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Was die Schüllers vergessen

Die sogenannten progressiven Linkspriester vergessen in ihrem Schlagzeilentaumel eines völlig: Die Gläubigen. Die wollen nämlich in ihrer Kirche Verlässlichkeit, Stabilität und Orientierung anstelle wilder Streitigkeiten und Richtungswechsel.

Jetzt ist in London wieder eine halbe anglikanische Pfarrgemeinde samt ihrem Pfarrer zur katholischen Kirche gewechselt. Die Begründung  des Pfarrers: „In der Kirche von England weiß man von einer Synode zur anderen nicht mehr, was zu glauben ist. Was vor 30 Jahren klar war, ist es nicht mehr." Der Priester ist offenbar auch zu persönlichen Opfern für seine Überzeugung bereit: Er verliert durch den Wechsel zum Katholizismus jährliche Pensionsansprüche von umgerechnet rund 14.000 Euro, die ab 2013 fällig geworden wären.

Und diese Gemeinde ist kein Einzelfall: Schon im Vorjahr waren an die Tausend Anglikaner samt 60 Klerikern zur römischen Kirche gewechselt.

Was zu einigen Fragen führt: Hätten die "Ungehorsams"-Priester rund um den niederösterreichischen Pfarrer Schüller wirklich bei ihrem Kampf gegen Papst und Bischöfe so große Unterstützung der Gläubigen, wie die mit ihnen (und sicher nicht mit der Kirche) sympathisierenden Medien suggerieren: Warum gibt es dann keine Massenübertritte zu jenen protestantischen Kirchen, wo all das in den letzten Jahrzehnten eingeführt worden ist, was Herr Schüller so vehement fordert? Warum haben die so Schüllerschen Protestanten einen noch viel rascheren Verlust an Gläubigen als die Katholiken? Ist man wirklich progressiv, wenn man ganz auf die Wünsche der Gläubigen vergisst?

So nachvollziehbar einige Forderungen der "Ungehorsams"-Priester auch sind, so wahrscheinlich es auch ist, dass es noch in diesem Jahrhundert beispielsweise eine Lockerung des Zölibats geben wird, so klar ist doch, dass die Art ihres Auftretens der Kirche mehr schadet als nutzt. Viele Menschen schätzen ganz offensichtlich auch die ruhige Bedächtigkeit, durch die sich die Kirche von der ständig wechselnden politischen und medialen Aufgeregtheit unterscheidet.

Und jenseits aller theologischen Überlegungen und historischen Interpretationen sei auch noch die kühne Frage erlaubt: Wieweit ist man selber noch katholisch, wenn man so vehement Regeln bekämpft, die diese Kirche so lange geprägt haben, die also nicht unbedingt des Teufels sein dürften? Nützt Schüller da nicht einfach die Führungsschwäche seines Bischofs hemmungslos aus, um mediale Eitelkeiten zu befriedigen? Geht es vielleicht nur darum, dass man halt mehr Schlagzeilen bekommt, wenn man innerhalb der Kirche opponiert als außerhalb, wie es etwa ein Hans Küng erleben musste?

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 00:40

    Der Schüller ist ein Erfüllungsgehilfe der Feinde der Katholischen Kirche. Wahrscheinlich bemerkt er es nicht einmal.

    Die Katholische Kirche passt den Zentralisten, die die Freiheit der Bürger sukzessive beschneiden, nicht ins Konzept.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHummel
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 08:12

    Die Kirche ist nun ebenfalls vom linken Flügel übernommen worden. So wie eben auch bei der ÖVP, bei den Kammern, NGO´s, Ministerien, Schulen und Medien.
    Es läuft alles nach Plan.
    Der Islam freut sich - die Betten sind gemacht !
    Freundschaft !

  3. Ausgezeichneter KommentatorCensorius
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 13:54

    Schüller ist und war immer ein Egomane, selbstgefällig, sich den Medien anbiedernd, ein Feschak im Talar.
    Ist sein Problem, jedoch in der katholischen Kirche hat er nichts mehr verloren.
    Warum er nicht längst mit seiner Gefolgschaft zum Protestantismus konvertiert ist ?
    Weil er sein Rollenspiel dort nicht mehr ausüben könnte, weil er dort ein Niemand wäre und letztlich weil ihn die Protestanten gar nicht wollen.
    So wird er weiterhin die " Milde " seines Bischofs ausnützend querulieren und Liebling der Medien sein.
    Schade, dass nicht Küng sein Bischof ist. Ich würde ihn in eine Missionsstation nach Djibuti versetzen, wo er in Demut christliche Liebe praktiziern könnte.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 09:31

    Zu Schüller: Eitelkeit und Demut schließen einander aus.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 00:55

    Ja, die gläubigen Katholiken suchen in ihrer Kirche klare Regeln für die Mitglieder, einen Leuchtturm im Sturm des Lebens und Beständigkeit in der Steuermannschaft dieses Schiffes, etwas was sie außerhalb kaum mehr finden.

    Aufwiegler bzw. erfolglose Karrieristen wie Schüller gebärden sich wie unsere Politiker, die ständig ihr Fähnchen in den Wind hängen und die Aufmerksamkeit sowie die Zustimmung der Medien suchen, zwecks Vorantreibens ihrer Karriere.

    Und der beste Beweis dafür sind die Austrittszahlen bei all den Glaubensgemeinschaften, die sich stets den Wünschen und Forderungen ihrer "Schäfchen" gebeugt haben. Das kann wahrlich kein Vorbild für die katholische Kirche sein.

    Wie es aussieht, hat das auch Papst Benedikt längst erkannt und ich hoffe, er hält weiter Kurs!

  6. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 09:09

    Die Kirche hat in ihrer zweitausendjährigen Geschichte schon viel schlimmere Krisen als die Gehorsam verweigernden Priester überlebt. Es braucht sich niemand zu fürchten, dass sie untergehen wird, auch wenn sich der ORF scheinheilig so große Sorgen wegen der Kirchenaustritte macht.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. April 2012 09:55

    gleiches wie für die schüllerschen aktivitäten gilt auch für die volkspartei.

    man kann sich nicht ausschließlich dem zeitgeist unterwerfen. sich nach allen seiten öffnen, denn da ist man a) nicht dicht und b) keine kalkulierbare größe.

    wenn ich schon alleine über den auch von der övp propagierten wertewandel lese oder höre wird mir schlecht.

    wie läßt sich denn z.b. der wert der freundschaft wandeln?

    eine vorsichtige justierung kann immer stattfinden, auch eine weiterentwicklung aber es kommt auf die geschwindigkeit an.
    denken wir an die aufklärung die schon seit fast 300 jahren läuft (1720), noch immer nicht abgeschlossen ist, und nicht 1785 vorbei war.

    menschen brauchen die zugehörigkeit zu systemen, sei das die kirche, eine partei, eine gruppe, (pfadfinder etc. etc.)
    das dient ihrer eigenen sicherheit, zugehörigkeit läßt die menschen sich sicher fühlen)

    ändern sich die maßgaben, die rituale, "die gesetze" etc. etc. zu rasch kann der mensch da nicht mehr mit.
    er beginnt orientierungslos zu werden. er hat keinen halt mehr.

    und wer, außer die katholische kirche oder die övp (ja auch die, fände sich sich wieder, und hielte die werte die im grundsatzprogramm verankert sind hoch!)
    könnte dem land in der momentanen situation wieder stabilität und orientierung geben?

    mit sicherheit keine "matchbosprogressiven" schüllers oder "der staat wirds schon richten" sozialisten.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDer Realist
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. April 2012 14:14

    Schüller hat ja schon öfters bewiesen, dass es ihm weniger um die Kirche als um seine Medienpräsenz geht, da sind ihm jegliche Mittel recht, und willfährige Erfüllungsgehilfen in den Redaktionsstuben gibt es genug, auffällig ist ja schon länger, dass jene, die sich um die Kirche so grosse Sorgen machen, mit dieser ohnehin nichts am Hut haben, meist sind es diese Hirnpreller und miesen Schreiberlinge in den linken "Qualitätszeitungen", billige Schmierblätter brauchen natürlich auch entsprechende Aufmacher.
    Schüller hat bisher auch noch nicht kapiert, dass seine aktuellen Forderungen an die falsche Adresse gerichtet sind, diese gehören nämlich direkt nach Rom. In die Hände spielt ihm natürlich auch ein gewisses Machtvakuum in Wien, immer nur nett un rücksichtsvoll all den Kritikern gegenüber zu sein wird der Kirche auf Dauer nicht weiterhelfen. Kirche und Glaube sind untrennbar miteinander verbunden, den Glauben muss die Kirche auch mit allen Mitteln verteidigen, will sie auch in Zukunft noch Bestand haben. Vergessen sie die sogenannten "Brückenbauer" in der katholischen Kirche, denen ist Medienakzeptanz, Anerkennung und lobende Worte von den Kirchengegnern lieber als sich um die Verbreitung des eigenen Glaubens zu kümmern. Toleranz wird hier vielfach missverstanden, ein katholischer Seelsorger hat sich in erster Linie um seine Schäfchen zu kümmern, eine Moschee muss er nicht im Beisein eines TV-Senders oder Printmedien besuchen. Klar ist, dass die Kirche natürlich nicht im Istzustand verharren darf, das Fundament abzureissen, wäre aber ganz bestimmt der Untergang. Auch über den Zölibat wird sicher in den nächsten Jahrzehnten noch heftig diskutiert werden, wann er abgeschafft oder gelockert wird, kann wahrscheinlich niemand vorhersagen, fix ist allerdings auch, jedem Priesteranwärter sind die Voraussetzungen bekannt. Über Frauen die am klimakterischen Syndrom leiden und wahrscheinlich nur geil an Medienauftritten sind, möchte ich hier kein Wort verlieren (ist einfach nur letztklassig ).


alle Kommentare

  1. Kassi (kein Partner)
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  9. Herby
    18. April 2012 11:50

    Replik betreffend Zraxl (17.4.2012, 22:41 Uhr) (weiter unten zu lesen)

    Sehr geehrter Zraxl!

    Sie schreiben:
    „…. Der Zölibat ist nicht mit dem Neuen Testament begründet, sondern aus praktischen Erwägungen aus der Tradition gewachsen.“

    Fast bei jeder Diskussion über den Zölibat wird jedoch sofort theologisch argumentiert: ‚Jesus war unverheiratet und auch seine Jünger: Petrus usw. Diese Männer, die Jünger, haben ihre Familie verlassen um Jesus nachzufolgen.‘

    Wenn es nur die praktischen Erwägungen sind dass es einen Zölibat gibt, dann frage ich mich warum so entschieden daran festgehalten wird. Da bräuchte man ja gar kein Konzil, da würde ein einfaches Dekret des Papstes genügen um umzustellen: von einem verpflichtenden Zölibat auf einen allfälligen freiwilligen Zölibat.
    Dass es nicht getan wird lässt sich dann nur so erklären, dass aus Sicht des Papstes ohnehin kein Änderungsbedarf besteht.

    „… Deswegen gibt es ja auch in der Katholischen Kirche Priester, die rechtmäßig verheiratet sind. ..“

    Na hallo, sie schreiben hier so leichtfertig als ob das ein Regelfall oder eine Option für die einzelnen kath. Priester wäre.

    Die Wahrheit sieht aber so aus, dass die Sache mit dem „rechtmäßig verheiratet“ nur dann zutrifft wenn ein Priester aus der russisch-katholischen oder ukrainisch-katholischen Kirche in die römisch-katholische Kirche übertritt. (wahrscheinl. ist es bei übergetretenen anglikan. Priestern ähnlich)

    „… Ein Priester ohne familiären Anhang ist beliebig einsetzbar und ist vor allem nicht so leicht erpressbar. Gerade in Diktaturen und in Gesellschaften, in denen Christen verfolgt werden, ist das unglaublich wichtig. ….“

    Das stimmt vielleicht, es käme halt von Fall zu Fall auf die jeweilige (theoretische) Priesterfamilie an. Aber jedenfalls für Missionen in einer Diktatur wäre halt dann ein freiwillig unverheirateter Priester ein geeigneter Kandidat.

    So ein Fall wäre einmal etwas wo die katholische Kirche sich von anderen Kirchen abschauen könnte: Wie machen es z.B. die Evangelischen, die ebenfalls Missionare in Diktaturen ausgeschickt haben?

    „ … Aus spiritueller Sicht ist das Versprechen der Ehelosigkeit anscheinend eine ungeheure Provokation für eine Welt, in der Sex zum zentralen Lebensinhalt geworden ist. …“

    Denken Sie dass es für Jesus Christus und Sein Anliegen wichtig ist dass die „Welt draußen“ provoziert wird? Oder ist das Zufall, oder unwichtig? diese Provokation? Hilft das ‚Versprechen der Ehelosigkeit‘ der Sache Jesu Christi im Zugehen auf die Welt?

    Oder ist das was Sie hier schreiben eine Anklage an die Menschen der Welt weil: ‚Sex ist zentraler Lebensinhalt‘?

    Es gibt überall wo es zwangszölibatäre kath. Priester gibt, in Österreich, Süddeutschland, Italien, Portugal, Spanien, Polen, Irland usw. – Kinder die von diesen Priestern gezeugt wurden.

    Diese Kinder sind dazu verurteilt, ihren Priester-Vater jahrelang zu verleugnen und sich niemals öffentlich mit ihm zu zeigen. Der Priester predigt am Sonntag von der Kanzel die Dogmen der Kirche und daheim wird er gezwungen die wichtigsten Dogmen zu verleugnen.

    Man muss gar kein Kinderpsychologe sein, um festzustellen, dass diesen Priester-Kindern Arges in der Seele angetan wird.

    Und was ist mit den Müttern dieser Kinder? Werden sie fair behandelt?

    Wird in so einem Fall nicht die gesamte Familien-Weltanschauung der kath. Kirche in den Dreck gezogen und pervertiert? Dieselbe Kirche die sich täglich zu Familienthemen äußert, in dem Sinne dass die Familie das Wertvollste ist usw.?

    „Was bitte IST ein Kampf gegen den Papst, wenn nicht ein ‚Aufruf zum Ungehorsam‘?“

    Ich denke das ist Interpretationssache, jede Person liest das heraus, was er eben meint. Zur Klarstellung sind hier die zentralen Punkte der Pfarrer-Initiative ( http://www.pfarrer-initiative.at/ ) angeführt:

    Die römische Verweigerung einer längst notwendigen Kirchenreform und die Untätigkeit der Bischöfe erlauben uns nicht nur, sondern sie zwingen uns, dem Gewissen zu folgen und selbständig tätig zu werden:

    Wir Priester wollen künftig Zeichen setzen:

    1. WIR WERDEN in Zukunft in jedem Gottesdienst eine Fürbitte um Kirchenreform sprechen. Wir nehmen das Bibelwort ernst: Bittet, und ihr werdet empfangen. Vor Gott gilt Redefreiheit.

    2. WIR WERDEN gutwilligen Gläubigen grundsätzlich die Eucharistie nicht verweigern. Das gilt besonders für Geschieden-Wiederverheiratete, für Mitglieder anderer christlicher Kirchen und fallweise auch für Ausgetretene.

    3. WIR WERDEN möglichst vermeiden, an Sonn- und Feiertagen mehrfach zu zelebrieren, oder durchreisende und ortsfremde Priester einzusetzen. Besser ein selbstgestalteter Wortgottesdienst als liturgische Gastspielreisen.

    4. WIR WERDEN künftig einen Wortgottesdienst mit Kommunionspendung als "priesterlose Eucharistiefeier" ansehen und auch so nennen. So erfüllen wir die Sonntagspflicht in priesterarmer Zeit.

    5. WIR WERDEN auch das Predigtverbot für kompetent ausgebildete Laien und Religionslehrerinnen missachten. Es ist gerade in schwerer Zeit notwendig, das Wort Gottes zu verkünden.

    6. WIR WERDEN uns dafür einsetzen, dass jede Pfarre einen eigenen Vorsteher hat: Mann oder Frau, verheiratet oder unverheiratet, hauptamtlich oder nebenamtlich. Das aber nicht durch Pfarrzusammenlegungen, sondern durch ein neues Priesterbild.

    7. WIR WERDEN deshalb jede Gelegenheit nützen, uns öffentlich für die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt auszusprechen. Wir sehen in ihnen willkommene Kolleginnen und Kollegen im Amt der Seelsorge.


    Im Übrigen sehen wir uns solidarisch mit jenen Kollegen, die wegen einer Eheschließung ihr Amt nicht mehr ausüben dürfen, aber auch mit jenen, die trotz einer Beziehung weiterhin ihren Dienst als Priester leisten. Beide Gruppen folgen mit ihrer Entscheidung ihrem Gewissen - wie ja auch wir mit unserem Protest.

    Wir sehen in ihnen ebenso wie im Papst und den Bischöfen "unsere Brüder". Was darüber hinaus ein "Mitbruder" sein soll, wissen wir nicht. Einer ist unser Meister - wir alle aber sind Brüder. "Und Schwestern" - sollte es unter Christinnen und Christen allerdings heißen.

    Dafür wollen wir aufstehen, dafür wollen wir eintreten, dafür wollen wir beten. Amen. (Dreifaltigkeitssonntag, 19. Juni 2011)
    ___________
    Mit freundlichen Grüßen, Herby

    • Zraxl (kein Partner)
      18. April 2012 12:59

      Herby, ich bin weder Priester noch Theologe, sondern versuche lediglich, die existierenden Regelungen mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln auf Plausibilität zu prüfen. Die Argumentation, dass der Zölibat nicht im neuen Testament begründet ist, habe ich von Bischof Krenn so im Radio gehört. Bischof Krenn hat auch die Ansicht vertreten, dass der Papst diese Regelung jederzeit kippen könnte, wenn ihm diese sinnvoll erschiene. Leichtfertig ist daran gar nichts.

      Ehelosigkeit ist eine Provokation. Lesen Sie Zeitungen und Internet-Foren. Je weiter die Menschen von der Kirche entfernt sind, um so lauter schimpfen sie. Ich klage nicht, ich beobachte das einfach. Jesus ist sicher nicht auf die Welt gekommen, um die Menschen halt ein bisserl zu ärgern. Durch seine Lebensweise hat er aber die Menschen aber offenbar so gereizt, dass sie ihn ans Kreuz genagelt haben.

      Es gibt keinen "Zwangszölibat" und es gibt auch keine "Zwangsehe". Nach derzeitigem Recht ist es halt so, dass jemand, der sich nicht zur dauerhaften Ehelosigkeit verpflichtet, nicht Priester werden darf, ebenso wie es halt so ist, dass jemand, der sich nicht zur lebenslangen Treue zum Partner bekennt, nicht heiraten darf. Wenn jemand im Laufe seines Lebens feststellt, dass er dieses Versprechen nicht halten kann, dann ist das tatsächlich ein Problem, für das man eine Lösung finden muss und nach geltendem Kirchenrecht auch finden kann. Es ist aber nicht einzusehen, warum die Kirche schuld sein soll, wenn jemand seine Vorsätze bricht.

      Im Zusammenhang mit Verhältnissen von Priestern und Priesterkindern passiert sehr viel Heuchelei, die dringenst abgestellt werden sollte. Aber bitte nicht so, dass man das Brechen von Vorsätzen und Versprechen zur Normalität erklärt.

      Zu Ihren Forderungen: Sind Sie sicher, dass Ihre Vorstellung von Eucharistiefeier katholisch ist, oder entsteht da nicht doch eine Abendmahlfeier nach evangelischem Verständnis?

      Für eine regelmäßige Fürbitte in jedem Gottestdienst hätte ich auch einen Vorschlag: Für den Schutz der ca. 250 Millionen Christen, die nur aufgrund ihres Glaubens unter täglicher Verfolgung und Lebensgefahr stehen.

    • Herby
      18. April 2012 13:37

      Sehr geehrter Zraxl!

      Zuerst das wo ich Ihnen zustimme: Jesus hat sicherlich die Menschen seiner Zeit gereizt und diese haben ihn gekreuzigt, wobei sehr viel negative Emotion im Spiel war. Jesus wurde aber als Unschuldiger gekreuzigt.

      Viele Katholiken können und können nicht verstehen: Wie Sie schreiben (u. auch Bischof Krenn meinte): Der Papst könnte mit einem Federstrich den Zölibat aufheben.

      Bisher hat er's nicht getan und Papst Benedikt wird angesichts seines Alters auch keine Änderung mehr vornehmen, also man wird dann sehen .....

      Ich stehe zu dem von mir gewählten Begriff "Zwangszölibat" weil es gut die heutige Situation in d. r.k. Kirche beschreibt: Es kann ein junger Mann noch so geeignet für den Priesterberuf gehört, wo vor allem Seelsorge gefragt ist:

      Was von jedem potenziellen Priesterkandidaten aber verlangt wird ist: lebenslange Ehelosigkeit. Mit dieser kirchlichen Forderung - würde ich mal schätzen scheiden sofort 50% der potenziellen Kandidaten aus. Und von den verbliebenen, die zunächst durchhalten, suchen sich auch Viele in der einen oder anderen Form eine Frau.

      Wenn das aber anscheinend alles aus Sicht des Papstes kein Problem ist, dann kann ich nur sagen, dass es sich bei ihm um eine spezifische Form von Realitätsverweigerung handeln könnte.

      So wie Sie wiegt auch er klar ab: Die Kirche verlangt ein schwerwiegendes Opfer u. Verzicht von seinem Priester - woran viele Priester scheitern. (Tatbestand 1)

      In der Kirche wird bis heute der Schein äußerlich gewahrt. In Wahrheit gibt es aber viele Kinder v. Priestern die im Geheimen sind, die verborgen gehalten werden, mit allen möglichen Implikationen. (Tatbestand 2)

      Und der Papst und Zraxl sagen:

      zu 1: Die Verantwortung liegt allein beim Priester.
      zu 2: Angesichts der vielen Vorteile der befohlenen Ehelosigkeit sind diese Probleme zu vernachlässigen, das sozusagen Kollateralschaden.

      Ihr Statement klingt scheinbar so gut:
      " ... Im Zusammenhang mit Verhältnissen von Priestern und Priesterkindern passiert sehr viel Heuchelei, die dringenst abgestellt werden sollte. Aber bitte nicht so, dass man das Brechen von Vorsätzen und Versprechen zur Normalität erklärt. ... "

      Diese von Ihnen erwähnten Vorsätze und Versprechen werden den jungen Priesteranwärtern abgenötigt! - so ist es. Das sind junge Menschen die das Leben nicht kennen.
      Daher ist der ganze Satz: " ... das Brechen von Vorsätzen und Versprechen zur Normalität erklärt ... " sehr zu relativieren und mit einigen Wenn's und Aber's zu versehen.

      Ich hätte mich und viele Andere auch gefreut wenn Sie beschrieben hätten WIE soll denn diese von Ihnen erwähnte Heuchelei "dringend abgestellt" werden? Wo soll da der Hebel angesetzt werden? Sind die Prieserkandidaten zu schlechte Menschen? Zu schlecht vorbereitet?

      Ich meine: In dem von Ihnen scheinbar so plausibel klingende Satz ist fordern Sie in Wahrheit: Die Quadratur des Kreises.

    • Zraxl (kein Partner)
      18. April 2012 14:41

      Ich glaube keineswegs, dass der Papst die Probleme kleinreden will, die aus dem Zölibat entstehen. Der junge Professor Joseph Ratzinger hat dereinst auch einer größeren "Liberalisierung" das Wort geredet, sich dann aber eines anderen besonnen. Nicht "der Papst und Zraxl sagen", sondern der Papst im Petrusamt sagt, und Zraxl als Schaf an der Basis glaubt ihm, dass er dafür gute Gründe hat. Soweit ich gelesen habe, haben die Priester in Pakistan, in Nigeria und in China dieses Problem nicht. Wie es in Europa in 15 Jahren aussehen wird, weiß man nicht.

      Die Pfarren wurden dereinst so gegliedert, dass man mit maximal einer Stunde Fußmarsch seine Kirche erreichen konnte. Wenn Sie die Maßstäbe heutiger Mobilität anlegen, oder wenn Sie die Anzahl der Kirchenbesucher in Betracht ziehen, könnte die Anzahl der Pfarren (und Priester!) gewaltig reduziert werden. In dieser Hinsicht wäre es auch absolut kein Problem, jene Priester, die den Zölibat nicht schaffen, zu laisieren. M.M. ist es besser, eine Pfarre hat keinen Priester, als einen Heuchler. Dann gibt es halt nur einen Wortgottesdienst. Geeignete Personen dafür wird es ja wohl geben, sonst ist die Gemeinde ohnehin tot. Heuchelei ist das absolut Letzte!

      Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Zölibatsversprechen den jungen Priesteranwärtern abgenötigt werden, dann sollte man eher darüber nachdenken, das Mindestalter für die Priesterweihe zu erhöhen oder die Vorbereitung zu verbessern. Mit dem Klosternachwuchs scheint das ja auch irgendwie zu funktionieren.

  10. Stoisits (kein Partner)
    18. April 2012 11:34

    Herr Schüller ist auch in weltlicher Hinsicht ein Betrüger. Im Mai 2007 wurde Helmut Schüller zum Vorstandsvorsitzenden des Vereins Fairtrade Österreich gewählt:

    "Das Siegel für Fairtrade - fairen Handel - verliert immer mehr an Aussagekraft. Wie das Portal PolitikBasis berichtet, reichen mittlerweile bei Produkten 20 Prozent Fairtrade-Anteil aus, um das Gütesiegel zu bekommen. Experten glauben, dass dieser Anteil in Zukunft noch weiter gesenkt werden wird und schon jetzt die Grenze zur Käufertäuschung erreicht sei. Zu groß seien der Preisdruck, der Konkurrenzkampf sowie der Kampf um Arbeitsplätze und Subventionen. Wer wirklich fair gehandelte Waren kaufen wolle, müsse sich an kleine Weltläden wenden. Dort wisse man in der Regel, wie und wo die Produkte entstehen und gehandelt werden."

    http://info.kopp-verlag.de/nachrichten/fairtrade-siegel-kaum-noch-aussagekraeftig.html

    • Möp (kein Partner)
      18. April 2012 15:46

      Was hat das mit Betrug zu tun? Steht alles in den Standards zu Fairtrade.
      Davon abgesehen gilt das nur für Mischprodukte, ist also wieder mal viel Lärm um Nichts - typisch für die Möchtegern-Aufdecker vom Kopp Verlag.

    • Austeiler (kein Partner)
      18. April 2012 21:49

      Ooch, es steht in den Standards und schon ist alles gut.
      Man muss den Beschiß nur in den Statuten festschreiben, dann ist das kleine Möpmöp zufrieden.
      Aber was will man erwarten in einem Land, wo 20 Prozent Hirnanteil im Schädelvolumen schon zu höheren politischen Weihen ausreichen.

  11. november (kein Partner)
    17. April 2012 20:28

    Hm, also meine "religiösen" Freunde und Bekannten, die noch zumindest ab und zu in die Kirche gehen, und sich in der Pfarre auf die eine oder andere Weise engagieren, sind überwiegend auf der Schüller-Linie. Ich habe den Eindruck, dass da auch ein Generationskonflikt dahintersteckt.

    Es geht offenbar auch weniger um die "Gläubigen", die bis auf wenige Ausnahmen alles mögliche glauben, nur nicht die katholischen Dogmas, sondern um die Pfarrer selbst. Viele Pfarrer leben in Beziehungen, dürfen das nur nicht zugeben. Verheiratete Pfarrer würden sicherlich nicht mehr Leute in die Kirche locken, aber vielleicht gibt es dann wieder mehr Pfarrer aus Österreich, und müssen nicht aus Polen oder Afrika importiert werden.

    Müssen sich eigentlich anglikanische Priester, die zur katholischen Kirche wechseln, scheiden lassen?

    • november (kein Partner)
      17. April 2012 20:54

      Dogmen natürlich. Dogmas is Englisch.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      17. April 2012 21:11

      Ja! November...
      aber Du liegst datrotzdem komplett falsch!!

      Du schreibts da von Deinen religiösen Freunden und Bekannten ...
      also den Gläubigen die Du kennst!

      Das sind aber noch lange nicht "DIE GLÄUBIGEN" aus dem Kreise (oder besser
      Hirngespinnst) des Unterbergers.

      Und da ist dann schon noch einmal ein großer Unterschied.
      Das zumindest ist vorsichtig zu bedenken.

    • november (kein Partner)
      17. April 2012 21:14

      Manchmal dünkt es mich, wir befänden uns in einem internen Forum von Opus Dei oder den Piusbrüdern...

    • Herby
      17. April 2012 23:17

      @ november

      Ich möchte Ihnen zustimmen in Ihrer Meinung: In allererster Linie geht es um eine kircheninterne Meinungsverschiedenheit:

      Weder werden irgendwelche Medien, noch die einzelnen Gläubigen da etwas beeinflussen können. Nicht einmal die "Kronen Zeitung" oder "Heute" oder der ORF usw. wird die innere Haltung von Bischof Kapellari oder von Pfarrer Schüller um einen Zentimeter verändern!
      Vielmehr: wenn diese ihre Haltung verändern dann aus dem Inneren heraus.

      Und das wäre ja sogar schon gewissermaßen eine gute Nachricht!

      Die r.k. Kirche ist da viel zu erfahren: Weder die eine, noch die andere Seite wird sich von sekularen Medien dreinreden lassen. Es steht natürlich jedem frei für die Kirche und ihre Weiterentwicklung zu beten.

      Die breite Öffentlichkeit wie auch alle Teilnehmer hier im Forum inkl. Dr. Unterberger: Alle können eigentlich nur zusehen und beobachten: Es ist zu 100% ein kircheninterner Konflikt!

      Hier aus youtube: So trat einmal ein Mann auf, der unter Lebensgefahr seinem Gewissen treu geblieben ist (da ist nichts beschönigt oder kaschiert, das war wirklich so: (Dauer: knapp 5 Min.)
      http://www.youtube.com/watch?v=r5P7QkHCfaI

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      17. April 2012 23:58

      november

      ... hier ist die G r u s e l g r o t t e ! Uuuuuaaaaaahhhh!

      Auch der Strache geistert daa auch wo herum mit dem Kreuz in der Hand wie eine Hacke und ganz in der Ferne am Rande steht der Kukluxclan in Reihe ... wahrscheinlich ... man sieht ihn nicht!

    • Austeiler (kein Partner)
      18. April 2012 21:55

      Jawoll Leute, in der Fastenzeit Fleisch fressen (man muss ja Rücksicht auf die moderne Massentierhaltung nehmen) aber der Kirche Vorschriften machen wollen.

      Und der Dilo geistert da auch herum, mit der Resthirnzelle in Standby, und macht aus jedem Blog eine Gruselgrotte durch seine bloße Anwesenheit.
      Uuuaaahhhh!

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      19. April 2012 18:43

      Austeiler !

      ... Du passt bestens in Unterbergers Raritätensammlung!

  12. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    17. April 2012 20:11

    Halten zu Gnaden, Dr. Unterberger, aber ich kenn Sie nicht wieder. Das ist seit sehr vielen Jahren der buchstäblich erste Artikel, der für mich völlig daneben liegt.

    1. Ich halte den Pfarrer Dr. Schüller nicht für geltungssüchtig und mediengeil. Natürlich kenne ich ihn nicht persönlich, also irre ich vielleicht. Aber öffentlich hat er nichts getan, was ihn in meinen Augen als mediengeil kennzeichnet. Für mich kommt er ausschließlich angenehm über das Fernsehen. Nicht wie ein Ungustl.

    2. Die Art, wie man Dr. Schüller hinausgeworfen hat, weil er sich erlaubt hat, Bischof Krenn, diesen Sargnagel der österreichischen Kirche, zu kritisieren, ärgert mich heute noch, dabei ist es schon lange her. Krenn war Bischof, also ein Öberer, aber: an ihren Werken sollt ihr sie erkennen, und Krenns Wirken war ein Desaster. Ich erinnere mich recht gut an eine Begebenheit: An seine Mitwirkung an einer Diskussion mit Jugendlichen auf der Straße (vor laufender Kamera!): Ein Jugendlicher sagt: "Ich werde wahrscheinlich aus der Kirche austreten . . . wenn ich es mir anders überlege, dann kann ich ja wieder eintreten". Krenns Reaktion: "Na, da werd ich aber auch noch ein Wörterl mitzureden haben!" - ein Bischof, der einem Unsicheren gleich klarmacht: kannst dich schleichen! Und wennst gegangen bist: kein Zurück möglich! Ein Bischof, der sich sichtlich nicht an das Gleichnis vom verlorenen Sohn erinnert und an die Freude, die der Vater des verlorenen Sohnes empfindet. "Da werd ich auch noch ein Wörterl mitzureden haben!" ist die Reaktion eines selbstgefälligen und selbstgerechten (pardon) Pfaffen, nicht die des Vaters des verlorenen Sohnes und auch sicher nicht die von Jesus. Und wegen so jemandem wurde Schüller abgehalftert, na toll. Meinen Sie, Dr. Unterberger, dass das Kirchenvolk sowas will, wenn Sie schreiben: "Die wollen nämlich in ihrer Kirche Verlässlichkeit, Stabilität und Orientierung anstelle wilder Streitigkeiten und Richtungswechsel"? Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer ernsthaft die "Verlässlichkeit, Stabilität und Orientierung" ohne Herz und Verstand haben will.

    3. Ihre Einschätzung, "dass es noch in diesem Jahrhundert beispielsweise eine Lockerung des Zölibats geben wird" ist mir auch völlig unverständlich. In den nächsten 88 Jahren also - meinen Sie das wirklich? Der Zölibat muß demnächst fallen, am besten morgen, sonst wird die ehrwürdige katholische Kirche zu einer Sekte mit verschrobenen Sonderlingen als Führung. Er mag seine Berechtigung im Mittelalter gehabt haben, als noch jeder für sich lebte. Heute zwitschert in Kanton oder Gettisburg oder Uagadugu ein Vogerl im Wald und die ganze Welt weiß es. Wir wissen alle alles voneinander, und die Zeit der plakativen Gesten, der gelebten Symbole ist vorbei. Die Zeit ist eine der realistischen Zwischentöne, wie das Leben eben auch ist. Was vor tausend Jahren als Symbol gut war (wenn es denn jemals gut war!), das hat eben heute ausgedient. Und wenn ich das Neue Testament lese, suche ich vergebens nach dem Zölibat. Hat es nicht in der Urkirche geheissen "ein Bischof solle ein anständiger Mann sein, und nicht mehr als einmal verheiratet"? Und wenn ein evangelisches Ehepaar zu seinem Pastor geht und von ihm einen Rat haben will, weiß der, wovon er spricht, weil er selbst verheiratet ist - während ein katholischer Priester nur Gemeinplätze von sich geben kann, oder (wenn er doch weiß. wovon er spricht) sich sein Wissen unter Umgehung eines Versprechens geholt hat, das ich zwar für unmenschlich und unsinnig halte, das aber die heutige katholische Kirche nicht abschaffen will.

    4. Ich kann bei Schüller auch keinen "Kampf gegen den Papst und die Bischöfe" erkennen. Ich kann nämlich die gegen diese Menschen persönlich gerichteten Aktivitäten nicht ausmachen. Die Forderungen sind klar formuliert, aber ich sehe darinnen keinen "Kampf" gegen irgendwen, sondern für eine Sache. Und ich unterschreibe die Forderungen der 400 Pfarrer, jede einzelne.

    Herr Dr. Unterberger. . . . ich freue mich trotz meines heutigen Moserns schon auf Ihre nächste Kolumne. Nichts für ungut, aber heute bin ich nicht Ihrer geschätzten Meinung!

    • november (kein Partner)
      17. April 2012 20:40

      Ich kenne Schüller auch nicht persönlich, aber ich kenne einige Leute, die ihn getroffen haben, und sie teilen Ihre Einschätzung, auch bezüglich der Krenn-Geschichte. Auch in den anderen Punkten gebe ich Ihnen recht.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      17. April 2012 20:56

      Wilhelm Conrad ...

      Hier steht mit viel gewissenhafter Bemühung, in besten Worten
      höchst Notwendiges und Zutreffendes geschrieben.

      DANKE!

    • Zraxl (kein Partner)
      17. April 2012 22:41

      Ohne jetzt dem Herrn Erzbischof besondere Führungsqualitäten unterstellen zu wollen, aber die kolportierte "Art, wie man Dr. Schüller hinausgeworfen hat", ist ein G'schichtl, mit dem sich der Herr Monsignore sehr gekonnt in die Medien gebracht hat. Bischof Krenn hat wenigstens Klartext geredet und nicht so herumlaviert wie das bei vielen Bischöfen leider so beliebt ist.

      Zum verlorenen Sohn (und unzähligen anderen Gleichnissen aus dem NT): Das Um und Alles dieser Geschichte ist die reuige Umkehr und Bitte um Vergebung. Von einem Recht auf Wiederaufnahme ist nirgendwo die Rede. Für patziges Rechteeinfordern gibt es einen Tritt in den Allerwertesten.

      Der Zölibat ist nicht mit dem Neuen Testament begründet, sondern aus praktischen Erwägungen aus der Tradition gewachsen. Deswegen gibt es ja auch in der Katholischen Kirche Priester, die rechtmäßig verheiratet sind. Ein Priester ohne familiären Anhang ist beliebig einsetzbar und ist vor allem nicht so leicht erpressbar. Gerade in Diktaturen und in Gesellschaften, in denen Christen verfolgt werden, ist das unglaublich wichtig. Gerade in Europa wird das noch wesentlich an Bedeutung gewinnen. Aus spiritueller Sicht ist das Versprechen der Ehelosigkeit anscheinend eine ungeheure Provokation für eine Welt, in der Sex zum zentralen Lebensinhalt geworden ist. Am lautesten schimpfen interessanter Weise jene, die weit abseits der Kirche stehen.

      Was bitte IST ein Kampf gegen den Papst, wenn nicht ein "Aufruf zum Ungehorsam"?

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      18. April 2012 00:25

      @ zraxl

      "Für patziges Rechteeinfordern gibt es einen Tritt in den Allerwertesten"
      Danke für diese Klarstellung, wie Sie mit jemandem umgehen würden, der zurück in die katholische Kirche möchte. Der Vater des verlorenen Sohnes hat das Haus so geschmückt, dass der Bruder des verlorenen Sohnes ein bisschen neidisch geworden ist - aber dieser Vater hat halt nicht gewußt, dass er seinen verlorenen Sohn hätte in den Arsch treten sollen, nicht? Und hören Sie mir auf mit "reuiger Umkehr und Bitte um Vergebung". Was anders soll denn das Motiv sein, in die Kirche zurück zu wollen? Etwa ein Wunsch nach Berentung? Und falls es nicht Reue sein sollte: wer soll denn das untersuchen und dekretieren, dass das Motiv nicht "reuige Umkehr und Bitte um Vergebung" ist? Sie etwa? Oder Bischof Krenn, der "wenigstens Klartext geredet" hat? Beides: Nein danke.

      Ich war vor nicht allzu langer Zeit in einem schönen, fremden Land, wo die Menschen in Frieden leben. Es herrscht Ordnung, aber kein Zwang. Dort, in einer schönen weißgetünchten anglikanischen Kathedrale habe ich im Foyer auf einem Plakat eine Anweisung an die Besucher gefunden, wie sie Christen werden können. Einige wenige Punkte. Das Wesentliche. Spontan hab ich mir gedacht: so mag es zur Zeit von Jesus Christus gewesen sein . . ich war gerührt, wie einfach und ursprünglich das der überwiegend chinesischen einheimischen Bevölkerung erklärt wird, auf was es ankommt, wenn man Christ werden will, und ich bin hineingegangen in die Kirche und habe ein Vaterunser gebetet. Auch die schöne und friedliche katholische Kirche habe ich besucht und mich über die Türmatte gefreut, auf der groß "WELCOME" steht. Soweit eigenes Erleben. Ich erinnere mich aber auch an eine Reportage im Fernsehen, wo ein anglikanischer Pfarrer in einem armseligen und vergessenen Kaff in Afrika zu sehen war, der gesagt hat: "No matter who you are, where you come from and why you are here - you are all welcome, because we all are the children of God". Und was lese ich hier von Angehörigen "meiner" katholischen Kirche? Erraten: "Für patziges Rechteeinfordern gibt es einen Tritt in den Allerwertesten!" (Originalton "zraxl"). Finden Sie nicht auch, dass das ein völlig unpassender Satz war? Und nicht der einzige?

      Aber ich will mit Ihnen nicht diskutieren, weil ich vermute, Sie nicht überzeugen zu können. Nur soviel: Der Zölibat ist ein Unglück, und wer das nicht erkennt, dem ist nicht zu helfen. Ob er irgendwann einmal nützlich war ist doch völlig irrelevant. Jetzt ist er ein Unglück. Auch die absurde Konstruktion, er würde die Priester weniger erpressbar machen ist mehr unfreiwillig komisch als einleuchtend. Und Sätze wie "Aus spiritueller Sicht ist das Versprechen der Ehelosigkeit anscheinend eine ungeheure Provokation (sic!) für eine Welt, in der Sex zum zentralen Lebensinhalt geworden ist" zeigen in meinen Augen eher Hilflosigkeit als Souveränität. Es ist nämlich nicht so. "Provozieren" tut die Welt ganz anderes.

    • Zraxl (kein Partner)
      18. April 2012 10:02

      @ Wilhelm Conrad

      Ich will Sie nicht weiter langweilen, aber wenn Sie einmal Zeit haben, lesen Sie vielleicht das Gleichnis vom verlorenen Sohn noch einmal nach. Beachten Sie bitte, wie dieser dem Vater gegenübertritt. Falls dennoch weitere Zweifel über diese Textstelle bestehen, können Sie auch den Wortwechsel von Jesus am Kreuz mit den beiden gekreuzigten Verbrechern nachlesen. Da haben Sie exakt das gleiche Motiv - ein Verbrecher ist patzig, der andere reuig.

      Ihr zweiter Absatz widerspricht in keiner Weise meiner Auffassung von Christentum. Im Gegenteil! Eine Anbiederung an präpotente Selbstgerechtigkeit war aber niemals christlich.

      Nein, Sie können mich nicht überzeugen - hier gilt vermutlich die Reziprozität. Für wen ist der Zölibat ein Unglück? Für die unzähligen Diskutanten in den Onlineforen rosaroter Zeitungen, die mit Christentum genau gar nichts anfangen können? Dort wird am allerlautesten über den Zölibat geschimpft. Für Sie ist der Zölibat anscheinend auch eine Riesenprovokation. Argumente akzeptieren Sie nicht, denn Sie sind ja bereits im Besitz der richtigen Erkenntnis. "Der Zölibat ist ein Unglück, und wer das nicht erkennt, dem ist nicht zu helfen." So nach dem Motto "...wer das nicht weiß, der ist dumm! Bumm." (aus Mira Lobe, Das kleine Ich bin Ich.)

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      18. April 2012 15:10

      @ zraxl

      Zitat: "Ich will Sie nicht weiter langweilen, aber wenn Sie einmal Zeit haben, lesen Sie vielleicht das Gleichnis vom verlorenen Sohn noch einmal nach. Beachten Sie bitte, wie dieser dem Vater gegenübertritt."

      Sie langweilen mich nicht im mindesten, wenn ich auch teilweise nicht Ihrer Meinung bin. Ich habe zuerst einmal nachgelesen, was Gelehrtes im Internet steht über dieses Gleichnis, das ich für den INBEGRIFF DES CHRISTENTUMS halte (wer dieses Gleichnis versteht, weiß, was Christ sein bedeutet, so sehe ich das - das mag schlicht sein, aber es ist meine Überzeugung):

      http://de.wikipedia.org/wiki/Verlorener_Sohn

      Und dann habe ich Ihren Ratschlag befolgt und in einer schönen rot gebundenen Ausgabe nachgelesen, wie der Vater seinem verlorenen Sohn gegenübertritt. Und was finde ich da?

      " . . . Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief seinem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn . . ." - so steht es wörtlich da (Quelle: Neues Testament, ökumenisch verantwortete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, kbw Bibelwerk, 2010 gedruckt, S. 189).

      Anschließend (!) bekennt der verlorene Sohn, dass er sich gegen den Himmel und gegen seinen Vater versündigt hat. Wie es sich gehört für einen zur Vernunft gekommenen früher dummen Buben, der seinen Vater liebt und von ihm geliebt wird. Wie Jesus uns dumme Buben auf der Erde liebt und wir ihn, so kommt mir das vor.

      Aber haben Sie genau aufgepaßt? Der Vater stellt keine Bedingungen, er sagt nicht: "kriech zu Kreuze, pampiger Rechteeinforderer!", nein, garnicht, er läuft seinem Sohn entgegen und fällt ihm um den Hals, weil er ihm bereits verziehen hat, bevor noch ein Wort gesprochen wurde.

      Und sehen Sie: das ist für mich unbedeutendes und vielfach unwissendes Mitglied der katholischen Kirche der Inbegriff des Christentums. Es ist für mich das, was das Christentum von allen anderen Religionen unterscheidet.

      Und ich will nicht zusehen, wie Leute, wie dieser Bischof Krenn (der sich willig "eherne Faust Gottes" nennen ließ, was für eine Frivolität) das Christentum ins Gegenteil pervertieren. Es ist eine Religion der Liebe und des Verzeihens, die auch den dummen Mitgliedern zuteil wird (wofür auch wir beide dankbar sein sollten) und in der für einen Rachegedanken a la "Tritt in den Allerwertesten für jeden der nicht spurt, nicht kuscht und nicht zu Kreuze kriecht" kein Platz ist.

  13. D.I.L.E. (kein Partner)
    17. April 2012 20:08

    Ich will nicht näher eingehen als hiermit... (Es ist die Zeit zu schade!)
    Hier steht (unter vielem anderen dummen Zeugs):

    > "Die Gläubigen. Die wollen nämlich in ihrer Kirche Verlässlichkeit, Stabilität und Orientierung anstelle wilder Streitigkeiten und Richtungswechsel."

    Nun!
    Wer sind denn "DIE GLÄUBIGEN", von denen Unterberger zu wissen meint (ausgerechnet Er!) und von denen er hier quasi berichtet?

    Und weiter:
    "Viele Menschen schätzen ganz offensichtlich auch die ruhige Bedächtigkeit, durch die sich die Kirche von der ständig wechselnden politischen und medialen Aufgeregtheit unterscheidet."

    Hier von "ruhiger Bedächtigleit" schreiben zu können um diese dann quasi auch gleich als LAIE in seiner WOHLTAT abzusegnen, dazu bedarf es eigentlich schon wieder beinahe kriminell aber eindeutig pervers unterfütterten Euphemismus.
    Und beides steht dem Unterberger ja zu Hauf zur Verfügung! Oder nicht??

    Da steht dann weiter:
    > "Wieweit ist man selber noch katholisch, wenn man so vehement Regeln bekämpft, die diese Kirche so lange geprägt haben, die also nicht unbedingt des Teufels sein dürften?"

    Wie lange muss nach Unterberger eigentlich etwas andauern, bis es nicht mehr menschenwidrig, menschenunwürdig, und gegen jede natürliche und auch christliche Vernunft ja höchst disktiminierend ist, das heisst: einfach den Menschenrechten total entgegengesetzt steht?
    Und das, obwohl es tatsächlich, mit Unterbergers Worten "des Teufels" zu sein scheint wenn man sich die Auswirkungen auf "die Menschen" betrachtet!??
    Sind es 100 Jahre, 500, 1000, 1500 oder 1800??

    Und dann zum Schluß, in schon unüberbietbarer Süffisanz und blankem Zynismus schreibte er dann noch:

    "Nützt Schüller da nicht einfach die Führungsschwäche seines Bischofs hemmungslos aus, um mediale Eitelkeiten zu befriedigen? Geht es vielleicht nur darum, dass man halt mehr Schlagzeilen bekommt, wenn man innerhalb der Kirche opponiert als außerhalb, wie es etwa ein Hans Küng erleben musste?"

    Es genügt wohl, darauf nur nochmals auf diesw Sätze hinzuweisen.
    Es muss sich letztlich ohnehin jeder selber seinen Reim auf diese beiden letzten Sätze hier machen.

    Das hier ist jedenfalls ein "echter Unterberger"!

    Das heisst:
    > kopieren > vergrößern > ausdrucken > einrahmen > als zeitgenössisches Glanzstück ins Klo hängen.
    Vielleicht gelingt es ja auch dem einen aoder anderen hier von Unterberger eine persönliche Widmung samt "Hatschek" zu ergattern.
    Dann geht daheim der Stuhlgang sicher leichter !
    ... Wer Mist liest und denkt, der macht auch selber leichter Mist ... und dasist dort, am Häusl ja das Wichtigste ! Oder?

    Im Weiteren kann ich nur Jedem sich in Christus gläubig fühlenden Menschen das Jüngste Buch von KÜNG empfehlen!Ganz unabhängig davon ob er katholisch, evangelisch oder sonst was ist!
    > Titel: JESUS.

  14. Ulrike S. (kein Partner)
    17. April 2012 18:00

    A.U.: "dass es noch in diesem Jahrhundert beispielsweise eine Lockerung des Zölibats geben wird"

    Nicht nur Herr Schüller, sondern auch Herr Unterberger sollte der Lebensform Jesu Christi die nötige Achtung entgegenbringen.

    • H&M (kein Partner)
      17. April 2012 18:33

      Und die wäre? Leider ist ja nur sehr wenig aus dem Leben Jesu überliefert, nur die letzten paar Jahre. Man kann nicht einmal sagen, ob diese Überlieferungen richtig sind, geschweige denn was er vorher getan hat.

  15. KH (kein Partner)
    17. April 2012 14:18

    In der Bibel steht beispielsweise folgendes über Herrn Schüller
    -
    2 Tim. 4,3: „Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden.“
    -
    Mal 2,2: Ich „verfluche den Segen, der auf euch ruht, ja, ich verfluche ihn, weil ihr nicht von Herzen darauf bedacht seid.“

    • Herby
      17. April 2012 14:28

      @ KH

      Nichts für ungut, aber:

      1.) Mit der Bibel in der Hand, wenn man alle möglichen Bibelstellen willkürlich zusammensucht: Dann kann man ALLES und das GEGENTEIL beweisen. (das ist in der Geschichte der christlichen Differenzen u. Kriegen in d. letzten 2000 Jahren oft so gemacht worden)

      Bibelstudium ist ja etwas was in Geist und Wahrheit erfolgen sollte.
      Mit 'Geist' ist auch das Gebet mit aufrichtigem Herzen (nicht mit einem ressentmentbelasteten Herzen) gemeint.

      2) Sie haben oben zwei Bibelstellen angeführt u. zitiert und gleich dazugeschrieben dass Herr Schüller der Heruntergemachte ist. Also eine klare, platte Verurteilung (bzw. Vorverurteilung)

      Was fehlt, ist irgendeine Begründung und deshalb kann ich Ihr Posting nicht ernst nehmen.

    • KH (kein Partner)
      17. April 2012 14:49

      Herby -

      Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      17. April 2012 20:59

      KH ...

      ... wer ein auch nur bisserl Hirn hätte,
      ... der könnte wenigstens ein bisserl denken!

      Heilige Einfalt
      Teuflische Bigotterie!

  16. Der Realist (kein Partner)
    17. April 2012 14:14

    Schüller hat ja schon öfters bewiesen, dass es ihm weniger um die Kirche als um seine Medienpräsenz geht, da sind ihm jegliche Mittel recht, und willfährige Erfüllungsgehilfen in den Redaktionsstuben gibt es genug, auffällig ist ja schon länger, dass jene, die sich um die Kirche so grosse Sorgen machen, mit dieser ohnehin nichts am Hut haben, meist sind es diese Hirnpreller und miesen Schreiberlinge in den linken "Qualitätszeitungen", billige Schmierblätter brauchen natürlich auch entsprechende Aufmacher.
    Schüller hat bisher auch noch nicht kapiert, dass seine aktuellen Forderungen an die falsche Adresse gerichtet sind, diese gehören nämlich direkt nach Rom. In die Hände spielt ihm natürlich auch ein gewisses Machtvakuum in Wien, immer nur nett un rücksichtsvoll all den Kritikern gegenüber zu sein wird der Kirche auf Dauer nicht weiterhelfen. Kirche und Glaube sind untrennbar miteinander verbunden, den Glauben muss die Kirche auch mit allen Mitteln verteidigen, will sie auch in Zukunft noch Bestand haben. Vergessen sie die sogenannten "Brückenbauer" in der katholischen Kirche, denen ist Medienakzeptanz, Anerkennung und lobende Worte von den Kirchengegnern lieber als sich um die Verbreitung des eigenen Glaubens zu kümmern. Toleranz wird hier vielfach missverstanden, ein katholischer Seelsorger hat sich in erster Linie um seine Schäfchen zu kümmern, eine Moschee muss er nicht im Beisein eines TV-Senders oder Printmedien besuchen. Klar ist, dass die Kirche natürlich nicht im Istzustand verharren darf, das Fundament abzureissen, wäre aber ganz bestimmt der Untergang. Auch über den Zölibat wird sicher in den nächsten Jahrzehnten noch heftig diskutiert werden, wann er abgeschafft oder gelockert wird, kann wahrscheinlich niemand vorhersagen, fix ist allerdings auch, jedem Priesteranwärter sind die Voraussetzungen bekannt. Über Frauen die am klimakterischen Syndrom leiden und wahrscheinlich nur geil an Medienauftritten sind, möchte ich hier kein Wort verlieren (ist einfach nur letztklassig ).

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      17. April 2012 21:04

      Du schreibst:

      "Schüller hat bisher auch noch nicht kapiert, dass seine aktuellen Forderungen an die falsche Adresse gerichtet sind, diese gehören nämlich direkt nach Rom."

      Schüller wollte "nach Rom gehen" und ist soeben von dort zurück "nach Hause" verwiesen worden.

      Man sieht: Du weisst nix!

  17. Herby
    17. April 2012 10:32

    Es stellt sich angesichts des Themas die Frage: Es wissen sowieso alle dass die Röm. kath. Kirche eine Art von Absoluter Monarchie ist, wo der Papst, der Monarch in die letzte Ecke hineinregieren darf, zumindest in der Theorie.

    Daher müsste von vorneherein allen klar sein, vor allem die Priestern die ja das Kirchenrecht kennen: Eine absolute Monarchie kann von unten nicht verändert werden, einzig und allein wenn der Hl. Geist den Papst und die Kardinäle zu Veränderungen leitet, sich kann theologisch u. in der Praxis etwas ändern (von oben).

    Woher haben daher diese Priester den Glauben und den Mut dass sie etwas bewirken können? Was zeichnet einen geweihten (= ordinierten) röm-kath. Priester eigentlich aus:

    Ich denke es ist das Wissen um ihre eigene Position:

    Ein geweihter Priester kann Sakramente spenden: Er kann (mit Vollmacht) taufen, er kann die Absolution erteilen, also mit Vollmacht die Sünden vergeben, (erinnert sie an die Titanic-Katastrophe: da erteilte ein Priester den todgeweihten 1400 Personen auf der sinkenden Titanic die Absolution).

    Vor allem kann ein Priester Brot (eine Hostie) in den Leib Christ verwandeln (in der Hl. Wandlung) und die Kommunion spenden.

    Und all die anderen Sakramente: Ehesakrament usw.

    Auch wenn ein röm. kath. Priester z.B. sagen würde: Ich spalte mich ab von der r.k. Kirche und gründe e. eigene Kirche (wie es bei d. Anglik. Kirche u. bei d. Altkatholiken der Fall war): so bleibt dennoch ihre Vollmacht, Sakramente zu spenden aufrecht.
    ___________________

    Matt. 7/17: An den Früchten werde ihr sie erkennen:

    So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr“, wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

    Seht Euch doch die Früchte dieser Pfarrer (in ihren Gemeinden) die bei dieser Initiative http://www.pfarrer-initiative.at/ mitmachen an:

    Ist dort ein blühender christlicher Glaube? Sind die Christen dort stark im Glauben, voll Glaube & Hoffnung & Liebe? Gibt es christliche Nachwuchsarbeit, eine Pfarrjugend? Aktivitäten?

    Und zum Vergleich: Wie sieht es in den Pfarren der "Gegenseite" aus? Besser? Schlechter? Gleich gut?

    Es wäre da eine faire journalistische Vorort-Reportage angebracht und notwendig.

    • Herby
      17. April 2012 14:10

      Ich kann es mir nur so erklären:

      Dass Herr Pfarrer Mag. Helmut Schüller seine Initiative mit dem Wort "Ungehorsam" bezeichnet kann nur den Grund haben dass dieser Begriff innerhalb des Klerus eine ganz spezielle Bedeutung u. Begriffsinhalt hat. Also mit der Initiative "Ungehorsam" will ganz offensichtlich Schüller mit seinen Priesterkollegen kommunizieren - und weniger mit den Laien oder einfachen Gläubigen.

      Ich bin mir ziemlich sicher dass der "Ungehorsam" den die Priester meinen wenn sie miteinander reden etwas Anderes ist als normale Bürger unter diesem Wort verstehen.


      Es lernt ja jeder Einzelhandelskaufmann-Lehrling im ersten Lehrjahr schon dass man jedem Kunden mit positiven, zustimmenden Worten begegnet wenn man ihm etwas verkaufen möchte. Wenn ein Verkäufer z.B. möglichst oft das Wort "Ja", "Ja natürlich" usw. verwendet erweckt er in der Psyche des potenziellen Käufers eine ganz andere Resonanz als mit neg. Worten. Mit einer postiven, wohlwollenden Resonanz ist dann dieser Mensch viel eher gewogen das Produkt zu kaufen.

      Helmut Schüller ist aber bisher bei seinem widerborstigen Wort "Ungehorsam" geblieben - also etwas was sich denkbar schlecht fürs Marketing eignet.

      Und trotzdem - trotz des ungeschickten Marketings - ist die Priesterbewegung "Pfarrer-Initiative.at" ungebrochen und energievoll.

      Wenn es Schüller&Kollegen tatsächlich um das Seelenheil der ihm Anvertrauten geht, aus der Motivation ehrlicher Sorge um diese einfachen Gläubigen, dann stehen die Chancen dieser Initiative gut.

  18. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    17. April 2012 10:30

    A.U. begeht hier einen ganz gravierenden Denkfehler.

    Der r.-k. Amtskirche ist es völlig egal, was ihre Schafe wollen.
    Die Schafe haben nämlich das zu wollen, was die r.-k. Amtskirche diktiert. Gefragt werden die Schafe sowieso nicht.

    Und dabei hat es diese Amtskirche gar nicht besonders schwer bei ihren Schafen. Denen kann man eh fast alles vorsetzen. Nur ändern sollte man die Regeln nicht. Damit sind die Schafe überfordert. Das ist purer Stress. Das bedeutet Unsicherheit und Ratlosigkeit. Denn selbständiges Denken und Infragestellen ist ihnen in Religionsfragen fremd. Da erwarten sich die Schafe ein religiöses Instant-Konstrukt von den Kuttenträgern. Immer gleich soll es sein.

    Den Schafen ist es viel lieber, obscure, menschenverachtende und widernatürliche Regeln wie z.B. den Zölibat beizubehalten, als schlussendlich vor einem zertrümmerten Weltbild ratlos und verstört dazustehen. Auch die verlogene Praxis von liierten Pfarrern stört sie nicht besonders. Auf eine Lüge mehr kommt es doch auch nicht an. Außerdem immer noch besser als einen homosexuellen oder gar pädophilen Pfarrer.

    Jede gravierende Änderung wäre eine persönliche Niederlage ihres bisherigen armseligen religionskranken Leben. So beharren die Schafe aus reinem Selbstschutz am status quo und belügen sich auch weiter selbst.

    Im Übrigen ist Schüller genauso ein armes Würstel wie der Papst. Nur dass letzterer um eine Zehnerpotenz gestörter ist.

    • Zraxl (kein Partner)
      17. April 2012 11:12

      "obscure, menschenverachtende und widernatürliche Regeln wie z.B. den Zölibat" ...
      Geschätzter A.E.I.O.U., Ihre Perspektive ist zu sehr auf die Leibesmitte gerichtet.

    • Reinhard (kein Partner)
      17. April 2012 18:49

      "Außerdem immer noch besser als einen homosexuellen oder gar pädophilen Pfarrer."
      Aha, Sie fänden einen pädophilen Pfarrer für unproblematischer als einen mit Gspusi.
      Und Sie finden, der Papst wäre "gestört"?

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      17. April 2012 21:18

      ZU A.E.I.O.U.

      Du beschreibst nur "eine Gruppe" von sogenannten "Gläubigen"!
      Du meinst die welche Unterberger hier vertritt und verkörpert!
      Diese ist längst in der Minderheit.

      Und: Schüller ist sicherlich alles andere als "gestört".

      Zu Zraxl:
      ... naja ... um in Deinem Sinn zu bleiben ...
      Dein cerebrales Zentrum ist zu nahe am Ausgang!

  19. Möp (kein Partner)
    17. April 2012 08:44

    Die sogenannten progressiven Linkspriester
    Das kann man wohl nur mehr als zwanghaft bezeichnen. Üblicherweise wird doch dieses in rechtsrechten Kreisen typische "sogenannten" vorangestellt um jemandem die entsprechende Zuschreibung mehr oder weniger subtil abzusprechen. So schreibt man "sogenannte Linksintellektuelle" um damit zu zeigen, dass das ja eigentlich nicht zutreffend ist weil links und intellektuell - eh schon wissen, wem erkläre ich das. Oder man schwadroniert von "sogenannten Gutmenschen" was schon wieder ein Grenzfall ist, immerhin zeigt man allerdings so nochmal deutlich, dass man ihnen nicht einmal die Abwertung des Wortes an sich vergönnt, nicht dass jemand auf die Idee kommt ein Gutmensch wäre tatsächlich gut.
    Hier ist das ohnehin reichlich überstrapazierte Wort allerdings völlig sinnlos. Was will Unterberger damit sagen? Wahrscheinlich hat er sich nur in der Kiste des rechten Erregungswortschatzes vergriffen, vermutlich lag das "sogenannten" direkt neben "knalllinken" oder "linksgrünen".

    Nun gut, weg von der Sprache hin zum Inhalt. Wie so oft hält Unterberger seine Befindlichkeiten bzw. die Befindlichkeiten seiner Jünger für den allgemeingültigen Maßstab. Wer das nicht teilt sollte besser zu den Protestanten gehen. Mir ist auch nicht ganz klar inwieweit die Forderungen der ruhigen Bedächtigkeit entgegenstehen.

  20. Sorosch (kein Partner)
    17. April 2012 08:13

    Die "Pfarrer-Initiative" ist die antichristliche Logenarbeit Helmut Schüllers, der dafür auch Geld bekommt.

  21. ulrike (kein Partner)
    17. April 2012 08:05

    Der Teufel hat mehr als zwölf Apostel.

  22. Alfons (kein Partner)
    17. April 2012 07:57

    Gibt die ‘Pfarrer-Initiative’ schon ein Kontaktmagazin heraus?

    „Pfarrer sucht Frau - oder Mann“

  23. black (kein Partner)
    17. April 2012 07:55

    Was die Schüllers vergessen ist Jesus Christus und sein Gehorsam.

    Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck sagte deshalb zu Herrn Schüller:

    „Christus war gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz… Und wenn man zum Ungehorsam aufruft – lieber Helmut Schüller -, dann ist das, glaube ich, eine spirituelle Bankrotterklärung, weil sie wirklich in der christlichen Dimension, von der Botschaft, die uns Christus gebracht hat, nichts verstanden haben.“

    • Möp (kein Partner)
      17. April 2012 08:45

      Sie sollten vielleicht kurz darüber nachdenken wem gegenüber Jesus gehorsam war und wem Schüller heute den Gehorsam verweigert. Da liegt wohl ein "kleiner" Unterschied begraben.

    • Trollfresser (kein Partner)
      17. April 2012 09:42

      Na lieber Moeps,

      hättema gerne ein Trüfferle aufs Kaviarbrötl? Oder wollen Sie vielleicht lieber darüber abstimmen - narürlich in gänzlicher Unverantwortungslosigkeit.

      Da Jesas hat sich ja auch in den Himmel vertschüsst, bevor es ernst geworden ist. Oder?

      Wie hätten Sie denn gerne die Glaubenswahrheiten verpackt, damit die möglichst wohlschmeckend die Kehle hinunterrutschen und keinen Nachgeschmack hinterlassen? Wie die Katzen vielleicht in einem LEberstückerl die Wurmpillen appliziert bekommen?

      Oder wissen Sie es vielleicht besser als alle anderen und vor allem besser als der verantwortliche Klerus mitsamt seinem konservativen Papst. Dann sollten Sie vielleicht selber versuchen Papst zu werden. Das kann doch gar nicht so schwer sein?

      Einfach alle machen lassen was sie wollen und dann ....

    • Möp (kein Partner)
      17. April 2012 09:53

      Wenn du mit mir diskutieren willst dann solltest du deine Postings mit Argumenten füllen, wenn du nur weiter Blödsinn daherlabern willst bist du voll auf Kurs und ich empfehle: weiter so!

    • Trollfresser (kein Partner)
      17. April 2012 17:17

      Möpserl - ich sehe. du hast verstanden.

  24. Leopold Koller (kein Partner)
    17. April 2012 01:20

    Sein tut's halt mit der Religion wie in einem Pizza Restaurant. Einen Teig mit Tomatensauce und Kaese brauchen wir natuerlich. Aber belegt wollen wir's schon nach Geschmack haben. Eh klar. Und wenn uns das dann nicht besonders schmeckt, schaffen wir naechsten Sonntag eine andere an.

    • Paige
      17. April 2012 13:31

      Neuerdings habe ich grundlegende existenzielle Probleme, aber wie soll ich sagen? Ich werde alles überleben! Ich kämpfe gegen den Teufel höchstpersönlich. Schon in meinen ramblin' days war mein Leitmotiv: Ich fürchte nur eines: Ich kann niemals sterben (gleichsam wie die Gallier befürchteten, dass ihnen eines Tages der Himmel auf den Kopf fallen könnte). Ach, ich bin unerträglich unverrottbar. Doch andererseits habe ich den Kopf voll, auch wenn ich immer gesagt habe, da hat eh nicht mehr Platz als ein Gedanke. Man muss es sich von daher vorstellen! Es sind jetzt mehrere...

      Zur Pizza (diese einfachen Gedanken kommen noch zu mir durch): Zusätzlich zur klassischen Margarita möchte ich bloß Artischocken. Alles andere ist überflüssig. Höre mir grad King Cole an. LG

  25. Karl (kein Partner)
    17. April 2012 00:52

    Ich glaube, der Herr Schüller will die römisch-katholische Kirche nicht retten, sondern zerstören. Warum auch immer. Bei all der Lüge und dem Ungehorsam, den er an den Tag legt, ja, er handelt auch gegen sein eigenes Gelübde, muss man davon ausgehen, dass er von teuflischen Kräften gepackt wurde. Und die Amtskirche wie auch der Kardinal schauen dem quasi tatenlos zu. Es müssen endlich Maßnahmen getroffen werden!

  26. Herby
    16. April 2012 20:19

    Weil es doch zumindest am Rande zum Thema passt: Auf youtube ist diese gute Dokumentation über Martin Luther zu sehen: Gut geeignet um sich ein Urteil zu bilden - auch über die heutige Situation:

    Martin Luther 1 - Gegen Papst und Rom

    1 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=F2xuzX-U9zo

    2 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=LpGfdXPI6tM

    3 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=R6GaeJn2tNQ

    4 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=Pb9Zm57IVM8
    __________________________

    Martin Luther 2 - Revolutionär wider Willen

    1 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=bL0LTSlajY0

    2 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=VgNcMIhbPrU

    3 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=aQ7PaqZaj28

    4 von 4: http://www.youtube.com/watch?v=DU-mzmQr6hE

    • Leopold Koller (kein Partner)
      17. April 2012 02:03

      Ja, am Sterbebett war es nicht einmal Heinrich VIII oder Elisabeth I zu bloed, nach einem katholischen Priester zu fragen.

  27. marvin2284
    16. April 2012 19:13

    Schüller ist sicher kein Feind der Kirche sondern eher ein "Brandmelder", der die Strukturen der Kirche anprangert, nicht deren Inhalte. Man kann eben nicht auf Dauer einen polnischen Pfarrer sieben Gemeinden zuteilen und ignorieren, dass der erzkonservative Nachwuchs nicht für das Priesteramt geeignet ist. Aufgeschlossene Jungpfarrer gibt es nicht, die überlegen sich‘s eben. Schüller will, dass verheiratete Männer zum Priester geweiht werden dürfen, denn das braucht die Kirche. Diese über 400 Pfarrer wollen nicht alle heiraten, da ist kaum einer dabei, der das vorhat. Vielleicht genießt Schüller nicht unbedingt die größten Sympathiewerte aber in diesem Fall darf man seine Initiative nicht abschmettern.

  28. Celian
    16. April 2012 18:10

    Mir gehen die Revolverblattln in Österreich auf den Keks. Zu sehen, wie üble Geschäftemacher den ärgsten Dreck an den Mann und an die Frau bringen, regt mich auf. Deshalb mache ich um „Österreich“ und Co einen großen Bogen. Aber weiß Gott welcher Teufel mich geritten hat, nehme ich einmal so ein Schundblattl wie „heute“ in die Hand und beginne zu lesen. Und schon muß ich mich ärgern, wie der Pfarrer von Stützenhofen durch eine gezielte Indiskretion („Dirty Laundry“ würde Don Henley singen) fertig gemacht wird. Wenn man dieser Frau glauben darf, so hat der Pfarrer offenbar ein Gspusi mit ihr gehabt und ist schwach geworden. Er hat sich aber nach drei Monaten wieder unter Kontrolle gekriegt, die Sache abrupt beendet und sich versetzen lassen. Das ist Jahre her.

    Nun spricht die ehemalige Geliebte von Scheinmoral, weil der Pfarrer einen Homosexuellen nicht als Pfarrgemeinderat akzeptieren wollte. Gott vergibt, wir beide nie, ein Titel eines alten Italo-Westerns. Diese Parole passt auch auf die Ex-Geliebte. Offenbar ist ihr nicht klar, daß es so etwas wie Vergebung gibt. Und wie kommt sie eigentlich dazu, über den Pfarrer zu urteilen? Wer glaubt sie daß sie ist, sie glaubt wohl, sie ist Gott. Oder geht es ihr vielleicht nur um Rache? Rache für den Verlust eines geliebten Menschen? Wie nieder auch immer die Gründe der Ex-Geliebten liegen, wir werden es nie erfahren. Die wahren Übeltäter sitzen in den Schaltzentralen der Zeitungsmacher, die diese üble Geschichte ausschlachten, um der Kirche zu schaden und gleichzeitig Geld damit verdienen. Und ich bin jedenfalls für die nächste Zeit vor einem Zugriff auf ein „heute“ oder ähnlichen Schund immunisiert.

    • brechstange
      16. April 2012 19:46

      Mir tun die Männer heutzutage echt leid.

    • schreyvogel
      16. April 2012 20:17

      Das Weib, eine Hallelujah-Sängerin, ist publicity-geil, eine zweite Levinsky.
      Der Pfarrer versteht jetzt den Wert des Zölibats besonders gut.

    • Undine
      16. April 2012 20:27

      @Schreyvogel

      Monica Lewinski war, so las ich, vom Mossad auf Clinton angesetzt worden; dieser "Job" war ihr durchaus angenehm.
      Kath. Pfarrer scheinen für manche Frauen eine Art Trophäe zu bedeuten.

    • Reinhard (kein Partner)
      17. April 2012 07:41

      Als Außenstehender: Der Pfarrer verlangte nichts, was er nicht selbst getan hat. Er hätte den Pfarrgemeinderat sofort anerkannt, wenn der dafür seine Homo-Beziehung beendet hätte.
      Es ist nicht die Sünde an sich, die dem Wesen der rkK widerspricht, sondern ihre bewusste Fortführung. Wie kann jemand, der offen gegen die Regeln einer Glaubensgemeinschaft verstößt, auch noch trotzig in dieser Einfluss fordern?
      Wie kann ich mich als Mitglied einer Glaubensgemeinschaft fühlen, deren Regeln sich komplett gegen mein eigenes Lebensbild richten?

      Es ist wie die Forderung, Mädchen zu den Sängerknaben zu schicken.
      Wichtigtuerei, Machtgehabe, Trotz und Zerstörungswut.

      Wenn dieser Mensch es nicht schafft, sich den Regeln einer Gemeinschaft zu unterwerfen, gehört er zu der Gemeinschaft eben nicht dazu. Auch wenn es dem eigenen Ego unerträgliche Pein bereitet, nicht alle Rechte der Welt zu besitzen.

      Ich bin für eine 50%-ige Frauenquote in der Ehe!

    • Celian
      17. April 2012 08:48

      Vollste Zustimmung an Reinhard!

      Auch wenn man die Kirche nicht mit einem Verein vergleichen kann, aber vielleicht verstehen es dann manche: Es ist, wie wenn ein Vegetarier in einen Steak-Esser-Club aufgenommen werden möchte. Das geht auch nicht.

      "Ich bin für eine 50%-ige Frauenquote in der Ehe!" Ich auch!

    • Reinhard (kein Partner)
      17. April 2012 12:06

      Celian, noch besser wäre der Versuch eines Steak-Essers, in den Vegetarier-Club aufgenommen zu werden und dann zu fordern, im Clubgasthaus auch Steaks zu servieren... ;o)

  29. schreyvogel
    16. April 2012 16:51

    In Wirklichkeit beschäftigt sich Schüller nur mit seinen eigenen (sexuellen) Problemen und denen einiger anderer Kleriker. Vielleicht löst ja eine Lockerung des Zölibats seine Schwierigkeiten, aber den Gläubigen hilft das gar nichts, die leben ja nicht im Zölibat.

    Glaubt er im Ernst, eine Aufhebung des Zölibats lässt das Interesse des Volkes an der Kirche wieder aufleben?

    • M.S.
      16. April 2012 17:38

      @Schreyvogel

      Völlig richtig. Im Grunde wird in diesem Konflikt, der eben die Priester betrifft, das Kirchenvolk missbräuchlich vorgeschoben. Diese Problem ist kirchenintern zu lösen.

    • Xymmachos
      17. April 2012 14:49

      Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Lockerung des Zölibats Herrn Schüller bei der Bewältigung seiner (sexuellen) Probleme auch nur in irgendeiner Weise helfen würde. Bitte um Erläuterung!

    • schreyvogel
      17. April 2012 15:11

      @Xymmachos
      Wenn ihm eine Papagena erlaubt wird, bei Fortfall der Enthaltsamkeit?

    • Xymmachos
      17. April 2012 19:58

      @Schreyvogel
      Glauben Sie nicht, daß ihm ein Papageno lieber wäre? Oder verwechsle ich da was (bzw. wen)?

  30. Censorius
    16. April 2012 13:54

    Schüller ist und war immer ein Egomane, selbstgefällig, sich den Medien anbiedernd, ein Feschak im Talar.
    Ist sein Problem, jedoch in der katholischen Kirche hat er nichts mehr verloren.
    Warum er nicht längst mit seiner Gefolgschaft zum Protestantismus konvertiert ist ?
    Weil er sein Rollenspiel dort nicht mehr ausüben könnte, weil er dort ein Niemand wäre und letztlich weil ihn die Protestanten gar nicht wollen.
    So wird er weiterhin die " Milde " seines Bischofs ausnützend querulieren und Liebling der Medien sein.
    Schade, dass nicht Küng sein Bischof ist. Ich würde ihn in eine Missionsstation nach Djibuti versetzen, wo er in Demut christliche Liebe praktiziern könnte.

  31. Herby
    16. April 2012 13:25

    Die Betitelung "progressive Linkspriester" woher kommt die? Wer Hat Herrn Pfarrer Helmut Schüller http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Sch%C3%BCller und seinen Kollegen von der Pfarrer-Initiative diesen Titel gegeben? Woher kommt diese Betitelung?

    Solange diese Frage nicht geklärt ist, sollte diese Betitelung widerrufen werden weil sie jede faire Betrachtungsweise behindert, wegen Einseitigkeit.

    Ganz sicher stammt sie nicht von der Pfarrer-Initiative des Herrn Pfarrer Schüller: http://www.pfarrer-initiative.at/

    Ich möchte ganz entschieden dagegen argumentieren dass man - wenn man gewohnt ist, politisch zu denken, Öffentlichkeitsarbeit, öff. Auftreten, Interviews von Schüller&Kollegen, usw. - all dies mit politischen Augen wahrzunehmen und dann in politischen Schubladen, Konzepten, Kategorien unterzubringen: Sorry, aber bitte das geht nicht.

    Auch die eingeschliffenen politischen Unterscheidungsmerkmale "links" u. "rechts" sind in der Religion m. M. nach unbrauchbar.

    Zum Thema "Ungehorsam": Sicherlich haben sich diese Proponenten lange genug überlegt warum sie gerade dieses Wort zum Aufhänger gewählt haben.

    Die Röm. Katholische Kirche ist nun eben eine absolute Monarchie wo der Monarch (= Papst) bis in den hintersten Winkel hineinregieren darf.

    Die evangelischen Kirchen sind durch eine gewisse Demokratie gekennzeichnet.

    Bei der kath. Kirche heißt es: Oben wird entschieden, da Gott durch den Hl. Geist den Papst u. die Kardinäle ganz besonders führt u. leitet, und auf Pfarrerebene muss dann das im Kirchenvolk u. in der Gesellschaft u. Welt vertreten, argumentiert, gepredigt werden.

    Aber nicht alle geweihten Priester die selbst auch ein gutentwickeltes Gewissen haben wo sie die Stimme Gottes wahrnehmen können: schaffen es so ganz einfach nach den Vorgaben von Rom weiterzumachen. Weil sie das eigene Gewissen anders leitet.

    Jeder der sich die Homepage der Pfarrerinitiative: http://www.pfarrer-initiative.at/ durchliest, sieht dass diese Standpunkte sehr durchdacht u. ernsthaft sind. Das lässt sich nicht mit einer Handbewegung einfach vom Tisch fegen. Wenn es nicht aus dem Gewissen dieser Pfarrer kommen würde hätten sie wahrscheinlich schon aufgegeben, glaube ich.

    (ein bißchen ist es ähnlich zum Militär im Krieg: Wenn Soldaten noch so gut gedrillt sind u. gewohnt sind vertikal von oben die Befehle zu befolgen, es kann manchmal die Stimme des Gewissens so laut werden, dass auch der beste, treueste Soldat bzw. Offizier ausschert.)

    Ich denke Herr Mag. Schüller, Udo Fischer u. Kollegen haben sich schon viel zu sehr aus dem Fenster gelehnt - wie es weitergeht kann niemand prognostizieren.

    Noch etwas: Mir fehlt hier im Meinungsforum jegliche Respektsbezeugung: Nämlich alle Teilnehmenden: Sowohl der Kardinal, die Bischöfe u. alle Priester u. Pfarrer (gleich von welchem Lager) haben sich freiwillig für diesen schwierigen Beruf e. röm-kath. Priesters entschieden: Allein die Ausbildung ist jahrelang u. alles andere als leicht - ich habe großen Respekt vor jedem Priester.

    Bitte um größte Vorsicht wenn die Entwicklung der r.k. Kirche mit der Entwicklung in der ÖVP verglichen wird: Das sind eindeutig zwei paar Schuhe.

    Noch eine Beobachtung: Herr Pfarrer Mag. Schüller hat sicher keine Leichen im Keller: der hat nichts zu verstecken, der heuchelt nicht u. lügt nicht. Viel zu sehr ist er exponiert in d. Öffentlichkeit, zu weit aus dem Fenster gelehnt. Er hat kein Verhältnis nebenbei da ist nichts. Sonst wäre er schon weg.

    Bei der Gegenseite: Die so papsttreu sind: hoffentlich wird da ebenfalls nicht geheuchelt.

    Die röm. Kirche hat immer wieder schwerwiegende Fehler gemacht, der beste Beweis ist die öffentliche Entschuldigung durch Papst Joh. Paul II am 12. März 2000 (2000 = das heilige Jahr). Da hatte er sich mehrfach für Verfehlungen der Kirche zu verschiedensten Themen entschuldigt:

    http://stjosef.at/dokumente/vergebungsbitten_papst_2000.htm

    http://www.wir-sind-kirche.de/koeln/papst_johannes_paul_ii.htm

    Habt doch Vertrauen in Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist: er hat seine Kirche immer wieder durch die Klippen der Zeit geführt, oftmals schmerzhaft, oftmals leidend.

    • Johann Scheiber
      16. April 2012 13:49

      Alleine schon das in größter Nähe zum "non serviam" stehende Motto "Ungehorsam" ist eine ungeheuerliche Entgleisung. Die medienerfahrenen Proponenten der Initiative sollten sehr genau wissen, welche Wirkung dieses Schlagwort in einer durch diabolische Medien (Kirkegaard) dominierten öffentlichen Meinung hat. Hier wird die öffentliche Stimmung benutzt, um zuzuschlagen. Mit dem Todfeind im Bunde die Kirche reformieren zu wollen, das kann nicht aufgehen.
      Ross und Reiter zu nennen, muss gestattet sein!

    • M.S.
      16. April 2012 16:31

      @Johann Scheiber
      *****************

    • brechstange
      16. April 2012 18:09

      Es gibt ein paar Leichen, doch über diese reden die Medien nicht. Ich nehme an, dass links von daher kommt.

    • Brigitte Kashofer
      16. April 2012 22:56

      "Die evangelischen Kirchen sind durch eine gewisse Demokratie gekennzeichnet" und durch den beispiellosen Niedergang. Denn auch Demokratie braucht Werte, die unverhandelbar sind, wie z. B der Schutz des ungeborenen Lebens oder die eheliche Treue. Demokratie ist kein Garant für Moral. Volkes Stimme ist leicht zu beeinflussen. Der aufgehetzte Pöbel kann zum gefährlichen Werkzeug gewissenloser Verbrecher werden.

    • brechstange
      17. April 2012 07:08

      @brigitte kashofer

      *********!

      Ich bin für Demokratie in Systemen aus denen man nicht austreten kann. Bei der Kirche steht es jedem frei, abgesehen sind "Diktaturen" wie die der kath. Kirche mE leicht auszuhalten.

  32. HJR
    16. April 2012 12:53

    Ich denke, wir sollten hier nicht über Glaubensfragen reden. Schüller denkt an gesellschaftliche Macht. Und die will er wenigstens teilweise, falls es nur dazu reicht, ein Stück aus der Kirche herauszubrechen. Insoferne ist Schüllers anliegen ein (nur) politisches. Und das sollte er - ehrlicherweise - als Staatsbürger in einer der bestehenden Parteien oder eben in einer neuen solchen (falls er politisch Neues zu sagen oder zu bieten hätte) zu verwirklichen trachten.

    In der Kirche geht es um "Wahrheit", um eine Wahrheit die keine raum-zeitliche, physikalische oder gesellschaftliche ist, sondern eine von anderer Dimension, vor der die schüllerschen Anliegen klein bis lächerlich, höchstens jedoch querulant wirken können.

    Allerdings wünschte ich mir, dass die Kirche jene Funktion - die sie über Jahrhunderte hatte, nämlich "Gesellschaft" (mit) zu formen und zu erhalten - wieder stärker wahrnähme. Das würde nämlich einem Großteil der heute beklagten Gesellschaftsphänomene (Werteverfall, linke bzw. sozialistische "Einäugigkeit" und Themenführerschaft z.B. in Sachen "Gerechtigkeit") und möglicherweise sogar die Dominanz (um nicht zu sagen Präpotenz) unserer Parteien relativieren.

    Aber vielleicht erforderte dies ja auch eher einen Abraham a Santa Clara als einen Schönborn oder Ratzinger.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • M.S.
      16. April 2012 16:34

      @HJR
      ************

    • leshandl
      16. April 2012 17:18

      eine sehr gute und ausgewogene Stellungnahme! Ohne den "Ungehorsam" wäre die Initiative wie viele andere in den vatikanischen Papierkörben verkommen. Mit dem Argument der Tradition kommen wir in einer Gesellschaft, die sich in den letzten 100 Jahren gewaltig verändert hat, nicht weiter. Das bestätigen die schrumpfenden Zahlen der Gläubigen. Wenn hier immer wieder der Austritt der Unterstützer gefordert wird, so ist das genau der falsche Weg: Es geht darum, den Glauben auch wieder glaubwürdig zu machen. Das ist der gegenwärtigen Hierarchie in den vergangenen beiden jahrzehnten leider kaum gelungen.

  33. Johann Scheiber
    16. April 2012 12:30

    Schüller ist ein Wichtigtuer und Scharlatan, mit Reform hat seine Hausmeisteragenda gar nichts zu tun.

    Wenn die Kirche einer Aktualisierung bedarf, dann geht es um den Nachweis, dass das universale Prinzip der Freiheit der Moderne, das in den neuzeitlichen Revolutionen offen zu Tage getreten ist, zugleich das Prinzip des Christentums ist.
    Freiheit hat sich nur auf christlichem Boden entwickelt, dialektisch zwar, aber mehr aus den Konfessionen heraus, als sich das so mancher Modernist vorstellen kann. Die ganze Säkularismusthese ist reiner Unsinn, die moderne Freiheit ist ein Moment realisierten Christentums. Und wenn sich der freie moderne Mensch wieder mit dem christlichen Ursprung versöhnt, dann geht die Post ab auf dieser Welt. Dann bekommen alle Völker dieser Erde, die schon zu 50% europäisiert sind, die zweiten 50% nachgeliefert. Das bedeutet, Freiheit der Person und Freiheit der Völker in ihrer jeweiligen Kultur und das alles im Rahmen geordneter Staatlichkeit und universaler gegenseitiger Anerkennung.

    Das wird die Wende sein - und die wird kommen - in der alle Ideologien wie tönerne Gefäße zerbrechen werden und das Christentum mit unglaublicher Rasanz seinen Siegeszug antreten wird - so Gott will!

  34. HJR
    16. April 2012 10:14

    OT:
    Reportage montäglichen Zeitungslesens
    oder untauglicher Versuch eines verbalen Stillebens


    Neben einem Haufen rennender Schwarzer (nein, nicht ÖVPler sondern Afrikaner) vor der Oper - ein Weißer (oder muss man da "der kaukasichen Rasse" sagen?) ist auch dabei; Wien darf darf nicht Mombasa werden! - erfahre ich zu meiner großen Freude, dass "Dr. Ed" nun auch in Österreich ordiniert (also nicht wirklich, sondern nur virtuell), was ihm eine Warnung der Ärztekammer einbringt. No, na!

    Karin Leitner scheint begriffen zu haben, dass es gut wäre, wenn die Wähler mehr, die Parteien weniger zu bestimmen hätten. Lange hat's gedauert - vielleicht hat sie ja ein wenig bei Unterberger geschmökert?

    Die Piraten gewinnen in Innsbruck, meiner alten Heimat - was mich nicht freut; die SPÖ verliert dort, was mich freut. Im Durchschnitt bleibt meine Gefühlslage daher ausgeglichen.

    Ausführlich widmet sich ein Artikel dem neuen Buch der unvergessenen, am Rednerpult (und diesmal nicht beim Czardas) fotographierten Andrea Kdolsky - worüber, kann ich beim Überfliegen des Texts nur sehr undeutlich verschlagworten. Ich beschließe, das nicht genauer zu lesen.

    Kopf verteidigt Kurz und kritisiert Kräuter - warum ist mir ohnehin sch...egal, weil's wahrscheinlich auch nicht stimmt. Auch die schweigende Mehrheit in Frankreich, an welche der "verzweifelte" Sarkozy appelliert, reißt mich nicht aus dem Sessel.

    Die Grenzerfahrungen eines Vitali X und der in die Ukraine reisenden Fußballfans werden von einer bunten Anzeige von "humboldt" getoppt, gemäß der es einer geschafft hat.

    Kurz wende ich mich den "Strategien und Visionen für das Management" zu, bis ich erkenne, dass es sich um eine (bezahlte?) Einschaltung der "bfi Akademie" handelt und ich frage mich, was man an einer Gewerkschaftsschule denn über Management lernen können sollte.

    Auf einen, der eine "akustische Landkarte" von Wien herstellen will, riskiere ich einen kurzen Blick und dann muss ich aufhören, denn den folgenden "Sport" erlaube ich mir aus grundsätzlichen Erwägungen nicht.

    Trotz eines gewissen Gefühls zufriedener Informiertheit frage mich: Warum kaufe ich mir in diesem Land eigentlich noch eine Zeitung? Na, ja: Wahrscheinlich, weil man mit seinem Ohr ja irgendwie "am Puls der Zeit" dranbleiben muss, nicht wahr?
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Alexander Renneberg
      16. April 2012 10:47

      na das buch der minderbegabten autorin andrea k. können sie auch getrost nicht weiter verfolgen.

  35. Josef Maierhofer
    16. April 2012 10:05

    Irgendwie ist falsche Politik immer schädlich, auch falsche Kirchenpolitik.

    Diese Kirchenpolitik wird von selbsternannten 'Kirchenpolitikern' betrieben mit denjenigen Medien, die gegen die Kirche hetzen. Also, wer nicht für die Kirche ist, der ist gegen die Kirche und das ist ganz sicher nicht nur Herr Schüller, sondern ganz besonders jene, die ihm als Sprachrohr dienen. Warum tritt er nicht wirklich aus und über zum Protestantismus, wo es all das schon gibt, am besten gleich mit seiner ganzen 'Gläubigenschar', statt dass er der Kirche Schaden zufügt mit Hilfe ihrer Todfeide, den linken Medien ?

    Als Kardinal würde ich sagen, reden wir darüber oder geh !

    Warum diskutiert Herr 'Pfarrer' Schüller seine Anliegen nicht innerhalb der Kirche, wenn ihm eine Änderung dort ein Anliegen ist ?

    Genau jene in den letzten 40 Jahre eingerissene Unsitte, nämlich nicht zu reden oder zu diskutieren, sondern 'drüberfahren' mit Geld, mit Medien, mit 'Werbung', jedenfalls mit unpersönlichen, apparatschikhaften Mitteln, die polarisieren und zerstören, genau jene politische Unsitte hat sowohl eine abgehobene Politkaste erzeugt, wie auch eine abgehobene Kirchenklasse, die Amtskirche.

    Das passiert immer dann, wenn der Kontakt zur Basis abreißt.

    Wir wissen nur allzu gut um Kompromissfähigkeit Bescheid, aber lassen sowohl Rechthaberei als auch das Aufmucken gegen ein größeres Ganzes zu und bedienen uns zu egoistischen oder gutmenschlichen (Judas) Zwecken der 'Medienhure' und 'Parteiideologiehure' und der Korruprtion und Bestechung, etc. zu diesem Zweck, etwas durchzusetzen, was man eigentlich diskutieren müsste. Wir meiden die Auseindersetzung mit der Materie, mit dem Mitmenschen, mit der Obrigkeit, mit den wirklichen Problemen und mit der eigenen Persönlichkeit und nehmen statt dessen 'das System', etwas leider sehr schlecht Gewordenes, in Anspruch.

    Das werfe ich Herrn Schüller vor, der wohl genau weiß, was er da anrichtet durch die Einschaltung der 'Medien'. Ist es Geltungssucht, gekränktes Durchsetzungsvermögen gegen versteinerte Strukturen, Eitelkeit, oder was ist es Herr Schüller ?

    Natürlich muss die Kirche über Zölibat reden, hat sie auch bei der damaligen Einführung im Mittelater, aber solche 'Klugscheisser', die meinen, sie müssten da mit Mediengewalt, und da ist die 'Medienhure' sowohl 'Vergewaltige' (derzeit von der Politik) als auch 'Vegewaltigerin' (der Gesellschaft, der Menschen) sicher nicht das richtige Medium, sondern das direkte Gespräch, das der Herr Kardinal auch lernen könnte schön langsam, hat er doch auch die hinausposaunte 'Zettelkündigung' durch den Türschlitz bewerkstelligt, statt des direkten Gesprächs.

  36. Alexander Renneberg
    16. April 2012 09:55

    gleiches wie für die schüllerschen aktivitäten gilt auch für die volkspartei.

    man kann sich nicht ausschließlich dem zeitgeist unterwerfen. sich nach allen seiten öffnen, denn da ist man a) nicht dicht und b) keine kalkulierbare größe.

    wenn ich schon alleine über den auch von der övp propagierten wertewandel lese oder höre wird mir schlecht.

    wie läßt sich denn z.b. der wert der freundschaft wandeln?

    eine vorsichtige justierung kann immer stattfinden, auch eine weiterentwicklung aber es kommt auf die geschwindigkeit an.
    denken wir an die aufklärung die schon seit fast 300 jahren läuft (1720), noch immer nicht abgeschlossen ist, und nicht 1785 vorbei war.

    menschen brauchen die zugehörigkeit zu systemen, sei das die kirche, eine partei, eine gruppe, (pfadfinder etc. etc.)
    das dient ihrer eigenen sicherheit, zugehörigkeit läßt die menschen sich sicher fühlen)

    ändern sich die maßgaben, die rituale, "die gesetze" etc. etc. zu rasch kann der mensch da nicht mehr mit.
    er beginnt orientierungslos zu werden. er hat keinen halt mehr.

    und wer, außer die katholische kirche oder die övp (ja auch die, fände sich sich wieder, und hielte die werte die im grundsatzprogramm verankert sind hoch!)
    könnte dem land in der momentanen situation wieder stabilität und orientierung geben?

    mit sicherheit keine "matchbosprogressiven" schüllers oder "der staat wirds schon richten" sozialisten.

  37. ambrosius
    16. April 2012 09:54

    Man lasse sich einmal den intellektuellen Gehalt eines Postulats wie " die Leute wollen/müssen wissen, was sie zu glauben haben " auf der Zunge zergehen.

    Gottes Haus hat viele Wohnungen. Jeder mag die beziehen, in der er sich wohl fühlt. Niemand sollte jedoch Wohnraum zuteilen bzw. Zwangseinweisungen vornehmen.

  38. Undine
    16. April 2012 09:31

    Zu Schüller: Eitelkeit und Demut schließen einander aus.

  39. Martin Bauer
    16. April 2012 09:21

    Die Kirche der Schüllers, hat mir GLAUBEN immer weniger zu tun.
    Von den Gläubigen gar nicht zu reden!

  40. M.S.
    16. April 2012 09:09

    Die Kirche hat in ihrer zweitausendjährigen Geschichte schon viel schlimmere Krisen als die Gehorsam verweigernden Priester überlebt. Es braucht sich niemand zu fürchten, dass sie untergehen wird, auch wenn sich der ORF scheinheilig so große Sorgen wegen der Kirchenaustritte macht.

    • Undine
      16. April 2012 09:36

      @M.S.

      "...wenn sich der ORF scheinheilig so große Sorgen wegen der Kirchenaustritte macht."

      SCHEINHEILIG: Mit diesem Wort haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen! Man merkt den FS-Ansagern ihre Scheinheiligkeit und Schadenfreude immer an.

    • M.S.
      16. April 2012 16:19

      @Undine

      Ärgerlich ist vor allem die hinterhältige Strategie, scheinbar über die Kirchenaustritte besorgt zu sein, anderseits aber wo es nur geht den christlichen Religionen (vor allem der katholischen Kirche) mehr oder weniger subtil zu schaden, mit der Absicht ihre Bedeutung in der Gesellschaft zu marginalisieren.
      Und die Exponenten der christlichen Kirchen (zumindest in Österreich) erkennen das nicht, oder bringen nicht den Mut auf, sich dagegen zu wehren.

  41. Hummel
    16. April 2012 08:12

    Die Kirche ist nun ebenfalls vom linken Flügel übernommen worden. So wie eben auch bei der ÖVP, bei den Kammern, NGO´s, Ministerien, Schulen und Medien.
    Es läuft alles nach Plan.
    Der Islam freut sich - die Betten sind gemacht !
    Freundschaft !

    • M.S.
      16. April 2012 09:01

      Dem ist nichts weiter hinzuzufügen. Warum findet nach einem längeren Zeitraum der gesunden Distanz der Kirche von der Politik nun wiederum eine gegenteilige Entwicklung statt?

  42. Gerhard Pascher
    16. April 2012 07:21

    Nach dem Problem in Stützenhofen/NÖ - wo bekanntlich der Bischof einen homosexuellen Pfarrgemeinderat "bestätigt" hatte und daraufhin der Priester demissionierte - gibt es nun einen mutigen Pfarrer in St. Veit/Stmk, welcher sich "erlaubt" die Homosexualität als abnormal zu bezeichnen und dies auch wisenschaftlich begründet (siehe dazu: http://steiermark.orf.at/news/stories/2529140/ ). Dies passt aber nicht dem Diözesangremium, welche somit die in der Bibel erfolgte Verurteilung der Homosexualität (siehe 3. Buch Mose, Kapitel 20, Vers 13) von der Kirchenleitung ausser Kraft gesetzt hat.

    • Undine
      16. April 2012 10:41

      @Gerhard Pascher

      "Laut HuG soll Tropper dem Pfarrblatt vor sieben Jahren schon einmal ein Flugblatt beigelegt haben, in dem er einen Zusammenhäng zwischen der Verwüstung von New Orleans durch Hurrikan Katrina und dem dortigen Gay-Pride-Festival hergestellt haben soll."

      Mit diesen strohdummen Äußerungen macht sich dieser Pfarrer nur lächerlich. Solch alttestamentarische G'schichterl passen wirklich nicht in unsere Zeit. Wenn es einen Gott gibt, der solches zuließe, wäre er nicht anbetungswürdig.
      Mit der rasanten Verbreitung von AIDS zunächst durch Homosexuelle und Drogensüchtige (verunreinigte Injektionsnadeln) hat der Pfarrer Recht.

      Recht geben kann ich diesem Pfarrer, wenn er Homosexualität als abnormal, also von der Norm abweichend, bezeichnet. HS ist auch nicht "natürlich", sondern wider die Natur (ungeeignete körperliche Voraussetzungen), denn in der Natur ist alles auf Arterhalt = Nahrungsaufnahme + Verteidigung + Fortpflanzung ausgerichtet. Und zur natürlichen Fortpflanzung (abgesehen von der Parthenogenese in Ausnahmefällen bei einigen Insektenarten) sind halt nun einmal "Männchen" und "Weibchen" vorgesehen und wenn sich unsere Progressivisten und Progressivistinnen auf den Kopf stellen!

    • Gerhard Pascher
      16. April 2012 15:16

      Undine:
      Hat sich die Geschichte mit dem vermutenten Zusammenhang vom Hurrikan und den "Tuern und Lassern" nicht in einer OÖ-Pfarre abgespielt?

    • Undine
      16. April 2012 16:58

      @Gerhard Pascher

      Ja, das hatte ich auch so in Erinnerung (Windischgarsten, wenn ich nicht irre). Aber in dem steiermärkischen Bericht, auf den Sie hingewiesen haben, fand ich diesen Unsinn.

    • Undine
      16. April 2012 17:10

      Lieber Herr Pascher, ich finde jetzt beim besten Willen diese Stelle mit dem "Hurrikan" nicht mehr; ich war so sicher, aus diesem steir. Bericht kopiert zu haben. Dem steirischen Pfarrer möchte ich aber auf keinen Fall Unrecht tun! Bin jetzt in Eile, weil Besuch kommt; nachher schau ich nochmals nach. LG!

    • Gerhard Pascher
      16. April 2012 18:56

      Undine:
      da ist dervon Ihnen gesuchte Bericht:
      http://steiermark.orf.at/news/stories/2529208/

  43. Observer
    16. April 2012 07:02

    Demokratie und Kirche passen eben nicht zusammen. In der katholischen Kirche hat nur der jeweils amtierende Papst das einzige Sagen und damit müssen sich eben alle Gläubigen abfinden oder ihr den Rücken kehren. Veränderungsbestrebungen "von unten" sind daher nicht erfolgreich, dies müssten auch Schüller & Co erkennen.
    Eigentlich sollten sich alle - auch der Papst und die Bischöfe - ausschliesslich an die Aussagen der Bibel orientieren und danach handeln, tun es aber nicht.

    • XICY
      16. April 2012 09:54

      Nach B. Franklin findet Demokratie dann statt, wenn ein Schaf und zwei Wölfe darüber abstimmen, was es zum Abendessen geben soll.

      Ich denke, die Kirche(n) bemühen sich redlich darum, sich in geeigneter Weise an den Aussagen der Bibel zu orientieren. Mit sogenannter "Ausschließlichkeit" kommt man aber in das Fahrwasser der Fundamentalisten mit ihren teils krausen Interpretationen.
      Die unzähligen theologischen Fakultäten und Forschungseinrichtungen betreiben die Kirchen ja nicht aus Jux und Tollerei.

    • Observer
      16. April 2012 10:27

      XICY:
      Natürlich muss man manche Aussagen der Bibel im heutigen Umfeld anders betrachten. Nicht nur, dass manche Stellen des Alten Testamentes durch das Auftreten von Jesus Christus "erfüllt" und damit überholt sind, so haben u.a. z.B. die Frauen in der heutigen Gesellschaft eine völlig andere Stellung als noch vor hunderten oder sogar 2.100 Jahren. Ausserdem muss man die "blumenreiche" Sprache aus dieses Zeiten völlig wertneutral verstehen. Ich bin für Erneuerung, aber man muss sich über das angestrebte Ziel schon am Beginn genau im klaren sein und alles was in den letzten Jahrhunderten "dazugekommen" ist und gerne mit Tradition verteidigt wird, wieder abschütteln können. Vergessen wir nicht: auch die Kirchenväter, Päpste, Bischöfe usw. sind "nur" Menschen mit allen ihren menschlichen Schwächen.

  44. Wertkonservativer
    16. April 2012 06:37

    "Ein feste Burg ist unser Gott,
    ein gute Wehr und Waffen.
    Er hilft uns frei aus unserer Not,
    die uns jetzt hat betroffen!"
    (Luther).

    Ja, unsere Burg Kirche ist jetzt selbst in einiger Not; teilweise allerdings ein wenig selbstverschuldet.

    Die Schüllers und die Ewiggestrigen werden die katholische Kirche und unseren Glauben auch nicht zerstören können!
    Wichtig ist allein, dass es noch Menschen gibt, denen ihr aktiver Glaube ein Gerüst für die Bewältigung des Alltages und ihrer seelischen Ansprüche an ein höheres Leben gibt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • GOP
      16. April 2012 15:11

      Kleine Korrektur:
      ... Er hilft uns frei aus aller Not ...

    • Wertkonservativer
      16. April 2012 16:32

      Ich glaub's Ihnen, werter GOP, doch habe ich's gestern in der von mir gebrachten Form gelesen.
      Bin jetzt für einige Tage im Spital, werde zuhause nachschauen und Ihnen dann berichten!
      Wahrscheinlich haben Sie recht, obwohl es mich wundern würde, falsch gelesen zu haben. Aber wie auch immer: wie ich aus Ihren diversen Beiträgen und Zusendungen weiß, nehmen wir beide den Glauben gleich ernst!

      Grüße,

      Gerhard Michler

    • Gandalf
      16. April 2012 17:09

      WK:
      Glauben Sie GOP und einem immer noch - dem derzeitigen kommunistischen Bischof zum Trotz - begeisterten Protestanten: Luther dichtete "aus aller Not". Aber das ist ja auch nicht so wichtig: Mich freut's jedenfalls, dass Sie Luther zitieren.
      Beste Grüsse und gute Besserung!

    • Wertkonservativer
      16. April 2012 17:56

      Zunächst, werter @ Gandalf besten Dank für Ihre guten Wünsche; auch für Ihre Klarstellung des hinsichtlich des Luther-Textes. Als evangelischer Christ kennen Sie das Lied ja wahrscheinlich auswendig!

      Jetzt schaue ich gar nicht mehr nach; ich bin ja auch ein "Glaubender"!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • Undine
      16. April 2012 20:17

      @Gandalf

      Es schadet bestimmt nicht, auch einmal an MARTIN LUTHERS überaus große Verdienste für die DEUTSCHE SPRACHE zu erinnern! Während seines nicht ganz freiwilligen Aufenthalts auf der Wartburg machte sich der Wortgewaltige dran, die Bibel aus der griechischen Urfassung ins Deutsche zu übersetzen.
      Zitat aus Google:
      Diesen Originaltext legte Luther seiner Übersetzung zugrunde. Das ermöglichte es ihm, sich mit aller Sprachgewalt so lebensnah, volkstümlich und bildhaft wie möglich auszudrücken. Er kleidete seine Gedanken in eigenwillige Ausdrücke, schuf poetische Bilder und erfand (manchmal nach tagelangem Grübeln) neue Wortspiele. So übersetzte er im Matthäus-Evangelium proskairos (unstet, vergänglich) mit „wetterwendisch“.Sein Deutsch wirkte stil- und sprachbildend für Jahrhunderte. Martin Luther ersann Ausdrücke wie Feuertaufe, Bluthund, Selbstverleugnung, Machtwort, Schandfleck, Lückenbüßer, Gewissensbisse, Lästermaul und Lockvogel. Metaphern wie „Perlen vor die Säue werfen“, „ein Buch mit sieben Siegeln“, „die Zähne zusammenbeißen“, etwas „ausposaunen“, gehen ebenso auf ihn zurück wie „im Dunkeln tappen“, „ein Herz und eine Seele“, „auf Sand bauen“ oder ein „Wolf im Schafspelz“ und „der große Unbekannte“.

  45. RR Prof. Reinhard Horner
    16. April 2012 01:54

    reinhard.horner@chello.at

    Verlebendigung der Katholischen Kirche oder Vertreibung in den Protestantismus und anderswo hin

    Das Christentum und insbesondere die Katholische Kirche haben es dringend nötig, das grundlegende Glaubensgut eindeutig vom Hinzugefügten zu unterscheiden. Hinzugefügtes in gleichem Gewicht zu dogmatisieren, kann zwangsläufig nur schiefgehen.

    Das Zweite Vatikanische Konzil ist unverkürzt ernst zu nehmen.

    Die Frohe Botschaft mit massivem Drohpotenzial kirchenrechtlich verbindlich zu fassen, führte und führt in zahlreiche Irrungen. Gleiches gilt für die Einschränkung der Kirche in Unterwerfung des Gottesvolkes unter den unbedingten Gehorsam unter klerikale Amtsgewalten. In umso schlimmeren Zustand gerät die Glaubensgemeinschaft, wenn vor allem die kirchlichen Machthaber sich in nicht wenigen Belangen krass doppelbödig oder gar missbräuchlich verhalten.

    Just im Vatikan – benannt nach der Ortsbezeichnung nach einer etruskischen Gottheit – besteht erheblicher Bedarf an zukunftsweisenden und zukunftstauglichen Verbesserungen.

    Weder Erstarrungen noch zeitgeistiges Auslaugen bzw. Anschmeißen sind dem religiösen Leben zuträglich.

    Die Dreistigkeit der Pius-Brüder und ähnlicher Faktoren dient einem lebendigen Katholizismus zweifelsohne nicht. Die “Pfarrerinitiative“ und parallele Bewegungen können das hingegen schon. Von ihnen kann manches am Verlebendigung des Katholizismus ausgehen.

    • XICY
      16. April 2012 09:29

      Worin genau besteht denn die von Ihnen monierte "Dreistigkeit der Pius-Brüder"? Darin, dass sie sich nicht von jeder Intrige des Vatikan unterkriegen lassen? Vermutlich nicht, schließlich wollen Sie ja selbst den Vatikan "zukunftsweisend" und "zukunftstauglich" verbessern. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil scheint es sich um so eine Art Orakel zu handeln: Da liest irgendwie jeder das heraus, was ihm gerade behagt. Oder ärgert es Sie, dass sich die Piusse um eine authentische Liturgiefeier bemühen? Oder stört es Sie einfach, dass diese Gruppe ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet? Ich weiß es wirklich nicht.

      Zur Klarstellung: Ich bin kein Anhänger der "Pius-Brüder", weil ich da vermutlich noch weniger hinpassen würde, als das bei den Katholiken der Fall ist.

    • Censorius
      16. April 2012 13:41

      @ RR Prof.

      Dreistigkeit der Pius Brüder ....... Sie haben schlecht recherchiert, sonst könnten Sie den Pius Brüdern keine Dreistigkeit vorwerfen. Sie leben den Katholizismus, wie er 2000 Jahre überstanden hat, durch alle Höhen und Tiefen. Sie anerkennen den Papst als Oberhaupt der kath.Kirche, sie anerkennen das kononische Recht, die Unauflösbarkeit der Ehe ( " was ihr auf Erden bindet ... "), sie bekennen sich zum Schutz des ungeborenen Lebens etc.
      Wenn Sie, verehrter Herr Professor, es als Dreistigkeit empfinden, das 2. Vatikan.
      Konzil nicht anzuerkennen, ist das Ihr Problem. In der bisherigen Form wird es nicht lange bestehen.
      Dreistigkeit ist das Verhalten von Schüller und seiner Connection.

    • A.E.I.O.U. (kein Partner)
      17. April 2012 10:51

      Herr Haus- Hof- oder Regierungsrat!

      Sie übersehen, dass der ganze röm-kath Glaube ein gewachsenes ge- und weiterverfälschtes Konstrukt ist. Und die Amtskirche in 2000 Jahren immer noch nicht geschafft hat, es einigermaßen plausibel hinzubiegen. Den gläubigen Schafen stört das freilich nicht. Denen kann der Glaubensinhalt gar nicht blöd genug zu sein. Denen kann man auch das ewige Leben nach dem Tod vorlügen. Die fressen alles.

      Ich empfehle Ihnen die Lektüre: "Der gefälschte Glaube" von Karl-Heinz Deschner.

      Im Übrigen sollten sich einmal überlegen, wozu die Amtskriche überhaupt die ersten 3 Gebote und das Glaubensbekenntnis braucht, obwohl sie so tut, als ob Gott eine Tatsache wäre. Tatsachen braucht man nicht tagaus tagein von morgens bis abends zu glauben und zu huldigen. Kommt Ihnen das nicht seltsamt vor ? Und so dienen diese Gottesbezeugungen nur der Amtskirche, die auf diesen nicht existierenden Gott ihre ganze Legitimation aufbaut. Deshalb haben sie ihn auch erfunden und halten daran fest.

  46. libertus
    16. April 2012 00:55

    Ja, die gläubigen Katholiken suchen in ihrer Kirche klare Regeln für die Mitglieder, einen Leuchtturm im Sturm des Lebens und Beständigkeit in der Steuermannschaft dieses Schiffes, etwas was sie außerhalb kaum mehr finden.

    Aufwiegler bzw. erfolglose Karrieristen wie Schüller gebärden sich wie unsere Politiker, die ständig ihr Fähnchen in den Wind hängen und die Aufmerksamkeit sowie die Zustimmung der Medien suchen, zwecks Vorantreibens ihrer Karriere.

    Und der beste Beweis dafür sind die Austrittszahlen bei all den Glaubensgemeinschaften, die sich stets den Wünschen und Forderungen ihrer "Schäfchen" gebeugt haben. Das kann wahrlich kein Vorbild für die katholische Kirche sein.

    Wie es aussieht, hat das auch Papst Benedikt längst erkannt und ich hoffe, er hält weiter Kurs!

  47. brechstange
    16. April 2012 00:40

    Der Schüller ist ein Erfüllungsgehilfe der Feinde der Katholischen Kirche. Wahrscheinlich bemerkt er es nicht einmal.

    Die Katholische Kirche passt den Zentralisten, die die Freiheit der Bürger sukzessive beschneiden, nicht ins Konzept.

    • Herby
      16. April 2012 15:24

      Helmut Schüller ist kein Dummkopf, ich denke nicht dass er sich von den wirklichen Feinden der Katholischen Kirche instrumentalisieren lässt. Und auch mit den von Ihnen erwähnten Zentralisten hat Schüller nichts am Hut.
      Was derzeit passiert ist: Die kath. Kirche und alle ihre Mitarbeiter bis zum Papst hinauf, wird auf die Probe gestellt.

    • brechstange
      16. April 2012 19:50

      "Hass ist ein schlechter Ratgeber", sollte man dem Schüller ins Stammbuch schreiben.

      Doch mit der Probe haben sie recht, ich denke, dass die katholische Kirche diese bestehen wird. Eben durch den Felsen in der Brandung, dieser ist nicht auf Sand gebaut.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      19. April 2012 13:59

      Werter Hebebaum/Brechstange/Sochor,

      Dr. Schüller ist mir nicht näher bekannt, ich beziehe mein Wissen ausschließlich (wie vermutlich 99% der österreichischen Bevölkerung) aus dem Fernsehen.

      Nur: was ich da erlebt habe, macht ihn mir durchaus sympathisch. Ich würde mich glücklich schätzen, ihn zu kennen oder gar mit ihm befreundet zu sein. Es wird nicht sein, aber es wäre schön.

      Und deshalb (und weil ich mich im Leben bei der Einschätzung anderer Menschen, die ich zu tausenden kennengelernt habe) nie grob verschätzt habe, glaube ich nicht, dass er ein "Erfüllungsgehilfe der Feinde der katholischen Kirche" sein soll. Weder bewußt noch faktisch.

      Sie halten ihn für einen Maulwurf, ich halte ihn für eine der letzten Hoffnungen der bereits im Untergang befindlichen sogenannten katholischen (= wörtlich: allumfassenden) Kirche. Ihn und seine Gefährten.

      Die Führung dieser immer noch respaktablen, aber bereits angezählten Kirche, speziell die oberste Führung in Rom, sie ist entweder mit Blindheit geschlagen oder zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Es ist ein rechter Jammer.





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