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Alle wollen regulieren – aber wie?

Seit vier Jahren wird der Satz von allen Politikern und Journalisten nachgebetet: Die Finanzwelt muss strenger reguliert werden! Aber kaum jemand versteht, worum es dabei geht.

Erstens sollen höhere Eigenkapitalquoten vorgeschrieben werden. Das ist auch in Ordnung. Es ist jedoch reine Schikane, dass zu dieser Quote zwar Partizipationsscheine in staatlichen, aber nicht solche in privaten Händen zählen. Dabei sind rechtlich beide völlig gleich: Wenn es gut geht, fließen Erträge, wenn es schlecht geht, ist die ganze Einlage weg. Nicht anders ist ja auch das Los von Aktionären. Schon diese Bestimmung zeigt eine einseitige Staatslastigkeit der Regulierer.

Noch absurder ist der zweite Bereich, die Liquidität. Natürlich ist es gut, wenn Banken und Versicherungen liquide sind. Am liquidesten sind sie freilich dann, wenn sie das gesamte eingelegte Geld im Safe horten. Kleines Problem: Sie können dann keine Zinsen zahlen, sondern müssen umgekehrt Verwahrungsgebühren für Safe- und Personalkosten verlangen.

Daher will man doch auch andere Werte als Liquidität gelten lassen. Obwohl diese Werte oft keineswegs liquide sind. Absurd aber ist, was den Regulierern bisher als einziges mit Bargeld jedenfalls Gleichwertiges eingefallen ist: Das sind Staatsanleihen! Jawohl, Anleihen dieser bankrotten Gebilde.

Natürlich wissen die Regulatoren – und das nicht erst, seit griechische oder argentinische Papiere nur noch zum Tapezieren gut waren, – dass die Liquidität von Staatsanleihen eine Fiktion ist. In Wahrheit geht es ihnen aber gar nicht um Liquidität, also die Sicherheit der Anleger, sondern um die Angst der Staaten, sonst kaum noch Kredite zu bekommen. Selbst Deutschland hat ja schon – bei zunehmender Überalterung – eine sehr hohe Staatsverschuldung. Daher könnte man selbst beim starken Mann Europas zweifeln, ob seine Papiere wirklich auf Dauer werthaltig bleiben. Aber da ja Banken und Versicherungen einen Teil des eingelegten Geldes „liquide“ halten müssen, kaufen sie halt weiter deutsche Anleihen (und mit schon etwas geringerer Begeisterung auch österreichische oder niederländische). Immerhin bekommt man da im Gegensatz zum Bargeld wenigstens noch ein paar Zerquetschte als Zinsen. Und jedenfalls sind Papiere dieser Länder weit sicherer als jene vom Mittelmeer.

Erst seit den allerletzten Tagen will man nach jahrelangen Verhandlungen nun auch Gold und Aktien als Liquidität einstufen. Zwar gibt es auch hier große Fragezeichen – aber so „liquide“ wie ein griechisches oder spanisches Staatspapier sind die meisten Aktien allemal. Und Gold sowieso. Der Grund dieser Erweiterung des Liquiditätsbegriffs: Sonst hätten die Banken kaum noch Spielraum, Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. Was die Arbeitslosigkeit explodieren ließe.

Diese beabsichtigte Milderung der Regeln macht aber wiederum die Finanzminister nervös: Denn dadurch wird das Interesse der Anleger an Aktien steigen und an Staatsanleihen sinken. Das heißt aber: Die Schlacht um die Regulierungsregeln wird wohl weitergehen.

Und erst in vielen Jahren wird man erkennen: Trotz allem Politikergerede kann es die absolut sichere Geldanlage nicht geben.

 Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2012 08:01

    Man bemerkt die Absicht und ist verstimmt.

    Juncker ist nur bereit weiterhin den Eurogruppen-Chef zu machen, wenn ein Luxemburger ins EZB-Direktorium einzieht.

    Eine Frechheit, wie Interessenträger wie Juncker (die aggregierte Bilanzsumme Luxemburgischer Banken beträgt das 18fache des Luxemburgischen BIP, Luxemburgs Banken sind in den PIGS stark engagiert) zu ihrem ureigensten Vorteil in der "solidarischen" EU agieren.

    Wie komme ich drauf, anderes zu denken: Die EZB soll die europäische Bankenaufsicht bekommen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2012 01:12

    OT - ausnahmsweise in eigener Sache!

    @libertus hat seine Schuldigkeit getan, @libertus geht!

    Nachdem ich mit zunehmendem Erfolg immer öfter zum Reibebaum mutierte, ein eigens dafür ins Leben gerufener (Un-)Edelmann auf mich angesetzt wurde, ein geifernder "kleiner Karli" bereits meine Schlafgewohnheiten überwacht und mir unverhohlen mit dem "Aufzeigen" irgendwelcher unhaltbarer Unterstellungen droht, möchte ich nicht länger den Blogfrieden stören und ziehe mich zurück!

    Ich bedanke mich bei allen Mitpostern, die mir mit ihren Bewertungen über weite Strecken meinen Erfolg ermöglichten, gönne jenen ihre Freude über meinen Entschluß, denen ich schon lange ein "Dorn im Auge" war und wende mich neuen Aufgaben zu. Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

    P.S.: Zum Unterschied von manchen Teilnehmern hier und zum Schrecken einiger Anderer verspreche ich, irgendwann unter neuem Nicknamen wieder zurückzukehren.
    "Heute ist nicht alle Tage - ich komme wieder, keine Frage!" ;-)
    Bis bald und noch LG

  3. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2012 08:07

    Es war sowieso von Anfang an lächerlich mehr staatliche Regulierung als Prävention gegen zukünftige Krisen zu verkaufen. Denn die bisherigen staatlichen Vorgaben für die Finanzmärkte haben die Krise nicht nur nicht verhindert, sondern gerade gefördert.

    Zur Erinnerung:

    Rettung systemrelevanter Banken war bisher schon üblich und hat den Wettbewerb ruiniert. Wenn Spekulationen nur positive Folgen haben können, weil der Staat unbedingt die negativen tragen will, dann kann es sich keiner leisten seriös und vorsichtig zu arbeiten, weil die Konkurrenz ihn dann abhängt.
    Nachdem sich auch die meisten Anleger um ihre Ersparnisse keine Sorgen machen müssen - so lange sie an die Liquidität des Staates glauben - weil der Staat die Banken rettet und Einlagen sichert, kann man als Bank die höhere Sicherheit der eigenen Geschäftspolitik nicht einmal als Verkaufsargument verwenden.
    Dass die Eigenkapitalregeln Staatsanleihen bevorzugen und damit die Banken zu deren Kauf beinahe schon genötigt werden ist auch nicht neu. Und jetzt droht der Ausfall und die Krise.
    Mit dem Basel II System wurde es den Banken auch viel schwerer gemacht selbst Risiken zu beurteilen. Wer nicht komplizierteste pseudoobjektive Systeme einführen und Haftungsrisiken übernehmen wollte musste sich blind auf die objektiven Ratingagenturen verlassen. Was dann in der Krise auch wieder den Banken zum Vorwurf gemacht wurde.
    Auch die Immobilienblase wurde vom Staat gefördert, weil insbesondere in den USA - teils über Regulation, teils über die Konkurrenz durch staatliche Institute - ein enormer Druck auf die Banken aufgebaut wurde jedem noch so armen Schlucker Kredite für den Hauskauf zu geben. Dann kamen die Ausfälle und damit die Krise.

    Nachdem nun all die staatliche Regulation und Misswirtschaft sowohl die Staaten als auch die Banken an den Rand des Abgrundes getrieben haben kommt man also zur Erkenntnis: Der freie Markt ist gescheitert und man braucht endlich wieder einen stärkeren staatlichen Einfluss.
    Haltet den Dieb.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2012 07:15

    @Libertus: die angegebenen Gründe für den Rückzug kann ich nicht verstehen. Wir haben von Paläokatholiken über echte Altfaschisten, einige, wenige Liberale, viele, zunehmend verzweifelte Bürgerliche so ziemlich das ganze Spektrum in der Diskutantenrunde. Sogar die Linken beehren uns fallweise mit Wühlbeiträgen, deren unterhalterischer bzw. demaskierender Wert auch nicht unterschätzt werden sollte. Jubel und Zustimmung von allen Seiten kann da doch realistischerweise nicht erwartet werden und ist wohl - realistischerweise- auch garnicht wünschenswert.
    Also, lieber Libertus: Reibebäume brauchts einfach! Wie sollte mann denn sonst seine Flöhe und Zecken loswerden ?!

    @Beitrag von Unterberger: Das Ende von Bretton Woods (übrigens: aus so ziemlich den gleichen Gründen, die jetzt den Euro zu zerreißen drohen) die Aufhebung der Trennung zwischen Investmentbanken und Kommerzbanken in den USA und die umfassend umsichgreifende Liberalisierung des Finanzsektors hat gezeigt, daß die Bureaukratie nicht in der Lage ist, mit den Entwicklungen auf dem Finanzmarkt intellektuell Schritt zu halten. Jede-schlicht systemimmanente- Pleite von Finanzinstitutionen hat automatisch einen neue Welle von völlig sinnlosen Regulationen und absolut wirkungslosen Aufsichtsbehörden nachsich gezogen, die den gesunden Banken und schließlich den Steuerzahlern Unmengen an Geld gekostet haben, ein Biotop für kriminelle Finanzzampanos geschaffen haben und schließlich zu dem Saustall geführt haben, den wir heute in dieser Branche haben. Die " Bankenunion/euroäische Bankenaufsicht" setzt auf diesen Schwachsinn nur noch " einen drauf".
    Als besonderer Witz am Rande sei noch die Tatsache angemerkt, was die EU in Sachen Fianzaufsicht von den armen Ungarn frech und dreist gefordert hat und durch Hintanhaltung von Zahlungen erpresst hat und was eben diese EU jetzt selber tut.
    Strotzen schon die nationalen Bureaukraten vor Inkompetenz und Schwachsinnigkeit, so ist das auf europäischer Ebene noch potenziert.
    Ein Liberaler greift sich verzweifelt aufs Hirn, ein Christ kann wenigstens noch beten

  5. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2012 01:23

    reinhard.horner@chello.at

    Sehr geehrter Herr libertus,
    ich werde Sie vermissen.

    Daher: bis zur baldigen Wiederkehr!

    MfG

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2012 09:33

    @Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

    Bravo, das nenne ich eine reife Leistung: Ihren persönlichen, völlig überflüssigen Feldzug gegen @libertus haben Sie gewonnen; er zieht sich zurück. Uns Sie können sich einen großartigen Sieg an Ihre Fahne heften.

    Was den Trollen nicht gelingt, ist Ihnen geglückt: Unangenehme Stimmung im Forum zu schüren: Nur der Zweck ist mir nicht klar.

    P.S.: Seit Bestehen des Unterberger-Blogs mache ich die Beobachtung, daß an extrem heißen oder sehr schwülen Tagen die Stimmung hier gereizt ist und es zu
    persönlichen Untergriffen kommt. Ihnen, "Marquis", scheint die extreme Witterung nicht gut bekommen zu haben. Schade, denn daß Sie und ev. einige andere Mitposter auf @libertus nicht gut zu sprechen sind, müssen jetzt all jene, die täglich mit großem Interesse und ebensolcher Freude seine Kommentare gelesen und gut bewertet haben, büßen. Machen Sie doch "Urlaub", wo der Pfeffer wächst!
    Der Dank der Trolle ist ihnen gewiß.

  7. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juli 2012 01:04

    Zu den wahrlich rührseligen oder wie man's nimmt, höchst lächerlichen Abschiedsszenarien:

    Der aufgeblasene "Marquis" hat zum Einstand wenigstens mal einen gescheiten Link abgesondert.

    Must read:
    GÖTZ ALY: Einigkeit und Recht und Freiheit
    SCHWEIZER MONAT / Juni 2012 Gespräch
    http://www.schweizermonat.ch/artikel/einigkeit-und-recht-und-freiheit

    Das wurde mit Recht sehr gut aufgenommen.

    2.
    Die saft- und kraftlosen Beiträge von "libertus" alias "liberta" haben mich nie interessiert (deswegen auch nie kommentiert).

    3.
    Wenn nun auch HJR alias horst.rathbauer@gmx.at
    in die Abschiedsorgien einstimmt, kann ich ihn mit seiner Begründung (ausnahmsweise) gut verstehen.

    Was HJR jedoch sonst so ablaicht, zuletzt etwa dies:

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/graf-bobby-als-ladykiller/#comment-191654

    hält mich davon ab, über seinen "Abschied" auch nur ein Krokodilstränchen zu vergießen.

    Schleimige linksversiffte U-Boote und Klimaspinner wie diesen "phaidros" werden wir wohl nie wieder los.

    Philipp Starl hatte trotz all seiner Macken weitaus mehr Format als die obigen Wichtigtuer/innen zusammen.

    xRatio

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  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Juli 2012 01:04

    Zu den wahrlich rührseligen oder wie man's nimmt, höchst lächerlichen Abschiedsszenarien:

    Der aufgeblasene "Marquis" hat zum Einstand wenigstens mal einen gescheiten Link abgesondert.

    Must read:
    GÖTZ ALY: Einigkeit und Recht und Freiheit
    SCHWEIZER MONAT / Juni 2012 Gespräch
    http://www.schweizermonat.ch/artikel/einigkeit-und-recht-und-freiheit

    Das wurde mit Recht sehr gut aufgenommen.

    2.
    Die saft- und kraftlosen Beiträge von "libertus" alias "liberta" haben mich nie interessiert (deswegen auch nie kommentiert).

    3.
    Wenn nun auch HJR alias horst.rathbauer@gmx.at
    in die Abschiedsorgien einstimmt, kann ich ihn mit seiner Begründung (ausnahmsweise) gut verstehen.

    Was HJR jedoch sonst so ablaicht, zuletzt etwa dies:

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/graf-bobby-als-ladykiller/#comment-191654

    hält mich davon ab, über seinen "Abschied" auch nur ein Krokodilstränchen zu vergießen.

    Schleimige linksversiffte U-Boote und Klimaspinner wie diesen "phaidros" werden wir wohl nie wieder los.

    Philipp Starl hatte trotz all seiner Macken weitaus mehr Format als die obigen Wichtigtuer/innen zusammen.

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  1. rundertischdgf (kein Partner)
    03. Juli 2012 17:34

    Den Durchblick haben tatsächlich nur noch wenige, wenn überhaupt. Ganz sicher sind es aber nicht die Kopfnicker im deutschen Bundestag, die am Freitag dem Fiskalpakt und ESM zustimmten.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/07/03/prof-sinn-beschreibt-die-mogliche-deutsche-opferbereitschaft/

  2. Sinnlosschwatz (kein Partner)
    03. Juli 2012 14:21

    Zum Regulieren ist es ohnhin schon zu spät, jetzt wird mit allen möglichen Aktionen und Tricks versucht den großen Crash abzuwenden. Da werden Rettungsschirme aufgespannt, obwohl es eigentlich eh nichts mehr zu retten gibt, alles nur Geldvernichtung, die "Verantwortlichen" wollen nur möglichst lange ihre Haut retten. Um die Milliarden für Griechenland zu rechtfertigen, müssen auch schwachsinnige Argumente unter das Volk gestreut werden wie z.B. am Sonntag in einem Billigblatt, den Namen Zeitung verdient dieses Schmierblatt sicher nicht, da durften Vrantz (Griechenland muss man helfen, ist ja das Mutterland der Demokratie), Fanzobel (weil man auf den griechischen Inseln so schön abschalten kann - das haben die Griechen schon längst erkannt) und noch eine drittklassige Schauspielerin ihren geistigen Schleim absondern.

    • brechstange
      03. Juli 2012 18:54

      Die heiße Sonne des Südens ist gefährlich. Der Sonnenstich vernebelt die Gedanken.

  3. Normalsterblicher
    02. Juli 2012 23:19

    Etwas sollte bei all dem Regulierungsgerede noch bedacht werden:
    Das Interesse der Nomenklatura, immer mehr parasitäre Kontrollebenen zu schaffen, um Leuten ein Auskommen zu verschaffen, denen nicht die Essenz des Wirtschaftens, i.e. die Bedürfnisbefriedigung, sondern Macht und Einfluss ganz jenseits aller Mühen, die das Marktagieren mit sich bringt, ein Anliegen ist.

    "Parasitär" sage ich schon allein deshalb, weil jede Regelung den volkswirtschaftlichen Aufwand erhöht und den volkswirtschaftlichen Ertrag vermindert - sei es durch Beiziehung privatrechtlicher oder öffentlich-rechtlicher Kontrollinstanzen, sei es durch Bindung von Personalressourcen für die Selbstkontrolle.

    Wer komplexe Kausalitäten auf schlichte ideologische Denkmuster herunterbricht, wird zwangsläufig mehr Schaden anrichten als ein Gesetzgeber, der im Eingeständnis der Unwägbarkeiten des Lebens und des Wirtschaftens gar nichts unternimmt.

    Wenn nichts mehr geht, bekommt man von Leuten dieses Schlages wieder zu hören, die Marktwirtschaft habe versagt. Dies gilt vor allem für Kreise, die die Bedeutung des Bankwesens nicht verstehen und es lieber früher als später durch eine (gänzlich) politisch kontrollierte Vergabe der Geldmitteln ersetzt haben wollen.

    Wozu bloß zahlen wir in Österreich schon eine "Bankenabgabe"? Der Staat hat jetzt keine Ausreden mehr, Banken nicht in Konkurs gehen zu lassen. Diese mögen aber weitgehend eigenverantwortlich agieren, nur Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder sollten auch nach Jahren zur Verantwortung gezogen werden können. Aktionäre haften ohnedies mit ihrem Kapitaleinsatz.

  4. Norbert Mühlhauser
    02. Juli 2012 22:45

    @ xRatio:

    Weiter unten ein Widerspruch zu Ihrer skeptischen Ansicht über den durch Währungsabwertungen erziebaren wirtschaftspolitischen Spielraum, siehe

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/07/alle-wollen-regulieren-ij-aber-wieij/#comment-191905

  5. So so (kein Partner)
    02. Juli 2012 21:41

    Und noch immer Schweigen im Unterbergschen Wald bezüglich des ESM.....

    • Gasthörer (kein Partner)
      03. Juli 2012 00:33

      Ich gebe ihnen Recht. Als es vor ein, zwei Jahren um die Meinungsfreiheit ging, feuerte AU fast jeden Tag etwas gegen dieses präsumtive Gesetz heraus.

      Nun, schweigen im Walde. Er sitzt wohl doch auf dem Schoß der Hochfinanz, fürchte ich. Hin und wieder darf er ein wenig Bellen und sein Herrchen zwicken. Beißen, würde er es nie. Ein gutes Hundi eben...

      PS.: Man ist fast geneigt zu glauben, dass der aktuelle Streit hier ein "Inside-Job" ist, um die mehrheitlich der vernünftigen Kommentatoren in dieser Zeitenwende mit Wadenbeißerei in Schach zu halten.

    • Karl (kein Partner)
      03. Juli 2012 10:32

      Ich bitte Sie, A.U. war schon immer ein Jünger der Hochfinanz. Persönliche Vorteile wiegen einfach höher als nationale Interessen. Er ist durch und durch ein Neoliberaler, habt ihr das denn komplett vergessen?

  6. AGLT (kein Partner)
    02. Juli 2012 14:50

    O.T.:

    es kam wie erwartet:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1261451/Ja-zu-ESM-fix_Oesterreich-wird-Teil-des-Rettungsschirms?parentid=0&act=2&isanonym=1

    Ob dieser dreisten Lügen (oder kapieren die wirklich nicht den Umfang???) aus den 3 grinsenden Watschengesichtern fehlen mir einfach nur mehr die Worte, daher nehm ich die vom Kurtl Sowinetz:

    In die Goschn mecht´ i´s haun.

  7. numerus clausel (kein Partner)
    02. Juli 2012 13:26

    "Alle wollen regulieren - aber wie?"
    90% der heutigen Einträge handeln nicht vom vorgegebenen Thema, sondern wie hier einige herinnen selbst regulieren wollen. Persönliche Animositäten und mitleidshaschendes Jammern sollen diesen Blog dahin regulieren, dass die Beiträge der Jammerer und Suderanten wieder gelobt und gehuldigt werden, als ob in ihnen allein die einzige Wahrheit stünde.
    Wie schon weiter unten erwähnt, und zwar tatsächlich zum Thema passend, zerstört solche Regulierungswut nur alles. Sieht auch abgewandelt hier im Blog.
    Natürlich ist es für die Dauerposter schwierig zu Themen etwas zu schreiben, wovon sie, so wie zu diesem Thema, überhaupt keine Ahnung haben. So etwas zuzugeben käme jedoch nicht in den Sinn, da verlieren sich einige lieber in Selbstmitleid. Der Gusenbauer würde dazu sagen: "Wieder das übliche Gesudere, oder diesmal was Gscheites?"
    Andererseits ist es sehr amüsant zu sehen wie sich MenschInnen ;-) hier gegenseitig zerfleischen wegen ein paar Sternderl. Haben diejenigen in der Kindheit zu wenig Zuneigung erfahren, oder sind sie im wirklichen Leben eher auf der Verliererseite, dass sie glauben, hier herinnen die gewünschte Zustimmung zu bekommen?
    Werdet´s erwachsen, oder geht´s zu der Partei, deren Proponenten gerne in der Sandkiste spielen.

  8. Samtpfote
    02. Juli 2012 11:21

    Der Hauptgrund, diesen Blog zu besuchen, sind die Tagebucheintragungen von AU und Mitautoren.
    Die Kommentare sind für mich schon lange nicht mehr von jener Bedeutung, die sie früher hatten.
    Seit sich die meisten persönlich kennen, sind die persönlichen Animositäten und nicht die Innhalte das Mass der Dinge geworden.
    Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    • cmh (kein Partner)
      02. Juli 2012 17:42

      Eigentlich ist das ja zum Verzweifeln.

      In welchem Primadonneninternat man sich wiederfinden muss, nur um etwas konservativere Meinungen kennen zu lernen.

      Ware ich ein Sozi tät ich mir ordentlich ins Fäustchen lachen, denn die Macht ist denen auf weitere Jahre hinaus sicher.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      03. Juli 2012 12:56

      Manche Kommentare werden am Ende von schirchen Negern geschrieben?

  9. Xymmachos
    02. Juli 2012 10:37

    O.T:, aber aus gegebenem Anlaß:
    Im Hinblick auf die dramatischen Ereignisse, die sich in den letzten Tagen (wieder einmal) in der "A.U.-Bloggergemeinde" abgespielt haben, erscheint mir - sozusagen im Interesse der "Firmenwahrheit" - eine Umbenennung des Blogs dringend angezeigt: die passendste Bezeichnung wäre zweifellos VANITY FAIR.

    • Florin
      02. Juli 2012 11:10

      "VANITY FAIR"
      Treffend formuliert;)

    • inside
      02. Juli 2012 11:12

      .. eher täglicher Markt der Eitelkeiten.. :-)

    • Undine
      02. Juli 2012 15:02

      @Xymmachos

      Zumindest als Untertitel! :-)

    • Erich Bauer
      02. Juli 2012 15:26

      Xymmachos,
      "...in der "A.U.-Bloggergemeinde" abgespielt..."

      Da gings aber schon um einiges gröber "rund"... :-) Ich finde, die Geduld und den Gleichmut, die uns unser Gastgeber entgegenbringt, kann man nicht hoch genug schätzen. :-)

    • Xymmachos
      02. Juli 2012 17:45

      @Erich Bauer
      Aber gehn's, lieber Herr Bauer. Der gute A.U. denkt sich doch nur: "SCHIMPFERINT DUM ZAHLEANT!" (Vom wem hab' ich das nur geklaut? Kundige bitte um Info!)

    • Erich Bauer
      02. Juli 2012 18:15

      Xymmachos,

      ZAHLE AVANTI! :-))) Ich kann das gut verstehen. Ich bin genauso... ich verlange das auch! :-)))

    • Leopold Koller (kein Partner)
      02. Juli 2012 18:34

      "VANITY FAIR"

      Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!

    • panzerechse (kein Partner)
      02. Juli 2012 19:39

      "VANITY FAIR"

      Ob das wirklich immer so "sportlich" war...? (ggg)

  10. cmh (kein Partner)
    02. Juli 2012 10:04

    Im übrigen ist das System genau gleich wie bei der gesellschaftsvernichtenden politschen Korrektheit.

    Dinge, die bisher so irgendwie funktioniert haben, werden mit Regelungen zugepflastert, deren einziger Zweck es ist, ein schlechtes Gewissen zu erzeugen. Und das gelingt bei den Unterblichteten aller Länder formidabel.

    Die Banken machen Gewinne --> die Geldsäcke gehören besteuert, weil Gewinne allen gehören.

    Die Banken machen keine Gewinne --> die Geldsäcke gehören ins Gefängnis gesteckt, weil sie unser Vermögen verzockt haben.

    Den Banken gelingt es mit einer schwarzen Null abzuschließen --> na dann können wir den Geldsäcken, ja noch die eine oder andere Schmiedin auf das Auge drücken und dann werden sie wenigstens keine Gewinne machen.

    Und wenn tatsächlich alle Stricke reißen, dann machen wir halt noch ein Gesetz, dass die Geldsäcke ihren eigenen Strick zu ihrer Hinrichtiung mitbringen sollen. Denn wenn sie an den Stricken Gewinne machen, tun sie dies ja auf Kosten der armen Hinzurichtenden.

  11. numerus clausel (kein Partner)
    02. Juli 2012 09:39

    Nach Regulierungen rufen doch nur diejenigen, die sich mit der Materie nicht auskennen und Angst haben, unter die Räder zu kommen.
    Deshalb rufen genau die Sozialisten so sehr danach. Waren es aber nicht vielmehr diese selbst, die das Finanzsystem bis zum äußersten ausgenutzt haben? Schulden in Kauf genommen, um die nächsten Wahlen zu gewinnen (Danke, alter Kreisky), die Maastrichtkriterien mißachtet (Danke, angeblich Haare färbender Schröder), Banken in den Ruin getrieben, zB die Kommunalkredit und die BAWAG, um nur die letzten bekannten Fälle herauszugreifen.
    Genau diejenigen wollen eine Regulierung? Wollen die sich selbst regulieren weil sie wissen, dass sie sonst die nächste Kacke bauen?
    Die Banken sind mit den verschieden Basel-Kriterien in ihrer Gebarung eh schon so eingeschnitten, dass sie entweder auf andere Investitionen ausweichen müssen, weil die Kunden nach wie vor hohe Renditen fordern, oder sie müssen noch restriktiver bei der Kreditvergabe werden, was noch mehr Schaden anrichtet.
    Die Forderung nach noch höheren Stammeinlagen binnen kurzer Zeit dient doch nur dazu, dem Staat den Eingriff in die noch selbständigen Banken zu ermöglichen, dort ihre Gefolgsleute reinzusetzen und dort die "Freunderlwirtschaft" aká "Netzwerken" fortzusetzen.
    Daher Schluss mit den Forderungen nach noch mehr Regulierungen, die derzeitigen ruinieren das System schon zur Genüge.

  12. cmh (kein Partner)
    02. Juli 2012 08:35

    Was für eine wehleidige Truppe haben wir denn da?

    Da posten sie unter einem Nick in einer Umgebung, deren bestimmendes Merkmal die Anonymität ist, und dann sind sie immer gleich angestochen wie weiche Marillen.

    Ja glauben denn die Wertkonservativen, Rathbauern und libertüsser eigentlich, dass ihre Postings hier die Welt verändern und allen anderen die Schuppen vor den Augen angesichts der geballten Weisheit dieser Herren (ppt ... pars pro toto i.e. inklusive geistsinnige Frauenzimmer) bröseln müssen.

    So gescheit und gut können die Inhalte der Postings gar nicht sein, dass nicht die Dummheit und Einbildung ihrer Abgeber durchschiene.

    Lassts es doch bleiben, wenn Ihr andere Meinungen nicht aushalten könnt.

    Was will man den von jemandem erwarten, der vorgibt, über eine Sache im Staat der gleichen Meinung zu sein, und der einem dann in den Rücken fällt, wenn es ernst wird? Und noch schlimmer, der einen (nicht angewiesenen, sondern selber aus eingenm Entscheid) eingenommen Platz beleidigt verlässt, wenn es härter wird.

    Diese Truppe ist gefährlicher als jeder Troll.

    Diese Primadonnen reagiern auf jeden beleidigt und agressiv, der ihre Weisheit nicht erkennen will, so wie man es halt von den Roten kennt. Die beißen und kratzen, wenn es einmal nicht in ihrem Sinne läuft.

    Das ist ja der Sinn der Anonymität hier, dass nur der Gehalt einer Meinung zählt und nicht dass eine bekannte Persönlichkeit sie abgesondert hat. Sind wir schon so verkommen, dass wir unter Anonymität nur die Lizenz zum Fäkalieren verstehen und nicht die positiven Wirkungen, die sie für die Meinungen nicht so bekannter Menschen hat?

    Aber was machen die Priamadonnen? Sie wollen sich gar auch noch persönlich kennenlernen, damit sie mit den eingebildeten Orden an ihrer Brust prunken und blenden können!

    Kurz, derlei Verabschiedungen entwerten nicht nur die Person, sondern auch alle seine bisherigen Postings. Mir ist die Zeit leid, die ich für das Lesen der Postings von libertus gebraucht habe.

    Tschüss, libertus - und lass Dich niemehr wieder blicken.

    (NB Immer wieder, wenn ich mir denke, dass ich mir auch ein Krönderl beschaffen sollte, denke ich auch an all die libertusser und lasse es bleiben. Sorry, Herr Unterberger.)

    • Zraxl (kein Partner)
      02. Juli 2012 10:24

      @cmh
      "Das ist ja der Sinn der Anonymität hier, dass nur der Gehalt einer Meinung zählt und nicht dass eine bekannte Persönlichkeit sie abgesondert hat." Volle Zustimmung!

      "Kurz, derlei Verabschiedungen entwerten nicht nur die Person, sondern auch alle seine bisherigen Postings." Totaler Widerspruch! Der Wert eines Postings liegt im Gehalt eben dieses Postings und nicht in der Persönlichkeit des Schreibers - siehe obigen Absatz. Somit kann ein Posting nicht "entwertet" werden, egal welchen Mist dieser Schreiber sonst noch so produzieren mag.

      Der Wert eines Blogs begründet sich schließlich darin, welche hochwertigen Informationen man den Beiträgen oder Leserkommentaren entnehmen kann und nicht darin, welche Deppen und Trolle sich allenfalls auch noch im Forum herumtreiben.

    • cmh (kein Partner)
      02. Juli 2012 15:38

      zraxl

      Das scheint ein Widerspruch zu sein, da haben Sie recht.

      Bei einer eingehenderen Betrachtung löst sich das auf.

      Denn auch bei anonymen Postings sollte schon auch eine Person dahinterstehen, die bereits ist, diese Meinung auch zu vertreten. Die Anonymität garantiert ja nicht die Qualität des Inhaltes, sondern nur das Gehör, das eine Meinung in einem Konzert von Meinungen, erhält. Das Gehör sollte unabhängig von der Reputation der Person sein.

      Jedoch wenn eine Person durch ihr Verhalten gezeigt hat, dass sie nicht bereit ist, ihre Meinung auch zu vertreten (weil alle anderen so böse und gemein sind) dann ist daraus zu schließen, dass es dieser Person selber nicht um die Qualität der Meinung geht, sondern nur um die Reputation ihrer selbst.

      Die Meinung schließlich ist entwertet, wobei jedermann sich diese Meinung als seiner eigenen bedienen darf.

    • charlemagne
      02. Juli 2012 18:13

      cmh
      *******************************************************************!

    • Zraxl (kein Partner)
      02. Juli 2012 18:18

      @cmh
      Danke für die Erläuterung. Für eine "Meinung" ist die Person dahinter natürlich wichtig. Da meine Teilnahme hier im Forum eher asozialer Natur ist, habe ich diesen Aspekt übersehen.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      02. Juli 2012 18:41

      "Wertkonservativen, Rathbauern und libertüsser"

      Leider hat sich dieser Blog mittlerweile in einen Kindergarten verwandelt. Natuerlich mit einigen zusaetzlichen Kindern zu den oben genannten.

    • jump (kein Partner)
      03. Juli 2012 12:40

      Und ihr wundert euch tatsächlich noch, warum dieses Forum für sogenannte(!) linke Trolle so anziehend wirkt?
      Es hat etwas vom täglichen Besuch im Kuriositätenkabinett;-)

      Großes Kino, bitte weiter so!

    • FCKW (kein Partner)
      03. Juli 2012 22:10

      @cmh

      Um "andere Meinungen" ging es sicher nicht. Sie haben nichts begriffen und verurteilen gleich einmal.
      Wenn man so ahnungslos ist wie Sie, sollte man den Mund nicht so voll nehmen.
      Das wirkt nicht sehr eloquent!
      Wer sich hier blicken lassen darf und nicht, unterliegt schon gar nicht Ihrer Beurteilung, Sie überschätzen sich maßlos. Sie sollten am besten vor Ihrer eigenen Türe kehren.

  13. FFC-ätzer (kein Partner)
    02. Juli 2012 08:08

    Zum zerkugeln:

    da nimmt (wieder mal) jemand theatralisch abschied, nur um im selben atemzug seine wiederkehr mit einem anderen nick anzukündigen.

    logik?

    scheint so, dass das mit der altersbedingten rückentwicklung zum kindergarten stimmt ....

    btw: zum zerkugeln ist auch, dass euch der marquis schön vorgeführt hat! wie wurde der von zB undine (?) herzlichst begrüßt ....

  14. ex-lahnsteirer (kein Partner)
    02. Juli 2012 07:40

    ad libertus

    Wenn ich mir so die on-line Erzeugnisse der Medien in D und Ö anschaue, so werden die Kommentare der Leser immer wichtiger und immer zahlreicher. Hervorheben möchte ich da den SPIEGEL, die PRESSE und den Standard, wo neben den obligatorischen Wirrköpfen immer mehr sachliche, humorvolle und informative Kommentatoren auch gegen die Blattlinie auf hohem Niveau posten

    In diesem Sinne ist der Rückzug des schwächlichen Libertus aus dem Unterberger-Blog im Sinne einer Qualitätssteigerung absolut zu begrüßen.

    Ich würde mir noch in diesem Blog zusätzlich ein tägliches Forum wünschen, wo JEDER ZAHLENDE Teilnehmer explizit ein Thema seiner Wahl (inkl Vorgabe einer Maximalanzahl von Worten) bearbeiten kann und eine Sternderlbewertung der besten 10 Beiträge eines Posters im Monat.
    (Dann wäre der Unterberger-Blog wiklich herausragend und man könnte sich eine weitere Mitarbeit wieder vorstellen)

    Allen Teilnehmern einen schönen Sommer !!!

    • schreyvogel
      02. Juli 2012 12:05

      Unglaublich, zu welchen Entblödungen sich hochintelligente Leute wegen eingebildeter Verletzung persönlicher Eitelkeiten treiben lassen!

    • Susa
      02. Juli 2012 20:18

      ".....der Rückzug des schwächlichen Libertus... " heißt natürlich, daß der Verfasser dieses Kommentars seine eigenen Beiträge wesentlich höher einschätzt als jene des Kritisierten. Was mich nur wundert: Weshalb liest man Kommentare eines Mitposters, der einem nicht zusagt, eigentlich? Die kann man doch einfach übergehen. Ich sehe das Forum als eine Art Gesprächsrunde mit wechselnden Gästen, von denen jeder, der sich gerade in der Runde befindet berechtigt ist, seine Meinung zu vertreten. Manchmal revidiert man die eigene Meinung, wenn ein anderer bessere Argumente hat. Und gerade um andere Ansichten zu lesen, ist der Blog für mich so wertvoll.

    • Diskussionsleiter (kein Partner)
      03. Juli 2012 23:20

      @Susa

      BRAVO!

    • Leopold Koller (kein Partner)
      04. Juli 2012 03:05

      Na, Susa, da muessen Sie sich aber einen anderen Blog suchen. Hier geht's nur um Sternderln und um Augenauswischen. Ab und zu mal um Schulterklopfen und Beweihraeuchern. Ein Kindergarten ist wertvoller.

  15. xRatio (kein Partner)
    02. Juli 2012 01:04

    Zu den wahrlich rührseligen oder wie man's nimmt, höchst lächerlichen Abschiedsszenarien:

    Der aufgeblasene "Marquis" hat zum Einstand wenigstens mal einen gescheiten Link abgesondert.

    Must read:
    GÖTZ ALY: Einigkeit und Recht und Freiheit
    SCHWEIZER MONAT / Juni 2012 Gespräch
    http://www.schweizermonat.ch/artikel/einigkeit-und-recht-und-freiheit

    Das wurde mit Recht sehr gut aufgenommen.

    2.
    Die saft- und kraftlosen Beiträge von "libertus" alias "liberta" haben mich nie interessiert (deswegen auch nie kommentiert).

    3.
    Wenn nun auch HJR alias horst.rathbauer@gmx.at
    in die Abschiedsorgien einstimmt, kann ich ihn mit seiner Begründung (ausnahmsweise) gut verstehen.

    Was HJR jedoch sonst so ablaicht, zuletzt etwa dies:

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/graf-bobby-als-ladykiller/#comment-191654

    hält mich davon ab, über seinen "Abschied" auch nur ein Krokodilstränchen zu vergießen.

    Schleimige linksversiffte U-Boote und Klimaspinner wie diesen "phaidros" werden wir wohl nie wieder los.

    Philipp Starl hatte trotz all seiner Macken weitaus mehr Format als die obigen Wichtigtuer/innen zusammen.

    xRatio

    • Spötter (kein Partner)
      02. Juli 2012 09:41

      Das ist ja nur Theaterdonner.

      Der Starl ist ja libertus und liberta und noch ein paar andere.

      Der braucht das, sehen Sie es ihm doch nach.
      Das macht man mit dummen Kindern so.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      02. Juli 2012 19:26

      Sagen S', xRatio, unter welchem Namen schreibt denn der Starl hier?

    • panzerechse (kein Partner)
      02. Juli 2012 20:13

      Leopold Koller,

      Philip schreibt hier nicht mehr! Das würde die meisten hier total verschrecken! Er geht mir ab. S'waren schöne, ergiebige Zeiten mit Starl... oder JS (Ortner.Blog)...

    • Maybach (kein Partner)
      02. Juli 2012 21:13

      Dieser Starl, ein aufgeblasener, spätpubertierender Wichtigmacher ohne Sinn und Verstand, der ein Ego von der Größe eines Kilimandscharo vor sich herträgt? Lächerlicher, meist (von eigenen Sockenpuppen?) überschätzter Schreiberling ohne jedes politische Profil, -- da ist mir jeder Rechtsnationale noch lieber, da weiß man woran man ist, aber dieses inhaltsleere liberale Starl'sche Dandy-Gefasel gepaart mit höhnischer Menschenverachtung für jene, die sich mit Schweiß und Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen. Widerlich.

    • Karl Knaller
      03. Juli 2012 21:11

      @Maybach zum Fall Starl:
      "Gar net schlecht, Euer Gnaden!"

    • Diskussionsleiter (kein Partner)
      03. Juli 2012 23:23

      @Maybach

      Bestens charakterisiert und der @x-Ratio ist doch genau dasselbe Kaliber wie der Starl, vielleicht eh ident! ;-)

    • Leopold Koller (kein Partner)
      04. Juli 2012 02:53

      Sicher schreibt der Starl hier noch. Heissen tut er halt anders. Und die JS vom Ortner Blog ist seine Tante Johanna, die sich nach dem letzten Krieg mit all den anderen Nazis nach Suedamerika abgesetzt hat. So schaut's naemlich aus.

    • Maybach (kein Partner)
      04. Juli 2012 11:25

      @all
      Danke für die Zustimmung. Ident mit dem x-ratio ist er nicht, das weiß ich noch von den Diskussionen im Ortnerforum. Da hat der x-ratio dem Starl ein paarmal ordentlich eingehizt. Der Unterschied: x-ratio ist ein fanatischer xenophober Spinner, während Starl ein verwühntes Milchbubi ist, das sich zuerst aufregt, dann beleidigend wird und sich dann schließlich flennend zurückzieht. ich hab wirklich Respekt vor allen möglichen Positionen, aber um diesen "Radfahrer" ist wirklich nicht schad. Vereehrung meine Herren!

  16. brechstange
    • Gasthörer (kein Partner)
      02. Juli 2012 08:49

      Bitte helfe mir einer! Die Grafik dieses Beitrags besagt, dass zb Spanien vor der Euro-Einführung bis 18% Zinsen für seine Anleihen zu zahlen hatte. Und heute halt 5-7%.

      Warum bringen diese vergleichsweise niedrigen Prozentsätze von heute Spanien fast um (und wir müssen helfen) und die 10-18% aus den 80er und 90er Jahre taten dies nicht?

    • november (kein Partner)
      02. Juli 2012 10:13

      @Gasthörer

      Das verstehe ich auch nicht ganz. Vielleicht gab es vor dem Euro eine deutlich höhere Inflation. Entgegen vieler Unkenrufe, natürlich wie immer auch von diesem Blog, ist die Inflation seit der Euroeinführung deutlich gesunken und auch seit Beginn der Finanzkrise nicht wesentlich angestiegen. Manche Fachleute, vor allem aus dem angloamerikanischen Raum, bezeichnen den Euro auch als eine Form von neuem Goldstandard.

    • november (kein Partner)
      02. Juli 2012 10:15

      Auch sind möglicherweise die absoluten Zinssätze nicht das Problem sondern die Spreads zwischen Ländern mit gleicher Währung.

    • brechstange
      02. Juli 2012 10:33

      Das Problem entsteht, weil diese Länder im Euro nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre Währung abzuwerten und damit wieder wettbewerbsfähig zu werden.

      Der Euro ist eine Fehlkontruktion, weil man davon ausgehen kann und muss, dass die Wirtschaftsräume zu stark divergieren und auch nicht anzupassen sind. Die Südländer werden kaum Einbußen von bis zu 50 % bei den Löhnen ohne Krawalle hinnehmen.

      Dazu empfehle ich - zum Verständnis des Eurosystems - den Artikel auf

      http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=63:geldschwemme-ezb&catid=5:europaeische-politik

    • xRatio (kein Partner)
      02. Juli 2012 15:36

      @ brechstange 02. Juli 2012 10:33

      "Das Problem entsteht, weil diese Länder im Euro nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre Währung abzuwerten und damit wieder wettbewerbsfähig zu werden."

      Gängiges Gerede, das durch ständige Wiederholung nicht richtiger wird.

      Die "Länder" (genauer: die Lieferanten, die, egal wo und an wen sie etwas verkaufen wollen),
      können/müssen ihre Preise senken, wenn und soweit sie den Abnehmern zu teuer geworden sind.

      Kleinstes Einmaleins der Marktwirtschaft. Mehr braucht man auch "zum Verständnis des Eurosystems" nicht.

      Mit dem Holzhammer einer "Abwertung" = Geldvermehrung, schadet man allen
      (Lohnempfängern, Sparern, Darlehensgebern, Importeuren, Investoren, Konsumenten etc.).

      Bloß der Exporteur, der seine Waren auf Kosten aller anderen exportieren kann, hat erst mal gut lachen.
      Aber auch das nur kurzfristig, weil auch ihn die auf jede Geldvermehrung notwendig folgende Teuerung einholt.

      Resultat: ein circulus vitiosus, ein Teufelskreis

      Wenn Geldvermehrung und damit Geldentwertung zu erwarten ist, gibt es auch keine "billigen" Kredite mehr.
      Folglich steigen die Darlehenszinsen.
      Ein Gläubiger müßte ja bescheuert sein, sich für gutes Geld mit voraussichtlich entwertetem Geld abspeisen zu lassen, ohne dies zumindest bei den Zinsen zu berücksichtigen.

      Erklärt auch die bei Euro-Einführung zu verzeichnenden Zinssenkungen.
      Man rechnete (anfangs mit Recht) mit weniger Inflationitis als bei Peseten, Drachmen, Liras etc.

      Marktgesetzlich gibt es für Währungen (wie für "Geld" ganz allgemein)
      nicht die geringsten Besonderheiten.

      Euros, Dollars etc. sind Währungen wie andere. Und Währungen Waren wie andere.

      Je mehr davon da ist, umso weniger ist es im Tauschhandel "wert". Folge: Teuerungen.

      Alles simple Logik. Gegenteiliges ausnahmslos, für mich unfaßbarer, horrender Volksbetrug:

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/eurocrash-voraus/

      xRatio

    • Norbert Mühlhauser
      02. Juli 2012 22:43

      @ xRatio:

      Geldvermehrung ist zwar synonym für Abwertung, umgekehrt steht aber Abwertung keineswegs immer bzw zwingend für Geldvermehrung.

      Abwertung bedeutet lediglich, dass weniger importiert werden darf, andernfalls Überschuldung und Geldvermehrung unvermeidlich sind. Die Abwertung schafft einen Anreiz, die Verschuldung wieder auf ein verkraftbares Maß zurückzufahren.

      Da ein Land nicht ausschließlich von Anleihegeldern lebt, ist dessen Schicksal nicht ausschließlich an den Zinssätzen für Staatsanleihen zu messen.

      Besonders ist das Schicksal der Staatsanleihen nicht mit jenem der Unternehmenskredite zu vermengen. Der Unternehmer bezieht seine Kredite von der Hausbank, und zwar zu deutlich niedrigeren Zinskonditionen, selbst wenn sein Land Staatsanleihen mit 20 % verzinsen muss.

      Mit der Abwertung zwingt man jedenfalls den Privatkonsum von Importwaren zur Einschränkung. Dass auch importierte Investitionsgüter teurer werden, kann durch billigeren Exportabsatz, desssen Preisbildung ja nicht nur von importierten Investitionsgütern, sondern auch von inländischen Investitionsgütern, vom Arbeitseinsatz und von ideelen Einbringungen (Innovation, etc) bestimmt ist, mehr als wett gemacht werden.

    • xRatio (kein Partner)
      03. Juli 2012 01:24

      @ Norbert Mühlhauser 02. Juli 2012 22:43

      Was Sie mit Ihrem "Importverbot" vorschlagen hat mit "Abwertung" nichts zu tun. Durch "Abwertung" wird der Tauschwert einer Währung durch Erhöhung der Geldmenge heruntermanipuliert.

      "Abwertungen" verbilligen damit den Export (und verteuern den Import und alles andere). Ausland und Exporteure profitieren, der Rest schaut in die Röhre.

      Kunden dagegen den Einkauf gewisser Güter (welcher, bei milliarden möglicher Güter ??) zu verbieten, wie Ihnen das mit Ihrem "Importverbot" vorschwebt, ist natürlich eine wahrlich originelle Idee.

      Am besten Sie verbieten dem Kunden (kann auch ein Staat sein) gleich alles, auch den Einkauf im Inland. Dann kann er sich garantiert nicht mehr verschulden :-)

      Mit "Schulden" haben diese Fragen aber direkt sowieso nichts zu tun. Nur damit, daß gewisse Lieferanten und Exporteure zu teuer geworden sind und daher ihre Preise senken müssen, falls sie noch was verkaufen wollen.

      Dies "Problem" mit Importverboten beheben zu wollen, ist mit Verlaub vollkommen abwegig, ökonomisch völlig verfehlt, politisch diktatorisch. Sie "bestrafen" damit nicht die Leute, die zu teuer geworden sind, sondern deren Opfer, indem sie denen ganz nach Belieben irgendwelche Einkäufe verbieten.

      xRatio

    • Norbert Mühlhauser
      03. Juli 2012 09:52

      @ xRatio:

      < "Abwertungen" verbilligen damit den Export (und verteuern den Import ...

      Darin sind wir uns ja wenigstens einig.

      < ... und alles andere.

      Nur anteilig in jenem Ausmaß, in dem trotz teurerer Importe Güter aus dem Ausland benötigt werden. Das schlägt natürlich auch auf die Preisbildung rein inländischer Erzeugnisse durch, aber eben nicht zu 100 %.

      < Was Sie mit Ihrem "Importverbot" vorschlagen hat mit "Abwertung" nichts zu tun. Durch "Abwertung" wird der Tauschwert einer Währung durch Erhöhung der Geldmenge heruntermanipuliert.

      Erstens habe ich nicht von Verboten, sondern - substantiviert - "von einem Zwang zur Einschränkung" gesprochen. Da ich nicht von einem Zwang zur Enthaltung gesprochen habe, sollte klar sein, dass damit lediglich ein Anreiz zur Zurückhaltung gemeint ist.

      Zweitens kann jede Notenbank die eigene Währung niedriger ansetzen, als es dem MArktgeschehen entspräche. Denken Sie nur an die Schweizer Nationalbank, die den Frankenkurs niedriger ansetzt, als es nach der Kursarbitrage möglich wäre. Glauben Sie wirklich, dass die Notenbank dafür die Franken-Geldmenge ausweiten muss? - Nur wenn der Kurs einer Währung von einer Notenbank höher angesetzt wird als es den Marktgegebenheiten, genauer: der nationalen Wirtschaftskraft, entspricht, kann die Währungspolitik ein Raub der Spekulanten werden.

      < Am besten Sie verbieten dem Kunden (kann auch ein Staat sein) gleich alles, auch den Einkauf im Inland. Dann kann er sich garantiert nicht mehr verschulden :-) ... Sie "bestrafen" damit nicht die Leute, die zu teuer geworden sind, sondern deren Opfer, ...

      xRatio, das kann es aber nicht sein, Leute durch einen Euro, dessen Kaufkraft weit über der Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsgebarung des eigenen Wirtschaftsraumes liegt, zu belohnen, nur weil die Griechen billigst Importe konsumieren wollen, die wir übrigen EU-Bürger finanzieren dürfen, weil ja den Griechen völlig egal ist, woher der Euro kommt, Hauptsache bloß, sie haben ihn!

    • Norbert Mühlhauser
      03. Juli 2012 10:10

      Nachtrag @ xRatio:

      Sie begehen in dieser Frage interessanterweise den gleichen Fehler linksstehender Wirtschaftstheoretiker:
      Im Glauben, den Bürgern gebühre ein Wohlstand, vertreten Sie im Ergebnis die Hochhaltung der Exportpreise, und vergessen, dass Quelle des Wohlstands nicht eine isoliert gedachte Kalkulationsspanne ist, sondern eine tatsächlich ausgeübte Nachfrage nach leistbaren Gütern und Dienstleistungen, die erst Beschäftigung sichert. Außerdem kann bei Wirtschaftsleistungen mit größerer Preiselastizität mit der Hälfte der kalkulatorischen Gewinnspanne (Kalkulation=Hoffnungsrechnung) ein Vielfaches des Ertrages eingefahren werden!

    • xRatio (kein Partner)
      03. Juli 2012 15:40

      @ Norbert Mühlhauser

      Geld ist eine Ware wie andere.
      Daraus folgt: Je mehr davon da ist, umso geringer ist seine Wertschätzung (alias "Tauschwert").

      Obwohl wir diese wahrlich simple Chose nun schon mehrfach diskutiert haben, z.B. anno 2011 in extenso auch hier:

      http://www.andreas-unterberger.at/2011/07/die-zukunft-des-euro/#comment-138154

      weigern Sie sich nach wie vor beharrlich, die Geldmenge als den alles allein entscheidenden Faktor zu erkennen
      oder auch nur den oben gesetzten Link auf meine kürzliche Diskussion mit Tögel und Zraxl zur Kenntnis zu nehmen.

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/eurocrash-voraus/

      Solange Sie alles Gesagte ohne jedes stichhaltige Argument !! einfach ignorieren und auf dieser "Basis"

      * die absonderlichsten Ideen bis hin zu grotesken Importverboten,

      * "richtigen" Notenbankpolitiken
      * und -wie es Euch gefällt- weiteren "richtigen" Staatseingriffen entwickeln, ist jede weitere Diskussion vertane Zeit, vollkommen zwecklos.

      Also nochmal ganz einfach in Stichworten,
      also extrem leicht zu verstehen oder zu widerlegen :-)

      Geld ist eine Ware wie andere, es unterliegt immer und überall exakt demselben "Gesetz" von Angebot und Nachfrage wie alles andere.

      Die gerade vorhandene Geldmenge hat jederzeit unverändert zu bleiben.
      Nur hier - allein um Geldvermehrungen alias "Geldfälschung" zu verhindern- ist Mama Staat gefordert und mE auch unverzichtbar.

      Den Rest regeln Angebot und Nachfrage ganz automatisch - vollautomatisch.


      Solange Sie das nicht entweder akzeptieren oder widerlegen erspare ich mir weitere Kommentare zu Ihren bunten Eingriffsphantasien.

      Der "linksstehende Wirtschaftstheoretiker" sind eindeutig Sie, nicht ich.

      xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      03. Juli 2012 15:47

      Kleiner Tip
      (nur für jene, die noch nicht vollkommen ausgerastet sind)

      Wer sich mal ganz einfach an einer Definition von "Geld" versucht, kommt wohl von selbst auf die Idee, daß das eine Ware wie andere ist.

      Da diese Ware "meist" nur zum Zwecke des Tausches verwendet wird, legt jeder Benutzer, auch wenn er persönlich mehr davon haben möchte, Wert darauf, daß deren Gesamt-Menge knapp ist und bleibt, also dauerhaft unverändert bleibt.

      Wasser und Luft sind dafür weniger geeignet. :-)
      Gold, obwohl durch Schürfen vermehrbar, schon eher.

      Am besten, weil am einfachsten, geht's aus ziemlich banalen, rein praktischen Gründen mit "fälschungssicher" (=nicht vermehrbar) bedruckten Papierchen, z.B. mit unseren geliebten Euros.

      Vorausgesetzt natürlich, daß der Hersteller dieser Papierchen deren Menge auch selbst ein für allemal unverändert läßt.
      Die Notenbankster der EZB und des ESZB, die mal wieder Geld wie Heu drucken, gehören folglich abgeschafft und bestraft.

      Mehr ist zum großen Mysterium "Geld", das so manchen in groteske Delirien verfallen läßt, eigentlich nicht zu sagen.

      xRatio

    • Norbert Mühlhauser
      03. Juli 2012 19:13

      @ xRatio:

      Es hat wirklich keinen Sinn mit Ihnen zu diskutieren:
      Weder war es mein Anliegen, mit Ihnen darüber zu diskutieren, "ob Geld eine Ware wie jede andere ist", noch ist es anständig von Ihnen, mir zu unterstellen, ich redete Importverboten das Wort - sowas gib's alllenfalls in der vom Westen heiß umschlungenen VR China etwa für Porno oder möglicherweise für volkswirtschaftl Literatur a la Mises!

      Sie begreifen nicht, dass es nicht umkehrbare Kausalfolgen gibt, also etwa Geldmengenausweitung => Währungsabwertung, aber Währungsabwertung noch lange nicht Geldmengenausweitung.

      Sie wissen offenbar auch nicht, dass die Schweizer Notenbank den Frankenkurs nach oben begrenzt, OHNE dafür auf Geldmengenausweitung zurückgreifen zu müssen.

      Und selbst wenn es so wäre, dass eine Währungsabwertung ein Importverbot darstellt , dann wollen tatsächlich Sie der gesamten EU ein - nach Ihren Worten - "Importverbot" verordnen, weil in dem Maße, wie die Griechen über Gebühr konsumieren, der gesamte Euro-Währungspferch beträchtlich abgewertet werden muss, weshalb alle Übrigen sich umso weniger Importe leisten können. Schon allein weil Investoren aus China, Saudi-Arabien, Russland etc kein Vertrauen in einen Euro-Währungspferch haben, der ständig Milliarden in ein Fass ohne Boden gießt.

      Schauen Sie nur, wie stark der Euro in den letzten 6 Monaten zB ggü dem Dollar abgewertet hat! Und Dollar und Euro in den letzten drei Jahren ggü Gold!

      Sie haben auch nicht verstanden, dass eine Deflation, also gleichbleibende GEldmenge bei wachsendem Wirtschaftsgüterbestand, bedeutet, dass Preise ständig billiger werden müssen, ohne dass die einmal getätigten Gestehungskosten billiger werden - weshalb unter anderem jeder mit dem Einkaufen zuwartet, und Kredite/Kreditvergaben immer komplizierter werden - aber dass nur nebenbei zu unseren früheren Auseinandersetzungen.

    • Norbert Mühlhauser
      03. Juli 2012 19:18

      ... - aber das nur nebenbei ...

    • xRatio (kein Partner)
      03. Juli 2012 20:19

      @ Norbert Mühlhauser 03. Juli 2012 19:13

      Fürwahr, dem Dummen reden auch 10 Weise noch vergebens.

      Ihre Fähigkeit selbst auf kindgerecht zubereitete Argumente einzugehen ist gleich NULL.

      Lassen Sie uns daher künftig mit Ihrem aus jedem(!) Satz erkennbaren Schwachsinn in Ruhe und begeben Sie sich auch im Eigeninteresse in Behandlung.

      xRatio

  17. Josef Maierhofer
    01. Juli 2012 18:46

    In der Situation, in die uns die Regulierer gebracht haben, tun sie das bis zum bitteren Ende.

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und braucht trotz Armut den Winter nicht zu fürchten. Wir aber müssen zittern, weil wir diese politischen Appartschiks machen lassen, was ihnen gefällt.

    Die Verantwortungslosigkeit, die auch am Bankensektor Platz gegriffen hat, ist nun irreversibel geworden, Worte wie Eigenkapitalquote sind ein Reizwort für mich, heißt es doch nichts anderes, als dass die Bank 93% meines Geldes, das ich ihr anvertraut habe, gar nicht mehr aufbringen kann im Notfall, heißt für mich, dass ich ruhig lebe, wenn ich nicht viel auf der Bank habe, sondern mein Geld eben in der eigenen Firma einsetze, oder investiere damit. In Zeiten wie diesen muss man ja jederzeit mit der schlagenden Inflation rechnen, die schleichende ist ja auch ganz flott inzwischen.

    Dass die Regulierer die restlichen 7% für Staatsanleihen, sprich Politschnickschnack, haben wollen, liegt wohl daran, dass diese verkommenen Politiker jeden Spalt benutzen, um sich, Klientel und ihre Ideologie zu bedienen. Das kommt uns allen teuer zu stehen, viel teurer, als es gewesen wäre, beizeiten die Schulden abgebaut zu haben, wie etwa Schweden es getan hat, oder sie gar nicht erst zu machen, wie es in der Schweiz ist, ebenfalls verantwortungslos, nämlich zu verteilen, was man nicht hat.

    Inzwischen haben wir eine pro Kopf (Staats-)Verschuldung von 38 000,- Euro (entspricht etwa 160 000,- Euro für eine Familie mit 2 Kindern) und Deutschland liegt noch bei etwa 29 000,- Euro. Daran erkenne ich, wie sehr wir gegenüber Deutschland bereits abgesunken sind, obwohl dort auch alles den Bach runtergeht. Das alles aber stört unsere 'Regulierer' überhaupt nicht, geht es ihnen doch gut von den von uns bezahlten Politgehältern und Politpensionen. Zeit die Staatsschulden bei den Menschen publik zu machen und die Verantwortungslosigkeit der Politiker aufzuzeigen.

    Frank Stronachs Worte in der Kronenzeitung zum Thema ESM sind lesenswert.

    Apros pos Gold, wo ist es denn unser Gold ? Oder sind wir nicht mehr liquid, sprich schon bankrott und alles gehört dem 'Kuckuck' oder der EU ?

    Regulieren bringt nichts, Zurückdrehen der Beamten, Umorganisation der Verwaltung und Gesetzesvereinfachung, Zurückschrauben der Politik, etc., wir schreiben es ohnehin immer wieder, das würde bei uns was bringen, Regulierung bringt uns ganz sicher nichts, wie auch jede Art von Freiheitseinschränkung der Menschen bei ihren Überlebenskampf.

    Der Staat hat versagt, auch als Regulierungsbehörde. Der Bürger muss das jetzt regeln und er wird es müssen, wenn diese politischen Totalversager sich nicht doch noch besinnen und umkehren.

  18. HJR
    01. Juli 2012 17:49

    OT - @libertus, 01. Juli 2012 01:12

    [... "nachdem ich mit zunehmendem Erfolg immer öfter zum Reibebaum mutierte" ...]

    Allmählich frage ich mich, in was für einen "Verein" ich da geraten bin. Eigentich dachte ich ursprünglich mal, hier würde um der Sache willen diskutiert, aber bereits kurz nach meiner Anmeldung erlebte ich "Starwars" und habe meine Meinung deponiert, dass ich diese Sternderlzählerei nicht schätze und daran weder aktiv noch passiv teilnehme. Dass das nicht der überwiegenden Meinung entsprach und dass es Poster gab,denen (3) Sternderln wichtig waren, habe ich zur Kenntnis genommen. Um diesen Usancen jedoch aus dem Weg zu gehen, habe ich es vermieden, persönliche Kontakte aufzubauen und habe mich aufs Posten konzentriert, wenn es etwas zu posten gab.

    Aus der Kondolenzliste für den oder die (?) publikumswirksam zurückgetretene(n) "liberta/us" schliesse ich jedoch, dass hier - wenn schon nicht "Starwars", dann zumindest "Starcatching" angesagt war, bei welchem @libertus von seinen Adlaten nicht nur täglich reichlich mit "***" versorgt wurde, sondern auch noch monatlich immer wieder auf den Thron des "Posters des Monats" gehievt wurde.

    Nachdem mit auf diese Weise klar wurde, in welchen Kindergarten ich da geraten bin, habe ich kein Bedürfnis mehr, mit dieser Truppe "Isnogud möchte Kalif anstelle des Kalifen werden" zu spielen und suche mir jetzt wieder ein paar Erwachsene.

    Tschüss!
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    horst.rathbauer@gmx.at

    • phaidros
      01. Juli 2012 18:19

      Es scheint, Undine hat recht: wenn es heiß wird, wird es auch rauer hier herinnen. Ihren Abgang bedaure ich persönlich ebenso wie den libertus' (macht mich das jetzt auch zu Ihrem Adlaten?), und ich wünsche Ihnen ebenso alles Gute. Sie mögen das erwachsen finden oder auch nicht: ich verabschiede mich, wenn ein Mitwanderer die Gruppe verlässt. Auf den Weg die besten Wünsche und ein letzter unerbetener Rat - eigentlich mehr persönlicher Eindruck: beim Gehen nach hinten treten wirkt nicht so »erwachsen«, wie man es selbst mglw. fühlt.

      Alles Gute,

      phaidros.vie@gmail.com

      P.S.: Nach wie vor steht meine Mailadresse zur Verfügung.

    • Karl Knaller
      02. Juli 2012 09:31

      Alles sehr, sehr traurig, fürwahr! Daß uns wenigstens der phaidros erhalten bleibt, tröstet einigermaßen.

    • Herby
      02. Juli 2012 09:41

      Werter Herr Rathbauer!

      Ich denke dass es nur sehr wenige Medien gibt, die sich wirtschftlich halten können, die frei von jeder Emotion und frei von jeder Unterhaltung sind. Also Medien wo es wirklich zu 100% nur um die Sache geht, um's jeweilige Thema. Da bleiben dann wirklich nur mehr knochentrockene hochsubventionierte Abhandlungen (in Miniauflage) für Menschen übrig die viel Zeit haben, bzw. für Menschen die es für ihre akademische oder berufliche Arbeit brauchen.

      Und: "Anerkennung", "Erhalten von Geltung" sind menschliche Grundbedürfnisse, ebenso wie das "Dazugehören". Und davon erhalten viele Menschen leider viel zu wenig. Und deshalb bedienen manche Medien diese Bedürfnisse. Das merkt man auch z.B. daran wie die Kronen Zeitung u. andere Medien gestaltet sind.

      Weiters bemerkt man diese Bedürfnisse auch in Internetforen und sogar auch hier im AU-Tagebuch.

      Es würde mich sehr freuen wieder einmal einen Ihrer interessanten Beiträge hier lesen zu können!

      Mit freundlichen Grüßen,
      Herby

    • WFL
      02. Juli 2012 13:04

      @ HJR:
      Als einer, der diesen Blog als zahlender Abonnent in erster Linie für die meist hervorragenden Kommentare A. Unterbergers liest und der die Blog-Postings oftmals nur überfliegt, muss ich Ihnen - nach Lektüre dieser diversen Abschieds- und Wiederkomm-Postings - recht geben:
      Diese Sternderl-Zählerei scheint manchen Postern hier extrem wichtig zu sein.
      Sehen wir es doch positiv: Auch gebildete Menschen geben sich manchmal Kindergarten-Blößen. Das macht sie - manchmal - liebenswert.
      Deshalb bleiben Sie hier, HJR, und alle anderen Abschieds-Suchenden auch!
      Erfreuen wir uns weiterhin aller Kommentare, auch wenn sie nicht unseren eigenen Meinungen entsprechen, und lächeln wir gütig über allfällige Eitelkeitsorgien.

    • Undine
      02. Juli 2012 20:26

      @WFL

      Ihre versöhnlichen Zeilen passen gut als Schlußpunkt zu dieser doch etwas unfruchtbaren Debatte! :-)

  19. Scipio
    01. Juli 2012 14:41

    Eine Frage, veilleicht kann sie mir jemand beantworten:

    Warum eigentlich haben unsere Banken vor Eintritt in EU und EWU und vor Verkauf der CA (durch Klima/Schüssel!) und der Länderbank relatiiv gut funktioniert?

    Hängt das mit dem EU- und Eurowahnsinn, dem weitgehenden Verzicht auf Eigenstaatlichkeit, eigene Währung und gemeinnütziger Notenbank zusammen?

    • Wolfgang Bauer
      01. Juli 2012 17:38

      Schüssel kann für den Verkauf der CA wirklich nichts dafür...

    • ambrosius
      01. Juli 2012 18:32

      Anmerkung zum Thema Klima/Schüssel, lieber Scipio: beide haben- wie ich meine- bis heute nicht kapiert, wie ihnen damals geschah( der Staatsanwalt übrigens auch nicht!)
      Zur eigentlichen Frage : Der Schilling ist erst gegen Ende der 80er Jahre tatsächlich konvertibel geworden.Der Boom an Erfindungen und auch Scheinerfindungen im Bereich der Derivative hat erst in der 2. Hälfte der 80erJahre und in den 90er Jahren eingesetzt, die Folgen haben dann noch etwas auf sich warten lassen.
      Daß aber die CA und die Länderbank unter der Fuchtel der roten Bonzokratie in den 80er Jahren und vorher gut funktioniert haben ist eine höchst kühne Behauptung ( Klimatechnik, Kneissl,Funder, Stölzle Glas und was ich sonst noch an Blödheiten vergessen habe.)
      Die streng privatwirtschaftlich geführten Unternehmen, also EÖ und Raiffeisen haben sich in dem Haifischbecken ohnehin bis heute beachtlich gut geschlagen.

    • Gandalf
      01. Juli 2012 19:09

      @Wolfgang Bauer
      Da muss ich Ihnen - obwohl treuer Schüssel- Anhänger - leider widersprechen: Wolfgang Schüssel hätte die Verschleuderung (und letztendlich Vernichtung) der CA durchaus verhindern können, indem er sie zur Koalitionsfrage gemacht hätte. Was er - leider - nicht getan hat. Aber was soll's: Es hat keinen Sinn, verschütteter Milch nachzuweinen.

    • ambrosius
      01. Juli 2012 19:30

      @gandalf: Also ich habe damals alles, was lebar und hörbar war auf eine Reaktion von Schüssel hin verschlungen und ich habe keinen Hinweis darauf erhalten, daß er üb erhaupt verstanden hätte, was da gelaufen ist.

    • cmh (kein Partner)
      02. Juli 2012 08:17

      Verkauf der CA (durch Klima/Schüssel!) ??????????????????????????????????????????

      Ich fasse es doch nicht! Jetzt ist der Schüssel auch Schuld an der Verschleuderung der in eine rote Mördergrube gefallenen CA.

      Es sind die Kleinigkeiten, die mich schier verzweifeln lassen, weil sie die fortgeschrittene Hirnerweichung durch die rote Dauerpropaganda deutlich werden lassen.

      Eine Truppe, die sich liberal, konservativ oder was weiss ich nennen möchte und trotzdem glaubt, immer auch ein Bemmerl auf den Schüssel fallen lassen zu müssen, die sollte doch gleich zum Schmidl gehen. Vielleicht sind die bei Laura und Faymann besser aufgehoben - zumindest intellektuell und orientierungsmäßig.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      02. Juli 2012 17:18

      cmh, Recht haben S'.

  20. Claudius
    01. Juli 2012 14:40

    Der fatale EU-Gipfel vom 28.+29. Juni 2012: Die Niederlage Merkels in DIE WELT:
    Gipfel-Chronik: Nach Mitternacht schlichtete der Prinz der Dunkelheit

    "So lange ich lebe" versprach die Bundeskanzlerin, die Vergemeinschaftung von Schulden zu verhindern. Und lief dann in Brüssel in die Falle von Mariano Rajoy und Mario Monti. Wie es dazu kam.
    Von Robin Alexander und Jan Hildebrand

    Minutenprotokoll einer doppelten deutschen Niederlage. Wie sich die Südeuropäer in Brüssel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel anlegten und sie zu einem zweifelhaften Kompromiss zwangen – während die deutsche Nationalmannschaft in Warschau gegen Italien unterlag.

    Dienstag 17.30 Uhr:

    Zum ersten, aber nicht zum letzten Mal in dieser bemerkenswerten Woche sind die Getreuen der Bundeskanzlerin erschrocken. Denn Merkel unterläuft etwas, das Fußballkommentatoren einen "Stockfehler" nennen und was bei dieser gewieften Technikerin der Macht äußerst selten vorkommt: Merkel sagt etwas, das sie nicht sagen wollte.

    "Solange ich lebe", führt sie im Fraktionssaal der FDP im Berliner Reichstag aus, werde es zu keiner "gesamtschuldnerischen Haftung" in Europa kommen. Die Kanzlerin wollte damit nur das eher akademische Argument illustrieren, dass auch in der Bundesrepublik "nach 63 Jahren gemeinsamer Staatlichkeit" die Bundesländer noch einzeln Geld leihen. Doch der Satz wird so verstanden: "Euro-Bonds – nur über meine Leiche!"

    Eine Festlegung, die beim deutschen Publikum gut ankommt, aber ihren Gegnern in die Karten spielt: Die sind hinter ihrem Rücken schon dabei, eine europäische Koalition gegen die angeblich störrische und uneinsichtige Deutsche zu schmieden.

    Donnerstag 14.26 Uhr:

    Hat Merkel davon gar nichts mitbekommen? Fast scheint es so, als die Kanzlerin in Brüssel auf dem Spielfeld erscheint. Vor dem VIP-Eingang des Julius-Lipsius-Gebäudes, wie der Betonklotz des EU-Rates heißt, ruft Merkel den wartenden Journalisten ein fröhliches "Guten Tag" zu. Das Aufwärmen hat 90 Minuten vorher in der "Königlichen Akademie" stattgefunden, wo sich die konservative europäische Familie EVP bespricht.

    Da fehlte der spätere Match-Winner: Denn Mario Monti, der Premierminister Italiens, ist ja parteilos. Kein Politiker, sondern ein Wirtschaftsprofessor, wird zum zentralen Akteur dieses Gipfels werden. Monti gilt als besonnener Mensch, aber er ist wirklich sauer auf Merkel.

    Hat er ihr nicht oft genug höflich gesagt, was er will? Im Januar, vor seinem Antrittsbesuch in Berlin, gab er der "Welt" ein Interview, in dem er erklärte, sein Leben lang dafür gearbeitet zu haben, dass Italien "so weit als möglich Deutschland ähneln solle".

    Vollständiger Artikel zu lesen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article107612804/Nach-Mitternacht-schlichtete-der-Prinz-der-Dunkelheit.html

  21. zauberlehrling
    01. Juli 2012 14:10

    Dagegen hilft keine Regulierung der Welt:

    http://orf.at/#/stories/2128540/

  22. RR Prof. Reinhard Horner
    01. Juli 2012 13:41

    reinhard.horner@chello.at

    Regeln und lenken (steuern)

    Den Versuch ist´s wohl wert. Denn grundlegende Überlegungen und Entscheidungen sind unerlässlich.

    Wohin es führt, wenn das Wirtschaften – womöglich zentral geplanten – Zwängen unterworfen wird, wissen wir zur Genüge. Wie freies Wirtschaften (frei wovon? und frei wozu?) nur innerhalb entsprechender Toleranzen funktioniert und deshalb tragender Regeln bedarf, ist offenbar nicht so klar.

    Die Märkte vollziehen sich in Begegnungen und Auseinandersetzungen von Anbietern und Nachfragern (von Menschen mit ihren Einrichtungen). Durch Steuerungen behinderte Märkte funktionieren ebenso wenig wie durch regellose Willkür bestimmte Märkte. Sowohl in zwangswirtschaftlichen als auch in willkürwirtschaftlichen Verhältnissen können sie nicht einmal die Grundbedürfnisse für die menschliche Lebensführung erfüllen. (So dass das Wirtschaften dem Leben diene und nicht das Leben dem Wirtschaften untergeordnet, ausgeliefert werden solle.)

    Wirtschaftliche Vorgänge folgen nicht Naturgesetzen, sondern haben viel mit Meinungen und/oder Einsichten, haben mit vielerlei Emotionen, haben mit Wert- und Willenshaltungen zu tun.

    Dass reales Wirtschaften nicht durch fiktives Wirtschaften zu ersetzen ist und es nicht durch ein solches überwältigt werden darf, tritt in den aktuell in gigantischen Ausmaßen und atemberaubenden Geschwindigkeiten überbordenden Finanzgeschäften unübersehbar zutage. Da gibt es zahlreiche bloß geldliche „Investmentprodukte“, die vernünftiges Wirtschaften aufs äußerste gefährden bzw. schier zwangsläufig zerstören. Wenn Spekulationsgeschäfte gegen reales Wirtschaften, gegen Währungen und gegen Staatshaushalte nach wie vor gang und gäbe bleiben, besteht dringender Handlungsbedarf für ökonomische Regelungen und deren Einhaltung.

    Die nachhaltige Mobilisierung der menschlichen Kräfte bedarf optimierter Anstrengungen in Handlungsgrößen nach menschlichem Maß. Hierzu sind die (aggressiv profitgebundenen, von anderen Hinsichten und schier allen Rücksichten befreiten) Übermächte wirtschaftlicher Saurier wie alle Monopole und Oligopole entsprechend auszumerzen.

    Wie sehr dauerhaft ergiebiges Wirtschaften der ökologischen Hinsichten und Rücksichten nimmermehr entraten kann, steht heutzutage in überwältigender Deutlichkeit vor Augen.

    Grundlegende soziale Ansprüche sind für das Funktionieren des Wirtschaftens ebenfalls essentiell. Allerdings setzt es zu spät und nicht selten grob fehlleitend an, wenn eine „Verteilungsgerechtigkeit“ nur in der Umverteilung der Erfolge unternommen und die Leistungsgerechtheit vollends oder weitgehend ausgehebelt werden soll. Aktuell betrifft das vordringlich innerösterreichische und europäische Absichten und Umsetzungen.

    Insgesamt geht es darum, dass wir unsere Schritte lenken von der heute vorwiegend wirksamen kurzgriffig quantitativ wachstumshörigen Erfolgsgesellschaft, in der nicht so sehr die Starken als vielmehr die Gewalttätigen obsiegen, hin zu einer nachhaltig an qualitativem Wachstum orientierten solidarischen Leistungsgesellschaft, die daran interessiert und dazu befähigt ist, die Wirtschaft und die Technik in die Gesamtzusammenhänge der Kulturentwicklung und der persönlichen Lebensführung einzubinden. Dies in regionalen, in kontinentalen und in globalen Anstrengungen. In österreichischen im Verbund mit europäischen. Im Bemühen um ausgewogene Vergemeinschaftungen der Chancen und Risken, der Leistungen, der Erfolge.

  23. f.m.
    01. Juli 2012 13:33

    Kein LaFayette/Lahnsteiner, kein libertus mehr! Jetzt ruht die Last, den Poster des Monats zu machen, auf den Schultern des W*************n!

    Aber: Wem Gott ein Amt gibt ...

  24. Graf Berge von Grips
    01. Juli 2012 12:57

    Es gehen die Könner, die wahren
    z'ruckbleib'n die Austauschbaren...

  25. perseus
    01. Juli 2012 12:34

    Historisch betrachtet beginnt unser alle Banken-Problem mit dem Abgehen vom „Goldstandard“ (Bretton Woods). Am Ende des Zweiten Weltkrieg hatte sich die amerikanische Zentralbank (Fed) verpflichtet jederzeit US-Dollar in Gold zu tauschen. Alle Teilnehmerstaaten (die westliche Welt) kaufte Dollar und dieser wurde zur westlichen Leitwährung. 35$ waren 1 Unze Gold. Die Währungen der Teilnehmerstaaten waren also mit etwas werthaltigem – eben mit Gold – hinterlegt. Und das war gut so. Die Staatsverschuldung konnte so nicht ausufern, da jede Mitgliedsregierung über die Bindung an den USD letztendlich Gold kaufen musste, wenn sie sich verschulden wollte. Durch die immer höheren Zahlungsbilanzdefizite der USA (damals in Folge des Vietnam-Krieges) war es für die US-Regierung in den 70er-Jahren nicht mehr jederzeit möglich USD in Gold zu tauschen. Der Goldstandard wurde aufgegeben.

    Ab diesem Zeitpunkt gab es keine Bindung der Währungen an irgendwelche tatsächlich existierenden Werte mehr. Die Zentralbanken hatten freie Bahn für das Gelddrucken. Und je nach Verantwortungsbewusstsein der „Währungshüter“ wurde eben Geld „geschöpft“: „artificial money“ oder bedrucktes Papier – als Banknoten oder als Staatsschuldver-schreibungen oder anderes.

    Die Nationalbanken und die Geschäftsbanken wurden willige Komplizen der Politiker. Sie finanzierten die Staaten, begaben Staatsschuldverschreibungen (und verdienten gut dabei); im Gegenzug schufen die Politiker Gesetze, die es den Banken erlaubten, statt mit echtem Eigenkapital aus selbst erwirtschaftetem Bankergebnis auch mit Staatschuldverschreibungen zu unterlegen; diese waren ex lege (Bankwesengesetz) zu 100 % werthaltig, weil die Politiker ja die Banken als Komplizen beim Gelddrucken brauchten. (Jetzt stellt sich heraus, dass das was immer schon so war eben auch jetzt gilt: auch Staaten können in Konkurs gehen). Das alles wurde bereichert mit gefährlichen Entwicklungen a la Hedgefonds (die auch durch Gesetze, die von unseren Politkern in unserem Namen beschlossen wurden erlaubt sind) und bald entstand da eine Blase und dort eine Blase – einmal bei Immobilien, dann bei Rohstoffen oder Aktien, eine Folge der Immer größer werdenden Geldmenge und Staatsverschuldung. Die Bilanzsummen der Fed (USA) und der EZB sind von unter 500 Milliarden € 2007 auf über je 3.000 Milliarden € (3 Billionen = 3.000.000.000.000,00 €) im Jahr 2012 angestiegen. Die Zentralbanken haben damit im Wesentlichen eigene Staatsschuldverschreibungen (aber auch andere bedruckte Papiere) zurückgekauft.

    Wie das ohne einen Zusammenbruch der Währungssysteme wieder ins Lot gebracht werden kann, darüber erzählen uns unsere Politiker immer neue Märchen und Halbwahrheiten. In Deutschland hat man das Gefühl, dass wenigstens eine Diskussion mit Niveau stattfindet. Unsere Politiker vermitteln den Eindruck, dass sie gar nicht verstehen, worum es geht. Tatsächlich bin ich froh, dass in Deutschland eine konservativ-liberale Regierung besteht, die den ärgsten planwirtschaftlichen Unsinn von uns abwendet und die Spindelmänner können so nichts anderes tun als nachvollziehen, was dort entschieden wird – ist auch vielleicht besser, dass sie gar nicht verstehen, worum es geht.

    • ambrosius
      01. Juli 2012 18:57

      Schon x-mal dargestellt aber immer wieder wertvoll, wenn es in Erinnerung gebracht wird.
      Daß der Goldstandard auch nicht der Weisheit letzter Schluß ist, sollte auch bekannt sein. Gegen den Zwang der Politker, Volksvermögen zu vernichten, hilft auch der Goldstandard nicht, wie ja oben dargestellt.
      Der natürliche Tod eines Bankiers ist der Souverän geradeso wie der Adler der natürliche Tod des Murmeltieres ist. Das haben wir an den Bankhäusern von Florenz aus der Zeit vor den Medicis gesehen, die höchst professionell den englischen König und sein Reich im Franzosenkrieg analysiert haben , mit dem schlichten Unwillen des englischen Königs, seine Schulden zu begleichen aber nicht gerechnet hatten. Blitzschnell war die " banca rotta" und das florentiner Gewerbe und Handwerk um seine Ersparnisse gebracht. Man erkundige sich, wie kurz es gedauert hat, bis der Crash überwunden war! Hätten wir all die tauben Nüsse der letzten Jahre mittels Konkurs entsorgt( auch die Staaten), wir hätten schon wieder eine florierende Wirtschaft und Wohlstand allenthalben

  26. schreyvogel
    01. Juli 2012 12:32

    Diese Notwendigkeit hoher Regulierungsdichte - ist das ein Versagen der Politik oder der Marktwirtschaft?

    • Markus Theiner
      01. Juli 2012 13:44

      Wenn es die Notwendigkeit gibt ist es beides.
      Wobei die Theorie der Marktwirtschaft ohnehin davon ausgeht, dass es staatliche Regulative geben muss. Der Unterschied zur Planwirtschaft liegt aber darin auf welche Bereiche die sich beziehen.
      Die Marktwirtschaft braucht den Staat um die Einhaltung von Verträgen und die notwendige Transparenz sicher zu stellen. Damit sind Rahmenbedingungen geschaffen, in denen jeder Betroffene selbstverantwortliche Entscheidungen auf vernünftiger Grundlage treffen kann - und erst da will die Marktwirtschaft die Freiheit von staatlichen Vorgaben.

      Wie so oft geht es daher nicht darum ob oder wie viel der Staat regulieren soll, sondern was. Qualität statt Quantität.

    • schreyvogel
      01. Juli 2012 14:37

      Markus Theiner,
      völlig richtig. Der Staat ist für die Rahmenbedingungen verantwortlich, der Markt für den Rest.

    • phaidros
      01. Juli 2012 16:16

      Der (unschlichtbare) Dauerstreit entsteht nur dort, wo Regulativ X von einer Seite den Rahmenbedingungen zugeordnet wird, und von der anderen dem Rest.

  27. brechstange
  28. socrates
    01. Juli 2012 10:17

    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/modell-mezzogiorno-1.17300815
    Alle auf gleiches Niveau bringen heißt nicht auf die höhere Ebene, wie D und Ö vorgegaukelt wurde, sondern auf die Mezzogiorno - Ebene herunter. Unser Geld wird demokratisch geraubt. Die Anleger am anderen Ufer beleidigt man nicht ungestraft.

  29. HJR
    01. Juli 2012 09:54

    Viele Teilnehmer an der aktuellen Krisendebatte reden einer schärferen bzw. "besseren" Regulierung das Wort. Was aber ist "Regulierung" eigentlich? Ich riskiere mal eine Stegreifdefinition: Regulierung ist der externe Eingriff in ein System mit dem Ziel, dessen natürliche Struktur oder Dynamik zu verändern. Um eine solche Regulierung vornehmen zu können, bedarf es einiger Voraussetzungen, als da wären:
    1... Der "Regulierer" benötigt eine klare Vorstellung davon, was er verändern möchte. Diese Vorstellung darf sich nicht darauf beschränken, das Hauptziel zu benennen, sondern muss insbesonders klarstellen, welche "Nebenwirkungen" vermieden werden sollen.
    2... Der Regulierer muss sich weitreichende Klarheit über die Systemstruktur und -dynamik verschaffen. Die "Struktur" handelt dabei von den maßgeblichen "topographischen" Gegebenheiten bzw. "Systemelemente" und deren "Handlungsvermögen", die "Dynamik" beschreibt die tatsächlichen (und auch möglichen!) Interaktionen der Systemelemente, sowie deren Reaktionen bzw. Folgehandlungen.
    3... Es ist wichtig, zwischen "selbstorganisierenden" Systemen und solchen ohne diese Eigenschaft zu unterscheiden. Als Selbstorganisation verstehe ich die Möglichkeit eines Systems, seine Struktur bzw. seine Dynamik ohne äußeres Zutun zu verändern. "Staaten" und "Märkte" dürfte in diesem Sinne selbstorganisierende Systeme sein - noch dazu "hochkomplexe", d.h. sie können (unüberschaubar) viele (System-)Zustände annehmen.
    4... Eine vollständige Kenntnis von Struktur und Dynamik komplexer Systeme ist nicht zu erlangen! Es ist daher davon auszugehen, dass jede "Regulierung" auf unzureichender Systemkenntnis beruht und daher unerwartete Ergebnisse zeitigen wird (was nicht heißt, dass "unregulierte" Systeme nicht auch "unerwartete" Systemzustände aufweisen können).
    5... Der Mensch nimmt "Regulierung" meist mit dem Ziel vor, die mannigfaltigen möglichen Systemzustände auf jene wenigen "erwünschten" zu reduzieren, welche ihm die Überschaubarkeit und damit Kontrolle ermöglichen. Dabei treten ... Schwierigkeiten auf:
    ...5a... Die zwangsläufig unvollständige Kenntnis des Systems verhindert, dass alle "unerwünschten" Systemzustände zuverlässig "abgeklemmt" werden können.
    ...5b... Die nur auf politischem Wege herstellbare Einigung auf die Regulierungsziele hinterlässt ihre Spuren insoweit, als dass die Ziele "falsch" oder zumindest "zu weich" definiert sind. Dementsprechend wirkt die Regulierung mit entsprechender Zielabweichung.
    6... Wird die - unerwünschte - Zielabweichung (mit entsprechender zeitlicher Verzögerung) erkannt, so besteht neuerlicher (Nach-)Regulierungsbedarf. Und damit sind wir dort angelangt, wo die Endlosschleife wieder bei (5) beginnt und über (5a) und (5b) auf ihren Wendepunkt (6) zuläuft.

    Das p.t. Publikum ist nun aufgefordert, sich selbst auszumalen, was passiert, wenn nicht nur "eine Instanz" Regulierungsmaßnahmen ergreift, sondern wenn deren mehrere ihrer "systemischen Weisheit" letzten Schlüsse einwirken lassen.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    horst.rathbauer@gmx.at

    • phaidros
      01. Juli 2012 11:37

      Bravo, HJR, sehr anschaulich aufgeschlüsselt!

      Ich gebe allerdings zu bedenken, dass »Eine vollständige Kenntnis von Struktur und Dynamik komplexer Systeme ist nicht zu erlangen!« impliziert, dass auch alle »Lasst das!«-Zurufe auf Unkenntnis beruhen und das Eingeständnis beinhaltet, dass sie (die Zurufe) rundheraus falsch sein könnten.

      Ob eine oder mehrere Instanzen auf das System einwirken dürfte sich meinem Gefühl nach nicht sehr stark auswirken. Ähnlich, wie wenn Sie Zufallszahlen addieren: Sie bekommen nur wieder eine Zufallszahl heraus. Und nicht etwa eine noch zufälligere.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • schreyvogel
      01. Juli 2012 12:56

      Die beste Regulierung ist keine Regulierung!

      Regulierung ist nur dort zulässig, wo es gilt, Monopole oder Oligopole aufzubrechen oder zumindest zu zähmen, die ihrerseits durch staatliche Rahmenbedingungen entstanden sind, z.B. durch Vergabe von Konzessionen- und Lizenzen, etwa zum Abbau von natürlichen Resourcen, zum Betreiben von Linienverkehr, von Sendern, von Spielcasinos, zum Verkauf von Arzneien u.v.a.m.

      Der beste Regulator ist der Markt!

    • phaidros
      01. Juli 2012 13:09

      Der Meinung bin ich prinzipiell ja auch, schreyvogel. Aber was HJR oben heraus arbeitet ist, dass es eben nur eine Meinung ist, und gar nicht mehr sein kann. Das halte ich für einen unglaublich wichtigen Erkenntnissachritt.

      Wenn wir noch lernen, »der Linken« nicht pausenlos verbrecherische Absichten sowie Bildung von Seilschaften bishin zu Verschwörungen (das versteigt sich bis zu Weltherrschaftsphantasien) zu unterstellen - jedenfalls nicht mehr als der eigenen Seite - sondern davon ausgehen, dass es eben andere, konkurrierende Ideen gibt, was (allgemein gesprochen) »das Beste« sei, dann kann ein interessanter Dialog entstehen, von dem alle nur lernen können. Auch das gilt freilich fü+r beide Seiten.

      Dass der Markt nicht in allen Belangen der beste Regulator sein kann, beweist übrigens der Artikel »Die Tragödie des Gmeinguts« im Science-Blog (http://www.science-blog.at/2012/05/die-tragoedie-des-gemeinguts/ ). Und »beweist« ist hier in seiner starken Wortbedeutung gemeint.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      01. Juli 2012 13:10

      Und weil es sinnstörend ist eine Korrektur: es ist ein Schritt dort oben, kein Sachritt (was immer man sich darunter vorgestellt haben mag).

    • Markus Theiner
      01. Juli 2012 13:39

      @ phaidros:
      Obwohl ich dem Ansatz zustimme geht mir die Formulierung doch zu weit.
      Meinung ist nicht gleich Meinung. Es gibt bessere und schlechtere Argumente.

      Wäre es wirklich so, dass jede Überlegung zu komplexen Systemen gleichermaßen nur Meinung ist, dann wäre es ja auch völlig unsinnig in dem Zusammenhang von einem "Beweis" zu sprechen.
      Es wäre sogar unsinnig überhaupt irgendwas zu tun, weil man ja nie wirklich sicher sein kann, dass die Tätigkeit besser ist als die Untätigkeit.

      Es führt also kein Weg daran vorbei sich zu überlegen was denn nun die bessere Meinung ist. Dabei die Ideen der anderen zumindest als Ideen zu akzeptieren und einen Dialog zu führen sollte selbstverständlich sein, darf aber nicht verhindern dass man diese Idee trotzdem verwirft, wenn man sie nach entsprechender Beschäftigung verwirkt.

      Nicht einmal dass funktioniert aber besonders gut, wenn es um Politik geht.
      Erstens, weil Politiker oft ihre Ideen garnicht begründen bzw. verfälschte Fakten als Gründe angeben. Damit kann kein Dialog zu einem sinnvollen Ergebnis kommen.
      Zweitens, weil viele Politiker aber auch viele Wähler eine derartige Einstellung als Unsicherheit oder Schwäche mißverstehen. So wie ja auch jemand der bereit ist seine Meinung zu ändern, wenn er draufkommt falsch zu liegen, eher als Wendehals bezeichnet wird, denn als vernünftiger Staatsmann. Paradoxer Weise kommt jemand viel eher damit davon, wenn er seine Meinung ändert ohne dafür Gründe anzugeben und vorher wie nachher mit felsenfester Sicherheit seine Meinung als die einzig mögliche ausgibt.

      Nicht schön, aber "Dialog" wird heute leider oft als Synonym für "Bliebigkeit" verstanden.

    • schreyvogel
      01. Juli 2012 13:57

      Phaidros,
      ich habe den Gastbeitrag gerade überflogen.
      Er scheint mir ein Vergleich von Äpfel mit Birnen zu sein, nämlich von einer wenig entwickelten Gesellschaft mit der von heute.
      Die meisten Probleme, die bei sehr extensiv und weitgehend gemeinschaftlich genutztem Land auftreten, gibt es in unserer sehr intensiven Wirtschaft nicht mehr.

      Zu einer Marktwirtschaft gehört zwingend Privatbesitz. Der private Landbesitzer wird im eigenem Interesse darauf achten, dass seine Weiden nicht überweidet, sein Fischwasser nicht überfischt, sein Wald nicht leergejagt werden usw. usf.
      Bei gemeinschaftlichem Besitz wäre das viel schwieriger.

      Selbst leergefischte Ozeane erholen sich selbst, wenn die Fangflotten wegen Unwirtschaftlichkeit abgerüstet werden.

      Der stärkste und beste Regulator ist und bleibt der freie Markt!

    • phaidros
      01. Juli 2012 13:58

      Sg. Hr. Theiner, das sind durchwegs kluge und gute Aspekte - die ich aber keineswegs als Gegenargumente auffasse.

      Lassen Sie mich differenziert auf 1. und 2. Teil Ihrer Antwort antworten ('tschuldigung für die Wortwiederholung - es ist zu heiß, um nach Wörtern zu suchen):

      Mit dem ersten Teil (»man muss überlegen...«) bin ich vollkommen einverstanden, halte aber entgegen (oder eigentlich: möchte aber ergänzen), dass es genau um diese Differenzierung geht. Sie reden bereits vom Graduellen, ich habe das Kategorische angesprochen - das ist durchaus kompatibel.

      Wenn alle darüber einig sind, dass Meinungen gegeneinander antreten und bereit sind, a) Argumente auf die Waagschale legen und b) den Ausschlag anerkennend zu Kenntnis zu nehmen, (nur) dann kann etwas weitergehen. Sind sie es nicht, geht's Richtung »Schlacht der Fanatiker«.

      Was die Politik betrifft haben Sie - leider! - auch recht. Aber jetzt kann man / können wir als Bürger zweierlei tun. Genauer: eins von Zweien.

      Entweder gelingt es, den (weitgehend argumentationslosen) Politikern, Leute hinter sich zu scharen. Das ist, was wir - bei allem Respekt: auch hier - immer wieder beobachten.

      Oder es bildet sich eine immer größere Gruppe heraus, die klar kommuniziert, dass ihr das nicht genug ist (das ist, in aller Bescheidenheit, wofür wir versuchen, mit der BIÖ einen Kristallisationskern anzubieten). Denn die Politik bedient Strömungen, sie definiert sie nicht. Nur über diesen (unendlich, frustrierend langsamen) Weg ließen sich langfristig Änderungen herbeiführen. Dazu bedarf es Geduld und Dispziplin (beides nicht gerade im Übermaß vorhanden). Alles andere ist von »oben« routinemäßig eingeplant und bewirkt rein gar nichts. Wir müssten etwas auf die Beine stellen, was nicht eingeplant ist. Ist meine Meinung.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      01. Juli 2012 15:20

      Sg. schreyvogel, »Der private Landbesitzer wird im eigenem Interesse darauf achten, dass seine Weiden nicht überweidet, sein Fischwasser nicht überfischt, sein Wald nicht leergejagt werden usw. usf.
      Bei gemeinschaftlichem Besitz wäre das viel schwieriger.«


      Richtig*).

      Bloß: wem gehören Ozeane, Fischbestände, Wild, Bodenschätze, Wasser, Sonnenlicht usw?

      Gemeingut ist ebenso unausweichlich wie Privatbesitz, würde ich sagen. Es sei denn, wie beim DKT bildet sich ein Übermächtiger heraus, der dann alles besitzt. Dass das unerwünscht ist (und dass es nebenbei derzeit auf Jahrzehnte hinaus sicher nicht Europa sein würde, und schon gar nicht Deutschland, und schon überhaupt gar nicht Österreich), liegt auf der Hand, meine ich.

      Und damit landen wir ebenso unausweichlich beim Dilemma. Die »Akteure« hätten also an sich die Aufgabe, die »Vernunft« des (nicht vorhandenen) Monopolisten zu substituieren. Tun sie so etwas aber auch nur ansatzweise, so werden ihnen sofort Eigeninteressen und alles Mögliche sonst unterstellt. (Siehe Klimadiskussion, siehe Diskussion SAtomkraft vs. alternative Energien, siehe, siehe, siehe...)

      Zum SB-Artikel: Beim Zusammenhang vom Verhalten wirtschaftender Akteure mit dem Nash-Gleichgewicht, das ich als Begriff zwar kannte, dessen Bedeutung ich aber nicht einschätzen konnte, ist mir ein Licht aufgegangen.

      Und deswegen mag der (völlig freie, wie es ihn ohnehin nicht gibt) Markt meiner Ansicht zwar der beste und stärkste Regulator sein. Es steht abernirgends geschrieben, dass er gut genug oder stark genug wäre. Denn »Tragfähigkeit« (um das Reizwort Nachhaltigkeit zu vermeiden) seiner Entscheidungen ist dem Markt kein Anliegen. Dem Markt ist nämlich gar nichts ein Anliegen, vergleichbar etwa mit der Evolution. Beide wissen nicht, was ein »Ziel« oder eben ein »Anliegen« überhaupt ist.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Detail am Rande: der Beweis, dass ein leergefischter Ozean sich erholt, und nicht bspw. wie ein erodierter Lösboden einfach auf Jahrtausende weg ist, müsste erst einmal erbracht werden, aber darum soll es ja hier nicht gehen.

    • phaidros
      01. Juli 2012 19:51

      Nochmal schreyvogel: ich denke den Nachmittag über Ihren Satz »der stärkste und beste Regulator ist der Markt.« weiter nach.

      Mein Zwischenrésumé, und momentan meine ich, das ist auch kompatibel zu dem, was ich weiter oben gesagt habe, nur expliziter: »stärkster« ja, aber nicht »bester«. Und zwar einfach, weil der Markt keine Definition von »gut« kennt. Der Markt regelt einfach so, dass er selbst weiter besteht, aber was darin als gut empfunden wird und was nicht, ist völlig undefiniert (und ihm auch herzlich wurscht). Einmal mehr stolpere ich gedanklich über die Parallele zur Evolution.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • xRatio (kein Partner)
      02. Juli 2012 15:53

      @ Markus Theiner 01. Juli 2012 13:39
      @ schreyvogel 01. Juli 2012 13:57

      Volle Zustimmung.

      Der stärkste und beste Regulator ist und bleibt der freie Markt!

      Die Nomenklatur hat sich auf die justiziell kontrollierte Abwehr von Gewalt und Betrug zu beschränken.
      Nur dazu ist sie da.
      Nicht zur hochnäsigen Bevormundung und Manipulation ihrer Auftraggeber!

      xRatio

    • phaidros
      03. Juli 2012 10:52

      Gibt es dazu tatsächlich nichts zu sagen als ein unargumentiertes, aoodiktisches "ist und bleibt"?

      BG ph. (v.htc)

  30. socrates
    01. Juli 2012 09:53

    Goldstandard hilft!
    Unsere Banken geben den Kleinen kaum Kredite, weil sie mehr am Finanzmarkt lukrieren. Wenn eine schuldenfreie Kindergärtnerin 1/3 angespart hat und einen Kredit zum Kauf eines gebrauchten Häuschens braucht, bekommt sie, mit Hinweis auf Basel II (es gilt schon Basel III), nichts. Wie wollen die Banken unsere Wirtschaft ankurbeln?

  31. Undine
    01. Juli 2012 09:33

    @Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

    Bravo, das nenne ich eine reife Leistung: Ihren persönlichen, völlig überflüssigen Feldzug gegen @libertus haben Sie gewonnen; er zieht sich zurück. Uns Sie können sich einen großartigen Sieg an Ihre Fahne heften.

    Was den Trollen nicht gelingt, ist Ihnen geglückt: Unangenehme Stimmung im Forum zu schüren: Nur der Zweck ist mir nicht klar.

    P.S.: Seit Bestehen des Unterberger-Blogs mache ich die Beobachtung, daß an extrem heißen oder sehr schwülen Tagen die Stimmung hier gereizt ist und es zu
    persönlichen Untergriffen kommt. Ihnen, "Marquis", scheint die extreme Witterung nicht gut bekommen zu haben. Schade, denn daß Sie und ev. einige andere Mitposter auf @libertus nicht gut zu sprechen sind, müssen jetzt all jene, die täglich mit großem Interesse und ebensolcher Freude seine Kommentare gelesen und gut bewertet haben, büßen. Machen Sie doch "Urlaub", wo der Pfeffer wächst!
    Der Dank der Trolle ist ihnen gewiß.

    • socrates
      01. Juli 2012 09:59

      Undine
      Der Marquis kam mir schon lange alt und grantig vor. Dann verließ er die Logik und ich verlor das Interesse an seinen Aussagen. Einige Poster, die durchaus Qualität zeigen, nutzen das zum Angriff aus. Ignorieren hilft!
      P.S. Meine emails gehen hier vorläufig nicht.

    • Anton Volpini
      01. Juli 2012 10:03

      Wir lassen uns die Stimmung nicht vermießen, Undine.
      Der liebe Gott schaut zu, wie wir Menschen uns gegenseitig das Leben schwer machen,.....dafür hat er uns aber zum Ausgleich Bach und Mozart geschenkt!

    • phaidros
      01. Juli 2012 11:03

      Liebe undine, ganz wie Herr Volpoini schon gesagt hat: lassen wir uns die Stimmung nicht verhageln. (Und vergessen wir auch nicht, dass hinter den meisten angriffigen Nicks Leute stecken, die sich unter anderem Namen ganz weltmännisch geben)

      LG ph.

    • Alfred E. Neumann
      01. Juli 2012 13:09

      @ Undine, socrates, Volpini und natürlich phaidros

      Danke für Eure positive Gesinnung. AU-Blog-Partner kommen und gehen. Das hat dem Niveau bisher nicht geschadet, es eher befruchtet.

      Einen schönen heißen Sonntag Euch allen.

    • Undine
      01. Juli 2012 22:41

      @Anton Volpini
      @phaidros
      @Alfred E. Neumann:

      Bei uns im Salzkammergut gab's nach einem sehr heißen, schwülen Tag (den ich glücklicherweise an einem See verbringen konnte!) ein heftiges, die Atmosphäre wunderbar reinigendes Gewitter; es hat auch wohltuend abgekühlt. Diese angenehme Abkühlung wird sich ev. auch auf die etwas erhitzten Gemüter hier im Forum beruhigend auswirken! :-)

      @socrates: LG auch an Xanthippe!

  32. Markus Theiner
    01. Juli 2012 08:07

    Es war sowieso von Anfang an lächerlich mehr staatliche Regulierung als Prävention gegen zukünftige Krisen zu verkaufen. Denn die bisherigen staatlichen Vorgaben für die Finanzmärkte haben die Krise nicht nur nicht verhindert, sondern gerade gefördert.

    Zur Erinnerung:

    Rettung systemrelevanter Banken war bisher schon üblich und hat den Wettbewerb ruiniert. Wenn Spekulationen nur positive Folgen haben können, weil der Staat unbedingt die negativen tragen will, dann kann es sich keiner leisten seriös und vorsichtig zu arbeiten, weil die Konkurrenz ihn dann abhängt.
    Nachdem sich auch die meisten Anleger um ihre Ersparnisse keine Sorgen machen müssen - so lange sie an die Liquidität des Staates glauben - weil der Staat die Banken rettet und Einlagen sichert, kann man als Bank die höhere Sicherheit der eigenen Geschäftspolitik nicht einmal als Verkaufsargument verwenden.
    Dass die Eigenkapitalregeln Staatsanleihen bevorzugen und damit die Banken zu deren Kauf beinahe schon genötigt werden ist auch nicht neu. Und jetzt droht der Ausfall und die Krise.
    Mit dem Basel II System wurde es den Banken auch viel schwerer gemacht selbst Risiken zu beurteilen. Wer nicht komplizierteste pseudoobjektive Systeme einführen und Haftungsrisiken übernehmen wollte musste sich blind auf die objektiven Ratingagenturen verlassen. Was dann in der Krise auch wieder den Banken zum Vorwurf gemacht wurde.
    Auch die Immobilienblase wurde vom Staat gefördert, weil insbesondere in den USA - teils über Regulation, teils über die Konkurrenz durch staatliche Institute - ein enormer Druck auf die Banken aufgebaut wurde jedem noch so armen Schlucker Kredite für den Hauskauf zu geben. Dann kamen die Ausfälle und damit die Krise.

    Nachdem nun all die staatliche Regulation und Misswirtschaft sowohl die Staaten als auch die Banken an den Rand des Abgrundes getrieben haben kommt man also zur Erkenntnis: Der freie Markt ist gescheitert und man braucht endlich wieder einen stärkeren staatlichen Einfluss.
    Haltet den Dieb.

  33. brechstange
    01. Juli 2012 08:01

    Man bemerkt die Absicht und ist verstimmt.

    Juncker ist nur bereit weiterhin den Eurogruppen-Chef zu machen, wenn ein Luxemburger ins EZB-Direktorium einzieht.

    Eine Frechheit, wie Interessenträger wie Juncker (die aggregierte Bilanzsumme Luxemburgischer Banken beträgt das 18fache des Luxemburgischen BIP, Luxemburgs Banken sind in den PIGS stark engagiert) zu ihrem ureigensten Vorteil in der "solidarischen" EU agieren.

    Wie komme ich drauf, anderes zu denken: Die EZB soll die europäische Bankenaufsicht bekommen.

    • Claudius
      01. Juli 2012 08:52

      Das beste Schlafmittel (neben Baldriantropfen) ist ein Juncker-Interview im Fernsehen:
      dieses extrem langsame Reden in diesem Deutsch mit luxemburger Einschlag, und immer die gleichen Worte: "Vereinbarungen im EU-Rat", "Maastricht-Kriterien", "nächste Ratssitzung in Brüssel" .... immer dieselben Vokabel, immer wiederholt .....

      Und dazu ein völlig unbewegtes, eingeschlafenes Gesicht von diesem Juncker.
      (ist der Mensch nicht nervlich völlig ausgebrannt? Burn-out-Syndrom? gehört der nicht in die Pension?)

      Unser Herr Junker: des beste gesamteuropäische Schlafmittel!

    • Cotopaxi
      01. Juli 2012 09:16

      @Claudius
      Was den Gesundheitszustand von Juncker angeht, kann man bei unserer Fekterin nachfragen. Die war in der Vergangenheit auch diesbezüglich sehr gesprächig.

  34. Anton Volpini
    01. Juli 2012 07:54

    Die Staaten müssten nur den Glass-Steagall Akt wieder in Kraft setzen. Damit wäre ausreichende aber notwendige Regulierung getan.

    • ambrosius
      01. Juli 2012 08:05

      Sag`ich schon lange ! Die Engländer haben ja vor etwa einem Jahr gesagt, sie tun`s
      Dem Obama hat es die Bankenlobby/Teegesellschaft abgewürgt.
      Die Europäer ( Auch der dicke Gabriel) wissen garnicht, was das ist.

    • Anton Volpini
      01. Juli 2012 11:22

      Ich les' grad ein Buch über die Merkurier und Apolonier, ambrosius. Geschrieben von Yuri Sleskine. Sehr interessant, erklärt vieles.

    • ambrosius
      01. Juli 2012 19:32

      @volpini: danke für den Hinweis

  35. ambrosius
    01. Juli 2012 07:15

    @Libertus: die angegebenen Gründe für den Rückzug kann ich nicht verstehen. Wir haben von Paläokatholiken über echte Altfaschisten, einige, wenige Liberale, viele, zunehmend verzweifelte Bürgerliche so ziemlich das ganze Spektrum in der Diskutantenrunde. Sogar die Linken beehren uns fallweise mit Wühlbeiträgen, deren unterhalterischer bzw. demaskierender Wert auch nicht unterschätzt werden sollte. Jubel und Zustimmung von allen Seiten kann da doch realistischerweise nicht erwartet werden und ist wohl - realistischerweise- auch garnicht wünschenswert.
    Also, lieber Libertus: Reibebäume brauchts einfach! Wie sollte mann denn sonst seine Flöhe und Zecken loswerden ?!

    @Beitrag von Unterberger: Das Ende von Bretton Woods (übrigens: aus so ziemlich den gleichen Gründen, die jetzt den Euro zu zerreißen drohen) die Aufhebung der Trennung zwischen Investmentbanken und Kommerzbanken in den USA und die umfassend umsichgreifende Liberalisierung des Finanzsektors hat gezeigt, daß die Bureaukratie nicht in der Lage ist, mit den Entwicklungen auf dem Finanzmarkt intellektuell Schritt zu halten. Jede-schlicht systemimmanente- Pleite von Finanzinstitutionen hat automatisch einen neue Welle von völlig sinnlosen Regulationen und absolut wirkungslosen Aufsichtsbehörden nachsich gezogen, die den gesunden Banken und schließlich den Steuerzahlern Unmengen an Geld gekostet haben, ein Biotop für kriminelle Finanzzampanos geschaffen haben und schließlich zu dem Saustall geführt haben, den wir heute in dieser Branche haben. Die " Bankenunion/euroäische Bankenaufsicht" setzt auf diesen Schwachsinn nur noch " einen drauf".
    Als besonderer Witz am Rande sei noch die Tatsache angemerkt, was die EU in Sachen Fianzaufsicht von den armen Ungarn frech und dreist gefordert hat und durch Hintanhaltung von Zahlungen erpresst hat und was eben diese EU jetzt selber tut.
    Strotzen schon die nationalen Bureaukraten vor Inkompetenz und Schwachsinnigkeit, so ist das auf europäischer Ebene noch potenziert.
    Ein Liberaler greift sich verzweifelt aufs Hirn, ein Christ kann wenigstens noch beten

    • schreyvogel
      01. Juli 2012 13:22

      Die Sache mit den Ungarn - das ist ein Sonderfall. Die Ungarn haben die Juden aus der Regierung gedrängt - und diese lassen sie nun ihre Macht und ihre Wut spüren. Bis zur nächsten Wahl, da werden werden die Ungarn klüger wählen.

    • ambrosius
      01. Juli 2012 19:10

      Also, wenn er nicht in Uniform ist ( Kaftan etc.) kann ich einen Juden nicht von einem anderen Menschen unterscheiden und interessiert es mich auch nicht, wenn andere Menschen Unterschiede zu erkennen vermeinen.
      Ob die reflexartige Liäson zwischen Juden und Sozis wirklich noch immer funktioniert? (So, wie in der Cause Waldheim, der " Campagne" gegen Schüssel und tausenden anderen Fällen?)Wäre merkwürdig, denn die Sozen haben sich schon längst den Muslimen als der zahlenmäßig weitaus bedeutenderen Volksgruppe für ihren Proletennachwuchs zugewandt und üben die Solidarität mit Israel und seinen Bewohnern nun wirklich nur noch sehr nachlässig aus.
      Aber das ist wohl so, wie mit den Bureaukraten und der Finanzindustrie, die Ämter kommen auch immer erst ein paar Jahre später drauf, daß sich die Welt weitergedreht hat.

  36. RR Prof. Reinhard Horner
    01. Juli 2012 01:23

    reinhard.horner@chello.at

    Sehr geehrter Herr libertus,
    ich werde Sie vermissen.

    Daher: bis zur baldigen Wiederkehr!

    MfG

  37. libertus
    01. Juli 2012 01:12

    OT - ausnahmsweise in eigener Sache!

    @libertus hat seine Schuldigkeit getan, @libertus geht!

    Nachdem ich mit zunehmendem Erfolg immer öfter zum Reibebaum mutierte, ein eigens dafür ins Leben gerufener (Un-)Edelmann auf mich angesetzt wurde, ein geifernder "kleiner Karli" bereits meine Schlafgewohnheiten überwacht und mir unverhohlen mit dem "Aufzeigen" irgendwelcher unhaltbarer Unterstellungen droht, möchte ich nicht länger den Blogfrieden stören und ziehe mich zurück!

    Ich bedanke mich bei allen Mitpostern, die mir mit ihren Bewertungen über weite Strecken meinen Erfolg ermöglichten, gönne jenen ihre Freude über meinen Entschluß, denen ich schon lange ein "Dorn im Auge" war und wende mich neuen Aufgaben zu. Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

    P.S.: Zum Unterschied von manchen Teilnehmern hier und zum Schrecken einiger Anderer verspreche ich, irgendwann unter neuem Nicknamen wieder zurückzukehren.
    "Heute ist nicht alle Tage - ich komme wieder, keine Frage!" ;-)
    Bis bald und noch LG

    • Paige
      01. Juli 2012 01:59

      Schade!
      Sie haben halt zu oft sehr ausgezeichnete Beiträge geschrieben.

    • Observer
      01. Juli 2012 05:56

      Das ist leider ein Problem - auch wenn es mich bisher nicht getroffen hat -, dass sachlicher Maeiniungsaustausch oft in persönliche Dispute ausartet. Wichtig wäre vielmehr, dass die hier aufgezeigten Probleme gemeinsam gelöst werden und es nicht nur beim erfolglosen kritisieren bleibt. Leider haben in den vergangeenen 2 1/2 Jahren schon viele Diskutanten das Handtuch geworfen. Es muss das Ziel bleiben, möglichst viele - besonders einflussreiche Leute - von manchn Misssständen zu informieren und auf Abhilfe drängen. Alles andere ist Vergeudung von Zeit uund Geld.

    • Herby
      01. Juli 2012 08:40

      Die "libertus"-Beiträge waren immer Spitze. Vielen Dank. Ich finde auch, dass Sie absolut zurecht mehrmals zum "Poster des Monats" gekürt wurden!!

      Leider können es manche nicht verkraften wenn manche mehr im Lichte stehen als sie selbst. Es menschelt halt auch hier im A.U.-Tagebuch. Vor Eifersüchteleien und Neid ist auch hier niemand gefeit.

      Weiters tut es mir leid, dass Sie sich die Mühe geben müssen, sich jetzt einen anderen Nick zuzulegen und was ist mit der Zeitüberbrückung bis "irgendwann" betrifft: Bis dahin werde ich Sie und viele andere hier schmerzhaft vermissen.

      Das was dieses A.U.-Tagebuch braucht ist breite Unterstützung, Unterstützung die durch Posterbeiträge auch deutlich und weithin sichtbar ist - und nicht nur die Besucherzahlen die nur der Seitenbetreiber (bzw. einige Wenige) einsehen kann.

      Je mehr hier gepostet wird, je mehr "Leben" hier herrscht durch die verschiedensten Leute, umso besser für diesen Brückenkopf der Vernunft (= AU-Tagebuch) und des wertkonservativen-christlich-demokratischen-wirtschaftsliberalen Denkens und Handelns in Österreich.

      Mit einem Wort lieber libertus: Machen Sie uns hier (den meisten Teilnehmern hier) bitte das "irgendwann" zu einer sehr kurzen Zeitperiode, hoffentlich nur ein paar Tage!

    • M.S.
      01. Juli 2012 09:06

      Schade! Ihre Beiträge zu lesen war für mich immer ein Vergnügen. Da Sie uns aber mit neuem Nicknamen -hoffentlich bald- wieder beehren werden, gehen Sie dem Tagebuch mit Ihren interessanten und ausgezeichneten Beiträgen Gott sei Dank nicht verloren.

    • charlemagne
      01. Juli 2012 09:07

      Gerne erwartet Sie der kleine Karli wieder zurück, aber bitte ohne fiese Tricks und nicht Wasser predigen bei den Politikern und selber Wein trinken im schamlosen Ausnützen von Bewertungsregeln, die leider solchen Manipulationen Vorschub leisten.
      Schönen Urlaub!

    • Brockhaus
      01. Juli 2012 09:19

      Alles ist gesagt und ich kann mich nur den bisherigen Postern, mit Ausnahme von "charlemagne" anschließen.
      Bitte kommen Sie bald wieder, auch wenn es dann vielleicht schwer sein wird, Sie unter Ihrem neuen Nickname wiederzuentdecken, aber ich freu mich schon darauf.

    • Karl Knaller
      01. Juli 2012 10:27

      Na, wenn man's hier zweimal zu sagen pflegt, mach' ich's halt auch und wiederhole, was ich zu diesem wichtigen Thema schon beim "Grafen Bobby..." geschrieben habe:

      "@Libertus
      Um mich über den entsetzlichen Verlust, der dem Blog nun (wenn auch hoffentlich nur vorübergehend) droht, eingermaßen hinwegzutrösten, bitte ich höflichst um Bestätigung, daß Sie mit dem "geifernden kleinen Karli" nicht mich gemeint haben! Hab' ich Ihnen doch regelmäßig, kaum daß ich Ihres geistvollen Kommentars, dem ich immer schon entgegenfieberte, ansichtig wurde, unverzüglich die Höchstnote gegeben. Ich hoffe daher, daß der "... Karli" eh' auf den bösen Charlemagne gemünzt ist?"

      ... aber nach Durchsicht der obigen Diskussionsbeiträge bin ich jetzt ziemlich beruhigt. War ja offenbar wirlich nur der Charlemagne gemeint.

    • phaidros
      01. Juli 2012 10:59

      Sg. Observer: dem Anschein nach gehen leider die besten, es bleiben tendenziell jene zurück, die meinen, mit Bekritteln allein wäre etwas zu bewirken. Das ist leider nicht der Fall - es wäre ja auch zu schön. Leider zeigt die Erfahrung aber auch, dass darauf hinzuweisen nicht einmal reicht, wenn es durch 2½ Jahre völliger Wirkungslosigkeit bestätigt wird - so sehr es schmerzt, das sagen zu müssen.

      Sg. Charlemagne: wohl nicht oft genug im Scheinwerferlicht gestanden. Wofür halten Sie sich, hier Anweisungen zu erteilen? Sie erfrechen sich, anderen gegenüber das Wort »Schamlosigkeit« im Wortschatz zu führen?

      Sg. libertus, alles Gute - und jetzt schon herzlich willkommen, lieber unbekannter Nick (Sie werden natürlich erkannt werden ;-) ). Nehmen Sie Kleingeister mit ihren schäbigen, untergriffigen Attacken bitte einfach nicht zur Kenntnis. (Und erklären Sie mir bitte bei Gelegenheit, inwieweit man die Bewertungsregeln ausnützen - manipulieren!?! - kann, das würde mich wirklich interessieren.)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2012 12:22

      Na ja, liebe Liberta, unsere Blog-Schicksale ähneln ja einander!
      Auch ich habe bereits zweimal "das Handtuch geworfen", kam dann kleinmütig doch wieder zurück und musste von Leuten wie KnallerKarl einige Häme einstecken.

      Allerdings meldete ich mich jeweils wieder unter meinem ursprünglichen Nicknamen (Blog-Metarmophosen sind nicht mein Ding!)!

      Machen Sie's halt, wie Sie glauben: eines ist für mich jedoch bereits klar: aufgrund der Qualität Ihrer Beiträge wird man Sie bald wieder "aufplatteln", das walte Hugo!

      Also bitte: weitermachen, so oder so!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

      (gerhard@ michler.at)

    • phaidros
      01. Juli 2012 13:13

      Ganz herzlich (wenn das Wortspiel gestattet ist ;-) ) willkommen zurück, lieber Wertkonservativer!

    • Josef Maierhofer
      01. Juli 2012 18:05

      Wenn Sie wiederkommen, dann seien Sie herzlich begrüßt von mir.

      Klar, dass verschiedenen Menschen verschiedene Meinungen haben müssen, sind sie doch verschieden.

      Diskussion ist eben, seine Meinungen und Argumente einzubringen. Diskussion ist aber nicht, die Meinung des anderen nciht zu achten, diesen penetrant zu belästigen, etc., so was zähle ich zu den linken Methoden, die machen das generell so.

      Ist eben nicht immer einfach mit den Menschen zu reden, manche können eben nicht diskutieren, sie sind zu rechthaberisch.

      Also bis bald !

    • socrates
      01. Juli 2012 21:53

      La fayette fuhr mit der Hermione von Rochefort nach Canada um als Freimaurer die Ideale der fr. Revolution in den USA einzufuehren. Vielleicht erklaert das sein Verhalten. Bis bald und alles Gute.

    • Karl Knaller
      02. Juli 2012 18:01

      @W.K..
      Aber mein lieber Herr Michler (Übrigens: WILLKOMMEN ZURÜCK! Die Entzugserscheinungen waren kaum mehr auszuhalten) - lieber Herr Michler, wer wird denn von Häme sprechen, nur weil man gewagt hat, einen Ehrenmann an sein Ehrenwort zu erinnern?

    • Wertkonservativer
      03. Juli 2012 09:20

      Ihre Replik hört sich ja recht freundschaftlich an, werter Herr Knaller, und dies trotz Ihrer obstinaten Hinweise auf mein "gebrochenes Ehrenwort" (ich werde diesbezüglich von Ihnen auch an anderer Stelle immer wieder an meinen unverzeihlichen Wortbruch erinnert).

      Nun, ein Vorschlag zur Güte: verzeihen Sie mir bitte (Absolution!?), und ich verzeihe Ihnen auch Ihre Spitzen gegen mein schuldbewusstes Haupt!

      Übrigens: merken Sie's inzwischen?
      Der Wertkonservative hat sich aus der prominenten Reihe der Täglichposter endgültig verabschiedet, und wird nur hie und da zu gesellschaftsrelevanten Grundsatzthemen Stellung nehmen.

      Ist doch ein Fortschritt, oder?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      03. Juli 2012 21:22

      @W.K.

      "Der Wertkonservative hat sich aus der prominenten Reihe der Täglichposter endgültig verabschiedet, und wird nur hie und da zu gesellschaftsrelevanten Grundsatzthemen Stellung nehmen."

      Sie sehen, ich hab's mir vorgemerkt. Und behalte mir vor, aus gegebenem Anlaß daran zu erinnern. Ehrenwort hin oder her...

    • Leopold Koller (kein Partner)
      04. Juli 2012 03:00

      Es derf gor net wor sein, wia kindisch ihr oidn deppn sats!

    • Wertkonservativer
      04. Juli 2012 08:21

      Vüln Dank füa de Blämerln, Kollerpoldl!

    • Karl Knaller
      04. Juli 2012 09:08

      So was halt' uns halt jung. Net wahr, Michler-Voda?





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