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Die Geschichte der Krise oder: Wenn ein Dauersieger im Wettbewerb untergeht

Wenn einer eine Krise durchlebt, dann kann er was erzählen. Mit den Erzählungen über die Krise der letzten vier Jahre gibt es freilich ein großes Problem: Es kursieren so viele Geschichten über die Krise, so viele teils bewusste Lügen und Ablenkungs-Stories, so viele Irrtümer und Varianten des Wunschdenkens, dass sich die ganze Wahrheit zu dieser Krisen nur noch schwer durchzusetzen vermag.

In drei zentralen Gedanken das, was man heute nach bestem Wissen und Gewissen als Zusammenfassung dessen sagen kann, warum es zu dieser Krise gekommen ist (ganz abgesehen davon, dass es immer Krisen gegeben hat und geben  wird) und was sie bedeutet:

Erstens: All die Stories von Gier, Spekulation und zu kompliziert gewordenen Finanzprodukten erklären gar nichts; denn Gier und Spekulation gibt es, seit es Menschen gibt, ebenso wie scheinbar zu kompliziert gewordene Zusammenhänge; deshalb haben die linken Krisenerklärer Unrecht, die als Krisenursache beklagen, dass heute die Ökonomie mächtiger als die Politik ist; denn das war sie immer.

Zweitens: Viel größere, aber dennoch keine alleine ausreichende Erklärungskraft haben die Hinweise auf eine blasenbildungsfördernde Geld- und Subventionspolitik in Europa, Japan und Amerika, sowie auf die exzessiven und auf historisches Rekordniveau gekletterten Staatsverschuldungen vieler Länder.

Drittens, eine fundamentale historische Erklärung steht über all diesen Faktoren: Die genannten drei Regionen, die in den letzten Jahrhunderten die Weltwirtschaft und damit auch die Weltpolitik beherrscht haben, sind im globalen Wettbewerb gegen die aufstrebenden Schwellenländer entscheidend zurückgefallen, was sich lange nicht, aber dann im plötzlichen großen Erdbeben der Krise umso heftiger gezeigt hat.

Spanien und Irland waren gering verschuldet

Dass die Krise mehr mit Wettbewerbsveränderungen als mit Staatsverschuldung alleine zu tun haben muss, lässt sich an der Tatsache ablesen, dass keineswegs alle jener Staaten, die heute so heftig von der Krise erschüttert werden, vor der Krise eine hohe Staatsverschuldung gehabt haben. In Spanien und Irland war diese – im Gegensatz zu Griechenland und Portugal – sogar besonders niedrig. In diesen beiden Ländern war dafür die Privatverschuldung gegenüber dem Ausland besonders hoch (von Banken, Unternehmen, Privaten).

Allen Krisenländern gemeinsam ist damit, dass sie mehr Produkte und Leistungen des Auslandes konsumiert haben, als sie dem Ausland verkaufen konnten. Sie hatten insgesamt eine hohe Außenverschuldung (egal ob staatlich oder privat) und damit ein großes Zahlungsbilanzdefizit. Das sind zwangsläufige Folgen einer geschrumpften Wettbewerbsfähigkeit. Ein solches „Geschäftsmodell“ muss früher oder später kollabieren.

Nicht der Euro ist schuld, sondern seine falsche Nutzung

Daran ist aber auch nicht der „Euro“ an sich schuld, wie manche Anhänger von Verschwörungstheorien meinen. Jedoch: Der Euro ermöglichte es ein Jahrzehnt lang den südeuropäischen Krisenländern, anstrengungsfrei gut zu leben. Ungeachtet der Tatsache, dass sie die zuvor durch ständige Abwertungen immer halbwegs verteidigte Wettbewerbsfähigkeit gleichzeitig stark absinken ließen.

Die Geldverleiher, die „Märkte“, haben ihnen viel zu billig viel zu viel Geld geborgt; sie haben sich in einem blamablen Vergessen wirtschaftlicher Grundtatsachen zehn Jahre lang nicht mehr die Kreditwürdigkeit ihrer Schuldner angeschaut; sie haben irgendwie an eine magische Wirkung einer gemeinsamen Währung geglaubt. Das Umdenken geschah dann umso heftiger.

Die Ursachen dieses Verlusts an Wettbewerbsfähigkeit sind vielfach und werden sicher noch Anlass zu spannenden Analysen sein. Eine zentrale Ursache der Krise ist jedenfalls, auch wenn es aufs erste paradox klingt, der unglaubliche Erfolg des westlichen Modells. Europa und Amerika haben seit einem halben Jahrtausend einen unglaublichen Aufstieg erlebt. Sie haben ökonomisch, kulturell, politisch die Welt beherrscht. Dieser Aufstieg hat sich in den letzten beiden Generationen seit dem Weltkrieg noch einmal vervielfacht, vor allem weil das EU-Europa zugleich die längste Friedensperiode der Geschichte genossen hat.

Zusammen mit der Nutzung zahlloser wissenschaftlicher Erkenntnisse, mit den Vorteilen einer globalisierten Wirtschaft, mit dem Nutzen eines halbwegs funktionierenden Marktes, mit stabilen demokratischen Verhältnissen, mit der Basis eines korrekten Rechtsstaats hat diese Periode den Menschen zuvor Ungeahntes ermöglicht, den weitaus höchsten  Massen-Wohlstand der Geschichte und eine Rekord-Lebenserwartung bei guter Gesundheit.

Der Sündenkatalog

Aber diese Periode hat Europa selbstzufrieden und müde gemacht. Mit fatalen Konsequenzen auf allen genannten Feldern.

  1. Die schlimmste Katastrophe ist zweifellos der Wohlfahrtsstaat, der in den letzten Jahrzehnten mit zunehmender Verschuldung erkauft worden ist, der immer mehr Menschen ein konsumorientiertes Leben ermöglicht hat, der zugleich viele Bürger und damit auch die Politik die Grundlagen des früheren Erfolges vergessen ließ;
  2. Die Menschen waren sich immer weniger der Notwendigkeit von Leistung und Anstrengung bewusst;
  3. die Schicht wirklicher Leistungsträger wurde durch immer höhere Auflagen und Steuern demotiviert;
  4. immer mehr Menschen glaubten ernsthaft, die Durchsetzung politischer beziehungsweise sozialer Forderungen schaffe die Grundlage des Wohlstandes;
  5. Staaten und EU lähmten die Wirtschaft mit einer ständig wachsenden Fülle von ökologisch, sozial, gesundheitlich und obrigkeitsstaatlich begründeten Regeln und Vorschriften, womit die europäischen Unternehmen im Wettbewerb gegen die sehr freien Konkurrenten in Übersee ständig weiter zurückgeworfen wurden;
  6. zugleich gelang es Panikmachern, den Menschen mit dubiosen Parolen gegen Atome, Gene, Hormone oder Klimakatastrophen Angst vor der Wissenschaft zu machen;
  7. die Gewerkschaften trieben in Tateinheit mit populistischen Politikern die Lohn- und Sozialkosten ständig steiler in die Höhe, als sie zugleich in den konkurrierenden Schwellenländern anstiegen;
  8. dazu kommen zunehmend die Folgen der Geburtenverweigerung: Europa wie Japan werden im Rekordtempo älter. Das wird im nächsten Jahrzehnt zu einem Kippen der sozialen Balance führen. Die rasch schrumpfende Schicht der Arbeitenden wird sich zunehmend weigern, der riesigen Menge an alten Menschen den erhofften Ruhestand mit dem heutigen Pensionsniveau zu finanzieren. Und die Zuwanderer werden sich da erst recht weigern; hatte man ihnen doch Europa nur als ein sozialstaatliches Schlaraffenland vermittelt, das man ganz anstrengungsfrei konsumieren kann.

Aus all diesen und etlichen anderen Gründen weigern sich verständlicherweise China&Co, die heute auf Billionen von Dollar- und Euro-Noten aus ihren emsigen Exporten sitzen, dieses Geld so wie in den letzten Jahrzehnten in europäische Staatsanleihen und Banken zurückzuinvestieren. Sie kaufen sich lieber afrikanische Ländereien, um dort Landwirtschaft und Bergbau zur eigenen Versorgung zu betreiben, sowie europäische Spitzenindustrien, deren Knowhow sie brauchen.

Dementsprechend haben alle großen Schwellenstaaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), also die Machtzentren der Zukunft, die heute schon die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, in der Vorwoche bei einem Gipfeltreffen einhellig die egoistische und kurzsichtige Politik des Westens getadelt, sich durch wilde Geldvermehrung einen kurzfristigen Vorteil zu kaufen. Sie weigern sich auch, via Währungsfonds den Schuldenstaaten zu helfen.

Der schöne Schein des Krisen-Endes

Wieso scheint es dennoch seit einigen Wochen so, dass auch die zweite Welle der 2008 begonnenen Krise glimpflich vorbei wäre? Die Antwort ist ziemlich klar: Die europäischen und amerikanischen Zentralbanken drucken wie verrückt Geld, mit denen die Staaten (auf dem Umweg über die Banken) derzeit ihre alten Schulden in neue umwandeln. Das hat die unmittelbare Katastrophenstimmung gemildert. Dennoch versucht jeder sonstige Besitzer dieses Geldes dieses rasch in Sachwerte einzutauschen (seien es Qualitätsimmobilien oder Gold oder brasilianische Aktien).

Das ist natürlich ein Wirtschaftsmodell, das sehr bald platzen muss. Daher ist die Krise zweifellos nur kurzfristig unterbrochen.

Köstlich naiv ist der derzeit boomende Glaube vieler europäischer Politiker und Journalisten, man müsse nur die Dämme der diversen Krisenrettungsmechanismen hoch genug bauen, um jede Katastrophe verhindern zu können: 300 Milliarden, 500 Milliarden, 800 Milliarden, 1,3 Billionen, 10 Billionen: Fast im Wochentakt werden die Summen größer, die Dämme höher, mit denen ein Ausbrechen der Fluten verhindert werden soll.

Notenbanker zurück an die Uni

Aber die Finanzströme verhalten sich ähnlich wie die echten Hochwässer: Mit hohen Dämmen kann man zwar viele kleine Überflutungen verhindern. Kommt dann aber bisweilen das große Wasser, wird die Katastrophe umso größer. Irgendwann bricht immer irgendwo ein Damm, wenn der Druck zu groß wird; oder es steigen die Fluten einfach über jede denkbare Dammgröße hinaus und sind dann ein umso verheerenderer Schwall. Deswegen baut man ja jetzt beim echten Wasser wieder viele eng und hoch eingedämmte Flussläufe wieder zurück, lässt ihnen statt dessen in möglichst großen Flächen die Möglichkeit zur gefahrlosen Ausdehnung, um die menschlichen Behausungen selbst umso effektiver schützen zu können.

Vielleicht sollte man die Notenbanker und Regierungspolitiker Europas und Amerikas in eine Vorlesung über modernen Wasserbau schicken? Vielleicht lernen sie dann, dass man die Europäer in ihrer Unbeweglichkeit, wohlfahrtsstaatlichen Verfettung, Überalterung nicht durch immer höhere Schuldendämme vor den Folgen ihrer rasch schwindenden Wettbewerbsfähigkeit schützen kann. Sondern nur dadurch, dass man diese Wettbewerbsfähigkeit wieder offensiv verbessert. So wie es einst den Amerikanern nach dem Sputnik-Schock oder den Mitteleuropäern nach den Osmanen-Angriffen geglückt ist.

Die ToDo-Liste

Heute wäre natürlich - von der Annahme ausgehend, dass im Atomzeitalter die Auseinandersetzungen ehr wirtschaftlich und weniger militärisch sind - ein anderes, den Herausforderungen angepasstes Maßnahmenbündel nötig, durch das man die Wettbewerbsfähigkeit wieder erhöhen könnte:

  • Durch massive Deregulierung;
  • durch Offenheit gegenüber den Vorteilen der modernen Wissenschaft;
  • durch Wettbewerb und Vielfalt;
  • durch Reduktion der Sozialleistungen nur auf jene Menschen, die wirklich ohne Unterstützung existenziell bedroht wären;
  • durch flexible (also ebenso wie bei den Konkurrenten Kündigungen problemlos ermöglichende) Arbeitsmärkte, in denen wieder neue Jobs entstehen können;
  • durch mutiges Inkaufnehmen der Tatsache, dass in einer lebendigen Wirtschaft immer wieder der Tod von Unternehmen (also auch Banken!) in Kauf genommen werden muss, damit neues Leben entsteht;
  • durch niedrigere Steuern und Abgaben;
  • durch Verwaltungsvereinfachungen;
  • durch die moralische und finanzielle Ermutigung für junge Frauen und natürlich auch Väter, wieder viel mehr Kinder als wichtigste Zukunftsinvestition in die Welt zu setzen und diese auch ohne schlechtes Gewissen als hauptberufliche Eltern aufziehen zu können;
  • durch Stopp der Sozialmigration und Forcierung der Elitenzuwanderung;
  • durch eine schnelle, transparente und funktionierende Justiz.

Würden Europas Regierungen samt EU diese Ziele mit Schnelligkeit und großer Energie sowie Unterstützung der Menschen verfolgen, dann hätte dieser Kontinent noch eine Chance. Dann wäre das Hochziehen der Krisenpräventions-Dämme sogar sinnvoll, um zeitlich noch ein wenig Luft für die notwendigen Reformen zu gewinnen.

Die Schnellen zu bremsen statt die Langsamen zu beschleunigen?

Jedoch fehlt mir der Glaube, dass Europas Bürger diese Notwendigkeiten noch erkennen können. Weshalb die Politiker sie schon gar nicht erkennen wollen. Beide glauben in ihrer Mehrheit offenbar wirklich, dass durch diese Dämme aus Schulden die Folgen des Wettbewerbsverlustes dauerhaft abgewendet wären.

Ein epochaler Irrtum. Denn damit werden die teuren Schutzdämme zur Hauptursache der nächsten großen Krise. Als Folge konzentriert sich Europa jetzt nicht auf das knappe noch offen stehende Zeitfenster zur Wiedererlangung seiner Wettbewerbsfähigkeit, sondern glaubt offenbar wirklich, dass eine Fiskal- und Sozialunion die richtige Krisenprävention für die Zukunft herstellt.

Vor allem die Sozialdemokraten, aber auch etliche andere Parteien meinen: Wenn einmal die Löhne, Steuern und Sozialleistungen zwischen Griechenland und Deutschland (sowie allen anderen) angeglichen sind, wenn es also innerhalb Europas weniger Wettbewerb gibt, dann gewinnt Griechenland seine Wettbewerbsfähigkeit zurück. In Wahrheit aber tritt das genaue Gegenteil ein: Auch Deutschland und die paar noch halbwegs lebensfähigen Länder werden dann mit absoluter Sicherheit ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Dann gibt es kein böses Blut zwischen Deutschen und Griechen mehr, denn allen wird es gleich schlecht gehen.

Der Merksatz für alle weltfremden Theoretiker: Europa darf nicht seine Schnellsten bremsen, sondern muss die Langsamsten munter machen.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 11:04

    Ein Superartikel, danke !

    Ich kann die Worte Apparatschik, Verwaltung, 'Menschenrechte', Gender, Mainstream, Emanzipation, Eingriff in die Wirtschaft, Quote, etc., etc. schon nicht mehr hören, alles nur Sand im Getriebe.

    Es ist gar nicht kompliziert, aus dem Schlamassel herauszukommen, aber es wird lange dauern, 40 Jahre Lotterleben, Strukturzerstörung, Gesellschaftszerstörung, etc. wieder wettzumachen. Der Weg, der zu gehen ist, erfordert kein bis wenig Geld und vor allem müsste die Politik eine ganz andere Rolle einnehmen und umdenken und ebenso die Bürger.

    Zurück zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fitness würde ich als praktischer Arzt verordnen, also einfach die Menschen wieder arbeiten lassen und nicht dabei behindern, Dr. Unterberger hat die Punkte genannt, die von seiten der Politik notwendig wären.

    Die Politik müsste das Leistungsprinzip forcieren und nicht das Nehmer-und Konsumprinzip, müsste den Menschen unter die Arme greifen, indem sie Verwaltung und Politik zurückfährt und nicht in die Wirtschaft eingreift.

    Die Menschen, auch die Firmen müssen umdenken und sich klar werden, dass ganz allein sie selbst für ihr Leben und ihren Wohlstand und das Überleben verantwortlich sind. Der Arbeitnehmer muss so viel können, dass ihm der Arbeitgeber seine Leistungsfähigkeit, sein Wissen, seine beruflichen Fähigkeitemn, Neigungen und Eignungen abkaufen kann für guten Lohn. Dazu braucht es keine Gewerkschaften, wenn ich mich an meine Eltern und Geschwister erinnere. Jeder hat seine Bedingungen selbst ausgehandelt und jeder hat seinen Platz im Leben durch Eigeninitiative erreicht. Mit Gewerkschaften werden die Löhne überdimensioniert und die Sozialleistungen und die Wettbewerbsfähigkeit behindert bis ausgeschaltet, und vor allem die Leistung. Der Sammelbegriff heißt Eigenverantwortlichkeit und gilt auch für kollektive Eigenverantwortlichkeit, nationale Eigenverantwortlichkeit, etc.

    Also, die Ärmel aufstricken, die Steuern und Abgaben minimieren und die Menschen arbeiten und leben lassen.

    Man kann nur essen, was man erworben hat, man kann nur erwerben, was man vorher verdient hat und man kann nur verdienen, was man verkauft hat. So einfach ist alles. Wer anderes predigt, führt die Menschen in die Irre.

    Der 'Staat' muss zurückgefahren werden, sonst bringt er alle um.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 01:16

    Es tut richtig gut, diese messerscharfe, absolut zutreffende Ursachenanalyse zu lesen. Und sie sollte nicht nur hier im Tagebuch stehen, sondern gehört allen Politiker ins berühmt-berüchtigte STAMMBUCH geschrieben - insbesondere jedoch in das der ach so gutmenschlich sozialistischen, welche laufend Staatsbudgets in den Ruin führen - und ebenso ihren Experten- bzw. Beraterteams.

    Die Zukunft wird es zeigen, ob die viel zu wenigen "Rufer in der Wüste" - wie unser Tagebuchautor hier - rechtzeitig Gehör finden, denn das Zeitfenster ist bereits äußerst geschrumpft und wenn es nicht rasch gelingt die wichtigsten, oben aufgezählten Hausaufgaben zu erledigen, werden wir als "Dauersieger im Wettbewerb" von unverbrauchten, aufstrebenden Mitbewerbern abgelöst.
    Wie lautet schon eine alte Volksweisheit: Das Bessere ist immer noch der Feind des Guten!

  3. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 09:14

    Ein bemerkenswert klarsichtiger Tagebuch-Eintrag!

    Aber: Wie macht man die Langsameren "munter"? Eine Schwelle, an der meine Überlegungen immer wieder ins Stocken geraten.

    Von wem sollten diese systemischen Veränderungen (To-Do-Liste) denn ausgehen? Von den auf ihre einspurigen Denkkanäle fixierten und eingeengten Politiker, die von ganz anderen Interessen geleitet werden? Oder von den in den Wohlstandsdemokratien "verhaustierten" Massen, deren bevölkerungsdynamische Entwicklung dorthin läuft, dass immer mehr "Produktive" für die Alimentierung eines "Transferberechtigten" zuständig sein werden?

    Da müsste schon ein gewaltiger "Ruck" durch's Volk gehen. Leider wird ein solcher Ruck erfahrungsgemäß nicht im "einfachen Volk" geboren sondern in Kreisen von Leuten aus dem psycho-soziopathischen Formenkreis. Und die in der bisherigen Geschichte verzeichneten diesbezüglichen Ergebnisse lassen auch wenig Gutes erhoffen.

    Wenn Nietzsche (und Sloterdijk) Recht haben mit dem "Übermenschen" bzw. mit dem "nach oben gespannten Seil", dann ist hier ein selbstorganisierender Prozess im Gange, dessen Ausgang sowohl ungewiss als auch von Zarathustra unbeeinflussbar abläuft und der vorläufig am besten als der chaotische, ziellose, dumme und boshafte "Weltwille" Schopenhauers zu identifizieren ist.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 14:51

    OT, aber vorhin im Mittagsjournal mit Staunen und Ärger vernommen:

    Die horrende Summe von 300 Millionen Euro für ein von Sebastian Kurz erfundenes H A U S B E S U C H S P R O G R A M M für bisher schwer integrierbare MIGRANTENFAMILIEN sind für ALEV KORUN noch immer viel zu wenig! Sie fordert ein Zusatzangebot! Was wagt denn dieses unverschämte Frauenzimmer noch alles von uns zu fordern?

    Für diese 300 Millionen Euro gäbe es genug Möglichkeiten, diese sinnvoll einzusetzen. Wenn Frau Alev KORUN so sehr daran interessiert ist, ihren meist integrationsUNwilligen Landsleuten etwas Gutes zu tun, dann soll sie ihnen entweder zureden, in ihre Heimat zurückzukehren oder aber sich aus eigener Kraft in unserem Land das Gastrecht zu erwerben.

    Die Aufgabe, die Massen UNGEBETENER GÄSTE auch noch auf unsere Kosten zu "integrieren" ist eine Zumutung ersten Ranges. DAFÜR arbeiten die Österreicher bestimmt nicht.

    Wenn es also Frau Alev Korun ein so großes Anliegen ist, dann soll sie unter ihren bereits integrierten Landsleuten welche auftreiben, die "freiwillig und ehrenhalber= kostenlos" diesen Migrantenfamilien auf die Sprünge helfen. Außerdem denke ich, könnten sämtliche gutmenschlichen Organisationen (die wir ohnedies ständig ungefragt sponsern müssen) doch FREIWILLIGE auftreiben, die diese hehre Aufgabe willig--aus reiner Menschenliebe, die sie ständig von anderen einfordern-- übernehmen. Aber vom uns abgeknöpften Steuergeld sollen sie gefälligst die Finger lassen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 09:45

    Europa kann sich das Altern vielleicht noch leisten. Die Muslimischen Länder China und Japan aber schon nicht mehr.
    Die einzigen Industrienationen mit positiver Demographie sind die USA und Israel.
    Überall anders wird’s dunkel werden.
    Und zwar für immer...

  6. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 09:53

    Ich fordere Herrn Katzian, den Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, auf, endlich seinen Kollegen von den geschützten Bereichen klarzumachen, dass dort ebenso effizient gearbeitet und organisiert werden muss wie in der Privatwirtschaft.

    Aus vordergründig taktischem Motiv "solange es die Privilegien der geschützten Bereiche gibt, kann's bei uns auch nicht so schlecht werden" wird seit Jahr und Tag diese 2-Klassengesellschaft akzeptiert, ja noch verteidigt. Da kann kein modern organisiertes Österreich entstehen.

    Gewerkschafter Katzian! Nutze deine Macht! Mach Druck auf die Parlamentarier und die Regierung. Du hast Hunderttausende hinter dir. Schaffe Gerechtigkeit für die dir Anvertrauten aus dem ungeschützten Bereich! Und nütze damit auch jenen, die glauben, auf Dauer wie Maden im Speck leben zu können. Denn auch das ist Illusion!

    Du nützt damit der Zukunft unseres Landes und seiner Jugend! Österreich will frei atmen können!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. April 2012 13:13

    Die schnöde Geldpolitik der EU (eigentlich der ganzen Welt) gepaart mit einem Reglementierungswahn gegenüber den europäischen Völkern, wird über kurz oder lang das Friedensprojekt Europa vernichten.
    Die Menschen werden nicht für alle Zeiten bereit sein ihr Erarbeitetes zum größten Teil abzuliefern und sich dafür noch zusätzliche Unannehmlichkeiten durch die Gesetzgeber aufhalsen lassen.
    Die UdSSR und die DDR haben gezeigt, dass übergebührliche Fremdbestimmung nicht auf Dauer funktioniert. Die Menschen sind freiheitsliebend und wollen selbst entscheiden, und sie wollen sich auf gar keinen Fall ständig überwachen lassen.
    Daher glaube ich, dass es in dieser EU zu einem großen Knall kommen wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2012 13:41

    O.T.:
    Oberhummer ( http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Oberhummer ) und seine Atheistenfreunde beschweren sich wieder: Diesmal zum Thema 'Karfreitag'.

    Eigentlich ist ja auch der "Atheismus" nichts anderes als ein Glaube, eine Religion. Man muss sehr gläubig sein um dauerhaft Gott und alles Geistige negieren zu können.

    Aus vielen Zeitungsmeldungen sei diese hier gepostet: http://diepresse.com/home/kultur/medien/744312/Initiative-wehrt-sich-gegen-ORFOsterprogramm

    Im letzten Absatz steht, dass Oberhummer mit einer seiner Beschwerden schon einmal einen "Erfolg" landete.


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  1. Dfmvxdr (kein Partner)
  2. Ngagne (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:41

    What an awesome way to explain this-now I know evrtnehiyg!

  3. Open (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:08

    No cotpialnms on this end, simply a good piece.

  4. D.I.L.E. (kein Partner)
    05. April 2012 15:35

    Es klingt alles so wunderbar schön und "gscheit", da oben!
    Allerdings, bei näherer Betrachtung dreht sich das alles zu ziemlich gerührtem Käse um.

    Eigentlich könnte man nach dem Lesen all der bemühten Zeilen auch von einem klassichen "NO-NA-Erlebnis" mit "Unterbergerschen Vorzeichen"schreiben!

    In aller hier notwendigen Kürze nur soviel zu den o. a. Punkten:

    1.1 "Die schlimmste Katastrophe ist zweifellos der Wohlfahrtsstaat, der in den letzten Jahrzehnten mit zunehmender Verschuldung erkauft worden ist, der immer mehr Menschen ein konsumorientiertes Leben ermöglicht hat,"

    Frage:
    Wodurch gedeiht die Wirtschaft in China so prächtig??
    Wie lange gedeiht die Wirtschaft in China noch prächtig?
    - Solange, wie bei z.B. bei Fox - Com weiter die Arbeiterschaft versklavt wird?

    Wer konsumiert die chinesischen Güter?
    Konsumorientierte Menschen ... Oder?

    1.2 "der zugleich viele Bürger und damit auch die Politik die Grundlagen des früheren Erfolges vergessen ließ; "

    Frage:
    Was waren (auch) die Grundlagen des "früheren Erfolges"?
    War da nicht die Ausbeutung der eigenen Arbeiterschaft und Ausbeutung fremder Völker ??!
    > siehe Kolonialismus!

    2. "Die Menschen waren sich immer weniger der Notwendigkeit von Leistung und Anstrengung bewusst;"

    Frage:
    Wer kann dies tatsächlich begründet behaupten?
    Wer sind "diese Menschen"? Die "Anderen"?
    Wie sieht es mit der Entfremdung der Arbeit aus??
    Was ist der SINN der Arbeit, der Leistung?

    3. die Schicht wirklicher Leistungsträger wurde durch immer höhere Auflagen und Steuern demotiviert;

    Frage:
    Was sind "wirkliche Leistungsträger"?
    Was sind KEINE "wirklichen Leistungsträger"?
    Und: Wer von den 50 - 70 unteren Prozent wird NICHT durch immer höhere Auflagen und Steuern demotiviert.

    4. "immer mehr Menschen glaubten ernsthaft, die Durchsetzung politischer beziehungsweise sozialer Forderungen schaffe die Grundlage des Wohlstandes";

    Frage:
    Was wäre wohl aus Europa geworden, hätte es den "Wohlfahrtsstaat" nicht "erfunden"!???

    5. "Staaten und EU lähmten die Wirtschaft mit einer ständig wachsenden Fülle von ökologisch, sozial, gesundheitlich und obrigkeitsstaatlich begründeten Regeln und Vorschriften, womit die europäischen Unternehmen im Wettbewerb gegen die sehr freien Konkurrenten in Übersee ständig weiter zurückgeworfen wurden; "

    Frage:
    Wie sieht die Entwicklung z. B. in China, Indien aus??
    Ist tatsächlich anzunehemen, dass diese Staaten an derartigen gesellschaftlichen Konventionen vorbeikommen, ohne sich auf Dauer selbst zu ruinieren??
    Wohl kaum!
    Der "MENSCH" und die "VERNUNFT" werden sich durchsetzen und es ist auch nichts anderes zu wünschen.
    Alles andere führt zum globalen Ende des Menschen!
    (Unabhängig davon ist die Fülle dieser Regeln und Vorschriften immer wieder neu zu überprüfen und zu durchforsten ist)

    6. "zugleich gelang es Panikmachern, den Menschen mit dubiosen Parolen gegen Atome, Gene, Hormone oder Klimakatastrophen Angst vor der Wissenschaft zu machen; "

    Frage:
    Wer sollte etwas gegen die Wissenschaft haben, nur weil er
    vor Atomernergie, Gentechnik, Hormon(mast), Klimakatastrophen warnt?
    Das glatte Gegenteil ist der Fall!
    Wer in diesen sichtbar "alten" Technologien und Umständen verharrt, der hat längst mit dem Denken selbst Schluss gemacht!
    Wir brauchen die Wissenschaft um derartige Fehlentwicklungen rechtzeitig zu vermeiden.

    7. "die Gewerkschaften trieben in Tateinheit mit populistischen Politikern die Lohn- und Sozialkosten ständig steiler in die Höhe, als sie zugleich in den konkurrierenden Schwellenländern anstiegen;"

    Frage:
    In welchem Ausmaß sind die Gehälter / Einkommen / und Sozialkosten der Arbeitgeber / Unternehmer in Bezug auf die Einkommen der Arbeitnehmer gestiegen?? Wer treibt die Lebenshaltungskosten in die Höhe?

    8. "dazu kommen zunehmend die Folgen der Geburtenverweigerung: Europa wie Japan werden im Rekordtempo älter. Das wird im nächsten Jahrzehnt zu einem Kippen der sozialen Balance führen. Die rasch schrumpfende Schicht der Arbeitenden wird sich zunehmend weigern, der riesigen Menge an alten Menschen den erhofften Ruhestand mit dem heutigen Pensionsniveau zu finanzieren. Und die Zuwanderer werden sich da erst recht weigern; hatte man ihnen doch Europa nur als ein sozialstaatliches Schlaraffenland vermittelt, das man ganz anstrengungsfrei konsumieren kann. "

    Frage:
    Was ist der Grund der Geburtenverweigerung?
    Warum gibt es die Altersarbeitslosigkeit?
    Was ist der Segen der Technik?
    Was ist der Fluch der Technik?
    Was ist / wäre der eigentliche Sinn der "Technik"!?
    Wer vermittelte Europa wem als ein sozialstaatliches Schlaraffenland?

    Und:
    Wer beutete die (damalige) "3. Welt" in arrogantester Manier soweit aus, dass dort vorhandene gesunde Strukturen ganz zwangsläufig kaputt gehen mussten und weiter kaputt gehen?
    Siehe auch :
    > Zuwanderer!
    > und vor allem Punkt 1.2 "...... die Grundlagen des früheren Erfolges .... "

    Herr Dr. Unterberger!
    Es wird nicht besser!

  5. Leopold Koller (kein Partner)
    05. April 2012 04:00

    Leider wird hier in der ganzen Diskussion das Grunduebel, das allem anderen unterliegende Problem ausgelassen. Die westliche Welt leidet unter der Entkoppelung von Buergerrechten und Buergerpflichten. Alle anderen Probleme sind nur Folgen dieses Grundproblems. Solange sich diese Rechte und Pflichten nicht die Waage halten, wird das System zu Grunde gehen.

    • brechstange
      05. April 2012 09:44

      ... und Investorenrechten und Investorenpflichten
      ... und Poltikerrechte und Politikerpflichten
      ... und Bankerrechte und Bankerpflichten

      Ich nehme an, Sie haben mit Bürgerpflichten einen Überbegriff gemeint, der Bürger, Investoren, Politiker, Banker ua einschließt.

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      05. April 2012 15:38

      Solange nichteinmal Finanztransaktionsteuern durchzusetzen sind,
      solange zumindest sollte mir niemand mehr mit "Pflkichten" kommen.
      Die erfülle ich nämlich eh so auch schon zu tagtäglich!

    • Leopold Koller (kein Partner)
      05. April 2012 18:42

      brechstange

      Eine Gesellschaft, speziell eine demokratische, kann nur funktionieren, wenn die Teilnehmer an dieser Gesellschaft, also die Buerger, nicht nur auf ihre Rechte pochen, sondern auch ihre Pflichten erfuellen. Heutzutage fragt kein Mensch mehr nach seinen Pflichten, schreit aber lauthals nach seinen Rechten. Daher haben wir Wohlfahrtsstaat, Schulden, Leistungsfeindlichkeit, Verlust der Wettbewerbsfaehigkeit, Konsumstreben, Kindermangel und all die anderen hier schon durchgekauten Probleme.

      Die Steuerpflicht ist faktisch fuer die Haelfte der arbeitenden Bevoelkerung schon abgeschafft, der Wehrpflicht wird gerade das Messer angesetzt. Bei der Schulpflicht wird's auch nicht mehr lange dauern.

    • estate (kein Partner)
      05. April 2012 23:17

      "Der Ganges der Rechte entspringt im Himalaya der Pflichten." Mahatma Gandhi

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      07. April 2012 19:06

      Koller ...
      solltest Du unter Kindermangel leiden ...
      ... ich könnte Dir einen netten Tip geben!

  6. Haider
    05. April 2012 00:45

    Die ganze Welt kümmert sich um mich: Essensberater, Sozialberater, Fitneßberater, Konsumberater, Urlaubsberater, Wirtschaftsberater, Gesundheitsberater, Familienberater, Einkaufsberater, Freizeitberater, Steuerberater, Bankberater ... und wer arbeitet produktiv? Wer erzeugt irgendetwas? Natürlich die Chinesen, die Inder, die Brasilianer, jetzt sogar die Argentinier usw. etc. Nur wir Europäer verwalten, konsumieren, reglementieren, marodieren und leben auf Pump unserer Kinder/Enkel!
    Und da unser Bildungssystem (sowohl Schule als auch Uni) längst den Weg aller marxistischen Maximen ging, haben wir auch punkto Wissen nichts mehr zu bieten.
    Nicht allein sinkende Einwohnerzahlen beunruhigen mich wirklich, es sind die sinkenden Produktionszahlen. Es wir bei uns nichts mehr erwirtschaften/erzeugt, was zum Überleben Grundvoraussetzung wäre. Mit gewerkschaftlich erkämpftem Mindesturlaub von 52 Wochen jährlich wird sich der Staatshaushalt nicht sanieren lassen.

  7. Claudius (kein Partner)
    04. April 2012 22:34

    O.T.
    Dr. Unterberger hat es schon vor Tagen analysiert anscheinend ist nun der Fall eingetreten:

    Die Presse vom Mittwoch: "Inseraten-Affäre: Faymann-Verfahren vor Einstellung"

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/746497/InseratenAffaere_FaymannVerfahren-vor-Einstellung?_vl_backlink=/home/index.do

    Frau Justizministerin Karl: Bitte aufwachen!

    • Claudius (kein Partner)
      04. April 2012 22:45

      Zur Ergänzung nun noch dieses youtube-Video (stammt vom deutschen Fernsehen): http://www.youtube.com/watch?v=ub9K5WUQ9HI

      Alle wissen es u. die Spatzen pfeifen es von den Dächern herunter wie diese Zeitungsbestechung funktioniert, aber unsere Justiz möchte unbedingt den Kopf in den Sand stecken.

      Unsere Justiz ist eine Schande:
      „Die Prüfung wird spätestens Donnerstag abgeschlossen“, sagte Sprecherin Ilse-Maria Vrabl-Sanda .....

    • Haider
      05. April 2012 00:58

      Was haben Sie sich von einer Wr. BSA-Staatsanwaltschaft erwartet, der eine ÖVP-Leichtgewichtin (wie dumm ist doch gendern) gegenüber steht? Printmedien, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Meinungsforschungsinstitute ... alle längst von der Regierung gekauft!
      Steuern dürfen wir zahlen und Zwangsbeiträge für Kammern sowie ORF berappen und sonst heißt es k u s c h e n !!! Big brother is watching you (man hat ja nichts zu verbergen).

  8. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    04. April 2012 19:12

    Vorweg, es ist ja alles richtig, was A.U. und Maierhofer zu diesem Thema schreiben.

    Man sollte aber zwischen den vielen Gründen/Ursachen der Krise einerseits und dem Auslöser andererseits deutlich unterscheiden.

    Auslöser war ja zweifellos die Pleite des Bankhauses Lehman Brothers und der damit einhergehende Dominoeffekt. Von einem Tag auf den anderen erkannten die Inhaber von Lehmanns-Forderungspapieren, dass diese nichts wert sind. Wie in der Branche üblich, wurden diese wertlosen Forderungen in einem Bündel anderer Forderungen versteckt und auch in Europa in großem Ausmaß verkauft. Davon waren alle großen Banken stark betroffen und dem Untergang geweiht. Was sich auf deren Sparer ausgewirkt hätte, wenn sie nicht "gerettet" worden wären. Die Folgen wären katastrophal gewesen. Über Jahrzehnte. Jetzt gibt es stattdessen Inflation.

    Der Hauptgrund der Krise sind die USA bzw deren kriminellen Lebensweisen. Die darin besteht, auf Kosten des Restes der Welt zu leben. Und das schon mehr als ein halbes Jahrhundert.

    Die USA sind wirtschaftliche Dauertrickser, Betrüger, Verbrecher.

    Das funktioniert nur deshalb, weil die USA ein großer Markt ist und der Dollar immer noch Weltwährung. Dieser USA-Markt saugt das nach Anlage suchende Kapital wie ein trockener Schwamm auf. Im Ergebnis konsumiert die USA die Leistungen der Welt ohne Gegenleistung zu erbringen. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.

    Typisch war der auslösende Anlass. Die amerikanischen Banken gaben fast jedem Amerikaner einen Kredit zur Hausfinanzierung. Die Immobilie wird jährlich überbewertet (wie beim Konsum in Ö). Der Schuldner ist dadurch scheinbar wirtschaftlich potent und der Gläubiger scheinbar sicher, sein Geld zurückzuerhalten. Was machen die amerikanischen Banken mit solchen wertlosen Forderungen. Sie verkaufen sie den Europäern, versteckt natürlich, und übertragen das Risiko teilweise dorthin.

    Ergebnis: Millionen von Amis lebten jahrelang auch auf Kosten der Kreditgeber aus Europa. Letztere verloren ihr Geld schlagartig. Die dadurch in Schieflage geratenen europäische Banken, die eigentlich dem Untergang geweiht waren, lösten die Krise aus.

    Griechenland ist eine Mini-USA. Lebte ebenfalls nur auf Kosten der anderen. Tricksten und verschleierten dies ebenfalls. Dazu noch der schmarotzende und staatsschädigende Politiker- und Beamtenapparat. Bis die Schulden nicht mehr bedient werden konnten. Zahlungsunfähigkeit. Staatskrise in Griechenland. Jahrelange wirtschaftliche Rezession mit allen sozialen Katastrophen.

    Und wenn die anderen Länder nicht aufpassen, geht es denen genau so wie Griechenland.

    Ergänzend zu den Gründen der Krise:

    1. Es werden zu viele riskante Schulden gemacht. Das hat negative Folgen.

    2. Der Staat mit seinen Beamten und Politikern saugt wie eine Zecke viel zu viel Geld von den Bürgern. In der Staatsverwaltung versickert enorm viel Geld ohne Gegenleistung. Das gipfelt in der Verdoppelung der vorgegebenen Einnahmen durch Verwaltungsstrafen.
    Das nimmt schon blasse Züge der Nazis an, die ihre Beamten auch nicht mehr zahlen konnten und deshalb die Juden ausraubten.

    • Undine
      04. April 2012 20:20

      @A.E.I.O.U.

      "Griechenland ist eine Mini-USA. Lebte ebenfalls nur auf Kosten der anderen. Tricksten und verschleierten dies ebenfalls. Dazu noch der schmarotzende und staatsschädigende Politiker- und Beamtenapparat. Bis die Schulden nicht mehr bedient werden konnten. Zahlungsunfähigkeit. Staatskrise in Griechenland. Jahrelange wirtschaftliche Rezession mit allen sozialen Katastrophen"

      Und wer waren die eifrigen Helfer der Griechen beim Tricksen und Täuschen? Die "renommierte" amerikanische Bank GOLDMAN & SACHS. Dorthin ist das Geld geflossen, das WIR jetzt nach Griechenland SPENDEN müssen!

    • Udo (kein Partner)
      05. April 2012 12:16

      @Undine
      Und ob diese "Spenden" überhaupt jemals notwendig waren, darf auch stark bezweifelt werden:

      http://griechischerwein.wordpress.com/2011/06/08/griechisches-gas-hochverrat/

  9. Gasthörer (kein Partner)
    04. April 2012 14:04

    Was auffällt:

    AU kritisiert die EU oft heftig. Aber er vergisst nie zu argumentieren, dass die Alternative schlechthin eine Katastophe wäre. Somit ist er höchst funktionell im Sinne jener, die sich ein 1000-jähriges EU-Reich wünschen.

    So gesehen, würde ich, säße ich an einem der vielen Propaganda-Geldtöpfe der EU, ein "unabhängigs Internet-Portal eu-infothek.com" finanziell unterstützen.

  10. Herby (kein Partner)
    04. April 2012 13:41

    O.T.:
    Oberhummer ( http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Oberhummer ) und seine Atheistenfreunde beschweren sich wieder: Diesmal zum Thema 'Karfreitag'.

    Eigentlich ist ja auch der "Atheismus" nichts anderes als ein Glaube, eine Religion. Man muss sehr gläubig sein um dauerhaft Gott und alles Geistige negieren zu können.

    Aus vielen Zeitungsmeldungen sei diese hier gepostet: http://diepresse.com/home/kultur/medien/744312/Initiative-wehrt-sich-gegen-ORFOsterprogramm

    Im letzten Absatz steht, dass Oberhummer mit einer seiner Beschwerden schon einmal einen "Erfolg" landete.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 14:10

      Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen "Freidenkerverband" und ähnliche Vereine von Konfessionslosen (bin ja selbst einer), aber wenn diese beginnen, "ihre" Religion missionarisch verbreiten zu wollen, dann sind sie um nicht einen Deut besser als jene, die sie so kritisieren.
      Soll der ORF doch bittesehr ein christlich geprägtes Programm ausstrahlen, wem das nicht gefällt, der kann sich doch auf irgend einem anderen Kanal amerikanische Sinnlosserien oder geistlosen Quatsch anschauen - oder, auch das sollten Freidenker in Erwägung ziehen, einfach zu einem goethlichen Osterspaziergang ausrücken und das winterlich verklebte Hirn mal wieder lenzlich durchwehen lassen.
      Dann kommt einem Freidenker vielleicht auch mal der Gedanke, dass er sich seinen freien Ostermontag damit verdient hat, eine Schweigeminute im ORF großzügig zu ignorieren...

    • ugu (kein Partner)
      04. April 2012 15:58

      Aber sonst beschweren sich alle, wenn der ORF nur ein linkes Wort fallen lässt. Vielleicht sollten sie da beim nächsten Mal auch anregen, dass die Leute hier besser umschalten oder herumspazieren mögen.
      Aber halt, welches (berechtigte) Argument kommt da immer - die Gebühren. Den Ostermontag hat auch nicht der ORF eingeführt. Das ist nur eine seltsame Abwandlung des kindischen "na dann solln die Atheisten auch nicht frei haben" Arguments. Kein Problem damit, dann suchen sich die Ungläubigen eben eigene Feiertage.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 17:56

      "Vielleicht sollten sie da beim nächsten Mal auch anregen, dass die Leute hier besser umschalten oder herumspazieren mögen."

      ugu, das würde ich sofort. Wenn es nur zu Ostern vorkäme und nicht täglich...

    • D.I.L.E. (kein Partner)
      07. April 2012 14:47

      Ein Wissenschafter ... der, gerade aus dem Bereich der (Quanten)Physik kommend, geradezu nonchalant und vollkommen überzeugt noch als Atheist daherkommen kann, der hat aus seinem eigenen Metier heraus wohl noch am allerwenigsten begriffen und eigentlich wirklich keinerlei "Ahnung"!

      Und genauso stellt sich für mich Oberhummer auch regelmäßig dar!
      Als absolut peinlicher Simpel!

      Man fragt sich wie der durch die Hochschulen kam, geschweige denn zum Universitätsprofessor werden konnte!
      Da hat wohl das alte Bildungssystem total versagt!

  11. PeterT (kein Partner)
    04. April 2012 13:14

    Was mir in dieser seht guten Analyse fehlt, ist die Tatsache, daß Portugal, Spanien, Irland, Griechenland gleichzeitig zu den höchsten EU-Subventionsbeziehern gehören.
    Der Effekt davon war:
    - die Länder wurden dank Strukturmitteln mit Infrastruktur zugepflastert - ich wünschte mir die Straßen in unseren Ballungsräumen wären nur halb so gut wie im hintersten Winkel von Spanien. Von den funkelnagelneuen Flughäfen und Bahnhöfen allerorten gar nicht zu reden. Damit wurde die Bau-Industrie aufgebläht.
    - die billigen Kredite haben zum Immobilien-Boom geführt, damit wurde auch die Bauindustrie aufgebläht.
    - die Landwirtschaft ist dank massiger Agrar-Subventionen ähnlich (un)produktiv wie eh und je
    - die restliche Real-Wirtschaft (insbesondere die Produzierende) wurde total vernachlässigt - durch die steigenden Löhne hat sie den letzten Rest Wettbewerbsfähigkeit verloren.

    Damit sind die EU-Subventionen maßgeblich Mitschuld am Desaster.
    Wenn ich dann schon wieder höre, daß 'man jetzt endlich mit dem Kaputtsparen aufhören muß, und lieber etwas für die Infrastruktur dieser Länder tun muß', kommt mir der Mageninhalt hoch

    • Herby (kein Partner)
      04. April 2012 13:46

      Apropos Spanien, da ist mir dieser Welt-Artikel aus 2011 untergekommen:

      Schlagworte: 'Geisterflughafen', 'Überversorgung an Infrastruktur' .....

      Bitte lesen:
      http://www.welt.de/vermischtes/article13723360/Spaniens-Geisterflughafen-das-peinliche-Millionengrab.html

    • PeterT (kein Partner)
      04. April 2012 15:23

      Fuerteventura ist im Grunde ein verlasssenes Eiland, in dem es kaum etwas gibt außer Sand und Steine und ein paar Ziegen (ok, ein paar Touristen sind auch da).
      Alle Orte sind (abgesehen von den Hotelburgen) absolute Hunds-Käffer (sorry)
      - niegelnagelneuer Flughafen
      - alle Straßen in Bestzustand - neu gebaut / saniert
      - Kreisverkehre wohin das Auge reicht
      - an jeder Ecke Investitions-Ruinen in Form von leerstehendden Ferienhäusern / Appartments
      - fehlt nur mehr eine Ring-Autobahn und eine Schnellbahn (als Vorstufe zum TGV / ICE, aber man will ja nicht unbescheiden sein)

  12. Der Notar (kein Partner)
    04. April 2012 11:33

    Die Krise kann in wenigen Sätzen erklärt werden: Das seit Clinton laufende Konjunkturprogramm durch Kredit-Moral Hazard bekam durch Bush nach 2001 einen Kick. Die dummen Europäer wurden an der Finanzierung beteiligt, die nach 2007 geplatzt ist. Gleichzeitig wurde in Europa mit Hilfe des (billig verzinsten) Euros Wachstum erzeugt: Bauindustrie in Spanien, Portugal, Österreich bzw. Konsumrausch in Griechenland (durch Scheinjobs) usw. usf. Das Endresultat ist unausweichlich. Die Auswirkungen sind manigfaltig und haben verheerende Auswirkungen: zb brutale Selektion an den Universitäten damit diese TURBOKÜHE der nächsten Generation genug Milch geben für Schulden und Fehlinvestitionen (zb Sozialmigration). Keine Frage es gehört aufgehräumt, aber KLUG und ÜBERLEGT.

  13. astuga (kein Partner)
  14. Otto (kein Partner)
    04. April 2012 08:14

    "durch die moralische und finanzielle Ermutigung für junge Frauen und natürlich auch Väter, wieder viel mehr Kinder als wichtigste Zukunftsinvestition in die Welt zu setzen und diese auch ohne schlechtes Gewissen als hauptberufliche Eltern aufziehen zu können"
    ok das schreibt sich so einfach dahin, aber was genau stellen Sie sich darunter vor? Das ist nämlich auch eine Folge Ihrer so hoch gepriesenen "modernen Markwirtschaft des Atomzeitalters(?)", nämlich: Arbeiten für wenig Lohn für die Masse, damit die Gewinne für die Elite mit Kapital maximiert wird, und Setzen auf immer rascher werdenden Konsum bei gleichzeitiger Verabscheuung der Nachhaltigkeit.
    Einerseits wird von Ihnen alles was mit Grün, Links und Sozialismus zu tun hat oft zurecht als so eine Art Regulierungsfaschismus angeprangert, aber andererseits stellt sich eigentlich viel mehr heraus, dass Sie das am liebsten nicht abschaffen sondern einfach nur in Händen der 'Richtigen' sehen wollen.

    • Karl Knaller
      04. April 2012 08:46

      "Otto Mops kotzt, OGottOGott." (Ernst Jandl)

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 13:55

      Marktwirtschaft gibt es weit länger als Wohlfahrtsstaat.
      In früheren marktwirtschaftlichen Systemen war Kinderreichtum ganz normal.
      Nur in Wohlfahrtssystemen und überdurchschnittlich begüterten Kreisen war Kinderarmut schon immer vertreten.
      Also wie ist das wohl, Herr Otto, ist es der Druck des achso bösen Marktes oder vielleicht doch die ganz einfache Wohlstandsverwahrlosung und damit einhergehende egozentrische Konsumgeilheit, die die Leute davon abhält, Familien zu gründen?
      Der Markt agiert nämlich nicht, der Markt reagiert. Auf gesellschaftliche Entwicklungen, Kundenwünsche, Modeerscheinungen, das Vorhandensein oder Fehlen von Kapital etc.
      Also ist das Handeln der Marktwirtschaft, die reagierende Wirtschaft, nicht die Ursache gesellschaftlicher Entwicklungen sondern deren Folge. Die Ursachen liegen ganz woanders. Aber viele davon lassen sich durch die linke Ideologie des Materialismus nicht erklären und werden daher einfach beiseite gewischt.
      Marx hatte Unrecht, eine menschliche Gesellschaft wird eben nicht allein durch die Verteilung der materiellen Güter und Produktionsmittel definiert. Deshalb funktionieren auch alle materialistischen Versuche, Familiengründung "attraktiver" zu machen, egal ob über Steuerbegünstigungen, Beihilfen, Gebärprämien etc. überhaupt nicht.
      Menschliches Verhalten entspringt seinem Kopf und seinem Herzen, aber nicht seinem Portemonnaie.

    • Otto (kein Partner)
      04. April 2012 16:43

      Stimmt! Bei Marx gebe ich Ihnen vollkommen recht, aber was wären dann Ihre Lösungsvorschläge?

    • astuga (kein Partner)
      04. April 2012 18:08

      Kritiker müssen keine Lösungen anbieten.

      Theaterkritiker sind auch keine besseren Schauspieler, und Gourmetkritiker keine Köche.
      Kritiker müssen nur treffend und klar formulieren können, und den Finger auf die Wunde legen.
      Eine gewisse Distanz ist dabei von Nutzen.

  15. monofavoriten (kein Partner)
    04. April 2012 00:53

    was mir noch in der to-do-liste abgeht:
    wir müssen wieder mehr produzieren! natürlich können wir nicht mit dem billigen china-trash mithalten, aber es gibt genug wohlhabendere menschen weltweit, die für qualitativ hochwertige produkte etwas tiefer in die taschen greifen würden.
    die schweiz ist weltweit bekannt für ihre uhren, die auch nicht gerade billig sind.
    leider, jedoch, ist es in österreich weit einfacher, sich ohne arbeit ein gemütliches leben einzurichten, als ein kleines, produzierendes unternehmen zu gründen. aber genau darauf wird es ankommen! die wende hin zur dienstleistungsgesellschaft war ein verheerender irrweg.

    • Erich Bauer
      04. April 2012 08:13

      monofavoriten,
      "...ein kleines, produzierendes unternehmen zu gründen..."

      Man muß davon abraten. Die steuerlichen und zahlreichen sonstigen Rahmenbedingungen machen hierzulande eine Unternehmensgründung zu einem Vabanquespiel. Die Wirtschaftskammer sollte bei jedem "Kammerbeamtentürl" eine Aufschrift anbringen: "Selbständigkeit kann Ihre Existenz gefährden!"

      "James Taggart" hat ganze Arbeit geleistet. Und tut es immer noch... Man sollte ihn nicht füttern.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 13:44

      @Erich Bauer
      Vollkommen richtig!

      Deutschland hat vor ein paar Jahren reagiert und es Jungunternehmern ermöglicht, eine UG(haftungsbeschränkt) zu gründen; das entspricht etwa der englischen Ltd. und senkt das Risiko für den Unternehmer auf das Firmenkapital. Oder anders ausgedrückt: eine Fehlentscheidung oder eine Produkthaftung führen nicht automatisch (wie jetzt) zur totalen Vernichtung der persönlichen Existenz des Unternehmers und seiner ganzen Familie.
      Und das, obwohl in DE die Hürde zum Aufbau einer GmbH mit 25.000 Euro Gesellschaftskapital sowieso bereits weit moderater ausfällt als in Ö mit seinen sagenhaften 35.000 Euro. (Da muss 'ne alte Frau lange für stricken!)

      Bei allen Worthülsen und Schleimereien der WKO zum Fang neuer Deppen als ideal auspressbare KMU-Zitronen ist es den faktisch austrosozialistischen Wirtschaftskämmerern noch neimals in den Sinn gekommen, die Gesellschaftsform einer österreichsichen Ltd. für EPU und KMU zu fordern und vehement zu erkämpfen - nein, man ist stolz darauf, den Gründern den Zugang zu Krediten erleichtert zu haben, vorzugesweise bei der RaiBa, um sie von der ersten Sekunde in Finanzsklaverei halten zu können. Und die angeblich wirtschaftsliberale ÖVP, die etwa so wirtschaftsliberal ist wie ein Kommunist demokratisch, möchte sich wundern, dass die bisher recht treue Wählerschicht der KMU reihenweise wegbricht, weil sie langsam überzuckern, dass sie von den Schwarzen nicht vertreten sondern genauso (und mehr) verraten werden wie der einfache Angestellte von der SPÖ.

      Nein, liebe Genossen aller Coleur, der durchschnittliche österreichische Unternehmer frisst sich nicht an seinen Gewinnen fett, sondern er liefert den kärglichen Rest, den ihm Steuern, Versicherungen und Zwangskammerumlagen gelassen haben, brav bei der Bank ab. Und wenn er Glück hat, bleibt sogar für ihn selbst was übrig. Aber hoffentlich nicht mehr als seiner Putzkraft, sonst krallen die Neider und Nehmer wieder fordernd und geifernd aus ihren Löchern. Sollte es nicht reichen, kann er unter die Brücke ziehen, denn ein Sozialsystem für Unternehmer gibt es nicht (trotz hoher Leistungen dieser in jenes).
      Der Kammer kann's egal sein. Die kassiert ihre Umlage zur Not auf dem Klagsweg verfassungsgesetzlich berechtigt ab.
      So schaut's aus in Österreich.

    • Erich Bauer
      04. April 2012 14:29

      Reinhard,
      "...senkt das Risiko für den Unternehmer auf das Firmenkapital..."

      Das klingt ja recht nett. Für ein "typisches" EPU..., der halt irgendwelche Dienstleistungen anzubieten versucht und kaum "Produktionsmittel" braucht...

      Für ein geplantes "richtiges" KMU, welches etwas produzieren will, schaut die Sache anders aus (eigentlich wie immer). Auch mit noch so überzeugenden Konzepten... die Bank will Sicherheiten - naturgemäß. Wenn man da das "Firmenkapital" anbietet, wird der Bankmann wohl nur müde lächeln. Denn der Bankmann weiß um "James Taggart"... Er weiß, daß sich für den Kreditwerber die steuerlichen und sonstigen "Rahmenbedingungen" durch die "Haftungsregeln" nicht geändert haben. Und er wird Sie, notgedrungen, nach wie vor als "Vabanquespieler" sehen. Wenn's trotzdem klappt, wird er Sie staundend bewundern...

    • phaidros
      04. April 2012 15:13

      Aber Reinhard, ich muss doch sehr bitten! Wie kannst Du hier unsere in der Urabstimmung eindrucksvoll bestätigte gesetzliche Interessensvertretung*) so heruntermachen? Die 1-Mann-Gmbh mit nur 10000 Stammeinlage wir ja eh schon vorbereitet. Sie wird seit gut 10 Jahren diskutiert - das will eben gut überlegt sein!

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Das war der Euphemismus in der Fragestellung, der das Wort »Zwangsmitgliedschaft« verschleierte. So lange wir Mitglieder so dämlich sind, das nicht zu überzuckern, gehärt's uns eh nicht anders.

      Weiß eigentlich jemand, was aus dieser Verfassungsklage wurde, die jemand anstrengte, weil ein deutscher Handwerker hier nicht Kammermitglied sein muss, worin er (man muss wohl nicht erörtern, ob zurecht oder nicht) eine Ungleichbehandlung erblickte?

    • Erich Bauer
      04. April 2012 15:51

      "... Die 1-Mann-Gmbh mit nur 10000 Stammeinlage..."

      Endlich ein gute Idee hier. Aber nur, wenn er sich in in der GMBH auch richtig anmelden kann. Als Angestellter. Am besten mit einem fürstlichen Gehalt! Er muß sich ja das Netto für ein Jahr lang nicht auszahlen... Ein Jahr lang muß er halt durchhalten. Mit dem OMA-Kapital. Danach geht er zum Insolvenzfond und läßt sich den vorenthaltenen Lohn auszahlen und begibt sich schnurstracks in die Arbeitslose...

      Das wär doch ein Betätigungsfeld. Handelsrechtlich sicher interessant... Wenn das juristisch geklärt ist, muß man nur noch die richtigen Abgeordneten finden, denen man diese Anregung "verklickert"... Ich würde meinen... die GRÜNEN sind da sicher offen...

    • Erich Bauer
      04. April 2012 16:36

      Reinhaaaaard!!!

      Willst du mit mir nicht mehr REDEN??? Das war doch ein interessanter Diskussionsansatz!

    • Erich Bauer
      04. April 2012 18:25

      Reinhard,

      Also gut, lieber Reinhard... Ich nehme zur Kenntnis, daß Sie nicht wollen. oder dürfen... Ich darf Ihnen nachträglich versichern, ich hätte mit absoluter Sicherheit nicht Ihren Vorwur an die"A.U.-Raffgier" verwendet...

    • Erich Bauer
      04. April 2012 18:27

      Leider muß ich en "f"... nachreichen...

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 19:11

      Erich Bauer, bitte um Entschuldigung, bin am arbeiten und schaue hier nur in den Pausen vorbei...

      Was das Produktionsunternehmen angeht, gebe ich Ihnen vollkommen recht. Da finde ich es sogar leichtsinnig, den Kreditzugang zu erleichtern, denn nicht nur der Unternehmer, auch der Banker spielt da mit brennenden Karten. Wenn auch mit weitasu geringerem persönlichen Risiko...
      Ich hatte wirklich die Dienstleistung im Hinterkopf, passiert mir als Dienstleister immer wieder ;o).

      Als Zuarbeiter der produzierenden Unternehmen (zB Konstruktion / Maschinenprogrammierung) hat man mäßige Investitionskosten (PC und Software sind weit unter 10.000 Euro drin) aber ein hohes Risiko, wenn es in der Maschine "rumpelt", und eine solche Kiste kostet schon mal eine halbe Million aufwärts. Keine Versicherung steigt darauf ein. Als Geschäftsfeld uninteressant, obwohl auf Nachfrage sogar Bedarf in den entsprechenden Betrieben besteht.

      Wenn man mit Eigenmitteln um die 10.000 ausgestattet ist, fehlen zur GmbH noch satte 25.000 - ich müsste jetzt, so ich diese nicht vom Papa geschenkt bekomme oder vom letzten Urlaubsgeld übrig habe, also diese Eigenmittel bei einer Bank erbetteln - und bin, obwohl eigentlich genügend ausgerüstet, wieder Kreditabzahler bei der Bank.
      Oder gehe eben das volle Risiko ein, bei einer Zahlungsfälligkeit persönlich zu haften und privat alles zu verlieren.

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 19:15

      Phaidros, natürlich wird diskutiert.
      Nur getan wird nichts.
      Niemand erwartet von der WKO eine Straßenrevolution, sie müssen nur den Vorschlag formulieren und einbringen.
      Nicht mal das bringen's fertig.
      Aber große Töne spucken, wie toll sie alles für die EPU und KMU tun.
      Nur WAS?
      Außer Hochglanzbroschüren mit Schulterklopfartikeln ist da nichts zu holen...

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 19:21

      Erich Bauer, Nachtrag:
      So einfach wird es nicht sein, denn trotz GmbH bleibt die Geschäftsführerhaftung bei grob fahrlässigen Entscheidungen oder dem Verdacht der vorsätzlichen Insolvenz bestehen. Das ist ein kritisches Spiel, bei dem man nicht nur alles verlieren sondern auch noch einsitzen gehen kann.
      So, ich muss wieder, sorry...

    • Reinhard (kein Partner)
      04. April 2012 21:29

      Nachtrag zum Nachtrag: Ich habe niemals AU "Raffgier" unterstellt; wenn Sie so empfindlich darauf reagieren, dass er einst sogar selbst zugegeben hat, dass es sich bei diesem Blog um ein journalistisches Geschäftsmodell handelt, dann ist das Ihr Problem, aber bitte bleiben Sie bei den Tatsachen; ich zitiere mich gern nochmal selbst (31.3. 13:08):

      "Ach ja, und dass Unterberger mit dem Blog Geld verdienen will, hat er sogar offen angekündigt; wer bei den Einnahmen für eine kostenlose Internet-Plattform mit erst nach Jahren einigermaßen ansehnlichen features für Zahlende nur an eine "Aufwandsentschädigung" glaubt, dem empfehle ich mal eine Frage bei Herrn Ortner, wie groß so ein Aufwand wohl ist.
      Ist ja kein Vorwurf an AU, jeder soll sein Geld verdienen wie er möchte, ich vertrete die Freiheit jedes ehrlichen Geschäftsmodells, aber wenn jemand glaubt, der Aufwand in Relation zum Nutzen würde keinen guten Verdienst abwerfen, dem werde ich immer wieder gern meinen Taschenrechner borgen. Und den Zahn ziehen, der Zweck des Blogs wäre nicht, mit der eigenen Mitteilungsfreude auch noch ein gutes Einkommen zu erzielen."

      Irgendwo ein Wort von Raffgier?
      Nein.
      Aber ich würde mich erhlich freuen, wenn Sie es einmal schaffen würden, ohne Seitenhiebe oder Untergriffe zu diskutieren. Falls Sie das überhaupt wollen.

  16. contra
    04. April 2012 00:06

    OT, aber llustig:

    Endlich steht der Name fürs Programm, denn aus den "Küniglbergern" werden schon bald "Neu-Marxisten"! ;-)

    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/ORF-zieht-nach-Neu-Marx/61654520

  17. byrig
    03. April 2012 23:43

    wahrscheinlich ist es unterm strich ziemlich einfach zu erklären:wir haben jahrzehnte über unsere verhältnisse gelebt,die politiker haben unsere stimmen mit horrenden schulden gekauft,und-wir haben uns allzubereitwillig kaufen lassen.
    nachdem die naturgesetze letzlich auch in der ökonomie gelten,und nicht ausser kraft gesetzt werden können,naht der tag der wahrheit,der zahltag.
    nur geld zu drucken ist einfach kein probates mittel,auf dauer-betonung auf dauer-die realität wegzuzaubern.eine gewisse zeit scheint es ja zu gehen.dann meldet sich die realität.
    in einem widerspreche ich a.u.:das hemmungslose schuldenmachen ist sehr wohl der hauptfaktor dieser westlichen krise.ohne ihm wären die konkurrenten wie china etc. nie so stark geworden,da wesentlich weniger aus unseren ländern nach dorthin ausgelagert worden wäre.
    und:wäre ein land,ein kontinent,schuldenfrei,ökonomisch überhaupt angreifbar?
    dazu kommt,dass amerika gegenüber europa einen wesentlichen vorteil hat:es ist die weltmacht nr. 1,v.a. auch militärisch,europa hat zugunsten seiner sozialausgaben auf einen ähnlichen status verzichtet.maximal zum vorteil der genaerationen der 50er-2000er jahre.jetzt beginnt es dafür zu büssen.
    bei a.u. fehlt ein wichtiger todo-punkt:europa muss wieder ein machtfaktor werden,auch militärisch.

    • astuga (kein Partner)
      04. April 2012 11:35

      Man kann sich schon einen Sozialstaat leisten, aber eben nur im Rahmen des möglichen.
      Und vor allem darf er nicht durch die Begehrlichkeiten von Politikern und Meinungsmachern verzerrt werden.
      Bspl. Hackler-Regelung oder ÖBB Pensionisten.

  18. Undine
    03. April 2012 23:23

    Ausnahmsweise heute noch einmal OT:

    In den Nachrichten erfuhr man aus Kolumbien, daß die FARC- Partei Geiseln freigelassen hat.

    Was man aber NICHT erfuhr, weil esvon unseren ORF-Ansagern mit keinem einzigen Wort erwähnt wurde, ist die Tatsache, daß die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC)" eine
    "KOMMUNISTISCH ausgerichtete Gruppe ist, die seit fast 50 Jahren einen Guerillakrieg gegen die kolumbianische Regierung führt. Die Bewegung, die sich vorwiegend durch DROGENHANDEL finanziert, besteht aus schätzungsweise 9000 Bauern aus entlegenen Gebieten, die in Kolumbien, wo der Landbesitz in den Händen einiger weniger ist, kaum Chancen haben."(Google)

    Diese Rebellen sind LINKSEXTREMISTEN! Warum verheimlicht man diesen Umstand? Wäre diese Rebellentruppe rechts angesiedelt, wäre in dem kurzen Beitrag das Wort "Neonazis" oder "Rechtsextremisten" x-mal genüßlich verwendet worden.
    PS: Nur der Ordnung halber: Ich habe weder für Rechts- noch für Linksextremisten Verständnis.

  19. libertus
    03. April 2012 22:21

    @phaidros

    Jeglicher Verdacht in diese Richtung wir von mir umgehend im ersten Absatz zerstreut! ;-)

  20. brechstange
    03. April 2012 14:59

    Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, natürlich ist nicht der Euro schuld, sondern seine Konstrukteure, fehlende Regulierung im Finanzbereich, das Entstehen und Dulden von Schattenbanken sowie kriminelle Elemente, die diese Freizügigkeit zu nutzen wussten.

  21. Undine
    03. April 2012 14:51

    OT, aber vorhin im Mittagsjournal mit Staunen und Ärger vernommen:

    Die horrende Summe von 300 Millionen Euro für ein von Sebastian Kurz erfundenes H A U S B E S U C H S P R O G R A M M für bisher schwer integrierbare MIGRANTENFAMILIEN sind für ALEV KORUN noch immer viel zu wenig! Sie fordert ein Zusatzangebot! Was wagt denn dieses unverschämte Frauenzimmer noch alles von uns zu fordern?

    Für diese 300 Millionen Euro gäbe es genug Möglichkeiten, diese sinnvoll einzusetzen. Wenn Frau Alev KORUN so sehr daran interessiert ist, ihren meist integrationsUNwilligen Landsleuten etwas Gutes zu tun, dann soll sie ihnen entweder zureden, in ihre Heimat zurückzukehren oder aber sich aus eigener Kraft in unserem Land das Gastrecht zu erwerben.

    Die Aufgabe, die Massen UNGEBETENER GÄSTE auch noch auf unsere Kosten zu "integrieren" ist eine Zumutung ersten Ranges. DAFÜR arbeiten die Österreicher bestimmt nicht.

    Wenn es also Frau Alev Korun ein so großes Anliegen ist, dann soll sie unter ihren bereits integrierten Landsleuten welche auftreiben, die "freiwillig und ehrenhalber= kostenlos" diesen Migrantenfamilien auf die Sprünge helfen. Außerdem denke ich, könnten sämtliche gutmenschlichen Organisationen (die wir ohnedies ständig ungefragt sponsern müssen) doch FREIWILLIGE auftreiben, die diese hehre Aufgabe willig--aus reiner Menschenliebe, die sie ständig von anderen einfordern-- übernehmen. Aber vom uns abgeknöpften Steuergeld sollen sie gefälligst die Finger lassen.

    • contra
      03. April 2012 15:01

      @Undine

      ****************************!

      Man kann gar nicht soviel essen, wie man k....n möchte!

    • plusminus
      03. April 2012 15:02

      @Undine

      Der produktive Österreicher arbeitet bald nurmehr für südeuropäische Schuldenstaaten und integrationsunwillige Migranten. Es ist zum Weinen!

    • Erich Bauer
      03. April 2012 15:03

      300 Mille für "seelsorgerische" Hausbesuche???!!! Diese Besucherei wird eh bald abebben... aber die Kohle wird weitergeschaufelt!

      I kumm ma vor wie auf an Schiff des langsam untergeht,
      der Kapitän steht auf der Brücke und es tangiert eam net.
      Ignorantenstadl, Ignorantenstadl (ÖVP, Anm.)
      (W.Ambros)

    • Brigitte Imb
      03. April 2012 15:39

      In der "Presse" steht 300 000€ - ist auch noch zuviel für derer Bringschuld, die da in eine Holschuld umgewandelt wird.

      Die Sauerei ist, dass die Steuerzahler beständig ungefragt für Integrationsunwillige - die wir auf gar keinen Fall brauchen - bezahlen müssen. Fehlt nur noch ein Gesetz zum "Muslimeliebhaben" u. ein Muslimeliebhabenbeauftragt_ErIn.

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/745830/Kurz-plant-Hausbesuche-bei-Migranten?_vl_backlink=/home/index.do

    • Erich Bauer
      03. April 2012 15:47

      Brigitte Imb,
      "...300 000€..."

      Das geht sich eh aus. Sag'ma mal so 6 "Besucher", jeder so um die 50.000.- Brutto, wenn die Alev unbedingt mitlatschen will... gemma 50 Tausender dazu...

    • Brigitte Imb
      03. April 2012 16:13

      @ Erich Bauer,

      es ist wirklich nur noch zum Ko...! Nun wird versucht den Unwilligen deren Unwillen doppelt abzukaufen - erst durch die Sozialhängematte und nun dch. Hausbesuche. Die Muslime werden ohne weitere Kohle keinen Finger rühren. Für Aufsperren 100€, für Einlaß 200€, für ein Wort Deutsch 500€, .......
      Da bleibt für die Alev nix übrig, es sei denn die Muslime zahlen eine Hausbesuchssteuer an die GrünIn...

    • Undine
      03. April 2012 16:20

      Ach ja, das mit den 300 Mill. Euro ist mir in der Hitze des Gefechts passiert!
      3 Nullen weniger, dann stimmt's! Ist aber auch zu viel!
      Aber nehmen täten sie's schon, die Alev Korun und ihre Landsleute! :-)

    • Erich Bauer
      03. April 2012 16:36

      Undine,
      "...Alev Korun und ihre Landsleute..."

      Da ist dann auch ZARA nicht mehr weit. Die gehen da natürlich mit. Kostenpflichtig, versteht sich...

    • HJR
      03. April 2012 17:46

      ****************!

    • Der Notar (kein Partner)
      04. April 2012 11:35

      was wir brauchen sind keine KURZen sondern Luegers. Was wäre aus Ostösterreich geworden, wenn Lueger die Tschechen in Wien nicht "integriert" hätte?

  22. Collector
    03. April 2012 13:20

    Meine Mitposter mögen entschuldigen, aber ich sehe im Beitrag von AU einen typisch journalistischer Artikel, gespickt mit Vorurteilen, nicht wirklich durchdacht.

    Es beginnt schon mit der Zwischen-Überschrift: „Nicht der Euro ist schuld, sondern seine falsche Nutzung“. Daraus kann doch logisch nur geschlossen werden: Hätte es den Euro nicht gegeben, wäre seine „falsche Nutzung“ nicht möglich gewesen! AU sagt es selbst und widerspricht damit seiner eigenen These von der „Unschuld des Euro“. Er schreibt: „Der Euro ermöglichte es ein Jahrzehnt lang den südeuropäischen Krisenländern, anstrengungsfrei gut zu leben. Ungeachtet der Tatsache, dass sie die zuvor durch ständige Abwertungen immer halbwegs verteidigte Wettbewerbsfähigkeit gleichzeitig stark absinken ließen“.
    Also, der Euro „ermöglichte“ etwas (das „anstrengungsfreie Leben“), was eben ohne Euro nicht möglich war, daher war der Euro von vorneherein eine „Fehlkonstruktion“. Er verstieß gegen das Prinzip: „One State – One Money“ (Prof. Breuss). Das will AU noch immer nicht einsehen – heute übrigens schon im Gegensatz zu Schäuble und Merkel! Außerdem weist ganz richtig AU darauf hin, dass durch die Euro die Verteidigung der Wettbewerbsfähigkeit (einst diente dazu die „Abwertung“) unterblieb. Also ist auch das wieder schuld des Euro (und seiner Fehlkonstruktion).

    Seinem „SÜNDENKATALOG“ kann man zustimmen, doch er ist unvollständig. Auf die eigentlichen Gründe, warum Europa sich abschafft, geht er nicht ein. Einer der Hauptgründe ha mit unserem politischen System zu tun: Der Parteien-Demokratie. Sie ist implizit korrupt, denn Parteien halten sich ja meist nur durch Wählerbestechung („Die Pensionen sind sicher!“) an der Macht. Nur insolchen Systemen gilt der von AU verwendete – übrigns marxistische! - Satz: „Die Ökonomie war immer mächtiger als die Politik“. Jahrunderte, ja Jahrtausende galt dieser Satz nicht, sonst hätten wir weder die Cheops-Pyramiden noch das Füsterzbischöfliche Sazburg oder die Wiener Ringstraße! Damals hatte Kultur-Politik den Vorrang vor der Ökonomie.

    Ganz geprägt von Ideologie und Vorurteilen ist seine Allerwelts-ToDo-Liste. Hier Beispiele: Deregulierung? Wo? Bei den Finanzmärkten vielleicht?
    Wettbewerb? Vielleicht mit chinesischen Arbeitslöhnen? Warum Wettbewerb und nicht Zusammenarbeit?
    Flexible Arbeitsmärkte? Marke „Hire & Fire“? Zum guten Teil unverantwortlich! Menschen wollen arbeiten auf einigermaßen sicheren Arbeitsplätzen, die ihnen ihre Lebensplanung (und auch Kinder!) ermöglichen.
    „Mutige“ Konkurswirtschaft (auch Banken)? Die meisten Konkurse sind mit persönlich-tragischen Schicksalen verbunden. Wir sollten sie vermeiden (vor allem auch bei Banken, denn da tritt ja regelmäßig der Staat in die Haftung ein, um die Einleger zu schützen).
    „Niedrigere Steuern und Abgaben“, „Verwaltungsreform“, „schnelle Justiz“? Das fordert jeder Simpel!
    „Finanzielle Ermutigung für junge Frauen“, Kinder in die Welt zu setzen und zuhause aufzuziehen? Natürlich, aber undifferenziert? Da werden sich die Türkinnen und Bosnierinnen aber freuen!

    Was AU vorschlägt, ist nichts anderes als Herumdoktern an den Symptomen. Chancen für Europa entstehen dadurch nicht. Peter Handke erledigt AU mit zwei Worten: „Erneuern? Umkehren!“. Umkehr setz Abkehr von allem, was in Europa falsch lief voraus: Die „pervertierte Aufklärung“ (Henckel-Donnersmarck), die Leugnung der Wahrheit durch den Relativismus, das falsche, „naturwissenschaftlich“ geprägte Weltbild der Evolution, die Demokratie („the God that failed“),die Ideologie der Menschenrechte (statt Gottesrechte), der systematische Abbau von Hierarchie und Autorität durch Liberalismus und Gleichheitswahn.

    AU verwendet einen Wohlstandsbegriff, der in den „Untergang“ (Spengler) geführt hat, in die „Abschaffung Europas“ (Henckel-Donnersmarck), in den "kollektiven Selbstmord".

    • A.K.
      03. April 2012 13:47

      @Collector
      Bei dem was in Europa falsch lief und läuft nämlich (Zitat) "...Die „pervertierte Aufklärung“ (Henckel-Donnersmarck), die Leugnung der Wahrheit durch den Relativismus, das falsche, „naturwissenschaftlich“ geprägte Weltbild der Evolution, die Demokratie („the God that failed“),die Ideologie der Menschenrechte (statt Gottesrechte), der systematische Abbau von Hierarchie und Autorität durch Liberalismus und Gleichheitswahn. "(Zitatende) stimme ich Ihnen zu.
      Bei den wirtschaftlichen Themen fassen Sie Dr. Unterbergers Text doch wohl ein wenig zu kritisch an. Er sucht eben nach Lösungswegen, was naturgemäß schwierig ist.

    • Collector
      03. April 2012 16:28

      @A.K

      Das eben sollte der Beitrag verdeutlichen: AU geht von falschen (=marxistischen) Vorrangverhältnissen aus, wenn er der Wirtschaft den Vorrang vor der Politik einräumt. Man muß „ganzheitlich-systematisch“ denken! Das Wesen dieser Methode: immer auf den Grund gehen. Meisterhaft ist das Juan Donoso Corés gelungen:

      "Für die heutige Gesellschaft, die im Sterben liegt, hat der Todeskampf begonnen. Das ist das Ergebnis der menschlichen Zivilisation, die vor drei Jahrhunderten begann und heute zu Ende geht“. Mit jedem Schritt, den die Menschen unternehmen, um nicht mehr Gottes Knechte zu sein, verlieren sie ein Stück der ihnen zugedachten Herrschaft über die Erde und werden zum Schluß, in der für Donoso bereits beginnenden Endzeit, Sklaven eines "gigantischen, kolossalen, universellen, unmeßbaren Tyrannen".

      Dieser zeigt sich heute in der EUdSSR, morgen im Herren der Neuen Weltordnung, dem „Antichrist“. Kennzeichen dieser Despotie des Antichristen, der die Eine Welt will, in der weder Mühen noch Tränen sein sollen, sondern nur Frieden und Sicherheit, und in der kein Blut mehr fließen darf, wird es sein, "daß das Blut selbst aus den harten Felsen sprudeln wird", so DC. "Die liberale Schule, zugleich Feindin der Finsternis und Feindin des Lichts, hat sich im ungewissen Dämmer eines Niemandslands postiert und mit dem aberwitzigen Unternehmen begonnen, ohne Volk und ohne Gott zu regieren. Ihre Tage sind gezählt“.

      Die liberale Schule ist Folge des Aufstands gegen Gott, der sich als „Aufklärung“ maskiert. Was daraus folgt, verdeutlicht Donoso Cortés in seinem berühmten „Thermometergleichnis“: „Mit der großen Reformation Luthers, mit diesem politischen, sozialen und religiösen Skandal, werden die feudalen Monarchien absolut. Weil das religiöse Thermometer tiefer fiel, mußte das politische Thermometer höher steigen. Und was für eine neue Institution wurde geschaffen? Die der stehenden Heere. Es genügte den Regierungen nicht, absolut zu sein; sie verlangten, eine Million Arme zu haben. Trotzdem war es nötig, daß das politische Thermometer weiter stieg, weil das religiöse Thermometer weiter fiel. Und die Regierenden sagten: Wir haben eine Million Arme, wir müssen eine Million Augen haben. Und sie bekamen die Polizei. Dann wollten sie eine Million Ohren haben. Und sie bekamen die Zentralregierung der Verwaltung. Und dann sagten die Regierungen: Zur Unterdrückung genügen uns eine Million Arme, eine Million Augen, eine Million Ohren nicht. Wir benötigen das Vorrecht, uns zur gleichen Zeit an allen Orten zu befinden. Und sie bekamen es. Und man erfand den Telegraphen."

      Wenn Religion und Sitten noch gelten, braucht es wenig Regierung und Verwaltung (Verwaltungsreform und Bürokratieabbau, wie von AU gefordert, sind Symptomkuren und wirkungslos). WWenn aber Religionn und Sitten verfallen, dann " keine Art von Regierung noch genügen kann und alle Despotismen noch zu gering sein werden" (DC).
      Der kommende Tyrann, der Antichrist, findet auf seinem Wege weder moralische noch materielle Widerstände, so ein Kommentator. Le future – c´est le massacre“

      .

    • Erich Bauer
      03. April 2012 17:46

      Also, ein bißchen schräg ist das alles für mich schon...

    • alhambra
      03. April 2012 18:02

      Haben Sie sich einen anderen Nick zugelegt, Herr Scheiber?

    • HJR
      03. April 2012 18:11

      @Collector, @A.K.
      Ohne die bedeutende Rolle eines christlichen Weltbildes für unsere abendländische bzw. westliche Kultur leugnen zu wollen, möchte ich doch sehr darum bitten, auch die Einflüsse der Aufklärung entsprechend zu würdigen.

      Welche "Wahrheit" meinen Sie denn, die der Relativismus leugnen könnte? Und was stört Sie am naturwissenschaftlichen Weltbild, das - wenn Sie genauer hinsähen, lediglich aus einem großen Sack unverstandener und ungelöster Probleme besteht; was übringens niemand ernsthaft leugnet, der seinen in der Aufklärung entdeckten Verstand benutzt.

      Wenn Sie eines "Gottesstaatskultur" möchten, dann nehmen Sie doch, bitte, die paar Landsleute, die Gleiches wollen, und bitten Sie um Asyl im Iran, in Afghanistan, im Jemen oder in Ägypten, wo es auch bald wieder so weit sein wird.

      Aber verschonen Sie uns mit der Anmaßung, dass die Welt allein aus religiösen Quellen erklärt oder gar zum bestellt werden könnte. Das nämlich bezeichne ich als eine "Pervertierung der Aufklärung".

    • HJR
      03. April 2012 18:13

      ... zum Besten bestellt ...

    • Erich Bauer
      03. April 2012 18:24

      Sapere aude! Wahlspruch der Aufklärung (frei übersetzt: Wage zu Wissen!)

    • werauchimmer
      03. April 2012 21:16

      @ Collector:

      Und Sie meinen also, ohne Wertschöpfung ließe sich Kulturpolitik machen, gar so, dass sie ökonomische Sachzwänge übersteuert?

      (Ihrer Einleitung über den Euro ist allerdings zuzustimmen.)

    • A.K.
      03. April 2012 21:56

      @HJR
      Ich glaube, ich bin ein wenig durch mein - teilweise zustimmendes Eingehen auf die Argumente von Collctor - mißverstanden worden. Natürlich stört mich das naturwissenschaftliche Weltbild nicht - ich gehöre von meiner Ausbildung her gerade zu dessen Verfechtern - solange , als es nicht absolut gesetzt wird, sondern als Hilfsmittel zum Erkennen dessen, was überhaupt erkennbar ist, benutzt wird.
      Zur Frage welche "Wahrheit" der Relativismus leugnen könnte: Der vatikanische Außenminister Erzbischof Mamberti hat kürzlich eine sehr wichtigen Aussage gemacht: „Durch einen Relativismus, der es verbiete, etwas als wahr oder falsch zu bezeichnen, sei das Christentum in eine schwache Position gelangt.“. Ethischer Relativismus ist dadurch gekennzeichnet, dass nicht an objektive Wahrheit geglaubt und deshalb eine Unterscheidung in „Richtig“und „Falsch“ abgelehnt wird, ja man dürfe nicht einmal daran glauben, daß es solche Unterschiede gäbe. Zu entscheiden ist nach eben den Regeln der „Political Correctness“. Ich glaube, wir sind - ohne es zu bemerken - bereits im totalitären System des ethischen Relativismus aufgewacht. Zieht man ethischen Relativsmus "voll durch", dann ist auch keine mathematische oder naturwissenschaftliche Erkenntnis mehr möglich. Ich will auch niemanden einen Gottesstaat aufzwingen, versuche aber "Gott was Gottes und dem "Kaiser" was des "Kaisers" ist", zu geben. Um nicht monarchistisch mißverstanden zu werden. Kaiser entspricht in diesem Bild der weltlichen Macht.

    • ProConsul
      03. April 2012 22:25

      @Collector

      großartiger Beitrag. Endlich erkennt jemand in diesem Blog, dass Unterberger keine Lösung anzubieten hat. Er schafft es zwar das bestehende marode System virtuos zu decouvrieren, aber er hat letztlich nur "Symptomkuren" anbzubieten.
      Es geht aber um viel mehr, es geht um einen Paradigmenwechsel, nicht um ein bissl mehr privatisieren, ein bischen mehr Eigenverantwortung, ein bissl weniger Korruption, bischen bessere Integration etc. So sehr ich die Poster - viele kenne ich persönlich - und Unterbeger schätze, aber sie sollten langsam in gedanken den sprung zu einem anderen "System" schaffen. Ich fasse diese Ordnug mit 3 Worten ganz kurz zusammen: Thron und Altar.

    • Erich Bauer
      04. April 2012 07:47

      A.K.,
      "... im totalitären System des ethischen Relativismus aufgewacht..."

      Was mich betrifft, kann ich Ihrem Kommentar nur vollinhaltlich zustimmen.

    • xRatio (kein Partner)
      04. April 2012 23:13

      Den Religioten ins Stammbuch:

      Religion ist der Glaube an transzendale Mächte die den Menschen beherrschen, die alles Materielle geschaffen haben; die richten, die belohnen oder bestrafen. Es gibt aber keine realen Fakten, die diesen Glauben stützen können. Die Vorstellung von einer gerechten Vergeltung des individuellen Handelns durch ein göttliches Wesen ist eine Illusion, die seit Urzeiten von vielen Religionen gepflegt wird. Gegenwärtig wird die Welt von fünf großen Hochreligionen beherrscht: Hinduismus, Buddhismus, Universismus, Christentum und Islam. Die Bekenner der jeweiligen Glaubensform sind also nur eine Minderheit innerhalb der Gesamtheit aller religiösen Menschen. Das wirft Fragen auf: Welcher Glaube ist der Richtige? Welche religiöse Theorie trifft zu? Wer hat den tatsächlichen Gott? – Und: gibt es IHN überhaupt?

      (Eine Betrachtung von Bert Conrados, Autor des Buches „Die islamische Ideologie“) [mehr]
      http://www.pi-news.net/2012/03/transzendale-irrungen/

  23. Brigitte Imb
    03. April 2012 13:13

    Die schnöde Geldpolitik der EU (eigentlich der ganzen Welt) gepaart mit einem Reglementierungswahn gegenüber den europäischen Völkern, wird über kurz oder lang das Friedensprojekt Europa vernichten.
    Die Menschen werden nicht für alle Zeiten bereit sein ihr Erarbeitetes zum größten Teil abzuliefern und sich dafür noch zusätzliche Unannehmlichkeiten durch die Gesetzgeber aufhalsen lassen.
    Die UdSSR und die DDR haben gezeigt, dass übergebührliche Fremdbestimmung nicht auf Dauer funktioniert. Die Menschen sind freiheitsliebend und wollen selbst entscheiden, und sie wollen sich auf gar keinen Fall ständig überwachen lassen.
    Daher glaube ich, dass es in dieser EU zu einem großen Knall kommen wird.

    • werauchimmer
      03. April 2012 20:50

      Pardon: Welches Friedensprojekt? - Ich sehe nur die Verbrüderung der Bonzen!

  24. Johann Scheiber
    03. April 2012 13:10

    O.T.: Gestern hat es in Ö1 eine grandiose Sendung über Joseph Haydn und seine sakrale Musik im Stile der Pietas Austria gegeben. Unter anderem wurde seine Symphonie La Passione interpretiert. Es wurde gezeigt, wie das unfassbare Genie Haydn das Erlösungswerk Christi mit musikalischen Mitteln anschaulich zu machen vermochte.
    Den großen Genies der Wiener Klassik und des Idealismus war Leben und Wirken Jesu Wirklichkeit und Gegenwart, nicht bloß ein verblasenes Wertegerippe. Woran uns heute genügt, daran ist der Verlust, den wir erlitten haben erkennbar.
    Aber das geistige Fundament ist noch da! Die Furie aus moderner, materialistischer Wissenschaft und Ideologie konnte es nicht zerstören. Wir müssen es uns wiederaneignen!

    • A.K.
      03. April 2012 13:39

      @Johann Schreiber:
      "*************************"

    • M.S.
      03. April 2012 14:42

      @Johann Scheiber

      Das erinnert an das Wort Albert Einsteins:
      "Das schönste was wir erleben können ist ein Geheimnis. Es ist das Grundgefühl an der Wiege wahrer Kunst und Wissenschaft. Wer es nicht kennt, wer über nichts mehr staunen, sich über nichts mehr wundern kann, der ist sozusagen tot. Sein Auge ist erloschen.

  25. A.K.
    03. April 2012 12:49

    Die Tagebuchnotiz „Die Geschichte der Krise oder: Wenn ein Dauersieger im Wettbewerb untergeht“ ist sehr gut und treffend. Dafür sozusagen: „***““.
    Nachfolgendes O.T. oder doch nicht?
    Diese Karwoche ist auch Ferienzeit. Erfahrene Politiker nutzen solche Zeiten, wo viele - sonst intelligente und kritische - Menschen Urlaub machen oder Frieden haben wollen, dazu, um Änderungen, die sonst im Jahr fast zu Revolutionen führen würden, durchzuziehen:
    • Die Woche begann mit dem 1. April und dem Wirksamwerden des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung.
    Früher meinte man: Überwachung statt Freiheit schaden der Gesellschaft.
    • Kardinal Schönborn stellt natürlich die Ideale der Kirche nicht in Frage und akzeptiert eben Vielfalt heutiger Lebens- und Glaubenswege.
    Früher meinte man: Was auch immer du tust, tue es gut und bedenke das Ende.
    • Die Frage, ob Josef Ostermayer um "einige Millionen für den Werner" gebeten hat, soll auch noch rasch vor Ostern behandelt werden.
    Früher meinte man: „Das Recht achtet auf Gleichheit vor dem Gesetz.
    Man kannte solche Regeln zum klugen Handeln sogar als lateinische Sprichworte. Vielleicht wäre ein Lateinquiz für öffentliche Tätige nützlich, um sie wieder daran zu erinnern.

    • Brigitte Imb
      03. April 2012 13:29

      @ A.K.

      Der Bundeskasperl hat seine Lateinkenntnisse ja bereits zum Besten gegeben - ich erinnere an " die Nummerus Klausel" (absichtlich mit 'mm', so hätt´s der Kanzlerdarsteller sicher geschrieben).
      Die Vorbereitungen zum Abdrehen des Untersuchungsausschußes laufen ja bereits auf Hochtouren, sodaß die Mio. vom Werner nicht einmal mehr erwähnt werden, sowie sämtliche andere Finanzschweinereien, die in staatsnahen Betrieben getätigt werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die überbordende, ausgelagerte Beratertätigkeit (legalisierte Korruption), wie z.B. der Telekom und der Hypo. Aber diese Vorgänge haben ja schon überall System.
      http://kurier.at/wirtschaft/4490703-die-melkkuehe-fuer-anwaelte-und-berater.php

    • Undine
      03. April 2012 13:56

      @Brigitte Imb

      "...sodaß die Mio. vom Werner nicht einmal mehr erwähnt werden..."

      Dagegen werden die 1o.ooo €, deren Zweck der patscherte Amon nicht erklären kann, in nahezu jeder ZIB mit der entsprechend entrüsteten Mimik von unseren leider "stimmungsbildenden" FS-Ansagern vor den Zusehern am Köcheln gehalten.

      Die MILLIONEN Euro, die der LINKE WERNER verludert hat sind ganz in Ordnung-- will man uns weismachen; die 10.000 € des NICHTLINKEN WERNER werden aufgebauscht, als hätte man mit dieser vergleichsweise kläglichen Summe das Budget sanieren können.

    • HJR
      03. April 2012 18:20

      Ihren Standpunkt bzw. Einwand habe ich schon weiter oben (siehe Collector) gewürdigt!

  26. Erich Bauer
    03. April 2012 12:25

    Höre, daß Konrad zurückgetreten ist. Rechtzeitig noch vor der Raika-Ostblase? Wer setzt sich als sein Nachfolger hin? Elsner wäre sicher noch zu haben. Er ist haftunfähig...

  27. Johann Scheiber
    03. April 2012 11:58

    "Die Geldverleiher, die „Märkte“, haben ihnen viel zu billig viel zu viel Geld geborgt; sie haben sich in einem blamablen Vergessen wirtschaftlicher Grundtatsachen zehn Jahre lang nicht mehr die Kreditwürdigkeit ihrer Schuldner angeschaut; sie haben irgendwie an eine magische Wirkung einer gemeinsamen Währung geglaubt."

    Fragt sich nur, warum die Geldverleiher das wirklich getan haben. Der wahre Grund dürfte in der Überproduktionskrise des Finanzkapitals liegen. Der zu Finanzderivaten hypertrophierte ganz normale Wucher hat mittlerweile so einen enormen Sog entwickelt, dass der riesige Geldberg längst keine "Arbeit" in der Realwirtschaft mehr findet. Den Schuldnermangel haben die Finanzmärkte, oder sagen wir besser das Finanzoligopol einfach über die Staaten kompensiert. Es begann die große Komplizenschaft zwischen Finanzkapital und Politik. Griechenland wurde durch die Speerspitze des Oligopols in die EU hineingeschminkt und diente als Auslöser des verhängnisvollen Brandmauer-Mechanismus, bei dem die Politiker zuerst Mitwisser waren, jetzt aber Getriebene sind. Die vereinten Kleptokraten wollen über die Schiene Brandmauer- Steuererhöhungen an die Ersparnisse der Menschen um Zeit zu gewinnen. Das Ergebnis wird wohl eine Revolution sein, in der dann die Staatsschulden auch verschwinden und in der die Kleptokraten zur Verantwortung gezogen werden.

    Eines wird es dann nicht mehr geben und zwar das jahrtausendealte Wuchersystem, denn die Menschen sind erstmals in der Geschichte so weit, das Joch der Zinsknechtschaft zu durchschauen und abzulehnen.

    Private Banken und privatisierte Zentralbanken wird es auch nicht mehr geben, denn die Menschen werden kein Vertrauen mehr in diesen großen Schwindel setzen. Es werden nur noch staatliche Banken sein, aber nicht Banken eines korrupten, scheinrepräsentativen Staates, sondern Banken eines anderen , vom Volk her organisierten Staates.

    Der grandiose Ethnologe Rene Girard hat in seinem Buch: "Ich sah den Satan vom Himmel stürzen wie einen Blitz" den zyklischen Ablauf der Geschichte mit der jeweiligen Kulmination in Gewaltexzessen beschrieben. Und tatsächlich waren die Zyklen vom Geldsystem getrieben, AU hat da recht, dass die "Wirtschaft" immer die Politik determiniert hat.

    Aber mit dem Christentum hat das Ende der katastrophenträchtigen Geldherrschaft begonnen. Die Geldwechsler wurden aus dem Heiligtum vertrieben. So schickt sich Satan gerade an, vom höchsten Himmel, den er je in der Geschichte erklommen hat, tatsächlich wie ein Blitz zu Boden zu stürzen. Wie apokalyptisch sich dieses Ereignis auch zutragen mag, danach hat Satan seine geschichtliche Rolle ausgespielt. Der Gang Gottes durch die Geschichte, zu sich selbst, im Menschen, wird dann weit fortgeschritten sein.

    • HJR
      03. April 2012 18:22

      Auch das noch! Bleibt uns denn nichts erspart?

    • ProConsul
      04. April 2012 09:41

      Lieber Hans,
      zu deinen Ausführungen fällt mir ein Zitat aus Franz Grillparzers 'Ein Bruderzwist in Habsburg" ein:
      "Der Reichsfürst will sich lösen von dem Reich,
      Dann kommt der Adel und bekämpft die Fürsten;
      Den gibt die Not, die Tochter der Verschwendung
      Drauf in des Bürgers Hand, des Krämers, Mäklers,
      Der allen Wert abwägt nach Goldgewicht.
      Der dehnt sich breit und hört mit Spotteslächeln
      Von Toren reden, die man Helden nennt,
      Von Weisen, die nicht klug für eignen Säckel,
      Von allem, was nicht nützt und Zinsen trägt.
      Bis endlich aus der untersten der Tiefen
      Ein Scheusal aufsteigt, gräßlich anzusehn,
      Mit breiten Schultern, weitgespaltnem Mund,
      Nach allem lüstern und durch nichts zu füllen.
      Das ist die Hefe, die den Tag gewinnt,
      Nur um den Tag am Abend zu verlieren,
      Angrenzend an das Geist- und Willenlose.
      Der ruft: Auch mir mein Teil, vielmehr das Ganze!
      Sind wir die Mehrzahl doch, die Stärkern doch,
      Sind Menschen so wie ihr, uns unser Recht!
      Des Menschen Recht heißt hungern, Freund, und leiden,
      Eh noch ein Acker war, der frommer Pflege
      Die Frucht vereint, den Vorrat für das Jahr,
      Als noch das wilde Tier, ein Brudermörder,
      Den Menschen schlachtete, der waffenlos,
      Als noch der Winter und des Hungers Zahn
      Alljährlich Ernte hielt von Menschenleben.
      Begehrst ein Recht du als ursprünglich erstes,
      So kehr zum Zustand wieder, der der erste.
      Gott aber hat die Ordnung eingesetzt,
      Von da an ward es licht, das Tier ward Mensch.
      Ich sage dir: nicht Skythen und Chazaren,
      Die einst den Glanz getilgt der alten Welt,
      Bedrohen unsre Zeit, nicht fremde Völker:
      Aus eignem Schoß ringt los sich der Barbar,
      Der, wenn erst ohne Zügel, alles Große,
      Die Kunst, die Wissenschaft, den Staat, die Kirche
      Herabstürzt von der Höhe, die sie schützt,
      Zur Oberfläche eigener Gemeinheit,
      Bis alles gleich, ei ja, weil alles niedrig."
      (Franz Grillparzer, Ein Bruderzwist in Habsburg, 3.Aufzug)

  28. Observer
    03. April 2012 11:46

    Ich bin grossteils mit den Ausführungen einverstanden, aber die Aussage "Nicht der Euro ist schuld, sondern seine falsche Nutzung" muss insoferne korrigiert werden, dass eine Gemeinschaftswährung ohne strikte Einhaltung der Spielregeln bzw. fehlender gemeinsamer Wirtschaftspolitik - sicher wesentlich zur Krise beigetragen hat. Während früher z.B. eine schwaches Land - z.B. Griechenland - schlecht gewirtschaftet hat, dann ist eben der Wert der Drachme verglichen zu Weltleitwährungen stark gesunken und das griechisches Problem blieb lokal beschränkt.
    Daher hat der Euro und gleichzeitiger Missachtung der selbst aufgestellten Maastricht-Spielregeln uns allen doch sehr geschadet.

  29. Undine
    03. April 2012 11:42

    A.U. schreibt:

    "Auch Deutschland und die paar noch halbwegs lebensfähigen Länder werden dann mit absoluter Sicherheit ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Dann gibt es kein böses Blut zwischen Deutschen und Griechen mehr, denn allen wird es gleich schlecht gehen."

    Der gravierende UNTERSCHIED wird dann nur jener sein, daß die Griechen durch DEFIZITE ihres Volkscharakters (Täuschen und Tricksen, Sich's -gut- gehen -Lassen nach Balkan-und Mittelmeermentalität, etc) an den Bettelstab gebracht worden ist, während die Deutschen ausgerechnet durch die PLUSPUNKTE ihres Volkscharakters (Fleiß, hohe Qualitätsanforderung= "Made-in -Germany"-Mentalität, Handschlagqualität) dorthin-- nämlich an den Bettelstab-- gelangt sein werden.

    Böses Blut zwischen D und G wird es leider dennoch geben, denn die Griechen werden auch dann nicht aufhören, den Deutschen die Schuld zu geben, daß diese sie nicht mehr mitfüttern KÖNNEN, obwohl sie--die Griechen -- am Tod der Melkkuh selber Schuld sind.

  30. Josef Maierhofer
    03. April 2012 11:04

    Ein Superartikel, danke !

    Ich kann die Worte Apparatschik, Verwaltung, 'Menschenrechte', Gender, Mainstream, Emanzipation, Eingriff in die Wirtschaft, Quote, etc., etc. schon nicht mehr hören, alles nur Sand im Getriebe.

    Es ist gar nicht kompliziert, aus dem Schlamassel herauszukommen, aber es wird lange dauern, 40 Jahre Lotterleben, Strukturzerstörung, Gesellschaftszerstörung, etc. wieder wettzumachen. Der Weg, der zu gehen ist, erfordert kein bis wenig Geld und vor allem müsste die Politik eine ganz andere Rolle einnehmen und umdenken und ebenso die Bürger.

    Zurück zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fitness würde ich als praktischer Arzt verordnen, also einfach die Menschen wieder arbeiten lassen und nicht dabei behindern, Dr. Unterberger hat die Punkte genannt, die von seiten der Politik notwendig wären.

    Die Politik müsste das Leistungsprinzip forcieren und nicht das Nehmer-und Konsumprinzip, müsste den Menschen unter die Arme greifen, indem sie Verwaltung und Politik zurückfährt und nicht in die Wirtschaft eingreift.

    Die Menschen, auch die Firmen müssen umdenken und sich klar werden, dass ganz allein sie selbst für ihr Leben und ihren Wohlstand und das Überleben verantwortlich sind. Der Arbeitnehmer muss so viel können, dass ihm der Arbeitgeber seine Leistungsfähigkeit, sein Wissen, seine beruflichen Fähigkeitemn, Neigungen und Eignungen abkaufen kann für guten Lohn. Dazu braucht es keine Gewerkschaften, wenn ich mich an meine Eltern und Geschwister erinnere. Jeder hat seine Bedingungen selbst ausgehandelt und jeder hat seinen Platz im Leben durch Eigeninitiative erreicht. Mit Gewerkschaften werden die Löhne überdimensioniert und die Sozialleistungen und die Wettbewerbsfähigkeit behindert bis ausgeschaltet, und vor allem die Leistung. Der Sammelbegriff heißt Eigenverantwortlichkeit und gilt auch für kollektive Eigenverantwortlichkeit, nationale Eigenverantwortlichkeit, etc.

    Also, die Ärmel aufstricken, die Steuern und Abgaben minimieren und die Menschen arbeiten und leben lassen.

    Man kann nur essen, was man erworben hat, man kann nur erwerben, was man vorher verdient hat und man kann nur verdienen, was man verkauft hat. So einfach ist alles. Wer anderes predigt, führt die Menschen in die Irre.

    Der 'Staat' muss zurückgefahren werden, sonst bringt er alle um.

    • HJR
      03. April 2012 21:11

      Im Grundsatz d'accord; aber WIE WEIT muss der Staat "zurückgefahren" werden?

    • Josef Maierhofer
      04. April 2012 08:42

      @ HJR

      Obwohl ich ziemlich genaus weiß, was alles unnötig ist bei uns im Staate Österreich, kann ich vermutlich mangels Detailwissen, das nicht bis in den letzten Winkel ausleuchten.

      Aber was kann zurückgefahren werden und wie weit. Das möchte ich einmal prinzipiell beantworten. Zunächst einmal ist zu prüfen was wir an Staat brauchen, überhaupt und wirklich brauchen, und da fällt mir sofort Verwaltungsreform, Gesetzesreform und Vereinfachung, Entlassen all dieser unnötigen, staatsfinanzierten NGOs aus der Staatsversorgung, etc. ein und die Föderalismusreform, etwa Auflassen des Bundesrates, Halbierung der Nationalratsabgeordneten, Verkleinerung der Landesregierungen, Gemeindezusammenlegungen, Auflassen von unnötigen Bezirksgerichten, etc. ein.

      Als zweites fällt mir ein, welche Aktivitäten der Staat tun sollte und welche als unnötig zu betrachten wären, und da möchte ich einige Beispiele nennen, die mir gerade so einfallen dazu, zuerst einmal all diese Medienannoncen, die braucht doch keiner und die haben wir früher auch nie gebraucht, kosten einen Haufen Geld und bringen nur Unsinn und Irreführung ('Publicity' in der negativsten Form, wenn es sich auf Politik bezieht, wie wenn der Räuberhauptmann persönlich über die nicht ausgeführten 'Taten' berichten würde) statt Information, dann all die 'Informationen', 3 Sorten Bezirksblätter, etc. und die Hochglanzprospekte mit den lieben Bilderln drauf, alles unnötig, etc., was er aber tun sollte, der Staat, endlich alle Kostenfaktoren wahrheitsgemäß. nicht tendenziös, aufschlüsseln und statistisch sauber erfassen und als Grundlage für Planungen benutzen, darüber nachzudenken, wie man Steuern vermindern könnte und Lohnnebenkosten, Abgaben, etc., auch darüber, mit welchen Programmen wir wirkliche Arbeit, nicht unnötige, wie etwa die Genderjobs samt Projekten dazu, etc. herankarren könnten, um die freiwerdenenden Verwaltungsjobs aufzufangen, da hätte ich den Vorschlag zur Senkung des Lohnniveaus, damit es wieder attrakriv wird, in Österreich arbeiten zu lassen, mit welchen wirklichen Maßnahmen wir etwa in der Bildung wieder nach vorne kommen können und wie wir zu den notwendigen Spitzenkräften kommen können, viele Punkte hat Dr. Unterberger ohnehin genannt, wie wir langfristig eben wieder den Staat von der Unnötigkeit zur Notwendigkeit bringen können, Programm für 10 Regierungen, ganz sicher.

      Zuletzt meine ich dazu noch, wie weit der Staat zurückzufahren sei, wäre auch ein nationaler Konsens nötig, nicht eine nationale Packelei, nämlich ehrlich und offen diskutierte Ergebnisse auch in andersfärbigen Folgeregierungen weiterzuführen, was so viel hieße, dass man endlich die Parteien zu einer Meinungsgruppe zurückführt, zu einer Ideenstube und zur Findung talentierter Politiker. Also auch der derzeitige Parteieneinfluß auf die Regierungspolitik muss überdacht werden und anders eingeordnet werden. Es kann doch nicht sein, dass eine 'Umfärbeaktion' in einem Ministerium was bringen soll. Dazu wäre auch die Parteienförderung einzustellen, dann reduziert sich das auf das Notwendige von selbst.

      Also muss auch die Partei und ihr Einfluß auf den Bürger zurückgefahren werden, sprcih, der Beruf darf von der Partei nicht beeinflusst werden, die Meinung soll jeder haben, die Meinung soll auch öffentlich auseinandergesetzt werden, es soll aber immer der Wahrheit eine Bahn gegeben werden.

      Sie sehen, überall muss der Staat auf das reduziert werden, auf das eine, auf das Wesentliche, Gesetzgebung nach freier wahrer und ehrlicher Diskussion, Gesetzesexekution ohne Wenn und Aber für alle gleich, etc., also auch der Parteieneinfluß von der Justiz genommen werden.

      Wollen wir nach vorne kommen, müssen alle anpacken und einen nationalen Konsens erreichen, denn das, was wir heute tun, ist verantwortungslos und dumm.

      Überall wo Steuergeld für Unnötiges verschwendet wird, überall dort bilden sich die Unnötigkeitsblasen, weil dafür eben kein wirklich notwendiger Bedarf besteht.

      Seien wir doch endlich einmal nüchtern in dem versoffenen und verrauchten Österreich und lassen wir die Frischluft herein !

  31. 57er
    03. April 2012 10:50

    Was hier nicht angesprochen wird, ist ein grundsätzliches Problem: Die Alterung einer Volkswirtschaft durch den Zinseszins, der das Vermögen laufend umverteilt.

    Da sind wir an einem kritischen Punkt angelangt: Immer mehr Staaten brauchen zur Refinanzierung die Unterstützung der Notenbanken. Die Schuldenankaufquoten der Notenbanken steigen langsam aber sicher an.

    Die Verschuldungsstafette mit 4 Läufern:
    Läufer 1: Konsum, dank einer Unzahl technischer Neuerungen seit dem WK.
    Läufer 2: Privatschulden, erleichtert durch Konsumkredite.
    Läufer 3: Staatsschulden, erst um gewählt zu werden, dann wegen des gewohnten Lebensstandards.
    Läufer 4: Zentralbanken müssen zur Rettung der Banken und Staaten Geld 'drucken' (Geringer Zins).

    Momentan findet die Stabübergabe an den 4. Läufer statt. Das ist der letzte! Sein Weg ist der fast senkrechte Ast am Ende der exponentiellen Zinseszinskurve. Wie lange kann man sich erfahrungsgemäß auf diesem Ast bewegen?

    • simplicissimus
      03. April 2012 16:38

      was das direkt mit dem zinseszins zu tun hat und nicht primär mit menschlichen schwächen, muss erst einmal genau erklärt werden.

  32. Wolfgang Bauer
    03. April 2012 09:53

    Ich fordere Herrn Katzian, den Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, auf, endlich seinen Kollegen von den geschützten Bereichen klarzumachen, dass dort ebenso effizient gearbeitet und organisiert werden muss wie in der Privatwirtschaft.

    Aus vordergründig taktischem Motiv "solange es die Privilegien der geschützten Bereiche gibt, kann's bei uns auch nicht so schlecht werden" wird seit Jahr und Tag diese 2-Klassengesellschaft akzeptiert, ja noch verteidigt. Da kann kein modern organisiertes Österreich entstehen.

    Gewerkschafter Katzian! Nutze deine Macht! Mach Druck auf die Parlamentarier und die Regierung. Du hast Hunderttausende hinter dir. Schaffe Gerechtigkeit für die dir Anvertrauten aus dem ungeschützten Bereich! Und nütze damit auch jenen, die glauben, auf Dauer wie Maden im Speck leben zu können. Denn auch das ist Illusion!

    Du nützt damit der Zukunft unseres Landes und seiner Jugend! Österreich will frei atmen können!

    • HJR
      03. April 2012 21:14

      [... Da kann kein modern organisiertes Österreich entstehen ...]
      Und wer will ein solches - außer uns paar "Querulanten" hier, die alles besser wissen?

  33. Dr. Dieter Zakel MA
    03. April 2012 09:45

    Europa kann sich das Altern vielleicht noch leisten. Die Muslimischen Länder China und Japan aber schon nicht mehr.
    Die einzigen Industrienationen mit positiver Demographie sind die USA und Israel.
    Überall anders wird’s dunkel werden.
    Und zwar für immer...

    • Undine
      03. April 2012 14:11

      @Dr. Dieter Zackel

      "Die Muslimischen Länder China und Japan aber schon nicht mehr."

      Könnte es sein, daß hier ein sinnstiftender Beistrich-- abgeht? Dieser, an der richtigen Stelle eingesetzt, würde meine Frage klären, ob denn neuerdings die Chinesen und Japaner muslimisch geworden sind oder doch nicht. :-)

    • simplicissimus
      03. April 2012 16:40

      keine nation kann sich auf dauer überalterung leisten.

  34. Erich Bauer
    03. April 2012 09:18

    Analyse, Synthese… realistische Erwartung. Wie der Autor feststellt: Die „To-Do-Liste“ wird nicht befolgt… Die „To-Do-Liste“ DANACH schaut dann völlig anders aus!

    Ein paar Anmerkungen zu diesem Artikel. Die aufstrebenden Schwellenländer scheinen zum überwiegenden Teil NOCH „Werkbanken“ zu sein. Heißt, dass sie von der Fähigkeit des „Westens“ zum Schuldenmachen abhängig sind.

    Dass der EURO a priori „schuld“ ist, daran glauben KRONE, Heute oder ÖSTERREICH Leser ganz gewiss.

    Auch bin ich mir nicht so sicher, dass, wenn der Fall eintritt, es allen gleich (sehr) schlecht geht, KEIN böses Blut entsteht…

  35. HJR
    03. April 2012 09:14

    Ein bemerkenswert klarsichtiger Tagebuch-Eintrag!

    Aber: Wie macht man die Langsameren "munter"? Eine Schwelle, an der meine Überlegungen immer wieder ins Stocken geraten.

    Von wem sollten diese systemischen Veränderungen (To-Do-Liste) denn ausgehen? Von den auf ihre einspurigen Denkkanäle fixierten und eingeengten Politiker, die von ganz anderen Interessen geleitet werden? Oder von den in den Wohlstandsdemokratien "verhaustierten" Massen, deren bevölkerungsdynamische Entwicklung dorthin läuft, dass immer mehr "Produktive" für die Alimentierung eines "Transferberechtigten" zuständig sein werden?

    Da müsste schon ein gewaltiger "Ruck" durch's Volk gehen. Leider wird ein solcher Ruck erfahrungsgemäß nicht im "einfachen Volk" geboren sondern in Kreisen von Leuten aus dem psycho-soziopathischen Formenkreis. Und die in der bisherigen Geschichte verzeichneten diesbezüglichen Ergebnisse lassen auch wenig Gutes erhoffen.

    Wenn Nietzsche (und Sloterdijk) Recht haben mit dem "Übermenschen" bzw. mit dem "nach oben gespannten Seil", dann ist hier ein selbstorganisierender Prozess im Gange, dessen Ausgang sowohl ungewiss als auch von Zarathustra unbeeinflussbar abläuft und der vorläufig am besten als der chaotische, ziellose, dumme und boshafte "Weltwille" Schopenhauers zu identifizieren ist.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • HJR
      03. April 2012 12:29

      NACHTRAG und ein wenig - der eigenen Lebenserfahrung geschuldete - Polemik:
      Zwei Kategorien möglicher Urheber notwendiger Veränderungen habe ich vergessen:
      1) Die Experten, Das sind durch (praxisferne, akademische) Kompetenz - und wenige "Social Skills" - ausgewiesene Leute, welche gerne als Berater oder auch nur als Besserwisser, gerne auch temporär als Lieblinge der Medien auftreten und die bei Nichteintreffen ihrer Prognosen jede Menge "Umstände" aufzählen können, welche dafür verantwortlich sind, dass das "System" sich nicht so verhalten hat, wie sie vorher (irrtümlich) angenommen hatten.
      2) Die Manager: Jene bereits von Karl Marx als "Erfüllungsgehilfen" des Kapitalisten identifizierten Leute, welche - ohne eigene Leistung - am Expropriationsgewinn des Kapitalisten partizipieren, solange ein solcher zu erzielen ist. Der moderne Manager ist vor allem dadurch ausgewiesen, dass er sich in in einschlägigen Studiengängen (Wissensmanagement, Contentmanagement, Eventmanagement, etc.) so viel "Expertise" angeeignet hat, dass der - noch dümmere - Unternehmenseigner glaubt, mit dessen Hilfe die "Produktionsfaktoren" zu größerem Wachstum und vermehrter Blüte gebracht zu sehen.

    • Erich Bauer
      03. April 2012 12:43

      HJR,
      "...noch dümmere - Unternehmenseigner..."

      Trifft den Nagel auf den Kopf! Manager wie Unternehmenseigner sind dem Produktionszweck total entfremdet. Sie sind nichts gegen den einstmals so genannten: Herrn Gewerke...

    • Undine
      03. April 2012 14:16

      @HJR

      Wenn ich im ORF von sog. "Experten" höre, sehe ich schon automatisch ROT! Seltsamerweise scheint es nur ROTE Experten zu geben.

    • HJR
      03. April 2012 18:27

      @Undine
      In meiner Zeit als Berufsanfänger gab es auch noch ein paar "schwarze" Experten. Aber nachdem die Menschen damals noch überwiegend Weltkriegsüberlebende waren, die nur mehr wenige Illusionen hatten, fielen die ziemlich stark auf und hielten sich nicht lange.

    • phaidros
      04. April 2012 01:53

      Ich bin immer wieder beeindruckt, HJR, ehrlich, über soviel Ähnlichkeit in unserer Denkungsart - und dann verwundert über doch anscheinend andere Schlüsse, die wir ziehen.

      Sie fragen: wie macht man die Müden munter?

      Keine Ahnung.

      Aber was den Ruck betrifft: sollte es den jemals geben, so ist es zu spät, das Schiff gekentert. Es werden sich dann ein paar »fittere« Schiffbrüchige retten können, der eine oder der andere wird noch was aus dem Quartier des Zahlmeisters und dem Tresor mitgehen lassen, aber die allermeisten werden einfach kläglich ersaufen. Titanic lässt schaurig grüßen, 100 Jahre nach ihrem Untergang.

      Sie schreiben richtig über die beiden Möglichkeiten, Änderungen einzuleiten (ich fasse zusammen): morbide Politiker oder lethargisches Volk - wer geht die Liste an? Beides nicht sehr vielversprechend.

      Sie schreiben aber auch von einem nach oben gespannten Seil. Und ich weiß nicht recht, ob mir dieses Bild gefällt, denn ein gespanntes Seil impliziert einen, der dran zieht ... und wer sollte das sein? Alle diese Theorien von der Hochfinanz, den Oberen und wer nicht sonst aller uns in die Versklavung stürzen will, bis all unser Geld in Dagobert Duckschen Geldspeichern gebunkert ist, halte ich für zu kurz gegriffen.

      Was wir beobachten, halte ich eher für ein freies Spiel von Kräften und gebe zu bedenken, dass auch ein Hagelkorn in der Gewitterwolke, hin und her und auf und ab gerissen von Sturmböen, auf die Idee kommen könnte, hier würden irgendwelche Weltverschwörungen im Gange sein, die mal so, mal so zerrten. Das ist eine Frage der Perspektive.

      Aber beides trifft nicht zu, sondern ist einfach ein Skalierungseffekt: ein Luftteilchen bewegt nichts, aber in Summe werden sie zum alles vernichtenden Tropensturm. Ebenso in der Wirtschaft: ein HJR, ein phaidros, bewirken nichts, aber in Summe... das beziehe auf die Wirtschaft ebenso wie auch auf die Politik. Also muss auch die Perspektive skaliert werden, um den Dingen auf den Grund zu gehen zu können: Was aus Sicht des Hagelkorns völlig plausibel (und unwiderlegbar!) als Verschwörung erscheint, offenbart seine wahre Natur als Gewitter erst am Satellitenfoto.

      Allerdings ist es eine Illusion zu glauben, dass man das steuern könnte (sonst wäre es nämlich ein gesteuertes Spiel der Kräfte, kein freies). Was man also tun kann: versuchen eine Kraft hinzuzufügen, die konstant und beharrlich in die richtige Richtung wirkt.

      Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      Ob's nützt? Auch hier: keine Ahnung. Aber nicht geschossen ist auch nicht getroffen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  36. phaidros
    03. April 2012 04:38

    »300 Milliarden, 500 Milliarden, 800 Milliarden, 1,3 Billionen, 10 Billionen: Fast im Wochentakt werden die Summen größer, die Dämme höher,...«

    Ein - leider! - ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass eine falsche Ursachenanalyse zu falschen Maßnahmen führt. Denn ginge es tatächlich um Spekulanten, wäre sogar was dran. In diesem Fall wird uns das allerdings noch Einiges zu kiefeln geben. Bzw. im eigentlichen Sinne gerade eben nicht, in den kommenden Jahrzehnten, denn so lange wird es dauern, bis wir diese Misere abgebaut haben.

    ...in einer lebendigen Wirtschaft immer wieder der Tod von Unternehmen (also auch Banken!) in Kauf genommen werden muss,...

    Man muss die Leute gar nicht in eine Vorlesung schicken: ich empfehle den wunderbaren Artikel »Des Lebens Bruder« *) von Gottfried Schatz im Science-Blog, der ausgezeichnet herausarbeitet, wie der Tod erst das Leben ermöglicht. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass ein virtueller, abstrakter Organismus wie »die Wirtschaft« anderen Gesetzmäßigkeiten folgen sollte. Und Naturgesetze lassen sich nicht brechen. (Wodurch sie sich von den juristischen unterscheiden).

    Lindmayer begründet in »Inflation oder Deflation« die Notwendigkeit des Inkonkursgehenlassens von (noch so großen) Betrieben übrigens so: die Ressourcen eines dauerhaft defizitär arbeitenden Betrieb, der also Kapital vernichtet und nicht schafft, wären allemal besser bei wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen angesiedelt, die Kapital schaffen und nicht vernichten. (Wenn ein Betrieb in Konkurs geht, werden seine Betriebsanlagen ja nicht vernichtet, sondern verwertet. Sprich, von anderen ebenso übernommen wie - letztendlich jedenfalls - das Personal).

    Jedoch fehlt mir der Glaube, dass Europas Bürger diese Notwendigkeiten noch erkennen können. Weshalb die Politiker sie schon gar nicht erkennen wollen.

    Dem hab ich nix hinzuzufügen - ich wollte nur, dass es nochmal hier steht.

    Sozialunion die richtige Krisenprävention

    Leider ist das auch so. Wenn man einmal akzeptiert, dass es uns nicht gutehen soll, sondern gleich. »Lieber soll's mir schaden, bevor's Dir nutzt.«

    BG phaidros.vie@gmail.com

    P.S. Eine der brillantesten Analysen AUs! 'Leider', muss man sagen - aber trotzdem: danke!

    *) http://www.science-blog.at/2011/10/des-lebens-bruder/ Ausgezeichnet zu lesen wie alles von Schatz, keine Angst vor »Science-Talk« - ruhig einmal klicken!

  37. libertus
    03. April 2012 01:16

    Es tut richtig gut, diese messerscharfe, absolut zutreffende Ursachenanalyse zu lesen. Und sie sollte nicht nur hier im Tagebuch stehen, sondern gehört allen Politiker ins berühmt-berüchtigte STAMMBUCH geschrieben - insbesondere jedoch in das der ach so gutmenschlich sozialistischen, welche laufend Staatsbudgets in den Ruin führen - und ebenso ihren Experten- bzw. Beraterteams.

    Die Zukunft wird es zeigen, ob die viel zu wenigen "Rufer in der Wüste" - wie unser Tagebuchautor hier - rechtzeitig Gehör finden, denn das Zeitfenster ist bereits äußerst geschrumpft und wenn es nicht rasch gelingt die wichtigsten, oben aufgezählten Hausaufgaben zu erledigen, werden wir als "Dauersieger im Wettbewerb" von unverbrauchten, aufstrebenden Mitbewerbern abgelöst.
    Wie lautet schon eine alte Volksweisheit: Das Bessere ist immer noch der Feind des Guten!

    • phaidros
      03. April 2012 04:40

      Jetzt wo Sie das so über das Bessere als Feind des Guten schreiben, merk ich grad: aber leider nicht der einzige! Oder wollen Sie andeuten, dass der Sozialismus als erklärter Feind des Kapitalismus besser wäre... ;-)

    • Erich Bauer
      03. April 2012 10:04

      libertus,

      Wer sich immer für das kleinere Übel entscheidet, hat irgendwann das große...

    • libertus
      03. April 2012 22:23

      @Erich Bauer

      Noch ein Volltreffer, stimmt absolut!





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