Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

"Waffenlager“

Autor: Rachel Gold

Ein gelungener Rutsch ins Neue Jahr ...

Autor: Werner Milota

„Crisis? What Crisis?“

Autor: Elmar Forster

Krisen-Gewinnler

Autor: Markus Szyszkowitz

Chinas Aufstieg und Europas Bankrott

Autor: Andreas Tögel

Verunsicherte Kinder

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Ein grauslicher Koalitions-Deal, ein heuchlerischer Journalismus

Es gibt keine konkreten Beweise. Aber alle Indizien und einige gut informierte Quellen sprechen in die gleiche Richtung: Es gibt einen großangelegten rot-schwarzen Deal des Inhalts: Die beiden Parteien wollen mit einem unfassbaren Gegengeschäft die explodierende Korruptionsdebatten wieder einfangen. Ein solcher Deal ist noch widerlicher als jagende Politiker oder als 7500 ganz persönlich bestochene Journalisten.

Auf der einen Seite werden im U-Ausschuss plötzlich die Zeugenlisten beschnitten. Was offensichtlich im Interesse der ÖVP ist, die sich zuletzt in einer sehr exponierten Lage gesehen hat, weil nach blauen und orangen Verbindungen, Anfütterungen und Parteifinanzierungen mit einem üblen Hautgout zuletzt vor allem schwarze Verbindungen dieser Art bloßgestellt wurden. Die roten sind zwar genauso vorhanden, werden aber von den nur noch als reine SPÖ-Außenstelle agierenden Grünen nicht thematisiert. Und die meisten Medien – einzig der „Kurier“ bildet neuerdings eine bisweilen ungewohnt mutige Ausnahme – sind nur an Anti-ÖVP/FPÖ/BZÖ-Stories interessiert; stehen doch erstens ihre Redaktions-Mannschaften weit links, und sind sie doch zweitens in hohem Ausmaß durch SPÖ-Politiker bestochen.

Das Interesse der Volkspartei an einem Einfangen des U-Ausschusses hat im übrigen nach der Frauenchefin nun auch der Parteiobmann selbst geäußert. Was politisch eine arge Bankrotterklärung darstellt.

Dem steht auf der anderen Seite die ungeheuerliche Tatsache gegenüber, dass offensichtlich das Strafverfahren gegen Werner Faymann und Josef Ostermayer vor der Einstellung steht. Diese von linken Staatsanwälten gewünschte Einstellung könnte nur noch von der schwarzen Justizministerin verhindert werden. Was diese wohl nicht tun wird. Obwohl die beiden Herren ganz eindeutig die ÖBB und die Asfinag gezwungen haben, im parteipolitischen Interesse um große Summen bei bestimmten Medien zu inserieren, damit diese Faymann-freundlich schreiben. Was nichts anderes als Bestechung und Untreue ist, sowie eine Verletzung des Aktiengesetzes.

Das ist im übrigen ein klagbarer Vorwurf – dennoch haben sich die beiden Haupttäter bisher immer gehütet, dagegen zu klagen. Denn dann müssten ja viele Menschen unter Wahrheitspflicht öffentlich aussagen.

Nur sehr naive Menschen können daran glauben, dass es zwischen dem Einbremsen des U-Ausschusses und der Straffreiheit für die beiden Bestecher keinen Zusammenhang gibt. Auch wenn wir wahrscheinlich kein Protokoll finden werden, indem das Gegengeschäft ausdrücklich festgehalten wird. So etwas macht man sich ja als politischer Profi auch nur bei einem vertraulichen Frühstück ganz ohne Zeugen ganz ohne Schriftstück aus. Was natürlich nichts an der Ungeheuerlichkeit eines solchen Deals ändert.

Die Volkspartei begreift dabei übrigens nicht, dass sie damit wieder in eine Falle geht. Erstens erbringt sie ihre Leistung jetzt schon, während die Einstellung des Ausschusses noch in der Zukunft liegt. Und zweitens wird kein Deal die Grünen und die Medien daran hindern, auch weiterhin ein sehr einseitiges Bild der real existierenden Korruption zu zeichnen.

Die Jagd, die Bahn und die Medien

Noch ein Wort zum Thema Jagd, das vom grünmedialen Komplex ja zuletzt mit großem Erfolg in den Vordergrund gespielt worden ist.

Ich habe mit dem Thema Jagd ein ganz persönliches Problem. Ich kann bis heute nicht ganz nachvollziehen, was am Jagen außer dem Schnaps attraktiv sein soll. Mir müsste man wohl viel Geld zahlen, damit ich bei jedem Wetter mitten in der Nacht aufstehe, stundenlang friere, um dann mit zittriger Hand gar auf ein Wildtier anzulegen. Ich habe das Jagen immer eher verachtet, und bin immer davon ausgegangen, dass viele dabei so wie beim Golfen, Saufen oder In-eine-Loge-Eintreten nur mittun, weil es halt gut fürs Geschäft ist.

Tatsache ist freilich, dass man für all das kein Geld bekommt, sondern viel zahlen muss. Daher ist es bei einer Neuordnung der diversen Sauberkeitsregeln notwendig und gut, wenn die Jagd künftig ins gleiche Kapitel kommt wie die Entgegennahme von Bargeld. Wo ich sie bisher allerdings nie angesiedelt hatte.

Aber wenn wir schon von mehr Sauberkeit reden, dann sollten wir auch über jene reden, die sich am allermeisten über die diversen österreichischen Unsauberkeiten erregen: über die Journalisten. Wo thematisieren sie eigentlich selbst ihr eigenes Verhalten, ihre eigene Bestechlichkeit, ihr eigenen Anfütterungen?

Kleines Beispiel: Eine österreichische Bank mit starker Präsenz in Osteuropa lädt dortige Journalisten zur Präsentation der Bank-Bilanz nach Wien. Sie bekommt dabei in mehreren Städten eine Antwort, die sie in Wien noch nie zu hören bekommen hat: „Wollen Sie uns bestechen?“ Ost-Zeitungen haben mit diesem Argument die Einladung zu Flug und Hotel schlicht abgelehnt.

Was die österreichischen nie getan haben. Auch ich gebe zu, einst als Chefredakteur solche Reisen genehmigt (und an einigen selbst teilgenommen) zu haben – wenn auch mit der ausdrücklichen Weisung, sich bei der Berichterstattung durch die Einladung nicht beeinflussen zu lassen. Was aber wenig daran änderte, dass bestimmte Journalisten eine große Affinität zu bestimmten großzügigen Firmen hatten. Und haben.

 Die Journalisten sollten daher mit ein wenig mehr Demut auch vor der eigenen Tür kehren. Wenn sie es mit ihren vielen Antikorruptions-Artikeln ernst meinen, müssten sie ihre eigenen Gebräuche und Haltungen viel kritischer hinterfragen. Wenn da von allen Medien die Jagd (weil geldeswert) trotz ihres offenbar hohen kommunikativen Werts verpönt wird, muss das bitte auch bei solchen Einladungsreisen (weil geldeswert) trotz ihre hohen informativen Werts der Fall sein. Was vor allem angesichts der Macht und Privilegien der Medien wichtig ist.

Noch mehr gilt das für die Entgegennahme der ÖBB-Vorteilskarten: Die Staatsbahn hat an nicht weniger als 7500 Journalisten (bei dieser Menge müssen wohl auch die Portiere mit bedacht worden sein) Vorteilskarten zum halben Preis verteilt. Mit diesen zahlt man dann nicht nur den halben Preis, sondern man sitzt mit einem solchen Billigticket zweiter Klasse auch bequem in der ersten (gleich neben den zechenden Eisenbahnern). Plus Gratis-Platzkarte und Zutritt zu den Lounges.

So wie die politische Klasse muss daher auch die journalistische dringend ihre versumpfte Realität verändern, wenn sie noch irgendeine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen will. Denn welcher Leser oder Seher soll den Medien noch irgendetwas glauben, wenn sie – beispielsweise – über die ÖBB berichten, von der sie zugleich persönlich nutzbare Vorteile entgegennehmen?

Daher wäre es eine wirkliche Katastrophe, wenn der eingangs skizzierte Deal wirklich stattfindet. Dann hieße das endgültig: Zurück in den Sumpf!

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 13:22

    "Zurück in den Sumpf!" Das stimmt nicht, die Parteien + Medien sind nicht einmal annähernd aus dem Sumpf herausgekommen - sie stecken ganz tief und fest drinnen. Und wie es aussieht wird das so bleiben, vermutlich wird sich der Sumpf sogar weiter ausdehnen.
    Die Glaubwürdigkeit von SPÖVP wird mit der Einstellung des UA wohl endgültig zu Grabe getragen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 13:34

    Der Journalismus ist ja das Umfeld, in dem sich die Politiker bewegen. Die Evolution besteht ja geradezu aus der Anpassung einer Art an ihr Umfeld, an ihre spezielle Umwelt.

    So entwickeln sich laut gängiger Lehre die Flügel der Vögel nach den Eigenschaften der Luft, die Flossen nach jenen des Wassers. Und Charakter und Verhaltensweisen der Politiker nach den Gegebenheiten der Medienlandschaft.

    Würden die Lavendelschmähs der Politiker und -innen jeweils sofort negativ sanktioniert, würden die Journalisten, die Chefredakteure und Herausgeber also ihre oft besungene Aufgabe in der Demokratie erfüllen, hätten wir auch andere Politiker. Die Art "Seriöser Politiker" kann in diesem Milieu nicht überleben.

    Deshalb kann nur die - aufgrund des Bildungssystems und des Zeitgeistes ebenfalls aussterbende - Art "Vernünftiger Bürger jederlei Geschlechts" in einem Akt des "großen Aufmuckens" versuchen, als Souverän noch etwas zu verändern. Solange es halt noch Vertreter dieser Art gibt.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 13:46

    Es sollte besser heißen: "Zurück in die 80er und 90er Jahre", denn damals hielten schon Rot-Schwarz das ganze Land fest im großkoalitionären Griff und teilten es sich (un-)redlich untereinander auf.

    Nach einem kurzen Zwischenspiel des Machverlustes - ein Trauma das die Sozis bis heute nicht verwunden haben - schlugen sie umso heftiger zur Linderung ihrer Wunden und mit dem altbewährten Juniorpartner zu.

    Eine Aussicht, jemals aus diesem Macht- und Korruptionssumpf der beiden Parteien herauszukommen, besteht heutzutage kaum mehr und so nimmt die Politikverdrossenheit der Bevölkerung immer mehr zu, was die bekannten Auswüchse weiter vorantreibt.

    Ein österreichischer Teufelskreis, der seinesgleichen sucht!

  4. Ausgezeichneter KommentatorCensorius
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 14:32

    Wenn unsere JM Karl das Strafverfahren gegen Faymann und Ostermayer einstellen lässt, dann íst das ein neuerliches Beispiel von " do ut des , wie wir es von den Koalitionspartnern und den Sozialpartnern gewohnt sind.
    Der ohnedies bereits zu Recht in Verruf geratenen Justiz erweist Karl damit keinen Dienst. Offensichtlich sind österr. Staatsanwälte nur mehr in der Lage eine Anklage gegen Hendldiebe zu erheben.
    Karls Ausreden : Mangenden Ausbildung der STA, Überlastung, Personalprobleme, Überforderung etc. überzeugen längst nicht mehr.
    Die STA ist eine im höchsten Maße politisierte Behörde, die sich nur mehr auf Weisungen ( mündliche ! ) oder vorauseilenden Gehorsam einschreitet.
    So arg war es noch nie. Selbst unter dem kommunistischen/marxistischen Broda hat man nach außen hin noch einen gewissen Anstand gezeigt.
    Jetzt macht Karl das mit einfältigem Lächeln ganz offen und verhöhnt die Letzten, die noch an einen Rest von Rechtschaffenheit glauben.
    Frau Karl treten sie endlich ab. Herr Spindelegger, zeigen sie noch einen Anflug von Courage und entfernen sie diese Ministerin aus der Regierung oder treten sie händehaltend mit ihr ab !

  5. Ausgezeichneter KommentatorKarl Knaller
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 19:21

    Meine geheime Quelle im Raiffeisenverband, wo man auch am Sonntag und auch bzw. gerade am 1. April das Geschehen im Unterberger-Blog mit Argusaugen verfolgt, teilte mir soeben mit, daß der Herr Landesjägermeister Konrad, (Noch-)Generalanwalt des Raiffeisensektors, als man ihn über den Inhalt dieses Tagebucheintrags informierte, "auf Grund der abscheulichen Herabwürdigungen des edlen Waidwerks durch den Schreiberling A.U." den sofortigen Stop aller Zuwendungen aus dem Raiffeisen-Reptilienfonds an diesen Blog verfügt hat. Konrad soll wörtlich gesagt haben: "Daß er mir die ÖVP zur Sau macht, na gut; aber bei der Jagerei hört sich der Spaß auf!"

  6. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 16:13

    Zu den Medien ist noch anzumerken, dass diese Vorwürfe auch unsere sogenannten Qualitätszeitungen betreffen, die sich ja selbst gerne von Krone und Konsorten abheben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2012 15:02

    In der "Presse" habe ich einen Artikel v. Hrn. Mag. Vytiska gefunden: "Auf geht's, ÖVP: Zeit für einen kraftvollen Befreiungsschlag".
    Hehre Ziele hat der Herr, gut so. Zur Umsetzung einen Tipp: Deckt ALLES auf, auch die eigenen Sauereien, ohne wenn und aber. Dieser Schritt würde zwar ein weiteres Minus für die ÖVP bringen, möglicherweise aber nur kurzfristig. Mit totaler Transparenz - nicht wischiwaschi-, mehr Volksbeteiligung an Entscheidungsprozessen und einem klar definierten konservativen Wertebekenntnis hätte die ÖVP das Heft bestimmt wieder in der Hand.

    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/741924/Auf-gehts-OeVP_Zeit-fuer-einen-kraftvollen-Befreiungsschlag

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSinnlosschwatz
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    02. April 2012 15:26

    sie haben vollkommen recht, die ÖVP bzw. deren Spitzenvertreter kapieren schon lange nicht mehr wie der politische Hase läuft. Ihre Einstellung zur Jagd ist zu akzeptieren, vielleicht sind sie nur zu faul um zeitig in der Früh in der freien Natur frische Luft zu atmen und sich dabei auch noch am Vogelgezwitscher und am Anblick kapitaler Böcke oder Hirsche zu erfreuen, dabei muss man nicht einmal frieren, in jedem gutsortierten Jagdgeschäft findet man für jedes Wetter entsprechende Kleidung. Nur von einem guten Freund zur Jagd eingeladen zu werden ist nicht verwerflicher als zum Geburtstag Reisegutscheine geschenkt zu bekommen. Da wir noch in einem freien Land (damit meine ich nicht Meinungsfreiheit) leben, muss es auch weiterhin erlaubt sein, mit guten Freunden auf die Jagd zu gehen, es hat sich auch niemand aufgeregt, als Vrantz mit elitären Freunden den Golfplatz umpflügte.


alle Kommentare

  1. Sommer (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:39

    Thanks for intrdoucing a little rationality into this debate. http://fgeasuwnbpv.com [url=http://qswtaexmw.com]qswtaexmw[/url ] [link=http://nzwvjs.com]nzwvjs[/link ]

  2. Cleotilde (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:23

    I could watch Schledinr's List and still be happy after reading this.

  3. Douglas (kein Partner)
    20. Januar 2015 21:04

    Always the best content from these prugodiios writers.

  4. oranger-der-mexikanisch-Is(s)t (kein Partner)
    03. April 2012 16:56

    dr. Unterberger "kurier steht links". Falsch wäre mir neu, dass konrad der raiffaisen konzern spö oder grünlastig wären. Wahr ist vielmehr der kurier ist ein övp-jubelblatt! Drum auch die käseblatt-gachichtln ala orf-deal des westenthaler bzö mit wrabetz spö. Man will die bzö wähler zurückgewinnen mit lügen. Die österreichische volkspartei steht schon lange nicht mehr fürs volk! Mfg ein von schwarz unheimlich enttäuschter bürgerlicher

  5. St.Hubertus (kein Partner)
    02. April 2012 18:02

    bezüglich Ihrer Einstellung zur Jagd, werden Ihnen die DILOS und andere Weicheier ausnahmsweise recht geben.

  6. Segestes (kein Partner)
    02. April 2012 15:58

    "einzig der „Kurier“ bildet neuerdings eine bisweilen ungewohnt mutige Ausnahme – sind nur an Anti-ÖVP/FPÖ/BZÖ-Stories interessiert"

    Ja echt, ausgerechnet die Raiffeisenzeitung, welch Überraschung ^^

    • AGLT (kein Partner)
      02. April 2012 17:05

      Sie haben es zwar kopiert, aber haben Sie es auch nicht überlesen? NEUERDINGS! Und dem kann ich mich nur anschließen. In den letzten Jahren hat man nämlich den Eindruck gewonnen, dass der Kurier dem Standard Konkurrenz machen will!

    • Erich Bauer
      02. April 2012 17:21

      AGLT,
      "...Sie haben es zwar kopiert..."

      Wenn's kopiert ist, gilt's nicht... :-)

    • Segestes (kein Partner)
      02. April 2012 18:24

      Beim "Kurier" ist "neuerdings" gar nichts anders.
      Mit so einem Chefredakteur bleibt die Blattlinie dem rot-grünen Mainstream verhaftet.
      Der ÖVP in absolut existentiellen Fragen die Stange zu halten (und die endlose Korruptionsdebatte ist eine solche), wird trotzdem weiterhin Usus sein.
      Der "Kurier" dient lediglich dem Machterhalt, nicht aber dem Vertreten von konservativen Werten.
      Und das ist, aus Sicht der Raiffeisen-Bagage, nicht zwingend widersprüchlich.

  7. Leopold Koller (kein Partner)
    02. April 2012 15:54

    Im Grunde ist es ja eh wurscht. Zu retten gibt's sowieso nichts mehr. Keiner wird auf die wohlerworbenen Rechte verzichten wollen. Da wird betoniert und natuerlich auch gestreikt werden. Also macht man halt noch mehr Schulden. Bestechungsgelder, Parteispenden usw., ob in Form von Barem oder sonst was, sind da nur ein Tropfen auf den heissen Stein. So geht's wenigsten schneller und der Spuk hat ein Ende.

    Dann koennen wir endlich das Kelsen-Klopapier dorthin entsorgen, wo es hingehoert, ins Klo, und neu anfangen.

    • Salius (kein Partner)
      02. April 2012 20:51

      Sie haben Ihren Kotzspruch vergessen.

    • Kotz-Koller-Fan (kein Partner)
      02. April 2012 22:19

      Die Stelle vom Wolf Martin in der Krone wird frei. Leo Kotz-Koller vor ...!

  8. Sinnlosschwatz (kein Partner)
    02. April 2012 15:26

    sie haben vollkommen recht, die ÖVP bzw. deren Spitzenvertreter kapieren schon lange nicht mehr wie der politische Hase läuft. Ihre Einstellung zur Jagd ist zu akzeptieren, vielleicht sind sie nur zu faul um zeitig in der Früh in der freien Natur frische Luft zu atmen und sich dabei auch noch am Vogelgezwitscher und am Anblick kapitaler Böcke oder Hirsche zu erfreuen, dabei muss man nicht einmal frieren, in jedem gutsortierten Jagdgeschäft findet man für jedes Wetter entsprechende Kleidung. Nur von einem guten Freund zur Jagd eingeladen zu werden ist nicht verwerflicher als zum Geburtstag Reisegutscheine geschenkt zu bekommen. Da wir noch in einem freien Land (damit meine ich nicht Meinungsfreiheit) leben, muss es auch weiterhin erlaubt sein, mit guten Freunden auf die Jagd zu gehen, es hat sich auch niemand aufgeregt, als Vrantz mit elitären Freunden den Golfplatz umpflügte.

    • Erich Bauer
      02. April 2012 15:32

      Bis jetzt kam überhaupt noch nicht zur Sprache, wie das mit den Puff-Einladungen ist...

    • november (kein Partner)
      02. April 2012 16:10

      Ein Gamsbock (wieviele sind es jetzt beim Günther - sieben, zehn oder noch mehr?) ist aber schon etwas teurer als eine Runde Golf oder die üblichen Reisegutscheine. Beim Vrantz gabs doch andere Geschichten, oder? Irgendetwas mit Freiflügen auf Kosten einer deutschen Länderbank.

  9. Josef Maierhofer
    02. April 2012 12:04

    Wieder einmal das Gleichgewicht des Schreckens.

    Ich weiß was und Du auch, also packeln wir und vertuschen wir beides ... ... und das Volk zahlt alles, die Gehälter der Delinquenten und den Schaden.

    Meine Meinung dazu, es wäre Zeit den Sumpf trocken zu legen, die sauren Wiesen (Dr. Kirchschläger).

    Meine weitere Meinung dazu, für das bezahlte Steuergeld wird man ja wohl noch die Wahrheit erfahren dürfen, die volle Wahrheit.

    Wenn hier im Forum jemand meint, Österreichs Korruption, Bestechung, Leichen im Keller und Betrugsgesinnung und Lügenmärchen wären im mitteleuropäischen Durchschnitt, so sagt mir mein Gefühl, dass wir da wohl nicht unter die Decke geschaut haben bei den Korruptionswerten.

    Im Stil der Frau Mickl-Leitner, 'raus mit der Wahrheit'.

    Inzwischen sind in Österreich alle schon so 'angefressen' von der Lügen- und Schuldenpolitik, die Sozialisten (die wirklichen) inklusive, und von der Medienpolitik, dass vermutlich dasjenige österreichische Medium, das die Wahrheit berichtet, mit hohem Zuspruch zu rechnen hat. Die Leute schauen lieber ausländische TV-Programme.

    Ich brauche keinen Faymann und seine Lügen, wenn ohnehin schon ganz Österreich weiß, was er getan hat, ich brauche keinen Strasser um zu wissen, dass die ÖVP da voll mit drinnen hängt, nicht umsonst hat man die 'Blockierkoalition' angesagt. Ich brauche keinen ORF und keine Schmierblätter, die nur Spam und Ablenkung erzeugen, statt Wahrheit zu schreiben.

    Als Souverän, der ich als Volk bin, kann ich diese Politik abwählen, gestandene ÖVP-ler und SPÖ-ler wenden sich mit Grausen Strache zu, da hilft kein Lügenmärchen in den Medien.

    Ihr habt offenbar den Bogen überspannt.

    Bleibt nur zu beten und zu hoffen, dass ein Strache genug Lebertran isst, bis er Kanzler wird, und Instinkt hat, diese notwendigen Änderungen in Gesinnung und Ideologie behutsam einzuleiten, weil nämlich schön langsam 'Schluß mit Lustig' ist.

    • Sinnlosschwatz (kein Partner)
      02. April 2012 15:37

      schön langsam kapieren es auch die Stammwähler der Sozialisten, dass letztendlich immer alles das Volk zahlt, hat ja jahrzehntelang, angefangen unter Brunsky, funktioniert, dem Volk vorzuschwafeln, der Staat kann Geschenke verteilen.

    • Erich Bauer
      02. April 2012 16:02

      Sinnlosschwatz,
      "...schön langsam kapieren es auch die Stammwähler der Sozialisten..."

      Es nützt alles nichts! Nur James Taggart kann dem Ganzen ein Ende machen...

  10. WFL
    02. April 2012 09:20

    Ein hervorragender Artikel mit höchst glaubwürdigen Hintergrundinformationen.
    Dazu 2 Gedanken:

    1. Könnte nicht der EIGENTLICHE ZWECK des Untersuchungsauschusses das Wegbringen der drohenden Anklage gegen Faymann und Ostermayer gewesen sein?
    Ursprünglich dachte man ja als politisch interessierter Beobachter, dass dieser
    Untersuchungsausschuss der x-te Versuch werden würde, die schwarze-blaue Koalition an den Pranger zu stellen.
    Aber nein, siehe da: Jetzt steht ja plötzlich - mit willigster Mithilfe des rotgrünen Medienkomplexes - seit Wochen die ÖVP am Pranger! Der im obigen Artikel geäußerte Verdacht wird somit plötzlich sehr glaubhaft: Die Parteiführung der ÖVP soll auf die nicht sehr willensstarke Justizministerin genügend Druck ausüben, damit diese die Staatsanwälte zur Einstellung des Verfahrens gegen Faymann und Ostermayer veranlasst
    ("dafür pfeift die SPÖ ihre Kampfhunde in den Medien zurück...")

    2. Hochegger nannte bei seiner Vernehmung vor Wochen nicht nr den Namen Gusenbauer ("ca. 96.000,-") als Empfänger von Telekom-Geld, sondern auch den SPÖ-Medienlobbyisten Lederer: Und diesen, wenn ich mich richtig erinnere, mit der höchst erstaunlichen Zahl von 1 mio!
    Könnte es ein, dass Lederer - dem ja beste Verbindungen zur Wiener Medienszene nachgesagt werden - damit Telekom-Gelder auch an Medien und /oder Journalisten weiterleitete?
    Könnte diese 1 mio Telekom-Geld ganz konkret zur Journalistenbestechung verwendet worden sein?
    (Lederer hat ja angeblich das "dirty campaigning" gegen Grasser erfunden, und es fällt auf, mit welcher Hass-Inbrunst manche Journalisten gegen Grasser anschreiben....)

  11. byrig
    01. April 2012 19:25

    die einstellung des verfahrens gegen faymann/ostermayr wäre ein politischer megaskandal,und ein justizskandal.lächelt faymann deswegen so gelassen,da er länst weiss,dass ihm nichts passieren wird?
    sollte die övp tatsächlich bei so einem skandalösen deal mitmachen,könnte das der anfang von ihrem ende sein-dann aber zu recht!denn dann würden die bürgerlichen interessen wohl nur noch von der fpö vertreten werden können,zumindest in den augen vieler bürgerlich eingestellter!
    sollten faymann und ostermayr davonkommen,indem man ganz einfach,wie geplant,wichtige zeugen einfach nicht befragt,sind die kriterien des polit-und justizskandals,über die parteigrenzen hinweg,voll erfüllt.
    sollte unterbergers verdacht stimmen,wären die verantwortlichen der övp gut beraten,eine radikale 180-grad-wende zu vollziehen!

  12. Karl Knaller
    01. April 2012 19:21

    Meine geheime Quelle im Raiffeisenverband, wo man auch am Sonntag und auch bzw. gerade am 1. April das Geschehen im Unterberger-Blog mit Argusaugen verfolgt, teilte mir soeben mit, daß der Herr Landesjägermeister Konrad, (Noch-)Generalanwalt des Raiffeisensektors, als man ihn über den Inhalt dieses Tagebucheintrags informierte, "auf Grund der abscheulichen Herabwürdigungen des edlen Waidwerks durch den Schreiberling A.U." den sofortigen Stop aller Zuwendungen aus dem Raiffeisen-Reptilienfonds an diesen Blog verfügt hat. Konrad soll wörtlich gesagt haben: "Daß er mir die ÖVP zur Sau macht, na gut; aber bei der Jagerei hört sich der Spaß auf!"

  13. ambrosius
    01. April 2012 18:27

    Zwei sterbende Dinosaurier stützen sich gegenseitig ! Heute stehen sie am Abgrund- bald aber werden sie einen großen Schritt weiter sein.

  14. Richard Mer
    01. April 2012 16:13

    Zu den Medien ist noch anzumerken, dass diese Vorwürfe auch unsere sogenannten Qualitätszeitungen betreffen, die sich ja selbst gerne von Krone und Konsorten abheben.

  15. Geheimrat
    01. April 2012 16:11

    Es ist wirklich erschütternd!

    Das alte Europa geht mit atemberaubender Geschwindigkeit zugrunde, hingerichtet von einer korrupten, dekadenten und das eigene Volk und die eigene Kultur hassenden “Elite".

    • Udo (kein Partner)
      02. April 2012 13:36

      Diese "Elite", als die sie sich selbst gerne sehen, sind bestenfalls "nützliche Idioten", nicht mehr, eher weniger.

  16. Brigitte Imb
    01. April 2012 15:02

    In der "Presse" habe ich einen Artikel v. Hrn. Mag. Vytiska gefunden: "Auf geht's, ÖVP: Zeit für einen kraftvollen Befreiungsschlag".
    Hehre Ziele hat der Herr, gut so. Zur Umsetzung einen Tipp: Deckt ALLES auf, auch die eigenen Sauereien, ohne wenn und aber. Dieser Schritt würde zwar ein weiteres Minus für die ÖVP bringen, möglicherweise aber nur kurzfristig. Mit totaler Transparenz - nicht wischiwaschi-, mehr Volksbeteiligung an Entscheidungsprozessen und einem klar definierten konservativen Wertebekenntnis hätte die ÖVP das Heft bestimmt wieder in der Hand.

    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/741924/Auf-gehts-OeVP_Zeit-fuer-einen-kraftvollen-Befreiungsschlag

  17. Censorius
    01. April 2012 14:32

    Wenn unsere JM Karl das Strafverfahren gegen Faymann und Ostermayer einstellen lässt, dann íst das ein neuerliches Beispiel von " do ut des , wie wir es von den Koalitionspartnern und den Sozialpartnern gewohnt sind.
    Der ohnedies bereits zu Recht in Verruf geratenen Justiz erweist Karl damit keinen Dienst. Offensichtlich sind österr. Staatsanwälte nur mehr in der Lage eine Anklage gegen Hendldiebe zu erheben.
    Karls Ausreden : Mangenden Ausbildung der STA, Überlastung, Personalprobleme, Überforderung etc. überzeugen längst nicht mehr.
    Die STA ist eine im höchsten Maße politisierte Behörde, die sich nur mehr auf Weisungen ( mündliche ! ) oder vorauseilenden Gehorsam einschreitet.
    So arg war es noch nie. Selbst unter dem kommunistischen/marxistischen Broda hat man nach außen hin noch einen gewissen Anstand gezeigt.
    Jetzt macht Karl das mit einfältigem Lächeln ganz offen und verhöhnt die Letzten, die noch an einen Rest von Rechtschaffenheit glauben.
    Frau Karl treten sie endlich ab. Herr Spindelegger, zeigen sie noch einen Anflug von Courage und entfernen sie diese Ministerin aus der Regierung oder treten sie händehaltend mit ihr ab !

    • Brigitte Imb
      01. April 2012 14:43

      Spindelegger befürwortet den Deal, die Angst vor den Linken (bzw. die Demut) und der Machterhalt wiegen für die ÖVP mehr als die Wahrheit.

    • M.S.
      01. April 2012 15:15

      @Brigitte Imb

      Und die Angst vor der nächsten Wahl! Dabei wäre es für die ÖVP in der derzeitigen Lage besser, die Koalition sofort zu beenden. Denn je länger sie in diesem Desaster verharrt, desto furchtbarer wird das Erwachen nach den Wahlen. Denn womöglich drohen noch heuer wegen des Ausfalls der Transaktionssteuer und der Steuern aus der Schweiz der Verlust eines weiteren A und ein neues Sparpaket.

  18. Observer
    01. April 2012 14:12

    Zur Jagd:
    Eigentlich diente diese in früheren Jahrhunderten vorwiegend dem Bezug von Lebensmitteln und war meist nur den "Landlords" erlaubt. Das gemeine Volk durfte dabei lediglich als Helfer dienen. Ausserdem war durch Räuber und Gejagte in der Natur überwiegend ein Gleichgewicht hergestellt und nur bei ausreichendem Futterangebot wurden auch mehr Nachkommen "produziert".

    Heutzutage ist dieses genannte Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe in die Natur gestört, ja vielfach füttert man im Winter sogar viele "schwache Wildbestände" durch, um sie dann bei den Jagden abknallen zu können. Wie AU richtig schreibt, ist die Jagd kein "Geschäft", dient aber dazu, einem exklusiven Zirkel anzugehören, dabei Seilschaften und Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig mehr oder weniger saubere Geschäfte zu tätigen. Ausserdem wird die Jagd der besonderen Hormonausschüttung zugeschrieben, wobei die persönliche Befriedigung im Töten anderer Geschöpfe erfolgt.

    Conrad u.a. sehen dies natürlich völlig anders und sprechen von "Hegen und pflegen" des Wildbestandes. Diese Leute brauchen Exklusivität und Special Lounges, nachdem Golfen und Tennis schon ein Massensport geworden sind und auch die Business- und First Class beim Fliegen auch nicht genügend Distanz zu denen "hinter dem Vorhang" bietet. Irgendwie muss man sich ja noch vom gemeinen Volk bzw. "Russ" abheben können.

    • Censorius
      01. April 2012 15:35

      Schauen Sie sich doch die Jäger genauer an. Bereits an dernen habitus ist oft zu erkennen, dass diese Menschen Probleme haben, die mit Präzisionswaffen s. Fernrohr gelöst werden sollen. Und erst die Jägerinnen ........

    • byrig
      01. April 2012 19:15

      als nichtjäger halte ich diese ausritte gegen die jagd und jager für unnötig,abstossend und eigentlich typisch für linke und gutmnschen.
      betrachtet man die jägerschaft,wird mn nur ganz wenige reiche und high-society-leute finden,sondern meist in jagdgesellschaften organisierte bauern,förster,angestellte und vertreter der mittelschicht.
      also durchwegs das "gemeine volk".
      dass die jagd auch heutzutage noch unverzichtbar ist,wird in die köpfe der geifernden jägerhasser sowieso nicht reingehen.ist aber egal,diese form von gutmenschen bestimmen gottseidank eh nicht darüber.

    • Schani
      02. April 2012 00:26

      byring, herzlichen Dank für Ihre Wortmeldung! Allen Anderen muß ich heute erstmalig unterstellen, daß sie wie der Blinde von der Farbe reden.

    • Undine
      02. April 2012 13:45

      Wenn die Jagd mit Augenmaß betrieben wird, ist nichts dagegen einzuwenden. Wie sonst soll der Hirsch oder das Reh, dessen Lungenbraten oder Schlögel traditionell als unser Weihnachtsfestessen fungiert, ums Leben kommen! Und der köstliche, mit reichlich Speck umwickelte Fasan, den ich gelegentlich zur Freude meiner Familie zubereite, fällt auch nicht von selber vom Himmel.

      Schlimm wird's erst, wenn die Jagd von der Politik mißbraucht wird.

    • Erich Bauer
      02. April 2012 16:23

      Undine,
      "...Wenn die Jagd mit Augenmaß betrieben wird..."

      Ich hoffe sehr, daß unsere Alpha-Männlein kein MG verwenden... :-)

    • Der Realist (kein Partner)
      02. April 2012 17:45

      wo soll man heute sonst noch Seilschaften bilden, wo ist man sonst noch unter Seinesgleichen, den Club 45 gibt es meines Wissens nach nicht mehr, dieser warfür mehr oder weniger saubere Geschäfte ja hinlänglich bekannt. Ein iesiger Wirtschaftszweig ist die Jagd allemal, kaufen Sie sich einmal eine ordentliche Ferlacher, dazu noch ein hochwertiges Zielfernrohr und sonstiges Zubehör, da geht schon locker ein Ministergehalt drauf.

  19. HJR
    01. April 2012 13:56

    Ohne mich auf eine Diskussion darüber einlassen zu wollen, ob Österreich bei diesem Tagebuch-Thema (noch) schlechter bzw. schlimmer einzustufen ist als andere Nationalitäten, möchte in den Vordergrund stellen: Den beklagten Zuständen liegt ein gesamtgesellschaftliches Versagen zugrunde!

    Die Politik ist keine Politik FÜR das Land, sondern für die "politische Klasse"; u.zw. soweit noch ohne eine Differenzierung nach Parteien.

    Die staatlichen Gewalten sind nicht mehr in der Hand des Souveräns (ob das gut wäre, möge hier dahingestellt sein), sondern - unter Missachtung der Gewaltenteilung - in der Hand der (großen?) politischen Parteien. Dementsprechend dürfen wir uns schon seit Längerem nicht der Illusion hingeben, wir wären ein Demokratie, denn diese setzt erstens die Freiheit und zweitens die Verantwortung (das ist die "Brüderlichkeit", die auch um die Freiheit der anderen besorgt ist) voraus. Von der Gleichheit, diesem vielfach missbrauchten sozialen Hans-Dampf-Begriff mag ich nur reden, so lange wir diese als "Gleichheit" aller Personen vor dem Gesetz" verstehen wollen (und nicht als "Gleichheit des Magens", "Gleichheit der Ansprüche", etc.)

    Unsere Wirtschaft ist weder freie noch soziale Marktwirtschaft, sondern nach dem Ende der "verstaatlichten Wirtschaft" haben wir dafür die eu-geregelte (um nicht zu sagen -behinderte) Wirtschaft dafür bekommen, die in wesentlichen Bereichen (z.B. Energie) eine Oligopol-Wirtschaft darstellt, in welcher gar nichts mehr existiert, was noch an den Begriff des Marktes erinnert).

    Unser Geld ist nicht mehr unser Geld und das werden wir in voller Wucht erst zu spüren bekommen, wenn allmählich der ganze Rattenschwanz an Folgen aus den der Staatsschuldenkrise sichtbar werden wird.

    Ja, gut soweit. Muss eigentlich nur noch über uns, das Volk, den Souverän gesprochen werden. Der Souverän (als Ganzes) agiert (möglicherweise mit Ausnahme der Schweiz) ebenso unvernünftig, amoralisch und kurzsichtig wie die Politiker und die sogenannten Experten. Das ist seit dem Zweiten Weltkrieg auch deswegen schlimmer geworden, weil die bis dahin existierenden, z.T. ungeschriebenen Konventionen zwar auch nicht eingehalten wurden, aber in Fällen, welche ein negatives öffentliches Urteil erfuhren wenigstens zu (wenn auch nur gesellschaftlichen) Sanktionen führten. Heute jedoch gilt der Grundsatz "anything goes" und gemacht werden kann, was möglich ist.

    Und so ein paar unbelehrbare Atavismen, wie den Herrn Unterberger und Konsorten (mich eingeschlossen) hält das System alle mal noch locker aus.

    Ob ich da aus den jüngst sichtbar werdenden direkt-demokratischer Bemühungen Einzelner aus dem Kreise des Souveräns Hoffnung schöpfen darf, vermag ich angesichts gegenläufiger Bemühungen (z.B. EU-Wirtschaftsregierung, etc.) auf der politischen Ebene nicht zu beurteilen.

    Sei dem so oder so, wage ich doch in jedem Fall die Prognose, dass all die in letzter Zeit in diesem Tagebuch und in diesem Forum beklagten Zustände keine Änderung erfahren werden, möglicherweise lernen die Politiker jedoch, wie man die Berichterstattung darüber besser in den Griff bekommt.

    Und damit Ihnen allen noch einen besinnlichen Sonntag Nachmittag.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  20. libertus
    01. April 2012 13:46

    Es sollte besser heißen: "Zurück in die 80er und 90er Jahre", denn damals hielten schon Rot-Schwarz das ganze Land fest im großkoalitionären Griff und teilten es sich (un-)redlich untereinander auf.

    Nach einem kurzen Zwischenspiel des Machverlustes - ein Trauma das die Sozis bis heute nicht verwunden haben - schlugen sie umso heftiger zur Linderung ihrer Wunden und mit dem altbewährten Juniorpartner zu.

    Eine Aussicht, jemals aus diesem Macht- und Korruptionssumpf der beiden Parteien herauszukommen, besteht heutzutage kaum mehr und so nimmt die Politikverdrossenheit der Bevölkerung immer mehr zu, was die bekannten Auswüchse weiter vorantreibt.

    Ein österreichischer Teufelskreis, der seinesgleichen sucht!

    • M.S.
      01. April 2012 22:30

      @libertus

      Sogar die neue Piratenpartei hat eben im ÖRF ("im Zentrum") verlauten lassen, dass sie eher links steht. Von denen hätte ich eine originellere Ansage erwartet. Das kann ja lustig werden, wenn sich dann schon bald sechs populistische linke Parteien um die Gunst der Wähler streiten. Die Pleitegeier wetzen schon ihre Schnäbel.

    • Brigitte Imb
      01. April 2012 23:29

      ...und der Pelinka hat gestrampelt um "populistisch" u. "(rechts)radikal" zu positionieren, hat nicht ganz geklappt.
      Die beiden 'anderen', die Online Partei und "Österreich spricht" klangen interessant - den etablierten Parteien muß der Angstschweiß stehen, denn wie in der Sendung gesagt wurde, die Bevölkerung hat die Nase voll und die Unberechenbarkeit der Wähler dürfte den Politikern bekannt sein.

  21. Wolfgang Bauer
    01. April 2012 13:34

    Der Journalismus ist ja das Umfeld, in dem sich die Politiker bewegen. Die Evolution besteht ja geradezu aus der Anpassung einer Art an ihr Umfeld, an ihre spezielle Umwelt.

    So entwickeln sich laut gängiger Lehre die Flügel der Vögel nach den Eigenschaften der Luft, die Flossen nach jenen des Wassers. Und Charakter und Verhaltensweisen der Politiker nach den Gegebenheiten der Medienlandschaft.

    Würden die Lavendelschmähs der Politiker und -innen jeweils sofort negativ sanktioniert, würden die Journalisten, die Chefredakteure und Herausgeber also ihre oft besungene Aufgabe in der Demokratie erfüllen, hätten wir auch andere Politiker. Die Art "Seriöser Politiker" kann in diesem Milieu nicht überleben.

    Deshalb kann nur die - aufgrund des Bildungssystems und des Zeitgeistes ebenfalls aussterbende - Art "Vernünftiger Bürger jederlei Geschlechts" in einem Akt des "großen Aufmuckens" versuchen, als Souverän noch etwas zu verändern. Solange es halt noch Vertreter dieser Art gibt.

    • schreyvogel
      01. April 2012 14:52

      @Wolfgng Bauer
      Ich empfehle Ihnen, im Rahmen Ihrer Initiative "Verwaltungsreform jetzt!" auch für einen 'Freedom of Information Act' einzutreten, quasi als Rache der Bürger für die rasant zunehmende elektronische Überwachung, zuletzt durch die Vorratsdatenhaltung.
      Behörden müssten dann auf Antrag alle Akten ihrer Tätigkeit offenlegen, solange nicht schwerwiegende Gründe wie z.B. der Sicherheit (Erkenntnisse der österr. Geheimdienste, Pläne der Landesverteidigung) dagegensprechen.
      Dann könnte jedermann, besonders auch Journalisten, erkunden, wie einzelne fragwürdige behördliche Entscheidungen zustande gekommen sind.

      Das hätte "Sex" und würde der Initiative Zulauf und Auftrieb bringen.

  22. Brigitte Imb
    01. April 2012 13:22

    "Zurück in den Sumpf!" Das stimmt nicht, die Parteien + Medien sind nicht einmal annähernd aus dem Sumpf herausgekommen - sie stecken ganz tief und fest drinnen. Und wie es aussieht wird das so bleiben, vermutlich wird sich der Sumpf sogar weiter ausdehnen.
    Die Glaubwürdigkeit von SPÖVP wird mit der Einstellung des UA wohl endgültig zu Grabe getragen.

  23. phaidros
    01. April 2012 13:04

    Ist nicht grad der Hauptaspekt, aber zur Jagd: Ich habe es damit im Grunde immer wie Dr. Unterberger gehalten. Allerdings wurde ich auf einen Aspekt aufmerksam gemacht, den man vielleicht nicht von der Hand weisen sollte: es gibt keine artgerechtere Tierhaltung als die von Wild. Es gibt keine stressfreiere Schlachtung als die des Schusses.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • DieWahrheit
      01. April 2012 15:41

      Daß phaidros und ich einer Meinung sind! Gibts denn das überhaupt?

    • Wortklauber (kein Partner)
      02. April 2012 15:13

      Mit mir kann niemand einer Meinung sein. Nur ich kann mit mir einer (meiner) Meinung sein!

    • phaidros
      02. April 2012 17:29

      Sie werden mir das nicht glauben, Wortklauber, aber das Folgende ist ohne jeglichen Unterton: ich bedaure zutiefst, dass Sie ganz offensichtlich leiden wie ein Hund, wenn Ihnen jemand nicht zur Feder schreibt.

      Allein, so leid es mir tut, es bleibt dabei.

    • Wortklauber (kein Partner)
      02. April 2012 18:51

      Phaidros, Sie müssen zwischen Meinung und Meinung differenzieren! Es gibt solche und solche Meinungen. Für mich aber gibt es nur eine Meinung und das ist meine Meinung. An diese lasse ich niemanden heran, am allerwenigsten Sie. Mein Posting war an DieWahrheit gerichtet, um ihr mitzuteilen, dass nur meine Meinung gilt. Meinung ist auch nicht gleich Meinung, aber das muss ich Ihnen wohl nicht erklären, oder? Abschließend ersuche ich Sie, mit Ihrer Wut sehr sorgsam umzugehen. Wut ist sehr gefährlich! Wenn man sich beispielsweise über Postings ärgert und andere beschimpft oder mit Handgreiflichkeiten bedroht, dann ist das schon die erste Vorstufe zur Eskalation. Wollen Sie dann auf Ihrem Trümmerhaufen stehen und johlen?





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung