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Weil es manche so wollten: Also doch noch was zu Grass

Manche Leser fragen mich ernstlich, warum ich bisher nichts zu Günter Grass gesagt habe. Nun, aus vielen Gründen. Erstens weil ich nicht weiß, warum ausgerechnet politische Aussagen eines ehemaligen (freiwilligen!) Waffen-SS-Angehörigen in irgendeiner Weise relevant sein sollen.

Zweitens gehen mir die regelmäßigen Aufregungen der Feuilleton-Schreiber ziemlich auf die Nerven, die viele Zeitungsseiten mit den Enunziationen eines Menschen füllen, nur weil der vor vielen Jahrzehnten einen  populären Roman geschrieben hat. Dabei haben wir tausendmal brennendere Problem ungelöst vor uns liegen als die Gedanken des Günter Grass.

Drittens: Ich halte einen Menschen für doppelt irrelevant, der sich seit Jahrzehnten als Parteipropagandist hergibt. Wobei ich den starken Verdacht hege, dass er damit primär das fallende Interesse der Leser an all seinen auf den einen großen Erfolg folgenden Werken kompensieren wollte.

Viertens weil Grass als „Friedenspropagandist“ einst an der Seite jener gestanden war, die in den 80er Jahren fast noch einen Sieg der kommunistischen Diktaturen über den Westen herbeidemonstriert hätten. Was weder für seine Intelligenz noch seinen Charakter spricht.

Und fünftens, weil er auch zum konkreten Thema seines jüngsten Gedichts die bei ihm übliche Ahnungslosigkeit demonstriert: Es gibt zwar konkrete Überlegungen Israels, mit konventionellen Waffen die iranischen Atomanlagen zu zerstören, aber es gibt nicht den geringsten Beweis für die Behauptung des greisen Dichterfürsten, dass die Israelis das mit atomaren Waffen tun wollten. Was einen dramatischen Unterschied bedeutet. Außerdem: Ich kenne keinerlei Andeutungen eines israelischen Politikers, den Iran auslöschen zu wollen, aber sehr wohl solche Teherans, den Judenstaat vernichten zu wollen.

Warum um Himmels willen, soll man da ausgerechnet angesichts des ahnungslosen Gestammels eines offenbar von der Senilität befallenen SPD-Propagandisten die unglaublich heikle Frage der richtigen Antwort auf das iranische Kriegsgehetze zu analysieren versuchen? Das wertet den Mann doch nur grenzenlos auf.

Auf die konkrete Frage nach dem richtigen Umgang mit Iran wagt ja kaum jemand einzugehen. Denn der einen Seite birgt ein israelischer Angriff das Risiko einer kaum noch bewältigbaren Eskalation in sich. Aber auf der anderen Seite ist das Risiko schon gar nicht zu unterschätzen, dass ohne rechtzeitiges Eingreifen der kollektive Wahnsinn der diversen greisen Ayatollahs sowie der eines knapp vor seinem Ende stehenden Präsidenten in absehbarer Zeit dazu führen würde, dass Iran seine künftigen Atomwaffen auch tatsächlich einsetzt. Selbst wenn die ständigen Rekurse auf die Nazis unendlich langweilen, ist doch ein historischer Vergleich unbestreitbar: Hätten die Westmächte schon im März 1938 bei Hitlers Überfalls auf Österreich eingegriffen, wäre der Spuk sehr rasch zu Ende gewesen. Denn die deutsche Wehrmacht war damals noch recht schwach gerüstet gewesen. Aber damals hatten die üblichen Bedenkenträger und die klammheimlichen Sympathisanten Hitlers noch die klare Oberhand. Mit den bekannten Folgen. Ein Gedanke, der einem Grass aber noch nie gekommen ist.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 06:30

    Also ich mag ja den Herrn Grass eigentlich überhaupt nicht; seine Bücher haben mich "nicht vom Sessel gehaut", seine politisch-agitatorische Linkshändigkeit ist meinem Weltbild gründlich zuwider!

    Dass man ihm allerdings seine kurze Weltkriegsvergangenheit neuerdings auf den Kopf haut, finde ich lächerlich. Millionen deutscher und österreichischer Männer mussten im letzten Krieg Dienst leisten, ob sie es nun wollten oder nicht! Dafür musste schon unser recht harmloser Waldheim büssen; jetzt hat's halt wieder einmal einen Roten erwischt!

    Schadenfreude? Nein, wirklich nicht! (Herr Grass ist mir - siehe oben - ziemlich "wurscht"!).
    Nur ein Befund, wie sehr wir Deutschen und Österreicher uns noch siebzig Jahre nach dieser unglückseligen Zeit in internationaler Geiselhaft befinden!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 02:21

    Günther Grass' Aussagen, die vermutlich öffentliche Aufmerksamkeit für sein nächstes Alterswerk erwecken sollen, da ansonsten die Auflagen unbefriedigend ausfallen würden, sind wahrlich nur ein kleiner Nebenschauplatz im Weltgeschehen.

    Allerdings rücken erst die überzogenen Reaktionen Israels mit diesem Einreiseverbot die ganze Causa in den Mittellpunkt und machen sie zu dem Hauptschauplatz, der ihr in dieser Dimension gar nicht zusteht.

    Da fällt mir wirklich schwer zu beurteilen, wer hier mehr die Propagandatrommel rührt - sie bleiben jedenfalls einander nichts schuldig.

    Das Feuilleton hat wieder tage- bis wochenlang auflagenstarke Schlagzeilen und profitiert am meisten von diesem Scharmützel.

    Auftrag erfüllt - Zweck erreicht, mehr ist dazu nicht zu sagen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 07:50

    Einem Menschen deshalb zu ächten, weil er mit sechzehn Jahren freiwillig in die Waffen-SS eingetreten ist, ist wirklich tief, zumal die Waffen-SS nicht einmal vom Nürnberger Tribunal als verbrecherische Organisation gekennzeichnet werden konnte.
    Let's keep the germans down! Wir Österreicher trampeln ja besonders gerne auf Deutschland herum, denn wir waren ja das erste Opfer.
    Zur Vorgeschichte des zweiten Weltkrieges empfehle ich Schulze-Rhonhoff: Der Krieg der viele Väter hatte! Vorträge von ihm gibts auf youtube.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 17:27

    Günther Grass, ein "linker Intellektueller" mit kommunistischem Einschlag, war mir immer suspekt, denn die Voraussetzungen für diese Bezeichnung liegen mir überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. "Linker Intellektueller" zu sein ist keine sonderliche Leistung und erfordert auch keinen Funken Mut; den Applaus der Massen weiß er stets hinter sich. "Linke Intellektuelle" kommen ständig zu Wort; wir in Ö haben auch eine ganze Reihe solcher Typen.

    Mit den Büchern von G.G. konnte ich nie etwas anfangen; seine Illustrationen, mit denen einige seiner Werke versehen sind, gefielen mir, so weit ich mich erinnere. Vielleicht hätte er beim Zeichnen bleiben sollen.

    Als er mit seiner kurzen SS-Vergangenheit herausrückte, hat mich diese späte "Beichte" sehr amüsiert. Jahrzehntelang war er feige, sehr feige! Somit war sein ganzes linkes Engagement eine einzige Heuchelei. Dieses bewußte Verschweigen ist es, was ich schlimm finde, nicht die Tatsache, daß er sich mit 17 Jahren freiwillig gemeldet hatte. Damals ging eben der Wind von einer anderen Seite; die Propaganda war stark und natürlich völlig einseitig, das muß man einfach berücksichtigen. Möglicherweise hatte er als 17-Jähriger einfach keine Lust, einer Arbeit nachzugehen.

    Daß er dieses "Gedicht" geschrieben hat, amüsiert mich ebenfalls. Weshalb hätte er es auf seine alten Tage nicht schreiben sollen, wenn er's ehrlich gemeint hat. Vielleicht war er ja zum ersten Mal in seinem Leben ehrlich, wer weiß. Daß er in ein riesiges Wespennest sticht, mußte ihm klar gewesen sein und war sicher einkalkuliert. Daß ihn Henryk M. Broder umgehend Wahnsinn attestiert hat, weil ihm das Gedicht nicht gepaßt hatte, war auch nicht die feine englische Art. Sei's drum, jetzt ist G.G. wieder in aller Munde; vielleicht war's das, was er bezwecken wollte.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 13:32

    Es ermüdet, aber es muß wohl sein. Nein, die Westmächte haben 1938 nicht eingegriffen und zwar nicht, weil sie so dumm waren, sondern weil auch sie verstanden haben, was über 90 % der Österreicher damals auch verstanden haben. Nämlich daß die gewaltsame Trennung des deutschen Teiles der Monarchie vom deutschen Gesamtstaat (ob jetzt vom 'Reich' oder der Republik ist dabei im Großen betrachtet, wenngleich damals für die Parteien wichtig, heute auch vollkommen egal), der einmal der österreichische Reichsteil oder Cisleithanien genannt wurde, in St Germain weder rechtens noch sinnvoll war. Und das selbst Mickeys Maus als deutscher Reichskanzler sich weder den Schuschniggschen Abstimmungsbetrug, über dessen Vorbereitung uns tausende von Zeitzeugen zu berichten wussten (nicht zuletzt Viktor Reimann, der selbst in KZ Haft gewesen ist) noch die tschechischen und jugoslawischen Gebietsforderungen die sich an die Ordnungsveränderung knüpften wie das Amen im Gebet toleriert hätte. Selbst Mächte, die das Selbstbestimmungsrecht nicht allein der auf ihrem Gebiet lebenden Deutschen seinerzeit mit mehr als nur den Füssen getreten hatten.

    Nein - der Iran ist nicht mit Hitler vergleichbar. Aber offenbar sind die Vergleiche mit Hitler eine irgendwie unvermeidliche Reflexhandlung jeder aussen- und sicherheitspolitischen Analyse, die sich mit Kriegshandlungen bzw in engerem Sinne mit Waffengebrauch zur Erreichung eines politischen Zieles beschäftigt. Es kommt dies offenbar dem im Mittelalter üblichen sich 'Bekreuzigen' gleich, wenn man über das Böse = Krieg, oder den Bösen, den Gottseibeiuns spricht.
    Also muß halt der blöde und fade Hitler her, damit alle wissen, das man zu den Guten gehört. Hat man doch den Gottseibeiuns öffentlich verabscheut. Dann darf man weiterreden ohne im Verdacht zu stehen, Teil des Leibhaftigen zu sein.

    Nein - so gut wie gar nichts am Iran vergleicht sich mit dem Jahr 1938.
    Das Thema ist nicht der blöde Hitler, das Thema ist sehr einfach: soll Israel einen Präventivkrieg / - schlag gegen den Iran / die iranische Nuklearkapazität führen.
    Punkt. Antwort darauf (sehr einfach): das kann nur Israel allein entscheiden.
    Punkt.

    Ich danke Gott dafür, diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.

    Dem Höchstverantwortlichen für die Sicherheit jedes Staates ist es allererste Pflicht, eine derartige Entscheidung zu treffen. Gleichgültig, welchen Namen er trägt, wie er seinen Gott anbetet und ober überhaupt zu einem Gott betet.

  6. Ausgezeichneter KommentatorCensorius
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 16:26

    Nicht der freiwillige Eintritt zur Waffen SS gehört angeprangert, sondern dass Grass sich durch Jahrzehnte als Tugendrichter einer ganzen Nation aufspielte und
    seine Mitgliedschaft zur Waffen SS leugnete. Wäre wohl auch für einen Wahlhelfer der SPD und engen Freund mehrerer SPD Parteivorsitzender nicht opportun gewesen.
    Es zeigt sich abermals, dass dem Wort " Sozialismus " im Nationalsozialismus doch größere Bedeutung zukommt, als viele wollen.
    Schade dass er nicht nachIsrael einreisen darf. Er hätte dort vor Ort Gelegenheit gehabt, sich über die drohende Gefahr zu informieren.
    Eine zögerliche Friedenspolitik kann zur Katastrophe führen, nicht nur für Israel.

  7. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2012 10:44

    Jetzt muß ich doch was sagen.

    Der Herr Grass ist mit 17 zur Waffen-SS gegangen und zwar freiwillig. Daß ihm das hochnotpeinlich war, ist ihm hoch anzurechnen. Allerdings für jemanden, der sich jahrzehntelang mit erhobenem Zeigefinger als die moralische Instanz Deutschlands gerierte, ist das doch etwas zu wenig. Bevor so einer über andere urteilt, hätte er schon zehnmal vor seiner eigenen Tür kehren sollen. Und doch mokiert er sich über Israel.

    Auch ist jede Relativierung Grass' Mitgliedschaft bei der Waffen-SS völlig unangebracht. Im Gegenteil sind beim moralintropfenden Zeigefinger Günter Grass die allerhöchsten Maßstäbe anzusetzen.

    Nun zu seinem "Gedicht". Wie man unter solchen Verrenkungen eine Täter-Opfer-Umkehr bewerkstelligt, das ist eine Gemeinheit. Wie schon A.U. schrieb, hat Israel niemandem mit Atomgewalt gedroht. Von Achmadinedschad hat man das schon oft genug gehört.

    Grass will nur seine Bücher vermarkten. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und jeder Skandal nicht zu niedrig. Pfui deibel.

    Drittens: Die Reaktion Israels ist zwar verständlich aber taktisch unklug. Netamal ignorieren, wäre angemessen gewesen. Durch das Einreiseverbot wird diesem unwürdigen Schauspiel auch noch die große Weltbühne gegeben. Aus einem Rauschen im Blätterwald wurde so ein politischer Skandal. Das war wirklich gscheit.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2012 21:17

    Günter Grass hat ein Gedicht geschrieben.
    Und in Peking ist ein Sack Reis umgefallen.
    Zum Glück gibt es nichts Wichtigeres...


alle Kommentare

  1. Lakeisha (kein Partner)
  2. Mariel (kein Partner)
  3. Rick (kein Partner)
  4. Ladulung (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:15

    Geez, that's unlaeibveble. Kudos and such.

  5. Dcps (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:45

    I di'dnt know where to find this info then kaboom it was here.

  6. Ryosuke (kein Partner)
    19. Januar 2015 21:04

    Great post with lots of imntorapt stuff.

  7. Matias (kein Partner)
    19. Januar 2015 18:44

    That's a nicely made answer to a chgnielalng question

  8. helmut mueller (kein Partner)
    16. April 2012 11:49

    Sg. Herr Unterberger,
    jetzt lese ich auch bei Ihnen, daß Teheran Israel von der Landkarte löschen wolle. Ich kenne aber bis jetzt keine einzige authentische Quelle, die dies Wort für Wort bestätigen würde. Sehr wohl gibt es eine auf Khomeny zurückgehende Aussage des iranischen Präsidenten, daß das zionistische Regime weggefegt gehöre. Also nicht das Land und nicht das israelische Volk.
    Auch glaube ich nicht, daß die Mullahs so dumm wären, einen auch für sie äußerst verhängnisvollen atomaren Erstschlag zu riskieren. Gewiß aber auch Jerusalems wegen nicht.
    Zudem sollten wir nicht vergessen, wer den Aufstieg der Mullahs begünstigt, ja sie quasi inthronisiert hat.

  9. APM (kein Partner)
    13. April 2012 19:08

    Und ich habe "Reinhard" gelesen und musste feststellen, dass trotz mehrmaliger "Spitzen- Kommentare" ein Schräubchen bei ihm locker ist.
    Die "Argumentation" der "Erstschlag" wäre "gerechtfertigt", lässt mich an Jenen zweifeln die Derartiges gut heißen. Schon alleine das Messen mit zweierlei Maß - wer in Geschichte nicht gänzlich unbewandert ist wird mir beipflichten - lässt Rückschlüsse auf den Charakter derer zu, die diesen kritisierten Schritt befürworten.
    Auch wird mir jetzt klar, warum der Ursprung des Heiligenscheines in jenen Landen zu suchen ist.
    Zur allgemeinen Information: Es gibt mehr als genug Juden mit Charakter - zum Unterschied von manchen der hier Schreibenden - die diesen Schritt bzw. Absicht mehr als verdammen. Zum Unterschied ihrer zionistischen Brüder, von den man - mitunter - den Eindruck hat, sie wären von gewissen Abschnitten der "DEUTSCHEN" Geschichte mehr als fasziniert....

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 20:15

      Du solltest auch einmal die tatsächliche Qualität dieser "Spitzen- Kommentare"
      etwas genauer überprüfen ...

      ... dann sieht Du auch, dass auch Unterberger nicht nur ein paar Sternderln zu locker hat, wenn er so etwas als "gut" findet!!

    • Reinhard (kein Partner)
      13. April 2012 21:48

      APM, "Die "Argumentation" der "Erstschlag" wäre "gerechtfertigt"..." - haben Sie bei mir gelesen?
      Interessant.

  10. Pumuckl
    13. April 2012 00:04

    Wirklich nur Spinner!

    Der an der Universität Tel Aviv lehrende Historiker Shlomo Sand schreibt in seinem Bestseller auf Seite 405:

    " . . .Das # Zentrum der Hohanim # ist eine Organisation, welche auf die Erbauung des dritten Tempels vorbereitet sein will und sich deshalb zur Aufgabe gemacht hat, diejenigen zu unterweisen, die dort Tempeldienst verrichten sollen, sobald dort Al-Aqsa-Moschee "verschwindet" und der jüdische Tempel an ihrem Standort erstehen wird.Diesem Zentrum scheint es an diversen Finanzmitteln nicht zu mangeln, so dass auch die Bezahlung der
    genetischen Untersuchungen ihm keine Schwierigkeiten bereitet."

    Der letzte Satz Sands bezieht sich auf das Ziel des # Zentrum der Kohanim #,
    unter Einsatz von aufwändigen Mitteln der modernen Molekulargenetik die
    # Kohanim #, den antiken Blutsadel, die Nachfahren von Mose's Bruder Aron zu finden.
    Dazu untersucht man die Besonderheiten des Erbgutes derjenigen, welche den
    Familiennamen # Kohen #(Cohn, Kohn, Kahn, Cohen u.Ä.) führen.

    Das war in Kürze Sands Bericht über die Auswahl der Tempelprister durch das
    # Zentrum der Kohanin #.

    Ich hatte Gelegenheit, dem von mir sehr geschätzten Prof. DI DDDr. Peter Landesmann, der u.A. auch promovierter Judaist ist, folgende Frage zu stellen:
    " Ist dieses # Zentrum der Kohanim # eine ernst zu nehmende Institution von Bedeutung, oder sind das nur Spinner? " Seine für mich zunächst beruhigende Antwort lautete kurz und bündig: " Das sind Spinner "

    Doch auch die Exponenten des # Zentrum der Kohanim # sind hoch angesehene
    Wissenschafter, von denen man vernunftgesteuertes Handeln erwarten muß.
    Welche Vorstellungen haben diese hochintelligenten Herren darüber, wie diese Al-Aqsa-Moschee vom Tempelberg "verschwinden" soll und welche geopolitischen Folgen erwarten sie davon ? ? ?

    Nehmen wir den geopolitisch günstigsten, aber äußerst unwahrscheinlichen Fall an, daß ein Meteor die Al-Aqsa-Moschee punktgenau zerstört, ohne auch Jerusalem zu verwüsten. Dann würde alleine eine Weigerung Israels, den Wiederaufbau zu gestatten, die Moslems weltweit in gewalttätigen Aufruhr versetzen.

    Viel wahrscheinlicher erscheint die Annahme, daß die Akteure im # Zentrum der
    Kohanim # ganz konkrete Vorstellungen davon haben, wie die Al-Aqsa-Moschee durch menschliches Zutun "verschwindet".
    Der fanatische Zorn der Moslems
    wäre dem entsprechend noch viel größer!

    Nachdenklich machen auch mehrfache Berichte, über rabbinische Kreise, welche um die Züchtung von " Makellosen roten Färsen " bemüht sind. Die Asche solcher
    "jungfräulichen" roten Kühe wird nach 4 Mose Numeri 19 zur Herstellung eines Reinigungswassers für diverse rituelle Reinigungen benötigt.
    Die Dringlichkeit des Züchtungserfolges wird dabei mit der Notwendigkeit begründet, vor der Errichtung des 3. Tempels, den Tempelberg von der Entweihung durch die Al-aqsa-Moschee rituell zu reinigen.

    In der Rangordnung moslemischer Heiligtümer kommt die Al-Aqsa-Moschee nach der Kaaba in Mekka und Medina an dritter Stelle.
    Für die Zerstörung solcher Heiligtümer wäre somit weltweit für jeden Moslem Rache, auch unter Selbstaufopferung, religiöse Pflicht, welche mit dem Himmel belohnt wird.


    Damit würde die Situation eintreten, daß nicht nur Israel, sondern alle zu seinem Schutz aufmarschierenden Mächte von moslemischen Atombomben wirklich bedroht wären.
    Doch das fanatisch moslemische Pakistan verfügt bereits jetzt über
    40 Atombomben!
    Warum ist man über iranische Atomkraftwerke so besorgt und darüber daß man dort vielleicht einmal eine Atombombe hat? Deutet das darauf hin, daß Israel tatsächlich die Al-Aqsa-Moschee "verschwinden" lassen will,
    aber eine Wahnsinnsreaktion des Iran befürchtet?

    Meine Ängste für den Fall, daß das # Zentrum der Kohanim # seine Pläne verwirklicht:

    1.) Die von A. Merkel mehrfach gemachte Zusage, Israel bei Bedarf militärisch zu beschützen, würde aktuell. Die von Deutschland an Israel gelieferten, zum Abschuß von, mit atomaren Sprengköpfen bestückten Raketen, geeigneten U-Boote kämen sicher zum Einsatz. Das würde den moslemischen Zorn über deutsche Truppen, welche vor allem im Gebirge und im besonders grausamen
    Häuserkampf zum Einsatz kämen zusätzlich erhöhen. Israels Hauptschutzmacht USA verfügt ja lediglich über eine einzige Gebirgsdivision. Die wesenlichen Kampfplätze der Deutschen werden wohl in den hochalpinen Ländern wie Iran, Pakistan und Aghanistan sein.
    2.) Deutschland* wäre aus oben angeführten Gründen von der nach moslemischer Auffassung legitimen asymmetrischen Kriegsführung in den Heimatländern der Kreuzfahrerstaaten** in erhöhtem Maß betroffen.
    Tausende für den Terrorismus ausgebildete moslemische Kämpfer und selbstmordbereite Sprengstoffattentäter befinden sich bereits in Europa.
    In Europa, und vor Allem in Deutschland, wäre das Anschlagsunwesen viel schlimmer als jetzt im Irak.
    3.) Millionen Christen in allen moslemischen Ländern wären von Mord, Mißhandlung, Vergewaltigung, Raub, vielleicht sogar Ausrottung bedroht.

    Günther Grass war mir immer suspekt. Wenn Ihn AU schon Dichterfürst nennt, wundere ich mich, daß er diesen Ehrentitel nicht mit Anführungszeichen versieht.
    Doch könnte der alte, bisher skrupellose Nutznießer des Zeitgeistes nicht plötzlich
    sein Gewissen entdeckt haben? Kennt Grass die Absichten der Kohanim welche den Weltfrieden möglicherweise mehr bedrohen, als Atombomben, welche ohnehin keiner einsetzt, oder welche noch garnicht vorhanden sind?
    Ich jedenfalls hoffe sehr, daß das # Zentrum der Kohanim #, wie Prof. Landesmann meint, wirklich nur aus Spinnern besteht.

    * Terroristen unterscheiden sicher nicht zwischen Österreichern und Deutschen!
    ** G.W. Busch nannte seinen Irakkrieg Kreuzzug. Die Bezeichnung Kreuzfahrer bei Moslems für Soldaten des christlichen Westen üblich

    • Pumuckl
      13. April 2012 00:33

      Korrektur - 4.Zeile . . .Zentrum der Kohanim . . . soll es heißen!

    • Pumuckl
      13. April 2012 11:05

      Korrektur: Das Rufzeichen in der Überschrift entstellt meine Botschaft.

      " Wirklich nur Spinner? " ist richtig. Da war mein Frust im Spiel. Mußte diesen Kommentar 3x schreiben, bis er im Tagebuch ankam.

  11. Reinhard (kein Partner)
    12. April 2012 21:17

    Günter Grass hat ein Gedicht geschrieben.
    Und in Peking ist ein Sack Reis umgefallen.
    Zum Glück gibt es nichts Wichtigeres...

  12. D.I.L.E. (kein Partner)
    12. April 2012 19:01

    Man kann ja zu GG. stehen wie man will (muß man ja auch)

    Aber eines ist hier schon anzumerken:
    Jeder hier drinn, der da gar so selbstgewiss abfällig über ihn daherscheibt ist bestenfalls geeignet ihm die Brille zu putzen, den Kaffe zu servieren, das Klo zu putzen oder das Handtuch zu reichen ....

    Insbesondere auch Dr. Unterberger himself.
    Der sollte sich vor ihm besser nicht als Journalist outen, sonst macht er sich noch restlos lächerlich.

    • Times (kein Partner)
      12. April 2012 19:27

      war wahrscheinlich keiner bei der Waffen-SS

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 19:54

      ... weil zu jung ...
      allerdings wenn man sieht wie da manche schreiben dann kann man davon ausgehen dass diese, ein paar Jahrzehnte füher geboren, recht eifrig "dabei gewesen wären"!
      Ausserdem möchte ich gar nicht wissen welche derartige "Altlasten" hier ins Forum ihren Käse reintippseln ist dieses doch geradezu DAS Sanatorium für soche Ungeister.

    • cmh (kein Partner)
      13. April 2012 10:34

      Ich bin schon immer wieder verwundert, wie leicht solchen Typen wie dem - es gilt natürlich die Unbedarftheitsvermutung - Dilo der Vorwurf, man hätte bei der SS gewesen sein können, über die Tasten rinnt. Ja er steigert seine Anwürfe noch, indem er tatsächliche Verstrickungen vermutet.

      Denn bedenkt man die Verbrechen, die von der SS seinerzeit begangen wurden, dann kommt diese leichtfertig und hirnlos getane Verunglimpfung dem Vorwurf eines kapitalen Verbrechens gleich.

      Etwa aus der Kategorie, einer hätte sich an den Lehrlingen in der Redaktion oder sonstwo pervers-sexuell vergangen.

      Während aber der zweite Vorwurf sicher vor einem Bezirksgericht zur Verhandlung käme, ja kommen müsste wähnen sich diese Laffen hier sicher. Nicht weil es nicht ebenso unrecht wäre, ohne Beweise, nur weil einem das Getipsel eines anderen missfällt, diesen als Kapitalverbrecher zu denunzieren, sondern weil diesen antifaschistischen Vögeln in ihrem Gutmenschendusel ganz klar die nötige Hirnkapazität fehlt zu begreifen, was sie da eigentlich absondern.

      Genau das ist die Dummheit, die die Aufklärung erfolglos auszumerzen bemüht war, diese Dummheit, die behaupteter Richtigkeit solange nachrennen, bis sie auf irgendeinem geistigen oder tatsächlichen Schlachtfeld liegenbleibt. Dann waren es natürlich wieder die anderen.

      Und genau das ist es auch, das diesen Grass so gräßlich macht. Denn wenn man die Maßstäbe hier anlegte, die seinerzeit an Waldheim angelegt wurden, müsste Grass eigentlich - mit oder ohne Brille - vor einem Kriegsverbrechergericht abgeurteilt werden. Denn Grass war gestandermaßen aus freier Entscheidung bei der SS.

      Aber statt mit DILE kann man genausogut mit einer Wand reden.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. April 2012 12:51

      Ach DILchen, Du toppst Dich täglich selbst!
      Um sich schützend vor einen ehemaligen SS-Verbrecher zu stellen, ist es Dir nicht zu blöd, anderen ein "wäre, hätte, könnte, würde" vorzuwerfen.
      Du Geistesriese, Grass HAT.
      Und seine (neuen, aber damit auch manche alten...) Genossen haben dafür gesorgt, dass er nicht - wie bei Mitgliedern kriegsverbrecherischer Organisationen üblich - vor den Kadi gezogen wird (Kriegsverbrechen verjähren nicht).
      Mannomann, die alten Nazis in den roten Reihen müssen sich über Gestalten wie Dich ja täglich dreimal die Unterhose einbräunen, denn Ihr schafft es wirklich, mit dem Vorwurf "die anderen würden tun!" täglich denen die Mauer zu machen, die wirklich getan haben.
      Täterschützer DILE vor den Vorhang!
      Applaus!

      Ach ja, noch eines:
      "Jeder hier drinn ... ist bestenfalls geeignet ihm die Brille zu putzen, den Kaffe zu servieren, das Klo zu putzen oder das Handtuch zu reichen."
      Nicht wirklich. Ich glaube wir haben nicht viele Justizwachebeamte hier im Blog.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 13:04

      Grass war bei der SS !
      Grass hat dies erst sehr spät, zu spät! ... bekannt gemacht!

      Über Verbrechen bei der SS, von Grass persönlich begangen ist bislang nix bekannt!
      Aber vielleicht wissen da andere (schon) mehr!?

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 13:07

      cmh ...
      bei der SS gewesen zu sein ist beileibe noch kein Verbrechen.
      Es taugt halt nicht gerade zur (positiven) Referenz im Lebenslauf!

    • Reinhard (kein Partner)
      13. April 2012 13:20

      Die SS war der brutalste Verein, der entgegen der Wehrmacht (die dortigen Offiziere befolgten wenigstens noch den militärischen Kodex nicht gegen Zivilisten vorzugehen) die "Säuberungen" hinter der Front und in der Heimat vornahm. Lern ein wenig Geschichte, DILE.

      Ich finde es erstaunlich, dass hier einer, der jedem Andersdenkenden sofort ein "Nazi!"-Schild umzuhängen bereit ist, bei einem wirklichen SS-ler die "Unschuldsvermutung" einfordert!

      DILE, Du hast Dich hier auf eine Art und Weise entlarvt, dass ich entgegen meiner anfänglichen Ablehnung dem unwichtigen Thema Grass gegenüber jetzt dankbar bin, dass Unterberger das Thema aufgegriffen hat.

    • Reinhard (kein Partner)
      13. April 2012 13:30

      DILE, die SS wurde nach dem Krieg vom Nürnberger Internationalen Militärtribunal zur verbrecherischen Organisation erklärt. Damit war die Mitgliedschaft sehr wohl ein Verbrechen.

      Als Rechtsfolge konnten freiwillige Mitglieder der SS ohne ein Einzelverfahren und ohne individuellen Schuldnachweis mit Strafen belegt werden, denn es galt - und gilt bis heute - die kollektive Schuld der Organisation. Man nahm nur zwangsweise Rekrutierte von dieser gerichtlichen Regelung aus.

      DILE, wenn Du hier so weitermachst (Zitat: "Bei der SS gewesen zu sein ist beileibe noch kein Verbrechen") wird das rechtliche Eis unter Deinen Füßen verdammt dünn, ich kann Dir nur zur Vorsicht raten!

      Und rechne damit, in Zukunft häufiger zitiert zu werden, wenn Du wieder geifernde Ausritte gegen Parteien und Organisationen, Personen und Gruppen führst, die Deiner Ideologie nicht zu Gesicht stehen.
      Denn demokratisch legitimierte Organisationen oder unbescholtene Mitbürger zu diffamieren, aber für SS-ler schützend aktiv zu werden ist auch nicht gerade eine positive Referenz.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 14:01

      Ich bestätige:
      Die SS war ein höchst verbrecherisches System!

      Ich übrigen habe ich alles was hierzu (im Kern) zu Grasser wesentlich ist,
      geschrieben.
      Hätte ich hier ein einigermaßen vernünftiges Gegenüber, könnte und würde ich mich wohl gerne noch tiefer in diese Sache einlassen!

      Aber so ... genügen mir die bisher in anderen Beiträgen erlebten Blödheiten meines "Gegenübers" vollends.
      Es schwurrlt und drechselt schon wieder, in altbekannter Mainier, dieses "Gegenüber"!

      Schade um jede weitere Sekunde! :-)))

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 14:41

      Nachtrag :
      Ehemaligen SS´lern, insbesondere Waffen - SS´lern ist, soweit sie noch immer (wenn auch höchst klammheimlich) Ihrer mörderisch, grässlichen Gesinnung nachhängen, eindeutigst entgegenzutreten.

      Und: Es gibt noch immer viel zu Viele von denen:
      Siehe auch diesen Auszug aus WIKI:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Waffen-SS#Kriegsverbrechen_und_Beteiligung_am_Holocaust

      > "Veteranen und Traditionsverbände nach 1945"

      > ... "FPÖ-Landeshauptmann Jörg Haider sprach 1995 vor der Anwesenheit von Kam und den anwesenden Waffen-SS-Soldaten seinen Dank aus:... "

      > "Kranzniederlegung des K IV Landesverbandes Steiermark - Südburgenland im Rahmen der Ulrichsbergfeier 2008 "

      usw.

      Mein "Gegenüber" darf sich nun fragen warum derartiges überhaupt möglich ist, wo doch nach seinem "Wissen" jeder, der bei der SS / Waffen SS dabei war, ein TAT - SÄCHLICHER Verbrecher, also einzubuchten ist.

      Es ist eben Gott-sei-Dank nicht möglich JEDEN wegen KOLLEKTIVSCHULD zu belangen, wenn er nicht nachweislich auch selber direkte, persönliche Schuld auf sich geladen hat.
      ... auch wenn er damals dumm, verblendet und verhetzt genug war dieser Verbrecherbande beizutreten.

      Das jedoch derartige Treffen wie am Ulrichsberg überhaupt noch möglich sind, das ist dann schon wieder mehr als eine Zumutung für jeden demokratischen Staat und gehörte schon längst verboten.

      Und hier nochmals zurück zu G.G.:
      Er hat, seit damals, diesem Wahnsinn längst abgeschworen, im Gegensatz zu diesen "Veteranen", welche bis heute nichts bereuen!
      Das ist es das eigentliche Verbrechen dieser Irren und gleicht somit einer Wiederbetätigung sondergleichen.

      All dies kann man G.G. längst nicht vorwerfen.

      Es bleibt nur ein GROßER Makel: "Er war dabei"!
      und er hat es (zu spät) eingestanden!
      Und das ist groß und gewichtig genug!
      Was es wiegt das hat es!
      Ein Verbrecher ist er deswegen noch lange nicht!

      Punkt! - und Ende!

    • JEZ (kein Partner)
      13. April 2012 18:34

      wenn ich D.I.L.E. lese denke ich nicht an "D U M M" sondern an "S A U D U M M"

    • Reinhard (kein Partner)
      13. April 2012 18:36

      Ach DILE, es ist deshalb möglich, weil wir hier in Österreich sind, wo Vergangenheitsbewältigung hauptsächlich aus Tatsachenverdrängung besteht. Man möchte an der eigenen Opferrolle nicht kratzen, indem man die Täter in den eigenen Reihen sucht. Man kennt die Verdächtigen im Kameradschaftsbund, aber möchte sie auch nicht "vernadern", weil's eh so lustige Buam san und a jeda war mal jung, gell?

      Dass die Siegermächte ihre Rechtssprüche anders umsetzen (so müssen die alten "Veteranen" zB in Frankreich mit sofortiger Inhaftierung bei ihrem dortigen Auftauchen rechnen) als der Täteropferzwitter Österreich, der bis heute keine klare Position zu seiner eigenen Rolle zwischen 38 und 45 gefunden hat, zeugt nur von der Laxheit, mit der hier generell mit Regeln und Gesetzen umgegangen wird.
      "Wo kan Kläger, da kan Richter" und fertig.
      Dass die Roten selbst genug Nazis in ihren Reihen Schutz gewährten ist nur deshalb bemerkenswert, weil sie sich heute so großspurig auf die weiße Weste klopfen, die sie über ihr braunes Hemd gezogen haben. Deshalb ist es auch unappetitlich, wenn ausgerechnet jene, die selbst braune Streifen in der Hose haben zu den anderen hinüberschreien: Ihr stinkt!
      Wären die Roten nicht selbst von genug Ex-Braunen durchfiltert, würde es vielleicht anders aussehen, aber so möchte keiner schlafende Hunde wecken.
      Bis einer wie Grass so dämlich ist und selbst losbellt.

      Aber interessant wie Du Deine übliche Pirhouette drehst um den Kopf aus der Schlinge zu kurbeln, die Du Dir bei Deinem Eiertanz selbst auf die rote Krawatte tretend um den Hals gezogen hast. Was Du bestätigst oder nicht ist irrelevant.
      Da kommt Dir schon mal der Freud aus: Hier geht es um Grass und nicht um Grasser, der für Dich natürlich ein viel schlimmerer Verbrecher als ein Mitglied einer ehemaligen verbrecherischen Nazi-Organisation ist.

      Übrigens noch etwas zum Wesen verbrecherischer Organisationen - es gibt eine Kollektivschuld, denn wenn Grass heute sagt "Ich habe keinen Schuss abgegeben, ich war nur Ladeschütze" dann ist das genauso widerlich wie wenn er sagt: "Ich habe keine Juden vergast sondern nur die Gasflaschen angeschlossen". Oder ein Mafioso sagt aus: "Ich habe keinen erschossen, nur die Uzi geladen."

      Und dann das übliche Ausweichen auf Dein "Gegenüber" - natürlich, denn wenn der DILE argumentativ beim Kacken erwischt wird, schreit er schnell herum dass alle anderen die eigentlichen Stinker sind und fühlt sich wieder wohl.

      Du bist so erbärmlich, dass es fast schon wehtut.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 18:39

      JEZ

      *g*

      Du denkst wahrscheinlich immer "S A U D U M M"

      :-)

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 18:44

      ... und nochmals ...

      "G.Grass ist kein Verbrecher!" ...

      ... und jeder der derartiges nach der vorliegenden Aktenlage behaupten will ein ausgemachter Dummkopf!
      Aber das weiß man ja auch schon!
      :-)

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 18:49

      Mein "Gegenüber" kann ja nicht einmal sinnerfassend lesen, wie ich aus seinem letzten Text, gerade auch im ersten Absatz erkenne. Das ist halt die "alte Schule"
      Aber : "Sein Problem!" *g*

    • Reinhard (kein Partner)
      13. April 2012 19:37

      DILchen, DILchen, bei Dir ist Hopfen und Malz verloren.

      Da gibt man Dir in einem Punkt Recht, nämlich dass es widerlich ist wenn es noch immer zum "guten Ton" gehört den lieben Hinterhuber-Opi nicht zu vernadern, weil er war zwar mal bei der SS, ist heut aber so an lustiger G'sell - und schon springt das RumpelsDILzchen keifend herum.
      Du bist ja sowas von neben der Spur, ich dachte immer das schaffen nur Leute die Pattex schnupfen.
      Vielleicht sollte ich einfach schreiben "Der DILE ist ein sympathischer intelligenter Zeitgenosse", Du würdest wahrscheinlich sofort loszetern um das Gegenteil zu beweisen, nur weil ich es geschrieben habe.
      Nur leider hat meine "alte Schule" mir beigebracht, nicht solche balkenbrechenden Lügen zu verbreiten, deshalb bleibe ich lieber bei der Wahrheit: DILE, Du kapierst absolut nix und bist auch noch stolz darauf.

      Nur weiter so, solche Gestalten wie Dich findet man in keinem Vierteiler aus den Mosfilm-Studios!
      Nur ab und zu bei den Glatzkopfbanden aus dem Hinterhof.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      13. April 2012 19:58

      Bist jetzt endlich fertig?

      ... oder muss ich Dir Deine kürzlich von Dir abgesonderte saudumme Gleichstellung "des buddelnden Maulwurfs Glück" mit dem "Glück der Sau in der Standhaltebox" auch noch einmal um die Nase reiben??

      ... Die hatte nämlich, mit all dem was danach von Dir dazu kam, genau die selbe "Qualität" wie all das hier von Dir Abgelassene.

      Es ist wirklich in keiner Weise ernst zu nehmen.
      Und wenn ich hier Dir gegenüber so "reseviert" auftrete, Dich als "Gegenüber" bezeichne, dann hat das wirklich nur noch seinen Grund darin, dass ich mich nach all den wirklich dummen Auslassungen nicht mehr weiter auf Dich einlassen will.

      Ich will keinen ellenlangen Texte mehr schreiben, nur um diese Dir vor deine cerebrale Erbse zu stellen, womit man "natürlich" nicht in der Lage sein kann, das einfachste, selbstverständlichste zu verstehen!

      Darum!
      Bitte sei jetzt so gut ...
      ... lass mich einfach in Ruhe!
      Mir ist die Zeit zu schade mit Dir, so wie Du hier "intellektuell" auftrittst.
      Du bist sicherlich ansonsten, "draußen" (auch) ein netter, kluger Zeitgenosse...
      ... aber das hier drinn, das wird nix mehr mit uns!

      Alles Gute! :-))

  13. Bericht aus Berlin (kein Partner)
    12. April 2012 16:52

    "Ein Aufschrei geht durch die deutsche Presselandschaft. Der Grund: Ein ziemlich harmloses Gedicht des Schriftstellers Günter Grass, in dem er eine alternative Sichtweise auf den Konflikt Israel - Iran anbietet. Doch wenige Stunden nach Veröffentlichung des Gedichts stand fest: Günter Grass muss ein Antisemit sein!! Unzählige Personen des öffentlichen Lebens versuchten zu verhindern, dass das Gedicht ernst genommen wird. Unter ihnen auch Mitglieder der von Norman Finkelstein so titulierten "Holocaust-Industrie". Eine Vereinigung, die immer und überall Antisemitismus sieht, selbst, wenn die Politik des Staates Israel vollkommen unabhängig von seiner Religion kritisiert wird."

    Sehenswert:

    http://www.youtube.com/watch?v=EMpFzus68wc

  14. Anthroposoph (kein Partner)
    12. April 2012 16:51

    Die Israelis sollten sich auf die Grenzen von 1966 zurückziehen.
    Im Übrigen bricht jetzt möglicherweise ein Krieg zwischen Sudan und Südsudan aus. Der Vormarsch der Islamisten in Afrika muss gestoppt werden.
    In Deutschland bekommen bei der Wahl in NRW die Parteien FW und Pro NRW viele Stimmen. Später wird die verächtliche Einwanderung stark begrenzt. Es werden dann nur noch sehr wenige Ausländer nach Deutschland kommen; z. B. Urlauber und Austausch-Schüler.

  15. Hegelianer (kein Partner)
    12. April 2012 16:48

    Ich sehe Grass' "Gedicht" mit geteilter Meinung: Die Atomerstschlag-Hypothese scheint auch mir lächerlich. Dennoch darf man Grass dankbar dafür sein, die unerträgliche Penetranz aufgegriffen zu haben, mit der die offizielle BRD und ihr Establishment Israel fetischisiert. Das kann man gar nicht oft genug aufgreifen. Die Sicherheit Israels zur "Staatsräson" der BRD zu erklären, ist genauso lachhaft, wie ein drakonisches Strafgesetz aus der unmittelbaren Besatzungszeit zum Gründungsakt eines demokratischen Staates verklären zu wollen.

    • Markus T. (kein Partner)
      12. April 2012 18:40

      Auschwitz als Gründungsmythos der BRD nicht vergessen!
      Da ist ein kollektiver Dachschaden vorprogrammiert.

  16. Erwin Tripes (kein Partner)
  17. Segestes (kein Partner)
    12. April 2012 15:57

    Kein Versmaß, kein Rythmus.
    Häufiger Zeilenumbruch alleine,
    macht aber aus einem x-belibigen Text,
    noch lange kein Gedicht.
    So wie chaotische Farbspritzer,
    auch noch lange kein Gemälde ergeben.

    • Segestes (kein Partner)
      12. April 2012 16:00

      Und dieses eine "h", gehört zwei Positionen nach vorne :)

    • Markus T. (kein Partner)
      12. April 2012 18:37

      Nicht mit „letzter Tinte“, sondern eher mit den letzten ihm verbliebenen Gehirnzellen, scheint Grass diesen banalen Schrieb verfasst zu haben, der vieles sein mag, aber in der Tat kein Gedicht.
      ps: Lassen Sie das H doch ruhig wo es ist und nennen Sie den Tippfehler einfach "kreative Wortkunst" ;-)

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 19:01

      Man kann ja zu GG. stehen wie man will (muß man ja auch)

      Aber eines ist hier schon anzumerken:
      Jeder hier drinn, der da gar so selbstgewiss abfällig über ihn daherscheibt ist bestenfalls geeignet ihm die Brille zu putzen, den Kaffe zu servieren, das Klo zu putzen oder das Handtuch zu reichen ....

      Insbesondere auch Dr. Unterberger himself.
      Der sollte sich vor ihm besser nicht als Journalist outen, sonst macht er sich noch restlos lächerlich.

    • Segestes (kein Partner)
      12. April 2012 19:25

      @D.I.L.E.
      Also mir persönlich ist der Grass wurscht.
      Und eigentlich auch sein Gedicht, das eh keines ist.
      Diese Phantomdiskussion sowieso.
      Und bis zu einem gewissen Grad auch der gute Unterberger ?
      Deine offensichtliche Verehrung für diesen alten Sack - Grass natürlich ;) - sei dir aber unbenommen.
      Mir persönlich sind diese belehrenden Literaten, mitsamt ihren depremierenden Werken, jedenfalls seit jeher am Allerwertesten vorbeigegangen.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 20:16

      Segestes...
      ... Meine Verehrung gegenüber GG. hält sich in gewissen Grenzen.
      Das heisst aber noch lange nicht dass ich ihn in seiner Leistung nicht achte.

      Ich hab das hier auch nur geschrieben, weil mir gewisse Brüder hier mit ihrem einfältigen , ahnungslosen Auftreten hier einfach gehörig auf die ..... gehen!

      Mein Eigentliches zur Sache habe ich bereits hier weiter unten reingestellt:

      D.I.L.E.
      12. April 2012 11:17

      unter:

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/04/weil-es-manche-so-wollten-also-doch-noch-was-zu-grass/#comment-180113

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      13. April 2012 07:47

      Im Spiegel wurde die Gedichtform ganz gut analysiert.

  18. Erich Bauer
    12. April 2012 15:23

    Ich finde dieser Artikel aus dem ef-magazin bringt einen wichtigen Aspekt zu diesem Hype hervor. Ich hoffe ich langweile hier nicht allzu viele, die diesen Artikel ohnehin schon kennen. Dem "Wort-p.c" ist schon so gut wie alles recht...

    STATT EINEM OSTERGEDICHT: ZUVIEL GRASS GERAUCHT?

    LESEPROBE: „…Viel interessanter aber sind die Reaktionen der Durchschnittspresse auf eine andere, völlig berechtigte Äußerung Grass‘, die über den Disput um seinen Text weit hinausreicht: „Es ist mir aufgefallen, dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund steht“. Was daran nun auszusetzen ist? An einer Beobachtung, die ganz sicher nicht nur der Eitelkeit oder Gekränktheit eines Schriftstellers angesichts mancher harschen Kommentare entsprang? „Welt Online“ erklärt es uns: „Der Begriff Gleichschaltung entstammt der Terminologie der Nationalsozialisten, die damit die Beseitigung der pluralistischen Gesellschaft durch die Auflösung oder Unterstellung ehemals freier Medien, Vereine, Gewerkschaften oder Organisationen unter die NS-Herrschaft bezeichneten.“

  19. Elmar Dritterhag (kein Partner)
    12. April 2012 15:15

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Ich hatte nicht gedacht, dass Sie an das Märchen von den Drohungen des Iran gegen Israel glauben. Ich empfehle Ihnen diese zwei Minuten von Georg Schramm zur Aufklärung Ihres Weltbildes.

    http://www.youtube.com/watch?v=0UoAGUW0iPU

    • Tolle Quelle (kein Partner)
      12. April 2012 21:14

      Hochachtung mein sozialistischer Bruder! Das nenne ich mal eine fundierte wissenschaftliche und seriös recherchierte Quelle! Ein deutscher Kabarettist!

      Respekt! Respekt! Freundschaft!

  20. Sinnlosschwatz (kein Partner)
    12. April 2012 14:44

    Herr Dr. Unterberger will eben nicht wahrhaben, dass man, will man heutzutage wer sein, auf jeden Furz einer im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehenden Person, sofort seinen Senf dazu geben muss. Die Linken, die guten Menschen und die Pseudointellektuellen sind immer zur Stelle, solange der Haufen noch raucht, man hat dann entweder zutiefst betroffen oder entsprechend empört zu sein.
    Wie lautet ein alter Spruch, wer zu spät kommt, ....

  21. Der sinnvollere Kommentar (kein Partner)
    12. April 2012 13:30

    Einen wesentlich besseren Kommentar gibt es dazu in der Tageszeitung "Die Presse" - und auch Unterberger darf sich davon angesprochen fühlen, denn auch Unterberger ist nichts weiter als kleiner Provokateur, der sich in seinen lächerlichen Rundumschlägen ständig dazu berufen fühlt, Tabus zu brechen, die ohnehin keine sind.

    • Der sinnvollere Kommentar (kein Partner)
      12. April 2012 13:32

      Wenn es keine Denkverbote gibt, dann muss man sie halt erfinden.

      Tabubrecher glauben, sie seien die Einzigen, die relevante Fragen stellen und sich etwas trauen: Über den kalkulierten Tabubruch – einen Mediensport, der so sehr nervt, wie er verlässlich aufregt.

      Widmen wir diese Kolumne einem Typen, der sich in der Öffentlichkeit unverwüstlicher Beliebtheit erfreut: dem Tabubrecher. In den vergangenen Wochen hatte er wieder Hochsaison (Hat das mit den Pollen zu tun? Mit den Frühlingshormonen?). Es gibt ihn in der Altherrenvariante (Thilo Sarrazin, Günter Grass), aber auch jünger.

      Roger Köppel, Chefredakteur der Schweizer „Weltwoche“, der vergangene Woche ein Roma-Kind mit Revolver auf das Cover hob, ist sein Role Model. Insbesondere beim „Profil“, das jüngst behauptete, das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen sei eine Lüge, scheint er Fans zu haben. Der Tabubrecher ist leicht zu erkennen. Er sagt: „Was endlich einmal gesagt werden muss“, „Es muss doch möglich sein, darüber offen zu reden“, oder, besonders gern: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.“

      Was er für den Tabubruch braucht, ist zunächst: ein Tabu. Hier mag sich ein kleines Problem auftun, denn gar so viele Tabus gibt es nicht. Das löst der Tabubrecher, indem er das Tabu einfach behauptet. Er sagt etwa, es sei nicht erlaubt, über Bandenkriminalität zu reden. Oder über Probleme bei der Integration von Zuwanderern. Er behauptet, die Lohnschere zwischen Männern und Frauen sei ein staatsreligiöses Glaubensbekenntnis, das keine differenzierte Betrachtung dulde.

      Oder er behauptet, Kritik an Israel würde stets mit Antisemitismus gleichgesetzt. Ringsum fühlt er sich umzingelt, wittert Mythen, Lügen, Sprech- und Debattierverbote. „Denkverbot“ ist sein Lieblingswort. Wer genau ihm denn das Denken und Debattieren verbietet, bleibt unklar. Die allmächtige Roma-Lobby? Oder die feministische Internationale? Vor deren geballter Macht muss sich ein Chefredakteur fürchten, echt?

      Nein, die angeblichen „Denkverbote“ erfüllen wohl eher einen profaneren Zweck: Sie erleichtern es dem Tabubrecher, alles, was eventuell dennoch zum Thema bereits gedacht wurde, zu ignorieren. Über die komplexe Frage etwa, was „gleichwertige“ Arbeit ist, gibt es ganze Bibliotheken. Ebenso über die Roma. Israels Außenpolitik wird nicht nur in Europa kontroversiell diskutiert, auch in Israel.

      Aber all das würde den Tabubrecher bloß ablenken. Schließlich fühlt er sich ja als der allererste Mensch auf der Welt, der relevante Fragen stellt, und als Einziger, der sich traut, inmitten lauter Ahnungsloser und Feiglinge die Wahrheit zu sagen.

      Hat er sein Tabu schließlich gefangen und gefesselt, folgt die Triumphrunde. Mit lautem Geheul schwingt er seinen Tomahawk und stampft wie ein kleiner Krieger um den Marterpfahl. Endlich ist es erlegt, das Tabu, ich habe den großen, allmächtigen, hinter Lügen, Mythen und Denkverboten verschanzten Feind erlegt! Ich, der tapfere Underdog war's, ich ganz allein!

      Womit wir beim letzten Charakteristikum wären, das diesen Typus so nervig macht: dass er den Popanz bloß deshalb so aufbläst, um sich selbst größer zu fühlen. Und dass er Widerstandsgeist, Originalität und Mut behauptet, wo er doch, aus der Nähe betrachtet, bloß risikolos mit der Masse heult.

      „Ausländer brauch ma ned“, „Die Jammerfeministinnen sollen endlich eine Ruhe geben“, „Zigeuner sind kriminell“ und „Israel ist gefährlich“: In Österreich hört man das, mit oder ohne den heroischen Einsatz der Tabubrecher, eigentlich eh jeden Tag.

    • Der sinnvollere Kommentar (kein Partner)
    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 13:38

      Irgendwie, so scheint mir bist Du mit dem hier...
      ... im falschen Themenblock!

      Eigentlich sollten diese höchstbemühten Zeilen woanders hingestellt werden können, dorthin wo diese wirklich hinpassen.

    • peterlinz (kein Partner)
      12. April 2012 13:53

      Deine Behauptung, dass es gar nicht viele Tabus gibt, ist schlicht FALSCH.
      Daher bricht deine restliche Argumentation von selbst in sich zusammen.
      Aber du hast es sicher gut gemeint. :-)

  22. Diskussionsleiter (kein Partner)
    12. April 2012 13:23

    Ein ziemlich schwacher Beitrag Unterbergers: Unterberger sagt, dass er nichts zu der Sache sagen will, er will den verschwendeten Speicherplatz nur dazu nutzen, gegen Grass zu polemisieren, den er zugleich als Nazi und Kommunisten diffamiert.

    Und das in seiner alterssenilen, polemischen, unversöhnlichen und grantelnden Art, die das gesamte "Blog" in ewigwiederkauenden Art durchzieht.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 13:32

      Diskussionsleiter ********!

      ... mich belustigt dies auch ... und noch viel mehr belustigt mich ...
      ... wenn, wie er selber schreibt, quasi "seine Jünger ihren Meister fragen" was "Er" denn dazu zu sagen hätte!

      Ganz so, als ob sie sich erst dann selber eine Meinung bilden könnten ...
      und getrauten ...
      ... diese Armen !

      Und das was bei Unterberger dann rauskam, das war ja eh nicht anders zu erwarten!

    • peterlinz (kein Partner)
      12. April 2012 13:58

      Diskussionsleiter und D.I.L.E = ein und die selbe Person?
      Sei froh, Schizophrenie ist gut behandelbar.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 15:08

      ggg .. ja danke! ... werde es dem Diskussionsleiter ausrichten ...
      .. wenn ich ihn wieder einmal höre... :-))

    • Dile u.disksleiter-Fan (kein Partner)
      12. April 2012 20:59

      D.I.L.E. & Diskussionleiter

      ****************************************!

      Ihr seid so coole linke Säue, echt cool Burschen! Kann ich Euch Geld überweisen? Ich muss Euch unbedingt unterstützen! Bitte um die Kontonummer, wir müssen was tun und das fEld nicht diesen konservativen überlassen!

      Falls ihr kein Geld wollt, dann komme ich gerne zu euch, wie kann ich euch unterstützen? bitte um info! ich bin hier auch im blog, möchte mich aber gerne beser mit euch abstimmen, damit wir etwas gegen die hier tun können. bitte hilfe von Euch!

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 21:26

      Dile u.disksleiter-Fan...
      " lieb" von Dir... :-)
      ... aber Deine Absicht in Ehren ... in dieser Form geht sie am Eigentlichen vorbei ...

      Am besten einfach AUCH seine (Deine) Meinung hier reinschreiben...
      akzentuiert und klar verständlich Stellung nehmen, mit dem was man selber meint und denkt und erkennt und kritisiert und einem stört und einem gefällt, und ,und, und... ganz wichtig, es hie und da auch menscheln lassen!

      ... und zu all dem stehen stehen ...
      Das genügt eigentlich eh schon!

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 21:30

      Übrigens, wenn jemand behauptet ich sei einen Sau, so lasse ich das so stehen,
      nicht weil ich es selber glaube, sondern weil es mir ehrlich geschrieben wurscht ist.

      Hier im Forum ist es mir allerdings inzwischen viel wichtiger darauf hinzuweisen, dass ich mich keineswegs als "links" angesiedelt sehe.

      Aber dies versteht man erst, wenn man dieses Forum etwas besser kennt! *g*

    • Dile u.disksleiter-Fan (kein Partner)
      12. April 2012 21:36

      dile, ich kann das aber nicht sogut wie du und diskussionsleiter. ich ziehe jedemal den kürzeren gegen die da in den diskussionen. ihr aber macht das wirklich gut. ich will von euch lernen. können wir uns mal treffen? kann ich euch ein mail schreiben?

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 21:43

      Jaja!
      ... ist schon gut!

    • Dile u.disksleiter-Fan (kein Partner)
      12. April 2012 21:46

      über FB vielleicht? bitte D.I.L.E. es wäre dringend, ich hab' da auch gute ideen wie wir gegen die hier und unterberger besser was tun können. mehr trau ich mich hier aber nicht schreiben.

    • Dile u.disksleiter-Fan (kein Partner)
      12. April 2012 21:47

      ich hab's wie wir in kontkat kommen. ich geb dir einen versteckten hinweis in einem anderen thread hier und dann geht es oder?

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 23:07

      :-)))) Pfosten!

    • Diskussionsleiter (kein Partner)
      13. April 2012 19:54

      Auf so billige Versuche fallen höchstens FPÖ-Bierzelt-Volltrotteln rein ;-)

  23. rundertischdgf (kein Partner)
    12. April 2012 13:18

    Es ist ja nicht so einfach, zu unterscheiden, was ist an der Berichterstattung über die Nahostprobleme richtig oder falsch. Vieles was bei uns über Syrien, Libyen oder die anderen arabischen Staaten berichtet wird, ist schlicht weg verlogene Propaganda. So ist das auch im Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Deshalb will auch die Mehrheit der Deutschen endlich einen tabufreien, differenzierten Blick auf das Geschehen. Allein am Dienstag äußerten sich 12 Leserbriefschreiber in der Passauer Neuen Presse, sozusagen als Spitze des Eisberges, zu dieser Sache zeimlich deutlich.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/04/07/grass-anstandig-oder-unanstandig/

  24. D.I.L.E. (kein Partner)
    12. April 2012 11:17

    Ich schrieb bereits an anderer Stelle:
    ...

    Ich habe mir jetzt (endlich) das "Gedicht" zu Gemüte geführt!
    Und ich muss schreiben:
    "Es bewegt mich!"

    Günter Grass beschreibt eigentlich nichts anders, als sich jeder vernünftige Erdenbürger wünschen MUSS!

    Dies (Berührtsein) lagert vor allem in dem mehr als berechtigten, im Gedicht in den letzten beiden Absätzen zum Ausdruck gebrachten Wunsch...:

    "...daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird."

    Israel hat keinen Anlass, sich durch diesen Text weiter ins Eck gestellt zu sehen.
    Im Gegenteil!
    Grass will (so wie ich es lese) dieser Welt damit, und damit auch Israel und dem Iran (in letzter Minute?) eine goldene Brücke bauen.
    Und es gibt eigentlich auch keine andere Option!

    Es kann nämlich tatsächlich sein, dass anders bald Ereignisse eintreten, welche später mehr als grauenvoll in den Geschichtsbüchern haften bleiben.

    Da ist dieses Gedicht nichts anders als ein höchst legitimer, NOT - WENDIGER Schritt, ja eigentlich schon verzweifelt kindlicher Versuch, eine vorauszusehende allgemeine Katastrophe doch noch abzuwenden.

    ....
    Und ich schreibe es somit auch hier!

    • Times (kein Partner)
      12. April 2012 11:58

      jeder vernünftige Erdenbürger kann sich was wünschen, muss aber nicht. Das "muss", wir "müssen" kommt in bestimmten Zusammenhängen regelmäßig aus einer bekannten Ecke, das nervt einfach, ich muss mir weder was wünschen noch (be)denken und wenn es irgendwann einmal etwas nicht gibt, auch nicht betroffen sein.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 12:04

      Times ...
      ... habe ich geschrieben, dass DU dir etwas wünschen MUSST?
      Hab ich nicht! :-)

    • Erich Bauer
      12. April 2012 12:50

      Interessant und erbaulich ist für mich in jedem Fall, daß die Antisemitismus-Keulen tatsächlich nur noch wirr herumfliegen. Frühere AntiAntiSemiten werden zu Antisemiten, während frühere Antisemiten zu Semiten werden... Wobei festzustellen ist, daß auch unter den Semiten jede Menge Antisemiten, aber auch AntiAntisemiten herumtollen...

      Das läßt hoffen. Möglicherweise läuft sich dieser "Dauerbrenner" jetzt tot. Ganz bestimmt dann, wenn irgendjemand als Antisemit bezeichnet wird, dieser hellauf zu lachen beginnt und sich regelrecht "zerwuzzelt".

      Für GG würde dann das Faust-Zitat zutreffen: "Das Böse will ich stets, allein das Gute schaff' ich... :-)

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 13:10

      So wie ich es sehe, hatt GG. eine längst überfällige, geistige Katharsis entfacht...
      ... und zwar an allen "Fronten"!

      Und dies ist gerade auch in Israel höchst notwendig.

    • Der Historiker (kein Partner)
      12. April 2012 13:56

      Die guten Menschen, die hauptberuflichen Bewältiger, die Lauwarmen, u.a.l.G. finden immer etwas das berührt oder betroffen macht, ist nichts Aktuelles aufzutreiben, krammt man eben in der Mottenkiste der Geschichte.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 15:04

      ... es ist meine ganz persönliche Sache ... :-)
      wenn mich etwas berührt ... auch wenn ich es nicht suchte um es zu finden ...
      und wenn ich dies dann auch ganz freimütig bekenne um für mich Wichtiges zu unterstreichen.
      ... Menschen die derartiges ins Lächerliche ziehen wollen (was ja nicht geht) sind für mich eher ziemlich dumbe Zeitgenossen ... schlicht wie feste Pfosten!
      ... und so auch für Historik vollkommen ungeeignet! *g*

  25. kpax (kein Partner)
  26. Nestor 1937
    12. April 2012 09:23

    Es geht doch gar nicht um Grass!

    Er ist nur der Anlaß, der Anstoß zum Ausdruck der vielverbreiteten Sorge, daß Israel durch seine Angriffspläne den brüchigen Frieden im nahen Osten ernsthaft gefährden und dadurch eine Katastrophe auslösen könnte.

    • cmh (kein Partner)
      12. April 2012 09:53

      Israels reine Existenz ist Grund für den brüchigen Frieden. Ansonsten würden wir auch den Krieg dort untern nur bedingt wahrnehmen.

      Die Existenz Israels schließlich ist unsere Schuld, da können wir uns nicht herausreklamieren.

      Was es so schwer macht ist einerseits die größkotzige Art der Isis und andererseits die unterwürfige freundliche Art der der Araber.

      Verstehen worum es bei diesen Auseinandersetzungen eigentlich geht tut bei uns im Westen ohnehin fast niemand.

    • socrates
      12. April 2012 10:21

      cmh
      Einen Atomkrieg würden wir überall wahrnehmen, auch wenn es gerade ehemalige Länder der UdSSR sind. Jeder Reaktor ist ein Problem, nur bestimmte und deren Kernwaffen nicht.
      "Wenn die Engländer uns schon ein Land schenken, warum nicht gleich die Schweiz" schreibt Kishon. Zuerst hätte es Zypern werden sollen. Nicht immer sind wir Schuld.

    • Gennadi (kein Partner)
      12. April 2012 10:57

      "Sorge, daß Israel durch seine Angriffspläne den brüchigen Frieden im nahen Osten ernsthaft gefährden und dadurch eine Katastrophe auslösen könnte"
      Können solche Aussprüche ernst genommen werden? Wohl nicht. Denn die Angriffspläne, um Israel auszulöschen - neuerdings auf nuklearem Weg - bestehen immerhin schon seit Jahrzehnten.

      Ahmadi Nejjad wird sicher so lange appeased, bis er seine längst vorhandenen Kernwaffen auch einsetzt. Dann werden Kurzäugige sicher auch hier schreiben: Na, das hätten wir aber nicht für möglich gehalten.

    • Nestor 1937
      12. April 2012 11:05

      socrates

      Zuerst sollte es Madagaskar sein. Die Franzosen wollten sie nicht.
      Dann wurde ein Fleck in der am. Prärie ventiliert. Es blieb nur New York.
      Dann sollte es schon ernsthaft Pommern sein. Polen und Russen wollten sie nicht.
      Dann kam man auf Palästina. Die dortigen Araber wurden als schwächlich und beherrschbar angesehen. Und dabei blieb es.

    • socrates
  27. Der Realist (kein Partner)
    12. April 2012 09:08

    die Vergabe der Friedens- und Literaturnobelpreise in jüngster Vergangenheit möchte ich gar nicht kommentieren. Grass hat sich eben auch in bekannter Manier vieler Pseudointellektueller, seinen Status in der Kultur- und auch politischen Szene verschafft. Zu seinem aktuellen "Gedicht" ist auch nicht viel zu sagen, auffallend ist nur, dass sich jetzt wieder alle möglichen und unmöglichen Leute berufen fühlen, den Richter zu spielen. Seit Jahren kennen wir das Spiel, auf der einen Seite die "Guten", die ewigen "Opfer", auf der anderen Seite die Achse des Bösen. Jeder Staat, der es auch nach Jahrzehnten nicht schafft für ordentliche Verhältnisse im eigen Land zu sorgen, muss sich wohl auch Kritik gefallen lassen. Die USA sind nach den letzten Kriegsabenteuern, die im Gegensatz zu früheren Kriegen kein Geschäft waren, finanziell derart ausgehungert, dass sie auf ein neues Abenteuer mit zweifelhaften Ausgang, absolut keinen Appetit haben, und die angeblichen Massenvernichtungswaffen hat es schon einmal nicht gegeben. Warum Israel von vielen Seiten gewarnt wird den Iran im Alleingang anzugreifen, hat viele gute Gründe.

  28. Haider
    11. April 2012 23:57

    Ich war ein pubertierender 15jähriger, als mir in den 50er Jahren eine Wahltante Grass' Blechtrommel schenkte. Alles, woran ich mich erinnern kann, sind die Aale im verwesenden Pferdeschädel. War nicht sehr appetitlich.
    An die dt. Klassiker, obwohl ich sie in der Schule lernen mußte (!), erinnere ich mich weit lieber.
    Warum werden wir mit israelischer Innenpolitik pausenlos bombadiert? Ist diese wirklich einzig wichtig? Ist es für mein weiteres Wohlbefinden tatsachlich entscheidend, was mir seine Excelenz Avigdor Liebermann erklärt? Oder soll ich mich an den jüdischen Linken Gusch Shalom orientieren?
    Das wahre und einzige Problem der Welt dürfte sein, daß ein SS-ler nach 1945 einen Nobelpreis bekommen hat. Daran kiefeln sie - und recht geschieht ihnen!

  29. contra
    11. April 2012 22:31

    OT

    Jan Fleischhauer heute bei Markus Lanz, ZDF, 23:15 Uhr !!!!

  30. Undine
    11. April 2012 17:27

    Günther Grass, ein "linker Intellektueller" mit kommunistischem Einschlag, war mir immer suspekt, denn die Voraussetzungen für diese Bezeichnung liegen mir überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. "Linker Intellektueller" zu sein ist keine sonderliche Leistung und erfordert auch keinen Funken Mut; den Applaus der Massen weiß er stets hinter sich. "Linke Intellektuelle" kommen ständig zu Wort; wir in Ö haben auch eine ganze Reihe solcher Typen.

    Mit den Büchern von G.G. konnte ich nie etwas anfangen; seine Illustrationen, mit denen einige seiner Werke versehen sind, gefielen mir, so weit ich mich erinnere. Vielleicht hätte er beim Zeichnen bleiben sollen.

    Als er mit seiner kurzen SS-Vergangenheit herausrückte, hat mich diese späte "Beichte" sehr amüsiert. Jahrzehntelang war er feige, sehr feige! Somit war sein ganzes linkes Engagement eine einzige Heuchelei. Dieses bewußte Verschweigen ist es, was ich schlimm finde, nicht die Tatsache, daß er sich mit 17 Jahren freiwillig gemeldet hatte. Damals ging eben der Wind von einer anderen Seite; die Propaganda war stark und natürlich völlig einseitig, das muß man einfach berücksichtigen. Möglicherweise hatte er als 17-Jähriger einfach keine Lust, einer Arbeit nachzugehen.

    Daß er dieses "Gedicht" geschrieben hat, amüsiert mich ebenfalls. Weshalb hätte er es auf seine alten Tage nicht schreiben sollen, wenn er's ehrlich gemeint hat. Vielleicht war er ja zum ersten Mal in seinem Leben ehrlich, wer weiß. Daß er in ein riesiges Wespennest sticht, mußte ihm klar gewesen sein und war sicher einkalkuliert. Daß ihn Henryk M. Broder umgehend Wahnsinn attestiert hat, weil ihm das Gedicht nicht gepaßt hatte, war auch nicht die feine englische Art. Sei's drum, jetzt ist G.G. wieder in aller Munde; vielleicht war's das, was er bezwecken wollte.

    • cmh (kein Partner)
      12. April 2012 09:55

      Die Beschäftigung mit Grass ist für das Lagebild über die Linke erforderlich. Wirklich gut ist er nicht,

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      12. April 2012 11:22

      weil hier quasi vom "Schriftsteller" der LINKEN dahergeschwafelt wird...
      (was er nicht ist!)
      ...
      ..... welchen "Schriftsteller" haben denn dann die "RECHTEN"!

      Und:
      Liebes Undinchen!
      Du bist manchmal wirklich schon zutiefst rührend einfältig!
      >>> "Daß er dieses "Gedicht" geschrieben hat, amüsiert mich ebenfalls."

    • Trollfresser (kein Partner)
      12. April 2012 12:30

      Na D.I.L.E. - wir haben jedenfalls Dich!

    • Heimatdichter (kein Partner)
      12. April 2012 14:07

      @D.I.L.E.
      noch nichts von Karl Marx gehört?

  31. cicero
    11. April 2012 16:57

    Der Iraq wurde auch wegen der behaupteten Massenvernichtungswaffen angegriffen.

    • Undine
      11. April 2012 17:32

      @cicero

      Die USA waren noch nie in Verlegenheit, "Kriegsgründe" zu finden: Lusitania, Pearl Harbour und und und! Die geführten Kriege haben sich früher auch immer sehr rentiert für sie!

    • Gennadi (kein Partner)
      12. April 2012 11:01

      Die behaupteten und so intensiv bezweifelten Massenvernichtungsmittel haben zwar mindestens 150.000 Kurden und so an das Doppelte von Iranern umgebracht. Das kann aber von der Linken, in bester Stalin'scher Tradition, noch nicht als Masse verstanden werden.

  32. Censorius
    11. April 2012 16:26

    Nicht der freiwillige Eintritt zur Waffen SS gehört angeprangert, sondern dass Grass sich durch Jahrzehnte als Tugendrichter einer ganzen Nation aufspielte und
    seine Mitgliedschaft zur Waffen SS leugnete. Wäre wohl auch für einen Wahlhelfer der SPD und engen Freund mehrerer SPD Parteivorsitzender nicht opportun gewesen.
    Es zeigt sich abermals, dass dem Wort " Sozialismus " im Nationalsozialismus doch größere Bedeutung zukommt, als viele wollen.
    Schade dass er nicht nachIsrael einreisen darf. Er hätte dort vor Ort Gelegenheit gehabt, sich über die drohende Gefahr zu informieren.
    Eine zögerliche Friedenspolitik kann zur Katastrophe führen, nicht nur für Israel.

    • cmh (kein Partner)
      12. April 2012 09:57

      Die NSDAP war eine linke Partei und daher ist der Grass schon bei den Richtigen geblieben.

  33. HDW
    11. April 2012 14:06

    Läßt man die Begrifflichkeit Israeli, Juden, Ayatollahs oder Nazis weg und gebraucht den Begriff Menschen, ist eigentlich klar, dass es Immer Opfer und Täter gibt. Die Perversion des manichäisch - monologischen Diskurses der besteht eben darin, dass wer darin als Opfer definiert wird nicht Täter sein darf und umgekehrt. Egal wer diesen pharisäischen Diskurs (der jederzeit wieder zur wahnhaften Vollstreckung massenhafter Tötungen von Menschen führen kann) aufbricht und problematisiert, ist willkommen! Selbst wenn er Günter Grass heißt und was immer sein Motiv sei, übrigens schon bei der Wilhelm Gustloff Sache!

    • werauchimmer
      12. April 2012 01:52

      Manichäismus ist ein Weltmodell, dass die Beherrschung der Welt durch dunkle Mächte lehrt, bei gleichzeitiger Ausrichtung dieser Kosmologie an das "Licht". Dass das Wirken der Menschen in einer solchen Welt dem Manichäismus zufolge schwarz-weiß zu beurteilen sein sollte, ist mir aber nicht bekannt.

  34. Helmut Oswald
    11. April 2012 13:32

    Es ermüdet, aber es muß wohl sein. Nein, die Westmächte haben 1938 nicht eingegriffen und zwar nicht, weil sie so dumm waren, sondern weil auch sie verstanden haben, was über 90 % der Österreicher damals auch verstanden haben. Nämlich daß die gewaltsame Trennung des deutschen Teiles der Monarchie vom deutschen Gesamtstaat (ob jetzt vom 'Reich' oder der Republik ist dabei im Großen betrachtet, wenngleich damals für die Parteien wichtig, heute auch vollkommen egal), der einmal der österreichische Reichsteil oder Cisleithanien genannt wurde, in St Germain weder rechtens noch sinnvoll war. Und das selbst Mickeys Maus als deutscher Reichskanzler sich weder den Schuschniggschen Abstimmungsbetrug, über dessen Vorbereitung uns tausende von Zeitzeugen zu berichten wussten (nicht zuletzt Viktor Reimann, der selbst in KZ Haft gewesen ist) noch die tschechischen und jugoslawischen Gebietsforderungen die sich an die Ordnungsveränderung knüpften wie das Amen im Gebet toleriert hätte. Selbst Mächte, die das Selbstbestimmungsrecht nicht allein der auf ihrem Gebiet lebenden Deutschen seinerzeit mit mehr als nur den Füssen getreten hatten.

    Nein - der Iran ist nicht mit Hitler vergleichbar. Aber offenbar sind die Vergleiche mit Hitler eine irgendwie unvermeidliche Reflexhandlung jeder aussen- und sicherheitspolitischen Analyse, die sich mit Kriegshandlungen bzw in engerem Sinne mit Waffengebrauch zur Erreichung eines politischen Zieles beschäftigt. Es kommt dies offenbar dem im Mittelalter üblichen sich 'Bekreuzigen' gleich, wenn man über das Böse = Krieg, oder den Bösen, den Gottseibeiuns spricht.
    Also muß halt der blöde und fade Hitler her, damit alle wissen, das man zu den Guten gehört. Hat man doch den Gottseibeiuns öffentlich verabscheut. Dann darf man weiterreden ohne im Verdacht zu stehen, Teil des Leibhaftigen zu sein.

    Nein - so gut wie gar nichts am Iran vergleicht sich mit dem Jahr 1938.
    Das Thema ist nicht der blöde Hitler, das Thema ist sehr einfach: soll Israel einen Präventivkrieg / - schlag gegen den Iran / die iranische Nuklearkapazität führen.
    Punkt. Antwort darauf (sehr einfach): das kann nur Israel allein entscheiden.
    Punkt.

    Ich danke Gott dafür, diese Entscheidung nicht treffen zu müssen.

    Dem Höchstverantwortlichen für die Sicherheit jedes Staates ist es allererste Pflicht, eine derartige Entscheidung zu treffen. Gleichgültig, welchen Namen er trägt, wie er seinen Gott anbetet und ober überhaupt zu einem Gott betet.

  35. Pumuckl
    11. April 2012 11:56

    Wirklich nur Spinner?

    Der an der Universität Tel Aviv lehrende Historiker Shlomo Sand schreibt auf Seite
    154 seines Bestsellers:
    " . . .Das >>Zentrum der Kohanim>Kohanim

    • Pumuckl
      11. April 2012 12:17

      @ Alxander Renneberg 8:00

      Ihrer Bitte entsprechend habe ich meinen Kommentar nochmal geschrieben, und er kam wieder nicht an. Es existiert vermutlich eine Fangschaltung, welche beim Auftauchen suspekter Worte die Sendung des Textes verhindert.

      Um so mehr empfehle ich die Lektüre des Bestsellers " DIE ERFINDUNG DES JÜDISCHEN VOLKES " von Shlomo Sand.

      Auf Seite 405 (nicht nur dort) erhalten Sie Informationen, aus denen sie selbst Ihre Schlüsse ziehen können!

    • Erich Bauer
      11. April 2012 12:56

      Pumuckl,

      Auszüge aus dem mir bekannten Tabubrecher-Buch:

      Das jüdische Volk, eine „Erfindung?"

      "Die heutigen Juden sind zum Großteil vielfach vermischte Nachfahren von
      Chasaren, einem Turkvolk, oder sie sind Sepharden, die von Nordafrikanern abstammen, welche mosaisch wurden und später mit den Kriegern Mohammeds bei der Eroberung Spaniens gemeinsame Sache machten..."

      "Vor wenigen Jahren wäre allein schon die Andeutung, „die Juden“ seien „ein Volk" oder eine „Nation“ und unterschieden sich von der jeweiligen Wirtsnation als „fremdenfeindlich“„antisemitisch“ oder „rassistisch“ verurteilt worden. Heute sprechen selbst säkulare jüdische Politiker mit größter Selbstverständlichkeit vom „jüdischen Volk“ und seinem Sonderstatus unter den Völkern, so u. a. Staatspräsident Shimon Peres im Deutschen Bundestag am 27. Januar 2010. Seine Rede ist abgedruckt in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 23 vom 28. Februar 2010, S. 7."

    • Erich Bauer
      11. April 2012 13:42

      Pumuckl,
      "...vermutlich eine Fangschaltung..."

      Wenn Sie das Buch bei der Hand haben probieren Sie's doch noch einmal. Die Seite 154 interessiert mich...

    • Pumuckl
      11. April 2012 14:55

      @ Erich Bauer 13:42

      Korrektur: Es handelt sich um Seit 405 !

      Das Buch liegt in Stapeln z.B. bei Thalia, ist eine Fundgrube und kostet 12,40 €

      Muß jetzt weg, komme später auf Ihren Wunsch zurück.

    • Wafthrudnir (kein Partner)
      12. April 2012 11:12

      Wo, bitte, ist hier der Tabubruch? Kein vernünftiger Mensch würde behaupten, es gäbe einen Ur-Amerikaner, von dem alle heute lebenden Amerikaner abstammen würden, und doch sind sie so eindeutig ein Volk, wie man nur ein Volk sein kann.
      Es gibt halt ein paar Millionen Leute, die der Meinung sind, einem jüdischen Volk anzugehören, auch wenn sie vielleicht eine nicht-israelische Staatsbürgerschaft haben. Und es gibt andere Menschen, Juden und Nicht-Juden, die diese Personen als Juden anerkennen. Also sind sie m.E. Juden, auch wenn sie von blaugetupften Außerirdischen abstammen sollten. Und da es einem Menschen, der wirklich so etwas wie eine Identität hat, nicht freisteht, sich nach Belieben eine andere zu wählen, ist es für Juden völlig irrelevant, ob sie durch gemeinsame Abstammung oder etwas anderes verbunden sind.
      Mir scheint, Sand legt seiner Argumentation einen extrem rassistischen Volksbegriff zugrunde, den er dann - welch Wunder und welch mutiger Tabubruch - widerlegen kann.

    • Erich Bauer
      12. April 2012 12:23

      Wafthrudnir,
      "...den er dann - welch Wunder und welch mutiger Tabubruch - widerlegen kann..."

      Genauso ist es. Aber, auch Autoren spekulieren... mit "Tabubruch"

  36. Josef Maierhofer
    11. April 2012 11:09

    Extremismus und Ideologie.

    Das eine ist Notwehr (unter Umständen auch Prevention), das andere Hetze.

    Jede Ideologie gepaart mit Hetze ist Extremismus, egal in welche Richtung.

    Verantwortung wäre angebracht und das vor allem bei den Medienschreibern und Redakteuren. Wie richtig festgestellt, wird der Fehler erst durch Medienmultiplikation überdimensional. Verschweigen ist aber auch nicht richtig, aber es in die richtige Schublade bringen, das wäre die mediale Kunst.

    Was ist aber die 'richtige' Schublade ? Das hängt offenbar heute nur mehr von der ideologisierten 'Meinung', dem 'Mainstream', der eifernden Meinung des Schreibers, etc. ab.

    Warum kann man nicht den Fakt schreiben und verschiedene, auch konträre, Meinungen dazu, meinetwegen auch Parteimeinungen unter 'Meinungen dazu' beifügen ? Warum kann man das nicht seriös und der Wahrheit entsprechend richtig darstellen ?

    Wir können zwar aufschreien, aber können tatsächlich die Ayatollahs nicht ändern, wir können klare Maßnahmen setzen, wenn wir es wagen, die Nachteile dann in Kauf zu nehmen, etc. Aber all das kann man ja auch ehrlich auseinandersetzen. Die Wahrheit aber ist wichtig, verschweigen ist falsch.

  37. Celian
    11. April 2012 10:44

    Jetzt muß ich doch was sagen.

    Der Herr Grass ist mit 17 zur Waffen-SS gegangen und zwar freiwillig. Daß ihm das hochnotpeinlich war, ist ihm hoch anzurechnen. Allerdings für jemanden, der sich jahrzehntelang mit erhobenem Zeigefinger als die moralische Instanz Deutschlands gerierte, ist das doch etwas zu wenig. Bevor so einer über andere urteilt, hätte er schon zehnmal vor seiner eigenen Tür kehren sollen. Und doch mokiert er sich über Israel.

    Auch ist jede Relativierung Grass' Mitgliedschaft bei der Waffen-SS völlig unangebracht. Im Gegenteil sind beim moralintropfenden Zeigefinger Günter Grass die allerhöchsten Maßstäbe anzusetzen.

    Nun zu seinem "Gedicht". Wie man unter solchen Verrenkungen eine Täter-Opfer-Umkehr bewerkstelligt, das ist eine Gemeinheit. Wie schon A.U. schrieb, hat Israel niemandem mit Atomgewalt gedroht. Von Achmadinedschad hat man das schon oft genug gehört.

    Grass will nur seine Bücher vermarkten. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und jeder Skandal nicht zu niedrig. Pfui deibel.

    Drittens: Die Reaktion Israels ist zwar verständlich aber taktisch unklug. Netamal ignorieren, wäre angemessen gewesen. Durch das Einreiseverbot wird diesem unwürdigen Schauspiel auch noch die große Weltbühne gegeben. Aus einem Rauschen im Blätterwald wurde so ein politischer Skandal. Das war wirklich gscheit.

    • Konrad Loräntz
      11. April 2012 22:21

      Rein aus militärischer Sicht: Welche militärische Doktrin steckt dahinter, wenn ein Land hunderte hochwirksame Sprengmittel besitzt, aber keines der möglichen Feindländer und wenn dieses eine Land den Besitz dieser Mittel nach Möglichkeit verheimlicht und sogar die längste Zeit bestritten hat ? Eine defensive Strategie würde doch die eigene Stärke deutlich zeigen, vielleicht sogar übertreiben. Das Christentum kennt ausgeprägte Endzeitszenarien (Johannesevangelium etc.) und diese haben ihre religionshistorischen Wurzeln am Lieferziel der deutschen Schifferl ! Warum dann in der Presse am Sonntag gleich drei Schreiber ausrücken um Grass zu ohrfeigen (ohne das Wort "Siedlung" jemals zu verwenden) erschliesst sich dem unparteiischen intergalaktischen Besucher nicht auf Anhieb. Vielleicht ist es bloss die Namensähnlichkeit mit Grasser.

    • Gennadi (kein Partner)
      12. April 2012 11:09

      "aber keines der möglichen Feindländer"

      Auf welche Länder ist das gemünzt?
      Der Iran besitzt seit Jahren einsatzfähige Kernwaffen. Der Irak stand kurz vor der Produktion solcher. Ebenso Syrien, wo die Entwicklung allerdings durch israelische Präventionsangriffe zurückgeworfen wurde. Für die Hezbollah sind Kernwaffen in Reichweite, Pakistan besitzt sie schon längst.
      Oder waren doch Norwegen und Schweden gemeint...

    • Konrad Loräntz
      12. April 2012 16:06

      @ Gennadi
      Der Punkt geht voll ans Sie, wenn Sie mir eine glaubwürdige Quelle für Ihre Behauptung nennen, dass der Iran bereits K-Waffen HAT. Und Pakistan hätte ich zunächst nicht als Feindstaat betrachtet. Ich hoffe inständig, damit richtig zu liegen und dass es so bleibt.

    • Wertkonservativer
      13. April 2012 14:49

      Antwort an @Celian:

      mein Bruder Herbert hat sich auch mit Achtzehn (gleich nach der Matura) als Freiwilliger zur Waffen-SS gemeldet und ist einige Monate später im ukrainischen Sand elend verreckt.
      Mein anderer Bruder Wolfgang wurde mit Neunzehn als "Eingezogener" (und wer wurde das damals nicht?) auch im Osten schwerst verletzt und ist dort sicher auch in fremder Erde verscharrt.
      Jetzt über Freiwilligkeit oder normaler Einziehung zum Kriegsdienst zu richten, finde ich schäbig: alle jungen Deutschen und Österreich mussten in den Krieg, so oder so!

      Wie gesagt: Grass ist nicht mein Fall (habe ich höherstehend klar definiert!).

      Eine späte Entsühnung von Hunderttausenden unschuldiger junger Kriegsopfer auf unserer Seite halte ich nicht nur für gerechtfertigt, sondern auch für fair und sehr, sehr angemessen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      13. April 2012 21:52

      @Wertkonservativer

      *********!

  38. Richard Mer
    11. April 2012 10:20

    Die Leserforen bei Presse und anderen sind voll von aggressiver Zustimmung für Grass. Ich habe länger nachgedacht, warum so viele Menschen bei uns den Staat Israel so kritisch beurteilen. Ich glaube, die Lösung könnte darin liegen, dass wir in Radio, Schulen und Gedenkveranstaltungen gelernt haben, Juden in den Geschichtsbüchern zu bemitleiden. Wenn wir sie aber bemitleiden, dann wollen wir sie als arme, hilflose, dumme Hascherln sehen, die unseren Schutz und unsere Liebe brauchen. Wir fühlen uns um unser Mitleid betrogen, wenn wir starke, selbstbewusste und eigenständige Juden sehen.

  39. Erich Bauer
    11. April 2012 10:14

    Beim Ortner gibts ein bezeichnendes Bild:

    http://www.ortneronline.at/?author=1

    Ex-Waffen SS...? Ex-BDM...? :-)

    • socrates
      11. April 2012 10:48

      Den Zensor Ortner mag ich nicht, aber sein Artikel zu Grass, ein NZZ Zitat ist gut, außer einem emotionalen Untergriff seinerseits.

  40. socrates
    11. April 2012 09:55

    Nicht alles, was hinkt, ist schon ein Vergleich. Die ersten 4 Punkte unterschreibe ich. Grass konnte ich nie leiden, seine Werke auch nicht. Aber da gibt es mehr solche Schriftsteller. Die Sache wurde durch den Einsatz deutscher Medien aufgeblasen. Einen sehr guter Artikel dazu fand ich in der NZZ.
    Der Vergleich mit 1938 ist Unsinn: Damals galt der Hitler - Stalin - Packt, ein Angriff auf Deutschland war nicht möglich. Schließlich hat die Sowjetunion den WK2 gewonnen. Die deutschen Verluste, auch bei den Flugzeugen, waren im Osten höher als über England. Dafür entstand ein Streit der Sieger, der "kalte Krieg".
    Die Kriege in Vietnam, Algerien, Afghanistan, Kambodscha, Korea, Iran, Lybien, Afrika,...... wurden "rechtzeitig" geführt und waren nicht erfolgreich.
    Nukleare Drohungen Israels gab es genug, leicht zu finden wenn man nachschaut:
    http://www.au.af.mil/au/awc/awcgate/cpc-pubs/farr.htm
    Israel went on full-scale nuclear alert again on the first day of Desert Storm, 18 January 1991. Seven SCUD missiles were fired against the cities of Tel Aviv and Haifa by Iraq (only two actually hit Tel Aviv and one hit Haifa). This alert lasted for the duration of the war, 43 days. Over the course of the war, Iraq launched around 40 missiles in 17 separate attacks at Israel. There was little loss of life: two killed directly, 11 indirectly, with many structures damaged and life disrupted.98 Several supposedly landed near Dimona, one of them a close miss.99 Threats of retaliation by the Shamir government if the Iraqis used chemical warheads were interpreted to mean that Israel intended to launch a nuclear strike if gas attacks occurred. One Israeli commentator recommended that Israel should signal Iraq that “any Iraqi action against Israeli civilian populations, with or without gas, may leave Iraq without Baghdad.”100 Shortly before the end of the war the Israelis tested a “nuclear capable” missile which prompted the United States into intensifying its SCUD hunting in western Iraq to prevent any Israeli response. The Israeli Air Force set up dummy SCUD sites in the Negev for pilots to practice on—they found it no easy task.102 American government concessions to Israel for not attacking (in addition to Israeli Patriot missile batteries) were:
    Allowing Israel to designate 100 targets inside Iraq for the coalition to destroy,
    Satellite downlink to increase warning time on the SCUD attacks (present and future),
    “Technical parity with Saudi jet fighters in perpetuity.”103
    Es gibt noch viel Schlimmeres zu finden, das ist nicht meine Absicht, ich widerlege nur die Unschuldsvermutung. Ich bin gegen jeden Krieg, besonders gegen den Einsatz vom Atomwaffen!

  41. mike1
    11. April 2012 09:50

    die einzig richtige reaktion auf diese grass-geschichte wäre das völlige ignorieren seiner geistigen ausflüsse gewesen.

    aber: nur schlechte nachrichten sind gute nachrichten, das wird immer so sein....

  42. schreyvogel
    11. April 2012 09:43

    Was mich erschauern lässt, ist der Erfolg der unermüdlichen israelischen Gehirnwäsche selbst bei den intelligentesten Journalisten.

    • socrates
      11. April 2012 10:42

      Mich stört auf vielen Gebieten die Unverfrorenheit der Schreiberlinge, die so tun, als gäbe es kein Internet. Früher war das Nachforschen schwierig, heute gibt man z.B. ein: Israel Atomwaffen enter und schon findet mehr als man wollte.

  43. ambrosius
    11. April 2012 08:48

    Grass war immer und ist zunehmend eine charakterliche und intellektuelle Quantité negligabel.
    Wesentlich bedrückender sind die mit bestechendem Automatismus in solchen Fällen folgenden paranoiden Reaktionen der israelischen Regierung bzw. jener Damen und Herren, die sich als Hüter des Judentums gerieren, eine kleine aber unso aktivere und vernehmlichere Gruppe von Menschen, die nicht mit dem Judentum gleichgesetzt werden darf.
    Wenn wir die Vorgeschichte weglassen, ist der schwelende Krieg zwischen den Zionisten und der in Palästinarechtmässig ansässigen Bevölkerung( ich beziehe mich auf den völkerrechtlichen Grundsatz der " Normativen Kraft des Faktischen" von Grotius) bald 130 Jahre alt. Da gibt es, was Schuld betrifft, kein Schwarz und Weiß
    und folglich auch für keine Partei Anspruch auf "Recht" und schon garnicht auf Rache.
    Mit den grundsätzlich poetisch-romantisch veranlagten Arabern mag diese Politik noch angegangen sein. Die Iraner sind aber- ich hab`s schon oft gesagt- aus eine ganz anderen Holz geschnitzt.
    Grass ist da nur ein - obendrein noch völlig unbedeutender- Fall von vielen gleich gelagerten, der Anlaß zur kritschen Analyse der offiziellen Politik Israels gibt.
    Das meine ich im Interesse eines -endlich einmal ungefährdeten- jüdischen Staates !

  44. Johann Scheiber
    11. April 2012 07:50

    Einem Menschen deshalb zu ächten, weil er mit sechzehn Jahren freiwillig in die Waffen-SS eingetreten ist, ist wirklich tief, zumal die Waffen-SS nicht einmal vom Nürnberger Tribunal als verbrecherische Organisation gekennzeichnet werden konnte.
    Let's keep the germans down! Wir Österreicher trampeln ja besonders gerne auf Deutschland herum, denn wir waren ja das erste Opfer.
    Zur Vorgeschichte des zweiten Weltkrieges empfehle ich Schulze-Rhonhoff: Der Krieg der viele Väter hatte! Vorträge von ihm gibts auf youtube.

    • Undine
      11. April 2012 08:56

      @Johann Scheiber

      *****!
      Die Vorträge von Schulze-Rhonhoff bringen tatsächlich Sensationelles ans Licht, zumal der Mann sehr glaubwürdig ist. Sehr empfehlenswert!

    • Anton Volpini
      11. April 2012 09:42

      Genau, Johann!
      Wo doch unsere beiden Vaeter ebenfalls mit sechszehn einruecken mussten. Mein Vater war dadurch bis zu seinem Lebensende gepraegt.
      Es steht uns heute nicht zu, darueber leichtfertig zu urteilen!

    • ambrosius
      11. April 2012 09:43

      Natürlich ist der Vorwurf an Grass wegen seiner " Waffen SS Tätigkeit" absolut unterirdisch und zeigt deutlich die geistige und charakterliche Verfassung seiner Gegner. Daß er das allerdings verschwieg, als er sich als Moralinstanz aufspielte ist schon eine andere Sache.
      Natürlich ist auch die Alleinschuld Hitlerdeutschlands am 2. Weltkrieg Propaganda und historisch unhaltbar. Allein, das faschistische Denken und vor allem der Holocaust sind von solcher Ungeheuerlichkeit, daß eine differenzierte Betrachtung der übrigen Faktoren nicht möglich erscheint.
      Der Horror des 2. Weltkrieges hat uns allerdings auch darüber belehrt, daß das vom Zaunebrechen eines Krieges, "die Fortsetzung der Politik mit anderen Mittteln" jedenfalls ein Verbrechen darstellt, auch wenn man " ein Argument" hat.
      Wiederum ausgenommen der absolut eindeutige Fall von Verteidugung, für den man gerüstet sein muß.

    • Erich Bauer
      11. April 2012 09:53

      Ich war bei der kath. Jungschar und außerdem war ich Ministrant (lat. Ritus). Ich hoffe das gereicht mir nicht irgendwann zum Nachteil.

    • Celian
      11. April 2012 10:24

      Aufgrund ihrer Beteiligung am Holocaust und an zahlreichen Kriegsverbrechen wurde sie 1946 vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt. In der Bundesrepublik Deutschland sind zudem die Verbreitung von Propagandamaterial und Verwendung von Symbolen der SS (§§ 86 und 86a StGB) strafbar.

      Zitat Wikipedia.

    • HJR
      11. April 2012 10:31

      @Erich Bauer, 09:53
      Ihre Verganenheit wird Sie spätestens dann einholen, wenn am Sttephansdom der Halbmond (wieder) prangt!
      Vorsichtshalber :-)

    • Erich Bauer
      11. April 2012 10:58

      HJR,

      Meine Zeit als Ministrant habe ich in der St. Othmar Kirche (Wien, 3. Bezirk) verbracht. Die Kriche wurde von den Türken zerstört. Nachdem die Türkenplage überstanden war, baute man die Kirche wieder auf. Auf den Turm setzte man einen Halbmond und einen Stern. Es sollte einerseits an den Sieg über die Türken erinnern und andererseits... Hm... ein sanftes Zeichen der "Schmähung" sein... Mich wundert, daß unsere Scharia-Knechte und Scharia-Mägde das noch nicht entdeckt haben...

    • Johann Scheiber
      11. April 2012 11:09

      Celian, wenn das stimmt, hatte ich da eine falsche Information!

      ambrosius, heuer jährt sich zum 80en Mal der bolschewistische Hunger-Völkermord, der Holodomor an den Ukrainern, der Millionen Todesopfer gefordert hat. Da kann auch keine differenzierte Betrachtung stattfinden, weil nämlich überhaupt keine Betrachtung stattfindet. Das geschah 1932, ein Jahr vor Hitlers Machtergreifung, vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/703446/

    • Undine
      11. April 2012 11:44

      @Erich Bauer

      "Ich war bei der kath. Jungschar und außerdem war ich Ministrant (lat. Ritus). Ich hoffe das gereicht mir nicht irgendwann zum Nachteil."

      Da können Sie mit Fug und Recht von sich behaupten, Sie seien--zumindest in Ihrer Kindheit und Jugend-- PÄPSTLICHER gewesen als der PAPST! Benedikt XVI war nämlich bei der HJ, was ihm kleinkarierte Leute nicht verzeihen können. :-)

    • Celian
      11. April 2012 11:44

      An Herrn Scheiber:

      Ich weiß schon, wikipedia ist keine sehr vertrauenswürdige Quelle, aber dieses Mal stimmts. Hier noch eine andere Quelle aus dem Internet, www.diewelt.de, etwas genauer und differenzierter.

      Vor fast genau 60 Jahren, am 30. September 1946, verliest Richter Sir Geoffrey Lawrence in Nürnberg folgendes Urteil: "Der Internationale Militärgerichtshof erklärt die Personengruppe als verbrecherisch im Sinne des Statuts, die offiziell als Mitglieder in die SS aufgenommen wurden ... einschließlich der Mitglieder der Allgemeinen SS, der Waffen-SS, der SS-Totenkopfverbände und der verschiedenen Polizeiabteilungen." Ausdrücklich ausgenommen werden jene Menschen, die "vom Staat auf solche Art in die Reihen der SS gezogen wurden, dass ihnen keine andere Wahl blieb und die keine Verbrechen begingen".

      Grass trat freiwillig ein, also ist er nicht ausgenommen.

      http://www.welt.de/print-welt/article235902/Hitlers-moerderische-Elite.html

    • Erich Bauer
      11. April 2012 12:17

      Celian,

      Die "Freiwilligkeit" eines 17 jährigen... naja... Aber, der Vorwurf, daß GG seinen Finger in den moralinsauren Mund gesteckt hat und damit ausgerechnet auf seine Altersgenossen hingezeigt hat, bleibt aufrecht!!! Man könnte meinen, seine Glaubwürdigkeit sei dahin... Dem scheint nicht so. Als Verlagsleiter würde ich seinen Roman unverzüglich auf persisch übersetzen lassen...

    • Undine
      11. April 2012 13:33

      @Johann Scheiber

      Eventuell eine Antwort auf den Link zum Thema " unbekannter, ungesühnter Massenmord an unzähligen Millionen Kulaken durch gezieltes Verhungernlassen auf Befehl Stalins":

      Ergoogeltes:

      "Gerhard Simon lenkt die Aufmerksamkeit auch darauf, daß die Bewusstmachung des Holodomor als Genozid in Deutschland durch die historische Vergangenheit der Deutschen erschwert wird, deren unabdingbarer Teil der Holocaust ist:
      „Die Erinnerung der Deutschen ist sozusagen schon durch den Holocaust ausgefüllt. Verbrechen gegen die Menschheit, Vernichtung von Millionen von Menschen verbindet man in Deutschland grundsätzlich eben mit der Ermordung der europäischen Juden durch die deutschen Nazis. Diese Nische im deutschen Gedächtnis ist in bedeutendem Umfang bereits besetzt, deshalb ist es so schwer, Interesse für den Holodomor in Deutschland zu finden.“

    • Pumuckl
      11. April 2012 13:51

      Mich Hat G. Grass als "Dichterfürst" wie ihn A.U. nennt nicht beeindruckt, und als Person war er mir immer suspekt.

      Doch warum zweierlei Maß?

      Helmut Zilk liegt in einem Ehrengrab. Ein sehr attraktiver Platz Wiens ist nach ihm
      benannt und er hat fast allseits eine gute Nachred.

      Doch nach Zilks eigenen Worten hätte er sich zur SS gemeldet, wenn ihn nicht die
      Autorität seines Vaters daran gehindert hätte.

      Daß ihm posthum Agententätigkeit für den tschechischen Geheimdienst vorgeworfen wird, und daß er von einem Grazer Universitätsprofessor mit dem Spezialfach Geheimdienste als Spion bezeichnet wird, wertet ihn in den Augen politisch korrekter Zeitgenossen sogar auf.

    • Undine
      11. April 2012 14:08

      @Erich Bauer

      @Celian

      "Die "Freiwilligkeit" eines 17 jährigen... naja... Aber, der Vorwurf...."

      Man sollte auch da mit vergleichbaren Maßstäben richten: Wenn heutzutage ein 17-Jähriger---besonders dann, wenn er "Migrationshintergrund" nachweisen kann!--- BEWUSST* eine Straftat begeht, wird er plötzlich als Bub, als unwissendes Kind bezeichnet und entsprechend NICHT BESTRAFT, sondern wortreich in Schutz genommen und sogar "entschuldigt"!

      Wenn in der damaligen Zeit ein 17-Jähriger freiwillig der SS beigetreten ist, konnte er ganz bestimmt nicht wissen, WAS WIR HEUTE WISSEN, sondern hatte gedacht, richtig zu handeln.

      *Diebstahl, Raubüberfälle, Gewaltanwendung, illegaler Grenzübergang, etc werden bewußt begangen, d. h. jeder, der so etwas tut, weiß ganz genau, daß das nicht rechtens ist!

    • ambrosius
      11. April 2012 15:09

      Auch der freundliche Herr Mao hat es auf rund 20 Millionen Hungertote gebracht. Und dann sind da noch die Roten Khmer in Kambodscha. National oder sonst, Sozialismus bleibt eben Sozialismus. Ich bin in meiner Replik bloß beim Thema geblieben.
      (Weil`s Spaßmacht: was ist mit dem Völkermord der Spanier, Amerikaner und Kanadier an den Indianern.? Haben nicht die Amerikaner sogar biologische Waffen ( mit Pockenviren verseuchte Decken) gegen die Indianer eingesetzt?Was ist mit den mobilen Gaskammern der Engländer gegen die aufständischen Neger in der Karabik ? Wenn man will, kann man das geradezu endlos und alle Völkerschaften betreffend fortsetzen- diesmal ohne Sozialismus).

    • Celian
      11. April 2012 15:14

      Liebe Undine,

      der Grass war doch einer der so getan hat als hätte er die moralische Weisheit mit dem Löffel gefressen. Und dann hat er mit 17 nicht geschnallt dass die Totenköpfe auf den SS-Uniformen irgendwie merkwürdig sind? Wenn sich einer so wie Grass als Moralapostel aufführt, und dann als gewöhlicher Mensch überführt wird, dann hat er aber wirklich jedes Recht verwirkt, irgendjemandem zu sagen, wos lang geht.

    • Undine
      11. April 2012 17:44

      Lieber Celian

      Ich bin mir da nicht so sicher, daß unter den damals herrschenden Umständen ein 17-Jähriger geschnallt hat, was da los war. Man darf die ständige Propaganda in der damaligen Zeit nicht unterschätzen. Auch heute, wo sich jeder junge Mensch nach allen Richtungen informieren könnte, sehen wir vor allem von Links verhetzte junge Leute.

  45. Observer
    11. April 2012 07:42

    Sie beklagen völlig richtig die Herrn Grass viel zu gross gegebene Aufmerksamkeit in den diversen Medien. Warum widmen Sie ihm dann auch einen eigenen Beitrag? Grass will doch nur provozieren um seinen "Marktwert" für literarischen Ergüsse zu erhalten. Da wäre doch "nicht einmal ignorieren" angesagt.

  46. Wertkonservativer
    11. April 2012 06:30

    Also ich mag ja den Herrn Grass eigentlich überhaupt nicht; seine Bücher haben mich "nicht vom Sessel gehaut", seine politisch-agitatorische Linkshändigkeit ist meinem Weltbild gründlich zuwider!

    Dass man ihm allerdings seine kurze Weltkriegsvergangenheit neuerdings auf den Kopf haut, finde ich lächerlich. Millionen deutscher und österreichischer Männer mussten im letzten Krieg Dienst leisten, ob sie es nun wollten oder nicht! Dafür musste schon unser recht harmloser Waldheim büssen; jetzt hat's halt wieder einmal einen Roten erwischt!

    Schadenfreude? Nein, wirklich nicht! (Herr Grass ist mir - siehe oben - ziemlich "wurscht"!).
    Nur ein Befund, wie sehr wir Deutschen und Österreicher uns noch siebzig Jahre nach dieser unglückseligen Zeit in internationaler Geiselhaft befinden!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Johann Scheiber
      11. April 2012 07:53

      Ganz ihrer Meinung, werter Wertkonservativer.
      Bitte um Entschuldigung für meine etwas rüde Attacke auf MaHler zu Ostern, war nicht persönlich gemeint.

    • Undine
      11. April 2012 09:02

      @Wertkonservativer

      *********!

    • HJR
      11. April 2012 10:42

      [... Schadenfreude? Nein, wirklich nicht! (Herr Grass ist mir - siehe oben - ziemlich "wurscht"!) ...]
      Ja, mir auch! Zumal ich seine Werke mit Ausnahme der "Blechtrommel" ebenso wenig lesbar fand, wie viele andere der Literatur-Nobelpreisträger. (Oje, da habe ich wohl was gesagt!?)

      [... Nur ein Befund, wie sehr wir Deutschen und Österreicher uns noch siebzig Jahre nach dieser unglückseligen Zeit in internationaler Geiselhaft befinden ...]
      Für Deutschland kann ich das (noch) nachempfinden. Österreich war, wenn überhaupt, eher in der Geiselhaft der Sowjets. Mittlerweile jedoch sehe ich die Geiselnehmer eher im Kreise von Faymann/Rudasch/Heute/Österreich/Häupl/Vassilakuh/etc. und leider auch Spindelegger & Konsorten

    • Wertkonservativer
      11. April 2012 12:37

      Teure Undine: DANKE!

      Lieber Herr Scheiber: wie könnte ich Ihnen böse sein? Sie sind einer der Besten hier!

      Grüße rundum!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Leopold Koller (kein Partner)
      12. April 2012 19:35

      Wertkonservativer, eine kleine Aenderung haette ich in Ihrem Beitrag gemacht.

      Wir befinden uns nicht in internationaler, sondern unserer eigenen Geiselhaft!

    • JA (kein Partner)
      13. April 2012 00:21

      "Dass man ihm allerdings seine kurze Weltkriegsvergangenheit neuerdings auf den Kopf haut, finde ich lächerlich."

      In erster Linie geht es wohl um den Inhalt seines "Gedichts". Mit so einem verdrehten, angriffslustigen Inhalt braucht man sich wirklich nicht beschweren, wenn dann auch auf die eigene Biographie hingewiesen wird.
      Der Vergleich mit Waldheim hinkt wohl auch etwas. Oder hat Waldheim auch offen Stellung gegen Israel bezogen?

      "Millionen deutscher und österreichischer Männer mussten im letzten Krieg Dienst leisten, ob sie es nun wollten oder nicht!"
      Ist es nicht so, dass sich Grass freiwillig zur Waffen-SS gemeldet hat? Da wäre dann der Vergleich mit vielen gezwungenen Männern dann nicht ganz passend.

      Und weil das Problem offensichtlich nicht nur die Linken haben:

      "Opfer müssen Täter werden: Problem der Linken mit Israel"
      http://diepresse.com/home/kultur/literatur/744825/Opfer-muessen-Taeter-werden_Problem-der-Linken-mit-Israel?from=gl.home_kultur

      , „Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich?“: Die Schuldprojektion auf Israel diene der „kollektiven psychischen Entlastung“.

  47. Pumuckl
    11. April 2012 05:59

    Wirklich nur Spinner?

    Der an der Universität Tel Aviv lehrende Historiker Shlomo Sand schreibt in seinem Bestseller auf Seite 405 :
    " Das >> Zentrum der Kohanim

    • Pumuckl
      11. April 2012 06:10

      Die wesentlichen 90% meines Kommentars kamen nicht im Tagebuch an. Das Lesen dieser Textstelle in Sands Buch ist im Zusammenhang mit dem heutigen Thema jedenfalls interessant

    • Alexander Renneberg
      11. April 2012 08:00

      Vielleicht können sie es nochmals kurz zusammenfassen. Herzlichen dank!

  48. libertus
    11. April 2012 02:21

    Günther Grass' Aussagen, die vermutlich öffentliche Aufmerksamkeit für sein nächstes Alterswerk erwecken sollen, da ansonsten die Auflagen unbefriedigend ausfallen würden, sind wahrlich nur ein kleiner Nebenschauplatz im Weltgeschehen.

    Allerdings rücken erst die überzogenen Reaktionen Israels mit diesem Einreiseverbot die ganze Causa in den Mittellpunkt und machen sie zu dem Hauptschauplatz, der ihr in dieser Dimension gar nicht zusteht.

    Da fällt mir wirklich schwer zu beurteilen, wer hier mehr die Propagandatrommel rührt - sie bleiben jedenfalls einander nichts schuldig.

    Das Feuilleton hat wieder tage- bis wochenlang auflagenstarke Schlagzeilen und profitiert am meisten von diesem Scharmützel.

    Auftrag erfüllt - Zweck erreicht, mehr ist dazu nicht zu sagen!

    • Brockhaus
      11. April 2012 07:35

      Nicht von ungefähr hat Karl Kraus damals gemeint "zu Hitler fällt mir nichts ein".

      Ganz im Sinne Ihres letzten Satzes. Denn Propaganda ist und bleibt Propaganda, gleich ob positiv oder negativ.

    • Xymmachos
      11. April 2012 09:43

      @Brockhaus
      Ui, ein Karl-Kraus-Kenner! Von wegen "Mir fällt zum Hitler nichts ein":
      empfehle die Lektüre der Fackel Nr. 890-905 von Ende Juli 1934; Inhalt: Warum die Fackel nicht erscheint. 315 Seiten!

    • Xymmachos
      13. April 2012 20:26

      @Brockhaus
      Und, wenn die Fackel Nr. 890-905 nicht greifbar ist, oder als Ergänzung, K.K. "Dritte Walpurgisnacht", bei Suhrkamp, ST 1322.





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