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Griechenland ist „entgleist“ – das muss uns schon was wert sein

Worte, Worte, Worte. Das war es, was dem neuen griechischen Ministerpräsidenten eingefallen ist. Und, ach ja, noch eine Kleinigkeit: Das Sparprogramm sei leider „entgleist“.

Das Wort des Jahres. Irgendwie ist man, wenn man dem neuen Premier Samaras so zugehört hat, auch sicher, dass die Deutschen daran schuld sein müssen. Wer sonst? Griechenland selbst, blöde Geschichte, habe zuletzt ja zwei Wahlkämpfe führen müssen (Dass Herr Samaras selbst an diesen Wahlkämpfen schuld ist, weil er unbedingt an die Macht wollte, verschweigt er elegant). Ja, natürlich, jetzt werde man wirklich daran gehen, zu sparen und Ämter zusammenzulegen. Und, gewiss, auch privatisieren wolle man nun. Nur gehe das halt natürlich nicht, solange da in Europa irgendwer davon rede, dass Griechenland aus dem Euro ausscheiden werde. Selbstverständlich sei er, Samaras, auch für den Abbau von Beamten. Aber natürlich doch nicht jetzt, wenn die Arbeitslosigkeit so hoch ist.

Und so weiter und so fort (Nach seiner Leichenbittermienen-Rede hat Samaras hinter den Kulissen wahrscheinlich mit seinen Mitarbeiter angestoßen und mit ihnen hellauf über seine tragische Inszenierung gelacht).

PS.: Wie es jetzt weitergeht? Na, so wie immer. 14 Tage werden die internationalen Kontrollore schimpfen und sagen, jetzt gebe es wirklich kein Geld mehr. Bis sich dann die übliche Solidaritäts-Internationale durchsetzt – „man könne doch nicht . . .“ –, und es erneut Geld für Griechenland gibt. Aber natürlich nur gegen das ausdrückliche Versprechen der Griechen, jetzt aber wirklich alle Verpflichtungen einzuhalten. Und da behaupte noch wer, das Perpetuum mobile sei noch nicht erfunden.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 06:57

    Beim ESM liegt der Hase m.E. in folgendem Pfeffer:

    Die Marxisten und sonstigen Unverantwortlichen allerorts, namentlich auch bei uns, wollen ihre ursächliche Schuld am eigenverursachten, eigenstaatlichen Schuldenhorror ("Fantastilliarden" erscheint als einprägsames Synonym für die nirgendwo vorhandenen, nicht bedienbaren Schuldenbeträge) auf möglichst undurchblickbare Weise vor den Menschen verschleiern, um ihre verquere Ideologie nicht allzu rasch an die Realität anpassen zu müssen, was ruinösen (aber hochverdienten) Wählerstimmenverlust bedeutete.

    Die psychologisch beste Methode dafür ist es gewiß, alle Schuden zu vergemeinschaften (quasi zu "verkommunistizieren"), dann fällt im Schuldenozean der eigene Anteil nicht mehr so auf, und kreative Ausredenerfinder können sich austoben.
    Die EU eigent sich hervorragend dafür.

    Das Erkennen der eigenen Schuld böte aber die einzige Möglichkeit, das Ruder noch herumzureißen, den Menschen die Wahrheit zu sagen - sie ist ihnen zuzumuten - und die Abwärtsspirale in den unausweichlich scheinenden Wirtschaftskrach doch noch zu stoppen.

    Beten allein nützt nichts, man muß schon selber was tun, wie es etwa A.U. und Herr Wolfgang Bauer versuchen. Fataler Weise neigen aber allzu viele Menschen dazu, unangenehme Wahrheiten geistig auszublenden. Hat jemand eine "Königsidee"?
    Auf alle Fälle müßte eine Volksabstimmung über den ESM abgehalten werden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 01:05

    Leider ist das Problem inzwischen unlösbar, außer durch radikalen Umbruch. Ein viel zu hoher Anteil am BIP kommt vom Staat. Wenn der Staat spart, geht das BIP in den Keller, damit die Steuern. Weder Griechenland, noch Spanien noch sonst wer kann sich retten, auch Österreich gehört längst zum 'Club Med' (Target II ist negativ); unser Kanzler hat sich auch schon geistig dem 'Süden' angeschlossen. Wir sind am Ende der Reise, begonnen mit dem Ende von Bretton Woods, weiter mit der sozialistischen Schuldenpolitik (ein paar Millionen Schulden sind mir lieber als EIN Arbeitsloser), weiter mit wirtschaftsfördernden Maßnahmen, weiter mit Gender-, Integrations-, Minderheitenmaßnahmen – wir sind pleite, nicht mehr, nicht weniger.
    Wir haben zu viel Beamte, zu viel Bürokratie, zu viele Akademiker, zu viele Pensionisten. Wir haben zu wenig Kinder, zu wenig Steuerzahler, zu wenig Gebildete, zu wenige Arbeiter, zu wenige Techniker. Genau genommen: Zu wenig Freiheit! Zu wenig individuelle Verantwortung!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 10:18

    'Taktik'

    Von meinem griechischen Freund weiß ich, was griechische Taktik ist. So hat man EU-Aufnahmekriterien gefälscht, Euro-Aufnahme gefälscht, Jahrzehnte lang in Saus und Braus gelebt, die Arbeit aus dem Land gejagt, Kredite genommen und jetzt halt wieder Hinhaltetaktik, um noch immer Geld zu bekommen.

    Solange Geld gegeben wird, wird es genommen.

    Erst, wenn kein Geld gegeben wird, dann wird man sich selbst besinnen und selbst an die Arbeit gehen müssen, wie es tausende Jahre lang vorher auch mit Erfolg der Fall war.

    Geld verdirbt die Welt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 10:08

    Neues Geld für Griechenland? Damit die mafiöse Politikerschicht weiter ihre eigenen Steuerhinterziehungen im Windschatten jener der Reichen und Schönen vor Zugriff schützen kann? Das ist eine verbrecherische Organisation, die wir da füttern. Die gehört vor ein internationaler Strafgericht.

    Die einfachen Leute verkommen inzwischen, das ist der Nomenklatura völlig egal. Ist ja auch das Problem der EU, der guten Menschen in Deitschland und Österreich, die ihre Nazischuld abtragen müssen.

    Wiedergutmachung exklusiv an Politiker und Reederfamilien...

  5. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 05:38

    Zur griechischen, scheinbar endlosen Fortsetzungsgeschichte:
    beim lügen und betrügen gehören immer zwei Partner dazu: die einen, welche dies gut beherrschen und die anderen, welche dies alles immer akzeptieren. Daher trägt der Rest von Europa eine Mitsschuld an der ganzen Misere.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 13:15

    Zum Thema EU und warum dieses künstliche Gebilde nicht funktionieren kann, drängen sich mir drei Vergleiche auf, deren Verwirklichung als Dauerform nicht überlebensfähig sind:

    1.) Eine (angestrebte) Monokultur anstatt der bisherigen Artenvielfalt*
    2.) Eine WG=Wohngemeinschaft
    3.) Die Gruppenarbeit in der Schule

    ad 1: Die Folge ist der völlige Zusammenbruch des Ökosystems
    ad 2: Keiner fühlt sich verantwortlich, jeder ist sich selbst der Nächste
    ad 3: Die Gescheiten und Fleißigen machen die ganze Arbeit, die Faulen und Dummen leben in der Illusion, zum guten Resultat kräftig beigetragen zu haben

    * Weshalb will man unbedingt die wunderbare Vielfalt der organisch gewachsenen europäischen Nationen zu einem Einheitsbrei machen? Wem ist ersteres so ein Dorn im Auge?

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2012 08:18

    Das erinnert mich an den Milchwirtschaftsfond!
    Als der Milchwirtschftsfond mitte 1990 iger Jahre aufgelöst wurde, erhob der Chef Wey woder das Glas Hochriegl-Sekt und sagte: "Liebe Mitarbeiter, es gibt weiterhin genug Arbeit für uns, jeder wird gebraucht, ab sofort sind wir die AMA!"
    Kann es sein, daß in Österreich auch so manches entgleist ist?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2012 00:57

    Herr Unterberger tut immer so, als sei dies alles einer Anhäufung individuellen Fehlverhaltens in den einzelenen Staaten zuzuschreiben. Drei Viertel des Forums ist sich aber recht sicher darin, dass es diese "Hidden Agenda" Richtung NWO gibt - also vorerst einmal ein leicht zu steuernder europäischer Einheitsstaat geschaffen wird, koste es, was es wolle. Wer die strippenziehende Elite sein mag, die hier werkt, ist zunächst zweitrangig.

    Was mich nun wundert. Warum ignoriert der auch von mir sehr verehrte Herr Unterberger diesen mittlerweile nicht mehr zu ignorierenden, plausiblen Erklärungsansatz völlig?


alle Kommentare

  1. Tatiana (kein Partner)
  2. Aymane (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:20

    Well put, sir, well put. I'll cealtinry make note of that.

  3. Anastasia (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:15

    Thanky Thanky for all this good intaomrfion!

  4. Kevin (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:19

    I'm so glad that the inenertt allows free info like this!

  5. cmh (kein Partner)
    09. Juli 2012 11:17

    Wenn das mit dem ESM schiefgehen sollte:

    Dann brennt die Republik!

    (c) irgendein Dumpfroter Gewerkschafter.
    Sorry, aber der Kalauer musste jetzt sein.

  6. AppolloniO (kein Partner)
    08. Juli 2012 11:47

    man mag es ja kaum glauben, aber warum konnte sich Griechenland überhaupt sooo hoch verschulden? Bingo, der damals durch den Euro gesicherte, niedrige Zinssatz war`s. Zu marktkonformen Zinsen hätte GR die Schuldenaufnahme schon viel früher einbremsen müssen!

    Und daraus lernen!(!!!) unsere Staatenlenker: wir vergemeinschaften die Schulden der Verprasser, damit die armen nicht so hohe Zinsen am Markt bezahlen müssen - und weiterprassen können.

    Als Durschnittsmensch möchte man aus der Haut fahren - aber das hülfe auch nix

  7. Torres (kein Partner)
    08. Juli 2012 11:43

    "... mit seinen Mitarbeiter angestoßen ..." - Vielleicht sollte Unterberger öfters seine ehemalige Zeitung lesen: Gerade gestern in der "Presse" schrieb Engelbert Washietl von einer häufigen "Dativ-n-Phobie". Beweis: siehe oben.

  8. ESM (kein Partner)
    08. Juli 2012 01:19

    .
    ESM = Europäischer-Sozialisten-Murks

  9. Gasthörer (kein Partner)
    08. Juli 2012 00:57

    Herr Unterberger tut immer so, als sei dies alles einer Anhäufung individuellen Fehlverhaltens in den einzelenen Staaten zuzuschreiben. Drei Viertel des Forums ist sich aber recht sicher darin, dass es diese "Hidden Agenda" Richtung NWO gibt - also vorerst einmal ein leicht zu steuernder europäischer Einheitsstaat geschaffen wird, koste es, was es wolle. Wer die strippenziehende Elite sein mag, die hier werkt, ist zunächst zweitrangig.

    Was mich nun wundert. Warum ignoriert der auch von mir sehr verehrte Herr Unterberger diesen mittlerweile nicht mehr zu ignorierenden, plausiblen Erklärungsansatz völlig?

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juli 2012 09:29

      Selbsterhaltungstrieb?

    • Freak77
      08. Juli 2012 14:23

      Auch Dr. Unterberger muss aufpassen dass er sich nicht zu weit vorwagt wo es keinen Ausweg mehr gibt: Also richtig - das hat viel mit Selbsterhaltungstrieb zu tun!!

      - Ein Journalist, muss genau darauf achten dass das was er schreibt sich auch beweisen lässt.

      - Ein Journalist, auch wenn er Meinungen vertritt, muss nicht seine gesamte Weltanschauung oder religiöse Überzeugungen öffentlich auf den Tisch legen.

      - Gerade ein konservativ-wirtschaftsliberal-eingestellter Journalist muss - wenn er sich den kleinsten Schnitzer leistet - damit rechnen, lächerlich gemacht zu werden, unmöglich gemacht zu werden, mit Klagen, auch Ehrenbeleidigungsklagen eingedeckt zu werden.

      - Die Linken haben in der Vergangenheit öfters schon gezeigt: Sie gehen gegen unliebsame Menschen auch ganz persönlich - persönliche Bereiche betreffend, die Familie betreffend, die Firma betreffend - brutal vor. Das kann vernichtungs-ähnliche Züge habe.

      - Dr. Unterberger wurde schon zweimal aus wichtigen Medien hinausgemobbt, er hat nicht nur liebe Freunde in unserem Land .....

    • Susanna (kein Partner)
      08. Juli 2012 17:55

      Was ist mit NWO gemeint?

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juli 2012 18:42

      Neue Welt-Ordnung, engl. new world order, auf alle Fälle die niederträchtigste Anstrengung zur Beseitung der Demokratien auf diesem Globus.

      "No way out" wäre eine zu resignative Interpretation dafür.
      "Nur wechselnde Oberhäupter" helfen uns da aus der Patsche.

      Das Hemd ist auch unseren Kollaboranten in der Politik näher als der Rock.
      Ergo: Rettet die Demokratie, auch wenn sie ihre Schwachstellen hat.
      Aber derartige Mankos sind leichter aus der Welt zu schaffen als eine gierige Plutokratie.
      Man muss nur wollen.

  10. Brigitte Imb
    07. Juli 2012 16:04

    Der Begriff SOLIDARITÄT und somit seine Bedeutung, wird von den Eurokraten einfach mißbraucht.

    Die Griechen haben NICHTS weitergebracht und es wird immer schwieriger das Geld aufzubringen - mit ein Grund um die Belange von den Bürgern zu entkoppeln.
    Die Völker müssen endlich gegen diese Umverteilung aufstehen, und müssen festhalten, dass sie nicht mehr bereit sind für die Sünden der anderen geradezustehen.

    • M.S.
      07. Juli 2012 18:04

      @Brigitte Imb

      *******************

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juli 2012 10:43

      Niemand kann zu wahrer Solidarität gezwungen werden, überdies muss das Objekt ehrlicher Solidarität überschaubar sein.

      Wer mit der ganzen Welt "solidarisch" zu sein vorgibt, hat unlautere Nebenabsichten.

  11. Undine
    07. Juli 2012 13:15

    Zum Thema EU und warum dieses künstliche Gebilde nicht funktionieren kann, drängen sich mir drei Vergleiche auf, deren Verwirklichung als Dauerform nicht überlebensfähig sind:

    1.) Eine (angestrebte) Monokultur anstatt der bisherigen Artenvielfalt*
    2.) Eine WG=Wohngemeinschaft
    3.) Die Gruppenarbeit in der Schule

    ad 1: Die Folge ist der völlige Zusammenbruch des Ökosystems
    ad 2: Keiner fühlt sich verantwortlich, jeder ist sich selbst der Nächste
    ad 3: Die Gescheiten und Fleißigen machen die ganze Arbeit, die Faulen und Dummen leben in der Illusion, zum guten Resultat kräftig beigetragen zu haben

    * Weshalb will man unbedingt die wunderbare Vielfalt der organisch gewachsenen europäischen Nationen zu einem Einheitsbrei machen? Wem ist ersteres so ein Dorn im Auge?

    • brechstange
    • Josef Maierhofer
      07. Juli 2012 15:14

      @ Undine

      Dem linken Heuschreckenschwarm ist es ein Dorn im Auge, denn anders könnte man nicht anonym (im Rudel) kahlfressen.

      Bloß, wenn nach dem Kahlfrass alles kahl ist, dann droht Ungemach, nein nicht den Linken, den Fleißigen nämlich, die eventuell noch was haben.

    • M.S.
      07. Juli 2012 18:10

      @Undine

      **************
      zu 2. Nur unsere Politgenies sind ja soooo solidarisch!

    • Beantworter (kein Partner)
      08. Juli 2012 00:44

      "* Weshalb will man unbedingt die wunderbare Vielfalt der organisch gewachsenen europäischen Nationen zu einem Einheitsbrei machen? Wem ist ersteres so ein Dorn im Auge"

      Liebe Frau Undine. Hier habe ich eine Antwort, die leider gar nicht wahr sein kann, da denkunmöglich, aber sehen sie es sich selbst an. In einer Minute ist alles erklärt:

      http://www.youtube.com/watch?v=JEA96OENj2k

  12. M.S.
    07. Juli 2012 12:04

    Gestern lief um 20 Uhr 15 auf 3SAT eine sehr interessante Dokumentation unter dem Titel "Die Welt auf Pump- Reissen uns die Schulden in den Abgrund".
    Es zahlt sich aus, sich diese Sendung noch anzuschauen. Sie ist im Internet noch abrufbar. Unsere Aussichten sind demnach deprimierend.
    Deprimierend ist auch die kaum bis nicht vorhandene Berichterstattung des ORF über die aktuellen Ereignisse zur Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Nachrichten des ORF (z.B. Freitag 20 Uhr 15): 5 Minuten Verurteilung Scheuchs, etwa sechs Minuten Bericht über Befindlichkeiten Obamas im Wahlkampf mit Verbindung zum ORF-Korrespondenten in den USA, kein Wort über die Erklärungen Finnlands zum ESM, kein Wort über die Grünnen, die mit FPÖ und BZÖ über die Klage beim Verfassungsgerichtshof zum Fiskalpakt verhandeln wollen.
    In ganz Europa sind die Nachrichten voll über die EURO-Krise, aber bei uns ......

  13. Herby
    07. Juli 2012 11:55

    Die Europaspezialistin vom Kurier, Frau Dr. Margarethe Kopeinig:

    http://kurier.at/nachrichten/4502695-euro-chef-geruechte-um-faymann.php

    Unser Werner Faymann ist für ein hohes Euro-Amt im Gespräch. Er weiß wie man sich richtig verhält: nicht klar 'nein' sagen und die Aufmerksamkeit von sich nobel weglenken - so hält man sich alle Optionen offen. Faymann weiß halt was Polit-Taktik ist.

  14. eudaimon
    07. Juli 2012 11:08

    Solange die passive Mehrheit gefüttert wird passiert dieser untreuen Politik
    gegenüber Land und Leute nix - der Gier der sog.kleinen Leute wird medial und
    real weltweit Rechnung getragen und wenn es sein muß auch mittels Menschenopfer("siehe arabischer Frühling")!
    Auch bei uns(solange das man so noch sagen kann)wird es nach der nächsten wahl ein "Frühlingserwachen "geben ,aber ohne Rettungsschirm der EU,weil
    unser Politikergesindel schon nachdenkt,wie man Privateigentum staatlich
    sozialisieren kann ohne dass die "kleinen Leute" das Vertrauen in ihre Institutionen wie Partei,ÖGB ,AK und Bünde verlieren - die Medien sind mit allen
    Wassern(Geld)geschmiert und sind wie immer zu jeder Schandtat bereit -
    Gewissen?-Nein Danke-lieber Verfolgung von Andersdenkenden mittel einer
    gut geölten Justiz!!
    Gute Nacht Österreich..........

  15. Herby
    07. Juli 2012 10:55

    Ich habe gestern im Internet interessante Gedanken zu dem Thema entdeckt, warum dieses von Dr. Unterberger oben erwähnte ‚Perpetuum mobile’ ins Laufen gebraucht wurde und worauf es hinauslaufen wird:

    hidden agenda?
    Auch wenn man kein Verschwörungstheoretiker ist, muss man mittlerweile das Argument, dass hinter dieser Reihe von gebrochenen Versprechen eine "hidden agenda" liegt, ernst nehmen.

    Eine hidden agenda, die mittels einer "permanent crisis" eine europäische Zentralregierung herbeiführt, welche nicht mehr von nationalen Bevölkerungen, Wahlen und/oder Volksabstimmungen abhängig ist.
    (und welche dies mit Hilfe einer ideologisch versierten Presse als "Überwindung des Nationalismus" feiern lässt).

    Und wissen Sie, was am Ende stehen wird?

    Der Türkei-Beitritt.

    Dieser wird von einer Zentralregierung/behörde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion herbeigeführt werden, wobei man den Europäern einreden wird, dass dies - aufgrund der "wirtschaftlichen Dynamik der Türkei" - jetzt, sofort absolut notwendig ist, denn sonst, siehe oben, bräche die absolute, totale, unendliche Krise aus....

    Für Volksabstimmungen und ähnliche Störungen habe man jetzt leider, leider wirklich keine Zeit mehr…..

    Ich hoffe, mich zu irren.

    ~~~~~~~~~~~~~

    Quelle: http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/1262742/Das-Recht-geht-nicht-vom-Volk-aus-sondern-von-der ; im Meinungsforum dazu: „Gast: WFL“ am 6.7.2012 um 9:47 Uhr

    • machmuss verschiebnix
      07. Juli 2012 12:15


      Ich traue es den EU-Staatenlenkern einfach nicht zu, daß "hinter dieser Reihe
      von gebrochenen Versprechen eine 'hidden agenda' liegt".


      Es wird schlichtweg so sein, daß diese Herrschaften nicht agieren, sondern
      nur reagieren - und dann auch nicht auf die wirklich dringlichen Probleme,
      sondern auf jene Seite, welche den größten Druck zu machen versteht.

      Die EU in der jetzigen Form hat gar nicht (mehr) das Zeug dazu, mehr zu sein
      als ein Zahl-Sklave für sozialistische Schulden-Junkies, drum MÜSSEN sich
      eben die europäischen Netto-Zahler-Staaten zusammen-rotten auf eine
      neuartige kern-europäische Lösung.

      Wie groß ist die Notwendigkeit eines Verbundes europäischer Kern-Staaten ?

      Es MUSS einen gemeinsamen Repräsentanten und gemeinsame Finanzen geben !
      Nur ein gemeinsamer Markt unter EINER Direktive kann genug Standfestigkeit
      und die nötigen Volumina aufbringen, die keiner der big Player freiwillig
      links liegen läßt - die es auch nicht nötig hat, sich erpressen zu lassen !

      Ein einzelner Staat - sogar Deutschland - wäre gezwungen, ständig hinterher
      zu hecheln und ständig irgendwelche unsäglichen Kompromisse einzugehen
      (siehe Erpressung v. A.Merkel durch die Süd-Europäer).

      ES HERRSCHT WIRTSCHAFTS-KRIEG: borsatile Finanwelt gegen Real-Wirtshaft (!)

      Man sollte davon ausgehen, daß etwas „Bundesstaat Europa“-artiges spätestens
      dann sowieso kommen wird, wenn's nicht mehr anders geht, weil ALLE pleite sind.

      Dann wird es aber nicht auf freiwilliger Basis sein, mit A. Merkel als
      "Prügel-Mädel", sondern dann kommt wieder irgendein "revolutionärer"
      Rattenfänger (diesmal sehr wahrscheinlich von Links).

      Wär's da nicht unendlich viel g'scheiter, sich gleich JETZT auf vernünftige
      und freiwillge Weise die Weichen zu stellen, hin auf ein kern-europäisches
      Leitsystem mit effizienter Verwaltung ?

      .

    • Undine
      07. Juli 2012 21:10

      @Herby

      *********!

      Hoffentlich behalten Sie nicht Recht!
      Wollen wir denn wirklich Länder wie Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Iran, Irak,Syrien---alles Krisengebiete!---an den EU-Außengrenzen haben?

  16. machmuss verschiebnix
    07. Juli 2012 10:55

    Unverständlich aber absehbar, daß der Hilfspackete-Versand weiterläuft

    Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, daß die Zahler-Nationen es drauf
    anlegen, solange zu "helfen" bis auch sie selber umkippen, um nachher auch
    den eigenen Schuldenberg den Griechen anlasten zu können.

    Wie sonst wäre es erklärbar, daß all die Experten nicht erkennen,
    SO KANN ES NICHT funktionieren !

    Bei uns in Österreich hat der Schulden-Staat bislang noch den Vorteil, daß
    die Österreicher einfach zu "gut funktionieren", aber von Staatsreformen
    sind wir mindestens so weit entfernt, wie die Griechen

    .

  17. HDW
    07. Juli 2012 10:54

    Richtig! Aber was heißt eigentlich Kommunismus? Heißt eben "Alles gehört allen". Halt nicht nur die Villen in Pötzleinsdorf sondern auch die Schulden!

  18. Josef Maierhofer
    07. Juli 2012 10:18

    'Taktik'

    Von meinem griechischen Freund weiß ich, was griechische Taktik ist. So hat man EU-Aufnahmekriterien gefälscht, Euro-Aufnahme gefälscht, Jahrzehnte lang in Saus und Braus gelebt, die Arbeit aus dem Land gejagt, Kredite genommen und jetzt halt wieder Hinhaltetaktik, um noch immer Geld zu bekommen.

    Solange Geld gegeben wird, wird es genommen.

    Erst, wenn kein Geld gegeben wird, dann wird man sich selbst besinnen und selbst an die Arbeit gehen müssen, wie es tausende Jahre lang vorher auch mit Erfolg der Fall war.

    Geld verdirbt die Welt.

  19. brechstange
    07. Juli 2012 10:18

    Die brauchen nur unser Geld, aber keine Eingriffe in hoheitliche Tätigkeiten, die Griechen. Der Gröhe, CDU-MdB, hat es bei Anne Will noch groß angekündigt. So kann man sich irren, einzuordnen unter Realitätsverweigerung der Politiker.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/medienbericht-keine-deutschen-finanzbeamten-fuer-griechenland/6846250.html

    • logiker2
      07. Juli 2012 10:30

      und Österreichs Regierung gibt das Geld und beschließt auch Eingriffe in zutiefst staatliche hoheitliche Aufgaben. Wer soll das noch versteh`n ?

    • Herby
      07. Juli 2012 11:15

      @ brechstange

      Scheinbar nur eine Kleinigkeit, nur ein paar unscheinbare Zeitungsartikel, ABER: das sagt doch ALLES aus!

      Sicher sind die Griechen ein stolzes Volk, aber so kann's nicht gehen. Man will helfen, und die Griechen zieren sich. Das beweist u. a. auch dass die E.U. keinen Mentalitätswandel in all den Jahrzehnten (GR: 31 Jahre Mitgliedschaft) gebracht hat.

      Geistig, in unseren Köpfen sind die nationalen Barrieren um nichts kleiner als vor der EU!

      Scheinbar sind auch jetzt die Griechen noch immer nicht interessiert daran einen funktionierenden Staat zu haben.

      Leider hat die Geschichte gezeigt: Griechenland hatte zwar schon etliche Staatspleiten, aber noch nie einen funktionierenden Staat, der auf eigenen Beinen stehen kann - es ist so traurig: ein Ende ist auch jetzt beim besten Willen nicht abzusehen.

    • Undine
      07. Juli 2012 13:31

      @Herby

      "Das beweist u. a. auch dass die E.U. keinen Mentalitätswandel in all den Jahrzehnten (GR: 31 Jahre Mitgliedschaft) gebracht hat."

      Dafür haben die Bemühungen, einen Mentalitätswandel zu erzwingen, erstaunliche "Erfolge" erzielt: Die Gehirnwäsche, die man nach dem Krieg den Deutschen und uns Österreichern verpaßt hatte.
      Eine der vielen Folgen davon ist, daß wir schön langsam aussterben werden, weil z. B. das uns eingetrichterte Bewußtsein, das Töten ungeborenen Lebens sei---im Gegensatz zu vorher--- kein legalisierter Mord, sondern nicht mehr Eingriff in das Leben einer Frau als ein Haarschnitt.

    • Herby
      07. Juli 2012 16:28

      @ Undine
      Ich gebe Ihnen in Ihrer Meinung völlig recht und will noch etwas ergänzen das ich hier noch nie gepostet habe, ich meine es völlig ernst:

      In Bezug darauf, dass die Österreicher aussterben könnten:

      Eine Methode die sicher die Anzahl der geborenen Kinder erhöhen würde wäre sicher dass großangelegte Werbeaktionen für's Kinderkriegen veranstaltet werden. Konkret: Plakatwerbung, Fernseh- u. Rundfunkspots und Inserate in den Printmedien.

      Die nötige Zielrichtung: "Es ist modern, cool, ist eine positive Herausforderung, hilft bei der Persönlichkeitsentwicklung, gibt dem Leben Inhalt und Sinn und alle nur erdenklichen positiven Attribute die zum Thema passen: Kinder zu erzeugen, auf die Welt zu bringen und großzuziehen".

      Die Rolle einer Mutter und eines Vaters müsste durch eine solche Werbung so positiv wie nur möglich herausgestrichen werden: Imageverbesserung, Imageanhebung.

      Finanzieren müsste eine solche Werbeaktion vor allem die Bundesregierung und sollte sich dabei Werbepartner und Sponsoren ins Boot holen, z.B. Milupa u. ä.

      Weiters sollte sich die Regierung Maßnahmen überlegen, den vielen jüngeren u. älteren Singles in Ö., Menschen die keinen passenden Partner finden, zu helfen bei der Partnersuche. Und wenn es nur Broschüren oder Beratungen sind, bei guten Willen lässt sich da gewiss viel machen.

      Ich bin davon überzeugt dass es anders nicht gehen wird, die Geburtenrate wieder ansteigen zu lassen. Die Menschen habe zu viele andere Dinge im Kopf da sollte auch das Thema "Reproduktion" wieder in die Köpfe hinein.

      Beispiel eines Werbeplakats: http://static1.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/7/4/7/2519015/hirter726.jpg (da müsste es statt ums Biertrinken um die Reproduktion gehen... )

      Dass die Linken dagegen argumentieren werden ist erwartbar: Argument "Mutterkreuz wie im 3. Reich", "Einmischung des Staats in Privatangelegenheiten" usw. da lässt sich aber gut dagegen argumentieren.

    • Undine
      07. Juli 2012 20:57

      @Herby

      Es freut mich sehr, daß Sie sich so viele konkrete Gedanken machen, wie man die eingeschlafene Reproduktionsfreudigkeit der Österreicher ankurbeln könnte.

      Eine ganz besonders üble Rolle spielen ja Film und Fernsehen: Es gibt---so wird's uns jedenfalls vorgegaukelt---nur heillos zerstrittene Familien mit allem Drum und Dran. Film und Fernsehen hätten es in der Hand, eine Umkehr zu bewirken, davon bin ich auch felsenfest überzeugt.

      Allerdings machen da die "Filmemacher", die ja von der Politik abhängig sind, nicht mit! Film und Fernsehen (und die staatlichen Subventionen!) und alles, was damit zusammenhängt, ist dem linken Mainstream sklavisch untergeordnet.

      Die Schmähreden, sollte es je einen Film geben, in dem der ganz normalen, intakten Familie das Interesse gälte, kann man sich lebhaft vorstellen; die Nazikeule würde als erstes Instrument ausgepackt, Mutterkreuz, Heile-Welt-Spöttereien noch und noch, dann eine strohdumme KKP, die ganz genau weiß, daß es die gut funktionierende Familie nicht gibt und nie gegeben hat. Woher sie diese "Gewißheit", die sie genüßlich weiterverbreitet, bezieht, muß sie nicht nachweisen.

      Und so wird weiter und weiter dafür geworben, daß Frauen nur glücklich sein können, wenn sie ihr eigenes Kind so früh wie möglich wildfremden Menschen überlassen und---so sie etwa (studierte!) Hort- oder Kindergartentanten sein sollten, sich von früh bis spät tagaus, tagein ebenfalls ihnen völlig fremden Kindern widmen sollen. Das freut die Linken. Sich den EIGENEN Kindern zu widmen ist "gaga".

      Ich erinnere mich noch gut, als mein Sohn seinen ersten frischgeborenen Neffen beglückt betrachtete mit den Worten: "Und so etwas Liebes hätte abgetrieben werden können, ein schrecklicher Gedanke!"

      Sie schreiben---und das wäre auch in meinen Augen die einzige Möglichkeit, ein Umdenken zu erreichen:

      "Die Rolle einer Mutter und eines Vaters müsste durch eine solche Werbung so positiv wie nur möglich herausgestrichen werden: Imageverbesserung, Imageanhebung.
      Finanzieren müsste eine solche Werbeaktion vor allem die Bundesregierung und sollte sich dabei Werbepartner und Sponsoren ins Boot holen, z.B. Milupa u. ä."

      Vielleicht gibt's einmal ein Umdenken, bevor es zu spät ist.

  20. Wolfgang Bauer
    07. Juli 2012 10:08

    Neues Geld für Griechenland? Damit die mafiöse Politikerschicht weiter ihre eigenen Steuerhinterziehungen im Windschatten jener der Reichen und Schönen vor Zugriff schützen kann? Das ist eine verbrecherische Organisation, die wir da füttern. Die gehört vor ein internationaler Strafgericht.

    Die einfachen Leute verkommen inzwischen, das ist der Nomenklatura völlig egal. Ist ja auch das Problem der EU, der guten Menschen in Deitschland und Österreich, die ihre Nazischuld abtragen müssen.

    Wiedergutmachung exklusiv an Politiker und Reederfamilien...

  21. schreyvogel
    07. Juli 2012 10:06

    Was nützen all die Vorgaben und Bedingungen, wenn sie beim Volk keine Akzeptanz finden und nur zu gewaltigen Linksrucken bei der nächsten Wahl finden.

    Entweder man gibt bedingungslos a fonds perdu, oder man lässt die chose ihren Lauf gehen!

    Ich plädiere für zweiteres!

  22. Wolfgang Bauer
    07. Juli 2012 09:58

    Wo die "Fantastilliarden" (@ Franz Anton) Schuldenberge sind? Auf den Sparkonten der Bürger, die sich vorgaukeln lassen, dass sie noch Vermögen haben und dass wir dadurch ein reiches Land sind.. Da haben die Spätentwickler von Attac, die die Buchhaltung entdeckt haben, schon recht mit ihrer großartigen "neuen" Erkenntnis: Jeder Schuldenposition steht zwangsläufig eine Vermögensposition gegenüber.

    So wird also dem Volk ein Wohlstand und eine Alterssicherung vorgegaukelt, die es nicht mehr gibt, weil sie von einer verantwortungslosen Politiker- und Kämmererklasse längst verputzt worden ist. Für "Investitionen" in die Zukunft - der jeweils eigenen Partei und eigenen Posten. Und Hundsdorfer von der Gewerkschaft sieht keinen Grund zur Beunruhigung. Weil er das Chaos dann 1. Reihe fußfrei anschaut mit seiner Politikerpension. Und schuld sind sowieso die Schwarzblauen Neoliberalen.

    Trotzdem soll ja jetzt der Vorrang der Politik über die Wirtschaft errungen werden. Damit diese - nachdem der Staat kein zusätzliches Geld mehr bekommt und als Melkkuh langsam ausfällt - auch noch endlich ausgesaugt und damit ruiniert werden kann. Wenn das Parlament renoviert sein wird, kann man ja endlich wieder sicher auf den Allerwertesten sitzen.

  23. Wertkonservativer
    07. Juli 2012 09:43

    o.t (aber doch nicht so ganz!):

    wie weiland Harun al Raschid mengte ich mich in den vergangenen Wochen und Monaten unter das Volk, um ihm - bei allem Respekt - ein wenig aufs Maul zu schauen.

    Nun, derzeit ist Urlaubszeit, die Gedanken sind eher am blauen Meer, in den Bergen oder sonstwo, möglichst weit weg von den individuellen Sorgen und Problemen.

    Und doch: bei meinen investigativen Rundgängen konnte ich eigentlich wenig Politfrust, Politikerverachtungs-Töne und Zustimmungs-Erklärungen zu Oppositions-Klugschei....ereien vernehmen! Den Leuten ist die Politik insgesamt ziemlich wurscht, die diversen Sommerfesteln, Grillabende, der Urlaub, der nächste schicke Wagen;
    die Jugendlichen bekommen das letzte Smartphone, gehen auf Uni-Trimester nach USA oder sonstwohin!

    Alles wichtiger für die Leute, als die Volksbeglückungstiraden des Herrn Strohsack, und (bitte allseits um Verzeihung!) die Thesen des Herrn Sarrazin, der ja wirklich nur wenigen "Eingeweihten" bekannt und wichtig ist.

    Da müsste ja wirklich etliches Ungemach (hoffentlich nicht!) über uns und unser Volk kommen, um dieses zu repolitisieren und in ein anders Politfahrwasser zu bugsieren.
    Die derzeitigen Alternativen (Blau/Orange, Stronach, Piraten u.a.) werden es kaum zustandebringen, die Österreicher "zu neuen Ufern" zu führen!
    Zu viele Bauchredner, zu wenig Persönlichkeit, kaum klare Ziele!

    Was ist für unser Land realistisch?
    Drei annähernd gleichstarke Parteien, wechselseitige Polit-Partnerschaften bzw. Koalitionen, so wirds wohl kommen!
    Das sagen mir meine jahrzehntelangen Erfahrungen im Studium des "homo austriacus".

    Alles, nur - bitte - keine Revolutionen! Des mögen wir nun amal net!

    Einen schönen Gruß allseits vom "genesenden" Wertkonservativen!

    (mail toi: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      07. Juli 2012 10:14

      @ Wertkonservativer

      Genau das kommende Ungemach, dass diese Kreditidylle platzt, genau das ist es was die denkenden Menschen sehen, es gibt allzuviel Oberflächlichkeit, Gedankenlosigkeit, bis hin zur Verantwortungslosigkeit. Es geht uns ja so gut auf Kredit. In diesen linken Chorgesang stimmen Sie ein, fast wie 'Heimat großer TöchterInnen' ...

      Da dann beim Ungemach das Verständnis fehlen wird, wird es Probleme geben wie in Griechenland, denn bald sind die notwendigen Billionen so viel, dass sie niemand mehr solidarisch 'besorgen' kann.

      Der Traum, die jetzige Parteienlandschaft (sprich die Pfründe) zu erhalten, ist scheinbar auch Ihrer.

      Aber so geht es nicht mehr weiter, jede Familie mit 2 Kindern in Österreich hat bereits Staatschulden in der Höhe von 160 000,- Euro und zusätzlich noch uneintreibbare (sehr wahrscheinlich) Staatshaftungen von etwa 80 000,- Euro zusätzlich. Ja, solange es uns gut geht, geht uns diese Lüge nichts an ...

      Genau dieser linkslastige Gesang, es geht und ja so gut, hat das alles bewirkt und ich wünsch Ihnen nicht, dass Sie das unmittelbar erleben müssen, was dann alles passiert, wenn Ungemach angebrochen sein wird.

      Ich kann auch nicht mehr als mahnen und texten dazu, denn, wie ich hier sehe, beweisen gerade Sie hier, wie linkslastig die ÖVP Gedanken geworden sind, ja solange Milch und Honig (auf Kredit) fliesst ...

      Früher einmal gabe es dort staatstragende Verantwortung, Aufruf zum Sparen, zum Fleiß, etc., heute geht es und ja so 'gut', mir wird schlecht dabei, ganz ehrlich.

    • Alexander Renneberg
      07. Juli 2012 10:39

      naja wenn herr sarrazin mit 1,5 mio verkauften büchern nur wenigen bekannt ist, was ist dann mit dem spindelegger? der hat bisher noch garnichts zusammen gebracht.
      außer einer lauen parteikarriere.

    • inside
      07. Juli 2012 11:44

      Sarrazin... unbekannt...?
      Jetzt wird's peinlich!

    • Cotopaxi
      07. Juli 2012 11:56

      @ WK

      Die Art und Weise wie Sie den erfolgreichen Österreicher Stronach immer wieder verunglimpfen, enttäuscht mich.
      Sie stellen sich damit auf eine Stufe mit der DittelbacherIn und der linken Medienmeute.

      Aber dass die Schwarzen wad'lbeißerische Anpinkler und Neider sind, ist ja mittlerweile bekannt.

    • Wertkonservativer
      07. Juli 2012 13:20

      Also, bitte, Renneberg, mir ist Herr Sarrazin schon bekannt, doch frag' mal im Volk nach, dann wirst du bald erkennen, dass da weitgehende Unkenntnis vorherrscht.

      Und, bitte, Cotopaxi, nichts gegen Herrn Stronach: der hat schon seine Meriten (ich habe seinen Firmen schon einiges Material verkauft); von der Politik sollte er jedoch besser die Finger lassen! Nur ein guter Rat, sonst nichts!

    • Wolfgang Bauer
      07. Juli 2012 13:40

      Stronach vertritt alle Forderungen, die auch Verwaltungsreform-jetzt.at Unterstützer stellen. Also soll er aus meiner Sicht unbedingt in die Politik mit seinen Grund- und Ansätzen. Denn zum Reussieren gegen die Gewohnheitspolitik braucht man viel Geld. Diese Parteien wollen allein in der heißen Phase je 7 Millionen Euro von unserem Geld ausgeben. Wer kann da gegen alle zugleich und den ORF dagegenhalten ohne Wahnsinnsmittel?

      Die Piraten mit Stronach in einem Atemzug zu nennen - inklusive unschön gemeinter Bezugnahme auf seinen ursprünglichen Namen - ist eines seriösen Posters unwürdig. Eine Sommerentgleisung, meine ich.

    • Alexander Renneberg
      07. Juli 2012 13:43

      ja wertkonservativer, dann frag doch die leut vom volk mal nach dem spindelegger.

      und schau dir mal das an:

      http://www.profil.at/articles/1227/560/333767/umfrage-umfrage-geringe-chancen-oevp-wahlen-2013

      da könnte einem das heulen kommen! und sie machen nichts dagegen. garnichts. totale lethargie.

    • Wertkonservativer
      07. Juli 2012 15:02

      Also, werte Blogfreunde,

      in letzter Zeit habt Ihr Euch ja recht kritisch auf mich eingeschossen!
      Recht so, ich halt's aus!
      Aber - bitte - abgesehen von meinen etwas abschätzigen Bemerkungen zu den Herrrn Stronach und Sarrazin - was ist eigentlich gegen meine Einschätzung der nächsten politischen Entwicklung in Österreich zu sagen?

      Ich muss ja nicht unbedingt recht haben, doch meine ich weiterhin, dass wir auf ein System zusteuern, wo drei ziemlich gleichstarke Parten sich in wechselseitigen Koalitionen den Österreich-Kuchen aufteilen werden.
      Rot, Blau und Schwarz je 23 - 28 %, vielleicht noch ein Newcomer mit 6 - 8 %, that's my opinion!
      Keine Formation so schwach, dass sie dramatisch absackt, keine so stark, dass sie das Gesetz des Handelns übernehmen könnte!
      Große, staatsverändernde Reformen werden da wohl nicht drin sein, oder?

      Also bitte, lasst mich in meinem Glauben; ich akzeptier' ja auch Eure Mehrheits-Meinungen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      08. Juli 2012 12:23

      Ergänzung:

      habe die Grünen "vergessen"; die können mit 10-12% natürlich da und dort "das Zünglein an der Waage" spielen!

  24. Anton Volpini
    07. Juli 2012 08:18

    Das erinnert mich an den Milchwirtschaftsfond!
    Als der Milchwirtschftsfond mitte 1990 iger Jahre aufgelöst wurde, erhob der Chef Wey woder das Glas Hochriegl-Sekt und sagte: "Liebe Mitarbeiter, es gibt weiterhin genug Arbeit für uns, jeder wird gebraucht, ab sofort sind wir die AMA!"
    Kann es sein, daß in Österreich auch so manches entgleist ist?

    • brechstange
      07. Juli 2012 10:23

      *****

      und so versickerten und versickern Agrargelder in Bürokratie, in Flugaufnahmen und beim seligen Gaddafi, damit er Europa nicht mit Flüchtlingen überflutet und auch Golfplätzen, Swimmingpools, usw.

  25. FranzAnton
    07. Juli 2012 06:57

    Beim ESM liegt der Hase m.E. in folgendem Pfeffer:

    Die Marxisten und sonstigen Unverantwortlichen allerorts, namentlich auch bei uns, wollen ihre ursächliche Schuld am eigenverursachten, eigenstaatlichen Schuldenhorror ("Fantastilliarden" erscheint als einprägsames Synonym für die nirgendwo vorhandenen, nicht bedienbaren Schuldenbeträge) auf möglichst undurchblickbare Weise vor den Menschen verschleiern, um ihre verquere Ideologie nicht allzu rasch an die Realität anpassen zu müssen, was ruinösen (aber hochverdienten) Wählerstimmenverlust bedeutete.

    Die psychologisch beste Methode dafür ist es gewiß, alle Schuden zu vergemeinschaften (quasi zu "verkommunistizieren"), dann fällt im Schuldenozean der eigene Anteil nicht mehr so auf, und kreative Ausredenerfinder können sich austoben.
    Die EU eigent sich hervorragend dafür.

    Das Erkennen der eigenen Schuld böte aber die einzige Möglichkeit, das Ruder noch herumzureißen, den Menschen die Wahrheit zu sagen - sie ist ihnen zuzumuten - und die Abwärtsspirale in den unausweichlich scheinenden Wirtschaftskrach doch noch zu stoppen.

    Beten allein nützt nichts, man muß schon selber was tun, wie es etwa A.U. und Herr Wolfgang Bauer versuchen. Fataler Weise neigen aber allzu viele Menschen dazu, unangenehme Wahrheiten geistig auszublenden. Hat jemand eine "Königsidee"?
    Auf alle Fälle müßte eine Volksabstimmung über den ESM abgehalten werden.

    • Herby
      07. Juli 2012 11:06

      2013, in einem Jahr sind Nationalratswahlen, man wird sehen wie sich der Volkswille manifestieren wird.

      Durchaus möglich, dass es eine Minderheitsregierung geben wird oder dass Ö. für ein oder zwei Jahre unregierbar wird, weil eis Patt gibt. Schauen sie nach Belgien, dort war cirka eineinhalb Jahre keine echte Bundesregierung am Werk.

      Wenn es so labile politische Verhältnisse geben sollte in Ö. dann sind Bürgerinitiativen und Internet-Blogs sehr wichtig.

    • Torres (kein Partner)
      08. Juli 2012 11:49

      In diesem Zusammenhang sollte Faymann an seinen ominösen Brief an die Kronen-Zeitung (genauer: an deren Besitzer Hans Dichand) erinnert werden, wo er ja jede Menge Volksabstimmungen verspricht. Allerdings will Faymann von diesem Brief in letzter Zeit eher nichts mehr wissen.

  26. Observer
    07. Juli 2012 05:38

    Zur griechischen, scheinbar endlosen Fortsetzungsgeschichte:
    beim lügen und betrügen gehören immer zwei Partner dazu: die einen, welche dies gut beherrschen und die anderen, welche dies alles immer akzeptieren. Daher trägt der Rest von Europa eine Mitsschuld an der ganzen Misere.

  27. dssm
    07. Juli 2012 01:05

    Leider ist das Problem inzwischen unlösbar, außer durch radikalen Umbruch. Ein viel zu hoher Anteil am BIP kommt vom Staat. Wenn der Staat spart, geht das BIP in den Keller, damit die Steuern. Weder Griechenland, noch Spanien noch sonst wer kann sich retten, auch Österreich gehört längst zum 'Club Med' (Target II ist negativ); unser Kanzler hat sich auch schon geistig dem 'Süden' angeschlossen. Wir sind am Ende der Reise, begonnen mit dem Ende von Bretton Woods, weiter mit der sozialistischen Schuldenpolitik (ein paar Millionen Schulden sind mir lieber als EIN Arbeitsloser), weiter mit wirtschaftsfördernden Maßnahmen, weiter mit Gender-, Integrations-, Minderheitenmaßnahmen – wir sind pleite, nicht mehr, nicht weniger.
    Wir haben zu viel Beamte, zu viel Bürokratie, zu viele Akademiker, zu viele Pensionisten. Wir haben zu wenig Kinder, zu wenig Steuerzahler, zu wenig Gebildete, zu wenige Arbeiter, zu wenige Techniker. Genau genommen: Zu wenig Freiheit! Zu wenig individuelle Verantwortung!

    • knieriem
      07. Juli 2012 11:37

      'Leider ist das Problem inzwischen unlösbar, außer durch radikalen Umbruch'

      Keineswegs! Denn entweder wird das Problem durch einen "radikalen Umbruch" gelöst oder es löst sich von selbst. U.zw. indem der "EU-Norden" für die nächsten (ca.) 150 Jahre den "EU-Süden" so subventioniert wie bisher Griechenland bzw. Norditalien den italienischen (sprich mafiösen) Süden. Auf diese Art und Weise werden sich die Patrones, Landlords oder wie immer man sie bezeichnen möchte aus den reichlich (zu den Banken) fließenden Mitteln zu bedienen wissen und für den Rest wird sich die EU neben der Schulden-Union, Banken-Union und der "Rettungsunion" vielleicht noch eine "Sozial-Union" einfallen lassen, damit niemand verhungert.

      Womit das sozialistische(?) Verhaustierungsprogramm des Menschen dann abgeschlossen wäre. Und wahrscheinlich ist es dann ohnehin Zeit, an den nächsten "Paradigmenwechsel" bzw. an die nächste Zeitenwende zu denken.

  28. goldmarie
    07. Juli 2012 00:32

    Die nächste Tranche für die "entgleisten Griechen" steht in den Startlöchern.
    Für knapp 32 Milliarden hält die neue Regierung bereits die Hände auf, siehe auch:

    http://orf.at/#/stories/2129674/





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