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Süßes Gift Subvention

Alle wollen sie haben. Und dabei sind sie fast reines Gift – das freilich aufs erste sehr süß schmeckt. Die Rede ist von staatlichen Subventionen.

Die Geschichte ist immer dieselbe: Am Anfang beklagen – meist von PR-Agenturen munitionierte – Medien Missstände und Defizite: die armen Bergbauern, die notleidende Forschung, die benachteiligten Südeuropäer usw. Dann verlangen einschlägige Lobbies Subventionen. Dann werden diese von Politikern beschlossen, wollen diese doch immer als Macher und nicht als Nichtstuer erscheinen (oder aber Zielgruppen bedienen). Dann fließt das Steuergeld. Und am Schluss bleibt der Katzenjammer.

Reden wir aber einmal nicht über den unfinanzierbaren Wohlfahrtsstaat, die teure Agrarpolitik oder die Geldverschwendungen bei Bildung und Forschung. Reden wir ganz aktuell über Spanien und die EU: Das Land kassiert nämlich nicht erst jetzt viel Geld von seinen Miteuropäern, wie uns die EU glauben macht. In Wahrheit haben Europas südliche Regionen in den letzten Jahrzehnten schon Hunderte Milliarden kassiert. Denn die betreffenden Staaten sind die Hauptprofiteure der EU-Struktur- und Kohäsionsfonds. So heißt die europäische Form von Subventionen.

Mit diesem Geld sollte ein Aufholen der armen Regionen erreicht werden. Aber in Wahrheit sind diese immer weiter zurückgefallen. Und zwar wegen und nicht trotz der Subventionen! Diese Gelder haben bequeme Regionen noch bequemer gemacht. So wie ein Mensch, der Monate nur in Bett oder Lehnstuhl verbringt, das Gehen und Laufen verlernt, wurde jenen Regionen jede Eigenverantwortung abgewöhnt.

Der Schaden besteht aber nicht nur in falschen Anreizen. Überdies wurden mit diesen Geldern oft Dinge subventioniert, die nachträglich statt Erträge zu bringen, nur weitere Kosten verursachen.

Ein Musterbeispiel sind die mit viel EU-Geld gebauten spanischen Mautautobahnen. Diese stehen derzeit nach den spanischen Banken nämlich als zweite große Branche vor der Pleite. Viele dieser Autobahnen waren von Anfang an schlicht überflüssig. Selbst in besseren Zeiten floss lange nicht so viel Verkehr wie prognostiziert über die Betonbänder. Und in Zeiten der Krise wird noch viel weniger gefahren – schon um Mautgebühren zu sparen.

Diese nur zum Zweck der Abholung von Subventionen gebauten Autobahnen waren aber nur zum Teil EU-finanziert. Sie mussten zur anderen Hälfte durch konventionelle Kredite finanziert werden. Und nun werden diese Kredite nach der Reihe notleidend. Während die Tausenden spanischen Ferienwohnungen vielleicht irgendwann einmal – nach einem kräftigen Preisverfall – doch alle einen Abnehmer finden könnten, wird das bei einer nicht benutzten Autobahn hingegen nie der Fall sein.

Eine ziemlich paradoxe Situation: Hätte die EU Spanien nicht jahrzehntelang geholfen, wäre Spanien heute viel weniger hilfsbedürftig. Und die Moral der Geschichte: Wo nicht ein Unternehmer eigenes Geld investiert, sondern (europäische, spanische, österreichische . . .) Politiker und Beamte das Geld der Steuerzahler, ist die Fehlinvestition fast schon programmiert.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2012 16:08

    Der Subventionierungsbetrug ist das Übel, weniger die Subvention. Bei der Solarenergie läßt sich das sehr gut verfolgen: Die Investoren, Firmen, Errichter, Einspeiser ins Netz werden hoch subventioniert, der Betrug blüht, auch in D oder Ö, die Konsumenten zahlen ein Vielfaches und die Medien sehen zu. Dabei geht sogar die Erzeugung ein, denn in CH kosten Solarzellen 1/3.
    Am liebsten werden bei den Subventionen die Bergbauern zitiert, Nestle und die anderen Giganten der Agrarindustrie, die wirklich Beute machen, werden verschwiegen. Bei der Fahrt durch F sahen wir viele Gebiete, die mit OGM Saatgut bestellt werden, das bringt Geld. Wenn in Arizona eine ganze Rinderherde, die solches Gras gefressen hat, an Zyanidvergiftung stirbt, gehen unsere Schreiberlinge zum Universitätsring um das Volk zu verblöden und üben sich im Wegschauen.
    Spanien, wie es Franco hinterließ, war ein blühendes Land, ohne Arbeitslosigkeit, hoher sozialer Sicherheit, wenig Verbrechen, billig und ohne Defizit. Seine Gegner stürzten sich darauf um zu beweisen, daß sie es besser können. Um viel Geld, das sie nicht hatten, investierten sie mit einheimischer Hilfe in möglichst dumme Projekte. Die deutschen Baufirmen bauten viel, oft Unnötiges, das nur dem Prestige oder dem Luxus diente, manches ganz sinnlos. Wir fanden Häfen, die niemand braucht, super neu errichtet, Anlagen die nie vollendet wurden wie in Bilbao, das dafür ein Guggenheimmuseum bekam, das es nicht braucht, aber bezahlen muß. Irgendwann mußte diese Blase platzen, aber dann waren alle Investoren schon reich. Nun sucht man Dumme, die die Schulden übernehmen.
    Spanien heute ist kriminell, korrupt, hat hohe Arbeitslosigkeit und sinkenden Lebensstandard, aber eine Gayparade und die Reklame:"Es gibt keinen Gott"

  2. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2012 07:34

    Die Entwicklungsländer haben dieses Dilemma längst begriffen. Deswegen fordern ja auch die klügeren Politiker in den Schwellenländern und der Dritten Welt, dass die angeblich so netten Europäer statt Almosen lieber ihre protektionistische Wirtschaftspolitik aufgeben sollten und den Nachzüglern erlauben ihre Stärken auszuspielen.

    Die ärmeren Länder haben ja im Konkurrenzkampf massive Vorteile durch niedrige Lohn- und Sozialniveaus. Was man schrecklich finden kann, aber dadurch nicht ändert. Erlaubt man ihnen aber diese Vorteile auch zu nutzen können die wirtschaftlich wachsen, was uns nebenbei zusätzliche Absatzmärkte bringt und dort auch mit der Zeit das Niveau hebt.
    Stattdessen blockieren wir in den Branchen in denen diese Vorteile schlagend werden können den Markt und subventionieren unsere Betriebe mit Steuergeld. Zusätzlich zur Entwicklungshilfe nach außen.

    Innerhalb der EU ist das Muster ähnlich. Die relativ ärmeren Länder, die ihr Sozialniveau und ihre Löhne mit Subventionen und billigen Krediten nach oben getrieben haben bekommen jetzt Probleme. Die Länder, die stattdessen versucht haben durch Reformen und bewußtes Nutzen ihres - noch - niedrigeren Niveaus Investoren anzuziehen stehen dagegen recht gut da.
    Oder hat irgendwer in letzter Zeit gehört wir müssten Polen, Tschechien, Slowenien oder Estland retten?

    Grob gesagt: Der Osten holt auf, nachdem er den Kommunismus losgeworden ist, der Westen und Süden holt den Kommunismus nach - wenn auch in einer light-Variante.

  3. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2012 14:58

    Ein ÖVP-Abgeorneter in der heutigen Parlamentsitzung:"Wir alle wissen, was es heißt, keinen Pflichtschulabschluß zu haben"

  4. Ausgezeichneter Kommentatorkakadu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2012 13:56

    O.T

    Gestern hat ein Mitposter darauf aufmerksam gemacht, daß das Stronachinterview in der ZIB 2 von Journalisten verrissen wird.

    Heute im Wirtschaftsblatt dasselbe. Der Guten Frau sollte man direkt ein Mail schreiben.
    ester.mitterstieler@wirtschaftsblatt.at

    http://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/524452/index.do

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2012 08:48

    Der Fluch.

    Ja, es ist ein Fluch, diese Subventionitis.

    Nicht nur, dass sich unseriöse, sonst nicht lebensfähige, Firmen daran bedienen bis hin zur Unterwelt und zur politischen Korruption und Bestechung, nein auch die Menschen werden faul und tun nichts für ihr Überleben.

    Jahrtausende lang war Spanien ein blühendes Land mit Stierkampf, Flamenco, Hitze, Kultur. Was hat die EU daraus gemacht mit ihrer Subventionitis ?

    Ich verstehe, dass man punktweise nach reiflicher Überlegung gezielt einer bestimmten positiven Entwicklung unter die Arme greifen kann.

    Es ist ja bei uns auch so. Ich bin kleiner Unternehmer und die Wirtschaftskammer hat mir schon mehrmals in den letzten Jahrzehnten Förderungen angeboten, die ich natürlich allesamt abgelehnt habe, auch, wenn es mir gerade schlecht gegangen ist. Kredit heißt mehr zurückzahlen als man bekommt, Kredit heißt Rückstand und Kredit heißt Rückzahlungsverpflichtung und Gesundheitsverpflichtung. Geld habe ich auch manchmal verliehen, aber im Vordergrund stand bei mir stets der erfüllbare Rückzahlungsplan und natürlich mein Risiko, dass das Geld nicht mehr eintreibbar wird.

    Was da aber sich nun für eine Betrugsindustrie, so nenne ich das, um diese Förderungen gebildet hat, das ist sagenhaft.

    Mein griechischer Freund (könnte auch spanischer gewesen sein) war eine zeitlang als hoher griechischer Ministerialbeamter Verbindungsperson zur EU. Was da an 'Taktik' (ich nenne es Betrug) abgegangen ist, das geht auf keine Kuhhaut. Es wäre dort nie so weit gekommen, auch in Spanien nicht, hätte es diese Subvetionitis nicht gegeben.

    Ich habe mir einmal die österreichische BIT angesehen und dort ein Projekt eingereicht, das ich dann einer anderen Firma, die diese Machaloikes machen wollte, gegeben. Nein, solche Sachen macht ein Ordentlicher, ein Anständiger, ein Ehrlicher nicht, er arbeitet lieber klein und selbst.

    Die Rechnung für den Gesamtbetrug hören wir nun fast schon allwöchentlich mit den Billionensummen.

    So geht es nicht, das muss doch jedem klar sein.

    Die unseriösen Firmen, die fremdes Geld vergewaltigen, erkennt man auch daran, dass sie oft auch unseriöse Gehälter zahlen, die den Leistungen nicht entsprechen.

    Die sogennanten 'lässigen' Jobs mit hoher Bezahlung zahlen auch die Fleißigen und Ehrlichen im Endeffekt.

    Die Umkehr, und die wird so oder so kommen müssen, wenn ncihts mehr gehen wird, denn so geht es nicht, wird es auch nötig machen, dass jeder einzelne wieder seriöse Gedanken lernen muss und die Tugenden, Fleiß, Ordnung, Verlässlichkeit, Einsatz- Ergebniswille, etc. und diese Selbstbedienungsmentalität ablegen muss.

    Die linke Denkweise ist falsch, wir müssen selbst leben und streben.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2012 07:24

    In Sevilla ein Konferenzzentrum weit außerhalb der Stadt, ein riesiger Betonklotz, miese Auslastung.
    Südlich von Madrid (etwa 60 km) ein nagelneuer Flughafen mit Zuganschluss, den keiner braucht.

    Herr Keitel, BDI-Präsident, ehemals Hochtief, braucht unbedingt den Euro, eh klar. Die managergeführte Industrie hat sich auf Subventionsvorteile eingerichtet, dass das volkswirtschaftlich ein Schaden ist, ist denen egal, Hauptsache die eigene Kasse stimmt.

    Diese Typen lobbyieren für ihren eigenen Vorteil und die Politik lässt sich offenbar kaufen, blenden oder sonst was. Bezahlen dürfen das dann die Steuerzahler und der regionale Mittelstand. Die EU-Kommission als Teil dieser Baggage tut nichts gegen diese Wettbewerbsverzerrungen. Oh doch, sie sucht nach Geld, eine richtige Geldgräberstimmung hat eingesetzt. Der ESM ist ein prächtiges Instrument dazu, wenig Transparenz, zumindest werden wir erst Jahre danach erfahren, was alles versandet ist.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Juli 2012 09:28

    Nur nocheinmal:

    Spanien war im Mittelalter eine der potentesten und fortschrittlichsten Regionen Europas.

    Dann kam die Entdeckung Amerikas und damit ein scheinbar nie endenwollender Zufluss von Gold und damit Geld.

    Danach war Spanien am Ende und hat sich seitdem eigentlich nie mehr erholt.

    Wenn man aus der Geschichte ernstlich lernen wollte, hätte man daraus erkannt, dass das Zuschütten mit unverdientem Geld immer zum Tod führt.


alle Kommentare

  1. Jailen (kein Partner)
    21. Februar 2015 03:56

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  5. Hadik (kein Partner)
    06. Juli 2012 22:53

    Subventionen sind Planwirtschaft --> Kommunismus

    so einfach ist das

  6. Claudius
    06. Juli 2012 13:52

    Zu dieser Meldung in Focus.de: Die Griechen sind halt ein stolzes Volk, zu stolz um sich helfen zu lassen.
    Echtes Helfen ist ja das Prinzip: "Anstatt Fische geschenkt zu erhalten: Besser selber fischen lernen."
    So wie es aussieht wollen die Griechen nicht lernen wie man Steuern effektiv abschöpft.

    Die Suppe werden dann halt wieder die Steuerzahler in den Nordländern auslöffeln müssen:

    Deutschland zieht Hilfsangebot zurück
    Griechen wehren sich gegen deutsche Finanzbeamte
    (Freitag, 06.07.2012, dpa)

    Die geplante Entsendung von bis zu 165 deutschen Finanzbeamten zum Aufbau und zur Unterstützung der griechischen Finanzverwaltung ist gestoppt. Das Angebot wurde vom griechischen Finanzministerium als Einmischung in griechische Hoheitsaufgaben gewertet.

    Entgegen ursprünglicher Pläne wird Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge vorerst doch keine Finanzbeamten nach Griechenland schicken. Das Bundesfinanzministerium habe entsprechende Pläne auf Eis gelegt, berichtete die „Bild“-Zeitung am Freitag unter Berufung auf Informationen aus dem Ministerium und auf Koalitionskreise. Demnach ist die geplante Entsendung von bis zu 165 deutschen Finanzbeamten zum Aufbau und zur Unterstützung der griechischen Finanzverwaltung gestoppt.

    Zur Begründung hieß es dem Bericht zufolge, das griechische Finanzministerium habe kein Interesse an diesen Hilfen gezeigt. Wie die Zeitung unter Berufung auf Athener Regierungskreise weiter berichtete, wurde das Angebot aus Deutschland als Einmischung in griechische Hoheitsaufgaben gewertet. Eine solche Einflussnahme lehne die Regierung aber ab. [Ende]

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-will-keine-einmischung-deutschland-schickt-keine-finanzbeamten-nach-athen_aid_778026.html

    • Undine
      06. Juli 2012 16:17

      @Claudius

      Ihr Focus-Zitat: "Die Griechen sind halt ein stolzes Volk, zu stolz um sich helfen zu lassen."

      Ach, wären sie doch auch zu stolz, die viele, vielen Milliarden €, die bisher an ihr Land (sinnloserweise) verschenkt worden sind, anzunehmen! ;-(

    • M.S.
      06. Juli 2012 21:35

      @Undine
      ***************

    • Claudius
      07. Juli 2012 11:25

      @ Undine

      Guter Gedanke von Ihnen.

      Meine Meinung: Auch die stolzeste Seele kann gespalten sein. --> eigentlich noch schlimmerer Zustand!

  7. Undine
    06. Juli 2012 11:54

    Subventionen (= geschenktes Geld) wirkt sich zumeist---im großen wie im kleinen---eher hemmend aus; es erstickt häufig im Keim vorhandene Eigeninitiative.

    Ein Mitposter hat vor Monaten eine Liste der Subventionsempfänger in Ö (oder nur in Wien?) bekanntgegeben, die ständig die Hand aufhalten. Meist sind es LINKE "Kulturvereine" u.ä., die auf dieser höchst aufschlußreichen Empfängerliste zu finden waren. In Summe kommt da eine ganz beträchtliche Menge an hinausgeschmissenem Steuergeld zusammen, das sicherlich bessere Verwendungsmöglichkeiten fände.
    Vielleicht ist es möglich, diese lange Liste der Subventionsempfänger nochmals zur Verfügung zu stellen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Juli 2012 15:13

      Der Begriff "Subvention" hat viel mit "Subversion" (lat. subversor „Umstürzer“, engl. „Zersetzung“) zu tun. Allgemein bezieht sich letzterer auf Vorgänge, Bestrebungen oder Darstellungen, welche die bestehende soziale Ordnung (Autoritäten, gesellschaftliche Zugehörigkeiten und Hierarchien, Ausbeutung von Gruppen, Machtkonzentrationen, usw.) in Frage stellen bzw. verändern wollen.
      wiki


      Ebenso wie "Diversion", im Sprachgebrauch der Nachrichtendienste eine Untergrundbewegung im Sinne einer Zersetzung gegen einen Staat (Sabotage), z. B. war Diversant in sozialistischen Staaten eine Bezeichnung für Personen, die gegen die sozialistische Ordnung und die Verteidigungskraft arbeiteten, siehe Politisch-ideologische Diversion.
      Auch wiki


      Warum, das möge jeder selbst beurteilen.

    • Johannes G.P.
  8. PeterT (kein Partner)
    06. Juli 2012 10:24

    Man kann sich dazu natürlich genug über die Südländer aufregen, aber die Subventionitis in Österreich ist ja auch kaum zu übertreffen.
    Wenn man sich das masochistische Vergnügen antut, die Ö1-Journale zu hören, dann braucht man bei fast jedem Beitrag, bei dem über einen vermeintlichen Mißstand berichtet wird, nur zu warten, bis die Hand für mehr Geld aufgehalten wird.
    Wie sagte Qualtinger so schön:
    Der österreichische Gruß:
    rechter Oberarm nach unten hängend,
    Unterarm 90 Grad nach vorne gestreckt,
    Handfläche nach oben gerichtet.....

  9. cmh (kein Partner)
    06. Juli 2012 09:47

    Wenn ich dem ganzen etwas Gutes abgewinnen möchte, dann das:

    Ein Beitritt der Türkei ist damit auf absehbare Zeit unmöglich. Denn dass die Trüken mit Europäern, die weder Eier noch Geld in der Hose haben exzellent Schlitten fahren können, sollte doch wohl dem dümmsten Grünen und Korunschleimer klar sein.

    Es fragt sich nur, ob sich die Türken nicht die EU kaufen.

    • Gerald M. (kein Partner)
      06. Juli 2012 10:09

      Warten wir einmal ab, wie lange sich der angebliche Wirtschatsboom der Türkei noch als solcher der Weltgeschichte verkaufen läßt ...

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Juli 2012 10:39

      Gescheiter, weil auf Sicht ökonomischer wäre es, den europäischen Teil der Türkei zu kaufen und dann die Schotten dicht zu machen.

    • Undine
      06. Juli 2012 22:01

      @Neppomuck

      "Gescheiter, weil auf Sicht ökonomischer wäre es, den europäischen Teil der Türkei zu kaufen und dann die Schotten dicht zu machen."

      Das wäre das Ei des Kolumbus! Die Hauptstadt liegt ohnedies im "Mutterland"= Anatolien; mindestens die Hälfte der Einwohnerschaft Istambuls sollen ins fast schon menschenleere Mutterland zurückkehren. Und den Wirtschaftsboom der Türkei könnten wir Österreicher und die Deutschen nutzen, um die nichtarbeitenden, nichtintegrierten Türkenclans in ihre rechtmäßige Heimat zu transferieren. :-)

  10. cmh (kein Partner)
    06. Juli 2012 09:28

    Nur nocheinmal:

    Spanien war im Mittelalter eine der potentesten und fortschrittlichsten Regionen Europas.

    Dann kam die Entdeckung Amerikas und damit ein scheinbar nie endenwollender Zufluss von Gold und damit Geld.

    Danach war Spanien am Ende und hat sich seitdem eigentlich nie mehr erholt.

    Wenn man aus der Geschichte ernstlich lernen wollte, hätte man daraus erkannt, dass das Zuschütten mit unverdientem Geld immer zum Tod führt.

    • socrates
      06. Juli 2012 09:57

      In Bilbao fehlen 3400m EU-bezahlter Damm und kein Investor und keine Kontrollbehörde haben etwas dagegen getan! Sie kontrollieren unsere Bauern, ob sie ein Klo im Traktor mitführen und was sie anbauen. Uns kann man strafen, die Spanier zahlen ohnehin nicht. Schuld ist der kleine spanische Steuerzahler!

    • cmh (kein Partner)
      06. Juli 2012 12:54

      Das sprichwörtliche Klo im Traktor ist so ein Symptom dafür, wie dummdreist man eine gute Idee vergenußwurtzeln kann.

      Diese Regulierungssucht ist doch hausgemacht und dient nur der Kujonierung der Bauern durch ihre inländischen Neider.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      07. Juli 2012 10:29

      quasi der Fluch der bösen Tat...

    • Herby
      07. Juli 2012 11:33

      @ cmh

      Danke für das von Ihnen gebrachte historische Beispiel! Da sollte sich doch die Wissenschaft und die Universitäten von ganz Europa darauf focussieren:

      Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftspsychologie, Geschichtswissenschaft usw. usf.

      Jedenfalls sollte da intensiv wissenschaftlich geforscht werden und es sollten Dissertationen dazu verfasst werden. Und diese Erkenntnisse dann der Allgemeinheit nähergebracht werden.

      (Nach meiner Erinnerung ist dieses Thema in der ORF-History-Serie "Die Habsburger" - eher am Rande - aufgezigt worden.)

  11. dxb (kein Partner)
    06. Juli 2012 09:16

    In der Zeit, in der ich noch beruflich mit EU Finanzierungen (ECHO und andere, das war in den 1990ern) zu tun hatte, gab es einen netten Witz, der wohl die Situation sehr gut zeigt:

    Ein Bürgermeister einer armen kleinen Stadt in Griechenland besucht einen seiner Amtskollegen auf Sizilien und sieht dort ein ganz tolles neues Haus der Stadtverwaltung, ganz in Marmor und mit allem erdenklichen Luxus.
    Er fragt also seinen Kollegen, wie er dieses tolle neue Gebäude finanziert hat.

    Der nimmt ihn mit zur Dachterasse und zeigt auf eine große einspurige Brücke.
    "Die haben wir mit EU Geldern gebaut, und zwar zweispurig"
    "Ja aber die hat ja nur eine Spur?"
    "Schon, dafür hat sie eine Ampel an jedem Ende und wir ein neues Amtshaus"

    Ein paar Monate später gibt es den obligatorischen Gegenbesuch in der griechischen Kleinstadt.
    Dort wird der Sizillianer in die tolle neue Villa des Bürgermeisters geführt.
    In der gibt es auch jeden nur erdenklichen Luxus, eine mit Luxusfahrzeugen bestückte Garage und eine Luxusyacht am hauseigenen Steg.
    Der Sizillianer fragt, wie sich der Bürgermeister einer armen kleinen griechischen Stadt so eine tolle Villa leisten kann?

    Daraufhin nimmt ihn der griechische Bürgermeister an der Hand und führt ihn zur Terasse seiner Villa.

    "Sehen Sie die Autobahn und den Flughafen? Finanziert aus EU Geldern."

    "Welche Autobahn und welcher Flughafen?"

    Der Witz war damals noch lustig, heute wohl nicht mehr.

    • socrates
      06. Juli 2012 09:51

      Was Sie alles in den 90er Jahren gemacht haben, Moskau, HTL, Matrix, Echo...., man sollte es nicht glauben!

    • dxb (kein Partner)
      06. Juli 2012 09:56

      Socrates, das ist eben der Unterschied zu Ihnen.
      Sie waren in der Zeit offenbar in einer geschlossenen Anstalt und konnten dort nicht geheilt werden.

      Jedem das seine.

    • socrates
      06. Juli 2012 10:01

      dxb
      Auch das ist wieder gelogen! Ein Rassist halt!

    • dxb (kein Partner)
      06. Juli 2012 10:08

      Lieb Socrates,

      Sie sind also eine eigene Rasse?
      Wer Sie für einen Idioten hält, ist ein Rassist?

      Cool, Sie versuchen wohl mit Fremdwörtern zu imprägnieren ;-)

      Meine Annahme, Sie wären in einer geschlossenen Anstalt gewesen, ist durch Ihr bisheriges Verhalten begründet.
      Und Ihre Reaktion bestätigt meine Annahme, Sie sollten dringend behandelt werden.
      Ihren Rassismus wird man nicht wegbekommen, aber vielleicht Ihren Verfolgungswahn.

      Womit ich das nette Intermezzo mit Ihnen beende.
      Kranke Trolle wie Sie sollte man nicht zu lange beschäftigen, das konterkariert etwaige Behandlungserfolge.

    • socrates
      06. Juli 2012 10:19

      dxb
      Ich poste keine Berichte darüber, wer rassenreiner Jude ist und wovon das abhängt, das waren Sie!
      ECHO ist eine Subventionsabteilung der EU, unkontrollierbar, zum Geldverteilen und -verschieben. Eine Bulgarin mit zweifelhaftem Ruf hat dort das Sagen. Das passt zu Ihnen!

    • Carlo (kein Partner)
      06. Juli 2012 11:07

      Danke, Herr Neumaier, die kannte ich noch gar nicht. Es bleibt einem wahrlich das Lachen im Halse stecken. Gestern wurde von einer spanischen Geisterstadt berichtet. Tja, alles auf Sand gebaut?
      Herr Neumaier, interessehalber, wie ist es eigentlich in Singapur und auch in China mit der Korruption? Sie als Experte können da sicher Auskunft geben.

    • Xymmachos
      06. Juli 2012 11:55

      Weiss hier jemand, wo der offensichtlich schwer gestörte Trittbrettfahrer (von wegen "Trolle") dxb herkommt? Ein Reptil aus der Kultusgemeinde?

  12. Neppomuck (kein Partner)
    06. Juli 2012 08:26

    Die „Geschäftsart Schenkung“ kann nicht die zentrale Strategie eines Business-Plans sein.
    Selbst jeder Maronibrater weiß das.

    Zwar wird man zuerst bei den (nicht zahlenden) Kunden beliebt, dann bei den Banken, wenn der Brater seinen Ofen belehnt, um neue Edelkastanien kaufen zu können, aber am Schluss sind alle böse, weil sie
    a) keine geschenkten Maroni mehr kriegen und
    b) ihre Kredite abschreiben („wertberichtigen“) können.

    Wie der alte Witz (Tafel am Würstelstand in gemischtethnischen Gebieten) deutlich macht:
    Du kein Geld und ich dir nix borgen - du böse.
    Ich dir borgen und du nix wiederkommen – ich böse.
    Besser du böse.“

    Oder nach Ma(r)x und Moritz:
    „Aber wehe, wehe, wehe!

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Juli 2012 08:28

      Ergänzung:

      "Wenn ich auf das Ende sehe."

      W. Busch

  13. Haider
    05. Juli 2012 21:52

    Und jetzt kommt Slowenien als sechstes EURO-Land unter den Schutzschirm. Die restlichen zwei Länder werden sich wohl auch noch finden, damit die "Schutzschirmler" unter den 17 EURO-Staaten die 50% Marke knacken. Jetzt weiß ich endlich, warum uns der ESM so dringend ans Herz gelegt wird!!! Die Zeit drängt.

    • Norbert Mühlhauser
      06. Juli 2012 00:25

      Mit einfacher Mehrheit wird im Rahmen des ESM nur der Abruf des genehmigten nicht eingezahlten Kapitals beschlossen, oder die Ausschüttung einer Dividende - es handelt sich hierbei jeweils um Beschlüsse des Direktoriums. (Art 9 Abs 2 oder Art 23 Abs 1 ESM-Vertrag)

      NICHT mit einfacher Mehrheit wird hingegen die Erhöhung des Stammkapitals oder die Einleitung einer konkreten Stützungsmaßnahme beschlossen.

    • AGLT (kein Partner)
      06. Juli 2012 08:17

      @Norbert Mühlhauser:

      Mein Gott, dann ändern wir halt wieder den Vertrag - oder - wie inzwischen Usus - verstoßen wir einfach wieder dagegen! Wo ist das Problem?

    • Norbert Mühlhauser
      06. Juli 2012 09:49

      @ AGLT:

      Nach meinem Verständnis sind die derzeitigen Verhandlungen über den ESM informeller Natur, bzw nur die Ebene HINTER dem Vertragswerk betreffend.

      So ist der ESM-Vertrag, den ich via WIKIPEDIA und die EU-website vor etlichen Wochen heruntergeladen habe, offenbar identisch mit der Fassung, die jetzt in Deutschland zur Parifizierung ansteht.

    • Norbert Mühlhauser
      07. Juli 2012 06:54

      Sollte natürlich Ratifizierung heißen, nicht Parifizierung!

  14. Haider
    05. Juli 2012 21:40

    Noch katastrophaler ist die Lage in Griechenland. Dort sind längst keine Eigenmittel für EU-Investitionen aus dem Struktur- bzw. Kohäsionsfonds nötig. Da kann völlig ungeniert und ohne jegliche Rentabilitätsüberlegung unser Steuergeld drauf los verjubelt werden. Die Griechen sitzen im Cafe, genießen den Tag und lachen uns Idioten aus.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      06. Juli 2012 08:32

      So ist es. Und wer schon einmal in Athen war wird sich wohl gewundert haben wie dreckig die Stadt ist! Der Zustand der Hauptstadt eines Landes läßt durchaus Schlüsse zu auf die Mentalität und vor allem den Fleiß eines Volkes.
      Die Griechen hätten wahrlich viel zu tun, sie müssten nur endlich anpacken!
      (Aber denen darf man ja nichts vorwerfen und ihnen auch keine Ratschläge erteilen = politisch nicht korrekt. Politisch korrekt ist zu zahlen und den Mund zu halten)

    • Undine
      06. Juli 2012 11:12

      @Kapuzerer

      Wie recht Sie haben! Ganz anders sieht es beispielsweise in China aus: So viele Straßenkehrer und Straßenkehrerinnen, bewaffnet mit Kübel und offensichtlich selbstfabriziertem Reis- oder Bambusbesen habe ich noch nie gesehen; man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt. Was hindert die Griechen daran, ihre Straßen sauber zu halten!? Es muß wohl an ihrer Mentalität liegen.

  15. Paneuropa
    05. Juli 2012 18:09

    Spanien hat seine Zustimmung zur Erweiterung 2004 auch mit weiteren Subventionen erkauft!

  16. eudaimon
    05. Juli 2012 17:58

    Die Sozialpartnerschaft brachte seit Ende des Krieges den Arbeitern und Bauern Solidarbeiträge der Besserausgebildeten via Lohn und Einko-Umsatzsteuern+
    Sonderabgaben;Sondergesetze wie SUG ,Agrarmilliarden und Sozialmilliarden
    a la ÖBB,Chemie-Linz,Verstaatlichte uvam.brachten immer wieder die Politik als Bestechung
    der Wähler ins Rennen - Macht wurde sukzzesive erkauft,hemmungslos,brutal
    und va.gewissenlos!
    Als das nicht reichte wurden Medien ,Kunst ,Wissenschaft -ja sogar die
    "Großmutter "(Migration) an die meistbietenden verscherbelt ,um damit einer
    Machtausbreitung der pc gesteuerten Politmafia alle Wege zu ebnen!!
    Den dazu notwendigen Modus zu einer solchen politischen Vergewaltigung der
    der Massen und ihrer Eliten lieferte der Pseudoguru Kreisky mit seinem Rezept:
    Wohlstand auf Kosten der "Anderen" (tüchtigeren,fleißigeren,reicheren Mitbürger)!!
    Mit einer sagenhaften Kaltschneuzigkeit brachten sie auch Kreuz und Halbmond
    in Verruf , um ja von ihren kriminellen Machenschaften mit Land und Volk abzulenken;sie lassen keine Gelegenheit aus ,den redlichen Bürger seine Verantwortung gegenüber allen anderen Völkern einzuimpfen ,ihm ein schlechtes Gewissen einzureden und sich selbst als Heilbringer in Szene zu bringen.
    "Armut tut weh" - zahl oder verreck!!!!!!!!Widerspruch ist sträflich-auch für eine
    Herrn Strohsack -diesen reichen Popanz ,der nur über die Partei alles erreichte,
    keine Eigenintelligenz,keine Perfomance, ohne Esprit sich alles und jedes unter den Nagel riss-brutal und neoliberal !!Ganz im Gegensatz zu unseren Granden
    wie Fischer,Prammer Androsch und die andern Vorzeigekrüppeln im ORF Versand!!
    Gute Nacht-Österreich

  17. socrates
    05. Juli 2012 16:08

    Der Subventionierungsbetrug ist das Übel, weniger die Subvention. Bei der Solarenergie läßt sich das sehr gut verfolgen: Die Investoren, Firmen, Errichter, Einspeiser ins Netz werden hoch subventioniert, der Betrug blüht, auch in D oder Ö, die Konsumenten zahlen ein Vielfaches und die Medien sehen zu. Dabei geht sogar die Erzeugung ein, denn in CH kosten Solarzellen 1/3.
    Am liebsten werden bei den Subventionen die Bergbauern zitiert, Nestle und die anderen Giganten der Agrarindustrie, die wirklich Beute machen, werden verschwiegen. Bei der Fahrt durch F sahen wir viele Gebiete, die mit OGM Saatgut bestellt werden, das bringt Geld. Wenn in Arizona eine ganze Rinderherde, die solches Gras gefressen hat, an Zyanidvergiftung stirbt, gehen unsere Schreiberlinge zum Universitätsring um das Volk zu verblöden und üben sich im Wegschauen.
    Spanien, wie es Franco hinterließ, war ein blühendes Land, ohne Arbeitslosigkeit, hoher sozialer Sicherheit, wenig Verbrechen, billig und ohne Defizit. Seine Gegner stürzten sich darauf um zu beweisen, daß sie es besser können. Um viel Geld, das sie nicht hatten, investierten sie mit einheimischer Hilfe in möglichst dumme Projekte. Die deutschen Baufirmen bauten viel, oft Unnötiges, das nur dem Prestige oder dem Luxus diente, manches ganz sinnlos. Wir fanden Häfen, die niemand braucht, super neu errichtet, Anlagen die nie vollendet wurden wie in Bilbao, das dafür ein Guggenheimmuseum bekam, das es nicht braucht, aber bezahlen muß. Irgendwann mußte diese Blase platzen, aber dann waren alle Investoren schon reich. Nun sucht man Dumme, die die Schulden übernehmen.
    Spanien heute ist kriminell, korrupt, hat hohe Arbeitslosigkeit und sinkenden Lebensstandard, aber eine Gayparade und die Reklame:"Es gibt keinen Gott"

  18. Schani
    05. Juli 2012 14:58

    Ein ÖVP-Abgeorneter in der heutigen Parlamentsitzung:"Wir alle wissen, was es heißt, keinen Pflichtschulabschluß zu haben"

    • Schani
      05. Juli 2012 16:33

      Der Mann heißt Nikolaus Prinz und hat u. a. den Arbeitsscherpunkt "Bildung"!

    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 16:44

      "...und hat u. a. den Arbeitsscherpunkt "Bildung"..."

      "carlo soziale" und "Niki Prinz" beim gemeinsamen Bemühen endlich den Hauptschulabschluß... :-))) Wir müssen natürlich aufpassen, daß unser "carlo soziale" unseren "Niki" nicht restlos verdirbt... :-)))

    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 17:59

      Nachtrag:

      "Niki christlich soziale"... :-)))

      So! Und jetzt wird runtergefahren. Schönen Abend allen... Ich laß noch meine "panzerechse" ein bißchen frei rumlaufen... Sie kann aber eh nur die freigegebenen Nichtpartnerthreadlinge "schnappi"... :-)

    • AGLT (kein Partner)
      06. Juli 2012 08:19

      "Wir alle wissen, was es heißt, keinen Pflichtschulabschluß zu haben"

      es gibt sie also doch noch ... die ehrlichen Politiker :-)

  19. Anton Volpini
    05. Juli 2012 13:56

    O.T

    Gestern hat ein Mitposter darauf aufmerksam gemacht, daß das Stronachinterview in der ZIB 2 von Journalisten verrissen wird.

    Heute im Wirtschaftsblatt dasselbe. Der Guten Frau sollte man direkt ein Mail schreiben.
    ester.mitterstieler@wirtschaftsblatt.at

    http://www.wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/524452/index.do

    • Blahowetz
      05. Juli 2012 14:08

      Ähnliches auch in "Österreich", auch dort wird Stronach verächtlich gemacht.

      Das bedeutet, wenn es einer der ihren von einem Unerschrockenen einmal gezeigt wird, dann hält die Journalisten-Kaste zusammen und der Beißreflex wird aktiviert.

      Da gibt es wohl zwischen den Schreiberlingen von "Österreich" und dem "Wirtschaftsblatt" keinen Unterschied.

    • brechstange
    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 15:08

      Möchte auf die KZ hinweisen:

      Unter "POST von JEANNÉE". Die "Oberredakteurin" wollte der "Unterredakeurin" Dittlbacher ein Mail über die AUSLADUNG Stronachs senden.

      Die "Oberredakteurin" war nämlich strikt dagegen, diesem "Milliardär", der den Boulevard mit seinen Inseraten "zumüllt", ein so bedeutendes Forum zu geben... Okay, durchatmen...

      Verhängnisvollerweise kam dieses Mail jedoch nicht bei der "Unterredakteurin" an, sondern bei Frank Stronachs Pressereferentin Kathrin Nachbaur... Die ahnungslose "Unterredakteurin" sah sich nun einen Frank gegenüber, der auf 180 war... :-)

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 15:28

      ....der auf 180 war... :-))))

      Und trotzdem hat er sehr wohlerzogen gesprochen, ganz anders als die ZIB2 "Unterredakteure und Innen"!

    • Claudius
      05. Juli 2012 15:31

      Ich vermute Frank Stronach wollte sich ganz bewusst in Szene setzen und auffallen als energischer, älterer, reifer Selfmademan. Von PR versteht er ja etwas.

      Ich bewundere und befürworte sein Engagement, so ein Unabhängiger wie Stronach kann der Innenpolitik nur nützen, weil er das etablierte System herausfordert, so schreibt es auch Fleischhacker in seinem jüngsten Kommentar.

      Um es nochmal anzusehen: http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2/episodes/4274931-ZIB-2

    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 16:27

      Claudius,

      Danke, daß sie meine Bequemlichkeit unterstützt haben und den "Stronach-Link" vor meine Nase gestellt haben... :-)

      Ich habe mir das jetzt noch einmal angesehen. Ich habe nirgendwo den Namen "Westenthaler" gehört... Dieser Name wird aber ständig, trotz oder wegen diesem Interview neuerdings in Verbindung mit Frank Stronach gebracht! Ich bin mir persönlich absolut sicher, daß Frank Stronach Herrn Westenthaler nicht als "Berater" braucht, bzw. nötig hätte. Diese verlogenen, impertinenten, indolenten, halbintellektuellen-dreiviertel-Prostis...

      Ganz besonders hat mir seine Klassifkation über die Wirtschaftsforscher gefallen. Eine bodenlose "Frecheit": "Boys without Balls..." :-)))

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 16:45

      Did you order the boar-tailor?

    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 17:01

      Yes. indeed... My wild pig is a dedicated follower of fashion...

    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 17:46

      Toni!

      Wos is los? I hob nimma vü zeit...

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 18:36

      I dont mean the fashion, its just another word for cutter. :-)))

    • socrates
      05. Juli 2012 20:22

      Ich fand Stronach sehr gut! Die Interviewerin war eine Frechheit.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      06. Juli 2012 08:37

      Was die Interviewerin anlangt sind wir wohl einer Meinung. Von Stronach allerdings bin ich schon etwas enttäuscht. Was der da so daherkauderwelschte, naja, war nicht das Gelbe vom Ei!

    • cmh (kein Partner)
      06. Juli 2012 09:41

      Jeder hat bemerken dürfen, dass ßtronakß Deutsch nicht in Döbling oder Erdberg oder dem Bgl erworben wurde. Darauf hinzuweisen ist nur Eulen nach Athen tragen, also überflüssig und langweilig.

      Wer sich darüber aufpudelt zeigt damit nur, dass er als vermeintlich feiner Pinkl überheblicherweise zu meinen glaubt, aus der ungehobelten Form auf den fehlenden Inhalt schließen zu dürfen. ßtronak non auditur und ähnliches ist jedoch keine gute Methode.

      Aber es steht ja jedem Formalisten frei, sich an einer Paarung Dittenbacherin (sorry!) und Mister aalglatt Svoboda zu begeistern. Ich bleibe da schon lieber beim Kontrovers-inhaltlichen.

      Und den Bürgerlichen unter ßtronaks Verachtern: Habts an andern oder auch nur ähnlichen? Nein!

  20. Burgus
    05. Juli 2012 12:49

    Dazu fällt mir ein Beitrag aus einer alten "Karambolage"-Sendung auf Arte ein:
    Eine linguistische Erörterung zum Wort "Das Gift"
    http://www.arte.tv/de/675284,CmC=675290.html

  21. Freak77
    05. Juli 2012 12:40

    Gestern im ARD beim Anne-Will-Talk, unter anderem Verheugen, und Max Otte: Viel Skepsis über die Zukunft:

    http://www.ardmediathek.de/das-erste/anne-will/europas-schulden-unsere-schulden-ist-kanzlerin-merkel?documentId=11039656

    • brechstange
      05. Juli 2012 18:39

      Danke für den Link.

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 20:40

      Danke Freak77 für diesen Link.

      Eine unglaubliche Qualtität von Diskussionskultur!

      Es braucht allerding etwas Zeit, sich diese Sendung ganz anzuschauen.

      Ich habs getan, und muß zu meiner eigenen Überraschung feststellen, daß ich einmal Linken, wie hier Fr. Enkelmann (die ich bisher nicht kannte) und Verheugen (den ich bisher immer abgelehnt habe) recht geben muß.
      Und zu meiner weiteren Überraschung muß ich den Ausführungen des CDU Vertreters Gröhe (den ich bisher auch nicht gekannt habe) eine totale Absage erteilen muß.
      Max Otte (den ich überaus schätze, und der am öffentlichen Brief mitwirkt, den mein Freund Johann heute in unseren Blog gestellt hat) hat im ersten Teil der Sendung für mich, gelinde gesagt, etwas unverständlich gesprochen, im zweiten Teil jedoch mehrheitlich Klartext.
      Im zweiten Teil haben sich die zwei Linken, Enkelmann und Verheugen dann doch etwas deutlicher links artikuliert, aber noch immer nicht so, daß das nach meinem Bauchgefühl auf Ablehnung gestoßen wäre.

      Der Enkel Adenauers, Werhahn (den ich auch nicht kannte) hat sehr gut unserer Bürger Grundsorge Rechnung getragen, und schien mir von allen am glaubwürdigsten, wenn er auch nicht so zu Wort kam, wie es seiner Meinung zugestanden wäre.

      Da muß ich mir aber eine Frage stellen? Warum verteidigen bei uns in Österreich die Machthaber (die Linken) den ESM, und in Deutschland die Machthaber (CDU) den ESM mit denselben linken Argumenten?

    • brechstange
      05. Juli 2012 22:22

      Herr Volpini,

      Anne Will ist wirklich gut. Das würde man sich in Österreich wünschen, wenn ich da an die Rossmann, die absolute Katastrophe, und die Turnher denke.

      Ist mir auch so gegangen beim Verheugen, der war ja weit vernünftiger als dieser Gröhe. Der ist ein richtiger Traumtänzer, wie der alles im Griff hat. Beim Verheugen hatte ich den Eindruck, dass er weiß wie Brüssel tickt. Da ist doch mal der Deutsche in ihm durchgegangen. Vom Otte hätte ich mir klarere Worte erwartet, doch ich denke, der ist schon recht deprimiert, hat er zumindest in einem anderen Interview selbst gesagt.

    • brechstange
      05. Juli 2012 22:24

      und die Enkelmann von den Linken: die Diagnosen sind richtig, die Lösungen zielen dann doch wieder Richtung Verstaatlichung

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 22:57

      Ja, aber, was ich vorher vergessen habe, zu erwähnen, brechstange, ist, daß der Verheugen in der zweiten Hälfte erklärt hat, daß er nicht weiß, wer für die ganze Finanzverwirrung verantwolrtlich wäre. Und das ist in seiner Position natürlich eine unglaubliche Entgleisung!

    • estate (kein Partner)
      06. Juli 2012 04:16

      Liebe Leute,

      Seht euch doch mal die akuelle Sendung dazu von Maybrit Illner (ZDF-Mediathek) an mit Bosbach, Schulz, Wagenknecht und Keitel. Die Argumentationslinen und Hintergrunde kommen hierbei überdeutlich zutage:

      Bosbach spricht Klartext als aufrechter Bürgerlicher und Liberaler, Keitel als Vertreter der Industrie will die Erträge seiner Mitglieder über die Target-Salden der Allgemeinheit abnehmen und (wie alle Branchen mit hohem Kapitalbedarf) generell an billiges Geld. Hier schließt sich auch der Bogen zu ÖVP und CDU generell (Stw. Struktursozialismus mit der Gegünstigung von Großbetrieben, wie ihn auch Sarkozy paradetypisch betrieben hatte).
      Wagenknecht ist in der Analyse richtig, möchte aber das Geld von den Reichen, und Schulz will sowohl den Geldsozialismus aufrechthalten und zugleich an das Geld der Reichen. Für die Roten ist die Krise eine willkommene Gelegenheit zum generellen Umbau des Steuerwesens, weswegen sie auch in AT und D Belastungen der Bevölkerung regelrecht herbeibeten, um danach kräftig umzuverteilen. Das Wort Vermögenssteuer werden im Zusammenhang mit ESM noch öfters hören.

      In Kurzform: Alle Parteien wollen Geld für ihre eigene Klientel, daher unterschieden sich die Strategien auch nur geringfügig. Randdetails werden zu riesigen Divergenzen hochgespielt und die Show ist perfekt.

      http://maybritillner.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/maybrit-illner/2942124/23309036/a752ba/Alle-Macht-den-Schulden.html

    • brechstange
      06. Juli 2012 07:25

      Schon wieder dahin, was der Gröhe gesagt hat mit den deutschen Finanzbeamten in Griechenland.

      http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/medienbericht-keine-deutschen-finanzbeamten-fuer-griechenland/6846250.html

      Soviel zum Erfolg dieser "Solidaritäts"politik der Deutschen, Österreicher und Co.

      Solidarität - ein Wieselwort

    • brechstange
      06. Juli 2012 07:27

      estate

      Ja, das ist, denke ich mal im Hintergrund ein Plan der Sozialistischen Internationale.

      Steuersystem zu Lasten der Leistungsträger umbauen, Vermögen besteuern und sozialisieren, Großbetriebe, die der Elite dienen (war das bei Hitler nicht auch so ähnlich?), mir scheint da haben sich ein paar bei den Linken versteckt

  22. Johann Scheiber
    05. Juli 2012 11:26

    OT: Ein Offener Brief von 150 deutschen Verschwörungstheoretikern, ähh Wirtschaftsprofessoren!
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/protestaufruf-der-offene-brief-der-oekonomen-im-wortlaut-11810652.html

    • Herby
      05. Juli 2012 11:37

      Das Who-is-who der Wirtschaftswissenschaft würde ich sagen: Prof. Felderer, Streißler, Max Otte, H. W. Sinn u. v. m. sind dabei. (nicht dabei: Keuschnigg, Aiginger)

      Aus meiner Sicht einer der Schlüsselsätze:
      "Wenn die Schuldner nicht zurückzahlen können, gibt es nur eine Gruppe, die die Lasten tragen sollte und auch kann: die Gläubiger selber, denn sie sind das Investitionsrisiko bewusst eingegangen und nur sie verfügen über das notwendige Vermögen."

      Dieser offene Brief muss PFLICHTLEKTÜRE bei allen Politfunktionären der mittleren und hohen Ebene sein.

    • brechstange
      05. Juli 2012 11:46

      @herby
      Ich hab ja den Eindruck, dass Keuschnigg noch was werden will, beim ESM z.B.

      Im Presse-Chat anfangs sprach er nämlich noch ganz anders, als kürzlich in einem Interview, wo er den Rettungsschirm nach oben offen befürwortete. Ein Wendehals?

    • brechstange
    • Herby
      05. Juli 2012 12:01

      @ brechstange

      Vielleicht ist es ratsam dem Herrn Prof. Keuschnigg momentan noch "Schonzeit vor zu harter Kritik" zu gewähren - so wie es z.B. bei US-Präsidenten in den ersten 100 Tagen in den US-Medien üblich ist.

      Er ist erst seit Anfang Juni IHS-Chef, ich denke dass auch er seinem Intellekt und seinem Wissen sehr viel schuldig ist ....

    • Martin Bauer
      05. Juli 2012 14:55

      ... Wir, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler der deutschsprachigen Länder...

      Ich vermute einmal, dass bei der überragwnden Durchblickfähigkeit der Linken, deren Protest vor allem wegen der nicht gendermässigen Binnen-I-Verwendung gegen diesen Brief vorgegangen wird.

      Den Inhalt verstehen die Pfeifen ja so wie so nicht.

    • Karl Knaller
      05. Juli 2012 18:40

      Also, wenn der Paul (so heißt er doch, unser Starökonom?) Schulmeister vom WIFO nicht mitunterschrieben hat, kann da nicht viel dran sein!

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 21:19

      Heißt er nicht vielleich Stephan Schulmeister, Karl Knaller?
      Die Pfeife vom WIFO, der selbsternannte Ökonom!

    • Karl Knaller
      06. Juli 2012 12:01

      Danke, Anton Volpini! Natürlich haben Sie recht, und sein Bruder Paul hat sich diese Verwechslung wahrlich nicht verdient. Mir ist es nachträglich eh' eingefallen, wie dieses Früchterl heisst, aber zunächstr hatte ich offenbar eine psychische Sperre...

  23. kakadu
  24. Josef Maierhofer
    05. Juli 2012 08:48

    Der Fluch.

    Ja, es ist ein Fluch, diese Subventionitis.

    Nicht nur, dass sich unseriöse, sonst nicht lebensfähige, Firmen daran bedienen bis hin zur Unterwelt und zur politischen Korruption und Bestechung, nein auch die Menschen werden faul und tun nichts für ihr Überleben.

    Jahrtausende lang war Spanien ein blühendes Land mit Stierkampf, Flamenco, Hitze, Kultur. Was hat die EU daraus gemacht mit ihrer Subventionitis ?

    Ich verstehe, dass man punktweise nach reiflicher Überlegung gezielt einer bestimmten positiven Entwicklung unter die Arme greifen kann.

    Es ist ja bei uns auch so. Ich bin kleiner Unternehmer und die Wirtschaftskammer hat mir schon mehrmals in den letzten Jahrzehnten Förderungen angeboten, die ich natürlich allesamt abgelehnt habe, auch, wenn es mir gerade schlecht gegangen ist. Kredit heißt mehr zurückzahlen als man bekommt, Kredit heißt Rückstand und Kredit heißt Rückzahlungsverpflichtung und Gesundheitsverpflichtung. Geld habe ich auch manchmal verliehen, aber im Vordergrund stand bei mir stets der erfüllbare Rückzahlungsplan und natürlich mein Risiko, dass das Geld nicht mehr eintreibbar wird.

    Was da aber sich nun für eine Betrugsindustrie, so nenne ich das, um diese Förderungen gebildet hat, das ist sagenhaft.

    Mein griechischer Freund (könnte auch spanischer gewesen sein) war eine zeitlang als hoher griechischer Ministerialbeamter Verbindungsperson zur EU. Was da an 'Taktik' (ich nenne es Betrug) abgegangen ist, das geht auf keine Kuhhaut. Es wäre dort nie so weit gekommen, auch in Spanien nicht, hätte es diese Subvetionitis nicht gegeben.

    Ich habe mir einmal die österreichische BIT angesehen und dort ein Projekt eingereicht, das ich dann einer anderen Firma, die diese Machaloikes machen wollte, gegeben. Nein, solche Sachen macht ein Ordentlicher, ein Anständiger, ein Ehrlicher nicht, er arbeitet lieber klein und selbst.

    Die Rechnung für den Gesamtbetrug hören wir nun fast schon allwöchentlich mit den Billionensummen.

    So geht es nicht, das muss doch jedem klar sein.

    Die unseriösen Firmen, die fremdes Geld vergewaltigen, erkennt man auch daran, dass sie oft auch unseriöse Gehälter zahlen, die den Leistungen nicht entsprechen.

    Die sogennanten 'lässigen' Jobs mit hoher Bezahlung zahlen auch die Fleißigen und Ehrlichen im Endeffekt.

    Die Umkehr, und die wird so oder so kommen müssen, wenn ncihts mehr gehen wird, denn so geht es nicht, wird es auch nötig machen, dass jeder einzelne wieder seriöse Gedanken lernen muss und die Tugenden, Fleiß, Ordnung, Verlässlichkeit, Einsatz- Ergebniswille, etc. und diese Selbstbedienungsmentalität ablegen muss.

    Die linke Denkweise ist falsch, wir müssen selbst leben und streben.

  25. Claudius
    05. Juli 2012 08:37

    Bei den allermeisten Beitritten u. Beitrittsansuchen in den letzten Jahren: 10 + 2 ostmitteleuropäische Länder (Mai 2004 sowie 2007) weiters: Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Albanien, Türkei - sind genau diese Kohäsionsfonds (=Subventionen) DAS Hauptargument die eigentliche Triebfeder für die Beitrittseuphorie.

    Man hat es vor Kurzem wieder aus dem Kosovo gehört: die gleiche Euphorie haupsächlich befeuert wegen der in Aussicht stehenden Subventionen. Die Euphorie ist nicht wegen der Aussicht auf den Binnenmarkt vorhanden.

    Es klingt hart aber wahr: Kann es sich die EU wirklich leisten die gesamte Balkanhalbinsel flächendeckend zu subventionieren?

    Das wäre eine ernsthafte Diskussion von Fachleuten wert: Es gibt sicher auch den einen oder anderen Vorteil bei dieser Umverteilung: z.B. auf den Kanaren oder Madeira wurde sicherlich dem Tourismus mit diesen modernen Straßen sehr geholfen. Aber um welchem Preis?

    Wie lange geht diese Umverteilungsmaschine noch? Ruiniert es langfristig die Mentalität in den Empfängerländern?

    • brechstange
      05. Juli 2012 08:49

      Also kürzlich habe ich in einer WK-Zeitschrift gelesen, wie toll doch der EU-Beitritt Kroatiens auf die österreichische Wirtschaft wegen der Förderungen auswirken wird.
      Tief verwurzelt ist das Subventionsübel, auch bei uns.

  26. Herbert Sutter
    05. Juli 2012 08:18

    Off Topic: Neue Kritik an Zentralmatura: Deutsch „zu einfach“ (4.7.2012, REGINA PÖLL, Die Presse)

    Der Nationalrat beschließt heute den Aufschub der teilzentralen Matura. Unterdessen bringt die Vorbereitung der Deutschmatura neue Aufregung: Ein „Genügend“ werde künftig praktisch verschenkt.

    Link: http://diepresse.com/home/bildung/schule/1262337/Neue-Kritik-an-Zentralmatura_Deutsch-zu-einfach?from=suche.intern.portal

    " .... Am BIFIE gibt man sich naturgemäß vom eingeschlagenen Kurs überzeugt: Die neuen Aufgaben würden keinesfalls zu einfach, sondern einer zeitgemäßen Fachdidaktik entsprechend ausfallen, sagt Projektmanagerin Susanne Reif-Breitwieser. „Und der neue Beurteilungsraster entspricht dem geltenden Recht.“ Beispielsweise nur stur Beistriche und Rechtschreibfehler zu zählen und das Gesamtbild einer Arbeit zu vernachlässigen wäre widersinnig."

  27. Observer
    05. Juli 2012 08:07

    Wenn man in Österreich bei einer Behörde von Bund, Land oder Gemeinde irgend ein Thema anspricht, wird von den dortigen Kontaktpersonen sofort geprüft bzw. hinterfragt: gibt es dazu Subventionen/Förderungen? zinsenfreie Darlehen? Annuitätszuschüsse?
    Leider ist diese Art der Vollkaskomentalität im Selbstbedienungsladen Österreich schon so weit verbreitet, dass es sich kaum mehr lohnt, zu arbeiten um etwas selbst zu schaffen.
    Was die finanzschwachen Südländer betrifft, so haben die jahrelangen Geldgeschenke der EU und anderer Organisationen wesentlich dazu beigetragen, dass die Empfängerländer sich auf diesen Geldsegen eingestellt haben und selbst an einer späteren Eigenfinanzierung gar nicht mehr interessiert waren. Die splendablen Geldgeber wurden damit erpressbar und so wird weiter gutes Geld dem Schlechten nachgeworfen.
    Auch bei der Entwicklungshife wurden und werden immer noch gewaltige Fehler gemacht. Manche ausländische Hilfen zerstören sogar die aufkeimende eigene Wirtschaft und die langfristig erhoffte Selbständigkeit. Sogar möglicher Export wird verhindet - z.B. können durch Agrarsubventionen in der EU afrikanische Länder nicht nach Europa exportieren. Im Gegenteil: diese subventionierten Produkte werden sogar nach Afrika exportiert und damit lokale Anbieter verdrängt.
    Daher bitte auch dort: Hilfe nur dort, wo es zur späteren Selbsthilfe dient.
    Immer wenn ich das stark bergige Madeira besuche, wundere ich mich, wie für diese relativ kleine Bevölkerungszahl mit Milliardenaufwand kreuz und quer durch die Insel supermoderne Autobahnen (mit sehr vielen Tunnels!) gebaut wurden. Ist es nicht die Aufgabe unseres EU-Kommissars Hahn, diese EU-Gelder künftig sinnvoller auszugeben?

  28. Markus Theiner
    05. Juli 2012 07:34

    Die Entwicklungsländer haben dieses Dilemma längst begriffen. Deswegen fordern ja auch die klügeren Politiker in den Schwellenländern und der Dritten Welt, dass die angeblich so netten Europäer statt Almosen lieber ihre protektionistische Wirtschaftspolitik aufgeben sollten und den Nachzüglern erlauben ihre Stärken auszuspielen.

    Die ärmeren Länder haben ja im Konkurrenzkampf massive Vorteile durch niedrige Lohn- und Sozialniveaus. Was man schrecklich finden kann, aber dadurch nicht ändert. Erlaubt man ihnen aber diese Vorteile auch zu nutzen können die wirtschaftlich wachsen, was uns nebenbei zusätzliche Absatzmärkte bringt und dort auch mit der Zeit das Niveau hebt.
    Stattdessen blockieren wir in den Branchen in denen diese Vorteile schlagend werden können den Markt und subventionieren unsere Betriebe mit Steuergeld. Zusätzlich zur Entwicklungshilfe nach außen.

    Innerhalb der EU ist das Muster ähnlich. Die relativ ärmeren Länder, die ihr Sozialniveau und ihre Löhne mit Subventionen und billigen Krediten nach oben getrieben haben bekommen jetzt Probleme. Die Länder, die stattdessen versucht haben durch Reformen und bewußtes Nutzen ihres - noch - niedrigeren Niveaus Investoren anzuziehen stehen dagegen recht gut da.
    Oder hat irgendwer in letzter Zeit gehört wir müssten Polen, Tschechien, Slowenien oder Estland retten?

    Grob gesagt: Der Osten holt auf, nachdem er den Kommunismus losgeworden ist, der Westen und Süden holt den Kommunismus nach - wenn auch in einer light-Variante.

    • Anton Volpini
      05. Juli 2012 07:45

      "Der Osten holt auf, nachdem er den Kommunismus losgeworden ist, der Westen und Süden holt den Kommunismus nach - wenn auch in einer light-Variante."

      Wie light, werden erst unsere Kinder beurteilen können. Auf jeden Fall beginnt der Kommunismus auf eine sehr subtile Art und bemächtigt sich der Gehirne langsam einsickernd. Der Trost ist nur der, das Linke permament gegen die mathematischen Naturgesetze verstoßen, und daher ihre Systeme nicht lange aufrecht erhalten können.

    • Markus Theiner
      05. Juli 2012 09:36

      Die light-Variante bezog sich auf die aktuelle Situation. Wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt wird es schlimmer.
      Wobei man da eigentlich noch weiter differenzieren müsste.
      Die angeführten Beispiele sind ja eher Mittel- als Osteuropa zuzordnen. Der Osten hinkt noch stärker nach, weil die Machtstrukturen noch stärker das diktatorische Element des Kommunismus übernommen haben.
      Wir sind dagegen, wenn auch mit etwas Abstand, eher auf dem westlichen Weg in den Sozialismus.

      Deswegen bin ich auch ein Fan der Idee einer mitteleuropäischen Union, auch wenn es da nur grobe Gedankenspiele gibt und wenig Chancen auf eine Umsetzung.

      Die noch bedeutende wirtschaftliche Stärke der westlichen Mitteleuropäer kombiniert mit der Reformbereitschaft und dem Freiheitsdrang - und der damit erzeugten Dynamik - der östlichen Nachbarn plus die überall recht gut aufgestellten Länder im Norden würden aber eine sehr interessante Mischung ergeben.
      Grob abgegrenzt würde ich sagen: Deutschland, Österreich, Niederlande (der alte D-Mark Block), Dänemark, Schweden, Finnland (die nordischen Musterschüler), Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei und Slowenien (die östlichen "Tigerstaaten"). Plusminus.

      Die einzige Achse die eine gewisse Chance hätte in so einem Block den Rest politisch vor sich her zu treiben wäre Berlin-Warschau, und die haben so unterschiedliche Interessen, dass die sich kaum auf etwas einigen werden was der Rest nicht sowieso auch unterstützen kann. Keine französische Minderheitshegemonie mit deutscher Duldung.

    • simplicissimus
      05. Juli 2012 14:43

      Herr Theiner und Volpini, stimme Ihnen voll zu.
      Was den Kommunismus betrifft möchte ich noch hinzufügen, dass die Linken nicht nur gegen die rechnerischen Gesetze sondern vor allem auch gegen die menschliche Natur verstossen. Der Egoismus des Menschen setzt sich letztlich immer durch, allein schon durch den Selbsterhaltungstrieb, daher wird das System, das ihn zu nutzen weiss immer viel besser abschneiden, als dasjenige, welches dagegen arbeitet oder ihn ignoriert.

    • Brigitte Imb
      05. Juli 2012 21:16

      Naja...., eine kl. Randbemerkung zu Slowenien, das Land wird unter den Rettungsschirm schlüpfen.

      http://www.handelsblatt.com/politik/international/bank-in-not-slowenien-ist-kandidat-nummer-6-fuer-den-rettungsschirm/6828478.html

    • werauchimmer
      05. Juli 2012 21:30

      @ Theiner:

      Ihr Grundgedanke spricht auch mich an, nur sehe ich weit und breit mit Ausnahme der Agrarstützungen keinen Protektionismus mehr, der sich auf den internationalen Handel mit der dritten Welt auswirken könnte. Die EU-Außenzölle sind bekanntlich schon sehr nieder, Entwicklungsländer bekommen meist noch zusätzliche Zollbegünstigungen ....

      Die Dritte Welt dürfte an etwas anderem leiden: Korruption, Vetternwirtschaft, Handel für Waffen und Protektion durch Weltmächte statt für Marktpreise, Monokulturen, falsche Wirtschaftsberatung, Zentralismus, Rassenhass gegen Weiße ...

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2012 03:54

      @ Markus Theiner

      So kollektivistisch wie Sie "denken" sonst nur Sozialisten.
      Sie waren schon mal besser.

      Ihren "Kommunismus" können Sie sich abschminken. Hats nie gegeben und wirds auch nie geben. Aber den brauchen Sie jetzt, um nicht Ihre eigenen sozialistisch gefärbten Konzepte zu verdammen.

      xRatio

  29. brechstange
    05. Juli 2012 07:24

    In Sevilla ein Konferenzzentrum weit außerhalb der Stadt, ein riesiger Betonklotz, miese Auslastung.
    Südlich von Madrid (etwa 60 km) ein nagelneuer Flughafen mit Zuganschluss, den keiner braucht.

    Herr Keitel, BDI-Präsident, ehemals Hochtief, braucht unbedingt den Euro, eh klar. Die managergeführte Industrie hat sich auf Subventionsvorteile eingerichtet, dass das volkswirtschaftlich ein Schaden ist, ist denen egal, Hauptsache die eigene Kasse stimmt.

    Diese Typen lobbyieren für ihren eigenen Vorteil und die Politik lässt sich offenbar kaufen, blenden oder sonst was. Bezahlen dürfen das dann die Steuerzahler und der regionale Mittelstand. Die EU-Kommission als Teil dieser Baggage tut nichts gegen diese Wettbewerbsverzerrungen. Oh doch, sie sucht nach Geld, eine richtige Geldgräberstimmung hat eingesetzt. Der ESM ist ein prächtiges Instrument dazu, wenig Transparenz, zumindest werden wir erst Jahre danach erfahren, was alles versandet ist.

    • Norbert Mühlhauser
      05. Juli 2012 11:12

      Ich sehe das ein wenig anders:

      Jedes Unternehmen, auch ein ganz großes, muss sich nach der Decke strecken und Vorteile, die sich ergeben, ausnützen.

      Die Korrelation zwischen Lenkungsmaßnahmen im Interesse des - vereinnahmten - Gemeinwohls und Industrie ist meines Erachtens doch eher schwach ausgeprägt. Mir ist jedenfalls nichts von einem Lobbying der Industrie für branchenübergreifende, nachfragestimulierende Subventionen bekannt. Mit der Ausnahme des Öko-Hypes, natürlich, auf den - mit einiger Verzögerungen - schließlich auch die Industrie abgefahren ist.

      Auch der Mediensektor macht eher Dampf für Verschuldung im Namen der allgemeinen Gutmenschlichkeit, nicht aber für regionale Förderungen.

    • brechstange
      05. Juli 2012 14:15

      Ohne Subventionen wäre einiges nicht gebaut worden. Da kann man natürlich drüber streiten, dass das ja Mehrwert in Form von Arbeitsplätzen gibt, etc., doch Dauersubventionsträger zu schaffen, ist doch abwegig. Natürlich nutzen die Firmen diese Vorteile, das würde jeder tun, da haben Sie recht. Doch den Euro um jeden Preis zu erhalten, auch wenn er fehlkonstruiert ist und sozialisierte Verluste schafft, ist für die Volkswirtschaften, für Europa und für die Steuerzahler schlecht. Am Ende auch für die Exportindustrie.

  30. Anton Volpini
    • mike1
      05. Juli 2012 07:10

      genau diese sache ist mir beim lesen des beitrages von a.u. eingefallen.

      die falsche art der entwicklungshilfe ist keine hilfe, sondern schadet den eigenen leuten !

    • Erich Bauer
      05. Juli 2012 07:34

      "...sondern schadet den eigenen leuten..."

      Nützt aber dem "Helferorganismus" und den in Wartestellung befindlichen... "Investoren"...?





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