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Fußnote 260: Die Stupa und wir

Gewiss ist der Buddhismus eine der relativ friedlichen Religionen dieser Welt. Trotzdem ist das Verhalten der Stimmbürger der kleinen Gemeinde Gföhl nachvollziehbar.

Sie haben mit satter Zweidrittelmehrheit den Bau einer großen Stupa in ihrer Gemeinde abgelehnt. Obwohl dadurch sicher etliches an Geld geflossen wäre. Katholische Aktivisten haben mit Erfolg dagegen mobilisiert. Was manche nun als Zeichen der Rückständigkeit werten. Was man aber auch positiv sehen kann: Die Menschen lassen sich durch den Besuch reicher Damen nicht immer kaufen. Man kann das Nein vor allem dann verstehen, wenn man die größensüchtige Werbung für diesen Sakralbau liest: Auf einer Anhöhe hätte das größte „Weltfriedensdenkmal“ in Europa gebaut werden sollen. Rund 30 Meter hoch und mit 20 Metern Durchmesser auf einem zwei Hektar großen Areal samt einem Gebäude für Mönche und Parkplätze für Besucher. Jährlich wären Tausende  Besucher erwartet worden. Kleiner wäre da wohl besser gewesen. Auch wenn die Buddhisten etwa im Vergleich zum Islam sehr friedlich wirken: Etwa in Sri Lanka zeigen auch sie, dass sie auch in der Gegenwart noch ganz ordentlich zuschlagen können. Daher könnte man schon fragen: Warum soll ausgerechnet eine buddhistische Stupa ein „Friedensdenkmal“ sein? Womit ja einer katholischen oder evangelischen Kirche diese Qualifikation abgesprochen wird . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2012 17:58

    "Fundamentalistische Katholiken gegen Stupa" - so nennt sich das im Kurier.

    Das paßt ganz einfach nicht ins Waldviertel! Sehr gut, dass die Bürger dagegen entschieden haben, denn dem Bau wäre wahrscheinlich sofort eine Moschee gefolgt, der Gleichberechtigung wegen.

    http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/4484430-fundamentalistische-katholiken-gegen-stupa.php

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2012 20:14

    Die Gföhler Bevölkerung hat nicht in erster Linie gegen eine Stupa, sondern ganz bewußt gegen das "Öffnen der Pandorabüchse" gestimmt und das ist gut so!

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2012 10:49

    Bei Diskussionen wie diesen fällt mir unweigerlich als erstes immer H.C.Andersens ewig gültiges, klarsichtiges, wundervolles Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ein. Nur zu Erinnerung und weil jeder dieser Sätze nahezu wortwörtlich auf diese aktuelle Situation zutrifft, die Inhaltsangabe aus Wikipedia:

    "Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern* für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm weis, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an."

    Und weiter heißt's bei Wikipedia:

    "Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile."

    Ist es nicht tatsächlich --wie auch bei zahllosen ähnlichen Anlässen zuvor---auch diesmal so, daß gerade aus Unsicherheit, aus Angst, sich eine Blöße zu geben, nämlich als nicht weltoffen und fortschrittlich angesehen zu werden, jeder sich bemüßigt fühlt, lauthals zu beteuern, WIE tolerant und aufgeschlossen er/sie doch sei. Von dieser Angst sind vor allem die Linken geprägt.

    Diese Riesenstupa in einer schönen ländlichen Umgebung würde wie die Faust aufs Auge passen und wäre auf jeden Fall ein Fremdkörper. Ich weiß nicht, ob zu solchen Stupas die Gläubigen nur zu bestimmten Anlässen strömen würden, oder ob sie sich dort regelmäßig, also sehr oft, träfen---auf jeden Fall wäre es ein unzumutbarer Rummel für einen so kleinen Ort. Man denke nur an den dadurch erheblich vermehrten Autoverkehr, an die vielen zusätzlichen Parkplätze, die nötig wären. Als nächste Forderung käme dann ein großes Hotel; die Leute, die von weit her strömen, müssen ja irgendwo übernachten können. Wie es dann mit der Auslastung eines Hotels stünde, das nur zeitweilig genützt werden könnte, ist ein anderes Problem.

    Alle diese Themen haben nichts zu tun mit einer Ablehnung einer Religion, in diesem Fall der als friedlich geltenden buddhistischen Geisteshaltung. Aber mMn würde der Bau einer Über-Stupa die eher ländliche Struktur nicht nur stören, sondern zerstören.

    * Das Wort Betrüger ist in diesem Fall nicht auf die Buddhisten anzuwenden, sondern a u s s c h l i e ß l i c h auf die nichtbuddhistischen Befürworter eines solchen Baues!

  4. Ausgezeichneter KommentatorXymmachos
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2012 09:03

    Ja, wenn die Hinterwäldler im Waldviertel so blöd sind, muß sich halt wieder einmal zeigen: WIEN IST ANDERS! Und tatsächlich bietet sich doch hier - und gerade jetzt! - der ideale Platz für das weltgrößte Weltfriedensdenkmal geradezu gebieterisch an. Nein, ich meine nicht den neu gestalteten Vorplatz zum Wurstelprater (dieses geschlossene Ensemble darf nicht gestört werden), ich meine die Steinhofgründe! In Nachbarschaft zur Otto-Wagner-Kirche wäre die Stupa ein schöner Beweis für unsere religöse Toleranz (eine Synagoge hätte dort auch noch Platz, auf eine Moschee könnte man vorläufig verzichten, zu einer solchen widmen wir später die Kirche um), und auch die Grünen können da doch nichts dagegen habe. Herr Bürgermeister Häupl, Frau Vizebürgermeisterin VassiliaKUH, nützen Sie diese einmalige Chance. Bürgerinitiativen dagegen sind wohl nicht zu befürchten, wir sind ja keine Hinterwäldler, hier im weltoffenen Wien.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2012 18:00

    Das größte Weltfriedensdenkmal Europas!
    Gibt es irgendeine Abschätzung oder Hochrechnung, wie sehr der Weltfrieden dadurch verbessert würde?

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2012 18:31

    Dass gerade Katholiken gegen einen buddhistishen Sakralbau im Waldviertel demonstrieren und agitieren, erfüllt mich alten Katholiken nicht gerade mit Stolz!

    Kirchen unseres christlichen Glaubens stehen in den meisten Ländern aller Kontinente; wir finden das ganz normal, erwarten Achtung und Schutz für die christlichen Glaubensstätten seitens der Obrigkeiten dieser Länder!

    Diese Reaktion zeigt nur, dass wir uns noch nicht weit genug vom Hinterwäldler-Stadium entfernt haben.
    Toleranz und Weltoffenheit sieht anders aus!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2012 18:24

    Es ist sicher begrüßenswert, daß diese riesige Stupa samt Zubauten nun nicht errichtet wird.
    Auch ist die Frage berechtigt, weshalb die katholischen oder evangelischen Kirche nicht in Zusammenhang mit Weltfrieden genannt werden. Allerdings gehört zur Schaffung und zum Erhalt des Friedens auch, daß man sich aktiv dafür einsetzt, und zuerst beim Schutz der eigenen Schäfchen beginnt - da hat sich unsere Kirche in der letzten Zeit wenig Ruhm erworben.
    Auch ist es sehr traurig und symptomatisch, daß man sich hier in Österreich gegen die friedlichste Religion 'zur Wehr' zu setzen traut, während man der eigentlichen größten Gefahr in keiner Weise entgegentritt. Das erinnert mich an die Studentendemos gegen die Amis in meiner Jugend - gegen die Sowjets hat sich niemand getraut, zu demonstrieren. Immer das gleiche ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWilhelm Conrad
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2012 18:12

    Der Kurier war in den letzten Jahren stets ein Mistblatt, und leider hat sich das unter Brandstätter bisher nicht nennenswert geändert.

    "Fundamentalistische Katholiken gegen Stupa" zu schreiben ist Hetze, nichts anderes. Von jenen Leuten notabene, die PC-geübt stets bei den anderen "Hetze" sehen und das Argument als universelle Keule verwenden. Und noch dazu Unsinn - aber was will man von den meisten Journalisten? Verstand ist wenigen nur gegeben.


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  1. Kaydi (kein Partner)
  2. Candid (kein Partner)
  3. Fajarpagi (kein Partner)
  4. Jacqui (kein Partner)
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    15. Februar 2012 14:53

    @Klarstellung
    13. Februar 2012 18:55

    Logo, aber Kritikfreistellung an sich, gibts schon gar nicht wenn "kritein" Beurteilen heisst! Eben auch der Kritik selbst!

  10. Trollfresser (kein Partner)
    14. Februar 2012 20:34

    Bevor ich es noch vergesse:

    In winter I am a Buddhist and in summer I am a Nuddhist.

    Und im Waldviertel ist es sechs Monate lang Winter und sechs Monate lang kalt.

  11. alfons adam
    14. Februar 2012 15:52

    "Das Lächeln des Dalai Lama - und was dahinter steckt" - das ist der Titel des informativen und lesenswerten Buches des Schweizer Theologen Bruno Waldvogel-Frei über den gar nicht so friedlichen und alles andere als harmlosen tibetischen
    Buddhismus. Eine Buchbesprechung ist zu finden unter:
    http://www.provita.at/sites/default/files/provita-hefte/PRO VITA -4 2008.pdf

    • alfons adam
    • Harald (kein Partner)
      15. Februar 2012 19:15

      Und die Katholiban der Piusbruderschaft sind vielleicht besser?

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      15. Februar 2012 23:00

      Werter Herr Adam, ein Verein der Homosexualität als heilbare Krankeit sieht, oder Abtreibungen selbst bei minderjährigen Vergewaltigungsopfern ablehnt, und sich an angeblichen tantrischen Sexpraktiken der Buddhisten begeilt, ist wohl selbst krank. Die "Katholiban", wie mein Vorredner sie genannt hat, sollen sich lieber um die Missbrauchsfälle im eigenen Stall kümmern. Man könnte durchaus argumentieren, dass die widerlichen Aussendungen, hinter denen unter anderem offenbar Ihr Verein und auch der Wiener Akademikerbund (!?) stehen, schon an Verhetzung grenzen. Das einzige, was mir daran gefallen hat, war die Frage "Wollen wir das wirklich?" Darauf kann es nur eine Antwort geben, aber ich denke nicht, dass Sie sie verstehen würden.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      16. Februar 2012 09:36

      @ François Marie Arouet

      Was ist Homosexualität wirklich?
      Man bekommt verschiedenste Auskünfte:
      Genetisch bedingt, angeboren, ist es nicht!
      Erworben durch Erziehung, schlechtes Beispiel etc., ist es nicht!
      Krankheit ist es nicht!

      Allerdings habe ich schon öfters gehört, es sei ein Lebensentwurf!

      Und Lebensentwürfe kann man ändern!
      Auch schlechte Gewohnheiten kann man sich abgewöhnen!

      Also wär die Idee von der Heilungsmöglichkeit gar nicht so abwegig!
      Was meinen Sie?

    • gegenstrom (kein Partner)
      16. Februar 2012 10:01

      @Kapuzerer
      Die Forschung weiß noch nicht, wie es zur Homosexualität kommt; Konsens gibt es insofern, als Homosexualität keine Krankheit ist. Der Vorarlberger Bischof Fischer musste sich für seine Aussage vor Jahren sogar entschuldigen. http://vbgv1.orf.at/stories/341914 Ich bin immer wieder verwundert, wie scharf die Verurteilungen dieser absoluten Minderheit ist, der man mit Sicherheit nicht das demographische Problem anlasten kann. Homosexualität gab und gibt es zu allen Zeiten, bei Menschen und bei Tieren.

  12. cmh (kein Partner)
    14. Februar 2012 15:49

    An die Befürworter allesamt:

    Was macht eigentlich der Dalai Lama so den ganzen Tag?

    Wofür steht er denn inhaltlich und so?

    Bitte keine Querverweise auf Wiki oder Google. Danke!

  13. Erwin Tripes (kein Partner)
    14. Februar 2012 14:54

    1) Eine“ satte Zweidrittelmehrheit“ stelle ich mir bei effektiv nur 35,3%, also von nur rd. einem Drittel der Stimmberechtigten Gföhler, anders vor.
    Aber wenn´s ums Deuteln geht, spielt halt die effektive Wahlbeteiligung keine große Rolle.

    2) „Katholische Aktivisten haben mit Erfolg dagegen mobilisiert.“
    Na ja der Herr Mag. Stadler halt, von der Piusbruderschaf "Wir brauchen diesen Götzentempel nicht", zitierte der "Kurier" Stadler, und zwei örtliche FPÖ-Kapazunder aus Gföhl.
    Auf welch hohem ethischen Niveau, ganz entsprechend dem FPÖ-Programm „• Europa der Vielfalt. Wer seine eigene Kultur und Herkunft schätzt, kann andere Kulturen aufrichtig achten..“ dies erfolgte, kann man ua. unter: http://www.stupa.at/images/wilde-attacken.jpg nachlesen.
    Schon interessant, wie schnell sich plötzlich Verbündete ergeben, wenn man sich als dogmatischer defensor des wahren Glauben sieht.

    3) Wirklich katholischen „Aktivisten„ , auch aus der näheren Umgebung Gföhls, nämlich so unbedeutende Personen wie der Altenburger Abt Christian Haidinger, „Furche"-Herausgeber Heinz Nußbaumer, der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Prof. Martin Jäggle, sehen dies etwas anders, wie unter http://www.cursillo.at/artikel.php?Art_ID=3744 nachzulesen ist.

    4) Und die Stadt- und Landschaftsarchitekten, als Experten unter manchen Bloggern, kennen natürlich das Projekt ganz genau, wenn nicht, kann man sich´s ansehen unter:
    http://www.gfoehl.at/gemeindeamt/download/222746643_1.pdf .

    6) „Warum soll ausgerechnet eine buddhistische Stupa ein „Friedensdenkmal“ sein? Womit ja einer katholischen oder evangelischen Kirche diese Qualifikation abgesprochen wird“
    Dieser erdrückenden Logik kann ich nichts Gescheites entgegensetzten.
    Vielleicht nur eine Frage zum immer friedliebenden Christentum, wobei man ganz nah in Europa bleiben kann: Haben nicht in Irland bekanntlich Katholiken gegen Protestanten einen erbarmungslosen Krieg geführt, angestachelt von den jeweiligen dahinterstehenden christlichen Amtsträgern?

    Fürchten sich die fundamentalistischen Anhänger der Glaubensreligionen vor der menschlichen und geistigen Freiheit der Erkenntnismöglichkeit durch Erfahrungsreligionen, die keine abhängigen Schäflein wollen, sondern sich kritisch denkenden Menschen öffnen?

    Dazu fallen mir 2 Zitate von Albert Einstein ein:
    a) »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. «
    b) „Der Buddhismus ist die einzige Religion, die ein konsistentes, logisches System ist, das der Erfahrung der Wirklichkeit als Ganzes folgt und deshalb wissenschaftlichen Standards entspricht.“.

    Eigenartig, daß jene, die hier ansonsten regelmäßig – zu Recht – etwa vom Islam gegenüber dem Christentum den nötigen Respekt und die nötige Toleranz einfordern, plötzlich anders argumentieren.

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 18:58

      Über die Stupa an sich und warum wir die Stupa bauen sollten und weshalb nicht kann sicher sachlich diskutiert werden.

      Mir geht aber immer wieder das Gimpfte auf, wenn man als Katholik einem tumben Hammel gleichgestellt wird. Schon beim Versuch!

      Zunächst einmal

      Ohne dem alten Albert beleidigen zu wollen, aber so ein Buddhismusexperte wie der bin ich auch.

      Und immer wieder kommen sie auch mit ihren "wissenschaftlichen Standards". Sind das die mit denen die globale ERwärmung und die Weltwirtschaftskrise traktiert werden. Wenn ja, dann bin ich sogar froh, dass ich mich nicht nur auf die "Wissenschaft", sondern auch auf meine Religion verlassen kann. Es wäre doch schlicht und ergreifend blödsinnig, wenn man die Religion nur dann akzeptierte, wenn sich diese auf die Wissenschaft - am besten auf geradlinige Bewegungen und elastische Stöße - reduzierbar wäre. Denn wenn sie reduzierbar wäre, wäre sie schlicht überflüssig. Daher sind diese dauernden Forderungen nach "Wissenschaftlichkeit", gerade dann wenn sie so nebulos sind, nur eine Aufforderung nach einer Selbstentleibung. Und das wird nicht sein.

      Dann kam hier auch der Nordirlandkonflikt hinein. Wenn man die Iren und die Geschichte Irlands auch nur kursorisch kennt, ist klar, dass sich die auf alle Fälle die Schädel eingeschlagen hätten. Hier die Religion hineinzuziehen ist ein klassischer Fall des Trugschlusses von "post hoc, ergo propter hoc".

      Vom Islam hingegen Toleranz einzufordern ist aus einem zweifachen Grund vergebliche Liebesmühe. Ist der Islam schwächer, kann nur die Mehrheitsreligion Toleranz gewähren und ist der Islam die Mehrheitsreligion, dann erübrigt sich das Toleranzgeschwafel.

      Aber man muss sich ja als Katholik immer wieder darüber wundern und dafür bedanken, wenn die Agnostiker und Religionsäquidistanzler anfangen, dem Christentum Haltungsnoten zu erteilen. Natürlich nur aus der Nächstenliebe der Aufklärung dem im Mittelalter zurückgebliebenen Christentum gegenüber. Meinten sie es ehrlich, würden sie sich bei Religionen jeder Äußerung enthalten. Tun sie aber nciht.

      Dabei ist das Christentum, ob es allen auch passt oder nicht, prägend für die Gegend hier. Damit ist gemeint, dass es für die Bevölkerung sinn- und einheitsstiftend ist. Auch wenn das im 7. Bezirk in Wien den Intellektuellen nicht so ganz klar ist. Wie die Bienen von Religion zu Religion fliegen und die passende Wahrheit kostengünstig zu saugen, das geht sich nicht aus.

      Zuletzt noch möchte ich auf den Umstand hinweisen, dass eigentlich nach einem Mehrheitsentscheid - und den gab es hier ja - der demokratische Souverän gesprochen hat und die Angelegenheit damit erledigt sein sollte. Hier weiter nach Gründen zu suchen und diese dann zu bewerten ist eigentlich immer undemokratisch. Also die Gföhler wollen aus welchen niederen Gründen auch immer nicht - das sollte als Grund doch genügen.

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      14. Februar 2012 19:27

      Ja, auch der gute alte Albert war nur ein Mensch.

      Wie schon gesagt, natürlich ist das Christentum Teil unserer Kultur. Es will Ihnen und den anderen Klerikalkonservativen hier auch niemand den Glauben nehmen, aber wieviele Österreicher denken noch so wie Sie und können als überzeugte Christen bezeichnet werden? Vielleicht 1o% aller Österreicher, bei einem ungefähren 7o%igen Gesamtanteil eingetrager Christen? Die große Mehrheit bleibt längst dem Gottesdienst fern. Wie groß ist dann noch die gesellschaftliche Relevanz der Kirche?

      Aber Sie haben recht, der Islam hat noch viel mehr verdient, angegriffen und lächerlich gemacht zu werden. Aber leider trauen sich das unsere Atheismusaktivisten nicht.

    • Johann Scheiber
      14. Februar 2012 20:00

      cmh, sie bringen es auf den Punkt!

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 20:31

      FMA

      Nehmen wir einmal den guten Albert her:

      Wie schon gesagt, natürlich ist die Relativitätstheorie Teil unserer Kultur. Es will Ihnen und den anderen Physikern hier auch niemand das Fachwissen nehmen, aber wieviele Österreicher denken noch so wie Sie und können als überzeugte Physiker bezeichnet werden? Vielleicht 1o% aller Österreicher, bei einem ungefähren 7o%igen Gesamtanteil maturierter Physiker? Die große Mehrheit bleibt längst dem Experiment fern. Wie groß ist dann noch die gesellschaftliche Relevanz der Physik?

      Das hier ist einwandfreier Blödsinn. Er hat aber schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem eleganten Schwachsinn unseres lieben Voltaires.

      Und was glauben Sie, wer dem Islam Herr werden könnte? Die Kirche oder die SPÖ mit all ihren Agnostikern?

    • Charlotte
      14. Februar 2012 21:18

      @cmh

      *************************************.......

      Danke für Ihre klugen und köstlichen Kommentare!
      Gäbe es doch nur mehr Katholiken à la cmh

      mhG

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      14. Februar 2012 21:31

      Sehr schwache Antwort, ich hatte nicht erwartet, dass Ihnen so schnell die Argumente ausgehen. Damit haben Sie sich leider selbst disqualifiziert.

      Solange jeder die Grenzen des anderen respektiert und nicht überschreitet, wäre ja alles in Ordnung. Aber Religionen haben die Angewohnheit, sich in Dinge einzumischen, von denen sie keine Ahnung haben und die sie nichts angehen, deswegen müssen alle zurückgedrängt werden. Man erinnere sich nur an Schönborns Gastbeitrag in der NYT zum Thema Intelligent Design. Natürlich ist das Nichts im Vergleich zur Vergangenheit, aber die Tendenz ist immer noch sichtbar. Wollen Sie wirklich, das Rad der Zeit zurückdrehen? Und ja, ich weiß, dass der Islam in dieser Beziehung viel schlimmer ist. Aber wie stellen Sie sich vor, dass das die Kirche heute mit dem Islam fertig werden soll? Wollen wir wirklich wieder eine Staatsreligion und Einschränkung der Religionsfreiheit, oder wie soll das anders gehen, wenn die Kirche die eigenen Mitglieder nicht mehr überzeugen kann?

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      14. Februar 2012 21:39

      "Gäbe es doch nur mehr Katholiken à la cmh"

      Katholiken wie Sie und cmh sind aber eine winzige Minderheit, und es werden immer weniger. Ist halt so.

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      15. Februar 2012 00:08

      Liebe(r) cmh
      1) Also wenn Ihnen das Geimpfte wegen des Schafzitates von Einstein aufgeht, dann müssen Sie sich schon beim Evangelisten Johannes beschweren und bei den Vielen, die sich selbst als Hirten und Oberhirten bezeichnen.
      Die Bibelworte vom Hirten und von den Schafen: „Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muß ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und nur einen Hirten“. (Johannes 10,11. 14. 17).

      2) Ich freu mich natürlich, mich mit Ihnen als Buddhismusexperten austauschen zu dürfen.
      A. Einstein hat sich jedoch nicht für einen derartigen Experten ausgegeben, sondern lediglich, nach Reflexion auch über dieses Thema diese Lehre kritisch beurteilt und dieses System als konsistente, logische Erfahrungs- nicht Glaubensmöglichkeit erkannt, das der Erfahrung der Wirklichkeit als Ganzes folgt und deshalb als seinen wissenschaftlichen Standards entsprechend angesehen. Er hat nicht, wie Sie darzutun versuchen, vorweg wissenschaftlich im physikalischen Sinne untersucht.
      Er hat sich neben seiner Physik auch geisteswissenschaftlich befaßt, daher nochmals das vollständige Zitat, aus dem dies ersichtlich wird:
      „Die Religion der Zukunft wird eine kosmische Religion sein. Sie muss über den persönlichen Gott hinausgehen und Dogma und Theologie meiden. Sie sollte sich auf das Natürliche ebenso beziehen wie auf das Spirituelle und ein religiöses Empfinden zur Grundlage haben, welches aus der Erfahrung erwächst, dass alle Dinge der Natur und des Geistes eine sinnhaltige Einheit bilden. Der Buddhismus entspricht dieser Beschreibung. Wenn es eine Religion gibt, die dem modernen Wissenschaftsanspruch standzuhalten vermag, dann ist es der Buddhismus“.

      3) Es ist bekanntlich ein beliebtes Historikerspiel immer im Nachhinein zu wissen, was zB. in Irland gewesen wäre, wenn. Da kann ich Ihnen leider nicht das Wasser reichen, habe jedoch größten Respekt vor Ihren Ahnungen. Ob aber dabei nicht gerade Ihnen ein zeitlicher Fehlschluß passiert ist?

      4) Ich denke, man sollte jedem die Religion oder Nichtreligion belassen, die gerade seinem Geist/Bewußtseinszustand bestmöglich entspricht. Die Möglichkeit zur Weiterentwicklung auch i. S. Einsteins ist jedenfalls offen.

    • Riese35
      15. Februar 2012 11:51

      @cmh: ***********************!

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      15. Februar 2012 12:12

      @Erwin Tripes

      **********************************!!

  14. alfons adam
    14. Februar 2012 14:51

    Als "fundamentalistischer" Katholik habe ich meinen Beitrag zur Aufklärung der Gemeindebürger von Gföhl geleistet. In Wahrheit ist nämlich der tibetische Buddhismus weder friedlich noch harmlos.´Wer dazu Näheres wissen will, findet eine Information unter: http:// www.provita.at/sites/default/files/provita-hefte/PRO VITA - 4 2008.pdf
    Die katholische Kirche hat einen seligen Märtyrer namens P.Maritius Tornay, der im Jahre 1949 von "friedlichen" tibetischen Mönchen wegen seines Glaubens ermordet worden ist.
    Hoffentlich regen die Ereignisse von Gföhl dazu an, daß bekannt wird, was sich unter dem Lächeln des Dalai Lama wirklich verbirgt.

  15. Susanna (kein Partner)
    14. Februar 2012 14:07

    Interessant... aber trotzdem kommt mir vor, dass die immer weniger werdenden Katholiken auf verlorenem Posten sind. (Hoffentlich irre ich mich!)

  16. Otto (kein Partner)
    14. Februar 2012 07:49

    Womit ja einer katholischen oder evangelischen Kirche diese Qualifikation abgesprochen wird.

    Das ist schon ein wenig paranoid. Kein Mensch hat sowas behauptet.
    Was mich aber dann doch erstaunt:
    "Was man aber auch positiv sehen kann: Die Menschen lassen sich durch den Besuch reicher Damen nicht immer kaufen."
    Wenn man jetzt auch noch einräumt, dass besagte alte Damen aller Nationalitäten sein können wär ich gänzlich zufrieden, obwohl ich mit dem gezeichnetem Bild von Dürrenmatt nicht übereinstimme.

  17. Katholik (kein Partner)
    13. Februar 2012 21:57

    "Katholische Aktivisten haben dagegen mobilisiert", ist gut. Es waren konkret die Gruppe um den religiösen Fundi-Spinner Martin Humer, die rechtsextreme Piusbruderschaft und Ewald Stadler. Das Eck, in das sich Unterberger damit setzt, ist einmal mehr ein selbstgewähltes.

    Ich bin mir sicher, würde eine Gemeinde über einen kath. Kirchenbau negativ abstimmen, dann würde Herr Polemikberger Zeter und Mordio schreien. Qualitätsjournalismus auf diesem Blog? Fehlanzeige.

    • gegenstrom (kein Partner)
      14. Februar 2012 10:34

      Ihre generelle Verurteilung des Blogs halte ich für übertrieben. Fakt ist für mich nur, dass in DIESEM Beitrag die sachlichen Argumente fehlen und daher wild gegen einen nicht vorhandenen Gegner gefuchtelt wird. Die Zielgruppe, die man wirklich meint, ist viel zu stark für Stadler, Waldhäusl & Co und würde auch die demokratische Abstimmung mit demokratischen Mitteln aushebeln. So schaut’s aus!
      Sollte im übrigen Herr Waldhäusl den Stupa tatsächlich mit einem Kebabstand verglichen haben, so ist das nicht nur jenseitig, sondern hätte Herrn Unterberger auch zu einem Kommentar verleiten können.

  18. Onkel Hans (kein Partner)
    13. Februar 2012 19:35

    Ich besitze auch ein paar Hektar Grünland außerhalb des Ortsgebiets.

    Wenn für den Stupa in Gföhl Grünland umgewidmet worden wäre, dann hätte ich auch eine Baulandwidmung für einen Stupa haben wollen. Warum ausgerechnet ich nicht? Vor dem Gesetz sind alle gleich (angeblich Art 7 B-VG).

    Wobei: Bauland ja, auf den Stupa will ich mich noch nicht festlegen. Vielleicht gründe ich noch eine andere Religion, deren Ritus naturnahe Kontemplation in einer "Stoki" oder gar eine "Reki" (inkl. Schächtstätte für koschalal Fleisch) verlangt.

  19. gegenstrom (kein Partner)
    13. Februar 2012 19:26

    Als Buddhist lege ich keinen Wert auf einen Stupa, weder im Waldviertel noch in Salzburg, wo unser Stadtrat Padutsch (DIE GRÜNEN) justament und klammheimlich im Naturschutzgebiet des Mönchsberges einen Stupa errichten ließ. Die tiefsinnige Buddha-Lehre hat mehr zu bieten als äußere Symbole und oberflächliche Rituale. Frau Lindmayer hat sich glücklicherweise auch sehr schnell mit dem demokratischen NEIN abgefunden. Ich kann daher nur hoffen, dass auch bei künftigen Sakralbauten solche Abstimmungen stattfinden und die Betreiber sich in gleicher demokratischer Weise üben.
    @Herr Unterberger
    Sri Lanka ist eine unselige Geschichte, und natürlich gibt es auch in der 2500jährigen buddhistischen Geschichte einiges, das absolut nicht in Ordnung war. Aber bleiben Sie bitte bei der historischen Wahrheit: das große Blutvergießen im Namen der Religion ist und bleibt den Muslimen und Christen vorbehalten.

    • Segestes (kein Partner)
      13. Februar 2012 19:40

      "Aber bleiben Sie bitte bei der historischen Wahrheit: das große Blutvergießen im Namen der Religion ist und bleibt den Muslimen und Christen vorbehalten."

      Die Juden bitte nicht vergessen.
      Immer wenn diese am längeren Hebel saßen oder sonstwie Oberwasser hatten, haben sie sich auch massiv daneben benommen. 115 n Chr. sollen sie im Zuge des "Babylonischen Aufstandes" eine Viertelmillion Griechen, alleine auf Zypern, umgebracht haben.

      Wüstenreligionen eben.

    • Bodo
      14. Februar 2012 08:49

      @Herbert Richter

      Ein zu 100% richtiges Faktum; wer immer, getarnt hinter der gekauften vorderen Reihe, aus der 2. Reihe schießt, wird nicht als Täter wahrgenommen.

    • gegenstrom (kein Partner)
      14. Februar 2012 09:48

      @Segestes
      Die Juden wollte ich nicht extra erwähnen, weil sie sich meist gegen eine Besatzungsmacht wehrten. Aber es ist schon richtig, dass auch das Judentum nicht von Sanftheit und Toleranz geleitet war und bis heute in den Entscheidungsetagen weltweit keine Friedensengel sitzen (siehe Beitrag von Herrn Richter).

      Um nochmals auf den Beitrag von Herrn Unterberger zurück zu kommen: ein Stupa an dieser Stelle würde doch in keiner Weise einer katholischen oder evangelischen Kirche die Qualifikation als Friedensdenkmal absprechen. Mir ist aber nicht bekannt, dass an diesem Ort der Bau einer Kirche geplant war, und die Buddhisten hier die Christen verdrängen wollten. Von buddhistischer Seite sehe ich keinerlei Konkurrenzkampf, da Jesus von vielen Buddhisten auch sehr verehrt wird. Diese Schlussfolgerung ist daher völlig aus der Luft gegriffen.
      PS: Ich sehe, dass auch anderen (Otto) dieses Argument skurril erscheint.

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 11:08

      gegenstrom

      Sind die Japaner nicht auch zum Großteil Buddhisten oder zumindest vom Buddhismus in der Wolle gefärbt?

      Und war da nicht auch noch was in den letzten 70 Jahren?

      Das gegenseitige Bekleckern mit der Schuld der Vergangenheit finde ich nicht unbedingt hilfreich und möchte das doch weiterhin unterlassen. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass in Arabien vor dem Islam einige Königreiche jüdisch waren. Auch einige Tartarenstämme sollen ja angeblich weder zum Islam noch zum Christentum, sondern zum Judentum übergetreten sein. Was wenn es auch spitz klingen sollte nur ein weiterer Grund ist, historische Fakten nur vorsichtig zu verwenden.

      Aber da wir jetzt einen ausgewiesenen Buddhismusexperten haben, darf ich Ihnen doch auch einmal die Regensburger Frage stellen, was denn der Buddhismus hat, was das Christentum nicht hätte?

      Wobei mir noch einfällt, dass vor einigen Jahrne im ORF eine Diskussion über den Dalai lama stattfand, bei der eine vom tibetanischen Buddhismus wieder wegkonvertierte Teilnehmerin sich über einige seltsame Sexualpraktiken bei diesem aufregte. Da mir das aber zu hermetisch war kann ich mich auch jetzt nicht mehr so gut daran erinnern.

    • CMH (kein Partner)
      14. Februar 2012 11:11

      gegenstrom

      Mir ist noch verwunderlich erschienen, warum denn die Buddhisten ausgerechnet im Waldviertel am A. der Welt ihre Entwicklungshilfe leisten wollen?

      ps. Kennen Sie Asterix und die Trabantenstadt?

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      14. Februar 2012 12:20

      Natürlich könnte man die "Regensburger Frage" erweitern, und fragen, was denn das Christentum hat, was andere nicht haben. Oder wozu man brauchtüberhaupt eine (organisierte) Religion. Soll doch jeder glauben, was er will.

      Sollte in meinem Heimatort die Piusbruderschaft eine Dependence aufschlagen wollen, würde ich aber auch eine Volksabstimmung einfordern.

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 14:26

      FMA

      Wenn Sie etwas gegen die christliche Religion haben, dann sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass Sie ohne das vielgeschmähte Christentum rein gar nichts hätten.

      Aber lassen wir die Alternativen einmal Revue passieren:

      Islam: das wollen Sie als Feind organisierter Religion doch nicht wirklich.
      Judentum detto
      Hinduismus: brahmanischer Standesdünkel und Kastengesellschaft
      Buddhismus: eine Virtuosenreligion nur für ganz wenige
      Animismus: Vodoo als Staatsreligion nein danke

      und last but not least oder last not least (bitte die gewünschte Variante wählen) die Religionen der Aufklärung:

      Frankreich: Guillotine
      Deutschland und Italien: KZ
      UdSSR: Gulag

      Bei Lichte betrachtet bleibt Ihnen also nur noch das Christentum übrig, wenn es die katholische Variante ist, würde es mich freuen.

      Ich habe zwar über die Piusbruderschaft keine näheren Informationen, es würde mich aber doch interssieren, was an der so böse ist.

    • kaffka (kein Partner)
      14. Februar 2012 14:50

      @gegenstrom
      14. Februar 2012 09:48

      "Die Juden wollte ich nicht extra erwähnen, weil sie sich meist gegen eine Besatzungsmacht wehrten. "

      Das dürfte wohl für die Vorvergangenheit stimmen.

      Derzeit sind sie die Einzigen, die bereits seit Jahrzehnten (die Palästinenser) unterdrücken, Kriege führen (als Angreifer!) bis zum heutigen Tag.

    • gegenstrom (kein Partner)
      14. Februar 2012 16:25

      @cmh
      Da habe ich ja wohl einen empfindlichen Nerv getroffen, wenn sich gleich so viele Fragezeichen ergeben. Was Sie als wenig hilfreich sehen und unterlassen wollen, führen Sie ja trefflich weiter ;-). Es ist mir bewusst, dass im heutigen Saudi Arabien vor dem Islam u.a. jüdische Stämme lebten; der jüdische Stamm Banu Quraiza kam ja auch gleich als erster in den Genuss islamischer Bekehrung. Was hat das aber mit dem Buddhismus zu tun? Wie Sie sehen, bin ich kein Buddhismus-Experte, sondern nur einfacher Buddhist, folge nicht einmal dem tibetischen Buddhismus und kann daher auch etwaige Fragen zu tantrischen Sexualpraktiken nicht zufriedenstellend beantworten. Nur soviel, Herr und Frau Tibeter haben damit im Alltag überhaupt nichts am Hut.

      Die „Regensburger Frage“ stellt sich im Falle des Buddhismus überhaupt nicht, weil – wie Sie sicherlich wissen – der Buddha bereits 500 Jahre vor Jesus lebte. Dass er etwas Gutes in seine Welt brachte, steht wohl außer Frage (u.a. Ablehnung des hinduistischen Kastenwesens, Mitgefühl mit ALLEN Wesen). Gut genug jedenfalls, um eine halbe Milliarde Menschen auch heute noch zu motivieren, dieser Lehre zu folgen, sie lebendig zu halten und ständig weiter zu entwickeln. Der Buddhismus ist wenig dogmatisch. Der Buddha selbst wies seine Schüler darauf hin, seine Lehre nicht ungeprüft zu übernehmen. Außerdem lehrte der Buddha den Weg der Mitte, lehnte jegliche Radikalität ab, was offensichtlich mit dem radikalem Nationalismus wie im Falle Japans schwer vereinbar ist. In meinem ersten Beitrag weise ich ja bereits auf Fehler von buddhistischen Gruppen hin, doch, um in der Gegenwart zu bleiben, glaube ich nicht, dass Buddhisten den Weltfrieden stören. Das bleibt schon anderen vorbehalten.

      PS: Ich weiß auch nicht, was diese buddhistische Gruppe dazu getrieben hat, sich ausgerechnet im Waldviertel niederlassen zu wollen. Jedenfalls kennen wir nun unser gallisches Dorf.

    • gegenstrom (kein Partner)
      14. Februar 2012 16:33

      @kaffka

      Diesen Satz habe ich in weiterer Folge eingeschränkt, doch kann man über die Frage Israel/Palästinenser sehr unterschiedlicher Meinung sein. Eine Diskussion darüber würde allerdings das von Herrn Unterberger angerissene Thema sprengen.

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      14. Februar 2012 16:44

      "Wenn Sie etwas gegen die christliche Religion haben, dann sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass Sie ohne das vielgeschmähte Christentum rein gar nichts hätten."

      Oh nein! Da gibt es die lange geistesgeschichtliche Tradition Europas. Die Philosophen des antiken Griechenlands, die Gelehrten des Mittelalters, die Wissenschaftler der Neuzeit, die Denker der Aufklärung (die Sie offenbar nicht verstanden haben), die Dichter, Komponisten, Maler etc. Eine ganze Menge gibt es da noch, würde ich sagen!

      Die Irrungen totalitärer Regimes haben mit Aufklärung natürlich nichts zu tun. Und das Christentum mit seinen durchaus feierlichen Messen und seiner bunten Folklore ist natürlich Teil unserer Tradition, es ist aber überraschend, wenn es im 21. Jahrhundert immer noch Menschen gibt, die irgendeinen Wahrheitsgehalt in der christlichen Lehre und Liturgie sehen.

      Ihre Zusammenfassung der anderen Weltreligionen hat mir gefallen, und so verstehe ich auch nicht, dass Menschen, die aus der Kirche austreten, sich einer anderen Religionsgemeinschaft anschließen. Aber bitte, es gilt die Religionsfreiheit. Wenn allen klar ist, dass die "Glaubenswahrheiten" nur für die gelten für, die daran glauben, und keiner versucht den anderen auch nur "friedlich" von der Überlegenheit seiner Lehre zu überzeugen, kann ein Zusammenleben funktionieren. Die Folge ist, dass jede Religion von Staat und Politik getrennt werden muss.

    • Undine
      14. Februar 2012 17:45

      @gegenstrom

      "Außerdem lehrte der Buddha den Weg der Mitte..."

      Alleine dieser Satz ist Goldes Wert und würde allen Menschen --religiös oder atheistisch oder was auch immer--gut anstehen! Gleich sähe die Welt anders aus.

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 19:09

      gegenstrom

      Meine FRage lautete:

      Aber da wir jetzt einen ausgewiesenen Buddhismusexperten haben, darf ich Ihnen doch auch einmal die Regensburger Frage stellen, was denn der Buddhismus hat, was das Christentum nicht hätte?

      Ich fragte damit, was denn einen Beweggrund geben könne, zum Buddhismus zu konvertieren und das haben Sie ja. Damit sind Sie doch "Experte". Nur zu sagen, man sei Buddhist und kenne sich nicht aus ist wohl schon keck.

      Aber sicher sind die anderen Milliarden Buddhisten lauter so klasse Kerle wie Sie! (Kicher)

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 19:25

      FMA

      Man kann ein Pferd nur zur Tränke führen, saufen muss es selber. Wenn Sie also nicht wollen, bitte.

      Sie gleichen aber dem klassischen Mieter, der fragt: "Was tut denn der Hausbesorger für mein Geld? Wenn ich in der Früh aus dem Haus gehe ist alles in Ordnung und wenn ich am Abend wiederkomme ist auch alles in Ordnung. Ich habe den Hausmeister noch nie arbeiten gesehen."

      Wenn Sie also glauben, die "lange geistesgeschichtliche Tradition" Europas ohne Religion und ohne Christentum erklären zu können, dann gleichen Sie diesem Mieter. Aber der hat sich nicht so einen gsprissenen französischen und nach Aufklärung duftenden Nick zugelegt. (Voltaire ist Ihnen offensichtlich schon zu abgedroschen.)

      Voltaire hat es im übrigen noch geschafft, diese Welt zu verlassen, bevor sich die negativen Auswirkungen dieses "Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum" zeigen konnten. War das ein Katzenjammer!

      Wenn es gut geht damit, dann endet die Trennung von Religion und Staat mit einer Ansammlung von selbstsüchtigen und im übrigen desinteressierten Gemeindebauokkupanten.

      Also viel Spaß beim Gscheiderseinalsalleanderen.

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      14. Februar 2012 21:44

      Ich halte nicht viel von Bevormundung, deswegen lebe ich in einem Einfamilienhaus.

    • gegenstrom (kein Partner)
      15. Februar 2012 21:45

      @cmh
      Religion hat für mich nur den Zweck, dem großen Mysterium des Lebens- dem Tod - auf den Grund zu gehen (besser noch: damit umzugehen). Das Christentum und der Buddhismus bieten dazu zwei völlig unterschiedliche Denkansätze.

      Im Christentum sehe ich den (Gottes)Glauben im Vordergrund, die Liebe zu Gott und die Liebe seiner göttlich/menschlichen Inkarnation zu den Menschen, die ihm auch Schutz verspricht („Ich bin der gute Hirte...“), Auferstehung am Jüngsten Tage und bei Befolgung von strikten Regeln das Eingehen in das Reich Gottes. Soweit so gut, jedoch beobachte ich in der Praxis bei Schicksalsschlägen große Betroffenheit und Unverständnis, wie ein liebender Gott all dies zulassen kann. Ich erinnere mich noch sehr gut an Kardinal Schönborn und seine Sprachlosigkeit beim Tsunami 2006. Natürlich sind solche Ereignisse für jeden Menschen sehr traurig, doch habe ich viel Zeit meines Lebens mit Buddhisten und Hindus verbracht und festgestellt, dass diese Menschen etwas gelassener mit solchen Dingen und auch mit dem Tod umgehen.

      Im Gegensatz dazu stellen wir Buddhisten unser eigenes Handeln und die Erfahrung in den Vordergrund. Was immer uns widerfährt, ist die Konsequenz unseres Tuns oder Lassens. Was den Tod und die Erklärung dazu betrifft, orientiere ich mich am vietnamesischen Meister Thich Nhat Hanh, der den Konditionalnexus auf seine spezielle Art darlegt und dies „Intersein“ nennt. Darunter versteht man, dass nichts entsteht und nichts vergeht. Kurzum, die sichtbare Manifestation (Sie, ich als Mensch) stirbt zwar, doch sterben wir beide nicht wirklich; es bedarf nur der entsprechenden Bedingungen, dass wir in irgend einer Form uns wieder sichtbar manifestieren. Wenn wir uns bewusst sind, dass alles miteinander vernetzt ist - stark, schwach, groß, klein, sichtbar, unsichtbar, geworden oder werdend – wird auch klar, dass wir mit uns und unserem Umfeld sehr achtsam umgehen müssen. Achtsamkeitsübungen sind ja der Buddhisten täglich Brot und können (sollten) sich auf ganz alltägliche Arbeiten erstrecken. Der achtsame Buddhist wird auf diesem Planeten so wenig Fußabdrücke wie möglich hinterlassen. (Deshalb ist mir der Stupa auch gleichgültig.) Das Ahimsa-Prinzip (nicht verletzen, Gewaltlosigkeit) haben die Buddhisten von den Hindus übernommen und geht weit über das Tötungsverbot der Juden und Christen hinaus. Das letztendliche Ziel aller Buddhisten ist natürlich das Zurückfinden zur Buddha-Natur, Zurückfinden deshalb, weil dies der Urzustand aller Wesenheiten ist.
      Ich hoffe, dass Sie nun mit der Sichtweise eines einfachen Buddhisten zufrieden sind. Ja, und mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden!

  20. Choe (kein Partner)
    13. Februar 2012 19:12

    Das Ergebnis ist zu akzeptieren, spricht aber auch eine deutliche Sprache über gewisse Teile der dort ansässigen Bevölkerung. Von der Piusbruderschaft indoktriniert entscheiden sie sich für das "mia san mia" - soll so sein.

    Der Tempel hätte wohl niemandem geschadet und vermutlich einiges an Leben (und auch Geld) in die strukturschwache Gegend gebracht. Nächsten Monat wird dann halt wieder über die Abwanderung gesudert. Klar, das Waldviertel hat seine eigene Schönheit und gerade die Ruhe macht es einzigartig, viele Dörfer sind allerdings schlichtweg am Ende. Ruinen an der Hauptstraße erwecken teilweise schon ein postapokalyptisches Flair - gefällt mir aber auch ganz gut - zum Wohnen und vor allem Arbeiten ist es wohl eher nicht so toll. Die Entscheidung verwundert mich auch ganz grundsätzlich, gerade im Waldviertel greift man normalerweise nach jedem esoterischen Strohhalm (Kraftplätze, Wünschelrutengehen usw.) um den Tourismus zu fördern, da müsste doch eine friedliche und ruhige Relgionsgemeinschaft höchst willkommen sein...naja, offenbar doch nicht.

    Am Rande stellt sich da auch die Frage vom Verfügen über privates Eigentum. Immerhin haben die Leute das Grundstück legal gekauft (das können sie sich jetzt auf den Hut picken wie man so schön sagt) und Religionsfreiheit gibt es ja auch noch. Warum da plötzlich überhaupt abgestimmt wird erschließt sich mir aus rechtlicher Sicht nicht ganz. Wie auch immer, die Buddhisten sind wohl besser beraten, wenn sie sich eine etwas tolerantere Gegend suchen und die Weltstadt Gföhl kann wieder in sich kehren.

    • socrates
      13. Februar 2012 20:55

      Also bevor sie es sich an den Hut picken, sollen sie es mir schenken oder billigst verkaufen. Das spart Klebstoff. Wenn man ein Grundstück kauft, muß man die Widmung beachten, das gilt für Alle! Wenn diese geändert werden soll, ist es gut, die Bürger zu befragen, wie gerade bei den Steinhofgründen.
      Das Problem ist weiters, daß die 3000 Besucher täglich stoffwechseln. Die Entsorgung kostet viel Geld, das die Gemeinde aufbringen muß. Anschlüsse an Strom, Gas, Wasser und Kanal brauchen alle Religionen, sie kosten viel Geld.
      Wenn ich ins Waldviertel ziehe, brauche ich meine Ruhe und will, daß es so bleibt.

    • Choe (kein Partner)
      13. Februar 2012 21:28

      Die Kanalgebühren werden üblicherweise nach der Fläche berechnet. Wie das bei religiösen Bauten aussieht ist mir nicht bekannt, müsste aber wohl ähnlich sein. Es wäre mir auch neu, dass die Gemeinde die Anschlüsse bezahlt, wobei es da in strukturschwachen Regionen vielleicht Vergünstigungen gibt. Üblicherweise hat die Erschließungskosten der Grundstücksbesitzer/Bauherr zu zahlen.
      Naja und die Ruhe wird wohl durch Buddhisten kaum gestört aber was solls.

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      13. Februar 2012 21:45

      Die Piusbruderschaft ist ein internationaler Verein und somit gelebte Weltoffenheit!

      Ansonsten fällt nur ein, dass Religionen genauso wie alle anderen ihre Abgaben und Steuern zu entrichten haben sollten.

    • Katholik (kein Partner)
      13. Februar 2012 22:01

      Die Piusbruderschaft ist ein rechtsextremer Sauhaufen.

    • Trollfressser (kein Partner)
      14. Februar 2012 15:34

      Offensichtlich so wie der Zustand Deines Hirnes.

      Das rechtsextrem nehme ich natürlich wieder zurück. Ist linksextrem angenehmer?

    • socrates
      19. Februar 2012 09:37

      Scheißen tun auch Buddisten und ihre Besucher. Bei der Errichtung von Neubauten ALLER Art sind Anschlüsse zur Ver- und Entsorgung notwendig, die die Gemeinde (ALLE) zahlen muß. Wenn Sie bereits jetzt Subventionen wollen, hat sich die Bevölkerung richtig entschieden: "Wenn ma da nimmt, so schrei!"
      Ein Fleischverorgungsunternehmen, das Ö mit koscherer Ware versorgen wollte und einige Arbeitsplätze in die Region gebracht hätte, wurde von der Gemeinde genau aus den gleichen Gründen, mit Recht, abgelehnt.
      Schweinezucht ist in Gemeinden wegen der Entsorgungsprobleme nicht mehr durchführbar. Auch die scheißen und pischen, das kostet die Bürgern viel Geld!

  21. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    13. Februar 2012 18:12

    Der Kurier war in den letzten Jahren stets ein Mistblatt, und leider hat sich das unter Brandstätter bisher nicht nennenswert geändert.

    "Fundamentalistische Katholiken gegen Stupa" zu schreiben ist Hetze, nichts anderes. Von jenen Leuten notabene, die PC-geübt stets bei den anderen "Hetze" sehen und das Argument als universelle Keule verwenden. Und noch dazu Unsinn - aber was will man von den meisten Journalisten? Verstand ist wenigen nur gegeben.

    • ? (kein Partner)
      13. Februar 2012 18:54

      Was ist denn die Piusbruderschaft, wenn nicht fundamentalistisch?

    • gegenstrom (kein Partner)
      15. Februar 2012 21:59

      Echauffieren Sie sich doch nicht so! Apropos Mistblatt und Hetze. Was sagen Sie denn zu dieser Postwurfsendung christlicher (!) Vereine? Hier scheint sich das dunkelstes Mittelalter zurückgemeldet zu haben. Mit uns Buddhisten kann man ja einfach so umspringen. Auch nur eine einzige Seite solcher Unwahrheiten und sogar Wahrheiten gegen den Islam würde die österreichischen Gerichte lahm legen.
      http://images.derstandard.at/2012/02/14/stupaaussendungen.pdf

  22. HDW
    13. Februar 2012 12:43

    Tatsächlich führt das dünkelhafte oktroyieren von "Weltoffenheit und Toleranz" ohne Offenheit und Toleranz der direkten Demokratie gegenüber, gerade zur Entwicklung des Gegenteils gerade davon! Jedenfalls bei dem bisher geschehenen also in der Erzählung der Geschichte. Die bombenschmeißenden Schreihälse des 19. Jh. konnten sich ja auch nur in der Schweiz frei bewegen, Lenin hat die Revolution erst im fortgeschrittenen Alter in Zürich erlebt und die "heiligen Experimente" der Jesuiten ermöglichten die südamerikanischen Diktaturen ("Der Großinquisitor" von Dostojevskij)!
    Für die föderale, direkte Demokratie und gegen den Zentralismus:
    "Ein Mensch der sich ein Schnitzel briet,
    bemerkte, daß es ihm mißriet,
    doch weil er selbst es hat gebraten,
    ißt er´s als sei es ihm geraten"
    (Eugen Roth)

    • Wertkonservativer
      13. Februar 2012 12:53

      Nun, @HDW,

      mein ehrlich gemeinter Sager von "Toleranz und Weltoffenheit" macht ja echt Karriere!
      Zuerst der Herr Scheiber, nun auch Sie!
      Das ist ja fast zuviel der Ehre (allerdings kränkt mich das "dünkelhaft" ein wenig)!

      Ihren Schlenker hin zur direkten Demokratie kann ich armer Tor nicht ganz nachvollziehen.
      Macht aber nix, da bleib' ich lieber dumm!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • HDW
      13. Februar 2012 15:05

      Soviel ich mitbekommen habe gab es eine Mehrheit über 50% in dem Ort, die gegen die Widmung gestimmt hat (nicht gegen den Buddhismus manche hier fälschlich unterstellen) Im Gegensatz zur repräsentativen D. entscheidet der Betroffene eben direkt durch Mehrheitsentscheid (und badet Fehlentscheidungen auch selber aus) Bei uns scheint das aber schon so abwegig, dass direkt demokratische Vorgänge gar nicht mehr als solche erkannt werden und sich als hinterwäldlerisch beschimpfen lassen müssen. (Nicht von den Betreibern der Umwidmung selbst muss man fairerweise dazu sagen)

    • Klarstellung (kein Partner)
      13. Februar 2012 18:55

      Der Entscheid wird ja akzeptiert, die direkte Demokratie inkludiert nicht die Kritikfreistellung von Mehrheitsentscheidungen.

  23. Brigitte Kashofer
    13. Februar 2012 11:19

    Respekt
    den Gföhlern! Sie haben sich gegen den versprochenen Mammon und für ihr Ortsbild und ihre Identität entschieden!
    "Weltfriedensdenkmal" klingt so gut. Da kann man doch gar nicht dagegen sein, dachten sich wohl die Betreiber.

  24. Brigitte Kashofer
    13. Februar 2012 11:18

    den Gföhlern! Sie haben sich gegen den versprochenen Mammon und für ihr Ortsbild und ihre Identität entschieden!
    "Weltfriedensdenkmal" klingt so gut. Da kann man doch gar nicht dagegen sein - dachten sich wohl die Betreiber.

  25. Maigret
    13. Februar 2012 11:00

    Lustig ist, dass viele, die den Buddhismus als liebe exotische Friedensreligion preisen, von dieser Philosophie oder Ideologe (Buddhismus ist nämlich laut Buddhisten gar keine Religion) keinerlei Ahnung haben und nur die üblichen Gemeinplätze und Klischees kennen.

    Buddhismus steht nämlich unserer konservativen westlichen Weltsicht wesentlich näher als dem linken Multikultidenken.

    Es gibt sogar Richtungen im Buddhismus und einige Lamas, die politisch ziemlich unkorrekt sind. In diesem Sinne wäre so ein Stupabau schon okay gewesen, andereseits ist es schön, wenn die Bevölkerung auch einmal etwas entscheiden darf (kommt eh noch kaum vor). Allerdings: beim Bau einer Moschee hätt es sicher keine Abstimmung gegeben, da wäre man einfach drübergefahren.

  26. Undine
    13. Februar 2012 10:49

    Bei Diskussionen wie diesen fällt mir unweigerlich als erstes immer H.C.Andersens ewig gültiges, klarsichtiges, wundervolles Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ein. Nur zu Erinnerung und weil jeder dieser Sätze nahezu wortwörtlich auf diese aktuelle Situation zutrifft, die Inhaltsangabe aus Wikipedia:

    "Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern* für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm weis, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an."

    Und weiter heißt's bei Wikipedia:

    "Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus; vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile."

    Ist es nicht tatsächlich --wie auch bei zahllosen ähnlichen Anlässen zuvor---auch diesmal so, daß gerade aus Unsicherheit, aus Angst, sich eine Blöße zu geben, nämlich als nicht weltoffen und fortschrittlich angesehen zu werden, jeder sich bemüßigt fühlt, lauthals zu beteuern, WIE tolerant und aufgeschlossen er/sie doch sei. Von dieser Angst sind vor allem die Linken geprägt.

    Diese Riesenstupa in einer schönen ländlichen Umgebung würde wie die Faust aufs Auge passen und wäre auf jeden Fall ein Fremdkörper. Ich weiß nicht, ob zu solchen Stupas die Gläubigen nur zu bestimmten Anlässen strömen würden, oder ob sie sich dort regelmäßig, also sehr oft, träfen---auf jeden Fall wäre es ein unzumutbarer Rummel für einen so kleinen Ort. Man denke nur an den dadurch erheblich vermehrten Autoverkehr, an die vielen zusätzlichen Parkplätze, die nötig wären. Als nächste Forderung käme dann ein großes Hotel; die Leute, die von weit her strömen, müssen ja irgendwo übernachten können. Wie es dann mit der Auslastung eines Hotels stünde, das nur zeitweilig genützt werden könnte, ist ein anderes Problem.

    Alle diese Themen haben nichts zu tun mit einer Ablehnung einer Religion, in diesem Fall der als friedlich geltenden buddhistischen Geisteshaltung. Aber mMn würde der Bau einer Über-Stupa die eher ländliche Struktur nicht nur stören, sondern zerstören.

    * Das Wort Betrüger ist in diesem Fall nicht auf die Buddhisten anzuwenden, sondern a u s s c h l i e ß l i c h auf die nichtbuddhistischen Befürworter eines solchen Baues!

    • dergo
      13. Februar 2012 23:04

      Danke Undine,
      Auch ich bin ein 'Fan' von diesem Märchen. Es ist die wichtigste von drei Geschichten die es mir möglich machen, Politik zu 'verstehen'. Die zweite meiner Lieblingsgeschichten, 'Die Nagelsuppe' von Christine M. Kowalski , ist ein nahezu exaktes Abbild Ihres vorvorletzten Absatzes und beschreibt, wie einem 'Fremden' , der sich untersteht mitten am Marktplatz aus einem mitgebrachten Nagel eine Suppe zu kochen, von den Dorfbewohnern sämtliche Zutaten für eine wirklich wohlschmeckende Suppe aufgedrängt werden .....
      Meine dritte Lieblingsgeschichte, 'Kleider machen Leute' von Gottfried Keller, spricht für sich selbst!

    • Undine
      13. Februar 2012 23:55

      @dergo

      Angeregt durch Ihre freundliche Antwort hab' ich gleich die Novellen Gottfried Kellers, die ich seit meiner Jugend nicht mehr gelesen habe, hervorgekramt und werde mit der entzückenden Novelle "Spiegel, das Kätzchen" den Anfang machen, wobei ich mich auf eine ganz besondere Stelle schon freue!
      Die "Nagelsuppe" ist mir völlig unbekannt und macht mich neugierig.

    • Undine
      14. Februar 2012 10:48

      @dergo

      Habe soeben den Inhalt des Märchens "Die Nagelsuppe" ergoogelt; besten Dank für den Hinweis!

    • nixalsverdruss (kein Partner)
      14. Februar 2012 15:15

      Sehr schön; wieder wird Wikipedia zitiert. Und das sind die Autoren:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Dr._Manuel
      Bitte aufwachen! Und vielleicht selbst dort mitschreiben.

    • nixalsverdruss (kein Partner)
      14. Februar 2012 15:17

      Sehr schön; wieder wird Wikipedia zitiert. Und das sind die Autoren:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Dr._Manuel
      Bitte aufwachen! Und vielleicht mal selbst dort mitschreiben.

    • Undine
      14. Februar 2012 17:52

      @nixalsverdruss

      Oh!

  27. Josef Maierhofer
    13. Februar 2012 10:28

    War eine demokratische Entscheidung, die ich gutheiße.

    Erstens finde ich gut, dass man die Menschen gefragt hat, zweitens auch den Ausgang des Referendums.

    Jene 'fortschrittlichen' Kräfte, die das nicht gutheißen, sollen am besten nicht traurig sein, dass sie nicht die Mehrheit hatten, ich bin überzeugt, dass man das halt dann irgendwo andershin bauen wird im Sinne von 'Geld regiert die Welt'.

  28. Xymmachos
    13. Februar 2012 09:03

    Ja, wenn die Hinterwäldler im Waldviertel so blöd sind, muß sich halt wieder einmal zeigen: WIEN IST ANDERS! Und tatsächlich bietet sich doch hier - und gerade jetzt! - der ideale Platz für das weltgrößte Weltfriedensdenkmal geradezu gebieterisch an. Nein, ich meine nicht den neu gestalteten Vorplatz zum Wurstelprater (dieses geschlossene Ensemble darf nicht gestört werden), ich meine die Steinhofgründe! In Nachbarschaft zur Otto-Wagner-Kirche wäre die Stupa ein schöner Beweis für unsere religöse Toleranz (eine Synagoge hätte dort auch noch Platz, auf eine Moschee könnte man vorläufig verzichten, zu einer solchen widmen wir später die Kirche um), und auch die Grünen können da doch nichts dagegen habe. Herr Bürgermeister Häupl, Frau Vizebürgermeisterin VassiliaKUH, nützen Sie diese einmalige Chance. Bürgerinitiativen dagegen sind wohl nicht zu befürchten, wir sind ja keine Hinterwäldler, hier im weltoffenen Wien.

    • Xymmachos
      13. Februar 2012 09:14

      corr.: "religiöse Toleranz", "dagegen haben", (Ich kämpf' eh gegen meine Legasthenie, aber manchmal gewinnt sie halt)

    • Susa
      13. Februar 2012 10:54

      @Xymmachos

      *********!
      Besser hätten man es nicht ausdrücken können; da sitzt jedes Wort!

  29. Johann Scheiber
    13. Februar 2012 08:43

    Siegesdenkmäler geistiger Okkupatoren gegen Geld - Nein Danke!
    Humanitäts-, Toleranz- und Weltoffenheitsgefasel gestoppt - Bravo!
    Die Menschen wachen auf - Gott sei Dank!

    Danke an die Gföhler, soviel Heimat- und Geschichtsbewusstsein würde ich mir für Kärnten wünschen.
    Bei uns wird ein buddhistischer Wallfahrtsort mit öffentlichen Geldern errichtet und die Menschen sehen darin ihre Zukunft.

    • Wertkonservativer
      13. Februar 2012 10:20

      "Toleranz- und Weltoffenheitsgefasel gestoppt"!

      Das gilt wohl mir, Herr Scheiber!

      Ich dachte eigentlich bisher, dass wir relativ ähnlich "ticken"!
      Aber man kann sich ja auch irren, nicht wahr?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      13. Februar 2012 10:37

      Und noch was, Herr Scheiber:

      den Musil brauchen Sie mir - mit Verlaub - auch nicht um die Ohren zu schmieren!
      Ich lebe in der Provinz, liebe das Land und die ländlichen Menschen um mich herum, und sehe daher eigentlich keinen Grund, Ihre diesbezügliche Vorhaltung auf mich zu beziehen!

      Guten Tag!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Johann Scheiber
      13. Februar 2012 11:53

      Werter Wertkonservativer,

      wenn sie die Leute im Waldviertel wegen ihrer Entscheidung tatsächlich für Hinterweltler halten, was ich gar nicht wirklich glauben kann, dann meine ich meine direkte und meine indirekte Replik auch ernst!
      In der Antike galt als Tyrann, wer die Menschen mit Zwang aus ihrer gewohnten Lebensweise herausgeholt hat. Heute ist das noch schlimmer, denn die Traditionszerstörung gilt als chic und das Beharren eben als hinterweltlerisch.

      Die Elite, der das Wohl des Volkes anvertraut ist, findet in der Eitelkeit ihre Befriedigung, worin die einfachen Menschen, deren Vernunft gedrungen bleibt, die ihre nicht finden kann. So sah Hegel das Verhältnis von Elite und Volk schon vor zweihundert Jahren.

      Ich finde es einfach erschreckend, wenn man Menschen, die ihre letzten Bastionen verteidigen, dafür auch noch tadelt.

      Schopenhauer hat zwar den Sieg des Budhismus für Europa vorausgesagt, aber die Menschen scheinen doch zu ahnen, dass in der letztlich lebensverneinenden, gar atheistischen Lehre Buddha’s eine ganze Menge im Argen liegt was die Menschen von wahrer Erkenntnis und Wertschätzung der Lebenswirklichkeit auf unserm einzigartigen Planeten abhält.
      Dass das Christentum und die damit einhergehende europäische Kultur nicht für ein Linsengericht verkauft wird, das kann man von Volksbewegungen wie in Gföhl erwarten, nicht aber von unseren dekadenten Eliten oder sogenannten Volksparteien.

    • Wertkonservativer
      13. Februar 2012 12:47

      Sie wollen mich einfach nicht verstehen, werter Herr Scheiber!

      Erstens habe ich mich hier wiederholt als praktizierender und bekennender katholischer Christ "geoutet", und zweitens geht es mir vordergründig gar nicht um die geplante und nun abgelehnte Waldviertler Stupa (von der ich bis gestern eigentlich keinerlei Kenntnis hatte).

      Ich habe Ihnen heute und gestern auch anderer Stelle ganz klar gesagt, dass ich - selbst geographisch Provinzler - die österreichische Provinz liebe und mich in ihr wohlfühle, speziell auch im von uns oft besuchten Waldviertel, dessen Bewohner ich um Verzeihung für den von mir in ihrem Zusammenhang gebrachten Ausdruck "Hinterwäldler" bitte!
      Ich hatte mit dieser Äußerung ganz allgemein die österreichische Eigenart gemeint, eigentlich ganz grundsätzlich und vorauseilend alles Fremde und Ungewöhnte abzulehnen und mit Misstrauen zu betrachten.

      Eines noch: die heutige Jugend (und ich meine deren überwiegend positiven Teil) denkt total anders als wir gesetzten A.U.-Forums-Diskutierer!
      Die denken in den meisten von uns in Frage gestellten und bekämpften Themata komplett offen, lässig und weitgehend liberal, und finden uns halt liebenswert retro bis ein wenig reaktionär; harmlos, halt!
      Gilt auch für mich zehnfachem Großvater, der von den geliebten Nachkommen zwar als Clanchef liebevoll akzeptiert wird, dessen wertkonservativen Ansichten jedoch da und dort als heute hinterfragbare Schrulligkeiten eines fast Achtzigjährigen angesehen werden.
      Nun, ich mag meinen Haufen trotzdem , sie haben ja zum Großteil recht!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Bodo
      13. Februar 2012 13:21

      @Wertkonservativer

      "Erstens habe ich mich hier wiederholt als praktizierender und bekennender katholischer Christ "geoutet", ..."

      Ihr Bekenntnis zum Christentum in Ehren, werter WK; aber bezeichnen sich nicht auch die sich so "fortschrittlich" gebenden Herrn wie ein Helmut Schüller und Consorten als praktizierende und bekennende katholische Christen, die sich in ihrer Öffentlichkeitwirksamkeit sonnen---beweisen sich aber genaugenommen als Zwietracht Säende, also eher als Zerstörer dessen, was sie vollmundig und vordergründig zu "verbessern" trachten.

    • Wertkonservativer
      13. Februar 2012 14:18

      Da kann ich nur sagen, werter @ Bodo:

      "Bin ich der Hüter meines Bruders"?

      Was kann ich für die Heinis von der Caritas?
      Es gibt ja auch noch Christen außerhalb dieser Mischpoche!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Bodo
      13. Februar 2012 14:48

      @Wertkonservativer

      Danke für Ihre erfrischende und sehr zutreffende (!) Antwort auf meine etwas provokanten Worte!

  30. socrates
    12. Februar 2012 23:35

    Ich kenne eine kleine Gemeinde im Waldviertel, wo seit Menschengedenken eine Fundamentaldemokratie herrscht: Alle müssen einverstanden sein. Das gelingt, auf grund jahrhunderte alter Feindschaft, nie: Die Leute kommen und sagen: "Was hat der gesagt?" und dann stimmen sie für das Gegenteil. Das funktioniert seit vielen hundert Jahren. Natürlich sind sie etwas rückschrittlich, aber sehr sozial und glücklich.
    Wenn z.B. ein Haus abbrennt, müssen alle Dorfbewohner Material spenden und das Haus wiederaufbauen.
    In so eine Gemeinschaft muß man hineinleben und nicht versuchen etwas zu ändern. Warum sollen sich diese Leute vor fremden Medien für ihre Taten rechtfertigen?
    Der Karl Marx Hof hat viel Platz, da passt dieses Denkmal locker hin!

    • Gerhard Pascher
      13. Februar 2012 06:11

      socrates:
      So ist es.
      "Am Land" - wie man so schön sagt - herrschen völlig andere Bedingungen als in den Städten. In kleineren Gemeinden kennt man sich meist persönlich und es gibt ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl (auch durch Kirche, Vereine und Feuerwehr), da werden z.B. Bürgermeister über Parteigrenzen als Persönlichkeiten und nicht als Parteikandidaten gewählt.
      Die Buddhisten sollen daher in Städten wie Wien bleiben, da gibt es schon genug Sachen aus fremden Ländern und Kulturen und den meisten Leuten ist es "wurscht", was geschieht - bzw. wie sich Häupl entscheidet. ;-(

    • Wertkonservativer
      13. Februar 2012 07:39

      @ socrates und @ Gerhard Pascher:

      Kurz zu Eurer Diskussion und zu meinem Beitrag:

      mir geht es wahrlich nicht um die Stupa an sich, sondern nur um die reflexartige Ablehnung alles Ungewohnten, Unüblichen speziell im ländlichen Bereich.

      Andererseits ist diese Grundeinstellung unserer im außerstädtischen Bereich lebenden Landsleute für mich ein klares Indiz für meine Meinung, dass die ÖVP auch weiterhin ihren Platz im österreichischen Politgefüge halten wird
      (ob nun Dritter, Zweiter oder Erster, ist beim aktuellen Dreimittelparteien-System kaum vorhersehbar).
      Wir leben hier im n.ö. Kernland nahe Wiens und sehen die ÖVP - im Ort, Bezirk und im Land - zumindest genau so stark wie vor Jahren!

      Ganz egal, wie man dazu steht, hier - und auch in den westlichen Bundesländern - hat die ÖVP ihre Stammwählerschaft, und die bleibt ihrer Partei -so wie ich - eben treu, und dies auch in schweren Tagen.

      Also, vom Alleinsein kann - was mich betrifft - wohl keine Rede sein!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  31. cicero
    12. Februar 2012 21:57

    Seit wann muß man sich in einer Demokratie für seine Wahlentscheidung verantworten?

  32. libertus
    12. Februar 2012 20:14

    Die Gföhler Bevölkerung hat nicht in erster Linie gegen eine Stupa, sondern ganz bewußt gegen das "Öffnen der Pandorabüchse" gestimmt und das ist gut so!

  33. HDW
    12. Februar 2012 19:52

    @FranzAnton
    12. Februar 2012 19:28
    Eben, ohne die Verhältnisse lokaler Natur zu kennen, aber eine Meinung muss man halt haben! Darum eben ist ja auch Herr WKO ihrer Meinung! Die Werte die ndie Mitte-Rechts Partei zu vertreten hätten, wären eben gerade direkte föderalistische Demokratie und "Small is beautiful" Aber nein, wichtigtuerischer Zentralismus muss her, sich über die Menschen hinwegsetzen, im Namen eines besserwisserischen Zentralismus! Für diese Hybris steht die Linke die mit ihrer idealistischen, innerweltlichen Heilsversprechung immer noch zur Katastrophe geführt haben und der Vatikan, sollten es aber nicht die Dorfpfarrer und die Nachfolger der Parteien mit dem C in ihrer Mitte. Darum muss sich einer wie Orban, der das Christentum in die Verfassung schreibt dafür verantworten vor einem Europäischen Parlament der Karase und Broks!
    ,

    • Haider
      12. Februar 2012 21:57

      Schlüssig - kurz - klar! Volle Zustimmung.
      Ich verfolge die Stupa-Angelegenheit in Gföhl seit zwei Jahren. In Wien verschenkt die r.k. Kirche ein Gotteshaus, in Gföhl befürwortete der Ortspfarrer die buddhistische Stupa (nur der FPÖ-Mandatar und die 2-Mann-WFG-Fraktion im Gemeinderat waren anfangs dagegen!). Übrigens lag die Wahlbeteiligung mit über 52 % um fast 10 % höher als jene bei der kürzlichen EU-Beitrittsabstimmung in Kroatien, wo im Vorfeld extra das Wahlgesetz geändert werden mußte, da sonst die Abstimmung durch die geringe Beteiligung ungültig gewesen wäre. Wie halt immer in der EU. Erst durch Tricksereien werden die erforderlichen Quoren erreicht.

  34. A.K.
    12. Februar 2012 19:47

    Das zweite Vatikanum hat über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den anderen Religionen sehr intensiv nachgedacht. Den aktuellen Stand beschreibt z.B.: Herbert Vorgrimler
    Neues Theologisches Wörterbuch wie folgt:
    Religionsfreiheit, die Freiheit eines Menschen, sich nach seinem eigenen Gewissen zu einer oder zu keiner Religion zu bekennen, auch in der Lebensführung, u. dieses Bekenntnis zu »äußern«, dies jedoch mit der Einschränkung, daß andern dadurch kein Schaden entsteht. Die R. gehört zu den Menschenrechten u. erstreckt sich nicht nur auf Individuen, sondern auch auf Religionsgemeinschaften u. religionslose Gruppierungen. Sie steht in keinem Zusammenhang mit der Frage nach der Wahrheit oder Falschheit einer Religion oder Weltanschauung. Die Anerkennung der R. bahnte sich erst mit dem Augsburger Religionsfrieden 1555 u. der Betonung der Gewissensentscheidung beim Glauben in der reformatorischen Theologie an. In der röm.-kath. Kirche wurde die R., seit das Christentum Staatsreligion wurde (380), bis zur Säkularisation weder erkannt noch respektiert, im Gegenteil. Im 19. Jh. bekannten sich Verfassungen europäischer Staaten mit konfessionell gemischter Bevölkerung zur R., während sich die Päpste Gregor XVI. 1832, Pius IX. 1864, Leo XIII. 1885 u. Pius XII. 1953 gegen die R. äußerten. Bis u. mit Pius XII. vertrat das kath. Lehramt die Auffassung, das Thema der R. sei notwendigerweise mit der Wahrheitsfrage verbunden u. die Wahrheit habe den Primat vor der Freiheit. Erst seit Johannes XXIII. (»Pacem in terris« 1963) u. dem II. Vaticanum akzeptiert die kath. Kirchenleitung die R. Sie wird als Freiheit von jedem Zwang in religiösen Dingen verstanden ihre Grenzen ergeben sich durch die öffentliche Ordnung; alle Religionsgemeinschaften haben gleiche Rechte, keine Religionsgemeinschaft darf unlautere Werbung betreiben. Die theol. Begründung wird im Appell Jesu u. seiner Jünger an die Freiheit der Menschen gesehen. Rechtlich u. sachlich kann die R. als umfassender Begriff für Glaubens-, Gewissens-, Bekenntnis- u. Kultusfreiheit verstanden werden. Zu ihr gehören nach heutigem kirchenrechtlichem Verständnis auch das Recht, die Religion zu wechseln, u. die Freiheit, den Glauben aufzugeben u. an Gottesdiensten u. Riten nicht teilzunehmen. In der Fortentwicklung der Weltzivilisation wird die Aufnahme der R. in die »Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Art. 18) der Vereinten Nationen von 1948 wegweisend sein.

    • Riese35
      13. Februar 2012 17:21

      Ich frage mich, ob andere Religionen und Konfessionen eine ähnliche Auffassung von Religionsfreiheit vertreten. Die Früchte des 2. Vatikanischen Konzils haben jedenfalls zur fast vollkommenen Vernachlässigung der Wahrheitsfrage bei den Katholiken und einer weitgehenden Auflösung des Glaubens und geistigen Lebens in unserer Gesellschaft geführt. Der Mangel an Überzeugungen und die geistige Entwurzelung, die uns geradewegs in den Nihilismus führen, sind Kernprobleme unserer heutigen Zeit.

      Kein Österreicher hat ein Recht, ein bestimmtes Bauwerk errichten zu dürfen. Es gibt eine Bauordnung, und an die muß sich jeder halten. Und hier wurde demokratisch entschieden, daß für ein solches Bauwerk keine Genehmigung erteilt wird. Ich würde mein Haus auch gerne noch um zwei Stockwerke aufstocken, aber die Bauordnung und Stadtbildpflege lassen es nicht zu. Rechtens!

      Letzlich sagen die Bauwerke auch etwas über das geistige Leben eines Volkes aus: Das, was am höchsten, größten und schönsten gebaut wurde und wird, ist das, was dem Volk ein inneres Anliegen ist. Es geht dabei sehr wohl auch um die Wahrheitsfrage und innere Überzeugung. Waren es früher die Kirchtürme, sind es heute (leider) oft Einkaufstempel. Und das Waldviertel ist - Gott sei Dank - noch katholisch. Der Buddhismus ist mit der katholischen Religion nicht vereinbar. Es ist die freie Entscheidung eines Volkes, das auch nach außen hin repräsentieren zu wollen und können. Auch das ist Religionsfreiheit.

      Und auch für Wien wünsche ich mir, daß der Stephansdom ein sichtbares Symbol unseres geistigen Zentrums bleibt und wir unsere eigene Kultur und Religion schätzen und an unsere Nachfahren weitergeben. Denn erst dann wird man überhaupt fähig, auch den anderen zu verstehen und zu respektieren.

    • A.K.
      13. Februar 2012 21:11

      @Riese35
      Ich neige auch eher zu der bis zu Pius XII. vertretenen Auffassung, das Thema der Religionsfreiheit sei notwendigerweise mit der Wahrheitsfrage verbunden und die Wahrheit habe den Primat vor der Freiheit. Wenn man logisch denkt, dann muß es unter den Religionen eine geben, die der Wahrheit wohl am nächsten kommt. Diese sollte angestrebt werden, ohne allerdings Menschen, die zu anderer Meinung kommen zu bekämpfen; aber man darf sie friedlich zu überzeugen versuchen. Christus sagt: Ich bin die Wahrheit und das Leben, wer an mich glaubt wird leben, selbst wenn er gestorben ist. Wer dieser Überzeugung folgen kann, fühlt sich zwangsläufig verpflichtet, diese Wahrheit anderen mitzuteilen, aber ohne deren Freiheit zu beschränken.

    • François Marie Arouet (kein Partner)
      13. Februar 2012 21:42

      "Wenn man logisch denkt, dann muß es unter den Religionen eine geben, die der Wahrheit wohl am nächsten kommt."

      Das ist ein klassiches Non-sequitur.

      "Diese sollte angestrebt werden, ohne allerdings Menschen, die zu anderer Meinung kommen zu bekämpfen; aber man darf sie friedlich zu überzeugen versuchen."

      Genau dieser Wahrheitsanspruch ist doch das Problem aller monotheistischen Religionen. Deswegen läßt sich ein friedliches Nebeneinander nur so schwer aufrecht erhalten.

      Wenn man logisch denkt, liegen alle Religionen falsch, wenn es um die Natur Gottes oder die "Wahrheit" geht.

    • cmh (kein Partner)
      14. Februar 2012 10:55

      FMA

      What is truth? said jesting Pilate; and would not stay for an answer.
      Francis Bacon

      und

      Ich bin die Wahrheit und das Leben, wer an mich glaubt wird leben, selbst wenn er gestorben ist.

      Abgesehen vom Unterschied der Sprache der beiden Zitate scheint mir hier doch ein gewaltiger Unterschied im Wort "Wahrheit/truth" zu bestehen. Wird der nicht deutlich gemacht, kommt man nie auf einen grünen Zweig. Während Pilatus mit der Wahrheit umgeht wie mit einer Hure, die stets gefällig sein zu hat, für die man sich aber nicht wirklich interessiert, geht es im anderen Zitat um mehr als das Leben. Und eigentlich ist die Garantie für diese Art von Wahrheit auch sehr nebulos: der Glaube.

      Letzteres ist natürlich nicht jedemanns Sache.

      Während aber die Haltung des Pilatus immer zumindest durch ein seichtes Scherzchen sofort belohnt wird, kann man sich von der zweiten Haltung keinen wie immer gearteten persönlichen Vorteil erwarten. Dazu kommt noch, dass im zweiten Falle immer auch alle möglichen Scharlatane auftreten, wie z.B. der schon in der Apostelgeschichte beschriebene Simon Magus, die einem weismachen wollen, dass man die Vorteile beider Seiten sofort haben könne - gegen eine kleine Gebühr selbstredend.

      Daher wurde die Logik im Christentum weitergetrieben, nicht um den "Gott" nachweislich herauszupräparieren, sondern um den Glauben, soweit Menschenwerk darin ist, verlässlicher zu machen. Glauben muss man aber trotz der Logik immer noch.

      Die Logik garantiert zudem auch nicht, dass die Ergebnisse angenehm und wohlriechend sind. Bei vielen Leuten, die über das logische "non sequitur" in Glaubenssachen mäkeln, ist es da nicht so ganz klar, ob sie auf einen logischen Widerspruch gestoßen sind, oder ob ihnen nur das zeitgeistige Parfume abgeht.

      Das Christentum ist aber - um den Logiksager von der anderen Seite zu betrachten - meines Wissens nach die einzige Religion, die es unternommen hat, ihren Glauben sine scriptura als gültig darzustellen. Kann sein, dass es hiebei Probleme logischer Art gibt. Aber aus logischen Gründen die einzige Religion, die logische Gründe zulässt, gegen andere, deren logische Qualität zweifelhaft ist einzutauschen, scheint mir doch auch etwas unlogisch zu sein.

    • A.K.
      15. Februar 2012 12:58

      @cmh:
      Ich bin von Ihrer Antwort - was Inhalt, Stil und Niveau betrifft - sehr positiv beeindruckt. Danke!

  35. Anton Volpini
    12. Februar 2012 19:02

    30 Meter hoch und 20 Meter Durchmesser, 2ha verbaute Flaeche? Kann der Welfriede nur mehr durch Gigantomanismus gerettet werden?
    Es gilt wohl auch in dieser Gemeinde der Grundsatz: je geringer die Bescheidenheit, desto geringer die Akzeptanz.
    Diese Leute haben wohl nicht Siddarta von Hesse gelesen.

  36. Observer
    12. Februar 2012 18:34

    Der Buddhismus (es gibt da viele Richtungen!) ist eine Religion ohne Gott im christlichen Sinn. Es gibt zwar auch Begriffe wie Himmel (= 8 Meditationsstufen) und Hölle (sogar deren 8!), die wahre Erlösung wird durch Selbsterkenntnis versprochen.
    Es mag durchaus sein, dass von christlichen Religionen frustrierte Leute sich dieser Glaubensrichtungen zuwenden, welche sicher nicht so radikal gegen die Christen wie manche Islamisten und Hinduisten sind.
    Trotzdem: in unser Land passen keine solchen äusserlichen Symbole, wie das eben abgelehnte 30 Meter hohe Gebäude auf einer Anhöhe. In der "Lutherstadt" Möhra in der Nähe der Wartburg gibt es in einem ehem. DDR-Ferienheim auch ein buddhistisches Schulungszentrum, welches ohne Stuppa auskommt. Auch an mehreren Orten in Österreich gibt es buddhistische Zentren, wo diese Leute genug Möglichkeit haben, ihre "Religion" auszuüben.
    Wenn man z.B. in Thailand mit manchen Leuten gute Kontakte hat, dann sieht man oft, wie sich auch Christen und Taoisten manche Philosophien des Buddhismus als Lebensweise aneignen, viel anderes aber vom Buddhismus ablehnen. Dort wird sogar die mancherorts sichtbare Kommerzialisierung der Mönche von vielen buddhistischen Kreisen selbst kritisiert.

  37. Wertkonservativer
    12. Februar 2012 18:31

    Dass gerade Katholiken gegen einen buddhistishen Sakralbau im Waldviertel demonstrieren und agitieren, erfüllt mich alten Katholiken nicht gerade mit Stolz!

    Kirchen unseres christlichen Glaubens stehen in den meisten Ländern aller Kontinente; wir finden das ganz normal, erwarten Achtung und Schutz für die christlichen Glaubensstätten seitens der Obrigkeiten dieser Länder!

    Diese Reaktion zeigt nur, dass wir uns noch nicht weit genug vom Hinterwäldler-Stadium entfernt haben.
    Toleranz und Weltoffenheit sieht anders aus!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • CHP
      12. Februar 2012 18:41

      Daß gerade ein glühender Verfechter der ehemaligen Christlich Sozialen diesen Standpunkt vertritt, spricht Bände über den jetzigen Zustand dieser Partei.

    • FranzAnton
      12. Februar 2012 19:28

      "Daß gerade ein glühender Verfechter der ehemaligen Christlich Sozialen diesen Standpunkt vertritt, spricht Bände über den jetzigen Zustand dieser Partei".

      Kann ich nicht so sehen; vielmehr vertrete ich ebenfalls Herrn Michlers Sicht. Ohne die Gföhler Verhältnisse näher zu kennen, bin ich der Meinung, daß die Gemeindebürger hier mehr Weltoffenheit hätten zeigen können. Vielleicht waren die Argumente pro und contra nicht ausführlich genug erörtert worden, und die Menschen haben aus unbestimmten Angstgefühlen oder Unkenntnis heraus negativ votiert. Direktdemokratie kann eben eine gute Sache sein, vorausgesetzt, die Bürgerschaft macht sich die Abstimmung nicht zu leicht; es handelt sich dabei eben um einen notwendigen Lernprozess. Man muß verstehen: Jahrtausendelang wurden die Menschen konditioniert, auf irgendeinen, meist nur angemaßten, politischen Oberguru zu hören; Mühsames Selberdenken war nie gewünscht; es läßt sich daher verständlicher Weise, nicht von heute auf morgen erzielen.

    • Cotopaxi
      12. Februar 2012 20:21

      @ Werter Herr WK

      Wie ist Ihre Meinung zu diesem Sakralbau in Wien 20, Dammstraße?

      Auch dort demonstrieren Katholiken gegen einen Sakralbau. Beschämend, nicht wahr? Diese christlichen Wiener Hinterwäldler wollen einfach keine Mega-Moschee in ihrem Wohngebiet haben. Und die Vorsitzende der Bürgerinitiative ist übrigens die Schwiegermutter eines prominenten ÖVPlers.

      http://www.moschee-ade.at/

    • CHP
      12. Februar 2012 20:45

      @Franzu Anton
      Vielleicht wurde ausgiebig diskutiert? Der relativ kleinen Gemeinde sollte man die Entscheidung über eine Angelegenheit, die sie direkt betrifft durchaus zugestehen. Oder sollten sie so lange abstimmen, bis ein für andere genehmes Ergegnis herauskommt? Für mich ist es legitim, wenn die Gföhler sich in ihrer Heimat weniger kulturfremden Einfluß zu wünschen!

    • Haider
      12. Februar 2012 21:36

      @Franz Anton
      Vor dieser Abstimmung in Gföhl gab es Unmengen an Information für die Bevölkerung (weit mehr als bei jeder normalen Wahl) und die pro-Stimmen aus der Politik schienen fast alles zu erdrücken. Dennoch haben sich die Gföhler gegen Wiener Verhältnisse - siehe Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog des Christenverfolgers und fundamentalmoslemischen Saudiarabien - erfolgreich zur Wehr gesetzt. Gratulation!

    • Censorius
      12. Februar 2012 23:24

      Wer Gföhl und das Waldviertel kennt muß es für eine ungeheure Chuzpe halten, dort einen buddhistischen Sakralbau zu errichten. In einer harmonisch gewachsene und ländlich strukturierten Gemeinde hat so etwas nichts zu suchen.
      Bei aller religiöser Toleranz haben hier die Gföhler richtig entschieden. Man hätte die Diskussion gar nicht aufkommen lassen sollen und seitens der Gemeindeverwaltung von vornhinein solchen Gedanken einen Riegel vorschieben müssen.
      Die Frage stellt sich ganz anders, wenn man als Standort für so einen Sakralbau
      Wien vorsieht. In einer Millionenstadt mit multikuturellen Charakter, Kirchen, Tempeln, Moscheen solte auch für die Buddhisten ein geeigneter Ort zu deren freier Religionsausübung gefunden werden. l

    • Johann Scheiber
      13. Februar 2012 08:51

      Es gibt nichts provinzielleres, als die Verachtung der Provinz. (Robert Musil)

    • socrates
      13. Februar 2012 13:47

      Wer, außer den Journalisten, die nicht recherchieren, kommt auf die Idee, daß es fundamentale Katholen waren? Dort gibt es auch Evangelen. Hat die jemand repräsentativ befragt? Hier sollten 2 Fliegen mit einem Schlag getroffen werden: Die Katholen und die Waldviertler.
      Eine gute Stelle wäre der Judenplatz: Zentral gelegen, voller Toleranz, Denkmalgeeignet!

    • Susa
      13. Februar 2012 14:58

      @socrates

      "Eine gute Stelle wäre der Judenplatz: Zentral gelegen, voller Toleranz, Denkmalgeeignet"

      Neben den klaren Linien des Betonquaders wäre eine Stupa in ostasiatischer Bauweise sicher ein erwünschter und "stimmiger" Kontrapunkt; solche Gegensätze liebt man ja im roten=fortschrittlichen Wien. Und die Toleranz ist doch gerade dort vorhanden, wie man annehmen darf.

    • ja (kein Partner)
      15. Februar 2012 13:45

      @wk
      hätten sie geschwiegen, wären sie ein weiser geblieben. daß sie immer wieder zu allen fragen, von denen sie kaum kenntnis haben, ihren senf abgeben müssen, ist schön langsam widerlich.

    • Wertkonservativer
      15. Februar 2012 18:26

      Was wollen Sie, "ja"?

      Ich habe - so wie so viele andere - meine subjektive Meinung ausgesprochen, und zu der stehe ich!
      Kaum jemand hier weiß und schreibt zu allen Unterberger-Themen grundsätzlich nur Wissensunterstütztes und Kluges!
      Das macht ja auch den Reiz einer Diskussionsrunde aus, dass nicht nur Geistesriesen ihre Sprüche loslassen, sondern auch Menschen ohne Mega-Klugheitsanspruch, also ganz normale Leute!
      Alles lassen Sie mich bitte weiter meinen Topfen unter die Leute bringen, und vermeiden Sie in Hinkunft, meine Beiträge zu lesen!

      (mail to: gerhard@michler.at

  38. Rosi
    12. Februar 2012 18:24

    Es ist sicher begrüßenswert, daß diese riesige Stupa samt Zubauten nun nicht errichtet wird.
    Auch ist die Frage berechtigt, weshalb die katholischen oder evangelischen Kirche nicht in Zusammenhang mit Weltfrieden genannt werden. Allerdings gehört zur Schaffung und zum Erhalt des Friedens auch, daß man sich aktiv dafür einsetzt, und zuerst beim Schutz der eigenen Schäfchen beginnt - da hat sich unsere Kirche in der letzten Zeit wenig Ruhm erworben.
    Auch ist es sehr traurig und symptomatisch, daß man sich hier in Österreich gegen die friedlichste Religion 'zur Wehr' zu setzen traut, während man der eigentlichen größten Gefahr in keiner Weise entgegentritt. Das erinnert mich an die Studentendemos gegen die Amis in meiner Jugend - gegen die Sowjets hat sich niemand getraut, zu demonstrieren. Immer das gleiche ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Haider
      12. Februar 2012 21:30

      Gegen die Sowjets wurde nicht demonstriert, da die Chaoten/Gewaltbereiten/Anarchisten/Schwarzer Block etc. alle l i n k s stehen. Die werden doch nicht gegen ihre eigenen Götzen agitieren!

  39. schreyvogel
    12. Februar 2012 18:00

    Das größte Weltfriedensdenkmal Europas!
    Gibt es irgendeine Abschätzung oder Hochrechnung, wie sehr der Weltfrieden dadurch verbessert würde?

  40. Brigitte Imb
    12. Februar 2012 17:58

    "Fundamentalistische Katholiken gegen Stupa" - so nennt sich das im Kurier.

    Das paßt ganz einfach nicht ins Waldviertel! Sehr gut, dass die Bürger dagegen entschieden haben, denn dem Bau wäre wahrscheinlich sofort eine Moschee gefolgt, der Gleichberechtigung wegen.

    http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/4484430-fundamentalistische-katholiken-gegen-stupa.php

    • Cotopaxi
      12. Februar 2012 18:31

      Jetzt hat auch der angeblich "bürgerliche" Kurier seine (wahre?) linke Fratze gezeigt.
      Man war ja schon geneigt, in diese Blatt seine Hoffnungen zu setzen.

    • XICY
      12. Februar 2012 18:53

      Aus Wikipedia: "Mehrheitseigentümer [des Kurier] mit 50,56 % ist die Printmedienbeteiligungsgesellschaft im Auftrag der Raiffeisen Zentralbank und zu 49,44 % die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)."

      Ein Pilgerzentrum kann auch eine Geldquelle sein und die geforderte "Weltoffenheit" ist das Argument für jene Anrainer, die nichts daran verdienen.

      Dem schnöden Mammon ist es vollkommen egal, ob er mit einer Kirche, einem Tempel, einer Stupa oder einer Moschee verehrt wird.

    • M.S.
      12. Februar 2012 20:15

      @Britte Imb

      Ausmaß des Baues und die Wahrscheinlichkeit, dass gleich danach eine Moschee errichtet würde, sind die stärksten Argumente dagegen.





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