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Die Reichen-Abgabe als neues Modegift

Die neueste Idee zur Milderung der europäischen Schuldenkrise klingt aufs erste durchaus plausibel. Sie ist auch in vielen Medien wohlgefällig aufgenommen worden: Es ist der Vorschlag einer Zwangsabgabe für reiche Bürger der Schuldenstaaten. Das scheint harmlos. Es trifft ja eh nur die Reichen; es geht eh nur um Griechen & Co; und es ist eh nur ein Kredit, muss also zurückgezahlt werden.

In Wahrheit jedoch sollte dieser von einem deutschen Wirtschaftsforscher ausgebrütete Plan sofort wieder in den Giftschrank absolut tödlicher Ideen versperrt werden.

  • Denn erstens hat die Politik die meisten Zwangsanleihen der Geschichte nie zurückgezahlt; sie hat ihre Raubzüge meist nur so getauft, um so den Widerstand zu reduzieren.
  • Denn zweitens trifft die vorgeschlagene Höhe von 250.000 Euro durchaus viele Menschen. Auf Grund des grundrechtlichen Gleichbehandlungszwangs kann es dabei nämlich nicht nur um Sparbücher und Aktien gehen, sondern muss auch Wohnungen, Häuser, Autos, Bilder, Schmuck und insbesondere jeden Unternehmenswert erfassen.
  • Denn drittens wird die durch die Gelddruckmaschinen angeheizte Inflation (die bei Immobilien oder Gold im Gegensatz zum Konsumentenindex schon üble Blasen bildet!) noch viel mehr Menschen zum Opfer machen, die sich derzeit noch weit weg von einem dreieinhalbfachen Schilling-Millionär wähnen.
  • Denn viertens unterscheiden sich Deutschland und Österreich in Wahrheit durch keinen echten Parameter mehr von Pleiteländern wie Spanien (das eine niedrigere Staatsschuldenquote hat!) oder Italien (das einen echten Primärüberschuss hat), sondern nur durch den noch vorhandenen Vertrauensvorschuss der Investoren. Aber diese werden erwachen, sobald in den heimischen Schuldenziffern die Milliardenkosten für die diversen Schuldenfonds auftauchen. Das heißt: Jedes Rezept, das scheinbar nur für andere Länder empfohlen wird, kann im Handumdrehen auch gegen deutsche und österreichische Bürger angewandt werden.
  • Denn fünftens wird man mit Zwangsabgaben auch künftig nicht die wirklichen Übeltäter treffen, wie etwa die ominösen griechischen Reeder: Die schaffen es nämlich am leichtesten, ihr Vermögen in sichere Drittländer zu transferieren. Wenn sie das nicht ohnedies schon längst getan haben.
  • Denn sechstens schadet schon die öffentliche Diskussion dieser skurrilen Idee enorm: Jeder Investor wird nun doppelt nachdenken, ob ihm in Deutschland oder Österreich nicht schwupps gleich wieder ein dickes Stück seiner Investition mit solchen Zwangsabgaben geraubt wird.
  • Und siebentens: Jede Möglichkeit, die den Staaten eingeräumt wird, sich noch mehr bei den Bürgern zu bedienen, nimmt den Druck von den Regierungen, endlich  bei sich selber zu sparen, zu deregulieren und privatisieren.

Kein Wunder, dass das deutsche Finanzministerium den Vorschlag sofort als „interessant“ bezeichnet hat, obwohl die Idee nur von einem einzigen Ökonomen kommt. Während die Regierung die Warnungen von 200 anderen, seriösen Ökonomen ignoriert.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 09:34

    Panik kommt auf.

    Und mit ihr die Panikideen der Kahlfressertruppe, da ist jede einschlägige 'Idee' willkommen.

    Statt an sich zu arbeiten, arbeitet man am anderen, am Fleißigen.

    Die allermeisten dieser Fleißigen haben die Gesetze geachtet, Disziplin geübt, waren fleißig, haben gespart, haben nicht über ihre Verhältnisse gelebt, haben alle Steuern und Abgaben (etwa 60 bis 90% ihrer Einnahmen) an die Gesellschaft abgeliefert und waren ein Plusposten, ja waren es. Ob sie es weiter sein können, das hängt von den 'lieben' Mitbürgern ab, versoffen, faul, gierig, neidisch, geizig, etc. schielen sie auf das Vermögen der 'Reichen', das diese in der überwiegenden Mehrzahl, trotzdem man sie vorher mit Abgaben geschröpft hat und diese für die Faulen, Unproduktiven, Schmarotzer, etc. einen hohen Prozentsatz des erwirtschafteten Gewinns gesetzesgemäß gegeben haben, trotzdem erarbeitet haben.

    Dass es so enorm viele undisziplinierte und Faule gibt liegt ebenfalls genau daran, dass man Geld 'gibt', statt Leistung und Eigenverantwortung verlangt.

    Klar, wie bei den Fischen im Teich, wirft man was hinein, so kommen sie geschwommen und fressen es gierig. Schuldscheine wurden hineingeworfen und gierig gefressen, nun sind sie einzulösen.

    Statt in sich zu gehen, geht man auf den anderen los.

    Ja, leider so steht es um die 'Idylle am Teich' in Wahrheit, blickt man den 'Ösis' und den anderen Europäern 'unter die Tuchent'.

    Sie werden sagen, da gäbe es noch mehr zu sagen, was sich da alles politisch und gesellschaftlich so 'unter der Tuchent' abspielt ... bei uns und anderswo, das Schuldenbarometer zeigt die Summe der Schandtaten und neuerdings die Haftungshöhen, die man nach den derzeitigen Aussichten ruhig zu den Schulden wird zählen dürfen.

    Politiker, die das gegen das Volk der Fleißigen tun, die Fleißigen sind ja inzwischen schon in der Minderheit, man hat ja genug intensiv 40 Jahre lang Faule herangezüchtet, die sind kurzsichtig und verantwortungslos und sägen den eigenen Ast ab, auf dem sie sitzen.

    Meine Damen und Herren Politiker !

    40 Jahre lang haben Sie die Arbeit vertrieben, Faule herangezüchtet, Faulheit gepredigt, Unnötiges beschlossen, Schulden gemacht und aufs Volk anschreiben lassen, Versprechungen für Schuldscheine gemacht, um wiedergewählt zu werden, nun wollen Sie die, die noch die einzigen hier verbliebenen Plusposten sind, auch noch abschlachten, deren Arbeit ächten lassen und sie ausrauben und zwangsenteignen.

    Denken Sie daran, was die Zukunft sein soll, nicht das Morgen und die nächsten 3 Wochen, nein, das Übermorgen und die nächsten Jahrzehnte.

    Sie sind, rückblickend betrachtet, die Versager, der Irrweg der letzten 40 Jahre mit ihren falschen Versprechungen, Lügen, Verheimlichungen, Manipulationen, mit Ihrer Korruption und Ihrer persönlichen Bereicherung, mit Ihrer Klientelpolitik und Ihrer Verweigerung der Wahrheit und der Fakten, mit Ihren Ablenkungsmanövern, etc., etc. und Sie haben das Volk ins Verderben geführt und wollen sich nun Ihrer letzten Chance der Umkehrmöglichkeit berauben, indem Sie die Fleißigen ächten, ausrauben, vertreiben und zu Kleinholz verarbeiten. Maximal politisches Kleingeld werden Sie dafür ernten und der Schaden wird unwiederbringlich und furchtbar.

    In die Zukunft betrachtet, Umkehr ist angesagt und Wahrheit, Neuanfang unter übelsten Bedingungen, in die Sie uns gebracht haben, Reformen sind angesagt, Verbesserung und Sparen ist angesagt, das Predigen der Tugenden ist angesagt und Fleiß ist zu loben, statt zu zerstören.

    Es ist dies, genauer betrachtet, auch Ihre einzige Chance, persönlich zu überleben.

    Üben Sie Ihr Mandat aus ! Oder treten Sie zurück !

  2. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 06:00

    Eine "gute" Methode, ein Land in jeder Hinsicht zu ruinieren, besteht darin, die erfolgreichen und sparsamen Menschen zu expropriieren; leider könnte diese Idee in der Bevölkerung auf positiven Widerhall stoßen, der Neidkomplex wirkt bekanntlich ubiquitär. Die Österreicher müsstend dahingehend informiert werden, daß dies die Unternehmer vertreiben vertreiben würde, was nur per Vergesellschaftung der Produktionsmittel zu beheben wäre; den "Erfolg" solcher Aktion kennt man aus der Erfahrung mit den kommunistischen Terrorstaaten.
    Für's Erste allerdings wären die budgetären Probleme - ein paar Wochen halt - gemildert; leider gäb's aber danach niemanden mehr, der noch zu enteignen wäre, womit der finale Staatscrash vollendet wäre.
    Die Marxisten als Bundeskanzlerpartei waren eben, seit Kreisky's Zeiten, also von Anfang an, zufolge ihres "rational nicht nachvollziehbaren" Ideologieunsinns, völlig ungeeigent, den Bundeskanzler zu stellen. Die Österreicher haben das, trotz des eindrücklichen nachbarkommunistischen Beispiels, nicht verstanden. Es kann ganz leicht sein, daß wir alle das schwerstens büßen werden müssen, weil die Vernünftigen die ganzen Narreteien nicht verhindert haben. Schüssel ist, ich könnte weinen, gescheitert.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHummel
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 10:22

    Wenn man mit EUR 250.000 Vermögen zu den obersten 8 % der Reichen gehört, dann gute Nacht !
    Jeder der sein Geld gespart hat und in ein Haus investiert hat, wird nun gnadenlos bestraft werden. Das alles hat System. Im Großen zahlen die sparsamen Staaten für die Pleitestaaten, im Kleinen die sparsamen Bürger für die faulen Bürger.
    Aber viel schlimmer finde ich noch, dass von unserer rot/grün/schwarzen Kommunistenpartei mit aller Gewalt versucht wird, an das bereits x fach besteuerte Vermögen der Normalbürger zu kommen. Um aber an das zu kommen, muss man erst einmal das Vermögen erfassen. Und dass kann nur über eine totale Offenlegung aller Vermögenswerte erfolgen. Man stelle sich vor, was das alleine für einen Verwaltungsaufwand erfordert. Wie das mit den permanenten Datenschutzbedenken unserer Linken zusammen passt, sei natürlich dahingestellt. Diejenigen, die wirklich reich sind, werden dann schon verständlicherweise über alle Berge sein. Warum soll man sich diese Schikanen überhaupt antun ? Warum soll man dann noch in Arbeitsplätze in Österreich investieren ? Die hetzenden Gewerkschaften und die Arbeiterkammer kapieren einfach nicht, dass dann auch kaum einer die Zwangsgebühren für die AK zahlen kann oder braucht. Doch Hr. Muhm hat ja noch genug andere Versorgungsjobs, um den brachen wir uns dann keine Sorgen machen, vielleicht wird er dann Vermögensinquisitor – das wäre der richte Job für solch eine Person.
    Inquisition und/oder Kommunismus – das ist die Frage !
    Freundschaft !

  4. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 08:09

    Das Ding ist nun da und wird auch kommen und zwar nur bei uns, in Deutschland und Österreich. Europa ist arm und kann nicht mehr belastet werden, Deutschland und sein österreichischer Wurmfortsatz aber sind reich und - vor allem - notorische Geschichtsverbrecher. Die Finalität der europäischen Einheit heißt: Die Deutschen zahlen alles. Monetär werden die Deutschen für alle Zeiten ihre Nationalität behalten, denn wie könnte man sie sonst als Zahler identifizieren. In allen nichtmonetären Angelegenheiten werden wir natürlich alle Brüder.
    Dass auch in Österreich die durch die EU modifizierte und verabsolutierte Nachkriegsordnung stabil bleibt, dafür sorgen schon unsere Spezialagenten der christlich-sozialistischen Internationale im Europäischen Parlament.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 07:42

    Aus den 200 Ökonomen sind inzwischen 250 geworden, die von der Regierung ignoriert werden, unser Felderer ist ja wieder ausgeschieden, weil ja nur irrtümlich auf die Liste gerutscht war.

    Die "Breitner-Steuer" (Wr. Stadtrat der Zwischenkriegszeit) wird ihr übriges tun und die Neidhammeln auf den Boden der Realität zurückholen, wenn inflationsbedingt alle zu zahlen haben. Vielleicht steht dann wieder einer bereit, der "einfache" Lösungen anbietet und die Hammeln folgen ihm.

    Daher denke ich, die Politiker machen es sich zu einfach, Schuldige für diverse Malaise zu suchen und dabei die kausale Wirkungskette nicht mitzubedenken.

  6. Ausgezeichneter KommentatorKomma
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 10:09

    Und morgen wird Frau Fekter bei einer Telefonkonferenz (!) einem 100 Milliarden-Paket für Spaniens Zocker-Banken beistimmen, bei dem Ö mit rund 3 Millarden Euro beteiligt ist ohne sicher zu sein, dass dafür der span. Staat haftet! (Siehe Memorandum of Understanding). Finnland ließ sich Sicherheiten überschreiben!

    Fiascher hat vorgestern die Knebelverträge unterschrieben, durch die wir auf ewig, unwiderruflich und unbeschränkt zu Schuldenknechten verdammt sind.

    Wie, Freunde, haben wir solche Verbrecher verdient? Liegt das an der Demokratie, der geistige und materielle Korruption inhärent ist? Dient sie der Spaltung des Volkes, damit es machtlos wird, ausgeliefert den Mafiosi in Parteien, Regierungen, Finanzwelt? Ist Demokratie nur Eyewash für Einfältige? Gibt es Wahlen nur deshalb, damit sich nichts ändern kann (Berthold Brecht)?

    Die Hoffnung, dass "das Volk" protestiert oder revoltiert ist lächerlich, es ist willenlos, lethargisch, es besteht aus den "vielen Nullen" (Grillparzer). Revolutionen gehen immer nur von Eliten aus, verschworenenen Gemeinschaften, Jakobinern, Kommunisten, Faschisten, Zionisten, CFR, Freimaurern etc. Meist ertrinken sie in Blutbädern.

    Auf was also hoffen? Auf geistige Erneuerung in Zeiten des Pluralismus und Relativismus? Nicht dran zu denken! Das "Reich Gottes suchen?". In einer Zeit, für die "Gott tot" ist? Wer weiß Rat?

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2012 10:01

    Nach einer griechischen Insel will auch Bayern zu Österreich, Südtirol auch und Slowenien wird nichts anderes übrig bleiben. So könnten wir es eventuell verkraften, Wien an die Türkei zu verlieren.
    Wir werden wieder wer sein!
    http://deutschelobby.com/2012/07/18/ihr-braucht-bayerisches-geld-fur-eure-misswirtschaft/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWahrheit
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2012 22:38

    O.T.: Erster unerwarteter Erfolg von Bandion-Ortner beim Wiener-Toleranz-Dialog:

    "Saudi-Arabien: Ausländer bei Ramadan-Verstößen ausweisen
    Saudi-Arabien will nicht-muslimische Ausländer ausweisen, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die Regeln des Fastenmonats Ramadan halten. Die Ausländer müssten „die Gefühle der Muslime respektieren, indem sie an öffentlichen Orten, auf der Straße und am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen“, ordnete das saudi-arabische Innenministerium heute zu Beginn des im Islam heiligen Fastenmonats an.

    Verstöße könnten mit der Kündigung von Arbeitsverträgen oder der Ausweisung aus dem Land geahndet werden, erklärte das Ministerium, das selbst von „radikalen Maßnahmen“ sprach. „Unternehmen, Gesellschaften und Einzelpersonen“ wurden offiziell aufgefordert, ihre Angestellten über die Richtlinien zu informieren. Saudi-Arabien zählt 27 Millionen Einwohner, acht Millionen davon sind Ausländer. In dem ölreichen Land wird eine strenge Auslegung des Islam angewendet."


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  1. xRatio (kein Partner)
    21. Juli 2012 04:10

    Nachtrag und Klarstellung:

    Prof. Wilhelm Hankel
    (nicht zu verwechseln mit Prof. Hans-Olaf Henkel, der wahrlich mehr Format hat)
    wird hier vom User Johann Scheiber wie folgt zitiert:

    »Aber er (Janich) hat zum Beispiel völlig unrecht, wenn er meint, alles Übel kommt vom Papiergeld. Das ist
    völlig egal, aus welchem Stoff Geld gemacht wird. Das kann aus Gold gemacht werden, das kann aus Aluminium gemacht werden, das kann aus Nickel gemacht werden, das kann aus Leder gemacht werden, das kann aus Schweizer Käse gemacht werden.«


    Darin, -und nur darin- wollte ich dem Mitglied Hankel aus der linksversifften Hurenzunft zustimmen.
    Was dieser linke Etatist und Kollektivist Hankel sonst noch absondert, ist alles schlicht indiskutabel.

    Mit Ausnahme eben nur dieses EINEN Satzes (den er von mir hat :-)).

    xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 04:12

      Sry, gehört weiter unten hin

    • phaidros
      21. Juli 2012 07:01

      »Das ist völlig egal, aus welchem Stoff Geld gemacht wird. Das kann aus Gold gemacht werden, das kann aus Aluminium gemacht werden, das kann aus Nickel gemacht werden, das kann aus Leder gemacht werden, das kann aus Schweizer Käse gemacht werden.«

      Das ist nur oberflächlich richtig.

      Natürlich kann Geld im Prinzip aus allem gemacht werden, da es ein Token ist, ein Symbol, um das Material geht es bei Symbolen nicht. Geld repräsentiert eine bestimmte Menge an Arbeitsleistung: wenn der Chinesisch-Maltesich Dolmetsch einen Haarschnitt braucht, und der Frisör gerade eine Übersetzung von Maltesich in Mandarin braucht, dann brauchen die beiden kein Geld, um ein Geschäft abschließen zu können. Nur, wenn das nicht der Fall ist: dann kommt Geld als Symbol für eine bestimmte Menge an Arbeitsleistung ins Spiel.

      Aber Geld sollte nicht nach Belieben von jedermann erzeugt und vermehrt werden können wie Käse oder Leder. Da würde ich gleich ausgestanzte Locherschnipsel vorschlagen - und wir wären alle reich!

      Oder etwa nicht?

      Natürlich nicht, weil jeder so viele Loscherschnipsel erzeugen würde, bis er Arzt kommt, und niemand mehr für einen Loscherschnipsel etwas herausrücken würde. (Genau das ist, was wir als Inflation sehen: Aufblähung der Geldmenge (= Erzeugen von Locherschnipseln - das ist, wie die Österreicher »Inflation« überhaupt definieren - unter mit anschließender Entwertung).

      Daher sollte das Geld (das keinen eigenen, inneren Wert hat, es ist ja lediglich ein Symbol), aus etwas hergestellt sein, das sich nicht nach Belieben vermehren lässt. Wenn es stückel- und haltbar ist, kann das nur von Vorteil sein, wenn die Leute es auch einfach gerne haben - weil es bspw. hübsch ist; nicht, weil es Geld ist!), umso mehr. So landete man beim Gold, das alle diese Voraussetzungen erfüllt (aber nicht weil Gold etwa »wertvoll« wäre!) und Kupfer.

      Dann kam man eben auf die Idee, ein Symbol für das Symbol einzuführen, und für jedes Goldstück einen Zettel zu bedrucken, der genau dieses Goldstück repräsentiert. Das Papiergeld war geboren.

      Leider war die nächste Idee nicht weit, die Golddeckung aufzuheben und zu behaupten, die nichtbeliebige Vermehrbarkeit wäre durch ein staatliches Monopol gegeben, Geld herzustellen. Im Prinzip denkbar, aber leider, wie die Geschichte vielfach zeigt, unhaltbar. Der Staat haut neues Geld raus wie xRatio die Verbalinjurien. Und das bringt uns wieder zu den Locherschnipseln (und erklärt nebenbei auch die Inflation und völlige Entwertung Ihres Dauerzustands der verbalen Entgleistheit. Motto: »das ist doch nicht beleidigend, das ist ja nur xRatio«).

      Allenfalls ist denkbar, dass ein freier Markt für Geld Geldqualität und -quantität regeln können, aber zentralistische Maßnahmen: niemals (wie man ja auch sieht). Die Sorge ist unbegründet, dass man Privaten nicht die Entscheidung über die Geldmenge überlassen dürfe, weil a) ein privater Begeber ohne Möglichkeit der Zwangskontrolle ein Interesse daran hat, dass sein Geld im Wettbewerb attraktiv ist und b) Sie und ich uns jederzeit auf etwas anderes einigen könnten, wenn uns das Geld der Ersten Bank nicht zusagt.

      Succus: Sie sagen zum Einen richtig, dass die Geldmenge konstant gehalten werden müsste. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Bindung an etwas Nichtvermehrbares (Goldstandard), oder Einsetzung eines freien(!!) Regelmechanismus (Marktgeld).

      So lange beides nicht der Fall, kann Geld zwar aus allem gemacht werden, aber genau das ist ja das Übel.

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 14:33

      @ phaidros 21. Juli 2012 07:01

      "Geld repräsentiert eine bestimmte Menge an Arbeitsleistung"

      Schon dieser Satz ist inhaltlich nicht nachvollziehbar, schlicht unsinnig. "Geld" ist auch kein "Symbol", sondern eine Ware wie andere.

      "Geld" ist (daher) nicht mal exakt definierbar, nur reichlich nebelhaft als Ware, die "meist" oder "überwiegend" nur für Tauschzwecke verwendet wird, nur einen "Tauschwert", keinen "Eigenwert" hat.

      "Aber Geld sollte nicht nach Belieben von jedermann erzeugt und vermehrt werden können wie Käse oder Leder."

      Allerdings.

      "Privatgeld", das viele Schlaumeier anstelle von Euros fordern, ist genau deswegen vollkommener Quatsch.

      Gold anstelle von Euros erschwert zwar die Vermehrung, ist aber reichlich umständlich (Echtheit, Stückelung etc.).

      Vertragsfreiheit

      Was die ganze Ökonomenzunft nicht weiß oder eher bewußt unterschlägt (so blöd kann man doch gar nicht sein):

      Sowohl Privatgeld als auch Gold etc.pp. kann aufgrund Vertragsfreiheit sowieso von jedem verwendet werden, dem danach ist (wenn der andere Teil mitspielt).

      Kauf und Tausch sind rechtlich dasselbe.

      Es gibt keinen "Annahmezwang", etwa für Euros, wie diese Trottel und Rattenfänger immer wieder behaupten, weil sie nicht zu wissen vorgeben, was ein "gesetzliches Zahlungsmittel" ist.

      Und erneut:
      Vollkommen ausreichend ist ein striktes Verbot, bestimmte Papierchen, hier etwa die Euros, zu vermehren.

      Zum Geld ist in der Diskussion mit Tögel bereits alles unwiderlegt (und unwiderlegbar) gesagt.

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/eurocrash-voraus/
      http://www.andreas-unterberger.at/2012/07/vertrauensbildende-masnahmen/

      Nicht der Euro, die Notenbanken gehören weg.

      Hoffe, das war Ihnen jetzt rüpelhaft genug. :-)

      xRatio

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      21. Juli 2012 14:38

      phaidros, selten eine so gut formulierte Zusammenfassung des Fiatübels gelesen. Danke.

    • phaidros
      22. Juli 2012 13:35

      Na geht doch halbwegs, xRatio! Jetzt bleiben S' bitte noch zwei Minuten vom Gas, und es kann einen echten Schritt weitergehen. Es gibt nämlich einen Widerspruch nicht (zwischen Ihnen und mir), dafür zwei fette bei Ihnen. Sie sind immer laut eigener Aussage imer um Kürze und Klarheit bemüht, daher kurz und klar:

      1.) Geld kann ohne weiteres Symbol und Ware gleichzeitig sein, das verträgt sich wunderbar.

      Dazu ein Beispiel, der Bräutigam sagt: »Der Ehering ist ein Symbol«.
      Der Goldschmied sagt: »Der Ehering ist eine Ware.«

      Was eine Sache ist, entscheidet die Betrachtung (bzw. die Aufgabenstellung).

      Jetzt zu den Widersprüchen:

      2.) Einen fetten Widerspruch haben Sie mit der Ablehnung des (privaten) Marktgeldes, wenn Sie sagen, dass Geld eine Ware wie jede andere ist. Dann muss diese auch, wie jede andere Ware, von jedermann hergestellt werden können. Die Aussage »Geld ist eine Ware« ist nichts anderes als die in Aussageform gegossene Forderung nach Marktgeld.

      3.) Hören Sie bitte auf uns zu erklären, dass Sie ein Liberaler sind. Sie sagen im Prinzip ganz richtig, es gäbe nur zwei Richtungen: Liberalismus und Sozialismus. Aber für Geld eine zentrale Institution und Verbote zu dessen Vermehrung zu verlangen ist alles andere als liberal.

      @dickbrettbohrer: danke - man müht sich.

    • xRatio (kein Partner)
      22. Juli 2012 19:16

      @ phaidros 22. Juli 2012 13:35

      Widersprüche? Ist ja lustig.

      "1.) Geld kann ohne weiteres Symbol und Ware gleichzeitig sein, das verträgt sich wunderbar."

      Ihre leeren Floskeln besagen rein gar nichts, vertragen sich folglich immer "wunderbar". Sie können Geld gern auch als "Dreck" bezeichnen, ohne daß das zur Sache beiträgt. Zu meiner "Definition" oder besser Umschreibung des Geldes sagen Sie dagegen nichts.

      "2.) Einen fetten Widerspruch haben Sie mit der Ablehnung des (privaten) Marktgeldes, wenn Sie sagen, dass Geld eine Ware wie jede andere ist."

      "Ware wie andere" ist doch nur die Kurzfassung der Aussage, daß das "Gesetz" (besser: die Platitüde :-)) von Angebot und Nachfrage und seine Unvermehrbarkeit durch Verleih uneingeschränkt(!) auch für "Geld" (gleich welcher Art) gilt.

      Daß Geld gerade deswegen knapp bleiben muß, also nicht vermehrt werden kann ohne an Wertschätzung einzubüßen, folgt daraus ganz von selbst.

      "Dann muss diese auch, wie jede andere Ware, von jedermann hergestellt werden können. Die Aussage »Geld ist eine Ware« ist nichts anderes als die in Aussageform gegossene Forderung nach Marktgeld."

      Das folgt aus meiner (unwiderlegbaren) Aussage keineswegs, ist also zunächst mal keineswegs ein Widerspruch.

      Vor allem aber habe ich mit ausdrücklichem Hinweis auf die Vertragsfreiheit nicht nur nichts dagegen gesagt, im Gegenteil darauf hingewiesen, daß wir das "Marktgeld" längst haben (können) und daß dies (wer immer es will) benutzen kann.

      Soll doch jeder soviel "Geld" herstellen wie er lustig ist. Und wer sich "Privatgeld" = "Marktgeld" zulegt, soll's doch machen.

      Bin selbst stolzer Besitzer von ein paar Bitcoins, kann aber weder kontrollieren noch verhindern, daß deren Hersteller deren Menge trotz gegenteiliger Zusage nicht beliebig erhöht und meine niedlichen (übrigens rein virtuellen) Bitcoins damit entwertet.
      Da die Menge beim "Marktgeld" generell unkontrollierbar ist, rate ich lieber davon ab, sich dergleichen zuzulegen.

      Ich bin jedoch entschieden dagegen (auch oben FETT!), "Marktgeld" ANSTELLE etwa von Euros einführen zu wollen, was das Ziel dieser ganzen Marktgeldspinner und -propheten ist.

      Nur darum geht es. Sie sollten eben genauer lesen.

      "3.) Sie sagen im Prinzip ganz richtig, es gäbe nur zwei Richtungen: Liberalismus und Sozialismus. Aber für Geld eine zentrale Institution und Verbote zu dessen Vermehrung zu verlangen ist alles andere als liberal."

      Der Staat ist nach liberaler Ansicht absolut unentbehrlich, um Gewalt und Betrug und damit auch Geldfälscherei zu verhindern.

      Eine einmal vorhandene Geldmenge hat im Interesse aller(!), die sie benutzen ein für allemal konstant zu bleiben.

      Der Staat muß dazu vorher definieren, was er in diesem Sinne zu schützen geneigt ist (Geld im Rechtssinne).

      Er hat das mit den Euros, Dollars etc. getan, sich jedoch nicht an seine Verpflichtung gehalten, deren Menge unverändert zu lassen, im Gegenteil er produziert via Notenbanken Geld wie Heu.

      Das ist der eigentliche und alleinige Mißstand, der in meiner Forderung nach Abschaffung der Notenbanken mündet.

      Fazit:
      Um mir Widersprüche nachzuweisen, müßten Sie a) genauer lesen und b) früher aufstehen. :-)

      xRatio

    • phaidros
      22. Juli 2012 19:23

      Ziemlich genau so etwas habe ich erwartet. Belassen wir es dabei; der Leser würdigt die jeweiligen Argumente ohnehin selbst, und nur darum geht es.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • xRatio (kein Partner)
      22. Juli 2012 19:48

      Kleiner Tip
      (nur für jene, die noch nicht vollkommen ausgerastet sind)

      Wer sich mal ganz einfach an einer Definition von "Geld" versucht, kommt wohl von selbst auf die Idee, daß das eine Ware wie andere ist.

      Da diese Ware "meist" nur zum Zwecke des Tausches verwendet wird, legt jeder Benutzer, auch wenn er persönlich mehr davon haben möchte, Wert darauf, daß deren Gesamt-Menge knapp ist und bleibt, also dauerhaft unverändert bleibt.

      Wasser und Luft sind dafür weniger geeignet. :-)
      Gold, obwohl durch Schürfen vermehrbar, schon eher.

      Am besten, weil am einfachsten, geht's aus ziemlich banalen, rein praktischen Gründen mit "fälschungssicher" (=nicht vermehrbar) bedruckten Papierchen, z.B. mit unseren geliebten Euros.

      Vorausgesetzt natürlich, daß der Hersteller dieser Papierchen deren Menge auch selbst ein für allemal unverändert läßt.
      Die Notenbankster der EZB und des ESZB, die mal wieder Geld wie Heu drucken, gehören folglich abgeschafft und bestraft.

      Mehr ist zum großen Mysterium "Geld", das so manchen in groteske Delirien ausbrechen läßt, eigentlich nicht zu sagen.

      xRatio

  2. Wahrheit (kein Partner)
    20. Juli 2012 22:38

    O.T.: Erster unerwarteter Erfolg von Bandion-Ortner beim Wiener-Toleranz-Dialog:

    "Saudi-Arabien: Ausländer bei Ramadan-Verstößen ausweisen
    Saudi-Arabien will nicht-muslimische Ausländer ausweisen, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die Regeln des Fastenmonats Ramadan halten. Die Ausländer müssten „die Gefühle der Muslime respektieren, indem sie an öffentlichen Orten, auf der Straße und am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen“, ordnete das saudi-arabische Innenministerium heute zu Beginn des im Islam heiligen Fastenmonats an.

    Verstöße könnten mit der Kündigung von Arbeitsverträgen oder der Ausweisung aus dem Land geahndet werden, erklärte das Ministerium, das selbst von „radikalen Maßnahmen“ sprach. „Unternehmen, Gesellschaften und Einzelpersonen“ wurden offiziell aufgefordert, ihre Angestellten über die Richtlinien zu informieren. Saudi-Arabien zählt 27 Millionen Einwohner, acht Millionen davon sind Ausländer. In dem ölreichen Land wird eine strenge Auslegung des Islam angewendet."

  3. xRatio (kein Partner)
    20. Juli 2012 21:39

    "In Wahrheit jedoch sollte dieser von einem deutschen Wirtschaftsforscher ausgebrütete Plan sofort wieder in den Giftschrank absolut tödlicher Ideen versperrt werden."

    Wie praktisch alles, was die Hurenzunft sog. "Wirtschaftsforscher" an linkskorruptem Schwachsinn ausbrütet.

    Eugen Maria Schulak
    Über die wohl verhurteste Zunft an unseren Universitäten

    Die Wissenschaft der Ökonomie ist die verhurteste akademische Disziplin, die es derzeit gibt. Hier bleibt selbst die Philosophie auf der Strecke. Denn das Meiste von dem, was etablierte Ökonomen in den letzten 80 Jahren lieferten, war nichts anderes als ein Handlangerdienst zu Gunsten einer beliebig austauschbaren Macht. Diese hat es immer schon verstanden, Menschen mit Hilfe von Gewalt für ihre Zwecke auszubeuten, regelmäßig um ihre Ersparnisse zu bringen und notfalls in Kriege zu hetzen.

    http://ef-magazin.de/2009/04/29/1118-philosophische-praxis-vol-12-oekonomenbeschimpfung

    xRatio

  4. phaidros
    20. Juli 2012 12:14

    OT, aber auch irgendwie nicht ganz, stehen wir doch alle so oder so vor dem Problem, auch in bewegten Zeiten wie diesen, wo große Umbrüche sich ankündigen oder stattfinden, konkrete Alltagsentscheidungen treffen zu müssen. Insbesondere ist das schwierig, wo es um Vermögenserhalt geht.

    Hier die Meinung des (von mir geschätzten) Manfred Gburek: http://goldseiten.de/artikel/143589--Mit-Gold-und-Aktien-auf-Nummer-sicher.html?seite=2

    BG phaidros.vie@gmail.com

  5. cmh (kein Partner)
    20. Juli 2012 10:56

    Eigentlich sind unsere derzeitigen Probleme schon seit langem bekannt. Es ist unseren näheren Elterngenerationen auch schon mehrfach Gelegenheit geboten worden, diesbezügliche Erfahrungen zu machen.

    Aber

    Die Dichter und die Leute
    Peter Rosegger

    Wir säen Samen,
    Es wachst nix.
    Wir schreiben Dramen,
    Es wirkt nix.
    Wir erzählen Geschichten,
    Es thut nix.
    Wir dichten Gedichten,
    Es hilft nix.
    Wir sprechen Sprüche,
    Es nutzt nix.
    Wir fluchen Flüche,
    Es schad't nix.

    Ich habe es zwar schon gepostet, aber vielleicht will es jemand nocheinmal lesen:

    http://gedichte.xbib.de/Rosegger_gedicht_Eine+Stimme+in+der+W%FCste.htm

    • phaidros
      21. Juli 2012 07:04

      Da weiß ich jemanden, bei dem Sie jetzt einen Stein im Brett haben, cmh!

    • cmh (kein Partner)
      21. Juli 2012 10:14

      Das kann schon sein und freut mich auch.

      Es geht aber weniger um den künstlerischen Genuss, sondern um das Inhaltliche. Dazu könte man - wenn Sie wollen - aus der dazu reichen Weltliteratur zitieren, aber Rosegger ist näher als die weite Welt.

  6. zweiblum
    19. Juli 2012 23:10

    Großbanken wurden bei einer weltweiten Zins-Manipulation ertappt -- Millionen von Kredit- und Hypothekenkunden wurden abgezockt! Wir würden dafür hinter Gitter kommen, doch die Barclays-Bank entkam mit einer Geldstrafe, die nur ein Bruchteil ihres Profits ausmacht! Die Empörung wächst und jetzt ist ein guter Moment die Herrschaft der Banken über unsere Demokratie zu beenden!

    EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stellt sich gegen die mächtige Banken-Lobby und will die Regeln verschärfen, damit Bankiers für solche Betrugsfälle ins Gefägnis wandern. Wenn die EU vorangeht, könnte sich die Rechenschaftspflicht für Banker weltweit durchsetzen. Aber die Banken versuchen diese Reform mit allen Mitteln zu verhindern und nur eine riesige öffentliche Druckwelle kann sie vorantreiben.

    Wenn wir Barnier in den nächsten drei Tagen mit 1 Million Unterschriften unterstützen, gewinnt sein Vorschlag an Fahrt und könnte so die Bankenlobby in die Knie und die Regierungen zum Einlenken zwingen. Klicken Sie den Link um zu unterzeichnen -- die steigende Unterstützerzahl wird durch das Hinzufügen von Banker-Attrappen in einem Gefängnis direkt vor dem EU-Parlament dargestellt:

    http://www.avaaz.org/de/bankers_behind_bars_f/?bEVUUcb&v=15985

    Das volle Ausmaß des Skandals ist noch unbekannt, aber was bereits in die Öffentlichkeit drang ist ungeheuerlich: Mehrere Großbanken waren beteiligt und die Manipulation des LIBOR-Satzes - ein Referenzwert, auf dem viele der weltweiten Zinssätze basieren - beeinträchtigten Investitionen im Wert von Hunderten von Billionen von Dollar. Barclays allein hat zugegeben, diese Manipulation "hundertfach" durchgeführt zu haben.

    Zu lange wurden unsere Regierungen durch mächtige Banken eingeschüchtert, die mit der Verlegung ihres Geschäftssitzes drohen, sollte es zu Regelverschärfungen kommen. Zu lange haben Banken unsere Marktwirtschaft manipuliert, die Spielregeln zu ihren Gunsten gewendet und sich auf rücksichtslose Spekulationen eingelassen. Konnten Sie doch immer davon ausgehen, dass unsere Regierungen mit Steuergeldern einspringen, sobald sie in Schwierigkeiten geraten.

    Das System wurde manipuliert und das ist ein Verbrechen. Es ist Zeit die Verbrecher hinter Schloss und Riegel zu bringen. Es beginnt in Europa -- machen wir es möglich:

    http://www.avaaz.org/de/bankers_behind_bars_f/?bEVUUcb&v=15985
    Es mag nie eine Zeit in der modernen Geschichte gegeben haben, die nicht von der übermässigen Macht der Großbanken geprägt war. Aber die Demokratie ist auf dem Vormarsch -- wir sahen wie diese neue Macht Tyrannen auf der ganzen Welt verdrängte. Gemeinsam können wir helfen die Herrschaft der Banken zu beenden.

    Hoffnungsvoll, Ricken, Iain, Alex, Antonia, Giulia, Luis, und das ganze Avaaz-Team

    • Undine
      20. Juli 2012 09:29

      @zweiblum

      Danke für den Link; habe sofort unterschrieben.

    • Gasthörer (kein Partner)
      20. Juli 2012 11:46

      Muss ich schmunzeln....mit der EU macht man doch den Bock zum Gärtner. Eine geschickte Variante von "kontrollierter Oppostion" ist das.

      Leistet sich das Bankenkartell mit der EU-Verwaltung lediglich eine große und von uns bezahlte orwellsche Pressebteilung.

    • brechstange
      20. Juli 2012 14:19

      Muss Gasthörer zustimmen, der Bock wird zum Gärtner und Barnier unterstützen, dieser Herr will eine zentralistisch etatistische EU unter der Führung Frankreichs. Ich kann nur sagen, nein danke.

    • zweiblum
      20. Juli 2012 20:32

      Ohne Klage wird nichts geschehen. Besser ist klagen lassen, ehrlich berichten, das Volz zum Handeln aufrufen.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2012 20:50

      @ zweiblum 19. Juli 2012 23:10

      Wieder mal linksbekloppter Schwachfug hoch 10!
      Da ist ja sehr mit Recht sogar unser SemiSozi Dr. Unterberger anderer Meinung:

      Die geheimen Tricks der STAATLICHEN Bankräuber

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/07/die-geheimen-tricks-der-staatlichen-bankraeuber/

      xRatio

  7. Haider
    19. Juli 2012 21:15

    Daß sich Deutschland schwer tut/tat, ist leicht nachvollziehbar. Um die Zustimmung zur Wiedervereinigung z.B. von Frankreich zu erhalten, mußte es auf seine DM verzichten. Die von Ex-Bundeskanzler Kohl versprochenen blühenden Gärten in den ehemals kommunistischen Bundesländern waren auch kein Schnäppchen. Was auch kein Wunder ist, wurde doch die unselige DDR doppelt übervorteilt. Sie mußte von der Sowjetunion Rohstoffe über dem Weltmarktpreis einkaufen und dann die Fertigprodukte unter dem Weltmarktpreis wieder der UdSSR liefern.So gehörte das heutige Deutschland zu den ersten Defizitsündern der EU (und hebelte Mastricht aus). Wie sieht es aber mit den anderen WK-II-Kriegsgewinnern aus? Sie hatten diese horrenden Belastungen alle nicht zu tragen und trotzdem ist ihr Staatshaushalt ein einziges Fiasko.
    Die "Gib Gold für Eisen-Idee" hatten die Mittelmächte schon im 1. Weltkrieg. Allerdings war es damals noch freiwillig, auf Patriotismus aufgebaut. Was jedoch heute die EU mit der sogenannten Reichensteuersteuer plant ist Zwangsenteignung; man kann es auch Raubrittertum oder Piraterie nennen. Wer in ihre Fänge gerät wird ausdsgeplündert. Man bedenke, bereits einmal mit über 50% versteuertes Vermögen wird vom Staat nochmals zwangsenteignet! Wohin soll das führen? In die sozialistische Wohlfahrt?

  8. Brigitte Imb
    19. Juli 2012 19:14

    Politiker u. ein Pseudoökonom schlagen also die totale Enteignung vor.
    Ich bin mir nicht so sicher, ob dann nicht doch das Volk auf die Barrikaden steigt, denn irgendwann muß es von der permanenten u. hemmungslosen Abzocke genug haben.
    Wer, von den angeblichen Reichen ( die ev. sogar 30 000€/J. verdienen) kann dann noch eine Lebenplanung machen, wenn pausenlos Steuern erhöht u. neu eingeführt werden? Und woher nehmen die Abzocker wenn keiner mehr was hat?

  9. Richard Mer
    19. Juli 2012 18:55

    Baroness Thatcher hat einmal so klug gesagt: "They [socialists] always run out of other people's money. It's quite a characteristic of them." Daran muss man in diesen Tagen häufig denken.

  10. dssm
    19. Juli 2012 18:12

    Bisher fehlen im Blog die ‚technischen’ Überlegungen.
    Nehmen wir an, jedes Vermögen (Immobilien, Autos, Aktien, Versicherungsbarwerte, Bargeld, Gold, Anleihen …) wird zusammengezählt. Diese Annahme deckt sich mit der Verfassung, eine Ungleichbehandlung ist verboten.

    Nun hat jemand ein Haus in guter Lage, Wert 500k, dabei noch Schulden vom Erwerb/Bau von 200k, dazu noch Aktien/Anleihen (…) von 100K.
    Wenn dieser jemand nun sagen wir 10% von 600K – 200K = 400K also 40K zahlen muss, so muss er etwas verkaufen oder einen Kredit aufnehmen.
    Verkauft er Aktien/Anleihen … dann wird er nicht der Einzige sein, daher werden die Börsen in den Keller rasseln, wird dann das Vermögen neu berechnet?
    Verkauft er sein Haus (dann fällt sicher noch eine Vermögenssteigerunssteuer an), wird er nicht der einzige sein, viele werden verkaufen, die Preise sinken, wird auch hier das Vermögen dann neu berechnet. Insbesondere jene, welche mehrere Wohnungen als Investment haben, werden eher verkaufen als Schulden machen.
    Nimmer unser armer ‚Reicher’ nun einen Kredit auf, braucht er Sicherheiten, die Immopreise purzeln aber gerade….
    Will die Bank Kredit gewähren, braucht sie Liquidität, leider müssen alle anderen ‚Reichen’ auch gerade ihre Konten plündern oder Kredite aufnehmen um schlagartig 10% ihres Vermögens liquidieren zu können.

    Wie soll das gehen? Nur in dem die EZB endlos Geld druck – oder hat jemand eine bessere Idee?

    • socrates
      20. Juli 2012 11:08

      Vorschläge gibt es, nur will sie somancher nicht hören (lesen):
      Oskar Lafontaine: Der entscheidende Fehler war die Deregulierung des Bankensektors. Seitdem haben die Spekulanten freie Bahn, um ganze Staaten in große Schwierigkeiten zu bringen. Es ist bezeichnend, dass Griechenland bei der Manipulation seiner Haushaltszahlen von den Finanzhaien "beraten" wurde. Auch die europäischen Politiker ließen sich mehr oder weniger von den Inventmentbankern am Nasenring durch die Manege führen.
      Das System wurde manipuliert und das ist ein Verbrechen. Es ist Zeit die Verbrecher hinter Schloss und Riegel zu bringen. Es beginnt in Europa -- machen wir es möglich:
      Der Monopolkapitalismus ist mit seinen eigenen Waffen zu bekämpfen. Putin hat gezeigt, wie es geht!

  11. knieriem
    19. Juli 2012 18:02

    Expropriation der Expropriateure 2020 ...
    ... und diesmal wird darauf geschi..., ob das nur der Mehrwert ist! Eine Steigerungsstufe gäbe die (marxistische) Theorie ja noch her: die Enteignung. Aber das funktioniert erst, wenn "die Reichen" nicht auch gleichzeitig "die Macher" (und zwar auch in politischer Hinsicht) sind.

    Aber vielleicht kann man ja an dem Gezeter der zu schröpfenden Reichen - nachdem man vorsorglich die "direkte Demokratie" eingeführt hat - eine Volksabstimmung abhalten, ob man die nicht in den Gulag stecken sollte. Dann wäre die Bahn für die Enteignung frei.

    Dann wird's allerdings schwierig, denn dann reicht es wirklich nur mehr zur Versorgung der "Oberbonzen" und es bliebe nur mehr, die ganze Wirtschaft zu "vergesellschaften" (Kolchosen, Volkseigene Betriebe, etc.). Allerdings sind sie da noch unsicher, ob sie das überleben würden (siehe Trotzki und Consorten und auch und überhaupt haben die UdSSR und die DDR ja kein besonders nachahmenswertes Beispiel abgegeben).

    Andererseits: mit der Salamitaktik wurden schon ziemlich lange Dinger klein gemacht.

    Bemerkenswert daran ist, mit welcher Mühelosigkeit das Lostreten solcher Ideen und Bestrebungen in einer Demokratie möglich ist. Was vermuten lässt, dass die "Demokraten" wohl selbst von höchst schlichten Geiste sind - besonders, was das Sehen in Zukunft anbelangt.

  12. RR Prof. Reinhard Horner
    19. Juli 2012 15:02

    reinhard.horner@chello.at

    Freies Wirtschaften

    Die Zwangsanleihen sind gewiss keine gute Idee. Man braucht sich nur in Erinnerung rufen, wie die Kriegsanleihen im Ersten Weltkrieg die Menschen bis weit in den Mittelstand hinein um ihr Erspartes gebracht und Existenzen zerstört haben. Wollen wir das wiederholend aus der Geschichte lernen?

    Zu bedenken sind jedoch folgende Tatbestände:
    * die Kumulation riesiger Vermögen in den Händen weniger Personen und Institutionen, oft mit weltumspannenden Machtausübungen verbunden,
    * dass solche ihre Entstehung und Vermehrung allzu oft nicht aus realwirtschaftlichen Leistungen, sondern aus Finanzgeschäften lukrieren,
    * dass just in den akuten Krisen nicht wenige Großvermögen ihre Profite ziehen,
    * dass sich nicht wenige Leute an den Hebeln der willkürlichen Machtausübung auch bei Pleiten mit hohen Einkommen bedienen,
    * dass nicht wenige Bereicherungen aus zügellosen bis zu betrügerischen Manipulationen erzielt werden.

    Den Toleranzen freien Wirtschaftens stehen zwei feindliche Faktoren entgegen: Zwänge und Willkür. Beide sind zu überwinden.

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 15:21

      RR Prof. Reinhard Horner,
      "...Die Zwangsanleihen sind gewiss keine gute Idee..."

      Wie disntinguiert und glanzvoll Sie das ausdrücken... :-)

      Da hüpft das liberale Herz... :-)

    • knieriem
      19. Juli 2012 18:07

      @Erich Bauer
      Möglicherweise gefällt Ihnen ja meine Diktion besser?

  13. Paneuropa
    19. Juli 2012 14:32

    Zwecks einfacherem Verständnis sollten wir nicht mehr von Staatsanleihen sprechen sondern vielmehr von Kriegsanleihen.

    • knieriem
      19. Juli 2012 18:17

      Lieb Euroland magst ruhig sein:
      Fest steht und treu die Wacht,
      die Wacht ... in Brüssel?

    • Undine
      20. Juli 2012 09:26

      @Paneuropa

      "...sondern vielmehr von Kriegsanleihen."

      Wenn Sie von "Kriegsanleihen" sprechen, ist der Gedanke nicht fern, daß wir uns in einem UNBLUTIGEN Krieg befinden, der gänzlich ohne Armeen, ohne Bombardements usw geführt wird, aber dennoch nicht wenig Vernichtungskraft hat---analog zur "Unblutigen Landnahme" (Irenäus v. Eibl-Eibesfeldt, der leider viel zu wenig zu Wort kommt!)

  14. contra
    19. Juli 2012 13:24

    Die staatlichen Abzocker werden immer erfinderischer. Zur Täuschung des Wahlvolkes wird dieser neuerliche Aderlaß ideologisch korrekt "Reichen-Abgabe" genannt. Mit der 250.000,-- Euro-Grenze ist es allerdings nichts anderes als eine ganz normale Massensteuer, denn diesen Vermögenswert errreicht spielend ein Eigenheim, ein Grundstück, ein Auto usw.
    Was kommt als nächstes? 1 kg Brot um 10.000,-- Euro? Es kündigt sich immer öfter an!

  15. Martin Bauer
    19. Juli 2012 12:26

    Die Gier ist ein Hund...
    Ich kann hier eine gewisse Genugtuung über den zivilen "Ungehorsam" gegenüber der PC-Welt nicht verhehlen:

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1268988/Minimundus_Kein-Familienticket-fuer-Lesben?_vl_backlink=/home/index.do

    • Cotopaxi
      19. Juli 2012 12:30

      Nur wie lange wird der mutige Geschäftsführer noch stand halten können?

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 12:31

      "...sie mussten ihren Kindern erklären, warum sie keine Familie sind..."

      Die Kärntner und sonsitgen GRÜNEN sind doch eh gegen die Familie... Wo ist das Problem???

    • knieriem
      19. Juli 2012 18:20

      Als Alt68er hätte ICH statt "gewisse Genugtuung" die Wendung von der "klammheimlichen Freude" benutzt. Aber das wäre für einen so nichtigen Anlass zu viel des Guten!

    • Undine
      19. Juli 2012 22:46

      "...sie mussten ihren Kindern erklären, warum sie keine Familie sind", heißt es auf der Website der Grünen."

      Ach Gott, wenn sie sonst "ihren" Kindern nichts zu erklären haben........

    • cmh (kein Partner)
      20. Juli 2012 10:43

      Wie man weiss kommen Kinder nicht vom Klapperstorch, sondern aus der Kinderklappe.

      Strom kommt ja auch aus der Steckdose und die Milch aus dem Packerl.

  16. Rosi
    19. Juli 2012 11:52

    Es läßt sich die Situation von Arm und Reich immer wieder auf diese einfache Parabel zurückführen:
    10 Leute bekommen je 1.000.- EUR. Einer kauft darum Obst, ein anderer um sein Geld eine Maschine zum Herstellen von Schnaps, und die beiden brennen Schnaps. Und die restlichen 8 kaufen um ihr Geld Schnaps. Am Schluß haben 2 Leute 8.000.- EUR, und 8 Leute nichts.
    Und dann kann man in verlogener Weise anfangen zu philosophieren über Gerechtigkeit, und Umverteilung.
    Es ist allerdings eine Tatsache: Wenn man den 2 Wertschöpfern das Geld wegnimmt, werden auch sie es kurz- bis mittelfristig unterlassen, Wert zu schöpfen. Oder sie gehen in ein anderes Land. In jedem Fall gibt's dann keinen Schnaps zu kaufen, und zwar für alle. Das ist dann meiner Meinung nach wenigstens gerecht, aber ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 11:57

      Schnapsdrosseln nehmen dann auch Fusel... :-) Damit die sich den Fusel leisten können schickt man die zur Einbringung der Ernte. Das geht sich dann grad aus für das "Getränk"... :-)

    • Undine
      19. Juli 2012 22:47

      @Rosi

      *******!

  17. dssm
    19. Juli 2012 11:29

    Der Staat ist und bleibt eine verbrecherische Organisation, mit dem Ziel die anständigen und fleißigen Bürger, zugunsten einer Nomenklatura, zu schröpfen.

    Wer erwachsen ist und diese, historisch wie aktuell belegbare, Tatsache nicht begreifen will, dem kann nicht mehr geholfen werden.

    Nur in dem man den Staat kleinst möglich hält, kann man die mafiösen Auswüchse in Grenzen halten.

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 11:45

      Also doch den... Staat? Ansonsten wäre ich sehr verwundert...

    • knieriem
      19. Juli 2012 18:21

      Wie klein ist "kleinstmöglich"?

    • phaidros
      19. Juli 2012 18:24

      Gewährleitung und Sicherstellung von innerer und äußerer Sicherheit, Vertrags- und Rechtssicherheit sowie Eigentum.

      Über den einen oder anderen Aspekt der Infrastruktur könnte man diskutieren, aber das wäre bereits nicht mehr »kleinst«möglich.

  18. socrates
    19. Juli 2012 11:21

    "Europa ist ohne die Beteiligung der Bürger aufgebaut worden. Das war ein großer Fehler" Marcus Klöckner 17.07.2012 heise.de/tp
    Oskar Lafontaine spricht im Interview über die Piraten, Demokratiedefizite in Europa und die Bilderberg-Konferenzen
    Oskar Lafontaine sieht bei den Piraten Übereinstimmungen mit dem Programm der Linken und zeigt sich im Telepolis-Interview offen gegenüber der Piratenpartei. Gleichzeitig verweist der ehemalige Bundesparteichef der Linken darauf, dass es noch zu früh sei, eine klare Prognose abzugeben, in welche Richtung sich die Piraten weiterentwickelten. "Von Linken bis zu neoliberalen Positionen", so Lafontaine, sei bei den Piraten alles vertreten.
    Schwere Vorwürfe macht Lafontaine europäischen Politikern, die seiner Meinung nach die Krise der Währungsunion mit zu verantworten haben, da sie sich "mehr oder weniger von den Inventmentbankern am Nasenring durch die Manege" haben führen lassen. Kein gutes Wort lässt Lafontaine an den Bilderberg-Konferenzen, die er als von den Reichsten und Mächtigsten dieser Welt ausgerichtet sieht. Ziel der elitären Zusammenkunft sei es, "ausgewählten Politikern den politischen Kurs nahe zu bringen.
    Herr Lafontaine, den großen Parteien laufen die Wähler weg, die FDP weiß noch nicht, ob ihr der Wiedereinzug ins Parlament gelingen wird und dann gibt es auch noch "Piratenangriffe". Ist das die Rückeroberung der Demokratie durch die Bürger?
    Oskar Lafontaine: Die Wahlbeteiligung wird immer geringer. Die Bürger wenden sich eher von der Demokratie ab. Einkommen und Vermögen werden immer ungerechter verteilt. Demokratie ist im Gegensatz dazu eine Gesellschaftsordnung, in der sich die Interessen der Mehrheit durchsetzen. Davon sind wir leider weit entfernt.
    Sie und ihre Partei haben kräftig mitgemischt bei der Umwälzung im Parteiensystem. 2009 sind Sie mit 11.9 Prozent der Stimmen ins Parlament eingezogen. Heute muss auch die Linkspartei mit Stimmenverlusten kämpfen. Einmal selbstkritisch: Was hat Ihre Partei falsch gemacht oder auf welchen Gebieten müsste sich die Linkspartei verbessern, um wieder stärker zu werden?
    Oskar Lafontaine: Die Linke hat sich überflüssige Personaldiskussionen geleistet und sich zu viel mit Themen beschäftigt, die die Wählerinnen und Wähler nicht interessieren. Das hat viele unserer Anhänger enttäuscht. Die letzten Wochen zeigen: Wenn wir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger wegen der Finanzkrise aufgreifen, gewinnen wir wieder Vertrauen.
    Wird das der Linkspartei gelingen?
    Oskar Lafontaine: Der Neustart seit dem Parteitag ist vielversprechend. Wenn alle anderen - CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne - in gewohnter Eintracht Steuermilliarden verbraten, um Banken und Spekulanten zu retten, wird Die Linke als Stimme der sozialen und finanzpolitischen Vernunft umso mehr gebraucht.
    Die Piratenpartei kritisiert massiv die etablierten Parteien. Wie stehen Sie zu den Piraten?
    Oskar Lafontaine: Ich verfolge die Entwicklung der Piraten ohne Vorbehalte und mit Interesse. Leider kann man noch nicht erkennen, welche Richtung sie am Ende einschlagen werden. Von linken bis hin zu neoliberalen Positionen ist zur Zeit alles vertreten.
    Sehen Sie Überschneidungen im Programm der Piraten mit ihren politischen Vorstellungen? Anders gefragt: Können Sie sich eine engere Kooperation zwischen Linkspartei und Piratenpartei vorstellen?
    Oskar Lafontaine: Punktuell gibt es Übereinstimmungen. Ob das für eine längerfristige Zusammenarbeit reicht, kann man jetzt noch nicht sagen.

    Europaweite Millionärssteuer
    Deutschland, aber auch Europa, steht vor schweren Aufgaben: Die Staatsverschuldung liegt jenseits der 2000 Milliarden Euro, die Euro-Krise ist längst nicht überstanden. Sind die Köpfe der Linkspartei klug genug, um diese Herausforderungen zu meistern?
    Oskar Lafontaine: Wir vertreten seit langem eine Politik, die im Gegensatz zu der Politik der neoliberalen Parteien steht. Seit langem fordern wir eine strikte Regulierung des Finanzsektors. Erst die von dem neoliberalen Parteienblock ins Werk gesetzte Deregulierung des Finanzsektors hat zu riesigen Verlusten, Bankenpleiten und in der Folge zur Überschuldung vieler Staaten geführt. Die Banken müssen endlich an die Kette gelegt und die Staaten durch Direktkredite der EZB von den Finanzmärkten abgekoppelt werden. Das ist der Weg, um die Krise in den Griff zu bekommen.
    Was haben Sie noch zu bieten?
    Oskar Lafontaine: Neben den beiden genannten Vorschlägen brauchen wir eine europaweite Millionärssteuer. Um die Handelsbilanzen mit den anderen Euro-Staaten ins Gleichgewicht zu bringen, muss das deutsche Lohndumping beendet werden.
    Der entscheidende Fehler war die Deregulierung des Bankensektors
    Wagen Sie doch mal einen realistischen Ausblick: Ist der Euro, zumindest in der derzeitigen Form, nicht zum Scheitern verurteilt? Griechenland hängt am Tropf und wird irgendwann unter der Last, die ihm aufgebürdet wird, zusammenbrechen, Spanien und Portugal geht es nicht viel besser.

    Oskar Lafontaine: Wenn die Banken nicht reguliert und die Verluste weiter den Steuerzahlern aufgehalst werden, dann ist der Euro tatsächlich nicht zu retten.
    Machen wir doch mal Ursachenforschung: Die Euro-Krise ist nicht vom Himmel gefallen. Die Euro-Krise ist doch nicht das Ergebnis "unglücklicher Umstände", sondern geht auch auf konkret benennbare politische Funktionsträgern zurück, die Entscheidungen getroffen haben, die mit "abenteuerlich" noch als euphemistisch bezeichnet werden. Wie konnte es Ihrer Meinung nach dazu kommen, dass überhaupt Länder wie Griechenland mit in den Euro aufgenommen wurden? Ist es nicht unglaublich dreist, wenn von Seiten bestimmter Politiker den Griechen die Schuld an der griechischen Misere gegeben wird? Entweder haben alle beteiligten Regierungen mit all ihren Experten nicht erkannt, dass Griechenland seine Daten aufgepeppt hat, um mit in den Euro aufgenommen zu werden, dann wäre das ein Armutszeugnis für alle Beteiligten, oder aber, die verantwortlichen Politiker und Experten innerhalb der Eurogruppe wussten genau, dass Griechenland seine Zahlen frisiert hat und haben einfach Fünfe grade sein lassen - was die wahrscheinlichere Variante ist. Was glauben Sie: Hat die politische Elite Europas alle Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Euro über Bord geworfen, um ihren Wunsch einer gemeinsamen Währung wahr werden zu lassen?

    Oskar Lafontaine: Der entscheidende Fehler war die Deregulierung des Bankensektors. Seitdem haben die Spekulanten freie Bahn, um ganze Staaten in große Schwierigkeiten zu bringen. Es ist bezeichnend, dass Griechenland bei der Manipulation seiner Haushaltszahlen von den Finanzhaien "beraten" wurde. Auch die europäischen Politiker ließen sich mehr oder weniger von den Inventmentbankern am Nasenring durch die Manege führen.
    Hätte der Euro nicht eine viel bessere Zukunft gehabt, wenn die Verantwortlichen aus der Politik den Bürgern eine breitere Mitsprache darüber eingeräumt hätten, ob sie eine neue Währung möchten und vor allem auch, wie diese aussehen soll?
    Oskar Lafontaine: Europa ist ohne die Beteiligung der Bürger aufgebaut worden. Das war ein großer Fehler. Die Linke befürwortet Volksbefragungen.
    Fürchten die etablierten Parteien sich vor den Bürgern?
    Oskar Lafontaine: Die EU in ihrer bisherigen Form war vor allem ein Projekt der Banken und großen Wirtschaftskonzerne. Es richtete sich insofern gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung. Bei der Durchsetzung dieser Politik hätten Volksbefragungen eher gestört.

    Eine transparente Politik scheint nicht gewollt…

    Oskar Lafontaine: Aus genau den genannten Gründen. Deshalb haben die Lobbyisten leider einen größeren Einfluss auf die Politik als die Bürgerinnen und Bürger.
    "Die Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten"
    Da wir gerade von Transparenz sprechen: Anfang Juni trafen sich wieder die Mitglieder der Bilderberg-Konferenz zu ihrer jährlichem Zusammenkunft hinter verschlossenen Türen. Jürgen Trittin von den Grünen war dieses Jahr mit dabei ("Ist es nicht eine echte Sauerei, dass in einer Demokratie Interessen verfolgt werden?"). Ihre Partei hat zweimal bereits im Bundestag eine kleine Anfrage zu den Konferenzen eingereicht und wurde daraufhin mit einfachen Erklärungen abgespeist. An der Konferenz teilnehmende Politiker haben teilweise ihre Kosten dem Steuerzahler aufgebrummt (z.B. Eckhart von Klaeden). Wie bewerten Sie diese Konferenzen?
    Oskar Lafontaine: Die Konferenz wird von den Reichsten und Mächtigsten dieser Welt ausgerichtet. Man will unter sich bleiben, um ausgewählten Politikern den politischen Kurs nahe zu bringen, der den eigenen Interessen am besten dient. Es ist hochgradig fragwürdig, wenn Politiker dieses Spiel mitspielen und dann noch die Kosten dem Steuerzahler aufbrummen.

    Noch ein Wort zu den Medien. Sie habe neulich in einem Stern-Interview die Berichterstattung der Medien über die Linkspartei kritisiert. Was stört Sie an der Berichterstattung?

    Oskar Lafontaine: Nach wie vor gilt das Wort des Gründungsherausgebers der FAZ Paul Sethe: Die Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Die Meinung dieser Leute deckt sich bekanntlich nicht mit den Positionen der Linken, und so sieht die Berichterstattung über uns dann auch oft aus.
    Wie geht es mit Ihnen nun weiter? Was sind ihre Pläne auf der politischen Ebene?
    Oskar Lafontaine: Ich mache meine Arbeit als Fraktionsvorsitzender im Saarland und unterstütze, wie bisher, Die Linke bundesweit.

    • knieriem
      19. Juli 2012 18:26

      Mit Oskar Lafontaine Kann man sich wenigstens auseinandersetzen, aber mit unseren Würschtln?

  19. Hummel
    19. Juli 2012 10:22

    Wenn man mit EUR 250.000 Vermögen zu den obersten 8 % der Reichen gehört, dann gute Nacht !
    Jeder der sein Geld gespart hat und in ein Haus investiert hat, wird nun gnadenlos bestraft werden. Das alles hat System. Im Großen zahlen die sparsamen Staaten für die Pleitestaaten, im Kleinen die sparsamen Bürger für die faulen Bürger.
    Aber viel schlimmer finde ich noch, dass von unserer rot/grün/schwarzen Kommunistenpartei mit aller Gewalt versucht wird, an das bereits x fach besteuerte Vermögen der Normalbürger zu kommen. Um aber an das zu kommen, muss man erst einmal das Vermögen erfassen. Und dass kann nur über eine totale Offenlegung aller Vermögenswerte erfolgen. Man stelle sich vor, was das alleine für einen Verwaltungsaufwand erfordert. Wie das mit den permanenten Datenschutzbedenken unserer Linken zusammen passt, sei natürlich dahingestellt. Diejenigen, die wirklich reich sind, werden dann schon verständlicherweise über alle Berge sein. Warum soll man sich diese Schikanen überhaupt antun ? Warum soll man dann noch in Arbeitsplätze in Österreich investieren ? Die hetzenden Gewerkschaften und die Arbeiterkammer kapieren einfach nicht, dass dann auch kaum einer die Zwangsgebühren für die AK zahlen kann oder braucht. Doch Hr. Muhm hat ja noch genug andere Versorgungsjobs, um den brachen wir uns dann keine Sorgen machen, vielleicht wird er dann Vermögensinquisitor – das wäre der richte Job für solch eine Person.
    Inquisition und/oder Kommunismus – das ist die Frage !
    Freundschaft !

  20. Komma
    19. Juli 2012 10:09

    Und morgen wird Frau Fekter bei einer Telefonkonferenz (!) einem 100 Milliarden-Paket für Spaniens Zocker-Banken beistimmen, bei dem Ö mit rund 3 Millarden Euro beteiligt ist ohne sicher zu sein, dass dafür der span. Staat haftet! (Siehe Memorandum of Understanding). Finnland ließ sich Sicherheiten überschreiben!

    Fiascher hat vorgestern die Knebelverträge unterschrieben, durch die wir auf ewig, unwiderruflich und unbeschränkt zu Schuldenknechten verdammt sind.

    Wie, Freunde, haben wir solche Verbrecher verdient? Liegt das an der Demokratie, der geistige und materielle Korruption inhärent ist? Dient sie der Spaltung des Volkes, damit es machtlos wird, ausgeliefert den Mafiosi in Parteien, Regierungen, Finanzwelt? Ist Demokratie nur Eyewash für Einfältige? Gibt es Wahlen nur deshalb, damit sich nichts ändern kann (Berthold Brecht)?

    Die Hoffnung, dass "das Volk" protestiert oder revoltiert ist lächerlich, es ist willenlos, lethargisch, es besteht aus den "vielen Nullen" (Grillparzer). Revolutionen gehen immer nur von Eliten aus, verschworenenen Gemeinschaften, Jakobinern, Kommunisten, Faschisten, Zionisten, CFR, Freimaurern etc. Meist ertrinken sie in Blutbädern.

    Auf was also hoffen? Auf geistige Erneuerung in Zeiten des Pluralismus und Relativismus? Nicht dran zu denken! Das "Reich Gottes suchen?". In einer Zeit, für die "Gott tot" ist? Wer weiß Rat?

  21. Johann Scheiber
    19. Juli 2012 10:01

    Nach einer griechischen Insel will auch Bayern zu Österreich, Südtirol auch und Slowenien wird nichts anderes übrig bleiben. So könnten wir es eventuell verkraften, Wien an die Türkei zu verlieren.
    Wir werden wieder wer sein!
    http://deutschelobby.com/2012/07/18/ihr-braucht-bayerisches-geld-fur-eure-misswirtschaft/

  22. Josef Maierhofer
    19. Juli 2012 09:34

    Panik kommt auf.

    Und mit ihr die Panikideen der Kahlfressertruppe, da ist jede einschlägige 'Idee' willkommen.

    Statt an sich zu arbeiten, arbeitet man am anderen, am Fleißigen.

    Die allermeisten dieser Fleißigen haben die Gesetze geachtet, Disziplin geübt, waren fleißig, haben gespart, haben nicht über ihre Verhältnisse gelebt, haben alle Steuern und Abgaben (etwa 60 bis 90% ihrer Einnahmen) an die Gesellschaft abgeliefert und waren ein Plusposten, ja waren es. Ob sie es weiter sein können, das hängt von den 'lieben' Mitbürgern ab, versoffen, faul, gierig, neidisch, geizig, etc. schielen sie auf das Vermögen der 'Reichen', das diese in der überwiegenden Mehrzahl, trotzdem man sie vorher mit Abgaben geschröpft hat und diese für die Faulen, Unproduktiven, Schmarotzer, etc. einen hohen Prozentsatz des erwirtschafteten Gewinns gesetzesgemäß gegeben haben, trotzdem erarbeitet haben.

    Dass es so enorm viele undisziplinierte und Faule gibt liegt ebenfalls genau daran, dass man Geld 'gibt', statt Leistung und Eigenverantwortung verlangt.

    Klar, wie bei den Fischen im Teich, wirft man was hinein, so kommen sie geschwommen und fressen es gierig. Schuldscheine wurden hineingeworfen und gierig gefressen, nun sind sie einzulösen.

    Statt in sich zu gehen, geht man auf den anderen los.

    Ja, leider so steht es um die 'Idylle am Teich' in Wahrheit, blickt man den 'Ösis' und den anderen Europäern 'unter die Tuchent'.

    Sie werden sagen, da gäbe es noch mehr zu sagen, was sich da alles politisch und gesellschaftlich so 'unter der Tuchent' abspielt ... bei uns und anderswo, das Schuldenbarometer zeigt die Summe der Schandtaten und neuerdings die Haftungshöhen, die man nach den derzeitigen Aussichten ruhig zu den Schulden wird zählen dürfen.

    Politiker, die das gegen das Volk der Fleißigen tun, die Fleißigen sind ja inzwischen schon in der Minderheit, man hat ja genug intensiv 40 Jahre lang Faule herangezüchtet, die sind kurzsichtig und verantwortungslos und sägen den eigenen Ast ab, auf dem sie sitzen.

    Meine Damen und Herren Politiker !

    40 Jahre lang haben Sie die Arbeit vertrieben, Faule herangezüchtet, Faulheit gepredigt, Unnötiges beschlossen, Schulden gemacht und aufs Volk anschreiben lassen, Versprechungen für Schuldscheine gemacht, um wiedergewählt zu werden, nun wollen Sie die, die noch die einzigen hier verbliebenen Plusposten sind, auch noch abschlachten, deren Arbeit ächten lassen und sie ausrauben und zwangsenteignen.

    Denken Sie daran, was die Zukunft sein soll, nicht das Morgen und die nächsten 3 Wochen, nein, das Übermorgen und die nächsten Jahrzehnte.

    Sie sind, rückblickend betrachtet, die Versager, der Irrweg der letzten 40 Jahre mit ihren falschen Versprechungen, Lügen, Verheimlichungen, Manipulationen, mit Ihrer Korruption und Ihrer persönlichen Bereicherung, mit Ihrer Klientelpolitik und Ihrer Verweigerung der Wahrheit und der Fakten, mit Ihren Ablenkungsmanövern, etc., etc. und Sie haben das Volk ins Verderben geführt und wollen sich nun Ihrer letzten Chance der Umkehrmöglichkeit berauben, indem Sie die Fleißigen ächten, ausrauben, vertreiben und zu Kleinholz verarbeiten. Maximal politisches Kleingeld werden Sie dafür ernten und der Schaden wird unwiederbringlich und furchtbar.

    In die Zukunft betrachtet, Umkehr ist angesagt und Wahrheit, Neuanfang unter übelsten Bedingungen, in die Sie uns gebracht haben, Reformen sind angesagt, Verbesserung und Sparen ist angesagt, das Predigen der Tugenden ist angesagt und Fleiß ist zu loben, statt zu zerstören.

    Es ist dies, genauer betrachtet, auch Ihre einzige Chance, persönlich zu überleben.

    Üben Sie Ihr Mandat aus ! Oder treten Sie zurück !

    • socrates
      19. Juli 2012 11:15

      Diejenigen, welche die Staatsschulden gemacht haben, haben das Geld dafür nicht erspart und nicht versteuert. Weder Elsner noch Flöttl haben gespart, noch Rapid, und versteuert haben sie nichts. Den ESM sollen die, die das Geld erspart und versteuert haben, bezahlen. Gekauft haben sie ihn nicht!
      Ehrliche Politiker und Direkte Demokratie hilft. Island zeigt es uns!

    • dssm
      19. Juli 2012 11:41

      @sokrates
      Island ist ein gutes Beispiel. Die haben eine eigene Abteilung der Polzei gegründet um die Bankster und Politikverbrecher dingfest zu machen. Die ersten paar wurden schon verurteilt und zwar zu mehr als drei Jahren Haft, ohne Bewährung - in Island eine unglaublich hohe Strafe.
      Die Isländer haben die Banken krachen lassen, entsprechend geht es jetzt wieder bergauf - ich vergönne es diesem fleißigem Volk.
      Die Ersparnisse sind weg, aber wo Freiheit und Rechtssicherheit herrscht, kann man sich wieder herausarbeiten.

    • FranzAnton
      19. Juli 2012 11:44

      Ausgezeichnet, Herr Maierhofer; man kann es schwerlich besser formulieren.

      Ein winziger Lichtblick in der dräuenden Schuldenhölle fiel mir bei den Nachrichten auf: Es ist die Grazer Bürgerbefragung hinsichtlich Parkpickerl. Die Meisten haben daran per Internet (!) teilgenommen; welch eine Demonstration der direktdemokratischen Möglichkeiten!
      Natürlich wehren sich unsere Marxisten (eigentlich hätte Marxismus analog dem Nationalsozialismus gesetzlich verboten werden müssen; die unfassbaren Schand - und Mordtaten der Marxisten sind ausschließlich mit jenen der Nazis vergleichbar; von solcher Ideologie ist niemals Vernünftiges zu erwarten, auch nicht von unseren harmloseren Genossen, die derartiges nie getan haben; aber die Basis ihres Denkens beruht auf demselben verderblichen Bullshit) gegen Direktdemokratie (siehe Häupl ganz egal, wer, oder welche Partei sich dies auf die Fahnen heftet, bitte möglichst unterstützen!! A.U. hat dies in letzter Zeit mehrfach thematisiert; wohl will mir scheinen, daß so manche hier Mitdiskutierenden die Durchschnittsmenschen für nicht qualifiziert genug halten; denen stelle ich die Frage: Hätte das Volk es noch schlimmer hinkriegen können, als die Politik der letzten Jahrzehnte es zu Wege gebracht hat? Niemals wäre es m.E. mit Österreich so weit gekommen, hätten die österreichsichen Menschen die Möglichkeit gehabt, ihre Stimmen zu vielen Thematiken zu erheben; beginnend bei der Verschuldung, über Abtreibung, Gendernonsens, Familienzerstörung, Homo & Lesben - Bevorzugung, Männerbenachteiligung, Gesamtschule, etc., etc.

      Hoffentlich fällt bei FPÖ und ÖVP noch zeitgerecht der Groschen! Mit Direktdemokratie könnte Österreich vorrangig den ganzen Schuldenwahnsinn stoppen!! Und alle anderen hochtoxischen marxistischen Auswüchse gleich dazu!

    • dssm
      19. Juli 2012 12:46

      @FranzAnton
      Direkte Demokratie:
      Den Genderwahnsinn (...) stoppen - ja.
      Aber den Schuldenwahn - niemals. Die überwiegende Mehrheit der Wähler ist Nettoempfänger von staatlichen Tranfser-Leistungen.
      Im Wahlkampf von R.Reagan habe ich den Spruch aufgeschnappt: Vote Democrat, it is easier than working.

    • phaidros
      19. Juli 2012 14:35

      »Turkeys don't vote for Christmas.«

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 15:42

      Liberals just vote for "Ramadan"...

    • socrates
      19. Juli 2012 22:30

      Die Fische sind ein schlechtes Beispiel: 1945 warfen die Russen Handgranaten in die Thaya und andere Gewässer und fischten sie leer. Fische, die im Viktoriasee ausgesetzt wurden, zerstörten die einheimische Fauna und machten die Fischer brotlos. Die Griechen waren auch gute Dynamitfischer. Wer Schuldscheine ins Wasser wirft, wird nichts dafür bekommen. Anleger können mich gerne am Meer besuchen und es ausprobieren!
      Die Anlegermafia hat Politiker gekauft oder betrogen. Die Politiker haben ihr Mandat mißbraucht und suchen Bürgen, auf die sie ihren Mist abladen können. Auf Grund der LIBOR und anderer Betrügereien und Geldwäschereien sollen Großinvestoren genauso büßen wie Lebensmittelketten, die für eine Maus im Burger Millionenbeträge zahlen. Jetz ist der Augenblick, die Investoren zur Verantwortung zu ziehen. Ihre Unterstützer, die bei ihnen Geld investiert haben, sollen noch zahlen! Der Schaden für die Wirtschaft ist sicher nicht größer als der, der beim Ausrauben der Kleinen entsteht.
      In F wird eine Reichensteuer für Einkünfte über 1,000.000 p.a. gefordert. Das verstehe ich. Aber die Erhöhung der Mwst nach der Wahl ist Betrug am Volk!

    • FranzAnton
      20. Juli 2012 08:09

      @Sokrates:

      Hauptverantwortlich für unser Staatschuldendesaster tragen die marxistisch orientierten Parteien und deren Wähler; vorrangig diese müssen, gerechtigkeitshalber (denn !!! sie sind die wahren Schuldigen !!!) für die angerichtete Malaise zur Verantwortung gezogen werden.

      Alle anderen haben sich gegen den Staatsschuldenirrsinn nicht ausreichend gewehrt, und sich dadurch mitschuldig gemacht.

      Einzige gerechte Rettungsmaßnahme daher: rauf mit der Mehrwertsteuer, etwa auf 25 %, bis wir wieder Boden unter die Füße bekommen.

      Die fleißigen Sparer bestrafen zu wollen halte ich für pure marxistische Niedertracht, welche fürchterliche Konsequenzen in sich birgt, wie eben Unmoralisches dies an sich hat:
      Die Schuldigen am Desaster kämen ohne Konsequenzen davon, was sie nur ermuntern würde, auf diesem Weg weiter zu gehen; auf diese Weise würden wir die elendigen Marxisten erst dann los, bis sie überhaupt alles Wertvolle und Richtige zerstört und uns in die Schuldenhölle geführt hätten.
      Jeder rational Denkende wird, auch gegen die eigenen Emotionen, weil er etwa ein in der Wolle gefärbter Roter ist, die Richtigkeit der Überlegung "Die Schuldigen müssen die Konsequenzen ihres Handelns tragen!" zugestehen müssen. Uneinsichtige wird es natürlich immer geben; ich glaube aber nicht, dass sie die Mehrheit in diesem Land haben.

    • socrates
      20. Juli 2012 14:35

      FranzAnton
      Warum enteignen, die normalen Gesetze anwenden genügt: Barclay hat meht als 15Mrd erschwindelt und soll nur 360.000 Strafe zahlen. Üblicherweise muß der Schaden ersetzt werden, die Steuer kommt dazu und als Strafe Verdopplung der Summe, wie bei kleinen Unternehmen. Das sind die ersten 50 Mrd. Dann kommt HBSC mit 1.000 Mrd illegaler Einnahmen, nach demselben Rezept zahlt sie 4.000 Mrd, usw. Die An diesen Firmen beteiligt sind, haben es freiwillig gemacht und verloren. Da bekommen wir noch etwas.
      Nach Lafontaine: Nach wie vor gilt das Wort des Gründungsherausgebers der FAZ Paul Sethe: Die Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Die Meinung dieser Leute deckt sich bekanntlich nicht mit den Positionen der kleinen Steuerzahlern, und so sieht die Berichterstattung über die Rückzahlungen dann auch oft aus.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2012 21:19

      @ FranzAnton 19. Juli 2012 11:44

      ..."eigentlich hätte Marxismus analog dem Nationalsozialismus gesetzlich verboten werden müssen; die unfassbaren Schand- und Mordtaten der Marxisten sind ausschließlich mit jenen der Nazis vergleichbar; von solcher Ideologie ist niemals Vernünftiges zu erwarten, auch nicht von unseren harmloseren Genossen, die derartiges nie getan haben; aber die Basis ihres Denkens beruht auf demselben verderblichen Bullshit"

      Mein Reden. Genauso ist es.
      Kein irgendwie relevanter Unterschied zwischen den Global- und Nationalsozis.

      Die Verbrechen von Stalin & Co. übertreffen jene von uns Sozi Adolf außerdem noch bei weitem.

      xRatio

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      21. Juli 2012 08:04

      Es kann keine Umkehr geben. Wer sollte diese bewerkstelligen?

      Das Gesellschaftsmodell ist zum Selbstläufer geworden. Alles ist mit allem verbunden, die Politiker selbst sind ebenso hilflos wie alle anderen Mitglieder der Gesellschaft, gleichgültig, welche Position diese bekleiden. Der Motor wird so lange laufen, bis der Treibstoff alle ist.

      Der Treibstoff ist das Fiatgeld. So lange dieses vom Machtmonopol aus dem Nichts produziert wird, gibt es keine Chance auf eine Wiederetablierung des Leistungsmodells – dies gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche. Besonders klar zu beobachten in der Pädagogik.

      Die „gerechte“ Gesellschaftsordnung basiert allein auf persönlicher Leistung. Die Anerkennung der Leistung zeigt sich in strikten Gesetzen zum Schutz des Eigentums. Was ist denn die Alternative zur Leistung? Willkür! Herrscherwillkür oder – schlimmer noch – Behördenwillkür, deren Anonymität schon manchen Bürger zur Verzweiflung gebracht hat

      Kein Leben ohne Leistungshierarchie! Ich will nicht von meinem Bruder gemaßregelt werden, sondern vom Geschick. Daß Gleichheit das oberste Prinzip der Gesellschaft sein könnte, ist ein Glaube, der viel Elend über die Menschen gebracht hat und noch bringen wird.

      Der Aspekt Leistung wirkt mäßigend auf Machtgelüste, es gibt den Tüchtigen eine Chance, und weil die Möglichkeiten unendlich sind, ist so gut wie niemand ausgeschlossen. Kleinräumige Hierarchien erzeugen echte Selbstverantwortung und einen positiven, einen wohlstandsmehrenden Wettbewerb. Auch heute haben wir einen Wettbewerb – auch der Sozialismus funktioniert nach marktwirtschaftlichen Prinzipien, da diese ein neutrales Lebensgesetz sind, nur daß wir heute einen Wettlauf der Abzocker erleben. Man fetzt sich auf allen Ebenen um die physischen Vorräte, die Güter, das Ersparte. Dies wird – leider – erst dann aufhören, bis alles aufgezehrt ist. Darüber mache ich mir persönlich keine Illusionen. Die Frage ist lediglich, wann der Tief- und stattfindet.

      Das Leben selbst ist nicht gerecht, wer wüßte das nicht! Geistige Unreife zeigt, wer anstelle der Leistung und des darauf fußenden Sondereigentums (Mises) den Befehl setzen möchte. Markt oder Befehl, Freiheit oder Befehl, das ist die Grundfrage, vor der jeder gesellschaftliche Verband steht. Der Markt schenkt Freiheit und Wohlstand. Der Befehl das Gegenteil.

      So lange es das Papiergeldmonopol des Staates gibt – eines Staates, der längst nicht mehr das ist, als was er installiert wurde, nämlich ein bürgerliches Bollwerk gegen räuberische Herrscher – so lange also dieser selbst zum Räuber mutierte Staat das Papiergeldmonopol besitzt, wird es nichts mit Umkehr und Honorierung von Leistung werden. Wir alle müssen – mitgefangen, mitgehangen – den Weg gemeinsam gehen, und das Ende wird kommen, auf die eine oder andere Weise. Danach erst wird wieder Leistung gefragt sein.

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      21. Juli 2012 08:11

      socrates, Sie schreiben:

      "Die Politiker haben ihr Mandat mißbraucht"

      Leider Niete. Die Politiker haben, im Gegenteil, ihr Mandat höchst nutzbringend benutzt! Bestmöglich! Das Moralisieren und Bewerten bringt nichts zum Verständnis des Systems. Der Fehler liegt im System, nicht bei den Menschen.

      Dieselbe dümmliche Verteidigung findet auch der unerträgliche Sozialismus, der angeblich nur deshalb nicht funktioniert, weil die Machthaber ihn "mißbrauchen" ...

    • Josef Maierhofer
      21. Juli 2012 11:11

      @ dickbrettbohrer

      Dann meinen Sie also, dass Systemfehler nicht behoben werden können ?
      In der Praxis mögen Sie schon recht haben, dass es sehr schwer möglich sein wird, umzukehren.

      Es ist schon, wie etwa im Gesundheitsbereich, die Menschen fressen in sich hinein und saufen bis zum Zusammenbruch. Vorher lassen sie sich nicht bekehren und nachher ist es zu spät fürs Leben.

      Solange jemand Mindestsicherung (ein gefährliches Gift) bekommt, wird es ihm nicht im Traum einfallen Arbeit zu suchen, solange die Politiker privilegiert sind werden sei auch nicht im Traum ans Volk denken, von dem sie bezahlt werden, sondern an sich.

      Es gäbe viele Beispiele im Leben anzuführen, wo Umkehr gefordert wäre und nicht getan wird, bis zum Zusammenbruch.

      Ich persönlich habe es in der Gesundheitsgefahr geschafft, mein Leben umzustellen und umzukehren und es geht mir viel besser. Bewegung schadet nie, auch politische Bewegung, wirkliche, echte Bewegung, aber Sie schreiben schon mit gewisser Realität, dass die Menschen mehrheitlich zu Änderungen an sich selbst nicht imstande sind, auch wenn es nötig wäre.

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      21. Juli 2012 11:29

      Lieber Herr Maierhofer,

      da haben wir was gemeinsam! Sie schreiben:

      „Ich persönlich habe es in der Gesundheitsgefahr geschafft, mein Leben umzustellen und umzukehren und es geht mir viel besser. Bewegung schadet nie, auch politische Bewegung, wirkliche, echte Bewegung, aber Sie schreiben schon mit gewisser Realität, dass die Menschen mehrheitlich zu Änderungen an sich selbst nicht imstande sind, auch wenn es nötig wäre.“

      Klingt, als ob Sie meine persönliche Situation beschreiben.
      Und was haben wir daraus gelernt?
      Daß wir die Verantwortung für unsere Gesundheit (und unser gesamtes Dasein) nicht bequemerweise an jemanden anderen delegieren dürfen. Gesund und wirtschaftlich zu leben ist anstrengend, und eine Garantie für Erfolg gibt es nicht. Letzteres dürfte der Grund sein, weshalb viele davor zurückschrecken, das persönliche Geschick in die eigene Hand zu nehmen. Sie ertragen es nicht, sich um etwas zu bemühen, das man dann eventuell nicht entlohnt bekommt. Ein kleines Quentchen Glück gehört nämlich auch zum Leben.

      Und da kommen wir schon wieder zur Politik: inzwischen sind fast alle Insassen des Wohlfahrts- und Umverteilungsstaates von diesem abhängig, direkt oder indirekt. Der Ökonom Professor Polleit nennt das „kollektive Korruption“. Sobald die Mehrheit in einem System von diesem abhängig ist, kann es keine Vernunftsumkehr geben. Es gibt niemanden, der die Autorität oder die Gewalt hätte, ein solches System zu ändern. Nun ist die Natur unbarmherzig. Sie schlägt zu, nachdem sie lange und scheinbar gelassen zugeschaut hat: da staunt der Mensch, den ein Herzinfarkt mitten aus dem Leben holt, da wundert sich der an Gelenken Erkrankte, da sagt der Adipöse, ich esse ja gar nicht viel und so fort. Erschrecken die Leute, wenn die Wirtschaft zusammenbricht und es eine Hyperinflation gibt. Scheinbar plötzlich, in Wirklichkeit nur der Endpunkt einer langen Entwicklung.
      Den Zeitfaktor bezieht kaum jemand ein.

      Und das ist in der Wirtschaft nicht anders. Was jetzt als Rettung erscheint und gut tut, wird in Zukunft großen Schaden anrichten. Die Zusammenhänge sind um so schwerer zu durchschauen, je weiter Schadenursache und Schadenfolge auseinanderliegen.

      Die Gesundheit ist ein hohes Gut, und gerade in Krisenzeiten unschätzbar wertvoll. Seien Sie dankbar, daß Sie wenigstens hierbei ohne staatliche Subventionen leben können, Herr Maierhofer!

      Und jetzt auf zum Joggen!

      Übrigens: Hier ist der lesenswerte Aufsatz von Prof. Polleit:

      http://www.rottmeyer.de/kollektive-korruption-warum-es-kein-freiwilliges-aussteigen-aus-dem-fiatgeld-standard-geben-wird/

  23. Wolfgang Bauer
    19. Juli 2012 09:16

    Der deutsche Aufwärmer dieser alten Methode, sich weiteres Geld zum Hinausschmeißen zu holen, hat ermittelt, dass so 230 Milliarden Euro aufzubringen wären. In Deutschland. Auf Österreich heruntergerechnet wären das 25 Mrd. zum Schuldenabbau.

    Heuer macht unser Staat etwa 12 Mrd. neue Schulden. Da könnte man glatt 2 Jahre Defizit finanzieren! Das wär doch ein enormer Sanierungserfolg, oder?

  24. terbuan
    19. Juli 2012 08:35

    Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann greift man in die Mottenkiste scheinbar erfolgreicher Sanierungsmaßnahmen. Dazu ein Auszug aus dem Wiki-Beirag über Zwangsanleihen:

    Im Deutschland wurde nach dem Ersten Weltkrieg 1922 eine Zwangsanleihe eingeführt um den Reparationsforderungen nachkommen zu können. Unter dem Eindruck der Hyperinflation war die Möglichkeit des Reiches, sich auf dem Kapitalmarkt zu finanzieren zusammengebrochen. Zeichnungspflichtig waren alle am 1. Januar 1923 vermögensteuerpflichtigen Personen mit einem Vermögen über 100.000 Mark. Die Zeichnungspflichtigen hatten von den ersten 100.000 Mark ihres Vermögens 1 Prozent und von den nächsten 150.000 Mark 2 Prozent zu zeichnen. Der Höchstsatz war bei einem Vermögen von 1.000.000 Mark und einem Satz von 10 Prozent erreicht. Eine Tilgung war ab November 1925 vorgesehen. Hierzu kam es aber nicht, da die Guthaben durch die Deutsche Inflation 1914 bis 1923 vollständig vernichtet wurden. Faktisch war diese Zwangsanleihe zu einer Vermögensabgabe geworden.

    Ergänzende Lektüre dazu das von Anton Volpini schon zitierte Buch von Adam Ferguson "Das Ende des Geldes"
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/2.1716/1-000-000-000-000-mark-11114912.html

    Wir befinden uns auf dem Weg in die Katastrophe, ihre Protagonisten gehen schon aus der Deckung!

    • phaidros
      19. Juli 2012 09:49

      Während Hrn. Volpinis Buchtipp, jedenfalls der Rezension nach zu urteilen, sich eher an den historischen Ablauf des Fallbeispiels Weimarer Republik orientieren dürfte, möchte ich eine als Ergänzung und zur Abrundung ein Büchlein emfpehlen, das sich aus eher theoretischer Sicht dem Thema nähert:

      Thorsten Polleit, Michael von Prollius: »Geldreform - Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld«, Lichtschlag, 184 S, 2010.

      Der Klappentext: Alle wichtigen Währungen der Welt sind staatliches Zwangsgeld. Staatsgeld ist ethisch defekt und inflationär. Es sorgt für Wirtschafts- und Finanzkrisen. Und es mündet in eine Überschuldungsklemme, welche die freiheitliche Gesellschaftsordnung gefährdet.

      »... Polleit und von Prollius geben eine klare und verständliche Analyse der Krisenursache. Sie zeigen nicht nur auf, welche zerstörerische Wirkung das Staatsgeldsystem für die Marktwirtschaft hat. Sie weisen auch den Weg aus der Misere: die Rückkehr zum freien Marktgeld.« (Frank Schäffler, Abg. z. deutschen Bundestag, FDP)


      (»Economics!« von Hazlitt war ebenfalls sehr erkenntnisreich. Konzentriertes Lesen nötig.)

    • terbuan
      19. Juli 2012 10:01

      Danke für den Hinweis, phaidros

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 10:49

      Mit dem "ECHO-Taler" könnten wir aus der "Zinsgeldfalle" aussteigen... Diese "Währung" eignet sich jedenfalls nicht für "BörsenSpekulationen" oder "Fonds-Befeuerungen"... Ist reines Tauschmittel für "Hardware".

      Vorbilder: "Rheingold" und "Chiemgauer"

      http://krisenfrei.wordpress.com/2011/04/11/zinsgeld-oder-freies-marktgeld/

    • Johann Scheiber
      19. Juli 2012 10:50

      Phaidros, das Buch vom angeblich schlechten Staatsgeld wird schon allein durch die Erfolgsgeschichte der DM restlos widerlegt und in die Unsinnsbibliothek des sogenannten Neoliberalismus eingeordnet.
      Gute Staaten gutes Geld - schlechte Staaten schlechtes Geld! Da verläuft die Trennlinie, nicht zwischen Staat und Privat.
      DM, Gulden und Schilling waren hart, alles andere war Blech. Na und, da wurde eben abgewertet und alle haben gut gelebt. Dorthin müssen wir zurück und nicht tiefer in die Sklaverei, wie dies der Chefdirektor von Barclay (Rothschild) Capital Deutschland offenbar vorhat. http://digg.com/news/story/The_Board_Of_Rothschild_Barclays_PLC_Buys_Lehman_Fed_Stock

      Erst wurde uns der EURO aufgezwungen, dann wurde er vor die Wand gefahren und nun sollen wir weiter auf die Sirenentöne der NWO und ihrer Helferlein wie Polleit und Prollius abfahren.

      Nein danke!

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 11:20

      Johann Scheiber,
      "...das Buch..."

      Letztlich auch nur eine der unzähligen Variationen zum Thema: Freiheit ist gut, Staat ("Nation") ist schlecht. (“Zwei Beine sind schlecht, vier Beine sind gut”)

      Das hat mit der "Wirtschaftwissenschaft" nichts, aber gar nichts zu tun, ist nur ein reiner Lobbyismus, um Zinsgeldspielern risikofreies Zocken zu ermöglichen ...

    • phaidros
      19. Juli 2012 11:25

      Als ich Kritik an Sarrazins »Europa braucht den Euro nicht« angebracht habe, sg. Herr Scheiber, wurde ich gefragt, ob ich es denn gelesen hätte. Ich musste verneinen, aber eine später erfolgte Durchsicht ergab, dass meine Bedenken vollinhaltlich ins Schwarze getroffen hatten: mit den Zahlen, die Sarrazin in seinem Buch sorgfältig aufbereitet hat, lässt sich sicher alles Mögliche belegen, aber die Titelaussage nicht.

      Ihrem »ihrer Helferlein wie Polleit und Prollius« entnehme ich, dass Sie die Geldreform nicht gelesen haben können, sg. Herr Scheiber, oder täusche ich mich? Aber trotzdem kennen Sie die »richtige« Urteil: »Nein, danke.« Wurden Sie einmal mehr Opfer Ihres Beißreflex?

      So wie Sie, (»mit der DM ist alles gut gegangen«) können Sie nämlich auch argumentieren, dass Sie keinen Gurt brauchen, weil noch nie etwas passiert ist. Das sichere System ist nicht das, in dem nichts passiert ist (dafür kann es bishin zu »Zufall« viele Gründe geben), sondern das, in dem nichts passieren kann (dafür kann es nur einen geben).

      Die Empfehlung halte ich also aufrecht: »Geldreform«, Thorsten Polleit, Michael von Prollius, Lichtschlag-Verlag (spricht wohl für sich). Ich borge es Ihnen gerne, bin aber überzeugt, dass Sie es selbst in der Bibliothek haben wollen, wenn Sie es gelesen haben. Darf ich es zusenden?

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Johann Scheiber
      19. Juli 2012 12:51

      Sehr geehrter phaidros, ich hoffe, sie nehmen meinen ohne Zweifel vorhandenen Beißreflex nicht persönlich.

      Aber bei Polleit und Prollius müssen sie mehr an Money Power, Barclay Bank, Rothschild, Rockefeller denken als an den Lichtschlag Verlag. Da bin ich übrigens ganz gut eingelesen, war gut zwei Jahre Abonent von EF.

      Wenn man weiß dass der Großteil des Goldes nicht mehr in den Zentralbanken lagert, sondern bei Money Power, dann erscheint der Vorschlag von Polleit mit dem free banking und der Goldpreisbindung gleich in einem ganz anderen Licht. Das wäre die totale Weltgeldkontrolle, der finale Weltgeldbetrug. Um in diese Gasse zu kommen werden gerade die Währungen zerstört. Die Neoliberalen stehen an krimineller Energie den Bolschewiken, ihren dialektischen Helfern, kaum nach.

      http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/devisen/interview-mit-thorsten-polleit-die-geldordnung-muss-reformiert-werden-seite-2/3107424-2.html

    • Martin Bauer
      19. Juli 2012 12:56

      ..Das sichere System ist nicht das, in dem nichts passiert ist (dafür kann es bishin zu »Zufall« viele Gründe geben), sondern das, in dem nichts passieren kann (dafür kann es nur einen geben)...

      Wenn sie mir noch sagen, wo ich das (Geld)System finde kann, das Einzige???

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 13:02

      Johann Scheiber,
      "...Die Neoliberalen stehen an krimineller Energie..."

      Es sind nicht die "Neoliberalen" (die WOLLEN regulieren!!!). Es sind die "liberalen" KOMMUNUSTEN und MARXISTEN... samt den "(inter)nationalen SOZIALISTEN!!!

      Bitte, bitte erinnern Sie sich an die "Marxisten" in den "Arbeiter- und Bauernstaaten"!... Die damaligen "Marxisten" hatten ein umfassendes Verständnis über die "Finanzwirtschaft"! Auch wenn damals die "verordnete" Währung in deren Staaten nur "Jeton-Charakter" hatte...

    • phaidros
      19. Juli 2012 13:33

      @Martin: Ich verstehe Deine Frage nicht ganz, lieber Martin. Auch nicht, was Du damit sagen willst. Dass es überall blöd gemacht wird ist kein Grund, sich damit abzufinden und keine Auswege aufzuzeigen. Mit der EU findet Ihr Euch ja auch nicht ab (wobei der Austritt eben kein Ausweg ist, weder aus der EU noch aus dem €).

      Vielleicht möchtest Du einfach »Geldreform« lesen, dort findest Du jedenfalls viele Antworten, was das Geldwesen betrifft.

      @Hr. Erich Bauer: 10:49 - eine Suada gegen die »Zinsgeldfalle«. Die ersten Sätze seines Links (gehört auch zu Ihrem Einwand der guten DM, sg. Hr. Scheiber - Hervorhebung von mir): »Alle Währungen beruhen auf Zinsgeld und werden den Bürgern vom Staat aufgezwungen. Durch die Umstellung (Währungsreform) von der alten D-Mark auf den Euro hat sich daran nichts geändert. Der Euro ist wie die D-Mark ein staatliches Zinszwangsgeld,...«

      31 Minuten später erklärt Hr. Bauer uns, das Buch - das exakt in diese Kerbe schlägt! - habe: »mit der "Wirtschaftwissenschaft" nichts, aber gar nichts zu tun, ist nur ein reiner Lobbyismus, um Zinsgeldspielern risikofreies Zocken zu ermöglichen ...«

      Das verstehe wer will.

      Aber andere bezeichnet er eifrig als Eristiker (so gerne auch mich - was mir unter diesen Aspekten ja durchaus eine Beruhigung ist)

      @Hr. Scheiber: ich greife einfach einmal die ersten beiden Fragen aus dem Interview heraus:

      F: Wie könnte ein Ausweg aussehen?

      A: "Free Banking" heißt die Lösung, also das Privatisieren des Kredit- und Geldsystems. Die vorhandenen Bankverbindlichkeiten werden an das Gold angebunden, das noch in den Kellern der Zentralbanken lagert. So erhält die ausstehende Papiergeldmenge einen Anker. Danach können Angebot und Nachfrage frei über die Quantität und Qualität des Geldes befinden. Vermutlich würde ein Goldstandard entstehen, oder ein Bimetallismus, in dem Gold und Silber Anker des Geldes werden.

      F: Welche Staaten hätten Interesse an einer Goldpreis-Bindung?

      A: Nochmal, es geht um das Privatisieren des Kredit- und Geldsystems. Vermutlich haben die Regierungen selbst kein großes Interesse an einem Geldsystemwechsel, denn sie brauchen das Papiergeld, um den Umverteilungsstaat zu finanzieren. Aber die Bürger haben ein Interesse an gutem Geld.


      In meinen Ohren klingt das grundvernünftig.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • dssm
      19. Juli 2012 13:35

      Ich bin überrascht welch völlig verschiedene Bilder hier aufeinandertreffen.
      Erfolgsgeschichte: DM.?!?! Nur weil man unter lauter Blinden der Einäugige ist, sollte dies doch nicht als Erfolg verkauft werden, der Vergleich muß mit vor 1914 gemacht werden, da sieht es dann ganz anders aus – oder bitte gegenteilige Quelle beibringen.
      Das Gold liegt bei den gorßen Banken?!?!? Wir wissen nicht ob die bilanzierten Goldmengen der Notenbanken noch physikalisch und unbelastet vorrätig sind. Da jede Kontrolle verhindert wird, ist jede Aussage spekulativ, wenn auch die Argumente der Kontrollgegner sich mir nicht erschließen. Ich kenne doch einige Bankbilanzen, aber keine wo nennenswerte physikalische Goldmengen angegeben werden – bitte eine verifizierbare Quelle nachreichen.
      Lobbyist der Zinsgeldspieler: Polleit habe ich gelesen, der ist ja eindeutig Österreichsiche Schule, das ist wohl das Gegenteil – bitte auch hier die Stelle nennen!

    • Johann Scheiber
      19. Juli 2012 13:38

      Sie haben schon recht, Erich Bauer, die Neoliberalen sind ja eigentlich die Sozialen Marktwirtschaftler. Die Unterscheidung ist aber semantisch nicht mehr aufrechtzuerhalten. Faktisch auch nicht, denn das free banking des Barclay-Direktors hat mit Sozialer Marktwirtschaft sicher nichts zu tun. Nicht umsonst attackiert Frank Schäfflers Assistent in ECHO3 Preußen, das Urmodell der Sozialen Marktwirtschaft.

    • phaidros
      19. Juli 2012 13:41

      »Lobbyist der Zinsgeldspieler: Polleit ... ist ja eindeutig Österreichsiche Schule

      Stimmt natürlich.

      »bitte auch hier die Stelle nennen!«

      Meiner Beobachtung nach läuft das etwas anders, sg. dssm. Wenn Hr. Erich Bauer provozieren will, nimmt er einfach wahllos irgendein Detail her, stellt irgendeine Behauptung in den Raum und hofft, Sie so aus der Reserve locken zu können - mehr ist da gar nicht dahinter. Das hat er wohl so in irgendeiner Parteiakademie gelernt, wo man so etwas für schlau hält.

    • phaidros
      19. Juli 2012 13:42

      Na, das ist lustig, Hr. Scheiber! Frank Schäffler ist der, von dem das Zitat im Klappentext zur Geldreform stammt.

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 13:45

      "...Der Euro ist wie die D-Mark ein staatliches Zinszwangsgeld,..."

      Wo ist da der "Widerspruch". Den muß man wohl künstlich herstellen, wenn man nicht um die nächste Ecke denken will.

      Unter der D-Mark gab es genausowenig staatliche Budgetdisziplin! Trotz "Golddeckung"...

    • phaidros
      19. Juli 2012 13:48

      »Künstlich hergestellt« ist einzig eine Golddeckung der DM. Lediglich die Reichsmark war bis 1931 goldgedeckt. Die DM war von Anfang an Papiergeld.

    • Johann Scheiber
      19. Juli 2012 13:51

      dssm, wenn der chief german economist von Barclays Capital Deutschland ein Österreicher ist, dann sollte man beginnen über die Österreicher nachzudenken!

    • phaidros
      19. Juli 2012 13:57

      Ich hoffe, Sie meinen damit, weil einer Österreicher ist, sollte man über die Österreicher nachdenken (was eine andere Diskussion wäre), und nicht, man sollte deswegen über »die Österreicher« (Protagonisten der Schule der Nationalökonomie) nachdenken.

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 14:05

      "... die Reichsmark..."

      Die Wenigsten haben eine Ahnung über die "Reichsmark"... Goldzähne... :,(

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 14:58

      dssm,
      "..Österreichsiche Schule..."

      Die "österreichische Schule" hat für einer arbeitsteilige, globalisierte Wirtsschat nichts ma Hut... Sie ist dafür nicht im Geringsten relevant.

      Sie haben völlig recht mit Ihrer "Staatstheorie". Ein Gemeinwesen ("staatlich") kann nur in einer, homogenen von Reziprozität gestaltet, halbwegs überschaubaren Form "funktionieren"... Aus dem einfachen Grund, weil darüber hinaus NIEMALS ein "selbstregulierender Markt" entstehen kann!

      Vielleicht erinern Sie sich noch an unsere Diskussion über "Iron Maggie"... Es konnte nicht funktionieren. Wenngleich ich diese Frau sehr verehre...

      Was Ihnen dieser "Haustroll" von meiner vermutlichen "Schulung" in Parteiakademien reindrücken will... bitte, vergessen Sie das. Obwohl ich nicht das geringste Problem damit hätte es "zuzugeben", wenn es der Fall gewesen wäre...

    • phaidros
      19. Juli 2012 15:13

      Naja, Fakt ist, dass der Haustroll (aus Ihrem Mund ein Adelsprädikat - danke!) gerade eben erklärt hat, dass die DM von Anfang an Papiergeld war, und nicht, wie von Ihnen behauptet, Herr Bauer, goldgedeckt. (Das war der wichtige Teil, nicht der über die Reichsmark)

      Dass dadurch der Widerspruch zwischen ihren Postings ein eklatanter ist, und nicht, wie von Ihnen behauptet, Herr Bauer, erst künstlich hergestellt werden muss.

      Dass keineswegs der Beweis erbracht ist, wie von Ihnen behauptet, Herr Bauer, dass es unter Golddeckung ebensowenig Budgetdisziplin gäbe wie jetzt.

      Dass man, mit einem Wort, Hr. Bauer, Ihre Aussage: »Das Buch ... hat mit der "Wirtschaftwissenschaft" nichts, aber gar nichts zu tun, ist nur ein reiner Lobbyismus, um Zinsgeldspielern risikofreies Zocken zu ermöglichen ...« bei den übrigen ablegen kann.

      Sehen Sie, sg. dssm, so läuft das! ;-)

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 15:24

      Haustroll,

      Sie verwirren mich... :-)))

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 16:40

      Haustroll,
      "....Dass keineswegs der Beweis erbracht ist, wie von Ihnen behauptet, Herr Bauer, dass es unter Golddeckung ebensowenig Budgetdisziplin gäbe wie jetzt..."

      Ich dachte, der Beweis wäre damit erbracht... :-)

    • Johann Scheiber
      19. Juli 2012 17:20

      Zu diesem Thema ein Auszug aus einer Diskussion mit Prof Hankel.
      Mittendrin ein geniales Nestroy-Zitat!

      Vom Geld und anderen Aliens.
      Von Harald Harzheim

      So, nun der versproche Auszug aus dem Artikel: Zentralbanken abschaffen – oder kontrollieren? Mit O. Janich, W. Hankel, E. Hamer und J. Elsässer

      (…)

      Oliver Janich (ehem Focus-Money, Partei der Vernunft: (…) Wir wollen, dass die Menschen frei entscheiden, welches Geld sie benutzen. Warum ist es so wichtig, dass ich mich selber entscheiden kann? (…) Wenn der Saat vorschreibt, welche Währung Sie benutzen müssen, dann verdrängt das minderwertige Geld das gute Geld aus dem Markt. (…) Wenn die Händler das schlechte Geld annehmen müssen, also die schlechte Goldmünze oder den Euro, dann versuchen die Bürger, das Geld loszuwerden, und die Händler müssen es annehmen und verlangen immer mehr, dadurch kommt die Inflation zustande, und das gute Geld wird gehortet, zuhause unterm Kopfkissen. Wenn dieses wegfällt, diese Vorschrift, welches Geld Sie benutzen müssen, setzt sich automatisch das wertstabilste Geld durch, weil Sie automatisch darauf bestehen, im wertstabilsten Geld bezahlt zu werden. Das hat auch immer wieder funktioniert, es gab ja immer wieder auch Phasen, in denen der Staat kein Geldmonopol hatte. In Amerika wurden drei Notenbanken abgeschafft – immer wenn sie abgeschafft wurden, sind die Preise gesunken, also langfristig stabil geblieben oder leicht gesunken. In den hundert Jahren vor Gründung der US-Notenbank Federal Reserve sind die Preise sogar um 20 Prozent gesunken. (…).

      Das Problem ist, ich kann die Rettungspakete schon ablehnen, da mache ich auch gerne eine Allianz mit allen anderen. Aber die Rettungspakte sind nur die logische Folge dieses Papiergeld-Experiments. Wir können natürlich wieder zur D-Mark zurückkehren, natürlich war die D-Mark stabiler als alle andren Währungen, aber sie war auch nicht stabil. Die D-Mark hat 80 Prozent ihres Wertes verloren. Das war der Einäugige unter den Blinden. Das heißt: Wenn sie nicht an das eigentliche Problem gehen, nämlich das Papiergeldmonopol, dann nützt ihnen nichts etwas. (…) Wir sollten jetzt zusammenstehen (…) und alle gemeinsam dieses 2000 Jahre alte Versklavungssystem namens Geldmonopol abschaffen.

      Jürgen Elsässer (COMPACT-Chefredakteur): Wir sind uns einig im Widerstand gegen das Euro- System. (…) Die Frage, die Oliver aufgemacht hat: Die Gegenkraft, gegen den Euro-Wahn, ist das die weitere Deregulierung des Marktes? Auch unter Einschluss des Geldmarktes, der auch privatisiert werden soll? Oder ist die Gegenkraft gegen den Euro-Wahn die Stärkung des Nationalstaates? (…)

      Professor Wilhel Hankel (Kläger gegen den Euro, unter Kanzler Willy Brandt für Geldpolitik zuständig): (…) Es gibt keine Rettung durch den Markt in dieser Krise, denn die Krise ist durch einen zügellosen Markt hervorgerufen worden. Und wenn das richtig ist, (…) dann muss der Markt Zügel kriegen, und nicht weiter hofiert werden. Und die einzige Kulturinstanz, die ich seit (…) viel tausend Jahren kenne, die einen Markt zügelt, ist der Staat. Das Problem des Staates aber, seit wir ihn haben, ist, dass er meist schlecht regiert wird. Aber das ist kein Grund, den Staat abzuschaffen, denn die Abschaffung des Staates bedeutet Anarchie, Recht des Stärkeren, Faustrecht. (…)

      Aber er (Janich) hat zum Beispiel völlig unrecht, wenn er meint, alles Übel kommt vom Papiergeld. Das ist völlig egal, aus welchem Stoff Geld gemacht wird. Das kann aus Gold gemacht werden, das kann aus Aluminium gemacht werden, das kann aus Nickel gemacht werden, das kann aus Leder gemacht werden, das kann aus Schweizer Käse gemacht werden. Entscheiden ist nicht der Rohstoff des Geldes, entscheidend ist, dass es nicht mehr Geld als Güter gibt. Ich hab außerdem Probleme mit der Österreichischen Schule. Ein wirklicher Anhänger der Österreichischen Schule war der Satiriker Nestroy, von dem stammt der schöne Satz: Die Phönizier haben zwar das Geld erfunden, aber zu wenig.

      Es geht entscheidend wirklich nur darum, zwischen Geld und Gütern ein Gleichgewicht zu bewahren, und das ist auch der einzige Grund, warum wir eine Zentralbank brauchen, denn es ist ihre Aufgabe, die richtige Geldmenge zu finden. Das ist eine verdammt schwierige Aufgabe, aber es ist natürlich auch eine Aufgabe der Qualifikation der Leute (…). Wir hatten in keinem D-Markjahr, an das ich mich erinnern kann, eine höhere Inflationsrate als der Zuwachs der Löhne. Deutschland hatte in jedem D-Markjahr steigende Realeinkommen gehabt. Seit wir den Euro haben, haben wir fallende Realeinkommen. Und das ist der Unterschied.

      Anders als Herr Janich werde ich immer wieder sagen: Ein vernünftiger Staat schafft es auch, eine vernünftige Währung herzustellen. (…) Die deutsche Sozialverfassung (…) ist die historisch älteste der Welt. Sie ist von einem genialen Staatsmann geschaffen worden, der hieß Bismarck, und sie hat alle deutschen Katastrophen überdauert. Zwei Weltkriege, zwei Inflationen. Und dieser deutsche Sozialstaat, der kann (…) nur national geregelt werden.

      (Vollständig lesen, unter anderem mit den Beiträgen von Eike Hamer und Jürgen Elsässer, nur in der Printausgabe COMPACT 5/2012)

    • Erich Bauer
      19. Juli 2012 17:22

      Also,,, an alle Haustrole!

      Ich ziehe mich für heute zurück! Wenn ich jemanden "verletzt" habe, entschulidige ich mich... :-) Ehrlich!

      Daß man mir "unterstellt" hier, in diesem Blog, "hofiert" zu werden... dem kann ich nur mit absolutem Unvestständnis begegnen... Wos is mei Leistung! Wo sind die"Sternderln"... :-)))

    • phaidros
      19. Juli 2012 17:46

      Jetzt bin ich es, der verwirrt ist, Herr Scheiber: im Wesentlichen vollziehen Sie genau die Aussagen nach, die Polleit in der »Geldreform« beschreibt!

      Es gibt allerdings eine Stelle, da habe ich meine liebe Not: »Aber er (Janich) hat zum Beispiel völlig unrecht, wenn er meint, alles Übel kommt vom Papiergeld. Das ist völlig egal, aus welchem Stoff Geld gemacht wird. Das kann aus Gold gemacht werden, das kann aus Aluminium gemacht werden, das kann aus Nickel gemacht werden, das kann aus Leder gemacht werden, das kann aus Schweizer Käse gemacht werden. «

      Es geht beim Wort »Papiergeld« doch nicht um das Material (?!), sondern um die beliebige Vermehrbarkeit! Und kein Staat der Welt wird auch nur einen Tag lang der Versuchung widerstehen, Geld einfach zu produzieren, wenn er meint Geld zu brauchen. Papiergeld = Fiat Money, das ist das Übel! Da legt eher der vielzitierte Hund sich einen Wurstvorrat an. Und das ist der (einzige) Grund, warum ein Goldstandard heilsam wäre, wegen der nicht beliebigen Vermehrbarkeit. Aber mit irgendeiner besonderen Hochachtung vor dem einen oder dem anderen Material hat das rein gar nichts zu tun.

      Weiß ich alles unter anderem aus »Geldreform«.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      19. Juli 2012 20:27

      Übrigens, nochmal an sg. Hrn. Scheiber, als ehemaliger Abonnent des ef-magazins (Herausgeber: André Lichtschlag) interessiert Sie vielleicht, worüber ich da gerade gestolpert bin:

      http://ef-magazin.de/2012/06/22/3574-tagungsbericht-die-mark-banco-anlegertagung-in-hamburg (22. Juni 2012)

    • Johann Scheiber
      19. Juli 2012 21:11

      Da müssen sie noch einmal genauer lesen, phaidros. Hankel spricht sich klar gegen eine Marktlösung der Krise aus, zb durch Geldprivatisierung, wie dies Polleit vorschlägt. Die Folgen der Privatisierung im Kreditbereich sind bekannt. Bei totaler Liberalisierung des Geldes würden die Bankster dann wohl Geld drucken bis der Arzt kommt. Die Auftraggeber von Polleit bei Barclays sollen sitzen gehen, nicht auch noch Geld drucken dürfen.

    • phaidros
      20. Juli 2012 06:25

      Danke, ich glaube, dass ich durchaus aufmerksam lese. Im Gegenteil, Sie stolpern meines Erachtens über die beliebige Vermehrbarkeit, Herr Scheiber. Ob der Staat die Geldmenge vermehrt, oder ob es ein privater tut, in beiden Fällen entwertet das das Geld. Daran hat ein privater aber kein Interesse, sondern nur der Staat, der dauerhaft »sein« Füllhorn ausschütten möchte. Der private möchte, dass sein Geld wertvoll ist, damit es im Konkurrenzkampf bestehen kann.

    • phaidros
      20. Juli 2012 06:33

      Vielleicht kann man es so vergleichen: wenn die Gefahr bestünde, die Sie da sehen, Herr Scheiber, dürfte es auf dem Markt nur miese Billigschrottautos geben. Die Realität aber ist, dass Autos seit über 120 Jahren einfach nur immer besser werden: standfester, billiger, sparsamer, leiser, sicherer, komfortabler. Dafür gibt es einen einzigen Grund: Konkurrenz. Trabant und Yugo spielten in dieser Liga nicht.

    • Johann Scheiber
      20. Juli 2012 08:31

      phaidros, sie stolpern mit den "Österreichern" über das Verständnis eines vernünftigen Staatswesens. Staat und Währung gehören zusammen. Immerhin verlassen sich auch die Autoren noch auf die Missbrauchskontrolle des Privatgeldes durch den Staat.
      Schäffler ist ein System-Feigenblatt, wie Ron Paul.
      Hamburg hatte als politische Einheit eine eigene Währung - sehen sie!
      Den Banken das Gelddrucken zu überlassen wäre der höchste Gipfel der Absurdität, die Hunde, die auf die Leberwurst aufpassen.

      Sie halten natürch den Staat insgesamt für obsolet - er ist für Kommunisten und Liberale eben ein Absterbender. Daher ist ihre "österreichische" Geldposition nur konsequent.

      Für mich ist der (gut regierte) Staat die Bastion der Freiheit, daher bin ich,bei aller Anerkennung berechtigter Momente von Marx und Mises, in Gegner beider!

    • phaidros
      20. Juli 2012 09:27

      »Staat und Währung gehören zusammen.«

      Sagt wer?

      Ich wiederhole gerne auch den zweiten Buchtipp: »Economics!«

      Hazlitt lehnt sich soweit aus dem Fenster, dass er Wirtschaft in einer einzigen Stunde (englischer Buchtitel: Economics in one lesson), ja sogar in einem Satz lehren könne. Der Satz lautet: »Durchdenke alles bis zum Ende«.

      Und genau das passiert leider nicht, wenn man einfach postuliert: Staat und Währung gehören zusammen. Denn Grund gibt es keinen dafür - die Konsequenzen können wir aber alle sehen.

      »Sie halten natürlich den Staat insgesamt für obsolet«

      Sagt wer?

      Kein Liberaler hat mit einem gutgefügten Staat irgendein Problem.

      Bloß dass es den, wie man ohne ein einziges Gegenbeispiel sehen kann, nicht gibt. Insbesondere, als er immer dazu tendiert, wie ein Krake Kompetenzen an sich zu ziehen. Geld sollte keine davon sein - wo es hin führt, sieht man ja.

      Vom »gut geführten Staat« zu träumen kommt somit leider dem Traum nach warmen Eislutschern gleich: charmant, aber aus Prinzip undenkbar.

      Und wenn Sie sagen: »immerhin verlassen sich auch die Autoren noch auf die Missbrauchskontrolle des Privatgeldes durch den Staat« (wie könnte wohl ein Missbrauch aussehen in einem Konkurrenz-System?), so ist auch das nur konsequent und stimmig: der Staat hat Rechtssicherheit zu gewähren, darunter fällt auch genau das.

      Daher lautet also aus sehr gutem Grund unser Motto nicht etwa »kein Staat« sondern zum Wohle aller

      Weniger Staat!

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Nebenbei erwähnt: es stört mich etwas, dass immer wieder Aussagen wie »Sie halten natürlich den Staat für obsolet« konstruiert werden (aber ok, müssen sie ja werden), um sie dann zu belächeln oder die Überlegenheit der eigenen Ideenwelt darzustellen.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2012 17:47

      @ phaidros 20. Juli 2012 09:27

      Oha, wandelt sich da jemand vom Saulus zum Paulus?
      Sogar Hazlitt zustimmend zur Kenntnis genommen? Sogar für "Weniger Staat!" ?

      Donnerwetter! Reschpeckt!! :-)
      xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2012 17:49

      @ Johann Scheiber 19. Juli 2012 17:20

      Ihr Prof Hankel fängt ja sehr gut an, doch dann wieder der übliche Unsinn:

      "Es geht entscheidend wirklich nur darum, zwischen Geld und Gütern ein Gleichgewicht zu bewahren, und das ist auch der einzige Grund, warum wir eine Zentralbank brauchen, denn es ist ihre Aufgabe, die richtige Geldmenge zu finden."

      "Gleichgewicht" zwischen Geld und Gütern (alias "richtige Geldmenge") sind schlicht und ergreifend dummes Zeug.

      Defnieren Sie doch spaßeshalber mal selbst Leerworte wie "Gleichgewicht" und "richtige" Geldmenge.

      Richtig ist:

      Die gerade vorhandene Geldmenge hat absolut unverändert zu bleiben!
      Den Rest regelt der Markt. Punkt!

      Und allein deswegen zum tausendsten Mal:
      Die Notenbanken gehören abgeschafft!

      xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      21. Juli 2012 04:17

      Nachtrag und Klarstellung:

      Prof. Wilhelm Hankel
      (nicht zu verwechseln mit Prof. Hans-Olaf Henkel, der wahrlich mehr Format hat)
      wird hier vom User Johann Scheiber sehr schön wie folgt zitiert:

      »Aber er (Janich) hat zum Beispiel völlig unrecht, wenn er meint, alles Übel kommt vom Papiergeld. Das ist
      völlig egal, aus welchem Stoff Geld gemacht wird. Das kann aus Gold gemacht werden, das kann aus Aluminium gemacht werden, das kann aus Nickel gemacht werden, das kann aus Leder gemacht werden, das kann aus Schweizer Käse gemacht werden.«


      Darin, -und nur darin- wollte ich dem Mitglied Hankel aus der linksversifften Hurenzunft zustimmen.
      Was dieser linke Etatist und Kollektivist Hankel sonst noch absondert, ist alles schlicht indiskutabel.

      Mit Ausnahme eben nur dieses EINEN Satzes (den er von mir hat :-)).

      xRatio (der Name ist Programm :-))

    • phaidros
      21. Juli 2012 07:16

      Ups! Antwort oben, 7:01

  25. Wertkonservativer
    19. Juli 2012 08:24

    Aus meinem Zitaten-Schätzkästlein:

    "Neiden und beneidet werden, ist das meiste Tun auf Erden". (Logau, Sinngedichte)

    "Lass Neider neiden, und Hasser hassen, was Gott mir gönnt, muss man mir lassen!"
    (Sprichwort)

    "Rumpitur invidia" (nach Vergil/Phädrus).

    Zur Finanz- und der sie begleitenden Sinnkrise wurde hier schon viel Kluges gesagt!
    Da schweige ich lieber!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      19. Juli 2012 11:21

      Kleiner Nachschlag:

      Die lebenskluge Großmutter meiner Frau hat in einschlägigen Diskussionen oft lächelnd gesagt:
      "Hundert Neiderer sind mir lieber als ein Bedauerer!"

  26. Johann Scheiber
    19. Juli 2012 08:09

    Das Ding ist nun da und wird auch kommen und zwar nur bei uns, in Deutschland und Österreich. Europa ist arm und kann nicht mehr belastet werden, Deutschland und sein österreichischer Wurmfortsatz aber sind reich und - vor allem - notorische Geschichtsverbrecher. Die Finalität der europäischen Einheit heißt: Die Deutschen zahlen alles. Monetär werden die Deutschen für alle Zeiten ihre Nationalität behalten, denn wie könnte man sie sonst als Zahler identifizieren. In allen nichtmonetären Angelegenheiten werden wir natürlich alle Brüder.
    Dass auch in Österreich die durch die EU modifizierte und verabsolutierte Nachkriegsordnung stabil bleibt, dafür sorgen schon unsere Spezialagenten der christlich-sozialistischen Internationale im Europäischen Parlament.

  27. brechstange
    19. Juli 2012 07:42

    Aus den 200 Ökonomen sind inzwischen 250 geworden, die von der Regierung ignoriert werden, unser Felderer ist ja wieder ausgeschieden, weil ja nur irrtümlich auf die Liste gerutscht war.

    Die "Breitner-Steuer" (Wr. Stadtrat der Zwischenkriegszeit) wird ihr übriges tun und die Neidhammeln auf den Boden der Realität zurückholen, wenn inflationsbedingt alle zu zahlen haben. Vielleicht steht dann wieder einer bereit, der "einfache" Lösungen anbietet und die Hammeln folgen ihm.

    Daher denke ich, die Politiker machen es sich zu einfach, Schuldige für diverse Malaise zu suchen und dabei die kausale Wirkungskette nicht mitzubedenken.

  28. Observer
    19. Juli 2012 07:28

    Unsere Politiker haben leider keine guten Ideen, um den Schuldenabbau zu bewerkstelligen. So wird nach alter "Robin Hood-Methode" das Geld der Erfolgreichen zu den anderen umverteilt.
    Nur naive Leute glauben, dass ab 1.1.2013 auf Grund des Steuerabkommens mit der Schweiz grosse Einnahmen zu erwarten seien. Vielmehr wird das dort geparkte Geld bis dahin schon ausgeflogen sein (die grossen Schweizer Banken haben ja auch Niederlassungen in Singapur, China und anderswo). Ebenso naiv kritisiert die Schweizer Regierung die kürzlich neuerlich angekaufte Steuerflüchtlings-CD durch NRW und meint, dies wiederspreche des (noch nicht unterschriebenen) deutsch-schweizer Steuerabkommens.
    Besser wäre es, die in D und A viel zu hohen Spitzensteuersätze zu verringern, dann kommt auch mehr Geld in die Staatskassen. Klingt für Dumme (auch Rote und Grüne) unlogisch, ist aber so.

  29. Anton Volpini
    19. Juli 2012 06:14

    Neid und Gier sind die Gifte, die jede Gesellschaft zugrunde richtet!
    Die jetzige Krise ist eine Folge von beiden, und beide sind eine Folge von Gottlosigkeit.
    Wir werden diese Krise nicht mit einem dieser Gifte kurieren können!

    • phaidros
      19. Juli 2012 11:57

      Im Ergebnis sehr einverstanden, sg. Hr. Volpini! Aber ich möchte anmerken, dass bspw. der Buddhismus durchaus ohne Gott auskommt und ebenfalls die völlige Auflösung von Gier und damit Neid (und u.a. auch dadurch letztendlich menschlichem Leid) zum Hauptthema hat.

      LG

  30. FranzAnton
    19. Juli 2012 06:00

    Eine "gute" Methode, ein Land in jeder Hinsicht zu ruinieren, besteht darin, die erfolgreichen und sparsamen Menschen zu expropriieren; leider könnte diese Idee in der Bevölkerung auf positiven Widerhall stoßen, der Neidkomplex wirkt bekanntlich ubiquitär. Die Österreicher müsstend dahingehend informiert werden, daß dies die Unternehmer vertreiben vertreiben würde, was nur per Vergesellschaftung der Produktionsmittel zu beheben wäre; den "Erfolg" solcher Aktion kennt man aus der Erfahrung mit den kommunistischen Terrorstaaten.
    Für's Erste allerdings wären die budgetären Probleme - ein paar Wochen halt - gemildert; leider gäb's aber danach niemanden mehr, der noch zu enteignen wäre, womit der finale Staatscrash vollendet wäre.
    Die Marxisten als Bundeskanzlerpartei waren eben, seit Kreisky's Zeiten, also von Anfang an, zufolge ihres "rational nicht nachvollziehbaren" Ideologieunsinns, völlig ungeeigent, den Bundeskanzler zu stellen. Die Österreicher haben das, trotz des eindrücklichen nachbarkommunistischen Beispiels, nicht verstanden. Es kann ganz leicht sein, daß wir alle das schwerstens büßen werden müssen, weil die Vernünftigen die ganzen Narreteien nicht verhindert haben. Schüssel ist, ich könnte weinen, gescheitert.

    • Wertkonservativer
      19. Juli 2012 14:14

      Werter @ FranzAnton,

      über Dr. Schüssel lasse ich wahrlich NICHTS kommen!

      Leider hatte er in seiner Personalauswahl keine glückliche Hand! Grasser, Strasser & Co, ziemlich viele Nieten in beiden Regierungsparteien, Herr Haider im Hintergrund, usw. usw., das alles machte ihm in der Tagespolitik schon zu schaffen.
      Und dann , vor seiner Schicksalswahl, noch die hinterlistigen Untergriffe durch die USA-PR-Leute der Roten, das wars dann!
      Ja, schade, außerordentlich schade!

      Grüße,

      Gerhard Michler

    • Gandalf
      19. Juli 2012 14:48

      @WK:
      Aber bitte nicht die eifrigen Angriffe aus dem eigenen Lager, allen voran die der Raiffeisen- Presse, zu vergessen. Den Greenberg hätte Wolfgang Schüssel politisch überlebt; gescheitert ist er am Konrad!

    • Wertkonservativer
      19. Juli 2012 16:00

      Traurig, sehr traurig, lieber @ Gandalf !

    • M.S.
      19. Juli 2012 18:50

      @Gandalf

      Vermutlich auch ein bißchen am NÖ LH

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2012 21:06

      @ FranzAnton 19. Juli 2012 06:00

      Bravo! Volle Zustimmung!
      *********************
      xRatio

  31. socrates
    19. Juli 2012 04:45

    ... und die kleinen, einfachen Sparer hätten das niemals kaufen dürfen...
    Die großen Anleger hätten das niemals kaufen dürfen! Besonders dann nicht wenn man ihnen Beteiligung an Zinsmanipulation und Geldwäsche nachweisen kann. Gerichte arbeiten bei Finanzbetrug unendlich langsam, ein Schuldiger war da "neulich in der Eden, um viertel, halber Dreihe in der Früh..." , oder gehen haftunfähig spazieren, daher: Schuldencut sofort!
    Die miesen Manipulationen dürfen nicht sozialisiert werden! Die Anleger haben das Risiko und verloren!





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