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SN-Kontroverse: Arabischer Frühling

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

Hat der arabische Frühling die Welt besser gemacht?

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Schicksal selbst bestimmen

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Der arabische Frühling ist das faszinierendste politische Ereignis der jüngeren Geschichte. Die Tat eines einfachen Manns, der sich gegen Unterdrückung und Ausbeutung auflehnt hat, brachte Diktaturen zum Einsturz, Despoten wurden verjagt. Ausgelöst hat ihn der junge Gemüsehändler Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 in Tunesien. Er protestierte mit seiner Selbstverbrennung gegen Polizeiwillkür und Demütigungen durch die Regierung von Staatsoberhaupt Ben Ali. Binnen Tagen kam es zu Massenunruhen. Ben Ali flüchtete kurz danach und im Oktober 2011 fanden die ersten freien Wahlen zu verfassungsgebenden Versammlung statt. Heute wird Tunesien von einer Koalition aus der islamistischen Ennahda-Partei, dem linksnationalen Kongresses für die Republik (CPR) und der säkularen Ettakatol-Partei regiert. Das Land hat sich auf den schwierigen Weg zur Demokratie gemacht.
Ähnlich die Entwicklung in zahlreichen anderen Ländern des arabischen Frühlings. Egal ob es sich um Ägypten, Libyen oder den Jemen handelt. In anderen Ländern wiederum wurden die Regierenden zu Zugeständnissen gegenüber den Protestierenden sowie Machtbeschränkungen gezwungen. Dass die Transformation kein Spaziergang ist, liegt auf der Hand. So ist Ägypten noch lange nicht auf dem Weg zu geordneten Verhältnissen; die Konterrevolution aber ist misslungen. Der Kampf um die Machtverteilung geht weiter. Stets unter Beobachtung des Tahrir-Platzes. Ganz zu schweigen von der Lage in Syrien, dem weltpolitischen Pulverfass.
Egal wie lang und wie schwer der Weg ist, den die arabischen Länder noch vor sich haben - durch den Aufstand haben die Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand genommen. Das ist allemal besser als Despotien und Diktaturen weiter stumm zu ertragen. Insofern hat der arabische Frühling sehr vielen Menschen Hoffnung gebracht und die Welt ein wenig besser gemacht.


 

Ernüchterung nach Revolutionsgeilheit

Andreas Unterberger

Einige Monate lang haben sich 2011 revolutionsgeile Medien und Ideologen ob der Umstürze in einigen arabischen Ländern begeistert. Heute haben sie längst wieder ihr Interesse verloren und ignorieren diese Länder. Denn sonst müssten sie zugeben, dass die Folgen der Revolutionen sehr bedrückend sind.
Nirgendwo haben die einst von Journalisten begeistert gefeierten studentischen Facebooker und Twitterer die Macht übernommen. In Ägypten tobt im Verfassungsvakuum ein Machtkampf zwischen Armee und Muslimbrüdern. Libyen ist in Dutzende Stammesgebiete zerfallen, die sich gegenseitig bekriegen. In allen Umsturzländern beklagen heute Frauen und Minderheiten (insbesondere die in Ägypten relevanten Christen), dass für sie der Triumph strenggläubiger Islamisten die Lage eindeutig verschlechtert hat. Die Investitionen gehen überall zurück, was die Jobchancen für die Jungen noch weiter verschlechtert. Auch die Touristen sind noch keineswegs zurückgekehrt. Und der brutale Umgang der Ägypter mit Präsident Mubarak - der trotz allem ein relativ milder Herrscher war - ist viel ärgeren Diktatoren wie Herrn Assad eine Lehre, Demokratiebestrebungen keinen Millimeter mehr nachzugeben.
Umstürze haben in der Weltgeschichte - ganz unabhängig von der Qualität der Absichten - fast immer eine Verschlechterung der Verhältnisse gebracht: Das lässt sich von 1789 über 1848 bis 1917 nachweisen. Das ändert nichts an meinem tiefen Respekt für die polnischen Streikenden von 1980, die deutschen Attentäter des Juli 1944, die ungarischen Freiheitskämpfer von 1956 und die tschechischen von 1968. Sie waren alle mutig und edel. Aber die Geschichte ist anders weitergegangen. Demokratie, Rechtsstand und Wohlstand entwickeln sich in der Regel nur in einem mühsamen evolutionären Weg und Lernprozess wirklich dauerhaft in eine gute Richtung. Schritt für Schritt und nicht Auge um Auge.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 00:47

    Der arabische Frühling war eine der dümmsten und wirkungslosesten politischen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit, liebe Frau Krawagna- Pfeiffer. Das einzige Resultat, das sie vielleicht erzielt hat (ausser dem Jubel der linksverblödeten österreichischen Journaille inklusive dem Herrn Al-Gohari) ist, dass jetzt dort statt den - durchaus gemässigten - autokratischen Herrschern moslemische Fundamentalisten an die Macht gekommen sind; herzliche Gratulation, Herr Gohari und Frau Krawagna !
    Eine wesentlich realistischere Beurteilung der Situation gibt Dr. Unterberger: aber das ist ja von einem Journalisten seines Formates gottlob nicht anders zu erwarten.

  2. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 08:04

    Also eigentlich bewundere ich die Krawagner-Pfeife in ihre Geradlinigkeit bei der Ignorierung der Realität.

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 05:09

    Frau KKP hat scheinbar nur Zugriff zu einseitigen bzw. zensurierten Nachrichten. Ich empfehgle ihr, jetzt eine Reise in die angesprochenen arabischen Länder zu machen, um sich so einen Überblick vom tatsächlichen Zustand einen zu verschaffen. Dort wird sie leicht feststellen, dass sich vieles geegenüber früher verschlechtert hat. Da wurde z.B. der Islam in der Verfassungen aufgenommen, die Scharia als wichtigste Rechtsgrundlage eingeführt und die Andersgläubigen (z.B. Christen) werden nun stärker unter Druck gesetzt. So ist es auch zu verstehene, dass z.B. die Kopten in Ägypten sagen, unter Mubarak ging es ihnen viel besser. Wer geglaubt hat, dass nach den diversen Revolutionen und Bürgerkriegen Demokratien nach westlichem Muster eingeführt wurden, ist ein Träumer.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 08:00

    Mit ihrer geschmeidigen Ausdrucksweise über den Ablauf von Revolutionen, zeigt Frau Krawagner-Pfeifer, daß das Wissen um Revolution und Konterrevolution zum Handwerk jedes geschulten Sozialisten gehört. Damit wird wiedereinmal die permamente Gewaltbereitschaft aufgedeckt, die ja auch schon in Europa stabile Regierungen in Bedrängnis gebracht haben, als die Roten Brigaden mordend ihre Ideologie durchzusetzen versuchten.
    In ihren Statement klingt schon sehr stark die Sympathie für diese Gewaltbereitschaft durch. Wobei sie geflissentlich übersieht, daß einer dieser Despoten, der von ihresgleichen lang gefeierte Sozialist Gadaffi war.
    Wenn diese Grundinstellung in allen geschulten Sozialisten schläfergleich schlummert, dann kann ich nur sagen, shukran Europa, wir sind bereits umzingelt!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 08:47

    Ich bin hier ganz der Meinung von KKP und hoffe, dass die Aufbruchsbewegung bald nach Europa überschlägt und die Multikulti, - Schwulen,- und Bankendiktatuir hinwegfegt.

    Mit dem Wort von AU wünsche ich uns Europäern viel Revolutionsgeilheit!

  6. Ausgezeichneter KommentatorJohannes G.P.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 06:27

    Hauptsache linksnational, islamistisch und säkular, dann ist die Welt für die Pfeifer in Ordnung.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcontra
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 15:20

    OT

    Sehr interessant - hat kommen müssen und war schon längst notwendig:

    http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2542155/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKH
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Juli 2012 09:31

    "Hat der arabische Frühling die Welt besser gemacht?"

    Der arabische Frühling ist eine Schande für die Menschheit.

    Die EU, die USA und ihre Verbündete (zum Beispiel die Muslimbruderschaft, die Israel auffallend verschont) sind ein massives Krebsgeschwür der Menschheit. Sie haben in diesem Jahrhundert nur Böses hervorgebracht.


alle Kommentare

  1. Der Realist (kein Partner)
    23. Juli 2012 15:20

    Wenn kkp glaubt, ein Selbstmörder und aufständisches Gesindel machen die Welt ein wenig besser, dann lebt sie in einer Traumwelt. Man braucht nur in den Irak zu schauen, normale Zustände und ein halbwegs angenehmes Leben für die Bevölkerung werden dort noch lange nicht möglich sein. All diesen erdölreichen Staaten wird letztendlich die "Weltgemeinschaft" Entwicklungshilfe leisten müssen. Das die UNO nur ein kostspieliger Witzverein ist, hat sie jetzt wieder bewiesen. Ich frage mich immer wieder, was UN-Soldaten jahrzehntelang auf dem Golan zu tun haben, Israel, als eines der friedliebensten Länder überhaupt, das mit Terrorismus und Attentaten überhaupt nichts zu tun hat, soll es doch irgendwann schaffen, auch wenn die Zahlungen aus dem Ausland langsam versiegen, für Frieden an den Grenzen zu sorgen.
    Kurz zurück zum "Arabischen Frühling", es sollte in der medialen Bericherstattung schon auch einmal die Frage geklärt werden, wer hat in Syrien mit den Unruhen begonnen - Herr Dr. Assad oder das aufständische Gesindel?

  2. Riese35
    23. Juli 2012 11:37

    Es ist interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit bei uns darüber berichtet wird, wie ein EU-Beitrittswerberland als Operationsbasis für bewaffnete Rebellen, Aufständische, Islamisten und Terroristen dient, die in einem Nachbarland mit Waffengewalt die Regierung beseitigen und öffentliche Ordnung zerstören möchten, und wie Regierung und Polizei dieses Nachbarlandes mit Sanktionen belegt werden sollen, nur weil diese es wagen zu versuchen, auch mit der in diesem Fall leider notwendigen Waffengewalt und mit militärischen Mitteln die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten oder wieder herzustellen. Letzteres ist nach internationalen Konventionen sogar ihre Pflicht!

    Nur grün- und pazifismusbewegte Träumer können daran glauben, daß man das Vordringen des Islamismus und die Sicherheit der religiösen Minderheiten insbesondere der Christen mit gutem Zu- und Schönreden garantieren kann.

    Ich kenne Frauen aus Syrien, die regelrecht Angst vor den Aufständischen haben, weil sie fürchten, dann nur mehr verschleiert die Straßen betreten zu dürfen.

    Zur bei uns gleichgeschalteten Presse gehört auch, daß bei Berichten zur sog. Freien Syrischen Armee gewisse arabische Informationen, die nicht ins Bild der pazifistischen Redakteure passen, systematisch ausgeblendet werden: studiert man jedoch mit ein wenig Kenntnis des Arabischen die veröffentlichen Photos und Videos, kann man überall große Transparente und Aufschriften erkennen, wo in arabischer Schrift "Allahu akbar" (Gott ist groß) steht, und wo die vermeintlichen Massen mit "Allahu akbar"-Rufen einpeitschen. Ich gehe davon aus, daß damit nicht der christliche Gott im Sinne der alten Reichsidee, des Sacri Romani Imperii gemeint ist. Aber wer bei uns kann schon so viel Arabisch, um das zu erkennen? Übrigens war der ermordete syrische Verteidigungsminister Daud Radschha griechisch-orthodox.

    De einzigen weltpolitischen Mächte, die noch einen kühlen Kopf bewahrt haben und wirkliche Friedensarbeit leisten, sind Rußland und China. Die UNO hingegen ist bereits fast komplett unter amerikanisch-saudisch-islamistischer Kontrolle. Und unser naiver, pazifistischer Vizekanzler glaubt allen Ernstes, daß unter saudischer Führung die weltweite, religiöse Toleranz ausbrechen wird. Da vertraue ich schon mehr den Berichten der Kopten: Siehe http://koptisch.wordpress.com/2012/07/17/saudi-arabien-will-weltweite-todesstrafe-fur-islamkritiker-einfuhren/

    "Saudi Arabien verschärft Blasphemie-Gesetze:

    Wie Bild berichtet, befasst man sich in Saudi-Arabien mit einer Verschärfung der Islam-Gesetzgebung. Laut saudi arabischer Zeitung “Al Watan” soll härter gegen Kritik am Islam vorgegangen werden: “Unter Strafe gestellt werden könnten Kritik am Propheten Mohammed und an Geistlichen.” Als Grund für die Maßnahmen werden “Vorfälle in sozialen Netzen” genannt. Diese Zahl solcher Vorfälle sei angewachsen. In Kuwait wurde dieses Jahr beschlossen, die Bestrafung der Blasphemie von Haftstrafe auf Todesstrafe anzuheben. Unsere Parteien wird das aber alles nicht aufschrecken. Man wird sich dumm stellen und behaupten, das habe nichts mit Islam zu tun."

    • Konrad Loräntz
      23. Juli 2012 11:52

      Je später der Kommentar, desto schöner die Gedanken. Der meines Erachtens konziseste und beste Beitrag in diesem Blog - obschon die Konkurrenz gross ist.
      Vor allem schätze ich auch den Hinweis auf die dubiose Rolle der Türkei. Wie steht es dort eigentlich mit der Aufarbeitung der Vertreibungs- und Ermordungsgeschichte ?
      (siehe z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinasiatische_Katastrophe )

    • Sinnlosschwatz (kein Partner)
      23. Juli 2012 15:58

      da werden sich all die Islam-Fans hierzulande aber mächtig freuen.

    • Undine
      23. Juli 2012 22:00

      @Riese35

      *******!
      Ach, und auf die staatstragenden Worte unseres Herrn Außenministers Spindelegger wird man in Syrien schon gewartet haben!

  3. Zraxl (kein Partner)
    23. Juli 2012 10:40

    Man ist sprachlos über den Drecksjournalismus, den Frau Krawagna-Pfeifer absondert. Vollverschleierte Frauen neuerdings im ägyptischen Fernsehen, Massenvergewaltigungen am Tharirplatz, Verfolgung religiöser Minderheiten bis hin zur Ausrottung - und die Frau Krawagna-Pfeifer jubiliert.

    • Der Rathausmann (kein Partner)
      23. Juli 2012 16:05

      schauen sie sich den Werdegang dieser Frau an, die ist sich ja nicht einmal im Klaren wie sie wirklich heisst.

  4. Reinhard (kein Partner)
    23. Juli 2012 07:31

    Mit sprachbrechendem Entzücken und feuchtem Höschen versinkt die rote Kampfschreiberin in süßen Revolutionsträumereien; kernige arme Wilde wie aus tausendundeiner Nacht erkämpfen die Freiheit gegen blutrünstige reiche Kalifen, da droht das revoluzzerische Herzlein heftig klopfend zu zerspringen vor Glück.
    Wirklch widerlich, dass es so böse ultrarechte miesmacherische Unterbergers gibt, die so etwas kaltes und grausliches wie ihre Vernunft einsetzen, anstatt im Freudentaumel über den Freiheitskampf der Orientalen ihr kleines Resthirn zu betäuben. Und so sitzt das Kleine Kathrinchen mit zitterndem Herz vor der Röhre und fiebert mit den Helden des Freiheitskampfes, ob die böse Konterrevolution nicht doch noch einsetzt.
    Das vollkommen irrsinnige Weltbild der marxistischen Tagträumer sieht man schon daran, dass sie die Diktatur eines Stammesfürsten durchaus als brutale Unterdrückung erkennen, die Etablierung eines mittelalterlichen religiös-fanatischen Mullah-Regimes aber als Weg in die Freiheit und freie Religionsausübung feiern - auch wenn gleichzeitig Christen auf offener Straße geschächtet, vergewaltigte Frauen wegen Ehebruch zu Tode gesteinigt oder andere arabisch-folkloristische Einlagen geliefert werden. Egal, wenn die Nachrichten vermelden, dass neben den Islamisten auch der linksnationale (nationalsozialistische?) Kongress in die Regierung einzieht, dann ist die Welt der linken Propagandisten in Ordnung. (Und in der deutschen ARD bezeichnete man diese Regierung übrigens als "Sieg der liberalen Kräfte" - Linksnationale und Religionsfanatiker gelten also als "liberal", das ist wahrlich sehr interessant.)
    Es baut sich ein islamistisches Bollwerk vor unserer Haustür auf.
    Interessante Zeiten kommen auf uns zu.

  5. Gennadi (kein Partner)
    21. Juli 2012 20:00

    Die Terror-Organisation der Muslimbrüder ist dabei, ganz Nordafrika und den gesamten Nahen Osten zu übernehmen. Europa schaut nicht nur zu, sondern hilft ihr auch noch dabei.

    Frau KKP würde mit den gleichen zündenden Worten und dem selben Realitätssinn sicher auch ihre Eindrücke von der Machtübernahme der Pinguine in Nepal schildern.

  6. astuga (kein Partner)
    21. Juli 2012 14:56

    Also eigentlich waren fast alle Regime die gestürzt wurden Mitglieder der Sozialistischen Internationale.
    Worüber freut sich Krawagna-Pfeifer eigentlich?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. Juli 2012 17:08

      @ astuga:

      "Worüber freut sich Krawagna-Pfeifer eigentlich?"
      Gute Frage. Hab' ich mir auch gestellt.

      Einzige einleuchtende Antwort: Die Bindestrich-Dame freut sich über die seltene Gelegenheit, ihre antikmarxistischen, realitätsfernen und in miserablem Deutsch geschluderten Sprechblasen noch irgendwo veröffentlicht zu sehen.
      Ich nehme an, sie kriegt als Honorar ein Gratis-Abi der "Salzburger Nachrichten" — womit sie proportional ebenso überbezahlt ist wie die Banker, die sie so gern an den Pranger stellt.

    • astuga (kein Partner)
      21. Juli 2012 22:51

      Ist scheints tatsächlich so, wenn jemand mit Phrasen wie "Konterrevolution" um sich wirft.

  7. knieriem
    21. Juli 2012 11:44

    Offenbar lassen sich die bestehenden Probleme im nahen Osten sowie im ganzen arabisch-islamischen Raum nicht lösen, indem man sich allein vernunft-und sachorientierte Argumentation stützt. Die Religion scheint in allen Aspekten der Auseinandersetzung eine durchwegs größere Rolle zu spielen als der "nackte" Verstand und aristotelisch-logisches Denken (welche allein schon eine für den Einzelnen nicht mehr zu überblickende Gemengelage an soziologischen, ökonomischen und habituellen Fragen und Problemen konstituieren). Deshalb ist es richtig bzw. zumindest gerechtfertig, wenn sich 'Pumuckl' und Codiskutanten auch den religiösen Aspekten der beteiligten und betroffenen Religionen zuwenden.

    Die Schwierigkeit dabei ist, dass die Religionen in der Diskussion gesellschaftlich-politscher Fragen (zwangsläufig) einen idelogie-basierten Standpunkt einnehmen, der mit Hilfe nur (sachlich) politischer Argumente nicht "knacken" bzw. zu beseitigen ist. Am Ende solcher Diskussionen fühlt sich jede Seite zumindest als "unwiderlegt", wenn nicht sogar als Sieger und oft bleibt dann nur die "Fortsetzung der Poltik mit anderen Mitteln".

    Dem ließe sich natürlich leicht entkommen, indem man aus allen gesellschaftlich relevanten Gestaltungsfragen der Politik auf das (kontroverse) Einbringen religionsbezogener Aspekte verzichtete. Aber das gelingt ja nicht mal in den mitteleuropäischen, aufgeklärten Demokratien, welche die "Trennung von Kirche und Staat" meinen vollzogen zu haben.

    Umso schlimmer - und dem Interesse einer lösungsorientierten Ansatzes abträglicher ist natürlich, wenn z.B. neben der islam-gesetzlich vorgesehenen einheitlichen Vertretung der österreichischen Muslime (IGGiÖ) noch weitere "Dialogzentren" etabliert werden, die wiederum nur bestimmte Teilinteressen der betroffenen Gläubigen vertreten und offensichtlich sogar weniger auf "interreligiösen Dialog" als auf politische Einflussnahme (z.B. durch Subventionierung?) abzielen.

    Aber so lange Russen und Amerikaner gegensätzliche geostrategische Interessen haben (und daher legitimerweise auch verfolgen) wird diesen Problemen beizukommen sein und der Westen tät gute daran - so grausam das im Einzelfall sein mag - den "arabischen Raum" seine Probleme selbst und mit eigenen Mitteln lösen zu lassen. Dies schlösse jedoch ein, dass sowohl jüdische als auch islamische Einflussnahme aus der Politik so lange ferngehalten werden müsste, bis der "arabische Raum" seine Probleme selnst gelöst hat. Und vielleicht wäre es auch besser, produktiver und erfolgversprechender, jegliche Subventionierung betroffener Staaten bis zu diesem Zeitpunkt auszusetzen/anzusparen um sie nach Vorliegen einer politischen Lösung umso nutzbringender einsetzen zu können.

  8. KH (kein Partner)
    21. Juli 2012 09:31

    "Hat der arabische Frühling die Welt besser gemacht?"

    Der arabische Frühling ist eine Schande für die Menschheit.

    Die EU, die USA und ihre Verbündete (zum Beispiel die Muslimbruderschaft, die Israel auffallend verschont) sind ein massives Krebsgeschwür der Menschheit. Sie haben in diesem Jahrhundert nur Böses hervorgebracht.

  9. zweiblum
    21. Juli 2012 08:37

    Eingreifen in Syrien: Israel bereitet sich auf Militäraktion vor (silber.de)
    Die zugespitzte Lage in Syrien bringt andere Länder in Bewegung: ...
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/eingreifen-in-syrien-israel-bereitet-sich-auf-militaeraktion-vor/6904992.html

  10. xRatio (kein Partner)
    21. Juli 2012 03:49

    Keineswegs OT - eher das wichtigste Thema überhaupt:

    Ich habe in zig verschiedenen Blogs und Foren, in denen ich mich nun schon seit Jahren verzweifelt um VERSTAND bemühe,

    viele sehr gute Denker, Artikelschreiber und vor allem auch Kommentatoren (unter allerdings unendlich viel Schrott) entdeckt.

    Alle, die wirklich Grips im Kopf hatten,
    haben sich nach kurzer Zeit offensichtlich entnervt zurückgezogen.

    Der Pöbel hat im Land die Macht...bis alles echt zusammenkracht.
    oder: Den Sozialismus in seinem Lauf...

    xRatio (der Name ist und bleibt Programm)

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 03:55

      Absolut unfaßbar, wie man eine Hochkultur unter dem Einfluß allein der total bekloppten

      Sozialistenpest

      binnen derart kurzer Frist mal wieder(!!) komplett an die Wand fahren kann.

      xRatio

    • phaidros
      21. Juli 2012 06:33

      Alle, die wirklich Grips im Kopf hatten,
      haben sich nach kurzer Zeit offensichtlich entnervt zurückgezogen.


      Dazu ein Tipp: Notorische Dauerrüpel wie Sie sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Hauptgrund dafür. Bei Ihren ja schon Tourette-artigen Ausbrüchen kann ich mir sogar vorstellen, dass es im einen oder anderen Fall um Sie persönllch geht.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • socrates
      21. Juli 2012 08:16

      Was halten Sie, als Außenstehender, von Intelligenz?

    • socrates
      21. Juli 2012 08:18

      xRatio
      Was halten Sie, als Außenstehender, von Intelligenz?

    • Neppomuck (kein Partner)
      21. Juli 2012 09:39

      Sich um Verstand bemühen kann kaum jemandem schaden, aber sie werden sich sehr anstrengen müssen, um zu einem auch nur mäßigen Erfolg zu kommen.

    • Bodo
      21. Juli 2012 09:44

      Vielleicht verhilft ein Witz zur Selbsterkenntnis:

      Ein Ehepaar ist auf der Autobahn unterwegs. Plötzlich kommt im Radio eine Verkehrswarnung: "Auf dem Autobahnabschnitt zw A und B kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen."
      Sagt der Mann zu seiner Frau: Was heißt EIN Geisterfahrer??? HUNDERTE!!!

  11. Gerald M. (kein Partner)
    21. Juli 2012 00:56

    Was wird passieren? Die Staaten des sog. "arabischen Frühlings" werden Schritt um Schritt in einen islamischen Gottesstaat umgewandelt. christliche Minderheiten in den Ländern, obwohl oft schon lange vor den mohammedanischen Herrenmenschen im Land ansässig werden noch mehr drangsaliert, ihre Gebetsstätten dem Mob zur Zerstörung preis gegeben und schlußendlich die Scharia als oberstes "Rechtssystem" eingeführt ...

    Die Anhänger des Mohammeds sind dümmliche Unruhestifter, und sollten samt und sonders in eine geschlossene Anstalt eingewiesen werden. Saudi Arabien würde sich als solche anbieten ... Platz genug für die Abermillionen Mohammeln der Welt und Bodenschätze haben sie derweil auch noch ... wenn die einmal durch die Schornsteine der Welt gegangen sind dürfen die "Gläubigen" der verbrecherischen Ideologie des Islam gerne den Sand der arabischen Halbinsel fressen ... wenn alle Mohammedaner allerdings jetzt und auf der Stelle tot umfallen, wär es mir auch grad recht ... wir würden diesen "Verlust" an vermeintlicher Intelligenz nicht einmal bemerken ...

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 04:32

      Wenngleich von der islamischen Variante der Sozialistenpest nicht allein "Christen" betroffen sind

      *************

      xRatio

  12. Nichtschwarz-in-Wien (kein Partner)
    21. Juli 2012 00:42

    Alles Ablenkung.
    Ob nun Amoklauf in Amerika bei einer Kino-Premiere oder Assad in Syrien, es läuft auf eines hinaus, dass hier muss medial untergetaucht werden:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1269431/Gruenes-Licht-fuer-100-MrdHilfe-an-spanische-Banken

    Je weniger es lesen desto besser für die Akteure welche an Ihrer Art der EUdSSr arbeiten!
    ESM und Fiskalpakt haben bereits den 1.Akt des Terrors gegen den Mittelstand eröffnet!

  13. ProConsul
    21. Juli 2012 00:12

    Pumuckl 12.:20

    danke für diesen interessanten Kommentar. Er hört sich auf den ersten Blick etwas seltsam an, ich kann aber aus erster Hand erzählen, dass bspw. die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage), zu denen der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zählt, tatsächlich daran glauben, dass ein neuer Tempel in Israel errichtet wird, und dass es dort u.a. wieder rituelle Schlachtopfer geben wird! Hier treffen sich die ansichten von fundamentalistischen Juden und Evangelikalen in den USA. Dazu sagen sollte man auch, dass sich die einflußreiche Gruppe der Neokonservativen zu einem Großteil aus solchen Leuten zusammensetzt. Das heißt im Klartext: diese Leute machen Weltpolitik.

    Wer sich die Revolutionen seit der franz. Revolution genauer ansieht, weiß auch welche Gruppe einen überdurchschnittlichen Einfluß gehabt hat. (mehr dazu hier http://schwertasblog.wordpress.com/2012/02/16/mai-68-der-judische-messianismus-auf-der-strase/#more-15290

    Es ist auch bekannt, dass diese Revolutionen dazu dienen die Demokratie und "westliche Werte" zu exportieren. Es wird diesen Völkern quasi der Himmel auf Erden versprochen, wenn sie nur so materialistisch und korrupt werden wie wir. (Stichwort Hollywood, McDonalds etc.) An federführender Stelle tun sie hier nichtstaatliche Organisationen wie Human Rights Watch hervor, die die Werbetrommel für die westliche Demokratie schlagen. (auf wikipedia ist zu lesen, dass der umtriebige Milliardär George Soros 2010, 100 Millionen an diese Organisation gespendet hat). Es ist also durchaus ein Muster mit denselben Persnen zu erkennen.

    Und zum Schluß sollte auch darauf hingewiesen werden, dass - Wolfgang Eggert hat das in einem langen Artikel schlüssig dargelegt - fundamentalistische Gruppierungen im Islam, Christentum und Judentum nicht nur an einen entscheidenden Endkampf in Israel glauben, sondern auch aktiv Vorbereitungen dafür treffen. Es ist ein langer Artikel, aber es lohnt sich ihn zu lesen: (http://www.apocalypse-no.net/ )

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 04:38

      @ ProConsul 21. Juli 2012 00:12

      Machen Sie privat, was Sie nicht lassen können,

      Ersuche Sie wiederholt, uns endlich Ihren Religiotischen Dummquatsch zu ersparen.

      xRatio

  14. Konrad Loräntz
    20. Juli 2012 22:43

    Ad "Revolution" in Syrien: Habe einmal in der Schule vom Grundsatz "audiatur et altera pars" gehört. Im TV und in den Zeitungen habe ich in den letzten Wochen niemals bewusst irgendeine Darstellung der syrischen Regierung zu den Vorkommnissen gehört. Schiessen die ganz plötzlich und grundlos in Wohnviertel?
    Welcher Staat liesse es sich denn gefallen, wenn bewaffnete Milizen sich anschickten, die Macht zu übernehmen? Wie würde man Pali-Banden nennen, welche die Regierung in Jerusalem stürzen wollten? Was würde die BRD machen, wenn märkische Skinheads Berlin stürmen wollten? Sich in demütiger Haltung vom Platz schleichen? Sind denn die "Revolutionäre" in Syrien wirklich unsere Sympathie so viel mehr wert als das "Regime" ? Immerhin hat Syrien NOCH eine säkulare Regierung.
    Aber wie rief schon Napoleon: Liberte, Egalite, Muslime-Fraternity.

    • Torres (kein Partner)
      21. Juli 2012 10:37

      Der entscheidende Unterschied ist nur der, dass in Israel, Deutschland usw. demokratisch gewählte Regierungen an der Macht sind, also die Mehrheit der Bevölkerung haben, in Syrien aber ein - nie gewählter - Diktator.

    • Konrad Loräntz
      21. Juli 2012 15:44

      Da mögen Sie schon recht haben. Aber was ist denn allzuoft der entscheidende Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur? In Letzterer tritt der mächtigste Mann des Landes persönlich in Erscheinung. Oder empfinden Sie etwa Faymann wirklich als den Mann der Österreichs Geschicke lenkt ?

      PS: Die wenigen Diktatorinnen der Welt mögen mir verzeihen, dass ich oben nicht gegendert habe.

  15. Herby
    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 04:43

      Den Weibern und ihren Männekes liegt der Sozialismus halt in den Genen.

      xRatio

  16. Paneuropa
    20. Juli 2012 17:27

    Und selbst bei der Befreiung Mittel- und Osteuropas vom sowjetischen Joch 1989 und der anschließenden Auflösung der UdSSR können wir noch nicht mit Sicherheit sagen, ob nicht der bürokratische Totalitarismus, der in der Zwischenzeit in Form des Wohlfahrtstaates das Ruder in den westlichen Ländern Europas übernommen hat, eine vergleichsweise kurze Phase der Freiheit wieder beendet.
    Und falls die Frau Krawagna-Pfeifer wirklich glaubt was sie da schreibt, sollte man ihr einmal die Frage stellen, welche bewußtseinsverengenden Substanzen sie nimmt.

  17. contra
    20. Juli 2012 15:20

    OT

    Sehr interessant - hat kommen müssen und war schon längst notwendig:

    http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2542155/

    • terbuan
      20. Juli 2012 17:28

      Tja, in Vorarlberg, aber bei uns in Bagdad...:-)

    • Undine
      20. Juli 2012 21:54

      @contra

      Also, dafür hab' ich tiefstes Verständnis! Diese verdammten Kampfemanzen treiben es gar zu bunt; es reicht!

  18. Rosi
    20. Juli 2012 14:38

    Es gibt für alle Entwicklungen einen optimalen Zeitpunkt. Daß dieser bei den Ländern, die unter islamische Herrschaft stehen, in Hinblick auf Demokratie (noch?) nicht gegeben ist, war jedem Menschen klar, der die Entwicklung in Afganistan verfolgt hat. Die blutige jüngere Geschichte im Irak war unnötig, und alles, was danach kam, erst recht.
    Alle Traummännlein, die anders denken, sollen doch - bitte - zwei bis drei Monate in einem der Länder des arabischen Frühlings oder in Afganistan oder dem Irak leben. Dann red' 'ma weiter, falls sie dann noch am Leben sind.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  19. RR Prof. Reinhard Horner
    20. Juli 2012 13:51

    reinhard.horner@chello.at

    Andere oder bessere Welt

    Gibt´s den arabischen Frühling? So pauschal? Starke (unterschiedliche) Veränderungen gibt´s in einem sehr umstrittenen Teil der Welt. Ob Verbesserungen, das muss sich erst weisen. Das ist noch ein langer Prozess.

    Die gesellschaftlichen und politischen Frühlingslüfte sind in den betroffenen Ländern sehr unterschiedlich wirksam. Auch mit sehr unterschiedlichen Gewaltanwendungen – innerhalb und von außen. Noch gibt es keine Fortschritte, die nicht äußerst gefährdet sind. Gefährdet sind vor allem die Minderheiten, nicht nur, aber vor allem die christlichen.

    Die despotischen Ordnungen wechseln oder gehen verloren. Damit verlieren auch die mehr oder minder stabilen Beziehungen der Herrschaften untereinander und mit der übrigen Welt an Kraft und Zuverlässigkeit, an Berechenbarkeit. Die gigantischen Unterschiede zwischen Reichtum und Armut sind kaum ansatzweise in Fluss gebracht.

    Die islamischen Gegensätze und Feindschaften nehmen eher noch zu. Zukunftstaugliche Weiterentwicklungen liegen noch sehr im Bereich der Hoffnungen. Wer weiß schon, wie sich vor allem die Jugend fortdauernd verhalten wird?

    Westliche Erwartungen von der Übertragung ihrer mehr oder minder liberal demokratischen Systeme sind vermutlich nicht nur unrealistisch, sondern hinderlich. Als wissende Lehrmeister sollten wir uns nicht aufspielen. Die Umstürze in Europa nahmen doch auch sehr unterschiedliche Verläufe und sind durchaus noch nicht abgeschlossen. Und daran sind sowohl revolutionäre als auch evolutionäre Faktoren beteiligt.

    Vor allem die kapitalistischen Öl-Interessen erfahren keine Änderung – weder innerhalb noch von außerhalb. Lieferungen von Kriegsgerät in die Region bleiben wie auch andere Exportleistungen ein lukratives Geschäft. Findet der Kolonialismus Fortsetzungen?

    Wie erbarmungswürdig die EU, aber vor allem die UNO agiert, ist aktueller Alltag. Verbesserungen in der übrigen Welt sind noch keinerlei auszumachen.

    Die Entwicklungen können sich über viele und lange Schwierigkeiten hinweg zum Guten wenden, aber nur mit intensiven internen Anstrengungen und mit – auch uneigennützigen – Hilfen von außen.

    Vielleicht können wir im Zuge einer vernünftigen Regelung und Lenkung der Globalisierung unserer Lebenswelt hinsichtlich der bei uns anstehenden Probleme zukunftstauglicher Fortentwicklungen einiges aus den Umbrüchen im arabisch-islamischen Raum lernen.

  20. schreyvogel
    20. Juli 2012 12:43

    Im Zuge des "arabischen Frühlings" in Libyen hat der UN-Sicherheitsrat auf Verlangen der NATO einen Beschluss gefasst, der es der NATO erlaubte, Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu treffen. Russland und China erachteten den Beschluss als maßvoll und legten kein Veto ein.

    In exzessiv überschießender Interpretation dieses Beschlusses (auch schwerst bewaffnete Rebelleneinheiten seien Zivilisten und gehörten geschützt) hat die NATO aus der Luft mit modernsten Raketen und Drohnen die libysche Armee angegriffen und letztlich gänzlich vernichtet. Der libysche Staatschef wurde im Zuge dieser Kämpfe gefangen genommen und kurz darauf mit einer Pistole getötet. Dazu hat die NATO die Rebellen logistisch und mit massiven Waffenlieferungen unterstützt. Wieviele Tote, Verwundete, Flüchtlinge, Witwen, Waisen und andere Opfer diese von der NATO verursachte Eskalation gefordert hat, wurde wohlweislich nicht erhoben.

    Russland und China protestierten nachdrücklich gegen diese Mandatsüberschreitung und haben seither gegen alle ähnlichen SR-Beschlüsse ein Veto eingelegt (Syrien, Iran usw.).

    Das bringt mich zu meinem Punkt: Es sollte eine Instanz (eine Art Weltgerichtshof) geben, die darüber wacht, dass SR-Beschlüsse korrekt interpretiert werden und dass weder der Beschluss noch die Art der Durchsetzung gegen andere völkerrechtlichen Bestimmungen (Menschenrechte, Souveränität, Prinzip der Nichteinmischung usw.) verstoßen.

    Auch in lupenreinen Demokratien kann man sich nicht darauf verlassen, dass diese Staaten automatisch das Richtige tun. Menschliche Schwächen, Eitelkeit, Machtgier, Druck von außen, aufgeheizte öffentliche Emotionen usw. können das absolute Gegenteil von gut bewirken.

    Es wäre daher dringend nötig, eine Art richterliche Instanz über eine so mächtige Institution wie den UN-SR zu stellen (obwohl sich auch die besonders demokratischen USA nicht durch eine verweigerte SR-Zustimmung vom dringend gewünschten Irak-Krieg abhalten ließen; aber es machte diesen Krieg viel schwieriger).

    • Undine
      20. Juli 2012 13:05

      @schreyvogel

      "Wieviele Tote, Verwundete, Flüchtlinge, Witwen, Waisen und andere Opfer diese von der NATO verursachte Eskalation gefordert hat, wurde wohlweislich nicht erhoben. "

      So viel Weitblick und Durchblick darf man von der kleinkarierten, verblendeten KKP mit dem bekannt röhrenförmigen Horizont nicht verlangen! ;-(

    • phaidros
      20. Juli 2012 13:07

      Alles völlig richtig. Bloß, wie stellen Sie sich das vor?

      Den »wohlwollenden Despoten« (auf den so ein oberstes, anzuerkennendes Weltgericht ja hinauslaufen würde) gibt es nicht, mehr als wir mit der UNO bereits haben, ist nicht drin. Und über die UNO hat jemand einmal gesagt: »Ein Drittel der dort vertretenen Staaten genügen keinen demokratischen Grundsätzen. Ich würde der UNO nicht einmal ein Taschenmesser als Waffe anvertrauen«.

      Es fällt schwer, aber es ist einfach zur Kenntnis zu nehmen, dass die Welt, in der wir leben, nicht perfekt ist und nicht perfekt sein kann. Ebensowenig die Gesellschaften, in denen wir leben.

      (Und den Revoluzzern ins Stammbuch: und das größte Elend haben immer die hervorgebracht, die mit Gewalt - im übertragenen und im wörtlichen Sinn - perfekte Welten schaffen wollten)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • schreyvogel
      20. Juli 2012 14:45

      Phaidros,
      Dass es nicht einfach ist, ist klar, aber dennoch danke für den Hinweis. Aber was ist schon einfach?

      Wenn es möglich war, überhaupt einen SR zu schaffen und ihm die Autorität zu geben, einen Krieg zu legalisieren, dann müsste es auch machbar sein, eine gerichtsähnliche Instanz daneben zu schaffen, die SR-Beschlüsse zwar nicht aufheben aber korrekt und verbindlich interpretieren kann.
      Vielleicht könnte man eine Institution wie den IGH in Den Haag damit beauftragen. Nur schnell müsste eine Entscheidung kommen, weil sich Kriege nicht gerne lang aufhalten lassen.

    • Pumuckl
      20. Juli 2012 19:24

      @ schreyvogel

      "Der libysche Staatschef wurde im Zuge dieser Kämpfe gefangen genommen, und kurz darauf mit eine Pistole getötet."

      Abgesehen davon, daß diese Tötung Gaddafis ( um den ich ebenso wenig Trauer wie für Saddam Hussein empfinde ) Mord war, drängen sich zu diesem Verbrechen einige Fragen auf.
      Hatten die Befreier Libyens und ihre Unterstützer aus der Nato Angst vor den Fakten, welche ein Prozeß gegen Gaddafi zu Tage gebracht hätte? War das aus diesem Grunde ein bestellter Mord?

    • Brigitte Kashofer
      20. Juli 2012 19:39

      haben sich die Menschen immer schon gewünscht. Sie nennen ihn Gott (Allah, etc.) und interpretieren seine Urteile je nach Bedarf. Ein weltlicher Weltenrichter müsste auch militärische Macht haben, um sein Urteil durchzusetzen, sonst pfeifen alle drauf. Sieht man bei den Verträgen der EU! Der einzige effektive Weltenrichter ist leider der Krieg. Nicht nur unter Menschen, sondern überall in der Natur.

    • Brigitte Kashofer
      20. Juli 2012 19:42

      Einen Weltenrichter haben sich die Menschen immer schon gewünscht. Sie nennen ihn Gott (Allah, etc.) und interpretieren seine Urteile je nach Bedarf. Ein weltlicher Weltenrichter müsste auch militärische Macht haben, um sein Urteil durchzusetzen, sonst pfeifen alle drauf. Sieht man bei den Verträgen der EU! Der einzige effektive Weltenrichter ist leider der Krieg. Nicht nur unter Menschen, sondern überall in der Natur.

    • numerus clausel (kein Partner)
      21. Juli 2012 10:01

      Gaddafi wurde barbarisch gepfählt.
      Zudem war seine Motivation, die Öllieferungen künftig in Euro abzuwickeln und nicht in Dollar sein tatsächliches Todesurteil.

  21. Pumuckl
    20. Juli 2012 12:20

    Wenn da kein einziger Journalist etwaige Zusammenhänge hinterfragt, fühlt sich der kindliche Kobold Pumuckl dazu aufgerufen.

    Der an der Universität Tel Aviv lehrende Historiker Shlomo Sand schreibt in seinem Bestseller, DIE ERFINDUNG DES JÜDISCHEN VOLKES:

    "Das ZENTRUM DER KOHANIM ist eine Organisation, die auf die ERBAUUNG DES DRITTEN TEMPELS vorbereitet sein will, und sich deshalb zur Aufgabe gemacht hat, diejenigen zu unterweisen, die dort den Tempeldienst verrichten sollen, SOBALD DIE AL-AQSA-MOSCHEE VERSCHWINDET UND DER JÜDISCHE TEMPEL AN IHREM STANDORT ERSTEHEN WIRD. "

    ° Prof. Shlomo Sand berichtet weiter daß es diesem Zentrum nicht an reichlichen Geldquellen mangelt, um aus der mitochondrialen DNA aller Juden, welche Familiennamen wie Kohen, Cohn, Kahn, Cohen u.Ä. führen den "antiken Blutsadel" der Nachfahren von Moses Bruder Aron zu finden.

    ° Aus anderen Quellen erfährt man, daß große Anstrengungen unternommen werden, eine "makellose rote Kuh" zu züchten. Ein solches "jungfräuliches" Opfertier ist nach Mose zur rituellen Reinigung des entweihten Tempelberges
    vorschriftsmäßig zu Schlachten und zu verbrennen. Mit einem aus der Asche dieser roten Färse angefertigten Reinigungswasser muß dann der Tempelberg rituell gereinigt werden, bevor der dritte jüdische Tempel dort errichtet werden darf. Als 1997 ein entsprechendes Kalb namens Melody geboren wurde, reisten
    hochrangige Rabbiner an, um es zu begutachten.

    ° Millionen evangelikalen Christen, vor allem in Amerika wird es von ihren Pastoren und Predigern erzählt. Jüdische Fremdenführer in Jerusalem berichten es ihren Gästen:

    Der 3. Jüdische Tempel befindet sich angeblich in allen Bauteilen fertig auf schiffen verladen, um nach VERSCHWINDEN der Al-Aqsa-Moschee an deren Stelle in kürzester Zeit errichtet zu werden.

    ° Wer unter "Der 3. jüdische Tempel" googelt findet reichliche Information darüber, das dieses Thema Juden und Moslems stark beschäftigt.

    WIE SOLL DEN NUN, WIE VON DIESEM ZENTRUM DER KOHANIM ERHOFFT, DIE
    AL-AQSA-MOSCHEE VERSCHWINDEN?
    Hofft das offensichtlich mit gewaltigen Geldmitteln ausgestattete " Zentrum der Kohanim" etwa darauf, daß Jehova in seiner Güte diese Moschee durch ein Kometen zerstört? Oder hat man vor, mit den offenbar reichlich vorhandenen Geldmitteln ein solches oder änliches " Wunder " zu begünstigen?

    Welchen Zusammenhang sieht da der kindliche Kobold Pumuckl mit dem so genannten "ARABISCHEN FRÜHLING" ?

    ° Alleine die iraelische Weigerung, eine durch wunderbare Fügung natürlich verschwundene Al-Aqusa-Moschee wieder aufbauen zu lassen, würde 1,4 Milliarden Moslems in gewalttätige Empörung versetzen.
    Ich bitte dazu nochmal, unter "Der 3. jüdische Tempel" zu googeln.

    ° Die 40 pakistanischen und etwa dann vorhandene iranische Atombomben würden erst dann zu einer veritablen Gefahr für Israel.

    ° DIE ARMEEN DER VOM "ARABISCHEN FRÜHLING" BETROFFENEN DIKTATUREN WÄREN VOR DEREN STURZ, FÜR DEN FALL DASS ISRAEL DEN 3. TEMPEL DER JUDEN
    AUF DEM PLATZ DER AL-AQSA-MOSCHEE ERRICHTET HÄTTE, EIN ERNSTHAFTER MILITÄRISCHER BEDROHUNGSFAKTOR GEWESEN.
    Nun, in der chaotischen Befindlichkeit dieser Staaten, sind diese Armeen vergleichsweise völlig bedeutungslos.

    Sollte dieses offenbar von mächtigen Geldgebern unterstützte "ZENTRUM DER KOHANIM" jetzt an die Errichtung des 3. jüdischen Tempels denken, hätte sich durch den so genannten "arabischen Frühling" das geopolitische Umfeld wesentlich verbessert!

    Der kindliche Kobold Pumuckl fragt sich:

    " WAR DAS NUR DIE GÖTTLICHE FÜGUNG JEHOVAS, ODER WURDEN DIESE REVOLUTIONEN AUCH DURCH UMSICHTIGE MENSCHLICHE STRATEGEN GESCHICKT UNTERSTÜTZT ? ? ?

    • contra
      20. Juli 2012 12:59

      Irgendwie nicht ganz schlüssig, denn wenn Moslembruderschaften bzw. radikale Islamisten in diesen Staaten das Zepter in die Hand nehmen, sieht es mit dem 3. jüdischen Tempel noch viel schlechter aus, als unter den ursprünglichen, von US-SRAEL gekauften Diktatoren.
      Nicht jede Verschwörungstheorie hält rationalen Prüfungen stand, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

    • Pumuckl
      20. Juli 2012 18:36

      @ contra 12:59

      Danke für Ihren berechtigten Einwand! Die von Ihnen genannten Zweifel an meiner hypothetischen Betrachtung hatte ich natürlich auch.

      Auf Ägypten bezogen bin ich ganz Ihrer Meinung. Der, wie Sie schreiben gekaufte Mubarak war für Israel sicher ein verläßlicherer "gezähmter Feind" als jegliche, stark von Moslembrüdern beeinflußte pseudodemokratische Regierung.
      Wenn dieser "arabische Frühling" von außerarabischen Kreisen gesteuert war, ist dort diese Steuerung sicher etwas außer Kontrolle geraten.

      Mein Versuch, bei dem so genannten "arabischen Frühling" etwaige Interessen orthodoxer Juden zu hinterfragen, orientierte sich vor allem am Beispiel Libyens.

      ° Selbst westliche Medien berichteten wenige Monate vor Ausbruch der Unruhen in Libyen, daß Gaddafi in einer leidenschaftlichen Rede u.a. die in meinem Kommentar behandelten fundamental-rabbinischen Absichten beklagte.
      Ob ihm das gut tut? So fragte ich mich damals schon.

      ° Auch ich bezweifelte bei dem exaltierten Oberst Gaddafi oft, daß er ganz normal ist.
      Doch sogar westliche Medien berichteten, daß Libyen ein in ganz Afrika sonst nirgends erreichtes pro Kopf-Einkommen hatte. Schulwesen und Gesundheitsvorsorge Libyens war dem, des übrigen Afrika weit überlegen.
      Der in Libyen praktizierte Islam war vergleichsweise moderat.

      Vor allem aus Ägypten, aber auch aus andren afrikanischen Ländern lockten die sozialen Verhältnisse Gastarbeiter an. Von diesen müßten die Libyer doch erfahren haben, daß man in ihrer Heimat für afrikanische Verhältnisse auf einer "Insel der Seligen" lebt.
      Gerade dort, wo am wenigsten Grund für soziale Unzufriedenheit vorhanden war, brach wenige Monate nach Tunesien ein großflächiger, mit Kriegswaffen ausgerüsteter Aufstand aus, welchen die NATO dann - ach so humanitär - spontan mit Hochtechnologie-Waffen aus der Luft unterstützten mußte?

      ° Es ist gut vorstellbar, daß sich eine punktuell tätige aufständische Gruppe mit automatischen Hand-und-Faustfeuerwaffen ausrüstet und organisiert.

      Doch nehme ich gerne Belehrungen entgegen, wie in einem Land, das gut 9x so groß wie Österreich ist, folgendes organisatorisch und logistisch funktionieren soll:
      Praktisch zeitgleich montieren Leute die sich nicht kennen, an weit auseinander liegenden Orten in großer Zahl kleinkalibrige, mehrrohrige, automatische Kanonen auf Pigup-Autos um den Kampf, gegen eine gut ausgerüstete Armee aufzunehmen.
      Diese Kanonen sind Kriegswaffen und keineswegs am Basar im Tausch, etwa für ein Kamel zu bekommen!
      Diese Kämpfer, deren Auftreten und Erscheinungbild, eher an Banditen als an Soldaten erinnert, schafft es auch in einem mehrmonatigem Kampf, über große Distanzen den Nachschub an Verpflegung, Treibstoff und Munition sicherzustellen.

      EINE GENERALSTBSMÄSSIGE MEISTERLEISTUNG ! Gerade weil militärische Amateure am Werk waren!


      ° Gaddafi war wie schon erwähnt ein relativ moderater, aber überzeugter Moslem. Bei einer Bedrohung der Al-Aqsa-Moschee, der drittheiligsten Stätte der Moslems, wäre der seltsame Oberst zusammen, etwa mit Sadat und auch Mubarak sicher ein ernst zu nehmender, Israel bedrohender militärischer Faktor gewesen. Von Moslembrüdern dominierte Pseudodemokratien sind das mit Sicherheit nicht! Letztere betreiben da eher, die nach ihrer Ansicht legitime,
      "asymmetrische Kriegsführung" durch Selbstmordattentäter in Amerika und Europa, weil diese Israel unterstützen.

      Zum Abschluß, sehr geschätzte(r) Frau/Herr contra zur von Ihnen erwähnten Verschwörungstheorie und deren rationaler Prüfung.

      Der Begriff " Verschwörungstheorie " ist ein von meist selbsternannten
      "Intellektuellen" häufig benutztes SCHUTZSTEREOTYP, um sich aufdrängende, als Tatsachen behauptete, Vermutungen zu entkräften.

      Ich behaupte nichts unbewiesenes. Die Wünsche der Kohanim sind nach Prof. Shlomo Sand zittierte Fakten, ebenso wie die Erklärungen israelischer Fremdenführer und die Botschaften evangelikaler Prediger.

      Ich denke, es ist zuläßig, sich über Auffälligkeiten an der Berichterstattung bezüglich des Libyen-Aufstandes Gedanken zu machen, und die Auffälligkeiten schriftlich zu äußern.

      Natürlich ist es unmöglich, den Kohanim eine Einflußnahme auf das politische Geschehen in den asiatisch-afrikanischen Mittelmeerländern nachzuweisen.

      Doch ich nehme an, daß in diesem Zusammenhang die Frage "cui bono" zuläßig ist.

    • schreyvogel
      20. Juli 2012 20:22

      Pumuckl,
      da Eretz Israel ja de facto bereits existiert, ist die Errichtung des dritten Tempels eine reine Zeitfrage.

      Ich gehe davon aus, dass Israel bei der Entfernung der Al Aksa-Moschee und des Felsendomes sehr schonend vorgehen wird, etwa nach dem Vorbild Abu Simbel, und diese Bauten weit entfernt wieder aufbauen lässt, z.B. in Dubai oder in Las Vegas.

      Viel interessanter ist ein Blick in die Zukunft: Wo werden die endgültigen Grenzen von Eretz Israel verlaufen? Laut Torah und Josua reicht das von Gott seinem Volk versprochene Land bis zum Euphrat! Dafür reicht aber ein (1) arabischer Frühling alleine nicht aus, da müssen Gott und die USA noch viel mehr bewegen.

      Aber das Zwischenresultat kann sich sehen lassen!

    • contra
      20. Juli 2012 22:42

      @Pumuckl

      Vielen Dank für die ausführliche Information und ich muß gestehen, daß sie mich mit Libyen eher überzeugen konnten. Vordergründig dachte ich bei diesem Land eher an Erdölinteressen, aber vielleicht will man da gleich 2 Fliegen mit einem Schlag erledigen und das Gute mit dem Nützlichen verbinden.
      Sollten solche von Ihnen aufgezeigten Pläne realisiert werden, brennt der Nahe Osten und Europa wird ganz sicher mit hineingezogen. Möge es nie soweit kommen.

    • ProConsul
      21. Juli 2012 00:12

      Pumuckl

      danke für diesen interessanten Kommentar. Er hört sich auf den ersten Blick etwas seltsam an, ich kann aber aus erster Hand erzählen, dass bspw. die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage), zu denen der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zählt, tatsächlich daran glauben, dass ein neuer Tempel in Israel errichtet wird, und dass es dort u.a. wieder rituelle Schlachtopfer geben wird! Hier treffen sich die ansichten von fundamentalistischen Juden und Evangelikalen in den USA. Dazu sagen sollte man auch, dass sich die einflußreiche Gruppe der Neokonservativen zu einem Großteil aus solchen Leuten zusammensetzt. Das heißt im Klartext: diese Leute machen Weltpolitik.

      Wer sich die Revolutionen seit der franz. Revolution genauer ansieht, weiß auch welche Gruppe einen überdurchschnittlichen Einfluß gehabt hat. (mehr dazu hier http://schwertasblog.wordpress.com/2012/02/16/mai-68-der-judische-messianismus-auf-der-strase/#more-15290

      Es ist auch bekannt, dass diese Revolutionen dazu dienen die Demokratie und "westliche Werte" zu exportieren. Es wird diesen Völkern quasi der Himmel auf Erden versprochen, wenn sie nur so materialistisch und korrupt werden wie wir. (Stichwort Hollywood, McDonalds etc.) An federführender Stelle tun sie hier nichtstaatliche Organisationen wie Human Rights Watch hervor, die die Werbetrommel für die westliche Demokratie schlagen. (auf wikipedia ist zu lesen, dass der umtriebige Milliardär George Soros 2010, 100 Millionen an diese Organisation gespendet hat). Es ist also durchaus ein Muster mit denselben Persnen zu erkennen.

      Und zum Schluß sollte auch darauf hingewiesen werden, dass - Wolfgang Eggert hat das in einem langen Artikel schlüssig dargelegt - fundamentalistische Gruppierungen im Islam, Christentum und Judentum nicht nur an einen entscheidenden Endkampf in Israel glauben, sondern auch aktiv Vorbereitungen dafür treffen. Es ist ein langer Artikel, aber es lohnt sich ihn zu lesen: (http://www.apocalypse-no.net/ )

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 04:57

      @ ProConsul

      Sie bestätigen immer wieder selbst erneut:

      Sie haben definitv nicht mehr alle Tassen im Schrank.
      Empfehle Behandlung in der Heilanstalt. Für Sie sogar kostenlos.

      xRatio

  22. Herby
    20. Juli 2012 11:30

    Gewisse Regime kriegt man nur mit Waffengewalt weg: Einen Mubarak, einen Gaddafi, eine Assad, da kann man noch so viel verhandeln, diese Herrschaften verstehen nur die "Sprache der Gewehrläufe".

    Diese Revolutionen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen, Syrien waren unvermeidbar! Nicht wegen der marxistischen Ideologie sondern weil kein Volk sich jahrzehntelang versklaven lassen will und kann. D.h. diese Völker streben nach Freiheit und Selbstbestimmung.

    Im Übrigen kenne ich auch diese Theorien dass da "dunkle Mächte" im Hintergrund die Fäden ziehen um diese Nationen in die Dollar- bzw. Euro-Abhängigkeit zu ziehen und somit neuerlich zu versklaven.

    Der Punkt ist halt, dass diese Völker und Nationen einmal einen "ersten Schritt" machen müssen und dieser "erste Schritt" ist nun mal die Despoten davon zu jagen.

    Übrigens: "Libyen ist in Dutzende Stammesgebiete zerfallen, die sich gegenseitig bekriegen" - habe ich da in den Nachrichten etwas versäumt? Ist das heutige Libyen schon wieder ein "failed state"?

    • DerTurm
      20. Juli 2012 12:24

      Ach? Um nur zwei beispiele zu nennen:

      Die islamische Revolution ist jetzt 33 Jahre her - ist der Iran jetzt ein freises, lebenswertes Land?

      Die freie Republik Pakistan gibt es seit 1947 - wie steht es dort mit der Demokratie?

      In solchen Ländern wird es immer eine Gewaltherrschaft geben, völlig unabhängig davon, ob diese ein "demokratisches" Feigenblatt vor sich her trägt, oder nicht.

      Freiheit sieht anders aus (und ja, auch in Österreich ist es um die Freiheit immer schlechter gestellt - einen großen Teil unserer Freiheit haben eben erst die von der mit Brot & Spielen bestochenen Masse gewählten Politiker gemeinsam mit der (finanziellen Zukunft) unserer Kinder an die Brüsseler Oligarchie abgetreten).

    • phaidros
      20. Juli 2012 13:15

      Hmm, Turm, stimmt schon, was Sie sagen. Es stimmt aber auch, was Herby schreibt: der erste Schritt kann nur sein, den Despoten zum Teufel zu jagen. Denn es kann nicht zum freien, lebenswerten Land führen, ihn auf Dauer gewähren zu lassen.

      Sieht aus, als ob die Synthese aus These und Gegenthese die Lösung anbietet: eine Revolution kann nicht mehr als eine Chance auf eine bessere Zukunft sein, keinesfalls jedoch eine Garantie. Aber mit Chancen ist das halt so eine Sache, sie bergen immer auch ein Risiko.

    • Pumuckl
      21. Juli 2012 08:45

      @ Herby 11:30

      " Der Punkt ist halt, dass diese Völker und Nationen einmal einen ERSTEN SCHRITT machen müssen und dieser ERSTE SCHRITT ist nun mal, die Despoten davon zu jagen."

      Der Begriff Pfaffe war im deutschen Sprachraum einmal eine wertneutrale Bezeichnung für Geistliche. Erst Entwicklungen wie der Ablaßschacher brachten diesem Wort eine stark abwertende Bedeutung.
      Dieses abwertende Wort können wir jetzt treffend auf moslemische Haß und Mordprediger anwenden.

      Die wahren Despoten in den "arabischen Frühlingsländern" sind deren
      HALBMOND-PFAFFEN, welche die Anhänger unterschiedlicher moslemischer Glaubensauffassungen dazu bringen, sich gegenseitig zu Dutzenden durch Selbstmord-Kommandos umzubringen.


      Sowohl der Irak unter Sadam, als auch Libyen unter Gaddafi waren sehr gut entwickelte moslemische Staaten. Stammes-Gegensätze und unterschiedliche religiöse Auffassungen waren einigermaßen unter Kontrolle.

      Menschen in deren Gehirnen sich der Wahn dieser HALBMOND-PFAFFEN eingenistet hat sind eben für die Freiheit noch nicht reif!

  23. socrates
    20. Juli 2012 11:27

    KKP sollte wenigstens im Internet nachsehen, bevor sie schreibt!
    Wo steht Libyen heute? Von Marc Thörner
    Ein Jahr nach Beginn des Aufstandes in Libyen ist das Land weit entfernt von den Hoffnungen, die mit dem Sturz Gaddafis verbunden waren. Vor allem Milizen, die aus ehemaligen Widerstandsgruppen hervorgegangen sind, sorgen für Probleme. Bisweilen kontrollieren sie nach Art von gesetzlosen Warlords ihren Einflussbereich.
    Zu den Klängen der Nationalhymne laufen in den neuen libyschen Fernsehsendern tagein tagaus Videos, die den Kampf gegen Gaddafi idealisieren - auch jetzt noch, Monate nach dem Tod des Diktators und dem Sieg über das alte System.
    Viele der Kämpfer, die in den ersten Tagen des Aufstands mehr oder weniger spontan zu den Waffen griffen, haben sie bis heute nicht aus der Hand gelegt. So wie die Angehörigen einer Miliz am Stadtrand von Bengasi, die dort eine ehemalige Armeekaserne besetzt halten. Mauern, ein Tor, ein Hof und darin: ein Dutzend Toyota-Pickups mit dem Logo der Miliz.
    Ihr Kommandeur, Adel Elhass, ist im Zivilberuf Mechaniker. In den ersten Tagen des Aufstands wagte er es, vor der Kamera des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira Staatschef Gaddafi zu kritisieren. Der graubärtige kleine Mittvierziger wurde über Nacht zu einer prominenten Figur des Kampfes gegen das alte Regime. Widerständler scharten sich um ihn und baten ihn, sie anzuführen.
    "Seitdem kommandiere ich diese Gruppe. Wir nennen uns Ahrar Libya, libysche Freiheit. Unsere Aufgabe besteht darin, für unser Land zu kämpfen.
    Als wir anfingen, da hatten wir nur Messer und Steine. Erst später haben wir unsere Feuerwaffen bekommen."
    Davon haben sie jetzt mehr als genug: Kommandant Elhass umschwirren diverse Unterführer, manche mit Kalaschnikows, manche mit NATO-Gewehren. Sie tragen die unterschiedlichsten Tarnfleckuniformen und Kopfbedeckungen. Es ist nur eine von vielen hundert Milizen, die es zur Zeit in Libyen noch gibt.
    Als wäre der Krieg noch immer nicht vorbei, errichten auch die Männer von Ahrar Libya Checkpoints, suchen nach Anhängern Gaddafis, verhaften vermeintliche Spione und Aktivisten des alten Regimes, halten sie fest oder schicken sie in ihre Gefängnisse.
    Amnesty International wirft vielen dieser Gruppen vor, zu foltern und Menschen ohne Anklage nach Belieben festzuhalten. Ihr Geld erhalten die Milizionäre durch einen monatlichen Ehrensold von umgerechnet 180 Euro, den die Interimsregierung jedem Kriegsteilnehmer zahlt. Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Milizenchefs dieses Gehalt aufbessern: Durch Beschlagnahme von Gütern angeblicher Gaddafi-Anhänger, durch Freilassung von Gefangenen gegen Bezahlung.
    In Sirte und anderen Gaddafi-Hochburgen ließe sich da viel verdienen. Weniger in der alten Rebellenstadt Bengasi. Adel Elhass und seine Unterführer geben sich bescheiden. Als Wächter der Errungenschaften, die sie im Spätsommer 2011 blutig erkämpften.
    In dem kahlen, heruntergekommenen Büro, in dem einst ein Regimentschef residierte, trinken sie Tee, rauchen und lassen Erinnerungen an das schwere Gefecht aufleben, an dem sie damals teilgenommen haben: Es ging um die Kontrolle der Ölstadt Brega. Elhass nimmt einen Filzstift und skizziert die Lage auf ein Blatt Papier:
    Der Kreis dort Brega, dort fange das Meer an, feindliche Einheiten hätten rund um die Stadt Minen vergraben. Revolutionäre hätten die Stadt belagert und hier, an dieser Stelle hätten die Leute von Ahrar Libya gestanden - und hier die Truppen von Gaddafi. Ihnen gegenüber standen, so sagen sie, Tausende von Afrikanern, ebenfalls Irreguläre wie sie selbst. Söldner, von Gaddafi im Tschad oder in Mali angeworben und großzügig bezahlt. Damit war es letztlich kein Kampf Aufständische gegen den Staat - sondern Aufständische gegen angeheuerte Milizen. Das ist das Novum im libyschen Bürgerkrieg.
    General Ahmed Farag gehörte bis zum Aufstand zu den Befehlshabern der regulären Armeegarnison von Bengasi. Gaddafi, sagt er, habe immer eine Stammespolitik betrieben. Da er den Offizieren in vielen Regionen, insbesondere in Ostlibyen nicht traute, habe er eine Parallelstruktur aufgebaut und so die regulären Sicherheitskräfte neutralisiert. Insbesondere die Armee fühlte sich dadurch missachtet.
    "In Ostlibyen wurde die Armee immer schwach gehalten. Die besten Waffen waren nie in unseren Händen, sondern bei den irregulären Verbänden, die unter dem Kommando von Gaddafis Söhnen standen. Das Gehalt bei den regulären Truppen war gering. Es lag bei etwa 300 Dinar. Bei den Milizen der Gaddafi-Söhne verdiente man dagegen mindestens 700 Dinar."
    Dass der Staatslenker die eigenen Soldaten verprellte, rächte sich schon zu Beginn des Aufstandes. Denn es passierte genau das, was er offenbar befürchtet, gleichzeitig aber durch seine Politik geradezu angebahnt hatte: Statt für das System zu kämpfen, liefen General Farag und seine Truppen zu den Revolutionären über.
    "General Abdelfatah Younis war der Erste. Dann folgten wir in Bengasi als erstes Armeelager seinem Beispiel. Dazu entschlossen wir uns bereits am ersten Tag der Rebellion, am 17. Februar. Einen Tag später verkündete Gaddafi: Jeder Soldat, der zu den Revolutionären übergeht, wird hängen. Daraufhin setzten wir Offiziere uns zusammen. Kapitän Said von der Marine, Armeeinspektor General Gitrani und ich als Brigadegeneral. Insgesamt sind wir sieben, die anderen sind gerade an der Front. Gegen jeden von uns wurde ein Todesurteil verhängt."
    General Farag und seine Mitkämpfer öffneten ihre Arsenale für die Kämpfer. Handfeuerwaffen, Flakartillerie oder veraltete schwere Maschinengewehre. Die Verbrechen, die Gaddafis Truppen an der Zivilbevölkerung verübten, taten ein Übriges, auch Nichtmilitärs zum Kämpfen zu motivieren, Menschen, die vorher niemals daran gedacht hätten. Etwa in Aschdabiya, einer schwer zerstörten Stadt an der Straße zwischen Tripolis und Bengasi, die mehrfach den Besitzer wechselte.

    Hier wohnt Abdelkrim Senussi, einer der Honoratioren der Stadt. Der 70-jährige pensionierte Polizeioffizier gehört zu dem Stamm, der sich am engsten mit der Gaddafi-Herrschaft verbunden hatte. Als langjähriger Parteigänger des Regimes war er davon ausgegangen, dass seine Familie von den Gaddafi-Milizionären verschont wird.
    "Als ich nach Hause kam, habe ich meine Familie nicht mehr gefunden. Im Inneren war alles zerstört, Schränke und Truhen waren aufgebrochen. Eine meiner beiden Töchter ist bis heute nicht wieder aufgetaucht, sie ist verschwunden samt ihren zwei Kindern."
    Was mit Hannan, seiner anderen Tochter geschah, darüber schweigt der pensionierte Polizist zunächst. Schließlich entscheidet er sich doch zu sprechen. Sie sei vergewaltigt worden und befinde sich bis jetzt in einem Krankenhaus in Bengasi.
    "Das hier war das Zimmer meiner Tochter. Warum sind sie in mein Haus gekommen, warum haben sie meine Tochter mitgenommen?"
    Senussi führt uns vor sein Haus. Dort hat seine eigene Miliz Aufstellung genommen: Ein Dutzend seiner Söhne präsentiert sich dort mit Gewehren in der Hand. Damals sagte einer von ihnen:
    "25 Jahre lang hat mein Vater gegen die italienischen Kolonialisten gekämpft. Genauso werden wir jetzt gegen Gaddafi kämpfen, selbst wenn wir keine guten Waffen haben. Ich habe 30 Söhne. Ich werde mit ihnen gegen Gaddafi vorrücken, bis ich es vor seine eigene Haustür geschafft habe."
    Wie Abdelkrim al Senussi und seine Söhne, eilen Tausende unausgebildeter Regimegegner an die Front. Kampfjets der Nato schießen ihnen den Weg frei und schalteten, wo es möglich war, die schweren Waffen des Gegners aus.
    In einem ehemaligen Armeelager am Stadtrand von Bengasi im vergangenen Sommer: Ein junger Europäer namens Marek trainiert dort eine Kampfgruppe. Marek ist Anfang 20. Ins Mikrophon will er nichts sagen, erzählt aber eine ungewöhnliche Geschichte: Er sei slowakischer Student und sympathisiere mit der Sache der Freiheitskämpfer. Deshalb sei er in seinen Semesterferien hier hergekommen. Woher er selber seine militärischen Kenntnisse hat? Von einer privaten Sicherheitsfirma, sagt er. Da habe er mal gejobbt.
    Marek, in T-Shirt und olivfarbener Hose, zeigt einer Gruppe von 15 Kämpfern, wie sie am besten ein Haus angreifen können.
    Dank Ausbildern und Beratern wie Marek entstehen nun auch auf Seiten der Rebellen klassische Milizenstrukturen: Eine feste Gruppe schart sich um einen Führer, der für ihre Bezahlung und Ausrüstung verantwortlich ist und höheren Instanzen als Ansprechpartner dient. Ausländische Berater leiten die Milizionäre an und halten die Verbindung zur NATO-Luftwaffe. Auf diese Weise gelingt den Rebellen schließlich auch der Vormarsch nach Tripolis.
    Einig sind sich die Kämpfer in den unterschiedlichen Gruppierungen nur über das, was sie nicht wollen: Gaddafi, seine Familie, sein System. Über klare politische Vorstellungen, konkrete Ziele, eine gemeinsame Vision für die Zukunft verfügen sie nicht. Es ist auch die Stunde religiöser Führer, die versuchen die Macht der Milizen auf sich zu übertragen, Männern wie Scheich Nabil Sadi.
    Der junge langbärtige Mann ist erst Ende 20, aber in der Rebellenhochburg Bengasi der bekannteste Freitagsprediger. Scheich Nabil Sadi lässt keinen Zweifel: Dieser Krieg war ein Dschihad, ein heiliger Krieg. Nach der Predigt lässt Scheich Nabil keinen Zweifel daran, welch ein System er sich für das neue Libyen wünscht:
    "Wir sind Muslime, das Scharia-Recht ist deshalb für uns angemessen. Auch das Zivilrecht ist ein Teil der Scharia."'
    Unterstützt werden diese Tendenzen von Saudi Arabien, den Ländern des Golfkooperationsrates. Während die Golfherrscher Aufstände in den eigenen Ländern ersticken, sehen sie die Arabellion bei anderen als eine willkommene Chance, dort gemäßigt islamistische Regime an die Macht zu bringen. In ihrem Kalkül wäre ein konservativ-sunnitischer Block ein ideales Gegenmittel, um die Macht einzudämmen, die vom schiitischen Iran ausgeht.
    Den Parteigängern der Golfherrscher gegenüber stehen die säkular orientierten langjährigen Mitglieder des libyschen Übergangsrates, die sich auch in der neuen Regierung wiederfinden. Männer wie der Jurist und Verfassungsrechtler Abdallah Musa el Mahboub.
    "Mirabeau, Voltaire, Montesquieu, die französische Philosophie, das ist meine Welt. Daran sollten wir uns orientieren, an der italienischem, an der US-amerikanischen Verfassung. Der Islam, die Scharia, haben mit dem Staat nichts zu tun. Das ist eine persönliche Angelegenheit zwischen dem Menschen und Gott. Der Islam wird nicht mit unseren neuen Gesetzen vermischt!"
    Auch der Anwalt Abdelhafid Roga, Revolutionär der ersten Stunde, spricht sich klar für ein säkulares System aus:
    "Unter Gaddafi war alles auf die Macht der Gewehre aufgebaut. In Zukunft werden wir den Staat entmilitarisieren. Es wird eine Zivilgesellschaft geben, eine Verfassung, Wahlen. Alle Repräsentanten des Staates sollen gewählt werden."
    Welche Argumentation verfängt am Ende besser bei den Milizenführern und den Tausenden Milizionären? Vor allem das ist für die Zukunft Libyens entscheidend. Denn bis heute liegt die Macht in Libyen bei den Milizen - unter denen es eine Art Hierarchie gibt. Zu den wichtigsten gehören die etwa 200 einzelnen Gruppierungen in und um die Stadt Misrata. Sie folgen im Großen und Ganzen den Anweisungen des Abgeordneten der Stadt, Suleiman Fortea, der als säkular orientiert gilt. Andere Verbände, etwa aus der Stadt Darna gelten als salafistisch-fundamentalistisch orientiert. Sie verhaften nach eigenem Gusto Leute, die aus ihrer Sicht gegen die Moral verstoßen.
    Milizenkommandant Elhass wischt allerdings die Frage nach unterschiedlichen Kräften oder Zukunftsvisionen vom Tisch.
    "Wir sind alle Muslime. Wir lieben den Frieden, wir engagieren wir uns für Demokratie und Freiheit. Vielleicht meinen die Europäer, dass alle Muslime es lieben, zu töten. Aber das stimmt nicht, wir wollen bloß unsere Freiheit, weiter nichts."
    Eines jedenfalls macht der ehemalige Mechaniker aber gleichzeitig klar. Von der Forderung Milizen aufzulösen, fühlt er sich nicht angesprochen.
    "Wir haben uns doch dem Militärkomitee der Regierung unterstellt. Wir gehorchen dem Verteidigungsministerium. Wir sind überhaupt keine Miliz."

    • Florin
    • socrates
      21. Juli 2012 08:15

      Florin
      Stimmt, aber ich glaube, daß der Umweg vielen zu lang ist.

    • mmkg84 (kein Partner)
      21. Juli 2012 08:24

      lieber socrates, sie machen sich da immer sehr viel mühe, und danke dafür! aber wem der eine klick, den florin uns zumutet schon zuviel Umweg ist, der liest mit sicherheit auch so lange texte nicht. andererseits müssen so alle andauernd drüberscrollen. für mich eine echte leseerschwernis.

      bitte, bitte links einstellen, keine kopieren-und-einfügen-marathons, so gut sie auch gemeint sein mögen.

    • socrates
      21. Juli 2012 20:56

      mmkg84
      Im Prinzip haben Sie Recht, aber ich wollte aufzeigen, daß KKP nicht nachforscht, nicht einmal bei den üblichen Medien, um uns zu verblöden.

  24. A.K.
    20. Juli 2012 11:27

    Anläßlich der aktuellen Klimt Ausstellung im Belvedere drängte sich mir bei der Betrachtung einiger Bilder und des sozialen Hintergrundes der dargestellten Personen ein Vergleich mit den im österreichischen Straßenbild agierenden Menschen auf. Jedenfalls scheinen mir Menschen - auch jene aus einfachen Verhältnissen - auf alten Photos in ihrem Erscheinungsbild „kultivierter“ und disziplinierter als die derzeit zu Beobachtenden. Die Europäer kommen mir mehr „amerikanisiert“ und die im arabischen Raum Lebenden scheinen mir stärker „verwildert“ als die Darsteller auf den historischen Gemälden. Sind dies Tatsachen oder nur Projektionen meines Innenlebens? Der religiöse Substanzverlust in Europa spielt sicher eine Rolle, Jahrzehnte linker Indoktrination – bei Krawagna-Pfeifer ist dies z.B. daran zu erkennen, daß sie das Wort Konterrevolution locker verwendet– haben wohl Spuren hinterlassen. Wie sich Muslime parallel dazu veränderten, wäre interessant zu erfahren.

    • Konrad Loräntz
      20. Juli 2012 22:22

      Dysgenik ist der Fachausdruck für das von Ihnen Beobachtete. Die durch den Sozialismus bedingte Umkehrung der von Darwin formulierten Evolutionsgesetze zerstört in wenigen Generationen, was Tausende von Jahren der Evolution an Unterschied zwischen Affe und Mensch geschaffen haben. Man vergleiche nur Beethoven und Bushido, Zweig (oder Goethe) und Jelinik etc. etc.
      Das Gender-Hauptströmen gibt uns erbbiologisch den letzten Rest. (ich hoffe das Wort ist noch erlaubt)

    • Undine
      21. Juli 2012 09:28

      @A.K.

      "Jedenfalls scheinen mir Menschen - auch jene aus einfachen Verhältnissen - auf alten Photos in ihrem Erscheinungsbild „kultivierter“ und disziplinierter als die derzeit zu Beobachtenden."

      Ihre Beobachtungen trügen Sie nicht: Früher war das Bedürfnis selbst der einfachsten und ärmsten Menschen, sich so "ordentlich" wie möglich zu kleiden, um nicht unangenehm aufzufallen. Heute ist es genau umgekehrt: Man kauft "zerrissene" Jeans um teures Geld!!! Das ist KRANK!

      Besonders junge Leute kleiden sich möglichst unvorteilhaft: Junge Burschen schlurfen in Jeans umher, deren Hosenboden gerade noch über den Kniekehlen liegt.
      Bei vielen jungen Mädchen würde allerdings nicht einmal ein "Kleid von Dior" helfen, weil so überdurchschnittlich viele von ihnen grotesk verfettet sind. Auch diese Art, sich in Klamotten auf der Straße zu zeigen, die höchstens auf einem Faschingsumzug passen würden, ist eine späte Folge der 68er-Bewegung.

    • A.K.
      21. Juli 2012 10:42

      @Undine und Konrad Loräntz
      Ich versuche Projektionen eigener Ab- und auch Zuneigungen beim Betrachten von Personen möglichst zu vermeiden, habe aber doch die Gewohnheit in Gesichtern und am Erscheinungsbild zu "forschen". Mein inzwischen verstorbener Cousin lebte ab dem vierzehnten Lebensjahr (also fast sein ganzes Leben) in den USA. Bei einem Besuch meinte er fast wörtlich "...Junge Burschen schlurfen in Jeans umher, deren Hosenboden gerade noch über den Kniekehlen liegt."(Zitat: Undine). Also hatte er noch immer "unsere" Ansichten. - Ausdrücke wie "Nadelstreif-Proleten", Salon-Sozialisten, etc. dürften darauf hinweisen, daß Noblesse weniger an Geld und Herkunft, sondern eher an geistige Voraussetzungen gebunden ist.

  25. plusminus
    20. Juli 2012 11:23

    Die Linken schaufeln sich mit dem Jubel zum "Arabischen Frühling" ihr eigenes Grab.
    Denn die Kräfte, welche jetzt in diesen Ländern an die Macht kommen, halten wenig von "political correctness" und treten alle deren Werte mit Füßen.
    Sie werden unseren selbsternannten Gutmenschen - einschließlich der unseligen Frau KKP - noch das Fürchten lehren und das ist gut so.

  26. knieriem
    20. Juli 2012 11:04

    Das Muster des arabischen Frühlings ist - wieder einmal - "mit halben Mitteln zu halben Taten". Entsprechend das Ergebnis.

    Dass so ein "Frühling" in Österreich wahrscheinlich genauso schlecht geplant, vorbereitet und durchgeführt sein würde hält mich - abgesehen von den zu erwartenden Opfern - davon ab, gegen die bestehende "Bonzokratur" mobil zu machen.

    Allerdings schluckt man manchmal schon heftig an den servierten Brocken - heute z.B. in Ottakring: Ein Weißer Kleinbus (VW?) mit dem bekannten roten SPÖ-Emblem (wiener Skyline) an der Heckscheibe. Über der hinteren Stoßstange, ganz im Stile Ludwig XIV. ("L'État, c'est moi"), der große, rote Schriftzug "www.ichbinwien.at".

    Warum neigen die bloß alle früher oder später zum Größenwahn?

  27. terbuan
    20. Juli 2012 09:54

    Die Frau KKP in einem Boot mit Hillary Clinton, welche anläßlich ihres Besuches in Israel meinte:
    "Es ist eine Zeit der Ungewissheit, aber auch eine Chance, bei unseren gemeinsamen Zielen Sicherheit, Stabilität, Frieden und Demokratie voranzukommen und Wohlstand für Millionen Menschen in der Region zu erreichen"

    Man kommt aus dem Grausen nicht mehr heraus bei derart verlogenen Ansagen!

    http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE86F03G20120716

  28. M.S.
    20. Juli 2012 09:29

    Frau KKP wird sich wundern was Europa bevorsteht, wenn sich die moslemischen Fundamentalisten in ihren neuen Gottesstaaten erst einmal richtig festgesetzt haben. Vom Nildelta bis Gibraltar muslimische Gottesstaaten nach iranischem Muster als unmittelbare Nachbarn eines heruntergewirtschafteten Europas!
    Schöne Aussichten.

  29. Nestor 1937
    20. Juli 2012 09:20

    Gandalf fürchtet wohl um die Interessen Israels ?

  30. Johann Scheiber
    20. Juli 2012 08:47

    Ich bin hier ganz der Meinung von KKP und hoffe, dass die Aufbruchsbewegung bald nach Europa überschlägt und die Multikulti, - Schwulen,- und Bankendiktatuir hinwegfegt.

    Mit dem Wort von AU wünsche ich uns Europäern viel Revolutionsgeilheit!

    • phaidros
      20. Juli 2012 10:08

      Wie bitte? Sie wünschen sich Revolutionsgeilheit?

      Revolutionen sind einzig in einer Lebenssituation latenter oder akuter Lebensgefahr ein probates Mittel. In unserer westeuropäischen Realität von so etwas auch nur zu reden ist - nun, nennen wir es: unangebracht.

      Revolutionen »fressen zuerst ihre Kinder, dann ihre Väter«. Der letzte Absatz von AU bringt es auf den Punkt:

      Umstürze haben in der Weltgeschichte - ganz unabhängig von der Qualität der Absichten - fast immer eine Verschlechterung der Verhältnisse gebracht ... Demokratie, Rechtsstand und Wohlstand entwickeln sich in der Regel nur in einem mühsamen evolutionären Weg und Lernprozess wirklich dauerhaft in eine gute Richtung. Schritt für Schritt und nicht Auge um Auge.

      Bitte also das Hirn einzuschalten; wenn uns nach tumben, gekreösegebornen Statements ist, können wir genausogut in Foren irgendwelcher Linksparteien wie SPÖ oder FPÖ gehen, die keine gestalterischen Ideen jenseits einer Klientelbedienung haben.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      20. Juli 2012 10:11

      Reaktionärer Konterrevolutionär!!!

    • phaidros
      20. Juli 2012 10:20

      Allenfalls »reaktionärer Konterbassenatratscher«, wenn ich bitten dürfte, sg. Hr. Volpini! ;-)

      Eine Revolution sehen wir - zu unser aller unfassbarem Glück! - noch lange nicht.

      LG

    • Johann Scheiber
      20. Juli 2012 10:39

      Regen sie sich nicht so auf, phaidros, das ist ungesund. Setzen sie sich lieber etwas mit dem Begriff Revolution auseinander. Selbst bei ihrem outgesourcten Bildungsbestand, bei Wikipedia, ist da einiges nachzulesen.

      Ihre hausmeisterlichen Bemühungen um Blogordnung finde ich allerdings sehr lobenswert.

    • DerTurm
      20. Juli 2012 10:43

      Wollen wir nich hoffen, dass den Muslimbrüdern ähnliche Gruppierungen (welche in immer mehr europäischen Ländern einen immer größer werdenden Anteil der Bevölkerung darstellen) ihre Ideen von Revolution nach Europa tragen.

      Ich denke nicht, dass wir die Sharia wollen. Ebenso wenig wollen (ich zumindest) wir die islamische Kultur als tonangebende.

      All den Gutmenschen hierzulande rate ich, doch aktiv für die Reche von Minderheiten in islamischen Ländern einzutreten.

      Was aus islamischen Revolutionen wird, kennen wir aus dem Iran und anderen Ländern. Kein einziges dieser Länder hat eine freie Gesellschaft (ganz abgesehen davon, dass die Demokratie ein goldenes Kalb des Teufels ist (und völlig überbewertet wird)).

    • phaidros
      20. Juli 2012 10:49

      Sg. Hr. Scheiber, weiter unten (zu Ihrem vielgeliebten Hegel) wollte ich schreiben: es ist mir schleierhaft, wie jemand der so belesen ist wie Sie, zu Aussagen wie jener oben kommt. Habe es dann aber nicht getan, schade.

      Für die »Revolutionsgeilheit«, die Sie sich im expliziten Zusammenhang mit den afrikanischen Revolutionen »wünschen«, brauche ich keinerlei Bildung in die Wikipedia outzusourcen um zu erkennen, dass Sie nicht von friedlichen Vorgängen gesprochen haben. Nebenbei erwähnt: dafür, dass ich dann und wann etwas nachlese, bevor ich schreibe, geniere ich mich kein Stück. Bildung besteht meines Erachtens nicht aus zusammengeramschten Details, sondern auch und gerade im entscheiden Können, wann und wo man etwas nachlesen muss.

      Zu beurteilen, wer von uns beiden aufgeregter wirkt, überlasse ich wie immer mit Frieden und Freude dem Leser. Ich halte lediglich fest, wieder einmal sieht man: gehen die Argumente zur Neige, wird es einfach nur persönlich und untergriffig. Aber jeder eben, wie er kann.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • DerTurm
      20. Juli 2012 10:51

      Wikipedia ist keine reputable Quelle.

      Nahezu alle Themen, welche auch nur ansatzweise mit Politik zu tun haben, sind dort linklinksgutmenschlich verklärt.

      Gute Literatur zu diesem Thema ist angesichts der vorherrschenden linken Meinungshoheit nicht leicht zu finden, aber dennoch ausreichend vorhanden:

      Uwe Backens, Edmund Burke, James Dobbins, Juan Donoso Cortés, Johann Gottlieb Fichte, Albert Hourani, Christian Jansen, Bertrand de Jovenel, Erik von Kuehnelt-Leddhin, Henry L. Mencken, Wilhelm Röpke, Carl Schmitt, Max Weber... (um nur einige zu nennen)

    • Alfred E. Neumann
      20. Juli 2012 14:03

      @phaidros

      **********!

    • Johann Scheiber
      20. Juli 2012 14:16

      Alfred E. Neumann, dass sie die Ironie in meiner Stellungnahme nicht entdecken konnten, enttäuscht mich ein wenig!

    • M.S.
      20. Juli 2012 14:22

      @phaidros

      Ich möchte mich in den Diskurs zwischen Ihnen und Johann Scheiber nicht einmischen. Aber ich habe den Eindruck, dass Ihnen der Sarkasmus im Beitrag von Herrn Scheiber entgangen ist.

    • M.S.
      20. Juli 2012 14:23

      Hoppla, zu spät aufgezeigt!

    • phaidros
      20. Juli 2012 15:01

      Danke, M.S.!

      Da bin ich wirklich erleichtert! Auch und insbesondere, dass es die 9 Prämierungen für eine mit feiner Klinge geführte Verdammung gewaltsamer Änderungsversuche in Europa gab, und nicht etwa für das »Hinwegfegen der Multikulti, - Schwulen,- und Bankendiktatur«!

      LG

      (Aber, pst, unter uns, wo wir gerade dabei sind: was könnte ich an »bei Wikipedia outgesourcetem Bildungsbestand« missverstanden haben?)

    • terbuan
      20. Juli 2012 17:13

      Vorsicht lieber phaidros,
      Johann Scheiber hat lediglich von einer Aufbruchsstimmung geschrieben welche.....hinwegfegt. Gewalt hat er dabei nicht erwähnt, wurde nicht auch die DDR in einer Aufbruchsstimmung gewaltlos hinweggefegt?
      Ähnliches könnte/sollte doch auch in Europa nochmals möglich sein oder?
      lG/terbuan

    • phaidros
      20. Juli 2012 17:39

      Verstehe! Danke, terbuan - na, was bin ich doch nur für ein Dummerjan, ich missverstehe ja praktisch alles!

      Ok, ich meine, das Wort war »die Aufbruchsbewegung«, die etwas hinwegfegt und nicht »Aufbruchstimmung«, aber das ist ja so gut wie dasselbe.

      Und mittlerweile ist mir auch klar, dass »Revolutionsgeilheit« ganz sicher gewaltfrei zu verstehen ist - insbesondere, wo ja alles ironisch gemeint war. (Ach so, das passt jetzt wieder nicht zur »Aufbruchstimmung« ... mir ist das alles zu kompliziert).

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 05:17

      @ phaidros 20. Juli 2012 17:39

      "ich missverstehe ja praktisch alles!"


      Stimmt. :-)))))
      Ein wie immer leider nur kurzes lucidum intervallum

      xRatio

  31. Josef Maierhofer
    20. Juli 2012 08:10

    @ Frau Krawagna-Pfeifer

    Revolution ist ein gern gesprochenes linkes Vokabel und hat, wei bei Dr. Unterberger angemerkt, nur Unheil gebracht. Nötig wäre dort die Änderung von innen.

    Zu Ihrer Anmerkung, wenigstens haben die Menschen selbst ihr Schicksal in die Hand genommen, ja, das müssten sie auch hier bei uns schön langsam, es brennt der Schuldenhut.

    @ Dr. Unterberger

    Tatsächlich haben die Umstürze immer für die Menschen schlimme Folgen gehabt, und die Entwicklung von innen heraus sollte bei uns zum Thema Demokratie schon weiter gediehen sein als es dort noch zu sein scheint.

    Dennoch auch hier die Anmerkung, auch bei uns ist Demokratie weit weg und es herrscht Parteidiktatur, von der wir uns befreien müssen, wollen wir überleben. Die Sippe der Politik hat uns verraten und verkauft.

    Ich wünsche den arabischen Völkerschaften jene Öffnung und Einsicht nach allen Richtungen, die eine positive Weiterentwicklung erlaubt.

    • Johann Scheiber
      20. Juli 2012 09:09

      Herr Maierhofer, sie haben mit der "Änderung von innen" vollkommen recht. Auch Hegel hielt es für eine Torheit, eine Revolution zu machen, ohne vorhergehende Reformation.
      Das ist der große Unterschied zwischen der modernen säkularen, sozialistischen und liberalistischen Welt und dem christlichen Selbstbewußtsein, dass diese meint die Welt verändern zu müssen, während jenes weiß, dass alle Veränderung ihren Ausgangspunkt in der menschlichen Seele hat.

      ICH bin der Kampf, der Kampfplatz und die Waffen, hat der Hl.Paulus geschrieben!

      Unser Problem ist, dass wir angesichts der Krise noch nicht in der Lage waren, ein neues, den Herausforderungen gerecht werdendes Selbstbewußtsein hervorzubringen. Denn, um mit Toqueville zu sprechen: Eine neue politische Lage braucht ein neues Bewußtsein, eine neue politische Philosophie.

    • DerTurm
      20. Juli 2012 10:59

      Die Demokratie ist nicht weit weg, wir sind mitten drin.

      Dass eine Demokratie (zwangsweise) in eine vermeintliche Ochlokratie mit allen Konsequenzen (zunehmend oligarchische Strukturen in Brüssel) ausartet, kann man schon in den 2300 Jahre alten Schriften eines Platon nachlesen.

      Das Eherne Gesetz der Oligarchie des Soziologen Robert Michels wird tagtäglich an immer neuen Beispielen bestätigt - und die sich in der geheiligten Demokratie sulende Masse applaudiert johlend dazu.

  32. Martin Bauer
    20. Juli 2012 08:04

    Also eigentlich bewundere ich die Krawagner-Pfeife in ihre Geradlinigkeit bei der Ignorierung der Realität.

  33. Anton Volpini
    20. Juli 2012 08:00

    Mit ihrer geschmeidigen Ausdrucksweise über den Ablauf von Revolutionen, zeigt Frau Krawagner-Pfeifer, daß das Wissen um Revolution und Konterrevolution zum Handwerk jedes geschulten Sozialisten gehört. Damit wird wiedereinmal die permamente Gewaltbereitschaft aufgedeckt, die ja auch schon in Europa stabile Regierungen in Bedrängnis gebracht haben, als die Roten Brigaden mordend ihre Ideologie durchzusetzen versuchten.
    In ihren Statement klingt schon sehr stark die Sympathie für diese Gewaltbereitschaft durch. Wobei sie geflissentlich übersieht, daß einer dieser Despoten, der von ihresgleichen lang gefeierte Sozialist Gadaffi war.
    Wenn diese Grundinstellung in allen geschulten Sozialisten schläfergleich schlummert, dann kann ich nur sagen, shukran Europa, wir sind bereits umzingelt!

    • Konrad Loräntz
      20. Juli 2012 22:33

      Ich frage mich sogar, ob die notorische linke Schuldenmacherei nicht sogar ganz bewusst zur Destabilisierung der Verhältnisse eingesetzt wird. Die Krawalle linker Chaoten in Athen zeigen schon die Richtung. Andererseits sitzen doch Joscka und Co. ohnehin sehr fest im Sattel.
      Noch andererseitiger fürchte ich, dass wir in Europa in gar nicht so ferner Zeit auch den arabischen Frühling erleben und zwar keinesfalls im übertragenen Wortsinne. KKP hat für diesen Fall sicher schon ein schickes Kopftuch in der Lade.

    • Undine
      21. Juli 2012 09:33

      @Beide

      *******!

  34. Erich Bauer
    20. Juli 2012 07:36

    "...faszinierendste politische Ereignis..." (KKP)

    Beispielhaft die Toleranz der p.c. "Liberalen" gegenüber den "selbstregulierenden ethnischen Markt"... Man könnte es auch als faszinierendes "politisches" Ereignis sehen... "Relativ"(ierende) sozial(istisch)liberale Zeitgenossen sei es angeraten lieber nix zu sehen. Das eigene Weltbild über die "Toleranz" darf nicht gestört werden. Ich denke, die Geschichte wird sie irgendwann als Mitläufer entlarven...

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/europa-soll-mal-wieder-judenfrei-werden.html

    • Undine
      20. Juli 2012 09:51

      @Erich Bauer

      " Schließlich sind Muslime aus der Sicht deutscher Journalisten aufrechte Menschen, die nichts mit Rechtsextremisten gemein haben. Deutsche Journalisten leisten mit dieser Einstellung Beihilfe zur Vertreibung der Juden aus Europa."

      Danke für den Link! Udo Ulfkotte versäumt aber ---und das ist ein bißchen unseriös!--- zu sagen, daß es sich bei den "deutschen" Journalisten ausschließlich um LINKE Journalisten handelt, denn die sind es, die der ungebremsten Zuwanderung von Muslimen Vorschub leisten und vor deren offenem Antisemitismus bewußt die Augen verschließen. Den LINKEN und deren Oberhoheit über die Medien haben die Deutschen---und bei uns ist es nicht anders---die "unblutige Landnahme" durch die Muslime zu "verdanken".

    • DerTurm
      20. Juli 2012 11:07

      Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich

    • M.S.
      20. Juli 2012 15:50

      @Undine

      Bezeichnenderweise erfährt man über solche Entwicklungen in den österreichischen Zeitungen kaum etwas und aus dem ORF natürlich nichts. Dafür werden wird Tag für Tag in den Nachrichten mit ellenlangen, langweiligen, ständigen Wiederholungen von allen möglichen Missetaten von schwarzen und blauen Politikern belästigt. Die der Linken werden halt taktvoll verschwiegen, bestenfalls einmal nebenbei erwähnt. So wie auch in den Lokalnachrichten bei Verbrechen, die von Muslimen begangen werden, die Herkunft tunlichst verschwiegen wird, was den Kreis zu dem Beitrag von Erich Bauer wieder schließt.

  35. Johannes G.P.
    20. Juli 2012 06:27

    Hauptsache linksnational, islamistisch und säkular, dann ist die Welt für die Pfeifer in Ordnung.

  36. Observer
    20. Juli 2012 05:09

    Frau KKP hat scheinbar nur Zugriff zu einseitigen bzw. zensurierten Nachrichten. Ich empfehgle ihr, jetzt eine Reise in die angesprochenen arabischen Länder zu machen, um sich so einen Überblick vom tatsächlichen Zustand einen zu verschaffen. Dort wird sie leicht feststellen, dass sich vieles geegenüber früher verschlechtert hat. Da wurde z.B. der Islam in der Verfassungen aufgenommen, die Scharia als wichtigste Rechtsgrundlage eingeführt und die Andersgläubigen (z.B. Christen) werden nun stärker unter Druck gesetzt. So ist es auch zu verstehene, dass z.B. die Kopten in Ägypten sagen, unter Mubarak ging es ihnen viel besser. Wer geglaubt hat, dass nach den diversen Revolutionen und Bürgerkriegen Demokratien nach westlichem Muster eingeführt wurden, ist ein Träumer.

    • Brockhaus
      20. Juli 2012 07:58

      Und wenn Frau KKP in die angesprochenen Länder reist, dann bitte unverschleiert, damit sie gleich dort bleiben kann.

    • knieriem
      20. Juli 2012 08:03

      Die Verbalergüsse der Frau KKP sind Makulatur, sobald sie erscheinen. Und Makulatur sollte man - umweltfreundlich - entsorgen; am besten samt der Verursacherin.

    • kakadu
      20. Juli 2012 13:11

      @Brockhaus

      *******!

  37. Gandalf
    20. Juli 2012 00:47

    Der arabische Frühling war eine der dümmsten und wirkungslosesten politischen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit, liebe Frau Krawagna- Pfeiffer. Das einzige Resultat, das sie vielleicht erzielt hat (ausser dem Jubel der linksverblödeten österreichischen Journaille inklusive dem Herrn Al-Gohari) ist, dass jetzt dort statt den - durchaus gemässigten - autokratischen Herrschern moslemische Fundamentalisten an die Macht gekommen sind; herzliche Gratulation, Herr Gohari und Frau Krawagna !
    Eine wesentlich realistischere Beurteilung der Situation gibt Dr. Unterberger: aber das ist ja von einem Journalisten seines Formates gottlob nicht anders zu erwarten.

    • Undine
      20. Juli 2012 10:41

      @Gandalf

      *******!

      Karim El-Gawhary hat ja nahezu Freudensprünge gemacht, wenn er uns mit leuchtenden Augen tagtäglich Bericht erstattete. Wer die Fäden gezogen hat, wer die Aufständischen mit Waffen versorgt hat, wer Gewinn zog aus diesen gewaltigen Unruhen erfuhren wir ORF-Konsumenten natürlich nicht.
      Eigentlich müßte Herrn Gawhary mittlerweile das frohe Lachen vergangen sein, denn das Resultat des "Arabischen Frühlings" ist BEKLEMMEND und wird für uns Europäer noch sehr schlimme Folgen zeitigen.
      Daß dieses Trutscherl KKP in Euphorie ausbricht, ist nur logisch; sie kann nicht über ihren linken Schatten springen.
      Quidquid agis, prudenter agas et respice finem! Dieser weise Satz müßte immer das Motto bei jeder (politischen) Entscheidung sein.

    • M.S.
      20. Juli 2012 16:06

      @Undine

      Solche Weisheiten sind heutezutage kaum mehr gefragt. Die Antike und auch Latein wird in unserem "Bildungssystem" als unnötiger Ballast bald im Orkus der Geschichte entsorgt sein (werden bestenfalls an der Uni den Orchideenfächern zugeordnet).





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