstitute, Kindergärten, Sozialdienste, Autofahrerklubs, Sportvereine usw. usf.) und naschen automatisch bei jedem Geschäft/Auftrag oder staatlichen Subvention kräftig mit. Der Steuerzahler blecht und Schwarz/Rot zecht! Dort wo die Grünen können (z.B. in Wien) naschen sie selbstverständlich kräftigst mit und niemand schert es. Die Medien sind längst bestochen.

    • Undine
      26. Juli 2012 09:01

      @Haider

      *********!

  36. Herby
    25. Juli 2012 09:27

    So eine Probebohrung (siehe obiger Artikel) habe ich einmal in unmittelbarer Nähe zu meinem Wohnort gesehen:

    Die Bohrung (von der OMV ausgeführt) fand in der Mitte eines Ackers statt, die OMV hatte sich mit dem Bauern geeinigt. Im Acker wurde eine provisorische Zufahrtsstraße für LKW (ohne Asphalt) errichtet. Danach wurden die Gerätschaften per LKW angeliefert. Der Bohrturm war nicht spektakulär, ich schätze 20 - 25 m hoch. Es war cirka 1 Jahr Aktivität da. Nach dem Abschluss blieb ein eingezäuntes Areal übrig, in der Mitte sieht man den Verschluss der Bohrung.
    Alles in Allem keine aufregende Sache.

    • Paneuropa
      25. Juli 2012 17:25

      Und jeder Bauer freut sich über eine solche Probebohrung. Der Acker bringt nämlich mehr Ertrag als würde er ihn bewirtschaften, aber die Betreiber der Vogelscheuchen zahlen viel mehr (werden auch höher subventioniert).

    • Haider
      25. Juli 2012 22:31

      Diese Zeiten sind vorbei. Die texanischen Bauern hoffen längst nicht mehr auf Ölbohrungen sondern setzen voll auf Windparks. Allerdings nicht solche wie bei uns - mit vielleicht 5 oder 10 Windrändern - sondern mit an die 100 und viel viel mehr. Das ist echt rentabel! Die Cowboys sitzen im Lehnstuhl und zählen den ganzen Tag nur Dollars. Kleiner Nachteil: die Landschaft ist halt passé - siehe z.B. die Pazifikküste Kaliforniens.

  37. knieriem
    25. Juli 2012 09:13

    Die Grünen, die noch in den 60er- und 70er-Jahren viel Sympathie genossen und z.T. Hoffnungen weckten, haben mit ihrem Pfund gewuchert und es mittlerweile fast schon verspielt. Schuld daran trägt ihre vorpubertäre Blauäugigkeit, ihre mangelnde Kompetenz in der "Realpolitik" und ihr z.T. unerträgliches "Gutmenschentum". Das alles zusammen und noch ein paar Dinge (wie z.B. ihre unverdrossen steinzeitliche kommunistische Grundhaltung und frauenlastige Personalpolitik) muss man wohl mit den Augen der Zeit als Dummheit wahrnehmen.

    • Haider
      25. Juli 2012 22:21

      Nur die Grünen damals waren wirklich GRÜN (VGÖ); heute sind sie bestenfalls Melonen und agieren sehr oft wie marxistische Apparatschiks.

  38. Claudius
    25. Juli 2012 08:52

    Österreich war früher einmal ein Land mit weltweit anerkannter, ansehnlicher, leistungsfähiger und vor allem traditionsreicher Industrie. Man denke nur z.B. an die "Eisenwurzen" mit den traditionsreichen Hammerwerken im Voralpenland, woraus sich dann Industriebetriebe rund um Steyr entwickelten.

    Unsere produzierende (Export-) Indurstrie war und ist vor allem auch dadurch bedingt, dass es bei uns die Bodenschätze, vom Eisen bis zum Magnesit gab und gibt.

    Die politisch Mächtigen, die Grünen und alle Populismuspolitiker (von denen haben wir viele) möchte jedoch Österreich in ein lupenreines Tourismusgebiet umwandeln und sämtliche produzierende Industrie aus Österreich entfernen.

    Die Industriellen in Österreich, die an ihre Zukunft denken, sollten eventuell eine zweite, neue Interessensvertretung gründen. Lange könnnen sie nicht mehr zuwarten, sonst überrollt sie die politische Entwicklung.

    • GOP
      25. Juli 2012 10:28

      Die IV (industriellenvereinigung) war viele Jahre eine bessere Interessensvertretung als die durch Zwangsmitgliedsbeiträge erhaltene BuKa (Bundeswirtschaftskammer). Leider hat sich die IV in den letzten Jahren sehr "einseitig" entwickelt und daher sind auch schon dort manche Mitglieder frustriert.
      Der BuKa-Leitl ist total nach links abgedriftet, aber dem neuen IV-Kapsch sollte man doch noch eine Chance geben.

    • Undine
      25. Juli 2012 14:03

      @Claudius

      "Die politisch Mächtigen, die Grünen und alle Populismuspolitiker (von denen haben wir viele) möchte jedoch Österreich in ein lupenreines Tourismusgebiet umwandeln und sämtliche produzierende Industrie aus Österreich entfernen."

      Das Bestreben, nur auf den Tourismus zu setzen, ist auch eine sehr gewagte Angelegenheit. Die Voraussetzung, daß die Touristen auch unvermindert ins schöne Ö strömen, um hier ihren Urlaub zu verbringen, hängt naturgemäß sehr stark mit der herrschenden Konjunktur zusammen. Geht's den Leuten schlechter, wird logischerweise beim Urlaub eingespart----und dann kann's schon sein, daß viele überdimensional errichtete Hotelanlagen ohne Gäste dastehen. Und dann fängt das Gejammere an.

    • AGLT (kein Partner)
      26. Juli 2012 07:59

      BuKa gibts keine mehr. Die heißt seit über 10 Jahren WKO. ...... was an deren richtigen Einschätzung natürlich nichts ändert :-).

  39. Observer
    25. Juli 2012 08:52

    Wieder ein Sommerlochthema, welches der Blogbetreiber aus der Ferne steuert.
    UVPs sind eigentlich nichts schlechtes, nur die enorm langen Verfahren sind zu kritisieren. Oder wollen wir zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts, wo mittels Eisenbahnenteignungsgesetz ohne Bevölkerungsbefragungen Strecken gebaut wurden. Auch das Militär konnte damals ohne Widerstand machen was es wollte. Dieses genannte Gesetz wird auch für andere Vorhaben (Autobahnen, Stromleitungen usw.) herangezogen, auch die Schotterbarone geniessen so ein Privileg, wo man kaum etwas dagegen machen kann.

    Hauptsache in der Pyrkergassse (Anm.: Wohnort von Herrn Unterberger) wird keine Schnellstrasse oder Windrad gebaut bzw. nicht nach Ölschiefer gesucht. Solche Rundumschläge bringen eigentlich nichts. Den Statistiken kann man z.B. entnehmen, dass der sog. "Sinkflug" der AUA keinen direkten Zusammenhanag mit der Anzahl der Flugbewegungen in Schwechat hat. Die Leute fliegen weiterhin, wenn nicht mit der AUA, dann eben mit anderen Gesellschaften. Und wenn weniger geflogen wird, dann von allen Flughäfen.

    • Markus Theiner
      25. Juli 2012 10:33

      Zur UVP: Was heißt da "nur"? Die enorm langen Verfahren (und hohen Kosten) sind nun einmal Realität. So lange Sie keinen tollen Vorschlag haben wie man UVP sinnvoll ohne solchen Aufwand betreiben kann ist es nicht seriös möglich die getrennt zu argumentieren.

      Zur AUA: Es geht weniger um die Leute die Wien als Start- oder Zielort haben, obwohl es auch da Fälle gibt wo Passagiere die aus dem Einzugsbereich des Flughafen Wien kommen/hin wollen per Zug/Bus/Auto zu einem anderen Flughafen fahren, weil dort der Anschluss besser ist.
      In erster Linie geht es um die Zwischenlandungen und Umsteigemöglichkeiten, die natürlich weniger werden wenn die Leute mit Linien fliegen die Wien nicht als Heimatflughafen haben.

    • Observer
      25. Juli 2012 11:29

      Markus Theiner:
      Ich schrieb ja, dass man die UVP-Verfahren drastisch verkürzen müsste. Mein Vorschlag: Fristensetzung und Reduktion der Einspruchsmöglichkeiten. So sollte man auch bei den Asylbewerbern verfahren.
      Was die Reduktion der Anzahl von AUA-Transitpassagieren betrifft, so haben Sie sicher Recht.

    • Gerhard Pascher
      25. Juli 2012 14:36

      Sie wissen doch Observer, dass Herr Dr. Unterberger weder in Wien noch anderswo Windräder zur Stromerzeugung liebt.

  40. Erich Bauer
    25. Juli 2012 08:50

    Wer wagt es noch, von einer ÖVP-"Wirtschaftskompetenz" zu sprechen???

    • knieriem
      25. Juli 2012 09:02

      ... oder überhaupt noch von (irgendeiner Spur von) Kompetenz?

    • moderatus
      25. Juli 2012 12:01

      und die findet man bei der FPÖ??

    • Erich Bauer
      25. Juli 2012 13:16

      moderatus,

      Es gbit ja Murxseidank, noch die SPÖ... :-)

    • Senfspender
      25. Juli 2012 21:21

      Nein, aber auf diesem Kompetenzniveau ist die FPÖ schon gleichwertig, und das sollte die ÖVP per Wahlergebnis erfahren. vielleicht rüttelt sie das noch einmal wach!





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