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Unsere Staatsanwälte: Raffinierter als alle anderen zusammen

Machtstrategisch und dialektisch war das allererste Kunst: Die seit längerem im schiefen Licht stehende Oberstaatsanwaltschaft Wien tritt scheinbar überraschend gegen eine Einstellung des Verfahrens gegen Werner Faymann und Josef Ostermayer ein; sie wird dafür auch ringsum belobigt – und dürfte damit doch in Wahrheit schon den Persilschein für die beiden vorbereitet haben. Da muss man wirklich sagen: Hut ab, Genossen! Das ist Spitzenklasse an Raffinesse, so treuherzig und sogar beifallsheischend den Rechtsstaat durch einen Linksstaat zu ersetzen.

Auf den ersten Blick hat diese OStA ja einen Schritt gegen den SPÖ-Chef gesetzt. Sie hat den Vorschlag der ihr unterstellten Wiener Staatsanwaltschaft, das Korruptionsverfahren gegen die Herren Faymann und Ostermayer gleich ganz einzustellen, nicht erfüllt. Das wirkt überraschend, klingt nach Mut vor Fürstenthronen und nach Aufkündigung der Parteisolidarität.

Konkret will die OStA noch die Einholung eines Sachverständigen-Gutachtens, um den Werbewert von 24 doppelseitigen ÖBB-Inseraten in der Kronenzeitung zu überprüfen. Es soll festgestellt werden, ob den ÖBB dadurch ein finanzieller Schaden entstanden ist. Das könnte den beiden Politikern als Untreue angelastet werden.

Das war aber wohl eher ein taktischer Schachzug, um die Schuld am verschlechterten Image der Justiz optisch von der OStA ganz auf die Wiener StA abzuschieben. In Wahrheit haben beide Behörden Hand in Hand den wirklichen Tatbestand arg eingeschränkt. Denn es war, darin sind sich alle von mir befragten Juristen einig, nicht nur Untreue im Fall der ÖBB, sondern auch der Asfinag, es war auch grober Amtsmissbrauch sowie eine Verletzung des Aktiengesetzes, als Verkehrsminister Faymann und sein Faktotum Ostermayer die Führungen von ÖBB und Asfinag gezwungen haben, in Kronenzeitung und anderen nahestehenden Medien zu inserieren. Und vor allem war Zweck der Inserate nie und nimmer die kommerzielle Werbung für die beiden Staatskonzerne, sondern die Bestechung der großen Boulevardzeitungen.

Gewiss kann jetzt noch das Justizministerium die beiden Strafverfolgungsbehörden zu ernsthafteren Aktionen zwingen, etwa auch zum Lesen des Aktiengesetzes. Ob sich diese Ministerin das traut, die allwöchentlich mit den beiden Machtmenschen im Ministerrat zusammensitzen muss, und deren eigenen Partei in den letzten drei Jahren fast jede juristische Kompetenz verloren hat? Man zweifelt.

Dabei haben sich die Staatsanwälte nicht einmal die Mühe gemacht, im Falle Asfinag auch nur deren Vorstände zu vernehmen, die von Faymann/Ostermayer mit unverhohlenen Drohungen zum Inseratenschalten „überredet“ worden sind.

Dabei sind bei Asfinag wie ÖBB die jeweiligen Vorstände dem Eigentümer gegenüber laut Aktiengesetz absolut weisungsfrei.   

Dabei ist es absolut klar, dass diese Inseratenschaltungen nicht zur Verbesserung der Umsätze der beiden Konzerne erfolgt sind, sondern nur dazu, dass die bedachten Boulevard-Zeitungen in ihrem redaktionellen Teile ständig freundlich über Faymann berichten.

Dabei waren die von Faymann/Ostermayer veranlassten Asfinag-Inserate besonders skurril: Denn in diesen wurden die Autofahrer zum Rechtsfahren und zum Anlegen von Gurten aufgefordert. (Es fehlte nur noch die Aufforderung: Bitte keine Unfälle bauen!) Wo da der auch nur ein minimaler Werbewert für die Autobahngesellschaft liegen soll, das kann außer den Staatsanwälten wohl wirklich niemand erklären.

Kronprinzenfragen für Gutachter

Nun wird also ein Gutachter die ÖBB-Inserate in der Kronenzeitung nach dem Werbewert durchforsten. Und er wird dann nach strenger Prüfung entdecken, dass auf den jeweils zwei ganze Krone-Seiten füllenden Inseraten des öfteren das Wort „ÖBB“ vorkommt. Woraus er dann messerscharf auf einen großen Werbewert für die ÖBB schließen wird. Die Gutachter der Wiener Staatsanwaltschaft sind ja für ihre Unabhängigkeit und Sachkunde weltberühmt. In diesem Fall wirds aber doch ein wenig schwierig - so wie bei der einstigen Kronprinzenfrage: Da hatte ein Prüfer die Aufgabe, auch noch so dumme und falsche Antworten des zu prüfenden Kronprinzen so lange umzuinterpretieren, bis aus dem Unsinn eine korrekte Antwort wurde.

Genauer sollte der Gutachter daher keinesfalls in die Inserate hineinschauen. Denn dann könnte er am Ende ja doch ins Grübeln kommen, worin etwa der Werbewert für die ÖBB bei einer über zwei Seiten gehenden knalligen Überschrift besteht: „Ärger rund um verspätete Züge!“ Auch die vielen Passagen von „verdreckten Zügen und unverständlichen Fahrplänen“ könnten beim Gutachter unnötige Verunsicherung in Hinblick auf den großen Werbewert auslösen.

Freilich wusste die „Aktion ,Unsere Bahn‘ von der ,Krone’ und dem neuen Infrastrukturminister Werner Faymann“ (so die Selbstbeschreibung der Inseratenkampagne, die überdies in Verletzung des Mediengesetzes nicht korrekt gekennzeichnet war) immer Abhilfe: Denn in jeder Folge der „Aktion“ gab es dann mindestens einen Vierspalter unter dem Motto „Der Minister antwortet“. Und wie Harun al Raschid hat Faymann in einer Kolumne oder in einem Interview natürlich für jedes Leiden Abhilfe gewusst (Obwohl er als Minister überhaupt nicht in die Vorgänge bei der ÖBB eingreifen durfte).

Werden diese unabhängigen Gutachter aus dem Kreis des BSA oder dem der Freimaurer kommen? Und wie werden sie über den Zynismus hinweggehen, dass diese Doppelseiten mit Beschimpfungen der ÖBB von den ÖBB selbst finanziert werden mussten? Dass aber als Träger der Aktion ausschließlich die Kronenzeitung und Faymann bezeichnet wurden? Was eigentlich als zusätzliches Delikt noch eine Mischung aus Betrug und Täuschung darstellt.

Die Inserate hatten in Wahrheit auch inhaltlich einzig und allein für Faymann selbst einen Werbewert. Besonders köstlich ist es etwa, wenn sich der ehrgeizig neue Minister aus dem Wiener Rathaus (wo man ja solche schmutzigen Aktionen traditionell serienweise veranlasst) auf diesen Seiten Fragen wie der folgenden zu stellen hatte:
„Zum Schluss Herr Minister, wie verbringen Sie, abseits vom politischen Programm, den heutigen 26. Oktober? Bleibt noch Zeit für die Familie?“
„Nach den politischen Veranstaltungen zum Nationalfeiertag werde ich den Abend mit meiner Frau und meiner kleinen Tochter verbringen.“

Das musste aber wirklich einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden!

Die Wiener Staatsanwälte haben das daher als ordnungsgemäße Inhalte eines ÖBB-Inserats mit hohem Werbewert für die Bahn gewertet! Bravo, bravo! Das verdient schon den goldenen Viktor-Adler-Orden am silbernen Nasenring! Und um auch noch den goldenen Nasenring zu erhalten, müssen sie jetzt nur noch einen Gutachter finden, der ihnen das auch so bestätigt. Was sicher kein Problem sein wird.

Ich schlage Niko Pelinka vor. Der muss ja jetzt nicht mehr täglich mit Alexander Wrabetz telefonieren und ist ein europaweit bekannter Bahn- und Medienexperte.

PS.: Sollte sich einer der Leser fragen: Wie kann dieser Werner Faymann eigentlich noch im Amt bleiben? Dann sitzt er leider im falschen Film, pardon: Land. Wir sind in Österreich! (Nicht in der Bananenrepublik Deutschland, wo der Bundespräsident schon am ersten Tag staatsanwaltschaftlicher Erhebungen abdankt).

PPS.: Sollte sich einer der Leser fragen, warum nicht all jene Journalisten zumindest jetzt nach einem Rücktritt Faymanns rufen, die in den letzten Wochen nach einem Rücktritt des Werner Amon gerufen haben, dann haben die gleich mehrerlei vergessen: dass es bei Amon um 10.000 Euro geht und nicht um ein paar Hunderttausend; das es bei Amon um eine freiwillige Parteispende gegangen ist, bei Faymann hingegen um einen amtsmissbräuchlichen Griff in öffentliche Kassen; und dass Amon und die ÖVP halt nicht so viel inserieren wie der liebe Werner Faymann und seine Partei.

PPS.: Und sollte sich einer der Leser gar wundern, warum die Zeit im Bild über ein Strafverfahren gegen den amtierenden Bundeskanzler kürzer als über die Pfarrerinitiative berichtet hat (und erst nach deren Erwähnung durch den Papst), warum die  spätabendliche Zeit im Bild überhaupt nur noch eine Kurzmeldung über Faymann gebracht hat, warum orf.at nicht einmal ein Bild dazu gefunden hat und die Nachricht nach der Causa Amon platziert hat, dann kann ich dem Leser nur noch einen Besuch beim Arzt empfehlen. Wir leben ja nicht mehr in der Ära Schüssel, wo bei einem ähnlichen Vorwurf gegen den Kanzler Sondersendungen und Runde Tische angesetzt worden wären! Diesen Fortschritt sollte man schon wissen, den Rest kann man bei George Orwell nachlesen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 07:51

    Werner Faymann wird als schlechtester Bundeskanzler Österreichs in die Geschichte eingehen. Er hat keinerlei Beziehung zum sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern, dies hat er bereits nach Amtsübernahme bewiesen, wo er die damalige Asfinag-Führung mit Millionenaufwand durch ihm genehme Leute ersetzt hatte. Unzählige ähnlich Fälle folgten. Auch sonst versucht er immer, alle seine schwachen Auftritte und Entscheidungen mit seinem Dauerlächeln zu übertünchen.

    Was ist denn mit der SPÖ los, dass sie keine besseren Leute für Führungspositionen aufbieten kann? Relativ betrachtet, hat aber auch die ÖVP gewaltige Managementprobleme. Scheinbar hat die Politikverdrossenheit auch schon auf die höheren Parteigremien übergegriffen, da sich keine qualifizierten Leute mehr finden lassen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 01:46

    Amon wird ja nur deshalb so hochgekocht, um als Faustpfand für all die linken Schweinereien herzuhalten, sollte die Frau Justizminister vielleicht auf die Idee kommen, doch noch durchzugreifen.
    Der nächste, schmutzige Justizdeal ist damit programmiert und die Ermittlungen gegen Faymann/Ostermayer sind trotz dieser Gutachterfarce so gut wie eingestellt.

    Die nächste Affäre, in der es um noch mehr Millionen geht = die Causa Schlaff wird ebenso sanft entschlaf(f)en, denn auch dieser Herr hat es sich in Österreich gemütlich ein- und gerichtet. Seine Verbindungen in höchste Kreise werden ihn selbstverständlich vor Strafverfolgung schützen.

    Da sage noch einmal jemand, unser Rechtsstaat sei weit entfernt vom BALKAN!

  3. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 01:54

    Ich habe eine besondere Raffinesse in der ZiB I darin herhausgehört, daß es bei den Gutachten ja nicht darum geht, ob sich F&O, sondern ob sich der ÖBB-Vorstand strafbar gemacht hat!

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 10:52

    Man will ja niemand Tipps geben, die Herr- und Frauschaften der OStA haben das auch nicht nötig, aber der Werbewert für die ÖBB ist ganz leicht darzustellen: Die ÖBB griffen werbetechnisch mutig das Gesudere der Bahnkunden auf und begegnen - mit freundlicher Hilfe sogar des Ministers - der Kritik mit Besserungsgelöbnissen. Das ist doch ganz einfach erklärbar! Darum die Beschränkung auf diesen Punkt.

    Bei der Asfinag allerdings hätte ein Gutachter weit mehr Probleme. da - Unterberger hat es beschrieben - nix zum Bewerben war. Da haben die Staatsanwälte wahrscheinlich gelacht und gesagt: "Das können nicht einmal wir schönreden!" In Konsequenz wird dieses Thema ganz ausgespart.

    Demokratiezerstörender Saustall mit mittelfristig bösen Folgen auch für die jetzt Triumphierenden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 08:28

    Bemerkenswert wieder einmal zu sehen, wie die kongeniale Partnerschaft von SPÖ und SPÖ-Konservierungsmedien reibungslos funktioniert!

    Da wird in den Schlagzeilen suggeriert, daß die österreichische Justiz total unparteiisch, "gnadenlos objektiv" sogar vor dem Bundeskanzler nicht zurückschreckt! Das ist halt der nicht so "ganzRoten" Reichshälfte geschuldet... Was dann tatsächlich passiert ist, hat A.U. oberhalb trefflichst beschrieben.

    Die "heiße Kartoffel" dann an die Schwarze Justizministerin weiterzureichen ist überhaupt an Schläue nicht mehr zu überbieten. Nicht einmal ein "Schwarzer-Broda" könnte damit noch etwas anfangen. Soweit ich mich erinnere, gab es kaum Widerstände von SPÖ-Seite, den ÖVP-Wunsch nach dem Justizministerium zu erfüllen. Im Nachhinein stellt sich das für die SPÖ als Idealzustand heraus. Von ÖVP-Seite, wohlgemerkt, NUR von ÖVP-Seite, sind daher die Staatsanwälte de facto WEISUNGSFREI gestellt. Die SPÖ kann somit mit der ÖVP "Schlittenfahren"...

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß die SPÖ der ÖVP noch ein zusätzliches Ministerium "überreicht" hätte, nur damit die ÖVP das Justizministerium übernimmt...

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 12:49

    Als ich das gestern in den Nachrichten gehört habe, war mir klar: Nix wird herauskommen,
    denn die neuerlichen Ermittlungen der OStA sind wohl nur angelegt um den Haugout, der von dieser Institution ausgeht, ein wenig geringer erscheinen zu lassen. Natürlich gilt für alle die Unschuldsvermutung.

    Und die ÖVP erscheint wie gelähmt; sie traut sich nicht gegen den Kanzlerdarsteller und seinen Medienmetternich aufzumucksen. Diese Zurückhaltung wird ihnen nicht von Nutzen sein, sondern hilft ihnen lediglich beim Sterben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 16:26

    reinhard.horner@chello.at

    Bleiben wir wachsam!

    Das Vorgehen der 3. Staatsgewalt - insbesondere der Staatsanwaltschaft - bedarf nachhaltig größtmöglicher Aufmerksamkeit.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2012 07:31

    Die Kommentare beim Kurier geben überraschenderweise eine andere Sichtweise wider.
    Mag es an mangelnder Intelligenz der dortigen Poster liegen, oder werden diese bezahlten Schreiberlinge von Faymann und Rudas Gnaden nicht besser ausgebildet?
    http://kurier.at/nachrichten/4491285-inserate-weiter-erhebungen-gegen-faymann.php

    Leider wird bei dieser Aktion vom Maturanten nichte herauskommen, die gravierenden Punkte wurden nicht behandelt, jetzt soll ein Scheinverfahren durchgeführt werden um zumindest ein Kleinstmaß an Objektivität vorgaukeln zu können.
    Wer wird einem Faymann schon etwas anhaben können, der ist doch so fesch, eloquent, intelligent und fachwissend. *ggg*

    Wann werden seine geheimen 7 Jahre offengelegt?


alle Kommentare

  1. Franz Farkas (kein Partner)
    11. April 2012 20:53

    Sg Hr. Unterberger.

    Ich habe seinerzeit immer sehr gerne Ihre klugen Kommentare in der Zeitung "Die Presse" gelesen, die ich doch noch vermisse.

    Taten sind nun, wie Sie wissen, ebenso wichtig wie hinter die Kulissen zu schauen!
    Es ist doch längst an der Zeit, dass einige honorige Persönlichkeiten endlich den Mut und die Courage aufbringen und politische Handlungen setzen.

    Rufen Sie Hr. Unterberger eine neue politische Bewegung ins Leben, um bei den bevorstehenden Wahlen anzutreten. Sie würden sicher ein anständiges und schlagkräftiges Team kurzfrsitig zusammen bekommen! Wir, ich und Kollegen von mir, würden Sie sofort untestützen!

    Wenn es einer ulkigen, chaotischen "Piratenpartei" eine über 5 %ige Zustimmung bei Wahlen prognostiziert wird, ja dann wäre für Sie Hr. Unterberger und einem kompetenten Team mindestens ein solches, ich bin sicher sogar ein wesentlich besseres Ergebnis, sicher!!!

    Wie stehen Sie dazu?

    Mit freundlichen Grüßen

    F. Farkas

  2. Reinhard Bimashofer (kein Partner)
    07. April 2012 20:43

    Dr. Unterberger in Allerhöchstform! Das ist aber das einzig Positive an dieser Analyse. Sonst: Mir ist nach Hilferuf! Wir brauchen die ÖBB für die Inserate für Politiker, die Abfangjäger für Korruptionsüberschallflüge und die Telekom als ein als Selbstbedienungsladen getarntes Kommunikationsunternehmen. Vielleicht wird manches bessern, wenn nun endlich ALLES aufgezeichnet wird?

  3. Charlesmagne
    07. April 2012 17:27

    Googeln Sie alle einmal "Fabian Society" und es werden Ihnen die Augen aufgehen hinsichtlich Busek, Schilcher, Schönborn, you name them........

  4. Gasthörer (kein Partner)
    07. April 2012 16:35

    Welche Partei war das nochmal, die mit dieser SPÖ eine Koalition haz?
    Und diesen Kanzer mit auf den Schild gehoben hat?

    Die Partei, die diese rote Verbrecherbande auch nur noch einen Tag weiter an der Macht hält, gehört ja noch vor den Sozen selbst zum Teufel gejagt.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      07. April 2012 17:31

      Gasthörer ...

      Bitte erkläre mir genauer warum und aus welchem Grunde Du die SPÖ eine Verbrecherbande nennst...

      Aber lass Dir bitte zeit dabei!
      Blöde, bei den Haaren herbeigezogene Begründungen, welche eventuell auf einen ausgewiesenen Einfaltspinsel hinweisen, akzeptiere ich nämlich nicht!

      Und damit kein Missverständnis entsteht:
      Mir ist die ÖVP gerade so lieb/unlieb wie die SPÖ.
      Beide sind jedoch immer noch und tatsächlich demokratische, staatstragende Parteien.

    • Gasthörer (kein Partner)
      07. April 2012 18:28

      Lieber Dile,
      habe ich nicht klar gemacht, dass ich den Koalitionspartner von den Roten noch vorher abgewählt sehen möchte?

      Würden Sie nicht jedes Argument als "blöde und bei den Haaren herbeigezogen" abtun?

      Für Argumente ist außerdem AU zuständig, er bekommt schließlich Geld dafür. Ich zeige lediglich hin und wieder gewisse Widersprüche auf - bewege mich lieber auf der Metaebene.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      07. April 2012 19:02

      Soso!

      Jetzt sind die also alle Verbrecher!

      Und warum??

      Und was bist dann bitte Du??

      Ich meine: Du bist sicherlich (hier) kein Verbrecher! *g*

  5. Ortner RAem. (kein Partner)
    07. April 2012 16:07

    Das österreichische Wunder ist, daß man angesichts der herrschenden politischen Verhältnisse in Sicherheit gut leben kann. Aber zu einem "Lob" des Bundespräsidenten Wulff a.D., er sei sofort nach Tätigwerden der Staatsanwaltschaft zurückgetreten, muß ich schon sagen, daß dieses Verhalten der Gipfel der Schande ist. Denn der in der Öffentlichkeit angegriffene Ehrenmann muß ja den gerichtlichen Strafprozeß wünschen, um rehabilitiert zu werden. Ich hatte Freunde, deren Ehre öffentlich angegriffen wurde und die die richterliche Intervetion wünschten - vergebens.

    • Segestes (kein Partner)
      07. April 2012 16:39

      "Ich hatte Freunde, deren Ehre öffentlich angegriffen wurde und die die richterliche Intervetion wünschten - vergebens."

      "Ehre" wird oft überbewertet - siehe im Islam.

  6. Segestes (kein Partner)
    07. April 2012 14:30

    Tja, so beeinflusst der Standpunkt eben den Blickwinkel!
    Die „Krone“ fühlt sich nämlich von der aus ihrer Sicht übermäßigen ORF-Berichterstattung regelrecht gemobbt...

    Wäre nicht ausgerechnet die "Krone" in diesen Fall involviert, dieses dem ORF so verhasste Medium, man würde zweifellos noch viel weniger über Faymanns ÖBB-Inserate per Staatsfunk erfahren.

  7. ashanyan (kein Partner)
    07. April 2012 13:57

    Der sogenannte "Werbewert" ist in der strafrechtlichen Beurteilung völlig nebensächlich.

    Die wesentliche Frage ist, ob der Minister durch Druck und Überzeugung den Vorstand einer AG dazu gezwungen hat, wirtschaftliche Dispositionen zu veranlassen.

    Nötigt der Minister etwa die AG, einhundert Mercedes Fahrzeuge zu kaufen, so wird niemand in Abrede stellen, dass die AG einen Gegenwert von einhundert Fahrzeugen erhalten hat. Der Nutzungswert (synonym zum Werbewert) ist nur dann erheblich, wenn der Minister selbst einige dieser Fahrzeuge für sich selbst reklamiert.
    Ebenso ist der Werbewert von Inseraten unumstritten. Wenn allerdings die Inserate zur Imagepflege des Ministers geschaltet wurden, ist zwar der Werbewert vorhanden, es nutzt allerdings nur dem Minister.

    Stellt also der Gutachter nur den Werbewert fest, so kann er nur allgemein festhalten, ob ein Inserat in der Krone für einen bestimmten Preis einen bestimmten allgemeinen Werbewert erzielen kann. Dafür braucht es keinen Gutachter - das regelt der Markt.

    Die Fragen müssten daher lauten:
    Hat der Minister widerrechtlich den Vorstand zur Schaltung von Inseraten gedrungen ?
    Nutzen die Inserate der Imagepflege des Ministers oder der ÖBB ?

    Wir müssen uns daher fragen:
    Wird durch eine falsche Fragestellung an den Gutachter das Ermittlungsergebnis verfälscht ?

  8. Günter (kein Partner)
    07. April 2012 12:35

    Die ethischen Werte sind nicht nur in der Politik, sondern generell in unserer Gesellschaft verloren gegangen. Man kann als Einzelner nur versuchen seinen eigenen beeinflußbaren Bereich sauber zu halten, und sich bemühen den Kindern Vorbild zu sein. Die regierenden Parteien samt ihren Mitläufern und Günstlingen profitieren davon, dass sie bei der unkritischen Öffentlichkeit den Eindruck erwecken: "Mitmachen" zahlt sich auf alle Fälle aus, und sei der Vorteil auch noch so gering. Vor selbsternannten moralischen Autoritäten ist Vorsicht geboten, egal auf welcher Ebene sie agieren.

  9. Diskussionsleiter (kein Partner)
    07. April 2012 11:34

    Tja, schon ein Pech für den Herrn Polemikberger, wenn sich in der Causa Faymann strafrechtlich nichts ergibt (wenngleich auch ich die Inseratenaffäre moralisch für untragbar halte). Da kann man ja gleich wieder im nächsten Artikel den mutmasslich multikriminellen Grasser verteiden, nicht wahr?

  10. numerus clausel (kein Partner)
    07. April 2012 07:31

    Die Kommentare beim Kurier geben überraschenderweise eine andere Sichtweise wider.
    Mag es an mangelnder Intelligenz der dortigen Poster liegen, oder werden diese bezahlten Schreiberlinge von Faymann und Rudas Gnaden nicht besser ausgebildet?
    http://kurier.at/nachrichten/4491285-inserate-weiter-erhebungen-gegen-faymann.php

    Leider wird bei dieser Aktion vom Maturanten nichte herauskommen, die gravierenden Punkte wurden nicht behandelt, jetzt soll ein Scheinverfahren durchgeführt werden um zumindest ein Kleinstmaß an Objektivität vorgaukeln zu können.
    Wer wird einem Faymann schon etwas anhaben können, der ist doch so fesch, eloquent, intelligent und fachwissend. *ggg*

    Wann werden seine geheimen 7 Jahre offengelegt?

  11. Holmes (kein Partner)
    07. April 2012 07:28

    Onkel Hans nicht mehr ansprechbar.

    Nicht nur der Rotfunk versucht die Ermittlungen gegen den Inseratenkanzler herunter zu spielen, auch die "Graune" ist (aus gutem Grund) schmähstad.
    Welche Entlastungsoffensive hätte wohl Onkel Hans noch am gleichen Tag gestartet? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    • numerus clausel (kein Partner)
      07. April 2012 09:00

      Gestern war doch eh ein dezenter Bericht vom Einsager Pandi auf Seite 2. Der Name Faymann wurde in dem "Bericht" nicht gefunden, das Problem hätte vielmehr lt. Pandi die ÖBB:
      Was schreiben "Österreich", "Heute" und der "Substandard" über die Causa?

  12. Brigitte Imb
    06. April 2012 21:54

    Die OStA will einen ausländischen Gutachter. Das klingt primär gut - bleibt nur die Frage wer den auswählt (und ob er gar mit der OStA bekannt od gar verbandelt ist - ...Unschuldsvermutung!).

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/747183/Inserate_Staatsanwaltschaft-will-auslaendischen-Gutachter?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

  13. Roland Wagner
    06. April 2012 16:46

    Ein Lehrstück, wie die StA Wien in Tateinheit mit der OStA durch eine Tatsachenverdrehung die Korruptionsvorwürfe gegen Faymann und Ostermann als nicht anklagenswert darstellt.

    Nur zur Erinnerung: es geht nicht um Werbewerte, sondern darum, ob es durch politische Intervention zu Anzeigenschaltungen staatsnaher Betriebe in Zeitungen gekommen ist, die dem Intervenienten nahe stehen.

    Selbst wenn ein Werbewert generiert würde - was ja nona festgestellt werden wird - und selbst wenn dieser Werbewert unermesslich wäre - was eher nicht der Fall sein dürfte - bleibt der Vorwurf aufzuklären, Faymann als Infrastrukturminister und sein damaliger Büroleiter Ostermayer haben bei Firmen in ihrem Einflussbereich Inserate befohlen, damit Faymann in einem noch stärkerem Ausmass medial präsent sein konnte, als dies die ohnehin ordentlichen Werbebudgets seines Ministeriums zuließ.

    Und an statt die Manager der Unternehmen nachhaltig zu befragen, die - zumindest war dies in einigen Medien nachzuvollziehen - gelinde gesagt unglücklich darüber waren, dass ihnen das dynamische rote Duo kostspielig in die Öffentlichkeitsarbeit pfuscht, oder an statt die damaligen Vorstände der Asfinag überhaupt zu befragen oder an statt einfach zu bewerten und aufzuklären, was es rechtlich bedeutet, dass aus dem Budget Faymanns drei Leasing Mitarbeiter der ÖBB bezahlt wurden, die für die Kampagne in der Krone abgestellt waren, stürzt sich die OStA auf die Werbewerte.

    Werbewerte sind ein virtuelle, höchst dehnbare Maßgröße und in Verbindung mit den Preisen für Inseratenseiten und damit verbundenen Rabatten de facto nicht aussagekräftig.

    Aber darum geht es nicht. Wenn nämlich das Verfahren gegen Faymann und Genossen eingestellt wird, weil laut Gutachter - am Besten Thomas Havranek bestellen - die Werbewerte stimmen, dann ließe das folgenden und zugegeben geschmacklosen Vergleich zu:

    Wenn sich das Opfer einer Vergewaltigung anschließend in den Vergewaltiger verliebt, bleibt die Schandtat straffrei. Das Opfer mußte eben zu seinem Glück gezwungen werden.

  14. RR Prof. Reinhard Horner
    06. April 2012 16:26

    reinhard.horner@chello.at

    Bleiben wir wachsam!

    Das Vorgehen der 3. Staatsgewalt - insbesondere der Staatsanwaltschaft - bedarf nachhaltig größtmöglicher Aufmerksamkeit.

  15. Xymmachos
    06. April 2012 16:12

    @Herby
    Für diesen Tip herzlichen Dank. Da reichen keine Sternderln => VSOP!!!
    Hätt' mir nicht gedacht, daß so was heute in Österreich noch möglich ist, und noch dazu als ORF-Produktion!

    • Xymmachos
      06. April 2012 16:14

      Sorry, gehört ganz nach unten. Ansicht der vier "Schlick"-Videos wird dringend empfohlen!

    • brechstange
      06. April 2012 16:48

      Die Schlick-Videos sind wirklich gut, durften im ORF ja nicht gezeigt werden.

  16. contra
    06. April 2012 14:13

    @HJR

    Stimmt, denn die Anzeige bei uns kommt von einem Serben, denn in Österreich traut sich sonst niemand!

  17. Josef Maierhofer
    06. April 2012 14:00

    Einfach Österreich.

    Dass so was Kanzler ist, dass so 'untersucht' wird, dass Gesetz egal ist, etc.

    'Faustpfand', na ja, es wissen ohnehin bereits alle Österreicher, was da los ist und ich werde bei der nächsten Wahl ganz sicher nicht diese Koalition wählen, wie so viele andere auch, einmal ist es eben genug und der Bogen wurde überspannt.

    Jene, die Österreich helfen wollen, sollten sich für die neuen Parteien zur Verfügung stellen, jene, die das Lügen- und Komplott- und Korruptionstheater fortführen wollen, jene mögen dann nach der nächsten Wahl auf keiner Position mehr aufscheinen, so hoffe ich.

    Wir haben Wichtigeres zu tun, nämlich die Schäden, die diese 'Volksvertreter' angerichtet haben, zu zahlen und das Jahrzehnte lang. Nicht nur die hundert tausende, die sie persönlichen Schaden erzeugt haben, auch die Milliarden, die sie, ideologisch verblende,t verpulvert haben auf Kosten des Volkes, müssen wir zahlen.

    Es ist Zeit, diese Umtriebe einzustellen. Sie arbeiten nicht, sondern sind mit sich selbst beschäftigt für viel Geld. Vielleicht ist es auch besser wenn diese nicht arbeiten, dann ist möglicher weise der Schaden geringer.

    Wieder die Frage meiner Freundin, was suche ich noch in Österreich, 'Ostereier' vermutlich ,,,

  18. Brigitte Imb
    06. April 2012 12:49

    Als ich das gestern in den Nachrichten gehört habe, war mir klar: Nix wird herauskommen,
    denn die neuerlichen Ermittlungen der OStA sind wohl nur angelegt um den Haugout, der von dieser Institution ausgeht, ein wenig geringer erscheinen zu lassen. Natürlich gilt für alle die Unschuldsvermutung.

    Und die ÖVP erscheint wie gelähmt; sie traut sich nicht gegen den Kanzlerdarsteller und seinen Medienmetternich aufzumucksen. Diese Zurückhaltung wird ihnen nicht von Nutzen sein, sondern hilft ihnen lediglich beim Sterben.

  19. simplicissimus
    06. April 2012 11:00

    das system selbst sorgt für eine kontinuierliche negativauslese, die einem kulminationspunkt zustrebt. nur rückgratlose opportunistische ellenbogentechniker haben eine chance. konstruktive inhalte? nein, wahlversprechen, vetternwirtschaft und korruption bis zum kollaps.

    als erstes müssen wir den regierenden sauhaufen abwählen.

    dann wird man weitersehen.

    • phaidros
      06. April 2012 11:48

      Wer ist »wir«?

      »Turkeys don't vote for X-mas«, heißt es bei den Briten. Die Mehrheit der Wähler aber profitiert vom Umverteilungssystem und kann die Langzeitfolgen nicht abschätzen. Treten die dann ein, nennt man sie »Krise«, sucht einen Sündenbock (bereits geschehen: die Spekulanten) und macht fröhlich weiter. Noch

      Einzig ein informiertes Wahlvolk könnte und würde den Sauhaufen abwählen.

      Woher soll die Information aber kommen? Aus der Landschaft der Parteien? Denen sowieso nicht mehr vertraut wird, und die im »Modus« kaum noch und in der »Res« selbst für den Eingeweihten praktisch keine Unterscheidungsmerkmale mehr aufweisen?

    • phaidros
      06. April 2012 11:49

      ...das »Noch« dort oben können Sie gerne behalten!

    • simplicissimus
      06. April 2012 13:16

      "wir" sind wir alle, die das ganze satt und trotz der vereinten linken medienlandschaft noch etwas durchblick haben.
      für eine einfache mehrheit der einzigen relevanten oppositionspartei wird es wahrscheinlich reichen.

      dann wird man weitersehen.

      alternative heisst für den einzelnen entweder politisch abzuschalten oder der sprung vom donauturm.

  20. Wolfgang Bauer
    06. April 2012 10:52

    Man will ja niemand Tipps geben, die Herr- und Frauschaften der OStA haben das auch nicht nötig, aber der Werbewert für die ÖBB ist ganz leicht darzustellen: Die ÖBB griffen werbetechnisch mutig das Gesudere der Bahnkunden auf und begegnen - mit freundlicher Hilfe sogar des Ministers - der Kritik mit Besserungsgelöbnissen. Das ist doch ganz einfach erklärbar! Darum die Beschränkung auf diesen Punkt.

    Bei der Asfinag allerdings hätte ein Gutachter weit mehr Probleme. da - Unterberger hat es beschrieben - nix zum Bewerben war. Da haben die Staatsanwälte wahrscheinlich gelacht und gesagt: "Das können nicht einmal wir schönreden!" In Konsequenz wird dieses Thema ganz ausgespart.

    Demokratiezerstörender Saustall mit mittelfristig bösen Folgen auch für die jetzt Triumphierenden.

    • M.S.
      06. April 2012 13:45

      @Wolfgang Bauer
      "Demokratiezerstörender Saustall mit mittelfristig bösen Folgen auch für die jetzt Triumphierenden."
      Zuerst wird die ÖVP bei den nächste Wahlen eine vernichtende Niederlage erleiden, die sie vermutlich auf das Niveau einer Kleinpartei befördern wird. Die SPÖ wird zwar auch verlieren, aber mit Hilfe von Spindoktoren und der geballten linken Medienmacht im Rücken nicht so viel wie die ÖVP. Wahrscheinlich wird sie wieder stimmenstärkste Partei werden und wieder den nächsten Bundeskanzler (Faymann?) stellen. Darüber wird sie sich aber nur ganz kurz freuen können, denn was auf die nächste Regierung zukommt wird kein Honiglecken sein. All die Probleme, die die jetzige Regierung ignoriert hat, werden in der nächsten Legislaturperiode schlagend werden. Ob die SPÖ in der Lage sein wird damit fertig zu werden, darf nach den bisherigen Erfahrungen bezweifelt werden. Vermutlich wird sie dann das gleiche Schicksal wie die ÖVP ereilen. In welchem Zustand sich unsere Demokratie dann befinden wird, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

  21. brechstange
    06. April 2012 10:44

    Herr Dr. Unterberger

    *****************************!

    Beten wir um eine friedliche Säuberung dieses Saustalls.

    Unsere Ausgangsposition in einem Europa, das auch nicht gerade vor Sauberkeit strahlt, wird zunehmend schlechter. Sie werden es zu nützen wissen.

  22. Censorius
    06. April 2012 09:43

    Dieser politische Saustall ist nicht mehr zu überbieten.
    A.U. hat die Strategie der STA richtig erkannt. Man will durch die Bestellung eines Sachverständigen nur eine neue Begründung für die Einstellung des Strafverfahrens finden. Wie soll ein SV feststellen, dass die ÖBB durch die Inserate ( allein bei der Kronenzeitung mehr als Euro 500.000,- ) einen Werbeerfolg hatte ? Ein Vorschlag für die Begründung des Gutachtens : Die Schulden der ÖBB haben sich nicht vermehrt.

    Jetzt wird man sehen, ob wir eine Justizministerin haben, oder ob sie nur Mitglied einer koalitionären Packelei ist. Die Endstation des staatsanwaltlichen Bummelzuges ist bei der Justizministerin Karl. Sie könnte vor ihrem Rückzug aus der Politik noch eine Tat setzen, die ihre professionelle Unfähigkeit etwas verblassen ließe,

    • Erich Bauer
      06. April 2012 10:07

      Censorius,
      "...ihrem Rückzug..."

      Wäre sicher das Beste in dieser Situation. Denn: wenn sie eine "Weisung" gibt, lachen die Hühner, wenn sie "keine" Weisung gibt, bleibt sogar die Inseratenerpressung an der ÖVP hängen...

      Die ÖVP sollte sofort einem Roten oder einer "Rötin" aufzwingen...(ist eh nur ein verzweifelter Gedanke). Wenn nämlich ein/eine Roter/Rötin diese Cause endgültig einstellen muß... gäbe das (vielleicht) ein nicht so schönes Bild ab. Aber, sicher bin ich mir dabei auch nicht...

    • Erich Bauer
      06. April 2012 10:18

      Einfügung:
      (da haben sich die Finger beim Eintippen des Wortes Luistz "gesperrt"... immer hab ich da neuerdings den falschen Fingersatz)

      ...einem Roten oder einer "Rötin" DAS JUSTIZMINISTERIUM aufzwingen..

  23. socrates
    06. April 2012 09:03

    Unsere Staatsanwaltschaft hat oft die Mächtigen geschützt. Auf Anhieb fällt mir Oscar Schmied ein, der von Wr. Neustadt nach Wien verlegt wurde und Proksch, der nach Sbg verlegt wurde. Ich bin überzeugt, daß viele Blogteilnehmer noch mehr darüber wissen.
    "Angeklagter, wie oft waren sie wegen Korruption vor Gericht?"
    "27 mal, Herr Rat"
    "Warum wurden sie nie verurteilt?"
    "Die Summen waren zu hoch!"

  24. Erich Bauer
    06. April 2012 08:28

    Bemerkenswert wieder einmal zu sehen, wie die kongeniale Partnerschaft von SPÖ und SPÖ-Konservierungsmedien reibungslos funktioniert!

    Da wird in den Schlagzeilen suggeriert, daß die österreichische Justiz total unparteiisch, "gnadenlos objektiv" sogar vor dem Bundeskanzler nicht zurückschreckt! Das ist halt der nicht so "ganzRoten" Reichshälfte geschuldet... Was dann tatsächlich passiert ist, hat A.U. oberhalb trefflichst beschrieben.

    Die "heiße Kartoffel" dann an die Schwarze Justizministerin weiterzureichen ist überhaupt an Schläue nicht mehr zu überbieten. Nicht einmal ein "Schwarzer-Broda" könnte damit noch etwas anfangen. Soweit ich mich erinnere, gab es kaum Widerstände von SPÖ-Seite, den ÖVP-Wunsch nach dem Justizministerium zu erfüllen. Im Nachhinein stellt sich das für die SPÖ als Idealzustand heraus. Von ÖVP-Seite, wohlgemerkt, NUR von ÖVP-Seite, sind daher die Staatsanwälte de facto WEISUNGSFREI gestellt. Die SPÖ kann somit mit der ÖVP "Schlittenfahren"...

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß die SPÖ der ÖVP noch ein zusätzliches Ministerium "überreicht" hätte, nur damit die ÖVP das Justizministerium übernimmt...

    • Erich Bauer
      06. April 2012 13:54

      Gottseidank! Mit mir zusammen sind wir 8! Wir gehören nicht zu den "7 Zwergerln" Für den IGD sind wir jetzt uninteressant... :-)))

  25. HJR
    06. April 2012 08:11

    Man merkt die Absicht und ist verstimmt!

    Oder im Klartext: "Wir werden verarscht!"
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • M.S.
      06. April 2012 13:54

      @HJR
      Das Deprimierende an der Sache ist, dass die meisten Zeirtgenossen weder die Absicht merken, noch dass sie verarscht werden.

  26. Observer
    06. April 2012 07:51

    Werner Faymann wird als schlechtester Bundeskanzler Österreichs in die Geschichte eingehen. Er hat keinerlei Beziehung zum sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern, dies hat er bereits nach Amtsübernahme bewiesen, wo er die damalige Asfinag-Führung mit Millionenaufwand durch ihm genehme Leute ersetzt hatte. Unzählige ähnlich Fälle folgten. Auch sonst versucht er immer, alle seine schwachen Auftritte und Entscheidungen mit seinem Dauerlächeln zu übertünchen.

    Was ist denn mit der SPÖ los, dass sie keine besseren Leute für Führungspositionen aufbieten kann? Relativ betrachtet, hat aber auch die ÖVP gewaltige Managementprobleme. Scheinbar hat die Politikverdrossenheit auch schon auf die höheren Parteigremien übergegriffen, da sich keine qualifizierten Leute mehr finden lassen.

    • Alexander Renneberg
      06. April 2012 08:46

      na wer wird sich diesen wahsinn als politier denn antun?

      Antwort eines engen freundes der in nö als landtagsabgeordneter im Gespräch war bzw gefragt wurde:

      niemals, ein job rund um die uhr. egal wo du bist du bist politiker, nicht mehr privat. ich kann nicht einfach mit dir golfen gehen wenn ich lust darauf habe, oder auf ein paar bier mit die und anderen freunden, wer weiß wer mich sieht und was welche Zeitung schreibt. nix ist mit meinen hobbys das kann man alles vergessen. er verdient in der privatwirtschaft mehr und dazu mehr freiheiten.

      also wozu sollte er das machen.

      wozu sollten viele andere das machen? aus idealismus? in dem wissen es gibt einen clubzwang? dass man nichts verändern kann?

      sorry, da werden sich nur seltsame, eitle menschen finden die glauben sie seien die richtigen. ob das reicht?

    • Gandalf
      06. April 2012 10:41

      @ Alexander Renneberg:
      Ganz gleich, ob beabsichtigt oder Tippfehler: Vielen Dank für die Wortschöpfung "Politier". Sie trifft den Nagel auf den Kopf: Wir haben heute leider keine Politiker mehr, sondern Politiers. So was ähnliches wie Saisonniers...

    • Alexander Renneberg
      06. April 2012 10:43

      gandalf ;-) gerne!

    • phaidros
      06. April 2012 11:35

      Gandalf, leider nur allzu wahr!

      Aber auch nicht anders zu erwarten: wer geht denn in die Politik, wenn er nichts anderes zu erwarten hat, als in den ersten zwei Jahren nicht nur aufs Niedrigste persönlich attackiert und runtergemacht zu werden, sondern auch Ruf und Ansehen - zurecht oder nicht bleibe dahingestellt - ruiniert zu bekommen?

      Umso schlimmer, wenn wir dazu aufrufen, es in der Vorgangsweise den Linken gleichzutun, weil die »keine andere Sprache« verstehen würden. Nicht nur von da her trügerisch, sondern auch taktisch: sie können es nesser. »Lass Dich nicht mit einem Idioten ein. Zuerst zieht er Dich auf sein Niveau hinunter, und dann schläget er Dich, weil er dort mehr Erfahrung hat«, heißt es. Wir sollten daher nicht der Versuchung erliegen, es zu diesem »Zuerst« kommen zu lassen.

      BG

    • Erich Bauer
      06. April 2012 11:57

      Alexander Renneberg
      "...also wozu sollte er das machen..."

      Aus ef-magazin (Roland Baader, "Die liberale Gretchenfrage")

      "...Daraus folgt einerseits eine resignierende Einsicht, die Hayek im genannten Aufsatz – und dabei Adam Smith zitierend – wie folgt formuliert hat: „Die Frage, wie die [liberalen] Prinzipien, die ich durch Zusammensetzung der Bruchstücke einer Tradition zu rekonstruieren versuchte, in ein Programm übersetzt werden können, das die Massen anspricht, muss der Sozialphilosoph ‚jenem hinterlistigen, verschlagenen Tier [überlassen], das man einen Staatsmann oder Politiker zu nennen pflegt, dessen Entschlüsse sich nach den momentanen Schwankungen richten’.“

  27. Markus Theiner
    06. April 2012 06:33

    In Wahrheit kommt es doch garnicht darauf an, ob ein unabhängiger Gutachter jetzt zu dem Schluss kommt, dass der Werbewert höher war als die Kosten.
    Wesentlich ist, ob damit der maximale Nutzen (das beste Preis-Leistungsverhältnis) angestrebt wurde, der für den jeweils zuständigen Vorstand aus damaliger Sicht nach sachkundiger und sorgfältiger Kalkulation erkennbar war. Was ja hoffentlich dokumentiert ist.
    Wenn der Vorstand schon zugibt überhaupt nicht an das Wohl des Unternehmens gedacht sondern fremdem Druck nachgegeben zu haben, dann kann man sich meines Erachtens einen Sachverständigen völlig sparen.
    Ansonsten müsste man den Sachverständigen auf die Begründung der Entscheidung ansetzen, nicht ihre Folgen.
    Wäre die nachvollziehbar, dann wäre der Vorstand mal aus dem Schneider. Was ich mir aber kaum vorstellen kann.

    Ob Faymann und Ostermayer dann noch wegen Untreue belangt werden können (die anderen Delikte bleiben mal außen vor) bin ich mir nicht sicher.
    Selbst untreu können sie ja nicht sein, weil sie das Geld nicht selbst verwalten. Und da ich kein Strafrechtler bin kann ich nicht einmal sicher sagen ob versuchte Anstiftung strafbar wäre.

  28. Wertkonservativer
    06. April 2012 06:16

    Eine einzige Sauerei, dieses Polit- und Justiz-Intrigantenstadel !!!

    Mehr nicht am Karfreitag!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Dornenkrone
      06. April 2012 07:43

      Und das ist gut so!

    • phaidros
      06. April 2012 09:11

      @Dornenkrone mies und schäbig. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten. Aber ich kann Ihnen flüstern: es haben außer mir doch auch einige andere mitbekommen (und vermutlich nicht vergessen), wer sich dahinter verbirgt.

    • Xymmachos
      06. April 2012 10:05

      "Herr (phaidros), dunkel ist der Rede Sinn..."
      Da ich nicht mitbekommen habe, wer sich hinter dem (am Karfreitag besonders sinnigen) Nickname Dornenkrone verbirgt, wäre ich für weiterführende Informationen dankbar.

    • Erich Bauer
      06. April 2012 10:53

      Xymmachos,
      "... für weiterführende Informationen dankbar..."

      Ich bin schon seit den Anfängen hier "tätig". Mit einer längeren Unterbrechung. Die "Dornenkrone", glaub ich mich zu erinnern, gibt's auch schon seit längerem. Wer sich dahinter "verbirgt"? Der IGD (intener Geheimdienst) arbeitet daran. Wir dürfen zuversichtlich sein. Der IGD wird es herausfinden... :-)

    • schreyvogel
      06. April 2012 12:15

      Wer immer Dornenkrone sein mag ... aber wo er recht hat, hat er recht!

    • contra
      06. April 2012 12:46

      Wer immer sich hinter @Dornenkrone verbirgt, es tut doch NICHTS zur Sache!

      Einfältige Nickverfolgung hier!

    • HJR
      06. April 2012 13:12

      @Erich Bauer
      IGD - eine weitere Psrsllele zur DDR (Stasi)? :-)

    • phaidros
      06. April 2012 13:14

      Es tut ganz genau so viel oder so wenig zur Sache wie »und das ist auch gut so.«, »wo er recht hat hat er recht« oder »einfältige Nickverfolgung«.

      Derjenige weiß jetzt, dass bekannt ist, wem das feige Spielhoserl gehört (wenn auch nicht allen), und das war mir in dem Fall wichtig.

    • Erich Bauer
      06. April 2012 13:18

      HJR,

      IGD oder Stasi... die können nicht anders? :-)))

    • Xymmachos
      06. April 2012 15:27

      Da steh' ich nun, ich armer Tor,
      und bin so klug als wie zuvor.

    • Erich Bauer
      06. April 2012 15:36

      Xymmachos,

      Heiße Magister, heiße Doktor gar,
      Und ziehe schon an die zehen Jahr,
      Herauf, herab und quer und krumm,
      Meine Schüler an der Nase herum - :-)))))))

      Faust ist einfach "urgeil"... :-)))

    • Alexander Renneberg
      06. April 2012 15:44

      herr bauer, an solchen tagen würde man gerne auch an subkommentare sternchen vergeben.

      sohin: verbeugung!

    • Erich Bauer
      06. April 2012 16:32

      Alexander Renneberg,

      freut mich sehr!

    • schreyvogel
      07. April 2012 12:11

      Ich seh betroffen, die Frage ist noch offen:
      Wer ist der rechtmäßige Besitzer des feigen Spielhoserls?

  29. ambrosius
    06. April 2012 03:56

    Habt ihr was anderes erwartet ?

  30. Schani
    06. April 2012 01:54

    Ich habe eine besondere Raffinesse in der ZiB I darin herhausgehört, daß es bei den Gutachten ja nicht darum geht, ob sich F&O, sondern ob sich der ÖBB-Vorstand strafbar gemacht hat!

  31. libertus
    06. April 2012 01:46

    Amon wird ja nur deshalb so hochgekocht, um als Faustpfand für all die linken Schweinereien herzuhalten, sollte die Frau Justizminister vielleicht auf die Idee kommen, doch noch durchzugreifen.
    Der nächste, schmutzige Justizdeal ist damit programmiert und die Ermittlungen gegen Faymann/Ostermayer sind trotz dieser Gutachterfarce so gut wie eingestellt.

    Die nächste Affäre, in der es um noch mehr Millionen geht = die Causa Schlaff wird ebenso sanft entschlaf(f)en, denn auch dieser Herr hat es sich in Österreich gemütlich ein- und gerichtet. Seine Verbindungen in höchste Kreise werden ihn selbstverständlich vor Strafverfolgung schützen.

    Da sage noch einmal jemand, unser Rechtsstaat sei weit entfernt vom BALKAN!





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